DADAT Blog - O'zapft is!

O'zapft is - auch an der Börse!

Das Münchner Oktoberfest lockt jährlich Millionen von Besuchern in die bayerische Landeshauptstadt. Zwei Wochen lang feiern die Menschen ausgelassen auf dem wohl bekanntesten Volksfest der Welt. Den Startschuss dafür gibt in alter Tradition der Münchner Bürgermeister mit den Worten „O’zapft is“. Ab diesem Zeitpunkt strömt jedoch nicht nur das Bier aus den Fässern. Auch viele Anleger strömen mit Kaufabsichten an die Börsenmärkte.

  

Sell in may and go away

Der Grund hierfür sind die vorwiegend sinkenden Kurse im Zeitraum von Ende Mai bis Mitte September. Ganz nach dem Motto „sell in may and go away“ sind Investitionen während der Sommermonate eher weniger ratsam. Der September markiert statistisch gesehen sogar den schlechtesten Börsenmonat im ganzen Jahr. Erst danach ist laut Statistik gerade am europäischen Markt wieder mit Kursanstiegen zu rechnen.

Das Oktoberfest, welches meist Ende September beginnt, markiert somit eine klare Trendwende im Jahreskalender der Finanzmärkte, welche viele Anleger zum Anlass nehmen, um nach den meist schwachen Sommermonaten wieder kräftig zu investieren.

But remember to come back in September

Die statistische Kursentwicklung hat mit dem Oktoberfest natürlich nur am Rande zu tun. Dass bis einschließlich September die Kurse im Allgemeinen eher fallen, hat ganz andere Gründe:

Zum einen sind viele Großinvestoren und Privatanleger über die Sommermonate auf Urlaub und somit nicht aktiv am Markt beteiligt. Kehren sie Anfang September zurück, werden Aktien, die in der Urlaubszeit schlecht performt haben, abgestoßen. Die Folge sind weiter fallende Kurse zum Monatsanfang.

Zum anderen endet mit September für viele Fondsgesellschaften deren Wirtschaftsjahr, was den allgemeinen Verkaufsdruck weiter erhöht.

Zudem ist der September auch börsengeschichtlich vorbelastet: So fiel z. B. die Lehman Brothers Pleite im Jahr 2008 auf einen September-Tag und auch der Absturz des Dow Jones zur Wirtschaftskrise im Jahr 1931 setzte im September ein.

Schon allein aus psychologischer Sicht befindet sich der September in einem Teufelskreis, denn bei tendenziell sinkenden Kursen wird es kaum ein Anleger wagen, mit seinem Vermögen gegen den Trend zu setzen.

And invest during Oktoberfest

Doch da sich gerade zum Oktoberfest die Kurse allmählich erholen, sollte man sich als Trader überlegen, ob man dem süffigen Spektakel bei unseren bayerischen Nachbarn überhaupt einen Besuch abstattet und statt in Maßen lieber in Aktien investiert. Bei den inflationären Bierpreisen der vergangenen Jahre ist Letzteres womöglich die vernünftigere Wahl.

 

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