Wöchentliche Marktinfo KW07

 

DAX – Deutliche Underperformance

Der europäische Aktienmarkt kann dem US Markt technisch nicht das Wasser reichen. Der US Markt ist seit 2009 stark Buyback-getrieben. Die Unternehmen kaufen ihre eigenen Aktien zurück, was unter anderem ein Kurstreiber ist.
Seit Jahresbeginn ist der DAX um 6,xx% gestiegen. Outperformer sind wieder die US Indizes.

Hier der aktuelle DAX Chart zur Orientierung, wo der Index relativ gesehen steht. Direkt darunter der Chart des marktbreiten S&P 500 Index. Dazwischen liegen Welten! Im DAX eine mögliche stark nach rechts verzogene inverse SKS als kleines eher schwaches Bodenmuster. Im S&P 500 eine gewaltige impulsiv entstandene inverse SKS. Bei 2.800 liegt die Nackenlinie der SKS im Markt, an der der Index erst einmal nach unten abprallen könnte. Prallt der S&P an seiner 2.800er Hürde zunächst nach unten ab, wird es der DAX ihm tendenziell gleichtun. Der US Markt führt den europäischen und nicht umgekehrt.

Die rot gestrichelt dargestellten Trendlinien stellen im DAX die entscheidenden Hürden nach oben da. Darüber muss das Kursgeschehen ansteigen können, um quasi als Hürdenspringer über eben diese springen zu können. Nach Überspringen einer Hürde besteht dann die Chance bis zur nächsten Hürde hochzulaufen.

Der US Markt ist seit 2009 stark Buyback-getrieben. Die Unternehmen kaufen ihre eigenen Aktien zurück, was unter anderem ein Kurstreiber ist.

Bei 10.450 Punkten liegt derzeit die Oberkante der Wolke auf Monatsbasis. Mein favorisiertes Scenario ist jenes, dass sie auf der Wolke auspendeln und an einem neuen, diesmal größeren Boden basteln. Ergo: Ein erneuter Anlauf auf die Triggermarke bei diesmal 11.372 dürfte vorbereitet werden.

DEUTZ - Chartbild deutlich aufgehellt

Die Aktien des Herstellers von kompakten Dieselmotoren konnten in den letzten Wochen eine deutliche Erholung einschlagen. Dabei wurde nicht nur der EMA50 signifikant überwunden, sondern heute auch der EMA200.
Ende Dezember kämpften die Marktteilnehmer noch hart um die 5,00 EUR-Marke. Das Verlaufstief lag exakt bei 5,00 EUR. Sechs Wochen später notiert die Deutz-Aktie bei 6,70 EUR. Das entspricht einem Zugewinn von rund 33 Prozent.

Durch diesen Anstieg hellte sich das Chartbild natürlich auf, allerdings liegt noch ein Abwärtstrend vor. Um diesen zu brechen, müsste der Titel in den nächsten Tagen deutlich über die 7,30 EUR-Marke ansteigen.

Ob die Käufer so viel Kraft entwickeln können, ist fraglich. Ein Anstieg bis zur Abwärtstrendlinie bei 7,25 EUR wird allerdings favorisiert. Anschließend dürfte ein Rücklauf bis ca. 6,20 EUR anstehen.

Kann sich der Wert dort dann stabilisieren, hätte er vermutlich die Kraft, um über den Abwärtstrend auszubrechen und die 8,00 EUR-Marke zu erreichen.

ALLIANZ – Neue Impulse nach den Zahlen?

Die Allianz-Aktie profitierte von der Rally ab Ende Dezember 2018. Aber mittelfristige Kaufsignale wurden bisher nicht ausgebildet.

Die Allianz-Aktie erreichte am 24. Januar 2018 ein Mehrjahreshoch bei 206,85 EUR. Die Aktie befindet sich seitdem in einer Abwärtsbewegung. Dabei fiel sie im Juni 2018 auf 170,12 EUR zurück. Dieses Tief testete der Wert im Dezember 2018 erfolgreich. Danach startete eine kurzfristige Aufwärtsbewegung, welche bisher zu einem Hoch bei 188,08 EUR führte und näherte sich dem Abwärtstrend seit Januar 2018 bei aktuell 192,20 EUR an. Zuletzt gab der Wert aber leicht nach, behauptete sich aber per Tageschschlusskurs über dem EMA 50 bei aktuell 182,91 EUR. Vorbörslich notiert die Allianz minimal unter dem Schlusskurs von gestern. Die erste Reaktion auf die aktuellen Zahlen fällt also verhalten aus.

Für einen neuen mittelfristigen Impuls müsste die Allianz-Aktie über den Abwärtstrend bei ca. 192,20 EUR ausbrechen. Gelingt dies, dann wäre Platz in Richtung 206,85 EUR. Sollte der Wert allerdings unter den EMA 50 bei aktuell 188,08 EUR abfallen, würden Abgaben in Richtung 170,12 EUR drohen.

Gold zum Wochenschluss gefragt

Zunehmende (geo-) politische Risiken und Zweifel an der Robustheit der US-Konjunktur lassen Gold am Freitag als „sicherer Hafen“ gefragt sein.
Gold ist zum Wochenschluss angesichts der zunehmenden Risiken, die vom Brexit, den Handelsgesprächen zwischen den USA und China sowie dem innenpolitischen Gezerre in den USA um den Mauerbau ausgehen, gefragt. Bislang wurde das Edelmetall im Hoch bei 6.180,00 US-Dollar je Tonne gehandelt.

Die Marktteilnehmer warten zum Wochenschluss auf den Ausgang der dieswöchigen Handelsgespräche zwischen den USA und China. In den vergangenen Tagen war die Risikobereitschaft bereits einmal gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump angedeutet hatte, dass die Verhandlungen gute Fortschritte machten. Medienberichten zufolge erwägt Trump, die 1.-März-Deadline um 60 Tage zu verlängern. An diesem Tag sollen die Zölle auf chinesische Importware von zehn auf 25 Prozent angehoben werden, sofern keine Einigung im Handelsstreit erzielt werden kann.

Dem Goldpreis zugutekommen auch schwache US-Konjunkturdaten vom Donnerstag. So sind die US-Einzelhandelsumsätze im Dezember überraschend um 1,2 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet, nach plus 0,2 Prozent im November. Die Daten wecken Zweifel an der Robustheit der US-Konjunktur. Aufmerksamkeit gilt daher am Freitagnachmittag den neuen anstehenden US-Daten, wie der Industrieproduktion und dem Konsumklima der Uni Michigan.

Vorsicht Falle - Auch Börsenweisheiten sollten Sie kritisch hinterfragen!

Auf Tipps und Tricks der vermeintlichen Profis zu hören, ist nicht immer ratsam. Deshalb muss man als Trader den Mut haben, auch eigene Wege zu beschreiten. Richtig ist am Ende, was erfolgreich macht.

Börsenweisheiten und allgemeine Empfehlungen, was an der Börse Sinn macht und was nicht, gibt es viele und in der Regel haben diese auch ihre Berechtigung. Auf individueller Ebene ist jedoch immer wieder zu prüfen, ob die vermeintlich Beste Lösung auch tatsächlich zu dem eigenen Trading passt. Dabei spielt nicht nur die persönliche Ebene eine Rolle. So dürfte die Empfehlung Gewinne laufen zu lassen, im Großen stimmen, für einen extrem ungeduldigen Trader aber ein unlösbares Problem darstellen. Hier scheint es einfacher, sich anderen Tradingstilen als dem Trendtrading zuzuwenden. Solche Persönlichkeitsmerkmale sind ein Grund dafür, warum es die für alle gleichermaßen beste Lösung nicht gibt. Dies trifft jedoch nicht nur auf persönliche Merkmale zu, wie folgendes Beispiel aus dem Risiko & Moneymanagement zeigen soll.

Sie alle kennen sicher die Regel, innerhalb des Tradings nie mehr als einen bestimmten Prozentsatz seines Kapitals in einem Trade zu riskieren. Ich nenne diesen Ansatz „Fixed Ratio Ansatz“, wobei allgemeine Empfehlungen für die Höhe des Prozentsatzes zwischen 1 und 3 Prozent liegen. In Verbindung mit dem Stoploss des nächsten Trades ist die Positionsgröße folglich so zu bestimmen, dass, sofern der Stoploss ausgelöst wird, bspw. genau 1 % des vorhandenen Tradingkapitals verloren wird.

Dieses Vorgehen hat einige Vorteile. Zum einen werden Risiken normiert. Man entscheidet nicht willkürlich oder gar emotional, wieviel man im nächsten Trade riskiert, sondern hat auch diesbezüglich ein Regelwerk. Durch die Normierung auf einen Prozentwert wird zudem erreicht, dass man mit jedem Verlusttrade seine Positionsgröße herunterfährt. Als Trader wird man vorsichtiger. Drawdownphasen, also Phasen, in denen sich Verlusttrades häufen, werden so abgeschwächt. Theoretisch ist es nicht möglich, sein Konto zu ruinieren, man nähert sich selbst dann, wenn man nur verliert, nur immer mehr der Null an, erreicht aber nie genau Null.

Während Verluste abgefedert werden, erarbeitet man sich mit dem Fixed Ratio Ansatz auf der Gewinnerseite einen Zinseszinseffekt. Läuft es im Trading gut und Ihr Konto wächst, können Sie beim nächsten Trade eine größere Position eingehen. Gemessen an Ihrem Tradingkonto sind es zwar weiterhin 1 %, aber in absoluten Euro-Beträgen sind ein Prozent von 20.000 nun einmal mehr als ein Prozent von 15.000.

Beide Effekte des Fixed Ratio Ansatzes sind in der folgenden Abbildung noch einmal grafisch dargestellt, die den fiktiven Kontoverlauf widerspiegelt.

Angesichts dieser Vorteile ist es nur logisch, bei der Frage nach einem guten Risiko & Moneymanagement grundlegend den Fixed Ratio Ansatz empfohlen zu bekommen. Solche Empfehlungen jedoch blind zu übernehmen, ist nicht anzuraten. Ohne Zweifel dürfte der Fixed Ratio Ansatz für viele Trader einen positiven Effekt haben, aber eben nicht für alle. Und genau dies gilt es zu prüfen, Guruempfehlung hin oder her. Im Rahmen des Coachings kam es bereits öfter vor, dass der Fixed Ratio Ansatz für die Art des Tradings eines Kunden nicht geeignet war.

Ein Beispiel hierfür könnte der DAX Intradayhandel sein. Wenn Sie den DAX hinsichtlich Vola & Co unter die Lupe nehmen, werden Sie feststellen, dass die Chancen im Laufe des Tages zum Mittag hin abnehmen. Der Markt wird rangelastiger, womit wiederum Trendsignale nicht so gut funktionieren. Wer aber auch in diesen Phasen tradet, schließlich weiß man ja nie mit absoluter Sicherheit, wann ein Trend kommt und dabei den Fixed Ratio Ansatz verwendet, könnte Schwierigkeiten bekommen. In jedem Trade wird das Risiko normiert und damit jeder Trade gleich gewichtet. Wenn aber die Trades morgens besser als gegen Mittag funktionieren, macht es tendenziell mehr Sinn, den morgendlichen Trades eine höhere Positionsgröße zuzugestehen.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Pauschal haben viele Börsenweisheiten ihre Berechtigung, aber letztlich ist im Detail zu prüfen, ob diese auch zum eigenen Trading passen. Hier muss man als Trader auch den Mut haben, seinen eigenen Weg zu gehen. Dies sollte zwar wohl überlegt und „geprüft“ worden sein, aber wenn sich ein Ergebnis zeigt, welches klassischen Weisheiten entgegensteht, dann macht es wenig Sinn, den Weisheiten zu folgen. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW06

Dow Jones und Nasdaq100: Kurzfristig Rückschlagsgefahr

Die Chinesen feierten in der abgelaufenen Woche das wichtigste Fest des Jahres: Das Neujahrsfest. Deshalb sind die chinesischen Finanzmärkte in dieser Woche komplett geschlossen. Dort kann erst ab Montag kommender Woche reagiert werden.
Insofern ein lieber Gruß der US Verhandler an die Chinesen, während diese gerade feiern. Der oberste Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, Larry Kudlow, hat sich skeptisch zu den Gesprächen mit China über eine Beilegung des Handelskonflikts geäußert. In den Gesprächen gäbe es einen "ziemlich beträchtlichen Abstand" zu überwinden, sagte Kudlow am Donnerstag im US-Finanzsender Fox Business. Trump und Xi würden sich allerdings "irgendwann" einigen, fügte Kudlow hinzu.

Der Dow Jones fällt, nachdem er vorgestern seine mittelfristige Abwärtstrendlinie überwunden hat, heute deutlich zurück. Die Erholung seit Ende Dezember 2018 verläuft nun in einem impulsiven V-Muster. Ziel: knapp 27.000 Punkte, also Allzeithoch. Zwischengeschaltet wird jetzt ein Pullback zurück auf den überwundenen EMA200 (rot) bei 24.700 wahrscheinlich.

Der Nasdaq100 ist in der zurückliegenden Woche über den BUY Trigger bei 6.830 Punkten auf Tagesschlusskursbasis angestiegen und hat damit ein prozyklisches Kaufsignal in Richtung 7.390 Punkte ausgelöst. Aber auch hier muss ein zwischenzeitlicher dynamischer Rücksetzer einkalkuliert werden.

In beiden Fällen, für Dow Jones und Nasdaq100, wurden die Prognosepfeile so skizziert, dass zwischenzeitliche Rücksetzer einzukalkulieren seien.

DEUTSCHE BANK steht wieder unter Druck

Die Deutsche Bank steht seit Tagen wieder unter Druck. Damit deutet sich die Wiederaufnahme der langfristigen Abwärtsbewegung an.

Die Aktie der Deutschen Bank startete nach dem Tief bei 6,678 EUR vom 27. Dezember 2018 zu einer starken Erholung. Dabei kam es sogar zu Anzeichen für eine Bodenbildung. Allerdings stand die Aktie in den letzten Tagen wieder deutlich unter Druck. Heute fällt der Wert auf die Unterstützung bei 7,24 EUR zurück.

Das Thema Bodenbildung in der Deutschen Bank ist zunächst einmal beendet. Sollte die Deutsche Bank unter 7,24 EUR abfallen, dann würden Abgaben bis 6,678 EUR und später sogar ca. 5,00 EUR drohen. Damit sich das Chartbild deutlich verbessert, müsste die Aktie über die Widerstandszone zwischen 8,054 und 8,224 EUR ausbrechen. In diesem Fall wären Gewinne in Richtung 10,25 EUR möglich.

DAIMLER – Neues Verkaufssignal

Daimler zeigte sich gestern mal wieder von der schwachen Seite und musste einen deutlichen Rückschlag hinnehmen.

Die Daimler-Aktie erholte sich nach dem Tief vom 02. Januar 2019 bei 44,51 EUR deutlich und kletterte an den Abwärtstrend seit Januar 2018. Unterhalb dieses Trends, der aktuell bei 53,64 EUR verläuft, lief die Aktie in den letzten Tagen seitwärts. Gestern brach die Aktie relativ deutlich ein und fiel unter die Unterstützung bei 50,96 EUR zurück. Sie näherte sich damit der nächsten Unterstützung bei 48,77 EUR bereits deutlich an. Dieser Rückfall stellt ein neues Verkaufssignal dar.

Daimler ist zunächst einmal am Abwärtstrend seit Januar 2018 abgeprallt. Es mag zwar kurzfristig noch einmal zu einer Erholung bis ca. 50,96 EUR kommen. Aber danach drohen ein Bruch der Unterstützung bei 48,77 EUR und ein weiterer Abverkauf in Richtung des Tiefs bei 44,51 EUR. Ein Anstieg über 50,96 EUR auf Tagesschlusskursbasis würde zwar das gestrige Verkaufssignal negieren, aber erst ein Ausbruch über die Widerstandszone zwischen 53,52 und 53,64 EUR könnte als mittelfristiges Kaufsignal gewertet werden. Dann wäre ein Anstieg in Richtung 59,01-60,46 EUR möglich.

SILBER - Aufwärtstrend bietet neue Chance

Silber konnte sich oberhalb der 13,95 USD ab September 2018 fangen und begann, einen Boden auszubilden. Die Notierungen schafften es, mit dem Anstieg über 14,92 USD, ein großes Kaufsignal zu aktivieren. Nach einem Zwischenhoch bei 15,84 USD wurde ein Pullback bis 15,20 USD bullisch beendet.

Widerstände: 16,20+16,60+17,00
Unterstützungen: 15,60+15,20+14,92
Rückblick: Silber konnte sich Silber oberhalb der 13,95 USD ab September 2018 fangen und begann, einen Boden auszubilden. Die Notierungen schafften es, mit dem Anstieg über 14,92 USD, ein großes Kaufsignal zu aktivieren. Nach einem Zwischenhoch bei 15,84 USD wurde ein Pullback bis 15,20 USD bullisch beendet, ausgehend von der Hürde bei 16,20 USD fiel Silber aber erneut zurück.
Charttechnischer Ausblick: Der Kursverlauf hat den Aufwärtstrend der Vorwochen wieder erreicht, sodass darüber die Chance gegeben ist, die Rally weiter auszudehnen. Spielraum wäre direkt bis in den Bereich der 16,20 USD vorhanden. Schafft es Silber auch über diese Hürde, dürfte sich der Weg in Richtung der 16,60 USD öffnen. Abgaben unter den Aufwärtstrend, bei einem Rückfall unter 15,60 USD, könnten einen weiteren Pullback bis 15,20 USD nach sich ziehen.

Tradingstrategie & Erfahrung - Den zweiten vor dem ersten Schritt

Um Expertise und Erfahrung aufzubauen, brauchen wir einen festen Bezugsrahmen. Viele Trader zäumen bei der Entwicklung Ihrer Fertigkeiten das Pferd meiner Meinung nach jedoch von hinten auf.
Eine Tradingstrategie ist ein essentieller Bestandteil eines erfolgreichen Traders und folglich kann der Weg hin zu diesem Ziel nur darin bestehen, seine Tradingstrategie zu entwickeln. Hierbei wird jedoch gerne der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Im Lernprozess macht es Sinn, zunächst mit einem starren Regelwerk anzufangen. Nicht, weil dieses die größten Erfolgschancen hat und die größten Gewinne abwirft. Im Gegenteil. Viele erfolgreiche Trader schöpfen einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Performance aus ihren interpretativen Fähigkeiten und ihrem Gespür. Damit müsste man eigentlich viel Wert auf die Entwicklung dieser beiden Aspekte legen, aber wie will man seine Fähigkeiten und sein Gespür entwickeln, wenn man keinen festen Bezugspunkt hat?

Nehmen wir Klaus, einen ambitionierten Trader der es bis ganz nach oben schaffen will. Klaus weiß, dass die Märkte eine gewisse Flexibilität erfordern, also trainiert er seine Interpretationsfähigkeiten, in dem er täglich seine Analyse erstellt. Dabei achtet er auf viele, sich ständig verändernde Details. Aktuell steht natürlich das Brexit-Referendum ganz weit oben auf der kursbewegenden Liste. Logisch, dass die Märkte nervös und zurückhaltend reagieren könnten. Man darf dem Trend also nicht trauen, so seine Interpretation und es kann sehr schnell in die andere Richtung gehen. Entsprechend positioniert sich Klaus. Das Brexitthema und seine Gedanken dazu spielen eine gewichtige Rolle bei seinen Entscheidungen. Das Thema selbst ist nächste Woche aber durch (zumindest die Unsicherheit ist raus aus dem Markt, da das Ergebnis bekannt ist) und andere Themen treten in den Vordergrund. Da könnten zum Beispiel wichtige volkswirtschaftliche News anstehen oder Quartalszahlen oder noch viele andere Dinge. Sein Fokus verlagert sich auf die seiner Meinung nach wichtigen Themen und wieder werden Entscheidungen getroffen. Entscheidungen auf einer gänzlich anderen Basis als noch eine Woche zuvor.

Peter ist ein nicht minder ambitionierter Trader, aber im Gegensatz zu Klaus legt er viel mehr Wert auf charttechnische Aspekte. Auch Peter kennt den Wert der Flexibilität im Markt. Aktuell spielt für ihn ein Trendkanal eine wichtige Rolle. Am Widerstand dessen Short, am anderen Ende Long, das ist das, was er gerade tradet. Dieser Trendkanal verliert im Laufe der Zeit jedoch an Bedeutung und ein neuer lässt sich noch nicht zeichnen. Dafür ist im Chart eine saubere SKS-Formation zu erkennen. Ein bärisches Muster und natürlich positioniert er sich daraufhin in die entsprechende Richtung. Nach einigen Wochen ist auch dieses Muster durch, aber ein anderes hat sich gerade im RSI-Indikator gebildet. Wieder eine Chance, zu traden.

Nachdem Peter und Klaus so einige Monate mit sich ständig ändernden „Mustern“ gehandelt haben (oder gleiche Muster immer wieder anders umsetzten), stellen Sie erschreckt fest, dass Ihr bisheriges Trading nicht profitabel war. Irgendetwas lief offensichtlich schief, aber was? Was war wirklich Ursache für die negative Performance? Sind die Muster an sich nicht profitabel oder haben Peter und Klaus nur zur falschen Zeit aufs falsche Pferd gesetzt. Diese Frage kann keiner von beiden mit Sicherheit beantworten, weil Sie ständig eine andere Basis für Ihre Entscheidungen nutzten.

Elfriede hingegen hat, genauso ambitioniert wie Klaus und Peter, mit einem festen Regelwerk begonnen. Sie hat sich auf SKS-Formationen konzentriert und auch sie konnte leider noch keine zufriedenstellende Performance erzielen. Aber sie hat zwei Vorteile:

  1. Weiß sie um den Wert, den eine SKS-Formation unter den von ihr genutzten Regeln hat. Sie kann mit absoluter Sicherheit sagen, so funktioniert es nicht! Die Regeln sind so nicht profitabel oder nicht zufriedenstellend profitabel.
  2. Sie hat dadurch, dass sie immer feste Regeln anwendete, einen festen Bezugspunkt, eine Linie im Sand geschaffen, anhand der sie sich jetzt orientieren kann. Um diese Linie herum kann sie nun nach Details Ausschau halten. Sie kann um die Linie im Sand herum, das Interpretieren „lernen“.

Der Idealzustand für einen Trader ist natürlich der, dass er in seiner Strategie auf ein Basismuster mit festen Regeln zurückgreift, welches per se schon gewisse Gewinne mit sich bringt. Ein solches Muster im weitesten Sinne zu finden, ist ehrlich gesagt gar nicht so schwer. Um diesen Basisvorteil herum beginnt der Trader nun, Erfahrungen zu sammeln, Expertise aufzubauen, immer bemüht, möglichst regeltreu zu handeln, aber auch zu „wissen“, wann er die Regeln brechen/aufweichen darf. Er entwickelt ein „echtes“ Gespür dafür, wann er einen Einstieg vielleicht lieber sein lassen sollte oder wann das Kursziel vielleicht nicht ganz so weit wie üblich entfernt zu platzieren ist. Natürlich kann sich der Trader in seiner Einschätzung auch irren, aber a) hat er immer noch ein Basismuster, welches einen gewissen Grundvorteil besitzt und b) bringt das Interpretieren einem guten Trader am Ende doch noch einen Mehrgewinn.

Neben dem hier zentral besprochenen Punkt, dass es unheimlich schwer sein dürfte, Interpretieren zu lernen und sein Gespür zu entwickeln, wenn man keinen festen Bezugspunkt besitzt, hat es weitere Vorteile, als angehender Spitzentrader mit einem starren Regelwerk zu beginnen. Man lernt so beispielsweise Disziplin, ala egal was mein Bauch sagt, ich folge meinen Regeln. Auch das ganze Themengebiet der Psychologie und Emotionen kann durch ein Regelwerk abgeschwächt werden. Wer keine Regeln besitzt, kann viel leichter seinen Emotionen folgen. Regeln selbst schützen zwar nicht vor Dummheiten, aber sie zeigen einem wenigstens im Nachhinein, dass man welche gemacht hat. Und das wiederum ist eine weitere Erfahrung, die man sich merkt (merken sollte).

Diese Liste ließe sich noch um einiges fortsetzen, was letztlich jedoch nicht das Hauptthema dieses Artikels sein sollte. Hier ging es darum, nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Auf dem Weg zu Expertise und Erfahrung, macht es Sinn, mit einer möglichst festen Basis zu beginnen. Ich jedenfalls denke, dass dieser Weg schneller zum Ziel führt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW05

DAX - Tageskerzenchart mit Schwächezeichen!

Der Tageskerzenchart macht keinen robusten Eindruck mehr und spricht mit Übergewicht der Wahrscheinlichkeiten für eine beginnende Abwärtskorrektur, die sich unter 11350 abspielt.
Nach der Erholungsrally seit dem Dezembertief kommt der DAX im Bereich 11.300/20 Punkte nicht mehr weiter. Auch mit dem Rückenwind der positiven Wall Street nach dem dovishen FOMC-Statement gelang es dem deutschen Börsenbarometer am Donnerstag nicht, ein neues Verlaufshoch zu markieren. Stattdessen ging es wieder sehr impulsiv um annähernd 250 Punkte gen Süden.
Nach der Rally von gut 1.000 Punkten im Januar scheint den Bullen hier vorerst die Puste auszugehen. Die Verschnaufpause haben sich die Käufer aber auch redlich verdient. Neue prozyklisch bullische Impulse entstehen hier erst bei einem Ausbruch per Tagesschluss über die Marke von 11.320 Punkten. Solange dies nicht gelingt, ist für die kommenden Handelstage tendenziell mit dem Beginn einer Konsolidierung, beziehungsweise kleineren technischen Korrektur zu rechnen.
Sollte die Marke von 11.000 Punkten unterboten werden, steht schnell wieder der Bereich 10.750 bis 10.800 Punkte auf der Tagesordnung. Oberhalb von 11.320 Punkten winkt hingegen eine Fortsetzung der jüngsten Rallyphase in den Bereich 11.650 bis 11.800 Punkte.

DEUTSCHE WOHNEN prallt erst einmal ab

Die Deutsche Wohnen zeigt sich auf mittelfristige Sicht noch immer in einer starken Verfassung. Auf kurzfristige Sicht tauchen aber nun einige Risiken auf.

Die Aktie der Deutschen Wohnen befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Innerhalb dieser Bewegung erreichte die Aktie im August 2018 ein Allzeithoch bei 44,04 EUR. Anschließend setzte sie auf die Unterstützung bei 38,68 EUR zurück. In dieser Woche attackierte sie das Hoch aus dem August. Es kam sogar zu einem minimalen Anstieg darüber und damit auch zu einem neuen Allzeithoch bei 44,11 EUR. Allerdings gerät die Aktie aktuell wieder etwas unter Druck. Sie prallt erst einmal am Widerstand bei 44,04 EUR nach unten ab. Aktuell notiert der Wert sogar minimal unter dem gebrochenen Abwärtstrend ab August 2018. Dieser verläuft in dieser Woche bei 42,56 EUR. Die Credit Suisse äußert sich heute zur Deutschen Wohnen. Diese schweizerische Bank sieht die Aktie neutral (zuvor: outperform), erhöht aber das Kursziel von 43,20 auf 47,20 EUR.

Ein Wochenschlusskurs über 44,04 EUR wäre weiterhin ein starkes Kaufsignal. Gewinne bis ca. 50,14 EUR wären dann möglich. Sollte sich die Deutsche Wohnen allerdings wieder im Abwärtstrend ab August 2018 etablieren, würden die Chancen auf einen solchen und baldigen Ausbruch deutlich sinken. Zunächst müsste dann nämlich mit Abgaben in Richtung 38,68 EUR gerechnet werden.

BARRICK GOLD - Wird das eine Trendumkehr?

Im Gegensatz zum Goldpreis sind die Aktien des Minenkonzerns Barrick Gold weit von einem 8-Monatshoch entfernt. Wie sieht das Chartbild aus?

Die Aktie konnte sich zwar in den vergangenen Tagen im Einklang mit dem kräftig anziehenden Goldpreis deutlich erholen, notiert aber immer noch innerhalb eines mittelfristig intakten Abwärtstrends im Tageschart.

Es gibt allerdings Hoffnung auf eine mittelfristige Trendwende – zumindest aus charttechnischer Sicht: Die Aktie hat zuletzt im Bereich 11,50 USD ein höheres Zwischentief und damit die Voraussetzung für die Ausbildung einer inversen Schulter-Kopf-Schulter Umkehrformation geschaffen.

Gelingt den Bullen in den kommenden Tagen und Wochen ein Tagesschluss oberhalb der Nackenlinie der Formation im Bereich 13,70/80 USD, würde die Formation abgeschlossen und ein Kaufsignal generiert werden.

Da in diesem Falle auch der mittelfristige Abwärtstrend überwunden wäre hätte die Aktie kurz- und mittelfristiges Aufwärtspotenzial in den Bereich 16 – 18 USD. Ein Scheitern im Bereich der Nackenlinie dürfte hingegen ein erneutes Abdriften der Aktie in den 11,50er Bereich nach sich ziehen.

PLATIN - Schleppende Erholung

Im November scheiterte die Erholung bei Platin an der bei 877 USD liegenden Hürde, was einen starken Rücklauf nach sich zog. Der mit dem Tief bei 777 USD ausgebildete Aufwärtstrend konnte dann mehrfach gehalten werden. Über die Hürde bei 827 USD ging es jedoch nicht nachhaltig hinaus, sodass...

Widerstände: 827+855+877
Unterstützungen: 790+777+757
Rückblick: Im November scheiterte die Erholung bei Platin an der bei 877 USD liegenden Hürde, was einen starken Rücklauf nach sich zog. Der mit dem Tief bei 777 USD ausgebildete Aufwärtstrend konnte dann mehrfach gehalten werden. Über die Hürde bei 827 USD ging es jedoch nicht nachhaltig hinaus, sodass zuletzt ein weiterer Rücklauf auf den Aufwärtstrend erfolgte.
Charttechnischer Ausblick: Es bietet sich bei Platin die Chance, die Hürde bei 827 USD jetzt nachhaltig zu durchbrechen. Sollte es über die 830 USD hinausgehen, dürfte sich der Weg nach oben weiter öffnen, was Kursgewinne bis 855 USD nach sich ziehen könnte. Auch die bei 877 USD liegende Hürde wäre in diesem Fall wieder erreichbar. Ausgehend von 827 USD ist aber ein weiterer Rücklauf zum Aufwärtstrend bei 790 USD nicht auszuschließen.

Wirksamkeit von Strategien: Die Bedeutung der Psychologie

Es lohnt sich, ein wenig über die Frage nachzudenken, warum die psychologische Komponente im Trading eine so große Rolle spielt. Die Antwort darauf zeigt Ihnen, was Sie von den Märkten wirklich erwarten können!
Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss sein Handwerk beherrschen. Dazu zählt auch, zu wissen, wie der gehandelte Markt funktioniert, welche Handlungsmöglichkeiten der Trader hat und wie es beispielsweise um die Leistungsfähigkeit von Strategien bestellt ist.

Diese Fragen sind essenziell und wer mit den falschen Vorstellungen an die Börse kommt, sucht den Erfolg ständig an der falschen Stelle. Ein Problem, welches mir als Tradingcoach ständig über den Weg läuft. Lassen Sie uns deshalb einen Blick darauf werfen, was sie erwartet, gerade auch hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Strategien. Auf der Suche nach einer Antwort versuche ich, mit Fragen Ihre eigenen Erfahrungswerte mit einzubinden. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass sich daraus für Sie ein größerer Aha-Effekt ergibt. Also bitte mitdenken, in eigenen Erfahrungen/Erinnerungen kramen und nicht nur mitlesen!

Wie wichtig ist die Psychologie im Trading?

Beginnen wir unsere Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie leistungsfähig Strategien sind, an gänzlich anderer Stelle: der Psychologie. Ich möchte Sie fragen, als wie wichtig Sie die Psychologie für den Erfolg im Trading erachten?

Sind Sie in Sachen Trading nicht gänzlich unbewandert, dürfte ihre Antwort relativ eindeutig ausfallen. Nicht nur, dass man immer wieder lesen kann, dass die Psychologie eine der größten Herausforderungen im Trading ist, ich denke jeder von Ihnen hat dies bereits schon am eigenen Leib bzw., der eigenen Psyche erfahren müssen. Insofern werden viele von Ihnen diese Frage wahrscheinlich damit beantwortet haben, dass die Psychologie sehr wichtig, vielleicht sogar das wichtigste Thema überhaupt ist.

Die Traumwelt!

Soweit so gut. Nachdem wir der Psychologie eine hohe Bedeutung für den Erfolg im Trading beimessen, machen wir einen kleinen gedanklichen Ausflug. Dazu stellen wir uns eine Parallelwelt vor, in der es eine Methodik/Strategie/Technik/Bewertungsmethodik gibt, mit der wir den Kursverlauf sehr gut prognostizieren können. Eine solche Vorgehensweise würde uns in die Lage versetzen, Trades sehr häufig mit Gewinn zu schließen, gleichzeitig gute Chance-Risiko-Verhältnisse zu erzielen und relativ dicht an den Hochs zu verkaufen und an den Tiefs zu kaufen. Ich denke jeder von Ihnen hat seine Vorstellung darüber, was eine solche perfekte Strategie leisten soll. Lehnen Sie sich zurück und stellen Sie sich weiter vor, sie nutzen diese Strategie! Alles läuft perfekt. Der Markt macht quasi das, was Sie wollen! Eine tolle Welt, oder?

Was meinen Sie, welche Bedeutung hätte psychologische Komponente im Trading in einer solchen Welt? Wie schwer würde es Ihnen fallen, diszipliniert zu handeln, wenn die Kurse sehr oft so laufen, wie sie es sich vorstellen? Wie viele Ängste vor Verlusten hätten sie? Wie hoch wäre Ihr Frustlevel, aus dem heraus sie „Wuttrades“ machen, wenn die Märkte größtenteils so laufen, wie sie es sich vorstellen?

Stellen Sie sich eine solche Welt ruhig vor, fühlen Sie sie in Gedanken und beantworten Sie die Frage, welchen Stellenwert die Psychologie für den Erfolg im Trading in dieser Welt haben wird. Ich denke jeder von ihnen wird zu dem Schluss kommen, dass die Psychologie keine Rolle mehr spielt oder diese zumindest deutlich eingeschränkt ist!

Der letzte Schritt

Diese Erkenntnis mitnehmend, wagen wir jetzt den letzten Schritt und stellen uns die Frage, was uns die Realität, in der die Psychologie im Trading tatsächlich eine enorme Rolle spielt, über die Leistungsfähigkeit von Strategien sagt. Täglich sind Millionen von Tradern auf der Suche nach der Superstrategie und das schon seit Jahrzehnten! Und trotzdem reden wir heute immer noch von den psychologischen Stolpersteinen im Trading, Stolpersteine, die es in einer perfekten Tradingwelt nicht geben würde.

Ist es nicht eher so, dass es die Superstrategie nicht gibt? Ist es nicht eher so, dass die Vorteile an der Börse selbst bei den besten Strategien nur relativ klein sind? Macht es dann nicht Sinn, damit zu leben und sein Tun darauf auszurichten, anstatt zu hoffen? Ich verspreche Ihnen, Sie haben mit dem Leitsatz: die Börsenkurse sind zufällig bessere Erfolgschancen, als wenn Sie Ihr Tun an dem Glaubenssatz: Die Börsenkurse sind kontrollierbar ausrichten. Letzterer wird Sie auf so viele falsche Fährten locken, während die anderen bereits Geld verdienen!

Und was ist mit den Super-Tradern?

An dieser Stelle könnten Sie einwenden, dass es einerseits genug Trader gibt, die erfolgreich sind und andererseits immer wieder aus Super-Trader auf sich aufmerksam machen. Gerade letztere müssten doch einer Strategie folgen, die dem heiligen Gral relativ nahekommt, oder?

So ganz von der Hand zu weisen sind diese Argumente nicht. Das unangenehmste Gegenargument wäre das des Zufalls. Statistisch gesehen gibt es unter 1.000 Tradern schon rein zufällig einige, die Erfolge erzielen würden und einige wenige wären rein statistisch sogar mega-erfolgreich.

Aber soweit muss man gar nicht gehen. Wenn wir von Strategien und kleinen Vorteilen dieser sprechen, dann führen natürlich auch diese zu einem profitablen Trading. Zudem müssen wir festhalten, dass viele erfolgreiche Trader und die Super-Trader sich eines Grundkonzepts, beispielsweise der klassischen Charttechnik, Elliott-Wellen, Indikatoren, Fundamentalanalyse oder sonstigem bedienen, ein nicht unwesentlicher Teil der konkreten Handlungen aber auf Interpretationen im Rahmen der Basisregeln basiert, die wiederum das Ergebnis der eigenen Erfahrungen sind.

Dieser Prozess läuft oftmals unbewusst ab und kann von keinem anderen Trader kopiert werden. Die einzige Möglichkeit ist, selbst durch ständiges Üben und Training Erfahrungen aufzubauen. Das ist auch der Grund, warum Sie letztlich von Seminar zu Seminar springen, ein Buch nach dem anderen lesen können und am Ende trotzdem nicht erfolgreicher werden. Sie sehen also, auch die erfolgreichen Trader und Supertrader greifen nicht auf den heiligen Gral zurück, sondern arbeiten mit den kleinen Vorteilen, die einem der Markt bietet.

Fassen wir zusammen!

Wer an der Börse erfolgreich sein will, sollte letztlich wissen worauf er sich einlässt. Einer der zentralen Punkte dabei ist, dass es die Wunderwaffe in Sachen Strategien nicht gibt. Statistische Vorteile an den Märkten sind relativ klein, können durch eigene Erfahrung und Co. aber zu einer enormen Outperformance führen.

Als erfolgreicher Trader müssen sie der Realität, in die Augen schauen. Suchen Sie nicht ständig nach dem perfekten System, sondern fangen sie an, eine solide strategische Basis (Charttechnik, Fundamentalanalyse...) zu nutzen und mit eigenen Erfahrungswerten aufzufüllen. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Ihr Rene Berteit

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW04

DAX – 1.000 Punkte-Rally seit dem Dezembertief

Nach einem erfolgreichen Re-Test des Ausbruchsniveaus bei 11.000 Punkten übernahmen die Bullen wieder das Ruder.
Nach dem Ausbruch über die 11.000 Punkte-Marke am vergangenen Freitag startete der DAX zunächst schwächer in die neue Handelswoche. Dabei wurde zur Wochenmitte erfolgreich das Ausbruchsniveau um 11.000 Punkte getestet, das Wochentief lag exakt bei 11.006 Punkten. Im Anschluss startete eine neue Aufwärtswelle, die den Index am Freitag auf ein neues Wochenhoch führte.
Mit dem neuen Jahreshoch im Bereich 11.275 Punkte hat der Index das kurzfristige Minimalziel auf der Oberseite erreicht. Ausgehend vom aktuellen Niveau sind derzeit zwei Szenarien denkbar: Gelingt den Bullen ein Tagesschluss oberhalb von 11.300 Punkten, wäre in der kommenden Handelswoche ein direkter Durchmarsch in den Bereich 11.500 bis 11.600 Punkte denkbar.
Die andere Alternative wäre, dass ausgehend vom aktuellen Niveau eine neue Abwärtswelle startet, immerhin hat das deutsche Börsenbarometer in den vergangenen vier Wochen gut 1.000 Punkte Wegstrecke auf der Oberseite zurückgelegt. Die kommenden Handelstage könnten hier bereits richtungsweisend werden.

BAUER - Nach Bodenbildung jetzt Rallychancen

Dynamisch konnte die Aktie des Bau- und Maschinenbaukonzerns gestern über die zentralen Hürden ausbrechen. Ein Boden wurde vollendet.
Mit dem gestrigen Ausbruch wurden sowohl der Abwärtstrendkanal der vergangenen Monate verlassen als auch eine bullische inverse SKS als Bodenbildung vollendet. Eine weitere Erholung bis 17,00 - 17,36 oder 18,20 bzw. 19,20 EUR ist nun möglich.
Rücksetzer sollten als Pullbacks am Ausbruchslevel bei 14,00 - 14,70 EUR enden. Unterhalb von 13,70 EUR geraten die Bullen unter Druck. Rutscht die Aktie wieder unter 13,20 EUR per Tagesschluss zurück, drohen wieder fallende Kurse in den Bereich des 2018er Tiefs bei 11,84 EUR.

BECHTLE - Kurzfristig wichtige Hürde bei 70,75 EUR

Bechtle befindet sich in einer interessanten Ausgangssituation und könnte in den nächsten Tagen weiter zulegen. Zuvor muss aber noch eine wichtige Hürde geknackt werden.

Bechtle erreichte am 19. September ein Hoch bei 90,65 EUR. Danach drehte die Aktie massiv nach unten. Am 03. Januar fiel der Wert auf ein Tief bei 62,05 EUR. Damit notierte er sogar unter seinem langfristigen Aufwärtstrend seit Oktober 2008. Dieser Rückfall wurde aber schnell rückgängig gemacht. Der Aktienkurs erholte sich zügig auf 70,75 EUR. Nach einem kleinen Rücksetzer im Anschluss an dieses Hoch drückte Bechtle in den letzten Tagen gegen den Widerstand bei 70,75 EUR. Dieser wird aktuell durch den EMA 50 verstärkt. Ein Ausbruch gelang bisher nur intraday.

Sollte es aber zu einem Tagesschlusskurs über 70,75 EUR kommen, ergäbe sich für die Bechtle-Aktie eine gute Rallychance. Mögliche Ziele lägen dann bei 72,97, 74,85 und sogar bei 79,72 EUR. Sollte Bechtle allerdings an diesem Widerstand scheitern, würden Abgaben in Richtung 65,10 und sogar 62,05 EUR drohen.

SILBER könnte bald wieder anziehen

Bereits in dieser Woche sind die Käufer in Silber um ein Comeback bemüht. Die Basis für einen erfolgreichen Abschluss ist gar nicht so schlecht.

Widerstände: 15,50 + 15,65 + 15,98
Unterstützungen: 15,20 + 15,01 + 14,88
Rückblick: Zu einem schönen Comeback der Bullen kam es in den vergangenen Wochen im Silber. Nach monatelanger Konsolidierung und Bodenbildung oberhalb von $13,85 konnten sich kurz vor dem Jahreswechsel die Bullen durchsetzen. Mit dem Ausbruch über $14,80-$15,00 dürfte ein Aufwärtstrend gestartet worden sein, der seit einigen Tagen ausgehend von $15,87 korrigiert wird. Diese Korrektur erreichte mittlerweile ein erstes Unterstützungsniveau, von wo aus die Käufer wieder Druck machen könnten.
Charttechnischer Ausblick: Die Basis für weiter anziehende Kurse im Silber ist vorhanden. Idealerweise nutzen die Bullen den Unterstützungsbereich bis hin zu ca. $15,00, um wieder Druck zu machen. Im Rahmen der nächsten Aufwärtsbewegung könnten die Kurse bis in den Widerstandsbereich bei $16,05 vordringen. Oberhalb dessen ergibt sich bei ca. $16,65 ein weiteres Ziel in Form der langfristigen Abwärtstrendlinie. Die gesamte bullische Basis ist jedoch zu hinterfragen, sollte es in den nächsten Tagen zu nachhaltigen Kursen unterhalb von $17,80 kommen. Ein Test der Tiefs aus dem letzten Jahr könnte dann anstehen.

Die richtige Zeit auszusteigen!?

Anleger stellen sich immer wieder die Frage, wann eine Aktie zu teuer ist. In diesem Artikel versuchen wir die Frage auf technischer Ebene zu beantworten und vergleichen den Aktienkurs mit dem EMA 200!
In der vergangenen Handelswoche haben wir uns auf Godmode-Trader.de und Guidants relativ ausführlich mit dem großen Bild beschäftigt. Dabei haben wir sowohl bullische wie bärische Szenarien für den DAX & Co. beleuchtet. Gewürzt habe ich dies mit der einen oder anderen Statistik, zu denen auch ein Ansatz gehörte, der sich mit dem vielbeachteten EMA 200 auseinandersetzte.

Im Streambeitrag „Für EMA-Fans“ wurde untersucht, ob es Sinn macht, bei bestimmten Abweichungen vom gleitenden Durchschnitt long bzw. short zu gehen.
Eine Erkenntnisse war, dass die Shortseite in diesem Ansatz relativ schlecht abschneidet. Sofern Gewinne erzielt worden sind, stammen diese größtenteils von der Longseite. Aus diesem Grund habe ich die Shortseite noch einmal separat unter die Lupe genommen. Das vorläufige Ergebnis möchte ich Ihnen heute präsentieren.

Die Systematik

In unserem Trading-Ansatz wird eine Shortposition eingegangen, sofern sich der Tagesschlusskurs der Aktie zu weit vom EMA 200 entfernt hat. Ausgehend vom Einstiegskurs Short wird ein Stopploss in einem bestimmten prozentualen Abstand platziert. Gleiches gilt für das Kursziel. Bei diesem Ansatz sind verschiedene Wertebereiche für den Abstand zum EMA 200 (4 – 40 %), als auch für den Stopp (2 - 10 %) und das Kursziel (4 – 20 %) gegeneinander angetreten.

Die Top Ten!

Mit Blick auf diese Rahmendaten kam es im Test zu etwas mehr als 850 verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten aus Abstand zum EMA, Stopploss und Kursziel. Die besten zehn Ergebnisse (mit Blick auf den Profit vor Kosten) können Sie in der folgenden Abbildung sehen:

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Sollte man Aktien bei zu großem Abstand zum EMA shorten?

Wir haben den Computer mit drei Variablen gefüttert und die Frage gestellt, ob es Sinn macht, Aktien bei einem bestimmten Abstand zum EMA 200 zu shorten. Unschwer zu erkennen ist, dass es durchaus einige profitable Kombinationen gibt. In der Top-Ten-Liste ist jedoch nicht eine Kombination vorhanden, mit der ein CRV größer eins realisiert werden kann. Das Kursziel ist maximal genauso groß wie der Stopp. Damit dürfte klar sein, dass Anleger selbst bei deutlichen Abweichungen des Kurses vom EMA 200 nach oben nicht zu viel erwarten sollten. Es ist den DAX-Aktien völlig egal, was schlaue Bücher so alles über das CRV sagen. Wer nach hohen CRVs strebt, geht bei diesem Ansatz tendenziell baden!

Der typische Zusammenhang zwischen CRV und Trefferquote ist super zu erkennen. Wer kleine CRVs anstrebt, kann sich über Trefferquoten von 70 % und mehr freuen. Wer hingegen CRV von eins zu eins oder größer erwartet, muss bei der Trefferquote ordentliche Abstriche machen. Erfreulich ist jedoch, dass diese bei allen Top-Ten-Werten spürbar größer als 50 % ist.

Bei der Frage, ob und welche Kombination man handeln sollte, spielt die Persönlichkeit eine wichtige Rolle. Letztlich nützt einem eine positive Statistik wenig, wenn man weder finanziell noch emotional in der Lage ist, die damit verbundenen Aktionen diszipliniert durchzuführen. In diesem Zusammenhang kann ich Ihnen nur empfehlen, weniger auf den Profit allein zu schauen. Achten Sie auch auf die anderen Kennzahlen, wie den Profitfaktor, die Trefferquote und natürlich das Verhältnis vom Gewinn zum maximalen Drawdown. Solche Vergleiche führen oftmals dazu, dass man sich eben nicht für die statistisch gesehen beste Variante entscheidet - und das ist durchaus gut so!

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW03

S&P500 – Verspätete Weihnachtsrally

Bringt die Quartalsberichtssaison weiteren Rückenwind für die Bullen an der Wall Street?
Der S&P500 kletterte zuletzt über den Widerstand bei 2.617 Punkten und dem EMA50 im Tageschart. Mit Anschlusskäufen sollte erst oberhalb von 2.635 Punkten gerechnet werden. In dem Falle ist durchaus eine Fortsetzung in den Bereich 2.650 bis 2.690 Punkte denkbar im Rahmen der aktuell beginnenden Quartalsberichtssaison in den USA.
Erst bei einem Tagesschlusskurs unter 2.603 Punkten würde die Gefahr weiterer Abverkäufe in Richtung 2.573 Punkte und darunter 2.553 Punkte überwiegen. Bis dahin bleiben kurzfristig vorerst weiter die Bullen am Ruder.

RWE - Die Spannung steigt, genau wie die Chancen!

In RWE beginnt die Uhr für die Bullen und Bären zu ticken. Die nächsten Tage werden entscheidend für den weiteren Verlauf in der Aktie sein.

Vor einigen Handelstagen konnte ich festhalten, dass dranbleiben und damit ihre Chancen erhöhten. Diese ausführliche Analyse bildet die Basis der heutigen Betrachtung, denn mit den in den vergangenen Handelstagen hinzugekommenen Kerzen ist ein Update der Analyse möglich. Dabei bieten sich sogar diverse Tradingchancen, die in Summe vielversprechend scheinen.

Im Grunde hat sich die Aktie in den vergangenen Handelstagen an den ihr angedachten Plan gehalten und nach dem Zwischenhoch bei 20,48 EUR einen Pullback auf das alte Ausbruchsniveau vollzogen. Dort konnte sich gestern im Unterstützungsbereich der beiden gleitenden Durchschnitte eine starke bullische Kerze ausbilden. Diese wird heute, wenn auch teilweise etwas zögerlich, gekauft. Auch dies gehörte zum eigentlichen Plan und nun beginnt die Uhr zu ticken.
Aktive Trader können jetzt wie folgt vorgehen:

Der Longtrade

Mit dem aktuellen Kursverlauf besteht die Möglichkeit auf direkt weiter anziehende Notierungen in der RWE-Aktie zu spekulieren. In diesem Fall wird das ihr angedachte mittelfristig bullische Szenario abgearbeitet, in dem nicht nur kurzfristige Gewinne auf neue Hochs oberhalb von 20,48 EUR folgen sollen, sondern mit dem letztlich sogar ein Anlauf auf den Widerstandsbereich bei 22,60 EUR möglich wird (blaue Szenario).
Zwischenzeitliche Konsolidierungen müssen auf dem Weg nach oben natürlich eingeplant werden. Zudem sollten die Kurse jetzt nicht mehr nachhaltig unter 19,40 EUR zurückfallen. Dort könnten interessierte Trader ihr Stoploss platzieren. Wer über ein Zertifikat einen Hebel einsetzen möchte, achtet darauf, dass Basispreis bzw. KO unterhalb dieser Schwelle liegen. Der Mini Future Long CP4ZKC von der Citi erfüllt diese Kriterien beispielsweise und bietet auch noch ein wenig mehr Platz, um eine Absicherung auf Schlusskursbasis vornehmen zu können (etwas defensiveres Stoploss).

Die Bullen verpassen ihre Chance – Die Shortidee

Die Aktie bleibt jedoch auch dann interessant, wenn sich die Bullen nicht durchsetzen können. Sollte das Stoploss ausgelöst werden, könnte in der Aktie eine neue Verkaufswelle folgen und im Rahmen dieser wäre ein Test der Unterstützung bei 18,09 Euro möglich. Läuft es für die Bären richtig gut, wird sogar auch diese Unterstützung gebrochen und man nähert sich dem Jahrestief 2018 an. Aktive Trader können dementsprechend direkt einen Richtungswechsel vornehmen, sofern 19,40 EUR nachhaltig unterschritten werden (graue Szenario). Am besten kommt es dabei zuvor nicht mehr zu neuen Hochs oberhalb von 20,48 EUR. Dann wäre dieses Preisniveau ein mögliches Absicherungslevel per Stoploss. CP1AWD wäre ein passendes Zertifikat mit etwas mehr Spielraum, als im aggressivsten Fall nötig.

DIALOG SEMICONDUCTOR - Trendfortsetzung steht an

Die Aktien des Halbleiterwertes stehen direkt an einer Ausbruchsmarke. Sollte daher heute ein Tagesschlusskurs über diesem Kursniveau stattfinden, würde ein frisches Kaufsignal entstehen.
Der Einbruch nach der Apple-Umsatzwarnung wurde direkt hochgekauft. Daher konnten die beiden wichtigen EMAs sehr schnell wieder zurückerobert werden.
Aktuell notieren die Wertpapiere knapp über der 23,00 EUR-Marke und touchieren auf diesem Kursniveau die Abwärtstrendlinie vom November 2018. Zudem befindet sich auf diesem Level eine horizontale Widerstandszone.
Sollte die Dialog-Semiconductor-Aktie heute über der 23,60 EUR schließen, würde sich das Konsolidierungsmuster nach oben auflösen. Dadurch hätte der Titel Platz bis ca. 26,00 EUR. Absicherungen nach diesem Kaufsignal könnten knapp unter dem EMA200 platziert werden.

PALLADIUM - Nicht von dieser Welt!

Der Palladiumpreis explodiert weiter und erreichte im gestrigen Handel ein neues Allzeithoch bei 1.434 USD. Über 70% Performance stehen damit seit August zu Buche. Und so lange der Überflieger entlang seiner "Fibonacci-Treppe" weiter steigt, ist immer noch Luft nach oben.

Widerstände: 1.430 + 1.475 + 1.500
Unterstützungen: 1.370 + 1.310 + 1.282
Rückblick: Im gestrigen Handel brach der Palladiumkurs nicht nur über das anvisierte frische Allzeithoch bei 1.370 USD und damit einen entscheidenden kurzfristigen Fibonacci-Zielbereich aus, sondern zog in der anschließenden steilen Kaufwelle direkt an die 1.430 USD-Marke an. Mit dem Erreichen der 100 %-Fibonacci-Projektion der ersten Rallyphase von 830 bis 1.149 USD wurde das nächste Ziel auf der Oberseite exakt abgearbeitet, ehe es ausgehend von der Hürde zu einer Korrektur kam. Die Rally, die bei 830 USD im August 2018 begonnen wurde, könnte damit sogar noch weiter gehen.
Charttechnischer Ausblick: Oberhalb der 1.370 USD-Marke ist der exorbitante Aufwärtstrend bei Palladium uneingeschränkt intakt und jederzeit mit einem weiteren Anstieg an den Zielbereich bei 1.430 USD zu rechnen. Sollten die Bullen auch diese Barriere aus dem Weg räumen, könnte der Wert bis 1.475 USD steigen. Dort wäre eine Zwischenkorrektur zu erwarten. Darüber könnte der Wert bereits bis 1.500 USD steigen. Selbst eine Ausdehnung der Rally bis 1.545 USD ist aktuell denkbar. Dennoch muss festgehalten werden, dass mit dem Erreichen der 1.430 USD-Marke alle markanten kurz- bis mittelfristigen Fibonacci-Ziele erreicht wurden. Entsprechend sollte man sich aktuell auch darauf einstellen, dass sich eine Topbildung anbahnen kann. Jede nun einsetzende Gegenbewegung könnte bereits den Auftakt für eine Korrektur der gesamten Rally seit 830 USD bilden.

Abgaben unter 1.370 USD hätten eine solche Korrektur zur Folge, die zunächst bis 1.310 USD führen dürfte. Dort könnte ein weiterer Anstieg bis 1.430 USD folgen. Unterhalb von 1.310 USD würde sich die Korrektur dagegen bis 1.282 und 1.221 USD ausdehnen.

Mit diesem kleinen Trick werden Sie erfolgreicher!

Kennen Sie das PAB-Prinzip? Wer nach diesem tradet, erhöht seine Erfolgschancen enorm! Dabei ist das Prinzip alles andere als kompliziert.
Wir sind, was wir glauben, denn all unser Handeln ist darauf ausgerichtet, unseren grundsätzlichen Glaubenssätzen zu folgen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Unser kleiner Trick für den erfolgreichen Börsenhandel besteht nicht darin, jeden Morgen vor dem Spiegel zu stehen und sich selbst einzureden, man sei der größte Trader dieser Welt. Das wird so nicht funktionieren. Wenn Sie jedoch einmal in sich hineinhören, werden Sie erstaunt sein, wie stark unser tägliches Leben darauf ausgerichtet ist, grundlegende Glaubenssätze zu befriedigen bzw. diesen zu folgen. Sie werden nichts tun, was Ihren innersten Überzeugungen zuwiderläuft und genau dies können wir uns im Trading zu Nutze machen.

Woran sollten Sie glauben?

Die zentrale Frage in diesem Zusammenhang ist natürlich, woran sie denn mit Blick auf die Börse und das Training glauben sollen. Leider gibt es diesbezüglich viel zu viele Missverständnisse und die Masse an Tradern fällt falschen Vorstellungen zum Opfer. Ein Tip den ich Ihnen an dieser Stelle geben möchte ist der, die Börse eher als ein Spielcasino zu sehen. Dabei sind sie jedoch nicht der Spieler, sondern der Casinobetreiber. Als solcher sichern Sie sich einen kleinen Vorteil, den sie über die Zeit kontinuierlich ausspielen. Auch ein Vergleich mit einem Pokerspieler macht wesentlich mehr Sinn, als davon auszugehen, dass an der Börse irgendwelche Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten gelten, mit denen die Kursverläufe zuverlässig prognostizieren können. Wer kennt die Situation nicht, in der eine Aktie in dem einen Marktumfeld auf die vorgelegten Quartalszahlen positiv, in einem anderen Marktumfeld auf ähnliche Zahlen aber negativ reagiert. Das sind dann die Momente, wo die Masse laut aufschreit und von Irrationalität und Manipulationen spricht.

Diese Situationen zeigen einmal mehr, wie flexibel Trader und Anleger sein müssen. Im Grunde kann an der Börse jederzeit alles passieren. Dies wird besonders bei dramatischen Ereignissen wie Naturkatastrophen, Anschlägen oder eben Pressemitteilungen von Herrn Trump deutlich. Wer weiß schon, wann die nächste Hiobsbotschaft kommt. Gleiches gilt natürlich auch für positive Nachrichten & Co.

Kein Prognoseinstrument der Welt kann solche gravierenden Nachrichten Vorhersagen, genauso wenig wie man in der Lage sein wird, in die Köpfe jedes einzelnen Marktteilnehmer hineinzuschauen und die Frage zu beantworten, wann dieser kaufen bzw. verkaufen wird. Genau dies wäre jedoch nötig, um Kursverläufe einigermaßen sicher zu prognostizieren. Genau aus diesem Unvermögen heraus macht es Sinn, wie ein Pokerspieler zu denken. Natürlich hat ein solcher grundlegende Wahrscheinlichkeiten im Kopf und er kennt das Spiel mit seinen Rahmenbedingungen. Letztlich aber reagiert er nur auf das, was ihm das aktuelle Spiel gerade zeigt. Er reagiert auf die offen, vor ihm liegenden Karten und auf die Reaktionen der Mitspieler. Er weiß jedoch weder, welche Karte als nächstes kommt, noch wie hoch der Jackpot am Ende sein wird. Genau so ergeht es Tradern! Wir sehen eine Chance und steigen in den Markt ein. Was jetzt folgt, liegt nicht in unserer Hand und kann nicht vorhergesagt werden. Stattdessen reagieren wir auf die nächste Kerze oder die nächste Nachricht und passen unseren Plan entsprechend an.

Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen!

Wenn jederzeit alles passieren kann, dann sind Trader vor allen Dingen Manager und als solcher sollten Sie sich bemühen, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen. Wenn wir schon in einem Moment einen kurzfristigen Vorteil haben, dann sollten wir diesen ausspielen, solange er vorhanden ist. Sofern jedoch Zweifel aufkommen, ist die Reißleine zu ziehen. Das mag anstrengend sein und mit vielen kleinen Verlusten einhergehen, am Ende aber reichen wenige Gewinne, um zu den profitablen Tradern zu gehören.

Während unser Glaubenssatz „Alles kann jederzeit passieren“ bei vielen wahrscheinlich auf einen inneren Widerstand trifft, dürfte der Tipp, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen, nahezu jedem bekannt sein. Interessant ist, dass viele Trader genau das Gegenteil davon machen. Wenn es schiefläuft, wird nicht die Reißleine gezogen, sondern verbilligt. Ist der Trade im Gewinn, wird hingegen schnell ausgestiegen, um diesen Gewinn zu sichern. Die Folge davon können Sie bei jedem CFD-Broker einsehen, denn diese sind seit geraumer Zeit dazu verpflichtet, ihren Interessenten aufzuzeigen, wie hoch der Anteil an Gewinnern bzw. Verlierern bei ihnen ist. Jedes Jahr schaffen es ca. 75 % der Trader nicht, den Kontostand zu vermehren. Dabei zeigten verschiedene Studien, dass die Trader meist gar nicht so verkehrt liegen. Die Trefferquote ist größtenteils über 50 %, was jedoch wenig bringt, wenn die Verluste einzelner Trades wesentlich größer sind als die Gewinne. Drehen Sie den Spieß um! Jetzt!

PAB – Pokern, Alles & Begrenzen!

Wenn Sie mit Ihrem Erfolg im Trading nicht zufrieden sind, beginnen Sie noch heute damit, umzudenken. Einer Ihrer neuen Glaubenssätze lautet: Alles kann jederzeit passieren! Beginnen Sie damit, dass Trading ähnlich wie ein Pokerspiel zu sehen. Sie nehmen Chancen wahr, machen "kurzfristige Abschätzungen" und reagieren auf jede neue Information, jederzeit bereit, auszusteigen oder dabeizubleiben! Ihr Ziel, Verluste klein zu halten, um weiterspielen zu können und den Jackpot nach oben zu treiben, wenn es wirklich gut aussieht. Dieses Prinzip hat viel größere Auswirkungen auf Ihren Tradingerfolg, als jede Optimierung des Einstiegs oder jede Suche nach dem Heiligen Gral.

Rückblickend muss ich gestehen, mit meiner Headline vielleicht ein wenig untertrieben zu haben. Einerseits ist das PAB-Prinzip tatsächlich sehr simpel. Da es jedoch den Glaubenssätzen viele Trader zuwiderlaufen dürfte, wird es für viele gar nicht so einfach werden, dieses neue Prinzip zu verinnerlichen. Übung macht jedoch bekannterweise den Meister.

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Wöchentliche Marktinfo KW02

DOW JONES INDEX - An der entscheidenden Hürde

Über 4.000 Punkte Kurseinbruch musste der Dow Jones Index allein im Dezember verkraften. Doch seit dem Tief bei 21.712 Punkten scheinen die Bullen aus ihrem Winterschlaf erwacht. Jetzt könnten sie der Erholung noch die Krone aufsetzen.

Ausgehend von der 21.712 Punkte-Marke konnte sich der Dow Jones Index mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 22.600 Punkten Ende Dezember wieder deutlich erholen und wenige Tage später auch die Abwärtstrendlinie der Dezemberverkaufswelle überwinden. Nach einem Zwischenhoch am 38,2 %-Retracement (RT) der Abwärtsbewegung seit 25.980 Punkten (23.342 Punkte, rotes RT) und dem früheren Jahrestief bei 23.340 Punkten, kam es zu einem korrektiven Pullback an die Abwärtstrendlinie. Diesen nutzte der Index für einen weiteren Anstieg, der diesmal nachhaltig über 23.340 Punkte und damit wieder in die große Tradingrange des Jahres 2018 zurückführte. Mit dem bullischen Anstieg über das 38,2 %-RT der gesamten Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch bei 23,713 Punkten (violett) wurde ein weiteres Kaufsignal generiert und der Index Schritt für Schritt an den Widerstand bei 23.997 Punkten und das Korrekturhoch bei 24.057 Punkten geschoben.

Was jetzt noch fehlt, ist ein dynamischer Ausbruch über die Marke. Denn damit hätte sich der Index aus der Fessel des Abwärtstrends vom Dezember befreit und könnte zügig bis an das 50 %- RT des gesamten Abwärtstrends bei 24.332 Punkten steigen. Hier befindet sich auch die 100 %-Projektion der laufenden Erholung. Entsprechend wäre dort mit einer Pause im neuen Aufwärtstrend zu rechnen. Allerdings könnte es zuvor noch zu einer kurzen Übertreibung nach oben kommen, denn bei rund 24.500 Punkten wartet noch ein Abwärtsgap auf seine Schließung. Sollte sich der Dow dagegen ohne eine weitere Korrektur nachhaltig über 24.332 Punkten etablieren können, wäre sogar das Erreichen des Folgeziels bei 24.950 bis 24.990 Punkten im laufenden Monat noch möglich.

Prallt der Index dagegen heute von der 24.057 Punkte-Marke nach unten ab, könnten die nächsten Angriffe schon bei 23.800 und 23.713 Punkten starten. Erst darunter wäre mit einer deutlicheren Korrektur bis 23.471 Punkte zu rechnen. Und erst unterhalb von 23.164 / 23.135 Punkten hätten die Bullen die Chance auf die direkte Fortsetzung des kurzfristigen Aufwärtstrends vergeben. Dann dürften sich die Bären auf einen vorübergehenden Abverkauf bis 22.719 und 22.639 Punktefreuen.

AIXTRON - Aktienverlauf des Halbleiterspezialisten kann nicht überzeugen

Vor den Bullen in Aixtron liegt noch viel Arbeit, wollen diese einen neuen Bullenmarkt etablieren. Bis dahin drohen weitere Kursverluste von bis zu 30%.

In Aixtron dominieren die Verkäufer seit März vergangenen Jahres das Kursgeschehen und ließen die Kurse bereits weit über 50 % einbrechen. In diesem Umfeld präsentiert sich die Aktie momentan relativ schwach. Obwohl die Bullen bei 7,63 EUR auf eine Unterstützung zurückgreifen können und der Gesamtmarkt in den letzten Tagen ordentlich zulegen konnte, kommt der Aktienkurs von Aixtron nicht aus dem Knick. Stattdessen kämpft man mit dem kleinen Widerstandsbereich kurz unterhalb von 9 EUR. Dieser müsste überwunden werden, um kurzfristig weiteres Aufwärtspotenzial zum EMA 200 bei 10,40 EUR freizumachen. Dort nehmen die Risiken dann erneut zu.

Aktuell wird die Aktie jedoch noch unterhalb der ersten Triggermarke bei ca. 9 EUR gehandelt und dies schließt nicht aus, dass die Kurse mit der Schwäche gestern und heute direkt weiter wegbrechen. Sollte dann auch die Unterstützung bei 7,63 EUR keinen Halt mehr geben, drohen weitere Kursverluste auf ca. 6,60 EUR.

Mittelfristig könnte es nicht nur weiter abwärts in Richtung 6 EUR gehen, sondern dieses Szenario wäre sogar bei einem kurzfristigen Ausbruch über 9 EUR noch nicht vom Tisch. Wie bereits geschrieben, könnte sich dann zwar zunächst eine größere Erholung anschließen, in einem Bullenmarkt wäre die Aktie aber immer noch nicht. Daraus entstehen mittelfristige Risiken, die sich später nach unten entladen sollten.

NORDEX - Großauftrag beflügelt Aktienkurs

Die Erholung in Nordex setzt sich fort und wird heute durch einen neuen Großauftrag aus den USA beflügelt.

Einen guten Start in den Freitagshandel erwischt heute Nordex, die kurz nach der Öffnung 3,51 % im Plus liegen. Vorbörslich gab das Unternehmen bekannt, einen Großauftrag über 150 MW aus den USA erhalten zu haben. Demnach sollen 48 Turbinen der Baureihe AW25/3150 geliefert werden.

Den Bullen kommt diese Nachricht durchaus recht, denn die Aktie befindet sich bereits seit dem Jahreswechsel in einer kleinen Kaufwelle. Aus dieser heraus könnte es in den nächsten Tagen noch weiter bis an die zentralen Widerstände bei 9-9,60 EUR gehen. Hier dürfte der Puls von Investoren jedoch wieder in die Höhe gehen, denn seit August 2018 haben diese es mehrfach nicht geschafft, den dortigen Widerstand zu knacken. Dies wäre aber nötig, um weiteres Aufwärtspotenzial auf knapp 12 freizumachen.

GOLD - Der Kampf um die 1.301 USD-Marke

Der Goldpreis hatte vor genau einer Woche eine wichtige Widerstands- und Zielregion erreicht und dort eine Pause im Aufwärtstrend eingelegt. Weiterhin geht es jetzt um die Frage: Ende der Rally oder dynamischer Ausbruch?

Widerstände: 1.301 + 1.326 + 1.366
Unterstützungen: 1.278 + 1.265 + 1.236

Rückblick: Mit dem Ausbruch über den zentralen Widerstand bei 1.236 USD wurde beim Goldpreis im Dezember ein Kaufsignal generiert, dem ein steiler Anstieg folgte. An der Hürde bei 1.265 USD hielt sich das Edelmetall nur ein paar Tage auf, um zum Jahreswechsel direkt über die Barriere bei 1.285 USD und an den wichtigen Widerstand bei 1.301 USD zu steigen. Dort bildet sich aktuell eine dreiecksförmige Konsolidierung aus.

Charttechnischer Ausblick: Sollte die Käuferseite die notwendige Dynamik entfalten, die Zielmarke bei 1.301 USD nachhaltig zu durchbrechen, wäre mit der Fortsetzung der kurzfristigen Rally bis 1.326 USD zu rechnen. Darüber könnte es mittelfristig bis 1.366 USD gehen.

Ein zweites Scheitern an der 1.301 USD-Marke würde dagegen für den Beginn einer Topbildung sprechen. Und nachdem der gestrige Ausbruchsversuch direkt wieder bis unter sein 61,8 %-Retracement bei 1.287 USD korrigiert wurde, mehren sich kurzfristig bereits die Anzeichen, dass die Aufwärtsdynamik der vergangenen Tage weiter abebbt. Innerhalb der Konsolidierungsrange unter der 1.301 USD-Marke könnte es jetzt also zu einem Schlagabtausch zwischen den Marktteilnehmerseiten kommen, der sich auch zeitlich noch einige Stunden, ggf. Tage hinzieht.

Ein erstes deutliches Signal für eine beginnende Abwärtsbewegung bzw. den Abschluss einer Topbildung wäre der Bruch der 1.278 USD-Marke: Denn Abgaben unter das Zwischentief bei 1.278 USD würden das Verlassen der Range nach unten bestätigen und eine Korrektur bis 1.265 USD nach sich ziehen. Hier könnte Gold zwar einen dritten Ausbruchsversuch starten. Darunter wäre allerdings ein Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 1.236 USD aktiv.

Overtrading - Wer zu viel handelt, verliert!

Es gibt einen triftigen Grund, warum Sie es als aktiver Swingtrader nie übertreiben sollten! Wer zuviel handelt, riskiert am Ende zu verlieren!

Ein beliebtes und letztlich auch erfolgreiches Konzept an der Börse ist es, den Bewegungen des Marktes zu folgen. Liegt ein Trend vor, macht es Sinn, in Richtung dessen zu investieren. Können Sie hingegen eine Seitwärtsbewegung ausmachen, ist Rangetrading angesagt. Ein super Tipp, aber was sich in der Theorie so einfach anhört, bringt praktisch eine Menge Schwierigkeiten mit sich.

Trend oder Range?

Ein erstes Problem liegt bereits darin, zu identifizieren, ob ein Trend oder eine Range vorliegt. Hier helfen uns die Charttechnik und/oder Indikatoren weiter und das „Problem“ ist schnell in den Griff zu bekommen. Mit ein wenig Übung in Sachen Markttechnik oder Indikatoren – und dazu bedarf es keiner Wundermittel - stellt die Identifikation der aktuellen Struktur selten ein Problem dar. Schauen Sie sich nur einmal die heutige Eröffnungsphase inklusive Vorbörse an. Man muss kein großer Könner sein, um im Dax eine Range zu erkennen, oder?

Faktor Zeit!

Wenn das Erkennen der Marktstruktur und der damit verbundenen Vorteile weniger ein Problem ist, warum verlieren dann so viele Trader (abseits der Psychologie und des RMM) Geld? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich vor Augen halten, dass eine gewisse Zeit vergeht, bis man erkennt, dass beispielsweise ein Aufwärtstrend vorliegt. Es vergeht Zeit und in dieser Zeit hat der Markt bereits einige Strukturen innerhalb der vorliegenden Marktphase ausgebildet. Erst wenn die Kurse wie heute einige Male in der Preiszone zwischen 12.180 und 12.130 Punkten seitwärts pendelten, ist die Range definiert worden. Erst wenn die Kurse im Wechselspiel von Bewegung und Korrektur in größtenteils nur eine Richtung laufen, liegt ein Trend vor. Die Zeit vergeht, wird gepaart mit dem zu viel zu wollen zum Problem.

Verlangen Sie nicht zu viel!

Wir wissen jetzt, dass bis zum Aktivwerden von Tradern Zeit vergeht, in der der Markt seine ersten Strukturen ausbildet. Wer die Vorteile eines Trends auf seine Seite holen will, muss zunächst so lange warten, bis sich ein Trend definieren lässt. Gleiches gilt für eine Range. Können Sie das Umfeld identifizieren, habe ich einen Tipp für Sie: übertreiben Sie es nicht!

Wenn sie aus einem Trend ein oder zwei erfolgreiche Swingtrade mitnehmen konnten, werden Sie nicht zu gierig. Gleiches gilt für den erfolgreichen Handel einer Range. Konnten sie hier schon einige positive Trades abschließen, sollten Sie anschließend lieber verzichten.

Vielleicht fragen Sie sich gerade, warum? Warum die Range (den Trend) nicht auskosten? Die Antwort ist simpel: so unsicher die Märkte auch sind, auf eines können Sie sich verlassen: handeln Sie den Trend oder die Range bis zum bitteren Ende durch, wird ihr letzter Trade definitiv ein Verlusttrade sein.

Da weder ein Trend noch eine Range ewig anhalten, gleichzeitig aber auch schon Zeit verbraucht wird, um diese Struktur überhaupt auszubilden, sind ein oder zwei erfolgreiche Trades innerhalb der entsprechenden Marktphase schon sehr gut. Bedenken Sie, dass Sie im ungünstigsten Fall vielleicht schon vier Swings brauchten, um überhaupt eine Range zu erkennen. Wenn Sie dann noch 2 Gewinntrades gemacht haben, muss die Range mindestens schon 6 Swings anhalten. Aber wie wahrscheinlich ist das? Man braucht sich nur den heutigen Dax-Verlauf anzuschauen. Kaum hat man die Range erkannt, war sie auch fast schon wieder vorbei.

Fazit

Trader sind und bleiben Spekulanten und werden dafür bezahlt, Risiken zu übernehmen. Als aktiver Swingtrader, der versucht einen Vorteil aus der derzeit vorliegenden Marktstruktur (Trend oder Range) zu ziehen, sollten Sie es nicht übertreiben. Wer zu viel handelt verdient nicht mehr, sondern riskiert seine Gewinne wieder abzugeben – schon allein aus statistischen/strategischen Gesichtspunkten heraus.

Viel Erfolg
Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW01

DAX - Wie lange hält die Stabilisierung an?

Der DAX hat zwischen den Tagen mit deutlichen Kursschwankungen zu kämpfen gehabt die zeigen, wie nervös das aktuelle Marktumfeld ist.

Nach neuen Tiefstständen am 27.12.2018 bei 10.278 Punkten läuft seit zwei Tagen der Versuch einer Stabilisierung.

Die These: "Kursverluste unter 10.585 Punkte sollten die Abwärtsbewegung beschleunigen" ging zwar auf, mit Bruch der 10.350 Punkte-Marke erfolgt aber kein erneuter Test der 10.000 Punkte-Marke.

Das übergeordnete nach unten gerichtete Fibonacci-Retracement - 17.10.2018 bis 27.12.2018 - lässt Rückläufe bis 10.879 Punkte zu. Knapp darunter verläuft auch ein wichtiger Widerstandsbereich.
Ein nachhaltiger Ausbruch über 10.879 Punkte kann eine Ausdehnung der Aufwärtskorrektur mit sich bringen. Als Ziel steht hier ein Schluss der Kurslücke vom 06.12.2018 an und das Erreichen des 61,8 % Fibonacci-Retracements bei 11.242 Punkten.

Kurssteigerungen darüber hinaus können gar das Verlaufshoch vom 02.11.2017 bei 11.692 Punkten mit sich bringen. Erst ein signifikantes Unterschreiten der 10.278 Punkte löst die Korrektur und den erneuten Test der 10.000-er Marke aus.

HOCHTIEF – Noch kein Boden in Sicht

Die Hochtief-Aktie korrigiert seit über 1 1/2 Jahren. Wie lange kann diese Korrekturbewegung noch andauern?

Hochtief gehört zu den führenden Baukonzernen. Die Aktie legte eine jahrelange Rally hin, befindet sich seit Mai 2017 aber in einer Korrekturbewegung.

Kurzer Blick auf die Fundamentaldaten:

Seit 1999 erzielte Hochtief fast jedes Jahr einen Gewinn je Aktie. Nur im Jahr 2011 das Unternehmen einen Verlust hinnehmen. Für 2018 wird aktuell ein Gewinn von 8,30 EUR je Aktie erwartet. In 2019 soll dieser auf 9,43 EUR ansteigen.

Bei einem aktuellen Kurs von 115,30 EUR ergibt sich damit für 2019 ein KGV von 12,23. Nur 1999 und 2000 wurde das Unternehmen in den Gewinnjahren zu einem niedrigeren KGV gehandelt. Abgesehen von diesen beiden Jahren lag das niedrigste KGV bei 14,20. 2015 waren die Marktteilnehmer bereit sogar ein KGV von 27,20 zu bezahlen.

Das Unternehmen zahlte seit 1999 jedes Jahr außer 2011 eine Dividende. In 2019 soll diese bei 5,93 EUR liegen. Das ergibt aktuell eine Dividendenrendite von 5,14 %.

Wie sehen Analysten das Unternehmen?

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen 7 Einschätzungen vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 154,14 EUR. 3 Analysten/-innen sehen die Aktie positiv. Vier Häuser bewerten Hochtief mit neutral. Eine negative Einschätzung liegt nicht vor.

Wie lässt sich das Chartbild interpretieren?

Im September 2001 fiel die Aktie auf ein Allzeittief bei 10,12 EUR zurück. Diesem Tief näherte sie sich im März 2003 noch einmal stark an. Danach drehte der Wert aber nach oben und setzte zu einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Die Finanzkrise 2008/09 hinterließ zwar im Chartbild ihre Spuren, aber der langfristige Aufwärtstrend wurde nicht gebrochen. Im Mai 2017 erreichte der Aktienkurs sein Allzeithoch bei 174,00 EUR.

Nach einer kleinen Topbildung setzte eine Korrektur ein. Diese Korrektur läuft noch immer. Anfang Dezember fiel Hochtief sogar unter die untere Begrenzung dieser Korrekturbewegung ab. Dies deutet auf eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung hin. Hochtief scheint sich aktuell unter dem Aufwärtstrend seit November 2012 zu etablieren.

Fazit: Fundamental interessante Aktie noch weit weg von Kaufkursen

Nach den vorhandenen Daten und Schätzungen ist Hochtief bereits jetzt billig. Die Aktie gibt es aktuell anhand der KGV-Bewertung so billig wie seit rund 20 Jahren nicht mehr. Dazu steigt der Gewinn in den letzten Jahren deutlich an und die Dividendenrendite ist bereits jetzt sehr beachtlich. Von daher könnte man sich bereits jetzt Käufe überlegen.

Das Chartbild spielt dabei allerdings noch nicht mit. Denn im Chartbild gab es in den letzten Wochen neue Verkaufssignale. Der Rückfall unter die untere Trendbegrenzung der bisherigen Korrekturbewegung deutet auf weitere Abgaben in Richtung 98,31 oder sogar ca. 92,25 EUR. Damit würde die Aktie auf das alte Allzeithoch aus dem Oktober 2007 bzw. knapp darunter zurückfallen. Ein vorzeitiges Kaufsignal ergäbe sich erst mit einem stabilen Anstieg über 129,20 EUR.

Hochtief ist insgesamt eine sehr interessante Aktie. Aktuell scheint der Markt in dieser Aktie nach unten zu übertreiben. Aber solche Übertreibungen sind für Anleger, die auf einen Einstieg warten nichts Schlechtes. Je größer nämlich die Übertreibung nach unten ist, umso größer ist anschließend das Aufwärtspotenzial.

AURUBIS - Erholungschancen steigen

In Aurubis steigen mit dem nachlassenden Verkaufsdruck die Erholungschancen. Für Jubelschreie ist es aber immer noch viel zu früh.

Im Kupfermarkt lief es im letzten Jahr alles andere als rund und das bekam auch Aurubis als einer der größten Kupferhersteller weltweit zu spüren. Diese Entwicklung mündete im November in eine Gewinnwarnung, welche nicht überraschend kam, wenn man den Preisverfall von US-Kupfer in den vergangenen zwölf Monaten im Auge hatte.

In diesem kritischen Umfeld markierte die Aktie erst gestern ein neues Tief bei 41,84 EUR hat nun aber kurzfristige Erholungschancen. Zum einen befindet man sich in der Nähe der Unterstützung von 39,86 EUR und zum anderen ist bereits über die letzten Wochen ein nachlassendes Abwärtsmomentum zu erkennen. Dies erhöht die Chancen, dass die Aktie in den nächsten Tagen in Richtung 46-48 EUR durchstarten könnte. Auch der Bereich um 50 EUR würde ein mögliches Ziel für eine ausgedehnte Erholung darstellen.

Trotz dieser kurzfristig erfreulichen Aussichten bleibt die Aktie mittelfristig angeschlagen. Kursgewinne sind lediglich als Erholungen zu werten und für einen ersten bullischen Trendwechsel müsste der Widerstandsbereich von 48-50 EUR nachhaltig überwunden werden. Dass man sich mit euphorischen Jubelschreien noch zurückhalten sollte, wird einmal mehr deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass die Kurse allein bis zum EMA 200 noch 35 % zulegen müssten. Das ist ein weiter Weg hin zu auch mittelfristig bullischen Signalen.

GOLD - Am Ziel und am Ende?

Der Goldpreis zeigt sich seit dem Ausbruch über den Widerstand bei 1.236 USD wie entfesselt und erreicht aktuell die Zielmarke bei 1.301 USD. Hier entscheidet sich, ob die kurzfristige Rally fortgesetzt wird oder der Anstieg wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Widerstände: 1.301 + 1.326 + 1.366 Unterstützungen: 1.278 + 1.265 + 1.236

Rückblick: Die Erholung beim Goldpreis entwickelte sich nach dem Ausbruch über den zentralen Widerstand bei 1.236 USD zu einer steilen Kaufwelle, die in den letzten Tagen auch die Barrieren bei 1.265 und 1.285 USD hinter sich ließ. Dabei sorgte das Überschreiten der 1.285 USD-Marke im gestrigen Handel zudem für die Neutralisierung des übergeordneten Abwärtstrends seit dem Hoch bei 1.366 USD. Aktuell erreicht der Kurs des Edelmetalls bereits den zentralen Ziel- und Widerstandsbereich bei 1.301 USD.

Charttechnischer Ausblick: Im Bereich von 1.295 bis 1.301 USD kulminieren etliche charttechnische Ziele der Aufwärtsbewegungen der letzten Tage und Wochen. Das Aufwärtspotenzial der bisherigen Rallyphasen fällt also zunächst mit diesem Preisbereich zusammen. Ein Ende der Rally auf dem aktuellen Niveau und selbst eine Trendwende in Richtung 1.236 USD sind somit nicht auszuschließen. Im Umkehrschluß wäre daher ein dynamischer Ausbruch über 1.301 USD jetzt entsprechend bullisch zu werten und würde für die zügige Fortsetzung der kleinen Rally bis 1.326 USD sprechen. Darüber käme es mittelfristig bereits zu einem Anstieg bis 1.350 und dem 2018er-Hoch bei 1.366 USD. Sollte die 1.301 USD-Marke dagegen im ersten Anlauf nicht überwunden werden, käme es zu einer leichten Korrektur bis 1.285 und 1.278 USD. Von dort könnte ein weiterer Angriff starten. Abgaben unter 1.278 USD würden dagegen für eine Korrektur bis 1.265 USD sorgen. Gleichzeitig würde auch die Gefahr einer Topbildung und des skizzierten Abwärtsszenarios deutlich steigen. Dennoch könnte von 1.265 USD ein weiterer Aufwärtsimpuls bis 1.301 USD und 1.326 USD einsetzen. Unterhalb von 1.265 USD wäre der Aufwärtstrend allerdings unterbrochen, ggf. sogar beendet und zunächst ein Einbruch bis 1.236 USD zu erwarten.

Pivot Points - Magische Tradingpunkte im Chart?

Gerade beim Research institutioneller Tradingmethoden stößt man schnell auf das Thema Pivot-Punkte. Was steckt hinter diesem Tradingkonzept?

Bei den Pivot-Punkten handelt es sich, wenn wir uns den ein oder anderen Beitrag zu diesen anschauen, wieder einmal um magische Punkte im Chart, an denen so richtig viel passieren kann und vor allem, an denen sich der Kurs orientiert. Und wenn diese Aussagen noch dadurch untermauert werden, dass Pivot-Punkte sehr oft von institutionellen Tradern, also den Profis der Profis genutzt werden, was kann da noch schiefgehen?! Aber was steckt hinter diesen magischen Punkten und vor allem: was können diese leisten?

Starten sollten wir unseren Ausflug natürlich erst einmal mit einer kleinen Definition von Pivot-Punkten.

Klassisch handelt es sich bei den Pivots um Unterstützungs- und Widerstandslinien für den Intradayhandel, die sich aus der Kursbewegung – oder besser gesagt – der Kursschwankung des Vortages heraus ergeben. Der konkrete Kursverlauf des Vortages mit seinen Zwischenhochs, -tiefs, Trendlinien & Co spielt dabei keine Rolle, sondern vielmehr interessiert sich der Pivot-Trader ausschließlich für den Höchstkurs (H), den Tiefstkurs (L) und den Schlusskurs (C) des Tages. Durch eine einfache Durchschnittsbildung aus diesen drei Kursen bildet sich der

Pivotpunkt (PP) für den neuen Handelstag

Pivotpunkt PP = ( H + L + C) / 3 

Ausgehend von diesem Pivotpunkt können nun drei weitere Widerstands- bzw. Unterstützungslevel berechnet werden.

Die Widerstände R1 – R3 

Durch Weiterverarbeitung des Pivotpunkts und der Vorkerzenextrema (H, L, C) lassen sich die drei Widerstandslevel der Pivot-Analyse wie folgt ermitteln:

R1 = 2 * PP – L

R2 = PP + H – L

R3 = 2 * (PP – L) + H

Die Unterstützungslevel S1 – S3  Analog zur Widerstandsberechnung erfolgt die Ermittlung der drei Unterstützungslevels:

S1 = 2 * PP – H

S2 = PP – (H – L)

S3 = Low – (2 * (H-PP))

mit: PP = Pivotpunkt heute

H = Höchstkurs Vortag (vorangegangene Kerze)

L = Tiefstkurs Vortag (vorangegangene Kerze)

C = Schlusskurs Vortag (vorangegangene Kerze)

In Abbildung 1 sind die Pivot-Levels für den DAX-Tageschart zusammen mit den benötigten Eckdaten noch einmal zusammengefasst.

Interpretationsgedanken

Inhaltlich machen diese Berechnungen durchaus Sinn, denn sie stellen in gewisser Weise die Schwerpunkte des vergangenen Handelstages dar.

So ist beispielsweise der Pivotpunkt selbst nur das Mittel aus den drei wichtigen Kurse: High, Low, Close während die sich daraus ergebenden Unterstützungs- und Widerstandslevel indirekt die Volatilität berücksichtigen und auf den Folgetag projizieren.

Variationen in der Berechnung

Neben dieser Standardvariante der Pivotpunkte finden sich im praktischen Bereich auch diverse Variationen, vor allem bei der Ermittlung des zentralen PP. So ließen sich beispielsweise Kurslücken (Gaps) berücksichtigen, wenn in die Berechnung des PPs noch der heutige Eröffnungskurs mit einfließt. In dieser Variation ergibt sich der PP als Durchschnitt aus dem gestrigen Hoch, Tief, Schlusskurs und dem heutigen Open, während die einzelnen Unterstützungen und Widerstände analog zur klassischen Vorgehensweise berechnet werden.

Pivotpunkt PP = (H + L + C + O(heute)) / 4 

Konsequenterweise ergeben sich bei dieser Berechnungsmethodik nicht nur unterschiedliche Levels, sondern auch ein anderes zeitliches Timing.

Während im klassischen Bereich die Pivots mit jeder „fertigen“ Kerze direkt für den Folgetag berechnet werden können, ist in Variante 2 erst der nächste Handelstag abzuwarten. Diese Marginalie hat jedoch auch Einfluss auf den Tradingalltag, denn viel Zeit zum Planen gibt es unter Umständen bis zum ersten Trade nicht mehr.

Neben auch dieser gängigen Methode zur Berechnung der Pivot-Levels kann der Trader eigene Kreationen nutzen, vor allem bei der Gewichtung der einzelnen Bausteine. Dies wird unter Umständen sogar nötig sein, was schnell am Beispiel des Forexmarktes deutlich wird.

Hier besteht aufgrund des 24-Stundenhandels und des dezentralen Handels fernab eines konkreten Börsenplatzes schon die Schwierigkeit, die Eröffnungs- und Schlusskurse zu bestimmen. Der eine Forexbroker nutzt die Zeitzone der USA, ein anderer die in Europa und ein dritter nimmt nicht den Tageswechsel 0 Uhr als Basis für Schluss- und Eröffnungskurse, sondern eine ganz andere Zeit wie beispielsweise 08 Uhr CET. Gerade bei solch unterschiedlichen Basisdaten und den damit verbundenen unterschiedlichen Pivot-Levels stellt sich berechtigterweise die Frage, inwieweit die klassischen Aussagen zu Pivotpunkten als Unterstützungs- und Widerstandslevel noch Gültigkeit haben.

Trading von Pivotpunkten

Der Pivotpunkt PP teilt den Preisbereich einer jeden neuen Kerze in zwei Teile.

Oberhalb des Pivot-Punktes wird ein bullischer Markt unterstellt, unterhalb dessen entsprechend ein bärischer. Zur Visualisierung dieser beiden Preisbereiche färbt Guidants diese entsprechend grün oder rot ein und aus dieser Interpretation heraus ergibt sich bereits eine erste Handelsmöglichkeit. Durchbricht der Kurs den Pivotpunkt von unten nach oben, liegt ein Kaufsignal vor, während eine bärische Überschneidung von oben nach unten ein entsprechendes Verkaufssignal darstellt.

Analog zur klassischen Vorgehensweise bei Unterstützungs- und Widerstandslinien werden auch die aus der Pivot-Analyse hervorgehenden S3 – R3 Marken genutzt.

Die Widerstände R1 bis R3 fungieren als mögliche Preislevels, an denen mit Gegenwehr seitens der Bären zu rechnen wäre. Die Widerstände haben das Potenzial, sowohl kurzfristige Korrekturen als auch neue Gegentrends einzuleiten. Wird ein Widerstand hingegen überschritten, fungiert dieser ab sofort als Unterstützungszone.

Auf der Gegenseite, den Unterstützungen S1 bis S3, wird gleichermaßen verfahren. Kommt es zu einem bärischen Kreuzen von Kurs und Pivot Punkt PP, dienen die Unterstützungen als erste Zielzonen und als mögliche Preismarken, an denen der Kurs zu einer Erholung oder gar einer Trendwende ansetzen kann. Wird hingegen eine Unterstützung durchbrochen, wird die nächstfolgende als Zielzone aktiviert, während die gebrochene Unterstützung nun als Widerstand fungiert. Abbildung 2 stellt diese grundlegende Herangehensweise anhand der ersten beiden Pivot-Level systematisch dar, während in Abbildung 3 der aktuelle Verlauf im DAX (26.05.2014) zu sehen ist.

So eröffnete der DAX äußerst stark bereits im Bereich von R2 und damit in einer klar bullischen Zone. Wie zu sehen ist, wurde der durchbrochene Widerstand R2 direkt in der Eröffnungsphase zur Unterstützung, von der aus die Kurse nach einem Ziehen und Zerren direkt bis an das nächste Ziel bei R3 klettern konnten. Dort kam es im weiteren Verlauf zu einer kleinen Toppbildung und einer anschließenden Umkehr der Bewegung. Im Gegenzug wurde das Ziellevel bei R2 jedoch nicht ganz erreicht, während in der nächsten Kaufwelle die Kurse erneut nahe des R3-Widerstands zum Stehen kamen.

Das sieht magisch aus, oder?

Unser willkürlich gewähltes Beispiel aus Abbildung 3 passt perfekt, aber wie magisch sind die Pivot-Points tatsächlich?

Das ist eine gute Frage, der wir an dieser Stelle ein wenig intensiver, aber sicherlich nicht abschließend nachgehen wollen. Dazu beginnen wir mit einer der Grundaussagen der Pivot-Analyse:

Kurse oberhalb des PPs sind bullisch.

Auf Basis dieser Aussage ist schnell eine passende Tradingtaktik gefunden, die wir anhand historischer Daten untersuchen können. Dazu wurde auf den DAX-Index zurückgegriffen und der Einfachheit halber ausschließlich die Longseite betrachtet. Um hier für ein Kaufsignal zu sorgen, musste im 5-Minutenchart lediglich eine Kerze oberhalb des Pivot-Punkts (PP) schließen, während die Kerze davor unterhalb dessen geschlossen haben muss. Dabei spielte es keine Rolle, von wo genau der Kurs kam und wie der bisherige Tagestrend gewesen ist. Auch eine freundliche Eröffnung oberhalb des Pivot-Punkts mit anschließender Korrektur zurück bis auf diesen inkl. eines 5-minütigen Schlusskurs darunter und dem dann folgenden Ausbruch nach oben wurde gehandelt, sofern es das erste Signal des Tages war. Zur Veranschaulichung des Prozedere schauen Sie sich einfach Abbildung 4 an. Blieb der Kurs den ganzen Tag oberhalb bzw. unterhalb des PP, kam es konsequenter zu keinem Einstieg.

Da keine Position ohne Stopp eingegangen werden sollte, nutzen wir bereits die S1-Unterstützung als Stopp. Ein simples Unterschreiten des Stopps reicht, um die Longposition zu schließen. Gleichzeitig wollen wir zunächst ohne Kursziel arbeiten und uns einfach nur die Kraft der bullischen und bärischen Preisbereiche anschauen. Dazu wird jede Longposition solange gehalten, bis entweder der Stopploss ausgelöst wird oder aber es 17 Uhr und damit kurz vor Handelsschluss ist. Sollte es intraday zu einem Ausstoppen einer bestehenden Longposition am S1 und anschließend neuem Anstieg über den PP per 5-Minutenschlusskurs kommen, wird erneut eine Longposition eröffnet. Re-Entries während des Tages sind folglich erlaubt. Die Performancekurve unseres einfachen Systems seit Anfang Januar 2014 kann leider nicht überzeugen (siehe Abb. 5).

Selbst vor Kosten und vorbehaltlich programmtechnischer Fehler arbeitet die Taktik im Minus und verlor bei einer Trefferquote von 33,33 % knapp 335 DAX-Punkte. Ziehen wir bei 66 getätigten Trades noch je Trade einen Punkt Spread und einen Punkt weiterer Kosten ab, steigt der Verlust auf weit über 400 Punkte.

Vielleicht war unser Stopp ja auch zu eng gewählt? Wie schaut es bei einer Erweiterung dessen auf S2 aus? Daran kann es nicht gelegen haben, denn wie Abbildung 6 zeigt, wird der Verlust noch größer und da nützt auch die gestiegene Trefferquote auf 41,38 % nicht viel.

Bliebe als weitere Option unsere Ausstiegsbedingung. Gemäß der klassischen Interpretationsweise sollten die Kurse nach dem Anstieg über den Pivotpunkt den Widerstand R1 als erstes Ziel anlaufen. Wird der Stopploss auf dem S2-Niveau belassen, kann unser Ziel tatsächlich in 62,50 % aller Fälle erreicht werden. Analytisch eine durchaus akzeptable Leistung, immerhin läge man bei 100 Prognosen 62-mal richtig und nur 38-mal verkehrt. Aber gut, wir wollen ja Traden und sind keine Analysten. Der Blick auf die Performance ist wichtiger und leider wird man auch hier wieder enttäuscht. Ja, unter unseren Bedingungen wird das erste Ziel oft erreicht, aber wird dies gehandelt, entsteht ein Verlust vor Kosten von 181,92 Punkten, wie in Abbildung 7 zu sehen.

Werfen wir einen genaueren Blick auf den Performancereport (nicht abgebildet), fällt auf, dass die durchschnittlichen Verluste in Relation zu den durchschnittlichen Gewinnen einfach zu groß sind. Dies lässt sich tradingtechnisch beheben, indem wir den Stopploss enger setzen und/oder das Ziel weiter weg legen. Wie in Abbildung 8 zu sehen, bringt auch dies die Performance nicht in den positiven Bereich.

Links wurde bei einem R1 Ziel mit einem Stopploss bei S1 gearbeitet, rechts bei einem R2 Ziel mit einem Stopp bei S1. Wie anvisiert, führte dieser Optimierungsschritt zwar zu einer Verbesserung der Verhältnisse von durchschnittlichen Gewinnen zu Verlusten (CRV), aber darunter litt in beiden Fällen die Trefferquote zu stark, als dass eine positive Performance möglich wurde. Dies ist übrigens typisch für das Trading: Verbesserungen an einer Stelle werden meist mit Verschlechterungen an anderer bezahlt.

Ein Traum zerplatzt, oder?

Ja und nein. Lassen Sie uns vielleicht mit den positiven Dingen anfangen, mit denen „Pivotisten“ weiter ihrer Tradingbasis treu bleiben können. Bereits die bisherigen Ausführungen zeigen, wie vielfältig Pivot-Punkte eingesetzt werden können und natürlich haben wir diesbezüglich nur einen sehr kleinen Teil von möglichen Tradingtaktiken abgedeckt. Hinzu kommt, dass wir lediglich einen relativ kurzen Zeitraum untersucht haben, in dem ich zwar eine visuelle Prüfung der Kursdaten vorgenommen habe, die aber kleinere Fehler nicht ausschließt. Gleiches gilt auch für den Test selbst.

Vor diesen Hintergründen gibt es keinen zwingenden Anlass, die Pivot-Punkte gleich in die Welt der Mythen und Sagen zu verbannen. Jedoch sollten Sie als Trader auch nicht jeder Tradingtaktik ohne Bedenken folgen. Der vorliegende Test lässt auch bei den Pivot-Punkten vermuten, dass die bekannten, einfachen und logischen Interpretationen dieser nicht zum Erfolg führen.

Es wäre auch zu schön um wahr zu sein, denn ich bin kein Programmierer, aber es war trotzdem relativ einfach, die obigen Systeme zu erstellen. Wenn man so leicht Millionen an der Börse verdienen könnte, dann gäbe es schließlich nur Gewinner. Die Realität sieht aber anders aus.

Ihr Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW52

GOLD - Jetzt muss die Käuferseite liefern!

Tagesausblick für Donnerstag, 27. Dezember 2018: Der Goldpreis befindet sich seit August in einer Erholung, die in den letzten Tagen nochmals deutlich an Dynamik zulegen konnte. Jetzt trifft das Edelmetall jedoch auf einen starken Widerstandskorridor. Reicht die Aufwärtsdynamik.

Intraday Widerstände: 1.280 + 1.285 + 1.301
Intraday Unterstützungen: 1.265 + 1.250 + 1.236

Rückblick: Nach dem erfolgreichen Ausbruch über den massiven Widerstand bei 1.236 USD vollzog der Goldpreis Anfang Dezember einen Pullback an die Marke und prallte dort nach oben hin ab. Mit dem Anstieg über das Verlaufshoch bei 1.250 USD setzte sich eine weitere Aufwärtswelle in Gang, die den Kurs des Edelmetalls an den Widerstand bei 1.265 USD führte. Im gestrigen Handel wurde auch diese Marke überschritten und mit 1.279 USD ein neues Verlaufshoch markiert. Anschließend setzte der Wert an die 1.265 USD-Marke zurück.

Charttechnischer Ausblick: Um die kleine Rally der letzten Tage aufrecht erhalten zu können, sollte der Goldpreis jetzt über der 1.250 USD-Marke verbleiben. Gelingt dies und wird zudem auch die 1.265 USD-Marke verteidigt, könnte ein weiterer Anstieg bis 1.280 und 1.285 USD führen. Dort wäre mit einer weiteren Korrektur zu rechnen. An dieser Stelle treffen übergeordnete Widerstände und interne Kursziele des Anstiegs der letzten Wochen zusammen. Daher könnte es in diesem Bereich sogar zu einer Trendwende nach unten kommen. Ein Sprung über die Barrieren hätte dagegen Zugewinne bis 1.301 USD zur Folge. Selbst ein Anstieg bis 1.310 USD wäre dann möglich.

Abgaben unter 1.250 USD würden die Kaufwelle dagegen abbremsen und zu einer Korrektur bis 1.236 USD führen. Hier könnte eine weitere Aufwärtsbewegung in Richtung 1.285 USD starten. Darunter wären dagegen wieder die Bären am Zug und könnten den Wert bis 1.220 und 1.205 USD abverkaufen. Zugleich wäre damit das Hoch bei 1.280 USD als kurzfristiges Top bestätigt und letztlich sogar die Wiederaufnahme des Abwärtstrends aus dem ersten Halbjahr einzuplanen.

Aktien mit relativer Stärke nach Levy (RSL): Diese Aktien sind besonders stark!

Mit dem Guidants Screener suchen wir Aktien mit relativer Stärke nach Levy: Hier finden Sie die zuletzt momentumstärksten Aktientitel aus Deutschland und den USA.

Finden Sie die momentumstärksten Aktien mit nur wenigen Klicks! Das Konzept der relativen Stärke nach Levy (kurz: RSL) beruht auf dem Vergleich der vergangenen mit der aktuellen Kursentwicklung. Grundannahme ist, dass vergangene Performance eines Aktienkurses tendenziell als Indikator für zukünftige Performance herangezogen werden kann.

Dieser sogenannte Momentum-Effekt wurde in der Kapitalmarktforschung bereits viele Jahre untersucht und nachgewiesen und lässt sich im Trading oder beim Investieren ausnutzen.

  • So lautet eine bekannte und einfache, aber sehr effektive Strategie, regelmäßig (etwa jeden Monat oder jedes Quartal) die nach relativer Stärke besten Aktien ins Depot zu nehmen. Depotbestände, die dieses Kriterium nicht mehr erfüllen, werden hingegen verkauft, um das Kapital wieder freizusetzen.
  • Eine kurzfristiger orientierte Strategie lautet, momentumstarke Titel auf die Watchlist zu nehmen, um diese in kurzen Schwächephasen aufzusammeln. So könnte man einen entsprechenden Titel bspw. auf einem kürzeren Zeithorizont (Stundenchart) antizyklisch kaufen - jedoch in einem übergeordnet (Tageschart) prozyklischen Gesamtbild.

Der Guidants-Screener ist hierbei ein äußerst hilfreiches Werkzeug, das Ihnen dabei hilft, solche aussichtsreiche Aktien zu finden. Die Besonderheit: Die relative Stärke nach Levy wird im Screener tagesaktuell berechnet. So können Momentumtrader potenzielle Signale noch früher aufspüren.

Folgende Liste zeigt die derzeit nach RSL-Kennzahl trendstärksten Aktien aus Deutschland und den USA.

Aktien mit relativer Stärke (RSL) aus Deutschland

Hier das Screening-Ergebnis für deutsche Akien, gefiltert nach relativer Stärke nach Levy. Gezeigt werden die Top-20 Aktien aus dem Aktienuniversum HDAX nach diesem Kriterium.

Aktien mit relativer Stärke (RSL) aus den USA

Folgende Tabelle zeigt Aktien mit den höchsten RSL-Werten (Top-20) aus den USA. Verwendet wurde das Aktienuniversum des S&P 500.

RSL-Berechnung

Die Berechnung der relativen Stärke nach Levy (RSL) ist vergleichsweise einfach. Wichtig ist lediglich, den Begriff nicht mit anderen Konzepten der relativen Stärke zu verwechseln.

Der Wochenschlusskurs des zu analysierenden Basiswertes wird geteilt durch das arithmetische Mittel der Wochenschlusskurse des gewählten Betrachtungszeitraums. Durchgesetzt hat sich in diesem Zusammenhang vor allem der Zeitraum von 27 Wochen, natürlich können aber auch andere Zeiträume genutzt werden. Das Ergebnis der Berechnung ist eine Verhältniszahl, die um 1,0 schwankt. Werte über 1,0 sind somit beispielsweise in der vergangenen Woche überdurchschnittlich stark.

Eine typische Anwendung ist jedoch, die Basiswerte mit den höchsten RSL-Werten absteigend zu sortieren und diese Liste im Trading oder Investmentprozess weiter zu verarbeiten.

Dreht der Markt jetzt völlig durch?

Was steckt hinter den dramatischen Kursbewegungen der vergangenen Tage? Mögliche Erklärungsversuche finden Sie in diesem Artikel!

So mancher Anleger traut aktuell seinen Augen nicht: Nach deutlichen Kursverlusten an Heiligabend konnten die wichtigsten US-Indizes am 2. Weihnachtstag alle um fast fünf Prozent oder mehr zulegen. Der Dow Jones Industrial Average verbuchte mit einem Plus von 1.086,25 Punkten sogar den größten Kursgewinn aller Zeiten, wenn man die Kursveränderung in Punkten bemisst. Prozentual war es immerhin der größte Gewinn im Dow seit dem Jahr 2009.

Auch andernorts gab es dramatische Kursbewegungen. In Japan stürzte der Nikkei 225 am ersten Weihnachtstag um mehr als fünf Prozent ab, nur um sich anschließend wieder deutlich zu erholen.

Was steckt hinter den vollkommen verrückt erscheinenden Kursbewegungen? In der Folge sollen einige mögliche Erklärungsversuche geliefert werden:

  • Weltweit befinden sich die wichtigsten Aktienmärkte nun ganz klar in einem Bärenmarkt. In Bärenmärkten sind nicht nur extrem starke Kursverluste innerhalb von kurzer Zeit, sondern auch zwischenzeitlich starke Erholungen üblich. Eine kräftige Erholung in Gegenrichtung des vorherrschenden Abwärtstrends wird auch als Bärenmarktrally bezeichnet. Eine Bärenmarktrally kann zu erheblichen Kursgewinnen innerhalb kurzer Zeit führen - ohne dass sich am vorherrschenden Abwärtstrend etwas nennenswert ändern muss.
  • Ganz besonders in den USA aber auch weltweit ist es weiterhin so, dass die zum Teil kräftigen Kursverluste seit Anfang Oktober sich bisher kaum mit den fundamentalen Entwicklungen in Einklang bringen lassen. Diese Diskrepanz zwischen der fundamentalen Entwicklung und den Kursbewegungen verstärkt die Unsicherheit bei vielen Marktteilnehmern. Die US-Wirtschaft etwa dürfte auch im vierten Quartal ein starkes Wachstum verzeichnet haben, trotzdem brechen die Aktienmärkte ein, als ob eine Rezession droht. Angesichts von Handelskonflikten und steigenden Zinsen mag es auch durchaus dazu kommen, sicher ist die Entwicklung aber keineswegs. Auch bei Einzelwerten sind die Kursbewegungen oft nur schwer fundamental zu begründen. Die Amazon-Aktien haben sich etwa dramatisch verbilligt, obwohl das Unternehmen weiter kräftig wächst. Gestern berichtete Amazon vom besten Weihnachtsgeschäft aller Zeiten - was dann bei Amazon auch zu einem deutlichen Kursplus von 9,45 Prozent führte.
  • Immer wieder werden auch die Aktivitäten von Algo- und High-Frequency-Tradern für die zuletzt hohe Volatilität verantwortlich gemacht. Allerdings waren diese Marktteilnehmer zuletzt auch nicht deutlich aktiver als zuvor, als sich der Markt gerade durch eine ungewöhnlich niedrige Volatilität auszeichnete. Trotzdem dürfte ein Teil der Schuld durchaus auch auf Algo-Trader und HFT-Firmen zurückzuführen sein. Denn viele dieser Firmen sorgen in guten Marktphasen für eine gute Handelbarkeit vieler Werte, indem sie zusätzlich Liquidität bereitstellen. In schlechten oder schwierig einschätzbaren Marktphasen ziehen sie sich dann aber aus dem Markt zurück, was zu Instabilität führen kann.
  • Ohnehin führt die geringe Liquidität am Markt gerade rund um den Jahreswechsel tendenziell zu einer Verstärkung von Kursbewegungen (und nicht etwa zu einer Abschwächung, wie viele Trader meinen). Der Grund dafür ist, dass einzelne Aufträge den Markt viel stärker bewegen können, wenn das Orderbuch weniger stark gefüllt ist als üblich. Kommt es dann noch zu einzelnen großen Transaktionen (siehe nächster Punkt), kann das erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben.
  • Gerade zum Jahresende, aber auch regelmäßig zum Monats- bzw. Quartalsende werden in vielen Portfolios von institutionellen Anlegern Umschichtungen vorgenommen. Diese Umschichtungen werden oft von lange Hand geplant, orientieren sich also mitunter gar nicht am aktuellen Kursgeschehen. Neben dem Effekt des Window Dressings, bei dem zum Beispiel schlecht gelaufene Werte tendenziell verkauft und gut gelaufene Werte zugekauft werden, kommt es auch zu anderen Effekten. So sorgt schon alleine das normale und regelbasierte Rebalancing für milliardenschwere Transaktionen, wenn sich die Märkte zuvor stark bewegt haben. Nach Berechnungen von Well Fargo etwa müssen US-Pensionskassen aktuell zum Jahresende einen Betrag von 64 Milliarden Dollar aus Anleihen abziehen und in Aktien investieren. Verantwortlich dafür ist schlicht, dass sich Aktien zuletzt schwächer entwickelt haben als Anleihen und durch das Rebalancing die relative Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen wiederhergestellt wird.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW51

NASDAQ 100 - Lage spitzt sich zu

So langsam aber sicher wird es eng für Investoren im Nasdaq 100. Dieser tauchte gestern erstmals in den zentralen Unterstützungsbereich ein.
Der Nasdaq 100 steht stellvertretend für die US-Indizes, in denen es mit der jüngsten Kursentwicklung zunehmend enger für die Bullen wird. Die gestrigen Kursverluste von über 2 % auf 6342,97 Punkte führten zu einem Eintauchen des Technologieindex in den mittelfristig zentralen Unterstützungsbereich. Dieser zieht sich von 6322-6164 Punkten hin. Oberhalb dessen waren die Bullen schon seit Wochen um eine Stabilisierung bemüht, kamen aber nicht über kurzfristige Erholungen hinaus. Diese waren zwar durchaus schwungvoll, am Ende aber fielen die Kurse immer wieder auf ein neues Tief zurück.
Noch haben die Käufer den Kampf nicht vollends verloren, das Risiko dafür hat jedoch spürbar zugenommen. Ein kurzfristiges Stoppfischen im Unterstützungsbereich sollte eingeplant werden. Bleibt es dabei, könnte es erneut zu Erholungsgewinne in Richtung 7000-7200 Punkte kommen. Aber erst oberhalb dessen würde man für echte bullische Akzente sorgen.

Bei einem bärischen Ausbruch unter den Unterstützungsbereich könnte es direkt weiter abwärts in Richtung 6000 und 5750 Punkte gehen. Aber selbst wenn sich der Index kurzzeitig noch einmal erholen würde, die Gefahr solcher Abgaben würde mit einem Rückfall unter 6164 Punkte steigen.

FRESENIUS MC - Kurse fallen weiter wie ein Stein

Der Ausverkauf in der Fresenius-MC-Aktie hält weiter an. Für zu risikofreudige Käufer kann es noch teuer werden.

Bis in den Oktober hinein konnten Anleger in der Fresenius-MC-Aktie im Grunde noch stolz auf ihre Entscheidung sein. Zwar wartete diese für das laufende Jahr auch zu diesem Zeitpunkt nur mit einer Nullbilanz auf, aber immerhin war man damit um einiges besser unterwegs, als der Dax. Innerhalb weniger Tage aber änderte sich die Sachlage auf dramatische Art und Weise. Am 17. Oktober kam es zu einer Gewinnwarnung, die einen starken Kurseinbruch nach sich zog. Von diesem Schock hat sich die Aktie bis heute nicht erholt und der schwache Ausblick Anfang Dezember, den das Unternehmen gab, sorgte für den nächsten bärischen Impuls. In diesem Umfeld konnte in den vergangenen Tagen nicht einmal der Unterstützungsbereich um 60 EUR für Halt sorgen. Trotz kurzfristig überverkauftem Markt und Support fielen die Kurse weiter auf neue Tiefs - und das täglich.

Mit Blick auf die nächste mögliche Stabilisierungszone fällt der Unterstützungsbereich um 55 EUR auf. Sollte es auch dort nicht zu einer Bodenbildung kommen, sind weitere Abgaben auf 50 und später ca. 46,50 EUR einzuplanen. Vor allen Dingen im letztgenannten Preisbereich finden Investoren eine mögliche Unterstützung. Von direkten Käufen ist aktuell abzuraten, denn die Kurse fallen auch heute weiter wie ein Stein.

ZALANDO - Verkäufer scheinen noch nicht fertig zu sein

Die Verkäufer setzen der Zalando-Aktie weiter zu. Es ist fraglich, dass der Unterstützungsbereich um 22,80 EUR hält.
Das Erdbeben vom Montag nach der Gewinnwarnung von Zalando (siehe hier) scheint noch nicht vorüber. Nachdem sich der Aktienkurs am Dienstag und Mittwoch etwas stabilisieren konnte, gab es gestern erneut starke Verkäufe. Mit einem Verlust von 7,75 % war die Aktie die größte Verliererin im MDax und fiel zumindest auf Schlusskursbasis auf ein neues Tief zurück.

Damit kann der Aktie auch der Unterstützungsbereich um 22,80 EUR nur moderaten Halt geben. Sollte dieser weiter unter Druck und am Ende nachhaltig unterschritten werden, drohen der Aktie Kursverluste zum Allzeittief bei 17,01 EUR. Mit Blick auf das aktuelle Chartbild würde ein Tagesschlusskurs oberhalb von 24,90 EUR zumindest kurzfristig für eine Stabilisierung sorgen können. In diesem Fall wäre eine Erholung zum EMA 50 (aktuell 29,39 EUR) möglich.

SILBER - Zu wenig Dynamik

Der Silberpreis näherte sich zuletzt der Oberseite einer Tradingrange. Mehr als ein "Nähern" ist jedoch nicht zu verzeichnen. Von Ausbruchsdynamik ist kaum eine Spur. Damit droht der Rückfall an die Unterseite der großen Handelsspanne der letzten Monate.

Widerstände: 15,00 + 15,26 + 15,59
Unterstützungen: 14,31 + 13,80 + 13,30
Rückblick: Bis Anfang September war der Silberpreis in einer dynamischen Verkaufswelle gefangen und brach in der Spitze bis 13,90 USD ein. Diesem Tief schloss sich eine zähe Seitwärtsphase an, die auf der Oberseite durch den Widerstand bei 15,00 USD begrenzt wird. Nach einem weiteren Einbruch an das Jahrestief, konnte sich der Silberpreis in den letzten Wochen wieder über die Hürden bei 14,31 und 14,60 USD nach oben arbeiten. Von zunehmendem Kaufdruck zu sprechen, wäre allerdings übertrieben.
Charttechnischer Ausblick: Silber notiert zwar wieder deutlich über der 14,60 USD-Marke. Von einem Angriff auf den zentralen Widerstand bei 15,00 USD ist der Wert dennoch weit entfernt. Und selbst wenn die Marke erreicht wird, ist angesichts der aktuell fehlenden Dynamik nicht von einem nachhaltigen Ausbruch über die Hürde und einer Kaufwelle bis 15,26 und 15,59 USD auszugehen. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass der Kurs des Edelmetalls unter der 15,00 USD-Marke ein Top ausbildet und anschließend bis 14,31 USD zurückfällt. Unter der Marke dürfte bereits eine Verkaufswelle bis 13,90 USD und schließlich bis 13,30 USD führen.

Average True Range (ATR) - Der Volatilität auf der Spur

Die Average True Range - kurz ATR - ist einer der Standardindikatoren und ihr Einsatzgebiet ist äußerst vielfältig - gerade auch außerhalb der Generierung von Handelssignalen. Hier finden Sie detaillierte Infos zur Verwendung und Berechnung der ATR.

Ein Name, der im Zusammenhang mit den heute als klassischen Indikatoren bezeichneten charttechnischen Hilfsmitteln immer wieder auftaucht, ist der von Wilder. Da bildet die Average True Range keine Ausnahme, die ebenfalls von Wilder entwickelt wurde und eines der heute am weitesten verbreiteten Volatilitätsmaßstäbe innerhalb der technischen Analyse ist.

Vorgestellt in seinem 1978 erschienenem Buch „New Concepts in Technical Trading Systems“, versuchte Wilder mit der Average True Range (kurz ATR) einen Indikator zu entwickeln, der die Schwankungsbreite von Rohstoff- und Terminmärkten abbildet. Solche Indikatoren gab es auch zur damaligen Zeit schon, jedoch beruhten diese vor allem auf der täglichen Schwankungsbreite innerhalb des Handelstages bzw. deren Durchschnittswerten. Für Wilder aber spiegelten diese Methodiken die wahre Schwankungsbreite nur unzureichend wieder, schließlich wurden hierfür lediglich die Kerzengrößen gemessen, in dem das Tagestief vom Tageshoch (bzw. in anderen Zeitebenen: Kerzentief-Kerzenhoch) abgezogen wurde.

Zwar konnte damit die Handelsspanne während der Handelszeit gut erfasst werden, jedoch spiegelte diese vor allem an volatilen Märkten nur einen Teil der echten Kursbewegung wieder. Gerade volatile Märkte zeichneten sich dadurch aus, dass es zwischen zwei Eröffnungskursen zu Kurslücken kam, die von den bisherigen Konzepten nicht erfasst wurden. Wird eine Position jedoch über Nacht (bzw. von einer Kerze auf die nächste) gehalten, treffen einen Investor diese Kurssprünge in vollem Umfang – auch wenn er selbst hierbei keine Reaktionschance besitzt.

Vor diesem Hintergrund stellte Wilder seine „wahre durchschnittliche Schwankungsbreite“, die ATR vor. Statt nur auf die tägliche Handelsspanne zwischen Kerzenhoch und –tief zu schauen, wurden Gaps (Kurslücken) mitberücksichtigt. Hierfür mussten einige zusätzliche Bedingungen überprüft werden:

  1. Spanne 1 = Kerzenhoch – Kerzentief
  2. Spanne 2: liegt der heutige Schlusskurs über dem von gestern, dann: Spanne 2 = heutige Hoch – Schlusskurs gestern
  3. Spanne 3: liegt der heutige Schlusskurs unter dem von gestern, dann: Spanne 3 = gestriger Schlusskurs – heutige Tief.

In Abbildung 1 sind die Möglichkeiten des Marktes schematisch abgebildet.

Aus dieser Fallunterscheidung heraus ergibt sich die True Range als die maximal vorhandene Kursspanne aus S1 bis S3, die fortlaufend unter dem Chart abgetragen werden kann (siehe Abb. 2).

Unschwer zu erkennen ist, dass die True Range selbst großen Schwankungen unterliegt und somit nur bedingt brauchbar ist. Dies führt uns schließlich zur Average True Range, der durchschnittlichen wahren Schwankungsbreite. Wie der Name schon vermuten lässt, wird die True Range geglättet, indem ein Durchschnittswert gebildet wird. Hierfür ist vom Trader sowohl die Glättungsmethode als auch die Periodizität zu bestimmen, wobei sich hinsichtlich ersterem ein einfacher gleitender Durchschnitt (arithmetischer Durchschnitt) und eine Periodenlänge zwischen 5 und 30 Tagen durchgesetzt haben. Aber natürlich ist die ATR nicht auf diese Wahl beschränkt. Abbildung 3 zeigt die ATR mit der von Guidants gewählten Standardeinstellung über 14 Kerzen.

Anwendungsbereiche der Average True Range

Die ATR zeigt uns die wahre Handelsspanne des betrachteten Marktes und damit seine Volatilität an. Steigt die ATR, nimmt die Volatilität zu, während eine fallende ATR eine nachlassende Volatilität anzeigt. Dies führt direkt zum ersten Anwendungsbereich der ATR als prognostisches Instrument für die Bestimmung der Trendstärke. Hierbei wird von der Grundannahme ausgegangen, dass beginnende Trends mit einer erhöhten Volatilität einhergehen, während mit fortschreitender Dauer des Trends die Volatilität und damit auch die ATR nachlassen sollten. Schwächt sich folglich die ATR ab und sinkt auf tiefe historische Werte, denen anschließend eine „Explosion“ der ATR folgt, könnte dies auf den Beginn eines neuen Trends hindeuten. Dabei ist die ATR selbst jedoch nicht in der Lage, die Trendrichtung zu bestimmen. Dies muss über andere Konzepte erfolgen.

Bereits an dieser Stelle sei mir eine persönliche Anmerkung erlaubt. Dieser oftmals anzutreffenden Interpretation der ATR stehe ich durchaus skeptisch gegenüber. Zwar klingt die hinter dieser Theorie stehende Annahme, dass sich mit fortschreitendem Trend die Dynamik der Bewegungen erschöpfen sollte, weil zunehmend mehr Marktteilnehmer bereits im Wert investiert bzw. aus diesem geflohen sind, logisch, aber ist die Börse logisch?

Was ist mit klassischen Spekulationsblasen, in denen sich Kursbewegungen gerade zum Ende des Trends hin massiv beschleunigen? Was ist mit dem ebenfalls oft zu beobachtendem Phänomen, dass Kurse meist schneller fallen als steigen und den damit verbundenen Sell-Offs? Schauen wir uns nur das Beispiel von BMW mit ihren größeren Trendwenden der letzten Jahre an (siehe Abb. 4), dann ist dies ein gutes Beispiel für das Versagen obiger Aussage. Weder der Start des Bärenmarktes in 2007 noch der des Bullenmarktes in 2009 wurden an den jeweiligen Hoch- bzw. Tiefpunkten durch auffallend kleine ATR-Werte angezeigt, im Gegenteil. Dies ließe im Umkehrschluss sogar eine vollständig inverse Aussage zu, was jedoch empirisch zu überprüfen wäre.

Spannender scheint da schon der prognostische Nutzen der ATR, um die Schwankungen und damit die Handelsspannen zukünftiger Kerzen abzuschätzen. Eine einfache Annahme wäre beispielsweise, dass die nächste Kerze in seiner Handelsspanne dem bisherigen Durchschnitt der ATR entsprechend sollte und Kurse außerhalb dieser Grenzen eher unwahrscheinlich sind. Ausgehend vom aktuell bekannten Schlusskurs könnten nun nach oben und unten die entsprechenden ATR Werte abgetragen werden, um die „maximalen“ Kursgrenzen für die nächste Kerze zu ermitteln.

Intradaytrader werden hierfür auf den Tageschart zurückgreifen, dort Ihre Berechnungen anstellen und so für den nächsten Tag entsprechende ATR-basierte Unterstützungen und Widerstände erhalten. Längerfristig orientierte Trader und Anleger greifen dabei auf entsprechend größere Intervalle wie dem Wochen- oder Monatschart zurück. In Abbildung 5 ist dieser Ansatz am Beispiel des DAX Tagescharts dargestellt.

Hier zeigt die ATR(14) für den DAX einen Wert von 141,31 Punkten an, während der Schlusskurs bei 9.446,69 Punkten liegt. Addieren wir zu diesem den ATR Wert hinzu, ergäbe sich ein oberer Widerstand für die nächste Kerze bei 9.588 Punkten, während ein Abzug der ATR vom Schlusskurs eine Unterstützung bei 9.305,38 Punkten ergeben würde. Unsere Annahme folgend sollte sich die nächste Kerze innerhalb dieser Preisspanne bewegen und Kurse außerhalb sind unwahrscheinlich.

Dieses Konzept ließe sich noch weiter verfeinern, in dem bspw. die aktuelle Tendenz der ATR (steigend/fallend) berücksichtigt wird oder aber Vielfache der ATR genutzt werden. In diesen Vielfachen könnte die Standardabweichung der ATR-Werte genauso einfließen, wie andere weiterführende Ansätze. Der „Phantasie“ des Traders sind dabei keine Grenzen gesetzt, um die statistischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, zukünftige Schwankungsbreiten abzuschätzen und damit auch das Potential von Bewegungen.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit liegt in der Stoppsetzung mit Hilfe der ATR begründet. Die ATR spiegelt die normale Schwankungsbreite des betrachteten Marktes wieder und unter dieser Annahme scheint es naheliegend, seine Stopps außerhalb dieser zu platzieren – vor allem dann, wenn der Trader einen Trend reiten möchte. In diesem Fall möchte der Trader nicht durch das Rauschen am Markt aus seiner Position geworfen werden und die ATR lässt eine quantitative Bestimmung dieses Rauschens zu. In diesem Sinne verwendet der Trader ein Vielfaches der ATR, um seine Position per Anfangsstopploss und Trailingstopp (nachgezogenem Stopp) abzusichern.

Gängig ist in diesem Bereich die Empfehlung der dreifachen ATR, um dem Basiswert ausreichend Raum zu geben. Dies mag durchaus ein guter Startpunkt für das eigene Trading sein, jedoch ließe sich durch entsprechende Recherche der Wert sicher noch verfeinern. Jeder Markt hat seine Eigenheiten, so dass Pauschalempfehlungen grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind. Spielen Sie einfach mit unterschiedlichen ATR-Vielfachen herum, um für Sie und Ihr Trading optimierte Werte zu erhalten.

Unabhängig davon aber, für welches Vielfache sich der Trader entscheidet, die Stoppkonzepte mit Hilfe der ATR haben einige Gemeinsamkeiten. Zum einen wird der Stopp in volatilen Märkten bzw. Marktphasen weiter vom Einstiegspreis entfernt liegen, als in ruhigen Phasen. Zudem wird der Trailingstopp nur dann angepasst, wenn der Markt in die gewünschte Richtung läuft. Auch hierbei wird dieser moderater nachgezogen, wenn der Markt volatil ist, während eine abnehmende Volatilität dazu führt, dass das Stopploss enger an den aktuellen Kurs herangezogen wird (siehe Abb. 6). Natürlich gibt auch dieser Ansatz darüber hinaus einige interessante weiterführende Ideen. So könnten die ATR-Vielfache für unsere Stopps beispielsweise in Abhängigkeit vom Trendstadium oder der ATR-eigenen Standardabweichung im Laufe der Zeit variiert werden (dynamische ATR-Vielfache).

Chart wurde mit Tradesignal erstellt

Abschließend sei noch erwähnt, dass die ATR in eine Reihe anderer Indikatoren, vor allem Preisbänder einfließt. So wird beispielsweise die Breite des Keltner-Channels von der ATR bestimmt (siehe Abb. 7). Als Maß für die Volatilität im Markt kann diese zudem innerhalb des Risiko & Moneymanagements genutzt werden, um Risiken zu quantifizieren bzw. Positionsgrößen zu bestimmen, der der aktuellen Volatilität angemessen sind.

Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH.

Kritische Würdigung der ATR

Die ATR ist ein sehr mächtiges Werkzeug innerhalb des Tradings. Angefangen beim prognostischen Charakter bis hin zum konkreten Bestandteil als Stopploss innerhalb einer Tradingstrategie gibt es eine ganze Reihe von Einsatzmöglichkeiten. Dabei macht es durchaus Sinn, ausgetrampelte Pfade auch innerhalb des ATR-Konzepts zu verlassen und eigene empirische Untersuchungen anzustellen und Erfahrungen zu sammeln. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW50

ATX – Technische Erholung läuft

Der Index kann sich zuletzt wieder stabilisieren, eine Trendwende ist jedoch aktuell nicht in Sicht.
Der ATX befindet sich seit Januar 2018 in einem intakten Abwärtstrend. Diese Trendbewegung hat sich seit Anfang Oktober dramatisch beschleunigt, im Tageschart an einer zweiten, steileren Abärtstrendlinie sehr gut abzulesen.
Anfang Dezember eröffnete der Index direkt an der steileren Abwärtstrendlinie, wurde jedoch direkt zurückgewiesen und verlor im Anschluss zwischenzeitlich gut 10% an Wert. Um 2.850 Punkte wurde eine Kurslücke aus dem April 2017 wieder geschlossen und der Index konnte sich wieder ein wenig stabilisieren.
Im Bereich um 3.000 Punkte hat sich ein kurz- und mittelfristig signifikanter Horizontalwiderstand herausgebildet. Eine technische Erholung an diesen Bereich (und den kurzfristigen Abwärtstrend) ist drin für die Bullen, spätestens im Bereich 2.980 bis 3.000 Punkte muss allerdings dann wieder mit Verkaufsinteresse gerechnet werden.
Erst ein Tagesschluss nördlich von 3.030 Punkten entspannt die technisch angespannte Lage für die Bullen, bis dahin dominieren die Abwärtsrisiken.

SÜDZUCKER wird nach unten durchgereicht

Die Südzucker-Aktie rutscht heute unter das Novembertief, welches zuletzt noch verteidigt werden konnte. Das führt zu einer starken Verkaufswelle intraday.
Die steile Erholung im Oktober führte zum Ausbruch über die langfristige Abwärtstrendlinie, jedoch entpuppte sich dieser als Fehlausbruch. In der Folge kommt jetzt weiterer Verkaufsdruck auf, der Rückfall unter den Support bei 12,12 - 12,14 EUR führt zu einem Verkaufssignal. Weitere Abgaben bis 11,085 und 10,20 - 10,30 EUR könnten jetzt folgen.

Erst bei einem Anstieg über 13,20 EUR per Tagesschluss wird die Aktie wieder interessant für steigende Notierungen in Richtung 14,48 - 14,60 EUR. Oberhalb von 14,60 entstehen größere Kaufsignale.

COMMERZBANK – Auf Erholungskurs

Die Commerzbank-Aktie wurde in letzten Tagen förmlich verprügelt. Gestern setzte allerdings Gegenwehr der Bullen ein.
Die Aktie der Commerzbank befindet sich seit Januar 2018 nach einem Jahreshoch bei 13,82 EUR wieder in einer Abwärtsbewegung. Am 20.November 2018 fiel die Aktie aus einer längeren Konsolidierung nach unten raus. Damit kam es zu einer weiteren Verkaufswelle. Im gestrigen Handel fiel der Wert auf ein Tief bei 6,381 EUR und damit fast auf die Unterstützung 6,34 EUR zurück. Von dort aus erholte der Wert sich noch im gestrigen Tagesverlauf deutlich. Im heutigen Handel eröffnete der Wert noch einmal positiv und kletterte auf 7,255 EUR. Dieses Niveau kann er allerdings nicht ganz halten. Es kommt nach diesem Hoch zu Gewinnmitnahmen.

Auf Sicht von einigen wenigen Tagen ist das Bild bullisch. Die Aktie könnte sich in den nächsten Tagen weiter erholen. Gewinne in Richtung 7,745 oder sogar 8,12 EUR sind möglich. Allerdings ist dieser Anstieg nur als Erholung innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends zu betrachten. Sollte die Aktie unter 6,34 EUR abfallen, wäre die Erholung sofort wieder beendet und würde die Gefahr einer weiteren Verkaufswelle in Richtung 5,31/15 EUR heraufbeschwören.

PLATIN - Reicht der Schwung?

Ausgehend von der Unterstützung bei 775 USD konnte sich Platin zuletzt sprunghaft erholen. Doch reicht die Dynamik für einen Ausbruch über die nahe Hürde? Der Abwärtstrend der letzten Wochen steht vor einer Richtungsentscheidung.

Widerstände: 806 + 845 + 868
Unterstützungen: 775 + 751 + 730
Rückblick: In den vergangenen Wochen fiel der Platinpreis nach dem Scheitern am Widerstand bei 868 USD wieder deutlich zurück und unterbrach damit die im August begonnene Erholung. Mit dem Bruch der Unterstützung bei 845 USD wurde ein erstes bärisches Signal generiert, dem ein Abverkauf bis an den Support bei 775 USD folgte. Diese wichtige Unterstützung konnte von den Bullen in der laufenden Woche bislang verteidigt werden und wurde zum Ausgangspunkt für eine dynamische Erholung. Diese Gegenbewegung trifft jetzt auf die Barriere bei 806 USD.
Charttechnischer Ausblick: Unterhalb von 806 USD bleiben die Verkäufer weiter tonangebend und könnten Platin bei einem Scheitern an der Marke wieder bis 775 USD drücken. Dort stünden die Chancen für eine Ausbildung eines bullischen Doppelbodens gut. Abgaben unter die Marke hätten dagegen Verluste bis 751 USD zur Folge.

Sollte der Wert dagegen auch über die 806 USD-Marke ausbrechen, wäre den Bullen ein kleiner Befreiungsschlag gelungen, dem zunächst ein Anstieg bis 825 und 845 USD folgen dürfte. Dort entscheidet sich dann, ob eine Trendwende in Form eines Ausbruchs über 845 USD gelingt oder der Abwärtstrend mit einem Scheitern an der Marke fortgeführt wird.

Der Businessplan für Trader - So geht´s!

Wer sich gut auf sein Tradinggeschäft vorbereitet, wird deutlich schneller vorankommen. Ihr Businessplan mag nach einem Umweg aussehen, wird Sie letztlich aber schneller vorankommen lassen. Aber was ist ein Businessplan überhaupt?
Um zu verstehen, welchen Sinn ein Businessplan im Trading hat und wie dieser ausschauen sollte, müssen wir uns den typischen Lernprozess von Tradern anschauen. Dieser ist in der Regel nicht kompliziert. Für jeden von uns gibt es einen ersten Berührungspunkt mit dem Thema Börse. Meist sind dies Aktien, deren starken Renditechancen Einsteigern gerade in ausgedehnten Bullenmarktphasen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Konten sind heutzutage schnell angelegt und ruck-zuck wandern die ersten Aktien ins Depot. Wenn man Glück hat, was in wesentlichen Teilen davon abhängt, in welchem Stadium des Bullenmarktes man mit dem Handel begonnen hat, läuft es eine Weile relativ gut und das Konto wächst. Zu diesem Zeitpunkt gibt es seitens des Einsteigers kaum einen Lerneffekt. Warum auch, man liegt doch im Gewinn.

Die erste Erkenntnis!

Früher oder später aber ändert sich das Marktverhalten. Womit man vorher ordentlich verdienen konnte, funktioniert auf einmal nicht mehr und unser Neuling verliert Geld. Auf der gleichen Lernstufe stehen die Trader, die von Beginn an Ihre Schwierigkeiten hatten. Beide merken, dass es wohl doch nicht so einfach ist, beständig an der Börse Geld zu verdienen. Ihnen wird klar, dass es gewisse Dinge zu lernen gibt.

Jetzt beginnt die große Suche. Auf dieser ist es nur allzu verständlich, dass man von dem Punkt aus losmarschiert, an dem man sich gerade befand. Der hier exemplarisch unterstellte Aktientrader auf Tagesbasis, der seine Positionen bisher „länger“ hielt, wird sich fachliche Hilfe zu genau diesem Themengebiet suchen. Worauf muss ich achten? Wie erkenne ich den Trend? Wann muss ich einsteigen, wo aussteigen? Und wohin mit dem Stopp?

Auf der Suche nach Antworten, landet der Einsteiger schnell beim Profi. Nehmen wir an, er liest als erstes ein Buch zum Thema Aktientrading. Wir unterstellen, dass es sich sogar um ein gutes Buch zu diesem Thema handelt und so erfährt der Lehrling, wie der Profi vorgeht. Er erfährt etwas über Einstiege, Stoppsetzungen, Risiko & Moneymanagement und Psychologie. Nachdem er das Werk quasi auswendig gelernt hat, macht er sich erneut an die Arbeit. Jetzt wird nach der Strategie des Profis gehandelt – zumindest in der Theorie.

Von hier an gestaltet sich der konkrete Tradingprozess recht differenziert. Der eine Trader kann den Signalen der gerade erst gelernten Strategie zwar folgen, ist aber unter Umständen mit der Performance dieser oder der Trefferquote unzufrieden. Ein anderer weicht immer wieder von den Regeln der Profistrategie ab, oftmals zu seinem Nachteil. Auch er ist letztlich mit dem Ergebnis im weiteren Sinn nicht zufrieden. Was immer bleibt, ist das Gefühl: mir fehlt noch etwas!

Die Endlosschleife läuft!

Mit diesem Gefühl nimmt sich der Lehrling das nächste Buch, besucht ein Seminar oder Webinar oder liest einfach im Internet. Gedanklich ist er schon ein wenig breiter aufgestellt. Es muss nicht mehr unbedingt eine Trendstrategie wie bisher sein. Auch Aktien sind keine Pflicht mehr und vom Daytrading hatte er doch nebenher auch noch etwas gelesen.

Was in den folgenden Monaten und Jahren passiert, lässt sich grob zusammenfassen als "Trial and Error"-Prozess. Der Trader lernt beim Profi X, probiert es aus, ist unzufrieden und wendet sich Profi Y zu, um von vorne zu beginnen. Dieser Prozess kann sich tatsächlich über Jahre hinziehen, wobei die Performance in dieser Zeit höchst unterschiedlich ist. Der eine tradet böse im Minus, andere sehen sich zwar keinen horrenden Verlusten gegenüber, aber wirklich zu den Gewinnern zählen Sie auch nicht.

Nicht jeder hält diesen Trial-and-Error Prozess bis zum Ende durch, aber diejenigen, die dranbleiben, werden früher oder später über Bücher, Seminare, Webinare & Co einen Bereich der Börse kennenlernen, in dem es wirklich besser läuft. Endlich ist man dort angekommen, wo man eigentlich schon immer hinwollte. Man wird erfolgreicher! Schade nur, dass es so lange gedauert hat und die zwischenzeitlich schlaflosen Nächte hätte man sich auch gerne gespart.

Wo liegt das Problem?

Die zentralen Fragen lauten an dieser Stelle: wo liegt das Problem und wie kann ich mich vor dieser Endlosschleife schützen? Bevor wir auf die Ursachen und Lösung zu sprechen kommen, lassen Sie mich den hier beschriebenen Trian and Error Prozess noch einmal zusammenfassen:

Einsteiger lernen vom Profi einen ganz bestimmten Beruf, stellen sich der Prüfung, fallen durch und wenden sich dann dem nächsten Profi mit einem neuen/anderen Beruf zu. Dieser Prozess kann Trader jahrelang gefangen halten, ohne dass sich an der Performance und Zufriedenheit mit dem eigenen Trading etwas ändert. Im von mir betreuten Ausbildungspaket und auf Seminaren treffe ich regelmäßig Trader, die sich schon seit 10 Jahren und mehr mit der Börse in dem hier skizzierten Lernprozess rumschlagen. Sie dürfen selbst einmal überlegen, in wie weit Sie in dieses Raster passen. Wie viele Bücher haben Sie schon gelesen? Wie viele Seminare besucht und wie vielen Profis über die Schulter geschaut? Und, wo stehen Sie aktuell?

Der Businessplan

Genau an dieser Stelle sorgt Ihr ganz persönlicher Businessplan für eine horrende Abkürzung. Dabei können Sie mit diesem nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld sparen und wahrscheinlich wird Ihnen die Frage unter den Nägeln brennen, was denn nun genau der Businessplan ist und was dort alles hineingehört?

Dazu schauen wir auf die Trader, die es geschafft haben, dem Trial-and-Error Prozess zu entkommen – also auf JEDEN erfolgreichen Trader und stellen uns nur eine Frage: Wann hörte das Suchen auf?
Die Antwort darauf ist sehr einfach: In dem Moment, wo der Trader einen Bereich der Börse kennenlernte, in dem er sich wohl fühlte, wo er sich und seine Stärken und Schwächen perfekt einsetzen konnte, beendeten Profis ihre Suche und lernten von hier an in diesem ganz speziellen Segment des Tradings nur noch in die Tiefe. Genau das ist der Grund, warum Sie 20 Profis an einen Tisch setzen können und feststellen werden, dass jeder von diesen anders handelt, teilweise sogar konträr zueinander.

Quasi am falschen Ort zu sein, ist der Grund, warum nicht alle Turtle Trader (gleich) erfolgreich wurden! Am falschen Ort zu sein, ist der Grund, warum nicht jeder die Ausbildung zum Eigenhändler einer Bank schafft und das, obwohl man in all diesen Fällen von den Besten lernt und andere Teilnehmer der Lerngruppe zeigen, dass man mit jedem Segment der Börse, höchst erfolgreich sein kann.

Mit dieser Erkenntnis sollte klar werden, welchen Nutzen ein Businessplan hat. Er soll Ihnen einen Anhaltspunkt dafür liefern, wo für Sie wahrscheinlich der richtige Ort zu finden ist. Dazu müssen Sie sich ihrer externen und internen Voraussetzungen genauso bewusst werden, wie Ihrer Wünsche und Träume. Wenn Sie diese kennen, können Sie gezielt in dem Bereich der Börse mit dem Lernprozess beginnen, der Ihnen entgegenkommt. Dem Bereich, wo Sie Ihre Stärken und Schwächen als auch Ihre Zeit und Kapital am besten einsetzen können. Auch dann durchlaufen Sie natürlich immer noch einen Lernprozess, aber Sie springen quasi nicht mehr wild durch alle Themengebiete, die die Börse zu bieten hat, um dann irgendwann einmal zufällig bei Ihrer Tradingnische zu landen.

Werden wir konkret

Lassen Sie mich einige Punkte anführen, die meiner Meinung nach für einen Businessplan wichtig sind. Schauen Sie dazu auf Abbildung 1. Scheuen Sie sich nicht, diesen durch eigene, Ihnen wichtig erscheinende Dinge zu erweitern. Behalten Sie einfach Ihr Ziel im Auge, was Sie mit dem Plan erreichen wollen (Abkürzen & Tradingnische) und alles was für Sie dabei hilfreich ist, gehört auch in Ihren ERSTEN Businessplan. Die folgende Abbildung enthält einige wichtige Schlagworte. Leider gibt es der Umfang dieses Artikels nicht her, jedes detailliert zu beschreiben. Hierzu können Sie im Ausbildungspaket vorbeischauen oder im Selbststudium einfach nach den Schlagworten Googlen.

Der Businessplan steht - und jetzt?

Einen Businessplan zu haben, macht natürlich noch nicht erfolgreich. Wichtig ist jetzt, mit diesem zu arbeiten. Gehen Sie dabei folgenden Fragen nach:

  1. Was aus der großen weiten Welt der Börse (Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe, Trendtrading, Swingtrading, Scalptrading, Investieren, Intradaytrading, Charttechnik, Fundamentals…) stellt die größte Schnittmenge mit meiner Persönlichkeit dar? Wo sind die wenigsten Kompromisse einzugehen? Dies ist Ihre Start-Tradingnische!
  2. Wo gibt es bereits heute erkennbare Reibungspunkte? Dies könnten Themen werden, die zukünftig Schwierigkeiten machen könnten. Wie kann ich diese Reibungspunkte beseitigen?

Zudem sollten Sie daran denken, dass ein Businessplan kein starres Gebilde ist. Sie verändern sich, Ihre Lebensumstände verändern sich, Sie lernen dazu und vieles mehr. All dies führt dazu, dass sich auch Ihr Businessplan im Laufe der Zeit verändern kann. Der Businessplan ist ein Arbeitspapier, der Ihnen helfen soll, sich zu orientieren – sowohl während des Lernprozesses als auch später, wenn Ihr grundlegendes Trading steht.

Ich muss gestehen, dass es gerade für einen Einsteiger im Trading gar nicht so einfach ist, die hier angesprochenen Punkte alleine abzuarbeiten. Letztlich weiß man vielleicht noch nicht einmal, was einem die Börse alles bieten kann und was eventuell zu mir als Trader mit meinen Voraussetzungen passt. Wer diesen Weg nicht alleine gehen möchte, schaut vielleicht einmal im von mir betreuten Ausbildungspaket vorbei. Dort gehen wir jeden der Punkte gemeinsam an. Aber ob nun mit oder ohne Hilfe, ob nun so detailliert wie hier beschrieben oder nur in groben Zügen, sich über sich selbst und seine Voraussetzungen in Form eines Businessplans Gedanken zu machen, wird Ihnen helfen, schneller und zielgerichteter zum erfolgreichen Trader zu werden. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW49

NASDAQ100 und DOWJONES - Bullische Tagesreversals

Nach drastischen Kurseinbrüchen im frühen Handelsverlauf konnten sich die US Indizes wieder deutlich erholen.
Nach einem anfänglich deutlichen Minus drehte der Nasdaq100 am Ende sogar noch ins Plus. Ein kurzfristig bullisches Chartsignal. Die Kuh ist allerdings noch nicht vom Eis.

Die bei diesem hochnervösen Marktumfeld entstehenden Signale sind mit Vorsicht zu genießen. Die bullischen Tageskerzen in Nasdaq100 und Dow Jones würden bei einem halbwegs normalen Marktumfeld die Chance auf mehrstündige bis mehrtägige Kursanstiege bieten. Im Nasdaq100 in Richtung 7.130 und im Dow Jones in Richtung 26.000 Punkte.

Der Nasdaq100 steht seit 17. Oktober in einem breiten Abwärtstrendkanalteilstück, der Dow Jones hat seit 03. Oktober ein stumpfes symmetrisches Korrekturdreieck ausgebildet.
Beobachten und geduldiges Warten ist angesagt. Cash ist eine Position. Wenn wir uns den Markt von der Seitenlinie anschauen, sind wir so gesehen positioniert. Solche Marktphasen unterstreichen die Wichtigkeit von Risiko- und Moneymanagement. Stoploss konsequent platzieren und die Positionsgröße schlau kalkulieren. In solchen Marktphasen trennt sich die Spreu vom Weizen. Diejenigen, die nicht mit striktem Moneymanagement arbeiten, verlieren all das, was sie in den gut trendigen Marktphasen verdient haben. Der nachhaltige Erfolg als aktiver Anleger kommt, wenn man verstanden hat, dass man in unruhigen Marktphasen mit kleiner Positionsgröße handelt. Gut, dann bewegt sich der Depotwert nur um 0,5 % hin oder her, aber das ist in solche Marktphasen Realität.

UNDER ARMOUR - Die nächste Stufe nach der Trendumkehr?

Die Under-Armour-Aktie schlägt sich im Zuge des nervösen Gesamtmarktes ausgesprochen wacker. Erst vor wenigen Monaten gelang die Trendumkehr, gleichsam werden wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wo liegen die nächsten relevanten Preisniveaus?

Die Aktie des US-Sportartikelherstellers Under Armour nimmt wieder Kurs auf ein neues Jahreshoch. Zuletzt berichtete ich Ende Juli über die Entwicklung des Anteilsscheins aufgrund des Turnaround-Charakters. Die Zahlen überzeugen noch nicht, doch die Tendenz ist positiv, auch Gewinne werden endlich wieder erwirtschaftet.

Ende Oktober verkündete Under Armour die aktuellen Quartalszahlen und übertraf mit einem Gewinn je Aktie von 0,25 USD die Analystenschätzungen von 0,13 USD erheblich. Auch der Umsatz übertraf die Prognosen leicht.

Die Entwicklung der Zahlen lässt sich im Chart bereits schrittweise erkennen. Zunächst wurden keine tieferen Tiefs markiert, anschließend sollten höhere Hochs und höhere Tiefs die wichtige Trendumkehrdefinition erfüllen. Derzeit testet der Kurs das letzte Juni-Hoch - können Schlusskurse über diesem Niveau realisiert werden, reicht das Potential bis 32,00 USD bis 33,56 USD.

Auch ein Rücksetzer ändert an diesem bullishen Szenario zunächst nichts. Bis 20,00 USD ist der Kurs durch den 20-Wochendurchschnitt und einen Aufwärtstrend gut gestützt.

SNAP - Wieder voll auf Kurs in Richtung Allzeittief

Noch im November gelang der Snap-Aktie der Übergang in eine Korrektur - doch der Snapchat-Anbieter sollte keine Anschlusskäufer finden. Wo liegen die relevanten technischen Preisniveaus?

Die Aktie des Snapchat-Betreibers Snap Inc. nimmt wieder Kurs in Richtung des langfristigen Trends: Abwärts. Anfang November ging ich kurz auf die aktuellen Zahlen des App-Anbieters ein, die gemäß Analystenerwartungen weiter im negativen Bereich lagen. Auch zieht der Konkurrent Facebook mit seinem Wettbewerbsprodukt Instagram immer weiter davon.

Das korrektive Szenario Anfang November sollte unabhängig der Zahlen keine Anschlusskäufer finden. Die Aktie notierte im Bereich des letzten Hochs bei ca. 7,46 USD im Rahmen mehrerer Tests, sollte jedoch anschließend in Richtung Allzeittief durchfallen.

Genau jenes Tief könnte in der kommenden Woche bereits wieder attackiert werden. Schlusskurse unter dem Tief bei ca. 7,76 USD machen den Weg frei für die nächste umfangreiche Verkaufswelle bis 5,00 USD und 4,50 USD. Auch im Rahmen leicht steigender Notierungen bleibt dieses Szenario weiter erhalten. Erst Schlusskurse über 7,46 USD verbessern das technische Gesamtbild ein wenig.

PALLADIUM - Aufwärtsziele erreicht, neue Ziele im Visier

Palladium ist der Highflyer unter den Edelmetallen. Nach einem Anstieg von über 50% in nur drei Monaten gönnt sich der Wert aktuell eine Pause. Neue Höchststände sind dennoch in Reichweite.

Widerstände: 1.200 + 1.267 + 1.310
Unterstützungen: 1.139 + 1.090 + 1.057
Rückblick: Mitte August startete bei Palladium eine exorbitante Rally, die den Wert binnen weniger Tage über die Hürden bei 1.028 und 1.090 USD ausbrechen ließ. In Folge dieser übergeordneten Kaufsignale attackierte der Wert bereits Ende Oktober das damalige Rekordhoch bei 1.139 USD.
Nach einer kurzen Seitwärtskorrektur wurde auch diese Marke überwunden und das bereits im Oktober anvisierte Kursziel bei 1.200 USD erreicht. Hier hielten sich die Bullen auch nur kurz auf und trieben den Kurs zuletzt auf ein neues Rekordhoch bei 1.263 USD an. Damit wurden auch die charttechnischen Kursziele bei 1.245 und 1.260 USD aus dem Markt genommen und ihre Bedeutung durch die am vergangenen Mittwoch begonnene Gegenbewegung unterstrichen.
Charttechnischer Ausblick: Ausgehend vom neuen Allzeithoch kommt es in dieser Woche also zu einer leichten Korrektur, die oberhalb der Unterstützung bei 1.165 USD jederzeit enden und in eine weitere Kaufwelle übergehen kann. Sollte dabei die 1.263 USD-Marke überschritten werden, könnte die Rally bis an die charttechnischen Kursziele bei 1.310 USD und 1.340 USD führen. Selbst eine kurzzeitige Übertreibung bis an den Bereich um 1.370 USD kann aufgrund der enormen Dynamik der Rally nicht ausgeschlossen werden.

Stoppt Palladium dagegen an der 1.263 USD-Marke oder setzt zuvor unter 1.165 USD zurück, hätte eine größere Korrektur begonnen, die zunächst bis 1.139 und zum Zwischentief bei 1.112 USD führen dürfte. Dort hätten die Bullen die Gelegenheit, den Aufwärtstrend in Richtung Allzeithoch fortführen. Erst bei einem Bruch der 1.112 USD-Marke, die den Ausgangspunkt der letzten Kaufwelle markiert, wäre mit einer übergeordneten Korrektur zu rechnen. In diesem Fall könnte Palladium bis an die 1.057 USD-Marke durchgereicht werden.

Indikatoren-Knowhow: Highest High – Lowest Low

Ein einfacher, aber effektiver Preisbandindikator ist der HHLL - Indikator von Richard Donchian, der mit den Erfolgen der Turtle Trader in den achtziger Jahren eine gewisse Berühmtheit in Traderkreisen erlangte.

Der Highest High – Lowest Low Indikator (HHLL) wird auch häufig als Hoch-Tief-Kanal oder Donchian Channel bezeichnet. Dabei trägt er den Namen seines „Entwicklers“, Richard Donchian, der diesen in den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorstellte und der nicht zuletzt auch durch die Turtle Trader eine gewisse Berühmtheit erlangte. Diese nutzten den HHLL, um die Märkte zu traden und damit ein Vermögen zu verdienen. Dabei ist, wie wir gleich sehen werden, der Indikator selbst höchst einfach gestrickt.

Im Grunde zeichnet der Highest High – Lowest Low einen Preiskanal in den Chart, der die höchsten Hochs und tiefsten Tiefs der vom Trader zu wählenden Periode wiederspiegelt. Da dies für jede Kerze neu analysiert wird und die gefundenen Hochs und Tiefs miteinander verbunden werden, ergibt sich ein Preiskanal, der alle Kurse enthält. Im Beispielfall hat der Trader einen 10-Periodenkanal auf den DAX Tageschart angewendet (Abb.1). Ausgehend von der heutigen Kerze wird folglich geguckt, wo sich in den letzten 10 Tagen das höchste Hoch und tiefste Tief befinden und dieses entsprechend im Chart eingezeichnet.

Interpretation und Anwendung

Der HHLL ist ein weit verbreitetes Analysemittel, vor allem im Rahmen des klassischen Trendtradings. Dieses folgt der Prämisse, dass in einem Aufwärtstrend neue Hochs bzw. in einem Abwärtstrend neue Tiefs erreicht werden und Ausbrüche auf diese entsprechend bullische oder bärische Signale darstellen. Um die Arbeit des Traders zu vereinfachen und diese Momente neuer Hochs und Tiefs schnell erfassen zu können, wurde der Indikator entwickelt. Neben dieser klassischen Anwendung ließe sich auch mit dem HHLL-Indikator experimentieren und weitere Interpretationsmöglichkeiten sind möglich. So könnte beispielsweise die Steigung des Kanals oder die breite dessen gemessen werden, um zusätzliche Informationen zu erhalten. In allen Fällen gilt jedoch: je größer die Periode des HHLL gewählt wird, umso größere „Trends“ stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen. Ursprünglich wurde der Indikator zwar eher für diese Trends entwickelt, jedoch findet dieser heute auch in deutlich kleineren Zeitebenen Anwendung, bis hin zum Intradaytrading.

Eine weitere interessante Anwendungsmöglichkeit des HHLL ergibt sich aus dem Blickwinkel von Unterstützungen und Widerständen heraus. So lassen sich die High-Low-Grenzen als solche interpretieren und der Indikator nicht nur bei Bruch dieser, sondern auch beim Anlaufen handeln. In diesem Falle natürlich konträr, denn wird die untere Begrenzung angelaufen, fungiert diese als Unterstützung und könnte für Longpositionen genutzt werden (obere Grenze vice versa).

Kritische Würdigung

Wie so viele Indikatoren hat auch der HHLL seine Sonnen- und Schattenseiten. Als trendfolgender Indikator ist er durchaus in der Lage, dem Trader die Möglichkeit zu geben, bspw. durch Ausbruch auf neue Hochs und Tiefs lukrative Tradingchancen auszumachen. Vor allem aber volatile und trendlose Märkte machen dem Indikator zu schaffen. In solchen Phasen enden Ausbrüche nicht selten als Fehlsignale, so dass der Indikator vor allem innerhalb von Trendphasen genutzt werden sollte. Zudem zeigen auch beim HHLL diverse Untersuchungen, dass dieser alleine nicht ausreicht, um eine stabile Performance zu erzeugen. Der Trader ist folglich gut beraten, den Indikator zu kombinieren und auch abseits der standardisierten Einstellungen zu suchen. Dann lässt sich der Indikator auch heute noch, trotz bspw. volatilerem Marktumfeld, immer noch erfolgreich einsetzen.

Disclaimer

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW48

NASDAQ100 – Das ist jetzt wichtig

Der Nasdaq100-Index konnte nach den eher dovishen Kommentaren des Fed-Chefs am Mittwochabend in New York deutlich zulegen.
Für die US Märkte sind die Termine am 01. und 19. Dezember sehr wichtig. Trump warnt FED-Chef Powell immer lauter und deutlicher vor weiteren Leitzinsanhebungen. Beide Termine können zu deutlichen Kursausschlägen an den US Märkten führen. Diesen Hinweis möchte ich vorausschicken.

Chart1: Im Nasdaq100 verläuft die Korrektur seit Oktober in einem bullischen Keil. In den nächsten Handelstagen dürfte der Index in den Bereich der Oberkante (schwarz gepunktet dargestellt) des Keils bei 6.880 Punkten ansteigen. Kurzfristige Ziele: 6.820, dann bis 6.880. Bei 6.820 liegt ein Wolkenwiderstand im Markt.

Chart2: Gelingt dem Index der Anstieg aus dem bullischen Keil, regelkonform oben heraus, generiert dies ein Kaufsignal bis 7.400 und 7.690 Punkte. Ich nutze für die Definition, ob der Keilausbruch regelkonform gelingt, im vorliegenden Fall den EMA20 (blau), der bei 6.992 im Markt liegt. Steigt der Nasda100 auf Tagesschlusskursbasis über 6.995 Punkte an, ist das Kaufsignal in Richtung 7.690 da.
Folgende wichtigen Termine liegen im Dezember:
01. Dezember: Trump/Xi Treffen während des G20 Gipfels in Argentinien
11. Dezember: Brexit Abstimmung im britischen Parlament
13. Dezember: ECB meeting (QE)
19. Dezember: Fed meeting (weiterer US Zinsschritt ?)
21. Dezember: Verfallstermin

BANK OF AMERICA - Stopp-Buy-Marke abgesteckt

Der US-Bankentitel befindet sich noch in einer Korrekturbewegung. Doch ein Ende ist absehbar, falls die Aktie über dieses Kursniveau ansteigen sollte.

Anfang des Jahres markierte die Bank-of-America-Aktie bei 33,05 USD ein neues Mehrjahreshoch. Doch dieses sah sehr kraftlos aus. Daher war es nicht verwunderlich, dass anschließend eine Korrekturbewegung einsetzte.

Diese verlief zunächst bullisch, denn der Kurs stoppte mehrmals an der 200-Tagelinie. Doch im Sommer wurde dann diese vielbeachtete Durchschnittslinie deutlich unterschritten. Nach einem antizipierten Zwischenspurt mit dem Gap-Close an der 32,00 USD-Marke ging es dann in den letzten Monaten auf neue Jahrestiefs.

Knapp unter der 26,00 USD-Marke drehte die Aktie Ende Oktober wieder nach oben. Doch der EMA50 und der EMA200 konnten seitdem nicht mehr zurückerobert werden. Unterhalb von 29,30 USD überwiegen daher die Abwärtsrisiken. Erst bei Tagesschlusskursen über 29,30 USD sind Kurse bis (max.) 32,00 USD möglich.

Der Stopp nach Aktivierung des Kaufsignals läge bei 26,87 USD.

INTEL – Noch in Schiebezone gefangen

Intel behauptet sich seit einigen Wochen bereits wieder relativ gut. Kommt es bald zu einem neuen Kaufimpuls?
Die Intel-Aktie markierte am 04.Juni2018 ein Jahreshoch bei 57,60 USD. Danach drehte sie nach unten und setzte zu einer ausführlichen Korrektur auf ein Tief bei 42,36 USD an. Anschließend erholte der Wert sich an den Abwärtstrend seit Juni. Er schob sich zuletzt in einer Schiebezone zwischen 49,29 USD und 46,64 USD aus diesem Abwärtstrend seitwärts raus. Vorgestern testete die Aktie die untere Begrenzung dieser Zone erfolgreich.

Gelingt ein Ausbruch über 49,29 USD, dann wäre die Korrektur seit Juni vermutlich zu Ende. Weitere Gewinne in Richtung 51,45 und 57,60 USD wären dann möglich. Sollte der Wert allerdings unter 46,64 USD abfallen, würden Abgaben in Richtung 42,36 USD drohen.

Auf diesen Trend dürfte Bechtle in den nächsten Tagen noch zurückfallen. Prozyklische Kaufsignale liegen nach dem Kurssturz der letzten Tage ein gutes Stück entfernt. Dafür wäre aktuell ein Anstieg über 74,85 EUR notwendig.

PLATIN - Auf ein Neues

Anfang November war Platin vom Widerstand bei 868 USD nach unten abgedreht und in eine Korrektur übergegangen. Die gestrige Verteidigung der Unterstützung bei 806 USD könnte dem Wert jetzt den nötigen Schwung für einen Ausbruch über 868 USD verleihen.

Widerstände: 845 + 868 + 885
Unterstützungen: 806 + 775 + 751
Rückblick: Der Platinpreis stieg nach der Verteidigung der 750 USD-Marke ab Mitte August über den Widerstand bei 806 USD und eine mittelfristige Abwärtstrendlinie. Nach diesem Kaufsignal setzte sich diese Erholung bis an die Hürde bei 868 USD fort, die Anfang November bereits kurzzeitig überschritten wurde. Doch mit dem Rückfall unter die Marke setzte eine Korrektur ein, die den Wert zuletzt wieder an die zentrale Unterstützung bei 806 USD führte. Die Marke konnte von den Bullen jedoch bislang verteidigt werden.
Charttechnischer Ausblick: Die Erholung der letzten Monate hat den ersten großen Test erfolgreich bestanden und könnte jetzt bei einem Anstieg über die Barrieren bei 830 und 845 USD erneut an den Widerstand bei 868 USD führen. Dort dürften die Bären aktiv werden und eine weitere Korrektur auslösen. Sollte die Marke jedoch überwunden werden, stünde eine Kaufwelle bis 885 USD und darüber bereits bis 929 USD auf der Agenda.

Stoppt der Anstieg der letzten Tage dagegen auf dem aktuellen Niveau, dürfte die 806 USD-Marke erneut attackiert werden. Eine Bodenbildung ist dort weiterhin wahrscheinlich. Abgaben unter 806 USD hätten dagegen einen Verkaufsimpuls bis 775 USD zur Folge.

Einfache Fehler können extrem teuer werden - Fragen stellen will gelernt sein!

Wer nicht fragt, bleibt dumm! Wer falsch fragt, bleibt nicht nur dumm, sondern wird auch noch bettelarm!

Jedem von uns ist zwar eine ganze Menge in die Wiege gelegt worden, das meiste aber was wir für das tägliche Leben brauchen, erlernen wir im Laufe der Zeit. Unser Lehrmeister ist das Leben selbst und wenn möglich, verzichten wir gerne eigene Erfahrungen und versuchen von denen zu lernen, die solche schon gemacht haben. Vom Wissen anderer und deren Erfahrungen zu profitieren, hat extrem viele Vorteile, die sich auch im Lernprozess innerhalb des Tradings widerspiegeln. Wir können versuchen allein auf Basis eigener Erfahrungen erfolgreich zu werden oder wir holen uns bei den Profis Tipps ein.

Tipps können tödlich für Ihr Konto sein!

Die meisten werden sich wann immer es möglich ist, für die Tipps und Tricks von Profis entscheiden. Dabei erwartet man natürlich hinsichtlich seiner Fragen eine so klare und kurze Antwort wie möglich. Dies zeigte auch eine Umfrage, die ich zuletzt in meinem Stream gemacht habe (siehe hier). Unter dem Deckmantel einer angestrebten Qualitätsverbesserung sollte diese Umfrage ein gänzlich anderes Problem zeigen:

Auf der einen Seite weiß ich als Coach, dass Fragen sehr oft nur sehr grob formuliert werden. Auf der anderen Seite wird eine klare und direkte Antwort immer bevorzugt. Das Problem ist jedoch, dass man extrem schnell aneinander vorbeireden kann. Ich kann Ihnen nämlich sagen, dass es auf sämtliche Fragen rund um das Thema Trading und Börse niemals nur eine Antwort gibt - zumindest so lange nicht, solange nicht sämtliche Rahmenbedingungen und Details geklärt werden.

Meiden Sie die erste Handelsstunde!

Ein einfaches Beispiel hierfür zeigte sich gerade wieder auf meinem Guidants-Desktop. Ein Leser zitiert dort die Aussage professioneller Trader, dass man in der ersten Handelsstunde nicht handeln sollte. In dieser seien die Kurse einfach zu volatil und man solle erst eine Tendenz abwarten, bevor man sich positioniert. Wenn Sie jedoch genau über diese Frage nachdenken, müsste sehr schnell klar werden, dass die Aussage viel zu allgemein formuliert ist. Ich bin mir sicher, ein Scalptrader wird diese Volatilität lieben, während ein Intraday-Trendtrader, der versucht seine Position bis zur Schlussglocke zu halten, Schwierigkeiten haben könnte. Was für den einen Trader passt und tatsächlich zu einer Steigerung der Gewinnchancen führt, kann für den anderen tödlich sein.

Es gibt immer Millionen von richtigen Antworten, je nach Kontext!

Diese Problematik können Sie auf nahezu alle Fragen zum Thema Trading und Börse übertragen. Auf die Frage, wo sie idealerweise ihr Stoploss platzieren sollten, gibt es Millionen von richtigen Antworten. Auch hier macht es einen gewaltigen Unterschied ob sie Intraday traden oder als Investor unterwegs sind. Aktienmärkte funktionieren anders als Währungen und Rohstoffe. Trader A verfolgt ein anderes Ziel als Trader B usw. und so fort.

Komplexer aber erfolgreicher!

Für Tradingeinsteiger mag es deprimierend sein, auf nahezu jede Frage eine Gegenfrage gestellt zu bekommen. Am Ende aber kann dies den Unterschied zwischen einem Totalverlust und einem erfolgreichen Trading ausmachen. Ich hoffe Sie denken von heute an viel öfter darüber nach, wie Sie einerseits ihre Fragen stellen. Je mehr Details sie in diese packen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Antwort weiter voranbringt. Ich hoffe auch, dass Sie ab heute etwas skeptischer mit den überall anzutreffenden Tipps und Tricks von Profis umgehen. Ich kann Sie nur davor warnen, diesen blind zu folgen, ohne vorher überprüft zu haben, inwiefern die unterstellten Rahmenbedingungen bei solchen Tipps und Tricks auch auf Sie zutreffen. Das Lernen innerhalb des Tradings wird damit zwar komplexer, dafür aber auch erfolgversprechender.

Ihr Rene Berteit

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW47

DJ TRANSPORTATION INDEX - Kampf um diese Durchschnittslinie

Dieser wichtige gleitende Durchschnitt könnte kurzfristig das Zünglein an der Waage werden.
Der US-Subindex stieß sich von der Unterstützungszone bei 9.800 Punkten Ende Oktober sehr dynamisch ab und erreichte ein Verlaufshoch bei 10.723 Punkten. Die Kraft, um den EMA50(Woche) auf Schlusskursbasis zu überwinden war jedoch nicht vorhanden.
In dieser Woche entsteht sehr wahrscheinlich eine bärische Wochenkerze knapp unter dem EMA50(Woche). Daher sollte man in der kommenden Woche noch einmal mit nachgebenden Kursen rechnen. Sollte dann allerdings die Korrektur oberhalb der 10.000 Punkte-Marke enden, dann wäre eine zweite Erholungsbewegung bis ca. 11.000 Punkten denkbar.

Ein neues Tief unter 9.757 Punkten dürfte dagegen einen Rückgang bis ca. 9.300 Punkten auslösen. Eine Stabilisierung ist oberhalb von 9.000 Punkten dann zu erwarten.

ROCKET INTERNET - Das ist jetzt wichtig

Rocket Internet musste in den letzten Wochen und Monate starke Verluste hinnehmen und notiert nun auf einer wichtigen Unterstützung.
Rocket Internet startete nach einem Tief bei 15,12 EUR im März 2017 zu einer starken Rally. In deren Verlauf brach die Aktie über ihren Abwärtstrend seit dem Allzeithoch aus und kletterte am 27. Juli 2018 auf ein Hoch bei 31,34 EUR. Danach bildete der Wert ein Doppeltop aus, das er mit dem Bruch der Nackenlinie bei 28,42 EUR am 14. September vollendete. Seitdem beherrscht ein Abwärtstrend das kurzfristige Kursgeschehen.
Dabei fiel der Wert in dieser Woche auf ein Konsolidierungstief vom 29. Mai 2018 bei 22,62 EUR zurück. In diesem Bereich verläuft aktuell auch der gebrochene Abwärtstrend seit dem Allzeithoch. In den letzten beiden Tagen zeigte sich eine erste, aber noch ganz kleine Stabilisierung.

Sollte sich dieser Stabilisierungsversuch fortsetzen, wäre eine kurzfristig eine Erholung in Richtung 24,74 EUR und damit an den kurzfristigen Abwärtstrend möglich. Aber erst ein Ausbruch über diesen Trend würde ein größeres Kaufsignal liefern. In diesem Fall wären Gewinne in Richtung 28,42 und vielleicht sogar 31,34 EUR möglich. Sollte der Wert allerdings deutlich unter 22,62 EUR abfallen, müsste mit weiteren Abgaben in Richtung 20,50 EUR und damit auf den Aufwärtstrend seit März 2017 gerechnet werden.

BECHTLE – Noch immer im Abwärtsstrudel

Bechtle befindet sich in einer starken Abwärtsbewegung. Diese dürfte auch noch einige Tage andauern.

Die Bechtle-Aktie befindet sich seit vielen Jahren in einer starken Rally. Am 28. August 2018 erreichte der Wert ein Hoch bei 90,10 EUR. Damit notierte er sogar über der oberen Begrenzung der Aufwärtsbewegung seit Oktober 2008. Anschließend schwenkte die Aktie in einer Seitwärtsbewegung, die sich zügig als Topformation herausstellte.

Am 04. Oktober 2018 fiel Bechtle unter die Unterstützung bei 86,10 EUR und vollendete damit die Topformation. Der Wert befindet sich seitdem in einer starken Abwärtsbewegung. Bisher fiel er auf ein Tief bei 67,75 EUR zurück.

Diese Abwärtsbewegung ist weiterhin intakt. Eine Bodenbildung deutet sich bisher nicht an. Auch die nächsten wichtigen Unterstützungen liegen noch ein gutes Stück entfernt. Der Aufwärtstrend seit Oktober 2018 verläuft heute bei ca. 62,04 EUR.

Auf diesen Trend dürfte Bechtle in den nächsten Tagen noch zurückfallen. Prozyklische Kaufsignale liegen nach dem Kurssturz der letzten Tage ein gutes Stück entfernt. Dafür wäre aktuell ein Anstieg über 74,85 EUR notwendig.

PLATIN- Kurzfristig rückschlagsgefährdet

Platin hat nach dem steilen Anstieg der letzten Wochen eine korrektive Pause eingelegt, die sich in Kürze fortsetzen dürfte. Der übergeordnete Anstieg der Vormonate dürfte davon jedoch nicht betroffen sein und sich mit Abschluss der Korrektur fortsetzen.

Widerstände: 845 + 868 + 885
Unterstützungen: 806 + 775 + 751
Rückblick: Nach der Rückeroberung der Unterstützung bei 775 USD stieg Platin über eine mittelfristige Abwärtstrendlinie und den Widerstand bei 806 USD an und erreichte in der Spitze bereits die Barriere bei 868 USD. Dort setzte Anfang November eine Korrekturbewegung ein, die den Kurs des Edelmetalls wieder unter die Haltemarke bei 845 USD und eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie drückte.

Aktuell versuchen sich die Bullen noch gegen die Fortsetzung der Korrektur zu wehren, dürften dabei jedoch zunächst wenig Erfolg haben.
Charttechnischer Ausblick: Zwar hat Platin mit dem Erreichen der 868 USD-Marke den Weg für weitere Zugewinne geebnet. Allerdings dürfte sich die laufende Korrektur zunächst fortsetzen, ehe der Wert wieder Fahrt aufnehmen kann. Unterhalb von 855 USD wäre jetzt mit einem Rückfall an das Novembertief bei 822 USD und darunter an die Unterstützung bei 806 USD zu rechnen.

Dort dürften die Bullen wieder aktiv werden und den Kurs bis 868 USD antreiben. Wird die Marke überwunden, käme es zu einer Kaufwelle bis 885 und 910 USD. Abgaben unter 806 USD hätten dagegen ein Verkaufssignal und Abgaben bis 775 USD zur Folge.

Wie Sie Ihre Performance verzehnfachen können!

Wenn Sie den Turbo für Ihr Depot, das Risiko- und Moneymanagement noch nicht eingeschaltet haben, dann wird es höchste Zeit.
Wenn Sie investieren und/oder traden, verfolgen Sie hoffentlich einen Plan. Eine Strategie ist wichtig, nicht nur um sich langfristig Vorteile zu sichern, sondern auch aus psychologischer Sicht. Sie gibt uns in schwierigen Zeiten Halt und sorgt dafür, ständig zu wissen, was wir in einem unsicheren Umfeld wie der Börse tun sollen.

Während sich viele ausgiebig mit den Fragen nach dem Einstieg, dem Stopp und dem Ausstieg beschäftigen, wird das Thema Risiko- und Moneymanagement innerhalb der eigenen Strategie gerne vernachlässigt. Dabei hat kein anderes Thema einen so großen Einfluss auf ihre Performance wie dieses.

Statt langer Reden möchte ich, dass sie die folgende Grafik auf sich wirken lassen. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Schalten Sie den Turbo ein!

Was Sie in der Abbildung sehen, sind nicht etwa zwei völlig unterschiedliche Handelsstrategien und deren Performance, sondern der Einfluss des Risiko- und Moneymanagement auf ihren Erfolg. Tatsächlich spiegeln beide Kurven die Performance ein und derselben Handelsstrategie wieder. Der einzige Unterschied zwischen beiden liegt in der Wahl der Positionsgröße.

Falls Sie nun vermuten, dass der Trader in der einen oder anderen Situation ein besseres Gefühl hatte und deshalb aus dem Bauch heraus mehr riskierte, irren Sie sich. Auch in der deutlich besseren schwarzen Performancekurve wurde mit einer festen Logik bei der Wahl der Positionsgröße gearbeitet und diese Logik ist noch nicht einmal geheim oder unendlich kompliziert. Ich bin mir sicher, dass Ihnen der benutzte RMM-Ansatz bekannt sein dürfte, vor allen Dingen dann, wenn Sie ein Stammleser unserer Seiten sind. Während in der grauen Performancekurve immer 100 EUR je Trade riskiert und darauf die Positionsgröße abgestimmt wurden, nutzte der Trader in der schwarzen Performancekurve den Fixed-Ratio-Ansatz. In diesem wird dauerhaft ein fester Prozentsatz des zur Verfügung stehenden Kapitals riskiert. Im Beispielfall waren es über alle Trades ein Prozent.

So gut ist keine Optimierung!

Ich denke die obige Abbildung zeigt mehr als deutlich, wozu das Risiko- und Moneymanagement in der Lage ist. Mit einem Gewinn von über 100 % hatte bereits die ursprüngliche Strategie einen ordentlichen Profit. Dieser konnte jedoch ausschließlich durch eine Veränderung bei der Positionsgröße mehr als verzehnfacht werden. Beim Fixed-Ratio-Ansatz kommt am langen Ende der Zinseszinseffekt zum Tragen und das Schöne ist, dass dieser Effekt im Falle schwieriger Zeiten sogar noch dämpfend wirkt, da die Positionsgröße mit einer sinkenden Performancekurve immer kleiner wird. Sie dürfen mir glauben, wenn ich sage, dass solche Effekte im Rahmen klassischer Optimierungen von Einstiegssignalen, Stopps und Co. nicht möglich sind, sofern man nicht Gefahr laufen möchte, in eine Überoptimierung zu verfallen. Ich hoffe mit diesem Beitrag lenke ich auch Ihren Fokus ein wenig mehr in Richtung dieses vernachlässigten Bausteins erfolgreichen Tradings. Dabei muss noch nicht einmal der Fixed-Ratio-Ansatz zum Tragen kommen. Vielmehr sollten Sie Ihren Risiko- und Moneymanagementplan auch an Ihre Strategien und Ziele anpassen. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW46

NASDAQ 100 – Die Bären behalten die Überhand

Für Technologiewerte neigt sich die Handelswoche wieder einmal verlustreich dem Ende zu. Die Fortsetzung der Abverkäufe festigt den Abwärtstrends.

Am 1. Oktober 2018 markierte der NASDAQ-100 sein aktuelles Allzeithoch bei 7.700,56 Punkten. Zu einem Tagesschlusskurs über dem alten Allzeithoch bei 7.691,10 Punkten kam es allerdings nicht. Der Index bildete danach ein Doppeltop aus. Am 5. Oktober kam es erstmals zu einem Tagesschlusskurs unter der Nackenlinie bei 7.400,99 Punkten. Anschließend wurde der Index auf ein Tief bei 6.574,75 Punkten abverkauft. Von dort konnte sich der NASDAQ-100 erholen, aber scheiterte in der letzten Woche am Widerstandsbereich um 7.158 - 7.186 Punkte. In dieser Handelswoche gab der Index erneut deutlich ab.

Der NASDAQ-100 befindet sich in einer schwierigen Ausgangslage. In den nächsten Tagen könnte es durchaus zu weiteren Abgaben in Richtung des Jahrestiefs kommen. In diesem Fall würde der Index auch seinen Aufwärtstrend seit Februar 2016 testen, der aktuell noch minimal unter dem Jahrestief verläuft. Damit sich das Chartbild wieder aufhellt, müsste der Index nachhaltig über 7.186 Punkte ansteigen. In diesem Fall entstünde neues Aufwärtspotenzial in Richtung 7.400 Punkte oder sogar ca. 7.700 Punkte.

SIXT – Ein Rekord jagt den nächsten

Die international agierende Autovermietungs- und Leasinggesellschaft Sixt legte am 15. November Zahlen zum 3. Quartal vor und diese können sich mehr als sehen lassen, denn das SDAX-Unternehmen übertrifft bereits in den ersten neun Monaten das gesamte Vorjahresergebnis aus 2017.

Der operative Umsatz des Mobilitätsdienstleisters ist nach neun Monaten um 13,6 % auf 1,625 Mrd EUR gestiegen (VJ: 1,41 Mrd EUR). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 481,6 Mio EUR (VJ: 224,4 Mio EUR). Darin enthalten ist ein Eimalertrag in Höhe von 196,1 Mio EUR aus dem Verkauf der Beteiligung an DriveNow. Bereinigt man das Ergebnis um diesen positiven Einmaleffekt, dann errechnet sich ein EBT von 285,5 Mio EUR. Damit hat Sixt bereits im 3. Quartal das EBT aus dem Vorjahr 2017 erreicht (VJ: 287,3 Mio EUR). Im Vorjahresvergleich entspricht das einem Anstieg von 27,4 %. Der Konzernüberschuss beträgt 400,5 Mio EUR (VJ: 159,9 Mio EUR).

Das Auslandsgeschäft war mit einem Plus von 22,8 % der wichtigste Umsatz- und Wachstumstreiber. Sixt profitierte dabei von einem starken Privatkundengeschäft in den wichtigen Urlaubsländern wie Spanien, Frankreich, Italien und den USA. "Der bisherige operative Geschäftsverlauf und vor allem das dritte Quartal haben unsere sämtlichen Erwartungen übertroffen. Sixt wächst auf breiter Front, in allen Kundengruppen, vor allem im Ausland, aber weiterhin auch in Deutschland. Das stimmt uns zuversichtlich für ein erneutes Rekordjahr 2018", erklärte der Vorstandsvorsitzende Erich Sixt.

Der Vorstand hat bereits am 18. Oktober die Ergebniserwartungen sowie die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2018 nach oben angepasst. Sixt erwartet ein „sehr stark steigendes Konzern-EBT und ein starkes Wachstum des Konzernumsatzes“. Die Prognose klammert den Ertrag aus dem Verkauf der Anteile am Carsharing-Anbieter Drivenow aus. Das SDAX-Unternehmen erwartet nun ein „starkes“ statt nur „deutliches“ Wachstum. Was das konkret in Form von Zahlen bedeuten könnte wurde nach Angaben eines Unternehmenssprechers leider nicht bekannt.

Charttechnische Betrachtung

Die Aktie von Sixt konnte sich in den letzten Wochen im Bereich von 87,53 bis 85,15 EUR immer wieder stabilisieren. Diese Unterstützung bietet inzwischen eine gute Ausgangsbasis für Absicherungen und somit auf der Long-Seite ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis (CRV). Die Quartalszahlen wurden vom Markt bislang gut aufgenommen und die Aktie ist kräftig gestiegen.

Aus technischer Sicht hätten die Papiere zunächst ein Potenzial in Richtung von 94,85 EUR bis 95,70 EUR, in dessen Nähe sich auch die vielfach beachteten EMAs 50 und 200 befinden. Darüber könnte sich ein Ende des Sekundärtrends (Abwärtstrends) abzeichnen und sogar der Widerstandsbereich von 102,50 bis 105,75 EUR angelaufen werden. Neupositionierungen könnten bei 85,20 EUR eng abgesichert werden. Bei Kursnotierungen darunter würde sich das Chartbild erneut eintrüben.

3M - Diese Langfristziele werden niemanden vom Hocker hauen

Im Oktober kappte der Mischkonzern 3M die Gesamtjahresprognose. Nun gab das Management einen Ausblick auf 2019 und die Jahre darüber hinaus. Ob die Ziele neue Impulse für den Aktienkurs bringen können, ist mehr als fraglich.

Mit den deutlichen Verlusten im Oktober hatte die Aktie von 3M aus technischer Sicht einiges im Chart zerstört, unter anderem einen langfristigen Aufwärtstrend. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Neben dem negativen Marktumfeld sorgte das Management mit einer Senkung der Gesamtjahresprognose für zusätzlichen Verkaufsdruck. Das hatte auch Auswirkungen auf den Dow Jones, in dem 3M mit aktuell 5,35 % am viertstärksten gewichtet ist.

Die Verantwortlichen scheinen nun etwas Schadensbegrenzung betreiben zu wollen und blicken in die Zukunft. So stellt das Management für das Jahr 2019 ein Umsatzwachstum von 1 bis 3 % und einen Gewinn je Aktie zwischen 10,60 und 11,05 USD je Aktie in Aussicht. Das entspricht in etwa den aktuellen Expertenschätzungen (siehe Tabelle). Zudem will 3M Aktien in einem Wert zwischen 2 und 4 Mrd. USD zurückkaufen. Was die weitere Entwicklung in den kommenden fünf Jahren anbelangt, peilt 3M ein durchschnittliches Gewinnwachstum zwischen 8 und 11 % an. Angesichts dieser Wachstumsraten kann der Titel selbst nach dem Kursrückgang mit einem KGV von 18 nicht unbedingt als Schnäppchen bezeichnet werden.

Charttechnisch bewertet ist der Abwärtstrend der Aktie voll intakt. Rückläufe an das Hoch bei 204,27 USD bieten mögliche Short-Einstiegsgelegenheiten in Richtung 190,50 USD, potenziell auch deutlich tiefer. Stand jetzt hellt sich das mittelfristige Bild erst bei Kursen über 217,87 USD wieder etwas auf.

Jahr

2017

2018e*

2019e*

Umsatz in Mrd. USD

31,66

32,70

33,40

Ergebnis je Aktie in USD

9,17

9,96

10,75

KGV

22

20

18

Dividende je Aktie in USD

4,70

5,44

5,82

Dividendenrendite

2,37%

2,75%

2,94%

e* = erwartet

PLATIN - Korrektur setzt sich fort

Platin drehte in den vergangenen Tagen vom Widerstand bei 868 USD nach unten ab und vergab damit zunächst die Chance auf eine Fortsetzung der Erholung der letzten Wochen. Nach Abschluss der laufenden Korrektur könnte jedoch ein weiterer Ausbruchsversuch starten.

Widerstände: 845 + 868 + 885
Unterstützungen: 806 + 775 + 751

Rückblick: Eine zweiteilige Erholungsbewegung hatte Platin seit dem Augusttief bei 751 USD bis an den starken Widerstand bei 868 USD angetrieben, ehe den Bullen dort in den letzten Tagen die Kräfte schwanden. Mehrere Ausbruchsversuche scheiterten und der Wert setzte anschließend von der Hürde unter den Support bei 845 USD zurück. In der Folge wurde auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten und damit ein weiteres Korrektursignal aktiviert. Aktuell versuchen die Käufer Platin knapp unter der Trendlinie zu stabilisieren.

Charttechnischer Ausblick: Mit dem Kursrückgang der letzten Tage hat Platin eine Korrektur begonnen, die sich unterhalb der Aufwärtstrendlinie bis an die Unterstützung bei 806 USD fortsetzen könnte. Dort haben die Bullen gute Chancen, das Ruder herumzureißen und den Wert wieder bis 845 USD zu kaufen. Ein Ausbruch über die Marke würde für eine Kaufwelle bis 868 und 885 USD sorgen.

Bricht der Wert dagegen auch unter die 805 USD-Marke ein, wäre die Erholung seit August beendet. In diesem Fall käme es zu einer Abwärtsbewegung bis 775 USD.

Was ist nur mit dem Ölpreis los?

Wichtige Förderländer denken darüber nach, ihre Ölproduktion zu reduzieren. Doch reicht das aus, um den Absturz beim Ölpreis aufzuhalten? Kündigt der Einbruch beim Ölpreis eine Rezession der Weltwirtschaft an?

Nach einem dramatischen Rückgang in den vergangenen Wochen sorgt zu Wochenbeginn die Nachrichtenlage zunächst für eine Erholung beim Ölpreis. Saudi-Arabien will die Ölexporte im Dezember um eine halbe Million Barrel pro Tag gegenüber November reduzieren, um so den Preisrückgang aufzuhalten. Am Rande eines Treffen der sogenannten OPEC-Plus-Gruppe hieß es von Delegierten zudem, dass eine Senkung der täglichen Fördermenge um eine Million Barrel "eine gute Zahl wäre", berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der saudische Öl-Minister Khalid al-Falih sprach davon, dass die Fördermenge im kommenden Jahr um eine Million Barrel pro Tag unter dem Oktober-Niveau liegen müsse, um einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage herbeizuführen.

Die Aussicht auf eine leicht sinkende Ölmenge reicht aus, um den Ölpreis zu Beginn der neuen Wochen deutlich nach oben springen zu lassen. Doch der Einbruch der vergangenen Wochen wird damit kaum korrigiert. Zumal Russland sich deutlich zurückhaltender geäußert hat und bei einer Reduktion der Ölproduktion scheinbar nicht mitziehen will.

Vor Kurzem machten noch Prognosen die Runde, der Ölpreis könnte zum Jahresende bei über 100 Dollar je Barrel stehen. Doch innerhalb von nur vier Wochen ist der Ölpreis um mehr als 20 % eingebrochen und hat damit die gesamten Gewinne seit Jahresbeginn korrigiert. Für den Rückgang beim Ölpreis werden verschiedene Gründe angeführt: US-Präsident Trump hatte die OPEC aufgefordert, ihre Öl-Produktionsmenge zu erhöhen, was diese vorübergehend auch getan hat. Außerdem fielen die in der vergangenen Woche in Kraft getretenen Öl-Sanktionen der USA gegen den Iran nicht so streng aus wie erwartet, weil die USA Ausnahmen für wichtige Abnehmerländer wie China angekündigt haben.

Doch hinter dem dramatischen Rückgang beim Ölpreis könnte noch etwas anderes stecken, nämlich eine drohende Rezession der Weltwirtschaft. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Rückgang beim Ölpreis eine deutlichen Konjunktureinbruch ankündigt. Im Jahr 2008 kletterte der Ölpreis zeitweise auf über 140 Dollar je Barrel. Nur, um sich dann nach Ausbruch der Finanzkrise innerhalb weniger Monate mehr als zu dritteln und auf unter 40 Dollar je Barrel abzustürzen.

Auch aktuell ist nicht auszuschließen, dass der Ölpreisrückgang in Wahrheit auf eine Nachfrageschwäche in der Weltwirtschaft zurückzuführen ist. Dazu passt auch, dass die OPEC ihre Produktion jüngst noch ausgeweitet hat, nun aber bereits darüber diskutiert wird, ob beim OPEC-Treffen im Dezember nicht eine erneute Kürzung beschlossen werden könnte.

Für einen weiteren Rückgang spricht auch, dass viele Hedgefonds und andere Spekulanten von dem Preisverfall auf dem falschen Fuß erwischt werden. Wie die Daten aus dem sogenannten Commitments of Traders Report (CoT) zeigen, wetten die großen Spekulanten am US-Terminmarkt weiter auf einen Anstieg beim Ölpreis - auch wenn die Long-Positionen in den vergangenen Monaten bereits deutlich reduziert wurden. Sollten die Hedgefonds angesichts der jüngsten Schwäche ihre massiven Long-Positionen weiter reduzieren wollen, könnte dies für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgen.

Am 5. Dezember treffen sich die wichtigsten Öl-Förderländer beim 175. OPEC-Gipfel in Wien. Auch wichtige Nicht-OPEC-Mitglieder wie Russland werden als Teil der OPEC-Plus-Gruppe wieder an den Verhandlungen teilnehmen. Bis Anfang Dezember dürfte zunehmend klar werden, wohin die Reise am Ölmarkt geht. Sollte die Weltwirtschaft tatsächlich vor einem deutlichen Nachfragerückgang stehen, werden aber auch die wichtigsten Öl-Förderländer einen Preisverfall kaum aufhalten können.

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW45

MDAX - Der Vorsprung schmilzt

Lange haben sich die Käufer im MDAX gewehrt, am Ende aber mussten sie klein beigeben. Seit Oktober befinden sich nun auch die Nebenwerte in einem bärischen Umfeld und mit diesem drohen neue Tiefs.

Anleger in den deutschen Nebenwerten, vertreten durch den MDax, haben auf Jahressicht im Vergleich zum DAX immer noch die Nase vorn. Der Vorsprung ist in den vergangenen Wochen jedoch gesunken, nachdem die Kurse auch im MDax im Oktober einbrachen. Zuvor hielt man sich deutlich besser als der DAX und pendelte im Schwerpunkt zwischen ca. 27.152 und 25.387 Punkten seitwärts.

Diese neutrale Haltung wurde im Oktober mit dem Ausbruch nach unten aufgegeben. Der MDax hat damit nicht nur einen großen Teil seines Vorsprungs zum DAX eingebüßt, sondern löste auch mittelfristige Verkaufssignale aus. So bewegt man sich aktuell beispielsweise deutlich unterhalb der beiden gleitenden Durchschnitte, die sich ihrerseits sogar noch bärisch (Death Cross) gekreuzt haben.

In diesem mittelfristig bärischen Umfeld kam es in den vergangenen Tagen zu einer spürbaren Erholung. Dabei berührten die Kurse den alten Unterstützungsbereich bei 24.808 Punkten von unten. Hier besteht die Gefahr, erneut in Richtung Jahrestief weg zu brechen und den Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Sollten sich die Käufer jedoch nachhaltig durchsetzen und am besten auch gleich noch den Widerstand bei 25.000 Punkten knacken, wären kurzfristig weitere Erholungsgewinne auf 25.765 bis 26.000 Punkte möglich.

SINGULUS - Nächster Großauftrag aus China winkt

Dem Anlagenbauer winkt ein weiterer Großauftrag aus China. Sich aus dem bis dato bestimmenden Abwärtstrendkanals 2018 zu lösen, wird für die Bullen aber eine schwere Aufgabe.

Bringt diese Meldung die Singulus-Aktie wieder in einen neuen Aufwärtstrend? Wie das Management am 6. November mitteilte, wurde auf der China International Import Expo Show ein Letter of Intent (LOI) über die Lieferung von zehn Produktionsanlagen für die Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen am Standort Bengbu abgeschlossen. Vertragspartner von Singulus sind dabei Tochtergesellschaften der China National Building Materials (CNBM). Die Unterzeichnung eines Vertrages erwartet Singulus in Kürze. Das Volumen umfasst einen hohen zweistelligen Millionen-EUR-Betrag.

Bereits vor rund einem Jahr hat der chinesische Staatskonzern CNBM ein erstes Modulwerk über 300 Megawatt in Betrieb genommen. CNBM hält zudem seit September als größter Einzelaktionär rund 13 % der Singulus-Aktien. Weitere 3,6 % will man nach Eintreten bestimmter Bedingungen zukaufen. Das könnte beispielsweise die Unterzeichnung des beschriebenen Folgeauftrags sein. Mittelfristig will CNBM bis zu 6 GW Produktionskazität zur Herstellung von CIGS-Solarmodulen in China investieren. Weitere Aufträge für Singulus könnten also folgen.

Aus technischer Sicht hängt die Singulus-Aktie wie viele Smallcaps seit Monaten in einem Abwärtstrend fest. Innerhalb des breiten Kanals wäre aber ein Erreichen der oberen Begrenzung bei 14,50 EUR in den kommenden Tagen und Wochen möglich. Hierfür müsste sich die Aktie durch die beiden EMAs50 und 200 fräsen. Trader, die auf prozyklische Trendwechselsignale warten möchten, legen sich oberhalb von 15,70 EUR einen Kursalarm. Erst dann wäre das Hoch bei 19,00 EUR wieder erreichbar. Unter 10,00 EUR würde sich die Korrektur dagegen fortsetzen.

APPLE - Gefahr noch nicht gebannt

Die Apple-Aktie war zur Wochenmitte heiß begehrt. Die Kursgewinne reichen jedoch noch nicht aus, um die Korrektur für beendet zu erklären.

Am vergangenen Freitag legte Apple Zahlen für das abgelaufene Quartal vor, die am Markt nicht gut ankamen. Wahrscheinlich warn es vor allen Dingen die Ankündigung, dass das Weihnachtsquartal weniger gut ausfallen könnte. Die Marktteilnehmer reagierten mit Verkäufen, was den Aktienkurs auf ein neues Tief bei 198,17 USD einbrechen ließ. Von diesem Kursniveau aus kam es in den vergangenen Tagen zu einer kurzfristigen Erholung, die jetzt jedoch auf die ersten Widerstände trifft.

Das Chartbild von Apple hat sich in den vergangenen Tagen deutlich eingetrübt. Die Aktie wird kurzfristig im Abwärtstrend gehandelt und wahrscheinlich wird der Widerstandsbereich bis hin zu 212,50 USD genutzt, um die Aktie erneut zu verkaufen. Die damit zu befürchtende Abwärtsbewegung könnte zu einem Test der Unterstützungszone um 195 USD führen. Sollte man sich dort nicht stabilisieren können, würde sich das Chartbild auch mittelfristig eintrüben. Je weiter die Kurse im Vorfeld über 212,50 USD ansteigen, desto größer werden die Chancen der Bullen. Die nächste Hürde liegt dann im Bereich von 223 USD.

GOLD - Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück

In der vergangenen Woche versuchte sich die Käuferseite erneut an einem Ausbruch über die entscheidende Hürde bei 1.236 USD. Dort drehte der Kurs des Edelmetalls ab und steuert aktuell auf den Support bei 1.220 USD zu.

Widerstände: 1.236 + 1.265 + 1.285
Unterstützungen: 1.220 + 1.205 + 1.193

Rückblick: Nach der Rückeroberung der 1.180 USD-Marke tendierte der Goldpreis ab September zunächst oberhalb der Unterstützung und konnte nach der Ausbildung eines bullischen Doppelbodens an dieser Marke weitere Zugewinne verbuchen. Mit dem Ausbruch über eine mittelfristige Abwärtstrendlinie kam es zu einer steilen Kaufwelle, die erst bei 1.236 USD gestoppt wurde. Von diesem zentralen Widerstand setzt der Wert aktuell leicht zurück.

Charttechnischer Ausblick: Nachdem der letzte Ausbruchsversuch über 1.236 USD direkt gekontert wurde, dürfte sich zunächst eine Korrekturphase anschließen, die oberhalb von 1.220 USD jedoch jederzeit in einen weiteren Angriff auf 1.236 USD münden kann. Ein Ausbruch über die Marke würde Aufwärtspotenzial bis 1.265 und 1.285 USD generieren. Abgaben unter 1.220 USD dürften dagegen zu einem Test der 1.205 USD-Marke führen, ehe sich der Aufwärtstrend fortsetzen kann. Wird der Bereich um 1.200 USD dagegen unterschritten, hätten sich die Bären durchgesetzt und könnten Gold bis 1.180 USD abverkaufen.

Wie Sie Ihre Performance verzehnfachen können!

Wenn Sie den Turbo für Ihr Depot, das Risiko- und Moneymanagement noch nicht eingeschaltet haben, dann wird es höchste Zeit.

Wenn Sie investieren und/oder traden, verfolgen Sie hoffentlich einen Plan. Eine Strategie ist wichtig, nicht nur um sich langfristig Vorteile zu sichern, sondern auch aus psychologischer Sicht. Sie gibt uns in schwierigen Zeiten Halt und sorgt dafür, ständig zu wissen, was wir in einem unsicheren Umfeld wie der Börse tun sollen. Während sich viele ausgiebig mit den Fragen nach dem Einstieg, dem Stopp und dem Ausstieg beschäftigen, wird das Thema Risiko- und Moneymanagement innerhalb der eigenen Strategie gerne vernachlässigt. Dabei hat kein anderes Thema einen so großen Einfluss auf ihre Performance wie dieses.

Statt langer Reden möchte ich, dass sie die folgende Grafik auf sich wirken lassen. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Schalten Sie den Turbo ein

Was Sie in der Abbildung sehen, sind nicht etwa zwei völlig unterschiedliche Handelsstrategien und deren Performance, sondern der Einfluss des Risiko- und Moneymanagement auf ihren Erfolg. Tatsächlich spiegeln beide Kurven die Performance ein und derselben Handelsstrategie wieder. Der einzige Unterschied zwischen beiden liegt in der Wahl der Positionsgröße.

Falls Sie nun vermuten, dass der Trader in der einen oder anderen Situation ein besseres Gefühl hatte und deshalb aus dem Bauch heraus mehr riskierte, irren Sie sich. Auch in der deutlich besseren schwarzen Performancekurve wurde mit einer festen Logik bei der Wahl der Positionsgröße gearbeitet und diese Logik ist noch nicht einmal geheim oder unendlich kompliziert. Ich bin mir sicher, dass Ihnen der benutzte RMM-Ansatz bekannt sein dürfte, vor allen Dingen dann, wenn Sie ein Stammleser des GodmodeTraders sind. Während in der grauen Performancekurve immer 100 EUR je Trade riskiert und darauf die Positionsgröße abgestimmt wurden, nutzte der Trader in der schwarzen Performancekurve den Fixed-Ratio-Ansatz. In diesem wird dauerhaft ein fester Prozentsatz des zur Verfügung stehenden Kapitals riskiert. Im Beispielfall waren es über alle Trades ein Prozent.

So gut ist keine Optimierung

Ich denke die obige Abbildung zeigt mehr als deutlich, wozu das Risiko- und Moneymanagement in der Lage ist. Mit einem Gewinn von über 100% hatte bereits die ursprüngliche Strategie einen ordentlichen Profit. Dieser konnte jedoch ausschließlich durch eine Veränderung bei der Positionsgröße mehr als verzehnfacht werden. Beim Fixed-Ratio-Ansatz kommt am langen Ende der Zinseszinseffekt zum Tragen und das Schöne ist, dass dieser Effekt im Falle schwieriger Zeiten sogar noch dämpfend wirkt, da die Positionsgröße mit einer sinkenden Performancekurve immer kleiner wird. Sie dürfen mir glauben, wenn ich sage, dass solche Effekte im Rahmen klassischer Optimierungen von Einstiegssignalen, Stopps und Co. nicht möglich sind, sofern man nicht Gefahr laufen möchte, in eine Überoptimierung zu verfallen. Ich hoffe mit diesem Beitrag lenke ich auch Ihren Fokus ein wenig mehr in Richtung dieses vernachlässigten Bausteins erfolgreichen Tradings. Dabei muss noch nicht einmal der Fixed-Ratio-Ansatz zum Tragen kommen. Vielmehr sollten Sie Ihren Risiko- und Moneymanagementplan auch an Ihre Strategien und Ziele anpassen. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW44

DAX - Jetzt wird sich zeigen, was die Erholung kann

Das deutsche Börsenbarometer konnte sich im Wochenverlauf im Einklang mit den anziehenden US-Indizes kräftig erholen. Wie geht`s weiter?

Der DAX hat gestern bereits die Fühler nach dem Widerstandsbereich von 11.543 bis 11.588 Punkten ausgestreckt und springt heute vorbörslich über die Zone. Damit wird sich heute wahrscheinlich alles um die 76,4%-RTN bei 11.651 Punkten und ihre vielen benachbarten Widerstände drehen (11.654, 11.659, 11.677). Bei 11.651 hätte der DAX gerade einmal 23,6% der gesamten Strecke seit dem ATH korrigiert.

Ziele der Teilstrecken der laufenden Erholung liegen bei 11.617, 11.644 und knapp über der früheren zentralen Unterstützung bei 11.726 Punkten (11.764/775). Etwaige Korrekturen sollten dagegen vor 11.480 Punkten enden, sonst könnte schon die erste starke Gegenbewegung Richtung 11.383/355 einsetzen. Hier dürfte noch einmal ein deutlicher, mehrtägiger Anstieg starten. Darunter wären dann langsam aber sicher wieder die Bären am Zug.

MICROSOFT - Nach bullishem Reversal neue Allzeithochs?

Microsoft veröffentlichte vergangene Woche die aktuellen Quartalszahlen. Umsatz und Gewinn lagen über den Erwartungen, doch die Aktie ging zunächst auf Tauchstation. Die letzten Handelstage zeigen aber: Die Käufer könnten sich bald zurückmelden.

Die Microsoft-Aktie reagierte zuletzt trotz solider Zahlen mit leichten Kursabgaben. Nach einigen Tagen hat sich die technische Reaktion jedoch beruhigt - ein interessantes Setup bildet sich allmählich aus. Microsoft übertrifft im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $1,14 die Analystenschätzungen von $0,96. Umsatz mit $29,1 Mrd. über den Erwartungen von $27,9 Mrd. / Quelle: Guidants News Denn am vergangenen Dienstag gelang dem Kurs im Bereich des 200-Tagesdurchschnittes ein respektables Reversal, dessen Kaufdynamik auch am nächsten Tag anhalten sollte. Im Rahmen der kurzfristig allmählich ausgereizten Korrektur bei gleichzeitig weiterhin intaktem Aufwärtstrend stehen die Chancen auf einen neuen Aufwärtsimpuls gut. Auch auf dem Wochenchart zeichnet sich die inzwischen zweite Wochenkerze mit Reversal-Charakter ab. Das Potential reicht hierbei initial mindestens bis zum Allzeithoch bei rund 116,24 USD. Als Trigger können Schlusskurse über der Marke von rund 108,79 USD herangezogen werden - in diesem Bereich liegen mehrere Tageshochs sowie der 50-Tagesdurchschnitt.

COVESTRO - Erholung noch nicht ausgereizt

Covestro zeigt sich in den letzten Tagen wieder in einer deutlich verbesserten Verfassung. Von einer mittelfristigen Trendwende kann aber noch keine Rede sein.

Covestro fiel am 26. Oktober 2018 auf das 61,8 % Retracement bei 51,73 EUR zurück. Intraday notierte die Aktie zwar darunter, zu einem Tagesschlusskurs unter dieser Unterstützung kam es aber nicht. Vielmehr bildete die Aktie eine bullische Reversalkerze aus. Seitdem zieht sie deutlich an. Am Mittwoch kam es zum Ausbruch über die kleine Hürde bei 57,76 EUR und damit zu einem Fortsetzungssignal für die Erholung der letzten Tage. Dieses Signal zeigte gestern bereits eine gewisse Wirkung. Die Erholung könnte also noch etwas weitergehen. Die nächsten wichtigen Hürden lauern bei 62,52 und 64,20 EUR. Gewinne bis dorthin würden allerdings den übergeordneten Abwärtstrend nicht einmal ansatzweise gefährden. Ein Rückfall unter 57,76 EUR auf Tagesschlusskursbasis wäre unschön. In diesem Fall würde ein erneuter Abverkauf in Richtung 51,73 EUR drohen.

GOLD - Der nächste Ausbruchsversuch läuft an

Der Goldpreis hat am Donnerstag einen steilen Konter aufs Parkett gezaubert und sich damit wieder die Chance auf einen Ausbruch über 1.236 USD eröffnet. Gelingt der Bruch der Marke, könnte das letzte Quartal des Jahres ganz im Zeichen eines Goldpreisanstiegs stehen.

Widerstände: 1.236 + 1.265 + 1.285
Unterstützungen: 1.220 + 1.193 + 1.180

Rückblick: Ausgehend von einem neuen Jahrestief bei 1.159 USD konnte sich der Goldpreis seit Mitte August erholen und über die Hürde bei 1.180 USD ansteigen. Mitte Oktober sorgte eine weitere Kaufwelle für den Ausbruch über die mittelfristige Abwärtstrendlinie und führte den Wert an die zentrale Barriere bei 1.236 USD. Dort wurde eine Korrektur eingeleitet, die im Bereich von 1.215 USD in dieser Woche wieder auf Käufer traf. Gestern sorgte ein steiler Anstieg bis 1.236 USD für das Ende der Korrektur.

Charttechnischer Ausblick: Wird die 1.236 USD-Marke im zweiten Anlauf durchbrochen, wäre ein deutlich bullisches Signal aktiv und im Anschluss mit einer Aufwärtsbewegung bis 1.265 USD zu rechnen. Dort könnte es zu einer leichten Gegenbewegung kommen. Wird diese vor der 1.236 USD-Marke gestoppt, dürfte auch die Hürde bei 1.265 USD durchbrochen und Gold bis 1.285 USD angetrieben werden. Mittelfristig wäre dann sogar die 1.301 USD-Marke wieder in Reichweite. Scheitern die Bullen dagegen abermals an der 1.236 USD-Marke, könnte es ausgehend von 1.220 USD nochmals zu einem Angriff auf den Widerstand kommen. Darunter wäre allerdings mit einer scharfen Korrektur bis 1.205 USD zu rechnen. Aber auch von dort aus wäre mit einem weiteren Anstieg in Richtung 1.236 USD zu rechnen. Erst darunter hätten die Bullen ihre Chancen vergeben. Die Folge wäre ein dynamischer Einbruch bis 1.180 USD.

Antizyklisches Trading & Timing beim Investieren

Wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt eines Sparplans zufrieden, wenn er doch mehr gewinnen könnte - viel mehr! Oder?

Mit der laufenden Korrektur an den Aktienmärkten beginnt für viele antizyklisch agierende Anleger die Hatz nach dem Boden und damit verbunden, einer genialen Rendite. Sich gegen einen laufenden Abwärtstrend zu stellen, hat durchaus seinen Reiz. Sollte es gelingen, das Tief zu erwischen, ist nicht nur das Potenzial am größten, sondern der Anleger hat auch ein gutes Polster für eventuelle zwischenzeitliche Korrekturen. Zudem erscheint es einfach nur logisch, sich günstig einzukaufen. Aber auch beim antizyklischen Trading ist nicht alles Gold, was glänzt! Die falsche Vorgehensweise kann im Rahmen dieses Ansatzes schnell zum Totalverlust führen! Das haben die Bärenmärkte der letzten Jahre eindrucksvoll gezeigt.

Im Folgenden wollen wir das antizyklische Trading aus Sicht eines mittel- bis langfristigen Investors betrachten. Dabei geht es weniger um die Frage nach konkreten Mustern, sondern um einen Vergleich dieses Ansatzes mit anderen taktischen Möglichkeiten, Korrekturen und Bärenmärkte zu nutzen. Dies ist der dritte Artikel innerhalb einer kleinen Serie. Diese begann mit einem einleitenden Beitrag (siehe hier) und wurde zuletzt mit der Betrachtung von Sparplänen konkret.

Timingversuche im langfristigen Aktieninvestment!
Aktien haben langfristig die Tendenz zu steigen. Diesen Vorteil nutzen Investoren aus, in dem sie ihre Positionen entsprechend lange halten. Mit Blick auf große Zeiträume scheint es dabei fast keine Rolle zu spielen, zu welchem Preis man einsteigt. Werfen Sie in diesem Zusammenhang einfach nur einmal einen Blick auf den Kursverlauf des Dow Jones Index der letzten 100 Jahre.

Quelle: Tradesignal-Terminal

Ich denke beim Blick auf den Chart wird deutlich, dass es keinen echten Unterschied macht, ob sie zu Kursen von 60 Punkten, 500 Punkten oder 1000 Punkten eingestiegen sind. Die Rendite bis zum heutigen Zeitpunkt ist in allen Fällen gigantisch. Die Sache hat aber einen Haken. Die wenigsten von uns leben 100 Jahre und selbst wenn, wer möchte schon so lange warten. Schließlich wollen wir die hohe Rendite auch genießen. Darüber hinaus liegt es nicht unbedingt in der Natur des Menschen, sich mit dem Durchschnitt zufrieden zu geben. Kein Wunder also, dass Sparpläne zwar höchst interessant sind, aber trotzdem viele versuchen, ihre Investments zu timen. Wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt zufrieden, wenn er der Meinung ist, auch mehr verdienen zu können.

Traum oder Realität?
Genau an diesem Punkt muss man vorsichtig werden. Seit hunderten von Jahren gibt es Börsen und seit hunderten von Jahren ist jeder Spekulant auf der Suche nach dem heiligen Gral. Die Methoden haben sich im Laufe der Zeit definitiv verändert, aber das Ergebnis ist immer noch das gleiche. Immer noch ist keine Formel bekannt, mit der sich Kurse sicher prognostizieren lassen. Immer noch werden in Bärenmärkten viele Depots zerstört. Und immer noch hat die Masse im kurzfristigen Trading keine Chance! Gerade in diesem Bereich verschwinden die meisten Depots spätestens nach zwei oder drei Jahren.

Allein vor diesem Hintergrund muss man sich die Frage stellen, ob es überhaupt Sinn macht, seine Investments zu timen. Meine persönliche Antwort, die sich auf mehr als 20 Jahren Börse, Trading, statistischen Auswertungen und Coaching stützt, wird ihnen nicht gefallen. Ich denke jedoch, dass der erste Schritt zum erfolgreichen, antizyklischen Investor darin besteht, die Rahmenbedingungen zu kennen. Und diese sind relativ simpel: antizyklisches Trading/Investment lebt weniger vom perfektem Timing, sondern von der Fähigkeit, Portfolios zu bilden, viele kleine Rückschläge hinzunehmen, während man die wenigen Mega-Gewinner ausreizen kann. Sollten Sie diese Fähigkeiten nicht mitbringen/entwickeln, könnte das klassische antizyklische Trading tödlich für Ihr Depot enden.

Eine bittere Pille!
Ich möchte diese Behauptung mit einem kleinen Beispiel untermauern. Dazu kombinieren wir gängige Vorstellungen von Neulingen. Ich denke, wenn wir über das Bottomfishing sprechen, hat jeder Rendite von 100 oder mehr Prozent im Hinterkopf. Dass solche Renditen vereinzelt möglich sind, zeigt ein Blick auf den einen oder anderen Highflyer in den letzten Jahren. Darüber hinaus wird natürlich erwartet, dass Sie mit Ihren Entscheidungen besser als der Zufall sind. Gezielt wählen Sie Aktien aus und dürfen doch eigentlich zu Recht erwarten, dass zumindest die Mehrzahl davon (beispielsweise 60 %) super laufen. Darüber hinaus unterstellen wir, dass Sie jedes Jahr 5 solcher potentieller Highfyler ausfindig machen und in diese voll investieren. Abschließend begrenzen wir unser Risiko auf 10 % je Investment. Unter diesen Bedingungen ergäbe sich eine durchschnittliche Jahresrendite von 56 % bei minimalem Aufwand (5 Trades!!!). Ein 10.000-Euro-Konto knackt die Millionen im zwölften Jahr und innerhalb relativ kurzer Zeit würden sie zu den reichsten Menschen dieser Welt gehören. Fangen Sie schon mit 50.000 oder gar 100.000 EUR an, geht es noch viel schneller!

Ich könnte mir vorstellen, diese Rechnung erscheint dem einen oder anderen immer noch realistisch. Falls ja, dann vergleichen Sie das Ergebnis bitte einmal mit den Renditen von Fonds über die letzten 30 Jahre, den jährlichen Durchschnittsrenditen im Dax und anderen Anlagemöglichkeiten. Spätestens dann sollte Ihnen bewusst werden, wie gigantisch eine jährliche Durchschnittsrendite von 56 % ist.

Antizyklisches Trading in der Realität
Antizyklisches Trading kann trotzdem sehr lukrativ sein, aber wer sich dafür interessiert, sollte zunächst seine Erwartungshaltung überprüfen. Einem Traum nachzujagen, kann nicht nur deprimierend, sondern auch teuer werden. Darüber dürfen auch zwischenzeitlich gute Phasen nicht hinwegtäuschen. Es ist nur logisch, dass sich viele Investments sehr gut entwickeln, wenn es tatsächlich zum Bullenmarkt kommt. Die entscheidende Frage ist aber, wie viele Versuche man auf dem Weg bis dahin braucht, schließlich starten wir mit dem Aufbau des Portfolios in einer gänzlich anderen Phase. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es relativ viele Versuche sein werden. Deshalb ist es für einen antizyklisch agierenden Investor wichtig, ein möglichst großes Portfolio aufzubauen. So kann man sich viele kleinere Verluste/Gewinne erlauben, während schon wenige Überflieger reichen, um eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften. Und wenn das Portfolio groß genug ist, ist auch die Chance höher, diese Highflyer zu erwischen.

Fazit
Korrekturen und Bärenmärkte sind höchst interessante Marktphasen für langfristig orientierte Anleger. Diesen stellt sich immer wieder die Frage, wie man in einem solchen Umfeld agieren kann, um eine möglichst hohe Rendite herauszuschlagen. Mit dem Sparplan haben wir bereits eine solide Vorgehensweise vorgestellt. Diese glänzt jedoch nicht gerade mit Genialität, ganz anders als das Bottomfishing. Immer wieder hört und liest man Geschichten von Menschen, die früh auf einen Trend aufsprangen und allein mit dieser oder jener Aktie zum Millionär wurden. Man denke an nur all die Storys rund um den Bitcoin.

Indirekt suggerieren solche Berichte, dass es eine Möglichkeit gibt, diese und nach Möglichkeit auch wirklich nur diese Highflyer gezielt herauszupicken. Die Realität sieht jedoch gänzlich anders aus. Um diese Überflieger zu erwischen, müsste der Anleger auf sein Glück vertrauen oder aber sein Risiko breit streuen. Wer auf viele potentielle Trendaktien/-märkte setzt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die tatsächlichen Highflyer im Depot haben. Natürlich kann man zur Unterstützung dessen auch Kursmuster aus der Charttechnik einsetzen, um zumindest seine Chance auf kurzfristiger Ebene etwas zu erhöhen. Aber auch damit wird es in der Regel nicht gelingen, bei kleinem Risiko fast ausschließlich nur die Aktien zu erwischen, die in den nächsten Jahren mehrere 100 % zulegen. Sollten Sie ein solches Kursmuster haben, rufen Sie mich bitte an. Auch ich hätte gerne die Lizenz zum Gelddrucken.

Wagen wir abschließend einen Vergleich zum klassischen Sparplan, lässt sich festhalten, dass aktive Investoren den Durchschnitt schlagen können. Dafür gehen sie aber auch ein erhöhtes Risiko ein. Eine Garantie gibt es nämlich nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass das Konzept des antizyklischen Investments Anforderungen an den Trader stellt, die viele nicht erfüllen. Wer nur 10.000 EUR hat, wird wohl kaum ein breites Portfolio aufbauen können. Zudem lieben Investoren/Trader hohe Trefferquote. Wie wir jedoch festgehalten haben, sollten Sie sich beim antizyklischen Trading eher darauf einstellen, dass Ihre Überrendite nur von ganz wenige Aktien stammt. Wer dieses Risiko nicht eingehen will, dürfte mit einem klassischen Sparplan besser bedient sein. Immerhin können Sie so die Mathematik und die langfristige Statistik für sich nutzen.

Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW42

NASDAQ100 - Bei 7.400 stark gedeckelt. Und jetzt?

Das ist ein guter Indikator für den Nasdaq. Er sieht charttechnisch schlecht aus, der Semiconductor Sector (Chipsektor) in den USA. In den zurückliegenden Handelstagen ist der Kurs aus einer mittelfristigen Diamantformation nach unten ausgebrochen.
Der Sell Off Anfang Oktober hat zum Bruch er Kreuzunterstützung bei 7.400 geführt. Hier ist technischer Schaden entstanden, weil der Bruch zu einem deutlichen Abrutschen eben unter diese 7.400er Marke geführt hat.

Status quo: Neue Unterstützung bei 6.935, Widerstand bei 7.400.

Ich gehe davon aus, dass der Index eine zeitlang zwischen 6.935 und 7.400 volatil seitwärts pendeln wird. Im Big Picture ist der Nasdaq100 angeschlagen! Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass noch etwas Größeres nach unten kommt.

Das ist ein guter Indikator für den Nasdaq

Er sieht charttechnisch schlecht aus, der Semiconductor Sector (Chipsektor) in den USA. Der Cashindex hat das Kürzel $SOX, das ETF dazu hat das Kürzel $SMH und wird hier ausgewertet.

In den zurückliegenden Handelstagen ist der Kurs aus einer mittelfristigen Diamantformation nach unten ausgebrochen. Der Diamant droht zu einem größeren bärischen Wendesignal zu werden. Nicht gut!

Die Semis gelten als sehr frühe Vorläufer für den US Aktienmarkt.

GOPRO - Spekulatives Kaufsignal aktiv

Die Aktien des Herstellers von Action-Camcordern konnten in dieser Woche eine markante Hürde überwinden. Lohnt sich jetzt noch der Einstieg?

Seit August bildet die GoPro-Aktie einen flachen Trendkanal aus. Dabei wurde am 10. und am 11.Oktober die Unterkante touchiert. Die Bullen sahen dort ihre Chance und puschten den Wert nach oben.
Die Aktie ging dann wie Butter durch die Widerstandszone bei 6,50 USD und erreichte gestern ein Verlaufshoch bei 7,03 USD. Auf diesem Kursniveau nahmen einige Anleger ihre Gewinne mit.
Sollte der Pullback an das Ausbruchsniveau heute positiv verlaufen, dann dürfte die Aktie bei der nächsten Aufwärtsbewegung die Oberkante des Trendkanals bei ca. 7,50 USD erreichen.

MORPHOSYS - Erholungsziel naht

Die Morphosys-Aktie konnte in den letzten Tagen zwar einige Gewinne erzielen, aber eine Trendwende zeichnet sich bisher nicht ab.
Seit 23. Juli 2018 läuft es für die Morphosys-Aktie nicht mehr gut. Bis dahin kletterte die Aktie noch auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 und markierte ein Hoch bei 124,90 EUR. Danach drehte die Aktie nach unten ab und fiel auf ein Tief bei 77,00 EUR. Am 11. Oktober 2018 drehte die Aktie wieder nach oben und erholt sich seitdem. Dabei nähert der Biotechwert sich dem Widerstandsbereich zwischen 88,50 und 93,40 EUR bereits deutlich an.

In diesem Bereich könnte die Aktie wieder stark unter Druck geraten. Ein Rücksetzer in Richtung 73,65 EUR und später 67,75 EUR ist möglich. Sollte es aber zu einem Ausbruch über 93,40 EUR kommen, dann bestünde die Chance auf eine weitere Rally in Richtung 124,90 EUR.

Palladium - Bereit zum Sprung

Die Rally bei Palladium führte zuletzt an den Widerstand bei 1.090 USD. Knapp unter der Marke machen die Bullen bislang keine Anstalten, eine Korrektur zuzulassen. Dieser Kaufdruck könnte sich in Kürze in einer weiteren Kaufwelle entladen.

Widerstände: 1.090 + 1.115 + 1.139
Unterstützungen: 1.057 + 1.028 + 982
Rückblick: Anfang August noch setzte Palladium in einer weiteren Verkaufswelle an die Unterstützung bei 830 USD zurück, ehe den Bullen dort kurz vor einem weiteren bärischen Signal ein massiver Konter gelang. In dessen Verlauf stieg der Wert über eine kurzfristige Abwärtstrendlinie und Anfang September bereits an die Hürde bei 982 USD. Deren Bruch sorgte für eine weitere Beschleunigung der Rally und führte bis an den Widerstand bei 1.090 USD. Dort tendiert Palladium seit ein paar Tagen seitwärts.
Charttechnischer Ausblick: Nachdem Palladium aktuell auch weiterhin keine Anstalten macht, eine deutlichere Korrektur zu starten, ist jederzeit mit einem Ausbruch über 1.090 USD zu rechnen. Dieser könnte den Wert zunächst bis 1.115 USD antreiben. Darüber käme es bereits zu einem Angriff auf das Jahreshoch bei 1.139 USD. Ein Sprung über die Marke würde sogar weiteres Potenzial bis 1.200 USD generieren.

Stoppt der Anstieg dennoch bei 1.090 USD, könnte schon an der 1.057 USD-Marke die nächste Kaufwelle starten. Erst darunter würde es zu einer ausgeprägten Korrektur bis 1.028 USD kommen.

Sell-Offs in Aktien - Chance oder Risiko?

Unter bestimmten Bedingungen lohnt es sich, den DAX nach einem Sell-Off-Tag zu kaufen. Ist diese Idee eine Eintagsfliege oder lässt sie sich auch auf Aktien übertragen?

Am vergangenen Freitag haben wir gemeinsam einen Blick auf Sell-Off-Tage im Deutschen Aktienindex geworfen (siehe hier) und uns die Frage gestellt, ob es Sinn macht, diese zu kaufen. Die Analyse brachte ein interessantes, wenn auch differenziertes Ergebnis hervor, von dem aktive Trader profitieren können. Immerhin liegt die theoretische Jahresrendite bei 160 %. Offen ist, ob dieses Ergebnis zufällig oder stabil ist und eine Antwort darauf möchte ich Ihnen heute geben.

Einleitend bitte ich Sie, den Basisartikel „Sell-Off im Dax - Wir kaufen?!“ zu lesen, denn die dortige Systemlogik wenden wir auch heute wieder an. Dieses Mal konzentrieren wir uns jedoch auf alle aktuell im SDax gelisteten Aktien.

Durchatmen! Ergebnis grundlegend bestätigt!

Die vorliegende Analyse bestätigt unser bereits beim Dax gefundenes Ergebnis, wie Sie der folgenden Abbildung entnehmen können. In dieser ist der durchschnittliche Gewinn pro Trade in Abhängigkeit von der Größe des Sell-Offs im Vergleich zu durchschnittlichen Volatilität abgebildet.

Wie sehr Grafik entnehmen können, zeigt sich in dieser ein ähnliches Bild wie in unserer Dax-Analyse. Der ganz große, eindeutige Zusammenhang fehlt auch hier. Analog zu unserer Dax-Analyse zeigt sich aber auch bei den Einzelwerten im SDAX eine gewisse Tendenz bei großen Faktoren und mittelfristigem Vergleichsmaßstab. Ist der Sell-Off deutlich größer als die mittelfristige Durchschnittsvolatilität, lohnt es sich, eine Longposition einzugehen und diese am nächsten Tag zu schließen. Dabei liegt die Trefferquote in Summe solide über 65 % und das bei allen Einstellungen.

Das große Aber!

Im Gegensatz zum Ergebnis unserer Dax-Analyse müssen wir jedoch auch einen Abstrich machen. In Summe über alle Trades konnte zwar ein Gewinn erzielt werden, das System selbst ist bei den Aktien jedoch weniger profitabel. Die beste Einstellung im Dax brachte es auf einen Profitfaktor von fast vier. Für jeden zwischenzeitlich verlorenen Euro wurden fast vier Euro zurückverdient. Das ist ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Dieser Vorteil schmilzt bei den Aktien massiv zusammen. Im besten Fall kann nur noch mit einem Profitfaktor von 1,42 bei knapp 4.500 Trades gerechnet werden. Zudem schwankt das Ergebnis zwischen den einzelnen Aktien sehr stark. Bei einer Aixtron beispielsweise lag der Profitfaktor bei 3,24 und die Trefferquote bei 77,36 %. Sell-Offs in der, Dic-Asset-Aktie zu kaufen, war in den vergangenen Jahren hingegen keine gute Idee. Die Trefferquote lag unter 55 % und insgesamt wurde ein großer Verlust eingefahren (Profitfaktor: 0,20).

Fazit

Sell-Offs sind interessante Ereignisse, die aktive Trader für sich nutzen können. Diese Tage kurzfristig zu kaufen "sichert" dem Spekulanten einen kleinen Vorteil. Dieser kann durch Erfahrung & Co weiter ausgebaut werden, was vor allen Dingen im Fall von Einzelwerten auch sinnvoll erscheint. Inhaltlich ließe sich der Ansatz weiter forcieren, indem beispielsweise auch ein Blick auf die Gründe des Sell-Offs geworfen wird. Eventuell bietet auch der bestehende Trend zum Zeitpunkt des Sell-Offs eine gute Möglichkeit, die Performance weiter zu pushen.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW41

NASDAQ 100 - Gelingt jetzt das Reversal?

Nach einem Minus von rund neun Prozent in sechs Handelstagen befindet sich der Index inzwischen tief im Korrekturmodus.
Das Nasdaq 100 verliert in sechs Handelstagen rund neun Prozent. Doch der überverkaufte Zustand und wichtige technische Unterstützungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf eine Umkehr. Zwar verläuft der aktuelle Abverkauf dynamisch, doch die Zeichen bzgl. einer Gegenbewegung mehren sich.

So notiert der Kurs inzwischen drei Standardabweichungen vom 50-Tagesdurchschnitt entfernt - ein Phänomen, dass in weniger als 1 % der Fälle eintritt und den überverkauften Zustand gut beschreibt. Ebenso notiert der Index im Bereich des 200-Tagesdurchschnittes, einem kurzfristigen Aufwärtstrend sowie einem breiteren Unterstützungsband.
Verdichten sich all diese Argumente innerhalb einer engen Kursspanne, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Gegenbewegung hoch. Die Märkte sind zwar aktuell deutlich schneller und empfindlicher, doch ein Reversal könnte den Sell-Off bereits in Kürze abhaken.

SGL Carbon – Antizyklisch interessant

Dieser SDAX-Wert brach in den letzten 9 Wochen um über 30 Prozent ein. Durch diesen brachialen Ausverkauf erreichte der Titel in dieser Woche sein wichtiges Unterstützungslevel aus dem Jahr 2017.

Alleine in dieser Woche gab es bei diesem Basiswert einen Kursrutsch von über 13 Prozent. Kann nun an dieser runden Marke eine Stabilisierung oder sogar ein starker Konter erfolgen?

Im Jahr 2017 bildete die SGL-Carbon knapp unter der 8,00 EUR-Marke ein kleines Doppeltief aus. Anschließend stiegen die Wertpapiere in drei Aufwärtsschüben bis auf 14,70 EUR an. Dann allerdings übernahmen die Bären wieder das Kommando, denn nun steht der Titel wieder auf "Los".
Die aktuelle Wochenkerze ist extrem bärisch, deshalb dürfte in der kommenden Woche zumindest noch ein weiteres Tief folgen. Sollte sich dann allerdings eine Umkehrkerze auf Wochenbasis bilden, dann könnten antizyklische Anleger eine kleine Long-Position mit einem engen Stopp kaufen. Das Ziel wäre zunächst "nur" die 10,00 EUR-Marke.

SOFTWARE AG – Läuft hier eine Erholung an?

Die Aktie der Software AG zeigte sich zuletzt sehr schwach. Kommt es jetzt zu einer Reaktion der Bullen?
Die Aktie der Software AG befindet sich seit dem Hoch bei 49,80 EUR aus dem Januar 2018 in einer Abwärtsbewegung. Zunächst fiel die Aktie auf 38,58 EUR zurück und schwenkte danach in eine Seitwärtsbewegung ein. Am 05. Oktober durchbrach der Wert diese Unterstützung. Gestern notierte er im Tief bereits bei 34,91 EUR und damit nur noch wenig über der Unterstützung bei 34,535 EUR. Im gestrigen Tagesverlauf drehte die Aktie nach oben, heute eröffnet sie deutlich fester.

Damit könnte eine mehrtägige Erholung im Gang sein. Im Idealfall nähert sich die Software AG dabei der alten Durchbruchsmarke bei 38,58 EUR an. Anschließend könnte es aber zu einer weiteren Verkaufswelle kommen, die sogar zu Kursverlusten in Richtung 29,27 EUR führen könnte. Nach dem starken Rückfall der letzten Tage liegen prozyklische Kaufsignale weit entfernt. Erst eine Rückkehr über 38,58 EUR wäre ein solches Signal.

GOLD - Zweifaches Kaufsignal

Mit einer steilen Kaufwelle ließ der Goldpreis gestern die Oberseite der vorherigen Seitwärtsrange hinter sich. Nach diesem Kaufsignal sollte der Wert jetzt zügig weiter steigen, um die positiven Vorgaben zu nutzen.

Widerstände: 1.236 + 1.265 + 1.285
Unterstützungen: 1.193 + 1.180 + 1.159

Rückblick: Bei 1.159 USD endete der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold Mitte August vorerst und das Edelmetall stieg in einer ersten Erholungsbewegung an die Hürde bei 1.220 USD. Kurz vor dem Erreichen der Marke setzte der Wert an den Support bei 1.180 USD zurück und bildete dort eine volatile Seitwärtsphase aus. Der zweite Test dieser Unterstützung verlief in dieser Woche ebenfalls erfolgreich und mündete in eine steile Kaufwelle, die Gold über die Hürde bei 1.220 USD ausbrechen ließ. Gleichzeitig wurde damit auch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie gebrochen und damit auch im großen Bild ein erstes bullisches Signal generiert.
Charttechnischer Ausblick: Der Doppelboden bei 1.180 USD und der Bruch der mittelfristigen Abwärtstrendlinie dürften sich kurzfristig bullisch auf den Kurs des Edelmetalls auswirken. Das nächste charttechnische Kursziel der Ausbruchsbewegung ist der Widerstand bei 1.236 USD. Sollte dieser ebenfalls überwunden werden, könnte die Kaufwelle direkt bis 1.265 USD führen.

Eine vorherige Korrektur bis 1.210 USD wäre aktuell unproblematisch. Dort dürfte der nächste Anstieg einsetzen. Abgaben unter die Marke hätten einen Test der Unterstützung bei 1.199 USD zur Folge, doch auch von dort wäre mit einer Fortsetzung der Erholung in Richtung 1.236 USD und darüber zu rechnen. Darunter wäre die Erholungsphase allerdings beendet, ein Verkaufssignal aktiv und ein Abverkauf bis 1.180 und 1.165 USD wahrscheinlich.

Sell-Off im DAX - Wir kaufen?!

Kleine Mini-Crashs haben wir in diesen Tagen genug sehen. Sei es nun in den Indizes oder in Einzelwerten. So können Sie von diesen profitieren!

Starke Verkäufe prägten in den vergangenen Tagen das Kursgeschehen am Aktienmarkt und für jeden Anleger und Trader stellt sich die Frage, ob dies eine Chance oder ein Risiko darstellt. Wahrscheinlich ist auch Ihnen die Weisheit bekannt, zu kaufen, wenn die Kanonen donnern. Dann, wenn es am Düstersten aussieht, sollen die größten Chancen bestehen. Was für ein Glück, dass sich diese Weisheit zumindest ansatzweise überprüfen lässt, wobei mich ein sehr kurzfristiger Fokus interessierte. Wir wollen nicht Wochen oder Monate auf einen Gewinn warten, sondern ihn am nächsten Tag abholen. Was also passiert nach einem Sell-Off-Tag bspw. im DAX? Sollte man solche Tage Long gehen und sich Morgen über schöne Gewinne freuen?

Was ist ein Sell-Off-Tag
Das Schöne an Weisheiten ist, dass sie immer so logisch erscheinen und gut klingen. Wenn man diese aber analysieren will, muss man die schönen Wortspiele auf konkrete Regeln runterbrechen. Wir brauchen eine Definition eines Sell-Offs!

Angeregt von dem starken Kurseinbruch in der Wirecard-Aktie vor einigen Tagen definieren wir einen Sell-Off über einen Vergleich der heutigen Volatilität mit dem Durchschnitt der vergangenen X Tage. Als Volatilitätsmaßstab greifen wir auf die prozentuale ATR zurück. Diesen Indikator können Sie auch in Guidants nachbilden, obwohl er nicht zu den Basiswerkzeugen zählt. Wenn Sie das Indikatorenfenster im Chartingtool öffnen, haben Sie die Möglichkeit einen eigenen Indikator programmieren. Ich werde Ihnen diesen Schritt abnehmen und den Indikator in Kürte auf meinem Guidants-Desktop zur Verfügung stellen. Wenn Sie mir auf Guidants folgen, verpassen Sie dies nicht!

Mit Blick auf unser Ziel und unseren Maßstab haben wir zwei Einstellungsmöglichkeiten. Zum einen können wir den Durchschnitt über verschiedene Perioden bilden. Auf der anderen Seite müssen wir einen Faktor festlegen, um den die heutige Volatilität größer als die des Durchschnitts sein soll. Im Systemtest werden wir diese beiden Einstellungsmöglichkeiten variabel gestaltet.

Die Tradingregeln
Nachdem wir einen Sell-Off-Tag definiert haben, müssen wir noch die Ein- und Ausstiegsregeln formulieren. Wir werden an einem Sell-Off-Tag zum Schlusskurs eine Longposition eröffnen und werden diese am nächsten Morgen zur Eröffnung verkaufen, wenn dadurch ein Gewinn entsteht. Sollte ein solcher noch nicht realisiert werden können, geben wir unserem Trade noch bis zur Schlussglocke Zeit. Wir werden also spätestens zum Schlusskurs des Folgetages unsere Position schließen.

So sieht die Realität aus!
Jetzt, wo wir alle Definitionen getroffen haben, können wir die restliche Arbeit dem Computer überlassen. Natürlich mache ich einen solchen Test nicht ganz uneigennützig und als Dax-Fan greife ich natürlich auch auf den Index zurück. Wir stellen uns also konkret die Frage, ob es Sinn macht, den Dax nach einem Sell-Off-Tag nach unseren Bedingungen zu kaufen und zu verkaufen. Wie bereits geschrieben berechnen wir den Durchschnitt über verschiedene Perioden. Wir beginnen bei zehn Tagen und lassen die Variable in 5er-Schritten bis 250 ansteigen. Bei unserem Faktor starten wir bei 1,25 und beenden den Test bei 2,95. Der Faktor steigt bei jedem Iterationsschritt um 0,1 an.

Die folgende Abbildung zeigt das Analyseergebnis. Auf der X-Achse ist die Periodenlänge der prozentualen ATR abgetragen. Die Z-Achse beinhaltet unseren Faktor und auf der klassischen Y-Achse liegt unser Gewinn, wenn wir in jedem Trade 500.000 EUR investiert hätten.
Und? Darf man einen Sell-Off-Tag im DAX nun kaufen?
Was sagt uns nun die obige Grafik? Zunächst einmal ist unschwer zu erkennen, dass wir über nahezu die gesamte Bandbreite der prozentualen ATR einen Verlust erleiden, wenn wir einen zu kleinen Faktor unterstellen. Der vordere Bereich der Grafik liegt komplett unter Wasser. Glücklicherweise entspricht dieser Bereich aber auch nicht unbedingt unserer Vorstellung eines Sell-Offs. Wenn die heutige Tagesvolatilität nur marginal größer als die des Durchschnitts ist, ist das nicht unbedingt ein Sell-Off.

Aber auch mit zunehmendem Faktor fällt eine Pauschale Aussage schwer. Zwar wird unser System teilweise profitabel, aber der wirklich eindeutige und stetige Zusammenhang zwischen Profitabilität und Höhe des Faktors fehlt. Dafür hätte das Gebirge stetig nach hinten hin ansteigen müssen. Tatsächlich sind aber auch mit zunehmendem Faktor immer wieder große Täler in der Grafik zu finden.

War alles umsonst?
Es gibt jedoch einen Bereich, in dem wir durchgängig relativ blaue Spitzen haben. Das ist in etwa der Bereich kleinerer und mittlerer Periodenlängen der prozentualen ATR kombiniert mit einem hohen Faktor (hinterer-linker Bereich). Große Sell-Off-Tag im Vergleich zur durchschnittlichen Volatilität der letzten ca. 20 bis 110 Tage bieten also eine gute Möglichkeit, einen Profit zu erzielen.

Der Spitzenwert wird jedoch in einer anderen Kategorie erreicht. Den größten Gewinn von 90.339 EUR erzielen wir bei einer ATR-Länge von 40 und einem Faktor von 1,55. Die Bergspitze ist relativ gut in unserer Grafik zu erkennen, genauso wie die Tatsache, dass sie dort relativ alleine dasteht. Im Umfeld dieser Einstellungen gibt es eine ganze Menge Täler, so dass wir davon ausgehen können, dass dieser Maximalwert nicht stabil ist.

Zusammenfassung
Ich glaube viele Leser werden sich an dieser Stelle immer noch fragen, ob es denn nun Sinn macht, Sell-Off-Tage zu kaufen oder nicht. Allein diese Tatsache ist eigentlich schon Antwort genug. Gäbe es in unserer Abbildung einen eindeutigen und stetigen Zusammenhang, würde sich eine solche Frage nicht stellen. Stattdessen müssen wir selektiv vorgehen. Fakt ist damit, dass wir bei einer pauschalen Aussage wie: Kaufe kurzfristig, wenn die Kanonen donnern, vorsichtig sein sollten. Das kann letztlich auch nach hinten losgehen.

Trotzdem bleibt der Ansatz interessant, wenn wir extreme Sell-Off-Tage mit dem kurz- bis mittelfristigen Durchschnitt der prozentualen ATR vergleichen. Dann wird der Ansatz sogar höchst interessant. Nur ein Beispiel aus dem oben zitierten blauen Bereich:

Ist die Volatilität am heutigen Sell-Off-Tag mindestens 2,75-mal so groß wie die durchschnittliche prozentuale Volatilität der letzten 65 Handelstagen und wir handeln nach unseren Regeln, konnten wir über die letzten 17 Jahre einen Gewinn von 78.145 EUR erzielen. Da wir bei jedem Trade 500.000 EUR einsetzten, könnte man zunächst enttäuscht sein. Schließlich beträgt die Rendite in ca. 17 Jahren nur ca. 16 %. Eine Buy&Hold-Taktik hätte viel besser abgeschlossen.
Diese Aussage ist natürlich absolut korrekt nur vergleichen wir an dieser Stelle Äpfel mit Birnen. Eine Buy&Hold-Taktik wäre nämlich dauerhaft investiert, während wir bei unserer Strategie an nur 25 Handelstagen aktiv gewesen wären. Ich bin zwar kein Freund der folgenden Rechnung, da sie rein theoretischer Natur ist, am Ende aber zeigt sie zumindest ansatzweise, wie stark das Ergebnis tatsächlich ist. Wir könnten nämlich die Performance auf ein Jahr hochrechnen. Unterstellen wir 250 Handelstagen, so läge die annualisierte Performance bei fast 160 %. Der Dax hingegen steigt im Durchschnitt jährlich nur 7-8 % an. Diese Stärke kommt letztlich auch im sogenannten Profitfaktor zum Ausdruck. Dieser liegt bei fast vier.

Mein persönliches Fazit lautet, dass eine kurzfristig bullische Einstellung nach einem Sell-Off-Tag im Dax durchaus Sinn macht. Sollte die aktuelle Volatilität deutlich größer als der kurz- bis mittelfristige Durchschnitt sein, können wir über Nacht bzw. am folgenden Tag eine leicht positive Basis unterstellen. Wie es hingegen auf Sicht der nächsten Tage und Wochen aussieht, wurde an dieser Stelle nicht untersucht. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Ihr Rene Bertei

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW40

DAX – Wo geht die Reise hin?

Der Deutsche Aktienindex bewegt sich seit Tagen richtungslos hin und her. Kommt nun der große Abverkauf oder gibt es eine Jahresendrally?

Am übergeordneten Chartbild hat sich zuletzt kaum etwas verändert. Der DAX bewegt sich seit über einem Jahr im Prinzip seitwärts. Einige Charttechniker sehen eine potenzielle SKS-Topformation, andere sehen wiederum einen bullischen Keil oder eine Wolfe Wave-Kaufformation im Aufwärtstrend. All diesen Einordnungen ist eines gemeinsam: Die Formationen wurden bisher nicht vollendet, d. h. ein richtungsweisender Ausbruch ist noch nicht erfolgt. Solange es zu keinem mittelfristigen Signal kommt, ist sowohl eine Topbildung als auch die Ausbildung einer Fortsetzungsformation im Aufwärtstrend möglich.

Innerhalb dieser großen Seitwärtsbewegung fiel der DAX am 11. September 2018 auf ein Tief bei 11.865 Punkten ab. Danach erholte sich der Index bis auf ein Hoch bei 12.458 Punkten. An diesem Hoch scheiterte der Index am 27. September und einen Tag später durchbrach der Index sogar seinen steilen Aufwärtstrend.

In den kommenden Tagen wird der DAX tendenziell weiter unter Druck stehen. Abgaben bis ca. 12.104 und sogar 11.865 Punkte sind durchaus möglich. Ein neuer Kaufimpuls in Richtung 12.800 Punkte würde sich erst mit einem Ausbruch über 12.458 Punkte ergeben.

CONTINENTAL - Die Angst geht wieder um

Die Aktie des Automobilzulieferers gerät aufgrund einer negativen Analystenstudie von Exane BNP erneut unter Druck. Das Chartbild bleibt stark angeschlagen.

Die jüngste Erholung verpufft vollständig, der übergeordnete Abwärtstrend könnte jetzt weiter fortgesetzt werden. Wenn die Aktie unter die Marke von 146,00 EUR fallen sollte, wären durchaus weitere Abgaben bis 139,00 EUR und an das 2014er Tief bei 136,85 EUR möglich. Von dort aus könnte dann eine größere Erholung starten.

Dreht die Aktie hingegen hier am Tief und klettert über 155,00 EUR, wäre eine weitere Erholungswelle bis zum zentralen Widerstandsbereich bei 160,00 - 163,00 EUR möglich. Erst eine nachhaltige Rückkehr über 163,00 EUR erzeugt größere Kaufsignale.

BEIERSDORF – Verkaufsdruck nimmt zu

Beiersdorf befindet sich zwar langfristig in einer Aufwärtsbewegung, aber diese ist aktuell unterbrochen.

Beiersdorf attackierte am 7. August 2018 das Allzeithoch aus dem Dezember 2017 bei 102,00 EUR und kletterte auf ein neues Hoch bei 103,25 EUR. Allerdings kam es zu keinem Schlusskurs über 102,00 EUR. Seitdem befindet sich Beiersdorf in einer Konsolidierung. Die Aktie fiel dabei unter den Aufwärtstrend seit 22. März 2018 zurück. An diesem Trend kam es nach einem Tief bei 95,90 EUR zu einem Pullback. Am 4. Oktober 2018 markierte die Aktie ein neues Tief. Die Abwärtsbewegung der letzten Tage und Wochen wurde somit bestätigt.

Die Aktie von Beiersdorf dürfte auch in den nächsten Tagen unter Druck stehen. Es könnten Abgaben in Richtung 92,50 EUR und später sogar bis 85,88 EUR drohen. Bei einer Rückkehr über 95,88 EUR würde sich das Chartbild etwas aufhellen, aber ein größeres Kaufsignal entstünde dadurch noch nicht. Immerhin könnte sich Beiersdorf in Richtung 99,00 - 99,40 EUR erholen.

SILBER: Noch kaum mehr als eine Erholung

Der Silberpreis konnte sich zwar zuletzt wieder über die vorherige Unterstützung bei 14,31 USD zurückarbeiten und damit wieder in eine Seitwärtsrange eintreten. Doch von einer nachhaltigen Trendwende ist der Wert noch ein gutes Stück entfernt.

Widerstände: 15,00 + 15,26 + 15,59
Unterstützungen: 14,31 + 13,80 + 13,30

Rückblick: Der Abwärtstrend seit dem Zwischenhoch bei 17,23 USD führte Silber im September auch vorübergehend unter die Haltemarke bei 14,31 USD, ehe es bei 13,90 USD zu einem Konter der Bullen kam. Diese trieben den Wert zunächst wieder über die 14,31 USD-Marke und verhinderten damit weitere Abgaben. Ein Ausbruch über die erste signifikante Hürde bei 14,60 USD gelang in dieser Woche ebenfalls. Doch von einer Trendwende ist das Edelmetall noch weit entfernt.

Charttechnischer Ausblick: Wieder gilt es jetzt für die Bullen, die 14,31 USD-Marke in den kommenden Tagen zu verteidigen. Sollte dies gelingen und zugleich auch die 14,60 USD-Marke deutlich überwunden werden, könnte eine Erholung bis 15,00 und 15,26 USD folgen. Doch erst ein Ausbruch über den Widerstand bei 15,59 USD würde aktuell für eine nachhaltige Bodenbildung sprechen. Abgaben unter 14,31 USD würden den Abwärtstrend dagegen reaktivieren und für Verluste bis 13,90 und 13,80 USD sorgen. Dort könnte ein weiterer Bodenbildungsversuch starten. Darunter käme es allerdings zu Verlusten bis 13,30 USD.

US-Aktienmarkt: Droht jetzt die Zinskatastrophe?

Die langfristigen Zinsen in den USA steigen immer weiter. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steht inzwischen bei über 3,2 Prozent und damit auf dem höchsten Wert seit 2011. Was bedeuten die steigenden Zinsen für den Aktienmarkt? Sind sinkende Aktienkurse unausweichlich?

Robuste Konjunkturdaten und Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell haben die Renditen der langfristigen US-Staatsanleihen auf ein Mehrjahreshoch getrieben. Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen stehen aktuell bei über 3,2 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2011.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Mittwochabend in einer Rede angedeutet, dass die Federal Reserve (Fed) die Leitzinsen in den kommenden Jahren stärker anheben könnte als erwartet. Dies führte auch bei den längerfristigen Renditen zu einem deutlichen Plus. Powell sagte, die Leitzinsen bewegten sich langsam auf ein "neutrales" Niveau zu, bei dem die Zinsen nicht mehr unterstützend für die Wirtschaft wirkten und deutete an, dass die Notenbank den Leitzins sogar über das neutrale Niveau anheben könnte. "Wir könnten über neutral gehen. Aber aktuell sind wir wahrscheinlich noch weit von diesem Punkt entfernt", sagte Powell. In den USA gebe es aktuell "außergewöhnliche Zeiten" mit einer niedrigen Inflation und sehr geringer Arbeitslosigkeit.

Während das kurzfristige Zinsniveau mehr oder weniger direkt durch die Geldpolitik der Notenbank bestimmt wird, spielen bei den längerfristigen Zinsen auch die Wachstums- und Inflationserwartungen der Anleger eine große Rolle. Aktuell spielt die Fed "am langen Ende", also bei den Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen, allerdings eine größere Rolle als gewöhnlich. Denn die Fed hatte nach der Finanzkrise ihre Bilanzsumme stark aufgebläht, indem sie im Rahmen der QE-Programme unter anderem langfristige Staatsanleihen erwarb. Seit einiger Zeit ist die Notenbank damit beschäftigt, ihre Bilanzsumme wieder abzubauen. Dies könnte in den kommenden Jahren zu einem zusätzlichen Anstieg der langfristigen Zinsen führen.

Für den Aktienmarkt sind steigende Zinsen ein zweischneidiges Schwert: Einerseits können sie Ausdruck steigender Wachstums- und Inflationserwartungen sein. Andererseits führen sie aber auch dazu, dass künftige Unternehmensgewinne weniger wert sind und dadurch auch der innere Wert von Unternehmen und Aktien sinkt. Da künftige Gewinne bzw. Cash-Flows weniger wert sind als Erträge, die heute verbucht werden, müssen künftige Erträge "abgezinst" werden. Steigt das Zinsniveau, dann steigen auch die bei der Aktienbewertung genutzten Abzinsungsfaktoren. Dies führt automatisch dazu, dass der innere Wert von Unternehmen bzw. Aktien sinkt. Steigen die Zinsen zu stark, wird außerdem das Wachstum abgebremst, weil Unternehmen ihre Investitionen zurückfahren, die Verbraucher weniger Kredite zum Konsum aufnehmen und damit die wirtschaftliche Aktivität abnimmt.

Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass sich ein steigendes Zinsniveau in der Regel erst mit einiger Verzögerung auf den Aktienmarkt auswirkt. Häufig überwiegen in der Wahrnehmung der Anleger zunächst die höheren Wachstums- und Inflationserwartungen, was tendenziell steigende Aktienkurse begünstigen kann. Auch aktuell scheint sich immer mehr die Erkenntnis durchzusetzen, dass der aktuelle Boom der US-Wirtschaft noch eine Weile anhalten kann. Trotzdem droht irgendwann Ungemach. Denn die Aussichten werden nicht so rosig bleiben, wie sie sich aktuell darstellen.

Aktuell kommt noch hinzu, dass steigende Zinsen in den USA auch weltweit große Auswirkungen haben. Denn nach der Finanzkrise war viel billige Dollar-Liquidität in die Schwellenländer geflossen. Aktuell wird dieses Kapital in großem Stil abgezogen, was zu einer neuen Krise in einigen Schwellenländern führen könnte.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW39

DAX bleibt an der Wolke hängen

Es ist eindrucksvoll zu erkennen, dass sich das Kursgeschehen seit 6 Handelstagen an der Wolkenunterkante (Senkou Span A) festgefahren hat.
Ich werde für den Index bullisch, wenn er überzeugend über 12.900 Punkte ansteigen kann. Unterhalb der 12.900er bleibt der Index in einem Tradingmarket.
Auffällig ist die seit 3 Monaten hohe positive Korrelation des DAX mit dem MSCI Emerging Markets Index und dem Shanghai Composite. Solche Intermarketvergleiche zeigen durchaus auch neue Kausalitäten auf der Makroebene auf. Es lassen sich von einem der miteinander korrelierenden Basiswerte Rückschlüsse auf die anderen ziehen. Wenn die Emerging Markets endlich ihre drastische Korrektur dieses Jahres beenden können, würde das auch dem DAX Auftrieb geben.
Wie ich zuletzt berichtete, ist der Weg hin zu der 12.900er Marke mit unterschiedlichen charttechnischen und indikatorentechnischen Widerständen zugestellt. Wie auf dem folgenden Chart eindrucksvoll zu erkennen ist, hat sich das Kursgeschehen seit 6 Handelstagen an der Wolkenunterkante (Senkou Span A) festgefahren. Hier entscheidet sich, ob es in den kommenden Wochen tendenziell höher oder tiefer geht. Bei 12.640 Punkten würde die nächste Hürde warten.
Mittelfristig: Das Preisniveau bei 12.900 Punkten im DAX ist maßgeblich, es entscheidet darüber, ob der Index endlich wieder auf die Startbahn für eine echte Rally geschoben werden kann. Gelingt es dem DAX dynamisch auf Wochenschlusskursbasis über 12.900 Punkte anzusteigen, generiert dies ein Kaufsignal mit einem mittelfristigen Projektionsziel von 14.800 Punkten.
Kurzfristig: Mit dem Wochenschlusskurs von 12.340 Punkten steht der Index nun direkt unter einem Widerstand bei 12.465 Punkten. Bei 12.600-12.640 Punkten liegt anschließend ein Widerstandsbereich im Markt.
Nach unten hat der DAX im Bereich von 11.700 Punkten eine wichtige Unterstützung, deren Bruch einen echten Sell Off einleiten kann. Es wäre also wichtig, dass dieser Bereich verteidigt werden kann.

WALT DISNEY – Links angetäuscht, rechts abgebogen

Walt Disney legte in den letzten Tagen eine relativ steile Rally hin. Wie fügt sich diese in das Gesamtbild ein?
Walt Disney startete im Oktober 1990 nach einem Tief bei 7,166 USD zu einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese Bewegung lief sehr lange in einem Trendkanal ab. Im Mai 2014 brach die Aktie per Monatsschlusskurs über die obere Begrenzung dieses Kanals aus. Anschließend kletterte der Wert noch auf ein Allzeithoch bei 122,08 USD.

Nach diesem Hoch setzte eine längere Konsolidierung ein. Dabei fiel Walt Disney auf die alte obere Begrenzung bzw. auf das 38,2 % Retracement des Rallyabschnitts ab Oktober 2011 zurück. Diese Konsolidierung spielte sich in einem symmetrischen Dreieck ab.

Am 26. Juli 2018 brach die Aktie erstmals per Tagesschlusskurs aus dem Dreieck nach oben aus. Anschließend kletterte sie auf ein Hoch bei 117,90 USD. Dort setzten Gewinnmitnahmen ein. Es kam zu einem überschießenden Pullback an das Dreieck, das erst am kurzfristigen 50 % Retracement bei 108,35 USD gestoppt wurde. Dabei geriet das bullische Bild, das mit dem Ausbruch aus dem Dreieck entstanden war, kurzfristig stark ins Wanken. In den letzten Tagen zog die Aktie des Unterhaltungsriesen aber wieder deutlich an. Der Weg zum Hoch vom 07. August ist nicht mehr weit.

Der Ausbruch aus dem großen Konsolidierungsdreieck scheint geschafft. Kurzfristig sollte Walt Disney bis 117,90 und 122,08 USD ansteigen. Ein Ausbruch auf ein neues Allzeithoch würde das bullische Bild bestätigen. Anschließend wären Kurse um 150 USD auf mittel-längerfristige Sicht durchaus erreichbar.

Nach dem steilen Anstieg in den letzten Tagen liegen sinnvolle Stopp-Marken relativ weit entfernt. Vermutlich würde erst ein Rückfall unter 108,35 USD das bullische Bild ins Wanken bringen.

ROCKET INTERNET - Tage der Wahrheit

Investoren in Rocket Internet hoffen auf den Start einer neuen Kaufwelle. Noch gibt es jedoch einige Probleme, die aus dem Weg geräumt werden müssen.

In Rocket Internet kam es im Sommer im Widerstandsbereich um 31 EUR zu einer Topbildung. Mehrmals hatten die Käufer im Vorfeld versucht, den Widerstand zu knacken, mussten am Ende jedoch immer wieder klein beigegeben. Mit dem am 14. September erfolgten Rückfall unter den Support um 28,25 EUR wurde die Topbildung vollendet und die Aktie ging kurzfristig in eine Abwärtsbewegung zum nächsten Support bei 25,50 EUR über.

Dieser Support wurde in den vergangenen Handelstagen von den Käufern genutzt. Verwunderlich ist dies nicht, da dort neben der horizontalen Unterstützung auch der EMA200 zu finden war. Bisher sind die Bullen jedoch nicht über einen Pullback an die alte Unterstützung bei 28,25 EUR hinausgekommen. Kurz unterhalb dessen konsolidiert die Aktie aktuell seitwärts.

Die Basis ist da
Richten wir den Blick nach vorne, steht derzeit fest, dass sich zwei konträre Impulse gegenüberstehen. Mittelfristig wäre mit dem Test des EMA200 der Start einer neuen Kaufwelle mit Zielen bei 31,34 EUR und mehr möglich. Andererseits ist es den Bullen noch nicht gelungen, die kurzfristig laufende Korrektur zu beenden. Im Gesamtbild könnte jedoch den Käufern ein kleiner Vorteil eingeräumt werden. Im besten Fall wird dieser in den nächsten Tagen mit einem Ausbruch über 28,25 EUR bestätigt. Sollte es hingegen einen bärischen Ausbruch aus der kurzfristigen Konsolidierung geben, ist mit einem Test von 25,50 EUR zu rechnen. Darunter würde sich sogar weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 23 EUR ergeben

PLATIN - Am seidenen Faden

Die guten Erholungsansätze bei Platin zu Wochenbeginn sind dahin. Nun steht es Spitz auf Knopf für die Bullen.

Widerstände: 812,50 + 845,90 + 867,80
Unterstützungen: 810,00 + 788,50 + 762,10

Rückblick: Der Platinpreis setzte seine Erholung in dieser Woche nicht weiter fort. Was bis gestern noch als Pullback auf den überschrittenen Abwärtstrend gewertet werden konnte, ist nach dem starken Rücksetzer hinfällig. Die Ausbruchsmarke bei 812,50 USD wurde wieder unterschritten. Damit droht im bärischen Fall sogar eine Wiederaufnahme der übergeordneten Abwärtsbewegung.

Charttechnischer Ausblick: Die Käufer müssen das Edelmetall nun zwingend im Bereich des kurzfristigen Aufwärtstrends und damit um die Marke von 810 USD stabilisieren. Ein klares prozyklisches Kaufsignal entsteht erst, wenn der Widerstand bei 845,90 USD aus dem Markt genommen wird. Unter 810 USD könnte sich der gestrige Abverkauf fortsetzen bis an das Zwischentief bei 788,50 USD. Hält auch dieses nicht, drohen weitere Verluste auf 762,10 und 751,00 USD. Die guten Ansätze zu Beginn der Woche wären in diesem Fall endgültig dahin.

Der perfekte Ausstieg! Hier entstehen die Gewinne!

Gewinne laufen lassen oder doch mit Kurszielen arbeiten? Was ist besser? Wie planen die Profis Ihren Ausstieg? Gibt es vielleicht eine geheime Wunderwaffe?

„Ein mich momentan sehr quälendes Problem ist die Frage nach dem richtigen Ausstieg. Setzt man einen festen TP (und lässt entspr. Gewinn nicht laufen?). Oder zieht man den Stop markttechnisch nach, gibt bei Umkehr aber viel Gewinn ab? Oder zieht man bei markanten Leveln den Stopp dicht ran? Wäre so ein Thema denkbar? Ich würde mich freuen!“

Diese Frage erreichte mich jüngst auf meinem Guidants-Desktop. Also auf geht‘s! Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die Frage nach dem perfekten Ausstieg werfen!
Mein erster Gedanke nach dem Lesen der Frage war: oh mein Gott! Wie in aller Welt soll ich auf diese höchst spannende Frage antworten, ohne einen ganzen Roman schreiben zu müssen? Das Thema ist so vielschichtig, dass es einfach nicht möglich ist, in einem kurzen Artikel alle Facetten zu beleuchten. Deshalb konzentriere ich mich auf die ersten Schritte, bevor wir in vielleicht weiteren Artikeln auf die kleinen Details eingehen:

Optimal ist nicht gleich Optimal!
Eine der für mich wesentlichsten Punkte auf der Suche nach dem perfekten Ausstieg hat gar nichts mit der Ausstiegssystematik als solches zu tun. Ob man mit Kurszielen oder nachgezogenen Stopps arbeitet, ist nur zweitrangig. Es ist wesentlich sinnvoller einen Schritt zurück zu machen und sich dem Thema von einer gänzlich anderen Perspektive zu nähern. Als Trader müssen Sie sich nämlich der Tatsache bewusst werden, dass es bei allen Entscheidungen die Sie zukünftig treffen werden, objektiv optimale, subjektiv optimale oder gar keine optimale Antwort geben wird. Unter objektiv optimal verstehe ich das rein mathematische Optimum. Subjektiv optimal ist als eine Art Wohlfühlparameter definiert.

Diese Antwort mag unbequem und unbefriedigend sein. Da sie jedoch der Realität entspricht, macht es keinen Sinn, die Augen davor zu verschließen. Lassen wir die dritte Variante, in der es keine optimale Antwort gibt, einmal außen vor, so muss sich der Trader zwischen der objektiv optimalen und subjektiv optimalen Ausstiegsstrategie entscheiden.

Als Tradingcoach rate ich Ihnen, sich immer für die subjektiv optimale Ausstiegsstrategie zu entscheiden. Es mag sein, dass diese Strategie nicht zur besten Performance führt oder vielleicht sogar gegen allgemeine Börsenweisheiten verstößt. Aber was nützt Ihnen die auf dem Papier beste Performance, wenn Sie emotional nicht in der Lage sind, die damit verbundenen Schritte auch diszipliniert zu gehen.

Als Coach sehe ich immer wieder, wie Tradingneulinge lediglich auf die Performance schauen. Wie hoch ist die Rendite über die letzten Jahre gewesen? Oh! 300 %! Das ist ja genial! Das will ich auch haben! Kein Trader macht jedoch einen Sprung von null auf 300 %. Stattdessen muss der Trader jeden einzelnen Trade der Performancekurve ablaufen. Und wenn der damit verbundene Weg für den Trader emotional zu steinig ist, wird er seine Disziplin über Bord werfen und sich nicht mehr an die Regeln halten. Aus dem Traum von 300 % wird dann ein Albtraum!

Deshalb bin ich grundsätzlich ein Freund davon, die subjektiv optimale Lösung zu favorisieren. Natürlich sollte diese einen positiven Erwartungswert haben, schließlich macht es keinen Sinn, einen verlustigen Ansatz zu handeln. Sofern man jedoch eine erfolgreiche Strategie sein eigen nennt, macht es durchaus Sinn, auf ein wenig Performance zu verzichten, während man sich auf der anderen Seite das Leben dadurch ein wenig leichter macht.

Ausstiegstaktik und Tradingstil
Nachdem wir dieses grundlegende Problem besprochen haben, müssen wir die Auswirkungen der Ausstiegstaktik beleuchten. Der Ausstieg nagelt nicht nur den Gewinn oder Verlust in einem Trade fest, sondern hat auch extremen Einfluss auf die gesamte Tradingstatistik. Mit dem Ausstieg legen wir bspw. fest, ob wir Swingtrading, Scalptrading oder Trendtrading betreiben. Diese Tradingstile verlangen dem Trader wiederum unterschiedlichste Charaktermerkmale ab.

In meiner Tradingausbildung gehe ich sehr detailliert auf die unterschiedlichen Vor- und Nachteile ein. Exemplarisch greife ich mir hier deshalb nur die Trefferquote heraus. So geht das Trendtrading in der Regel mit einer relativ kleinen Trefferquote einher, während das Scalptrading das andere extrem darstellt. Wenn Sie jemand sind, der gerne Recht hat, dann wird Ihnen das Scalptrading mehr liegen, als das Trendtrading. Gleichzeitig müssten Sie aber auch ein eher aktiver Mensch sein, da im Scalptrading relativ viel gehandelt wird. Dies wiederum benötigt einen entsprechenden Zeitaufwand usw. und so fort.

Sie sehen schon, wie komplex diese Thematik am Ende werden kann und das es aus aus der individuellen Sicht immer ein "ja, aber..." geben wird. Deshalb lässt sich festhalten, dass die subjektiv optimale Lösung die ist, in der Sie die wenigsten Kompromisse eingehen müssen. Wo das jedoch der Fall ist, kann Ihnen kein Coach aus der Ferne jemals sagen. Deshalb bin ich auch extrem vorsichtig mit allgemeinen Tipps im Trading. Was für den einen perfekt passt, könnte sich für den anderen als totales Chaos herausstellen.

Die objektiv beste Lösung!
Natürlich möchte ich Ihnen auch nicht verheimlichen, was meiner Meinung nach die objektiv beste Lösung darstellt. Ignorieren wir all das bisher besprochene, würde ich Ihnen empfehlen mit einem großzügigen Trailingsstopp zu arbeiten - zumindest dann, wenn Sie längerfristig im Aktienmarkt unterwegs sind. Wahrscheinlich ist dieser Markt auch einer derjenigen, der objektiv gesehen die größten Vorteile mit sich bringt. Allein die Tatsache, dass wir bei Aktien einen langfristig positiven Trend unterstellen können, macht diese Anlageklasse relativ einzigartig. Solche Zusammenhänge gibt es weder bei Rohstoffen noch in Währungen.

Sie sehen schon, obwohl ich Ihnen in diesem Abschnitt die eigentlich objektiv beste Lösung vorstellen wollte, müssen wir schon wieder Fallunterscheidungen vornehmen. Aktien funktionieren eben doch etwas anders als Währungen oder Rohstoffe. Grundsätzlich aber würde ich meinen, dass Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen eine objektiv gesehen sehr starke Lösung darstellt. Wenn Sie hierbei die Volatilität in ihrem Basiswert berücksichtigen, dürfte dieser Ansatz auch in verschiedenen Märkten und Zeitrahmen funktionieren. Mit ein wenig Erfahrung lässt sich dieser Ansatz natürlich noch verfeinern. So könnte man beispielsweise den Stopp immer aggressiver nachziehen, je größer die Gewinne schon sind. Damit würde man beispielsweise auf seine eigenen Erfahrungen reagieren, dass in dem gehandelten Markt kein Trend ewig hält. Was jedoch aggressiv ist und ab wann man einen solchen Ansatz fahren sollte, hängt dann wieder vom Markt und Zeitrahmen ab.

Einfach kann ja jeder!
Wir Menschen lieben klare Ansagen! Diese vermitteln uns ein gewisses Maß an Sicherheit und im Zweifel können wir auch die Verantwortung auf andere abwälzen. Ich bin mir bewusst, dass aus dieser Perspektive heraus meine Antwort zur Frage nach dem perfekten Ausstieg auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte. Dafür habe ich viel zu allgemein argumentiert und Ihnen vor allen Dingen lediglich Entscheidungsalternativen aufgezeigt. Entscheiden müssen sie jedoch selbst. Statt einer glasklaren Regeln erhalten Sie nur einen Bauplan, um sich den für Sie optimalen Ausstieg herzuleiten (für Trader in meiner Ausbildung gehen wir diese Schritte gemeinsam). Wer diesen Schritt wohl überlegt wagt, dürfte seinen Träumen wieder ein Stück näher gekommen sein. Fasse ich den Entscheidungsprozess zusammen, lautet meine erste Antwort auf die Frage nach dem perfekten Ausstieg wie folgt:

Versuchen Sie Positionen möglichst laufen zu lassen, vor allen Dingen, wenn diese im Gewinn stehen. Sorgen Sie mit ihren Ausstiegsregeln dafür, dass Verluste relativ schnell begrenzt werden. Bei all den theoretischen Überlegungen müssen Sie jedoch Ihrer Persönlichkeit Rechnung tragen. Setzen Sie Ihre Stärken und Schwächen perfekt ein. Der für Sie perfekte Ausstieg wird mit den Regeln realisiert, mit denen Sie erfolgreich sind, gleichzeitig aber die geringsten Kompromisse eingehen müssen und deshalb in der Lage sind, ihre Strategie auch diszipliniert zu traden. Wo genau die Grenze dafür liegt, ist jedoch höchst individuell.

In diesem Sinne viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Wöchentliche Marktinfo KW38

HANG SENG - Großoffensive

Hier könnte demnächst eine Rally starten. Schwäche ist nicht erlaubt und an dieser Stelle auch völlig unangebracht.
Elliott Wellen Analyse

Im HANG SENG Index wurde zum Jahreswechsel eine große Wellensequenz abgeschlossen, die als Welle 5 der 5 der 3fungieren sollte. Im Anschluss einer Welle 3 folgt eine Welle 4, welche sich im Jahr 2018 in den Wellen a-b-c ausbreiten durfte. Im Tief wird daher angenommen, dass sich die Welle 5der c der 4 finalisieren konnte. Das würde bedeuten, dass eine groß angelegte Kursrally, über mehrere 1.000,00 Punkte anstehen könnte. Die nächste größere Bewegung wird als Welle 5 erwartet. Ein Ziel liegt bei 35684,00 Punkte.
Nahezu täglich sollte hier die Situation engmaschig begutachtet werden, weil die Welle 4 nicht mehr viel Spielraum besitzt.

Fazit:
Ein wichtiges Impulsziel liegt bei 41385,00 Punkte. Jedes weitere Tief auf der Unterseite wäre unschön und könnte das enorme Aufwärtspotenzial in Frage stellen.

CARL ZEISS MEDITEC – Rücksetzer läuft

Die Aktie von Carl Zeiss Meditec gehört in diesem Jahr auch zu den Highflyern im TecDAX. Die Aktie legt in diesem Jahr 43,64% zu.
Im August 2015 startete die Aktie von Carl Zeiss Meditec zu einer starken Aufwärtsbewegung innerhalb eines Trendkanals. Anfang Juli 2018 brach sie aus diesem Kanal nach oben aus, was zu einer weiteren Trendbeschleunigung führte. Anschließend kletterte der Wert auf das aktuelle Allzeithoch bei 76,958 EUR. Er konsolidiert seit diesem Hoch, das vom 04. September 2018 stammt.

Nach der starken Rally in den letzten Wochen und Monaten haben die Bullen einigen Spielraum. Ein Rücksetzer an die alte Trendkanaloberkante bei aktuell ca. 67,05 EUR wäre für die mittel-langfristige Entwicklung unproblematisch. Danach könnte es durchaus zu einem weiteren Rallyschub kommen. Ein Rückfall in diesen Trendkanal würde das Chartbild allerdings deutlich verschlechtern.

COMMERZBANK - Bodenformation vollendet

Die Commerzbank durchbrach gestern eine wichtige Hürde. Dadurch kam es zu einem neuen Kaufsignal. Welche Auswirkungen könnte dies haben?

Die Aktie der Commerzbank ist heute den letzten Tag im DAX gelistet. Am Montag steigt sie in den MDAX ab. Der Wert befindet sich seit einem Jahreshoch bei 13,82 EUR aus dem Januar 2018 in einer Abwärtsbewegung. Diese führte am 27. Juni zu einem Tief bei 7,916 EUR. Damit setzte eine Bodenbildung ein. Gestern brach die Commerzbank mit einer langen weißen Kerze über 9,291 EUR und damit über die Nackenlinie dieses Doppelbodens nach oben aus. Das rechnerische Ziel liegt bei 10,90 EUR.

Kurzfristig sollte die Commerzbank noch bis ca. 9,75 EUR ansteigen. Dort dürfte es zu Gewinnmitnahmen und einem Pullback an die Bodenformation kommen. Wenn dieser Pullback erfolgreich abgeschlossen werden kann, dann wären mittelfristig Gewinne in Richtung 10,90 EUR möglich. Sollte es allerdings zu einem stabilen Rückfall unter 9,291 EUR kommen, dann wäre der gestrige Ausbruch eine Bullenfalle.

SILBER - Shorttrigger nicht aktiviert

Die Käufer stabilisierten den Silberpreis in den vergangenen Tagen. Kommt es nun zum Wochenschluss zu einem Kaufsignal?

Widerstände: 14,35 + 14,85 + 15,19
Unterstützungen: 13,90 + 13,60

Rückblick: Der Silberpreis sah zu Wochenbeginn noch deutlich angeschlagen aus. Das Edelmetall stabilisierte sich aber in der Folge und versucht zum Wochenschluss den Ausbruch aus der mehrtägigen Range mit Kursen über 14,35 USD. Sollte dieses Signal in der kommenden Woche bestätigt werden, besitzt das Edelmetall Erholungspotenzial.
Charttechnischer Ausblick: Auch wäre in diesem Fall der seit Juni intakte Abwärtstrend zur Oberseite verlassen. Der Kreuzwiderstand aus mehreren Hochs und dem EMA50 bei 14,85 USD stellt ein kurzfristiges Ziel dar. Etwas darüber wartet bei 15,19 USD der nächste charttechnische Widerstand. Etwas weiter gedacht könnte der laufende Anstieg Teil des Kopfes einer inversen S-K-S werden. Hierfür müssen aber die nächsten Kursmuster abgewartet werden. Auf der Unterseite bietet das Tief bei 13,90 USD Halt. Geht es darunter, läge die nächste Unterstützung bei 13,60 USD.

Die große Performance-Falle!

Wer sein Glück überstrapaziert, wird tief fallen! Geradlinige Performancekurven und der Traum vom großen Geld locken immer wieder unbedarfte Anleger an die Märkte. Aber seien Sie gewarnt!

Wir alle wissen, dass es an der Börse ohne zumindest zwischenzeitliche Verluste einfach nicht geht und trotzdem lechzen wir danach, möglichst schadlos durchs Börsengewässer zu Segeln. Angeheizt wird dieser Wunsch leider auch durch die Finanzindustrie. In den letzten Jahren sind Services, in denen jeder Profis folgen oder sogar direkt investieren kann, wie Pilze aus dem Boden gesprossen. Gerne wird zur Kundengewinnung mit einer genialen Performance geworben. Je geradliniger die Performancekurve ist, desto besser. Beim Anblick einer Depot-Performance wie die in der folgenden Abbildung, wirft man seine anfänglichen Bedenken schnell über den Haufen. Nur allzu greifbar scheint der Traum einer hohen Rendite ohne Risiko.

(Quelle: wikifolio)

Ich persönlich analysiere und trade die Märkte nun schon seit fast 20 Jahren hauptberuflich und coache seit mehr als 10 Jahren (hier geht es zur Traderausbildung). Dabei bediene ich mich regelmäßig statistischer Tests und ich bekomme extreme Bauchschmerzen, wenn ich Performancekurven wie die obige sehe. Solche geradlinigen Performancekurven spiegeln nicht die Erfahrung wieder, die sich bei mir im Laufe der Jahre bei all den Tests entwickelt hat. Ohne Zweifel hat fast jede Strategie Phasen, in denen es richtig gut läuft. Ein relativ geradliniger Strich von links unten nach rechts oben ist keine Seltenheit. In dieser Zeit passt die Strategie einfach perfekt zum Marktumfeld. Wie wir alle wissen (hoffe ich zumindest), bleibt dies aber leider nicht immer so. Bullenmarkt und Bärenmarkt wechseln sich ab. Es gibt Zeiten hoher und niedriger Volatilität und nur allzuoft auch irgendetwas dazwischen. Kein einzelnes Regelwerk dieser Welt kann in allen Phasen gleich gut abschneiden. In einem Bullenmarkt größtenteils long zu gehen und mit großen Kurszielen zu arbeiten, sicherte in den letzten Jahren eine hohe Rendite. Im Bärenmarkt wird dies jedoch nicht funktionieren und die Strategie befindet sich im Drawdown.

Von Glücksrittern

Angesichts dieser Tatsache stellt man sich die Frage, woher denn immer wieder diese super Performancekurven kommen? Wird hier etwa gelogen?

Soweit möchte ich an dieser Stelle gar nicht gehen. Aber bereits im vorangegangenen Absatz habe ich Ihnen eine mögliche Erklärung gegeben. Wenn die Strategie perfekt zur aktuell vorherrschenden Marktphase passt, kommt es wirklich zu sehr schönen Performancekurven. Die große Frage ist jedoch, wie das System bzw. der Trader reagiert, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Das Beispiel von oben macht hier keine Ausnahme. Schauen Sie nur einmal, wie sich das Konto in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Wenn ich Ihnen sage, dass dieses Depot vornehmlich in Deutschland investiert und Sie sich einmal den Kursverlauf vom Dax in diesem Jahr anschauen, könnte klar werden, warum es auf einmal zum bisher größten Drawdown in diesem Wikifolio gekommen sein dürfte.

(Quelle: Wikifolio)

Nichts liegt mir ferner als eine Wertung bezüglich dieses konkreten Beispiels vorzunehmen. Vielmehr geht es mir um das grundlegende Problem und ich möchte Sie als Trader/Anleger dafür sensibilisieren. Die Bäume wachsen am langen Ende nicht geradlinig in den Himmel. So richtig deutlich wird es wohl im folgenden Beispiel. Was zu schön aussieht, um wahr zu sein, ist es meist auch:

(Quelle: Wikifolio)

Neben dem Umstand, dass das Depot einfach nur Glück hatte und quasi zur rechten Zeit am rechten Ort unterwegs war, kann auch das Thema Überoptimierung eine Rolle spielen.

Gefahr Überoptimierung

Im Rahmen von Tests ist es sehr leicht möglich, perfekte Performancekurven zu kreieren. Man fängt einfach mit ein paar grundlegenden Regeln an und erhält eine zunächst noch wacklige Performancekurve. Indem man einfach immer mehr Variablen hinzufügt, kann man die jeweiligen Fehlsignale filtern und voila, fertig ist die perfekte Tradingstrategie. Leider ist diese aber auch so speziell, dass sie höchstwahrscheinlich sehr schnell nicht mehr funktionieren wird. Kleinste Veränderungen bei den Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Strategie in einen Drawdown rutscht. Wahrscheinlich ist sogar, dass aus einer ursprünglich sehr erfolgreichen Strategie, eine verlustige wird.

Ich möchte beim Thema Überoptimierung nicht zu tief ins Detail gehen, habe aber eine Theorie. Ich befürchte, dass sich die Märkte nicht in ein Konzept statischer Regeln (egal wie komplex diese sind) pressen lassen. Mit Optimierungsmaßnahmen kann man eine Strategie ohne Zweifel verbessern. Im Grunde passiert nichts anderes, als dass verlustige Trades herausgefiltert werden. Die Tradingsfrequenz sinkt, während sich die Statistik verbessert. Analytisch zieht man nun aus sehr wenigen Beispielen weitreichende Schlussfolgerungen. Ich behaupte jedoch, dass, wenn man diese neue, überoptimierte Strategie so lange durchführen würde, dass man wieder auf eine entsprechend hohe Anzahl an Trades kommt, die Statistik dieser Strategie nicht wesentlich anders aussehen wird, als vor Beginn der Optimierungsmaßnahmen - eventuell sogar schlechter. Vielleicht stammt daher die allgemeine Börsenweisheit, es beim Traden so einfach wie möglich zu halten (KISS-Prinzip).

Von offenen und geschlossenen Trades

Um die Liste möglicher Probleme zu vervollständigen, möchte ich abschließend noch auf einen weiteren Punkt eingehen, mit dem geradlinige Performancekurven erzeugt werden. Hierfür müssen Sie wissen, dass die viele Performancekurven lediglich abgeschlossene Trades darstellen. Der Trader bzw. Investor ist eine Position eingegangen und hat diese bereits wieder geschlossen. Der Gewinn oder Verlust fließt in die Performancekurve ein. Ich denke, Sie ahnen schon, worauf ich hinauswill. Wenn der Trader und Investor viele offene Positionen besitzt, die im Verlust stehen, schlägt sich dies nicht in der Performancekurve nieder. Im Extrembeispiel könnten wir eine Gerade nach oben erzeugen, wenn wir ausschließlich Gewinner verkaufen, während jeder verlustige Trade offen bleibt. Während die Performance eine geradlinige positive Rendite suggeriert, könnte das Konto real sogar im Minus stehen. Um diesen Aspekt auszuschließen, ist es zwingend notwendig, Kontoverläufe mit offenen als auch geschlossenen Positionen abzubilden - und das möglichst Realtime.

Zusammenfassung

Ziel meines Artikels war es, Sie für das Thema Performance und Risiko an der Börse zu sensibilisieren. Gerade in Phasen in denen es an der Börse super läuft, schmeißt man nur allzu gerne allgemein Bekanntes über Bord. Wer es hierbei übertreibt, kann sehr tief fallen. Ich möchte keinem zu nahetreten, bin aber ehrlich gesagt gespannt, wie sich so das eine oder andere öffentliche Portfolio schlägt, wenn wir beispielsweise wieder einmal einen Bärenmarkt vorliegen haben. Ich hoffe jedoch, dass Sie auch dank des vorliegenden Artikels nicht gänzlich überrascht werden und einen großen Teil der vielleicht jetzt aufgelaufenen Super-Gewinne behalten können, da Sie entsprechend vorgebeugt haben. Gerne unterstütze ich Sie dabei: Die Traderausbildung!

In diesem Sinne viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Wöchentliche Marktinfo KW37

S&P500 – Neues Allzeithoch in den kommenden Tagen?

Die amerikanischen Standardwerte machen weiterhin keinerlei Anstalten, die Sommerrally auch nur ansatzweise zu korrigieren.
Eins muss man der Twitter-Aktivität von US-Präsident Trump lassen – sie wirkt regelmäßig unterstützend für die Aktienkurse an der Wall Street und somit positiv für die Vermögen des wohlhabenderen Teils der US-Bevölkerung. Ob das im Sinne der Börsenethik so korrekt ist, steht auf einem anderen Blatt.
Wer in den vergangenen Tagen darauf spekuliert hatte, die US-Indizes würden ebenso wie die europäischen Indizes eine technische Korrektur einleiten, wurde massiv enttäuscht. Der S&P500 schüttelte jedwede Attacke der Bären im Wochenverlauf ab und marschierte wieder über die 2.900 Punkte-Marke.
Der Aufwärtstrend im Tageschart des S&P500 wurde im Wochenverlauf nicht unterboten und auch der Supertrend-Indikator zeigt einen intakten Aufwärtstrend. Oberhalb von 2.870/75 Punkten ist das kurzfristige Chartbild daher vorerst weiter uneingeschränkt bullisch einzustufen.

JUVENTUS TURIN - Fahnenstangen-Aktie ist fällig

Die Juve-Aktie erlebt aktuell ihren zweiten Frühling. 150 % Kursgewinn innerhalb weniger Wochen und das nur, weil ein gewisser CR7 kam. Fahnenstange!

Seit den ersten Wechselgerüchten des Weltfußballers CR7 im Juli konnte die Aktie von Juventus Turin um rund 150 % zulegen. Einer gezahlten Ablösesumme von 105 Mio. EUR, steht somit ein Zuwachs von über 800 Mio. EUR an Börsenwert gegenüber. Dieser Anstieg ist zum Teil gerechtfertigt, schaut man sich den Rattenschwanz an, den Ronaldo mitbringt.

CR7 ist zu einer weltbekannten Marke geworden, Fanartikel dürften daher wie heiße Semmel über die Shop-Theken wandern. Hinzukommen evtl. höhere Erlöse durch Ticketverkäufe. Ein großer Faktor dürften aber die Einnahmen aus Werbeaktionen und Sponsorings sein. Mögliche Titelgewinne in der Champions League sind ebenfalls nicht ausgeschlossen. Zumindest die Ablösesumme sollte daher nach kurzer Zeit amortisiert sein.

Dennoch wird in der Aktie viel Zukunftsmusik eingepreist, vor allem hinsichtlich möglicher Titel und der Kursverlauf gleicht mittlerweile einer Fahnenstange. Hinzukommt, dass die Kursbewertung in keinster Weise fundamental bestätigt werden kann. Der Fußballklub ist hoch verschuldet. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Schuldenberg auf 309,8 Mio. EUR. Damit verdoppelte sich die Verschuldung nahezu im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem fiel der Umsatz um über 10 % auf 504,7 Mio. EUR. Das Jahresergebnis fiel mit einem Verlust von -19,2 Mio. EUR noch viel katastrophaler aus (-145 % ggü. Vorjahr).

BEIERSDORF hängt fest

Beiersdorf hängt seit eingen Tagen an einer Hürde fest. Welche Folgen könnte ein Ausbruch darüber haben?

Beiersdorf ist eine der wenigen Aktien im DAX, die in diesem Jahr auf ein neues Allzeithoch kletterte. Dieses Hoch stammt vom 07. August 2018 und liegt bei 103,25 EUR. Zu einem Ausbruch auf Tagesschlusskursbasis über das alte Allzeithoch bei 102,00 EUR kam es aber nicht. Anschließend fiel die Aktie auf ihren Aufwärtstrend seit März 2018 zurück. Diesen Trend verteidigte der Wert am 07. September gerade noch so. Anschließend erholte er sich an den EMA 50. An diesem EMA, der aktuell bei 99,87 EUR verläuft, hängt die Beiersdorf-Aktie aktuell fest.

Gelingt ein Ausbruch über diesen EMA, dann könnte es zu einem neuen Aufwärtsschub kommen. Erstes Ziel wäre der Widerstandsbereich um 102,00 EUR. Ein Ausbruch darüber würde sogar weiteres Potenzial in Richtung 111,50 EUR freisetzen. Sollte der Wert allerdings unter das Tief vom 07. September bei 96,76 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 92,50 und vielleicht sogar 85,88 EUR drohen.

Palladium: Bereit zum Sprung!

Ungeachtet eines Preisanstiegs von fast 20% binnen eines Monats verharrt der Palladiumkurs weiter auf hohem Niveau in einer Seitwärtskonsolidierung. Die Bullen haben den Wert weiter fest im Griff und dürften in Kürze die nächste Rallystufe zünden.

Widerstände: 1.000 + 1.028 + 1.057
Unterstützungen: 963 + 939 + 885

Rückblick: Seit der Verteidigung der Unterstützung bei 830 USD war der Palladiumkurs ab Mitte August in einer massiven Aufwärtsbewegung zurück über die vorherigen Haltemarken bei 872 und 908 USD gestiegen und hatte damit den vorherigen Abwärtstrend neutralisiert. Zuletzt erreichte die Rally bereits die Barriere bei 982 USD, ohne dass es zu einer spürbaren Korrektur gekommen wäre. Dieses enorme Aufwärtsmomentum führte zum Bruch der mittelfristigen Abwärtstrendlinie und könnte sich in den nächsten Tagen fortsetzen.
Charttechnischer Ausblick: Arbeitet sich Palladium jetzt auch erfolgreich über die 982 USD-Marke, könnte es direkt zu einer weiteren Aufwärtsbewegung bis 1.000 USD und darüber bis 1.028 USD kommen. An dieser Stelle wäre eine deutlichere Gegenbewegung wahrscheinlich. Wird anschließend auch die 1.028 USD-Marke durchbrochen, könnte die Kaufwelle bis 1.057 USD führen.
Erst ein Rückfall unter 963 USD würde aktuell für eine leichte Korrektur sprechen. Diese dürfte jedoch schon an der 939 USD-Marke wieder auf Käufer treffen, die die Rally fortsetzen. Aber selbst ein Abverkauf unter 963 USD würde die starke Rallyphase nicht beenden. Erst bei Kursen unter 908 USD müsste man sich hierüber Gedanken machen.

Arbitragehandel - Lizenz zum Gelddrucken

Was für ein Arbeitstag! 290 Trades in kurzer Zeit, aber alle quasi ohne Risiko und mit nettem Gewinn! Der Arbitragehandel macht es möglich!

Wer sagt, dass Trading eine einfache und wenig anstrengende Tätigkeit sei? Klar, als Trader klicken wir nur ein wenig hier und dort mit der Maus herum und schon rollt der Rubel. Aber machen Sie dies doch mal 290-mal am Tag. Da bleibt wenig Zeit für etwas anderes und mit dieser Tradingfrequenz dürfte der Godmode-Trader einen hausinternen Rekord aufgestellt haben. Bei einem 10-Stunden-Handelstag wird alle 2,06 Minuten eine Order abgeschickt. Das ist schon heftig, aber ehrlich gesagt, ist diese kleine Anekdote nur mein Aufhänger für eine gänzlich andere Geschichte. Im Gegensatz zu den meisten von uns betrieb der Trader nämlich keinen klassischen Handel, sondern konzentrierte sich auf den sogenannten Arbitragehandel.

Unter Arbitragehandel verstehen wir das Ausnutzen von Marktverwerfungen(Ineffizienzen). Im Grunde geht es darum, dass Sie unterschiedliche Preise für ein und dasselbe Produkt ausfindig machen und diese dann mit entsprechenden Geschäften ausnutzen. Der Lohn ist ein fast risikoloser Gewinn. Man stelle sich nur vor, wir könnten die SAP-Aktie für 99,73 EUR auf Xetra kaufen, während sie in Frankfurt oder Stuttgart für 110 EUR verkauft werden kann. Das wäre eine Goldgrube. Das Beispiel ist natürlich extrem, soll aber das Prinzip verdeutlichen.

Arbitrage in der heutigen Zeit

Arbitrage findet heutzutage ständig statt. So sind beispielsweise der Deutsche Aktienindex bzw. die in ihm gelisteten Aktien über Arbitrage mit dem Dax-Future verknüpft. Sind die Preisdifferenzen beider zu groß, so dass nach Abzug der Kosten ein Gewinn übrigbleibt, setzen Arbitragegeschäfte ein. Auch alle Währungspaare sind über dieses Prinzip miteinander verbunden. In der Theorie führt die kleinste Veränderung beispielsweise beim EUR/USD mathematisch zu einer Zwangsbewegung bei allen anderen Währungspaaren, da sonst risikolose Arbitragegewinne möglich sind.

Was sich auf den ersten Blick so super liest - wer möchte nicht gerne risikolose Gewinne erzielen - stößt spätestens in der Praxis auf echte Probleme. Zum einen ging der technologische Fortschritt natürlich auch an der Börse nicht spurlos vorüber. Viel läuft heute elektronisch und damit unendlich schnell ab, so dass der klassische Arbitragehandel computergesteuert werden muss. Dies wiederum führt dazu, dass Marktineffizienzen immer schneller ausgeglichen werden, was wiederum beim Trader dazu führt, immer bessere und schnellere Technik einsetzen zu müssen. Zudem sinken in diesem Kreislauf die Margen eines jeden Traders deutlich, was wiederum dazu führt, dass man für eine ordentliche Monatsrendite viele Märkte beobachten muss. In einem solchen Umfeld ist für den privaten Händler mit seinen begrenzten Mitteln kaum noch Platz. Ist der Arbitragehandel damit für uns uninteressant?

Temporär starke Chancen!

Mit dem technologischen Fortschritt scheint der Arbitragehandel für den privaten Trader tatsächlich uninteressant geworden zu sein. Trotzdem eröffnen sich auch uns immer wieder Chancen, zum Beispiel, wenn am Markt neue Produkte an den Start gehen oder es zu grundlegenden Veränderungen bei den Rahmenbedingungen/Regulierungen kommt. Bestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit war der Krypto-Hype. Nahezu täglich entstandene neue Krypto-Broker und jeder machte zum Teil seine eigenen Preise. In dieser Phase war es wieder möglich, kurzzeitige Preisunterschiede zu nutzen und damit relativ risikolos einen Gewinn zu erzielen.

Immer wieder ist auch zu lesen/hören, dass es im Derivatebereich zu preislichen Verwerfungen kommt. So kann man unter Umständen Zertifikate des einen Emittenten gegen die eines anderen ausspielen. Oder ein Schein ist zu günstig bepreist. Als Arbitrageur darf man sich auch im Bereich von Optionen und Optionsscheine umschauen, um Chancen zu finden. Und wer weiß, mit welchen neuen Produkten uns die Finanzwelt in den nächsten Jahren noch "verführen" möchte. Sofern Sie also einen neuen Trend/eine neue Modeerscheinung identifizieren, ist Arbitrage vielleicht auch für Sie eine interessante, wenn wahrscheinlich auch nur temporäre Tradingchance.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW36

ATX – Kurz vor der nächsten Abwärtswelle?

Den Österreichern gelingt es seit Jahrzehnten hervorragende Elliott Wellen Muster in ihren Index zu zaubern. So darf es gerne bleiben.

Elliott Wellen Analyse
Im ATX Index läuft aktuell die Welle 4, in ihren Unterwellen w-x-y-x2-z. In der letzten Phase sollte sich die Welle b weiterentwickeln und nach dem Hochpunkt dann die Welle c der z der Welle 4 einleiten. Mit anderen Worten, nach einer kleinen Erholung sollte der ATX Index seine Abwärtskorrektur fortsetzen.

Die Welle b konnte sich finalisieren und nach dem Hochpunkt startete dann tatsächlich die Welle c der z der Welle 4. Optimalerweise erreicht sie dabei die 3112,00er Marke.

Im ATX Index startet aber in Kürze die Welle 5, in ihren Unterwellen 1-2-3-4-5. Das ist im folgenden Wochenchart deutlich zu erkennen. Entscheidend ist, dass die dominierende Impulsbewegung 1-2-3-4-5 den Platz einnehmen sollte und neue Hochs daraus resultieren, auch wenn temporär die Korrektur exakt nach dem Wunschszenario verläuft. Der ATX Index besitzt ein harmonisches Ziel bei 3112,00 Punkten, es wurde für die Welle z der 4 ermittelt und könnte mit dem Erreichen die Abwärtskorrektur beenden. Die Mindestbedingungen sind aber bereits erfüllt, sodass die Rally jederzeit, aus dem Nichts, starten könnte.

Fazit:
Das 3813,00er Ziel dürfte, trotz der aktuell dominierenden Korrekturphase, erreicht werden.

DEUTSCHE BANK - Großaktionär könnte Aktie abstürzen lassen

Die Deutsche Bank-Aktie steht wieder im Mittelpunkt schlechter Nachrichten. Großaktionär HNA will anscheinend seine Beteiligung komplett auflösen.

Heute Morgen machten Spekulationen die Runde, dass der einstige wichtigste Großaktionär der Deutschen Bank seine Beteiligung komplett auflösen könnte. Die Rede ist von der chinesischen HNA Holding. Bereits Anfang des Jahres reduzierte HNA seine Beteiligung von über 10 % auf 8,8 % um sie danach auf 7,9 % abzubauen.

Das Problem: Die Holding hat in den vergangenen Jahren eine gigantische Schuldenblase aufgebaut. Beteiligungen an Unternehmen und Immobilen in Höhe von über 50 Mrd. USD wurden teilweise auf Pump gekauft, so auch das Aktienpaket der Deutschen Bank. Da HNA mehr und mehr in Schieflage gerät, müssen Beteiligungen abgestoßen werden um an liquide Mittel zu gelangen und unter anderem die Schulden zu begleichen.

Die Ende des Jahres fällige Anleihe wird zu einer Rendite von ca. 17 % gehandelt. Der Kupon beträgt 8,12 %. Die Anleihe mit einer Laufzeit bis Ende 2021 ist mit einem Kupon von 6,25 % ausgestattet und wird zu einer Rendite von ca. 13 % gehandelt. Im Angesicht solcher Konditionen sollte äußerste Vorsicht geboten sein und bei jedem Marktteilnehmer die Alarmglocke läuten.

Die Aktie der Deutschen Bank verliert über 1 % im Zuge der Nachricht. Fällt der Kurs unter die Unterstützung von 9,66 EUR, dann dürfte die Marke von 9,45 EUR auch nicht halten und es droht der Fall in Richtung Allzeittief bei 8,83 EUR.

BAYER - Neue Verkaufswelle nimmt das große Ziel ins Visier

Die Bayer-Aktie befindet sich im freien Fall. Allein seit dem letzten Zwischenhoch hat die Aktie 10% verloren. Damit summiert sich der "Monsanto-Crash" auf über 20% in einem Monat. Und das erste charttechnische Kursziel, das den Bullen als Auffangnetz dienen kann, ist noch weit entfernt.
Die Aktien von Bayer brachen am 13. August in einer massiven Verkaufswelle um rund 10 % ein, nachdem ein US-Gericht einen monsantogeschädigten US-Amerikaner in erster Instanz einen Schadensersatz i.H.v. 289,2 Mio. USD zugesprochen hatte. Nachdem die Aktie in den Monaten vor dem Urteil bereits eine Fülle charttechnischer Verkaufssignale geliefert hatte, brachte diese Nachricht das sprichwörtliche Faß zum Überlaufen und ließ den Wert in den folgenden Tagen an das mittelfristige Kursziel des Abwärtstrends bei 76,00 EUR implodieren.
An dieser Zielmarke startete eine leichte Erholung, die den Wert an den Widerstandsbereich von 84,50 bis 86,09 EUR führte. Nach einer kurzen Seitwärtsphase kam Ende August weiterer Abgabedruck auf und führte im gestrigen Handel zum Unterschreiten des bisherigen Tiefs bei 75,58 EUR.

Damit ist unterhalb des Widerstands bei 80,59 EUR (38,2 %-Retracementniveau der seit dem 22.08. laufenden Verkaufswelle) ein weiterer Abwärtsimpuls aktiv. Dessen erstes Ziel ist die 200 %-Extension der Abwärtsbewegung von 104,64 EUR bis 91,48 EUR die von Ende Mai bis Ende Juli den Einsturz der letzten Wochen vorbereitete. Dieses erste Ziel liegt bei 70,50 EUR.

Zwar kann es auf diesem Niveau zu einem weiteren Anstieg in Richtung 75,50 EUR kommen. Auf Sicht der kommenden Wochen dürften die Bären allerdings Nägel mit Köpfen machen und die Aktien von Bayer bis an das langfristige Ziel bei 61,73 EUR abverkaufen.

Sollte der Wert dagegen wieder über 75,50 EUR zurückfinden, warten bei 77,93 und 80,59 EUR starke Hürden, an denen jederzeit ein weiterer Abverkauf bis 61,73 EUR starten kann. Erst bei Kursen über 84,50 EUR könnte man von einer leichten Entspannung der Lage ausgehen. Und dennoch bleibt fraglich, ob es den Bullen gelingen kann, diese Marke in Richtung 88,93 EUR zu überwinden.

Palladium: Aufwärtstrend vor weiterer Beschleunigung

Der Palladiumkurs hat in den vergangenen Tagen ausgehend vom Tief bei 830 USD in der Spitze fast 20% zugelegt. Doch wer angesichts dieser Rally von einem Ende der Fahnenstange ausgeht, dürfte in Kürze von den Bullen eines Besseren belehrt werden.

Widerstände: 982 + 1.000 + 1.028
Unterstützungen: 963 + 939 + 885

Rückblick: Mitte August brach Palladium zunächst in einer weiteren Verkaufswelle bis an die wichtige Unterstützung bei 830 USD ein, um direkt im Anschluss eine massive Gegenbewegung zu starten. Bereits der erste Teil der Kaufwelle neutralisierte den vorherigen Einbruch und ließ den Kurs über die Hürden bei 908 und 939 USD ausbrechen. Ohne spürbare Korrekturen zog der Wert auch in den vergangenen Tagen weiter an und erreichte die Widerstandsmarke bei 982 USD. Erst dort kam es zu einer leichten Korrektur. Zuvor hatte der Wert bereits die mittelfristige Abwärtstrendlinie überwunden und damit ein zusätzlich bullisches Signal ausgebildet. Nach dem laufenden Pullback an diese Trendlinie kann bereits der nächste Aufwärtsimpuls einsetzen.
Charttechnischer Ausblick: Ausgehend von der Unterstützung bei 963 USD könnte die Käuferseite bereits die nächste Kaufwelle starten. Diese dürfte über die Hürde bei 982 USD und an die kurzfristige Zielmarke bei 1.000 USD führen. Darüber wäre eine Ausdehnung bis 1.028 USD die Folge. Sollte es nach einer Korrekturphase zu einem Ausbruch über diese Marke kommen, läge ein mittelfristiges Kaufsignal mit einem ersten Ziel bei 1.090 USD vor.
Abgaben unter 963 USD dürften von den Bullen bei 939 USD aufgefangen werden und in einen neuerlichen Anstieg bis 983 USD und darüber münden. Erst unter dieser Marke könnte eine stärkere Gegenbewegung bis 908 USD zurückführen. Der Aufwärtstrend der letzten Tage ist allerdings erst unterhalb von 908 USD beendet.

Depotsterben voraus - So schützen Sie sich vor dem nächsten Crash!

Mit diesen 3 grundlegenden Maßnahmen können Sie Ihr Konto auf den nächsten Crash vorbereiten. Wer sie ignoriert, wird untergehen!

Mit Blick auf das aktuelle Kursgeschehen im deutschen Aktienmarkt ziehen dunkle Wolken für Investoren auf. Bereits Anfang des Jahres fielen diverse meiner mittel- und langfristigen Trendfilter in den bärischen Bereich zurück. Zwar versuchten die Bullen im Mai und Juni ein Comeback, dieses wurde jedoch niedergerungen. Droht uns eventuell ein mehrjähriger Bärenmarkt?

Quelle: Guidants.com / Trendfilter ROC

Auszuschließen ist eine solche Entwicklung definitiv nicht und Anleger sind gut beraten, sich darauf vorzubereiten. Gänzlich reibungslos verlief der nach der Finanzkrise gestartete Bullenmarkt bis zum heutigen Tag zwar nicht, am Ende aber brauchte man nur ein wenig Sitzfleisch, um die Korrekturen zu überstehen. Wer erst in den letzten knapp zehn Jahren an die Börse gekommen ist, hat noch keinen echten Bärenmarkt erlebt. Optimismus und Konten werden schnell zerstört, wenn die Kurse erst einmal über Monate und Jahre ganz tief fallen und das gesamte Kapital für das Verbilligen aufgebraucht ist.

Trader, die eine solche Phase noch nicht erlebt haben, tendieren zur Selbstüberschätzung. Es ist leicht daher gesagt, eine solche Phase durchzuhalten und dabei keine emotionalen Überreaktionen zu zeigen. Wenn Konten aber erst einmal 50 oder gar mehr Prozent im Minus stehen und die Kurse einfach nicht steigen wollen und sogar weiter fallen, sind gute Vorsätze oft wie weggeblasen. Was dann folgt, ist meist das reine Trading-/Investorenchaos. Die folgende Abbildung beschreibt den Verlauf eines solchen Marktes perfekt:

Quelle: Der typische Trader / Sparkasse München

Beugen Sie vor!

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Tradingcoach erlebe ich es immer wieder, dass Trader und Investoren sich gewisser Probleme zwar bewusst sind, am Ende aber denken, dass diese vor allen Dingen für andere gelten. Man selbst ist schlauer und cleverer als die Masse. Einen selbst wird es schon nicht erwischen.

Und, ertappt?

Falls ja, sollten Sie genau weiterlesen, aber ich hoffe, dass dieser Artikel auch risikobewussten Investoren hilft, Bärenmärkten etwas gelassen entgegen zu sehen.
Einer der wichtigsten Faktoren ist, sich der möglichen Risiken bewusst zu sein und sich aktiv darauf vorzubereiten. Es ist völlig egal, ob der nächste Crash unmittelbar vor der Tür steht oder noch einige Jahre auf sich warten lässt. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die Börsenkurse in der Zukunft wieder kollabieren werden und für diesen Fall wollen Sie gerüstet sein - auch wenn Sie nicht wissen, auf welchem Niveau der Einbruch erfolgt.

Dabei können Sie nicht davon ausgehen, dass sich ein solcher Bärenmarkt über Wochen und Monate ankündigt, so dass Sie noch genügend Zeit haben, zu reagieren. Es wäre schön, wenn uns eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, wie sie sich aktuell beispielsweise im Dax andeutet, rechtzeitig warnt, verlassen würde ich mich jedoch nicht darauf. Punkt 1 auf Ihrer To-do-Liste ist also, Ihr Konto jederzeit auf Risiken hin abzuklopfen. Stellen Sie sich die einfache Frage, wie gut Ihr Konto mit plötzlichen Kursschwankungen zurechtkommt.

1. Portfoliobildung

Ein wichtiger Schritt um Risiken vorzubeugen, beginnt bereits beim Einstieg. Sie sollten immer ein ausgewogenes Portfolio halten. Der Portfoliogedanke ist dabei nicht nur auf Ihre Assets anzuwenden, sondern auch auf Ihre Strategie.

Es ist schön, wenn Sie ihr Kapital breit über Aktien, Indices, Währungen und Co. streuen, noch besser ist es jedoch, wenn Sie innerhalb ihrer Aktivitäten auch unterschiedliche Strategien verfolgen. Eine Long-Only-Strategie dürfte in einem Bärenmarkt nicht wirklich funktionieren und wenn dies Ihr einziges Standbein ist, werden Sie eventuell für Jahre in die Röhre schauen. Im Idealfall führt die Portfoliobildung sowohl bei Ihren Investments als auch innerhalb von Strategien dazu, dass die negativen Schwankungen kompensiert werden können. Sie werden damit natürlich nicht zu jeder Zeit gewinnen, aber Ihr Chance-Risiko-Profil wird sich deutlich verbessern.

2. Moneymanagement

Wie Sie schon merken, beschäftigen wir uns in diesem Artikel mit grundlegenden Aspekten des Risikomanagements. Dazu gehört natürlich auch, dass Sie Ihre Trades/Investments den Marktgegebenheiten entsprechend managen. In einem schon weitgelaufenen Trend vorsichtiger zu agieren und vielleicht kleinere Positionsgrößen zu wählen, macht durchaus Sinn.

Natürlich hilft es auch, klassische Moneymanagement-Ansätze wie den Fix-Ratio-Ansatz anzuwenden. In diesem wird in jedem Trade ein gewisser Prozentsatz des Ihnen zur Verfügung stehenden Kapitals riskiert. Läuft die Börse gut, tritt dieser Management-Ansatz das Gaspedal durch. Laufen Ihre Strategien und die Börse hingegen nicht im Gleichschritt, sorgt der Ansatz dafür, dass Sie auf die Bremse treten, in dem die Positionsgrößen reduziert werden.

3. Hedging

Ein drittes großes Element im Rahmen der Risikosteuerung ist das Hedgen. Hierbei geht es darum, bestehende Positionen durch weitere Geschäfte, beispielsweise über Optionen und Optionsscheine abzusichern. Ein solches Vorgehen ist auf dem Papier eine durchaus interessante Alternative, setzt jedoch voraus, dass man sich gut in diesem Umfeld auskennt.

Sie müssen bedenken, dass die falsche Wahl des Optionsscheins Geld kostet. Haben Sie beispielsweise die Laufzeit ihres Optionsscheins zu kurz gewählt und dieser wird fällig bevor der Crash kommt, hatten Sie lediglich Kosten und müssen nun nach einem neuen Schein Ausschau halten. In erster Linie funktioniert die Absicherung über Optionen und Co. wie eine Versicherung. Tritt der Schadensfall ein, bekommt man je nach Absicherungshöhe einen Teil dessen zurückerstattet. Ohne Schadensfall aber ist die Versicherungsgebühr weg.
So einfach wie das Thema Hedging immer wieder dargestellt wird, ist es nicht. Es ist auf keine Methodik, um in vollem Umfang zu gewinnen, nach unten aber vollständig abgesichert zu sein. Trotzdem ist das Hedging auch bei privaten Tradern ein beliebtes Mittel, um Risiken zu begegnen. Bevor Sie diesen Weg gehen, sollten Sie jedoch genau überlegen, ob es für Sie nicht andere und vor allen Dingen einfachere / planbarere Wege gibt. Im Grunde erreichen Sie die gleichen Effekte mit dem Verkauf von Positionen, Teilverkäufen und dem Setzen von Stopps.

Bedenken Sie, dass das Hedging aus dem institutionellen Handel kommt, der Ihnen gegenüber einen großen Nachteil hat. Fonds & Co. können nicht schnell mal ihre gesamten Positionen reduzieren oder aufstocken, ohne den Kurs selbst zu beeinflussen. Für solche Institutionen ist hedgen die einfachere und schnellere Alternative. Für Sie als Privatanleger muss das jedoch nicht zwangsläufig der Fall sein.

Zusammenfassung

Ob der nächste Crash bzw. Bärenmarkt unmittelbar vor der Tür steht oder nicht, kann ich Ihnen nur den Tipp geben, immer auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein. Verwechseln Sie eine gute Marktphase und potentielles Glück nicht mit Können. Überschätzen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten nicht und seien Sie lieber ein wenig zu pessimistisch, als zu optimistisch.

Sofern Sie das Bewusstsein für die Risiken an der Börse entwickelt haben, haben Sie mit der Portfoliobildung, dem Moneymanagement und dem Hedging mächtige Instrumente in der Hand, um sich für den Worst-Case-Fall vorzubereiten. Keiner sagt, dass es dann im Falle des nächsten Bärenmarktes einfach wird, sicher ist jedoch, dass Sie besser dastehen werden, als wenn es Sie kalt erwischt. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW35

ATX – Kurz vor der nächsten Abwärtswelle?

Die jüngste Erholung kam genau an einer sehr wichtigen Charthürde zum Stillstand.
Der Anstieg seit dem Zwischentief von Ende Juni bis auf 3.470 Punkte am 7. August wurde im Anschluss wieder annähernd komplett abverkauft. Die Abwärtsbewegung verlief dabei weitaus dynamischer als der Anstieg zuvor. Dies ist kurz- und mittelfristig tendenziell bärisch zu interpretieren.
Die jüngste Kurserholung trifft nun im Bereich um 3.330 Punkte auf ein massives Widerstandslevel: In dieser Zone befindet sich sowohl die Mittellinie des Bollinger-Bands im Tageschart, als auch der EMA50. Hier steht demnächst eine Richtungsentscheidung an.a
Kann die 3.330er Marke per Tagesschluss überwunden werden, würde dies weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung des Augusthochs bei 3.470 Punkten generieren. Unterhalb von 3.330 Punkten dominieren allerdings die Abwärtsrisiken in Richtung 3.200 Punkte und tiefer.

DÜRR - Gelingt der Ausbruch?

Nach den Quartalszahlen in der vergangenen Woche konnte sich der MDAX-Wert wieder recht deutlich erholen.

Der MDAX-Wert konnte sich nach den in der vergangenen Woche veröffentlichten Quartalszahlen für das zweite Quartal wieder deutlich erholen. Für das Kalenderjahr 2018 rechnet das Unternehmen weiter mit einem operativen Konzerngewinn im Bereich 3,7 bis 3,9 Mrd. EUR. Wie ist die charttechnische Situation einzustufen?

Der Aktienkurs von Dürr befindet sich seit dem Zwischenhoch vom November 2017 in einem intakten Bärenmarkt. Seit dem Hoch vom November knapp oberhalb der 60 EUR-Marke hat die Aktie bereits einen ersten kompletten Abwärtsimpuls aufs Börsenparkett gelegt.

Innerhalb dieser Abwärtsbewegung läuft aktuell eine technische Erholung, die jedoch im Bereich 43,00/10 EUR auf ordentliches Verkaufsinteresse stößt - abzulesen an den langen oberen Dochten der Tageskerzen in den vergangenen Tagen.

Gelingt den Bullen ein Tagesschlusskurs oberhalb dieses Levels (43,10 EUR) stünden die Chancen nicht schlecht für einen Ausbruch über den EMA200 im Tageschart (aktuell 44,46 EUR). In dem Falle könnte dann auch der seit November gültige Abwärtstrendkanal gen Norden hin verlassen werden.

Unterhalb von 43,10 EUR dominieren - im Sinne einer Trendfortsetzung - jedoch vorerst weiter die Abwärtsrisiken. So lange die genannte Chartmarke nicht überwunden wird ist in den kommenden Tagen und Wochen tendenziell ein erneuter Abtaucher in den Bereich 35 bis 36 EUR zu präferieren.

NUANCE – Kaufzone abgesteckt

Die Aktien eines des führenden Anbieters von Spracherkennungs- und Bildverarbeitungssoftware bilden seit Mitte eine Rally aus. Ein Rücksetzer in diesen Kursbereich könnte man zum Einstieg nutzen.
Seit einigen Jahren läuft die Nuance-Communications-Aktie eher seitwärts als einen nachhaltigen Trend auszubilden. Mitte Mai fiel der Kurs dann auf ein neues Mehrjahrestief bei 12,18 USD zurück. An diesem Tag gab es ein bullisches Reversal. Seither kann der Titel deutlich zulegen und erreichte im August wieder die 17,00 USD-Marke.
An diesem Kursniveau nahmen einige Marktteilnehmer Gewinne mit. Sollte der Kurs jetzt bis ca. 15,70 USD zurücksetzen, dann würde sich dort eine ideale Kaufgelegenheit ergeben, denn diese Unterstützungszone ist sehr massiv. Anschließend könnte ein Anstieg bis zur 18,00 USD-Marke erfolgen. Ein Tagesschlusskurs über 18,30 USD würde ein handfestes Kaufsignal generieren.

Platin: Konsolidierung setzt sich fort

Die Aufwärtsdynamik bei Platin ging in den letzten Tagen spürbar zurück. Dennoch hat der Wert knapp unterhalb einer wichtigen Hürde weiterhin die Chance, die Erholung der letzten Tage fortzusetzen.
Widerstände: 806 + 845 + 868
Unterstützungen: 775 + 752 + 730
Rückblick: Seit Ende Januar befindet sich Platin in einem übergeordneten Abwärtstrendkanal und brach in dessen Verlauf unter die Haltemarken bei 886 und 806 USD ein. Diese Verkaufssignale sorgten für einen Abverkauf, der erst an der 752 USD-Marke gestoppt werden konnte. Im Anschluss eroberten die Bullen Mitte August die Unterstützung bei 775 USD zurück und konnten den Wert bereits an den Widerstand bei 806 USD antreiben. Dieser wurde bislang jedoch nicht gebrochen.
Charttechnischer Ausblick: Unterhalb von 806 USD läuft bei Platin aktuell der Versuch einer mittelfristigen Konsolidierung. Diese ist solange intakt, als die Unterstützung bei 775 USD nicht unterschritten wird. Darunter dürfte es zunächst zum Test der 752 USD-Marke kommen. Wird diese unterschritten, wäre ein Einbruch bis 730 USD die Folge.

Kann das Edelmetall dagegen über 806 USD ausbrechen, wäre ein kleines Kaufsignal aktiv, dem zunächst eine Aufwärtswelle bis 835 und 845 USD folgen dürfte. Doch erst ein nachhaltiger Ausbruch über 845 USD würde aktuell für das Ende der Baisse und Zugewinne bis 868 USD sprechen.

Diese Chartformationen versprechen hohe Renditen!

Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ist wahrscheinlich jedem Charttechniker bekannt. Aber ist dieses Kursmuster überhaupt profitabel? Eine von vielen Fragen zu Chartformationen, die Bulkowski in seinem Buch zu beantworten versucht.

In der großen weiten Börsenwelt liest und hört man immer wieder viele schlaue Sprüche. Interessierte Anleger werden mit Tipps und Tricks förmlich bombardiert. Umso erstaunlicher ist es, dass man nur selten handfeste Fakten mitgeliefert bekommt. So sind beispielsweise klassische Chartformationen schon seit einer gefühlten Ewigkeit Muster, die von Tradern genutzt werden. Die Frage ist jedoch, was diese tatsächlich (statistisch) leisten können!

Eine Antwort bleiben viele Analysten und Autoren schuldig. Fairerweise muss gesagt werden, dass dies nicht zuletzt auch daran liegt, dass sich komplexe Muster wie eine SKS oder ein Dreieck nicht einheitlich definieren lassen. Was für den einen ein Doppelboden ist, stellt für einen anderen Trader vielleicht eine gänzlich unbedeutende Chartformation dar. Umso höher ist der Versuch von Thomas N. Bulkowski einzuordnen, die Leistungsfähigkeit von klassischen Chartformationen statistisch zu untersuchen. In seinem Werk „Enzyklopädie der Chartmuster“ untersuchte er gut 50 klassische Formationen. In meinen Augen ist dieses Buch ein Muss für jeden charttechnisch orientierten Aktientrader.

Welche Highlights gibt es?
Natürlich möchte/darf ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber das eine oder andere Highlight kann durchaus angesprochen werden. So sind beispielsweise Rechteck-Tops mit Ausbrüchen nach oben die Formationen mit der besten Performance auf der Longseite. Dieser Umstand könnte beispielsweise Anleger in der Hugo-Boss-Aktie freuen, da diese die Möglichkeit für ein solches Kursmuster bietet. Was der Aktie jetzt noch fehlen würde, wäre ein Ausbruch nach oben. Bitte bedenken Sie, dass erst ein solcher die angesprochene Statistik aktiviert.

Auf der bärischen Seite identifizierte Bulkowski hingegen die sinkende Muschelformation als bärischstes Kursmuster, gefolgt von symmetrischen Dreieck mit Ausbrüchen nach unten. Darüber hinaus katalogisiert der Autor die Formationen auch noch nach anderen Kriterien wie beispielsweise nach Fehlerquoten und durchschnittlichen Kursanstiegen. Eine ausführliche Beschreibung eines jeden Musters mit möglichen Fehlerquellen darf natürlich auch nicht fehlen.

Der Versuch in allen Ehren, aber…
Wie bereits erwähnt, kann ich dieses Buch jedem charttechnisch orientierten Trader und Anleger in Aktien empfehlen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie sich blind auf die dortige Statistik verlassen sollten. Bei all dem Lob für die Studie, gibt es auch kritische Punkte, die angesprochen werden müssen. Dazu zählt unter anderem, dass der untersuchten Zeitraum relativ kurz war und zudem nur ein überwiegend bullisches Umfeld berücksichtigte. Beides könnte die Statistik verzerren. Auch die bereits angesprochene Problematik, dass klassische Chartformationen immer einen gewissen Interpretationsspielraum besitzen, sei noch einmal erwähnt. Trotzdem rechne ich dem Autor den Versuch, Licht ins Dunkel zu bringen, hoch an. Das ist mehr, als man üblicherweise zu sehen bekommt. In diesem Sinne allen viel Erfolg und gute Trades.

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW34

NIKKEI - Nochmaliger Angriff auf die 23.000 Punkte-Marke?

Der japanische Leitindex steckt weiter noch in einer Konsolidierung fest. Seit Monaten stellt die 23.000 Punkte-Marke ein unüberwindbares Hindernis dar. Wird dieses Kursniveau in den nächsten Wochen noch einmal angelaufen? Erfolgt dann endlich ein bullischer Ausbruch?
Die letzte größere Erholungsbewegung startete Ende März knapp unter der 20.500 Punkte-Marke. In den darauffolgenden Wochen konnten die Bullen den Index bis auf 23.050 Punkten treiben. Anschließend ging es in zwei Abwärtsschüben wieder gen 21.500 Punkte. Von dort aus startete der nächste Versuch, die 23.000 Punkte-Marke zu überwinden. Dieses Mal reichte es für ein Hoch bei 29.950 Punkten.
Zuletzt konnte sich der Nikkei-Index von der 200-Tagelinie bullisch abstoßen. Daher dürfte der Index in den nächsten Tagen noch einmal einen Versuch nach oben starten.
Sollte der Index erneut die markante Hürde erreichen, dann würde die Wahrscheinlichkeit eines bullischen Ausbruchs enorm ansteigen. Sollte dann das Kaufsignal erfolgen, dann hätte der Index die Chance, eine 1.000 Punkte-Rally auszubilden.

E.ON - Patzer der Bullen könnte schwerwiegende Folgen haben!

Es hat lange gedauert, den Widerstand um 9,50 EUR zu knacken. Kaum war der Ausbruch da, blieben Anschlusskäufe aber aus!

Seit Anfang Juli werden die Aktien von E.ON wiederverkauft, was in der Spitze zu Abgaben von mehr als 7,50 % geführt hat. Dabei war die damalige Ausgangsbasis durchaus bullisch, denn mit der mehrtägigen vorangegangenen Kaufwelle konnte endlich der Widerstandsbereich bei 9,47-9,66 EUR überwunden werden.

Diese bullische Basis wurde jedoch nicht genutzt. Dabei hatten die Käufer mehrere Chancen, denn lange Zeit hielt man sich in Form einer bullischen Flagge oberhalb bzw. im alten Widerstandsbereich um 9,50 EUR auf. Mit der Entwicklung ab dem 8. August scheint das Kartenhaus jedoch zusammengebrochen zu sein. Sollte sich dieses Szenario durchsetzen, könnte es in den nächsten Tagen zu einem nochmaligen Test des EMA 200 kommen. Im ungünstigsten Fall wird auch dieser Support gebrochen und die Kurse fallen weiter bis auf 8,75 EUR und den dortigen Unterstützungsbereich zurück. Dramatisch wird es, kann dieser ebenfalls nicht halten. Dann könnten 8 EUR auf dem Plan stehen.
Kommen die Käufer doch noch zurück?

Gemein aber nicht gänzlich unwahrscheinlich wäre ein bärisches Antäuschen, um dann doch noch nach oben durchzustarten. Dafür müsste der alte Widerstandsbereich aber nachhaltig überwunden werden. Können sich die Käufer durchsetzen sind Gewinne auf 10,25-10,50 EUR kurzfristig möglich. Das Jahreshoch 2017 liegt zudem bei 10,81 EUR, welches mittelfristig natürlich ebenfalls ein bullisches Ziel darstellen würde.

Wo sehen Analysten den "fairen Wert"?

Auf ein solches bullische Szenario scheint man auf institutioneller Seite noch zu setzen. Trotz der Kursverluste in den letzten beiden Monaten kam es in der E.ON-Aktie zu kontinuierlichen Anhebungen der Kursziele. Dass diese Prognoseanhebungen mit dem Ausbruch über die Widerstandszone bis hin zu 9,66 EUR zusammenfielen, überrascht nicht. Noch hält man auf institutioneller Ebene an diesen Zielen fest und Anpassung nach unten fanden noch nicht statt (zumindest nicht in größerem Rahmen). Den fairen Wert sehen Analysten immer noch im Bereich von 11,05 EUR.

COMMERZBANK - Wird das ein Boden?

Bankentitel führen heute die Gewinnerliste im DAX an. Bei der Commerzbank zeigen sich zaghafte Ansätze einer Bodenbildung, mehr aber auch nicht.
Die heutige Meldung aus China, man wolle den Finanzsektor weiter öffnen, kommt am deutschen Markt gut an. Wie die chinesische Banken- und Versicherungsaufsicht mitteilte, gebe es inzwischen keine Beschränkungen mehr für Beteiligungen von ausländischen Finanzkonzernen an heimischen Banken und Vermögensverwaltern. Zuvor hatten Banken sich nur mit maximal 20 % an einem chinesischen Konkurrenten beteiligen dürfen. Im DAX führen die Aktien der Deutschen Bank und die Commerzbank die Gewinnerliste an.

Diese Erholungen sind aus technischer Sicht nach den Abschlägen der vergangenen Monate und Jahre natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zumindest muss man den Käufern in der Coba-Aktie zugutehalten, dass sie die Marke von 8 EUR verteidigen und auch zuletzt gehalten haben. Erholungen treffen bei 8,70 EUR auf Widerstand. Kann der Titel auch diese Marke knacken, wäre das Zwischenhoch bei 9,29 EUR das nächste potenzielle Anlaufziel. Erst wenn auch diese Marke fällt, könnte man von einem abgeschlossenen Doppelboden sprechen. Unter 8 EUR wären sämtliche Long-Ambitionen ad acta zu legen.

Gold: Shortsqueeze kündigt sich an

Mit dem steilen Konter ausgehend von 1.159 USD haben sich die Bullen bei Gold zurückgemeldet. Ein Ausbruch über die steile, kurzfristige Abwärtstrendlinie, wäre jetzt die Initialzündung für die nächste Kaufwelle.
Widerstände: 1.199 + 1.220 + 1.236
Unterstützungen: 1.180 + 1.165 + 1.143
Rückblick: Seit Mitte April befindet sich der Goldpreis in einer steilen Abwärtsbewegung, die Anfang August auch zum Bruch der Unterstützungszone von 1.193 bis 1.199 USD führte. Damit vergaben die Bullen dort die Chance, eine vorzeitige Trendwende einzuleiten. In der Folge setzte sich der Abwärtstrend dynamisch fort und erreichte die nächsttiefere Zielmarke bei 1.165 USD. In der Spitze setzte der Goldpreis bis 1.159 USD zurück, ehe ein steiler Konter startete. Dieser trieb den Wert in den letzten Tagen wieder an die entscheidende Barriere bei 1.199 USD an.
Charttechnischer Ausblick: Der steile Kaufimpuls seit dem Tief bei 1.159 USD wird aktuell korrigiert, ist allerdings oberhalb der Unterstützung bei 1.180 USD weiter intakt. Die Bullen haben damit die Voraussetzungen für einen Ausbruch über 1.199 USD geschaffen. Wird die Marke erneut durchbrochen, wäre auch die steile kurzfristige Abwärtstrendlinie überwunden und ein Anstieg bis 1.209 USD und darüber bereits bis 1.220 USD die Folge. Sollte die Barriere ebenfalls überschritten werden, käme es zu einer Kaufwelle bis 1.236 und 1.245 USD.

Erst ein Einbruch unter 1.175 USD würde die Erholung stoppen und einen weiteren Rückfall auf 1.159 USD nach sich ziehen. Im Bereich von 1.159 bis 1.165 USD könnte es anschließend zu einer nachhaltigen Bodenbildung und einem weiteren Anstieg bis 1.199 USD kommen. Sollte die 1.159 USD-Marke dagegen dynamisch durchbrochen werden, wäre der Abwärtstrend reaktiviert und es käme zu Verlusten bis 1.143 USD.

Profitabler Korrekturhandel - High-Performance-Ansatz

In einem Bullenmarkt ist es eine gute Idee, Korrekturen zu kaufen. Unter welchen Bedingungen lassen sich damit gigantische Renditen erzielen?

Korrekturen zu kaufen, kann sich lohnen, wie ich im Artikel „So handeln sie aktienprofitabel!“ aufgezeigt habe. In diesem wurde eine kurzfristige Kombination von Stopploss und Kursziel vorgestellt, mit der eine Trefferquote jenseits von 50 % erreicht werden konnte. Der Ansatz richtete sich an Trader und Anleger, die relativ viel Wert darauflegen, richtig zu liegen. Lesen Sie sich diesen Artikel bitte noch einmal durch, um sich die Logik unserer Strategie in Erinnerung zu rufen.

Wer es in Sachen Trefferquote auf die Spitze treiben möchte, wirft einen Blick auf die folgende Abbildung. In dieser sind die Top-5-Kombinationen mit der höchsten Trefferquote zu sehen. Unschwer zu erkennen ist, dass es sich dabei um Ansätze handelt, in denen sehr kleine CRVs gehandelt werden. Die Top-Kombination weist sogar nur ein CRV von 0,5 auf.

Quelle: Chart erstellt mit Tradesignal Terminal

Wohl dem, der mit kleinen Trefferquoten leben kann!
Im nächsten Schritt wollen wir den Spieß umdrehen und unseren Fokus auf die Profitabilität legen. Uns interessiert, bei welcher Kombination von Kursziel und Stopploss die größte Performance erzielt werden kann. Die Antwort darauf liefert Abbildung 2:

Quelle: Chart erstellt mit Tradsignal Terminal

Die beste Performance wird erzielt, sofern bei einem Stopploss von 9 % ein Kursziel von 28 % anvisiert werden. Damit wird aus dem ursprünglich vorgestellten kurzfristigen Ansatz eine mittelfristige Tradingstrategie. Gleichzeitig führt dies zu einer deutlichen Reduktion der Tradingsfrequenz und damit auch der Tradingskosten. Von den ursprünglich über 2.200 Trades sind jetzt nur noch 1.000 übrig. Gleichzeitig können wir einen fast dreimal so großen Gewinn vereinnahmen. Einen deutlichen Sprung nach vorne machte zudem auch das Risikoprofil. Das Verhältnis von Gewinn zu zwischenzeitlich maximalen Drawdown steigt von 285 % auf 578 %. Damit wird der Vergleichsindex (182 %) mehr als deutlich outperformt. Weitere statistische Kennzahlen können Sie der Abbildung 3 entnehmen, wobei auf der linken Seite auch die Performancekurve vor Kosten zu sehen ist.

Quelle: Chart erstellt mit Tradesignal Terminal

Fazit
Dass es sich lohnt, Korrekturen zu kaufen, haben wir bereits im Basisartikel (siehe hier) feststellen können. Unsere Erkenntnisse haben wir heute vertiefen können, wobei wir den Fokus weg von der Trefferquote und hin zur Profitabilität verschoben haben. Dabei hat sich gezeigt, dass der Handel großer CRVs vorteilhaft ist. Die Profitabilität konnte deutlich gesteigert werden, was jedoch zu Lasten der Trefferquote geht.

Mit diesem Überblick stellt sich natürlich auch die Frage, ob der Ansatz in der hier vorliegenden Form direkt gehandelt werden kann. Letztlich liegt die Entscheidung natürlich bei Ihnen, jedoch möchte ich den Artikel nicht ohne ein paar kritische Worte beenden.

Jedem muss klar sein, dass es sich bei diesem Test um eine in die Vergangenheit gerichtete Analyse handelt. Es ist absolut nicht garantiert, dass sich diese wiederholen wird. Dieser Aspekt wiegt umso schwerer, als dass wir weiterhin einen Zeitraum betrachteten (2008 bis heute), in dem die Märkte allgemein extrem bullisch unterwegs waren. Mehrjährige Bärenmärkte dürften die Performance deutlich belasten. Wer den Ansatz also handeln möchte, sollte sich des Filters „Bullenmarkt“ bewusst sein. Anleger und Trader müssten sich also zunächst die grundlegende Frage stellen, ob aktuell ein Bullenmarkt vorliegt und ob dieser noch eine gewisse Weile anhalten kann.

Mit der hier vorgestellten Kombination aus Stopploss und Kursziel konnte die Tradingsfrequenz deutlich verringert werden. Damit fallen natürlich auch die Tradingskosten geringer aus, sie sind aber nicht null. Alle hier gezeigten Statistiken ignorierten die Tradingkosten, nicht zuletzt auch deshalb, weil diese je nach Broker höchst unterschiedlich ausfallen können.

Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass man mit der Wahl optimaler Testergebnisse vorsichtig sein sollte. Immer die beste Einstellung zu nehmen, ist riskant. Man läuft mit diesen Einstellungen eventuell in die Überoptimierungsfalle. Was anhand der Optimierung jedoch deutlich wird, ist die Tendenz, dass sich der Handel größerer CRVs lohnt. Ob man dabei wirklich die perfekte Einstellung von 9 zu 28 % wählen sollte, ist hingegen mit Vorsicht zu genießen.

Am Ende müssen Sie als Trader entscheiden, ob und in welchem Rahmen Sie diese Informationen nutzen. Dabei bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten. So können Sie die Strategie unter den bereits angesprochenen Vorbehalten systematisch umsetzen. Sie können die gewonnenen Erkenntnisse jedoch auch nutzen, um sie in Ihr bereits bestehendes Trading zu inkludieren. Unabhängig davon, wie sie sich entscheiden, wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW33

DAX Big Picture - Bahnt sich jetzt doch ein Crash an?!

Eigentlich entscheidet sich bei 11.870 Punkten, ob wir auch im DAX einen echten Kursrutsch sehen. Allerdings gibt es bei 11.400 Punkten eine weitere sehr wichtige Unterstützung.
Chart1: Seit dem zyklischen Bärenmarkt-Tief im März 2009 bei 3.588 Punkten bewegt sich der DAX in einem breiten (grün markierten) Aufwärtstrendkanal. Innerhalb dieses Trendkanals korrigiert der Index seit März 2017 seitwärts. Diese Seitwärtskorrektur trifft nun auf die mehrjährige Aufwärtstrendlinie auf. Der Charakter der Seitwärtskorrektur ist bisher bärisch, es ist ein klassisches SKS Trendwendemuster. Im Bereich von 11.870 Punkten verläuft die Hauptvariante der Nackenlinie, eine wichtige Unterstützung. Ein Bruch dieser Unterstützung kann eine starke Korrektur einleiten, eine echte Marktbereinigung.

ALLERDINGS liegt bei 11.400 Punkten eine sehr starke Kreuzunterstützung im Markt, die aus einem möglichen Sell Off oder Crash eine Bärenfalle machen kann. Solange sie die 11.400er Marke oder den Bereich um diese Marke halten können, ist für mich der Bullenmarkt seit 2009 intakt. Sie würden die mehrjährige Aufwärtstrendlinie lediglich etwas verschieben. Prozyklisch ist die rot gestrichelte flache Abwärtstrendlinie in Chart 2 (Mikromuster) entscheidend. Steigt der DAX darüber (also derzeit über 12.950 Punkte) an, generiert dies ein neues mittelfristiges Kaufsignal.

RHEINMETALL - Wo sind mögliche Auffangstationen?

Rheinmetall befindet sich wieder auf dem Weg gen Süden. Wo könnte der Aktienkurs auf Unterstützung treffen?

Die Rheinmetall-Aktie befindet sich seit einem Allzeithoch bei 119,35 EUR vom 10. April 2018 in einer Abwärtsbewegung. Dabei fiel sie am 27. Juni 2018 auf die Unterstützung bei 90,00 EUR ab. Danach erholte der Wert sich an die beiden EMAs 50 und 200, wo er ein kleines Doppeltop ausbildete. Mit dem Bruch der Nackenlinie bei 98,72 EUR am 06. August 2018 kam es zu einem Verkaufssignal, das auf das Ende der Erholung ab 27. Juni hindeutet. In den letzten Tagen zeigte dieses Signal auch bereits Wirkung. Gestern notierte der im MDAX gelistete Wert im Tief bereits bei 92,64 EUR.
Diese Abwärtsbewegung dürfte noch einige Tage andauern. Abgaben in Richtung 90,00 EUR sind nur schwer zu vermeiden. Sogar ein Test des Aufwärtstrends seit November 2014 bei aktuell ca. 87,70 EUR ist möglich. Spätestens diesem Trend sollten die Bullen allerdings wieder zugreifen. Ob es dann auch zu einem Ende der Korrektur kommt, bleibt aber noch abzuwerten. Ein vorzeitiges Kaufsignal ist aktuell ein gutes Stück weg. Dies ergäbe sich nämlich erst mit einem Anstieg über die Nackenlinie des kleinen Doppeltops bei 98,72 EUR.

SAF HOLLAND - Das könnte noch tiefer gehen

Die Aktie des Zulieferers der LKW- und Trailer-Industrie zeigt ein wenig erbauliches Chartbild, die Kursentwicklung in dieser Woche belastet zusätzlich. Die Handelsmarken sind gesteckt.
Im Zuge des Abwärtstrends in 2018 kam es zuletzt im Juni zu einem größeren Kursrutsch bis an die 12,69 EUR-Marke, von wo aus eine ausgedehnte Kurserholung startete. Diese verlief in einem Keil bis zum EMA50, wo die Verkäufer wieder bereitstanden. Nach einem Abverkauf bis fast zurück ans tief und einer volatilen Erholung in dieser Woche kippt der Kurs wieder zurück. Mit den schwachen Mustern der letzten Wochen wäre eine Abwärtstrendfortsetzung möglich.

Rutscht die Aktie nachhaltig unter 12,53 EUR zurück, drohen weiter fallende Kurse bis 11,57 - 11,71 oder 10,94 - 11,06 EUR. Nach oben hin bietet der Bereich bei 14,00 - 14,60 EUR die zentrale Hürde. Erst deren nachhaltiges Überwinden würde größeres Erholungspotenzial schaffen.

Platin: Erste Bodenbildungsversuche

In dieser Woche wurde Platin zunächst von einer weiteren Verkaufswelle in die Tiefe gerissen, ehe es im gestrigen Handel zu einem deutlichen Konter kam. Dieser kann jetzt die Ausgangsbasis für eine spürbare Erholung schaffen.
Widerstände: 806 + 845 + 868
Unterstützungen: 775 + 752 + 730
Rückblick: Nach dem Bruch der Unterstützung bei 868 USD setzte sich der Abwärtstrend bei Platin ab Ende Juni fort und drückte den Kurs des Edelmetalls kurzzeitig bereits unter die wichtige Haltemarke bei 806 USD, ehe im Juli eine Konsolidierung gestartet werden konnte. Diese spitzte sich zuletzt dreiecksförmig zu und deutete damit eine weitere Richtungsentscheidung an. In dieser Woche sorgte ein steiler Abwärtsimpuls für die Auflösung des Dreiecks nach unten und einen Abverkauf bis 752 USD.
Charttechnischer Ausblick: Vom gestrigen Tief bei 752 USD konnte sich Platin bereits Intraday lösen und steigt aktuell wieder über die Unterstützung bei 775 USD an. Sollte die Erholung über die Hürde bei 790 USD führen, könnte sich ein veritabler Bullenkonter entwickeln der bis 806 USD und darüber bereits bis 825 und 845 USD führen kann.
Noch ist der Abwärtstrend der letzten Tage jedoch tonangebend. Daher sollte man sich bereits bei einem Rückfall unter 775 USD auf weitere Abgaben bis 752 USD einstellen, ehe es dort zu einer Bodenbildung kommen kann. Darunter würde es dagegen zu einem Einbruch bis 730 und 705 USD kommen.

So handeln Sie Aktien profitabel!

Profis kämpfen nicht nur damit, profitabel zu handeln, sondern müssen auch noch ihren Vergleichsindex schlagen. Wie Sie besser abschneiden als der MDAX-Kursindex und so mancher Profi, möchte ich Ihnen heute zeigen!

Jeder Aktienhändler ist auf der Jagd nach Performance und im professionellen Bereich müssen sie sich im Minimum an ihrem Vergleichsindex messen lassen. Dabei scheint es gar nicht so einfach zu sein, diesen zu schlagen. Eine Möglichkeit wie Sie dies schaffen und damit selbst Profis hinter sich lassen, möchte ich Ihnen heute vorstellen.

Der Background!
Im Mittelpunkt steht eine kurz- bis mittelfristig orientierte Strategie in den Aktien des MDax. Wir sind auf der Suche nach Aktien, die kurzfristig korrigieren. Die Hoffnung dabei ist, diese relativ günstig einzukaufen um anschließend von wieder anziehenden Kursnotierungen zu profitieren. Dabei nutzen wir auch die langfristig positive Statistik in Aktien auf der Käuferseite, schließlich gehen wir nur Long.

Die Regeln!
Da der Computer grundsätzlich dumm ist, müssen ihm natürlich etwas genauer sagen, was er zu tun hat. Zur Korrekturmessung greifen wir auf die Rate of Change zurück. Da dieser Indikator zu den Standardindikatoren gehört, dürfte er für jeden zugänglich sein. Natürlich gibt es diesen auch in unserem Profitool Guidants. Im Rahmen unseres Tests verwenden wir eine Periodenlänge von zehn Kerzen und definieren eine Korrektur, wenn die Rate of Change kleiner/gleich -5 % ist.

Sofern unser Korrekturfilter auf „Go“ steht, wird eine Longposition zum morgigen Eröffnungskurs eingegangen. Ausgehend von diesem platzieren wir ein Kursziel X Prozent entfernt und da wir keine Position unbesichert im Markt stehen lassen, setzen wir ein Stop Loss ebenfalls in einem gewissen prozentualen Abstand. Sowohl die Höhe der Stop Loss als auch des Gewinnsziels gestalten wir als Variable, um entsprechende Optimierungsmöglichkeiten zu haben.

Unabhängig davon, welcher Preis (Stopp oder Ziel) als erstes erreicht wird, muss nach einem abgeschlossenen Trade die Rate of Change erst wieder über null ansteigen und dann auf unseren Schwellenwert von -5 zurückfallen, bevor eine neue Position eingegangen werden kann. Dies ist ein wichtiges Kriterium, denn ansonsten wird man in einem Abwärtstrend quasi ausgestoppt und muss am nächsten Tag sofort wieder eine Longposition eingehen. In der Regel steht die ROC in einem Bärenmarkt nämlich relativ oft bei -5 oder tiefer.

Die Basisregeln sind im folgenden Chart schematisch dargestellt. Wer auf dem Godmode aktiv unterwegs ist, wird das Beispiel schon kennen. Zur Deutschen Euroshop habe ich nämlich gestern eine Analyse geschrieben, in der ich die im folgenden gefundenen Erkenntnisse habe einfließen lassen:

Chart erstellt mit Guidants

Besser als Buy&Hold?
Mit Blick auf die letzten Jahre zeigt sich unser Tradingansatz erstaunlich stabil. Viele Kombinationen von Stopploss und Kursziel enden im Gewinn. Vorstellen möchte ich an dieser Stelle eine eher kurzfristige Kombination. Im Rahmen dieser setzen wir unseren Stopploss 6 % vom Einstiegspreis entfernt und visieren ein Kursziel von 5 % an. Mit dieser Einstellung erzielen wir nicht nur einen Profit, sondern können sogar eine Trefferquote von knapp 60 % über die letzten Jahre erreichen. Diese erkaufen wir uns zum Teil natürlich damit, dass unsere Strategie ein CRV von kleiner eins hat.

Bei über 2.000 Trades dürfte das Ergebnis als relativ stabil bezeichnet werden. Erfreulich ist auch, dass wir mit dieser Einstellung die klassische Buy & Hold (ohne Dividende) hinter uns lassen. Gemessen am maximalen Kontorückgang erzielt unsere Strategie eine Rendite von 285 %. Der MDax-Kursindex (Index ohne Dividende) schafft es im gleichen Zeitraum lediglich auf eine Rendite von 182 %. Gemessen am Risikoprofil schneidet unsere Taktik also besser ab. Die Performancekurve und die Statistik können Sie der folgenden Grafik entnehmen. Zudem sehen Sie oben links oben die Aktien aus dem MDax, in denen aktuell noch eine Longposition gehalten wird.

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Fazit
Korrekturen zu kaufen, kann sich lohnen, wie unsere Tradingtaktik eindrucksvoll gezeigt hat. Mit dieser ist nicht nur ein entsprechender Gewinn möglich, sondern wir konnten den MDax-Kursindex als sinnvollen Vergleichsmaßstab risikoadjustiert outperformen (vor Kosten).

Dabei zeigten sich die Ergebnisse in Abhängigkeit von der gewählten Größe der Stopploss und des Kursziels relativ stabil. Viele Einstellungen waren im Testzeitraum von 2008 bis heute profitabel. Ein wesentlicher Grund hierfür dürfte jedoch die Tatsache sein, dass wir in den letzten Jahren einen sehr starken Bullenmarkt hatten. Mit einem mehrjährigen Abwärtstrend dürfte sich das Bild wahrscheinlich etwas verschlechtern. Aber gut, eine Garantie für die Zukunft gibt es bekanntlich nie. Ähnliches gilt auch für eine Betrachtung nach Tradingkosten, die bei mehr als 2.000 Trades in der hier vorgestellten Kombination alles andere als zu vernachlässigen sind. Aus kaufmännischer Sicht ist es deshalb sinnvoll, davon auszugehen, dass das Ergebnis hier zu optimistisch ist.

Gründe für eine weiterführende Analyse gibt es also genug. Lassen Sie uns einen Blick nach vorne werfen, denn in diesem Basisartikel habe ich Ihnen lediglich eine Kombinationsmöglichkeit vom Kursziel und Stopploss vorgestellt. Tatsächlich ließ ich aber Kursziele in einer Spanne von 5-30 % und Stopploss von 5-10 % gegeneinander antreten. Die heute vorgestellte Kombination stellt eine solide und auch nutzbare Basis dar, sie ist aber nicht die beste. Dazu jedoch in einem späteren Artikel mehr. Der Einstieg ins Thema: Korrekturen systematisch kaufen ist gemacht und so bleibt mir für heute nur, mich zu verabschieden und Ihnen viel Erfolg zu wünschen.

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW32

Midland-Spread kollabiert weiter

Der texanische Midstream-Sektor bricht unter der Erdöl-Schwemme fast zusammen. Abhilfe ist frühestens ab 2019 in Sicht.

Mit dem Artikel “Einfaches Geld” habe ich vor einigen Wochen beschrieben, wie sogenannte “Micro Shipper” die grassierenden Infrastrukturprobleme im Permian Basin für sich nutzen, um mittels einem fast todsicheren Trade Geld zu machen.

Das Stichwort hier an dieser Stelle ist “fast”, denn wie befürchtet hat dieser Handel genau dann aufgehört zu funktionieren als er publik wurde - eingefleischte Trader kennen das Prinzip.

Wie aus dem beigefügte Chart ersichtlich ist, wird Erdöl in Midland mittlerweile um 16 Dollar billiger verkauft wie der WTI-Benchmark, da die dringend nötige Pipeline-Infrastruktur trotz massiver Investitionen einfach nicht schnell genug an den Start kommt, um mit dem explosiv steigenden Output in Texas mitzuhalten.

Die Erdölproduktion im Permian Basin wird bis 2020 auf mindestens 5,3 Mio bpd steigen, was die aktuelle Pipeline-Kapazität von nur rund 3 Mio bpd vollständig zum Kollabieren bringen würde.

Gegenwärtig wird deshalb die texanische Einöde mit einem riesigen Netzwerk an neuen Pipelines überzogen, welches ab 2019 das Defizit hoffentlich schrittweise beheben wird. Bis dahin wird der Midland /WTI-Spread wahrscheinlich weiter im tief negativen Bereich verharren.

Ausblick: In einem zukünftigen Rohstoff-Artikel werde ich vielleicht auch bald den nächsten Flaschenhals beschreiben, der enstehend wird sobald die Flut an texanischem Öl sich in die Pipelines entladen wird.

Trotz Niedrigzins: Einstiegschance bei Anleihen?

Anleihen gelten als langweilig. In Anbetracht der Crashs bei den bisherigen Lieblingsaktien wie Facebook ist das vielleicht gar keine schlechte Alternative, zumal Anleihen gerade wieder attraktiv sind.

Steigen die Zinsen, sinken die Kurse von Anleihen und umgekehrt. Zuletzt stiegen die Zinsen und die Kurse gerieten unter Druck. Das klingt auf den ersten Blick nicht nach einer großen Chance. Auf den zweiten Blick ist das anders.
Grafik 1 zeigt einen Total Return Index für Investment Grade Unternehmensanleihen. Total Return bedeutet, dass beides, Kursbewegungen und Kupons, berücksichtigt werden. Langfristig befindet sich der Index im Aufwärtstrend. Die regelmäßigen Zinszahlungen machen es möglich.

Im Gegensatz zu Aktien ist der Aufwärtstrend langweilig. Dafür gab es zumindest in den letzten 45 Jahren keinen einzigen Drawdown von mehr als 15 % auf Jahressicht. Das kann man von Aktien nicht behaupten. Hier kann es auch einmal einem Tag 20 % nach unten gehen, wie z.B. 1987.

Die Jahresperformance von Unternehmensanleihen ist gerade wieder in den negativen Bereich gerutscht. In den letzten 10 Jahren war das immer ein guter Einstiegszeitpunkt. Innerhalb der folgenden 12 Monate konnten Anleger 10 % verdienen. So ähnlich könnte es in den kommenden Monaten wieder laufen.

Das gilt nicht nur für Unternehmensanleihen. Auch der Total Return von Staatsanleihen ist aktuell historisch niedrig. Grafik 2 zeigt die historische Performance über die vergangenen 200 Jahre. Die Performance in den letzten 2, 5 und 10 Jahren war schon lange nicht mehr so schlecht. Insbesondere sticht die Performance über 5 Jahre heraus. So schlecht ging es Anleihen zuletzt vor knapp 50 Jahren.

Die schlechte Performance ist einfach erklärt. Wir kommen aus einem Zinsbärenmarkt. Sinken die Zinsen, steigen die Kurse. Das hat über viele Jahre für einen hohen Total Return gesorgt. So niedrig wie in den letzten Jahren waren die Zinsen noch nie. Da sie jetzt wieder steigen, sinken die Anleihekurse. Gleichzeitig zahlen Anleihen wegen der zuletzt niedrigen Zinsen nur einen niedrigen Kupon. Kursrückgänge können nicht so leicht durch die Kupons ausgeglichen werden.

Inzwischen liegen die Zinsen wieder im Bereich von 2,5-3 %. Das ist natürlich nicht gerade horrend. Wer allerdings davon ausgeht, dass die Zinsen nicht wieder auf 6 % steigen, kann in der aktuellen Schwäche eine Einstiegschance sehen.

Das Zinsniveau ist wieder hoch genug, um Kursschwäche gegebenenfalls aufzufangen. Der Vergleich des Zinsniveaus und der Total Return Indizes (Grafik 3) zeigt, dass dies nicht in jedem einzelnen Jahr funktioniert, mittelfristig aber kein Problem darstellt. Große Drawdowns sind nicht zu erkennen, selbst dann nicht, wenn die Zinsen rasch steigen wie in den 70er Jahren.

50 % Rendite darf man nicht erwarten. Vielmehr ist eine Rendite von 10 % bei Investment Grade Unternehmensanleihen auf Sicht eines Jahres denkbar. Angesichts eines wackligen Aktienmarktes und rekordhoher Bewertung ist das vielleicht gar keine schlechte Aussicht.

WHEATON PRECIOUS METALS - Big Picture Analyse

Die Wheaton-Precius-Metals-Aktie besitzt ein sehr interessantes Chartmuster. Allerdings notiert der Kurs aktuell in der Mitte dieser Formation, sodass wenn dann nur ein "Unterstützungs-Trade" mit einem engen Stopp in Frage kommen würde. Ein Ausbruchstrade ist noch nicht in Sicht.

Die Wheaton Precious Metals Corporation (ehemals Silver Wheaton) ist ein kanadisches Edelmetallhandels-Unternehmen. Es ist ein reines "Silverstreaming-Unternehmen". D.h. es kauft von einem bzw. von mehreren Bergbauunternehmen Teile oder auch die komplette Silber-oder Goldförderung im Vorfeld zu einem "Festpreis" ab und versucht es über andere "Kanäle" teurer zu verkaufen. Selbst schürft mein also kein Gold/Silber.

Seit Ende 2016 bildet sich eine große Keilformation aus. Die Oberkante verläuft knapp unter der 23,00 USD-Marke. Würde also ein Wochenschlusskurs über diesem Kursniveau stattfinden, dann würde ein handfestes Kaufsignal mit (min.) Ziel 26,00 EUR generiert werden. Aktuell steht die Aktie knapp unter der 21,00 USD-Marke und hat als Unterstützung bzw. Widerstand den EMA200 und EMA50 im Wochenchart im "Nacken". Bleibt der Kurs auf Wochenbasis über 20,70 USD dann dürfte zeitnah ein Test der oberen Trendbegrenzungslinie stattfinden.

Ein Rückfall unter 19,00 USD wäre negativ. Bei einem Wochenschlusskurs unter 18,75 USD würde ein Verkaufssignal mit Ziel 16,00 USD entstehen.

EUR/USD: Neues Jahrestief am Freitag-Morgen!

Zum Wochenausklang wird es noch einmal richtig turbulent am Devisenmarkt.

Rückblick:
Mit dem Rücksetzer unter die 1,16er Marke am gestrigen Donnerstagvormittag war das kurzfristig präferierte Szenario ziemlich schnell hinfällig geworden, es folgte ein kräftiger Abverkauf, welcher das Paar bis zum Abend in den mittleren 1,1550er zurückführte. In der asiatischen Sitzung am frühen Morgen fiel das Paar dann unter 1,1500 USD zurück und löste eine Welle von Stop-Orders aus, welche das paar auf den tiefsten Stand seit Juli 2017 absacken ließen. Zeitweise notierte EUR/USD unterhalb von 1,1450 USD.

Charttechnischer Ausblick:
Nach dem 180 Pip-Rutsch der vergangenen 24 Stunden ist das Paar kurzfristig überverkauft, entsprechend muss mit Erholungsversuchen der Bullen gerechnet werden. Unterhalb von 1,1500/25 USD bleibt allerdings jedwede Erholung lediglich eine technische Korrektur im übergeordneten Abwärtsimpuls. Lediglich ein Stundenschlusskurs oberhalb von 1,1525 USD entspannt die charttechnisch prekäre Lage für die Bullen wieder ein wenig.

Kursverlauf vom 06.07. bis 10.08.2018 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Stunde)

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW31

Keine alternativen Fakten: Den USA gehört die Welt!

Der Handelskonflikt hat wenig mit Vernunft zu tun. Insbesondere dann nicht, wenn man sich die Ungleichgewichte ansieht, für die die USA selbst sorgen.

Die USA stört, dass ihre Handelsbilanz negativ ist. Monatlich importieren die USA um 40 Mrd. mehr Güter als sie exportieren (Grafik 1). Das ist im Durchschnitt der letzten 7 Jahre. Die Bilanz verschlechtert sich immerhin nicht weiter, obwohl die Wirtschaft insgesamt wächst.

Das reicht aber nicht. Am liebsten soll der negative Wert verschwinden. Wenn man träumen darf, dann wäre ein positiver Wert am besten. Dazu wird es aber nicht kommen. Das Problem dabei liegt nicht nur im Ausland. Es ist auch hausgemacht.

Die USA sind Weltmeister bei Auslandsinvestitionen. 2017 wurde erstmals die Marke von 6 Billionen Dollar überschritten (Grafik 2). Das Ausland investiert in den USA deutlich weniger. Der Wert liegt bei 4 Billionen Dollar. Wenn man diese Zahlen sieht, kann man sich zwei Fragen stellen.

Erstens: Woher kommt das Ungleichgewicht?
Zweitens: Welche Konsequenzen hat das?

In der Denkweise der aktuellen US-Regierung sind Ungleichgewichte immer die Schuld desjenigen, zu dessen Gunsten es ausfällt. Bei den Investitionen heißt das, dass die USA das Ausland daran hindern, in den USA entsprechend zu investieren und für einen Ausgleich zu sorgen. Das Ausland könnte hier eigentlich auf die Barrikaden steigen.

Zuletzt verhinderten die USA Investitionen aus China, indem Übernahmen verboten wurden. Solche Aktionen sorgen unter anderem für das Ungleichgewicht. Viel wichtiger ist aber das Verhalten der USA selbst oder noch genauer: das Verhalten der Unternehmen.

Am Ende ist es nicht der Staat, der investiert, sondern Unternehmen. Diese haben unglaubliche Mengen investiert und so Vermögen im Ausland angehäuft. Dieses Vermögen sind Tochtergesellschaften, Beteiligungen, Joint Ventures usw. Aus Spaß machen Firmen das nicht.

Sie haben im Ausland investiert, weil die Rendite höher als daheim ist. Sie produzieren vor Ort, z.B. in Europa und verschieben die Gewinne aus den Verkäufen von Produkten vor Ort nach Irland. Die Steuern sind dort viel niedriger als in den USA. Die US-Steuersenkung kann dem ein klein wenig entgegenwirken, doch im Vergleich zu Steueroasen sind die Steuersätze in den USA immer noch zu hoch.

Darüber hinaus produzieren US-Firmen lieber im Ausland und importieren die Güter zum Verkauf im Heimatland. Auch das ist attraktiver als in den USA zu produzieren. Das sorgt dann unter anderem für das Handelsbilanzdefizit. Daran kann China wenig ändern. Es ist ein Systemproblem in den USA.

Das bedeutet nicht, dass China eine weiße Weste hat. Es ist aber nicht an allem schuld und schon gar nicht alleine. Die USA haben sich von ihren eigenen Unternehmen übers Ohr hauen lassen und beschuldigen jetzt das Ausland. Gleichzeitig haben US-Unternehmen in der Welt eine dominante Stellung aufgebaut.

SDAX-Wert mit großem Kaufsignal nach Quartalsbericht!

Im turbulenten Handel nach den Zahlen kommt es nach anfänglichen Verlusten zu einer starken Kaufwelle, welche zum Ausbruch über das Allzeithoch führt. Damit ist ein großes Kaufsignal am entstehen und die Aktie ab jetzt sehr attraktiv.

Nach einer dreiwöchigen, bullischen Seitwärtskonsolidierung am Allzeithoch aus 2017 kommt es heute mit den Zahlen zum Durchbruch nach oben. Damit könnte sich weiteres Aufwärtspotenzial innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends eröffnen - das Tradingsetup ist klar definiert.

Anbei der Quartalsbericht:
Rational erzielt im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von €367,3 Mio (VJ: €331,1 Mio) und ein Ebit von €90,9 Mio (VJ: €83,8 Mio). Der Nettogewinn beläuft sich auf €69,4 Mio (VJ: €64,0 Mio). Der Konzern erhöht die Prognose für das Umsatzwachstum für das Gesamtjahr 2018 auf 10 - 12 %.

Quelle: Guidants News

Die Aktie des Küchenherstellers Rational generiert heute mit dem Ausbruch über das Allzeithoch bei 596,35 EUR ein größeres Kaufsignal und verschafft sich Rallypotenzial bis zur potenziellen Pullbacklinie bei ca. 670 - 680 EUR. Darüber hinaus lägen langfristige Ziele später an der Trendkanaloberkante bei rund 790 - 800 EUR.

Rücksetzer sollten jetzt idealerweise an den alten Hochs bei 590 - 597 EUR oder spätestens am alten Ausbruchslevel bei 570 - 572 EUR enden. Unterhalb von 558 EUR per Tages- und Wochenschluss trübt sich das kurzfristige Bild leicht ein, dann wäre das Rallyszenario verschoben. Unterhalb von 535 EUR entstehen per Wochenschluss größere Verkaufsignale. Dann wäre die Aktie anfällig für fallende Notierungen bis 505,00 oder 480,00 - 484,00 EUR.

Wie könnten Trader jetzt vorgehen?

Neben einem direkten Longeinstieg erscheinen besonders die Varianten des bullischen Pullbacks als Einstieg attraktiv. Kauflimits können an oder leicht über den Ausbruchsleveln bei 590 - 597 oder 570 - 572 EUR platziert werden. Absicherungen wären anschließend eng unterhalb von 558 EUR (kurzfristig) oder 535 EUR (mittel- und langfristig) möglich. Gewinnmitnahmen können an den charttechnischen Zielzonen bei 670 - 680 und rund 790 - 800 EUR erfolgen.

BRENT ÖL-Tagesausblick - Abgerutscht

Der Ölpreis geriet gestern massiv unter Druck und verließ den mehrtägigen, aufwärts gerichteten Keil nach unten. In der Folge rutschte er weit nach unten.

Brent Crude Oil Future

Tendenz: Seitwärts
Kursstand: 72,45 USD
Intraday Widerstände: 73,35+73,75+74,50+75,57 
Intraday Unterstützungen: 71,25+70,90+69,70+69,00

Rückblick: Der Ölpreis geriet gestern massiv unter Druck und verließ den mehrtägigen, aufwärts gerichteten Keil nach unten. In der Folge rutschte er bis fast ans untere Ende der mehrwöchigen Seitwärtsrange zurück. Dort startete eine kleine Erholung, welche im heutigen frühen Handel fortgesetzt wird. Mit dem Einbruch hat sich das sehr kurzfristige Bild eingetrübt.

Charttechnischer Ausblick: Die laufende Kurserholung könnte noch ein kleines Stück weiter fortgesetzt werden, bevor eine finale Abwärtswelle zur Rangeunterkante bei 70,90 - 71,25 USD folgen sollte. Von dort aus könnte dann wiederum eine größere Erholung gestartet werden. Wird die Seitwärtsrange seit Mitte Juli allerdings nachhaltig nach unten hin aufgelöst mit Kursen unterhalb von 70,80 USD, könnte ein weiterer Abverkauf in Richtung 69,70 und 69,00 USD folgen. Steigt Brent hingegen wieder signifikant über 73,75 USD, ist ein Kursanstieg bis ca. 74,50 und zur Rangeoberkante bei 75,57 - 75,89 USD möglich.

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Wöchentliche Marktinfo KW30

S&P 500 – Neues Rekordhoch in der nächsten Woche?

In der nächsten Woche könnte der US-Aktienmarkt auf neue Rekordhochs klettern. Möglich macht es eine Kombination aus einer charttechnischen Formation und Wirtschaftsdaten.
Die US-Technologiewerte-Indizes Nasdaq 100 und Nasdaq Composite sind bereits in den vergangenen Wochen auf neue Rekordstände geklettert, trotz der jüngsten Eskalation im Handelsstreit. Bereits in der nächsten Woche könnte nun auch der breitere US-Aktienmarkt neue Rekordstände ansteuern.

Der marktbreite S&P 500 notiert aktuell etwas mehr als ein Prozent unter seinem am 26. Januar erreichten Rekordhoch von 2.872,87 Punkten. Eine Kombination aus Charttechnik und Wirtschaftsdaten könnte den S&P 500 daher in der nächsten Woche auf neue Rekordstände treiben.

Charttechnik: Tasse mit Henkel!

Charttechnisch hat sich im S&P 500 in den vergangenen Wochen eine sogenannte Cup-and-handle-Formation ausgebildet. Diese Formation hat ihren Namen, weil sie an eine Tasse mit Henkel erinnert. Bei der Tasse handelt es sich um eine U-förmige Kurskonsolidierung, an die sich eine flaggenförmige Korrektur anschließt.

Insgesamt gilt die "Tasse mit Henkel" als Trendfortsetzungsformation. Ein Ausbruch über die Oberkante der Tasse könnte auf weiter steigende Kurse hindeuten. Im S&P 500 ist dieser Ausbruch bereits erfolgt. Die jetzt bei ca. 2.789 Punkten liegende verlängerte Oberkante der Tasse könnte dabei als Unterstützung dienen. Wird sie nicht mehr unterschritten, stehen die Chancen gut, dass auch das Allzeithoch im S&P 500 bald Geschichte ist.

Sollte der Kurs allerdings unter die Unterstützung zurückfallen, drohen neue Kursverluste, die den S&P 500 perspektivisch in Richtung der 200-Tage-Linie (SMA 200) führen könnten. Aktuell liegt der SMA 200 bei ca. 2.689 Zählern.

Befindet sich die US-Wirtschaft in einem beispiellosen Boom?

Als Katalysator für stark steigende Kurse könnten Wirtschaftsdaten dienen, die noch in dieser Woche veröffentlicht werden. Am heutigen Freitag um 14.30 Uhr MESZ stehen erste Daten zum US-Wachstum im zweiten Quartal zur Veröffentlichung. Allem Anschein nach dürfte die US-Wirtschaft phänomenal stark gewachsen sein.

Nach dem sogenannten GDPNow-Modell der Federal Reserve Bank of Atlanta dürfte das US-BIP im zweiten Quartal annualisiert um extrem starke 4,5 Prozent gewachsen sein. Das Wachstum wird im Rahmen des GDPNow-Modells aus bereits veröffentlichten Wirtschaftsdaten für das zweite Quartal automatisch geschätzt und regelmäßig aktualisiert.


Nach einem Research-Beitrag der britischen Großbank Barclays könnte die US-Wirtschaft im zweiten Quartal sogar um 5,3 Prozent gewachsen sein. Hintergrund für das starke Wachstum sind vor allem die von US-Präsident Trump durchgesetzten Steuererleichterungen. Paradoxerweise könnte außerdem die Angst vor neuen Zöllen im Handelsstreit das Wachstum angekurbelt haben. Denn Aufträge könnten ins zweite Quartal vorgezogen worden sein, um mögliche neue Zölle zu umgehen. Auch wenn in den kommenden Quartalen ein böses Erwachen droht, könnte dieser Sondereffekt das Wachstum kurzfristig gestützt haben.

Fazit: Die Chancen dürften nicht schlecht stehen, dass der S&P 500 neue Rekordstände ansteuert, möglicherweise sogar noch in der nächsten Woche.

Über den Wert schwacher Währungen

Es wirkt wie ein Widerspruch: schwache Währungen sollen etwas wert sein. Schwache Währungen können aber tatsächlich einen hohen Wert haben.

Sinkt der Kurs einer Währung gegenüber anderen Währungen, z.B. der Euro gegenüber dem Dollar, sinkt auch die Kaufkraft in der Eurozone. Je stärker eine Währung ist, desto mehr Importe kann man sich leisten. Es geht dabei nicht nur um fertige Güter, sondern auch um Rohstoffe, die günstig eingekauft werden können, um im eigenen Land zu produzieren.

Eine starke Währung sollte eigentlich im Interesse der Bürger und der Politik sein. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Anstatt durch eine starke Währung einen hohen Lebensstandard zu gewährleisten, wollen die meisten Länder lieber eine schwache Währung.

Eine schwache Währung macht Exporte wettbewerbsfähiger. Die Produktionskapazitäten werden ausgelastet. Es sorgt für Beschäftigung. Höhere Inflation nimmt man dafür gerne in Kauf. Arbeitsplätze sind wichtiger. In der Theorie.

In der Praxis muss das nicht zutreffen. Langfristig verschafft eine schwache Währung keine Vorteile. Wirtschaftsräume passen sich an. Die Schweiz ist ein gutes Beispiel. Trotz jahrelanger Frankenaufwertung konnte die Wirtschaft weiter wachsen und büßte unterm Strich keine Arbeitsplätze ein. Auch die Handelsbilanz blieb weiterhin positiv.

Die derzeitige US-Administration favorisiert einen schwachen Dollar, unter anderem deswegen, weil es die Handelsbilanz aufbessern würde. Das kann kurzfristig funktionieren. Langfristig macht es keinen Unterschied. Andere Länder passen sich an, z.B. indem die Produktivität verbessert wird. Das ist etwa das Erfolgsgeheimnis der Schweiz: höhere Produktivität und bessere Produkte.

Ungewöhnlich ist eine Situation, in der die Währung schwächer wird und sich das Handelsbilanzdefizit ausweitet. Genau das geschah aber nach dem Brexit-Referendum (siehe Grafik). Das Pfund brach regelrecht in sich zusammen. Man hätte erwartet, dass mit dem schwächeren Pfund die Exporte angekurbelt werden.

Das war nicht der Fall. Das lässt sich damit erklären, dass sich eine Wirtschaft nicht so schnell anpassen kann. Gibt es schlichtweg keine zusätzlichen Produktionskapazitäten, kann man auch nicht mehr exportieren. Dass sich die Handelsbilanz allerdings ausweitete, ist bemerkenswert.


Auch das lässt sich natürlich erklären. Großbritannien kaufte die gleiche Menge an Gütern, musste dafür aber mehr in Pfund bezahlen. Jetzt allerdings, knapp zwei Jahre nach dem Referendum, kommt die Trendwende und die hat es in sich. Auf 12-Monatsbasis reduzierte sich das Defizit von 124 Mrd. auf 83 Mrd. Das ist eine enorme Reduktion.

Die Reduktion hat zwei Ursachen. Einerseits hat sich das Defizit aus dem Handel mit Gütern stabilisiert, andererseits exportiert Großbritannien mehr Dienstleistungen. Großbritannien war in den letzten Jahrzehnten kein Güterexporteur mehr. Das wird sich auch nicht ändern. Stattdessen sind es Dienstleistungen, die exportiert werden. Das schwache Pfund hat den Export hier stark angekurbelt.

Das schwache Pfund entfaltet nun also doch einen gewissen Wert für Großbritannien, indem es das Leistungsbilanzdefizit reduziert. Das gilt zumindest mittelfristig. Langfristig drohen die Vorteile zu verwässern, wenn sich Wirtschaftsräume anpassen. Zudem könnte ein harter Brexit die Vorteile von heute auf morgen zunichtemachen.

AMD - Aktie sprintet nach Zahlen wieder los

Das Unternehmen straft alle Zweifler Lügen und präsentiert ein sehr gutes Zahlenwerk. Das Ergebnis ist sogar historisch. Die Börsianer feiern und schicken die Aktie auf ein neues Mehrjahreshoch.

Die Aktie des Chipkonzerns AMD ist einer der Highflyer der Tech-Rally seit April. Entgegen der Meinung vieler Analysten, der Chipsektor habe die beste Zeit hinter sich, lieferte die Aktie wie auch beispielsweise das Papier von Micron eine beeindruckende Vorstellung. Und die Rally verschärft sich heute einmal mehr, nachdem das Unternehmen gestern nach Börsenschluss die Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt hat.

Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,14 USD. Das entspricht dem höchsten Quartalsgewinn seit sieben Jahren. Analysten hatten 0,13 USD je Aktie erwartet. Der Umsatz toppte mit 1,76 Mrd. USD die Konsensschätzung der Experten von 1,72 Mrd. USD ebenfalls. Zum einen hilft dem Unternehmen die Robustheit des PC-Marktes, der sich nach vielen schwierigen Jahren wieder stabilisiert hat. Zum anderen hat sich AMD mit seinen Ryzen-Prozessoren auch Marktanteile des Rivalen Intel gesichert. CEO Lisa Su ist überzeugt, dass AMD auch in den kommenden Quartalen wachsen wird. Gerade im Notebook-Bereich erhofft sie sich einen Schub. Die Profitabilität soll sich weiter verbessern. Gegenwind könnte es dagegen bei Grafikkarten geben. Dort ist der Boom zum Jahreswechsel hervorgerufen durch das Kryptomining definitiv erst einmal vorbei. Die positiven Aussichten bringen wohl auch viele Shorties in Schieflage. Die AMD-Aktie weist eine Short-Quote von über 15 % aus.

Aus technischer Sicht liegt eine bullische Einschätzung der Chartlage vor. Im Big Picture lassen sich bei der AMD-Aktie Widerstände bei 20 und 23 USD nennen. Letztere Marke entspricht einer 100 %-Fibonacci-Projektion des Anstiegs von 2015 bis 2017. Da der Langfristchart quasi "nach oben offen" ist und dem jüngsten Kaufimpuls eine mehr als einjährige Seitwärtsphase voran ging, haben die Bullen eine exzellente Basis vorliegen. Wichtige langfristige Unterstützungen im Chart notieren bei 15,55 und 10,00 USD.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Wöchentliche Marktinfo KW29

 

DAX Kursindex: Bald kommt der Ausbruch!

Beim Kursindex (auch Preisindex) wird der Indexstand ausschließlich auf Basis der Aktienkurse ermittelt und meist nur um Erträge aus Bezugsrechten und Sonderzahlungen bereinigt. Dividendenzahlungen und Kapitalveränderungen sind nicht im Kurs enthalten und führen somit zu einem Kursrückgang.

Viele Blue-Chip-Indizes (z. B. Dow Jones, Nikkei 225, FTSE 100, CAC 40) berücksichtigen die Dividenden nicht, sind also Kursindizes. Der DAX hingegen ist ein Performanceindex. Er wird so berechnet, als ob alle Dividenden und sonstigen Einnahmen aus dem Besitz der Aktien, wie etwa Bezugsrechtserlöse, wieder in die Aktien reinvestiert würden.
Anbei nun eine kurze Auswertung des DAX Kursindex. Ja, den gibt es auch. Er spielt in der täglichen Berichterstattung aber keine Rolle. Selbst bei den Performancevergleichen mit anderen Indizes, wird meist der DAX (Performanceindex) herangezogen.

Der DAX Kursindex ist Ende 2017 an seinem Allzeithoch bei 6.337 Punkten gescheitert. Ähnlich wie der DAX Performanceindex korrigiert er seit 2017 seitwärts. Und zwar ebenfalls in einem bisher bärischen SKS Muster. Der Bereich der rechten Schulter der SKS stellt sich als symmetrisches Dreieck dar. Innerhalb dieses Dreiecks dürfte der Index in der nächsten Zeit weiter auspendeln und in die Dreiecksspitze hineinlaufen. Entscheidend wird sein, in welche Richtung dann der Ausbruch aus dem Dreieck erfolgen wird.

Steigt der DAX Kursindex über 5.950 Punkte an, wäre das mittelfristig bullisch.

Fällt der DAX Kursindex unter 5.575 Punkte, wäre das kurz- bis mittelfristig bärisch.

PALLADIUM: Ein Abwärtsziel ist noch offen

Bei Palladium brachen zuletzt alle Dämme. Eine massive Verkaufswelle riss den Wert seit Anfang Juli um rund 10% in die Tiefe. Deren Potenzial ist allerdings noch nicht ausgeschöpft.

Widerstände: 908 + 939 + 963
Unterstützungen: 872 + 830 + 800

Rückblick: Nachdem Palladium Anfang Juni an der mittelfristigen Abwärtstrendlinie gescheitert war, setzte der Wert unter die Unterstützung bei 963 USD zurück. Nach einer kurzen Seitwärtsphase wurde auch die Haltemarke bei 939 USD durchbrochen und damit eine weitere steile Abwärtsbewegung eingeleitet. Diese beschleunigte sich insbesondere im gestrigen Handel und drückte den Wert bis an den Support bei 872 USD.

Charttechnischer Ausblick: Mit dem Bruch der Unterstützung bei 908 USD und des bisherigen Verlaufstiefs bei 894 USD wurden bei Palladium frische Verkaufssignale generiert. Sollte der Wert nach einer kurzen Erholung auch unter die 872 USD-Marke fallen, würde die Unterstützung bei 830 USD angelaufen. Dort könnte es allerdings zu einer Bodenbildung und einer Trendwende kommen. Derzeit wäre erst die Rückeroberung der 908 USD-Marke bullisch zu werten. In diesem Fall könnte der Wert bis 939 USD klettern. Doch erst über dieser Barriere wäre der Abwärtstrend erfolgreich gestoppt und ein Anstieg bis 963 USD zu erwarten.

NETFLIX - Was folgt nach dem Reversal?

Die Netflix-Aktie reagierte auf die aktuellen Quartalszahlen empfindlich. Ein typisches Phänomen von Momentumaktien. Für die Vollendung des Reversals fehlt nun noch ein wichtiger technischer Schritt.
Der Streaminganbieter und Film- und Serienproduzent Netflix veröffentlichte jüngst das Zahlenwerk des vergangenen Quartals. Die Veröffentlichungen hinterlassen erstmals einen schwächeren Beigeschmack, denn das Userwachstum sowie die Aussichten verfehlen die Erwartungen.

Zusammenfassung der Quartalszahlen

  • Netflix konnte beim Gewinn die Erwartungen übertreffen.
  • Umsatz, Abo-Wachstum und Abo-Ausblick enttäuschen jedoch deutlich.
  • Im zweiten Quartal konnte der Streaming-Dienst nur rund 5,2 Millionen (Vorquartal 7,4 Mio) neue Kunden gewinnen, womit die Erwartungen von rund 6,3 Millionen klar verfehlte wurden.
  • Auch der Ausblick ist ernüchternd: So soll das Wachstum im dritten Quartal nur noch bei 5 Millionen Neukunden liegen, was deutlich unter dem Wall Street-Konsens von 5,9 Millionen liegen würde.

Die Netflix-Aktie brach als Reaktion erheblich ein, konnte aber ein ebenso respektables Reversal aufs Parkett legen. Ein typisches Muster für Momentum-Aktien: Während die Titel bei geringer Volatilität lange steigen können, reagierten diese auf negative Nachrichten überdurchschnittlich heftig und emotional.

Für Reversal-Trader ist dies ein vielversprechendes Setup. Kurz- bis mittelfristig gilt hingegen: Es sollte rasch der Widerstand bei 386,25 USD überwunden werden, um an die bisherigen Allzeithochs anzuschließen und das Reversal zu vollenden.

Wahrscheinlicher ist derzeit ein erneuter Korrekturimpuls, der innerhalb der Range der Dienstagskerze verläuft. Zur Unterseite ist der Titel bei 338,70 USD innerhalb einer breiteren Zone gut gestützt. Erst bei Schlusskursen unterhalb von 334,79 USD kippt das technische Bild.

SAP gibt nach den Zahlen deutlich nach!

Die Quartalszahlen von SAP wurden verkauft. Es wird immer deutlicher, dass die Kaufwelle vom April in der bisherigen Form beendet ist.

SAP ist eine der ganz großen, zumindest im Deutschen Aktienindex und als solches dürften Anleger gespannt auf die Quartalszahlen gewartet haben. Am Ende fielen diese gemischt aus. Der Umsatz stieg um 4 % auf 5,999 Mrd. EUR und das bereinigte Ergebnis liegt mit 1,64 Mrd. EUR über den Erwartungen von 1,625 Mrd. EUR. Netto verdiente das Unternehmen 720 Mio. EUR.

Inklusive der Vorbörse war die Reaktion am Markt pessimistisch. Man pendelte zunächst um den Schlusskurs von Mittwoch herum, brach dann jedoch ein. Die weitere Kursentwicklung ist nun engmaschig zu verfolgen, denn nach den Kursgewinnen bis in den Juni hinein zeigte sich die Aktie zuletzt volatiler. Es scheint, als wäre die zweimonatige Kaufwelle in der bisherigen Form beendet und SAP konsolidiert. In diesem Fall müssten immer wieder auch mehrtägige Korrekturen mit eingeplant werden. Abwärtsrisiken bestünden zunächst bis auf 100-95 EUR.

Gleichzeitig muss festgehalten werden, dass oberhalb der Unterstützung um 95 EUR eine mittelfristig bullische Basis vorhanden ist. Dies eröffnet immer wieder auch Rallychancen mit neuen Hochs bei 110 EUR und darüber hinaus. Erst wenn der gesamte Supportbereich nachhaltig bärisch gebrochen wird, trübt sich das Chartbild deutlich ein.

 

Yuan wertet in Lichtgeschwindigkeit ab

An den chinesischen Finanzmärkten kommt es zu Tumulten. Seit Ende Januar korrigiert der chinesische Aktienmarkt massiv, seit Mitte April wertet die chinesische Währung, der Yuan, massiv ab.
Der Handelkonflikt zwischen den USA und China, - einige Strafzölle wurden bereits verhängt, die Verhängung weiterer wurde bereits angekündigt -, führt zu Verwerfungen am festlandchinesischen Finanzmarkt. Die US Märkte tangiert der Konflikt bisher kaum. Lediglich die Preise für Sojabohnen sind an den Terminmärkten unter Druck. Einige Bluechips aus dem Industriesektor, wie Boeing und Caterpillar, kamen zeitweise unter Abgabedruck.

Der chinesische Yuan (Renminbi) wertet seit Mitte April steil ab, was sich in einem steil, explosiv ansteigen Kurs des Währungspaares US-Dollar vs. Offshore Yuan (USD/CNH) widerspiegelt.

Das Big Picture von USD/CNH zeigt ein impulsives, ein bullisches Projektionsmuster. Erwartet werden auf Basis der technischen Analyse Ziele bei 6,86xx und 7,03xx CNH. Auch höhere Notierungen sind denkbar. In der Gilde der Makro Ökonomen gibt es diejenigen, die darauf hinweisen, dass die Chinesen ihre Währung gezielt gegenüber dem US-Dollar abwerten. Dadurch werden chinesische Waren für Importeure günstiger. Die Verteuerung für den ausländischen Kunden durch die Strafzölle wird gewissermaßen wieder ausgeglichen. Es gibt aber auch die Fraktion der Ökonomen, die darauf hinweist, dass sich über viele Jahre angestaute Probleme im chinesischen Kreditmarkt nun entladen würden. Wie dem auch sei, der Yuan wertet ab. Und dennoch korrigiert der chinesische Aktienmarkt. Abwertende Währung und korrigierender Aktienmarkt, diese Kombination wäre auf Dauer gefährlich. Die Situation muss engmaschig beobachtet werden.

 

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

 

Wöchentliche Marktinfo KW27

 

DAX - Das ist ein "Trade wars are easy to win" Markt

Der deutsche Leitindex spiegelt eindrucksvoll das Auf und Ab im Handelsstreit wider.
Der Markt versucht sich zu stabilisieren, dann sorgt eine Meldung den eskalierenden Handelskonflikt betreffend für einen Rückschlag. Wieder versucht sich der Markt zu stabilisieren und wieder sorgt eine Meldung aus China oder Trumps Twitteraccount für Unruhe.
In den kommenden Tagen und Wochen erwarte ich den DAX in dem rot markierten Kursbereich zwischen der rotgestrichelten Abwärtstrendlinie bei 13.000 und der horizontalen Unterstützung bei 12.000 Punkten. Sollte die 12.000er Marke brechen, liegt bei 11.725 Punkten das nächste charttechnische Auffangnetz im Markt. Es gilt die Nachrichten über die Entwicklung des Handelskonflikts genau im Blick zu behalten.

Wenn der Konflikt zwischen Europa und den USA ebenso eskaliert, wie der zwischen China und den USA, muss im DAX beobachtet werden, ob die Unterstützungszone zwischen 11.725-12.000 Punkten nicht mehr verteidigt werden kann. Ein Bruch der Unterstützungszone könnte eine echte drastische Marktbereinigung einleiten. Letztere würde Kaufkurse für echte langfristige Investoren ermöglichen.
Harald Weygand

LANXESS - Für den mittelfristigen Anleger interessant!

Wenn man den Wochenchart der Lanxess-Aktie anschaut, sieht es auf den ersten Blick sehr langweilig aus, weil der Kurs in einer Range gefangen ist. Doch die letzte Aufwärtsbewegung signalisiert nun einen nachhaltigen Ausbruch nach oben.
Die letzte Aufwärtsbewegung startete Anfang April an der markanten Unterstützungszone bei 60,00 EUR. Mitte Juni erreichte die Lanxess-Aktie dann ein Verlaufshoch bei 72,60 EUR. Diese Aufwärtsbewegung kann man nun als eine abgeschlossene Impulswelle zählen. Nach einer Aufwärtswelle folgt eine Korrekturbewegung, die allerdings sehr komplex verlaufen kann. Daher gibt es mehrere Möglichkeiten.
Aktuell steht der Kurs am EMA50 im Wochenchart. Hier kaufen sich die Marktteilnehmer ein. Entweder hat der Titel sein Tief bei 64,62 EUR bereits gesehen oder aber es folgt noch einen zweiten Korrekturarm im Bereich um 63,50 EUR.
Um das Kursziel über 75,00 EUR zu erreichen, darf die Aktie auf jeden Fall nicht mehr unter das letzte Tief fallen.

JENOPTIK – Zielbereich naht langsam

Noch haben die Bären die Hand auf der Jenoptik-Aktie. Aber in Kürze dürfte sich die Chance auf eine Bodenbildung bieten.
Jenoptik markierte noch am 13. Juni 2018 ein aktuelles Allzeithoch bei 39,54 EUR. Seit diesem Hoch befindet sie sich in einer Korrekturbewegung. Mit dem Rückfall unter diese Zone zwischen 35,57 und 34,82 ergab sich ein weiteres Verkaufssignal, das auf eine Abwärtsbewegung in Richtung 29,88/12 hindeutete. Auf dem Weg zu dieser Zone hat die Aktie in den letzten Tagen und Wochen deutliche Fortschritte gemacht. Noch notiert sie allerdings ein gutes Stück davon entfernt. Eine Trendwende zeichnet sich bisher aber nicht ab.

Damit ist die Abwärtsbewegung intakt. Kurzfristig sollte Jenoptik noch etwas weiter abfallen und zwar bis 29,88/12. Allerdings bleibt festzuhalten, dass die Aktie vermutlich bereits den größten Teil der Korrektur hinter sich hat. Im Bereich um 28,99/12 EUR bestünde als die Chance auf eine Bodenbildung. Falls diese gelingt wären Gewinne bis 34,82-35,57 EUR durchaus möglich. Sollte diese Chance allerdings nicht genutzt werden, würden Abgaben in Richtung 26,67 und sogar 22,24 EUR drohen.

PALLADIUM - Das Warten auf ein neues Signal geht weiter

In den letzten Tagen ist nicht viel passiert. Auf Tagesbasis konnte kein neues Signal generiert werden. Ein Bruch einer dieser Marken wird wohl eine dynamische Bewegung auslösen.
Widerstände: 963 + 999 + 1.028
Unterstützungen: 939 + 908 + 900
Rückblick: Palladium markierte Anfang des Jahres ein Hoch bei 1.138 USD. Doch nach diesem Hoch dominierten die Bären und es bildete sich ein Abwärtstrend aus. Das bisherige Jahrestief wurde Anfang April bei 894 USD markiert. Anschließend kam es zu einer dynamischen Rally bis 1.057 USD. In den darauffolgenden Wochen ging es jedoch wieder deutlich unter 1.000 USD. Aktuell schwankt der Preis in einer engen Handelsspanne um die 950-USD-Marke.
Charttechnischer Ausblick: In den letzten Wochen konnten weder die Bullen noch die Bären ein neues Signal generieren, denn die Handelsspanne war einfach zu gering dafür. Die wichtige Unterstützung bei 939 USD hat jedes Mal auf Tagesbasis gehalten. Die Buy-Trigger-Marke bei 964 USD wurde nicht berührt. Ein Tagesschlusskurs über 964 USD dürfte einen Anstieg bis knapp unter die 1.000 USD-Marke auslösen. Würde Palladium über dieses runde Level ansteigen, wäre ein Anstieg bis 1.050 möglich. Ein Tagesschlusskurs unter 939 USD könnte einen Abverkauf bis 900 USD auslösen.

 

Diese Formel müssen Sie kennen!

Die Realität ist manchmal bitter und wer gerne träumt, sollte diesen Beitrag nicht lesen. Alle anderen können mit Hilfe des Erwartungswertes herausfinden, ob Sie Träumen hinterherjagen oder nicht!

Mit diesem Beitrag möchte ich Sie dazu auffordern, Ihre Erwartungshaltung zur Börse auf den Prüfstand zu stellen. Dies ist mit einer einfachen Formel, dem Erwartungswert möglich. In seiner einfachsten Form lässt sich dieser praktisch ermitteln, indem Sie die Verluste aller Verlusttrades von den Gewinnen aller Gewinntrades abziehen und die Differenz durch die Anzahl der Trades dividieren.

E = (Gewinne – Verluste) / Tradinganzahl

Was Sie im Durchschnitt verdienen!

Die Kennzahl gibt an, was Sie im Durchschnitt je Trade verdienen. Es ist der Betrag, in Euro oder Punkten gemessen, den Sie im Durchschnitt pro Trade erwarten können.

Natürlich ist die Kennzahl nur eine Durchschnittsbetrachtung und in der Realität werden die einzelnen Gewinne und Verluste deutlich voneinander abweichen. Trotzdem gibt diese Kennzahl Aufschluss darüber, was Sie von ihrem Trading erwarten können. Nehmen Sie sich Ihre Trades der letzten Tage, Wochen und Monate und rechnen Sie Ihren tatsächlich erzielten Erwartungswert aus. Bevor Sie dies jedoch tun, vollziehen Sie erst den nächsten Schritt. Wir wollen zunächst nämlich herausfinden, was Sie sich wünschen!

Spannend wird es, wenn…

Um herauszufinden, was Sie sich von der Börse "wünschen", greifen wir auf eine erweiterte Formel des Erwartungswertes zurück. In dieser fließen sowohl die Trefferquote als auch das sogenannte Chance-Risiko-Verhältnis mit ein. Bevor wir uns der Interpretation zuwenden, werfen wir einen Blick auf die Berechnung:

E = ((tq * dG) – ((1-tq) * dV)) / Tradeanzahl

Tq = Trefferquote, dG = durchschnittlicher Gewinn aller Gewinntrades, dV = durchschnittlicher Verlust aller Verlusttrades

In dieser Betrachtung können wir das Verhältnis von dG und dV als Chance-Risiko-Verhältnis interpretieren.

Träumen Sie noch?

Nachdem wir die erweiterte Formel kennengelernt haben, mit der jeder von Ihnen seinen Erfolg messen kann, können wir überprüfen, ob Sie in einer Traumwelt leben. Ich bitte Sie dazu, für die einzelnen Variablen die Werte einzusetzen, die Sie in ihrem Trading anstreben. Was also wünschen Sie sich? Bezogen auf die Trefferquote und das CRV soll Ihr Trading wie aussehen? Am besten lässt sich dies an einem Beispiel verdeutlichen.

Wenn Sie sich für Trading-Know-how im Allgemeinen und kurzfristigen Handel im Speziellen interessieren sind Sie bei mir genau richtig. Folgen Sie mir auf Guidants!

Angenommen Sie streben im Durchschnitt eine Trefferquote von 65 % und ein CRV von zwei zu eins an, dann ergibt sich folgender Erwartungswert:

E = 0,65*2 – 0,35 * 1 = 0,95

Ich hoffe die Beispielrechnung ist soweit klar. Horchen Sie in sich hinein und setzen Sie die Trefferquote und das CRV ein, bei dem Sie sagen: jawoll, das ist ein erfolgreiches Trading. So muss das schon sein. Alles andere ist ... Und welcher Erwartungswert ergibt sich bei Ihnen?

Im Zweifel bitte hinsetzen!

Soweit zu dem, was Sie sich wünschen. Schauen wir uns nun einmal die Realität an. Dabei greifen wir auf streng systematische Ansätze zurück, denn nur bei diesen kann garantiert werden, dass quasi ein statistischer Vorteil vorliegt. Intuitiv mag ein Trader zumindest über eine gewisse Zeit die Statistik schlagen können, letztlich lässt sich aber im Nachhinein nicht unterscheiden, ob es Können oder Glück gewesen ist. Das einzig wirklich objektiv messbare, ist die Statistik und hier sieht es bei weitem nicht so rosig aus, wie viele denken. Profitable Strategien haben oft nur Erwartungswerte von ca. 0,20 – 0,25, viele sogar noch weniger. In guten Phasen könnte der Erwartungswert auch auf 0,5 ansteigen, was jedoch schon gigantisch gut ist.

Ob sie diese Zahlen nun glauben oder nicht, interessiert die Börse herzlich wenig. Sie sind das, was nicht nur meine Erfahrungen und Tests widerspiegeln. Die große Frage ist nun, ob ihr angestrebter Erwartungswert dauerhaft erreichbar ist, oder ob sie immer noch einem Traum hinterherjagen? Wie groß der Traum in unserem Beispiel mit einer Trefferquote von 65 % und einen CRV von 2:1 ist, dürfte gerade klargeworden sein, oder?

Viel Erfolg
Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW26

Nasdaq100 – Schlagen die Bullen zurück?

Nach der jüngsten überfälligen technischen Korrektur meldeten sich in der zweiten Wochenhälfte die Bullen wieder zu Wort.
Der Nasdaq 100 konterte am Donnerstag endlich einmal entschiedener im Bereich des 50-Tagesdurchschnittes und erhöht im Rahmen der bereits ausgeprägteren Korrektur die Chancen auf eine Fortsetzung des Aufwärtsimpulses. Oberhalb von 7.100 verbessert sich die technische Situation recht zügig. Im Laufe der nächsten Woche ist dann ein Ausbruch über 7.142 Punkte ein realistisches Szenario, das den Index an ehemalige Allzeithochs befördern könnte. Bleibt der Index jedoch weiterhin in der unterhalb von 7.050 Punkten, überwiegt kurzfristig weiter das bärische Szenario. Die nächsten Unterstützungen warten bei rund 7.011, danach der Bereich um 6.940 Punkte. Die Anforderungen an eine Minimalkorrektur wurden in den vergangenen Tagen erfüllt. Nun dürften die Bullen erneut eine Chance bekommen. Wird diese genutzt, stehen schnell wieder neue Allzeithochs oberhalb von 7.300 Punkte auf der Tagesordnung.

WIRECARD - Aktie in sehr wichtiger charttechnischer Situation

Die Aktie musste zuletzt einige Gewinnmitnahmen hinnehmen, fiel aber gestern auf eine wichtige Unterstützungszone zurück.

Der Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen musste in den letzten Tagen deutliche Verluste hinnehmen und fiel gestern auf einen wichtigen Unterstützungsbereich zurück.

Die Performance von Wirecard war in den letzten Jahren exorbitant gut. Im November 2002 notierte die Aktie im Tief bei 0,257 EUR. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom 15. Juni 2018 und liegt bei 158,10 EUR. Ein Großteil dieser Rally, nämlich der Abschnitt ab Juli 2008 fand in einem Trendkanal statt. Aus diesem brach Wirecard Mitte Mai 2018 nach oben aus.

Seit dem Allzeithoch vom 15. Juni konsolidiert die Aktie. Dabei fiel sie gestern auf den Unterstützungsbereich um 133,00 EUR zurück. Dieser Bereich ist voerst der zentrale Unterstützungsbereich, da dort mehrere wichtige Einzelunterstützungen zusammenlaufen. In der heutigen Eröffnung hält dieser Bereich. Der kurzfristige Abwärtstrend liegt heute bei ca. 144,03 EUR.

Ein Ausbruch über diesen kurzfristigen Trend könnte ein Ende der Konsolidierung anzeigen. In diesem Fall könnte Wirecard zügig in Richtung neuer Allzeithochs ansteigen. Das nächste Ziel läge dann bei ca. 180 EUR. Sollte es allerdings zu einem stabilen Rückfall unter 133,00 EUR kommen, dann könnte aus der Konsolidierung der letzten Tage schnell eine größere Korrektur werden. Abgaben in Richtung 111,00 EUR und möglicherweise sogar 86,81 EUR wären dann zu befürchten. Rein vom Wirecard-Chart her kann die bullische Variante ganz leicht bevorzugt werden.

BASF – Bullen müssen gewaltig aufpassen

Die Aktie steht seit einigen Tagen wieder unter Druck und könnte in Kürze die Abwärtsbewegung seit Januar bestätigen.
BASF hatte noch vor rund zwei Wochen gute Chancen auf einen weiteren Anstieg in Richtung 90,96 und 94,32 EUR. Diese Chancen konnte aber nicht genutzt werden. In den letzten Tagen stand BASF deutlich unter Druck und fiel sogar kurzzeitig unter das Tief aus dem März 2018 bei 80,16 EUR ab. Bei 78,97 EUR liegt eine weitere wichtige Unterstützung durch das Tief vom 28. Juli 2017.

BASF notiert auf einer wichtigen Unterstützungszone zwischen 80,16 und 78,79 EUR. Ein Durchbruch durch diese würde die Abwärtsbewegung seit Januar 2018 bestätigen und dürfte zu weiteren Abgaben in Richtung 74,54 EUR führen. Im Falle eines Tagesschlusskurses über 82,53 EUR würde zumindest der aktuelle Verkaufsdruck abebben.

Platin: Unterseite des Trendkanals erreicht

Platin befindet sich in einem Abwärtstrendkanal, dessen Unterseite aktuell erreicht wurde. Darunter droht ein Selloff. Bei einer Verteidigung dieser Kreuzunterstützung ist dagegen eine deutliche Erholung möglich.
Widerstände: 885 + 912 + 929
Unterstützungen: 845 + 830 + 806
Rückblick: Im Rahmen eines mittelfristigen Abwärtstrendkanals setzte Platin in den letzten Wochen unter die Unterstützungen bei 941 und 885 USD zurück und beschleunigte den Abwärtstrend zusehends. In dieser Woche wurde zudem die Haltemarke bei 868 USD unterschritten und die wichtige Unterstützung bei 845 USD erreicht. Diese konnte bislang von den Käufern verteidigt werden.
Charttechnischer Ausblick: Aktuell notiert der Kurs des Edelmetalls wieder an der unteren Begrenzung des Abwärtstrendkanals. Sollte diese Kreuzunterstützung verteidigt werden, stünde eine Erholung bis 868 USD an. Darüber könnte die Oberseite des Kanals bei 885 USD angelaufen werden. Es bleibt jedoch fraglich, ob die Hürde in Richtung 900 und 929 USD überwunden werden kann. Bricht Platin dagegen unter 845 USD ein, wäre eine steile Verkaufswelle bis zur Unterstützungszone von 806 bis 812 USD zu erwarten. Dort könnte es allerdings zu einem direkten Konter der Bullen kommen.

Die größten Trading- & Anlegerfallen (1) - Blauäugigkeit!

Wer an der Börse mit den falschen Vorstellungen, Techniken und Methoden unterwegs ist, verliert am Ende nicht selten alles! Kennen Sie die größten Stolpersteine, sind Sie auch in der Lage, diese zu umschiffen und so zu den wenigen auserwählten Gewinnern zu gehören.

Mit diesem Beitrag möchte ich eine Reihe starten, in der wir uns mit den größten Fallen für private Trader und Anleger auseinandersetzen. In loser Reihenfolge wollen wir die Punkte aufgreifen, die Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg ausbremsen oder diesen gar komplett verhindern. Auch wenn wir die größten Stolpersteine in einzelnen Beiträgen aufgreifen, denken Sie daran, dass all diese Themen fließend ineinandergreifen müssen, um erfolgreich zu sein. Nutzen Sie die Artikel dazu, diese Schwerpunkte zu identifizieren und nach Lösungen zu suchen bzw. Vorschläge zu implementieren.

Beginnen möchte ich meinen Ausflug in die Welt der größten Tradingfallen mit einem simplen Problem: der Blauäugigkeit vieler Neulinge.

Hierzu muss man wissen, dass es die meisten Neulinge genau dann an die Börse zieht, wenn diese richtig gut läuft. Wenn die Aktienkurse täglich neue Hochs machen und in den Medien von den enormen Gewinnmöglichkeiten an der Börse berichtet wird, strömen Massen neuer Anleger in den Markt. Je länger der Bullenmarkt anhält und je mehr über die horrenden Gewinne gesprochen wird - mittlerweile auch schon am Stammtisch - desto eher wird auch der/die Risikoscheueste schwach.

Können versus Glück!

Verbrennen sich die, die als letztes in einem Bullenmarkt einsteigen, relativ schnell die Finger und sind damit oftmals recht schnell wieder weg, hat die „goldene Mitte“ ein größeres Problem. Wer nämlich bereits über einige Monate oder Jahre im Bullenmarkt ordentlich gewinnen konnte, verwechselt sehr schnell Glück mit Können. Zudem will man nicht selten das wiederhaben, was einem gerade genommen wurde. Ist das geschafft, hört man natürlich sofort auf, so der Gedanke vieler Anleger aus der goldenen Mitte! Das Risiko ist jedoch sehr groß, dass dieser Zeitpunkt nie kommt! Vielmehr dürfte folgender Ablauf eintreten:

Wenn die Kurse nur eine Richtung kennen, die nach oben, ist es sehr einfach an der Börse Geld zu verdienen. In solchen Phasen geht es sogar oftmals gut, wenn man im Rahmen von Korrekturen seinen Einstandskurs verbilligt.

Natürlich war ein solches Vorgehen von Anfang an nicht geplant. Am liebsten wäre es dem Anleger gewesen, der Kurs steigt unmittelbar nach dem Einstieg an. Ich meine, wer steigt schon ein, weil er denkt, der Kurs fällt noch ein Stückchen weiter? Wenn er das dann aber doch macht, hat der Durchschnittsanleger in einem Bullenmarkt glücklicherweise noch ausreichend Kapital zur Verfügung, um zu verbilligen. Und schließlich herrscht ein Bullenmarkt, da wird der Kurs sicher schon bald wieder am Hoch stehen und dann ist der Gewinn umso größer!

Früher oder später endet aber jeder Bullenmarkt und dann droht der Totalverlust. Immer wieder ist in solchen Phasen zu sehen, wie Anleger innerhalb sehr kurzer Zeit die Gewinne von Monaten und Jahren verzocken.

Laufen Sie, so schnell Sie können, wenn…

So hart es auch klingen mag, die Börse ist keine Einbahnstraße! Die Börse ist kein Ort, an dem sie sich ein wenig ausprobieren sollten!

Die Börse ist ein Geschäft, in dem die Besseren gewinnen. Dass auch die Besten die Kurse von morgen nicht wirklich voraussagen können, werden wir uns später anschauen. Wichtig ist an dieser Stelle nur, dass sie das Trading/Investment von Beginn an als das sehen was es ist: ein knallhartes Geschäft unter Unsicherheit und Risiko!

Sollten Sie diese Tatsache nicht akzeptieren und sich nicht darauf vorbereiten (besprechen wir ebenfalls ausführlicher), wird ihnen die Börse oder besser gesagt werden Ihnen die anderen Trader ihr Geld früher oder später mit Freude abknöpfen.

Sollte Ihr Konto aktuell schöne Rendite vorweisen (wir sind in einem Bullenmarkt), stellen Sie sich die Frage, ob Sie zu blauäugig sind.

Sind sie für einen Bärenmarkt wirklich vorbereitet? Wissen Sie, dass dieser jederzeit kommen kann? Haben Sie das nötige Know-how, die nötige Technik, das nötige Marktverständnis etc., um darauf zu reagieren?

Wenn Sie sich ehrlicherweise eingestehen müssen, eigentlich nur durch eine gehörige Portion Glück erfolgreich gewesen zu sein, dann genießen Sie Ihren Erfolg und nehmen die Gewinne aus dem Markt, bevor es zu spät ist!

Viel Erfolg
Rene Berteit

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Autor: BörseGo

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