Wöchentliche Marktinfo KW03

 

US INDIZES - Zurückhaltung vor potentieller Krise + Kommt der Regierungs-"Shutdown"?

Die US-Indizes üben sich vor dem potentiellen Government-Shutdown in den USA in Zurückhaltung. Der Fristablauf am morgigen Freitag könnte hierbei - je nach Ausgang - die Volatilität an den Märkten wieder deutlich anfeuern.
Am Donnerstag kommen die US-Indizes auf inzwischen gewohnt hohem Niveau ins Straucheln. Nachdem der Start zunächst vielversprechend aussah, mussten die US-Aktienmärkte anschließend einen Teil der Gewinne des Vortages wieder abgeben. Die Volatilität bleibt gewohnt niedrig, doch je nach Ausgang der Verhandlungen über eine Übergangsfinanzierung zur Abwendung des drohenden US-Government Shutdown sind die US-Märkte nachbörslich und im Verlauf des morgigen Handelstages womöglich durch Konfliktpotential gekennzeichnet..

 

 

Government-Shutdown: Droht der Regierungsstillstand in den USA?

Die Diskussionen über einen Regierungsstillstand spitzte sich zuletzt einen Tag vor Fristablauf zu. Gegenwärtig wird spekuliert, dass das Repräsentantenhaus möglicherweise eine hauchdünne Mehrheit zur Verabschiedung einer Vorlage zur Übergangsfinanzierung in der Tasche hat. Die endgültige Abstimmung wird jedoch erst am späteren Abend stattfinden, bevor das Gesetz dann an den Senat weitergereicht wird. Auch dort kann es noch zu Problemen bei der Passage kommen.

Der letzte Government-Shutdown der USA spielte sich im Jahr 2013 ab. Die Konsequenz einer zwischenzeitlichen Beurlaubung zahlreicher Angestellter im öffentlichen Dienst führte dazu, dass rund 800.000 Bundesbeamte eine 16-tägige Zwangspause einlegen mussten. Ende dieser Woche droht sich das Szenario aus dem Herbst 2013 zu wiederholen, sofern sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Haushaltskompromiss einigen.

Sektorentwicklung

Die sektorielle Analyse zeigt heute eine hohe Nachfrage bei Internetaktien, Telekommunikationswerten und Technologie. Zyklischere Titel wie Airlines und Automobil- und Zuliefererwerte sowie Gold-Minen und das Öl- und Gas-produzierende Gewerbe hingegen bildet das Schlusslicht.

Dow Jones Industrial Index

Der Dow Jones schließt im Rahmen des sehr weit ausgeprägten Aufwärtsimpulses mit einem kleinen Minus, jedoch innerhalb der gestrigen Handelsrange. Die bisherigen Unterstützungen bleiben weiterhin bestehen: 24.884 Punkte horizontal sowie ein kurzfristiger Aufwärtstrend, der ab ca. 25.500 Punkte im Falle einer Korrektur für Widerstand der Bullen sorgen dürfte.

Nasdaq 100 Index 

Der Nasdaq 100 schneidet besser ab als seine marktbreiteren Indexbegleiter, doch das Stimmungsbild gleicht. Bei wenigen Impulsen wird zum Ende des Tages ein Innenstab in Form einer Doji-Kerze ausgebildet, was als Zeichen der Unsicherheit unmittelbar vor dem Bruch des Hochs bei 6.840 Punkten gewertet werden kann. Gelingt der Bruch, ist ein erneuter Anstieg mit Kursziel 7.000 Punkten binnen weniger Tage realistisch. Zur Unterseite ist der Index bereits ab 6.699 Punkten und anschließend 6.622 Punkten gestützt.

Dieser Nebenwert dürfte bald durchstarten

Mit bullishen Kursmustern und einer mehrwöchigen Aufwärtsbewegung, bereitet die Aktie des Berliner Mobile-Advertising-Unternehmens YOC ein größeres Kaufsignal vor. Die Handelsmarken sind gesteckt.

Seit 2016 dominiert ein starker langfristiger Aufwärtstrend das Kursgeschehen der YOC-Aktie, nachdem zuvor eine mehrjährige Bodenbildung stattgefunden hat. Seit dem Jahreshoch im Mai ist die Rally durch eine Konsolidierung unterbrochen, welche aktuell auf hohem Niveau in den Konturen eines bullishen Keils als Fortsetzungsformation stattfindet. Anbei der langfristige Monatschart zur Übersicht.

Das eingezeichnete, blaue Bullenszenario zeigt bereits die Erwartungshaltung angesichts des konstruktiven Chartsetups auf den höheren Zeitebenen. Zugegeben, dieser Verlauf ist sehr optimistisch und von einer Bedingung abhängig: Der Auflösung der laufenden Keilkorrektur nach oben und dem nachhaltigen Überwinden von 10,49 - 10,88 EUR. Erst dann erhöhen sich die Chancen für eine weitere, langfristige Rally bis 19,50 - 20,50 und später 29,50 und 46,37 EUR deutlich.

Mit der Bestätigung der Aufwärtstrendlinie und des EMA50 (blau) im Wochenchart könnte jetzt direkt eine neue Aufwärtswelle zu den Jahreshochs starten.
Auf der anderen Seite wäre ein Rückfall unter 5,90 - 6,00 per Wochenschlusskurs kritisch zu werten. Dann könnte es zu einem Pullback bis 4,70 - 4,80 EUR kommen, wo sich wieder langfristige Einstiegschancen ergeben könnten. Unterhalb von 4,60 EUR trübt sich das langfristige Chartbild deutlicher ein.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW01

 

DAX - Charttechnischer Jahresausblick 2018

2016 ging ich als Bär ins neue Jahr, 2017 als Bulle. 2018 ist es eher schwierig zu beschreiben, vielleicht als Bär im Bullenkostüm. Anbei der Jahresausblick 2018 für den DAX.

Zunächst ein Überblick der seit dem Jahr 2009 laufenden Hausse. Man sieht, dass diese durch zwei scharfe Korrekturen unterbrochen wurde. 2011 korrigierte der DAX um 32 %, 2015/16 um knapp 25 %. Nimmt man die Zeit der ersten Aufwärtsbewegung von 2009 bis 2011 als Orientierung für die aktuell laufende Aufwärtsstrecke seit 2016, so läuft dieses Zeitfenster im Mai/Juni aus. Insgesamt könnte in diesem Zeitraum nicht nur die Aufwärtsbewegung seit 2016 enden, sondern die gesamte Bewegung seit 2009, da sich ein wunderbares 5-teiliges Muster (drei Anstiege, zwei scharfe Korrekturen) über die kompletten acht Jahre ausgebildet hat.

Eine kurzfristige Schaltstelle notiert zwischen 12.500 und 12.390 Punkten. Bei 12.500 Punkten wäre die Aufwärtswelle seit August zu 61,8 % korrigiert, bei 12.390 Punkten liegt das alte Allzeithoch aus dem Jahr 2015. Dreht der DAX dort signifikant nach oben, könnte das graue Szenario einer Verlängerung der Aufwärtsbewegung greifen. Die Welle könnte dabei ein Ziel von rund 14.000 Punkten erreichen.

Ein weiteres Szenario wäre: Der DAX fängt sich nicht bei 12.500/12.390 Punkten, sondern wird direkt durchgereicht knapp unter 12.000 Punkte, genauer gesagt in die Unterstützungszone zwischen 11.940 bis 11.870 Punkten. Für diese Variante liegt auf diesem Kursniveau ein hervorragendes Chance-Risiko-Verhältnis vor. Fängt sich der DAX dort und dreht wieder nach oben, könnte er ein weiteres Hoch ausbilden, um die Sequenz seit 2016 abzuschließen. Dieses Hoch könnte bei 13.650 Punkten liegen. Fällt der DAX unter 10.474 Punkte, müssen neue Ziele auf der Unterseite gesucht werden.

EUR/USD – 2017er Hoch im Visier!

Die Bullen machen zum Start ins neue Handelsjahr gleich Nägel mit Köpfen und schicken das Paar in Richtung 1,21 USD.

Zum Jahresende ließen es die Bullen noch einmal ordentlich krachen im EUR/USD: Am letzten Handelstag des Jahres wurde die 1,20er Marke überboten. Zum Handelsstart ins neue Jahr setzt sich die EUR/USD-Rally dann nahtlos weiter fort und das Paar klettert bis auf 1,2080 USD - nur wenige Pips unter dem Jahreshoch aus 2017 bei 1,2092 USD.

Die zurückliegende Handelswoche hatte gleich ein paar Highlights zu bieten. Am Mittwochabend standen die Sitzungsprotokolle des jüngsten FED-Meetings vom Dezember auf dem Kalender. Zur Erinnerung, FED-Chefin Yellen hatte in ihrer letzten größeren Amtshandlung als Vorsitzende der US-Notenbank den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben Mitte Dezember. Am Donnerstagnachmittag gab es dann mit dem ADP Report einen ersten Vorgeschmack auf die am Freitagnachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten. Diese werden wie gewohnt um 14:30 Uhr publiziert.

Das Paar nimmt gleich zum Handelsstart ins neue Jahr das 2017er Hoch bei 1,2092 USD ins Visier. Hier dürfte nun aber eine technische Korrektur zurück unter 1,20 USD einsetzen. Nach der jüngsten 300 Pip-Rally hat das Paar kurzfristig Konsolidierungsbedarf.

GOLD - Jahresausblick 2018!

Gelingt der Ausbruch über 1296? Oder macht uns der USD einen Strich durch die Rechnung? Nach dem Dezembertief wird Gold gekauft. Wo liegen die wesentlichen Handels- und Zielmarken in 2018 und wie muss man Gold in das Gesamtgeschehen einordnen?

Nachdem im Jahr 2013 die letzte Unterstützungsflagge bei 1600 USD gerissen wurde und Gold auf 1200/1183 USD verkauft wurde, schiebt sich der Goldpreis mehr oder weniger seitwärts in einer Box zwischen 1375 USD und 1045USD. Dieses Kursverhalten kann man auch als Bodenbildung interpretieren.

Rücksetzer bis 1296 USD sind OK und könnten als Einstiegsgelegenheiten genutzt werden, wenn dort wieder Kaufavancen auftreten. Darunter sollte der Goldpreis nach Möglichkeit nicht mehr fallen, um den jüngsten Aufwärtstrend nicht zu gefährden.

Hauptwiderstände sind im Bereich um 1340 USD bzw. 1355 USD zu finden. Geht es da drüber, steht einer dynamischen Rallye bis über 1376 USD wenig im Wege.

Bei einem Rücksetzer vom aktuell Kursniveau und einem erfolgreichen Re-Test des Dezember Tiefs bei 1235 USD, könnte bei einem sofortigen Wiederkauf in diesem Bereich und einem Folgeausbruch über 1300 USD, bereits ab 1346 USD eine dynamische Rallye einsetzen und 1376 USD ggf. einfach überspringen.

Intel – Nach Meldung der Sicherheitslücke

Der Rücksetzer an das 38,2 %-Retracement entpuppte sich als hervorragende Kaufgelegenheit. Wie sieht das Chartbild nach der Meldung aus?

Nachdem der Kurs des Chipherstellers Intel seinen jüngsten Anstieg korrigierte, stellte sich das Level um 42,40 USD als hervorragende Kaufgelegenheit heraus. Ausgehend vom genannten Unterstützungsniveau, brachte der Chipwert aus dem Dow Jones Industrial Average eine impulsive Kaufwelle bis auf ein neues Jahreshoch nördlich der 47,50 USD-Marke.

Damit wurde das kurz- und mittelfristige Kursziel auf der Oberseite erreicht. Kurz darauf setzten wenig überraschend dann erst einmal Gewinnmitnahmen ein. Die angepeilte Unterstützung auf der Unterseite befindet sich im Bereich des EMA50 um 44 USD.  Aufgrund der negativen Nachrichtenlage rund um das Unternehmen, fiel der Rücksetzer etwas dynamischer aus als erwartet. Der Abverkauf reichte bis auf die Unterstützung um 42,40 USD, also genau das Kauflevel der letzten Aufwärtsbewegung.

An dieser Marke kam es erneut zu Käufen und es ergab sich eine erneute Kaufmöglichkeit. Die Aufwärtsdynamik kann anhalten, allerdings ist aufgrund der Nachrichtenlage die Seitenlinie aktuell  keine verkehrte Option - die Aktie hat ihre kurzfristigen Ziele auf der Oberseite abgearbeitet und es überwiegen die Risiken.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

 

Wöchentliche Marktinfo KW52

 

TECDAX konsolidiert weiter

Solange die Kurse oberhalb von ca. 2.440 Punkten bleiben, mag der TecDAX kurzfristig zwar konsolidieren, aber auf mittelfristiger Ebene müssten sich Investoren keine Sorgen machen.

Auf die Konsolidierung im TecDAX im Sommer unterhalb von ca. 2.330 Punkten reagierten die Käufer ab September mit einer hochdynamischen Rally. Die Kurse brachen über das bisherige Hoch nach oben aus und stiegen im Anschluss sehr schnell bis auf 2.540 Punkte an. In relativ kurzer Zeit verteuerte sich der Index um 15 % und so ist es kein Wunder, dass man es seitdem ruhiger angehen lässt. Mit dem Zwischenhoch im Oktober ging der TecDAX in eine neuerliche Konsolidierung über, die auch aktuell noch federführend ist.

Analytisch ließe sich im Rahmen der jüngsten Konsolidierung eine Dreiecksformation ausmachen, die einen Ausbruch nach oben erwarten lässt. In diesem Fall wären weitere Gewinne auf 2.700/800 Punkte möglich. Sollten die Kurse jedoch unter 2.440 Punkte zurückfallen, nehmen die temporären Risiken zu. Eine nächste größere Unterstützung wäre erst wieder im Bereich von 2.330 Punkten auszumachen. Ob dieses Potenzial dann jedoch auch vollständig ausgeschöpft wird, bleibt zunächst noch abzuwarten. Alternativ gäbe es nämlich auch noch die Möglichkeit, dass aus dem Dreieck einfach nur eine bullische Flagge wird. All diese Risiken könnte man jedoch vermeiden, bliebe man oberhalb von ca. 2.440 Punkten.

AIRBUS - Hoffnung liegt nun bei...

Seit dem Fehlausbruch über ca. 88 EUR wird Airbus verkauft. Die Hoffnung der Bullen liegt nun auf dem Unterstützungsbereich bei 84 - 82 EUR.

In Airbus haben die Käufer aktuell Schwierigkeiten. Seit Anfang/Mitte Dezember kommen die Kurse nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch über den Widerstand bei 88,20 EUR wieder zurück. Dabei nähern sich die Kurse der unteren Unterstützungszone beginnend ab ca. 84 EUR an. Diese zieht sich bis 82 EUR hin und stellt einen potentiellen Stabilisierungsbereich dar. Kann dieser auch genutzt werden, wären kurzfristig Gewinne in Richtung 88 EUR und später auch darüber hinaus möglich.

Die Unterstützung blind zu kaufen, scheint angesichts des kurzfristigen Drucks auf die Aktie jedoch nicht ratsam. Zumindest eine gewisse Stabilisierung sollte zu erkennen sein. Fallen die Kurse nämlich nachhaltig unter ca. 82 EUR zurück, drohen weitere Abgaben auf 76 EUR und den dortigen Support.

EBAY - Neue Hochs in Kürze?

Die laufende Korrektur könnte interessante Einstiegschancen bieten, die Aktie der Auktionsplattform präsentiert sich in guter charttechnsicher Verfassung.

Die erste Dezemberhälfte war von einem dynamischen Kursanstieg geprägt, jetzt konsolidiert die eBay-Aktie auf hohem Niveau. Das Chartbild ist weiterhin konstruktiv zu werten.

Die laufende Konsolidierung sollte in Kürze enden, optimale Umkehrpunkte liegen bei 37,10 - 37,20 USD oder 36,20 - 36,40 USD. Anschließend kann das Allzeithoch bei 39,27 USD attackiert werden, darüber hinaus ist Platz bis zu den zwei Pullback-Linien bei 40,60 - 41,20 USD. Tiefer als 36,10 USD sollte der Wert möglichst nicht mehr fallen, um größere Korrekturen zu verhindern.

BRENT ÖL - Rally wird bestätigt

Bei Brent kam es zu einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Dabei konnte sich der Ölpreis oberhalb des Aufwärtstrends der Vortage wieder nach oben absetzen und die Rally nochmals aufnehmen.

Widerstände: 67,05+70,00+74,00
Unterstützungen: 65,70+64,63+61,06

Rückblick: Bei Brent kam es am Donnerstag zu einer Stabilisierung auf erhöhtem Niveau. Dabei konnte sich der Ölpreis oberhalb des Aufwärtstrends der Vortage wieder nach oben absetzen und die Rally nochmals aufnehmen.

Charttechnischer Ausblick: Mit der Bestätigung des Aufwärtstrends öffnet sich die Möglichkeit, wieder die Hochs bei 67,05 USD zu testen. Davon ausgehend wäre ein weiterer Rücklauf möglich. Schafft es Brent dann auch über dieses Niveau hinaus, könnten an den kommenden Handelstagen 70,00 USD erreichbar werden. Abgaben unter 65,70 USD lassen alternativ einen Rücklauf in Richtung 64,64 USD möglich werden.

Der größte Steuertrick aller Zeiten!

Die US-Steuerreform kommt. Dabei werden nicht nur Steuern gesenkt. Die Reform ist praktisch ein Trick, der die US-Wirtschaft plötzlich in einem ganz anderen Licht dastehen lässt.

So langsam kommt die Präsidentschaft von Trump in Fahrt. Das erste große Projekt ist geglückt. Die Steuern wurden gesenkt. Damit ist ein Wahlversprechen eingelöst. Auf der Agenda der großen Wahlversprechen stehen nun noch die Abschaffung von Obamacare, die Mauer zu Mexiko als Symbol für eine andere Grenzpolitik und eine Reduktion des Handelsbilanzdefizits.

Trump sieht die negative Handelsbilanz als ein Zeichen dafür, dass die USA im internationalen Handel über den Tisch gezogen werden. Wie so häufig haben sich die USA aber selbst über den Tisch gezogen. Die Steuerreform wird da Abhilfe schaffen, denn das ausufernde Handelsbilanzdefizit ist auch eine Folge der Steuerpolitik.

Die USA besteuerten Unternehmen so hoch wie sonst kaum ein anderes Land. Nun haben aber gerade die USA eine Menge von international tätigen Unternehmen, die einen großen Anteil ihrer Einkünfte im Ausland erzielen. Sie haben nicht nur die Einkünfte, sondern auch die Ressourcen, Steuern zu optimieren.

Die Steueroptimierung ist nicht nur ein Problem für die USA. Auch in der EU kennt man die Spiele der Unternehmen. Besonders beliebt ist ein einfacher Trick. Das Hauptquartier, z.B. in Irland, stellt seinen Niederlassungen in Deutschland und Frankreich hohe Kosten für etwa die Nutzung der Marke in Rechnung. In Deutschland wird so kaum Gewinn geschrieben. Dieser fällt in Irland an, wo die Steuern niedriger sind.

Dieses Spiel funktioniert auch aus den USA heraus – und zwar umgekehrt. Das Hauptquartier stellt seinen Tochtergesellschaften nur minimale Kosten für die Nutzung und den Verkauf der Produkte und Marken in Rechnung. Ein Beispiel: Microsoft entwickelt seine Software in den USA. Der Verkauf der Software im Ausland ist eigentlich ein US-Export. Tatsächlich verkauft wird die Software aber über eine Niederlassung in einem anderen Land. Dieser Niederlassung wird ein kleiner Betrag für den Verkauf in Rechnung gestellt.

Die Einnahmen von Microsoft USA werden so klein gehalten. Die Einkünfte fallen nicht den USA zu, sondern z.B. der niederländischen Gesellschaft, die weniger Steuern zahlen muss. Das drückt letztlich die Einkünfte aus Exporten. Rechnet man die Einkünfte aus dem Ausland durch solches Transfer-Pricing den Exporten hinzu, so sinkt das Handelsbilanzdefizit sehr deutlich (siehe Grafik).

Das Defizit liegt ohne diese Steueroptimierung nicht bei 600 Mrd. Dollar pro Jahr, sondern lediglich bei 250 Mrd. Sinken nun die Steuern in den USA, so kann man hoffen, dass die US-Gesellschaften mehr Einkünfte direkt verbuchen. Die Exporte steigen und das Defizit sinkt.

In der Realität ändert sich wenig. Es ist Buchhaltung, die das Defizit kleiner machen könnte. Bisher wurden die „Nicht-Exporte“ als Einkünfte aus Auslandsinvestitionen verbucht. Diese würden sinken und die Handelsbilanz dafür besser aussehen. Vielleicht reicht das ja, um Trump zu beruhigen und dieses Wahlversprechen als erfüllt anzusehen, wenn sich die Buchhaltung ändert.

von Clemens Schmale

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW51

DAX - Was soll jetzt noch anbrennen?

Mit großen Schritten steuern wir auf die Weihnachtsfeiertage zu und das, wo sich der DAX wieder mitten in seiner altbekannten Range befindet. Ob es da noch Trendimpulse gibt?

Der Unterstützungsbereich leicht oberhalb von ca. 13.000 Punkten wurde erneut bestätigt. Für das Ausrufen eines neuen bullischen Impulses ist das jedoch zu wenig, zumal der Index auch immer noch unterhalb der alten Widerstände bei beispielsweise 13.210 Punkten notiert und wir auf die Feiertage zulaufen.

Ein Blick nach vorne!
Mit Blick auf die letzten Handelstage in diesem Jahr sind die Achtungsmarke zwar gesetzt, aber wir sehen uns auch den Feiertagen gegenüber. Gerade in dem aktuellen Umfeld (wieder mitten in der alten Range) muss die Frage erlaubt sein, ob man sich unter diesen Umständen wirklich mit größeren Orders aus dem Fenster lehnt. Genau solche wären aber nötig, um im Dax einen neuen Trendimpuls zu geben.

Was bleibt, wäre ein Blick auf die kurzfristigen Unterstützungen und Widerstände. Im Bereich von 13.145 Punkten sehen sich Käufer kurzfristigen Hürden gegenüber. Diese ziehen sich letztlich bis ca. 13.215 Punkte hin und könnte genutzt werden, um wieder nach unten abzudrehen. Kurzfristigere Unterstützungen gäbe es im Bereich von 13.070 Punkten und dann natürlich bei 13.000 Punkten.

Sollte letztere unterschritten werden, könnte es zu einem Test der unteren Range-Grenze bei 12.900-12.800 Punkten kommen. Auf der anderen Seite bieten die genannten Unterstützungen die Chance, den Index wieder abzufangen und weiter zu stabilisieren. Sollte dies gelingen und steigen die Kurse nachhaltig über 13.145/210 Punkte an, könnten neue Hochs jenseits von 13.350 Punkten folgen.

GENERAL MOTORS - Chance auf nächste Aufwärtswelle

Die Aktie von General Motors hat den steilen Anstieg von August bis Oktober dreiteilig korrigiert. Damit könnte sich nun die übergeordnete Aufwärtsbewegung fortsetzen.

Ein Ausbruch über die langfristige Widerstandsmarke bei 41,85 USD sorgte beim Automobiltitel General Motors im Oktober für eine Rallybeschleunigung. Inzwischen hat sich der heiß gelaufene Titel aber wieder deutlich abgekühlt. Nach einer dreiteiligen Konsolidierung an das Ausbruchsniveau ist die Aktie wieder einen Blick wert.

Ein kurzfristiger Rücksetzer an das große Ausbruchsniveau im Langfristchart bei 41,85 USD wäre noch möglich. Hält diese Unterstützung aber, kann sich sogar eine größere Aufwärtswelle ergeben mit einem ersten Ziel bei 44,00 USD, wo der kurzfristige Abwärtstrend verläuft. Darüber lauten die nächsten Ziele 45,35 und 46,76 USD. Unter 40,70 USD wird dieses Szenario dagegen unwahrscheinlicher.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

166,4

145,32

144,95

Ergebnis je Aktie in USD

6,12

6,32

5,83

KGV

7

7

7

Dividende je Aktie in USD

1,52

1,52

1,52

Dividendenrendite

3,58%

3,58%

3,58%

*e=erwartet

TRACTOR SUPPLY - Hier passiert Großes!

Die Aktie verlässt in dieser Woche den langfristigen Abwärtstrend. Eine neue Aufwärtsbewegung dürfte damit geboren sein.

Tractor Supply ist eine Einzelhandelskette in den USA mit dem Fokus auf den Farmingbereich. Hauptumsatzträger ist Tierfutter. Das Sortiment umfasst aber auch Outdoor-Klamotten oder Zubehör für Trucks und Trailer.

Nach einem schwachen Jahr 2017 erwarten Analysten, dass das operative Geschäft 2018 wieder Fahrt aufnimmt. Die Bewertung ist wie bei vielen US Titeln trotz des gehörigen Abstands zu den Allzeithochs ambitioniert.

Interessant ist aber das Chartbild. Denn mit der bisher starken Wochenkerze könnte der Titel den seit 2016 intakten Abwärtstrend signifikant verlassen. Ziele lassen sich in diesem Fall auf 78,17 und darüber 97,00 USD veranschlagen. Bei ersterer Marke wird man sehen müssen, ob die Rally ins Stocken gerät oder nach einer Konsolidierung Anschlusskäufe auftreten.

Absicherungen können unter den EMA50 Woche und die Hochs bei rund 63,00 USD in den Markt gelegt werden. Spätesterns unter 54,76 USD wäre die Aufwärtsbewegung beendet.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

6,78

7,22

7,72

Ergebnis je Aktie in USD

3,27

3,28

3,52

KGV

22

22

21

Dividende je Aktie in USD

0,92

1,05

1,19

Dividendenrendite

1,26%

1,44%

1,63%

*e=erwartet

GOLD - Erholung mit bärischen Vorzeichen

Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Wochen aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend heraus und wurde in der Folge bis 1.237 USD abverkauft. Davon ausgehend konnten sich die Notierungen zuletzt erholen. Die Dynamik der Gegenbewegung nahm an den Vortagen jedoch wieder deutlich ab.

Widerstände: 1.267+1.280+1.307 
Unterstützungen: 1.237+1.220+1.205 

Rückblick: Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Wochen aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend heraus und wurde in der Folge bis 1.237 USD abverkauft. Davon ausgehend konnten sich die Notierungen zuletzt erholen. Die Dynamik der Gegenbewegung nahm an den Vortagen jedoch wieder deutlich ab.

Charttechnischer Ausblick: Es kommt zunächst nur zu einem Pullback an die gebrochene Unterstützungszone bei 1.267 USD. Hier muss damit gerechnet werden, dass sich der Goldpreis wieder nach unten bewegen und die Abwärtstendenz ausdehnt. Abgaben bis 1.237 USD sind möglich, anschließend ein Rutsch bis 1.220 USD. Sollte es Gold über die 1.280 USD hinausschaffen und den Abwärtstrend durchbrechen, würde sich Spielraum bis 1.307 USD bieten.

Anlagenotstand wird zu Anlagepanik?

Seit Jahren wird argumentiert, dass eigentlich niemand mehr weiß, wohin mit all dem Geld. Wegen niedriger Zinsen herrscht Anlagenotstand. Dieser erreicht eine neue Dimension.

Geld muss irgendwohin. Das gilt vor allem für diejenigen, die sehr viel Geld haben. Das müssen nicht unbedingt Millionäre und Milliardäre sein. Es geht auch um Unternehmen. Insbesondere Versicherungen müssen gigantische Summen anlegen. Allein die Allianz Gruppe hat eine Bilanzsumme von knapp 900 Mrd. EUR.

In diesen 900 Mrd. EUR stecken eine ganze Menge Investitionen. So hält die Allianz 241 Mrd. EUR an Unternehmensanleihen. Weitere 200 Mrd. EUR stecken in Staatsanleihen und immerhin noch 46 Mrd. EUR in Aktien. Ein Teil dieser Anlagen gehört nicht der Allianz. Er gehört den Kunden, die z.B. eine Lebensversicherung bei der Allianz haben. Der Konzern muss das Geld aber trotzdem anlegen.

Versicherungen können nicht einfach ihr ganzes Geld in den Aktienmarkt stecken. Für die Verbindlichkeiten ist der Aktienmarkt zu volatil. Es braucht vorhersehbare Renditen und Cashflow. Anleihen sind daher die erste Wahl. Nun haben Notenbanken viele hunderte Milliarden an Anleihen aufgekauft. Der Kuchen, an dem sich Anleger bedienen können, ist kleiner geworden.

Es sind je nach Region weniger Anleihen verfügbar als vor QE. Eine so hohe Nachfrage treibt die Preise von Anleihen nach oben und die Renditen nach unten. Das hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass Unternehmensanleihen zum Ersatz für Staatsanleihen wurden. Nicht zuletzt deswegen können Unternehmen Schulden zu Spottpreisen aufnehmen.

Der Anlagenotstand ist damit zwar behoben, doch es gibt ein weiteres Problem: Renditenotstand. Lebensversicherungen haben oft garantierte Zinsen. Liegen diese z.B. bei 3 %, doch Anleihen liefern nur 1 %, ist das ein Problem. Es bleibt nur die Anlage in riskantere Assets.

Ein solches Asset sind etwa griechische Anleihen. Die Rendite für 10-jährige Papiere fiel zuletzt unter 4 % (siehe Grafik). Das ist rekordverdächtig. Vor der Finanzkrise lag die Rendite einmal bei knapp über 3 %. Das waren die guten Zeiten, in denen Griechenland noch solvent war. Heute kann davon überhaupt keine Rede sein.

Es ist nicht bekannt, wer hier Anleihen im großen Stil kauft. Doch die Kaufpanik, die die Renditen hat einbrechen lassen, ist nahezu absurd. Griechenland ist und bleibt bankrott. Die Staatsverschuldung liegt bei knapp 180 % der Wirtschaftsleistung. Die Wirtschaft wächst mit weniger als 2 %.

Griechenland hat inzwischen zwar einen Primärüberschuss (Staatsbudget vor Berücksichtigung der Zinszahlungen), doch dieser reicht aktuell noch nicht, um die Zinsen zu bedienen. Das mag in wenigen Jahren durchaus möglich sein, doch damit sind nur die Zinsen gedeckt und keine Rückzahlung von Schulden.

Mir ist absolut rätselhaft, wie es möglich ist, dass irgendwelche Anleger hier Anleihen aufkaufen als wären sie Gold. Griechenland ist auf unbestimmte Zeit bankrott. Daran ändert auch eine temporäre Rückkehr an den Finanzmarkt nichts. Es wirkt wie Anlagenotstand einer ganz neuen Dimension.

von Clemens Schmale

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW50

 

TECDAX - Der bessere DAX?

Auch bei den Technologiewerten ist man sich in Summe uneins, über den kurzfristigen Trend. Der Index bewegt sich in einer Range, hat jedoch noch Chancen, mittelfristig nach oben auszubrechen.

Relativ ähnlich sind sich derzeit die beiden kleineren Brüder des Dax. Wie auch der MDax präsentiert sich der Technologieindex TecDAX innerhalb einer Konsolidierung. Unterstützend wirkt dabei der Preisbereich um 2.450 Punkte, von dem sich die Kurse in den vergangenen Tagen wieder etwas nach oben absetzen konnten. Solange diese Unterstützungszone nicht nachhaltig gebrochen wird, besteht die Möglichkeit, dass es sich bei der aktuellen Konsolidierung nur um eine Ruhepause im übergeordneten Aufwärtstrend handelt. Dies legt nahe, dass kurzfristig die obere Widerstandsmarke bis hin zu 2.600 Punkten getestet werden könnte, während mittelfristig auch ein Ausbruch darüber zu erwarten ist.

Auf der Unterseite würde ein nachhaltiger Rückfall unter ca. 2.450 Punkte das Chartbild spürbar eintrüben. Der TecDAX könnte dann zu einem Pullback auf das letzte Ausbruchsniveau bei ca. 2.330 Punkten ansetzen. Ob diese Unterstützung halten kann, wird man sehen müssen.

TIFFANY - Weihnachtsgeschenke schon gekauft?

Die Aktie markiert heute ein neues Mehrjahreshoch, angefeuert von einem positiven Analystenkommentar. Was ist möglich?

Die Aktie des Schmuckunternehmens Tiffany konnte in dieser Woche von einer satten Analystenaufstufung profitieren. So hat die Citigroup den Titel von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und zugleich das Kursziel von 92 auf 115 USD erhöht.

Aus charttechnischer Sicht hätte das Timing kaum besser sein können. Mit dem Kaufimpuls in dieser Woche verlässt der Wert eine mehrmonatige Konsolidierung in Form eines leicht ansteigenden Dreiecks. Auch werden zahlreiche Hochs um 96,00 und 97,00 USD, die wiederholt als Widerstände fungierten, überschritten. Nun heißt es für die Käufer dranzubleiben. Etabliert sich die Aktie über 97,35 USD, ist der Weg auf 110,60 USD frei. Auch neue Hochs im Citigroup-Zielbereich um 115 USD sind denkbar. Das Ausbruchsszenario wäre erst zu verwerfen, wenn das Zwischentief bei 90,55 USD unterschritten wird.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

4,00

4,11

4,30

Ergebnis je Aktie in USD

3,75

4,00

4,33

KGV

27

25

23

Dividende je Aktie in USD

1,75

1,93

2,04

Dividendenrendite

1,76%

1,94%

2,05%

*e=erwartet

NVIDIA - Der Wind hat gedreht

Die Aktie war einer der stärksten Werte im Nasdaq100 im Jahr 2017. Auf dem Schlussspurt geht den Bullen nun aber die Puste aus.

Die Aktie aus dem Nasdaq100-Index hat sich in den vergangenen Monaten hervorragend entwickelt: Ausgehend vom Zwischentief im April unterhalb der 90 USD-Marke hatte sich die Aktie in den vergangenen Monaten zwischenzeitlich mehr als verdoppelt. Mit dem Rutsch unter die 200 USD-Marke dürfte nun aber eine technische Korrektur eingeleitet worden sein.

Der mittelfristige Aufwärtstrend wurde klar unterboten und auch der EMA50 konnte den jüngsten Kursrutsch nicht aufhalten. Dieser gleitende Durchschnitt hat in den vergangenen Monaten regelmäßig als Unterstützung im Aufwärtstrend fungiert - wie ein Blick auf den Tageschart belegt.

Nun agiert der EMA50 als kurzfristig relevanter Widerstand auf der Oberseite. So lange den Bullen kein Tagesschlusskurs oberhalb des EMA50 im Bereich 196,50 USD gelingt, ist in den kommenden Tagen und Wochen mit weiteren Abgaben zu rechnen.

Geht man von einer normalen technischen Korrektur der Aufwärtswelle seit April aus, ergeben sich wahrscheinliche Korrekturziele auf der Unterseite im Bereich 168 bis 170 USD. In dem Bereich dürfte dann auch der EMA200 notieren. Ein Rücksetzer in den Bereich 168-170 USD ist daher das präferierte Szenario der kommenden Tage und Woche.

Sind Rohstoffe das Schnäppchen des Jahrhunderts?

Anleger wissen gar nicht mehr so recht, wohin mit ihrem Geld. Soll man jetzt noch bei den Allzeithochs in Aktien einsteigen oder dem Bitcoin-Trend hinterherlaufen?

Mit voller Überzeugung jetzt noch all-in zu gehen, fällt den meisten Anlageklassen schwer. Aktienindizes rund um den Globus bewegen sich an oder knapp unter ihren Allzeithochs. Das bedeutet nicht, dass die Indizes nicht noch einmal 50 % steigen können, doch die Wahrscheinlichkeit dafür ist nicht sonderlich hoch.

Aktien sind nicht die einzige Anlageklasse. Noch relativ jung sind Kryptowährungen. Auch hier ist schwer abschätzbar, was als nächstes geschieht. Nachdem viele Währungen allein in diesem Jahr über 1.000 % gestiegen sind und die Volatilität enorm ist, ist das Risiko extrem groß.

Auch bei Anleihen lässt sich kaum etwas holen. Anleihenkurse sind wegen der niedrigen Zinsen sehr hoch. Das gilt insbesondere für Anleihen mit langer Laufzeit. Intuitiv gibt es in einem Umfeld, in dem Notenbanken tendenziell aus QE aussteigen und die Zinsen anheben, nur einen Weg: nach unten.

Bleiben noch Rohstoffe, in die man investieren kann. DoubleLine Funds, vom Bondkönig Jeffrey Gundlach, sieht in Rohstoffen ein Schnäppchen. Die Überlegung ist in der Grafik von DoubleLine zusammengefasst. Dargestellt ist das Verhältnis von Rohstoffen gegenüber dem S&P 500. Rohstoffe werden dabei durch den GSCI (Goldman Sachs Commodity Index) repräsentiert.

Man sieht auf den ersten Blick, dass Rohstoffe im Verhältnis recht günstig bewertet sind. Zuletzt gab es Ende der 90er Jahre eine ähnliche Chance. Aktien waren im Zuge der Dotcom-Blase überproportional hoch bewertet und Rohstoffe wollte niemand haben.

Den umgekehrten Fall gab es ebenfalls mehrfach. Als der Golfkrieg den Ölpreis in die Höhe schnellen ließ, waren Aktien im Verhältnis günstig. Das galt auch in den 70er Jahren, als das Öl Embargo für explodierende Kosten sorgte. Aktien wollte zu dieser Zeit niemand haben.
Die Logik erschließt sich relativ schnell. Der Teufel steckt allerdings im Detail. Der GSCI ist ein gewichteter Rohstoffindex. Die Gewichte der Komponenten ändern sich regelmäßig und beruhen auf der Wichtigkeit im globalen Kontext. Wie wichtig ein Rohstoff ist bemisst sich anhand der Produktionsmenge.

Das Gewicht von Öl ist heute ein ganz anderes als z.B. vor der Finanzkrise. Der GSCI spiegelt immer die aktuelle Relevanz der Rohstoffe wider. An dieser Stelle können bereits Diskussionen entstehen. Kaffee ist mit einem Prozent gewichtet. Ist Kaffee wirklich so wichtig?

Ein anderer Punkt ist noch viel relevanter. Da sich die Gewichtung der Rohstoffe regelmäßig ändert, wissen wir aufgrund des GSCI nur wie günstig oder teuer Rohstoffe in früheren Jahren waren. Da die Gewichte andere waren als heute, vergleicht man bis zu einem gewissen Grad Äpfel mit Birnen.

Wendet man eine konstante Gewichtung an (Grafik 2), kommt man zu anderen Schlussfolgerungen. Rohstoffe sind günstig, aber kein ganz großes Schnäppchen. Zudem scheint der Trend derzeit noch nach unten gerichtet zu sein. Aktien outperformen Rohstoffe.

So günstig wie Rohstoffe teils angepriesen werden, sind sie nicht. Ebenso kann das Verhältnis auch steigen, wenn Rohstoffpreise konstant bleiben, Aktienkurse aber fallen. Es muss nicht zustande kommen, weil Rohstoffpreise steigen.

Rohstoffe als Assetklasse sind langfristig vielversprechender als Aktien. Das Timing ist dabei jedoch schwierig. Aktuell gibt es keinen Grund anzunehmen, dass Rohstoffe gleich morgen die Outperformer sein werden.
von Clemens Schmale

SILBER: Abverkauf vorerst gestoppt

Nach dem massiven Einbruch, der dem Unterschreiten der Unterstützung bei 16,96 USD folgte, konnte sich der Silberpreis an der Haltemarke bei 15,59 USD stabilisieren und eine steile Erholung starten. Liegt ein Trendwechsel in der Luft?

Widerstände: 16,26 + 16,60 + 16,96 
Unterstützungen: 15,59 + 15,25 + 14,77 

Rückblick: Anfang September startete beim Silberpreis eine Korrektur des vorangegangenen steilen Anstiegs, die zunächst an die Unterstützung bei 16,26 USD führte. Ab Oktober konsolidierte das Edelmetall in einer Dreiecksformation, ehe der Bruch der unteren Begrenzungslinie des Dreiecks ein Verkaufssignal aktivierte. In der Folge brach der Wert bis 15,59 USD ein. Diese Marke konnte allerdings in den letzten Tagen verteidigt werden und es folgte ein steiler Anstieg über 16,00 USD.
Charttechnischer Ausblick: Bislang ist der Aufwärtsimpuls nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Allerdings hätte er die notwendige Dynamik, um aus einer Erholung auch einen neuen Trend zu machen. Die Bullen müssen diesen Anstieg jetzt verstetigen, indem Silber über 16,01 USD verbleibt und weiter bis 16,26 USD steigt. Wird die Marke überwunden, könnte die Erholung bis 16,60 USD führen. Darüber wäre ein bullisches Signal aktiv, die Abwärtsbewegung seit Ende November neutralisiert und sogar mit einer Kaufwelle bis 16,96 und 17,23 USD zu rechnen. Um dieses Aufwärtspotenzial abzurufen, darf das Edelmetall jetzt jedoch nicht mehr unter 15,80 USD zurücksetzen.

Fällt Silber dagegen unter diese Marke und wieder an die 15,59 USD-Marke zurück, könnte es dort zu einer Bodenbildung und einem weiteren Anstieg in Richtung 16,26 USD kommen. Ein Bruch der Marke hätte dagegen weitere Verluste bis 15,25 USD und darunter bis 14,77 USD zur Folge.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW49

MDAX – Gefahr einer Topbildung

Der MDAX musste in den letzten Handelstagen herbe Kursrückschläge hinnehmen.

Der MDAX zeigte sich über einen langen Zeitraum in diesem Jahr in einer sehr starken Verfassung und eilte von einem Allzeithoch zum nächsten. Das Jahr 2016 beendete der Index mit einem Schlusskurs bei 22.188,90 Punkten. Danach kletterte er bis auf ein Hoch bei 27.151 Punkten.

Seit diesem Hoch vom 8. November 2017 bewegt sich der Index auf hohem Niveau seitwärts. Diese Seitwärtsbewegung könnte sich nun aber zu einem Doppeltop entwickeln. Dafür müsste es allerdings zu einem Bruch der Nackenlinie bei 25.997 Punkten kommen. Trotz des deutlichen Rückschlags notiert der MDAX noch ein Stück über dieser Nackenlinie. Zudem liegt mit dem alten Allzeithoch aus dem Juni 2016 bei 25.765 Punkten noch eine wichtige Unterstützung.

Solange die Unterstützung bei 25.997 Punkten intakt ist, hat der MDAX noch die Chance, eine Topbildung zu vermeiden. Gelingt dies, dann könnte es zu einem Anstieg in Richtung 27.151 oder sogar ca. 28.300 Punkte kommen. Sollte das Doppeltop allerdings vollendet werden, dann würden Abgaben in Richtung 24.891 Punkte drohen. Damit könnte der Index in den Bereich seines Aufwärtstrends seit Februar 2016 zurückfallen.

Wie Bitcoin das Finanzsystem destabilisieren können

Gestern noch 12.000 USD, heute schon 16.000 USD und in ein paar Tagen vielleicht 20.000 USD? Der Bitcoin-Preis kennt anscheinend keine Grenzen. Das ist gefährlich.

Bitcoin haben bereits eine Marktkapitalisierung von über 200 Mrd. USD erreicht. Das an sich ist schon eine große Zahl. Noch beeindruckender ist allerdings die Geschwindigkeit mit der diese Kapitalisierung erreicht wurde. Grafik 1 zeigt die Kapitalisierung der größeren Kryptowährungen. Von Ethereum, Ripple und Dash abgesehen, kann man die anderen kaum erkennen.

Alle Kryptowährungen zusammen bringen es auf über 370 Mrd. USD an Marktwert. Bitcoin haben den mit Abstand größten Anteil daran (Grafik 2). Vorerst scheint sich das nicht zu ändern, denn die Kryptoeuphorie ist vor allem bei Bitcoin groß. Das zeigt sich schon alleine daran, dass die ersten Futures auf eine Kryptowährung für Bitcoin bestimmt sind.

An dieser Stelle wird es spannend, denn es ist genau dieser Handel mit Futures, die das Finanzsystem gefährden können. Bisher handelten Anleger Bitcoin über Exchange Traded Notes, direkt auf entsprechenden Marktplätzen oder indirekt über Unternehmen, die in Kryptowährungen investieren.

Würden Bitcoins rein hypothetisch 100 % ihres Wertes verlieren, wäre das für die Anleger schmerzhaft. Das Finanzsystem besteht aber weiter. Durch Futures kommen Bitcoin nun Zugang zu einer empfindlichen Stelle des Systems.

Terminkontrakte werden an Börsen wie der CME oder CBOE gehandelt. Wer einen Future kaufen will, braucht eine Gegenpartei, die einen Future verkauft. Dafür muss ein Anleger nicht direkt mit einem anderen Anleger in Kontakt treten. Der Broker leitet die Anfrage an eine Clearing Stelle weiter. Das Clearing House bringt letztlich Angebot und Nachfrage zusammen.

Die wichtigste Aufgabe der Clearing Stelle ist aber nicht nur das Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage, sondern auch die Übernahme des Gegenparteirisikos. Terminkontrakte müssen spätestens bei Verfall geliefert bzw. glattgestellt werden. In dieser Zeit kann viel schiefgehen. Derjenige, dem ich einen Future verkauft habe, könnte in der Zwischenzeit bankrott sein. Ich müsste ohne Clearing Stelle den Verlust tragen. Heute übernimmt dieses Risiko das Clearing House.

Nun können die Dinge sehr viel früher aus dem Ruder laufen. Wer einen Future handeln will, muss eine Margin hinterlegen, z.B. 5.000 USD für einen Kontrakt mit einem Wert von 100.000 USD. Fällt der Preis des Kontraktes nun etwa um 3.000 USD, bekomme ich von vermutlich einen Margin Call. Ich muss mindestens 3.000 USD nachschießen, um die Margin von 5.000 USD wieder zu stellen.

So wird es auch bei Bitcoin Futures sein. Das Problem ist nun, dass Bitcoin extrem volatil sind und der Wert theoretisch auch innerhalb von Minuten auf 0 fallen kann. Bitcoin haben im Gegensatz zu Aktien keinen intrinsischen Wert, aber es ist gar nicht notwendig, dass Bitcoin 100 % verlieren, um für Probleme zu sorgen.

Wegen der hohen Volatilität kann es dazu kommen, dass Reihenweise Margin Calls ausgelöst werden. Ein Teil der Anleger wird den Margin Calls nicht nachkommen können. Nun sitzt die Clearing Stelle am Ende auf diesen Verlusten. Da Bitcoin Futures zusammen mit allen anderen Kontrakten in demselben Clearing House abgewickelt werden, werden diese Stellen die Verluste zunächst mit den Margins anderer Kontrakte auffangen, z.B. den gestellten Margins für Weizen Futures.

Kommt es dazu, dass eine Clearing Stelle hohe Verluste abdecken muss, dürften Anleger in Panik ihre Geschäfte glattstellen wollen. Tun sie es nicht, laufen sie das Risiko, dass sie am Ende ihr Geld nie wiedersehen. Es käme zu einer Art Bank Run, nur eben nicht auf eine Bank, sondern über Panikverkäufe auf dem Terminmarkt auf Clearing Stellen.

Man kann nur spekulieren, was geschehen wird. Letztendlich ist der Terminmarkt jedoch unzählige Billionen USD groß. Wollen plötzlich alle über unzählige Anlageklassen hinweg in Panik ihre Positionen glattstellen, werden innerhalb kürzester Zeit gigantische Verluste aufgehäuft, die keiner stemmen kann. Das darf nicht sein. Der Markt würde vom Regulator vermutlich eingefroren. Ob das besser ist, kann man nicht sagen. Entweder werden so hohe Verluste angehäuft, dass das System zusammenbricht oder es wird eingefroren. Ein stillstehendes Finanzsystem ist von wenig Nutzen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem solchen Szenario kommt, ist vorerst gering. Der Bitcoin Terminmarkt muss erst einmal eine bestimmte Größe erreichen. Die extrem hohe Volatilität wird allerdings viele Margin Calls provozieren. Das alleine reicht nicht, um das System zu Fall zu bringen. Die Größenordnung des Gesamtmarktes und der Höhe der Margin Calls sind ausschlaggebend. Diese Systemgefahr geht übrigens auch von allen anderen Anlageklassen aus. Sie ist nur wesentlich geringer.

Aufgebracht hat dieses Horrorszenario kein geringerer als Thomas Peterffy, Chairman von Interactive Brokers, einem der größten Broker und Clearing Häuser der Welt. Die Wahrscheinlichkeit mag gering sein. Ein Hirngespinst, welches man einfach abtun kann, ist es aber absolut nicht.

von Clemens Schmale

AMD - Auf Messers Schneide

Die Aktie von AMD hat eine mittelfristige Schlüsselstelle erreicht. Melden sich die Käufer nicht schnell zurück, wäre eine große Topbildung im Chart vollendet.

Beim Chart der Aktie von AMD handelt es sich um ein Paradebeispiel, um aufzuzeigen, was bei den US Technologiewerten derzeit alles aus technischer Sicht auf dem Spiel steht. Die Aktie steht für den Chipsektor, einen wichtigen Subsektor innerhalb des Nasdaq. Das bisherige Jahrestief ist nicht mehr weit entfernt. Von Trendfortsetzung bis hin zu großen Verkaufssignal ist daher derzeit (noch) alles möglich. Die Entscheidung dürfte aber in Kürze fallen.

Der Sell-Trigger liegt bei 9,70 USD. Ein Tages-, besser noch Wochenschlusskurs darunter, würde deutliches Abwärtspotenzial auf zunächst 7,60 USD und darunter 6,20 USD freisetzen. Solange die Marke von 9,70 USD aber hält, sind Erholungen bis auf 10,65 USD machbar. Erst über 11,75 USD entstehen prozyklische Kaufsignale in Richtung der oberen Rangebegrenzung bei 15,55 USD.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

4,27

5,25

5,86

Ergebnis je Aktie in USD

-0,14

0,12

0,33

KGV

-

83

30

Dividende je Aktie in USD

-

-

-

Dividendenrendite

-

-

-

e*=erwartet

LINDE - Ein Chart mit Potential

Die Bullen dominieren das Kursgeschehen in Linde und mit diesen locken in der Vorweihnachtszeit neue Hochs.

Linde und Praxair streben eine Fusion an, der die Aktionäre zustimmen müssen. Im Zuge dessen wurden neue Linde-Aktien zum Tausch angeboten und an der Börse unter der neuen WKN A2E4L7 gehandelt. Diese sind mittlerweile offizieller Bestandteil des Dax. Laut Medienberichten sollen Ende November gut 68 % der Aktionäre ihre Aktien zum Tausch eingereicht haben. Da zuletzt die Annahmeschwelle auf 60 % gesenkt wurde, scheint diese Hürde geschafft und man ist der Fusion einen Schritt näher.

Weitere Schritte müssen folgen und für Aktionäre bleibt es spannend. Schließlich stellen sich am langen Ende höchst unterschiedliche Fragen: Wird sich die Fusion unternehmerisch lohnen? Wird Linde im Dax bleiben? Wie sieht es zukünftig mit Dividenden und natürlich mit dem weiteren Kursverlauf aus?

Sichere Antworten auf diese und weitere Fragen werden wir natürlich nicht finden, was die Spannung erhöht. Zum aktuellen Zeitpunkt sieht man der Zukunft jedoch optimistisch entgegen. In den letzten Wochen konnte sich die Linde-Aktie positiv vom Vergleichsindex Dax abheben. Im Idealfall wurde jetzt mit 189,25 EUR auch das jüngste Korrekturtief erreicht und die Kurse können auf ein neues Hoch jenseits von 202 EUR ansteigen. Ein Tagesschlusskurs unterhalb von 189 EUR hingegen würde kurzfristig das Risiko mit sich bringen, eine Korrektur zu starten. Im Rahmen dessen wären weitere Abgaben in Richtung 180 EUR oder auch 170 EUR möglich.

GOLD: Nach Verkaufssignal unter Druck

In den vergangenen Tagen brach Gold unter die wichtige Unterstützung bei 1.265 USD ein und quittierte dies mit weiteren Verlusten. Entscheidend für die kommenden Wochen ist jetzt, ob das Edelmetall zwischen 1.235 und 1.245 USD einen Boden findet.

Widerstände: 1.265 + 1.285 + 1.301
Unterstützungen: 1.245 + 1.226 + 1.201

Rückblick: Der Goldpreis brach in dieser Woche aus einer Dreiecksformation nach unten aus und unterschritt dabei die essentielle Unterstützung bei 1.265 USD. Damit wurde nicht nur die Konsolidierung seit Anfang Oktober beendet, sondern auch ein übergeordnet bärisches Signal generiert. In der Folge setzte das Edelmetall direkt an die nächsttiefere Unterstützung bei 1.245 USD zurück. Dort versuchen die Käufer den Wert aktuell etwas zu stabilisieren.
Charttechnischer Ausblick: Die Bullen haben die Chance auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends seit Juli vorerst vergeben. Nach einem kurzen Pullback in Richtung der 1.265 USD-Marke dürfte die Unterstützung bei 1.245 USD erneut attackiert werden. Abgaben unter die Marke würden Gold bis 1.235 USD drücken. Auf Höhe einer früheren Abwärtstrendlinie könnte eine Stabilisierung einsetzen und Gold erneut bis 1.265 USD steigen. Nachdem auf diesem Niveau auch die 61,8 %-Fibonacci-Extension der ersten Abwärtsbewegung von Anfang September bis Anfang Oktober erreicht wäre, wären dort bereits die Bedingungen für den Abschluß der Abwärtsbewegung erfüllt und damit die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends möglich. Darunter käme es allerdings zu weiteren Abgaben bis 1.226 und 1.199 USD.
Erst bei einer Rückeroberung der 1.265 USD-Marke wäre Gold wieder in neutralem Gebiet und könnte bis 1.285 USD steigen. Die Reaktivierung der Hausse seit Juli gelänge dagegen erst bei Kursen über 1.301 USD.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW48

 

ATX erfordert Geduld - Ausbruch abwarten

Innerhalb der zweiwöchigen Seitwärtsrange scheint der österreichische Leitindex ATX jetzt wieder an der Oberkante zu scheitern. Der Chart bietet sehr klare Handelsmarken.

Nach wie vor notiert der ATX innerhalb des Aufwärtstrendkanals seit dem Sommer und stabilisiert sich an der Kreuzunterstützung aus Kanalunterkante und Horizontalniveau bei 3.285 - 3.295 Punkten. Zum Ende dieser Woche hatte er nochmals den horizontalen Widerstandsbereich bei 3.350 - 3.365 erreicht und scheitert zunächst daran. Dieser Preisbereich ist unter anderem die Nackenlinie der Mitte November vollendeten SKS Umkehrformation und stellt die zentrale Hürde dar.

Die Handelsmarken sind damit klar gesteckt: Erst mit einem nachhaltigen Ausbruch über 3.365 Punkte wird ein kleines Kaufsignal aktiviert, dann könnte eine neue Aufwärtswelle zum Hoch und zur Kanaloberkante bei ca. 3.530 - 3.560 Punkten folgen. Auf der anderen Seite wäre ein Abrutschen per Tagesschluss unter 3.275 Punkte Futter für die Bären und könnte weitere Verkäufer locken. Dann müssten Abgaben bis 3.200 - 3.215 und ggf. bis 3.150 - 3.150 Punkte eingeplant werden.

Fällt die Zinswende aus? Der nächste Tiefschlag

Die Hoffnung auf höhere Zinsen bekommt den nächsten Schlag. Diesmal kommt er aus dem US-Finanzministerium.

Der US-Finanzminister Mnuchin hatte ursprünglich große Pläne. Er wollte weitaus mehr Anleihen mit langer Laufzeit begeben als es derzeit der Fall ist. Der Gedanke dahinter ist einfach. Die Zinsen sind niedrig und es macht Sinn, wenn man diese niedrigen Zinsen für lange Zeit einloggen kann.

Die Zinsen für 10-jährige Anleihen stehen unterhalb von 2,5 %. Anleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren zahlten gerade einmal ein halbes Prozent mehr. Für Anleihen mit einer Laufzeit von 50 Jahren wären vermutlich nur etwas über 3 % fällig und für 100-jährige Anleihen 4 %.

Historisch betrachtet sind solche Zinssätze ein richtig gutes Schnäppchen. Der Plan wurde nun aber fast stillschweigend geändert. Anstatt Anleihen mit längerer Laufzeit zu begeben, soll die Laufzeit nun verkürzt werden.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der US-Schulden liegt aktuell im Bereich von 6 Jahren (siehe Grafik). Das ist in etwa so hoch wie zur Jahrhundertwende und Anfang der 90er Jahre. Ob hinter dieser Laufzeitverlängerung ein Plan steckte, ist nicht bekannt. Man kann aber sicherlich sagen, dass die Käufe der Notenbank es leichtgemacht haben, Anleihen mit langer Laufzeit zu niedrigen Zinsen zu begeben.

Seit dem Ende von QE steigt die Restlaufzeit kaum noch. Das mag Zufall sein, ist es aber vermutlich nicht. Die Notenbank reduziert seit einem Monat ihren Bestand an Staatsanleihen. Würde nun das Finanzministerium die Laufzeit der Anleihen verlängern, gäbe es möglicherweise aus heiterem Himmel ein zu hohes Angebot. Die Zinsen würden deutlich steigen.

Das will niemand, schon gar nicht das Finanzministerium. Um die langfristigen Zinsen niedrig zu halten, sollen daher nun mehr Anleihen mit kurzer Laufzeit auf den Markt kommen. Ein langsameres Angebotswachstum bei Anleihen mit langer Laufzeit kann den Zinsanstieg dämpfen.

Die Nachfrage nach US-Anleihen ist groß. Persönlich sehe ich daher keine Gefahr von schnell steigenden Zinsen. US-Anleihen werfen immerhin mehr als 2 % ab. Im Rest der entwickelten Welt liegen die Zinsen für 10-jährige Papiere deutlich unterhalb von 2 %. In einigen Ländern wie Deutschland und Japan liegen sie zwischen 0 % und 0,5 %.

US-Anleihen bleiben für den Rest der Welt attraktiv. Zusätzliches Angebot sollte problemlos aufgenommen werden können. Das Finanzministerium macht sich dennoch Sorgen. Es fürchtet einen Zinsanstieg. Da sich viele Zinssätze an den Staatsanleihen orientieren, würde ein Zinsanstieg bei Langläufern auch auf den Rest der Wirtschaft auswirken, insbesondere auf den Immobilienmarkt.

Die Angst halte ich für unbegründet. Das ändert nichts daran, dass die USA zukünftig mehr auf Anleihen mit kürzerer Laufzeit setzen. Ein substantieller Anstieg der Langfristzinsen wird da schwierig.

von Clemens Schmale

SAP - Das wirkt bedrohlich

Die schleppende Entwicklung der vergangenen Tage wird zunehmend zur Belastung für die Aktie des Softwarehauses, die Schwäche hat die Bullen stark verunsichert.

Mit dem Abverkauf der letzten Handelstage rutscht der Wert wieder bis an das Novembertief zurück und durchbricht erstmals seit September wieder den EMA50 (blau) nach unten. Dieser hatte bis zuletzt noch Unterstützung geboten (grün eingekreist). Somit stehen die Bullen jetzt unter Zugzwang: Gelingt hier am Unterstützungsbereich bei 94,50 - 95,00 EUR kein bullisches Reversal mit anschließender Rückkehr über 96,21 EUR, droht eine weitere Abwärtswelle bis ca. 92,00 - 92,20 oder 91,32 EUR.

Erst oberhalb von 96,21 EUR per Tagesschluss hellt sich das kurzfristige Bild leicht auf, prozyklische Kaufsignale entstehen aber erst weiter oben. Glückt ein Anstieg per Tagesschluss über 98,50 EUR, sollten das Hoch bei 100,70 und die Pullbacklinie bei ca. 102,00 EUR schnell erreicht werden können.

RTL - Ein Lichtblick!

In RTL konnten die Käufer einen Boden vollenden. Investoren atmen durch und die Chancen steigen weiter.

Ein Investment in klassischen Medien wie dem Fernsehen hat sich für Investoren in den letzten Jahren kaum gelohnt. Dies wird nicht zuletzt auch am Kursverlauf der RTL-Aktie deutlich. Im Hoch notierte diese dreistellig, fiel in den letzten Monaten aber bis auf ein Tief bei 59,85 EUR zurück. Glücklicherweise konnte sich der Kurs dort stabilisieren und etablierte einen relativ breiten Unterstützungsbereich von ca. 62-60 EUR.

Oberhalb dieses Kursniveaus formte sich seit Ende August ein Boden aus. Dieser konnte in der laufenden Handelswoche mit dem Ausbruch über 65,50 EUR vollendet werden. Nach der langen Zeit der Qualen scheint für die Käufer zumindest kurzfristig die Sonne. Von einem strahlenden Sommer kann zwar noch nicht gesprochen werden, aber eventuell handelt es sich um einen vorbereitenden Frühling. Im Rahmen dessen wären weitere Gewinne in Richtung 72 EUR in den nächsten Wochen möglich. Dabei könnten die Käufer auf Unterstützungen im Preisbereich von 63,90 EUR und natürlich der bereits angesprochenen Zone ab 62 EUR zurückgreifen.

SILBER: Anstieg aus dem Nichts?

In den letzten Tagen geriet Silber nach dem Bruch eines Korrekturdreiecks deutlich unter Druck. Eine weitere Verkaufswelle ist möglich. Wären da nicht die internen Strukturen des Kursrückgangs der letzten Monate, die die Bullen noch hoffen lassen können.

Widerstände: 16,60 + 16,96 + 17,23 
Unterstützungen: 16,26 + 16,01 + 15,59 

Rückblick: Der Silberpreis bildete nach dem Einbruch im September ausgehend von der Unterstützung bei 16,26 USD einen Boden aus, der sich im Verlauf der letzten Wochen dreiecksförmig zuspitzte. Dabei scheiterten etliche Ausbruchsversuche über die Hürde bei 17,23 USD und sorgten zuletzt für Abgabedruck. Mit dem Unterschreiten der Kreuzunterstützung bei 16,96 USD wurde zuletzt ein kurzfristiges Verkaufssignal ausgelöst und das Dreieck nach unten verlassen. Aktuell erreicht der Wert die Haltemarke bei 16,26 USD.

Charttechnischer Ausblick: Eine Chance haben die Bullen noch einen weiteren Einbruch zu verhindern. Sollte es sich bei dem Kursrückgang seit September um zwei zusammengehörende Abwärtswellen in einen 2/3-Verhältnis handeln, könnte die zweite und damit kürzere der beiden Verkaufswellen aktuell ihr Ziel erreicht haben. Die blaue Fibonacciprojektion im Chart visualisiert diese Möglichkeit. Gelingt ausgehend von 16,19 - 16,26 USD eine Rückeroberung der 16,60 USD-Marke wäre mit einem Anstieg bis 16,96 USD zu rechnen. Darüber wäre der Abverkauf neutralisiert und bereits ein Angriff auf die 17,23 USD-Marke zu erwarten. Selbst ein Ausbruch über die Marke und damit die Reaktivierung des Aufwärtstrends könnte den Bullen somit gelingen.

Bricht das Edelmetall dagegen unter 16,26 USD ein, läge das nächste Abwärtsziel bei 16,01 USD. Darunter würde ein Kursrutsch bis 15,45 – 15,59 USD folgen. Der Bereich um 15,45 USD würde entsprechend mit einer 1:1 - Abwärtsbewegung seit dem Hoch im September korrespondieren.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW47

 

HDAX – Noch dauert die Konsolidierung an

Der HDAX zeigt sich trotz der Verluste seit 7. November aus charttechnischer Sicht noch immer in einer sehr stabilen Verfassung.

Der HDAX umfasst alle Werte aus dem DAX, dem MDAX und den TecDAX, spiegelt also quasi eine Gesamtmarktentwicklung wieder.

Dieser Index befindet sich seit März 2003 in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Ausgangspunkt war ein Tief bei 1.111,78 Punkten. Im Zuge der Finanzkrise kam es zu einem massiven Rücksetzer auf 1.789,30 Punkte nach einem vorherigen Hoch bei 4.206,26 Punkten. Anschließend setzte der Index die Rally in mehreren Etappen fort. Am 7. November markierte er ein Allzeithoch bei 7.300,02 Punkten.

Dort setzte eine Konsolidierung ein, welche ihn auf das Vorgängerhoch bei 6.949 Punkte zurückführte. Diese Marke konnte zunächst verteidigt werden, allerdings war die anschließende Erholung bislang noch nicht nachhaltig überzeugend.

Der HDAX hängt noch immer in einer Konsolidierung fest. Solange der Index allerdings über 6.949 Punkte notiert, kann diese zügig abgeschlossen werden. Sollte dies gelingen, dann wäre Platz in Richtung 7.300 und später vielleicht sogar 7.920 Punkte. Kurse unter 6.949 Punkten, könnten Abgaben in Richtung 6.760 oder sogar 6.542 Punkte zur Folge haben.

China bald im Krisenmodus?

China bleibt ein Sorgenkind. Die Konjunkturstützen sind ausgelaufen und die Wirtschaft steht vor einem Schritt nach unten.

Der große Parteitag der chinesischen Einheitspartei ist Geschichte. Die Erkenntnisse, die sich daraus gewinnen ließen, sind begrenzt. Xi Jingping wurde zwar eine große Ehre zuteil (seine politischen Gedanken wurden in die Parteiverfassung aufgenommen), doch darüber hinaus geschah wenig.

Xi erklärte, dass sich China öffnen wird. Er deutete auch an, dass das Wirtschaftsmodell umgestellt werden muss. Der Fokus auf vorgegebene Wachstumszahlen sei nicht mehr notwendigerweise der richtige Weg. Das klingt durchaus vernünftig, ist aber wohl ein Lippenbekenntnis. Ähnliches hörten wir bereits vor 5 Jahren.

Tatsächlich hat sich in China in den letzten 5 Jahren wenig getan. Das Kreditwachstum geht munter weiter (Grafik 1). Jeder weiß, dass das nicht ewig so weitergehen kann. Das Kreditwachstum vollzieht sich wesentlich schneller als das Wirtschaftswachstum. Die Verschuldung steigt und niemand weiß, wie die Kredite jemals wieder zurückgezahlt werden sollen.

Besonders frustrierend ist der geringe Effekt der Kredite. Obwohl immer höhere Summen aufgenommen werden, bleibt das Wachstum vergleichsweise niedrig. Die Industrieproduktion befindet sich im Krisenmodus (Grafik 2). Die Produktion wächst so langsam wie seit der Finanzkrise nicht mehr.

Konjunkturmaßnahmen führten in der ersten Jahreshälfte zu einer kleinen Belebung. Das Wachstum stieg von 6,2 % auf 7,6 %. Inzwischen steht es wieder bei 6,2 % und der Trend deutet daraufhin, dass es nun eine Stufe tiefer geht.

Beim Konsum sieht es nicht anders aus. Das Wachstum des Einzelhandelsumsatzes ist niedriger als 2009 und driftet wieder zu den Tiefs aus den 90er Jahren. So lassen sich Wachstumsziele nicht erreichen. Man wird sehen, ob Xi aus diesem Grund die Ziele wirklich fallen lässt oder am Ende doch wieder schwach wird und mit staatlichen Ausgaben das Ziel erzwingt.

Für China selbst wäre ein nachhaltigerer Wachstumskurs gut. Kurzfristig ist es zwar schmerzhaft, doch langfristig besser als irgendwann eine großangelegte Kreditkrise zu haben, die das Land in die Rezession stürzt. Für den Rest der Welt ist eine Aufgabe der Wachstumsziele kurzfristig wenig lukrativ.

Als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt konsumiert China Unmengen an Rohstoffen und mit der Ausrichtung auf Industrieproduktion profitieren Länder wie Deutschland mit seinen Maschinenbauern. Niedrigeres Wachstum wird sich in den Kassen vieler Länder bemerkbar machen.

Durch Konjunkturmaßnahmen gab es bis vor kurzem vor allem auf dem Immobilienmarkt einen Boom. Kaum ein Sektor verschlingt so viele Rohstoffe wie der Immobilienmarkt, immerhin müssen nicht nur die Häuser gebaut, sondern auch an Infrastruktur angeschlossen werden.

Eine Abkühlung in diesem Bereich ist schon jetzt sichtbar. Für viele Rohstoffpreise bedeutet das erst einmal nichts Gutes. Da viele Entwicklungsländer von den Importen Chinas abhängig sind, ist auch dort im kommenden Jahr eine Abkühlung absehbar.

Chinas On/Off Modus beim Wachstum bereitet vielen anderen Ländern Probleme. Für 2018 ist ein Off Modus zu erwarten. Das wird in China selbst zu einer kleinen Wachstumskrise führen und viele andere Staaten ebenfalls beeinflussen. Das hohe und synchrone globale Wachstum in diesem Jahr wird sich 2018 so wohl nicht wiederholen.

Krise ist dabei natürlich relativ. Die letzte Krise hatten wir 2015 bis Anfang 2016. Rohstoffpreise fielen ins Bodenlose, China wertete seine Währung stark ab und das Wachstum verlangsamte sich. Im kommenden Jahr wird sich Chinas Wachstum wieder verlangsamen. Die Krise ist also die gleiche wie schon vor zwei Jahren. Die Folgen werden aber höchstwahrscheinlich weniger gravierend sein.

MERCK KGaA - Hier droht ein Drama!

Nach Verlusten jenseits von 20% seit dem Jahreshoch scheint Merck eine weitere Verkaufswelle erfassen zu wollen. Die Bullen sind mehr als nur unter Zugzwang!

Unter Strom dürften derzeit Anleger in der Merck-Aktie stehen. Seit Tagen kämpfen Bullen und Bären im mittelfristigen Unterstützungsbereich um 90 EUR um die Vorherrschaft. Zwar konnten sich bisher die Verkäufer nicht durchsetzen, trotzdem machen sie eine bessere Figur. Immerhin notiert die Aktie auf einer Unterstützung und kann sich trotzdem nicht nach oben absetzen. Erschwerend kommt die relative Schwäche von Merck über die letzten Monate hinzu. Das Jahreshoch wurde schließlich schon im Mai markiert und seitdem hat die Aktie schon gut 20 % an Wert verloren.

Für eine kurzfristige Entspannung im Chartbild würde derzeit ein Tagesschlusskurs oberhalb von ca. 91,50 EUR sorgen. Ohne einen solchen drohen kurzfristig neue Tiefs und dies könnte wiederum eine Stopploss-Welle nach sich ziehen. Das Problem dabei ist, dass die nächste markante Unterstützungszone erst wieder im Preisbereich von 82-80 EUR zu finden ist.

LUFTHANSA - Flughöhe erreicht!?

Zuletzt war die Lufthansa-Aktie ein Bollwerk der Bullen. Erst am Montag markierte man ein neues Jahreshoch. Damit ist die Aktie zwar bullisch, aber muss man sie deshalb blind kaufen?

Der Kurs der Lufthansa-Aktie bewegt sich immer noch in luftigen Höhen und konnte damit der allgemeinen Marktschwäche (siehe Dax) in den letzten Tagen etwas entkommen. Gut zu erkennen ist jedoch auch im Luftfahrtkonzern, dass das Momentum auf der Long-Seite zuletzt nachließ. Zum einen schaffte man es nicht mehr, den oberen Trenddeckel zu erreichen und parallel dazu kam die untere Trendbegrenzung teilweise unter Druck. Nach Kursgewinnen von ca. 65 % seit Anfang Juli kann das nachlassende Momentum aber nicht überraschen.

Der Ausblick für die Lufthansa-Aktie bleibt positiv, vor allen Dingen auf mittelfristiger Ebene. Kurzfristig kann jedoch der Übergang vom Aufwärtstrend in eine Konsolidierung nicht ausgeschlossen werden. Im Rahmen dessen dürfte es den Käufern einerseits zunehmend schwerer fallen neue Hochs zu erreichen und auszubauen und andererseits könnten die Korrekturen zunehmen. Eine erste gute Unterstützungszone liegt momentan im Bereich von 26-24,90 EUR.

GOLD: Immer dann, wenn niemand mehr daran glaubt

Seit Tagen schlängelt sich der Goldpreis in Richtung der markanten Widerstände um 1.300 USD nach oben. Eine Richtungsentscheidung wurde immer wieder vertagt. Aber der aktuelle Anstieg gibt Grund zu Hoffnung, dass sich die Bullen jetzt (endlich) durchsetzen.

Widerstände: 1.296 + 1.325 + 1.355 
Unterstützungen: 1.264 + 1.245 + 1.226

Rückblick: Nach dem steilen Anstieg, der den Goldpreis im September bis 1.357 USD geführt hatte, setzte eine Korrektur ein, die von der Käuferseite bislang an der Unterstützung bei 1.265 USD aufgefangen wurde. Seit Anfang Oktober bildet das Edelmetall eine Dreiecksformation aus, die auf der Unterseite durch diese Haltemarke begrenzt ist. Die obere Trendlinie der Formation wurde in den letzten Tagen bereits mehrfach attackiert. Die Bullen starteten in dieser Handelswoche einen weiteren Ausbruchsversuch über den Kreuzwiderstand bei 1.296 USD und stehen damit kurz vor einem weitreichenden Kaufsignal.

Charttechnischer Ausblick: Oft genug war der Goldpreis in den letzten Wochen an der 1.296 USD-Marke gescheitert, als dass man auch dem aktuellen Anstieg mit Vorsicht begegnen sollte. Und trotzdem überzeugt die Dynamik der kleinen Kaufwelle. Sollte Gold die Chance nutzen und über 1.296 USD ausbrechen, dürfte auch die 1.301 USD-Marke umgehend durchbrochen werden. Die Folge wäre ein Anstieg bis 1.325 USD, der sich darüber bis 1.355 USD fortsetzen kann.

Scheitern die Käufer dagegen an den nahen Hürden, dürfte das Edelmetall wieder in den Seitwärtsmarkt der letzten Wochen abtauchen. Bärisch wäre allerdings erst ein Bruch der 1.265 USD-Marke. In diesem Fall wären Verluste bis 1.245 und 1.226 USD einzuplanen.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW46

 

Bitcoin/Blockchain statt Index

Warnung vor Blockchain-Aktien und ICOs
Da zuletzt gleich mehrere Behörden (SEC, BaFin, ESMA) vor ICOs gewarnt haben, möchte ich mich dem an dieser Stelle anschließen.
Wer in die sogenannten Initial Coin Offerings (manchmal auch Token Sales genannt) investieren möchte, sollte sehr vorsichtig sein. Denn leider hat die starke Kursrally vieler Kryptowährungen - wie immer wenn es um Geld geht - auch viele Betrüger angelockt. Und die verstehen ihr Handwerk und vermarkten ihre "Produkte" daher durchaus gut.
Allerdings möchte ich noch einen Schritt weiter gehen. Denn als Alternative zu Bitcoin, Ethereum und Co. haben einige Börsendienste zuletzt gerne mal sogenannte Bitcoin- oder Blockchain-Aktien zum Kauf empfohlen. Nicht alles, was dort zum Kauf empfohlen wurde, ist dabei schlecht. So sehe ich die Aktie der Bitcoin Group SE grundsätzlich als seriöses Investment an, auch wenn ich sie gegenwärtig für überbewertet halte.
Bei vielen anderen Aktien sehe ich das jedoch komplett anders. Dabei meine ich ganz besonders die Aktien von Unternehmen, die erst kürzlich ihr Geschäftsmodell und besonders ihren Namen geändert haben und dabei "Keywords" wie Bitcoin oder Blockchain in den neuen Namen integriert haben. Wenn es sich dann auch noch um kanadische Pennystocks handelt (und damit meine ich die US-amerikanische Definition, also Aktien mit Kursen unter 5$), sollte man hellhörig werden.
Denn mal ganz abgesehen davon, dass dies alles schon wenig seriös wirkt, werden die Kurse von solchen Small bzw. Micro Caps oftmals alleine durch die ständigen Empfehlungen in diesen Börsendiensten beeinflusst. Ja, das geht sogar so weit, dass die Anleger in Kanada oftmals gar nicht wissen welche angeblichen "Perlen" da an ihrer Börse gelistet sind...

SILBER: Das Dreieck spitzt sich zu

Widerstände: 17,23 + 17,67 + 17,91 
Unterstützungen: 16,96 + 16,60 + 16,26 
Rückblick: Nachdem ein stärkerer Kursrutsch Anfang Oktober an der Unterstützung bei 16,26 USD aufgefangen werden konnte, stieg der Silberpreis wieder an und kurzzeitig sogar über die Hürde bei 17,23 USD an. Ein entsprechendes Kaufsignal misslang den Bullen jedoch, denn ab Mitte Oktober setzte das Edelmetall wieder an die Unterstützung bei 16,60 USD zurück. Seither bildet sich ein Konsolidierungsdreieck aus, dessen Oberseite bei 17,23 USD verläuft und im gestrigen Handel ohne zählbaren Erfolg angetestet wurde.
Charttechnischer Ausblick: Die vergangenen Tage haben beim Silberpreis aufkommenden Kaufdruck gezeigt, der allerdings noch nicht in einen nachhaltigen Ausbruch mündete. Sollte der Wert jedoch über 16,80 USD verbleiben, hätten die Bullen jetzt die Gelegenheit, den Widerstand bei 17,23 USD zu knacken. Damit wäre der Weg für eine Kaufwelle bis 17,91 USD frei. Dort könnte es zu einer Korrektur kommen, ehe sich der Ausbruchsmove in Richtung 18,21 und 18,50 USD fortsetzen dürfte.
Setzt der Wert dagegen unter 16,80 USD zurück, käme es zum erneuten Test der Unterstützung bei 16,60 USD. Darunter wäre ein kleines Verkaufssignal aktiv und ein Einbruch bis 16,01 USD zu erwarten.

EUR/USD: Erholungsrally erst einmal vorbei?

Tendenz: Aufwärts
Widerstände: 1,1795 + 1,1820 + 1,1862 
Unterstützungen: 1,1774 + 1,1750 + 1,1673 
Rückblick: EUR/USD löste die bullische Flaggenkonsolidierung am Morgen direkt gen Norden hin auf und kletterte quasi wie an der Schnur gezogen direkt bis auf 1,1850 USD. Konsolidierungen gab es kaum. Nach den US-Makrodaten vom Nachmittag stieg das Paar sogar über 1,1860 USD bevor eine heftige Abwärtskorrektur einsetzte, die Das Paar gegen Handelsende wieder zurück unter 1,18 USD führte.
Charttechnischer Ausblick: Die gestrige Tagesperformance hinterließ eine negativ zu interpretierende "V-Umkehrformation" im Stundenchart. Das gestrige Hoch ist damit aller Voraussicht nach zumindest für die kommenden Handelstage ein signifikantes Zwischenhoch. Kurzfristig sind heute Vormittag Erholungen in den Bereich 1,1810/30 USD denkbar, aber nicht zwingend von Nöten, im Anschluss sollte dann die gestern Nachmittag begonnene Abwärtskorrektur in den mittleren 1,17er Bereich fortgesetzt werden. Nach der jüngsten 200-Pip Rally von 1,1660 auf 1,1860 USD hat das Paar weiteren Konsolidierungsbedarf.

ALIBABA - Kursreaktion an kurzfristiger Kreuzunterstützung

Die Alibaba-Aktie hat nach einem guten Lauf zuletzt zwei Wochen konsolidiert und dabei zumindest kurzfristig ein interessantes Kursniveau erreicht.

Trotz eines eigentlich sehr erfolgreich verlaufenen "Singles Day" für die chinesischen E-Commerce-Anbieter, setzte die Alibaba-Aktie zuletzt etwas zurück. Die Konsolidierungstendenz hält bereits rund zwei Wochen an. Die gestrige Tageskerze an einer kurzfristigen Doppelunterstützung ist allerdings interessant.

So fanden sich am Mittwoch an der Kreuzunterstützung aus dem 61,8 %-Fibonacci-Retracement über die jüngste Abwärtsstrecke und dem EMA50 ausreichend Käufer, um eine Stabilisierung und eine technische Gegenreaktion einzuleiten. Damit ist eine Erholung erneut in den Bereich des Hochs um 191,22 USD machbar. Unter 177,00 USD, spätestens aber unter dem Aufwärtstrend bei 175,00 USD, müsste man dieses Szenario verwerfen.

Fundamental bewertet liegen die KGVs der Alibaba-Aktie unter den erwarteten Gewinnwachstumsraten, womit sich PEGs unter 1 ergeben. Somit ist die Bewertung der Aktie unter diesem Aspekt noch im Rahmen.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

22,99

36,59

49,90

Ergebnis je Aktie in USD

3,41

5,05

6,71

Gewinnwachstum

48,09%

32,87%

KGV

53

36

27

KUV

20,2

12,7

9,3

PEG

0,7

0,8

*e = erwartet

OHB - Hier muss sie wieder drehen

An einer entscheidenden Stelle im Chart befindet sich jetzt die Aktie des Raumfahrtunternehmens OHB. Dort sollte sie jetzt genau beobachtet werden.

Der Wert konnte zuletzt die prognostizierte zweite Abwärtswelle bis zur Unterstützungszone bei 39,00 - 40,50 EUR vollziehen, an der Aufwärtstrendlinie prallt er heute nach oben hin ab. Damit könnte prinzipiell eine neue Aufwärtsbewegung bis 47,475 und 50,25 EUR starten. Darüber hinaus wären weiter steigende Kurse in Richtung 60,00 - 62,00 EUR möglich.
Unter 38,40 EUR sollte das Papier jetzt aber nicht mehr auf Tagesschlusskursbasis fallen. Dann kann eine weitere Abwärtswelle bis 34,00 - 35,00 EUR oder darunter ggf. bis 28,40 - 29,11 EUR folgen.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW45

 

DAX - War es das mit der Jahresendrally?

Der deutsche Leitindex kommt massiv unter Verkaufsdruck. Wie sieht das Chartbild aus?

Das deutsche Börsenbarometer gerät ausgehend von der 13.400 Punkte-Marke deutlich unter Druck. Der Index verliert mehr als 200 Punkte und setzt an den mittelfristigen Aufwärtstrend im 4H-Chart zurück.

Dieser Aufwärtstrend existiert seit dem Zwischentief von Ende August bei 11.880 Punkten befindet sich aktuell im Bereich 13.180 Punkte. Im Bereich 13.150 Punkte befindet sich zudem das 61,8 %-Retracement der jüngsten Aufwärtsimpulswelle nach dem EZB-Entscheid.

Wird der genannte Unterstützungsbereich nachhaltig unterboten, wäre aller Voraussicht nach auch das Thema "Jahresendrally" erst einmal zu den Akten zu legen. In dem Falle drohen direkt weitere Abgaben in den Bereich 12.900 bis 12.950 Punkte. Im Angesicht der monströsen Rally der vergangenen zweieinhalb Monate muss dies durchaus einkalkuliert werden.

DRILLISCH - Die Bullen haben versagt

Die Aktie des Mobilfunkanbieters hat in dieser Woche mit dem Bruch wichtiger Chartelemente ein Verkaufsignal ausgelöst. Die Folge ist ein schwungvoller Abverkauf. Wie geht es jetzt weiter?

Mit dem Bruch der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der Pullbacklinie (rot gestrichelt) wurde das Kaufsignal aus dem Oktober wieder negiert, der Rückfall unter die alten Hochs hat weitere Verkäufe zur Folge. Bei 57,17 EUR liegt das letzte Zwischentief als potenzielle Unterstützung für eine kleine Gegenbewegung auf die Verluste der letzten Tage.

Prinzipiell sollte aber eine weitere Abwärtswelle bis zum Unterstützungskreuz bei 53,60 - 54,17 EUR folgen, von wo aus dann eine größere Erholung möglich wäre. Unterhalb davon liegen bei 51,59 sowie 49,60 - 50,66 EUR die nächsten breiten Unterstützungszonen. Bullisch wird es erst wieder bei einer Rückkehr über 60,00 EUR. Das Zurückerobern der gebrochenen Chartelemente würde dann wieder die Käufer locken und einen Anstieg in Richtung 68,50 EUR einleiten.

CONTINENTAL - Momentumverlust

Der Aufwärtstrend in Continental verliert deutlich an Momentum, woran auch die vorgelegten Quartalszahlen wenig zu ändern scheinen.

Von Ende Juni bis in den September hinein arbeiteten die Käufer in Continental an einem Boden. Die wochenlangen Bemühungen waren am Ende von Erfolg gekrönt. Die Kurse brachen zunächst über die mittelfristige Abwärtstrendlinie und dann auch über die jüngsten Erholungshochs bei 196,90 EUR und 200,35 EUR aus. Diesen Kaufsignalen folgte eine hochdynamische Rally bis zunächst 217,90 EUR. Erst hier kam es zu einer ersten mehrtägigen Korrektur. Im Anschluss an diese konnte zwar noch einmal ein neues Hoch bei 224,15 EUR erreicht werden, anschließend aber kam es erneut zu Gewinnmitnahmen. Der Aufwärtstrend bleibt mit diesen zwar weiterhin intakt, verliert jedoch deutlich an Momentum.

Als Begründung für die jüngsten Kursverluste könnten Gewinnmitnahmen vor den Quartalszahlen angeführt werden. Die Aktie ist in den vergangenen Wochen gut gelaufen und wie immer bergen Quartalszahlen Risiken und Chancen zugleich. Wer auf Nummer Sicher gehen wollte, streicht einen Teil seiner Gewinne ein. Ein nicht gänzlich unnötiges Vorgehen, wie nach Veröffentlichung der Q3-Zahlen zu sehen war. Während man beim Umsatz und Nettoergebnis nach Minderheiten über den Erwartungen der Analysten liegt, blieb man beim Ebit hinter diesen zurück:

Continental übertrifft im dritten Quartal mit einem Umsatz von €10,69 Mrd (VJ: €9,98 Mrd) und einem Nettoergebnis nach Minderheiten von €729,1 Mio (VJ: €378,5 Mio) die Analystenschätzungen von €10,59 Mrd bzw. €724 Mio. Bereinigtes EBIT mit €1,09 Mrd (VJ: €0,64 Mrd) unter den Analystenschätzungen von €1,11 Mrd. (Guidants-News).

In den ersten Reaktionen auf die Zahlen kam es vorbörslich bereits zu weiteren Verkäufen. Das Hauptaugenmerk liegt damit immer noch bei ca. 211,50 EUR. Die dortige Unterstützungszone darf zwar getestet, sollte jedoch nicht nachhaltig durchbrochen werden. In diesem Fall könnte eine größere Korrektur folgen. Solange die Aktie jedoch tendenziell oberhalb der Unterstützung handelt, wäre eine Fortsetzung des Aufwärtstrends mit Zielen bei 231,90-234,25 EUR möglich

US-Dollar fällt weiter zurück

Als Belastungsfaktor für den Greenback erweist sich weiterhin die Unsicherheit in Bezug auf die geplante US-Steuerreform.

Der US-Dollar fällt auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) zurück. Als Belastungsfaktor erweist sich weiterhin die Unsicherheit in Bezug auf die geplante US-Steuerreform. Besorgnis erregen mögliche Verzögerungen bei der Umsetzung der Steuersenkungen oder die Möglichkeit, dass die Reformen nicht so umfangreich ausfallen wie erhofft.

Die Märkte verfolgen auch weiter die Asienreise von US-Präsident Donald Trump. Dieser trifft sich mit dem chinesischen Machthaber Xi Jinping, um strittige Handelsangelegenheiten und Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu besprechen. Trump zufolge sind die Beziehungen gegenwärtig „sehr einseitig und unfair“.

EUR/USD legt zu und notierte bislang bei 1,1635 im Hoch. Die deutschen Exporte sind im September um 0,4 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Analysten hatten mit einem deutlich stärkeren Rückgang um 1,3 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 2,0 Prozent im August. Die Handelsbilanz wies einen unbereinigten Überschuss von 24,1 Milliarden Euro aus (Konsens 23,0 Milliarden Euro, nach 20,1 Milliarden Euro).

BITCOIN - Rallyende in Sicht!

Der Bitcoin zeigt sich stark und nähert sich wieder dem Allzeithoch der letzten Woche. Aus charttechnischer Sicht könnten allerdings hohe Hürden einer weiteren Aufwärtswelle im Weg stehen.

Innerhalb des steilen Aufwärtstrendkanals seit September erreichte die Kryptowährung vergangene Woche den Kreuzwiderstand aus den Oberkanten des kurz- und langfristigen Aufwärtstrendkanals. Von dort aus startete ein Rücksetzer, der erneut aufgefangen wurde. Prinzipiell könnte vom ausgehend von diesem Widerstandsbereich eine mehrtägige oder mehrwöchige Zwischenko0rrektur starten - direkt oder nach einem kleinen Fehlausbruch und neuen Allzeithochs im Bereich von 7.750 - 8.200 USD.

Das Mindestziel einer Korrektur liegt bei 6.000 - 6.200 USD.
Anschließend muss neu sondiert werden. Eine Wiederaufnahme der Rally mit erneutem Anstieg zur langfristigen Trendkanaloberkante (dick grün) wäre ebenso möglich wie eine Korrekturausdehnung in Richtung 4.800 - 5.150 USD. Eine solche Zwischenkorrektur wäre als sehr gesund zu betrachten und könnte wiederum die Basis für eine weitere mittelfristige Rallybewegung in Richtung 12.000 - 13.500 USD bilden.

Alternativ bricht der Bitcoin auch nachhaltig über die Trendkanaloberkanten aus und klettert weiter bis an die potenzielle Oberkante eines alternativen Aufwärtstrendkanals (grün gestrichelt) bei ca. 9.400 - 10.300 USD, bevor eine größere Zwischenkorrektur startet.

 

 

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW44

 

Dow Jones - Rallyende in Sicht

Es wird schon fast langweilig am US Markt: Beinahe im Wochentakt werden neue Allzeithochs der Leitindizes gemeldet. Seit der Präsidentenwahl vor knapp einem Jahr kennen die Märkte nur noch eine Richtung, die Bären scheinen verzweifelt zu resignieren.

Da ist sie nun, die große Hausse, die vor wenigen Jahren noch kaum jemand auf dem Schirm hatte. Die US Indizes folgen der Bullenroute auf der Überholspur. Sehr steil zieht der Dow Jones Index gegen Norden, Korrekturen finden ohne große Volatilität statt und fallen preislich kurz aus. Das ist das idealtypische Verhalten im sogenannten "Rallymodus": Die Käufer dominieren den Markt, die Bären scheinen hingegen verzweifelt aufzugeben. Diese Unbekümmertheit der Bullen warnt zwar schon zur Vorsicht, mehr aber noch nicht.

Eine Abkühlung der Rally in 2018 müsste aber eingeplant werden, da der Index nun fast eine charttechnische Hürde, die Oberkante des langfristigen Rallykanals, erreicht. Aus charttechnischer Sicht könnte sich der Aufwärtstrend in Kürze verlangsamen und erste Korrekturen auf hohem Niveau erfolgen. Anbei die Skizzierung eines Idealverlaufs im langfristigen Monatschart:

 

 

Fazit: Die Party ist noch nicht zu Ende, könnte aber in 2018 spürbar an Schwung verlieren. Ideal wäre noch eine Rallyforsetzung zur Trendkanaloberkante (ca. 23.800 - 24.600) bis März oder Mai und anschließend eine Korrektur auf hohem Niveau. Letztlich könnte dann aber eine weitere Rallystufe folgen, welche den Index bis zum Jahr 2020 - 2021 in den Bereich der ultralangfristigen Pullbacklinie bei 28.000 - 31.000 Punkten treibt. Bleiben die Bullen stark - womit innerhalb einer Rallyphase immer gerechnet werden muss - könnte im Zuge einer Übertreibung nach oben auch ein Ausbruch aus dem langfristigen Rallykanal nach oben hin erfolgen. Eine direkte Rallybeschleunigung zur oberen Zielzone ist dann möglich. Die Gefahr einer größeren, andauernden Abwärtskorrektur oder gar eines crashartigen Rutsches halte ich momentan für eher gering. Bei 20.400 - 21.000 findet der Index Unterstützung für den Fall von Abwärtskorrekturen.

 

AUMANN knickt wieder ein - Gefahr?

Die Kurserholung des Elektromotoren-Herstellers der vergangenen Tage wird abverkauft. Ob Grund zur erneuten Panik besteht oder nicht, sagt uns der Chart.

Die starke Rallybewegung im September wurde zuletzt heftig abverkauft, panikartig wurde der Kurs vier Tage in Folge nach unten gedrückt und verlor rund 30 % an Wert. Am breiten Unterstützungsbereich um 70,00 EUR wurde der Wert aufgefangen, es folgte eine Erholung.

Idealerweise war der große Abverkauf nur ein bullischer Pullback und die anschließende Erholung der Auftakt zu einer neuen Aufwärtsbewegung. Demnach könnte der heutige Kursrücksetzer möglicherweise Einstiegschancen bieten. Die Aktie sollte bald wieder nach oben blicken und zum Hoch bei 95,48 und später ca. 111,00 - 114,00 EUR klettern. Kritischer wird es jetzt erst wieder bei einem Rückfall per Tagesschluss unter 72,30 EUR, dann könnten weitere Abgaben bis 66,30 - 66,40 oder 61,00 EUR folgen.

 

LUFTHANSA - Nichts ist schöner als Fliegen

Die Aktie der Lufthansa setzte in den letzten Tagen ihre massive Rally fort. Der nach wie vor überkaufte Zustand wird von den Käufern weiterhin ignoriert.

Die Lufthansa-Aktie befindet sich seit über einem Jahr in einer starken Aufwärtsbewegung. Ausgangspunkt war das Tief aus dem Oktober 2016 bei 9,10 EUR. Anfang August 2017 setzte nach einem Konsolidierungstief bei 17,80 EUR eine noch steilere Rally ein. Am 25. Oktober 2017 gab die Aktie zuletzt Zahlen bekannt. Daraufhin eröffnete der Wert schwächer, nachdem er sich zuvor dem Allzeithoch bei 26,64 ER aus dem Jahr 1998 stark angenähert hatte, drehte aber dann im Tagesverlauf ausgehend vom Aufwärtstrend seit August wieder nach oben. Es kam sogar zu einem Schlusskurs oberhalb von 26,64 EUR. Seitdem haben sich die Papiere der Fluggesellschaft nicht nur über 26,64 EUR etabliert, sondern auch relativ deutlich nach oben abgesetzt.

Damit ist die Aufwärtsbewegung weiterhin intakt. Kursgewinne in Richtung 30,00 EUR sind kurzfristig durchaus möglich. Ein dynamischer Rückfall unter 26,64 EUR könnte allerdings eine größere Konsolidierung auslösen. In diesem Fall wären Abgaben in Richtung 24,12 oder sogar 21,22 EUR möglich.

 

SILBER - Bullen starten den großen Angriff

Der Silberpreis erholte sich zuletzt von einer mehrwöchigen Abwärtsbewegung, bildete dabei einen soliden Boden aus und konnte mit einem steilen Intradayanstieg überzeugen. Die Weichen für eine starke Kaufwelle sind gestellt.

Widerstände: 17,23 + 17,67 + 17,91 

Unterstützungen: 16,96 + 16,60 + 16,26 

Rückblick: Anfang Oktober gelang es der Käuferseite bei Silber, einen kurzfristigen Abwärtsimpuls, der am Jahreshoch bei 18,21 USD seinen Ausgang genommen hatte, an der Unterstützung bei 16,26 USD abzubremsen. Nach einer Erholung, die kurzzeitig sogar über den Widerstand bei 17,23 USD führte, setzte eine weitere Korrektur ein. Diese nahm bereits früh die Züge einer bullischen Flagge an, die im weiteren Handelsverlauf mit einer massiven Aufwärtsbewegung durchbrochen wurde. Aktuell versuchen die Bullen bereits, den Widerstand bei 17,23 USD zu knacken.

Charttechnischer Ausblick: Der Ausbruch aus der Konsolidierung der letzten Wochen und die Dynamik, mit der dieser vollzogen wurde, sprechen klar für die Käuferseite. Diese dürfte jetzt auch die Barriere bei 17,23 USD aus dem Weg räumen und Silber bis 17,91 USD antreiben. Darüber könnte es zu einer Ausweitung des Anstiegs bis 18,21 und 18,50 USD kommen. Sollten die Bullen dagegen jetzt an der 17,23 USD-Marke scheitern, wäre ausgehend von 16,96 USD mit einem zweiten Ausbruchsversuch zu rechnen.

Erst unterhalb der Marke würde es zu einer stärkeren Gegenbewegung bis 16,60 USD kommen. Doch auch von dort aus könnte sich der Wert weiter nach Norden bewegen. Erst unter der 16,60 USD-Marke wäre der Anstieg beendet und ein Abverkauf bis 16,01 USD zu erwarten.

Der Wert ist weiter konsolidierungsgefährdet. Die nächste Abwärtswelle läuft bereits. Das Kursrisiko beziffert sich kurzfristig weiter auf 115,50 bis 114,40 USD. Dort verläuft auch der EMA50. Von dieser Zone aus wäre eine Wiederaufnahme der übergeordneten Aufwärtsbewegung denkbar. Kommt es dagegen zu keiner Stabilisierung, liegt bei 111,40 USD eine weitere Haltemarke im Chart. Erst wenn die Aktie über 120,89 USD steigt, wäre die Konsolidierungsgefahr gebannt.

Wem gehört die Milliarden-Wallet?

Der Bitcoin-Boom hat eine neue Klasse von superreichen Nerds geschaffen. In einer einzigen Bitcoin-Adresse stecken ganze 1,1 Mrd. Dollar in Bitcoins. Wem gehören die ganzen Coins?

Ein großer Vorteil (oder auch Nachteil) der fantastischen neuen Welt der Kryptowährung Bitcoin ist, dass alle Transaktionen öffentlich aufgezeichnet werden. In der sogenannten Blockchain sind alle Transaktionen vermerkt - und für jeden einsehbar.

Bekannt sind jeweils die Adressen des Absenders, des Empfängers, und der Betrag. Allerdings können die Adressen von Absender und Empfänger - wenn gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachtet wurden - in der Regel keiner natürlichen Person oder einem Unternehmen zugeordnet werden. Dies wird als "Pseudonymität" bezeichnet.

Das sind die reichsten Bitcoin-Adressen

Die Pseudonymität des Bitcoins ermöglich auch den Blick in fremde Wallets. Einige Seiten im Internet zeigen sogar eine Liste der "reichsten" Bitcoin-Adressen in Echtzeit.

Eine Zeitlang gehörte die größte Bitcoin-Wallet der US-Bundespolizei FBI. Sie hatte Bitcoin-Beträge des verbotenenen Internetmarktplatzes "Silk Road", auf dem mit Waffen und Drogen gehandelt wurde, beschlagnahmt. Aber die beschlagnahmten Bitcoins befinden sich nicht mehr im Besitz des FBIs, sondern wurden zwischenzeitlich versteigert.

Die aktuell reichste Bitcoin-Adresse lautet 3D2oetdNuZUqQHPJmcMDDHYoqkyNVsFk9r. Auf diesem "Konto" befinden sich aktuell rund 157.300 Bitcoins, was mehr als 1,1 Mrd. Dollar entspricht. Wer steckt nun hinter dieser Bitcoin-Adresse? Der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto? Die Mafia?

Die Antwort ist weit weniger aufregend: Die Wallet gehört offenbar Bitfinex, der weltweit größten Bitcoin-Börse. In der Adresse befinden sich also wohl Gelder von Bitfinex-Kunden in Verwahrung. Auch zahlreiche andere Bitcoin-Adressen in den Top 100 dürften Unternehmen gehören, die Bitcoin für ihre Kunden verwalten.

Die folgende Grafik zeigt die zehn reichsten Bitcoin-Adressen (Quelle: bitinfocharts.com).

Satoshi Nakamoto bleibt der reichste Bitcoin-Besitzer

Der wohl mit Abstand reichste Bitcoin-Besitzer ist aber sehr wohl bekannt. Es dürfte sich dabei um den Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto handeln. Wer sich hinter Nakamoto verbirgt, ist bis heute unbekannt. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um ein Pseudonym. Nakamoto nutzte in der Anfangszeit des Bitcoins nicht eine einzige Adresse, sondern zahlreiche. Die Zahl der Bitcoins, die sich heute im Besitz von Nakamoto befinden, ist deshalb nicht genau bekannt und wird auf 1,1 Mio. geschätzt. Das würde den Bitcoin-Erfinder heute ganze 7,7 Mrd. Dollar schwer machen. Allerdings hat Nakamoto zumindest den Großteil seiner Bitcoins nie angetastet und weder in Dollar umgewandelt noch für sonstige Zwecke verwendet. Er hat also gewissermaßen nichts von seinem Reichtum.

Eine der Adressen, die Nakamoto gehört, lautet 1A1zP1eP5QGefi2DMPTfTL5SLmv7DivfNa. Es handelt sich um die allererste jemals erzeugte Bitcoin-Adresse. Zahlreiche Menschen haben bereits kleinere oder auch größere Beträge an diese Adresse überwiesen - um gegenüber Nakamoto Dankbarkeit für seine Erfindung zu bekunden.

 

 

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchtenliche Marktinfo KW43

DAX & EURO - EZB senkt Anleihekaufprogramm

Die EZB gibt bekannt, die Anleihekäufe ab Januar von 60 auf 30 Mrd. EUR. Im DAX führte dies zu weiteren Kursgewinnen, während der EUR deutliche unter Druck kommt. Eine Trendentscheidung ist aber in beiden noch nicht gefallen. Beide bleiben aktuell noch in ihren Konsolidierungszonen der letzten Tage.

EUR/USD-UPDATE: Auf Tauchstation nach EZB-Entscheid

Den Marktteilnehmern schmeckt die zeitliche Ausdehnung des Ankaufprogramms nicht. EUR/USD geht nach dem EZB-Entscheid auf Tauchstation und gibt gut 80 Pips vom Tageshoch bei 1,1830 USD nach.

Wie sieht das Chartbild aus? Das Paar fällt am Donnerstag Nachmittag in die Nähe der wichtigen charttechnischen Unterstützung im bereich 1,1720/30 USD. Hier müssen die Bullen Farbe bekennen, ansonsten droht ein direkter Durchmarsch Richtung 1,1670 USD. Neue prozyklisch bullische Signale entstehen erst bei einem Anstieg zurück über 1,1810/20 USD. Bis dahin dominieren die Abwärtsrisiken in den Bereich 1,1660/90 USD.

 

WIRECARD - Es wird volatiler

Am Donnerstag konnte die WireCard-Aktie fast wieder auf ein neues Allzeithoch ansteigen und einen damit die Korrektur der letzten Tage vergessen lassen. Volatil geht es seit einigen Tagen in der Wirecard-Aktie zu. Dies ist eine Entwicklung, die Anleger zuletzt nicht mehr gewohnt waren. Seit August bewegte sich die Aktie nahezu täglich auf ein neues Hoch, wobei die Tagesschwankungen eher moderat blieben. Dies änderte sich heute vor einer Woche, als bei 82,92 EUR Gewinnmitnahmen einsetzten und die Aktie korrigierte. Im Tief fielen die Kurse bis auf 76,92 EUR zurück, wo sich die Käufer wieder in Szene setzten. Mit einem Plus von über 4,50 % ist die Aktie heute die größte Gewinnerin im TecDAX und schickt sich an, den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Im Rahmen dessen wären weitere Gewinne auf 85 EUR und darüber möglich.

Auf der anderen Seite sollten die Kurse jetzt nicht mehr per Tagesschlusskurs unter 76,92 EUR zurückfallen. Dies hinterließe eine kurzfristige Topformation und könnte in der Aktie eine ausgedehntere Konsolidierungsphase einläuten. Zahlen und Ausblick überzeugen! Verantwortlich für den heutigen Kurssprung sind die überraschend gemeldeten Quartalszahlen. Laut Terminkalender sollten diese erst Mitte November vorliegen. Investoren wird dieser Umstand jedoch durchaus gelegen kommen, denn die Zahlen überzeugen und können damit die Korrektur beenden: Wirecard erhöht operative Gewinnprognose und erwartet nun für das Gesamtjahr ein EBITDA von €398-415 Mio (bisher: €392-406 Mio). Wirecard hat im dritten Quartal ein EBITDA von €110,2 Mio (VJ: €81,5 Mio) und einen Umsatz von €406,5 Mio (VJ: €267,6 Mio) erzielt.

CHEVRON - Abwärtsrisiken bleiben akut

Der Wert ist weiter konsolidierungsgefährdet. Die nächste Abwärtswelle läuft bereits. Das Kursrisiko beziffert sich kurzfristig weiter auf 115,50 bis 114,40 USD. Dort verläuft auch der EMA50. Von dieser Zone aus wäre eine Wiederaufnahme der übergeordneten Aufwärtsbewegung denkbar. Kommt es dagegen zu keiner Stabilisierung, liegt bei 111,40 USD eine weitere Haltemarke im Chart. Erst wenn die Aktie über 120,89 USD steigt, wäre die Konsolidierungsgefahr gebannt.

Jahr

2017

2017e*

2017e*

Umsatz in Mrd. USD

114,47

137,22

137,97

Ergebnis je Aktie in USD

1,07

4,03

4,82

KGV

111

29

25

Dividende je Aktie in USD

4,29

4,33

4,43

Dividenderendite

3,62%

3,66%

3,74%

e*=erwartet

 

 

 

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW42

 

MDAX kratzt wieder am Allzeithoch

Der Index zeigt sich weiterhin in einer sehr starken Verfassung und markierte vor wenigen Tagen ein neues Allzeithoch.

Der MDAX konsolidierte nach dem Hoch vom 02. Juni 2017 bei 25.765 Punkten. Aus dieser Konsolidierung brach der Index Mitte September 2017 aus. Am 28. September gelang sogar der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch und kletterte auf 26.203 Punkte. Nach diesem Hoch setzte der Index kurz zurück. Aber am alten Allzeithoch zeigte sich wieder Kaufinteresse. Der Index sollte in den nächsten Tagen und Wochen weiter zulegen. Kursgewinne in Richtung 27.500 Punkte sind durchaus möglich. Ein vorgeschalteter Rücksetzer in Richtung 25.765 Punkte, sollte eingeplant werden. Ein Rückfall unter diese Marke, könnte allerdings zu Abgaben in Richtung 25.000 Punkte führen.

PLATIN: Chance vertan

Die Bullen hatten bei Platin zuletzt die Chance, den Wert mit einem nachhaltigen Ausbruch über 941 USD weiter aus der Gefahrezone um 900 USD zu führen. Diese Möglichkeit wurde kläglich vergeben.

Widerstände: 941 + 967 + 990
Unterstützungen: 900 + 885 + 860 

Rückblick: Wie ein Stein sackte der Platinkurs ab Ende September nach dem Fehlausbruch über die Hürde bei 1.020 USD nach unten. Dieser Kursrutsch drückte den Wert unter die Unterstützungen bei 967 und 941 USD und konnte erst im Bereich der 900 USD-Marke gestoppt werden. Eine erste Erholungsbewegung wurde von den Bären bei 941 USD abgebremst und das Edelmetall setzte erneut zurück. Aktuell durchbrechen die Verkäufer bereits wieder die 920 USD-Marke.

Charttechnischer Ausblick: Im übergeordneten Bild kann davon ausgegangen werden, dass Platin einen tiefen Pullback an die im August überschrittene Abwärtstrendlinie vollzieht. Ob dabei die Tiefs von Mai und Juli den Einsturz bremsen können, ist aktuell fraglich. Zunächst dürfte der Wert jedoch bis 900 USD zurücksetzen. Wird die Marke unterschritten, käme es zum Test der 885 USD-Marke. Dort könnten die Bullen prinzipiell einen Boden ausbilden. Wird die Marke jedoch gebrochen, käme es zu einem Abverkauf bis 860 USD.

Für eine Stabilisierung würde aktuell erst der Anstieg über 941 USD sprechen. In diesem Fall könnte Platin bis 967 USD klettern.

UNITED HEALTH - Nächstes Ziel 220 USD

Die jüngsten Quartalszahlen lagen wieder über den Erwartungen. Der Wert ist eine brutale Cashflow-Maschine und könnte jetzt durchziehen.

UnitedHealth Group ist ein führendes Dienstleistungsunternehmen der Gesundheitsvorsorge. Das Kerngeschäft setzt sich aus Versicherungen und Gesundheitsfürsorge zusammen, die jeweils über die beiden Bereiche UnitedHealthcare und Optum erbracht werden. Langfristig ist der Wert klar bullisch und gehörte in den letzten Jahren zu den großen Outperformern. Die Fundamentaldaten stützen diese Entwicklung. Auf Sicht von 10 Jahren stieg der Umsatz von 75,4 auf 184,8 Mrd USD. Der Gewinn je Aktie legte von 3,42 auf 7,25 USD zu, die Dividende von 0,03 auf 2,63 USD (Rendite aktuell 1,55 %). Die forward P/E liegt bei 17-18 nach aktuell 23,2. Erstaunlich ist neben der Performance von über 1.000 %, seit der Finanzkrise, vor allem die extrem niedrige Schwankungsbreite über Jahre hinweg. Der Wert zieht schlichtweg seit Jahren durch. Einer der Gründe dürfte der stetig steigende freie Cashflow sein. In diesem Jahr soll dieser ein Rekordniveau von 12,6 Mrd USD erreichen, nach 8,1 Mrd USD im Vorjahr.
Nach den jüngsten Quartalszahlen startet der Wert erneut durch. Oberhalb von 200 USD rückt ein Kursziel bei 220 USD in den Fokus.

Hier die Quartalszahlen:
UnitedHealth Group Inc. übertrifft im dritten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $2,66 die Analystenschätzungen von $2,56. Umsatz mit $50,32 Mrd. unter den Erwartungen von $50,35 Mrd. / Quelle: Guidants News http://news.guidants.com

GILEAD - setzt sich auf den alten Abwärtstrend

Wie erwartet war Gilead auf der Suche nach einem Übernahmekandidaten, um die Milliarden an freiem Cashflow "unterzubringen". Seitdem geht es aufwärts, die mehrjährigen Abwärtstrends wurden überwunden.

Gilead Sciences Inc. ist ein unabhängiges und weltweit operierendes Biotechnologie-Unternehmen. Kernkompetenz ist die Entwicklung von therapeutischen Lösungen für die Behandlung von lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten. Der Wert befand sich eine lange Zeit in einer korrektiven Bewegung, die Abwärtstrends dominierten das Geschehen. Die fundamentale Entwicklung ist beeindruckend. In den zurückliegenden zehn Jahren ist der Umsatz von 4,2 auf 30,4 Mrd USD gestiegen, lag im Hoch aber auch schon bei 32,6 Mrd USD. Der Gewinn je Aktie ist von 0,84 auf 9.94 USD regelrecht explodiert. Der freie Cashflow lag in den letzten Jahren zwischen 12,2 und 19,5 Mrd USD. Lange musste man sich die Frage stellen, warum das Management die Mittel nicht für Zukäufe nutzt. Im August ist es endlich dazu gekommen. Gilead übernimmt Kite Pharma für 180 USD je Aktie, über 11 Mrd USD. In den meisten Fällen geben Aktien nach, wenn solche Summen für Übernahmen ausgegeben werden, hier jedoch nicht. Seitdem ging es spürbar aufwärts.
Die forward P/E liegt bei 11 nach aktuell 8,7 und durchschnittlich 20,0 in den letzten fünf Jahren.

Das Chartbild hat soch durch die Hinzugewinne der letzten Monate deutlich aufgehellt. Die dominierenden Abwärtstrends wurden überwunden und wirken nun stützend. Aktuell vollzieht der Wert einen Rücklauf an das Ausbruchsniveau bei 80 USD. Können die Bullen diesen Bereich verteidigen, ist ein erneuter Anstieg in Richtung 86-87 USD wahrscheinlich.

EUR/USD - Kommt eine zweite Erholungswelle?

Rückblick:
EUR/USD brachte in der abgelaufenen Handelswoche die avisierte „Aufwärtsreaktion in den Bereich 1,1780/1,1830 USD“, nach den Sitzungsprotokollen des FED-Meetings am Mittwochabend stieg das Paar dann sogar zeitweise bis auf 1,1880 USD. Im Bereich 1,1860/80 USD wurde die Luft aber ziemlich dünn für die Bullen und das Paar korrigierte kurz vor Wochenultimo einen Großteil der aufgelaufenen Erholungsgewinne.

Ausblick:
Die bevorstehende Handelswoche hat im Hinblick auf die anstehenden Wirtschaftsdaten relativ wenig zu bieten - fast alle Konjunkturdaten sind eher in die Kategorie zweite Reihe einzustufen. Der Markt preist aktuell zu 83 % einen nächsten Zinsschritt der FED im Dezember ein, daran dürfte sich in den bevorstehenden Tagen wenig ändern. Der Wirtschaftsdatenkalender hat wie gesagt relativ wenig zu bieten in den kommenden Tagen, eventuell bringt die Draghi-Rede am Mittwochvormittag ein paar neue Impulse.

Wie sieht das technische Bild aus?

Im Bereich 1,1775 USD befindet sich das 50 %-Retracement der Erholungswelle aus der vergangenen Woche. Kann dieses Level gehalten werden, stünde einer zweiten Erholungswelle in den Bereich 1,1879/90 USD aus charttechnischer Sicht wenig im Wege. Unterhalb von 1,1775 USD wäre hingegen ein weiterer Abverkauf Richtung 1,1660/90 USD einzuplanen.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW41

 

DAX - Kursziel bei 15.170 Punkten!?

Der DAX zeigte sich die letzten Wochen extrem stark und korrigierte im Zuge der Kaufwelle kaum. Belohnt wurde dies mit einem neuen Allzeithoch. Aber ist der DAX dies auch "wert"?

Ein ganz starker September und bisher auch Oktober verhalfen dem Deutschen Aktienindex zu einem neuen Allzeithoch. Investoren wird es freuen, gleichzeitig aber auch eine Frage aufkommen lassen: ist der DAX zu teuer? Immerhin sind die Kurse seit dem Jahrestief 2016 bei 8.699 Punkten knapp 50 % gestiegen.

  1. Um dieser Frage auf fundamentaler Ebene nachzugehen, treffen wir zwei Annahmen:
  2. Die Marktteilnehmer nehmen zukünftige Entwicklungen vorweg.

Konsolidierungszonen im Chart stellen Gleichgewichtssituationen dar. Sie können als „faire Bewertung“ angesehen werden. Sie werden verlassen, sollten sich die zukünftigen Rahmenbedingungen verändern.

Mit diesen beiden Annahmen brauchen wir nur einen Blick auf den Chart zu werfen, um den fairen Wert des Dax für das Jahr 2016 zu ermitteln. Wir brauchen lediglich nach Konsolidierungszonen Ausschau halten. Abbildung 1 zeigt den Deutschen Aktienindex über die letzten zwei Jahre.

Unschwer zu erkennen ist, dass der Dax in 2016 konsolidierend im Sinne einer Bodenbildung unterwegs war. Im Rahmen dieser lassen sich zwei Handelsschwerpunkte auf Basis des kumulierten Volumens (nicht dargestellt) ausmachen. Der erste Handelsschwerpunkt liegt um 9.950 Punkte und der zweite bei 10.675 Punkten. In beiden Preisbereichen wurde extrem viel gehandelt. Bullen und Bären empfanden diese Preisniveaus angesichts der damaligen Rahmenbedingungen als fair und handelten dementsprechend lange um diese Kursniveaus herum seitwärts.

Wie stand es damals um die Fundamentals? Um eine Abschätzung für 2017 vornehmen zu können, müssen wir im zweiten Schritt den „gehandelten Dax-Preisen“ einen fundamentalen Wert zuordnen. Hierfür greifen wir auf die Gewinne je Aktie zurück. In 2016 summierten sich diese über alle 30-Dax-Aktien auf 133,57 EUR. Diese Daten lagen während des Jahres 2016 natürlich noch nicht vor, jedoch haben wir unseren Überlegungen vorangestellt, dass die Börse die Zukunft handelt. Insofern ließe sich formulieren, dass kumulierte Gewinne der Dax-Aktien in Höhe von 133,57 EUR mit 9.950 Punkten bzw. 10.675 Punkten (unsere Konsolidierungszonen) bewertet und als fair empfunden wurden.

Hat man 2017 übertrieben? Mit diesem Status quo können wir nun abschätzen, inwieweit man in 2017 übertrieben hat. Dazu werden die Wachstumsaussichten der Dax-Unternehmen in diesem Jahr ausgewertet. In Abbildung 2 sind die Wachstumsschätzungen für 2017 je Aktie aufgelistet. In Adidas geht man beispielsweise von einem Gewinn von 5,75 EUR in diesem Jahr aus, während in 2016 5,08 EUR je Aktie verdient wurden. Daraus ergibt sich ein erwartetes Wachstum von 13,19 %, welches im Diagramm abgetragen wurde.

Auffälligkeiten gibt es dabei bei der Deutschen-Bank-Aktie, sowie E.ON und RWE. Alle drei erwirtschafteten in 2016 einen Verlust je Aktie, während für dieses Jahr mit einem positiven Ergebnis gerechnet wird. Dies führt dazu, dass sich mathematisch keine vernünftige Wachstumsrate ermitteln lässt. Bei E.ON und RWE kommt hinzu, dass diese aufgrund ihrer Umstrukturierungen nicht mehr die gleichen Aktien wie in 2016 sind, womit ein Vergleich zusätzlich erschwert wird. Der letzte Eintrag im Diagramm ist das kumulierte Ergebnis für alle Dax-Aktien für dieses Jahr. Demnach wird in 2017 über alle Dax-Aktien mit einem Wachstum von knapp 32 % gerechnet.

Schätzung und Realität In der folgenden Abbildung sehen Sie die „tatsächliche“ Wachstumsrate in 2017 auf Basis der bisherigen Quartale. Unschwer zu erkennen ist, dass man über den Erwartungen von 32 % liegt. Mit Blick auf die ersten beiden Quartale konnten Wachstumsraten von 42,11 % gegenüber dem Vorjahr (gleicher Zeitraum) gemeldet werden.

Der faire Wert des DAX in 2017  Mit den bisherigen Überlegungen haben wir alle Daten zusammen, um eine Einschätzung für 2017 abgeben zu können. Demnach können Investoren aufatmen, denn von einer Übertreibung kann angesichts von Kursen knapp unterhalb von 13.000 Punkten noch nicht gesprochen werden. War der Index 2016 mit den damaligen Unternehmensgewinnen bei 9.950 Punkten fair bewertet, würde sich bei einem unterstellten Wachstum von 32 % ein rechnerisch fairer Wert für 2017 bei ca. 13.135 Punkten ergeben. Wird der zweite Gleichgewichtspreis bei 10.675 Punkten aus dem vergangenen Jahr als Basis herangezogen, hätte der Index sogar noch Platz bis auf 14.100 Punkte.

Noch höhere Kursziele ergeben sich, wird die bisherige Wachstumsrate in 2017 von 42,11 % auf das Gesamtjahr übertragen. Das Minimalziel im Dax läge dann bei ca. 14.150 Punkten. Ausgehend von 10.675 Punkten würde sich sogar ein rechnerisches Kursziel von 15.170 Punkten ermitteln lassen.

Zusammenfassung Das einzig sichere an der Börse ist deren Unsicherheit. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die vorliegende Überlegung zu werten. Argumentativ schlüssig hegt sie keinen Anspruch auf absolute Korrektheit, sondern stellt lediglich den Versuch dar, ausgehend von den Wachstumsraten in 2017 eine Orientierung für den fairen Dax-Wert zu finden. Im Rahmen dieser Überlegungen kommen wir zu dem Schluss, dass im Dax noch keine Übertreibung vorliegt. Im Gegenteil. Je nach Rechnung hätte der Index sogar noch ordentlich Potenzial. Bei einem rechnerischen Ziel von 15.170 Punkten dürften die Kurse sogar noch ca. 17 % zulegen. Investoren dürfte diese Nachricht freuen. Abzuwarten bleibt, ob der Dax unsere Argumentation folgen wird.

PLATIN: Kein leichtes Unterfangen

Platin hat sich nach den massiven Verlusten der Vormonate stabilisieren können und arbeitet an einer kurzfristigen Fortsetzung der derzeitigen Erholung. Dabei stellt sich dem Edelmetall eine starke Barriere in den Weg.

Widerstände: 941 + 967 + 990  Unterstützungen: 920 + 900 + 885  Rückblick: In den vergangenen Tagen konnten die Bullen bei Platin einen kurzfristigen Boden an der Unterstützung bei 900 USD ausbilden und damit den steilen Abwärtstrend seit Anfang September abbremsen. Mit der Rückeroberung der beiden früheren Haltemarken bei 920 und 927 USD gelang ihnen im gestrigen Handel ein weiteres bullisches Signal. Allerdings setzte der Wert nach dem Erreichen der Hürde bei 941 USD wieder leicht zurück.

Charttechnischer Ausblick: Die Baisse bei Platin ist nach wie vor intakt und wurde auch durch die jüngste Erholung noch nicht in Frage gestellt. Dennoch könnten die Bullen jetzt bei einer Verteidigung der 920 USD-Marke die Weichen für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung stellen. Wird die 941 USD-Marke anschließend überschritten, könnte das Edelmetall zügig bis 967 USD klettern. Ein Ausbruch über den Widerstand hätte ein Kaufsignal mit einem ersten Ziel bei 990 USD zur Folge.

Abgaben unter 920 USD würden den Abwärtstrend dagegen reaktivieren und für Verluste bis 900 USD sorgen. Darunter käme es zu einer steilen Verkaufswelle bis 885 und 860 USD.

UPS - Sie kann wieder durchstarten

Der Transportsektor in den USA war zuletzt sehr stark. Die Aktie von UPS besitzt nach einem Rücksetzer gute Chancen auf eine Trendfortsetzung.

Transportwerte waren die Gewinner in den vergangenen Handelswochen. Schauen Sie sich nur die Charts der Aktien von Fedex oder der Deutschen Post an! Aber auch die Kursentwicklung der UPS-Aktie kann sich sehen lassen. Die absolvierte Konsolidierung bietet wieder Einstiegschancen.

So hat der Wert zuletzt im Unterstützungsbereich zwischen 117,00 und 116,50 USD nach oben gedreht. Dort wird in Kürze auch der EMA50 auftreffen. Hält diese Zone also auch in Zukunft, könnte die eingeleitete Aufwärtsbewegung sich weiter fortsetzen. Das Hoch bei 120,95 USD wäre das erste Ziel, darüber notiert bei 125,40 USD ein Fibonacci-Ziel. Ein Bruch des EMA50 wäre dagegen bärisch zu werten.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

60,91

64,53

68,00

Ergebnis je Aktie in USD

5,75

6,01

6,45

KGV

21

20

18

Dividende je Aktie in USD

3,12

3,32

3,48

Dividendenrendite

2,62%

2,79%

2,93%

*e = erwartet

 

 

 

FRAPORT - Konsolidierung könnte in Kürze enden

Fraport veröffentlichte die Verkehrszahlen für September und konnte dabei Zuwächse verzeichnen. Die Aktie steht vor einem technischen Kaufsignal.

Der Flughafen-Betreiber Fraport hat seine Verkehrszahlen für den Monat September präsentiert. Zum zehnten Mal in Folge stieg die Zahl der Passagiere am Flughafen Frankfurt. Im September wurden 6,23 Mio. Personen befördert, was einem Anstieg von 5,4 % gegenüber dem Vormonat entspricht. Auch das Fracht- und Postvolumen erhöhte sich, und zwar um 4,3 % auf 184.614 Tonnen.

Die Fraport-Aktie bewegt sich seit August in einer Konsolidierung. Um 79,00 EUR konnte sich der Titel aber wiederholt stabilisieren. Die jüngste Erholung führte den MDAX-Titel zurück an den Abwärtstrend, der bei rund 82,50 EUR verläuft. Wird dieser in den kommenden Tagen überwunden, steht einem Anstieg auf neue Hochs wenig im Weg. Einzig das Zwischenhoch bei 84,80 EUR könnte als Etappenziel genannt werden. Unter 78,00 EUR dürfte sich die Konsolidierung dagegen preislich wie zeitlich ausdehnen. Bei 70,42 EUR liegt für dieses Szenario die nächste Supportmarke im Chart.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. EUR

2,59

2,92

3,11

Ergebnis je Aktie in EUR

4,06

3,42

3,95

KGV

20

24

21

Dividende je Aktie in EUR

1,50

1,50

1,64

Dividendenrendite

1,83%

1,83%

2,00%

e* = erwartet

 

 

 

Geheimabkommen: Droht der Dollar-Kollaps?

Ein für vier Jahrzehnte geheim gehaltenes Abkommen zwischen Saudi-Arabien und den USA steht auf der Kippe und könnte das bisherige Weltfinanzsystem zum Kollaps bringen. Die Schlüsselrolle dabei spielt China.

Die Vorherrschaft des US-Dollars als weltweit wichtigste Reservewährung ist nicht nur der wirtschaftlichen Stärke der USA zu verdanken, sondern auch Folge von Geheimdiplomatie. Nach dem Ende des sogenannten Bretton-Woods-Systems Anfang der 1970er Jahre drohte der Dollar rapide an Bedeutung zu verlieren. Im Bretton-Woods-System hatten sich die damals wichtigsten Notenbanken noch verpflichtet, ihre Reserven vor allem in Dollar und nicht in Gold zu halten. Nach dem Ende von Bretton Woods drohte ein Dollar-Kollaps. Denn die Goldbindung des Dollars wurde aufgehoben und ausländische Notenbanken hatten immer weniger Gründe, ihre Reserven vor allem im Dollarraum anzulegen.

Durch geschickte Geheimdiplomatie konnten die USA aber einen rapiden Bedeutungsverlust des Dollars verhindern. Eine wichtige Rolle spielte dabei der damalige US-Finanzminister William Simon, ein früherer Anleihehändler der US-Investmentbank Salomon Brothers, der im Auftrag von US-Präsident Richard Nixon ein Geheimabkommen mit der Ölmacht Saudi-Arabien aushandelte, um den Dollar zu stützen.

Das Geheimabkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien führte zum sogenannten Petrodollar-System mit den folgenden Entwicklungen:

  • Die USA beziehen ihr Öl vor allem aus Saudi-Arabien
  • Saudi-Arabien verkauft sein Öl in Dollar und nicht in anderen Währungen
  • Wer Öl kaufen will, muss sich deshalb Dollar beschaffen (---> künstliche Dollarnachfrage)
  • Saudi-Arabien legt seine Erlöse aus Ölverkäufen in US-Staatsanleihen an (---> künstliche Nachfrage nach US-Staatsanleihen)
  • Die USA schützen Saudi-Arabien militärisch und liefern moderne Waffentechnik an das arabische Land

Das Abkommen zwischen den USA und Saudi-Arabien wurde für vier Jahrzehnte geheim gehalten. Auch wenn ein solches Abkommen von vielen Beobachtern vermutet wurde, gab es keine offizielle Bestätigung dafür. Alles wurde hinter verschlossenen Türen ausgehandelt. Jahrzehntelang war es ein offenes Geheimnis, dass Saudi-Arabien riesige Beträge (zuletzt mehr als 100 Mrd. Dollar) in US-Staatsanleihen geparkt hatte, aber das Land tauchte in der Statistik des US-Finanzministeriums über ausländische Halter von Staatsanleihen nicht auf. Erst eine Anfrage der Finanznachrichtenagentur Bloomberg im vergangenen Jahr führte zu einer ersten offiziellen Bestätigung des Abkommens, dessen Nachwirkungen wohl bis heute zu einer künstlichen Nachfrage nach US-Dollars und US-Staatsanleihen führen.

China gefährdet das Petrodollar-System Doch das so sorgsam austarierte System könnte jetzt kollabieren. Verantwortlich dafür ist der wirtschaftliche Aufstieg Chinas. Das Reich der Mitte kritisiert schon seit Jahren die Rolle des Dollars als weltweit wichtigste Reservewährung. China will die eigene Währung internationalisieren und hat es dabei vor allem auf den Rohstoffhandel abgesehen.

China will offenbar noch in diesem Jahr den Handel von Öl-Futures in der Landeswährung Yuan starten. Das Land ist inzwischen zum weltweit größten Öl-Importeur aufgestiegen. Die neuen chinesischen Future-Kontrakte auf Öl sollen auch in physischem Gold bezahlt werden können. Dies hätte zur Folge, das Ölkäufer nicht mehr darauf angewiesen wären, sich Dollars zu beschaffen, um damit Öl zu erwerben. Die chinesischen Öl-Kontrakte könnten auch zum neuen Öl-Benchmark werden und die in US-Dollar notierten Ölsorten WTI und Brent Crude unwichtiger werden lassen. Länder, die unter US-Sanktionen leiden, könnten ihr Öl zudem in China verkaufen, was auch zu einem politischen Bedeutungsverlust der USA führen würde.

Sollten die chinesischen Pläne verwirklicht werden, droht ein rapider Bedeutungsverlust des Dollars. Wird Öl nicht mehr in Dollar, sondern vor allem in Yuan gehandelt, werden Ölkäufer sich keine Dollar mehr beschaffen müssen, was die Nachfrage nach der US-Währung insgesamt mindert. Länder wie Saudi-Arabien werden zudem weniger Geld im Dollarraum anlegen, wodurch die Nachfrage nach US-Staatsanleihen sinken dürfte. Besonders bedeutsam wird das dadurch, dass auch die US-Notenbank gerade mit der Reduzierung ihrer Bilanzsumme begonnen hat und künftig weniger US-Staatsanleihen halten wird.

Kurzfristig deuten sowohl fundamentale als auch charttechnische Überlegungen eher einen stärkeren US-Dollar an. In den kommenden Jahren aber könnte eine massive Dollarschwäche drohen, sollten die chinesischen Pläne in die Realität umgesetzt werden.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW40

DAX - Jahresendspurt möglich

Der DAX bildete nach dem Hoch aus dem Jahr 2015 bei 12.390 Punkten eine große bullische Flagge aus. Aus dieser brach der Index im August 2016 nach oben aus. Danach lief er zunächst oberhalb der Flagge seitwärts. Mit dem Ausbruch über 10.802 im Dezember 2016 startete eine starke Kaufwelle, welche zu einem Allzeithoch bei 12.951 Punkten führte.

Anschließend konsolidierte der Index deutlich und fiel im Wochenchart auf seinen EMA 50 zurück. Knapp darüber kam es zu einer Bodenbildung in Form eines Doppelbodens. Zuletzt zog der DAX wieder deutlich an. In dieser Woche kratzte er am Allzeithoch und notierte sogar schon darüber.

Gelingt dem DAX ein stabiler Ausbruch über 12.951 Punkte, dann könnte der Index in den restlichen Monaten des laufenden Jahres noch deutlich ansteigen und gegenüber dem Dow Jones einiges an Performance aufholen. Ein Anstieg in Richtung 14.000 Punkte bis zum Jahresende, wäre keine große Überraschung. Sollte der DAX aber am Allzeithoch scheitern, müsste zunächst einmal mit Abgaben in Richtung 12.390/12.301 Punkte gerechnet werden.

PLATIN: Abwärtsdruck hält an

Platin befindet sich seit Wochen in einer steilen Verkaufswelle und droht jetzt bis an den Ausgangspunkt des letzten mittelfristigen Aufwärtstrends zu fallen. Kann dort eine Bodenbildung einsetzen?
Widerstände: 927 + 941 + 967 
Unterstützungen: 900 + 885 + 860 

Rückblick: Anfang September setzte bei Platin ein steiler Kurseinbruch ein, der die Zugewinne der vorherigen Monate schlagartig zunichtemachte. Der Auftakt für den Einbruch war das Unterschreiten der Kreuzunterstützung bei 990 USD. Dieses kurzfristige Verkaufssignal weitete sich in den folgenden Tagen zu einer massiven Abwärtswelle aus, die Platin aktuell an die kleine Unterstützung bei 900 USD führt. Kurz vor der zentralen Haltemarke bei 885 USD versuchen sich die Käufer aktuell gegen ein mittelfristiges Verkaufssignal zu wehren.

Charttechnischer Ausblick: Es steht viel auf dem Spiel für das Edelmetall. Ein Bruch der 900 USD-Marke würde zum Angriff auf den zentralen Support bei 885 USD führen, der im Mai und Juli noch als solide Unterstützung fungiert hatte. Daher ist davon auszugehen, dass dieser Bereich für eine Bodenbildung genutzt werden kann und anschließend die 927 USD-Marke zurückerobert wird.

Doch erst ein Ausbruch über 941 USD – ob nun mit einer Korrektur bis 885 USD oder vom jetzigen Kursniveau aus- wäre aktuell bullisch zu werten. Damit hätte der Wert die Chance bis 967 USD zu steigen. Bricht Platin dagegen auch unter 885 USD ein, wäre ein weitreichendes Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 860 USD aktiv.

CHECK POINT SOFTWARE - Da ist noch mehr drin!

Die Aktie von Check Point Software steht kurz vor neuen Allzeithochs. Das Aufwärtsmomentum ist da, nun müssen die Käufer aber nachlegen.
Die Konsolidierungsphase könnte mit der Kursentwicklung in dieser Woche enden. Ein starkes mittelfristiges Kaufsignal ist möglich.

Der alles entscheidende Widerstand liegt bei 116,70 USD. Kann diese Hürde per Tagesschlusskurs genommen werden, liegt das nächste Fibonacci-Ziel bei 123,00 USD. Aktuell ist das Chartbild bullisch zu werten und der nächste Kaufimpuls könnte eingeleitet werden. Bei 114,40 USD befindet sich eine kleine Unterstützung im Chart. Unter 109,94 USD wäre die Aufwärtstrendstruktur dagegen zerstört.

Jahr

2016

2017e*

2018e*

Umsatz in Mrd. USD

1,74

1,87

2,00

Ergebnis je Aktie in USD

4,72

5,19

5,66

Gewinnwachstum

9,96%

9,06%

KGV

25

22

20

KUV

11,0

10,3

9,6

PEG

2,2

2,3

*e = erwartet

PFEIFFER VACUUM - Willkommen zurück!

Ein kleines Kursfeuerwerk fackeln die Bullen in Pfeiffer Vacuum ab - und das anscheinend ganz ohne News. Wissen einige vielleicht mehr?
Punktgenau scheiterten die Käufer in Pfeiffer Vacuum im August zum zweiten Mal bei 145,45 EUR, was den dortigen Widerstand bestätigte und im Gegenzug zu einem Test der Unterstützung bei 134,50 EUR führte. Dort prallten die Kurse zunächst zwar noch nach oben ab, jedoch fiel der Support Mitte September.

Mit diesem kurzfristig bärischen Signal (formationstechnisch wurde ein Doppelhoch vollendet), drohte der Aktie eine größere Korrektur oder gar ein Abwärtstrend. Dieses Szenario darf jedoch nicht zuletzt auch wegen der aktuellen Kursentwicklung hinterfragt werden. Nach einer längeren Seitwärtsbewegung direkt unterhalb der alten Unterstützung bei 134,50 EUR kann diese deutlich zurückerobert werden. Gelingt dies nachhaltig, wären weitere Gewinne auf 140 und 145,45 EUR möglich. Sollte der Anstieg abverkauft werden und die Kurse wieder unterhalb von 133,40 EUR notieren - müssten neue Tiefs eingeplant werden.

Wie gefährlich sind ETFs?

ETFs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, doch gerade dieser Erfolg macht sie zu einem Systemrisiko.
Warren Buffett nannte Derivate einmal finanzielle Massenvernichtungswaffen. ETFs sind nun keine Derivate, aber ihre Verbreitung birgt nicht weniger Gefahren. Buffett rät vielen Anlegern, dass sie am besten einen Index-Fonds mit geringen Kosten kaufen sollten. Vor einigen Jahren war das noch ein guter Rat. Inzwischen ist diese Empfehlung geradezu fahrlässig, denn ETFs können für Anleger gigantische Verluste bringen.

Vor mittlerweile zwei Jahren bekamen Anleger einen Vorgeschmack darauf. Am 24. August 2015 fiel so mancher ETF um mehr als 30 %. Grafik 1 zeigt eine Auswahl an ETFs, die betroffen waren. Die tatsächliche Liste ist sehr, sehr lang und kann hier nicht abschließend dargestellt werden. Das ist auch nicht notwendig, denn das Problem wird auch durch die genannten Beispiele gut illustriert.

Am 24. August ging es mit dem Markt abwärts. Der S&P 500 verlor in der Spitze 5 %. Das ist schon ein gewaltiger Einbruch, doch im Vergleich zu den ETFs war das gar nichts. Einige ETFs, die den S&P 500 abbilden, verloren über 20 % an Wert. Besonders pikant waren die Verluste von ETFs, die mit den Prädikaten konservativ und geringe Volatilität bezeichnet sind. Der iShares ETF, der im Namen schon eine konservative Allokation verspricht, verlor über 50 %. Der ETF, der im Namen mit geringer Volatilität wirbt, verlor über 40 %. Was ist da also schiefgegangen?

Für den ETF Crash gibt es eine gute Erklärung. ETFs beinhalten zwar die Werte eines Index, den sie abbilden, doch Anleger handeln diese Werte nicht direkt. Ein ETF ist praktisch wie eine Aktie, deren Kurs durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Will jeder verkaufen, aber niemand kaufen, kann der ETF Kurs massiv vom Index, den er abbildet, abweichen. Genau das geschah 2015. Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen?

Eine unglückliche Verkettung von Umständen führte zu dem Selloff. Für Aktien wie auch für ETFs gibt es Market Maker. Diese stellen Liquidität zur Verfügung. Will jemand seinen ETF verkaufen, findet auf dem freien Markt aber keinen Käufer, springen für gewöhnlich Market Maker ein.

Am 24. August 2015 war das nicht der Fall. Market Maker für ETFs stellen nach dem Arbitrage Prinzip Liquidität zur Verfügung. Jeder ETF hat einen inneren Wert. Dieser Wert ist der Wert aller Einzelkomponenten des Index. Beim Dax entspricht der faire Wert eines Dax-ETF also der Summe der Werte aller 30 Dax-Komponenten.

Nehmen wir an, ich wollte meinen S&P 500 ETF losschlagen. Der faire Wert des ETF liegt bei 100. Zu diesem Preis findet sich aber kein Käufer. In diesem Fall stellt mir ein Market Maker einen Kurs, der knapp unterhalb des fairen Wertes liegt. Ich kann dann z.B. zu 99.9 verkaufen. Der Market Maker stellt diese Liquidität zur Verfügung und streicht gleichzeitig einen Gewinn ein, da er mir den ETF unterhalb des fairen Wertes abnimmt.

Damit diese „Arbitrage-Liquidität“ funktioniert, müssen Market Maker wissen, was der faire Wert ist. Das war am 24. August zur Handelseröffnung nicht möglich. Viele Einzelaktien waren vom Handel ausgesetzt. Wenn es keine Kurse gibt, lässt sich der faire Wert nicht bestimmen. Market Maker stellten also keine Kurse. Der Markt war ganz auf sich alleine gestellt.

Da jeder verkaufen wollte, kam es zum Crash. Erst eine Stunde nach Handelsbeginn normalisierte sich die Lage. Die meisten Aktien waren wieder handelbar und so begann das Market Making wieder zu funktionieren. Wer einen automatischen Stop Loss auf seinen Positionen hatte, verlor je nach ETF zwischen 20 % und 60 %.

ETFs können also richtig gefährlich sein. Je beliebter sie werden, desto problematischer ist die Lage. Da ETFs passive Anlageinstrumente sind, werden immer weniger Aktien aktiv gehandelt. Aktiver Handel findet statt, wenn Anleger das Gefühl haben, dass ein Einzelwert über- oder unterbewertet ist. Je mehr Anleger sich dafür nicht mehr interessieren, desto weniger aktiver Handel findet statt.

So mancher ETF mag als Gesamtkonstrukt sinnvoll sein. Da durch einen ETF aber pauschal Dutzende oder Hunderte Einzelwerte gekauft werden, kommt es zu Verzerrungen. So manche Aktie im S&P 500 wird durch ETFs hochgekauft und weist astronomische Bewertungen auf. Betrachtet man diese Unternehmen für sich, würde man die Finger davon lassen. Wer hingegen einen ETF kauft, kann solche Aktien nicht außenvorlassen und trägt zu weiterer Überbewertung bei.

Je mehr Anleger ETFs kaufen, desto geringer wird der aktive Handel und der Float (frei handelbare Aktien). Je mehr frei handelbare Aktien zur Verfügung stehen, desto liquider ist ein Wert – grob gesagt. ETFs graben Einzelaktien Liquidität ab, sodass es wie im August 2015 wegen fehlender Liquidität bei Einzelwerten zu Handelsstopps kommt. Kommt es zu diesen Stopps, gibt es für die ETFs kein Market Making mehr und sie brechen ein. Ein Teufelskreis.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

Das Dokument mit Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere des Nachdrucks, der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sowie das Darstellen auf Website liegen, auch nur bei auszugsweiser Verwertung, bei der DADAT bzw. ihren Partnern. Alle Rechte vorbehalten.

Autor: BörseGo

Servicehotline: 050 - 33 66 99

ÖFFNUNGSZEITEN: Mo - Fr: 8:00 - 18:00 Uhr

SPERRHOTLINE BANKOMATKARTE: +43 1 204 8800

SPERRHOTLINE KREDITKARTE: +43 1 711 11 770