Wöchentliche Marktinfo KW13

DOW JONES - So geht es mittelfristig weiter!

Ich habe die möglichen Preisniveaus für die Bodenbildung und mögliche mittelfristige Projektionszielmarken zusammengestellt. Sie werden sich nicht wundern.

Der Coronavirus Sell Off hat zu massiven Verwerfungen an den Finanzmärkten geführt. Der US-Dollar ging durch die Decke, US Renditen brachen ein, der Markt der US Staatsanleihen spielte verrückt, auch der Immobiliensektor wurde durchgerüttelt. Der Virus hat viele große Markakteure auf dem falschen Fuß erwischt.

Seit Januar 2018 bildet sich im Dow Jones ein Megaphon aus, es handelt sich um eine Seitwärtsrange mit divergierender Unter- und Oberkante, beide schwarz gestrichelt dargestellt. Der Coronavirus Sell Off hat den Dow Jones Index auf die Unterkante des Megaphons bei 19.500 Punkten abrutschen lassen. Zeitweise wurde diese Trendlinie sogar unterschritten. Wichtig war, dass die 18.000 Punktemarke verteidigt werden konnte. US Politik und US Geldpolitik haben extreme Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Auf Wochenbasis wird ein "bullish engulfing", ein bullisches Candlesticksignal auf der Megaphonunterkante entstehen. Kurzfristig ist der Index überkauft! Es sollte ein Rücksetzer einkalkuliert werden. Auch sollte eine weiterhin hohe Schwankungsanfälligkeit einkalkuliert werden! Meine charttechnische Einschätzung sieht aber in der Tendenz einen mittelfristigen Preisanstieg in Richtung 25.267 Punkte, später 29.500 Punkte vor.

Der Meldungstitel ist forciert formuliert, ja. Natürlich handelt es sich um charttechnische Kommentierung mit Abwägung von Wahrscheinlichkeiten. Ich sehe eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das skizzierte Szenario. Fakt ist: Das wissen Sie, es kann natürlich auch anders kommen. Achten Sie also auf Ihr Risiko- und Moneymanagement!

Heute wurden die extrem schlechten US Arbeitsmarktdaten gekauft. Schlechte Nachrichten wurden gekauft. Das ist ein Zeichen dafür, dass diese schlechten Nachrichten eingepreist sind und der Markt bereits weiter schaut. Die US Notenbank hat sich in bisher nie dagewesener Weise in den Markt gestellt und stützt ihn. Heute gab US FED Chef Jerome Powell vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen auf einem US TV Sender ein Interview. Er wies darauf hin, dass die Notenbank aktiv sei und ihre Maßnahmen bei Bedarf auch ausweiten werde. Er zeigte die Entschlossenheit seiner Institution.

COVESTRO - Kann die Erholung noch weitergehen?

Die Covestro Aktie war in den letzten über 2 Jahren sehr schwach. Aktuell zeigt sie sich aber ausnahmsweise in einer etwas besseren Verfassung.

Die Covestro Aktie fiel am 16. März auf das Allzeittief bei 24,35 EUR zurück. Es kam sogar zu einem neuen Allzeittief bei 23,54 EUR. Allerdings kam es zu einem Tagesschlusskurs unter dem alten Tief. In den letzten Tagen erholte sich die Covestro-Aktie wieder. Am Mittwoch durchbrach der Wert eine innere Trendlinie. Gestern behauptete er sich darüber. Die Aktie bildete sogar eine lange weiße Kerze aus und setzte sich etwas von der bei aktuell 28,12 EUR liegenden Trendlinie nach oben ab. Zu einem neuen Erholungshoch kam es aber noch nicht. Dieses markierte der Wert nämlich am Mittwoch bei 29,92 EUR.

Worauf sollte man achten?

Gelingt der Covestro Aktie ein Ausbruch über dieses Hoch, dann kann die Erholung der letzten Tage direkt weitergehen. Ein Anstieg in Richtung 31,15 EUR bis 32,49 EUR ist möglich. Sollte es allerdings zu einem Rückfall auf Tagesschlusskursbasis unter 28,12 EUR kommen, würden sofort wieder Abgaben bis ca. 24,35 EUR drohen.

TEAMVIEWER - Weiterhin beeindruckend stark

Die Long-Idee für die Teamviewer Aktie des mutmaßlichen "Coronavirus-Profiteurs" ging voll auf. Es könnte für die Käufer sogar noch mehr drin sein.

Vor gut einer Woche stellte ich an dieser Stelle die Teamviewer-Aktie als möglichen "Coronavirus-Profiteur" vor. Damaliger Kursstand: 26,61 EUR. Heute notiert die Aktie bereits bei 34 EUR. Die Long-Idee ging folglich vollends auf. Inzwischen gibt es auch fundamental Handfesteres als blanke Vermutungen über den Geschäftsverlauf. Das Unternehmen meldete am Montag, dass sich das Billings-Wachstum im ersten Quartal 2020 beschleunigt habe. Zusätzliche Nachfrage für Remote Access und Home Working Lösungen seit der Verschärfung des Coronavirus-Ausbruchs zu einer Pandemie im März hätten dazu geführt. Das Billings-Wachstum dürfte im ersten Quartal 2020 um 60 % oder mehr gegenüber dem ersten Quartal 2019 zugelegt haben. Die fundamentale Überlegung vor einer Woche erwies sich folglich als goldrichtig und wurde nun vom Management bestätigt.

Dennoch gehen die Verantwortlichen aktuell von einer vorübergehenden Entwicklung aus. Daher halte man am Jahresausblick 2020 erst einmal fest. Eine Anhebung im Jahresverlauf erscheint aber meiner Einschätzung nach durchaus möglich.

Ein Widerstand nach dem anderen fällt

Aus charttechnischer Sicht hinterlässt der Wert weiterhin einen glänzenden Eindruck. Eine charttechnische Barriere nach der anderen fällt den Käufern zum Opfer, zuletzt sogar die massive Hürde bei 33,15 EUR. Der Weg ist damit frei in Richtung des Allzeithochs bei 37,23 EUR. Sollte der Titel sogar neue Rekordstände in einem solch angespannten Umfeld markieren, wäre das ein enorm starkes Signal. Temporäre Rücksetzer auf 33,15 EUR könnten nochmals Einstiegschancen bieten. Absicherungen können auf 28,62 EUR nachgezogen werden.

Jahr

2019

2020*

2021*

Umsatz in Mio. EUR

390,18

429,90

514,33

Ergebnis je Aktie in EUR

0,54

0,60

0,71

Gewinnwachstum

11,11%

18,33%

KGV

63

57

48

KUV

17,5

15,9

13,3

PEG

5,1

2,6

* = erwartet

PALLADIUM-Tagesausblick: Massive Gegenbewegung

Palladium brach in den vergangenen Wochen massiv ein und fiel auch zeitweise aus dem längerfristigen Aufwärtstrend heraus. Die Notierungen konnten sich jedoch im Bereich der bei 1.619 USD liegenden Unterstützung erholen und zuletzt ebenfalls wieder steil ansteigen.

Kursstand: 2.392,10
Intraday Widerstände: 2.582+2.875
Intraday Unterstützungen: 2.249+2.000+1.822

Rückblick
Palladium brach in den vergangenen Wochen massiv ein und fiel auch zeitweise aus dem längerfristigen Aufwärtstrend heraus. Die Notierungen konnten sich jedoch im Bereich der bei 1.619 USD liegenden Unterstützung erholen und zuletzt ebenfalls wieder steil ansteigen.

Charttechnischer Ausblick
Nach der Rückeroberung der 2.249 USD sowie dem Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend ist eine Fortsetzung des Anstieges möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich 2.582 USD. Es muss aber einkalkuliert werden, dass die Volatilität bald wieder nachlässt. Ein Rückfall bis in den Bereich der 2.000 USD könnte jederzeit noch erfolgen.

Trader sind Manager!

Eine Position zu eröffnen ist nur der erste Schritt von vielen innerhalb einer Tradingstrategie. Erfolgreiche Trader fokussieren sich genauso stark auf das Management offener Trades!

Nicht nur der Einstieg ist wichtig!

Die meisten Trader konzentrieren sich innerhalb ihres Researchs auf den Einstieg. Dies trifft nicht nur auf aktive Händler zu, sondern auch im lang- und mittelfristigen Investmentbereich wird häufig die Frage gestellt, unter welchen Bedingungen eine Aktie ins Depot gelegt werden kann. Ob sie sich nun fragen, ob das Überkreuzen zweier gleitender Durchschnitte eine erfolgreiche Strategie darstellt oder ob sie sich auf KGV, Umsatz oder Dividende konzentrieren sollten, all diese Aspekte fokussieren auf die Eröffnung einer Handelsposition.

Auch offene Positionen beobachten

Natürlich soll der Erfolgsanteil des Einstiegssignals im Allgemeinen nicht völlig unter den Tisch gekehrt werden. Letztlich aber handelt es sich bei der Börse um ein komplexes, chaotisches System. Überspitzt formuliert kann jederzeit alles passieren. Aus dieser Perspektive heraus macht es Sinn, dem Management einer offenen Position mindestens genauso viel Aufmerksamkeit zu widmen, wie der Frage nach dem Einstiegstiming. Schließlich könnte dem bisher zu 100 % erfolgreichen Einstiegssignal ohne weiteres genau beim nächsten Trade eine Katastrophe folgen.

Das Ziel lautet Geld verdienen - nicht Recht haben!

Als erfolgreicher Trader seinen Fokus auch auf das Management von Positionen zu legen, geht Hand in Hand mit einer wichtigen Anforderung an den Trader selbst. Dieser sollte nämlich sein wahres Ziel nie aus den Augen verlieren und dieses lautet: Geld verdienen! Genau dieses Ziel pervertiert bei vielen Tradingeinsteigern im Laufe der Zeit. Statt sich darauf zu konzentrieren, am langen Ende über mehrere Trades und bei akzeptablem Risiko Geld zu verdienen, treten andere Ziele in den Vordergrund. So möchte man möglichst immer Recht haben oder aber beispielsweise immer und überall dabei sein. Mit einem kleinen Gewinn aus einer Position auszusteigen, weil diese einfach zu schleppend verlief, wird als Fehler gesehen, wenn sich der Kurs im Anschluss doch noch deutlicher in die erwartete Richtung bewegen konnte. Die Tatsache aber, dass sich der Kurs zum Zeitpunkt des Ausstiegs „ungebührlich“ verhielt und das Risiko eines Fehltrades zunahm, wird dann schnell vergessen.

Positionsmanagement=Planüberprüfung

Fassen wir das bisher Gesagte zusammen, sollten sich erfolgreiche Trader mit Blick auf das Ziel, Geld zu verdienen, auch intensiv um das Management offener Positionen kümmern. Eine Position zu managen heißt dabei nichts anderes, als sich die Frage zu stellen, ob noch alles nach Plan läuft!

Dazu bildet der Trader beispielsweise einen Szenarienkatalog. Dieser beinhaltet grundlegende Fahrpläne, wie sich der Kurs nach dem Einstieg entwickeln kann. Dabei geht es weniger um ganz konkrete Details, sondern eher um die Konzentration auf globale Faktoren. Da wir wissen, dass die Börse ein chaotisch-komplexes System ist und sich die Zukunft nie exakt wiederholen wird, macht es keinen Sinn, zu sehr auf Details zu achten.

Stattdessen kann man sich auf allgemeine Faktoren wie Momentum, Schwankungsbreite, Dynamik, allgemeines Umfeld und ähnliches konzentrieren und ausgehend von diesen Kennzahlen verschiedene Fahrpläne aufstellen.

Eine Regel wie: geht es zu langsam, steige lieber aus, ist sinnvoller als: nach drei Kerzen Stillstand schließe die Position. Mit eher schwachen Formulierungen umzugehen, bedarf natürlich aber auch einer gewissen Übung. Einsteiger werden deshalb eher starre, ganz konkrete Regeln vorziehen, sollten sich mit zunehmender Erfahrung aber Stück für Stück von diesen lösen.

Im nächsten Schritt dient der eigene Fahrplan bzw. Katalog als Linie im Sand, um anhand dieser den tatsächlichen Kursverlauf zu bewerten. Da für jede Linie im Sand Handlungsempfehlungen bestehen, die der Trader aufgrund seines Researchs und seine Erfahrung aufgestellt hat, wird er zielorientiert entscheiden. Zielorientiert zu entscheiden heißt nicht, immer perfekt zu entscheiden, aber das ist für den grundlegenden Erfolg im Trading auch nicht nötig.

Wichtig ist am Ende doch nur eines: ihr Trademanagement trägt dazu bei, über einige Trades hinweg einen netten Gewinn bei akzeptablem Risiko erwirtschaftet zu haben.

In diesem Sinne viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW12

DAX - Text meines Anrufbeantworters

Seit Montag gehen die Amerikaner (nämlich die US Notenbank) in den Markt rein. Am Sonntagabend wurde ein 700 Milliarden US-Dollar QE Programm gestartet. Man merkt an den Märkten auch erste Stabilisierungstendenzen. Seit gestern geht auch die EZB mit ihrem 750 Milliarden Euro Programm rein.

Der DAX Index beginnt seit Montag dieser Woche auf der Unterstützung bei 8.354 Punkten nach oben abzuprallen. Zuvor wurden Unterstützungen bei 11.880, 11.266 und 10.280 Punkten wie Butter durchschlagen.

Seit Montag gehen die Amerikaner (nämlich die US Notenbank) in den Markt rein. Am Sonntagabend wurde ein 700 Milliarden US-Dollar QE Programm gestartet. Man merkt an den Märkten auch erste Stabilisierungstendenzen. Seit heute geht auch die EZB mit ihrem 750 Milliarden Euro Programm rein.

Bisher prallt der DAX Index auf der 8.354 nach oben ab. Ein Boden ist das natürlich noch nicht. So etwas muss reifen. Abwarten und beobachten.

SILTRONIC - Zeigen sich jetzt die Bullen?

Die Siltronic Aktie musste seit dem Jahreshoch einen Verlust von über 50% hinnehmen. Allerdings gibt es jetzt einen ersten, kleinen Stabilisierungsansatz

Die Siltronic Aktie fiel nach dem Allzeithoch bei 160,55 EUR aus dem März 2018 massiv ab. Erst bei 49,13 EUR fand die Aktie im Juni 2019 ein Tief. Von dort aus erholte der Wert sich deutlich. Ende Februar attackierte er sogar die obere Begrenzung der Erholungsbewegung und kletterte auf 109,10 EUR. Von dieser Erholung ist aber im Abverkauf der letzten Wochen nicht mehr viel übriggeblieben. Am Montag notierte die Aktie im Tief bei 51,12 EUR.
Anschließend erholte sie sich etwas, scheiterte aber am Widerstand bei 63,58 EUR. Zuletzt gab der Wert wieder nach. Allerdings kam es zu keinem neuen Tief. Damit bleiben trotz des starken Kursrückgangs in den letzten Wochen zwei positive Faktoren. Das Tief aus dem Juni 2019 wurde nicht gebrochen und das Tief vom Montag hat bisher auch gehalten.

Wie weit könnte eine Erholung gehen?

Erst Anlaufstation für eine Erholung wäre erneut der Widerstand bei 63,58 EUR. Falls es zu einem Ausbruch über diese Hürde käme, wäre en Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrend ab Juli 2019 möglich. In diesem Fall könnte es zu Gewinnen in Richtung 76,48 EUR kommen. Sollte der Wert allerdings unter 49,13 EUR abfallen, würden Abgaben in Richtung 38,50 EUR oder sogar 36,72 EUR drohen.

DEUTSCHE POST - Schöner Konter der Bullen

Die Deutsche Post hat sich im Abverkauf der letzten Wochen weder positiv noch negativ hervorgetan. Sie schwamm mit dem Markt mit.

Die Deutsche Post Aktie befindet sich seit Dezember 2017 nach einem Allzeithoch bei 41,36 EUR in einer Abwärtsbewegung. Innerhalb dieser Bewegung fiel der Wert im Januar 2019 auf ein Tief bei 23,36 EUR zurück. Von dort aus erholte er sich, scheiterte aber letztlich am Abwärtstrend seit Dezember 2017. Nach einer kleinen Topbildung an diesem Trend geriet die Aktie bereits Ende Januar 2020 unter Druck. Im Abverkauf der letzten Wochen kam es zu massiven Kursverlusten. Das Tief aus dem Januar 2019 wurde deutlich durchbrochen. Am Montag setzte der Wert auf der Unterstützungszone um 19,88-19,54 EUR auf. Ein erster Erholungsversuch wurde sofort wieder abverkauft und führte zu einem neuen Tief bei 19,10 EUR. Gestern setzten die Bullen allerdings zu einem starken Konter an. Die Aktie bildete eine lange weiße Kerze aus und kletterte um 9,05 EUR.

Jetzt eine mehrtägige Erholung?

Die Chance für eine solche Erholung ist gegen. Dafür muss aber zügig zu weiteren Käufen kommen. Eine Erholung in Richtung 23,36-24,00 EUR ist möglich. Dort liegen wichtige Hürden, an denen die Erholung ausgebremst werden könnte. Sollte der Wert aber unter 19,01 EUR abfallen, könnte die Abwärtsbewegung direkt weitergehen. Abgaben in Richtung 14,70 EUR würden dann drohen.

PALLADIUM-Tagesausblick: Gegenbewegung läuft an

Palladium bewegte sich in den vergangenen Wochen erheblich abwärts. Die Notierungen konnten dabei auch den längerfristigen Aufwärtstrend nicht halten, sodass sich der Kursverlauf auch unter die bei 1.619 USD liegende Unterstützung bewegte.

Kursstand: 1.704,85
Intraday Widerstände: 1.822+1.997+2.249
Intraday Unterstützungen: 1.378+1.264

Rückblick
Palladium bewegte sich in den vergangenen Wochen erheblich abwärts. Die Notierungen konnten dabei auch den längerfristigen Aufwärtstrend nicht halten, sodass sich der Kursverlauf auch unter die bei 1.619 USD liegende Unterstützung bewegte.

Charttechnischer Ausblick
Eine Stabilisierung setzte an den Vortagen ein, welche die Chance bietet, den Aufwärtstrend noch einmal zurückzuerobern. Spielraum wäre dann zunächst bis 1.821 USD gegeben. Am Abwärtstrend sowie der bei 1.997 USD liegenden Hürde müsste dann mit einem Rückfall gerechnet werden. Stellt sich die Gegenbewegung aktuell nur als Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrend dar, könnten bald auch noch 1.378 USD erreichbar sein.

Dreifacher Verfallstag - HEXENSABBAT!

Viermal im Jahr kommt es zum sogenannten Hexensabbat. Bestimmte Terminkontrakte werden dabei an den Terminbörsen abgerechnet, was zu merkwürdigen Kursbewegungen führen kann. Aber was passiert da eigentlich?

An jedem dritten Freitag im Quartal kommt es zu seltsamen Kursbewegungen an den Märkten, weshalb man hier auch vom Hexensabbat spricht. Bestimmte Terminprodukte erreichen dabei ihr Laufzeitende und werden abgerechnet. Bei diesen Produkten handelt es sich um Optionen und Futures auf Aktien und Indizes. Man sollte also in den Tagen vor dem Verfall unbedingt das Open Interest im Auge behalten.
Das Open Interest und seine Aussagekraft

Als Open Interest bezeichnet man die offenen, also nicht bedienten Terminkontrakte der Marktteilnehmer. Es zeigt nicht nur an, ob ein Call- oder Put-Überhang vorliegt, sondern auch wo diese Überhänge im Markt liegen. Mit Hilfe dieser Parameter können Aussagen getroffen werden, wo die Indizes an den Verfallstagen stehen könnten bzw. unter und über welchen Bereichen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht notieren werden. Sollte z.B. an einer bestimmten Kursmarke bzw. Ausübungspreis ein signifikanter Put-Überhang vorliegen, also mehr offene Put-Kontrakte als durch Call-Kontrakte bedient werden könnten, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Kurs am Verfallstag nicht darunter notieren wird. Das Gleiche gilt auch in die andere Richtung, für den Call-Überhang.

Für Privatanleger, die i.d.R. auf dem Kassamarkt agieren, ist diese Kenntnis sehr wichtig, da die institutionellen Anleger über das Open Interest an den Terminmärkten die Kursentwicklung steuern.

Was hat es mit den Terminprodukten auf sich?

Zunächst einmal sollte geklärt werden, was ein Termingeschäft ist und welche Unterschiede es zwischen den Terminprodukten gibt.

Bei einem Termingeschäft sind der Vertragsabschluss und die eigentliche Vertragserfüllung zeitlich voneinander getrennt. Das heißt, anders als bei einem Kassageschäft, erfolgt die zu erbringende Leistung aus dem Termingeschäft zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Einfach gesagt wird also ein Liefervertrag zwischen zwei Parteien, einem Käufer und einem Verkäufer, abgeschlossen.

Diese Lieferverträge werden Terminkontrakte genannt und sind hinsichtlich bestimmter Eigenschaften standardisiert. Sie können damit in ihrer Struktur nicht verändert werden. Unter anderem besitzen sie immer einen bestimmten Preis und eine festgelegte Laufzeit bzw. einen festgelegten Liefertermin! Dennoch gibt es zwei unterschiedliche Arten von Terminkontrakten, die sich hinsichtlich ihrer Verpflichtung zur Vertragserfüllung unterscheiden. Zum einen sind das die Futures und zum anderen die Optionen.
Zu den Futures:

Bei einem Future-Geschäft wird ein Vertrag mit einer unbedingten Vertragserfüllung bei Fälligkeit abgeschlossen. Das heißt, es besteht für beide Parteien die bindende Verpflichtung zur Erbringung der vereinbarten Leistung am Laufzeitende. Um von diesem Geschäft de facto zurückzutreten, muss der erworbene Terminkontrakt vor Ende der Laufzeit weiterveräußert werden.

Zu den Optionen:

Bei einem Options-Geschäft wird ein Vertrag, mit einer bedingten Vertragserfüllung bei Fälligkeit abgeschlossen. Das heißt, es besteht lediglich für eine Partei die bindende Verpflichtung zur Erbringung der vereinbarten Leistung am Laufzeitende! Die andere Partei steht hingegen nicht in der Pflicht, sondern hat das Recht, darüber zu entscheiden, ob die Abnahme oder Lieferung der vereinbarten Leistung stattfindet! Einfach gesagt, es besteht das Recht, also die Option, auf einen Kauf oder Verkauf, nicht aber die Pflicht!

Wichtig ist an dieser Stelle, es handelt sich um Optionen, nicht um Optionsscheine! Optionen haben keinen festen Emittenten in Form einer Bank o.ä. und können nur an Terminbörsen wie der EUREX gehandelt werden. Der Preis der Optionen ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Optionsscheine hingegen werden von einem Emittenten begeben. Das bringt nicht nur das theoretische Risiko der Insolvenz ("Emittenten-Risiko"), sondern auch der freien Preisgestaltung durch den Emittenten mit sich. Dessen sollte man sich bewusst sein beim Handel mit diesen Produkten.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW11

DOW JONES - Weiter im Crashmodus

Der Crash geht an den Aktienmärkten mit unvermindertem Tempo weiter. Wo liegen die nächsten Haltemarken im Dow Jones?

Die Coronakrise und der Ölpreisschock schicken den Dow Jones weiter auf Talfahrt. Der Index befand sich noch vor wenigen Wochen in einer ausgesprochen starken Aufwärtsbewegung und kletterte am 12. Februar 2020 auf das aktuelle Allzeithoch bei 29.568 Punkten. Nach diesem Hoch konsolidierte der Index zunächst gemäßigt. Er nach dem Bruch der Unterstützung bei 29.909 Punkten kam massiver Verkaufsdruck auf. Zu Beginn der Woche fiel der Index unter den langfristigen Aufwärtstrend seit dem Jahr 2009 und durchbrach auch die wichtige Unterstützung bei 24.680 Punkten. Zwar erholte er sich am Dienstag darüber, aber gestern kam es sofort zu weiteren Verkäufen und zu einem Rückfall auf die Unterstützung bei 23.360 Punkten. Im europäischen Handel nähern sich die Futures auf die US-Indices heute einem Limit down. Das liegt bei -5 %. Mit einer so schwachen Eröffnung wäre die Unterstützung bei 23.360 Punkte Geschichte.

Wie tief denn noch?
Das Chartbild des Dow Jones ist schwer angeschlagen. Wichtige Unterstützungen sind gefallen. Die Long-Szenarien: Damit sich das Chartbild wieder stabilisiert, müsste der Dow Jones über das Abwärtsgap vom Montag, also über 25.226 Punkte ansteigen. In diesem Fall könnte eine Erholung bis 26.951 Punkte starten. Die Short-Szenarien: Der Dow Jones wird allerdings heute in der Eröffnung vermutlich die Unterstützung bei 23.360 Punkte reißen. Damit würde sich weiteres Abwärtspotenzial in Richtung des Tiefs aus dem Dezember 2018 bei 21.172 Punkten eröffnen.

SIEMENS - Wird das noch extremer?

Die Siemens Aktie hatte zu Wochenbeginn die Chance auf eine deutliche Erholung, nutzte sie aber nicht.

Die Siemens Aktie befindet sich seit fast drei Jahren in einer Abwärtsbewegung. Diese startete nach dem Allzeithoch bei 133,50 EUR im Mai 2017 und führte zunächst zu einem Tief bei 84,42 EUR. Ab August 2019 erholte sich der Wert deutlich auf 119,90 EUR. In den letzten Wochen entzog er sich aber auch nicht dem Crash an den Aktienmärkten und fiel massiv ab. Am 09. März fiel er unter das Tief aus dem August 2019 und damit fast auf die untere Begrenzung der Abwärtsbewegung seit Mai 2017. In normalen Märkten ist das Aufsetzen auf eine solche abfallende Unterstützungslinie eine gute Chance für eine deutliche Erholung. Hier stabilisierte sich Siemens nur kurzfristig. Gestern eröffnete sie mit einem Abwärtsgap zwischen 79,11 EUR und 76,62 EUR und durchbrach dabei diese untere Begrenzungslinie und damit auch das log. 38,2 % Retracement der Aufwärtsbewegung ab Oktober 2008. Dieses liegt bei 77,37 EUR.

Heute Morgen eröffnete die Siemens Aktie mit einem deutlichen Plus. Diese wurde aber inzwischen zum Teil schon wieder abverkauft. Zu neuen Tiefs kam es aber bisher nicht.

Verkäufer machen mächtig Druck
Mit dem gestrigen Rückfall deutet sich eine mittelfristige Beschleunigung der Abwärtsbewegung an. Kurzfristig kann es zwar zu einer Erholung in Richtung 77,37-78,00 EUR kommen, aber in einigen Wochen und Monaten könnte Siemens sogar bei 55,23 EUR notieren. Ein Anstieg über 78,00 EUR würde das Chartbild nur leicht verbessern. Erst ein stabiler Anstieg über 84,42 EUR wäre so etwas wie ein prozyklisches Kaufsignal und könnte eine Rally in Richtung 100,22 EUR und damit an das Abwärtsgap vom 24. Februar auslösen.

UNITED INTERNET - Management zieht eigene Aktien ein

Der kurstechnisch arg gebeutelte Telekommunikationskonzern zieht eigene Aktien ein. Hilft das dem Kurs auf die Sprünge? Wie weit könnte eine Erholung laufen?

Bereits seit geraumer Zeit stürzt der Aktienkurs des Telekommunikationskonzerns United Internet Aktie ins Bodenlose. Gestern nach XETRA-Börsenschluss kündigte das Management eine Maßnahme an, die wohl auch zur Stabilisierung des Kurses dienen soll. Demnach planen die Verantwortlichen, 11 Mio. eigene Aktien einzuziehen und das Grundkapital von 205 Mio. um 11 Mio. auf 194 Mio. EUR herabzusetzen. Die Anzahl der Aktien würde sich entsprechend auf 194 Mio. reduzieren. "Der Einzug der eigenen Aktien dient der Erhöhung der prozentualen Beteiligung der United-Internet-Aktionäre. Nach Durchführung der Kapitalherabsetzung wird das Grundkapital der Gesellschaft wieder auf dem Niveau vor der Kapitalerhöhung im Zuge der Versatel-Übernahme im Jahr 2014 liegen", so der Konzern in einer Stellungnahme.

Im Klartext sinkt durch diese Maßnahme die Marktkapitalisierung, da nun weniger Aktien im Umlauf sind, was wiederum die Aktie nach fundamentalen Kennzahlen attraktiver macht. Der Effekt lässt sich auf knapp 5,4 % beziffern. Inwiefern das im aktuellen Marktumfeld aber wirklich nachhaltig wirken wird, darf bezweifelt werden.

Jahr

2019

2020e*

2021e*

Umsatz in Mrd. EUR

5,24

5,42

5,58

Ergebnis je Aktie in EUR

1,84

2,15

2,25

KGV

12

10

10

Dividende je Aktie in EUR

0,08

0,33

0,43

Dividendenrendite

0,37 %

1,51 %

1,97 %

*e = erwartet

Aus charttechnischer Sicht könnte der Titel heute mit dem Gesamtmarkt zumindest eine Erholung starten. Ein klassisches Pullbackziel notiert bei 24,20 EUR. Erst darüber wäre eine Ausdehnung in Richtung 26,56 EUR denkbar. Auf der Unterseite lassen sich weitere Ziele für den laufenden übergeordneten Abwärtsimpuls bei 20,27 und 17,46 EUR nennen.

PALLADIUM-Tagesausblick: Kurseinbruch vorerst gestoppt?

Bei Silber kam es in den vergangenen Wochen zu einem umfassenden Anstieg. Die letzte Aufwärtswelle führte die Notierungen bis an den gebrochenen langfristigen Aufwärtstrend, bevor dort eine Konsolidierung einsetzte. Innerhalb dieser Bewegung hat Silber den mehrwöchigen Aufwärtstrend erreicht.

Kursstand: 1.947,10
Intraday Widerstände: 1.997+2.249+2.582
Intraday Unterstützungen: 1.675+1.619

Rückblick
Palladium bewegte sich ausgehend von einem Rekordhoch bei 2.875 USD in den Vorwochen nach unten und konsolidierte zunächst moderat unterhalb der 2.582 Punkte. Am Donnerstag rutschten die Notierungen allerdings massiv zurück, was einen Test des langfristigen Aufwärtstrends nach sich zog.

Charttechnischer Ausblick
Der drastische Kurseinbruch kann im Bereich des Aufwärtstrends sowie der bei 1.675 USD liegenden Unterstützung zunächst gestoppt werden. Eine Bodenbildung ist jedoch zunächst nicht erkennbar. Ein weiterer Rücklauf bis zur Unterstützungszone bei 1.619-1.675 USD bleibt möglich. Darunter würde sich das Chartbild weiter eintrüben. Auf der Oberseite wird das Erholungspotenzial im Bereich der 2.249 USD zunächst begrenzt.

6 Tipps für Ihren Erfolg!

Erfolg an der Börse fängt bei der richtigen Grundeinstellung an. Diese sechs Tipps werden Ihnen helfen, erfolgreicher zu sein!

Es ist immer wieder interessant, welche Vorstellungen Laien von der Börse haben. Dies wird mir immer wieder bewusst, wenn man sich mit fremden Personen unterhält und auf die Frage, was man so macht, mit Börsenanalyst und Trader antwortet. Die Augen meines Gegenübers beginnen entweder sofort zu leuchten oder aber sie werden kühler. Kein Wunder, hat sich die Finanzbranche seit 2007/08 nicht unbedingt den besten Ruf erarbeitet. Sofern Sie aber das Glühen in den Augen sehen, können Sie gewiss sein, dass es nicht lange dauern wird, bis man Sie nach den Geheimnissen der Börse fragt.

Sie und ich waren zum Start unserer Börsenkarrieren wahrscheinlich genauso. In diesen beiden Fragen kommen jedoch zwei grundlegende Probleme zum Ausdruck, die dem Erfolg entgegenstehen. Und wer erfolgreich sein will, muss umdenken!

Der unangenehme Part!

Beginnen wir mit dem unangenehmeren Teil, nämlich der Tatsache, in einer Branche tätig zu sein, die leider nicht den besten Ruf hat. Ich möchte in dieser Diskussion jetzt und hier keine Stellung beziehen. Entscheidend ist für mich als Coach vielmehr die Folge eines solchen Denkens. Wer sich als angehender Trader/Investor unwohl mit seinem neuen Beruf fühlt, hat ein Problem. Wenn Sie selbst der Meinung sind, Sie tun etwas, was sich nicht schickt, ist die Gefahr groß, sich selbst zu sabotieren. Gleiches trifft auf die Menschen zu, die sehr viel Wert darauflegen, was andere von ihnen denken. Wenn Sie verheimlichen müssen was Sie tun, ist dies nicht unbedingt die beste Basis für Erfolg. Dabei ist es völlig uninteressant ob diese Angst begründet ist oder nicht. Entscheidend ist, wie Sie darüber denken.

Das Leuchten in den Augen

Zugegebenermaßen begegnet man bei Gesprächen immer wieder auch solchen Vorwürfen. Viel öfter kommt es jedoch vor, dass die Augen unseres Gegenübers zu leuchten beginnen und das Interesse geweckt wird. In der Regel wird man dann dazu aufgefordert, ein wenig über die Börse und das Trading zu erzählen. Schnell wird im Gespräch klar, welche Vorstellungen man über diese hat.

Erzählen Sie jemandem sie sind Börsenanalyst und Trader, wird sofort unterstellt, man sei reich - zumindest dann, wenn man in seinem Job gut ist. Ich finde diese Schlussfolgerung unheimlich spannend, zumal sie oft mit einer zweiten einhergeht. Schnell wird man nämlich gefragt, nach welchen Regeln das Trading denn so funktioniert und welche Aktie der nächste heiße Rallykandidat ist.

Im Grunde kommt in diesen beiden Fragen zum Ausdruck, dass die meisten Laien an der Börse ein Regelwerk unterstellen, nach denen sich die Kurse richten. Wer dieses Regelwerk beherrscht, verdient dann logischerweise auch unheimlich viel Geld. Die Realität ist jedoch weit von dieser Annahme entfernt. Ich kann Ihnen nur den Tipp geben, ihren Lernweg von einem anderen Standpunkt aus als diesem, anzutreten. Es ist viel besser, von vornherein zu unterstellen, dass die Börse einem Casino gleicht, mit dem einen Unterschied, dass Sie nicht Casinobesucher, sondern Betreiber sind. Ihre Trades sind die Besucher.

Trader/Investoren sind Casinobetreiber

Ich weiß, das wollen viele, ja selbst gestandene Trader nicht hören. An der Wahrheit ändert dies jedoch nichts. An der Börse spielen Zufälle eine viel größere Rolle, als uns allen wahrscheinlich lieb ist. Zudem sind die Vorteile zwar vorhanden, sie sind aber wesentlich kleiner als wir uns wünschen.

So ist es beispielsweise eine lukrative Tradingstrategie, auf die nächste Trendaktie zu setzen. Wer eine Apple früh kaufte, konnte alleine mit dieser zum Millionär werden. Das Problem ist jedoch, dass wir die nächsten Trends nicht kennen und selbst wenn, ist zu Beginn noch nicht abzusehen, welche der dort tätigen Unternehmen am Ende das Rennen machen wird. Dafür gibt es einfach zu viele Einflussfaktoren, die wir nicht kennen bzw. korrekt einschätzen können.

Die Antwort eines Profis auf diese Problematik ist relativ einfach. Er bildet ein Portfolio aus mehreren Aktien und mehreren potentiellen Trendmärkten. Am Ende muss er über das Management seiner Positionen dafür sorgen, dass die unweigerlich auftretenden Verluste kleiner sind, als die Gewinne. Sollte das Portfolio groß genug sein, könnten die vielen kleinen Verluste sogar die vielen kleinen Gewinne vollständig aufzehren, mit großer Wahrscheinlichkeit aber hat man auch die absoluten Highflyer im Depot.

Eine gute Basis für Ihren Erfolg

Ich denke an diesem Beispiel wird deutlich, warum sie als Trader bzw. Investor ein „Casino betreiben“. Ihre Vorteile bei einem einzelnen Trade sind nicht unbedingt gigantisch, sofern Sie aber genügend davon machen, können Sie in Summe viel verdienen. Als Casinobetreiber müssen Sie nur hoffen, dass in ihrem Haus oft genug gespielt wird (Portfolio aufbauen, mehrere Trades machen…). Zudem ist es an der Börse viel leichter, Strategien und Taktiken zu finden, die einen kleinen Vorteil haben.

Wenn Sie also erfolgreich sein wollen, sollten Sie Ihre Grundannahmen über die Funktionsweise der Börse überdenken. Ich möchte Ihnen hier ein paar Leitsätze mit auf den Weg geben, die Ihnen helfen, die Börse von der richtigen Seite aus anzupacken:

  • Alles kann jederzeit passieren! Es bedarf nur eines einzelnen Traders, um sämtliche Vorteile zu negieren und das unabhängig davon, wie viel Arbeit, Zeit und Energie man bereits investiert hat. Eine große Verkaufsorder reicht, um auch die stärkste Unterstützung zu Fall zu bringen.
  • Die Vorteile an der Börse sind eher klein und ein Vorteil ist ein kurzer Moment, in dem eine Sache wahrscheinlicher ist als eine andere! Was nach diesem Zeitpunkt in einem konkreten Trade folgt (die Höhe des Gewinns bzw. Verlusts), ist „zufällig“. In Summe vieler Einzelereignisse hingegen sind die Ergebnisse viel eher abschätzbar. Sie sind zwar nicht vollständig normal verteilt, ähneln dieser Statistik aber (gerade bei Aktien).
  • Jeder Trade ist einzigartig! Auch wenn wir als Trader Muster im weitesten Sinne handeln, so ähneln sich die Muster zwar, sind jedoch niemals identisch. Wahrscheinlich gibt es viel mehr Unterschiede, als Gemeinsamkeiten. Spontan fallen mir in der aktuellen Zeit sofort die historisch niedrigen Zinsen ein. Noch nie gab es negative Zinsen. Sämtliche charttechnischen Muster der letzten Jahre weichen zumindest in diesem Punkt von denen früherer Zeiten ab, was zu deutlich anderem Verhalten führen kann, aber nicht muss.
  • Das Schöne an der Börse jedoch, dass wir gar nicht wissen müssen, was als nächstes passiert. Als Trader/Investor verdienen wir unser Geld, indem wir uns wiederholt kleine Vorteile zu Nutze machen.

Neben diesen „technischen Aspekten“ gibt es noch zwei Punkte, die in den Bereich der Psychologie fallen, die unheimlich wichtig sind.

  • Handeln Sie angstfrei!
  • Handeln Sie ohne Erwartungen!

Auch diese beiden Punkte werden Ihnen helfen, ihr Schiff wesentlich ruhiger durch das Börsengewässer zu führen. Hierbei wünsche ich Ihnen
Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW10

DOW JONES - Unter 1.000 Punkte macht es der Dow Jones nicht mehr

Die Vola-Tage gehen weiter. Gestern über 1.000 Punkten aufwärts im Dow Jones, heute vorbörslich 700 Punkte abwärts.

Der Dow Jones machte auch gestern keine Gefangenen. Der Index mähte alles nieder, was sich ihm in den Weg stellte und beendete den Handel nahezu auf Tageshoch.

Damit es aber abwechslungsreich bleibt, geht es heute in der Vorbörse bereits wieder 700 Punkte abwärts. 1.000 Punkte scheinen im Index aktuell nichts zu sein. Unterstützung bietet das gestrige Tief bei 26.286 Punkten, darunter käme der Supportbereich um 25.750 Punkte erneut ins Spiel. Auf der Oberseite wären über 27.100 Punkten noch 27.400 Punkte erreichbar. Spätestens dort dürfte der Index wieder nach unten kippen.

INTUIT - Tiefer Rücksetzer wird gekauft

Die Intuit Aktie scheint den massiven Rückschlag aus der letzten Woche gut verkraftet zu haben und nähert sich bereits wieder wichtigen Widerständen.

Die Intuit Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Im August 2019 bildete die Aktie ein Rekordhoch bei 295,77 USD aus. Anschließend korrigierte sie mehrere Monate auf ein Tief bei 247,79 USD. Dort drehte die Aktie am 11. Dezember 2019 wieder nach oben und kletterte bis 19. Februar 2020 auf das aktuelle Allzeithoch bei 306,89 USD.
Wie so viele Aktien musste die Intuit Aktie in der letzten Woche einen massiven Abschlag hinnehmen. Es kam zu einem Rückfall auf 255,59 USD. Damit notierte der Wert kurzzeitig wieder im Abwärtstrend seit ab August, aber intraday kam am 28. Februar noch Nachfrage auf, so dass die Aktie wieder über diesem Trend schloss. Seitdem legt der Aktienkurs wieder zu. Gestern war Intuit einer der wenigen Werte, die ein Plus erzielten.
Schon wieder Rally?
Der tiefe Rücksetzer in der letzten Woche hat seine Spuren im Chart der Intuit Aktie hinterlassen. Die gestrige Stärke ist zwar schön, aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Kurzfristig sollte die Aktie aber zumindest bis ca. 295,77 oder sogar 306,89 USD ansteigen. Neue Allzeithochs und eine Fortsetzung der übergeordneten Rally wären wohl erst bei einer deutlichen Marktberuhigung möglich. Sollte die Aktie allerdings unter das gestrige Tagestief bei 275,14 USD abfallen, müsste mit einem Rückfall gen 255,59 USD gerechnet werden.

DEUTSCHE BANK - Aktie wird wieder in den Boden gestampft

Wie gewonnen, so zerronnen: Die massive Rally seit Mitte Dezember wird wieder komplett abverkauft. Die große Hoffnung auf eine Trendwende findet ein jähes Ende. Wie geht es weiter?

Vom Dezembertief aus verteuerte sich die Deutsche Bank Aktie um satte 65 %, eine große Bodenbildung und eine Trendwende nach jahrelanger Durststrecke war im Gespräch. Diese Hoffnungen werden mit dem jüngsten Kurseinbruch zerschlagen. Der Gesamtmarkt rutscht auf Grund der Coronavirus-Krise immer weiter ab und insbesondere die Banken werden neben Luftfahrt- und Touristikaktien massiv abgestraft. Das Chartbild trübt sich damit deutlich ein, speziell bei den Underperformern am Markt kippt die Stimmung dramatisch. Wo liegen die Abwärtsziele und wie könnte man die Aktie jetzt handeln?

Erholungen zum Ausstieg nutzen

Die Bankaktien bleiben ein heißes Eisen, Erholungen sollten hier zum Ausstieg genutzt werden. Gleichzeitig könnten Shortpositionierungen bei Rückläufen der Deutsche Bank Aktie bis 760 - 7,80 EUR interessant werden. Als Abwärtsziele gelten das offene Gap im Bereich bei 6,20 und dann die Allzeittiefs um 5,80 EUR. Letztlich drohen später auch neue Tiefs, bei ca. 5,35 EUR liegt eine Pullbacklinie als Auffangmarke.

An allen diesen drei genannten Unterstützungsmarken könnten kurze, antizyklische Longtrades interessant werden, um technische Erholungen um wenige Cents zu handeln. Dieses Vorgehen wäre sehr spekulativ und müsste mit engen Stops gehandhabt werden. Für prozyklische Longeinstiege müssten nachhaltige Anstiege über 8,15 EUR abgewartet werden, erst dann steigen die Chancen auf eine größere Erholung in Richtung des offenen Gaps zwischen 9,13 und 9,40 EUR.

PALLADIUM-Tagesausblick: Zwischenkorrektur noch nicht beendet

Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten verstärkt nach oben. Nachdem ein Hoch bei 2.875 USD erreicht wurde, rutschten die Notierungen schnell ab und können sich im Bereich des mehrmonatigen Aufwärtstrends fangen. Dieser wird jedoch seitwärts verlassen.

Kursstand: 2.524,40
Intraday Widerstände: 2.875+3.000
Intraday Unterstützungen: 2.300+2.249+1.997

Rückblick
Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten verstärkt nach oben. Nachdem ein Hoch bei 2.875 USD erreicht wurde, rutschten die Notierungen schnell ab und können sich im Bereich des mehrmonatigen Aufwärtstrends fangen. Dieser wird jedoch seitwärts verlassen.

Charttechnischer Ausblick
Es bietet sich die Chance, die Konsolidierung bald zu beenden. Gelingt Palladium ein Anstieg über die 2.680 USD, könnte die Rally in Richtung 2.875 USD erneut aufgenommen werden. Darüber würde sich der Weg auch bis 3.000 USD öffnen. Abgaben bis zum Aufwärtstrend bei 2.300 USD müssen aber derzeit noch einkalkuliert werden. Darüber bleibt das Chartbild zunächst bullisch.

Risiko, Emotionen und das Papertrading!

Papertrading wird oft belächelt und in seiner Wirkung stark unterschätzt. Trading muss man erlernen und das Papertrading ist ein wichtiges Tool in diesem Prozess. Warum und Wieso? Wir liefern hier die Antwort!

Es ist unheimlich schwer, sich als Neuling nicht vom Börsenvirus anstecken zu lassen. Augenscheinlich bietet die Börse alles, was sich viele wünschen. Einerseits können horrende Einkommen erzielt werden, während Sie auf der anderen Seite unendlich viele Freiheiten zu haben scheinen. Sie können entscheiden, wann und von wo aus Sie arbeiten wollen. Sie haben keine Kunden oder Chefs, denen Sie verpflichtet sind. Einfach eine „perfekte Arbeitswelt“.

Traum und Realität!

Ohne Zweifel ist es möglich, diesen Traum Realität werden zu lassen. Einfach ist dies jedoch nicht. Relativ schnell wird man feststellen, dass die Börse etwas anders tickt, als man zunächst gedacht hat. All die Annehmlichkeiten sind nämlich nur die Belohnung dafür, Unsicherheiten zu akzeptieren und Risiken einzugehen. Aber wo liegt das Problem? Für all diese Annehmlichkeiten nehmen wir doch gerne Risiken auf uns, oder?

Leider nein! Es liegt nicht in unserer Natur, Risiken bewusst einzugehen. Im Gegenteil. Wir sind im normalen Leben ständig darum bemüht, sämtliche Unsicherheiten und Risiken zu eliminieren. Dieser natürliche Mechanismus wirkt sich leider negativ auf das Trading aus. Anstatt rational mit einem Verlust umzugehen, reagieren wir emotional und das kostet eigentlich immer Geld.

Step by Step zum erfolgreichen Profi

Als Tradingneuling ist man sich dieser Probleme natürlich nicht bewusst und startet deshalb meist voller Elan in seine Börsenkarriere - natürlich mit echtem Geld. Schließlich will man gewinnen und das mit dem Risiko, das kriegt man schon hin. Meist dauert es jedoch nicht lange, bis einen die Börse zeigt, was es heißt, Risiken und Unsicherheit einzugehen, freiwillig und immer wieder. Spätestens wenn die ersten Verlusttrades in Folge entstehen, beginnt die emotionale Achterbahnfahrt. Dumm nur, dass verlieren zum erfolgreichen Trading dazugehört.

Als erfolgreicher Trader muss man also lernen, zu verlieren. Versuchen Sie erst gar nicht, die Börse „sicher zu machen“. Dies wird Ihnen nicht gelingen. Ich weiß, wovon ich rede, denn in meiner Anfangszeit habe ich Jahre damit verbracht, das Geheimnis Börse zu entschlüsseln. Selbst Nobelpreisträger haben sich daran schon versucht und sind in der Praxis gescheitert.

Erfolgreiches Trading heißt, sich selbst zu managen. Natürlich bedarf es einiger theoretischer Grundkenntnisse, diese sind jedoch schnell erlernt. Am Ende aber wird man praktisch handeln müssen, um vorwärts zu kommen. Es ist wichtig, seine eigenen Stärken und Schwächen live am Markt kennen zu lernen und diese im Einklang mit den Möglichkeiten der Börse zu bringen. Wer sich als ruhiger und geduldiger Mensch im Scalptrading versucht, wird trotz bester theoretischer Vorbereitung scheitern. Er ist für diese schnelle und aggressive Art des Tradings einfach nicht gemacht.

Papertrading – ein starkes Hilfsmittel auf dem Weg zum Erfolg!

Zu unserem Glück ist es heutzutage einfach, das Trading auch praktisch und ganz ohne Risiko zu lernen. Die Lösung liegt im Demo- bzw. Papertrading. Obwohl immer wieder zu hören und zu lesen ist, dass dies nur Spielerei sei, halte ich sehr viel von dieser Art des Lernens. Sie haben nicht nur die Möglichkeit, ihre Tradingplattform kennen zu lernen und sich im Umgang mit dieser zu üben, sondern Sie können natürlich auch an Ihrer Disziplin und Ihren Emotionen arbeiten. Der Vorteil im Papertrading ist, dass Sie in einer risikolosen Umgebung agieren. Wenn Sie also Fehler machen - und das wird nicht ausbleiben - dann kosten diese kein Geld. Nichts wäre schlimmer, als nach Monaten praktischen Handelns endlich traden zu können, dann aber festzustellen, dass Ihnen das Geld während der Lernphase ausgegangen ist.

Papertrading und Risiko!

Wie aber kann man im Papertrading Emotionen erzeugen, wenn dafür Risiken verantwortlich sind, die es im Papertrading nicht gibt?

Zunächst einmal ist es eine reine Einstellungssache. Sie sollten das Papertrading ernst nehmen, genauso ernst, wie das Echtgeldtrading. D.h., Sie brauchen eine Strategie, die Sie umsetzen wollen und ihr Ziel ist es, diese im Papertrading so perfekt wie möglich umzusetzen. Wenn Sie dann schon im Papertrading undiszipliniert handeln, wie mag das wohl erst in der Realität aussehen?

Versuchen Sie es einmal! Nehmen Sie sich eine x-beliebige Strategie und stellen Sie sich der Challenge, diese in einem Demo-Trading ein oder zwei Monate umzusetzen - nur diese und genauso, wie es die Regeln verlangen! Ich bin mir sicher, Sie werden überrascht sein, wie schwer dies fällt.

Es gibt jedoch auch noch eine weitere Möglichkeit, für Emotionen zu sorgen. Eine Chance dafür bietet beispielsweise das neue Börsenspiel „Trader 2019“, denn hier treten Sie mit Ihrem Trading an die Öffentlichkeit. Sie stellen sich einem breiten Publikum und das erzeugt wahrscheinlich mehr Emotionen, als Ihnen lieb sein wird. Sie können natürlich auch auf Guidants ihre Musterdepots und Co. öffentlich handeln. Verstecken Sie sich dabei nicht hinter einem Nickname, wird der Druck weiter erhöht. Falls Sie es nicht glauben, probieren Sie es aus. Sie kriegen Emotionen quasi zum Nulltarif! Perfekt für´s Trading lernen!

Der Mühen Lohn!

Am Ende wird Ihnen diese Lernphase helfen, erfolgreich zu werden. Sie unterstützt Sie dabei, Ihre Tradingsnische zu finden, in der Sie ihre Stärken und Schwächen perfekt einsetzen. Sie kennen sich und den Markt und wenn Sie im Papertrading genug Selbstvertrauen aufgebaut haben, können Sie ins Echtgeldtrading wechseln. Wahrscheinlich wird dies noch einmal eine kleine Umstellung für Sie bedeuten und eventuell wird sich der Druck noch einmal etwas erhöhen. Dies möchte ich gar nicht abstreiten, aber wer vorher professionelles Papertrading betrieb, in dem er sich und seine Strategien ausgiebig getestet hat, wird deutlich größere Erfolgschancen haben. Wer sich dann im Echtgeldtrading langsam an größere Geldsummen herantastet und nicht gleich Vollgas gibt, erhöht seine langfristigen Erfolgschancen weiter.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW09

DAX - Im Big Picture kaum etwas zu sehen

Solch starke VDAX Anstiege verlaufen in der Regel schnell und drastisch. Es entstehen Panikspitzen. Starke Unruhe an den Märkten, ja. Ende der Bullenmärkte in Dow Jones und DAX, nein!

Der mittlerweile 7 Tage anhaltende Sell Off im langfristigen Kontext. Im Big Picture visualisiert den Kursverlust im langfristigen Verlauf. Bisher im langfristigen Kontext überschaubar.
Ein Investor, der langfristig Aktien etc. hält, kann einem Sell Off oder Crash meist nicht entgehen. Er ist gezwungen den Sell Off bzw. Crash voll mitzugehen. Es macht in der Regel keinen Sinn während des Sell Offs als langfristiger Investor zu verkaufen. Profianleger wie Warren Buffett nutzen solche Marktphasen, um langfristig zu kaufen. Voraussetzung: Sie haben genau dann ausreichend Cash zur Verfügung.

Ein Trader kann durchaus solchen Sell Off Phasen entgehen. Wenn er schnell reagiert. Wenn er den beginnenden Sell Off erkennt. In den beiden Realmoneydepots, deren Trades ich auf Guidants PROmax poste, waren wir VOR dem Sell Off ausgestiegen. Eines der beiden Tradingdepots, das 1.000 EUR Tradingkonto, wurde Ende Oktober 2019 mit 1.000 EUR gestartet. Steht jetzt nahe Allzeithoch bei 1.731 EUR. Also: Als aktiver Trader kann man Sell Offs umschiffen, ja! Bin nach wie vor 100 % cash. Cash ist Position, es ist eine sichere Position.

Der VDAX steigt explosiv an, er spikt.

Ein steigender VDAX zeigt an, dass Großanleger ihre Aktienportefeuilles abhedgen, in dem sie Puts dagegenstellen. Großanleger verkaufen in der Regel während Sell Offs keine Aktien. Das würde einen Abverkauf nur extrem verstärken. Aus diesem Grund sichern sich ab.

Solch starke Anstiege verlaufen in der Regel schnell und drastisch. Es entstehen Panikspitzen.

Starke Unruhe an den Märkten, ja. Ende der Bullenmärkte in Dow Jones und DAX, nein!

THYSSENKRUPP - Aufzugssparte ist verkauft!

Der Verkauf der Aufzugssparte spült 17,2 Mrd. EUR in die Kassen von ThyssenKrupp. Dies sorgt für einen positiven Start in den Freitagshandel.

An den Märkten geht es heute früh richtig zur Sache und bei all den roten Zahlen, ist es ausgerechnet die ThyssenKrupp-Aktie, die im frühen Handel mit einem Plus aufwarten kann. Dieses ist mit fast 3 % sogar alles andere als klein. Verantwortlich für diesen Kurssprung war die gestern nachbörslich über den Ticker laufende Nachricht, dass das Unternehmen seine Aufzugssparte für 17,2 Mrd. EUR verkauft hat. Die Mittel sollen zur Entschuldung und zur Reduzierung der Strukturkosten genutzt werden. Konkret plant das Unternehmen, die Pensionsverpflichtungen zum Teil auszufinanzieren.

Analytisch betrachtet sind die heutigen Kursgewinne aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Abwärtstrend ist immer noch intakt und in diesem müssen weitere Kursverluste und neue Tiefs eingeplant werden. Die Kurse könnten dabei auch in Richtung 8 EUR und tiefer zurückfallen. Erst mit einer vollständigen Bodenbildung sehe dies anders aus. In diesem Fall könnte eine Erholung an die letzten Ausbruchslevel bei ca. 10,55-11 EUR gestartet werden.

K+S - Wann endet das Drama?

Die Aktie von K+S zählt zu den langfristig sehr schwachen deutschen Aktien und wird auch in dieser Crash-Woche weiter massiv abverkauft. Dabei erreicht sie zentrale Unterstützungselemente.

Seit 2008 dominiert ein massiver Abwärtstrend das Kursgeschehen bei K+S. Angesichts des Allzeithochs aus dem Jahr bei 92,28 EUR ist die Aktie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Seit dem Sommer dominiert wieder ein steiler Abwärtstrendkanal, wobei die Aktie mit dem Kursrutsch in dieser Woche ein zentrales Unterstützungsniveau erreicht. Im Bereich von 7,00 - 7,20 EUR liegen nämlich die Unterkanten des mittelfristigen sowie des langfristigen Abwärtstrendkanals. Knapp darunter notiert bei 6,74 EUR noch ein horizontales Unterstützungsniveau. Endet der Crash hier?

Chance auf Gegenbewegung

Eine Stabilisierung und der Start einer Erholung wären vom aktuellen Kursniveau aus möglich. Bei 8,00 - 8,30 und rund 9,00 EUR liegen potenzielle Erholungsziele. Größere Kaufsignale entstehen aber erst mit einer nachhaltigen Rückkehr über 10 EUR.
Doch auch noch eine Übertreibung nach unten sollte bei der momentan herrschenden Abwärtsdynamik nicht ausgeschlossen werden. Bei 5,80 - 6,00 EUR liegt eine weitere Unterstützungszone als Auffangmarke.

PALLADIUM-Tagesausblick: Rally bleibt ungefährdet

Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten verstärkt nach oben. Nach dem Überwinden der 2.582 USD kam es zunächst noch zu einem Rücksetzer, dieser wurde jedoch schnell aufgefangen, was an den Vortagen ein neues Rekordhoch nach sich zog.

Kursstand: 2.793,95
Intraday Widerstände: 3.000
Intraday Unterstützungen: 2.582+2.468+2.249

Rückblick
Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten verstärkt nach oben. Nach dem Überwinden der 2.582 USD kam es zunächst noch zu einem Rücksetzer, dieser wurde jedoch schnell aufgefangen, was an den Vortagen ein neues Rekordhoch nach sich zog.

Charttechnischer Ausblick
Der Weg ist bei Palladium weiterhin nach oben frei. Die Notierungen besitzen die Chance, die Rally auch bis in den Bereich der 3.000 USD auszudehnen. Davon ausgehend wäre ein Rücksetter erneut möglich. Auf der Unterseite bietet der Bereich der 2.582 USD mit dem sich nähernden Aufwärtstrend eine gute Absicherung. Erst darunter droht eine Verschärfung der Konsolidierung.

Erfolglose Trader erwarten zu viel!

Erwartungen im Trading sind wichtiger Erfolgsbaustein und großer Fehler zugleich. Klingt paradox, ist es aber nicht! Ich verrate Ihnen, wie Sie denken müssen!

Seit einigen Monaten ist offiziell, was hinter vorgehaltener Hand schon immer vermutet wurde: die meisten Trader verlieren! Die jüngsten Krisen haben nämlich nicht nur kurstechnisch Spuren hinterlassen. Überall spürt man deren Auswirkungen. Dies betrifft auch Offenlegungspflichten seitens der Broker und so können wir mittlerweile bei jedem CFD-Broker nachlesen, wie viele seiner Kunden gewinnen oder besser gesagt verlieren. Der Durchschnitt auf Verliererseite liegt dabei um 75 % und das betrifft nur den aktuellen Vergleichszeitraum. Kein Mensch sagt, dass die Gewinner des aktuellen Jahres im nächsten Jahr weiterhin zu den 25 % erfolgreichen Tradern gehören.

Ein Problem, viele Ursachen!

Natürlich denkt jeder angehende Trader, dass er zu den wenigen Auserwählten gehört, die an der Börse gewinnen. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus. Wer es ernst meint, muss sich also fragen, was bei so vielen Tradern schiefläuft.

Auf der Suche nach Antworten stößt man auf viele Dinge, auf die erfolgreiche Trader achten sollten. Ein für mich sehr wichtiger Punkt ist die Erwartungshaltung. Hier wird es nämlich paradox!

Das Erwartungsparadoxon

Erfolgreiche Trader arbeiten mit vorteilhaften Strategien. Um diese diszipliniert umzusetzen, ist es notwendig, den Erfolg der Taktik nicht infrage zu stellen. Wir haben bezüglich der Taktik also eine ganz klare Erwartungshaltung. Diese Erwartungshaltung und Denkweise ist es dann auch, die dem Trader genug Vertrauen und Disziplin gibt, um auch schwierige Phasen zu überstehen. Schauen wir uns hingegen den nächsten Trade an, akzeptieren Profis dessen Zufälligkeit. Auch erfolgreiche Trader wissen nicht, ob dieser Trade ein Gewinner oder Verlierer wird, noch in welcher Höhe Gewinne bzw. Verluste anfallen. Es ist paradox, aber wahr! In Summe haben wir genaue Vorstellungen und Erwartungen, im Detail aber sind wir völlig ahnungslos. Diese Denkweise versetzt Profis in die Lage, erfolgreich zu handeln.

Das Problem mit Erwartungen!

Wollen Sie im Trading erfolgreich sein, sollten Sie sich genau diese Denkweise aneignen. Konzentrieren Sie sich auf ihr gesamtes Trading und nicht auf den einzelnen Trade. Je mehr Erwartungen sie in den nächsten Trade legen, desto größer ist die Gefahr, emotional zu werden. Wer sieht es schon gerne, wenn der Kurs nicht genau das macht, was man von ihm erwartet. In solchen Situationen kommt es zu Frust, Wut und anderen Reaktionen, Reaktionen, die Ihrem Konto definitiv nicht gut tun werden. Anders der erwartungsfreie Trader. Er wird den Markt so akzeptieren, wie er gerade ist und entsprechend seiner Strategie reagieren.

Konkrete Erwartungen haben noch ein weiteres Problem. Erwartungen/Ängste machen uns betriebsblind. Wir konzentrieren uns nämlich genau auf die Aspekte, die unsere Erwartungen stützen. Sind wir mit hohen Erwartungen long, werden wir automatisch mehr nach bestätigenden Mustern im Chart suchen. Unbewusst bekommen wir vielleicht schon mit, dass sich der Trade eigentlich nicht ganz so entwickelt, wie gewünscht. Trotzdem fokussieren wir uns auf die Dinge, die unsere Meinung/Erwartung stützen und ignorieren den Rest. Dieser Rest es aber genau das, was zur Beurteilung unseres Trades wichtig ist. Wir treffen suboptimale Entscheidungen. Die „Realität“ werden wir nur dann erkennen, wenn wir offenen Auges und nicht mit einem eingeschränkten Blickwinkel durch die Gegend laufen. Zusammenfassend können wir also sagen, dass Sie optimistisch Ihrer Strategie gegenüber sein dürfen, in einem einzelnen Trade aber einen neutralen Standpunkt einnehmen müssen. Beim Antrainieren dieser Fähigkeit wünsche ich Ihnen

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW08

DOW JONES- Heftiger Intraday-Abverkauf

Nach Tagen der Ignoranz nehmen die Marktteilnehmer die Entwicklungen in China plötzlich doch wieder wahr. Man kann nur mit dem Kopf schütteln.

Sorgen um eine rasante Ausbreitung des Coronavirus haben am Donnerstag wieder die Aktienmärkte belastet. Für Verunsicherung sorgten offenbar mehrere Berichte der chinesischen Zeitung Global Times, wonach zum einen die Apple-Umsätze in China im ersten Quartal 2020 um mehr als die Hälfte einbrechen dürften und zum anderen in einem Krankenhaus in Peking die Zahl der Coronavirus-Fälle rasant angestiegen sei. In einem Editorial forderte die staatsnahe Zeitung zudem mit harten Worten den Westen zur Unterstützung im Kampf gegen das Virus auf. In Bezug auf kritische US-Medienberichte und Aussagen von US-Politikern heißt es in dem Editorial: "Solche Vorurteile und Arroganz sind sehr gefährlich. Die USA könnten irgendwann in der Zukunft einen hohen Preis dafür zahlen."

Ebenfalls sorgte heute eine Studie von Goldman Sachs für Aufsehen. Die Analysten warnen vor einer Korrektur an den Börsen, also einem Rückgang der Kurse um mehr als zehn Prozent. Ihrer Meinung nach werden die Folgen der Coronavirus-Epidemie für die Unternehmensgewinne an den Finanzmärkten unterschätzt. Die Märkte knicken als Reaktion auf die Berichte deutlich ein.

Gefährliche Situation im Dow Jones

Der Dow Jones scheiterte bereits im gestrigen Handel am wichtigen Widerstandsbereich um 29.400 Punkte. Ein zweiter Erholungsversuch in diese Zone im heutigen Handel blieb erfolglos. Vielmehr gerät der Index intraday unter Druck und erreicht ein wichtiges Unterstützungscluster aus EMA200 und einer Horizontalen um 29.000 Punkte. Unterschreitet der Dow Jones auch dieses Kursniveau, wäre eine kurzfristige Trendwende im Index aktiviert, welche zunächst Kursabgaben in Richtung 28.875 Punkte nach sich ziehen könnte. Wiederum darunter wirken 28.700 Punkte als Support. Über 29.409 Punkten wäre die Gefahr einer oberen Umkehr dagegen zunächst gebannt.

ALLIANZ - Rally zunächst gestoppt

Die Allianz-Aktie prallt offenbar an einer wichtigen Widerstandslinie nach unten ab. Wie weit könnte die Aktie nun konsolidieren?

Die Allianz hat im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 142,4 Mrd. EUR (Prognose: 136,6 Mrd. EUR, VJ: 132,3 Mrd. EUR) und ein operatives Ergebnis von 11,9 Mrd. EUR (Prognose: 11,702 Mrd. EUR, VJ: 11,512 Mrd. EUR) erzielt. Das Nettoergebnis liegt nach Minderheiten bei 7,914 Mrd. EUR (Prognose: 7,863 Mrd. EUR, VJ: 7,462 Mrd. EUR).

Das Unternehmen peilt für 2020 ein operatives Ergebnis von rund €12 Mrd (+/- €500 Mio) an. Die Analysten hatten bisher €12,4 Mrd erwartet.

Die Allianz will für 2019 eine Dividende von 9,60 EUR je Aktie ausschütten. Die Analysten hatten mit 9,48 EUR gerechnet, nach 9,00 EUR im Vorjahr.

Quelle: Guidants News

Vorbörslich reagiert die Aktie mit einem minimalen Anstieg auf diese Zahlen. Gegen 8.17 Uhr wird sie auf L&S mit einem Plus von 0,11 % gegenüber dem Xetraschlusskurs von gestern gehandelt.
Die Allianz-Aktie befindet sich seit dem März 2003 nach einem Tief bei 40,27 EUR in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung erreichte sie am 17. Februar 2020 ein Hoch bei 232,55 EUR. Damit näherte sie sich bis auf wenige Cents einer potenziellen oberen Begrenzung dieser langfristigen Aufwärtsbewegung an. Diese verläuft heute bei 233,16 EUR. Gestern entfernte sich der Wert mit einer langen schwarzen Kerze von dieser steigenden Widerstandslinie.

Oben angekommen?

Solange die Allianz-Aktie unter dieser oberen Pullbacklinie notiert, ist sie kurzfristig gefährdet. Es könnte zu einer etwas umfangreicheren Konsolidierung kommen. Bei 225,90 EUR liegt mit dem Hoch vom 07. November 2019 eine wichtige Unterstützung. Sollte diese fallen, dann würden Abgaben in Richtung 219,00 EUR und 214,00 EUR drohen. Damit würde die Aktie auf ihren Aufwärtstrend seit Dezember 2018 zurücksetzen. Ein Ausbruch über 233,16 EUR würde allerdings die Rally weiter befeuern. In diesem Fall wären Gewinne in Richtung 247,49 EUR und 297,80 EUR möglich.

MTU - Erneut unter Druck

Die MTU-Aktie gibt heute weiter nach und fällt wie auch schon gestern durch wichtige Unterstützungen.

Nach den gestern veröffentlichten Zahlen fiel die MTU-Aktie schon deutlich zurück (wir berichteten). Dabei durchbrach sie die Unterstützung durch das letzte Zwischenhoch bei 266,30 EUR. Der Aufwärtstrend seit Januar 2019 hielt aber noch. Dieser liegt heute bei 264,80 EUR. Die MTU-Aktie eröffnete heute mit einem kleinen Abwärtsgap zwischen 263,60 EUR und 262,50 EUR und gibt im bisherigen Handel weiter deutlich. Dabei fällt der Aktienkurs direkt auf die nächste Unterstützung bei 257,20 EUR zurück. Der Wert bildet aktuell eine lange schwarze Tageskerze aus und führt die Verliererliste im DAX an.

Jetzt Korrektur?

Das Chartbild der MTU-Aktie wirkt aktuell angeschlagen. Sollte sich der Trendbruch bestätigen, könnte es zu einer größeren Konsolidierung kommen. Abgaben in Richtung 247,00 EUR und 229,10 EUR wären dann in den nächsten Tagen und Wochen möglich. Sollte der Wert allerdings direkt wieder über 266,30 EUR ansteigen, dann böte sich die Chance auf einen Anstieg an das Allzeithoch bei 289,30 EUR.

GOLD - Bis zum nächsten Mal!

Tagesausblick für Freitag, 21. Februar 2020: Mein kurzes Edelmetall-Intermezzo in dieser Woche hat Spaß gemacht. Der Ausbruch beim Goldpreis ist in vollem Gange. Genießen Sie die Gewinne, bis zum nächsten Mal!

Widerstände: 1.650 + 1.700
Unterstützungen: 1.611 + 1.591 + 1.547

Rückblick: Nach langer Wartezeit kamen die Goldbullen in dieser Woche voll auf ihre Kosten. Ein neues Jahreshoch steht auf USD-Basis zu Buche. Auf Eurobasis kletterte Gold sogar über die Marke von 1.500 EUR. Charttechnisch betrachtet ist die Rally in vollem Gange.

Charttechnischer Ausblick: Aktuell nimmt das Edelmetall auch den Widerstand bei 1.626 USD aus dem Markt. Die nächsten Trendziele lauten 1.650 und vor allen Dingen 1.700 USD. Im Bereich letzterer Marke ist erneut eine längere Pause möglich. Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau bei 1.611 USD bieten Einstiegschancen. Ebenfalls gut unterstützt ist der Goldpreis bei 1.591 USD. Erst unter 1.547 USD wäre der laufende Aufwärtsimpuls beendet.

Antizyklisches Trading & Timing beim Investieren

Wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt eines Sparplans zufrieden, wenn er doch mehr gewinnen könnte - viel mehr! Oder?

Mit der laufenden Korrektur an den Aktienmärkten beginnt für viele antizyklisch agierende Anleger die Hatz nach dem Boden und damit verbunden, einer genialen Rendite. Sich gegen einen laufenden Abwärtstrend zu stellen, hat durchaus seinen Reiz. Sollte es gelingen, das Tief zu erwischen, ist nicht nur das Potenzial am größten, sondern der Anleger hat auch ein gutes Polster für eventuelle zwischenzeitliche Korrekturen. Zudem erscheint es einfach nur logisch, sich günstig einzukaufen. Aber auch beim antizyklischen Trading ist nicht alles Gold, was glänzt! Die falsche Vorgehensweise kann im Rahmen dieses Ansatzes schnell zum Totalverlust führen! Das haben die Bärenmärkte der letzten Jahre eindrucksvoll gezeigt.

Im Folgenden wollen wir das antizyklische Trading aus Sicht eines mittel- bis langfristigen Investors betrachten. Dabei geht es weniger um die Frage nach konkreten Mustern, sondern um einen Vergleich dieses Ansatzes mit anderen taktischen Möglichkeiten, Korrekturen und Bärenmärkte zu nutzen. Dies ist der dritte Artikel innerhalb einer kleinen Serie. Diese begann mit einem einleitenden Beitrag (siehe hier) und wurde zuletzt mit der Betrachtung von Sparplänen konkret.

Timingversuche im langfristigen Aktieninvestment!

Aktien haben langfristig die Tendenz zu steigen. Diesen Vorteil nutzen Investoren aus, in dem sie ihre Positionen entsprechend lange halten. Mit Blick auf große Zeiträume scheint es dabei fast keine Rolle zu spielen, zu welchem Preis man einsteigt. Werfen Sie in diesem Zusammenhang einfach nur einmal einen Blick auf den Kursverlauf des Dow Jones Index der letzten 100 Jahre.

Ich denke beim Blick auf den Chart wird deutlich, dass es keinen echten Unterschied macht, ob sie zu Kursen von 60 Punkten, 500 Punkten oder 1000 Punkten eingestiegen sind. Die Rendite bis zum heutigen Zeitpunkt ist in allen Fällen gigantisch. Die Sache hat aber einen Haken. Die wenigsten von uns leben 100 Jahre und selbst wenn, wer möchte schon so lange warten. Schließlich wollen wir die hohe Rendite auch genießen. Darüber hinaus liegt es nicht unbedingt in der Natur des Menschen, sich mit dem Durchschnitt zufrieden zu geben. Kein Wunder also, dass Sparpläne zwar höchst interessant sind, aber trotzdem viele versuchen, ihre Investments zu timen. Wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt zufrieden, wenn er der Meinung ist, auch mehr verdienen zu können.

Traum oder Realität?

Genau an diesem Punkt muss man vorsichtig werden. Seit hunderten von Jahren gibt es Börsen und seit hunderten von Jahren ist jeder Spekulant auf der Suche nach dem heiligen Gral. Die Methoden haben sich im Laufe der Zeit definitiv verändert, aber das Ergebnis ist immer noch das gleiche. Immer noch ist keine Formel bekannt, mit der sich Kurse sicher prognostizieren lassen. Immer noch werden in Bärenmärkten viele Depots zerstört. Und immer noch hat die Masse im kurzfristigen Trading keine Chance! Gerade in diesem Bereich verschwinden die meisten Depots spätestens nach zwei oder drei Jahren.

Allein vor diesem Hintergrund muss man sich die Frage stellen, ob es überhaupt Sinn macht, seine Investments zu timen. Meine persönliche Antwort, die sich auf mehr als 20 Jahren Börse, Trading, statistischen Auswertungen und Coaching stützt, wird ihnen nicht gefallen. Ich denke jedoch dass der erste Schritt zum erfolgreichen, antizyklischen Investor darin besteht, die Rahmenbedingungen zu kennen. Und diese sind relativ simpel: antizyklisches Trading/Investment lebt weniger vom perfektem Timing, sondern von der Fähigkeit, Portfolios zu bilden, viele kleine Rückschläge hinzunehmen, während man die wenigen Mega-Gewinner ausreizen kann. Sollten Sie diese Fähigkeiten nicht mitbringen/entwickeln, könnte das klassische antizyklische Trading tödlich für Ihr Depot enden.

Eine bittere Pille!

Ich möchte diese Behauptung mit einem kleinen Beispiel untermauern. Dazu kombinieren wir gängige Vorstellungen von Neulingen. Ich denke, wenn wir über das Bottomfishing sprechen, hat jeder Renditen von 100 oder mehr Prozent im Hinterkopf. Dass solche Renditen vereinzelt möglich sind, zeigt ein Blick auf den einen oder anderen Highflyer in den letzten Jahren. Darüber hinaus wird natürlich erwartet, dass Sie mit Ihren Entscheidungen besser als der Zufall sind. Gezielt wählen Sie Aktien aus und dürfen doch eigentlich zu Recht erwarten, das zumindest die Mehrzahl davon (beispielsweise 60 %) super laufen. Darüber hinaus unterstellen wir, dass Sie jedes Jahr 5 solcher potentieller Highfyler ausfindig machen und in diese voll investieren. Abschließend begrenzen wir unser Risiko auf 10 % je Investment. Unter diesen Bedingungen ergäbe sich eine durchschnittliche Jahresrendite von 56 % bei minimalem Aufwand (5 Trades!!!). Ein 10.000-Euro-Konto knackt die Millionen im zwölften Jahr und innerhalb relativ kurzer Zeit würden sie zu den reichsten Menschen dieser Welt gehören. Fangen Sie schon mit 50.000 oder gar 100.000 EUR an, geht es noch viel schneller!

Ich könnte mir vorstellen, diese Rechnung erscheint dem einen oder anderen immer noch realistisch. Falls ja, dann vergleichen Sie das Ergebnis bitte einmal mit den Renditen von Fonds über die letzten 30 Jahre, den jährlichen Durchschnittsrenditen im Dax und anderen Anlagemöglichkeiten. Spätestens dann sollte Ihnen bewusst werden, wie gigantisch eine jährliche Durchschnittsrendite von 56 % ist.

Antizyklisches Trading in der Realität

Antizyklisches Trading kann trotzdem sehr lukrativ sein, aber wer sich dafür interessiert, sollte zunächst seine Erwartungshaltung überprüfen. Einem Traum nachzujagen, kann nicht nur deprimierend, sondern auch teuer werden. Darüber dürfen auch zwischenzeitlich gute Phasen nicht hinwegtäuschen. Es ist nur logisch, dass sich viele Investments sehr gut entwickeln, wenn es tatsächlich zum Bullenmarkt kommt. Die entscheidende Frage ist aber, wie viele Versuche man auf dem Weg bis dahin braucht, schließlich starten wir mit dem Aufbau des Portfolios in einer gänzlich anderen Phase. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es relativ viele Versuche sein werden. Deshalb ist es für einen antizyklisch agierenden Investor wichtig, ein möglichst großes Portfolio aufzubauen. So kann man sich viele kleinere Verluste/Gewinne erlauben, während schon wenige Überflieger reichen, um eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften. Und wenn das Portfolio groß genug ist, ist auch die Chance höher, diese Highflyer zu erwischen.

Fazit

Korrekturen und Bärenmärkte sind höchst interessante Marktphasen für langfristig orientierte Anleger. Diesen stellt sich immer wieder die Frage, wie man in einem solchen Umfeld agieren kann, um eine möglichst hohe Rendite herauszuschlagen. Mit dem Sparplan haben wir bereits eine solide Vorgehensweise vorgestellt. Diese glänzt jedoch nicht gerade mit Genialität, ganz anders als das Bottomfishing. Immer wieder hört und liest man Geschichten von Menschen, die früh auf einen Trend aufsprangen und allein mit dieser oder jener Aktie zum Millionär wurden. Man denke an nur all die Storys rund um den Bitcoin.

Indirekt suggerieren solche Berichte, dass es eine Möglichkeit gibt, diese und nach Möglichkeit auch wirklich nur diese Highflyer gezielt herauszupicken. Die Realität sieht jedoch gänzlich anders aus. Um diese Überflieger zu erwischen, müsste der Anleger auf sein Glück vertrauen oder aber sein Risiko breit streuen. Wer auf viele potentielle Trendaktien/-märkte setzt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die tatsächlichen Highflyer im Depot haben. Natürlich kann man zur Unterstützung dessen auch Kursmuster aus der Charttechnik einsetzen, um zumindest seine Chance auf kurzfristiger Ebene etwas zu erhöhen. Aber auch damit wird es in der Regel nicht gelingen, bei kleinem Risiko fast ausschließlich nur die Aktien zu erwischen, die in den nächsten Jahren mehrere 100 % zulegen. Sollten Sie ein solches Kursmuster haben, rufen Sie mich bitte an. Auch ich hätte gerne die Lizenz zum Gelddrucken.

Wagen wir abschließend einen Vergleich zum klassischen Sparplan, lässt sich festhalten, dass aktive Investoren den Durchschnitt schlagen können. Dafür gehen sie aber auch ein erhöhtes Risiko ein. Eine Garantie gibt es nämlich nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass das Konzept des antizyklischen Investments Anforderungen an den Trader stellt, die viele nicht erfüllen. Wer nur 10.000 EUR hat, wird wohl kaum ein breites Portfolio aufbauen können. Zudem lieben Investoren/Trader hohe Trefferquote. Wie wir jedoch festgehalten haben, sollten Sie sich beim antizyklischen Trading eher darauf einstellen, dass Ihre Überrendite nur von ganz wenige Aktien stammt. Wer dieses Risiko nicht eingehen will, dürfte mit einem klassischen Sparplan besser bedient sein. Immerhin können Sie so die Mathematik und die langfristige Statistik für sich nutzen.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW07

DAX - Prognoseskizzen Update - Wie geht es weiter?

Aktien mit China-Exposure aus dem DAX geraten unter Abgabedruck. Der Index bewegt sich seit einigen Tagen im Bereich seines Allzeithochs.

Seit 30. Oktober 2019 hat sich eine steigende Range gegen das Allzeithoch bei knapp 13.600 Punkten ausgebildet. Seit gestern steht der Index im Bereich der Oberkante der Range. Heute nun vormittags der Rückfall, China zählt seit heute anders Coronavirus-Infizierte und Verstorbene. Das beunruhigt den Markt, weil so auf keinen Fall mehr ein Peak der Epidemie sichtbar ist.

Ich bleibe aber bei der mittelfristig eigentlich bullischen Einschätzung. Wohlwissend, dass der Markt meist nicht logisch reagiert. Logisch wäre: China Konjunktur Freeze im ersten Quartal dieses Jahres, ergo auch massive Umsatzeinbrüche bei deutschen Unternehmen, wie beispielsweise den Autobauern. Also müsste der DAX einbrechen. Das wäre logisch.

Eigentlich habe ich beabsichtigt heute in den DAX mit dem kleinen Realmoneydepot einzusteigen. Diese Absicht stelle ich zurück, bis der Markt sich wieder beruhigt hat. Der blaue Prognosepfeil bleibt drinnen. Alles über 13.400 Punkten werte ich als Vorbereitung für den mittelfristigen Ausbruch in Richtung 14.380 Punkte.

NVIDIA - Nachbörslich nach guten Zahlen deutlich im Plus

Die Nvidia-Aktie überzeugte in den letzten Wochen mit einer sehr starken Performance. Zum Allzeithoch ist es nicht mehr weit.

Nvidia übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,89 USD die Analystenschätzungen von 1,67 USD. Der Umsatz liegt mit 3,11 Mrd. USD über den Erwartungen von 2,97 Mrd. USD.

Die Nvidia-Aktie beendete gestern den regulären Handel bei 270,78 USD. Anschließend kletterte die Aktie auf bis zu 292,65 USD und beendete die Nachbörse bei 284,85 USD.

Die Nvidia-Aktie markierte am 02. Oktober 2018 ein Allzeithoch bei 292,76 USD und fiel danach bis Weihnachten 2018 massiv ab. Am 26. Dezember 2018 notierte sie im Tief bei 124,50 USD. Seitdem bestimmen die Bullen wieder die Richtung. Seit einem Konsolidierungstief bei 156,88 USD vom 16. August 2019 hat sich eine besonders steile Rally etabliert. Diese Bewegung führte den Wert am 10. Februar minimal über den wichtigen Widerstand bei 261,92 USD. Diese Marke stellte in 2018 den Sell-Trigger dar.

Kommt jetzt das Allzeithoch unter Beschuss?

Kurzfristig dürfte die Nvidia-Aktie an ihr Allzeithoch bei 292,76 USD ansteigen. Falls sie dieses Hoch stabil durchbrechen kann, würde sich weiteres Aufwärtspotenzial erschließen. Die nächsten Hürden wären erst im Bereich um 380 USD zu finden. Sollte die Aktie allerdings am Allzeithoch scheitern, könnte es zu einem Rücksetzer in Richtung 261,92 USD kommen.

SILTRONIC - Nächster Ausbruch?

Die Siltronic-Aktie gehört zu den großen Gewinnern der Rally seit Sommer 2019. Inzwischen hat sich die Aktie mehr als verdoppelt.

Die Siltronic-Aktie musste nach dem Allzeithoch bei 160,55 EUR aus dem März 2018 einen massiven Abverkauf hinnehmen und fiel bis 18. Juni 2019 auf ein Tief bei 49,13 EUR zurück, verlor also über 2/3 an Wert.

Seit diesem Tief hat sich die Situation aber deutlich geändert. Denn mit diesem Tief drehte der Wert nach oben. Über Zwischenstationen bei 75,92 EUR und 89,08 EUR kletterte er bis 31. Januar auf ein Hoch bei 103,35 EUR. Danach kam es zu einem kurzen, aber relativ deutlichen Rücksetzer auf 90,82 EUR. Von diesem Rücksetzer erholte sich die Aktie in dieser Woche vollständig. Sie notiert nun wieder am Widerstand bei 103,35 EUR. Damit notiert der Wert aber auch wieder an einer oberen Begrenzung der Rally seit Juni 2019 bzw. minimal darüber. Dieser verläuft heute bei ca. 102,83 EUR.

Vor wichtiger Hürde

Gelingt der Siltronic-Aktie ein Ausbruch auf Tagesschlusskursbasis über 103,35 EUR, dann könnte die Rally der letzten Monate direkt weitergehen. Ein Anstieg bis ca. 113,23 EUR oder sogar an den Abwärtstrend seit März 2018 bei aktuell ca. 124,76 EUR wäre möglich. Dieser Trend fällt um 0,05 % pro Handelstag. Sollte sich die Hürde bei 103,35 EUR allerdings als zu hoch herausstellen, könnte es kurzfristig zu einem Rücksetzer in Richtung 93,40 EUR kommen.

PLATIN- Bringt der EMA50 neuen Schwung?

Nachdem Abpraller am Widerstand hat sich das Edelmetall seit zwei Wochen an einer wichtigen Unterstützung festgefahren. Kann diese als Sprungbrett genutzt werden?

Aktuell scheint der EMA50 noch zu halten. Würde es gelingen hier die Käufer zurück in den Markt zu locken, könnte die Barriere bei 1.025-1.045 USD erneut angelaufen werden. Dort angekommen könnte es dann wiederholt zu Turbulenzen kommen. Fällt der Kurs allerdings unter den EMA50 und kann sich von solch einem Rutsch nicht dynamisch erholen, liegt die nächste Unterstützung bei dem Clustersupport im Bereich bei 920-925 USD. Ein Bruch dieser Marke würde 885 USD als nächstes Kursziel auf den Plan rufen.

Von Bedeutung ist also nun die 950 USD nicht nach unten zu durchbrechen. Solange dieses Level hält, ist das Chartbild weiterhin bullisch geprägt.

Wie Sie Ihre Performance verzehnfachen können!

Wenn Sie den Turbo für Ihr Depot, das Risiko- und Moneymanagement noch nicht eingeschaltet haben, dann wird es höchste Zeit.

Wenn Sie investieren und/oder traden, verfolgen Sie hoffentlich einen Plan. Eine Strategie ist wichtig, nicht nur um sich langfristig Vorteile zu sichern, sondern auch aus psychologischer Sicht. Sie gibt uns in schwierigen Zeiten Halt und sorgt dafür, ständig zu wissen, was wir in einem unsicheren Umfeld wie der Börse tun sollen. Während sich viele ausgiebig mit den Fragen nach dem Einstieg, dem Stopp und dem Ausstieg beschäftigen, wird das Thema Risiko- und Moneymanagement innerhalb der eigenen Strategie gerne vernachlässigt. Dabei hat kein anderes Thema einen so großen Einfluss auf ihre Performance wie dieses.

Statt langer Reden möchte ich, dass sie die folgende Grafik auf sich wirken lassen. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte.

Schalten Sie den Turbo ein!

Was Sie in der Abbildung sehen, sind nicht etwa zwei völlig unterschiedliche Handelsstrategien und deren Performance, sondern der Einfluss des Risiko- und Moneymanagement auf ihren Erfolg. Tatsächlich spiegeln beide Kurven die Performance ein und derselben Handelsstrategie wieder. Der einzige Unterschied zwischen beiden liegt in der Wahl der Positionsgröße.

Falls Sie nun vermuten, dass der Trader in der einen oder anderen Situation ein besseres Gefühl hatte und deshalb aus dem Bauch heraus mehr riskierte, irren Sie sich. Auch in der deutlich besseren schwarzen Performancekurve wurde mit einer festen Logik bei der Wahl der Positionsgröße gearbeitet und diese Logik ist noch nicht einmal geheim oder unendlich kompliziert. Ich bin mir sicher, dass Ihnen der benutzte RMM-Ansatz bekannt sein dürfte, vor allen Dingen dann, wenn Sie ein Stammleser unserer Seiten sind. Während in der grauen Performancekurve immer 100 EUR je Trade riskiert und darauf die Positionsgröße abgestimmt wurden, nutzte der Trader in der schwarzen Performancekurve den Fixed-Ratio-Ansatz. In diesem wird dauerhaft ein fester Prozentsatz des zur Verfügung stehenden Kapitals riskiert. Im Beispielfall waren es über alle Trades ein Prozent.

So gut ist keine Optimierung!

Ich denke die obige Abbildung zeigt mehr als deutlich, wozu das Risiko- und Moneymanagement in der Lage ist. Mit einem Gewinn von über 100 % hatte bereits die ursprüngliche Strategie einen ordentlichen Profit. Dieser konnte jedoch ausschließlich durch eine Veränderung bei der Positionsgröße mehr als verzehnfacht werden. Beim Fixed-Ratio-Ansatz kommt am langen Ende der Zinseszinseffekt zum Tragen und das Schöne ist, dass dieser Effekt im Falle schwieriger Zeiten sogar noch dämpfend wirkt, da die Positionsgröße mit einer sinkenden Performancekurve immer kleiner wird. Sie dürfen mir glauben, wenn ich sage, dass solche Effekte im Rahmen klassischer Optimierungen von Einstiegssignalen, Stopps und Co. nicht möglich sind, sofern man nicht Gefahr laufen möchte, in eine Überoptimierung zu verfallen.

Ich hoffe mit diesem Beitrag lenke ich auch Ihren Fokus ein wenig mehr in Richtung dieses vernachlässigten Bausteins erfolgreichen Tradings. Dabei muss noch nicht einmal der Fixed-Ratio-Ansatz zum Tragen kommen. Vielmehr sollten Sie Ihren Risiko- und Moneymanagementplan auch an Ihre Strategien und Ziele anpassen. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW06

S&P 500 - Schon wieder am Allzeithoch angekommen

Der S&P 500 konsolidierte vor allem in der letzten Woche relativ deutlich, erholte sich in dieser Woche aber schon wieder.

Der S&P 500 befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung, Innerhalb dieser Bewegung kam es nach einem Konsolidierungstief bei 2.855 Punkten im Oktober 2019 zu einem starken Rallyschub, der den Index bis 22. Januar 2020 auf das aktuelle Allzeithoch bei 3.337 Punkten führte. Nach diesem Hoch kam es zu einer kurzen, aber scharfen Konsolidierung. Der Index setzte auf seinen EMA 50 zurück bzw. auf das Aufwärtsgap vom 20. Dezember zwischen 3.205 und 3.212 Punkten. Dort drehte der Index am Freitag wieder leicht nach oben. In dieser Woche zieht der S&P 500 wieder deutlich an und erreichte gestern bereits wieder das Allzeithoch. Die aktuellen Taxen bzw. der aktuelle Futurestand deutet darauf hin, dass der S&P 500 leicht über diesem Allzeithoch eröffnen könnte.

Direkt weiter nach oben?

Die Bullen haben den Schock aus der letzten Woche gut verkraftet und arbeiten nun an einer Trendfortsetzung. Die Long-Szenarien: Gelingt dem S&P 500 ein stabiler Ausbruch über 3.337 Punkte, dann könnte die Rally der letzten Monate direkt fortgesetzt werden. In diesem Fall ergäbe sich Potenzial für einen Anstieg bis zunächst einmal ca. 3.600 Punkte und vielleicht sogar 4.000 Punkte. Die Short-Szenarien: Sollte sich die Hürde bei 3.337 Punkte aber als zu hoch erweisen, könnte der Index in eine Range einschwenken und innerhalb dieser auf das Tief vom letzten Freitag bei 3.214 Punkte zurückfallen.

BMW - Nur eine kurzfristige Erholung?

Die BMW-Aktie stand zuletzt deutlich unter Druck erholt sich aber in dieser Woche etwas. Wie weit kann die Erholung tragen?

Die BMW-Aktie markierte am 17. März 2015 das aktuelle Allzeithoch bei 123,75 EUR. Seit diesem Hoch befindet sich die Aktie in einer langfristigen Abwärtsbewegung. Dabei fiel sie zunächst im Juli 2016 auf ein Tief bei 63,38 EUR. Anschließend erholte sich der Wert bis Januar 2018 auf 97,50 EUR, drehte aber danach wieder nach unten ab.

Im August 2019 markierte die BMW-Aktie ihr bisheriges Tief in der Abwärtsbewegung seit März 2015 bei 58,04 EUR. Von dort aus erholte sie sich, scheiterte aber am 13. Dezember 2019 mit einem Hoch bei 77,06 EUR am Abwärtstrend seit Januar 2019. Anschließend bildete der Wert eine kleine SKS-Topformation aus. Am 27. Januar erfolgte der Bruch des Aufwärtstrends seit August 2019. Am Montag notierte der Wert im Tief bei 63,90 EUR. Seitdem erholt er sich leicht.

2020 soll das Unternehmen 9,38 EUR je Aktie verdienen. Das ergibt bei einem gestrigen Schlusskurs von 66,33 EUR ein KGV von 7,07. Die Dividende soll 3,19 EUR betragen. Das ergibt eine Dividendenrendite von 4,81 %. Der Umsatz soll in 2020 sogar einen neuen Rekordwert von 104,13 Mrd. EUR erreichen.

Zeit zum Einsteigen gekommen?

Die BMW-Aktie könnte sich kurzfristig bis ca. 68,93 bis 69,37 EUR erholen. Dies wäre ein Pullback an den gebrochenen Abwärtstrend ab August 2019. Anschließend muss allerdings mit einem Rückfall auf das Tief aus dem August 2019 bei 58,04 EUR gerechnet werden.
Zu einer Verbesserung des kurzfristigen Bildes käme es wohl erst mit einem Anstieg über 69,37 EUR.
Fundamental gesehen scheint die Aktie billig zu sein. Die Frage ist bei den deutschen Autobauern halt, wie nachhaltig ist die aktuelle Gewinnsituation. Noch verdienen sie trotz des einen oder anderen Skandals gutes Geld.

CECONOMY - Vorbörslicher Kurssprung nach Zahlen

Die Ceconomy-Aktie machte ihren Anteilseignern in den letzten Jahren keine Freude. Seit 1998 befindet sich die Aktie in einer Abwärtsbewegung.

Ceconomy hat im ersten Quartal einen Umsatz von 6,8 Mrd. USD (-0,8 % y/y) und im fortgeführten Geschäft ein bereinigtes EBIT von 289 Mio. USD (VJ: 269 Mio. USD) und ein Nettoergebnis von 170 Mio. USD (VJ: 107 Mio. USD) erzielt. Der Ausblick wird bestätigt. Quelle: Guidants News

Die Ceconomy-Aktie markierte im Januar 2018 ein Erholungshoch bei 13,40 EUR. Danach kam es zu einem massiven Abverkauf, der bis Januar 2019 dauerte und zu einem Tief bei 2,92 EUR führte. Von dort aus erholte sich der Wert wieder. Anfang Mai 2019 erreichte er ein Hoch bei 6,16 EUR. An diesem Hoch scheiterte die Aktie am 01. August 2019. Seitdem befindet sie sich in einem breiten Abwärtstrendkanal. Innerhalb dieses Kanals stand die Aktie in den letzten Wochen deutlich unter Druck und fiel sogar unter die Unterstützung bei 4,77 EUR. In den letzten beiden Tagen kam es intraday jeweils zu einem Anstieg über diese Marke, aber zu keinem Tagesschlusskurs darüber.

Kurzfristige Rally möglich?

Die Ceconomy-Aktie könnte im Umfeld um die aktuellen Zahlen zu einer Rally ansetzen. Sollte sich der Ausbruch über 4,77 EUR bestätigen, wäre in den nächsten Tagen ein Anstieg in Richtung 5,50-5,60 EUR, also an den Abwärtstrend seit August 2018 möglich. Weiteres Aufwärtspotenzial ergäbe sich erst mit einem Ausbruch aus dem Abwärtstrend. Dann könnte der Wert in Richtung 6,16 oder sogar 6,85/93 EUR steigen. Ein Anstieg bis dorthin wäre aber nur ein Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrend ab Oktober 2002.
Sollte sich der vorbörsliche Anstieg nicht bestätigen, könnte die Ceconomy-Aktie sofort wieder unter Druck geraten und kurzfristig auf 4,16 EUR und mittelfristig sogar auf 2,92 EUR abfallen.

PALLADIUM-Tagesausblick: Aufwärtstrend unter Druck

Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten sehr stark nach oben bewegen. Die Notierungen erreichten ein Hoch bei 2.582 USD. Nach einer Zwischenkonsolidierung wurde dieses Hoch zuletzt aber nicht mehr erreicht.

Kursstand: 2.286,00
Intraday Widerstände: 2.582+2.800
Intraday Unterstützungen: 2.250+1.997

Rückblick
Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten sehr stark nach oben bewegen. Die Notierungen erreichten ein Hoch bei 2.582 USD. Nach einer Zwischenkonsolidierung wurde dieses Hoch zuletzt aber nicht mehr erreicht.

Charttechnischer Ausblick
Der beginnende leichte Rückfall aus dem Aufwärtstrend der Vorwochen birgt die Gefahr, die Korrektur einer zweiten Well deutlich auszudehnen. Sollte Palladium auch unter die bei 2.249 USD liegende Unterstützung fallen, wären Abgaben bis in den Bereich 2.000 USD nochmals möglich. Die Chance einer Seitwärtsbewegung oberhalb der 2.249 USD bleibt allerdings vorerst gegeben.

Bottomfishing – Die Strategie der Helden!

Beim Bottomfishing dreht sich alles um den günstigen Einstieg! Interessieren Sie sich für diesen Investmentstil, sollten Sie sich jedoch zunächst gänzlich anderen Fragen zuwenden.

Eine alte Börsenweisheit sagt, dass man einfach günstig kaufen und teurer verkaufen muss, um an der Börse erfolgreich zu sein. Was in der Theorie so einfach klingt, beschäftigt täglich Tausende von Trader und Anleger. Für Schlagzeilen sorgen dabei immer die Geschäfte, bei denen es tatsächlich gelingt, nahe eines langfristigen Tiefs zu kaufen und sich die Position anschließend nicht nur verdoppelt oder verdreifacht. Und mal ganz ehrlich, wer hätte solche Trades nicht gerne regelmäßig im Depot.

Wir werden uns dem Thema „Bottomfishing“ in diesem Basisartikel grundlegend nähern. Dabei geht es mir vor allen Dingen darum, das Prinzip dieses Trading-/Investmentansatzes zu verdeutlichen und darauf aufbauend die Vor- und Nachteile aufzuzeigen. Eines muss Ihnen nämlich von vornherein klar sein: wo Licht ist, ist immer auch Schatten! Nur wer beides kennt, sollte sich auf die Suche nach Details machen!

Was ist Bottomfishing?

Unter Bottomfishing verstehen wir den Versuch, Aktien oder andere Basiswerte günstig zu kaufen. Im engeren Sinne geht diesen günstigen Bewertungen eine größere Abwärtsbewegung voraus. Auch wenn die Namensgebung sich hauptsächlich auf den Einstieg in ein Investment bezieht, wird mit dem Bottomfishing meist auch die Hoffnung eines anschließenden langanhaltenden Aufwärtstrends verbunden. Das entscheidende Merkmal bleibt jedoch der extrem günstige Einstieg nahe am absoluten Tief.

Was macht Bottomfishing so interessant?

Der Wunsch, am absoluten Tief kaufen zu wollen, ist mehr als verständlich. Ein solcher Einstieg hätte gleich mehrere Vorteile. Zum ersten kann das Risiko relativ klein gehalten werden. Risiko ist in diesem Fall als Schwankungsbreite nach unten bzw. Stopploss zu verstehen. Im besten Fall steigt man ein und die Kurse laufen sofort in die gewünschte Richtung.

Dieser Vorteil ist jedoch kein Alleinstellungsmerkmal des Bottomfishing. Schließlich könnte man auch mitten in einen laufenden Trend einsteigen und die Tradingidee mit einem engen Stopploss absichern. Läuft die Position ebenfalls direkt in die gewünschte Richtung, wäre auch bei einem solch prozyklischen Einstieg das Risiko überschaubar. Der Unterschied zum Bottomfishing besteht jedoch im möglichen Potenzial, den das Investment besitzt. Es ist völlig egal, wie weit der Trend am Ende laufen wird. Wer nahe am Tief einsteigt, wird mehr verdienen als jemand der erst in den fortgeschrittenen/laufenden Trend investiert.

Bringen wir den Einstieg und den Ausstieg bzw. das Potenzial zusammen, entstehen beim Bottomfishing Tradingideen mit extrem hohen Chance-Risiko-Verhältnissen. Man stelle sich nur einmal vor, Sie hätten den Deutschen Aktienindex am Ende der Finanzkrise im Bereich von 3.700 Punkten mit einem Stopploss von vielleicht 150 Punkten gekauft. Aktuell lägen sie über 8.500 Punkte im Gewinn, was dem fast 57-fachen Risiko entspricht (siehe Abb1). Ein solcher Trade mit entsprechender Positionsgröße und sie können sich in Rente begeben!

Ein weiterer, aber sehr gefährlicher Gedanke beim Bottomfishing ist der, dass eine große Wahrscheinlichkeit für einen Gewinntrade unterstellt wird. Wenn eine DAX-Aktie bereits über Monate oder noch länger gefallen ist, denkt man oft, dass es doch eigentlich gar nicht tiefer gehen kann! Wie gefährlich und falsch eine solche Denkweise ist, können Sie bspw. an der Commerzbank-Aktie sehen. Oder vielleicht erinnern Sie sich noch an das Platzen der Dot-Com-Blase zur Jahrtausendwende.

Was ist günstig?

Angesichts der starken Aussichten ist es verständlich, warum sich viele Trader/Investoren dem Bottomfishing zuwenden. Die entscheidende Frage hierbei ist jedoch, was am Ende günstig ist. So verlockend die Vorteile des Bottomfishing auch sind, so problematisch ist seine praktische Umsetzung. Schließlich fallen die Kurse zunächst meist wie ein Stein und das über einen durchaus längeren Zeitraum, bevor es zur Bodenbildung kommt. Steigt man zu früh ein, wird man ständig ausgestoppt. Das ist nicht nur emotional eine nervige Angelegenheit, sondern reduziert am Ende auch den möglichen Gewinn. Wenn man sich in unserem Dax-Beispiel 20-mal irrt, bevor es denn endlich mit dem Boden klappt, bröckelt der Glanz des Bottomfishings deutlich. Der große Traum liegt natürlich darin, nur einen Versuch starten zu müssen.

So leid es mir tut, diesen Traum sollten Sie gleich ad acta legen, auch wenn Ihnen die Industrie und die Medien gerne etwas anderes erzählen. Grundlegend kann man sich der Frage: was ist günstig, aus zwei Richtungen nähern. Auf der einen Seite können wir fundamental argumentieren. Die klassische Bilanzanalyse und das Ermitteln fundamentaler Kennzahlen wie KGVs & Co. ist eine Möglichkeit, günstige Aktien ausfindig zu machen. Wenn diese dann noch in einem Abwärtstrend gehandelt werden, umso besser. Grundlegend bietet sich in diesem Umfeld auch an, einen Branchenvergleich vorzunehmen bzw. sich den Wachstumsaussichten des Unternehmens zuzuwenden. Den Blick auch auf der Suche nach einem Boden nach vorne in die Zukunft zu richten, kann nicht schaden, auch wenn damit natürlich ein gewisses prognostisches Risiko verbunden ist.

Ergänzend soll natürlich noch erwähnt werden, dass die Art und Weise der fundamentalen Analyse letztlich auch vom Basiswert selbst abhängt. Man wird eine Währung oder einen Rohstoff anders bewerten/analysieren müssen, als eine Aktie.

Neben der fundamentalen Analyse bietet sich auch die Charttechnik an. Mithilfe von Indikatoren, Preisvergleichen und anderen technischen Hilfsmitteln lässt sich zumindest sehr leicht bestimmen, ob der Basiswert in einem Abwärtstrend gehandelt wird und inwieweit dieser schon fortgeschritten ist. Durch Vergleiche der vorliegenden Muster mit historischen Rahmendaten lässt sich eventuell abschätzen, wie groß die Chance für ein Boden ist.

Ein erster Trick!

Wenn wir unsere Chance auf einen Boden über die Fundamentalanalyse und/oder die Charttechnik erhöht haben, steigen wir ein und dann heißt es Daumen drücken! Ein Profi verlässt sich aber nicht nur auf sein Glück. Zum einen wird er, wie bereits erwähnt, von vornherein mehrere Versuche einplanen und seine Strategie mental als auch aus Sicht des Risikomanagements darauf ausrichten. Zum anderen wird er nicht nur auf ein Pferd setzen. Das Bottomfishing ist eine Strategie und nicht der Versuch, Glücksritter zu spielen. Jeder Profi wird deshalb sein Kapital nicht nur auf mehrere Versuche in einem Basiswert, sondern auch auf viele Basiswerte aufteilen.

Portfoliobildung ist das ganz große Stichwort, um am Ende erfolgreich zu sein. Ich erinnere mich sehr gut an diverse Headlines im Zuge des Hypes um Kryptowährungen. Was wurden Investoren als geniale Denker/Vorreiter gefeiert, die relativ früh Coins besaßen und jetzt mehrfache Millionäre geworden sind. Ich muss bei solchen Schlagzeilen immer wieder schmunzeln, denn die Recherche zeigt immer wieder, dass diese Leute entweder einfach nur Glück hatten oder aber tatsächlich pfiffige Investoren sind und auf viele Pferde gesetzt haben. Sie haben sich unter Umständen nicht nur in diesem einen Coin, sondern auch in anderen oder sogar gänzlich anderen Zukunftsmärkten positioniert. Die meisten davon haben nicht funktioniert, am Ende aber reicht im Zweifel auch ein Hauptgewinn und natürlich steht nur der in den Medien!

Zusammenfassung

Bottomfishing ist eine beliebte Spielart im Trading/Investment, die interessante Vorteile bietet. In diesem einführenden Artikel haben wir das Bottomfishing definiert und den Reiz dessen ausgemacht. Die Aussicht auf ein hohes CRV macht das Bottomfishing so interessant. Wer diesen Vorteil für sich nutzen möchte, sollte sich jedoch ganz klar vor Augen halten, dass das Bottomfishing ein Ansatz mit moderater Trefferquote ist. Nur sehr wenige Trades werden zu den ganz großen Gewinnern. Viele Ideen enden im Verlust oder kleinen Gewinn. Sofern Sie als Trader mit dieser Tatsache leben können, werde Sie versuchen, Ihr Timing zu verbessern. Sie werden sich fragen, was günstig ist und auf der Suche nach einer Antwort können Sie die fundamentale Analyse als auch die Charttechnik einsetzen. Trotz dieser Möglichkeiten bleibt jedoch eine nicht unwesentliche Irrtumswahrscheinlichkeit bestehen, so dass man mehrere Versuche einplanen sollte. Möchte man das Bottomfishing zum Erfolg führen, muss man sich also Gedanken über das Moneymanagement und Portfoliobildung machen.

Erst aus dem Zusammenspiel all dieser Faktoren kann und wird eine erfolgreiche Tradingstrategie entstehen. Jetzt, wo wir die grundlegenden Vor- und Nachteile beleuchtet haben, können Sie sich als Trader fragen, ob diese Spielart für Sie überhaupt in Frage kommt. Erst dann macht es Sinn, sich mit Details zu beschäftigen. Details, die wir in einem weiteren Artikel aufgreifen werden.

Viel Erfolg
Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW05

NASDAQ100 - Ein enorm wichtiger Handelstag steht an

Reißen die Käufer heute das Ruder ausnahmsweise nicht herum, dürfte das die Entscheidung für die weitere Ausrichtung in den kommenden Tagen sein. Es steht jedenfalls viel auf dem Spiel.

Der Nasdaq 100 drehte im gestrigen Handel auch wunderbar am herausgearbeiteten Widerstand gen Süden und das mehrfach. Im Vergleich zu den anderen beiden Indizes hielten sich die Techs aber insgesamt gut, was vorrangig am Kursgewinn der Apple-Aktie liegen dürfte.

Heute übernehmen dagegen wieder die Bären das Ruder. Der Index ist auch bereit für die nächste Abwärtswelle, nachdem sich die Bullen gestern wiederholt die Hörner angestoßen haben. Unterhalb von 9.153 Punkten kann der Nasdaq 100 heute Ziele bei 9.025, 9.000 und 8.954 bis 8.938 Punkten erreichen. Über 9.153 Punkten wäre dagegen etwas Spielraum in Richtung 9.176 bis 9.187 Punkte vorhanden.

VISA - Konsolidierung nach den Zahlen?

Die Visa-Aktie zog zuletzt stark an. Nach den aktuellen Zahlen könnte dieser Rally aber ins Stocken geraten.

Visa trifft im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,46 USD die Analystenschätzungen. Der Umsatz liegt mit 6,1 Mrd. USD über den Erwartungen von 6,08 Mrd. USD.

Die Visa-Aktie befindet sich seit einem Tief bei 10,45 USD aus dem Januar 2009 in einer langfristigen Rally. Im September 2019 kam es zu einem Zwischenhoch bei 187,05 USD. Anschließend konsolidierte der Wert mehrere Wochen auf einem hohen Niveau seitwärts. Mitte Dezember 2019 kam es zum Ausbruch über dieses Hoch und damit auf ein neues Allzeithoch. Seitdem zieht der Aktienkurs wieder an. In der letzten Woche notierte der Wert bei 210,13 USD. Dieses Hoch ist das aktuelle Allzeithoch. Zu Beginn dieser Woche fiel er etwas zurück, erholte sich aber zuletzt wieder. In der Nachbörse gab die Visa-Aktie gestern nach und fiel auf 203,19 USD.

Zunächst ein Rücksetzer?
Die Visa-Aktie könnte nach den Zahlen etwas konsolidieren. Ein Rücksetzer auf das alte Rekordhoch bei 187,05 USD wäre nicht ungewöhnlich. Anschließend könnte sie allerdings wieder nach oben drehen und in Richtung 219,82 und 259,00 USD ansteigen. Ein Ausbruch über 210,13 USD würde vermutlich sofort zu einem weiteren Rallyschub führen. Ein Wochenschlusskurs unter 187,05 USD würde allerdings im Chartbild einigen Schaden verursachen.

ELECTRONIC ARTS - Ende der Rally oder nur kurze Korrektur nach Zahlen?

Die nachbörslich veröffentlichen Quartalszahlen sorgten für ein dickes Kursminus. Doch bereits während der Nachbörse konnte sich von diesem Kursgewitter erholt werden. Also alles nur halb so schlimm?

Die Aktie des NASDAQ-100 Titels galt gestern mit als der größte Verlierer der Unternehmen die ihre Zahlen veröffentlichten.

"Electronic Arts nach Zahlen 6,43 % im Minus", lautete die Meldung (Quelle: Guidants News).

Schaut man sich dann die Indikation an, zeigt sich dass die Käufer bereits hier zuschlugen und sich der Wert von den herben Verlusten erholen konnte. Doch wie geht es jetzt generell weiter?

Analysen aller Experten waren ein Volltreffer
Zunächst waren viele Experten in unserem Hause sehr bullisch für das Wertpapier gestimmt. Bereits im November letzten Jahres wiesen vier Experten auf das bullische Potenzial der Aktie hin (Henry Philippson, Ich, Alexander Paulus und Bernd Senkowski).

In der letzten technischen Analyse meinerseits wurde folgendes Longszenario entwickelt:

"Das übergeordnete mittelfristige Ziel, welches sich aus der Dreiecksformation ableitet, liegt bei 145 USD. Bevor dieses Ziel jedoch erreicht werden kann, muss der Wert mehrere Hürden erfolgreich überwinden. Ein erstes Ziel wäre der Bereich bei 110-111 USD. Nach diesem wären 116 USD das folgende Ziel. Daran anschließend wäre eine wichtige Zwischenstation der GAP-Close im Bereich von 120,6-125,8 USD. Gelingt es dem Wertpapier tatsächlich bis hierhin zu steigen, so sollten auch in mittelfristiger Folge die 145 USD fallen."

Diese Prognose lief sehr gut an. Zwar wurde das erste Ziel von 116 USD nicht ganz erreicht, doch die mittelfristigen Ziele 120,60 - 125, 80 USD und auch 145 USD als Projektionsziel sind noch offen. Nun stellt sich die Frage, ob diese Ziele nach dem Kursintermezzo weiterhin erreicht werden könnten.

Die Chancen auf eine weitere Rally stehen weiterhin gut

Im Chart markiert ist das aktuelle indikative Kursniveau, welches sich ungefähr bei 107,60 USD befindet. Damit notiert der Anteilsschein direkt auf einem Support, welchen die Käufer nutzen könnten, welche auf eine weitere Rally spekulieren, um hier noch einmal "günstig" einzusteigen. Denn der Aufwärtsmove könnte direkt weitergehen und die 114,1 USD angreifen. Wichtig ist, wie der Markt heute und Anfang nächste Wochen die Zahlen aufnimmt. Würde die Unterstützung heutige wegbrechen und die Erholungstendenzen schnell verfliegen, wäre trotz allem noch nichts verloren. Die Kursbereiche bei knapp 105 USD und 103 USD gelten als Rebounzonen.

Deshalb bieten sich insgesamt drei Stop-Levels an, je nach individueller Risikoaversion. Würde eine Korrektur allerdings den mögliche Turnaroundbereich bei 103 USD unterschreiten, sollte spätestens bei 102,50 USD alle Seile gekappt werden. Denn unter diesem Kursniveau wäre zwar eine Aufwärtsbewegung immer noch möglich, doch dann würden a) die Bären den Kursverlauf dominieren, b) die bisher abgearbeitete Ausbruch fast komplett verkauft worden sein und c) alle mittelfristigen Ziele in weite Ferne rücken.

PALLADIUM-Tagesausblick: Fehlausbruch wirkt nach

Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten stark aufwärts und konnte die Rally immer weiter verschärfen. Nach einem neuen Rekordhoch bei 2.582 USD gerieten die Notierungen in den vergangenen Wochen jedoch leicht unter Druck und leiteten eine Konsolidierung ein.

Kursstand: 2.306,50
Intraday Widerstände: 2.378+2.582+2.800
Intraday Unterstützungen: 2.150+1.997

Rückblick
Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten stark aufwärts und konnte die Rally immer weiter verschärfen. Nach einem neuen Rekordhoch bei 2.582 USD gerieten die Notierungen in den vergangenen Wochen jedoch leicht unter Druck und leiteten eine Konsolidierung ein.

Charttechnischer Ausblick
Nach einer Stabilisierung oberhalb des Aufwärtstrends der Vorwochen besteht die Möglichkeit, die Rally direkt wieder aufzunehmen. Geht es über 2.378 USD hinaus, wird der Weg bis 2.582 USD schnell wieder frei. Alterbnativ droht bereits unterhalb der 2.250 USD eine Wiederaufnahme der Korrektur bis 2.150 USD

Die „perfekte" Depotgröße - Ein unterschätztes Thema!

Die meisten Trader starten ihre Karriere an der Börse unterkapitalisiert. Dies hat weitreichende Folgen, die sich alles andere als positiv auf den eigenen Erfolg auswirken. Aber was ist die richtige Depotgröße?

Über die letzten Jahre durfte ich als Coach viele private Trader auf ihrem Weg zum Erfolg aktiv begleiten. Bei all den Unterschieden in der Persönlichkeit gab es überraschend viele Gemeinsamkeiten innerhalb des Tradings – vor allen Dingen bei den Hürden, die es zu überwinden gilt.

Eine dieser Gemeinsamkeiten ist die Depotgröße. Die meisten privaten Trader starten ihre Tradingkarriere nämlich mit kleinen Konten, sei es, weil sie nicht über mehr Kapital verfügen oder weil sie zunächst nur vorsichtig vorgehen wollen. Angesichts großer Werbeversprechen und Hebeln im derivaten Bereich (CFD, Zertifikate…) scheint die Größe des Tradingkontos aber keine Rolle mehr zu spielen. Schließlich ist es heutzutage schon problemlos möglich, mit 100 oder 200 EUR auf dem Konto den Deutschen Aktienindex zu handeln.

Wer so denkt, wird auf der praktischen Ebene schnell eines Besseren belehrt. Dabei sind die Auswirkungen zu kleiner Tradingkonten selten offensichtlich. Deshalb ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Genau dies wollen wir jetzt tun!

Gut geplant ist halb gewonnen!

Ich denke, Fragen rund um das Thema Strategien werden mir als Coach am häufigsten gestellt.

Wo in Aktie X einsteigen? Wann den Deutschen Aktienindex kaufen? Wohin mit dem Stopp? Wie funktionieren Fibonacci Retracements?

Dies können durchaus wichtige Fragen sein, jedoch lassen sich diese selten allgemein gültig beantworten. Jeder Markt und jeder Zeitrahmen (Tageschart, Minutenchart…) hat seine Eigenheiten und diese sollten innerhalb der Strategie berücksichtigt werden. Welchen Markt sie aber handeln können/wollen/sollen, hängt in entscheidendem Maße von ihrem Kapital ab. Ohne Zweifel ließe sich rein rechnerisch mit 100 EUR Aktienhandel betreiben. Die Frage ist jedoch, wie lange Sie unter diesen Bedingungen am Markt aktiv sein können und wie sinnvoll ein solch kleines Tradingkonto ist. Ich denke jedem leuchtet ein, dass eine solche Depotgröße/Kontogröße viel zu klein ist, selbst wenn man einen hohen Hebel einsetzt.

Schwierig wird es bei der Frage, wie viel Kapital für den Handel von welchem Markt und welcher Strategie notwendig und sinnvoll ist. Grundsätzlich gilt, dass Sie umso größere Freiheiten haben, umso mehr Kapital Ihnen für das Trading zur Verfügung steht. Bei der Frage nach der Minimalanforderung sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  1. Sie müssen in der Lage sein, ihre Strategie reibungsfrei umzusetzen! Hinter dieser Anforderung stecken leider unheimlich viele Details, die den Rahmen hier sprengen würden. Die folgenden Gedanken stehen jedoch exemplarisch für diese Details: Im Aktienhandel ist es nötig, zumindest so viel Kapital zu haben, dass man sich ein gutes Portfolio aus mehreren Einzelwerten aufbauen kann, um Risiken zu streuen. Parallel dazu müssen Sie in der Lage sein, die in jeder Strategie auftretenden Drawdowns (Kontorückgänge) zu verkraften. Damit dürfte deutlich werden, dass ein Investor im Aktienmarkt in der Regel mehr Kapital braucht, als ein kurzfristiger Trader im Währungs- oder Indexbereich. Zudem benötigt ein kurzfristiges Trading im Allgemeinen weniger Kapital, als eine langfristige Anlagestrategie.
  2. Auf den ersten Blick nicht offensichtlich, ist die Wirkung der eigenen Ziele auf die Frage, mit wie viel Kapital man sein Depot ausstatten sollte. Das hier jedoch ein Zusammenhang besteht, wird schnell deutlich, wenn wir die Extrema beleuchten. Ich denke jedem wird klar sein, dass ein Trader, der seinen Lebensunterhalt mit der Börse verdienen möchte und monatlich 2.500 EUR als Renditeziel anstrebt (nach Kosten und Steuern), wohl kaum eine Chance hat, diese Ziele dauerhaft zu erreichen, wenn er sein Trading mit nur 2.500 EUR startet. Es wäre eine monatliche Rendite von über 100 % notwendig und das Monat für Monat. Wie realistisch ist eine solche Rendite, wenn Ikonen der Szene als solche gefeiert werden, sofern sie 50 % oder mehr !!!im Jahr!!! ertraden? Ohne Zweifel ist es möglich, temporär extrem hohe Renditen zu erzielen, dies geht jedoch meist mit einem erhöhten Risiko einher, was uns automatisch zum nächsten Punkt führt.
  3. Rein mathematisch ist es oftmals möglich, trotz hoher Ziele mit einem kleinen Tradingkonto zu starten. In diesem Fall ist einfach das Risiko zu erhöhen. Dieser Weg vernachlässigt jedoch einen ganz wichtigen Punkt: Risiko und Unsicherheit bezüglich des Kursverlaufs sind die Hauptursachen für emotionale Fehler und diese sollen bekanntlich das größte Problem auf dem Weg zum eigenen Erfolg darstellen. Es mag ja sein, dass es auf technischer Ebene problemlos möglich ist, seine Tradingstrategie im Dax-Tageschart mit einem Tradingkonto von nur 5.000 EUR durchzuziehen, weil man die Positionsgrößen entsprechend hoch gestaltet und deshalb auch ein gutes Monatseinkommen erzielen kann, aber ob man dieses Spiel emotional durchhält, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die beste Strategie nützt nämlich nichts, wenn man sich nicht diszipliniert an die Regeln dieser hält. Und ein erhöhtes Risiko bzw. das Verlassen der eigenen Risikokomfortzone ist der beste Garant dafür, auf Disziplin zu pfeifen.

Was ist nun die perfekte Kontogröße für welchen Markt und welchen Zeitrahmen?

In den bisherigen Ausführungen haben wir uns ein paar grundlegende Zusammenhänge bezüglich der eigenen Depotgröße angeschaut. An dieser Stelle die Frage zu stellen, was denn nun für welchen Markt und welchen Zeitrahmen die perfekte Kontogröße ist, ist mehr als verständlich.

Wenn sie sich jedoch die obigen Punkte anschauen, werden Sie feststellen, dass es diesen einen Königsweg nicht geben kann. Es ist pauschal nicht möglich zu sagen, dass sie für das Trading von Aktien auf Tagesebene mindestens 50.000 EUR benötigen und alles andere darunter zum Scheitern verurteilt ist. Ohne Zweifel müssen sie in der Lage sein, mit ihrem Kapital ein ausgewogenes Depot aufzubauen. Sie können jedoch ein Mangel an Kapital kompensieren - sofern diese Kompromisse nicht zu weiteren/neuen Problemen führen.

Im Grunde ist es ein Balanceakt und die meisten Trader sind auf der Suche nach dem Weg des geringsten Schmerzes. Aus diesem Grund bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich selbst hinzusetzen und den eigenen Kopf anzustrengen. Schließlich hat jeder seine eigenen Schmerzgrenzen. Mit den folgenden Tendenzen möchte ich Ihnen jedoch helfen, eine Entscheidung zu treffen:

  • A) Schätzen Sie Ihre Prioritäten und Schmerzgrenzen hinsichtlich des zu handelnden Marktes, des Risikos, der zeitlichen Komponente ihrer Tradingstrategie (Trendtrading… Skalptrading) und sonstige Aspekte, die Ihnen wichtig erscheinen.
  • B) Je mehr Kapital Sie zur Verfügung haben, desto mehr Freiheiten haben sie!
  • C) Versuchen Sie ein so geringes Risiko wie möglich zu gehen! Es ist leichter, seinem Lieblingsmarkt "Auf Wiedersehen" zu sagen, als diszipliniert außerhalb der eigenen Risikokomfortzone zu handeln.
  • D) Aktien benötigen in der Regel mehr Kapital als Indizes und Währungen.
  • E) Das langfristige Trading ist in der Regel kapitalintensiver als das kurzfristige.
  • F) Sind Ihre Ziele gemessen am zur Verfügung stehenden Tradingkapital zu hoch, sollten Sie dies nicht über ein erhöhtes Risiko kompensieren!

Abschließend möchte ich Ihnen noch ein paar Anhaltspunkte geben, in Abhängigkeit vom zur Verfügung stehenden Kapital:

  1. 5.000 EUR --> Indizes, Währungen Intraday und ansatzweise auch schon auf Tagesbasis bei einem eher kurzfristigen Traidingansatz. Abstriche sind beim Einkommen pro Monat gemessen in Euro zu machen.
  2. 10.000 EUR --> Indizes, Währungen Intraday und auf Tagesbasis im kurz- und ansatzweise auch mittelfristigen Handel. Abstriche sind beim Einkommen pro Monat gemessen in Euro zu machen.
  3. 25.000 EUR --> neben dem bisherigen Märkten wird so langsam auch das Trading von Aktien im Tagesbereich interessant. Auch hier sind noch Abstriche beim Einkommen pro Monat gemessen in Euro zu machen.
  4. Über 100.000 EUR --> so langsam aber sicher dringt man in Regionen vor, in denen das Tradingskapital kaum noch einen begrenzenden Charakter hat. Bei einer solchen Kontogröße können die meisten Märkte auch mit kleinen Risiken gehandelt werden und beim Einkommen pro Monat/Jahr sind eventuell nur noch marginale Abstriche zu machen - vorausgesetzt natürlich, man ist profitabel.

Fazit

Die wenigsten Trader denken zu Beginn ihrer Karriere an den Einfluss des Tradingskontos auf ihren Erfolg. Meist merkt man dessen Bedeutung erst, wenn es zu spät ist.

Schnell einmal mit 5.000 EUR das Aktientrading zu starten, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, kann nur nach hinten losgehen. Deshalb ist es wichtig, sich vor Beginn des Handels mit der Frage auseinanderzusetzen, welcher Markt und welcher Zeitrahmen mit welcher Strategie gehandelt werden kann.

Hier gilt es, die eigenen Voraussetzungen mit den Wünschen und Idealvorstellungen abzugleichen und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Nur selten müssen Trader dabei keine Kompromisse eingehen.

Bei Kompromissen ist es wichtig, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Da jeder von uns andere charakterliche Eigenschaften mitbringt, kann es auch den perfekten Weg für jedermann nicht geben. Der eine hat kein Problem damit, das Risiko ein wenig zu erhöhen, um seinen Lieblingsmarkt handeln zu können. Ein anderer verlässt damit seine Risikokomfortzone und für diesen Trader wäre es sinnvoller, seinem Lieblingsmarkt Adieu zu sagen und sich stattdessen in einem anderen, besser geeigneten Markt zu engagieren.

Bei all diesen Möglichkeiten wird aus der simplen Fragestellung: wie groß muss ein Depot sein, um an der Börse erfolgreich zu handeln, ganz schnell ein ganz komplexes Problem. Dabei können nur allgemeine Grundregeln aufgestellt werden, die wir hier beleuchtet haben. Glücklich ist der, der über ausreichend Tradingkapital verfügt. In diesem Sinne

Viel Erfolg
Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW04

DOW JONES – Nutzen die Bären ihre Chance?

Die Reversals am gestrigen Handelstag stellen eine Steilvorlage für die Verkäufer dar. In den letzten Wochen haben sie aber kaum etwas auf die Kette bekommen. Welche Marken sollte man heute beachten?

Der Dow Jones holte das Tagesziel bei 29.320 Punkten im gestrigen Handel auf den Punkt genau ab und bildete dort auch das Tageshoch aus. In der Folge übernahmen die Bären das Ruder, der Index hielt aber den Support bei 29.177 Punkten.

Dieser dürfte im heutigen Handel erneut unter Beschuss stehen. Unterhalb von 29.177 Punkten lässt sich ein Ziel bei 29.130 Punkten bestimmen. Fällt auch diese Kreuzunterstützung, käme ein Gap im Chart ins Spiel, welches je nach Auslegung bei 29.054 oder im Stundenchart bei 29.035 Punkten geschlossen wäre. Kurse über 29.300 Punkten könnten dagegen zu einem Test des Allzeithochs bei 29.374 Punkten führen.

BAYER - 10-Milliarden-USD-Einigung im Glyphosat-Prozess?

Es scheint Bewegung in den Glyphosat-Prozess zu kommen. Wie Bloomberg berichtet, steht ein Vergleich über 10 Mrd. USD im Raum. Die Bayer-Aktie zieht deutlich an.

Ein Bloomberg-Bericht über eine mögliche baldige Beilegung des Glyphosat-Schadenersatzprozesses in den USA hat gestern im nachbörslichen Handel die Aktie von Bayer beflügelt. Anbei die Kursentwicklung auf Lang & Schwarz:

In dem Artikel werden Insider zitiert, wonach Verhandlungen zwischen den Klägern und Bayer über einen 10-Mrd-USD-Vergleich liefen. 8 Mrd. USD davon seien für die laufenden Gerichtsverfahren eingeplant, 2 Mrd. USD wiederum für mögliche zukünftige, erläuterten die fünf Personen, mit denen Bloomberg sprach. Die Insider stellten aber auch klar, dass das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen sei. Ken Feinberg, der Chefvermittler in der Sache, äußerte sich zuletzt optimistisch, dass eine Einigung zwischen Bayer und den inzwischen rund 85.000 Klägern innerhalb eines Monats erzielt werden könne.

Der Markt reagierte gestern im späten Handel auf die Gerüchte und hievte die Bayer-Aktie nach oben. Eine 10-Mrd.-USD-Einigung wäre zwar immer noch schmerzhaft, aber weit davon entfernt von den Horrorszenarien, die so mancher Analyst im Vorjahr beschrieben hatte.

Anbei noch einmal mein Chart aus der Besprechung Ende 2019: Der Buytrigger bei 75 EUR ist überwunden, nun gilt es, sich darüber zu etablieren. Ziele im Jahresverlauf liegen bei 83,45 und in Form eines riesigen Gaps bei 86,30 bis 93,11 EUR. Absicherungen könnten nun bereits unter 70,35 EUR in den Markt gelegt werden.

DATAGROUP - Oben angekommen oder geht da noch mehr?

Die Datagroup-Aktie legte in den letzten Wochen und Monaten eine starke Rally hin. Kann diese nach den aktuellen Zahlen weitergehen?

DataGroup hat im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von 323,3 Mio. EUR (+18,8 % y/y), ein EBITDA von 39,8 Mio. EUR (+15,4 %) und ein Ergebnis je Aktie von 1,76 EUR (VJ: 1,55 EUR) verbucht.

Die Datagroup-Aktie befindet sich seit dem Tief bei 1,61 EUR aus dem Dezember 2008 in einer starken Aufwärtsbewegung. Im Januar 2018 markierte die Aktie ein Zwischenhoch bei 47,20 EUR. Anschließend konsolidierte sie bis auf ein Tief bei 28,70 EUR und näherte sich damit dem EMA 200 (Wochenbasis) stark an. Seit Dezember 2018 bestimmen die Bullen wieder das Geschehen. Im September 2019 gelang im zweiten Versuch der Ausbruch über das Hoch aus dem Jahr 2018 und damit auf ein neues Allzeithoch. In den letzten Wochen legte der Wert weiter zu. In der laufenden Woche löst er sich mit einer sehr langen weißen Kerze aus einer kleinen Konsolidierung und springt fast an eine potenzielle obere Trendbegrenzung bei 71,96 EUR.

Geht die Rally weiter?

Sollte die Aktie von Datagroup die obere Trendbegrenzung bei 71,96 EUR überwinden, wäre eine weitere Rally in Richtung 87,00-88,00 EUR möglich. Dort würde die Aktie auf die obere Begrenzung der Aufwärtsbewegung seit 2008 treffen. Sollte allerdings der Aufwärtstrend der letzten Monate bei aktuell 61,84 EUR fallen, könnte es zu einer größeren Konsolidierung in Richtung 50 EUR oder sogar 47,20 EUR kommen.

PALLADIUM-Tagesausblick: Kurze Pause

Palladium konnte sich in den Vorwochen sehr stark entwickeln. Es kam dabei zu einem Ausbruch aus dem ohnehin bereits steilen Aufwärtstrendkanal nach oben, was bis zu einem Hoch bei 2.582 USD führte. Die Notierungen konsolidierten den Anstieg anschließend auf hohem Niveau.

Kursstand: 2.445,65
Intraday Widerstände: 2.582+2.800
Intraday Unterstützungen: 2.378+2.170+1.997

Rückblick
Palladium konnte sich in den Vorwochen sehr stark entwickeln. Es kam dabei zu einem Ausbruch aus dem ohnehin bereits steilen Aufwärtstrendkanal nach oben, was bis zu einem Hoch bei 2.582 USD führte. Die Notierungen konsolidierten den Anstieg anschließend auf hohem Niveau.

Charttechnischer Ausblick
Innerhalb der Seitwärtsbewegung der Vortage kann der überkaufte Zustand leicht abgebaut werden. Geht es daraus über die 2.582 USD direkt auf ein neues Hoch, ist eine Ausdehnung der Rally in Richtung 2.800 USD möglich. Rutscht der Kursverlauf jedoch unter 2.378 USD zurück, könnte zunächst noch der steile Aufwärtstrend erreicht werden, welcher derzeit bei 2.170 USD eine Unterstützung darstellt.

Mit diesem kleinen Trick werden Sie erfolgreicher!

Kennen Sie das PAB-Prinzip? Wer nach diesem tradet, erhöht seine Erfolgschancen enorm! Dabei ist das Prinzip alles andere als kompliziert.

Wir sind, was wir glauben, denn all unser Handeln ist darauf ausgerichtet, unseren grundsätzlichen Glaubenssätzen zu folgen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Unser kleiner Trick für den erfolgreichen Börsenhandel besteht nicht darin, jeden Morgen vor dem Spiegel zu stehen und sich selbst einzureden, man sei der größte Trader dieser Welt. Das wird so nicht funktionieren. Wenn Sie jedoch einmal in sich hineinhören, werden Sie erstaunt sein, wie stark unser tägliches Leben darauf ausgerichtet ist, grundlegende Glaubenssätze zu befriedigen bzw. diesen zu folgen. Sie werden nichts tun, was Ihren innersten Überzeugungen zuwiderläuft und genau dies können wir uns im Trading zu Nutze machen.

Woran sollten Sie glauben?

Die zentrale Frage in diesem Zusammenhang ist natürlich, woran sie denn mit Blick auf die Börse und das Training glauben sollen. Leider gibt es diesbezüglich viel zu viele Missverständnisse und die Masse an Tradern fällt falschen Vorstellungen zum Opfer. Ein Tipp den ich Ihnen an dieser Stelle geben möchte ist der, die Börse eher als ein Spielcasino zu sehen. Dabei sind sie jedoch nicht der Spieler, sondern der Casinobetreiber. Als solcher sichern Sie sich einen kleinen Vorteil, den sie über die Zeit kontinuierlich ausspielen. Auch ein Vergleich mit einem Pokerspieler macht wesentlich mehr Sinn, als davon auszugehen, dass an der Börse irgendwelche Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten gelten, mit denen die Kursverläufe zuverlässig prognostizieren können. Wer kennt die Situation nicht, in der eine Aktie in dem einen Marktumfeld auf die vorgelegten Quartalszahlen positiv, in einem anderen Marktumfeld auf ähnliche Zahlen aber negativ reagiert. Das sind dann die Momente, wo die Masse laut aufschreit und von Irrationalität und Manipulationen spricht.

Diese Situationen zeigen einmal mehr, wie flexibel Trader und Anleger sein müssen. Im Grunde kann an der Börse jederzeit alles passieren. Dies wird besonders bei dramatischen Ereignissen wie Naturkatastrophen, Anschlägen oder eben Pressemitteilungen von Herrn Trump deutlich. Wer weiß schon, wann die nächste Hiobsbotschaft kommt. Gleiches gilt natürlich auch für positive Nachrichten & Co.

Kein Prognoseinstrument der Welt kann solche gravierenden Nachrichten Vorhersagen, genauso wenig wie man in der Lage sein wird, in die Köpfe jedes einzelnen Marktteilnehmer hineinzuschauen und die Frage zu beantworten, wann dieser kaufen bzw. verkaufen wird. Genau dies wäre jedoch nötig, um Kursverläufe einigermaßen sicher zu prognostizieren. Genau aus diesem Unvermögen heraus macht es Sinn, wie ein Pokerspieler zu denken. Natürlich hat ein solcher grundlegende Wahrscheinlichkeiten im Kopf und er kennt das Spiel mit seinen Rahmenbedingungen. Letztlich aber reagiert er nur auf das, was ihm das aktuelle Spiel gerade zeigt. Er reagiert auf die offen, vor ihm liegenden Karten und auf die Reaktionen der Mitspieler. Er weiß jedoch weder, welche Karte als nächstes kommt, noch wie hoch der Jackpot am Ende sein wird. Genau so ergeht es Tradern! Wir sehen eine Chance und steigen in den Markt ein. Was jetzt folgt, liegt nicht in unserer Hand und kann nicht vorhergesagt werden. Stattdessen reagieren wir auf die nächste Kerze oder die nächste Nachricht und passen unseren Plan entsprechend an.

Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen!

Wenn jederzeit alles passieren kann, dann sind Trader vor allen Dingen Manager und als solcher sollten Sie sich bemühen, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen. Wenn wir schon in einem Moment einen kurzfristigen Vorteil haben, dann sollten wir diesen ausspielen, solange er vorhanden ist. Sofern jedoch Zweifel aufkommen, ist die Reißleine zu ziehen. Das mag anstrengend sein und mit vielen kleinen Verlusten einhergehen, am Ende aber reichen wenige Gewinne, um zu den profitablen Tradern zu gehören.

Während unser Glaubenssatz „Alles kann jederzeit passieren“ bei vielen wahrscheinlich auf einen inneren Widerstand trifft, dürfte der Tipp, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen, nahezu jedem bekannt sein. Interessant ist, dass viele Trader genau das Gegenteil davon machen. Wenn es schiefläuft, wird nicht die Reißleine gezogen, sondern verbilligt. Ist der Trade im Gewinn, wird hingegen schnell ausgestiegen, um diesen Gewinn zu sichern. Die Folge davon können Sie bei jedem CFD-Broker einsehen, denn diese sind seit geraumer Zeit dazu verpflichtet, ihren Interessenten aufzuzeigen, wie hoch der Anteil an Gewinnern bzw. Verlierern bei ihnen ist. Jedes Jahr schaffen es ca. 75 % der Trader nicht, den Kontostand zu vermehren. Dabei zeigten verschiedene Studien, dass die Trader meist gar nicht so verkehrt liegen. Die Trefferquote ist größtenteils über 50 %, was jedoch wenig bringt, wenn die Verluste einzelner Trades wesentlich größer sind als die Gewinne. Drehen Sie den Spieß um! Jetzt!

PAB – Pokern, Alles & Begrenzen!

Wenn Sie mit Ihrem Erfolg im Trading nicht zufrieden sind, beginnen Sie noch heute damit, umzudenken. Einer Ihrer neuen Glaubenssätze lautet: Alles kann jederzeit passieren! Beginnen Sie damit, dass Trading ähnlich wie ein Pokerspiel zu sehen. Sie nehmen Chancen wahr, machen "kurzfristige Abschätzungen" und reagieren auf jede neue Information, jederzeit bereit, auszusteigen oder dabeizubleiben! Ihr Ziel, Verluste klein zu halten, um weiterspielen zu können und den Jackpot nach oben zu treiben, wenn es wirklich gut aussieht. Dieses Prinzip hat viel größere Auswirkungen auf Ihren Tradingerfolg, als jede Optimierung des Einstiegs oder jede Suche nach dem Heiligen Gral.

Rückblickend muss ich gestehen, mit meiner Headline vielleicht ein wenig untertrieben zu haben. Einerseits ist das PAB-Prinzip tatsächlich sehr simpel. Da es jedoch den Glaubenssätzen viele Trader zuwiderlaufen dürfte, wird es für viele gar nicht so einfach werden, dieses neue Prinzip zu verinnerlichen. Übung macht jedoch bekannterweise den Meister. Gerne helfe ich Ihnen beispielsweise in meiner Trader-Ausbildung dabei.

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW03

S&P 500 - Ist die Rally ausgereizt?

Der S&P 500 markierte auch gestern wieder ein neues Allzeithoch. Als Anleger kann man nur noch staunen.

Der S&P 500 befindet sich in einer starken Rally. Diese Rally startete mit einem Tief bei 2.855 Punkten am 03. Oktober 2019. Am 25. Oktober kam es zum Ausbruch aus einem symmetrischen Dreieck. Einen Tag später durchbrach der Index das bis dahin gültige Allzeithoch bei 3.027 Punkten. Mit diesem Ausbruch wurde ein ziel bei 3.250 Punkten aktiviert. Am 02. Januar erreichte der Index ein Hoch bei 3.258 Punkten. Nach einer kleinen Konsolidierung durchbrach der S&P 500 am 09. Januar dieses Hoch. Seitdem steigt der Index weiter an. Gestern markierte er bereits ein neues Allzeithoch bei 3.298 Punkten. Damit hat der Index ein kleines Ausdehnungsziel bei ca. 3.300 Punkten erreicht. Der Index ist nach wie vor überkauft.

Ist bald mal ein Ende erreicht?

Der S&P 500 hat wichtige Zwischenziele erreicht. Dennoch sind die Aufwärtstrends weiterhin intakt. Der S&P 500 könnte zwar kurzfristig auf ca. 3.258 Punkte zurücksetzen. Sollte er allerdings dort nach oben drehen, bestünde die Chance die Rally direkt fortzusetzen und einen großen Schritt hin zu einem längerfristigen Ziel bei ca. 3.600 Punkten zu machen. Sollte der Index allerdings unter den Aufwärtstrend seit Oktober 2019 bei aktuell 3.225 Punkte abfallen, würde eine etwas größere Konsolidierung in Richtung 3.100 Punkte drohen.

MTU - Bullen machen richtig Druck

Die MTU-Aktie eilt seit Tagen von einem Allzeithoch zum nächsten. Wie lange kann das noch so weitergehen?

Die Aktie des jüngsten DAX-Mitgliedes MTU befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Am 10. Dezember 2019 markierte die Aktie ein Hoch bei 266,30 EUR. Anschließend setzte sie für einige Tage zurück und fiel dabei auf die Unterstützung bei 247,00 EUR zurück. Dort fing sie sich vor Weihnachten wieder. Dieser Rückfall kann als bullische Flagge angesehen werden. Am 09. Januar 2020 gelang der Ausbruch über 266,30 EUR und damit auf ein neues Allzeithoch. Seitdem legt der Wert weiter zu. Gestern markierte er erneut ein neues Rekordhoch. Es liegt bei 281,20 EUR.

Der Trend war zuletzt extrem stark. Die gestrige Tageskerze liegt zu einem größeren Teil oberhalb der Bolllinger Bänder, die eh schon ziemlich aufgeweitet sind. Auch der RSI ist bereits in den oberen Extrembereich eingedrungen. Zusammen genommen zeigen diese beiden Indikatoren einen überkauften Zustand an. In starken Trendphasen kann ein überkaufter Zustand allerdings auch länger anhalten.

Nach aktuellen Schätzungen soll MTU im Jahr 2020 11,34 EUR je Aktie verdienen. Das entspricht bei einem gestrigen Schlusskurs von 281,00 EUR einem KGV von 24,78. Bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 2019 auf 2020 von 10 % ist das mittlerweile eine ambitionierte Bewertung, zumal die Aktie seit Jahren nicht mehr zu solchen KGVs gehandelt wird.

Soll man noch aufspringen?

Die Aktie von MTU könnte in den nächsten Tagen zu einer Konsolidierung ansetzen. Ein Rücksetzer auf das letzte Allzeithoch bei 266,30 EUR wäre kein Wunder. Aber bewertungstechnisch würde ein solcher Rücksetzer nicht wirklich weiterhelfen. Die Aktie wäre dann immer noch teuer. Aber solange die mittelfristigen Aufwärtstrends intakt sind, könnte sich die aktuelle Übertreibung noch weiter steigern. Erst im Bereich um 303 EUR und 317 EUR liegen obere Trendbegrenzungen.
Sollte die Aktie unter 266,30 EUR abfallen, könnte eine größere Konsolidierung einsetzen. In diesem Fall müsste man also das Chartbild neu bewerten.

RWE - Was für ein Run

Die RWE-Aktie zeigte sich in den letzten Tagen in einer enorm starken Verfassung und springt heute wieder einmal auf ein neues Mehrjahreshoch.

Berenberg erhöht Kursziel für RWE von €28,00 auf €34,50. Buy.
Goldman Sachs erhöht Kursziel für RWE von €32,50 auf €34,00. Conviction Buy List.
Metzler erhöht Kursziel für RWE von €34,70 auf €42,00. Buy.
Quelle: Guidants News

Die RWE-Aktie befindet sich seit September 2015 in einer längerfristigen Rally. Im November 2017 startete eine größere Korrektur in einem symmetrischen Dreieck. Nach dem Ausbruch aus dem Dreieck legte der Wert eine Rally hin, die zu einem Hoch bei 28,81 EUR führte. Aus der anschließenden Konsolidierung brach der Versorgerwert am 20. Dezember nach oben aus. Zunächst tat sich die Aktie noch etwas schwer. Denn nach einem Hoch bei 27,35 EUR kam es zu einem Pullback an den gebrochenen Abwärtstrend. Seit dem Ausbruch über 27,35 EUR ist allerdings richtig Dynamik in der Rally. Heute notierte der Wert im Hoch bereits bei 31,86 EUR. Dieses Niveau kann er allerdings nicht halten.

Vorsichtig ist kurzfristig angebracht!

Der letzte Run war enorm stark. Solche Runs halten für gewöhnlich nicht lange an. Die nächste wichtige Hürde ist der Widerstandbereich um 32,56 EUR - 32,98 EUR. Dort verläuft eine potenzielle obere Begrenzung der Rally seit September 2015 und ein wichtiger Horizontalwiderstand. Spätestens in diesem Bereich sollte eine etwas umfangreichere Konsolidierung einsetzen. Ein Rückfall auf 28,81 EUR wäre für eine solche Bewegung eigentlich das Mindestziel. Gelingt aber ein Ausbruch über 32,98 EUR, dann könnte die RWE-Aktie direkt an das Ziel aus dem großen Dreieck durchmarschieren. Dieses liegt in der Nähe des Widerstands bei 37,12 EUR.

PALLADIUM-Tagesausblick: Kursexplosion dauert an

Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten stabil aufwärts. Ausgehend von der 2.000 USD-Marke kam es zunächst nochmals zu einem Rücklauf, welcher auf dem mittelfristigen Aufwärtstrend gestoppt wurde. Darüber sprangen die Notierungen in den Vorwochen verstärkt an.

Kursstand: 2.324,05
Intraday Widerstände: 2.400+2.500
Intraday Unterstützungen: 2.110+1.997+1.822

Rückblick
Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten stabil aufwärts. Ausgehend von der 2.000 USD-Marke kam es zunächst nochmals zu einem Rücklauf, welcher auf dem mittelfristigen Aufwärtstrend gestoppt wurde. Darüber sprangen die Notierungen in den Vorwochen verstärkt an.
Charttechnischer Ausblick
Der Ausbruch aus dem Trendkanal zur Oberseite zog eine weitere Verschärfung nach sich. Auf der Oberseite bieten sich zunächst keine Hürden mehr, sodass die Rally auch bis in den Bereich 2.500 USD ausgedehnt werden könnte. Bei einem charttechnisch zunehmend überkauften Zustand muss ein Rücklauf aber bald einkalkuliert werden. Unterstützung dürfte in diesem Fall die alte obere Trendbegrenzung bei derzeit 2.110 USD bieten. Erst darunter wird es wieder bärischer.

Overtrading - Wer zu viel handelt, verliert!

Es gibt einen triftigen Grund, warum Sie es als aktiver Swingtrader nie übertreiben sollten! Wer zuviel handelt, riskiert am Ende zu verlieren!

Ein beliebtes und letztlich auch erfolgreiches Konzept an der Börse ist es, den Bewegungen des Marktes zu folgen. Liegt ein Trend vor, macht es Sinn, in Richtung dessen zu investieren. Können Sie hingegen eine Seitwärtsbewegung ausmachen, ist Rangetrading angesagt. Ein super Tipp, aber was sich in der Theorie so einfach anhört, bringt praktisch eine Menge Schwierigkeiten mit sich.

Trend oder Range?

Ein erstes Problem liegt bereits darin, zu identifizieren, ob ein Trend oder eine Range vorliegt. Hier helfen uns die Charttechnik und/oder Indikatoren weiter und das „Problem“ ist schnell in den Griff zu bekommen. Mit ein wenig Übung in Sachen Markttechnik oder Indikatoren – und dazu bedarf es keiner Wundermittel - stellt die Identifikation der aktuellen Struktur selten ein Problem dar. Schauen Sie sich nur einmal die heutige Eröffnungsphase inklusive Vorbörse an. Man muss kein großer Könner sein, um im Dax eine Range zu erkennen, oder?

Faktor Zeit!

Wenn das Erkennen der Marktstruktur und der damit verbundenen Vorteile weniger ein Problem ist, warum verlieren dann so viele Trader (abseits der Psychologie und des RMM) Geld? Um diese Frage zu beantworten, muss man sich vor Augen halten, dass eine gewisse Zeit vergeht, bis man erkennt, dass beispielsweise ein Aufwärtstrend vorliegt. Es vergeht Zeit und in dieser Zeit hat der Markt bereits einige Strukturen innerhalb der vorliegenden Marktphase ausgebildet. Erst wenn die Kurse wie heute einige Male in der Preiszone zwischen 12.180 und 12.130 Punkten seitwärts pendelten, ist die Range definiert worden. Erst wenn die Kurse im Wechselspiel von Bewegung und Korrektur in größtenteils nur eine Richtung laufen, liegt ein Trend vor. Das Zeit vergeht, wird gepaart mit dem zu viel zu wollen zum Problem.

Verlangen Sie nicht zu viel!

Wir wissen jetzt, dass bis zum Aktivwerden von Tradern Zeit vergeht, in der der Markt seine ersten Strukturen ausbildet. Wer die Vorteile eines Trends auf seine Seite holen will, muss zunächst so lange warten, bis sich ein Trend definieren lässt. Gleiches gilt für eine Range. Können Sie das Umfeld identifizieren, habe ich einen Tipp für Sie: übertreiben Sie es nicht! Wenn sie aus einem Trend ein oder zwei erfolgreiche Swingtrade mitnehmen konnten, werden Sie nicht zu gierig. Gleiches gilt für den erfolgreichen Handel einer Range. Konnten sie hier schon einige positive Trades abschließen, sollten Sie anschließend lieber verzichten.

Vielleicht fragen Sie sich gerade, warum? Warum die Range (den Trend) nicht auskosten? Die Antwort ist simpel: so unsicher die Märkte auch sind, auf eines können Sie sich verlassen: handeln Sie den Trend oder die Range bis zum bitteren Ende durch, wird ihr letzter Trade definitiv ein Verlusttrade sein.

Da weder ein Trend noch eine Range ewig anhalten, gleichzeitig aber auch schon Zeit verbraucht wird, um diese Struktur überhaupt auszubilden, sind ein oder zwei erfolgreiche Trades innerhalb der entsprechenden Marktphase schon sehr gut. Bedenken Sie, dass Sie im ungünstigsten Fall vielleicht schon vier Swings brauchten, um überhaupt eine Range zu erkennen. Wenn Sie dann noch 2 Gewinntrades gemacht haben, muss die Range mindestens schon 6 Swings anhalten. Aber wie wahrscheinlich ist das? Man braucht sich nur den heutigen Dax-Verlauf anzuschauen. Kaum hat man die Range erkannt, war sie auch fast schon wieder vorbei.

Fazit

Trader sind und bleiben Spekulanten und werden dafür bezahlt, Risiken zu übernehmen. Als aktiver Swingtrader, der versucht einen Vorteil aus der derzeit vorliegenden Marktstruktur (Trend oder Range) zu ziehen, sollten Sie es nicht übertreiben. Wer zu viel handelt verdient nicht mehr, sondern riskiert seine Gewinne wieder abzugeben – schon allein aus statistischen/strategischen Gesichtspunkten heraus.

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW02

DOW JONES – Das lief wie gewünscht

Der gestrige Fahrplan für den Dow Jones erwies sich als Volltreffer. Nahe des Tagestiefs gelang der Einstieg. Welche Chartsituation ergibt sich für den heutigen Handel?

Der Dow Jones arbeitete die potenzielle Kaufmarke bei 28.530 Punkten gestern mit einem Tagestief bei 28.522 Punkten sehr gut ab und kannte anschließend kein Halten mehr. Auf der Oberseite wurde das Allzeithoch nahezu erreicht.

Dieses stellt bei 28.872 Punkten für den heutigen Handel die entscheidende Hürde dar. Ein Ausbruch darüber triggert Kurspotenzial in Richtung 29.000 Punkte. Als Unterstützung dient nun der gestern verlassene Widerstand bei 28.702 Punkten. Wiederum darunter ist der Index bei 28.609 Punkten gut unterstützt. Oberhalb von 28.522 Punkten ist die Aufwärtsbewegung im Dow Jones intakt.

DÜRR - SocGen sieht erhebliches Aufwärtspotenzial

In dieser Woche hagelt es Kaufempfehlungen für die Dürr-Aktie. Heute gelingt dem MDAX-Titel der charttechnische Befreiungsschlag. Was ist möglich?

Einen guten Start in den Freitagshandel erwischt heute die Aktie von Dürr. Nach mehrwöchiger Konsolidierung unter dem Widerstand bei 31,39 EUR bricht die Aktie über diese charttechnische Barriere aus. Der Grund ist schnell gefunden.

So hat die Societe Generale heute eine Kaufempfehlung für den MDAX-Wert ausgesprochen und zugleich das Kursziel deutlich von 29 auf 44 EUR erhöht. Analyst Sebastian Ubert zufolge dürfte der Anlagenbauer das Margentief inzwischen gesehen haben. Ubert blickt nun konstruktiver auf die Aussichten für die Rentabilität im Bereich der Lackier- und Endmontagesysteme sowie dem Sorgenkind Homag. Die Kostensenkungsziele von Homag seien eher konservativ. Ubert schließt sich damit der Meinung der Privatbank Hauck & Aufhäuser an, welche erst gestern das Kursziel für die Dürr-Aktie von 33 auf 43 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen hat. Der Hersteller von Fahrzeug-Lackieranlagen mache derzeit einen wertsteigernden Wandel durch, der 2020 abgeschlossen sein dürfte, so Analyst Christian Glowa. Ab 2020 dürfte Dürr fokussierter, wettbewerbsfähiger und profitabler sein. Angesichts dessen sei die Aktie derzeit billig zu haben.

Fundamental also wieder auf dem Weg der Besserung und mit KGVs von 14 und 12 günstig bewertet, charttechnisch mit dem Anstieg über 31,39 EUR mit einem frischen Kaufsignal ausgestattet: So sehen interessante Setups aus! Mittelfristig könnte die Aktie das Hoch bei 42,26 EUR ansteuern, was sehr gut mit den Zielen der Analysten korrespondieren würde. Kurzfristige Ziele lassen sich bei 33,16 EUR und in Form eines Gaps bei 36,35 EUR ableiten.

SAP - Kaufwelle könnte anlaufen

Die Aktie des Softwareriesen SAP brach gestern aus einer kleinen Konsolidierung nach oben aus. Was ist jetzt möglich?

Die SAP-Aktie markierte Anfang Juni 2019 ein Allzeithoch bei 125,00 EUR. Anschließend konsolidierte die Aktie ausführlich und fiel auf ein Tief bei 103,06 EUR zurück. Dort drehte sie Anfang Oktober nach oben und setzte zu einer Rally an das Allzeithoch an. Am 16. Dezember scheiterte der Wert allerdings an diesem. Anschließend konsolidierte er in einem kleinen bullischen Keil, aus dem er gestern nach oben ausbrach. Dabei riss er ein Aufwärtsgap zwischen 121,46 und 122,04 EUR und näherte sich im Tagesverlauf weiter dem Allzeithoch an. Ein wenig Platz bis dorthin ist allerdings noch.

Wieder im Rallymodus?

Die SAP-Aktie könnte in den nächsten Tagen an das Allzeithoch klettern. Aber erst ein Ausbruch über 125,00 EUR würde der Aktie wieder größeres Potenzial verschaffen. In diesem Fall wäre Platz für eine Rally bis über 141 EUR. Sollte die Aktie allerdings deutlich unter das Gap abfallen, dann wäre der neue Aufwärtsimpuls wieder abgewürgt.

PALLADIUM-Tagesausblick: Nicht aufzuhalten

Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen. Die Notierungen entwickelten sich dabei zunächst innerhalb eines Trendkanals. Nach einem Test der bei 1.822 USD liegenden Unterstützung konnte Palladium den Trendkanal zuletzt nach oben durchbrechen.

Intraday Widerstände: 2.200+2.300
Intraday Unterstützungen: 2.040+2.000+1.930

Rückblick: Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen. Die Notierungen entwickelten sich dabei zunächst innerhalb eines Trendkanals. Nach einem Test der bei 1.822 USD liegenden Unterstützung konnte Palladium den Trendkanal zuletzt nach oben durchbrechen.

Charttechnischer Ausblick: Der Ausbruch aus dem Trendkanal zur Oberseite zieht eine weitere Verschärfung nach sich. Auf der Oberseite bieten sich zunächst keine Hürden mehr, sodass die Rally auch bis in den Bereich 2.200 USD ausgedehnt werden könnte. Ein Rückfall in den alten Trendkanal wäre hingegen bärischer zu bewerten und könnte eine Konsolidierung nach sich ziehen. Abgaben bis 2.040 USD dürften einen Rücklauf über die 2.000 USD in Richtung 1.930 USD einleiten.

Kenne deine Grenzen!

Die meisten Trader stolpern über ihre eigenen Beine. Umso wichtiger ist es, seine eigenen Grenzen zu kennen! Diese dürfen nämlich niemals überschritten werden!

Die Statistiken zeigen, so einfach verdient sich das Geld an der Börse nicht. Mit den neuen Verordnungen zum Anlegerschutz kann mittlerweile jeder bei seinem CFD Broker des Vertrauens nachfragen, wie viele Kunden in den letzten Monaten Gewinne erwirtschaftet haben. Das Ergebnis ist zwar nicht überraschend, aber trotzdem erschütternd. 75-80 % aller Trader verlieren Geld. Neu ist diese Erkenntnis natürlich nicht, jedoch stellt sich die Frage, warum ist das so?

Eine in meinen Augen klare Antwort liegt beim Trader selbst. Ich halte es für unabdingbar, seine eigenen Grenzen innerhalb des Tradings zu kennen. Ich würde wetten, dass die wenigsten Trader über fehlendes Fachwissen bzw. Strategien stolpern. Vielmehr sind es die eigenen persönlichen Grenzen, die zu Verlusten führen.

Beispiel Risiko

Schauen wir uns in diesem Zusammenhang ein wichtiges Beispiel an: das Risiko. Ich denke die meisten Trader haben sich in ihrer Karriere irgendwann einmal in einem Demo-Konto ausgetobt. Ich würde schätzen, dort war das Tradingergebnis um ein Vielfaches besser, als später im realen Konto. Dabei ist der einzige Unterschied, das Risiko. Was sich im Demokonto so leicht anfühlt, kann sich in der Realität zu einem echten Desaster entwickeln. Machen wir uns nichts vor, die Börse hat mit Sicherheit nicht viel zu tun. Wer erfolgreich sein will, muss ins kalte Wasser springen und sein Kapital riskieren. Fällt es einem im Demokonto sehr leicht, zwischenzeitlich 100, 200 oder mehr Euro in einem Trade zu verlieren, sieht es in der Realität oft ganz anders aus. Dabei verlieren wir nicht nur in einzelnen Trades, sondern jeder Trader muss auch eine gewisse zeitliche Durststrecke, den sogenannten Drawdown überstehen. Selbst Profitrader mussten zum Teil heftige Kontoeinbrüche verkraften. Ein bekanntes Beispiel ist Curtis Faith von den Turtle-Tradern, der nach eigenen Aussagen zwischenzeitlich 75 % seines Kontos verlor.

Einen solchen Drawdown wird man nur dann überstehen, wenn man die eigenen Grenzen nicht überschreitet. Sobald dies der Fall ist, übernimmt das Unterbewusstsein die Kontrolle, weil man in Panik, Angst oder einen ähnlichen Zustand verfällt. Das führt nur selten zu Erfolgen. Vielmehr ist es ein Garant dafür innerhalb kürzester Zeit enorme Geldsummen zu verbrennen.

PS: ich bin mir sicher, auch Curtis Faith fiel das Trading in dieser Zeit nicht leicht. Aber er hatte sich so weit unter Kontrolle, dass er keinen völligen Blödsinn handelte. Er mag in die Nähe seiner Grenze gekommen sein, hat diese aber anscheinend nicht überschritten, denn am Jahresende stand das Konto wieder im Plus.

Nicht nur das Risiko ist wichtig!

Das Risiko steht bei solchen Überlegungen natürlich immer wieder im Vordergrund. Die Bedeutung dessen ist einfach zu offensichtlich. Sie sollten sich jedoch die Zeit nehmen, auch über ihre anderen Grenzen nachzudenken. Wie viele Verlusttrades in Folge können Sie verkraften, unabhängig davon, wie viel Geld sie dabei verlieren? Wie lange wollen sie überhaupt am Tag/in der Woche traden? Wie lange können Sie sich konzentrieren? Wie viele Strategien können Sie parallel handeln oder allgemeiner formuliert, wie multitaskingfähig sind Sie? Wo liegen ihre grundlegenden Kapitalgrenzen, sprich wie für Positionen können Sie überhaupt aufbauen?

Die unsichtbaren Grenzen ausloten

Dies sind nur einige Beispiele, auf die Sie in Ihrem Trading achten sollte. Meine Arbeit als Tradingcoach zeigte jedoch aber noch mehr. Oftmals sind es die weniger offensichtlichen Grenzen, die gerne überschritten werden und dann zu einem Desaster führen. Ich kann Ihnen nur den Tipp geben, sich intensiv mit ihren Trades auseinanderzusetzen. Fragen Sie sich in der Nachbearbeitung bei jedem, was Sie gefühlt, erlebt und gedacht haben. Hinterfragen Sie Ihre Antworten mehrfach, um dem eigentlichen Problem auf die Schliche zu kommen. Ich bin sicher, an der einen oder anderen Stelle werden sie auf eine Antwort stoßen, die Sie überrascht.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW52

DOW JONES – Nimmt Kursziel ins Visier

Der Index nähert sich kurz vor Ende dieses Jahres der Zielzone bei 28.772-28.941 Punkten. Das Jahr 2019 hat nur noch 2 Handelstage: Den heutigen Freitag und den Montag kommender Woche. Das gilt für europäische und US Aktien.
Durch den Anstieg am 30. Oktober über die prozyklische Buy Triggermarke bei knapp 27.135 Punkten wurde im Dow Jones ein mittelfristiges Kaufsignal ausgelöst. Projektionsziele dieser Ausbruchbewegung habe ich in meinen Analysen auf GodmodePro und Guidants PROmax bereits im Oktober veröffentlicht. Sie liegen bei 27.565, 28.182 und 28.772-28.941 Punkten. Bei GodmodePro gebe ich immer das nächste Projektionsziel an, auf Guidants PROmax die komplette Projektionszielserie.

Der Index nähert sich kurz vor Ende dieses Jahres der Zielzone bei 28.772-28.941 Punkten.

EVONIK - Alle guten Dinge sind Drei

Erneut notiert der MDAX-Wert an einem entscheidenden Widerstand. Gelingt zum Jahreswechsel endlich der Durchbruch?

Technische Analyse

Ein Jahr lang richtungslos. Das wäre die Analyse der Aktie von Evonik in einem Satz. Nach einer starken Verkaufswelle in den letzten Monaten in 2018, konnte sich der Anteilsschein bei 21,45 EUR stabilisieren und einen Konter einleiten. Diese Aufwärtsbewegung verlief bis zum Kursniveau bei 27,53 EUR. Seither geht es zwischen diesen beiden Bereichen in diesem Jahr hin und her. Durch die Seitwärtsbewegung bildete sich eine Range zwischen diesen Kurslevels aus. Im Sommer wurde erneut der Versuch unternommen die obere Begrenzung bzw. den Widerstand bei ca. 27,5 EUR anzulaufen, doch erneut setzten hier Verkäufe ein. Zum Jahresende hin versucht sich die Aktie nun erneut diese Barriere hinter sich zu lassen. Könnte es diesmal gelingen?

Tradingsetup

Noch sollte man nichts überstürzen. Zwar kann man durch optimistisch gestimmt sein und durch die allgemeine Marktstärke auf weitere Kursgewinne spekulieren, doch genauso gut kann der Wert wieder einmal abprallen und den Weg nach Süden antreten. Deshalb sollte man noch etwas Geduld zeigen und einen Anstieg über 27,60 EUR abwarten. Da beim Erreichen dieses Kurses das 52-Wochen-Hoch überschritten wird und der Widerstand damit gebrochen werden könnte, wäre der Buy-Trigger ausgelöst. Als nächstes sollte der Wert zügig die 28,75 EUR erreichen und anschließend die 31 EUR-Marke. Dort schneiden sich ein horizontaler Widerstand und das 161,80 %-Fiboprojektionsziel der Range.

Natürlich kann der Buy-Trigger auch nicht ausgelöst werden und die Aktie vorerst abprallen. Dadurch würde zwar die erhoffte Kursdynamik vorerst verloren gehen, doch solange der Wert 25,59 EUR und damit auch den EMA50 nicht nachhaltig unterschreitet, so wäre das bullische Szenario weiterhin intakt. Deswegen sollte auch ein Stop-Loss knapp unter diesem Bereich positioniert werden.

Würde es jedoch auch hier nicht gelingen erneut Schwung zu holen und den Widerstand anzuvisieren, muss ein neues Setup entwickelt werden. Ein erstes Kursziel wäre bei zunehmender bärischer Stärke dann 24,65 - 24,33 EUR.

CHARTER COMMUNICATIONS - Der Run kann weitergehen

Die Aktie von Charter Communications kratzte gestern an ihrem Allzeithoch und schloss minimal darüber.

Die Aktie von Charter Communications befindet sich seit vielen Jahren in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Der Startpunkt dieser Bewegung ist das Allzeittief bei 29,10 USD aus dem Februar 2010. Im August 2017 erreichte die Aktie ein Hoch bei 408,83 USD. Anschließend kam es zu einer längeren Konsolidierung und einem Rücksetzer auf 250,10 USD.

Seit diesem Tief auf dem April 2018 bestimmen aber die Bullen wieder die Richtung. Im April 2019 gelang der Ausbruch aus dem Abwärtstrend seit August 2017. Im Juli 2019 kratzte der Wert erstmals am Hoch aus dem August 2017. Aber erst der zweite Ausbruchsversuch im August 2019 gelang. Im Oktober 2019 durchbrach der Wert sogar eine obere Trendbegrenzung. Diese hatte die Aufwärtsbewegung ab April 2018 lange gedeckelt. Anfang November kletterte der Aktienkurs auf ein Allzeithoch bei 485,99 USD. Anschließend setzte er auf die überwundene obere Trendbegrenzung zurück und drehte wieder nach oben. In dieser Woche kratzt die Aktie an ihrem Allzeithoch bei 485,99 USD und notierte in der Spitze bereits bei 487,17 USD.

Geht die wilde Fahrt weiter?

Die Rally ist ungebrochen, wurde gestern mit einem neuen Allzeithoch sogar wieder einmal bestätigt. Sollte sich die Aktie von Charter Communications über 485,99 USD etablieren, dann bestünde die Chance auf einen weiteren Anstieg in Richtung 550 USD. Unter das letzte Konsolidierungstief bei 460,47 USD sollte die Aktie aber nicht abfallen. Denn sonst wäre eine kleine Topformation vollendet und ein Rücksetzer auf das Hoch aus dem Jahr 2007 bei 408,83 USD würde drohen.

GOLD: Die wahre Santa Claus Rally!

Für die Gold-Bullen gab es am 24.12. eine schöne Bescherung: Nach einer wochenlangen Lethargie sprang das Edelmetall über wichtige technische Hürden an die 1.500er

Am 24. Dezember am Nachmittag, als das Gros der Händler in Europa, Australien und den USA sich bereits in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub verabschiedet hatte, gab es einen entscheidenden Durchbruch auf der Oberseite beim Goldpreis.

Abwärtstrend im Tageschart geknackt

Während am Devisenmarkt und in anderen Märkten komplett tote Hose war, ging am 24.12. im Goldpreis die Post ab: Das Edelmetall kletterte über den Horizontalwiderstand im Bereich 1.485 USD und den Abwärtstrend im Tageschart. Vermutlich wurde die Bewegung in Asien gestartet, zumindest in China ist Weihnachten kein offizieller Feiertag.

Es folgte eine Rallybewegung direkt an die 1.500 USD-Marke, die dann auch am 24.12. noch marginal überwunden wurde. Nach einer Handelspause am 25.12. stieg das gelbe Metall dann gestern direkt in den Widerstandsbereich um 1.513 USD. Hier könnte nun zunächst eine Konsolidierung einsetzen in den kommenden Handelstagen.

So lange das Edelmetall nun aber nicht wieder unter 1.480 USD abrutscht, ist der Weg des geringsten Widerstands mittelfristig aufwärts Richtung 1.560 USD.

Vorsicht Falle - Auch Börsenweisheiten sollten Sie kritisch hinterfragen!

Auf Tipps und Tricks der vermeintlichen Profis zu hören, ist nicht immer ratsam. Deshalb muss man als Trader den Mut haben, auch eigene Wege zu beschreiten. Richtig ist am Ende, was erfolgreich macht.

Börsenweisheiten und allgemeine Empfehlungen, was an der Börse Sinn macht und was nicht, gibt es viele und in der Regel haben diese auch ihre Berechtigung. Auf individueller Ebene ist jedoch immer wieder zu prüfen, ob die vermeintlich Beste Lösung auch tatsächlich zu dem eigenen Trading passt. Dabei spielt nicht nur die persönliche Ebene eine Rolle. So dürfte die Empfehlung Gewinne laufen zu lassen, im Großen stimmen, für einen extrem ungeduldigen Trader aber ein unlösbares Problem darstellen. Hier scheint es einfacher, sich anderen Tradingstilen als dem Trendtrading zuzuwenden. Solche Persönlichkeitsmerkmale sind ein Grund dafür, warum es die für alle gleichermaßen beste Lösung nicht gibt. Dies trifft jedoch nicht nur auf persönliche Merkmale zu, wie folgendes Beispiel aus dem Risiko & Moneymanagement zeigen soll.

Sie alle kennen sicher die Regel, innerhalb des Tradings nie mehr als einen bestimmten Prozentsatz seines Kapitals in einem Trade zu riskieren. Ich nenne diesen Ansatz „Fixed Ratio Ansatz“, wobei allgemeine Empfehlungen für die Höhe des Prozentsatzes zwischen 1 und 3 Prozent liegen. In Verbindung mit dem Stoploss des nächsten Trades ist die Positionsgröße folglich so zu bestimmen, dass, sofern der Stoploss ausgelöst wird, bspw. genau 1 % des vorhandenen Tradingkapitals verloren wird.

Dieses Vorgehen hat einige Vorteile. Zum einen werden Risiken normiert. Man entscheidet nicht willkürlich oder gar emotional, wieviel man im nächsten Trade riskiert, sondern hat auch diesbezüglich ein Regelwerk. Durch die Normierung auf einen Prozentwert wird zudem erreicht, dass man mit jedem Verlusttrade seine Positionsgröße herunterfährt. Als Trader wird man vorsichtiger. Drawdownphasen, also Phasen, in denen sich Verlusttrades häufen, werden so abgeschwächt. Theoretisch ist es nicht möglich, sein Konto zu ruinieren, man nähert sich selbst dann, wenn man nur verliert, nur immer mehr der Null an, erreicht aber nie genau Null.

Während Verluste abgefedert werden, erarbeitet man sich mit dem Fixed Ratio Ansatz auf der Gewinnerseite einen Zinseszinseffekt. Läuft es im Trading gut und Ihr Konto wächst, können Sie beim nächsten Trade eine größere Position eingehen. Gemessen an Ihrem Tradingkonto sind es zwar weiterhin 1 %, aber in absoluten Euro-Beträgen sind ein Prozent von 20.000 nun einmal mehr als ein Prozent von 15.000.

Beide Effekte des Fixed Ratio Ansatzes sind in der folgenden Abbildung noch einmal grafisch dargestellt, die den fiktiven Kontoverlauf widerspiegelt.

Angesichts dieser Vorteile ist es nur logisch, bei der Frage nach einem guten Risiko & Moneymanagement grundlegend den Fixed Ratio Ansatz empfohlen zu bekommen. Solche Empfehlungen jedoch blind zu übernehmen, ist nicht anzuraten. Ohne Zweifel dürfte der Fixed Ratio Ansatz für viele Trader einen positiven Effekt haben, aber eben nicht für alle. Und genau dies gilt es zu prüfen, Guruempfehlung hin oder her. Im Rahmen des Coachings kam es bereits öfter vor, dass der Fixed Ratio Ansatz für die Art des Tradings eines Kunden nicht geeignet war.

Ein Beispiel hierfür könnte der DAX Intradayhandel sein. Wenn Sie den DAX hinsichtlich Vola & Co unter die Lupe nehmen, werden Sie feststellen, dass die Chancen im Laufe des Tages zum Mittag hin abnehmen. Der Markt wird rangelastiger, womit wiederum Trendsignale nicht so gut funktionieren. Wer aber auch in diesen Phasen tradet, schließlich weiß man ja nie mit absoluter Sicherheit, wann ein Trend kommt und dabei den Fixed Ratio Ansatz verwendet, könnte Schwierigkeiten bekommen. In jedem Trade wird das Risiko normiert und damit jeder Trade gleich gewichtet. Wenn aber die Trades morgens besser als gegen Mittag funktionieren, macht es tendenziell mehr Sinn, den morgendlichen Trades eine höhere Positionsgröße zuzugestehen.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Pauschal haben viele Börsenweisheiten ihre Berechtigung, aber letztlich ist im Detail zu prüfen, ob diese auch zum eigenen Trading passen. Hier muss man als Trader auch den Mut haben, seinen eigenen Weg zu gehen. Dies sollte zwar wohl überlegt und „geprüft“ worden sein, aber wenn sich ein Ergebnis zeigt, welches klassischen Weisheiten entgegensteht, dann macht es wenig Sinn, den Weisheiten zu folgen. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW51

TECDAX - Käufer müssen dranbleiben

Im TecDAX stehen die Bullen kurz vor einem neuen Trend. Sie dürfen die Zügel jetzt nur nicht zu lockerlassen.
Mit Argusaugen dürften momentan viele Marktteilnehmer auf das Kursgeschehen im TecDAX schauen. Bereits Ende November kämpften die Bullen mit dem Widerstandsbereich bei 2967-3050 Punkte und machten dabei eine durchaus gute Figur. Zwar kam es in diesem Widerstandsbereich immer wieder auch zu kurzfristigen Verkäufen, am Ende aber bildete sich lediglich eine bullische Dreiecksformation und genau diese Formation wurde Ende letzter Woche und am Montag relativ deutlich nach oben hin verlassen. Der Index stieg auf ein neues 19-Jahreshoch an und hat damit die Chance, richtig durchzustarten.

Doch ein Fehlausbruch?

Mit den Kursverlusten gestern und auch der heutigen, relativ schwachen Eröffnungsphase wird genau dieses Durchstarten infrage gestellt. Aus der angedachten Dreiecksformation mit Rallyepotenzialen auf 3300-3500 Punkte könnte schnell ein Doppelhoch werden. Diese Kursformation dürften Anleger an dieser Stelle im Chart fürchten, denn mit einer solchen bestünde die Gefahr, dass die Range der letzten Monate weiterhin intakt ist. Fällt der Kurs bestätigend auch noch unter den Support bei 2967 Punkte zurück, dürften Abgaben auf 2845 und später bei 2700 Punkte folgen.

Mit Blick auf dieses bärische Szenario wäre es also wichtig, die Zügel auf der Käuferseite jetzt nicht zu locker zu lassen. Die Bullen sollten dran bleiben und möglichst schnell weiter Druck machen. Mit einem anschließend neuen Hoch könnten die aktuellen Kursverluste noch als Pullback an die alte Dreiecksformation bzw. den alten Widerstandsbereich bei 3050 Punkte gewertet werden.

LUFTHANSA - Wann startet sie wieder durch?

Es ist ruhig geworden um die Aktie der Deutschen Lufthansa, wir sehen im Dezember eine Stabilisierung an einem wichtigen Preisbereich. Prinzipiell könnte der Wert bald wieder abheben.

Die Lufthansa-Aktie befindet sich seit einigen Wochen in einer Konsolidierung, welche in einem sich weitenden Keil abläuft. Dabei setzte sie an das letzte Ausbruchslevel bei 16,12 - 16,22 EUR zurück. Knapp darüber verläuft auch der EMA50 als Unterstützungselement. Die Stabilisierung an diesem Support zeigt die Konturen einer bullischen inversen SKS als kleine Bodenformation. Das kurzfristige Chartbild ist innerhalb der Konsolidierung neutral zu werten, das übergeordnete Bild ist im Aufwärtstrend seit August bullisch zu werten.

Ausbruch abwarten

Im Grund könnte jederzeit eine neue Aufwärtswelle starten. Geht es wieder über 17,20 EUR per Tagesschluss, entstehen Kaufsignale für einen Anstieg bis rund 18 EUR und später 19,25 und 19,65 - 20,23 EUR. Dort oben liegt noch ein offenes Gap.

Auf der Unterseite sollte der Support bei 16,12 - 16,22 EUR möglichst nicht mehr nachhaltig unterschritten werden. Ansonsten wäre die Aktie anfällig für eine Abwärtskorrektur bis rund 15,00 - 15,30 EUR.

AMD - 20 Jahre alter Widerstand voraus

Seit Jahren kennt das Wertpapier des Chipentwicklers nur eine Richtung: Steil nach oben. Doch in diesen Tagen begibt sich die Aktie in einen Widerstandsbereich der bereits 20 Jahre zurückliegt. Die Spannung steigt.

Schaut man sich den Chart an, so könnte man meinen die Aktie kennt keine Grenzen nach oben. Doch scrollt man aus dem Chart heraus und heraus, so könnte man verblüfft sein, in welchem Bereich der Wert sich gerade bewegt. Im Jahr 2000 und wiederholt 2006 bildete der Anteilsschein einen Widerstandsbereich im aktuellen Kursbereich aus. Haben Anleger diese Hürde bereits vergessen und ein Ausbruch gelingt ohne Probleme? Oder ist dieser "uralte" Widerstand einfach zu stark?

Technische Analyse

Zurück ins aktuelle Kursgeschehen. Nimmt man den aktuellen Verlauf des Chartes genauer unter die Lupe, so hat der Wert bereits den Widerstand aus dem Jahr 2006 bei knapp 42 USD hinter sich gelassen. Nun wäre es nicht mehr weit um den "Steinzeitwiderstand" zu erreichen.

Tradingsetup(s)

Tradingtechnisch kann man zwei Wege gehen, da noch etwas Luft nach oben vorhanden ist.

Kurzfristiges Longsetup

Möchte man jetzt noch kurzfristig long gehen, da das Erreichen des großen Widerstands nur noch einen Katzensprung entfernt ist, so könnte man direkt einsteigen und den Stop (STOP LS) knapp unter die 42 USD-Marke platzieren. Zwar könnte der Kurs zurücksetzen und nach dieser Korrektur erneut das Allzeithoch attackieren, doch dann würde aus einem kurzfristigen Trade ein mittelfristiger werden. Kursziel bei diesem Setup wäre das Erreichen der Allzeithürde bei 47-47,6 USD.

Mittelfristiges Shortsetup

Würde die Aktie weiterhin bullisch bleiben und dann den Widerstand bei 47-47,6 USD erreichen, ergibt sich hier unter CRV-Perspektive eine wunderbare Möglichkeit, um auf einen Abpraller zu spekulieren. Ein erstes Ziel eines Rücksetzers wäre das momentane Kurslevel bei ca. 42 EUR und anschließend der Bereich bei 33,6-34,2 USD. Hier verläuft eine horizontale Unterstützung, welche Reboundpotenzial besitzt. Interessanterweise wird auch durch verschiedene Fibo-Projektionen das Kursziel 47-47,6 USD unterstrichen, weshalb dieses Setup hoch priosiert wird. Ein Stop bei diesem Setup sollte über dem Allzeithoch positioniert werden.

Natürlich muss auch erwähnt werden, dass es anders kommen kann. Verliert der Kurs sein Streben nach nach neuen Höhen plötzlich, etwa durch eine neue Eskalation im Handelsstreit, so könnte es direkt nach unten gehen. Würde dann im schlimmsten Fall der Kursbereich 33,6-34,2 USD unterschritten werden, müssten beide Szenarios negiert werden. Eine andere Variante wäre das Erreichen UND Überschreiten des Allzeithochs. Dann müsste das bärische Setup verworfen werden und ein erstes Projektionsziel wäre ca. die 60 USD-Marke.

Palladium: Zwischenkorrektur läuft an

Bei Palladium kam es in den vergangenen Wochen zu einer weiteren steilen Aufwärtswelle. Diese führte die Notierungen bis knapp unter die 2.000 USD, bevor an den Vortagen eine Konsolidierung eingeleitet wurde. Der steile Aufwärtstrend der Vorwochen wurde dabei durchbrochen.

Intraday Widerstände: 2.000+2.010
Intraday Unterstützungen: 1.875+1.822

Rückblick: Bei Palladium kam es in den vergangenen Wochen zu einer weiteren steilen Aufwärtswelle. Diese führte die Notierungen bis knapp unter die 2.000 USD, bevor an den Vortagen eine Konsolidierung eingeleitet wurde. Der steile Aufwärtstrend der Vorwochen wurde dabei durchbrochen.

Charttechnischer Ausblick: Nach dem erfolgten Trendbruch ist die Möglichkeit gegeben, die Korrektur auszudehnen. Spielraum bietet sich zunächst bis in den Bereich 1.875 USD. Spätestens im Bereich der 1.822 USD wäre eine erneute Aufwärtswelle möglich. Ein zweiter Test der 2.000 USD kann kurzfristig jedoch noch erfolgen.

Strategien - Allein auf hoher See!

Strategien sind nicht nur dazu da, um Ihnen einen Vorteil zu verschaffen! Sie weisen Sie auch in Ihre Schranken und das ist gut so!

Mit Strategien verbinden Anleger und Trader vor allem eines: die Sicherung von Vorteilen im Markt.

Abgesehen von der Tatsache, dass die Realität in dieser Hinsicht weniger rosig aussieht, als sich Trader und Anleger wünschen, geht der Nutzen von Strategien weit über diese Ansicht hinaus. Ein essenzieller Nutzen von Handelsstrategien besteht darin, die eigenen Handlungsfähigkeiten zu beschränken. Die Börse ist ein Ort, an dem sich Trader keinen Grenzen gegenübersehen. Die Kurse sind in einem ständigen Fluss und hinter jeder Bewegung steckt letztlich eine potentielle Chance.

Die Probleme aus diesem kontinuierlichen Fluss an Möglichkeiten sind weitreichend. Dabei geht es nicht nur um die Tatsache, dass nicht hinter jeder Bewegung auch eine echte statistische Chance auf einen Gewinn besteht. Es treten beispielsweise auch Entscheidungsprobleme auf, denn in der Regel können zur gleichen Zeit Argumente für den Kauf, aber auch für den Verkauf gefunden werden. Noch dramatischere Folgen ergeben sich jedoch aus psychologischer Sicht. Während wir im normalen Leben stark durch unser soziales Umfeld, Gesetze und andere Regeln eingeschränkt werden, besteht an der Börse die Möglichkeit, sich frei und ohne größere Einschränkungen zu bewegen.

Allein auf stürmischer See!

Das Problem ist jedoch, dass Erfolg im Trading gewisse Handlungsoptionen verbietet. Genau hier liegt in meinen Augen einer der zentralen Nutzen von Handelsstrategien. Sie sind unser Routenplaner in stürmischer See. Sie sind unser disziplinarischer Anker für emotionale Fehltritte. Wie wichtig diese Aspekte des Trainings sind, können Sie eventuell leicht selbst nachvollziehen. Stellen Sie sich dazu einfach folgende Frage:

Welche Angst war bei dieser Aktion federführend?

Stellen Sie sich diese Frage bei jeder Aktivität, die sie in den letzten 20 oder 30 Trades gemacht haben. Sie können dabei zwischen folgenden Ängsten unterscheiden:

  1. Angst, falsch zu liegen/Unrecht zu haben
  2. Angst vor einem Verlust
  3. Angst, etwas zu verpassen
  4. Angst, Geld auf dem Tisch liegen zu lassen

Klopfen Sie jede Handelsaktivität (Einstieg, Stopploss verschoben, Ausstieg, Gewinne mitgenommen…) bei den letzten 20 oder 30 Trades, die sie durchgeführt haben, hinsichtlich dieser Ängste ab. Ich bin mir nicht nur sicher, dass viele Ihrer Aktionen von einer Angst getrieben worden sind, sondern auch, dass sich diese Aktionen tendenziell negativ auf ihre Performance ausgewirkt haben. Umso unzufriedener Sie mit Ihrem Ergebnis sind, umso mehr Ihrer Aktionen dürften wahrscheinlich von einer dieser Ängste getrieben gewesen sein.

Eine Strategie hilft – allein durch ihre Existenz!

Genau diesen und anderen Auswirkungen können Sie mit einer Strategie (einem Regelwerk) entgegenwirken. Natürlich ist die bloße Existenz einer Strategie noch kein Garant für eine erfolgreiche Karriere als Trader und eiserne Disziplin ihrerseits, aber wenigstens haben sie einen Anhaltspunkt dafür, warum ihre Performance eventuell nicht da ist, wo sie sein sollte. Zudem werden sie sich zumindest phasenweise auch an ihre Strategie halten.

Stellen Sie sich jedoch einen Trader vor, der völlig ohne Fahrplan in stürmischen Gewässern und ganz alleine auf hoher See unterwegs ist! Wie groß mögen seine Chancen sein, das rettende Ufer zu erreichen?

Viel Erfolg

Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW50

DOWJONES - Anpassung Prognoseskizze

Zwei wichtige Termine dieser Woche liegen hinter uns: Der US Leitzinsentscheid und der EZB Leitzinsentscheid. Jerome Powell und Christine Lagarde standen Rede und Antwort.
Alle Blicke sind auf das Wochenende gerichtet. Spätestens dann wissen wir, ob ein Phase1 Seal zustande gekommen ist, mit entsprechenden Auswirkungen für den US-Aktienmarkt. Der Index verläuft nahezu exakt, wie es der blaue Prognosepfeil visualisiert. Im Bereich der Projektionszielzone 28.90-28.182 Punkten konsolidiert der Index seit 3-4 Wochen. Wahrscheinlich wird ein Jahresendspurt, das nächsten Projektionsziele liegen nahe beieinander: 28.746, 28.853 und 28.941 Punkte.

Nicht durch kurzfristige, durchaus scharfe Abverkäufe aus mittelfristigen Positionen rausschütteln lassen.
Die 2013er vs. 2019er Analogie spricht für einen Jahresendspurt am US Aktienmarkt nach oben in den kommenden beiden Handelswochen.

SOFTWARE AG - Nutzen die Bullen ihre Chance?

Die Aktie des TecDAX-Titels überschritt in den letzten beiden Tagen eine charttechnisch wichtige Schwelle. Nun sollten schnell weitere Käufe folgen, um die Gunst der Stunde zu nutzen.

Nach einer knapp zweijährigen Abwärtswelle konnte sich das Wertpapier am Tiefpunkt bei 22,8 EUR fangen. Daraufhin wurde ein direkter Konter eingeleitet und eine, wenn auch zwischenzeitlich mühsame, Aufwärtsbewegung gestartet. Seit Wochen hängt die Aktie an einem entscheidenden Widerstand fest, der über die mittelfristige Richtung entscheidet. Dieser Widerstand wurde nun endlich gebrochen. Oder laufen die Bullen in eine Falle?

Charttechnischer Ausblick

Mit der heutigen Eröffnung notiert der Anteilsschein bei 31,7 EUR. Damit gilt der Widerstand bei 31 EUR fürs Erste als gebrochen. Die Überschreitung dieser Hürde ist wichtig, denn hierbei handelt es sich um einen Clusterwiderstand. Jener besteht aus einem horizontalen Widerstand und dem 38,2 %-Retracement der letzten impulsiven Verkaufswelle (Strecke 44,2-22,8 EUR). Hier wäre ebenso die Entstehung eines Doppeltops gut möglich gewesen. Durch das Durchbrechen dieser Barriere eröffnet sich also eine schöne Tradingchance. Sollte der Kurs nun nicht mehr unter die 31 EUR-Marke fallen und die Käufer schlagen direkt zu, so würde dies kurzfristig ein Kurspotenzial bis 33,5-34,3 EUR freisetzen. Dort lauert dann ein nächster Widerstandsbereich, ebenso bestehend aus einem Fibonacci-Retracement und einem horizontalen Widerstand. Gelangt das Wertpapier bis hierhin, so müsste in diesem Bereich ein neues Tradingsetup entwickelt werden.

Falls allerdings heute und/oder in den nächsten Wochen Verkäufe einsetzen, würden diese das hier vorgestellte bullische Tradingsetup nicht verwerfen. Zwar wäre es eindeutig besser, wenn nun direkt Anschlusskäufe stattfinden, doch ein Rücksetzer könnte als ein Luftholen für eine Kaufwelle gewertet werden. Wichtig ist hierbei nur, dass die Marke 29,8 EUR nicht nachhaltig unterschritten wird. Dort befindet sich ein kleinerer Support und knapp darunter der EMA50 und der 200er. Mit einem Fall unter dieses Level müsste der Ausbruch als Bullenfalle gewertet werden und neue Kursziele wären 28,4 EUR und 26 EUR.

Deshalb sollte bei diesem Setup der Stop ungefähr bei 29,8 EUR gelegt werden.

DEUTSCHE POST - Vorzeitiger Ausbruchsversuch

Die Deutsche Post attackiert heute eine wichtige Hürde. Was wäre im Falle eines Ausbruchs darüber möglich?

Die Aktie der Deutschen Post vollendete am 18. Oktober 2019 eine inverse SKS, also eine Bodenformation. Diese hatte sich seit Sommer 2019 herausgebildet. Mit dem Ausbruch, der allerdings erst im zweiten Versuch gelang, ergab sich ein mittel-langfristiges Kaufsignal. Dieses Signal zeigte auch sofort Wirkung. Die Aktie kletterte auf ein Hoch bei 34,71 EUR und damit an den Abwärtstrend seit Dezember 2017.

Unterhalb dieses Hochs konsolidierte die Aktie in den letzten Wochen. Dabei fiel sie im Tief auf 33,30 EUR zurück. Sie drang dabei zwar in das Aufwärtsgap vom 12. November ein, schloss es aber nicht. Es ist noch ein Rest zwischen 32,91 EUR und 33,30 EUR offen. Im heutigen Handel attackiert die Aktie das Hoch bei 34,71 EUR und damit auch den Abwärtstrend seit Dezember 2017.

Geht die Rally weiter?

Etabliert sich die Aktie der Deutschen Post über 34,71 EUR, dann bestünde die Chance auf eine weitere Rally in Richtung 38,15/39 EUR und später sogar bis ans Allzeithoch. Sollte sich dieser Widerstand aber als zu hohe Hürde herausstellen, dann würde eine Abwärtsbewegung in Richtung 30,81 EUR drohen. Diese Abwärtsbewegung wäre als Pullback an die große Bodenformation zu werten. Anschließend bestünde aber eine gute Chance auf eine Rally zu den genannten Zielen.

EURUSD: Boris gewinnt und der Brexit kommt

Der Wahlsieg der Konservativen um Boris Johnson trieb EURUSD gestern Abend kurz vor Mitternacht bis auf 1,1200 USD.

Intraday Widerstände: 1,1180+1,1199+1,1220
Intraday Unterstützungen: 1,1150+1,1125+1,1099

Rückblick: Nachdem die EZB-Sitzung keine weltbewegenden neuen Erkenntnisse aber eine Spanne zwischen 1,1100 und 1,1150 USD brachte, kam die eigentliche Bewegung des Tages erst am späten Abend kurz nach 23 Uhr: Das Wahlergebnis in Großbritannien wurde bekannt und zeigte eine deutliche Mehrheit für die Konservativen um Boris Johnson. EURUSD schoss daraufhin um knapp 80 Pips in die Höhe und kletterte bis an die 1,1200 USD-Marke.

Charttechnischer Ausblick: Nach der spätabendlichen Rally bis an die 1,12er Marke konsolidierte das Paar in der vergangenen Nacht einen Teil der Gewinne. Diese Konsolidierung könnte sich auch in der europäischen Sitzung zunächst weiter fortsetzen. Der Bereich der vorherigen Tageshochs von gestern um die 1,1150 USD-Marke fungiert dabei in den kommenden Stunden als Unterstützungszone. Oberhalb dieses Bereichs haben aus technischer Sicht kurzfristig weiter die Bullen die besseren Karten für eine Fortsetzung auf der Oberseite in den Bereich 1,1100/20 USD. Am Nachmittag stehen die US-Einzelhandelsdaten auf dem Kalender.

Ein Erlebnis zum Nachdenken!

Bis hierhin und nicht weiter! Diese Unterstützung ist einfach zu stark, um gebrochen zu werden. Hier wird der Kurs nach oben abdrehen!

Im Rahmen des Coachings hatte ich jüngst ein sehr interessantes Gespräch mit einem Trader. Dieser war relativ neu im Geschäft und ein absoluter Fan der Elliott-Wellen. Im Zuge dessen sprachen wir auch über den Markt und er erklärte mir aus voller Überzeugung, warum Dax & Co. nur dieses und jenes machen können und warum diese oder jene Marke nicht nur extrem wichtig ist, sondern für entsprechende Bewegungsumkehrungen sorgen dürften.

Es war offensichtlich, wie sehr der Trader den Elliott-Wellen vertraute und wie sehr er davon überzeugt war, dass diese quasi dem Markt die Bewegungen auf diktieren. Dabei fiel mir spontan eine Passage aus Mark Douglas‘ „Trading in the zone“ ein, die sinngemäß wie folgt ablief:

Ein sehr erfolgreicher Parketthändler sah die Zeichen der Zeit und wollte einen Wechsel weg vom Parkett und hin zum Computer vollziehen. Um weiterhin Handelsentscheidungen treffen zu können, brauchte er neue Methodiken. Seine Wahl fiel auf die Charttechnik. Da er von dieser jedoch wenig Ahnung hatte, engagierte er einen erfolgreichen Analysten. Dieser sollte ihm die Charttechnik beibringen und ihm zeigen, wie man diese für ein erfolgreiches Trading nutzt.

Natürlich kamen beide auch auf das Thema Unterstützungen zu sprechen. Voller Inbrunst erklärte der Charttechniker, wie wichtig diese Unterstützung ist und dass auf dieser die Kurse nicht nur nach oben abdrehen, sondern auf diesem Niveau auch das Tagestief ausgebildet werden sollte.

Der alte Parketttrader hakte nach: diese Marke ist also wichtig und sie kann eigentlich nicht gebrochen werden? Erneut bestätigte der Charttechniker die Rückfrage mit der gleichen Überzeugung, wie zuvor. Da griff der Parketthändler zum Telefon, rief seinen Broker an, um platzierte eine große Market-Verkaufsorder. Sekunden später kam die Bestätigung, dass die Order ausgeführt wurde und zeitgleich mit dieser stand der Kurs deutlich unterhalb der Unterstützung.

Ich möchte dieses Beispiel gar nicht weiter zerreden. Ich denke, es spricht für sich. Ich kann Ihnen nur ans Herz legen, sich die weitreichenden Folgen selbst überlegen.

Wie stehen Sie zum Thema Börse und Trading? Sind sie sich der Risiken und der Unsicherheiten bewusst und haben Sie diese vollends akzeptiert? Eine Tradingsmethodik ist wichtig, aber muten sie dieser vielleicht zu viel zu? Muss man überrascht sein, wenn der Markt plötzlich etwas ganz anderes macht, als erwartet? Wie sehr sollte man sich eigentlich in ein Szenario "verlieben"? Ich denke (hoffe), dass diese Passage aus „Trading in the zone“ bei Ihnen Aha-Effekte erzeugt, mit denen Sie Ihr Trading weiter vorantreiben können. In diesem Sinne

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW49

S&P 500 – Wird der Index manipuliert?

Trump und sein Apparat: Hinsichtlich des Timings negativer Meldungen nutzen sie m.E. charttechnische Hürden in den Indizes. Sie spielen die Klaviatur der Strafzölle und Sanktionen.
Was wir sehen, ist ein Krieg, ein Handelskrieg zwischen 2 Großmächten um die Poleposition! Und es wird mit allen Mitteln gekämpft. Zum Glück spielt sich das auf wirtschaftlicher Ebene ab und es fliegen keine Bomben. Warum fährt die US Administration diese Strategie? Sie schirmen die US Realwirtschaft und den US Aktienmarkt bislang erfolgreich vor richtig großen Turbulenzen ab.

Im ersten Quartal twitterte Trump den Markt fast täglich hoch "Der Deal kommt", "Wir sind nahe dran", "Wir unterschreiben bald".

Strafzölle1: Dann kam im Mai (es war an einem Sonntag) ein Tweet, wonach der Deal nicht zustande komme und stattdessen massiv Strafzölle gegen China-Importware in die USA verhängt werden. Das war die erste große Handelskonflikteskalation. Der Markt tauchte einige Wochen nach unten ab.

Um dann wieder anzusteigen. a) Mit Hilfe der US Notenbank. Und b), weil die Handelsgespräche wieder "very well" verliefen.

Strafzölle2: Ende Juli sackte der Markt wieder deutlich ab. Hintergrund war die zweite große Handelskonflikteskalation im Verlauf dieses Jahres.

Wieder begannen die Kurse nach geraumer Zeit zu steigen. a) Mit Hilfe der US Notenbank, Stichwort Rate cuts, Beendigung des QT (Quantitative Tightening), Einführung des Nicht-QE QE (Quantitative Easing).

Nachdem der S&P 500 Index in den zurückliegenden Tagen erneut diese rot gestrichelte Trendlinie erreicht hatte, kündigte einer der Chefverhandler Trumps, Willbur Ross, auf FOXnews an, dass am 15. Dezember Strafzölle wie geplant erhöht werden, wenn es bis dahin zu keinem Deal mit China komme. Trump äußerte sich dahingehend, dass der Deal locker auch erst nach der US Präsidentschaftswahl 2020 zustande kommen könnte. Der Phase 1 Tradedeal schien in sich zusammenzufallen. Heute äußert sich Trump dahingehend, dass die Gespräche mit China wieder "very well" verlaufen.

Das sind keine Zufälle. Ja, Trump hat mittlerweile soviele Mitarbeiter entlassen, wie noch nie irgendein Präsident. Auf der anderen Seite ist er sehr gut vernetzt. Sein Finanzminister, Steven Mnuchin, war vor seiner politischen Funktion, Hedgefondsmanager und in leitender Position bei der US Investmentbank Goldman Sachs tätig. Auch Willbur Ross, einer seiner Chefunterhändler, ist ein erfahrener harter Knochen. Ebenfalls lange im US Finanzsektor tätig. Beide dürften sich bestens mit Finanzmaterie auskennen und wesentlich Trumps Strategie entwickelt haben. Sie spielen die Klaviatur der Strafzölle und Sanktionen. Hinsichtlich des Timings negativer Meldungen nutzen sie m.E. charttechnische Hürden in den Indizes.

Am 15. Dezember wissen wir spätestens, ob sie der Warnung, Taten folgen werden lassen:

MTU springt auf neues Allzeithoch

Das Chartbild der MTU-Aktie macht seit einigen Tagen wieder einen bullischen Eindruck. Wie groß ist das Aufwärtspotenzial?
Die MTU-Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Kurz vor der Aufnahme in den DAX, die im Herbst erfolgt ist, markierte die Aktie ein Allzeithoch bei 257,20 EUR. Wie viele Werte, die in einen „höheren“ Index aufsteigen, konsolidierte die MTU-Aktie nach der Aufnahme erst einmal. Der Aktienkurs setzte auf die Unterstützung bei 229,10 EUR zurück. Diese verteidigte er am 25. Oktober.

Anschließend bildete sich ein Buy-Trigger bei 247,00 EUR heraus. Diese überwand die Aktie am 03. Dezember 2019. Seitdem zieht sie steil an. Gestern kam es zum Ausbruch über das bisherige Allzeithoch bei 257,20 EUR. Heute behauptet sich der Wert bisher darüber.

Kann die Rally direkt weitergehen?

Bereits mit dem Ausbruch über 247,00 EUR entstand vor einigen Tagen ein Kaufsignal, das auf eine Rally bis ca. 272,51 EUR hinweist. Der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch kann als Bestätigung gewertet werden. Kurzfristig kann es allerdings noch einmal zu einem Rücksetzer in Richtung 247,00 EUR kommen, ohne dass sich das Chartbild gleich eintrüben würde. Erst im Falle eines Tagesschlusskurses unter 247,00 EUR müsste das Chartbild neu bewertet werden.

MONDELEZ - Kleiner Doppelboden

Die Mondelez-Aktie überwand gestern eine wichtige Hürde. Welche Auswirkungen könnten sich daraus ergeben?

Die Aktie von Mondelez International zeigte sich in diesem Jahr lange in einer starken Verfassung. Anfang Februar gelang der Ausbruch aus einer großen Konsolidierungsformation, in der sich die Aktie rund 3 ½ Jahre auf hohem Niveau seitwärts bewegt hatte. Dieser Ausbruch löste eine Rally aus, welche zu einem Allzeithoch bei 56,71 USD führte.

Nach diesem Hoch vom 09. September setzte eine Konsolidierung ein. Dabei fiel die Aktie auf 51,26 USD zurück. Ab 30. Oktober bewegte sich der Wert oberhalb dieser Marke seitwärts. Dabei bildete er einen leicht verzogenen Doppelboden aus. Diesen vollendete er gestern mit dem Ausbruch über 53,41 USD. Allerdings ist der Abwärtstrend seit 09. September bei heute ca. 54,55 EUR noch intakt.

Jetzt eine neue Rally?

Der Ausbruch über 53,41 USD stellt aus charttechnischer Sicht ein neues Kaufsignal dar. Die Aktie könnte kurzfristig bis ca. 56,00/71 USD ansteigen. Mittel-langfristig ist noch ein Ziel bei ca. 63,00 USD. Das lässt sich aus der großen Konsolidierungsformation ab August 2015 ableiten. Ein stabiler Rückfall unter 53,41 USD wäre ein erster Rückschlag für die Bullen. Ein klares kurzfristiges Verkaufssignal ergäbe sich aber wohl erst mit einem Rückfall unter 51,26 USD. Dann müsste mit Abgaben in den Bereich um 48,58 USD und damit an das alte Allzeithoch aus dem Jahr 2015 gerechnet werden.

Palladium: Kein Ende in Sicht?

Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten stark aufwärts. Bei 1.822 USD wurde eine Aufwärtswelle im Oktober beendet, bevor sich die Notierungen ausgehend von 1.675 USD wieder fangen konnten. Davon ausgehend kam es erneut zu einem starken Anstieg, welcher auch aus dem Trendkanal der Vormonate führt.
Kursstand: 1.867,99
Intraday Widerstände: 1.900+2.000
Intraday Unterstützungen: 1.845+1.822+1.765

Rückblick: Palladium bewegte sich in den vergangenen Monaten stark aufwärts. Bei 1.822 USD wurde eine Aufwärtswelle im Oktober beendet, bevor sich die Notierungen ausgehend von 1.675 USD wieder fangen konnten. Davon ausgehend kam es erneut zu einem starken Anstieg, welcher auch aus dem Trendkanal der Vormonate führt.

Charttechnischer Ausblick: Mittelfristig bietet sich bei Palladium die Chance, die Rally weiter auszudehnen. Spielraum ist zunächst bis in den Bereich 1.900 USD vorhanden. Nach einem Rücksetzer könnte sich der Kursverlauf dann auch weiter in Richtung der 2.000 USD bewegen. Rutscht Palladium unter 1.845 USD, wäre ein Rücklauf bis 1.822 USD schnell möglich. Darunter drohen stärkere Abgaben.

Stärke Halten, Schwäche verkaufen? Ist es wirklich so einfach Geld zu verdienen?

Nehmen Sie auch alles hin, was Ihnen im Netz so an Börsenweisheiten über den Weg läuft? Dies kann durchaus teuer werden!

Sie alle kennen sicherlich die Börsenweisheit, Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu begrenzen. Viele Trader gehen aus emotionalen Gründen genau entgegengesetzt vor. Die Frage ist letztlich aber, wer sagt uns, dass die Börsenweisheit richtig ist? Immer wieder ist an der Börse nämlich auch zu beobachten, dass wir vieles hinnehmen, ohne die Aussagen zu hinterfragen! Umso größer kann dann am Ende die Enttäuschung sein.

Der folgende Beitrag ist ein erster Versuch, der Börsenweisheit auf den Grund zu gehen. Sie hegt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Absolutheit, sondern entstammt der Feder eines Traders auf der Suche nach Vorteilen. Aus logischer Perspektive macht es in meinen Augen Sinn, der Börsenweisheit zu folgen und liege ich damit richtig, sollte sich dies auch in harten Zahlen widerspiegeln. Dazu hat ein Traderfreund ein kleines Programm geschrieben, welches wir „Stärke Halten“ genannt haben. Im Rahmen des „Systems“ werden nach einem Kaufsignal im MDAX-Index auf Tageschartebene (Rate of Change > 10) alle Aktien aus dem Index ins Depot gekauft. Im Anschluss daran wird jede Periode (jeden Tag) die am schwächsten performende Aktie verkauft, bis am Ende nur noch 10 Aktien übrig sind. Dies sind formal die stärksten Aktien seit Eröffnung der Trades. Parallel dazu gibt es ein globales Verkaufssignal für alle Aktien. Sofern die Rate of Change im MDAX-Index unter Null fällt, wird das Portfolio vollständig geschlossen.

Was ist dran, an der Börsenweisheit?

Entscheidend für mich war an dieser Stelle nicht, ob das System einen Gewinn erzielt oder nicht. Vielmehr war ich an einem Vergleich zwischen dieser Logik und einer Buy&Hold-Strategie bei gleicher Signallage interessiert. Im Rahmen der Buy&Hold-Idee gelten ausschließlich die Regeln der Rate of Change. Es werden alle MDAX-Aktien gekauft, sofern der Schwellenwert von 10 überschritten wird und alle MDAX-Aktien wieder verkauft, sofern die ROC unter Null zurückfällt. Auf den Passus, zwischenzeitlich die schwächsten Aktien zu verkaufen, wird verzichtet.

Bezugnehmend auf unsere Ausgangsfrage, sollte die Stärke-Halten-Taktik vor allem mit Blick auf das Chance-Risiko-Profil besser abschneiden. Im Gegensatz zur B&H-Taktik werden schließlich die "schlechten" Aktien frühzeitig aussortiert und nur die guten laufen gelassen. Genau dies machte sie in verschiedenen Variationen aber nicht. Exemplarisch sehen Sie in den folgenden beiden Abbildungen die Performance-Reports für eine Periodenlänge des ROCs von 100 Kerzen.

Chart wurde mit Tradesignal erstellt, Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH

Wie Sie unschwer erkennen können, bleibt die Stärke-Halten-Taktik in wichtigen Kennzahlen wie dem Profit, dem Profitfaktor, der Trefferquote oder auch dem Nettoprofit in % zum max. Intradaydrawdown hinter der Buy&Hold-Vergleichstaktik zurück. Dieses Bild zeigt sich auch bei anderen Variationen der ROC-Länge, wobei erwähnt werden muss, dass hier nur stichprobenartig Veränderungen vorgenommen wurden.

Mein persönliches Fazit

Ich muss gestehen, vom Ergebnis ein wenig enttäuscht gewesen zu sein. Ich hatte mir schlichtweg mehr erhofft. Natürlich ist dieser Test kein Beweis dafür, dass die Börsenweisheiten: Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen oder Kaufe die Starken und verkaufe die Schwachen falsch sind, aber so unvoreingenommen danach handeln sollte man anscheinend auch nicht. Es wäre schon großes Pech, wenn ich im Rahmen meines stichprobenartigen Tests genau die Situationen erwischt hätte, bei denen es ausnahmsweise einmal nicht funktioniert. Wahrscheinlich ist dies jedenfalls nicht. In diesem Umfeld hat es sich jedenfalls nicht bewährt, die starken Aktien im Depot zu lassen und die schwachen zu verkaufen. Eine Outperformance (CRV) gegenüber der Buy&Hold-Taktik war nicht zu erkennen.

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW48

China will Handelsgespräche offenbar nicht platzen lassen

US-Präsident Donald Trump hat die Gesetze zur Stärkung der Demokratie in Hongkong unterzeichnet. Die politische Führung in Peking ist zwar sehr verärgert, will die Handelsgespräche mit den USA aber offenbar trotzdem nicht platzen lassen.

Lässt China die Handelsgespräche platzen, weil US-Präsident Donald Trump die vom Kongress beschlossenen Gesetze zu Hongkong unterzeichnet hat? Diese Angst, die heute die Aktienmärkte weltweit belastet, ist offenbar unbegründet, wie Medienberichte aus China nahelegen.

Wie die in Hongkong erscheinende "South China Morning Post" berichtet, könnte es weitgehend bei der Verärgerung in Peking bleiben, ohne Konsequenzen für die Handelsgespräche. "Beobachtern zufolge ist es unwahrscheinlich, dass Peking Gegenmaßnahmen ergreift, die die laufenden Handelsgespräche untergraben würden", schreibt die Zeitung.

Zuvor hatte unter anderem der chinesische Vize-Außenminister Le Yucheng "strenge Gegenmaßnahmen" angekündigt. Die Gegenmaßnahmen könnten sich aber offenbar darauf beschränken, den Autoren der US-Gesetze zu Hongkong künftig die Einreise auf das chinesische Festland sowie nach Hongkong und Macau zu verwehren. Dies deutet ein Tweet des in der Regel gut informierten Chefredakteurs der staatsnahen "Global Times", Hu Xijin, an. Die Zeitung und ihr Chefredakteur dienen häufig als semi-offizielles Sprachrohr der chinesischen Führung.

"Soweit ich weiß erwägt China, aus Respekt vor Präsident Trump, den USA und seiner Bevölkerung, die Verfasser des Hongkonger Gesetzes über Menschenrechte und Demokratie auf die Liste der Nichteintrittsberechtigten zu setzen, damit sie nicht auf das chinesische Festland, Hongkong und Macao einreisen können", schrieb Hu.

China könnte nach miserablen Wirtschaftsdaten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, ein starkes Interesse daran haben, einen Deal mit den USA zu erreichen. Die in Hongkong tätige Finanzjournalistin Trinh Nguyen wies in einem Tweet am Mittwoch darauf hin, dass die chinesische Industrieproduktion zuletzt um 9,9 % gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, während die Verschuldung steige. "Das bedeutet eine schlechtere Rückzahlungsfähigkeit von einem ohnehin niedrigen Niveau. Der Winter ist da. Die Frage ist: Hat man Holz?", schrieb Nguyen.

Der chinesische Staatsrat kündigte unterdessen am Donnerstag an, dass man die politische Unterstützung für die Entwicklung des Handels verstärken, die nichttarifären Handelshemmnisse senken und den Schutz des geistigen Eigentums verbessern wolle, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Der US-Aktienmarkt bleibt am Donnerstag wegen des Feiertags Thanksgiving geschlossen. In Asien und Europa kam es am Donnerstag zu Kursverlusten, die sich aber sehr in Grenzen hielten.

Verrückte Wette? Gold steigt auf 4.000 Dollar!

Der Goldpreis wird bis Juni 2021 auf über 4.000 Dollar klettern. Darauf wettet ein Spekulant an den US-Terminbörsen. Was steckt dahinter?

Ist es eine verrückte Wette oder vielleicht doch nur ein harmloses Absicherungsgeschäft? Am Goldoptionsmarkt hat ein Spekulant oder Hedger Call-Optionen auf Gold für ganze 1,75 Millionen Dollar erworben, wie Bloomberg berichtet. Das besondere: Die Position wird für den Käufer nur einen Gewinn abwerfen, wenn der Goldpreis bis Juni 2021 auf über 4.000 Dollar steigt. Sollte es allerdings tatsächlich dazu kommen, winken astronomische Gewinne. Es handelt sich also um eine stark asymmetrische Wette, bei der sich der Einsatz mit hohem Faktor vervielfachen kann, der Gewinnfall aber äußerst unwahrscheinlich ist.

Die Vermutung liegt nahe, dass hier ein (verrückter?) Spekulant auf einen dramatischen Anstieg des Goldpreises wettet. Ganz so verrückt muss der Hintergrund des Optionskäufers aber vielleicht gar nicht sein. Es könnte sich vielmehr auch um ein Hedging-Geschäft handeln, bei dem zum Beispiel ein großer Käufer von Gold (ein Schmuckkonzern?) sich gegen das Risiko eines drastischen Goldpreisanstiegs absichern ("hedgen") will.

Unabhängig davon, ob es sich um eine spekulative Wette oder um ein Absicherungsgeschäft handelt: Der anonyme Optionskäufer hält es offenbar zumindest für eine realistische Möglichkeit, dass der Goldpreis bis Juni 2021 tatsächlich auf über 4.000 Dollar steigen könnte. Sonst hätte er vermutlich Optionen mit einem anderen Strike-Preis gekauft.

Zuletzt steht der Goldpreis bei ungefähr 1.450 Dollar und damit noch deutlich unter einem im Jahr 2011 erreichten Allzeithoch bei 1.920 US-Dollar.

In einigen anderen Währungen als dem Dollar, zum Beispiel auch im Euro, konnte der Goldpreis auch in der jüngeren Vergangenheit auf neue Allzeithochs klettern. Sein jüngstes Allzeithoch in Euro hat der Goldpreis Anfang September 2019 bei 1.413 Euro erreicht.

Bis September 2019 profitierte Gold von der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit dem US-chinesischen Handelsstreit und der Gefahr einer Eintrübung der Weltkonjunktur. Seit Anfang September korrigiert der Goldpreis aber wieder.

Um tatsächlich bis Juni 2021 auf über 4.000 Dollar zu klettern, müsste der Goldpreis in der Zeitperiode um mehr als 175 Prozent zulegen. Ein solcher Anstieg wäre zumindest in den vergangenen Jahren beispiellos. Zwischen November 2008 und September 2011 zeigte der Goldpreis zwar einen Anstieg in ziemlich genau dieser Größenordnung, brauchte dafür aber fast drei Jahre.

Ein Anstieg auf über 4.000 Dollar bis Juni 2021 wäre also wohl nur bei einem Extremereignis, wie etwa einem Systemkollaps des weltweiten Finanzsystems, vorstellbar. Für einen finanzkräftigen Spekulanten oder Hedger an den US-Terminbörsen scheint dieses Szenario aber im Bereich des Möglichen zu liegen.

Mobile Payment: Diese Firmen gestalten den Zukunftsmarkt

Ob Bezahlen mit dem Handy oder sekundenschnelle Geldtransfers um den Globus - die Zahlungsmöglichkeiten entwickeln sich mit zunehmender Vernetzung und Digitalisierung rasant weiter. Betrachten wir einige Aktien der Branchen Mobile Payment und Zahlungsabwickler unter der charttechnischen Lupe.

Auch wenn die Deutschen noch echte Liebhaber des guten alten Bargelds sind, die globale Entwicklung hin zum digitalen Zahlungsverkehr wird früher oder später auch unsere Zahlungsgewohnheiten verändern. Noch dominieren große Zweifel, zu groß sind die Sorgen um ausreichenden Datenschutz und Möglichkeiten der Manipulation. Dabei liegen die Vorteile der Effizienz, Schnelligkeit und Bequemlichkeit auf der Hand. Während die Skandinavier, allen voran die Schweden, und auch die Briten die Vorreiter des bargeldlosen Zahlens in Europa sind, rangiert Deutschland noch auf einem der hinteren Plätze. Hingegen sind besonders in Asien und auch in Afrika die Wachstumsraten des Mobile-Payment-Marktes enorm.

Wer macht das Rennen?

Der Markt der Mobile-Payment-Services ist immer härter umkämpft. Neben zahlreichen Start-Ups versuchen auch die Platzhirsche der digitalen und mobilen Welt wie Apple (Apple Pay), Google (Google Pay) und Samsung (Samsung Pay) ihr Revier zu verteidigen. In China dominieren die Internetgiganten Tencent (WeChat Pay) und Alibaba (AliPay) mit Marktanteilen von zusammen 95 % und mehr als 1,4 Mrd. weltweiten Nutzern (Stand Mai 2018) den Mobile-Payment-Markt.

Betrachten wir jetzt einige ausgewählte Aktien aus den Branchen Mobile Payment und Zahlungsabwickler unter der charttechnischen Lupe:

Alphabet

Die Aktie der Google-Mutter konnte zuletzt auf neue Allzeithochs ausbrechen. Nach der Seitwärtsphase ab 2018 wäre jetzt eine langfristige Rallyfortsetzung in Richtung der Trendkanaloberkante bei rund 1600 USD denkbar. Knapp oberhalb der alten Hochs oder bei Rücksetzern bis 1.230 - 1.280 USD könnten sich gute CRV für mittel- bis langfristige Longtrades ergeben.

Apple

Die Expansion des kontaktlosen Bezahlsystems Apple Pay schreitet in Deutschland in großen Schritten voran, mit immer mehr Partnerbanken und Funktionen versucht der iPhone-Hersteller seinen Teil vom Kuchen zu vergrößern. Die Aktie präsentiert sich weiterhin extrem stark und schießt seit Monaten in die Höhe. Bei rund 275 - 285 sowie 360 - 375 USD liegen mitte- bis langfristige Aufwärtsziele. Bei Rücksetzern könnten Longeinstiege attraktiv werden.

Samsung

Die Aktie des südkoreanischen Technologiegiganten befindet sich seit Ende 2017 in einer umfassenden Konsolidierung, wobei sie sich zuletzt aus einer dreiecksförmigen Bodenbildungsphase nach oben hin befreien könnte. Ein direkter Anlauf auf die Allzeithochs wäre hier ebenso denkbar wie eine mittelfristige Ausdehnung der Seitwärtsbewegung seit 2017. Kurzfristig dominieren aber die Bullen.

PayPal

PayPal zählt in Deutschland seit Jahren zu den beliebtesten Zahlungsmethoden im Onlinehandel. Die Aktie pausierte allerdings in den vergangenen Monaten die langfristige Rallybewegung. Oberhalb der 100 USD-Marke versucht sie eine Bodenbildung, welche durchaus gelingen könnte. Mit einer nachhaltigen Rückkehr über 109 und 112 USD wäre der Weg frei in Richtung Allzeithoch bei 121,48 USD und später bis rund 140 - 150 USD.

Square

Der hierzulande eher weniger bekannte Dienstleister gehört zu den weltweit führenden Unternehmen am Markt für Mobile Payment Services. Seit über einem Jahr ist die massive Rally der Aktie aber durch Korrekturen unterbrochen, zuletzt kam es Anfang August zu einem Kurseinbruch.

Nach einer Stabilisierungsphase gelang eine Bodenbildung, mit der Rückkehr über 66 USD wäre die Aktie jetzt wieder für Longspekulationen interessant. Oberhalb von 71 USD eröffnet sich Aufwärtspotenzial bis 82 - 83 und später zum Allzeithoch bei 101,15 und noch deutlich mehr.

Wirecard

Die Aktie des Deutschen Zahlungsabwicklers Wirecard ist im mittelfristigen Vergleich die schwächste der hier vorgestellten Aktien. Ein Grund dafür sind die Wiederholten "Short-Attacken" durch Berichte der Financial Times. Aus charttechnsicher Sicht bleibt das Bild angeschlagen, so lange keine nachaltige Rückkehr über 135 EUR erfolgt. Erst dann steigen die Chancen auf eine ally bis 160 und später 200 EUR deutlich.

Adyen

Spätestens mit der Verdrängung PayPals als Zahlungsabwickler des großen Online-Auktionshauses eBay erlangte das holländische Unternehmen auch hierzulande Bekanntheit. Unspektakulär präsentiert sich seit Monaten die Aktie des Wirecard-Konkurrenten, die sich in einer Seitwärtsbewegung unterhalb der Allzeithochs befindet. Zuletzt steigt der Kurs aber wieder deutlich, ein neuer Anlauf auf die Hochs bei 746 - 759 EUR könnte folgen. Darüber hinaus eröffnet sich mittel- bis langfristig massives Rallypotenzial bis ca. 900 und 1.100 EUR.

Tencent

Die Aktie des chinesischen Internet-Unternehmens korrigierte in 2018 die langfristige Rally und erholte sich in 2019 wieder fast bis an die Allzeithochs. Seit dem Sommer läuft eine Korrektur der Erholung, der Kurs keilt sich ein. Dieser Keil könnte eine bullische Fortsetzungsformation darstellen, deren Auflösung nach oben hin Aufwärtspotenzial bis 49 - 50 und später 60 - 65 und 80 EUR eröffnen könnte.


Alibaba

Die Aktie der nach eigenen Angaben größten IT-Firmengruppe Chinas konsolidiert seit 2018 die langfristige Rallybewegung. Dabei bilden sich die Konturen einer bullischen inversen SKS als Fortsetzungsformation aus, deren Nackenlinie (schwarz) aktuell geknackt wird. Damit könnte ein größeres Kaufsignal aktiv werde, welches Aufwärtspotenzial zum Allzeithoch bei 211,70 und später bis 290 - 300 USD generieren würde.

Fazit:

Der Zukunftsmarkt der Branchen Mobile Payment und Zahlungsabwickler ist heiß umkämpft und wird sich in den kommenden Jahren noch regulieren müssen. Die großen Internet- und Finanzdienstleistungsunternehmen streiten dabei um die Vorherrschaft, aber auch die rasant wachsenden Startups wollen mitmischen.

Für Anleger bleiben insbesondere die kleineren Werte als sehr spekulativ zu betrachten, könnten aber auch deutliche Gewinnchancen bieten. Sie sollten höchstens als Beimischung in einem diversifizierten Portfolio dieser Branchen betrachtet werden. Die großen Firmen, die mehrere Standbeine im Hard- und Softwaremarkt haben, dürften weitaus attraktivere Investmentchancen bieten.

Bis auf Wirecard zeigen alle hier vorgestellten Aktien kurz und mittelfristig konstruktive Kursmuster und wären direkt oder bei Rücksetzern als spekulative Investments im Technologiesektor attraktiv.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW47

S&P 500 - Das sind die nächsten Kursziele

Der USA vs. China Handelskrieg bestimmt die Schlagzeilen. Peak "Handelskrieg", ja oder nein? Charttechnisch veröffentliche ich hiermit eine neue Prognoseskizze.

Es ist ein blauer Prognosepfeil. Das Commitment ist stark. Die nächsten Projektionsziele liegen bei 3.190 und 3.230 Punkten. Derzeit läuft ein Rücksetzer von dem Etappenziel bei 3.121 Punkten. Dieser Rücksetzer könnte schon wieder beendet sei.

Bitte die grau gestrichelte Verlaufsvariante beachten. Je nach Nachrichtenlage können die Rücksetzer auch größer ausfallen! Beispielsweise dann, wenn Trump am 15. Dezember auf den Putz haut und Strafzölle verhängt und eventuell erhöht.

Aus mittelfristigen Positionen nicht rausschütteln lassen! Allerdings eingestreute scharfe Kursrücksetzer jederzeit einkalkulieren. Also nicht zu enge Stopps. Bei einem Leitzinsentscheid, der Präsentation von Quartalszahlen, der Veröffentlichung von US Arbeitsmarktdaten kennen wir die Termine und können dementsprechend bei Bedarf die Positionsgrößen im Vorfeld anpassen. Bei einem Tweet von Donald Trump wissen wir im Vorfeld nicht Bescheid, diese Tweets lassen sich nicht timen.

DEUTSCHE BANK - Aktie startet wieder durch!

Die Käufer in der Deutschen-Bank-Aktie kehrten genau zur richtigen Zeit zurück. Jetzt muss man aber auch dranbleiben.

Für Trader und Anleger in der Deutschen-Bank-Aktie tickt momentan die Uhr. Die Kursgewinne gestern und heute im frühen Freitagshandel waren für diese unheimlich wichtig. Der Supportbereich um 6,50 EUR konnte so bestätigt werden und damit wahren sich die Bullen ihre Chancen. Dies bezieht sich nicht nur auf die kurzfristige Ebene, sondern auch auf die mittelfristige. Hier arbeitet man seit Monaten an einem potentiellen Boden in Form einer steigenden Dreiecksformation. Dieses Kursmuster kam jüngst unter Druck. Aktuell entspannt sich die Lage wieder etwas.

Neue Kaufwelle gestartet?

Aus technischer Sicht eröffnet sich in der Deutschen-Bank-Aktie die Möglichkeit einer kurzfristigen Kaufwelle. Im Idealfall kann mit dieser der Widerstandsbereich bei 7,25 bis ca. 7,50 EUR angelaufen werden. Dort stünde eine nächste, in diesem Fall auch mittelfristige Entscheidung an. Für eine Vollendung des Bodens müsste der dortige Widerstand nachhaltig gebrochen werden.

Was man als Käufer momentan nicht mehr sehen möchte, ist ein Rückfall auf ein neues Tief. Sollte der aktuelle Rallyversuch scheitern und die Kurse fallen in den nächsten Tagen wieder unter 6,40 EUR zurück, drohen weitere Kursverluste. Damit wäre auch ein Anlaufen der zentralen Unterstützungszone bei 5,80 EUR einzuplanen.

Mit einem Test der Unterstützung dort würde zudem die steigende Dreiecksformation Geschichte sein. Damit würden gleichzeitig auch die mittelfristigen Chancen der Bullen abnehmen, da diese Formation inhaltlich bullischer als die dann erkennbare große Range zu werten ist. Trotzdem bestehen natürlich auch dann noch im Supportbereich bei 5,80 EUR Stabilisierungschancen, um zumindest die angesprochene Range zu halten. Wenn auch dies nicht gelingt, dürfte es eine Stopploss-Welle in der Aktie geben.

SAP - Geht da noch mehr?

Die SAP-Aktie setzt auch in diesem Jahr ihre gute Performance der letzten Jahre fort. Ist die Aktie jetzt schon ausgereizt oder geht da noch mehr?

SAP ist nach Marktkapitalisierung das größte deutsche Unternehmen. Unser Schwesterportal Guidants.com gibt eine Marktkapitalisierung von 150,32 Mrd. EUR an. Das Unternehmen hat damit eine höhere Marktkapitalisierung als die 10 kleinesten Unternehmen im DAX zusammen. Der Konzern hat sich auf Softwarelösungen für Unternehmen spezialisiert. Im laufenden Jahr legt die Aktie über 40 % zu und liegt damit auf Platz 4 der Performanceliste im DAX.

Kurzer Blick auf die Fundamentaldaten

SAP verdient seit 1999 (soweit reichen die vorhandenen Daten zurück) jedes Jahr Geld. Die Entwicklung zeigt dabei klar nach oben. Für 2019 wird ein regelgerechter Gewinnsprung erwartet. Das Unternehmen hat in 2018 noch 3,42 EUR je Aktie verdient und soll in 2019 5,00 EUR verdienen. In 2020 soll der Gewinn je Aktie auf 5,53 EUR ansteigen. Das ergibt bei einem gestrigen Schlusskurs von 122,36 EUR ein 2019er KGV von 24,47 und ein 2020er KGV von 22,12. Für solches KGVs oder noch deutlich niedriger war SAP nicht oft zu haben.

Der Umsatz wächst unter gewissen Schwankungen seit vielen Jahren. Für 2019 wird aktuell ein Umsatz von 27,57 Mrd. EUR erwartet. 2020 soll dieser auf 29,63 Mrd. EUR ansteigen. Die Dividende hat sich in den letzten 20 Jahren auch positiv entwickelt. In 2019 soll sie bei 1,53 EUR liegen, in 2020 sogar bei 1,73 EUR. Die Dividendenrendite liegt damit für 2020 bei 1,41 %.

Wie sehen Analysten die Aktie?

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen 33 Einschätzungen vor. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 132,24 EUR und damit 8,07 % über dem gestrigen Schlusskurs.

20 Analysten/-innen sehen die Aktie positiv (18mal Kaufen, 2mal Übergewichten). 11 Einschätzungen fallen neutral aus. 2 Häuser bewerten den Wert negativ (2mal Untergewichten).

Wie lässt sich das Chartbild interpretieren?

Im Zuge des Platzens der Dot.com Blase in 2000 wurde die Aktie von SAP radikal abverkauft. Von einem Hoch bei 71,58 EUR fiel sie bis Oktober 2002 auf das Allzeittief bei 9,95 EUR. Anschließend drehte die Aktie nach und befindet sich seitdem in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese Bewegung wurde zwar immer wieder von teils auch größeren Konsolidierungen unterbrochen, aber nicht gebrochen.

Am 03. Juli 2019 markierte die Aktie ihr aktuelles Allzeithoch bei 125,00 EUR. Danach setzte sie deutlich zurück. Erst bei 103,06 EUR fand sie am 09. Oktober 2019 ein Tief. Seitdem steigt der Wert wieder deutlich an und erreichte in dieser Woche bereits wieder das Allzeithoch. Dieses stellte sich aber am Dienstag als zu hohe Hürde heraus. Es kam zu Gewinnmitnahmen und einem Rücksetzer auf die kleine Unterstützung bei 120,94 EUR, die im gestrigen Handel gehalten hat.

Auffallend ist, dass die SAP-Aktie in diesem Jahr auf die Bekanntgabe der Quartalszahlen recht heftig reagiert hat. Die Reaktion im Januar war noch relativ moderat. Aber im April riss sie ein Aufwärtsgap zwischen 100,50 EUR und 106,62 EUR und bildete danach eine sehr lange weiße Tageskerze aus. Im Juli riss die Aktie ein Abwärtsgap zwischen 119,40 und 114,42 EUR, wobei das Gap ursprünglich größer war und im Tagesverlauf etwas kleiner wurde. Am 11. Oktober kam es ebenfalls zu einer heftigen Reaktion. Die Aktie riss ein Aufwärtsgap zwischen 105,66 EUR und 112,18 EUR und bildete danach eine lange weiße Kerze aus. Dieses Gap ist noch immer offen.

Wie könnte sich die Aktie in den nächsten Wochen entwickeln?

Gelingt der SAP-Aktie ein Ausbruch über 125,00 EUR auf Tagesschlusskursbasis, dann könnte die Aktie ihre Rally direkt fortsetzen. Kursgewinne in Richtung 138,00-139,00 EUR wären dann möglich. Sollte die Aktie allerdings per Tagesschlusskurs unter 120,94 EUR, dann könnte es zu einem Rückgang in Richtung des Gaps vom 11. Oktober kommen. Sollte dieses Gap geschlossen werden, dann würde auch eine größere Topbildung in Form eines Doppeltops drohen.

Palladium: Auf dem Weg zum Hoch

Palladium bewegte sich in den vergangenen Wochen zunächst stark nach oben, leitete dann aber ausgehend von 1.822 USD eine Konsolidierung ein. Die Notierungen konnten sich oberhalb der 1.675 USD ausgehend vom flacheren Aufwärtstrend fangen und schoben sich erneut leicht nach oben.

Kursstand: 1.761,18
Intraday Widerstände: 1.822+1.900
Intraday Unterstützungen: 1.715+1.675+1.619

Rückblick: Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen und ab August den mittelfristigen Trendkanal nach oben durchlaufen. Der Ausbruch daraus zur Oberseite setzte sich aber nicht durch, sodass es zu einem deutlichen Rücksetzer kam. Auf dem flacheren Aufwärtstrend der Vorwochen können sich die Notierungen fangen.

Charttechnischer Ausblick: Die Rally könnte sich nach dem Pullback direkt fortsetzen. Spielraum ist zunächst bis in den Bereich der 1.822 USD gegeben, bevor dort zusätzlich die mittelfristige Trendkanaloberkante einen Widerstand darstellt. Sollte sich Palladium auch über diese Hürde absetzen, wäre eine beschleunigte Rally bis 1.900 USD möglich. Abgaben unter 1.715 USD würden alternativ das Chartbild eintrüben und könnten einen Rücklauf bis 1.675 USD nach sich ziehen.

Antizyklisches Trading & Timing beim Investieren

Wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt eines Sparplans zufrieden, wenn er doch mehr gewinnen könnte - viel mehr! Oder?

Sich gegen einen laufenden Abwärtstrend zu stellen, hat durchaus seinen Reiz. Sollte es gelingen, das Tief zu erwischen, ist nicht nur das Potenzial am größten, sondern der Anleger hat auch ein gutes Polster für eventuelle zwischenzeitliche Korrekturen. Zudem erscheint es einfach nur logisch, sich günstig einzukaufen. Aber auch beim antizyklischen Trading ist nicht alles Gold, was glänzt! Die falsche Vorgehensweise kann im Rahmen dieses Ansatzes schnell zum Totalverlust führen! Das haben die Bärenmärkte der letzten Jahre eindrucksvoll gezeigt.

Im Folgenden wollen wir das antizyklische Trading aus Sicht eines mittel- bis langfristigen Investors betrachten. Dabei geht es weniger um die Frage nach konkreten Mustern, sondern um einen Vergleich dieses Ansatzes mit anderen taktischen Möglichkeiten, Korrekturen und Bärenmärkte zu nutzen. Dies ist der dritte Artikel innerhalb einer kleinen Serie. Diese begann mit einem einleitenden Beitrag (siehe hier) und wurde zuletzt mit der Betrachtung von Sparplänen konkret.

Timingversuche im langfristigen Aktieninvestment!

Aktien haben langfristig die Tendenz zu steigen. Diesen Vorteil nutzen Investoren aus, in dem sie ihre Positionen entsprechend lange halten. Mit Blick auf große Zeiträume scheint es dabei fast keine Rolle zu spielen, zu welchem Preis man einsteigt. Werfen Sie in diesem Zusammenhang einfach nur einmal einen Blick auf den Kursverlauf des Dow Jones Index der letzten 100 Jahre.

Quelle: Tradesignal-Terminal

Ich denke beim Blick auf den Chart wird deutlich, dass es keinen echten Unterschied macht, ob sie zu Kursen von 60 Punkten, 500 Punkten oder 1000 Punkten eingestiegen sind. Die Rendite bis zum heutigen Zeitpunkt ist in allen Fällen gigantisch. Die Sache hat aber einen Haken. Die wenigsten von uns leben 100 Jahre und selbst wenn, wer möchte schon so lange warten. Schließlich wollen wir die hohe Rendite auch genießen. Darüber hinaus liegt es nicht unbedingt in der Natur des Menschen, sich mit dem Durchschnitt zufrieden zu geben. Kein Wunder also, dass Sparpläne zwar höchst interessant sind, aber trotzdem viele versuchen, ihre Investments zu timen. Wer gibt sich schon mit dem Durchschnitt zufrieden, wenn er der Meinung ist, auch mehr verdienen zu können.

Traum oder Realität?

Genau an diesem Punkt muss man vorsichtig werden. Seit hunderten von Jahren gibt es Börsen und seit hunderten von Jahren ist jeder Spekulant auf der Suche nach dem heiligen Gral. Die Methoden haben sich im Laufe der Zeit definitiv verändert, aber das Ergebnis ist immer noch das gleiche. Immer noch ist keine Formel bekannt, mit der sich Kurse sicher prognostizieren lassen. Immer noch werden in Bärenmärkten viele Depots zerstört. Und immer noch hat die Masse im kurzfristigen Trading keine Chance! Gerade in diesem Bereich verschwinden die meisten Depots spätestens nach zwei oder drei Jahren.

Allein vor diesem Hintergrund muss man sich die Frage stellen, ob es überhaupt Sinn macht, seine Investments zu timen. Meine persönliche Antwort, die sich auf mehr als 20 Jahren Börse, Trading, statistischen Auswertungen und Coaching stützt, wird ihnen nicht gefallen. Ich denke jedoch dass der erste Schritt zum erfolgreichen, antizyklischen Investor darin besteht, die Rahmenbedingungen zu kennen. Und diese sind relativ simpel: antizyklisches Trading/Investment lebt weniger vom perfektem Timing, sondern von der Fähigkeit, Portfolios zu bilden, viele kleine Rückschläge hinzunehmen, während man die wenigen Mega-Gewinner ausreizen kann. Sollten Sie diese Fähigkeiten nicht mitbringen/entwickeln, könnte das klassische antizyklische Trading tödlich für Ihr Depot enden.

Eine bittere Pille!

Ich möchte diese Behauptung mit einem kleinen Beispiel untermauern. Dazu kombinieren wir gängige Vorstellungen von Neulingen. Ich denke, wenn wir über das Bottomfishing sprechen, hat jeder Renditen von 100 oder mehr Prozent im Hinterkopf. Dass solche Renditen vereinzelt möglich sind, zeigt ein Blick auf den einen oder anderen Highflyer in den letzten Jahren. Darüber hinaus wird natürlich erwartet, dass Sie mit Ihren Entscheidungen besser als der Zufall sind. Gezielt wählen Sie Aktien aus und dürfen doch eigentlich zu Recht erwarten, das zumindest die Mehrzahl davon (beispielsweise 60 %) super laufen. Darüber hinaus unterstellen wir, dass Sie jedes Jahr 5 solcher potentieller Highfyler ausfindig machen und in diese voll investieren. Abschließend begrenzen wir unser Risiko auf 10 % je Investment. Unter diesen Bedingungen ergäbe sich eine durchschnittliche Jahresrendite von 56 % bei minimalem Aufwand (5 Trades!!!). Ein 10.000-Euro-Konto knackt die Millionen im zwölften Jahr und innerhalb relativ kurzer Zeit würden sie zu den reichsten Menschen dieser Welt gehören. Fangen Sie schon mit 50.000 oder gar 100.000 EUR an, geht es noch viel schneller!

Ich könnte mir vorstellen, diese Rechnung erscheint dem einen oder anderen immer noch realistisch. Falls ja, dann vergleichen Sie das Ergebnis bitte einmal mit den Renditen von Fonds über die letzten 30 Jahre, den jährlichen Durchschnittsrenditen im Dax und anderen Anlagemöglichkeiten. Spätestens dann sollte Ihnen bewusst werden, wie gigantisch eine jährliche Durchschnittsrendite von 56 % ist.

Antizyklisches Trading in der Realität

Antizyklisches Trading kann trotzdem sehr lukrativ sein, aber wer sich dafür interessiert, sollte zunächst seine Erwartungshaltung überprüfen. Einem Traum nachzujagen, kann nicht nur deprimierend, sondern auch teuer werden. Darüber dürfen auch zwischenzeitlich gute Phasen nicht hinwegtäuschen. Es ist nur logisch, dass sich viele Investments sehr gut entwickeln, wenn es tatsächlich zum Bullenmarkt kommt. Die entscheidende Frage ist aber, wie viele Versuche man auf dem Weg bis dahin braucht, schließlich starten wir mit dem Aufbau des Portfolios in einer gänzlich anderen Phase. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es relativ viele Versuche sein werden. Deshalb ist es für einen antizyklisch agierenden Investor wichtig, ein möglichst großes Portfolio aufzubauen. So kann man sich viele kleinere Verluste/Gewinne erlauben, während schon wenige Überflieger reichen, um eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften. Und wenn das Portfolio groß genug ist, ist auch die Chance höher, diese Highflyer zu erwischen.

Fazit

Korrekturen und Bärenmärkte sind höchst interessante Marktphasen für langfristig orientierte Anleger. Diesen stellt sich immer wieder die Frage, wie man in einem solchen Umfeld agieren kann, um eine möglichst hohe Rendite herauszuschlagen. Mit dem Sparplan haben wir bereits eine solide Vorgehensweise vorgestellt. Diese glänzt jedoch nicht gerade mit Genialität, ganz anders als das Bottomfishing. Immer wieder hört und liest man Geschichten von Menschen, die früh auf einen Trend aufsprangen und allein mit dieser oder jener Aktie zum Millionär wurden. Man denke an nur all die Storys rund um den Bitcoin.

Indirekt suggerieren solche Berichte, dass es eine Möglichkeit gibt, diese und nach Möglichkeit auch wirklich nur diese Highflyer gezielt herauszupicken. Die Realität sieht jedoch gänzlich anders aus. Um diese Überflieger zu erwischen, müsste der Anleger auf sein Glück vertrauen oder aber sein Risiko breit streuen. Wer auf viele potentielle Trendaktien/-märkte setzt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch die tatsächlichen Highflyer im Depot haben. Natürlich kann man zur Unterstützung dessen auch Kursmuster aus der Charttechnik einsetzen, um zumindest seine Chance auf kurzfristiger Ebene etwas zu erhöhen. Aber auch damit wird es in der Regel nicht gelingen, bei kleinem Risiko fast ausschließlich nur die Aktien zu erwischen, die in den nächsten Jahren mehrere 100 % zulegen. Sollten Sie ein solches Kursmuster haben, rufen Sie mich bitte an. Auch ich hätte gerne die Lizenz zum Gelddrucken.

Wagen wir abschließend einen Vergleich zum klassischen Sparplan, lässt sich festhalten, dass aktive Investoren den Durchschnitt schlagen können. Dafür gehen sie aber auch ein erhöhtes Risiko ein. Eine Garantie gibt es nämlich nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass das Konzept des antizyklischen Investments Anforderungen an den Trader stellt, die viele nicht erfüllen. Wer nur 10.000 EUR hat, wird wohl kaum ein breites Portfolio aufbauen können. Zudem lieben Investoren/Trader hohe Trefferquote. Wie wir jedoch festgehalten haben, sollten Sie sich beim antizyklischen Trading eher darauf einstellen, dass Ihre Überrendite nur von ganz wenige Aktien stammt. Wer dieses Risiko nicht eingehen will, dürfte mit einem klassischen Sparplan besser bedient sein. Immerhin können Sie so die Mathematik und die langfristige Statistik für sich nutzen.

Viel Erfolg
Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW46

DAX – Allzeithoch im Visier

Der DAX setzt auch zum Wochenausklang die jüngste Konsolidierung an den Bewegungshochs weiter fort, weder Bären noch Bullen können aktuell entscheidende Akzente setzen.
Seit Anfang Oktober befindet sich das deutsche Börsenbarometer innerhalb eines intakten Aufwärtstrends. Größere technische Gegenbewegungen gen Süden gab es seitdem nicht - wie an der Schnur gezogen ging es gen Norden, lediglich unterbrochen von seitwärts gerichteten kleineren Konsolidierungsphasen.

Aktuell konsolidiert der Index erneut in solch einer Seitwärtskonsolidierung. Wird diese hier demnächst signifikant, das heißt per Tagesschlusskurs aufgelöst, wäre mit einem erneuten Richtungsschub in die jeweilige Ausbruchsrichtung zu rechnen. Erfolgt der Ausbruch gen Norden dürfte relativ zügig wieder das bisherige Allzeithoch knapp unterhalb der 13.600 Punkte-Marke in den Fokus rücken.

Ein Ausbruch gen Süden ruft hingegen schnell wieder den Bereich 12.850 bis 13.000 Punkte auf den Plan.

HELLA - Entscheidende Phase

Erneut prallen die Kurse der Hella-Aktie am Widerstand bei knapp 50 EUR nach unten ab. Droht der Aktie jetzt das gleiche Schicksal wie im Sommer?
Mitte August übernahmen die Käufer in der Hella-Aktie das Ruder und etablierten ihrerseits einen Aufwärtstrend. In diesem erreichte der Aktienkurs bereits in der letzten Woche den Widerstandsbereich bei 49,92 EUR. Dort zogen sich die Käufer auch im Rahmen der letzten Aufwärtsbewegung von Januar bis Ende April zurück und auch dieses Mal prallten die Kurse nach unten hin ab. Die aktuelle Woche stand im Zeichen einer Korrektur, mit der man sich vom jüngsten Rallyhoch entfernte und damit gleichzeitig den Widerstandsbereich bei 49,92 EUR ein weiteres Mal bestätigte.

Bricht der Aktienkurs weiter ein?

Diese Entwicklung dürfte bei Anlegern zu einigen Sorgenfalten führen. Immerhin kam es nach dem letzten Scheitern um 49,92 EUR zu einem Abwärtstrend, mit dem die Kurse fast bis auf ein neues Jahrestief zurückfielen. Sollte man den gleichen Weg auch aktuell einschlagen, würde dies Kursverluste von 30 % nach sich ziehen.

Glücklicherweise ist es momentan noch nicht so weit. Momentan befindet sich die Aktie lediglich in einer Korrektur, die sich zwar kurzfristig noch etwas ausdehnen könnte, ohne Trendwende aber wäre ein neuer Anlauf nach oben zu erwarten. Um weiteres Aufwärtspotenzial auf 52,75 EUR und später 57 EUR freizumachen, müssten 49,92 EUR jedoch nachhaltig überwunden werden.

Bedingt durch den jüngsten Rallyschub ist der Spielraum für die aktuelle Korrektur relativ groß. Preisliche Unterstützung findet man momentan erst wieder im Bereich von ca. 45,15 EUR. Der dortige Support zieht sich bis ca. 42,60 EUR hin und sollte eigentlich nicht mehr unterschritten werden. Falls doch, sind der gesamte Aufwärtstrend und damit auch die angesprochenen bullischen Ziele zu hinterfragen.

DEUTSCHE POST - Zeit für Gewinnmitnahmen

Die Deutsche Post gehörte in den letzten Wochen zu den starken Werten im DAX. Dies blieb auch nach den in dieser Woche veröffentlichten Zahlen so.
Die Aktie der Deutschen Post zeit sich seit Wochen in einer guten Verfassung und legte eine steile Rally hin. Am 08. Oktober 2019 testete die Aktie noch ihren Aufwärtstrend seit Januar 2019 und markierte ein Tief bei 28,41 EUR. Am Dienstag notierte der Wert im Hoch bereits bei 34,48 EUR. In dieser Rally gelang der Ausbruch über die Nackenlinie einer inversen SKS. Aus dieser Bodenformation, die sich seit Juli 2018 entwickelt hat, lässt sich ein Ziel ganz in der Nähe des Allzeithochs aus dem Dezember 2017 bei 41,36 EUR ableiten.

Aktuell notiert die Aktie der Deutschen Post nur noch wenig unter dem Abwärtstrend seit dem Allzeithoch. Dieser allerdings nur schwach definierte Trend verläuft heute bei 34,92 EUR. Der RSI pendelte ab Ende Oktober um die Markierung für den oberen Extrembereich. Zuletzt drang dieser Indikator deutlich in diesen oberen Extrembereich ein. Er notiert nur noch minimal unter seinen historischen Höchstständen. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass die Aktie überkauft ist.

Droht ein Rücksetzer?

Da die Aktie der Deutschen Post mittlerweile stark überkauft ist und nahe an einem wichtigen Abwärtstrend notiert, ist sie anfällig für einen Rücksetzer. Ein konkretes Verkaufssignal liegt allerdings bisher nicht vor. Nach aktuellem Stand ergäbe sich mögliche Konsolidierungsziele bei 32,18/16 EUR und 30,73/60 EUR. Im zweiten Fall würde es zu einem Pullback an die Nackenlinie der inversen SKS kommen. Obwohl ein solcher Rücksetzer durchaus schmerzhaft wäre, wäre das mittelfristige Bild auch in diesem Fall noch bullisch.

Sollte die Aktie allerdings den Abwärtstrend bei aktuell 34,92 EUR dynamisch durchbrechen, könnte es zunächst noch zu einem Anstieg in Richtung 37,76 bis 38,39 EUR kommen

Palladium: Bären in Wartestellung

Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen und ab August den mittelfristigen Trendkanal nach oben durchlaufen. Der Ausbruch daraus zur Oberseite setzte sich aber nicht durch, sodass es zu einem deutlichen Rücksetzer kam. Auf dem flacheren Aufwärtstrend...
Kursstand: 1.726,76
Intraday Widerstände: 1.822+1.900
Intraday Unterstützungen: 1.675+1.619
Rückblick: Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen und ab August den mittelfristigen Trendkanal nach oben durchlaufen. Der Ausbruch daraus zur Oberseite setzte sich aber nicht durch, sodass es zu einem deutlichen Rücksetzer kam. Auf dem flacheren Aufwärtstrend der Vorwochen können sich die Notierungen fangen.

Charttechnischer Ausblick: Die Gegenbewegung der Vortage stellt sich zunächst nur als bärische Flagge dar. Sollte der Kursverlauf daraus nach unten herausfallen, unter 1.675 USD, kann eine weitere Abwärtswelle in Richtung 1.619 USD anlaufen. Oberhalb des Aufwärtstrends bietet sich zunächst noch die Chance, die Hochs wieder zu erreichen. Ausgehend von 1.822 USD müsste dann aber wieder mit einem Rücksetzer gerechnet werden.

Wirksamkeit von Strategien: Die Bedeutung der Psychologie

Es lohnt sich, ein wenig über die Frage nachzudenken, warum die psychologische Komponente im Trading eine so große Rolle spielt. Die Antwort darauf zeigt Ihnen, was Sie von den Märkten wirklich erwarten können!

Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss sein Handwerk beherrschen. Dazu zählt auch, zu wissen, wie der gehandelte Markt funktioniert, welche Handlungsmöglichkeiten der Trader hat und wie es beispielsweise um die Leistungsfähigkeit von Strategien bestellt ist.

Diese Fragen sind essenziell und wer mit den falschen Vorstellungen an die Börse kommt, sucht den Erfolg ständig an der falschen Stelle. Ein Problem, welches mir als Tradingcoach ständig über den Weg läuft. Lassen Sie uns deshalb einen Blick darauf werfen, was sie erwartet, gerade auch hinsichtlich der Leistungsfähigkeit von Strategien. Auf der Suche nach einer Antwort versuche ich, mit Fragen Ihre eigenen Erfahrungswerte mit einzubinden. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass sich daraus für Sie ein größerer Aha-Effekt ergibt. Also bitte mitdenken, in eigenen Erfahrungen/Erinnerungen kramen und nicht nur mitlesen!

Wie wichtig ist die Psychologie im Trading?

Beginnen wir unsere Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie leistungsfähig Strategien sind, an gänzlich anderer Stelle: der Psychologie. Ich möchte Sie fragen, als wie wichtig Sie die Psychologie für den Erfolg im Trading erachten?

Sind Sie in Sachen Trading nicht gänzlich unbewandert, dürfte ihre Antwort relativ eindeutig ausfallen. Nicht nur, dass man immer wieder lesen kann, dass die Psychologie eine der größten Herausforderungen im Trading ist, ich denke jeder von Ihnen hat dies bereits schon am eigenen Leib bzw, der eigenen Psyche erfahren müssen. Insofern werden viele von Ihnen diese Frage wahrscheinlich damit beantwortet haben, dass die Psychologie sehr wichtig, vielleicht sogar das wichtigste Thema überhaupt ist.

Die Traumwelt!

Soweit so gut. Nachdem wir der Psychologie eine hohe Bedeutung für den Erfolg im Trading beimessen, machen wir einen kleinen gedanklichen Ausflug. Dazu stellen wir uns eine Parallelwelt vor, in der es eine Methodik/Strategie/Technik/Bewertungsmethodik gibt, mit der wir den Kursverlauf sehr gut prognostizieren können. Eine solche Vorgehensweise würde uns in die Lage versetzen, Trades sehr häufig mit Gewinn zu schließen, gleichzeitig gute Chance-Risiko-Verhältnisse zu erzielen und relativ dicht an den Hochs zu verkaufen und an den Tiefs zu kaufen. Ich denke jeder von Ihnen hat seine Vorstellung darüber, was eine solche perfekte Strategie leisten soll. Lehnen Sie sich zurück und stellen Sie sich weiter vor, sie nutzen diese Strategie! Alles läuft perfekt. Der Markt macht quasi das, was Sie wollen! Eine tolle Welt, oder?

Was meinen Sie, welche Bedeutung hätte psychologische Komponente im Trading in einer solchen Welt? Wie schwer würde es Ihnen fallen, diszipliniert zu handeln, wenn die Kurse sehr oft so laufen, wie sie es sich vorstellen? Wie viele Ängste vor Verlusten hätten sie? Wie hoch wäre Ihr Frustlevel, aus dem heraus sie „Wuttrades“ machen, wenn die Märkte größtenteils so laufen, wie sie es sich vorstellen?

Stellen Sie sich eine solche Welt ruhig vor, fühlen Sie sie in Gedanken und beantworten Sie die Frage, welchen Stellenwert die Psychologie für den Erfolg im Trading in dieser Welt haben wird. Ich denke jeder von ihnen wird zu dem Schluss kommen, dass die Psychologie keine Rolle mehr spielt oder diese zumindest deutlich eingeschränkt ist!

Der letzte Schritt

Diese Erkenntnis mitnehmend, wagen wir jetzt den letzten Schritt und stellen uns die Frage, was uns die Realität, in der die Psychologie im Trading tatsächlich eine enorme Rolle spielt, über die Leistungsfähigkeit von Strategien sagt. Täglich sind Millionen von Tradern auf der Suche nach der Superstrategie und das schon seit Jahrzehnten! Und trotzdem reden wir heute immer noch von den psychologischen Stolpersteinen im Trading, Stolpersteine, die es in einer perfekten Tradingwelt nicht geben würde.

Ist es nicht eher so, dass es die Superstrategie nicht gibt? Ist es nicht eher so, dass die Vorteile an der Börse selbst bei den besten Strategien nur relativ klein sind? Macht es dann nicht Sinn, damit zu leben und sein Tun darauf auszurichten, anstatt zu hoffen? Ich verspreche Ihnen, Sie haben mit dem Leitsatz: die Börsenkurse sind zufällig bessere Erfolgschancen, als wenn Sie Ihr Tun an dem Glaubenssatz: Die Börsenkurse sind kontrollierbar ausrichten. Letzterer wird Sie auf so viele falsche Fährten locken, während die anderen bereits Geld verdienen!

Und was ist mit den Super-Tradern?

An dieser Stelle könnten Sie einwenden, dass es einerseits genug Trader gibt, die erfolgreich sind und andererseits immer wieder aus Super-Trader auf sich aufmerksam machen. Gerade letztere müssten doch einer Strategie folgen, die dem heiligen Gral relativ nahekommt, oder?

So ganz von der Hand zu weisen sind diese Argumente nicht. Das unangenehmste Gegenargument wäre das des Zufalls. Statistisch gesehen gibt es unter 1.000 Tradern schon rein zufällig einige, die Erfolge erzielen würden und einige wenige wären rein statistisch sogar mega-erfolgreich.

Aber soweit muss man gar nicht gehen. Wenn wir von Strategien und kleinen Vorteilen dieser sprechen, dann führen natürlich auch diese zu einem profitablen Trading. Zudem müssen wir festhalten, dass viele erfolgreiche Trader und die Super-Trader sich eines Grundkonzepts, beispielsweise der klassischen Charttechnik, Elliott-Wellen, Indikatoren, Fundamentalanalyse oder sonstigem bedienen, ein nicht unwesentlicher Teil der konkreten Handlungen aber auf Interpretationen im Rahmen der Basisregeln basiert, die wiederum das Ergebnis der eigenen Erfahrungen sind.

Dieser Prozess läuft oftmals unbewusst ab und kann von keinem anderen Trader kopiert werden. Die einzige Möglichkeit ist, selbst durch ständiges Üben und Training Erfahrungen aufzubauen. Das ist auch der Grund, warum Sie letztlich von Seminar zu Seminar springen, ein Buch nach dem anderen lesen können und am Ende trotzdem nicht erfolgreicher werden. Sie sehen also, auch die erfolgreichen Trader und Supertrader greifen nicht auf den heiligen Gral zurück, sondern arbeiten mit den kleinen Vorteilen, die einem der Markt bietet.

Fassen wir zusammen!

Wer an der Börse erfolgreich sein will, sollte letztlich wissen worauf er sich einlässt. Einer der zentralen Punkte dabei ist, dass es die Wunderwaffe in Sachen Strategien nicht gibt. Statistische Vorteile an den Märkten sind relativ klein, können durch eigene Erfahrung und Co. aber zu einer enormen Outperformance führen.

Als erfolgreicher Trader müssen sie der Realität, in die Augen schauen. Suchen Sie nicht ständig nach dem perfekten System, sondern fangen sie an, eine solide strategische Basis (Charttechnik, Fundamentalanalyse...) zu nutzen und mit eigenen Erfahrungswerten aufzufüllen. Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg.

Ihr Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW45

DAX - Das sind die charttechnischen Kursziele / Update

Die Ausbruchbewegung über die mittelfristige Abwärtstrendlinie bei 12.511 Punkten setzt sich fort. Allerdings steigt auch die Wahrscheinlichkeit für kurzfristige Kursrücksetzer.

Der Index bewegt sich zuletzt stark dynamisch gen Norden.

Reminder1: "Mittelfristige Ziele liegen bei 13.200 und 13.520 Punkten." Kurzfristige Rücksetzer bitte einkalkulieren! Key Support ab jetzt: 12.500 Punkte. Key Support für langfristig ausgerichtete Anleger: 11.870 Punkte.

Reminder2: "Meines Erachtens liegt derzeit eher das Risiko in der Nichtpositionierung. Die Jahresendrally ist in vollem Gange. Am US Aktienmarkt und am europäischen. Um nicht unnötigerweise ausgestopt zu werden, arbeite ich persönlich beispielsweise mit weiteren Stops".

Ich halte es für gut möglich, dass die Märkte aufgrund der lockeren Geldpolitik von EZB und FED etc. auch dann tendenziell weiter steigen, wenn der Phase1 Deal USA/China nicht zustande kommen sollte. Beide Seiten pokern maximal und nehmen Eskalationen ohne weiteres hin.

Der DAX ist heute mit einem Gap über den Widerstand und das Etappenkursziel bei 13.200 Punkten ausgebrochen. Dennoch sollte man vorsichtshalber kurzfristige Rücksetzer einkalkulieren. Mittelfristig wird ein Anstieg in Richtung 13.520-13.637 Punkten erwartet.

Entscheidend war übrigens der Anstieg am 15. Oktober über den prozyklischen Buy Trigger bei 12.511 Punkten. Das löste das mittelfristige Kaufsignal aus. Hier sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, mindestens einmal täglich kurz auf die Märkte zu schauen. Wer das nicht macht, reibt sich jetzt verwundert die Augen.

Autor: Harald Weygand

RHEINMETALL - Aktienkurs unter Druck!

Bereits gestern zeichnete sich in Rheinmetall nach dem Scheitern im zentralen Widerstandsbereich und den vorgelegten Quartalszahlen Verkaufsinteresse ab. Dieses hält heute weiter an!
Rheinmetall legte gestern Rechenschaft über das abgelaufene Quartal ab und konnte mit den vorgelegten Zahlen nicht überzeugen, zumindest nicht nachhaltig. Im Tagesverlauf testete die Aktie den zentralen Widerstandsbereich von 116,80-119,35 EUR, schaffte es aber wieder nicht, diese Hürde zu überwinden. Bereits Intraday gab es gestern deutliche Verkäufe, die sich heute aber noch stärker fortsetzen. Mit Verlusten von über 4,50 % ist Rheinmetall momentan die schwächste Aktie aus den drei großen Indizes und zeigt sich damit kurzfristig bärisch. Die Hoffnung der Bullen liegt nun auf dem Unterstützungsbereich um 105 EUR.

EMA 200 als wichtige Unterstützung!

Mit den aktuellen Kursverlusten ist die Rheinmetall-Aktie zwar noch nicht in einem Abwärtstrend unterwegs, könnte aber auf einen solchen zusteuern. Wichtig für die Beurteilung der aktuellen Trendlage ist der EMA 200. Dieser bildete innerhalb der seit letztem Jahr laufenden Kaufwelle den entscheidenden Support. Bereits mehrfach prallten die Kurse hier nach Korrekturen nach oben hin ab und es folgten neue Hochs. Entsprechend engmaschig ist das Kursgeschehen jetzt zu verfolgen, wo die Aktie wieder auf diesen Support zusteuert. Sollte die Unterstützung erneut verteidigt werden können, sind Gewinne zum Widerstand ab knapp 117 EUR zu erwarten. Mehr Aufwärtspotenzial ergibt sich jedoch erst, wenn die dortige Hürde geknackt wird.

Ein nachhaltiger Kursausbruch unter den EMA 200 wäre hingegen ein klares Indiz dafür, dass die Bullen an Kraft verlieren. Im besten Fall kommt es nur zu einer ausgedehnteren Korrektur auf 99-95 EUR. Im ungünstigsten Fall aber wird ein neuer Abwärtstrend ausgebildet, in die man auch auf 90 EUR und tiefer zurückfallen könnte.

INFINEON - Misslingt auch der der 3. Versuch?

Die Infineon-Aktie notiert an einem wichtigen Widerstandsbereich. Dort droht sie aktuell zu scheitern.
Nach dem Hoch bei 25,76 EUR aus dem Juni 2018 setzte in der Infineon-Aktie eine starke Abwärtsbewegung ein. Diese führte ein Jahr später, also im Juni 2019, zu einem Tief bei 13,42 EUR. Damit notierte die Aktie kurzzeitig unter dem Aufwärtstrend seit September 2012. Diesen Trend eroberte sie allerdings schnell wieder zurück. Anschließend kam es zu einer deutlichen Erholung auf 18,23 EUR. Mit diesem Hoch scheiterte der Wert an einem alten Aufwärtstrend ab Oktober 2018, den er am 20. Mai 2019 gebrochen hatte.

Diese Trendlinie war auch Mitte September eine zu hohe Hürde. In dieser Woche kletterte die Aktie erneut an diese Trendlinie. Sie bildet zusammen mit dem Abwärtstrend seit Juni 2018 eine wichtige Widerstandszone zwischen 19,25 und 19,32 EUR. Im heutigen Handel prallt der Aktienkurs an diesem Widerstandsbereich ab. Mit einem Minus von knapp 2,7 % ist Infineon der schwächste Wert im DAX zu Handelsbeginn.
Worauf sollte man achten?

Solange die Infineon-Aktie per Tagesschlusskurs unter der Widerstandszone zwischen 19,25 und 19,32 EUR notiert, droht eine Verkaufswelle. Diese könnte zu Abgaben in Richtung 15,75 EUR führen. Kommt es allerdings zu einem Ausbruch über diese Widerstandszone, dann könnte die Rally der letzten Tage fortgesetzt werden. Gewinne in Richtung 20,48-21,07 und 23,34 EUR wären dann möglich.

EURUSD: 50%-Korrektur abgeschlossen

Die Bären behielten den vierten Tag in Folge das Zepter in der Hand. Melden sich die Käufer heute zurück?
Kursstand: 1,1044 USD
Intraday Widerstände: 1,1055+1,1091+1,1177
Intraday Unterstützungen: 1,1040+1,1034+1,1000

Rückblick: EURUSD testete am Donnerstag zunächst das Vortageshoch bei 1,1094 USD, kam aber wie erwartet nicht über dieses Level hinaus. Im Anschluss gab es dann die favorisierte erneute Verkaufswelle "Richtung 1,1030 USD". In der asiatischen Sitzung in der vergangenen Nacht konsolidierte das Paar dann in einer vergleichsweise engen Handelsspanne an den Bewegungstiefs

Charttechnischer Ausblick: Das Währungspaar befindet sich seit Montag auf dem Rückzug - gestern verbuchte das Paar den vierten Tagesverlust in Folge. Kurzfristig ist das Paar überverkauft - Die Chancen steigen nun im kurzfristigen Zeitfenster für eine kurzfristige Gegenbewegung gen Norden, zumal das 50 %-Retracement der vorherigen Aufwärtswelle bei 1,1034 USD den Rücksetzer gestern gestoppt hatte. So lange diese Marke (1,1034 USD) nun nicht wieder per Stundenschluss unterboten wird, dürfen sich die Bullen wieder Hoffnung machen. Prozyklische Kaufsignale entstehen jedoch erst bei einem Anstieg zurück über 1,1091 USD (SMA100 im Stundenchart), bis dahin kann ein erneutes Abdriften nicht ausgeschlossen werden.

Erfolglose Trader erwarten zu viel!

Erwartungen im Trading sind wichtiger Erfolgsbaustein und großer Fehler zugleich. Klingt paradox, ist es aber nicht! Ich verrate Ihnen, wie Sie denken müssen!
Seit einigen Monaten ist offiziell, was hinter vorgehaltener Hand schon immer vermutet wurde: die meisten Trader verlieren! Die jüngsten Krisen haben nämlich nicht nur kurstechnisch Spuren hinterlassen. Überall spürt man deren Auswirkungen. Dies betrifft auch Offenlegungspflichten seitens der Broker und so können wir mittlerweile bei jedem CFD-Broker nachlesen, wie viele seiner Kunden gewinnen oder besser gesagt verlieren. Der Durchschnitt auf Verliererseite liegt dabei um 75 % und das betrifft nur den aktuellen Vergleichszeitraum. Kein Mensch sagt, dass die Gewinner des aktuellen Jahres im nächsten Jahr weiterhin zu den 25 % erfolgreichen Tradern gehören.

Ein Problem, viele Ursachen!

Natürlich denkt jeder angehende Trader, dass er zu den wenigen Auserwählten gehört, die an der Börse gewinnen. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus. Wer es ernst meint, muss sich also fragen, was bei so vielen Tradern schiefläuft.

Auf der Suche nach Antworten stößt man auf viele Dinge, auf die erfolgreiche Trader achten sollten. Ein für mich sehr wichtiger Punkt ist die Erwartungshaltung. Hier wird es nämlich paradox!

Das Erwartungsparadoxon

Erfolgreiche Trader arbeiten mit vorteilhaften Strategien. Um diese diszipliniert umzusetzen, ist es notwendig, den Erfolg der Taktik nicht infrage zu stellen. Wir haben bezüglich der Taktik also eine ganz klare Erwartungshaltung. Diese Erwartungshaltung und Denkweise ist es dann auch, die dem Trader genug Vertrauen und Disziplin gibt, um auch schwierige Phasen zu überstehen. Schauen wir uns hingegen den nächsten Trade an, akzeptieren Profis dessen Zufälligkeit. Auch erfolgreiche Trader wissen nicht, ob dieser Trade ein Gewinner oder Verlierer wird, noch in welcher Höhe Gewinne bzw. Verluste anfallen. Es ist paradox, aber wahr! In Summe haben wir genaue Vorstellungen und Erwartungen, im Detail aber sind wir völlig ahnungslos. Diese Denkweise versetzt Profis in die Lage, erfolgreich zu handeln.

Das Problem mit Erwartungen!

Wollen Sie im Trading erfolgreich sein, sollten Sie sich genau diese Denkweise aneignen. Konzentrieren Sie sich auf ihr gesamtes Trading und nicht auf den einzelnen Trade. Je mehr Erwartungen sie in den nächsten Trade legen, desto größer ist die Gefahr, emotional zu werden. Wer sieht es schon gerne, wenn der Kurs nicht genau das macht, was man von ihm erwartet. In solchen Situationen kommt es zu Frust, Wut und anderen Reaktionen, Reaktionen, die Ihrem Konto definitiv nicht gut tun werden. Anders der erwartungsfreie Trader. Er wird den Markt so akzeptieren, wie er gerade ist und entsprechend seiner Strategie reagieren.

Konkrete Erwartungen haben noch ein weiteres Problem. Erwartungen/Ängste machen uns betriebsblind. Wir konzentrieren uns nämlich genau auf die Aspekte, die unsere Erwartungen stützen. Sind wir mit hohen Erwartungen long, werden wir automatisch mehr nach bestätigenden Mustern im Chart suchen. Unbewusst bekommen wir vielleicht schon mit, dass sich der Trade eigentlich nicht ganz so entwickelt, wie gewünscht. Trotzdem fokussieren wir uns auf die Dinge, die unsere Meinung/Erwartung stützen und ignorieren den Rest. Dieser Rest es aber genau das, was zur Beurteilung unseres Trades wichtig ist. Wir treffen suboptimale Entscheidungen. Die „Realität“ werden wir nur dann erkennen, wenn wir offenen Auges und nicht mit einem eingeschränkten Blickwinkel durch die Gegend laufen. Zusammenfassend können wir also sagen, dass Sie optimistisch Ihrer Strategie gegenüber sein dürfen, in einem einzelnen Trade aber einen neutralen Standpunkt einnehmen müssen. Beim Antrainieren dieser Fähigkeit wünsche ich Ihnen

Viel Erfolg

Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW44

DAX - Weiter im Kaufmodus

Der Index geriet nach dem Leitzinsentscheid der US-Notenbank vom Mittwochabend kurzzeitig unter Druck am Donnerstag, zeigte aber eine bullische Reaktion.

Der DAX tauchte am Donnerstag mal kurz in den unteren 12.800er Bereich ab, wurde allerdings zügig wieder gekauft. Dies bestätigt die weiterhin sehr bullische Verfassung des Marktes.

Nach der impulsiven Kaufwelle seit dem Zwischentief vom 4. Oktober befindet sich der Index aktuell in einer Konsolidierungsphase. Dabei ist der deutsche Leitindex im Bereich 12.800 Punkte und 12.650 Punkte hervorragend unterstützt. So lange diese Unterstützungen nicht auf Stundenschlusskursbasis unterboten werden, bleibt aus charttechnischer Sicht vorerst weiter alles in Butter für die Käuferseite. Aus technischer Sicht spricht aktuell wenig gegen eine Fortsetzung auf der Oberseite in den Bereich 13.000 Punkte und danach 13.100 Punkte.

EVOTEC - Sind die Bullen zurück?

Kurzfristig hat die Evotec-Aktie noch weiteres Aufwärtspotential. Die wichtigen Entscheidungen stehen aber noch aus!

Einen kurzfristig interessanten Eindruck macht momentan die Evotec-Aktie. Vor den Mitte November anstehenden Quartalszahlen zeigen sich in dieser die Käufer. Dabei konnte in den letzten Tagen der Preisbereich bei 19,21 EUR verteidigt werden, womit sich dort eine wichtige Unterstützung ausbildete. Im Gegenzug schafften es die Kurse in dieser Woche aber auch über den Widerstand bei 20,32 EUR hinaus, womit kurzfristig ein bullisches Signal vorliegt. Dieses konnte bereits durch mehrere Tagesschlusskurse bestätigt werden und eröffnet nun weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von knapp 22 EUR.

Kurzfristig bullisch, aber…

So bullisch die kurzfristige Entwicklung in Evotec zu werten ist, so problematisch zeigt sich das Chartbild momentan aber noch auf der mittelfristigen Ebene. Hier muss man immer noch den Crash vom August verdauen. Aber immerhin konnte sich die Aktie seitdem stabilisieren. Um daraus aber auch übergeordnet wieder in den bullischen Bereich zurückzukehren, müssten die Kurse nachhaltig über 22 EUR ansteigen und damit wieder in die Region von vor dem Crash vordringen. Solange die Aktie unterhalb dieses Preisniveaus gehandelt wird, läuft man Gefahr nur in einer Konsolidierung zu stecken. Letztlich müsste diese aber auch nach unten hin verlassen werden, um weiteres Abwärtspotenzial auf 16-15 EUR freizumachen. Dort trifft man auf die nächsten Unterstützungen aus dem letzten Jahr.

Ob den Bullen der Ausbruch nach oben gelingt, steht momentan noch nicht fest. Dafür waren die Käufer in den letzten Tagen einfach nicht überzeugend genug. Auch die relative Schwäche gegenüber dem Gesamtmarkt drückt auf das Gemüt der Bullen. Entsprechend engmaschig ist das Kursgeschehen zu verfolgen, auch wenn die Bullen momentan wieder etwas durchatmen können.

HENKEL - Support hat gehalten!

Die Käufer scheinen kurzfristig wieder das Ruder in der Hand zu haben. Für einen neuen Aufwärtstrend müssen jedoch noch einige Herausforderungen gemeistert werden.

Momentan ist nicht zu übersehen, woran sich Anleger in der Henkel-Aktie orientieren. Der Preisbereich bei 89,12 EUR ist seit Ende September für die Bullen das Maß der Dinge. Dort kam es immer wieder zu Käufen mit diesem zu dem Versuch, einen neuen Aufwärtstrend zu starten. Leider konnten sich die Käufer im Anschluss nicht bei knapp 96 EUR und dem dortigen Widerstand durchsetzen. In Summe führte dies zu einer Range, innerhalb der die Käufer in der laufenden Woche den unteren Support verteidigen konnten.

Anleger warten auf neuen Trend

Mit dem Abprallen des Kurses bei 89,12 EUR nach oben präsentiert sich die Aktie kurzfristig zwar wieder bullisch, bleibt mittelfristig aber immer noch in einem neutralen Umfeld. Richten wir den Blick nach vorne, könnte es in den nächsten Tagen zu einem Test der oberen Widerstandszone kommen. Der Preisbereich um 96 EUR müsste jedoch nachhaltig überwunden werden, um weiteres Aufwärtspotenzial freizumachen. Die Kurse könnten dann in Richtung 100 und 104 EUR durchstarten.

In Schwierigkeiten dürften die Käufer geraten, sollte der Unterstützungsbereich bei 89,12 EUR bärisch gebrochen werden. In diesem Fall droht der Aktie ein kurzfristiger Abwärtstrend zurück bis auf den nächsten Support bei 82,86 EUR. Dort muss man die Daumen drücken, dass der Preisbereich wie schon im Juni und August für neues Kaufinteresse sorgen kann.

PALLADIUM: Nicht aufzuhalten

Eine Rally wurde im Bereich der 1.378 USD gestartet und führte die Notierungen direkt an die Oberkante des mittelfristigen Trendkanals. Diesen konnte Palladium zuletzt auch nach oben durchbrechen.

Kursstand: 1.795,71 USD
Intraday Widerstände: 1.825+1.900
Intraday Unterstützungen: 1.775+1.731+1.699+1.619

Rückblick: Palladium bewegte sich in den vergangenen Wochen stark nach oben. Eine Rally wurde im Bereich der 1.378 USD gestartet und führte die Notierungen direkt an die Oberkante des mittelfristigen Trendkanals. Diesen konnte Palladium zuletzt auch nach oben durchbrechen.

Charttechnischer Ausblick: Oberhalb des steilen Aufwärtstrends der Vorwochen bietet sich weiterer Spielraum. Kursgewinne in Richtung 1.900 USD bleiben darüber möglich, nachdem der mittelfristige Aufwärtstrend verlassen werden konnte. Sollte Palladium jedoch unter die 1.775 USD fallen und den Aufwärtstrend verlassen, dürfte eine umfassendere Zwischenkonsolidierung anstehen. Abgaben bis 1.731 USD und später 1.700 USD sind dann möglich.

Indikatoren - Der Schlüssel zum Erfolg?

Nicht wenige Trader greifen für den eigenen Handel auf Indikatoren zurück. Gehören Sie dazu, sollten Sie einige Dinge beachten!

Indikatoren & Co erfreuen sich gerade bei privaten Tradern großer Beliebtheit. Dies hat wahrscheinlich mehrere Ursachen. So vermitteln Indikatoren ein Gefühl von Kontrolle und Wissen um das Geschehen am Markt und sind oft das Ergebnis einer bitteren Erkenntnis: das Geschehen an den Märkten ist komplex und schwer prognostizierbar. So gibt es kaum Tradingeinsteiger, die sich direkt mit dem Thema Indikatoren auseinandersetzen. Auf diese werden die meisten erst dann aufmerksam, wenn die Tradingergebnisse mit klassischen Mitteln nicht wie gewünscht ausfallen. Dann schauen sich viele Trader um und landen meist recht schnell bei Indikatoren.

Riesen Auswahl – Da muss doch etwas Passendes dabei sein!

Aus Sicht des Suchenden haben Indikatoren einige Vorteile. Zum einen gibt es eine schier unendliche Zahl an Möglichkeiten. Es gibt hunderte bekannte Indikatoren und jedem steht es frei, eigene Indikatoren zu entwickeln (PS: das geht aktuell auch in Guidants). Darüber hinaus scheint es für jedes Marktumfeld passende Indikatoren zu geben, die ihrerseits mit unendlichen vielen Einstellungsmöglichkeiten daherkommen. Da sollte es doch wohl möglich sein, das „perfekte System“ zu entwickeln und der Wahrheit am Markt nahe zu kommen.

Was sich in der Theorie spannend anhört, verblasst meist recht schnell im Angesicht der Realität. Weder das Problem der Unsicherheit an den Märkten verschwindet, noch wird es mit Indikatoren allgemein zwangsläufig leichter.

Sind alle Indikatoren sinnlos?

Früher oder später stellt man sich die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, Indikatoren zu verwenden. Die Antwort darauf hängt davon ab, was man von diesen erwartet. Wir haben bereits festgehalten, dass auch Indikatoren keine Wunder vollbringen und den Markt vorhersehbar machen können. Ohne Zweifel, es gibt immer wieder Phasen, in denen Indikatoren perfekt funktionieren, was vor allem im Nachhinein sehr gut erkennbar ist, aber einer Glaskugel können auch Indikatoren nicht gerecht werden. Wer danach strebt, braucht eigentlich nicht weiter machen.

Auf der anderen Seite aber bieten Indikatoren durchaus einige Vorteile. So können sie bestimmte Aspekte der Kursbewegungen vor allem optisch hervorheben. So lässt sich in der Regel auch am Kursverlauf selbst erkennen, ob und wann der Schwung in einer Bewegung abnimmt, aber der Momentum-Indikator fokussiert in einem eigenen „Chart“ diesen Aspekt und hebt ihn hervor.

Parallel dazu eigenen sich Indikatoren perfekt für den computergestützten Handel. Da ein Computer nur „0“ und „1“ kennt, braucht er klare Anweisungen. Was das menschliche Auge und die eigene Interpretationsfähigkeit leisten können, muss einem Computer eindeutig vermittelt werden. Nichts ist eindeutiger als Mathematik. Entweder der Kurs liegt über dem Indikator oder nicht! Entweder beide gleitenden Durchschnitte haben sich gerade gekreuzt oder nicht.

Diese Eindeutigkeit macht Indikatoren aber nicht nur für den computergestützten Handel interessant, sondern dürfte auch einer der Gründe sein, warum viele private Trader gerne auf diese zurückgreifen. In einer unsicheren Umgebung gibt es quasi klare Anweisungen. Allein das damit verbundene Gefühl von Sicherheit beim Treffen von Entscheidungen kann sich positiv auf die eigene Performance auswirken. Der Trader zögert nicht und hat Vertrauen. Gewürzt mit dem richtigen Verständnis von dem, was Indikatoren leisten können und was nicht, ein Vorteil für den Trader. Fehlt dieses Verständnis, läuft man jedoch Gefahr, in eine Katastrophe zu schlittern.

Der letzte Punkt, den ich ansprechen möchte, entstammt meiner Erfahrung im Umgang mit Indikatoren. Das viele Probieren und Testen zeigte zwar eindeutig, dass auch Indikatoren nicht den heiligen Gral im Trading darstellen, führte letztlich aber auch zur Erkenntnis, dass man quasi rund um jeden Indikator auch einen halbwegs funktionierenden Handelsansatz aufbauen kann. Schließlich ist der Indikator nur ein Baustein des „Systems“ und gepaart mit anderen essentiellen Zutaten wie Risiko & Moneymanagement, Psychologie und Taktik ist einiges möglich.

Sie nutzen Indikatoren, dann…

Auch wenn viele Profitrader es mit der Nutzung von Indikatoren nicht übertreiben, finden sie immer wieder auch Anwendung im Trading. Und sei es nur, um bestimmte Aspekte des Kursgeschehens optisch hervorzuheben. Sofern auch Sie auf Indikatoren zurückgreifen wollen, möchte ich Ihnen folgende Punkte ans Herz legen:

  1. Überschätzen Sie die Leistungsfähigkeit von Indikatoren nicht (siehe obige Ausführungen).
  2. Sie sollten wissen, um was es sich bei den von Ihnen genutzten Indikatoren handelt. Nur allzu oft nutzen Trader Indikatoren, über die Sie irgendwo gelesen haben und/oder die gerade Mode sind, ohne zu wissen, um was es sich bei diesen Indikatoren handelt. Ein Supertrend bspw. hat einen wohlklingenden Namen, aber wissen Sie auch, was dahintersteckt und wie er berechnet wird? Natürlich brauchen Sie die Formel nicht auswendig lernen, aber einen Blick darauf mit dem Versuch, das dahinterstehende Konzept zu verstehen, kann nur helfen, die Leistungsfähigkeit des Indikators und seine „Macken“ richtig einzuschätzen. Diese Regel missachtete ich bspw. gestern und prompt unterlag ich den gesamten Handelstag über einer Fehlinterpretation. Es war reines Glück, dass dies keine negativen Konsequenzen hatte.
  3. Halten Sie Ihren Chart „sauber“. Viel hilft nicht immer viel! Oft sehe ich Charts, bei denen der Kursverlauf nicht mehr zu erkennen ist, da er von dutzenden Indikatoren überlagert wird. Mehr Indikatoren zu verwenden, macht die Börse nicht sicherer, erschwert aber eine Entscheidungsfindung.

Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW43

DAX - Die Ausbruchbewegung setzt sich fort

Am 15. Oktober konnte der deutsche Leitindex über seine mittelfristige Abwärtstrendlinie bei 12.511 Punkten nach oben ausbrechen.
Die rot gestrichelt dargestellte Abwärtstrendlinie stand für die Kraft der Verkäufer, seit dem 15.10 ist die Kraft der Verkäufer gebrochen. Die Käufer sind nun stärker, die Ausbruchbewegung setzt sich fort. Bei 13.200 Punkten liegt die nächste wichtige Hürde im Markt, bei ca. 12.500 Punkten ist der DAX nach unten unterstützt.

Neben der Berichtssaison hat der weitere Verlauf der Verhandlungen zwischen den USA und China maßgeblich Einfluss auf das Kursgeschehen des DAX. Schlechte Nachrichten von dieser Front belasten den DAX kurstechnisch, was gut nachvollziehbar ist. Deutschland ist ein Powerhaus im Welthandel. Im November beabsichtigt US Präsident Trump einen partiellen Tradedeal mit China abzuschließen.

Wenn ein solcher tatsächlich Zustandekommen sollte, wäre Deutschland einer der großen Gewinner. Besserer Zugang von US Unternehmen zum chinesischen Markt bedeutet automatisch auch besseren Zugang deutscher Unternehmen zu diesem gigantischen Markt.

MTU - Nach enttäuschenden Zahlen schwächer

Die MTU-Aktie befindet sich seit einigen Wochen in einer Konsolidierung, Diese Hält auch nach den aktuellen Zahlen an.
MTU Aero Engines verfehlt im dritten Quartal mit einem Umsatz von 1,16 Mrd. EUR (VJ: 1,17 Mrd. EUR) und einem bereinigten Nettogewinn von 130,7 Mio. EUR (VJ: 125,8 Mio. EUR) die Analystenschätzungen von 1,22 Mrd. EUR bzw. 134 Mio. EUR. Das Bereinigte EBIT liegt mit 192,5 Mio. EUR (VJ: 174,3 Mio. EUR) über den Erwartungen von 190 Mio. EUR. Die Prognose für 2019 wurde bestätigt.
Quelle: Guidants News

Der DAX-Neuling MTU markierte am 05. September 2019 sein aktuelles Allzeithoch bei 257,20 EUR. Nach diesem Hoch fiel die Aktie auf ein Tief bei 234,30 EUR zurück. Anschließend bewegte sie sich in einem Dreieck seitwärts. Aus diesem brach sie am Mittwoch nach unten aus. Gestern kam es zunächst zu weiteren Abgaben auf 233,00 EUR. Danach zog MTU aber etwas an, kehrte an die Unterkante des Dreiecks bei aktuell ca. 237,76 EUR zurück und bildete eine bullische Kerze aus. Diese Kerze wird allerdings nach den aktuellen Zahlen abverkauft. Die MTU-Aktie fällt auf ihren Aufwärtstrend seit Januar 2018 bei 232,19 EUR zurück. In den ersten Minuten des Handels hat dieser Trend noch gehalten, aktuell durchbricht die MTU-Aktie ihn aber.

Wohin geht die Reise?

Die MTU-Aktie befindet sich in einer Konsolidierung. Diese hat in dieser Woche durch den Ausbruch aus dem Dreieck neue Nahrung erhalten. Die nächsten Abwärtsziele liegen bei ca. 220,00 und 215,00 EUR. Eine Ausdehnung in Richtung 198,70/00 EUR und damit eine Rückkehr an die Hochpunkte aus dem Jahr 2018 wäre auch möglich. In beiden Fälle wäre die langfristige Aufwärtsbewegung intakt.

Damit sich das Chartbild kurzfristig verbessert, müsste die Aktie über 237,76 EUR ausbrechen. In diesem Fall wäre ein Anstieg in Richtung des Allzeithochs möglich.

GEA - Quartalszahlen überzeugen! Sell on good News?

GEA übertraft mit den heutigen Zahlen die Erwartungen der Analysten. Wird das den Aktienkurs weiter beflügeln oder sollte man lieber seine kurzfristigen Gewinne mitnehmen?
Im Vorfeld der heute erwarteten Quartalszahlen schienen Anleger in der GEA-Aktie ihre Bedenken zu haben. Einige nutzen in den vergangenen Tagen den Widerstandsbereich um 27,52 EUR, um kurzfristige Gewinne mitzunehmen. Immerhin stieg der Aktienkurs im Oktober ausgehend vom Support bei 23,59 EUR zügig an und bei einem Plus von gut 15 % darf man schon einmal an Gewinnmitnahmen denken. Schließlich könnten die Quartalszahlen auch schlechter ausfallen, als erwartet und dies wiederum dürfte zu größeren Problemen führen. Sicher ist also sicher, oder?

Alles im grünen Bereich!

Natürlich bergen Quartalszahlen immer auch ein Risiko. Die Angst vor einem Versagen GEAs war jedoch unbegründet. Das Unternehmen übertraf im dritten Quartal die Analystenschätzungen auf breiter Front. Der Umsatz stieg von 1,189 Mrd. EUR auf 1,235 Mrd. EUR. Der Auftragseingang legte von 1,197 Mrd. EUR auf 1,255 Mrd. EUR zu. Das operative Ergebnis Ebit lag bei 93,6 Mio. EUR nach zuvor 92,4 Mio. EUR, während Analysten nur 89 Mio. EUR erwartet haben. Darüber hinaus hob das Unternehmen die Umsatzerwartungen für 2019 leicht an und geht nun davon aus, dass dieser im Bereich des letzten Jahres liegen wird. Zuvor war man da noch pessimistischer.

Mit diesen Zahlen im Rücken dürfte weiteren Kursgewinnen in Richtung 30 EUR nichts im Wege stehen. Später könnte es auch weiter aufwärts auf knapp 32 EUR gehen. Bestätigend wäre jetzt ein Tagesschlusskurs oberhalb von 27,52 EUR. Das Zwischentief der aktuellen Woche bildet dabei eine erste Unterstützung. Mit einem Tagesschlusskurs darunter droht der Aktie zumindest kurzfristig eine Korrektur. Wie der Blick auf den Chart jedoch zeigt, ist man bis hin zu ca. 23,59 EUR gut abgesichert, um Korrekturen aufzufangen. Im Grunde besteht auch dann immer noch die Chance, neue Hochs zu erreichen. Man geht lediglich einen Umweg über eine kurzfristige.

BRENT ÖL: Kursausbruch setzt sich durch

Der Ölpreis Brent konnte die Rally am Donnerstag ausdehnen. Die bei 60,66 USD liegende Unterstützung wurde dabei im Handelsverlauf bestätigt.
Kursstand: 61,46 USD
Intraday Widerstände: 62,00+64,00
Intraday Unterstützungen: 60,66+60,26+59,00+58,23

Rückblick: Der Ölpreis Brent konnte die Rally am Donnerstag ausdehnen. Die bei 60,66 USD liegende Unterstützung wurde dabei im Handelsverlauf bestätigt.

Charttechnischer Ausblick: Es bietet sich die Chance, die Rally weiter bis 64,00 USD fortzusetzen. Ein Rücksetzer muss aber einkalkuliert werden. Dieser kann nach einem Anstieg bis 62,50 USD nochmals in Richtung der bei 60,66 USD liegenden Ausbruchszone führen. Sollte Brent sich jedoch unter 60,26 USD bewegen, würde sich das Chartbild eintrüben, was einen Rücklauf bis in den Bereich 59,00 USD nach sich ziehen könnte.

Stehen Sie sich beim Trading selbst im Weg?

Haben Sie sich schon einmal überlegt, dass Sie deshalb verlieren, weil Sie an der Börse und im Trading verlieren wollen? Klingt irre, ist aber gar nicht so unwahrscheinlich!
Es ist kaum vorstellbar, aber könnte es tatsächlich sein, dass die meisten Trader an der Börse gar nicht gewinnen wollen? Auf den ersten Blick würden wir diese Frage sofort verneinen. Es scheint einfach unvorstellbar, dass jemand, der sich freiwillig dem täglichen Auf und Ab der Kurse stellt, dies macht, um zu verlieren. Trotzdem muss diese Frage erlaubt sein, wenn wir uns auf die Suche danach machen wollen, warum so viele Trader - vielleicht auch Sie - verlieren. Wenn jemand nämlich etwas wirklich will, setzen wir für gewöhnlich Himmel und Hölle in Bewegung, um dies auch zu erreichen. Deshalb müsste es eigentlich viel mehr erfolgreiche Trader an der Börse geben, trotz all der Unwägbarkeiten. Wie lässt sich diese Diskrepanz erklären und noch viel wichtiger, was kann man selbst dagegen tun, um die Seiten zu wechseln?

Wir sind, was wir glauben!

Die Frage, wer wir sind, beschäftigte schon viele Philosophen und Naturwissenschaftler. Auch als Trader sollten Sie sich diese Frage stellen, wobei wir natürlich einen ganz speziellen Blickwinkel dabei einnehmen. Warum traden wir so, wie wir traden? Warum machen wir beispielsweise immer wieder die gleichen Fehler und das obwohl wir vielleicht sogar wissen, dass es ein Fehler ist?

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Eine Antwort finden wir auf psychologischer Ebene. Immer wieder haben Wissenschaftler in den letzten Jahren festgestellt, dass wir wesentlich weniger Einfluss auf unser Tun und Denken haben, als wir meinen. Vieles läuft unterbewusst ab und hier spielen Glaubenssätze eine entscheidende Rolle. Jeder von uns hat ein Gerüst aus Glaubenssätzen, nach denen er lebt. Einige davon sind relativ schwach, andere dafür umso stärker. Problematisch wird es, wenn wir etwas tun, was diesen Glaubenssätzen zuwiderläuft. Wollen Sie im Trading erfolgreich(er) werden, stellen Sie sich folgende Frage:

Welche Glaubenssätze habe ich und unterstützen diese erfolgreiches Trading oder stehen diese dem Erfolg an der Börse entgegen?

Welche Glaubenssätze haben Sie?

Wenn Sie tief in sich hineinhören, werden sie sehr wahrscheinlich feststellen, dass es tatsächlich einige, wenn nicht sogar viele Glaubenssätze gibt, die dem Erfolg an der Börse entgegenstehen. Im Detail können diese extrem unterschiedlich sein. Exemplarisch möchte ich Ihnen einige aufzählen:

  • Geld macht nicht glücklich
  • Geld liegt nicht auf der Straße, sondern muss schwer verdient werden
  • Ich will in meinem Leben etwas bewirken, etwas Besonderes tun/können
  • Die Börse ist vorhersagbar

All diese Glaubenssätze können dazu führen, dass Sie zu den Verlierern an der Börse gehören. Die ersten beiden Beispiele dürften noch relativ eindeutig sein. Tatsächlich ist es relativ leicht an der Börse zu gewinnen. Natürlich nicht bei jedem Trade. Die Börse ist und bleibt unsicher, damit müssen wir leben. Letztlich aber muss man nur ein paar Knöpfe drücken und kann dabei zum Millionär werden. Im Vergleich zu anderen Tätigkeiten ist dies eine extrem leichte Art und Weise, Geld zu verdienen.

Die beiden letzten Glaubenssätze sind hingegen schon nicht mehr ganz so offensichtlich. Wenn wir uns aber vor Augen halten, dass der Erfolg an der Börse eigentlich tatsächlich relativ leicht zu erzielen ist, ist Trading auf einmal nichts Besonderes mehr. Als Profi sagt man die Börsenkurse nicht vorher, sondern managed sein Risiko. Das ist nichts Besonderes und dafür muss man auch nicht studiert haben und einen Doktortitel besitzen.

Machen Sie sich auf die Suche nach Ihren eigenen Glaubenssätzen und überlegen Sie anschließend, ob Ihnen diese beim Trading helfen oder nicht. Wie Sie an den Beispielen oben sehen, ist es nicht ganz leicht, dies zu beurteilen. Ziehen Sie dazu Ihre Trades der letzten Tage, Wochen und Monate zu Rate. Warum haben Sie so gehandelt, wie Sie gehandelt haben? Welcher Glaubenssatz könnte dafür verantwortlich gewesen sein? Schauen Sie auch über den Tellerrand hinaus auf das "normale" Leben? Welche Dinge leiten Sie dort? wie passen diese zur Börse?

Ändern Sie Ihre Glaubenssätze!

Sofern Sie erkannt haben, welcher Glaubenssatz Ihnen auf dem Weg zum Erfolg im Wege steht, können Sie sich daran machen, diesen Glaubenssatz zu ändern. Ich möchte Ihnen nichts vormachen. Leicht ist dieses Unterfangen nicht, denn viele Glaubenssätze existieren bei Ihnen schon lange. Sie sind Routine geworden und laufen unterbewusst ab. Sie haben es jedoch in der Hand, bewusst darauf zu achten und dem entgegenzuwirken. Ideal scheint es, einen Ersatz zu finden, bei dem Sie sich in Ihrer Persönlichkeit nicht gleich um 180° drehen müssen. Manchmal hilft es beispielsweise, einfach Ziele zu verlagern oder die Denkweise nur ein wenig abzuwandeln. Den Glaubenssatz „Geld macht nicht glücklich“ braucht man unter Umständen gar nicht ändern. Stattdessen könnten Sie Ihren Fokus beim Traden weg vom Geld in Richtung Materiellem verschieben. Bringen Sie Ihre horrenden Tradingsgewinne in Umlauf! Vielleicht hilft schon diese einfache, aber neue Denkweise, denn schließlich liegen auf ihrem Konto immer noch keine riesigen Eurobeträge.

Unter Umständen werden Sie an dieser Stelle mit dem Kopf schütteln und für sich feststellen: "Das funktioniert so doch nie! Den Fokus weg vom Geld in Richtung Materiellem zu verschieben wird nicht helfen! Geld ist doch nur ein Synonym für Reichtum allgemein." In diesem Fall hilft diese Denkweise tatsächlich nicht weiter, dann müssen Sie sich auf die Suche nach anderen, besseren Glaubenssätzen machen. Ich denke es wird deutlich, dass Lösungen immer nur individueller Natur sein können. Was für den einen funktioniert, muss für den anderen noch lange nicht der Heilige Gral sein. Sie werden nicht umhinkommen, sich selbst ein paar Gedanken machen zu müssen.

Viel Erfolg
Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW42

S&P 500 Index - Bei 3.000 Punkten entscheidet es sich!

Das Kursgeschehen seit Juni dieses Jahres kann als steigendes, also bullisches Dreieck gewertet werden. Bei 3.015 Punkten liegt die deckelnde Oberkante des Dreiecks im Markt.

Bei 3.015 Punkten wird sich entscheiden, ob der Kurs wieder in das Dreieck nach unten abprallt oder ob endlich der Ausbruch nach oben gelingen kann. Die Ergebnisse der seit vorgestern anlaufenden US-Earningsseason werden unter anderem maßgeblich sein.

Augenscheinlich ist allerdings, dass die Luft oberhalb der 3.000 Punkte-Marke in den vergangenen Monaten regelmäßig sehr schnell wieder sehr dünn geworden ist für die Käufer. Trendfortsetzung oder Topbildung? Die nächsten Tage könnten hier bereits eine Vorentscheidung bringen.

RENAULT - Umsatzwarnung sorgt für Abstufungen und einen Kurssturz

Renault muss seine Umsatzprognose anpassen und Anleger flüchten aus der Aktie! Bodenbildungsprozess gerät in Gefahr.

Nachbörslich machte gestern Renault mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Das Unternehmen musste seinen Ausblick auf 2019 reduzieren. In einem überraschenden Update zum dritten Quartal gab das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 1,6 % auf 11,3 Mrd. EUR an, was den Aktienkurs bereits gestern noch außerbörslich einbrechen ließ. Mit diesen neuen Erkenntnissen mussten auch viele Analystenhäuser ihre Prognosen anpassen und so hagelt es heute Morgen Abstufungen und Kurszielreduzierungen. Die Bandbreite neuer Kursziele ist jedoch enorm und reicht von 40 EUR (Jefferies) bis hin zu 60 EUR (Deutsche Bank).

Bodenbildungsprozess gerät in Gefahr!

Für den aktuellen Bodenbildungsprozess in der Renault-Aktie, der seit Ende Mai läuft, sind dies natürlich verheerende Nachrichten. Die Aktie wird im frühen Freitagshandel stark verkauft und fällt direkt in den entscheidenden Supportbereich bei 49,85-47,58 EUR zurück. Technisch gesehen fungiert dieser Preisbereich zwar als Unterstützung, angesichts der heutigen Verkäufe scheint es jedoch gefährlich, sich dort direkt zu engagieren. Der First-Mover kann bei gutem Timing (oder mit Glück) zwar einen sehr guten Einstiegspreis für sich beanspruchen, geht aber auch das größte Risiko ein. Ob dies im aktuellen Umfeld von Renault Sinn macht, bleibt abzuwarten. Bei einem Ausbruch unter 47,58 EUR ist nämlich nicht nur der aktuelle Bodenbildungsprozess gescheitert, die Aktie hätte auch viel Platz bis zur nächsten Unterstützung bei 40 oder sogar ca. 33 EUR.

Interessant wird es jedoch, sollte sich der Kurs nach der ersten bärischen Reaktion doch schnell im Supportbereich stabilisieren. Dies würde den Unterstützungsbereich analytisch stärken und den Bodenbildungsprozess weiter vorantreiben. Die Kurse könnten dann wieder in Richtung der zentralen Widerstände ab 56,63 EUR ansteigen. Aber erst wenn die Range nachhaltig nach oben verlassen werden kann, würde die Aktien einem neuen Aufwärtstrend gehandelt werden.

BASF - Diese Hürde war zu hoch

Die BASF-Aktie zog in den letzten Tagen deutlich an, scheiterte aber im gestrigen Handel an einer wichtigen Hürde.

Widerstände: 67,24 + 68,84 + 73,27
Unterstützungen: 64,55 + 62,52 + 60,78 + 56,01

Die BASF-Aktie befindet sich seit April 2015 in einer volatilen Seitwärtsbewegung. Diese spielt sich zwischen dem Widerstandsbereich zwischen 97,22 und 98,80 und der Unterstützung bei 56,01 EUR ab. Am 15. August 2019 testete die Aktie die Unterstützung bei 56,01 EUR. Anschließend erholte sie sich bis auf ein Hoch bei 67,24 EUR. Nach einem Rücksetzer auf 60,78 EUR erreichte der Wert gestern dieses Hoch wieder. Dort verläuft aktuell auch der Abwärtstrend seit Januar 2018. Im gestrigen Handel prallte die BASF-Aktie an diesem Widerstandsbereich nach unten ab.

Kurzfristig könnte die BASF-Aktie also etwas unter Druck geraten. Ein Rücksetzer in Richtung 60,78 EUR ist möglich. Sollte sie diese Marke durchbrechen, könnte es sogar zu Abgaben bis 56,01 EUR kommen. Ein neues Kaufsignal entstünde erst mit einem Ausbruch über 67,24 EUR. Kommt es zu diesem Ausbruch, dann wäre ein Anstieg in Richtung 68,84 und 73,27 EUR möglich, womit auch das Dividendengap vom 06. Mai 2019 geschlossen werden würde.

PALLADIUM: Kaum aufzuhalten

Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen und auch das alte Hoch bei 1.619 USD durchbrechen. Es folgte nach einem Zwischenhoch bei 1.699 USD eine leichte Konsolidierung, welche aber schnell wieder nach oben verlassen wurde. Zuletzt kam es zu einem Ausbruchsversuch...

Kursstand: 1.758,01
Intraday Widerstände: 1.765+1.800+1.850
Intraday Unterstützungen: 1.700+1.619+1.570

Rückblick: Palladium konnte sich in den vergangenen Monaten stark nach oben bewegen und auch das alte Hoch bei 1.619 USD durchbrechen. Es folgte nach einem Zwischenhoch bei 1.699 USD eine leichte Konsolidierung, welche aber schnell wieder nach oben verlassen wurde. Zuletzt kam es zu einem Ausbruchsversuch über die Oberkante des mittelfristigen Trendkanals.

Charttechnischer Ausblick: Der erste Ausbruchsversuch über die Trendkanaloberkante zieht zunächst keine Anschlusskäufe nach sich. Entsprechend besteht die Möglichkeit, von diesem Niveau aus die Rally zu konsolidieren. Spielraum bietet sich für die Bullen bis 1.700 USD, bevor dort der Aufwärtstrend wieder nach oben schieben dürfte. Gelingt ein klarer Anstieg über die bei 1.765 USD liegende Kanaloberkante, könnte sich der Weg in Richtung 1.850 USD öffnen.

So leicht schlagen Sie den Markt!

Fast wie im Schlaf Geld verdienen! Wer will das nicht? Dabei ist dies wesentlich einfacher, als Sie vielleicht denken und das sogar bei des Deutschen liebstes Tradingkind, dem Dax.

Tagein, tagaus wird der Deutsche Aktienindex hoch und runter gehandelt, immer auf der Jagd nach Rendite. Dass dies nur wenigen erfolgreich gelingt, ist ein kein Geheimnis mehr. Dabei gibt es eine relativ einfache Möglichkeit, nicht nur profitabel zu handeln, sondern den Markt sogar zu schlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes verdient der Trader sein Geld dabei im Schlaf und kann seine Performance mit ein wenig mehr Aktivität sogar noch ordentlich pushen. Dafür müssen Sie nur folgendes tun!

Overnight Kaufen!

Der Schlüssel „zum leicht verdienten Geld“ besteht darin, den Deutschen Aktienindex über Nacht zu halten und zwar nur über Nacht. Warum, wird anhand folgender Abbildung deutlich. In dieser ist oben der Deutsche Aktienindex abgebildet, während unten die Performancekurve abgetragen ist, die entsteht, wenn wir den Dax morgens zur Eröffnung kaufen und abends um 17:30 Uhr zum Schlusskurs unsere Position schließen.

Quelle: tradesignal Terminal

Es ist unschwer zu erkennen, dass diese Taktik nicht profitabel ist. Hätten wir immer ein CFD gekauft, entstünde vor Kosten ein Verlust von ca. 6460 Punkten. Es ist unglaublich aber wahr, es scheint so, als verliert der Deutsche Aktienindex täglich Geld. Verglichen mit dem Testzeitraum notiert der Dax aktuell jedoch über 5000 Punkte höher. Diese Punkte können also nur über Nacht verdient worden sein. Wie also sieht die Performance aus, wenn wir den Dax abends zum Schlusskurs kaufen und morgens zur Eröffnung verkaufen. Abbildung zwei hat die Antwort.

Quelle: tradesignal Terminal

Wie Sie anhand dieser Abbildung unschwer erkennen können, fällt das Ergebnis sogar noch wesentlich besser als die ursprünglich erwarteten 5000 Punkte aus. In Summe konnten über 11.500 Punkte verdient werden, wenn man den Dax über Nacht hielt.

Wir wollen mehr!

Wem diese Performance noch nicht reicht, der kombiniert natürlich beide Taktiken miteinander. Heutzutage kann jeder private Trader Shortpositionen im Dax eröffnen. Warum also den Index nicht während des Tages von der Shortseite her angehen, während wir über Nacht Long sind. Die kombinierte Performance sehen Sie in Abbildung drei.

Quelle: tradesignal Terminal

So einfach kann Trading sein!

Sie sehen, zumindest auf dem Papier ist es gar nicht so schwer, den Dax outzuperformen. Natürlich ist bei diesem Ansatz auf praktischer Ebene noch einiges zu beachten. Dazu gehören auch Transaktionskosten, die hier außen vorgelassen wurden. Trotzdem bietet dieser Test selbst dann einige interessante Schlussfolgerung, wenn man die Taktik nicht direkt handeln möchte.

Viel Erfolg
Ihr Rene Berteit

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