Wöchentliche Marktinfo KW41

 

NASDAQ 100 - Gelingt jetzt das Reversal?

Nach einem Minus von rund neun Prozent in sechs Handelstagen befindet sich der Index inzwischen tief im Korrekturmodus.
Das Nasdaq 100 verliert in sechs Handelstagen rund neun Prozent. Doch der überverkaufte Zustand und wichtige technische Unterstützungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf eine Umkehr. Zwar verläuft der aktuelle Abverkauf dynamisch, doch die Zeichen bzgl. einer Gegenbewegung mehren sich.

So notiert der Kurs inzwischen drei Standardabweichungen vom 50-Tagesdurchschnitt entfernt - ein Phänomen, dass in weniger als 1 % der Fälle eintritt und den überverkauften Zustand gut beschreibt. Ebenso notiert der Index im Bereich des 200-Tagesdurchschnittes, einem kurzfristigen Aufwärtstrend sowie einem breiteren Unterstützungsband.
Verdichten sich all diese Argumente innerhalb einer engen Kursspanne, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Gegenbewegung hoch. Die Märkte sind zwar aktuell deutlich schneller und empfindlicher, doch ein Reversal könnte den Sell-Off bereits in Kürze abhaken.

SGL Carbon – Antizyklisch interessant

Dieser SDAX-Wert brach in den letzten 9 Wochen um über 30 Prozent ein. Durch diesen brachialen Ausverkauf erreichte der Titel in dieser Woche sein wichtiges Unterstützungslevel aus dem Jahr 2017.

Alleine in dieser Woche gab es bei diesem Basiswert einen Kursrutsch von über 13 Prozent. Kann nun an dieser runden Marke eine Stabilisierung oder sogar ein starker Konter erfolgen?

Im Jahr 2017 bildete die SGL-Carbon knapp unter der 8,00 EUR-Marke ein kleines Doppeltief aus. Anschließend stiegen die Wertpapiere in drei Aufwärtsschüben bis auf 14,70 EUR an. Dann allerdings übernahmen die Bären wieder das Kommando, denn nun steht der Titel wieder auf "Los".
Die aktuelle Wochenkerze ist extrem bärisch, deshalb dürfte in der kommenden Woche zumindest noch ein weiteres Tief folgen. Sollte sich dann allerdings eine Umkehrkerze auf Wochenbasis bilden, dann könnten antizyklische Anleger eine kleine Long-Position mit einem engen Stopp kaufen. Das Ziel wäre zunächst "nur" die 10,00 EUR-Marke.

SOFTWARE AG – Läuft hier eine Erholung an?

Die Aktie der Software AG zeigte sich zuletzt sehr schwach. Kommt es jetzt zu einer Reaktion der Bullen?
Die Aktie der Software AG befindet sich seit dem Hoch bei 49,80 EUR aus dem Januar 2018 in einer Abwärtsbewegung. Zunächst fiel die Aktie auf 38,58 EUR zurück und schwenkte danach in eine Seitwärtsbewegung ein. Am 05. Oktober durchbrach der Wert diese Unterstützung. Gestern notierte er im Tief bereits bei 34,91 EUR und damit nur noch wenig über der Unterstützung bei 34,535 EUR. Im gestrigen Tagesverlauf drehte die Aktie nach oben, heute eröffnet sie deutlich fester.

Damit könnte eine mehrtägige Erholung im Gang sein. Im Idealfall nähert sich die Software AG dabei der alten Durchbruchsmarke bei 38,58 EUR an. Anschließend könnte es aber zu einer weiteren Verkaufswelle kommen, die sogar zu Kursverlusten in Richtung 29,27 EUR führen könnte. Nach dem starken Rückfall der letzten Tage liegen prozyklische Kaufsignale weit entfernt. Erst eine Rückkehr über 38,58 EUR wäre ein solches Signal.

GOLD - Zweifaches Kaufsignal

Mit einer steilen Kaufwelle ließ der Goldpreis gestern die Oberseite der vorherigen Seitwärtsrange hinter sich. Nach diesem Kaufsignal sollte der Wert jetzt zügig weiter steigen, um die positiven Vorgaben zu nutzen.

Widerstände: 1.236 + 1.265 + 1.285
Unterstützungen: 1.193 + 1.180 + 1.159

Rückblick: Bei 1.159 USD endete der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold Mitte August vorerst und das Edelmetall stieg in einer ersten Erholungsbewegung an die Hürde bei 1.220 USD. Kurz vor dem Erreichen der Marke setzte der Wert an den Support bei 1.180 USD zurück und bildete dort eine volatile Seitwärtsphase aus. Der zweite Test dieser Unterstützung verlief in dieser Woche ebenfalls erfolgreich und mündete in eine steile Kaufwelle, die Gold über die Hürde bei 1.220 USD ausbrechen ließ. Gleichzeitig wurde damit auch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie gebrochen und damit auch im großen Bild ein erstes bullisches Signal generiert.
Charttechnischer Ausblick: Der Doppelboden bei 1.180 USD und der Bruch der mittelfristigen Abwärtstrendlinie dürften sich kurzfristig bullisch auf den Kurs des Edelmetalls auswirken. Das nächste charttechnische Kursziel der Ausbruchsbewegung ist der Widerstand bei 1.236 USD. Sollte dieser ebenfalls überwunden werden, könnte die Kaufwelle direkt bis 1.265 USD führen.

Eine vorherige Korrektur bis 1.210 USD wäre aktuell unproblematisch. Dort dürfte der nächste Anstieg einsetzen. Abgaben unter die Marke hätten einen Test der Unterstützung bei 1.199 USD zur Folge, doch auch von dort wäre mit einer Fortsetzung der Erholung in Richtung 1.236 USD und darüber zu rechnen. Darunter wäre die Erholungsphase allerdings beendet, ein Verkaufssignal aktiv und ein Abverkauf bis 1.180 und 1.165 USD wahrscheinlich.

Sell-Off im DAX - Wir kaufen?!

Kleine Mini-Crashs haben wir in diesen Tagen genug sehen. Sei es nun in den Indizes oder in Einzelwerten. So können Sie von diesen profitieren!

Starke Verkäufe prägten in den vergangenen Tagen das Kursgeschehen am Aktienmarkt und für jeden Anleger und Trader stellt sich die Frage, ob dies eine Chance oder ein Risiko darstellt. Wahrscheinlich ist auch Ihnen die Weisheit bekannt, zu kaufen, wenn die Kanonen donnern. Dann, wenn es am Düstersten aussieht, sollen die größten Chancen bestehen. Was für ein Glück, dass sich diese Weisheit zumindest ansatzweise überprüfen lässt, wobei mich ein sehr kurzfristiger Fokus interessierte. Wir wollen nicht Wochen oder Monate auf einen Gewinn warten, sondern ihn am nächsten Tag abholen. Was also passiert nach einem Sell-Off-Tag bspw. im DAX? Sollte man solche Tage Long gehen und sich Morgen über schöne Gewinne freuen?

Was ist ein Sell-Off-Tag
Das Schöne an Weisheiten ist, dass sie immer so logisch erscheinen und gut klingen. Wenn man diese aber analysieren will, muss man die schönen Wortspiele auf konkrete Regeln runterbrechen. Wir brauchen eine Definition eines Sell-Offs!

Angeregt von dem starken Kurseinbruch in der Wirecard-Aktie vor einigen Tagen definieren wir einen Sell-Off über einen Vergleich der heutigen Volatilität mit dem Durchschnitt der vergangenen X Tage. Als Volatilitätsmaßstab greifen wir auf die prozentuale ATR zurück. Diesen Indikator können Sie auch in Guidants nachbilden, obwohl er nicht zu den Basiswerkzeugen zählt. Wenn Sie das Indikatorenfenster im Chartingtool öffnen, haben Sie die Möglichkeit einen eigenen Indikator programmieren. Ich werde Ihnen diesen Schritt abnehmen und den Indikator in Kürte auf meinem Guidants-Desktop zur Verfügung stellen. Wenn Sie mir auf Guidants folgen, verpassen Sie dies nicht!

Mit Blick auf unser Ziel und unseren Maßstab haben wir zwei Einstellungsmöglichkeiten. Zum einen können wir den Durchschnitt über verschiedene Perioden bilden. Auf der anderen Seite müssen wir einen Faktor festlegen, um den die heutige Volatilität größer als die des Durchschnitts sein soll. Im Systemtest werden wir diese beiden Einstellungsmöglichkeiten variabel gestaltet.

Die Tradingregeln
Nachdem wir einen Sell-Off-Tag definiert haben, müssen wir noch die Ein- und Ausstiegsregeln formulieren. Wir werden an einem Sell-Off-Tag zum Schlusskurs eine Longposition eröffnen und werden diese am nächsten Morgen zur Eröffnung verkaufen, wenn dadurch ein Gewinn entsteht. Sollte ein solcher noch nicht realisiert werden können, geben wir unserem Trade noch bis zur Schlussglocke Zeit. Wir werden also spätestens zum Schlusskurs des Folgetages unsere Position schließen.

So sieht die Realität aus!
Jetzt, wo wir alle Definitionen getroffen haben, können wir die restliche Arbeit dem Computer überlassen. Natürlich mache ich einen solchen Test nicht ganz uneigennützig und als Dax-Fan greife ich natürlich auch auf den Index zurück. Wir stellen uns also konkret die Frage, ob es Sinn macht, den Dax nach einem Sell-Off-Tag nach unseren Bedingungen zu kaufen und zu verkaufen. Wie bereits geschrieben berechnen wir den Durchschnitt über verschiedene Perioden. Wir beginnen bei zehn Tagen und lassen die Variable in 5er-Schritten bis 250 ansteigen. Bei unserem Faktor starten wir bei 1,25 und beenden den Test bei 2,95. Der Faktor steigt bei jedem Iterationsschritt um 0,1 an.

Die folgende Abbildung zeigt das Analyseergebnis. Auf der X-Achse ist die Periodenlänge der prozentualen ATR abgetragen. Die Z-Achse beinhaltet unseren Faktor und auf der klassischen Y-Achse liegt unser Gewinn, wenn wir in jedem Trade 500.000 EUR investiert hätten.
Und? Darf man einen Sell-Off-Tag im DAX nun kaufen?
Was sagt uns nun die obige Grafik? Zunächst einmal ist unschwer zu erkennen, dass wir über nahezu die gesamte Bandbreite der prozentualen ATR einen Verlust erleiden, wenn wir einen zu kleinen Faktor unterstellen. Der vordere Bereich der Grafik liegt komplett unter Wasser. Glücklicherweise entspricht dieser Bereich aber auch nicht unbedingt unserer Vorstellung eines Sell-Offs. Wenn die heutige Tagesvolatilität nur marginal größer als die des Durchschnitts ist, ist das nicht unbedingt ein Sell-Off.

Aber auch mit zunehmendem Faktor fällt eine Pauschale Aussage schwer. Zwar wird unser System teilweise profitabel, aber der wirklich eindeutige und stetige Zusammenhang zwischen Profitabilität und Höhe des Faktors fehlt. Dafür hätte das Gebirge stetig nach hinten hin ansteigen müssen. Tatsächlich sind aber auch mit zunehmendem Faktor immer wieder große Täler in der Grafik zu finden.

War alles umsonst?
Es gibt jedoch einen Bereich, in dem wir durchgängig relativ blaue Spitzen haben. Das ist in etwa der Bereich kleinerer und mittlerer Periodenlängen der prozentualen ATR kombiniert mit einem hohen Faktor (hinterer-linker Bereich). Große Sell-Off-Tag im Vergleich zur durchschnittlichen Volatilität der letzten ca. 20 bis 110 Tage bieten also eine gute Möglichkeit, einen Profit zu erzielen.

Der Spitzenwert wird jedoch in einer anderen Kategorie erreicht. Den größten Gewinn von 90.339 EUR erzielen wir bei einer ATR-Länge von 40 und einem Faktor von 1,55. Die Bergspitze ist relativ gut in unserer Grafik zu erkennen, genauso wie die Tatsache, dass sie dort relativ alleine dasteht. Im Umfeld dieser Einstellungen gibt es eine ganze Menge Täler, so dass wir davon ausgehen können, dass dieser Maximalwert nicht stabil ist.

Zusammenfassung
Ich glaube viele Leser werden sich an dieser Stelle immer noch fragen, ob es denn nun Sinn macht, Sell-Off-Tage zu kaufen oder nicht. Allein diese Tatsache ist eigentlich schon Antwort genug. Gäbe es in unserer Abbildung einen eindeutigen und stetigen Zusammenhang, würde sich eine solche Frage nicht stellen. Stattdessen müssen wir selektiv vorgehen. Fakt ist damit, dass wir bei einer pauschalen Aussage wie: Kaufe kurzfristig, wenn die Kanonen donnern, vorsichtig sein sollten. Das kann letztlich auch nach hinten losgehen.

Trotzdem bleibt der Ansatz interessant, wenn wir extreme Sell-Off-Tage mit dem kurz- bis mittelfristigen Durchschnitt der prozentualen ATR vergleichen. Dann wird der Ansatz sogar höchst interessant. Nur ein Beispiel aus dem oben zitierten blauen Bereich:

Ist die Volatilität am heutigen Sell-Off-Tag mindestens 2,75-mal so groß wie die durchschnittliche prozentuale Volatilität der letzten 65 Handelstagen und wir handeln nach unseren Regeln, konnten wir über die letzten 17 Jahre einen Gewinn von 78.145 EUR erzielen. Da wir bei jedem Trade 500.000 EUR einsetzten, könnte man zunächst enttäuscht sein. Schließlich beträgt die Rendite in ca. 17 Jahren nur ca. 16 %. Eine Buy&Hold-Taktik hätte viel besser abgeschlossen.
Diese Aussage ist natürlich absolut korrekt nur vergleichen wir an dieser Stelle Äpfel mit Birnen. Eine Buy&Hold-Taktik wäre nämlich dauerhaft investiert, während wir bei unserer Strategie an nur 25 Handelstagen aktiv gewesen wären. Ich bin zwar kein Freund der folgenden Rechnung, da sie rein theoretischer Natur ist, am Ende aber zeigt sie zumindest ansatzweise, wie stark das Ergebnis tatsächlich ist. Wir könnten nämlich die Performance auf ein Jahr hochrechnen. Unterstellen wir 250 Handelstagen, so läge die annualisierte Performance bei fast 160 %. Der Dax hingegen steigt im Durchschnitt jährlich nur 7-8 % an. Diese Stärke kommt letztlich auch im sogenannten Profitfaktor zum Ausdruck. Dieser liegt bei fast vier.

Mein persönliches Fazit lautet, dass eine kurzfristig bullische Einstellung nach einem Sell-Off-Tag im Dax durchaus Sinn macht. Sollte die aktuelle Volatilität deutlich größer als der kurz- bis mittelfristige Durchschnitt sein, können wir über Nacht bzw. am folgenden Tag eine leicht positive Basis unterstellen. Wie es hingegen auf Sicht der nächsten Tage und Wochen aussieht, wurde an dieser Stelle nicht untersucht. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Ihr Rene Bertei

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Autor: BörseGo

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW40

DAX – Wo geht die Reise hin?

Der Deutsche Aktienindex bewegt sich seit Tagen richtungslos hin und her. Kommt nun der große Abverkauf oder gibt es eine Jahresendrally?

Am übergeordneten Chartbild hat sich zuletzt kaum etwas verändert. Der DAX bewegt sich seit über einem Jahr im Prinzip seitwärts. Einige Charttechniker sehen eine potenzielle SKS-Topformation, andere sehen wiederum einen bullischen Keil oder eine Wolfe Wave-Kaufformation im Aufwärtstrend. All diesen Einordnungen ist eines gemeinsam: Die Formationen wurden bisher nicht vollendet, d. h. ein richtungsweisender Ausbruch ist noch nicht erfolgt. Solange es zu keinem mittelfristigen Signal kommt, ist sowohl eine Topbildung als auch die Ausbildung einer Fortsetzungsformation im Aufwärtstrend möglich.

Innerhalb dieser großen Seitwärtsbewegung fiel der DAX am 11. September 2018 auf ein Tief bei 11.865 Punkten ab. Danach erholte sich der Index bis auf ein Hoch bei 12.458 Punkten. An diesem Hoch scheiterte der Index am 27. September und einen Tag später durchbrach der Index sogar seinen steilen Aufwärtstrend.

In den kommenden Tagen wird der DAX tendenziell weiter unter Druck stehen. Abgaben bis ca. 12.104 und sogar 11.865 Punkte sind durchaus möglich. Ein neuer Kaufimpuls in Richtung 12.800 Punkte würde sich erst mit einem Ausbruch über 12.458 Punkte ergeben.

CONTINENTAL - Die Angst geht wieder um

Die Aktie des Automobilzulieferers gerät aufgrund einer negativen Analystenstudie von Exane BNP erneut unter Druck. Das Chartbild bleibt stark angeschlagen.

Die jüngste Erholung verpufft vollständig, der übergeordnete Abwärtstrend könnte jetzt weiter fortgesetzt werden. Wenn die Aktie unter die Marke von 146,00 EUR fallen sollte, wären durchaus weitere Abgaben bis 139,00 EUR und an das 2014er Tief bei 136,85 EUR möglich. Von dort aus könnte dann eine größere Erholung starten.

Dreht die Aktie hingegen hier am Tief und klettert über 155,00 EUR, wäre eine weitere Erholungswelle bis zum zentralen Widerstandsbereich bei 160,00 - 163,00 EUR möglich. Erst eine nachhaltige Rückkehr über 163,00 EUR erzeugt größere Kaufsignale.

BEIERSDORF – Verkaufsdruck nimmt zu

Beiersdorf befindet sich zwar langfristig in einer Aufwärtsbewegung, aber diese ist aktuell unterbrochen.

Beiersdorf attackierte am 7. August 2018 das Allzeithoch aus dem Dezember 2017 bei 102,00 EUR und kletterte auf ein neues Hoch bei 103,25 EUR. Allerdings kam es zu keinem Schlusskurs über 102,00 EUR. Seitdem befindet sich Beiersdorf in einer Konsolidierung. Die Aktie fiel dabei unter den Aufwärtstrend seit 22. März 2018 zurück. An diesem Trend kam es nach einem Tief bei 95,90 EUR zu einem Pullback. Am 4. Oktober 2018 markierte die Aktie ein neues Tief. Die Abwärtsbewegung der letzten Tage und Wochen wurde somit bestätigt.

Die Aktie von Beiersdorf dürfte auch in den nächsten Tagen unter Druck stehen. Es könnten Abgaben in Richtung 92,50 EUR und später sogar bis 85,88 EUR drohen. Bei einer Rückkehr über 95,88 EUR würde sich das Chartbild etwas aufhellen, aber ein größeres Kaufsignal entstünde dadurch noch nicht. Immerhin könnte sich Beiersdorf in Richtung 99,00 - 99,40 EUR erholen.

SILBER: Noch kaum mehr als eine Erholung

Der Silberpreis konnte sich zwar zuletzt wieder über die vorherige Unterstützung bei 14,31 USD zurückarbeiten und damit wieder in eine Seitwärtsrange eintreten. Doch von einer nachhaltigen Trendwende ist der Wert noch ein gutes Stück entfernt.

Widerstände: 15,00 + 15,26 + 15,59
Unterstützungen: 14,31 + 13,80 + 13,30

Rückblick: Der Abwärtstrend seit dem Zwischenhoch bei 17,23 USD führte Silber im September auch vorübergehend unter die Haltemarke bei 14,31 USD, ehe es bei 13,90 USD zu einem Konter der Bullen kam. Diese trieben den Wert zunächst wieder über die 14,31 USD-Marke und verhinderten damit weitere Abgaben. Ein Ausbruch über die erste signifikante Hürde bei 14,60 USD gelang in dieser Woche ebenfalls. Doch von einer Trendwende ist das Edelmetall noch weit entfernt.

Charttechnischer Ausblick: Wieder gilt es jetzt für die Bullen, die 14,31 USD-Marke in den kommenden Tagen zu verteidigen. Sollte dies gelingen und zugleich auch die 14,60 USD-Marke deutlich überwunden werden, könnte eine Erholung bis 15,00 und 15,26 USD folgen. Doch erst ein Ausbruch über den Widerstand bei 15,59 USD würde aktuell für eine nachhaltige Bodenbildung sprechen. Abgaben unter 14,31 USD würden den Abwärtstrend dagegen reaktivieren und für Verluste bis 13,90 und 13,80 USD sorgen. Dort könnte ein weiterer Bodenbildungsversuch starten. Darunter käme es allerdings zu Verlusten bis 13,30 USD.

US-Aktienmarkt: Droht jetzt die Zinskatastrophe?

Die langfristigen Zinsen in den USA steigen immer weiter. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen steht inzwischen bei über 3,2 Prozent und damit auf dem höchsten Wert seit 2011. Was bedeuten die steigenden Zinsen für den Aktienmarkt? Sind sinkende Aktienkurse unausweichlich?

Robuste Konjunkturdaten und Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell haben die Renditen der langfristigen US-Staatsanleihen auf ein Mehrjahreshoch getrieben. Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen stehen aktuell bei über 3,2 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2011.

US-Notenbankchef Jerome Powell hatte am Mittwochabend in einer Rede angedeutet, dass die Federal Reserve (Fed) die Leitzinsen in den kommenden Jahren stärker anheben könnte als erwartet. Dies führte auch bei den längerfristigen Renditen zu einem deutlichen Plus. Powell sagte, die Leitzinsen bewegten sich langsam auf ein "neutrales" Niveau zu, bei dem die Zinsen nicht mehr unterstützend für die Wirtschaft wirkten und deutete an, dass die Notenbank den Leitzins sogar über das neutrale Niveau anheben könnte. "Wir könnten über neutral gehen. Aber aktuell sind wir wahrscheinlich noch weit von diesem Punkt entfernt", sagte Powell. In den USA gebe es aktuell "außergewöhnliche Zeiten" mit einer niedrigen Inflation und sehr geringer Arbeitslosigkeit.

Während das kurzfristige Zinsniveau mehr oder weniger direkt durch die Geldpolitik der Notenbank bestimmt wird, spielen bei den längerfristigen Zinsen auch die Wachstums- und Inflationserwartungen der Anleger eine große Rolle. Aktuell spielt die Fed "am langen Ende", also bei den Renditen der langlaufenden US-Staatsanleihen, allerdings eine größere Rolle als gewöhnlich. Denn die Fed hatte nach der Finanzkrise ihre Bilanzsumme stark aufgebläht, indem sie im Rahmen der QE-Programme unter anderem langfristige Staatsanleihen erwarb. Seit einiger Zeit ist die Notenbank damit beschäftigt, ihre Bilanzsumme wieder abzubauen. Dies könnte in den kommenden Jahren zu einem zusätzlichen Anstieg der langfristigen Zinsen führen.

Für den Aktienmarkt sind steigende Zinsen ein zweischneidiges Schwert: Einerseits können sie Ausdruck steigender Wachstums- und Inflationserwartungen sein. Andererseits führen sie aber auch dazu, dass künftige Unternehmensgewinne weniger wert sind und dadurch auch der innere Wert von Unternehmen und Aktien sinkt. Da künftige Gewinne bzw. Cash-Flows weniger wert sind als Erträge, die heute verbucht werden, müssen künftige Erträge "abgezinst" werden. Steigt das Zinsniveau, dann steigen auch die bei der Aktienbewertung genutzten Abzinsungsfaktoren. Dies führt automatisch dazu, dass der innere Wert von Unternehmen bzw. Aktien sinkt. Steigen die Zinsen zu stark, wird außerdem das Wachstum abgebremst, weil Unternehmen ihre Investitionen zurückfahren, die Verbraucher weniger Kredite zum Konsum aufnehmen und damit die wirtschaftliche Aktivität abnimmt.

Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass sich ein steigendes Zinsniveau in der Regel erst mit einiger Verzögerung auf den Aktienmarkt auswirkt. Häufig überwiegen in der Wahrnehmung der Anleger zunächst die höheren Wachstums- und Inflationserwartungen, was tendenziell steigende Aktienkurse begünstigen kann. Auch aktuell scheint sich immer mehr die Erkenntnis durchzusetzen, dass der aktuelle Boom der US-Wirtschaft noch eine Weile anhalten kann. Trotzdem droht irgendwann Ungemach. Denn die Aussichten werden nicht so rosig bleiben, wie sie sich aktuell darstellen.

Aktuell kommt noch hinzu, dass steigende Zinsen in den USA auch weltweit große Auswirkungen haben. Denn nach der Finanzkrise war viel billige Dollar-Liquidität in die Schwellenländer geflossen. Aktuell wird dieses Kapital in großem Stil abgezogen, was zu einer neuen Krise in einigen Schwellenländern führen könnte.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW39

DAX bleibt an der Wolke hängen

Es ist eindrucksvoll zu erkennen, dass sich das Kursgeschehen seit 6 Handelstagen an der Wolkenunterkante (Senkou Span A) festgefahren hat.
Ich werde für den Index bullisch, wenn er überzeugend über 12.900 Punkte ansteigen kann. Unterhalb der 12.900er bleibt der Index in einem Tradingmarket.
Auffällig ist die seit 3 Monaten hohe positive Korrelation des DAX mit dem MSCI Emerging Markets Index und dem Shanghai Composite. Solche Intermarketvergleiche zeigen durchaus auch neue Kausalitäten auf der Makroebene auf. Es lassen sich von einem der miteinander korrelierenden Basiswerte Rückschlüsse auf die anderen ziehen. Wenn die Emerging Markets endlich ihre drastische Korrektur dieses Jahres beenden können, würde das auch dem DAX Auftrieb geben.
Wie ich zuletzt berichtete, ist der Weg hin zu der 12.900er Marke mit unterschiedlichen charttechnischen und indikatorentechnischen Widerständen zugestellt. Wie auf dem folgenden Chart eindrucksvoll zu erkennen ist, hat sich das Kursgeschehen seit 6 Handelstagen an der Wolkenunterkante (Senkou Span A) festgefahren. Hier entscheidet sich, ob es in den kommenden Wochen tendenziell höher oder tiefer geht. Bei 12.640 Punkten würde die nächste Hürde warten.
Mittelfristig: Das Preisniveau bei 12.900 Punkten im DAX ist maßgeblich, es entscheidet darüber, ob der Index endlich wieder auf die Startbahn für eine echte Rally geschoben werden kann. Gelingt es dem DAX dynamisch auf Wochenschlusskursbasis über 12.900 Punkte anzusteigen, generiert dies ein Kaufsignal mit einem mittelfristigen Projektionsziel von 14.800 Punkten.
Kurzfristig: Mit dem Wochenschlusskurs von 12.340 Punkten steht der Index nun direkt unter einem Widerstand bei 12.465 Punkten. Bei 12.600-12.640 Punkten liegt anschließend ein Widerstandsbereich im Markt.
Nach unten hat der DAX im Bereich von 11.700 Punkten eine wichtige Unterstützung, deren Bruch einen echten Sell Off einleiten kann. Es wäre also wichtig, dass dieser Bereich verteidigt werden kann.

WALT DISNEY – Links angetäuscht, rechts abgebogen

Walt Disney legte in den letzten Tagen eine relativ steile Rally hin. Wie fügt sich diese in das Gesamtbild ein?
Walt Disney startete im Oktober 1990 nach einem Tief bei 7,166 USD zu einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese Bewegung lief sehr lange in einem Trendkanal ab. Im Mai 2014 brach die Aktie per Monatsschlusskurs über die obere Begrenzung dieses Kanals aus. Anschließend kletterte der Wert noch auf ein Allzeithoch bei 122,08 USD.

Nach diesem Hoch setzte eine längere Konsolidierung ein. Dabei fiel Walt Disney auf die alte obere Begrenzung bzw. auf das 38,2 % Retracement des Rallyabschnitts ab Oktober 2011 zurück. Diese Konsolidierung spielte sich in einem symmetrischen Dreieck ab.

Am 26. Juli 2018 brach die Aktie erstmals per Tagesschlusskurs aus dem Dreieck nach oben aus. Anschließend kletterte sie auf ein Hoch bei 117,90 USD. Dort setzten Gewinnmitnahmen ein. Es kam zu einem überschießenden Pullback an das Dreieck, das erst am kurzfristigen 50 % Retracement bei 108,35 USD gestoppt wurde. Dabei geriet das bullische Bild, das mit dem Ausbruch aus dem Dreieck entstanden war, kurzfristig stark ins Wanken. In den letzten Tagen zog die Aktie des Unterhaltungsriesen aber wieder deutlich an. Der Weg zum Hoch vom 07. August ist nicht mehr weit.

Der Ausbruch aus dem großen Konsolidierungsdreieck scheint geschafft. Kurzfristig sollte Walt Disney bis 117,90 und 122,08 USD ansteigen. Ein Ausbruch auf ein neues Allzeithoch würde das bullische Bild bestätigen. Anschließend wären Kurse um 150 USD auf mittel-längerfristige Sicht durchaus erreichbar.

Nach dem steilen Anstieg in den letzten Tagen liegen sinnvolle Stopp-Marken relativ weit entfernt. Vermutlich würde erst ein Rückfall unter 108,35 USD das bullische Bild ins Wanken bringen.

ROCKET INTERNET - Tage der Wahrheit

Investoren in Rocket Internet hoffen auf den Start einer neuen Kaufwelle. Noch gibt es jedoch einige Probleme, die aus dem Weg geräumt werden müssen.

In Rocket Internet kam es im Sommer im Widerstandsbereich um 31 EUR zu einer Topbildung. Mehrmals hatten die Käufer im Vorfeld versucht, den Widerstand zu knacken, mussten am Ende jedoch immer wieder klein beigegeben. Mit dem am 14. September erfolgten Rückfall unter den Support um 28,25 EUR wurde die Topbildung vollendet und die Aktie ging kurzfristig in eine Abwärtsbewegung zum nächsten Support bei 25,50 EUR über.

Dieser Support wurde in den vergangenen Handelstagen von den Käufern genutzt. Verwunderlich ist dies nicht, da dort neben der horizontalen Unterstützung auch der EMA200 zu finden war. Bisher sind die Bullen jedoch nicht über einen Pullback an die alte Unterstützung bei 28,25 EUR hinausgekommen. Kurz unterhalb dessen konsolidiert die Aktie aktuell seitwärts.

Die Basis ist da
Richten wir den Blick nach vorne, steht derzeit fest, dass sich zwei konträre Impulse gegenüberstehen. Mittelfristig wäre mit dem Test des EMA200 der Start einer neuen Kaufwelle mit Zielen bei 31,34 EUR und mehr möglich. Andererseits ist es den Bullen noch nicht gelungen, die kurzfristig laufende Korrektur zu beenden. Im Gesamtbild könnte jedoch den Käufern ein kleiner Vorteil eingeräumt werden. Im besten Fall wird dieser in den nächsten Tagen mit einem Ausbruch über 28,25 EUR bestätigt. Sollte es hingegen einen bärischen Ausbruch aus der kurzfristigen Konsolidierung geben, ist mit einem Test von 25,50 EUR zu rechnen. Darunter würde sich sogar weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 23 EUR ergeben

PLATIN - Am seidenen Faden

Die guten Erholungsansätze bei Platin zu Wochenbeginn sind dahin. Nun steht es Spitz auf Knopf für die Bullen.

Widerstände: 812,50 + 845,90 + 867,80
Unterstützungen: 810,00 + 788,50 + 762,10

Rückblick: Der Platinpreis setzte seine Erholung in dieser Woche nicht weiter fort. Was bis gestern noch als Pullback auf den überschrittenen Abwärtstrend gewertet werden konnte, ist nach dem starken Rücksetzer hinfällig. Die Ausbruchsmarke bei 812,50 USD wurde wieder unterschritten. Damit droht im bärischen Fall sogar eine Wiederaufnahme der übergeordneten Abwärtsbewegung.

Charttechnischer Ausblick: Die Käufer müssen das Edelmetall nun zwingend im Bereich des kurzfristigen Aufwärtstrends und damit um die Marke von 810 USD stabilisieren. Ein klares prozyklisches Kaufsignal entsteht erst, wenn der Widerstand bei 845,90 USD aus dem Markt genommen wird. Unter 810 USD könnte sich der gestrige Abverkauf fortsetzen bis an das Zwischentief bei 788,50 USD. Hält auch dieses nicht, drohen weitere Verluste auf 762,10 und 751,00 USD. Die guten Ansätze zu Beginn der Woche wären in diesem Fall endgültig dahin.

Der perfekte Ausstieg! Hier entstehen die Gewinne!

Gewinne laufen lassen oder doch mit Kurszielen arbeiten? Was ist besser? Wie planen die Profis Ihren Ausstieg? Gibt es vielleicht eine geheime Wunderwaffe?

„Ein mich momentan sehr quälendes Problem ist die Frage nach dem richtigen Ausstieg. Setzt man einen festen TP (und lässt entspr. Gewinn nicht laufen?). Oder zieht man den Stop markttechnisch nach, gibt bei Umkehr aber viel Gewinn ab? Oder zieht man bei markanten Leveln den Stopp dicht ran? Wäre so ein Thema denkbar? Ich würde mich freuen!“

Diese Frage erreichte mich jüngst auf meinem Guidants-Desktop. Also auf geht‘s! Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf die Frage nach dem perfekten Ausstieg werfen!
Mein erster Gedanke nach dem Lesen der Frage war: oh mein Gott! Wie in aller Welt soll ich auf diese höchst spannende Frage antworten, ohne einen ganzen Roman schreiben zu müssen? Das Thema ist so vielschichtig, dass es einfach nicht möglich ist, in einem kurzen Artikel alle Facetten zu beleuchten. Deshalb konzentriere ich mich auf die ersten Schritte, bevor wir in vielleicht weiteren Artikeln auf die kleinen Details eingehen:

Optimal ist nicht gleich Optimal!
Eine der für mich wesentlichsten Punkte auf der Suche nach dem perfekten Ausstieg hat gar nichts mit der Ausstiegssystematik als solches zu tun. Ob man mit Kurszielen oder nachgezogenen Stopps arbeitet, ist nur zweitrangig. Es ist wesentlich sinnvoller einen Schritt zurück zu machen und sich dem Thema von einer gänzlich anderen Perspektive zu nähern. Als Trader müssen Sie sich nämlich der Tatsache bewusst werden, dass es bei allen Entscheidungen die Sie zukünftig treffen werden, objektiv optimale, subjektiv optimale oder gar keine optimale Antwort geben wird. Unter objektiv optimal verstehe ich das rein mathematische Optimum. Subjektiv optimal ist als eine Art Wohlfühlparameter definiert.

Diese Antwort mag unbequem und unbefriedigend sein. Da sie jedoch der Realität entspricht, macht es keinen Sinn, die Augen davor zu verschließen. Lassen wir die dritte Variante, in der es keine optimale Antwort gibt, einmal außen vor, so muss sich der Trader zwischen der objektiv optimalen und subjektiv optimalen Ausstiegsstrategie entscheiden.

Als Tradingcoach rate ich Ihnen, sich immer für die subjektiv optimale Ausstiegsstrategie zu entscheiden. Es mag sein, dass diese Strategie nicht zur besten Performance führt oder vielleicht sogar gegen allgemeine Börsenweisheiten verstößt. Aber was nützt Ihnen die auf dem Papier beste Performance, wenn Sie emotional nicht in der Lage sind, die damit verbundenen Schritte auch diszipliniert zu gehen.

Als Coach sehe ich immer wieder, wie Tradingneulinge lediglich auf die Performance schauen. Wie hoch ist die Rendite über die letzten Jahre gewesen? Oh! 300 %! Das ist ja genial! Das will ich auch haben! Kein Trader macht jedoch einen Sprung von null auf 300 %. Stattdessen muss der Trader jeden einzelnen Trade der Performancekurve ablaufen. Und wenn der damit verbundene Weg für den Trader emotional zu steinig ist, wird er seine Disziplin über Bord werfen und sich nicht mehr an die Regeln halten. Aus dem Traum von 300 % wird dann ein Albtraum!

Deshalb bin ich grundsätzlich ein Freund davon, die subjektiv optimale Lösung zu favorisieren. Natürlich sollte diese einen positiven Erwartungswert haben, schließlich macht es keinen Sinn, einen verlustigen Ansatz zu handeln. Sofern man jedoch eine erfolgreiche Strategie sein eigen nennt, macht es durchaus Sinn, auf ein wenig Performance zu verzichten, während man sich auf der anderen Seite das Leben dadurch ein wenig leichter macht.

Ausstiegstaktik und Tradingstil
Nachdem wir dieses grundlegende Problem besprochen haben, müssen wir die Auswirkungen der Ausstiegstaktik beleuchten. Der Ausstieg nagelt nicht nur den Gewinn oder Verlust in einem Trade fest, sondern hat auch extremen Einfluss auf die gesamte Tradingstatistik. Mit dem Ausstieg legen wir bspw. fest, ob wir Swingtrading, Scalptrading oder Trendtrading betreiben. Diese Tradingstile verlangen dem Trader wiederum unterschiedlichste Charaktermerkmale ab.

In meiner Tradingausbildung gehe ich sehr detailliert auf die unterschiedlichen Vor- und Nachteile ein. Exemplarisch greife ich mir hier deshalb nur die Trefferquote heraus. So geht das Trendtrading in der Regel mit einer relativ kleinen Trefferquote einher, während das Scalptrading das andere extrem darstellt. Wenn Sie jemand sind, der gerne Recht hat, dann wird Ihnen das Scalptrading mehr liegen, als das Trendtrading. Gleichzeitig müssten Sie aber auch ein eher aktiver Mensch sein, da im Scalptrading relativ viel gehandelt wird. Dies wiederum benötigt einen entsprechenden Zeitaufwand usw. und so fort.

Sie sehen schon, wie komplex diese Thematik am Ende werden kann und das es aus aus der individuellen Sicht immer ein "ja, aber..." geben wird. Deshalb lässt sich festhalten, dass die subjektiv optimale Lösung die ist, in der Sie die wenigsten Kompromisse eingehen müssen. Wo das jedoch der Fall ist, kann Ihnen kein Coach aus der Ferne jemals sagen. Deshalb bin ich auch extrem vorsichtig mit allgemeinen Tipps im Trading. Was für den einen perfekt passt, könnte sich für den anderen als totales Chaos herausstellen.

Die objektiv beste Lösung!
Natürlich möchte ich Ihnen auch nicht verheimlichen, was meiner Meinung nach die objektiv beste Lösung darstellt. Ignorieren wir all das bisher besprochene, würde ich Ihnen empfehlen mit einem großzügigen Trailingsstopp zu arbeiten - zumindest dann, wenn Sie längerfristig im Aktienmarkt unterwegs sind. Wahrscheinlich ist dieser Markt auch einer derjenigen, der objektiv gesehen die größten Vorteile mit sich bringt. Allein die Tatsache, dass wir bei Aktien einen langfristig positiven Trend unterstellen können, macht diese Anlageklasse relativ einzigartig. Solche Zusammenhänge gibt es weder bei Rohstoffen noch in Währungen.

Sie sehen schon, obwohl ich Ihnen in diesem Abschnitt die eigentlich objektiv beste Lösung vorstellen wollte, müssen wir schon wieder Fallunterscheidungen vornehmen. Aktien funktionieren eben doch etwas anders als Währungen oder Rohstoffe. Grundsätzlich aber würde ich meinen, dass Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen eine objektiv gesehen sehr starke Lösung darstellt. Wenn Sie hierbei die Volatilität in ihrem Basiswert berücksichtigen, dürfte dieser Ansatz auch in verschiedenen Märkten und Zeitrahmen funktionieren. Mit ein wenig Erfahrung lässt sich dieser Ansatz natürlich noch verfeinern. So könnte man beispielsweise den Stopp immer aggressiver nachziehen, je größer die Gewinne schon sind. Damit würde man beispielsweise auf seine eigenen Erfahrungen reagieren, dass in dem gehandelten Markt kein Trend ewig hält. Was jedoch aggressiv ist und ab wann man einen solchen Ansatz fahren sollte, hängt dann wieder vom Markt und Zeitrahmen ab.

Einfach kann ja jeder!
Wir Menschen lieben klare Ansagen! Diese vermitteln uns ein gewisses Maß an Sicherheit und im Zweifel können wir auch die Verantwortung auf andere abwälzen. Ich bin mir bewusst, dass aus dieser Perspektive heraus meine Antwort zur Frage nach dem perfekten Ausstieg auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte. Dafür habe ich viel zu allgemein argumentiert und Ihnen vor allen Dingen lediglich Entscheidungsalternativen aufgezeigt. Entscheiden müssen sie jedoch selbst. Statt einer glasklaren Regeln erhalten Sie nur einen Bauplan, um sich den für Sie optimalen Ausstieg herzuleiten (für Trader in meiner Ausbildung gehen wir diese Schritte gemeinsam). Wer diesen Schritt wohl überlegt wagt, dürfte seinen Träumen wieder ein Stück näher gekommen sein. Fasse ich den Entscheidungsprozess zusammen, lautet meine erste Antwort auf die Frage nach dem perfekten Ausstieg wie folgt:

Versuchen Sie Positionen möglichst laufen zu lassen, vor allen Dingen, wenn diese im Gewinn stehen. Sorgen Sie mit ihren Ausstiegsregeln dafür, dass Verluste relativ schnell begrenzt werden. Bei all den theoretischen Überlegungen müssen Sie jedoch Ihrer Persönlichkeit Rechnung tragen. Setzen Sie Ihre Stärken und Schwächen perfekt ein. Der für Sie perfekte Ausstieg wird mit den Regeln realisiert, mit denen Sie erfolgreich sind, gleichzeitig aber die geringsten Kompromisse eingehen müssen und deshalb in der Lage sind, ihre Strategie auch diszipliniert zu traden. Wo genau die Grenze dafür liegt, ist jedoch höchst individuell.

In diesem Sinne viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW38

HANG SENG - Großoffensive

Hier könnte demnächst eine Rally starten. Schwäche ist nicht erlaubt und an dieser Stelle auch völlig unangebracht.
Elliott Wellen Analyse

Im HANG SENG Index wurde zum Jahreswechsel eine große Wellensequenz abgeschlossen, die als Welle 5 der 5 der 3fungieren sollte. Im Anschluss einer Welle 3 folgt eine Welle 4, welche sich im Jahr 2018 in den Wellen a-b-c ausbreiten durfte. Im Tief wird daher angenommen, dass sich die Welle 5der c der 4 finalisieren konnte. Das würde bedeuten, dass eine groß angelegte Kursrally, über mehrere 1.000,00 Punkte anstehen könnte. Die nächste größere Bewegung wird als Welle 5 erwartet. Ein Ziel liegt bei 35684,00 Punkte.
Nahezu täglich sollte hier die Situation engmaschig begutachtet werden, weil die Welle 4 nicht mehr viel Spielraum besitzt.

Fazit:
Ein wichtiges Impulsziel liegt bei 41385,00 Punkte. Jedes weitere Tief auf der Unterseite wäre unschön und könnte das enorme Aufwärtspotenzial in Frage stellen.

CARL ZEISS MEDITEC – Rücksetzer läuft

Die Aktie von Carl Zeiss Meditec gehört in diesem Jahr auch zu den Highflyern im TecDAX. Die Aktie legt in diesem Jahr 43,64% zu.
Im August 2015 startete die Aktie von Carl Zeiss Meditec zu einer starken Aufwärtsbewegung innerhalb eines Trendkanals. Anfang Juli 2018 brach sie aus diesem Kanal nach oben aus, was zu einer weiteren Trendbeschleunigung führte. Anschließend kletterte der Wert auf das aktuelle Allzeithoch bei 76,958 EUR. Er konsolidiert seit diesem Hoch, das vom 04. September 2018 stammt.

Nach der starken Rally in den letzten Wochen und Monaten haben die Bullen einigen Spielraum. Ein Rücksetzer an die alte Trendkanaloberkante bei aktuell ca. 67,05 EUR wäre für die mittel-langfristige Entwicklung unproblematisch. Danach könnte es durchaus zu einem weiteren Rallyschub kommen. Ein Rückfall in diesen Trendkanal würde das Chartbild allerdings deutlich verschlechtern.

COMMERZBANK - Bodenformation vollendet

Die Commerzbank durchbrach gestern eine wichtige Hürde. Dadurch kam es zu einem neuen Kaufsignal. Welche Auswirkungen könnte dies haben?

Die Aktie der Commerzbank ist heute den letzten Tag im DAX gelistet. Am Montag steigt sie in den MDAX ab. Der Wert befindet sich seit einem Jahreshoch bei 13,82 EUR aus dem Januar 2018 in einer Abwärtsbewegung. Diese führte am 27. Juni zu einem Tief bei 7,916 EUR. Damit setzte eine Bodenbildung ein. Gestern brach die Commerzbank mit einer langen weißen Kerze über 9,291 EUR und damit über die Nackenlinie dieses Doppelbodens nach oben aus. Das rechnerische Ziel liegt bei 10,90 EUR.

Kurzfristig sollte die Commerzbank noch bis ca. 9,75 EUR ansteigen. Dort dürfte es zu Gewinnmitnahmen und einem Pullback an die Bodenformation kommen. Wenn dieser Pullback erfolgreich abgeschlossen werden kann, dann wären mittelfristig Gewinne in Richtung 10,90 EUR möglich. Sollte es allerdings zu einem stabilen Rückfall unter 9,291 EUR kommen, dann wäre der gestrige Ausbruch eine Bullenfalle.

SILBER - Shorttrigger nicht aktiviert

Die Käufer stabilisierten den Silberpreis in den vergangenen Tagen. Kommt es nun zum Wochenschluss zu einem Kaufsignal?

Widerstände: 14,35 + 14,85 + 15,19
Unterstützungen: 13,90 + 13,60

Rückblick: Der Silberpreis sah zu Wochenbeginn noch deutlich angeschlagen aus. Das Edelmetall stabilisierte sich aber in der Folge und versucht zum Wochenschluss den Ausbruch aus der mehrtägigen Range mit Kursen über 14,35 USD. Sollte dieses Signal in der kommenden Woche bestätigt werden, besitzt das Edelmetall Erholungspotenzial.
Charttechnischer Ausblick: Auch wäre in diesem Fall der seit Juni intakte Abwärtstrend zur Oberseite verlassen. Der Kreuzwiderstand aus mehreren Hochs und dem EMA50 bei 14,85 USD stellt ein kurzfristiges Ziel dar. Etwas darüber wartet bei 15,19 USD der nächste charttechnische Widerstand. Etwas weiter gedacht könnte der laufende Anstieg Teil des Kopfes einer inversen S-K-S werden. Hierfür müssen aber die nächsten Kursmuster abgewartet werden. Auf der Unterseite bietet das Tief bei 13,90 USD Halt. Geht es darunter, läge die nächste Unterstützung bei 13,60 USD.

Die große Performance-Falle!

Wer sein Glück überstrapaziert, wird tief fallen! Geradlinige Performancekurven und der Traum vom großen Geld locken immer wieder unbedarfte Anleger an die Märkte. Aber seien Sie gewarnt!

Wir alle wissen, dass es an der Börse ohne zumindest zwischenzeitliche Verluste einfach nicht geht und trotzdem lechzen wir danach, möglichst schadlos durchs Börsengewässer zu Segeln. Angeheizt wird dieser Wunsch leider auch durch die Finanzindustrie. In den letzten Jahren sind Services, in denen jeder Profis folgen oder sogar direkt investieren kann, wie Pilze aus dem Boden gesprossen. Gerne wird zur Kundengewinnung mit einer genialen Performance geworben. Je geradliniger die Performancekurve ist, desto besser. Beim Anblick einer Depot-Performance wie die in der folgenden Abbildung, wirft man seine anfänglichen Bedenken schnell über den Haufen. Nur allzu greifbar scheint der Traum einer hohen Rendite ohne Risiko.

(Quelle: wikifolio)

Ich persönlich analysiere und trade die Märkte nun schon seit fast 20 Jahren hauptberuflich und coache seit mehr als 10 Jahren (hier geht es zur Traderausbildung). Dabei bediene ich mich regelmäßig statistischer Tests und ich bekomme extreme Bauchschmerzen, wenn ich Performancekurven wie die obige sehe. Solche geradlinigen Performancekurven spiegeln nicht die Erfahrung wieder, die sich bei mir im Laufe der Jahre bei all den Tests entwickelt hat. Ohne Zweifel hat fast jede Strategie Phasen, in denen es richtig gut läuft. Ein relativ geradliniger Strich von links unten nach rechts oben ist keine Seltenheit. In dieser Zeit passt die Strategie einfach perfekt zum Marktumfeld. Wie wir alle wissen (hoffe ich zumindest), bleibt dies aber leider nicht immer so. Bullenmarkt und Bärenmarkt wechseln sich ab. Es gibt Zeiten hoher und niedriger Volatilität und nur allzuoft auch irgendetwas dazwischen. Kein einzelnes Regelwerk dieser Welt kann in allen Phasen gleich gut abschneiden. In einem Bullenmarkt größtenteils long zu gehen und mit großen Kurszielen zu arbeiten, sicherte in den letzten Jahren eine hohe Rendite. Im Bärenmarkt wird dies jedoch nicht funktionieren und die Strategie befindet sich im Drawdown.

Von Glücksrittern

Angesichts dieser Tatsache stellt man sich die Frage, woher denn immer wieder diese super Performancekurven kommen? Wird hier etwa gelogen?

Soweit möchte ich an dieser Stelle gar nicht gehen. Aber bereits im vorangegangenen Absatz habe ich Ihnen eine mögliche Erklärung gegeben. Wenn die Strategie perfekt zur aktuell vorherrschenden Marktphase passt, kommt es wirklich zu sehr schönen Performancekurven. Die große Frage ist jedoch, wie das System bzw. der Trader reagiert, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. Das Beispiel von oben macht hier keine Ausnahme. Schauen Sie nur einmal, wie sich das Konto in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Wenn ich Ihnen sage, dass dieses Depot vornehmlich in Deutschland investiert und Sie sich einmal den Kursverlauf vom Dax in diesem Jahr anschauen, könnte klar werden, warum es auf einmal zum bisher größten Drawdown in diesem Wikifolio gekommen sein dürfte.

(Quelle: Wikifolio)

Nichts liegt mir ferner als eine Wertung bezüglich dieses konkreten Beispiels vorzunehmen. Vielmehr geht es mir um das grundlegende Problem und ich möchte Sie als Trader/Anleger dafür sensibilisieren. Die Bäume wachsen am langen Ende nicht geradlinig in den Himmel. So richtig deutlich wird es wohl im folgenden Beispiel. Was zu schön aussieht, um wahr zu sein, ist es meist auch:

(Quelle: Wikifolio)

Neben dem Umstand, dass das Depot einfach nur Glück hatte und quasi zur rechten Zeit am rechten Ort unterwegs war, kann auch das Thema Überoptimierung eine Rolle spielen.

Gefahr Überoptimierung

Im Rahmen von Tests ist es sehr leicht möglich, perfekte Performancekurven zu kreieren. Man fängt einfach mit ein paar grundlegenden Regeln an und erhält eine zunächst noch wacklige Performancekurve. Indem man einfach immer mehr Variablen hinzufügt, kann man die jeweiligen Fehlsignale filtern und voila, fertig ist die perfekte Tradingstrategie. Leider ist diese aber auch so speziell, dass sie höchstwahrscheinlich sehr schnell nicht mehr funktionieren wird. Kleinste Veränderungen bei den Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Strategie in einen Drawdown rutscht. Wahrscheinlich ist sogar, dass aus einer ursprünglich sehr erfolgreichen Strategie, eine verlustige wird.

Ich möchte beim Thema Überoptimierung nicht zu tief ins Detail gehen, habe aber eine Theorie. Ich befürchte, dass sich die Märkte nicht in ein Konzept statischer Regeln (egal wie komplex diese sind) pressen lassen. Mit Optimierungsmaßnahmen kann man eine Strategie ohne Zweifel verbessern. Im Grunde passiert nichts anderes, als dass verlustige Trades herausgefiltert werden. Die Tradingsfrequenz sinkt, während sich die Statistik verbessert. Analytisch zieht man nun aus sehr wenigen Beispielen weitreichende Schlussfolgerungen. Ich behaupte jedoch, dass, wenn man diese neue, überoptimierte Strategie so lange durchführen würde, dass man wieder auf eine entsprechend hohe Anzahl an Trades kommt, die Statistik dieser Strategie nicht wesentlich anders aussehen wird, als vor Beginn der Optimierungsmaßnahmen - eventuell sogar schlechter. Vielleicht stammt daher die allgemeine Börsenweisheit, es beim Traden so einfach wie möglich zu halten (KISS-Prinzip).

Von offenen und geschlossenen Trades

Um die Liste möglicher Probleme zu vervollständigen, möchte ich abschließend noch auf einen weiteren Punkt eingehen, mit dem geradlinige Performancekurven erzeugt werden. Hierfür müssen Sie wissen, dass die viele Performancekurven lediglich abgeschlossene Trades darstellen. Der Trader bzw. Investor ist eine Position eingegangen und hat diese bereits wieder geschlossen. Der Gewinn oder Verlust fließt in die Performancekurve ein. Ich denke, Sie ahnen schon, worauf ich hinauswill. Wenn der Trader und Investor viele offene Positionen besitzt, die im Verlust stehen, schlägt sich dies nicht in der Performancekurve nieder. Im Extrembeispiel könnten wir eine Gerade nach oben erzeugen, wenn wir ausschließlich Gewinner verkaufen, während jeder verlustige Trade offen bleibt. Während die Performance eine geradlinige positive Rendite suggeriert, könnte das Konto real sogar im Minus stehen. Um diesen Aspekt auszuschließen, ist es zwingend notwendig, Kontoverläufe mit offenen als auch geschlossenen Positionen abzubilden - und das möglichst Realtime.

Zusammenfassung

Ziel meines Artikels war es, Sie für das Thema Performance und Risiko an der Börse zu sensibilisieren. Gerade in Phasen in denen es an der Börse super läuft, schmeißt man nur allzu gerne allgemein Bekanntes über Bord. Wer es hierbei übertreibt, kann sehr tief fallen. Ich möchte keinem zu nahetreten, bin aber ehrlich gesagt gespannt, wie sich so das eine oder andere öffentliche Portfolio schlägt, wenn wir beispielsweise wieder einmal einen Bärenmarkt vorliegen haben. Ich hoffe jedoch, dass Sie auch dank des vorliegenden Artikels nicht gänzlich überrascht werden und einen großen Teil der vielleicht jetzt aufgelaufenen Super-Gewinne behalten können, da Sie entsprechend vorgebeugt haben. Gerne unterstütze ich Sie dabei: Die Traderausbildung!

In diesem Sinne viel Erfolg

Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW37

S&P500 – Neues Allzeithoch in den kommenden Tagen?

Die amerikanischen Standardwerte machen weiterhin keinerlei Anstalten, die Sommerrally auch nur ansatzweise zu korrigieren.
Eins muss man der Twitter-Aktivität von US-Präsident Trump lassen – sie wirkt regelmäßig unterstützend für die Aktienkurse an der Wall Street und somit positiv für die Vermögen des wohlhabenderen Teils der US-Bevölkerung. Ob das im Sinne der Börsenethik so korrekt ist, steht auf einem anderen Blatt.
Wer in den vergangenen Tagen darauf spekuliert hatte, die US-Indizes würden ebenso wie die europäischen Indizes eine technische Korrektur einleiten, wurde massiv enttäuscht. Der S&P500 schüttelte jedwede Attacke der Bären im Wochenverlauf ab und marschierte wieder über die 2.900 Punkte-Marke.
Der Aufwärtstrend im Tageschart des S&P500 wurde im Wochenverlauf nicht unterboten und auch der Supertrend-Indikator zeigt einen intakten Aufwärtstrend. Oberhalb von 2.870/75 Punkten ist das kurzfristige Chartbild daher vorerst weiter uneingeschränkt bullisch einzustufen.

JUVENTUS TURIN - Fahnenstangen-Aktie ist fällig

Die Juve-Aktie erlebt aktuell ihren zweiten Frühling. 150 % Kursgewinn innerhalb weniger Wochen und das nur, weil ein gewisser CR7 kam. Fahnenstange!

Seit den ersten Wechselgerüchten des Weltfußballers CR7 im Juli konnte die Aktie von Juventus Turin um rund 150 % zulegen. Einer gezahlten Ablösesumme von 105 Mio. EUR, steht somit ein Zuwachs von über 800 Mio. EUR an Börsenwert gegenüber. Dieser Anstieg ist zum Teil gerechtfertigt, schaut man sich den Rattenschwanz an, den Ronaldo mitbringt.

CR7 ist zu einer weltbekannten Marke geworden, Fanartikel dürften daher wie heiße Semmel über die Shop-Theken wandern. Hinzukommen evtl. höhere Erlöse durch Ticketverkäufe. Ein großer Faktor dürften aber die Einnahmen aus Werbeaktionen und Sponsorings sein. Mögliche Titelgewinne in der Champions League sind ebenfalls nicht ausgeschlossen. Zumindest die Ablösesumme sollte daher nach kurzer Zeit amortisiert sein.

Dennoch wird in der Aktie viel Zukunftsmusik eingepreist, vor allem hinsichtlich möglicher Titel und der Kursverlauf gleicht mittlerweile einer Fahnenstange. Hinzukommt, dass die Kursbewertung in keinster Weise fundamental bestätigt werden kann. Der Fußballklub ist hoch verschuldet. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Schuldenberg auf 309,8 Mio. EUR. Damit verdoppelte sich die Verschuldung nahezu im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem fiel der Umsatz um über 10 % auf 504,7 Mio. EUR. Das Jahresergebnis fiel mit einem Verlust von -19,2 Mio. EUR noch viel katastrophaler aus (-145 % ggü. Vorjahr).

BEIERSDORF hängt fest

Beiersdorf hängt seit eingen Tagen an einer Hürde fest. Welche Folgen könnte ein Ausbruch darüber haben?

Beiersdorf ist eine der wenigen Aktien im DAX, die in diesem Jahr auf ein neues Allzeithoch kletterte. Dieses Hoch stammt vom 07. August 2018 und liegt bei 103,25 EUR. Zu einem Ausbruch auf Tagesschlusskursbasis über das alte Allzeithoch bei 102,00 EUR kam es aber nicht. Anschließend fiel die Aktie auf ihren Aufwärtstrend seit März 2018 zurück. Diesen Trend verteidigte der Wert am 07. September gerade noch so. Anschließend erholte er sich an den EMA 50. An diesem EMA, der aktuell bei 99,87 EUR verläuft, hängt die Beiersdorf-Aktie aktuell fest.

Gelingt ein Ausbruch über diesen EMA, dann könnte es zu einem neuen Aufwärtsschub kommen. Erstes Ziel wäre der Widerstandsbereich um 102,00 EUR. Ein Ausbruch darüber würde sogar weiteres Potenzial in Richtung 111,50 EUR freisetzen. Sollte der Wert allerdings unter das Tief vom 07. September bei 96,76 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 92,50 und vielleicht sogar 85,88 EUR drohen.

Palladium: Bereit zum Sprung!

Ungeachtet eines Preisanstiegs von fast 20% binnen eines Monats verharrt der Palladiumkurs weiter auf hohem Niveau in einer Seitwärtskonsolidierung. Die Bullen haben den Wert weiter fest im Griff und dürften in Kürze die nächste Rallystufe zünden.

Widerstände: 1.000 + 1.028 + 1.057
Unterstützungen: 963 + 939 + 885

Rückblick: Seit der Verteidigung der Unterstützung bei 830 USD war der Palladiumkurs ab Mitte August in einer massiven Aufwärtsbewegung zurück über die vorherigen Haltemarken bei 872 und 908 USD gestiegen und hatte damit den vorherigen Abwärtstrend neutralisiert. Zuletzt erreichte die Rally bereits die Barriere bei 982 USD, ohne dass es zu einer spürbaren Korrektur gekommen wäre. Dieses enorme Aufwärtsmomentum führte zum Bruch der mittelfristigen Abwärtstrendlinie und könnte sich in den nächsten Tagen fortsetzen.
Charttechnischer Ausblick: Arbeitet sich Palladium jetzt auch erfolgreich über die 982 USD-Marke, könnte es direkt zu einer weiteren Aufwärtsbewegung bis 1.000 USD und darüber bis 1.028 USD kommen. An dieser Stelle wäre eine deutlichere Gegenbewegung wahrscheinlich. Wird anschließend auch die 1.028 USD-Marke durchbrochen, könnte die Kaufwelle bis 1.057 USD führen.
Erst ein Rückfall unter 963 USD würde aktuell für eine leichte Korrektur sprechen. Diese dürfte jedoch schon an der 939 USD-Marke wieder auf Käufer treffen, die die Rally fortsetzen. Aber selbst ein Abverkauf unter 963 USD würde die starke Rallyphase nicht beenden. Erst bei Kursen unter 908 USD müsste man sich hierüber Gedanken machen.

Arbitragehandel - Lizenz zum Gelddrucken

Was für ein Arbeitstag! 290 Trades in kurzer Zeit, aber alle quasi ohne Risiko und mit nettem Gewinn! Der Arbitragehandel macht es möglich!

Wer sagt, dass Trading eine einfache und wenig anstrengende Tätigkeit sei? Klar, als Trader klicken wir nur ein wenig hier und dort mit der Maus herum und schon rollt der Rubel. Aber machen Sie dies doch mal 290-mal am Tag. Da bleibt wenig Zeit für etwas anderes und mit dieser Tradingfrequenz dürfte der Godmode-Trader einen hausinternen Rekord aufgestellt haben. Bei einem 10-Stunden-Handelstag wird alle 2,06 Minuten eine Order abgeschickt. Das ist schon heftig, aber ehrlich gesagt, ist diese kleine Anekdote nur mein Aufhänger für eine gänzlich andere Geschichte. Im Gegensatz zu den meisten von uns betrieb der Trader nämlich keinen klassischen Handel, sondern konzentrierte sich auf den sogenannten Arbitragehandel.

Unter Arbitragehandel verstehen wir das Ausnutzen von Marktverwerfungen(Ineffizienzen). Im Grunde geht es darum, dass Sie unterschiedliche Preise für ein und dasselbe Produkt ausfindig machen und diese dann mit entsprechenden Geschäften ausnutzen. Der Lohn ist ein fast risikoloser Gewinn. Man stelle sich nur vor, wir könnten die SAP-Aktie für 99,73 EUR auf Xetra kaufen, während sie in Frankfurt oder Stuttgart für 110 EUR verkauft werden kann. Das wäre eine Goldgrube. Das Beispiel ist natürlich extrem, soll aber das Prinzip verdeutlichen.

Arbitrage in der heutigen Zeit

Arbitrage findet heutzutage ständig statt. So sind beispielsweise der Deutsche Aktienindex bzw. die in ihm gelisteten Aktien über Arbitrage mit dem Dax-Future verknüpft. Sind die Preisdifferenzen beider zu groß, so dass nach Abzug der Kosten ein Gewinn übrigbleibt, setzen Arbitragegeschäfte ein. Auch alle Währungspaare sind über dieses Prinzip miteinander verbunden. In der Theorie führt die kleinste Veränderung beispielsweise beim EUR/USD mathematisch zu einer Zwangsbewegung bei allen anderen Währungspaaren, da sonst risikolose Arbitragegewinne möglich sind.

Was sich auf den ersten Blick so super liest - wer möchte nicht gerne risikolose Gewinne erzielen - stößt spätestens in der Praxis auf echte Probleme. Zum einen ging der technologische Fortschritt natürlich auch an der Börse nicht spurlos vorüber. Viel läuft heute elektronisch und damit unendlich schnell ab, so dass der klassische Arbitragehandel computergesteuert werden muss. Dies wiederum führt dazu, dass Marktineffizienzen immer schneller ausgeglichen werden, was wiederum beim Trader dazu führt, immer bessere und schnellere Technik einsetzen zu müssen. Zudem sinken in diesem Kreislauf die Margen eines jeden Traders deutlich, was wiederum dazu führt, dass man für eine ordentliche Monatsrendite viele Märkte beobachten muss. In einem solchen Umfeld ist für den privaten Händler mit seinen begrenzten Mitteln kaum noch Platz. Ist der Arbitragehandel damit für uns uninteressant?

Temporär starke Chancen!

Mit dem technologischen Fortschritt scheint der Arbitragehandel für den privaten Trader tatsächlich uninteressant geworden zu sein. Trotzdem eröffnen sich auch uns immer wieder Chancen, zum Beispiel, wenn am Markt neue Produkte an den Start gehen oder es zu grundlegenden Veränderungen bei den Rahmenbedingungen/Regulierungen kommt. Bestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit war der Krypto-Hype. Nahezu täglich entstandene neue Krypto-Broker und jeder machte zum Teil seine eigenen Preise. In dieser Phase war es wieder möglich, kurzzeitige Preisunterschiede zu nutzen und damit relativ risikolos einen Gewinn zu erzielen.

Immer wieder ist auch zu lesen/hören, dass es im Derivatebereich zu preislichen Verwerfungen kommt. So kann man unter Umständen Zertifikate des einen Emittenten gegen die eines anderen ausspielen. Oder ein Schein ist zu günstig bepreist. Als Arbitrageur darf man sich auch im Bereich von Optionen und Optionsscheine umschauen, um Chancen zu finden. Und wer weiß, mit welchen neuen Produkten uns die Finanzwelt in den nächsten Jahren noch "verführen" möchte. Sofern Sie also einen neuen Trend/eine neue Modeerscheinung identifizieren, ist Arbitrage vielleicht auch für Sie eine interessante, wenn wahrscheinlich auch nur temporäre Tradingchance.

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW36

ATX – Kurz vor der nächsten Abwärtswelle?

Den Österreichern gelingt es seit Jahrzehnten hervorragende Elliott Wellen Muster in ihren Index zu zaubern. So darf es gerne bleiben.

Elliott Wellen Analyse
Im ATX Index läuft aktuell die Welle 4, in ihren Unterwellen w-x-y-x2-z. In der letzten Phase sollte sich die Welle b weiterentwickeln und nach dem Hochpunkt dann die Welle c der z der Welle 4 einleiten. Mit anderen Worten, nach einer kleinen Erholung sollte der ATX Index seine Abwärtskorrektur fortsetzen.

Die Welle b konnte sich finalisieren und nach dem Hochpunkt startete dann tatsächlich die Welle c der z der Welle 4. Optimalerweise erreicht sie dabei die 3112,00er Marke.

Im ATX Index startet aber in Kürze die Welle 5, in ihren Unterwellen 1-2-3-4-5. Das ist im folgenden Wochenchart deutlich zu erkennen. Entscheidend ist, dass die dominierende Impulsbewegung 1-2-3-4-5 den Platz einnehmen sollte und neue Hochs daraus resultieren, auch wenn temporär die Korrektur exakt nach dem Wunschszenario verläuft. Der ATX Index besitzt ein harmonisches Ziel bei 3112,00 Punkten, es wurde für die Welle z der 4 ermittelt und könnte mit dem Erreichen die Abwärtskorrektur beenden. Die Mindestbedingungen sind aber bereits erfüllt, sodass die Rally jederzeit, aus dem Nichts, starten könnte.

Fazit:
Das 3813,00er Ziel dürfte, trotz der aktuell dominierenden Korrekturphase, erreicht werden.

DEUTSCHE BANK - Großaktionär könnte Aktie abstürzen lassen

Die Deutsche Bank-Aktie steht wieder im Mittelpunkt schlechter Nachrichten. Großaktionär HNA will anscheinend seine Beteiligung komplett auflösen.

Heute Morgen machten Spekulationen die Runde, dass der einstige wichtigste Großaktionär der Deutschen Bank seine Beteiligung komplett auflösen könnte. Die Rede ist von der chinesischen HNA Holding. Bereits Anfang des Jahres reduzierte HNA seine Beteiligung von über 10 % auf 8,8 % um sie danach auf 7,9 % abzubauen.

Das Problem: Die Holding hat in den vergangenen Jahren eine gigantische Schuldenblase aufgebaut. Beteiligungen an Unternehmen und Immobilen in Höhe von über 50 Mrd. USD wurden teilweise auf Pump gekauft, so auch das Aktienpaket der Deutschen Bank. Da HNA mehr und mehr in Schieflage gerät, müssen Beteiligungen abgestoßen werden um an liquide Mittel zu gelangen und unter anderem die Schulden zu begleichen.

Die Ende des Jahres fällige Anleihe wird zu einer Rendite von ca. 17 % gehandelt. Der Kupon beträgt 8,12 %. Die Anleihe mit einer Laufzeit bis Ende 2021 ist mit einem Kupon von 6,25 % ausgestattet und wird zu einer Rendite von ca. 13 % gehandelt. Im Angesicht solcher Konditionen sollte äußerste Vorsicht geboten sein und bei jedem Marktteilnehmer die Alarmglocke läuten.

Die Aktie der Deutschen Bank verliert über 1 % im Zuge der Nachricht. Fällt der Kurs unter die Unterstützung von 9,66 EUR, dann dürfte die Marke von 9,45 EUR auch nicht halten und es droht der Fall in Richtung Allzeittief bei 8,83 EUR.

BAYER - Neue Verkaufswelle nimmt das große Ziel ins Visier

Die Bayer-Aktie befindet sich im freien Fall. Allein seit dem letzten Zwischenhoch hat die Aktie 10% verloren. Damit summiert sich der "Monsanto-Crash" auf über 20% in einem Monat. Und das erste charttechnische Kursziel, das den Bullen als Auffangnetz dienen kann, ist noch weit entfernt.
Die Aktien von Bayer brachen am 13. August in einer massiven Verkaufswelle um rund 10 % ein, nachdem ein US-Gericht einen monsantogeschädigten US-Amerikaner in erster Instanz einen Schadensersatz i.H.v. 289,2 Mio. USD zugesprochen hatte. Nachdem die Aktie in den Monaten vor dem Urteil bereits eine Fülle charttechnischer Verkaufssignale geliefert hatte, brachte diese Nachricht das sprichwörtliche Faß zum Überlaufen und ließ den Wert in den folgenden Tagen an das mittelfristige Kursziel des Abwärtstrends bei 76,00 EUR implodieren.
An dieser Zielmarke startete eine leichte Erholung, die den Wert an den Widerstandsbereich von 84,50 bis 86,09 EUR führte. Nach einer kurzen Seitwärtsphase kam Ende August weiterer Abgabedruck auf und führte im gestrigen Handel zum Unterschreiten des bisherigen Tiefs bei 75,58 EUR.

Damit ist unterhalb des Widerstands bei 80,59 EUR (38,2 %-Retracementniveau der seit dem 22.08. laufenden Verkaufswelle) ein weiterer Abwärtsimpuls aktiv. Dessen erstes Ziel ist die 200 %-Extension der Abwärtsbewegung von 104,64 EUR bis 91,48 EUR die von Ende Mai bis Ende Juli den Einsturz der letzten Wochen vorbereitete. Dieses erste Ziel liegt bei 70,50 EUR.

Zwar kann es auf diesem Niveau zu einem weiteren Anstieg in Richtung 75,50 EUR kommen. Auf Sicht der kommenden Wochen dürften die Bären allerdings Nägel mit Köpfen machen und die Aktien von Bayer bis an das langfristige Ziel bei 61,73 EUR abverkaufen.

Sollte der Wert dagegen wieder über 75,50 EUR zurückfinden, warten bei 77,93 und 80,59 EUR starke Hürden, an denen jederzeit ein weiterer Abverkauf bis 61,73 EUR starten kann. Erst bei Kursen über 84,50 EUR könnte man von einer leichten Entspannung der Lage ausgehen. Und dennoch bleibt fraglich, ob es den Bullen gelingen kann, diese Marke in Richtung 88,93 EUR zu überwinden.

Palladium: Aufwärtstrend vor weiterer Beschleunigung

Der Palladiumkurs hat in den vergangenen Tagen ausgehend vom Tief bei 830 USD in der Spitze fast 20% zugelegt. Doch wer angesichts dieser Rally von einem Ende der Fahnenstange ausgeht, dürfte in Kürze von den Bullen eines Besseren belehrt werden.

Widerstände: 982 + 1.000 + 1.028
Unterstützungen: 963 + 939 + 885

Rückblick: Mitte August brach Palladium zunächst in einer weiteren Verkaufswelle bis an die wichtige Unterstützung bei 830 USD ein, um direkt im Anschluss eine massive Gegenbewegung zu starten. Bereits der erste Teil der Kaufwelle neutralisierte den vorherigen Einbruch und ließ den Kurs über die Hürden bei 908 und 939 USD ausbrechen. Ohne spürbare Korrekturen zog der Wert auch in den vergangenen Tagen weiter an und erreichte die Widerstandsmarke bei 982 USD. Erst dort kam es zu einer leichten Korrektur. Zuvor hatte der Wert bereits die mittelfristige Abwärtstrendlinie überwunden und damit ein zusätzlich bullisches Signal ausgebildet. Nach dem laufenden Pullback an diese Trendlinie kann bereits der nächste Aufwärtsimpuls einsetzen.
Charttechnischer Ausblick: Ausgehend von der Unterstützung bei 963 USD könnte die Käuferseite bereits die nächste Kaufwelle starten. Diese dürfte über die Hürde bei 982 USD und an die kurzfristige Zielmarke bei 1.000 USD führen. Darüber wäre eine Ausdehnung bis 1.028 USD die Folge. Sollte es nach einer Korrekturphase zu einem Ausbruch über diese Marke kommen, läge ein mittelfristiges Kaufsignal mit einem ersten Ziel bei 1.090 USD vor.
Abgaben unter 963 USD dürften von den Bullen bei 939 USD aufgefangen werden und in einen neuerlichen Anstieg bis 983 USD und darüber münden. Erst unter dieser Marke könnte eine stärkere Gegenbewegung bis 908 USD zurückführen. Der Aufwärtstrend der letzten Tage ist allerdings erst unterhalb von 908 USD beendet.

Depotsterben voraus - So schützen Sie sich vor dem nächsten Crash!

Mit diesen 3 grundlegenden Maßnahmen können Sie Ihr Konto auf den nächsten Crash vorbereiten. Wer sie ignoriert, wird untergehen!

Mit Blick auf das aktuelle Kursgeschehen im deutschen Aktienmarkt ziehen dunkle Wolken für Investoren auf. Bereits Anfang des Jahres fielen diverse meiner mittel- und langfristigen Trendfilter in den bärischen Bereich zurück. Zwar versuchten die Bullen im Mai und Juni ein Comeback, dieses wurde jedoch niedergerungen. Droht uns eventuell ein mehrjähriger Bärenmarkt?

Quelle: Guidants.com / Trendfilter ROC

Auszuschließen ist eine solche Entwicklung definitiv nicht und Anleger sind gut beraten, sich darauf vorzubereiten. Gänzlich reibungslos verlief der nach der Finanzkrise gestartete Bullenmarkt bis zum heutigen Tag zwar nicht, am Ende aber brauchte man nur ein wenig Sitzfleisch, um die Korrekturen zu überstehen. Wer erst in den letzten knapp zehn Jahren an die Börse gekommen ist, hat noch keinen echten Bärenmarkt erlebt. Optimismus und Konten werden schnell zerstört, wenn die Kurse erst einmal über Monate und Jahre ganz tief fallen und das gesamte Kapital für das Verbilligen aufgebraucht ist.

Trader, die eine solche Phase noch nicht erlebt haben, tendieren zur Selbstüberschätzung. Es ist leicht daher gesagt, eine solche Phase durchzuhalten und dabei keine emotionalen Überreaktionen zu zeigen. Wenn Konten aber erst einmal 50 oder gar mehr Prozent im Minus stehen und die Kurse einfach nicht steigen wollen und sogar weiter fallen, sind gute Vorsätze oft wie weggeblasen. Was dann folgt, ist meist das reine Trading-/Investorenchaos. Die folgende Abbildung beschreibt den Verlauf eines solchen Marktes perfekt:

Quelle: Der typische Trader / Sparkasse München

Beugen Sie vor!

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Tradingcoach erlebe ich es immer wieder, dass Trader und Investoren sich gewisser Probleme zwar bewusst sind, am Ende aber denken, dass diese vor allen Dingen für andere gelten. Man selbst ist schlauer und cleverer als die Masse. Einen selbst wird es schon nicht erwischen.

Und, ertappt?

Falls ja, sollten Sie genau weiterlesen, aber ich hoffe, dass dieser Artikel auch risikobewussten Investoren hilft, Bärenmärkten etwas gelassen entgegen zu sehen.
Einer der wichtigsten Faktoren ist, sich der möglichen Risiken bewusst zu sein und sich aktiv darauf vorzubereiten. Es ist völlig egal, ob der nächste Crash unmittelbar vor der Tür steht oder noch einige Jahre auf sich warten lässt. Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die Börsenkurse in der Zukunft wieder kollabieren werden und für diesen Fall wollen Sie gerüstet sein - auch wenn Sie nicht wissen, auf welchem Niveau der Einbruch erfolgt.

Dabei können Sie nicht davon ausgehen, dass sich ein solcher Bärenmarkt über Wochen und Monate ankündigt, so dass Sie noch genügend Zeit haben, zu reagieren. Es wäre schön, wenn uns eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, wie sie sich aktuell beispielsweise im Dax andeutet, rechtzeitig warnt, verlassen würde ich mich jedoch nicht darauf. Punkt 1 auf Ihrer To-do-Liste ist also, Ihr Konto jederzeit auf Risiken hin abzuklopfen. Stellen Sie sich die einfache Frage, wie gut Ihr Konto mit plötzlichen Kursschwankungen zurechtkommt.

1. Portfoliobildung

Ein wichtiger Schritt um Risiken vorzubeugen, beginnt bereits beim Einstieg. Sie sollten immer ein ausgewogenes Portfolio halten. Der Portfoliogedanke ist dabei nicht nur auf Ihre Assets anzuwenden, sondern auch auf Ihre Strategie.

Es ist schön, wenn Sie ihr Kapital breit über Aktien, Indices, Währungen und Co. streuen, noch besser ist es jedoch, wenn Sie innerhalb ihrer Aktivitäten auch unterschiedliche Strategien verfolgen. Eine Long-Only-Strategie dürfte in einem Bärenmarkt nicht wirklich funktionieren und wenn dies Ihr einziges Standbein ist, werden Sie eventuell für Jahre in die Röhre schauen. Im Idealfall führt die Portfoliobildung sowohl bei Ihren Investments als auch innerhalb von Strategien dazu, dass die negativen Schwankungen kompensiert werden können. Sie werden damit natürlich nicht zu jeder Zeit gewinnen, aber Ihr Chance-Risiko-Profil wird sich deutlich verbessern.

2. Moneymanagement

Wie Sie schon merken, beschäftigen wir uns in diesem Artikel mit grundlegenden Aspekten des Risikomanagements. Dazu gehört natürlich auch, dass Sie Ihre Trades/Investments den Marktgegebenheiten entsprechend managen. In einem schon weitgelaufenen Trend vorsichtiger zu agieren und vielleicht kleinere Positionsgrößen zu wählen, macht durchaus Sinn.

Natürlich hilft es auch, klassische Moneymanagement-Ansätze wie den Fix-Ratio-Ansatz anzuwenden. In diesem wird in jedem Trade ein gewisser Prozentsatz des Ihnen zur Verfügung stehenden Kapitals riskiert. Läuft die Börse gut, tritt dieser Management-Ansatz das Gaspedal durch. Laufen Ihre Strategien und die Börse hingegen nicht im Gleichschritt, sorgt der Ansatz dafür, dass Sie auf die Bremse treten, in dem die Positionsgrößen reduziert werden.

3. Hedging

Ein drittes großes Element im Rahmen der Risikosteuerung ist das Hedgen. Hierbei geht es darum, bestehende Positionen durch weitere Geschäfte, beispielsweise über Optionen und Optionsscheine abzusichern. Ein solches Vorgehen ist auf dem Papier eine durchaus interessante Alternative, setzt jedoch voraus, dass man sich gut in diesem Umfeld auskennt.

Sie müssen bedenken, dass die falsche Wahl des Optionsscheins Geld kostet. Haben Sie beispielsweise die Laufzeit ihres Optionsscheins zu kurz gewählt und dieser wird fällig bevor der Crash kommt, hatten Sie lediglich Kosten und müssen nun nach einem neuen Schein Ausschau halten. In erster Linie funktioniert die Absicherung über Optionen und Co. wie eine Versicherung. Tritt der Schadensfall ein, bekommt man je nach Absicherungshöhe einen Teil dessen zurückerstattet. Ohne Schadensfall aber ist die Versicherungsgebühr weg.
So einfach wie das Thema Hedging immer wieder dargestellt wird, ist es nicht. Es ist auf keine Methodik, um in vollem Umfang zu gewinnen, nach unten aber vollständig abgesichert zu sein. Trotzdem ist das Hedging auch bei privaten Tradern ein beliebtes Mittel, um Risiken zu begegnen. Bevor Sie diesen Weg gehen, sollten Sie jedoch genau überlegen, ob es für Sie nicht andere und vor allen Dingen einfachere / planbarere Wege gibt. Im Grunde erreichen Sie die gleichen Effekte mit dem Verkauf von Positionen, Teilverkäufen und dem Setzen von Stopps.

Bedenken Sie, dass das Hedging aus dem institutionellen Handel kommt, der Ihnen gegenüber einen großen Nachteil hat. Fonds & Co. können nicht schnell mal ihre gesamten Positionen reduzieren oder aufstocken, ohne den Kurs selbst zu beeinflussen. Für solche Institutionen ist hedgen die einfachere und schnellere Alternative. Für Sie als Privatanleger muss das jedoch nicht zwangsläufig der Fall sein.

Zusammenfassung

Ob der nächste Crash bzw. Bärenmarkt unmittelbar vor der Tür steht oder nicht, kann ich Ihnen nur den Tipp geben, immer auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein. Verwechseln Sie eine gute Marktphase und potentielles Glück nicht mit Können. Überschätzen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten nicht und seien Sie lieber ein wenig zu pessimistisch, als zu optimistisch.

Sofern Sie das Bewusstsein für die Risiken an der Börse entwickelt haben, haben Sie mit der Portfoliobildung, dem Moneymanagement und dem Hedging mächtige Instrumente in der Hand, um sich für den Worst-Case-Fall vorzubereiten. Keiner sagt, dass es dann im Falle des nächsten Bärenmarktes einfach wird, sicher ist jedoch, dass Sie besser dastehen werden, als wenn es Sie kalt erwischt. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW35

ATX – Kurz vor der nächsten Abwärtswelle?

Die jüngste Erholung kam genau an einer sehr wichtigen Charthürde zum Stillstand.
Der Anstieg seit dem Zwischentief von Ende Juni bis auf 3.470 Punkte am 7. August wurde im Anschluss wieder annähernd komplett abverkauft. Die Abwärtsbewegung verlief dabei weitaus dynamischer als der Anstieg zuvor. Dies ist kurz- und mittelfristig tendenziell bärisch zu interpretieren.
Die jüngste Kurserholung trifft nun im Bereich um 3.330 Punkte auf ein massives Widerstandslevel: In dieser Zone befindet sich sowohl die Mittellinie des Bollinger-Bands im Tageschart, als auch der EMA50. Hier steht demnächst eine Richtungsentscheidung an.a
Kann die 3.330er Marke per Tagesschluss überwunden werden, würde dies weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung des Augusthochs bei 3.470 Punkten generieren. Unterhalb von 3.330 Punkten dominieren allerdings die Abwärtsrisiken in Richtung 3.200 Punkte und tiefer.

DÜRR - Gelingt der Ausbruch?

Nach den Quartalszahlen in der vergangenen Woche konnte sich der MDAX-Wert wieder recht deutlich erholen.

Der MDAX-Wert konnte sich nach den in der vergangenen Woche veröffentlichten Quartalszahlen für das zweite Quartal wieder deutlich erholen. Für das Kalenderjahr 2018 rechnet das Unternehmen weiter mit einem operativen Konzerngewinn im Bereich 3,7 bis 3,9 Mrd. EUR. Wie ist die charttechnische Situation einzustufen?

Der Aktienkurs von Dürr befindet sich seit dem Zwischenhoch vom November 2017 in einem intakten Bärenmarkt. Seit dem Hoch vom November knapp oberhalb der 60 EUR-Marke hat die Aktie bereits einen ersten kompletten Abwärtsimpuls aufs Börsenparkett gelegt.

Innerhalb dieser Abwärtsbewegung läuft aktuell eine technische Erholung, die jedoch im Bereich 43,00/10 EUR auf ordentliches Verkaufsinteresse stößt - abzulesen an den langen oberen Dochten der Tageskerzen in den vergangenen Tagen.

Gelingt den Bullen ein Tagesschlusskurs oberhalb dieses Levels (43,10 EUR) stünden die Chancen nicht schlecht für einen Ausbruch über den EMA200 im Tageschart (aktuell 44,46 EUR). In dem Falle könnte dann auch der seit November gültige Abwärtstrendkanal gen Norden hin verlassen werden.

Unterhalb von 43,10 EUR dominieren - im Sinne einer Trendfortsetzung - jedoch vorerst weiter die Abwärtsrisiken. So lange die genannte Chartmarke nicht überwunden wird ist in den kommenden Tagen und Wochen tendenziell ein erneuter Abtaucher in den Bereich 35 bis 36 EUR zu präferieren.

NUANCE – Kaufzone abgesteckt

Die Aktien eines des führenden Anbieters von Spracherkennungs- und Bildverarbeitungssoftware bilden seit Mitte eine Rally aus. Ein Rücksetzer in diesen Kursbereich könnte man zum Einstieg nutzen.
Seit einigen Jahren läuft die Nuance-Communications-Aktie eher seitwärts als einen nachhaltigen Trend auszubilden. Mitte Mai fiel der Kurs dann auf ein neues Mehrjahrestief bei 12,18 USD zurück. An diesem Tag gab es ein bullisches Reversal. Seither kann der Titel deutlich zulegen und erreichte im August wieder die 17,00 USD-Marke.
An diesem Kursniveau nahmen einige Marktteilnehmer Gewinne mit. Sollte der Kurs jetzt bis ca. 15,70 USD zurücksetzen, dann würde sich dort eine ideale Kaufgelegenheit ergeben, denn diese Unterstützungszone ist sehr massiv. Anschließend könnte ein Anstieg bis zur 18,00 USD-Marke erfolgen. Ein Tagesschlusskurs über 18,30 USD würde ein handfestes Kaufsignal generieren.

Platin: Konsolidierung setzt sich fort

Die Aufwärtsdynamik bei Platin ging in den letzten Tagen spürbar zurück. Dennoch hat der Wert knapp unterhalb einer wichtigen Hürde weiterhin die Chance, die Erholung der letzten Tage fortzusetzen.
Widerstände: 806 + 845 + 868
Unterstützungen: 775 + 752 + 730
Rückblick: Seit Ende Januar befindet sich Platin in einem übergeordneten Abwärtstrendkanal und brach in dessen Verlauf unter die Haltemarken bei 886 und 806 USD ein. Diese Verkaufssignale sorgten für einen Abverkauf, der erst an der 752 USD-Marke gestoppt werden konnte. Im Anschluss eroberten die Bullen Mitte August die Unterstützung bei 775 USD zurück und konnten den Wert bereits an den Widerstand bei 806 USD antreiben. Dieser wurde bislang jedoch nicht gebrochen.
Charttechnischer Ausblick: Unterhalb von 806 USD läuft bei Platin aktuell der Versuch einer mittelfristigen Konsolidierung. Diese ist solange intakt, als die Unterstützung bei 775 USD nicht unterschritten wird. Darunter dürfte es zunächst zum Test der 752 USD-Marke kommen. Wird diese unterschritten, wäre ein Einbruch bis 730 USD die Folge.

Kann das Edelmetall dagegen über 806 USD ausbrechen, wäre ein kleines Kaufsignal aktiv, dem zunächst eine Aufwärtswelle bis 835 und 845 USD folgen dürfte. Doch erst ein nachhaltiger Ausbruch über 845 USD würde aktuell für das Ende der Baisse und Zugewinne bis 868 USD sprechen.

Diese Chartformationen versprechen hohe Renditen!

Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ist wahrscheinlich jedem Charttechniker bekannt. Aber ist dieses Kursmuster überhaupt profitabel? Eine von vielen Fragen zu Chartformationen, die Bulkowski in seinem Buch zu beantworten versucht.

In der großen weiten Börsenwelt liest und hört man immer wieder viele schlaue Sprüche. Interessierte Anleger werden mit Tipps und Tricks förmlich bombardiert. Umso erstaunlicher ist es, dass man nur selten handfeste Fakten mitgeliefert bekommt. So sind beispielsweise klassische Chartformationen schon seit einer gefühlten Ewigkeit Muster, die von Tradern genutzt werden. Die Frage ist jedoch, was diese tatsächlich (statistisch) leisten können!

Eine Antwort bleiben viele Analysten und Autoren schuldig. Fairerweise muss gesagt werden, dass dies nicht zuletzt auch daran liegt, dass sich komplexe Muster wie eine SKS oder ein Dreieck nicht einheitlich definieren lassen. Was für den einen ein Doppelboden ist, stellt für einen anderen Trader vielleicht eine gänzlich unbedeutende Chartformation dar. Umso höher ist der Versuch von Thomas N. Bulkowski einzuordnen, die Leistungsfähigkeit von klassischen Chartformationen statistisch zu untersuchen. In seinem Werk „Enzyklopädie der Chartmuster“ untersuchte er gut 50 klassische Formationen. In meinen Augen ist dieses Buch ein Muss für jeden charttechnisch orientierten Aktientrader.

Welche Highlights gibt es?
Natürlich möchte/darf ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber das eine oder andere Highlight kann durchaus angesprochen werden. So sind beispielsweise Rechteck-Tops mit Ausbrüchen nach oben die Formationen mit der besten Performance auf der Longseite. Dieser Umstand könnte beispielsweise Anleger in der Hugo-Boss-Aktie freuen, da diese die Möglichkeit für ein solches Kursmuster bietet. Was der Aktie jetzt noch fehlen würde, wäre ein Ausbruch nach oben. Bitte bedenken Sie, dass erst ein solcher die angesprochene Statistik aktiviert.

Auf der bärischen Seite identifizierte Bulkowski hingegen die sinkende Muschelformation als bärischstes Kursmuster, gefolgt von symmetrischen Dreieck mit Ausbrüchen nach unten. Darüber hinaus katalogisiert der Autor die Formationen auch noch nach anderen Kriterien wie beispielsweise nach Fehlerquoten und durchschnittlichen Kursanstiegen. Eine ausführliche Beschreibung eines jeden Musters mit möglichen Fehlerquellen darf natürlich auch nicht fehlen.

Der Versuch in allen Ehren, aber…
Wie bereits erwähnt, kann ich dieses Buch jedem charttechnisch orientierten Trader und Anleger in Aktien empfehlen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie sich blind auf die dortige Statistik verlassen sollten. Bei all dem Lob für die Studie, gibt es auch kritische Punkte, die angesprochen werden müssen. Dazu zählt unter anderem, dass der untersuchten Zeitraum relativ kurz war und zudem nur ein überwiegend bullisches Umfeld berücksichtigte. Beides könnte die Statistik verzerren. Auch die bereits angesprochene Problematik, dass klassische Chartformationen immer einen gewissen Interpretationsspielraum besitzen, sei noch einmal erwähnt. Trotzdem rechne ich dem Autor den Versuch, Licht ins Dunkel zu bringen, hoch an. Das ist mehr, als man üblicherweise zu sehen bekommt. In diesem Sinne allen viel Erfolg und gute Trades.

Ihr Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW34

NIKKEI - Nochmaliger Angriff auf die 23.000 Punkte-Marke?

Der japanische Leitindex steckt weiter noch in einer Konsolidierung fest. Seit Monaten stellt die 23.000 Punkte-Marke ein unüberwindbares Hindernis dar. Wird dieses Kursniveau in den nächsten Wochen noch einmal angelaufen? Erfolgt dann endlich ein bullischer Ausbruch?
Die letzte größere Erholungsbewegung startete Ende März knapp unter der 20.500 Punkte-Marke. In den darauffolgenden Wochen konnten die Bullen den Index bis auf 23.050 Punkten treiben. Anschließend ging es in zwei Abwärtsschüben wieder gen 21.500 Punkte. Von dort aus startete der nächste Versuch, die 23.000 Punkte-Marke zu überwinden. Dieses Mal reichte es für ein Hoch bei 29.950 Punkten.
Zuletzt konnte sich der Nikkei-Index von der 200-Tagelinie bullisch abstoßen. Daher dürfte der Index in den nächsten Tagen noch einmal einen Versuch nach oben starten.
Sollte der Index erneut die markante Hürde erreichen, dann würde die Wahrscheinlichkeit eines bullischen Ausbruchs enorm ansteigen. Sollte dann das Kaufsignal erfolgen, dann hätte der Index die Chance, eine 1.000 Punkte-Rally auszubilden.

E.ON - Patzer der Bullen könnte schwerwiegende Folgen haben!

Es hat lange gedauert, den Widerstand um 9,50 EUR zu knacken. Kaum war der Ausbruch da, blieben Anschlusskäufe aber aus!

Seit Anfang Juli werden die Aktien von E.ON wiederverkauft, was in der Spitze zu Abgaben von mehr als 7,50 % geführt hat. Dabei war die damalige Ausgangsbasis durchaus bullisch, denn mit der mehrtägigen vorangegangenen Kaufwelle konnte endlich der Widerstandsbereich bei 9,47-9,66 EUR überwunden werden.

Diese bullische Basis wurde jedoch nicht genutzt. Dabei hatten die Käufer mehrere Chancen, denn lange Zeit hielt man sich in Form einer bullischen Flagge oberhalb bzw. im alten Widerstandsbereich um 9,50 EUR auf. Mit der Entwicklung ab dem 8. August scheint das Kartenhaus jedoch zusammengebrochen zu sein. Sollte sich dieses Szenario durchsetzen, könnte es in den nächsten Tagen zu einem nochmaligen Test des EMA 200 kommen. Im ungünstigsten Fall wird auch dieser Support gebrochen und die Kurse fallen weiter bis auf 8,75 EUR und den dortigen Unterstützungsbereich zurück. Dramatisch wird es, kann dieser ebenfalls nicht halten. Dann könnten 8 EUR auf dem Plan stehen.
Kommen die Käufer doch noch zurück?

Gemein aber nicht gänzlich unwahrscheinlich wäre ein bärisches Antäuschen, um dann doch noch nach oben durchzustarten. Dafür müsste der alte Widerstandsbereich aber nachhaltig überwunden werden. Können sich die Käufer durchsetzen sind Gewinne auf 10,25-10,50 EUR kurzfristig möglich. Das Jahreshoch 2017 liegt zudem bei 10,81 EUR, welches mittelfristig natürlich ebenfalls ein bullisches Ziel darstellen würde.

Wo sehen Analysten den "fairen Wert"?

Auf ein solches bullische Szenario scheint man auf institutioneller Seite noch zu setzen. Trotz der Kursverluste in den letzten beiden Monaten kam es in der E.ON-Aktie zu kontinuierlichen Anhebungen der Kursziele. Dass diese Prognoseanhebungen mit dem Ausbruch über die Widerstandszone bis hin zu 9,66 EUR zusammenfielen, überrascht nicht. Noch hält man auf institutioneller Ebene an diesen Zielen fest und Anpassung nach unten fanden noch nicht statt (zumindest nicht in größerem Rahmen). Den fairen Wert sehen Analysten immer noch im Bereich von 11,05 EUR.

COMMERZBANK - Wird das ein Boden?

Bankentitel führen heute die Gewinnerliste im DAX an. Bei der Commerzbank zeigen sich zaghafte Ansätze einer Bodenbildung, mehr aber auch nicht.
Die heutige Meldung aus China, man wolle den Finanzsektor weiter öffnen, kommt am deutschen Markt gut an. Wie die chinesische Banken- und Versicherungsaufsicht mitteilte, gebe es inzwischen keine Beschränkungen mehr für Beteiligungen von ausländischen Finanzkonzernen an heimischen Banken und Vermögensverwaltern. Zuvor hatten Banken sich nur mit maximal 20 % an einem chinesischen Konkurrenten beteiligen dürfen. Im DAX führen die Aktien der Deutschen Bank und die Commerzbank die Gewinnerliste an.

Diese Erholungen sind aus technischer Sicht nach den Abschlägen der vergangenen Monate und Jahre natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zumindest muss man den Käufern in der Coba-Aktie zugutehalten, dass sie die Marke von 8 EUR verteidigen und auch zuletzt gehalten haben. Erholungen treffen bei 8,70 EUR auf Widerstand. Kann der Titel auch diese Marke knacken, wäre das Zwischenhoch bei 9,29 EUR das nächste potenzielle Anlaufziel. Erst wenn auch diese Marke fällt, könnte man von einem abgeschlossenen Doppelboden sprechen. Unter 8 EUR wären sämtliche Long-Ambitionen ad acta zu legen.

Gold: Shortsqueeze kündigt sich an

Mit dem steilen Konter ausgehend von 1.159 USD haben sich die Bullen bei Gold zurückgemeldet. Ein Ausbruch über die steile, kurzfristige Abwärtstrendlinie, wäre jetzt die Initialzündung für die nächste Kaufwelle.
Widerstände: 1.199 + 1.220 + 1.236
Unterstützungen: 1.180 + 1.165 + 1.143
Rückblick: Seit Mitte April befindet sich der Goldpreis in einer steilen Abwärtsbewegung, die Anfang August auch zum Bruch der Unterstützungszone von 1.193 bis 1.199 USD führte. Damit vergaben die Bullen dort die Chance, eine vorzeitige Trendwende einzuleiten. In der Folge setzte sich der Abwärtstrend dynamisch fort und erreichte die nächsttiefere Zielmarke bei 1.165 USD. In der Spitze setzte der Goldpreis bis 1.159 USD zurück, ehe ein steiler Konter startete. Dieser trieb den Wert in den letzten Tagen wieder an die entscheidende Barriere bei 1.199 USD an.
Charttechnischer Ausblick: Der steile Kaufimpuls seit dem Tief bei 1.159 USD wird aktuell korrigiert, ist allerdings oberhalb der Unterstützung bei 1.180 USD weiter intakt. Die Bullen haben damit die Voraussetzungen für einen Ausbruch über 1.199 USD geschaffen. Wird die Marke erneut durchbrochen, wäre auch die steile kurzfristige Abwärtstrendlinie überwunden und ein Anstieg bis 1.209 USD und darüber bereits bis 1.220 USD die Folge. Sollte die Barriere ebenfalls überschritten werden, käme es zu einer Kaufwelle bis 1.236 und 1.245 USD.

Erst ein Einbruch unter 1.175 USD würde die Erholung stoppen und einen weiteren Rückfall auf 1.159 USD nach sich ziehen. Im Bereich von 1.159 bis 1.165 USD könnte es anschließend zu einer nachhaltigen Bodenbildung und einem weiteren Anstieg bis 1.199 USD kommen. Sollte die 1.159 USD-Marke dagegen dynamisch durchbrochen werden, wäre der Abwärtstrend reaktiviert und es käme zu Verlusten bis 1.143 USD.

Profitabler Korrekturhandel - High-Performance-Ansatz

In einem Bullenmarkt ist es eine gute Idee, Korrekturen zu kaufen. Unter welchen Bedingungen lassen sich damit gigantische Renditen erzielen?

Korrekturen zu kaufen, kann sich lohnen, wie ich im Artikel „So handeln sie aktienprofitabel!“ aufgezeigt habe. In diesem wurde eine kurzfristige Kombination von Stopploss und Kursziel vorgestellt, mit der eine Trefferquote jenseits von 50 % erreicht werden konnte. Der Ansatz richtete sich an Trader und Anleger, die relativ viel Wert darauflegen, richtig zu liegen. Lesen Sie sich diesen Artikel bitte noch einmal durch, um sich die Logik unserer Strategie in Erinnerung zu rufen.

Wer es in Sachen Trefferquote auf die Spitze treiben möchte, wirft einen Blick auf die folgende Abbildung. In dieser sind die Top-5-Kombinationen mit der höchsten Trefferquote zu sehen. Unschwer zu erkennen ist, dass es sich dabei um Ansätze handelt, in denen sehr kleine CRVs gehandelt werden. Die Top-Kombination weist sogar nur ein CRV von 0,5 auf.

Quelle: Chart erstellt mit Tradesignal Terminal

Wohl dem, der mit kleinen Trefferquoten leben kann!
Im nächsten Schritt wollen wir den Spieß umdrehen und unseren Fokus auf die Profitabilität legen. Uns interessiert, bei welcher Kombination von Kursziel und Stopploss die größte Performance erzielt werden kann. Die Antwort darauf liefert Abbildung 2:

Quelle: Chart erstellt mit Tradsignal Terminal

Die beste Performance wird erzielt, sofern bei einem Stopploss von 9 % ein Kursziel von 28 % anvisiert werden. Damit wird aus dem ursprünglich vorgestellten kurzfristigen Ansatz eine mittelfristige Tradingstrategie. Gleichzeitig führt dies zu einer deutlichen Reduktion der Tradingsfrequenz und damit auch der Tradingskosten. Von den ursprünglich über 2.200 Trades sind jetzt nur noch 1.000 übrig. Gleichzeitig können wir einen fast dreimal so großen Gewinn vereinnahmen. Einen deutlichen Sprung nach vorne machte zudem auch das Risikoprofil. Das Verhältnis von Gewinn zu zwischenzeitlich maximalen Drawdown steigt von 285 % auf 578 %. Damit wird der Vergleichsindex (182 %) mehr als deutlich outperformt. Weitere statistische Kennzahlen können Sie der Abbildung 3 entnehmen, wobei auf der linken Seite auch die Performancekurve vor Kosten zu sehen ist.

Quelle: Chart erstellt mit Tradesignal Terminal

Fazit
Dass es sich lohnt, Korrekturen zu kaufen, haben wir bereits im Basisartikel (siehe hier) feststellen können. Unsere Erkenntnisse haben wir heute vertiefen können, wobei wir den Fokus weg von der Trefferquote und hin zur Profitabilität verschoben haben. Dabei hat sich gezeigt, dass der Handel großer CRVs vorteilhaft ist. Die Profitabilität konnte deutlich gesteigert werden, was jedoch zu Lasten der Trefferquote geht.

Mit diesem Überblick stellt sich natürlich auch die Frage, ob der Ansatz in der hier vorliegenden Form direkt gehandelt werden kann. Letztlich liegt die Entscheidung natürlich bei Ihnen, jedoch möchte ich den Artikel nicht ohne ein paar kritische Worte beenden.

Jedem muss klar sein, dass es sich bei diesem Test um eine in die Vergangenheit gerichtete Analyse handelt. Es ist absolut nicht garantiert, dass sich diese wiederholen wird. Dieser Aspekt wiegt umso schwerer, als dass wir weiterhin einen Zeitraum betrachteten (2008 bis heute), in dem die Märkte allgemein extrem bullisch unterwegs waren. Mehrjährige Bärenmärkte dürften die Performance deutlich belasten. Wer den Ansatz also handeln möchte, sollte sich des Filters „Bullenmarkt“ bewusst sein. Anleger und Trader müssten sich also zunächst die grundlegende Frage stellen, ob aktuell ein Bullenmarkt vorliegt und ob dieser noch eine gewisse Weile anhalten kann.

Mit der hier vorgestellten Kombination aus Stopploss und Kursziel konnte die Tradingsfrequenz deutlich verringert werden. Damit fallen natürlich auch die Tradingskosten geringer aus, sie sind aber nicht null. Alle hier gezeigten Statistiken ignorierten die Tradingkosten, nicht zuletzt auch deshalb, weil diese je nach Broker höchst unterschiedlich ausfallen können.

Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass man mit der Wahl optimaler Testergebnisse vorsichtig sein sollte. Immer die beste Einstellung zu nehmen, ist riskant. Man läuft mit diesen Einstellungen eventuell in die Überoptimierungsfalle. Was anhand der Optimierung jedoch deutlich wird, ist die Tendenz, dass sich der Handel größerer CRVs lohnt. Ob man dabei wirklich die perfekte Einstellung von 9 zu 28 % wählen sollte, ist hingegen mit Vorsicht zu genießen.

Am Ende müssen Sie als Trader entscheiden, ob und in welchem Rahmen Sie diese Informationen nutzen. Dabei bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten. So können Sie die Strategie unter den bereits angesprochenen Vorbehalten systematisch umsetzen. Sie können die gewonnenen Erkenntnisse jedoch auch nutzen, um sie in Ihr bereits bestehendes Trading zu inkludieren. Unabhängig davon, wie sie sich entscheiden, wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Ihr Rene Berteit

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW33

DAX Big Picture - Bahnt sich jetzt doch ein Crash an?!

Eigentlich entscheidet sich bei 11.870 Punkten, ob wir auch im DAX einen echten Kursrutsch sehen. Allerdings gibt es bei 11.400 Punkten eine weitere sehr wichtige Unterstützung.
Chart1: Seit dem zyklischen Bärenmarkt-Tief im März 2009 bei 3.588 Punkten bewegt sich der DAX in einem breiten (grün markierten) Aufwärtstrendkanal. Innerhalb dieses Trendkanals korrigiert der Index seit März 2017 seitwärts. Diese Seitwärtskorrektur trifft nun auf die mehrjährige Aufwärtstrendlinie auf. Der Charakter der Seitwärtskorrektur ist bisher bärisch, es ist ein klassisches SKS Trendwendemuster. Im Bereich von 11.870 Punkten verläuft die Hauptvariante der Nackenlinie, eine wichtige Unterstützung. Ein Bruch dieser Unterstützung kann eine starke Korrektur einleiten, eine echte Marktbereinigung.

ALLERDINGS liegt bei 11.400 Punkten eine sehr starke Kreuzunterstützung im Markt, die aus einem möglichen Sell Off oder Crash eine Bärenfalle machen kann. Solange sie die 11.400er Marke oder den Bereich um diese Marke halten können, ist für mich der Bullenmarkt seit 2009 intakt. Sie würden die mehrjährige Aufwärtstrendlinie lediglich etwas verschieben. Prozyklisch ist die rot gestrichelte flache Abwärtstrendlinie in Chart 2 (Mikromuster) entscheidend. Steigt der DAX darüber (also derzeit über 12.950 Punkte) an, generiert dies ein neues mittelfristiges Kaufsignal.

RHEINMETALL - Wo sind mögliche Auffangstationen?

Rheinmetall befindet sich wieder auf dem Weg gen Süden. Wo könnte der Aktienkurs auf Unterstützung treffen?

Die Rheinmetall-Aktie befindet sich seit einem Allzeithoch bei 119,35 EUR vom 10. April 2018 in einer Abwärtsbewegung. Dabei fiel sie am 27. Juni 2018 auf die Unterstützung bei 90,00 EUR ab. Danach erholte der Wert sich an die beiden EMAs 50 und 200, wo er ein kleines Doppeltop ausbildete. Mit dem Bruch der Nackenlinie bei 98,72 EUR am 06. August 2018 kam es zu einem Verkaufssignal, das auf das Ende der Erholung ab 27. Juni hindeutet. In den letzten Tagen zeigte dieses Signal auch bereits Wirkung. Gestern notierte der im MDAX gelistete Wert im Tief bereits bei 92,64 EUR.
Diese Abwärtsbewegung dürfte noch einige Tage andauern. Abgaben in Richtung 90,00 EUR sind nur schwer zu vermeiden. Sogar ein Test des Aufwärtstrends seit November 2014 bei aktuell ca. 87,70 EUR ist möglich. Spätestens diesem Trend sollten die Bullen allerdings wieder zugreifen. Ob es dann auch zu einem Ende der Korrektur kommt, bleibt aber noch abzuwerten. Ein vorzeitiges Kaufsignal ist aktuell ein gutes Stück weg. Dies ergäbe sich nämlich erst mit einem Anstieg über die Nackenlinie des kleinen Doppeltops bei 98,72 EUR.

SAF HOLLAND - Das könnte noch tiefer gehen

Die Aktie des Zulieferers der LKW- und Trailer-Industrie zeigt ein wenig erbauliches Chartbild, die Kursentwicklung in dieser Woche belastet zusätzlich. Die Handelsmarken sind gesteckt.
Im Zuge des Abwärtstrends in 2018 kam es zuletzt im Juni zu einem größeren Kursrutsch bis an die 12,69 EUR-Marke, von wo aus eine ausgedehnte Kurserholung startete. Diese verlief in einem Keil bis zum EMA50, wo die Verkäufer wieder bereitstanden. Nach einem Abverkauf bis fast zurück ans tief und einer volatilen Erholung in dieser Woche kippt der Kurs wieder zurück. Mit den schwachen Mustern der letzten Wochen wäre eine Abwärtstrendfortsetzung möglich.

Rutscht die Aktie nachhaltig unter 12,53 EUR zurück, drohen weiter fallende Kurse bis 11,57 - 11,71 oder 10,94 - 11,06 EUR. Nach oben hin bietet der Bereich bei 14,00 - 14,60 EUR die zentrale Hürde. Erst deren nachhaltiges Überwinden würde größeres Erholungspotenzial schaffen.

Platin: Erste Bodenbildungsversuche

In dieser Woche wurde Platin zunächst von einer weiteren Verkaufswelle in die Tiefe gerissen, ehe es im gestrigen Handel zu einem deutlichen Konter kam. Dieser kann jetzt die Ausgangsbasis für eine spürbare Erholung schaffen.
Widerstände: 806 + 845 + 868
Unterstützungen: 775 + 752 + 730
Rückblick: Nach dem Bruch der Unterstützung bei 868 USD setzte sich der Abwärtstrend bei Platin ab Ende Juni fort und drückte den Kurs des Edelmetalls kurzzeitig bereits unter die wichtige Haltemarke bei 806 USD, ehe im Juli eine Konsolidierung gestartet werden konnte. Diese spitzte sich zuletzt dreiecksförmig zu und deutete damit eine weitere Richtungsentscheidung an. In dieser Woche sorgte ein steiler Abwärtsimpuls für die Auflösung des Dreiecks nach unten und einen Abverkauf bis 752 USD.
Charttechnischer Ausblick: Vom gestrigen Tief bei 752 USD konnte sich Platin bereits Intraday lösen und steigt aktuell wieder über die Unterstützung bei 775 USD an. Sollte die Erholung über die Hürde bei 790 USD führen, könnte sich ein veritabler Bullenkonter entwickeln der bis 806 USD und darüber bereits bis 825 und 845 USD führen kann.
Noch ist der Abwärtstrend der letzten Tage jedoch tonangebend. Daher sollte man sich bereits bei einem Rückfall unter 775 USD auf weitere Abgaben bis 752 USD einstellen, ehe es dort zu einer Bodenbildung kommen kann. Darunter würde es dagegen zu einem Einbruch bis 730 und 705 USD kommen.

So handeln Sie Aktien profitabel!

Profis kämpfen nicht nur damit, profitabel zu handeln, sondern müssen auch noch ihren Vergleichsindex schlagen. Wie Sie besser abschneiden als der MDAX-Kursindex und so mancher Profi, möchte ich Ihnen heute zeigen!

Jeder Aktienhändler ist auf der Jagd nach Performance und im professionellen Bereich müssen sie sich im Minimum an ihrem Vergleichsindex messen lassen. Dabei scheint es gar nicht so einfach zu sein, diesen zu schlagen. Eine Möglichkeit wie Sie dies schaffen und damit selbst Profis hinter sich lassen, möchte ich Ihnen heute vorstellen.

Der Background!
Im Mittelpunkt steht eine kurz- bis mittelfristig orientierte Strategie in den Aktien des MDax. Wir sind auf der Suche nach Aktien, die kurzfristig korrigieren. Die Hoffnung dabei ist, diese relativ günstig einzukaufen um anschließend von wieder anziehenden Kursnotierungen zu profitieren. Dabei nutzen wir auch die langfristig positive Statistik in Aktien auf der Käuferseite, schließlich gehen wir nur Long.

Die Regeln!
Da der Computer grundsätzlich dumm ist, müssen ihm natürlich etwas genauer sagen, was er zu tun hat. Zur Korrekturmessung greifen wir auf die Rate of Change zurück. Da dieser Indikator zu den Standardindikatoren gehört, dürfte er für jeden zugänglich sein. Natürlich gibt es diesen auch in unserem Profitool Guidants. Im Rahmen unseres Tests verwenden wir eine Periodenlänge von zehn Kerzen und definieren eine Korrektur, wenn die Rate of Change kleiner/gleich -5 % ist.

Sofern unser Korrekturfilter auf „Go“ steht, wird eine Longposition zum morgigen Eröffnungskurs eingegangen. Ausgehend von diesem platzieren wir ein Kursziel X Prozent entfernt und da wir keine Position unbesichert im Markt stehen lassen, setzen wir ein Stop Loss ebenfalls in einem gewissen prozentualen Abstand. Sowohl die Höhe der Stop Loss als auch des Gewinnsziels gestalten wir als Variable, um entsprechende Optimierungsmöglichkeiten zu haben.

Unabhängig davon, welcher Preis (Stopp oder Ziel) als erstes erreicht wird, muss nach einem abgeschlossenen Trade die Rate of Change erst wieder über null ansteigen und dann auf unseren Schwellenwert von -5 zurückfallen, bevor eine neue Position eingegangen werden kann. Dies ist ein wichtiges Kriterium, denn ansonsten wird man in einem Abwärtstrend quasi ausgestoppt und muss am nächsten Tag sofort wieder eine Longposition eingehen. In der Regel steht die ROC in einem Bärenmarkt nämlich relativ oft bei -5 oder tiefer.

Die Basisregeln sind im folgenden Chart schematisch dargestellt. Wer auf dem Godmode aktiv unterwegs ist, wird das Beispiel schon kennen. Zur Deutschen Euroshop habe ich nämlich gestern eine Analyse geschrieben, in der ich die im folgenden gefundenen Erkenntnisse habe einfließen lassen:

Chart erstellt mit Guidants

Besser als Buy&Hold?
Mit Blick auf die letzten Jahre zeigt sich unser Tradingansatz erstaunlich stabil. Viele Kombinationen von Stopploss und Kursziel enden im Gewinn. Vorstellen möchte ich an dieser Stelle eine eher kurzfristige Kombination. Im Rahmen dieser setzen wir unseren Stopploss 6 % vom Einstiegspreis entfernt und visieren ein Kursziel von 5 % an. Mit dieser Einstellung erzielen wir nicht nur einen Profit, sondern können sogar eine Trefferquote von knapp 60 % über die letzten Jahre erreichen. Diese erkaufen wir uns zum Teil natürlich damit, dass unsere Strategie ein CRV von kleiner eins hat.

Bei über 2.000 Trades dürfte das Ergebnis als relativ stabil bezeichnet werden. Erfreulich ist auch, dass wir mit dieser Einstellung die klassische Buy & Hold (ohne Dividende) hinter uns lassen. Gemessen am maximalen Kontorückgang erzielt unsere Strategie eine Rendite von 285 %. Der MDax-Kursindex (Index ohne Dividende) schafft es im gleichen Zeitraum lediglich auf eine Rendite von 182 %. Gemessen am Risikoprofil schneidet unsere Taktik also besser ab. Die Performancekurve und die Statistik können Sie der folgenden Grafik entnehmen. Zudem sehen Sie oben links oben die Aktien aus dem MDax, in denen aktuell noch eine Longposition gehalten wird.

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Fazit
Korrekturen zu kaufen, kann sich lohnen, wie unsere Tradingtaktik eindrucksvoll gezeigt hat. Mit dieser ist nicht nur ein entsprechender Gewinn möglich, sondern wir konnten den MDax-Kursindex als sinnvollen Vergleichsmaßstab risikoadjustiert outperformen (vor Kosten).

Dabei zeigten sich die Ergebnisse in Abhängigkeit von der gewählten Größe der Stopploss und des Kursziels relativ stabil. Viele Einstellungen waren im Testzeitraum von 2008 bis heute profitabel. Ein wesentlicher Grund hierfür dürfte jedoch die Tatsache sein, dass wir in den letzten Jahren einen sehr starken Bullenmarkt hatten. Mit einem mehrjährigen Abwärtstrend dürfte sich das Bild wahrscheinlich etwas verschlechtern. Aber gut, eine Garantie für die Zukunft gibt es bekanntlich nie. Ähnliches gilt auch für eine Betrachtung nach Tradingkosten, die bei mehr als 2.000 Trades in der hier vorgestellten Kombination alles andere als zu vernachlässigen sind. Aus kaufmännischer Sicht ist es deshalb sinnvoll, davon auszugehen, dass das Ergebnis hier zu optimistisch ist.

Gründe für eine weiterführende Analyse gibt es also genug. Lassen Sie uns einen Blick nach vorne werfen, denn in diesem Basisartikel habe ich Ihnen lediglich eine Kombinationsmöglichkeit vom Kursziel und Stopploss vorgestellt. Tatsächlich ließ ich aber Kursziele in einer Spanne von 5-30 % und Stopploss von 5-10 % gegeneinander antreten. Die heute vorgestellte Kombination stellt eine solide und auch nutzbare Basis dar, sie ist aber nicht die beste. Dazu jedoch in einem späteren Artikel mehr. Der Einstieg ins Thema: Korrekturen systematisch kaufen ist gemacht und so bleibt mir für heute nur, mich zu verabschieden und Ihnen viel Erfolg zu wünschen.

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW32

Midland-Spread kollabiert weiter

Der texanische Midstream-Sektor bricht unter der Erdöl-Schwemme fast zusammen. Abhilfe ist frühestens ab 2019 in Sicht.

Mit dem Artikel “Einfaches Geld” habe ich vor einigen Wochen beschrieben, wie sogenannte “Micro Shipper” die grassierenden Infrastrukturprobleme im Permian Basin für sich nutzen, um mittels einem fast todsicheren Trade Geld zu machen.

Das Stichwort hier an dieser Stelle ist “fast”, denn wie befürchtet hat dieser Handel genau dann aufgehört zu funktionieren als er publik wurde - eingefleischte Trader kennen das Prinzip.

Wie aus dem beigefügte Chart ersichtlich ist, wird Erdöl in Midland mittlerweile um 16 Dollar billiger verkauft wie der WTI-Benchmark, da die dringend nötige Pipeline-Infrastruktur trotz massiver Investitionen einfach nicht schnell genug an den Start kommt, um mit dem explosiv steigenden Output in Texas mitzuhalten.

Die Erdölproduktion im Permian Basin wird bis 2020 auf mindestens 5,3 Mio bpd steigen, was die aktuelle Pipeline-Kapazität von nur rund 3 Mio bpd vollständig zum Kollabieren bringen würde.

Gegenwärtig wird deshalb die texanische Einöde mit einem riesigen Netzwerk an neuen Pipelines überzogen, welches ab 2019 das Defizit hoffentlich schrittweise beheben wird. Bis dahin wird der Midland /WTI-Spread wahrscheinlich weiter im tief negativen Bereich verharren.

Ausblick: In einem zukünftigen Rohstoff-Artikel werde ich vielleicht auch bald den nächsten Flaschenhals beschreiben, der enstehend wird sobald die Flut an texanischem Öl sich in die Pipelines entladen wird.

Trotz Niedrigzins: Einstiegschance bei Anleihen?

Anleihen gelten als langweilig. In Anbetracht der Crashs bei den bisherigen Lieblingsaktien wie Facebook ist das vielleicht gar keine schlechte Alternative, zumal Anleihen gerade wieder attraktiv sind.

Steigen die Zinsen, sinken die Kurse von Anleihen und umgekehrt. Zuletzt stiegen die Zinsen und die Kurse gerieten unter Druck. Das klingt auf den ersten Blick nicht nach einer großen Chance. Auf den zweiten Blick ist das anders.
Grafik 1 zeigt einen Total Return Index für Investment Grade Unternehmensanleihen. Total Return bedeutet, dass beides, Kursbewegungen und Kupons, berücksichtigt werden. Langfristig befindet sich der Index im Aufwärtstrend. Die regelmäßigen Zinszahlungen machen es möglich.

Im Gegensatz zu Aktien ist der Aufwärtstrend langweilig. Dafür gab es zumindest in den letzten 45 Jahren keinen einzigen Drawdown von mehr als 15 % auf Jahressicht. Das kann man von Aktien nicht behaupten. Hier kann es auch einmal einem Tag 20 % nach unten gehen, wie z.B. 1987.

Die Jahresperformance von Unternehmensanleihen ist gerade wieder in den negativen Bereich gerutscht. In den letzten 10 Jahren war das immer ein guter Einstiegszeitpunkt. Innerhalb der folgenden 12 Monate konnten Anleger 10 % verdienen. So ähnlich könnte es in den kommenden Monaten wieder laufen.

Das gilt nicht nur für Unternehmensanleihen. Auch der Total Return von Staatsanleihen ist aktuell historisch niedrig. Grafik 2 zeigt die historische Performance über die vergangenen 200 Jahre. Die Performance in den letzten 2, 5 und 10 Jahren war schon lange nicht mehr so schlecht. Insbesondere sticht die Performance über 5 Jahre heraus. So schlecht ging es Anleihen zuletzt vor knapp 50 Jahren.

Die schlechte Performance ist einfach erklärt. Wir kommen aus einem Zinsbärenmarkt. Sinken die Zinsen, steigen die Kurse. Das hat über viele Jahre für einen hohen Total Return gesorgt. So niedrig wie in den letzten Jahren waren die Zinsen noch nie. Da sie jetzt wieder steigen, sinken die Anleihekurse. Gleichzeitig zahlen Anleihen wegen der zuletzt niedrigen Zinsen nur einen niedrigen Kupon. Kursrückgänge können nicht so leicht durch die Kupons ausgeglichen werden.

Inzwischen liegen die Zinsen wieder im Bereich von 2,5-3 %. Das ist natürlich nicht gerade horrend. Wer allerdings davon ausgeht, dass die Zinsen nicht wieder auf 6 % steigen, kann in der aktuellen Schwäche eine Einstiegschance sehen.

Das Zinsniveau ist wieder hoch genug, um Kursschwäche gegebenenfalls aufzufangen. Der Vergleich des Zinsniveaus und der Total Return Indizes (Grafik 3) zeigt, dass dies nicht in jedem einzelnen Jahr funktioniert, mittelfristig aber kein Problem darstellt. Große Drawdowns sind nicht zu erkennen, selbst dann nicht, wenn die Zinsen rasch steigen wie in den 70er Jahren.

50 % Rendite darf man nicht erwarten. Vielmehr ist eine Rendite von 10 % bei Investment Grade Unternehmensanleihen auf Sicht eines Jahres denkbar. Angesichts eines wackligen Aktienmarktes und rekordhoher Bewertung ist das vielleicht gar keine schlechte Aussicht.

WHEATON PRECIOUS METALS - Big Picture Analyse

Die Wheaton-Precius-Metals-Aktie besitzt ein sehr interessantes Chartmuster. Allerdings notiert der Kurs aktuell in der Mitte dieser Formation, sodass wenn dann nur ein "Unterstützungs-Trade" mit einem engen Stopp in Frage kommen würde. Ein Ausbruchstrade ist noch nicht in Sicht.

Die Wheaton Precious Metals Corporation (ehemals Silver Wheaton) ist ein kanadisches Edelmetallhandels-Unternehmen. Es ist ein reines "Silverstreaming-Unternehmen". D.h. es kauft von einem bzw. von mehreren Bergbauunternehmen Teile oder auch die komplette Silber-oder Goldförderung im Vorfeld zu einem "Festpreis" ab und versucht es über andere "Kanäle" teurer zu verkaufen. Selbst schürft mein also kein Gold/Silber.

Seit Ende 2016 bildet sich eine große Keilformation aus. Die Oberkante verläuft knapp unter der 23,00 USD-Marke. Würde also ein Wochenschlusskurs über diesem Kursniveau stattfinden, dann würde ein handfestes Kaufsignal mit (min.) Ziel 26,00 EUR generiert werden. Aktuell steht die Aktie knapp unter der 21,00 USD-Marke und hat als Unterstützung bzw. Widerstand den EMA200 und EMA50 im Wochenchart im "Nacken". Bleibt der Kurs auf Wochenbasis über 20,70 USD dann dürfte zeitnah ein Test der oberen Trendbegrenzungslinie stattfinden.

Ein Rückfall unter 19,00 USD wäre negativ. Bei einem Wochenschlusskurs unter 18,75 USD würde ein Verkaufssignal mit Ziel 16,00 USD entstehen.

EUR/USD: Neues Jahrestief am Freitag-Morgen!

Zum Wochenausklang wird es noch einmal richtig turbulent am Devisenmarkt.

Rückblick:
Mit dem Rücksetzer unter die 1,16er Marke am gestrigen Donnerstagvormittag war das kurzfristig präferierte Szenario ziemlich schnell hinfällig geworden, es folgte ein kräftiger Abverkauf, welcher das Paar bis zum Abend in den mittleren 1,1550er zurückführte. In der asiatischen Sitzung am frühen Morgen fiel das Paar dann unter 1,1500 USD zurück und löste eine Welle von Stop-Orders aus, welche das paar auf den tiefsten Stand seit Juli 2017 absacken ließen. Zeitweise notierte EUR/USD unterhalb von 1,1450 USD.

Charttechnischer Ausblick:
Nach dem 180 Pip-Rutsch der vergangenen 24 Stunden ist das Paar kurzfristig überverkauft, entsprechend muss mit Erholungsversuchen der Bullen gerechnet werden. Unterhalb von 1,1500/25 USD bleibt allerdings jedwede Erholung lediglich eine technische Korrektur im übergeordneten Abwärtsimpuls. Lediglich ein Stundenschlusskurs oberhalb von 1,1525 USD entspannt die charttechnisch prekäre Lage für die Bullen wieder ein wenig.

Kursverlauf vom 06.07. bis 10.08.2018 (log. Kerzendarstellung / 1 Kerze = 1 Stunde)

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW31

Keine alternativen Fakten: Den USA gehört die Welt!

Der Handelskonflikt hat wenig mit Vernunft zu tun. Insbesondere dann nicht, wenn man sich die Ungleichgewichte ansieht, für die die USA selbst sorgen.

Die USA stört, dass ihre Handelsbilanz negativ ist. Monatlich importieren die USA um 40 Mrd. mehr Güter als sie exportieren (Grafik 1). Das ist im Durchschnitt der letzten 7 Jahre. Die Bilanz verschlechtert sich immerhin nicht weiter, obwohl die Wirtschaft insgesamt wächst.

Das reicht aber nicht. Am liebsten soll der negative Wert verschwinden. Wenn man träumen darf, dann wäre ein positiver Wert am besten. Dazu wird es aber nicht kommen. Das Problem dabei liegt nicht nur im Ausland. Es ist auch hausgemacht.

Die USA sind Weltmeister bei Auslandsinvestitionen. 2017 wurde erstmals die Marke von 6 Billionen Dollar überschritten (Grafik 2). Das Ausland investiert in den USA deutlich weniger. Der Wert liegt bei 4 Billionen Dollar. Wenn man diese Zahlen sieht, kann man sich zwei Fragen stellen.

Erstens: Woher kommt das Ungleichgewicht?
Zweitens: Welche Konsequenzen hat das?

In der Denkweise der aktuellen US-Regierung sind Ungleichgewichte immer die Schuld desjenigen, zu dessen Gunsten es ausfällt. Bei den Investitionen heißt das, dass die USA das Ausland daran hindern, in den USA entsprechend zu investieren und für einen Ausgleich zu sorgen. Das Ausland könnte hier eigentlich auf die Barrikaden steigen.

Zuletzt verhinderten die USA Investitionen aus China, indem Übernahmen verboten wurden. Solche Aktionen sorgen unter anderem für das Ungleichgewicht. Viel wichtiger ist aber das Verhalten der USA selbst oder noch genauer: das Verhalten der Unternehmen.

Am Ende ist es nicht der Staat, der investiert, sondern Unternehmen. Diese haben unglaubliche Mengen investiert und so Vermögen im Ausland angehäuft. Dieses Vermögen sind Tochtergesellschaften, Beteiligungen, Joint Ventures usw. Aus Spaß machen Firmen das nicht.

Sie haben im Ausland investiert, weil die Rendite höher als daheim ist. Sie produzieren vor Ort, z.B. in Europa und verschieben die Gewinne aus den Verkäufen von Produkten vor Ort nach Irland. Die Steuern sind dort viel niedriger als in den USA. Die US-Steuersenkung kann dem ein klein wenig entgegenwirken, doch im Vergleich zu Steueroasen sind die Steuersätze in den USA immer noch zu hoch.

Darüber hinaus produzieren US-Firmen lieber im Ausland und importieren die Güter zum Verkauf im Heimatland. Auch das ist attraktiver als in den USA zu produzieren. Das sorgt dann unter anderem für das Handelsbilanzdefizit. Daran kann China wenig ändern. Es ist ein Systemproblem in den USA.

Das bedeutet nicht, dass China eine weiße Weste hat. Es ist aber nicht an allem schuld und schon gar nicht alleine. Die USA haben sich von ihren eigenen Unternehmen übers Ohr hauen lassen und beschuldigen jetzt das Ausland. Gleichzeitig haben US-Unternehmen in der Welt eine dominante Stellung aufgebaut.

SDAX-Wert mit großem Kaufsignal nach Quartalsbericht!

Im turbulenten Handel nach den Zahlen kommt es nach anfänglichen Verlusten zu einer starken Kaufwelle, welche zum Ausbruch über das Allzeithoch führt. Damit ist ein großes Kaufsignal am entstehen und die Aktie ab jetzt sehr attraktiv.

Nach einer dreiwöchigen, bullischen Seitwärtskonsolidierung am Allzeithoch aus 2017 kommt es heute mit den Zahlen zum Durchbruch nach oben. Damit könnte sich weiteres Aufwärtspotenzial innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends eröffnen - das Tradingsetup ist klar definiert.

Anbei der Quartalsbericht:
Rational erzielt im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von €367,3 Mio (VJ: €331,1 Mio) und ein Ebit von €90,9 Mio (VJ: €83,8 Mio). Der Nettogewinn beläuft sich auf €69,4 Mio (VJ: €64,0 Mio). Der Konzern erhöht die Prognose für das Umsatzwachstum für das Gesamtjahr 2018 auf 10 - 12 %.

Quelle: Guidants News

Die Aktie des Küchenherstellers Rational generiert heute mit dem Ausbruch über das Allzeithoch bei 596,35 EUR ein größeres Kaufsignal und verschafft sich Rallypotenzial bis zur potenziellen Pullbacklinie bei ca. 670 - 680 EUR. Darüber hinaus lägen langfristige Ziele später an der Trendkanaloberkante bei rund 790 - 800 EUR.

Rücksetzer sollten jetzt idealerweise an den alten Hochs bei 590 - 597 EUR oder spätestens am alten Ausbruchslevel bei 570 - 572 EUR enden. Unterhalb von 558 EUR per Tages- und Wochenschluss trübt sich das kurzfristige Bild leicht ein, dann wäre das Rallyszenario verschoben. Unterhalb von 535 EUR entstehen per Wochenschluss größere Verkaufsignale. Dann wäre die Aktie anfällig für fallende Notierungen bis 505,00 oder 480,00 - 484,00 EUR.

Wie könnten Trader jetzt vorgehen?

Neben einem direkten Longeinstieg erscheinen besonders die Varianten des bullischen Pullbacks als Einstieg attraktiv. Kauflimits können an oder leicht über den Ausbruchsleveln bei 590 - 597 oder 570 - 572 EUR platziert werden. Absicherungen wären anschließend eng unterhalb von 558 EUR (kurzfristig) oder 535 EUR (mittel- und langfristig) möglich. Gewinnmitnahmen können an den charttechnischen Zielzonen bei 670 - 680 und rund 790 - 800 EUR erfolgen.

BRENT ÖL-Tagesausblick - Abgerutscht

Der Ölpreis geriet gestern massiv unter Druck und verließ den mehrtägigen, aufwärts gerichteten Keil nach unten. In der Folge rutschte er weit nach unten.

Brent Crude Oil Future

Tendenz: Seitwärts
Kursstand: 72,45 USD
Intraday Widerstände: 73,35+73,75+74,50+75,57 
Intraday Unterstützungen: 71,25+70,90+69,70+69,00

Rückblick: Der Ölpreis geriet gestern massiv unter Druck und verließ den mehrtägigen, aufwärts gerichteten Keil nach unten. In der Folge rutschte er bis fast ans untere Ende der mehrwöchigen Seitwärtsrange zurück. Dort startete eine kleine Erholung, welche im heutigen frühen Handel fortgesetzt wird. Mit dem Einbruch hat sich das sehr kurzfristige Bild eingetrübt.

Charttechnischer Ausblick: Die laufende Kurserholung könnte noch ein kleines Stück weiter fortgesetzt werden, bevor eine finale Abwärtswelle zur Rangeunterkante bei 70,90 - 71,25 USD folgen sollte. Von dort aus könnte dann wiederum eine größere Erholung gestartet werden. Wird die Seitwärtsrange seit Mitte Juli allerdings nachhaltig nach unten hin aufgelöst mit Kursen unterhalb von 70,80 USD, könnte ein weiterer Abverkauf in Richtung 69,70 und 69,00 USD folgen. Steigt Brent hingegen wieder signifikant über 73,75 USD, ist ein Kursanstieg bis ca. 74,50 und zur Rangeoberkante bei 75,57 - 75,89 USD möglich.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW30

S&P 500 – Neues Rekordhoch in der nächsten Woche?

In der nächsten Woche könnte der US-Aktienmarkt auf neue Rekordhochs klettern. Möglich macht es eine Kombination aus einer charttechnischen Formation und Wirtschaftsdaten.
Die US-Technologiewerte-Indizes Nasdaq 100 und Nasdaq Composite sind bereits in den vergangenen Wochen auf neue Rekordstände geklettert, trotz der jüngsten Eskalation im Handelsstreit. Bereits in der nächsten Woche könnte nun auch der breitere US-Aktienmarkt neue Rekordstände ansteuern.

Der marktbreite S&P 500 notiert aktuell etwas mehr als ein Prozent unter seinem am 26. Januar erreichten Rekordhoch von 2.872,87 Punkten. Eine Kombination aus Charttechnik und Wirtschaftsdaten könnte den S&P 500 daher in der nächsten Woche auf neue Rekordstände treiben.

Charttechnik: Tasse mit Henkel!

Charttechnisch hat sich im S&P 500 in den vergangenen Wochen eine sogenannte Cup-and-handle-Formation ausgebildet. Diese Formation hat ihren Namen, weil sie an eine Tasse mit Henkel erinnert. Bei der Tasse handelt es sich um eine U-förmige Kurskonsolidierung, an die sich eine flaggenförmige Korrektur anschließt.

Insgesamt gilt die "Tasse mit Henkel" als Trendfortsetzungsformation. Ein Ausbruch über die Oberkante der Tasse könnte auf weiter steigende Kurse hindeuten. Im S&P 500 ist dieser Ausbruch bereits erfolgt. Die jetzt bei ca. 2.789 Punkten liegende verlängerte Oberkante der Tasse könnte dabei als Unterstützung dienen. Wird sie nicht mehr unterschritten, stehen die Chancen gut, dass auch das Allzeithoch im S&P 500 bald Geschichte ist.

Sollte der Kurs allerdings unter die Unterstützung zurückfallen, drohen neue Kursverluste, die den S&P 500 perspektivisch in Richtung der 200-Tage-Linie (SMA 200) führen könnten. Aktuell liegt der SMA 200 bei ca. 2.689 Zählern.

Befindet sich die US-Wirtschaft in einem beispiellosen Boom?

Als Katalysator für stark steigende Kurse könnten Wirtschaftsdaten dienen, die noch in dieser Woche veröffentlicht werden. Am heutigen Freitag um 14.30 Uhr MESZ stehen erste Daten zum US-Wachstum im zweiten Quartal zur Veröffentlichung. Allem Anschein nach dürfte die US-Wirtschaft phänomenal stark gewachsen sein.

Nach dem sogenannten GDPNow-Modell der Federal Reserve Bank of Atlanta dürfte das US-BIP im zweiten Quartal annualisiert um extrem starke 4,5 Prozent gewachsen sein. Das Wachstum wird im Rahmen des GDPNow-Modells aus bereits veröffentlichten Wirtschaftsdaten für das zweite Quartal automatisch geschätzt und regelmäßig aktualisiert.


Nach einem Research-Beitrag der britischen Großbank Barclays könnte die US-Wirtschaft im zweiten Quartal sogar um 5,3 Prozent gewachsen sein. Hintergrund für das starke Wachstum sind vor allem die von US-Präsident Trump durchgesetzten Steuererleichterungen. Paradoxerweise könnte außerdem die Angst vor neuen Zöllen im Handelsstreit das Wachstum angekurbelt haben. Denn Aufträge könnten ins zweite Quartal vorgezogen worden sein, um mögliche neue Zölle zu umgehen. Auch wenn in den kommenden Quartalen ein böses Erwachen droht, könnte dieser Sondereffekt das Wachstum kurzfristig gestützt haben.

Fazit: Die Chancen dürften nicht schlecht stehen, dass der S&P 500 neue Rekordstände ansteuert, möglicherweise sogar noch in der nächsten Woche.

Über den Wert schwacher Währungen

Es wirkt wie ein Widerspruch: schwache Währungen sollen etwas wert sein. Schwache Währungen können aber tatsächlich einen hohen Wert haben.

Sinkt der Kurs einer Währung gegenüber anderen Währungen, z.B. der Euro gegenüber dem Dollar, sinkt auch die Kaufkraft in der Eurozone. Je stärker eine Währung ist, desto mehr Importe kann man sich leisten. Es geht dabei nicht nur um fertige Güter, sondern auch um Rohstoffe, die günstig eingekauft werden können, um im eigenen Land zu produzieren.

Eine starke Währung sollte eigentlich im Interesse der Bürger und der Politik sein. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Anstatt durch eine starke Währung einen hohen Lebensstandard zu gewährleisten, wollen die meisten Länder lieber eine schwache Währung.

Eine schwache Währung macht Exporte wettbewerbsfähiger. Die Produktionskapazitäten werden ausgelastet. Es sorgt für Beschäftigung. Höhere Inflation nimmt man dafür gerne in Kauf. Arbeitsplätze sind wichtiger. In der Theorie.

In der Praxis muss das nicht zutreffen. Langfristig verschafft eine schwache Währung keine Vorteile. Wirtschaftsräume passen sich an. Die Schweiz ist ein gutes Beispiel. Trotz jahrelanger Frankenaufwertung konnte die Wirtschaft weiter wachsen und büßte unterm Strich keine Arbeitsplätze ein. Auch die Handelsbilanz blieb weiterhin positiv.

Die derzeitige US-Administration favorisiert einen schwachen Dollar, unter anderem deswegen, weil es die Handelsbilanz aufbessern würde. Das kann kurzfristig funktionieren. Langfristig macht es keinen Unterschied. Andere Länder passen sich an, z.B. indem die Produktivität verbessert wird. Das ist etwa das Erfolgsgeheimnis der Schweiz: höhere Produktivität und bessere Produkte.

Ungewöhnlich ist eine Situation, in der die Währung schwächer wird und sich das Handelsbilanzdefizit ausweitet. Genau das geschah aber nach dem Brexit-Referendum (siehe Grafik). Das Pfund brach regelrecht in sich zusammen. Man hätte erwartet, dass mit dem schwächeren Pfund die Exporte angekurbelt werden.

Das war nicht der Fall. Das lässt sich damit erklären, dass sich eine Wirtschaft nicht so schnell anpassen kann. Gibt es schlichtweg keine zusätzlichen Produktionskapazitäten, kann man auch nicht mehr exportieren. Dass sich die Handelsbilanz allerdings ausweitete, ist bemerkenswert.


Auch das lässt sich natürlich erklären. Großbritannien kaufte die gleiche Menge an Gütern, musste dafür aber mehr in Pfund bezahlen. Jetzt allerdings, knapp zwei Jahre nach dem Referendum, kommt die Trendwende und die hat es in sich. Auf 12-Monatsbasis reduzierte sich das Defizit von 124 Mrd. auf 83 Mrd. Das ist eine enorme Reduktion.

Die Reduktion hat zwei Ursachen. Einerseits hat sich das Defizit aus dem Handel mit Gütern stabilisiert, andererseits exportiert Großbritannien mehr Dienstleistungen. Großbritannien war in den letzten Jahrzehnten kein Güterexporteur mehr. Das wird sich auch nicht ändern. Stattdessen sind es Dienstleistungen, die exportiert werden. Das schwache Pfund hat den Export hier stark angekurbelt.

Das schwache Pfund entfaltet nun also doch einen gewissen Wert für Großbritannien, indem es das Leistungsbilanzdefizit reduziert. Das gilt zumindest mittelfristig. Langfristig drohen die Vorteile zu verwässern, wenn sich Wirtschaftsräume anpassen. Zudem könnte ein harter Brexit die Vorteile von heute auf morgen zunichtemachen.

AMD - Aktie sprintet nach Zahlen wieder los

Das Unternehmen straft alle Zweifler Lügen und präsentiert ein sehr gutes Zahlenwerk. Das Ergebnis ist sogar historisch. Die Börsianer feiern und schicken die Aktie auf ein neues Mehrjahreshoch.

Die Aktie des Chipkonzerns AMD ist einer der Highflyer der Tech-Rally seit April. Entgegen der Meinung vieler Analysten, der Chipsektor habe die beste Zeit hinter sich, lieferte die Aktie wie auch beispielsweise das Papier von Micron eine beeindruckende Vorstellung. Und die Rally verschärft sich heute einmal mehr, nachdem das Unternehmen gestern nach Börsenschluss die Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt hat.

Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,14 USD. Das entspricht dem höchsten Quartalsgewinn seit sieben Jahren. Analysten hatten 0,13 USD je Aktie erwartet. Der Umsatz toppte mit 1,76 Mrd. USD die Konsensschätzung der Experten von 1,72 Mrd. USD ebenfalls. Zum einen hilft dem Unternehmen die Robustheit des PC-Marktes, der sich nach vielen schwierigen Jahren wieder stabilisiert hat. Zum anderen hat sich AMD mit seinen Ryzen-Prozessoren auch Marktanteile des Rivalen Intel gesichert. CEO Lisa Su ist überzeugt, dass AMD auch in den kommenden Quartalen wachsen wird. Gerade im Notebook-Bereich erhofft sie sich einen Schub. Die Profitabilität soll sich weiter verbessern. Gegenwind könnte es dagegen bei Grafikkarten geben. Dort ist der Boom zum Jahreswechsel hervorgerufen durch das Kryptomining definitiv erst einmal vorbei. Die positiven Aussichten bringen wohl auch viele Shorties in Schieflage. Die AMD-Aktie weist eine Short-Quote von über 15 % aus.

Aus technischer Sicht liegt eine bullische Einschätzung der Chartlage vor. Im Big Picture lassen sich bei der AMD-Aktie Widerstände bei 20 und 23 USD nennen. Letztere Marke entspricht einer 100 %-Fibonacci-Projektion des Anstiegs von 2015 bis 2017. Da der Langfristchart quasi "nach oben offen" ist und dem jüngsten Kaufimpuls eine mehr als einjährige Seitwärtsphase voran ging, haben die Bullen eine exzellente Basis vorliegen. Wichtige langfristige Unterstützungen im Chart notieren bei 15,55 und 10,00 USD.

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Autor: BörseGo

 

Wöchentliche Marktinfo KW29

 

DAX Kursindex: Bald kommt der Ausbruch!

Beim Kursindex (auch Preisindex) wird der Indexstand ausschließlich auf Basis der Aktienkurse ermittelt und meist nur um Erträge aus Bezugsrechten und Sonderzahlungen bereinigt. Dividendenzahlungen und Kapitalveränderungen sind nicht im Kurs enthalten und führen somit zu einem Kursrückgang.

Viele Blue-Chip-Indizes (z. B. Dow Jones, Nikkei 225, FTSE 100, CAC 40) berücksichtigen die Dividenden nicht, sind also Kursindizes. Der DAX hingegen ist ein Performanceindex. Er wird so berechnet, als ob alle Dividenden und sonstigen Einnahmen aus dem Besitz der Aktien, wie etwa Bezugsrechtserlöse, wieder in die Aktien reinvestiert würden.
Anbei nun eine kurze Auswertung des DAX Kursindex. Ja, den gibt es auch. Er spielt in der täglichen Berichterstattung aber keine Rolle. Selbst bei den Performancevergleichen mit anderen Indizes, wird meist der DAX (Performanceindex) herangezogen.

Der DAX Kursindex ist Ende 2017 an seinem Allzeithoch bei 6.337 Punkten gescheitert. Ähnlich wie der DAX Performanceindex korrigiert er seit 2017 seitwärts. Und zwar ebenfalls in einem bisher bärischen SKS Muster. Der Bereich der rechten Schulter der SKS stellt sich als symmetrisches Dreieck dar. Innerhalb dieses Dreiecks dürfte der Index in der nächsten Zeit weiter auspendeln und in die Dreiecksspitze hineinlaufen. Entscheidend wird sein, in welche Richtung dann der Ausbruch aus dem Dreieck erfolgen wird.

Steigt der DAX Kursindex über 5.950 Punkte an, wäre das mittelfristig bullisch.

Fällt der DAX Kursindex unter 5.575 Punkte, wäre das kurz- bis mittelfristig bärisch.

PALLADIUM: Ein Abwärtsziel ist noch offen

Bei Palladium brachen zuletzt alle Dämme. Eine massive Verkaufswelle riss den Wert seit Anfang Juli um rund 10% in die Tiefe. Deren Potenzial ist allerdings noch nicht ausgeschöpft.

Widerstände: 908 + 939 + 963
Unterstützungen: 872 + 830 + 800

Rückblick: Nachdem Palladium Anfang Juni an der mittelfristigen Abwärtstrendlinie gescheitert war, setzte der Wert unter die Unterstützung bei 963 USD zurück. Nach einer kurzen Seitwärtsphase wurde auch die Haltemarke bei 939 USD durchbrochen und damit eine weitere steile Abwärtsbewegung eingeleitet. Diese beschleunigte sich insbesondere im gestrigen Handel und drückte den Wert bis an den Support bei 872 USD.

Charttechnischer Ausblick: Mit dem Bruch der Unterstützung bei 908 USD und des bisherigen Verlaufstiefs bei 894 USD wurden bei Palladium frische Verkaufssignale generiert. Sollte der Wert nach einer kurzen Erholung auch unter die 872 USD-Marke fallen, würde die Unterstützung bei 830 USD angelaufen. Dort könnte es allerdings zu einer Bodenbildung und einer Trendwende kommen. Derzeit wäre erst die Rückeroberung der 908 USD-Marke bullisch zu werten. In diesem Fall könnte der Wert bis 939 USD klettern. Doch erst über dieser Barriere wäre der Abwärtstrend erfolgreich gestoppt und ein Anstieg bis 963 USD zu erwarten.

NETFLIX - Was folgt nach dem Reversal?

Die Netflix-Aktie reagierte auf die aktuellen Quartalszahlen empfindlich. Ein typisches Phänomen von Momentumaktien. Für die Vollendung des Reversals fehlt nun noch ein wichtiger technischer Schritt.
Der Streaminganbieter und Film- und Serienproduzent Netflix veröffentlichte jüngst das Zahlenwerk des vergangenen Quartals. Die Veröffentlichungen hinterlassen erstmals einen schwächeren Beigeschmack, denn das Userwachstum sowie die Aussichten verfehlen die Erwartungen.

Zusammenfassung der Quartalszahlen

  • Netflix konnte beim Gewinn die Erwartungen übertreffen.
  • Umsatz, Abo-Wachstum und Abo-Ausblick enttäuschen jedoch deutlich.
  • Im zweiten Quartal konnte der Streaming-Dienst nur rund 5,2 Millionen (Vorquartal 7,4 Mio) neue Kunden gewinnen, womit die Erwartungen von rund 6,3 Millionen klar verfehlte wurden.
  • Auch der Ausblick ist ernüchternd: So soll das Wachstum im dritten Quartal nur noch bei 5 Millionen Neukunden liegen, was deutlich unter dem Wall Street-Konsens von 5,9 Millionen liegen würde.

Die Netflix-Aktie brach als Reaktion erheblich ein, konnte aber ein ebenso respektables Reversal aufs Parkett legen. Ein typisches Muster für Momentum-Aktien: Während die Titel bei geringer Volatilität lange steigen können, reagierten diese auf negative Nachrichten überdurchschnittlich heftig und emotional.

Für Reversal-Trader ist dies ein vielversprechendes Setup. Kurz- bis mittelfristig gilt hingegen: Es sollte rasch der Widerstand bei 386,25 USD überwunden werden, um an die bisherigen Allzeithochs anzuschließen und das Reversal zu vollenden.

Wahrscheinlicher ist derzeit ein erneuter Korrekturimpuls, der innerhalb der Range der Dienstagskerze verläuft. Zur Unterseite ist der Titel bei 338,70 USD innerhalb einer breiteren Zone gut gestützt. Erst bei Schlusskursen unterhalb von 334,79 USD kippt das technische Bild.

SAP gibt nach den Zahlen deutlich nach!

Die Quartalszahlen von SAP wurden verkauft. Es wird immer deutlicher, dass die Kaufwelle vom April in der bisherigen Form beendet ist.

SAP ist eine der ganz großen, zumindest im Deutschen Aktienindex und als solches dürften Anleger gespannt auf die Quartalszahlen gewartet haben. Am Ende fielen diese gemischt aus. Der Umsatz stieg um 4 % auf 5,999 Mrd. EUR und das bereinigte Ergebnis liegt mit 1,64 Mrd. EUR über den Erwartungen von 1,625 Mrd. EUR. Netto verdiente das Unternehmen 720 Mio. EUR.

Inklusive der Vorbörse war die Reaktion am Markt pessimistisch. Man pendelte zunächst um den Schlusskurs von Mittwoch herum, brach dann jedoch ein. Die weitere Kursentwicklung ist nun engmaschig zu verfolgen, denn nach den Kursgewinnen bis in den Juni hinein zeigte sich die Aktie zuletzt volatiler. Es scheint, als wäre die zweimonatige Kaufwelle in der bisherigen Form beendet und SAP konsolidiert. In diesem Fall müssten immer wieder auch mehrtägige Korrekturen mit eingeplant werden. Abwärtsrisiken bestünden zunächst bis auf 100-95 EUR.

Gleichzeitig muss festgehalten werden, dass oberhalb der Unterstützung um 95 EUR eine mittelfristig bullische Basis vorhanden ist. Dies eröffnet immer wieder auch Rallychancen mit neuen Hochs bei 110 EUR und darüber hinaus. Erst wenn der gesamte Supportbereich nachhaltig bärisch gebrochen wird, trübt sich das Chartbild deutlich ein.

 

Yuan wertet in Lichtgeschwindigkeit ab

An den chinesischen Finanzmärkten kommt es zu Tumulten. Seit Ende Januar korrigiert der chinesische Aktienmarkt massiv, seit Mitte April wertet die chinesische Währung, der Yuan, massiv ab.
Der Handelkonflikt zwischen den USA und China, - einige Strafzölle wurden bereits verhängt, die Verhängung weiterer wurde bereits angekündigt -, führt zu Verwerfungen am festlandchinesischen Finanzmarkt. Die US Märkte tangiert der Konflikt bisher kaum. Lediglich die Preise für Sojabohnen sind an den Terminmärkten unter Druck. Einige Bluechips aus dem Industriesektor, wie Boeing und Caterpillar, kamen zeitweise unter Abgabedruck.

Der chinesische Yuan (Renminbi) wertet seit Mitte April steil ab, was sich in einem steil, explosiv ansteigen Kurs des Währungspaares US-Dollar vs. Offshore Yuan (USD/CNH) widerspiegelt.

Das Big Picture von USD/CNH zeigt ein impulsives, ein bullisches Projektionsmuster. Erwartet werden auf Basis der technischen Analyse Ziele bei 6,86xx und 7,03xx CNH. Auch höhere Notierungen sind denkbar. In der Gilde der Makro Ökonomen gibt es diejenigen, die darauf hinweisen, dass die Chinesen ihre Währung gezielt gegenüber dem US-Dollar abwerten. Dadurch werden chinesische Waren für Importeure günstiger. Die Verteuerung für den ausländischen Kunden durch die Strafzölle wird gewissermaßen wieder ausgeglichen. Es gibt aber auch die Fraktion der Ökonomen, die darauf hinweist, dass sich über viele Jahre angestaute Probleme im chinesischen Kreditmarkt nun entladen würden. Wie dem auch sei, der Yuan wertet ab. Und dennoch korrigiert der chinesische Aktienmarkt. Abwertende Währung und korrigierender Aktienmarkt, diese Kombination wäre auf Dauer gefährlich. Die Situation muss engmaschig beobachtet werden.

 

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Wöchentliche Marktinfo KW27

 

DAX - Das ist ein "Trade wars are easy to win" Markt

Der deutsche Leitindex spiegelt eindrucksvoll das Auf und Ab im Handelsstreit wider.
Der Markt versucht sich zu stabilisieren, dann sorgt eine Meldung den eskalierenden Handelskonflikt betreffend für einen Rückschlag. Wieder versucht sich der Markt zu stabilisieren und wieder sorgt eine Meldung aus China oder Trumps Twitteraccount für Unruhe.
In den kommenden Tagen und Wochen erwarte ich den DAX in dem rot markierten Kursbereich zwischen der rotgestrichelten Abwärtstrendlinie bei 13.000 und der horizontalen Unterstützung bei 12.000 Punkten. Sollte die 12.000er Marke brechen, liegt bei 11.725 Punkten das nächste charttechnische Auffangnetz im Markt. Es gilt die Nachrichten über die Entwicklung des Handelskonflikts genau im Blick zu behalten.

Wenn der Konflikt zwischen Europa und den USA ebenso eskaliert, wie der zwischen China und den USA, muss im DAX beobachtet werden, ob die Unterstützungszone zwischen 11.725-12.000 Punkten nicht mehr verteidigt werden kann. Ein Bruch der Unterstützungszone könnte eine echte drastische Marktbereinigung einleiten. Letztere würde Kaufkurse für echte langfristige Investoren ermöglichen.
Harald Weygand

LANXESS - Für den mittelfristigen Anleger interessant!

Wenn man den Wochenchart der Lanxess-Aktie anschaut, sieht es auf den ersten Blick sehr langweilig aus, weil der Kurs in einer Range gefangen ist. Doch die letzte Aufwärtsbewegung signalisiert nun einen nachhaltigen Ausbruch nach oben.
Die letzte Aufwärtsbewegung startete Anfang April an der markanten Unterstützungszone bei 60,00 EUR. Mitte Juni erreichte die Lanxess-Aktie dann ein Verlaufshoch bei 72,60 EUR. Diese Aufwärtsbewegung kann man nun als eine abgeschlossene Impulswelle zählen. Nach einer Aufwärtswelle folgt eine Korrekturbewegung, die allerdings sehr komplex verlaufen kann. Daher gibt es mehrere Möglichkeiten.
Aktuell steht der Kurs am EMA50 im Wochenchart. Hier kaufen sich die Marktteilnehmer ein. Entweder hat der Titel sein Tief bei 64,62 EUR bereits gesehen oder aber es folgt noch einen zweiten Korrekturarm im Bereich um 63,50 EUR.
Um das Kursziel über 75,00 EUR zu erreichen, darf die Aktie auf jeden Fall nicht mehr unter das letzte Tief fallen.

JENOPTIK – Zielbereich naht langsam

Noch haben die Bären die Hand auf der Jenoptik-Aktie. Aber in Kürze dürfte sich die Chance auf eine Bodenbildung bieten.
Jenoptik markierte noch am 13. Juni 2018 ein aktuelles Allzeithoch bei 39,54 EUR. Seit diesem Hoch befindet sie sich in einer Korrekturbewegung. Mit dem Rückfall unter diese Zone zwischen 35,57 und 34,82 ergab sich ein weiteres Verkaufssignal, das auf eine Abwärtsbewegung in Richtung 29,88/12 hindeutete. Auf dem Weg zu dieser Zone hat die Aktie in den letzten Tagen und Wochen deutliche Fortschritte gemacht. Noch notiert sie allerdings ein gutes Stück davon entfernt. Eine Trendwende zeichnet sich bisher aber nicht ab.

Damit ist die Abwärtsbewegung intakt. Kurzfristig sollte Jenoptik noch etwas weiter abfallen und zwar bis 29,88/12. Allerdings bleibt festzuhalten, dass die Aktie vermutlich bereits den größten Teil der Korrektur hinter sich hat. Im Bereich um 28,99/12 EUR bestünde als die Chance auf eine Bodenbildung. Falls diese gelingt wären Gewinne bis 34,82-35,57 EUR durchaus möglich. Sollte diese Chance allerdings nicht genutzt werden, würden Abgaben in Richtung 26,67 und sogar 22,24 EUR drohen.

PALLADIUM - Das Warten auf ein neues Signal geht weiter

In den letzten Tagen ist nicht viel passiert. Auf Tagesbasis konnte kein neues Signal generiert werden. Ein Bruch einer dieser Marken wird wohl eine dynamische Bewegung auslösen.
Widerstände: 963 + 999 + 1.028
Unterstützungen: 939 + 908 + 900
Rückblick: Palladium markierte Anfang des Jahres ein Hoch bei 1.138 USD. Doch nach diesem Hoch dominierten die Bären und es bildete sich ein Abwärtstrend aus. Das bisherige Jahrestief wurde Anfang April bei 894 USD markiert. Anschließend kam es zu einer dynamischen Rally bis 1.057 USD. In den darauffolgenden Wochen ging es jedoch wieder deutlich unter 1.000 USD. Aktuell schwankt der Preis in einer engen Handelsspanne um die 950-USD-Marke.
Charttechnischer Ausblick: In den letzten Wochen konnten weder die Bullen noch die Bären ein neues Signal generieren, denn die Handelsspanne war einfach zu gering dafür. Die wichtige Unterstützung bei 939 USD hat jedes Mal auf Tagesbasis gehalten. Die Buy-Trigger-Marke bei 964 USD wurde nicht berührt. Ein Tagesschlusskurs über 964 USD dürfte einen Anstieg bis knapp unter die 1.000 USD-Marke auslösen. Würde Palladium über dieses runde Level ansteigen, wäre ein Anstieg bis 1.050 möglich. Ein Tagesschlusskurs unter 939 USD könnte einen Abverkauf bis 900 USD auslösen.

 

Diese Formel müssen Sie kennen!

Die Realität ist manchmal bitter und wer gerne träumt, sollte diesen Beitrag nicht lesen. Alle anderen können mit Hilfe des Erwartungswertes herausfinden, ob Sie Träumen hinterherjagen oder nicht!

Mit diesem Beitrag möchte ich Sie dazu auffordern, Ihre Erwartungshaltung zur Börse auf den Prüfstand zu stellen. Dies ist mit einer einfachen Formel, dem Erwartungswert möglich. In seiner einfachsten Form lässt sich dieser praktisch ermitteln, indem Sie die Verluste aller Verlusttrades von den Gewinnen aller Gewinntrades abziehen und die Differenz durch die Anzahl der Trades dividieren.

E = (Gewinne – Verluste) / Tradinganzahl

Was Sie im Durchschnitt verdienen!

Die Kennzahl gibt an, was Sie im Durchschnitt je Trade verdienen. Es ist der Betrag, in Euro oder Punkten gemessen, den Sie im Durchschnitt pro Trade erwarten können.

Natürlich ist die Kennzahl nur eine Durchschnittsbetrachtung und in der Realität werden die einzelnen Gewinne und Verluste deutlich voneinander abweichen. Trotzdem gibt diese Kennzahl Aufschluss darüber, was Sie von ihrem Trading erwarten können. Nehmen Sie sich Ihre Trades der letzten Tage, Wochen und Monate und rechnen Sie Ihren tatsächlich erzielten Erwartungswert aus. Bevor Sie dies jedoch tun, vollziehen Sie erst den nächsten Schritt. Wir wollen zunächst nämlich herausfinden, was Sie sich wünschen!

Spannend wird es, wenn…

Um herauszufinden, was Sie sich von der Börse "wünschen", greifen wir auf eine erweiterte Formel des Erwartungswertes zurück. In dieser fließen sowohl die Trefferquote als auch das sogenannte Chance-Risiko-Verhältnis mit ein. Bevor wir uns der Interpretation zuwenden, werfen wir einen Blick auf die Berechnung:

E = ((tq * dG) – ((1-tq) * dV)) / Tradeanzahl

Tq = Trefferquote, dG = durchschnittlicher Gewinn aller Gewinntrades, dV = durchschnittlicher Verlust aller Verlusttrades

In dieser Betrachtung können wir das Verhältnis von dG und dV als Chance-Risiko-Verhältnis interpretieren.

Träumen Sie noch?

Nachdem wir die erweiterte Formel kennengelernt haben, mit der jeder von Ihnen seinen Erfolg messen kann, können wir überprüfen, ob Sie in einer Traumwelt leben. Ich bitte Sie dazu, für die einzelnen Variablen die Werte einzusetzen, die Sie in ihrem Trading anstreben. Was also wünschen Sie sich? Bezogen auf die Trefferquote und das CRV soll Ihr Trading wie aussehen? Am besten lässt sich dies an einem Beispiel verdeutlichen.

Wenn Sie sich für Trading-Know-how im Allgemeinen und kurzfristigen Handel im Speziellen interessieren sind Sie bei mir genau richtig. Folgen Sie mir auf Guidants!

Angenommen Sie streben im Durchschnitt eine Trefferquote von 65 % und ein CRV von zwei zu eins an, dann ergibt sich folgender Erwartungswert:

E = 0,65*2 – 0,35 * 1 = 0,95

Ich hoffe die Beispielrechnung ist soweit klar. Horchen Sie in sich hinein und setzen Sie die Trefferquote und das CRV ein, bei dem Sie sagen: jawoll, das ist ein erfolgreiches Trading. So muss das schon sein. Alles andere ist ... Und welcher Erwartungswert ergibt sich bei Ihnen?

Im Zweifel bitte hinsetzen!

Soweit zu dem, was Sie sich wünschen. Schauen wir uns nun einmal die Realität an. Dabei greifen wir auf streng systematische Ansätze zurück, denn nur bei diesen kann garantiert werden, dass quasi ein statistischer Vorteil vorliegt. Intuitiv mag ein Trader zumindest über eine gewisse Zeit die Statistik schlagen können, letztlich lässt sich aber im Nachhinein nicht unterscheiden, ob es Können oder Glück gewesen ist. Das einzig wirklich objektiv messbare, ist die Statistik und hier sieht es bei weitem nicht so rosig aus, wie viele denken. Profitable Strategien haben oft nur Erwartungswerte von ca. 0,20 – 0,25, viele sogar noch weniger. In guten Phasen könnte der Erwartungswert auch auf 0,5 ansteigen, was jedoch schon gigantisch gut ist.

Ob sie diese Zahlen nun glauben oder nicht, interessiert die Börse herzlich wenig. Sie sind das, was nicht nur meine Erfahrungen und Tests widerspiegeln. Die große Frage ist nun, ob ihr angestrebter Erwartungswert dauerhaft erreichbar ist, oder ob sie immer noch einem Traum hinterherjagen? Wie groß der Traum in unserem Beispiel mit einer Trefferquote von 65 % und einen CRV von 2:1 ist, dürfte gerade klargeworden sein, oder?

Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW26

Nasdaq100 – Schlagen die Bullen zurück?

Nach der jüngsten überfälligen technischen Korrektur meldeten sich in der zweiten Wochenhälfte die Bullen wieder zu Wort.
Der Nasdaq 100 konterte am Donnerstag endlich einmal entschiedener im Bereich des 50-Tagesdurchschnittes und erhöht im Rahmen der bereits ausgeprägteren Korrektur die Chancen auf eine Fortsetzung des Aufwärtsimpulses. Oberhalb von 7.100 verbessert sich die technische Situation recht zügig. Im Laufe der nächsten Woche ist dann ein Ausbruch über 7.142 Punkte ein realistisches Szenario, das den Index an ehemalige Allzeithochs befördern könnte. Bleibt der Index jedoch weiterhin in der unterhalb von 7.050 Punkten, überwiegt kurzfristig weiter das bärische Szenario. Die nächsten Unterstützungen warten bei rund 7.011, danach der Bereich um 6.940 Punkte. Die Anforderungen an eine Minimalkorrektur wurden in den vergangenen Tagen erfüllt. Nun dürften die Bullen erneut eine Chance bekommen. Wird diese genutzt, stehen schnell wieder neue Allzeithochs oberhalb von 7.300 Punkte auf der Tagesordnung.

WIRECARD - Aktie in sehr wichtiger charttechnischer Situation

Die Aktie musste zuletzt einige Gewinnmitnahmen hinnehmen, fiel aber gestern auf eine wichtige Unterstützungszone zurück.

Der Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen musste in den letzten Tagen deutliche Verluste hinnehmen und fiel gestern auf einen wichtigen Unterstützungsbereich zurück.

Die Performance von Wirecard war in den letzten Jahren exorbitant gut. Im November 2002 notierte die Aktie im Tief bei 0,257 EUR. Das aktuelle Allzeithoch stammt vom 15. Juni 2018 und liegt bei 158,10 EUR. Ein Großteil dieser Rally, nämlich der Abschnitt ab Juli 2008 fand in einem Trendkanal statt. Aus diesem brach Wirecard Mitte Mai 2018 nach oben aus.

Seit dem Allzeithoch vom 15. Juni konsolidiert die Aktie. Dabei fiel sie gestern auf den Unterstützungsbereich um 133,00 EUR zurück. Dieser Bereich ist voerst der zentrale Unterstützungsbereich, da dort mehrere wichtige Einzelunterstützungen zusammenlaufen. In der heutigen Eröffnung hält dieser Bereich. Der kurzfristige Abwärtstrend liegt heute bei ca. 144,03 EUR.

Ein Ausbruch über diesen kurzfristigen Trend könnte ein Ende der Konsolidierung anzeigen. In diesem Fall könnte Wirecard zügig in Richtung neuer Allzeithochs ansteigen. Das nächste Ziel läge dann bei ca. 180 EUR. Sollte es allerdings zu einem stabilen Rückfall unter 133,00 EUR kommen, dann könnte aus der Konsolidierung der letzten Tage schnell eine größere Korrektur werden. Abgaben in Richtung 111,00 EUR und möglicherweise sogar 86,81 EUR wären dann zu befürchten. Rein vom Wirecard-Chart her kann die bullische Variante ganz leicht bevorzugt werden.

BASF – Bullen müssen gewaltig aufpassen

Die Aktie steht seit einigen Tagen wieder unter Druck und könnte in Kürze die Abwärtsbewegung seit Januar bestätigen.
BASF hatte noch vor rund zwei Wochen gute Chancen auf einen weiteren Anstieg in Richtung 90,96 und 94,32 EUR. Diese Chancen konnte aber nicht genutzt werden. In den letzten Tagen stand BASF deutlich unter Druck und fiel sogar kurzzeitig unter das Tief aus dem März 2018 bei 80,16 EUR ab. Bei 78,97 EUR liegt eine weitere wichtige Unterstützung durch das Tief vom 28. Juli 2017.

BASF notiert auf einer wichtigen Unterstützungszone zwischen 80,16 und 78,79 EUR. Ein Durchbruch durch diese würde die Abwärtsbewegung seit Januar 2018 bestätigen und dürfte zu weiteren Abgaben in Richtung 74,54 EUR führen. Im Falle eines Tagesschlusskurses über 82,53 EUR würde zumindest der aktuelle Verkaufsdruck abebben.

Platin: Unterseite des Trendkanals erreicht

Platin befindet sich in einem Abwärtstrendkanal, dessen Unterseite aktuell erreicht wurde. Darunter droht ein Selloff. Bei einer Verteidigung dieser Kreuzunterstützung ist dagegen eine deutliche Erholung möglich.
Widerstände: 885 + 912 + 929
Unterstützungen: 845 + 830 + 806
Rückblick: Im Rahmen eines mittelfristigen Abwärtstrendkanals setzte Platin in den letzten Wochen unter die Unterstützungen bei 941 und 885 USD zurück und beschleunigte den Abwärtstrend zusehends. In dieser Woche wurde zudem die Haltemarke bei 868 USD unterschritten und die wichtige Unterstützung bei 845 USD erreicht. Diese konnte bislang von den Käufern verteidigt werden.
Charttechnischer Ausblick: Aktuell notiert der Kurs des Edelmetalls wieder an der unteren Begrenzung des Abwärtstrendkanals. Sollte diese Kreuzunterstützung verteidigt werden, stünde eine Erholung bis 868 USD an. Darüber könnte die Oberseite des Kanals bei 885 USD angelaufen werden. Es bleibt jedoch fraglich, ob die Hürde in Richtung 900 und 929 USD überwunden werden kann. Bricht Platin dagegen unter 845 USD ein, wäre eine steile Verkaufswelle bis zur Unterstützungszone von 806 bis 812 USD zu erwarten. Dort könnte es allerdings zu einem direkten Konter der Bullen kommen.

Die größten Trading- & Anlegerfallen (1) - Blauäugigkeit!

Wer an der Börse mit den falschen Vorstellungen, Techniken und Methoden unterwegs ist, verliert am Ende nicht selten alles! Kennen Sie die größten Stolpersteine, sind Sie auch in der Lage, diese zu umschiffen und so zu den wenigen auserwählten Gewinnern zu gehören.

Mit diesem Beitrag möchte ich eine Reihe starten, in der wir uns mit den größten Fallen für private Trader und Anleger auseinandersetzen. In loser Reihenfolge wollen wir die Punkte aufgreifen, die Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg ausbremsen oder diesen gar komplett verhindern. Auch wenn wir die größten Stolpersteine in einzelnen Beiträgen aufgreifen, denken Sie daran, dass all diese Themen fließend ineinandergreifen müssen, um erfolgreich zu sein. Nutzen Sie die Artikel dazu, diese Schwerpunkte zu identifizieren und nach Lösungen zu suchen bzw. Vorschläge zu implementieren.

Beginnen möchte ich meinen Ausflug in die Welt der größten Tradingfallen mit einem simplen Problem: der Blauäugigkeit vieler Neulinge.

Hierzu muss man wissen, dass es die meisten Neulinge genau dann an die Börse zieht, wenn diese richtig gut läuft. Wenn die Aktienkurse täglich neue Hochs machen und in den Medien von den enormen Gewinnmöglichkeiten an der Börse berichtet wird, strömen Massen neuer Anleger in den Markt. Je länger der Bullenmarkt anhält und je mehr über die horrenden Gewinne gesprochen wird - mittlerweile auch schon am Stammtisch - desto eher wird auch der/die Risikoscheueste schwach.

Können versus Glück!

Verbrennen sich die, die als letztes in einem Bullenmarkt einsteigen, relativ schnell die Finger und sind damit oftmals recht schnell wieder weg, hat die „goldene Mitte“ ein größeres Problem. Wer nämlich bereits über einige Monate oder Jahre im Bullenmarkt ordentlich gewinnen konnte, verwechselt sehr schnell Glück mit Können. Zudem will man nicht selten das wiederhaben, was einem gerade genommen wurde. Ist das geschafft, hört man natürlich sofort auf, so der Gedanke vieler Anleger aus der goldenen Mitte! Das Risiko ist jedoch sehr groß, dass dieser Zeitpunkt nie kommt! Vielmehr dürfte folgender Ablauf eintreten:

Wenn die Kurse nur eine Richtung kennen, die nach oben, ist es sehr einfach an der Börse Geld zu verdienen. In solchen Phasen geht es sogar oftmals gut, wenn man im Rahmen von Korrekturen seinen Einstandskurs verbilligt.

Natürlich war ein solches Vorgehen von Anfang an nicht geplant. Am liebsten wäre es dem Anleger gewesen, der Kurs steigt unmittelbar nach dem Einstieg an. Ich meine, wer steigt schon ein, weil er denkt, der Kurs fällt noch ein Stückchen weiter? Wenn er das dann aber doch macht, hat der Durchschnittsanleger in einem Bullenmarkt glücklicherweise noch ausreichend Kapital zur Verfügung, um zu verbilligen. Und schließlich herrscht ein Bullenmarkt, da wird der Kurs sicher schon bald wieder am Hoch stehen und dann ist der Gewinn umso größer!

Früher oder später endet aber jeder Bullenmarkt und dann droht der Totalverlust. Immer wieder ist in solchen Phasen zu sehen, wie Anleger innerhalb sehr kurzer Zeit die Gewinne von Monaten und Jahren verzocken.

Laufen Sie, so schnell Sie können, wenn…

So hart es auch klingen mag, die Börse ist keine Einbahnstraße! Die Börse ist kein Ort, an dem sie sich ein wenig ausprobieren sollten!

Die Börse ist ein Geschäft, in dem die Besseren gewinnen. Dass auch die Besten die Kurse von morgen nicht wirklich voraussagen können, werden wir uns später anschauen. Wichtig ist an dieser Stelle nur, dass sie das Trading/Investment von Beginn an als das sehen was es ist: ein knallhartes Geschäft unter Unsicherheit und Risiko!

Sollten Sie diese Tatsache nicht akzeptieren und sich nicht darauf vorbereiten (besprechen wir ebenfalls ausführlicher), wird ihnen die Börse oder besser gesagt werden Ihnen die anderen Trader ihr Geld früher oder später mit Freude abknöpfen.

Sollte Ihr Konto aktuell schöne Rendite vorweisen (wir sind in einem Bullenmarkt), stellen Sie sich die Frage, ob Sie zu blauäugig sind.

Sind sie für einen Bärenmarkt wirklich vorbereitet? Wissen Sie, dass dieser jederzeit kommen kann? Haben Sie das nötige Know-how, die nötige Technik, das nötige Marktverständnis etc., um darauf zu reagieren?

Wenn Sie sich ehrlicherweise eingestehen müssen, eigentlich nur durch eine gehörige Portion Glück erfolgreich gewesen zu sein, dann genießen Sie Ihren Erfolg und nehmen die Gewinne aus dem Markt, bevor es zu spät ist!

Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW25

DAX – Wenig überzeugend, aber nicht hoffnungslos

Die "Draghi-Rally" ist verpufft und der DAX mit einem Abwärts-Gap in die Handelswoche gestartet. Seit Kurzem sieht sich der Markt auch die Marke von 12.700 Punkten von unten an.

Am 14. Juni (Donnerstag) kam es im Zuge des EZB-Zinsentscheids zu einem starken Aufwärtsschub. Mit einer langen weißen Kerze kletterte der Index auf 13.170 Punkte und damit fast an das Hoch vom 22. Mai. Doch seit dem sich verschärfenden Handelskrieg zwischen den USA und China hat sich das Blatt gewendet. Der Index steht erneut unter Druck. Er eröffnete drei Tage in Folge sehr schwach und fiel unter den flachen Aufwärtstrend vom 31. Mai. Damit notiert der Index wieder nahe am Tief vom 31. Mai 2018 bei 12.547 Punkten, in dessen Nähe sich auch der vielfachbeachtete EMA200 befindet.

Das Abwärts-Gap zwischen 12.784 und 12.649 Punkte dürfte in den nächsten Tagen noch etwas Anziehungskraft entwickeln. Eine Erholung in Richtung 12.649 Punkte ist somit nicht auszuschließen, denn erst ein signifikanter Rückfall unter diese Marke 12.547 Punkten würde ein neues Verkaufssignal auslösen. In diesem Fall müsste mit weiteren Abgaben in Richtung 11.923 Punkte gerechnet werden.

VERBIO - Neuer Aufwärtsimpuls möglich?

Nach der massiven Rally im Mai läuft nun eine Konsolidierung in einem Keil. Das sind tendenziell positive Neuigkeiten für Trader und Anleger.

Mit der Dynamik der Kurserholung vom Mai könnte der Grundstein für eine längerfristige Trendwende gelegt worden sein. Da passt es ganz gut ins Bild, dass die VERBIO-Aktie jetzt in einer keilförmigen Handelsspanne korrigiert, was prinzipiell auf eine baldige Trendfortsetzung hindeutet. Im Idealfall wird der Keil in Kürze nach oben hin aufgelöst und eine weitere Aufwärtswelle gestartet. Neben dem Juni-Hoch bei 5,76 EUR liegen weitere Zielmarken am EMA200 bei 6,36 EUR und später am Widerstandsbereich bei 7,30 - 7,43 EUR.

Bei 4,95 - 5,00 EUR und 4,70 EUR hat der Wert gute Unterstützungsbereiche liegen, die möglichst nicht mehr unterboten werden. Bei einem Rückfall per Tagesschluss unter 4,70 EUR drohen tiefe Korrekturen bis 4,26 - 4,30 EUR und ggf. zurück zum Tief bei 3,78 EUR.

DELIVERY HERO - Hier steigt die Party

Einer der großen Gewinner am deutschen Markt ist in diesen Tagen die Aktie des Online-Essensbestelldienstes Delivery Hero. Entgegen dem fallenden Gesamtmarkt schießt der Wert auf neue Allzeithochs hinaus.

Damit befindet sich das Papier voll und ganz in der Spur des Idealszenarios, welches nach der mehrmonatigen Seitwärtsbewegung eine neue, aufwärts gerichtete Trendbewegung erwartet. Das Ziel der laufenden Rally liegt zunächst bei 48,00 - 49,00 EUR, später sind Kurse um 52,50 EUR und ca. 60,00 EUR denkbar.

Im besten Fall kippt der Wert nicht mehr nachhaltig unter 42,00 EUR zurück, um tiefe Pullbacks bis 39,50 - 40,50 EUR zu verhindern. Dort wiederum könnten sich interessante Chancen ergeben. Erst unterhalb von 38,90 EUR wären bullische Verlaufsszenarien in Frage zu stellen.

GOLD: 1.236 USD oder Trendwende, das ist die Frage

In den vergangenen Tagen war der Goldpreis massiv unter Druck geraten und unter 1.285 USD eingebrochen. Die mehrfach erwähnte Abwärtszielmarke bei 1.265 USD ist jetzt erreicht worden. Wird sie nicht verteidigt, kommt es zu einem weiteren Einbruch.

Widerstände: 1.285 + 1.301 + 1.325

Unterstützungen: 1.265 + 1.236 + 1.199

Rückblick: Nachdem es den Bullen zuletzt nicht gelungen war, aus dem Anstieg über 1.301 USD Kapital zu schlagen, brach der Wert unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei 1.295 USD ein und unterschritt direkt im Anschluss auch den zentralen Support bei 1.285 USD. Damit wurde ein kurzfristiges Verkaufssignal aktiviert, dessen erstes Ziel, die Unterstützung bei 1.265 USD, jetzt erreicht wird.

Charttechnischer Ausblick: Die dynamische Abwärtsbewegung der letzten Tage erreicht jetzt bei 1.265 USD einen ersten Ziel- und potenziellen Wendepunkt. Wird die Marke von den Bullen nicht zu einer Stabilisierung genutzt, dürfte der Goldpreis direkt bis 1.236 USD abverkauft werden. An dieser Stelle wäre dann mit einer deutlichen Erholung bzw. einer Trendwende zu rechnen. Unterhalb von 1.236 USD droht dagegen ein Einbruch bis 1.199 USD.

Sollten die Bullen die 1.265 USD-Marke dagegen verteidigen, könnte hier der Abwärtstrend enden und eine Kaufwelle bis 1.285 USD und darüber bereits bis 1.309 USD führen. Ein Anstieg über 1.309 USD würde ein Kaufsignal generieren und zu einer Kaufwelle bis 1.325 und 1.355 USD führen.

Wie Anleger bei Börsengängen so richtig absahnen

In der vergangenen Woche sind der Online-Möbelhändler Home24 und der Zahlungsdienstleister Adyen erfolgreich an der Börse gestartet. Schon mit einer einfachen Strategie können Anleger bei Börsengängen richtig Geld verdienen.

Börsengänge können sich für Anleger lohnen, das hat die vergangene Woche wieder eindrücklich gezeigt. Wer die Papiere des niederländischen Zahlungsdienstleisters Adyen gezeichnet hatte, konnte sich am ersten Handelstag über einen Kursgewinn von fast 90 Prozent gegenüber dem Emissionspreis freuen. Die Papiere des Online-Möbelhändlers Home24 konnten Anleger für 23 Euro beziehen und am Ende des ersten Handelstages bereits für knapp 29 Euro verkaufen. Das entsprach einem Plus von mehr als 25 Prozent. Auch wenn die Kursgewinne in den beiden Beispielen sehr groß ausfielen, sind deutliche Kursgewinne am ersten Handelstag keine Ausnahme. Das belegt eine Statistik von Jay Ritter, Finanzprofessor an der Universität von Florida.

Prof. Ritter hat die Börsengänge in den USA vom Jahr 1980 bis Ende 2017 ausgewertet und kommt zu dem Ergebnis, dass die Aktien von neu gelisteten Unternehmen in der Regel am ersten Handelstag um rund 18 Prozent zulegten. Genau genommen waren es 17,8 Prozent, wenn man alle neuen Aktien gleich stark gewichtete und 18,4 Prozent, wenn man die Neuemissionen nach dem Emissionsvolumen gewichtete (siehe hier). Nicht berücksichtigt in der Statistik wurden Aktien, die zu unter 5 Dollar je Stück platziert wurden, Aktien von REITs oder Banken sowie weitere Spezialfälle.

Insgesamt konnten Anleger mit allen analysierten Neuemissionen von 1980 bis 2017 ganze 159,09 Milliarden Dollar gewinnen, wenn sie Neuemissionen zeichneten und am Ende des ersten

Handelstages dann verkauften. Um diesen Betrag wurden die Aktien nämlich gewissermaßen "zu billig" ausgegeben - im Vergleich mit dem Schlusskurs des ersten Handelstages.

Börsengänge sind für Anleger also in der Regel ein gutes Geschäft und es lohnt sich, Neuemissionen zu zeichnen und bereits direkt nach dem ersten Handelstag wieder zu verkaufen. Das galt jedenfalls in den USA für den Zeitraum von 1980 bis 2017 und es galt auch für jedes einzelne Jahr innerhalb dieses Zeitraums, wie die Statistik von Prof. Ritter belegt. Für Europa oder Deutschland gibt es keine vergleichbare Statistik, es ist aber wahrscheinlich, dass es sich hier sehr ähnlich verhält. Grund dafür ist, dass sowohl die Emissionsbanken als auch die Verkäufer von Anteilen in der Regel ein Interesse an steigenden Kursen haben.

Eine einfache Strategie für Anleger, an Börsengängen zu verdienen, besteht also darin, einfach jede Neuemission zu zeichnen und dann bereits am Ende des ersten Handelstages wieder zu verkaufen.

In der Praxis gibt es allerdings ein Problem, das die Nachhaltigkeit dieser Strategie durchaus in Frage stellt: Der Anleger wird in der Realität nicht bei allen Börsengängen Aktien zugeteilt bekommen. Mehr noch: Gerade bei den attraktivsten Börsengängen dürften die Chancen des Anlegers, Aktien zu bekommen, eher gering sein. Denn zum einen sind diese Börsengänge in der Regel stark überzeichnet, zum anderen vergeben die Banken gerade die Aktien dieser Unternehmen an ihre besten Kunden.

Zeichnet ein Anleger also alle Börsengänge, besteht die Gefahr, dass er bei den "schlechten" Börsengängen eher Zuteilungen erhält als bei den "guten". Die oben genannte Durchschnittsperformance von Neuemissionen am ersten Tag dürfte dadurch in der Realität von Privatanlegern nicht erreicht werden.

Dass bei Börsengängen Aktien allerdings in der Regel am ersten Handelstag zulegen, dürfte auch dann gelten, wenn ein Anleger eher in ungünstigen Fällen Aktien zugeteilt bekommt. Denn die Emissionsbanken haben in der Regel bei jedem Börsengang ein Interesse daran, den Börsengang zum Erfolg werden zu lassen – um so gute Kunden zu belohnen und für ein gutes Medienecho zu sorgen.

Auch die Verkäufer von alten Anteilen sind in der Regel eher daran interessiert, dem Unternehmen einen positiven Börsenstart zu ermöglichen, als beim Emissionspreis das Maximum auszureizen. Denn die alten Aktionäre bleiben ja in der Regel auch nach dem Börsengang meist in signifikantem Umfang am Unternehmen beteiligt, sind also ebenfalls am Erfolg des Unternehmens und an steigenden Kursen interessiert. Steigende Kurse am ersten Handelstag sind also kein Zufall, sondern sie sind in der Regel von den Emissionsbanken und den alten Anteilseignern gewollt.

Fazit: Börsengänge sind für Anleger in der Regel ein gutes Geschäft und schon die denkbar einfachste Strategie, einfach bei jedem Börsengang Aktien zu zeichnen, um diese dann am Ende des ersten Handelstages zu verkaufen, dürfte sich langfristig für Anleger auszahlen.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW24

 

ATX – Kurzfristiger Abwärtstrend intakt

Im Vergleich mit dem deutschen Börsenbarometer hat der ATX in den vergangenen Wochen deutlich underperformt.

Der ATX befindet sich seit dem Zwischenhoch von Mitte Mai knapp unterhalb der Marke von 3.550 Punkten innerhalb einer intakten Abwärtstrendbewegung. Ende Mai wurde die wichtige Horizontalunterstützung um die 3.375er Marke dynamisch unterboten.

In den vergangenen Wochen versuchten die Bullen dieses – nun als Widerstandsbereich fungierendes Level - zurückzuerobern, bislang allerdings vergeblich.

Sollte den Käufern hier in den kommenden Handelstagen ein Tagesschlusskurs oberhalb der 3.400 Punkte-Marke gelingen, wäre sowohl der kurzfristig relevante Abwärtstrend, als auch der Horizontalwiderstand bei 3.375 Punkten überwunden.

In dem Falle wäre der Weg aus technischer Sicht frei für einen erneuten Anlauf in den Bereich 3.500 bis 3.550 Punkte. Unterhalb von 3.375 bis 3.400 Punkten muss hingegen ein erneutes Abdriften eingeplant werden.

AIRBUS - Auf zu neuen Höhen

Airbus kletterte gestern auf ein neues Allzeithoch. Löst dieser Ausbruch eine weitere Kaufwelle aus?
Airbus befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung und kletterte am 27. Februar 2018 auf ein Allzeithoch bei 99,97 EUR. Im Mai kam es zu zwei kurzen Ausbrüchen über dieses Hoch, die aber beide wieder zurückgenommen wurden. Erst in den letzten Tagen gab es eine kleine Serie von Schlusskursen oberhalb von 99,97 EUR. Gestern kam es zu einer lange weißen Kerze, mit der sich Airbus von der Marke bei 99,97 EUR deutlich nach oben absetzte.

Dieser Anstieg bestätigt das bullische Bild und die langfristige Aufwärtsbewegung. Das nächste größere Ziel liegt bei ca. 110-111 EUR. Dort würde die Aktie auf die obere Begrenzung des Aufwärtstrends seit November 2016 treffen. Ein Rückfall unter den EMA 50 bei aktuell 97,71 EUR würde aber nicht mehr in dieses Szenario passen.

HUGO BOSS – Neues Rallyhoch möglich

Hugo Boss steigt heute an eine wichtige Hürde an. Kann sie diese durchbrechen und welches Potenzial ergäbe sich dann?

Hugo Boss musste nach dem Allzeithoch bei 120,40 EUR aus dem April 2015 einen massiven Absturz hinnehmen und fiel bis Juli 2016 auf 46,00 EUR zurück. Die Aktie erholte sich von dort aus bis 02. November 2017 auf ein Hoch bei 81,34 EUR.

Seit diesem Hoch befindet der im MDAX gelistete Modekonzern sich in einer Seitwärtsbewegung zwischen diesem Hoch und einer Unterstützung bei 66,56 EUR. Im heutigen Handel erreicht Hugo Boss den Widerstand bei 81,34 EUR. Erst gestern war die Aktie über den Widerstand bei 79,82 EUR ausgebrochen. Allerdings kommt es nach einem Kontakt mit dem bisherigen Rallyhoch zu Gewinnmitnahmen.

Sollte Hugo Boss über 81,34 EUR ausbrechen, bestünde die Chance auf eine weitere Rally in Richtung 86,95 EUR und später sogar 94,54 EUR. Sollte die Aktie allerdings deutlich unter 79,82 EUR abfallen, könnte nicht mehr mit einem schnellen Ausbruch über 81,34 EUR gerechnet werden.

Gold: Bullen proben den Aufstand

Am Donnerstag starteten die Bullen den Versuch, den Goldpreis über den Widerstand bei 1.301 USD anzutreiben. In der Spitze erreichte der Kurs die 1.309 USD-Marke. Nach einer leichten Korrektur könnte sich dieser Anstieg jetzt und in den nächsten Tagen fortsetzen.
Widerstände: 1.325 + 1.341 + 1.355
Unterstützungen: 1.285 + 1.265 + 1.236
Rückblick: Ab Anfang April fiel der Goldpreis in einer dynamischen Abwärtsbewegung unter die zentrale Unterstützung bei 1.301 USD und in der Folge an eine mittelfristige Aufwärtstrendlinie auf Höhe der Unterstützung bei 1.285 USD. Dieser Bereich wurde von den Bullen Ende Mai verteidigt und eine seitwärts gerichtete Erholung gestartet. Diese verblieb zunächst unter der 1.301 USD-Marke, konnte jedoch eine steile Abwärtstrendlinie zuletzt überwinden. Im gestrigen Handel starteten die Bullen einen ersten Ausbruchsversuch über die 1.301 USD-Marke und konnten die Hürde intraday bereits kurzzeitig überwinden.

Charttechnischer Ausblick: Gelingt der Käuferseite jetzt mit einem Anstieg über das gestrige Verlaufshoch bei 1.309 USD der nachhaltige Ausbruch über die 1.301 USD-Marke, wäre ein kleines Kaufsignal aktiv und in der Folge mit einem Angriff auf die zentrale Hürde bei 1.325 USD zu rechnen. Dort könnte eine weitere Korrektur einsetzen. Wird die Barriere anschließend überschritten, käme es zu einer Kaufwelle bis 1.341 und 1.355 USD.
Scheitern die Bullen dagegen an der 1.301 USD-Marke, könnte bei 1.290 USD ein weiterer Anstieg starten. Darunter würde die Unterstützung bei 1.285 USD angelaufen, die ebenfalls für eine Erholung genutzt werden könnte. Erst ein Bruch der Marke hätte die Wiederaufnahme des Abwärtstrends und Verluste bis 1.265 USD zur Folge.

Die Performance-Wahrheit schmeckt bitter!

Die Kurse sind ständig in Bewegung und regelmäßig gibt es Nachrichten, aber was können Sie am Ende vom Markt erwarten? Wissen Sie es oder träumen Sie noch?

Auf dem Godmode-Trader und in Guidants finden Sie täglich dutzende von Analysen und Tradingideen und als Trader & Redakteur weiß ich, wie schnell man dem Renditewahn verfallen kann. Höher, schneller, weiter ist dann auch beim charttechnischen Ausblick das Motto, denn welcher Leser möchte schon eine Aktie sehen, die gerade einmal ein oder zwei Prozent Potential hat? Irgendwie müssen ja auch die CRVs stimmen, ein Trade soll sich schließlich lohnen, auch noch nach Gebühren.

An diesen Anforderungen und Wünschen ist absolut nichts auszusetzen, aber als Anleger ist es unabdingbar zu wissen, wo die Realität aufhört und die Phantasie beginnt. Überzogene Erwartungen können tödlich sein, sich leider aber auch viel zu schnell entwickeln. Werfen wir also einen nüchternen Blick auf die Performancechancen im Aktienmarkt!

Performancechancen im DAX

Verschaffen wir uns mit der Analyse des Deutschen Aktienindexes einen ersten Überblick. Dazu werfen wir einen Blick auf den Monatschart. Uns interessiert, wie viel Prozent der Dax per Monatssaldo zulegen oder verlieren kann. Dafür schreiben wir ein kleines Programm, in dem jeden Monat zur Eröffnung 100.000 EUR im Dax investiert werden, während der Trade zum Schlusskurs des Monats abgerechnet wird. In Abbildung 1 sehen Sie die dazugehörige Statistik.

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Dadurch, dass wir immer ca. 100.000 EUR investieren, geben uns die durchschnittlichen Gewinne und Verluste einen Überblick darüber, was im Dax in einem Monat möglich ist. Die Trefferquote zeigt uns zunächst, dass es sinnvoller ist, den Index monatlich von der Longseite anzugehen. Wir haben eine 59-prozentige Chance, dass der Dax am Monatsende höher steht, als zu seiner Eröffnung. Dabei gewinnt der Index durchschnittlich 3,98 % bzw. 3.980,47 EUR. Fast genauso groß ist die Standardabweichung für gewinnende Trades (3,43 %).

Machen wir aus diesen Zahlen eine kleine Geschichte, um die Messwerte zu verdeutlichen. Schreiben wir zu Beginn des Monats eine Analyse, können wir durchschnittlich Prognosefeile in einer Länge von ca. 4 % gen Norden zeichnen. In diesem Preisbereich wird der Dax zum Monatsende wahrscheinlich notieren. In knapp 40 von 100 Analysen liegen wir jedoch falsch. Zudem betrachten wir nur den Durchschnitt, um den herum die realen Ergebnisse schwanken werden. Die Standardabweichung gibt uns Aufschluss darüber, wie stark diese Schwankungen sein können. Mit einer 68,27-prozentigen Wahrscheinlichkeit (Normalverteilung unterstellt) liegt der Kurs irgendwo zwischen dem Durchschnitt und dem Band der einfachen Standardabweichung. Bezogen auf unser Zahlenwerk liegt die Performance zum Monatsende mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen 0,55 % (3,98 – 3,43) und 7,41 % (3,98 + 3,43). Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass eine Outperformance in einem Monat in einem anderen negiert werden muss, um zum mathematischen Durchschnitt zurückzukehren.

Erwarten Sie nicht zu viel!

Die Bäume wachsen also alles andere als in den Himmel. Unterstellen wir in jedem Monat ca. 21 Handelstage, dann können Sie sich selbst ausrechnen, wie weit die Kurse im Durchschnitt je Tag steigen oder fallen werden. Natürlich schwanken die realen Kursbewegungen um den Durchschnitt herum, wobei es in Sondersituationen auch zu starken Abweichungen kommen kann. Ungeachtet dieser Volatilität kehrt man am Ende immer wieder gerne zum Durchschnitt zurück. Die Statistik zeigt, dass Anleger nicht zu viel erwarten sollten. Wer jeden Monat Prognosen und Renditen von zehn oder mehr Prozent erwartet, dürfte es unheimlich schwer haben, seine Träume Realität werden zu lassen.

Welche Aktienrenditen sind möglich?

Jetzt übertragen wir unsere Logik auf die Aktien selbst. Gekauft werden alle 30 aktuellen Dax-Aktien nach obiger Logik. Investiert werden dabei jeweils 10.000 EUR. Abbildung 2 zeigt die dazugehörige Statistik, aus der wir erneut eine reale Erwartungshaltung für das Kursgeschehen im kommenden Monat ableiten können.

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Wie sich zeigt, liegt die Wahrscheinlichkeit für einen gewinnenden Monat ebenfalls über 50 %, fällt mit 54,2 % aber etwas kleiner aus, als im Dax. Diese Statistik könnte jedoch durch den Umstand der Dividendenabschläge zum schlechteren verzerrt worden sein. Nahezu alle Dax-Aktien schütten regelmäßig Dividende aus, um die der Chart bereinigt wird. Diesen Effekt konnte unsere Systemlogik nicht berücksichtigen. Da wir im Rahmen unserer Statistik knapp 18 Jahre untersuchten, macht dies immerhin je Aktie 18 Monatsdaten aus. Würden wir unterstellen, dass all diese Monate tatsächlich im negativen Bereich enden und wir korrigieren dies, würde die Statistik besser ausfallen. Natürlich aber springt die Wahrscheinlichkeit auch dann nicht auf 70 % oder mehr. Ich vermute, sie wird ähnlich ausfallen wie im Dax, denn dieser berücksichtigt als Performanceindex die Dividende bereits auf "korrekte" Art und Weise.

Interessant für die Frage, wie weit sich Aktien im Laufe eines Monats bewegen können, sind erneut die durchschnittlichen Gewinne und Verluste. Hier zeigt sich eine monatliche Rendite bei gewinnenden Trades von durchschnittlich 693 EUR bzw. nur 0,693 % auf das eingesetzte Kapital. Die Standardabweichung beträgt 679 EUR bzw. 0,679 %. Für einen Verlustmonat sind die Zahlen übrigens ähnlich, was sich zudem auch im Dax Index zeigte und oben nicht besprochen wurde.

Diese Zahlen in eine Analyse zu übersetzen, hat schon etwas Deprimierendes. Wir würden in der Mehrzahl der Fälle eine korrekte Prognose erstellen, wenn wir beispielsweise in Adidas zum Beginn des Monats einen Prognosepfeil gen Norden (Wahrscheinlichkeit 54,2 %) und diesen lächerliche 0,693 % weit einzeichnen würden. Das ist die durchschnittliche Performance, die wir in einer Dax-Aktie auf Sicht von einem Monat oder ca. 21 Handelstagen erwarten können. Die Schwankungen um diesen Durchschnitt herum halten sich zudem in Grenzen. Wird erneut die Normalverteilung unterstellt, können wir mit einer 68-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Monatsschlusskurs eine Performance irgendwo zwischen 0,014 % und 1,372 % liegen wird. Auch das ist alles andere, als eine gigantische Chance.

Das sind doch alles „Zufälle“

Abschließend könnten wir unterstellen, dass all diese Zahlen mehr oder minder Zufall sind. Immerhin haben wir lediglich die letzten 18 Jahre berücksichtigt und in diesen hatten wir teilweise extrem starke Bärenmärkte. Man erinnere sich nur an die Dot.Com-Blase und die Finanzkrise. Lassen Sie uns deshalb zum Schluss noch einen Blick auf den Dow Jones werfen, für den ich auf eine lange Historie seit 1935 zurückgreifen kann. In diesem Index werden wiederum 100.000 EUR investiert und in Abbildung 3 können Sie sehen, dass wir auch mit Blick auf die letzten fast 100 Jahre ähnliche Ergebnisse erreichen, wie im Dax. Natürlich könnte der absolute Skeptiker immer noch argumentieren, dass die betrachtete Zeitspanne zu kurz und das Ergebnis eher Zufall ist. Für mich hingegen zeigt die Statistik eine durchaus hohe Signifikanz, auch über Ländergrenzen hinweg.

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Wer zu viel erwartet, wird enttäuscht!

Ich hoffe ich konnte mit diesen Beispielen ihre Sinne für das, was an der Börse möglich ist, schärfen, sofern sie sich nicht bereits der Realität gestellt haben. Ohne Zweifel gibt es immer wieder Ausreißer und grandiose Storys, in denen die Kurse scheinbar in den Himmel wachsen. Andere Unternehmen hingegen bekommen jahrelang keinen Fuß in die Tür und die Aktienkurse fallen von einem Tief zum nächsten. Im Durchschnitt aber sind die Renditen, sowohl im positiven wie im negativen Sinne, recht überschaubar und letztlich werden Ausreißer früher oder später auch durch Bewegungen in die andere Richtung wieder kompensiert.

Diese Realität vergisst man nur allzu schnell, wenn man sich täglich mit den Märkten auseinandersetzt. Eine geniale Nachricht im Bayer hier, eine Übernahme dort, da muss sich der Aktienkurs doch ordentlich bewegen! Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Im Gegenteil, das was wir durchschnittlich erwarten können, ist eher ernüchternd. So gerne wir alle auch mit weiten Prognosepfeilen arbeiten, so nehmen die Wahrscheinlichkeiten für ein Erreichen große Ziele entweder ab oder aber man muss der Analyse sehr viel Zeit geben. Ein Punkt, den Langfrist-Investoren bereits am eigenen Leib erfahren haben dürften. Als Trader hingegen soll Ihnen diese Statistik helfen, sich eine realistische Erwartungshaltung anzueignen, anstatt irgendwelchen nicht existenten Phantasien oder zufälligen Ausreißern hinterher zu jagen. In diesem Sinne.

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW23

 

US Indizes - Neue Allzeithochs vor der Tür!

Vor einem Monat war es noch undenkbar, von neuen Allzeithochs zu sprechen. Jetzt sind sie zum Greifen nahe. Doch was geschieht, wenn sie erreicht sind?

Beim Dax fehlen nur noch 5,4 % zu einem neuen Allzeithoch. Beim Dow Jones sind es knapp 6 %, beim S&P 500 noch gut 3 % und der Nasdaq hat bereits ein neues Hoch erreicht. Vor wenigen Wochen war das noch unvorstellbar. Der Markt bewegte sich am Abgrund. Eine ganze Reihe an Entwicklungen haben es Anlegern schwergemacht, bei Aktien zuzugreifen. Da waren zu Jahresbeginn Zins- und Inflationsängste. Diese traten angesichts der Handelspolitik der USA schnell in den Schatten. Noch immer beschäftigt das Thema Handel die Anleger.

Die nächsten Wochen werden in diesem Zusammenhang kritisch. Mit China wird weiterhin verhandelt. China scheint anzubieten, dass es den USA Waren im Wert von 70 Mrd. zusätzlich abnimmt. Treten allerdings die Zölle auf chinesische Waren im Wert von 50 Mrd. Mitte des Monats in Kraft, ist das Angebot vom Tisch.

Keiner weiß, ob sich die USA und China einigen werden. Die Lage bewegt sich zwischen Einigung und Eskalation. Die USA fordern von China eine deutliche Reduktion des Handelsbilanzdefizits. Im Idealfall soll China zusätzlich Waren im Wert von 200 Mrd. abnehmen. Das ist praktisch ausgeschlossen, da die USA derzeit gar nicht die Kapazität haben, Waren in diesem Umfang an China zu verkaufen (Waren, die China auch braucht).

Mit der EU und NAFTA ist die Lage ebenfalls noch nicht geklärt. Stahl und Aluminium werden nun mit höheren Zöllen belegt. Die EU, Mexiko und Kanada werden ebenfalls Zölle verhängen. Hier stehen die Zeichen ziemlich eindeutig auf Eskalation.

Die EU würde verhandeln, doch nicht, wenn die USA Zölle verhängen. Genau das ist nun geschehen. Die EU reitet damit auf Prinzipien herum, die zwar bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar sind, aber realpolitisch wenig taugen.

Die EU und Eurozone können sich diese harte Haltung eigentlich nicht leisten. Die Euroaufwertung im vergangenen Jahr hat ihre Bremsspuren bereits hinterlassen. Die Wirtschaft kühlt in der Eurozone derzeit schnell ab. Das zeigt sich gerade erst beim Auftragseingang der Industrie in Deutschland. (Grafik 1).

Derzeit wird der Auftragseingang noch vom Ausland über Wasser gehalten (Grafik 2). Im Inland und der Eurozone ist das Wachstum bereits negativ oder stark abnehmend (Grafik 3). Das ist inzwischen keine kleine Wachstumsdelle mehr, sondern eine handfeste Abkühlung.

Das gilt nicht nur für Deutschland. In Italien ist der Einzelhandelsumsatz im Vergleich zum Vorjahr im freien Fall. Der Rückgang beträgt fast 5 %. Das beinhaltet noch nicht die Auswirkungen der politischen Unsicherheit der letzten drei Wochen.

Bis vor kurzem hatte ich noch mehr die USA auf dem Radar, was eine Abkühlung anbelangt. Steuerreform und Mehrausgaben des Staates scheinen hier aber zu fruchten und die Wirtschaft anzuschieben. Man muss sich aktuell sehr viel mehr um Europa sorgen.

Das sind viele Gründe, weshalb der Markt hierzulande nicht unbedingt ein Allzeithoch erreichen sollte. Mein favorisiertes Szenario, welches seit der heftigen Korrektur zu Jahresbeginn propagiere, sieht ohnehin neue Allzeithochs in den USA vor. In Deutschland hängt letztlich alles am Euro. Wertet dieser ab, hat der Dax Chancen. Wertet der Euro wieder auf, wird es mit dem neuen Allzeithoch schwierig.

Ich bleibe also dabei: in den USA gibt es noch neue Hochs. Eines – beim Nasdaq – ist bereit erreicht. Jetzt fehlt noch der S&P 500 und im Idealfall der Dow Jones. Und danach? Wie oben beschrieben gibt es viele Risiken, gerade was den Handel angelangt. Im Juni werden wir hier Klarheit erlangen. Eskaliert die Lage weiter, halte ich eine vom Allzeithoch ausgehende Rallye von 10 % oder mehr für sehr unwahrscheinlich. Vielmehr sollte man sich nach den Hochs auf eine längere Abwärtsbewegung einstellen.
Clemens Schmale

BEIERSDORF – Es wird eng für die Bullen

In den letzten Tagen prägten Gewinnmitnahmen die Kursbewegung in der Beiersdorf-Aktie. Laufen diese Gewinnmitnahmen bald aus?

Beiersdorf startete nach einem Test der Unterstützung 85,88 EUR zu einer deutlichen Rally. Dabei brach sie am 16. Mai nach einem mehrtägigen Kampf über den Abwärtstrend seit dem Allzeithoch bei 102,00 EUR aus dem Dezember 2017 nach oben aus. Anschließend kletterte der Wert noch auf 100,00 EUR. In den letzten Tagen setzte die Aktie aber wieder etwas zurück. Dabei fiel sie sogar unter den Aufwärtstrend seit 22. März 2018 ab. Gestern testete sie den Unterstützungsbereich um 96,56 EUR. Bisher können die Abgaben der letzten Tage trotz des Bruchs des kurzfristigen Aufwärtstrends als Pullback an den gebrochenen Abwärtstrend ab Dezember 2017 eingeordnet werden.

Beiersdorf befindet sich aktuell in einer wichtigen Phase. Dreht die Aktie im Bereich um 96,56 EUR wieder nach oben, dann besteht die Chance auf einen Anstieg bis ca. 102,00 EUR und vielleicht sogar auf einen Ausbruch über das dort liegende Allzeithoch. Sollte es allerdings zu einem dynamischen Rückfall unter diesen Unterstützungsbereich kommen, würde sich das Chartbild deutlich eintrüben.

VOLKSWAGEN mit schöner Tradingchance

Die Verkäufer in Volkswagen machen wieder Druck. Damit eröffnen sich neue Chancen, aber auf welcher Seite? Prozyklisch Short oder antizyklisch Long?

Die Automobilindustrie ist eine der Kernindustrien Deutschlands und steckt seit Jahren in der Krise. Begonnen hat alles mit dem Abgaskanal in Volkswagen, der eine Lawine an schlechten Nachrichten auch bei anderen Autobauern ausgelöst hat. Und obwohl das Thema schon mehr als drei Jahre alt ist, hat man sich immer noch nicht vollends davon erholen können. So ist die Volkswagen-Aktie immer noch mehr als 60 % von ihrem 2015er Hoch bei 262,45 EUR entfernt.

In diesem Umfeld waren die Käufer bis in den Januar darum bemüht, verloren gegangenen Boden wieder gutzumachen. Dabei kratzte man schon fast wieder an der 200er Preismarke. Mit Blick auf die Entwicklung seit dem Januarhoch geraten die Investoren jedoch wieder zunehmend ins Hintertreffen. So schaffen es die Bullen derzeit beispielsweise nicht, die Kurse am EMA 200 zu stabilisieren. Dabei wurde dieser Preisbereich um 160 EUR auch noch durch einen in der Nähe gelegenen horizontalen Support verstärkt. Die Schwäche in der Aktie könnte nun für weitere Kursverluste in Richtung 150 EUR sorgen.

Von der Analyse zum Trade

Aktive Anleger können von diesem Szenario profitieren. In diesem Falle böte sich beispielsweise ein Short-Zertifikat an, welches einen Stopploss oberhalb von 165,14 EUR besitzt. Darüber dürfen die Kurse nämlich nicht wieder ansteigen. Wer etwas defensiver vorgehen möchte, gibt dieser Preismarke durch eine Bestätigung per Tagesschluss etwas mehr Raum. In diesem Fall muss jedoch auch das Zertifikat einen weiter entfernteren Stopploss besitzen. Ein Anhaltspunkt dafür, wie weit dieses oberhalb der Preismarke liegen sollte, könnte beispielsweise die ATR liefern. Diese misst die tägliche Volatilität in der Aktie, die momentan im Bereich von 4 EUR liegt. Um auf Nummer sicher zu gehen, können wir noch einen zusätzlichen Puffer einbauen, so dass ein Zertifikat mit einem Stopp jenseits von 170 EUR passen sollte, um die Schlusskursbedingung erfüllen zu können. Eine Garantie gibt es in diesem Rahmen natürlich nicht, denn logischerweise können überraschend positive News zu Kurssprüngen führen, mit denen auch diese Marke Intraday gerissen wird. Andererseits dürfte es dann aber auch sehr wahrscheinlich zu einem Tagesschlusskurs oberhalb der Achtungsmarke bei 165,14 EUR kommen, womit die Position zumindest aus analytischer Sicht aufgelöst werden sollte.

Platin: Bullen kratzen am Abwärtstrend

Noch drückt eine übergeordnete Abwärtstrendlinie auf den Platinkurs und schränkt die Erholungstendenzen auf der Oberseite ein. Wenn dieser Deckel gesprengt wird, dürfte sich eine deutliche Aufwärtsbewegung Bahn brechen.
Widerstände: 929 + 941 + 967
Unterstützungen: 885 + 868 + 845
Rückblick: Der Platinkurs befindet sich seit Ende Januar in einem Abwärtsstrudel und erreichte dabei im Mai den Ausgangspunkt der letzten Rally bei 868 USD. Allerdings gelang es den Bullen dort eine deutlichere Erholung zu starten, die den Wert an die übergeordnete Abwärtstrendlinie und damit über den Widerstand bei 900 USD führte. In den vergangenen Tagen scheiterten die Ausbruchsversuche der Käuferseite zwar an der Trendlinie. Dennoch haben sie bei Kursen über der Unterstützung bei 885 USD weiter die Chance, einen erfolgreichen Ausbruch zu vollziehen.

Charttechnischer Ausblick: Für die Bullen bleibt es ein hartes Stück Arbeit, die nahe Abwärtstrendlinie zu durchbrechen und damit die Erholung der letzten Tage fortzusetzen. Sollte es ihnen dennoch gelingen, könnte eine dynamische Aufwärtsbewegung bis 929 USD einsetzen. An dieser Hürde wäre mit einer Korrektur zu rechnen. Sollte sie ebenfalls überschritten werden, wäre ein weiteres Kaufsignal aktiv und ein Anstieg bis 967 USD die Folge.
Erst ein Abverkauf unter die Haltemarke bei 885 USD würde die Chance der Bullen auf eine baldige Trendwende minimieren. Nach einer Abwärtsbewegung bis 868 USD könnte es allerdings zu einer Bodenbildung und einem weiteren mehrtägigen Anstieg kommen. Abgaben unter die Marke dürften dagegen einen Einbruch bis 845 USD auslösen.

Der nächste Crash wird lang und böse!

In der gestrigen Handelseröffnung dürften einige Trader und Anleger kalt erwischt worden sein. Die Kurse im DAX kamen massiv unter Druck. Ist dies ein Muster, welches man hätte anschließend nutzen können?

In „Die Performance-Wahrheit schmeckt bitter“ haben wir einen Blick darauf geworfen, was an den Märkten performancetechnisch möglich ist. Mit einer gewissen Ernüchterung mussten wir feststellen, dass die Bäume auf Sicht eines Monats nicht in den Himmel wachsen. Natürlich stehen die Kurse quasi nie still und schwanken zum Teil auch recht deutlich. Am Ende aber kehrt man immer wieder zum Durchschnitt zurück. Im Grunde macht man drei Schritte nach vorne und zwei wieder zurück. Diesen Umstand können wir uns zunutze zu machen, um weitere Prognosen aufzustellen. So könnten wir uns aktuell fragen, wie groß das Crash-Risiko im Markt ist und was wir bei einem solchen zu erwarten haben. Und wie Sie gleich sehen werden, müssen sich Investoren beim nächsten Crash warm anziehen!

Lassen Sie uns diese Behauptung mit Fakten untermauern. Dazu werfen wir in Anlehnung an den Basisartikel „Die Performance-Wahrheit…“ einen Blick auf den Dow Jones und seine historische Performance (Abb. 1).

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Unschwer zu erkennen ist, dass der Dow historisch gesehen eine größere Wahrscheinlichkeit hat, in einem Monat anzusteigen, als zu fallen. Die Chance für einen positiven Monatsverlauf liegt bei 58,46 %. Dabei können wir in einem gewinnenden Monat, sofern wir zum Monatsbeginn jeweils 100.000 EUR in den Dow investieren, durchschnittlich 3.187 EUR bzw. 3,187 % gewinnen. Die Standardabweichung liegt bei 2.554 EUR bzw. bei 2,554 %. Ein ähnliches Ergebnis zeigt sich auch in den verlustigen Monaten, wobei die Schwankungsbreite etwas höher ist.

Diese Statistik stellt den langfristigen Durchschnitt für den US-Leitindex dar. Dabei dürfte klar sein, dass die Statistik in Bullenmärkten anders ausfällt, als in Bärenmärkten. Im Mittel aber - und das ist die Kernaussage unserer langfristigen Statistik - wird man zum Durchschnitt zurückkehren. Genau diese Argumentation nutzen wir, um einen Blick auf den nächsten Crash zu werfen. Wir wollen diesen preislich als auch zeitlich etwas näher eingrenzen.

Der aktuelle Bullenmarkt!

Zu diesem Zweck schauen wir uns im ersten Schritt mit der gleichen Logik wie bisher nur den aktuellen Bullenmarkt an. Wir starten unsere Analyse vor neun Jahren im Mai 2009. Ausgehend von diesem Startzeitpunkt ergibt sich die in Abbildung 2 zu sehende Statistik:

Chart erstellt in Tradesignal-Terminal

Wie sie unschwer erkennen können, hat sich die Statistik im Rahmen des Bullenmarktes ganz deutlich in den positiven Bereich verschoben. Die Wahrscheinlichkeit stieg von ca. 58 % auf knapp 67 % an. Zudem liegt der Profitfaktor, der das Verhältnis von Bruttogewinn zum Rohverlust abbildet, bei stolzen 2,24. Im historischen Maßstab lag diese Kennzahl bei lediglich 1,42 (siehe Abb. 1).

Die Dauer des nächsten Crashs

Diese Daten können wir nutzen, um zumindest ein mathematisches Modell aufzustellen, wie lange der nächste Bärenmarkt dauern müsste und welche Kursverluste mit diesem einhergehen sollten, um wieder zur langfristigen Statistik zurückzukehren. Beginnen wir damit, den nächsten Crash zeitlich abzuschätzen. Dazu nutzen wir unsere Wahrscheinlichkeitsstatistik. Im Grunde muss diese durch bärische Monatskerzen von 67 % auf 58 % fallen. Dazu sind derzeit 15 Monate notwendig, in denen die Kurse konsequent nachgeben müssen.

Wir könnten also behaupten, dass wir, sofern der Crash jetzt startet, 15 Monate konsequent fallen. Dann ist das Verhältnis von positiven zu negativen Monaten im langfristigen Maßstab wieder so, wie es der statistische Durchschnitt erwarten lässt. Kommt es zwischenzeitlich noch zu einigen positiven Monaten, würde sich die Dauer des Bärenmarktes entsprechend verlängern. 15 Monate sind also das derzeitige Mindestmaß für den nächsten großen Crash. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die Märkte oftmals in beide Richtungen übertreiben. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass man nicht genau auf den langfristigen Durchschnitt zurückfallen wird, sondern diesen eher nach unten unterbietet. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass die 15 Monate für den Fall gelten, dass wir jetzt sofort den nächsten Bärenmarkt starten. Wenn dieser erst zwei, drei, vier oder fünf Monate einsetzt, verlängert sich der Crash automatisch. Da könnte man ja fast hoffen, dass der Crash so schnell wie möglich kommt, damit man anschließend wieder lange Zeit Ruhe hat.

Wie heftig wird der Einbruch?

Die analoge Denkweise nutzen wir, um den nächsten Crash in seiner Größenordnung abzuschätzen. Die Arbeitshypothese ist einfach: langfristig werden wir auch beim Profitfaktor zum statistischen Durchschnitt zurückkehren. Im aktuellen Bullenmarkt liegt dieser mit 2,24 deutlich oberhalb des langfristigen Durchschnitts von 1,42. Um zu diesem Durchschnitt zurückzukehren, muss der Rohverlust (siehe Abb1 / Abb2) ansteigen. Auch hier unterstellen wir, der Crash beginnt sofort und läuft in einem Ritt vollständig durch. Mathematisch gehen wir also davon aus, der Bruttogewinn verändert sich in den nächsten Monaten nicht mehr, während die Rohverluste zunehmen (fallende Monate).

Die Kernfrage ist, wie weit diese zunehmen müssen, damit wir wieder auf den langfristigen Durchschnitt zurückfallen. Die Antwort ist schnell gefunden. Wir brauchen Verluste von ca. 52.562 EUR! Da wir jeden Monat jeweils 100.000 EUR investieren, entspricht dies einem Verlust von 52,56 %. Das ist die Größenordnung, die wir im Minimum vom nächsten Crash erwarten können - zumindest dann, wenn wir davon ausgehen, dass wir zum langfristigen Durchschnitt zurückkehren. Unterstellen wir auch hier, dass man eher selten genau auf den Durchschnitt zurückfällt, sondern um diesen herum schwankt, dürfte der Crash größer ausfallen. Zudem steigt unser Wert weiter an, umso länger der aktuelle Bullenmarkt derzeit noch anhält und umso eher es zwischenzeitlich auch im Rahmen des folgenden Bärenmarktes noch positive Handelsmonate beispielsweise in Form von Konsolidierungen oder Erholungen gibt.

Startet der nächste Crash im Dow jetzt, dann…

Der nächste Crash kommt bestimmt, die Frage ist nur wann und was wir dann von diesem erwarten können. Der Frage nach dem wann sind wir heute nicht nachgegangen. Was uns interessierte war die Frage, worauf wir uns im Falle eines Crashs preislich und zeitlich einstellen müssen. Unsere Prognose suggeriert dabei einen Werteverlust von etwas mehr als 50 % und eine Crashdauer von 15 Monaten für den Dow Jones. Diese Daten gelten unmittelbar und stellen tendenziell eine Minimalanforderung sowohl an die zeitliche als auch an die preisliche Komponente dar.

Annahme hinter dieser Prognose ist, dass der Markt zu seinen statistischen Mittelwerten zurückkehren wird – und das sofort und konsequent. Startet der Crash später und steigen die Kurse zunächst weiter an, wird es später umso heftiger zur Sache gehen.

Mit Blick auf den DAX stellt sich die Frage, ob man die hier gefundenen Aussagen übertragen kann. Da die Statistik im DAX in den letzten Jahren ähnlich zu der vom Dow Jones war, lassen sich die hier gefundenen Erkenntnisse wahrscheinlich auch auf unseren Leitindex übertragen. Wir sollten uns also nicht wundern, wenn der DAX in einigen Monaten wieder bei 6.500 oder 6.400 Punkten steht. Das wäre ein Rückschlag auf das Kursniveau von 2012 – und das auch nur, wenn es sofort losgeht und der Crash konsequent durchläuft. Ich hoffe, Investoren sind vorbereitet.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW22

S&P500 - Kaufwelle gestartet

Nach dem bärischen Fehlsignal könnte es im S&P zu einer neuen Rally kommen. Wo liegen potentielle Ziele und Herausforderungen?

Einen spannenden Eindruck macht aktuell der S&P500-Index, nachdem am Dienstag mit dem Rückfall unter 2.701 Punkte per Tagesschluss ein kleines Verkaufssignal generiert und welches im gestrigen Handel sofort gekontert wurde. Der Index hat damit nicht nur ein Fehlsignal auf der Verkäuferseite produziert, sondern gleichzeitig auch den vorangegangenen Ausbruch aus dem großen Dreieck der letzten Monate mit einem ersten Pullback bestätigt. Dies könnte in den nächsten Tagen zu weiteren Kursgewinnen in Richtung 2.789/800 Punkten führen. Dort sieht man sich den nächsten Herausforderungen gegenüber und wenn auch diese gemeistert werden, dürften neue Jahreshochs folgen.

Mit Blick auf dieses bullische Szenario muss klar sein, dass die Kurse selbst im Rahmen kleinerer Konsolidierungen und Korrekturen nicht mehr unter 2.676 Punkte zurückfallen dürfen. Die Annahme einer bereits gestarteten, neuen Kaufwelle ist damit nicht mehr aufrechtzuerhalten. Im besten Fall müssten die Käufer noch einmal neu ansetzen, im bärischen Fall aber drohen Abgaben zur unteren Dreiecksbegrenzung und tiefer.

DEUTSCHE BANK – Eine Woche zum Vergessen

Die Deutsche Bank setzt ihre schwache Performance der letzten Wochen und Monate auch in dieser Woche fort.

Wieder einmal steht die Aktie der Deutschen Bank im Fokus der Anleger und der Berichterstattung. Und wie so oft in den letzten Jahren gibt es dabei keine positiven Schlagzeilen, sondern negative. Gestern hieß es, dass die Bank in den USA als Problembank eingestuft worden sei. Eine offizielle Stellungnahme dazu wird es aber nicht geben. Denn eine solch negative Stellungnahme von offizieller Seite könnte vorhandene Probleme deutlich verstärken.

Nach einem jahrelangen Abverkauf fiel die Aktie der Deutschen Bank im September 2016 auf ein Tief bei 8,83 EUR zurück. Damit notierte sie unter den Tiefpunkten aus den 1990er Jahren. Anschließend gelangen zwar eine Bodenbildung und eine Rally auf 17,82 EUR, aber Mitte März 2018 fiel die Deutsche Bank wieder unter den Buy-Trigger bei 12,35 EUR zurück und brach damit den Boden auf. Nach einem Zwischentief bei 10,998 EUR kam es zwar zu einer Erholung, aber bereits seit der vorletzten Woche steht die Bankaktie wieder unter Druck, wobei er in dieser Woche noch einmal zugenommen hat. Alleine in dieser Woche verlor die Aktie in der Spitze fast 12,7 % Damit nähert sie sich dem Tief aus dem September 2016 deutlich an.

Das einzige, was im Chartbild der Deutschen Bank etwas Hoffnung macht, ist der Unterstützungsbereich bei 8,83 EUR. Aber bei dem aktuellen Abwärtsdruck dürfte diese Marke zumindest temporär unterboten werden. Falls es zu einem signifikanten Bruch dieser Marke käme, würde ein weiterer Kursrutsch drohen. Nach unten wäre dann viel möglich, weil einfach keine Unterstützungen mehr vorhanden sind. Sogar Kurse um tiefen 5 EUR Bereich wäre nicht ausgeschlossen.

Sollte die Unterstützung bei 8,83 EUR aber zumindest temporär halten, wären Gewinne gen 10,998 EUR möglich. Eine Prognose, ob die Marke hält oder nicht, lässt sich aktuell kaum abgeben.

DIALOG SEMICONDUCTOR mit weiterem Kurseinbruch!

Erneut treiben Ängste um den Großkunden Apple Anleger in Dialog Semiconductor um. Man hat Angst vor Umsatzeinbußen.

Erneut werden Anleger in Dialog Semiconductor mit dem Thema konfrontiert, dass das Unternehmen hauptsächlich von Apple als Großkunden abhängt und diesbezüglich Ängste bestehen, dass Apple eigene Wege gehen könnte, die zu starken Umsatzeinbußen bei Dialog führen könnten. Diese Angst lässt die Kurse heute ca. 15 % ins Minus rauschen. Optimisten könnten nun vermuten, dass die Aktie nach Kursverlusten von weit über 50 % in den letzten Monaten doch nun endlich ihren Boden finden sollte, oder?

Spätestens beim Blick auf den Monatschart muss jedoch klarwerden, dass nach unten noch extrem viel Spielraum besteht. Aktuell bewegt man sich lediglich in der Preiszone aus den Jahren 2011-2013. In dieser Handelszone liegt um 14,50 EUR ein erster Konsolidierungsbereich. Dieser könnte als aktuelles Ziel der neuen Verkaufswelle herhalten. Mittel-und langfristig könnte es sogar bis in den Unterstützungsbereich bei 9,81-8,43 EUR gehen. Es ist also noch genug Platz nach unten vorhanden und von einer kurstechnisch einmaligen Extremsituation kann ebenfalls nicht gesprochen werden. Was die Bullen vielmehr brauchen, ist eine momentan noch nicht einmal in Ansätzen erkennbare Bodenbildung.

Palladium: Ein neuer Anlauf

In dieser Woche versucht Palladium über eine kurzfristige Abwärtstrendlinie auszubrechen, die gleichzeitig die obere Triggerlinie einer Dreiecksformation darstellt. Ein Ausbruch könnte einen neuen Aufwärtstrend zur Folge haben.
Widerstände: 1.000 + 1.015 + 1.028 
Unterstützungen: 963 + 930 + 908
Rückblick: Bis April wurde Palladium in einer steilen Korrektur an die Unterstützung bei 908 USD gedrückt, ehe es von dort zu einer Erholung bis an die Hürde bei 1.052 USD kam. Hier setzte eine weitere Abwärtsbewegung ein, die von den Bullen an der 939 USD-Marke gestoppt wurde. Seit Anfang Mai arbeitete sich der Wert über die Barrieren bei 963 und 982 USD zurück. Gleichzeitig bildete sich eine symmetrische Dreiecksformation aus, die für eine baldige Richtungsentscheidung spricht. Deren Oberseite wird in dieser Woche angegriffen.

Charttechnischer Ausblick: Gelingt es den Bullen, die obere Begrenzungslinie der Formation, die zugleich die kurzfristige Abwärtstrendlinie seit dem Erholungshoch vom April darstellt, nach oben zu durchbrechen, wäre ein kurzfristiges Kaufsignal aktiv. Ein Anstieg bis 1.015 und 1.028 USD wäre die Folge. Hier dürfte man sich auf eine deutliche Gegenbewegung einstellen, ehe der Wert bei einem Ausbruch über 1.028 USD bis 1.052 USD klettern dürfte.

Wird das Dreieck dagegen mit dem Unterschreiten der Unterstützung bei 963 USD nach unten verlassen, wäre die Erholungsphase beendet und ein Abverkauf bis 939 USD wahrscheinlich. Hier hätten die Bullen wieder die Chance, einen neuen Anstieg zu starten. Darunter käme es jedoch zu Verlusten bis 908 USD.

Massiver Kurseinbruch in der DAX-Eröffnung - Ein handelbares Muster?

In der gestrigen Handelseröffnung dürften einige Trader und Anleger kalt erwischt worden sein. Die Kurse im DAX kamen massiv unter Druck. Ist dies ein Muster, welches man hätte anschließend nutzen können?

Am gestrigen Tag kam es im Deutschen Aktienindex in der ersten Handelsstunde zu einem sehr starken Kurseinbruch. Die Kurse fielen von ca. 13.150 Punkten geradlinig bis auf 13.000 Punkte zurück. Ich möchte dieses markante Ereignis zum Anlass nehmen, um mit Ihnen einen Blick auf die Chancen einer erfolgreichen Kursprognose zu werfen. Immerhin handelt es sich bei der gestrigen Verkaufswelle um ein sehr auffälliges Ereignis und jeder Trader dürfte sich die Frage stellen, wie man im weiteren Verlauf von diesem profitieren kann. Genau solche Muster sind schließlich die Existenzberechtigung der Charttechnik. Dieser nach gibt es Abläufe, die bspw. psychologisch bedingt sind und sich im Zeitablauf wiederholen. Wer diese Muster kennt, kann davon profitieren, so die zunächst schlüssige Argumentation.
Also lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf das gestrige Kursmuster werfen und die Frage stellen: können wir das Muster erfolgreich nutzen? Das Chartmuster lässt sich beschreiben als ein starker Kurseinbruch relativ kurz nach der Handelseröffnung im DAX. Auf der Suche nach einer Antwort habe ich mir den 5-Minutenchart der letzten sechs Monate angeschaut und visuell Tage gesucht, an denen es relativ früh im Handel zu starken Kursabschlägen gekommen ist. Gefunden habe ich zehn ähnliche Handelstage, von denen ich hier exemplarisch nur einige zeigen möchte:

Alle Vergleichstage finden Sie auf meinem Guidants-Desktop. Laden Sie sich diese herunter und werfen Sie selbst einen Blick darauf, um die folgenden Aussagen besser nachvollziehen zu können. Aber Vorsicht, es könnte unangenehm werden!

Gemeinsamkeiten suchen!

Nachdem ich die passenden Handelstage definiert hatte, suchte ich das, was jeder Charttechniker sucht: Gemeinsamkeiten, aus denen sich eine statistisch fundierte Prognose ableiten lässt. Der Ansporn war groß, schließlich liest und hört man immer wieder, dass nach diesem oder jenem Ereignis logischerweise nur diese oder jene Reaktion folgen kann. Gerade rückwirkend lässt sich alles sauber, logisch und nachvollziehbar begründen und erklären. Dies nützt dem Trader jedoch wenig, wenn sich daraus keine zukünftig nutzbaren Prognosemöglichkeiten ableiten lassen. Zu wissen, warum die Kurse gestern fielen, bringt uns nicht weiter, wenn wir nicht davon ausgehen können, dass sich dieses Ereignis auch in Zukunft wiederholen wird.

Und jetzt wird es tatsächlich unangenehm. Ohne Zweifel war der gestrige Kurseinbruch sehr markant und es lassen sich schnell ein paar logische Schlussfolgerungen ziehen. Da wäre zum Beispiel die Argumentation, dass nach einem solchen Abwärtstrend am Ende keine Verkäufe mehr da sind, so dass es nur zu einer spürbaren Gegenbewegung (Erholung) kommen kann. Genauso logisch wäre jedoch auch die Argumentation, dass nach massiven Kursverlusten die Angst umgeht und sich am Ende kein Käufer aus der Deckung traut. Dies führt vielleicht zu einer Stabilisierung des Kurses, größere Gegenbewegungen bleiben jedoch aus. Genau diese Begründung könnte man übrigens für den gestrigen Handelstag ansetzen.

Ungünstiger Weise stehen sich beide Begründungen konträr gegenüber. Während die erste dazu auffordert, nach kleinen Böden zu suchen, um Longpositionen zu eröffnen, wird bei der zweiten eher weiter nach bärischen Setups gesucht, mit denen man jedoch nicht auf einen Trend, sondern auf nur kurzes Swings spekuliert. Aufgrund des fehlenden Potenzials auf der Longseite wird diese entweder gemieden oder ebenfalls nur mit sehr kleinen Zielen gehandelt.

Jeder von uns bildet sich seine Meinung und nur allzu gerne sind wir gewillt, diese zu verallgemeinern und als eine Art Gesetzmäßigkeit zu betrachten. Sofern man dann jedoch eine Statistik aufstellt, sind Überraschungen meist vorprogrammiert. Ungünstigerweise trifft es dabei oft nicht nur eine Seite der Argumentation. Ich habe bezüglich unseres Musters diverse Zählungen vollzogen und oftmals ließen sich nur Wahrscheinlichkeiten um 50 % für das eine oder andere Szenario finden. Werfen Sie einfach einen Blick auf die Datenbasis und versuchen Sie Ähnlichkeiten zu finden, die sich auch statistisch belegen lassen und aus denen sie einen Vorteil ziehen können. So einfach wird es nicht werden. Hierzu ein Beispiel.

Long nach dem Ausverkauf!

Der Argumentation folgend, dass sich nach einem solchen Kurseinbruch das Verkaufsinteresse erschöpft haben sollte und im Anschluss eine spürbare Gegenbewegung stattfindet, testete ich ein kleines Handelssystem. Bei diesem wurde über dem Hoch der vorangegangenen 5-Minutenkerze eine Longposition eröffnet, sofern dieses überschritten wurde. Als Absicherung diente ein Stopploss am jeweiligen Kerzentief, wobei diese Stopploss mit jeder neuen Kerze nachgezogen wurde. Parallel dazu wurde mit einem Kursziel gearbeitet. Ausgehend vom Einstandskurs wurde untersucht, ob es sich lohnt nach X Punkten einen Gewinn mitzunehmen. Die Höhe des Gewinns habe ich als Variable laufen lassen. Anbei sehen Sie die Auswertung dieses einfachen Ansatzes:

Quelle: Tradesignal-Terminal

Wie diese Statistik zeigt, ist der Ansatz nicht profitabel. Es ist egal ob Sie dabei dein Kursziel von 5, 8, 10 oder 14 Punkte nehmen. Erst mit höheren Zielen schafft es die Strategie kurzzeitig in den Gewinn. Gemessen an den Risiken ist es jedoch nicht ratsam, diesen Ansatz handeln zu wollen. Die Statistik ist weit von dem entfernt, was Trader als erfolgreich bezeichnen würden. Selbst im besten Fall können wir bei 65 Trades in Summe nicht einmal zehn Punkte Gewinn erzielen. Absolut unhandelbar!

Ich gebe auf – vorerst!

Nach weit mehr als drei Stunden des Testens und Überlegens hatte ich keine Lust mehr, nach spannenden Setups in diesem Umfeld zu suchen. Ideen die ich aufgriff, entpuppten sich alle als wenig sinnvoll und ohne klaren Vorteil.

Ein vorläufiges Fazit!

Lassen Sie uns zum Schluss noch ein kleines Fazit ziehen. Trader wie Anleger und Analysten sind schnell, wenn es darum geht, Bewegungen im Nachhinein zu erklären. Heute war der schwache Euro oder das starke Gold schuld, morgen sind es die schlechten Wirtschaftsnachrichten oder die guten Quartalszahlen. Selbst wenn diese Begründungen zutreffen, stellt sich die Frage, inwieweit diese auch zukünftig genutzt werden können. Schließlich müssen wir Bewegungen vor dem Eintreten erkennen, um davon profitieren zu können. Genau dieser Suche verschreiben sich viele Trader. Begibt man sich einmal auf diesen Pfad, stellt man jedoch schnell fest, dass sich statistische Vorteile so einfach nicht finden lassen. So unangenehm diese Erkenntnis auch sein mag, so wichtig ist es für den erfolgreichen Trader, diese Tatsache nicht zu ignorieren. Schließlich wollen sie nicht durch Glück, sondern durch reproduzierbares Vorgehen Gewinne erzielen und dafür brauchen sie eine entsprechende Basis. Ich fordere Sie auf, grundsätzlich kritisch zu bleiben und Setups und Co. zu hinterfragen. Noch unangenehmer als zu erkennen, dass die eigene Strategie nicht profitabel ist, wäre es, auf dem Weg zu dieser Erkenntnis Ihr Konto zu ruinieren.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW21

DAX – Notwendige Korrektur

Der Index geriet in der zweiten Wochenhälfte deutlich unter Druck – diese technische Korrektur war überfällig.

Das deutsche Börsenbarometer stieg zu Wochenbeginn bis auf 13.200 Punkte, der RSI-Indikator stieg gleichzeitig in die „Überkauft“-Zone. Die anschließende Korrektur verlief relativ impulsiv, fand aber gestern Im Bereich um 12.850 Punkte Unterstützung.
Der Xetra-Dax unterschritt kurzzeitig den Supertrend im Tageschart, konnte dieses Level allerdings auf Tagesschlusskursbasis verteidigen.
So lange der Index nun nicht wieder direkt unter 12.850 Punkte (Tagesschluss) zurückfällt, stehen die Chancen für eine Fortsetzung auf der Oberseite in den Bereich 13.100 bis 13.300 Punkte nicht schlecht aus charttechnischer Sicht.
Unterhalb von 12.850 Punkten müsste mit Anschlussverkäufen in Richtung 12.600 Punkte gerechnet werden, potenziell deutlich tiefer.

ADIDAS - Chance oder Risiko

Der Startschuss für eine neue Rally in Adidas ist eigentlich schon gefallen. Haben die Käufer den Knall nicht gehört?

Das schwache Marktumfeld macht derzeit auch den Anlegern in Adidas zu schaffen. Dabei hätte es so schön werden können. Nach der starken Kaufwelle von Mitte März bis Mitte April kam es zu einer spürbaren Korrektur. Diese führte den Kurs zurück auf das Ausbruchsniveau bei ca. 190 EUR. Eine gute Ausgangsbasis, um die Rally wiederaufzunehmen, aber genau hier beginnt der Motor zu stottern. Der Startschuss von letzter Woche konnte bisher nicht überzeugend aufgegriffen werden. Müssen Anleger umdenken?

Noch würde ich diese Frage mit einem „Nein“ beantworten. Die Rallychance besteht auch weiterhin und bärische Umkehrformationen sind noch nicht zu erkennen. Unter 186,80 EUR sollten die Kurse aber nicht mehr per Tagesschluss zurückfallen, da dies die Risiken ansteigen lässt. Im ungünstigsten Fall kommt es im Anschluss zu Abgaben auf 170-163 EUR.

Wie jedoch bereits geschrieben, ist es noch nicht so weit. Läuft alles nach Plan, werden die Bullen den Support um 190 EUR nutzen, um die seit Mitte April laufende Korrektur zu beenden. Gelingt dies, sind zunächst Gewinne auf 200/202 EUR möglich. Mittelfristig sollte natürlich das Allzeithochs bei 215,50 EUR anvisiert werden.

BOEING hebt ab!

In Boeing besteht die Chance auf ein neues Jahreshoch. Die Aktie könnte zu einem neuen Höhenflug ansetzen und die Konsolidierung der letzten Monate verlassen.

Während der breite US-Markt Schwierigkeiten hat, in Richtung seiner Jahreshochs zu laufen, präsentiert sich die Boeing-Aktie etwas bullischer. In dieser konnten zuletzt die internen Widerstände bis hin zu 351,62 USD nach oben überwunden werden. Dieses erste Ausbruchssignal wird aktuell durch einen Pullback von oben getestet. Gleichzeitig scheiterten die Käufer aber auch am Widerstandsbereich von 361,45-371,60 USD. Den kurzfristigen Aufwärtstrend gefährdet dies jedoch noch nicht.

Die Käufer in Boeing sollten oberhalb von ca. 345 USD im Vorteil sein. Im besten Fall hat die kleine Korrektur dieser Woche ihr Tief mit 351,62 USD sogar schon gesehen und man kann in den nächsten Tagen den Widerstandsbereich bis hin zu 371,60 USD unter Druck setzen. Im Anschluss daran locken Kursgewinne bis hin zu 400 USD und darüber hinaus. Sollte es im Gegenzug zu einem nachhaltigen Rückfall unter den Unterstützungsbereich von 345 USD kommen, ist Vorsicht geboten. Es besteht die Gefahr, dass der aktuelle Rallyversuch gescheitert ist und die Kurse im Gegenzug wieder in Richtung der zentralen Unterstützung beginnen ab 319 USD zurückfallen.

Silber: Grundlagen für Anstieg geschaffen

In den vergangenen Tagen konnte sich der Silberpreis peu à peu vom Tief von Anfang Mai lösen. Aktuell greifen die Bullen einen markanten Widerstand an. Für einen echten Befreiungsschlag bräuchte es jetzt eine raumgreifende Aufwärtsbewegung.
Widerstände: 16,96 + 17,23 + 17,75 
Unterstützungen: 16,26 + 16,01 + 15,59 
Rückblick: In den vergangenen Monaten konsolidierte der Silberpreis den Abverkauf von Ende Januar oberhalb der wichtigen Unterstützung bei 16,01 USD und verhinderte damit weitere Verkaufssignale. Nach der erneuten Verteidigung der 16,01 USD-Marke bildete sich ab Anfang Mai eine Dreiecksformation über der Haltemarke aus, deren obere Begrenzungslinie in dieser Woche überschritten wurde. Zugleich stieg das Edelmetall auch über den Widerstand bei 16,60 USD an und generierte damit ein kurzfristiges Kaufsignal.

Charttechnischer Ausblick: Der Weg nach Norden ist steinig und von etlichen markanten Widerständen gesäumt. Dennoch haben die Bullen bei Silber erneut die Voraussetzungen für einen Anstieg über den Zwischenwiderstand bei 16,84 USD und in Richtung der zentralen Barriere bei 16,96 USD geschaffen. Doch erst bei Kursen über dieser Marke könnte man von einer nachhaltigen Trendwende und einem neuen Aufwärtstrend mit Zielrichtung 17,23 und 17,75 USD sprechen.
Sollte der Wert dagegen zuvor unter 16,40 USD fallen, wäre der Anstieg wieder unterbrochen und eine Korrektur bis 16,26 USD die Folge. Darunter dürfte die Supportmarke bei 16,01 USD getestet werden, ehe die Bullen dort einen weiteren Angriff starten sollten.

Mit Methodik zum Sieg - Eine erfolgreiche DAX-Handelsstrategie!

Wer an den Märkten ohne Strategie oder mit der falschen Strategie arbeitet, hat bereits verloren. Werfen Sie einen Blick auf einen vielversprechenden Ansatz, dessen Grundprinzip nicht nur im DAX angewendet werden kann.

Wer an den Märkten bestehen will, braucht eine Strategie. Diese soll dem Trader nicht nur einen kleinen Vorteil liefern, sondern sorgt mit ihren Regeln auch dafür, Disziplin zu wahren. Natürlich steht dem Trader immer noch frei, seine eigenen Regeln zu brechen. Wer jedoch noch nicht einmal Regeln aufstellt, ist dem Hin und Her an der Börse „schutzlos“ ausgeliefert und das kann bekanntlich sehr teuer werden.

Lassen Sie uns deshalb einen kleinen Blick auf eine meiner Tradingsansätze werfen. Dieser findet meinerseits im Intraday-Trading des Deutschen Aktienindex Anwendung, kann jedoch auch auf andere Märkte und Zeitrahmen übertragen werden. Hierbei müssen natürlich eventuelle Anpassungen vorgenommen werden.

Bevor wir uns den konkreten Regeln zuwenden, ist es wichtig, die grundlegende Funktionsweise der Strategie zu kennen. Diese nutzt im Grunde die Tatsache aus, dass sich Kurse bewegen und extrem selten auf der Stelle treten. Zudem ist statistisch nachgewiesen, dass der Deutsche Aktienindex vor allen Dingen in den ersten Handelstunden große Schwankungen hat und die Volatilität im Laufe des Vormittags abnimmt. Dies dürfte daran liegen, dass viele institutionelle Marktteilnehmer ihre Orders in dieser Zeit abwickeln und zum Mittag hin Ruhe eingekehrt. Dass dies nicht immer der Fall ist, dürfte klar sein. Dazu muss man sich nur die Entwicklung in den letzten Handelstagen anschauen. Trotzdem hat die Aussage grundlegend bestand und einen platziert ausgeführt Vorteil.

Diesen Vorteil wollen wir uns zunutze machen, wobei sich praktisch ein Problem ergibt: wir wissen nicht, ob im Markt Kauf- oder Verkaufsorders vorliegen. Aus diesem Grund lassen wir einfach den Markt entscheiden. Dazu verwenden wir eine bullische als auch eine bärische Triggermarke und lassen uns vom Markt in die Richtung einstoppen, in die sich der Kurs bewegt. Von hier an lassen wir uns so lange treiben, bis wir unsere Tagesziele erreicht haben oder andere Gründe vorliegen, das Trading zu beenden. Stellen Sie sich die Kursbewegungen als den Wellengang auf hoher See vor, auf dem Sie sich mit ihrem kleinen Boot treiben lassen. Geht ist die Welle rauf, sind wir long, geht sie runter, sind wir short.

Als Triggermarke kann in diesem Zusammenhang beispielsweise die erste 5-Minutenkerze um 9:00 Uhr genutzt werden. Über dem Hoch dieser Kerze platzieren wir eine Stopp-Buy-Order und unter dem Tief eine entsprechende Stopp-Sell-Order. Bricht der Kurs nach oben aus, sind wir long. Die jeweiligen Kerzentiefs bilden im Anschluss unseren Stopploss bzw. den Punkt, an dem wir die Position von Long auf Short drehen. Werfen Sie dazu einen Blick auf die folgende Grafik:

Quelle: Tradesignal-Terminal

In dieser Abbildung sehen Sie eine gute Eröffnungsphase. Nachdem die erste 5-Minutenkerze beendet ist, platzieren wir oberhalb dessen eine Stopp-Buy-Order (1) und darunter eine entsprechende Stopp-Sell-Order (2). Im Anschluss daran lassen wir den Markt entscheiden ob er oben oder unten ausbricht. In unserem Fall wird der bullische Trigger ausgelöst und wir sind Long. Solange die aktuelle 5-Minutenkerze läuft, bleibt unser Stopploss am Tief der vorangegangenen Kerze. Sofern die aktuelle Kerze zu Ende ist, können wir den Stopploss auf das Tief dieser Kerze nachziehen (3). Dort wird im Beispiel nicht nur die bestehende Longposition geschlossen, sondern wir gehen zudem Short. Über dem Hoch der vorangegangenen Kerze liegt jetzt die entsprechende Stopploss-Absicherung, sowie die Order zum erneuten Wechsel der Position (4). Unschwer zu erkennen ist, dass diese Order kurze Zeit später ausgelöst wird. Von hier an läuft eine schöne Kaufwelle, mit der im Falle eines Trailingstopps auf den Kerzentiefs die Position bei (5) geschlossen wird. In Summe bleibt dem Trader aus dem Eröffnungsspiel ein Gewinn und er kann den Handelstag beenden.

Von der Theorie in die Praxis

Ich hoffe die grundlegende Systematik in diesem Ansatz ist klargeworden. Im Grunde sind zwei Dinge wichtig:

  1. Ziel dieses Tradingsansatzes ist es, Volatilität/Dynamik auszunutzen wofür wir uns
  2. vom Markt treiben lassen.

Dieser Ansatz ist absolut rudimentär und traden wir diesen systematisch in der Zeit von 9 bis 12:00 Uhr, würden wir die in der folgenden Abbildung sichtbare Performance erzielen.

Quelle: Tradesignal-Terminal

Ich denke, diese reißt keinen Trader vom Hocker, immerhin wären wir nach einem halben Jahr im Minus. Glücklicherweise aber haben wir einige Stellschrauben: die Zeit und Profitziele. Zudem ist an dieser Stelle ein weiterer Punkt wichtig. Ziel der Strategie ist es nicht, ein vollautomatisch handelbares System zu kreieren. Stattdessen möchte ich lediglich einen kleinen Vorteil im Markt erhaschen, den ich mit ausreichend Erfahrung, Übung und Risiko- und Moneymanagement weiter ausbauen kann. Dabei achte ich auch nicht auf eine hohe Trefferquote oder ähnliches. Wichtig wäre mir nur, so viele Handelstage wie möglich mit einem Gewinn zu schließen.

Ran an die Optimierung

Aus programmtechnischen Gründen muss ich im nächsten Schritt zwischen der Longseite und Shortseite differenzieren, wobei ich an dieser Stelle nur die Longseite vorstelle. Im Rahmen dieser fügen wir nun ein Kursziel ein. Setzen wir dieses mit 10 Punkten an, ergibt sich die in der folgenden Grafik zu sehende Statistik. Unschwer zu erkennen ist, dass die Taktik profitabel geworden ist.

Quelle: Tradesignal-Terminal

An dieser Stelle können wir noch verschiedenste Variationen von Handelszeit und Kurszielen durchspielen. Vorstellen möchte ich eine Variante, die eine interessante Tradingchance darstellt. In diesem Fall bleiben wir bei zehn Punkten Ziel, handeln den Ansatz jedoch nur von 9 bis 10:00 Uhr. Wie in Abbildung 4 unschwer zu erkennen ist, kann nahezu jede Kennzahl inklusive der Performancekurve verbessert werden.

Quelle: Tradesignal-Terminal

Zusammenfassung

Der hier vorgestellte Training Ansatz hat zum Ziel, dem Intraday-Trader eine fundierte Grundlage für den aktiven Handel des Deutschen Aktienindex zu liefern. Der Ansatz ist nicht als vollautomatisches System gedacht, sondern soll dem diskretionären Trader einen statistisch belegten Rahmen geben. Innerhalb dessen kann durch eigene Erfahrungswerte variabel agiert werden, um die Performance weiter nach oben zu treiben. Zum Einsatz kommen keine exotischen Ideen, Indikatoren oder sonstiges. Stattdessen konzentriert man sich auf einen Aspekt, der sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft Bestand haben dürfte: die Kurse bewegen sich.

Natürlich ist dieser Ansatz nicht gänzlich frei von Fehlern und Problemen. Dazu brauch man sich nur die Kursentwicklung der letzten Handelstage anschauen. Hier kam es in der Eröffnungsphase zu keinen sauberen Bewegungen. Genau diese Tage lassen sich jedoch mit ein wenig Erfahrung herausfiltern oder zumindest abmildern. Denken Sie bitte daran, dass nicht Perfektion, sondern eine solide Handelsbasis das Ziel ist.

Eine Frage die mir mit Blick auf die Strategie immer wieder gestellt wird, ist die, ob der Ansatz auch auf andere Märkte übertragen werden kann. Natürlich obliegt es dem Trader selbst, dies auszuprobieren und die wahrscheinlich notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Ungeachtet dessen aber kann der Ansatz auch in anderen Märkten äußerst interessant werden. So könnte man ihn beispielsweise auch auf den Aktienhandel im mittelfristigen Rahmen übertragen. Dazu könnte man beispielsweise die erste Quartals-Wochenkerze als Triggerkerze definieren und anschließend entsprechende Positionen nach dem hier skizzierten Schema aufbauen. Schließlich stehen auch Aktien nicht still. Klar muss jedoch sein, dass es nicht ratsam ist, die hier ermittelte Statistik blind auf andere Märkte und Zeitrahmen zu übertragen.

Viel Erfolg
Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW20

SDAX auf Allzeithoch - So geht das, lieber DAX!

Während der DAX noch deutlich Luft bis zu seinem Allzeithoch hat, können Anleger in den Nebenwerten bereits die Sektkorken knallen lassen.

Der Deutsche Aktienindex ist hierzulande unangefochten die Nummer eins der Börsenbarometer. Dabei zeigen diverse Studien, dass es sich lohnt, einen Blick auf die Nebenwerte zu werfen. Das neue Allzeithoch im SDax, welches mit dem heutigen Handel erreicht wurde, könnte keine bessere Werbung für diese Aussage sein. Der Dax ist von einem solchen schließlich immer noch mehr als 3,50 % entfernt und müsste ordentlich Gas geben, um den Vorsprung der Nebenwerte aufzuholen.

Mit Blick auf die nächsten Wochen sollten die Bullen im SDax im Vorteil sein. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass wir in dieser Zeit eine Topbildung und anschließend fallende Notierungen sehen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine solche Entwicklung aber noch nicht zu favorisieren. Kurzfristige Rücksetzer oberhalb von 12.470 Punkten stellen nur eine kleine Korrektur im Aufwärtstrend dar. Unterhalb dieser Unterstützung liegt im Bereich von 12.365 Punkten ein weiterer Support. Im Idealfall bleibt der SDax oberhalb dieser oder nutzt einen der beiden Supports, um eine Korrektur aufzufangen und anschließend den Aufwärtstrend weiter in Richtung 12.800 und 13.000 Punkte fortzusetzen.

Mit etwas kritischeren Augen wäre der Index zu betrachten, sollte es zu einem nachhaltigen Rückfall unter 12.365 Punkte kommen. Der SDax könnte im Anschluss den mittelfristigen Supportbereich um 12.100 Punkte testen. Spätestens hier müssten die Käufer wieder Druck machen, wollen sie größere Schwierigkeiten vermeiden. Gelingt auch dies nicht wäre ein Rutsch in Richtung Jahrestief bzw. Unterstützung bei 11.673 Punkten einzuplanen.

ROCKET INTERNET – Neuer Schwung nach IPO-Ankündigung?

Rocket Internet konsolidiert seit einigen Wochen auf hohem Niveau seitwärts. Wann könnte eine neue Trendbewegung starten?

Der Möbelausstatter Home24 plant den Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse und erwartet einen Emissionserlös von 150 bis 200 Mio. Euro. Die Einnahmen aus dem IPO sollen primär für das weitere Wachstum genutzt werden. Keiner der bisherigen Aktionäre wird im Rahmen des Börsengangs Anteile veräußern. Rocket Internet hält aktuell 41 % an Home24.

Rocket Internet fiel Ende März 2017 auf ein Allzeittief bei 15,12 EUR zurück. Seitdem zieht die Aktie an. In der letzten Märzwoche 2018 erreichte sie ein Hoch bei 26,34 EUR. Der Wert näherte sich damit dem Abwärtstrend seit dem Allzeithoch aus dem November 2014 deutlich an, erreichte ihn aber nicht ganz. Seitdem konsolidiert er in einem symmetrischen Dreieck, wobei die Begrenzungen aktuell bei ca. 25,71 und bei 23,32 EUR an.

Gelingt Rocket Internet ein Ausbruch aus dem kleinen Dreieck nach oben, bestünde eine gute Chance auf einen Anstieg in Richtung 30 EUR und damit auch auf einen Ausbruch über den langfristigen Abwärtstrend. Sollte die Aktie allerdings das Dreieck nach unten verlassen, müsste mit Abgaben in Richtung 20,00-19,50 EUR gerechnet werden, was zu einem Test des Aufwärtstrends seit März 2017 führen könnte.

DEUTSCHE BÖRSE – Neue Longchance nach Rücksetzer?

Das Gap nach dem Dividendenabschlag wird in vielen Fällen wenige Tage danach wieder geschlossen. Könnte dies in der Deutschen Börse auch der Fall sein?

Gestern gab es in der Deutschen Börse den Dividendenabschlag. Er betrug 2,45 EUR je Aktie. Heute meldet sich Berenberg zu Wort. Diese Bank stuft die Deutsche Börse von Hold auf Sell ab und senkt das Kursziel von 115 EUR auf 109 EUR.

Die Aktie der Deutschen Börse befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Sie gehört in diesem Jahr zu den starken Werten im DAX. Aktuell legt sie seit Jahresbeginn 17,20 % zu und befindet sich damit auf Platz 2 der Gewinnerliste. Am 07. Mai 2018 markierte sie ein Mehrjahreshoch bei 117,25 EUR. Danach lief der Wert einige Tage seitwärts und scheiterte vorgestern am Widerstand bei 117,25 EUR. Der gestrige Dividendenabschlag führte die Deutsche Börse auf ihren Aufwärtstrend seit November 2017. An diesem Trend, der heute bei ca. 113,05 EUR verläuft, fing sich der Wert wieder. Heute dürfte die Aktie aber etwas schwächer eröffnen. Vorbörslich notiert sie mit ca. 1,3 % im negativen Bereich. Neben diesem Aufwärtstrend ist der Unterstützungsbereich um den EMA 50 bei aktuell 111,67 EUR noch zu beachten.

Im Idealfall dreht die Deutsche Börse heute nach einer schwächeren Eröffnung zügig nach oben und schließt in den nächsten Tagen das gestrige Dividendengap. Dann wäre sogar ein Angriff auf den Widerstand bei 117,25 EUR möglich. Sollte die Aktie aber unter ihren EMA 50 abfallen, müsste mit Abgaben in Richtung 103,64-104,00 EUR und damit auf den Aufwärtstrend seit November 2016 gerechnet werden.

Silber: Gelingt der Turnaround?

Der Silberpreis konsolidiert aktuell die jüngste Verkaufswelle im Bereich der Unterstützung bei 16,26 USD. Wird die sich abzeichnende Dreiecksformation nach oben verlassen, könnte den Bullen sogar eine deutliche Erholung gelingen.
Widerstände: 16,60 + 16,96 + 17,23 
Unterstützungen: 16,26 + 16,01 + 15,59 

Rückblick: Seit dem Ende einer steilen Kaufwelle Ende Januar fiel der Silberpreis an die Unterstützungszone um 16,26 USD zurück. Die Marke wurde zwar regelmäßig unterschritten, doch kurz vor der Haltemarke bei 16,01 USD kamen in den vergangenen Wochen verlässlich die Käufer in den Wert zurück. So auch Anfang Mai, als das Edelmetall nach einem scharfen Anstieg an der Hürde bei 17,23 USD gescheitert war. Ausgehend von 16,01 USD versuchen die Bullen aktuell den Wert in einer sich dreiecksförmig zuspitzenden Konsolidierung über der 16,23 USD-Marke zu halten und sich damit die Chance auf eine Trendwende zu erarbeiten.

Charttechnischer Ausblick: Der kurzfristige Abwärtstrend ist bei Silber weiter intakt. Dennoch könnte der Wert jetzt bei einem Anstieg über 16,60 USD eine kurze Erholung bis 16,85 und 16,96 USD starten, ehe die Bären dort erneut zuschlagen und den Abwärtstrend fortsetzen dürften. Wird die 16,96 USD-Marke dagegen direkt oder nach einer weiteren Korrektur an die 16,23 USD-Marke überschritten, wäre ein Kaufsignal generiert, dem ein dynamischer Anstieg bis 17,23 und 17,75 USD folgen dürfte.
Setzt der Silberpreis hingegen unter 16,26 USD zurück, könnte nur noch die 16,01 USD-Marke einen Abverkauf bis 15,59 USD aufhalten.

Wirksamkeit von Strategien: Die Bedeutung der Psychologie

Es lohnt sich, ein wenig über die Frage nachzudenken, warum die psychologische Komponente im Trading eine so große Rolle spielt. Die Antwort darauf zeigt Ihnen, was Sie von den Märkten wirklich erwarten können!

Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss sein Handwerk beherrschen. Dazu zählt auch, zu wissen, wie der gehandelte Markt funktioniert, welche Handlungsmöglichkeiten der Trader hat und wie es beispielsweise um die Leistungsfähigkeit von Strategien bestellt ist.

Diese Fragen sind essenziell und wer mit den falschen Vorstellungen an die Börse kommt, sucht den Erfolg ständig an der falschen Stelle. Ein Problem, welches mir als Tradingcoach ständig über den Weg läuft. Lassen Sie uns deshalb einen Blick darauf werfen, was sie erwartet, gerade auch hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Strategien. Auf der Suche nach einer Antwort versuche ich, mit Fragen Ihre eigenen Erfahrungswerte mit einzubinden. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass sich daraus für Sie ein größerer Aha-Effekt ergibt. Also bitte mitdenken, in eigenen Erfahrungen/Erinnerungen kramen und nicht nur mitlesen!

Wie wichtig ist die Psychologie im Trading?

Beginnen wir unsere Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie leistungsfähig Strategien sind, an gänzlich anderer Stelle: der Psychologie. Ich möchte Sie fragen, als wie wichtig Sie die Psychologie für den Erfolg im Trading erachten?

Sind Sie in Sachen Trading nicht gänzlich unbewandert, dürfte ihre Antwort relativ eindeutig ausfallen. Nicht nur, dass man immer wieder lesen kann, dass die Psychologie eine der größten Herausforderungen im Trading ist, ich denke jeder von Ihnen hat dies bereits schon am eigenen Leib bzw, der eigenen Psyche erfahren müssen. Insofern werden viele von Ihnen diese Frage wahrscheinlich damit beantwortet haben, dass die Psychologie sehr wichtig, vielleicht sogar das wichtigste Thema überhaupt ist.

Die Traumwelt!

Soweit so gut. Nachdem wir der Psychologie eine hohe Bedeutung für den Erfolg im Trading beimessen, machen wir einen kleinen gedanklichen Ausflug. Dazu stellen wir uns eine Parallelwelt vor, in der es eine Methodik/Strategie/Technik/Bewertungsmethodik gibt, mit der wir den Kursverlauf sehr gut prognostizieren können. Eine solche Vorgehensweise würde uns in die Lage versetzen, Trades sehr häufig mit Gewinn zu schließen, gleichzeitig gute Chance-Risiko-Verhältnisse zu erzielen und relativ dicht an den Hochs zu verkaufen und an den Tiefs zu kaufen. Ich denke jeder von Ihnen hat seine Vorstellung darüber, was eine solche perfekte Strategie leisten soll. Lehnen Sie sich zurück und stellen Sie sich weiter vor, sie nutzen diese Strategie! Alles läuft perfekt. Der Markt macht quasi das, was Sie wollen! Eine tolle Welt, oder?

Was meinen Sie, welche Bedeutung hätte psychologische Komponente im Trading in einer solchen Welt? Wie schwer würde es Ihnen fallen, diszipliniert zu handeln, wenn die Kurse sehr oft so laufen, wie sie es sich vorstellen? Wie viele Ängste vor Verlusten hätten sie? Wie hoch wäre Ihr Frustlevel, aus dem heraus sie „Wuttrades“ machen, wenn die Märkte größtenteils so laufen, wie sie es sich vorstellen?

Stellen Sie sich eine solche Welt ruhig vor, fühlen Sie sie in Gedanken und beantworten Sie die Frage, welchen Stellenwert die Psychologie für den Erfolg im Trading in dieser Welt haben wird. Ich denke jeder von ihnen wird zu dem Schluss kommen, dass die Psychologie keine Rolle mehr spielt oder diese zumindest deutlich eingeschränkt ist!

Der letzte Schritt

Diese Erkenntnis mitnehmend, wagen wir jetzt den letzten Schritt und stellen uns die Frage, was uns die Realität, in der die Psychologie im Trading tatsächlich eine enorme Rolle spielt, über die Leistungsfähigkeit von Strategien sagt. Täglich sind Millionen von Tradern auf der Suche nach der Superstrategie und das schon seit Jahrzehnten! Und trotzdem reden wir heute immer noch von den psychologischen Stolpersteinen im Trading, Stolpersteine, die es in einer perfekten Tradingwelt nicht geben würde.

Ist es nicht eher so, dass es die Superstrategie nicht gibt? Ist es nicht eher so, dass die Vorteile an der Börse selbst bei den besten Strategien nur relativ klein sind? Macht es dann nicht Sinn, damit zu leben und sein Tun darauf auszurichten, anstatt zu hoffen? Ich verspreche Ihnen, Sie haben mit dem Leitsatz: die Börsenkurse sind zufällig bessere Erfolgschancen, als wenn Sie Ihr Tun an dem Glaubenssatz: Die Börsenkurse sind kontrollierbar ausrichten. Letzterer wird Sie auf so viele falsche Fährten locken, während die anderen bereits Geld verdienen!

Und was ist mit den Super-Tradern?

An dieser Stelle könnten Sie einwenden, dass es einerseits genug Trader gibt, die erfolgreich sind und andererseits immer wieder aus Super-Trader auf sich aufmerksam machen. Gerade letztere müssten doch einer Strategie folgen, die dem heiligen Gral relativ nahekommt, oder?

So ganz von der Hand zu weisen sind diese Argumente nicht. Das unangenehmste Gegenargument wäre das des Zufalls. Statistisch gesehen gibt es unter 1.000 Tradern schon rein zufällig einige, die Erfolge erzielen würden und einige wenige wären rein statistisch sogar mega-erfolgreich.

Aber soweit muss man gar nicht gehen. Wenn wir von Strategien und kleinen Vorteilen dieser sprechen, dann führen natürlich auch diese zu einem profitablen Trading. Zudem müssen wir festhalten, dass viele erfolgreiche Trader und die Super-Trader sich eines Grundkonzepts, beispielsweise der klassischen Charttechnik, Elliott-Wellen, Indikatoren, Fundamentalanalyse oder sonstigem bedienen, ein nicht unwesentlicher Teil der konkreten Handlungen aber auf Interpretationen im Rahmen der Basisregeln basiert, die wiederum das Ergebnis der eigenen Erfahrungen sind.

Dieser Prozess läuft oftmals unbewusst ab und kann von keinem anderen Trader kopiert werden. Die einzige Möglichkeit ist, selbst durch ständiges Üben und Training Erfahrungen aufzubauen. Das ist auch der Grund, warum Sie letztlich von Seminar zu Seminar springen, ein Buch nach dem anderen lesen können und am Ende trotzdem nicht erfolgreicher werden. Sie sehen also, auch die erfolgreichen Trader und Supertrader greifen nicht auf den heiligen Gral zurück, sondern arbeiten mit den kleinen Vorteilen, die einem der Markt bietet.

Fassen wir zusammen!

Wer an der Börse erfolgreich sein will, sollte letztlich wissen worauf er sich einlässt. Einer der zentralen Punkte dabei ist, dass es die Wunderwaffe in Sachen Strategien nicht gibt. Statistische Vorteile an den Märkten sind relativ klein, können durch eigene Erfahrung und Co. aber zu einer enormen Outperformance führen.

Als erfolgreicher Trader müssen sie der Realität, in die Augen schauen. Suchen Sie nicht ständig nach dem perfekten System, sondern fangen sie an, eine solide strategische Basis (Charttechnik, Fundamentalanalyse...) zu nutzen und mit eigenen Erfahrungswerten aufzufüllen. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Ihr Rene Berteit

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW19

TECDAX – Kaufwelle geht weiter

Der TecDAX kletterte in dieser Woche auf ein neues Allzeithoch. Welches Potenzial ergibt sich dadurch?
Der TecDAX befindet sich seit vielen Jahren in einer Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung bildete sich nach einem Korrekturtief bei 1.489,70 Punkten ein Trendkanal heraus. Innerhalb dieses Kanals kletterte der Index bis 23. Januar 2018 auf ein Hoch bei 2.725 Punkten, woran sich eine mehrmonatige Seitwärtskonsolidierung anschloss. Am Montag gelang dem Index der Ausbruch aus dieser Seitwärtsbewegung nach oben und damit auch ein Anstieg auf ein neues Allzeithoch. Anschließend zog der Index mit einer weiteren langen weißen Kerze an und entfernte sich von der Marke bei 2.725 Punkten.

Damit kam es in dieser Woche zu einem klaren Fortsetzungssignal der Rally. Der TecDAX dürfte in den kommenden Tagen und Wochen noch in Richtung 2.950 - 3.000 Punkten ansteigen. Damit würde der Index wie schon im Januar in die Nähe der oberen Begrenzung des Aufwärtstrendkanals seit Sommer 2016 ansteigen. Sollte der TecDAX allerdings unter 2.725 Punkte zurückfallen, würde sich das Chartbild wieder deutlich eintrüben.

MATCH GROUP - Hoffnungsschimmer in Form des EMA200

Die Ankündigung von Facebook, im Datingbereich tätigt werden zu wollen, hat die Aktie des Tinderbetreibers abstürzen lassen. Wie ist das technische Chartbild derzeit einzustufen?
Heftig einstecken in der Vorwoche mussten die Aktionäre des Dating-App-Spezialisten Match Group. Der vorrangig durch die App "Tinder" bekannte Dienstleister könnte in Zukunft starke Konkurrenz bekommen. Denn Facebook hat auf seinem Keynote-Event angekündigt, ins Dating-Geschäft einsteigen zu wollen. Das sorgte für Panik unter den Anlegern. Die Börse scheint zu befürchten, Facebook könne das Geschäftsmodell von Match Group beschädigen oder gar zerstören. Um über 20 % ging es an diesem Tag mit der Match-Group-Aktie gen Süden.

Alles halb so wild?
Ganz anderer Meinung als die Börse ist selbstverständlich der Chef des Match-Group-Großaktionärs IAC, Joey Levin (hält 80 % der Aktien) und meint an Facebook gerichtet: "Kommt, springt mit rein! Das Wasser ist warm." Facebooks App könnte seiner Meinung nach sogar gut für die angespannten Beziehungen von USA und Russland sein. In die selbe Kerbe schlägt die Match-Group-Vorstandsvorsitzende Mandy Ginsberg: " Wir fühlen uns geschmeichelt, dass Facebook nun auch in unserem Geschäftsbereich Fuß fassen möchte und sehen dies zugleich als große globale Chance. Derweilen geht unsere Dating-AppTinder weiter durch die Decke." Und weiter: "Über den Zeitpunkt der Ankündigung Facebooks sind wir dagegen überrascht, bedenkt man, dass bei Dating-Apps viele persönliche und sensible Daten benutzt werden." Ginsberg spielt damit zweifelsohne auf Facebooks Datenskandal an.

Starkes Wachstum
Mag man die Aussagen der Beteiligten noch als Durchhalteparolen und Zweckoptimismus werten, schauen die blanken Zahlen, die in dieser Woche gemeldet wurden, weiterhin sehr gut aus. Im 1. Quartal 2018 legte der Umsatz von Macht Group verglichen mit dem Vorjahr um 36 % auf 407 Mio. USD zu. Der operative Gewinn explodierte um gut 90 % auf 112 Mio. USD. Unterm Strich verdiente Match Group 0,33 USD je Aktie gegenüber 0,08 USD im Vorjahresquartal.
Natürlich ist dies nur eine Momentaufnahme und der Markteintritt Facebooks wird zeigen müssen, ob das Wachstum bei Tinder auch in den Folgequartalen weitergehen kann.

Intraday-Reversal
Technisch bewertet vollzog die Aktie der Match Group eine interessante Bewegung. Zunächst ging es infolge der Zahlenbekanntgabe deutlich abwärts. Am EMA200 bei 33,60 USD fand sich aber ein Käuferüberhang und der Tech-Titel erholte sich im Anschluss wieder. Dieses positive Reversal könnte den Grundstein für eine kurzfristige Erholung in Richtung der Widerstandszone zwischen 40,50 und 41,50 USD legen.
Fällt der Titel dagegen direkt weiter zurück und unter 33,48 USD, wäre die Chance auf eine Bodenbildung zunächst vertan.

Jahr

2017

2018e*

2019e*

Umsatz in Mrd. USD

1,33

1,60

1,84

Ergebnis je Aktie in USD

1,49

1,23

1,51

Gewinnwachstum

-17,45%

22,76%

KGV

25

30

24

KUV

1,8

1,5

1,3

PEG

neg.

1,1

e*=erwartet

FRESENIUS - Dividendenaristokrat bastelt an Boden

Die Aktie des ersten reinen Dividendenaristokraten im DAX attackiert eine wichtige Hürde im Chart. Gelingt der Ausbruch?
In diesem Jahr ist es soweit! Wenn der Medizintechnik- und Gesundheitskonzern Fresenius am 18. Mai seine Hauptversammlung abhalten wird und die Investoren dem Dividendenvorschlag von 0,75 EUR je Aktie zustimmen werden, was in der Regel nur eine Formsache darstellt, wäre dies die 25. Dividendenerhöhung des Unternehmens in Folge. Damit wäre Fresenius der erste DAX-Wert überhaupt, der dieses Qualitätskriterium aufweist.

Charttechnisch kann sich der Titel auch so langsam wieder sehen lassen. Über die vergangenen Monate bildete sich eine Bodenstruktur, die man als inverse Schulter-Kopf-Schulter interpretieren kann. Dabei erreicht der DAX-Wert in dieser Woche sowohl zwei Abwärtstrendvarianten seit dem Allzeithoch als auch den potenziellen Trigger der SKS bei 68,00 EUR. Ein signifikanter Ausbruch über diese Widerstände würde Potenzial an das Jahreshoch bei 70,78 EUR freisetzen. In einem weiteren Schritt wäre auch das Zwischenhoch bei 72,76 EUR erreichbar.

Vorgeschaltete Rücksetzer an die Unterstützung bei 65,00 EUR könnte nochmals Einstiegsgelegenheiten bieten. Unter 62,00 EUR wäre das Bodenszenario dagegen endgültig zu verwerfen.

Jahr

2017

2018e*

2019e*

Umsatz in Mrd. USD

33,89

35,81

38,17

Ergebnis je Aktie in EUR

3,35

3,44

3,79

KGV

20

20

18

Dividende je Aktie in EUR

0,75

0,78

0,85

Dividendenrendite

1,11%

1,16%

1,26%

e*=erwartet

PLATIN - Gelingt der Ausbruch?

Platin konnte zuletzt einen kleinen Boden ausbilden und sich an den Widerstand bei 920 USD emporarbeiten. Seither versuchen die Bullen, die Marke zu überwinden und damit ein kurzfristiges Kaufsignal zu generieren.
Widerstände: 920 + 941 + 967 
Unterstützungen: 885 + 868 + 845

Rückblick: In den letzten Monaten fiel der Platinpreis unter die Unterstützungen bei 967 und 920 USD zurück und generierte im Verlauf der Abwärtsbewegung etliche kurzfristige Verkaufssignale. Seit Mitte April die Unterstützung bei 885 USD angelaufen und nicht unterschritten wurde, läuft eine Stabilisierungsphase. Dabei wurden zuletzt auch die Haltemarke bei 900 USD zurückerobert und der frühere Abwärtstrendkanal nach oben verlassen. Aktuell nähert sich der Wert der Barriere bei 920 USD.

Charttechnischer Ausblick: Die Bullen haben die Chance, aus der fragilen Erholung einen dynamischeren Aufwärtsimpuls werden zu lassen. Dafür muss allerdings die 920 USD-Marke gebrochen werden, die in der laufenden Woche schon mehrfach attackiert wurde. Gelingt dies, könnte Platin zügig bis 941 USD steigen. Hier könnte eine weitere Zwischenkorrektur einsetzen. Ein Ausbruch über den Widerstand würde dagegen zu einem Angriff auf die 967 USD-Marke führen.
Fällt der Wert jedoch wieder unter 900 USD zurück, käme es zum nächsten Belastungstest für die 885 USD-Marke. Dort sollte sich eine Bodenbildungsphase anschließen. Ein Bruch der Marke würde dagegen für einen Abverkauf bis 868 USD sorgen.

EUR/USD - Die Chance ist da

EUR/USD arbeitete im Laufe der Woche weiteres Abwärtsziel bei 1,1820 USD ab, ehe eine Erholung einsetzte. Nutzen die Käufer heute ihre Chance?
Widerstände: 1,1870 + 1,1886 + 1,1897 + 1,1910 + 1,1949 
Unterstützungen: 1,1837 + 1,1820 + 1,1720 

Rückblick: EUR/USD blieb am Mittwoch zunächst unter dem Widerstand bei 1,1860 USD hängen und fiel in der Folge direkt auf das anvisierte untere Tagesziel bei 1,1820 USD. Das Tagestief lag bei 1,1821 USD. In der Folge erholte sich das Währungspaar deutlich und erreichte erneut den Abwärtstrend bzw. den benannten Widerstand bei 1,1886 USD. Die Marken des Fahrplans passten folglich sehr gut. Nur die Reihenfolge der Abarbeitung war eine andere.

Charttechnischer Ausblick: Zum ersten Mal seit längerer Zeit ist der Supertrend Stunde auf long geswitched. Auch versuchen die Käufer, EUR/USD über der steilen Abwärtstrendlinie zu halten. Aktuell kämpft das Währungspaar um die Rückeroberung des EMA50 bei 1,1870 USD. Gelingt ein Anstieg darüber, könnte sich die jüngste Stabilisierung fortsetzen. Ziele liegen zunächst bei 1,1886 und 1,1897 USD. Ein Ausbruch über 1,1910 USD könnte sogar eine Verlängerung bis auf 1,1949 USD nach sich ziehen. Unterhalb von 1,1820 USD droht dagegen die nächste starke Verkaufswelle.

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Wöchentliche Marktinfo KW18

DAX – Erste Hürde genommen!

Der deutsche Leitindex konnte in den letzten Wochen von einer schwachen europäischen Gemeinschaftswährung profitieren. Das Chartbild ist nach wie vor freundlichen. Jetzt müssen die Bullen dranbleiben!

Der DAX befindet sich seit einem Jahrestief bei 11.726 Punkten vom 26. März 2018 in einer Erholung. Diese führte den Index am 18. April 2018 auf ein Hoch bei 12.640 Punkten. An diesem Hoch scheiterte der DAX am 24. April und fiel daraufhin noch einmal auf 12.312 Punkte zurück. Seit diesem Tief zieht der Index wieder an und brach über 12.640 Punkte nach oben aus. Infolgedessen bildete der Index eine lange weiße Ausbruchskerze aus. Mit dieser konnte der deutsche Leitindex auch den Widerstand bei 12.745 Punkten brechen. Der Ausbruch über die dortige Nackenlinie eines Doppeltops war bislang allerdings noch nicht nachhaltig.

Der Ausbruch über 12.640 Punkte stellt nach wie vor ein kurzfristiges Kaufsignal dar. Mit dem gescheiterten Anstieg an den Widerstand bei 12.745 Punkten ist das Aufwärtspotenzial aus diesem Signal begrenzt. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 12.745 Punkten würde dem Index neues Potenzial eröffnen. Das nächste Ziel würde dann bei ca. 13.150 Punkten liegen. Prozyklische Neupositionierungen sollten aus charttechnischer Sicht erst im Falle eines Ausbruchs erfolgen, denn das aktuelle Kursniveau zeigt sich noch zu unbeständig.

Ein erneutes Abfallen unter die Marke von 12.640 Punkte würde das Chartbild abermals eintrüben - daraufhin könnten Abgaben in Richtung 12.312 Punkte drohen.

PFEIFFER VACUUM - Kurssprung nach den Zahlen

Die Aktie des Spezialisten für Vakuumtechnik legt nach den Quartalszahlen einen Kurssprung hin. Die vorgelegten Q1-Zahlen begeistern die Anleger.

Finanzergebnis zum ersten Quartal 2018:

Pfeiffer Vacuum hat im ersten Quartal mit einem EBIT von €27,5 Mio (VJ: €21,1 Mio) und einem Nettogewinn von 19,8 Mio EUR (VJ: 14,7 Mio EUR) die Analystenschätzungen von 23,7 Mio EUR bzw 17,0 Mio EUR übertroffen. Umsatz mit 170,4 Mio EUR (VJ: 136,9 Mio EUR) über den Erwartungen von 153,5 Mio EUR. Der Konzern erwartet 2018 unverändert ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum.

Mit dem Kursanstieg in dieser Dimension könnte der Abwärtstrend seit November beendet sein. Die starken Kursverluste der letzten Monate relativieren sich mit dem Blick auf den längerfristigen Chart, immerhin hat sich der Kurs von November 2016 bis November 2017 mehr als verdoppelt. In diesem Kontext ist die Korrektur als normal und gesund zu bezeichnen.

Erste Erholungsziele liegen jetzt bei 148,00 - 150,00 EUR. Darüber hinaus ist Platz bis 165,00 EUR und zum Widerstandsbereich aus Allzeithoch und Pullbacklinie bei 175,40 - 183,00 EUR.

Nach unten hin sollten Korrekturen ab jetzt möglichst nicht mehr tiefer als 128,00 EUR gehen, um einen Rückfall auf neue Jahrestiefs zu verhindern. Bei 115,65 und im Bereich von 107,00 - 110,00 EUR liegen die nächsten Auffangzonen.

BANK OF AMERICA - Reversal am 200-Tagesdurchschnitt

Die Bank of America-Aktie kann sich aus der Korrektur weiterhin nicht lösen. Nach dem Abverkauf zur Eröffnungsglocke am 3. Mai gelang den Käufern ein wichtiges Reversal. Kann dieses erfolgreich abgeschlossen werden, hat die Aktie attraktives Aufwärtspotenzial.

Die Aktie von Bank of America befindet sich seit Februar weiterhin in einer umfangreichen Korrektur. Der Wert kam am 3. Mai zur Eröffnung nochmals deutlich unter Druck, konnte im Zuge dessen jedoch den 200-Tagesdurchschnitt erfolgreich testen und ein Reversal aufs Parkett legen. Gelingt es, im weiteren Handelsverlauf das Niveau zu erhalten und weiter auszubauen, ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung neuer, nachhaltigerer Aufwärtsimpulse.

Dabei sollte das Tageshoch vom 3. Mai sowie der kurzfristig deckelnde, korrektive Abwärtstrend per Schlusskurs überwunden werden. In diesem bullischen Szenario liegen die nächsten Kursziele bei 31,20 USD und darüber bei 32,72 USD. Dies gilt überdies auch im Rahmen kurzfristig fallender Notierungen, jedoch sollte der 200 Tagesdurchschnitt nicht unterschritten wird. Anderenfalls ist mit weiteren Abgaben zu rechnen.

PALLADIUM: Die Bullen haben noch eine Chance

Bei Palladium versuchen die Käufer aktuell die kurzfristige Abwärtstrendlinie nachhaltig zu überwinden. Noch haben die Bären zwar das Heft in der Hand. Mit einem weiteren Anstieg könnte sich dies jedoch kurzfristig ändern.

Widerstände: 982 + 1.015 + 1.028 
Unterstützungen: 930 + 908 + 872 

Rückblick: Bis Anfang April fiel der Palladiumpreis in einer breitangelegten Abwärtsbewegung ausgehend vom neuen Allzeithoch bei 1.138 USD unter die Unterstützung bei 983 USD und zwei mittelfristige Aufwärtstrendlinien. Diese bärischen Signale sorgten für einen Abverkauf bis 908 USD. Mit der Verteidigung der Marke starteten die Bullen eine enorme Aufholjagd, die erst an der Hürde bei 1.052 USD stoppte. In der Folge kam es zu einem weiteren Kursrutsch, der Palladium kurzzeitig unter die 963 USD-Marke drückte. Aktuell kann sich der Wert jedoch wieder über die Unterstützung zurückarbeiten.

Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig könnte sich der Wert jetzt zwar bis 982 USD erholen, ein echtes Kaufsignal würde jedoch erst bei einem Anstieg über 1.015 USD generiert. In diesem Fall käme es zu einem weiteren Angriff auf die 1.052 USD-Marke. Darüber würde sich der Aufwärtstrend der letzten Monate bis 1.150 USD fortsetzen. Dennoch könnte bereits ein Anstieg über 982 USD dafür sorgen, dass die Abwärtsrisiken deutlich zurückgehen.
Fällt der Palladiumpreis dagegen unter 930 USD und damit unter die zuletzt überschrittene Abwärtstrendlinie zurück, wäre die fragile Erholung beendet und ein weiterer Abverkauf bis 908 USD zu erwarten. An dieser Stelle könnten die Käufer allerdings einen Doppelboden ausbilden und damit die große Korrektur seit dem Rekordhoch beenden. Unterhalb von 900 USD käme es dagegen zu weiteren Verlusten bis 872 USD.

US Quartalssaison - Es läuft wie geschmiert!

Die Bilanzsaison läuft richtig gut, nahezu bombastisch – wie fast immer. Trotzdem darf man sich freuen.

Jedes Quartal ist es das gleiche. Ein Großteil der Unternehmen übertrifft die Gewinnerwartung. Das ist nicht neu. Seit jeher übertreffen mehr als 50 % der Unternehmen die Gewinnerwartung Quartal um Quartal (Grafik 1). Das letzte Mal, als weniger als 50 % die Erwartungen schlugen, schrieben wir das dritte Quartal 1998.

Der niedrigste Wert, der seit 1992 gemessen wurde, lag bei 42 % (drittes Quartal 1992). Daher lohnt es sich, nicht den Anteil an Unternehmen zu beachten, der die Erwartungen übertrifft, sondern den Teil, der den Durchschnitt schlägt. Der Durchschnitt der letzten 15 Jahre liegt bei 67,5 %.

Betrachtet man nur die Abweichung von diesen 67,5 % (Grafik 2), sieht das Bild anders aus. Man sieht auch klarer, was eigentlich der vorherrschende Trend ist. Der Trend geht zu immer größeren positiven Abweichungen. Das ist ein Plus. Bisher überragt das erste Quartal 2018 die letzten um Längen. Es ist nach derzeitigem Stand das beste Quartal seit Q2 2007. Obwohl also die Erwartungen wieder einmal übertroffen wurden, wurden sie dieses Mal besonders drastisch geschlagen. Die Quartalsaison ist also tatsächlich gut.

Die Sache hat auch einen Haken. Die US-Steuerreform hat die Schätzungen erschwert. Es ist durchaus denkbar, dass Analysten den Steuereffekt zu konservativ eingeschätzt haben und deswegen die positive Überraschung jetzt so groß ist. Man sollte also der positiven Abweichung vom Mittel auch nicht zu große Beachtung schenken.

Unternehmen blicken auch mit etwas Sorge in die Zukunft. In den Präsentationen der Quartalszahlen sind vermehrt Themen zu Zöllen zu finden. Bisher haben sich 20 % aller Unternehmen, die Zahlen vorgelegt haben, dazu geäußert. In einem normalen Quartal sind es 1-2 % der Unternehmen.

Ein anderes Thema ist der steigende Kostendruck. Mehr und mehr Unternehmen klagen über höhere Kosten bei Rohstoffen, Transport und Löhnen. Das wird die Margen in den kommenden Quartalen drücken. Es steht zu befürchten, dass die hohen Erwartungen bis Ende des Jahres dann nicht erfüllt werden können.

Immerhin gibt es einen echten Lichtblick, der nicht von Steuern abhängig ist und das Bild verzerrt. Analysten schätzen nicht nur die Gewinne, sondern auch die Umsätze. Im Durchschnitt der letzten Jahre übertrafen 55,5 % der Unternehmen die Umsatzerwartung. Aktuell sind es 72 %. Das ist eine signifikante Abweichung nach oben, die nicht durch die Steuerreform verzerrt ist.

Das gute Gewinnwachstum steht also auf einem soliden Fundament. Es sind nicht nur niedrigere Steuern, die einen Geldsegen bringen und die Erwartungen klein aussehen lassen. Der Gewinn steigt auch, weil Unternehmen ihren Umsatz deutlich steigern konnten. Das ist eine gute Nachricht und lässt hoffen, dass, wenn die Margen schon sinken werden, zumindest durch Umsatzwachstum mehr in die Kassen gespült wird.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW17

 

ATX – Handelsspanne dominiert das Chartbild

Der ATX bewegt sich seit drei Monaten innerhalb einer Tradingrange. Kommt hier demnächst Bewegung rein?

Seit dem impulsiven Abverkauf von Ende Januar/ Anfang Februar konsolidiert der ATX innerhalb einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Anfang April fand der Index im unteren Bereich der Handelsspanne Unterstützung am SMA200 und wurde wieder gekauft. Die anschließende Erholungsbewegung kam allerdings knapp oberhalb der 3.500 Punkte-Marke wieder zum Erliegen.

Neue mittelfristige Trendimpulse sind erst bei einem nachhaltigen Ausbruch aus der mittlerweile nun schon drei Monate andauernden Handelsspanne zu erwarten. Dies wäre bei einem Tagesschlusskurs oberhalb von 3.550 Punkten zu erwarten. In dem Falle wäre ein erneuter Anstieg Richtung 3.700 Punkte zu favorisieren.

Unterhalb der Marke von 3.360 Punkten drohen hingegen weitere Anschlussverkäufe auf der Unterseite und eine größere Abwärtswelle in den Bereich um 3.200 Punkte.

 

 

 

 

NEMETSCHEK - Es läuft super!

Die Bullen dominieren das Kursgeschehen in Nemetschek und daran ändern auch die heute vorgelegten Quartalszahlen nichts. Im Gegenteil. Sie sorgen für einen neuen Impuls.

Nach dem Hype zum Monatswechsel März/April und der Verbesserung im mittelfristigen Chartbild infolge des Ausbruchs über den Widerstandsbereich bei 85 EUR wurde in der Nemetschek-Aktie ein Kursziel bei 100 EUR und darüber hinaus ausgerufen. Dieses Kursziel aus der Analyse „Nemetschek wieder auf Kurs“ konnte bereits kurze Zeit später abgearbeitet werden und in diesem Zielbereich ging die Aktie in eine kurzfristige Korrektur über. In diesem Zusammenhang wurde der kleine Unterstützungsbereich bei 94,40 EUR getestet, wo sich die Aktie seit gestern stabilisieren konnte. Die heute veröffentlichten Quartalszahlen sorgen nun für den nächsten Schub.

Guidants News: Nemetschek hat den Umsatz im ersten Quartal um 6,2 % (währungsbereinigt 13,1 %) auf €102,2 Mio gesteigert. Das EBITDA verbesserte sich um 5,9 % auf €27,9 Mio. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 27,3 %. Der Überschuss nach Anteilen Dritter erhöhte sich um 15,2 % auf €16,4 Mio. Nemetschek erwartet 2018 unverändert einen Umsatz von €447-457 Mio und eine EBITDA-Marge von 25-27 %.

Mit dieser Kursentwicklung wird nicht nur der Unterstützungsbereich bei 94,40 EUR gefestigt, sondern der Aufwärtstrend fortgesetzt. Hierbei eröffnen sich Chancen auf 105 und 110 EUR. Zudem müssen Investoren keine horizontalen Widerstände fürchten, da die Aktie auf Allzeithoch notiert. Das Motto lautet folglich „the trend is your friend“ und in diesem haben die Bullen extrem viel Spielraum, wenn man sich einmal anschaut, wo der EMA 200 als mittelfristiger Trendfilter liegt.

Sollte es in den nächsten Tagen zu einem Schlusskurs unterhalb von 94 EUR kommen, könnte in der Aktie eine etwas größere Korrektur zurück auf 90 EUR eingeleitet werden. Darunter läge im Bereich von 85 EUR ein weiteres mögliches Korrekturziel.

BILFINGER - Kaufmarke kann gesetzt werden

Nach den massiven Verwerfungen im Februar kehrte langsam Ruhe ein im Chart des Industriedienstleisters. Der Kurs schiebt sich langsam nach oben und steht jetzt an der zentralen Hürde.

Bereits vor einer Woche attackierte der Wert das Hoch vom 19. Februar bei 38,90 EUR und prallte daran nach unten hin ab. Jetzt läuft der nächste Angriff, mit jedem neuen Anlauf steigen auch die Ausbruchschancen.

Kommt es intraday und per Tagesschlusskurs zu einem Anstieg übr 38,90 EUR, könnten weitere Käufer auf die Aktie aufmerksam werden und eine Aufwärtswelle bis 40,80 - 41,40 EUR eingeleitet werden.

Scheitert der Wert abermals bei 38,90 EUR und kippt deutlich zurück, findet er Halt an den beiden gleitenden Durchschnittslinien EMA50 und EMA200. Eine solche Korrektur wäre unbedenklich, erst bei einem nachhaltigen Rückfall unter 36,80 EUR drohen größere Rücksetzr bis 35,30 - 35,60 EUR. Dort liegt noch ein markantes Unterstützungskreuz.

Platin: Zurück auf Los

Der Platinkurs erreicht aktuell wieder das Tief von Anfang April. Hier könnte jetzt eine kurzfristige Stabilisierung vollzogen werden. Die Chancen auf eine nachhaltige Trendwende sind dennoch aktuell gering.

Widerstände: 920 + 941 + 967 
Unterstützungen: 900 + 885 + 868 

Rückblick: Mit dem kurzfristigen Ausbruch über den Widerstand bei 1.020 USD, der direkt wieder abverkauft wurde, endete bei Platin zu Jahresbeginn eine steile Aufwärtsbewegung. Diese wurde von einem neuen Abwärtstrend abgelöst, der das Edelmetall bis an die Unterstützung bei 900 USD drückte. Dort versuchten die Bullen in den letzten Tagen eine Trendwende einzuleiten. Zwar gelang der Ausbruch über eine kurzfristige Abwärtstrendlinie und den Widerstand bei 941 USD, doch war die Erholung nur von kurzer Dauer. In dieser Woche setzt der Wert ein weiteres Mal an die 900 USD-Marke zurück.

Charttechnischer Ausblick: Noch haben die Käufer die Chance, mit der Verteidigung der 900 USD-Marke einen Doppelboden auszubilden und Platin damit zu stabilisieren. Wird in der Folge ein weiteres Mal die 941 USD-Marke durchbrochen, wäre das bullische Trendwendesignal aktiviert und eine Kaufwelle bis 967 USD die Folge. Darüber könnte die Hürde bei 990 USD angesteuert werden.
Bricht Platin dagegen auch unter 900 USD ein, stünde die Fortsetzung der Baisse der letzten Wochen auf der Agenda. In diesem Fall sind kurzfristige Abgaben bis 885 USD wahrscheinlich. Mittelfristig dürfte der Platinkurs allerdings auch diese Unterstützung unterschreiten und bis 868 USD zurücksetzen.

Pivot Points - Magische Tradingpunkte im Chart?

Gerade beim Research institutioneller Tradingmethoden stößt man schnell auf das Thema Pivot-Punkte. Was steckt hinter diesem Tradingkonzept?

Bei den Pivot-Punkten handelt es sich, wenn wir uns den ein oder anderen Beitrag zu diesen anschauen, wieder einmal um magische Punkte im Chart, an denen so richtig viel passieren kann und vor allem, an denen sich der Kurs orientiert. Und wenn diese Aussagen noch dadurch untermauert werden, dass Pivot-Punkte sehr oft von institutionellen Tradern, also den Profis der Profis genutzt werden, was kann da noch schiefgehen?! Aber was steckt hinter diesen magischen Punkten und vor allem: was können diese leisten?

Starten sollten wir unseren Ausflug natürlich erst einmal mit einer kleinen Definition von Pivot-Punkten.

Klassisch handelt es sich bei den Pivots um Unterstützungs- und Widerstandslinien für den Intradayhandel, die sich aus der Kursbewegung – oder besser gesagt – der Kursschwankung des Vortages heraus ergeben. Der konkrete Kursverlauf des Vortages mit seinen Zwischenhochs, -tiefs, Trendlinien & Co spielt dabei keine Rolle, sondern vielmehr interessiert sich der Pivot-Trader ausschließlich für den Höchstkurs (H), den Tiefstkurs (L) und den Schlusskurs (C) des Tages. Durch eine einfache Durchschnittsbildung aus diesen drei Kursen bildet sich der

Pivotpunkt (PP) für den neuen Handelstag
Pivotpunkt PP = ( H + L + C) / 3 

Ausgehend von diesem Pivotpunkt können nun drei weitere Widerstands- bzw. Unterstützungslevel berechnet werden.

Die Widerstände R1 – R3 

Durch Weiterverarbeitung des Pivotpunkts und der Vorkerzenextrema (H, L, C) lassen sich die drei Widerstandslevel der Pivot-Analyse wie folgt ermitteln:

R1 = 2 * PP – L
R2 = PP + H – L
R3 = 2 * (PP – L) + H

Die Unterstützungslevel S1 – S3 

Analog zur Widerstandsberechnung erfolgt die Ermittlung der drei Unterstützungslevels:

S1 = 2 * PP – H
S2 = PP – (H – L)
S3 = Low – (2 * (H-PP))

mit: PP = Pivotpunkt heute

H = Höchstkurs Vortag (vorangegangene Kerze)
L = Tiefstkurs Vortag (vorangegangene Kerze)
C = Schlusskurs Vortag (vorangegangene Kerze)

In Abbildung 1 sind die Pivot-Levels für den DAX-Tageschart zusammen mit den benötigten Eckdaten noch einmal zusammengefasst.

Interpretationsgedanken

Inhaltlich machen diese Berechnungen durchaus Sinn, denn sie stellen in gewisser Weise die Schwerpunkte des vergangenen Handelstages dar.

So ist beispielsweise der Pivotpunkt selbst nur das Mittel aus den drei wichtigen Kurse: Open, High, Low, während die sich daraus ergebenden Unterstützungs- und Widerstandslevel indirekt die Volatilität berücksichtigen und auf den Folgetag projizieren.

Variationen in der Berechnung

Neben dieser Standardvariante der Pivotpunkte finden sich im praktischen Bereich auch diverse Variationen, vor allem bei der Ermittlung des zentralen PP. So ließen sich beispielsweise Kurslücken (Gaps) berücksichtigen, wenn in die Berechnung des PPs noch der heutige Eröffnungskurs mit einfließt. In dieser Variation ergibt sich der PP als Durchschnitt aus dem gestrigen Hoch, Tief, Schlusskurs und dem heutigen Open, während die einzelnen Unterstützungen und Widerstände analog zur klassischen Vorgehensweise berechnet werden.

Pivotpunkt PP = (H + L + C + O(heute)) / 4 

Konsequenterweise ergeben sich bei dieser Berechnungsmethodik nicht nur unterschiedliche Levels, sondern auch ein anderes zeitliches Timing.

Während im klassischen Bereich die Pivots mit jeder „fertigen“ Kerze direkt für den Folgetag berechnet werden können, ist in Variante 2 erst der nächste Handelstag abzuwarten. Diese Marginalie hat jedoch auch Einfluss auf den Tradingalltag, denn viel Zeit zum Planen gibt es unter Umständen bis zum ersten Trade nicht mehr.

Neben auch dieser gängigen Methode zur Berechnung der Pivot-Levels kann der Trader eigene Kreationen nutzen, vor allem bei der Gewichtung der einzelnen Bausteine. Dies wird unter Umständen sogar nötig sein, was schnell am Beispiel des Forexmarktes deutlich wird. Hier besteht aufgrund des 24-Stundenhandels und des dezentralen Handels fernab eines konkreten Börsenplatzes schon die Schwierigkeit, die Eröffnungs- und Schlusskurse zu bestimmen. Der eine Forexbroker nutzt die Zeitzone der USA, ein anderer die in Europa und ein dritter nimmt nicht den Tageswechsel 0 Uhr als Basis für Schluss- und Eröffnungskurse, sondern eine ganz andere Zeit wie beispielsweise 08 Uhr CET. Gerade bei solch unterschiedlichen Basisdaten und den damit verbundenen unterschiedlichen Pivot-Levels stellt sich berechtigterweise die Frage, inwieweit die klassischen Aussagen zu Pivotpunkten als Unterstützungs- und Widerstandslevel noch Gültigkeit haben.

Trading von Pivotpunkten

Der Pivotpunkt PP teilt den Preisbereich einer jeden neuen Kerze in zwei Teile.

Oberhalb des Pivot-Punktes wird ein bullischer Markt unterstellt, unterhalb dessen entsprechend ein bärischer. Zur Visualisierung dieser beiden Preisbereiche färbt Guidants diese entsprechend grün oder rot ein und aus dieser Interpretation heraus ergibt sich bereits eine erste Handelsmöglichkeit. Durchbricht der Kurs den Pivotpunkt von unten nach oben, liegt ein Kaufsignal vor, während eine bärische Überschneidung von oben nach unten ein entsprechendes Verkaufssignal darstellt.

Analog zur klassischen Vorgehensweise bei Unterstützungs- und Widerstandslinien werden auch die aus der Pivot-Analyse hervorgehenden S3 – R3 Marken genutzt.

Die Widerstände R1 bis R3 fungieren als mögliche Preislevels, an denen mit Gegenwehr seitens der Bären zu rechnen wäre. Die Widerstände haben das Potenzial, sowohl kurzfristige Korrekturen als auch neue Gegentrends einzuleiten. Wird ein Widerstand hingegen überschritten, fungiert dieser ab sofort als Unterstützungszone.

Auf der Gegenseite, den Unterstützungen S1 bis S3, wird gleichermaßen verfahren. Kommt es zu einem bärischen Kreuzen von Kurs und Pivot Punkt PP, dienen die Unterstützungen als erste Zielzonen und als mögliche Preismarken, an denen der Kurs zu einer Erholung oder gar einer Trendwende ansetzen kann. Wird hingegen eine Unterstützung durchbrochen, wird die nächstfolgende als Zielzone aktiviert, während die gebrochene Unterstützung nun als Widerstand fungiert. Abbildung 2 stellt diese grundlegende Herangehensweise anhand der ersten beiden Pivot-Level systematisch dar, während in Abbildung 3 der aktuelle Verlauf im DAX (26.05.2014) zu sehen ist.

So eröffnete der DAX äußerst stark bereits im Bereich von R2 und damit in einer klar bullischen Zone. Wie zu sehen ist, wurde der durchbrochene Widerstand R2 direkt in der Eröffnungsphase zur Unterstützung, von der aus die Kurse nach einem Ziehen und Zerren direkt bis an das nächste Ziel bei R3 klettern konnten. Dort kam es im weiteren Verlauf zu einer kleinen Toppbildung und einer anschließenden Umkehr der Bewegung. Im Gegenzug wurde das Ziellevel bei R2 jedoch nicht ganz erreicht, während in der nächsten Kaufwelle die Kurse erneut nahe des R3-Widerstands zum Stehen kamen.

Das sieht magisch aus, oder?

Unser willkürlich gewähltes Beispiel aus Abbildung 3 passt perfekt, aber wie magisch sind die Pivot-Points tatsächlich?

Das ist eine gute Frage, der wir an dieser Stelle ein wenig intensiver, aber sicherlich nicht abschließend nachgehen wollen. Dazu beginnen wir mit einer der Grundaussagen der Pivot-Analyse:

Kurse oberhalb des PPs sind bullisch.

Auf Basis dieser Aussage ist schnell eine passende Tradingtaktik gefunden, die wir anhand historischer Daten untersuchen können. Dazu wurde auf den DAX-Index zurückgegriffen und der Einfachheit halber ausschließlich die Longseite betrachtet. Um hier für ein Kaufsignal zu sorgen, musste im 5-Minutenchart lediglich eine Kerze oberhalb des Pivot-Punkts (PP) schließen, während die Kerze davor unterhalb dessen geschlossen haben muss. Dabei spielte es keine Rolle, von wo genau der Kurs kam und wie der bisherige Tagestrend gewesen ist. Auch eine freundliche Eröffnung oberhalb des Pivot-Punkts mit anschließender Korrektur zurück bis auf diesen inkl. eines 5-minütigen Schlusskurs darunter und dem dann folgenden Ausbruch nach oben wurde gehandelt, sofern es das erste Signal des Tages war. Zur Veranschaulichung des Prozedere schauen Sie sich einfach Abbildung 4 an. Blieb der Kurs den ganzen Tag oberhalb bzw. unterhalb des PP, kam es konsequenter zu keinem Einstieg.

Da keine Position ohne Stopp eingegangen werden sollte, nutzen wir bereits die S1-Unterstützung als Stopp. Ein simples Unterschreiten des Stopps reicht, um die Longposition zu schließen. Gleichzeitig wollen wir zunächst ohne Kursziel arbeiten und uns einfach nur die Kraft der bullischen und bärischen Preisbereiche anschauen. Dazu wird jede Longposition solange gehalten, bis entweder der Stopploss ausgelöst wird oder aber es 17 Uhr und damit kurz vor Handelsschluss ist. Sollte es intraday zu einem Ausstoppen einer bestehenden Longposition am S1 und anschließend neuem Anstieg über den PP per 5-Minutenschlusskurs kommen, wird erneut eine Longposition eröffnet. Re-Entries während des Tages sind folglich erlaubt. Die Performancekurve unseres einfachen Systems seit Anfang Januar 2014 kann leider nicht überzeugen (siehe Abb. 5).

Selbst vor Kosten und vorbehaltlich programmtechnischer Fehler arbeitet die Taktik im Minus und verlor bei einer Trefferquote von 33,33 % knapp 335 DAX-Punkte. Ziehen wir bei 66 getätigten Trades noch je Trade einen Punkt Spread und einen Punkt weiterer Kosten ab, steigt der Verlust auf weit über 400 Punkte. Vielleicht war unser Stopp ja auch zu eng gewählt? Wie schaut es bei einer Erweiterung dessen auf S2 aus? Daran kann es nicht gelegen haben, denn wie Abbildung 6 zeigt, wird der Verlust noch größer und da nützt auch die gestiegene Trefferquote auf 41,38 % nicht viel.

Bliebe als weitere Option unsere Ausstiegsbedingung. Gemäß der klassischen Interpretationsweise sollten die Kurse nach dem Anstieg über den Pivotpunkt den Widerstand R1 als erstes Ziel anlaufen. Wird der Stopploss auf dem S2-Niveau belassen, kann unser Ziel tatsächlich in 62,50 % aller Fälle erreicht werden. Analytisch eine durchaus akzeptable Leistung, immerhin läge man bei 100 Prognosen 62-mal richtig und nur 38-mal verkehrt. Aber gut, wir wollen ja Traden und sind keine Analysten. Der Blick auf die Performance ist wichtiger und leider wird man auch hier wieder enttäuscht. Ja, unter unseren Bedingungen wird das erste Ziel oft erreicht, aber wird dies gehandelt, entsteht ein Verlust vor Kosten von 181,92 Punkten, wie in Abbildung 7 zu sehen.

Werfen wir einen genaueren Blick auf den Performancereport (nicht abgebildet), fällt auf, dass die durchschnittlichen Verluste in Relation zu den durchschnittlichen Gewinnen einfach zu groß sind. Dies lässt sich tradingtechnisch beheben, indem wir den Stopploss enger setzen und/oder das Ziel weiter weg legen. Wie in Abbildung 8 zu sehen, bringt auch dies die Performance nicht in den positiven Bereich.

Links wurde bei einem R1 Ziel mit einem Stopploss bei S1 gearbeitet, rechts bei einem R2 Ziel mit einem Stopp bei S1. Wie anvisiert, führte dieser Optimierungsschritt zwar zu einer Verbesserung der Verhältnisse von durchschnittlichen Gewinnen zu Verlusten (CRV), aber darunter litt in beiden Fällen die Trefferquote zu stark, als dass eine positive Performance möglich wurde. Dies ist übrigens typisch für das Trading: Verbesserungen an einer Stelle werden meist mit Verschlechterungen an anderer bezahlt.

Ein Traum zerplatzt, oder?

Ja und nein. Lassen Sie uns vielleicht mit den positiven Dingen anfangen, mit denen „Pivotisten“ weiter ihrer Tradingbasis treu bleiben können. Bereits die bisherigen Ausführungen zeigen, wie vielfältig Pivot-Punkte eingesetzt werden können und natürlich haben wir diesbezüglich nur einen sehr kleinen Teil von möglichen Tradingtaktiken abgedeckt. Hinzu kommt, dass wir lediglich einen relativ kurzen Zeitraum untersucht haben, in dem ich zwar eine visuelle Prüfung der Kursdaten vorgenommen habe, die aber kleinere Fehler nicht ausschließt. Gleiches gilt auch für den Test selbst.

Vor diesen Hintergründen gibt es keinen zwingenden Anlass, die Pivot-Punkte gleich in die Welt der Mythen und Sagen zu verbannen. Jedoch sollten Sie als Trader auch nicht jeder Tradingtaktik ohne Bedenken folgen. Der vorliegende Test lässt auch bei den Pivot-Punkten vermuten, dass die bekannten, einfachen und logischen Interpretationen dieser nicht zum Erfolg führen.

Es wäre auch zu schön um wahr zu sein, denn ich bin kein Programmierer, aber es war trotzdem relativ einfach, die obigen Systeme zu erstellen. Wenn man so leicht Millionen an der Börse verdienen könnte, dann gäbe es schließlich nur Gewinner. Die Realität sieht aber anders aus.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg
Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW16

 

DAX mit "Death Cross" - Signal: Die Wahrheit über den Mythos "Todeskreuz"

Sobald eine Korrektur läuft, übertrumpfen sich Kommentatoren mit akrobatischen Empfehlungen. Darunter findet sich auch so manche Warnung auf Basis von Chartsignalen, die den Praxistest überhaupt nicht bestehen.

Insbesondere den DAX hat die Korrektur hart getroffen. Im Zentrum der Anlegersorgen war nicht zuletzt der Handelsstreit. Für Deutschland als Exportnation und den Dax als Exportindex hinterlässt das seine Spuren. Im Gegensatz zu den US-Indizes konnte sich der Dax auch nicht über seiner 200-Tage-Linie halten.Tatsächlich dürfte der Hauptfokus in der kommenden Woche auf dem Handelskrieg-Säbelrasseln verbleiben, wirtschaftsdatentechnisch finden sich lediglich am Mittwoch mit Inflationszahlen aus China und den USA und dem FED’schen Sitzungsprotokoll der März-Sitzung mögliche Market Mover.
Zu allem Überfluss kam es Mitte März auch noch zu einem Death Cross. Dabei fällt die 50-Tage-Linie unter die 200-Tage-Linie. Der Name spricht Bände. Wenn etwas schon so heißt, erwartet man eigentlich eine katastrophale Performance.

Tatsächlich performt der Dax auf Sicht von 6 und 12 Monaten nach einem solchen Signal ganz gut (Grafik 1). Nach dem Death Cross im Jahr 2014 stand der Dax 6 Monate später 40 % höher. So eindeutig ist die Sache nicht immer. Im Prinzip ist es ein Münzwurf, ob der Markt nach dem Signal zulegt oder verliert.

Trotzdem kennt das Death Cross fast jeder. Entsteht es, ist es auf vielen Börsenseiten zu lesen und Warnungen türmen sich meterhoch auf. Persönlich kann ich dazu nur sagen: alles Unsinn.

Ein Death Cross bedeutet für den Markt gar nichts.

Dass es das Signal zu solcher Berühmtheit geschafft hat, liegt nicht zuletzt an der Performance nach 2000 und 2008. Wer damals auf das Signal geachtet hat, konnte das Schlimmste vermeiden. Über lange Zeithorizonte ist ein Verkauf bei einem Death Cross jedoch unsinnig.

Dem Death Cross steht das Golden Cross gegenüber (50-Tage-Linie steigt über 200-Tage-Linie). Verkauft man bei einem Death Cross und kauft bei Entstehen eines Golden Cross, schlägt man den Markt auch nicht unbedingt.

Wendet man das einfache Kauf- und Verkaufssignal auf US-Indizes seit dem Jahr 1900 an (Grafik 2), hat die Strategie so gut wie keine Outperformance geliefert. Die Outperformance gegenüber einer Buy and Hold Strategie beträgt 0,2 % pro Jahr. Diese Outperformance kann sich jederzeit wieder abbauen wie etwa in den 90er Jahren. Die Strategie führte vor dem Bärenmarkt 2001/02 sogar zu einer Underperformance.

Die Outperformance der letzten Jahre lässt sich auf die Vermeidung der Bärenmärkte zurückführen. Das ist immerhin etwas, klingt aber besser, als es ist. Bei der Strategie sind Anleger ein Drittel der Zeit nicht investiert. In dieser Zeit entgehen ihnen Dividenden. Berücksichtigt man Dividenden, ist die Strategie ein Garant dafür, dass man über längere Zeit den Markt underperformt.

Der Medienrummel um das Death Cross ist erst einmal vorbei. Kommt es in den USA noch dazu, wird das alles wieder aufgewärmt. Anleger sollten sich jedoch in Erinnerung rufen, dass ein Death Cross schlichtweg kein gutes Signal ist. Passend dazu scheint sich der Markt, auch der Dax, nun erst einmal wieder zu fangen und Aufwärtspotential zu realisieren. Wer auf das Death Cross gehört hätte, hätte schön Verluste realisiert und verpasst die jetzige Erholung.

NORMA GROUP – Neue Chancen in Kürze?

Norma Group vollendete vor wenigen Tagen einen Boden, setzt aber aktuell wieder in dessen Richtung zurück.

Die Aktie der Norma Group befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung und kletterte am 26. Januar 2018 auf ein Allzeithoch bei 65,95 EUR. Anschließend konsolidierte der Wert einige Zeit. Diese Konsolidierung schloss er mit einer Bodenbildung ab, welche am 16. April mit dem Ausbruch über 61,15 EUR vollendet wurde. Zwar zog die Aktie sofort auf 63,30 EUR. Seitdem kommt es zu Gewinnmitnahmen.

Diese Gewinnmitnahmen könnten zu einem Rücksetzer gen 61,15 EUR führen. Anschließend sollte Wacker Chemie aber wieder ansteigen und in Richtung 65,95 und vielleicht sogar in Richtung 72 EUR ansteigen. Sollte es allerdings zu einem Rückfall auf Tagesschlusskursbasis unter 61,15 EUR kommen, würde sich das Chartbild wieder deutlich eintrüben.

WACKER CHEMIE – Wichtiges Zwischenziel naht

Wacker Chemie zeigte sich zuletzt in einer guten Verfassung und zog deutlich an. Allerdings nähert sich der Wert inzwischen einem wichtigen Ziel an.

Wacker Chemie fiel am 07. März 2018 auf ein Tief bei 128,20 EUR. Dort setzte eine Bodenbildung ein, welche der Wert mit dem Ausbruch über den Widerstandsbereich zwischen 141,80 und 143,30 EUR vollendet wurde. Seitdem zieht die Aktie weiter an. Heute notierte der Wert im Hoch bereits bei 153,45 EUR. Damit ist es zum rechnerischen Ziel aus der Bodenbildung bei 156,82 EUR nicht mehr weit.

Kurzfristig kann die Aktie der Wacker Chemie noch etwas zulegen. Allerdings könnte es im Bereich um das rechnerische Ziel bei 156,82 EUR durchaus zu Gewinnmitnahmen und einem Rücksetzer in Richtung 143,30-141,80 EUR kommen. Anschließend wäre ein neuer Rallyschub in Richtung 174,30 EUR möglich. Sollte es allerdings zu einem Rückfall unter 141,80 EUR kommen, würde sich das Chartbild wieder deutlich eintrüben.

Palladium: Bullen erobern den Aufwärtstrend zurück

In den vergangenen Tagen explodierte der Palladiumpreis förmlich und stieg in einer massiven Kaufwelle bis an die Hürde bei 1.052 USD. Darüber würde bereits das Allzeithoch in greifbare Nähe rücken.

Widerstände: 1.052 + 1.090 + 1.150 
Unterstützungen: 1.028 + 1.015 + 982 

Rückblick: Seit Anfang April die Unterstützungs- und Zielmarke bei 908 USD erreicht und von den Bullen verteidigt wurde, zeigt sich Palladium wie entfesselt. In einer steilen Kaufwelle überwand der Wert die Hürden bei 963 und 982 USD. Damit wurden kurzfristige Kaufsignale generiert und die übergeordnete Abwärtstrendlinie gebrochen. Seither stieg entlang der Unterseite zweier zuvor unterschrittener mittelfristiger Aufwärtstrendlinien an den Widerstandsbereich von 1.015 bis 1.028 USD. In dieser Woche wurde diese Zone überschritten, die Trendlinien zurückerobert und die Barriere bei 1.052 USD attackiert.

Charttechnischer Ausblick: Palladium zeigt sich in beeindruckender Form. Insbesondere die Rückeroberung der Aufwärtstrendlinien und die hohe Geschwindigkeit mit der der Anstieg vollzogen wurde, sprechen klar für die Käuferseite. An der 1.052 USD-Marke hätten sich die Bullen dennoch eine Pause in Form einer Korrektur bis 1.015 USD verdient. Ein anschließender Ausbruch über 1.052 USD würde dann für eine weitere Aufwärtsbewegung bis 1.090 USD und darüber schließlich bis 1.150 USD sorgen.

Erst bei einem Rücksetzer unter 1.000 USD wäre die dynamische Rally unterbrochen. Sie sollte dann jedoch nach einer Korrektur bis 982 und 963 USD fortgesetzt werden. Ein Einbruch unter 963 USD würde dagegen ein Verkaufssignal generieren und zu einem Abverkauf bis 908 USD führen.

Schatzkarte Tradingtagebuch!

Die Börse ist mit all ihren Gewinnmöglichkeiten ein verlockender Ort und zieht täglich neue Trader an. Spätestens mit den ersten Verlusten wird jedoch klar, dass es mit ein paar Mausklicks nicht getan ist. Die Börse ist mit all ihren Gewinnmöglichkeiten ein verlockender Ort und zieht täglich neue Trader an. Spätestens mit den ersten Verlusten wird jedoch klar, dass es mit ein paar Mausklicks nicht getan ist. Trading ist ein Job, der viele Freiheiten bietet, bleibt aber trotzdem ein Job und einen solchen müssen Sie erlernen. In diesem Lernprozess wird Ihnen Ihr Tradingtagebuch eine wichtige Stütze sein. Es hilft Ihnen, zielgerichtet an Problemen zu arbeiten.

Warum ein Tradingtagebuch?

Das Prinzip des Lernens ist immer das gleiche: der Theorie folgt eine praktische Übungsphase. Sich das theoretische Fachwissen über die Börse anzueignen, ist heutzutage kein Problem mehr. Hierfür bieten sich nicht zuletzt auch die Seiten des VTAD sowie deren Magazine und Kooperationen an (ein kleiner Tipp: Member haben Vorteile!). Nach der theoretischen Lernphase brennt man aber darauf, dass Wissen auch praktisch umzusetzen. Spätestens hier wird deutlich, dass es zwischen Theorie und Praxis einen großen Unterschied gibt. Deshalb müssen Sie:

  1. … erkennen, wo sie noch Lernbedarf haben!
  2. … sich regelmäßig Feedback geben!

Trading zu erlernen, ist ein Try and Error-Prozess (siehe Abbildung 1). Das Tradingtagebuch wird Sie in diesem Prozess unterstützten. Dieser Support ist umso wichtiger, umso mehr Sie ihr eigener Tradingcoach sind. Nicht jeder kann oder möchte sich über einen längeren Zeitraum einen privaten Coach leisten. Folglich müssen Sie als Trader diese Aufgaben mit übernehmen.

Fassen wir zusammen: Trading ist ein Beruf, den man theoretisch und praktisch erlernen muss. Dabei übernehmen die meisten „Azubis“ auch die Rolle des Coaches. Aus einem guten Feedback können gezielt die nächsten Lerninhalte abgeleitet werden, um möglichst schnell erfolgreich zu werden und seine Ziele zu erreichen.

Aufbau und Inhalt eines Tradingtagebuchs!

Ich bitte Sie, sich die Zeit zu nehmen, über die Bedeutung des Tradingtagebuchs nachzudenken. Dann dürfte Ihnen klar sein, dass ein solches kaum eine absolutistische, für jedermann gleichermaßen aussehende Struktur haben kann bzw. haben sollte. Das Tradingtagebuch ist im Grunde eine Lernhilfe und Ihr Tradingtagebuch sollte sich immer mit den für Sie gerade wichtigen Themen auseinandersetzen!

Diese Anforderung an Ihr Tradingtagebuch ist eine der Gründe, warum ich als Tradingcoach meine Schwierigkeiten mit vorgefertigten Tradingtagebüchern habe. Im Zweifel verschwenden Sie viel Zeit damit, Dinge zu dokumentieren, die Sie (derzeit) gar nicht brauchen. Schnell wird das Tagebuch zur Last und verschwindet für immer in der Schublade!

Basisinhalt Tradingperformance!

Ein Basisinhalt eines guten Tradingtagebuchs ist die Performance und das Mitschreiben der eigenen Trades. Glücklicherweise bieten viele Broker nicht nur eine Realtime-Kontoübersicht, sondern auch eine Auflistung der einzelnen Trades an. Im besten Fall sind diese Trades sogar mit Einstieg und Ausstieg im Chart gekennzeichnet. Eine solche Datenbasis bietet dem Trader eine schnelle Möglichkeit, sein Tun in Form von Statistiken zu Trefferquoten & Co zu reflektieren.

Abseits der Tradingperformance!

Abseits dieser Basisinformationen kann ich Ihnen nur empfehlen, Ihr Tagebuch zielgerichtet zu führen. Im Mittelpunkt sollten die „Probleme“ stehen, die Sie gerade angehen wollen. Potentiell relevante Themen wären bspw. Strategien, Psychologie, Risiko- und Moneymanagement, Emotionen, Technisches, Basiswissen und vieles mehr. Die folgenden Beispiele sollen Ihnen zudem helfen, eine Idee davon zu bekommen, wie Sie ihr Tagebuch gestalten können.
- Klassisches Tagebuch: ein klassisches Tagebuch eignet sich gut, um seinen aktuellen Tradingalltag zu beschreiben. Dabei können Sie den Fokus auf alle relevanten Themen legen.
- Checklisten / Laufzettel: Checklisten sind eine gute Möglichkeit, um sein eigenes Trading nicht nur aufzuzeichnen, sondern mit diesen auch gleichzeitig einen Lernprozess zu verbinden (bspw. Disziplinierung) (siehe Abbildung 2 und 3).

Organisation des Tradingtagebuchs!

Grundsätzlich ist es möglich, das Tagebuch elektronisch und/oder handschriftlich zu führen. Ein großer Vorteil elektronischer Plattformen von Datenbanken bis hin zu Videos ist die anschließende Auswertungsmöglichkeit. Wer seine Trades in Excel bspw. gegliedert nach Setups dokumentiert, kann später sehr gezielt und effizient Auswertungen starten.

Andererseits bietet ein handschriftlich geschriebenes Tagebuch ein potentiell „intensiveres“ Erlebnis, schließlich sind die Worte aufs Papier zu bringen. Bereits dieser Prozess regt zum Nachdenken, Vergleichen und Schlussfolgern an. Gepaart mit Bildern und Grafiken kann so auch das handgeschriebene Tagebuch seinen Zweck erfüllen und natürlich lässt sich dieses auch mit elektronischen Medien kombinieren.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Rufen Sie sich bei Ihrer Entscheidung in Erinnerung, warum Sie das Tradingtagebuch führen. Im Grunde geht es darum, seinen eigenen Lernprozess effizient zu gestalten. Das Führen des Tradingtagebuch ist nur Mittel zum Zweck ist. Was nützt Ihnen das umfangreichste Tradingtagebuch, wenn Sie anschließend keine Energie für Auswertungen und Schlussfolgerungen mehr haben? Genau dieser Hauptaufgabe eines Tradingtagebuchs sollte sich im Zweifelsfall alles andere unterordnen. Es macht mehr Sinn, das Tagebuch so zu gestalten, dass Sie es einerseits regelmäßig führen und andererseits noch genug Energie übrig bleibt, um dieses auch auszuwerten.

Das Tradingtagebuch – Eine Schatzkarte für Ihr Trading

Sofern man sich für das Trading begeistert und erste praktische Erfahrungen innerhalb dessen gesammelt hat, wird man schnell feststellen, dass zum erfolgreichen Handeln an den Börsen dieser Welt etwas mehr gehört, als die Computermaus bedienen zu können. Auf dem Weg zum erfolgreichen Trader wird Ihnen Ihr Tradingtagebuch ein treuer Begleiter sein. Inhaltlich als auch organisatorisch bieten sich viele Möglichkeiten, das Tagebuch zu gestalten. Ich hoffe deutlich gemacht zu haben, wie sinnvoll es ist, im Zweifel seinen eigenen Weg zu gehen. Natürlich kann man sich an Vorlagen orientieren. Letztlich aber sollte das Tradingtagebuch immer zielgerichtet auf die eigene Persönlichkeit und den eigenen Lernprozess ausgerichtet sein. Und denken Sie in diesem Zusammenhang immer daran, dass es super ist ein Tradingtagebuch zu führen, viel besser ist es jedoch, wenn Sie dieses auch regelmäßig auswerten.

Viel Erfolg.

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW15

DAX – Trendbruch deutet sich an!

Die Märkte haben sich in der letzten Woche nach deutlichen Kursverlusten wieder etwas erholt. Ist diese Erholung der Ausgangspunkt einer etwas größeren Aufwärtsbewegung?

Am 23. Januar 2018 brach der Dax über sein bisheriges Allzeithoch bei 13.525 Punkten nach oben aus. Dieser Ausbruch stellte sich allerdings als Fehlausbruch heraus. Daraufhin fiel der Index zunächst massiv ab. Nach dem Tief bei 12.003 Punkten vom 09. März 2018 wurde das Tempo des Abverkaufs deutlich verlangsamt. Im Tief fiel der Index auf 11.726,60 Punkte zurück. Zuletzt konnte sich der Index deutlich erholen.

Der Ausbruch über den Abwärtstrend seit 09. Februar 2018 ist ein positives Zeichen. Allerdings ist die Hürde im Bereich um 12.527 Punkte eine sehr wichtige, jene nur schwer zu überwinden sein wird. Erst ein Ausbruch darüber könnte weiteres Aufwärtspotential in Richtung 12.745 Punkte freisetzen. Sollte der Index allerdings in den gebrochenen Abwärtstrend zurückfallen, dann würde sich das Chartbild erneut verschlechtern. Sogar ein Rückfall auf das Jahrestief bei 11,726,60 Punkte wäre infolgedessen möglich.

BERTRANDT – Jetzt antizyklisch Long?

Die Aktie des Entwicklungsdienstleisters Bertrandt kam zuletzt stark zurück - ist das die Chance für antizyklische Anleger?

Der baden-württembergische Bertrandt-Konzern aus dem SDAX bietet Technologie-Lösungen vor allem für die Automobil- und Luftfahrtindustrie in Europa, China und den USA an. Auch im vergangenen Geschäftsjahr bekam der Zulieferer den hohen Preisdruck in der Automobilbranche zu spüren, dennoch konnte Bertrandt zum Start ins neue Geschäftsjahr leicht zulegen.

Bertrandt im 1. Quartal mit Gesamtleistung von 249,1 Mio. EUR (VJ: 246 Mio. EUR) und Ergebnis nach Steuern bei 11,8 Mio. EUR (VJ: 11,6 Mio. EUR). Ausblick auf das Gesamtjahr 2017/18 positiv. (19.02.2018)

Quelle: Guidants-News

Nicht nur das Management allen voran der CEO Dietmar Bichler sind vom weiteren Unternehmenserfolg überzeugt, sondern auch die Analysten der DZ BANK RESEARCH. Diese stuften die Aktie von Bertrandt am 11.04.2018 von 'Halten' auf 'Kaufen' hoch mit einem fairen Wert von 102 EUR je Anteil. Das Research-Team ist überzeugt, dass die Schwaben bei den Themen E-Mobilität, autonomes Fahren sowie Emissionen weiterhin gut positioniert seien. Die Analysten halten die jüngste Kursschwäche mit Blick auf das bestehende Kurspotenzial (ca. 16 %) für eine gute Einstiegsgelegenheit.

Das war nicht die letzte positive Nachricht: Ein Großteil der Bertrandt-Aktien wird von institutionellen Anlegern gehalten. Zahlreiche Fonds oder Vermögensverwalter sind an dem SDAX-Unternehmen seit Jahren beteiligt. Einer der größten Vermögensverwalter der Welt Fidelity Investments (FMR LLC) erhöhte am 23.03.2018 sogar seine Anteile von 3,03 % auf 5,01 %. Dabei kann institutionelles Interesse durchaus als positives Signal gewertet werden.

Jahr

2017

2018e*

2109e*

Umsatz in Mio. EUR

992,28

1.038,06

1.092,28

Ergebnis je Aktie in EUR

4,35

5,44

6,38

KGV

20

16

14

Dividende je Aktie in EUR

2,50

2,47

2,56

Dividendenrendite

2,85%

2,81%

2,92%

e* = erwartet

Charttechnische Betrachtung
Die Aktie von Bertrandt ist bei 86,90 EUR an einer wichtigen charttechnischen Unterstützung angelangt. Antizykliker könnten nun den Long-Einstieg mit einem engen Stopp bei 84,28 EUR wagen.

Die Aktie hat zunächst Luft bis in den Bereich des Abwärtstrends, in dessen Nähe sich auch die vielfach beachteten EMA´s befinden. Erst wenn dieses Kursniveau überschritten wird, wäre eine mittelfristige Bodenbildung denkbar. Das nächste Zwischenziel lautet in diesem Fall 98,70 EUR und darüber 104,50 EUR.

Fazit: Der Titel befindet sich nach wie vor im Abwärtstrend. Aus diesem Grund sollte die Marke von 86,90 EUR unbedingt halten, andernfalls ist mit weiteren Abgaben zurechnen. Der Einstieg ist spekulativ und Neupositionierungen sollten eng abgesichert werden.

SEAGATE - Ein Superbulle in den USA!

Die Seagate-Aktie steht kurz vor neuen Mehrjahreshochs. Die Konsolidierung am Gesamtmarkt hat dem Titel nichts anhaben können. Solche Momentummonster wünscht sich jeder Anleger im Depot.

Wenn Sie als Stockpicker im Aktienmarkt agieren, ist die Devise klar. Die Herangehensweise macht nur Sinn, wenn Sie Aktien finden, die in Aufwärtsphasen stärker als der Markt performen und/oder in Gesamtmarktkorrekturen seitwärts laufen bzw. nur leicht abwärts tendieren. Ein Paradebeispiel für einen solchen Wert stellt der Tech-Titel Seagate dar.

Der Rücksetzer am Gesamtmarkt hat im Chart von Seagate kaum Spuren hinterlassen. Heute springt der US Techsektor wieder an und die Seagate-Aktie nähert sich bereits wieder dem Widerstand bei 60 USD an. Ein Tagesschlusskurs darüber würde weiteres Potenzial auf der Oberseite freischalten. Das Hoch bei 69,40 USD wäre in diesem Fall das nächste Ziel. Entstehen neue Hochs, könnte man Absicherungen unter den Tiefs bei 56,00 USD in den Markt legen. In diesem Kursbereich hatte der Wert zuletzt wiederholt nach oben abgedreht.

Eher mittelfristig orientierte Anleger achten auf den seit dem Herbst 2017 intakten Aufwärtstrend, der derzeit bei rund 51 EUR verläuft und dort mit einer Horizontale eine Kreuzunterstützung bildet. Darüber ist die Ausrichtung klar "long".

Jahr

2017

2018e*

2019e*

Umsatz in Mrd. USD

10,77

10,88

10,73

Ergebnis je Aktie in USD

4,12

4,93

5,00

KGV

15

12

12

Dividende je Aktie in USD

2,52

2,52

2,52

Dividendenrendite

4,21%

4,21%

4,21%

e*=erwartet

BRENT ÖL - Rally gewinnt an Fahrt

Der Ölpreis Brent bewegte sich an den vergangenen Handelstagen stark nach oben. Nach dem Ausbruch aus einer kleinen bullischen Flaggenformation konnten die Notierungen auch über die 71,25 USD auf ein neues Zwischenhoch ausbrechen.

Widerstände: 73,07+75,00 

Unterstützungen: 71,10+70,00+68,90 

Rückblick: Der Ölpreis Brent bewegte sich an den vergangenen Handelstagen stark nach oben. Nach dem Ausbruch aus einer kleinen bullischen Flaggenformation konnten die Notierungen auch über die 71,25 USD auf ein neues Zwischenhoch ausbrechen.

Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig bietet sich bereits die Möglichkeit, einen kleinen Pullback einzuleiten und die 70,00 USD nochmals zu testen. Dies wäre möglich, sollten die Notierungen unter die Marke von 71,10 USD rutschen. Alternativ sind zunächst nochmals 73,07 USD denkbar, bevor der Aufwärtstrend davon ausgehend abflachen dürfte.

GOLD - Was ist da auf einmal los?

Gold steigt zur Wochenmitte zeitweise um knapp 2% an. Das grenzt schon fast an Panikkäufe, doch was treibt diese?

Wenn der Goldpreis sprunghaft ansteigt, dann hat das für gewöhnlich einen Grund. Dabei sind es immer wieder die üblichen Verdächtigen. Entweder kaufen Anleger Gold, weil die Unsicherheit groß ist oder sie kaufen es als eine Art Versicherung gegen die Geldentwertung. Nach einem neuerlichen Giftgasangriff in Syrien wartet die Welt nun gespannt, was die USA tun werden. Trump hatte per Twitter bereits angekündigt, dass es eine militärische Vergeltung geben würde. Russland hat daraufhin gleich reagiert und verlauten lassen, dass sämtliche Raketen abgeschossen würden.

Gibt es also einen Angriff der USA auf das Assad-Regime, welches unter dem Schutz Russlands steht, sind plötzlich die USA und Russland mehr oder minder direkte Kriegsgegner – ein Horrorszenario. Die Angst vor einer solchen Auseinandersetzung hat bereits dem Ölpreis auf die Sprünge geholfen.

Der Verdacht liegt daher nahe, dass auch der Anstieg des Goldpreises etwas damit zu tun hat. Das hat er wohl nicht. Dazu sind Aktien zu stark. Anleger scheinen wegen des drohenden Konflikts nicht in einen neuerlichen Risk-off Modus zu gehen.

Bleibt die zweite Erklärung: die Teuerung. In den USA wurden Inflationsdaten veröffentlicht. Diese zeigen einen Preisanstieg von 2,4 % gegenüber dem Vorjahr (siehe Grafik 1). Das ist oberhalb der Zielmarke von 2 %, allerdings ist für die Notenbank mehr die PCE-Kernrate ausschlaggebend (Konsumentenpreisinflation).

Inflation und PCE verlaufen tendenziell parallel. Ein Anstieg der Inflation legt nahe, dass auch die Kernrate weiter ansteigen wird. Erbaulich ist auch, dass die Inflationsrate seit anderthalb Jahren oberhalb von 2 % ist. Es gab einen kurzen Dip darunter, doch der Trend scheint zu stimmen.

Die Inflation steigt und sie scheint nachhaltig zu steigen. Das hat auch wiederum mit dem Ölpreis zu tun. Dessen Preisniveau halte ich persönlich für übertrieben. Ich erwarte daher auch, dass wir in einigen Monaten auch wieder weniger Preisdruck sehen werden, wenn der Ölpreis erst zu sinken beginnt.

Nichtsdestotrotz reagieren Anleger nun erst einmal auf die steigenden Konsumentenpreise. Die Zinsen sind im Vergleich zur Inflation immer noch niedrig und es ist unwahrscheinlich, dass die Notenbank die Realzinsen deutlich steigern wird. Für den Goldpreis sind die Realzinsen ausschlaggebend.

Eine beschleunigte Zinswende kann man nicht erwarten. Das bevorzugte Inflationsmaß der Notenbank ist ja noch deutlich unter der Zielmarke von 2 % (Grafik 2). Die Rate nähert sich dem Ziel zwar an, doch ein Überschießen muss man zunächst nicht befürchten. Seit 2007 hat es die PCE Rate nicht mehr über 2 % geschafft. Man kann sogar sagen, dass seit fast 25 Jahren die Kernrate die 2 % Marke vor allem von unten gesehen hat und nicht von oben. Die Notenbank betont zwar die Symmetrie des Ziels, doch das ist Makulatur. Symmetrie suggeriert ein ausgeglichenes Verhältnis von Teuerungsraten oberhalb und unterhalb von 2 %. Tatsächlich ist die Oberseite seit 25 Jahren nicht mehr nachhaltig erreicht worden.

Wie dem auch sei, das bevorzugte Inflationsmaß sorgt für eine weiterhin gemächliche Zinswende. Dieses Maß spiegelt den nachhaltigen Preisdruck wider. Tatsächlich zahlen Konsumenten aber die höheren Preise, die durch die herkömmliche Inflationsrate angezeigt werden. Da diese Rate steigt, die Zinsen aber nur sehr gemächlich nach oben wandern, ist das ein Argument für Gold.

Nachhaltig ist die Kaufbereitschaft der Anleger vermutlich trotzdem nicht. Auch wenn ich selbst mittelfristig positiv für den Goldpreis gestimmt bin, scheint mir der heutige Preisanstieg eine Eintagsfliege zu werden.
Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW14

DAX - Charttechnische Aufhellung mit Rückeroberung der 12.500 kommende Woche?

Im DAX sah es noch am Mittwochmorgen sehr stark danach aus, als käme es zu einer ernsthaften Attacke auf die Region ums aktuelle Jahrestief um 11.700 Punkte.

Die wachsenden Spannungen zwischen China und den USA gipfelten in seitens Beijing ebenfalls beschlossener Einfuhrzölle auf US-amerikanische Güter, wobei der Hauptfokus auf landwirtschaftlichen und hier auf Soja-Produkten lag.

Tatsächlich beliefen sich 14 % der US-amerikanischen Exporte in 2017 nach China auf landwirtschaftliche Erzeugnisse und hier ganz besonders auf Soja-Produkte.

Doch der Markt schüttelte die Sorgen um eine Eskalation eines Handelskrieges zügig ab, dem DAX gelang sogar eine eindrucksvolle Rückeroberung der 12.000er Marke.

Sollte dieses Momentum in der kommenden Handelswoche aufrecht gehalten werden können, ist zumindest eine Attacke auf die 12.500er Region denkbar, jenem Bereich der die Abwärtsstruktur auf Tagesbasis seit Ende Januar/Anfang Februar intakt hält.

Doch Vorsicht ist auf jeden Fall geboten: zwar ist erkennbar, dass die Attacken auf die 11.700er Region im März keine signifikant tieferen Tiefs auf Tagesbasis auf den Weg haben bringen können, das Abwärts-Momentum scheinbar abnimmt.

Dennoch bleibt der Grundmodus unterhalb von 12.500 Punkten technisch betrachtet bearish und jeglicher „Vergeltungs-Tweet“ Trumps könnte zügig wieder die Bären das Ruder übernehmen lassen.

Tatsächlich dürfte der Hauptfokus in der kommenden Woche auf dem Handelskrieg-Säbelrasseln verbleiben, wirtschaftsdatentechnisch finden sich lediglich am Mittwoch mit Inflationszahlen aus China und den USA und dem FED’schen Sitzungsprotokoll der März-Sitzung mögliche Market Mover.

DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK - Angeschlagen, aber mit positiven Ansätzen!

Pendelt sich der Abwärtstrend in der Deutschen Pfandbriefbank langsam aus oder laufen die Stabilisierungsbemühungen der Bullen ins Leere?

Gestern konnte die Deutsche-Pfandbriefbank-Aktie starke Kursgewinne verzeichnen, die heute mit aktuellen Kursverlusten von um die 3 % vollständig pulverisiert werden. Unterhalb des EMA 200 waren die Käufer in den vergangenen Tagen zwar um eine Stabilisierung im Abwärtstrend bemüht, durchsetzen konnten sich diese aber noch nicht. Solange die Kurse nicht nachhaltig über 12,90 EUR ansteigen, bleibt die Basis in der Aktie bärisch. Dies impliziert die Möglichkeit neuer Tiefs.
Auf der anderen Seite zeigt der jüngste Kursverlauf auch, dass das Momentum nach unten nachlässt. Dies sah vor einigen Tagen noch gänzlich anders aus. Dementsprechend können sich auch die Verkäufer/Bären aktuell nicht mehr zurücklehnen und die Show genießen. Dies wird umso deutlicher, umso mehr man sich vor Augen hält, dass die Kurse bei 12-11,50 EUR auf einen Unterstützungsbereich zulaufen. Im Zweifel ist unterhalb von 12,90 EUR zwar immer noch die Shortseite dominant, aber ob sich jetzt noch direkte Einstiege in diese Richtung lohnen, bleibt abzuwarten.

K+S - Outperformer mit neuem Jahreshoch

Weiterhin mit relativer Stärke präsentiert sich die Aktie des weltgrößten Salzproduzenten, welche mit dem Schwung von gestern heute auf neue Jahreshochs ausbricht.
Nur noch wenige Cent trennen den Wert von den 2017er Hochs bei 24,74 - 24,95 EUR, welche jetzt attackiert werden sollten. Dort könnte es nochmals zu Konsolidierungen kommen. Klettert das Papieres früher oder später über 25,00 EUR per Tages- und Wochenschluss, entstehen große Kaufsignale mit ersten Zielen bei 28,00 - 28,62 und ca. 31,00 EUR.

Der Bereich um Bei 22,80 - 22,90 EUR konnte zuletzt gute Unterstützung bieten und sollte dies im Falle von Rücksetzern erneut tun. Unterhalb von 22,65 EUR per Tagesschluss könnte es zu Abgaben bis 21,62 - 21,80 und darunter ggf. 20,50 - 20,60 EUR kommen.

Silber: Bodenbildungsphase vor Belastungstest

Die Bullen versuchen bei Silber seit Tagen einen Boden auszubilden. Die Chancen für die anschließende Wiederaufnahme des früheren Aufwärtstrends stehen zwar gut. Um die Hürden auf dem Weg nach oben zu überwinden, braucht es jedoch wesentlich mehr Dynamik als aktuell.

Widerstände: 16,60 + 16,96 + 17,23 
Unterstützungen: 16,26 + 16,01 + 15,59 

Rückblick: Ausgehend von der Unterstützung bei 15,59 USD starteten die Bullen im Dezember 2017 einen steilen Konter, der seit einem Hoch bei 17,70 USD wieder abverkauft wird. Nach einem kurzen Einbruch an die 16,01 USD versuchen die Käufer seit Tagen, die Unterstützung bei 16,26 USD für eine Bodenbildung zu nutzen. Dabei zeichnet sich ein leicht abwärts gerichteter Trendkanal ab, den es zu überwinden gilt, um einen neuen Aufwärtstrend zu etablieren.

Charttechnischer Ausblick: Mit der Rückeroberung der 16,26 USD-Marke ist den Bullen ein erster Teilerfolg gelungen. Allerdings ist der Weg in Richtung 16,96 USD mit vielen harten Widerständen gepflastert. Ein Anstieg über 16,60 USD wäre zwar ein weiteres Achtungszeichen, doch erst der Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal, der auf der Oberseite aktuell bei rund 16,80 USD notiert, würde für eine Trendwende sprechen. Dann dürfte Silber zügig bis 16,96 und 17,23 USD steigen.
Setzt der Wert dagegen wieder unter 16,23 USD zurück, sind zunächst Abgaben bis 16,01 USD zu erwarten. Darunter käme es bereits zu einem Kursrutsch bis 15,59 USD.

Das sollten Sie vermeiden, wenn Sie erfolgreich sein wollen!

Wenn es mit dem Trading nicht klappen will, könnten Ihre Ziele schuld daran sein! Sich Ziele zu setzen, kann Sie ganz weit nach vorne bringen oder aber in den Ruin führen!

Vor Jahren sagte jemand einmal zu mir: Rene, wer nicht weiß wohin will, wird sich wundern wo er ankommt. Eine Aussage, die sich tief in mein Bewusstsein einprägte und mir die Bedeutung von Zielen im Leben, als auch an der Börse bewusstmachte. Sich Ziele zu setzen und diese dann mit einem Plan Stück für Stück abzuarbeiten, erhöht die Chancen auf einen Erfolg deutlich.

Vielleicht haben auch Sie schon vom positiven Effekt, sich Ziele zu setzen, gehört und unmittelbar danach begonnen, sich solche für ihr Leben, ihre Beziehung, ihre Arbeit und/oder das Trading aufzustellen. Vielleicht haben sie sogar die einzelnen Ziele in kleinere Abschnitte zerlegt und einen Plan erstellt, diese zu erreichen?

Theorie vs. Praxis
Was in der Theorie jedoch so gut klingt, wird in der Praxis unter Umständen zu einer im wahrsten Sinne des Wortes, nicht zu bewältigenden Aufgabe. Verlassen wir für ein Beispiel einmal das Feld der Börse und schauen uns die ganzen Neujahrsvorsätze an, die man sich Silvester bzw. am 1. Tag des neuen Jahres vornimmt: weniger essen, mehr Sport, mehr Zeit für die Familie, mehr Geld verdienen, Leben genießen…

So lange ist der Jahreswechsel ja noch nicht her und dem ein oder anderen mögen diese Vorhaben bekannt vorkommen. Beim Lesen dieser Zeilen werden Sie vielleicht gerade ganz klein mit Hut, weil Sie sich letztlich wiedererkennen, die guten Vorsätze jedoch gerade einmal knappe 2 Monate alt sind und mehr oder minder schon wieder Geschichte sind. Aber ganz ehrlich, ein schlechtes Gewissen brauchen Sie nicht zu haben! Selbst die hier aufgeführten "banalen" Ziele verlangen übermenschliches von Ihnen. Kein Wunder also, dass eigentlich jeder "scheitert".

Es ist nicht alles Gold, was glänzt! Auch Ziele haben eine zweite Seite!
Ja, Ziele können Ihnen helfen voranzukommen, sie können aber auch genau das Gegenteil bewirken. Lesen Sie sich vor diesem Hintergrund noch einmal unsere Neujahrsbeispiele durch. Fällt Ihnen auf, dass sich diese zum Teil widersprechen. Von allem soll es mehr sein, aber allein die Tatsache, dass der Tag nur 24 Stunden hat, begrenzt die Möglichkeiten spürbar. Wenn wir dann noch den täglichen Schlaf berücksichtigen, könnte es unheimlich schwer werden, all diese Ziele gleichzeitig zu erreichen. Ziele werden zum Riesenproblem, wenn sie mit Widersprüchen einhergehen!

Wenn Sie mit Zielen arbeiten, ist das eine sehr feine Sache. Achten Sie jedoch darauf, dass sie nicht übermenschliches von sich verlangen oder gar Unmögliches. Ziele, die im Widerspruch zueinanderstehen, sorgen für eine ganze Reihe von Problemen.

  1. Je widersprüchlicher ihre Ziele sind, desto mehr Zeit verbringen sie mit Grübeleien. Sie tüfteln an Aufgaben, für die es eigentlich gar keine Lösung gibt. Sie machen sich Sorgen und das zu Recht, denn wie soll es ihnen gelingen zwei gegensätzliche Seiten unter einen Hut zu bringen? Dies bereitet nicht nur psychischen Stress, sondern wird auch einen großen Teil ihrer Zeit in Anspruch nehmen.
  2. Dies bringt uns gleich zum 2. Problem. Sie denken so viel über ihre Ziele nach und wie sie diese verwirklichen können, dass sie einfach nicht zum Handeln kommen. Sind ihre Ziele widerspruchsfrei kommen sie voran, ansonsten bleiben sie stehen! So einfach ist das!
  3. Ziele zu haben, viel Energie und Zeit für deren Erreichen aufzubringen (und sei es nur mit Grübeleien, weil Sie das Unmögliche möglich machen wollen) und dem Ziel nicht wirklich näher zu kommen, kann sich letztlich auch auf ihre Leistungsfähigkeit allgemein und sogar auf ihre Gesundheit auswirken. Ihre körperliche als auch geistige Gesundheit leidet.

Was sollten Sie tun?
Ziele bringen Sie voran, aber achten Sie darauf, dass diese möglichst widerspruchsfrei sind. Nehmen Sie sich gleichzeitig nicht zu viel vor, sondern lieber ein Ziel nach dem anderen. Dies erhöht die Chancen erfolgreich zu sein ungemein. Zudem stärkt es das Selbstvertrauen, denn immer, wenn Sie ein Ziel erreichen, erfahren Sie Live, was sie alles können. Dies gibt Ihnen Mut und Kraft, das nächste Ziel anzugehen.

Sollte es mit dem Trading nicht so klappen, wie vielleicht gewünscht, dann klappern Sie einmal Ihre bewusst gesetzten oder unbewusst wirkenden Ziele ab. Für sich und seine Familie das Ziel der finanziellen Sicherheit zu verfolgen, dieses aber mit dem Trading erreichen zu wollen, ist ein schönes Beispiel für einen Widerspruch. Wenn Sie bspw. 1 Mio. EUR mit dem Trading verdient haben, können Sie sich und Ihre Familie in relativer finanzieller Sicherheit wiegen. Selbst wenn Sie arbeitslos werden, sollte Ihr Auskommen gesichert sein. Aber um das Ziel von 1 Mio. EUR im Trading zu erreichen, müssen Sie eine ganze Menge Risiken eingehen.

In diesem Sinne viel Erfolg
Ihr Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW12

DAX - Blutbad auch am deutschen Aktienmarkt

Die Bären sind los, die Märkte in Europa und den USA stehen stark unter Abgabedruck. Die Chartbilder sehen schlecht aus, das muß zum Ende dieses Tages konstatiert werden.

Seit 23.01.2018 ausgehend von 13.600 Punkten korrigiert der Index. Bezogen auf den aktuellen Xetra-nachbörslichen Kursstand von ~12.000 Punkten ist das ein Minus von rund 12 %. Bisher also eine moderate Korrektur. Alle bisher sichtbaren Kursmuster seit November 2017 sind bisher bärisch und zeigen Instabilität an. Seit 05.02. bewegt sich der Index in einem breiten Abwärtstrendkanal (grau markiert). Der Index konnte sich zuletzt zwar noch gut im Bereich der Trendkanaloberkante aufhalten, ein Anstieg darüber über 12.462 gelang jedoch nicht. Das wäre bullisch gewesen.

Stattdessen fällt der Index heute wie ein Stein. Im Bereich von 11.650 Punkten verläuft die Unterkante des Trendkanals (grüner Pfeil), die als Unterstützung fungieren kann. Zumindest temporär. Das Chartbild dreht wieder auf bullisch, wenn dem DAX ein Run über 12.462 Punkte gelingen sollte. Alles unterhalb von 12.462 ist aus heutiger Sicht bärisch zu werten. Bisher.

Chart2 zeigt das größere Bild. Derzeit bei 11.035 Punkten verläuft der (türkisfarben dargestellte) SMA200 auf Wochenbasis, der die entscheidende Unterstützung des Bullenmarkts seit 2009 ist.

DIALOG SEMICONDUCTOR - Verkaufsignal wird aktiv

Mit der Schwäche der letzten Tage nähert sich die Aktie des Halbleiterkonzerns den Jahrestiefs. Dabei wird eine große bärische Flagge nach unten hin verlassen.

Der Rallyschub nach den Zahlen am 28. Februar entpuppte sich als Strohfeuer, die Aktie wurde anschließend abverkauft und stabilisierte sich unterhalb des EMA50. Diese gleitende Durchschnittslinie war dann eine zu hohe Hürde, der Wert kippte daran nach unten hin ab und rutscht nun unter die flache Aufwärtstrendlinie seit Dezember als Flaggenunterkante ab. Damit entsteht ein mittelfristiges Verkaufsignal. Ein Test des Dezembertiefs bei 21,46 EUR sollte jetzt folgen. Darunter liegen bei 19,41 - 19,85 und 18,47 - 18,84 EUR die nächsten Auffangzonen. Von dort aus wäre dann eine kurz- oder mittelfristige Trendwende nach oben hin möglich. Mit Kursen nachhaltig unter 18,00 EUR entstehen größere Verkaufsignale.
Kann die Aktie jetzt hingegen stark nach oben drehen und über 25,65 EUR per Tagesschluss ansteigen, wird eine Kurserholung bis 28,29 - 28,95 EUR möglich. Dort liegen das Jahreshoch und die Flaggenoberkante als Hürden.

MEDIGENE - Kritischer Einbruch

Einen ordentlichen Kursrutsch legte die Medigene-Aktie gestern aufs Parkett, die Aktie durchbrach wichtige Unterstützungen und notiert zum ersten Mal seit Anfang Dezember wieder unterhalb des EMA50.
Das Chartbild hat sich mit dem Rutsch deutlich eingetrübt. Weitere Abgaben zum Unterstützungsbereich bei 13,00 - 13,65 EUR sollten jetzt folgen. Von dort aus könnte dann eine deutliche Erholung starten, welche die Aktie wieder bis 15,60 - 16,10 EUR bringt. Erst mit einer nachhaltigen Rückkehr über 16,40 entstehen wieder erste Kaufsignale, dann kann ein Anstieg bis 19,42 und 21,80 - 22,00 EUR folgen.

Größere Verkaufsignale entstehen unterhalb von 12,00 EUR. Ein Rückfall per Tagesschluss würde den Wert anfällig machen für einen weiteren Kursrutsch bis 9,60 - 9,85 EUR.

Platin: Ein neuer Tag, ein neuer Ausbruchsversuch

Platin ist seit Tagen zwischen der Unterstützung bei 941 USD und dem Widerstand bei 967 USD eingekeilt. Aktuell versuchen die Käufer die Oberseite dieser charttechnischen Klammer zu druchbrechen. Mit Erfolg?

Widerstände: 967 + 990 + 1.020 

Unterstützungen: 941 + 920 + 900 

Rückblick: Nachdem der Dezember des Vorjahres von einer Trendwende und einer steilen Kaufwelle bis an den Widerstand bei 1.020 USD geprägt war, setzte der Platinkurs in den letzten Wochen in einer Zwischenkorrektur unter die Unterstützung bei 967 USD zurück und erreichte die Supportmarke bei 941 USD. Seither konnte die Haltemarke von den Bullen verteidigt werden, ohne dass ihnen bislang die Fortsetzung des Aufwärtstrends gelungen wäre. Ausbruchsversuche über die Hürde bei 967 USD scheiterten regelmäßig. Allerdings ist der bullische Druckaufbau nicht zu übersehen.

Charttechnischer Ausblick: Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis der nächste Angriff auf die 967 USD-Marke startet. Ob dieser von Erfolg gekrönt ist, muss jedoch abwartet werden. Ein Ausbruch über die Hürde würde jedoch ein kurzfristiges Kaufsignal und einen Anstieg bis 990 USD nach sich ziehen. Darüber könnte eine solche Kaufwelle bis 1.020 USD führen. Bricht der Wert dagegen unter die 941 USD-Marke ein, wäre die Stabilisierungsphase schlagartig beendet und ein Ausverkauf bis 920 USD die Folge. Darunter dürfte Platin bereits bis 900 USD durchgereicht werden.

Rangetrading - Sie sind der Boss!

Natürlich können Sie dem Markt nicht diktieren, wohin dieser laufen soll. Aber Sie müssen sich von diesem auch nicht hetzen lassen. Sie entscheiden, wann und was Sie traden wollen!

Ein einfacher Tradingzugang, relativ geringe Kosten, diverse Handelsmöglichkeiten und nicht zuletzt eine mediale Omnipräsenz - wen wundert es angesichts solcher Fakten, dass sich der Dax bei privaten Tradern einer hohen Beliebtheit erfreut. Im CFD-Handel bilden Indices die mit Abstand größte Assetklasse. Wie aber gehen Trader mit Seitwärtsbewegungen im DAX um?
Diese Frage ist nicht nur höchst aktuell, sondern äußerst wichtig. Jedem Trader ist klar, dass für den Erfolg entweder ein ausgewogenes Portfolio oder aber eine gewisse Tradingsfrequenz notwendig ist. Was aber tun, wenn sich der Markt einfach nicht bewegt?

Viele privater Anleger lassen sich in solchen Seitwärtsbewegungen ständig von einer Seite auf die andere zwängen, immer mit der Wunschvorstellung, dass der Markt endlich wieder tendieren wird. Ein solcher Gedankengang scheint auf den ersten Blick nur logisch, denn natürlich hat jede Range früher oder später ein Ende und wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass die meisten Trader größere Trends handeln und ihrerseits wissen, dass es relativ teuer ist (Opportunitätskosten), einen solchen zu verpassen, kann die ständige Annahme, dass hinter jedem Zucken des Kurses ein neuer Trend lauert, nicht überraschen. Das Problem ist jedoch, dass Seitwärtsbewegungen länger anhalten, als vielen Tradern lieb ist. Selbst wenn dann der Trend kommt, reicht der Gewinn eventuell nicht mehr aus, um die vorangegangenen Verluste auszugleichen. Man schaue sich nur den aktuellen Stundenchart im Dax mit seinen vielen Fehlsignalen innerhalb der Range an:

Die beste Lösung…
… ist eigentlich, mit dem Erkennen einer Range abzuwarten und im Zweifel die Seitenlinie einzunehmen. Diese einfache Lösung fällt vielen Tradern jedoch unheimlich schwer. Sie wissen, dass sie mit dem Abwarten Gefahr laufen, eventuell einen lukrativen Trade zu verpassen. Zudem bewegen sich die Kurse auch innerhalb einer Range und bieten so kleine Gewinnchancen und wer weiß, vielleicht ist ja die nächste Zuckung auch der Startschuss für den nächsten großen Trend. Zudem kann am Jahresende nur der Trader verdient haben, der zwischenzeitlich einige Geschäfte abgeschlossen hat. Je mehr, desto besser, so die Denke vieler privater Trader. Die aktuelle Range im Dax läuft schon über 150 Handelstunden. Eine lange Zeit, in der Trader des DAX-Stundencharts angesichts solcher Gedankengänge einfach nur zuschauen sollen.

Alternativen müssen her!
Im Grunde ist Abwarten auch auf die Gefahr hin, einen lukrativen Trade zu verpassen, weil der Markt die Range zu schnell beendet und man selbst keine Chance mehr bekommt, sich günstig in den laufenden Trend einzuklinken, immer noch besser, als in einer ausgedehnten Range mit vielen Fehlsignalen konfrontiert zu werden. Wer sich beispielsweise Aktien auf Tagesbasis anschaut, wird unweigerlich feststellen, dass auch dort mehrere 100 Handelstage vergehen können, ohne dass ein echter Trend entsteht. Der Aktieninvestor reagiert darauf recht simpel: er sucht sich andere Basiswerte, die einen für ihn passenden Trend vorweisen.

Diese Lösung bietet sich im Grunde auch für unseren Dax-Händler an. Statt zu versuchen hinter jeder Bewegung innerhalb der Range einen neuen Trend zu vermuten, kann man sich beispielsweise in Guidants einfach Alarme an den Rangegrenzen setzen und in der Zwischenzeit andere Basiswerte handeln. Als Tradingcoach habe ich jedoch immer wieder erleben müssen, wie schwer eine solch einfache Lösung dem einen oder anderen privaten Trader fällt. Verantwortlich dafür sind emotionale/psychologische Aspekte im Trading. Letztlich aber hat jeder Trader es in der Hand. Er kann sich vom Markt hetzen lassen oder aber seinen Weg gehen. Es ist weder schlimm, einen Move im Dax zu verpassen, noch uncool nicht zu wissen, in welche Richtung der Markt sich demnächst bewegen wird. Hauptsache ist, am Jahresende stimmt die Performance. Und für diese Profitabilität sorgt ein vorsichtiges bis gänzlich reduziertes Trading in einem nicht passenden Umfeld (bspw. Trendtrading in einer Range) und ein ausgewogenes Handelsportfolio in anderen Märkten und/oder Zeitrahmen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW11

SMI - So einfach ist es für die Bären doch nicht

Der SMI könnte in Kürze eine sehr wichtige Widerstandszone erreichen.

Der SMI entwickelte sich zuletzt stärker als gedacht. Das neue Tief vom 2. März 2018 wurde erneut gekauft. Wenige Tage später durchbrach der Index den Widerstand bei 8.897 Punkten, anschließend legte der SMI weiter zu.

Die Bewegung seit dem 9. Februar kann somit als potenzieller Doppelboden betrachtet werden. Zwischen 9.057 und 9.064 Punkten treffen mehrere Widerstände aufeinander. Unter anderem liegt in diesem Bereich auch die Nackenlinie dieser potenziellen Bodenformation. Erst im Falle eines Ausbruchs über diesen Widerstandsbereich wäre die Bodenformation vollendet.

Kurzfristig sollte der SMI noch etwas zulegen und in den Bereich von 9.057/64 Punkte ansteigen. Darüber dürfte der Index große Mühe haben diese Hürde zu überwinden. Gelingt es dennoch, dann wäre Platz in Richtung 9.422 und sogar bis 9.524 Punkte. Sollte der Index aber an dem Widerstandsbereich abprallen und unter 8.997 Punkte zurückfallen, müsste noch einmal mit einem Rückfall in die Nähe des Jahrestiefs bei 8.612 Punkten gerechnet werden.

DRILLISCH - Stabilisierungsbemühungen nach einem schwachen Jahresstart

Formal dominieren die Bären noch das Kursgeschehen, die Hoffnung der Bullen liegt jedoch im Support um 61 EUR. Kann sich die Aktie dort stabilisieren und zumindest eine Erholung starten?

Aus einer Anfang Januar bei 72,35 EUR gestarteten Korrektur wurde ein kurzfristiger Abwärtstrend und dieser brachte in den vergangenen Handelstagen auch das mittelfristige Chartbild langsam aber sicher unter Druck. So wurde vor einigen Tagen die bisher federführende Aufwärtstrendlinie nach unten durchbrochen. Bereits im Vorfeld fielen die Kurse deutlich unter den EMA 50 zurück, an dem die Kurse auch vor einigen Tagen erneut nach unten hin abprallten.

Den Bären stellt sich derzeit vor allen Dingen im Preisbereich um 61 EUR eine horizontale Unterstützung entgegen, die durch den dort liegenden EMA 200 verstärkt wird. Zwar sorgte dieser Support für ein temporäres Stoppen in der Abwärtsbewegung, für eine Trendwende nach oben hin hat es bisher aber nicht gereicht. Dafür müssten die Kurse per Tagesschluss über ca. 64,60 EUR ansteigen. Gelingt dies, wären Gewinne auf 68 und später auch wieder 72 EUR möglich.

Solange der Buy-Trigger nicht ausgelöst wird, liegt formal immer noch ein intakter kurzfristiger Abwärtstrend vor. Dieser wiederum bringt das Risiko mit sich, auch den Support bei 61,05 EUR zu durchbrechen. Im Anschluss könnte es weiter in Richtung 58 bis 56 EUR gehen.

EVOTEC - Bald neue Jahreshochs?

Nach dem Kurssprung vor genau einer Woche kam es zu einer Konsolidierung auf hohem Niveau. In den letzten Tagen zählte die Aktie des Biotechnologie-Unternehmens zu den größeren Gewinnern im TecDAX.

Mit der Rückkehr über den Widerstandsbereich bei 15,15 bis 15,33 EUR gelang vergangene Woche ein kleines Kaufsignal, anschließend wurde das Jahreshoch bei 16,92 EUR beinahe erreicht. Der anschließende Pullback bis 15,33 EUR bestätigte die Bullen, zum zweiten Mal prallt der Wert dort nach oben hin ab.

Damit könnte jetzt ein neuer Anlauf auf das Jahreshoch bei 16,92 EUR folgen. Geht es nachhaltig darüber, dann wäre Platz nach oben bis 19,82 EUR. Weitere Pullbacks bis 14,93 bis 15,33 EUR wären vorher unbedenklich. Erst mit Kursen unterhalb von 14,50 EUR per Tagesschluss trübt sich das kurzfristige Bild leicht ein, dann können Korrekturen bis 13,50 bis 13,55 EUR folgen. Unterhalb von 13,50 EUR entstehen Verkaufsignale.

Wie kann man für Öl nur bullisch sein?

2017 war für Öl ein gutes Jahr. Viele sind sich sicher, dass auch 2018 ein gutes Jahr für das schwarze Gold wird. Für mich ist das unvorstellbar.

Je nach Ölsorte notiert der Preis zwischen 60 und 65 USD je Fass. Bei Brent waren es in diesem Jahr auch schon einmal mehr als 70 USD und kurzfristig sieht es charttechnisch nicht einmal so schlecht aus. Langfristig macht es jedoch überhaupt keinen Sinn, bullisch zu sein.

Einige Researchhäuser gehen davon aus, dass sich Angebot und Nachfrage 2017 in etwa die Waage gehalten haben. Bereits in diesem Jahr soll die Nachfrage das Angebot um 0,5 Mio. Barrel pro Tag übersteigen. Das Angebotsdefizit soll dann in den kommenden Jahren weiter steigen, bis es ca. 2 Mio. Barrel/Tag im Jahr 2022 erreicht.

Das klingt alles sehr gut und schön. Wird mehr nachgefragt als angeboten wird, muss der Preis steigen. Fall erledigt. Nicht ganz. Mir persönlich ist absolut rätselhaft, woher die Prognosen kommen. Man muss sich nur die aktuellen Daten ansehen. Wer hier zu dem Schluss kommt, dass der Ölpreis steigen wird, scheint wesentliche Fakten zu übersehen.

Am besten bringt es Grafik 1 auf den Punkt. Dargestellt sind die US-Ölexporte seit 1920. Man sieht recht eindeutig, dass sich in den letzten zwei Jahren etwas Grundlegendes verändert hat. Das sollte schon einmal zu denken geben. Die USA exportieren inzwischen fast 2 Mio. Barrel Öl pro Tag.

Das können sich die USA locker leisten. Allein in den letzten zwei Monaten ist die Produktion um 1 Mio. Barrel/Tag gestiegen. In diesem Tempo wird die Produktionsausweitung wohl nicht weitergehen. Es zeigt jedoch, wie unglaublich schnell hunderttausende Barrel Öl mehr aus dem Boden geholt werden können.

Zudem sind des nicht nur die US-Firmen, die heute kräftig bohren, um morgen mehr Öl fördern zu können. Der Anstieg der Bohraktivität ist in den USA sicherlich am stärksten ausgeprägt, doch inzwischen zieht auch Kanada wieder mit (Grafik 3). Ganz heimlich wird auch im Mittleren Osten immer mehr gebohrt. Nur Südamerika fällt zurück. Das liegt unter anderem am Chaos in Venezuela.

Ölproduzenten rüsten derzeit kräftig auf. Die US-Fördermengen gehen durch die Decke und das globale Nachfragewachstum ist ziemlich bescheiden. In diesem Jahr sollen es 1,65 Mio. Barrel/Tag mehr sein, die global nachgefragt werden. Innerhalb der ersten zwei Monate haben die USA diesen Nachfrageanstieg des ganzen Jahres fast schon ausgeglichen.

Wie man es dreht und wendet, die Produktion steigt derzeit global an. Der Anstieg ist zudem schneller als das Nachfragewachstum. Unter diesen Voraussetzungen ist es schon rätselhaft, wie ein Angebotsdefizit zustande kommen soll. Ich vermute daher stark, dass es Ölbullen in diesem Jahr schwer haben werden.

BITCOIN - Durch Bankrott reich werden

Bitcoins scheinen kaum noch jemanden zu interessieren. Der Hype ist vorbei, die Blase ist geplatzt. Gerade deswegen bleiben Bitcoin und andere Kryptos spannend.

Über Langeweile auf dem Kryptomarkt kann man sich nicht beschweren. Ende 2017 konnte man von schier unglaublichen Geschichten lesen. So mancher Kleinanleger wurde praktisch über Nacht zum Millionär und plante schon den Bau eines Pools im Garten und eine neue Garage für den Ferrari.

Nur drei Monate später liest man ganz andere Storys. Viele sind heute ärmer als vor dem Boom. Die wenigsten kauften Kryptowährungen wie Bitcoin zu wenigen Dollar und verkauften, als der Preis bei 20.000 lag. Es wurde immer mehr Geld zu immer höheren Kursen in den Markt geworfen. Dadurch steht das Minus bei so manchem Anleger jetzt zwischen 50 % und 90 %.

Das ist das fiese an Hypes und Spekulationsblasen. Keiner weiß, wann es zu Ende geht. Jeder weiß zwar, dass es einmal steil bergab gehen wird, doch ob das bei Bitcoin nun 20.000 oder 100.000 hätten sein können, wusste freilich im Vorfeld niemand.
Das Interesse an Bitcoin schwindet jedenfalls rapide. Die Grafik zeigt die Suchaktivität (Google Trends) nach Bitcoin und den Preis. Es ist relativ wahrscheinlich, dass der Schmerz für den Bitcoin Preis noch nicht vorbei ist. Das Interesse schwindet rasant und ein Ende des Trends ist noch nicht in Sicht.

Der Preis wird auch wieder steigen. Persönlich traue ich mich nicht zu sagen, ob das von einem Niveau von 8.000 oder 1.000 sein wird. Bereits im Herbst hatte ich meine Erwartung beschrieben, dass ich Bitcoin eher im Bereich 1.000-2.000 sehe, wenn die Luft vollkommen entwichen ist. Kommt es so, wird so mancher Anleger praktisch einen Totalverlust erleiden.

Ein Totalverlust muss aber nicht einmal ein Schicksalsschlag sein. Noch vor dem ganz großen Hype ging die damals größte Bitcoin Börse Mt. Gox in die Insolvenz. Das Unternehmen konnte seinen Kunden kein Geld mehr auszahlen, weil hunderttausende Bitcoins gestohlen wurden.

Die gestohlenen Bitcoins hatten zum damaligen Kurs einen Wert von ca. 400 Mio. Ein Teil der gestohlenen Bitcoins konnte wiedergefunden werden. Sie sind heute fast 2 Mrd. wert. Laut japanischem Insolvenzrecht können die Kunden jedoch nur das Geld zurückerhalten, welches sie zum damaligen Kurs verloren haben.

Nach aktuellem Kurs übersteigt der Wert der Bitcoins die Forderungen um gut 1,5 Mrd. Dollar. Dieses übrigbleibende Geld wird nach dem Insolvenzrecht den Eignern der Firma zuteil. In diesem Fall ist das der ehemalige CEO. Nach japanischem Recht ist er durch die Insolvenz und dem Kursanstieg unfreiwillig zum Milliardär geworden. Ob es wirklich soweit kommt, wird man sehen.

An spannenden Geschichten mangelt es nicht. Der Hype ist zwar vorbei, doch der Markt bleibt interessant, nicht nur wegen Storys wie um Mt. Gox, sondern vor allem, weil sich nach dem Hype die Spreu vom Weizen trennt. Gerade jetzt würde ich als Anleger also am Ball bleiben.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW10

 

DAX-Kursindex – Strategische Unterstützungen genutzt

Eine langfristige Betrachtung des DAX-Kursindex im Monatschart.

Der DAX® hat den in den letzten Tagen immer wieder ins Feld geführten Aufwärtstrend seit Februar 2016 (akt. bei 12.008 Punkten) als Sprungbrett nach oben nutzen können. Für diesen „Dreh“ nach Norden gibt es aber noch einen weiteren Grund und diesen liefert der Chart des Kursindex der deutschen Standardwerte. Das Tief vom August vergangenen Jahres (5.625 Punkte) bildet hier zusammen mit dem 38,2 %-Fibonacci-Retracement des Hausseimpulses von Februar 2016 bis Januar 2018 (5.644 Punkte) und der 38-Monats-Linie (akt. bei 5.554 Punkten) eine strategische Haltezone. Auf dieser Basis weist der Monatschart (bisher) einen klassischen „Hammer“ aus und liefert damit einen Beleg, dass die Marktteilnehmer die Bedeutung dieser Bastion tatsächlich wahrnehmen. Eine Erholung stößt bei 6.027/40 Punkten (Gap auf Wochenbasis) bzw. bei 6.138 Punkten (Hoch vom Juni 2017) auf die ersten nennenswerten Barrieren. Rückenwind erhält eine Erholungsbewegung durch das inzwischen deutlich abgekühlte Sentiment. So ist der Anteil der Bullen unter den US-Privatanlegern gemäß der aktuellen AAII-Umfrage um fast 11 %-Punkte auf nur noch 26,4 % eingebrochen. Gleichzeitig notiert der Anteil der „Neutralen“ mit 45,2 % auf dem höchsten Stand seit Mai 2016. Die Euphorie vom Januar ist damit endgültig verflogen.

PFEIFFER VACUUM – Das geht wohl noch tiefer

Pfeiffer Vacuum musste zuletzt wichtige Marken aufgeben. Die Folgen davon könnten die Anleger noch einige Tage beschäftigen.

Pfeiffer Vacuum befindet sich seit dem Allzeithoch vom 23. November 2017 bei 174,50 EUR in einer Abwärtsbewegung. Zunächst lief diese in einem bullischen Keil ab. Am 15. Februar 2018 kam es sogar zu einem Ausbruchsversuch nach oben. Dieser scheiterte allerdings. Am 28. Februar erfolgte der Ausbruch nach unten. Am Mittwoch brach der Wert in Folge von News ein. Aktuell erholt sie sich aber wieder etwas von diesem Einbruch.

Pfeiffer Vacuum hat einen neuen Investitionsplan mit einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro beschlossen, der einen deutlichen Anstieg der jährlichen Investitionen vorsieht.

Ein signifikant höherer Anteil des Gewinns soll zukünftig für die Finanzierung des weiteren Wachstums genutzt werden, um die Technologieführerschaft und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Pfeiffer Vacuum schlägt für 2017 eine verringerte Dividende von zwei Euro je Aktie (Vorjahr €3,6) vor.

Quelle: Guidants News

Zwar kann Pfeiffer Vaccum kurzfristig durchaus in Richtung des EMA 200 bei aktuell 142,80 EUR ansteigen, aber danach sollte die Aktie wieder nach unten abdrehen und die Abwärtsbewegung der letzten Wochen fortsetzen. Ein Rückfall in Richtung 128,40 EUR ist dabei durchaus möglich. Damit sich das Chartbild wieder aufhellt, müsste der Wert in den Keil zurückkehren. Dafür wäre aktuell ein Anstieg über 1148,11 EUR notwendig.

VONOVIA – Geht der Aufschwung weiter?

Vonovia zeigte sich in den letzten beiden Tagen in einer starken Verfassung und überwand dabei auch wichtige Hürden.

Vonovia fiel nach dem Allzeithoch vom 09. Januar 2018 bei 42,68 EUR innerhalb eines Monats auf ein Tief bei 35,71 EUR zurück. Damit näherte sich die Aktie ihrem Aufwärtstrend seit Dezember 2013 stark an. In einer ersten Gegenbewegung scheiterte die Aktie am Widerstandsbereich um 38,13 EUR. Am Dienstag gab das Unternehmen Zahlen bekannt. Zunächst schien der Wert erneut am Widerstandsbereich um 38,13 EUR nach unten abzuprallen. Aber in den letzten beiden Tagen wurde der immobilienwert stark gekauft. Bereits am Mittwoch gelang der Ausbruch über 38,13 EUR. Gestern setzte sich die Aktie mit einer langen weißen Kerze von dieser Marke nach oben ab.

Diese kurzfristige Aufwärtsbewegung könnte noch etwas andauern und zu Gewinnen bis ca. 40,23 EUR führen. Sollte Vonovia diese Hürde nehmen, wäre sogar Platz bis zum Allzeithoch. Sollte der Immobilienwert aber unter den EMA 200 bei aktuell 37,68 EUR abfallen, würde sich das Chartbild wieder verschlechtern.

Palladium: Kursrutsch könnte verhindert werden

Seit Anfang März versuchen die Käufer den Palladiumpreis im Bereich wichtiger Aufwärtstrendlinien zu stabilisieren. Noch haben sie die Chance, von diesem Niveau zu einem weiteren Schlag auszuholen. Doch einen weiteren Fehltritt dürfen sie sich dabei nicht mehr leisten.
Widerstände: 1.015 + 1.052 + 1.090 
Unterstützungen: 963 + 940 + 908 
Rückblick: Seit Mitte Januar korrigiert der Palladiumkurs den vorherigen mehrwöchigen Anstieg und setzte im Rahmen dieser Korrektur zunächst an die Unterstützung bei 963 USD zurück. Dort starteten die Bullen Anfang Februar einen Konter, der allerdings an der Hürde bei 1.052 USD scheiterte. Seither fiel der Wert dynamisch an das Februartief zurück und droht aktuell nicht nur die wichtige Unterstützung zu durchbrechen, sondern damit auch zugleich die mittelfristige Aufwärtstrendlinie zu unterschreiten.

Charttechnischer Ausblick: Die nächsten Stunden und Tage dürften bei Palladium sehr spannend werden. Sowohl ein drastischer Einbruch, als auch eine steile Aufwärtsbewegung sind möglich. Denn sollten die Bullen die Kreuzunterstützung bei 963 USD verteidigen und den Wert über 982 USD und die zweite übergeordnete Aufwärtstrendlinie antreiben, könnte die Korrekturphase seit Anfang Januar bereits beendet sein und ein Anstieg bis 1.028 USD folgen. Oberhalb der Marke wäre der Aufwärtstrend wiederaufgenommen und sogar eine Kaufwelle bis 1.090 und 1.150 USD möglich. Bricht Palladium dagegen unter 963 USD ein, wäre mit der Fortsetzung des Abverkaufs bis 908 USD zu rechnen. Erst dort könnte sich ein Boden bilden und ein neuer Aufwärtstrend starten.

VIX und VDAX New - Alles über Volatilitätsindikatoren!

Die "perfekte" Depotgröße - Ein unterschätztes Thema!

Die meisten Trader starten ihre Karriere an der Börse unterkapitalisiert. Dies hat weitrechende Folgen, die sich alles andere als positiv auf den eigenen Erfolg auswirken. Aber was ist die richtige Depotgröße?

Über die letzten Jahre durfte ich als Coach viele private Trader auf ihrem Weg zum Erfolg aktiv begleiten. Bei all den Unterschieden in der Persönlichkeit gab es überraschend viele Gemeinsamkeiten innerhalb des Tradings – vor allen Dingen bei den Hürden, die es zu überwinden gilt.

Eine dieser Gemeinsamkeiten ist die Depotgröße. Die meisten privaten Trader starten ihre Tradingkarriere nämlich mit kleinen Konten, sei es, weil sie nicht über mehr Kapital verfügen oder weil sie zunächst nur vorsichtig vorgehen wollen. Angesichts großer Werbeversprechen und Hebeln im derivaten Bereich (CFD, Zertifikate…) scheint die Größe des Tradingkontos aber keine Rolle mehr zu spielen. Schließlich ist es heutzutage schon problemlos möglich, mit 100 oder 200 EUR auf dem Konto den Deutschen Aktienindex zu handeln.

Wer so denkt, wird auf der praktischen Ebene schnell eines Besseren belehrt. Dabei sind die Auswirkungen zu kleiner Tradingkonten selten offensichtlich. Deshalb ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Genau dies wollen wir jetzt tun!

Gut geplant ist halb gewonnen!
Ich denke, Fragen rund um das Thema Strategien werden mir als Coach am häufigsten gestellt.

Wo in Aktie X einsteigen? Wann den Deutschen Aktienindex kaufen? Wohin mit dem Stopp? Wie funktionieren Fibonacci Retracements?

Dies können durchaus wichtige Fragen sein, jedoch lassen sich diese selten allgemein gültig beantworten. Jeder Markt und jeder Zeitrahmen (Tageschart, Minutenchart…) hat seine Eigenheiten und diese sollten innerhalb der Strategie berücksichtigt werden. Welchen Markt sie aber handeln können/wollen/sollen, hängt in entscheidendem Maße von ihrem Kapital ab. Ohne Zweifel ließe sich rein rechnerisch mit 100 EUR Aktienhandel betreiben. Die Frage ist jedoch, wie lange Sie unter diesen Bedingungen am Markt aktiv sein können und wie sinnvoll ein solch kleines Tradingkonto ist. Ich denke jedem leuchtet ein, dass eine solche Depotgröße/Kontogröße viel zu klein ist, selbst wenn man einen hohen Hebel einsetzt.

Schwierig wird es bei der Frage, wie viel Kapital für den Handel von welchem Markt und welcher Strategie notwendig und sinnvoll ist. Grundsätzlich gilt, dass Sie umso größere Freiheiten haben, umso mehr Kapital Ihnen für das Trading zur Verfügung steht. Bei der Frage nach der Minimalanforderung sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  1. Sie müssen in der Lage sein, ihre Strategie reibungsfrei umzusetzen!
    Hinter dieser Anforderung stecken leider unheimlich viele Details, die den Rahmen hier sprengen würden. Die folgenden Gedanken stehen jedoch exemplarisch für diese Details:
    Im Aktienhandel ist es nötig, zumindest so viel Kapital zu haben, dass man sich ein gutes Portfolio aus mehreren Einzelwerten aufbauen kann, um Risiken zu streuen. Parallel dazu müssen Sie in der Lage sein, die in jeder Strategie auftretenden Drawdowns (Kontorückgänge) zu verkraften. Damit dürfte deutlich werden, dass ein Investor im Aktienmarkt in der Regel mehr Kapital braucht, als ein kurzfristiger Trader im Währungs- oder Indexbereich. Zudem benötigt ein kurzfristiges Trading im Allgemeinen weniger Kapital, als eine langfristige Anlagestrategie.
  2. Auf den ersten Blick nicht offensichtlich, ist die Wirkung der eigenen Ziele auf die Frage, mit wie viel Kapital man sein Depot ausstatten sollte. Das hier jedoch ein Zusammenhang besteht, wird schnell deutlich, wenn wir die Extrema beleuchten.
    Ich denke jedem wird klar sein, dass ein Trader, der seinen Lebensunterhalt mit der Börse verdienen möchte und monatlich 2.500 EUR als Renditeziel anstrebt (nach Kosten und Steuern), wohl kaum eine Chance hat, diese Ziele dauerhaft zu erreichen, wenn er sein Trading mit nur 2.500 EUR startet. Es wäre eine monatliche Rendite von über 100 % notwendig und das Monat für Monat. Wie realistisch ist eine solche Rendite, wenn Ikonen der Szene als solche gefeiert werden, sofern sie 50 % oder mehr !!!im Jahr!!! ertraden? Ohne Zweifel ist es möglich, temporär extrem hohe Renditen zu erzielen, dies geht jedoch meist mit einem erhöhten Risiko einher, was uns automatisch zum nächsten Punkt führt.
  3. Rein mathematisch ist es oftmals möglich, trotz hoher Ziele mit einem kleinen Tradingkonto zu starten. In diesem Fall ist einfach das Risiko zu erhöhen. Dieser Weg vernachlässigt jedoch einen ganz wichtigen Punkt: Risiko und Unsicherheit bezüglich des Kursverlaufs sind die Hauptursachen für emotionale Fehler und diese sollen bekanntlich das größte Problem auf dem Weg zum eigenen Erfolg darstellen.
    Es mag ja sein, dass es auf technischer Ebene problemlos möglich ist, seine Tradingstrategie im Dax-Tageschart mit einem Tradingkonto von nur 5.000 EUR durchzuziehen, weil man die Positionsgrößen entsprechend hoch gestaltet und deshalb auch ein gutes Monatseinkommen erzielen kann, aber ob man dieses Spiel emotional durchhält, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die beste Strategie nützt nämlich nichts, wenn man sich nicht diszipliniert an die Regeln dieser hält. Und ein erhöhtes Risiko bzw. das Verlassen der eigenen Risikokomfortzone ist der beste Garant dafür, auf Disziplin zu pfeifen.

Was ist nun die perfekte Kontogröße für welchen Markt und welchen Zeitrahmen?

In den bisherigen Ausführungen haben wir uns ein paar grundlegende Zusammenhänge bezüglich der eigenen Depotgröße angeschaut. An dieser Stelle die Frage zu stellen, was denn nun für welchen Markt und welchen Zeitrahmen die perfekte Kontogröße ist, ist mehr als verständlich.

Wenn sie sich jedoch die obigen Punkte anschauen, werden Sie feststellen, dass es diesen einen Königsweg nicht geben kann. Es ist pauschal nicht möglich zu sagen, dass sie für das Trading von Aktien auf Tagesebene mindestens 50.000 EUR benötigen und alles andere darunter zum Scheitern verurteilt ist. Ohne Zweifel müssen sie in der Lage sein, mit ihrem Kapital ein ausgewogenes Depot aufzubauen. Sie können jedoch ein Mangel an Kapital kompensieren - sofern diese Kompromisse nicht zu weiteren/neuen Problemen führen.

Im Grunde ist es ein Balanceakt und die meisten Trader sind auf der Suche nach dem Weg des geringsten Schmerzes. Aus diesem Grund bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich selbst hinzusetzen und den eigenen Kopf anzustrengen. Schließlich hat jeder seine eigenen Schmerzgrenzen. Mit den folgenden Tendenzen möchte ich Ihnen jedoch helfen, eine Entscheidung zu treffen:

A) Schätzen Sie Ihre Prioritäten und Schmerzgrenzen hinsichtlich des zu handelnden Marktes, des Risikos, der zeitlichen Komponente ihrer Tradingstrategie (Trendtrading… Skalptrading) und sonstige Aspekte, die Ihnen wichtig erscheinen.

B) Je mehr Kapital Sie zur Verfügung haben, desto mehr Freiheiten haben sie!

C) Versuchen Sie ein so geringes Risiko wie möglich zu gehen! Es ist leichter, seinem Lieblingsmarkt "Auf Wiedersehen" zu sagen, als diszipliniert außerhalb der eigenen Risikokomfortzone zu handeln.

D) Aktien benötigen in der Regel mehr Kapital als Indizes und Währungen.

E) Das langfristige Trading ist in der Regel kapitalintensiver als das kurzfristige.

F) Sind Ihre Ziele gemessen am zur Verfügung stehenden Tradingkapital zu hoch, sollten Sie dies nicht über ein erhöhtes Risiko kompensieren!

Fazit

Die wenigsten Trader denken zu Beginn ihrer Karriere an den Einfluss des Tradingskontos auf ihren Erfolg. Meist merkt man dessen Bedeutung erst, wenn es zu spät ist.

Schnell einmal mit 5.000 EUR das Aktientrading zu starten, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, kann nur nach hinten losgehen. Deshalb ist es wichtig, sich vor Beginn des Handels mit der Frage auseinanderzusetzen, welcher Markt und welcher Zeitrahmen mit welcher Strategie gehandelt werden kann.

Hier gilt es, die eigenen Voraussetzungen mit den Wünschen und Idealvorstellungen abzugleichen und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Nur selten müssen Trader dabei keine Kompromisse eingehen.

Bei Kompromissen ist es wichtig, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Da jeder von uns andere charakterliche Eigenschaften mitbringt, kann es auch den perfekten Weg für jedermann nicht geben. Der eine hat kein Problem damit, das Risiko ein wenig zu erhöhen, um seinen Lieblingsmarkt handeln zu können. Ein anderer verlässt damit seine Risikokomfortzone und für diesen Trader wäre es sinnvoller, seinem Lieblingsmarkt Adieu zu sagen und sich stattdessen in einem anderen, besser geeigneten Markt zu engagieren.

Bei all diesen Möglichkeiten wird aus der simplen Fragestellung: wie groß muss ein Depot sein, um an der Börse erfolgreich zu handeln, ganz schnell ein ganz komplexes Problem. Dabei können nur allgemeine Grundregeln aufgestellt werden, die wir hier beleuchtet haben. Glücklich ist der, der über ausreichend Tradingkapital verfügt.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW09

DAX – Es bleibt bei der relativen Schwäche

Sei es zum US Markt, sei es zu anderen europäischen Indizes, sei es zu anderen deutschen Indizes: Der DAX zeigt sich saft- und kraftlos.

Nach einem weiteren Hoch, das ebenfalls nicht von den Indikatoren bestätigt wurde, fiel der Index in den vergangenen Wochen deutlich zurück und näherte sich mit einem XETRA-Jahrestief bei 12.003 Punkten bis auf gut 60 Punkte meiner ersten Kaufzone für das Jahr 2018. Leider kam es durch die Kursturbulenzen bereits vorbörslich zu erheblichen Abweichungen verglichen mit dem Kassa-DAX. So markierte der DAX-Future sein bisheriges Jahrestief bei exakt 11.900 Punkten, bei L&S lag das Tief bei 11.910 Punkten. Analytisch sind diese Abweichungen zum XETRA-DAX unschön, man muss sie aber akzeptieren. Tradingtechnisch wären CFD- und Zertifikatetrader, die ab 8:00 Uhr den DAX handeln können, mit Abstauberlimits zwischen 11.940 und 11.870 Punkten, wie im Jahrausblick erwähnt, zum Zuge gekommen. Das Kursplus ausgehend von der oberen Marke bei 11.940 Punkten beträgt derzeit bereits 600 Punkte.

Gemäß des blauen Fahrplans könnte der DAX also ein Mehrmonatstief gesehen haben und wieder auf neue Hochs steigen. Ob es das Tief war, weiß niemand. Dass bei knapp 12.000 Punkten ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis für antizyklische Long-Positionen vorlag, kann man mithilfe der Chartanalyse herausarbeiten. Der ein oder andere wird diese erklärenden Hinweise vielleicht nicht mehr lesen können. Sie sind aber essenziell, um die Vorgehensweise der charttechnischen Analyse zu verstehen.

DIALOG SEMICONDUCTOR - Bullen scheitern!

Über die letzten Monate konnte sich der Aktienkurs von Dialog zwar stabilisieren, aber das Vertrauen ist noch nicht vollends zurück. Im Gegenteil!

Ende November, Anfang Dezember vergangenen Jahres kamen bezüglich Dialog Semiconductor erneut Zweifel auf, ob Apple weiterhin auf den Zulieferer aus Deutschland setzen wird oder eigene Wege geht. Verliert Dialog Semiconductor Apple als Kunden, wäre das eine Katastrophe und deshalb reagierte der Aktienkurs extrem empfindlich auf die damals aufkommenden Bedenken. Der Unterstützungsbereich bei 36,35 EUR brach und in wenigen Tagen fielen die Kurse bis auf 21,46 EUR zurück.
An diesem Debakel hat die Dialog-Semiconductor-Aktie immer noch zu knabbern. Zwar konnte ein neues Tief bisher vermieden werden, über mehr als eine im Schwerpunkt seitwärts gerichtete Konsolidierung kamen die Aktienkurse aber nicht hinaus. Am Mittwoch legte das Unternehmen Quartalszahlen vor, was für einen Angriff auf den Widerstand bei 27,33 EUR sorgte. Der Ausbruch nach oben blieb den Bullen jedoch versagt und stattdessen prallten die Kurse nach unten hin ab. Das erste Ziel im Bereich von 24 EUR kann heute bereits erreicht werden. Mit Blick auf die nächsten Tage können jedoch weitere Abgaben auf 22,32 und 21,46 EUR folgen. Mittelfristig muss, solange 27,33 EUR nicht nachhaltig überwunden werden, sogar mit einem Rückfall unter 21,46 EUR gerechnet werden.

FREENET – Verkaufsdruck bleibt hoch

Nach dem Bruch eines wichtigen Aufwärtstrends geht es in der Freenet-Aktie in dieser Woche richtig zur Sache.

Freenet scheiterte Mitte Januar 2018 am Widerstandsbereich zwischen 32,50 und 33,10 EUR. Seitdem steht die Aktie massiv unter Druck. Anfang Februar durchbrach die Aktie ihren Aufwärtstrend seit Juni 2016. Danach bewegte der Wert sich in den letzten beiden Wochen unterhalb dieses Trends seitwärts. In dieser Woche nimmt die Abwärtsbewegung weiter Fahrt auf. Die Aktie fällt unter wichtige Unterstützungen bei 27,39 und 26,77 EUR. Aktuell sitzt sie auf dem EMA 200 bei 26,28 EUR auf.

Das Chartbild der Freenet-Aktie ist schwer angeschlagen. Kurzfristig kann es zwar zu einer Erholung in Richtung 27,39 EUR kommen, aber danach dürfte der Wert weiter unter Druck stehen. Abgaben bis 24,10 oder sogar 22,20 EUR sind möglich. Eine Rückkehr über 27,39 EUR wäre jetzt auch noch kein Befreiungsschlag, würde aber zumindest eine Erholung in Richtung 29,30 EUR, also an den EMA 50 ermöglichen.

Gold: Zentrale Unterstützung als Startrampe?

Gold kam in dieser Woche zum wiederholten Mal unter Druck, verteidigt bislang jedoch seine zentrale Unterstützung. Die Gleichförmigkeit der bisherigen Korrektur kann als Indiz für ein baldiges Ende der volatilen Konsolidierung gewertet werden. Jetzt sind die Bullen gefordert.
Widerstände: 1.325 + 1.341 + 1.355 
Unterstützungen: 1.301 + 1.285 + 1.265 
Rückblick: Ende Januar und Mitte Februar versuchten die Bullen ohne Erfolg, den Widerstand bei 1.355 USD zu durchbrechen. Nach beiden Ausbruchsversuchen setzte das Edelmetall in einer scharfen Korrektur an die Unterstützung bei 1.301 USD zurück, die allerdings ebenfalls in beiden Fällen von der Käuferseite verteidigt wurde. Damit spannt sich nach dem steilen Anstieg ab Dezember in den letzten Wochen ein breiter Seitwärtskorridor zwischen 1.301 und 1.366 USD auf. Nachdem jedoch die erste Abwärtsbewegung und die aktuelle, die den Goldpreis im gestrigen Handel kurzzeitig an die 1.301 USD-Marke drückte, die gleiche preisliche Länge aufweisen, könnte diese Korrekturphase im Sinne eines ABC-Musters aus charttechnischer Sicht vor dem Abschluss stehen.

Charttechnischer Ausblick: Nach dem Erreichen der 1.301 USD-Marke sprang Gold wie auf Kommando nach oben und erreicht jetzt eine steile kurzfristige Abwärtstrendlinie. Um diese Aufwärtsdynamik aufrechtzuerhalten, sollte der Wert zügig über 1.325 USD ausbrechen. Darüber würde die Barriere bei 1.341 USD angelaufen. Oberhalb dieser Hürde wäre ein kleines Kaufsignal aktiv und mit einem dritten Ausbruchsversuch über 1.355 und 1.366 USD zu rechnen. Diesmal stünden die Zeichen auf einen Ausbruch in Richtung 1.385 und 1.408 USD aufgrund der vorherigen Konsolidierungsphase jedoch besonders günstig.

Bei einem nachhaltigen Einbruch unter die Unterstützung bei 1.301 USD wäre dagegen mit weiteren Verlusten bis 1.285 USD zu rechnen. Sollte diese Unterstützung nicht für einen weiteren Anstieg genutzt werden, würde die 1.265 USD-Marke angesteuert.

VIX und VDAX New - Alles über Volatilitätsindikatoren!

Volatilitätsindikatoren wie der VDAX NEW für den deutschen Aktienmarkt oder der VIX für die US-Aktienmärkte gelten als Stimmungsbarometer der Marktteilnehmer. Hohe Kursstände signalisieren aufkommende Angst, tiefe Kurse dagegen gewisse Sorglosigkeit. Wie werden VDAX und VIX interpretiert und im Börsenhandel angewendet?

Was ist Volatilität an den Kapitalmärkten?
Die Volatilität ist eine Kennzahl, die in der Statistik die Schwankungsbreite einer Zeit- bzw. Kursreihe charakterisiert. An den Kapitalmärtkten kann man die Volatilität als die Schwankungsintensität einer Aktie oder eines Index definieren. Man unterscheidet zwischen der historischen und der impliziten (=erwarteten) Volatilität. Die historische Volatilität wird aus den vergangenen Kurswerten eines Titels berechnet. Eine hohe historische Volatilität sagt aus, daß ein Papier eine große Schwankungsbreite hat, während eine geringe Volatilität eine eher schwankungsarme Aktie kennzeichnet. Normalerweise berechnet man die Volatilität auf der Basis von 30-130 Tagen. Diese wird dann auf ein Jahr hochgerechnet.

In der Finanzwelt spiegelt die Volatilität das Maß des aggregierten Gesamtrisikos wieder. Dieses Risiko ist dabei nichts anderes als die potentielle Schwankungsbreite einer Geldanlage um einen erwarteten Mittelwert bzw. den aktuellen Kurs. Je größer diese Streuung um den Mittelwert ist, desto größer das damit verbundene Anlagerisiko. Vereinfacht gesagt besteht bei einer Aktie mit hoher Volatilität - also starken Kursausschlägen nach oben wie nach unten - die Gefahr, dass man nach Kauf dieses Wertes in eine Phase stark fallender Kurse gerät. Aktien bzw. Anlageformen mit hoher Volatilität sind damit auch in Bezug auf ihre künftige Entwicklung weniger leicht prognostizierbar und bezogen auf ihre potentiellen Ausschläge riskanter. Gleichzeitig steigt mit der Volatilität der Anlage jedoch auch die Chance auf einen entsprechend größeren Gewinn. Volatilität macht sich damit in beide Richtungen – Verlustrisiko und Gewinnchance – bemerkbar. So haben beispielsweise Aktienmärkte die Eigenschaft, eine höhere Volatilität aufzuweisen, als beispielsweise Renten- oder Immobilienmärkte. Entsprechend sind gerade die kurzfristigen Renditen, die an Aktienmärkten erzielt werden können, in der Regel höher als in weniger volatilen Anlageklassen.

ABB 1: DAX Index mit historischer Volatilität. Markiert: Phasen starker Kurseinbrüche und damit korrespondierender anziehender Volatilität

Die implizite Volatilität wird dagegen indirekt aus anderen Marktdaten errechnet, die Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung des Basistitels zulassen. Am häufigsten werden dafür die Preise von Optionen auf den Basistitel herangezogen.

VDAX und VDAX New - Wie werden Volatilitätsindikatoren berechnet?

Grundsätzlich gibt es für nahezu alle Aktienmärkte Volatilitätsindizes. Für Trader und aktive Anleger sind dabei in Deutschland der VDAX New relevant, der die implizite Volatilität der im DAX versammelten 30 größten deutschen Aktien misst. Dabei löste der VDAX New im Jahre 2005 den bisherigen VDax ab, dieser misst aber weiterhin die aktuelle, vom Markt erwartete Volatilität für den Dax. Sie werden daher auch als "Angstbarometer" bezeichnet. Die Unterschiede liegen in der Berechnungsmethode.

In den USA zählt der VIX (Chicago Board Options Exchange Market Volatility Index) zu den wichtigsten Volatilitätsindikatoren. Dieser amerikanische Volatilitäts-Index spiegelt die implizite Volatilität für den marktbreiten S&P 500 Index wieder, in dem die 500 größten US-Unternehmen zusammengefasst sind.

Gemessen wird beim VDAX die zukünftig erwartete Schwankungsintensität des DAX und damit auch die Risikoneigung oder Risikoaversion der Anleger. Die Berechnung dieser Indizes erfolgt nicht aufgrund der historischen Volatilitäten, sondern begründet sich auf die sogenannte implizite Volatilität. Sie ist die von den Marktteilnehmern erwartete, zukünftige Schwankung des zugrundeliegenden Marktes. Grundlage der Berechnung des VDAX sind die Preise einer fiktiven Option auf den DAX, die anhand eines theoretischen Modells berechnet wird. Restlaufzeit für die fixe Berechnung sind immer die folgenden 45 Tage.

Im Gegensatz dazu werden beim VDAX NEW dabei die an der Terminbörse EUREX gehandelten Optionen als Basis für die Berechnung relevant - also tatsächlich gehandelte Finanzprodukte:

Der Volatilitätsindex der Deutschen Börse VDAX New wird nicht mehr anhand der Preise von Optionen aus einem theoretischen Modell abgeleitet. Der VDAX New nimmt als Berechnungsgrundlage die an der Terminbörse Eurex real gehandelten Optionen auf den DAX. Die Restlaufzeit für die Berechnung beträgt nur mehr 30 Tage. Analog zum VIX, der die Schwankungsintensitität des US-Leitindex S&P 500 berechnet, orientiert sich der VDAX New damit am tatsächlichen Anlegerverhalten.

Dort analysiere ich den VDAX in regelmäßigen Abständen, Berichte über die aktuelle Entwicklung und leite die relevanten Marken für den weiteren Verlauf und damit im Umkehrschluss für die Marktstimmung im DAX ab.

Was bedeutet implizite Volatilität im Bezug auf den DAX?

Nehmen wir einen fiktiven Kursstand des DAX von 10.000 Punkten und einen aktuellen Tageswert des VDAX New von 30 Prozentpunkten, so heißt dies: in den kommenden 30 Kalendertagen erwarten die Marktteilnehmer (berechnet auf der Basis der von Ihnen tatsächlich erworbenen Optionen auf den DAX) eine Schwankungsbreite des Index von:

10.000 Punkte ± 10.000 * 30 % * √(30 Tage/365 Tage) = 10.000 Punkte ± 860 Punkte

Mit anderen Worten wird in den kommenden Tagen eine Schwankungsbreite von 860 Punkten nach oben wie nach unten erwartet. Dies ergibt einen potentiellen Preiskorridor von 10.860 Punkten auf der Oberseite und 9.140 Punkten auf der Unterseite. Je weiter der VDAX New ansteigt, desto größer wird entsprechend der erwartete Preiskorridor – und damit auch das von Marktteilnehmern erwartete maximale Rückschlagpotenzial. Sinkt der VDAX New, so reduziert sich entsprechend auch der Korridor und damit zugleich das erwartete Risiko für Rücksetzer in den kommenden Wochen.

ABB 2: Von Anlegern erwartete potentielle Schwankungsbreite des DAX Index auf Basis der impliziten Volatilität
Wie kann man die Veränderungen in der Volatilität bspw. im VDAX New interpretieren?

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Volatilität und der Kursentwicklung der großen Indizes: Steigende Aktien- oder Indexkursnotierungen korrespondieren regelmäßig mit einem Rückgang der Volatilität und damit einem sinkenden VDAX bzw. VDAX New. Umgekehrt sind fallende Märkte von einem Anstieg der Volatilität begleitet. Dies zeigt sich auch daran, dass Volatilitätsindizes allgemein in Crash-Phasen ihre historisch höchsten Notierungen erreicht haben.

Welche Schlüsse kann man daraus für das Trading und Investments unter Zuhilfenahme der Volatilität ableiten? Sind die Werte für die Volatilität relativ oder historisch gesehen niedrig, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Anstieg der Volatilität in der näheren Zukunft. Damit steigt entsprechend auch die Wahrscheinlichkeit für stärker schwankende und damit wiederum für tendenziell fallende Kurse. Extrem hohe Werte in den Volatilitätsindikatoren können dagegen den Beginn einer Phase sinkender Schwankungsbreite und damit potentiell steigender Kurse signalisieren. Die Aussagekraft niedriger VDAX-Stände als mögliche Vorboten für fallende Kurse sind jedoch valider und daher für Investmententscheidungen relevanter, als hohe Volatiltitäsindex-Notierungen.

VIX - Die Mutter aller Volatilitätsindikatoren

Der große Bruder des VDAX NEW ist der VIX (Chicago Board Options Exchange Market Volatility Index), der seit 1993 berechnet wird. Im Jahr 2003 wechselte man bei der Berechnungsbasis von den Optionen auf den S&P 100 zum marktbreiteren S&P 500 Index. Dieser amerikanische Index spiegelt die implizite Volatilität für den marktbreiten S&P 500 Index wieder. Da dieser als weltweiter Leitindex gilt, wird er auch als übergreifender Indikator für die Situation am gesamten Aktienmarkt genutzt.

Vergleichschart VIX zu Dow Jones Index 1990 - 2012; Quelle: www.godmode-trader.de
VSMI - Der Volatilitätsindikator für den Schweizer Aktienmarkt

Der Volatilitätsindex VSMI berechnet auf Basis der an der Terminbörse Eurex real gehandelten Optionen auf den SMI die von Marktteilnehmern erwartete künftige Schwankungsbreite (implizite Volatilität) des SMI. Der VSMI kann dabei als ein Stimmungsbarometer der Schweizer Marktteilnehmer interpretiert werden: Während steigende Indexkurse oft mit einem fallenden VSMI- Kurs korrespondieren, werden fallende Märkte in der Regel von einem Anstieg der Volatilität begleitet.

VSTOXX - Der Volatilitätsindikator für den Europäischen Aktienmarkt

Der Volatilitätsindex VSTOXX berechnet auf Basis der an der Terminbörse Eurex real gehandelten Optionen auf den EURO STOXX 50 die von Marktteilnehmern erwartete künftige Schwankungsbreite (implizite Volatilität) des EURO STOXX 50. Der VSTOXX kann dabei als ein Stimmungsbarometer der europäischen Marktteilnehmer interpretiert werden: Während steigende Indexkurse oft mit einem fallenden VSTOXX- Kurs korrespondieren, werden fallende Märkte in der Regel von einem Anstieg der Volatilität begleitet

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW08

 

S&P500 – Erholung kommt ins Stocken

Aktuell scheint die Erholung seit dem Februartief abzuebben. Das Aufwärtsmomentum wurde bereits vor dem Abverkauf im gestrigen Handel deutlich zurückgefahren und der Bereich um das 61,8 %-Retracementniveau bei 2.743 Punkten erweist sich als Widerstand. Dennoch wurde es intraday bereits angekratzt, was zumindest für den mittelfristigen Verlauf dafür spricht, dass die Abwärtsbewegung seit dem Rekordhoch in den kommenden Monaten komplett retraced, also wieder nach oben hin korrigiert wird.

Doch noch sind die Bären klar im Vorteil: Entscheidend ist zunächst, ob der gestern begonnene Abverkauf sein volles Potenzial entfalten kann und die internen Ziele der Bewegung bei 2.663 (261,8 % der ersten Abwärtswelle), 2.610 (423 % der ersten Abwärtswelle) und 2.526 (685 % der ersten Abwärtswelle) abarbeiten kann (grüne Balken im Chart).

Unterstützungen findet der Markt bei 2.689 Punkten und der breiten Supportzone von 2.649 bis 2.669 Punkten. Darunter wäre allerdings das erste markante Verkaufssignal aktiviert, das bei einem Bruch des 38,2 %-Retracementlevels bei 2.617 Punkten zum Ende der Erholung führen würde. Darunter käme das Tief bei 2.532 Punkten bzw. die 685 %-Extension der ersten gestrigen Abwärtswelle bei 2.526 Punkten als Ziel in Betracht.

Kursziele auf Basis des Februareinbruchs

Für den Abverkauf seit dem Rekordhoch bei 2.872 Punkten gibt es zwei mögliche Endpunkte: Entweder endete diese Abwärtswelle am absoluten Tief bei 2.532 Punkten oder etwas früher bereits bei 2.593 Punkten. Im zweiten Fall hätten wir es seit diesem Tief mit einer komplexen, bärischen Erholung zu tun, bei der die zweite von drei Teilbewegungen ein neues Tief produzierte.

Ein weiteres „wenn“ liegt in der Frage, ob die Erholung mit dem gestrigen Hoch bei 2.747 Punkten endete oder sich noch fortsetzen kann. Um eine Fortsetzung einzuleiten müsste der S&P jetzt allerdings bereits dynamisch über das gestrige Hoch und 2.754 Punkte ausbrechen. In diesem Fall könnte die Erholung bis 2.766 und darüber bis 2.795 Punkten ausgedehnt werden.

Geht man davon aus, dass im gestrigen Handel die nächste übergeordnete Abwärtsbewegung begonnen wurde, liegen die Ziele für die Variante der Abwärtsbewegung bis 2.532 Punkten bei 2.537 (61,8 % der Abwärtsbewegung) und 2.407 Punkten (100 % der Abwärtsbewegung).

Für die Variante des höher gelegenen Endpunktes der Abwärtsbewegung liegen sie entsprechend bei 2.575 Punkten und 2.467 Punkten. Da es sich aber um eine bärische Variante handelt, die durch das tiefere Korrekturtief für die enorme Stärke der Bären spräche, wäre das erste Ziel eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher wäre für diesen Fall auch das Erreichen der 161,8 %-Extension der ersten Abwärtsbewegung, die bei 2.295 Punkten liegt. Ein Indiz für die Aktivierung dieser Variante wäre entsprechend ein dynamischer Einbruch unter 2.575 Punkte. Mit einem solchen tiefen Einbruch hätte der S&P 500 seine übergeordnete Aufwärtstrendlinie beinahe erreicht, die den Aufwärtstrend seit dem Tief des Jahres 2009 auf der Unterseite eingrenzt. Dieses Ziel wäre fast schon zu schön, um wahr zu sein. Könnte es doch den nächsten Startpunkt für eine mehrmonatige Rally markieren, wie dies auch bereits 2016 der Fall war, als der Index kurz vor der Trendlinie wieder nach Norden abdrehte.

E.ON - Noch ist ein wenig Platz!

Noch liegen die Durchschnitts-Kursziele der Analysen für E.ON bei über 10 EUR. Wird es in den nächsten Wochen Abstufungen geben?

Die E.ON-Aktie dürfte in den vergangenen Wochen eine der ganz großen Enttäuschungen im Dax gewesen sein. Anfang November wurde diese zu Kursen bei 10,81 EUR gehandelt, fiel von diesem Niveau aber bis auf ein Tief bei 7,87 EUR zurück. Dieser spricht einem Abschlag von über 25 %, und erst an der Unterstützung bei 7,99 EUR konnte in den vergangenen Tagen eine spürbare Erholung eingeleitet werden. Diese darf sich noch bis in den Preisbereich von 8,85-9,35 EUR fortsetzen. Dort treffen die Käufer jedoch auf einen großen Widerstandsbereich, an dem mit einem Abprallen nach unten zu rechnen ist. Das erste größere Ziel läge erneut in der Unterstützung bei 7,99 EUR. Kann diese nicht halten, drohen weitere Kursverluste in Richtung 7 EUR.
Optional stellt die aktuell noch als Erholung eingestufte Aufwärtsbewegung das erste Standbein einer möglichen Bodenbildung dar. Dieser muss jedoch ein zweites Standbein und/oder ein nachhaltiger Anstieg über ca. 9,50 EUR folgen, um den Boden zu vollenden. Ausgeschlossen ist eine solche Entwicklung natürlich nicht, momentan jedoch nicht favorisiert.

Seit kurzer Zeit können Sie im Charting von Guidants auch die klassischen Analystenziele einblenden lassen. Im Mittel sehen Analysten den fairen Wert von E.ON bei 10,42 EUR. Sollte sich das bärische Szenario durchsetzen, dürfte es in den kommenden Wochen Abstufungen geben.

AIXTRON – Ausbruchsversuch

Noch in der vorletzten Woche befand sich Aixtron in einer kritischen Lage. Die Aktie befreite sich aber aus dieser.
Aixtron befindet sich seit einem Tief bei 3,00 EUR aus dem Dezember 2016 in einer starken Aufwärtsbewegung. Diese Bewegung führte im September 2017 zum Ausbruch über den Abwärtstrend seit April 2012. Anschließend kletterte der Aktienkurs des Anbieters von Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie bis auf 15,19 EUR. Von dort aus setzte die Aktie auf den gebrochenen Abwärtstrend zurück und lief danach in einer Range zwischen 11,86 und 13,46 EUR seitwärts.
In dieser Woche kommt es zu einem Ausbruchsversuch aus dieser Range nach oben. Bereits in den letzten beiden Handelstagen schloss die Aktie über 13,46 EUR. Heute kommt noch einmal Unterstützung durch eine Hochstufung durch die Deutsche Bank. Diese bewertet Aixtron mit Buy und erhöht das Kursziel von 12 EUR auf 18 EUR.

Etabliert sich Aixtron tatsächlich über 13,49 EUR, dann bestünde eine gute Chance auf eine weitere Aufwärtsbewegung in Richtung 15,19 EUR und später an den langfristigen Abwärtstrend seit dem Allzeithoch aus dem Jahr 2000. Dieser Trend liegt aktuell bei ca. 17,72 EUR. Ein Rückfall unter 13,46 EUR wäre aber ein negatives Zeichen und würde vermutlich zu Abgaben bis 11,86 EUR führen.

Platin: Dynamik spricht für die Käuferseite

Platin zieht in dieser Woche in Richtung des Widerstands bei 1.020 USD an. Mit dem aktuellen Schwung könnte den Bullen diesmal sogar der Ausbruch gelingen.
Widerstände: 990 + 1.020 + 1.043 
Unterstützungen: 967 + 920 + 900
Rückblick: Im Rahmen des steilen Anstiegs der letzten Wochen erreichte Platin den Widerstand bei 1.020 USD, setzte dort jedoch zurück, ohne die Hürde nennenswert überschritten zu haben. Anschließend kam es zu einer Korrektur der Kaufwelle, die jedoch sehr früh gestoppt wurde. Ausgehend von der Unterstützung bei 967 USD zog der Wert in den letzten Tagen erneut in Richtung der Verlaufshochs an und überwand dabei auch den Zwischenwiderstand bei 990 USD. Jetzt gilt es für die Bullen, das positive Momentum zu nutzen.

Charttechnischer Ausblick: Verbleibt das Edelmetall jetzt über der 990 USD-Marke, wäre die erste Etappe auf dem Weg zur 1.020 USD-Marke erfolgreich verlaufen. In der Folge dürfte der Wert an die Jahreshochpunkte klettern. Dort ist nochmals mit Abgabedruck zu rechnen. Wird die 1.020 USD-Marke im Anschluss durchbrochen, käme es zu einer Kaufwelle bis 1.043 USD, die sich schließlich bis 1.066 USD ausdehnen dürfte.

Fällt Platin dagegen wieder zurück, käme die Unterstützung bei 967 USD wieder in den Fokus. Dort hätten die Bullen die Chance einen Boden auszubilden und den nächsten Angriff zu starten. Abgaben unter die Marke würden dagegen für einen Rückfall bis 941 USD sorgen.

DONCHIAN CHANNEL - Meisterindikator der Turtle Trader

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Donchian Channel und ich war einmal eine Tradingberühmtheit! Die Turtles verdienten mit mir Millionen!
Der Donchian Channel ist ein Indikator in der Chartanalyse, der nach seinem Erfinder Richard Davoud Donchian benannt wurde. Als solcher zeichnet er, wie der Name schon vermuten lässt, einen Preiskanal, der jeweils den höchsten und tiefsten Kurs der letzten „n“ Tage beinhaltet. Die Anzahl der Tage bzw. Kerzen - schließlich kann der Indikator in Charts aller Zeitebenen verwendet werden - ist vom Trader selbst festzulegen.

In Guidants ist der Indikator unter dem Namen HighestHigh/Lowest Low zu finden und besitzt eine Standardeinstellung von 10 Perioden.

Der Donchian als Erfolgsbasis der Turtles!
Populär dürfte der Indikator vor allen Dingen durch die Anwendung im Rahmen des Turtle-Trader-Programms geworden sein. Zwei der damals erfolgreichsten Trader, Richard Dennis und William Eckhardt, führten in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Diskussion darüber, ob man Trader ausbilden kann oder ob diese "geboren" werden. Da man sich nicht einigen konnte, entschied man sich, es auszuprobieren.

Das Projekt Turtle Trader, bei dem letztlich aus über 1.000 Personen weniger als ein Prozent ausgewählt wurden, um diese zum Trader auszubilden, war geboren. Dabei wurde im Rahmen des Programms eine etwas modernisierte Interpretation des Donchian-Channels verwendet und da sowohl Dennis als auch Eckhardt sowie ihre Schüler zum Teil sehr erfolgreich waren, interessierte sich zunehmend auch die breite Anlegerschaft verstärkt für den Indikator.
Optionen und Anwendungen!
Heutzutage wird der Indikator in nahezu jedem Chartprogramm angeboten. Neben der Möglichkeit, die Periodenlänge zu bestimmen, bieten einige Tools auch noch die Option, den Indikator zeitlich zu versetzen. Zudem findet der Indikator auch Anwenfung in anderen Werkzeugen, wie beispielsweise im Ichimoku.

Inhaltlich zeigt der Indikator wie bereits geschrieben, das höchste Hoch und tiefste Tief der vom Trader eingestellten Periodenlänge an. Zudem lässt sich über die Breite des Kanals auch die Schwankungsbreite bestimmen, die in diesem Zeitraum vorgeherrscht hat. In diesem Zusammenhang bietet sich der Indikator auch als Volatilitätsmaß an.

Neben analytischen Aussagen zur Schwankungsbreite oder den höchsten und tiefsten Kursen kann der Donchian-Channel auch als Basis für ein Handelssystem genutzt werden.

Die Turtle Trader haben es schließlich vorgemacht. Aus dem Indikator lassen sich sowohl Einstiegs- als auch Ausstiegssignale ableiten. Gehandelt werden können Ausbrüche aus dem Kanal, als auch ein antizyklisch orientiertes Trading, bei dem nach Ausbrüchen die Gegenseite gehandelt wird, um auf einen Rücklauf in den Kanal bzw. zur anderen Seite zu spekulieren. Dieser Ansatz wurde zum Teil immer populärer, nachdem man feststellte, dass das System der Turtle Trader in der damaligen Form kaum noch Profite abwarf. Passenderweise wurden diese konträren Ansätze unter dem Begriff Turtle Soup bekannt, da man konträr zu den Turtles handelte und diese quasi „abkochte“. Abbildung 2 fast verschiedene Ansätze zusammen.

Zusammenfassung!
Der Donchian-Channel ist ein klassisches Instrument der Chartanalyse und des Tradings. Als solcher kann er sowohl für analytische Zwecke, als auch zum direkten Handel eingesetzt werden.

Mit zunehmender Computerisierung hat sich jedoch auch gezeigt, dass der Indikator nicht mehr ganz so erfolgreich ist, wie noch zu seinen Glanzzeiten in den 80er Jahren. Wie so oft sollten Anleger vorsichtig sein, wenn sie den klassischen Anwendungsregeln älterer Indikatoren folgen. Diese bieten meist nur kleine, oftmals sogar gar keine Vorteile mehr. Diese pauschale Aussage auf Basis eigener Erfahrungswerte gilt es in Form weiterer Artikel für den Donchian-Channel zu überprüfen. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Erfolg und gutes Gelingen,
Ihr Rene Berteit

Disclaimer

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW07

 

DAX - Die Bullen versuchen es zumindest

Im Bereich der potenziellen Flaggenoberkante beendete der DAX gestern seine Erholung und kippte wieder nach unten. Dank dynamisch steigender US Indizes startet er heute freundlich und testet nochmal das gestrige Hoch, wo es wieder zu Gewinnmitnahmen kommt. Neue Impulse für die Bullen würde ein Ausbruch über die Hochs von heute und gestern liefern, dann könnte es zu einer eine Fortsetzung der Aufwärtswelle bis 12.630 - 12.650 und 12.745 - 12.800 Punkte kommen. Übergeordnete Kaufsignale müssen mit einer nachhaltigen Rückkehr über 12.800 abgewartet werden.

Die bärische Variante einer jetzt abgeschlossenen, dreiwelligen Flaggenkorrektur steht ebenfalls noch im Raum. Rutscht der DAX jetzt unter 12.260 ab, erhöhen sich die Chancen der Bären. Die Flaggenunterkante liegt dann als Abwärtsziel bei 12.130, deren Bruch würde ein Verkaufsignal mit Ziel am Unterstützungsbereich bei 11.860 - 11.880 Punkten liefern.

 

 

ZALANDO – Rückfall wird wettgemacht

In der letzten Woche schien das Chartbild der Zalando-Aktie zu kippen. Aber in dieser Woche kontern die Käufer.
Zalando befindet sich seit November 2014 in einer Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung kletterte der Onlinehändler bis Juni 2017 auf ein Hoch bei 45,48 EUR. Danach schwenkte die Aktie zunächst in eine Seitwärtsbewegung ein. Mitte Januar brach sie über 45,48 EUR nach oben aus, was zunächst zu einem Aufwärtsschub auf 49,90 EUR führte. Von dort aus fiel der Wert wieder zurück. In der letzten Woche kam es sogar zu einem Rückfall unter 45,48 EUR, der aber in dieser Woche bereits wieder gekontert wird. Die Aktie zieht mit einer langen weißen Kerze über 45,48 EUR an.

Damit besteht nun die Chance auf eine Fortsetzung der übergeordneten Rally seit November 2014. Zalando könnte an die obere Begrenzung dieser Bewegung ansteigen, welche aktuell bei 53,21 EUR verläuft. Ein Rückfall unter das Tief aus der letzten Woche bei 43,61 EUR würde aber die Hoffnungen der Bullen zerstören. In diesem Fall müsste mit Abgaben bis ca. 39,80 oder sogar 32,00-31,00 EUR gerechnet werden.

AUMANN - Gelingt hier die Trendwende?

Ein mittelfristig schwacher Wert ist die Aktie des Elektromotoren-Herstellers Aumann. Mit dem bullischen Reversal und dem starken Anstieg in dieser Woche kommen aber Turnaround-Fantasien ins Spiel.

Innerhalb des flachen Abwärtstrendkanals kam es Anfang Februar zu einem Abverkauf an die Unterkante sowie die flache Aufwärtstrendlinie. Von dieser Kreuzunterstützung prallt der Wert jetzt deutlich nach oben hin ab. Die Erholung nähert sich der zentralen Hürde bei 65,00 - 67,00 EUR. In diesem Bereich notieren diverse Widerstandselemente. Erst mit einem nachhaltigen Ausbruch über diesen Preisbereich entstehen erste Kaufsignale. Bis dahin sind Longengagements mit Vorsicht zu genießen. Das im Chart blau eingezeichnete Bullenszenario ist spekulativ und an klare Bedingungen geknüpft. Idealerweise fällt der Wert jetzt nicht mehr unter 58,95 per Tagesschluss, um einen erneuten Test der Jahrestiefs zu verhindern. Mit neuen Tiefs wird eine weitere Abwärtswelle bis 52,11 oder 49,80 EUR wahrscheinlicher.

 

GOLD: Neue Jahreshochs in Reichweite

Der Goldpreis stoppte seine kurzfristige Korrektur in der vergangenen Woche noch vor der Unterstützung bei 1.301 USD und fand anschließend wieder in den Rallymodus der letzten Monate zurück. Jetzt greifen die Bullen nach dem Jahreshoch und einem mittelfristigen Kaufsignal.

Widerstände: 1.366 + 1.385 + 1.408 
Unterstützungen: 1.301 + 1.285 + 1.265 

Rückblick: Mit der Rückeroberung der markanten Unterstützung bei 1.265 USD und dem anschließenden Ausbruch über eine kurzfristige Abwärtstrendlinie setzte sich beim Goldpreis Mitte Dezember eine Kaufwelle in Gang, die über den Widerstand bei 1.355 USD führte. Ende Januar wurde die zu diesem Anstieg gehörende Aufwärtstrendlinie unterschritten und Gold korrigierte an den Support bei 1.301 USD. Diese Korrektur verlief in Form einer bullischen Flagge, die zuletzt dynamisch nach oben verlassen wurde. Diese Kaufwelle sorgt aktuell für einen Anstieg über die 1.355 USD-Marke. Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig könnte es zu einem Rücklauf an die Unterstützung bei 1.345 USD kommen, ehe der Goldpreis über die bisherigen Verlaufshochs ausbrechen und das nächste Ziel bei 1.385 USD erreichen dürfte. Darüber könnte sich die Rally der letzten Tage direkt bis 1.408 USD ausdehnen. Oberhalb dieser Hürde wäre mittelfristig sogar ein Anstieg bis 1.445 USD möglich. Der Aufwärtsimpuls seit Anfang Februar wäre dagegen unterbrochen, falls das Edelmetall unter 1.325 USD zurücksetzt. In der Folge dürfte die Unterstützung bei 1.301 USD nochmals getestet werden. Dort könnte ein weiterer Anstieg einsetzen. Abgaben unter die Marke hätten dagegen Verluste bis 1.285 USD zur Folge.

 

Korrelation - Euro bremst DAX? Wirklich?

Korrelationen werden gerne genutzt, um Bewegungen zu erklären und Prognosen zu untermauern. Aber Vorsicht! Wer zu viel erwartet, könnte bitter enttäuscht werden!

In den vergangenen Wochen kam die Frage auf, ob es vielleicht am starken Euro liegen könnte, dass der Deutsche Aktienindex nach oben nicht in Schwung kommt. Eine durchaus berechtigte Frage, die immer wieder einmal gestellt wird. Trader und Anleger lechzen gleichermaßen nach Begründungen. Oftmals werden diese aber im ungünstigsten Falle aus der Luft gegriffen, nur um eine Begründung nennen zu können. Irgendetwas findet sich schließlich immer - auch argumentativ. Natürlich lässt sich selbst bei solchen Problemfällen nicht zweifelsfrei beweisen, dass die Begründung falsch ist, schließlich muss keiner von uns bei der Aufgabe einer Order seinen Beweggrund angeben. Nur so ließe sich letztlich aber ganz klar nachvollziehen, warum an der Börse dies oder jenes passiert - oder eben nicht.

In der Regel werden jedoch Begründungen herangezogen, die zumindest in Ansätzen Bestand haben. Dazu zählt auch die Korrelation zwischen dem Dax und dem Euro. Es ist jedoch sehr spannend, wie schnell der Korrelationszusammenhang verwässert und verallgemeinert wird. Ohne Zweifel gibt es Phasen, in denen Euro und Dax gegensätzlich verlaufen. Man spricht von negativer Korrelation und in diesen Phasen ließe sich durchaus argumentieren, dass der starke Euro Schuld daran ist, dass der Dax schwächelt.

Auch Korrelationen verändern sich!

Dummerweise sind auch Korrelationen kein in Stein gemeißeltes Konzept und nichts ist für einen "Beweis" besser geeignet, als die Entwicklung des Euro und des Dax in den letzten zwölf Monaten. Wie Sie unschwer auf dem folgenden Chart erkennen können, haben beide eine positive Performance in ähnlicher Größenordnung im letzten Jahr hinlegen können. Den größten Teil der Zeit liefen beide Werte Hand in Hand in die gleiche Richtung. Lediglich im Spätsommer/Herbst gab es mal relativ eindeutig gegenläufige Effekte.

Genau dieses Spiel macht auch die Korrelation zu einem Indikator wie jeden anderen. Ohne Zweifel kann man um diese herum ein erfolgreiches "Handelssystem" aufbauen. Letztlich aber wird man auch bei der Anwendung der Korrelation auf die gleichen Probleme stoßen. Es gibt Phasen in denen die Regeln perfekt funktionieren, in anderen Phasen haben sie ihre Schwierigkeiten oder es trifft genau das Gegenteil zu. Dementsprechend gilt es vor der Anwendung immer wieder abzuklären, in welcher Phase man sich gerade befindet und selbst dies ist natürlich kein Garant dafür, dass es auch in Zukunft so bleiben wird. Im Gegenteil. Jeder Trader sollte sich darauf einstellen, dass früher oder später die Logik zumindest zeitweise nicht mehr funktioniert. Im besten Fall verliert man in dieser Phase jedoch weniger, als man zuvor gewonnen hat.

Aber die Exporte werden doch teurer!

Abschließend sei an dieser Stelle auch noch ein kleiner Blick auf die fundamentale Seite erlaubt. Schließlich wird gerade mit Blick auf die Korrelation zwischen Dax und Euro gerne argumentiert, dass Deutschland eine Exportnation ist und dementsprechend ein starker Euro die Exporte dämpft und Importe erhöht. Wird ins Ausland weniger exportiert, setzen Unternehmen weniger ab, was wiederum den Gewinn schmälert. Klingt auf den ersten Blick logisch, ist aber kein Gesetz! Diese pauschale Aussage ignoriert zum Beispiel, dass ein großer Teil der deutschen Exporte ins europäische Ausland gehen, wo keine Wechselkursrisiken bestehen (ein Grund für die Gründung der EU). Zudem hat jedes exportabhängige Unternehmen Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Schließlich können auch diese ihre Geschäfte am Währungsmarkt hedgen und so Währungsschwankungen entgegenwirken. Ebenfalls nicht zu vergessen ist, dass die Warenexporte (Handelsbilanz) nur den kleinsten Teil der Währungsbilanz darstellen. Den größten Teil bilden Finanztransaktionen. Also selbst wenn die Exportproblematik tatsächlich immer gegeben wäre, könnten deren Effekte durch die viel größeren Transaktionen im Finanzsektor überlagert werden. Dies sind nur einige Punkte, die man im Rahmen einer Argumentation anführen kann.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW06

 

DAX: Erneut unter Druck

Am Donnerstagnachmittag geriet der DAX® wieder unter Beschuss. Dabei mussten die deutschen Standardwerte das alte Rekordhoch vom April 2015 bei 12.391 Punkten sogar wieder preisgeben. Diese Entwicklung führt Anlegern erneut vor Augen, dass sich die charttechnische Ausgangslage zuletzt deutlich eingetrübt hat und das Aktienbarometer weiterhin auf der Suche nach einem neuen Marktgleichgewicht ist. Aus dem zuletzt vielfach beschriebenen Doppeltopp – definiert durch die Hochs bei 13.526/97 Punkten – ergibt sich ein kalkulatorisches Abschlagspotential von rund 800 Punkten.

Ein Ausschöpfen dieses Kurspotentials auf der Unterseite würde perspektivisch sogar ein Wiedersehen mit dem Tief vom August 2017 bei 11.869 Punkten implizieren. Die Bedeutung dieser Haltemarke wird durch den Aufwärtstrend seit Anfang 2016 (akt. bei 11.862 Punkten) zusätzlich untermauert. Das neue Verlaufstief (12.187 Punkte) signalisiert dabei, dass die Bären derzeit am längeren Hebel sitzen. Erst ein Schließen der Kurslücke vom 5. Februar (obere Gapkante bei 12.782 Punkten) würde eine Revision dieser Einschätzung nötig machen. Schließlich wäre dann nicht nur die 200-Tages-Linie (akt. bei 12.754 Punkten) zurückerobert, sondern auch das o. g. Doppeltopp negiert.

E.ON – Wann endet der Abverkauf?

Die E.ON-Aktie musste zuletzt massive Verluste hinnehmen. Ist langsam ein Boden in Sicht oder geht der Abverkauf noch weiter? E.ON markierte am 09. November 2017 ein Hoch bei 10,81 EUR. Seit diesem Hoch gibt die Aktie deutlich nach. Nach dem endgültigen Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends hat sich der Abverkauf in den letzten Tagen deutlich beschleunigt. Aktuell nähert sich der Wert der Unterstützung bei 7,82 EUR an. Diese Marke hatte in 2016 lange Halt gegeben und wurde erst mit der Abspaltung von Uniper gebrochen.

Im Bereich um 7,82 EUR könnte die Abwärtsbewegung zumindest für einige Tage pausieren. Ein Bounce in Richtung des kurzfristigen 38,2 % Retracements bei 8,39 EUR ist möglich. Aber das wäre nur eine kleine Erholung innerhalb des intakten Abwärtstrends. Sollte der Wert allerdings unter 7,82 EUR abfallen, dann würden weitere Abgaben in Richtung 7,39 und sogar 6,90 EUR drohen.

CARL ZEISS MEDITEC – Wichtiger Unterstützungsbereich hält bisher

Carl Zeiss Meditec befindet sich in einer Konsolidierung, könnte aber bereits das Tief gesehen haben. Die Aktie von Carl Zeiss Meditec überzeugt seit vielen Jahren mit einer starken Performance. Seit August 2015 steigt sie innerhalb eines Trendkanals an. Im Mai 2017 durchbrach sie ihr altes Allzeithoch aus dem Jahr 2000 bei 43,09 EUR und kletterte anschließend auf das aktuelle Allzeithoch bei 55,25 EUR. Mit diesem Hoch scheiterte die Aktie des Medizintechnikunternehmens an der Oberkante des Trendkanals seit August 2015. Zuletzt gab der Kurs der Aktie deutlich nach. In dieser Woche fiel er kurzzeitig in den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 47,78 und 46,64 EUR zurück. Dieser Bereich wird bisher gehalten.

Solange Carl Zeiss Meditec über diesen Bereich zwischen 47,74 und 46,64 EUR notiert, besteht eine gute Chance auf eine weitere Rally in Richtung 55,25 oder sogar 60 EUR. Sollte der Wert allerdings unter 46,64 EUR abfallen, würden weitere Abgaben in Richtung 43,09 und vielleicht sogar 37,57 EUR drohen.

Platin: Korrektur trifft auf Unterstützung

Der Platinpreis konsolidiert seinen einigen Tagen den steilen Anstieg seit Mitte Dezember. Aktuell erreicht er dabei ein Kurslevel, an dem der nächste Anstieg starten könnte. Widerstände: 990+1.020+1.043 Unterstützungen: 967+920+900 Rückblick: Der Platinkurs stieg in den vergangenen Wochen bis an das Vorjahreshoch bei 1.022 USD und stoppte auf seine steile Aufwärtsbewegung auf diesem Niveau. Nach dem Bruch einer steilen Aufwärtstrendlinie setzte das Edelmetall zunächst an den Support bei 990 USD zurück, der allerdings unterschritten wurde. Damit dehnte sich die Zwischenkorrektur bis an die Unterstützung bei 967 USD aus, welche im gestrigen Handel erreicht wurde. Ausgehend von dieser Marke könnte sich der Aufwärtstrend jetzt fortsetzen.

Charttechnischer Ausblick: Sollten die Bullen die Gegenbewegung an der 967 USD-Marke stoppen, käme es zu einem Anstieg bis 990 USD. An dieser Marke wäre mit einer erneuten kurzen Korrektur zu rechnen. Bricht das Edelmetall dagegen über die Hürde aus, wäre die Wiederaufnahme der Rally der Vorwochen mit einem Aufwärtsimpuls bis 1.020 USD die Folge. Oberhalb dieser Hürde könnte der Wert bereits bis 1.043 und 1.066 USD klettern. Fällt Platin dagegen unter 967 USD zurück, dürfte sich die Korrektur bis 941 USD ausdehnen, ehe sich hier der nächste Anstieg anbahnen kann.

 

Trendtrading - Ein paar Tipps & Tricks!

Gerade für private Trader erscheint das Trendtrading lukrativ. Werfen wir einen kleinen Blick auf dieses und arbeiten wesentliche Merkmale heraus, die Sie als Trendtrader wissen sollten! Das Konzept des Trends kommt in Weisheiten wie „the trend is your friend“ zum Ausdruck und dürfte jedem Anleger und Trader vertraut sein. Bestimmen lässt sich ein Trend auf unterschiedlichsten Wegen, beispielsweise über Trendlinien, Indikatoren wie gleitenden Durchschnitten oder auch rein Markttechnisch.

Welche Vorteile bietet der Handel in Trendrichtung? Orientieren sich Anleger am Trend und gehen nur Positionen in Trendrichtung ein, sollen damit diverse Vorteile gesichert werden. Zum einen hört und liest man immer wieder, dass eine Trendfortsetzung wahrscheinlicher als eine Umkehr ist. Zudem soll das Potenzial (CRV) in Richtung des Trends größer sein. Zusammengenommen ergibt dies Tradingchancen, die einfach besser zu sein scheinen. Mathematisch formuliert haben sie den höheren Erwartungswert. Trendhandel vs in Trendrichtung handeln! Bisher haben wir lediglich beleuchtet, in welche Richtung ein Trade mehr Sinn macht. Sofern ein Trade eröffnet wurde, stellt sich jedoch die Frage, wie mit diesem umzugehen ist. Dem Trader stehen dafür verschiedene Optionen zur Verfügung. Er kann sich entscheiden, einen kurzfristigen Scalptrade zu platzieren, oder aber seinen Trade als Swingtrade bzw. Trendtrade zu managen. Während der Scalptrader relativ schnell nach seinem Einstieg wieder aussteigt und nicht bereit ist, Gegenbewegungen gegen seinen Trade zuzulassen, ist der Trendtrader am gegenüberliegenden Spektrum zu finden. Ein Trendtrader versucht eine möglichst große Bewegung (großes CRV) zu ertraden und ist dafür auch bereit, zwischenzeitliche Korrekturen auszusetzen. Im Grunde möchte dieser den Trend so lange reiten, solange dieser intakt ist. Als Swingtrader sind sie irgendwo mittendrin angesiedelt. Die folgende Grafik soll die Unterschiede im Management der Position verdeutlichen:

Ausgehend von diesem Vergleich scheint erneut der Trendtrader die besseren Karten zu haben, schließlich erzielte er hier den größten Gewinn. Dies stimmt so jedoch nur bedingt, denn die anderen beiden Trainingstile kompensieren den früheren Ausstieg mit einer höheren Tradingsfrequenz. Innerhalb eines Trends werden Swing- und Scalptrader viel häufiger aktiv und können so in einer Vergleichsperiode ähnlich hohe Renditen erzielen.

Trendtrading – ein paar wichtige Fakten! Wie bereits angedeutet, hat das Trendtrading trotzdem einige Vorteile. Wir können zwar nicht per se sagen, dass es der bessere oder gar der beste Tradingstil ist, aber gerade für viele private Trader scheint diese Art des Handelns interessant. Sofern Sie sich für das Trendtrading entscheiden, sollten Sie noch einige Dinge beachten:

  1. Kein Trend hält ewig! Auch wenn die größeren Chancen im Allgemeinen in Trendrichtung zu finden sind, sollte dies nicht damit verwechselt werden, dass die Kurse ewig in die gleiche Richtung weiterlaufen. Innerhalb eines Trends gibt es Korrekturen und früher oder später auch eine Trendwende.
  2. Die ganz großen Trends sind die Ausnahme! Jeder Trendtrader träumt von ihnen, den ganz großen Trends. Nach dem Einstieg verdoppeln, verdreifachen oder verzehnfachen sich die Kurse, ohne größere Gegenbewegungen zu vollziehen. Ohne Zweifel treten solche Trends immer wieder auf, sie sind jedoch eher die Ausnahme denn die Regel.
  3. Je größer das Kursziel, desto kleiner die Wahrscheinlichkeit! Diese simple und logische Erkenntnis sollte Trendtrader nie aus den Augen verlieren, denn sie hat Einfluss sowohl auf den Einstieg in eine Position als auch auf das Positionsmanagement. In Kombination mit den vorangegangenen Punkten macht es beispielsweise keinen Sinn, in einem bereits weitgelaufenen Trend einzusteigen und nochmals darauf zu hoffen, dass sich die Kurse verdoppeln und verdreifachen. Wer spät in einen Trend einsteigt, sollte seinen Trade eher ins Swingtrading verlagern. Wer hingegen große Trends handeln möchte, wird zum Bottomfischer. Ein Trendtrader versucht also früh in einen Trend einzusteigen.
  4. Als Trendtrader müssen Sie sicherstellen, keinen der großen Trends zu verpassen! Ein typisches Kennzeichen für Trendtrading ist die eher moderate Trefferquote. Dies ergibt sich unmittelbar aus den vorangegangenen Punkten. Wir haben bereits festgestellt, dass es für einen echten Trendtrader wichtig ist, möglichst früh in einen Trend einzusteigen. Trendtrader werden zu Bottomfisher und als solcher wird man unter Umständen einige Versuche brauchen, um den großen Trend zu erwischen. Einige Bodenbildungen scheitern, andere ziehen nur moderate Trends nach sich etc. Dementsprechend enden viele Trades leicht im Minus, Plus/Minus Null oder mit leichtem Gewinn. Nur wenige Trades aber bringen den ganz großen Profit. Ein Trendtrader kann es sich im Grunde nicht leisten, diese Trades zu verpassen.
  5. Ihre Persönlichkeit muss passen! All die Vorteile des Trendtradings nützen Ihnen nichts, wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihrer Strategie zu folgen. Als Trendtrader müssen Sie Voraussetzungen wie Geduld und Kapital mitbringen. Sie müssen auf Ihre Trades warten können und sollten über ausreichend Kapital verfügen, um dieses zu streuen. Sie müssen verlieren können, Vertrauen haben und viele Dinge mehr, um das Trendtrading erfolgreich zu meistern. Waren die bisher angeführten Punkte rein "technischer" Natur, geht es hier ans Eingemachte! Das ist in der Regel der Punkt, an dem die meisten Trader scheitern!

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW05

 

In diesen Märkten hat die Party am Aktienmarkt erst begonnen

Es gibt ja bekanntlich große Skeptiker unter den Marktteilnehmern, was die Bewertung diverse Aktienmärkte angeht. Dies gilt vor allem für den US-Markt. Trotzdem kann die Party erst am Anfang stehen...

... nicht allerdings am US-Markt. Dort halten viele die Aufwärtsbewegung für ausgereizt und irrational. Auch mit Steuerreform und den dadurch steigenden Gewinnen, sowie weiterhin solidem Wirtschaftswachstum und einem schwächeren Dollar sind US-Aktien deftig bewertet. Wenn man alle Faktoren (Steuern, Dollar, Wachstum) zusammennimmt und das derzeitige KGV entsprechend korrigiert, sind US-Aktien im internationalen Vergleich immer noch teuer.

Mit den positiven Effekten sind amerikanische Unternehmen nicht mehr hoffnungslos überbewertet. Das muss man fairerweise sagen. Das ändert jedoch nichts daran, dass sie im internationalen Vergleich das Nachsehen haben.

Wie sehr der US-Markt andere Märkte outperformt hat, zeigt Grafik 1. Dargestellt ist der S&P 500 sowie der MSCI World exklusive US-Aktien. Der S&P 500 hat das Hoch aus 2007 deutlich hinter sich gelassen. Das kann man von den anderen Börsen nicht behaupten. Das Vorkrisenniveau ist immer noch nicht erreicht.

Immerhin ist es dem Index nun gelungen, aus der Seitwärtsrange seit 2010 nach oben auszubrechen. Das nächste Ziel ist das bisherige Allzeithoch. Danach muss man weitersehen. Es macht aber durchaus Sinn, von einer größeren Bewegung auszugehen.

Die Outperformance des US-Marktes ist relativ neu. Betrachtet man die Indizes in einem längeren Zeitfenster, so zeigt sich, dass sie in der Vergangenheit mehr oder minder eine ähnliche Performance auswiesen. Die extreme Divergenz der letzten Jahre ist da schon etwas merkwürdig.

Viele S&P 500 Unternehmen erzielen inzwischen 1/3 bis 2/3 ihres Umsatzes und Gewinns im Ausland. Der Gewinn wird gesteigert, wenn das Geschäft im Ausland brummt. Wieso dann aber nur das Geschäft bei amerikanischen Unternehmen brummen sollte und nicht bei den lokalen Firmen, erschließt sich überhaupt nicht. Es macht keinen Sinn.

Vielmehr haben Anleger US-Aktie präferiert, weil es der US-Wirtschaft lange Zeit deutlich besser ging als z.B. vielen Euroländern. Inzwischen ist das nicht mehr der Fall. Anleger haben das allerdings noch nicht wirklich realisiert und folgen dem Trend der letzten Jahre. Das ist für Anleger eine Chance, weil noch einige Märkte viel Aufholbedarf haben.

Die Ländergewichtung des MSCI ex. US ist in Grafik 2 dargestellt. Darunter befinden sich auch Länder, die durchaus eine gute Performance ausweisen konnten. Man denke nur an Japan. Es gibt jedoch auch viele Märkte, die nicht so recht vorangekommen sind. Der Schweizer Markt schiebt sich erst jetzt ganz langsam in Richtung eines neuen Allzeithochs.

In den Niederlanden ist dieser Moment noch beinahe 20 % entfernt. Das ist schon bemerkenswert, denn im Gegensatz zu Spanien und Italien war der holländische Markt nie in einer so tiefen Krise. Von Spanien und Italien muss man gar nicht erst reden. Hier sind die Allzeithochs nicht einmal in Reichweite, selbst wenn man sich extrem danach streckt.

Kurz gesagt: der Rest der Welt boomt inzwischen so sehr wie die USA. Die Aktienmärkte spiegeln das bisher nicht wider. Hier hat die Party noch gar nicht begonnen. Für Anleger ist das eine Chance.

EUR/USD-Tagesausblick - Das Beste kommt immer zum Schluss!

Tagesausblick für Freitag, 02. Februar 2018: EUR/USD drehte gestern auf den Pip genau an der Unterstützung bei 1,2384 USD nach oben. Zum Abschluss der Handelswoche steht der Arbeitsmarktbericht in den USA im Fokus.

Rückblick: EUR/USD drehte im gestrigen Handel auf den Pip genau auf der herausgearbeiteten Unterstützung bei 1,2384 USD und schoss in der Folge förmlich nach oben. Nachdem der Trigger bei 1,2430 USD überschritten war, arbeitete das Währungspaar das Kursziel bei 1,2475 USD locker ab. In der Spitze wurden sogar 1,2523 USD erreicht.

Charttechnischer Ausblick: Die Konsolidierung seit dem gestrigen Hoch ist eher trendbestätigend zu werten. Wird der kurzfristige Abwärtstrend bei 1,2500 USD überschritten, winkt ein Angriff auf das Mehrjahreshoch bei 1,2538 USD. Bereits die Marke von 1,2494 USD erweist sich kurzfristig als Unterstützung. Weitere Supports liegen bei 1,2475 und 1,2450 USD. Wird EUR/USD unter 1,2450 USD abverkauft, könnte der Verkaufsdruck dagegen wieder zunehmen mit Zielen bei 1,2430 und 1,2384 USD. Der heutige große Arbeitsmarktbericht in den USA dürfte um 14:30 Uhr das Zünglein an der Waage darstellen.

GOLD-Tagesausblick: Die "magnetische" Aufwärtstrendlinie

Tagesausblick für Freitag, 02. Februar 2018: Trotz der massiven Aufwärtsbewegung der letzten Wochen verläuft die Korrektur beim Goldpreis ohne grösseren Abwärtsdruck. Die Bullen haben das Jahreshoch weiter fest im Visier und dürften das Edelmetall in Kürze über diese Kurshürde antreiben.

Rückblick: Der Goldpreis zog in den vergangenen Wochen in einer massiven Aufwärtsbewegung über die Hürden bei 1.265 und 1.301 USD an und neutralisierte damit die vorherige mittelfristige Korrektur. In der Spitze konnte bereits das Hoch bei 1.357 USD überschritten werden, ehe eine volatile Seitwärtsbewegung startete. Diese führte das Edelmetall in der laufenden Woche bis 1.332 USD zurück. Dort drehte der Wert nach oben ab und steigt seither entlang der Unterseite einer steilen kurzfristigen Aufwärtstrendlinie in Richtung der Verlaufshochs an.
Charttechnischer Ausblick: Zunächst könnte die laufende Korrektur auf hohem Niveau fortgesetzt werden und Gold ein zweites Mal gen 1.332 USD und darunter bis an die solide Unterstützung bei 1.325 USD zurücksetzen. Dort sollten die Bullen den Aufwärtstrend wieder aufnehmen und das Edelmetall über die Hürde bei 1.355 USD antreiben. Die nächsten kurzfristigen Ziele auf der Oberseite liegen bei 1.375 und 1.385 USD. Wird der Goldpreis dagegen weiter von der Trendlinie "angezogen" und steigt an deren Unterseite entlang über 1.355 USD, wären diese Ziele auch ohne eine weitere Zwischenkorrektur erreichbar. Auf Sicht der nächsten Wochen dürfte man dann oberhalb von 1.385 USD mit Zugewinnen bis 1.408 USD rechnen. Wird der Bereich um 1.410 USD im Anschluß deutlich überschritten, könnte die Rally des Goldpreises mittelfristig sogar bis 1.445 USD führen.

Fällt Gold dagegen unter 1.325 USD zurück, würde sich die Korrektur der Rally bis 1.301 USD fortsetzen. Dort könnte der nächste übergeordnete Aufwärtstrend in Richtung der 1.355 USD-Marke beginnen.

DEUTSCHE BANK – Schwäche hält auch nach Zahlen an

Die Deutschen Bank steht heute erneut unter Druck. Mit einem Minus von fast 5,5% führt sie die Verliererliste im DAX mit weitem Abstand an.

Die Aktie der Deutschen Bank stand in den letzten Tagen wieder unter Druck und musste mehrere wichtige Unterstützungen aufgeben. Heute gab das Unternehmen Zahlen bekannt. Es kam zum dritten Jahresverlust in Folge. Dieses Mal liegt die Hauptursache allerdings in der US-Steuerreform.

Kurzer Blick auf die Zahlen

Die Deutsche Bank erzielte im 4. Quartal ein EBT von €1,3 Mrd. (VJ: €-0,810 Mrd) unter Analystenprognosen von €2,029 Mrd. Die Gesamterträge liegen bei €26,4 Mrd. (VJ: €30,014 Mrd.) und damit unter der Prognose von €26,852 Mrd. EUR. Die Kernkapitalquote lag im Dez. bei 14 % gegenüber Sept. 13,8 % über Prognose von 13,8 %.

Die Deutsche Bank hat im Segment Investmentbanking in Q4 weniger Erträge erwirtschaftet. Von Oktober bis Dezember seien die Erträge um 16 % auf €2,7 Mrd. zurückgegangen. Der Handel mit Anleihen und Währungen sei um 29 % und der Aktienhandel um 25 % zurückgegangen. Darüber hinaus habe das Geldhaus unter der vergleichsweise geringen Volatilität und dem schwachen Dollar gelitten.

Charttechnische Situation:

Die Aktie der Deutschen Bank befindet sich seit Mai 2007 nach einem Allzeithoch bei 92,057 EUR in einer langfristigen Abwärtsbewegung. Dabei fiel der Wert im September 2016 auf ein Tief bei 8,83 EUR. Dieses Tief lag unterhalb der Tiefs von Anfang der 1990er Jahre. Anschließend bildete der Bankwert eine inverse SKS, also eine Bodenformation aus. Diese vollendete er mit dem Ausbruch über die Nackenlinie bei 12,35 EUR im November 2016.

Anschließend kletterte die Aktie zwar auf 17,82 EUR, schwenkte danach aber in einer Seitwärtsbewegung ein. Im August 2017 fiel sie unter die Unterstützung bei 15,00 EUR ab und fiel zunächst auf 13,11 EUR ab. Anschließend erholte die Aktie sich zwar wieder deutlich, aber in dieser Woche durchbricht sie erneut den wichtigen Unterstützungsbereich um 15,00 EUR. Damit fällt die Aktie auch aus dem kurzfristigen Aufwärtstrend nach unten raus.

Trotz der Bodenformation im Jahr 2016 sind die langfristigen Abwärtstrends noch immer intakt. Mit dem Einbruch in dieser Woche kippt auch das kurzfristige Chartbild wieder. Die nächsten Auffangzonen liegen bei 13,11 und 12,35 EUR. Dort könnten die Bullen noch einmal einen Rallyversuch starten. Aber erst wenn sich die Deutsche Bank dabei wieder über 15,00 EUR etablieren würde, ergäben sich wieder Chancen auf einen Anstieg bis 17,82 EUR oder sogar darüber hinaus.

Sollte die Deutsche Bank aber unter 12,35 EUR abfallen, dann käme schnell das Tief bei 8,83 EUR wieder in Reichweite. Denn mit einem Rückfall unter 12,35 EUR wäre der Boden aus dem Jahr 2016 aufgebrochen.

 

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW04

 

DAX - Draghi schickt Index in den Keller!

Die Bullen sind in der Pflicht und die Frage, ob die Käufer noch die Kraft haben, diese Pflicht zu erfüllen, ist nach den Verkäufen seit gestern alles andere als unberechtigt.

Dank Herrn Draghi dürfen wir uns auf einen heißen Winter im DAX gefasst machen. Die gestrigen Verkäufe bringen formal zwar keine neuen Verkaufssignale auf Tagesebene mit sich, aber es wird leider auch klar, dass es für die Bullen hätte besser laufen können, vielleicht sogar müssen?

Mit Blick auf die jüngste Entwicklung ist es wahrscheinlicher geworden, doch noch einmal 12.800 Punkte und weniger in den nächsten Tagen/Wochen zu sehen. Da denkt man nach Wochen der Range und dem anschließenden Ausbruch nach oben auf ein neues Allzeithoch, es endlich wieder leichter zu haben und dann dies. Immer das gleiche mit der Börse ;-)!

Aus rein charttechnischer Sicht ergeben sich mit den heutigen Kursverlusten wieder mehr mögliche Verlaufsszenarien, nachdem zuletzt die Bullenseite dominierte. Ein Anlauf nach oben inklusive Fortsetzung des Bullenmarktes ist genauso möglich, wie die Tatsache, gerade Zeuge des letzten Aufbäumens der Bullen gewesen zu sein. Das ist wieder einmal eine dieser Situationen, in denen sich Gurus hervortun können. Mir persönlich stehen sich jedoch zu viele Verlaufsszenarien relativ gleichwertig gegenüber und in der Kombination mit der Tatsache, aktuell kein direktes Handelssetup auf Tages- bzw. Stundenebene zu haben, das eine sofortige Position erlaubt, halte ich mich lieber bedeckt und warte die nächsten Muster ab. Als Investor hingegen bliebe meine Absicherung weiterhin im Bereich bei 13.135 Punkten. Ein kurzes Stoppfischen hier wäre möglich, sofern es aber spürbar tiefer ginge, nehmen die Risiken weiter zu.

Die EZB hat ein Glaubwürdigkeitsproblem

Jede Notenbank hat ihre eigenen Probleme. Die EZB hat ein ganz besonderes. Das zeigte sich heute wieder eindrucksvoll. Die EZB bleibt ultralocker, aber Anleger reagieren, als ob die Zinsen bald durch die Decke gehen würden.

Anleger sind unglaublich bullisch, wenn es um die Geldpolitik der EZB geht. Das spiegelt sich vor allem beim Euro wider. Noch nie waren Anleger so stark long positioniert. Diese sehr einseitige Positionierung kommt nicht von ungefähr. Es wird nicht nur der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik erwartet, sondern auch gleich eine gehörige Straffung.

Aufgrund der vorherrschenden Realzinsdifferenz macht der aktuelle Euro/Dollar Kurs überhaupt keinen Sinn. Der Euro müsste zum Dollar vielmehr bei 1 als bei 1,20 stehen. Da nun aber ein radikaler Wandel der Geldpolitik erwartet wird, wird der Euro eben gekauft.

Inzwischen gehen Anleger soweit, einen ersten Zinsschritt in diesem Jahr zu erwarten. Dabei geht es nicht unbedingt um den Leitzins. Dieser steht bei 0 % und wird in diesem Jahr auch noch dort bleiben. Der Leitzins oder Hauptrefinanzierungssatz ist allerdings nicht der einzige Zinssatz, mit dem die EZB aufwartet.

Im Zentrum steht vor allem der Einlagesatz. Dieser liegt bei -0,4 %. Banken beschweren sich seit langem, dass diese Negativzinsen ihre Margen massiv schmälern. Bevor dieser Satz steigt, muss erst einmal das Wertpapierkaufprogramm beendet werden. Dies ist aktuell im September zu erwarten.

Wie Anleger auf die Idee kommen, dass dann bereits im Dezember der Einlagesatz angehoben wird, ist mir persönlich ein Rätsel. Auch wenn die EZB – wie es offiziell so schön heißt – keine Wechselkurspolitik betreibt, ist der starke Euro ein Problem und kann die Wirtschaft wieder abwürgen.

Persönlich erwarte ich nach dem Ende von QE nicht sofort einen Zinsanstieg. Die Mehrheit sieht das jedoch anders. Genau deswegen ist auch der Euro so stark. Zudem steigen auch die Langfristzinsen im Zuge dieser Erwartungen. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen verläuft parallel zur Zinserwartung. Die Anleihezinsen steigen, wenn Anleger den ersten Schritt in näherer Zukunft erwarten.

Interessanterweise haben diese Erwartungen nur bei Langfristzinsen einen Effekt. Kurzfristzinsen lassen sich kaum beeindrucken. Die Rendite einjähriger Anleihen bewegt sich trotz sich verändernder Erwartung fast gar nicht. Eigentlich sollten es die kurzfristigen Zinsen sein, die am stärksten reagieren. Das ist nicht der Fall.

Die EZB hat in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass sie die Zinsen auch nach dem Ende von QE weiterhin sehr tief lassen wird. Der Markt eilt der EZB massiv voraus. Keiner glaubt der Notenbank, dass die Zinswende so langsam sein wird wie von den Notenbankern behauptet.

Bei der US-Notenbank ist es genau umgekehrt. Hier glaubte niemand an die Zinswende. Es dauerte fast zwei Jahre bis der Markt der Notenbank abkaufte, dass es nun wirklich soweit ist. Die Fed musste Anleger praktisch zum Glauben prügeln. Die EZB hat im Gegensatz dazu alle Hände voll zu tun, um den Markt von einer sehr langsamen Zinswende zu überzeugen.

PALLADIUM-Tagesausblick: Leichte Korrektur am Allzeithoch

Tagesausblick für Freitag, 26. Januar 2018: Palladium befindet sich aktuell auf Rekordniveau. In den letzten Tagen startete jedoch eine leichte Gegenbewegung, die als Vorbereitung für die nächste mittelfristige Aufwärtsbewegung dienen sollte.

Rückblick: Die enorme Rally, die Palladium in den letzten Wochen bis auf ein neues Rekordhoch bei 1.138 USD geführt hatte, ist seit dem Erreichen dieses Höchststandes in eine Seitwärtskorrektur übergegangen. Bislang erweist sich die frühere Rekordmarke von 1.090 USD als solide Unterstützung. Dennoch wird sie aktuell von den Bären angegriffen und könnte in Kürze unterschritten werden, ohne dass dies den übergeordneten Aufwärtstrend in Frage stellt.

Charttechnischer Ausblick: Sollte Palladium unter 1.090 USD fallen, käme es zu einer Ausweitung der Korrektur bis 1.075 USD und darunter bis an die Kreuzunterstützung bei 1.052 USD. Dort dürften die Bullen wieder zuschlagen und Palladium über die 1.090 USD-Marke antreiben. Wird anschließend – ob mit oder ohne die skizzierte Zwischenkorrektur- auch die Hürde bei 1.115 USD durchbrochen, könnte die Rally direkt bis 1.150 und 1.200 USD führen.

Abgaben unter 1.052 USD würden dagegen eine Korrekturausweitung bis an die Unterstützungszone von 1.015 bis 1.028 USD auslösen. Dort sollte die Gegenbewegung enden, und ein weiterer Anstieg einsetzen.

SOFTWARE AG - Einbruch nach den Zahlen kaufen?

Massiv unter Druck gerät heute nach den Zahlen die Aktie der Software AG, welche momentan mit einem Minus von fast 8% die Verliererliste im TecDAX anführt. Allerdings erreicht der Kurseinbruch bereits interessantes Kaufniveau.

Software AG verfehlt im vierten Quartal mit einem Umsatz von €268,4 Mio (VJ: €263,9 Mio) und einem bereinigten EBITA von €98,4 Mio (VJ: €90,2 Mio) die Analystenschätzungen von €272 Mio bzw. €99,4 Mio. Die bereinigte EBITA-Marge liegt mit 36,7 % (VJ: €34,2 %) jedoch über den Erwartungen von 36,5 %. Der bereinigte Nettogewinn beträgt €56,7 Mio (VJ: €61,1 Mio).

Quelle: Guidants News

Mit dem Kursrutsch wird zunächst nur ein bullischer Pullback an das alte Hoch aus 2011 bei 44,50 EUR vollzogen und damit der Ausbruch als langfristiges Kaufsignal bestätigt. Dass die Aktie intraday darunter zurückfällt ist unproblematisch, an der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie findet sie halt. Bei 42,00 - 42,80 EUR befindet sich noch eine solide Unterstützungszone als Maximalziel des Rücksetzers.

Aus charttechnischer Sicht könnte der Rücksetzer also Einstiegschancen bieten. Eine neue Rallybewegung könnte nach kürzerer oder längerer Stabilisierung im Bereich von 42,50 - 44,50 EUR starten, erste Ziele liegen dann im Bereich des Allzeithochs bei 55,73 und später ca. 58,00 EUR.

Auf Grund der erhöhten Volatilität machen Stops unterhalb von 41,50 EUR Sinn, ein Unterschreiten dieser Preismarke per Tagesschluss könnte zu weiteren Abgaben bis 38,22 - 38,80 EUR führen. Dort liegt unter anderem die langfristige Aufwärtstrendlinie.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW03

 

US INDIZES - Zurückhaltung vor potentieller Krise + Kommt der Regierungs-"Shutdown"?

Die US-Indizes üben sich vor dem potentiellen Government-Shutdown in den USA in Zurückhaltung. Der Fristablauf am morgigen Freitag könnte hierbei - je nach Ausgang - die Volatilität an den Märkten wieder deutlich anfeuern.
Am Donnerstag kommen die US-Indizes auf inzwischen gewohnt hohem Niveau ins Straucheln. Nachdem der Start zunächst vielversprechend aussah, mussten die US-Aktienmärkte anschließend einen Teil der Gewinne des Vortages wieder abgeben. Die Volatilität bleibt gewohnt niedrig, doch je nach Ausgang der Verhandlungen über eine Übergangsfinanzierung zur Abwendung des drohenden US-Government Shutdown sind die US-Märkte nachbörslich und im Verlauf des morgigen Handelstages womöglich durch Konfliktpotential gekennzeichnet..

 

 

Government-Shutdown: Droht der Regierungsstillstand in den USA?

Die Diskussionen über einen Regierungsstillstand spitzte sich zuletzt einen Tag vor Fristablauf zu. Gegenwärtig wird spekuliert, dass das Repräsentantenhaus möglicherweise eine hauchdünne Mehrheit zur Verabschiedung einer Vorlage zur Übergangsfinanzierung in der Tasche hat. Die endgültige Abstimmung wird jedoch erst am späteren Abend stattfinden, bevor das Gesetz dann an den Senat weitergereicht wird. Auch dort kann es noch zu Problemen bei der Passage kommen.

Der letzte Government-Shutdown der USA spielte sich im Jahr 2013 ab. Die Konsequenz einer zwischenzeitlichen Beurlaubung zahlreicher Angestellter im öffentlichen Dienst führte dazu, dass rund 800.000 Bundesbeamte eine 16-tägige Zwangspause einlegen mussten. Ende dieser Woche droht sich das Szenario aus dem Herbst 2013 zu wiederholen, sofern sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Haushaltskompromiss einigen.

Sektorentwicklung

Die sektorielle Analyse zeigt heute eine hohe Nachfrage bei Internetaktien, Telekommunikationswerten und Technologie. Zyklischere Titel wie Airlines und Automobil- und Zuliefererwerte sowie Gold-Minen und das Öl- und Gas-produzierende Gewerbe hingegen bildet das Schlusslicht.

Dow Jones Industrial Index

Der Dow Jones schließt im Rahmen des sehr weit ausgeprägten Aufwärtsimpulses mit einem kleinen Minus, jedoch innerhalb der gestrigen Handelsrange. Die bisherigen Unterstützungen bleiben weiterhin bestehen: 24.884 Punkte horizontal sowie ein kurzfristiger Aufwärtstrend, der ab ca. 25.500 Punkte im Falle einer Korrektur für Widerstand der Bullen sorgen dürfte.

Nasdaq 100 Index

Der Nasdaq 100 schneidet besser ab als seine marktbreiteren Indexbegleiter, doch das Stimmungsbild gleicht. Bei wenigen Impulsen wird zum Ende des Tages ein Innenstab in Form einer Doji-Kerze ausgebildet, was als Zeichen der Unsicherheit unmittelbar vor dem Bruch des Hochs bei 6.840 Punkten gewertet werden kann. Gelingt der Bruch, ist ein erneuter Anstieg mit Kursziel 7.000 Punkten binnen weniger Tage realistisch. Zur Unterseite ist der Index bereits ab 6.699 Punkten und anschließend 6.622 Punkten gestützt.

Dieser Nebenwert dürfte bald durchstarten

Mit bullishen Kursmustern und einer mehrwöchigen Aufwärtsbewegung, bereitet die Aktie des Berliner Mobile-Advertising-Unternehmens YOC ein größeres Kaufsignal vor. Die Handelsmarken sind gesteckt.

Seit 2016 dominiert ein starker langfristiger Aufwärtstrend das Kursgeschehen der YOC-Aktie, nachdem zuvor eine mehrjährige Bodenbildung stattgefunden hat. Seit dem Jahreshoch im Mai ist die Rally durch eine Konsolidierung unterbrochen, welche aktuell auf hohem Niveau in den Konturen eines bullishen Keils als Fortsetzungsformation stattfindet. Anbei der langfristige Monatschart zur Übersicht.

Das eingezeichnete, blaue Bullenszenario zeigt bereits die Erwartungshaltung angesichts des konstruktiven Chartsetups auf den höheren Zeitebenen. Zugegeben, dieser Verlauf ist sehr optimistisch und von einer Bedingung abhängig: Der Auflösung der laufenden Keilkorrektur nach oben und dem nachhaltigen Überwinden von 10,49 - 10,88 EUR. Erst dann erhöhen sich die Chancen für eine weitere, langfristige Rally bis 19,50 - 20,50 und später 29,50 und 46,37 EUR deutlich.

Mit der Bestätigung der Aufwärtstrendlinie und des EMA50 (blau) im Wochenchart könnte jetzt direkt eine neue Aufwärtswelle zu den Jahreshochs starten.
Auf der anderen Seite wäre ein Rückfall unter 5,90 - 6,00 per Wochenschlusskurs kritisch zu werten. Dann könnte es zu einem Pullback bis 4,70 - 4,80 EUR kommen, wo sich wieder langfristige Einstiegschancen ergeben könnten. Unterhalb von 4,60 EUR trübt sich das langfristige Chartbild deutlicher ein.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW01

 

DAX - Charttechnischer Jahresausblick 2018

2016 ging ich als Bär ins neue Jahr, 2017 als Bulle. 2018 ist es eher schwierig zu beschreiben, vielleicht als Bär im Bullenkostüm. Anbei der Jahresausblick 2018 für den DAX.

Zunächst ein Überblick der seit dem Jahr 2009 laufenden Hausse. Man sieht, dass diese durch zwei scharfe Korrekturen unterbrochen wurde. 2011 korrigierte der DAX um 32 %, 2015/16 um knapp 25 %. Nimmt man die Zeit der ersten Aufwärtsbewegung von 2009 bis 2011 als Orientierung für die aktuell laufende Aufwärtsstrecke seit 2016, so läuft dieses Zeitfenster im Mai/Juni aus. Insgesamt könnte in diesem Zeitraum nicht nur die Aufwärtsbewegung seit 2016 enden, sondern die gesamte Bewegung seit 2009, da sich ein wunderbares 5-teiliges Muster (drei Anstiege, zwei scharfe Korrekturen) über die kompletten acht Jahre ausgebildet hat.

Eine kurzfristige Schaltstelle notiert zwischen 12.500 und 12.390 Punkten. Bei 12.500 Punkten wäre die Aufwärtswelle seit August zu 61,8 % korrigiert, bei 12.390 Punkten liegt das alte Allzeithoch aus dem Jahr 2015. Dreht der DAX dort signifikant nach oben, könnte das graue Szenario einer Verlängerung der Aufwärtsbewegung greifen. Die Welle könnte dabei ein Ziel von rund 14.000 Punkten erreichen.

Ein weiteres Szenario wäre: Der DAX fängt sich nicht bei 12.500/12.390 Punkten, sondern wird direkt durchgereicht knapp unter 12.000 Punkte, genauer gesagt in die Unterstützungszone zwischen 11.940 bis 11.870 Punkten. Für diese Variante liegt auf diesem Kursniveau ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis vor. Fängt sich der DAX dort und dreht wieder nach oben, könnte er ein weiteres Hoch ausbilden, um die Sequenz seit 2016 abzuschließen. Dieses Hoch könnte bei 13.650 Punkten liegen. Fällt der DAX unter 10.474 Punkte, müssen neue Ziele auf der Unterseite gesucht werden.

EUR/USD – 2017er Hoch im Visier!

Die Bullen machen zum Start ins neue Handelsjahr gleich Nägel mit Köpfen und schicken das Paar in Richtung 1,21 USD.

Zum Jahresende ließen es die Bullen noch einmal ordentlich krachen im EUR/USD: Am letzten Handelstag des Jahres wurde die 1,20er Marke überboten. Zum Handelsstart ins neue Jahr setzt sich die EUR/USD-Rally dann nahtlos weiter fort und das Paar klettert bis auf 1,2080 USD - nur wenige Pips unter dem Jahreshoch aus 2017 bei 1,2092 USD.

Die zurückliegende Handelswoche hatte gleich ein paar Highlights zu bieten. Am Mittwochabend standen die Sitzungsprotokolle des jüngsten FED-Meetings vom Dezember auf dem Kalender. Zur Erinnerung, FED-Chefin Yellen hatte in ihrer letzten größeren Amtshandlung als Vorsitzende der US-Notenbank den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben Mitte Dezember. Am Donnerstagnachmittag gab es dann mit dem ADP Report einen ersten Vorgeschmack auf die am Freitagnachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Diese werden wie gewohnt um 14:30 Uhr publiziert.

Das Paar nimmt gleich zum Handelsstart ins neue Jahr das 2017er Hoch bei 1,2092 USD ins Visier. Hier dürfte nun aber eine technische Korrektur zurück unter 1,20 USD einsetzen. Nach der jüngsten 300 Pip-Rally hat das Paar kurzfristig Konsolidierungsbedarf.

GOLD - Jahresausblick 2018!

Gelingt der Ausbruch über 1296? Oder macht uns der USD einen Strich durch die Rechnung? Nach dem Dezembertief wird Gold gekauft. Wo liegen die wesentlichen Handels- und Zielmarken in 2018 und wie muss man Gold in das Gesamtgeschehen einordnen?

Nachdem im Jahr 2013 die letzte Unterstützungsflagge bei 1600 USD gerissen wurde und Gold auf 1200/1183 USD verkauft wurde, schiebt sich der Goldpreis mehr oder weniger seitwärts in einer Box zwischen 1375 USD und 1045USD. Dieses Kursverhalten kann man auch als Bodenbildung interpretieren.

Rücksetzer bis 1296 USD sind OK und könnten als Einstiegsgelegenheiten genutzt werden, wenn dort wieder Kaufavancen auftreten. Darunter sollte der Goldpreis nach Möglichkeit nicht mehr fallen, um den jüngsten Aufwärtstrend nicht zu gefährden.

Hauptwiderstände sind im Bereich um 1340 USD bzw. 1355 USD zu finden. Geht es da drüber, steht einer dynamischen Rallye bis über 1376 USD wenig im Wege.

Bei einem Rücksetzer vom aktuell Kursniveau und einem erfolgreichen Re-Test des Dezember Tiefs bei 1235 USD, könnte bei einem sofortigen Wiederkauf in diesem Bereich und einem Folgeausbruch über 1300 USD, bereits ab 1346 USD eine dynamische Rallye einsetzen und 1376 USD ggf. einfach überspringen.

Intel – Nach Meldung der Sicherheitslücke

Der Rücksetzer an das 38,2 %-Retracement entpuppte sich als hervorragende Kaufgelegenheit. Wie sieht das Chartbild nach der Meldung aus?

Nachdem der Kurs des Chipherstellers Intel seinen jüngsten Anstieg korrigierte, stellte sich das Level um 42,40 USD als hervorragende Kaufgelegenheit heraus. Ausgehend vom genannten Unterstützungsniveau, brachte der Chipwert aus dem Dow Jones Industrial Average eine impulsive Kaufwelle bis auf ein neues Jahreshoch nördlich der 47,50 USD-Marke.

Damit wurde das kurz- und mittelfristige Kursziel auf der Oberseite erreicht. Kurz darauf setzten wenig überraschend dann erst einmal Gewinnmitnahmen ein. Die angepeilte Unterstützung auf der Unterseite befindet sich im Bereich des EMA50 um 44 USD.  Aufgrund der negativen Nachrichtenlage rund um das Unternehmen, fiel der Rücksetzer etwas dynamischer aus als erwartet. Der Abverkauf reichte bis auf die Unterstützung um 42,40 USD, also genau das Kauflevel der letzten Aufwärtsbewegung.

An dieser Marke kam es erneut zu Käufen und es ergab sich eine erneute Kaufmöglichkeit. Die Aufwärtsdynamik kann anhalten, allerdings ist aufgrund der Nachrichtenlage die Seitenlinie aktuell  keine verkehrte Option - die Aktie hat ihre kurzfristigen Ziele auf der Oberseite abgearbeitet und es überwiegen die Risiken.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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Autor: BörseGo

 

Wöchentliche Marktinfo KW52

 

TECDAX konsolidiert weiter

Solange die Kurse oberhalb von ca. 2.440 Punkten bleiben, mag der TecDAX kurzfristig zwar konsolidieren, aber auf mittelfristiger Ebene müssten sich Investoren keine Sorgen machen.

Auf die Konsolidierung im TecDAX im Sommer unterhalb von ca. 2.330 Punkten reagierten die Käufer ab September mit einer hochdynamischen Rally. Die Kurse brachen über das bisherige Hoch nach oben aus und stiegen im Anschluss sehr schnell bis auf 2.540 Punkte an. In relativ kurzer Zeit verteuerte sich der Index um 15 % und so ist es kein Wunder, dass man es seitdem ruhiger angehen lässt. Mit dem Zwischenhoch im Oktober ging der TecDAX in eine neuerliche Konsolidierung über, die auch aktuell noch federführend ist.

Analytisch ließe sich im Rahmen der jüngsten Konsolidierung eine Dreiecksformation ausmachen, die einen Ausbruch nach oben erwarten lässt. In diesem Fall wären weitere Gewinne auf 2.700/800 Punkte möglich. Sollten die Kurse jedoch unter 2.440 Punkte zurückfallen, nehmen die temporären Risiken zu. Eine nächste größere Unterstützung wäre erst wieder im Bereich von 2.330 Punkten auszumachen. Ob dieses Potenzial dann jedoch auch vollständig ausgeschöpft wird, bleibt zunächst noch abzuwarten. Alternativ gäbe es nämlich auch noch die Möglichkeit, dass aus dem Dreieck einfach nur eine bullische Flagge wird. All diese Risiken könnte man jedoch vermeiden, bliebe man oberhalb von ca. 2.440 Punkten.

AIRBUS - Hoffnung liegt nun bei...

Seit dem Fehlausbruch über ca. 88 EUR wird Airbus verkauft. Die Hoffnung der Bullen liegt nun auf dem Unterstützungsbereich bei 84 - 82 EUR.

In Airbus haben die Käufer aktuell Schwierigkeiten. Seit Anfang/Mitte Dezember kommen die Kurse nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch über den Widerstand bei 88,20 EUR wieder zurück. Dabei nähern sich die Kurse der unteren Unterstützungszone beginnend ab ca. 84 EUR an. Diese zieht sich bis 82 EUR hin und stellt einen potentiellen Stabilisierungsbereich dar. Kann dieser auch genutzt werden, wären kurzfristig Gewinne in Richtung 88 EUR und später auch darüber hinaus möglich.

Die Unterstützung blind zu kaufen, scheint angesichts des kurzfristigen Drucks auf die Aktie jedoch nicht ratsam. Zumindest eine gewisse Stabilisierung sollte zu erkennen sein. Fallen die Kurse nämlich nachhaltig unter ca. 82 EUR zurück, drohen weitere Abgaben auf 76 EUR und den dortigen Support.

EBAY - Neue Hochs in Kürze?

Die laufende Korrektur könnte interessante Einstiegschancen bieten, die Aktie der Auktionsplattform präsentiert sich in guter charttechnsicher Verfassung.

Die erste Dezemberhälfte war von einem dynamischen Kursanstieg geprägt, jetzt konsolidiert die eBay-Aktie auf hohem Niveau. Das Chartbild ist weiterhin konstruktiv zu werten.

Die laufende Konsolidierung sollte in Kürze enden, optimale Umkehrpunkte liegen bei 37,10 - 37,20 USD oder 36,20 - 36,40 USD. Anschließend kann das Allzeithoch bei 39,27 USD attackiert werden, darüber hinaus ist Platz bis zu den zwei Pullback-Linien bei 40,60 - 41,20 USD. Tiefer als 36,10 USD sollte der Wert möglichst nicht mehr fallen, um größere Korrekturen zu verhindern.

BRENT ÖL - Rally wird bestätigt

Bei Brent kam es zu einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Dabei konnte sich der Ölpreis oberhalb des Aufwärtstrends der Vortage wieder nach oben absetzen und die Rally nochmals aufnehmen.

Widerstände: 67,05+70,00+74,00
Unterstützungen: 65,70+64,63+61,06

Rückblick: Bei Brent kam es am Donnerstag zu einer Stabilisierung auf erhöhtem Niveau. Dabei konnte sich der Ölpreis oberhalb des Aufwärtstrends der Vortage wieder nach oben absetzen und die Rally nochmals aufnehmen.

Charttechnischer Ausblick: Mit der Bestätigung des Aufwärtstrends öffnet sich die Möglichkeit, wieder die Hochs bei 67,05 USD zu testen. Davon ausgehend wäre ein weiterer Rücklauf möglich. Schafft es Brent dann auch über dieses Niveau hinaus, könnten an den kommenden Handelstagen 70,00 USD erreichbar werden. Abgaben unter 65,70 USD lassen alternativ einen Rücklauf in Richtung 64,64 USD möglich werden.

Der größte Steuertrick aller Zeiten!

Die US-Steuerreform kommt. Dabei werden nicht nur Steuern gesenkt. Die Reform ist praktisch ein Trick, der die US-Wirtschaft plötzlich in einem ganz anderen Licht dastehen lässt.

So langsam kommt die Präsidentschaft von Trump in Fahrt. Das erste große Projekt ist geglückt. Die Steuern wurden gesenkt. Damit ist ein Wahlversprechen eingelöst. Auf der Agenda der großen Wahlversprechen stehen nun noch die Abschaffung von Obamacare, die Mauer zu Mexiko als Symbol für eine andere Grenzpolitik und eine Reduktion des Handelsbilanzdefizits.

Trump sieht die negative Handelsbilanz als ein Zeichen dafür, dass die USA im internationalen Handel über den Tisch gezogen werden. Wie so häufig haben sich die USA aber selbst über den Tisch gezogen. Die Steuerreform wird da Abhilfe schaffen, denn das ausufernde Handelsbilanzdefizit ist auch eine Folge der Steuerpolitik.

Die USA besteuerten Unternehmen so hoch wie sonst kaum ein anderes Land. Nun haben aber gerade die USA eine Menge von international tätigen Unternehmen, die einen großen Anteil ihrer Einkünfte im Ausland erzielen. Sie haben nicht nur die Einkünfte, sondern auch die Ressourcen, Steuern zu optimieren.

Die Steueroptimierung ist nicht nur ein Problem für die USA. Auch in der EU kennt man die Spiele der Unternehmen. Besonders beliebt ist ein einfacher Trick. Das Hauptquartier, z.B. in Irland, stellt seinen Niederlassungen in Deutschland und Frankreich hohe Kosten für etwa die Nutzung der Marke in Rechnung. In Deutschland wird so kaum Gewinn geschrieben. Dieser fällt in Irland an, wo die Steuern niedriger sind.

Dieses Spiel funktioniert auch aus den USA heraus – und zwar umgekehrt. Das Hauptquartier stellt seinen Tochtergesellschaften nur minimale Kosten für die Nutzung und den Verkauf der Produkte und Marken in Rechnung. Ein Beispiel: Microsoft entwickelt seine Software in den USA. Der Verkauf der Software im Ausland ist eigentlich ein US-Export. Tatsächlich verkauft wird die Software aber über eine Niederlassung in einem anderen Land. Dieser Niederlassung wird ein kleiner Betrag für den Verkauf in Rechnung gestellt.

Die Einnahmen von Microsoft USA werden so klein gehalten. Die Einkünfte fallen nicht den USA zu, sondern z.B. der niederländischen Gesellschaft, die weniger Steuern zahlen muss. Das drückt letztlich die Einkünfte aus Exporten. Rechnet man die Einkünfte aus dem Ausland durch solches Transfer-Pricing den Exporten hinzu, so sinkt das Handelsbilanzdefizit sehr deutlich (siehe Grafik).

Das Defizit liegt ohne diese Steueroptimierung nicht bei 600 Mrd. Dollar pro Jahr, sondern lediglich bei 250 Mrd. Sinken nun die Steuern in den USA, so kann man hoffen, dass die US-Gesellschaften mehr Einkünfte direkt verbuchen. Die Exporte steigen und das Defizit sinkt.

In der Realität ändert sich wenig. Es ist Buchhaltung, die das Defizit kleiner machen könnte. Bisher wurden die „Nicht-Exporte“ als Einkünfte aus Auslandsinvestitionen verbucht. Diese würden sinken und die Handelsbilanz dafür besser aussehen. Vielleicht reicht das ja, um Trump zu beruhigen und dieses Wahlversprechen als erfüllt anzusehen, wenn sich die Buchhaltung ändert.

von Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW51

DAX - Was soll jetzt noch anbrennen?

Mit großen Schritten steuern wir auf die Weihnachtsfeiertage zu und das, wo sich der DAX wieder mitten in seiner altbekannten Range befindet. Ob es da noch Trendimpulse gibt?

Der Unterstützungsbereich leicht oberhalb von ca. 13.000 Punkten wurde erneut bestätigt. Für das Ausrufen eines neuen bullischen Impulses ist das jedoch zu wenig, zumal der Index auch immer noch unterhalb der alten Widerstände bei beispielsweise 13.210 Punkten notiert und wir auf die Feiertage zulaufen.

Ein Blick nach vorne!
Mit Blick auf die letzten Handelstage in diesem Jahr sind die Achtungsmarke zwar gesetzt, aber wir sehen uns auch den Feiertagen gegenüber. Gerade in dem aktuellen Umfeld (wieder mitten in der alten Range) muss die Frage erlaubt sein, ob man sich unter diesen Umständen wirklich mit größeren Orders aus dem Fenster lehnt. Genau solche wären aber nötig, um im Dax einen neuen Trendimpuls zu geben.

Was bleibt, wäre ein Blick auf die kurzfristigen Unterstützungen und Widerstände. Im Bereich von 13.145 Punkten sehen sich Käufer kurzfristigen Hürden gegenüber. Diese ziehen sich letztlich bis ca. 13.215 Punkte hin und könnte genutzt werden, um wieder nach unten abzudrehen. Kurzfristigere Unterstützungen gäbe es im Bereich von 13.070 Punkten und dann natürlich bei 13.000 Punkten.

Sollte letztere unterschritten werden, könnte es zu einem Test der unteren Range-Grenze bei 12.900-12.800 Punkten kommen. Auf der anderen Seite bieten die genannten Unterstützungen die Chance, den Index wieder abzufangen und weiter zu stabilisieren. Sollte dies gelingen und steigen die Kurse nachhaltig über 13.145/210 Punkte an, könnten neue Hochs jenseits von 13.350 Punkten folgen.

GENERAL MOTORS - Chance auf nächste Aufwärtswelle

Die Aktie von General Motors hat den steilen Anstieg von August bis Oktober dreiteilig korrigiert. Damit könnte sich nun die übergeordnete Aufwärtsbewegung fortsetzen.

Ein Ausbruch über die langfristige Widerstandsmarke bei 41,85 USD sorgte beim Automobiltitel General Motors im Oktober für eine Rallybeschleunigung. Inzwischen hat sich der heiß gelaufene Titel aber wieder deutlich abgekühlt. Nach einer dreiteiligen Konsolidierung an das Ausbruchsniveau ist die Aktie wieder einen Blick wert.

Ein kurzfristiger Rücksetzer an das große Ausbruchsniveau im Langfristchart bei 41,85 USD wäre noch möglich. Hält diese Unterstützung aber, kann sich sogar eine größere Aufwärtswelle ergeben mit einem ersten Ziel bei 44,00 USD, wo der kurzfristige Abwärtstrend verläuft. Darüber lauten die nächsten Ziele 45,35 und 46,76 USD. Unter 40,70 USD wird dieses Szenario dagegen unwahrscheinlicher.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

166,4

145,32

144,95

Ergebnis je Aktie in USD

6,12

6,32

5,83

KGV

7

7

7

Dividende je Aktie in USD

1,52

1,52

1,52

Dividendenrendite

3,58%

3,58%

3,58%

*e=erwartet

TRACTOR SUPPLY - Hier passiert Großes!

Die Aktie verlässt in dieser Woche den langfristigen Abwärtstrend. Eine neue Aufwärtsbewegung dürfte damit geboren sein.

Tractor Supply ist eine Einzelhandelskette in den USA mit dem Fokus auf den Farmingbereich. Hauptumsatzträger ist Tierfutter. Das Sortiment umfasst aber auch Outdoor-Klamotten oder Zubehör für Trucks und Trailer.

Nach einem schwachen Jahr 2017 erwarten Analysten, dass das operative Geschäft 2018 wieder Fahrt aufnimmt. Die Bewertung ist wie bei vielen US Titeln trotz des gehörigen Abstands zu den Allzeithochs ambitioniert.

Interessant ist aber das Chartbild. Denn mit der bisher starken Wochenkerze könnte der Titel den seit 2016 intakten Abwärtstrend signifikant verlassen. Ziele lassen sich in diesem Fall auf 78,17 und darüber 97,00 USD veranschlagen. Bei ersterer Marke wird man sehen müssen, ob die Rally ins Stocken gerät oder nach einer Konsolidierung Anschlusskäufe auftreten.

Absicherungen können unter den EMA50 Woche und die Hochs bei rund 63,00 USD in den Markt gelegt werden. Spätesterns unter 54,76 USD wäre die Aufwärtsbewegung beendet.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

6,78

7,22

7,72

Ergebnis je Aktie in USD

3,27

3,28

3,52

KGV

22

22

21

Dividende je Aktie in USD

0,92

1,05

1,19

Dividendenrendite

1,26%

1,44%

1,63%

*e=erwartet

GOLD - Erholung mit bärischen Vorzeichen

Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Wochen aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend heraus und wurde in der Folge bis 1.237 USD abverkauft. Davon ausgehend konnten sich die Notierungen zuletzt erholen. Die Dynamik der Gegenbewegung nahm an den Vortagen jedoch wieder deutlich ab.

Widerstände: 1.267+1.280+1.307 
Unterstützungen: 1.237+1.220+1.205 

Rückblick: Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Wochen aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend heraus und wurde in der Folge bis 1.237 USD abverkauft. Davon ausgehend konnten sich die Notierungen zuletzt erholen. Die Dynamik der Gegenbewegung nahm an den Vortagen jedoch wieder deutlich ab.

Charttechnischer Ausblick: Es kommt zunächst nur zu einem Pullback an die gebrochene Unterstützungszone bei 1.267 USD. Hier muss damit gerechnet werden, dass sich der Goldpreis wieder nach unten bewegen und die Abwärtstendenz ausdehnt. Abgaben bis 1.237 USD sind möglich, anschließend ein Rutsch bis 1.220 USD. Sollte es Gold über die 1.280 USD hinausschaffen und den Abwärtstrend durchbrechen, würde sich Spielraum bis 1.307 USD bieten.

Anlagenotstand wird zu Anlagepanik?

Seit Jahren wird argumentiert, dass eigentlich niemand mehr weiß, wohin mit all dem Geld. Wegen niedriger Zinsen herrscht Anlagenotstand. Dieser erreicht eine neue Dimension.

Geld muss irgendwohin. Das gilt vor allem für diejenigen, die sehr viel Geld haben. Das müssen nicht unbedingt Millionäre und Milliardäre sein. Es geht auch um Unternehmen. Insbesondere Versicherungen müssen gigantische Summen anlegen. Allein die Allianz Gruppe hat eine Bilanzsumme von knapp 900 Mrd. EUR.

In diesen 900 Mrd. EUR stecken eine ganze Menge Investitionen. So hält die Allianz 241 Mrd. EUR an Unternehmensanleihen. Weitere 200 Mrd. EUR stecken in Staatsanleihen und immerhin noch 46 Mrd. EUR in Aktien. Ein Teil dieser Anlagen gehört nicht der Allianz. Er gehört den Kunden, die z.B. eine Lebensversicherung bei der Allianz haben. Der Konzern muss das Geld aber trotzdem anlegen.

Versicherungen können nicht einfach ihr ganzes Geld in den Aktienmarkt stecken. Für die Verbindlichkeiten ist der Aktienmarkt zu volatil. Es braucht vorhersehbare Renditen und Cashflow. Anleihen sind daher die erste Wahl. Nun haben Notenbanken viele hunderte Milliarden an Anleihen aufgekauft. Der Kuchen, an dem sich Anleger bedienen können, ist kleiner geworden.

Es sind je nach Region weniger Anleihen verfügbar als vor QE. Eine so hohe Nachfrage treibt die Preise von Anleihen nach oben und die Renditen nach unten. Das hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass Unternehmensanleihen zum Ersatz für Staatsanleihen wurden. Nicht zuletzt deswegen können Unternehmen Schulden zu Spottpreisen aufnehmen.

Der Anlagenotstand ist damit zwar behoben, doch es gibt ein weiteres Problem: Renditenotstand. Lebensversicherungen haben oft garantierte Zinsen. Liegen diese z.B. bei 3 %, doch Anleihen liefern nur 1 %, ist das ein Problem. Es bleibt nur die Anlage in riskantere Assets.

Ein solches Asset sind etwa griechische Anleihen. Die Rendite für 10-jährige Papiere fiel zuletzt unter 4 % (siehe Grafik). Das ist rekordverdächtig. Vor der Finanzkrise lag die Rendite einmal bei knapp über 3 %. Das waren die guten Zeiten, in denen Griechenland noch solvent war. Heute kann davon überhaupt keine Rede sein.

Es ist nicht bekannt, wer hier Anleihen im großen Stil kauft. Doch die Kaufpanik, die die Renditen hat einbrechen lassen, ist nahezu absurd. Griechenland ist und bleibt bankrott. Die Staatsverschuldung liegt bei knapp 180 % der Wirtschaftsleistung. Die Wirtschaft wächst mit weniger als 2 %.

Griechenland hat inzwischen zwar einen Primärüberschuss (Staatsbudget vor Berücksichtigung der Zinszahlungen), doch dieser reicht aktuell noch nicht, um die Zinsen zu bedienen. Das mag in wenigen Jahren durchaus möglich sein, doch damit sind nur die Zinsen gedeckt und keine Rückzahlung von Schulden.

Mir ist absolut rätselhaft, wie es möglich ist, dass irgendwelche Anleger hier Anleihen aufkaufen als wären sie Gold. Griechenland ist auf unbestimmte Zeit bankrott. Daran ändert auch eine temporäre Rückkehr an den Finanzmarkt nichts. Es wirkt wie Anlagenotstand einer ganz neuen Dimension.

von Clemens Schmale

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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TECDAX - Der bessere DAX?

Auch bei den Technologiewerten ist man sich in Summe uneins, über den kurzfristigen Trend. Der Index bewegt sich in einer Range, hat jedoch noch Chancen, mittelfristig nach oben auszubrechen.

Relativ ähnlich sind sich derzeit die beiden kleineren Brüder des Dax. Wie auch der MDax präsentiert sich der Technologieindex TecDAX innerhalb einer Konsolidierung. Unterstützend wirkt dabei der Preisbereich um 2.450 Punkte, von dem sich die Kurse in den vergangenen Tagen wieder etwas nach oben absetzen konnten. Solange diese Unterstützungszone nicht nachhaltig gebrochen wird, besteht die Möglichkeit, dass es sich bei der aktuellen Konsolidierung nur um eine Ruhepause im übergeordneten Aufwärtstrend handelt. Dies legt nahe, dass kurzfristig die obere Widerstandsmarke bis hin zu 2.600 Punkten getestet werden könnte, während mittelfristig auch ein Ausbruch darüber zu erwarten ist.

Auf der Unterseite würde ein nachhaltiger Rückfall unter ca. 2.450 Punkte das Chartbild spürbar eintrüben. Der TecDAX könnte dann zu einem Pullback auf das letzte Ausbruchsniveau bei ca. 2.330 Punkten ansetzen. Ob diese Unterstützung halten kann, wird man sehen müssen.

TIFFANY - Weihnachtsgeschenke schon gekauft?

Die Aktie markiert heute ein neues Mehrjahreshoch, angefeuert von einem positiven Analystenkommentar. Was ist möglich?

Die Aktie des Schmuckunternehmens Tiffany konnte in dieser Woche von einer satten Analystenaufstufung profitieren. So hat die Citigroup den Titel von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und zugleich das Kursziel von 92 auf 115 USD erhöht.

Aus charttechnischer Sicht hätte das Timing kaum besser sein können. Mit dem Kaufimpuls in dieser Woche verlässt der Wert eine mehrmonatige Konsolidierung in Form eines leicht ansteigenden Dreiecks. Auch werden zahlreiche Hochs um 96,00 und 97,00 USD, die wiederholt als Widerstände fungierten, überschritten. Nun heißt es für die Käufer dranzubleiben. Etabliert sich die Aktie über 97,35 USD, ist der Weg auf 110,60 USD frei. Auch neue Hochs im Citigroup-Zielbereich um 115 USD sind denkbar. Das Ausbruchsszenario wäre erst zu verwerfen, wenn das Zwischentief bei 90,55 USD unterschritten wird.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

4,00

4,11

4,30

Ergebnis je Aktie in USD

3,75

4,00

4,33

KGV

27

25

23

Dividende je Aktie in USD

1,75

1,93

2,04

Dividendenrendite

1,76%

1,94%

2,05%

*e=erwartet

NVIDIA - Der Wind hat gedreht

Die Aktie war einer der stärksten Werte im Nasdaq100 im Jahr 2017. Auf dem Schlussspurt geht den Bullen nun aber die Puste aus.

Die Aktie aus dem Nasdaq100-Index hat sich in den vergangenen Monaten hervorragend entwickelt: Ausgehend vom Zwischentief im April unterhalb der 90 USD-Marke hatte sich die Aktie in den vergangenen Monaten zwischenzeitlich mehr als verdoppelt. Mit dem Rutsch unter die 200 USD-Marke dürfte nun aber eine technische Korrektur eingeleitet worden sein.

Der mittelfristige Aufwärtstrend wurde klar unterboten und auch der EMA50 konnte den jüngsten Kursrutsch nicht aufhalten. Dieser gleitende Durchschnitt hat in den vergangenen Monaten regelmäßig als Unterstützung im Aufwärtstrend fungiert - wie ein Blick auf den Tageschart belegt.

Nun agiert der EMA50 als kurzfristig relevanter Widerstand auf der Oberseite. So lange den Bullen kein Tagesschlusskurs oberhalb des EMA50 im Bereich 196,50 USD gelingt, ist in den kommenden Tagen und Wochen mit weiteren Abgaben zu rechnen.

Geht man von einer normalen technischen Korrektur der Aufwärtswelle seit April aus, ergeben sich wahrscheinliche Korrekturziele auf der Unterseite im Bereich 168 bis 170 USD. In dem Bereich dürfte dann auch der EMA200 notieren. Ein Rücksetzer in den Bereich 168-170 USD ist daher das präferierte Szenario der kommenden Tage und Woche.

Sind Rohstoffe das Schnäppchen des Jahrhunderts?

Anleger wissen gar nicht mehr so recht, wohin mit ihrem Geld. Soll man jetzt noch bei den Allzeithochs in Aktien einsteigen oder dem Bitcoin-Trend hinterherlaufen?

Mit voller Überzeugung jetzt noch all-in zu gehen, fällt den meisten Anlageklassen schwer. Aktienindizes rund um den Globus bewegen sich an oder knapp unter ihren Allzeithochs. Das bedeutet nicht, dass die Indizes nicht noch einmal 50 % steigen können, doch die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht sonderlich hoch.

Aktien sind nicht die einzige Anlageklasse. Noch relativ jung sind Kryptowährungen. Auch hier ist schwer abschätzbar, was als nächstes geschieht. Nachdem viele Währungen allein in diesem Jahr über 1.000 % gestiegen sind und die Volatilität enorm ist, ist das Risiko extrem groß.

Auch bei Anleihen lässt sich kaum etwas holen. Anleihenkurse sind wegen der niedrigen Zinsen sehr hoch. Das gilt insbesondere für Anleihen mit langer Laufzeit. Intuitiv gibt es in einem Umfeld, in dem Notenbanken tendenziell aus QE aussteigen und die Zinsen anheben, nur einen Weg: nach unten.

Bleiben noch Rohstoffe, in die man investieren kann. DoubleLine Funds, vom Bondkönig Jeffrey Gundlach, sieht in Rohstoffen ein Schnäppchen. Die Überlegung ist in der Grafik von DoubleLine zusammengefasst. Dargestellt ist das Verhältnis von Rohstoffen gegenüber dem S&P 500. Rohstoffe werden dabei durch den GSCI (Goldman Sachs Commodity Index) repräsentiert.

Man sieht auf den ersten Blick, dass Rohstoffe im Verhältnis recht günstig bewertet sind. Zuletzt gab es Ende der 90er Jahre eine ähnliche Chance. Aktien waren im Zuge der Dotcom-Blase überproportional hoch bewertet und Rohstoffe wollte niemand haben.

Den umgekehrten Fall gab es ebenfalls mehrfach. Als der Golfkrieg den Ölpreis in die Höhe schnellen ließ, waren Aktien im Verhältnis günstig. Das galt auch in den 70er Jahren, als das Öl Embargo für explodierende Kosten sorgte. Aktien wollte zu dieser Zeit niemand haben.
Die Logik erschließt sich relativ schnell. Der Teufel steckt allerdings im Detail. Der GSCI ist ein gewichteter Rohstoffindex. Die Gewichte der Komponenten ändern sich regelmäßig und beruhen auf der Wichtigkeit im globalen Kontext. Wie wichtig ein Rohstoff ist bemisst sich anhand der Produktionsmenge.

Das Gewicht von Öl ist heute ein ganz anderes als z.B. vor der Finanzkrise. Der GSCI spiegelt immer die aktuelle Relevanz der Rohstoffe wider. An dieser Stelle können bereits Diskussionen entstehen. Kaffee ist mit einem Prozent gewichtet. Ist Kaffee wirklich so wichtig?

Ein anderer Punkt ist noch viel relevanter. Da sich die Gewichtung der Rohstoffe regelmäßig ändert, wissen wir aufgrund des GSCI nur wie günstig oder teuer Rohstoffe in früheren Jahren waren. Da die Gewichte andere waren als heute, vergleicht man bis zu einem gewissen Grad Äpfel mit Birnen.

Wendet man eine konstante Gewichtung an (Grafik 2), kommt man zu anderen Schlussfolgerungen. Rohstoffe sind günstig, aber kein ganz großes Schnäppchen. Zudem scheint der Trend derzeit noch nach unten gerichtet zu sein. Aktien outperformen Rohstoffe.

So günstig wie Rohstoffe teils angepriesen werden, sind sie nicht. Ebenso kann das Verhältnis auch steigen, wenn Rohstoffpreise konstant bleiben, Aktienkurse aber fallen. Es muss nicht zustande kommen, weil Rohstoffpreise steigen.

Rohstoffe als Assetklasse sind langfristig vielversprechender als Aktien. Das Timing ist dabei jedoch schwierig. Aktuell gibt es keinen Grund anzunehmen, dass Rohstoffe gleich morgen die Outperformer sein werden.
von Clemens Schmale

SILBER: Abverkauf vorerst gestoppt

Nach dem massiven Einbruch, der dem Unterschreiten der Unterstützung bei 16,96 USD folgte, konnte sich der Silberpreis an der Haltemarke bei 15,59 USD stabilisieren und eine steile Erholung starten. Liegt ein Trendwechsel in der Luft?

Widerstände: 16,26 + 16,60 + 16,96 
Unterstützungen: 15,59 + 15,25 + 14,77 

Rückblick: Anfang September startete beim Silberpreis eine Korrektur des vorangegangenen steilen Anstiegs, die zunächst an die Unterstützung bei 16,26 USD führte. Ab Oktober konsolidierte das Edelmetall in einer Dreiecksformation, ehe der Bruch der unteren Begrenzungslinie des Dreiecks ein Verkaufssignal aktivierte. In der Folge brach der Wert bis 15,59 USD ein. Diese Marke konnte allerdings in den letzten Tagen verteidigt werden und es folgte ein steiler Anstieg über 16,00 USD.
Charttechnischer Ausblick: Bislang ist der Aufwärtsimpuls nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Allerdings hätte er die notwendige Dynamik, um aus einer Erholung auch einen neuen Trend zu machen. Die Bullen müssen diesen Anstieg jetzt verstetigen, indem Silber über 16,01 USD verbleibt und weiter bis 16,26 USD steigt. Wird die Marke überwunden, könnte die Erholung bis 16,60 USD führen. Darüber wäre ein bullisches Signal aktiv, die Abwärtsbewegung seit Ende November neutralisiert und sogar mit einer Kaufwelle bis 16,96 und 17,23 USD zu rechnen. Um dieses Aufwärtspotenzial abzurufen, darf das Edelmetall jetzt jedoch nicht mehr unter 15,80 USD zurücksetzen.

Fällt Silber dagegen unter diese Marke und wieder an die 15,59 USD-Marke zurück, könnte es dort zu einer Bodenbildung und einem weiteren Anstieg in Richtung 16,26 USD kommen. Ein Bruch der Marke hätte dagegen weitere Verluste bis 15,25 USD und darunter bis 14,77 USD zur Folge.

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW49

MDAX – Gefahr einer Topbildung

Der MDAX musste in den letzten Handelstagen herbe Kursrückschläge hinnehmen.

Der MDAX zeigte sich über einen langen Zeitraum in diesem Jahr in einer sehr starken Verfassung und eilte von einem Allzeithoch zum nächsten. Das Jahr 2016 beendete der Index mit einem Schlusskurs bei 22.188,90 Punkten. Danach kletterte er bis auf ein Hoch bei 27.151 Punkten.

Seit diesem Hoch vom 8. November 2017 bewegt sich der Index auf hohem Niveau seitwärts. Diese Seitwärtsbewegung könnte sich nun aber zu einem Doppeltop entwickeln. Dafür müsste es allerdings zu einem Bruch der Nackenlinie bei 25.997 Punkten kommen. Trotz des deutlichen Rückschlags notiert der MDAX noch ein Stück über dieser Nackenlinie. Zudem liegt mit dem alten Allzeithoch aus dem Juni 2016 bei 25.765 Punkten noch eine wichtige Unterstützung.

Solange die Unterstützung bei 25.997 Punkten intakt ist, hat der MDAX noch die Chance, eine Topbildung zu vermeiden. Gelingt dies, dann könnte es zu einem Anstieg in Richtung 27.151 oder sogar ca. 28.300 Punkte kommen. Sollte das Doppeltop allerdings vollendet werden, dann würden Abgaben in Richtung 24.891 Punkte drohen. Damit könnte der Index in den Bereich seines Aufwärtstrends seit Februar 2016 zurückfallen.

Wie Bitcoin das Finanzsystem destabilisieren können

Gestern noch 12.000 USD, heute schon 16.000 USD und in ein paar Tagen vielleicht 20.000 USD? Der Bitcoin-Preis kennt anscheinend keine Grenzen. Das ist gefährlich.

Bitcoin haben bereits eine Marktkapitalisierung von über 200 Mrd. USD erreicht. Das an sich ist schon eine große Zahl. Noch beeindruckender ist allerdings die Geschwindigkeit mit der diese Kapitalisierung erreicht wurde. Grafik 1 zeigt die Kapitalisierung der größeren Kryptowährungen. Von Ethereum, Ripple und Dash abgesehen, kann man die anderen kaum erkennen.

Alle Kryptowährungen zusammen bringen es auf über 370 Mrd. USD an Marktwert. Bitcoin haben den mit Abstand größten Anteil daran (Grafik 2). Vorerst scheint sich das nicht zu ändern, denn die Kryptoeuphorie ist vor allem bei Bitcoin groß. Das zeigt sich schon alleine daran, dass die ersten Futures auf eine Kryptowährung für Bitcoin bestimmt sind.

An dieser Stelle wird es spannend, denn es ist genau dieser Handel mit Futures, die das Finanzsystem gefährden können. Bisher handelten Anleger Bitcoin über Exchange Traded Notes, direkt auf entsprechenden Marktplätzen oder indirekt über Unternehmen, die in Kryptowährungen investieren.

Würden Bitcoins rein hypothetisch 100 % ihres Wertes verlieren, wäre das für die Anleger schmerzhaft. Das Finanzsystem besteht aber weiter. Durch Futures kommen Bitcoin nun Zugang zu einer empfindlichen Stelle des Systems.

Terminkontrakte werden an Börsen wie der CME oder CBOE gehandelt. Wer einen Future kaufen will, braucht eine Gegenpartei, die einen Future verkauft. Dafür muss ein Anleger nicht direkt mit einem anderen Anleger in Kontakt treten. Der Broker leitet die Anfrage an eine Clearing Stelle weiter. Das Clearing House bringt letztlich Angebot und Nachfrage zusammen.

Die wichtigste Aufgabe der Clearing Stelle ist aber nicht nur das Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage, sondern auch die Übernahme des Gegenparteirisikos. Terminkontrakte müssen spätestens bei Verfall geliefert bzw. glattgestellt werden. In dieser Zeit kann viel schiefgehen. Derjenige, dem ich einen Future verkauft habe, könnte in der Zwischenzeit bankrott sein. Ich müsste ohne Clearing Stelle den Verlust tragen. Heute übernimmt dieses Risiko das Clearing House.

Nun können die Dinge sehr viel früher aus dem Ruder laufen. Wer einen Future handeln will, muss eine Margin hinterlegen, z.B. 5.000 USD für einen Kontrakt mit einem Wert von 100.000 USD. Fällt der Preis des Kontraktes nun etwa um 3.000 USD, bekomme ich von vermutlich einen Margin Call. Ich muss mindestens 3.000 USD nachschießen, um die Margin von 5.000 USD wieder zu stellen.

So wird es auch bei Bitcoin Futures sein. Das Problem ist nun, dass Bitcoin extrem volatil sind und der Wert theoretisch auch innerhalb von Minuten auf 0 fallen kann. Bitcoin haben im Gegensatz zu Aktien keinen intrinsischen Wert, aber es ist gar nicht notwendig, dass Bitcoin 100 % verlieren, um für Probleme zu sorgen.

Wegen der hohen Volatilität kann es dazu kommen, dass Reihenweise Margin Calls ausgelöst werden. Ein Teil der Anleger wird den Margin Calls nicht nachkommen können. Nun sitzt die Clearing Stelle am Ende auf diesen Verlusten. Da Bitcoin Futures zusammen mit allen anderen Kontrakten in demselben Clearing House abgewickelt werden, werden diese Stellen die Verluste zunächst mit den Margins anderer Kontrakte auffangen, z.B. den gestellten Margins für Weizen Futures.

Kommt es dazu, dass eine Clearing Stelle hohe Verluste abdecken muss, dürften Anleger in Panik ihre Geschäfte glattstellen wollen. Tun sie es nicht, laufen sie das Risiko, dass sie am Ende ihr Geld nie wiedersehen. Es käme zu einer Art Bank Run, nur eben nicht auf eine Bank, sondern über Panikverkäufe auf dem Terminmarkt auf Clearing Stellen.

Man kann nur spekulieren, was geschehen wird. Letztendlich ist der Terminmarkt jedoch unzählige Billionen USD groß. Wollen plötzlich alle über unzählige Anlageklassen hinweg in Panik ihre Positionen glattstellen, werden innerhalb kürzester Zeit gigantische Verluste aufgehäuft, die keiner stemmen kann. Das darf nicht sein. Der Markt würde vom Regulator vermutlich eingefroren. Ob das besser ist, kann man nicht sagen. Entweder werden so hohe Verluste angehäuft, dass das System zusammenbricht oder es wird eingefroren. Ein stillstehendes Finanzsystem ist von wenig Nutzen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem solchen Szenario kommt, ist vorerst gering. Der Bitcoin Terminmarkt muss erst einmal eine bestimmte Größe erreichen. Die extrem hohe Volatilität wird allerdings viele Margin Calls provozieren. Das alleine reicht nicht, um das System zu Fall zu bringen. Die Größenordnung des Gesamtmarktes und der Höhe der Margin Calls sind ausschlaggebend. Diese Systemgefahr geht übrigens auch von allen anderen Anlageklassen aus. Sie ist nur wesentlich geringer.

Aufgebracht hat dieses Horrorszenario kein geringerer als Thomas Peterffy, Chairman von Interactive Brokers, einem der größten Broker und Clearing Häuser der Welt. Die Wahrscheinlichkeit mag gering sein. Ein Hirngespinst, welches man einfach abtun kann, ist es aber absolut nicht.

von Clemens Schmale

AMD - Auf Messers Schneide

Die Aktie von AMD hat eine mittelfristige Schlüsselstelle erreicht. Melden sich die Käufer nicht schnell zurück, wäre eine große Topbildung im Chart vollendet.

Beim Chart der Aktie von AMD handelt es sich um ein Paradebeispiel, um aufzuzeigen, was bei den US Technologiewerten derzeit alles aus technischer Sicht auf dem Spiel steht. Die Aktie steht für den Chipsektor, einen wichtigen Subsektor innerhalb des Nasdaq. Das bisherige Jahrestief ist nicht mehr weit entfernt. Von Trendfortsetzung bis hin zu großen Verkaufssignal ist daher derzeit (noch) alles möglich. Die Entscheidung dürfte aber in Kürze fallen.

Der Sell-Trigger liegt bei 9,70 USD. Ein Tages-, besser noch Wochenschlusskurs darunter, würde deutliches Abwärtspotenzial auf zunächst 7,60 USD und darunter 6,20 USD freisetzen. Solange die Marke von 9,70 USD aber hält, sind Erholungen bis auf 10,65 USD machbar. Erst über 11,75 USD entstehen prozyklische Kaufsignale in Richtung der oberen Rangebegrenzung bei 15,55 USD.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

4,27

5,25

5,86

Ergebnis je Aktie in USD

-0,14

0,12

0,33

KGV

-

83

30

Dividende je Aktie in USD

-

-

-

Dividendenrendite

-

-

-

e*=erwartet

LINDE - Ein Chart mit Potential

Die Bullen dominieren das Kursgeschehen in Linde und mit diesen locken in der Vorweihnachtszeit neue Hochs.

Linde und Praxair streben eine Fusion an, der die Aktionäre zustimmen müssen. Im Zuge dessen wurden neue Linde-Aktien zum Tausch angeboten und an der Börse unter der neuen WKN A2E4L7 gehandelt. Diese sind mittlerweile offizieller Bestandteil des Dax. Laut Medienberichten sollen Ende November gut 68 % der Aktionäre ihre Aktien zum Tausch eingereicht haben. Da zuletzt die Annahmeschwelle auf 60 % gesenkt wurde, scheint diese Hürde geschafft und man ist der Fusion einen Schritt näher.

Weitere Schritte müssen folgen und für Aktionäre bleibt es spannend. Schließlich stellen sich am langen Ende höchst unterschiedliche Fragen: Wird sich die Fusion unternehmerisch lohnen? Wird Linde im Dax bleiben? Wie sieht es zukünftig mit Dividenden und natürlich mit dem weiteren Kursverlauf aus?

Sichere Antworten auf diese und weitere Fragen werden wir natürlich nicht finden, was die Spannung erhöht. Zum aktuellen Zeitpunkt sieht man der Zukunft jedoch optimistisch entgegen. In den letzten Wochen konnte sich die Linde-Aktie positiv vom Vergleichsindex Dax abheben. Im Idealfall wurde jetzt mit 189,25 EUR auch das jüngste Korrekturtief erreicht und die Kurse können auf ein neues Hoch jenseits von 202 EUR ansteigen. Ein Tagesschlusskurs unterhalb von 189 EUR hingegen würde kurzfristig das Risiko mit sich bringen, eine Korrektur zu starten. Im Rahmen dessen wären weitere Abgaben in Richtung 180 EUR oder auch 170 EUR möglich.

GOLD: Nach Verkaufssignal unter Druck

In den vergangenen Tagen brach Gold unter die wichtige Unterstützung bei 1.265 USD ein und quittierte dies mit weiteren Verlusten. Entscheidend für die kommenden Wochen ist jetzt, ob das Edelmetall zwischen 1.235 und 1.245 USD einen Boden findet.

Widerstände: 1.265 + 1.285 + 1.301
Unterstützungen: 1.245 + 1.226 + 1.201

Rückblick: Der Goldpreis brach in dieser Woche aus einer Dreiecksformation nach unten aus und unterschritt dabei die essentielle Unterstützung bei 1.265 USD. Damit wurde nicht nur die Konsolidierung seit Anfang Oktober beendet, sondern auch ein übergeordnet bärisches Signal generiert. In der Folge setzte das Edelmetall direkt an die nächsttiefere Unterstützung bei 1.245 USD zurück. Dort versuchen die Käufer den Wert aktuell etwas zu stabilisieren.
Charttechnischer Ausblick: Die Bullen haben die Chance auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends seit Juli vorerst vergeben. Nach einem kurzen Pullback in Richtung der 1.265 USD-Marke dürfte die Unterstützung bei 1.245 USD erneut attackiert werden. Abgaben unter die Marke würden Gold bis 1.235 USD drücken. Auf Höhe einer früheren Abwärtstrendlinie könnte eine Stabilisierung einsetzen und Gold erneut bis 1.265 USD steigen. Nachdem auf diesem Niveau auch die 61,8 %-Fibonacci-Extension der ersten Abwärtsbewegung von Anfang September bis Anfang Oktober erreicht wäre, wären dort bereits die Bedingungen für den Abschluß der Abwärtsbewegung erfüllt und damit die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends möglich. Darunter käme es allerdings zu weiteren Abgaben bis 1.226 und 1.199 USD.
Erst bei einer Rückeroberung der 1.265 USD-Marke wäre Gold wieder in neutralem Gebiet und könnte bis 1.285 USD steigen. Die Reaktivierung der Hausse seit Juli gelänge dagegen erst bei Kursen über 1.301 USD.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW48

 

ATX erfordert Geduld - Ausbruch abwarten

Innerhalb der zweiwöchigen Seitwärtsrange scheint der österreichische Leitindex ATX jetzt wieder an der Oberkante zu scheitern. Der Chart bietet sehr klare Handelsmarken.

Nach wie vor notiert der ATX innerhalb des Aufwärtstrendkanals seit dem Sommer und stabilisiert sich an der Kreuzunterstützung aus Kanalunterkante und Horizontalniveau bei 3.285 - 3.295 Punkten. Zum Ende dieser Woche hatte er nochmals den horizontalen Widerstandsbereich bei 3.350 - 3.365 erreicht und scheitert zunächst daran. Dieser Preisbereich ist unter anderem die Nackenlinie der Mitte November vollendeten SKS Umkehrformation und stellt die zentrale Hürde dar.

Die Handelsmarken sind damit klar gesteckt: Erst mit einem nachhaltigen Ausbruch über 3.365 Punkte wird ein kleines Kaufsignal aktiviert, dann könnte eine neue Aufwärtswelle zum Hoch und zur Kanaloberkante bei ca. 3.530 - 3.560 Punkten folgen. Auf der anderen Seite wäre ein Abrutschen per Tagesschluss unter 3.275 Punkte Futter für die Bären und könnte weitere Verkäufer locken. Dann müssten Abgaben bis 3.200 - 3.215 und ggf. bis 3.150 - 3.150 Punkte eingeplant werden.

Fällt die Zinswende aus? Der nächste Tiefschlag

Die Hoffnung auf höhere Zinsen bekommt den nächsten Schlag. Diesmal kommt er aus dem US-Finanzministerium.

Der US-Finanzminister Mnuchin hatte ursprünglich große Pläne. Er wollte weitaus mehr Anleihen mit langer Laufzeit begeben als es derzeit der Fall ist. Der Gedanke dahinter ist einfach. Die Zinsen sind niedrig und es macht Sinn, wenn man diese niedrigen Zinsen für lange Zeit einloggen kann.

Die Zinsen für 10-jährige Anleihen stehen unterhalb von 2,5 %. Anleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren zahlten gerade einmal ein halbes Prozent mehr. Für Anleihen mit einer Laufzeit von 50 Jahren wären vermutlich nur etwas über 3 % fällig und für 100-jährige Anleihen 4 %.

Historisch betrachtet sind solche Zinssätze ein richtig gutes Schnäppchen. Der Plan wurde nun aber fast stillschweigend geändert. Anstatt Anleihen mit längerer Laufzeit zu begeben, soll die Laufzeit nun verkürzt werden.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der US-Schulden liegt aktuell im Bereich von 6 Jahren (siehe Grafik). Das ist in etwa so hoch wie zur Jahrhundertwende und Anfang der 90er Jahre. Ob hinter dieser Laufzeitverlängerung ein Plan steckte, ist nicht bekannt. Man kann aber sicherlich sagen, dass die Käufe der Notenbank es leichtgemacht haben, Anleihen mit langer Laufzeit zu niedrigen Zinsen zu begeben.

Seit dem Ende von QE steigt die Restlaufzeit kaum noch. Das mag Zufall sein, ist es aber vermutlich nicht. Die Notenbank reduziert seit einem Monat ihren Bestand an Staatsanleihen. Würde nun das Finanzministerium die Laufzeit der Anleihen verlängern, gäbe es möglicherweise aus heiterem Himmel ein zu hohes Angebot. Die Zinsen würden deutlich steigen.

Das will niemand, schon gar nicht das Finanzministerium. Um die langfristigen Zinsen niedrig zu halten, sollen daher nun mehr Anleihen mit kurzer Laufzeit auf den Markt kommen. Ein langsameres Angebotswachstum bei Anleihen mit langer Laufzeit kann den Zinsanstieg dämpfen.

Die Nachfrage nach US-Anleihen ist groß. Persönlich sehe ich daher keine Gefahr von schnell steigenden Zinsen. US-Anleihen werfen immerhin mehr als 2 % ab. Im Rest der entwickelten Welt liegen die Zinsen für 10-jährige Papiere deutlich unterhalb von 2 %. In einigen Ländern wie Deutschland und Japan liegen sie zwischen 0 % und 0,5 %.

US-Anleihen bleiben für den Rest der Welt attraktiv. Zusätzliches Angebot sollte problemlos aufgenommen werden können. Das Finanzministerium macht sich dennoch Sorgen. Es fürchtet einen Zinsanstieg. Da sich viele Zinssätze an den Staatsanleihen orientieren, würde ein Zinsanstieg bei Langläufern auch auf den Rest der Wirtschaft auswirken, insbesondere auf den Immobilienmarkt.

Die Angst halte ich für unbegründet. Das ändert nichts daran, dass die USA zukünftig mehr auf Anleihen mit kürzerer Laufzeit setzen. Ein substantieller Anstieg der Langfristzinsen wird da schwierig.

von Clemens Schmale

SAP - Das wirkt bedrohlich

Die schleppende Entwicklung der vergangenen Tage wird zunehmend zur Belastung für die Aktie des Softwarehauses, die Schwäche hat die Bullen stark verunsichert.

Mit dem Abverkauf der letzten Handelstage rutscht der Wert wieder bis an das Novembertief zurück und durchbricht erstmals seit September wieder den EMA50 (blau) nach unten. Dieser hatte bis zuletzt noch Unterstützung geboten (grün eingekreist). Somit stehen die Bullen jetzt unter Zugzwang: Gelingt hier am Unterstützungsbereich bei 94,50 - 95,00 EUR kein bullisches Reversal mit anschließender Rückkehr über 96,21 EUR, droht eine weitere Abwärtswelle bis ca. 92,00 - 92,20 oder 91,32 EUR.

Erst oberhalb von 96,21 EUR per Tagesschluss hellt sich das kurzfristige Bild leicht auf, prozyklische Kaufsignale entstehen aber erst weiter oben. Glückt ein Anstieg per Tagesschluss über 98,50 EUR, sollten das Hoch bei 100,70 und die Pullbacklinie bei ca. 102,00 EUR schnell erreicht werden können.

RTL - Ein Lichtblick!

In RTL konnten die Käufer einen Boden vollenden. Investoren atmen durch und die Chancen steigen weiter.

Ein Investment in klassischen Medien wie dem Fernsehen hat sich für Investoren in den letzten Jahren kaum gelohnt. Dies wird nicht zuletzt auch am Kursverlauf der RTL-Aktie deutlich. Im Hoch notierte diese dreistellig, fiel in den letzten Monaten aber bis auf ein Tief bei 59,85 EUR zurück. Glücklicherweise konnte sich der Kurs dort stabilisieren und etablierte einen relativ breiten Unterstützungsbereich von ca. 62-60 EUR.

Oberhalb dieses Kursniveaus formte sich seit Ende August ein Boden aus. Dieser konnte in der laufenden Handelswoche mit dem Ausbruch über 65,50 EUR vollendet werden. Nach der langen Zeit der Qualen scheint für die Käufer zumindest kurzfristig die Sonne. Von einem strahlenden Sommer kann zwar noch nicht gesprochen werden, aber eventuell handelt es sich um einen vorbereitenden Frühling. Im Rahmen dessen wären weitere Gewinne in Richtung 72 EUR in den nächsten Wochen möglich. Dabei könnten die Käufer auf Unterstützungen im Preisbereich von 63,90 EUR und natürlich der bereits angesprochenen Zone ab 62 EUR zurückgreifen.

SILBER: Anstieg aus dem Nichts?

In den letzten Tagen geriet Silber nach dem Bruch eines Korrekturdreiecks deutlich unter Druck. Eine weitere Verkaufswelle ist möglich. Wären da nicht die internen Strukturen des Kursrückgangs der letzten Monate, die die Bullen noch hoffen lassen können.

Widerstände: 16,60 + 16,96 + 17,23 
Unterstützungen: 16,26 + 16,01 + 15,59 

Rückblick: Der Silberpreis bildete nach dem Einbruch im September ausgehend von der Unterstützung bei 16,26 USD einen Boden aus, der sich im Verlauf der letzten Wochen dreiecksförmig zuspitzte. Dabei scheiterten etliche Ausbruchsversuche über die Hürde bei 17,23 USD und sorgten zuletzt für Abgabedruck. Mit dem Unterschreiten der Kreuzunterstützung bei 16,96 USD wurde zuletzt ein kurzfristiges Verkaufssignal ausgelöst und das Dreieck nach unten verlassen. Aktuell erreicht der Wert die Haltemarke bei 16,26 USD.

Charttechnischer Ausblick: Eine Chance haben die Bullen noch einen weiteren Einbruch zu verhindern. Sollte es sich bei dem Kursrückgang seit September um zwei zusammengehörende Abwärtswellen in einen 2/3-Verhältnis handeln, könnte die zweite und damit kürzere der beiden Verkaufswellen aktuell ihr Ziel erreicht haben. Die blaue Fibonacciprojektion im Chart visualisiert diese Möglichkeit. Gelingt ausgehend von 16,19 - 16,26 USD eine Rückeroberung der 16,60 USD-Marke wäre mit einem Anstieg bis 16,96 USD zu rechnen. Darüber wäre der Abverkauf neutralisiert und bereits ein Angriff auf die 17,23 USD-Marke zu erwarten. Selbst ein Ausbruch über die Marke und damit die Reaktivierung des Aufwärtstrends könnte den Bullen somit gelingen.

Bricht das Edelmetall dagegen unter 16,26 USD ein, läge das nächste Abwärtsziel bei 16,01 USD. Darunter würde ein Kursrutsch bis 15,45 – 15,59 USD folgen. Der Bereich um 15,45 USD würde entsprechend mit einer 1:1 - Abwärtsbewegung seit dem Hoch im September korrespondieren.

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW47

 

HDAX – Noch dauert die Konsolidierung an

Der HDAX zeigt sich trotz der Verluste seit 7. November aus charttechnischer Sicht noch immer in einer sehr stabilen Verfassung.

Der HDAX umfasst alle Werte aus dem DAX, dem MDAX und den TecDAX, spiegelt also quasi eine Gesamtmarktentwicklung wieder.

Dieser Index befindet sich seit März 2003 in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Ausgangspunkt war ein Tief bei 1.111,78 Punkten. Im Zuge der Finanzkrise kam es zu einem massiven Rücksetzer auf 1.789,30 Punkte nach einem vorherigen Hoch bei 4.206,26 Punkten. Anschließend setzte der Index die Rally in mehreren Etappen fort. Am 7. November markierte er ein Allzeithoch bei 7.300,02 Punkten.

Dort setzte eine Konsolidierung ein, welche ihn auf das Vorgängerhoch bei 6.949 Punkte zurückführte. Diese Marke konnte zunächst verteidigt werden, allerdings war die anschließende Erholung bislang noch nicht nachhaltig überzeugend.

Der HDAX hängt noch immer in einer Konsolidierung fest. Solange der Index allerdings über 6.949 Punkte notiert, kann diese zügig abgeschlossen werden. Sollte dies gelingen, dann wäre Platz in Richtung 7.300 und später vielleicht sogar 7.920 Punkte. Kurse unter 6.949 Punkten, könnten Abgaben in Richtung 6.760 oder sogar 6.542 Punkte zur Folge haben.

China bald im Krisenmodus?

China bleibt ein Sorgenkind. Die Konjunkturstützen sind ausgelaufen und die Wirtschaft steht vor einem Schritt nach unten.

Der große Parteitag der chinesischen Einheitspartei ist Geschichte. Die Erkenntnisse, die sich daraus gewinnen ließen, sind begrenzt. Xi Jingping wurde zwar eine große Ehre zuteil (seine politischen Gedanken wurden in die Parteiverfassung aufgenommen), doch darüber hinaus geschah wenig.

Xi erklärte, dass sich China öffnen wird. Er deutete auch an, dass das Wirtschaftsmodell umgestellt werden muss. Der Fokus auf vorgegebene Wachstumszahlen sei nicht mehr notwendigerweise der richtige Weg. Das klingt durchaus vernünftig, ist aber wohl ein Lippenbekenntnis. Ähnliches hörten wir bereits vor 5 Jahren.

Tatsächlich hat sich in China in den letzten 5 Jahren wenig getan. Das Kreditwachstum geht munter weiter (Grafik 1). Jeder weiß, dass das nicht ewig so weitergehen kann. Das Kreditwachstum vollzieht sich wesentlich schneller als das Wirtschaftswachstum. Die Verschuldung steigt und niemand weiß, wie die Kredite jemals wieder zurückgezahlt werden sollen.

Besonders frustrierend ist der geringe Effekt der Kredite. Obwohl immer höhere Summen aufgenommen werden, bleibt das Wachstum vergleichsweise niedrig. Die Industrieproduktion befindet sich im Krisenmodus (Grafik 2). Die Produktion wächst so langsam wie seit der Finanzkrise nicht mehr.

Konjunkturmaßnahmen führten in der ersten Jahreshälfte zu einer kleinen Belebung. Das Wachstum stieg von 6,2 % auf 7,6 %. Inzwischen steht es wieder bei 6,2 % und der Trend deutet daraufhin, dass es nun eine Stufe tiefer geht.

Beim Konsum sieht es nicht anders aus. Das Wachstum des Einzelhandelsumsatzes ist niedriger als 2009 und driftet wieder zu den Tiefs aus den 90er Jahren. So lassen sich Wachstumsziele nicht erreichen. Man wird sehen, ob Xi aus diesem Grund die Ziele wirklich fallen lässt oder am Ende doch wieder schwach wird und mit staatlichen Ausgaben das Ziel erzwingt.

Für China selbst wäre ein nachhaltigerer Wachstumskurs gut. Kurzfristig ist es zwar schmerzhaft, doch langfristig besser als irgendwann eine großangelegte Kreditkrise zu haben, die das Land in die Rezession stürzt. Für den Rest der Welt ist eine Aufgabe der Wachstumsziele kurzfristig wenig lukrativ.

Als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt konsumiert China Unmengen an Rohstoffen und mit der Ausrichtung auf Industrieproduktion profitieren Länder wie Deutschland mit seinen Maschinenbauern. Niedrigeres Wachstum wird sich in den Kassen vieler Länder bemerkbar machen.

Durch Konjunkturmaßnahmen gab es bis vor kurzem vor allem auf dem Immobilienmarkt einen Boom. Kaum ein Sektor verschlingt so viele Rohstoffe wie der Immobilienmarkt, immerhin müssen nicht nur die Häuser gebaut, sondern auch an Infrastruktur angeschlossen werden.

Eine Abkühlung in diesem Bereich ist schon jetzt sichtbar. Für viele Rohstoffpreise bedeutet das erst einmal nichts Gutes. Da viele Entwicklungsländer von den Importen Chinas abhängig sind, ist auch dort im kommenden Jahr eine Abkühlung absehbar.

Chinas On/Off Modus beim Wachstum bereitet vielen anderen Ländern Probleme. Für 2018 ist ein Off Modus zu erwarten. Das wird in China selbst zu einer kleinen Wachstumskrise führen und viele andere Staaten ebenfalls beeinflussen. Das hohe und synchrone globale Wachstum in diesem Jahr wird sich 2018 so wohl nicht wiederholen.

Krise ist dabei natürlich relativ. Die letzte Krise hatten wir 2015 bis Anfang 2016. Rohstoffpreise fielen ins Bodenlose, China wertete seine Währung stark ab und das Wachstum verlangsamte sich. Im kommenden Jahr wird sich Chinas Wachstum wieder verlangsamen. Die Krise ist also die gleiche wie schon vor zwei Jahren. Die Folgen werden aber höchstwahrscheinlich weniger gravierend sein.

MERCK KGaA - Hier droht ein Drama!

Nach Verlusten jenseits von 20% seit dem Jahreshoch scheint Merck eine weitere Verkaufswelle erfassen zu wollen. Die Bullen sind mehr als nur unter Zugzwang!

Unter Strom dürften derzeit Anleger in der Merck-Aktie stehen. Seit Tagen kämpfen Bullen und Bären im mittelfristigen Unterstützungsbereich um 90 EUR um die Vorherrschaft. Zwar konnten sich bisher die Verkäufer nicht durchsetzen, trotzdem machen sie eine bessere Figur. Immerhin notiert die Aktie auf einer Unterstützung und kann sich trotzdem nicht nach oben absetzen. Erschwerend kommt die relative Schwäche von Merck über die letzten Monate hinzu. Das Jahreshoch wurde schließlich schon im Mai markiert und seitdem hat die Aktie schon gut 20 % an Wert verloren.

Für eine kurzfristige Entspannung im Chartbild würde derzeit ein Tagesschlusskurs oberhalb von ca. 91,50 EUR sorgen. Ohne einen solchen drohen kurzfristig neue Tiefs und dies könnte wiederum eine Stopploss-Welle nach sich ziehen. Das Problem dabei ist, dass die nächste markante Unterstützungszone erst wieder im Preisbereich von 82-80 EUR zu finden ist.

LUFTHANSA - Flughöhe erreicht!?

Zuletzt war die Lufthansa-Aktie ein Bollwerk der Bullen. Erst am Montag markierte man ein neues Jahreshoch. Damit ist die Aktie zwar bullisch, aber muss man sie deshalb blind kaufen?

Der Kurs der Lufthansa-Aktie bewegt sich immer noch in luftigen Höhen und konnte damit der allgemeinen Marktschwäche (siehe Dax) in den letzten Tagen etwas entkommen. Gut zu erkennen ist jedoch auch im Luftfahrtkonzern, dass das Momentum auf der Long-Seite zuletzt nachließ. Zum einen schaffte man es nicht mehr, den oberen Trenddeckel zu erreichen und parallel dazu kam die untere Trendbegrenzung teilweise unter Druck. Nach Kursgewinnen von ca. 65 % seit Anfang Juli kann das nachlassende Momentum aber nicht überraschen.

Der Ausblick für die Lufthansa-Aktie bleibt positiv, vor allen Dingen auf mittelfristiger Ebene. Kurzfristig kann jedoch der Übergang vom Aufwärtstrend in eine Konsolidierung nicht ausgeschlossen werden. Im Rahmen dessen dürfte es den Käufern einerseits zunehmend schwerer fallen neue Hochs zu erreichen und auszubauen und andererseits könnten die Korrekturen zunehmen. Eine erste gute Unterstützungszone liegt momentan im Bereich von 26-24,90 EUR.

GOLD: Immer dann, wenn niemand mehr daran glaubt

Seit Tagen schlängelt sich der Goldpreis in Richtung der markanten Widerstände um 1.300 USD nach oben. Eine Richtungsentscheidung wurde immer wieder vertagt. Aber der aktuelle Anstieg gibt Grund zu Hoffnung, dass sich die Bullen jetzt (endlich) durchsetzen.

Widerstände: 1.296 + 1.325 + 1.355 
Unterstützungen: 1.264 + 1.245 + 1.226

Rückblick: Nach dem steilen Anstieg, der den Goldpreis im September bis 1.357 USD geführt hatte, setzte eine Korrektur ein, die von der Käuferseite bislang an der Unterstützung bei 1.265 USD aufgefangen wurde. Seit Anfang Oktober bildet das Edelmetall eine Dreiecksformation aus, die auf der Unterseite durch diese Haltemarke begrenzt ist. Die obere Trendlinie der Formation wurde in den letzten Tagen bereits mehrfach attackiert. Die Bullen starteten in dieser Handelswoche einen weiteren Ausbruchsversuch über den Kreuzwiderstand bei 1.296 USD und stehen damit kurz vor einem weitreichenden Kaufsignal.

Charttechnischer Ausblick: Oft genug war der Goldpreis in den letzten Wochen an der 1.296 USD-Marke gescheitert, als dass man auch dem aktuellen Anstieg mit Vorsicht begegnen sollte. Und trotzdem überzeugt die Dynamik der kleinen Kaufwelle. Sollte Gold die Chance nutzen und über 1.296 USD ausbrechen, dürfte auch die 1.301 USD-Marke umgehend durchbrochen werden. Die Folge wäre ein Anstieg bis 1.325 USD, der sich darüber bis 1.355 USD fortsetzen kann.

Scheitern die Käufer dagegen an den nahen Hürden, dürfte das Edelmetall wieder in den Seitwärtsmarkt der letzten Wochen abtauchen. Bärisch wäre allerdings erst ein Bruch der 1.265 USD-Marke. In diesem Fall wären Verluste bis 1.245 und 1.226 USD einzuplanen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW46

 

Bitcoin/Blockchain statt Index

Warnung vor Blockchain-Aktien und ICOs
Da zuletzt gleich mehrere Behörden (SEC, BaFin, ESMA) vor ICOs gewarnt haben, möchte ich mich dem an dieser Stelle anschließen.
Wer in die sogenannten Initial Coin Offerings (manchmal auch Token Sales genannt) investieren möchte, sollte sehr vorsichtig sein. Denn leider hat die starke Kursrally vieler Kryptowährungen - wie immer wenn es um Geld geht - auch viele Betrüger angelockt. Und die verstehen ihr Handwerk und vermarkten ihre "Produkte" daher durchaus gut.
Allerdings möchte ich noch einen Schritt weiter gehen. Denn als Alternative zu Bitcoin, Ethereum und Co. haben einige Börsendienste zuletzt gerne mal sogenannte Bitcoin- oder Blockchain-Aktien zum Kauf empfohlen. Nicht alles, was dort zum Kauf empfohlen wurde, ist dabei schlecht. So sehe ich die Aktie der Bitcoin Group SE grundsätzlich als seriöses Investment an, auch wenn ich sie gegenwärtig für überbewertet halte.
Bei vielen anderen Aktien sehe ich das jedoch komplett anders. Dabei meine ich ganz besonders die Aktien von Unternehmen, die erst kürzlich ihr Geschäftsmodell und besonders ihren Namen geändert haben und dabei "Keywords" wie Bitcoin oder Blockchain in den neuen Namen integriert haben. Wenn es sich dann auch noch um kanadische Pennystocks handelt (und damit meine ich die US-amerikanische Definition, also Aktien mit Kursen unter 5$), sollte man hellhörig werden.
Denn mal ganz abgesehen davon, dass dies alles schon wenig seriös wirkt, werden die Kurse von solchen Small bzw. Micro Caps oftmals alleine durch die ständigen Empfehlungen in diesen Börsendiensten beeinflusst. Ja, das geht sogar so weit, dass die Anleger in Kanada oftmals gar nicht wissen welche angeblichen "Perlen" da an ihrer Börse gelistet sind...

SILBER: Das Dreieck spitzt sich zu

Widerstände: 17,23 + 17,67 + 17,91 
Unterstützungen: 16,96 + 16,60 + 16,26 
Rückblick: Nachdem ein stärkerer Kursrutsch Anfang Oktober an der Unterstützung bei 16,26 USD aufgefangen werden konnte, stieg der Silberpreis wieder an und kurzzeitig sogar über die Hürde bei 17,23 USD an. Ein entsprechendes Kaufsignal misslang den Bullen jedoch, denn ab Mitte Oktober setzte das Edelmetall wieder an die Unterstützung bei 16,60 USD zurück. Seither bildet sich ein Konsolidierungsdreieck aus, dessen Oberseite bei 17,23 USD verläuft und im gestrigen Handel ohne zählbaren Erfolg angetestet wurde.
Charttechnischer Ausblick: Die vergangenen Tage haben beim Silberpreis aufkommenden Kaufdruck gezeigt, der allerdings noch nicht in einen nachhaltigen Ausbruch mündete. Sollte der Wert jedoch über 16,80 USD verbleiben, hätten die Bullen jetzt die Gelegenheit, den Widerstand bei 17,23 USD zu knacken. Damit wäre der Weg für eine Kaufwelle bis 17,91 USD frei. Dort könnte es zu einer Korrektur kommen, ehe sich der Ausbruchsmove in Richtung 18,21 und 18,50 USD fortsetzen dürfte.
Setzt der Wert dagegen unter 16,80 USD zurück, käme es zum erneuten Test der Unterstützung bei 16,60 USD. Darunter wäre ein kleines Verkaufssignal aktiv und ein Einbruch bis 16,01 USD zu erwarten.

EUR/USD: Erholungsrally erst einmal vorbei?

Tendenz: Aufwärts
Widerstände: 1,1795 + 1,1820 + 1,1862 
Unterstützungen: 1,1774 + 1,1750 + 1,1673 
Rückblick: EUR/USD löste die bullische Flaggenkonsolidierung am Morgen direkt gen Norden hin auf und kletterte quasi wie an der Schnur gezogen direkt bis auf 1,1850 USD. Konsolidierungen gab es kaum. Nach den US-Makrodaten vom Nachmittag stieg das Paar sogar über 1,1860 USD bevor eine heftige Abwärtskorrektur einsetzte, die Das Paar gegen Handelsende wieder zurück unter 1,18 USD führte.
Charttechnischer Ausblick: Die gestrige Tagesperformance hinterließ eine negativ zu interpretierende "V-Umkehrformation" im Stundenchart. Das gestrige Hoch ist damit aller Voraussicht nach zumindest für die kommenden Handelstage ein signifikantes Zwischenhoch. Kurzfristig sind heute Vormittag Erholungen in den Bereich 1,1810/30 USD denkbar, aber nicht zwingend von Nöten, im Anschluss sollte dann die gestern Nachmittag begonnene Abwärtskorrektur in den mittleren 1,17er Bereich fortgesetzt werden. Nach der jüngsten 200-Pip Rally von 1,1660 auf 1,1860 USD hat das Paar weiteren Konsolidierungsbedarf.

ALIBABA - Kursreaktion an kurzfristiger Kreuzunterstützung

Die Alibaba-Aktie hat nach einem guten Lauf zuletzt zwei Wochen konsolidiert und dabei zumindest kurzfristig ein interessantes Kursniveau erreicht.

Trotz eines eigentlich sehr erfolgreich verlaufenen "Singles Day" für die chinesischen E-Commerce-Anbieter, setzte die Alibaba-Aktie zuletzt etwas zurück. Die Konsolidierungstendenz hält bereits rund zwei Wochen an. Die gestrige Tageskerze an einer kurzfristigen Doppelunterstützung ist allerdings interessant.

So fanden sich am Mittwoch an der Kreuzunterstützung aus dem 61,8 %-Fibonacci-Retracement über die jüngste Abwärtsstrecke und dem EMA50 ausreichend Käufer, um eine Stabilisierung und eine technische Gegenreaktion einzuleiten. Damit ist eine Erholung erneut in den Bereich des Hochs um 191,22 USD machbar. Unter 177,00 USD, spätestens aber unter dem Aufwärtstrend bei 175,00 USD, müsste man dieses Szenario verwerfen.

Fundamental bewertet liegen die KGVs der Alibaba-Aktie unter den erwarteten Gewinnwachstumsraten, womit sich PEGs unter 1 ergeben. Somit ist die Bewertung der Aktie unter diesem Aspekt noch im Rahmen.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

22,99

36,59

49,90

Ergebnis je Aktie in USD

3,41

5,05

6,71

Gewinnwachstum

48,09%

32,87%

KGV

53

36

27

KUV

20,2

12,7

9,3

PEG

0,7

0,8

*e = erwartet

OHB - Hier muss sie wieder drehen

An einer entscheidenden Stelle im Chart befindet sich jetzt die Aktie des Raumfahrtunternehmens OHB. Dort sollte sie jetzt genau beobachtet werden.

Der Wert konnte zuletzt die prognostizierte zweite Abwärtswelle bis zur Unterstützungszone bei 39,00 - 40,50 EUR vollziehen, an der Aufwärtstrendlinie prallt er heute nach oben hin ab. Damit könnte prinzipiell eine neue Aufwärtsbewegung bis 47,475 und 50,25 EUR starten. Darüber hinaus wären weiter steigende Kurse in Richtung 60,00 - 62,00 EUR möglich.
Unter 38,40 EUR sollte das Papier jetzt aber nicht mehr auf Tagesschlusskursbasis fallen. Dann kann eine weitere Abwärtswelle bis 34,00 - 35,00 EUR oder darunter ggf. bis 28,40 - 29,11 EUR folgen.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Wöchentliche Marktinfo KW45

 

DAX - War es das mit der Jahresendrally?

Der deutsche Leitindex kommt massiv unter Verkaufsdruck. Wie sieht das Chartbild aus?

Das deutsche Börsenbarometer gerät ausgehend von der 13.400 Punkte-Marke deutlich unter Druck. Der Index verliert mehr als 200 Punkte und setzt an den mittelfristigen Aufwärtstrend im 4H-Chart zurück.

Dieser Aufwärtstrend existiert seit dem Zwischentief von Ende August bei 11.880 Punkten befindet sich aktuell im Bereich 13.180 Punkte. Im Bereich 13.150 Punkte befindet sich zudem das 61,8 %-Retracement der jüngsten Aufwärtsimpulswelle nach dem EZB-Entscheid.

Wird der genannte Unterstützungsbereich nachhaltig unterboten, wäre aller Voraussicht nach auch das Thema "Jahresendrally" erst einmal zu den Akten zu legen. In dem Falle drohen direkt weitere Abgaben in den Bereich 12.900 bis 12.950 Punkte. Im Angesicht der monströsen Rally der vergangenen zweieinhalb Monate muss dies durchaus einkalkuliert werden.

DRILLISCH - Die Bullen haben versagt

Die Aktie des Mobilfunkanbieters hat in dieser Woche mit dem Bruch wichtiger Chartelemente ein Verkaufsignal ausgelöst. Die Folge ist ein schwungvoller Abverkauf. Wie geht es jetzt weiter?

Mit dem Bruch der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der Pullbacklinie (rot gestrichelt) wurde das Kaufsignal aus dem Oktober wieder negiert, der Rückfall unter die alten Hochs hat weitere Verkäufe zur Folge. Bei 57,17 EUR liegt das letzte Zwischentief als potenzielle Unterstützung für eine kleine Gegenbewegung auf die Verluste der letzten Tage.

Prinzipiell sollte aber eine weitere Abwärtswelle bis zum Unterstützungskreuz bei 53,60 - 54,17 EUR folgen, von wo aus dann eine größere Erholung möglich wäre. Unterhalb davon liegen bei 51,59 sowie 49,60 - 50,66 EUR die nächsten breiten Unterstützungszonen. Bullisch wird es erst wieder bei einer Rückkehr über 60,00 EUR. Das Zurückerobern der gebrochenen Chartelemente würde dann wieder die Käufer locken und einen Anstieg in Richtung 68,50 EUR einleiten.

CONTINENTAL - Momentumverlust

Der Aufwärtstrend in Continental verliert deutlich an Momentum, woran auch die vorgelegten Quartalszahlen wenig zu ändern scheinen.

Von Ende Juni bis in den September hinein arbeiteten die Käufer in Continental an einem Boden. Die wochenlangen Bemühungen waren am Ende von Erfolg gekrönt. Die Kurse brachen zunächst über die mittelfristige Abwärtstrendlinie und dann auch über die jüngsten Erholungshochs bei 196,90 EUR und 200,35 EUR aus. Diesen Kaufsignalen folgte eine hochdynamische Rally bis zunächst 217,90 EUR. Erst hier kam es zu einer ersten mehrtägigen Korrektur. Im Anschluss an diese konnte zwar noch einmal ein neues Hoch bei 224,15 EUR erreicht werden, anschließend aber kam es erneut zu Gewinnmitnahmen. Der Aufwärtstrend bleibt mit diesen zwar weiterhin intakt, verliert jedoch deutlich an Momentum.

Als Begründung für die jüngsten Kursverluste könnten Gewinnmitnahmen vor den Quartalszahlen angeführt werden. Die Aktie ist in den vergangenen Wochen gut gelaufen und wie immer bergen Quartalszahlen Risiken und Chancen zugleich. Wer auf Nummer Sicher gehen wollte, streicht einen Teil seiner Gewinne ein. Ein nicht gänzlich unnötiges Vorgehen, wie nach Veröffentlichung der Q3-Zahlen zu sehen war. Während man beim Umsatz und Nettoergebnis nach Minderheiten über den Erwartungen der Analysten liegt, blieb man beim Ebit hinter diesen zurück:

Continental übertrifft im dritten Quartal mit einem Umsatz von €10,69 Mrd (VJ: €9,98 Mrd) und einem Nettoergebnis nach Minderheiten von €729,1 Mio (VJ: €378,5 Mio) die Analystenschätzungen von €10,59 Mrd bzw. €724 Mio. Bereinigtes EBIT mit €1,09 Mrd (VJ: €0,64 Mrd) unter den Analystenschätzungen von €1,11 Mrd. (Guidants-News).

In den ersten Reaktionen auf die Zahlen kam es vorbörslich bereits zu weiteren Verkäufen. Das Hauptaugenmerk liegt damit immer noch bei ca. 211,50 EUR. Die dortige Unterstützungszone darf zwar getestet, sollte jedoch nicht nachhaltig durchbrochen werden. In diesem Fall könnte eine größere Korrektur folgen. Solange die Aktie jedoch tendenziell oberhalb der Unterstützung handelt, wäre eine Fortsetzung des Aufwärtstrends mit Zielen bei 231,90-234,25 EUR möglich

US-Dollar fällt weiter zurück

Als Belastungsfaktor für den Greenback erweist sich weiterhin die Unsicherheit in Bezug auf die geplante US-Steuerreform.

Der US-Dollar fällt auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) zurück. Als Belastungsfaktor erweist sich weiterhin die Unsicherheit in Bezug auf die geplante US-Steuerreform. Besorgnis erregen mögliche Verzögerungen bei der Umsetzung der Steuersenkungen oder die Möglichkeit, dass die Reformen nicht so umfangreich ausfallen wie erhofft.

Die Märkte verfolgen auch weiter die Asienreise von US-Präsident Donald Trump. Dieser trifft sich mit dem chinesischen Machthaber Xi Jinping, um strittige Handelsangelegenheiten und Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu besprechen. Trump zufolge sind die Beziehungen gegenwärtig „sehr einseitig und unfair“.

EUR/USD legt zu und notierte bislang bei 1,1635 im Hoch. Die deutschen Exporte sind im September um 0,4 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Analysten hatten mit einem deutlich stärkeren Rückgang um 1,3 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 2,0 Prozent im August. Die Handelsbilanz wies einen unbereinigten Überschuss von 24,1 Milliarden Euro aus (Konsens 23,0 Milliarden Euro, nach 20,1 Milliarden Euro).

BITCOIN - Rallyende in Sicht!

Der Bitcoin zeigt sich stark und nähert sich wieder dem Allzeithoch der letzten Woche. Aus charttechnischer Sicht könnten allerdings hohe Hürden einer weiteren Aufwärtswelle im Weg stehen.

Innerhalb des steilen Aufwärtstrendkanals seit September erreichte die Kryptowährung vergangene Woche den Kreuzwiderstand aus den Oberkanten des kurz- und langfristigen Aufwärtstrendkanals. Von dort aus startete ein Rücksetzer, der erneut aufgefangen wurde. Prinzipiell könnte vom ausgehend von diesem Widerstandsbereich eine mehrtägige oder mehrwöchige Zwischenko0rrektur starten - direkt oder nach einem kleinen Fehlausbruch und neuen Allzeithochs im Bereich von 7.750 - 8.200 USD.

Das Mindestziel einer Korrektur liegt bei 6.000 - 6.200 USD.
Anschließend muss neu sondiert werden. Eine Wiederaufnahme der Rally mit erneutem Anstieg zur langfristigen Trendkanaloberkante (dick grün) wäre ebenso möglich wie eine Korrekturausdehnung in Richtung 4.800 - 5.150 USD. Eine solche Zwischenkorrektur wäre als sehr gesund zu betrachten und könnte wiederum die Basis für eine weitere mittelfristige Rallybewegung in Richtung 12.000 - 13.500 USD bilden.

Alternativ bricht der Bitcoin auch nachhaltig über die Trendkanaloberkanten aus und klettert weiter bis an die potenzielle Oberkante eines alternativen Aufwärtstrendkanals (grün gestrichelt) bei ca. 9.400 - 10.300 USD, bevor eine größere Zwischenkorrektur startet.

 

 

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW44

 

Dow Jones - Rallyende in Sicht

Es wird schon fast langweilig am US Markt: Beinahe im Wochentakt werden neue Allzeithochs der Leitindizes gemeldet. Seit der Präsidentenwahl vor knapp einem Jahr kennen die Märkte nur noch eine Richtung, die Bären scheinen verzweifelt zu resignieren.

Da ist sie nun, die große Hausse, die vor wenigen Jahren noch kaum jemand auf dem Schirm hatte. Die US Indizes folgen der Bullenroute auf der Überholspur. Sehr steil zieht der Dow Jones Index gegen Norden, Korrekturen finden ohne große Volatilität statt und fallen preislich kurz aus. Das ist das idealtypische Verhalten im sogenannten "Rallymodus": Die Käufer dominieren den Markt, die Bären scheinen hingegen verzweifelt aufzugeben. Diese Unbekümmertheit der Bullen warnt zwar schon zur Vorsicht, mehr aber noch nicht.

Eine Abkühlung der Rally in 2018 müsste aber eingeplant werden, da der Index nun fast eine charttechnische Hürde, die Oberkante des langfristigen Rallykanals, erreicht. Aus charttechnischer Sicht könnte sich der Aufwärtstrend in Kürze verlangsamen und erste Korrekturen auf hohem Niveau erfolgen. Anbei die Skizzierung eines Idealverlaufs im langfristigen Monatschart:

 

 

Fazit: Die Party ist noch nicht zu Ende, könnte aber in 2018 spürbar an Schwung verlieren. Ideal wäre noch eine Rallyforsetzung zur Trendkanaloberkante (ca. 23.800 - 24.600) bis März oder Mai und anschließend eine Korrektur auf hohem Niveau. Letztlich könnte dann aber eine weitere Rallystufe folgen, welche den Index bis zum Jahr 2020 - 2021 in den Bereich der ultralangfristigen Pullbacklinie bei 28.000 - 31.000 Punkten treibt. Bleiben die Bullen stark - womit innerhalb einer Rallyphase immer gerechnet werden muss - könnte im Zuge einer Übertreibung nach oben auch ein Ausbruch aus dem langfristigen Rallykanal nach oben hin erfolgen. Eine direkte Rallybeschleunigung zur oberen Zielzone ist dann möglich. Die Gefahr einer größeren, andauernden Abwärtskorrektur oder gar eines crashartigen Rutsches halte ich momentan für eher gering. Bei 20.400 - 21.000 findet der Index Unterstützung für den Fall von Abwärtskorrekturen.

 

AUMANN knickt wieder ein - Gefahr?

Die Kurserholung des Elektromotoren-Herstellers der vergangenen Tage wird abverkauft. Ob Grund zur erneuten Panik besteht oder nicht, sagt uns der Chart.

Die starke Rallybewegung im September wurde zuletzt heftig abverkauft, panikartig wurde der Kurs vier Tage in Folge nach unten gedrückt und verlor rund 30 % an Wert. Am breiten Unterstützungsbereich um 70,00 EUR wurde der Wert aufgefangen, es folgte eine Erholung.

Idealerweise war der große Abverkauf nur ein bullischer Pullback und die anschließende Erholung der Auftakt zu einer neuen Aufwärtsbewegung. Demnach könnte der heutige Kursrücksetzer möglicherweise Einstiegschancen bieten. Die Aktie sollte bald wieder nach oben blicken und zum Hoch bei 95,48 und später ca. 111,00 - 114,00 EUR klettern. Kritischer wird es jetzt erst wieder bei einem Rückfall per Tagesschluss unter 72,30 EUR, dann könnten weitere Abgaben bis 66,30 - 66,40 oder 61,00 EUR folgen.

 

LUFTHANSA - Nichts ist schöner als Fliegen

Die Aktie der Lufthansa setzte in den letzten Tagen ihre massive Rally fort. Der nach wie vor überkaufte Zustand wird von den Käufern weiterhin ignoriert.

Die Lufthansa-Aktie befindet sich seit über einem Jahr in einer starken Aufwärtsbewegung. Ausgangspunkt war das Tief aus dem Oktober 2016 bei 9,10 EUR. Anfang August 2017 setzte nach einem Konsolidierungstief bei 17,80 EUR eine noch steilere Rally ein. Am 25. Oktober 2017 gab die Aktie zuletzt Zahlen bekannt. Daraufhin eröffnete der Wert schwächer, nachdem er sich zuvor dem Allzeithoch bei 26,64 ER aus dem Jahr 1998 stark angenähert hatte, drehte aber dann im Tagesverlauf ausgehend vom Aufwärtstrend seit August wieder nach oben. Es kam sogar zu einem Schlusskurs oberhalb von 26,64 EUR. Seitdem haben sich die Papiere der Fluggesellschaft nicht nur über 26,64 EUR etabliert, sondern auch relativ deutlich nach oben abgesetzt.

Damit ist die Aufwärtsbewegung weiterhin intakt. Kursgewinne in Richtung 30,00 EUR sind kurzfristig durchaus möglich. Ein dynamischer Rückfall unter 26,64 EUR könnte allerdings eine größere Konsolidierung auslösen. In diesem Fall wären Abgaben in Richtung 24,12 oder sogar 21,22 EUR möglich.

 

SILBER - Bullen starten den großen Angriff

Der Silberpreis erholte sich zuletzt von einer mehrwöchigen Abwärtsbewegung, bildete dabei einen soliden Boden aus und konnte mit einem steilen Intradayanstieg überzeugen. Die Weichen für eine starke Kaufwelle sind gestellt.

Widerstände: 17,23 + 17,67 + 17,91 

Unterstützungen: 16,96 + 16,60 + 16,26 

Rückblick: Anfang Oktober gelang es der Käuferseite bei Silber, einen kurzfristigen Abwärtsimpuls, der am Jahreshoch bei 18,21 USD seinen Ausgang genommen hatte, an der Unterstützung bei 16,26 USD abzubremsen. Nach einer Erholung, die kurzzeitig sogar über den Widerstand bei 17,23 USD führte, setzte eine weitere Korrektur ein. Diese nahm bereits früh die Züge einer bullischen Flagge an, die im weiteren Handelsverlauf mit einer massiven Aufwärtsbewegung durchbrochen wurde. Aktuell versuchen die Bullen bereits, den Widerstand bei 17,23 USD zu knacken.

Charttechnischer Ausblick: Der Ausbruch aus der Konsolidierung der letzten Wochen und die Dynamik, mit der dieser vollzogen wurde, sprechen klar für die Käuferseite. Diese dürfte jetzt auch die Barriere bei 17,23 USD aus dem Weg räumen und Silber bis 17,91 USD antreiben. Darüber könnte es zu einer Ausweitung des Anstiegs bis 18,21 und 18,50 USD kommen. Sollten die Bullen dagegen jetzt an der 17,23 USD-Marke scheitern, wäre ausgehend von 16,96 USD mit einem zweiten Ausbruchsversuch zu rechnen.

Erst unterhalb der Marke würde es zu einer stärkeren Gegenbewegung bis 16,60 USD kommen. Doch auch von dort aus könnte sich der Wert weiter nach Norden bewegen. Erst unter der 16,60 USD-Marke wäre der Anstieg beendet und ein Abverkauf bis 16,01 USD zu erwarten.

Der Wert ist weiter konsolidierungsgefährdet. Die nächste Abwärtswelle läuft bereits. Das Kursrisiko beziffert sich kurzfristig weiter auf 115,50 bis 114,40 USD. Dort verläuft auch der EMA50. Von dieser Zone aus wäre eine Wiederaufnahme der übergeordneten Aufwärtsbewegung denkbar. Kommt es dagegen zu keiner Stabilisierung, liegt bei 111,40 USD eine weitere Haltemarke im Chart. Erst wenn die Aktie über 120,89 USD steigt, wäre die Konsolidierungsgefahr gebannt.

Wem gehört die Milliarden-Wallet?

Der Bitcoin-Boom hat eine neue Klasse von superreichen Nerds geschaffen. In einer einzigen Bitcoin-Adresse stecken ganze 1,1 Mrd. Dollar in Bitcoins. Wem gehören die ganzen Coins?

Ein großer Vorteil (oder auch Nachteil) der fantastischen neuen Welt der Kryptowährung Bitcoin ist, dass alle Transaktionen öffentlich aufgezeichnet werden. In der sogenannten Blockchain sind alle Transaktionen vermerkt - und für jeden einsehbar.

Bekannt sind jeweils die Adressen des Absenders, des Empfängers, und der Betrag. Allerdings können die Adressen von Absender und Empfänger - wenn gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachtet wurden - in der Regel keiner natürlichen Person oder einem Unternehmen zugeordnet werden. Dies wird als "Pseudonymität" bezeichnet.

Das sind die reichsten Bitcoin-Adressen

Die Pseudonymität des Bitcoins ermöglich auch den Blick in fremde Wallets. Einige Seiten im Internet zeigen sogar eine Liste der "reichsten" Bitcoin-Adressen in Echtzeit.

Eine Zeitlang gehörte die größte Bitcoin-Wallet der US-Bundespolizei FBI. Sie hatte Bitcoin-Beträge des verbotenenen Internetmarktplatzes "Silk Road", auf dem mit Waffen und Drogen gehandelt wurde, beschlagnahmt. Aber die beschlagnahmten Bitcoins befinden sich nicht mehr im Besitz des FBIs, sondern wurden zwischenzeitlich versteigert.

Die aktuell reichste Bitcoin-Adresse lautet 3D2oetdNuZUqQHPJmcMDDHYoqkyNVsFk9r. Auf diesem "Konto" befinden sich aktuell rund 157.300 Bitcoins, was mehr als 1,1 Mrd. Dollar entspricht. Wer steckt nun hinter dieser Bitcoin-Adresse? Der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto? Die Mafia?

Die Antwort ist weit weniger aufregend: Die Wallet gehört offenbar Bitfinex, der weltweit größten Bitcoin-Börse. In der Adresse befinden sich also wohl Gelder von Bitfinex-Kunden in Verwahrung. Auch zahlreiche andere Bitcoin-Adressen in den Top 100 dürften Unternehmen gehören, die Bitcoin für ihre Kunden verwalten.

Die folgende Grafik zeigt die zehn reichsten Bitcoin-Adressen (Quelle: bitinfocharts.com).

Satoshi Nakamoto bleibt der reichste Bitcoin-Besitzer

Der wohl mit Abstand reichste Bitcoin-Besitzer ist aber sehr wohl bekannt. Es dürfte sich dabei um den Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto handeln. Wer sich hinter Nakamoto verbirgt, ist bis heute unbekannt. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um ein Pseudonym. Nakamoto nutzte in der Anfangszeit des Bitcoins nicht eine einzige Adresse, sondern zahlreiche. Die Zahl der Bitcoins, die sich heute im Besitz von Nakamoto befinden, ist deshalb nicht genau bekannt und wird auf 1,1 Mio. geschätzt. Das würde den Bitcoin-Erfinder heute ganze 7,7 Mrd. Dollar schwer machen. Allerdings hat Nakamoto zumindest den Großteil seiner Bitcoins nie angetastet und weder in Dollar umgewandelt noch für sonstige Zwecke verwendet. Er hat also gewissermaßen nichts von seinem Reichtum.

Eine der Adressen, die Nakamoto gehört, lautet 1A1zP1eP5QGefi2DMPTfTL5SLmv7DivfNa. Es handelt sich um die allererste jemals erzeugte Bitcoin-Adresse. Zahlreiche Menschen haben bereits kleinere oder auch größere Beträge an diese Adresse überwiesen - um gegenüber Nakamoto Dankbarkeit für seine Erfindung zu bekunden.

 

 

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Autor: BörseGo

Wöchtenliche Marktinfo KW43

DAX & EURO - EZB senkt Anleihekaufprogramm

Die EZB gibt bekannt, die Anleihekäufe ab Januar von 60 auf 30 Mrd. EUR. Im DAX führte dies zu weiteren Kursgewinnen, während der EUR deutliche unter Druck kommt. Eine Trendentscheidung ist aber in beiden noch nicht gefallen. Beide bleiben aktuell noch in ihren Konsolidierungszonen der letzten Tage.

EUR/USD-UPDATE: Auf Tauchstation nach EZB-Entscheid

Den Marktteilnehmern schmeckt die zeitliche Ausdehnung des Ankaufprogramms nicht. EUR/USD geht nach dem EZB-Entscheid auf Tauchstation und gibt gut 80 Pips vom Tageshoch bei 1,1830 USD nach.

Wie sieht das Chartbild aus? Das Paar fällt am Donnerstag Nachmittag in die Nähe der wichtigen charttechnischen Unterstützung im bereich 1,1720/30 USD. Hier müssen die Bullen Farbe bekennen, ansonsten droht ein direkter Durchmarsch Richtung 1,1670 USD. Neue prozyklisch bullische Signale entstehen erst bei einem Anstieg zurück über 1,1810/20 USD. Bis dahin dominieren die Abwärtsrisiken in den Bereich 1,1660/90 USD.

 

WIRECARD - Es wird volatiler

Am Donnerstag konnte die WireCard-Aktie fast wieder auf ein neues Allzeithoch ansteigen und einen damit die Korrektur der letzten Tage vergessen lassen. Volatil geht es seit einigen Tagen in der Wirecard-Aktie zu. Dies ist eine Entwicklung, die Anleger zuletzt nicht mehr gewohnt waren. Seit August bewegte sich die Aktie nahezu täglich auf ein neues Hoch, wobei die Tagesschwankungen eher moderat blieben. Dies änderte sich heute vor einer Woche, als bei 82,92 EUR Gewinnmitnahmen einsetzten und die Aktie korrigierte. Im Tief fielen die Kurse bis auf 76,92 EUR zurück, wo sich die Käufer wieder in Szene setzten. Mit einem Plus von über 4,50 % ist die Aktie heute die größte Gewinnerin im TecDAX und schickt sich an, den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Im Rahmen dessen wären weitere Gewinne auf 85 EUR und darüber möglich.

Auf der anderen Seite sollten die Kurse jetzt nicht mehr per Tagesschlusskurs unter 76,92 EUR zurückfallen. Dies hinterließe eine kurzfristige Topformation und könnte in der Aktie eine ausgedehntere Konsolidierungsphase einläuten. Zahlen und Ausblick überzeugen! Verantwortlich für den heutigen Kurssprung sind die überraschend gemeldeten Quartalszahlen. Laut Terminkalender sollten diese erst Mitte November vorliegen. Investoren wird dieser Umstand jedoch durchaus gelegen kommen, denn die Zahlen überzeugen und können damit die Korrektur beenden: Wirecard erhöht operative Gewinnprognose und erwartet nun für das Gesamtjahr ein EBITDA von €398-415 Mio (bisher: €392-406 Mio). Wirecard hat im dritten Quartal ein EBITDA von €110,2 Mio (VJ: €81,5 Mio) und einen Umsatz von €406,5 Mio (VJ: €267,6 Mio) erzielt.

CHEVRON - Abwärtsrisiken bleiben akut

Der Wert ist weiter konsolidierungsgefährdet. Die nächste Abwärtswelle läuft bereits. Das Kursrisiko beziffert sich kurzfristig weiter auf 115,50 bis 114,40 USD. Dort verläuft auch der EMA50. Von dieser Zone aus wäre eine Wiederaufnahme der übergeordneten Aufwärtsbewegung denkbar. Kommt es dagegen zu keiner Stabilisierung, liegt bei 111,40 USD eine weitere Haltemarke im Chart. Erst wenn die Aktie über 120,89 USD steigt, wäre die Konsolidierungsgefahr gebannt.

Jahr

2017

2017e*

2017e*

Umsatz in Mrd. USD

114,47

137,22

137,97

Ergebnis je Aktie in USD

1,07

4,03

4,82

KGV

111

29

25

Dividende je Aktie in USD

4,29

4,33

4,43

Dividenderendite

3,62%

3,66%

3,74%

e*=erwartet

 

 

 

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW42

 

MDAX kratzt wieder am Allzeithoch

Der Index zeigt sich weiterhin in einer sehr starken Verfassung und markierte vor wenigen Tagen ein neues Allzeithoch.

Der MDAX konsolidierte nach dem Hoch vom 02. Juni 2017 bei 25.765 Punkten. Aus dieser Konsolidierung brach der Index Mitte September 2017 aus. Am 28. September gelang sogar der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch und kletterte auf 26.203 Punkte. Nach diesem Hoch setzte der Index kurz zurück. Aber am alten Allzeithoch zeigte sich wieder Kaufinteresse. Der Index sollte in den nächsten Tagen und Wochen weiter zulegen. Kursgewinne in Richtung 27.500 Punkte sind durchaus möglich. Ein vorgeschalteter Rücksetzer in Richtung 25.765 Punkte, sollte eingeplant werden. Ein Rückfall unter diese Marke, könnte allerdings zu Abgaben in Richtung 25.000 Punkte führen.

PLATIN: Chance vertan

Die Bullen hatten bei Platin zuletzt die Chance, den Wert mit einem nachhaltigen Ausbruch über 941 USD weiter aus der Gefahrezone um 900 USD zu führen. Diese Möglichkeit wurde kläglich vergeben.

Widerstände: 941 + 967 + 990
Unterstützungen: 900 + 885 + 860 

Rückblick: Wie ein Stein sackte der Platinkurs ab Ende September nach dem Fehlausbruch über die Hürde bei 1.020 USD nach unten. Dieser Kursrutsch drückte den Wert unter die Unterstützungen bei 967 und 941 USD und konnte erst im Bereich der 900 USD-Marke gestoppt werden. Eine erste Erholungsbewegung wurde von den Bären bei 941 USD abgebremst und das Edelmetall setzte erneut zurück. Aktuell durchbrechen die Verkäufer bereits wieder die 920 USD-Marke.

Charttechnischer Ausblick: Im übergeordneten Bild kann davon ausgegangen werden, dass Platin einen tiefen Pullback an die im August überschrittene Abwärtstrendlinie vollzieht. Ob dabei die Tiefs von Mai und Juli den Einsturz bremsen können, ist aktuell fraglich. Zunächst dürfte der Wert jedoch bis 900 USD zurücksetzen. Wird die Marke unterschritten, käme es zum Test der 885 USD-Marke. Dort könnten die Bullen prinzipiell einen Boden ausbilden. Wird die Marke jedoch gebrochen, käme es zu einem Abverkauf bis 860 USD.

Für eine Stabilisierung würde aktuell erst der Anstieg über 941 USD sprechen. In diesem Fall könnte Platin bis 967 USD klettern.

UNITED HEALTH - Nächstes Ziel 220 USD

Die jüngsten Quartalszahlen lagen wieder über den Erwartungen. Der Wert ist eine brutale Cashflow-Maschine und könnte jetzt durchziehen.

UnitedHealth Group ist ein führendes Dienstleistungsunternehmen der Gesundheitsvorsorge. Das Kerngeschäft setzt sich aus Versicherungen und Gesundheitsfürsorge zusammen, die jeweils über die beiden Bereiche UnitedHealthcare und Optum erbracht werden. Langfristig ist der Wert klar bullisch und gehörte in den letzten Jahren zu den großen Outperformern. Die Fundamentaldaten stützen diese Entwicklung. Auf Sicht von 10 Jahren stieg der Umsatz von 75,4 auf 184,8 Mrd USD. Der Gewinn je Aktie legte von 3,42 auf 7,25 USD zu, die Dividende von 0,03 auf 2,63 USD (Rendite aktuell 1,55 %). Die forward P/E liegt bei 17-18 nach aktuell 23,2. Erstaunlich ist neben der Performance von über 1.000 %, seit der Finanzkrise, vor allem die extrem niedrige Schwankungsbreite über Jahre hinweg. Der Wert zieht schlichtweg seit Jahren durch. Einer der Gründe dürfte der stetig steigende freie Cashflow sein. In diesem Jahr soll dieser ein Rekordniveau von 12,6 Mrd USD erreichen, nach 8,1 Mrd USD im Vorjahr.
Nach den jüngsten Quartalszahlen startet der Wert erneut durch. Oberhalb von 200 USD rückt ein Kursziel bei 220 USD in den Fokus.

Hier die Quartalszahlen:
UnitedHealth Group Inc. übertrifft im dritten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $2,66 die Analystenschätzungen von $2,56. Umsatz mit $50,32 Mrd. unter den Erwartungen von $50,35 Mrd. / Quelle: Guidants News http://news.guidants.com

GILEAD - setzt sich auf den alten Abwärtstrend

Wie erwartet war Gilead auf der Suche nach einem Übernahmekandidaten, um die Milliarden an freiem Cashflow "unterzubringen". Seitdem geht es aufwärts, die mehrjährigen Abwärtstrends wurden überwunden.

Gilead Sciences Inc. ist ein unabhängiges und weltweit operierendes Biotechnologie-Unternehmen. Kernkompetenz ist die Entwicklung von therapeutischen Lösungen für die Behandlung von lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten. Der Wert befand sich eine lange Zeit in einer korrektiven Bewegung, die Abwärtstrends dominierten das Geschehen. Die fundamentale Entwicklung ist beeindruckend. In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 4,2 auf 30,4 Mrd USD gestiegen, lag im Hoch aber auch schon bei 32,6 Mrd USD. Der Gewinn je Aktie ist von 0,84 auf 9.94 USD regelrecht explodiert. Der freie Cashflow lag in den letzten Jahren zwischen 12,2 und 19,5 Mrd USD. Lange musste man sich die Frage stellen, warum das Management die Mittel nicht für Zukäufe nutzt. Im August ist es endlich dazu gekommen. Gilead übernimmt Kite Pharma für 180 USD je Aktie, über 11 Mrd USD. In den meisten Fällen geben Aktien nach, wenn solche Summen für Übernahmen ausgegeben werden, hier jedoch nicht. Seitdem ging es spürbar aufwärts.
Die forward P/E liegt bei 11 nach aktuell 8,7 und durchschnittlich 20,0 in den letzten fünf Jahren.

Das Chartbild hat soch durch die Hinzugewinne der letzten Monate deutlich aufgehellt. Die dominierenden Abwärtstrends wurden überwunden und wirken nun stützend. Aktuell vollzieht der Wert einen Rücklauf an das Ausbruchsniveau bei 80 USD. Können die Bullen diesen Bereich verteidigen, ist ein erneuter Anstieg in Richtung 86-87 USD wahrscheinlich.

EUR/USD - Kommt eine zweite Erholungswelle?

Rückblick:
EUR/USD brachte in der abgelaufenen Handelswoche die avisierte „Aufwärtsreaktion in den Bereich 1,1780/1,1830 USD“, nach den Sitzungsprotokollen des FED-Meetings am Mittwochabend stieg das Paar dann sogar zeitweise bis auf 1,1880 USD. Im Bereich 1,1860/80 USD wurde die Luft aber ziemlich dünn für die Bullen und das Paar korrigierte kurz vor Wochenultimo einen Großteil der aufgelaufenen Erholungsgewinne.

Ausblick:
Die bevorstehende Handelswoche hat im Hinblick auf die anstehenden Wirtschaftsdaten relativ wenig zu bieten - fast alle Konjunkturdaten sind eher in die Kategorie zweite Reihe einzustufen. Der Markt preist aktuell zu 83 % einen nächsten Zinsschritt der FED im Dezember ein, daran dürfte sich in den bevorstehenden Tagen wenig ändern. Der Wirtschaftsdatenkalender hat wie gesagt relativ wenig zu bieten in den kommenden Tagen, eventuell bringt die Draghi-Rede am Mittwochvormittag ein paar neue Impulse.

Wie sieht das technische Bild aus?

Im Bereich 1,1775 USD befindet sich das 50 %-Retracement der Erholungswelle aus der vergangenen Woche. Kann dieses Level gehalten werden, stünde einer zweiten Erholungswelle in den Bereich 1,1879/90 USD aus charttechnischer Sicht wenig im Wege. Unterhalb von 1,1775 USD wäre hingegen ein weiterer Abverkauf Richtung 1,1660/90 USD einzuplanen.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Wöchentliche Marktinfo KW41

 

DAX - Kursziel bei 15.170 Punkten!?

Der DAX zeigte sich die letzten Wochen extrem stark und korrigierte im Zuge der Kaufwelle kaum. Belohnt wurde dies mit einem neuen Allzeithoch. Aber ist der DAX dies auch "wert"?

Ein ganz starker September und bisher auch Oktober verhalfen dem Deutschen Aktienindex zu einem neuen Allzeithoch. Investoren wird es freuen, gleichzeitig aber auch eine Frage aufkommen lassen: ist der DAX zu teuer? Immerhin sind die Kurse seit dem Jahrestief 2016 bei 8.699 Punkten knapp 50 % gestiegen.

  1. Um dieser Frage auf fundamentaler Ebene nachzugehen, treffen wir zwei Annahmen:
  2. Die Marktteilnehmer nehmen zukünftige Entwicklungen vorweg.

Konsolidierungszonen im Chart stellen Gleichgewichtssituationen dar. Sie können als „faire Bewertung“ angesehen werden. Sie werden verlassen, sollten sich die zukünftigen Rahmenbedingungen verändern.

Mit diesen beiden Annahmen brauchen wir nur einen Blick auf den Chart zu werfen, um den fairen Wert des Dax für das Jahr 2016 zu ermitteln. Wir brauchen lediglich nach Konsolidierungszonen Ausschau halten. Abbildung 1 zeigt den Deutschen Aktienindex über die letzten zwei Jahre.

Unschwer zu erkennen ist, dass der Dax in 2016 konsolidierend im Sinne einer Bodenbildung unterwegs war. Im Rahmen dieser lassen sich zwei Handelsschwerpunkte auf Basis des kumulierten Volumens (nicht dargestellt) ausmachen. Der erste Handelsschwerpunkt liegt um 9.950 Punkte und der zweite bei 10.675 Punkten. In beiden Preisbereichen wurde extrem viel gehandelt. Bullen und Bären empfanden diese Preisniveaus angesichts der damaligen Rahmenbedingungen als fair und handelten dementsprechend lange um diese Kursniveaus herum seitwärts.

Wie stand es damals um die Fundamentals? Um eine Abschätzung für 2017 vornehmen zu können, müssen wir im zweiten Schritt den „gehandelten Dax-Preisen“ einen fundamentalen Wert zuordnen. Hierfür greifen wir auf die Gewinne je Aktie zurück. In 2016 summierten sich diese über alle 30-Dax-Aktien auf 133,57 EUR. Diese Daten lagen während des Jahres 2016 natürlich noch nicht vor, jedoch haben wir unseren Überlegungen vorangestellt, dass die Börse die Zukunft handelt. Insofern ließe sich formulieren, dass kumulierte Gewinne der Dax-Aktien in Höhe von 133,57 EUR mit 9.950 Punkten bzw. 10.675 Punkten (unsere Konsolidierungszonen) bewertet und als fair empfunden wurden.

Hat man 2017 übertrieben? Mit diesem Status quo können wir nun abschätzen, inwieweit man in 2017 übertrieben hat. Dazu werden die Wachstumsaussichten der Dax-Unternehmen in diesem Jahr ausgewertet. In Abbildung 2 sind die Wachstumsschätzungen für 2017 je Aktie aufgelistet. In Adidas geht man beispielsweise von einem Gewinn von 5,75 EUR in diesem Jahr aus, während in 2016 5,08 EUR je Aktie verdient wurden. Daraus ergibt sich ein erwartetes Wachstum von 13,19 %, welches im Diagramm abgetragen wurde.

Auffälligkeiten gibt es dabei bei der Deutschen-Bank-Aktie, sowie E.ON und RWE. Alle drei erwirtschafteten in 2016 einen Verlust je Aktie, während für dieses Jahr mit einem positiven Ergebnis gerechnet wird. Dies führt dazu, dass sich mathematisch keine vernünftige Wachstumsrate ermitteln lässt. Bei E.ON und RWE kommt hinzu, dass diese aufgrund ihrer Umstrukturierungen nicht mehr die gleichen Aktien wie in 2016 sind, womit ein Vergleich zusätzlich erschwert wird. Der letzte Eintrag im Diagramm ist das kumulierte Ergebnis für alle Dax-Aktien für dieses Jahr. Demnach wird in 2017 über alle Dax-Aktien mit einem Wachstum von knapp 32 % gerechnet.

Schätzung und Realität In der folgenden Abbildung sehen Sie die „tatsächliche“ Wachstumsrate in 2017 auf Basis der bisherigen Quartale. Unschwer zu erkennen ist, dass man über den Erwartungen von 32 % liegt. Mit Blick auf die ersten beiden Quartale konnten Wachstumsraten von 42,11 % gegenüber dem Vorjahr (gleicher Zeitraum) gemeldet werden.

Der faire Wert des DAX in 2017  Mit den bisherigen Überlegungen haben wir alle Daten zusammen, um eine Einschätzung für 2017 abgeben zu können. Demnach können Investoren aufatmen, denn von einer Übertreibung kann angesichts von Kursen knapp unterhalb von 13.000 Punkten noch nicht gesprochen werden. War der Index 2016 mit den damaligen Unternehmensgewinnen bei 9.950 Punkten fair bewertet, würde sich bei einem unterstellten Wachstum von 32 % ein rechnerisch fairer Wert für 2017 bei ca. 13.135 Punkten ergeben. Wird der zweite Gleichgewichtspreis bei 10.675 Punkten aus dem vergangenen Jahr als Basis herangezogen, hätte der Index sogar noch Platz bis auf 14.100 Punkte.

Noch höhere Kursziele ergeben sich, wird die bisherige Wachstumsrate in 2017 von 42,11 % auf das Gesamtjahr übertragen. Das Minimalziel im Dax läge dann bei ca. 14.150 Punkten. Ausgehend von 10.675 Punkten würde sich sogar ein rechnerisches Kursziel von 15.170 Punkten ermitteln lassen.

Zusammenfassung Das einzig sichere an der Börse ist deren Unsicherheit. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die vorliegende Überlegung zu werten. Argumentativ schlüssig hegt sie keinen Anspruch auf absolute Korrektheit, sondern stellt lediglich den Versuch dar, ausgehend von den Wachstumsraten in 2017 eine Orientierung für den fairen Dax-Wert zu finden. Im Rahmen dieser Überlegungen kommen wir zu dem Schluss, dass im Dax noch keine Übertreibung vorliegt. Im Gegenteil. Je nach Rechnung hätte der Index sogar noch ordentlich Potenzial. Bei einem rechnerischen Ziel von 15.170 Punkten dürften die Kurse sogar noch ca. 17 % zulegen. Investoren dürfte diese Nachricht freuen. Abzuwarten bleibt, ob der Dax unsere Argumentation folgen wird.

PLATIN: Kein leichtes Unterfangen

Platin hat sich nach den massiven Verlusten der Vormonate stabilisieren können und arbeitet an einer kurzfristigen Fortsetzung der derzeitigen Erholung. Dabei stellt sich dem Edelmetall eine starke Barriere in den Weg.

Widerstände: 941 + 967 + 990  Unterstützungen: 920 + 900 + 885  Rückblick: In den vergangenen Tagen konnten die Bullen bei Platin einen kurzfristigen Boden an der Unterstützung bei 900 USD ausbilden und damit den steilen Abwärtstrend seit Anfang September abbremsen. Mit der Rückeroberung der beiden früheren Haltemarken bei 920 und 927 USD gelang ihnen im gestrigen Handel ein weiteres bullisches Signal. Allerdings setzte der Wert nach dem Erreichen der Hürde bei 941 USD wieder leicht zurück.

Charttechnischer Ausblick: Die Baisse bei Platin ist nach wie vor intakt und wurde auch durch die jüngste Erholung noch nicht in Frage gestellt. Dennoch könnten die Bullen jetzt bei einer Verteidigung der 920 USD-Marke die Weichen für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung stellen. Wird die 941 USD-Marke anschließend überschritten, könnte das Edelmetall zügig bis 967 USD klettern. Ein Ausbruch über den Widerstand hätte ein Kaufsignal mit einem ersten Ziel bei 990 USD zur Folge.

Abgaben unter 920 USD würden den Abwärtstrend dagegen reaktivieren und für Verluste bis 900 USD sorgen. Darunter käme es zu einer steilen Verkaufswelle bis 885 und 860 USD.

UPS - Sie kann wieder durchstarten

Der Transportsektor in den USA war zuletzt sehr stark. Die Aktie von UPS besitzt nach einem Rücksetzer gute Chancen auf eine Trendfortsetzung.

Transportwerte waren die Gewinner in den vergangenen Handelswochen. Schauen Sie sich nur die Charts der Aktien von Fedex oder der Deutschen Post an! Aber auch die Kursentwicklung der UPS-Aktie kann sich sehen lassen. Die absolvierte Konsolidierung bietet wieder Einstiegschancen.

So hat der Wert zuletzt im Unterstützungsbereich zwischen 117,00 und 116,50 USD nach oben gedreht. Dort wird in Kürze auch der EMA50 auftreffen. Hält diese Zone also auch in Zukunft, könnte die eingeleitete Aufwärtsbewegung sich weiter fortsetzen. Das Hoch bei 120,95 USD wäre das erste Ziel, darüber notiert bei 125,40 USD ein Fibonacci-Ziel. Ein Bruch des EMA50 wäre dagegen bärisch zu werten.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

60,91

64,53

68,00

Ergebnis je Aktie in USD

5,75

6,01

6,45

KGV

21

20

18

Dividende je Aktie in USD

3,12

3,32

3,48

Dividendenrendite

2,62%

2,79%

2,93%

*e = erwartet

 

 

 

FRAPORT - Konsolidierung könnte in Kürze enden

Fraport veröffentlichte die Verkehrszahlen für September und konnte dabei Zuwächse verzeichnen. Die Aktie steht vor einem technischen Kaufsignal.

Der Flughafen-Betreiber Fraport hat seine Verkehrszahlen für den Monat September präsentiert. Zum zehnten Mal in Folge stieg die Zahl der Passagiere am Flughafen Frankfurt. Im September wurden 6,23 Mio. Personen befördert, was einem Anstieg von 5,4 % gegenüber dem Vormonat entspricht. Auch das Fracht- und Postvolumen erhöhte sich, und zwar um 4,3 % auf 184.614 Tonnen.

Die Fraport-Aktie bewegt sich seit August in einer Konsolidierung. Um 79,00 EUR konnte sich der Titel aber wiederholt stabilisieren. Die jüngste Erholung führte den MDAX-Titel zurück an den Abwärtstrend, der bei rund 82,50 EUR verläuft. Wird dieser in den kommenden Tagen überwunden, steht einem Anstieg auf neue Hochs wenig im Weg. Einzig das Zwischenhoch bei 84,80 EUR könnte als Etappenziel genannt werden. Unter 78,00 EUR dürfte sich die Konsolidierung dagegen preislich wie zeitlich ausdehnen. Bei 70,42 EUR liegt für dieses Szenario die nächste Supportmarke im Chart.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. EUR

2,59

2,92

3,11

Ergebnis je Aktie in EUR

4,06

3,42

3,95

KGV

20

24

21

Dividende je Aktie in EUR

1,50

1,50

1,64

Dividendenrendite

1,83%

1,83%

2,00%

e* = erwartet

 

 

 

Geheimabkommen: Droht der Dollar-Kollaps?

Ein für vier Jahrzehnte geheim gehaltenes Abkommen zwischen Saudi-Arabien und den USA steht auf der Kippe und könnte das bisherige Weltfinanzsystem zum Kollaps bringen. Die Schlüsselrolle dabei spielt China.

Die Vorherrschaft des US-Dollars als weltweit wichtigste Reservewährung ist nicht nur der wirtschaftlichen Stärke der USA zu verdanken, sondern auch Folge von Geheimdiplomatie. Nach dem Ende des sogenannten Bretton-Woods-Systems Anfang der 1970er Jahre drohte der Dollar rapide an Bedeutung zu verlieren. Im Bretton-Woods-System hatten sich die damals wichtigsten Notenbanken noch verpflichtet, ihre Reserven vor allem in Dollar und nicht in Gold zu halten. Nach dem Ende von Bretton Woods drohte ein Dollar-Kollaps. Denn die Goldbindung des Dollars wurde aufgehoben und ausländische Notenbanken hatten immer weniger Gründe, ihre Reserven vor allem im Dollarraum anzulegen.

Durch geschickte Geheimdiplomatie konnten die USA aber einen rapiden Bedeutungsverlust des Dollars verhindern. Eine wichtige Rolle spielte dabei der damalige US-Finanzminister William Simon, ein früherer Anleihehändler der US-Investmentbank Salomon Brothers, der im Auftrag von US-Präsident Richard Nixon ein Geheimabkommen mit der Ölmacht Saudi-Arabien aushandelte, um den Dollar zu stützen.

Das Geheimabkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien führte zum sogenannten Petrodollar-System mit den folgenden Entwicklungen:

  • Die USA beziehen ihr Öl vor allem aus Saudi-Arabien
  • Saudi-Arabien verkauft sein Öl in Dollar und nicht in anderen Währungen
  • Wer Öl kaufen will, muss sich deshalb Dollar beschaffen (---> künstliche Dollarnachfrage)
  • Saudi-Arabien legt seine Erlöse aus Ölverkäufen in US-Staatsanleihen an (---> künstliche Nachfrage nach US-Staatsanleihen)
  • Die USA schützen Saudi-Arabien militärisch und liefern moderne Waffentechnik an das arabische Land

Das Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien wurde für vier Jahrzehnte geheim gehalten. Auch wenn ein solches Abkommen von vielen Beobachtern vermutet wurde, gab es keine offizielle Bestätigung dafür. Alles wurde hinter verschlossenen Türen ausgehandelt. Jahrzehntelang war es ein offenes Geheimnis, dass Saudi-Arabien riesige Beträge (zuletzt mehr als 100 Mrd. Dollar) in US-Staatsanleihen geparkt hatte, aber das Land tauchte in der Statistik des US-Finanzministeriums über ausländische Halter von Staatsanleihen nicht auf. Erst eine Anfrage der Finanznachrichtenagentur Bloomberg im vergangenen Jahr führte zu einer ersten offiziellen Bestätigung des Abkommens, dessen Nachwirkungen wohl bis heute zu einer künstlichen Nachfrage nach US-Dollars und US-Staatsanleihen führen.

China gefährdet das Petrodollar-System Doch das so sorgsam austarierte System könnte jetzt kollabieren. Verantwortlich dafür ist der wirtschaftliche Aufstieg Chinas. Das Reich der Mitte kritisiert schon seit Jahren die Rolle des Dollars als weltweit wichtigste Reservewährung. China will die eigene Währung internationalisieren und hat es dabei vor allem auf den Rohstoffhandel abgesehen.

China will offenbar noch in diesem Jahr den Handel von Öl-Futures in der Landeswährung Yuan starten. Das Land ist inzwischen zum weltweit größten Öl-Importeur aufgestiegen. Die neuen chinesischen Future-Kontrakte auf Öl sollen auch in physischem Gold bezahlt werden können. Dies hätte zur Folge, das Ölkäufer nicht mehr darauf angewiesen wären, sich Dollars zu beschaffen, um damit Öl zu erwerben. Die chinesischen Öl-Kontrakte könnten auch zum neuen Öl-Benchmark werden und die in US-Dollar notierten Ölsorten WTI und Brent Crude unwichtiger werden lassen. Länder, die unter US-Sanktionen leiden, könnten ihr Öl zudem in China verkaufen, was auch zu einem politischen Bedeutungsverlust der USA führen würde.

Sollten die chinesischen Pläne verwirklicht werden, droht ein rapider Bedeutungsverlust des Dollars. Wird Öl nicht mehr in Dollar, sondern vor allem in Yuan gehandelt, werden Ölkäufer sich keine Dollar mehr beschaffen müssen, was die Nachfrage nach der US-Währung insgesamt mindert. Länder wie Saudi-Arabien werden zudem weniger Geld im Dollarraum anlegen, wodurch die Nachfrage nach US-Staatsanleihen sinken dürfte. Besonders bedeutsam wird das dadurch, dass auch die US-Notenbank gerade mit der Reduzierung ihrer Bilanzsumme begonnen hat und künftig weniger US-Staatsanleihen halten wird.

Kurzfristig deuten sowohl fundamentale als auch charttechnische Überlegungen eher einen stärkeren US-Dollar an. In den kommenden Jahren aber könnte eine massive Dollarschwäche drohen, sollten die chinesischen Pläne in die Realität umgesetzt werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW40

DAX - Jahresendspurt möglich

Der DAX bildete nach dem Hoch aus dem Jahr 2015 bei 12.390 Punkten eine große bullische Flagge aus. Aus dieser brach der Index im August 2016 nach oben aus. Danach lief er zunächst oberhalb der Flagge seitwärts. Mit dem Ausbruch über 10.802 im Dezember 2016 startete eine starke Kaufwelle, welche zu einem Allzeithoch bei 12.951 Punkten führte.

Anschließend konsolidierte der Index deutlich und fiel im Wochenchart auf seinen EMA 50 zurück. Knapp darüber kam es zu einer Bodenbildung in Form eines Doppelbodens. Zuletzt zog der DAX wieder deutlich an. In dieser Woche kratzte er am Allzeithoch und notierte sogar schon darüber.

Gelingt dem DAX ein stabiler Ausbruch über 12.951 Punkte, dann könnte der Index in den restlichen Monaten des laufenden Jahres noch deutlich ansteigen und gegenüber dem Dow Jones einiges an Performance aufholen. Ein Anstieg in Richtung 14.000 Punkte bis zum Jahresende, wäre keine große Überraschung. Sollte der DAX aber am Allzeithoch scheitern, müsste zunächst einmal mit Abgaben in Richtung 12.390/12.301 Punkte gerechnet werden.

PLATIN: Abwärtsdruck hält an

Platin befindet sich seit Wochen in einer steilen Verkaufswelle und droht jetzt bis an den Ausgangspunkt des letzten mittelfristigen Aufwärtstrends zu fallen. Kann dort eine Bodenbildung einsetzen?
Widerstände: 927 + 941 + 967 
Unterstützungen: 900 + 885 + 860 

Rückblick: Anfang September setzte bei Platin ein steiler Kurseinbruch ein, der die Zugewinne der vorherigen Monate schlagartig zunichtemachte. Der Auftakt für den Einbruch war das Unterschreiten der Kreuzunterstützung bei 990 USD. Dieses kurzfristige Verkaufssignal weitete sich in den folgenden Tagen zu einer massiven Abwärtswelle aus, die Platin aktuell an die kleine Unterstützung bei 900 USD führt. Kurz vor der zentralen Haltemarke bei 885 USD versuchen sich die Käufer aktuell gegen ein mittelfristiges Verkaufssignal zu wehren.

Charttechnischer Ausblick: Es steht viel auf dem Spiel für das Edelmetall. Ein Bruch der 900 USD-Marke würde zum Angriff auf den zentralen Support bei 885 USD führen, der im Mai und Juli noch als solide Unterstützung fungiert hatte. Daher ist davon auszugehen, dass dieser Bereich für eine Bodenbildung genutzt werden kann und anschließend die 927 USD-Marke zurückerobert wird.

Doch erst ein Ausbruch über 941 USD – ob nun mit einer Korrektur bis 885 USD oder vom jetzigen Kursniveau aus- wäre aktuell bullisch zu werten. Damit hätte der Wert die Chance bis 967 USD zu steigen. Bricht Platin dagegen auch unter 885 USD ein, wäre ein weitreichendes Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 860 USD aktiv.

CHECK POINT SOFTWARE - Da ist noch mehr drin!

Die Aktie von Check Point Software steht kurz vor neuen Allzeithochs. Das Aufwärtsmomentum ist da, nun müssen die Käufer aber nachlegen.
Die Konsolidierungsphase könnte mit der Kursentwicklung in dieser Woche enden. Ein starkes mittelfristiges Kaufsignal ist möglich.

Der alles entscheidende Widerstand liegt bei 116,70 USD. Kann diese Hürde per Tagesschlusskurs genommen werden, liegt das nächste Fibonacci-Ziel bei 123,00 USD. Aktuell ist das Chartbild bullisch zu werten und der nächste Kaufimpuls könnte eingeleitet werden. Bei 114,40 USD befindet sich eine kleine Unterstützung im Chart. Unter 109,94 USD wäre die Aufwärtstrendstruktur dagegen zerstört.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

1,74

1,87

2,00

Ergebnis je Aktie in USD

4,72

5,19

5,66

Gewinnwachstum

9,96%

9,06%

KGV

25

22

20

KUV

11,0

10,3

9,6

PEG

2,2

2,3

*e = erwartet

PFEIFFER VACUUM - Willkommen zurück!

Ein kleines Kursfeuerwerk fackeln die Bullen in Pfeiffer Vacuum ab - und das anscheinend ganz ohne News. Wissen einige vielleicht mehr?
Punktgenau scheiterten die Käufer in Pfeiffer Vacuum im August zum zweiten Mal bei 145,45 EUR, was den dortigen Widerstand bestätigte und im Gegenzug zu einem Test der Unterstützung bei 134,50 EUR führte. Dort prallten die Kurse zunächst zwar noch nach oben ab, jedoch fiel der Support Mitte September.

Mit diesem kurzfristig bärischen Signal (formationstechnisch wurde ein Doppelhoch vollendet), drohte der Aktie eine größere Korrektur oder gar ein Abwärtstrend. Dieses Szenario darf jedoch nicht zuletzt auch wegen der aktuellen Kursentwicklung hinterfragt werden. Nach einer längeren Seitwärtsbewegung direkt unterhalb der alten Unterstützung bei 134,50 EUR kann diese deutlich zurückerobert werden. Gelingt dies nachhaltig, wären weitere Gewinne auf 140 und 145,45 EUR möglich. Sollte der Anstieg abverkauft werden und die Kurse wieder unterhalb von 133,40 EUR notieren - müssten neue Tiefs eingeplant werden.

Wie gefährlich sind ETFs?

ETFs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, doch gerade dieser Erfolg macht sie zu einem Systemrisiko.
Warren Buffett nannte Derivate einmal finanzielle Massenvernichtungswaffen. ETFs sind nun keine Derivate, aber ihre Verbreitung birgt nicht weniger Gefahren. Buffett rät vielen Anlegern, dass sie am besten einen Index-Fonds mit geringen Kosten kaufen sollten. Vor einigen Jahren war das noch ein guter Rat. Inzwischen ist diese Empfehlung geradezu fahrlässig, denn ETFs können für Anleger gigantische Verluste bringen.

Vor mittlerweile zwei Jahren bekamen Anleger einen Vorgeschmack darauf. Am 24. August 2015 fiel so mancher ETF um mehr als 30 %. Grafik 1 zeigt eine Auswahl an ETFs, die betroffen waren. Die tatsächliche Liste ist sehr, sehr lang und kann hier nicht abschließend dargestellt werden. Das ist auch nicht notwendig, denn das Problem wird auch durch die genannten Beispiele gut illustriert.

Am 24. August ging es mit dem Markt abwärts. Der S&P 500 verlor in der Spitze 5 %. Das ist schon ein gewaltiger Einbruch, doch im Vergleich zu den ETFs war das gar nichts. Einige ETFs, die den S&P 500 abbilden, verloren über 20 % an Wert. Besonders pikant waren die Verluste von ETFs, die mit den Prädikaten konservativ und geringe Volatilität bezeichnet sind. Der iShares ETF, der im Namen schon eine konservative Allokation verspricht, verlor über 50 %. Der ETF, der im Namen mit geringer Volatilität wirbt, verlor über 40 %. Was ist da also schiefgegangen?

Für den ETF Crash gibt es eine gute Erklärung. ETFs beinhalten zwar die Werte eines Index, den sie abbilden, doch Anleger handeln diese Werte nicht direkt. Ein ETF ist praktisch wie eine Aktie, deren Kurs durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Will jeder verkaufen, aber niemand kaufen, kann der ETF Kurs massiv vom Index, den er abbildet, abweichen. Genau das geschah 2015. Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen?

Eine unglückliche Verkettung von Umständen führte zu dem Selloff. Für Aktien wie auch für ETFs gibt es Market Maker. Diese stellen Liquidität zur Verfügung. Will jemand seinen ETF verkaufen, findet auf dem freien Markt aber keinen Käufer, springen für gewöhnlich Market Maker ein.

Am 24. August 2015 war das nicht der Fall. Market Maker für ETFs stellen nach dem Arbitrage Prinzip Liquidität zur Verfügung. Jeder ETF hat einen inneren Wert. Dieser Wert ist der Wert aller Einzelkomponenten des Index. Beim Dax entspricht der faire Wert eines Dax-ETF also der Summe der Werte aller 30 Dax-Komponenten.

Nehmen wir an, ich wollte meinen S&P 500 ETF losschlagen. Der faire Wert des ETF liegt bei 100. Zu diesem Preis findet sich aber kein Käufer. In diesem Fall stellt mir ein Market Maker einen Kurs, der knapp unterhalb des fairen Wertes liegt. Ich kann dann z.B. zu 99.9 verkaufen. Der Market Maker stellt diese Liquidität zur Verfügung und streicht gleichzeitig einen Gewinn ein, da er mir den ETF unterhalb des fairen Wertes abnimmt.

Damit diese „Arbitrage-Liquidität“ funktioniert, müssen Market Maker wissen, was der faire Wert ist. Das war am 24. August zur Handelseröffnung nicht möglich. Viele Einzelaktien waren vom Handel ausgesetzt. Wenn es keine Kurse gibt, lässt sich der faire Wert nicht bestimmen. Market Maker stellten also keine Kurse. Der Markt war ganz auf sich alleine gestellt.

Da jeder verkaufen wollte, kam es zum Crash. Erst eine Stunde nach Handelsbeginn normalisierte sich die Lage. Die meisten Aktien waren wieder handelbar und so begann das Market Making wieder zu funktionieren. Wer einen automatischen Stop Loss auf seinen Positionen hatte, verlor je nach ETF zwischen 20 % und 60 %.

ETFs können also richtig gefährlich sein. Je beliebter sie werden, desto problematischer ist die Lage. Da ETFs passive Anlageinstrumente sind, werden immer weniger Aktien aktiv gehandelt. Aktiver Handel findet statt, wenn Anleger das Gefühl haben, dass ein Einzelwert über- oder unterbewertet ist. Je mehr Anleger sich dafür nicht mehr interessieren, desto weniger aktiver Handel findet statt.

So mancher ETF mag als Gesamtkonstrukt sinnvoll sein. Da durch einen ETF aber pauschal Dutzende oder Hunderte Einzelwerte gekauft werden, kommt es zu Verzerrungen. So manche Aktie im S&P 500 wird durch ETFs hochgekauft und weist astronomische Bewertungen auf. Betrachtet man diese Unternehmen für sich, würde man die Finger davon lassen. Wer hingegen einen ETF kauft, kann solche Aktien nicht außenvorlassen und trägt zu weiterer Überbewertung bei.

Je mehr Anleger ETFs kaufen, desto geringer wird der aktive Handel und der Float (frei handelbare Aktien). Je mehr frei handelbare Aktien zur Verfügung stehen, desto liquider ist ein Wert – grob gesagt. ETFs graben Einzelaktien Liquidität ab, sodass es wie im August 2015 wegen fehlender Liquidität bei Einzelwerten zu Handelsstopps kommt. Kommt es zu diesen Stopps, gibt es für die ETFs kein Market Making mehr und sie brechen ein. Ein Teufelskreis.

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