Frugalismus - DADAT Bank Blog

Frugalismus – Sparen auf Extremniveau

Der Oktober steht ganz im Zeichen des Sparens. Mit Hinblick auf den Weltspartag machen sich viele Menschen gerade jetzt wieder vermehrt Gedanken über ihr Erspartes und wie sich dieses im Idealfall noch weiter anhäufen lässt. Es existiert jedoch eine kleine Gruppe von Menschen, für die quasi jeder Tag ein Weltspartag ist und die sich das Sparen sogar zur Lebensaufgabe gemacht haben: die sogenannten Frugalisten.

  

Extrem-Sparer

Frugalisten pflegen einen einfachen und bescheidenen Lebensstil. Ihr Ziel ist es, in möglichst kurzer Zeit so viel Vermögen anzuhäufen, um ab einem gewissen Punkt bis ans Lebensende ausgesorgt zu haben. Um diese finanzielle Freiheit zu erreichen versuchen Frugalisten ihre täglichen Ausgaben auf ein Minimum zu beschränken und einen möglichst großen Teil ihres Einkommens anzusparen. Frugal zu leben bedeutet jedoch nicht, auf einen gewissen Lebensstandard zu verzichten. Vielmehr möchten  Frugalisten das Optimum aus ihren Finanzen herausholen und verzichten gerne auf in deren Augen unnötige Ausgaben wie teure Urlaubsreisen, Autos etc. Ihr Erspartes investieren sie dazu nicht selten in Aktien, Fonds und andere gewinnbringende aber dennoch stabile Anlagemöglichkeiten. Die Entscheidung für den frugalen Lebensstil wird jedoch selten ohne Grund getroffen und geht häufig aus einer persönlichen finanziellen Krise wie z. B. einer privaten Pleite hervor.

Entstehung

Frugalismus als Lebensstil trat z. B.  in den USA nach der Wirtschaftskrise 2008 immer mehr in Erscheinung. Viele Amerikaner standen nach der Immobilien-Krise vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten und waren gezwungen ihre Lebensweise radikal zu überdenken. Zugleich entstand mehr und mehr der Wunsch, aus dem ewigen Hamsterrad der Arbeitswelt auszubrechen und möglichst schnell finanziell unabhängig zu werden. Der frugale Lebensstil stellte für viele daher die ideale Möglichkeit dar, mit der sich diese Sehnsucht stillen lässt. Mittlerweile finden sich aber auch im europäischen Raum zahlreiche Frugalisten, die sich dieser extrem sparsamen Lebensweise verschrieben haben.

Geschichtliche Vorreiter

Frugalisten waren natürlich nicht die ersten extremen Sparer. Im Laufe der Menschheitsgeschichte traten immer wieder Strömungen hervor, die Ähnlichkeiten zum heutigen Frugalismus aufweisen. Im antiken Griechenland war beispielsweise der Kynismus weit verbreitet. Diese philosophische Strömung legte besonderen Wert auf Natürlichkeit, Bedürfnislosigkeit und Askese. In der Jugendbewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts hingegen versuchte man sich durch Verzicht und Enthaltsamkeit von der zum Teil extravaganten Lebensweise der eigenen Eltern abzugrenzen. Doch auch die heute modernen Trekking- und Survival-Abenteuer beruhen im Grunde auf dem Gedanken eines bewussten, natürlichen und sparsamen Lebens.

Risiken & Hürden

Statistisch gesehen könnte jeder 10. Haushalt bis zu 13 Jahre mit seinem Ersparten auskommen. Bei 30% aller Haushalte wäre das Ersparte jedoch bereits nach wenigen Wochen oder Monaten komplett aufgebraucht. Ein frugaler Lebensstil ist folglich nicht für jedermann geeignet. Für Geringverdiener ist dieser sogar beinahe unmöglich, denn eine Grundvoraussetzung ist ein regelmäßiges und verlässliches Einkommen, wovon sich ein Großteil auch ansparen lässt. Zudem sollte man sich auch die Risiken wie Jobverlust oder Krankheit vor Augen halten, die den frugalen Lebensstil in jedem Fall einschränken würden. Wer sich für den Frugalismus entscheidet, sollte sich aber vor allem einem bewusst sein: Wie bei einer strengen Diät fordert gerade die Anfangsphase ein hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen, denn die Umstellung auf ein Leben des extremen Sparen kann durchaus sehr anstrengend und frustrierend sein.

 

Wer hingegen eine einfachere und frustfreie Sparmethode bevorzugt, kann auch einfach ein flexibles

Sparkonto eröffnen.

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