Schneeballsystem 2.0 - DADAT Bank

Schneeballsystem 2.0

Im Gegensatz zur harmlosen Schneeballschlacht im Winter können Schneeballsysteme teils verheerende Schäden bei den Teilnehmern verursachen – vor allem in finanzieller Hinsicht. In Zeiten des Internets und der sozialen Medien haben solche Betrugsmaschen wieder Konjunktur. Doch auch die modernsten Varianten dieser Betrügereien lassen sich eigentlich schnell entlarven – wenn man weiß wie.

  

Systemaufbau

Das Schneeballsystem 2.0 ist im Grunde wie jedes andere Pyramidensystem aufgebaut. An der Spitze stehen die Initiatoren, die meist im Namen von vermeintlich seriösen Firmen oder Organisationen das schnelle Geld versprechen. Hauptbestandteil der Masche ist, dass jeder Teilnehmer zunächst eine Einstiegsprämie zahlen und anschließend möglichst viele weitere Teilnehmer akquirieren soll. Diese zahlen wiederum Prämien und sollen ebenso weitere Menschen zum Mitmachen animieren und so weiter. Ein Teil der Prämie wandert dabei immer an die oberste Ebene des Systems.

Durch Internet und Social Media wird vor allem die Kontaktaufnahme hierbei um ein vielfaches einfacher. Bei entsprechenden Anzeigen und Beiträgen auf Facebook reicht oft schon ein Like und die User werden von den Initiatoren via Facebook-Messenger angeschrieben sowie zum Austausch der Kontaktdaten überredet. Die Teilnehmer werden anschließend dazu gedrängt, das vermeintlich lukrative Geschäftsmodell ihren Freunden und Bekannten schmackhaft zu machen, um möglichst rasch im System aufzusteigen. Die Hemmschwelle dafür ist in den sozialen Medien weitaus geringer, was dem System zwangsläufig viel mehr Opfer beschert als über klassische Verbreitungswege.

Systemabsturz

Jedes Schneeballsystem hat zwangsläufig eine begrenzte Lebenszeit. Wie ein Schneeball, der einen schneebedeckten Hang herabrollt und dabei immer größer wird, wächst zwar das System zunächst immer weiter, nähert sich aber unaufhaltsam dem Abgrund und bricht auseinander.

Eine kleine Rechnung reicht, um das Problem zu verdeutlichen: Würden die ersten fünf Teilnehmer jeweils fünf weitere anheuern, diese dann wieder jeweils fünf weitere usw., dann hätte das System spätestens auf der zehnten Ebene mehr Teilnehmer als die Gesamtbevölkerung Österreichs. Ein Schneeballsystem lebt von diesem exponentiellen Wachstum und bricht logischerweise irgendwann in sich zusammen. Die großen Gewinner sind immer die Wenigen an der Spitze des Systems und die darunter immer die großen Verlierer.

Systemschutz

Doch wie schützt man sich nun vor solchen Betrugsmaschen?

Schneeballsysteme versprechen meist das schnelle Geld mittels „genialer Geschäftsidee“. In vielen Fällen wird diese in den sozialen Medien beworben. Junge Menschen posten Selfies im Luxusauto, im eigenen Privatjet oder im Pool eines Luxushotels und preisen die vermeintlich geniale Methode, die ihnen diesen Reichtum in kürzester Zeit verschafft hat. Bereits hier sollte man stutzig werden und das System kritisch hinterfragen.

In Social Media tarnen sich Schneeballsysteme auch gerne mit den Begriffen „Spende“, „Altersvorsorge“ oder „Crowdfunding“. Die wahren Absichten dieser öffentlichen Aufrufe lassen sich jedoch schnell entlarven: Meist steht nicht das eigentliche Produkt im Fokus, sondern die Methode, die den Teilnehmern schnelle Gewinne verspricht. Am besten stellt man sich immer die Frage: „Würden ich oder die Menschen, die ich zum Mitmachen bewegen will, das Produkt auch kaufen, wenn die Methode selbst keine Vorteile verspricht?“

Des Weiteren lohnt sich immer ein genauer Blick auf die Website der Initiatoren. In vielen Fällen fehlt das Impressum oder die Domain an sich ist im Ausland registriert. Allein diese beiden Faktoren können gegen die Seriosität dieser Firmen sprechen. Bei Firmen mit Sitz im Ausland wird es zudem schwierig wenn nicht sogar fast unmöglich, den verspielten Einsatz nach dem Aufdecken des Betrugs zurückzufordern.

Im Zweifelsfall lohnt es sich immer eine zweite Meinung bei Freunden und Bekannten einzuholen, bevor man sich auf solch dubiose Geschäftsmodelle einlässt. Ist man erst einmal Teil davon wird der Abbruch oft schwierig, auch wenn man den Betrug hinterschaut. Viele machen trotz schlechtem Gewissen einfach weiter, in der Hoffnung zumindest ihren Einsatz wiederzuerlangen – ein trügerischer Gedanke, der nur selten mit Erfolg gekrönt ist.

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