Wöchentliche Marktinfo KW42

S&P 500 Index - Bei 3.000 Punkten entscheidet es sich!

Das Kursgeschehen seit Juni dieses Jahres kann als steigendes, also bullisches Dreieck gewertet werden. Bei 3.015 Punkten liegt die deckelnde Oberkante des Dreiecks im Markt.

Bei 3.015 Punkten wird sich entscheiden, ob der Kurs wieder in das Dreieck nach unten abprallt oder ob endlich der Ausbruch nach oben gelingen kann. Die Ergebnisse der seit vorgestern anlaufenden US-Earningsseason werden unter anderem maßgeblich sein.

Augenscheinlich ist allerdings, dass die Luft oberhalb der 3.000 Punkte-Marke in den vergangenen Monaten regelmäßig sehr schnell wieder sehr dünn geworden ist für die Käufer. Trendfortsetzung oder Topbildung? Die nächsten Tage könnten hier bereits eine Vorentscheidung bringen.

 

RENAULT - Umsatzwarnung sorgt für Abstufungen und einen Kurssturz

Renault muss seine Umsatzprognose anpassen und Anleger flüchten aus der Aktie! Bodenbildungsprozess gerät in Gefahr.

Nachbörslich machte gestern Renault mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Das Unternehmen musste seinen Ausblick auf 2019 reduzieren. In einem überraschenden Update zum dritten Quartal gab das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 1,6 % auf 11,3 Mrd. EUR an, was den Aktienkurs bereits gestern noch außerbörslich einbrechen ließ. Mit diesen neuen Erkenntnissen mussten auch viele Analystenhäuser ihre Prognosen anpassen und so hagelt es heute Morgen Abstufungen und Kurszielreduzierungen. Die Bandbreite neuer Kursziele ist jedoch enorm und reicht von 40 EUR (Jefferies) bis hin zu 60 EUR (Deutsche Bank).

 Bodenbildungsprozess gerät in Gefahr!

Für den aktuellen Bodenbildungsprozess in der Renault-Aktie, der seit Ende Mai läuft, sind dies natürlich verheerende Nachrichten. Die Aktie wird im frühen Freitagshandel stark verkauft und fällt direkt in den entscheidenden Supportbereich bei 49,85-47,58 EUR zurück. Technisch gesehen fungiert dieser Preisbereich zwar als Unterstützung, angesichts der heutigen Verkäufe scheint es jedoch gefährlich, sich dort direkt zu engagieren. Der First-Mover kann bei gutem Timing (oder mit Glück) zwar einen sehr guten Einstiegspreis für sich beanspruchen, geht aber auch das größte Risiko ein. Ob dies im aktuellen Umfeld von Renault Sinn macht, bleibt abzuwarten. Bei einem Ausbruch unter 47,58 EUR ist nämlich nicht nur der aktuelle Bodenbildungsprozess gescheitert, die Aktie hätte auch viel Platz bis zur nächsten Unterstützung bei 40 oder sogar ca. 33 EUR.

Interessant wird es jedoch, sollte sich der Kurs nach der ersten bärischen Reaktion doch schnell im Supportbereich stabilisieren. Dies würde den Unterstützungsbereich analytisch stärken und den Bodenbildungsprozess weiter vorantreiben. Die Kurse könnten dann wieder in Richtung der zentralen Widerstände ab 56,63 EUR ansteigen. Aber erst wenn die Range nachhaltig nach oben verlassen werden kann, würde die Aktien einem neuen Aufwärtstrend gehandelt werden.

 

 

BASF - Diese Hürde war zu hoch

Die BASF-Aktie zog in den letzten Tagen deutlich an, scheiterte aber im gestrigen Handel an einer wichtigen Hürde.

Widerstände: 67,24 + 68,84 + 73,27
Unterstützungen: 64,55 + 62,52 + 60,78 + 56,01

Die BASF-Aktie befindet sich seit April 2015 in einer volatilen Seitwärtsbewegung. Diese spielt sich zwischen dem Widerstandsbereich zwischen 97,22 und 98,80 und der Unterstützung bei 56,01 EUR ab. Am 15. August 2019 testete die Aktie die Unterstützung bei 56,01 EUR. Anschließend erholte sie sich bis auf ein Hoch bei 67,24 EUR. Nach einem Rücksetzer auf 60,78 EUR erreichte der Wert gestern dieses Hoch wieder. Dort verläuft aktuell auch der Abwärtstrend seit Januar 2018. Im gestrigen Handel prallte die BASF-Aktie an diesem Widerstandsbereich nach unten ab.

Kurzfristig könnte die BASF-Aktie also etwas unter Druck geraten. Ein Rücksetzer in Richtung 60,78 EUR ist möglich. Sollte sie diese Marke durchbrechen, könnte es sogar zu Abgaben bis 56,01 EUR kommen. Ein neues Kaufsignal entstünde erst mit einem Ausbruch über 67,24 EUR. Kommt es zu diesem Ausbruch, dann wäre ein Anstieg in Richtung 68,84 und 73,27 EUR möglich, womit auch das Dividendengap vom 06. Mai 2019 geschlossen werden würde.

 

 

PALLADIUM: Kaum aufzuhalten

Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen und auch das alte Hoch bei 1.619 USD durchbrechen. Es folgte nach einem Zwischenhoch bei 1.699 USD eine leichte Konsolidierung, welche aber schnell wieder nach oben verlassen wurde. Zuletzt kam es zu einem Ausbruchsversuch...

Kursstand: 1.758,01
Intraday Widerstände: 1.765+1.800+1.850
Intraday Unterstützungen: 1.700+1.619+1.570

Rückblick: Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen und auch das alte Hoch bei 1.619 USD durchbrechen. Es folgte nach einem Zwischenhoch bei 1.699 USD eine leichte Konsolidierung, welche aber schnell wieder nach oben verlassen wurde. Zuletzt kam es zu einem Ausbruchsversuch über die Oberkante des mittelfristigen Trendkanals.

Charttechnischer Ausblick: Der erste Ausbruchsversuch über die Trendkanaloberkante zieht zunächst keine Anschlusskäufe nach sich. Entsprechend besteht die Möglichkeit, von diesem Niveau aus die Rally zu konsolidieren. Spielraum bietet sich für die Bullen bis 1.700 USD, bevor dort der Aufwärtstrend wieder nach oben schieben dürfte. Gelingt ein klarer Anstieg über die bei 1.765 USD liegende Kanaloberkante, könnte sich der Weg in Richtung 1.850 USD öffnen.

 

 

So leicht schlagen Sie den Markt!

Fast wie im Schlaf Geld verdienen! Wer will das nicht? Dabei ist dies wesentlich einfacher, als Sie vielleicht denken und das sogar bei des Deutschen liebstes Tradingkind, dem Dax.

Tagein, tagaus wird der Deutsche Aktienindex hoch und runter gehandelt, immer auf der Jagd nach Rendite. Dass dies nur wenigen erfolgreich gelingt, ist ein kein Geheimnis mehr. Dabei gibt es eine relativ einfache Möglichkeit, nicht nur profitabel zu handeln, sondern den Markt sogar zu schlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes verdient der Trader sein Geld dabei im Schlaf und kann seine Performance mit ein wenig mehr Aktivität sogar noch ordentlich pushen. Dafür müssen Sie nur folgendes tun!

Overnight Kaufen!

Der Schlüssel „zum leicht verdienten Geld“ besteht darin, den Deutschen Aktienindex über Nacht zu halten und zwar nur über Nacht. Warum, wird anhand folgender Abbildung deutlich. In dieser ist oben der Deutsche Aktienindex abgebildet, während unten die Performancekurve abgetragen ist, die entsteht, wenn wir den Dax morgens zur Eröffnung kaufen und abends um 17:30 Uhr zum Schlusskurs unsere Position schließen.

Quelle: tradesignal Terminal

Es ist unschwer zu erkennen, dass diese Taktik nicht profitabel ist. Hätten wir immer ein CFD gekauft, entstünde vor Kosten ein Verlust von ca. 6460 Punkten. Es ist unglaublich aber wahr, es scheint so, als verliert der Deutsche Aktienindex täglich Geld. Verglichen mit dem Testzeitraum notiert der Dax aktuell jedoch über 5000 Punkte höher. Diese Punkte können also nur über Nacht verdient worden sein. Wie also sieht die Performance aus, wenn wir den Dax abends zum Schlusskurs kaufen und morgens zur Eröffnung verkaufen. Abbildung zwei hat die Antwort.

Quelle: tradesignal Terminal

Wie Sie anhand dieser Abbildung unschwer erkennen können, fällt das Ergebnis sogar noch wesentlich besser als die ursprünglich erwarteten 5000 Punkte aus. In Summe konnten über 11.500 Punkte verdient werden, wenn man den Dax über Nacht hielt.

Wir wollen mehr!

Wem diese Performance noch nicht reicht, der kombiniert natürlich beide Taktiken miteinander. Heutzutage kann jeder private Trader Shortpositionen im Dax eröffnen. Warum also den Index nicht während des Tages von der Shortseite her angehen, während wir über Nacht Long sind. Die kombinierte Performance sehen Sie in Abbildung drei.

Quelle: tradesignal Terminal

So einfach kann Trading sein!

Sie sehen, zumindest auf dem Papier ist es gar nicht so schwer, den Dax outzuperformen. Natürlich ist bei diesem Ansatz auf praktischer Ebene noch einiges zu beachten. Dazu gehören auch Transaktionskosten, die hier außen vorgelassen wurden. Trotzdem bietet dieser Test selbst dann einige interessante Schlussfolgerung, wenn man die Taktik nicht direkt handeln möchte.

Viel Erfolg
Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW41

DAX - Das sind wichtige Chartmarken

US-Präsident Donald Trump twitterte, es sei ein „großer Verhandlungstag mit China. Sie wollen einen Deal machen, aber will ich das?“ Trump kündigte an, Vizepremier Liu He am Freitag im Weißen Haus zu treffen. Die Verhandlungen in Washington sind auf zwei Tage angesetzt.
Unterstützungen liegen bei 11.865, 11.556 und 11.275 Punkten. Auf diesen Preismarken ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Kurs nach oben abprallen kann. Seit 5 Handelstagen prallt der Index auf der erstgenannten Unterstützung nach oben ab.

Bei 12.400 Punkten liegt die mittelfristige Abwärtstrendlinie als entscheidender Widerstand im Markt.

Heute und morgen verhandeln USA und China.

Niemand erwartet auch nur eine kleine Lösung.

Insofern diesmal ein gewisses positives Überraschungspotential. "Schauen wir mal" - Franz Beckenbauer. Unterm Strich wird eine Seite nachgeben müssen, damit ein Deal zustande kommen kann. Für China gibt es einige nicht verhandelbare Themen, für Trump gibt es Themen, die für ihn wiederum sehr wichtig sind.

SAP - Quartalszahlen beflügeln Aktienkurs! McDermott tritt zurück!

In SAP ist heute einiges los. Nachrichten aus dem Unternehmen sorgen am Markt für einen Stimmungswechsel. Der Aktienkurs explodiert im frühen Freitagshandel.
In SAP kommt es heute früh zu starken Kursgewinnen von über 7 %. Das Unternehmen legte Zahlen für das abgelaufene Quartal vor und konnte mit diesen überzeugen. Der Umsatz stieg von 6,02 Mrd. EUR auf 6,79 Mrd. EUR. Beim Ebit legte das Unternehmen von 1,74 Mrd. EUR auf 2,09 Mrd. EUR zu. Zahlen, die vermehrt über den Erwartungen der Analysten liegen, womit der heutige Kurssprung natürlich verständlich ist. Zudem wurde bekannt gegeben, dass Vorstandschef Bill McDermott überraschend zurücktritt. Die Vorstandsmitglieder Jennifer Morgan und Christian Klein treten mit sofortiger Wirkung die Nachfolge an.

Vom Bären zum Bullen?

Analytisch betrachtet wirbeln die heutigen Kursgewinne das Chartbild mächtig durcheinander. Noch bis gestern wurde die Aktie kurzfristig bärisch gehandelt. Auch mittelfristig drohte sich das Bild zunehmend einzutrüben und die Gefahr weiterer Kursverluste bestand.

Heute sieht die Welt jedoch gänzlich anders aus. Mit dem Plus von über 7 % durchbricht die Aktie gleich mehrere Widerstände auf einmal. Der damit einhergehende bullische Impuls dürfte wahrscheinlich auch per Tagesschlusskurs bestehen bleiben. Kurzfristig scheint jedoch das Potenzial begrenzt, denn bei ca. 114,50 EUR wartet ein Widerstand. Sollte man diesen direkt oder nachhaltig überwinden, könnte das Abwärtsgap vom 18. Juli geschlossen werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, bereits wieder in einem Aufwärtstrend unterwegs zu sein und in diesem locken letztlich neue Jahreshochs.

Die Alternative zu diesem bullischen Szenario besteht in der Ausbildung einer mittelfristigen Range zwischen ca. 114,50 und 104 EUR. Sollte es also im Widerstandsbereich zu einer kurzfristigen Topbildung kommen, ist Vorsicht geboten.

HUGO BOSS - Crash nach Gewinnwarnung

Bereits im Vorfeld der gestrigen vorläufigen Quartalszahlen und der Gewinnwarnung kam es in Hugo Boss zu Verkäufen. Wohl dem, der sich bereits von seinen Aktien getrennt hat. Wie geht es jetzt weiter?
Dramatisch geht es heute in der Hugo-Boss-Aktie zu. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen verliert diese als Folge einer gestrigen Gewinnwarnung über 11 % an Wert und ist damit die mit Abstand größte Verliererin im Markt. Nach vorläufigen Zahlen bleibt der Umsatz im dritten Quartal währungsbereinigt auf Höhe des Vorjahres und liegt bei 720 Mio. EUR. Beim operativen Ergebnis blieb man mit 80 Mio. EUR aber hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig geht man nun nur noch von einem Umsatzwachstum in 2019 im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Das operative Ergebnis soll bei 330-340 Mio. EUR liegen.

Aktie in der Krise

Angesichts dieser gebremsten Aussichten ist es kein Wunder, dass die Kurse heute einbrechen und natürlich melden sich auch gleich die ersten Analystenhäuser mit Abstufungen zu Wort. SocGen senkt das Kursziel für Hugo Boss beispielsweise von 49 auf 38 EUR.

Bereits im Vorfeld der gestrigen News kam es in der Aktie zu deutlichen Kursverlusten, wie der Blick auf den Tageschart zeigt. Anleger trennten sich bereits seit Mitte September wieder deutlich von ihren Aktien. Auch übergeordnet ist die Aktie schon seit langer Zeit mit Notierungen unterhalb des EMA 200 in einem Bärenmarkt unterwegs. Wirklich überraschen kann die momentane Verkaufswelle nicht.

Wie geht es weiter?

Um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wo die Aktie momentan steht, reicht der Tages- oder Wochenchart nicht mehr aus. Man muss schon in den Monatschart wechseln, um die Gesamtlage zu erfassen. Immerhin ist die Aktie mit Notierungen unter 40 EUR preislich gesehen so günstig wie seit 2010 nicht mehr.

Darüber hinaus zeigt der Chart, dass momentan viel Platz nach unten wäre. Eine nächste Unterstützungszone lässt sich mit etwas gutem Willen erst im Bereich von 24,50-22,75 EUR finden. Eventuell hilft das 50er Fibonacci-Retracement auch ein wenig, welches im Bereich von ca. 29,70 EUR zu finden ist.

Letztlich - und dass es wesentlich entscheidender - muss es in der Aktie für ein bullisches Fazit zu einer vollständigen Bodenformation kommen. Eine solche ist momentan noch nicht einmal im kleinen Zeitfenster zu erkennen. Vor diesem Hintergrund dürften kurzfristige Kursgewinne momentan lediglich Erholungen in einem bärischen Umfeld darstellen.

PALLADIUM: Rally auf neue Hochs

Palladium bewegte sich in den vergangenen Wochen stark aufwärts. Die Notierungen konnten sich in diesem Zuge über die 1.619 USD auf ein neues Hoch bewegen. Der Kaufdruck ebbte anschließend ab, allerdings hielt sich der Kursverlauf oberhalb der 1.619 USD stabil.
Kursstand: 1.697,35
Intraday Widerstände: 1.700+1.755
Intraday Unterstützungen: 1.619+1.570+1.497
Rückblick: Palladium bewegte sich in den vergangenen Wochen stark aufwärts. Die Notierungen konnten sich in diesem Zuge über die 1.619 USD auf ein neues Hoch bewegen. Der Kaufdruck ebbte anschließend ab, allerdings hielt sich der Kursverlauf oberhalb der 1.619 USD stabil.
Charttechnischer Ausblick: Nach der moderaten Konsolidierung der Vortage könnte die Rally direkt fortgesetzt werden. Wenn ein klarer Ausbruch über 1.70 USD auf ein neues Hoch gelingt, öffnet sich der Weg in Richtung der Oberkante des Trendkanals, welche derzeit bei 1.755 USD einen Widerstand darstellt. Alternativ würde es unterhalb der 1.619 USD wieder bärischer werden, was aber abzuwarten bleibt. Abgaben bis 1.557 USD könnten dann folgen.

Kann man Trading wirklich erlernen?

Wer sich gut auf sein Tradinggeschäft vorbereitet, wird deutlich schneller vorankommen. Ihr Businessplan mag nach einem Umweg aussehen, wird Sie letztlich aber schneller vorankommen lassen. Aber was ist ein Businessplan überhaupt?
... Schließlich würde eine verneinende Antwort tausende von Traderträumen zum Platzen bringen. Aber vielleicht kommt Ihre spontane Antwort zu schnell, denn mit dieser grundlegenden Fragestellung haben sich schließlich schon höchst erfolgreiche Trader auseinandergesetzt und die waren nicht immer einer Meinung. Denken Sie nur an Richard Dennis und William Eckhardt. Während Dennis sich relativ sicher war, aus jedem einen erfolgreichen Trader zu machen, hatte Eckhardt da so seine Zweifel und was folgte, war das wohl berühmteste Experiment in der Tradingwelt, die Turtletraders. Sie sehen also, so weit hergeholt ist die Frage nicht, aber wer hatte nun Recht? Kann man Trading erlernen oder nicht? Sie könnten an dieser Stelle das Lesen abbrechen, aus Angst, die „falsche“ Antwort zu erhalten oder aber wir lassen uns auf diese riskante Frage ein. Vielleicht gibt es ja einiges zu entdecken?

Auf der Suche nach einer Antwort müssen wir uns fragen, was einen erfolgreichen Trader überhaupt ausmacht und schnell landen wir beim Lieblingsthema privater Trader, der Tradingstrategie oder allgemein, der Methodik. Auf den ersten Blick scheint klar, dass es keinem von uns schwerfallen sollte, eine solche zu erlernen. Wenn uns jemand zeigt, welche Regeln anzuwenden sind, bräuchten wir diese lediglich auswendig lernen und uns die passenden Trades am Markt heraussuchen. Also alles klar?

Mitnichten, wie Sie vielleicht selbst schon am eigenen Leib erfahren haben. Können Sie sich noch an Ihr letztes Seminar zum Thema Tradingstrategien oder Ihre letzten Webinare diesbezüglich erinnern? Was beim Zuhören/Lesen so klar und deutlich als Schlüssel zum Erfolg vor Ihnen lag, entpuppte sich im praktischen Trading als schwieriges Unterfangen. Nicht, dass Sie die Grundregeln des Systems nicht verstanden hatten und wir wollen dem Referenten/Autor auch nicht unterstellen, dass er Ihnen Humbug erzählt hat, aber im praktischen Trading scheint es auf die kleinen Details anzukommen und genau diese wurden nicht ausreichend erklärt. Dies liegt daran, dass viele erfolgreiche Trader sogenannte diskretionäre Tradingstrategien nutzen. Diese Strategien bauen auf einem gewissen Regelwerk auf, aber der Trader selbst hat einen mehr oder minder großen Entscheidungsspielraum. Er darf den Kursverlauf innerhalb seines Basisregelwerkes interpretieren. Berühmte Beispiele hierfür sind die Markttechnik, die klassische Formationsanalyse oder die Elliottwellen.

Im Laufe meiner Tradingkarriere habe ich unzählige solcher Basisregeln auf Herz und Nieren getestet, mit einem niederschmetternden Ergebnis. Viele dieser Taktiken arbeiten statistisch gesehen nur moderat profitabel. Das heißt, handeln wir diese systematisch nach den vorhandenen Basisregeln durch und lassen weitere Interpretationen außen vor, dann sind die Vorteile weit entfernt von dem Erfolg, den Profitrader damit erzielen oder von dem, was sich private Trader unter einer guten Strategie vorstellen. Da uns aber die Profis zeigen, wie erfolgreich diese Methodiken sein können, kann ein wesentlicher Teil dessen nur auf die gute Interpretationsfähigkeit des Traders zurückzuführen sein. Aus dem Gespür, seiner Intuition heraus weiß er, wann er seine Regeln in welchem Umfang brechen darf.

Fassen wir diesen ersten Gedankengang zusammen, dann ist die Frage, ob wirklich jeder das Trading erlernen kann, ein höchst zweischneidiges Schwert. Sofern es sich bei der Methodik um ein festes Regelwerk ohne Interpretationsspielräume handelt, sollte es keinem schwer fallen, die Regeln zu erlernen und so die Basis für den Erfolg zu legen. Umfasst die Strategie jedoch Interpretationsspielräume, brauchen wir erst gar nicht versuchen, unseren Mentor bis ins kleinste Detail kopieren zu wollen. Stattdessen müssen wir mit den leicht erlernbaren Basisregeln unsere eigenen Erfahrungen machen und ein Gespür für den Markt und unsere Taktik entwickeln. Ob es wirklich jedem gelingt, diese Fähigkeiten zu entwickeln, möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter ausführen und offen im Raum stehen lassen. Entscheidend ist jedoch die Erkenntnis, wie wichtig Übung, Geduld, Selbstkontrolle, Disziplin, Vertrauen und natürlich Risikomanagement für den Erfolg im Trading sind Erfahrungen können Sie nur sammeln, wenn Sie aktiv üben, dabei Ihr Kapital zusammenhalten, sich ständig Feedback geben und Stück für Stück lernen, ein Gespür für den Markt zu entwickeln – oder sind vielleicht rein statistische Ansätze mit einem ganz klaren und festen Regelwerk die Lösung?

Dieser Gedanke liegt natürlich nahe. Wo es keine Interpretationsspielräume innerhalb der Strategie gibt, brauche ich nur die Regeln zu lernen und schon bin ich erfolgreich. In diesem Falle könnte ich sogar dem Computer das Handeln überlassen, denn schließlich ist alles mathematisch exakt definiert. Vielleicht ahnen Sie es schon, aber so einfach, wie sich die Sache anhört, ist sie auch wieder nicht. Zum einen müssen Sie erst einmal eine solche Strategie finden und selbst wenn dieser Schritt gelingt, darf sich der Trader mit seinen Emotionen nicht selbst im Weg stehen. In meinen Augen ist es nämlich eine Mär, dass ein automatisiertes Trading den psychologischen Aspekt des Tradings negiert. Nur weil wir ein festes Regelwerk ohne Interpretationsspielräume besitzen, heißt dies nicht zwangsläufig, dass wir dieses auch ohne „Wenn und Aber“ umsetzen können und werden. Typische Emotionen wie Angst, Gier und Hoffnung greifen auch in diesem Bereich des Tradings um sich und da Trading in der Regel ein einsamer Job ist, hindert Sie auch keiner daran, diesen Emotionen nachzugeben und so von Ihrem eigenen Tradingplan abzuweichen. Selbst wenn Sie den Handel dem Computer überlassen, so sind damit nicht zwangsläufig alle emotionalen Fehlerquellen ausgeschlossen. Schließlich können Sie immer noch jeder Zeit entscheiden, den Computer abzustellen. Im Fazit ist also auch in diesem Bereich nicht so ohne weiteres davon auszugehen, dass wirklich jeder das Trading erlernen kann. Angefangen bei der Fähigkeit, entsprechende Regelwerke zu entwickeln bis hin zur „emotionslosen“ Umsetzung dieser gibt es einige Hürden, die überwunden werden müssen.

Was ist nun mit unserer Eingangsfrage? Ist Trading erlernbar? Bisher war der Artikel ja nicht gerade erbaulich, aber ich würde nicht als Tradingcoach arbeiten, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, dass jeder die Chance hat, erfolgreich zu sein Ob er diese aber auch nutzen kann, hängt von jedem selbst ab. Ich hoffe ich konnte aufzeigen, dass es nicht reicht, nur ein paar Bücher zu lesen oder Seminare/Webinare zu besuchen, um sich seinen eigenen Tradingtraum zu erfüllen. Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Trading zu entwickeln. Greifen Sie dabei auf die Ansätze erfolgreicher Trader zurück, aber scheuen Sie sich nicht davor, Ihren eigenen Weg zu gehen. Gerade weil viele erfolgreiche Trader diskretionäre Ansätze fahren, ist dies sogar eine zwingende Notwendigkeit. Achten Sie dabei auf Ihr Risiko, denn nur wer die Lernzeit übersteht, kann später auch den Erfolg ernten. Zeit, Arbeit und Energie aber wird die Entwicklung der eigenen Tradingfähigkeiten auf alle Fälle brauchen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gutes Gelingen und viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW40

DAX - Mit Fehlstart in das neue Quartal

Die Kursgewinne Ende September entpuppten sich in den vergangenen Handelstagen als so genanntes Window Dressing: Die Käufer wurden zügig auf den Boden der Realität zurückgeholt.
Der DAX® wurde vor dem Tag der Deutschen Einheit nach schwachen ISM-Daten aus Übersee regelrecht verprügelt. Das deutsche Börsenbarometer rutschte unter die 12.000 Punkte-Marke und wurde am Feiertag dann zeitweise nur noch knapp oberhalb der 11.800er Markte getaxt.
Das mittelfristige Chartbild hat sich mit dem 600-Punkte Rutsch der vergangenen Handelstage deutlich eingetrübt. Kurzfristig ist der Index allerdings massiv überverkauft. Hier ist in den kommenden Handelstagen zunächst eine Zwischenerholung einzuplanen, bevor im Anschluss erneuter Abwärtsdruck Richtung 11.800 und 11.600 Punkte aufkommen könnte.

Eventuelle Erholungsversuche der Käuferseite träfen spätestens im Bereich 12.150 bis 12.200 Punkte auf technisch bedingtes Verkaufsinteresse. Erst oberhalb dieser Zone würde sich die charttechnisch prekäre Lage für die Bullen wieder deutlich entspannen. Bis dahin dominieren aus der mittelfristigen Perspektive vorerst die Abwärtsrisiken.

JULIUS BAER - Wichtiger Support erreicht

Die Julius Baer-Aktie sollte in den letzten Tagen von der massiven Widerstandszone bei 45,00 CHF bärisch abprallen und auf diese Unterstützung zurückfallen. Dieser Vorgang ist nun abgeschlossen. Wie sollte es nun weitergehen?

Nach der starken Performance zwischen 14. August und 14 September standen Gewinnmitnahmen im Vordergrund. Daher konnte die Julius Baer-Aktie die Vorgaben der letzten Chartanalyse abarbeiten. Dort wurde auf einen Rücklauf bis ca. 41,00 CHF spekuliert. Aktuell stehen die Wertpapiere bei rund 41,30 CHF. Das Wochentief lag bei 40,87 CHF. Können nun die Bullen wieder das Zepter übernehmen? Falls ja, dürfte zeitnah eine zweite Erholungsbewegung bis zu dieser Marke starten.

Kurszielzone weiterhin bei 48,00/50,00 CHF

Noch sind die Tageskerzen nicht bullisch genug, um einen engen Stopp zu forcieren. Daher sollte man bei einem antizyklischen Einstieg ein Stopplevel knapp unter der 37,00 CHF-Marke wählen. Ein zu enger Stopp wäre im Moment zu gefährlich.

Sollte der Titel allerdings wieder auf 44,00 CHF steigen, könnte man das letzte ausgebildete Tief bei 40,87 CHF als Stopp in Betracht ziehen. Im Idealfall kann die Aktie im nächsten Anlauf die 45,00 CHF-Marke nachhaltig durchbrechen und auf 48,00 CHF anstiegen.

NIKE weiter eine Augenweide!

Einen starken Eindruck macht Nike. Ist die Aktie immer noch eine Sünde wert oder sollte man lieber vorsichtig sein?
Widerstände: 92,85+96,00
Unterstützungen: 90+88,75+86,50

So ganz gingen die Probleme „on Wall-Street“ in dieser Woche auch an der Nike-Aktie nicht vorüber. Dabei war die Aktie zuletzt als starker Outperformer unterwegs und konnte sogar ein mittelfristiges Kaufsignal auslösen. Am 25. September sprang der Aktienkurs mit einem Aufwärtsgap über den Widerstand bei 90 USD, der den Bullen seit Monaten den Weg versperrte. Mehrfach scheiterte man an diesem, was zu deutlichen Korrekturen führte. Jetzt ist diese Hürde überwunden und der Ausbruch wird aktuell von oben getestet.

Nach dem neuen Rallyhoch bei 94,75 USD kam es in Nike zu einem ersten Test des jüngsten mittelfristigen Kaufsignals von oben. Dabei zeigte sich die Aktie trotz der Probleme am Gesamtmarkt relativ stark. Dies unterstreicht die grundlegend bullische Basis in Nike und im Idealfall wird der Supportbereich bis hin zu 88,75 USD für den Start einer neuen Kaufwelle genutzt. Gelingt dies, könnte es im Anschluss zu weiteren Kursgewinnen auf 96 – 97 USD kommen. Eine Neubewertung der Aktie wäre unterhalb von 88,75 USD sinnvoll. Dann besteht die Gefahr, dass die Aktie ausgiebiger korrigiert. Dabei könnte es im ungünstigsten Fall auch zu Abgaben auf 80 – 77 USD kommen.

PALLADIUM: Mittelfristig zeigt der Trend nach oben

Palladium konnte sich in den vergangenen Wochen stark nach oben bewegen. Die Notierungen schafften einen Anstieg über die 1.619 USD auf ein neues Hoch, kamen aber an den 1.699 USD zunächst nicht weiter. Der steile Aufwärtstrend der Vorwochen wurde zuletzt leicht durchbrochen.
Kursstand: 1.653,58
Intraday Widerstände: 1.700+1.755
Intraday Unterstützungen: 1.619+1.570+1.497
Rückblick: Palladium konnte sich in den vergangenen Wochen stark nach oben bewegen. Die Notierungen schafften einen Anstieg über die 1.619 USD auf ein neues Hoch, kamen aber an den 1.699 USD zunächst nicht weiter. Der steile Aufwärtstrend der Vorwochen wurde zuletzt leicht durchbrochen.
Charttechnischer Ausblick: Mit dem Bruch des steilen Aufwärtstrends deutet sich eine kleine Konsolidierung an. Diese könnte auch noch bis in den Bereich 1.619 USD führen, bevor die Rally davon ausgehend wieder aufgenommen werden könnte. Geht es anschließend über 1.699 USD hinaus, wird die Oberkante des Trendkanals bei derzeit 1.755 USD erreichbar. Bärisch wird es für Palladium erst unterhalb des bei 1.570 USD liegenden Aufwärtstrends.

Der Businessplan für Trader - So geht´s!

Wer sich gut auf sein Tradinggeschäft vorbereitet, wird deutlich schneller vorankommen. Ihr Businessplan mag nach einem Umweg aussehen, wird Sie letztlich aber schneller vorankommen lassen. Aber was ist ein Businessplan überhaupt?
Um zu verstehen, welchen Sinn ein Businessplan im Trading hat und wie dieser ausschauen sollte, müssen wir uns den typischen Lernprozess von Tradern anschauen. Dieser ist in der Regel nicht kompliziert. Für jeden von uns gibt es einen ersten Berührungspunkt mit dem Thema Börse. Meist sind dies Aktien, deren starken Renditechancen Einsteigern gerade in ausgedehnten Bullenmarktphasen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Konten sind heutzutage schnell angelegt und ruck-zuck wandern die ersten Aktien ins Depot. Wenn man Glück hat, was in wesentlichen Teilen davon abhängt, in welchem Stadium des Bullenmarktes man mit dem Handel begonnen hat, läuft es eine Weile relativ gut und das Konto wächst. Zu diesem Zeitpunkt gibt es seitens des Einsteigers kaum einen Lerneffekt. Warum auch, man liegt doch im Gewinn.

Die erste Erkenntnis!

Früher oder später aber ändert sich das Marktverhalten. Womit man vorher ordentlich verdienen konnte, funktioniert auf einmal nicht mehr und unser Neuling verliert Geld. Auf der gleichen Lernstufe stehen die Trader, die von Beginn an Ihre Schwierigkeiten hatten. Beide merken, dass es wohl doch nicht so einfach ist, beständig an der Börse Geld zu verdienen. Ihnen wird klar, dass es gewisse Dinge zu lernen gibt.

Jetzt beginnt die große Suche. Auf dieser ist es nur allzu verständlich, dass man von dem Punkt aus losmarschiert, an dem man sich gerade befand. Der hier exemplarisch unterstellte Aktientrader auf Tagesbasis, der seine Positionen bisher „länger“ hielt, wird sich fachliche Hilfe zu genau diesem Themengebiet suchen. Worauf muss ich achten? Wie erkenne ich den Trend? Wann muss ich einsteigen, wo aussteigen? Und wohin mit dem Stopp?

Auf der Suche nach Antworten, landet der Einsteiger schnell beim Profi. Nehmen wir an, er liest als erstes ein Buch zum Thema Aktientrading. Wir unterstellen, dass es sich sogar um ein gutes Buch zu diesem Thema handelt und so erfährt der Lehrling, wie der Profi vorgeht. Er erfährt etwas über Einstiege, Stoppsetzungen, Risiko & Moneymanagement und Psychologie. Nachdem er das Werk quasi auswendig gelernt hat, macht er sich erneut an die Arbeit. Jetzt wird nach der Strategie des Profis gehandelt – zumindest in der Theorie.

Von hier an gestaltet sich der konkrete Tradingprozess recht differenziert. Der eine Trader kann den Signalen der gerade erst gelernten Strategie zwar folgen, ist aber unter Umständen mit der Performance dieser oder der Trefferquote unzufrieden. Ein anderer weicht immer wieder von den Regeln der Profistrategie ab, oftmals zu seinem Nachteil. Auch er ist letztlich mit dem Ergebnis im weiteren Sinn nicht zufrieden. Was immer bleibt, ist das Gefühl: mir fehlt noch etwas!

Die Endlosschleife läuft!

Mit diesem Gefühl nimmt sich der Lehrling das nächste Buch, besucht ein Seminar oder Webinar oder liest einfach im Internet. Gedanklich ist er schon ein wenig breiter aufgestellt. Es muss nicht mehr unbedingt eine Trendstrategie wie bisher sein. Auch Aktien sind keine Pflicht mehr und vom Daytrading hatte er doch nebenher auch noch etwas gelesen.

Was in den folgenden Monaten und Jahren passiert, lässt sich grob zusammenfassen als "Trial and Error"-Prozess. Der Trader lernt beim Profi X, probiert es aus, ist unzufrieden und wendet sich Profi Y zu, um von vorne zu beginnen. Dieser Prozess kann sich tatsächlich über Jahre hinziehen, wobei die Performance in dieser Zeit höchst unterschiedlich ist. Der eine tradet böse im Minus, andere sehen sich zwar keinen horrenden Verlusten gegenüber, aber wirklich zu den Gewinnern zählen Sie auch nicht.

Nicht jeder hält diesen Trial and Error Prozess bis zum Ende durch, aber diejenigen, die dranbleiben, werden früher oder später über Bücher, Seminare, Webinare & Co einen Bereich der Börse kennenlernen, in dem es wirklich besser läuft. Endlich ist man dort angekommen, wo man eigentlich schon immer hinwollte. Man wird erfolgreicher! Schade nur, dass es so lange gedauert hat und die zwischenzeitlich schlaflosen Nächte hätte man sich auch gerne gespart.

Wo liegt das Problem?

Die zentralen Fragen lauten an dieser Stelle: wo liegt das Problem und wie kann ich mich vor dieser Endlosschleife schützen? Bevor wir auf die Ursachen und Lösung zu sprechen kommen, lassen Sie mich den hier beschriebenen Trian and Error Prozess noch einmal zusammenfassen:

Einsteiger lernen vom Profi einen ganz bestimmten Beruf, stellen sich der Prüfung, fallen durch und wenden sich dann dem nächsten Profi mit einem neuen/anderen Beruf zu. Dieser Prozess kann Trader jahrelang gefangen halten, ohne dass sich an der Performance und Zufriedenheit mit dem eigenen Trading etwas ändert. Im von mir betreuten Ausbildungspaket und auf Seminaren treffe ich regelmäßig Trader, die sich schon seit 10 Jahren und mehr mit der Börse in dem hier skizzierten Lernprozess rumschlagen. Sie dürfen selbst einmal überlegen, in wie weit Sie in dieses Raster passen. Wie viele Bücher haben Sie schon gelesen? Wie viele Seminare besucht und wie vielen Profis über die Schulter geschaut? Und, wo stehen Sie aktuell?

Der Businessplan

Genau an dieser Stelle sorgt Ihr ganz persönlicher Businessplan für eine horrende Abkürzung. Dabei können Sie mit diesem nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld sparen und wahrscheinlich wird Ihnen die Frage unter den Nägeln brennen, was denn nun genau der Businessplan ist und was dort alles hineingehört?

Dazu schauen wir auf die Trader, die es geschafft haben, dem Trial and Error Prozess zu entkommen – also auf JEDEN erfolgreichen Trader und stellen uns nur eine Frage: Wann hörte das Suchen auf?

Die Antwort darauf ist sehr einfach: In dem Moment, wo der Trader einen Bereich der Börse kennenlernte, in dem er sich wohl fühlte, wo er sich und seine Stärken und Schwächen perfekt einsetzen konnte, beendeten Profis ihre Suche und lernten von hier an in diesem ganz speziellen Segment des Tradings nur noch in die Tiefe. Genau das ist der Grund, warum Sie 20 Profis an einen Tisch setzen können und feststellen werden, dass jeder von diesen anders handelt, teilweise sogar konträr zueinander.

Quasi am falschen Ort zu sein, ist der Grund, warum nicht alle Turtle Trader (gleich) erfolgreich wurden! Am falschen Ort zu sein, ist der Grund, warum nicht jeder die Ausbildung zum Eigenhändler einer Bank schafft und das, obwohl man in all diesen Fällen von den Besten lernt und andere Teilnehmer der Lerngruppe zeigen, dass man mit jedem Segment der Börse, höchst erfolgreich sein kann.

Mit dieser Erkenntnis sollte klar werden, welchen Nutzen ein Businessplan hat. Er soll Ihnen einen Anhaltspunkt dafür liefern, wo für Sie wahrscheinlich der richtige Ort zu finden ist. Dazu müssen Sie sich ihrer externen und internen Voraussetzungen genauso bewusst werden, wie Ihrer Wünsche und Träume. Wenn Sie diese kennen, können Sie gezielt in dem Bereich der Börse mit dem Lernprozess beginnen, der Ihnen entgegenkommt. Dem Bereich, wo Sie Ihre Stärken und Schwächen als auch Ihre Zeit und Kapital am besten einsetzen können. Auch dann durchlaufen Sie natürlich immer noch einen Lernprozess, aber Sie springen quasi nicht mehr wild durch alle Themengebiete, die die Börse zu bieten hat, um dann irgendwann einmal zufällig bei Ihrer Tradingnische zu landen.

Werden wir konkret

Lassen Sie mich einige Punkte anführen, die meiner Meinung nach für einen Businessplan wichtig sind. Schauen Sie dazu auf Abbildung 1. Scheuen Sie sich nicht, diesen durch eigene, Ihnen wichtig erscheinende Dinge zu erweitern. Behalten Sie einfach Ihr Ziel im Auge, was Sie mit dem Plan erreichen wollen (Abkürzen & Tradingnische) und alles was für Sie dabei hilfreich ist, gehört auch in Ihren ERSTEN Businessplan. Die folgende Abbildung enthält einige wichtige Schlagworte. Leider gibt es der Umfang dieses Artikels nicht her, jedes detailliert zu beschreiben. Hierzu können Sie im Ausbildungspaket vorbeischauen oder im Selbststudium einfach nach den Schlagworten Googlen.

Der Businessplan steht - und jetzt?

Einen Businessplan zu haben, macht natürlich noch nicht erfolgreich. Wichtig ist jetzt, mit diesem zu arbeiten. Gehen Sie dabei folgenden Fragen nach:

  1. Was aus der großen weiten Welt der Börse (Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe, Trendtrading, Swingtrading, Scalptrading, Investieren, Intradaytrading, Charttechnik, Fundamentals…) stellt die größte Schnittmenge mit meiner Persönlichkeit dar? Wo sind die wenigsten Kompromisse einzugehen? Dies ist Ihre Start-Tradingnische!
  2. Wo gibt es bereits heute erkennbare Reibungspunkte? Dies könnten Themen werden, die zukünftig Schwierigkeiten machen könnten. Wie kann ich diese Reibungspunkte beseitigen?

Zudem sollten Sie daran denken, dass ein Businessplan kein starres Gebilde ist. Sie verändern sich, Ihre Lebensumstände verändern sich, Sie lernen dazu und vieles mehr. All dies führt dazu, dass sich auch Ihr Businessplan im Laufe der Zeit verändern kann. Der Businessplan ist ein Arbeitspapier, der Ihnen helfen soll, sich zu orientieren – sowohl während des Lernprozesses als auch später, wenn Ihr grundlegendes Trading steht.

Ich muss gestehen, dass es gerade für einen Einsteiger im Trading gar nicht so einfach ist, die hier angesprochenen Punkte alleine abzuarbeiten. Letztlich weiß man vielleicht noch nicht einmal, was einem die Börse alles bieten kann und was eventuell zu mir als Trader mit meinen Voraussetzungen passt. Wer diesen Weg nicht alleine gehen möchte, schaut vielleicht einmal im von mir betreuten Ausbildungspaket vorbei. Dort gehen wir jeden der Punkte gemeinsam an. Aber ob nun mit oder ohne Hilfe, ob nun so detailliert wie hier beschrieben oder nur in groben Zügen, sich über sich selbst und seine Voraussetzungen in Form eines Businessplans Gedanken zu machen, wird Ihnen helfen, schneller und zielgerichteter zum erfolgreichen Trader zu werden. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW39

S&P500 - Short Setup bislang noch intakt

Der S&P500 scheiterte zuletzt erneut knapp oberhalb der viel beachteten 3.000 Punkte-Marke
Beim marktbreiten S&P 500 ist das ausgegebene Short-Setup bisher noch voll intakt. Nachdem der Hochlauf an den Widerstandsbereich um 2.990 Punkten am Mittwoch absolviert wurde, drehte der Index gestern wieder nach unten. Sollte der Gesamtmarkt Stärke zeigen, dann dürfte es natürlich auch im S&P zu Kursgewinnen kommen.

Solange aber der genannte Widerstandsbereich nicht per Tagesschlusskurs überwunden wird, bleibt das Short-Setup intakt. Das entscheidende Kurssegment liegt weiterhin zwischen 2.960 und 2.940 Punkten. Dieser Bereich sollte in den kommenden tagen noch weiter angesteuert werde. Mittelfristig hat der Index aber weiteres Abwärtspotenzial in den Bereich um 2.860 Punkte.
Erst oberhalb von 3.020 Punkten sind die Bullen wieder mittelfristig im Vorteil.

ADOBE - Kleine Anpassung des Setups

Die Kursstrukturen bei der Aktie von Adobe bleiben weiterhin interessant. Daher passe ich das Setup, welches noch nicht aktiviert wurde, leicht an. Auch für Antizykliker lässt sich jetzt schon ein interessantes Kursniveau nennen.
Prozyklische Buytrigger zu nennen, ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, dass die Marken kurz ausgelöst werden und danach der Abverkauf einsetzt. Bei Adobe habe ich mich zuletzt aber dazu hinreißen lassen, eine solche Marke zu nennen. Sie lag bei 287 USD und wurde bislang nicht aktiviert.

Vielmehr setzte der Tech-Titel ausgehend vom Abwärtstrend seit August noch einmal zurück und markierte ein neues Monatstief bei 267,73 USD. Dieses hatte aber nicht lange Bestand, die Käufer konterten einmal mehr. Man kann die Situation als ein Tänzeln um den vielbeachteten EMA200 im Tageschart beschreiben. Noch können sich weder Bullen wie Bären nachhaltig durchsetzen.

Absenkung der Triggermarke

Da mir das Setup aber weiterhin gefällt, vor allen Dingen unter dem Aspekt, dass in meinen Augen die letzte Abwärtssequenz seit August klar korrektive Züge nach Elliott-Wellen aufweist, stelle ich es noch einmal vor und passe es leicht an. Da der EMA50 mit einem kleinen Zwischenhoch bei 285,30 USD nahezu zusammenfällt, liegt der neue Trigger nun auf diesem Kursniveau. Erst wenn die Aktie den Ausbruch am besten mit signifikantem Tagesschluss darüber schafft, wäre der Weg auf 298,27 USD frei. Dort könnte die Aufwärtsbewegung zunächst ins Stocken geraten und die Aktie etwas konsolidieren. Im Anschluss wären 313,11 USD erreichbar.

Das Stoppniveau auf der Unterseite wird nun ebenfalls angepasst und zwar auf 267,72 USD, dem bisherigen Wochentief. Fällt dieses und driftet der Titel immer weiter nach unten ab, kämen zwangsläufig die Junitiefs bei 257,53 USD ins Spiel. Dort wiederum könnten sich ebenfalls Chancen bieten, dann aber antizyklische. Wer automatisch benachrichtigt werden möchte, wenn dieses Kursniveau erreicht wird, stellt sich einen Kursalarm auf Guidants ein.

NETEASE - Den Mutigen gehört die Welt!

Bei Netease stellt man sich aktuell eigentlich gegen drei Trends: Videospieleaktien laufen nicht, der Markt läuft nicht und chinesische Aktien will eh keiner haben. Aber vielleicht liegt darin auch eine große Chance.
Die Aktie von Netease stellte ich als interessante Alternative zum Papier von Activision Blizzard bereits Anfang des Monats vor. Die Analyse können Sie hier noch einmal nachlesen. Zwar gelang dem Titel der Ausbruch über den Widerstand bei 270,38 USD. Anschließend bog der Wert aber in eine Konsolidierung ein, die ihn wieder an den EMA50 zurückbrachte. Auch schloss der Wert eine Kurslücke bei 259,67 USD.

Was für Ausbruchstrader folglich ärgerlich ist, weil sie mit der Position in den Verlust laufen bzw. die Gewinne wieder abgeben müssen, liefert nun für neu Interessierte aber eine interessante Konstellation. Denn mit dem lokalen Tiefpunkt auf dem EMA50 liegt ein neuer Bezugspunkt im Chart vor, unter dem man Absicherungen vornehmen könnte. Bei der letzten Besprechung war ein solcher Bezugspunkt noch deutlich weiter entfernt. Nun kann man Positionen für einen Long-Trade bereits unter dem Tief bei 258,93 USD absichern.

Flagge liefert neue Anhaltspunkte

Intraday attackiert der Wert die kurzfristige Abwärtstrendlinie der auch als Flaggenformation benennbaren Konsolidierung. Ein Tagesschlusskurs über der Trendlinie, was derzeit Kursen über 272,70 USD entsprechen würde, eröffnet zunächst Potenzial bis zum Hoch bei 282,15 USD. Darüber dient das Jahreshoch bei 289,70 USD als Hürde. Ein Ausbruch über diesen Widerstand dürfte die Aufwärtsbewegung beschleunigen und ermöglicht Kurse im Bereich des Hochs bei 329,00 USD.

Eine weitere Verlängerung der Flagge ist möglich. Weitere Tiefs würde ich dennoch in der aktuellen Situation nicht zulassen. Spätestens eine Aufgabe des EMA200 könnte deutliche Konsequenzen zur Unterseite nach sich ziehen.

Persönlich halte ich aktuell eine Position in dem Titel und würde diese im Falle prozyklischer Signale eventuell noch ausbauen. Ich schreibe diesen Hinweis ausdrücklich auch hier im Text mit dazu, weil die Analyse in diesem Fall zwangsläufig subjektiver als sonst ausfällt.

GOLD-Tagesausblick: Kleine Bullenfalle

Der Goldpreis konnte sich in den Vorwochen auf hohem Niveau stabilisieren, nachdem ausgehend von der Hürde bei 1.555 USD ein Doppeltop ausgebildet wurde. Oberhalb der bei 1.480 USD liegenden Unterstützung gelang eine Gegenbewegung, welche wieder über die 1.517 USD führte.
Kursstand: 1.498,71 USD
Intraday Widerstände: 1.555+1.600
Intraday Unterstützungen: 1.480+1.439
Rückblick: Der Goldpreis konnte sich in den Vorwochen auf hohem Niveau stabilisieren, nachdem ausgehend von der Hürde bei 1.555 USD ein Doppeltop ausgebildet wurde. Oberhalb der bei 1.480 USD liegenden Unterstützung gelang eine Gegenbewegung, welche wieder über die 1.517 USD führte.
Charttechnischer Ausblick: Dieser Anstieg stellt sich zunächst als Bullenfalle dar, sodass wieder Abgaben in Richtung der bei 1.480 USD liegenden Unterstützung folgen könnten. Sollte dieses Niveau ebenfalls unterschritten werden, dürfte sich die Entwicklung der Vorwochen als bärische Trendwende darstellen, welche einen Rücklauf bis 1.439 USD einleiten kann. Ein Anstieg bis 1.555 USD wäre oberhalb der 1.480 USD aber noch möglich.

Seasonal Charts - Reinfall oder Goldgrube?

Mit einfachsten Mitteln besser abschneiden, als der typische Buy & Hold Anleger? Dann schauen Sie sich einmal Seasonal Charts an!
Anleger und Trader sind erfinderisch, wenn es darum geht, dem Markt seine Geheimnisse zu entlocken. Oftmals bedienen wir uns dabei Konzepten und Ideen aus dem alltäglichen Leben und übertragen diese auf die Börse. Ich könnte mir vorstellen, dass Seasonal-Charts genau dort ihren Ursprung haben.

Sell in May...

Saisonalitäten gibt es zur Genüge. Denken Sie nur an unsere vier Jahreszeiten und die damit verbundenen Temperaturschwankungen. Warum diesen Gedanken nicht auch auf die Börse übertragen? Schließlich spielt bspw. das Wetter gerade bei Agrarrohstoffen eine wichtige Rolle, warum dann nicht auch bei deren Preisverlauf? Oder wie wäre es mit der sagenumwogenen Jahresendrally oder der Börsenweisheit „Sell in May and go away“? Es gibt eine ganze Reihe von Ansätzen, die sich mit Saisonalitäten an den Börsen beschäftigen und die Krönung dessen könnten Seasonal-Charts darstellen.

Bei Seasonal Charts wird eine festgelegte Periode, beispielsweise ein Jahr, in mehrere Abschnitte unterteilt (bspw. Monate). Für diese Abschnitte wird jeweils separat die Kursentwicklung gemessen und ein Durchschnittswert über die gesamte zur Verfügung stehende Historie ermittelt. Werden die einzelnen Abschnitte in einem Diagramm zusammengeführt, ist der Seasonalchart fertig. Seasonalcharts.de zeigt beispielsweise „…den durchschnittlichen Verlauf der vergangenen Jahre. Die horizontale Skala ist in Monate untergliedert. Die vertikale Skala zeigt die Änderung des Wertes, ausgehend von 100. Der Endwert eines Charts zeigt deshalb die durchschnittliche Entwicklung über die entsprechenden Jahre. Die saisonalen Charts von SeasonalCharts bieten eine taggenaue Darstellung mit exakter prozentualer Wertangabe…“. Abbildung 1 zeigt den DAX Future Seasonal-Jahreschart (Quelle: Seasonalcharts.de).

Diesem Chart nach unterliegt der DAX einem Rhythmus. Während historisch gesehen die Kurse von Januar bis in den Juli hinein eher steigen, kommt es anschließend zu korrektiven Bewegungen. Diese enden tendenziell im September/Oktober, wo der DAX zur Jahresendrally ansetzt. Anleger könnten den Seasonals nach im Oktober beginnen, ihr Portfolio aufzubauen und dieses bis in den Juli hinein halten. Anschließend wären die Positionen aufzulösen, um dann im Oktober wieder an die Märkte zurückzukehren.

Was sind Seasonals wert?

Ein einfaches Konzept, welches sich schnell überprüfen lässt. Abbildung 2 zeigt auf der Oberseite den DAX-Verlauf seit 1991 und im unteren Teil die dazugehörige Performancekurve, wenn jeweils 1 DAX am 1. Handelstag eines jeden Oktobers ge- und am ersten Handelstags eines jeden August verkauft wird. Mit Hilfe der Seasonals konnten 79 % aller Trades im Gewinn geschlossen werden und für jeden verloreren Euro (Punkt) wurden 5,20 Punkte zurückverdient. Die Outperformance beträgt stolze 5.000 Punkte bzw. gut 50 %. Kein schlechtes Ergebnis. Zudem fällt im direkten Vergleich beider Kursverläufe auf, dass der Seasonalverlauf weniger volatil ist.

Chart wurde mit Tradesignal erstellt

Mehr Rendite bei kleinerem Risiko? Was will das Traderherz mehr? Vielleicht ein Test dahingehend, wie „robust“ das System ist? Der DAX ist ein Index, in dem die in ihm enthaltenen Aktien unterschiedlich gewichtet werden. Diese Gewichtung könnte das Bild verzerren. Zudem mussten in den letzten 25 Jahren einige Aktien den DAX verlassen, andere kamen hinzu. Steckt hinter den Seasonals eine gewisse Gesetzmäßigkeit, sollte sich der Ansatz aber auch bei Einzelaktien lohnen.

Schauen wir uns die Performance der heute im DAX enthaltenen Aktien an. Wenn wir in jede dieser gleich viel Kapital investieren (5.000 Euro), dann hätten wir seit 1997 die in Abbildung 3 zu sehende Performancekurve erzielen können (vor Kosten). Die Trefferquote beträgt zwar nur noch 69 % und der Profitfaktor schmolz auf 3,30 zusammen, aber dies könnte andere Ursachen haben. Zum einen liegen erst Daten ab 1997 vor, womit gegenüber dem ersten Test knappe 6 Jahre fehlen. Zudem ist der DAX ein Performanceindex. Das bedeutet, die zwischenzeitlichen Dividendenzahlungen werden reinvestiert. Dies ist beim reinen Aktienengagement nicht der Fall und führt somit per se zu einem schlechteren Abschneiden ggü. dem Index. Über die Jahre hin dürften sich diese „Kleinigkeiten“ summieren, so dass ich trotz der schlechter anmutenden Performancekennzahlen positiv gestimmt bin. Die Systematik scheint im Vergleich mit einem Indexinvestment „robust“ zu sein.

Chart wurde mit Tradesignal erstellt

Dies wird umso deutlicher, umso mehr wir uns Abbildung 4 anschauen. Hier ist die Performance der reinen Buy&Hold Strategie in den DAX Aktien im gleichen Zeitraum abgebildet. Nicht nur, dass deutlich weniger Kapital ertradet wurde, die Kontokurve unterliegt auch einer dramatisch höheren Schwankungsbreite. Sie rutschte in 2002/2003 sogar ins Minus.

Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Goldgrube Seasonals?

Seasonal-Charts haben ihren Reiz, wie unser kleiner Test für den Deutschen Aktienindex und die in ihm enthaltenen Aktien zeigte. Werden Ein- und Ausstiege mittels Saisonalitäten getimed, konnte eine spürbare Outperformance gegenüber einer Buy&Hold Strategie erzielt werden. Der Wunsch liegt nahe, diese Erkenntnis zu verpauschalisieren und auf andere Märkte und Zeitrahmen zu übertragen. Gibt es nicht auch Intraday einen gewissen Tagesrhythmus? Wie sieht es bei Rohstoffen aus, denen per se eine gewisse Saisonalität unterstellt werden kann? Die heutigen Erkenntnisse geben Anlass zur Hoffnung. In diesem Sinne sehe ich gespannt einer Fortsetzung dieser Serie entgegen.

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW37

Sind Anleihen inzwischen riskanter als Aktien?

Immer noch werden Anleihen als Beimischung für ein Portfolio empfohlen, weil sie sicher und weniger volatil als Aktien sind. Die versprochenen Vorteile gibt es aber nicht.

Wer sich als Anleger in die Materie einliest, findet kaum ein Buch oder eine Empfehlung, die Anleihen ignoriert. Anleihen sind ein wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios. Sie diversifizieren und bringen zumindest langfristig eine bestimmte Rendite. Zudem bringen sie Ruhe ins Portfolio. Anleihen sind weniger volatil, liest man.

Diese Hinweise sind nicht nur fiktiv. Über Jahrzehnte hinweg hatten sie Hand und Fuß. Anleihen waren tatsächlich eine sinnvolle Ergänzung. Wer ein Portfolio mit 30-40 % Anleihen hält, konnte auch in turbulenten Zeiten wie 2008 relativ ruhig schlafen. Die Sache hatte natürlich einen kleinen Haken. Die Rendite eines solchen Portfolios war langfristig niedriger als ein Portfolio, das zu 100 % in Aktien investiert wurde.

Das alles stimmt heute so nicht mehr. Seit 2009 stehen Anleihen den angeblich volatileren Aktien in nichts nach. Anleihen mit längerer Laufzeit konnten wegen der fallenden Zinsen in den letzten 10 Jahren genauso gut performen wie Aktien (Grafik 1). Anleger, die seit damals den S&P 500 halten oder einen ETF aus US-Langfristanleihen gekauft haben, stehen heute gleich gut da.

Das ist die erste Überraschung. Von schlechter Performance von langweiligen Anleihen kann keine Rede sein. In einigen 12-Monatsperioden haben Anleihen deutlich besser abgeschnitten als Aktien (Grafik 2). Teils konnte man innerhalb von 12 Monaten eine Rendite von 80 % erzielen. Danach sucht man bei Aktien in den letzten 10 Jahren vergeblich.

Nun kann man sich fragen, weshalb dann Aktien sicherer sind, wenn Anleihen doch so toll performen. Die Frage ist berechtigt und wird mit der Volatilität beantwortet. Anleihen sind heute volatiler als Aktien (Grafik 3), in mehr als 90 % der Zeit.

Anleihen sollten vor allem dann eine niedrigere Volatilität haben, wenn Aktien eine hohe aufweisen. Dadurch wird ein Portfolio insgesamt weniger schwankungsanfällig. Die Korrelation ist tatsächlich immer wieder negativ. Wenn es wirklich darauf ankommt, wie z.B. 2011 oder 2015/16, ist die Korrelation inzwischen positiv.

Ein gemischtes Portfolio kann immer noch Vorteile haben. Man muss ja nicht gleich ausschließlich Anleihen mit Laufzeiten von 10 Jahren und mehr kaufen. Dann gilt die Theorie immer noch, dass Anleihen einen ausgleichenden Effekt haben. Bei Negativzinsen im Euroraum ist der Reiz allerdings klein. Man verliert garantiert Geld. Dafür schwankt das Portfolio kurzfristig vielleicht weniger. Dafür ist die Performance langfristig mit Sicherheit deutlich schlechter als ein reines Aktienportfolio.

Ultraniedrige und Negativzinsen haben die Theorie teilweise ausgehebelt. Aktien sind immer noch riskant. Inzwischen können aber auch Anleihen-ETFs 30-40 % innerhalb eines Jahres verlieren. Je nach Anlagehorizont muss man sich sehr genau überlegen, ob es das wert ist. Die pauschale Aussage, dass Anleihen in ein Portfolio gehören, gilt jedenfalls nicht mehr. Anleihen sind nicht weniger riskant als Aktien.

EUR/USD: Draghis Abschiedsgeschenk - EZB mit ihrem Latein am Ende?

"Die noch expansivere Geldpolitik bringt mehr Schaden als Nutzen". So lautet der Tenor der Kritik an den neuen EZB-Beschlüssen. Der Euro sank in der Folge zunächst auf ein Tagestief, konnte zuletzt aber pfeilartig nach oben schießen.

Im Vorfeld der heutigen Zinsentscheidung der EZB hatte sich am Devisenmarkt gespannte Erwartung breit gemacht. Der Euro wurde leicht fester bei der Marke von 1,1020 US-Dollar gehandelt. Doch auf die Ruhe folgte der Sturm. Nach den Ankündigungen einer noch expansiveren Geldpolitik im Euroraum kam es im Intraday-Chart zu einem regelrechten Keil. Zunächst gab die Gemeinschaftswährung rapide nach bis auf 1,0926 im Tagestief, dann schoss der Kurs aber zurück über 1,10 und zuletzt bis auf 1,1052 Dollar.

Fachleute und Anleger hatten neue Maßnahmen der EZB erwartet, nachdem Draghi diese in den vergangenen Wochen in Aussicht gestellt hatte. Allerdings spekulierten sie bis zuletzt darüber, welche Instrumente die Währungshüter wählen würden. Nun übererfüllte die Notenbank unterm Strich fast schon die Erwartungen. Die Negativzinsen, die Banken auf ihre Einlagen auf den Notenbank-Konten zahlen müssen, verschärfen sich von 0,4 auf 0,5 Prozent. Der Leitzins verbleibt auf null Prozent. Zudem haben die Notenbanker vor, wieder mehr Wertpapiere zu kaufen: Ab November sollen netto jeden Monat wieder Papiere im Volumen von 20 Mrd. Euro erworben werden.

Die Kritik an den beschlossenen Maßnahmen-Bündel kam prompt. Der Präsident des Bankenverbandes BdB, Hans-Walter Peters, hält die Beschlüsse der EZB für unnötig bis gefährlich. „Deflationsgefahren sind im Euroraum weit und breit nicht zu erkennen; auch die aktuelle wirtschaftliche Schwächephase rechtfertigt kein weiteres geldpolitisches Notprogramm“, sagte Peters: „Und: Mögliche Abwertungseffekte für den Euro, die mit der heutigen Entscheidung einhergehen und die Wirtschaft beleben könnten, sind angesichts der globalen Handelskonflikte vergiftet. Denn damit steigt erheblich die Wahrscheinlichkeit ähnlicher Zinssenkungen in anderen Wirtschaftsräumen und das könnte eine Abwertungsspirale in Gang setzen, die niemand wollen kann.“ ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann blies ins gleiche Horn: „Mit der Wiederaufnahme der Anleihekäufe zum jetzigen Zeitpunkt sendet der Rat ein gefährliches Signal an Euro-Staaten wie Italien. Diese dürfen sich offenbar auf eine dauerhafte Finanzierungshilfe durch die EZB verlassen."

Das Abtauchen der Euro nach dem Entscheid war nur vorübergehend. Draghi hält die Gefahr einer Rezession in der Eurozone für niedrig, auch wenn diese zuletzt zugenommen habe. Diese Aussage hat die Gemeinschaftswährung laut Marktbeobachtern gestützt. Der EZB-Präsident sagte zudem, dass es nicht das Ziel der EZB sei, den Wechselkurs des Euro zu schwächen. US-Präsident Donald Trump hatte umgehend getwittert, dass durch die Geldpolitik der EZB der Euro gegenüber dem „sehr starken Dollar" abgewertet würde. So würde den amerikanischen Exporteuren das Leben erschwert.

Rückblick: Der gestrige EZB-Eventtag machte seinem Namen alle Ehre. Das Währungspaar EUR/USD schlug wilde Haken. Die Erstreaktion nach Bekanntgabe der Maßnahmen war positiv, anschließend sahen sich die Verkäufer schon als sichere Sieger und drückten EUR/USD in Richtung des Jahrestiefs. Dort hielten aber wiederum die Käufer dagegen. Der ersten V-Umkehr folgte eine beeindruckende zweite.

Charttechnischer Ausblick: Die Käufer haben sich damit einmal mehr die Chance auf einen kurzfristigen Boden erarbeitet. So gut wie alle Chancen haben sie in diesem Jahr aber auch vergeben. Mit dem Erreichen des Hochs bei 1,1085 USD wurde die Mindestanforderung für eine zweite Erholungswelle erfüllt. Nun stellt sich die Frage, ob es zu einer Fortsetzung kommen und der mögliche Doppelboden im Tageschart aktiviert wird. Bei 1,1085 USD liegt ein massiver Deckel im Chart, darüber könnte sich die Erholung auf 1,1100 USD ausdehnen. Temporäre Konsolidierungen wären zunächst problemlos und könnten unterhalb von 1,1054 USD Ziele bei 1,1040 USD und 1,1020 USD erreichen. Oberhalb von 1,0924 USD bewahren sich die Käufer Chancen, darunter käme das altbekannte Ziel bei 1,0860 USD wieder ins Spiel. Am heutigen Nachmittag stehen wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA auf dem Programm.

HOCHTIEF - Ansätze für eine größere Rally

Die Hochtief Aktie befindet sich seit über 2 Jahren in einer Abwärtsbewegung. Aber dieses könnte nun enden.

Die Hochtief-Aktie erreichte im Mai 2017 ein Allzeithoch bei 174,00 EUR. Seit diesem Hoch befindet sie sich in einer Abwärtsbewegung. Dabei fiel der Wert im Juli 2017 unter die untere Begrenzung der Abwärtsbewegung zurück. Allerdings setzte er dabei sofort auf dem alten Hoch aus dem November 2007 bei 98,31 EUR bzw. auf dem knapp darunter verlaufenden Aufwärtstrend seit März 2009 auf. Im August testete die Aktie noch einmal diesen Aufwärtstrend. In diesem Monat steigt Hochtief wieder an und kehrt sogar über die alte untere Begrenzung der Abwärtsbewegung zurück.

Wie könnte sich Hochtief in den nächsten Wochen entwickeln?

Diese Rückkehr könnte der Startschuss für eine umfangreiche Erholung sein. Diese könnte in den nächsten Wochen und Monaten zu einem Test des Abwärtstrends seit Mai 2017 führen. Dieser verläuft aktuell bei ca. 147,41 EUR. Sollte es aber zu einem Rückfall unter das Julitief bei 93,75 EUR kommen, dann würde sich das Chartbild deutlich eintrüben. Abgaben in Richtung 70 EUR und damit auf den Aufwärtstrend seit April 2003 wären dann möglich.

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW36

Brexit: Probleme sind vorprogrammiert

Boris Johnsons halbherziger Versuch das Parlament zu suspendieren, erscheint den Finanzexperten der DWS prädestiniert zu sein, nach hinten loszugehen.

Die Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten „No-Deal" Brexits ist aus Sicht der Finanzexperten der DWS mit der Suspendierung des britischen Parlaments nicht wesentlich gestiegen. „Sie liegt aus unserer Sicht derzeit bei 20 Prozent“, wie es im aktuellen „CIO View“ heißt.

Indem sich Johnson rücksichtslos über etablierte Verfassungsnormen hinwegsetze, könnte es im Gegenteil dazu kommen, dass er dadurch seinen Gegnern helfe. Was den verärgerten Abgeordneten angesichts des verordneten Zwangsurlaubs nun an Zeit fehle, könnten sie durch die zusätzliche Motivation schnell eine gemeinsame Linie gegen Johnson zu finden, mehr als ausgleichen, heißt es weiter.

„Im Gegensatz dazu müssen wir anerkennen, dass die von uns vertretene 25-prozentige Wahrscheinlichkeit eines geordneten, aber ‚harten Brexits‘ täglich schwieriger zu rechtfertigen ist. Dieser Ausgang würde aus einer im Sinne John-sons leicht abgeänderten Version des Austrittsabkommens bestehen, die vom House of Commons verabschiedet wird. Angesichts der unbeständigen Situation in Westminster haben wir die Möglichkeit eines ‚weichen Brexits‘ noch nicht abgeschrieben. So könnte das Vereinigte Königreich etwa Mitglied der EU-Zollunion oder gar des europäischen Binnenmarktes bleiben. Eine solche Lösung nach norwegischem Vorbild wäre übrigens auch genau das, was Johnson und Farage ihren Wählern im Vorfeld der Brexit-Abstimmung versprochen hatten“, so die DWS-Finanzexperten.

Alles in allem schienen Boris Johnson und sein Imageberater Dominic Cummings vor allem darauf fokussiert zu sein, die täglichen Schlachten in den Medien zu gewinnen. Ein längerfristiger, schlüssiger Schlachtplan, scheine kaum erkennbar – aber jede Menge mögliche Fallstricke, die sie sich selbst unwissentlich bereits für die kommenden Wochen und Monaten gelegt hätten. Dies scheine kaum ein Rezept zu sein, um einen Brexit in irgendeiner Form überhaupt zu liefern, geschweige denn um Wahlen zu gewinnen. Es könnte jedoch durchaus dazu führen, dass das Vereinigte Königreich Mitglied der EU bleibe - ein Szenario, dem wir derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent zuordnen. Die Ereignisse der letzten Tage hätten die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs tendenziell sogar noch erhöht, heißt es weiter.

„Bereits 1867 beschrieb Frederic Thesiger, 1. Baron Chelmsford und damaliger Lordkanzler die Suspendierung des Parlaments als ‚eine eigentlich langweilige Angelegenheit, die aber mitunter für Unannehmlichkeiten sorgt‘. An Unannehmlichkeiten dürfte es Team Johnson in den kommenden Wochen jedenfalls nicht mangeln. Da scheint fraglich, ob Boris Johnson sich den Versuch, das Parlament in den Zwangsurlaub zu schicken, gut überlegt hat oder ob dieser nach hinten losgehen wird“, so die DWS-Finanzexperten. Jedenfalls gelte, was Johnson und so mancher seiner Mitstreiter bereits über den ‚No Deal‘-Brexit gesagt haben: „Probleme sind vorprogrammiert“.

Was man an der Gleichung fallende Zinsen = fallende Bankaktien beachten muss

Ganz klar, denken sich viele: Bankaktien sinken, weil die Einnahmen im Kerngeschäft (Kredite) bei fallenden Zinsen ebenfalls sinken. Das stimmt nicht.

Bankaktien stehen unter Druck. Daran kann man nicht rütteln. Ob man den Aktienkurs der Commerzbank oder Unicredit betrachtet, das Ergebnis ist immer gleich. Die Kurse sehen ziemlich traurig aus. Ein Tief jagt das nächst. Für viele steht fest, dass die niedrigen Zinsen dafür verantwortlich sind.

Das stimmt auch. Die Frage ist nur, wieso das so ist. Viele gehen davon aus, dass es mit dem Kreditgeschäft zu tun hat. Das stimmt wiederum nicht. Senkt die Zentralbank die Zinsen, nehmen Banken deswegen nicht weniger ein. Dafür gibt es einen einfachen Grund. Banken müssen sich finanzieren. Das kostet.

Die Kosten fallen auf mehreren Ebenen an. Banken leihen sich bei der Zentralbank oder anderen Geschäftsbanken Geld. Sie nehmen auch Schulden auf dem Kapitalmarkt auf. Sinken die Zinsen, sinken auch diese Kosten. Grafik 1 zeigt dazu die Entwicklung in Australien. Die Entwicklung ist überall auf der Welt die gleiche, wenn die Zinsen fallen oder steigen.

Banken verdienen an der Zinsdifferenz. Die Zinsdifferenz ist der Unterschied zwischen den Finanzierungskosten und den Zinsen, die sie für Kredite einnehmen. Sinken die Kreditzinsen nicht schneller als die Finanzierungskosten, verdienen Banken nicht weniger.

Die Zinsdifferenz, die Banken verdienen, ist die Nettozinsmarge. Diese ist in vielen Ländern seit Jahren relativ konstant (Grafik 2). In der Eurozone insgesamt ist die Marge im Vergleich zu den letzten 20 Jahren weder besonders hoch noch besonders tief. Das gleiche gilt für die USA oder Australien und es gilt, obwohl die Zinsen fallen. Da die Finanzierungskosten ebenfalls fallen, bleibt die Marge mehr oder minder konstant.

Bei deutschen Banken ist das etwas anders. Die Zinsmarge ist zwar nicht tiefer als kurz vor der Finanzkrise, aber durchaus tiefer als z.B. vor 20 Jahren. In Deutschland liegt viel Geld auf den Konten der Bürger und Unternehmen. Dieses Geld müsste eigentlich mit negativen Zinsen belegt werden, weil die EZB einen negativen Einlagensatz festgeschrieben hat. Banken geben diesen Negativzins allerdings nicht weiter. Sie zahlen die Negativzinsen für ihre Kunden.

Das senkt die Ertragskraft auf zwei Arten. Früher, als die Zinsen noch positiv waren, gaben Banken diese Zinsen an ihre Kunden weiter. Banken konnten auf Einlagen z.B. 2 % verdienen, gaben aber nur 1 % weiter. Heute verdienen sie nur nicht kein Geld daran, sie müssen auch noch für Einlagen zahlen.

In Deutschland ist auch das Verhältnis von Krediten zu Kundengeldern besonders niedrig (Grafik 3). Es gibt im Verhältnis zu den vergebenen Krediten hohe Einlagen. Daher sind deutsche Banken besonders von den negativen Einlagesätzen betroffen.

Am Kreditgeschäft verdienen Banken heute im Prinzip genauso viel wie früher. Das ist nicht das Problem. Das Problem sind die Einlagenzinsen. Tiefe Zinsen bedingen nicht, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt weniger anstatt mehr Kredit vergeben wird. Das ist ein Irrtum. Was Banken allerdings belastet, sind negative Einlagensätze, solange sie die Negativzinsen nicht weitergeben. Solange dieses Problem nicht gelöst ist, bleiben auch Bankaktien unter Druck und werden weiter mit den Zinsen fallen.

NVIDIA - Break-away-Gap über Abwärtstrend

Endet nun endlich die zähe Seitwärtsphase der Nvidia-Aktie der vergangenen Wochen? Signaltechnisch stehen die Chancen gut, nun müssen die Bullen aber liefern.

Der Chipsektor in den USA haussiert und die Leser des GodmodeTraders sind voll dabei. Die Aktie von Applied Materials stellte ich Ihnen vor einer Woche vor, den Outperformer im Sektor, Lam Research, erst gestern. Beide Ideen haben sich bereits ausgezahlt. Dank einer neuen Signallage können nun auch die Nvidia-Fans von satten Kursgewinnen träumen.

Den mit dem heutigen Kurssprung markiert der Wert zum einen ein neues Mehrwochenhoch über 173,33 USD und lässt zum anderen den seit April intakten Abwärtstrend hinter sich. Die entstandene Kurslücke kann man folglich als Break-away-Gap über dieses Widerstandscluster werten. Damit das Gap seine bullische Aufgabe erfüllen kann, muss es logischerweise offen bleiben. Kurzfristig besteht Potenzial in Richtung 178,89 USD, mittelfristig darüber bis 193,47 USD. Absicherungen müssen spätestens unter dem Tief bei 159,00 USD erfolgen.

Kurzfrist-Trader können Long-Positionen aber bereits schließen, sollte der heutige Anstieg rückabgewickelt werden. Denn in diesem Fall wäre das Ausbruchsszenario auch erst einmal zu verwerfen. Das positive Momentum wäre dann wieder dahin.

Anleger- und Nachfrageoptimismus pusht die Ölpreise

Die Ölpreise haben am Donnertag ihre deutlichen Kursgewinne vom Vortag verteidigt. Für Preisauftrieb hatte am Mittwoch die bessere Finanzmarktstimmung gesorgt.

Seit der Handelskrieg USA/China Ende April eskalierte und sich seine Auswirkungen auf die Weltwirtschaft deutlicher bemerkbar machten, ist der Brent-Preis gegenüber seinem damaligen Hoch um aktuell rund 18 Prozent gesunken. Die Abwärtsbewegung ist trotz der Produktionsbeschränkungen der Allianz OPEC+ vonstattengegangen. Sowohl Brent als auch WTI befinden sich derzeit in einer bullishen Rückwärtsstruktur, die auf ein knappes Angebot hinweist. „Entscheidend sind die Wirtschaftsaussichten, sagte PVM Oil Associates-Analyst Tamas Varga zu Bloomberg. „Die fundamentalen Rahmenbedingungen am Ölmarkt sind für den Rest des Jahres nicht schlecht, was sich auch in der Struktur des Marktes widerspiegelt.“

Gestern kam es bei den Ölpreisen zu bemerkenswerten Rebounds. Die Notierungen sprangen über 2,50 US-Dollar bzw. 4 bis 5 Prozent auf knapp 61 USD-Dollar (Brent) bzw. 56,5 US-Dollar (WTI) je Barrel nach oben. Aus Sicht der Commerzbank hat eine Kombination aus Anleger- und Nachfrageoptimismus sowie weitere Sanktionen gegen den Iran die Sorte Brent zum Überschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 60 DOllar verholfen. Der Preisanstieg selbst dürfte weitere Anschlusskäufe ausgelöst haben.

Hinzu kommt, dass die USA und China offensichtlich ihren Handelskonflikt entschärfen wollen. Nach Bloomberg-Informationen will US-Präsident Trump, China dazu bewegen, dass noch vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr ein Handelsabkommen zustande kommt. Die beiden Seiten haben sich nun auch auf einen Termin für die nächste Verhandlungsrunde verständigt. Vorbereitenden Gesprächen ab Mitte September soll demnach ein Treffen Anfang Oktober in Washington folgen.

Auf der Angebotsseite gab es preisstützende Entwicklungen: Die USA haben weitere Sanktionen gegen Iran, z.B. gegen Transportnetzwerke, beschlossen. Die iranische Staatsführung will im Gegenzug, weitere Teile des Atomabkommens von 2015 aufkündigen. Präsident Hassan Ruhani sagte: „In der dritten Stufe soll die iranische Atomorganisation ab Freitag ohne Einschränkung alles in Angriff nehmen, was für den Ausbau der nationalen Atomtechnologie und für die Forschung notwendig ist". Er versprach aber, dass die Vertragspartner des Atomabkommens zwei Monate Zeit haben würden, den Atomdeal doch noch vertragsgerecht umzusetzen. In dem Fall werde auch der Iran das Atomabkommen wieder einhalten.
Die API-Zahlen haben den Markt diesmal nicht getrieben. Statt eines weiteren Rückgangs hat das API einen Aufbau der Rohöllagerbestände um 400.000 Barrel berichtet.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW35

DAX Big Picture - Mal ein anderer Ansatz für die Zielbestimmung

Fühle mich für die Big Picture Zielprognose mit diesem Ansatz ziemlich wohl. Es läßt sich so nämlich eine technische Bedingung formulieren, deren Erfüllung für den DAX, der im Gesamtkonzert der Indizes weltweit schwächelt, sehr bullisch wäre.
Chart1: Der Klassiker

Zunächst ein Blick auf den DAX, so wie immer. Ein Blick auf den DAX Performanceindex. In den zurückliegenden Wochen hat sich auf der zentralen Unterstützung bei 11.300 ein schöner kleiner inverser SKS Boden ausgebildet. Es besteht die Chance einer Erholung in Richtung 12.455 Punkte. Allerdings ist das kein großes Ding, wir verharren noch immer in einer unsicheren Marktphase!

Hier nun die Charts des klassischen DAX (oben) und darunter vom DAX Kursindex.

Ich kürze es ab: Der DAX Kursindex hat im Big Picture einen entscheidenden Widerstand bei 5.636 Punkten. Es ist ein formationstechnisch sehr sehr wichtiger Widerstand. An ihm beißt sich der Index seit April die Zähne aus. Ziemlich eindeutig lässt sich nach meiner charttechnischen Lesart anmerken, dass bei einem überzeugenden Anstieg über 5.650 Punkten, ein größeres mittel- bis langfristiges Kaufsignal im DAX Kursindex mit erstem Ziel bei 6.400 Punkten entsteht. Unterhalb der Preismarke von 5.636 bleibt es für das große Bild vom DAX tricky!

Ich mache die Prognose des klassischen DAX davon abhängig, ob der DAX Kursindex die Hürde bei 5.650 nach oben überspringen kann. Wenn ja, - also immer schön zumindest zum Wochenschluss schauen, ob der DAX Kursindex darüber ansteigen kann -, entsteht zeitgleich ein größeres mittel- bis langfristiges Kaufsignal im klassischen DAX. Der Punkt ist nämlich der, dass sich im klassischen DAX Chart hinsichtlich des Big Pictures nicht eine solch schöne klare Marke wie die 5.650 im Kursindex heraussondieren lässt.

PFEIFFER VACUUM - Verschafft sich die Aktie weiteres Potenzial?

Pfeiffer Vacuum befindet sich seit einigen Tagen auf Erholungskurs. Kann dieser fortgesetzt werden oder hat die Erholung schon ein mögliches Ende erreicht?
Pfeiffer Vacuum befindet sich einem Allzeithoch bei 175,40 EUR aus dem November 2017 in einer Abwärtsbewegung. Dabei fiel die Aktie im Oktober 2018 auf ein Tief bei 102,30 EUR zurück. Am 07. August 2019 testete die Aktie den Aufwärtstrend über die Tiefpunkte aus dem November 2014 und Oktober 2018. Dort drehte der Wert nach oben. In den letzten Tagen drückte er gegen den Widerstand bei 133,20 EUR. Gestern lag der Kerzenkörper komplett erstmals über dieser Marke. Heute zieht Pfeiffer Vaccum zu Beginn des Handels weiter an.

Damit dürfte er zur Fortsetzung der Erholung kommen. Diese kann zu einem Test des Abwärtstrends seit November 2017 führen. Er liegt aktuell bei ca. 148,53 EUR. Sollte die Aktie des Herstellers von Vakuumpumpen und -systemen aber unter 131,70 EUR zurückfallen, wäre die Erholung wohl schon wieder vorbei.

Rentiert sich ein Trade auf diese Erholung?

Man könnte zum aktuellen Kurs von 136,00 EUR eine Longposition eingehen. Da der Abwärtstrend in den nächsten Tagen etwas abfallen wird und er aktuell bei 148,53 EUR, rechne ich mit einem Ziel bei 148,00 EUR. Damit ergibt sich eine Chance von 12,00 EUR. Für das SL könnte man sich an der Marke bei 131,70 EUR orientieren und es 1,5 % unter dieser Marke setzen. Damit ergäbe sich ein SL bei 129,72 EUR. Das Risiko betrüge also 6,28 EUR. Damit läge das CRV bei 1,91. Um mit vielen Trades, die ein CRV von 1,91 aufweisen, vor Kosten den Break Even Punkt zu erreichen, müsste man eine Trefferquote von 34,36 % erzielen. In diesem konkreten Szenario kann die Eintrittswahrscheinlichkeit des bullischen Szenarios zwar nur geschätzt werden, sie dürfte aber in dem notwendigen Bereich, vielleicht sogar etwas darüber liegen. Damit wäre ein Longtrade in der Pfeiffer Vacuum-Aktie gerade so auf der Kante.

ISRA VISION - Zahlen sorgen für Freudensprung

Isra Vision musste in den letzten Wochen deutliche Verluste hinnehmen. Allerdings scheint eine kurzfristig wichtige Unterstützung zu halten.

ISRA VISION erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 110,6 Mio. EUR (VJ: 102,8 Mio. EUR) und ein EBT von 24,5 Mio. EUR (VJ: 20,5 Mio. EUR). Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2019/2020 ein zweistelliges Plus bei Umsatz und Ertrag. Quelle: Guidants News

Die Aktie von Isra Vision fiel nach dem Allzeithoch 61,30 EUR aus dem September 2018 massiv ab. In gut drei Monaten verlor die Aktie fast 2/3 an Wert und viel auf 22,25 EUR zurück. Dort startete Mitte Dezember 2018 eine starke Erholung bis an das 50 % Retracement bei 41,77 EUR. Nach einer kleinen Topbildung in Form eines Doppeltops fiel der Wert aber unter seinen Aufwärtstrend ab Dezember 2018. Erst die Unterstützung bei 30,36 EUR gab der Aktie zunächst Halt. In den letzten beiden Tagen notierte sie jedoch zeitweise unter diese Marke.

Die erste Reaktion auf die aktuellen Zahlen fällt klar positiv aus. Die Aktie springt zur Eröffnung deutlich nach oben, verteidigt also erst einmal die Unterstützung bei 30,36 EUR.

Welche Auswirkungen könnte dieser Kurssprung haben?

Dieser Sprung könnte der Startschuss für eine mehrtägige Erholung sein. Ein Anstieg an die Nackenlinie des kleinen Doppeltops bei 37,66 EUR ist möglich. Sollte der Kurssprung aber direkt abverkauft werden und die Aktie unter 30,36 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 26,80 und vielleicht sogar ca. 24 EUR fallen.

PALLADIUM - Richtungsentscheidung steht an

Bei Palladium ging es in den vergangenen Wochen wieder klar nach oben, nachdem die bei 1.378 USD liegende Unterstützung dynamisch getestet wurde. Nach der Rückeroberung einer bei 1.464 USD liegenden Unterstützung haben sich die Notierungen zuletzt darauf seitwärts bewegt.
Kursstand: 1.482,71
Intraday Widerstände: 1.497+1.619
Intraday Unterstützungen: 1.450+1.378+1.308
Rückblick: Bei Palladium ging es in den vergangenen Wochen wieder klar nach oben, nachdem die bei 1.378 USD liegende Unterstützung dynamisch getestet wurde. Nach der Rückeroberung einer bei 1.464 USD liegenden Unterstützung haben sich die Notierungen zuletzt darauf seitwärts bewegt.
Charttechnischer Ausblick: Insgesamt stellt sich die Erholung der Vorwochen noch als bärische Flagge dar. Sollte Palladium daraus nach unten ausbrechen und unter 1.450 USD fallen, droht ein Rücklauf in Richtung der 1.378 USD. Die neue Abwärtswelle könnte dann auch unter dieses Niveau ausgedehnt werden. Alternativ bietet sich bei einem Anstieg über 1.497 USD die Chance, die Rally erneut in Richtung der Hochs bei 1.619 USD fortzusetzen.

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Risiko, Emotionen und das Papertrading!

Papertrading wird oft belächelt und in seiner Wirkung stark unterschätzt. Trading muss man erlernen und das Papertrading ist ein wichtiges Tool in diesem Prozess. Warum und Wieso? Wir liefern hier die Antwort!
Es ist unheimlich schwer, sich als Neuling nicht vom Börsenvirus anstecken zu lassen. Augenscheinlich bietet die Börse alles, was sich viele wünschen. Einerseits können horrende Einkommen erzielt werden, während Sie auf der anderen Seite unendlich viele Freiheiten zu haben scheinen. Sie können entscheiden, wann und von wo aus Sie arbeiten wollen. Sie haben keine Kunden oder Chefs, denen Sie verpflichtet sind. Einfach eine „perfekte Arbeitswelt“.

Traum und Realität!

Ohne Zweifel ist es möglich, diesen Traum Realität werden zu lassen. Einfach ist dies jedoch nicht. Relativ schnell wird man feststellen, dass die Börse etwas anders tickt, als man zunächst gedacht hat. All die Annehmlichkeiten sind nämlich nur die Belohnung dafür, Unsicherheiten zu akzeptieren und Risiken einzugehen. Aber wo liegt das Problem? Für all diese Annehmlichkeiten nehmen wir doch gerne Risiken auf uns, oder?

Leider nein! Es liegt nicht in unserer Natur, Risiken bewusst einzugehen. Im Gegenteil. Wir sind im normalen Leben ständig darum bemüht, sämtliche Unsicherheiten und Risiken zu eliminieren. Dieser natürliche Mechanismus wirkt sich leider negativ auf das Trading aus. Anstatt rational mit einem Verlust umzugehen, reagieren wir emotional und das kostet eigentlich immer Geld.

Step by Step zum erfolgreichen Profi

Als Tradingneuling ist man sich dieser Probleme natürlich nicht bewusst und startet deshalb meist voller Elan in seine Börsenkarriere - natürlich mit echtem Geld. Schließlich will man gewinnen und das mit dem Risiko, das kriegt man schon hin. Meist dauert es jedoch nicht lange, bis einen die Börse zeigt, was es heißt, Risiken und Unsicherheit einzugehen, freiwillig und immer wieder. Spätestens wenn die ersten Verlusttrades in Folge entstehen, beginnt die emotionale Achterbahnfahrt. Dumm nur, dass verlieren zum erfolgreichen Trading dazugehört.

Als erfolgreicher Trader muss man also lernen, zu verlieren. Versuchen Sie erst gar nicht, die Börse „sicher zu machen“. Dies wird Ihnen nicht gelingen. Ich weiß, wovon ich rede, denn in meiner Anfangszeit habe ich Jahre damit verbracht, das Geheimnis Börse zu entschlüsseln. Selbst Nobelpreisträger haben sich daran schon versucht und sind in der Praxis gescheitert.

Erfolgreiches Trading heißt, sich selbst zu managen. Natürlich bedarf es einiger theoretischer Grundkenntnisse, diese sind jedoch schnell erlernt. Am Ende aber wird man praktisch handeln müssen, um vorwärts zu kommen. Es ist wichtig, seine eigenen Stärken und Schwächen live am Markt kennen zu lernen und diese im Einklang mit den Möglichkeiten der Börse zu bringen. Wer sich als ruhiger und geduldiger Mensch im Scalptrading versucht, wird trotz bester theoretischer Vorbereitung scheitern. Er ist für diese schnelle und aggressive Art des Tradings einfach nicht gemacht.

Papertrading – ein starkes Hilfsmittel auf dem Weg zum Erfolg!

Zu unserem Glück ist es heutzutage einfach, das Trading auch praktisch und ganz ohne Risiko zu lernen. Die Lösung liegt im Demo- bzw. Papertrading. Obwohl immer wieder zu hören und zu lesen ist, dass dies nur Spielerei sei, halte ich sehr viel von dieser Art des Lernens. Sie haben nicht nur die Möglichkeit, ihre Tradingplattform kennen zu lernen und sich im Umgang mit dieser zu üben, sondern Sie können natürlich auch an Ihrer Disziplin und Ihren Emotionen arbeiten. Der Vorteil im Papertrading ist, dass Sie in einer risikolosen Umgebung agieren. Wenn Sie also Fehler machen - und das wird nicht ausbleiben - dann kosten diese kein Geld. Nichts wäre schlimmer, als nach Monaten praktischen Handelns endlich traden zu können, dann aber festzustellen, dass Ihnen das Geld während der Lernphase ausgegangen ist.

Papertrading und Risiko!

Wie aber kann man im Papertrading Emotionen erzeugen, wenn dafür Risiken verantwortlich sind, die es im Papertrading nicht gibt?

Zunächst einmal ist es eine reine Einstellungssache. Sie sollten das Papertrading ernst nehmen, genauso ernst, wie das Echtgeldtrading. D.h., Sie brauchen eine Strategie, die Sie umsetzen wollen und ihr Ziel ist es, diese im Papertrading so perfekt wie möglich umzusetzen. Wenn Sie dann schon im Papertrading undiszipliniert handeln, wie mag das wohl erst in der Realität aussehen?

Versuchen Sie es einmal! Nehmen Sie sich eine x-beliebige Strategie und stellen Sie sich der Challenge, diese in einem Demo-Trading ein oder zwei Monate umzusetzen - nur diese und genauso, wie es die Regeln verlangen! Ich bin mir sicher, Sie werden überrascht sein, wie schwer dies fällt.

Es gibt jedoch auch noch eine weitere Möglichkeit, für Emotionen zu sorgen. Eine Chance dafür bietet beispielsweise das neue Börsenspiel „Trader 2019“, denn hier treten Sie mit Ihrem Trading an die Öffentlichkeit. Sie stellen sich einem breiten Publikum und das erzeugt wahrscheinlich mehr Emotionen, als Ihnen lieb sein wird. Sie können natürlich auch auf Guidants ihre Musterdepots und Co. öffentlich handeln. Verstecken Sie sich dabei nicht hinter einem Nickname, wird der Druck weiter erhöht. Falls Sie es nicht glauben, probieren Sie es aus. Sie kriegen Emotionen quasi zum Nulltarif! Perfekt für´s Trading lernen!

Der Mühen Lohn!

Am Ende wird Ihnen diese Lernphase helfen, erfolgreich zu werden. Sie unterstützt Sie dabei, Ihre Tradingsnische zu finden, in der Sie ihre Stärken und Schwächen perfekt einsetzen. Sie kennen sich und den Markt und wenn Sie im Papertrading genug Selbstvertrauen aufgebaut haben, können Sie ins Echtgeldtrading wechseln. Wahrscheinlich wird dies noch einmal eine kleine Umstellung für Sie bedeuten und eventuell wird sich der Druck noch einmal etwas erhöhen. Dies möchte ich gar nicht abstreiten, aber wer vorher professionelles Papertrading betrieb, in dem er sich und seine Strategien ausgiebig getestet hat, wird deutlich größere Erfolgschancen haben. Wer sich dann im Echtgeldtrading langsam an größere Geldsummen herantastet und nicht gleich Vollgas gibt, erhöht seine langfristigen Erfolgschancen weiter.

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW34

DAX – Die Luft wird dünner

Wie lange reicht die Puste der Käufer im deutschen Börsenbarometer noch? Die Minimalziele der Zwischenerholung wurden abgearbeitet.

Der DAX startete am vergangenen Montag positiv in die neue Handelswoche und konnte im Wochenverlauf marginal weiter zulegen. Dabei wurde mit der 11.850 Punkte-Marke ein wichtiges Korrekturziel abgearbeitet. Die aktuelle Erholung ist nach dem vorherigen Abwärtsimpuls bislang aber lediglich als technische Erholung im übergeordneten Bärenmarkt einzustufen. Kurzfristig hat die Erholung weiter "Luft" auf der Oberseite in den Bereich um 11.933 Punkte. Dort befindet sich aktuell der EMA200 im Tageschart.

Spätestens an dieser Marke müsste in den kommenden Handelstagen wieder mit technisch bedingtem Verkaufsinteresse gerechnet werden. Kurz oberhalb des EMA200 befindet sich zudem der EMA50 und die psychologisch wichtige 12.000 Punkte Marke: Erst wenn diese Zone überwunden werden kann, entspannt sich die prekäre mittelfristige Chartsituation für die Bullen wieder ein wenig.
Bis dahin haben die Käufer kurzfristig noch freie Hand, das Chance Risiko Profil für neue Kaufpositionen ist aber auf Grund der genannten Widerstandszone auf der Oberseite nunmehr zunehmend unattraktiv.

BASF - Kaufwelle schon wieder gestoppt?

Die letzten Tage waren für die Aktionäre von BASF wieder etwas erfreulicher. Aber ein Befreiungsschlag ist war das noch nicht.

Die BASF-Aktie markierte im Januar 2018 ein Allzeithoch bei 98,80 EUR. Damit kam es zu einem kurzen Anstieg über das alte Allzeithoch aus dem April 2015 bei 97,22 EUR, aber der Chemiewert etablierte sich nicht darüber. Seitdem befindet er sich in einer Abwärtsbewegung. Am 15. August setzte er auf dem Tief aus dem Februar 2016 bei 56,01 EUR auf. Intraday notierte die Aktie zwar minimal darunter, drehte aber zügig wieder nach oben. Seitdem erholt sich BASF ein wenig. Gestern näherte sich der Wert dem EMA 50 bei 60,28 EUR deutlich an, prallte aber im Tagesverlauf nach unten ab. Bei ca. 61,10 EUR verläuft heute der Abwärtstrend seit 23. April 2019, er ist eine weitere wichtige Hürde.

Im langfristigen Kontext könnte sich die Bewegung seit April 2015 zu einem Doppeltop entwickeln. Die Nackenlinie wird durch das Tief aus dem Februar 2016 gebildet. Dieses Doppeltop wäre aber erst mit einem signifikanten Rückfall unter 56,01 EUR vollendet. Das rechnerische Ziel läge dann bei 31,75 EUR.

Wie könnte sich BASF kurzfristig weiter entwickeln?
Die Abgaben von gestern Nachmittag stellen einen kleinen Rückschlag für die Bullen dar. Kurzfristig sind sie aber deswegen nicht chancenlose. Sollte es zu einem Ausbruch über den Widerstandsbereich zwischen 60,28 und 61,10 EUR kommen, dann bestünde die Chance auf eine Erholung in Richtung 65,36 oder sogar 68,84 EUR. Sollte sich der Widerstandsbereich um 60,28-61,10 EUR allerdings als zu hoch herausstellen, dann müsste mit einem erneuten Test der Unterstützung bei 56,01 EUR gerechnet werden.

HEIDELBERGCEMENET auf Erholungskurs

Es ist zu befürchten, dass die HeidelbergCement-Aktie ihr Tief noch nicht gesehen hat, auch wenn kurzfristig eine Erholung möglich wird.

Mit einem Knall kehrten die Verkäufer in der HeidelbergCement-Aktie im August zurück. Bereits im Vorfeld hatten die Bullen ab 73,52 EUR Probleme, was in der Aktie zu einer großen Konsolidierung führte. Dabei erwies sich auf der Unterseite jedoch der Preisbereich ab 65,80 EUR als gute Unterstützung. Als diese jedoch im August gebrochen wurde, fielen die Kurse geradlinig bis auf 58,70 EUR zurück. Erst dort konnte sich der Aktienkurs etwas stabilisieren und die Bullen arbeiten seitdem an einer Erholung.

Für eine solche Erholung wäre ein nachhaltiger Kursausbruch über 61,50 EUR nötig. Sollte dies gelingen, könnten die Kurse in den nächsten Tagen auf knapp 63 und 66 EUR ansteigen. Beide Preisbereiche stellen potentielle Widerstände dar, an denen es zu Korrekturen kommen kann. Im ungünstigsten Fall wird sogar der übergeordnete Abwärtstrend wieder aufgenommen, denn schließlich fiel der Aktienkurs mit den Verkäufen im August auch wieder unter den EMA 200 zurück. Formal bewegt sich damit die Aktie mittelfristig also wieder im bärischen Bereich.

Zu diesem Umfeld passt auch die aktuelle Entwicklung seit dem Tief bei 58,70 EUR. HeidelbergCement kann sich zwar stabilisieren, der Aufwärtsdruck hält sich jedoch in Grenzen. Zumindest momentan sieht das Ganze noch korrektiv aus und sollte es direkt zu einem Tagesschlusskurs unterhalb von 59,95 EUR kommen, wäre die Erholung bereits wieder zu hinterfragen. Spätestens unterhalb von 58,70 EUR dürfte die Aktie zurück im Abwärtstrend sein.

PALLADIUM - An der Schlüsselstelle

Palladium steigt seit einigen Tagen in Richtung der Barriere bei 1.500 USD. Dort entscheidet sich, ob es den Bullen gelungen ist, die große Korrektur der letzten Monate erfolgreich abgeschlossen zu haben. Im besten Fall winken Kurse weit jenseits des Allzeithochs.

Kursstand: 1.486,00
Intraday Widerstände: 1.500 + 1.531 + 1.581
Intraday Unterstützungen: 1.472 + 1.430 + 1.370

Rückblick: Im März wurde der Palladiumpreis von einer heftigen Korrektur in die Tiefe gerissen und brach bis an den Support bei 1.282 USD ein. Die anschließende Erholung fiel jedoch ebenso dynamisch aus und erreichte in der Spitze den Widerstand bei 1.581 USD. Hier kam es zu einer weiteren Abwärtsbewegung, die allerdings Anfang August kurz vor der Unterstützung bei 1.370 USD wieder auf Käufer traf. Aktuell nähert sich der Wert der Barriere bei 1.500 USD.

Nachdem die zweite Verkaufwelle von 1.602 bis 1.380 USD im Fibonacci-Verhältnis von 0,618 zum ersten Kursrutsch vom März steht, könnten beide Abwärtsbewegungen zu einer übergeordneten Korrektur gehören, die entsprechend mit dem Tief bei 1.380 USD abgeschlossen wurde. Um dieses bullische Szenario zu bestätigen, müsste der Wert in den kommenden Tagen allerdings zügig über 1.500 und 1.520 USD ausbrechen.

Charttechnischer Ausblick: Wie oben erläutert, ist die Verkaufswelle seit Anfang Juli noch nicht neutralisiert und damit bei einem Abdrehen an den Hürden bei 1.500 bzw. 1.520 USD mit weiteren Abgaben in Richtung 1.430 USD zu rechnen. Darunter wäre ein kleines Verkaufssignal aktiv und ein Einbruch bis 1.370 USD zu erwarten. An dieser Stelle könnte wiederum das bullische Szenario eines vorzeitigen Korrekturabschlusses und einer Kaufwelle an das Rekordhoch greifen. Sollte die Marke dagegen nicht verteidigt werden, dürfte Palladium bis 1.310 USD fallen. Das nächste gr0ße Korrekturziel (die 100 %-Projektion der ersten Abwärtsbewegung aus dem März) läge dagegen sogar erst bei 1.247 USD.

Können die Bullen dagegen die 1.520 USD-Marke durchbrechen, wäre der Konter erfolgreich und ein Angriff auf 1.581 USD die Folge. Darüber dürfte sogar das Allzeithoch bei 1.619 USD wieder in den Fokus rücken. Denn dieser Ausbruch über 1.520 USD wäre die Bestätigung dafür, dass bei 1.383 USD eine mittelfristige Korrektur beendet wurde und damit die übergeordnete Rally seit dem Tief vom August 2018 bei 831 USD in eine neue Runde geht.

Oberhalb des Allzeithochs liegt der nächste mittelfristige Zielbereich bei 1.695 bis 1.715 USD.

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Von Timing und Geduld

Gerade in Marktphasen wie der aktuellen, in der viele Aktien ein ähnlich schwaches Trendverhalten an den Tag legen, fällt immer wieder auf: Geduld und Timing sind wichtig und nicht jeder Analyse folgt sofort ein Trade.

Der Handel an der Börse ist schon verzwickt und nicht selten enttäuschend. Gemeint ist damit nicht die Performanceseite, sondern vielmehr ganz praktische Dinge. Täglich schaut man auf Aktien & Co, durchkämmt viele Kurslisten und sucht die Aktie, mit der man den nächsten Big Hit landen kann. Aber genau solche „perfekten“ Chancen sprießen nicht wie Pilze aus dem Boden. Egal ob Sie kurz-, mittel- oder langfristig traden, in allen Fällen gibt es ein relativ enges Zeitfenster, in denen ein „optimaler“ Einstieg gegeben ist.

Mir als Analysten fällt dies immer wieder auf, wenn ich auf Godmode unterwegs bin oder Sie mir im Rahmen der DAX-Mittagssendung Ihre Wunschwerte nennen. Wahrscheinlich haben Sie diese ausgewählt, weil Sie sich von der Aktie viel versprechen. Oft aber müssen wir festhalten, dass man zwar ein grundlegendes Szenario präferieren kann, die Frage nach dem sofortigen Einstieg aber selten mit „ja“ beantwortet werden kann.

Ein Beispiel hierfür ist der Wochenchart von Allianz. Angesichts der jüngsten Entwicklung können wir einen Abwärtstrend ausmachen. Dem grundlegenden Motto „the trend is your friend“ zu folgen, macht allgemein durchaus Sinn, so dass wir zu dem Schluss kommen könnten, dass wir die Aktie shorten sollten.

Schauen wir weiter auf den Chart, zeigt sich jedoch, dass wir direkt in der Nähe des Jahrestiefs notieren und damit in den nächsten Tagen eine Entscheidung anstehen könnte. Noch sind die Chancen auf der Verkäuferseite zwar erhöht, aber der Vorsprung ist nicht groß. Direkt mit Blick auf den Support short zu gehen, birgt einige Risiken. Die Aktie aber angesichts des Abwärtstrends direkt zu kaufen – Unterstützung hin oder her – scheint ebenfalls wenig sinnvoll. Was bleibt, ist zu warten.

Die Allianz-Aktie wurde in diesem Zusammenhang nicht willkürlich ausgewählt. Schauen Sie nur einmal, welch ein Wechselspiel von Kauf- und Verkaufswellen (weiße vs. schwarze Kerzen) die Aktie in den letzten Monaten hinlegte. Hinter jeder dieser Wellen stand die Chance, einen echten und anhaltenden Trend auszubilden. In Trends spielt das Timing nur bedingt eine Rolle (kann aber auch nicht schaden), ergibt sich wie in Allianz aber eine große Range, dann ist das Zeitfenster für einen halbwegs vernünftigen Einstieg, mit dem man bis zum nächsten Widerstand oder Unterstützung auch noch ein wenig Platz hat, relativ eng. Steigt man zu früh ein, geht´s vielleicht doch in einem Trend weiter. Steigt man zu spät ein, ist nicht mehr viel Platz bis zum ersten Ziel. Gleichzeitig darf man an seiner Meinung auch nur so lange festhalten, bis sich das Bild ändert. Man kann den größten Bullenmarkt erwarten, wenn man aber sieht, dass der Kurs doch schon wieder an der ersten Widerstandsmarke ins Straucheln gerät, sollte man seine Haltung eventuell überdenken. Mehren sich die Zeichen, sollte man reagieren, eventuell sogar auf der anderen Seite spekulieren.
Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW33

DAX - Kurzfristige Erholung denkbar

Am Donnerstag ging es ordentlich zur Sache im deutschen Börsenbarometer: Der Markt war extrem nervös und gab zwischenzeitlich erneut kräftig nach.
Der DAX® Anfang August auf Tagesschlusskursbasis unter den EMA200 im Tageschart und generierte damit ein mittelfristiges Verkaufssignal. In den ersten beiden Handelswochen des Monats hat der Index daraufhin noch einmal knapp 500 Punkte verloren. Am Donnerstag gab es einen regelrechten Panik-Sell Off bis unter die Marke von 11.300 Punkten.
Mit der kurzfristigen Verkaufs-Klimax am Donnerstagmittag könnte ein kurzfristiges Zwischentief ausgebildet worden sein. Dementsprechend steigen in den kommenden Handelstagen die Chancen für eine etwas länger andauernde technische Erholungsbewegung im übergeordneten Bärenmarkt.

Mögliche Erholungsziele liegen im Bereich 11.650 Punkte und danach potenziell der Bereich um den EMA200 im Tageschart. Spätestens dort müsste dann allerdings schon wieder mit technisch bedingtem Verkaufsinteresse gerechnet werden - der übergeordnete Trend bleibt vorerst ganz klar abwärts gerichtet im deutschen Leitindex. Das könnte ein heißer Herbst werden.

COVESTRO - Neues Jahrestief, weitere Verkaufswelle droht

Covestro gehört in diesem Jahre zu den schwächeren Aktien im DAX. Von der Erholung ab Juni ist in der Aktie inzwischen nichts mehr übrig, obwohl der DAX noch deutlich über dem damaligen Tief notiert.
Die Covestro-Aktie bildete nach dem Allzeithoch bei 95,78 EUR vom 19. Januar 2018 ein Doppeltop aus. Anschließend geriet der Wert massiv unter Druck und markierte am 03. Juni 2019 ein Tief bei 38,43 EUR. Zwar erholte sich die Aktie des Hightech-Polymerwerkstoffen anschließend, scheiterte aber am Widerstand bei 45,95 EUR. Zuletzt gab der Aktienkurs bereits wieder nach. Gestern durchbrach Covestro sogar das Tief bei 38,43 EUR und fiel damit auf ein neues Jahrestief ab. Heute eröffnet Covestro nahe an der Marke bei 38,43 EUR.

Geht die Abwärtsbewegung weiter?

Diese kleine Erholung könnte den Bären schon wieder eine neue Chance bieten. Denn die Abwärtsbewegung ist vollkommen intakt und frisch bestätigt. In den nächsten Wochen könnte es daher durchaus noch zu weiteren Verlusten kommen. Abgaben bis rund 34 EUR und damit an eine mögliche untere Begrenzung der längerfristigen Abwärtsbewegung sind möglich. Eine stabile Rückkehr über 38,43 EUR wäre erst einmal nur ein kurzfristig positives Zeichen. Zumindest könnte sich Covestro dann erneut in Richtung 45,95 EUR erholen.

DEUTSCHE EUROSHOP - Nach den Zahlen einsteigen?

Kaufen wenn das Chaos am größten ist? Ein heikles, manchmal aber auch lukratives Unterfangen. Erstrahlt auch die Deutsche-EuroShop-Aktie bald wieder in neuem Glanz?

Volatil geht es heute in den Aktien der Deutschen Euroshop zu, nachdem das Unternehmen gestern Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegte. Mit diesem konnte man anscheinend nur anfänglich überzeugen, denn die Aktie startete zunächst deutlich fester in den Tag, fiel dann aber innerhalb des laufenden Abwärtstrends auf ein neues Tief zurück. Der Bärenmarkt, der nun schon seit über vier Jahren anhält, wird damit weiter fortgesetzt und der Kurs nähert sich der unteren Trendbegrenzung an. Ist langsam aber sicher die Zeit für ein antizyklisches Investment gekommen?

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Mit jedem neuen Tief nimmt die Hoffnung natürlich zu, dass die Aktie endlich ihren Boden gefunden haben könnte. Immerhin sind von einstigen Werten nicht einmal mehr 50 % übrig. In den letzten Monaten gab es immer wieder auch spürbare Stabilisierungsversuche, wie der Monatschart zeigt. Am Ende aber blieb den Bullen nur die Hoffnung, dass es beim nächsten Mal besser läuft, denn sämtliche Stabilisierungsbemühungen verliefen im Sande.

Der Blick auf dem Monatschart zeigt jedoch auch, dass die Aktie nun in einen zunehmend langfristigen Unterstützungsbereich hineinläuft. Immerhin empfanden Anleger Preise ab ca. 22 EUR bis hin zu knapp 17 EUR in den Jahren von 2008-2011 als zu günstig und kauften. Genau in diese Preiszone läuft der Abwärtstrend nun wieder hinein. Damit werden zumindest temporäre Stabilisierungen/Erholungen etwas wahrscheinlicher. Für eine bullische Trendwende bedarf es jedoch einer vollständigen Bodenformation kombiniert mit einem Ausbruch aus dem bisher sehr stabilen Abwärtstrend nach oben. Auch diese Chancen steigen im angesprochenen Supportbereich, aber zu voreilig muss man auch angesichts der heutigen Verluste nicht agieren.

PALLADIUM: Bären in den Startlöchern

Palladium konsolidierte ausgehend von der bei 1.619 USD liegenden Hürde in den vergangenen Wochen eine Rally aus, was sich nach dem Bruch der 1.497 USD stark verschärfte. Der Kursverlauf konnte sich dann oberhalb der 1.378 USD fangen und zuletzt moderat erholen.
Kursstand: 1.446,60
Intraday Widerstände: 1.464+1.497+1.619
Intraday Unterstützungen: 1.378+1.308+1.264

Rückblick: Palladium konsolidierte ausgehend von der bei 1.619 USD liegenden Hürde in den vergangenen Wochen eine Rally aus, was sich nach dem Bruch der 1.497 USD stark verschärfte. Der Kursverlauf konnte sich dann oberhalb der 1.378 USD fangen und zuletzt moderat erholen.

Charttechnischer Ausblick: Die Erholung der Vortage besitzt zunächst den Charakter einer bärischen Flaggenformation. Wenn die Notierungen sich daraus nach unten herausbewegen, unter 1.400 USD, droht ein verstärkter Rückfall. Abgaben unter 1.378 USD könnten anschließend den Weg bis 1.263 USD öffnen. Erst oberhalb der 1.497 USD, bei einem Ausbruch aus dem mehrwöchigen Abwärtstrend, wird es wieder bullischer.

Das Gold liegt auf der Straße, aber nicht für Sie!?

In Dividendenaktien zu investieren ist eine gute Entscheidung. Nicht selten aber fällt der private Anleger seinen eigenen Restriktionen zum Opfer und kann deshalb nur auf Second-Best-Lösungen zurückgreifen!
Besser zu sein als der Vergleichsindex ist das Aushängeschild eines guten Fonds und damit auch für den privaten Anleger ein interessantes Kriterium, um seine eigenen Investments zu bewerten. Wie einfach dies zum Teil ist, zeigte die Dividendenstudie 2017-zumindest in der Theorie. Um die in der Abbildung 1 zu sehende Performance zu erzielen, reicht es aus, konsequent in die Unternehmen zu investieren, die eine Dividende im vorangegangenen Jahr ausgeschüttet haben.

Eine solche Performance ist selbst für einen Charttechniker, dem sich beim Gedanken an langfristige Anlagestrategien die Nackenhaare aufstellen, ein überzeugendes Argument. Vor diesem Hintergrund fand ich den Artikel selbst nicht nur spannend, sondern überlegte kurz, die Taktik eventuell zukünftig selbst umzusetzen. Hierbei zeigte sich wieder einmal schnell, dass die Theorie das eine, die Praxis das andere ist.

Alles nicht so einfach!

Während die Regeln für den Einstieg/Ausstieg aus einem Investment relativ klar sind, stellt sich die Frage, wie die Idee in der Praxis umgesetzt werden kann. Einer der einfacheren Schritte ist dabei noch das Auffinden der passenden Aktien. Hierfür würde ich einfach auf den Guidants-Screener zurückgreifen. Hier lässt sich relativ einfach nach den Aktien suchen, die in den vergangenen Jahren Dividenden ausschütten. Für einen hochkapitalisierten Investor ist der Rest dann ebenfalls ein Kinderspiel. Die Dividenden sind rechtzeitig bekannt und so kann man sich lange vor dem Ende des laufenden Jahres die Trades für die kommende Saison zurechtlegen. Anschließend sind diese lediglich ins Depot zu kaufen.

Ein wenig anders sieht das für den normalen Anleger aus. Hierzu muss man einen Blick in die Studie werfen. Dort wird nämlich ersichtlich, dass insgesamt 640 Aktien analysiert wurden, von denen 374 im vergangenen Jahr eine Dividende ausschütten. Abbildung 1 umfasst nur den HDAX und SDAX, aber auch das sind immer noch 160 Aktien, von denen 128 eine Dividende ausschütteten. Im neuen Jahr muss ein Anleger also 128 Aktien gleichgewichtet ins Depot kaufen. Mit jedem Trade fallen natürlich Transaktionskosten an. Zudem sind Spread, Börsengebühren und sonstige Kosten zu bezahlen. Diese Gebühren im weiteren Sinne führen dazu, dass sich der Handel immer erst ab einer bestimmten Positionsgröße rechnet, denn schließlich will man auch nach Gebühren noch angemessen für sein Risiko entschädigt werden. Sich nur eine oder zwei Aktien ins Depot zu legen, macht keinen Sinn.

Genau dies führt beim privaten Anleger zu einem entscheidenden Problem. Sollen nur 1.000 € je Aktie investiert werden, liegt der Kapitalbedarf für diese Handelsstrategie bereits bei 128.000 €. Selbst eine Anlage von 500 € verschlingt immer noch 64.000 €. Bei einem Einsatz von 100 € je Investment werden 12.800 € benötigt. Dies wäre zwar eine Größenordnung, die viele private Trader noch stemmen könne, aber hier stellt sich die Frage nach dem Sinn/Unsinn einer solchen Anlage nach Kosten & Co.

Das Gold liegt vor den eigenen Füßen, aber…!

In Aktien zu investieren, die im vergangenen Jahr eine Dividende ausschütten, ist eine lukrative Anlagestrategie. Diese hat sich statistisch bewährt und konnte gegenüber dem Vergleichsindex eine Outperformance erzielen. Sich diesen Vorteil als normaler Privatanleger zu sichern, ist jedoch gar nicht so einfach. Während die Strategie klar sein dürfte, stoßen die meisten Anleger auf persönliche Beschränkungen vor allen Dingen hinsichtlich des Kapitals. Direktinvestments und damit der einfachste Weg bleiben vielen Anlegern verwehrt. Es stellt sich die Frage ob und wie die Idee trotzdem umgesetzt werden kann, ohne zu stark von den original Tradingregeln abzuweichen. Gibt es passende ETFs? Sollten vielleicht CFDs, Zertifikate oder andere Hebelprodukte eingesetzt werden, um die Strategie umzusetzen? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus diesen Anlagemöglichkeiten?

Ein paar spannende Fragen, denen wir in weiteren Artikeln nachgehen können. Bereits erste Gedanken zu diesen Produkten & Co lassen jedoch vermuten, dass es so einfach nicht sein wird. Es ist nicht auszuschließen, dass das Gold quasi auf der Straße liegt, der Otto-Normalverbraucher dieses aber einfach nicht aufheben kann. Eine Situation, die sich auch anderen Ortes immer wieder zeigt, sei es bei den Ordergebühren im Vergleich zu den Big Boys, der Datenanbindung oder vielen anderen Dingen. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, denn natürlich haben auch große Trader Nachteile. Letztlich aber interessieren diese den normalen Anleger nicht, im Gegenteil zu den eigenen Schwierigkeiten, die der Börsenhandel so mit sich bringt. Haben Sie sich zum Beispiel einmal überlegt, welche gigantischen Finanzierungskosten sie in der Regel beim Einsatz von Hebelprodukten über lange Zeiträume bezahlen? Wenn nicht, machen Sie sich einmal den Spaß und rechnen nach!

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW32

DOW JONES Big Picture Update - Wie erwartet

China scheint den Verlauf des Handelskriegs hinauszögern zu wollen. Analysten gehen mittlerweile davon aus, dass kein Deal vor der US Präsidentschaftswahl 2020 kommen wird.
Dow Jones, Cashindex. Bemerkenswerte Entwicklung!

Chart1: Durch den Anstieg über die Hürde bei 26.700 wurde ein mittelfristiges Kaufsignal mit Ziel knapp 30.000 ausgelöst. Auf den prozyklischen Ausbruch folgt dank Trumps zweiter Handelskriegseskalation vergangene Woche eine satte Pullbackbewegung zurück.

Chart2 zeigt den Dow Jones mit dem SMA100. Das Mai Sell Off Tief kam auf dem SMA100 zustande. Derzeit notiert der SMA100 bei 25.065 Punkten. Und tatsächlich hat sich auf dem SMA ein gewaltiges bullisches Wochenreversal ergeben. Der Trump China-Handelskriegeskalations-Sell Off wird also bereits aufgefangen. Die Woche hat aber noch einen Handelstag. Wenn sie den Index morgen nicht stark verkaufen, haben wir eine bullische Wochenhammerkerze. Diese wäre eine sehr gute Basis für steigende Kurse nächste Woche.

Big Picture bullisch, ja.

Kurzfristig hellt sich das Bild auch merklich auf.

MATTEL - Buy-Trigger-Marke abgesteckt

Die Aktien des Spielwarenherstellers konnten zuletzt die Erholungsbewegung vollziehen, welche prognostiziert worden ist. Steht in den kommenden Tagen nun ein neues Kaufsignal an?
Für langfristige Anleger war die Mattel-Aktie in den letzten Jahren ein Desaster, denn seit 2013 befinden sich die Aktien in einer Korrekturbewegung. Ende letzten Jahres wurde sogar das 2009er-Tief deutlich unterschritten. Im Juni wollten die Bären ein weiteres Tief unter der 9,00 USD-Marke ausbilden, doch dieses Vorhaben scheiterte. Seitdem konnte sich der Titel deutlicher erholen. Dabei wurde das Kursziel an der 14,00 USD-Marke erreicht. In den kommenden Tagen könnte nun ein neues Kaufsignal anstehen, falls die Aktie über diese Hürde ausbrechen sollte.

Charttechnische Lage

In den letzten Wochen und Monaten scheiterte die Mattel-Aktie wiederholt an dem EMA50 im Wochenchart. Zwar konnte diese Durchschnittslinie teilweise auf Schlusskursbasis genommen werden, doch die darauffolgende Wochenkerze lag wieder unter dieser Linie.

Nun bahnt sich ein nachhaltiger Ausbruch über diese Durchschnittslinie an. Sollte in den kommenden Wochen ein Tagesschlusskurs über der 14,00 USD-Marke stattfinden, dann könnten spekulative Anleger auf eine größere Erholung spekulieren.

Die errechnete Zielzone liegt zwischen 18,00 USD und 20,00 USD. Kurse über der 20,00 USD-Marke würde eine sehr positive Überraschung darstellen.

BAYER - Bodenformation formal vollendet

Bayer war in den letzten beiden Handelstagen der große Gewinner im DAX. Hat sich dadurch das mittelfristige Bild geändert?
Die Bayer-Aktie zog in den letzten beiden Tagen stark an. Dadurch ergeben sich auf mittelfristige Sicht interessante Perspektiven. Denn die Bewegung seit 28. März kann als inverse SKS angesehen werden. Die Aktie brach gestern knapp über die Nackenlinie dieser Bodenformation nach oben aus. Diese Nackenlinie liegt heute bei 61,75 EUR. Der Wert kletterte gestern auch an die Unterkante des Abwärtsgap vom 20. März 2019 bei 63,10 EUR. Die Oberkante liegt bei 67,48 EUR. Zudem überwand die Aktie des Chemie- und Pharmakonzern gestern den Abwärtstrend seit August 2018. Sie wurde gestern den ganzen Tag über diesem Trend, der heute bei 59,33 EUR verläuft, gehandelt.

Der gestrige Ausbruch eröffnet der Bayer-Aktie mittelfristig Perspektiven. Ein Anstieg in Richtung 74,00 EUR erscheint möglich. Allerdings steht der gestrige Ausbruch noch auf etwas wackeligen Füssen, braucht also noch Bestätigung. Ein Tagesschlusskurs unter 61,75 EUR wäre ein erster Rückschlag für die Bullen, ein Tagesschlusskurs unter 59,33 EUR könnte als Verkaufsignal gewertet werden. In diesem Fall könnte es zu einer Abwärtsbewegung an das Jahrestief bei 52,02 EUR kommen.

PALLADIUM: Richtungsentscheidung dauert an

Palladium konnte sich ab Mai stark entwickeln und erreichte innerhalb einer umfassenden Rally fast das Rekordhoch bei 1.622 USD. Davon ausgehend setzte eine Korrektur ein, welche zunächst moderat bei 1.500 USD führte und anschließend mit einem schnellen Einbruch zum Aufwärtstrend der Vormonate ausgedehnt wurde.
Kursstand: 1.428,15
Intraday Widerstände: 1.468+1.500+1.622
Intraday Unterstützungen: 1.381+1.313+1.267

Rückblick: Palladium konnte sich ab Mai stark entwickeln und erreichte innerhalb einer umfassenden Rally fast das Rekordhoch bei 1.622 USD. Davon ausgehend setzte eine Korrektur ein, welche zunächst moderat bei 1.500 USD führte und anschließend mit einem schnellen Einbruch zum Aufwärtstrend der Vormonate ausgedehnt wurde.

Charttechnischer Ausblick: Die Seitwärtsbewegung der Vortage sollte bald beendet werden. Oberhalb der 1.381 USD bietet sich dann die Chance, eine Erholung bis in den Bereich 1.468 USD einzuleiten. Sollten 1.381 USD hingegen durchbrochen werden, öffnet sich der Weg bis 1.313 USD. Erst oberhalb der 1.500 USD, bei einem Bruch des mehrwöchigen Abwärtstrends, wird es wieder bullisch, sodass die 1.622 USD erreichbar werden könnten.

Traden Sie etwa noch Optionsscheine?

Es ist erstaunlich, wie viele private Trader mit Optionsscheinen handeln. Aber sind diese eigentlich noch zeitgemäß?
Als Trader und Investor bieten sich heutzutage unendlich viele Spekulationsmöglichkeiten. Die Masse gerade privater Akteure am Finanzmarkt konzentriert sich jedoch auf eines: Kursveränderungen! Vor diesem Hintergrund finde ich es immer wieder erstaunlich, wie viele private Trader Optionsscheine bzw. Optionen handeln.

Optionsscheine haben eine lange Tradition, aber unter dem Gesichtspunkt der Kursspekulation sollten Sie diese Tradingprodukte ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Ist es nicht schon schwer genug, die potentiellen Kursbewegungen des betreffenden Basiswertes in den nächsten Tagen und Wochen näher zu bestimmen? Wollen Sie sich da wirklich auch noch mit der Prognose von Volatilität und Zeit herumschlagen? Genau dies müssen Sie tun, um beim OS-Handel langfristig die Nase vorn zu haben. Diese drei Faktoren spielen bei der Preisbildung von OS die entscheidende Rolle und liegen Sie in nur einem daneben, kann sich das Investment zum Alptraum entwickeln. Fragen Sie mal Trader, die zur großen Übernahmeschlacht von Porsche und Volkswagen vor einigen Jahren Short in OS gegangen sind. Sie haben kurstechnisch alles richtig gemacht und konnten beim freien Fall der VW Aktie doch nicht profitieren. Die Volaveränderungen haben die eigentlich satten Gewinne aufgefressen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Preisbildung von OS ein dynamisches Gebilde ist. Drei Einflussvariablen können in beliebiger Reihenfolge und Größenordnung miteinander kombiniert werden. Das ergibt eine Menge von möglichen zukünftigen Szenarien, die wahrscheinlichkeitsorientiert eingeordnet werden wollen. Ich könnte mich ja noch dafür erwärmen, wenn es heutzutage nicht bessere Produkte gäbe. Direktinvestments, Zertifikate, CFDs und ETFs haben diese Probleme nicht, bieten aber gleichzeitig diverse Vorteile von OS. Zu nennen wäre beispielsweise der Hebel.

Andere Dinge können diese Derivate augenscheinlich nicht leisten. Ein OS kann nie ausgeknockt werden, ein Zertifikat aber schon. Dies ist ohne Zweifel richtig, aber denken wir einen Schritt weiter, bleibt nur ein Gedanke übrig (und ich hoffe, Sie verzeihen mir meine umgangssprachliche Ausdrucksweise): Nur weil ich zu faul bin, nehme ich mit OS deutlich höhere Progonoserisiken in Kauf? Einem Knock Out ließe sich nämlich durch Wahl kleinerer Hebel und/oder rechtzeitigen Umschichtungen entgegenwirken. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass ein Knock Out auch was gutes hat. In einem Bärenmarkt wird man nichts dagegen haben, dass sich das Long-Zertifikat schon vor Monaten oder Jahren verabschiedet hat (in einem Bullenmarkt dürften Inhaber von Short-Zertifikaten ähnlich denken). Finanziell wird nämlich auch der OS in solchen Marktphasen durch Auslaufen wertlos, aber diesen schleppt man emotional noch eine ganze Weile mit sich rum, bis es zum Aus kommt. In der Zeit ist man anfällig für emotionale Fallen wie Nachkaufen & Co. Den Trade im Zertifikat hat man hingegen schon längst vergessen.

Sind OS damit überflüssige Produkte? Natürlich nicht. Sie haben immer noch ihre Versicherungsfunktion. Diese kann sehr schnell mit obigem Geschehen verwechselt werden, deshalb Vorsicht. OS bieten keine Möglichkeit, bei gleichem Prognose/Kursrisiko mehr Rendite zu erzielen. Die Versicherungsfunktion von OS meint etwas ganz anderes. Der Inhaber spekuliert nämlich nicht auf Preisveränderungen im Basiswert, ganz im Gegenteil. Sein Ziel ist es, über den Kauf von OS für eine gewisse Vermögensstabilität zu sorgen und er wird den OS am Ende als Versicherungsprämie abhaken (auslaufen lassen). Im Rahmen einer Versicherung wird also immer ein bestehender Vermögenswert, beispielsweise eine Aktienposition abgesichert. Die obigen Kritikpunkte richten sich jedoch gegen das alleinige Handeln von OS mit Spekulationsabsicht bezüglich Kursveränderungen im Basiswert.

Nicht zu vergessen ist die Möglichkeit mit OS-Kombinationen auf Volatilitätsveränderungen zu spekulieren. Durch Wahl diverse OS in einem Portfolio wird versucht, Kurseffekte im Basiswert auszublenden und lediglich von sich veränderten Volatilitäten zu profitieren. Dies ist mit Zertifikaten oder CFDs so nicht möglich. Sie sehen also, OS haben auch heute noch ihren Wert, aber meiner Meinung nach gibt es für das, was die meisten Trader bei ihren Engagements an der Börse bezwecken, nämlich von steigenden oder fallenden Kursen bei Aktien & Co zu profitieren, bessere Produkte. In diesem Sinne bin ich auf Ihre Meinung gespannt.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW31

DAX - Fällt unter 12.000 Punkte/ Die Angst geht um

Es besteht die Möglichkeit, dass der deutsche Leitindex heute Abend nach Börsenschluss noch einmal deutlich absackt: Um 19:45 Uhr spricht Trump zum Handel mit der EU.
Der deutsche Leitindex fällt am Freitagmorgen direkt aus dem Bett: Zum einen wird die abendliche Schwäche der US-Indizes nachvollzogen, nachdem Präsident Trump gestern Abend ankündigte, die bestehenden Strafzölle auf chinesische Importe um weitere 10 % zu erhöhen ab dem 1. September.

Darüber hinaus hatte Trump in der vergangenen Nacht noch angekündigt, sich heute Abend um 19:45 Uhr MESZ zum Handel mit der EU äußern zu wollen. Wie man den US-Präsidenten kennt in den vergangenen Monaten, dürfte dabei nichts Gutes herauskommen. Dementsprechend negativ reagiert heute Morgen das exportlastige deutsche Börsenbarometer.

Wie sieht das Chartbild aus?

Der Index startet mit einer riesigen Abwärtskurslücke in den heutigen Handelstag und rutscht zeitweise unter den EMA200 im Tageschart bei 11.970 Punkten. Das waren im Tief gut 300 Punkte unter dem gestrigen Schlusskursniveau.

Ausgehend von diesem viel beachteten gleitenden Durchschnitt ist eine Erholung Richtung 12.100 Punkte denkbar. Sollte die angesprochene Unterstützung allerdings nicht halten, dürfte es ziemlich schnell ziemlich finster werden im deutschen Leitindex, in dem Falle steht zügig wieder der Bereich um 11.650 Punkte auf der Tagesordnung.

WACKER CHEMIE - Für Bären ein Leckerbissen

Der Kursrutsch an den Börsen kommt den Bären bei diesem Wert gerade recht, denn es bahnte sich ein Ausbruch nach oben an. Doch nun können die Bären wieder beruhigt sein.
Die Wacker-Chemie-Aktie befindet sich seit März in Bärenhand. Es hat sich ein mustergültiger Abwärtstrend ausgebildet, der in den letzten Tagen nochmals bestätigt wurde.

Vor ein paar Tagen notierten die Wertpapiere knapp über der 70,00 EUR-Marke und hätten bei Kursen deutlich über 71,00 EUR ein Kaufsignal generiert. Doch dazu fehlte den Bullen die Kraft und der Titel prallte lehrbuchmäßig an der Trendkanaloberkante wieder nach unten ab.

Heute fällt der Wert stärker zurück und könnte in den kommenden Tagen unter die 60,00 EUR-Marke zurückfallen. Falls kein Tagesschlusskurs über 71,00 EUR eintritt.

NORDEX - Daran haben die Bullen keine Freude

Nordex zeigte sich zuletzt in einer sehr schwachen Verfassung. Die Aktie durchbrach wichtige Unterstützungen.
Die Nordex-Aktie brach im März 2019 über den Widerstandsbereich um 11,69 EUR aus. Damit vollendete die Aktie einen Dreifachboden. Es kam zu einem mittelfristigen Kaufsignal mit rechnerischem Ziel bei 19,27 EUR tatsächlich kletterte der Wert zunächst auf 15,75 EUR. Von dort aus kam es zu einem Pullback an die Bodenformation und dann mit dem starken Anstieg vom 03. Juli auch zu einem neuen Rallyversuch. Bis dahin lief eigentlich alles nach Plan. Aber nur zwei Handelstage später drehte die Aktie nach einem Hoch bei 14,95 EUR wieder nach unten. Inzwischen ist sie auch deutlich unter 11,69 EUR zurückgefallen. Heute notierte der Wert im Tief bereits bei 10,21 EUR.
Nach den Verlusten der letzten Tage und Wochen wirkt das Chartbild der Nordex-Aktie schwer angeschlagen. Es kann zwar kurzfristig zu einer Erholung in Richtung 11,69 EUR kommen, aber anschließend müsste mit Abgaben in Richtung 9,42 EUR gerechnet werden. Sollte der Wert aber unerwartet wieder über 11,69 EUR ansteigen und sich darüber etablieren, dann könnte es zu weiteren Gewinnen bis ca. 13,30 EUR oder sogar 14,00 EUR kommen.

SILBER - Am Beginn einer Jahrhundertrally?

Silber durchbrach vor wenigen Tagen wichtige Hürden. Welche Folgen könnten sich aus diesem Ausbruch ergeben?
Die letzten Jahre waren für die Anleger in Silber eine sehr schwere Zeit. Am 25. April 2011 markierte Silber nämlich ein Hoch bei 49,75 USD. Dieses Hoch war Ausgangspunkt einer über vier Jahre andauernden und starken Abwärtsbewegung. Diese Bewegung endete erst mit dem Tief bei 13,90 USD im Dezember 2015. Anschließend kam es zu einer schnellen Erholung auf 21,13 USD. Diese Erholung wurde aber beinahe komplett wieder abverkauft. Das Edelmetall fiel im September 2018 wieder auf 13,90 USD zurück.

Ein erster Rallyversuch führte zu einem Hoch bei 16,22 USD und einem Test des Abwärtstrends seit Juni 2016. Nach einem Abpraller an diesem Trend und einem deutlichen Rücksetzer gelang Silber Mitte Juli der Ausbruch über diesen Abwärtstrend. Dabei bildete das Edelmetall eine sehr lange weiße Wochenkerze aus. Aktuell pendelt Silber um das Hoch bei 16,22 USD und hängt am EMA 200 (Wochenbasis) bei 16,66 USD fest.

Wie könnte es mit Silber weitergehen?

Der Ausbruch über den Abwärtstrend seit Juni 2016 war ein wichtiges, mittelfristiges Kaufsignal. Dass Silber seit letzter Woche am EMA 200 hängt ist für den mittelfristigen Ausblick von eher untergeordneter Bedeutung. Mittelfristig kann Silber in den Bereich um 21,13 USD ansteigen.

An dieser Stelle sei schon einmal auf das langfristige Bild hingewiesen. Zuvor möchte ich aber betonen, dass es sich dabei noch um einen sehr spekulativen Ausblick handelt: Die Bewegung seit dem Tief bei 13,60 USD aus dem Dezember 2015 kann als Bodenbildungsversuch innerhalb eines Doppelbodens angesehen werden. Gelingt Silber ein signifikanter Ausbruch über 21,13 USD, dann ergäbe sich ein rechnerisches und langfristiges Ziel bei 32,83 USD.

Um dieses Ziel zu aktivieren sind einige Bedingungen zu erfüllen. Zunächst muss es tatsächlich zu der Rally auf 21,13 USD kommen. Und dann muss Silber auch noch darüber ausbrechen. Erst dann wird dieses Ziel aktiviert.

Sollte Silber deutlich unter 15,59 USD abfallen, könnte man das Thema langfristige Bodenbildung ad acta legen. Denn dann müsste zunächst mit Abgaben in Richtung 13,90/60 USD gerechnet werden.

Trading erlernen - Vom System zum Erfolg!

Wir alle hätten gerne das System, die festen Regeln, die immer gelten und mit denen wir höchst erfolgreich sind. Diesen heiligen Gral gibt es jedoch nicht. Ergo müssen wir lernen, zu interpretieren.
Viele meiner Beiträge zu Thema Tradingstrategie drehen sich um systematische Tests. Einerseits möchte ich Ihnen damit zeigen, welchen Nutzen (oder auch nicht) gängige Handelsansätze vorweisen können, gleichzeitig aber dienen diese auch dazu, um bei Ihnen ein gewisses Verständnis für die Börse hervorzurufen – ganz besonders mit Blick auf den Wert und Nutzen von Strategien allgemein. So dürften Sie in vielen dieser Artikel festgestellt haben, dass viele Tradingansätze zwar einen gewissen Grundvorteil mit sich bringen, letztlich aber in einem rein systematischen Ansatz keinen zufriedenstellenden Erfolg vorweisen können. Mal reicht der Gewinn nicht aus, mal ist der zwischenzeitliche Drawdown finanziell gesehen zu groß, mal ist dieser zeitlich gesehen einfach zu lang.

Diese und viele andere Kleinigkeiten sind der Grund dafür, warum die meisten erfolgreichen Trader zwar auf eine Strategie als solches zurückgreifen, diese aber nicht systematisch anwenden. Stattdessen lassen sie sich gewisse Interpretationsspielräume offen. Statt festen Regeln dauerhaft blind zu folgen, haben Sie gelernt, die Regeln im idealerweise richtigen Zeitpunkt zu brechen. Dies nennt man Erfahrung!

Erfahrung selbst können Sie nicht lernen. Sie ist das Ergebnis des eigenen Tuns und eben genau dadurch gekennzeichnet, dass sie sich nicht in feste, starre Regeln pressen lässt. Aus diesem Grund dauert die Ausbildung zum Trader auch länger als nur zwei Wochen. Die Theorie ist schnell abgehakt, aber dann muss jeder Trader seine eigenen praktischen Lernschleifen drehen. Dass es eine gewisse Zeit braucht, um den gewünschten Erfolg im Trading zu erzielen, liegt nicht nur an der angesprochenen Problematik, sondern zudem auch noch der eigenen Persönlichkeit. Dazu aber in einem anderen Beitrag vielleicht mehr.

Der entscheidende Sprung!

Konzentrieren wir uns jetzt lieber auf den Sprung vom systematischen Ansatz zum sogenannten diskretionären Trader. Dieser ist quasi definiert als ein interpretierender Trader, der auf eine Basisstrategie zurückgreift, mit Hilfe seiner Erfahrung aber weiß, wann er welche Regeln in welcher Form leicht abwandeln kann/muss, um erfolgreich zu sein.

Exemplarisch greifen wir hierfür auf eine bereits vorgestellte Strategie zum Thema Supertrend-Indikator zurück. Lesen Sie sich hierfür einleitend noch einmal die beiden Basisartikel zu diesem Handelsansatz durch:

In beiden Artikeln beleuchten wir Ansätze mit dem Supertrend systematisch und bekommen so eine Vorstellung von dem, was der Indikator als Signalgeber leisten kann. Entscheidend ist, dass wir bspw. bei einem bullischen Signal durchaus eine Chance auf einen Gewinn haben. Der Ansatz ist also nicht gänzlich nutzlos. Eine gute Basis, um weiterzumachen.

Werfen Sie nun einen Blick auf Abbildung 1. Hier sehen Sie den Allianz Tageschart und mit ihm einige markierte „Signale“. Unser grundlegendes System lautet wie folgt:

Wechselt der Supertrend von rot auf grün, bereiten wir einen Longtrade vor. Dazu warten wir eine erste Korrektur zurück in Richtung Supertrend ab. Kommt es dort bzw. oberhalb dessen zur Stabilisierung und zu einem kleinen Ausbruchssignal bspw. auf einem Doppeltief oder ähnlichem nach oben, gehen wir Long.

Ich denke jeder von uns erkennt, dass viele Signale ähnlich, aber doch nicht 100 %ig gleich verlaufen. In den mit Kreisen markierten Bereichen kommt es zu tatsächlichen Signalen, im Rechteck hingegen springt zwar der Supertrend-Filter auf grün, aber die Korrektur geht zu tief und der Indikator wechselt bereits wieder auf rot. Hier gibt es kein Signal. Ähnliches trifft auch auf das zweite Rechteck zu. Auch hier bleiben konkrete Signale aus.

Ohne Übung kein Erfolg!

Wenn Sie sich nun hunderte dieser Konstellationen anschauen, werden Sie zwangsläufig ein Gespür für die Situation bekommen. Unsere Strategie ist unsere Linie im Sand und der tatsächliche Kursverlauf muss sich an dieser messen lassen. Wie Sie den tatsächlichen Kursverlauf aber bewerten müssen, „wissen“ Sie nur, wenn Sie sich hunderte Signale angeschaut haben. Übung macht bekanntlich den Meister! Für diese Übungen noch ein paar kleine Tipps:

1. Machen Sie Trockenübungen im Demomodus. Sie sind noch im Lernprozess, da macht es keinen Sinn, gleich das große Geld riskieren zu wollen. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass Sie anfänglich verlustig traden und erst im Laufe der Zeit besser werden. Um Muster zu visualisieren und zu üben, brauchen Sie keinen Echtgeldtrade.

2. Trainieren Sie anhand historischer Daten. Das Thema Überoptimierung spielt hier keine Rolle, denn wir traden ja gar nicht systematisch. Natürlich wird die Zukunft nicht exakt die gleiche sein, aber die dahinterliegenden Mechanismen eher schon. Und genau diese wollen wir anhand der Historie erfahren. Zudem, und das ist noch wichtiger, geht es so viel schneller. Wie viele Monate oder Jahre bräuchten Sie, um bspw. 100 Ihrer Lieblingsmuster Live im Tageschart zu erfahren? Das kann ewig dauern.

Viel Erfolg
Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW30

HAMBURGER HAFEN - Großes Kino im Big Picture

Eine der aus charttechnischer Sicht spannendsten Turnaroundaktien in Deutschland ist Hamburger Hafen, hier könnte eine langfristige Bodenbildung erfolgt sein. Welche Tradingchancen sich ergeben könnten, wird in dieser Analyse erörtert.

Im Jahr 2016 startete nach einem neunjährigen Abwärtstrend eine Rallybewegung, die bis Ende 2017 zu einer Kursverdoppelung der Aktie führte. Anschließend kam es zu starken Gewinnmitnahmen im ersten Quartal 2018, woraufhin sich der Wert seitwärts einpendelte. Mit dem Aufwärtstrend in 2019 versucht die Aktie jetzt, diese Stabilisierungsphase zu beenden. Dabei könnten größere Signale entstehen.
Im langfristigen Wochenchart ist die Stabilisierungsphase als Dreifachboden zu erkennen, der je nach Auslegungsart im April oder im Juni vollendet wurde. Nach dem Anstieg über die Hochs seit Mai 2018 kommt es jetzt zum bullischen Pullback an diese alten Hochs.
Im besten Fall startet die Aktie direkt oder nach einem tiefen Pullback bis 21,70 - 21,90 oder 21,00 - 21,20 EUR eine neue, mittel- bis langfristige Aufwärtsbewegung bis zum 2017er Hoch bei 28,445 und später bis 35,81 und 39,20 - 40,00 EUR.

Kurzfristig wären dabei durchaus noch Kursrücksetzer bis 21,70 - 21,90 oder 21,00 - 21,20 EUR zulässig, ohne das bullische Szenario zu gefährden. Erst wenn es zu einem nachhaltigen Rückfall unter 20,70 und anschließend 19,70 EUR kommt, entstehen neue Verkaufssignale. Dann wäre das Papier anfällig für fallende Notierungen bis 16,30 - 16,80 EUR.

Wie könnte man jetzt handeln?
Mittel- und langfristige Longpositionierungen sind jetzt direkt und/oder bei 21,70 - 21,90 oder 21,00 - 21,20 EUR attraktiv. Tradingziele auf Sicht einiger Monate und Jahre liegen bei 28,445 und später bis 35,81 und 39,20 - 40,00 EUR. Absicherungen könnten je nach Einstieg, Risikoprofil und Positionsgröße unterhalb von 20,70 oder 19,70 EUR auf Wochenschlusskursbasis erfolgen.

ROCKET INTERNET - Die sollte man sich jetzt ganz genau anschauen!

Nach dem Kurssprung am 20. Juni passierte nicht mehr viel bei Rocket Internet. Es kam zu Gewinnmitnahmen, das Gap wurde geschlossen, die Aktie pendelte sich seitwärts ein. Soweit, so gut. Jetzt tut sich wieder etwas.

Zuletzt verengte sich die Handelsspanne etwas, die Aktie stabilisierte sich am Unterstützungsbereich bei 24,40 - 24,50 EUR. Anschließend war leichter Druckaufbau der Bullen zu erkennen. Es ist eine ausgesprochen konstruktive Ausgangslage zu beobachten, die hier genauer beschrieben wird.
Mit dem jüngsten Kursanstieg bricht der Wert über die obere Begrenzung des symmetrischen Dreiecks aus. Ebenfalls werden die Hochs der letzten Tage überwunden, womit ein kleines Kaufsignal aktiv werden könnte. Der Ausbruch wurde von einem hohen Volumen begleitet.
Hat der laufende Ausbruch über 25,36 EUR Bestand, könnte eine neue Rallybewegung starten. Bei 26,40 und 28,00 - 28,34 EUR liegen die nächsten Ziele, darüber hinaus wäre Platz zur 30 EUR-Marke.
Kippt die Aktie jedoch stark nach unten und fällt unter 24,30 EUR per Tagesschluss zurück, könnte es zu einer Abwärtskorrektur bis 23,40 oder sogar 22,00 EUR kommen.
Wie könnten Trader jetzt vorgehen?
Long-Einstiege werden mit dem Ausbruch aus dem Dreieck jetzt direkt interessant. Ziele liegen bei 26,40 und 28,00 - 28,34 sowie an der 30 EUR-Marke. Absicherungen könnten unterhalb von 24,95 oder 24,72 EUR per Stunden- und Tagesschluss erfolgen.

CONTINENTAL - Wer bremst, verliert!

Der Abwärtstrend der Aktien von Continental wurde Mitte Juli an der Unterstützung bei 113,64 EUR gestoppt. Seither läuft ein dynamischer Anstieg. Selbst eine Trendewende ist möglich, wenn sich die Käuferseite weiter ins Zeug legt.

Mit dem Bruch der Unterstützungen bei 186,55 und 158,24 EUR hatte sich der Abwärtstrend bei den Anteilen von Continental im letzten Jahr deutlich verschärft und zu einem Abverkauf bis 118,30 EUR geführt. Dort startete eine Erholung, die im April an der Barriere bei 158,24 EUR abgebremst wurde. Es folgte ein weiterer drastischer Abverkauf, der nach einem kurzen Halt an der 118,30 EUR-Marke bis an die Marke von 113,64 EUR führte. Hier startete die satte Erholung, die bislang Bestand hat und einen weiteren mittelfristigen Einbruch bis zur zentralen übergeordneten Unterstützung bei 105,10 EUR verhinderte.

Diese Erholung führte geradewegs über eine kurzfristige Abwärtstrendlinie und den Widerstand bei 126,22 EUR. Aktuell erreicht der Wert fast schon die wichtige Barriere bei 133,78 EUR. Kurzfristig könnte es jetzt zu einer Korrektur bis an den Bereich um 126,22 EUR kommen. Die Wucht des Anstiegs sollte jedoch nachwirken und diese Gegenbewegung relativ bald stoppen. Ein Ausbruch über die 133,78 EUR-Marke ist zu erwarten und dürfte die Aktie bis an die mittelfristige Abwärtstrendlinie bei rund 136,00 EUR führen. Darüber könnte sich die Erholungsrally bis 139,00 und 143,40 EUR fortsetzen, ehe mit einer größeren Korrekturphase zu rechnen ist.
Deutlich unter 126,22 EUR sollte der Wert jetzt dagegen nicht mehr fallen, um das neu gewonnene Aufwärtsmomentum nicht zu gefährden. Darunter könnte es im Bereich der langfristigen Aufwärtstrendlinie bei 123,00 EUR zu einer Bodenbildung kommen. Andernfalls wäre unterhalb von 122,12 EUR mit einem weiteren Test der 113,64 EUR-Marke zu rechnen.

GOLD - Niemandsland

Eingekeilt zwischen der Hürde bei 1.433 USD und der Unterstützung bei 1.414 USD versuchen die Käufer die jüngste Rally beim Goldpreis fortzusetzen, während die Bären an einer Topbildung arbeiten. Wer zuerst zuckt, hat verloren.

Widerstände: 1.433 + 1.465 + 1.487
Unterstützungen: 1.391 + 1.366 + 1.346
Rückblick: Ende Mai brach der Goldpreis aus einem Konsolidierungsdreieck dynamisch nach oben aus und überschritt das damalige Jahreshoch bei 1.346 USD. Es folgte eine steile Kaufwelle, die bis an den Widerstand bei 1.433 USD reichte. Nach einer weiteren dreiecksförmigen Korrektur sprang der Wert in der Vorwoche über 1.433 USD an, wurde jedoch bereits bei 1.452 USD abverkauft. Seither oszilliert das Edelmetall unterhalb der Hürde bei 1.433 USD seitwärts.
Charttechnischer Ausblick: Der Rückfall unter 1.433 USD hinterlässt einen bärischen Beigeschmack. Denn damit wurde nicht nur der Anstieg gestoppt, sondern bereits weite Teile des letzten Aufwärtsimpulses wieder korrigiert. Sollte Gold jetzt aber über 1.433 USD steigen, könnte die 1.452 USD-Marke attackiert werden. Darüber wäre ein Anstieg bis 1.465 USD möglich, ehe die Bären dort erneut zuschlagen dürften. Erst darüber wäre die Rally reaktiviert und die Ziele bei 1.487 und 1.510 USD erreichbar. Ein Bruch der Unterstützung bei 1.414 USD würde dagegen ein bärisches Signal liefern und zu Abgaben bis 1.391 USD führen. Darunter droht bereits ein dynamischer Einbruch bis 1.366 und 1.346 USD.

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US-Industrie: Ein Lebenszeichen!

Der US-Industrie geht es nicht viel besser als z.B. der deutschen Industrie, also schlecht. Nun kommt gerade von dort ein Lebenszeichen.

Die Schwäche der US-Industrie wird von vielen als irrelevant abgetan. Persönlich sehe ich das anders, weil auch viele Dienstleistungsbranchen (etwa Transport) an der Industrie hängen. Der Einfluss der Industrie auf die Gesamtwirtschaft ist größer als viele glauben. Nun gibt es aber Hoffnung, dass man sich nicht weiter sorgen muss, denn die Industrie sendet ein Lebenszeichen.
Es hat aber nicht im produzierenden Gewerbe begonnen. Begonnen hat der Rebound beim Konsumenten. Der Konsum, exklusive Treibstoff (die Volatilität der Treibstoffpreise verzerrt die Daten), war um den Jahreswechsel schwach. Seit der Finanzkrise war er nicht mehr so stark eingebrochen.

Es blieb in den Folgemonaten volatil. Nun zeigt sich so langsam ein solideres Bild. Zwei Monate in Folge ging es relativ stark nach oben. Wird mehr nachgefragt, wird natürlich auch mehr produziert, sofern die Produzenten zuversichtlich in die Zukunft blicken. Sind sie pessimistisch, räumen sie lieber die Lager, anstatt neue Güter herzustellen.
An Optimismus hat es etwas gemangelt. Der Einkaufsmanagerindex für die USA ist seit Monaten auf Talfahrt (Grafik 2). Der regionale Index für New York, der Empire State Index, ist volatiler. Er bildet ja auch nur eine Region ab. Dafür ging es hier nach einem starken Einbruch zuletzt wieder deutlich nach oben. Der Index ist wieder im positiven Bereich.

Es gibt zumindest Ansätze von einem etwas besseren Ausblick. Einkaufsmanagerindizes laufen der realwirtschaftlichen Entwicklung ungefähr sechs Monate voraus. Die Talsohle könnte durchschritten sein. Das scheinen sich auch die Betriebe zu denken. In den vergangenen zwei Monaten stieg die Produktion wieder, nachdem sie davor vier Monate lang schrumpfte.

Die Industrie wächst also wieder. Im ersten Quartal schrumpfte sie. Das Wachstum scheint gut untermauert zu sein, da auch die Verbraucher wieder mehr kaufen. Es findet sich leider dennoch ein Haar in der Suppe. Zu erkennen ist dieses anhand des Lager-Umsatz-Verhältnisses.
Steigt das Verhältnis, sind die Lager voller. Sinkt es, kommt die Produktion nicht mehr nach. Die Lager leeren sich. Üblicherweise steigt das Verhältnis, wenn sich die Wirtschaft abkühlt. Es wird zu viel produziert, weil die Betriebe zu langsam auf den Abschwung reagieren. Die Lager füllen sich.
Die Industrie wächst nun wieder, dafür aber füllen sich die Lager. Das ist kein gutes Zeichen, da im Prinzip auf Halde produziert wird. Die Nachfrage ist nicht groß genug, um die Produktion abzuschöpfen. Daran ändert auch der Rebound des privaten Konsums nichts.
Ich bleibe daher vorsichtig. So wie die Aktienkurse auch einmal während eines Bärenmarktes steigen können, kann sich auch die Wirtschaft im Abschwung einmal erholen. Genau das scheint gerade zu geschehen.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW29

DOW JONES – Sprengt den Deckel!

Steht der Dow an einer wichtigen Wendemarke oder geht da noch mehr für die Bullen?

Dieser Imperativ ist gerade bitter nötig, denn der Dow Jones Industrial Average Index befindet sich aktuell direkt auf dem Niveau zweier Kurszielprojektionen und der einer Aufwärtstrendlinie, die die Oberseite einer potenziellen Expanding Triangle-Formation eingrenzt (blaue Linie im Chart).

Oberhalb von 27.400 Punkten könnte es dann Richtung 27.509/27.550 Punkte gehen. Bei 27.668 Punkten läge das Idealziel des Anstiegs in diesem Jahr. Darüber bei 27.750 Punkten ein weiteres Zielcluster.

Die Luft wird langsam dünn und nur ein massiver Ausbruch - idealerweise direkt über 27.750 Punkte- würde den Bullen wieder mehr Spielraum liefern. Der Anstieg über die nahen Hürden und bis ca. 27.550/27.668 Punkte könnte dennoch in den nächsten Stunden/Tagen noch erfolgen.

Erstes Warnsignal für eine nahende Korrektur bzw. ein nahendes Ende der Rally seit Januar wäre bereits der Bruch der 26.943 Punkte-Marke.

IBM - Satter Anstieg nach Zahlen

Die aktuellen Zahlen wurden gestern sehr positiv aufgenommen. IBM war gestern mit einem Anstieg von 4,59% mit Abstand größter Gewinner im Dow Jones.

IBM veröffentlichte bereits am Mittwoch nachbörslich Zahlen. Danach sank zwar der Umsatz wieder einmal. Er fiel um 4,2 % auf 19,16 Mrd. USD (Schätzung: 19,2 Mrd. USD) Allerdings zog der Gewinn von 2,4 Mrd. USD auf 2,5 Mrd. USD an. Das bereinigte Ergebnis je Aktie liegt bei 3,17 USD (Schätzung: 3,08 USD) Red Hat ist in diesen Zahlen nicht enthalten. Die IBM-Aktie befindet sich seit einem Allzeithoch bei 215,90 USD aus dem März 2013 in einer Abwärtsbewegung. Bis Weihnachten 2018 fiel die Aktie auf ein Tief bei 105,94 USD. Seitdem läuft eine starke Erholung. Diese führte zunächst zu einem Anstieg auf 145,39 USD. Nach einem doch deutlichen Rücksetzer kam es gestern zum Ausbruch über dieses Hoch. IBM bildete dabei eine sehr lange weiße Kerze aus. Mit diesem Anstieg näherte sie sich dem Abwärtstrend seit März 2017 bei aktuell ca. 153,48 USD deutlich an. Bei ca. 164,85 USD verläuft heute der Abwärtstrend seit März 2013.

Kurzfristig sollte IBM noch in Richtung 153,48 USD ansteigen. Dort könnte es zu einem Rücksetzer in Richtung 145,39 USD. Anschließend wäre ein Test des Abwärtstrends seit März 2013 möglich. Sollte es allerdings zu einem Rückfall auf Tagesschlusskursbasis unter 145,39 USD kommen, würde sich das Chartbild eintrüben.

MICROSOFT - Zahlen werden gut aufgenommen

Microsoft musste zuletzt zwar leichte Gewinnmitnahmen hinnehmen. Nach den aktuellen Zahlen kommt es aber voraussichtlich zu einem kleinen Kurssprung, der diese Verluste wieder ausgleicht.

Microsoft übertraf im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,37 USD die Analystenschätzungen von 1,22 USD. Der Umsatz lag mit 33,72 Mrd. USD über den Erwartungen von 32,78 Mrd. USD. Nachbörslich reagierte die Aktie gestern Abend positiv auf diese Zahlen. Die Aktie kletterte auf 140,00 USD und damit 3,58 USD bzw. 2,62 %.
Die Microsoft-Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Am 15. Juli 2019 markierte die Aktie ihr aktuelles Allzeithoch bei 139,54 USD. Danach kam es zu einigen Gewinnmitnahmen. Microsoft fiel im gestrigen Handel auf 134,67 USD zurück, drehte aber danach wieder nach oben. Der nachbörsliche anstieg würde die Aktie sogar auf ein neues Allzeithoch führen.
Trotz der Gewinnmitnahmen in den letzten Tagen bleibt das Chartbild Microsoft-Aktie bullisch. Weitere Kursgewinne in Richtung 144,60 und 151,93 USD erscheinen möglich. Sollte Microsoft aber am Allzeithoch scheitern, könnte es zunächst noch einmal zu einem Rücksetzer in Richtung 131,37 USD kommen. Damit wäre aber die übergeordnete Aufwärtsbewegung immer noch nicht gefährdet.

PALLADIUM - Korrektur vor dem Abschluss?

Nach dem Ausbruch über die letzte Hürde vor dem Allzeithoch, dem Widerstand bei 1.581 USD, gönnten sich die Bullen eine korrektive Pause. Diese könnte in Kürze beendet werden.

Widerstände: 1.581 + 1.619 + 1.655
Unterstützungen: 1.531 + 1.500 + 1.430

Rückblick: Nach der massiven Rally, die Palladium im März auf ein neues Allzeithoch bei 1.619 USD geführt hatte, schloss sich eine Korrektur an, die von den Bullen im Mai im Bereich von 1.282 USD gestoppt wurde. Seither läuft ein weiterer Aufwärtsimpuls, der zuletzt bereits über den Widerstand bei 1.581 USD geführt hatte. Doch mit dem Rückfall unter diese Barriere entwickelte sich eine leichte Gegenbewegung, die aktuell auf die Unterstützung bei 1.500 USD trifft.

Charttechnischer Ausblick: An der Unterstützung bei 1.500 USD könnte die Korrekturphase jetzt beendet werden und ein weiterer Angriff auf die Hürde bei 1.581 USD erfolgen. Wird die Barriere im zweiten Anlauf überschritten, käme es zu einem Angriff auf das Rekordhoch. Hier wäre erneut mit Gegenwehr seitens der Verkäufer zu rechnen. Darüber stünde allerdings eine Rallyausweitung bis 1.655 USD und 1.710 USD an. Bricht Palladium dagegen unter 1.500 USD ein, dürfte sich die Korrektur zunächst bis 1.470 USD ausdehnen. Können die Käufer dort jedoch keinen Boden ausbilden, käme es bereits zu einem Einbruch bis 1.430 USD.

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Die Erfolgsgarantie an der Börse?

Erfolg an der Börse soll so einfach sein! Man nehme sich eine Kopiervorlage und drückt einfach auf den Kopierbutton? Wer es glaubt, könnte ein böses Erwachen erleben. So einfach ist es nämlich nicht.

Zu später Stunde las ich gestern Abend noch einen Beitrag, der sich mit der Frage beschäftigte, wie man an der Börse erfolgreich werden kann: Der Schlüssel zum Erfolg an der Börse. Einer der Kernaussagen dieses Artikels lautete folgendermaßen: „…Ein sicherer Weg zum Erfolg beim Trading ist jemanden zu kopieren, der bereits erfolgreich ist…“

Eine durchaus einleuchtende Antwort an der einerseits viel dran ist, die andererseits aber weder neu, noch „vollständig“ ist. Es macht einfach keinen Sinn das Rad jedes Mal neu erfinden zu wollen und so ist es nur effizient, erfahrenen und erfolgreichen Tradern über die Schulter zu schauen. Aber ist es wirklich möglich, jemanden zu kopieren und ist dies dann auch ein sicherer Weg zum Erfolg? Ich bin mir in beiden Punkten nicht so sicher!

Eine verschwommene Kopiervorlage erzeugt nie eine scharfe Kopie

Betrachten wir zunächst die Chancen, einen erfolgreichen Trader aus "technischer Sicht" überhaupt kopieren zu können. Praktisch würde dies bedeuten, ein deckungsgleiches Abbild des Tradings zu erstellen. Dies wäre aber nur dann möglich, wenn das Trading aus exakten, unmissverständlichen und sich immer wiederholenden, identischen Regeln bestünde. Sobald der Trader auch nur kleinste Interpretationen und Erfahrungswerte nutzt, um Entscheidungen zu treffen, scheitert der Kopierversuch. Wir können eigene Erfahrungen sammeln, eigene Interpretationen vollziehen, aber diese nicht kopieren. Wenn Sie sich nun einmal in der großen, weiten Welt des Tradings umschauen, werden Sie feststellen, dass nahezu alle erfolgreichen Trader zwar grundlegenden Strategien folgen, diese aber nicht strikt systematisch anwenden. Man spricht vom sogenannten diskretionären Trading. Bildlich gesprochen ist die Kopiervorlage verschwommen.

Das Blatt passt nicht in den Kopierer

Neben diesem Effekt gibt es jedoch noch eine andere Schwierigkeit, die es zu beachten gilt. Klassische Ausbildungen innerhalb von Banken & Co folgen genau dem postulierten Prinzip: lerne von erfahrenen Tradern. Die Durchfallquote ist aber relativ hoch, wie kann das sein? Sehen wir vom Problem einer verschwommenen Kopiervorlage ab, stellt sich die Frage, warum trotz bester Voraussetzungen viele den Sprung zum erfolgreichen Trader nicht schaffen! An der Ausbildung bzw. den Lehrern und Methoden kann es eigentlich nicht liegen.

Verantwortlich für das Scheitern sind unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale. Wer beim Kopierversuch gegen eigene Charakterstärken und -schwächen handeln muss, für den ist das Trading ein ewiger Kampf. Ein solcher kann eine Zeit lang gut gehen, am Ende ist jedoch die Gefahr des Scheiterns sehr groß. Man stelle sich nur einmal einen ruhigen, bedächtigen, ja vielleicht sogar behäbigen Menschen vor, der im Hochfrequenzhandel ausgebildet werden soll. Das kann gar nicht gut gehen. Was bliebe, wäre die Option, seine eigene Persönlichkeit zu ändern. Gerne darf man sich bei dieser Frage mit Psychologen auseinandersetzen, in welchem Umfang dies überhaupt möglich ist und vor allem, welche Energie dafür aufgewendet werden muss.

Was ist nun dran an der Aussage, dass es an der Börse ein sicherer Weg zum Erfolg ist, jemanden zu kopieren, der bereits erfolgreich ist?

Fassen wir die bisherigen Gedanken zusammen, dann können wir der Aussage einerseits durchaus zustimmen, sie andererseits aber nicht uneingeschränkt stehen lassen. Ja, der schnellste Weg um das Trading zu lernen, besteht darin, einem erfahrenen Trader über die Schulter zu schauen. Bei der Wahl des Traders sollten Sie jedoch nicht willkürlich entscheiden. Es gibt viele Möglichkeiten an der Börse zu agieren. Suchen Sie sich einen Trader mit einem Tradingstil, der ihnen als Person entgegenkommt. Ihnen wird es dann wesentlich leichter fallen, die Person zu „kopieren“. Parallel dazu sollten Sie sich nicht scheuen, ihre eigenen Erfahrungen zu sammeln diese auch einfließen zu lassen. Das Grundgerüst Ihres Erfolges mag von einem erfolgreichen Trader stammen, Details jedoch dürfen durchaus von ihnen sein.

Viel Erfolg
René Berteit

Disclaimer

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW28

DOW JONES leicht über, DAX leicht unter Widerstand

Kurzfristig geht die Schere zwischen US und europäischem Aktienmarkt wieder auseinander. Die US Pendants sind technisch stärker.
Der Dow Jones schiebt sich seit mittlerweile 3 Wochen über seine entscheidende charttechnische Hürde bei 26.700 Punkten, der DAX ist unter seine analoge Marke bei 12.460 abgefallen. Auffallend in beiden Märkten ist die geringe Dynamik. Geringe Dynamik ist ein Zeichen dafür, dass es beide Seiten, - Bullen und Bären -, nicht wirklich starken Handlungsbedarf haben. Geringe Dynamik ist eher im Sinne einer Wartehaltung zu interpretieren.

DAX
Intakter Aufwärtstrend seit Jahresbeginn 2019. Wenig dynamisch.
In den zurückliegenden Handelstagen hat sich der DAX seine Zähne an der Hürde bei 12.460 Punkten ausgebissen. Der Fehlausbruch muss kurzfristig verdaut werden, weshalb Spielraum in den 12.000 Punktebereich einkalkuliert werden muss. Ein größeres bärisches Trendwendesignal liegt nicht vor.

DAIMLER rutscht in die Verlustzone

Daimler zeigt sich schon seit Tagen in keiner guten Verfassung. Nach den aktuellen Zahlen bessert sich das nicht.
Der Fahrzeugbauer Daimler musste seine Ergebnisprognose erneut senken. Der Autobauer aus Stuttgart hatte seinen Ausblick vor knapp drei Wochen wegen steigender Kosten für die Bewältigung der Dieselaffäre bereits gesenkt. Daimler erwartet nun ein konsolidiertes EBIT "deutlich unter dem Vorjahreswert", so das Unternehmen bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal. Die erneute Senkung sei vor allem auf höhere Rückstellungen im Rahmen der Dieselaffäre und den erweiterten Rückruf von Takata-Airbags zurückzuführen.

Das EBIT von Daimler ist im 2. Quartal auf -€1,6 Mrd im Vergleich zum Vorjahreswert €2,6 Mrd deutlich eingebrochen. Grund seien vor allem höhere Rückstellungen wegen der Dieselaffäre und der Rückrufaktion von Takata-Airbags.

Quelle: Guidants News

Daimler markierte im März 2015 ein Mehrjahreshoch bei 96,07 EUR. Danach drehte die Aktie nach unten und befindet sich seitdem in einer starken Abwärtsbewegung. Am 02. Januar 2019 markierte der Wert das bisherige Tief in dieser Abwärtsbewegung bei 44,51 EUR. Von dort aus erholte er sich zunächst deutlich und kletterte bis 23. April 2019 auf ein Hoch bei 60,00 EUR. Seit diesem Hoch fällt der Aktienkurs aber wieder deutlich zurück. Am 31. Mai kam es zu einem Tief bei 45,71 EUR. Der anschließende Versuch, das Dividendengap vom 23. Mai zu schließen, gelang nur teilweise. Am 01. Juli prallte Daimler am EMA 50 nach unten ab. Heute eröffnet die Aktie deutlich schwächer und reißt ein Abwärtsgap. Sie fällt auf das Tief vom 02. Januar 2019 und damit auf das Tief in der Abwärtsbewegung seit März 2015 zurück. In den ersten Minuten des heutigen Handels hält diese Marke noch.

Sollte Daimler per Tagesschlusskurs unter 44,51 EUR abfallen, dann würde eine weitere Verkaufswelle in Richtung 40,00 EUR drohen. Dort könnte Daimler auf eine potenzielle untere Trendbegrenzung treffen. Damit sich das Chartbild wieder ein wenig aufhellt, müsste die Aktie zumindest über 46,38 EUR und damit über das heutige Gap ansteigen. Aber auch das wäre zunächst nur eine kleine Verbesserung des Chartbildes.

SAP - Wo bieten sich neue Chancen?

SAP ist nach Marktkapitalisierung aktuell das wertvollste Unternehmen in Deutschland. Daher ist die Aktie im DAX auch hoch gewichtet. Größere Bewegung in SAP beeinflussen also den DAX maßgeblich.
Die SAP-Aktie gehört zu den ganz starken Aktien im DAX. Sie ist eine der wenigen, die in diesem Jahr ein neues Allzeithoch erzielten. Mit einem Plus von gut 40 % befindet sie sich hinter Adidas auf Platz 2 der Gewinnerliste im DAX für das Jahr 2019.

Kurzer Blick auf die Fundamentaldaten:

SAP erzielt seit vielen Jahren Gewinne. Seit 1999 (so lange reichen die vorhandenen Daten zurück) gab es kein Jahr, in dem das Unternehmen einen Verlust erwirtschaftete. Insgesamt ist eine klare Aufwärtstendenz zu sehen, wobei der Chart der Gewinne einem Treppenchart gleicht. Für 2019 wird ein Gewinnsprung auf 4,90 EUR erwartet. 2020 soll der Gewinn bei 5,46 EUR liegen. Das ergibt bei einem gestrigen Schlusskurs bei 121,92 EUR ein KGV von 24,88 für 2019 und eines von 22,33 für 2020.

Der Umsatz steigt seit 1999 deutlich an. Es gab in diesen Jahren nur 2 Umsatzrückgänge, der letzte stammt aus dem Jahr 2009. Für 2019 wird aktuell ein Umsatz von 27,44 Mrd. EUR erwartet, für 2020 einer von 29,56 Mrd. EUR.

Die Dividende entwickelt sich auch klar nach oben. Für 2019 rechnen Analysten/-innen im Durchschnitt mit einer Ausschüttung von 1,54 EUR. In 2020 soll die Dividende auf 1,75 EUR ansteigen. 1999 lag sie noch bei 0,39 EUR.

Wie sehen Analysten die SAP-Aktie?

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen 34 Einschätzungen vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 126,35 EUR und damit 3,38 % über dem gestrigen Schlusskurs.

22 Analysten/-innen sehen die Aktie positiv (20mal Kaufen, 2mal Übergewichten). 9 Einschätzungen fallen neutral aus. 3 Häuser sehen SAP skeptisch. (3mal Untergewichten)

Wie lässt sich das Chartbild interpretieren?

Die SAP-Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese startete mit dem Tief bei 9,95 EUR im Oktober 2002. Diese Aufwärtsbewegung lief nicht glatt ab, das tut keine solch langfristige Rally. Aber die Tendenz blieb ungebrochen. Im September 2018 erreichte der Wert ein Hoch bei 108,52 EUR. Dieses Hoch durchbrach er am 24. April 2019 im Zuge der letzten Quartalszahlen. Anschließend kam es zu einem neuen Allzeithoch bei 117,08 EUR, ehe Gewinnmitnahmen den Wert auf das alte Allzeithoch zurückführten. Dort drehte SAP am 04. Juni wieder nach oben und setzte zu einem weiteren Rallyschub an.

Dieser führte inzwischen erneut zu einem neuen Allzeithoch bei 125,00 EUR. Seit einigen Tagen kommt es aber wieder zu Gewinnmitnahmen. SAP setzt aktuell also etwas zurück. Verkaufsdruck oder gar eine Topformation zeigen sich dabei aber bisher nicht.

Diese Gewinnmitnahmen können praktisch jederzeit enden. Ein Rückfall in Richtung 117,08 EUR und damit auf das letzte Allzeithoch wäre aber im Rahmen dieser Gewinnmitnahmen völlig unproblematisch. Anschließend könnte SAP noch in den Bereich um 131,50-132,00 EUR vordringen. Dort würde die Aktie auf obere Trendbegrenzungen treffen, die nach der Rally der letzten Monate höchstens temporär überwunden werden dürften. Ein Tagesschlusskurs unter 117,08 EUR wäre unschön und könnte zu einer deutlichen Ausdehnung der durch die aktuellen Gewinnmitnahmen ausgelösten Konsolidierung führen.

Fazit: Aufwärtstrend ist intakt

Aufgrund der aktuellen Bewertung kann SAP sicherlich nicht als billig angesehen werden. Aber das war die Aktie in den vergangenen 20 Jahren auch nur selten. Die aktuelle Bewertung bewegt sich in etwa in dem üblichen Rahmen. Daher ist nach oben nicht viel Luft, aber nach unten aus bewertungstechnischer Sicht aktuell auch wenig Druck.

Charttechnisch ist die Aktie auf mittelfristige Sicht von einigen Wochen nach wie vor ein interessanter Kandidat. Die längeren Trends zeigen alle nach oben. Nur im ganz kurzfristigen Bereich kommt es aktuell zu einer Gegenbewegung, was aber in mittel- und langfristigen Aufwärtstrends etwas völlig Normales ist.

Wie könnte man diese Aktie handeln?

Im ganz kurzfristigen Bereich ist keine Hektik notwendig. Die Gewinnmitnahmen sind schon zu weit gelaufen, um hier die Shortseite noch mit einem annehmbaren CRV spielen zu können. Auf der Longseite könnte man sich aber beispielsweise mit einer Limitorder im Bereich um 117,20 EUR auf die Lauer legen.

Bei einem Ziel bei 131,50 ergäbe sich damit eine Chance von 14,30 EUR. Mit dem SL könnte man sich an der Marke bei 117,08 EUR, also am letzten größeren Zwischenhoch orientieren und das SL 2 % daruntersetzen. Dies läge also bei 114,74 EUR. Damit ginge man ein Risiko von 2,46 EUR ein. Das CRV läge in so einem Fall bei 5,81 EUR. Um mit vielen Trades, die ein CRV von 5,81 aufweisen, vor Kosten den Break Even Punkt zu erreichen, bräuchte man eine Trefferquote von 14,68 %.

PALLADIUM - Drei Schritte vor, ein Schritt zurück

Nach dem Ausbruch über den letzten Widerstand vor dem Allzeithoch, der Hürde bei 1.581 USD, gönnen sich die Bullen bei Palladium eine korrektive Pause. Der nächste Anstieg dürfte allerdings nicht lange auf sich warten lassen.

Widerstände: 1.581 + 1.619 + 1.655
Unterstützungen: 1.531 + 1.500 + 1.430

Rückblick: Mit dem Bruch einer steilen Abwärtstrendlinie und dem Überschreiten der Hürde bei 1.370 USD schloss Palladium im Juni eine Bodenbildungsphase ab und zog anschließend mit enormer Dynamik über die Hürden bei 1.430 und 1.500 USD an. Damit wurde der Abverkauf seit dem Allzeithoch vom März gestoppt. In der Folge erreichte der Wert auch die Barriere bei 1.581 USD, die zuletzt bereits kurzzeitig überschritten wurde.
Charttechnischer Ausblick: Im gestrigen Handel setzte Palladium zwar wieder unter diesen Widerstand zurück, die Wucht des Anstiegs des letzten Monats ist jedoch ungebrochen. Ausgehend von 1.531 USD, spätestens jedoch bei 1.500 USD könnte bereits die nächste Kaufwelle starten und bei einem Anstieg über 1.581 USD direkt bis 1.619 USD führen. Wird das Rekordhoch überschritten, liegen die nächsten Ziele bei 1.655 und 1.708 USD.

Abgaben unter 1.531 USD würden die Rally dagegen nicht in Frage stellen. Erst bei einem nachhaltigen Bruch der 1.500 USD-Marke hätte eine größere Korrektur begonnen, die durchaus bis 1.460 USD zurückführen kann. Dort dürften die Bullen den Aufwärtstrend fortsetzen. Darunter wäre allerdings ein weitreichendes Verkaufssignal aktiviert und ein Ausbruch auf neue Höchststände in den kommenden Monaten nicht mehr wahrscheinlich.

Nur Bares ist Wahres!

Das sind doch nur Buchverluste! Die sitze ich aus! Die Aktie kommt ja wieder und solange ich nicht verkaufe, sind auch die Verluste nicht real! Wirklich?

Viele Trader gehen relativ leger mit ihren Vermögenswerten um, vor allem wenn es sich um Buchverluste bzw. Buchgewinne handelt. Aber auch in der Finanzliteratur und im Internet ist immer wieder einmal zu lesen, dass nur „Bares wahres ist“. Ein beliebter Spruch auf der Verlustseite ist, „…dass dies halb so schlimm sei, schließlich sind es nur Buchverluste. Erst wenn ich realisiere, wird auch der Verlust real, aber das mache ich.

Oft genutzt ist auf der Gegenseite folgendes: „…wenn Sie Ihren Stopp in den Gewinn ziehen, haben Sie einen Freetrade und können nichts mehr verlieren. Jetzt können Sie...“. Und abschließend noch ein Beispiel, welches mir im Rahmen des Coachings ab und an über den Weg läuft, natürlich schön überspitzt formuliert, damit es richtig wirkt: „Ich habe ein Portfolio aus 100.000 EUR gebildet und am Anfang lief es auch gut. Die Performance lief bis 1 Mio. EUR hoch, aber dann kam der dumme Bärenmarkt. Den habe ich natürlich ausgesessen, immer in der Hoffnung, die Kurse ziehen wieder an, aber als das Depot dann wieder bei 110.000 EUR stand, habe ich alles verkauft. Puh, was für eine Achterbahnfahrt, aber wenigstens nichts verloren.“

Alle diese Aussagen sind natürlich völliger Nonsens. Bleiben wir bei unserem genialen Investor aus dem letzten Beispiel, dann mag die Wahrheit schmerzen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dieser 890.000 EUR verzockt hat. Er hätte jederzeit sein Depot bei 1 Mio. EUR, bei 750.000 EUR, ja gar bei 200.000 EUR auflösen können. Ob das Vermögen nun in Bargeld oder als Mix aus Bargeld und Depotbeständen besteht, ist für Ihr echtes, wahres Vermögen im Trading unbedeutend. Sie können beides jederzeit über die Börse umwandeln. Nur weil ein Gewinn oder Verlust aus einem Geschäft noch nicht realisiert ist, ist dieser nicht weniger real!

Wer jetzt immer noch zweifelt und Buchgewinne bzw. Buchverluste als „minderwertige, nichtreale“ Größen ansieht, der kann einen Blick auf folgende Abbildung werfen. Auf der linken Seite sehen Sie die Performancekurve einer Strategie, blau für die ausschließlich realisierten Trades und orange inkl. aller Buchgewinne und –verluste. Rechts daneben sehen Sie die dazugehörige Statistik, die sich natürlich in Sachen Trefferquote etc. nur auf die realisierten, also geschlossenen Geschäfte beziehen kann.

Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Ja Sie sehen richtig, die Strategie hat bei 378 Trades de facto keinen Verlusttrade (Trefferquote 98 %) und die Performancekurve der abgeschlossenen Trades zeigt kontinuierlich nach oben bzw. in schwierigen Phasen maximal seitwärts. Würde ich mit nur diesen beiden Daten werben und Ihnen das System für teures Geld verkaufen, liefe spätestens dann meine Telefonleitung heiß, wenn Sie das System handeln. Dann laufen Sie nämlich die orangene Performancekurve mit all dem Auf und AB entlang und spätestens dann dürften Sie mir Augenwischerei und mehr vorwerfen. Von wegen, nur Gewinntrades etc. Was ist mit all den Buchverlusten zwischendrin?

Falls ich Sie immer noch nicht überzeugen konnte, dass auch Buchgewinne und –verluste sehr real sind, dann soll es so sein. Für 5.000 EUR gehört die Strategie Ihnen ;-).

Fazit

Als Trader sollten Sie keinen Unterschied zwischen realisierten Tradingergebnissen und Buchgewinnen und –verlusten machen. Wir sagen salopp zwar, dass wir an der Börse sind, um Geld zu verdienen, aber korrekter wäre zu formulieren, dass wir hier sind, um unser Vermögen zu mehren. Dies schließt nämlich Buchgewinne und Buchverluste mit ein. Relevant wird das Thema innerhalb des Risiko & Moneymanagements, wenn Sie sich bspw. fragen, wie groß die Positionsgröße des nächsten Trades sein darf. Ganz essentiell ist das Thema auch beim aktiven Management offener Positionen, wie unsere Eingangsbeispiele zeigten. Ein Depotwert von 1 Mio. EUR zurück auf 110.000 EUR fallen zu lassen, macht genauso wenig Sinn, wie an einem Verlusttrade festzuhalten, nur mit der Begründung, dass es ja nur Buchverluste sind. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW27

DAX - Minimalziele sind erreicht

Mit der Aussicht auf erneute geldpolitische Stimuli von Seiten der EZB erklomm der DAX® im Wochenverlauf ein neues Jahreshoch im Bereich 12.650 Punkte.
Die Tatsache, dass nun wieder Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit zwischen China und den USA besteht, trug ebenfalls zum aktuellen Optimismus bei.
Mit der feiertagsbedingten Abstinenz der amerikanischen Marktteilnehmer (Independence Day) gab es am Donnerstag keine neuen Impulse. Aus charttechnischer Sicht hat der deutsche Leitindex einen kompletten 5-welligen Aufwärtsimpuls absolviert und ist somit nun anfällig für technische Korrekturen.
Da bislang keine bestätigte Topbildung vorliegt, kann eine Ausdehnung in Richtung 12.700 bis 12.800 Punkte nicht ausgeschlossen werden, aus charttechnischer Sicht wird jedoch für die kommenden Handelstage tendenziell der Beginn einer technischen Korrekturbewegung präferiert. Diese könnten den deutschen Leitindex demnächst noch einmal in den Bereich um 12.200 Punkte führen.

1&1DRILLISCH - Erholung geht weiter

1&1Drillisch überwand gestern eine Hürde, welche die Erholung der letzten Wochen einige Tage gebremst hatte.
Die 1&1Drillisch-Aktie markierte am 09. Januar 2018 ein Allzeithoch bei 72,35 EUR. Anschließend drehte die Aktie stark nach unten. Seit dem Erholungshoch vom 15. Juni 2018 läuft diese Bewegung in einem Trendkanal ab. Am 12. Juni endete die 5G-Auktion. In den Tagen danach gab es heftige Kursausschläge. Die 1&1Drillisch-Aktie fiel dabei auf ein Tief bei 24,10 EUR und setzte damit auf der unteren Begrenzung des Kanals auf.

Dort startete eine Erholung. Diese geriet am 25. Juni am EMA 50 bei aktuell 29,58 EUR ins Stocken. Gestern brach die Aktie aber mit einer langen weißen Tageskerze über diese EMA aus. Damit deutet sich eine Fortsetzung der Erholung an. Allerdings liegen bei 31,76 und bei 34,46 EUR bereits wieder wichtige Hürden.

Kurzfristig könnte 1&1Drillisch in den nächsten Tagen in Richtung 31,76 EUR ansteigen. Später könnte es sogar zu Gewinnen in Richtung 34,46 EUR kommen. Sollte die Aktie allerdings unter 28,42 EUR abfallen, wären die Chancen auf eine weitere Erholung erst einmal dahin.

INFINEON - Bullen starten Rallyversuch

Infineon musste nach dem Hoch vom Montag einige Verluste hinnehmen. Diese Gewinnmitnahmen könnten aber bereits wieder zu Ende sein.
Die Infineon-Aktie musste nach dem Hoch vom 15. Juni 2018 bei 25,76 EUR deutliche Verluste hinnehmen. Bis 18. Juni fiel der Wert auf ein Tief bei 13,42 EUR.

Damit notierte er kurzzeitig sogar unter dem Aufwärtstrend seit September 2012. Er erholte sich aber schnell von diesem Rückfall. Am Montag übersprang die Aktie den Widerstand bei 15,75 EUR mit einem großen Aufwärtsgap und kletterte zunächst noch auf 16,80 EUR. Anschließend kam es aber zu Gewinnmitnahmen. Am Mittwoch drehte Infineon auf der Marke bei 15,75 EUR leicht nach oben. Gestern kam es zu minimalen Gewinnen.

Damit besteht die Chance, dass die Infineon-Aktie ausgehend von der Unterstützung bei 15,75 EUR die Erholung seit 18. Juni fortsetzt. Ein Anstieg bis knapp über 18,00 EUR ist möglich. Kommt es zu einer Ausdehnung der Erholung wäre sogar ein Anstieg an den Abwärtstrend seit Juni 2015 denkbar. Dieser verläuft heute bei ca. 20,72 EUR. Sollte es allerdings zu einem Tagesschlusskurs unter 15,75 EUR kommen, wäre die Erholung der letzten Wochen wohl schon wieder vorbei.

Wie könnte ein aktiver Trader nun vorgehen?

Das Hauptszenario der zugrunde liegenden Analyse ist bullisch. Somit wären Longpositionen interessant. Man könnte beispielweise zum aktuellen Kurs von 16,15 EUR eine Longposition eröffnen. Für eine Absicherung könnte man sich an der Marke bei 15,75 EUR orientieren.

Das erste Ziel liegt etwas über 18,00 EUR. Für die Rechnung nehme ich 18,00 EUR. Damit ergibt sich eine Chance von 1,85 EUR. Das SL könnte man etwa 2 % unter der Marke von 15,75 EUR setzen. Es läge dann bei 15,44 EUR. Damit ginge man ein Risiko von 0,31 EUR ein. Das Chance/Risiko Verhältnis läge damit bei 5,97. Um mit vielen Trades mit einem derartigen CRV vor Kosten den Break Even Punkt zu erreichen, bräuchte man eine Trefferquote von 14,35 %.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktie bis auf 18,00 EUR ansteigt, ohne vorher auf oder unter 15,44 EUR zu fallen, dürfte etwas höher liegen. Sie kann zwar nur geschätzt werden, aber 20 % Eintrittswahrscheinlichkeit erscheint hier nicht unrealistisch. Zudem bestünde sogar noch die Chance auf eine Ausdehnung der Rally an den Abwärtstrend seit Juni 2018.

Insgesamt wäre das also ein attraktiver Trade. Allerdings muss man sich über eines im Klaren sein. Die große Mehrzahl derartiger Trades werden relativ kleine Verluste mit sich bringen. Es wird nur wenige Gewinnertrades geben.

PALLADIUM - In Schlagdistanz zum Allzeithoch

Auch nach vierzig Tagen Aufwärtstrend und einem Zugewinn von knapp 25% lassen die Bullen bei Palladium bislang keine Korrektur zu. Das Rekordhoch bei 1.619 USD fest im Blick, bereiten sie den nächsten Aufwärtsimpuls vor.
Widerstände: 1.581 + 1.619 + 1.655
Unterstützungen: 1.531 + 1.500 + 1.430
Rückblick: Nach der Ausbildung eines neuen Rekordhochs bei 1.619 USD setzte bei Palladium eine starke Korrektur ein, die an der Unterstützungszone bei 1.282 USD wieder auf Käufer traf. Ihnen gelang mit dem Bruch der steilen Abwärtstrendlinie und dem Wiederanstieg über die Hürde bei 1.430 USD die Ausbildung eines weiteren Aufwärtstrends. Dieser führte zuletzt über die Barrieren bei 1.500 und 1.531 USD. Knapp unterhalb des Allzeithochs bereiten die Bullen den nächsten Angriff auf die Marke vor.
Charttechnischer Ausblick: Nachdem trotz der fortgeschrittenen Rally auch in den letzten Tagen keinerlei Abgabedruck zu verzeichnen war, dürfte die Kaufwelle in Kürze fortgesetzt werden und über 1.581 USD führen. Am Allzeithoch wäre dann wieder mit einer stärkeren Gegenbewegung zu rechnen, ehe auch diese Marke dem Ansturm der Bullen zum Opfer fallen könnte. Die Folge wäre ein Aufwärtsimpuls bis 1.655 und 1.710 USD.

Kann die 1.581 USD-Marke dagegen wider Erwarten nicht direkt gebrochen werden, stünde eine Korrektur bis 1.531 USD an, ehe der nächste Kaufimpuls in Richtung 1.619 USD starten könnte. Darunter wäre ein Rücksetzer auf 1.472 USD zu erwarten. Aber selbst eine solch tiefe Korrektur würde den Aufwärtstrend nicht in Frage stellen und weiter die Chance bieten, dass der Wert von dort aus bis 1.619 USD und darüber klettert. Erst ein Bruch der Unterstützung bei 1.472 USD würde für die Ausbildung eines mittelfristigen Tops auf dem aktuellen Niveau sprechen und das Signal für eine starke Abwärtsbewegung bis 1.370 USD und darunter liefern.

Wieviel Risiko ist gesund?

Das Risiko hat einen großen Einfluss auf Ihren Erfolg im Trading! Wieviel Risiko macht Sinn? Was ist die perfekte Risikogröße für Jedermann?
Im Rahmen des von mir betreuten Ausbildungspakets haben Sie die Möglichkeit, mir jederzeit Fragen rund um die Börse und das Trading zuzuschicken. Dabei tauchen immer wieder Fragen zum Thema Risiko im Aktienhandel auf, anhand denen wir eine weitere, wesentlich grundlegendere Problematik innerhalb des Handels besprechen können: „ich habe gehört…, ist das richtig?“. Bezogen auf das Risiko im Aktienhandel könnte die Frage bspw. so aussehen:

Hallo Herr Berteit. Mit wieviel Prozent Risiko steigen Sie auf einmal in Aktienpositionen deutscher Unternehmen ein, und wie verteilen Sie dieses? Ist es richtig, 3 % pro Trade zu riskieren, bzw. maximal diesen Betrag? Dies habe ich in einem ganz bedeutenden Buch gelesen. Danke und mit freundlichen Grüßen…

Meine Antwort würde dann wie folgt ausfallen:

Hallo Herr... Wichtig zu wissen ist zunächst, dass mein Steckenpferd eher der kurzfristige Intradayhandel ist, weniger bzw. zurzeit gar nicht der Aktienhandel. Aber diese Tatsache lassen wir einmal außen vor. Entscheidender ist doch, dass Sie nicht wissen wollen, mit welchen Risiken ich handele, sondern mit welchen Sie handeln sollten, oder? Ich würde vermuten, dieser Gedanke steckt hinter Ihrer Frage, oder?

Ihre eigenen Rahmenbedingungen sind entscheidend!

Ihre Hoffnung liegt jetzt darauf, dass ich Ihnen sage, Sie sollten ein Risiko von X% eingehen. Sie wünschen sich eine konkrete Zahl, nein, nicht eine, sondern DIE richtige Zahl. Aber genau so funktioniert Börse und Trading nicht. Um der Frage nachzugehen, müssen Sie sich selbst einige Antworten auf die folgenden Fragen geben:

Wie risikofreudig bin ich eigentlich? Egal welche konkrete Zahl objektiv die richtige wäre und in Büchern & Co oft genannt oder empfohlen wird, wenn Ihnen dieses Risiko zu hoch oder tief ist, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht diszipliniert handeln und Ihrer Strategie folgen können. Entweder, weil Sie bei jedem Trade Angst haben (Risiko zu hoch) oder weil Ihnen langweilig ist (Risiko zu niedrig). Also überlegen Sie einmal, mit welchen Risiken Sie sich wohl fühlen würden und welches Risiko Sie brauchen, um Ihre Ziele zu erreichen. Wollen Sie als risikofreudiger Händler Ihr Konto schnell in ungeahnte Höhen puschen (um dann ruhiger zu traden), dann können und sollten Sie auch mehr Risiko gehen.
Als risikoscheuer Trader hingegen sollten Sie selbst bei einem solch ambitionierten Ziel auf die Bremse treten. Das Risiko hat den größten Einfluss auf das Thema Emotionen und Psychologie – ein Thema, welches oft als zentraler Erfolgsfaktor genannt wird. In wenigen Worten bedeutet dies, wer über seine eigene Risikokomfortzone hinausschießt, geht „baden“.

Auch die Strategie bestimmt Ihr Risiko mit!

Aber nicht nur Sie und Ihre Ziele bestimmen, mit welchem Risiko Sie arbeiten können und wo die Grenzen liegen. Auch Ihre Strategie ist entscheidend. Eine Taktik, die eine gute Trefferquote und einen schönen harmonischen Verlauf im Konto mit sich bringt, ließe sich mit ganz anderen Risiken handeln, als eine Taktik, die zwar am Ende hoch erfolgreich ist, aber bis dahin einen volatileren Weg beschreitet. Nehmen wir ein konkretes Beispiel:

Taktik A hatte in der Vergangenheit bei einem 1 % Risiko einen zwischenzeitlichen Verlust von 10 %, war am Jahresende aber wieder dick im Gewinn. Hier würde eine Empfehlung von 2 % oder 3 % pro Trade keine Schwierigkeiten bereiten. Der ursprüngliche Drawdown von 10 % wird dann zwar auf 20 oder 30 % aufgebläht, aber das ist mathematisch gesehen noch kein KO. Taktik B hingegen hat ebenfalls am Jahresende einen dicken Gewinn produziert, vielleicht sogar noch höher als Taktik A. Aber sie hatte zwischenzeitlich eine schwierige Phase, in der das Konto 40 % im Minus stand. Schon rein rechnerisch würde eine Empfehlung von 3 % Risiko bei dieser Taktik in den Totalverlust führen und dass, obwohl die Taktik selbst eigentlich erfolgreich ist. Grund: Das Risiko ist für diese Taktik zu groß. So schnell kann eine gängige Empfehlung, zwischen 1 und 3 % Risiko pro Trade zu fahren nach hinten losgehen!

Das Trading sollte sich schon noch lohnen!

Abschließend möchte ich noch potentielle externe Zwänge anführen, die gerade Trader mit kleinen Konten treffen. Hier kann es schnell passieren, dass Empfehlungen von bspw. 1 % pro Trade zu riskieren eine so kleine Positionsgröße nach sich ziehen würde, dass sich das Trading allein mit Blick auf die Gebühren gar nicht lohnt. In diesem Fall wird der Trader von der Empfehlung abweichen oder aber anderweitig für ein bessere Verhältnis sorgen müssen (Brokerwechsel, mehr Kapital…).
So groß der Drang vieler Trader nach klaren Antworten auch ist, ich hoffe, es wird deutlich, was für Ihren Erfolg entscheidend ist! Sie und Ihr Umfeld legen die Rahmenbedingungen fest und diese Faktoren haben in letzter Konsequenz Vorfahrt vor pauschalen Empfehlungen.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW26

SMI - 10.000,00 Punkte - 10 Jahre

Der Schweizer Index (SMI) besticht seit Jahren durch seine relative Stärke und läuft zielstrebig in die Fünfstelligkeit, die 10.000,00 Punkte sind erreicht!

SMI – WKN: 996000 - ISIN: CH0009980894 
Börse: Indices SWX / Kursstand: 9.859,73 Punkte
Seit der Gründung des Elliott Wellen Pakets, vor knapp 10 Jahren, begleiten wir diesen Index in die Fünfstelligkeit. 10.000,00 Punkte sollten mal auf dem Kurszettel erscheinen und vor einigen Tagen wurden diese 10.000,00 Punkte tatsächlich registriert. Bekanntlich liegen noch höhere Ziele vor, aber jetzt gilt es jeden Schritt genauestens zu untersuchen. Ziehen wir heute einmal die klassische Charttechnik als lohnenswerte Unterstützung heran. Die 10.000,00er Marke wurde dynamisch erreicht und es waren auch im Vorfeld keine großartigen Verzögerungen und Schwächeerscheinungen zu erkennen. Hier diskutieren wir über einen Index mit einer enormen inneren Stärke, gerade auch im direkten Vergleich. Dennoch kann sich dieses Blatt auch irgendwann ändern, gerade wenn die Muster sich komplettieren und wichtige Schaltstellen erreicht werden.
Zurück zur klassischen Charttechnik, es lässt sich forciert aussagen, dass der Trend und das Kaufverhalten intakt ist, solange die 9800er Unterstützung nicht verletzt wird, spätestens aber bei einem Bruch der Aufwärtstrendlinie müsste das dominierende, bullische Szenario überdacht werden. Es werden im Laufe eines Basiswertes oft viele Unterstützungen und Trendlinien gebrochen, zurückerobert usw. entscheidend ist aber das Verhalten an Schaltpunkten, alles dazwischen dient lediglich der dekorativen Chartgestaltung.

Fazit: Der SMI Index konnte nach 10-jähriger Wartezeit das 10.000,00er Ziel erreichen. To be continued.
Andre Tiedje

LANXESS - Position nun enger absichern?

Die Lanxess-Aktie aktivierte in den vergangenen Tagen ein Kaufsignal. Anschließend zog der Kurs direkt weiter an und erreichte gestern den EMA200. Die Muster erlauben nun eine Stoppanhebung.
Am 7. Juni wurde das Stopp-Buy-Szenario bei der Lanxess-Aktie angepasst. Die Buy-Trigger-Marke wurde auf 48,50 EUR gesenkt.

Dieses Kaufsignal aktivierten die Marktteilnehmer am 20. Juni. Gestern erfolgte ein dynamischer Anstieg an die 200-Tage-Linie. An dieser vielbeachteten Durchschnittslinie (~52,00 EUR) könnten Gewinnmitnahmen folgen.

Sollte der EMA200 auf Tagesschlusskursbasis dagegen überschritten werden, könnte das ausgegebene Kursziel bei rund 55,00 EUR direkt erreicht werden.

Ein Anstieg über die massive Hürde bei 56,00 EUR wird aktuell nicht favorisiert.

ISRA VISION - Darauf haben wir lange gewartet

Die Aktie des Spezialisten für industrielle Bildverarbeitung klettert in dieser Woche auf neue Jahreshochs. Mit dieser Bewegung entstehen größere Signale.
Mit einem dynamischen Rallyschub sprang der Wert Ende Februar bis auf ein Jahreshoch bei 38,30 EUR. Anschließend passierte nicht mehr viel, in der Handelsspanne der beiden letzten Februartage pendelte sich der Wert in den folgenden Monaten seitwärts ein. Diese Seitwärtsrange wird jetzt nach oben hin verlassen. Was bedeutet das und wie könnte man jetzt handeln?

Nach dem Ende der trendlosen Seitwärtsphase könnte die im Dezember gestartete Aufwärtsbewegung weiter fortgesetzt werden. Es ist jetzt ein mittelfristiges Kaufsignal aktiv, welches weiteres Aufwärtspotenzial bis 48,50 - 50,00 und später zu den Allzeithochs bei 59,70 - 61,30 EUR bereithält.

Kursrücksetzer sollten jetzt möglichst bei 38,00 - 38,30 oder 35,00 - 35,50 EUR enden, um das Kaufsignal nicht zu gefährden. Unterhalb von 34,90 EUR per Tagesschluss wären Zweifel an einer bullischen Verlaufsvariante angebracht. Größere Verkaufssignale entstehen aber erst bei einem nachhaltigen Rückfall unter 30,30 EUR.

Wie könnte man jetzt handeln?

Longeinstiege sind ab jetzt attraktiv und könnten direkt und/oder bei Rücksetzern bis 37,00 - 38,30 EUR vorgenommen werden. Tradingziele liegen bei 48,50 - 50,00 und langfristig 59,70 - 61,30 EUR. Absicherungen wären (sehr kurzfristig) unterhalb von 36,80 oder (mittelfristig) unterhalb von 34,90 EUR per Tagesschluss möglich.

PALLADIUM - Kaufwelle erreicht Widerstandszone

Palladium befindet sich seit Monatsbeginn wieder im Rallymodus und steuert zielstrebig das Rekordhoch bei 1.619 USD an. Auf dem aktuellen Niveau könnte es dennoch zu einer kurzfristigen Konsolidierung kommen.
Widerstände: 1.581 + 1.619 + 1.655
Unterstützungen: 1.531 + 1.500 + 1.430

Rückblick: Seit dem Bruch der steilen kurzfristigen Abwärtstrendlinie und der anschließenden Rückeroberung des Widerstands bei 1.370 USD Anfang Juni, läuft bei Palladium eine weitere übergeordnete Kaufwelle. Diese durchbrach zuletzt auch die Hürden bei 1.500 und 1.531 USD. Aktuell nimmt die starke Aufwärtsbewegung die 1.581 USD-Marke ins Visier, die letzte Barriere vor dem Allzeithoch.
Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig könnte es im Bereich zwischen 1.531 und 1.581 zum Beginn einer mehrtägigen Korrektur kommen. Solange diese jedoch über 1.500 USD verbleibt, ist die Kaufwelle nicht davon betroffen und jederzeit mit einem Ausbruch über 1.581 USD und einem Angriff auf die 1.619 USD-Marke zu rechnen. Oberhalb des Rekordhochs könnte die Rally bereits bis 1.655 und 1.710 USD reichen.

Abgaben unter 1.500 USD könnten dagegen bei 1.472 USD auf Käufer treffen, die die Rally fortsetzen. Darunter wäre allerdings mit einem scharfen Einbruch bis 1.430 und 1.400 USD zu rechnen.

Ich will mehr, viel mehr!

Ich hätte auch gerne eine Strategie, die mich nach festen Regeln innerhalb kürzester Zeit zum Multimillionär macht und langfristig schon seit Jahrzehnten funktioniert. Früher oder später aber sollten Sie sich von diesem Traum lösen!

Jeder der an die Börse kommt, verfolgt mehr oder minder große Träume. Dabei herrscht meist die Vorstellung, dass es auch an der Börse Regeln für Kursbewegungen gibt, die man nur kennen, auswendig lernen und anwenden muss, um erfolgreich zu sein. Oft herrscht die Vorstellung, Börsenkurse folgen einem Pfad, einem „Gesetz“.

Dem ist leider nicht so. Die Börse ist ein chaotisch komplexes System mit meist nur kleinen Vorteilen für seine Akteure. Wie klein die Vorteile im Markt sind bzw. wie verquert die Vorstellungen diesbezüglich sind, sieht man spätestens, wenn man sich um statistische Tests bemüht. Viele Ideen sind langfristig gar nicht erfolgreich und die wenigen gewinnenden Taktiken hinterlassen eine gewisse Ernüchterung. Werfen Sie hierzu einen Blick auf die folgende Abbildung.

Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Sie sehen hier die Performancekurve und die dazugehörige Statistik eines auf Gaps basierenden Handelsansatzes. Die Taktik selbst ist im ProMax-Stream beschrieben und soll hier nicht weiter ausgearbeitet werden. Viel interessanter ist, dass diese Performancekurve immer noch zu viele „Aber“ hervorruft. Meinerseits wurde bspw. die hohe Tradingfrequenz und die damit verbundenen Gebühren als Kritikpunkt angebracht. Auch der Profitfaktor lässt mit 1,33 zu wünschen übrig, wobei sich dieser nach Gebühren nochmals deutlich verschlechtern würde. Andere mokierten den Kosten-Nutzen-Effekt. User Okont schrieb bspw., dass man ca. 3 Trades pro Tag macht, wobei man im Durchschnitt nur 12 EUR pro Tag verdient (vor Kosten, was nochmals unterstreicht, dass diese hier eine wesentliche Rolle spielen und extrem gering sein müssen). Da ist der Zeitaufwand doch viel zu hoch!

In meinen gut 16 Jahren Börse habe ich mich viel mit Statistik und Systemen beschäftigt und ja, ich entwickelte Strategien, die all diese Kritikpunkte nicht mehr hatten und mit denen man in relativ kurzer Zeit sehr reich hätte werden können. Das Problem dieser war jedoch immer, dass die Taktiken überoptimiert waren. So etwas sieht im Test genial aus, versagt aber in der Praxis gnadenlos.

Die andere Seite sind Taktiken, die auf möglichst wenigen, allgemeingültigen Regeln aufbauen. Zu dieser Kategorie gehört auch das hier dargestellte System. Das Problem der Überoptimierung stellt sich bei solchen Taktiken nicht, jedoch ist das Ergebnis weit von dem entfernt, was sich die meisten privaten Trader in Sachen Performance, Trefferquote & Co. vorstellen.

Auch wenn es mir leidtut, Ihnen das sagen zu müssen, aber die systembedingten Gewinne an der Börse wachsen nicht in den Himmel! Jede Taktik hat seine genialen Phasen, Phasen, in denen man schnell zum Millionär werden kann. Über längere Zeiträume relativiert sich jedoch vieles. Ein weltweit bekanntes Beispiel hierfür sind die Turtletrader, die mit einem einfachen Donchian-Channel-Ausbruchssystem innerhalb von 4,5 Jahren über 100 Millionen Dollar verdienten (Curtis M. Faith, Die Psychologie der Turtle Trader, S. 9). Heute werden Sie mit diesem Ansatz keinen Blumentopf gewinnen, um es einmal überspitzt zu formulieren. Die Turtles waren quasi zur richtigen Zeit mit der richtigen Taktik am richtigen Ort. Ein wenig Glück gehört anscheinend auch dazu, vor allem, wenn man absolute Ausnahmerenditen erwirtschaften möchte. Neben anderen Aspekten könnte dies auch eine der Gründe sein, warum man im institutionellen / professionellen Bereich keine Renditen von 100 oder mehr Prozent pro Jahr anstrebt. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW25

DAX – Neues Jahreshoch und nun?

Beflügelt von erneut aufgekommenen Zinssenkungsphantasien konnte das deutsche Börsenbarometer im Wochenverlauf auf ein neues Jahreshoch klettern.

Der deutsche Leitindex startete mit einem ordentlichen Satz nach oben in den gestrigen Handelstag und erreichte in der Folge das Long-Ziel bei 12.460 Punkten. Hier traten verstärkt Verkäufe auf und der Index schloss nach und nach das gerissene Gap.
Die Abgaben führten den DAX in Richtung des Supports um 12.330 Punkte, wo am heutigen Tage der Fokus der Marktteilnehmer liegen dürfte. Solange der Bereich verteidigt werden kann, auch ein Gap-Close bei 12.308 Punkten wäre noch in Ordnung, bleibt das Long-Szenario bis 12.600 Punkte bestehen.
Erst bei einem nachhaltigen Bruch muss auf die Short-Seite gedreht werden. Ein Rutsch auf den Support um 12.135 Punkten sollte dann einkalkuliert werden. Das Zwischenziel liegt bei 12.230 Punkten.

HENKEL - Wagen die Bullen einen zweiten Anlauf?

Konnte die Rally im Juni weiteres Kaufinteresse wecken, um die aktuellen Verkäufe in Henkel aufzufangen?
Für Henkel-Aktionäre tickt momentan die Uhr. Nach einem sehr starken Juni kam es ausgehend vom Widerstandsbereich bei 88,85 EUR zu Verkäufen. Damit wäre der Weg im Grunde für eine Fortsetzung des mittelfristigen Abwärtstrends frei und in diesem Fall würden neue Tiefs bei bzw. unterhalb von 80 EUR drohen.

Was den Bullen unterstützend unter die Arme greifen könnte, ist die große Dynamik, die sich in der Aufwärtsbewegung im Juni gezeigt hat. Die Bullen haben hier enormen Druck gemacht. Im Vergleich dazu sind die aktuellen Korrekturverluste zögerlich und dies wiederum unterstützt die Chance, noch einmal einen Anlauf nach oben zu sehen. Um für eine bessere Stimmung zu sorgen, müsste jedoch der Widerstandsbereich um 88,85 EUR überwunden werden. Kurzfristig könnte dann die nächste Entscheidungszone bei 92 EUR angelaufen werden.

Zusammenfassend sind die Käufer in der Henkel-Aktie momentan nicht gänzlich chancenlos. Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass diese noch einige Herausforderungen meistern müssen, um in der Aktie ein auch mittelfristig bullisches Umfeld zu erzeugen. Wer diese Risiken nicht eingehen möchte, wird sich eher weiter auf der Shortseite orientieren bzw. an der Seitenlinie warten.

BLACKROCK - Sehenswerter "Move"

Bei der Blackrock-Aktie hat es analytisch in den letzten Wochen alles gepasst. Sowohl das Short-Szenario als auch das Long-Setup war ein voller Erfolg. Nun wird es bedeutend komplizierter.
Der Switch von "short" auf "long" kam dann tatsächlich am Tief zustande, denn Anfang Juni beim Stand von 415,56 USD wurde ein Long-Szenario mit Ziel ~465,00 USD veröffentlicht.

Diese Zielzone wurde in dieser Woche mit einem Hoch bei 466,85 USD getroffen. Der gestrige Schlusskurs lag bei 465,58 USD und somit exakt an der dominanten Abwärtstrendlinie aus dem Jahr 2018.

Eine massive Widerstandszone liegt zudem bei rund 480,00 USD. D.h. erst ein Wochenschlusskurs über 480,00 USD würde ein handfestes Kaufsignal mit einem Ziel über der 550,00 USD-Marke bedeuten.

PALLADIUM - Bald zurück am Allzeithoch?

Mit dem Ausbruch über 1.463 USD haben die Bullen die ohnehin geringe Gefahr einer Korrekturfortsetzung bei Palladium beiseite gewischt und eine starke Trendbeschleunigung ausgelöst. Erst der Widerstand bei 1.531 USD konnte diese stoppen. Fragt sich nur, wie lange noch?

Widerstände: 1.531 + 1.581 + 1.619
Unterstützungen: 1.430 + 1.396 + 1.370
Rückblick: Palladium brach seit dem Allzeithoch vom März bei 1.619 USD in der Spitze um über 20 % ein, konnte jedoch Anfang Mai die Unterstützung bei 1.282 USD verteidigen und direkt im Anschluss für eine Erholung nutzen. Diese beschleunigte sich und wuchs sich zuletzt mit dem Ausbruch über 1.430 und 1.463 USD zu einer steilen Kaufwelle aus. Im gestrigen Handel stieg der Wert sogar über die Hürde bei 1.500 USD an und erreichte die in der letzten Analyse als Zwischenziel herausgearbeitete 1.531 USD-Marke.
Charttechnischer Ausblick: Zwar prallte Palladium gestern von der 1.531 USD-Marke nach unten ab, oberhalb von 1.430 USD ist der frische Aufwärtstrend jedoch voll intakt. Unterhalb von 1.500 USD dürfte die 1.430 USD-Marke im Rahmen einer leichten Korrektur auch angesteuert werden, ehe dort der nächste Kaufimpuls bis 1.531 USD folgen dürfte. Schon ein zwischenzeitlicher Anstieg über 1.500 USD wäre dabei aktuell ein Indiz dafür, dass die seit 1.531 USD laufende Gegenbewegung nur wenig Abwärtspotenzial generieren sollte. Wird die Barriere bei 1.531 USD mit oder auch ohne die skizzierte Korrekturphase überschritten, liegen die nächsten Ziele bei 1.581 und 1.619 USD. Sollte Palladium auch über das Allzeithoch und das rechnerische Kursziel bei 1.630 USD ausbrechen, könnte die Rally mittelfristig bis 1.655 und 1.710 USD führen.

Abgaben unter 1.430 USD könnten dagegen bei 1.396 bzw. 1.370 USD wieder aufgefangen werden. Unterhalb von 1.370 USD wäre der Anstieg dagegen beendet und ein Einbruch bis 1.282 USD zu erwarten.

Verluste begrenzen! So erfolgreich kann diese Börsenweisheit sein!

Zwei Fliegen mit einer Klappe! Eine einfache Strategie zeigt, wie wichtig es ist, Verluste zu begrenzen. Gleichzeitig kann sie auch als Basis für eigene Entscheidungen dienen.
Ich denke jeder Trader weiß, wie wichtig es für den Erfolg ist, Verluste schnell zu begrenzen und Gewinne tendenziell laufen zu lassen. Schließlich handelt es sich dabei um eine der ältesten Börsenweisheiten schlechthin. Wer daran seine Zweifel hat, kann einen Blick auf die folgende Strategie werfen, die die Weisheit eindeutig bestätigt und zudem noch hoch profitabel ist. Dabei ist sie weit davon entfernt, komplex und speziell zu sein. Ganz im Gegenteil, sie eignet sich perfekt für jeden Feierabendtrader.

Ein alter Hut!

Gleitende Durchschnitte sind eines der ältesten Werkzeuge im Rahmen der charttechnischen Analyse und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, inwieweit sie heute überhaupt noch Beachtung finden. Schließlich gibt es hunderte von modernen Indikatoren, die auf modernen Tradingplattformen wie Guidants zum Einsatz kommen. Dass sich trotzdem noch ein Blick auf diese Klassiker lohnt, zeigt die folgende Strategie. Gehandelt werden Tec-DAX-Aktien auf Tagesschlusskursbasis, wobei eine Longposition eröffnet wird, sofern der gleitende Durchschnitt SMA 200 per Schlusskurs überwunden wird. Fällt der Kurs hingegen wieder unter den gleitenden Durchschnitt zurück, ebenfalls auf Schlusskursbasis, wird die Position sofort wieder geschlossen. Sollte es hingegen zu einem Trend kommen, arbeiten wir mit einem Kursziel. Dieses variieren wir zwischen 5 und 99 % und wenden die Systematik auf alle momentan im Index gelisteten Aktien über die letzten 4.500 Handelstage an.

Ein beeindruckendes Ergebnis

Wie Sie der folgenden Grafik entnehmen können, ist die Taktik über alle Ziele profitabel. Der Gewinn steigt jedoch mit zunehmendem Kursziel deutlich an.

Quelle: Tradesignal Terminal

Auch das Risikoprofil kann überzeugen, wie Sie der folgenden Grafik entnehmen können. In dieser ist der sogenannte Profitfaktor abgebildet. Dieser ist zur Bewertung einer Tradingsstrategie besser als der reine Gewinn geeignet, da er auch zwischenzeitliche Verluste berücksichtigt. Im Spitzenwert von 2,549 verdient die Taktik also pro zwischenzeitlich verlorenem Euro 2,549 EUR zurück. Das ist eine wirklich beeindruckende Leistung.

Quelle: Tradesignal Terminal

Der große Haken

Anhand dieser einfachen Taktik kann man jedoch noch mehr erkennen. Spätestens wenn man auf die Entwicklung der Trefferquote schaut, bekommt man eine Vorstellung davon, warum es so vielen Tradern für schwerfällt, Gewinne laufen zu lassen bzw. Verluste sehr schnell zu begrenzen.

Quelle: Tradesignal Terminal

Je aggressiver man bei den Verlusten vorgeht, desto kleiner wird in der Regel die Trefferquote. Jedem Trader dieser Taktik dürfte klar sein, dass es in Konsolidierungszonen und Ranges zu ständigen Kreuzungen des gleitenden Durchschnitts kommt. In dieser Zeit summieren sich die Verlusttrades. Da der Verlust jedes Mal jedoch relativ klein ausfällt, reichen die wenigen echten Trends aus, um profitabel zu traden.

Werfen wir abschließend noch einen Blick auf den Klassiker schlechthin. Wir verzichten auf ein Kursziel und nutzen lediglich die Systematik des gleitenden Durchschnitts für den ein und Ausstieg.

Quelle: Tradesignal Terminal

In diesem Fall pushen wir die Kennzahlen noch einmal weiter nach oben. Der Profitfaktor beträgt nun satte 3,7325 EUR. Die Trefferquote liegt bei 17,62 %, da wir bei einer Investitionssumme von jeweils 5000 EUR aber nur ca. 141 EUR je Verlusttrade verlieren, während wir in positiven Trades durchschnittlich 2.443 EUR verdienen, ist die Strategie in Summe hoch profitabel.

Immer noch nicht überzeugt?

Mit einer einfachen Taktik habe ich versucht Ihnen zu zeigen, wie effektiv es ist, Trends zu handeln. Verluste schnell zu begrenzen und Gewinne auf der anderen Seite laufen zu lassen ist oftmals höchst profitabel. Die horrenden Gewinne sind jedoch der Lohn dafür, die Strapazen einer kleinen Trefferquote auf sich zu nehmen. Es dürfte alles andere als leichtfallen, einer solchen Strategie diszipliniert zu folgen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es sich lohnt.

Abschließend noch ein Wort in Richtung Handelbarkeit der hier vorgestellten Strategie. Diese diente vor allen Dingen als praktisches Beispiel dafür, um die Eingangsthese zu analysieren. Diese wurde bestätigt, auch wenn die Taktik im Test ein wenig theoretisierte. So blieben beispielsweise Handelskosten außen vor. Gleichzeitig können auch Programmierfehler und andere Datenprobleme nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Solche Dinge können die Performance im realen Handel negativ beeinflussen. Zudem sind vergangene Daten keine Garantie für zukünftige Ergebnisse, so dass der Handel der hier vorgestellten Systematik auf eigenes Risiko erfolgt.

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW24

Aktienmarkt sehr teuer: Ein paar Zinssenkungen reichen nicht

Anleger freuen sich zwar schon auf eine Zinssenkung und trauen dem Markt daher wieder mehr zu, doch diese Freude wird vorübergehend sein.
Ein paar Zinssenkungen reichen nicht, um das Ruder herumzureißen. Zunächst hat die US-Notenbank begrenzten Spielraum. Im Gegensatz zur EZB kann sie immerhin den Leitzins um 2,25 % senken, wenn sie will. Das ist besser als nichts. Da sich die Wirtschaft derzeit nicht in Schockstarre befindet und das Finanzsystem auch nicht am Abgrund ist, wird die Notenbank kaum innerhalb kurzer Zeit ihr ganzes Pulver verschießen. Sie hat aber einige Möglichkeiten, den Anlegern das Warten schmackhaft zu machen.

Beim nächsten Zinsentscheid gehen Anleger noch nicht davon aus, dass es zu einer Zinssenkung kommt. Käme sie, wäre das eine positive Überraschung. Die Notenbank kann aber auch anders überraschen. Bisher liegt ein Plan vor, bei dem die Bilanzverkleinerung bis September abgeschlossen sein soll.

Die Fed könnte diesen Termin vorverlegen und bereits im Juni oder Juli mit Quantitative Tightening (QT) aufhören. Auch das wäre eine angenehme Überraschung. Unterm Strich wird es dennoch nicht reichen, um allein durch die Geldpolitik den Aktienmarkt zu heben.

Das Research Haus Oxford Economics stellte einen engen Zusammenhang zwischen der Geldmengenveränderung und dem Aktienmarkt fest. Derzeit sinkt die Geldmenge relativ zur Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr (Abb 1).

Die Geldmengenveränderung läuft dem Aktienmarkt dabei ein Jahr voraus. Das zeigt bereits, dass eine Zinssenkung heute erst in einem Jahr so richtig wirkt. Derzeit hat der Markt auf der Unterseite einiges nachzuholen. Eine Zinssenkung oder das Ende von QT ändert daran wenig. Der Nachholbedarf wird dann kleiner, bleibt aber bestehen.

Der Zusammenhang aus Geldmengenveränderung und Aktienmarkt hat seit langem Bestand, ist aber vor allem seit der Finanzkrise besonders offensichtlich (Grafik 2). Der Markt hing schon immer am Tropf der Notenbank, seit 2009 aber ganz besonders.

Damit der Aktienmarkt allein durch die Geldpolitik nach oben katapultiert wird, wäre schon ein neues QE-Programm notwendig. Dieses kann kommen, aber nur, wenn es die Lage auch verlangt. Derzeit sieht es nach einem moderaten Abschwung aus. Das rechtfertigt kein QE.

Für Anleger kommt erschwerend hinzu, dass Aktien hoch bewertet sind. Es ist dabei unerheblich, welchen Maßstab man ansetzt – ob KGV, Kurs-Buchwert-, Kurs-Cashflow-Verhältnis usw. – auf allen Ebenen ist der Markt teuer.

S&P500

Ein paar Zinssenkungen können daran wenig ändern. Geldpolitische Lockerung hilft, keine Frage. Sie kann das Ruder aber nur herumreißen, wenn sie aggressiv erfolgt. Danach sieht es aktuell einfach nicht aus.

Vorfreude soll ja die schönste Freude sein. Anleger sollten sie ruhig genießen, denn die Fakten sprechen eine klare Sprache: es gibt keinen Grund zur Freude.

K+S – Neues Tief voraus?

Bayer steht vor neuem juristischen Ärger wegen der US-Tochter Monsanto. Der Landkreis Los Angeles reichte am Donnerstag beim zuständigen Bundesbezirksgericht Klage wegen angeblich vor Jahrzehnten verursachter Umweltschäden der US-Argrarchemietochter ein. Das Unternehmen müsse sich an den Kosten für die Säuberung von zahlreichen mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Strafschadenersatz zahlen, fordern die Kläger. Bayer teilte mit, dass die Vorwürfe haltlos seien und kündigte an, dass er sich energisch verteidigen werde.
Für Investoren war mit der K+S-Aktie in den letzten Jahren nichts zu holen, denn der Abwärtstrend seit 2009 ist weiterhin intakt. Kommt es nun endlich zu einer Trendwende?

Kurzfristig hat sich das Chartbild trotz des Dreifach-Bodens noch nicht wirklich verbessert, denn der Titel steht aktuell an seiner ersten markanten Widerstandszone bei rund 16,20 EUR. Unterhalb von 16,50 EUR überwiegen daher die Abwärtsrisiken. Zudem dürfte noch ein weiteres Tief fehlen, um eine Welle zu vervollständigen.

Sollte dagegen ein Tagesschlusskurs über der 17,00 EUR-Marke stattfinden, wären die Bullen im Vorteil. In diesem Fall wäre ein neues Jahreshoch knapp unter der 20,00 EUR-Marke möglich.

Fazit: Ein neues Tief würde der Aktie gut zu Gesicht stehen, denn dann wäre der Markt komplett bereinigt. Vorausgesetzt es folgt nach dem neuen Tief ein handfestes Reversal.

DEUTSCHE PFANDBRIEFBANK - Verkäufe nach Dividendenzahlung

Nach dem Dividendenabschlag müssen sich Anleger neu orientieren. Dabei herrscht momentan nur zögerliches Kaufinteresse.
Optisch scheint die Woche für Anleger in der Deutschen-Pfandbriefbank-Aktie eine Katastrophe zu sein. Um über 10 % brach der Aktienkurs in diesen Tagen ein und fiel damit auf das Kursniveau von März/April zurück.

Die Aktie befindet sich damit in einer Korrektur, die aber nicht durch Verkäufe, sondern durch den Dividendenabschlag am Dienstag eingeleitet wurde. Die Ausschüttung betrug 1 EUR je Aktie, womit sich nahezu sämtliche Kursverluste erklären lassen. Von echtem Verkaufsdruck kann also nicht gesprochen werden, vom Gegenteil aber leider auch nicht. Die Verkäufe setzten sich am Mittwoch noch fort und erst gestern nutzten die Bullen den Supportbereich um 10,75 EUR, um zuzuschlagen.

Überzeugend ist dies aber noch nicht, so dass auf der Longseite noch Vorsicht geboten ist. Eine kleine Umkehrformation wäre schon nicht schlecht, um ernsthaft auf eine neue Kaufwelle in Richtung Jahreshoch und später 13,92 EUR zu setzen. Bemühungen in diese Richtung könnte es die nächsten Tage aber geben. Setzen sich die Käufer dabei jedoch nicht durch, drohen weitere Abgaben auf 10,25-9,75 EUR.

PALLADIUM - Tage der Entscheidung

Palladium konnte sich in den vergangenen Tagen kräftig erholen. Jetzt befindet sich der Wert auf einem richtungsweisenden Kursniveau, auf dem das weitere Verhalten darüber entscheidet, ob die Kaufwelle fortgeführt wird oder ein erneuter signifikanter Abverkauf einsetzt.
Widerstände: 1.463 + 1.500 + 1.531
Unterstützungen: 1.370 + 1.310 + 1.282
Rückblick: Nach dem neuen Allzeithoch bei 1.619 USD wurde Palladium von einer Verkaufswelle erfasst, die den Wert bis unter die Unterstützungen bei 1.310 und 1.282 USD einbrechen ließ. Doch Anfang Mai wendete sich das Blatt zugunsten der Käuferseite, die nach der Rückeroberung der 1.310 USD-Marke eine Erholung bis 1.370 USD einleitete. Dabei wurde auch eine kurzfristige Abwärtstrendlinie überschritten. Nach einem Pullback an die Trendlinie löste sich der Wert Anfang Juni von der 1.310 USD-Marke und brach zuletzt über den Widerstand bei 1.370 USD aus.
Charttechnischer Ausblick: Aktuell schraubt sich der Palladiumpreis auch über die Barriere bei 1.430 USD nach oben. Dennoch könnte dieser Anstieg noch Teil einer Erholung seit Anfang April sein (siehe Chart unten). In diesem Fall würde es nach dem Erreichen der Zone um 1.500 USD zu einer weiteren mehrwöchigen Abwärtsbewegung in Richtung 1.282 USD kommen. Ob dieser Einbruch noch erfolgt, entscheidet sich damit auf dem aktuellen Kursniveau. Denn erst ein Ausbruch über 1.463 USD und ein Angriff auf die Hürde bei 1.500 USD würde für eine neue Aufwärtsbewegung seit 1.263 USD sprechen. In diesem Fall dürfte der Wert jedoch zügig bis 1.531 USD und darüber bereits in Richtung Allzeithoch ansteigen.

Fällt Palladium dagegen noch vor dem Erreichen der 1.500 USD-Marke unter 1.370 USD zurück, wäre der Anstieg neutralisiert. Zugleich würde damit die Wahrscheinlichkeit, der oben skizzierten bärischen Erholung deutlich steigen. In der Folge käme es zu einem Einbruch bis 1.310 USD. Unterhalb von 1.282 USD droht bereits eine Verkaufswelle bis 1.221 USD.

Fehler kosten Geld, viel Geld!

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Dies lässt sich auch im Trading nicht vollends vermeiden. Da Fehler einem Trader aber teuer zu stehen kommen, sollten man sich darauf konzentrieren, diese zu meiden.
Fehler kosten Geld, was für eine Binsenweisheit! Diese Erkenntnis wird sicherlich keinen vom Hocker reißen, denn jeder, der schon einmal getradet hat und dabei einen Fehler beging, wird dies auf seinem Konto zu spüren bekommen haben. Das Fehler Geld kosten, liegt schon in der Natur der Sache, denn allgemein kommt Mann oder Frau selten auf die Idee, einen Trade, der mit einem Gewinn geschlossen wird, als Fehler zu bezeichnen. So pauschal darf man Trades zwar nicht katalogisieren, aber dies ist ein anderes Thema. In diesem kurzen Beitrag geht es mir viel mehr darum, die Folgen „fehlerhaften Tradings“ aufzuzeigen, in der Hoffnung, Sie dazu anzuhalten, konzentriert, diszipliniert und gut vorbereitet ins Trading zu starten.

Greifen wir zur Veranschaulichung auf ein einfaches Beispiel zurück. Nehmen wir an, Sie sind ein trendorientierter Trader und gehen lediglich Positionen ein, die in Trendrichtung zeigen. Da passte es Ihnen gut, dass der DAX mit einem Aufwärtsgap in den Tag startete und dabei auch das gestrige Zwischenhoch bei 10.539 Punkten überwand. Es lag also von Beginn an im DAX-5 Minutenchart ein Aufwärtstrend vor.

Geduldig warteten Sie die erste Korrektur ab, um dann bei 10.525 Punkten mit einem Ziel am bisherigen Tageshoch bei 10.568 Punkten Long zu gehen (siehe Chart). Der Trade läuft jedoch relativ schleppend an. Direkt die nächste Kerze ist rot, was Sie ein wenig nervös werden lässt. Glücklicherweise kommt anschließend eine grüne Kerze. Sie entspannen sich wieder, nur um in den nächsten Kerzen emotional auf Hochtouren zu laufen. Der Markt steht und bildete bärische Kerzen aus. In dieser emotionalen Phase haben Sie eine fixe Idee, die vielleicht noch durch Faktoren unterstützt wird, auf die Sie ansonsten nicht achten: Sie schließen den Long und gehen direkt bei 10.544 Punkten Short. Wenige Minuten später wird die Shortposition am Stoploss mit einem Minus von 24 Punkten geschlossen.

Sie haben gegen Ihre ursprüngliche Strategie gehandelt und sind Ihren Emotionen mit dem Shorttrade gefolgt. Ein Fehler, der Sie einiges gekostet hat, wie folgender Vergleich zeigt. Wie sähe Ihre Tagesbilanz aus, wenn Sie Ihrem Plan gefolgt wären:

Tradeanzahl: 1 
Gewinner: 1 
Verlierer: 0 
Kosten: 2 Punkte
Tagesgewinn brutto: 10.568 – 10.525 = 43 Punkte
Tagesgewinn netto vor Steuern: 43 – 2 = 41 Punkte nach Kosten

Die Realität sieht jedoch anders aus. Ihre tatsächlich Tagesbilanz zeigt folgende Performance:

Tradeanzahl: 2 
Gewinner: 1 
Verlierer: 1 
Kosten: 4 Punkte (2 Punkte je Trade)
Tagesgewinn brutto = Longtrade: 10.544 – 10.525 = 19 Punkte
Shorttrade: 10.544 – 10.568 = -24 Punkte
Saldo: -5 Punkte
Tagesgewinn netto vor Steuern: -9 Punkte nach Kosten.

Anstatt eines Vorsteuergewinns von 41 Punkten sehen Sie sich einem Verlust von 9 Punkten gegenüber und das, obwohl Sie ihre fixe Idee, Ihr Tradingfehler direkt „nur“ 24 Punkte gekostet hat. Die Opportunitätskosten schlagen jedoch noch einmal in gleichem Umfang zu. Sie sehen also, welche fatalen Folgen sich aus Fehlern ergeben können, vor allem dann, wenn Opportunitätskosten ins Spiel kommen. Dies ist nicht immer, aber relativ oft der Fall. Sich die Auswirkungen vor Augen zu halten hilft Ihnen eventuell, sich darauf zu konzentrieren, diszipliniert im Sinne der eigenen Tradingstrategie zu arbeiten und auf Ideen wie: „Ach, das probiere ich jetzt einfach mal“ zu verzichten. Sie dürfen dieses „Was-wäre-wenn-Spiel“ gerne einmal an Ihren Trades der letzten Tage, Wochen und Monate durchführen. Manchmal ist der Sprung zum erfolgreichen Trader näher als man denkt. Anstatt immer wieder neue Setups zu probieren, müssten eventuell nur einige Fehler vermieden werden.

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW23

DAX - Die Bullen kontern

"Wo bleiben die Käufer?" - In dieser Woche zeigen sie sich wieder und ziehen den DAX vom markanten Unterstützungsniveau nach oben.

In zwei Abwärtswellen wurde die Rally im Mai korrigiert, das letzte Zwischenhoch sowie der EMA200 wurden dabei kurzzeitig unterschritten. Das offene Gap vom 1. April stellt jetzt die kurzfristig zentrale Unterstützungszone dar. Oberhalb davon könnte sich der Index in den kommenden Wochen seitwärts einpendeln.

Bei 12.320 - 12.460 Punkten liegt die zentrale Widerstandszone, die im Laufe des Jahres - im besten Fall im Herbst oder Winter - noch geknackt werden sollte. Erst unterhalb von 11.520 Punkten wird eine Korrekturausdehnung bis 11.280 - 11.320 Punkte möglich, größere Verkaufssignale entstehen unterhalb von 11.280 Punkten.

NASDAQ - Ein charttechnischer Leckerbissen

Die Aktie des New Yorker Börsenbetreibers schießt in dieser Woche steil nach oben und attackiert die Allzeithochs. Das übergeordnete Chartbild ist sehr bullisch zu werten und lädt zu weiter steigenden Kursen ein.

Mit dem dynamischen Ausbruch über den Widerstandsbereich bei rund 93 USD vollendet die Aktie eine große inverse SKS als Fortsetzungsformation im langfristigen Aufwärtstrend. Es kommt zu einer Kaufwelle bis an die Allzeithochs aus 2018. Werden diese mit einem nachhaltigen Anstieg über 97 USD ebenfalls überwunden, dann würden neue mittel- bis langfristige Kaufsignale, mit Zielen bei 105 USD und darüber bei 120 - 125 USD, entstehen.

Kursrücksetzer ausgehend von den Hochs wären zunächst unproblematisch und fänden am Ausbruchslevel um 93 USD schnelle Unterstützung. Ein Rückfall per Wochenschlusskurs unter die Marke von 89 USD wäre jedoch kritisch zu bewerten, denn in diesem Fall könnte es zu einer Verkaufswelle in Richtung 82 - 83 USD oder darunter gegebenenfalls bis in den Bereich von 75 - 76 USD kommen.

BAIDU - Aktie taumelt dem Abgrund entgegen

Ist die Aktie nach dem jüngsten Sell-Off nun wieder interessant für die Long-Seite oder machen die Bären weiter Druck?

Ein Blick auf den (katastrophalen) Wochenchart der Baidu-Aktie verdeutlicht das aktuelle Drama bei der an der Nasdaq gelisteten chinesischen Internet-Aktie: Nachdem die Aktie in den 12 Monaten zuvor bereits gut 100 USD an Wert verloren hatte, rutschte der Wert Mitte April aus einer bärisch zu interpretierenden Flaggenformation gen Süden hin heraus.

Es erfolgte eine dynamische Beschleunigung auf der Unterseite, die natürlich durch die erneute Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA noch einmal richtig Momentum bekam. Aufgrund der aktuellen Gemengelage dürften sich da auch einige große amerikanische Adressen von den Anteilsscheinen verabschiedet haben.

Das nächste Ziel auf der Unterseite liegt im Bereich des Paniktiefs vom August 2015 bei ca. 100 USD. Es spricht aus charttechnischer Sicht aktuell wenig dagegen, dass dieses Ziel in den kommenden Tagen und Wochen erreicht werden wird, egal wie überverkauft die Lage bei manchem Indikator sein mag.

Die Aktie kommt auf der Long-Seite erst nach einer bestätigten Umkehrformation in Frage - diese ist aktuell allerdings nicht in Sicht. Im Gegenteil: Hier muss in den kommenden Wochen und Monaten mit einem anhaltenden Sell-Off und Kursen unterhalb von 100 USD gerechnet werden.

ETHEREUM - Ist das schon bedrohlich?

Die Kryptowährung Ether fällt innerhalb seiner volatilen Seitwärtsrange an die Unterkante zurück. Wie könnte es weitergehen?

Der Ausbruch auf neue Hochs wurde zuletzt wieder abverkauft, Ether bleibt in seiner Seitwärtsrange zwischen 240 und 285 USD gefangen. So lange er aber oberhalb des EMA50 notiert, wäre jederzeit der Start einer neuen Aufwärtswelle möglich. Geht es aus der Range nach oben hinaus, eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial bis 350 - 365 USD bzw. 404 USD und später 515 - 540 USD.

Korrekturen bis 215 - 220 USD wären unbedenklich, ein Rückfall darunter (per Tagesschluss) würde tiefe Rücksetzer bis in den Bereich von 175 - 188 USD möglich machen. Ausgehend vom dort gelegenen Unterstützungsbereich könnte dann eine neue Aufwärtsbewegung beginnen. Erst unterhalb von 173 USD entstehen per Tages- und Wochenschluss Verkaufssignale.

Das hat uns noch gefehlt: Bankenkrise in China?

Am Freitag geschah etwas, das niemand auf dem Radar hatte: der Staat übernahm das erste Mal seit 20 Jahren eine Bank.

Das hat der Staat natürlich nicht einfach so gemacht. Es war notwendig. Die Bank war nicht mehr zu retten. Bei der Bank handelt es sich um die Baoshang Bank, die verhältnismäßig klein ist. Sie hat eine Bilanzsumme von 10 Mrd. Dollar. Der Fall sorgt dennoch für Aufmerksamkeit, denn auf dem Papier wächst China mit über 6 % und offiziellen Angaben nach liegt der Anteil fauler Kredite bei ungefähr 2 %. Das sind keine Zahlen, bei denen man Bankpleiten erwarten würde. Daher ist die Abwicklung der Bank ein ganz besonderer Fall.

Es wirft auch Fragen auf, wie verlässlich die Statistiken sind. Chinas letzte Bankenkrise ist 20 Jahre her. Ende der 90er Jahre stieg der Anteil fauler Kredite auf fast ein Drittel (Grafik 1). Das Tief der faulen Kredite wurde nach der Finanzkrise erreicht. Seither steigt der Anteil wieder.

Wie langsam der Anteil steigt, ist allerdings bemerkenswert. Da kann es nicht mit rechten Dingen zugehen. Das zeigen auch die Aktienkurse der Banken. Grafik 2 zeigt eine der Banken, symbolisch für viele andere. Der Kurs hat sich in den letzten Jahren halbiert. Interessant ist dabei, wie sehr der Kurs dem der Deutschen-Bank-Aktie ähnelt.

China hat ein Kreditproblem. Das ist ja eigentlich bekannt. Nun scheint das Aufräumen zu beginnen. Dabei wird ein unerwarteter Weg eingeschlagen. Es ist nicht etwa so, dass die Regierung hier einspringt und die Schulden einfach übernimmt. Sie zahlt nicht die Gläubiger der Bank aus.

Stattdessen werden die Spareinlagen zunächst einbehalten. Das Geld der Kunden wird genutzt, um die Schulden der Bank zu begleichen. Kleinanleger sehen ihr Geld wieder. Großkunden müssen auf geschätzte 30 % ihres Geldes verzichten.

Das ist eine ganz neue Gangart. Bisher ist jeder davon ausgegangen, dass im Notfall der Staat einspringt und alle auszahlt. Das ist ganz klar nicht der Fall. Das ist aus staatlicher Sicht auch das einzig vernünftige. Springt der Staat überall ein, handelt er sich selbst Probleme ein. Man denke an die europäische Bankenkrise.

Banken wurden von Staaten gerettet. Dabei gerieten dann diese selbst in den Fokus, weil deren Schulden explodierten. Irgendjemand muss die Zeche zahlen. Im Falle Chinas sind es die Bankkunden. Das schützt den Staat und sorgt für einen Vermögenstransfer. Wer viel Geld hat, muss damit rechnen, dass es genutzt wird, um Banken zu sanieren.

Da viele Chinesen sehr hohe Ersparnisse haben, lassen sich Banken so durchaus retten, ohne die Staatskasse zu belasten. Es ist eine neue Gangart, aber wohl die einzige, die für China Sinn macht.

Ob der Stein für den ganzen Sektor nun ins Rollen gekommen ist, kann man nur schwer einschätzen. China scheint jedoch am Beginn eines Umbruchs zu stehen. Dabei wird rigoros aufgeräumt und Banken werden abgewickelt.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW22

EUROSTOXX50 - Das Terrain ist klar abgesteckt!

Der Index ist im Wochenverlauf unter eine wichtige Unterstützung abgerutscht. Wie geht es hier weiter?
Ähnlich wie im Dow Jones, S&P 500, Nasdaq100 hat der europäische Leitindex seit März ein bärisches SKS Trendwendemuster ausgebildet. Nahezu zeitgleich hat der europäische Leitindex gestern seine entscheidende Unterstützung gerissen.
Sie sind gestern durch die Kreuzunterstützung bei 3.323 Punkten hindurchgerutscht. Ähnlich wie im Dow Jones, S&P 500, Nasdaq100 hat der europäische Leitindex seit März ein bärisches SKS Trendwendemuster ausgebildet. Nicht schön.
Ob sie lediglich moderat weiter korrigieren und dann wieder zurück über die schwarz gestrichelte Trendlinie ansteigen, -das wäre mittelfristig bullisch-, oder aber nach dem heutigen Bruch der Unterstützung mittelfristig nach unten durchfallen, wissen wir heute noch nicht.
Für die Bullen wäre es sehr wichtig, dass der Kurs wieder überzeugend über die schwarz gestrichelte Trendlinie ansteigen kann!

BAYER - Das Monsanto-Desaster geht in eine neue Runde

Bayer hat mit neuen juristischen Problemen im Zusammenhang zu kämpfen. Wieder einmal ist Monsanto der Auslöser.

Bayer steht vor neuem juristischen Ärger wegen der US-Tochter Monsanto. Der Landkreis Los Angeles reichte am Donnerstag beim zuständigen Bundesbezirksgericht Klage wegen angeblich vor Jahrzehnten verursachter Umweltschäden der US-Argrarchemietochter ein. Das Unternehmen müsse sich an den Kosten für die Säuberung von zahlreichen mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Strafschadenersatz zahlen, fordern die Kläger. Bayer teilte mit, dass die Vorwürfe haltlos seien und kündigte an, dass er sich energisch verteidigen werde.
Anteilsscheine von Bayer befinden sich seit dem Allzeithoch vom 13. April 2015 bei 146,45 EUR in einer Abwärtsbewegung. Dabei fiel die Aktie auf ein Tief bei 53,65 EUR. Dieses Tief markierte sie am 14. Mai nach dem dritten Urteil im Zusammenhang mit Glyphosat. Anschließend erholte sich der Wert etwas, fiel aber zuletzt wieder auf dieses Tief zurück.
Das Chartbild der Bayer-Aktie macht keinen guten Eindruck. Auch wenn der letzte Einbruch nach dem dritten Glyphosat-Urteil schnell aufgefangen wurde, konnte sich trotzdem kein Aufwärtstrend oder kein Boden ausbilden. Aktuell fällt die Aktie sogar auf ein neues Tief zurück. Mittelfristig muss mit weiteren Abgaben in Richtung 45,00-43,00 EUR gerechnet werden. Ein kleines Kaufsignal ergäbe sich mit einem Anstieg über 55,58 EUR. Gewinne in Richtung 58,34 EUR oder sogar 63,10 EUR wären dann möglich.

VOLKSWAGEN weiter unter Druck!

Der internationale Handelsstreit geht weiter und heute ist Mexico an der Reihe. Dies sorgt auch hierzulande für Bedenken, vor allem bei den Autobauern.
Wieder einmal schickt Trump die Märkte in den Keller und wieder einmal geht es um Zölle und Co. Dieses Mal ist Mexiko Ziel der Attacken des US-Präsidenten und hierzulande könnte man sich fragen, was das mit uns zu tun hat. Stellen Sie diese Frage einmal deutschen Autobauern, die wie Volkswagen gerne in Mexiko produzieren. Kein Wunder, dass Volkswagen heute deutlich nachgibt. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen liegt die Aktie 3 % im Verlust.
Aus technischer Sicht kommen die Kursverluste nicht überraschend. Mitte April scheiterten die Bullen im oberen Widerstandsbereich bei 160 EUR. Dabei sah es zwischenzeitlich sogar so aus, als können die Bullen das Ruder übernehmen und einen neuen Aufwärtstrend etablieren. Der Rallyversuch scheiterte jedoch und wie so oft, kommt es im Anschluss zu einem Test der anderen Seite. Die ersten Ziele hat die Aktie bereits erreicht. Ob man jedoch im Unterstützungsbereich bei knapp 138 EUR Halt machen wird, bleibt noch abzuwarten. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt zeigt sich noch nicht das Kaufinteresse, was man für ein bullisches Fazit sehen möchte. Die Gefahr weitere Abgaben ist kurzfristig also nicht zu unterschätzen, wobei auch ein neues Tief unterhalb von 131,44 EUR möglich wäre.
Mittelfristig sind die Bullen aber nicht gänzlich chancenlos. Volkswagen wird in einer großen Range gehandelt und notiert bereits im zentralen Unterstützungsbereich. Die Chance, hier einen Boden auszubilden, ist durchaus vorhanden. Sollte dies gelingen, wären im Gegenzug wieder Kursgewinne auf 160 EUR möglich. Fakt ist jedoch, dass die Käufer jetzt unter Zugzwang sind, denn wie bereits geschrieben, sind Stand jetzt die Bären federführend. Sollte es in diesem Zusammenhang zu einem nachhaltigen Ausbruch aus der Range nach unten kommen, sind weitere Verkäufe auf 120 EUR und tiefer möglich.

PALLADIUM - Ausbruchsversuch startet

Palladium rutschte ausgehend von 1.622 USD in den Vorwochen zunächst sehr steil ab, um sich im Bereich der bei 1.312 USD liegenden Unterstützung wieder zu fangen. Darüber gelang zuletzt der Ausbruch aus dem mehrwöchigen Abwärtstrend.
Widerstände: 1.400+1.437+1.568
Unterstützungen: 1.274+1.198+1.139

Rückblick: Palladium rutschte ausgehend von 1.622 USD in den Vorwochen zunächst sehr steil ab, um sich im Bereich der bei 1.312 USD liegenden Unterstützung wieder zu fangen. Darüber gelang zuletzt der Ausbruch aus dem mehrwöchigen Abwärtstrend.
Charttechnischer Ausblick: Es bietet sich somit für Palladium die Chance, eine größere Erholung einzuleiten. Spielraum wäre bis in den Bereich der 1.437-1.450 USD gegeben, nachdem sich die bärischen Signale unterhalb der 1.313 USD nicht durchsetzen konnten. Sollte Palladium nochmals unter 1.313 USD rutschen, könnte sich der Weg in Richtung 1.274 USD öffnen.

Abwärtsgap im DAX - Jetzt kaufen?

Der DAX startete heute mit einem ordentlichen Abschlag in den Tag. Sollte man solche Gaps wirklich kaufen oder ist dieser Ansatz nur ein Mythos. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass solche Tipps versagen! Hier bekommen Sie eine Antwort!
Wer sich mit dem Thema Börse und Trading beschäftigt, stolpert früher oder später über spannende und angeblich lukrative Taktiken. Dazu gehört auch die Aussage, dass Gaps relativ schnell geschlossen werden. Dies impliziert die Möglichkeit, beispielsweise bei einem Abwärtsgap long zu gehen und den Trade mit einem Gewinn zu schließen. Dafür wäre heute der perfekte Zeitpunkt, denn der Dax ist mit einem Abwärtsgap von über 100 Punkten in den Tag gestartet. Interessant bei solchen Aussagen ist jedoch, dass sie selten belegt werden. Dies werden wir heute nachholen. Wir werden sehen, ob diese Regel gewinnbringend eingesetzt werden kann, oder ob es sich um einen Mythos handelt. Vermeintlich schlaue Tipps gibt es leider schon genug.

Der erste Ansatz

Im ersten Testdurchlauf machen wir es uns relativ einfach. Wir kaufen Abwärtsgaps, sofern die Eröffnung unterhalb des Tiefs vom Vortag liegt (echtes Gap). Gleichzeitig untersuchen wir, welchen Einfluss die Gapgröße hat. Hierfür vergleichen wir den heutigen Eröffnungskurs mit dem gestrigen Schlusskurs und lassen diesen Wert über eine Spanne von 0,1-1,5 % variieren. Verkauft wird die Position zum Tagesschlusskurs des Gaptages.

Wie Sie in der folgenden Abbildung sehen, ist es alles andere als eine gute Idee, ein Abwärtsgap nach diesem Muster zu kaufen. Die Trefferquote liegt maximal im Bereich von 50 %, aber über keine Gapgröße reicht der Gewinn aus, um ein profitables Handelssystem zu kreieren. Unter diesen Bedingungen müssen wir den Tipp, ein Abwärtsgap zu kaufen, zumindest im Dax als Mythos begraben.

Quelle: Tradesignal-Terminal

Vielleicht sind wir jetzt erfolgreicher!

Für unseren zweiten Testlauf wandeln wir das System etwas ab. Jetzt konzentrieren wir uns ausschließlich auf das Gap. Die Einstiegsregel bleibt gleich, wir beenden den Trader aber nicht am gleichen Tag, sondern erst dann, wenn das Gap entweder geschlossen wurde oder der Kurs unter den Stopp zurückfiel. Der Stopp hat dabei die gleiche Größe wie das Gap. Wir handeln also ein CRV von eins.

Mit dieser Taktik sieht das Ergebnis für den Deutschen Aktienindex schon deutlich positiver aus. Über die gesamte Bandbreite der Gaps können wir einen Profit erzielen. Es ist jedoch in der mittleren der unteren Grafik gut zu erkennen, dass die Profitabilität (Punktgewinn) mit zunehmender Gapgröße leidet.

Quelle: Tradesignal-Terminal

Auf den ersten Blick scheint es also nicht lukrativ zu sein, solche großen Gaps zu handeln. Diese Betrachtungsweise vernachlässigt jedoch das Risiko. Interessanterweise haben nämlich die größten Gaps den größten Profitfaktor. Bei großen Gaps wird der Trader also am besten für das eingegangene Risiko bezahlt und mit Trefferquoten um die 55 % hat man sogar in der Mehrzahl der Fälle recht. Die folgende Abbildung zeigt den Profitfaktor in Abhängigkeit von der Gapgröße.

Quelle: Tradesginal-Terminal

Etwas Zeit muss man mitbringen!

Werfen wir abschließend einen Blick auf die Frage, wie viel Zeit wir den Trades geben müssen. Die erste Grafik zeigt die durchschnittliche Haltedauer von gewinnenden Trades. Je nach Gapgröße dauert es demnach bis zu knapp vier Tagen, um die Gaps zu schließen.

Quelle: Tradesignal-Terminal

Wie die folgende Abbildung zeigt, geht es auf der anderen Seite, also im Falle von verlieren den Trades marginal schneller zu. Aber auch hier müssen bei größeren Gaps mehrere Tage eingeplant werden, bis der Kurs im Dax durch den initialen Stopp fällt.

Fazit

Fassen wir die Testergebnisse zusammen, ist es tatsächlich lohnenswert, Abwärtsgaps im Deutschen Aktienindex zu kaufen. Vor einer Verpauschalisierung kann jedoch nur gewarnt werden. Nicht jede Ein- und Ausstiegsregel führt zwangsläufig zum Erfolg. Zudem sollte man natürlich vorsichtig sein, die hier gefundenen Erkenntnisse blind auf andere Basiswerte zu übertragen.

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW21

EUROSTOXX 50 - Wichtige Unterstützung wird erneut attackiert

Seit dem Scheitern an der Hürde bei 3.437 Punkten ist der EuroStoxx 50 wieder unter Druck. Mit hohem Tempo bricht er in Richtung einer zentralen Unterstützung ein. Kurzfristig ist eine Ausweitung der Verkaufswelle zu erwarten. Aber die Bullen dürften zurückschlagen.

In der vergangenen Woche wurde aufgezeigt, dass der Index im Bereich von 3.515 bis 3.537 Punkten eine massive Widerstandszone zu überwinden hat, um den übergeordneten Aufwärtstrend weiter in Richtung 3.596 Punkte fortzusetzen. An dieser Barriere war der Index Ende April gescheitert und befindet sich seither in einer Korrektur.

Diese Gegenbewegung stoppte an der mittelfristig ebenfalls wichtigen Unterstützung bei 3.315 Punkten (38,2 %-RT der gesamten Aufwärtsbewegung seit dem Tief bei 2.678 Punkten im Jahr 2016 bis zum 2017er Hoch bei 3.708 Punkten, blaues Retracement im Chart). Der anschließende Anstieg schaffte es allerdings nicht über den Widerstand bei 3.437 Punkten und so setzte sich die Korrekturphase in den letzten Tagen fort.

Mit dem heutigen Bruch der zentralen Aufwärtstrendlinie der letzten Monate wurde ein weiteres bärisches Signal generiert. Damit dürfte die 3.315 Punkte-Marke von den Bären attackiert werden. Kann sich der Index dort erneut stabilisieren, wäre eine Erholung bis 3.360 Punkte möglich, ohne dass die bärischen Folgen des Trendlinienbruchs neutralisiert würden. D.h. es könnte trotz eines Anstiegs bis 3.360 Punkte zu einem weiteren Einbruch bis 3.315 Punkte und darunter kommen. Erst ein Ausbruch über die kurzfristige Widerstandszone von 3.388 bis 3.397 Punkte würde aktuell für ein Ende der Korrektur und einen weiteren Aufwärtsimpuls in Richtung des Jahreshochs sprechen.

Sollte der Index dagegen auch deutlich unter das Zwischentief bei 3.311 Punkten fallen, käme es zu weiteren Abgaben bis 3.283 Punkte und darunter an die wichtige Unterstützung bei 3.261 Punkten. Hier wäre ein idealer Endpunkt für die laufende Korrektur erreicht und die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Erholungsrally seit Januar fortsetzen kann. Doch selbst eine vorübergehende Ausweitung der Korrektur bis 3.230 Punkte kann aktuell aufgrund der erheblichen Abwärtsdynamik und des Trendlinienbruchs nicht ausgeschlossen werden. Spätestens auf diesem Niveau sollte der EuroStoxx 50 allerdings wieder nach Norden drehen und seinen übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen.

COVESTRO - Was für ein Drama! Rette sich wer kann?

Mit einem Knall fällt der Aktienkurs von Covestro heute auf ein neues Mehrjahrestief zurück! Investoren sind verzweifelt und verkaufen.

Daimler zeigt sich in diesem Jahr in einer guten Verfassung muss aber in dieser Woche Abgaben hinnehmen. Das charttechnische Drama in der Covestro-Aktie geht heute mit Kursverlusten von über 5 % in die nächste Runde. Die Akte setzt damit nicht nur ihren kurzfristigen Abwärtstrend weiter fort, sondern fällt sogar auf ein neues Jahrestief zurück. Damit sind die gesamten Stabilisierungsbemühungen seit Januar, mit denen die Kurse immerhin bis auf ein Hoch bei 55,78 EUR ansteigen konnten, umsonst gewesen. Die Interpretation der Jahreserholung als bärisches Flaggenmuster hat sich durchgesetzt.

Mit Blick auf die weiteren Risiken eröffnet sich für die Bären nach dem neuen Tief viel Potenzial. Eine wirklich markante Unterstützungszone ist jetzt beispielsweise erst wieder um 35 EUR auszumachen. Diese stammt aus dem Jahr 2015/16 und darunter liegt das nächste größere Ziel bereits am Allzeittief bei 24,35 EUR.

Die letzte Hoffnung – Fehlsignal!

Analytisch bestehen also enorme Risiken, nachdem die Aktie heute auf ein neues Tief zurückgefallen ist. Kursziele können jedoch auch trügerisch sein, weshalb man an dieser Stelle besser nach dem Prinzip „the trend is your friend“ verfahren sollte. Entscheidend für ein bullisches Statement sind nicht Kursziele & Co, sondern dass es zu einer entsprechenden Bodenbildung kommt. Eine solche wäre selbst ab morgen schon möglich. Darauf dürften treue Investoren hoffen und spekulieren, was angesichts der aktuellen Tageskerze aber im wahrsten Sinne des Wortes, reine Spekulation ist. Denn zu erkennen ist eine solche Entwicklung aktuell nicht einmal in Ansätzen.

Osisko: Gold-Titel mit bullischem Chartbild

Viele Goldminen-Aktien konnten in den letzten Wochen und Monaten nicht mit relativer Stärke glänzen. Dieser Wert allerdings schon und nun bietet sich ein Einstieg an dieser Unterstützungszone an.

In den letzten Tagen konnte sich dieser Gold-Titel an der 200-Tage-Linie stabilisieren. In den nächsten Wochen winkt nun ein Anstieg bis an diese Marke.

Zwischen November und März konnte die Osisko Gold Royalties-Aktie um mehr als 70 Prozent zulegen. Dieser Anstieg wird nun seit April korrigiert. Bislang wurde das 38,20 %-Fibonacci-Retracement leicht unterschritten, aber das 50,00 %-Fibonacci-Retracement wurde noch nicht erreicht. Diese Unterstützungslinie bei 9,55 USD könnte prinzipiell noch erreicht werden, muss sie aber nicht, sollte sich der Goldpreis in den nächsten Tagen ebenfalls nach oben bewegen. Das Kursziel liegt bei 12,00 USD. Der Stopp für dieses bullische Setup kann knapp unter der 8,50 USD-Marke gelegt werden.

GOLD - Bald im freien Fall?

Zu Beginn der vergangenen Woche scheiterte der Goldpreis an der charttechnischen Widerstandsmarke bei 1.301 USD und befindet sich seither in einer dynamischen Abwärtsbewegung. Diese nimmt aktuell die zentrale Unterstützung bei 1.265 USD ins Visier.

Widerstände: 1.301 + 1.310 + 1.326
Unterstützungen: 1.265 + 1.236 + 1.210

Rückblick: Nach dem wiederholten Rückfall unter die Unterstützung bei 1.301 USD setzte der Goldpreis im April an die Supportmarke bei 1.265 USD zurück. Diese wurde zunächst mit einem bullischen Doppelboden verteidigt. Die anschließende Erholung stoppte jedoch bereits an der Widerstandsmarke bei 1.301 USD. Seither fällt der Wert in einer geradlinigen Abwärtsbewegung an die 1.265 USD-Marke zurück und unterschritt bereits die übergeordnete Aufwärtstrendlinie.

Charttechnischer Ausblick: Der derzeitige Abwärtsdruck spricht für ein Unterschreiten der wichtigen Unterstützung bei 1.265 USD. Darunter liegt erst bei 1.236 USD eine Haltemarke an der ein solcher Abverkauf eingebremst werden könnte. Ausgehend von der Marke dürfte eine Erholung starten. Abgaben unter 1.236 USD würden dagegen für weitere Verluste bis 1.210 USD sorgen. Im Ausdehnungsfall wäre unterhalb dieser Unterstützung sogar ein Einbruch in Richtung 1.180 USD möglich. Kann sich der Goldpreis dagegen über 1.265 USD behaupten, wäre ein weiterer Angriff auf die 1.290 USD-Marke notwendig, um mit deren Bruch zumindest eine Erholung bis 1.301 USD vollziehen zu können. Allerdings wären erst Kurse über dieser Hürde bullisch zu werten und könnten einen deutlicheren Anstieg bis 1.326 USD nach sich ziehen.

Verluste begrenzen! So erfolgreich kann diese Börsenweisheit sein!

Zwei Fliegen mit einer Klappe! Eine einfache Strategie zeigt, wie wichtig es ist, Verluste zu begrenzen. Gleichzeitig kann sie auch als Basis für eigene Entscheidungen dienen.

Ich denke jeder Trader weiß, wie wichtig es für den Erfolg ist, Verluste schnell zu begrenzen und Gewinne tendenziell laufen zu lassen. Schließlich handelt es sich dabei um eine der ältesten Börsenweisheiten schlechthin. Wer daran seine Zweifel hat, kann einen Blick auf die folgende Strategie werfen, die die Weisheit eindeutig bestätigt und zudem noch hoch profitabel ist. Dabei ist sie weit davon entfernt, komplex und speziell zu sein. Ganz im Gegenteil, sie eignet sich perfekt für jeden Feierabendtrader.

Ein alter Hut!

Gleitende Durchschnitte sind eines der ältesten Werkzeuge im Rahmen der charttechnischen Analyse und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, inwieweit sie heute überhaupt noch Beachtung finden. Schließlich gibt es hunderte von modernen Indikatoren, die auf modernen Tradingplattformen wie Guidants zum Einsatz kommen. Dass sich trotzdem noch ein Blick auf diese Klassiker lohnt, zeigt die folgende Strategie. Gehandelt werden Tec-DAX-Aktien auf Tagesschlusskursbasis, wobei eine Longposition eröffnet wird, sofern der gleitende Durchschnitt SMA 200 per Schlusskurs überwunden wird. Fällt der Kurs hingegen wieder unter den gleitenden Durchschnitt zurück, ebenfalls auf Schlusskursbasis, wird die Position sofort wieder geschlossen. Sollte es hingegen zu einem Trend kommen, arbeiten wir mit einem Kursziel. Dieses variieren wir zwischen 5 und 99 % und wenden die Systematik auf alle momentan im Index gelisteten Aktien über die letzten 4.500 Handelstage an.

Ein beeindruckendes Ergebnis

Wie Sie der folgenden Grafik entnehmen können, ist die Taktik über alle Ziele profitabel. Der Gewinn steigt jedoch mit zunehmendem Kursziel deutlich an.

Quelle: Tradesignal Terminal

Auch das Risikoprofil kann überzeugen, wie Sie der folgenden Grafik entnehmen können. In dieser ist der sogenannte Profitfaktor abgebildet. Dieser ist zur Bewertung einer Tradingsstrategie besser als der reine Gewinn geeignet, da er auch zwischenzeitliche Verluste berücksichtigt. Im Spitzenwert von 2,549 verdient die Taktik also pro zwischenzeitlich verlorenem Euro 2,549 EUR zurück. Das ist eine wirklich beeindruckende Leistung.

Quelle: Tradesignal Terminal

Der große Haken

Anhand dieser einfachen Taktik kann man jedoch noch mehr erkennen. Spätestens wenn man auf die Entwicklung der Trefferquote schaut, bekommt man eine Vorstellung davon, warum es so vielen Tradern für schwerfällt, Gewinne laufen zu lassen bzw. Verluste sehr schnell zu begrenzen.

Quelle: Tradesignal Terminal

Je aggressiver man bei den Verlusten vorgeht, desto kleiner wird in der Regel die Trefferquote. Jedem Trader dieser Taktik dürfte klar sein, dass es in Konsolidierungszonen und Ranges zu ständigen Kreuzungen des gleitenden Durchschnitts kommt. In dieser Zeit summieren sich die Verlusttrades. Da der Verlust jedes Mal jedoch relativ klein ausfällt, reichen die wenigen echten Trends aus, um profitabel zu traden. Werfen wir abschließend noch einen Blick auf den Klassiker schlechthin. Wir verzichten auf ein Kursziel und nutzen lediglich die Systematik des gleitenden Durchschnitts für den ein und Ausstieg.

Quelle: Tradesignal Terminal

In diesem Fall pushen wir die Kennzahlen noch einmal weiter nach oben.

Der Profitfaktor beträgt nun satte 3,7325 EUR. Die Trefferquote liegt bei 17,62 %, da wir bei einer Investitionssumme von jeweils 5000 EUR aber nur ca. 141 EUR je Verlusttrade verlieren, während wir in positiven Trades durchschnittlich 2.443 EUR verdienen, ist die Strategie in Summe hoch profitabel.

Immer noch nicht überzeugt?

Mit einer einfachen Taktik habe ich versucht Ihnen zu zeigen, wie effektiv es ist, Trends zu handeln. Verluste schnell zu begrenzen und Gewinne auf der anderen Seite laufen zu lassen ist oftmals höchst profitabel. Die horrenden Gewinne sind jedoch der Lohn dafür, die Strapazen einer kleinen Trefferquote auf sich zu nehmen. Es dürfte alles andere als leichtfallen, einer solchen Strategie diszipliniert zu folgen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es sich lohnt. Abschließend noch ein Wort in Richtung Handelbarkeit der hier vorgestellten Strategie. Diese diente vor allen Dingen als praktisches Beispiel dafür, um die Eingangsthese zu analysieren. Diese wurde bestätigt, auch wenn die Taktik im Test ein wenig theoretisierte. So blieben beispielsweise Handelskosten außen vor. Gleichzeitig können auch Programmierfehler und andere Datenprobleme nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Solche Dinge können die Performance im realen Handel negativ beeinflussen. Zudem sind vergangene Daten keine Garantie für zukünftige Ergebnisse, so dass der Handel der hier vorgestellten Systematik auf eigenes Risiko erfolgt.

Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW20

EUROSTOXX 50 - Langfristige Unterstützung als Startrampe

Nach einem Anstieg um 20% seit Jahresbeginn ging der EuroStoxx 50 Index Anfang Mai deutlich in die Knie. Bislang konnte die wichtige Supportmarke bei 3.315 Punkten verteidigt werden und als Startpunkt einer dynamischen Erholung fungieren. Nutzen Europas Schwergewichte die Chance auf einen weiteren Rallyschub?

Bevor auf die Details der jüngsten Korrektur und des aktuellen Anstiegs eingegangen wird, lohnt ein Blick auf das große mittelfristige Chartbild: Der EuroStoxx 50 befand sich bis November 2017 in einer dynamischen Aufwärtstrendphase, die nach einem Hoch bei 3.708 Punkten über ein Jahr hinweg korrigiert wurde. Dabei fiel der Index auf das 76,4 %-Retracement (RT) der vorherigen Rally bei 2.921 Punkten. Dieser Bereich wurde verteidigt und zur Ausbildung der bis dato andauernde, steilen Erholung genutzt.

Vor allem der im Februar erfolgte Anstieg über das Widerstandsniveau bei 3.261 Punkten (61,8 %-RT der Rallyphase 2017 von 2.984 bis 3.708 Punkten, oranges RT im Chart) sorgte für ein Kaufsignal. Kurz vor dem Erreichen des 38,2 %-RT dieser früheren Aufwärtsbewegung stoppte die Kaufwelle im März, konnte aber ausgehend von 3.281 Punkten dynamisch fortgesetzt werden. In der Spitze stieg der EuroStoxx 50 an den Widerstandsbereich bei 3.520 Punkten. Hier treffen sich das 76,4 %-RT der Abwärtstrendphase von 3.708 bis 2.908 Punkten (3.520 Punkte) und das 23,6 %-RT des großen Anstiegs von 2.678 bis 3.708 Punkten (3.538 Punkte). Dieser Bereich stellt auch die zentrale Hürde für die kommenden Wochen dar.

Ab Anfang Mai setzte diese Barriere dem Anstieg ein vorläufiges Ende und der Index fiel deutlich zurück. Allerdings nicht an irgendeine Marke, sondern genau bis an das 38,2 %-RT der gesamten Aufwärtsbewegung seit 2016 bei 3.315 Punkten(dunkelblaues RT im Chart). Neben dem 38,2 %-RT der Aufwärtsstrecke von 2.908 bis 3.515 Punkten bei 3.283 Punkten (grünes RT) stellt sie die wichtigste kurz- bis mittelfristige Unterstützung dar.

Die anschließend einsetzende Erholung erreicht jetzt das 38,2 %-RT der großen Abwärtsstrecke seit dem 2017er-Hoch bei 3.403 Punkten, die heute bereits leicht überschritten wurde. Darüber könnte der Index bis 3.432 Punkte (38,2 %-RT der Aufwärtsbewegung 2.984 bis 3.708 Punkte) und das 61,8 %-RT der seit 3.515 Punkten laufenden Korrektur bei 3.437 Punkten steigen (violettes RT im Chart). Auf diesem Niveau dürften sich die Bären vorübergehend zurückmelden. Wird die Marke dagegen überschritten, könnte nur noch das 23,6 %-RT-Niveau der langfristigen Aufwärtsbewegung bei 3.465 Punkten einen Ausbruchsversuch über 3.515 Punkte verhindern. Allerdings warten darüber mit 3.519 und 3.537 Punkten direkt die nächsten Hürden auf die heranstürmenden Bullen. Wird die 3.537 Punkte-Marke letztlich auch durchbrochen, wäre mittelfristig der Weg an das Zwischenhoch aus dem Mai 2018 bei 3.596 Punkten frei.

Kurzfristig wäre der seit Dienstag laufende Anstieg erst bei einem Bruch der 3.350 Punkte-Marke neutralisiert und damit die zeitliche Ausdehnung der Korrekturphase zu erwarten. Ein weiteres Abtauchen an den zentralen Support bei 3.315 Punkten wäre die Folge. Wird die Marke unterschritten, könnte sich die Korrektur bis 3.281 Punkte ausdehnen. Allerdings dürften die Bullen spätestens auf diesem Niveau wieder aktiv werden und den Anstieg der letzten Monate fortsetzen, um insbesondere die Ziele bei 3.537 und 3.592 Punkten nicht aus den Augen zu verlieren.

VONOVIA - Optisch schwache Eröffnung

Vonovia gehört weiterhin zu den starken Aktien im DAX. Das neue Allzeithoch, das die Aktie erst am Montag markiert hat, beweist das.

Vonovia ist nach BMW und Fresenius Medical Care der dritte Wert, bei dem es heute zum Dividendenabschlag kommt. Bei dieser Aktie beträgt er 1,44 EUR.

Die Aktie zeigte sich in den letzten Wochen wieder in einer sehr starken Verfassung. Am 09. Mai 2019 gelang sogar der Ausbruch über eine obere Trendbegrenzung, welche die Rally im Januar 2018, im August 2018 und im März 2019 gestoppt hatte. Anschließend klettert der Immobilienwert auf das aktuelle Allzeithoch bei 48,93 EUR. Nach einem Rücksetzer auf das alte Hoch bei 47,28 EUR kletterte Vonovia wieder an das Allzeithoch. Ein Ausbruch heute über dieses Hoch erscheint erst einmal unwahrscheinlich, da die Aktie aufgrund des Dividendenabschlags optisch deutlich schwächer eröffnete. Es kommt sogar erneut zu einem Test der Unterstützung bei 47,28 EUR.

Dreht Vonovia erneut im Bereich um 47,28 EUR nach oben, dann könnte es zu einem weiteren Aufwärtsschub in Richtung 52,00 EUR kommen. Sollte der Wert allerdings stabil unter 47,28 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 44,88 EUR oder sogar an den Aufwärtstrend seit 2013 bei aktuell ca. 41,95 EUR drohen.

BORUSSIA DORTMUND - Wird Meister und die Aktie steigt 10%?

Wenn alles normal läuft wird der FC Bayern am Wochenende Deutscher Fußballmeister. Liverpool und Tottenham haben aber zuletzt mal wieder gezeigt, dass im Fußball immer ALLES möglich ist...

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag

Bayern (daheim gegen Frankfurt) braucht einen Punkt, um sicher Meister zu werden. Die Frankfurter werden aber sicher nicht nur als Gratulanten anreisen, da Sie nach einer kleinen Schwächephase zuletzt noch Punkte brauchen, um nächstes Jahr erneut auf der europäischen Bühne anzutreten. Spannung ist hier vorprogrammiert - die Frankfurter wissen, wie man die Bayern schlägt.

Parallel treten die beiden Borussias gegeneinander an. Gladbach empfängt im letzten Spiel von Dieter Hecking - ab der kommenden Saison übernimmt der Salzburger Erfolgstrainer Marco Rose das Amt - die Borussia aus Dortmund. Bei einem Dortmunder Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage der Bayern wären die Favre-Schützlinge doch noch Deutscher Meister.

Schaut man sich die aktuellen Quoten auf den Ausgang der Meisterschaft an wird deutlich, dass der Wettmarkt keinen Pfifferling mehr auf einen Dortmunder Sieg gibt.

Die beste Quote auf die Wette "Meisterschaft Bayern" gibt es aktuell bei bwin und bei bet-at-home mit jeweils 1,02. Das heißt, bei 10 EUR Einsatz gewinnen Sie 20 Cent, wenn man die Wettsteuer mal außen vorlässt. Der gleiche Einsatz auf Dortmund als Meister bringt hingegen aktuell eine 19er Quote - also 180 EUR Gewinn.

Wie sieht das Chartbild der BVB-Aktie aus?

Die Aktie befindet sich aktuell in einem kleinen Aufwärtstrend - Rücksetzer werden am EMA50 gekauft. Kommt man am Ende - was jeder erwartet - als Zweiter ins Ziel, wären kaum größere Abschläge zu befürchten: Die Aktie ist im Bereich 8,00/10 EUR sehr solide unterstützt.
Fängt der BVB am Samstag allerdings doch noch die Bayern ab, wäre am Montag ein Kurssprung in den Bereich des Horizontalwiderstands um 9,40 bis 9,60 EUR zu favorisieren - also gute 10 %.

SILBER - Bald neue Mehrjahrestiefs?

Seit April fällt der Silberpreis in einem volatilen Abwärtstrendkanal zurück und unterschritt die Supportmarken bei 15,00 und 14,60 USD. Sollte dieser Trendkanal nach unten verlassen werden, dürfte sich der Abverkauf seit Ende Februar massiv beschleunigen.
Widerstände: 15,00 + 15,26 + 15,59
Unterstützungen: 14,31 + 13,90 + 13,60

Rückblick: Nachdem ein Doppeltop an der Hürde bei 16,26 USD einen kurzzeitigen Aufwärtstrend bei Silber im Februar gestoppt hatte, setzte eine Verkaufswelle ein, die das Edelmetall bis 15,00 USD drückte. Es folgte eine kurze Erholung, die allerdings an der Kursbarriere bei 15,59 USD scheiterte und nahtlos in eine seither vorherrschende volatile Abwärtsbewegung überging. Diese sorgte in den letzten Wochen für weitere Abgaben. Im gestrigen Handel wurde zudem der Support bei 14,60 USD unterschritten.
Charttechnischer Ausblick: Nur die direkte Rückeroberung der 14,60 USD-Marke und ein Ausbruch über 15,00 USD könnten die Fortsetzung der Abwärtsbewegung noch verhindern. Dieser fehlt zwar die noch impulsive Durchschlagskraft, um den Wert unter 14,31 USD einbrechen zu lassen. Aber dies kann sich jederzeit ändern und eine steile Verkaufswelle einsetzen. Zunächst dürfte der Wert jetzt die 14,31 USD-Marke ansteuern. Wird auf diesem Weg die Unterseite des Abwärtstrendkanals bei derzeit rund 14,40 USD durchbrochen, könnte eine starke Abwärtswelle starten. Abgaben unter 14,31 USD hätten Verluste bis 14,08 und 13,90 USD zur Folge. Sollte sich der Einbruch weiter beschleunigen, sind sogar neue Mehrjahrestiefs im Bereich von 13,50 USD und dem Dezembertief des Jahres 2015 bei 13,60 USD möglich.

Erst oberhalb der 15,00 USD-Marke ist diese Gefahr abgewendet und eine Erholung bis 15,26 USD und darüber bis 15,59 USD denkbar.

Der für mich wichtigste Pfeiler erfolgreichen Tradings!

Für den Erfolg an der Börse müssen einige Dinge zusammenkommen. Einer sticht für mich dabei jedoch heraus und interessanterweise, wird dieser Punkt kaum beachtet!
Diejenigen, die mich kennen, ahnen wahrscheinlich schon, um welches Thema es heute wieder einmal gehen soll. Ich kann es jedoch tatsächlich nicht oft genug betonen, dass die Tradingnische der Grundpfeiler für erfolgreiches Trading schlechthin ist.

Was ist die Tradingnische?

Bei der Tradingnische handelt es sich im weitesten Sinne um den Wohlfühlort eines jeden Traders. Es ist der Ort, an dem der Trader im Mix aus Markt, Zeitrahmen, Strategie und Zielen die geringsten Kompromisse eingehen muss. Hier setzt der Trader seine Stärken und Schwächen, sowie seine externen Rahmenbedingungen ideal ein.

Der perfekte Trader

Warum diese Tradingnische so wichtig ist, wird beim Vergleich mit dem perfekten Trader schnell klar. Bezeichnen wir den perfekten Trader als jemanden, der in allen Bereichen objektiv gesehen das Beste handelt (die beste Strategie, das beste Risiko- und Moneymanagement, den besten Markt…), dann dürfte klar sein, dass dieser Trader der erfolgreichste der Welt ist. Die Sache hat nur mehrere Haken.

In Schritt eins müssen wir uns fragen, ob es den besten Markt, die beste Strategie usw. überhaupt gibt. Schließlich ist die Börse ein dynamischer Prozess, so dass selbst heute super funktionierende Taktiken morgen obsolet sein können. D.h., selbst wenn es von allem das Beste gibt, könnte dies ein nur temporärer Zustand sein und keiner sagt, dass der perfekte Trader in der Lage ist, immer rechtzeitig zu erkennen, wann etwas anderes besser ist.

Das zweite Problem für unseren perfekten Trader besteht darin, diese besten Lösungen überhaupt erst einmal zu finden. Es gibt Millionen von Möglichkeiten, die getestet werden müssten. Eine schier unlösbare Aufgabe, erst recht ohne technische Hilfe.

Diese Liste ließe sich noch ein wenig weiter fortsetzen, aber ich denke, Sie haben eine Vorstellung davon, wie schwer es ist, den perfekten Trader zu beschreiben. Das größte Problem steht uns aber noch bevor.

Das größte Problem sind Sie!

Nehmen wir einmal an, Sie hätten all die Herausforderungen gemeistert und wüssten, was tatsächlich das Beste in jedem Bereich des Tradings darstellt. Sie haben einen Freifahrtschein zum Geld drucken. Das einzige was Sie tun müssen, ist diesen Schein durch tägliches Trading auch einzulösen. Und genau an dieser Stelle kommt das größte Problem ins Spiel: sind Sie überhaupt in der Lage, die dafür notwendigen Schritte diszipliniert Tag ein, Tag aus zu gehen? Haben Sie die Geduld? Haben Sie das Kapital? Haben Sie die technischen Ausstattungen? Haben Sie überhaupt die Lust dazu? Haben Sie die Zeit? Haben Sie…?

Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch. Meine tägliche Arbeit als Coach zeigt jedoch, dass nahezu jeder Trader anders ist. Dabei reichen schon kleine Nuancen aus, mit denen es nicht mehr so leicht fällt, bestimmten Regeln diszipliniert zu folgen. Und in diesem Fall sind Sie nicht mehr in der Lage, perfekt zu traden. Aber das ist ja kein Problem, denn wenn wir wissen, wie der perfekte Trader aussieht, müssen wir uns die dafür notwendigen Eigenschaften einfach nur antrainieren.

Menschen ändern sich nicht!

Natürlich ist diese Schlussfolgerung absolut korrekt. Die Kernfrage ist jedoch, ob bzw. wie stark wir uns ändern können. Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Ohne Zweifel gelingt es uns, kleinere Hürden zu überwinden und uns in einem gewissen Rahmen zu verändern. Sobald es jedoch darum geht, tief sitzende Glaubenssätze und Verhaltensmuster abzulegen und vielleicht sogar ins Gegenteil umzukehren, haben wir ein Problem. Dieses Problem ist in meinen Augen umso größer, umso länger wir bereits nach diesen für das Trading ungünstigen Mustern leben. Ich bin mittlerweile junge 44 Jahre alt. Da haben sich Verhaltensmuster etabliert und jetzt von heute auf morgen zu meinen, diese abrupt und erfolgreich ändern zu können, kann nur ein Traum sein. Hinzu kommt, dass die zentralen Verhaltensmuster bereits bis zum dritten Lebensjahr etabliert werden. Und dann kommen Sie als Jugendlicher oder Erwachsener man und wollen all diese umstoßen und zu einem ganz anderen Menschen werden? Die eigene Risikoneigung ist nur ein gravierendes Beispiel dafür. Oder nehmen Sie das Thema Geduld. Wie in aller Welt wollen Sie erfolgreich Warren Buffet kopieren, wenn Sie nicht einmal in Ansätzen das Sitzfleisch dafür haben? Wie wollen Sie sich diese Geduld innerhalb weniger Wochen, so ja gerade der Traum vieler Börseneinsteiger antrainieren, wenn Sie schon seit 30 Jahren ungeduldig / aktiv sind?

Traurig, aber wahr!

Natürlich ist diese Erkenntnis alles andere als erfreulich. Schließlich bedeutet es, dass es nur den wenigsten gelingen wird, wirklich Geschichte im Trading zu schreiben. Das sind dann die geborenen Trader. Die Masse aller Menschen - und das ist in meinem Coaching immer wieder zu sehen - bringt jedoch nicht all die Voraussetzungen mit, die man zum perfekten Trading braucht.

Und unterstellen wir, und auch das zeigt sich immer wieder, dass es uns schwerfällt, uns zu verändern, dann müssen wir zwangsweise einen anderen Weg wählen. Wir sollten uns davon verabschieden, nach dem objektiv Besten vom Besten zu streben, sondern uns unser individuelles Trading entwickeln. Natürlich kommen wir dabei nicht um hin, gewissen Grundregeln an der Börse zu folgen. So muss jeder von uns bereit sein, Risiken zu übernehmen. Aber trotzdem haben wir die Wahl, welche Risiken und in welcher Höhe und mit welcher Häufigkeit. Wenn es also um Details geht, dann ist ihre Persönlichkeit entscheidend. Warum nicht die Möglichkeit nutzen, zwischen dem Trendtrading und dem Scalping wählen zu können. In beiden Nischen kann man erfolgreich sein, beide setzen jedoch andere Eigenschaften beim Trader voraus. Warum mit Aktien unbedingt einen Markt handeln wollen, für den man eigentlich gar nicht genug Kapital hat, wenn es im Gegenzug auch Indexhandel oder den Forexmarkt gibt?

Was ist zu tun?

Wenn Sie mit Ihrem Trading bisher unzufrieden sind, könnte es vielleicht daran liegen, dass Sie nach etwas streben, was für Sie unerreichbar ist. Das ist zwar keine erfreuliche Nachricht, aber wenigstens eine, mit der man arbeiten kann. Stellen Sie sich die Frage, ob Sie bereits in ihrer Tradingnische unterwegs sind! Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch. Wenn nein, dann wird es höchste Zeit, sich auf dem Weg zu machen und ich bin mir relativ sicher, ihr Konto wird es Ihnen danken.

Viel Erfolg

René Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW19

US-INDIZES – Im Chartcheck

Im Umfeld der aktuell primär newsgetriebenen Marktphase tritt die Charttechnik ein wenig in den Hintergrund. Ein kurzer Blick auf die drei wichtigsten US-Indizes.

Die Erholung im Dow Jones ging bis 26.118 Punkte, erwartet wurden. 26.060 Punkte. Hier verläuft der EMA 50 im Tageschart. Anschließend wurde wieder die Short-Richtung eingeschlagen. Auf der Unterseite steht nun die Marke von 25.800 Punkte im Fokus. Kann sie nicht gehalten werden, dann droht der Fall in Richtung des Supports von 25.400 Punkten. Knapp darunter verläuft der EMA 200 im Tageschart.

Die Lage im marktbreiten S&P 500 schaut ähnlich aus. Der Index erreichte am Donnerstag ebenfalls das Erholungsziel bei 2.890 Punkte. Das Hoch lag bei 2.897 Punkte. Danach kam es wieder zu Abgaben auf den Bereich um 2.870 Punkte. Sollte dieser Support nicht gehalten werden können, dann droht der Abverkauf in Richtung 2.840 Punkte. Sollte es auch hier nicht stoppen, dann steht die Marke von 2.800 Punkte im Fokus.

Wenig überraschend lässt sich eine ähnliche Chartlage im Nasdaq finden. Der Index erreichte das Erholungsziel bei 7.700 Punkte und gab in der Folge die Kursgewinne wieder ab. Im Fokus steht heute der Bereich um 7.600 Punkte. Darunter droht der Rutsch auf 7.500 Punkte. Kann auch dieser Support nicht halten, dann dürfte es erstmal in Richtung 7.300 Punkte gehen. Die Short-Szenarien sind an die Bedingung geknüpft, dass die Verhandlungen zwischen den USA und China in den nächsten Tagen weiter Rückschritte machen und der Zollstreit erneut eskaliert.

THYSSENKRUPP - Aufspaltung "abgesagt"

Die geplante Aufspaltung Thyssens in zwei Teile ist vom Tisch. Die Anleger feiern diese Entscheidung, die Frage ist nur, wie lange die gute Laune anhalten kann? Der Riege neuer Tiefs in der ThyssenKrupp-Aktie konnte erst gestern ein neues bei 11,16 EUR hinzugefügt werden. Das ist mehr als nur enttäuschend, denn damit war die Aktie preislich so günstig, wie seit mehr als 15!!! Jahren nicht mehr. Zuletzt wurde Thyssen im Jahr 2003 auf diesem Preisniveau gehandelt. Erschwerend kommt hinzu, dass den Bullen eigentlich ein massiver Unterstützungsbereich zur Verfügung stand, der nicht genutzt werden konnte. Wenn all das nicht half, darf man sich schon die Frage stellen, ob es dann die heute über die Ticker laufende Nachricht, dass Thyssen die geplante Aufspaltung in zwei Teile aufgibt, richten kann. Aber immerhin, die erste Reaktion darauf ist positiv.

Noch ein letzter Strohhalm!?

Beginnen wir den Ausblick mit einer Chance. Geben wir der Aktie noch einen letzten Strohhalm – wieder einmal. Falls ja, dann können die heutigen Kursgewinne nur der Anfang sein. Diesen müssen unbedingt weitere folgen und das möglichst direkt. Die Aktie steigt heute wieder in den Unterstützungsbereich zwischen 11,44 und 13,11 EUR an. Was Käufer und Investoren jetzt sehen wollen, sind ein Durchwandern der Supportzone, um bspw. mit dem Kursausbruch über den EMA 50 und das letzte Zwischenhoch bei 13,79 EUR für erste prozyklisch bullische Signale zu sorgen. Auch eine vollständige Bodenbildung könnte dem Chartbild aus bullischer Sicht nicht schaden und spätestens jetzt wird klar, warum die heutigen Gewinne nur der erste Schritt sein können. Das Problem bei diesem Szenario ist, dass es momentan auf noch sehr wackligen Beinen steht. Es ist ja nicht die erste Chance, die die Bullen in den letzten Wochen hatten. Im April war man mit kleineren Umkehrmustern sogar schon sehr nahe an einer bullischen Trendwende dran, aber am Ende fielen die Kurse trotzdem noch auf ein neues Tief zurück – und das relativ direkt. Allein auf Basis der heutigen Kursgewinne von einem risikolosen Investment zu sprechen, ist fahrlässig. Damit ist jedoch auch klar, was man als Bulle nicht mehr sehen möchte: Neue Tiefs!

 

GEA - Quartalzahlen werden gekauft, aber...

Die im April gestartete Korrektur in Gea bringt einige Probleme mit sich und leider konnten auch die heute vorgelegten Quartalszahlen daran nur bedingt etwas ändern. Diese werden zwar gekauft, weitere Schritte müssen jedoch folgen. Mitte April startete in der Gea-Aktie eine Korrektur, innerhalb der es den Käufern nicht gelungen ist, das Unterstützungscluster um 24,00 EUR in Form des EMA50 und der Aufwärtstrendlinie zu halten. Der bärische Ausbruch wurde mehrfach bestätigt und nur dank der heute veröffentlichten Quartalszahlen und den damit verbundenen Gewinnen von über 6 % notiert die Aktie wieder oberhalb dieses kurzfristig wichtigen Supports. Dabei sind die Zahlen gar nicht so überragend ausgefallen. Gea setzte im ersten Quartal mit 1,06 Mrd. EUR nur wenig mehr um, als im Vorjahr und von den Analysten erwartet. Das Ebitda lag mit 74,6 Mio. EUR sogar unter dem vom Vorjahr (76,8 Mio. EUR). Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde jedoch bestätigt.

Diese Zahlen geben natürlich zu denken und auch analytisch betrachtet kann trotz der heutigen Kursgewinne in Gea noch keine Entwarnung gegeben werden. So sehen sich die Bullen jetzt wieder der Widerstandszone um 24,79 EUR gegenüber. Scheitern diese hier, könnten in den nächsten Tagen weitere Kursverluste auf 22 EUR folgen. Darunter werden Ziele bei 21 und 19 EUR aktiviert.

Fassen wir die Lage in Gea charttechnisch zusammen, steht der seit Monaten laufende Stabilisierungsprozess am Scheideweg. Die Bullen müssten genau jetzt weiter Druck machen und 24,79 EUR zurückerobern. Später sollte auch gleich der EMA 200 überwunden werden, um weiteres Aufwärtspotential bis auf ca. 29,20 EUR freizumachen.

 

PLATIN - Erholung wird ausgebremst

Trotz etlicher Versuche ist es den Bullen bei Platin in den letzten Wochen nicht gelungen, den breiten Seitwärtsmarkt der letzten Monate nach oben zu verlassen. Aktuell rücken daher wieder markante Unterstützungen in den Fokus. Die Gefahr weiterer Abgaben steigt. Widerstände: 868 + 885 + 912 Unterstützungen: 845 + 831+ 806 Rückblick: Nachdem der kurzfristige Aufwärtstrend bei Platin Anfang April am Widerstand bei 912 USD gestoppt wurde, setzte eine Korrektur ein, die den Wert direkt wieder unter die kurzfristige Aufwärtstrendlinie und die Unterstützung bei 868 USD einbrechen ließ. Anfang Mai folgte zwar eine dynamische Erholung. Diese wurde allerdings in den letzten Tagen vor der Hürde bei 885 USD abgebremst und der Wert erneut bis an den Support bei 845 USD gedrückt. Charttechnischer Ausblick: Zunächst könnte jetzt bei Platin eine weitere Erholungsphase folgen. Diese dürfte jedoch wiederum an der 868 USD-Marke scheitern und das Edelmetall anschließend unter die 845 USD-Marke abverkauft werden. Darunter käme es zu einem Einbruch bis 831 USD. Sollte die Marke nicht für eine Erholung genutzt werden, sind weitere Verluste bis 806 USD zu erwarten. Auch ein Anstieg über 868 USD würde am angeschlagenen Zustand des Wertes wenig ändern. Schon bei 885 USD könnte er von der nächsten Verkaufswelle erfasst werden. Erst darüber wäre ein bullisches Signal aktiv und eine Kaufwelle bis 912 USD wahrscheinlich.

 

Geduld als Erfolgskomponente - Ein paar harte Fakten!

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie lange ein Trader / Investor trotz täglicher Arbeit auf seinen Big Hit warten muss? Wer an der Börse handelt, weiß um das Thema der Geduld.

Jeder Händler muss auf seine Signale warten können und je nach Ausprägung dieser, kann dies eine Weile dauern. Die Geduld wird umso mehr auf eine harte Probe gestellt, umso größer die Erwartungen sind. Anleger, die beispielsweise eine Rendite von 50 % mit ihrem Investment anvisieren, gleichzeitig aber nur 10 % Kursbewegungen gegen sich zulassen wollen, spekulieren auf einen Big Hit und solche Chancen ergeben sich nicht täglich.

Jedem Investor und Trader ist dies bekannt, wenn es dann aber in den praktischen Handel geht, kann dieses Wissen schnell den eigenen Emotionen weichen. Es ist das eine zu wissen, dass man unter Umständen Wochen oder länger auf seine Chancen warten muss, dass andere jedoch, dieses live zu erfahren und auch die Geduld aufzubringen. Im Rahmen des Coachings sehe ich immer wieder, wie quasi aus Langeweile unsinnige Trades gemacht werden.

In dieser kleinen Analyse habe ich versucht, dem Thema Geduld statistisch auf den Grund zu gehen. Dazu wurden alle Aktien aus dem DAX und MDAX über die letzten Jahre hin täglich gehandelt (simuliert). Es wurde jeden Tag ein Trade eröffnet, mit einem Stopp-Loss von 10 % versehen und auf ein Ziel von 50 % hingearbeitet. Wichtig war an dieser Stelle nicht die Frage, ob das Handelssystem profitabel ist oder nicht, sondern wie häufig Gewinntrades auftraten.

Die zentrale Frage war also: von all den vielen Tagen der letzten Jahre, wie viele davon konnten ein solches CRV von 5 zu 1 stemmen? Die folgende Abbildung veranschaulicht die Fragestellung noch einmal.

Das Ergebnis: Wir müssen lange warten!

Es hat eine ganze Weile gedauert, um den Computer die 128.037 Trades abspulen zu lassen. So viele Handelstage wurden untersucht und nur knapp 30 % von diesen schafften es, das Gewinnziel von 50 % zu erreichen. Bereits anhand dieser Wahrscheinlichkeit wird deutlich, dass man viel länger auf seine Chancen warten muss, als dass ein Trader im Sinne eines Einstiegs aktiv werden kann. Würden wir diese Wahrscheinlichkeit als Durchschnittswert betrachten, könnten wir nicht ganz jeden dritten Tag mit einer Chance rechnen.

Diese Aussage hört sich zunächst gar nicht so dramatisch an, praktisch jedoch ist die Sachlage problematischer, als es die 30 %ige Chance ausdrückt. Es ist leider nicht so, dass die Gewinntage gleichmäßig über den Chart verteilt sind, sondern eher gehäuft auftreten. Werfen wir dazu noch mal einen Blick auf die Allianz-Aktie.

In den hier rot markierten Bereichen dürfte nahezu jeder Handelstag (abgebildet ist ein Wochenchart) eine Chance gewesen sein, das Kursziel von 50 % zu erreichen, ohne zuvor 10 % ins Minus zu rutschen. Hier ballen sich quasi unsere Wahrscheinlichkeiten, während es im Anschluss zeitlich lange Phasen ohne eine echte Chance gibt. In der Summe addieren sich diese Chancen zwar auf ca. 30 %, die aber leider alles andere als gleich verteilt sind.

Zusammenfassung

Geduld ist eine Tugend, die im Trading unabdingbar ist. Je mehr man erwartet (im Sinne des CRV), desto mehr Geduld sollte man auch mitbringen. Wenn ein Trade erst einmal läuft, hat man immer etwas zu tun (Trademanagement). Um einen Trade aber eröffnen zu können, muss man eine Menge Geduld mitbringen.

Meine kleine Analyse hatte das Ziel, dieses Thema in konkreten Fakten unterzubringen. Sie zeigte, dass statistisch gesehen nur 30 % der Zeit für einen Einstieg geeignet sind, während man 70 % der Zeit zwar seine Analysen erstellt, diese aber nicht in einen Trade münden sollten. Aus logischen Überlegungen heraus wurde diese Wahrscheinlichkeit dahingehend konkretisiert, dass die Chancen zudem gehäuft auftreten dürften. So kann es durchaus sein, dass man in seiner Lieblingsaktie Monate oder gar Jahre warten muss, um eine "geniale" Chance wie hier beschrieben zu erhalten.

Neben der formalen Beschreibung des normalen Marktgeschehens war es ebenfalls ein Ziel dieses Artikels, Ihnen Argumente an die Hand zu geben, nicht zu viel vom Markt zu erwarten, Geduld zu trainieren und Ihren Emotionen / Ihrer Ungeduld nicht mit unsinnigen Trades nachzugeben. Ob wir uns täglich geniale Chancen wünschen oder nicht, die Wahrheit ist, ein Big Hit muss reifen! In diesem Sinne

Viel Erfolg

René Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW18

ATX – Technische Korrektur hält an

Wo sind die nächsten charttechnischen Unterstützungen und wie ist die aktuelle Situation einzustufen?

Während das deutsche Börsenbarometer im Wochenverlauf ein neues Jahreshoch erklimmen konnte, befindet sich der ATX in einer Korrekturphase. Diese Korrekturphase sollte sich kurzfristig zeitlich und preislich noch ein Stück weiter ausdehnen.

Die Bewegung ist (bislang) allerdings lediglich als technische Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend zu verstehen.

So lange die aktuell laufende Korrekturbewegung den Unterstützungsbereich 3.100 Punkte (sehr solide Horizontalunterstützung) bis 3.125 Punkte (hier befinden sich sowohl der EMA50 als auch der EMA200 im Tageschart) nicht unterschreitet, ist das mittelfristige Chartbild übergeordnet dennoch vorerst weiter bullisch einzustufen.

Erst ein Tagesschluss unterhalb von 3.100 Punkten bringt die Käufer im ATX in arge Bedrängnis. In dem Falle wäre eine größere Verkaufswelle Richtung 2.950 Punkte und tiefer einzuplanen.

ALLIANZ - Droht ein Rücksetzer?

Die Allianz-Aktie drückte gestern gegen das bisheriger Rallyhoch, schaffte aber keinen Tagesschlusskurs darüber.

Am 27. Dezember 2018 testete die Allianz-Aktie die Unterstützung bei 170,12 EUR. Danach drehte sie massiv nach oben und kletterte bis 23. April 2019 auf ein Hoch bei 214,95 EUR. Damit erreichte die Aktie den höchsten Stand seit Juni 2002. Nach einer kleinen Konsolidierung attackierte sie gestern dieses Hoch. Intraday notierte die Aktie darüber, schloss aber minimal darunter. Heute startete der Versicherer kaum verändert in den Tag. Am 08. Mai 2019 ist die Hauptversammlung. Am Tag danach wird es zum Dividendenabschlag kommen. Die nächsten Quartalszahlen werden für 14. Mai erwartet. Sollte die Allianz-Aktie am Widerstand bei 214,95 EUR abprallen, dann würden Abgaben in Richtung 206,85-204,50 EUR drohen. Damit würde die Aktie in den Bereich des Hochs aus dem letzten Jahr zurücksetzen. Sollte es allerdings zu einem Ausbruch über 214,95 EUR kommen, dann wäre ein direkter Durchmarsch in Richtung 225,00 EUR zu erwarten.

AMD - Eine ganz harte Nummer

Eine Achterbahnfahrt vom Feinsten erlebten die AMD-Aktionäre im gestrigen Handel. Zunächst wurden die Zahlen gefeiert. Es folgte ein Abverkauf, der sich gewaschen hatte.

Nach dem Zahlen-Desaster von Intel war der Quartalsbericht des Konkurrenten AMD mit Spannung erwartet worden. Und dieser fiel besser aus als von Analysten prognostiziert. Der Umsatz sank von 1,65 Mrd. USD auf 1,27 Mrd. USD gegenüber einer Schätzung von 1,26 Mrd. USD seitens der Experten. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 0,06 USD und toppte damit um 0,01 USD je Aktie die Analystenerwartung. Für das zweite Quartal stellt das Management einen Umsatz zwischen 1,47 und 1,57 Mrd. USD in Aussicht. Der Markt reagierte zunächst erleichtert. Vom satten Kurssprung zu Beginn blieb zum Handelsende aber nichts mehr übrig. Die Aktie schloss auf Tagestief. Der Chart der letzten Besprechung wird nun leicht adjustiert.

Die gestrige Abwärtswelle wäre ausreichend für die Beendigung der Konsolidierung, die Tageskerze wirkt freilich nicht einladend. Geht man davon aus, dass sich die Aktie in einer bullischen Flagge bewegt, könnte sie in Kürze wieder die obere Begrenzung dieser Flagge erreichen. Neben dieser wirkt die Horizontale bei 28,53 USD als Widerstand. Erst über 29,95 USD entsteht ein prozyklisches Kaufsignal in Richtung 34,14 USD. Die maßgebliche Unterstützungszone auf der Unterseite wird nun auf 26,00 bis 25,14 USD angepasst. Gibt der Wert diese auf, wäre die Aufwärtsbewegung seit Dezember 2018 zunächst beendet. Ein Rücklauf an den EMA200 im Tageschart wäre dann beispielsweise plausibel.

GOLD - Bullen auf dem Drahtseil

Der Goldpreis fiel in den vergangenen Tagen erneut an die zentrale Unterstützung bei 1.265 USD zurück. Damit befindet sich das Edelmetall in einem Drahtseilakt zwischen einem möglichen Doppelboden und einer drohenden Verkaufswelle.

Widerstände: 1.290 + 1.301 + 1.326
Unterstützungen: 1.265 + 1.236 + 1.210
Rückblick: Nach dem Rückfall unter die Unterstützung bei 1.326 USD brach der Goldpreis im Februar deutlich ein und konnte sich erst an der Unterstützung bei 1.276 USD stabilisieren. Gleichzeitig wurde damit auch der Aufwärtstrend der Vormonate beendet und eine neue Korrekturphase etabliert. In den folgenden Wochen setzte der Wert in einer volatilen Korrektur an die Supportmarke bei 1.265 USD zurück, konnte diese jedoch zunächst verteidigen. Die leichte Erholung der Vorwoche scheiterte jedoch an der Hürde bei 1.290 USD und so sehen sich die Bullen jetzt wieder der 1.265 USD-Marke gegenüber.

Charttechnischer Ausblick: Bei einem Bruch dieser zentralen Unterstützung wäre zugleich auch eine übergeordnete Aufwärtstrendlinie unterschritten und eine Stoploss-Welle bis 1.250 USD und darunter auf 1.236 USD zu erwarten. Auf diesem Niveau könnte sich der Goldpreis wieder erholen. Sollte die Unterstützung dagegen ebenfalls unterschritten werden, stünde eine Ausweitung der Verkaufswelle bis an den Bereich um 1.210 USD an. Ein Anstieg über 1.276 USD würde den Wert dagegen kurz stabilisieren und bis 1.290 USD steigen lassen. Doch erst über dieser Marke wäre die erste wichtige Hürde für die Bullen genommen und eine Erholung bis 1.301 USD die Folge. Darüber wäre das vorläufige Ende der Abwärtsphase eingeläutet und ein mittelfristiger Anstieg bis 1.346 USD zu erwarten.

Die richtige Zeit auszusteigen!?

Anleger stellen sich immer wieder die Frage, wann eine Aktie zu teuer ist. In diesem Artikel versuchen wir die Frage auf technischer Ebene zu beantworten und vergleichen den Aktienkurs mit dem EMA 200!

In der vergangenen Handelswoche haben wir uns auf Godmode-Trader.de und Guidants relativ ausführlich mit dem großen Bild beschäftigt. Dabei haben wir sowohl bullische wie bärische Szenarien für den DAX & Co. beleuchtet. Gewürzt habe ich dies mit der einen oder anderen Statistik, zu denen auch ein Ansatz gehörte, der sich mit dem vielbeachteten EMA 200 auseinandersetzte.

Im Streambeitrag „Für EMA-Fans“ wurde untersucht, ob es Sinn macht, bei bestimmten Abweichungen vom gleitenden Durchschnitt long bzw. short zu gehen.

Eine Erkenntnis war, dass die Shortseite in diesem Ansatz relativ schlecht abschneidet. Sofern Gewinne erzielt worden sind, stammen diese größtenteils von der Longseite. Aus diesem Grund habe ich die Shortseite noch einmal separat unter die Lupe genommen. Das vorläufige Ergebnis möchte ich Ihnen heute präsentieren.

Die Systematik
In unserem Trading-Ansatz wird eine Shortposition eingegangen, sofern sich der Tagesschlusskurs der Aktie zu weit vom EMA 200 entfernt hat.

Ausgehend vom Einstiegskurs Short wird ein Stopploss in einem bestimmten prozentualen Abstand platziert. Gleiches gilt für das Kursziel. Bei diesem Ansatz sind verschiedene Wertebereiche für den Abstand zum EMA 200 (4 – 40 %), als auch für den Stopp (2 - 10 %) und das Kursziel (4 – 20 %) gegeneinander angetreten.

Die Top Ten!
Mit Blick auf diese Rahmendaten kam es im Test zu etwas mehr als 850 verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten aus Abstand zum EMA, Stopploss und Kursziel. Die besten zehn Ergebnisse (mit Blick auf den Profit vor Kosten) können Sie in der folgenden Abbildung sehen:

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal Sollte man Aktien bei zu großem Abstand zum EMA shorten?
Wir haben den Computer mit drei Variablen gefüttert und die Frage gestellt, ob es Sinn macht, Aktien bei einem bestimmten Abstand zum EMA 200 zu shorten. Unschwer zu erkennen ist, dass es durchaus einige profitable Kombinationen gibt. In der Top-Ten-Liste ist jedoch nicht eine Kombination vorhanden, mit der ein CRV größer eins realisiert werden kann. Das Kursziel ist maximal genauso groß wie der Stopp. Damit dürfte klar sein, dass Anleger selbst bei deutlichen Abweichungen des Kurses vom EMA 200 nach oben nicht zu viel erwarten sollten. Es ist den DAX-Aktien völlig egal, was schlaue Bücher so alles über das CRV sagen. Wer nach hohen CRVs strebt, geht bei diesem Ansatz tendenziell baden!

Der typische Zusammenhang zwischen CRV und Trefferquote ist super zu erkennen. Wer kleine CRVs anstrebt, kann sich über Trefferquoten von 70 % und mehr freuen. Wer hingegen CRV von eins zu eins oder größer erwartet, muss bei der Trefferquote ordentliche Abstriche machen. Erfreulich ist jedoch, dass diese bei allen Top-Ten-Werten spürbar größer als 50 % ist. Bei der Frage, ob und welche Kombination man handeln sollte, spielt die Persönlichkeit eine wichtige Rolle. Letztlich nützt einem eine positive Statistik wenig, wenn man weder finanziell noch emotional in der Lage ist, die damit verbundenen Aktionen diszipliniert durchzuführen. In diesem Zusammenhang kann ich Ihnen nur empfehlen, weniger auf den Profit allein zu schauen. Achten Sie auch auf die anderen Kennzahlen, wie den Profitfaktor, die Trefferquote und natürlich das Verhältnis vom Gewinn zum maximalen Drawdown. Solche Vergleiche führen oftmals dazu, dass man sich eben nicht für die statistisch gesehen beste Variante entscheidet - und das ist durchaus gut so!

Viel Erfolg
Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW17

DAX – Wunden lecken im Bärenlager

Der Index konsolidierte im Wochenverlauf in der Nähe der 12.300er Marke. Geht da noch mehr für die Bullen?

Das deutsche Börsenbarometer hatte ein hervorragendes erstes Quartals auf`s Börsenparkett gelegt. Im April haben die Bullen bislang freie Hand - im Bärenlager ist offenbar "Wunden lecken" angesagt: Seit Ende März befindet sich der Index in einer vergleichsweise dynamischen Aufwärtswelle. Größere Korrekturen gab es nicht. Mit dem Anstieg über den EMA200 im Tageschart wurde diese Bewegung noch einmal beschleunigt.

So lange der steile Aufwärtstrend im Tageschart nicht per Tagesschluss unterboten wird, ist der Weg des geringsten Widerstands weiter nordwärts Richtung 12.500 bis 12.600 Punkte. Ein Bruch der Trendlinie hätte hingegen aller Voraussicht nach einen schnellen Rücksetzer in Richtung 12.000 Punkte-Marke zur Folge. Oberhalb dieser Marke bleibt das mittelfristige Chartbild vorerst weiter klar bullisch im deutschen Börsenbarometer.

Rücksetzer Richtung Trendlinie bleiben Kaufgelegenheiten. Erst ein Rutsch unter 12.220 Punkte per Stundenschluss verleiht den Bären wieder ein wenig Rückenwind – bis dahin bleiben die Bullen fest im Sattel.

DAIMLER - Gewinnmitnahmen gehen nach Zahlen weiter

Daimler zeigt sich in diesem Jahr in einer guten Verfassung muss aber in dieser Woche Abgaben hinnehmen.
Daimler übertrifft im ersten Quartal mit einem EBIT von 2,80 Mrd. EUR (VJ: 3,34 Mrd. EUR) und einem Nettogewinn nach Anteilen Dritter von 2,10 Mrd. EUR (VJ: 2,27 Mrd. EUR) die Analystenschätzungen von 2,63 Mrd. EUR bzw. 1,97 Mrd. EUR). Umsatz mit 39,7 Mrd. EUR (VJ: 39,8 Mrd. EUR) über den Erwartungen von 38,9 Mrd. EUR.

Quelle: Guidants News

Die Aktie legte nach dem Tief bei 44,51 EUR vom 02. Januar 2019 eine steile Rally hin. Im Laufe dieser Rally durchbrach die Aktie auch die Nackenlinie einer inversen SKS. Aus dieser Bodenformation lässt sich ein Kursziel bei ca. 63,00 EUR und damit fast am Widerstand bei 63,09 EUR ableiten. Am 23. April erreichte der Autowert ein Hoch bei 60,00 EUR. Damit drang er in die Widerstandszone zwischen 56,07 und 60,49 EUR und erreichte eine potenzielle obere Begrenzung des Aufwärtstrends seit Januar. Seitdem kommt es zu Gewinnmitnahmen.

Diese Gewinnmitnahmen werden durch die aktuellen Zahlen nicht beendet. Daimler gibt nämlich nach den Zahlen zunächst leicht nach. Diese Gewinnmitnahmen können noch etwas andauern und zu Abgaben in Richtung 56,46 EUR führen. Sogar eine Ausdehnung in Richtung 53,52 EUR ist möglich. Je früher die Aktie nach oben abdreht, umso besser stehen die Chancen, dass sie das noch offene Ziel aus der Bodenformation bei ca. 63,00 EUR in der nächsten größeren Kaufwelle erreicht. Sollte es allerdings zu einem Rückfall unter 53,52 EUR kommen, würde sich das Chartbild deutlich verschlechtern.

 

KLÖCKNER bricht ein - Der Bär schlägt wieder zu

Nach den gestern nachbörslich vorgelegten Zahlen kommt es heute zu einem Kurseinbruch, die Aktie des Stahl- und Metallhändlers knickt um über 11% ein.
Meldung von gestern:
Klöckner geht vor dem Hintergrund einer rückläufigen Nachfrageentwicklung im Automobilgeschäft im zweiten Quartal nur noch von einem Ebitda von €50-60 Mio aus. Im Gesamtjahr soll der entsprechende Betrag bei €180-200 Mio liegen.

Klöckner will in Großbritannien einen Standort für 30 Millionen Euro verkaufen.

Quelle: Guidants News

Mit der jüngsten Erholung und der Etablierung oberhalb des EMA50 und des alten 2015er Tiefs hatten die Bullen sich eigentlich eine gute Basis für eine weitere Erholung geschaffen, der heutige Kurseinbruch macht den positiven Ansatz jedoch zunichte. Der flache Aufwärtstrendkanal der letzten Monate wirkt plötzlich als bärische Flagge, die jetzt vielleicht nach unten hin aufgelöst wird.

Ein Rückfall zu den Tiefs bei 5,825 EUR könnte jetzt folgen. Unterhalb von 5,70 EUR würden per Tages- und Wochenschlusskurs weitere Verkaufssignale für Abgaben in Richtung des 2009er Tiefs bei 4,39 EUR entstehen.

Erst eine nachhaltige Rückkehr über 7,00 EUR würde die Situation entschärfen. Dann könnten neue Aufwärtswellen bis 7,50 - 7,64 und darüber hinaus 8,10 und 8,70 - 8,80 EUR eingeleitet werden.

 

PLATIN - Ohne Dynamik bleibt es aussichtslos

Die steile Kaufwelle von Anfang April ist mittlerweile abgeebbt. Dennoch haben die Bullen bei Platin ihr Pulver noch nicht verschossen. Was fehlt, ist die notwendige Durchschlagskraft, um zumindest das Verlaufshoch der Vorwochen zu erreichen.
Widerstände: 885 + 912 + 929
Unterstützungen: 868 + 845 + 831

Rückblick: Mitte Februar gelang der Käuferseite bei Platin nach der Verteidigung der 775 USD-Marke eine kräftige Erholung, die den Wert über die Hürden bei 845 und 868 USD führte. In der Spitze erreichte der Kurs Anfang April den Widerstand bei 912 USD, scheiterte dort jedoch zunächst. Seither wird die Kaufwelle korrigiert, wobei sich der Bereich um 868 USD bislang als solide Unterstützung herauskristallisierte, von dem der Wert auch im gestrigen Handel nach oben abprallte.
Charttechnischer Ausblick: Oberhalb von 868 USD haben die Bullen weiterhin die Chance, den Aufwärtstrend der letzten Wochen in Richtung 912 USD fortzusetzen. An dieser Hürde könnten die Bären erneut zuschlagen. Wird die Marke dagegen überschritten, stünde eine Kaufwelle bis 929 USD auf der Agenda. An dieser Stelle könnte der kurzfristige Aufwärtstrend enden und Platin erneut stark abverkauft werden. Sollte dagegen auch dieser Widerstand überwunden werden, wäre ein Anstieg bis 967 USD möglich.
Wird die Unterstützung bei 868 USD hingegen unterschritten, müsste man sich auf eine Korrektur bis 845 USD einstellen, ehe der Aufwärtstrend dort fortgesetzt werden könnte. Darunter wäre dagegen ein Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 806 USD aktiv.

 

Was für eine Performance! Und das mit einem einfachen Prinzip!

Wer schon immer eine Taktik kennenlernen wollte, die vergleichsweise geradlinig verläuft, bitte sehr! Und nebenbei wird ein wesentliches Prinzip des Tradingerfolges ins perfekte Licht gerückt!
Wenn Sie zu den glücklichen Tradern gehören, die mit dem Handel kleiner Trefferquote gar kein Problem haben, dann darf man Ihnen nur gratulieren. Mit entsprechender Ausbildung dazu, ist es nahezu unmöglich, am langen Ende zu verlieren. Lassen Sie mich dies an einem eindrucksvollen Beispiel erklären.

Kauf bärischer Impulse!

Im Rahmen meiner ständigen Marktrecherche schaute ich mir jüngst ein einfaches Muster an: Was passiert, wenn der DAX-Future (DAX) im 30-Minutenchart per Schlusskurs unter das Tief der vorangegangenen Kerze fällt? Im Grunde handelt es sich bei diesem Muster um einen bärischen Impuls. Der Kurs ist in den letzten 30 Minuten gefallen und hat dabei auch die Range der vorangegangenen 30 Minuten verlassen. Was aber, wenn ich dieses Muster kaufe, den Stopp auf das Kerzentief setze und als Ziel das Hoch meiner „Musterkerze“ anvisiere? Was, wenn ich also gegen den eigentlichen Impuls der Kerze handele? Die folgende Abbildung zeigt das entsprechende Muster?

Quelle: erstellt mit Tradesignal-Terminal

Verluste begrenzen ist der Schlüssel!

Wie Sie wahrscheinlich schon anhand des Beispiels und meiner Einleitung richtig vermuten, handelt es sich bei diesem Trading-Set-up um eines, mit dem Sie in fast 70 % der gesamten Fälle schlicht und ergreifend falsch liegen. Sie machen zehn Trades und bekommen im Durchschnitt sieben davon mit einem Verlust um die Ohren gehauen. Und trotzdem zeigt sich über die letzten fünf Jahre eine Performancekurve, die von der Volatilität und Geradlinigkeit her ihresgleichen sucht. Schauen Sie nur auf die folgende Abbildung, in der sie auf der linken Seite die Performancekurve sehen, während auf der rechten Seite die Statistik zusammengefasst ist. (PS: bei der Performance Bewertung ist zu beachten, dass der Gewinn in Euro angegeben ist, wenn immer ein Dax-Future gehandelt wird. Der ausgewiesene Gewinn vor Kosten entspricht ca. 7.185 Punkten.)

Quelle: Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Losgelöst von technischen Aspekten oder Problemen zeigt diese Performancekurve vor allen Dingen eines: Verluste begrenzen ist der Schlüssel zum Erfolg. Ungünstiger Weise geht dies aber oftmals mit Trefferquoten einher, die unter 50 % liegen.

Bevor Sie loslegen!

Als Tradingscoach kann ich Ihnen nur raten, sich dahingehend zu trainieren, den Fokus weniger auf die Trefferquote sondern mehr auf das Gesamtergebnis zulegen. Bevor sie jetzt aber die hier vorgestellte Taktik nutzen, um dies zu üben, müssen einige Dinge angesprochen werden.

Zunächst habe ich Ihnen hier nicht das vollständige Regelwerk geben können. Es kommt zwar nicht mehr viel hinzu und schon gar nichts, was etwas an der dahinterstehenden Idee ändert, aber den einen oder anderen Punkt gäbe es noch. Diese kleinen Regeln stehen meinen Guidants-Followern zur Verfügung. Darüber hinaus müssen Sie sich im Klaren sein, was es bedeutet, mit geringen Trefferquoten zu handeln. Denken Sie bitte daran, dass Sie nicht vom linken Ende der Performancekurve ausgehend von null, einen Zeitsprung zum rechten Ende und einem Gewinn von fast 180.000 EUR machen. Sie müssen die gesamte Strecke - und das sind immerhin vier Jahre - jeden einzelnen Schritt ablaufen. Und letztlich ist zu berücksichtigen, dass die gesamte Performance vor Kosten ermittelt wurde. Angesichts der Häufigkeit der Trades kann dies je nach Broker zu deutlichen Problemen führen. Aber all dies ändert an der grundlegenden Aussage nichts: begrenzen Sie Verluste, lernen Sie mit kleinen Trefferquoten umzugehen und Sie erhöhen ihre Erfolgschancen ungemein! Dies hier ist nämlich nur ein Beispiel von vielen, welche mir in den letzten Jahren zu diesem Thema untergekommen sind.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW16

Market Chartcheck: Indizes beginnen mit Korrektur

Wichtige Nachrichten

  • Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der vergangenen Woche um 1,4 Millionen Barrel auf 455,2 Millionen Barrel gesunken. Erwartet wurde eigentlich ein Anstieg um 2,3 Millionen Barrel. Allerdings hatten die am Vorabend veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) bereits einen Rückgang um 3,1 Millionen Barrel gezeigt. Die US-Ölproduktion sank in der vergangenen Woche um 0,1 auf 12,1 Millionen Barrel pro Tag. In der Vorwoche waren die Lagerbestände kräftig um 7,0 Millionen Barrel gestiegen.
  • Das US-Handelsbilanzdefizit hat im Februar bei 49,4 Milliarden Dollar gelegen. Erwartet wurde ein Defizit von 53,5 Milliarden Dollar, nach einem Defizit von 51,1 Milliarden Dollar im Januar.
  • Die Inflationsrate in der Eurozone ist im März nach endgültigen Daten leicht gesunken. Nachdem sich die Verbraucherpreise im Februar noch mit einer Jahresrate von 1,5 Prozent erhöht hatten, wurde im März nun nur noch ein Anstieg um 1,4 Prozent verzeichnet. Damit wurde die in der Vorabveröffentlichung genannte Zahl wie von den Analysten erwartet bestätigt. Die Kerninflationsrate, bei der schwankende Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausgeklammert werden, ging von 1,0 Prozent auf 0,8 Prozent zurück.

DAX

Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus China konnten in einer ersten Reaktion für keine Bewegung sorgen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt legte im ersten Quartal um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu und wächst damit schneller und stabiler als erwartet. Treibende Kraft war die Industrieproduktion. Im ersten Quartal stieg sie um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und damit deutlich stärker als bisher angenommen.

Erst gegen Mittag zeigte der Markt eine Reaktion und kletterte von dort an kontinuierlich nach oben. Dem DAX gelang es dabei den Widerstand um 12.120 Punkte zu überwinden und beinahe bis 12.200 Punkte anzusteigen. Allerdings ging den Bullen mit schwächelnden US-Indizes relativ schnell die Luft aus, weshalb auch der Schlusskurs über 12.120 Punkte nicht von nachhaltiger Natur sein dürfte. Auf die abnehmende Dynamik der US-Indizes nahe ihrer Allzeithochs wurde bereits mehrfach hingewiesen.

In der Vorbörse notiert der deutsche Leitindex rund 30 Punkte unter seinem gestrigen Xetra-Schlusskurs und damit auf dem Bereich um 12.120 Punkte. Am heutigen Tag dürfte eben diese Marke im Fokus stehen. Zwar kann zu Beginn mit einem kleinen Hochlauf zum gestrigen Close gerechnet werden, wirklich überzeugend dürfte das Aufbäumen aber nicht sein. Vor den Feiertagen muss daher eher mit leichten Gewinnmitnahmen gerechnet werden. Persönlich würde ich nun erstmal keine neuen Risiken auf der Long-Seite eingehen.

 

US-Indizes

Die gestrigen Tageskerzen in den US-Indizes sind durch die Bank als negativ einzustufen. Der Dow Jones zeigte sich in den vergangenen Tagen als schwächster der drei Hauptindizes. Schaut man sich die letzten drei Kerzen an, dann ist dem Index die Unentschlossenheit förmlich ins Gesicht geschrieben. Sollte der Index unter den Bereich von 26.340 Punkte rutschen, dann drohen Abgaben bis 26.180 bzw. 26.100 Punkte. Darunter steht die runde 26.000er-Marke im Fokus. Auf der Oberseite deckelt weiterhin der Bereich um 26.600 Punkte.

Der marktbreite S&P 500 konnte gestern zwar ein neues Jahreshoch etablieren, das Hoch wurde aber direkt verkauft. Das priorisierte Szenario ist damit voll im Fahrplan. Die beschriebene leichte Korrektur bis 2.873 Punkte hat begonnen. Erst wenn der nachhaltige Break-Out über 2.916 Punkte erfolgreich verläuft kann die Aufwärtsbewegung fortgesetzt und ein neues Allzeithoch etabliert werden.

Der Nasdaq konnte gestern ein neues Allzeithoch bei 7.715 Punkte etablieren, wobei das nicht wirklich mehr als ein Dip nach oben war. Sofort wurde nämlich das neue Hoch verkauft und eine Hammerkerze hinterlassen. Diese könnte den Index heute ebenfalls in die Korrektur bis 7.600 Punkte schicken. Für die Bullen geht es nun darum den Bereich um 7.600 Punkte zu halten. Sollte es nicht gelingen diesen Support zu verteidigen, dann muss mit Abgaben bis 7.500 Punkte gerechnet werden.

 

EUR/USD

Im EUR/USD geht das wilde Hin und Her rund um den EMA 50 daily weiter. Aus diesem Grund bleibt mir nichts anderes übrig als die gestrige Aussage zu wiederholen, dass man sich aus diesem Tauziehen raus halten sollte. Generell lässt sich aber festhalten, dass sich das Chartbild erst über 1,1340 USD deutlich aufhellen und dem Kurs etwas Luft auf der Oberseite verschaffen würde. Fällt das Paar hingegen nachhaltig unter 1,1280 USD, dann drohen erneute Abgaben bis in den Bereich um 1,1220 USD.

 

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW15

CHINA: Wirtschaft wieder im Turbomodus - oder?

Was für eine Erleichterung! Chinas Industrie gibt wieder Gas. Zumindest hoffen das alle. Die Fakten sprechen aber noch eine andere Sprache.

Anleger konnten in den vergangenen zwei Wochen zwei Neuigkeiten besonders feiern. Vergangene Woche war es der US-Arbeitsmarktbericht. Eine Woche zuvor der Einkaufsmanagerindex aus China. Dieser schob sich wieder über die Marke von 50, die als Expansionsschwelle gilt.

Chinas Industrie gibt also wieder Gas, nachdem es ein Jahr lang bergab ging. Da kommt Feierlaune auf, denn China bleibt nun einmal die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. China exportiert zwar viel, importiert inzwischen aber fast genauso viel. Eine Verlangsamung in China kommt auch bei uns an.

Insofern ist es erfreulich, dass es erste Anzeichen einer Erholung gibt. Auch für die Regierung ist das von größter Bedeutung. Sie hat die Steuern gesenkt und Investitionen angeschoben. Das Konjunkturprogramm ist eines der größten der Geschichte des Landes. Würde da die Industrie nicht anspringen, müsste man die Füße in die Hand nehmen.

Mit dem Anspringen ist das allerdings so eine Sache. Der Einkaufsmanagerindex spiegelt die Stimmung in der Industrie wider. Stimmung ist, was es ist: eine Laune. Diese kann im kommenden Monat wieder anders sein. Tendenziell liegen die Einkaufsmanager mit ihrer Einschätzung aber nicht schlecht.

Was bisher fehlt, das sind harte Fakten. Diese sprechen bisher noch eine andere Sprache. Die monatlichen Autoverkäufe befinden sich nach wie vor im freien Fall (Grafik 2), obwohl die Regierung hier extra Anreize geschaffen hat. Der Automarkt ist noch nicht über den Berg.

Der anhaltende Rückgang gibt zu denken, zumal Chinas Automarkt noch lange nicht gesättigt ist. Im Durchschnitt besitzen 1.000 Chinesen 180 Autos. In Mexiko sind es knapp 300. Dabei ist das Pro-Kopf-Einkommen vergleichbar. In Industrieländern sind es meist zwischen 550 und 800 Autos pro 1.000 Einwohner. Es gibt noch viel Luft nach oben und eine Marktsättigung ist ganz offensichtlich nicht der Grund für die einbrechenden Verkäufe.

Laufen die Geschäfte nicht so gut, ist Vorsicht verständlich. Ein neues Auto kann notfalls auch noch warten. Doch auch günstigere Investitionen zeigen keine Anzeichen der Besserung. Der Smartphonemarkt schrumpfte zuletzt um 20 % gegenüber dem Vorjahr (Grafik 3).

Die Smartphoneverkälufe sind schon seit zwei Jahren auf dem Rückzug und spiegeln den Abschwung sehr gut wider. Hier gibt es keine Entwarnung. Das muss kein Widerspruch zum besseren Einkaufsmanagerindex sein. Es ist durchaus denkbar, dass sich die Industrie erholt (staatlichen Investitionen zu verdanken) und der Konsum weiter schwächelt.

China ist damit noch nicht eindeutig über den Berg. Immerhin zeigt sich eine Stabilisierung. Ob das langfristig reicht, sei dahingestellt.

JUNGHEINRICH: Kurspotenzial von 37%

Angesichts starker struktureller Treiber, einer attraktiven Branche mit hohen Eintrittsbarrieren sowie einer attraktiven Bewertung nimmt Warburg Research die Coverage für Jungheinirich mit einem „Buy“-Rating und Kursziel von 41,00 Euro wieder auf.

Als einer der drei weltweit größten Intralogistiker bietet Jungheinrich neue Gabelstapler, Vermietgeschäfte, voll integrierte Lagerlösungen und Aftermarket-Aktivitäten aus einer Hand. Mit einem starken Engagement in der Elektromobilität und einem steigenden Anteil an automatisierten Lösungen im Rahmen von Industry 4.0 sei Jungheinrich nach der KION Group der zweitgrößte Player in seinem Kernmarkt Europa, schreibt Warburg Research-Analyst Cansu Tatar in einer Studie von Donnerstag.

Die Eintrittsbarrieren dürften angesichts erheblicher Größenvorteile für bestehende Akteure wie Know-how, Kapitalbedarf, starke Lieferanten- und Kundenbeziehungen hoch bleiben, so der Warburg-Experte. In der Peer Group zeichne sich Jungheinrich durch einen hohen Anteil an Umsätzen im Gebrauchtmarkt (Aftermarket) aus, was zu einem hohen Anteil an wiederkehrenden Erlösen führe und in Zeiten der Konjunkturabschwächung ein Sicherheitspolster darstelle.

Nachdem der Weltmarkt für Intralogistik in den letzten zehn Jahren das Wirtschaftswachstum um das 1,5-fache übertroffen hat, dürfte er weiter steigen, insbesondere getrieben durch eine starke Verlagerung in Richtung E-Commerce, die die Nachfrage nach Lagereinrichtungen beflügelt, prognostiziert Analyst Tatar. Als einer der weltweit führenden Anbieter werde Jungheinrich an diesem Wachstumstrend partizipieren, insbesondere aufgrund seiner starken Position bei Lagereinrichtungen einschließlich Elektrostaplern sowie bei automatisierten Lagerlösungen (z.B. Industry 4.0). Da der chinesische Markt zudem ein erhebliches Aufholpotenzial für Jungheinrich bieten sollte, erwartet Tatar einen überproportionalen Anstieg des Auslandsumsatzes.

Warburg Research geht davon aus, dass der Umsatz im Zeitraum 2018 bis 2021 um jährlich 4,7 Prozent auf 4,357 Mrd. Euro steigen wird. Während sich das Neugeschäft nach zweistelligen Wachstumsraten in den letzten drei Jahren normalisieren dürfte, wird erwartet, dass neue Stapler zunehmend in den Aftermarket eintreten werden, was zu einem verbesserten Umsatzmix in Richtung hochprofitable und wiederkehrende Dienstleistungsumsätze führen sollte. Daher sollte sich auch die EBIT-Marge laut Warburg im Zeitraum 2018 bis 2021 um 0,5 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent erholen.

Angesichts makroökonomischer Bedenken im Zusammenhang mit den Handelszöllen und einer Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft sank der Aktienkurs von Jungheinrich im Jahr 2018 um 30 Prozent. Damit wird die Aktie nun mit einem Abschlag von 7 Prozent auf ihr durchschnittliches Forward-PE-Verhältnis von fünf Jahren gehandelt und entspricht weitgehend den Wettberwerbern KION und Hyster-Yale. Dies erschein ihm ungerechtfertigt, so Analyst Tacar, da Jungheinrich trotz geringerer Skalierung über ein widerstandsfähigeres Geschäftsmodell und ein höheres Margenniveau verfüge, während sich die Margen in den kommenden Jahren aufgrund höherer Serviceumsätze sowie einer Erholung der Inputfaktoren erholen dürften.

Angesichts starker struktureller Treiber, einer attraktiven Branche mit hohen Eintrittsbarrieren sowie einer attraktiven Bewertung nimmt Warburg Research die Coverage für Jungheinirich mit einem „Buy“-Rating und Kursziel von 41,00 Euro wieder auf. Im Verhältnis zum aktuellen Kursniveau sehen die Experten damit ein Kurspotenzial von knapp 37 Prozent.

EUR/USD-Tagesausblick - Flaggenende oder Rallyverschärfung?

Tagesausblick für Freitag, 12. April 2019: Zum Wochenschluss erreicht EUR/USD massive Widerstände im Tageschart. Nun werden die Weichen gestellt für eine Rallyverschärfung oder eine Fortsetzung des mittelfristigen Abwärtstrends.

Intraday Widerstände: 1,1294 + 1,1300 + 1,1325 + 1,1340
Intraday Unterstützungen: 1,1270 + 1,1255 + 1,1249 + 1,1228

Rückblick: EUR/USD orientierte sich auch am Donnerstag sehr gut an den genannten Marken. Es entstand zunächst ein weiteres Hoch bei 1,1288 USD. Anschließend fiel das Währungspaar unter 1,1270 USD bis auf 1,1255 USD und 1,1248 USD. Der erwähnte Aufwärtstrend wurde verteidigt, in der Nacht stieg EUR/USD deutlich an.
Charttechnischer Ausblick: Kurz vor dem Wochenende spitzt sich die Lage damit aus technischer Sicht förmlich zu. Im Tageschart wurde der EMA50 bei 1,1294 USD erreicht. Knapp darüber liegt eine massive horizontale Barriere bei 1,1300 USD. Ein Sprung über diese Widerstände könnte einen Squeeze im Währungspaar auslösen in Richtung 1,1325 und anschließend 1,1340 USD. Alternativ fährt sich EUR/USD nun fest und fällt deutlich zurück. Werden die Supports bei 1,1270 und 1,1255 USD wie auch der Aufwärtstrend der letzten Tage unterschritten, wäre die Erholung beendet und das potenzielle Flaggenkonstrukt würde wieder in sich zusammenfallen. Wichtige US-Wirtschaftsdaten könnten heute um 16:00 Uhr das Zünglein an der Waage darstellen.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW14

DAX – Kämpft um 12.000er Marke

Das deutsche Börsenbarometer kann in den vergangenen Tagen einen Teil der Underperformance zur Wall Street aus dem 1. Quartal wieder aufholen und markiert ein neues Jahreshoch nördlich der 12.000 Punkte-Marke.

Der deutsche Leitindex zeigt sich zum Wochenausklang unverändert weiter stark und konsolidiert nur knapp unterhalb des neuen Jahreshochs vom Donnerstag.

Der Index machte keine Anstalten durchzuatmen, obwohl die bisher zurückgelegte Strecke in der ersten April-Woche sportlich ist. Kurzfristig ist der Index massiv überkauft, technische Korrekturen Richtung 11.800/50 Punkte müssen daher jederzeit einkalkuliert werden.

Oberhalb dieser Zone bleibt das Chartbild allerdings weiter klar bullisch Richtung 12.100/12.160 Punkte. Erst ein Rücksetzer zurück unter 11.850 Punkte bringt die Bullen wieder in größere Bedrängnis.

DIC ASSET - Das sieht weiterhin bullisch aus

Die jüngsten Kursverluste könnten für Anleger in DIC Asset eine neue Chance sein, sich in den bestehenden Aufwärtstrend einzuklinken.

Ein interessantes Chartbild zeigt sich momentan in der DIC-Asset-Aktie. Bis in den Dezember hinein bewegte sich der Kurs in dieser zwischen 10,04 und 8,97 EUR seitwärts. Der bärische Ausbruch nach unten zum Jahreswechsel entpuppte sich als Fehlsignal und bildete den Startschuss für eine neue Kaufwelle. Im Rahmen dieser konnte der obere Widerstandsbereich überwunden werden und aktuell wird die Aktie immer noch oberhalb dessen gehandelt.

Diese Entwicklung ist insofern interessant, als dass sich damit eine große Bodenformation gebildet hat. Diese wurde bereits mehrfach bestätigt und mit dem bisherigen Hoch bei 10,72 EUR hat man den ersten Zielbereich bereits abarbeiten können. Jetzt könnte man den zweiten im Bereich von 11,25 EUR ins Visier nehmen. Wichtig dafür ist, dass die Kurse nach Möglichkeit nicht mehr nachhaltig unter 9,74 EUR zurückfallen. Der aktuelle Aufwärtstrend und die Annahme eines neuen Bullenmarktes müssen damit infrage gestellt werden. Im ungünstigsten Fall könnte es sogar zu einem Test der Unterstützung bei 8,97-8,76 EUR kommen.

CARL ZEISS MEDITEC - Jetzt wird es ernst

Nach einigen Verlusten in den letzten Tagen notiert die Aktien von Carl Zeiss Meditec heute auf einem wichtigen Unterstützungsbereich.

Carl Zeiss Meditec befindet sich seit dem Allzeithoch vom 12. Februar 2019 in einer Konsolidierung. Diese Bewegung kommt aktuell in eine ganz entscheidende Phase. Denn die Aktie fällt im heutigen Handel auf die Unterstützungszone um 72,45 EUR zurück. Dort verläuft auch der gebrochene Abwärtstrend ab August 2018. Damit kann die Konsolidierung seit 12. Februar als Pullback an diesen Trend angesehen werden. Dort zeigt sich heute nach einer schwachen Eröffnung Kaufinteresse. Knapp darunter, nämlich bei 70,67 EUR, verläuft mit dem EMA 200 eine weitere wichtige Unterstützung.

Dreht Carl Zeiss Meditec im Bereich um 72,45 EUR tatsächlich nach oben, dann ergäbe sich die Chance auf zunächst einen Anstieg bis rund 79 EUR. Später könnte die Aktie sogar in Richtung 95 EUR ansteigen. Sollte es allerdings zu einem Rückfall unter den EMA 200 kommen, würde sich das Chartbild deutlich eintrüben.

PALLADIUM - Direkt wieder im Abwärtstrend?

Nach dem gewaltigen Anstieg der letzten Wochen wurde die Rally bei Palladium kurz vor der 1.630 USD-Zielmarke jäh gestoppt und der Wert in die Tiefe gerissen. Zuletzt setzte eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ein, die allerdings bereits wieder beendet werden könnte.
Widerstände: 1.430 + 1.500 + 1.531
Unterstützungen: 1.330 + 1.310 + 1.282
Rückblick: Bis auf 11 USD hatte sich Palladium Ende März dem übergeordneten Kursziel bei 1.630 USD genähert, ehe es von einer massiven Verkaufswelle erfasst und in die Tiefe gerissen wurde. Dabei durchbrach der Wert direkt die wichtigen Unterstützungen bei 1.500 und 1.430 USD und kam erst kurz vor der Unterstützung bei 1.310 USD zum Stehen. Nach dieser massiven Abwärtsbewegung, die eine Reihe von kurzfristigen Verkaufssignalen ausgelöst hatte, setzte zuletzt ausgehend von 1.330 USD eine Erholung ein, die jedoch bei 1.430 USD gestoppt wurde und nahtlos in einen weiteren Rückfall auf die 1.370 USD-Marke überging.
Charttechnischer Ausblick: Noch haben die Bullen auf dem aktuellen Niveau die Chance, der ersten Erholungsbewegung eine zweite folgen zu lassen, die durchaus wieder an den Bereich um 1.430 USD führen kann. Sollte Palladium dagegen jetzt unter 1.350 USD zurückfallen, könnte es direkt zu einer zweiten großen Verkaufswelle kommen, die zunächst bis 1.310 und 1.282 USD führen dürfte. Hier könnten die Bullen eine weitere Erholung starten und ggf. sogar nach einer entsprechenden Bodenbildugnsphase den übergeordneten Aufwärtstrend reaktivieren. Unterhalb von 1.265 USD wäre dagegen mit weiteren Verlusten bis 1.221 und 1.139 USD zu rechnen.
Kann der Wert dagegen jetzt oder spätestens bei 1.310 USD wieder nach Norden drehen, dürfte die 1.430 USD-Marke zum zweiten Mal erreicht werden. Dort ist mit der Fortsetzung der Baisse und einem Abverkauf in Richtung 1.310 USD zu rechnen. Darüber könnte sich eine Erholung bis 1.500 USD anschließen, ehe die Bären an dieser Stelle wieder zuschlagen sollten. Weiterhin würde erst ein Ausbruch über den Widerstand bei 1.531 USD das Ende der Abwärtsbewegung und einen Anstieg an das jüngste Rekordhoch einleiten.

Kenne deine Grenzen!

Die meisten Trader stolpern über ihre eigenen Beine. Umso wichtiger ist es, seine eigenen Grenzen zu kennen! Diese dürfen nämlich niemals überschritten werden!

Die Statistiken zeigen, so einfach verdient sich das Geld an der Börse nicht. Mit den neuen Verordnungen zum Anlegerschutz kann mittlerweile jeder bei seinem CFD Broker des Vertrauens nachfragen, wie viele Kunden in den letzten Monaten Gewinne erwirtschaftet haben. Das Ergebnis ist zwar nicht überraschend, aber trotzdem erschütternd. 75-80 % aller Trader verlieren Geld. Neu ist diese Erkenntnis natürlich nicht, jedoch stellt sich die Frage, warum ist das so?

Eine in meinen Augen klare Antwort liegt beim Trader selbst. Ich halte es für unabdingbar, seine eigenen Grenzen innerhalb des Tradings zu kennen. Ich würde wetten, dass die wenigsten Trader über fehlendes Fachwissen bzw. Strategien stolpern. Vielmehr sind es die eigenen persönlichen Grenzen, die zu Verlusten führen.

Beispiel Risiko

Schauen wir uns in diesem Zusammenhang ein wichtiges Beispiel an: das Risiko. Ich denke die meisten Trader haben sich in ihrer Karriere irgendwann einmal in einem Demo-Konto ausgetobt. Ich würde schätzen, dort war das Tradingsergebnis um ein Vielfaches besser, als später im realen Konto. Dabei ist der einzige Unterschied, das Risiko. Was sich im Demokonto so leicht anfühlt, kann sich in der Realität zu einem echten Desaster entwickeln. Machen wir uns nichts vor, die Börse hat mit Sicherheit nicht viel zu tun. Wer erfolgreich sein will, muss ins kalte Wasser springen und sein Kapital riskieren. Fällt es einem im Demokonto sehr leicht, zwischenzeitlich 100, 200 oder mehr Euro in einem Trade zu verlieren, sieht es in der Realität oft ganz anders aus. Dabei verlieren wir nicht nur in einzelnen Trades, sondern jeder Trader muss auch eine gewisse zeitliche Durststrecke, den sogenannten Drawdown überstehen. Selbst Profitrader mussten zum Teil heftige Kontoeinbrüche verkraften. Ein bekanntes Beispiel ist Curtis Faith von den Turtle-Tradern, der nach eigenen Aussagen zwischenzeitlich 75 % seines Kontos verlor.

Die Trader Ausbildung: Weil auch Trading erlernt werden muss ! 16 Wochen Betreuung, Video-Coaching, selbstbestimmtes Lerntempo, 4-wöchige Trading-Phase und Abschlusstest. Nehmen Sie Ihre Trading-Ausbildung jetzt in die Hand!

Einen solchen Drawdown wird man nur dann überstehen, wenn man die eigenen Grenzen nicht überschreitet. Sobald dies der Fall ist, übernimmt das Unterbewusstsein die Kontrolle, weil man in Panik, Angst oder einen ähnlichen Zustand verfällt. Das führt nur selten zu Erfolgen. Vielmehr ist es ein Garant dafür innerhalb kürzester Zeit enorme Geldsummen zu verbrennen.

PS: ich bin mir sicher, auch Curtis Faith fiel das Trading in dieser Zeit nicht leicht. Aber er hatte sich so weit unter Kontrolle, dass er keinen völligen Blödsinn handelte. Er mag in die Nähe seiner Grenze gekommen sein, hat diese aber anscheinend nicht überschritten, denn am Jahresende stand das Konto wieder im Plus.

Nicht nur das Risiko ist wichtig!

Das Risiko steht bei solchen Überlegungen natürlich immer wieder im Vordergrund. Die Bedeutung dessen ist einfach zu offensichtlich. Sie sollten sich jedoch die Zeit nehmen, auch über ihre anderen Grenzen nachzudenken. Wie viele Verlusttrades in Folge können Sie verkraften, unabhängig davon, wie viel Geld sie dabei verlieren? Wie lange wollen sie überhaupt am Tag/in der Woche traden? Wie lange können Sie sich konzentrieren? Wie viele Strategien können Sie parallel handeln oder allgemeiner formuliert, wie multitaskingsfähig sind Sie? Wo liegen ihre grundlegenden Kapitalgrenzen, sprich wie für Positionen können Sie überhaupt aufbauen?

Die unsichtbaren Grenzen ausloten

Dies sind nur einige Beispiele, auf die Sie in Ihrem Trading achten sollte. Meine Arbeit als Tradingcoach zeigte jedoch aber noch mehr. Oftmals sind es die weniger offensichtlichen Grenzen, die gerne überschritten werden und dann zu einem Desaster führen. Ich kann Ihnen nur den Tipp geben, sich intensiv mit ihren Trades auseinanderzusetzen. Fragen Sie sich in der Nachbearbeitung bei jedem, was Sie gefühlt, erlebt und gedacht haben. Hinterfragen Sie Ihre Antworten mehrfach, um dem eigentlichen Problem auf die Schliche zu kommen. Ich bin sicher, an der einen oder anderen Stelle werden sie auf eine Antwort stoßen, die Sie überrascht.

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW13

Green Bunds: Konjunkturmotor für Europa?

Zur „typisch deutschen“ Sorge um Ethik und Nachhaltigkeit würden Green Bonds – oder vielmehr „Green Bunds“ – nach Meinung von M&G-Fondsmanager Wolfgang Bauer perfekt passen.

London (GodmodeTrader.de) - Der Wirtschaftsaufschwung in Europa ist ins Stocken geraten. Angesichts schwächerer Konjunkturdaten und trüber Aussichten fürchten sich viele Beobachter wieder vor der „Japanisierung“ der Eurozone, in der Wachstum und Zinsen auf Dauer niedrig bleiben würden, wie Wolfgang Bauer, Fondsmanager des M&G (Lux) Absolute Return Bond Fund bei M&G Investments, in einem Marktkommentar schreibt.

Ein beliebter Lösungsvorschlag: Die Regierungen sollten ihre Haushaltsdisziplin aufgeben und die Konjunktur aktiv ankurbeln – allen voran Deutschland als Europas größte Volkswirtschaft und langjähriger Wachstumsmotor. Bei den aktuell unschlagbar günstigen Finanzierungskosten müsse daher der deutsche Staat, dessen Gläubiger sogar negative Zinsen in Kauf nähmen, möglichst viele Bundesanleihen emittieren, heißt es weiter.

Bauer hat jedoch eine bessere Idee: „Einen schuldengetriebenen Ausgabenrausch zur Ankurbelung der Wirtschaft in Europa würden wohl viele Deutsche vehement ablehnen. Dafür gibt es natürlich sachliche Gründe: Denn wenn Deutschland das Sparsamkeitscredo und die sprichwörtliche ‚schwarze Null‘ aufgibt, fehlen auch die Argumente, um von den anderen Ländern des Euroraums Disziplin zu verlangen. Und damit würde das Risiko steigen, in eine neuerliche Euro-Schuldenkrise zu geraten, gefolgt von teuren Rettungsaktionen und letztlich einer Schuldenunion.“

Die in Deutschland weitverbreitete Schuldenaversion habe aber auch eine emotionale Ebene – vielleicht sogar verstärkt durch die sprachliche Nähe der Begriffe „Schulden" und „Schuld". Viele Menschen seien zutiefst davon überzeugt, dass eine verantwortungsbewusste Regierung im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten agieren sollte. Die Aufnahme von Fremdkapital gehe ihrer Meinung nach auf Kosten zukünftiger Generationen, unabhängig von der Attraktivität der Finanzierungskosten oder der Verwendung von Erträgen, heißt es weiter.

„Genau diese Haltung eröffnet aber auch neue Chancen, und zwar sowohl für Emittenten als auch für Investoren. Denn zur ‚typisch deutschen‘ Sorge um Ethik und Nachhaltigkeit würden Green Bonds – oder vielmehr ‚Green Bunds‘ – perfekt passen. Grüne Anleihen würden ausgegeben, um Mittel für bestimmte umweltfreundliche Projekte bereitzustellen. Zuletzt habe etwa Telefónica Ende Januar einen Green Bond im Volumen von einer Milliarde Euro begeben. Damit solle die Energieeffizienz des Unternehmens durch die Umstellung von Kupfer- auf Glasfasernetze in Spanien verbessert werden, heißt es.

Grüne Anleihen seien natürlich nicht auf den Unternehmenssektor beschränkt. In den letzten Jahren hätten mehrere europäische Länder nennenswerte Volumina an Green Bonds emittiert. Frankreich sei bislang als größter Emittent dieses Segments in Erscheinung getreten, mit einem ausstehenden Volumen von 16,5 Milliarden Euro. Belgien habe erst kürzlich 4,5 Milliarden Euro über eine grüne Anleihe aufgenommen, und auch Polen zähle nach zwei Emissionen im Februar zu den größten europäischen Green-Bond-Adressen, heißt es weiter.

„Die Nachfrage der Investoren nach grünen Staatsanleihen ist hoch und der Markt groß genug, um neue Milliardenemissionen aufzunehmen. Und da Green Bonds speziell im Sinne einer ethischen Finanzierung und langfristiger Nachhaltigkeit konstruiert sind, könnten sie das passende Instrument sein, um die Schuldenbereitschaft in Deutschland zu erhöhen und mit Investitionen in umweltfreundliche Projekte das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Einige deutsche Emittenten, wie die KfW, haben bereits Green Bonds eingesetzt. Der nächste logische Schritt wäre die Ausgabe grüner deutscher Staatsanleihen: Green Bunds“, so Bauer.

Inversion der Zinskurve: Was tun?

Eine invertierte Zinskurve signalisiert eine Rezession und eine Rezession ist für die Kurse Gift. Was soll man jetzt also tun?

Mein Kollege Oliver Baron bezeichnete die Inversion der Zinskurve (genauer: Zinsspread zwischen 10-jährigen und 3-monatigen US-Anleihen) als ultimatives Crash-Signal. Für Anleger stellt sich damit unweigerlich die Frage, wie man darauf reagieren soll.

Die Frage ist in der Praxis gar nicht so leicht zu beantworten. Ein negativer Zinsspread kündigte in der Vergangenheit Rezessionen an. Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es dazu keine Ausnahme. Eigentlich erscheint das Signal idiotensicher. Wie wir wahrscheinlich alle aus Erfahrung wissen, ist Börse nicht ganz so einfach.

Es weiß nämlich niemand, wann die Kurse tatsächlich in einen Abwärtstrend übergehen. Die Zinskurve gibt zwar ein Signal für die mittelfristige Entwicklung der Wirtschaft, aber sie gibt kein präzises Timing an.

So invertierte die Zinskurve Mitte der 90er Jahre fast (Grafik 1). Im Jahr 1998 invertierte sie nicht nur fast, sondern auch tatsächlich. Einen Bärenmarkt gab es weder 1994/95, noch 1998. Die Zinskurve drehte sogar wieder nach oben. Erst zwei Jahre später kam es zur entscheidenden Inversion, die wenig später von einem Crash an der Börse gefolgt wurde.

Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, ob wir uns in einer Situation wie 1994/95, 1998 oder 2000 befinden. Das wissen wir erst in einigen Monaten oder sogar erst in einigen Jahren. Wenn man also zumindest Eines sagen kann, dann sicherlich, dass man aufgrund eines negativen Zinsspreads nicht überreagieren sollte.

Im Nachhinein ist man immer klüger. So kann man ziemlich präzise sagen, dass der Aktienmarkt im Normalfall den Bärenmarkt beginnt, wenn der Zinsspread am tiefsten ist. Beginnt dieser wieder nach oben zu drehen, fallen die Aktienkurse (Grafik 2). Der Bärenmarkt endet gerne bei einem sehr hohen Zinsspread.

Aktuell gibt es noch keinen Hinweis darauf, dass der Zinsspread sein Tief bereits erreicht hat. So gesehen ist der Beginn eines Bärenmarktes nicht sofort zu erwarten. Panik ist also nicht angebracht.

Persönlich schreibe ich den Bullenmarkt noch nicht endgültig ab. Seit über einem halben Jahr schreibe ich zwar, dass wir uns vermutlich in einer ganz großen Topbildung befinden, doch dieser Prozess kann sich noch Monate in die Länge ziehen. Derzeit weiß niemand so recht, wohin die Reise geht.

Das US-Wachstum kühlt sich stark ab. Daran gibt es keine Zweifel. Die USA holen damit das nach, was im Rest der Welt schon im Sommer 2018 begonnen wurde. Dafür zeigen sich in Europa inzwischen wieder die ersten positiven Signale. Es ist also absolut nicht auszuschließen, dass wir uns heute in einer Situation ähnlich wie 1998 befinden.

Kommt doch noch ein "Brexit-Crash"?

Mit allen Mitteln wollten die britische Regierung und die EU das britische Parlament dazu bewegen, dem ausgehandelten Brexit-Deal doch noch zuzustimmen. Doch der Plan dürfte am Freitag endgültig scheitern. Und dann könnte der Brexit auch an den Finanzmärkten vom "Non-Event" zum alles entscheidenden Faktor mutieren.

Am Freitag werden die britischen Parlamentarier womöglich ein drittes Mal über den bereits zweifach gescheiterten Brexit-Deal abstimmen, obwohl der Sprecher des Parlaments, John Bercow, eine weitere Abstimmung über den Deal eigentlich untersagt hat. Schließlich könne man das Parlament nicht wieder und wieder über den gleichen Antrag abstimmen lassen, entschied Bercow in der vergangenen Woche und berief sich damit auf ein Prinzip, dass schon seit Jahrhunderten im britischen Parlament gilt. Ein weiteres Mal dürfe der Brexit-Deal in der laufenden Legislaturperiode deshalb nur noch eingebracht werden, wenn es signifikante Änderungen gebe, entschied Bercow mit Blick auf einen Präzedenzfall aus dem 17. Jahrhundert.

Nun soll offenbar am Freitag nur über den Austrittsvertrag und nicht über die damit verbundene politische Erklärung abgestimmt werden, um so Bercows Verbot zu umgehen. Das ist allerdings schon deshalb ein zweifelhaftes Vorgehen, weil die politische Erklärung von der EU als "integraler Bestandteil" des Brexit-Deals betrachtet wird und weil das Parlament anschließend dieser politischen Erklärung trotzdem noch zustimmen müsste. Aber mit rationalen Argumenten scheint man derzeit in Westminster nicht weit zu kommen.

Auch wenn die britische Regierung es bisher nicht zugibt und am Brexit-Deal zumindest bis Freitag weiter festhält, dürften die Aussichten denkbar schlecht sein, dass die Parlamentarier dem verhassten Deal doch noch zustimmen. Es gibt nämlich keine Anzeichen dafür, dass die entscheidenden Abweichler in der eigenen Partei oder bei der nordirischen Splitterpartei DUP ihre Meinung noch ändern könnten. Und das, obwohl sie wochenlang "bearbeitet" wurden und die Zustimmung auch mit dem Versprechen von Premierministerin May, bei einer Zustimmung nach dem erfolgten Brexit zurückzutreten, erkauft werden sollte.

Die britische Regierung und die EU stehen vor einem Scherbenhaufen, weil sie keine mögliche Alternative zum Brexit-Deal eingeplant hatten und einfach darauf setzten, dass der Deal das Parlament schon noch passieren werde. Danach sieht es aber aktuell beim besten Willen nicht aus.

Die Missachtung des Parlaments geschieht nicht zufällig, sondern wurde in den vergangenen Jahren immer mehr zum Prinzip, nicht nur in Großbritannien, sondern der gesamten EU. Im Februar wurde der britische Brexit-Unterhändler Olly Robbins bei einem Bargespräch in Brüssel dabei belauscht, wie er einen Plan ausheckte, wie das Parlament zur Zustimmung bewegt werden könnte. In der Woche Ende März müsse man die Parlamentarier glauben lassen, dass es nur die Alternative zwischen einem langen Brexit oder Mays Deal gäbe. Aus Furcht vor einer langen Brexit-Verschiebung würden deshalb wohl viele Brexit-Befürworter Mays Deal dann doch noch zustimmen. Doch das Kalkül ging nicht auf, vor allem auch deshalb, weil viele innerhalb der EU einer langen Brexit-Verschiebung äußerst skeptisch gegenüberstehen.

Sollten das Parlament dem Brexit-Deal in dieser Woche nicht doch noch zustimmen, soll es am 12. April zum Brexit kommen. Das hat die britische Regierung mit der EU vereinbart und dem hat inzwischen auch das Parlament zugestimmt. Doch was genau passieren wird, steht völlig in den Sternen – nur zwei Wochen vor dem drohenden harten Brexit und nach zweijährigen Verhandlungen. So sieht keine verlässliche Politik aus, sondern das ist ein Scherbenhaufen.
Nachdem der drohende Brexit den Markt lange Zeit nicht mehr interessiert hatte, sieht es nun danach aus, dass sich das langsam ändert. Seit gestern Abend hat das britische Pfund mehr als zwei Euro-Cent verloren. Womöglich kommt doch noch Panik auf, wenn auch die dritte Abstimmung über den Brexit-Deal scheitert und weiter kein glaubhaftes Alternativszenario angeboten wird.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW12

Mehr Gewinn bei weniger Risiko

Eigentlich heißt es, dass mit mehr Risiko auch mehr Gewinn kommt. Das Gegenteil ist aber häufig der Fall.

In den letzten Jahren hat sich die Zauberformel "mehr Gewinn bei weniger Risiko" mehr und mehr durchgesetzt. Sie ist allerdings noch nicht so breit gestreut, dass das System zusammenbricht. Immerhin hält sich der traditionale Gedanke, dass Rendite und Risiko positiv korreliert sind.

Anleger lernen das ganz automatisch mit der Zeit an der Börse. Je mehr Artikel man liest, desto häufiger erfährt man auch, dass höheres Risiko höhere Rendite bringt. In der Praxis stimmt das nicht, obwohl das Mantra vollkommen einleuchtet. Wenn ich als Anleger mehr Risiko auf mich nehme, will ich dafür natürlich auch eine höhere Belohnung.

In der Realität trifft das selten zu. Freilich, man kann Glück haben und sehr hohes Risiko eingehen und sich ein Jahr später zur Ruhe setzen. Das gelingt aber wahrscheinlich nur einem unter hunderttausenden Anlegern. Die anderen haben Pech und verlieren meist einen Großteil des eingesetzten Geldes, manchmal sogar mehr.

Weniger Risiko ist zwar langweilig, zahlt aber besser. Ein Blick auf den S&P 500 und den S&P 500 Low Volatility Index zeigt ganz klar, wer das Rennen macht. Mit weniger Volatilität, das Maß aller Dinge, wenn es um Risiko geht, konnte man deutlich mehr Gewinn einfahren.

Während der breite Markt noch nach den bisherigen Allzeithochs sucht, wurde bei Low Vol Aktien schon längst ein neues gefunden. Für Anleger kann ein solcher Low Vol Index ein guter Indikator sein. Viele Korrekturen zeichnet sich beim S&P 500 dadurch aus, dass das zweite Tief der Korrektur tiefer war als das erste. Das war etwa 2015/16 der Fall und auch wieder Anfang 2018.

In diesen beiden Fällen markierten Low Vol Aktien schon ein höheres Tief. Ende 2018 hat das allerdings nicht funktioniert. Es gibt also keine Garantie, dass das immer so sein wird. Generell macht das aber Sinn. Korrigiert der Markt, sind sichere Aktien gefragt und die Kurse steigen dort, während der Gesamtmarkt noch korrigiert.

Das führt dazu, dass Low Vol Aktien während einer Korrektur klar outperformen. Die relative Entwicklung schnellt in die Höhe (Grafik 2). Sind Anleger hingegen unbekümmert und kaufen einfach alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, tritt das Gegenteil ein. Low Vol zeigt eine Underperformance.

Derzeit kommen wir aus einer korrektiven Phase, in der der breite Markt weniger gut performt hat. Das Blatt wendet sich aber langsam wieder. Im Klartext bedeutet dies, dass der Markt durchaus noch etwas steigen kann, bevor wir ein Übermaß an Unbekümmertheit messen können.

Der breite Markt hat bereits begonnen, wieder besser zu performen als sichere Aktien. Das bedeutet auch, dass die Korrektur damit offiziell vorbei ist. Je länger die Outperformance anhält, desto wahrscheinlicher wird die nächste Korrektur.

Wachstumsmarkt Wassertechnologie

Kaum eine Branche wächst derzeit so stark und fliegt dennoch für die Meisten unter dem Radar. Unternehmen, die ihr operatives Geschäft auf Wassertechnologien ausgelegt haben sind die Zukunft und hoch interessant.

Wasser ist unser wertvollstes Gut! Diese Tatsache wurde einem spätestens im letzten Sommer wieder vor Augen geführt. 40 Grad im Schatten, da ist man dankbar um jeden Tropfen Flüssigkeit. Wir brauchen es nicht nur um zu überleben, sondern auch um Leben zu schaffen. Selbst die Filmindustrie greift die Thematik auf und baut, wie in James Bond 007: Ein Quantum Trost, eine komplette Handlung darauf auf. In dramatischer und actionreicher Art wird dem Zuschauer die Auswirkung einer Wasserverknappung aufgezeigt.

Leider basieren solche Filme nicht auf einer Phantasie, sondern auf der Realität. Man muss dazu auch nicht einmal in Länder wie Afrika schauen, es besteht Knappheit in entwickelten Ländern wie den USA oder sogar hierzulande. Aufgrund der extremen Hitze verhängte bspw. der US-Bundesstaat Kalifornien Bußgelder für denjenigen, der mit Wasser verschwenderisch umgeht. Zwar scheint auf den ersten Blick mit insgesamt mehr als 1,3 Mrd. Kubikkilometern ausreichend Wasser vorhanden zu sein, rund 97 % der globalen Wasservorräte sind aber Salzwasser, entsprechend sind nur 3 % davon Süßwasser.

Vor allem sauberes Trinkwasser wird daher zum kostbaren Gut, denn um es verzehren zu können, muss es aufwendig aufbereitet werden. Das dauert nicht nur, sondern kostet auch Geld. Aus der Kombination von Trockenheit, steigendem Wasserverbrauch und wachsender Weltbevölkerung hat sich in den vergangen Jahrzehnten die Wassertechnologie zum Wachstumsmarkt entwickelt. Ohne bereits benutztes Wassers effizienter zu reinigen und in mehreren Zyklen wiederzuverwenden, sowie marode Versorgungsnetze zu modernisieren und Wasser allgemein effizienter zu nutzen, lässt sich der weltweite Bedarf in naher Zukunft nicht mehr decken. Es gibt einige interessante Werte in diesem Bereich, zwei sollen nachfolgend genauer betrachtet werden.

Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft: PENTAIR

Die ineffiziente Nutzung der Bewässerung in der Landwirtschaft stellt ein großes Problem dar. Vielen Landwirten fehlen schlicht die Gelder um die Bewässerungsanlagen zu modernisieren und so versickert oder verdunstet ungenutztes Wasser. Knapp 70 % des weltweiten Wasserverbrauchs lässt sich auf die Landwirtschaft zurückführen. Eine effiziente Nutzung des Gutes in diesem Sektor müsste daher im allgemeinen Interesse sein um den Verbrauch zu reduzieren. Staatliche Subventionen für Investitionen in neue Bewässerungstechnologien wären hier zur Abwechslung wirklich sinnvoll.

Das Unternehmen Pentair hat sich unter anderem auf die Entwicklung dieser intelligenten Bewässerungssystemen spezialisiert. Allerdings bilden diese nur ein Geschäftsfeld. Die Iren bieten ein breites Produktportfolio, dazu zählen technische Lösungen zum Brandschutz, sowie zum Filtern, Transportieren und Entsalzen von Wasser. Dank dieser breiten Aufstellung umfasst der Kundenstamm nicht nur Landwirte sondern auch private Haushalte, Kommunen und Industrieunternehmen. Aufgrund dieser Diversifizierung ist das operative Geschäft weitestgehend branchenunabhängig.

Filtersysteme für die Industrie: XYLEM

Das US-amerikanische Unternehmen Xylem hat sich auf Filtersysteme spezialisiert. Verschmutztes Wasser muss aufwendig aufbereitet werden um es letztendlich verwenden zu können. Aufgrund der extremen Trockenheit im letzten Jahr, konnte sich das Unternehmen vor Aufträgen im heimischen Markt nicht retten und kam mit der Produktion kaum hinterher. Der Hauptabsatzmarkt ist aktuell noch Amerika.

Die Zukunftsaussichten des Unternehmens sind dementsprechend gut. Knappes sauberes Trinkwasser wird das Geschäft mit Filtersystemen weiter ankurbeln.

Vor allem in der Industrie steigt die Bedeutung das Wasser effizient mehrmals zu nutzen und es danach möglichst sauber in den natürlichen Kreislauf zurückzuführen. Bei Industrieabwasser ist das aber gar nicht so einfach, da dies meist eine hohe Belastung aufweist. Aus diesem Grund müssen die eingesetzten Technologien sehr leistungsfähig und vielseitig sein. Xylem setzt deswegen bei seinen Reinigungssystemen auf die Behandlung mit Ozon und UV-Licht. Auf diese Art lässt sich unter anderem hochreines Wasser herstellen, das bspw. in der Pharmaindustrie benötigt wird.

Ende Januar meldete das Unternehmen für Q4 einen Gewinn je Aktie von 0,88 USD bei einem Umsatz von 1,4 Mrd. USD. Damit traf man die Erwartungen der Analysten. Weiter gab das Management bekannt, dass man für das gesamte Fiskaljahr 2019 ein Ergebnis je Aktie in einer Spanne von 3,20 bis 3,40 USD erwarte. Der Umsatz soll dabei zwischen 5,30 Mrd. und 5,40 Mrd. USD liegen.

Im Big-Picture lassen sich die fundamentalen Zukunftsaussichten sehr schön erkennen und auch charttechnisch bestätigen. Ohne eine nennenswerte Korrektur ging es in den Jahren 2016 bis 2018 stetig nach oben. Zuletzt wurde das Kursgeschehen etwas volatiler, allerdings wurde die Konsolidierung relativ zügig abgefangen. Aktuell basteln die Bullen an einem neuen Kaufsignal und damit an einem neuen Allzeithoch, nachdem davor der Break-Out aus der Flaggen-Formation geglückt war. Ziele auf der Oberseite liegen zunächst im Bereich um 90 USD. Das theoretische Ziel der Formation liegt bei 105 USD.

PALLADIUM - Bullen träumen von 1.750 USD

Palladium springt von Allzeithoch zu Allzeithoch und arbeitet dabei eine Kaskade von Fibonacci-Kurszielen ab. Die exorbitante Rally erreicht aktuell die nächste Zielmarke und könnte darüber nochmals an Dynamik zulegen.

Rückblick: Mit dem Ausbruch über das mittelfristige Kursziel bei 1.435 USD (100 %-Projektion der Aufwärtsbewegung von 831 bis 1.149 USD, rote Projektion im Chart) setzte sich die massive Rally bei Palladium Ende Februar fort und erreichte kurze Zeit später bereits die nächsthöhere charttechnische Zielmarke bei 1.560 USD (138,2 %-Projektion der Rally von 831 bis 1.149 USD). Dort kam es zu einer kurzfristigen Seitwärtsbewegung, ohne dass dabei die Unterstützung bei 1.500 USD unterschritten wurde. Diese bullische Konsolidierung wurde Mitte März von einer weiteren Kaufwelle abgelöst, die Palladium aktuell an den nächsten Zielbereich bei 1.630/1.632 USD antreibt (161,8 %-Projektion des Anstiegs von 831 bis 1.149 USD).

Charttechnischer Ausblick: Wie an einer Schnur gezogen eilt Palladium von Rekord zu Rekord bzw. von Projektion zu Projektion und dürfte in Kürze auch die 1.630 USD-Marke erreichen. Dort könnte eine weitere Korrektur einsetzen. Ein Ausbruch über die Marke würde den Wert dagegen beflügeln und zu einem Anstieg bis 1.657 USD führen. Hierbei handelt es sich um die 61,8 %-Projektion des Anstiegs von 1.308 USD bis 1.564 USD abgetragen an das Tief bei 1.498 USD (blaue Projektion).

Darüber stünde die 1.700 USD-Marke auf der Agenda. Selbst die Kurszielzone bei 1.750 bis 1.755 USD wäre damit erreichbar.Dort treffen die 100 %-Projektion der Rallyphase von 1.308 bis 1.564 USD und die 200 %-Projektion des Anstiegs von 831 bis 1.149 USD aufeinander. Dieses Zielcluster dürfte nicht ohne weiteres zu überwinden sein und könnte eine mittelfristige Korrektur nach sich ziehen. Aus charttechnischer Sicht wäre dieses synchrone Ziel auch ein würdiger Schlußpunkt für die imposante Rally der letzten Monate.

Erst ein Bruch der 1.564 USD-Marke würde die heranstürmenden Bullen etwas einbremsen. Doch bereits nach einer Korrektur bis 1.500 USD könnte die Hausse fortgesetzt werden. Darunter käme es allerdings zu einem Abverkauf bis 1.430 USD.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW11

Dieser Wall-Street-Guru verrät seine Geheimnisse

James Simons ist eine Legende und ein Pionier des quantitativen Tradings und Investierens. 2018 war er der am besten verdienende Hedgefondsmanager überhaupt. Jetzt hat er in einer Dikussionsveranstaltung einen (kleinen) Teil seiner Geheimnisse verraten.

Was ist ein "Quant"? Im Wall-Street-Jargon sind das Analysten und Anleger, die sich der Börse nicht etwa mit Methoden aus den Wirtschaftswissenschaften nähern, sondern mit Methoden aus der Mathematik und der Statistik. Statt also die Berichterstattung über aktuelle Wirtschaftsthemen zu verfolgen oder Charts zu studieren, versuchen Quants riesige Datenmengen statistisch auszuwerten und Gesetzmäßigkeiten zu finden, mit denen sich Geld verdienen lässt.

In der Theorie machen quantitative Anleger etwas völlig anderes als "normale" Anleger. In der Praxis können die beiden Welten aber auch sehr nahe beieinander liegen. Nehmen wir zum Beispiel das Kursgeschehen. Die Kursentwicklung der Vergangenheit ist eine der wichtigsten Datenreihen, die "Quants" zur Verfügung haben. Die Kursentwicklung der Vergangenheit ist aber auch die Grundlage der Technischen Analyse. Strenggenommen betreiben also auch Quants oft "Technische Analyse", wenn sie die Kursentwicklung der Vergangenheit analysieren und daraus Entscheidungen für die Zukunft ableiten. Aber während der "normale" Technische Analyst die Kursentwicklung oft mit dem bloßen Auge in Form von Charts betrachtet, wendet der Quant eben mathematisch-statistische Methoden an, wie sie sonst eher in den Naturwissenschaften als an der Börse angewandt werden. Trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass beide Anleger zum gleichen Ergebnis kommen, etwa dass bei einer bestimmten Aktie ein Aufwärtstrend vorliegt, der sich mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen dürfte.

James Simons ist wahrscheinlich der größte Quant aller Zeiten und mit ziemlicher Sicherheit auch der reichste. Auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt steht Simons mit einem Vermögen von 21,5 Milliarden US-Dollar auf Platz 44. Im vergangenen Jahr war er laut Bloomberg zudem der Hedgefondsmanager mit dem höchsten Einkommen. Ganze 7,7 Milliarden Dollar verdiente Simons im vergangenen Jahr - während sich zahlreiche Hedgefonds äußert schwertaten, überhaupt Geld zu verdienen.

Der Wall Street näherte sich Simons erst, als er bereits eine Karriere als erfolgreicher Mathematiker hinter sich hatte. Im Jahr 1982 gründete Simons seine Hedgefondsgesellschaft Renaissance Technologies. Während andere Wall-Street-Firmen viele Ökonomen und Betriebswirte beschäftigen, stellt Renaissance Technologies vor allem Mathematiker, Naturwissenschaftler und Informatiker ein.

Anlässlich der Verleihung eines Preises war Simons nun zu Gast in einer dreiteiligen Diskussionsreihe an der US-Eliteuniversität MIT. In der ersten Diskussionsrunde geht es um Simons erste Karriere als Mathematiker. Im zweiten Teil spricht Simons über seine Erfahrungen im Finanzsektor. Im dritten Teil (der noch nicht als Video veröffentlicht wurde) spricht Simons über seine philanthropischen Tätigkeiten, denen er in den vergangenen Jahren die größte Aufmerksamkeit widmete.

Einige interessante Erkenntnisse aus der Diskussion zum Themenkomplex "Finanzen":

  • James Simons war ein erfolgreicher "fundamentaler Trader" (wie er selbst sagt), bevor er mit dem quantitativen Investieren begann und handelte vor allem Währungen. Das war zu einer Zeit, als viele Währungen erst kurze Zeit überhaupt frei gehandelt werden konnten.
  • Von seinen Erfahrungen als Mathematiker hat Simons nach eigener Einschätzung vor allem dadurch profitiert, dass er es faszinierend fand, Algorithmen zu entwerfen, um bestimmte Probleme zu lösen. In seiner Karriere als Mathematiker setzte Simons das unter anderem ein, als er damit beschäftigt war, russische Verschlüsselungscodes für das Pentagon zu knacken. Trotzdem hat Simons Computer nie selbst programmiert und das auch später nie gelernt. Implementiert wurden die von Simons entworfenen Algorithmen immer von anderen Programmierern.
  • Das erste algorithmische Handelssystem entwarf Simons zusammen mit dem Mathematiker Leonard E. Baum, der für den sogenannten Baum–Welch-Algorithmus bekannt ist. Der Baum-Welch-Algorithmus wird dazu benutzt, um die unbekannten Parameter eines sogenannten Hidden Markov Models (HMM) zu finden. Diese sogenannten Hidden Markov Models können auch zur Kursprognose eingesetzt werden (siehe hier). Das erste Handelssystem sollte Währungen automatisch handeln, wurde aber zunächst nicht eingesetzt. Denn Baum war der Meinung, dass seine Intuition besser geeignet war, den Markt vorherzusagen, als das ausgeklügelte Handelssystem. Eines Tages kam Baum später als sonst ins Büro, weil er die eintrudelnden Wirtschaftsmeldungen verfolgt hatte. Er war der Meinung, dass die britische Premierministerin Thatcher "auf dem Pfund sitzt" und das Pfund früher oder später nach oben schießen würde. Als Baum ins Büro kam, "war Thatcher bereits aufgestanden", denn das Pfund war bereits in die Höhe geschossen, auch wenn sich die Bewegung später noch fortsetzte.
  • Mit seinen fundamentalen Entscheidungen war Simons sehr erfolgreich, allerdings ärgerte er sich darüber, dass die Ergebnisse nicht reproduzierbar waren und teilweise auch vom Glück abhingen. Er wollte seine Handelsentscheidungen deshalb systematisieren. Das ursprüngliche Handelssystem wurde deshalb noch einmal überarbeitet und anschließend für alle möglichen Märkte eingesetzt. Obwohl das System sehr komplex war, war es im Kern nichts anderes als ein Trendfolgesystem, das irgendwann aber keine guten Ergebnisse mehr produzierte. Trendfolgesysteme funktionierten in der Vergangenheit sehr gut, aber bei Währungen und Rohstoffen funktionierten sie seit einigen Jahren nicht mehr gut, so Simons, und es gab keine Anzeichen dafür, dass sich daran wieder etwas ändern würde.
  • Der Durchbruch kam, als ein anderer Mitarbeiter zusammen mit Simons ein System entwickelte, das in sehr viel kürzeren Zeithorizonten handelte, auch wenn es kein High-Frequency-System war. Von da an ging es nur noch aufwärts mit Renaissance Technologies, so Simons.
  • Den Erfolg der späteren Jahre führt Simons darauf zurück, dass das von Renaissance Technologies genutzte Handelssystem immer mehr verfeinert, verbessert und an die aktuellen Gesetzmäßigkeiten des Marktes angepasst wurde. Einige Elemente, befinden sich möglicherweise bereits seit 10 oder 20 Jahren im Handelssystem, aber einzelne Komponenten werden ständig ergänzt oder wieder entfernt. Renaissance Technologies beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter, darunter viele Naturwissenschaftler, die sich ständig um die Verbesserung des eingesetzten Systems bemühen.
  • Nach welchen Strategien Renaissance Technologies aktuell handelt, darauf geht Simons nicht ein (und er wird auch gar nicht danach gefragt).

GOLD - Zitterpartie

Tagesausblick für Freitag, 15. März 2019: Der Goldpreis wurde Ende Februar von einer Verkaufswelle erfasst, die den gesamten Anstieg seit August in Frage stellt. Bislang müht sich die Käuferseite um Schadensbegrenzung, gerät aktuell jedoch wieder unter Druck.

Intraday Widerstände: 1.301 + 1.326 + 1.346
Intraday Unterstützungen: 1.276 + 1.265 + 1.236

Rückblick: Der Goldpreis zog nach dem Ausbruch über den Widerstand bei 1.301 USD im Februar auf ein neues Verlaufshoch bei 1.346 USD an. Dort wurde der Wert allerdings von einer Verkaufswelle erfasst, die ihn zunächst unter die Haltemarke bei 1.326 USD und eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie drückte. Nach diesen bärischen Signalen brach der Wert in Richtung der Unterstützung bei 1.276 USD ein. Kurz vor dem Erreichen der Marke drehte Gold zwar nach Norden ab und überschritt die 1.301 USD-Marke erneut. Dieser Anstieg wurde jedoch in der laufenden Woche gekontert.

Charttechnischer Ausblick: Aktuell ringen die Marktteilnehmer wieder um die 1.301 USD-Marke. Die bärischen Vorzeichen, für die der dynamische Einbruch gesorgte hatte, konnten durch die Erholung der letzten Tage nicht neutralisiert werden. Entscheiden die Bären jetzt also den Kampf um die 1.301 USD-Marke für sich, dürfte eine weitere Abwärtsbewegung bis 1.276 USD führen. Kann die Marke nicht für eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends der Vormonate genutzt werden, dürfte ein Einbruch bis 1.265 USD folgen. Darunter wäre ein weiteres Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 1.236 USD aktiv.

Steigt der Goldpreis dagegen sowohl über das Zwischenhoch bei 1.311 USD, als auch den Widerstand bei 1.326 USD, hätten die Bullen die Abwärtsbewegung neutralisiert. In der Folge hätte Gold die Chance bis 1.346 und 1.366 USD zu klettern.

MONSTER BEVERAGE - Mustergültiger Rücksetzer nach starken Zahlen!

Die Aktie von Monster Beverage hat den Kurssprung nach den jüngst veröffentlichten Quartalszahlen inzwischen abgearbeitet. Doch technisch betrachtet wurde ein mustergültiger Rücksetzer auf einem wichtigen Unterstützungscluster generiert - auch die fundamentale Situation ist solide.

Die Aktie des US-amerikanischen Getränkeherstellers Monster Beverage legte zuletzt einen deutlichen Kurssprung nach den Quartalszahlen aufs Parkett. Inzwischen setzte sich das kurzfristig bärische Szenario durch und die Gewinne wurden vom Tisch genommen.

Die zahlen überzeugten zunächst, da Monster Beverage hierbei sowohl im Gewinn als auch in der Umsatzentwicklung die Analystenerwartungen übertraf. Am zweistelligen Umsatzwachstum wird zudem festgehalten. Neue Produktlinien wie Monster Energy Ultra Paradise sollen die Entwicklung unterstützen, international schreitet die Expansion ebenfalls voran, während nicht performante Produkte nach geografischer Lage zügig eingestellt werden.

Technisch betrachtet gleicht der Rücksetzer bisher einem mustergültigen Rücksetzer auf den zuvor durchbrochenen Abwärtstrend. Zur Unterseite ist der Wert inzwischen signifikant gestützt: Der ehemalige Abwärtstrend, das bisherige Verlaufshoch sowie beide gleitende Durchschnitte geben den Bullen mehrere Möglichkeiten für Neupositionierungen.

Ebenfalls sollte ein Aktienrückkaufprogramm unterstützend wirken, dass im Zuge der letzten Quartalszahlen angekündigt wurde. Das starke Wachstum hat auch weiterhin seinen Preis, durch mit einem 2019er Forward-PE (KGVe) von 30 ist der Titel im Falle von noch leicht fallenden Kursen zeitnah ein sehr interessanter Pick. Erst Schlusskurse unter 56 USD eröffnen kurzfristig ein Verkaufsszenario mit Kursziel bei rund 51,51 USD. Zur Oberseite führt das präferierte Szenario in den Bereich von zunächst 66,35 USD, Schlusskurse über dem gestrigen Tageshoch bei 60,61 USD erhöhen die Wahrscheinlichkeit hierfür deutlich.

Jahr

2018

2019e*

2020e*

Umsatz in Mrd. USD

3,80

4,20

4,61

Ergebnis je Aktie in USD

1,78

2,02

2,28

KGV

34

30

26

Dividende je Aktie in USD

0,00

0,00

0,00

Dividendenrendite

0,00%

0,00%

0,00%

*e=erwartet

EUR/USD - Konsolidierung könnte zu Ende gehen

Tagesausblick für Freitag, 15.03.2019: EUR/USD konsolidierte gestern nach dem Anstieg der Vortage etwas.

EUR/USD befindet sich seit dem Tief vom 07. März 2019 bei 1,1175 USD in einer Erholung. Dabei kletterte das Währungspaar bis Mittwoch auf ein Hoch bei 1,1339 USD. Seitdem konsolidiert EUR/USD. Dabei verteidigte das Währungspaar gestern den EMA 200. Heute Nacht löste es sich von diesem EMA. Ein Ausbruch über das bisherige Rallyhoch gelang aber noch nicht.

EUR/USD hat nach aktuellem Stand gute Chancen, die Erholung seit 07. März noch etwas fortzusetzen. Dabei wäre in den nächsten Tagen ein Anstieg in Richtung 1,1375 USD möglich. Sollte EUR/USD aber unter den EMA 200 bei aktuell 1,1295 USD abfallen, wäre die Erholung der letzten Tage vorbei. Abgaben in Richtung 1,1250 USD würden dann zunächst einmal drohen.

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW10

Aktien mit relativer Stärke nach Levy (RSL): Diese Aktien sind besonders stark!

Mit dem Guidants Screener suchen wir Aktien mit relativer Stärke nach Levy: Hier finden Sie die zuletzt momentumstärksten Aktientitel aus Deutschland und den USA.

Finden Sie die momentumstärksten Aktien mit nur wenigen Klicks! Das Konzept der relativen Stärke nach Levy (kurz: RSL) beruht auf dem Vergleich der vergangenen mit der aktuellen Kursentwicklung. Grundannahme ist, dass vergangene Performance eines Aktienkurses tendenziell als Indikator für zukünftige Performance herangezogen werden kann.
Dieser sogenannte Momentum-Effekt wurde in der Kapitalmarktforschung bereits viele Jahre untersucht und nachgewiesen und lässt sich im Trading oder beim Investieren ausnutzen.

  • So lautet eine bekannte und einfache, aber sehr effektive Strategie, regelmäßig (etwa jeden Monat oder jedes Quartal) die nach relativer Stärke besten Aktien ins Depot zu nehmen. Depotbestände, die dieses Kriterium nicht mehr erfüllen, werden hingegen verkauft, um das Kapital wieder freizusetzen.
  • Eine kurzfristiger orientierte Strategie lautet, momentumstarke Titel auf die Watchlist zu nehmen, um diese in kurzen Schwächephasen aufzusammeln. So könnte man einen entsprechenden Titel bspw. auf einem kürzeren Zeithorizont (Stundenchart) antizyklisch kaufen - jedoch in einem übergeordnet (Tageschart) prozyklischen Gesamtbild.

Der Guidants-Screener ist hierbei ein äußerst hilfreiches Werkzeug, das Ihnen dabei hilft, solche aussichtsreiche Aktien zu finden. Die Besonderheit: Die relative Stärke nach Levy wird im Screener tagesaktuell berechnet. So können Momentumtrader potenzielle Signale noch früher aufspüren.

Folgende Liste zeigt die derzeit nach RSL-Kennzahl trendstärksten Aktien aus Deutschland und den USA.

Aktien mit relativer Stärke (RSL) aus Deutschland

Hier das Screening-Ergebnis für deutsche Akien, gefiltert nach relativer Stärke nach Levy. Gezeigt werden die Top-20 Aktien aus dem Aktienuniversum HDAX nach diesem Kriterium.

Aktien mit relativer Stärke (RSL) aus den USA

Folgende Tabelle zeigt Aktien mit den höchsten RSL-Werten (Top-20) aus den USA. Verwendet wurde das Aktienuniversum des S&P 500 .

RSL-Berechnung

Die Berechnung der relativen Stärke nach Levy (RSL) ist vergleichsweise einfach. Wichtig ist lediglich, den Begriff nicht mit anderen Konzepten der relativen Stärke zu verwechseln.

Der Wochenschlusskurs des zu analysierenden Basiswertes wird geteilt durch das arithmetische Mittel der Wochenschlusskurse des gewählten Betrachtungszeitraums. Durchgesetzt hat sich in diesem Zusammenhang vor allem der Zeitraum von 27 Wochen, natürlich können aber auch andere Zeiträume genutzt werden. Das Ergebnis der Berechnung ist eine Verhältniszahl, die um 1,0 schwankt. Werte über 1,0 sind somit beispielsweise in der vergangenen Woche überdurchschnittlich stark.

GIVAUDAN - Der Marktführer auf neuem Allzeithoch

Prozykler aufgepasst! Givaudan ist so ein Unternehmen, dessen Namen man nicht unbedingt mit etwas in Verbindung bringen kann. Dabei handelt es sich um einen Marktführer, der heute auf ein neues Allzeithoch ausbricht.

Givaudan ist der weltweit führende Hersteller von Aromen und Duftstoffen. Der globale Marktanteil soll sich nach eigenen Angaben auf 25% belaufen. Der Konzern hat seinen Sitz in der Schweiz und ist demnach auch im Schweizer Aktienindex SMIgelistet, wenn auch mit einer vergleichsweise niedrigen Gewichtung von nicht mal 2% (Top-Schwergewicht ist Nestlé mit beinahe 20%).

Am 25. Januar veröffentlichte Givaudan seinen Geschäftsbericht zum abgelaufenen Fiskaljahr 2018. Die Zahlen kamen erstmal gar nicht gut an bei den Marktteilnehmern. Zwar konnte der Konzern abermals kräftig wachsen, bei der Profitabilität schnitt man hingegen nicht gut ab und man musste einen deutlichen Gewinnrückgang verbuchen. Nachfolgend das Wichtigste im Überblick:

  • Der Umsatz stieg um 9,4% auf 5,53 Mrd. CHF nach 5,05 Mrd. CHF im Vorjahr (auf vergleichbarer Basis waren es 5,6%).
  • Das EBITDA stieg um 5,2% auf 1,145 Mrd. CHF (Vj.: 1,089 Mrd. CHF).
  • Die entsprechende Marge sank von 21,6% im Vorjahr auf 20,7% (auf vergleichbarer Basis ging die Marge von 23,3% auf 21,0 % zurück).
  • Das Betriebsergebnis (operating income) lag bei 883 Mio. CHF nach 869 Mio. CHF im Vorjahr, allerdings ging die entsprechende Marge von 17,2% auf 16,0% zurück.
  • Das Nettoergebnis (net income) sank von 720 Mio. CHF auf 663 Mio. CHF, das entspricht einem Rückgang von 7,9%.

Das Management begründete die sinkende Profitabilität mit steigenden Rohstoffkosten und Wechselkursverlusten. Allerdings wurde die mittelfristige Prognose bestätigt. Der Konzern strebt unverändert ein jährliches organisches Wachstum über dem Marktdurchschnitt von 4 bis 5 % an. Die Free Cashflow-Rendite soll gemessen an den Verkäufen in der Bandbreite von 12 bis 17% liegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 lag sie bei 12,7%.

Auch wenn der Rückgang der Profitabilität unschön ist, die gerissene Kurslücke nach den Zahlen konnte bereits wenige Tage nach Veröffentlichung geschlossen werden. Heute bricht die Aktie sogar auf ein neues Allzeithoch aus und könnte nun in Richtung 2.600 CHF ansteigen. Dort liegt die 100er-Fibo-Projektion des Kursanstiegs vom Jahresanfang. Interessanterweise wurde dieser mit dem Zahlen-Gap genau bis zum 61,8er-Fibo korrigiert (Traders-Dream). Wichtig für das bullishe Szenario ist es, dass der Bereich um 2.500 CHF nicht mehr nachhaltig unterschritten wird. Anderenfalls droht der Fall auf den EMA 50 daily und darunter bis in den Bereich um 2.380 CHF.

Der Silberpreis steht vor einer Erholung

Hat die Korrektur im Silberpreis bald ein Ende und wie schauen die fundamentalen Prognosen für den Silbermarkt im Jahr 2019 aus? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Silberpreis hat mittlerweile stark korrigiert und im Zuge der Konsolidierung die gesamten Jahresgewinne abgegeben. Der Grund hierfür ist unter anderem im Anstieg des Paars US-Dollar / Japanischer Yen zu finden. Im Bereich um 15 USD befindet sich der Silberpreis nun aber in einer Kaufzone. Nicht nur weil hier die langfristigen Abwärtstrendlinien aus dem Jahr 2016 verlaufen (rot gestrichelt), sondern auch weil der USD/JPY auf einen Widerstandsbereich um 112 Yen trifft. Nach dem impulsiven Anstieg im Währungspaar wird es hier tendenziell eher zur leichten Korrektur bis ca. 111 Yen kommen.

Der Silberpreis wiederum könnte damit bis mindestens ca. 15,35 USD ansteigen, hier verläuft der EMA 200 daily und darüber bis ca. 15,60 USD. Aber Vorsicht, sollte das Paar USD/JPY über 112,60 Yen ansteigen, dann dürfte der Silberpreis unter die Abwärtstrendlinien rutschen und bis zunächst 14,80 USD fallen. Darunter würden sogar 14,40 USD im Raum stehen.

Generell könnte sich das Sentiment für den Silbermarkt im laufenden Jahr zum positiven ändern, zumindest wenn es nach dem jüngsten Bericht des Silver Institutes geht. Zum einen dürfte sich die erwartete Zurückhaltung der FED bezüglich weiterer Zinserhöhungen positiv auswirken. In der vergangen Woche wurde diese Position seitens der FED aufs Neue bekräftigt. Zum anderen dürfte sich das Angebotsdefizit zu Gunsten des Silberpreises auswirken. Hierzu soll zunächst einmal die Nachfrageseite betrachtet werden.

Das Silver Institute geht davon aus, dass die industrielle Nachfrage nach Silber wieder stärker steigen wird. Sie alleine macht rund 60 % der Gesamtnachfrage aus. Hier soll vor allem die Elektro- und Elektronikindustrie eine wesentliche Rolle spielen, insbesondere im Automobilsektor mit der steigenden Anzahl an elektrischen Anwendungen.

Aber auch die Nachfrage nach Photovoltaik soll laut dem Institut weiterhin stark steigen, wobei dieser Punkt etwas angezweifelt werden muss. Die chinesische Solarbranche wird im laufenden Jahr insgesamt weniger Silber benötigen, da die staatlichen Subventionen für den Bau neuer Photovoltaikanlagen gekürzt wurden, nachdem der 5-Jahres-Plan der Regierung übererfüllt wurde. Das Institut geht derweil aber davon aus, dass dieser Rückgang in den kommenden Jahren von anderen Ländern wie insbesondere Indien, Australien und verschiedenen europäischen Ländern ausgeglichen wird. Außerdem soll die Nachfrage in der Schmuckindustrie ein solides Wachstum hinlegen und die physische Nachfrage nach Silberinvestitionen soll 2019 um etwa 5 Prozent steigen.

Dem gegenüber steht die Angebotsseite. Es wird davon ausgegangen, dass die Silberförderung erneut um 2 % zurück geht. Ein zentrale Grund hierfür ist, dass sich viele Silberproduzenten auf die Reduzierung der Abbaukosten konzentriert haben. Dies ist vor allem auf den schwachen Silberpreis der letzten Jahre zurückzuführen. Gleichzeitig soll das Angebot an Altsilber nur leicht zulegen. Der vollständige Bericht kann unter https://www.silverinstitute.org/silver-market-trends-2019/ gelesen werden (englisch).

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass sich die Stimmung am Silbermarkt in diesem Jahr verbessern dürfte, soweit die Prognosen des Silver Institutes zutreffend sind. Für 2019 erwartet das Institut einen durchschnittlichen Silberpreis von 16,75 USD je Unze, das sind sieben Prozent mehr als der Durchschnittspreis im Vorjahr. Damit deckt sich die zu Beginn geschilderte und zu priorisierende steigende Tendenz aus der Chartlage.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Am Donnerstag sorgte eine Verkaufswelle für Sorgenfalten bei den Goldbullen. Eine größere Korrekturbewegung zeichnet sich ab.

Widerstände: 1.346 + 1.355 + 1.366
Unterstützungen: 1.319 + 1.301 + 1.276

Rückblick: Anfang Januar erreichte der Goldpreis den Widerstand bei 1.301 USD und ging dort in eine kurze Konsolidierungsphase über. Mit dem anschließenden Bruch der Marke gelang den Bullen ein weiteres Kaufsignal, dem ein Anstieg an die Barriere bei 1.326 USD folgte. Am vergangenen Dienstag wurde auch diese Hürde überwunden. Allerdings stoppte der Anstieg bei 1.346 USD und es folgte es deutlicher Abverkauf, der die Zugewinne des Ausbruchs wieder zunichtemachte.

Charttechnischer Ausblick: Die Aufwärtstendenz bei Gold bleibt erhalten, solange der Wert nicht unter 1.319 USD zurückfällt. In diesem Fall wäre der letzte Teilanstieg neutralisiert und damit der Weg für eine Korrektur bis 1.301 USD frei. Da zugleich auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten wäre, könnte damit im großen Bild eine stärkere Konsolidierungsphase starten. Zunächst dürfte jedoch bei 1.301 USD ein weiterer Anstieg starten. Unterhalb von 1.301 USD käme es jedoch bereits zu Abgaben bis 1.275 und 1.265 USD.

Erobern die Bullen die 1.326 USD-Marke dagegen dynamisch zurück, wäre mit Kursen oberhalb von 1.332 USD ein Angriff auf das Wochenhoch die Folge. Oberhalb von 1.346 USD kann sich der Aufwärtstrend dann direkt bis 1.355 und 1.366 USD ausdehnen. Spätestens bei 1.375 USD wäre dann mit einer mehrtägigen Abwärtsbewegung zu rechnen.

Wöchentliche Marktinfo KW09

SILBER - Erholung in Gefahr

Tagesausblick für Freitag, 01. März 2019: Silber vergab zuletzt die Chance, den Widerstand bei 16,26 USD zu durchbrechen und damit den Anstieg der Vorwochen fortzusetzen. Damit droht jetzt ein Einbruch auf die früheren Verlaufshochs dieser Aufwärtsbewegung.
Widerstände: 16,00 + 16,26 + 16,60
Unterstützungen: 15,26 + 15,00 + 14,60
Rückblick: Nach der Verteidigung der Unterstützung bei 13,90 USD zog der Silberpreis ab Ende Dezember über die Hürden bei 15,00 und 15,59 USD an und erreichte den Widerstand bei 16,26 USD. An dieser Marke scheiterten die Bullen zuletzt in zwei Anläufen. Seit Ende Februar befindet sich das Edelmetall in einer Korrektur dieses Anstiegs, die aktuell wieder unter die Unterstützung bei 15,59 USD zurückführt. Damit droht jetzt die Aktivierung einer oberen Trendwende, sollten die Bullen den Wert nicht zügig wieder in Richtung des Verlaufshochs antreiben.
Charttechnischer Ausblick: Unterhalb von 16,00 USD könnte es zumindest zu einer Ausweitung der Korrektur kommen, sollte die 15,59 USD-Marke nachhaltig gebrochen werden. In der Folge käme es zu Abgaben bis 15,26 USD und darunter bereits bis 15,00 USD. Ausgehend von dieser zentralen Unterstützung könnte ein weiterer Angriff auf die 16,26 USD-Marke starten. Abgaben unter 15,00 USD würden die Erholung dagegen beenden.
Erst ein Ausbruch über 16,00 USD würde derzeit für die Bullen sprechen und für einen weiteren Angriff auf 16,26 USD sorgen. Darüber wäre ein Kaufsignal mit Zielen bei 16,60 und 17,26 USD aktiviert.

EUR/USD-Tagesausblick - V-Umkehr am Nachmittag

Tagesausblick für Freitag, 01. März 2019: Auch gestern ging dem Währungspaar oberhalb von 1,1400 USD die Puste aus. Kein Wunder angesichts der Widerstände, die sich aus dem Tageschart heraus ergeben. Können die Käufer das Ruder noch einmal herumreißen?
Intraday Widerstände: 1,1375 + 1,1400 + 1,1420 + 1,1450
Intraday Unterstützungen: 1,1360 + 1,1325 + 1,1300 + 1,1275
Rückblick: EUR/USD näherte sich am Donnerstag dem Supertrend im Tageschart bei 1,1432 USD wie auch dem knapp darüber verlaufenden Abwärtstrend an. Dort ging den Käufern aber klar die Puste aus. Das Währungspaar vollzog eine V-Umkehr und stabilisierte sich erst wieder im Bereich von 1,1360 USD.
Charttechnischer Ausblick: Bei 1,1360 USD liegt im heutigen Handel ein wichtiger kurzfristiger Support. Gelingt es den Käufern zunächst, diese Marke zu verteidigen, wäre noch einmal ein Anstieg in Richtung 1,1400 USD möglich. Von dort aus könnte EUR/USD wieder stärker zurücksetzen. Ein Bruch des Supports bei 1,1360 USD wäre dagegen klar bärisch zu sehen. Die dann getriggerte Topformation im Stundenchart eröffnet Abwärtspotenzial in Richtung 1,1325 USD. Erst oberhalb von 1,1420 USD lässt sich ein kleines Kaufsignal ableiten. Ein kurzer Spike in den 1,1450-USD-Bereich wäre dann denkbar.
Kursverlauf vom 22.02.2019 bis 01.03.2019 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Stunde)

Kursverlauf vom 04.10.2018 bis 01.03.2019 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

MONSTER BEVERAGE - Monster Quartalszahlen, energiegeladener Kurssprung

Die Aktie von Monster Beverage notierte heute bis zu 12 Prozent im Plus - Grund waren solide Quartalszahlen, die das Unternehmen gestern nach Börsenschluss verkündigte. Die wichtigsten Zahlen und charttechnischen Niveaus finden Sie in diesem Artikel.
Die Aktie des US-amerikanischen Getränkeherstellers Monster Beverage präsentierte gestern nach Börsenschluss die aktuellen Quartalszahlen. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen erneut, der Aktienpreis honorierte das Zahlenwerk mit einem Plus von bis zu 12 Prozent.
Monster Beverage übertraf hierbei im vergangenen, vierten Quartal 2018 mit einem Gewinn je Aktie von 0,43 USD die Analystenschätzungen von 0,40 USD um rund 8 Prozent. Auch der Umsatz lag über den Erwartungen, die Guidance fürs laufende wurde bestätigt. So soll das Umsatzwachstum weiter zweistellig bleiben: Die internationale Expansion sowie neue Produktlinien wie Monster Energy Ultra Paradise and Java Monster Swiss Chocolate sollen hierbei unterstützen. Zudem ist ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 500 Mio USD geplant, das den Aktienkurs zusätzlich stützen dürfte.

Quartalsende

März 2018

Juni 2018

Septemeber 2018

Dezember 2018

Veröffentlichungsdatum

08.02.2018

08.08.2018

07.11.2018

27.02.2019

Ergebnis je Aktie in USD (tatsächlich)

0,39

0,48

0,50

0,43

Ergebnis je Aktie in USD (Prognose)

0,37

0,39

0,47

0,40

Earnings-Surprise

5,4%

23,1%

6,4%

7,5%

Technisch betrachtet konnte die Monster-Energy-Aktie aus einem leichten Abwärtstrend zur Oberseite ausbrechen. Im Rahmen des umfangreichen Kurssprungs sind Gewinnmitnahmen nicht unüblich, so wurde rund die Hälfte des Tageshochs bereits abverkauft. Auch ein Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau ist einzuplanen, ändert an der langfristig bullischen Stimmung jedoch nichts. Im Bereich von 59,83 USD ist der Titel zunehmend gut gestützt, weswegen insbesondere hier Trades mit attraktiven Chance-Risiko-Verhältnissen zu erwarten sind.

China: Wirtschaftliche Probleme schlimmer als gedacht

Die US-Wirtschaft ist im Schlussquartal stärker gewachsen als gedacht. Wieso feiert da niemand? China gibt die Antwort.
Die US-Daten sind einigermaßen erfreulich. Das Wachstum lag im Schlussquartal 2018 mit 2,6 % über den Erwartungen. Das Gesamtjahr brachte ein Wachstum von 2,9 % hervor. Das ist etwas unterhalb der magischen Marke von 3 %, die von der Trump-Administration angepeilt wurde, aber die Daten sind auch noch nicht final. Es könnte eine Revision nach oben (oder unten) geben.
An der Börse wird das nicht gefeiert, obwohl es eigentlich gute Neuigkeiten sind. Das Problem an der Neuigkeit ist, dass es eher eine Nachricht ist. Das vierte Quartal ist lange vorüber. Das erste Quartal 2019 ist schon zu zwei Dritteln überstanden. Es hilft wenig, wenn das Wachstum im Rückspiegel gut aussieht. Was zählt, das ist die Zukunft.
Die Zukunft sieht weiter unsicher aus. Das liegt vor allem an China, das sich immer weiter abschwächt. Mit der Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex und seiner Komponenten wurde Anlegern ein Schreck eingejagt.
Der Gesamtindex liegt mit 49,2 Punkten das dritte Mal in Folge unterhalb der Marke von 50, die Expansion von Kontraktion trennt. Ganz so strikt ist die Sache allerdings nicht. Auf mysteriöse Weise konnte China in der Vergangenheit auch bei Werten von 48 oder sogar 45 wachsen.
Das macht die Sache kaum besser, da alle wissen, dass die offiziellen Wachstumszahlen geglättet werden. Derzeit sind alle wichtigen Komponenten unterhalb der Marke von 50 Punkten (siehe Grafik). Das ist das erste Mal seit 2009.
Die Entwicklung hat also Gewicht. Während der letzten Abkühlung 2015/16 konnten sich zumindest einige Komponenten besser halten. Die Lage ist also ziemlich ernst. Sie ist auch vor allem deswegen ernst, weil die Regierung bereits viel getan hat, um die Wirtschaft anzukurbeln.
2018 wurden bereits Steuern gesenkt. 2019 geht es damit munter weiter. Auch die Kreditvergabe an kleinere und mittlere Unternehmen wurde verbessert und der Staat versucht wieder mehr in Infrastruktur zu investieren. Bisher hat das alles nicht viel geholfen. Die Wirtschaft kühlt immer noch ab.
China muss sich wirklich anstrengen, um eine harte Landung zu vermeiden. Das ist für den Rest der Welt von großer Bedeutung. China exportiert zwar mehr in die USA als es von dort importiert, dafür importiert es aus dem Rest der Welt mehr als es dorthin exportiert. Eine schwache chinesische Binnenkonjunktur kommt überall an, vor allem in Exportnationen wie Deutschland.
Die Probleme Chinas sind größer als gedacht und insbesondere auch beharrlicher. In der Vergangenheit hätte ein Maßnahmenpaket wie das jetzige die Wirtschaft sofort in Schwung gebracht. Davon ist derzeit nichts zu spüren. Ein schneller Rebound des globalen Wachstums wird damit immer unwahrscheinlicher.

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Am Donnerstag sorgte eine Verkaufswelle für Sorgenfalten bei den Goldbullen. Eine größere Korrekturbewegung zeichnet sich ab.

Widerstände: 1.346 + 1.355 + 1.366
Unterstützungen: 1.319 + 1.301 + 1.276

Rückblick: Anfang Januar erreichte der Goldpreis den Widerstand bei 1.301 USD und ging dort in eine kurze Konsolidierungsphase über. Mit dem anschließenden Bruch der Marke gelang den Bullen ein weiteres Kaufsignal, dem ein Anstieg an die Barriere bei 1.326 USD folgte. Am vergangenen Dienstag wurde auch diese Hürde überwunden. Allerdings stoppte der Anstieg bei 1.346 USD und es folgte es deutlicher Abverkauf, der die Zugewinne des Ausbruchs wieder zunichtemachte.

Charttechnischer Ausblick: Die Aufwärtstendenz bei Gold bleibt erhalten, solange der Wert nicht unter 1.319 USD zurückfällt. In diesem Fall wäre der letzte Teilanstieg neutralisiert und damit der Weg für eine Korrektur bis 1.301 USD frei. Da zugleich auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten wäre, könnte damit im großen Bild eine stärkere Konsolidierungsphase starten. Zunächst dürfte jedoch bei 1.301 USD ein weiterer Anstieg starten. Unterhalb von 1.301 USD käme es jedoch bereits zu Abgaben bis 1.275 und 1.265 USD.

Erobern die Bullen die 1.326 USD-Marke dagegen dynamisch zurück, wäre mit Kursen oberhalb von 1.332 USD ein Angriff auf das Wochenhoch die Folge. Oberhalb von 1.346 USD kann sich der Aufwärtstrend dann direkt bis 1.355 und 1.366 USD ausdehnen. Spätestens bei 1.375 USD wäre dann mit einer mehrtägigen Abwärtsbewegung zu rechnen.

Wöchentliche Marktinfo KW08

DAX – Wie lange reicht die Luft der Bullen?

Das deutsche Börsenbarometer kann in den vergangenen Tagen einen Teil der Underperformance zur Wall Street wieder aufholen.
Der DAX® kann den deutlichen Kurseinbruch von vor zwei Wochen komplett korrigieren und steigt, unterstützt von der weiterhin sehr festen Wall Street, im Wochenverlauf auf ein neues Jahreshoch nördlich der 11.450er Marke. Auch zum Wochenausklang hält sich das deutsche Börsenbarometer wacker oberhalb von 11.400 Punkten.

In Anbetracht des fortgeschrittenen Stadiums der Erholungsphase seit dem Dezembertief dürften die Bäume hier in den kommenden Handelstagen nicht mehr in den Himmel wachsen für die Bullen. Im Bereich 11.600 bis 11.650 Punkte befindet sich ein signifikanter Horizontalwiderstand im Tageschart, zudem notiert der EMA200 in diesem Bereich.

Da sich der Index bereits nahe des oberen Bollinger Bandes im Tageschart befindet, scheint das weitere Aufwärtspotenzial aktuell auf einen Test des Bereichs 11.600 bis 11.650 Punkte begrenzt. Spätestens in diesem Bereich müsste wieder mit größerem technisch bedingtem Verkaufsinteresse gerechnet werden.

Unter Chance-Risiko Aspekten ist ein Neueinstieg auf der Longseite auf dem aktuellen Kursniveau somit wenig attraktiv. Das Rückschlagspotenzial übersteigt das Restpotenzial auf der Oberseite deutlich.

COMMERZBANK- Bullen haben Chancen

Die Commerzbank hat eine gute Chance auf eine weitere Erholung. Noch fehlt allerdings der Startschuss.
Die Aktie der Commerzbank fiel am 27. Dezember 2018 auf ein Tief bei 5,50 EUR. Danach erholte der Wert sich auf 6,98 EUR. Nach einem anschließenden Rücksetzer auf das 61,8 % Retracement bei 6,07 EUR bildete die SKS eine kleine inverse SKS aus. Im Umfeld der letzten Zahlen am 14. Februar gelang der Ausbruch aus dieser kleinen Bodenformation. Nach einem Hoch 6,80 EUR setzte allerdings eine kleine Konsolidierung.

Die Aktie der Commerzbank könnte in den nächsten Tagen zu einer weiteren Erholung ansetzen. Ein Anstieg bis 6,98 und sogar 7,70-7,75 EUR wäre möglich. Sollte der Wert allerdings unter 6,42 EUR, also unter die Nackenlinie dieser Minibodenformation abfallen, würde ein erneuter Rückfall in Richtung 5,50 EUR drohen.

SAP – Bodenbildung vor Abschluss

SAP befindet sich in einer interessanten Ausgangsposition und könnte in den nächsten Tagen zu einer Rally ansetzen.

SAP ist nach Marktkapitalisierung größte Unternehmen Deutschlands. Unser Schwesterportal Guidants.com gibt aktuell eine Marktkapitalisierung (MK) von 116,63 Mrd. EUR an. Der Abstand auf die Allianz, die mit einer MK von 83,05 Mrd. EUR auf Platz 2 folgt ist beträchtlich und dabei ist SAP im Vergleich zu den großen US-Unternehmen, die eine MK von bis zu 739,96 Mrd. EUR (Microsoft) aufweisen ein relativ kleiner Fisch.

Kurzer Blick auf die Fundamentaldaten:
SAP erzielt seit mindestens 1999 jedes Jahr einen Gewinn je Aktie. Obwohl das Unternehmen den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen musste, ist eine übergeordnete Aufwärtstendenz ersichtlich. In 2018 erzielte SAP einen Rekordgewinn von 3,42 EUR je Aktie. In 2019 soll es eine regelgerechte Gewinnexplosion auf 4,79 EUR je Aktie geben. 2020 soll dieser Gewinn auf 5,25 EUR steigen.

Damit ergibt sich für 2019 auf Basis des gestrigen Schlusskurses von 94,77 EUR ein KGV von 19,78 und für 2020 eines von 18,05. Nachdem zu Beginn des Jahrtausends noch exorbitante KGVs von über 80 bezahlt wurde, sank die Bewertung über Jahre hinweg deutlich. 2011 bezahlten Anleger gerade noch ein KGV von 14,10. Danach zog die Bewertung aber wieder deutlich an und pendelte in den letzten Jahren relativ schwankungsfreudig um 25. Insofern sind KGVs von 19,78 und 18,05 nicht teuer. Eigentlich war SAP nur in den Jahren 2008 und 2011 billiger.

SAP zahlt seit vielen Jahren eine Dividende. Seit 2000 gab es nur einen Dividendenrückgang, nämlich im Jahr 2012. In allen anderen blieb die Dividende zumindest konstant. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 wird eine Ausschüttung von 1,44 EUR erwartet, 2019 soll sie auf 1,52 EUR steigen, 2020 sogar auf 1,69 EUR.

Zwischenfazit: SAP ist relativ billig

Die Gewinnentwicklung von SAP ist gut. Es scheint sogar, dass es zu einer Beschleunigung des Wachstums kommen könnte. Allerdings sind diese Schätzungen vor dem Umfeld einer sich eintrübenden Weltkonjunktur auch mit etwas Vorsicht zu genießen. Die aktuelle Bewertung ist aber eher billig, zumindest im Vergleich zu den letzten 20 Jahren. Denn SAP war kaum jemals wirklich billig. Die Bewertung war immer relativ ambitioniert. Die Dividendenentwicklung ist gut.

Wie sehen Analysten die Aktie?

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen 35 Einschätzungen vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 109,88 EUR und damit rund 15 ¾% über dem aktuellen Kurs.
24 Analysten/-innen sehen die Aktie positiv (22mal Kaufen, 2mal Übergewichten) 9 Einschätzungen fallen neutral aus. 2 Häuser sehen die SAP-Aktie negativ (1mal Verkaufen, 1mal Untergewichten)

Wie lässt sich das Chartbild interpretieren?

SAP befindet sich seit Oktober 2002 nach einem Tief bei 9,95 EUR in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Am 26. September 2018 markierte die Aktie das aktuelle Allzeithoch bei 108,52 EUR. Anschließend kam es zu einer größeren Korrektur. Der Wert fiel auf ein Tief bei 83,95 EUR. Damit notierte er sogar kurzzeitig unter dem Aufwärtstrend seit Oktober 2008. Dieser Rückfall konnte aber schnell wieder wettgemacht werden.

Die Bewegung seit Ende November lässt sich als inverse SKS-Formation interpretieren. Seit 14. Februar drückt die Aktie gegen die Nackenlinie dieser Bodenformation. Diese leicht steigende Nackenlinie liegt heute bei ca. 94,43 EUR. Bei 95,50-96,77 EUR liegt zudem eine wichtige Widerstandszone.

GOLD - Bullen unter Zugzwang

Am Donnerstag sorgte eine Verkaufswelle für Sorgenfalten bei den Goldbullen. Eine größere Korrekturbewegung zeichnet sich ab.
Widerstände: 1.346 + 1.355 + 1.366
Unterstützungen: 1.319 + 1.301 + 1.276
Rückblick: Anfang Januar erreichte der Goldpreis den Widerstand bei 1.301 USD und ging dort in eine kurze Konsolidierungsphase über. Mit dem anschließenden Bruch der Marke gelang den Bullen ein weiteres Kaufsignal, dem ein Anstieg an die Barriere bei 1.326 USD folgte. Am vergangenen Dienstag wurde auch diese Hürde überwunden. Allerdings stoppte der Anstieg bei 1.346 USD und es folgte es deutlicher Abverkauf, der die Zugewinne des Ausbruchs wieder zunichtemachte.
Charttechnischer Ausblick: Die Aufwärtstendenz bei Gold bleibt erhalten, solange der Wert nicht unter 1.319 USD zurückfällt. In diesem Fall wäre der letzte Teilanstieg neutralisiert und damit der Weg für eine Korrektur bis 1.301 USD frei. Da zugleich auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten wäre, könnte damit im großen Bild eine stärkere Konsolidierungsphase starten. Zunächst dürfte jedoch bei 1.301 USD ein weiterer Anstieg starten. Unterhalb von 1.301 USD käme es jedoch bereits zu Abgaben bis 1.275 und 1.265 USD.
Erobern die Bullen die 1.326 USD-Marke dagegen dynamisch zurück, wäre mit Kursen oberhalb von 1.332 USD ein Angriff auf das Wochenhoch die Folge. Oberhalb von 1.346 USD kann sich der Aufwärtstrend dann direkt bis 1.355 und 1.366 USD ausdehnen. Spätestens bei 1.375 USD wäre dann mit einer mehrtägigen Abwärtsbewegung zu rechnen.

Nur Bares ist Wahres!

Das sind doch nur Buchverluste! Die sitze ich aus! Die Aktie kommt ja wieder und solange ich nicht verkaufe, sind auch die Verluste nicht real! Wirklich?
Viele Trader gehen relativ leger mit ihren Vermögenswerten um, vor allem wenn es sich um Buchverluste bzw. Buchgewinne handelt. Aber auch in der Finanzliteratur und im Internet ist immer wieder einmal zu lesen, dass nur „Bares wahres ist“. Ein beliebter Spruch auf der Verlustseite ist, „…dass dies halb so schlimm sei, schließlich sind es nur Buchverluste. Erst wenn ich realisiere, wird auch der Verlust real, aber das mache ich nicht, weil, die Aktie kommt wieder…“.
Oft genutzt ist auf der Gegenseite folgendes: „…wenn Sie Ihren Stopp in den Gewinn ziehen, haben Sie einen Freetrade und können nichts mehr verlieren. Jetzt können Sie...“. Und abschließend noch ein Beispiel, welches mir im Rahmen des Coachings ab und an über den Weg läuft, natürlich schön überspitzt formuliert, damit es richtig wirkt: „Ich habe ein Portfolio aus 100.000 EUR gebildet und am Anfang lief es auch gut. Die Performance lief bis 1 Mio. EUR hoch, aber dann kam der dumme Bärenmarkt. Den habe ich natürlich ausgesessen, immer in der Hoffnung, die Kurse ziehen wieder an, aber als das Depot dann wieder bei 110.000 EUR stand, habe ich alles verkauft. Puh, was für eine Achterbahnfahrt, aber wenigstens nichts verloren.“

Alle diese Aussagen sind natürlich völliger Nonsens. Bleiben wir bei unserem genialen Investor aus dem letzten Beispiel, dann mag die Wahrheit schmerzen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dieser 890.000 EUR verzockt hat. Er hätte jederzeit sein Depot bei 1 Mio. EUR, bei 750.000 EUR, ja gar bei 200.000 EUR auflösen können. Ob das Vermögen nun in Bargeld oder als Mix aus Bargeld und Depotbeständen besteht, ist für Ihr echtes, wahres Vermögen im Trading unbedeutend. Sie können beides jederzeit über die Börse umwandeln. Nur weil ein Gewinn oder Verlust aus einem Geschäft noch nicht realisiert ist, ist dieser nicht weniger real!

Wer jetzt immer noch zweifelt und Buchgewinne bzw. Buchverluste als „minderwertige, nichtreale“ Größen ansieht, der kann einen Blick auf folgende Abbildung werfen. Auf der linken Seite sehen Sie die Performancekurve einer Strategie, blau für die ausschließlich realisierten Trades und orange inkl. aller Buchgewinne und –Verluste. Rechts daneben sehen Sie die dazugehörige Statistik, die sich natürlich in Sachen Trefferquote etc. nur auf die realisierten, also

Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Ja Sie sehen richtig, die Strategie hat bei 378 Trades de facto keinen Verlusttrade (Trefferquote 98 %) und die Performancekurve der abgeschlossenen Trades zeigt kontinuierlich nch oben bzw. in schwierigen Phasen maximal seitwärts. Würde ich mit nur diesen beiden Daten werben und Ihnen das System für teures Geld verkaufen, liefe spätestens dann meine Telefonleitung heiß, wenn Sie das System handeln. Dann laufen Sie nämlich die orangene Performancekurve mit all dem Auf und AB entlang und spätestens dann dürften Sie mir Augenwischerei und mehr vorwerfen. Von wegen, nur Gewinntrades etc. Was ist mit all den Buchverlusten zwischendrin?

Falls ich Sie immer noch nicht überzeugen konnte, dass auch Buchgewinne und –Verluste sehr real sind, dann soll es so sein. Für 5.000 EUR gehört die Strategie Ihnen ;-).

Fazit

Als Trader sollten Sie keinen Unterschied zwischen realisierten Tradingergebnissen und Buchgewinnen und –Verlusten machen. Wir sagen salopp zwar, dass wir an der Börse sind, um Geld zu verdienen, aber korrekter wäre zu formulieren, dass wir hier sind, um unser Vermögen zu mehren. Dies schließt nämlich Buchgewinne und Buchverluste mit ein. Relevant wird das Thema innerhalb des Risiko & Moneymanagements, wenn Sie sich bspw. fragen, wie groß die Positionsgröße des nächsten Trades sein darf. Ganz essentiell ist das Thema auch beim aktiven Management offener Positionen, wie unsere Eingangsbeispiele zeigten. Ein Depotwert von 1 Mio. EUR zurück auf 110.000 EUR fallen zu lassen, macht genauso wenig Sinn, wie an einem Verlusttrade festzuhalten, nur mit der Begründung, dass es ja nur Buchverluste sind. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Am Donnerstag sorgte eine Verkaufswelle für Sorgenfalten bei den Goldbullen. Eine größere Korrekturbewegung zeichnet sich ab.

Widerstände: 1.346 + 1.355 + 1.366
Unterstützungen: 1.319 + 1.301 + 1.276

Rückblick: Anfang Januar erreichte der Goldpreis den Widerstand bei 1.301 USD und ging dort in eine kurze Konsolidierungsphase über. Mit dem anschließenden Bruch der Marke gelang den Bullen ein weiteres Kaufsignal, dem ein Anstieg an die Barriere bei 1.326 USD folgte. Am vergangenen Dienstag wurde auch diese Hürde überwunden. Allerdings stoppte der Anstieg bei 1.346 USD und es folgte es deutlicher Abverkauf, der die Zugewinne des Ausbruchs wieder zunichtemachte.

Charttechnischer Ausblick: Die Aufwärtstendenz bei Gold bleibt erhalten, solange der Wert nicht unter 1.319 USD zurückfällt. In diesem Fall wäre der letzte Teilanstieg neutralisiert und damit der Weg für eine Korrektur bis 1.301 USD frei. Da zugleich auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten wäre, könnte damit im großen Bild eine stärkere Konsolidierungsphase starten. Zunächst dürfte jedoch bei 1.301 USD ein weiterer Anstieg starten. Unterhalb von 1.301 USD käme es jedoch bereits zu Abgaben bis 1.275 und 1.265 USD.

Erobern die Bullen die 1.326 USD-Marke dagegen dynamisch zurück, wäre mit Kursen oberhalb von 1.332 USD ein Angriff auf das Wochenhoch die Folge. Oberhalb von 1.346 USD kann sich der Aufwärtstrend dann direkt bis 1.355 und 1.366 USD ausdehnen. Spätestens bei 1.375 USD wäre dann mit einer mehrtägigen Abwärtsbewegung zu rechnen.

Wöchentliche Marktinfo KW07

DAX – Deutliche Underperformance

Der europäische Aktienmarkt kann dem US Markt technisch nicht das Wasser reichen. Der US Markt ist seit 2009 stark Buyback-getrieben. Die Unternehmen kaufen ihre eigenen Aktien zurück, was unter anderem ein Kurstreiber ist.
Seit Jahresbeginn ist der DAX um 6,xx% gestiegen. Outperformer sind wieder die US Indizes.

Hier der aktuelle DAX Chart zur Orientierung, wo der Index relativ gesehen steht. Direkt darunter der Chart des marktbreiten S&P 500 Index. Dazwischen liegen Welten! Im DAX eine mögliche stark nach rechts verzogene inverse SKS als kleines eher schwaches Bodenmuster. Im S&P 500 eine gewaltige impulsiv entstandene inverse SKS. Bei 2.800 liegt die Nackenlinie der SKS im Markt, an der der Index erst einmal nach unten abprallen könnte. Prallt der S&P an seiner 2.800er Hürde zunächst nach unten ab, wird es der DAX ihm tendenziell gleichtun. Der US Markt führt den europäischen und nicht umgekehrt.

Die rot gestrichelt dargestellten Trendlinien stellen im DAX die entscheidenden Hürden nach oben da. Darüber muss das Kursgeschehen ansteigen können, um quasi als Hürdenspringer über eben diese springen zu können. Nach Überspringen einer Hürde besteht dann die Chance bis zur nächsten Hürde hochzulaufen.

Der US Markt ist seit 2009 stark Buyback-getrieben. Die Unternehmen kaufen ihre eigenen Aktien zurück, was unter anderem ein Kurstreiber ist.

Bei 10.450 Punkten liegt derzeit die Oberkante der Wolke auf Monatsbasis. Mein favorisiertes Scenario ist jenes, dass sie auf der Wolke auspendeln und an einem neuen, diesmal größeren Boden basteln. Ergo: Ein erneuter Anlauf auf die Triggermarke bei diesmal 11.372 dürfte vorbereitet werden.

DEUTZ - Chartbild deutlich aufgehellt

Die Aktien des Herstellers von kompakten Dieselmotoren konnten in den letzten Wochen eine deutliche Erholung einschlagen. Dabei wurde nicht nur der EMA50 signifikant überwunden, sondern heute auch der EMA200.
Ende Dezember kämpften die Marktteilnehmer noch hart um die 5,00 EUR-Marke. Das Verlaufstief lag exakt bei 5,00 EUR. Sechs Wochen später notiert die Deutz-Aktie bei 6,70 EUR. Das entspricht einem Zugewinn von rund 33 Prozent.

Durch diesen Anstieg hellte sich das Chartbild natürlich auf, allerdings liegt noch ein Abwärtstrend vor. Um diesen zu brechen, müsste der Titel in den nächsten Tagen deutlich über die 7,30 EUR-Marke ansteigen.

Ob die Käufer so viel Kraft entwickeln können, ist fraglich. Ein Anstieg bis zur Abwärtstrendlinie bei 7,25 EUR wird allerdings favorisiert. Anschließend dürfte ein Rücklauf bis ca. 6,20 EUR anstehen.

Kann sich der Wert dort dann stabilisieren, hätte er vermutlich die Kraft, um über den Abwärtstrend auszubrechen und die 8,00 EUR-Marke zu erreichen.

ALLIANZ – Neue Impulse nach den Zahlen?

Die Allianz-Aktie profitierte von der Rally ab Ende Dezember 2018. Aber mittelfristige Kaufsignale wurden bisher nicht ausgebildet.

Die Allianz-Aktie erreichte am 24. Januar 2018 ein Mehrjahreshoch bei 206,85 EUR. Die Aktie befindet sich seitdem in einer Abwärtsbewegung. Dabei fiel sie im Juni 2018 auf 170,12 EUR zurück. Dieses Tief testete der Wert im Dezember 2018 erfolgreich. Danach startete eine kurzfristige Aufwärtsbewegung, welche bisher zu einem Hoch bei 188,08 EUR führte und näherte sich dem Abwärtstrend seit Januar 2018 bei aktuell 192,20 EUR an. Zuletzt gab der Wert aber leicht nach, behauptete sich aber per Tageschschlusskurs über dem EMA 50 bei aktuell 182,91 EUR. Vorbörslich notiert die Allianz minimal unter dem Schlusskurs von gestern. Die erste Reaktion auf die aktuellen Zahlen fällt also verhalten aus.

Für einen neuen mittelfristigen Impuls müsste die Allianz-Aktie über den Abwärtstrend bei ca. 192,20 EUR ausbrechen. Gelingt dies, dann wäre Platz in Richtung 206,85 EUR. Sollte der Wert allerdings unter den EMA 50 bei aktuell 188,08 EUR abfallen, würden Abgaben in Richtung 170,12 EUR drohen.

Gold zum Wochenschluss gefragt

Zunehmende (geo-) politische Risiken und Zweifel an der Robustheit der US-Konjunktur lassen Gold am Freitag als „sicherer Hafen“ gefragt sein.
Gold ist zum Wochenschluss angesichts der zunehmenden Risiken, die vom Brexit, den Handelsgesprächen zwischen den USA und China sowie dem innenpolitischen Gezerre in den USA um den Mauerbau ausgehen, gefragt. Bislang wurde das Edelmetall im Hoch bei 6.180,00 US-Dollar je Tonne gehandelt.

Die Marktteilnehmer warten zum Wochenschluss auf den Ausgang der dieswöchigen Handelsgespräche zwischen den USA und China. In den vergangenen Tagen war die Risikobereitschaft bereits einmal gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump angedeutet hatte, dass die Verhandlungen gute Fortschritte machten. Medienberichten zufolge erwägt Trump, die 1.-März-Deadline um 60 Tage zu verlängern. An diesem Tag sollen die Zölle auf chinesische Importware von zehn auf 25 Prozent angehoben werden, sofern keine Einigung im Handelsstreit erzielt werden kann.

Dem Goldpreis zugutekommen auch schwache US-Konjunkturdaten vom Donnerstag. So sind die US-Einzelhandelsumsätze im Dezember überraschend um 1,2 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet, nach plus 0,2 Prozent im November. Die Daten wecken Zweifel an der Robustheit der US-Konjunktur. Aufmerksamkeit gilt daher am Freitagnachmittag den neuen anstehenden US-Daten, wie der Industrieproduktion und dem Konsumklima der Uni Michigan.

Vorsicht Falle - Auch Börsenweisheiten sollten Sie kritisch hinterfragen!

Auf Tipps und Tricks der vermeintlichen Profis zu hören, ist nicht immer ratsam. Deshalb muss man als Trader den Mut haben, auch eigene Wege zu beschreiten. Richtig ist am Ende, was erfolgreich macht.

Börsenweisheiten und allgemeine Empfehlungen, was an der Börse Sinn macht und was nicht, gibt es viele und in der Regel haben diese auch ihre Berechtigung. Auf individueller Ebene ist jedoch immer wieder zu prüfen, ob die vermeintlich Beste Lösung auch tatsächlich zu dem eigenen Trading passt. Dabei spielt nicht nur die persönliche Ebene eine Rolle. So dürfte die Empfehlung Gewinne laufen zu lassen, im Großen stimmen, für einen extrem ungeduldigen Trader aber ein unlösbares Problem darstellen. Hier scheint es einfacher, sich anderen Tradingstilen als dem Trendtrading zuzuwenden. Solche Persönlichkeitsmerkmale sind ein Grund dafür, warum es die für alle gleichermaßen beste Lösung nicht gibt. Dies trifft jedoch nicht nur auf persönliche Merkmale zu, wie folgendes Beispiel aus dem Risiko & Moneymanagement zeigen soll.

Sie alle kennen sicher die Regel, innerhalb des Tradings nie mehr als einen bestimmten Prozentsatz seines Kapitals in einem Trade zu riskieren. Ich nenne diesen Ansatz „Fixed Ratio Ansatz“, wobei allgemeine Empfehlungen für die Höhe des Prozentsatzes zwischen 1 und 3 Prozent liegen. In Verbindung mit dem Stoploss des nächsten Trades ist die Positionsgröße folglich so zu bestimmen, dass, sofern der Stoploss ausgelöst wird, bspw. genau 1 % des vorhandenen Tradingkapitals verloren wird.

Dieses Vorgehen hat einige Vorteile. Zum einen werden Risiken normiert. Man entscheidet nicht willkürlich oder gar emotional, wieviel man im nächsten Trade riskiert, sondern hat auch diesbezüglich ein Regelwerk. Durch die Normierung auf einen Prozentwert wird zudem erreicht, dass man mit jedem Verlusttrade seine Positionsgröße herunterfährt. Als Trader wird man vorsichtiger. Drawdownphasen, also Phasen, in denen sich Verlusttrades häufen, werden so abgeschwächt. Theoretisch ist es nicht möglich, sein Konto zu ruinieren, man nähert sich selbst dann, wenn man nur verliert, nur immer mehr der Null an, erreicht aber nie genau Null.

Während Verluste abgefedert werden, erarbeitet man sich mit dem Fixed Ratio Ansatz auf der Gewinnerseite einen Zinseszinseffekt. Läuft es im Trading gut und Ihr Konto wächst, können Sie beim nächsten Trade eine größere Position eingehen. Gemessen an Ihrem Tradingkonto sind es zwar weiterhin 1 %, aber in absoluten Euro-Beträgen sind ein Prozent von 20.000 nun einmal mehr als ein Prozent von 15.000.

Beide Effekte des Fixed Ratio Ansatzes sind in der folgenden Abbildung noch einmal grafisch dargestellt, die den fiktiven Kontoverlauf widerspiegelt.

Angesichts dieser Vorteile ist es nur logisch, bei der Frage nach einem guten Risiko & Moneymanagement grundlegend den Fixed Ratio Ansatz empfohlen zu bekommen. Solche Empfehlungen jedoch blind zu übernehmen, ist nicht anzuraten. Ohne Zweifel dürfte der Fixed Ratio Ansatz für viele Trader einen positiven Effekt haben, aber eben nicht für alle. Und genau dies gilt es zu prüfen, Guruempfehlung hin oder her. Im Rahmen des Coachings kam es bereits öfter vor, dass der Fixed Ratio Ansatz für die Art des Tradings eines Kunden nicht geeignet war.

Ein Beispiel hierfür könnte der DAX Intradayhandel sein. Wenn Sie den DAX hinsichtlich Vola & Co unter die Lupe nehmen, werden Sie feststellen, dass die Chancen im Laufe des Tages zum Mittag hin abnehmen. Der Markt wird rangelastiger, womit wiederum Trendsignale nicht so gut funktionieren. Wer aber auch in diesen Phasen tradet, schließlich weiß man ja nie mit absoluter Sicherheit, wann ein Trend kommt und dabei den Fixed Ratio Ansatz verwendet, könnte Schwierigkeiten bekommen. In jedem Trade wird das Risiko normiert und damit jeder Trade gleich gewichtet. Wenn aber die Trades morgens besser als gegen Mittag funktionieren, macht es tendenziell mehr Sinn, den morgendlichen Trades eine höhere Positionsgröße zuzugestehen.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Pauschal haben viele Börsenweisheiten ihre Berechtigung, aber letztlich ist im Detail zu prüfen, ob diese auch zum eigenen Trading passen. Hier muss man als Trader auch den Mut haben, seinen eigenen Weg zu gehen. Dies sollte zwar wohl überlegt und „geprüft“ worden sein, aber wenn sich ein Ergebnis zeigt, welches klassischen Weisheiten entgegensteht, dann macht es wenig Sinn, den Weisheiten zu folgen. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW06

Dow Jones und Nasdaq100: Kurzfristig Rückschlagsgefahr

Die Chinesen feierten in der abgelaufenen Woche das wichtigste Fest des Jahres: Das Neujahrsfest. Deshalb sind die chinesischen Finanzmärkte in dieser Woche komplett geschlossen. Dort kann erst ab Montag kommender Woche reagiert werden.
Insofern ein lieber Gruß der US Verhandler an die Chinesen, während diese gerade feiern. Der oberste Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, Larry Kudlow, hat sich skeptisch zu den Gesprächen mit China über eine Beilegung des Handelskonflikts geäußert. In den Gesprächen gäbe es einen "ziemlich beträchtlichen Abstand" zu überwinden, sagte Kudlow am Donnerstag im US-Finanzsender Fox Business. Trump und Xi würden sich allerdings "irgendwann" einigen, fügte Kudlow hinzu.

Der Dow Jones fällt, nachdem er vorgestern seine mittelfristige Abwärtstrendlinie überwunden hat, heute deutlich zurück. Die Erholung seit Ende Dezember 2018 verläuft nun in einem impulsiven V-Muster. Ziel: knapp 27.000 Punkte, also Allzeithoch. Zwischengeschaltet wird jetzt ein Pullback zurück auf den überwundenen EMA200 (rot) bei 24.700 wahrscheinlich.

Der Nasdaq100 ist in der zurückliegenden Woche über den BUY Trigger bei 6.830 Punkten auf Tagesschlusskursbasis angestiegen und hat damit ein prozyklisches Kaufsignal in Richtung 7.390 Punkte ausgelöst. Aber auch hier muss ein zwischenzeitlicher dynamischer Rücksetzer einkalkuliert werden.

In beiden Fällen, für Dow Jones und Nasdaq100, wurden die Prognosepfeile so skizziert, dass zwischenzeitliche Rücksetzer einzukalkulieren seien.

DEUTSCHE BANK steht wieder unter Druck

Die Deutsche Bank steht seit Tagen wieder unter Druck. Damit deutet sich die Wiederaufnahme der langfristigen Abwärtsbewegung an.

Die Aktie der Deutschen Bank startete nach dem Tief bei 6,678 EUR vom 27. Dezember 2018 zu einer starken Erholung. Dabei kam es sogar zu Anzeichen für eine Bodenbildung. Allerdings stand die Aktie in den letzten Tagen wieder deutlich unter Druck. Heute fällt der Wert auf die Unterstützung bei 7,24 EUR zurück.

Das Thema Bodenbildung in der Deutschen Bank ist zunächst einmal beendet. Sollte die Deutsche Bank unter 7,24 EUR abfallen, dann würden Abgaben bis 6,678 EUR und später sogar ca. 5,00 EUR drohen. Damit sich das Chartbild deutlich verbessert, müsste die Aktie über die Widerstandszone zwischen 8,054 und 8,224 EUR ausbrechen. In diesem Fall wären Gewinne in Richtung 10,25 EUR möglich.

DAIMLER – Neues Verkaufssignal

Daimler zeigte sich gestern mal wieder von der schwachen Seite und musste einen deutlichen Rückschlag hinnehmen.

Die Daimler-Aktie erholte sich nach dem Tief vom 02. Januar 2019 bei 44,51 EUR deutlich und kletterte an den Abwärtstrend seit Januar 2018. Unterhalb dieses Trends, der aktuell bei 53,64 EUR verläuft, lief die Aktie in den letzten Tagen seitwärts. Gestern brach die Aktie relativ deutlich ein und fiel unter die Unterstützung bei 50,96 EUR zurück. Sie näherte sich damit der nächsten Unterstützung bei 48,77 EUR bereits deutlich an. Dieser Rückfall stellt ein neues Verkaufssignal dar.

Daimler ist zunächst einmal am Abwärtstrend seit Januar 2018 abgeprallt. Es mag zwar kurzfristig noch einmal zu einer Erholung bis ca. 50,96 EUR kommen. Aber danach drohen ein Bruch der Unterstützung bei 48,77 EUR und ein weiterer Abverkauf in Richtung des Tiefs bei 44,51 EUR. Ein Anstieg über 50,96 EUR auf Tagesschlusskursbasis würde zwar das gestrige Verkaufssignal negieren, aber erst ein Ausbruch über die Widerstandszone zwischen 53,52 und 53,64 EUR könnte als mittelfristiges Kaufsignal gewertet werden. Dann wäre ein Anstieg in Richtung 59,01-60,46 EUR möglich.

SILBER - Aufwärtstrend bietet neue Chance

Silber konnte sich oberhalb der 13,95 USD ab September 2018 fangen und begann, einen Boden auszubilden. Die Notierungen schafften es, mit dem Anstieg über 14,92 USD, ein großes Kaufsignal zu aktivieren. Nach einem Zwischenhoch bei 15,84 USD wurde ein Pullback bis 15,20 USD bullisch beendet.

Widerstände: 16,20+16,60+17,00
Unterstützungen: 15,60+15,20+14,92
Rückblick: Silber konnte sich Silber oberhalb der 13,95 USD ab September 2018 fangen und begann, einen Boden auszubilden. Die Notierungen schafften es, mit dem Anstieg über 14,92 USD, ein großes Kaufsignal zu aktivieren. Nach einem Zwischenhoch bei 15,84 USD wurde ein Pullback bis 15,20 USD bullisch beendet, ausgehend von der Hürde bei 16,20 USD fiel Silber aber erneut zurück.
Charttechnischer Ausblick: Der Kursverlauf hat den Aufwärtstrend der Vorwochen wieder erreicht, sodass darüber die Chance gegeben ist, die Rally weiter auszudehnen. Spielraum wäre direkt bis in den Bereich der 16,20 USD vorhanden. Schafft es Silber auch über diese Hürde, dürfte sich der Weg in Richtung der 16,60 USD öffnen. Abgaben unter den Aufwärtstrend, bei einem Rückfall unter 15,60 USD, könnten einen weiteren Pullback bis 15,20 USD nach sich ziehen.

Tradingstrategie & Erfahrung - Den zweiten vor dem ersten Schritt

Um Expertise und Erfahrung aufzubauen, brauchen wir einen festen Bezugsrahmen. Viele Trader zäumen bei der Entwicklung Ihrer Fertigkeiten das Pferd meiner Meinung nach jedoch von hinten auf.
Eine Tradingstrategie ist ein essentieller Bestandteil eines erfolgreichen Traders und folglich kann der Weg hin zu diesem Ziel nur darin bestehen, seine Tradingstrategie zu entwickeln. Hierbei wird jedoch gerne der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Im Lernprozess macht es Sinn, zunächst mit einem starren Regelwerk anzufangen. Nicht, weil dieses die größten Erfolgschancen hat und die größten Gewinne abwirft. Im Gegenteil. Viele erfolgreiche Trader schöpfen einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Performance aus ihren interpretativen Fähigkeiten und ihrem Gespür. Damit müsste man eigentlich viel Wert auf die Entwicklung dieser beiden Aspekte legen, aber wie will man seine Fähigkeiten und sein Gespür entwickeln, wenn man keinen festen Bezugspunkt hat?

Nehmen wir Klaus, einen ambitionierten Trader der es bis ganz nach oben schaffen will. Klaus weiß, dass die Märkte eine gewisse Flexibilität erfordern, also trainiert er seine Interpretationsfähigkeiten, in dem er täglich seine Analyse erstellt. Dabei achtet er auf viele, sich ständig verändernde Details. Aktuell steht natürlich das Brexit-Referendum ganz weit oben auf der kursbewegenden Liste. Logisch, dass die Märkte nervös und zurückhaltend reagieren könnten. Man darf dem Trend also nicht trauen, so seine Interpretation und es kann sehr schnell in die andere Richtung gehen. Entsprechend positioniert sich Klaus. Das Brexitthema und seine Gedanken dazu spielen eine gewichtige Rolle bei seinen Entscheidungen. Das Thema selbst ist nächste Woche aber durch (zumindest die Unsicherheit ist raus aus dem Markt, da das Ergebnis bekannt ist) und andere Themen treten in den Vordergrund. Da könnten zum Beispiel wichtige volkswirtschaftliche News anstehen oder Quartalszahlen oder noch viele andere Dinge. Sein Fokus verlagert sich auf die seiner Meinung nach wichtigen Themen und wieder werden Entscheidungen getroffen. Entscheidungen auf einer gänzlich anderen Basis als noch eine Woche zuvor.

Peter ist ein nicht minder ambitionierter Trader, aber im Gegensatz zu Klaus legt er viel mehr Wert auf charttechnische Aspekte. Auch Peter kennt den Wert der Flexibilität im Markt. Aktuell spielt für ihn ein Trendkanal eine wichtige Rolle. Am Widerstand dessen Short, am anderen Ende Long, das ist das, was er gerade tradet. Dieser Trendkanal verliert im Laufe der Zeit jedoch an Bedeutung und ein neuer lässt sich noch nicht zeichnen. Dafür ist im Chart eine saubere SKS-Formation zu erkennen. Ein bärisches Muster und natürlich positioniert er sich daraufhin in die entsprechende Richtung. Nach einigen Wochen ist auch dieses Muster durch, aber ein anderes hat sich gerade im RSI-Indikator gebildet. Wieder eine Chance, zu traden.

Nachdem Peter und Klaus so einige Monate mit sich ständig ändernden „Mustern“ gehandelt haben (oder gleiche Muster immer wieder anders umsetzten), stellen Sie erschreckt fest, dass Ihr bisheriges Trading nicht profitabel war. Irgendetwas lief offensichtlich schief, aber was? Was war wirklich Ursache für die negative Performance? Sind die Muster an sich nicht profitabel oder haben Peter und Klaus nur zur falschen Zeit aufs falsche Pferd gesetzt. Diese Frage kann keiner von beiden mit Sicherheit beantworten, weil Sie ständig eine andere Basis für Ihre Entscheidungen nutzten.

Elfriede hingegen hat, genauso ambitioniert wie Klaus und Peter, mit einem festen Regelwerk begonnen. Sie hat sich auf SKS-Formationen konzentriert und auch sie konnte leider noch keine zufriedenstellende Performance erzielen. Aber sie hat zwei Vorteile:

  1. Weiß sie um den Wert, den eine SKS-Formation unter den von ihr genutzten Regeln hat. Sie kann mit absoluter Sicherheit sagen, so funktioniert es nicht! Die Regeln sind so nicht profitabel oder nicht zufriedenstellend profitabel.
  2. Sie hat dadurch, dass sie immer feste Regeln anwendete, einen festen Bezugspunkt, eine Linie im Sand geschaffen, anhand der sie sich jetzt orientieren kann. Um diese Linie herum kann sie nun nach Details Ausschau halten. Sie kann um die Linie im Sand herum, das Interpretieren „lernen“.

Der Idealzustand für einen Trader ist natürlich der, dass er in seiner Strategie auf ein Basismuster mit festen Regeln zurückgreift, welches per se schon gewisse Gewinne mit sich bringt. Ein solches Muster im weitesten Sinne zu finden, ist ehrlich gesagt gar nicht so schwer. Um diesen Basisvorteil herum beginnt der Trader nun, Erfahrungen zu sammeln, Expertise aufzubauen, immer bemüht, möglichst regeltreu zu handeln, aber auch zu „wissen“, wann er die Regeln brechen/aufweichen darf. Er entwickelt ein „echtes“ Gespür dafür, wann er einen Einstieg vielleicht lieber sein lassen sollte oder wann das Kursziel vielleicht nicht ganz so weit wie üblich entfernt zu platzieren ist. Natürlich kann sich der Trader in seiner Einschätzung auch irren, aber a) hat er immer noch ein Basismuster, welches einen gewissen Grundvorteil besitzt und b) bringt das Interpretieren einem guten Trader am Ende doch noch einen Mehrgewinn.

Neben dem hier zentral besprochenen Punkt, dass es unheimlich schwer sein dürfte, Interpretieren zu lernen und sein Gespür zu entwickeln, wenn man keinen festen Bezugspunkt besitzt, hat es weitere Vorteile, als angehender Spitzentrader mit einem starren Regelwerk zu beginnen. Man lernt so beispielsweise Disziplin, ala egal was mein Bauch sagt, ich folge meinen Regeln. Auch das ganze Themengebiet der Psychologie und Emotionen kann durch ein Regelwerk abgeschwächt werden. Wer keine Regeln besitzt, kann viel leichter seinen Emotionen folgen. Regeln selbst schützen zwar nicht vor Dummheiten, aber sie zeigen einem wenigstens im Nachhinein, dass man welche gemacht hat. Und das wiederum ist eine weitere Erfahrung, die man sich merkt (merken sollte).

Diese Liste ließe sich noch um einiges fortsetzen, was letztlich jedoch nicht das Hauptthema dieses Artikels sein sollte. Hier ging es darum, nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Auf dem Weg zu Expertise und Erfahrung, macht es Sinn, mit einer möglichst festen Basis zu beginnen. Ich jedenfalls denke, dass dieser Weg schneller zum Ziel führt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Wöchentliche Marktinfo KW05

DAX - Tageskerzenchart mit Schwächezeichen!

Der Tageskerzenchart macht keinen robusten Eindruck mehr und spricht mit Übergewicht der Wahrscheinlichkeiten für eine beginnende Abwärtskorrektur, die sich unter 11350 abspielt.
Nach der Erholungsrally seit dem Dezembertief kommt der DAX im Bereich 11.300/20 Punkte nicht mehr weiter. Auch mit dem Rückenwind der positiven Wall Street nach dem dovishen FOMC-Statement gelang es dem deutschen Börsenbarometer am Donnerstag nicht, ein neues Verlaufshoch zu markieren. Stattdessen ging es wieder sehr impulsiv um annähernd 250 Punkte gen Süden.
Nach der Rally von gut 1.000 Punkten im Januar scheint den Bullen hier vorerst die Puste auszugehen. Die Verschnaufpause haben sich die Käufer aber auch redlich verdient. Neue prozyklisch bullische Impulse entstehen hier erst bei einem Ausbruch per Tagesschluss über die Marke von 11.320 Punkten. Solange dies nicht gelingt, ist für die kommenden Handelstage tendenziell mit dem Beginn einer Konsolidierung, beziehungsweise kleineren technischen Korrektur zu rechnen.
Sollte die Marke von 11.000 Punkten unterboten werden, steht schnell wieder der Bereich 10.750 bis 10.800 Punkte auf der Tagesordnung. Oberhalb von 11.320 Punkten winkt hingegen eine Fortsetzung der jüngsten Rallyphase in den Bereich 11.650 bis 11.800 Punkte.

DEUTSCHE WOHNEN prallt erst einmal ab

Die Deutsche Wohnen zeigt sich auf mittelfristige Sicht noch immer in einer starken Verfassung. Auf kurzfristige Sicht tauchen aber nun einige Risiken auf.

Die Aktie der Deutschen Wohnen befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Innerhalb dieser Bewegung erreichte die Aktie im August 2018 ein Allzeithoch bei 44,04 EUR. Anschließend setzte sie auf die Unterstützung bei 38,68 EUR zurück. In dieser Woche attackierte sie das Hoch aus dem August. Es kam sogar zu einem minimalen Anstieg darüber und damit auch zu einem neuen Allzeithoch bei 44,11 EUR. Allerdings gerät die Aktie aktuell wieder etwas unter Druck. Sie prallt erst einmal am Widerstand bei 44,04 EUR nach unten ab. Aktuell notiert der Wert sogar minimal unter dem gebrochenen Abwärtstrend ab August 2018. Dieser verläuft in dieser Woche bei 42,56 EUR. Die Credit Suisse äußert sich heute zur Deutschen Wohnen. Diese schweizerische Bank sieht die Aktie neutral (zuvor: outperform), erhöht aber das Kursziel von 43,20 auf 47,20 EUR.

Ein Wochenschlusskurs über 44,04 EUR wäre weiterhin ein starkes Kaufsignal. Gewinne bis ca. 50,14 EUR wären dann möglich. Sollte sich die Deutsche Wohnen allerdings wieder im Abwärtstrend ab August 2018 etablieren, würden die Chancen auf einen solchen und baldigen Ausbruch deutlich sinken. Zunächst müsste dann nämlich mit Abgaben in Richtung 38,68 EUR gerechnet werden.

BARRICK GOLD - Wird das eine Trendumkehr?

Im Gegensatz zum Goldpreis sind die Aktien des Minenkonzerns Barrick Gold weit von einem 8-Monatshoch entfernt. Wie sieht das Chartbild aus?

Die Aktie konnte sich zwar in den vergangenen Tagen im Einklang mit dem kräftig anziehenden Goldpreis deutlich erholen, notiert aber immer noch innerhalb eines mittelfristig intakten Abwärtstrends im Tageschart.

Es gibt allerdings Hoffnung auf eine mittelfristige Trendwende – zumindest aus charttechnischer Sicht: Die Aktie hat zuletzt im Bereich 11,50 USD ein höheres Zwischentief und damit die Voraussetzung für die Ausbildung einer inversen Schulter-Kopf-Schulter Umkehrformation geschaffen.

Gelingt den Bullen in den kommenden Tagen und Wochen ein Tagesschluss oberhalb der Nackenlinie der Formation im Bereich 13,70/80 USD, würde die Formation abgeschlossen und ein Kaufsignal generiert werden.

Da in diesem Falle auch der mittelfristige Abwärtstrend überwunden wäre hätte die Aktie kurz- und mittelfristiges Aufwärtspotenzial in den Bereich 16 – 18 USD. Ein Scheitern im Bereich der Nackenlinie dürfte hingegen ein erneutes Abdriften der Aktie in den 11,50er Bereich nach sich ziehen.

PLATIN - Schleppende Erholung

Im November scheiterte die Erholung bei Platin an der bei 877 USD liegenden Hürde, was einen starken Rücklauf nach sich zog. Der mit dem Tief bei 777 USD ausgebildete Aufwärtstrend konnte dann mehrfach gehalten werden. Über die Hürde bei 827 USD ging es jedoch nicht nachhaltig hinaus, sodass...

Widerstände: 827+855+877
Unterstützungen: 790+777+757
Rückblick: Im November scheiterte die Erholung bei Platin an der bei 877 USD liegenden Hürde, was einen starken Rücklauf nach sich zog. Der mit dem Tief bei 777 USD ausgebildete Aufwärtstrend konnte dann mehrfach gehalten werden. Über die Hürde bei 827 USD ging es jedoch nicht nachhaltig hinaus, sodass zuletzt ein weiterer Rücklauf auf den Aufwärtstrend erfolgte.
Charttechnischer Ausblick: Es bietet sich bei Platin die Chance, die Hürde bei 827 USD jetzt nachhaltig zu durchbrechen. Sollte es über die 830 USD hinausgehen, dürfte sich der Weg nach oben weiter öffnen, was Kursgewinne bis 855 USD nach sich ziehen könnte. Auch die bei 877 USD liegende Hürde wäre in diesem Fall wieder erreichbar. Ausgehend von 827 USD ist aber ein weiterer Rücklauf zum Aufwärtstrend bei 790 USD nicht auszuschließen.

Wirksamkeit von Strategien: Die Bedeutung der Psychologie

Es lohnt sich, ein wenig über die Frage nachzudenken, warum die psychologische Komponente im Trading eine so große Rolle spielt. Die Antwort darauf zeigt Ihnen, was Sie von den Märkten wirklich erwarten können!
Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss sein Handwerk beherrschen. Dazu zählt auch, zu wissen, wie der gehandelte Markt funktioniert, welche Handlungsmöglichkeiten der Trader hat und wie es beispielsweise um die Leistungsfähigkeit von Strategien bestellt ist.

Diese Fragen sind essenziell und wer mit den falschen Vorstellungen an die Börse kommt, sucht den Erfolg ständig an der falschen Stelle. Ein Problem, welches mir als Tradingcoach ständig über den Weg läuft. Lassen Sie uns deshalb einen Blick darauf werfen, was sie erwartet, gerade auch hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Strategien. Auf der Suche nach einer Antwort versuche ich, mit Fragen Ihre eigenen Erfahrungswerte mit einzubinden. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass sich daraus für Sie ein größerer Aha-Effekt ergibt. Also bitte mitdenken, in eigenen Erfahrungen/Erinnerungen kramen und nicht nur mitlesen!

Wie wichtig ist die Psychologie im Trading?

Beginnen wir unsere Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie leistungsfähig Strategien sind, an gänzlich anderer Stelle: der Psychologie. Ich möchte Sie fragen, als wie wichtig Sie die Psychologie für den Erfolg im Trading erachten?

Sind Sie in Sachen Trading nicht gänzlich unbewandert, dürfte ihre Antwort relativ eindeutig ausfallen. Nicht nur, dass man immer wieder lesen kann, dass die Psychologie eine der größten Herausforderungen im Trading ist, ich denke jeder von Ihnen hat dies bereits schon am eigenen Leib bzw., der eigenen Psyche erfahren müssen. Insofern werden viele von Ihnen diese Frage wahrscheinlich damit beantwortet haben, dass die Psychologie sehr wichtig, vielleicht sogar das wichtigste Thema überhaupt ist.

Die Traumwelt!

Soweit so gut. Nachdem wir der Psychologie eine hohe Bedeutung für den Erfolg im Trading beimessen, machen wir einen kleinen gedanklichen Ausflug. Dazu stellen wir uns eine Parallelwelt vor, in der es eine Methodik/Strategie/Technik/Bewertungsmethodik gibt, mit der wir den Kursverlauf sehr gut prognostizieren können. Eine solche Vorgehensweise würde uns in die Lage versetzen, Trades sehr häufig mit Gewinn zu schließen, gleichzeitig gute Chance-Risiko-Verhältnisse zu erzielen und relativ dicht an den Hochs zu verkaufen und an den Tiefs zu kaufen. Ich denke jeder von Ihnen hat seine Vorstellung darüber, was eine solche perfekte Strategie leisten soll. Lehnen Sie sich zurück und stellen Sie sich weiter vor, sie nutzen diese Strategie! Alles läuft perfekt. Der Markt macht quasi das, was Sie wollen! Eine tolle Welt, oder?

Was meinen Sie, welche Bedeutung hätte psychologische Komponente im Trading in einer solchen Welt? Wie schwer würde es Ihnen fallen, diszipliniert zu handeln, wenn die Kurse sehr oft so laufen, wie sie es sich vorstellen? Wie viele Ängste vor Verlusten hätten sie? Wie hoch wäre Ihr Frustlevel, aus dem heraus sie „Wuttrades“ machen, wenn die Märkte größtenteils so laufen, wie sie es sich vorstellen?

Stellen Sie sich eine solche Welt ruhig vor, fühlen Sie sie in Gedanken und beantworten Sie die Frage, welchen Stellenwert die Psychologie für den Erfolg im Trading in dieser Welt haben wird. Ich denke jeder von ihnen wird zu dem Schluss kommen, dass die Psychologie keine Rolle mehr spielt oder diese zumindest deutlich eingeschränkt ist!

Der letzte Schritt

Diese Erkenntnis mitnehmend, wagen wir jetzt den letzten Schritt und stellen uns die Frage, was uns die Realität, in der die Psychologie im Trading tatsächlich eine enorme Rolle spielt, über die Leistungsfähigkeit von Strategien sagt. Täglich sind Millionen von Tradern auf der Suche nach der Superstrategie und das schon seit Jahrzehnten! Und trotzdem reden wir heute immer noch von den psychologischen Stolpersteinen im Trading, Stolpersteine, die es in einer perfekten Tradingwelt nicht geben würde.

Ist es nicht eher so, dass es die Superstrategie nicht gibt? Ist es nicht eher so, dass die Vorteile an der Börse selbst bei den besten Strategien nur relativ klein sind? Macht es dann nicht Sinn, damit zu leben und sein Tun darauf auszurichten, anstatt zu hoffen? Ich verspreche Ihnen, Sie haben mit dem Leitsatz: die Börsenkurse sind zufällig bessere Erfolgschancen, als wenn Sie Ihr Tun an dem Glaubenssatz: Die Börsenkurse sind kontrollierbar ausrichten. Letzterer wird Sie auf so viele falsche Fährten locken, während die anderen bereits Geld verdienen!

Und was ist mit den Super-Tradern?

An dieser Stelle könnten Sie einwenden, dass es einerseits genug Trader gibt, die erfolgreich sind und andererseits immer wieder aus Super-Trader auf sich aufmerksam machen. Gerade letztere müssten doch einer Strategie folgen, die dem heiligen Gral relativ nahekommt, oder?

So ganz von der Hand zu weisen sind diese Argumente nicht. Das unangenehmste Gegenargument wäre das des Zufalls. Statistisch gesehen gibt es unter 1.000 Tradern schon rein zufällig einige, die Erfolge erzielen würden und einige wenige wären rein statistisch sogar mega-erfolgreich.

Aber soweit muss man gar nicht gehen. Wenn wir von Strategien und kleinen Vorteilen dieser sprechen, dann führen natürlich auch diese zu einem profitablen Trading. Zudem müssen wir festhalten, dass viele erfolgreiche Trader und die Super-Trader sich eines Grundkonzepts, beispielsweise der klassischen Charttechnik, Elliott-Wellen, Indikatoren, Fundamentalanalyse oder sonstigem bedienen, ein nicht unwesentlicher Teil der konkreten Handlungen aber auf Interpretationen im Rahmen der Basisregeln basiert, die wiederum das Ergebnis der eigenen Erfahrungen sind.

Dieser Prozess läuft oftmals unbewusst ab und kann von keinem anderen Trader kopiert werden. Die einzige Möglichkeit ist, selbst durch ständiges Üben und Training Erfahrungen aufzubauen. Das ist auch der Grund, warum Sie letztlich von Seminar zu Seminar springen, ein Buch nach dem anderen lesen können und am Ende trotzdem nicht erfolgreicher werden. Sie sehen also, auch die erfolgreichen Trader und Supertrader greifen nicht auf den heiligen Gral zurück, sondern arbeiten mit den kleinen Vorteilen, die einem der Markt bietet.

Fassen wir zusammen!

Wer an der Börse erfolgreich sein will, sollte letztlich wissen worauf er sich einlässt. Einer der zentralen Punkte dabei ist, dass es die Wunderwaffe in Sachen Strategien nicht gibt. Statistische Vorteile an den Märkten sind relativ klein, können durch eigene Erfahrung und Co. aber zu einer enormen Outperformance führen.

Als erfolgreicher Trader müssen sie der Realität, in die Augen schauen. Suchen Sie nicht ständig nach dem perfekten System, sondern fangen sie an, eine solide strategische Basis (Charttechnik, Fundamentalanalyse...) zu nutzen und mit eigenen Erfahrungswerten aufzufüllen. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Ihr Rene Berteit

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Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

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Wöchentliche Marktinfo KW04

DAX – 1.000 Punkte-Rally seit dem Dezembertief

Nach einem erfolgreichen Re-Test des Ausbruchsniveaus bei 11.000 Punkten übernahmen die Bullen wieder das Ruder.
Nach dem Ausbruch über die 11.000 Punkte-Marke am vergangenen Freitag startete der DAX zunächst schwächer in die neue Handelswoche. Dabei wurde zur Wochenmitte erfolgreich das Ausbruchsniveau um 11.000 Punkte getestet, das Wochentief lag exakt bei 11.006 Punkten. Im Anschluss startete eine neue Aufwärtswelle, die den Index am Freitag auf ein neues Wochenhoch führte.
Mit dem neuen Jahreshoch im Bereich 11.275 Punkte hat der Index das kurzfristige Minimalziel auf der Oberseite erreicht. Ausgehend vom aktuellen Niveau sind derzeit zwei Szenarien denkbar: Gelingt den Bullen ein Tagesschluss oberhalb von 11.300 Punkten, wäre in der kommenden Handelswoche ein direkter Durchmarsch in den Bereich 11.500 bis 11.600 Punkte denkbar.
Die andere Alternative wäre, dass ausgehend vom aktuellen Niveau eine neue Abwärtswelle startet, immerhin hat das deutsche Börsenbarometer in den vergangenen vier Wochen gut 1.000 Punkte Wegstrecke auf der Oberseite zurückgelegt. Die kommenden Handelstage könnten hier bereits richtungsweisend werden.

BAUER - Nach Bodenbildung jetzt Rallychancen

Dynamisch konnte die Aktie des Bau- und Maschinenbaukonzerns gestern über die zentralen Hürden ausbrechen. Ein Boden wurde vollendet.
Mit dem gestrigen Ausbruch wurden sowohl der Abwärtstrendkanal der vergangenen Monate verlassen als auch eine bullische inverse SKS als Bodenbildung vollendet. Eine weitere Erholung bis 17,00 - 17,36 oder 18,20 bzw. 19,20 EUR ist nun möglich.
Rücksetzer sollten als Pullbacks am Ausbruchslevel bei 14,00 - 14,70 EUR enden. Unterhalb von 13,70 EUR geraten die Bullen unter Druck. Rutscht die Aktie wieder unter 13,20 EUR per Tagesschluss zurück, drohen wieder fallende Kurse in den Bereich des 2018er Tiefs bei 11,84 EUR.

BECHTLE - Kurzfristig wichtige Hürde bei 70,75 EUR

Bechtle befindet sich in einer interessanten Ausgangssituation und könnte in den nächsten Tagen weiter zulegen. Zuvor muss aber noch eine wichtige Hürde geknackt werden.

Bechtle erreichte am 19. September ein Hoch bei 90,65 EUR. Danach drehte die Aktie massiv nach unten. Am 03. Januar fiel der Wert auf ein Tief bei 62,05 EUR. Damit notierte er sogar unter seinem langfristigen Aufwärtstrend seit Oktober 2008. Dieser Rückfall wurde aber schnell rückgängig gemacht. Der Aktienkurs erholte sich zügig auf 70,75 EUR. Nach einem kleinen Rücksetzer im Anschluss an dieses Hoch drückte Bechtle in den letzten Tagen gegen den Widerstand bei 70,75 EUR. Dieser wird aktuell durch den EMA 50 verstärkt. Ein Ausbruch gelang bisher nur intraday.

Sollte es aber zu einem Tagesschlusskurs über 70,75 EUR kommen, ergäbe sich für die Bechtle-Aktie eine gute Rallychance. Mögliche Ziele lägen dann bei 72,97, 74,85 und sogar bei 79,72 EUR. Sollte Bechtle allerdings an diesem Widerstand scheitern, würden Abgaben in Richtung 65,10 und sogar 62,05 EUR drohen.

SILBER könnte bald wieder anziehen

Bereits in dieser Woche sind die Käufer in Silber um ein Comeback bemüht. Die Basis für einen erfolgreichen Abschluss ist gar nicht so schlecht.

Widerstände: 15,50 + 15,65 + 15,98
Unterstützungen: 15,20 + 15,01 + 14,88
Rückblick: Zu einem schönen Comeback der Bullen kam es in den vergangenen Wochen im Silber. Nach monatelanger Konsolidierung und Bodenbildung oberhalb von $13,85 konnten sich kurz vor dem Jahreswechsel die Bullen durchsetzen. Mit dem Ausbruch über $14,80-$15,00 dürfte ein Aufwärtstrend gestartet worden sein, der seit einigen Tagen ausgehend von $15,87 korrigiert wird. Diese Korrektur erreichte mittlerweile ein erstes Unterstützungsniveau, von wo aus die Käufer wieder Druck machen könnten.
Charttechnischer Ausblick: Die Basis für weiter anziehende Kurse im Silber ist vorhanden. Idealerweise nutzen die Bullen den Unterstützungsbereich bis hin zu ca. $15,00, um wieder Druck zu machen. Im Rahmen der nächsten Aufwärtsbewegung könnten die Kurse bis in den Widerstandsbereich bei $16,05 vordringen. Oberhalb dessen ergibt sich bei ca. $16,65 ein weiteres Ziel in Form der langfristigen Abwärtstrendlinie. Die gesamte bullische Basis ist jedoch zu hinterfragen, sollte es in den nächsten Tagen zu nachhaltigen Kursen unterhalb von $17,80 kommen. Ein Test der Tiefs aus dem letzten Jahr könnte dann anstehen.

Die richtige Zeit auszusteigen!?

Anleger stellen sich immer wieder die Frage, wann eine Aktie zu teuer ist. In diesem Artikel versuchen wir die Frage auf technischer Ebene zu beantworten und vergleichen den Aktienkurs mit dem EMA 200!
In der vergangenen Handelswoche haben wir uns auf Godmode-Trader.de und Guidants relativ ausführlich mit dem großen Bild beschäftigt. Dabei haben wir sowohl bullische wie bärische Szenarien für den DAX & Co. beleuchtet. Gewürzt habe ich dies mit der einen oder anderen Statistik, zu denen auch ein Ansatz gehörte, der sich mit dem vielbeachteten EMA 200 auseinandersetzte.

Im Streambeitrag „Für EMA-Fans“ wurde untersucht, ob es Sinn macht, bei bestimmten Abweichungen vom gleitenden Durchschnitt long bzw. short zu gehen.
Eine Erkenntnisse war, dass die Shortseite in diesem Ansatz relativ schlecht abschneidet. Sofern Gewinne erzielt worden sind, stammen diese größtenteils von der Longseite. Aus diesem Grund habe ich die Shortseite noch einmal separat unter die Lupe genommen. Das vorläufige Ergebnis möchte ich Ihnen heute präsentieren.

Die Systematik

In unserem Trading-Ansatz wird eine Shortposition eingegangen, sofern sich der Tagesschlusskurs der Aktie zu weit vom EMA 200 entfernt hat. Ausgehend vom Einstiegskurs Short wird ein Stopploss in einem bestimmten prozentualen Abstand platziert. Gleiches gilt für das Kursziel. Bei diesem Ansatz sind verschiedene Wertebereiche für den Abstand zum EMA 200 (4 – 40 %), als auch für den Stopp (2 - 10 %) und das Kursziel (4 – 20 %) gegeneinander angetreten.

Die Top Ten!

Mit Blick auf diese Rahmendaten kam es im Test zu etwas mehr als 850 verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten aus Abstand zum EMA, Stopploss und Kursziel. Die besten zehn Ergebnisse (mit Blick auf den Profit vor Kosten) können Sie in der folgenden Abbildung sehen:

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Sollte man Aktien bei zu großem Abstand zum EMA shorten?

Wir haben den Computer mit drei Variablen gefüttert und die Frage gestellt, ob es Sinn macht, Aktien bei einem bestimmten Abstand zum EMA 200 zu shorten. Unschwer zu erkennen ist, dass es durchaus einige profitable Kombinationen gibt. In der Top-Ten-Liste ist jedoch nicht eine Kombination vorhanden, mit der ein CRV größer eins realisiert werden kann. Das Kursziel ist maximal genauso groß wie der Stopp. Damit dürfte klar sein, dass Anleger selbst bei deutlichen Abweichungen des Kurses vom EMA 200 nach oben nicht zu viel erwarten sollten. Es ist den DAX-Aktien völlig egal, was schlaue Bücher so alles über das CRV sagen. Wer nach hohen CRVs strebt, geht bei diesem Ansatz tendenziell baden!

Der typische Zusammenhang zwischen CRV und Trefferquote ist super zu erkennen. Wer kleine CRVs anstrebt, kann sich über Trefferquoten von 70 % und mehr freuen. Wer hingegen CRV von eins zu eins oder größer erwartet, muss bei der Trefferquote ordentliche Abstriche machen. Erfreulich ist jedoch, dass diese bei allen Top-Ten-Werten spürbar größer als 50 % ist.

Bei der Frage, ob und welche Kombination man handeln sollte, spielt die Persönlichkeit eine wichtige Rolle. Letztlich nützt einem eine positive Statistik wenig, wenn man weder finanziell noch emotional in der Lage ist, die damit verbundenen Aktionen diszipliniert durchzuführen. In diesem Zusammenhang kann ich Ihnen nur empfehlen, weniger auf den Profit allein zu schauen. Achten Sie auch auf die anderen Kennzahlen, wie den Profitfaktor, die Trefferquote und natürlich das Verhältnis vom Gewinn zum maximalen Drawdown. Solche Vergleiche führen oftmals dazu, dass man sich eben nicht für die statistisch gesehen beste Variante entscheidet - und das ist durchaus gut so!

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW03

S&P500 – Verspätete Weihnachtsrally

Bringt die Quartalsberichtssaison weiteren Rückenwind für die Bullen an der Wall Street?
Der S&P500 kletterte zuletzt über den Widerstand bei 2.617 Punkten und dem EMA50 im Tageschart. Mit Anschlusskäufen sollte erst oberhalb von 2.635 Punkten gerechnet werden. In dem Falle ist durchaus eine Fortsetzung in den Bereich 2.650 bis 2.690 Punkte denkbar im Rahmen der aktuell beginnenden Quartalsberichtssaison in den USA.
Erst bei einem Tagesschlusskurs unter 2.603 Punkten würde die Gefahr weiterer Abverkäufe in Richtung 2.573 Punkte und darunter 2.553 Punkte überwiegen. Bis dahin bleiben kurzfristig vorerst weiter die Bullen am Ruder.

RWE - Die Spannung steigt, genau wie die Chancen!

In RWE beginnt die Uhr für die Bullen und Bären zu ticken. Die nächsten Tage werden entscheidend für den weiteren Verlauf in der Aktie sein.

Vor einigen Handelstagen konnte ich festhalten, dass dranbleiben und damit ihre Chancen erhöhten. Diese ausführliche Analyse bildet die Basis der heutigen Betrachtung, denn mit den in den vergangenen Handelstagen hinzugekommenen Kerzen ist ein Update der Analyse möglich. Dabei bieten sich sogar diverse Tradingchancen, die in Summe vielversprechend scheinen.

Im Grunde hat sich die Aktie in den vergangenen Handelstagen an den ihr angedachten Plan gehalten und nach dem Zwischenhoch bei 20,48 EUR einen Pullback auf das alte Ausbruchsniveau vollzogen. Dort konnte sich gestern im Unterstützungsbereich der beiden gleitenden Durchschnitte eine starke bullische Kerze ausbilden. Diese wird heute, wenn auch teilweise etwas zögerlich, gekauft. Auch dies gehörte zum eigentlichen Plan und nun beginnt die Uhr zu ticken.
Aktive Trader können jetzt wie folgt vorgehen:

Der Longtrade

Mit dem aktuellen Kursverlauf besteht die Möglichkeit auf direkt weiter anziehende Notierungen in der RWE-Aktie zu spekulieren. In diesem Fall wird das ihr angedachte mittelfristig bullische Szenario abgearbeitet, in dem nicht nur kurzfristige Gewinne auf neue Hochs oberhalb von 20,48 EUR folgen sollen, sondern mit dem letztlich sogar ein Anlauf auf den Widerstandsbereich bei 22,60 EUR möglich wird (blaue Szenario).
Zwischenzeitliche Konsolidierungen müssen auf dem Weg nach oben natürlich eingeplant werden. Zudem sollten die Kurse jetzt nicht mehr nachhaltig unter 19,40 EUR zurückfallen. Dort könnten interessierte Trader ihr Stoploss platzieren. Wer über ein Zertifikat einen Hebel einsetzen möchte, achtet darauf, dass Basispreis bzw. KO unterhalb dieser Schwelle liegen. Der Mini Future Long CP4ZKC von der Citi erfüllt diese Kriterien beispielsweise und bietet auch noch ein wenig mehr Platz, um eine Absicherung auf Schlusskursbasis vornehmen zu können (etwas defensiveres Stoploss).

Die Bullen verpassen ihre Chance – Die Shortidee

Die Aktie bleibt jedoch auch dann interessant, wenn sich die Bullen nicht durchsetzen können. Sollte das Stoploss ausgelöst werden, könnte in der Aktie eine neue Verkaufswelle folgen und im Rahmen dieser wäre ein Test der Unterstützung bei 18,09 Euro möglich. Läuft es für die Bären richtig gut, wird sogar auch diese Unterstützung gebrochen und man nähert sich dem Jahrestief 2018 an. Aktive Trader können dementsprechend direkt einen Richtungswechsel vornehmen, sofern 19,40 EUR nachhaltig unterschritten werden (graue Szenario). Am besten kommt es dabei zuvor nicht mehr zu neuen Hochs oberhalb von 20,48 EUR. Dann wäre dieses Preisniveau ein mögliches Absicherungslevel per Stoploss. CP1AWD wäre ein passendes Zertifikat mit etwas mehr Spielraum, als im aggressivsten Fall nötig.

DIALOG SEMICONDUCTOR - Trendfortsetzung steht an

Die Aktien des Halbleiterwertes stehen direkt an einer Ausbruchsmarke. Sollte daher heute ein Tagesschlusskurs über diesem Kursniveau stattfinden, würde ein frisches Kaufsignal entstehen.
Der Einbruch nach der Apple-Umsatzwarnung wurde direkt hochgekauft. Daher konnten die beiden wichtigen EMAs sehr schnell wieder zurückerobert werden.
Aktuell notieren die Wertpapiere knapp über der 23,00 EUR-Marke und touchieren auf diesem Kursniveau die Abwärtstrendlinie vom November 2018. Zudem befindet sich auf diesem Level eine horizontale Widerstandszone.
Sollte die Dialog-Semiconductor-Aktie heute über der 23,60 EUR schließen, würde sich das Konsolidierungsmuster nach oben auflösen. Dadurch hätte der Titel Platz bis ca. 26,00 EUR. Absicherungen nach diesem Kaufsignal könnten knapp unter dem EMA200 platziert werden.

PALLADIUM - Nicht von dieser Welt!

Der Palladiumpreis explodiert weiter und erreichte im gestrigen Handel ein neues Allzeithoch bei 1.434 USD. Über 70% Performance stehen damit seit August zu Buche. Und so lange der Überflieger entlang seiner "Fibonacci-Treppe" weiter steigt, ist immer noch Luft nach oben.

Widerstände: 1.430 + 1.475 + 1.500
Unterstützungen: 1.370 + 1.310 + 1.282
Rückblick: Im gestrigen Handel brach der Palladiumkurs nicht nur über das anvisierte frische Allzeithoch bei 1.370 USD und damit einen entscheidenden kurzfristigen Fibonacci-Zielbereich aus, sondern zog in der anschließenden steilen Kaufwelle direkt an die 1.430 USD-Marke an. Mit dem Erreichen der 100 %-Fibonacci-Projektion der ersten Rallyphase von 830 bis 1.149 USD wurde das nächste Ziel auf der Oberseite exakt abgearbeitet, ehe es ausgehend von der Hürde zu einer Korrektur kam. Die Rally, die bei 830 USD im August 2018 begonnen wurde, könnte damit sogar noch weiter gehen.
Charttechnischer Ausblick: Oberhalb der 1.370 USD-Marke ist der exorbitante Aufwärtstrend bei Palladium uneingeschränkt intakt und jederzeit mit einem weiteren Anstieg an den Zielbereich bei 1.430 USD zu rechnen. Sollten die Bullen auch diese Barriere aus dem Weg räumen, könnte der Wert bis 1.475 USD steigen. Dort wäre eine Zwischenkorrektur zu erwarten. Darüber könnte der Wert bereits bis 1.500 USD steigen. Selbst eine Ausdehnung der Rally bis 1.545 USD ist aktuell denkbar. Dennoch muss festgehalten werden, dass mit dem Erreichen der 1.430 USD-Marke alle markanten kurz- bis mittelfristigen Fibonacci-Ziele erreicht wurden. Entsprechend sollte man sich aktuell auch darauf einstellen, dass sich eine Topbildung anbahnen kann. Jede nun einsetzende Gegenbewegung könnte bereits den Auftakt für eine Korrektur der gesamten Rally seit 830 USD bilden.

Abgaben unter 1.370 USD hätten eine solche Korrektur zur Folge, die zunächst bis 1.310 USD führen dürfte. Dort könnte ein weiterer Anstieg bis 1.430 USD folgen. Unterhalb von 1.310 USD würde sich die Korrektur dagegen bis 1.282 und 1.221 USD ausdehnen.

Mit diesem kleinen Trick werden Sie erfolgreicher!

Kennen Sie das PAB-Prinzip? Wer nach diesem tradet, erhöht seine Erfolgschancen enorm! Dabei ist das Prinzip alles andere als kompliziert.
Wir sind, was wir glauben, denn all unser Handeln ist darauf ausgerichtet, unseren grundsätzlichen Glaubenssätzen zu folgen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Unser kleiner Trick für den erfolgreichen Börsenhandel besteht nicht darin, jeden Morgen vor dem Spiegel zu stehen und sich selbst einzureden, man sei der größte Trader dieser Welt. Das wird so nicht funktionieren. Wenn Sie jedoch einmal in sich hineinhören, werden Sie erstaunt sein, wie stark unser tägliches Leben darauf ausgerichtet ist, grundlegende Glaubenssätze zu befriedigen bzw. diesen zu folgen. Sie werden nichts tun, was Ihren innersten Überzeugungen zuwiderläuft und genau dies können wir uns im Trading zu Nutze machen.

Woran sollten Sie glauben?

Die zentrale Frage in diesem Zusammenhang ist natürlich, woran sie denn mit Blick auf die Börse und das Training glauben sollen. Leider gibt es diesbezüglich viel zu viele Missverständnisse und die Masse an Tradern fällt falschen Vorstellungen zum Opfer. Ein Tip den ich Ihnen an dieser Stelle geben möchte ist der, die Börse eher als ein Spielcasino zu sehen. Dabei sind sie jedoch nicht der Spieler, sondern der Casinobetreiber. Als solcher sichern Sie sich einen kleinen Vorteil, den sie über die Zeit kontinuierlich ausspielen. Auch ein Vergleich mit einem Pokerspieler macht wesentlich mehr Sinn, als davon auszugehen, dass an der Börse irgendwelche Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten gelten, mit denen die Kursverläufe zuverlässig prognostizieren können. Wer kennt die Situation nicht, in der eine Aktie in dem einen Marktumfeld auf die vorgelegten Quartalszahlen positiv, in einem anderen Marktumfeld auf ähnliche Zahlen aber negativ reagiert. Das sind dann die Momente, wo die Masse laut aufschreit und von Irrationalität und Manipulationen spricht.

Diese Situationen zeigen einmal mehr, wie flexibel Trader und Anleger sein müssen. Im Grunde kann an der Börse jederzeit alles passieren. Dies wird besonders bei dramatischen Ereignissen wie Naturkatastrophen, Anschlägen oder eben Pressemitteilungen von Herrn Trump deutlich. Wer weiß schon, wann die nächste Hiobsbotschaft kommt. Gleiches gilt natürlich auch für positive Nachrichten & Co.

Kein Prognoseinstrument der Welt kann solche gravierenden Nachrichten Vorhersagen, genauso wenig wie man in der Lage sein wird, in die Köpfe jedes einzelnen Marktteilnehmer hineinzuschauen und die Frage zu beantworten, wann dieser kaufen bzw. verkaufen wird. Genau dies wäre jedoch nötig, um Kursverläufe einigermaßen sicher zu prognostizieren. Genau aus diesem Unvermögen heraus macht es Sinn, wie ein Pokerspieler zu denken. Natürlich hat ein solcher grundlegende Wahrscheinlichkeiten im Kopf und er kennt das Spiel mit seinen Rahmenbedingungen. Letztlich aber reagiert er nur auf das, was ihm das aktuelle Spiel gerade zeigt. Er reagiert auf die offen, vor ihm liegenden Karten und auf die Reaktionen der Mitspieler. Er weiß jedoch weder, welche Karte als nächstes kommt, noch wie hoch der Jackpot am Ende sein wird. Genau so ergeht es Tradern! Wir sehen eine Chance und steigen in den Markt ein. Was jetzt folgt, liegt nicht in unserer Hand und kann nicht vorhergesagt werden. Stattdessen reagieren wir auf die nächste Kerze oder die nächste Nachricht und passen unseren Plan entsprechend an.

Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen!

Wenn jederzeit alles passieren kann, dann sind Trader vor allen Dingen Manager und als solcher sollten Sie sich bemühen, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen. Wenn wir schon in einem Moment einen kurzfristigen Vorteil haben, dann sollten wir diesen ausspielen, solange er vorhanden ist. Sofern jedoch Zweifel aufkommen, ist die Reißleine zu ziehen. Das mag anstrengend sein und mit vielen kleinen Verlusten einhergehen, am Ende aber reichen wenige Gewinne, um zu den profitablen Tradern zu gehören.

Während unser Glaubenssatz „Alles kann jederzeit passieren“ bei vielen wahrscheinlich auf einen inneren Widerstand trifft, dürfte der Tipp, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen, nahezu jedem bekannt sein. Interessant ist, dass viele Trader genau das Gegenteil davon machen. Wenn es schiefläuft, wird nicht die Reißleine gezogen, sondern verbilligt. Ist der Trade im Gewinn, wird hingegen schnell ausgestiegen, um diesen Gewinn zu sichern. Die Folge davon können Sie bei jedem CFD-Broker einsehen, denn diese sind seit geraumer Zeit dazu verpflichtet, ihren Interessenten aufzuzeigen, wie hoch der Anteil an Gewinnern bzw. Verlierern bei ihnen ist. Jedes Jahr schaffen es ca. 75 % der Trader nicht, den Kontostand zu vermehren. Dabei zeigten verschiedene Studien, dass die Trader meist gar nicht so verkehrt liegen. Die Trefferquote ist größtenteils über 50 %, was jedoch wenig bringt, wenn die Verluste einzelner Trades wesentlich größer sind als die Gewinne. Drehen Sie den Spieß um! Jetzt!

PAB – Pokern, Alles & Begrenzen!

Wenn Sie mit Ihrem Erfolg im Trading nicht zufrieden sind, beginnen Sie noch heute damit, umzudenken. Einer Ihrer neuen Glaubenssätze lautet: Alles kann jederzeit passieren! Beginnen Sie damit, dass Trading ähnlich wie ein Pokerspiel zu sehen. Sie nehmen Chancen wahr, machen "kurzfristige Abschätzungen" und reagieren auf jede neue Information, jederzeit bereit, auszusteigen oder dabeizubleiben! Ihr Ziel, Verluste klein zu halten, um weiterspielen zu können und den Jackpot nach oben zu treiben, wenn es wirklich gut aussieht. Dieses Prinzip hat viel größere Auswirkungen auf Ihren Tradingerfolg, als jede Optimierung des Einstiegs oder jede Suche nach dem Heiligen Gral.

Rückblickend muss ich gestehen, mit meiner Headline vielleicht ein wenig untertrieben zu haben. Einerseits ist das PAB-Prinzip tatsächlich sehr simpel. Da es jedoch den Glaubenssätzen viele Trader zuwiderlaufen dürfte, wird es für viele gar nicht so einfach werden, dieses neue Prinzip zu verinnerlichen. Übung macht jedoch bekannterweise den Meister.

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW02

DOW JONES INDEX - An der entscheidenden Hürde

Über 4.000 Punkte Kurseinbruch musste der Dow Jones Index allein im Dezember verkraften. Doch seit dem Tief bei 21.712 Punkten scheinen die Bullen aus ihrem Winterschlaf erwacht. Jetzt könnten sie der Erholung noch die Krone aufsetzen.

Ausgehend von der 21.712 Punkte-Marke konnte sich der Dow Jones Index mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 22.600 Punkten Ende Dezember wieder deutlich erholen und wenige Tage später auch die Abwärtstrendlinie der Dezemberverkaufswelle überwinden. Nach einem Zwischenhoch am 38,2 %-Retracement (RT) der Abwärtsbewegung seit 25.980 Punkten (23.342 Punkte, rotes RT) und dem früheren Jahrestief bei 23.340 Punkten, kam es zu einem korrektiven Pullback an die Abwärtstrendlinie. Diesen nutzte der Index für einen weiteren Anstieg, der diesmal nachhaltig über 23.340 Punkte und damit wieder in die große Tradingrange des Jahres 2018 zurückführte. Mit dem bullischen Anstieg über das 38,2 %-RT der gesamten Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch bei 23,713 Punkten (violett) wurde ein weiteres Kaufsignal generiert und der Index Schritt für Schritt an den Widerstand bei 23.997 Punkten und das Korrekturhoch bei 24.057 Punkten geschoben.

Was jetzt noch fehlt, ist ein dynamischer Ausbruch über die Marke. Denn damit hätte sich der Index aus der Fessel des Abwärtstrends vom Dezember befreit und könnte zügig bis an das 50 %- RT des gesamten Abwärtstrends bei 24.332 Punkten steigen. Hier befindet sich auch die 100 %-Projektion der laufenden Erholung. Entsprechend wäre dort mit einer Pause im neuen Aufwärtstrend zu rechnen. Allerdings könnte es zuvor noch zu einer kurzen Übertreibung nach oben kommen, denn bei rund 24.500 Punkten wartet noch ein Abwärtsgap auf seine Schließung. Sollte sich der Dow dagegen ohne eine weitere Korrektur nachhaltig über 24.332 Punkten etablieren können, wäre sogar das Erreichen des Folgeziels bei 24.950 bis 24.990 Punkten im laufenden Monat noch möglich.

Prallt der Index dagegen heute von der 24.057 Punkte-Marke nach unten ab, könnten die nächsten Angriffe schon bei 23.800 und 23.713 Punkten starten. Erst darunter wäre mit einer deutlicheren Korrektur bis 23.471 Punkte zu rechnen. Und erst unterhalb von 23.164 / 23.135 Punkten hätten die Bullen die Chance auf die direkte Fortsetzung des kurzfristigen Aufwärtstrends vergeben. Dann dürften sich die Bären auf einen vorübergehenden Abverkauf bis 22.719 und 22.639 Punktefreuen.

AIXTRON - Aktienverlauf des Halbleiterspezialisten kann nicht überzeugen

Vor den Bullen in Aixtron liegt noch viel Arbeit, wollen diese einen neuen Bullenmarkt etablieren. Bis dahin drohen weitere Kursverluste von bis zu 30%.

In Aixtron dominieren die Verkäufer seit März vergangenen Jahres das Kursgeschehen und ließen die Kurse bereits weit über 50 % einbrechen. In diesem Umfeld präsentiert sich die Aktie momentan relativ schwach. Obwohl die Bullen bei 7,63 EUR auf eine Unterstützung zurückgreifen können und der Gesamtmarkt in den letzten Tagen ordentlich zulegen konnte, kommt der Aktienkurs von Aixtron nicht aus dem Knick. Stattdessen kämpft man mit dem kleinen Widerstandsbereich kurz unterhalb von 9 EUR. Dieser müsste überwunden werden, um kurzfristig weiteres Aufwärtspotenzial zum EMA 200 bei 10,40 EUR freizumachen. Dort nehmen die Risiken dann erneut zu.

Aktuell wird die Aktie jedoch noch unterhalb der ersten Triggermarke bei ca. 9 EUR gehandelt und dies schließt nicht aus, dass die Kurse mit der Schwäche gestern und heute direkt weiter wegbrechen. Sollte dann auch die Unterstützung bei 7,63 EUR keinen Halt mehr geben, drohen weitere Kursverluste auf ca. 6,60 EUR.

Mittelfristig könnte es nicht nur weiter abwärts in Richtung 6 EUR gehen, sondern dieses Szenario wäre sogar bei einem kurzfristigen Ausbruch über 9 EUR noch nicht vom Tisch. Wie bereits geschrieben, könnte sich dann zwar zunächst eine größere Erholung anschließen, in einem Bullenmarkt wäre die Aktie aber immer noch nicht. Daraus entstehen mittelfristige Risiken, die sich später nach unten entladen sollten.

NORDEX - Großauftrag beflügelt Aktienkurs

Die Erholung in Nordex setzt sich fort und wird heute durch einen neuen Großauftrag aus den USA beflügelt.

Einen guten Start in den Freitagshandel erwischt heute Nordex, die kurz nach der Öffnung 3,51 % im Plus liegen. Vorbörslich gab das Unternehmen bekannt, einen Großauftrag über 150 MW aus den USA erhalten zu haben. Demnach sollen 48 Turbinen der Baureihe AW25/3150 geliefert werden.

Den Bullen kommt diese Nachricht durchaus recht, denn die Aktie befindet sich bereits seit dem Jahreswechsel in einer kleinen Kaufwelle. Aus dieser heraus könnte es in den nächsten Tagen noch weiter bis an die zentralen Widerstände bei 9-9,60 EUR gehen. Hier dürfte der Puls von Investoren jedoch wieder in die Höhe gehen, denn seit August 2018 haben diese es mehrfach nicht geschafft, den dortigen Widerstand zu knacken. Dies wäre aber nötig, um weiteres Aufwärtspotenzial auf knapp 12 freizumachen.

GOLD - Der Kampf um die 1.301 USD-Marke

Der Goldpreis hatte vor genau einer Woche eine wichtige Widerstands- und Zielregion erreicht und dort eine Pause im Aufwärtstrend eingelegt. Weiterhin geht es jetzt um die Frage: Ende der Rally oder dynamischer Ausbruch?

Widerstände: 1.301 + 1.326 + 1.366
Unterstützungen: 1.278 + 1.265 + 1.236

Rückblick: Mit dem Ausbruch über den zentralen Widerstand bei 1.236 USD wurde beim Goldpreis im Dezember ein Kaufsignal generiert, dem ein steiler Anstieg folgte. An der Hürde bei 1.265 USD hielt sich das Edelmetall nur ein paar Tage auf, um zum Jahreswechsel direkt über die Barriere bei 1.285 USD und an den wichtigen Widerstand bei 1.301 USD zu steigen. Dort bildet sich aktuell eine dreiecksförmige Konsolidierung aus.

Charttechnischer Ausblick: Sollte die Käuferseite die notwendige Dynamik entfalten, die Zielmarke bei 1.301 USD nachhaltig zu durchbrechen, wäre mit der Fortsetzung der kurzfristigen Rally bis 1.326 USD zu rechnen. Darüber könnte es mittelfristig bis 1.366 USD gehen.

Ein zweites Scheitern an der 1.301 USD-Marke würde dagegen für den Beginn einer Topbildung sprechen. Und nachdem der gestrige Ausbruchsversuch direkt wieder bis unter sein 61,8 %-Retracement bei 1.287 USD korrigiert wurde, mehren sich kurzfristig bereits die Anzeichen, dass die Aufwärtsdynamik der vergangenen Tage weiter abebbt. Innerhalb der Konsolidierungsrange unter der 1.301 USD-Marke könnte es jetzt also zu einem Schlagabtausch zwischen den Marktteilnehmerseiten kommen, der sich auch zeitlich noch einige Stunden, ggf. Tage hinzieht.

Ein erstes deutliches Signal für eine beginnende Abwärtsbewegung bzw. den Abschluss einer Topbildung wäre der Bruch der 1.278 USD-Marke: Denn Abgaben unter das Zwischentief bei 1.278 USD würden das Verlassen der Range nach unten bestätigen und eine Korrektur bis 1.265 USD nach sich ziehen. Hier könnte Gold zwar einen dritten Ausbruchsversuch starten. Darunter wäre allerdings ein Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 1.236 USD aktiv.

Overtrading - Wer zu viel handelt, verliert!

Es gibt einen triftigen Grund, warum Sie es als aktiver Swingtrader nie übertreiben sollten! Wer zuviel handelt, riskiert am Ende zu verlieren!

Ein beliebtes und letztlich auch erfolgreiches Konzept an der Börse ist es, den Bewegungen des Marktes zu folgen. Liegt ein Trend vor, macht es Sinn, in Richtung dessen zu investieren. Können Sie hingegen eine Seitwärtsbewegung ausmachen, ist Rangetrading angesagt. Ein super Tipp, aber was sich in der Theorie so einfach anhört, bringt praktisch eine Menge Schwierigkeiten mit sich.

Trend oder Range?

Ein erstes Problem liegt bereits darin, zu identifizieren, ob ein Trend oder eine Range vorliegt. Hier helfen uns die Charttechnik und/oder Indikatoren weiter und das „Problem“ ist schnell in den Griff zu bekommen. Mit ein wenig Übung in Sachen Markttechnik oder Indikatoren – und dazu bedarf es keiner Wundermittel - stellt die Identifikation der aktuellen Struktur selten ein Problem dar. Schauen Sie sich nur einmal die heutige Eröffnungsphase inklusive Vorbörse an. Man muss kein großer Könner sein, um im Dax eine Range zu erkennen, oder?

Faktor Zeit!

Wenn das Erkennen der Marktstruktur und der damit verbundenen Vorteile weniger ein Problem ist, warum verlieren dann so viele Trader (abseits der Psychologie und des RMM) Geld? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich vor Augen halten, dass eine gewisse Zeit vergeht, bis man erkennt, dass beispielsweise ein Aufwärtstrend vorliegt. Es vergeht Zeit und in dieser Zeit hat der Markt bereits einige Strukturen innerhalb der vorliegenden Marktphase ausgebildet. Erst wenn die Kurse wie heute einige Male in der Preiszone zwischen 12.180 und 12.130 Punkten seitwärts pendelten, ist die Range definiert worden. Erst wenn die Kurse im Wechselspiel von Bewegung und Korrektur in größtenteils nur eine Richtung laufen, liegt ein Trend vor. Die Zeit vergeht, wird gepaart mit dem zu viel zu wollen zum Problem.

Verlangen Sie nicht zu viel!

Wir wissen jetzt, dass bis zum Aktivwerden von Tradern Zeit vergeht, in der der Markt seine ersten Strukturen ausbildet. Wer die Vorteile eines Trends auf seine Seite holen will, muss zunächst so lange warten, bis sich ein Trend definieren lässt. Gleiches gilt für eine Range. Können Sie das Umfeld identifizieren, habe ich einen Tipp für Sie: übertreiben Sie es nicht!

Wenn sie aus einem Trend ein oder zwei erfolgreiche Swingtrade mitnehmen konnten, werden Sie nicht zu gierig. Gleiches gilt für den erfolgreichen Handel einer Range. Konnten sie hier schon einige positive Trades abschließen, sollten Sie anschließend lieber verzichten.

Vielleicht fragen Sie sich gerade, warum? Warum die Range (den Trend) nicht auskosten? Die Antwort ist simpel: so unsicher die Märkte auch sind, auf eines können Sie sich verlassen: handeln Sie den Trend oder die Range bis zum bitteren Ende durch, wird ihr letzter Trade definitiv ein Verlusttrade sein.

Da weder ein Trend noch eine Range ewig anhalten, gleichzeitig aber auch schon Zeit verbraucht wird, um diese Struktur überhaupt auszubilden, sind ein oder zwei erfolgreiche Trades innerhalb der entsprechenden Marktphase schon sehr gut. Bedenken Sie, dass Sie im ungünstigsten Fall vielleicht schon vier Swings brauchten, um überhaupt eine Range zu erkennen. Wenn Sie dann noch 2 Gewinntrades gemacht haben, muss die Range mindestens schon 6 Swings anhalten. Aber wie wahrscheinlich ist das? Man braucht sich nur den heutigen Dax-Verlauf anzuschauen. Kaum hat man die Range erkannt, war sie auch fast schon wieder vorbei.

Fazit

Trader sind und bleiben Spekulanten und werden dafür bezahlt, Risiken zu übernehmen. Als aktiver Swingtrader, der versucht einen Vorteil aus der derzeit vorliegenden Marktstruktur (Trend oder Range) zu ziehen, sollten Sie es nicht übertreiben. Wer zu viel handelt verdient nicht mehr, sondern riskiert seine Gewinne wieder abzugeben – schon allein aus statistischen/strategischen Gesichtspunkten heraus.

Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW01

DAX - Wie lange hält die Stabilisierung an?

Der DAX hat zwischen den Tagen mit deutlichen Kursschwankungen zu kämpfen gehabt die zeigen, wie nervös das aktuelle Marktumfeld ist.

Nach neuen Tiefstständen am 27.12.2018 bei 10.278 Punkten läuft seit zwei Tagen der Versuch einer Stabilisierung.

Die These: "Kursverluste unter 10.585 Punkte sollten die Abwärtsbewegung beschleunigen" ging zwar auf, mit Bruch der 10.350 Punkte-Marke erfolgt aber kein erneuter Test der 10.000 Punkte-Marke.

Das übergeordnete nach unten gerichtete Fibonacci-Retracement - 17.10.2018 bis 27.12.2018 - lässt Rückläufe bis 10.879 Punkte zu. Knapp darunter verläuft auch ein wichtiger Widerstandsbereich.
Ein nachhaltiger Ausbruch über 10.879 Punkte kann eine Ausdehnung der Aufwärtskorrektur mit sich bringen. Als Ziel steht hier ein Schluss der Kurslücke vom 06.12.2018 an und das Erreichen des 61,8 % Fibonacci-Retracements bei 11.242 Punkten.

Kurssteigerungen darüber hinaus können gar das Verlaufshoch vom 02.11.2017 bei 11.692 Punkten mit sich bringen. Erst ein signifikantes Unterschreiten der 10.278 Punkte löst die Korrektur und den erneuten Test der 10.000-er Marke aus.

HOCHTIEF – Noch kein Boden in Sicht

Die Hochtief-Aktie korrigiert seit über 1 1/2 Jahren. Wie lange kann diese Korrekturbewegung noch andauern?

Hochtief gehört zu den führenden Baukonzernen. Die Aktie legte eine jahrelange Rally hin, befindet sich seit Mai 2017 aber in einer Korrekturbewegung.

Kurzer Blick auf die Fundamentaldaten:

Seit 1999 erzielte Hochtief fast jedes Jahr einen Gewinn je Aktie. Nur im Jahr 2011 das Unternehmen einen Verlust hinnehmen. Für 2018 wird aktuell ein Gewinn von 8,30 EUR je Aktie erwartet. In 2019 soll dieser auf 9,43 EUR ansteigen.

Bei einem aktuellen Kurs von 115,30 EUR ergibt sich damit für 2019 ein KGV von 12,23. Nur 1999 und 2000 wurde das Unternehmen in den Gewinnjahren zu einem niedrigeren KGV gehandelt. Abgesehen von diesen beiden Jahren lag das niedrigste KGV bei 14,20. 2015 waren die Marktteilnehmer bereit sogar ein KGV von 27,20 zu bezahlen.

Das Unternehmen zahlte seit 1999 jedes Jahr außer 2011 eine Dividende. In 2019 soll diese bei 5,93 EUR liegen. Das ergibt aktuell eine Dividendenrendite von 5,14 %.

Wie sehen Analysten das Unternehmen?

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen 7 Einschätzungen vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 154,14 EUR. 3 Analysten/-innen sehen die Aktie positiv. Vier Häuser bewerten Hochtief mit neutral. Eine negative Einschätzung liegt nicht vor.

Wie lässt sich das Chartbild interpretieren?

Im September 2001 fiel die Aktie auf ein Allzeittief bei 10,12 EUR zurück. Diesem Tief näherte sie sich im März 2003 noch einmal stark an. Danach drehte der Wert aber nach oben und setzte zu einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Die Finanzkrise 2008/09 hinterließ zwar im Chartbild ihre Spuren, aber der langfristige Aufwärtstrend wurde nicht gebrochen. Im Mai 2017 erreichte der Aktienkurs sein Allzeithoch bei 174,00 EUR.

Nach einer kleinen Topbildung setzte eine Korrektur ein. Diese Korrektur läuft noch immer. Anfang Dezember fiel Hochtief sogar unter die untere Begrenzung dieser Korrekturbewegung ab. Dies deutet auf eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung hin. Hochtief scheint sich aktuell unter dem Aufwärtstrend seit November 2012 zu etablieren.

Fazit: Fundamental interessante Aktie noch weit weg von Kaufkursen

Nach den vorhandenen Daten und Schätzungen ist Hochtief bereits jetzt billig. Die Aktie gibt es aktuell anhand der KGV-Bewertung so billig wie seit rund 20 Jahren nicht mehr. Dazu steigt der Gewinn in den letzten Jahren deutlich an und die Dividendenrendite ist bereits jetzt sehr beachtlich. Von daher könnte man sich bereits jetzt Käufe überlegen.

Das Chartbild spielt dabei allerdings noch nicht mit. Denn im Chartbild gab es in den letzten Wochen neue Verkaufssignale. Der Rückfall unter die untere Trendbegrenzung der bisherigen Korrekturbewegung deutet auf weitere Abgaben in Richtung 98,31 oder sogar ca. 92,25 EUR. Damit würde die Aktie auf das alte Allzeithoch aus dem Oktober 2007 bzw. knapp darunter zurückfallen. Ein vorzeitiges Kaufsignal ergäbe sich erst mit einem stabilen Anstieg über 129,20 EUR.

Hochtief ist insgesamt eine sehr interessante Aktie. Aktuell scheint der Markt in dieser Aktie nach unten zu übertreiben. Aber solche Übertreibungen sind für Anleger, die auf einen Einstieg warten nichts Schlechtes. Je größer nämlich die Übertreibung nach unten ist, umso größer ist anschließend das Aufwärtspotenzial.

AURUBIS - Erholungschancen steigen

In Aurubis steigen mit dem nachlassenden Verkaufsdruck die Erholungschancen. Für Jubelschreie ist es aber immer noch viel zu früh.

Im Kupfermarkt lief es im letzten Jahr alles andere als rund und das bekam auch Aurubis als einer der größten Kupferhersteller weltweit zu spüren. Diese Entwicklung mündete im November in eine Gewinnwarnung, welche nicht überraschend kam, wenn man den Preisverfall von US-Kupfer in den vergangenen zwölf Monaten im Auge hatte.

In diesem kritischen Umfeld markierte die Aktie erst gestern ein neues Tief bei 41,84 EUR hat nun aber kurzfristige Erholungschancen. Zum einen befindet man sich in der Nähe der Unterstützung von 39,86 EUR und zum anderen ist bereits über die letzten Wochen ein nachlassendes Abwärtsmomentum zu erkennen. Dies erhöht die Chancen, dass die Aktie in den nächsten Tagen in Richtung 46-48 EUR durchstarten könnte. Auch der Bereich um 50 EUR würde ein mögliches Ziel für eine ausgedehnte Erholung darstellen.

Trotz dieser kurzfristig erfreulichen Aussichten bleibt die Aktie mittelfristig angeschlagen. Kursgewinne sind lediglich als Erholungen zu werten und für einen ersten bullischen Trendwechsel müsste der Widerstandsbereich von 48-50 EUR nachhaltig überwunden werden. Dass man sich mit euphorischen Jubelschreien noch zurückhalten sollte, wird einmal mehr deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass die Kurse allein bis zum EMA 200 noch 35 % zulegen müssten. Das ist ein weiter Weg hin zu auch mittelfristig bullischen Signalen.

GOLD - Am Ziel und am Ende?

Der Goldpreis zeigt sich seit dem Ausbruch über den Widerstand bei 1.236 USD wie entfesselt und erreicht aktuell die Zielmarke bei 1.301 USD. Hier entscheidet sich, ob die kurzfristige Rally fortgesetzt wird oder der Anstieg wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Widerstände: 1.301 + 1.326 + 1.366 Unterstützungen: 1.278 + 1.265 + 1.236

Rückblick: Die Erholung beim Goldpreis entwickelte sich nach dem Ausbruch über den zentralen Widerstand bei 1.236 USD zu einer steilen Kaufwelle, die in den letzten Tagen auch die Barrieren bei 1.265 und 1.285 USD hinter sich ließ. Dabei sorgte das Überschreiten der 1.285 USD-Marke im gestrigen Handel zudem für die Neutralisierung des übergeordneten Abwärtstrends seit dem Hoch bei 1.366 USD. Aktuell erreicht der Kurs des Edelmetalls bereits den zentralen Ziel- und Widerstandsbereich bei 1.301 USD.

Charttechnischer Ausblick: Im Bereich von 1.295 bis 1.301 USD kulminieren etliche charttechnische Ziele der Aufwärtsbewegungen der letzten Tage und Wochen. Das Aufwärtspotenzial der bisherigen Rallyphasen fällt also zunächst mit diesem Preisbereich zusammen. Ein Ende der Rally auf dem aktuellen Niveau und selbst eine Trendwende in Richtung 1.236 USD sind somit nicht auszuschließen. Im Umkehrschluß wäre daher ein dynamischer Ausbruch über 1.301 USD jetzt entsprechend bullisch zu werten und würde für die zügige Fortsetzung der kleinen Rally bis 1.326 USD sprechen. Darüber käme es mittelfristig bereits zu einem Anstieg bis 1.350 und dem 2018er-Hoch bei 1.366 USD. Sollte die 1.301 USD-Marke dagegen im ersten Anlauf nicht überwunden werden, käme es zu einer leichten Korrektur bis 1.285 und 1.278 USD. Von dort könnte ein weiterer Angriff starten. Abgaben unter 1.278 USD würden dagegen für eine Korrektur bis 1.265 USD sorgen. Gleichzeitig würde auch die Gefahr einer Topbildung und des skizzierten Abwärtsszenarios deutlich steigen. Dennoch könnte von 1.265 USD ein weiterer Aufwärtsimpuls bis 1.301 USD und 1.326 USD einsetzen. Unterhalb von 1.265 USD wäre der Aufwärtstrend allerdings unterbrochen, ggf. sogar beendet und zunächst ein Einbruch bis 1.236 USD zu erwarten.

Pivot Points - Magische Tradingpunkte im Chart?

Gerade beim Research institutioneller Tradingmethoden stößt man schnell auf das Thema Pivot-Punkte. Was steckt hinter diesem Tradingkonzept?

Bei den Pivot-Punkten handelt es sich, wenn wir uns den ein oder anderen Beitrag zu diesen anschauen, wieder einmal um magische Punkte im Chart, an denen so richtig viel passieren kann und vor allem, an denen sich der Kurs orientiert. Und wenn diese Aussagen noch dadurch untermauert werden, dass Pivot-Punkte sehr oft von institutionellen Tradern, also den Profis der Profis genutzt werden, was kann da noch schiefgehen?! Aber was steckt hinter diesen magischen Punkten und vor allem: was können diese leisten?

Starten sollten wir unseren Ausflug natürlich erst einmal mit einer kleinen Definition von Pivot-Punkten.

Klassisch handelt es sich bei den Pivots um Unterstützungs- und Widerstandslinien für den Intradayhandel, die sich aus der Kursbewegung – oder besser gesagt – der Kursschwankung des Vortages heraus ergeben. Der konkrete Kursverlauf des Vortages mit seinen Zwischenhochs, -tiefs, Trendlinien & Co spielt dabei keine Rolle, sondern vielmehr interessiert sich der Pivot-Trader ausschließlich für den Höchstkurs (H), den Tiefstkurs (L) und den Schlusskurs (C) des Tages. Durch eine einfache Durchschnittsbildung aus diesen drei Kursen bildet sich der

Pivotpunkt (PP) für den neuen Handelstag

Pivotpunkt PP = ( H + L + C) / 3 

Ausgehend von diesem Pivotpunkt können nun drei weitere Widerstands- bzw. Unterstützungslevel berechnet werden.

Die Widerstände R1 – R3 

Durch Weiterverarbeitung des Pivotpunkts und der Vorkerzenextrema (H, L, C) lassen sich die drei Widerstandslevel der Pivot-Analyse wie folgt ermitteln:

R1 = 2 * PP – L

R2 = PP + H – L

R3 = 2 * (PP – L) + H

Die Unterstützungslevel S1 – S3  Analog zur Widerstandsberechnung erfolgt die Ermittlung der drei Unterstützungslevels:

S1 = 2 * PP – H

S2 = PP – (H – L)

S3 = Low – (2 * (H-PP))

mit: PP = Pivotpunkt heute

H = Höchstkurs Vortag (vorangegangene Kerze)

L = Tiefstkurs Vortag (vorangegangene Kerze)

C = Schlusskurs Vortag (vorangegangene Kerze)

In Abbildung 1 sind die Pivot-Levels für den DAX-Tageschart zusammen mit den benötigten Eckdaten noch einmal zusammengefasst.

Interpretationsgedanken

Inhaltlich machen diese Berechnungen durchaus Sinn, denn sie stellen in gewisser Weise die Schwerpunkte des vergangenen Handelstages dar.

So ist beispielsweise der Pivotpunkt selbst nur das Mittel aus den drei wichtigen Kurse: High, Low, Close während die sich daraus ergebenden Unterstützungs- und Widerstandslevel indirekt die Volatilität berücksichtigen und auf den Folgetag projizieren.

Variationen in der Berechnung

Neben dieser Standardvariante der Pivotpunkte finden sich im praktischen Bereich auch diverse Variationen, vor allem bei der Ermittlung des zentralen PP. So ließen sich beispielsweise Kurslücken (Gaps) berücksichtigen, wenn in die Berechnung des PPs noch der heutige Eröffnungskurs mit einfließt. In dieser Variation ergibt sich der PP als Durchschnitt aus dem gestrigen Hoch, Tief, Schlusskurs und dem heutigen Open, während die einzelnen Unterstützungen und Widerstände analog zur klassischen Vorgehensweise berechnet werden.

Pivotpunkt PP = (H + L + C + O(heute)) / 4 

Konsequenterweise ergeben sich bei dieser Berechnungsmethodik nicht nur unterschiedliche Levels, sondern auch ein anderes zeitliches Timing.

Während im klassischen Bereich die Pivots mit jeder „fertigen“ Kerze direkt für den Folgetag berechnet werden können, ist in Variante 2 erst der nächste Handelstag abzuwarten. Diese Marginalie hat jedoch auch Einfluss auf den Tradingalltag, denn viel Zeit zum Planen gibt es unter Umständen bis zum ersten Trade nicht mehr.

Neben auch dieser gängigen Methode zur Berechnung der Pivot-Levels kann der Trader eigene Kreationen nutzen, vor allem bei der Gewichtung der einzelnen Bausteine. Dies wird unter Umständen sogar nötig sein, was schnell am Beispiel des Forexmarktes deutlich wird.

Hier besteht aufgrund des 24-Stundenhandels und des dezentralen Handels fernab eines konkreten Börsenplatzes schon die Schwierigkeit, die Eröffnungs- und Schlusskurse zu bestimmen. Der eine Forexbroker nutzt die Zeitzone der USA, ein anderer die in Europa und ein dritter nimmt nicht den Tageswechsel 0 Uhr als Basis für Schluss- und Eröffnungskurse, sondern eine ganz andere Zeit wie beispielsweise 08 Uhr CET. Gerade bei solch unterschiedlichen Basisdaten und den damit verbundenen unterschiedlichen Pivot-Levels stellt sich berechtigterweise die Frage, inwieweit die klassischen Aussagen zu Pivotpunkten als Unterstützungs- und Widerstandslevel noch Gültigkeit haben.

Trading von Pivotpunkten

Der Pivotpunkt PP teilt den Preisbereich einer jeden neuen Kerze in zwei Teile.

Oberhalb des Pivot-Punktes wird ein bullischer Markt unterstellt, unterhalb dessen entsprechend ein bärischer. Zur Visualisierung dieser beiden Preisbereiche färbt Guidants diese entsprechend grün oder rot ein und aus dieser Interpretation heraus ergibt sich bereits eine erste Handelsmöglichkeit. Durchbricht der Kurs den Pivotpunkt von unten nach oben, liegt ein Kaufsignal vor, während eine bärische Überschneidung von oben nach unten ein entsprechendes Verkaufssignal darstellt.

Analog zur klassischen Vorgehensweise bei Unterstützungs- und Widerstandslinien werden auch die aus der Pivot-Analyse hervorgehenden S3 – R3 Marken genutzt.

Die Widerstände R1 bis R3 fungieren als mögliche Preislevels, an denen mit Gegenwehr seitens der Bären zu rechnen wäre. Die Widerstände haben das Potenzial, sowohl kurzfristige Korrekturen als auch neue Gegentrends einzuleiten. Wird ein Widerstand hingegen überschritten, fungiert dieser ab sofort als Unterstützungszone.

Auf der Gegenseite, den Unterstützungen S1 bis S3, wird gleichermaßen verfahren. Kommt es zu einem bärischen Kreuzen von Kurs und Pivot Punkt PP, dienen die Unterstützungen als erste Zielzonen und als mögliche Preismarken, an denen der Kurs zu einer Erholung oder gar einer Trendwende ansetzen kann. Wird hingegen eine Unterstützung durchbrochen, wird die nächstfolgende als Zielzone aktiviert, während die gebrochene Unterstützung nun als Widerstand fungiert. Abbildung 2 stellt diese grundlegende Herangehensweise anhand der ersten beiden Pivot-Level systematisch dar, während in Abbildung 3 der aktuelle Verlauf im DAX (26.05.2014) zu sehen ist.

So eröffnete der DAX äußerst stark bereits im Bereich von R2 und damit in einer klar bullischen Zone. Wie zu sehen ist, wurde der durchbrochene Widerstand R2 direkt in der Eröffnungsphase zur Unterstützung, von der aus die Kurse nach einem Ziehen und Zerren direkt bis an das nächste Ziel bei R3 klettern konnten. Dort kam es im weiteren Verlauf zu einer kleinen Toppbildung und einer anschließenden Umkehr der Bewegung. Im Gegenzug wurde das Ziellevel bei R2 jedoch nicht ganz erreicht, während in der nächsten Kaufwelle die Kurse erneut nahe des R3-Widerstands zum Stehen kamen.

Das sieht magisch aus, oder?

Unser willkürlich gewähltes Beispiel aus Abbildung 3 passt perfekt, aber wie magisch sind die Pivot-Points tatsächlich?

Das ist eine gute Frage, der wir an dieser Stelle ein wenig intensiver, aber sicherlich nicht abschließend nachgehen wollen. Dazu beginnen wir mit einer der Grundaussagen der Pivot-Analyse:

Kurse oberhalb des PPs sind bullisch.

Auf Basis dieser Aussage ist schnell eine passende Tradingtaktik gefunden, die wir anhand historischer Daten untersuchen können. Dazu wurde auf den DAX-Index zurückgegriffen und der Einfachheit halber ausschließlich die Longseite betrachtet. Um hier für ein Kaufsignal zu sorgen, musste im 5-Minutenchart lediglich eine Kerze oberhalb des Pivot-Punkts (PP) schließen, während die Kerze davor unterhalb dessen geschlossen haben muss. Dabei spielte es keine Rolle, von wo genau der Kurs kam und wie der bisherige Tagestrend gewesen ist. Auch eine freundliche Eröffnung oberhalb des Pivot-Punkts mit anschließender Korrektur zurück bis auf diesen inkl. eines 5-minütigen Schlusskurs darunter und dem dann folgenden Ausbruch nach oben wurde gehandelt, sofern es das erste Signal des Tages war. Zur Veranschaulichung des Prozedere schauen Sie sich einfach Abbildung 4 an. Blieb der Kurs den ganzen Tag oberhalb bzw. unterhalb des PP, kam es konsequenter zu keinem Einstieg.

Da keine Position ohne Stopp eingegangen werden sollte, nutzen wir bereits die S1-Unterstützung als Stopp. Ein simples Unterschreiten des Stopps reicht, um die Longposition zu schließen. Gleichzeitig wollen wir zunächst ohne Kursziel arbeiten und uns einfach nur die Kraft der bullischen und bärischen Preisbereiche anschauen. Dazu wird jede Longposition solange gehalten, bis entweder der Stopploss ausgelöst wird oder aber es 17 Uhr und damit kurz vor Handelsschluss ist. Sollte es intraday zu einem Ausstoppen einer bestehenden Longposition am S1 und anschließend neuem Anstieg über den PP per 5-Minutenschlusskurs kommen, wird erneut eine Longposition eröffnet. Re-Entries während des Tages sind folglich erlaubt. Die Performancekurve unseres einfachen Systems seit Anfang Januar 2014 kann leider nicht überzeugen (siehe Abb. 5).

Selbst vor Kosten und vorbehaltlich programmtechnischer Fehler arbeitet die Taktik im Minus und verlor bei einer Trefferquote von 33,33 % knapp 335 DAX-Punkte. Ziehen wir bei 66 getätigten Trades noch je Trade einen Punkt Spread und einen Punkt weiterer Kosten ab, steigt der Verlust auf weit über 400 Punkte.

Vielleicht war unser Stopp ja auch zu eng gewählt? Wie schaut es bei einer Erweiterung dessen auf S2 aus? Daran kann es nicht gelegen haben, denn wie Abbildung 6 zeigt, wird der Verlust noch größer und da nützt auch die gestiegene Trefferquote auf 41,38 % nicht viel.

Bliebe als weitere Option unsere Ausstiegsbedingung. Gemäß der klassischen Interpretationsweise sollten die Kurse nach dem Anstieg über den Pivotpunkt den Widerstand R1 als erstes Ziel anlaufen. Wird der Stopploss auf dem S2-Niveau belassen, kann unser Ziel tatsächlich in 62,50 % aller Fälle erreicht werden. Analytisch eine durchaus akzeptable Leistung, immerhin läge man bei 100 Prognosen 62-mal richtig und nur 38-mal verkehrt. Aber gut, wir wollen ja Traden und sind keine Analysten. Der Blick auf die Performance ist wichtiger und leider wird man auch hier wieder enttäuscht. Ja, unter unseren Bedingungen wird das erste Ziel oft erreicht, aber wird dies gehandelt, entsteht ein Verlust vor Kosten von 181,92 Punkten, wie in Abbildung 7 zu sehen.

Werfen wir einen genaueren Blick auf den Performancereport (nicht abgebildet), fällt auf, dass die durchschnittlichen Verluste in Relation zu den durchschnittlichen Gewinnen einfach zu groß sind. Dies lässt sich tradingtechnisch beheben, indem wir den Stopploss enger setzen und/oder das Ziel weiter weg legen. Wie in Abbildung 8 zu sehen, bringt auch dies die Performance nicht in den positiven Bereich.

Links wurde bei einem R1 Ziel mit einem Stopploss bei S1 gearbeitet, rechts bei einem R2 Ziel mit einem Stopp bei S1. Wie anvisiert, führte dieser Optimierungsschritt zwar zu einer Verbesserung der Verhältnisse von durchschnittlichen Gewinnen zu Verlusten (CRV), aber darunter litt in beiden Fällen die Trefferquote zu stark, als dass eine positive Performance möglich wurde. Dies ist übrigens typisch für das Trading: Verbesserungen an einer Stelle werden meist mit Verschlechterungen an anderer bezahlt.

Ein Traum zerplatzt, oder?

Ja und nein. Lassen Sie uns vielleicht mit den positiven Dingen anfangen, mit denen „Pivotisten“ weiter ihrer Tradingbasis treu bleiben können. Bereits die bisherigen Ausführungen zeigen, wie vielfältig Pivot-Punkte eingesetzt werden können und natürlich haben wir diesbezüglich nur einen sehr kleinen Teil von möglichen Tradingtaktiken abgedeckt. Hinzu kommt, dass wir lediglich einen relativ kurzen Zeitraum untersucht haben, in dem ich zwar eine visuelle Prüfung der Kursdaten vorgenommen habe, die aber kleinere Fehler nicht ausschließt. Gleiches gilt auch für den Test selbst.

Vor diesen Hintergründen gibt es keinen zwingenden Anlass, die Pivot-Punkte gleich in die Welt der Mythen und Sagen zu verbannen. Jedoch sollten Sie als Trader auch nicht jeder Tradingtaktik ohne Bedenken folgen. Der vorliegende Test lässt auch bei den Pivot-Punkten vermuten, dass die bekannten, einfachen und logischen Interpretationen dieser nicht zum Erfolg führen.

Es wäre auch zu schön um wahr zu sein, denn ich bin kein Programmierer, aber es war trotzdem relativ einfach, die obigen Systeme zu erstellen. Wenn man so leicht Millionen an der Börse verdienen könnte, dann gäbe es schließlich nur Gewinner. Die Realität sieht aber anders aus.

Ihr Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW52

GOLD - Jetzt muss die Käuferseite liefern!

Tagesausblick für Donnerstag, 27. Dezember 2018: Der Goldpreis befindet sich seit August in einer Erholung, die in den letzten Tagen nochmals deutlich an Dynamik zulegen konnte. Jetzt trifft das Edelmetall jedoch auf einen starken Widerstandskorridor. Reicht die Aufwärtsdynamik.

Intraday Widerstände: 1.280 + 1.285 + 1.301
Intraday Unterstützungen: 1.265 + 1.250 + 1.236

Rückblick: Nach dem erfolgreichen Ausbruch über den massiven Widerstand bei 1.236 USD vollzog der Goldpreis Anfang Dezember einen Pullback an die Marke und prallte dort nach oben hin ab. Mit dem Anstieg über das Verlaufshoch bei 1.250 USD setzte sich eine weitere Aufwärtswelle in Gang, die den Kurs des Edelmetalls an den Widerstand bei 1.265 USD führte. Im gestrigen Handel wurde auch diese Marke überschritten und mit 1.279 USD ein neues Verlaufshoch markiert. Anschließend setzte der Wert an die 1.265 USD-Marke zurück.

Charttechnischer Ausblick: Um die kleine Rally der letzten Tage aufrecht erhalten zu können, sollte der Goldpreis jetzt über der 1.250 USD-Marke verbleiben. Gelingt dies und wird zudem auch die 1.265 USD-Marke verteidigt, könnte ein weiterer Anstieg bis 1.280 und 1.285 USD führen. Dort wäre mit einer weiteren Korrektur zu rechnen. An dieser Stelle treffen übergeordnete Widerstände und interne Kursziele des Anstiegs der letzten Wochen zusammen. Daher könnte es in diesem Bereich sogar zu einer Trendwende nach unten kommen. Ein Sprung über die Barrieren hätte dagegen Zugewinne bis 1.301 USD zur Folge. Selbst ein Anstieg bis 1.310 USD wäre dann möglich.

Abgaben unter 1.250 USD würden die Kaufwelle dagegen abbremsen und zu einer Korrektur bis 1.236 USD führen. Hier könnte eine weitere Aufwärtsbewegung in Richtung 1.285 USD starten. Darunter wären dagegen wieder die Bären am Zug und könnten den Wert bis 1.220 und 1.205 USD abverkaufen. Zugleich wäre damit das Hoch bei 1.280 USD als kurzfristiges Top bestätigt und letztlich sogar die Wiederaufnahme des Abwärtstrends aus dem ersten Halbjahr einzuplanen.

Aktien mit relativer Stärke nach Levy (RSL): Diese Aktien sind besonders stark!

Mit dem Guidants Screener suchen wir Aktien mit relativer Stärke nach Levy: Hier finden Sie die zuletzt momentumstärksten Aktientitel aus Deutschland und den USA.

Finden Sie die momentumstärksten Aktien mit nur wenigen Klicks! Das Konzept der relativen Stärke nach Levy (kurz: RSL) beruht auf dem Vergleich der vergangenen mit der aktuellen Kursentwicklung. Grundannahme ist, dass vergangene Performance eines Aktienkurses tendenziell als Indikator für zukünftige Performance herangezogen werden kann.

Dieser sogenannte Momentum-Effekt wurde in der Kapitalmarktforschung bereits viele Jahre untersucht und nachgewiesen und lässt sich im Trading oder beim Investieren ausnutzen.

  • So lautet eine bekannte und einfache, aber sehr effektive Strategie, regelmäßig (etwa jeden Monat oder jedes Quartal) die nach relativer Stärke besten Aktien ins Depot zu nehmen. Depotbestände, die dieses Kriterium nicht mehr erfüllen, werden hingegen verkauft, um das Kapital wieder freizusetzen.
  • Eine kurzfristiger orientierte Strategie lautet, momentumstarke Titel auf die Watchlist zu nehmen, um diese in kurzen Schwächephasen aufzusammeln. So könnte man einen entsprechenden Titel bspw. auf einem kürzeren Zeithorizont (Stundenchart) antizyklisch kaufen - jedoch in einem übergeordnet (Tageschart) prozyklischen Gesamtbild.

Der Guidants-Screener ist hierbei ein äußerst hilfreiches Werkzeug, das Ihnen dabei hilft, solche aussichtsreiche Aktien zu finden. Die Besonderheit: Die relative Stärke nach Levy wird im Screener tagesaktuell berechnet. So können Momentumtrader potenzielle Signale noch früher aufspüren.

Folgende Liste zeigt die derzeit nach RSL-Kennzahl trendstärksten Aktien aus Deutschland und den USA.

Aktien mit relativer Stärke (RSL) aus Deutschland

Hier das Screening-Ergebnis für deutsche Akien, gefiltert nach relativer Stärke nach Levy. Gezeigt werden die Top-20 Aktien aus dem Aktienuniversum HDAX nach diesem Kriterium.

Aktien mit relativer Stärke (RSL) aus den USA

Folgende Tabelle zeigt Aktien mit den höchsten RSL-Werten (Top-20) aus den USA. Verwendet wurde das Aktienuniversum des S&P 500.

RSL-Berechnung

Die Berechnung der relativen Stärke nach Levy (RSL) ist vergleichsweise einfach. Wichtig ist lediglich, den Begriff nicht mit anderen Konzepten der relativen Stärke zu verwechseln.

Der Wochenschlusskurs des zu analysierenden Basiswertes wird geteilt durch das arithmetische Mittel der Wochenschlusskurse des gewählten Betrachtungszeitraums. Durchgesetzt hat sich in diesem Zusammenhang vor allem der Zeitraum von 27 Wochen, natürlich können aber auch andere Zeiträume genutzt werden. Das Ergebnis der Berechnung ist eine Verhältniszahl, die um 1,0 schwankt. Werte über 1,0 sind somit beispielsweise in der vergangenen Woche überdurchschnittlich stark.

Eine typische Anwendung ist jedoch, die Basiswerte mit den höchsten RSL-Werten absteigend zu sortieren und diese Liste im Trading oder Investmentprozess weiter zu verarbeiten.

Dreht der Markt jetzt völlig durch?

Was steckt hinter den dramatischen Kursbewegungen der vergangenen Tage? Mögliche Erklärungsversuche finden Sie in diesem Artikel!

So mancher Anleger traut aktuell seinen Augen nicht: Nach deutlichen Kursverlusten an Heiligabend konnten die wichtigsten US-Indizes am 2. Weihnachtstag alle um fast fünf Prozent oder mehr zulegen. Der Dow Jones Industrial Average verbuchte mit einem Plus von 1.086,25 Punkten sogar den größten Kursgewinn aller Zeiten, wenn man die Kursveränderung in Punkten bemisst. Prozentual war es immerhin der größte Gewinn im Dow seit dem Jahr 2009.

Auch andernorts gab es dramatische Kursbewegungen. In Japan stürzte der Nikkei 225 am ersten Weihnachtstag um mehr als fünf Prozent ab, nur um sich anschließend wieder deutlich zu erholen.

Was steckt hinter den vollkommen verrückt erscheinenden Kursbewegungen? In der Folge sollen einige mögliche Erklärungsversuche geliefert werden:

  • Weltweit befinden sich die wichtigsten Aktienmärkte nun ganz klar in einem Bärenmarkt. In Bärenmärkten sind nicht nur extrem starke Kursverluste innerhalb von kurzer Zeit, sondern auch zwischenzeitlich starke Erholungen üblich. Eine kräftige Erholung in Gegenrichtung des vorherrschenden Abwärtstrends wird auch als Bärenmarktrally bezeichnet. Eine Bärenmarktrally kann zu erheblichen Kursgewinnen innerhalb kurzer Zeit führen - ohne dass sich am vorherrschenden Abwärtstrend etwas nennenswert ändern muss.
  • Ganz besonders in den USA aber auch weltweit ist es weiterhin so, dass die zum Teil kräftigen Kursverluste seit Anfang Oktober sich bisher kaum mit den fundamentalen Entwicklungen in Einklang bringen lassen. Diese Diskrepanz zwischen der fundamentalen Entwicklung und den Kursbewegungen verstärkt die Unsicherheit bei vielen Marktteilnehmern. Die US-Wirtschaft etwa dürfte auch im vierten Quartal ein starkes Wachstum verzeichnet haben, trotzdem brechen die Aktienmärkte ein, als ob eine Rezession droht. Angesichts von Handelskonflikten und steigenden Zinsen mag es auch durchaus dazu kommen, sicher ist die Entwicklung aber keineswegs. Auch bei Einzelwerten sind die Kursbewegungen oft nur schwer fundamental zu begründen. Die Amazon-Aktien haben sich etwa dramatisch verbilligt, obwohl das Unternehmen weiter kräftig wächst. Gestern berichtete Amazon vom besten Weihnachtsgeschäft aller Zeiten - was dann bei Amazon auch zu einem deutlichen Kursplus von 9,45 Prozent führte.
  • Immer wieder werden auch die Aktivitäten von Algo- und High-Frequency-Tradern für die zuletzt hohe Volatilität verantwortlich gemacht. Allerdings waren diese Marktteilnehmer zuletzt auch nicht deutlich aktiver als zuvor, als sich der Markt gerade durch eine ungewöhnlich niedrige Volatilität auszeichnete. Trotzdem dürfte ein Teil der Schuld durchaus auch auf Algo-Trader und HFT-Firmen zurückzuführen sein. Denn viele dieser Firmen sorgen in guten Marktphasen für eine gute Handelbarkeit vieler Werte, indem sie zusätzlich Liquidität bereitstellen. In schlechten oder schwierig einschätzbaren Marktphasen ziehen sie sich dann aber aus dem Markt zurück, was zu Instabilität führen kann.
  • Ohnehin führt die geringe Liquidität am Markt gerade rund um den Jahreswechsel tendenziell zu einer Verstärkung von Kursbewegungen (und nicht etwa zu einer Abschwächung, wie viele Trader meinen). Der Grund dafür ist, dass einzelne Aufträge den Markt viel stärker bewegen können, wenn das Orderbuch weniger stark gefüllt ist als üblich. Kommt es dann noch zu einzelnen großen Transaktionen (siehe nächster Punkt), kann das erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben.
  • Gerade zum Jahresende, aber auch regelmäßig zum Monats- bzw. Quartalsende werden in vielen Portfolios von institutionellen Anlegern Umschichtungen vorgenommen. Diese Umschichtungen werden oft von lange Hand geplant, orientieren sich also mitunter gar nicht am aktuellen Kursgeschehen. Neben dem Effekt des Window Dressings, bei dem zum Beispiel schlecht gelaufene Werte tendenziell verkauft und gut gelaufene Werte zugekauft werden, kommt es auch zu anderen Effekten. So sorgt schon alleine das normale und regelbasierte Rebalancing für milliardenschwere Transaktionen, wenn sich die Märkte zuvor stark bewegt haben. Nach Berechnungen von Well Fargo etwa müssen US-Pensionskassen aktuell zum Jahresende einen Betrag von 64 Milliarden Dollar aus Anleihen abziehen und in Aktien investieren. Verantwortlich dafür ist schlicht, dass sich Aktien zuletzt schwächer entwickelt haben als Anleihen und durch das Rebalancing die relative Gewichtung der verschiedenen Anlageklassen wiederhergestellt wird.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW51

NASDAQ 100 - Lage spitzt sich zu

So langsam aber sicher wird es eng für Investoren im Nasdaq 100. Dieser tauchte gestern erstmals in den zentralen Unterstützungsbereich ein.
Der Nasdaq 100 steht stellvertretend für die US-Indizes, in denen es mit der jüngsten Kursentwicklung zunehmend enger für die Bullen wird. Die gestrigen Kursverluste von über 2 % auf 6342,97 Punkte führten zu einem Eintauchen des Technologieindex in den mittelfristig zentralen Unterstützungsbereich. Dieser zieht sich von 6322-6164 Punkten hin. Oberhalb dessen waren die Bullen schon seit Wochen um eine Stabilisierung bemüht, kamen aber nicht über kurzfristige Erholungen hinaus. Diese waren zwar durchaus schwungvoll, am Ende aber fielen die Kurse immer wieder auf ein neues Tief zurück.
Noch haben die Käufer den Kampf nicht vollends verloren, das Risiko dafür hat jedoch spürbar zugenommen. Ein kurzfristiges Stoppfischen im Unterstützungsbereich sollte eingeplant werden. Bleibt es dabei, könnte es erneut zu Erholungsgewinne in Richtung 7000-7200 Punkte kommen. Aber erst oberhalb dessen würde man für echte bullische Akzente sorgen.

Bei einem bärischen Ausbruch unter den Unterstützungsbereich könnte es direkt weiter abwärts in Richtung 6000 und 5750 Punkte gehen. Aber selbst wenn sich der Index kurzzeitig noch einmal erholen würde, die Gefahr solcher Abgaben würde mit einem Rückfall unter 6164 Punkte steigen.

FRESENIUS MC - Kurse fallen weiter wie ein Stein

Der Ausverkauf in der Fresenius-MC-Aktie hält weiter an. Für zu risikofreudige Käufer kann es noch teuer werden.

Bis in den Oktober hinein konnten Anleger in der Fresenius-MC-Aktie im Grunde noch stolz auf ihre Entscheidung sein. Zwar wartete diese für das laufende Jahr auch zu diesem Zeitpunkt nur mit einer Nullbilanz auf, aber immerhin war man damit um einiges besser unterwegs, als der Dax. Innerhalb weniger Tage aber änderte sich die Sachlage auf dramatische Art und Weise. Am 17. Oktober kam es zu einer Gewinnwarnung, die einen starken Kurseinbruch nach sich zog. Von diesem Schock hat sich die Aktie bis heute nicht erholt und der schwache Ausblick Anfang Dezember, den das Unternehmen gab, sorgte für den nächsten bärischen Impuls. In diesem Umfeld konnte in den vergangenen Tagen nicht einmal der Unterstützungsbereich um 60 EUR für Halt sorgen. Trotz kurzfristig überverkauftem Markt und Support fielen die Kurse weiter auf neue Tiefs - und das täglich.

Mit Blick auf die nächste mögliche Stabilisierungszone fällt der Unterstützungsbereich um 55 EUR auf. Sollte es auch dort nicht zu einer Bodenbildung kommen, sind weitere Abgaben auf 50 und später ca. 46,50 EUR einzuplanen. Vor allen Dingen im letztgenannten Preisbereich finden Investoren eine mögliche Unterstützung. Von direkten Käufen ist aktuell abzuraten, denn die Kurse fallen auch heute weiter wie ein Stein.

ZALANDO - Verkäufer scheinen noch nicht fertig zu sein

Die Verkäufer setzen der Zalando-Aktie weiter zu. Es ist fraglich, dass der Unterstützungsbereich um 22,80 EUR hält.
Das Erdbeben vom Montag nach der Gewinnwarnung von Zalando (siehe hier) scheint noch nicht vorüber. Nachdem sich der Aktienkurs am Dienstag und Mittwoch etwas stabilisieren konnte, gab es gestern erneut starke Verkäufe. Mit einem Verlust von 7,75 % war die Aktie die größte Verliererin im MDax und fiel zumindest auf Schlusskursbasis auf ein neues Tief zurück.

Damit kann der Aktie auch der Unterstützungsbereich um 22,80 EUR nur moderaten Halt geben. Sollte dieser weiter unter Druck und am Ende nachhaltig unterschritten werden, drohen der Aktie Kursverluste zum Allzeittief bei 17,01 EUR. Mit Blick auf das aktuelle Chartbild würde ein Tagesschlusskurs oberhalb von 24,90 EUR zumindest kurzfristig für eine Stabilisierung sorgen können. In diesem Fall wäre eine Erholung zum EMA 50 (aktuell 29,39 EUR) möglich.

SILBER - Zu wenig Dynamik

Der Silberpreis näherte sich zuletzt der Oberseite einer Tradingrange. Mehr als ein "Nähern" ist jedoch nicht zu verzeichnen. Von Ausbruchsdynamik ist kaum eine Spur. Damit droht der Rückfall an die Unterseite der großen Handelsspanne der letzten Monate.

Widerstände: 15,00 + 15,26 + 15,59
Unterstützungen: 14,31 + 13,80 + 13,30
Rückblick: Bis Anfang September war der Silberpreis in einer dynamischen Verkaufswelle gefangen und brach in der Spitze bis 13,90 USD ein. Diesem Tief schloss sich eine zähe Seitwärtsphase an, die auf der Oberseite durch den Widerstand bei 15,00 USD begrenzt wird. Nach einem weiteren Einbruch an das Jahrestief, konnte sich der Silberpreis in den letzten Wochen wieder über die Hürden bei 14,31 und 14,60 USD nach oben arbeiten. Von zunehmendem Kaufdruck zu sprechen, wäre allerdings übertrieben.
Charttechnischer Ausblick: Silber notiert zwar wieder deutlich über der 14,60 USD-Marke. Von einem Angriff auf den zentralen Widerstand bei 15,00 USD ist der Wert dennoch weit entfernt. Und selbst wenn die Marke erreicht wird, ist angesichts der aktuell fehlenden Dynamik nicht von einem nachhaltigen Ausbruch über die Hürde und einer Kaufwelle bis 15,26 und 15,59 USD auszugehen. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass der Kurs des Edelmetalls unter der 15,00 USD-Marke ein Top ausbildet und anschließend bis 14,31 USD zurückfällt. Unter der Marke dürfte bereits eine Verkaufswelle bis 13,90 USD und schließlich bis 13,30 USD führen.

Average True Range (ATR) - Der Volatilität auf der Spur

Die Average True Range - kurz ATR - ist einer der Standardindikatoren und ihr Einsatzgebiet ist äußerst vielfältig - gerade auch außerhalb der Generierung von Handelssignalen. Hier finden Sie detaillierte Infos zur Verwendung und Berechnung der ATR.

Ein Name, der im Zusammenhang mit den heute als klassischen Indikatoren bezeichneten charttechnischen Hilfsmitteln immer wieder auftaucht, ist der von Wilder. Da bildet die Average True Range keine Ausnahme, die ebenfalls von Wilder entwickelt wurde und eines der heute am weitesten verbreiteten Volatilitätsmaßstäbe innerhalb der technischen Analyse ist.

Vorgestellt in seinem 1978 erschienenem Buch „New Concepts in Technical Trading Systems“, versuchte Wilder mit der Average True Range (kurz ATR) einen Indikator zu entwickeln, der die Schwankungsbreite von Rohstoff- und Terminmärkten abbildet. Solche Indikatoren gab es auch zur damaligen Zeit schon, jedoch beruhten diese vor allem auf der täglichen Schwankungsbreite innerhalb des Handelstages bzw. deren Durchschnittswerten. Für Wilder aber spiegelten diese Methodiken die wahre Schwankungsbreite nur unzureichend wieder, schließlich wurden hierfür lediglich die Kerzengrößen gemessen, in dem das Tagestief vom Tageshoch (bzw. in anderen Zeitebenen: Kerzentief-Kerzenhoch) abgezogen wurde.

Zwar konnte damit die Handelsspanne während der Handelszeit gut erfasst werden, jedoch spiegelte diese vor allem an volatilen Märkten nur einen Teil der echten Kursbewegung wieder. Gerade volatile Märkte zeichneten sich dadurch aus, dass es zwischen zwei Eröffnungskursen zu Kurslücken kam, die von den bisherigen Konzepten nicht erfasst wurden. Wird eine Position jedoch über Nacht (bzw. von einer Kerze auf die nächste) gehalten, treffen einen Investor diese Kurssprünge in vollem Umfang – auch wenn er selbst hierbei keine Reaktionschance besitzt.

Vor diesem Hintergrund stellte Wilder seine „wahre durchschnittliche Schwankungsbreite“, die ATR vor. Statt nur auf die tägliche Handelsspanne zwischen Kerzenhoch und –tief zu schauen, wurden Gaps (Kurslücken) mitberücksichtigt. Hierfür mussten einige zusätzliche Bedingungen überprüft werden:

  1. Spanne 1 = Kerzenhoch – Kerzentief
  2. Spanne 2: liegt der heutige Schlusskurs über dem von gestern, dann: Spanne 2 = heutige Hoch – Schlusskurs gestern
  3. Spanne 3: liegt der heutige Schlusskurs unter dem von gestern, dann: Spanne 3 = gestriger Schlusskurs – heutige Tief.

In Abbildung 1 sind die Möglichkeiten des Marktes schematisch abgebildet.

Aus dieser Fallunterscheidung heraus ergibt sich die True Range als die maximal vorhandene Kursspanne aus S1 bis S3, die fortlaufend unter dem Chart abgetragen werden kann (siehe Abb. 2).

Unschwer zu erkennen ist, dass die True Range selbst großen Schwankungen unterliegt und somit nur bedingt brauchbar ist. Dies führt uns schließlich zur Average True Range, der durchschnittlichen wahren Schwankungsbreite. Wie der Name schon vermuten lässt, wird die True Range geglättet, indem ein Durchschnittswert gebildet wird. Hierfür ist vom Trader sowohl die Glättungsmethode als auch die Periodizität zu bestimmen, wobei sich hinsichtlich ersterem ein einfacher gleitender Durchschnitt (arithmetischer Durchschnitt) und eine Periodenlänge zwischen 5 und 30 Tagen durchgesetzt haben. Aber natürlich ist die ATR nicht auf diese Wahl beschränkt. Abbildung 3 zeigt die ATR mit der von Guidants gewählten Standardeinstellung über 14 Kerzen.

Anwendungsbereiche der Average True Range

Die ATR zeigt uns die wahre Handelsspanne des betrachteten Marktes und damit seine Volatilität an. Steigt die ATR, nimmt die Volatilität zu, während eine fallende ATR eine nachlassende Volatilität anzeigt. Dies führt direkt zum ersten Anwendungsbereich der ATR als prognostisches Instrument für die Bestimmung der Trendstärke. Hierbei wird von der Grundannahme ausgegangen, dass beginnende Trends mit einer erhöhten Volatilität einhergehen, während mit fortschreitender Dauer des Trends die Volatilität und damit auch die ATR nachlassen sollten. Schwächt sich folglich die ATR ab und sinkt auf tiefe historische Werte, denen anschließend eine „Explosion“ der ATR folgt, könnte dies auf den Beginn eines neuen Trends hindeuten. Dabei ist die ATR selbst jedoch nicht in der Lage, die Trendrichtung zu bestimmen. Dies muss über andere Konzepte erfolgen.

Bereits an dieser Stelle sei mir eine persönliche Anmerkung erlaubt. Dieser oftmals anzutreffenden Interpretation der ATR stehe ich durchaus skeptisch gegenüber. Zwar klingt die hinter dieser Theorie stehende Annahme, dass sich mit fortschreitendem Trend die Dynamik der Bewegungen erschöpfen sollte, weil zunehmend mehr Marktteilnehmer bereits im Wert investiert bzw. aus diesem geflohen sind, logisch, aber ist die Börse logisch?

Was ist mit klassischen Spekulationsblasen, in denen sich Kursbewegungen gerade zum Ende des Trends hin massiv beschleunigen? Was ist mit dem ebenfalls oft zu beobachtendem Phänomen, dass Kurse meist schneller fallen als steigen und den damit verbundenen Sell-Offs? Schauen wir uns nur das Beispiel von BMW mit ihren größeren Trendwenden der letzten Jahre an (siehe Abb. 4), dann ist dies ein gutes Beispiel für das Versagen obiger Aussage. Weder der Start des Bärenmarktes in 2007 noch der des Bullenmarktes in 2009 wurden an den jeweiligen Hoch- bzw. Tiefpunkten durch auffallend kleine ATR-Werte angezeigt, im Gegenteil. Dies ließe im Umkehrschluss sogar eine vollständig inverse Aussage zu, was jedoch empirisch zu überprüfen wäre.

Spannender scheint da schon der prognostische Nutzen der ATR, um die Schwankungen und damit die Handelsspannen zukünftiger Kerzen abzuschätzen. Eine einfache Annahme wäre beispielsweise, dass die nächste Kerze in seiner Handelsspanne dem bisherigen Durchschnitt der ATR entsprechend sollte und Kurse außerhalb dieser Grenzen eher unwahrscheinlich sind. Ausgehend vom aktuell bekannten Schlusskurs könnten nun nach oben und unten die entsprechenden ATR Werte abgetragen werden, um die „maximalen“ Kursgrenzen für die nächste Kerze zu ermitteln.

Intradaytrader werden hierfür auf den Tageschart zurückgreifen, dort Ihre Berechnungen anstellen und so für den nächsten Tag entsprechende ATR-basierte Unterstützungen und Widerstände erhalten. Längerfristig orientierte Trader und Anleger greifen dabei auf entsprechend größere Intervalle wie dem Wochen- oder Monatschart zurück. In Abbildung 5 ist dieser Ansatz am Beispiel des DAX Tagescharts dargestellt.

Hier zeigt die ATR(14) für den DAX einen Wert von 141,31 Punkten an, während der Schlusskurs bei 9.446,69 Punkten liegt. Addieren wir zu diesem den ATR Wert hinzu, ergäbe sich ein oberer Widerstand für die nächste Kerze bei 9.588 Punkten, während ein Abzug der ATR vom Schlusskurs eine Unterstützung bei 9.305,38 Punkten ergeben würde. Unsere Annahme folgend sollte sich die nächste Kerze innerhalb dieser Preisspanne bewegen und Kurse außerhalb sind unwahrscheinlich.

Dieses Konzept ließe sich noch weiter verfeinern, in dem bspw. die aktuelle Tendenz der ATR (steigend/fallend) berücksichtigt wird oder aber Vielfache der ATR genutzt werden. In diesen Vielfachen könnte die Standardabweichung der ATR-Werte genauso einfließen, wie andere weiterführende Ansätze. Der „Phantasie“ des Traders sind dabei keine Grenzen gesetzt, um die statistischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, zukünftige Schwankungsbreiten abzuschätzen und damit auch das Potential von Bewegungen.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit liegt in der Stoppsetzung mit Hilfe der ATR begründet. Die ATR spiegelt die normale Schwankungsbreite des betrachteten Marktes wieder und unter dieser Annahme scheint es naheliegend, seine Stopps außerhalb dieser zu platzieren – vor allem dann, wenn der Trader einen Trend reiten möchte. In diesem Fall möchte der Trader nicht durch das Rauschen am Markt aus seiner Position geworfen werden und die ATR lässt eine quantitative Bestimmung dieses Rauschens zu. In diesem Sinne verwendet der Trader ein Vielfaches der ATR, um seine Position per Anfangsstopploss und Trailingstopp (nachgezogenem Stopp) abzusichern.

Gängig ist in diesem Bereich die Empfehlung der dreifachen ATR, um dem Basiswert ausreichend Raum zu geben. Dies mag durchaus ein guter Startpunkt für das eigene Trading sein, jedoch ließe sich durch entsprechende Recherche der Wert sicher noch verfeinern. Jeder Markt hat seine Eigenheiten, so dass Pauschalempfehlungen grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind. Spielen Sie einfach mit unterschiedlichen ATR-Vielfachen herum, um für Sie und Ihr Trading optimierte Werte zu erhalten.

Unabhängig davon aber, für welches Vielfache sich der Trader entscheidet, die Stoppkonzepte mit Hilfe der ATR haben einige Gemeinsamkeiten. Zum einen wird der Stopp in volatilen Märkten bzw. Marktphasen weiter vom Einstiegspreis entfernt liegen, als in ruhigen Phasen. Zudem wird der Trailingstopp nur dann angepasst, wenn der Markt in die gewünschte Richtung läuft. Auch hierbei wird dieser moderater nachgezogen, wenn der Markt volatil ist, während eine abnehmende Volatilität dazu führt, dass das Stopploss enger an den aktuellen Kurs herangezogen wird (siehe Abb. 6). Natürlich gibt auch dieser Ansatz darüber hinaus einige interessante weiterführende Ideen. So könnten die ATR-Vielfache für unsere Stopps beispielsweise in Abhängigkeit vom Trendstadium oder der ATR-eigenen Standardabweichung im Laufe der Zeit variiert werden (dynamische ATR-Vielfache).

Chart wurde mit Tradesignal erstellt

Abschließend sei noch erwähnt, dass die ATR in eine Reihe anderer Indikatoren, vor allem Preisbänder einfließt. So wird beispielsweise die Breite des Keltner-Channels von der ATR bestimmt (siehe Abb. 7). Als Maß für die Volatilität im Markt kann diese zudem innerhalb des Risiko & Moneymanagements genutzt werden, um Risiken zu quantifizieren bzw. Positionsgrößen zu bestimmen, der der aktuellen Volatilität angemessen sind.

Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH.

Kritische Würdigung der ATR

Die ATR ist ein sehr mächtiges Werkzeug innerhalb des Tradings. Angefangen beim prognostischen Charakter bis hin zum konkreten Bestandteil als Stopploss innerhalb einer Tradingstrategie gibt es eine ganze Reihe von Einsatzmöglichkeiten. Dabei macht es durchaus Sinn, ausgetrampelte Pfade auch innerhalb des ATR-Konzepts zu verlassen und eigene empirische Untersuchungen anzustellen und Erfahrungen zu sammeln. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW50

ATX – Technische Erholung läuft

Der Index kann sich zuletzt wieder stabilisieren, eine Trendwende ist jedoch aktuell nicht in Sicht.
Der ATX befindet sich seit Januar 2018 in einem intakten Abwärtstrend. Diese Trendbewegung hat sich seit Anfang Oktober dramatisch beschleunigt, im Tageschart an einer zweiten, steileren Abärtstrendlinie sehr gut abzulesen.
Anfang Dezember eröffnete der Index direkt an der steileren Abwärtstrendlinie, wurde jedoch direkt zurückgewiesen und verlor im Anschluss zwischenzeitlich gut 10% an Wert. Um 2.850 Punkte wurde eine Kurslücke aus dem April 2017 wieder geschlossen und der Index konnte sich wieder ein wenig stabilisieren.
Im Bereich um 3.000 Punkte hat sich ein kurz- und mittelfristig signifikanter Horizontalwiderstand herausgebildet. Eine technische Erholung an diesen Bereich (und den kurzfristigen Abwärtstrend) ist drin für die Bullen, spätestens im Bereich 2.980 bis 3.000 Punkte muss allerdings dann wieder mit Verkaufsinteresse gerechnet werden.
Erst ein Tagesschluss nördlich von 3.030 Punkten entspannt die technisch angespannte Lage für die Bullen, bis dahin dominieren die Abwärtsrisiken.

SÜDZUCKER wird nach unten durchgereicht

Die Südzucker-Aktie rutscht heute unter das Novembertief, welches zuletzt noch verteidigt werden konnte. Das führt zu einer starken Verkaufswelle intraday.
Die steile Erholung im Oktober führte zum Ausbruch über die langfristige Abwärtstrendlinie, jedoch entpuppte sich dieser als Fehlausbruch. In der Folge kommt jetzt weiterer Verkaufsdruck auf, der Rückfall unter den Support bei 12,12 - 12,14 EUR führt zu einem Verkaufssignal. Weitere Abgaben bis 11,085 und 10,20 - 10,30 EUR könnten jetzt folgen.

Erst bei einem Anstieg über 13,20 EUR per Tagesschluss wird die Aktie wieder interessant für steigende Notierungen in Richtung 14,48 - 14,60 EUR. Oberhalb von 14,60 entstehen größere Kaufsignale.

COMMERZBANK – Auf Erholungskurs

Die Commerzbank-Aktie wurde in letzten Tagen förmlich verprügelt. Gestern setzte allerdings Gegenwehr der Bullen ein.
Die Aktie der Commerzbank befindet sich seit Januar 2018 nach einem Jahreshoch bei 13,82 EUR wieder in einer Abwärtsbewegung. Am 20.November 2018 fiel die Aktie aus einer längeren Konsolidierung nach unten raus. Damit kam es zu einer weiteren Verkaufswelle. Im gestrigen Handel fiel der Wert auf ein Tief bei 6,381 EUR und damit fast auf die Unterstützung 6,34 EUR zurück. Von dort aus erholte der Wert sich noch im gestrigen Tagesverlauf deutlich. Im heutigen Handel eröffnete der Wert noch einmal positiv und kletterte auf 7,255 EUR. Dieses Niveau kann er allerdings nicht ganz halten. Es kommt nach diesem Hoch zu Gewinnmitnahmen.

Auf Sicht von einigen wenigen Tagen ist das Bild bullisch. Die Aktie könnte sich in den nächsten Tagen weiter erholen. Gewinne in Richtung 7,745 oder sogar 8,12 EUR sind möglich. Allerdings ist dieser Anstieg nur als Erholung innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends zu betrachten. Sollte die Aktie unter 6,34 EUR abfallen, wäre die Erholung sofort wieder beendet und würde die Gefahr einer weiteren Verkaufswelle in Richtung 5,31/15 EUR heraufbeschwören.

PLATIN - Reicht der Schwung?

Ausgehend von der Unterstützung bei 775 USD konnte sich Platin zuletzt sprunghaft erholen. Doch reicht die Dynamik für einen Ausbruch über die nahe Hürde? Der Abwärtstrend der letzten Wochen steht vor einer Richtungsentscheidung.

Widerstände: 806 + 845 + 868
Unterstützungen: 775 + 751 + 730
Rückblick: In den vergangenen Wochen fiel der Platinpreis nach dem Scheitern am Widerstand bei 868 USD wieder deutlich zurück und unterbrach damit die im August begonnene Erholung. Mit dem Bruch der Unterstützung bei 845 USD wurde ein erstes bärisches Signal generiert, dem ein Abverkauf bis an den Support bei 775 USD folgte. Diese wichtige Unterstützung konnte von den Bullen in der laufenden Woche bislang verteidigt werden und wurde zum Ausgangspunkt für eine dynamische Erholung. Diese Gegenbewegung trifft jetzt auf die Barriere bei 806 USD.
Charttechnischer Ausblick: Unterhalb von 806 USD bleiben die Verkäufer weiter tonangebend und könnten Platin bei einem Scheitern an der Marke wieder bis 775 USD drücken. Dort stünden die Chancen für eine Ausbildung eines bullischen Doppelbodens gut. Abgaben unter die Marke hätten dagegen Verluste bis 751 USD zur Folge.

Sollte der Wert dagegen auch über die 806 USD-Marke ausbrechen, wäre den Bullen ein kleiner Befreiungsschlag gelungen, dem zunächst ein Anstieg bis 825 und 845 USD folgen dürfte. Dort entscheidet sich dann, ob eine Trendwende in Form eines Ausbruchs über 845 USD gelingt oder der Abwärtstrend mit einem Scheitern an der Marke fortgeführt wird.

Der Businessplan für Trader - So geht´s!

Wer sich gut auf sein Tradinggeschäft vorbereitet, wird deutlich schneller vorankommen. Ihr Businessplan mag nach einem Umweg aussehen, wird Sie letztlich aber schneller vorankommen lassen. Aber was ist ein Businessplan überhaupt?
Um zu verstehen, welchen Sinn ein Businessplan im Trading hat und wie dieser ausschauen sollte, müssen wir uns den typischen Lernprozess von Tradern anschauen. Dieser ist in der Regel nicht kompliziert. Für jeden von uns gibt es einen ersten Berührungspunkt mit dem Thema Börse. Meist sind dies Aktien, deren starken Renditechancen Einsteigern gerade in ausgedehnten Bullenmarktphasen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Konten sind heutzutage schnell angelegt und ruck-zuck wandern die ersten Aktien ins Depot. Wenn man Glück hat, was in wesentlichen Teilen davon abhängt, in welchem Stadium des Bullenmarktes man mit dem Handel begonnen hat, läuft es eine Weile relativ gut und das Konto wächst. Zu diesem Zeitpunkt gibt es seitens des Einsteigers kaum einen Lerneffekt. Warum auch, man liegt doch im Gewinn.

Die erste Erkenntnis!

Früher oder später aber ändert sich das Marktverhalten. Womit man vorher ordentlich verdienen konnte, funktioniert auf einmal nicht mehr und unser Neuling verliert Geld. Auf der gleichen Lernstufe stehen die Trader, die von Beginn an Ihre Schwierigkeiten hatten. Beide merken, dass es wohl doch nicht so einfach ist, beständig an der Börse Geld zu verdienen. Ihnen wird klar, dass es gewisse Dinge zu lernen gibt.

Jetzt beginnt die große Suche. Auf dieser ist es nur allzu verständlich, dass man von dem Punkt aus losmarschiert, an dem man sich gerade befand. Der hier exemplarisch unterstellte Aktientrader auf Tagesbasis, der seine Positionen bisher „länger“ hielt, wird sich fachliche Hilfe zu genau diesem Themengebiet suchen. Worauf muss ich achten? Wie erkenne ich den Trend? Wann muss ich einsteigen, wo aussteigen? Und wohin mit dem Stopp?

Auf der Suche nach Antworten, landet der Einsteiger schnell beim Profi. Nehmen wir an, er liest als erstes ein Buch zum Thema Aktientrading. Wir unterstellen, dass es sich sogar um ein gutes Buch zu diesem Thema handelt und so erfährt der Lehrling, wie der Profi vorgeht. Er erfährt etwas über Einstiege, Stoppsetzungen, Risiko & Moneymanagement und Psychologie. Nachdem er das Werk quasi auswendig gelernt hat, macht er sich erneut an die Arbeit. Jetzt wird nach der Strategie des Profis gehandelt – zumindest in der Theorie.

Von hier an gestaltet sich der konkrete Tradingprozess recht differenziert. Der eine Trader kann den Signalen der gerade erst gelernten Strategie zwar folgen, ist aber unter Umständen mit der Performance dieser oder der Trefferquote unzufrieden. Ein anderer weicht immer wieder von den Regeln der Profistrategie ab, oftmals zu seinem Nachteil. Auch er ist letztlich mit dem Ergebnis im weiteren Sinn nicht zufrieden. Was immer bleibt, ist das Gefühl: mir fehlt noch etwas!

Die Endlosschleife läuft!

Mit diesem Gefühl nimmt sich der Lehrling das nächste Buch, besucht ein Seminar oder Webinar oder liest einfach im Internet. Gedanklich ist er schon ein wenig breiter aufgestellt. Es muss nicht mehr unbedingt eine Trendstrategie wie bisher sein. Auch Aktien sind keine Pflicht mehr und vom Daytrading hatte er doch nebenher auch noch etwas gelesen.

Was in den folgenden Monaten und Jahren passiert, lässt sich grob zusammenfassen als "Trial and Error"-Prozess. Der Trader lernt beim Profi X, probiert es aus, ist unzufrieden und wendet sich Profi Y zu, um von vorne zu beginnen. Dieser Prozess kann sich tatsächlich über Jahre hinziehen, wobei die Performance in dieser Zeit höchst unterschiedlich ist. Der eine tradet böse im Minus, andere sehen sich zwar keinen horrenden Verlusten gegenüber, aber wirklich zu den Gewinnern zählen Sie auch nicht.

Nicht jeder hält diesen Trial-and-Error Prozess bis zum Ende durch, aber diejenigen, die dranbleiben, werden früher oder später über Bücher, Seminare, Webinare & Co einen Bereich der Börse kennenlernen, in dem es wirklich besser läuft. Endlich ist man dort angekommen, wo man eigentlich schon immer hinwollte. Man wird erfolgreicher! Schade nur, dass es so lange gedauert hat und die zwischenzeitlich schlaflosen Nächte hätte man sich auch gerne gespart.

Wo liegt das Problem?

Die zentralen Fragen lauten an dieser Stelle: wo liegt das Problem und wie kann ich mich vor dieser Endlosschleife schützen? Bevor wir auf die Ursachen und Lösung zu sprechen kommen, lassen Sie mich den hier beschriebenen Trian and Error Prozess noch einmal zusammenfassen:

Einsteiger lernen vom Profi einen ganz bestimmten Beruf, stellen sich der Prüfung, fallen durch und wenden sich dann dem nächsten Profi mit einem neuen/anderen Beruf zu. Dieser Prozess kann Trader jahrelang gefangen halten, ohne dass sich an der Performance und Zufriedenheit mit dem eigenen Trading etwas ändert. Im von mir betreuten Ausbildungspaket und auf Seminaren treffe ich regelmäßig Trader, die sich schon seit 10 Jahren und mehr mit der Börse in dem hier skizzierten Lernprozess rumschlagen. Sie dürfen selbst einmal überlegen, in wie weit Sie in dieses Raster passen. Wie viele Bücher haben Sie schon gelesen? Wie viele Seminare besucht und wie vielen Profis über die Schulter geschaut? Und, wo stehen Sie aktuell?

Der Businessplan

Genau an dieser Stelle sorgt Ihr ganz persönlicher Businessplan für eine horrende Abkürzung. Dabei können Sie mit diesem nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld sparen und wahrscheinlich wird Ihnen die Frage unter den Nägeln brennen, was denn nun genau der Businessplan ist und was dort alles hineingehört?

Dazu schauen wir auf die Trader, die es geschafft haben, dem Trial-and-Error Prozess zu entkommen – also auf JEDEN erfolgreichen Trader und stellen uns nur eine Frage: Wann hörte das Suchen auf?
Die Antwort darauf ist sehr einfach: In dem Moment, wo der Trader einen Bereich der Börse kennenlernte, in dem er sich wohl fühlte, wo er sich und seine Stärken und Schwächen perfekt einsetzen konnte, beendeten Profis ihre Suche und lernten von hier an in diesem ganz speziellen Segment des Tradings nur noch in die Tiefe. Genau das ist der Grund, warum Sie 20 Profis an einen Tisch setzen können und feststellen werden, dass jeder von diesen anders handelt, teilweise sogar konträr zueinander.

Quasi am falschen Ort zu sein, ist der Grund, warum nicht alle Turtle Trader (gleich) erfolgreich wurden! Am falschen Ort zu sein, ist der Grund, warum nicht jeder die Ausbildung zum Eigenhändler einer Bank schafft und das, obwohl man in all diesen Fällen von den Besten lernt und andere Teilnehmer der Lerngruppe zeigen, dass man mit jedem Segment der Börse, höchst erfolgreich sein kann.

Mit dieser Erkenntnis sollte klar werden, welchen Nutzen ein Businessplan hat. Er soll Ihnen einen Anhaltspunkt dafür liefern, wo für Sie wahrscheinlich der richtige Ort zu finden ist. Dazu müssen Sie sich ihrer externen und internen Voraussetzungen genauso bewusst werden, wie Ihrer Wünsche und Träume. Wenn Sie diese kennen, können Sie gezielt in dem Bereich der Börse mit dem Lernprozess beginnen, der Ihnen entgegenkommt. Dem Bereich, wo Sie Ihre Stärken und Schwächen als auch Ihre Zeit und Kapital am besten einsetzen können. Auch dann durchlaufen Sie natürlich immer noch einen Lernprozess, aber Sie springen quasi nicht mehr wild durch alle Themengebiete, die die Börse zu bieten hat, um dann irgendwann einmal zufällig bei Ihrer Tradingnische zu landen.

Werden wir konkret

Lassen Sie mich einige Punkte anführen, die meiner Meinung nach für einen Businessplan wichtig sind. Schauen Sie dazu auf Abbildung 1. Scheuen Sie sich nicht, diesen durch eigene, Ihnen wichtig erscheinende Dinge zu erweitern. Behalten Sie einfach Ihr Ziel im Auge, was Sie mit dem Plan erreichen wollen (Abkürzen & Tradingnische) und alles was für Sie dabei hilfreich ist, gehört auch in Ihren ERSTEN Businessplan. Die folgende Abbildung enthält einige wichtige Schlagworte. Leider gibt es der Umfang dieses Artikels nicht her, jedes detailliert zu beschreiben. Hierzu können Sie im Ausbildungspaket vorbeischauen oder im Selbststudium einfach nach den Schlagworten Googlen.

Der Businessplan steht - und jetzt?

Einen Businessplan zu haben, macht natürlich noch nicht erfolgreich. Wichtig ist jetzt, mit diesem zu arbeiten. Gehen Sie dabei folgenden Fragen nach:

  1. Was aus der großen weiten Welt der Börse (Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe, Trendtrading, Swingtrading, Scalptrading, Investieren, Intradaytrading, Charttechnik, Fundamentals…) stellt die größte Schnittmenge mit meiner Persönlichkeit dar? Wo sind die wenigsten Kompromisse einzugehen? Dies ist Ihre Start-Tradingnische!
  2. Wo gibt es bereits heute erkennbare Reibungspunkte? Dies könnten Themen werden, die zukünftig Schwierigkeiten machen könnten. Wie kann ich diese Reibungspunkte beseitigen?

Zudem sollten Sie daran denken, dass ein Businessplan kein starres Gebilde ist. Sie verändern sich, Ihre Lebensumstände verändern sich, Sie lernen dazu und vieles mehr. All dies führt dazu, dass sich auch Ihr Businessplan im Laufe der Zeit verändern kann. Der Businessplan ist ein Arbeitspapier, der Ihnen helfen soll, sich zu orientieren – sowohl während des Lernprozesses als auch später, wenn Ihr grundlegendes Trading steht.

Ich muss gestehen, dass es gerade für einen Einsteiger im Trading gar nicht so einfach ist, die hier angesprochenen Punkte alleine abzuarbeiten. Letztlich weiß man vielleicht noch nicht einmal, was einem die Börse alles bieten kann und was eventuell zu mir als Trader mit meinen Voraussetzungen passt. Wer diesen Weg nicht alleine gehen möchte, schaut vielleicht einmal im von mir betreuten Ausbildungspaket vorbei. Dort gehen wir jeden der Punkte gemeinsam an. Aber ob nun mit oder ohne Hilfe, ob nun so detailliert wie hier beschrieben oder nur in groben Zügen, sich über sich selbst und seine Voraussetzungen in Form eines Businessplans Gedanken zu machen, wird Ihnen helfen, schneller und zielgerichteter zum erfolgreichen Trader zu werden. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW49

NASDAQ100 und DOWJONES - Bullische Tagesreversals

Nach drastischen Kurseinbrüchen im frühen Handelsverlauf konnten sich die US Indizes wieder deutlich erholen.
Nach einem anfänglich deutlichen Minus drehte der Nasdaq100 am Ende sogar noch ins Plus. Ein kurzfristig bullisches Chartsignal. Die Kuh ist allerdings noch nicht vom Eis.

Die bei diesem hochnervösen Marktumfeld entstehenden Signale sind mit Vorsicht zu genießen. Die bullischen Tageskerzen in Nasdaq100 und Dow Jones würden bei einem halbwegs normalen Marktumfeld die Chance auf mehrstündige bis mehrtägige Kursanstiege bieten. Im Nasdaq100 in Richtung 7.130 und im Dow Jones in Richtung 26.000 Punkte.

Der Nasdaq100 steht seit 17. Oktober in einem breiten Abwärtstrendkanalteilstück, der Dow Jones hat seit 03. Oktober ein stumpfes symmetrisches Korrekturdreieck ausgebildet.
Beobachten und geduldiges Warten ist angesagt. Cash ist eine Position. Wenn wir uns den Markt von der Seitenlinie anschauen, sind wir so gesehen positioniert. Solche Marktphasen unterstreichen die Wichtigkeit von Risiko- und Moneymanagement. Stoploss konsequent platzieren und die Positionsgröße schlau kalkulieren. In solchen Marktphasen trennt sich die Spreu vom Weizen. Diejenigen, die nicht mit striktem Moneymanagement arbeiten, verlieren all das, was sie in den gut trendigen Marktphasen verdient haben. Der nachhaltige Erfolg als aktiver Anleger kommt, wenn man verstanden hat, dass man in unruhigen Marktphasen mit kleiner Positionsgröße handelt. Gut, dann bewegt sich der Depotwert nur um 0,5 % hin oder her, aber das ist in solche Marktphasen Realität.

UNDER ARMOUR - Die nächste Stufe nach der Trendumkehr?

Die Under-Armour-Aktie schlägt sich im Zuge des nervösen Gesamtmarktes ausgesprochen wacker. Erst vor wenigen Monaten gelang die Trendumkehr, gleichsam werden wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wo liegen die nächsten relevanten Preisniveaus?

Die Aktie des US-Sportartikelherstellers Under Armour nimmt wieder Kurs auf ein neues Jahreshoch. Zuletzt berichtete ich Ende Juli über die Entwicklung des Anteilsscheins aufgrund des Turnaround-Charakters. Die Zahlen überzeugen noch nicht, doch die Tendenz ist positiv, auch Gewinne werden endlich wieder erwirtschaftet.

Ende Oktober verkündete Under Armour die aktuellen Quartalszahlen und übertraf mit einem Gewinn je Aktie von 0,25 USD die Analystenschätzungen von 0,13 USD erheblich. Auch der Umsatz übertraf die Prognosen leicht.

Die Entwicklung der Zahlen lässt sich im Chart bereits schrittweise erkennen. Zunächst wurden keine tieferen Tiefs markiert, anschließend sollten höhere Hochs und höhere Tiefs die wichtige Trendumkehrdefinition erfüllen. Derzeit testet der Kurs das letzte Juni-Hoch - können Schlusskurse über diesem Niveau realisiert werden, reicht das Potential bis 32,00 USD bis 33,56 USD.

Auch ein Rücksetzer ändert an diesem bullishen Szenario zunächst nichts. Bis 20,00 USD ist der Kurs durch den 20-Wochendurchschnitt und einen Aufwärtstrend gut gestützt.

SNAP - Wieder voll auf Kurs in Richtung Allzeittief

Noch im November gelang der Snap-Aktie der Übergang in eine Korrektur - doch der Snapchat-Anbieter sollte keine Anschlusskäufer finden. Wo liegen die relevanten technischen Preisniveaus?

Die Aktie des Snapchat-Betreibers Snap Inc. nimmt wieder Kurs in Richtung des langfristigen Trends: Abwärts. Anfang November ging ich kurz auf die aktuellen Zahlen des App-Anbieters ein, die gemäß Analystenerwartungen weiter im negativen Bereich lagen. Auch zieht der Konkurrent Facebook mit seinem Wettbewerbsprodukt Instagram immer weiter davon.

Das korrektive Szenario Anfang November sollte unabhängig der Zahlen keine Anschlusskäufer finden. Die Aktie notierte im Bereich des letzten Hochs bei ca. 7,46 USD im Rahmen mehrerer Tests, sollte jedoch anschließend in Richtung Allzeittief durchfallen.

Genau jenes Tief könnte in der kommenden Woche bereits wieder attackiert werden. Schlusskurse unter dem Tief bei ca. 7,76 USD machen den Weg frei für die nächste umfangreiche Verkaufswelle bis 5,00 USD und 4,50 USD. Auch im Rahmen leicht steigender Notierungen bleibt dieses Szenario weiter erhalten. Erst Schlusskurse über 7,46 USD verbessern das technische Gesamtbild ein wenig.

PALLADIUM - Aufwärtsziele erreicht, neue Ziele im Visier

Palladium ist der Highflyer unter den Edelmetallen. Nach einem Anstieg von über 50% in nur drei Monaten gönnt sich der Wert aktuell eine Pause. Neue Höchststände sind dennoch in Reichweite.

Widerstände: 1.200 + 1.267 + 1.310
Unterstützungen: 1.139 + 1.090 + 1.057
Rückblick: Mitte August startete bei Palladium eine exorbitante Rally, die den Wert binnen weniger Tage über die Hürden bei 1.028 und 1.090 USD ausbrechen ließ. In Folge dieser übergeordneten Kaufsignale attackierte der Wert bereits Ende Oktober das damalige Rekordhoch bei 1.139 USD.
Nach einer kurzen Seitwärtskorrektur wurde auch diese Marke überwunden und das bereits im Oktober anvisierte Kursziel bei 1.200 USD erreicht. Hier hielten sich die Bullen auch nur kurz auf und trieben den Kurs zuletzt auf ein neues Rekordhoch bei 1.263 USD an. Damit wurden auch die charttechnischen Kursziele bei 1.245 und 1.260 USD aus dem Markt genommen und ihre Bedeutung durch die am vergangenen Mittwoch begonnene Gegenbewegung unterstrichen.
Charttechnischer Ausblick: Ausgehend vom neuen Allzeithoch kommt es in dieser Woche also zu einer leichten Korrektur, die oberhalb der Unterstützung bei 1.165 USD jederzeit enden und in eine weitere Kaufwelle übergehen kann. Sollte dabei die 1.263 USD-Marke überschritten werden, könnte die Rally bis an die charttechnischen Kursziele bei 1.310 USD und 1.340 USD führen. Selbst eine kurzzeitige Übertreibung bis an den Bereich um 1.370 USD kann aufgrund der enormen Dynamik der Rally nicht ausgeschlossen werden.

Stoppt Palladium dagegen an der 1.263 USD-Marke oder setzt zuvor unter 1.165 USD zurück, hätte eine größere Korrektur begonnen, die zunächst bis 1.139 und zum Zwischentief bei 1.112 USD führen dürfte. Dort hätten die Bullen die Gelegenheit, den Aufwärtstrend in Richtung Allzeithoch fortführen. Erst bei einem Bruch der 1.112 USD-Marke, die den Ausgangspunkt der letzten Kaufwelle markiert, wäre mit einer übergeordneten Korrektur zu rechnen. In diesem Fall könnte Palladium bis an die 1.057 USD-Marke durchgereicht werden.

Indikatoren-Knowhow: Highest High – Lowest Low

Ein einfacher, aber effektiver Preisbandindikator ist der HHLL - Indikator von Richard Donchian, der mit den Erfolgen der Turtle Trader in den achtziger Jahren eine gewisse Berühmtheit in Traderkreisen erlangte.

Der Highest High – Lowest Low Indikator (HHLL) wird auch häufig als Hoch-Tief-Kanal oder Donchian Channel bezeichnet. Dabei trägt er den Namen seines „Entwicklers“, Richard Donchian, der diesen in den 70iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorstellte und der nicht zuletzt auch durch die Turtle Trader eine gewisse Berühmtheit erlangte. Diese nutzten den HHLL, um die Märkte zu traden und damit ein Vermögen zu verdienen. Dabei ist, wie wir gleich sehen werden, der Indikator selbst höchst einfach gestrickt.

Im Grunde zeichnet der Highest High – Lowest Low einen Preiskanal in den Chart, der die höchsten Hochs und tiefsten Tiefs der vom Trader zu wählenden Periode wiederspiegelt. Da dies für jede Kerze neu analysiert wird und die gefundenen Hochs und Tiefs miteinander verbunden werden, ergibt sich ein Preiskanal, der alle Kurse enthält. Im Beispielfall hat der Trader einen 10-Periodenkanal auf den DAX Tageschart angewendet (Abb.1). Ausgehend von der heutigen Kerze wird folglich geguckt, wo sich in den letzten 10 Tagen das höchste Hoch und tiefste Tief befinden und dieses entsprechend im Chart eingezeichnet.

Interpretation und Anwendung

Der HHLL ist ein weit verbreitetes Analysemittel, vor allem im Rahmen des klassischen Trendtradings. Dieses folgt der Prämisse, dass in einem Aufwärtstrend neue Hochs bzw. in einem Abwärtstrend neue Tiefs erreicht werden und Ausbrüche auf diese entsprechend bullische oder bärische Signale darstellen. Um die Arbeit des Traders zu vereinfachen und diese Momente neuer Hochs und Tiefs schnell erfassen zu können, wurde der Indikator entwickelt. Neben dieser klassischen Anwendung ließe sich auch mit dem HHLL-Indikator experimentieren und weitere Interpretationsmöglichkeiten sind möglich. So könnte beispielsweise die Steigung des Kanals oder die breite dessen gemessen werden, um zusätzliche Informationen zu erhalten. In allen Fällen gilt jedoch: je größer die Periode des HHLL gewählt wird, umso größere „Trends“ stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen. Ursprünglich wurde der Indikator zwar eher für diese Trends entwickelt, jedoch findet dieser heute auch in deutlich kleineren Zeitebenen Anwendung, bis hin zum Intradaytrading.

Eine weitere interessante Anwendungsmöglichkeit des HHLL ergibt sich aus dem Blickwinkel von Unterstützungen und Widerständen heraus. So lassen sich die High-Low-Grenzen als solche interpretieren und der Indikator nicht nur bei Bruch dieser, sondern auch beim Anlaufen handeln. In diesem Falle natürlich konträr, denn wird die untere Begrenzung angelaufen, fungiert diese als Unterstützung und könnte für Longpositionen genutzt werden (obere Grenze vice versa).

Kritische Würdigung

Wie so viele Indikatoren hat auch der HHLL seine Sonnen- und Schattenseiten. Als trendfolgender Indikator ist er durchaus in der Lage, dem Trader die Möglichkeit zu geben, bspw. durch Ausbruch auf neue Hochs und Tiefs lukrative Tradingchancen auszumachen. Vor allem aber volatile und trendlose Märkte machen dem Indikator zu schaffen. In solchen Phasen enden Ausbrüche nicht selten als Fehlsignale, so dass der Indikator vor allem innerhalb von Trendphasen genutzt werden sollte. Zudem zeigen auch beim HHLL diverse Untersuchungen, dass dieser alleine nicht ausreicht, um eine stabile Performance zu erzeugen. Der Trader ist folglich gut beraten, den Indikator zu kombinieren und auch abseits der standardisierten Einstellungen zu suchen. Dann lässt sich der Indikator auch heute noch, trotz bspw. volatilerem Marktumfeld, immer noch erfolgreich einsetzen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW48

NASDAQ100 – Das ist jetzt wichtig

Der Nasdaq100-Index konnte nach den eher dovishen Kommentaren des Fed-Chefs am Mittwochabend in New York deutlich zulegen.
Für die US Märkte sind die Termine am 01. und 19. Dezember sehr wichtig. Trump warnt FED-Chef Powell immer lauter und deutlicher vor weiteren Leitzinsanhebungen. Beide Termine können zu deutlichen Kursausschlägen an den US Märkten führen. Diesen Hinweis möchte ich vorausschicken.

Chart1: Im Nasdaq100 verläuft die Korrektur seit Oktober in einem bullischen Keil. In den nächsten Handelstagen dürfte der Index in den Bereich der Oberkante (schwarz gepunktet dargestellt) des Keils bei 6.880 Punkten ansteigen. Kurzfristige Ziele: 6.820, dann bis 6.880. Bei 6.820 liegt ein Wolkenwiderstand im Markt.

Chart2: Gelingt dem Index der Anstieg aus dem bullischen Keil, regelkonform oben heraus, generiert dies ein Kaufsignal bis 7.400 und 7.690 Punkte. Ich nutze für die Definition, ob der Keilausbruch regelkonform gelingt, im vorliegenden Fall den EMA20 (blau), der bei 6.992 im Markt liegt. Steigt der Nasda100 auf Tagesschlusskursbasis über 6.995 Punkte an, ist das Kaufsignal in Richtung 7.690 da.
Folgende wichtigen Termine liegen im Dezember:
01. Dezember: Trump/Xi Treffen während des G20 Gipfels in Argentinien
11. Dezember: Brexit Abstimmung im britischen Parlament
13. Dezember: ECB meeting (QE)
19. Dezember: Fed meeting (weiterer US Zinsschritt ?)
21. Dezember: Verfallstermin

BANK OF AMERICA - Stopp-Buy-Marke abgesteckt

Der US-Bankentitel befindet sich noch in einer Korrekturbewegung. Doch ein Ende ist absehbar, falls die Aktie über dieses Kursniveau ansteigen sollte.

Anfang des Jahres markierte die Bank-of-America-Aktie bei 33,05 USD ein neues Mehrjahreshoch. Doch dieses sah sehr kraftlos aus. Daher war es nicht verwunderlich, dass anschließend eine Korrekturbewegung einsetzte.

Diese verlief zunächst bullisch, denn der Kurs stoppte mehrmals an der 200-Tagelinie. Doch im Sommer wurde dann diese vielbeachtete Durchschnittslinie deutlich unterschritten. Nach einem antizipierten Zwischenspurt mit dem Gap-Close an der 32,00 USD-Marke ging es dann in den letzten Monaten auf neue Jahrestiefs.

Knapp unter der 26,00 USD-Marke drehte die Aktie Ende Oktober wieder nach oben. Doch der EMA50 und der EMA200 konnten seitdem nicht mehr zurückerobert werden. Unterhalb von 29,30 USD überwiegen daher die Abwärtsrisiken. Erst bei Tagesschlusskursen über 29,30 USD sind Kurse bis (max.) 32,00 USD möglich.

Der Stopp nach Aktivierung des Kaufsignals läge bei 26,87 USD.

INTEL – Noch in Schiebezone gefangen

Intel behauptet sich seit einigen Wochen bereits wieder relativ gut. Kommt es bald zu einem neuen Kaufimpuls?
Die Intel-Aktie markierte am 04.Juni2018 ein Jahreshoch bei 57,60 USD. Danach drehte sie nach unten und setzte zu einer ausführlichen Korrektur auf ein Tief bei 42,36 USD an. Anschließend erholte der Wert sich an den Abwärtstrend seit Juni. Er schob sich zuletzt in einer Schiebezone zwischen 49,29 USD und 46,64 USD aus diesem Abwärtstrend seitwärts raus. Vorgestern testete die Aktie die untere Begrenzung dieser Zone erfolgreich.

Gelingt ein Ausbruch über 49,29 USD, dann wäre die Korrektur seit Juni vermutlich zu Ende. Weitere Gewinne in Richtung 51,45 und 57,60 USD wären dann möglich. Sollte der Wert allerdings unter 46,64 USD abfallen, würden Abgaben in Richtung 42,36 USD drohen.

Auf diesen Trend dürfte Bechtle in den nächsten Tagen noch zurückfallen. Prozyklische Kaufsignale liegen nach dem Kurssturz der letzten Tage ein gutes Stück entfernt. Dafür wäre aktuell ein Anstieg über 74,85 EUR notwendig.

PLATIN - Auf ein Neues

Anfang November war Platin vom Widerstand bei 868 USD nach unten abgedreht und in eine Korrektur übergegangen. Die gestrige Verteidigung der Unterstützung bei 806 USD könnte dem Wert jetzt den nötigen Schwung für einen Ausbruch über 868 USD verleihen.

Widerstände: 845 + 868 + 885
Unterstützungen: 806 + 775 + 751
Rückblick: Der Platinpreis stieg nach der Verteidigung der 750 USD-Marke ab Mitte August über den Widerstand bei 806 USD und eine mittelfristige Abwärtstrendlinie. Nach diesem Kaufsignal setzte sich diese Erholung bis an die Hürde bei 868 USD fort, die Anfang November bereits kurzzeitig überschritten wurde. Doch mit dem Rückfall unter die Marke setzte eine Korrektur ein, die den Wert zuletzt wieder an die zentrale Unterstützung bei 806 USD führte. Die Marke konnte von den Bullen jedoch bislang verteidigt werden.
Charttechnischer Ausblick: Die Erholung der letzten Monate hat den ersten großen Test erfolgreich bestanden und könnte jetzt bei einem Anstieg über die Barrieren bei 830 und 845 USD erneut an den Widerstand bei 868 USD führen. Dort dürften die Bären aktiv werden und eine weitere Korrektur auslösen. Sollte die Marke jedoch überwunden werden, stünde eine Kaufwelle bis 885 USD und darüber bereits bis 929 USD auf der Agenda.

Stoppt der Anstieg der letzten Tage dagegen auf dem aktuellen Niveau, dürfte die 806 USD-Marke erneut attackiert werden. Eine Bodenbildung ist dort weiterhin wahrscheinlich. Abgaben unter 806 USD hätten dagegen einen Verkaufsimpuls bis 775 USD zur Folge.

Einfache Fehler können extrem teuer werden - Fragen stellen will gelernt sein!

Wer nicht fragt, bleibt dumm! Wer falsch fragt, bleibt nicht nur dumm, sondern wird auch noch bettelarm!

Jedem von uns ist zwar eine ganze Menge in die Wiege gelegt worden, das meiste aber was wir für das tägliche Leben brauchen, erlernen wir im Laufe der Zeit. Unser Lehrmeister ist das Leben selbst und wenn möglich, verzichten wir gerne eigene Erfahrungen und versuchen von denen zu lernen, die solche schon gemacht haben. Vom Wissen anderer und deren Erfahrungen zu profitieren, hat extrem viele Vorteile, die sich auch im Lernprozess innerhalb des Tradings widerspiegeln. Wir können versuchen allein auf Basis eigener Erfahrungen erfolgreich zu werden oder wir holen uns bei den Profis Tipps ein.

Tipps können tödlich für Ihr Konto sein!

Die meisten werden sich wann immer es möglich ist, für die Tipps und Tricks von Profis entscheiden. Dabei erwartet man natürlich hinsichtlich seiner Fragen eine so klare und kurze Antwort wie möglich. Dies zeigte auch eine Umfrage, die ich zuletzt in meinem Stream gemacht habe (siehe hier). Unter dem Deckmantel einer angestrebten Qualitätsverbesserung sollte diese Umfrage ein gänzlich anderes Problem zeigen:

Auf der einen Seite weiß ich als Coach, dass Fragen sehr oft nur sehr grob formuliert werden. Auf der anderen Seite wird eine klare und direkte Antwort immer bevorzugt. Das Problem ist jedoch, dass man extrem schnell aneinander vorbeireden kann. Ich kann Ihnen nämlich sagen, dass es auf sämtliche Fragen rund um das Thema Trading und Börse niemals nur eine Antwort gibt - zumindest so lange nicht, solange nicht sämtliche Rahmenbedingungen und Details geklärt werden.

Meiden Sie die erste Handelsstunde!

Ein einfaches Beispiel hierfür zeigte sich gerade wieder auf meinem Guidants-Desktop. Ein Leser zitiert dort die Aussage professioneller Trader, dass man in der ersten Handelsstunde nicht handeln sollte. In dieser seien die Kurse einfach zu volatil und man solle erst eine Tendenz abwarten, bevor man sich positioniert. Wenn Sie jedoch genau über diese Frage nachdenken, müsste sehr schnell klar werden, dass die Aussage viel zu allgemein formuliert ist. Ich bin mir sicher, ein Scalptrader wird diese Volatilität lieben, während ein Intraday-Trendtrader, der versucht seine Position bis zur Schlussglocke zu halten, Schwierigkeiten haben könnte. Was für den einen Trader passt und tatsächlich zu einer Steigerung der Gewinnchancen führt, kann für den anderen tödlich sein.

Es gibt immer Millionen von richtigen Antworten, je nach Kontext!

Diese Problematik können Sie auf nahezu alle Fragen zum Thema Trading und Börse übertragen. Auf die Frage, wo sie idealerweise ihr Stoploss platzieren sollten, gibt es Millionen von richtigen Antworten. Auch hier macht es einen gewaltigen Unterschied ob sie Intraday traden oder als Investor unterwegs sind. Aktienmärkte funktionieren anders als Währungen und Rohstoffe. Trader A verfolgt ein anderes Ziel als Trader B usw. und so fort.

Komplexer aber erfolgreicher!

Für Tradingeinsteiger mag es deprimierend sein, auf nahezu jede Frage eine Gegenfrage gestellt zu bekommen. Am Ende aber kann dies den Unterschied zwischen einem Totalverlust und einem erfolgreichen Trading ausmachen. Ich hoffe Sie denken von heute an viel öfter darüber nach, wie Sie einerseits ihre Fragen stellen. Je mehr Details sie in diese packen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Antwort weiter voranbringt. Ich hoffe auch, dass Sie ab heute etwas skeptischer mit den überall anzutreffenden Tipps und Tricks von Profis umgehen. Ich kann Sie nur davor warnen, diesen blind zu folgen, ohne vorher überprüft zu haben, inwiefern die unterstellten Rahmenbedingungen bei solchen Tipps und Tricks auch auf Sie zutreffen. Das Lernen innerhalb des Tradings wird damit zwar komplexer, dafür aber auch erfolgversprechender.

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW47

DJ TRANSPORTATION INDEX - Kampf um diese Durchschnittslinie

Dieser wichtige gleitende Durchschnitt könnte kurzfristig das Zünglein an der Waage werden.
Der US-Subindex stieß sich von der Unterstützungszone bei 9.800 Punkten Ende Oktober sehr dynamisch ab und erreichte ein Verlaufshoch bei 10.723 Punkten. Die Kraft, um den EMA50(Woche) auf Schlusskursbasis zu überwinden war jedoch nicht vorhanden.
In dieser Woche entsteht sehr wahrscheinlich eine bärische Wochenkerze knapp unter dem EMA50(Woche). Daher sollte man in der kommenden Woche noch einmal mit nachgebenden Kursen rechnen. Sollte dann allerdings die Korrektur oberhalb der 10.000 Punkte-Marke enden, dann wäre eine zweite Erholungsbewegung bis ca. 11.000 Punkten denkbar.

Ein neues Tief unter 9.757 Punkten dürfte dagegen einen Rückgang bis ca. 9.300 Punkten auslösen. Eine Stabilisierung ist oberhalb von 9.000 Punkten dann zu erwarten.

ROCKET INTERNET - Das ist jetzt wichtig

Rocket Internet musste in den letzten Wochen und Monate starke Verluste hinnehmen und notiert nun auf einer wichtigen Unterstützung.
Rocket Internet startete nach einem Tief bei 15,12 EUR im März 2017 zu einer starken Rally. In deren Verlauf brach die Aktie über ihren Abwärtstrend seit dem Allzeithoch aus und kletterte am 27. Juli 2018 auf ein Hoch bei 31,34 EUR. Danach bildete der Wert ein Doppeltop aus, das er mit dem Bruch der Nackenlinie bei 28,42 EUR am 14. September vollendete. Seitdem beherrscht ein Abwärtstrend das kurzfristige Kursgeschehen.
Dabei fiel der Wert in dieser Woche auf ein Konsolidierungstief vom 29. Mai 2018 bei 22,62 EUR zurück. In diesem Bereich verläuft aktuell auch der gebrochene Abwärtstrend seit dem Allzeithoch. In den letzten beiden Tagen zeigte sich eine erste, aber noch ganz kleine Stabilisierung.

Sollte sich dieser Stabilisierungsversuch fortsetzen, wäre eine kurzfristig eine Erholung in Richtung 24,74 EUR und damit an den kurzfristigen Abwärtstrend möglich. Aber erst ein Ausbruch über diesen Trend würde ein größeres Kaufsignal liefern. In diesem Fall wären Gewinne in Richtung 28,42 und vielleicht sogar 31,34 EUR möglich. Sollte der Wert allerdings deutlich unter 22,62 EUR abfallen, müsste mit weiteren Abgaben in Richtung 20,50 EUR und damit auf den Aufwärtstrend seit März 2017 gerechnet werden.

BECHTLE – Noch immer im Abwärtsstrudel

Bechtle befindet sich in einer starken Abwärtsbewegung. Diese dürfte auch noch einige Tage andauern.

Die Bechtle-Aktie befindet sich seit vielen Jahren in einer starken Rally. Am 28. August 2018 erreichte der Wert ein Hoch bei 90,10 EUR. Damit notierte er sogar über der oberen Begrenzung der Aufwärtsbewegung seit Oktober 2008. Anschließend schwenkte die Aktie in einer Seitwärtsbewegung, die sich zügig als Topformation herausstellte.

Am 04. Oktober 2018 fiel Bechtle unter die Unterstützung bei 86,10 EUR und vollendete damit die Topformation. Der Wert befindet sich seitdem in einer starken Abwärtsbewegung. Bisher fiel er auf ein Tief bei 67,75 EUR zurück.

Diese Abwärtsbewegung ist weiterhin intakt. Eine Bodenbildung deutet sich bisher nicht an. Auch die nächsten wichtigen Unterstützungen liegen noch ein gutes Stück entfernt. Der Aufwärtstrend seit Oktober 2018 verläuft heute bei ca. 62,04 EUR.

Auf diesen Trend dürfte Bechtle in den nächsten Tagen noch zurückfallen. Prozyklische Kaufsignale liegen nach dem Kurssturz der letzten Tage ein gutes Stück entfernt. Dafür wäre aktuell ein Anstieg über 74,85 EUR notwendig.

PLATIN- Kurzfristig rückschlagsgefährdet

Platin hat nach dem steilen Anstieg der letzten Wochen eine korrektive Pause eingelegt, die sich in Kürze fortsetzen dürfte. Der übergeordnete Anstieg der Vormonate dürfte davon jedoch nicht betroffen sein und sich mit Abschluss der Korrektur fortsetzen.

Widerstände: 845 + 868 + 885
Unterstützungen: 806 + 775 + 751
Rückblick: Nach der Rückeroberung der Unterstützung bei 775 USD stieg Platin über eine mittelfristige Abwärtstrendlinie und den Widerstand bei 806 USD an und erreichte in der Spitze bereits die Barriere bei 868 USD. Dort setzte Anfang November eine Korrekturbewegung ein, die den Kurs des Edelmetalls wieder unter die Haltemarke bei 845 USD und eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie drückte.

Aktuell versuchen sich die Bullen noch gegen die Fortsetzung der Korrektur zu wehren, dürften dabei jedoch zunächst wenig Erfolg haben.
Charttechnischer Ausblick: Zwar hat Platin mit dem Erreichen der 868 USD-Marke den Weg für weitere Zugewinne geebnet. Allerdings dürfte sich die laufende Korrektur zunächst fortsetzen, ehe der Wert wieder Fahrt aufnehmen kann. Unterhalb von 855 USD wäre jetzt mit einem Rückfall an das Novembertief bei 822 USD und darunter an die Unterstützung bei 806 USD zu rechnen.

Dort dürften die Bullen wieder aktiv werden und den Kurs bis 868 USD antreiben. Wird die Marke überwunden, käme es zu einer Kaufwelle bis 885 und 910 USD. Abgaben unter 806 USD hätten dagegen ein Verkaufssignal und Abgaben bis 775 USD zur Folge.

Wie Sie Ihre Performance verzehnfachen können!

Wenn Sie den Turbo für Ihr Depot, das Risiko- und Moneymanagement noch nicht eingeschaltet haben, dann wird es höchste Zeit.
Wenn Sie investieren und/oder traden, verfolgen Sie hoffentlich einen Plan. Eine Strategie ist wichtig, nicht nur um sich langfristig Vorteile zu sichern, sondern auch aus psychologischer Sicht. Sie gibt uns in schwierigen Zeiten Halt und sorgt dafür, ständig zu wissen, was wir in einem unsicheren Umfeld wie der Börse tun sollen.

Während sich viele ausgiebig mit den Fragen nach dem Einstieg, dem Stopp und dem Ausstieg beschäftigen, wird das Thema Risiko- und Moneymanagement innerhalb der eigenen Strategie gerne vernachlässigt. Dabei hat kein anderes Thema einen so großen Einfluss auf ihre Performance wie dieses.

Statt langer Reden möchte ich, dass sie die folgende Grafik auf sich wirken lassen. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Schalten Sie den Turbo ein!

Was Sie in der Abbildung sehen, sind nicht etwa zwei völlig unterschiedliche Handelsstrategien und deren Performance, sondern der Einfluss des Risiko- und Moneymanagement auf ihren Erfolg. Tatsächlich spiegeln beide Kurven die Performance ein und derselben Handelsstrategie wieder. Der einzige Unterschied zwischen beiden liegt in der Wahl der Positionsgröße.

Falls Sie nun vermuten, dass der Trader in der einen oder anderen Situation ein besseres Gefühl hatte und deshalb aus dem Bauch heraus mehr riskierte, irren Sie sich. Auch in der deutlich besseren schwarzen Performancekurve wurde mit einer festen Logik bei der Wahl der Positionsgröße gearbeitet und diese Logik ist noch nicht einmal geheim oder unendlich kompliziert. Ich bin mir sicher, dass Ihnen der benutzte RMM-Ansatz bekannt sein dürfte, vor allen Dingen dann, wenn Sie ein Stammleser unserer Seiten sind. Während in der grauen Performancekurve immer 100 EUR je Trade riskiert und darauf die Positionsgröße abgestimmt wurden, nutzte der Trader in der schwarzen Performancekurve den Fixed-Ratio-Ansatz. In diesem wird dauerhaft ein fester Prozentsatz des zur Verfügung stehenden Kapitals riskiert. Im Beispielfall waren es über alle Trades ein Prozent.

So gut ist keine Optimierung!

Ich denke die obige Abbildung zeigt mehr als deutlich, wozu das Risiko- und Moneymanagement in der Lage ist. Mit einem Gewinn von über 100 % hatte bereits die ursprüngliche Strategie einen ordentlichen Profit. Dieser konnte jedoch ausschließlich durch eine Veränderung bei der Positionsgröße mehr als verzehnfacht werden. Beim Fixed-Ratio-Ansatz kommt am langen Ende der Zinseszinseffekt zum Tragen und das Schöne ist, dass dieser Effekt im Falle schwieriger Zeiten sogar noch dämpfend wirkt, da die Positionsgröße mit einer sinkenden Performancekurve immer kleiner wird. Sie dürfen mir glauben, wenn ich sage, dass solche Effekte im Rahmen klassischer Optimierungen von Einstiegssignalen, Stopps und Co. nicht möglich sind, sofern man nicht Gefahr laufen möchte, in eine Überoptimierung zu verfallen. Ich hoffe mit diesem Beitrag lenke ich auch Ihren Fokus ein wenig mehr in Richtung dieses vernachlässigten Bausteins erfolgreichen Tradings. Dabei muss noch nicht einmal der Fixed-Ratio-Ansatz zum Tragen kommen. Vielmehr sollten Sie Ihren Risiko- und Moneymanagementplan auch an Ihre Strategien und Ziele anpassen. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Ihr Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW46

NASDAQ 100 – Die Bären behalten die Überhand

Für Technologiewerte neigt sich die Handelswoche wieder einmal verlustreich dem Ende zu. Die Fortsetzung der Abverkäufe festigt den Abwärtstrends.

Am 1. Oktober 2018 markierte der NASDAQ-100 sein aktuelles Allzeithoch bei 7.700,56 Punkten. Zu einem Tagesschlusskurs über dem alten Allzeithoch bei 7.691,10 Punkten kam es allerdings nicht. Der Index bildete danach ein Doppeltop aus. Am 5. Oktober kam es erstmals zu einem Tagesschlusskurs unter der Nackenlinie bei 7.400,99 Punkten. Anschließend wurde der Index auf ein Tief bei 6.574,75 Punkten abverkauft. Von dort konnte sich der NASDAQ-100 erholen, aber scheiterte in der letzten Woche am Widerstandsbereich um 7.158 - 7.186 Punkte. In dieser Handelswoche gab der Index erneut deutlich ab.

Der NASDAQ-100 befindet sich in einer schwierigen Ausgangslage. In den nächsten Tagen könnte es durchaus zu weiteren Abgaben in Richtung des Jahrestiefs kommen. In diesem Fall würde der Index auch seinen Aufwärtstrend seit Februar 2016 testen, der aktuell noch minimal unter dem Jahrestief verläuft. Damit sich das Chartbild wieder aufhellt, müsste der Index nachhaltig über 7.186 Punkte ansteigen. In diesem Fall entstünde neues Aufwärtspotenzial in Richtung 7.400 Punkte oder sogar ca. 7.700 Punkte.

SIXT – Ein Rekord jagt den nächsten

Die international agierende Autovermietungs- und Leasinggesellschaft Sixt legte am 15. November Zahlen zum 3. Quartal vor und diese können sich mehr als sehen lassen, denn das SDAX-Unternehmen übertrifft bereits in den ersten neun Monaten das gesamte Vorjahresergebnis aus 2017.

Der operative Umsatz des Mobilitätsdienstleisters ist nach neun Monaten um 13,6 % auf 1,625 Mrd EUR gestiegen (VJ: 1,41 Mrd EUR). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 481,6 Mio EUR (VJ: 224,4 Mio EUR). Darin enthalten ist ein Eimalertrag in Höhe von 196,1 Mio EUR aus dem Verkauf der Beteiligung an DriveNow. Bereinigt man das Ergebnis um diesen positiven Einmaleffekt, dann errechnet sich ein EBT von 285,5 Mio EUR. Damit hat Sixt bereits im 3. Quartal das EBT aus dem Vorjahr 2017 erreicht (VJ: 287,3 Mio EUR). Im Vorjahresvergleich entspricht das einem Anstieg von 27,4 %. Der Konzernüberschuss beträgt 400,5 Mio EUR (VJ: 159,9 Mio EUR).

Das Auslandsgeschäft war mit einem Plus von 22,8 % der wichtigste Umsatz- und Wachstumstreiber. Sixt profitierte dabei von einem starken Privatkundengeschäft in den wichtigen Urlaubsländern wie Spanien, Frankreich, Italien und den USA. "Der bisherige operative Geschäftsverlauf und vor allem das dritte Quartal haben unsere sämtlichen Erwartungen übertroffen. Sixt wächst auf breiter Front, in allen Kundengruppen, vor allem im Ausland, aber weiterhin auch in Deutschland. Das stimmt uns zuversichtlich für ein erneutes Rekordjahr 2018", erklärte der Vorstandsvorsitzende Erich Sixt.

Der Vorstand hat bereits am 18. Oktober die Ergebniserwartungen sowie die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2018 nach oben angepasst. Sixt erwartet ein „sehr stark steigendes Konzern-EBT und ein starkes Wachstum des Konzernumsatzes“. Die Prognose klammert den Ertrag aus dem Verkauf der Anteile am Carsharing-Anbieter Drivenow aus. Das SDAX-Unternehmen erwartet nun ein „starkes“ statt nur „deutliches“ Wachstum. Was das konkret in Form von Zahlen bedeuten könnte wurde nach Angaben eines Unternehmenssprechers leider nicht bekannt.

Charttechnische Betrachtung

Die Aktie von Sixt konnte sich in den letzten Wochen im Bereich von 87,53 bis 85,15 EUR immer wieder stabilisieren. Diese Unterstützung bietet inzwischen eine gute Ausgangsbasis für Absicherungen und somit auf der Long-Seite ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis (CRV). Die Quartalszahlen wurden vom Markt bislang gut aufgenommen und die Aktie ist kräftig gestiegen.

Aus technischer Sicht hätten die Papiere zunächst ein Potenzial in Richtung von 94,85 EUR bis 95,70 EUR, in dessen Nähe sich auch die vielfach beachteten EMAs 50 und 200 befinden. Darüber könnte sich ein Ende des Sekundärtrends (Abwärtstrends) abzeichnen und sogar der Widerstandsbereich von 102,50 bis 105,75 EUR angelaufen werden. Neupositionierungen könnten bei 85,20 EUR eng abgesichert werden. Bei Kursnotierungen darunter würde sich das Chartbild erneut eintrüben.

3M - Diese Langfristziele werden niemanden vom Hocker hauen

Im Oktober kappte der Mischkonzern 3M die Gesamtjahresprognose. Nun gab das Management einen Ausblick auf 2019 und die Jahre darüber hinaus. Ob die Ziele neue Impulse für den Aktienkurs bringen können, ist mehr als fraglich.

Mit den deutlichen Verlusten im Oktober hatte die Aktie von 3M aus technischer Sicht einiges im Chart zerstört, unter anderem einen langfristigen Aufwärtstrend. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Neben dem negativen Marktumfeld sorgte das Management mit einer Senkung der Gesamtjahresprognose für zusätzlichen Verkaufsdruck. Das hatte auch Auswirkungen auf den Dow Jones, in dem 3M mit aktuell 5,35 % am viertstärksten gewichtet ist.

Die Verantwortlichen scheinen nun etwas Schadensbegrenzung betreiben zu wollen und blicken in die Zukunft. So stellt das Management für das Jahr 2019 ein Umsatzwachstum von 1 bis 3 % und einen Gewinn je Aktie zwischen 10,60 und 11,05 USD je Aktie in Aussicht. Das entspricht in etwa den aktuellen Expertenschätzungen (siehe Tabelle). Zudem will 3M Aktien in einem Wert zwischen 2 und 4 Mrd. USD zurückkaufen. Was die weitere Entwicklung in den kommenden fünf Jahren anbelangt, peilt 3M ein durchschnittliches Gewinnwachstum zwischen 8 und 11 % an. Angesichts dieser Wachstumsraten kann der Titel selbst nach dem Kursrückgang mit einem KGV von 18 nicht unbedingt als Schnäppchen bezeichnet werden.

Charttechnisch bewertet ist der Abwärtstrend der Aktie voll intakt. Rückläufe an das Hoch bei 204,27 USD bieten mögliche Short-Einstiegsgelegenheiten in Richtung 190,50 USD, potenziell auch deutlich tiefer. Stand jetzt hellt sich das mittelfristige Bild erst bei Kursen über 217,87 USD wieder etwas auf.

Jahr

2017

2018e*

2019e*

Umsatz in Mrd. USD

31,66

32,70

33,40

Ergebnis je Aktie in USD

9,17

9,96

10,75

KGV

22

20

18

Dividende je Aktie in USD

4,70

5,44

5,82

Dividendenrendite

2,37%

2,75%

2,94%

e* = erwartet

PLATIN - Korrektur setzt sich fort

Platin drehte in den vergangenen Tagen vom Widerstand bei 868 USD nach unten ab und vergab damit zunächst die Chance auf eine Fortsetzung der Erholung der letzten Wochen. Nach Abschluss der laufenden Korrektur könnte jedoch ein weiterer Ausbruchsversuch starten.

Widerstände: 845 + 868 + 885
Unterstützungen: 806 + 775 + 751

Rückblick: Eine zweiteilige Erholungsbewegung hatte Platin seit dem Augusttief bei 751 USD bis an den starken Widerstand bei 868 USD angetrieben, ehe den Bullen dort in den letzten Tagen die Kräfte schwanden. Mehrere Ausbruchsversuche scheiterten und der Wert setzte anschließend von der Hürde unter den Support bei 845 USD zurück. In der Folge wurde auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten und damit ein weiteres Korrektursignal aktiviert. Aktuell versuchen die Käufer Platin knapp unter der Trendlinie zu stabilisieren.

Charttechnischer Ausblick: Mit dem Kursrückgang der letzten Tage hat Platin eine Korrektur begonnen, die sich unterhalb der Aufwärtstrendlinie bis an die Unterstützung bei 806 USD fortsetzen könnte. Dort haben die Bullen gute Chancen, das Ruder herumzureißen und den Wert wieder bis 845 USD zu kaufen. Ein Ausbruch über die Marke würde für eine Kaufwelle bis 868 und 885 USD sorgen.

Bricht der Wert dagegen auch unter die 805 USD-Marke ein, wäre die Erholung seit August beendet. In diesem Fall käme es zu einer Abwärtsbewegung bis 775 USD.

Was ist nur mit dem Ölpreis los?

Wichtige Förderländer denken darüber nach, ihre Ölproduktion zu reduzieren. Doch reicht das aus, um den Absturz beim Ölpreis aufzuhalten? Kündigt der Einbruch beim Ölpreis eine Rezession der Weltwirtschaft an?

Nach einem dramatischen Rückgang in den vergangenen Wochen sorgt zu Wochenbeginn die Nachrichtenlage zunächst für eine Erholung beim Ölpreis. Saudi-Arabien will die Ölexporte im Dezember um eine halbe Million Barrel pro Tag gegenüber November reduzieren, um so den Preisrückgang aufzuhalten. Am Rande eines Treffen der sogenannten OPEC-Plus-Gruppe hieß es von Delegierten zudem, dass eine Senkung der täglichen Fördermenge um eine Million Barrel "eine gute Zahl wäre", berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der saudische Öl-Minister Khalid al-Falih sprach davon, dass die Fördermenge im kommenden Jahr um eine Million Barrel pro Tag unter dem Oktober-Niveau liegen müsse, um einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage herbeizuführen.

Die Aussicht auf eine leicht sinkende Ölmenge reicht aus, um den Ölpreis zu Beginn der neuen Wochen deutlich nach oben springen zu lassen. Doch der Einbruch der vergangenen Wochen wird damit kaum korrigiert. Zumal Russland sich deutlich zurückhaltender geäußert hat und bei einer Reduktion der Ölproduktion scheinbar nicht mitziehen will.

Vor Kurzem machten noch Prognosen die Runde, der Ölpreis könnte zum Jahresende bei über 100 Dollar je Barrel stehen. Doch innerhalb von nur vier Wochen ist der Ölpreis um mehr als 20 % eingebrochen und hat damit die gesamten Gewinne seit Jahresbeginn korrigiert. Für den Rückgang beim Ölpreis werden verschiedene Gründe angeführt: US-Präsident Trump hatte die OPEC aufgefordert, ihre Öl-Produktionsmenge zu erhöhen, was diese vorübergehend auch getan hat. Außerdem fielen die in der vergangenen Woche in Kraft getretenen Öl-Sanktionen der USA gegen den Iran nicht so streng aus wie erwartet, weil die USA Ausnahmen für wichtige Abnehmerländer wie China angekündigt haben.

Doch hinter dem dramatischen Rückgang beim Ölpreis könnte noch etwas anderes stecken, nämlich eine drohende Rezession der Weltwirtschaft. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Rückgang beim Ölpreis eine deutlichen Konjunktureinbruch ankündigt. Im Jahr 2008 kletterte der Ölpreis zeitweise auf über 140 Dollar je Barrel. Nur, um sich dann nach Ausbruch der Finanzkrise innerhalb weniger Monate mehr als zu dritteln und auf unter 40 Dollar je Barrel abzustürzen.

Auch aktuell ist nicht auszuschließen, dass der Ölpreisrückgang in Wahrheit auf eine Nachfrageschwäche in der Weltwirtschaft zurückzuführen ist. Dazu passt auch, dass die OPEC ihre Produktion jüngst noch ausgeweitet hat, nun aber bereits darüber diskutiert wird, ob beim OPEC-Treffen im Dezember nicht eine erneute Kürzung beschlossen werden könnte.

Für einen weiteren Rückgang spricht auch, dass viele Hedgefonds und andere Spekulanten von dem Preisverfall auf dem falschen Fuß erwischt werden. Wie die Daten aus dem sogenannten Commitments of Traders Report (CoT) zeigen, wetten die großen Spekulanten am US-Terminmarkt weiter auf einen Anstieg beim Ölpreis - auch wenn die Long-Positionen in den vergangenen Monaten bereits deutlich reduziert wurden. Sollten die Hedgefonds angesichts der jüngsten Schwäche ihre massiven Long-Positionen weiter reduzieren wollen, könnte dies für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgen.

Am 5. Dezember treffen sich die wichtigsten Öl-Förderländer beim 175. OPEC-Gipfel in Wien. Auch wichtige Nicht-OPEC-Mitglieder wie Russland werden als Teil der OPEC-Plus-Gruppe wieder an den Verhandlungen teilnehmen. Bis Anfang Dezember dürfte zunehmend klar werden, wohin die Reise am Ölmarkt geht. Sollte die Weltwirtschaft tatsächlich vor einem deutlichen Nachfragerückgang stehen, werden aber auch die wichtigsten Öl-Förderländer einen Preisverfall kaum aufhalten können.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW45

MDAX - Der Vorsprung schmilzt

Lange haben sich die Käufer im MDAX gewehrt, am Ende aber mussten sie klein beigeben. Seit Oktober befinden sich nun auch die Nebenwerte in einem bärischen Umfeld und mit diesem drohen neue Tiefs.

Anleger in den deutschen Nebenwerten, vertreten durch den MDax, haben auf Jahressicht im Vergleich zum DAX immer noch die Nase vorn. Der Vorsprung ist in den vergangenen Wochen jedoch gesunken, nachdem die Kurse auch im MDax im Oktober einbrachen. Zuvor hielt man sich deutlich besser als der DAX und pendelte im Schwerpunkt zwischen ca. 27.152 und 25.387 Punkten seitwärts.

Diese neutrale Haltung wurde im Oktober mit dem Ausbruch nach unten aufgegeben. Der MDax hat damit nicht nur einen großen Teil seines Vorsprungs zum DAX eingebüßt, sondern löste auch mittelfristige Verkaufssignale aus. So bewegt man sich aktuell beispielsweise deutlich unterhalb der beiden gleitenden Durchschnitte, die sich ihrerseits sogar noch bärisch (Death Cross) gekreuzt haben.

In diesem mittelfristig bärischen Umfeld kam es in den vergangenen Tagen zu einer spürbaren Erholung. Dabei berührten die Kurse den alten Unterstützungsbereich bei 24.808 Punkten von unten. Hier besteht die Gefahr, erneut in Richtung Jahrestief weg zu brechen und den Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Sollten sich die Käufer jedoch nachhaltig durchsetzen und am besten auch gleich noch den Widerstand bei 25.000 Punkten knacken, wären kurzfristig weitere Erholungsgewinne auf 25.765 bis 26.000 Punkte möglich.

SINGULUS - Nächster Großauftrag aus China winkt

Dem Anlagenbauer winkt ein weiterer Großauftrag aus China. Sich aus dem bis dato bestimmenden Abwärtstrendkanals 2018 zu lösen, wird für die Bullen aber eine schwere Aufgabe.

Bringt diese Meldung die Singulus-Aktie wieder in einen neuen Aufwärtstrend? Wie das Management am 6. November mitteilte, wurde auf der China International Import Expo Show ein Letter of Intent (LOI) über die Lieferung von zehn Produktionsanlagen für die Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen am Standort Bengbu abgeschlossen. Vertragspartner von Singulus sind dabei Tochtergesellschaften der China National Building Materials (CNBM). Die Unterzeichnung eines Vertrages erwartet Singulus in Kürze. Das Volumen umfasst einen hohen zweistelligen Millionen-EUR-Betrag.

Bereits vor rund einem Jahr hat der chinesische Staatskonzern CNBM ein erstes Modulwerk über 300 Megawatt in Betrieb genommen. CNBM hält zudem seit September als größter Einzelaktionär rund 13 % der Singulus-Aktien. Weitere 3,6 % will man nach Eintreten bestimmter Bedingungen zukaufen. Das könnte beispielsweise die Unterzeichnung des beschriebenen Folgeauftrags sein. Mittelfristig will CNBM bis zu 6 GW Produktionskazität zur Herstellung von CIGS-Solarmodulen in China investieren. Weitere Aufträge für Singulus könnten also folgen.

Aus technischer Sicht hängt die Singulus-Aktie wie viele Smallcaps seit Monaten in einem Abwärtstrend fest. Innerhalb des breiten Kanals wäre aber ein Erreichen der oberen Begrenzung bei 14,50 EUR in den kommenden Tagen und Wochen möglich. Hierfür müsste sich die Aktie durch die beiden EMAs50 und 200 fräsen. Trader, die auf prozyklische Trendwechselsignale warten möchten, legen sich oberhalb von 15,70 EUR einen Kursalarm. Erst dann wäre das Hoch bei 19,00 EUR wieder erreichbar. Unter 10,00 EUR würde sich die Korrektur dagegen fortsetzen.

APPLE - Gefahr noch nicht gebannt

Die Apple-Aktie war zur Wochenmitte heiß begehrt. Die Kursgewinne reichen jedoch noch nicht aus, um die Korrektur für beendet zu erklären.

Am vergangenen Freitag legte Apple Zahlen für das abgelaufene Quartal vor, die am Markt nicht gut ankamen. Wahrscheinlich warn es vor allen Dingen die Ankündigung, dass das Weihnachtsquartal weniger gut ausfallen könnte. Die Marktteilnehmer reagierten mit Verkäufen, was den Aktienkurs auf ein neues Tief bei 198,17 USD einbrechen ließ. Von diesem Kursniveau aus kam es in den vergangenen Tagen zu einer kurzfristigen Erholung, die jetzt jedoch auf die ersten Widerstände trifft.

Das Chartbild von Apple hat sich in den vergangenen Tagen deutlich eingetrübt. Die Aktie wird kurzfristig im Abwärtstrend gehandelt und wahrscheinlich wird der Widerstandsbereich bis hin zu 212,50 USD genutzt, um die Aktie erneut zu verkaufen. Die damit zu befürchtende Abwärtsbewegung könnte zu einem Test der Unterstützungszone um 195 USD führen. Sollte man sich dort nicht stabilisieren können, würde sich das Chartbild auch mittelfristig eintrüben. Je weiter die Kurse im Vorfeld über 212,50 USD ansteigen, desto größer werden die Chancen der Bullen. Die nächste Hürde liegt dann im Bereich von 223 USD.

GOLD - Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück

In der vergangenen Woche versuchte sich die Käuferseite erneut an einem Ausbruch über die entscheidende Hürde bei 1.236 USD. Dort drehte der Kurs des Edelmetalls ab und steuert aktuell auf den Support bei 1.220 USD zu.

Widerstände: 1.236 + 1.265 + 1.285
Unterstützungen: 1.220 + 1.205 + 1.193

Rückblick: Nach der Rückeroberung der 1.180 USD-Marke tendierte der Goldpreis ab September zunächst oberhalb der Unterstützung und konnte nach der Ausbildung eines bullischen Doppelbodens an dieser Marke weitere Zugewinne verbuchen. Mit dem Ausbruch über eine mittelfristige Abwärtstrendlinie kam es zu einer steilen Kaufwelle, die erst bei 1.236 USD gestoppt wurde. Von diesem zentralen Widerstand setzt der Wert aktuell leicht zurück.

Charttechnischer Ausblick: Nachdem der letzte Ausbruchsversuch über 1.236 USD direkt gekontert wurde, dürfte sich zunächst eine Korrekturphase anschließen, die oberhalb von 1.220 USD jedoch jederzeit in einen weiteren Angriff auf 1.236 USD münden kann. Ein Ausbruch über die Marke würde Aufwärtspotenzial bis 1.265 und 1.285 USD generieren. Abgaben unter 1.220 USD dürften dagegen zu einem Test der 1.205 USD-Marke führen, ehe sich der Aufwärtstrend fortsetzen kann. Wird der Bereich um 1.200 USD dagegen unterschritten, hätten sich die Bären durchgesetzt und könnten Gold bis 1.180 USD abverkaufen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW44

DAX - Jetzt wird sich zeigen, was die Erholung kann

Das deutsche Börsenbarometer konnte sich im Wochenverlauf im Einklang mit den anziehenden US-Indizes kräftig erholen. Wie geht`s weiter?

Der DAX hat gestern bereits die Fühler nach dem Widerstandsbereich von 11.543 bis 11.588 Punkten ausgestreckt und springt heute vorbörslich über die Zone. Damit wird sich heute wahrscheinlich alles um die 76,4%-RTN bei 11.651 Punkten und ihre vielen benachbarten Widerstände drehen (11.654, 11.659, 11.677). Bei 11.651 hätte der DAX gerade einmal 23,6% der gesamten Strecke seit dem ATH korrigiert.

Ziele der Teilstrecken der laufenden Erholung liegen bei 11.617, 11.644 und knapp über der früheren zentralen Unterstützung bei 11.726 Punkten (11.764/775). Etwaige Korrekturen sollten dagegen vor 11.480 Punkten enden, sonst könnte schon die erste starke Gegenbewegung Richtung 11.383/355 einsetzen. Hier dürfte noch einmal ein deutlicher, mehrtägiger Anstieg starten. Darunter wären dann langsam aber sicher wieder die Bären am Zug.

MICROSOFT - Nach bullishem Reversal neue Allzeithochs?

Microsoft veröffentlichte vergangene Woche die aktuellen Quartalszahlen. Umsatz und Gewinn lagen über den Erwartungen, doch die Aktie ging zunächst auf Tauchstation. Die letzten Handelstage zeigen aber: Die Käufer könnten sich bald zurückmelden.

Die Microsoft-Aktie reagierte zuletzt trotz solider Zahlen mit leichten Kursabgaben. Nach einigen Tagen hat sich die technische Reaktion jedoch beruhigt - ein interessantes Setup bildet sich allmählich aus. Microsoft übertrifft im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $1,14 die Analystenschätzungen von $0,96. Umsatz mit $29,1 Mrd. über den Erwartungen von $27,9 Mrd. / Quelle: Guidants News Denn am vergangenen Dienstag gelang dem Kurs im Bereich des 200-Tagesdurchschnittes ein respektables Reversal, dessen Kaufdynamik auch am nächsten Tag anhalten sollte. Im Rahmen der kurzfristig allmählich ausgereizten Korrektur bei gleichzeitig weiterhin intaktem Aufwärtstrend stehen die Chancen auf einen neuen Aufwärtsimpuls gut. Auch auf dem Wochenchart zeichnet sich die inzwischen zweite Wochenkerze mit Reversal-Charakter ab. Das Potential reicht hierbei initial mindestens bis zum Allzeithoch bei rund 116,24 USD. Als Trigger können Schlusskurse über der Marke von rund 108,79 USD herangezogen werden - in diesem Bereich liegen mehrere Tageshochs sowie der 50-Tagesdurchschnitt.

COVESTRO - Erholung noch nicht ausgereizt

Covestro zeigt sich in den letzten Tagen wieder in einer deutlich verbesserten Verfassung. Von einer mittelfristigen Trendwende kann aber noch keine Rede sein.

Covestro fiel am 26. Oktober 2018 auf das 61,8 % Retracement bei 51,73 EUR zurück. Intraday notierte die Aktie zwar darunter, zu einem Tagesschlusskurs unter dieser Unterstützung kam es aber nicht. Vielmehr bildete die Aktie eine bullische Reversalkerze aus. Seitdem zieht sie deutlich an. Am Mittwoch kam es zum Ausbruch über die kleine Hürde bei 57,76 EUR und damit zu einem Fortsetzungssignal für die Erholung der letzten Tage. Dieses Signal zeigte gestern bereits eine gewisse Wirkung. Die Erholung könnte also noch etwas weitergehen. Die nächsten wichtigen Hürden lauern bei 62,52 und 64,20 EUR. Gewinne bis dorthin würden allerdings den übergeordneten Abwärtstrend nicht einmal ansatzweise gefährden. Ein Rückfall unter 57,76 EUR auf Tagesschlusskursbasis wäre unschön. In diesem Fall würde ein erneuter Abverkauf in Richtung 51,73 EUR drohen.

GOLD - Der nächste Ausbruchsversuch läuft an

Der Goldpreis hat am Donnerstag einen steilen Konter aufs Parkett gezaubert und sich damit wieder die Chance auf einen Ausbruch über 1.236 USD eröffnet. Gelingt der Bruch der Marke, könnte das letzte Quartal des Jahres ganz im Zeichen eines Goldpreisanstiegs stehen.

Widerstände: 1.236 + 1.265 + 1.285
Unterstützungen: 1.220 + 1.193 + 1.180

Rückblick: Ausgehend von einem neuen Jahrestief bei 1.159 USD konnte sich der Goldpreis seit Mitte August erholen und über die Hürde bei 1.180 USD ansteigen. Mitte Oktober sorgte eine weitere Kaufwelle für den Ausbruch über die mittelfristige Abwärtstrendlinie und führte den Wert an die zentrale Barriere bei 1.236 USD. Dort wurde eine Korrektur eingeleitet, die im Bereich von 1.215 USD in dieser Woche wieder auf Käufer traf. Gestern sorgte ein steiler Anstieg bis 1.236 USD für das Ende der Korrektur.

Charttechnischer Ausblick: Wird die 1.236 USD-Marke im zweiten Anlauf durchbrochen, wäre ein deutlich bullisches Signal aktiv und im Anschluss mit einer Aufwärtsbewegung bis 1.265 USD zu rechnen. Dort könnte es zu einer leichten Gegenbewegung kommen. Wird diese vor der 1.236 USD-Marke gestoppt, dürfte auch die Hürde bei 1.265 USD durchbrochen und Gold bis 1.285 USD angetrieben werden. Mittelfristig wäre dann sogar die 1.301 USD-Marke wieder in Reichweite. Scheitern die Bullen dagegen abermals an der 1.236 USD-Marke, könnte es ausgehend von 1.220 USD nochmals zu einem Angriff auf den Widerstand kommen. Darunter wäre allerdings mit einer scharfen Korrektur bis 1.205 USD zu rechnen. Aber auch von dort aus wäre mit einem weiteren Anstieg in Richtung 1.236 USD zu rechnen. Erst darunter hätten die Bullen ihre Chancen vergeben. Die Folge wäre ein dynamischer Einbruch bis 1.180 USD.

Antizyklisches Trading & Timing beim Investieren

Wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt eines Sparplans zufrieden, wenn er doch mehr gewinnen könnte - viel mehr! Oder?

Mit der laufenden Korrektur an den Aktienmärkten beginnt für viele antizyklisch agierende Anleger die Hatz nach dem Boden und damit verbunden, einer genialen Rendite. Sich gegen einen laufenden Abwärtstrend zu stellen, hat durchaus seinen Reiz. Sollte es gelingen, das Tief zu erwischen, ist nicht nur das Potenzial am größten, sondern der Anleger hat auch ein gutes Polster für eventuelle zwischenzeitliche Korrekturen. Zudem erscheint es einfach nur logisch, sich günstig einzukaufen. Aber auch beim antizyklischen Trading ist nicht alles Gold, was glänzt! Die falsche Vorgehensweise kann im Rahmen dieses Ansatzes schnell zum Totalverlust führen! Das haben die Bärenmärkte der letzten Jahre eindrucksvoll gezeigt.

Im Folgenden wollen wir das antizyklische Trading aus Sicht eines mittel- bis langfristigen Investors betrachten. Dabei geht es weniger um die Frage nach konkreten Mustern, sondern um einen Vergleich dieses Ansatzes mit anderen taktischen Möglichkeiten, Korrekturen und Bärenmärkte zu nutzen. Dies ist der dritte Artikel innerhalb einer kleinen Serie. Diese begann mit einem einleitenden Beitrag (siehe hier) und wurde zuletzt mit der Betrachtung von Sparplänen konkret.

Timingversuche im langfristigen Aktieninvestment!
Aktien haben langfristig die Tendenz zu steigen. Diesen Vorteil nutzen Investoren aus, in dem sie ihre Positionen entsprechend lange halten. Mit Blick auf große Zeiträume scheint es dabei fast keine Rolle zu spielen, zu welchem Preis man einsteigt. Werfen Sie in diesem Zusammenhang einfach nur einmal einen Blick auf den Kursverlauf des Dow Jones Index der letzten 100 Jahre.

Quelle: Tradesignal-Terminal

Ich denke beim Blick auf den Chart wird deutlich, dass es keinen echten Unterschied macht, ob sie zu Kursen von 60 Punkten, 500 Punkten oder 1000 Punkten eingestiegen sind. Die Rendite bis zum heutigen Zeitpunkt ist in allen Fällen gigantisch. Die Sache hat aber einen Haken. Die wenigsten von uns leben 100 Jahre und selbst wenn, wer möchte schon so lange warten. Schließlich wollen wir die hohe Rendite auch genießen. Darüber hinaus liegt es nicht unbedingt in der Natur des Menschen, sich mit dem Durchschnitt zufrieden zu geben. Kein Wunder also, dass Sparpläne zwar höchst interessant sind, aber trotzdem viele versuchen, ihre Investments zu timen. Wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt zufrieden, wenn er der Meinung ist, auch mehr verdienen zu können.

Traum oder Realität?
Genau an diesem Punkt muss man vorsichtig werden. Seit hunderten von Jahren gibt es Börsen und seit hunderten von Jahren ist jeder Spekulant auf der Suche nach dem heiligen Gral. Die Methoden haben sich im Laufe der Zeit definitiv verändert, aber das Ergebnis ist immer noch das gleiche. Immer noch ist keine Formel bekannt, mit der sich Kurse sicher prognostizieren lassen. Immer noch werden in Bärenmärkten viele Depots zerstört. Und immer noch hat die Masse im kurzfristigen Trading keine Chance! Gerade in diesem Bereich verschwinden die meisten Depots spätestens nach zwei oder drei Jahren.

Allein vor diesem Hintergrund muss man sich die Frage stellen, ob es überhaupt Sinn macht, seine Investments zu timen. Meine persönliche Antwort, die sich auf mehr als 20 Jahren Börse, Trading, statistischen Auswertungen und Coaching stützt, wird ihnen nicht gefallen. Ich denke jedoch, dass der erste Schritt zum erfolgreichen, antizyklischen Investor darin besteht, die Rahmenbedingungen zu kennen. Und diese sind relativ simpel: antizyklisches Trading/Investment lebt weniger vom perfektem Timing, sondern von der Fähigkeit, Portfolios zu bilden, viele kleine Rückschläge hinzunehmen, während man die wenigen Mega-Gewinner ausreizen kann. Sollten Sie diese Fähigkeiten nicht mitbringen/entwickeln, könnte das klassische antizyklische Trading tödlich für Ihr Depot enden.

Eine bittere Pille!
Ich möchte diese Behauptung mit einem kleinen Beispiel untermauern. Dazu kombinieren wir gängige Vorstellungen von Neulingen. Ich denke, wenn wir über das Bottomfishing sprechen, hat jeder Rendite von 100 oder mehr Prozent im Hinterkopf. Dass solche Renditen vereinzelt möglich sind, zeigt ein Blick auf den einen oder anderen Highflyer in den letzten Jahren. Darüber hinaus wird natürlich erwartet, dass Sie mit Ihren Entscheidungen besser als der Zufall sind. Gezielt wählen Sie Aktien aus und dürfen doch eigentlich zu Recht erwarten, dass zumindest die Mehrzahl davon (beispielsweise 60 %) super laufen. Darüber hinaus unterstellen wir, dass Sie jedes Jahr 5 solcher potentieller Highfyler ausfindig machen und in diese voll investieren. Abschließend begrenzen wir unser Risiko auf 10 % je Investment. Unter diesen Bedingungen ergäbe sich eine durchschnittliche Jahresrendite von 56 % bei minimalem Aufwand (5 Trades!!!). Ein 10.000-Euro-Konto knackt die Millionen im zwölften Jahr und innerhalb relativ kurzer Zeit würden sie zu den reichsten Menschen dieser Welt gehören. Fangen Sie schon mit 50.000 oder gar 100.000 EUR an, geht es noch viel schneller!

Ich könnte mir vorstellen, diese Rechnung erscheint dem einen oder anderen immer noch realistisch. Falls ja, dann vergleichen Sie das Ergebnis bitte einmal mit den Renditen von Fonds über die letzten 30 Jahre, den jährlichen Durchschnittsrenditen im Dax und anderen Anlagemöglichkeiten. Spätestens dann sollte Ihnen bewusst werden, wie gigantisch eine jährliche Durchschnittsrendite von 56 % ist.

Antizyklisches Trading in der Realität
Antizyklisches Trading kann trotzdem sehr lukrativ sein, aber wer sich dafür interessiert, sollte zunächst seine Erwartungshaltung überprüfen. Einem Traum nachzujagen, kann nicht nur deprimierend, sondern auch teuer werden. Darüber dürfen auch zwischenzeitlich gute Phasen nicht hinwegtäuschen. Es ist nur logisch, dass sich viele Investments sehr gut entwickeln, wenn es tatsächlich zum Bullenmarkt kommt. Die entscheidende Frage ist aber, wie viele Versuche man auf dem Weg bis dahin braucht, schließlich starten wir mit dem Aufbau des Portfolios in einer gänzlich anderen Phase. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es relativ viele Versuche sein werden. Deshalb ist es für einen antizyklisch agierenden Investor wichtig, ein möglichst großes Portfolio aufzubauen. So kann man sich viele kleinere Verluste/Gewinne erlauben, während schon wenige Überflieger reichen, um eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften. Und wenn das Portfolio groß genug ist, ist auch die Chance höher, diese Highflyer zu erwischen.

Fazit
Korrekturen und Bärenmärkte sind höchst interessante Marktphasen für langfristig orientierte Anleger. Diesen stellt sich immer wieder die Frage, wie man in einem solchen Umfeld agieren kann, um eine möglichst hohe Rendite herauszuschlagen. Mit dem Sparplan haben wir bereits eine solide Vorgehensweise vorgestellt. Diese glänzt jedoch nicht gerade mit Genialität, ganz anders als das Bottomfishing. Immer wieder hört und liest man Geschichten von Menschen, die früh auf einen Trend aufsprangen und allein mit dieser oder jener Aktie zum Millionär wurden. Man denke an nur all die Storys rund um den Bitcoin.

Indirekt suggerieren solche Berichte, dass es eine Möglichkeit gibt, diese und nach Möglichkeit auch wirklich nur diese Highflyer gezielt herauszupicken. Die Realität sieht jedoch gänzlich anders aus. Um diese Überflieger zu erwischen, müsste der Anleger auf sein Glück vertrauen oder aber sein Risiko breit streuen. Wer auf viele potentielle Trendaktien/-märkte setzt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die tatsächlichen Highflyer im Depot haben. Natürlich kann man zur Unterstützung dessen auch Kursmuster aus der Charttechnik einsetzen, um zumindest seine Chance auf kurzfristiger Ebene etwas zu er