Herdentiere an der Börse - DADAT Bank Blog

Herdentiere an der Börse

Die Börse ist ein lebhaftes Pflaster, das von vielen Kleinigkeiten, die in der Welt geschehen, beeinflusst wird. Einen großen Einfluss auf die Aktienkurse haben dabei die Anleger selbst, vor allem dann, wenn sich eine große Menge von ihnen für den Kauf bzw. Verkauf einer Aktie entscheidet. Ist es nun sinnvoll dieser Herde zu folgen, oder profitieren am Ende doch die „Alpha-Trader“, die sich bewusst gegen den Herdentrend stellen?

  

Was ist Herdenverhalten?

Entscheidet sich eine große Zahl von Anlegern für den Kauf bzw. den Verkauf einer Aktie, ergibt sich daraus eine Art Trend, dem wiederum weitere Anleger folgen. Dieses Herdenverhalten muss nicht einmal rational bzw. wirtschaftlich begründet sein, wie etwa dem tatsächlichen Erfolg bzw. Misserfolg des Aktienunternehmens. Allein der Gedanke, dass andere Anleger womöglich über bessere Informationen zum betreffenden Unternehmen verfügen könnten, reicht aus, dass man sich als „uninformierter“ Trader der Herde anschließt. Herdenverhalten ist somit ein Finanzmarkt-Phänomen mit Ansteckungseffekt.

Folgen vom Folgen

Aus dem Herdenverhalten ergeben sich Schwankungen, denen keine bzw. kaum wirtschaftliche Faktoren zugrunde liegen. Dennoch hat Herdenverhalten für die Anleger in der Herde zunächst keine zwangsläufigen negativen Auswirkungen, im Gegenteil: Wer der Herde folgt, profitiert kurzfristig womöglich mehr als jemand, der ihr den Rücken kehrt. Herdenverhalten wird schnell zur Self-Fulfilling-Prophecy: Wenn viele Anleger verkaufen, fällt der Preis der Aktie. Das wiederum führt zu weiteren Verkäufen der Herdentiere und der Preis fällt dadurch weiter. Aus Anlegersicht macht es daher durchaus Sinn, nie aus der Herde auszubrechen, da man stets Gefühl hat, die richtige Entscheidung zu treffen.

Natürlich bleibt dabei ein gewisser fahler Beigeschmack des Spekulativen. Bei Herdenverhalten besteht der einzige Grund für den Kauf bzw. Verkauf einer Anlage im Steigen bzw. Fallen ihres Preises. Das wiederum führt zu einer ständigen Über- und Unterbewertung des Aktienpreises. Die dadurch entstehenden Preisschwankungen sind wirtschaftlich unbegründet und daher kaum vorhersehbar. Sie können im Extremfall sogar zu Währungs- und Finanzkrisen führen, von denen letztendlich kaum ein Trader profitiert.

Alphatier oder Herdentier?

Doch was macht man nun als Anleger, wenn sich eine Herde in Bewegung setzt? Ihr folgen, sie links liegen lassen oder sich sogar bewusst dagegenstellen?

Grundsätzlich sollte sich jeder seriöse Trader mit der Marktsituation auseinandersetzen, in der er agiert. Das heißt im konkreten Fall erst einmal die Herde beobachten, ihr Verhalten analysieren und anschließend bewusste und fundierte Entscheidungen treffen. Eine gute Basis dafür bildet zum Beispiel unsere wöchentliche Marktinfo.

Wer sich hingegen nur in der Herde treiben lässt und die Richtungsentscheidungen der vermeintlich besser informierten Masse überlässt, wird vielleicht eine Zeit lang gut damit fahren, kann aber genauso schnell mit der Herde untergehen.

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