Wöchentliche Marktinfo KW04

DAX - Tagesausblick: Arbeitsthese - Unvollständige Flaggenbildung, ADX dreht nach unten ein...

Der ADX-Indikator des Tageskerzencharts dreht nun nach unten ein und bestätigt das Ende der heftigen DAX Trendphase von Anfang Januar. Darüber hinaus steckt der DAX seit Tagen in der Warteschleife. Hier ist die heutige DAX Chart-Prognose.

Basiswert/ aktueller Kurs: XETRA DAX Schlusskurs 15133
DAX Vorbörse: 15140
VDAX NEW: 17,9 %
XETRA DAX Widerstände: 15147/15150 + 15182 (Gap) + 15219 + 15250(R3)/15270
XETRA DAX Unterstützungen: 15150 + 15082 + 15001(S3) + 14906/14900 + 14819 + 14676 + 14584/14570
Stop sell: 15068-1

DAX Prognose

  • Ich muss leider mitteilen, und zwar in Richtung der Action-Akteure, "muss was passieren"-Leser, dass der DAX leider auch heute noch in der Warteschleife steckt. Egal ob es nun Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag oder Freitag dieser Woche war, der Analysetext kann einfach übernommen werden.
  • Vorab: Der ADX-Indikator des Tageskerzencharts dreht nun nach unten ein und bestätigt das Ende der heftigen DAX Trendphase von Anfang Januar, ähnlich wie Ende November 2022 bei DAX 14570.
  • Der DAX dürfte nach Auswertung der Chartstruktur in den meisten Fällen noch eine 2. Abwärtsstrecke zu mindestens 14905 und optimal zu 14700 ausbilden. Dies gilt, solange es dem DAX nicht gelingt, über 15270 zu steigen. Besonderheit: Selbst wenn der DAX für einige Stunden über 151270 zieht, wäre das noch kein entwarnendes Signal. Dies sah man in einer ähnliche komplexen Seitwärtsphase im Dezember. Eben genau dann als es nicht mehr möglich war, um weiter zu konsolidieren, weil ein neues Hoch (13.12.) auftrat, krachte der DAX dann urplötzlich nach unten von 14676 bis 13791.
  • DAX intra day Details:
  • Der DAX beginnt heute wiedermal knapp unter dem Horizontalwiderstand bei ~15150 (DAX Vorbörse 15140).
  • Der DAX hat heute abermals die Gelegenheit, sein älteres Gap bei 15182 zu schließen (ja, es ist immer noch offen), um dann den Weg Richtung 14905 einzuschlagen, wobei heute das Ziel 15001 realistisch ist.
  • Vielleicht scheitert der DAX aber auch abermals schon an seiner Gap-Unterkante bei ~15147, denn die großen Marktteilnehmer waren diesbezüglich schon mehrmals resolut und wollten das Gap nicht geschlossen sehen.
  • BÄR: Nach Rückfall unter 15068, auch sekundenweise, interpretiere ich heute ein DAX Verkaufssignal. Dann hätte der DAX Chancen, bis ~14900/14850 zu fallen und seine bisher schon mehrtägige Flaggenkonsolidierung von 15270 harmonisch zu vervollständigen.
  • Ein Ausbruch über das Jahreshoch 15270 kann heute normalerweise nicht funktionieren, denn der PIVOT-R3 des XETRA DAX taktet heute bei 15250. Sollte es dennoch klappen, so wäre am Montag bis 15425 das Ziel, der Kontakt mit einer größeren Eindämmungslinie des Tageskerzencharts (schwarz, schräg nach oben laufend) steigen.

DAX erweitert

  • Alles, was im DAX bis 14676 herunterkommt wäre nur ein kurzes, verdientes Durchatmen vor weiteren Versuchen, den DAX auf neue Jahreshochs über 15270 zu entwickeln. Zugute kommt den DAX Bullen die breite grüne "Ichimoku-Wolke" des Tageskerzencharts, die momentan, nämlich bis in den Februar hinein, noch sehr gut stützen dürfte (Oberkante ~14234).
  • DAX Warnsignale die einen stabilen oder steigenden DAX in Frage stellen, gäbe es insbesondere unter 14531, also unter den Horizontalen 14676 und 14584 sowie dem wichtigen Ichimoku-"Kijun"-Parameter 14570.
  • Ein großes DAX Verkaufssignal würde sich erst unter dem letzten großen Tief bei 13791 und unter beiden 200-Tage-Linie, also letztlich unter 13600 zeigen.
  • Der Terminkalender weist aus, dass wir auf die US-Berichtssaison achten sollten, z.B. die Haupthandelsreaktion auf INTEL, sowie auf diese Makro-Daten: 14:30 US PCE-Kernrate Dezember

Fazit

  • DAX Hauptvariante: Die Prognose ist unverändert, der DAX könnte immer noch dazu neigen, weitere Tage unterhalb des Vorwochenhochs 15250/15270 zu verbleiben und irgendwann Richtung 14906-x bzw. bis etwas oberhalb der klaren Horizontal-Unterstützung 14676 zu ziehen.

Viel Erfolg, Rocco Gräfe

INTEL verfehlt die Erwartungen

Eine schwächelnde Nachfrage nach PC-Hardware und ein rückläufiges Server-Geschäft haben beim Chipkonzern Intel im vierten Quartal zu einem Umsatz- und Gewinneinbruch geführt. Die Erwartungen der Analysten wurden deutlich verfehlt.

Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 % auf 14,0 Mrd. USD, wie Intel am Abend nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit wurden die Erwartungen von 14,57 Mrd. USD verfehlt.

Auf Basis des US-Rechnungslegungsstandard GAAP rutsche Intel sogar in die Verlustzone. So brach die operative Marge von plus 24,3 % auf minus 8,1 % ein. Unter dem Strich wurde ein Nettoverlust von 0,7 Mrd. USD verbucht, nach einem Gewinn von 4,6 Mrd. USD im Vorjahresquartal.

Auf Non-GAAP-Basis brach der Gewinn je Aktie von 1,15 USD auf 0,10 USD ein, während die Analysten 0,20 USD erwartet hatten.

Auch der Ausblick für das erste Geschäftsquartal fällt schwach aus. So stellt Intel einen Umsatz von 10,5 bis 11,5 Mrd. USD in Aussicht. Das Ergebnis je Aktie soll auf GAAP-Basis bei minus 0,80 USD und auf Non-GAAP-Basis bei minus 0,15 USD liegen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn liegt die Prognose deutlich unter den bisherigen Markterwartungen.

"Trotz des konjunkturellen und marktbedingten Gegenwinds sind wir bei unserer strategischen Transformation weiterhin gut vorangekommen im 4. Quartal, einschließlich der Weiterentwicklung unserer Produkt-Roadmap und der Verbesserung unserer operativen Struktur und Prozesse", sagte Intel-Chef Pat Gelsinger laut Pressemitteilung.

"Im vierten Quartal haben wir Schritte unternommen, um die Organisation richtig zu dimensionieren und unsere Investitionen zu rationalisieren, wobei wir Prioritäten gesetzt haben in Bereichen, in denen wir langfristig den höchsten Wert schaffen können“, sagte CFO David Zinsner. "Diese Aktivitäten untermauern unsere Kostensenkungsziele von 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 und schaffen die Voraussetzungen dafür, 8 bis 10 Milliarden US-Dollar [an Kostensenkungen] bis Ende 2025 zu erreichen."

Die Intel-Aktien brachen nachbörslich deutlich ein und notieren zuletzt rund 5 % im Minus.

Jahr

2022*

2023*

2024*

Umsatz in Mrd. USD

63,10

59,91

63,52

Ergebnis je Aktie in USD

1,84

1,82

2,34

KGV

15

15

12

Dividende je Aktie in USD

1,45

1,48

1,53

Dividendenrendite

5,15%

5,26%

5,44%

*erwartet

WALT DISNEY - Aktie weiter im Höhenflug!

Im letzten Jahr wollte kaum ein Anleger die Disney Aktie besitzen. Doch kurz vor dem Jahreswechsel gab es dann charttechnisch das erste Einstiegssignal. Das war natürlich stark antizyklisch. Doch es reihten sich anschließend auch prozyklische Signale mit bei.

Zuletzt lautete die Überschrift: "WALT DISNEY - Das war nun der zweite Streich, folgt nun direkt der dritte Streich?". Die Antwort lautet ja, denn auch das dritte Kursziel wurde in Windeseile abgearbeitet. Die letzten Fahrpläne sind noch im Chart verzeichnet. Plant die Walt-Disney-Aktie nun eine weitere Fortsetzung der Erfolgsgeschichte?

Die neue Antwort lautet: Jein

Zunächst könnte die Walt-Disney-Aktie noch knapp über die 110-USD-Marke ansteigen, doch dann dürfte die Luft doch recht dünn werden. Daher gibt es keine neue Buy-Trigger-Marke. Das Risiko einer größeren Korrektur ist nach dieser sensationellen Performance sehr hoch. Wer also den prozyklischen Buy-Trigger-Marken gefolgt ist, der sollte jetzt bei rund 109 USD auch mal Kasse machen.

Fazit: Die "Erfolgsgeschichte" kann sich vermutlich erst nach einer größeren Korrektur fortsetzen, denn größere Gewinnmitnahmen sind ab 110-USD sehr wahrscheinlich. Ein neues ideales Einstiegsniveau könnte sich daher erst wieder bei rund 100 USD ergeben. Falls die Walt-Disney-Aktie jedoch zuvor auf 116 USD ansteigen sollte, dann wäre vermutlich eine Korrektur bereits bei rund 105 USD beendet.

EUR/USD - Können die Bären nun ein Verkaufssignal erarbeiten?

EUR/USD-Tagesausblick für Freitag, den 27. Januar 2023: Die Bullen hatten gestern ihre Chance für eine neue Ausbruchsbewegung. Nun haben die Bären an der Supportzone ihre Chance.
Widerstände (Intraday): 1,090+1,092+1,100
Unterstützungen (Intraday): 1,086+1,085+1,078

Rückblick:
Vor genau 24 Stunden stand das Währungspaar am oberen Ausbruchslevel bei 1,092 USD. Doch dort versagten die Bullen auf ganzer Linie. Was sie allerdings wiederum schafften, war die Verteidigung des EMA200 im Stundenchart. Das Währungspaar drehte dort gestern punktgenau wieder nach oben. Doch dieses Mal scheiterten die Marktteilnehmer an der runden 1,090-USD-Marke.

Charttechnischer Ausblick:
Aktuell notiert das Währungspaar direkt an der markanten kurzfristigen Aufwärtstrendlinie bei 1,086 USD. Knapp darunter verläuft der EMA200 im Stundenchart. Fällt das Währungspaar heute auf Stundenschlusskursbasis unter 1,085 USD zurück, dann müssten größere Gewinnmitnahmen starten. In diesem Fall wären Rückläufe bis 1,078 USD bzw. 1,071 USD zu erwarten.

Hält die Zone um 1,085 USD erneut, könnte es wieder zu einem Anstieg bis 1,090 USD bzw. 1,092 USD kommen. Ein Ausbruch auf Tagesschlusskursbasis über 1,092 USD würde den Bullen jedoch erst neues Potenzial eröffnen.

Welcher Indikator sagt das Tief am Aktienmarkt am besten voraus?

Ein Tief zu erwischen, ist schwierig. Ohne Indikatoren geht es nicht. Es gibt sehr viele, unterschiedlich ausgerichtete Indikatoren. Welcher ist der beste?

Um charttechnische Indikatoren geht es hier nicht. Als fundamental ausgerichteter Anleger interessieren mich wirtschaftliche Indikatoren mehr. Diese empfinde ich für die Identifizierung langfristiger Trends meist sinnvoller. Der Aktienmarkt lebt nicht losgelöst von der Realwirtschaft. Im Gegenteil sogar, der Aktienmarkt bildet die Realwirtschaft ab. In einzelnen Segmenten kann es zu Übertreibungen nach oben oder unten kommen, die ein Segment losgelöst erscheinen lassen. Insgesamt folgt der Markt aber dem Wirtschaftswachstum ziemlich genau. Beschleunigt sich das Wachstum, kann der Markt schneller steigen und umgekehrt. Das gilt seit jeher.

Wenn die Korrelation zum Wirtschaftswachstum so hoch ist, hat man auch gleich den besten Indikator. Das Wirtschaftswachstum ist leider auch der Indikator, der am seltensten veröffentlicht wird und dann auch nur mit großer Verzögerung. Es gibt aber eine Vielzahl an anderen Indikatoren, die Aufschluss über die Wirtschaft und das Wachstum geben.

Wächst die Wirtschaft, wächst auch die Beschäftigung, Immobilienpreise steigen, Zinsen verändern sich usw. Vergleicht man diese Indikatoren und ihre Umkehrpunkte mit den Markttiefs, zeigt sich in vielen Fällen eine große Streuung. Am wenigsten ist der Immobilienmarkt geeignet.

Nach der Finanzkrise erreichten Immobilienpreise über 30 Monate nach dem Aktienmarkt ihr Tief (Abb. 2). In vielen anderen Rezessionen und Bärenmärkten korrigierten Immobilienpreise gar nicht. Auch Unternehmensgewinne sind kein guter Indikator. Diese erreichen konsequent nach den Kursen ihre Tiefs.

Im Durchschnitt aller rezessiven Phasen seit 1945 drehen Unternehmensgewinne erst sieben Monate nach dem Aktienmarkt nach oben. Ähnlich schlecht ist die Vorhersagekraft des Arbeitsmarktes. Auch diese dreht lange nach dem Aktienmarkt (Abb. 3).

Am besten schneiden Wirtschaftswachstum und Einkaufsmanagerindex ab. Diese finden zeitnah zum Aktienmarkt ihre Umkehrpunkte. Beim Wirtschaftswachstum weiß man das erst mit langer Verzögerung. Steckt man wie jetzt in einer schwierigen Marktphase, hilft es nicht.

Der favorisierte Indikator ist der Einkaufsmanagerindex. Auch dieser weist eine gewisse Streuung auf. In den meisten Fällen erreicht der Einkaufsmanagerindex zwischen drei Monaten vor oder nach dem Markttief seinen Umkehrpunkt (Abb. 4). Drei Monate wirken wie eine lange Zeit. Tatsächlich gibt es einige Bullenmärkte, die spektakulär beginnen und gleich im ersten Monat 20 % Rendite erreichen.

Der Normalfall ist das nicht. Der Großteil der Performance wird mit der Zeit gemacht. Statistisch gesehen ist es ohnehin attraktiver, wenn man zu spät als zu früh einsteigt. Aktuell tendiert der Einkaufsmanagerindex noch nach unten. Sobald sich das ändert, sollte man jedoch zu Käufen bereit sein.
Clemens Schmale

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Autor: Stock3

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW03

DAX - Tagesausblick: DAX 14900, Pullbackstart vom Ziel 15250 geglückt. Es geht noch tiefer...

DAX 14900, Pullback vom Ziel 15250 geglückt. Die These wurde Realität. Hier ist die heutige DAX Prognose. Aus den DAX Kursmustern leite ich für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr Folgendes ab...

Basiswert/ aktueller Kurs: XETRA DAX Schlusskurs 14920
DAX Vorbörse: ca. 14995
VDAX NEW: 20,01 % (zuvor 18,32 %)
XETRA DAX Widerstände: 14992/15017 + 15080 + 15130/15150 + 15250/15270 + 15295(R3)
XETRA DAX Unterstützungen: 14960 + 14819 + 14676 + 14646 + 14611(S3) + 14530

Rückblick

  • Das ist doch eine gelungene Schleife die der DAX geflogen ist. Es hieß: "Verdient und überfällig ist seit DAX 15250 eine Pullbackphase bis 14820/14700".
    Ausgehend vom Ziel 15250 setzte planmäßig der Pullback ein und erreichte schon 14900.

DAX Prognose

  • Der DAX Pullback von 15250 bis 14820/14700 hat schon 3/4 der Strecke absolviert.
    Des Weiteren zeichnet sich auch die 2. These in der Realität ab. Der kleine Verfall am heutigen Freitag um 13 Uhr kann bei ca. 15000 oder tiefer stattfinden.
    Danach beginnt eine neue Derivaterunde.
  • Der DAX beginnt heute höher, bei knapp 15000 und hat die Chance, bis 14992/15017 oder knapp 15080 (Begründung FDAX bzw. DAX indikativ) zu steigen, aber wohl nicht über 15150.
    Der DAX darf ruhig bis 13/16 Uhr oszillieren und etwas steigen, da er im Stundenkerzenchart überverkauft ist (siehe RSI-Indikator).
    Schon ab DAX 15080 leite ich heute neue DAX Abwärtsrisiken ab die den DAX auch nochmal unter das Tief von gestern (14906-x) führen dürften. Die idealen unteren Ziele sind vorläufig 14820 und 14693. Tiefer als 14675/14646/14611 fällt der DAX heute kaum.
    Dass es wahrscheinlich weitere Pullbacktiefs gibt, sagen mir 2 Indizien.
    a) Die Kerzenform, Tagesschluss auf Tagestief spricht für tiefere Tiefs als gestern, oft schon heute.
    b) Der gestern um mehr als +10 % gestiegene VDAX NEW beendete durch Anstieg über das letzte tiefere Hoch bei 19,41 % seinen Abwärtstrend, was eine Belastung für den DAX sein kann.
  • Bei einem DAX Anstieg über 15150 rechne ich mit der Kurslückenschließung bei 15182 und ggf. dem Anstieg zu 15250.
  • Bei neuen DAX Wochenhochs über 15250/15270 wäre am heutigen Tag nur ein Fehlausbruch zu unterstellen. 15295 ist heute eine natürliche Vola-Grenze (R3).
  • Der Terminkalender zeigt heute nichts Bedeutendes an. Es ist weiterhin auf die US-Berichtssaison zu achten. Gestern Abend stand Netflix im Fokus.

Fazit

  • Der DAX hat vorgestern sein Ziel aus der Flagge von Nov/Dez bei 15250 erreicht.
  • Abwärtsthese: DAX Pullbacks zu 14820/14675 dominieren.
  • Stoploss dafür ist ein Anstieg über ca. 15250+x.

Viel Erfolg, Rocco Gräfe

Siemens Energy - Die Windkrafttochter verhagelt erneut das Ergebnis

Es ist schon wieder passiert: Siemens Energy hat mal wieder die Ergebnisprognose kassiert. Die vorläufigen Zahlen zum ersten Quartal 2022/2023 sind schlechter ausgefallen als erwartet.

Schon im letzten Jahr musste das Unternehmen die Prognose senken. Verantwortlich dafür sind nach wie vor Probleme bei der spanischen Tochtergesellschaft Siemens Gamesa. Ansonsten lief es bei den Münchnern recht ordentlich.

Sowohl der Auftragseingang in Höhe von 12,73 (Vorjahr 8,33) Mrd. EUR als auch der Quartalsumsatz mit 7,06 (VJ 5,96) Mrd. EUR lagen über den Konsensschätzungen von 9,45 Mrd. EUR bzw. 6,64 Mrd. EUR. Auch der freie Cashflow konnte von minus 69 Mio. EUR im Vorjahresquartal auf minus 58 Mio. EUR verbessert werden.

Von den vier Geschäftssegmenten entwickelten sich die Bereiche Gas Services, Grid Technologies und Transformation of Industry erfreulich und konnten zum Großteil besser abschneiden als erwartet.

Sorgenkind bleibt Gamesa, die von Siemens Energy zeitnah komplett integriert und dann von der Börse genommen werden soll. Qualitätsprobleme bei von Gamesa installierten Windkraftanlagen führten zu höheren Wartungs- und Garantiekosten als geplant. Dies führte zu finanziellen Belastungen in Höhe von ca. 472 Mio. EUR und einem bereinigten Quartals-EBIT von minus 760 Mio. EUR bei der spanischen Tochter. Im operativen Bereich sind bei Gamesa jedoch inzwischen Verbesserungen zu konstatieren, wie das Unternehmen verlauten ließ.

Das operative Ergebnis lag im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2022 auf Konzernebene bei minus 384 (VJ minus 57) Mio. EUR und fiel damit deutlich schlechter aus als die Analystenerwartungen, die im Schnitt von minus 32 Mio. EUR ausgegangen waren.

Ergebnisprognose hinfällig

Als Folge musste die Konzernführung bei der Prognose für die operative Marge für das Gesamtjahr 2022/2023 zurückrudern. Anstatt der ursprünglich avisierten 2 bis 4 Prozent, wird jetzt nur noch mit einer Marge zwischen 1 und 3 Prozent gerechnet. Der Nettoverlust wird auf dem Niveau des Vorjahres von minus 405 Mio. EUR erwartet und wird nicht, wie geplant, deutlich sinken.

Fazit: Die Lage bleibt „dank“ Gamesa, die nach wie vor ein Sanierungsfall zu sein scheint, weiter schwierig bei Siemens Energy. Es steht zu hoffen, dass die komplette Integration von Gamesa in den Konzern sich mittel- bis langfristig positiv auswirkt und dann der Turnaround geschafft werden kann. Bis es so weit ist, sollten sich Anleger von der Siemens Energy-Aktie weiter fernhalten.

LUFTHANSA - Großes Kaufsignal zur ITA-Übernahme?

Pünktlich zum Höhepunkt der Übernahmebemühungen der Alitalia-Nachfolgerin ITA Airways erreicht die Lufthansa Aktie einen markanten langfristigen Kurswiderstand. Der Schwung der letzten Wochen könnte für einen nachhaltigen Ausbruch sorgen.

Nachdem frühere Übernahmeversuche erfolglos verlaufen waren, konnte der Lufthansa-Konzern zuletzt - als einziger Übernahmeinteressent der italienischen Fluggesellschaft ITA - die Prüfung einer Absichtserklärung der Übernahme durch den italienischen Staat bekannt geben. Angeblich werde man anstreben, rund 40 % der angeschlagenen Fluggesellschaft zu übernehmen.

Die Aktie der Lufthansa befindet sich parallel zu dieser unternehmenspolitischen Entwicklung seit Herbst vergangenen Jahres in einem steilen, nahezu senkrecht verlaufenden Aufwärtstrend, der in der laufenden Woche zum Ausbruch über das Hoch des März 2021 bei 9,24 EUR geführt hat.

Große Seitwärtsphase muss erst nach oben verlassen werden

Zuvor war die Aktie aus einer großen Dreiecksformation nach oben angestiegen und hatte damit bereits im Oktober ein Kaufsignal geliefert. Weiterhin befindet sie sich aber in einer großen, mehrjährigen Seitwärtsrange, die nach dem massiven Kurseinbruch ab 2018 das Geschehen bestimmt. Die Oberseite dieser Range wurde jetzt zwar durchstoßen, doch eine obere Triggerlinie bei 9,70 EUR und das potenzielle Fibonacci-Kursziel der Aufwärtsbewegung innerhalb der gesamten Seitwärtsrange bei 9,84 EUR müssen noch überwunden werden, um von einem tragfähigen mittelfristigen Kaufsignal sprechen zu können.

Sollte dies gelingen, könnte die Aktie allerdings sehr zügig bis 11,00 EUR und darüber an das Zwischenhoch des Jahres 2019 bei 12,81 EUR steigen.

Sollte die Entwicklung der laufenden Verhandlungen zu Ungunsten der Fluggesellschaft ausgehen oder aber im Sinne von "sell on good news" durch eine erfolgreiche Übernahme Gewinnmitnahmen getriggert werden, wäre dies für den weiteren Verlauf so lange unproblematisch, wie der Bereich um 8,50 EUR verteidigt werden kann. Darunter dürfte die Aktie der Lufthansa jedoch bis an das Zwischentief bei 7,67 EUR abverkauft werden.

Charttechnisches Fazit: Die Aktie der Kranich-Airline steuert auf ein mittel-bis langfristiges Kaufsignal zu. Hierfür müssen die Hürden bei 9,70 und 9,84 EUR jedoch ebenfalls aus dem Weg geräumt werden, damit der Wert in Richtung 11,00 EUR "abheben" kann.

PALLADIUM - Verkäufer erhöhen den Druck

Palladium-Tagesausblick für Freitag, 20. Januar 2023: In den vergangenen Tagen fiel der Palladiumkurs von der Hürde bei 1.804 USD bis unter die 1.700-USD-Marke und löste damit die Erholung der letzten Wochen nach unten auf. Die nächsten Tage dürften wieder etwas "ruppiger" werden.

Palladium Widerstände: 1.804 + 1.835 + 1.900
Palladium Unterstützungen: 1.700 + 1.650 + 1.531

Rückblick: Nach einer Reihe gescheiterter Ausbruchsversuche über die Kurshürden bei 1.997 USD setzte sich der Abwärtstrend bei Palladium im Dezember letzten Jahres fort und drückte den Kurs in der Spitze bis 1.641 USD. Dort startete eine Erholung, die in Form eines ansteigenden Dreiecks verlief und mehrfach an den Hürden bei 1.804 und 1.835 USD nach unten abprallte. Zuletzt wurde die Unterseite der Formation unterschritten und so ein weiteres bärisches Signal generiert.

Charttechnischer Ausblick: Noch können die Bullen Palladium am Zwischentief bei 1.670 USD stabilisieren, doch die negative Entwicklung der letzten Tage spricht eine eindeutige Sprache: In Kürze sollte auch dieses Tief unterschritten und 1.641 USD, sowie später die zentrale langfristige Unterstützung bei 1.531 USD angelaufen werden. Dort könnte eine übergeordnete Erholung starten.

Sollte sich der Wert dagegen über die Hürden bei 1.804 und 1.835 USD zurück arbeiten können, wäre eine Erholung bis 1.900 USD die Folge. Dort dürften die Verkäufer aber wieder aktiv werden und Palladium erneut auf Talfahrt schicken.

Die Rezession, die keine ist

Investmentbanken erwarten im ersten Halbjahr eine Rezession und das Tief des Bärenmarktes. Sie irren.

Das Wachstum wird sich 2023 weiter abschwächen. Daran ändert auch nichts, dass es in Europa zu keiner Strommangellage kommt und China die Null-Covid-Politik beendet hat. Beides sollte allerdings dazu beitragen, dass eine Rezession verhindert werden kann, bei der die Arbeitslosigkeit deutlich steigt.

Der Grund für die Abschwächung ist schnell gefunden und vergleichsweise harmlos. Er geht auf die Pandemie zurück. Als im März 2020 die Welt plötzlich stillstand, Geschäfte und Grenzen geschlossen wurden, viele in Kurzarbeit gehen mussten oder ihren Job verloren, brach die Nachfrage kurzfristig ein. Unternehmen saßen auf einmal auf großen Beständen an Waren, die sie nicht verkaufen konnten. Viele Geschäfte waren ja geschlossen.

Im Verhältnis zum Umsatz stieg der Lagerbestand stark an. Keiner ahnte, wie schnell die Nachfrage der Verbraucher zurückkommen würde. Daher wurden viele Aufträge storniert. Die Güterproduktion ging zurück. Da die Nachfrage allerdings sprunghaft anstieg, nicht zuletzt wegen staatlicher Stützungsmaßnahmen, fiel der Lagerbestand im Verhältnis zum Umsatz auf Tiefstwerte (Grafik 1).

Wegen der hohen Nachfrage wurde geordert wie noch nie. Die Produktion kam nicht nach. Unterbrochene Lieferketten verschlimmerten das Problem. Unternehmen erwarteten eine kontinuierlich hohe Nachfrage und orderten zu viel. Jetzt ist die Nachfrage stabil und die Lager füllen sich.

Erst wurde zu wenig geordert, dann zu viel. Beides hat Effekte auf das Wachstum. Sobald etwas produziert wurde, unabhängig davon, ob es am Ende auch verkauft wird, trägt es zum Wirtschaftswachstum bei. Der enorme Anstieg des Lagerbestandes führt dazu, dass die USA im zweiten Halbjahr 2022 solide gewachsen sind.

Nun, da Unternehmen einen hohen Lagerbestand haben, muss dieser erst abgebaut werden. Das verarbeitende Gewerbe hat daher schwierige Zeiten vor sich. Es zeigt sich daran, dass der Einkaufsmanagerindex unter der Expansionsgrenze von 50 notiert. Tendenziell gehen Aktien und Einkaufsmanagerindex Hand in Hand (Grafik 2).

Wächst die Wirtschaft, sollten auch die Aktienkurse steigen und umgekehrt. Der Abschwung, der uns bevorsteht, ist jedoch keine typische Rezession, sondern ein Effekt des Produktionsüberhangs aus dem vergangenen Jahr. Der Lagerbestand muss reduziert werden. Das verarbeitende Gewerbe wird weniger produzieren.

Händler werden unverändert viel Umsatz machen, da die Nachfrage stabil ist. Der Umsatz sollte mit der Inflation sogar etwas ansteigen. Die verkauften Mengen dürften konstant bleiben. Da bereits vieles von dem, was im ersten Halbjahr 2023 verkauft wird, bereits produziert wurde, tragen die Verkäufe nicht zum Wirtschaftswachstum bei. Das Wachstum wird daher niedriger erscheinen und Schwäche andeuten.

Das ist trügerisch. Was für die Stärke der Wirtschaft zählt, ist nicht allein die Produktion, sondern vielmehr das, was verkauft wird. Anstatt sich von den Wachstumszahlen der Wirtschaftsleistung irritieren zu lassen, sollte man stattdessen auf die realen Verkäufe achten. Diese werden vom Bureau of Economic Analysis veröffentlicht.

Der Abschwung ist am Aktienmarkt bereits eingepreist wie die Gegenüberstellung von Einkaufsmanagerindex und S&P 500 Entwicklung zeigt. Eine weitere Eintrübung ist aufgrund der vollen Lager zu erwarten. Die Wirtschaft dürfte aber grundsätzlich robust bleiben und stagnieren. Eine weitere Korrektur aufgrund von Schwäche im verarbeitendem Gewerbe ist nicht notwendig.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW02

DAX-Tagesausblick: Und täglich grüßt ein neues Hoch

Der DAX konnte gestern neue Rallyhochs erklimmen, erreichte das große Ziel bei 15.200 jedoch nicht. Mit den US-Daten kam es am Nachmittag zu einer turbulenten Konsolidierung auf hohem Niveau, im nachbörslichen Handel kletterte er dann auf neue Jahreshochs bei 15.128.

DAX: 15.058
XDAX: 15.100

Widerstände: 15.095+15.200+15.338
Unterstützungen: 14.950+14.895+14.816+14.775+14.676+14.570

DAX Prognose

Die steile Rallybewegung ist intakt, könnte jetzt aber spürbar an Dynamik verlieren.

Idealerweise erreicht der Index noch das Rallyziel bei rund 15.200 - direkt oder mit vorheriger Konsolidierung oberhalb der gestrigen Tagestiefs. Anschließend könnte vielleicht sogar noch das Bonusziel bei 15.338 Punkten angesteuert werden.

Geht es heute unter die gestrigen Tiefs, liegen bei 14.895 die Aufwärtstrendlinie und bei 14.816 das große Ausbruchslevel als Auffangzonen. Alternativ können sich Korrekturen unterhalb von 14.770 noch bis 14.675 Punkte ausdehnen.

MERCEDES-BENZ im Big Picture - Das glaubt einem keiner

Das Drehen der Einschätzung kann dauern. In der Zeit rennen die Kurse bereits nach oben los und viele reiben sich verwundert die Augen.

Die Abwärtskorrektur im Verlauf des vergangenen Jahres ist in einem großen bullischen Keil abgelaufen. Dessen untere und obere Begrenzungslinien sind grün eingeblendet. Die Aktie bricht seit Ende Oktober 2022 regelkonform aus dem Keil oben heraus.

Es liegt ein mittelfristiges Kaufsignal vor mit Projektionsziel 92 EUR.

Kalkulieren Sie auch in 2023 ein, dass der Weg zu bestimmten bullischen Zielmarken phasenweise steinig, sprich volatil verlaufen kann. Es fehlt der seit Jahren bekannte Liquiditätsstoß der Notenbanken im Hintergrund.

Auf der anderen Seite wirken Sentiment technische massenpsychologische Mechanismen. Die Stimmung war zuletzt so grottenschlecht in der Anlegerschaft und bei professionellen Marktteilnehmern, dass es vielen jetzt schwerfällt, ihre Einschätzung zu drehen. Das Drehen der Einschätzung kann dauern. In der Zeit rennen die Kurse bereits nach oben los und viele reiben sich verwundert die Augen.

AMAZON - Rally vorbei?

Die Amazon-Aktie legte in den letzten Tagen einen starken Sprint hin. Ist damit die Kraft der Bullen ausgeschöpft oder haben sich noch mehr im Tank?

Die Aktie des Internetgiganten Amazon befindet sich seit ihrem Scheitern am Allzeithoch im November 2021 in einer massiven Abwärtsbewegung und fiel von 188,11 USD auf die Unterstützung bei 81,30 USD zurück. Auf dieser Unterstützung bildete die Aktie ab Ende Dezember 2022 einen kleinen Doppelboden aus. Diesen vollendete sie am 09. Januar. Zuletzt zog der Aktienkurs deutlich an und erreichte gestern ein Hoch bei 97,19 USD. Damit kletterte die Aktie bis fast an ihren Abwärtstrend seit 16. August 2022. Dieser verläuft aktuell bei 98,11 USD. Bei 102,52 USD liegt ein wichtiger Horizontalwiderstand.

Die Erholung in den letzten Tagen war beeindruckend. Aber der kleine Doppelboden ist keine ausreichende Grundlage für eine große Trendwende. Die Aktie notiert jetzt nahe wichtiger Hürden und könnte wieder nach unten abdrehen. Kurzfristig sind Abgaben bis 86,96 USD und sogar 81,30 USD möglich. Erst mit einem Ausbruch über 102,52 USD würde sich weiteres Aufwärtspotenzial ergeben. In diesem Fall könnte die Aktie sich weiter in Richtung 117,09 USD oder sogar 123,66 USD erholen.

Widerstände: 98,11 + 102,52 + 104,87+105,34

Unterstützungen: 93,12+90,93+90,18+86,96

EUR/USD - Der Ausbruch ist nun geglückt!

EUR/USD-Tagesausblick für Freitag, den 13. Januar 2023: Ein erster Short-Squeeze erfolgte gestern. Können die Bullen zeitnah für einen weiteren in Richtung 1,100 USD sorgen?

Widerstände (Intraday): 1,085+1,090+1,095

Unterstützungen (Intraday): 1,078+1,071+1,070

Rückblick:

Das Währungspaar EUR/USD hat es nun tatsächlich geschafft, über den massiven Widerstandsbereich bei 1,080 USD auszubrechen. Vor den gestrigen US-Verbraucherpreisen konnte sich das Währungspaar sogar dauerhaft über dem EMA50 halten. Daher gab es nicht einmal ein Fehlsignal zu vermelden. Nach den Zahlen schoss das Forexpaar nach oben und schloss gestern bei 1,085 USD. Die Bullen könnten nun weiteren Druck aufbauen.

Charttechnischer Ausblick:

Nach dem geglückten Ausbruch wird nun oberhalb von 1,080 USD kein Verkaufssignal erfolgen. Der Weg in Richtung 1,090 USD und 1,095 USD scheint nun relativfrei zu sein. Die nächste massive Hürde würde erst an der runden 1,100-USD-Marke lauern.

Sollte das Währungspaar in den nächsten Tagen dagegen wieder unter 1,076 USD zurückfallen, dann würden kleinere Verkaufssignale aktiviert werden. In diesem Fall wären Rückläufe bis 1,070 USD bzw. 1,065 USD zu erwarten. Spätestens bei rund 1,060 USD dürfte eine Gegenbewegung erfolgen.

Inflation: Tut die EZB zu wenig oder ist sie zu aggressiv?

Die EZB zögerte lange, bis sie sich für eine geldpolitische Wende entschloss. Nicht zuletzt die Angst vor einer neuen Schuldenkrise spielte eine Rolle. Jetzt ist die EZB schnell, zu schnell?

Die EZB widerstand dem Druck, die Politik des billigen Geldes zu beenden, relativ lange. Noch länger hielt es die Bank of Japan aus. Auch sie ist zumindest eingeschränkt weich geworden. Damit geht eine Ära zu Ende, die Ära von Anleihen mit negativer Rendite (Grafik 1).

Streng genommen kann man noch staatliche Schuldverschreibungen mit negativer Rendite finden. Dabei handelt es sich um kurzfristige Schuldverschreibungen (Bills), die wegen ihrer kurzen Laufzeit aber formell nicht den Anleihen zugerechnet werden. Wie auch immer man rechnet, fast 100 % der globalen Staatsschulden haben wieder eine positive Rendite.

Regierungen müssen zukünftig wieder mehr Geld für den Schuldendienst ausgeben. Einige Länder, wie Deutschland, mussten dank Negativzinsen praktisch keine Zinszahlungen mehr leisten. Diese Zeit ist vorbei. Das wird Staatshaushalte belasten. Es ist aber nicht nur das höhere Zinsniveau, welches belastet.

Die EZB kauft keine Staatsanleihen mehr. Ab März will sie sogar ihren Bestand verringern. Die Zinsen, die die Notenbank für die gehaltenen Anleihen erhielt, wurden zum Großteil als Gewinn an Regierungen ausgeschüttet. Diese Ausschüttungen werden schnell kleiner bzw. fallen weg.

Gleichzeitig ist der Finanzierungsbedarf groß. In der Eurozone mussten sich Staaten 2022 erstmals in nennenswerter Höhe wieder Geld bei Privatanlegern beschaffen. In den Jahren 2015 bis 2021 wurden Staatsschulden von der Notenbank aufgekauft. Der Schuldenberg ist heute höher als zur Zeit der Finanzkrise. Selbst bei Ausgabendisziplin ist der Refinanzierungsbedarf in diesem und im kommenden Jahr hoch und geht Richtung einer Billion Euro (Grafik 2).

Die EZB-Käufe reduzierten die ausstehenden Schulden teils um 400 Mrd. pro Jahr. Wenn nun 800 Mrd. privat platziert werden müssen, ist das Angebot an Schulden plötzlich um 1,2 Billionen höher. Das muss der Markt erst einmal aufnehmen.

Die EZB ist nicht die einzige Notenbank, die Anleihen verkaufen wird. Derzeit verkauft vor allem die US-Notenbank Anleihen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die EZB ihre Bilanzsumme nicht verkleinert. Vor allem über Langfristrefinanzierungsgeschäfte wurde viel Liquidität in den Markt gepumpt. Von 2,1 Billionen ist der ausstehende Betrag bereits auf 1,3 Billionen gefallen (Grafik 3).

Die EZB hat dadurch ihre Bilanzsumme innerhalb von 28 Wochen (vor 28 Wochen wurde das Maximum erreicht) um 800 Mrd. reduziert. Die Fed reduzierte ihre Bilanzsumme innerhalb von 43 Wochen (vor 43 Wochen wurde das Maximum erreicht) lediglich um 450 Mrd. Dollar (Grafik 4).

Die EZB ist bei der Bilanzreduktion weitaus aggressiver als die Fed. Sie zieht Liquidität ab, die sonst geholfen hätte, Abnehmer für Staatsschulden zu finden. Bisher funktioniert das aggressive Vorgehen überraschend gut. Selbst die Ankündigung, den Anleihebestand zu reduzieren, führte nur kurzfristig zu einer steigenden Zinsdifferenz zwischen Italien und Deutschland.

Zu aggressiv geht die EZB noch nicht vor. Aber sie weiß, weshalb sie den „Transmission Protection Mechanism“ eingeführt hat, der im Notfall unbegrenzte Anleihekäufe erlaubt. Zu wenig aggressiv ist die EZB jedenfalls nicht.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW52

DAX - Tagesausblick: Sprungbrett 13875 genutzt, +200 Punkte. Und heute? Antworten...

Nach dem avisierten Tief 13875 ging es bereits um +200 Punkte aufwärts bis 14072, Tagesschluss auf Tageshoch. Und heute? Hier ist die heutige DAX Prognose...

Basiswert/ aktueller Kurs: XETRA DAX Schlusskurs 14072
DAX Vorbörse: ca. 14015

XETRA DAX Widerstände: 14161/14197 + 14234/14243
XETRA DAX Unterstützungen: 14000 + 13950 + 13795/13763 + 13737(S3)
stop sell: 13870-x

DAX Prognose:

  • Der DAX befindet sich in einer ruhigen Jahresendphase.
    Das Handelsgeschehen spielt sich zwischen 13800 und 14200 ab. Das ist ein unspektakuläres Range-Verhalten.
  • Dies ist eine Handelsspanne zwischen der aktiven Verkaufslinie der vollendeten herbstlichen Topbildung (14197) und dem Pre-Pandemie-Hoch (13795), welches immer noch eine große Referenzlinie zum Vergleich aller Indizes und Aktien darstellt. Auch die 200-Tage-Linie (EMA/rot) spielt eine stützende Rolle.

Rückblick, Do, 29.12.22

  • Der DAX sollte gestern bis 13875 fallen und dann Richtung 14160 starten.
    Gesagt - Getan, Sprungbrett 13875 genutzt.
    Nach einem Tief bei 13871 ging es bereits um +200 Punkte aufwärts bis 14072, Tagesschluss auf Tageshoch.

DAX Hauptszenario für Fr, 30.12.2022:

  • DAX Vorbörse: 14015
  • Der DAX kann heute oder am 2.1.2023 das Restprogramm bis 14160/14200 erledigen.
    Dabei ist heute nicht viel Zeit, denn der XETRA DAX Handel endet schon um 14 Uhr.
  • Nach einem schwachen Start (~14015) findet der DAX erste kleinere Unterstützungen bei 14000/13996 und 13950 vor.
    Ausgehend von 14000/13996 oder 13950 könnte der DAX erneut bis zum gestrigen Hoch 14072 und schließlich bis 14160/14200 steigen.

DAX Alternativszenario:

  • Sollte der DAX heute unter 13870/13840 fallen, so dürfte das Ziel 14160 nicht mehr erreicht werden. Dann kippt der DAX bis ca. 13800/13765 ab.

Allen Lesern wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr. Viele Grüße, Rocco Gräfe

BIONTECH - Was für eine rasante Achterbahnfahrt!

Die BioNTech Aktie hat in den letzten Tagen eine rasante Achterbahnfahrt hinter sich. Trotz diesen heftigen Bewegungen hielt sich der Titel an die charttechnischen Marken.

Anfang Dezember wurde von mir zuletzt die BioNTech-Aktie analysiert. Dabei wurden Sell-Trigger-Marken sowie Buy-Trigger-Marken herausgearbeitet.

Die prozyklische Sell-Trigger-Marke lag an der 160-USD-Marke und wurde nur touchiert. Anschließend gab es eine Rally bis 190 USD. Bei dieser wurde die prozyklische Kaufmarke bei 175 USD ausgelöst.

Das zweite prozyklische Kaufsignal wurde jedoch an der Marke von 190 USD verhindert. In den letzten Tagen gab es dann einen kräftigen Abverkauf. Kommen die Käufer heute an dieser Unterstützung zurück?

Man braucht definitiv starke Nerven und schnelle Entscheidungen

Bei der BioNTech-Aktie braucht man jeher schon starke Nerven. Zudem muss man sich schnell entscheiden, sonst ist man bei den rasanten Bewegungen einfach zu spät dran. Daher könnte heute ein antizyklischer Einstieg bei rund 150 USD erfolgversprechend sein, denn diese Unterstützung sollte doch recht massiv sein.

Fazit: Sehr spekulative und antizyklische Anleger sollten direkt nach der Eröffnung versuchen, bei rund 150 USD ein paar Stücke zu ergattern. Eventuell können sie diese gleich noch in diesem Jahr bei rund 162,50 USD verkaufen.

EXXON MOBIL - Setzt die Aktie ihre Rally fort?

Die Exxon Mobil Aktie gehört in 2022 zu den großen Gewinnern im S&P 500. Setzt sich die Rally im nächsten Jahr fort?

Seit Oktober 2020 befindet sich die Aktie von Exxon Mobil in einer starken Rally. Im Juni 2022 erreichte die Aktie ihr altes Allzeithoch aus dem Jahr 2014. Dort prallte sie zunächst ab und konsolidierte in einem symmetrischen Dreieck.

Anfang Oktober gelang der Ausbruch aus dem Dreieck. Zwei Wochen später kam es zu einem neuen Allzeithoch. Das aktuell Rekordhoch liegt inzwischen bei 114,66 USD.

Zuletzt kam es zu leichten Gewinnmitnahmen, die aber knapp unterhalb des alten Allzeithochs, aber deutlich oberhalb der Oberkante des Dreiecks zu Ende gingen. Aktuell läuft bereits ein erster Rallyversuch.

Neue Allzeithochs nur eine Frage der Zeit

Das Chartbild der Aktie von Exxon Mobil ist bullisch. Die Aktie könnte in den nächsten weiter zulegen. Ein Anstieg in Richtung 136 USD ist durchaus möglich. Man muss aktuell allerdings einkalkulieren, dass der erste Rallyversuch noch nicht glückt. In diesem Fall könnte es vor einer weiteren Rally zunächst noch zu Abgaben gen 98-97,50 USD kommen.

Sollte der Wert allerdings unter den EMA 50 bei aktuell 92,83 USD abfallen, würde sich das Chartbild auf Sicht von mehreren Wochen verschlechtern. In diesem Fall müsste mit Abgaben in Richtung 72,00-71,50 USD gerechnet werden.

Fazit: Die Aktie von Exxon Mobil hat aktuell die erste Chance, die Rally fortzusetzen. Diese muss sie nicht unbedingt nutzen. Ein Umweg über 98-97,50 USD würde im mittelfristigen Bild keinen wesentlichen Unterschied machen.

EUR/USD - Ab welchem Kursniveau werden die Bullen nervös?

EUR/USD-Tagesausblick für Freitag, 30. Dezember 2022: Das Jahr dürfte ohne einen weiteren größeren Impuls nun zu Ende gehen.

Wichtige Termine

09:00 – SP: Verbraucherpreise Dezember (Vorabschätzung) y/y
15:45 – US: Einkaufsmanagerindex Chicago Dezember
21:30 – US: Commitments of Traders (COT) Report

Widerstände (Intraday):): 1,066+1,070+1,075
Unterstützungen (Intraday): 1,061+1,060+1,058

Rückblick:

Das Währungspaar EUR/USD hat sich gestern noch einmal von der 1,060-USD-Marke bullisch abstoßen können. Dabei wurde das Kaufsignal über 1,066 USD aktiviert. Allerdings scheiterten die Käufer erneut dicht vor der 1,070-USD-Marke. In den letzten Stunden gab das Währungspaar nun wieder den EMA50 im Stundenchart auf.

Charttechnischer Ausblick:

Die Käufer haben aktuell weiterhin einen Vorteil, obwohl es doch sehr offensichtlich ist, dass die Bullen große Probleme haben, an der 1,070-USD-Marke vorbeizuziehen. Die Bären müssten erst die 1,060-USD-Marke durchbrechen, dann könnten die Bullen allerdings die Nerven verlieren.

Die entscheidende kurzfristige Marke stellt jedoch weiterhin die 1,058-USD-Marke dar. Ein Stundenschlusskurs unter diesem Kursniveau dürfte einen Rückgang bis 1,053 USD oder sogar deutlich tiefer auslösen.

Neue Allzeithochs bei Aktien-Indizes? Das kann noch Jahre dauern!

Mitte Dezember stand der Dax nur noch 10% unterhalb seines Allzeithochs. Das ist greifbare Nähe. Trotzdem dürften neue Hochs Jahre entfernt sein.

Dem Dax-Performanceindex sind neue Allzeithochs eher zuzutrauen als den meisten anderen Indizes. Der Performanceindex ist ein Total Return Index, bei dem Dividenden mit eingerechnet werden. Bei allen anderen Leitindizes ist das nicht der Fall. Sie sind Kursindizes und spiegeln lediglich die Kursentwicklung wider. Geht es um neue Kurshochs, müssen Anleger einen langen Atem beweisen. Das Umfeld ist ohnehin schwierig. Die Wirtschaft lahmt, Strom ist teuer, die Inflation ist hoch. Was neue Hochs jedoch langfristig erschwert, ist das neue Zinsumfeld. Die Leitzinsen werden zwar nicht in den Himmel wachsen, doch sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren und sogar Jahrzehnten systematisch höher sein als in der Zeit von 2009 bis 2021. Wichtiger als der Leitzins ist die Rendite von Anleihen. Diese Rendite konkurriert direkt mit Aktien. Es ist daher keine Überraschung, dass die Bewertung von Aktien höher ist, wenn Renditen tief sind...

Der umgekehrte Fall gilt ebenso. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist tief, wenn Renditen hoch sind (Grafik 1).

Das KGV lässt sich auch als Rendite ausdrücken. Ein KGV von 10 entspricht einer Gewinnrendite von 10 %. Ein KGV von 20 entspricht einer Gewinnrendite von 5 %. Die Gewinnrendite ist der Kehrwert des KGV. Die Rendite von Aktien sollte höher sein als jene von Anleihen. Die Rendite von Anleihen ist sicher, wenn man Anleihen bis zum Laufzeitende hält. Aktien haben ein höheres Risiko, sei es durch Kursschwankungen oder die Gewinnentwicklung der Unternehmen.

Bis Anfang der 80er Jahre waren Gewinnrenditen höher als Anleiherenditen (Grafik 2). Bis 2008 verhielt es sich umgekehrt. Das hatte vor allem einen Grund. Inflation und Leitzinsen waren systematisch rückläufig. Wer immer tiefere Anleiherenditen erwartet, kann Aktien auch schon heute höher bewerten.

Der Tiefpunkt der Gewinnrendite wurde zur Jahrtausendwende erreicht. Dies hatte nichts mehr mit Zinsen zu tun, sondern einer irrationalen Überbewertung von Aktien. Seither hat sich die Gewinnrendite normalisiert und liegt wieder oberhalb von Anleiherenditen. Diese waren vor allem nach der Finanzkrise so tief, dass niemand mehr von einem weiteren Rückgang ausging.

Aktuell konkurriert die Rendite 10-jähriger US-Anleihen mit der Gewinnrendite ebenso wie die Rendite von Anleihen mit kürzerer Laufzeit (Grafik 3). Die meisten Anleiherenditen liegen oberhalb der Gewinnrendite. Das macht keinen Sinn. Am Zinsumfeld gemessen, ist der Markt zu hoch bewertet.

Das Umfeld wird sich auch nicht so schnell ändern. Eine höhere Bewertung des Marktes durch ein höheres KGV ist also nicht zu erwarten. Die Kurse von Aktien können nur steigen, wenn die Gewinne wachsen. Ein Großteil der Kurssteigerungen der letzten 10 Jahre war auf ein höheres KGV zurückzuführen, nicht auf Gewinnwachstum. Zukünftig spielt das Gewinnwachstum eine größere Rolle.

Steigen die Kurse nur so viel, wie die Gewinne wachsen, lassen neue Allzeithochs auf sich warten. Das wirtschaftliche Umfeld ist kurzfristig schwierig. Nach derzeitiger Sachlage sind neue Hochs in den USA wohl erst 2025 fundamental zu rechtfertigen.

Clemens Schmale

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW51

DAX - Tagesausblick: DAX Abendtief 13841 nach Tageshoch 14161. Das bedeutet für heute...

Unter 14197 zeigt der DAX Trendpfeil abwärts, denn unter 14197 wurde eine 1-monatige Topbildungsphase abgeschlossen. Der gestrige Ansturm wurde genau da abgewiesen und in ein Abendtief bei 13841 verwandelt. Hier ist die heutige DAX Prognose vor Weihnachten...

Basiswert/ aktueller Kurs: XETRA DAX Schlusskurs 13914
DAX Vorbörse: ca. 13957

XETRA DAX Widerstände: 14000 + 14140 + 14192/14197/14234
XETRA DAX Unterstützungen: 13800/13758 + 13600/13570

DAX Prognose:

  • Der Markt weiß was ihm bevorsteht, möchte man meinen. Jeder Anstieg wird verkauft.
    Der DAX hätte ausgehend von 13800 die Marke 14197 erreichen dürfen. Wenn es dann gestern, von 13885 kommend, "nur" 14161 werden, darf man sich nicht beschweren.
  • Pikanter Twist: Der DAX Abendhandel wurde nach einem Tageshoch bei 14161 in ein Abendtief bei 13841 verwandelt.
  • Es ist wie es ist: Unter 14197 zeigt der DAX Trendpfeil abwärts, denn unter 14197 wurde eine 1-monatige Topbildungsphase abgeschlossen.
  • Vorerst bleibt die Hoffnung, dass sich das DAX Handelsgeschehen zwischen den Jahren weiter in der Kernzone zwischen 13800 und 14200 abspielt.
    Dies ist eine Handelsspanne zwischen der aktiven Verkaufslinie der vollendeten herbstlichen Topbildung (14197) und dem Pre-Pandemie-Hoch (13795), welches immer noch eine große Referenzlinie zum Vergleich aller Indizes und Aktien darstellt.
  • Auch die 200-Tage-Linie (EMA/rot/ 13758) spielt eine stützende Rolle.

DAX Details für heute, Freitag, 23.12.2022:

  1. Der DAX kann heute ausgehend vom Tagesschlusskurs 13914 bis 14000 steigen und bekommt dann die erste Gegenwehr der Verkäufer zu spüren.
  2. Der DAX Bereich 13800/13760 wirkt stützend.
  3. Oberseitig dürfte bei einem größeren Kraftakt der Käufer der Bereich 14192/14197/14233 abermals wie "Beton" wirken, ist also nahezu undurchdringlich.
  4. Ein stabileres Umfeld ergibt sich erst nach Stundenschlusskurs über 14200, wovon ich heute nicht ausgehe.
  5. Eine Eskalation nach unten stellt sich nach DAX Tagesschluss unter 13569 ein. Dann könnte der DAX bis 13000/12937 fallen.

Ich wünsche allen Lesern ***frohe Weihnachten*** an einem sicheren Ort!
Rocco Gräfe

ALLIANZ - Winterrally bei Kursen über dieser Marke

Ende September startete die Allianz Aktie eine steile Kaufwelle, die erst an einem Zwischenhoch aus dem Mai dieses Jahres abgebremst wurde. Nach der erwarteten Korrektur haben die Käufer zuletzt wieder Momentum aufgebaut und könnten den Wert in neue Höhen katapultieren.

Die Trendwende Ende September und der Ausbruch über den zentralen Widerstand bei 182,52 EUR sorgte bei der Aktie des Münchener Versicherers für eine massive Kaufwelle, die schon an frühere Glanzzeiten des Wertes erinnerten. Dieser Kaufimpuls stoppte erst an der Widerstandszone zwischen dem 61,8 %-Retracement der gesamten Abwärtsstrecke seit dem Jahreshoch bei 232,50 EUR, welches bei 203,36 EUR liegt und der kleineren Kurshürde bei 205,65 EUR.

Nach einem kurzen Abtauchen unter den Support bei 198,92 EUR, der wesentlich moderater ausfiel, als in der letzten Analyse erwartet, setzte zuletzt die nächste Aufwärtsbewegung ein. Sie dürfte mit einem Anstieg über das Rallyhoch bei 206,85 EUR das nächste Kaufsignal auslösen. Im Anschluss könnte die Aktie der Allianz das Abwärtsgap von Anfang Mai bei rund 215,00 EUR schließen und mittelfristig schon bis 224,55 EUR steigen.

Sollte dagegen im weiteren Verlauf das letzte Tief bei 197,30 EUR unterschritten werden, stünde ein Abverkauf bis 191,18 EUR an.

TRAVELERS - Bullen müssen aufpassen

Die Travelers Companies Aktie markierte vor wenigen Tagen noch ein neues Allzeithoch. Aber ein klarer Kauf ist die Aktie nicht mehr.

Die Aktie des Versicherungsunternehmens Travelers Companies befindet sich seit Jahrzehnten in einer Aufwärtsbewegung und kletterte dabei im März 2022 auf ein Hoch bei 187,98 USD.

Seit mehreren Wochen pendelt die Aktie um dieses Hoch und erreichte dabei in der Spitze das aktuelle Allzeithoch bei 191,16 USD. Das Muster innerhalb dieses Pendelns macht allerdings einen bärischen Eindruck. Denn hier könnte sich eine etwas verzogene SKS-Topformation herausbilden. Die Nackenlinie dieser Formation liegt aktuell bei 181,90 USD und damit im Bereich des EMA 50 und knapp unter dem steilen Aufwärtstrend seit Ende September 2022.

Größere Verkaufswelle droht

Noch ist die SKS nicht vollendet. Daher liegt bisher kein neues, mittelfristiges Verkaufssignal vor. Aber die Gefahr, dass es in Kürze zu einem solchen Signal kommt, ist hoch. Dafür müsste die Aktie signifikant unter die Nackenlinie abfallen. In diesem Fall wäre mit einer Abwärtsbewegung bis zumindest ca. 170 USD zu rechnen.

Sollte die Aktie aber dynamisch und stabil über 191,16 USD ausbrechen, dann wäre eine weitere Rally in Richtung 205 USD möglich.

Fazit: Die Bullen geraten in der Travelers-Aktie unter Druck. Noch sind sie aber nicht geschlagen.

PALLADIUM - Nächster Einbruch sogar unter 1.531 USD?

Palladium-Tagesausblick für Freitag, 23. Dezember 2022: Mit dem Bruch der Unterstützungen bei 1.804 und 1.772 USD wurden bei Palladium zwei starke Verkaufssignale gebildet. Der laufende Abverkauf hat ein klares Ziel vor Augen. Aber geben sich die Bären damit zufrieden?

Palladium Widerstände: 1.772 + 1.804 + 1.900
Palladium Unterstützungen: 1.650 + 1.531 + 1.430

Rückblick: Die Abwärtsdynamik hatte sich bei Palladium in den letzten Tagen deutlich verschärft und letztlich auch zum Bruch der beiden zentralen Unterstützungen bei 1.804 und 1.772 USD geführt. Damit ist der Wert unter die Tiefs aus den Sommermonaten eingebrochen und setzt so den Abwärtstrend seit 2.343 USD Anfang Oktober fort. Aktuell kann sich im Bereich von 1.650 USD ein kleiner Boden ausbilden, der aber der derzeitigen Verkaufswelle kaum standhalten dürfte.

Charttechnischer Ausblick: Mit einem Bruch von 1.650 USD wäre ein kleines Etappenziel des Einbruchs unterschritten und der Weg für einen Abverkauf bis 1.531 USD freigemacht. Am markanten Tief aus dem Dezember 2021 könnte eine starke Erholung starten. Sollte die Marke aber ebenfalls durchbrochen werden, stünden Verluste bis 1.430 und 1.380 USD, später sogar bis an das langfristige Abwärtskursziel bei 1.250 USD auf der Agenda. Dort dürfte der übergeordnete, bei 3.433 USD begonnene Abwärtstrend allerdings enden.

Eine Verteidigung von 1.650 USD würde an der Ausgangslage wenig ändern, denn schon bei 1.772 und 1.804 USD könnten etwaige Erholungen abrupt enden. Erst über diesen Hürden könnte sich die Lage entspannen und ein Anstieg bis 1.900 USD folgen.

Anleiherenditen: Steigen sie nochmal deutlich?

Vor allem in den USA hätte man noch vor wenigen Wochen traumhafte Renditen einlocken können. Ist die Chance endgültig vorbei?

Wahrscheinlich ist sie es. Das gilt zumindest auf absehbare Zeit. Was 2025 ist, weiß heute niemand. Ein zweiter Inflationsimpuls in zwei Jahren ist denkbar. Dann gibt es auch wieder Anleiherenditen im Bereich von 4,5 %. Kurzfristig ist die Chance darauf vertan. Dabei ist es alles andere als intuitiv, dass die Renditen fallen und nicht steigen.

Im März oder Mai wird der US-Leitzins bei 5-5,25 % stehen. 10-jährige Anleihen rentieren bei 3,7 %. Ein so großer Abschlag ist ungewöhnlich, zumal auch die Inflationsrate bis Ende 2023 vermutlich bei mehr als 3,5 % stehen wird. Unabhängig davon, ob eine Rezession kommt oder nicht, die Rendite erscheint zu niedrig.

Analysiert man die Details, erkennt man, woran es liegt. Die Rendite von Anleihen mit langer Laufzeit setzen sich auf drei Bestandteilen zusammen.

  • Der erste hängt mit dem Leitzins zusammen. Erwarten Anleger in den kommenden 10 Jahren im Durchschnitt einen Leitzins von 3 %, sollte die Rendite 10-jähriger Anleihen mindestens bei 3 % liegen. Läge sie darunter, macht das keinen Sinn. Der Leitzins ist ein absolut risikoloser Zinssatz. Niemand verleiht mit Risiko 10 Jahre lang Geld, wenn man den gleichen oder höheren Zins risikolos verdienen kann.
  • Der zweite Bestandteil ist die Inflation. Anleger wollen für Inflation kompensiert werden. Die Inflationserwartung muss zur Leitzinserwartung hinzugerechnet werden. In den kommenden 10 Jahren werden ungefähr 2,3 % pro Jahr Inflation erwartet. Es ist nicht unrealistisch, einen durchschnittlichen Leitzins von 2 % zu erwarten. Zusammen ergibt dies 4,3 %. So hoch sollte die Rendite 10-jähriger Anleihen stehen. Tut sie aber nicht, sie steht bei 3,7 %.
  • Die Differenz, 0,6 Prozentpunkte, sind der dritte Bestandteil, die Laufzeitprämie. Diese soll das erhöhte Risiko kompensieren, dass die Erwartungen in Bezug auf Leitzins und Inflation falsch sind. Eine Risikokompensation ist im Normalfall positiv. Bis 2014 war sie das auch. Seither ist die Prämie negativ, mit kurzem Ausflug in den positiven Bereich im Jahr 2021 (Grafik 1).

Aktuell sinkt die Prämie sehr schnell. Sie ist sogar kurz davor, ein neues Tief seit dem kurzen Hoch 2021 zu generieren (Grafik 2). Anleger sind bereit, für das Risiko einer langlaufenden Anleihe zu zahlen, anstatt eine Prämie einzunehmen.

Damit Anleiherenditen wieder steigen, muss sich dies ändern. Ausschließen kann man es nicht. Es ist nur unwahrscheinlich. Die Laufzeitprämie korreliert mit der Notenbankbilanz. Werder Wertpapiere wie Anleihen in einem Quantitative Easing Programm gekauft, steigt die Risikofreude. Anleiherenditen und Laufzeitprämie steigen.

Derzeit schrumpft die Notenbankbilanz. Wertpapiere werden verkauft. Das führt zu einem Risk-off Modus. Da Quantitative Tightening noch lange nicht beendet ist, dürfte die Laufzeitprämie tendenziell fallen und nicht steigen. Damit hat es auch die Gesamtrendite schwer, wieder in den Bereich von 4,5 % zu steigen.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW50

DAX - Tagesausblick: Schock für Investierte, DAX fiel unter 14150. Was kommt jetzt?

Der EZB-Nachmittag hat voll reingehauen, der DAX fiel unter 14000, Schockstarre für Investierte. Was nun? Hier ist die heutige DAX Prognose aus Sicht meiner Charts...

Basiswert/ aktueller Kurs: XETRA DAX Schlusskurs 13986
DAX Vorbörse: ca. 14004

XETRA DAX Widerstände: 14150
XETRA DAX Unterstützungen: 13795/13750 + 13565/13500

  • Der DAX war übergeordnet seit 1. Oktober in einer langgestreckten Jahresschlussanstiegsphase. Die Anstiegsdynamik hat bereits seit 11. November spürbar nachgelassen, die Kauflaune ist verflogen. Ein ganzer Range-Monat liegt schon hinter dem DAX. Gestern gab es eine Entladung, die Range wurde bei 14150 nach unten verlassen.

DAX Prognose:

  • Es hieß: "Die Wahrscheinlichkeit für einen Rücklauf zu ca. 14150 ist aktuell noch recht hoch, die Wahrscheinlichkeit für den direkten Ausbruch über 14570 ist nach meiner Einschätzung niedriger."
  • Der DAX fiel gestern tatsächlich von 14460 bis 14150, doch das reichte nicht, es wurden im Tief sogar DAX Kurse unter 14000.
  • Es gibt heute die Wahrscheinlichkeit weiterer Tiefs, zum Beispiel bei ca. 13800/13750, in Höhe des Pre-Pandemie-Hochs und der exp. 200-Tage-Linie (EMA200).
  • Zum großen Derivate-Verfall um 13 Uhr dürfte sich der DAX in vielen nahe 14000 aufhalten.
  • Wie geht es insgesamt weiter?
  • Kommt es zu einem Doppelkerzen "bullish engulfing", also Tagesschlusskursen bei oder über 14350, dann könnte der DAX ab nächste Woche steigen.
  • Kommt es zu einem Doppelkerzen "bullish Harami", also einem Gap up um 9 Uhr, das bis abends behauptet wird und den DAX knapp über 14150 enden lässt, dann könnte der DAX ab nächste Woche steigen.
  • Kommt es zu einem Tief bei 13800/13750 und dann zu einem bullischen Reversal, der als "weißer Hammer" endet, dann könnte der DAX ab nächste Woche steigen.
  • In allen anderen Fällen gibt es keine guten DAX Anstiegschancen, sondern allenfalls einen Rücklauf bis ca. 14150 und dann weiteren Korrekturbedarf bis 13795/13750 sowie 13565/13500, ggf. tiefer.
  • Prozyklische DAX Kaufsignale dürfte man ab jetzt erst wieder frühestens oberhalb von 14570 ausrufen. Dann wäre aber auch nur Anstiegsspielraum bis 14800 zu interpretieren.

Viel Erfolg an einem sicheren Ort! Rocco Gräfe

VW - Heute Beschluss der Sonderdividende, Montag "Ex-Tag"

Aufgrund des Börsengangs der Tochter Porsche AG sind VW ca. 20 Mrd. EUR zugeflossen. 49 % davon sollen nun an die VW-Anteilseigner im Rahmen einer Sonderdividende ausgeschüttet werden.

Zu diesem Zweck findet am heutigen Freitag, 16.12.2022 in Berlin eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Einziger Tagesordnungspunkt ist die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 19,06 EUR je VW-Stamm- bzw. Vorzugsaktie. Insgesamt werden somit rund 9,55 Mrd. EUR an die Aktionäre verteilt. Die ebenfalls im DAX notierte Porsche Automobil Holding SE erhält als VW-Großaktionär ca. 3 Mrd. EUR. Jeweils etwa 1 Mrd. EUR werden an das Land Niedersachsen und die Qatar Holding fließen.

Was müssen Anleger tun, um in den Genuss der üppigen Dividende zu kommen? Nun, einzige Voraussetzung ist, dass die Aktien am Tag der außerordentlichen Hauptversammlung, also dem 16.12. gekauft bzw. gehalten werden.

Der sogenannte Ex-Tag, also der Tag, an dem die Aktie abzüglich des Rechts auf die Dividende gehandelt wird, ist dann der 19.12. An diesem Tag müsste die VW-Aktie theoretisch mit 19,06 Euro weniger notieren. Durch Kursschwankungen kann der reale Aktienkurs natürlich abweichen.

Verspätete Auszahlung der Dividende…

Die Gutschrift der Dividende erfolgt jedoch nicht wie allgemein üblich am dritten Geschäftstag nach der Hauptversammlung, sondern erst am 9. Januar 2023! Dies geschieht auf Wunsch des zweitgrößten Aktionärs, dem Land Niedersachsen.

…führt zum Widerstand der Aktionärsschützer

Damit sind jedoch nicht alle einverstanden. So hat die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger einen Gegenantrag eingereicht, in welchem als Ausschüttungstag der 21. Dezember vorgeschlagen wird. Begründet wird dies damit, dass sich die ins neue Jahr verschobene Ausschüttung negativ auf die Performance der Anleger auswirken wird. Zudem können sich dadurch auch steuerliche Nachteile für Investoren ergeben. Ob sich der Großaktionär Porsche SE diesem Gegenantrag jedoch anschließen wird, muss bezweifelt werden.

Auch gibt es Stimmen wegen einer angeblich zu hohen Dividende, angesichts der Herausforderungen, vor denen VW steht. Aber es ist nicht zu erwarten, dass dies Auswirkungen haben wird. Die Mehrheit steht.

Fazit: Bezogen auf den aktuellen Börsenkurs von 135,90 Euro je VW-Vorzugsaktie ergibt sich durch die Sonderdividende eine Rendite von ca. 14 Prozent (vor Steuern). Natürlich muss dabei beachtet werden, dass sich der Aktienkurs (theoretisch) um die Höhe der Dividende verringern wird. So oder so ist die VW-Aktie ein interessantes Papier. Neben der guten Marktstellung der Wolfsburger besteht die Fantasie, dass durch den Börsengang weiterer Tochterunternehmen künftig noch zusätzliche Werte für die Anteilseigner gehoben werden. Wer die VW-Aktie indirekt mit einem ordentlichen Abschlag erwerben möchte, kann sich die Porsche Automobil Holding-Aktie näher anschauen. (Ausführlicher Bericht: Porsche Automobil Holding – Es ist kompliziert…. Aber spannend!)

ADOBE – Starker Ausblick und solide Zahlen

Adobe konnte am gestrigen Abend mit einem Ergebnis von 3,60 USD pro Aktie die durchschnittlichen Erwartungen von 3,50 USD schlagen. Beim Umsatz lag das Unternehmen mit 4,53 Mrd. USD im Rahmen der Schätzungen.

Insgesamt erzielte Adobe im vergangenen Jahr ein Non-GAAP Ergebnis von 13,71 USD pro Aktie bei einem Umsatz von 17,61 Mrd. USD.

Wachstum schwächelt, aber es reicht der Wallstreet

An die Wachstumsraten vergangener Quartale kommt Adobe aufgrund der wirtschaftlichen Schwäche jetzt nicht mehr heran. Das sollte nicht überraschen. Im vierten Quartal lag das Umsatzwachstum noch bei 10 Prozent, bzw. 14 Prozent auf Basis konstanter Währungen. Für das angelaufene Geschäftsjahr kündigt das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 9 Prozent respektive 13 Prozent bei konstanten Währungen an.

Der Markt hatte hier bislang eine Erwartung von 10,2 Prozent. Somit sollten die Umsätze 2023 in den Bereich von etwa 19,30 Mrd. USD steigen können. Das Ergebnis dürfte dann bei etwa 15 bis 16 USD pro Aktie liegen, auf Non-GAAP Basis. Ein KGV von rund 21 wirkt zumindest nicht mehr völlig aus der Welt bei dieser Qualitätsaktie.

Nachbörslich kann die Aktie vom Ausblick profitieren und legte etwa 5 Prozent zu. Während sich die Stammprodukte des Unternehmens weiter solide schlagen, kommt das Wachstum insbesondere aus Produkten wie Substance 3D oder Frame.io. Adobe ist in vielen Firmen, ähnlich wie Microsoft oder SAP, nicht mehr wegzudenken. Ohne das Unternehmen geht einfach nichts. Diese starke Marktposition, kann Adobe auch in den nächsten Jahren, aller Wahrscheinlichkeit nach weiter ausbauen.

Das zweistellige Wachstum dürfte sich daher auch in den Folgejahren noch fortsetzen lassen. Die 6,1 Mrd. USD Cash, über die Adobe derzeit verfügt, plant das Unternehmen zur Rückzahlung von Schulden ein um 2023 Zinskosten einzusparen. Außerdem sollen weiterhin Aktien zurückgekauft werden. Dafür stehen momentan noch 6,55 Mrd. USD aus dem laufenden Rückkaufprogramm zur Verfügung.

Fazit: Zwar liegt die Umsatzguidance unterhalb der Erwartungen, doch Analysten haben wohl weniger Gegenwind an der Währungsfront einkalkuliert. Sollte sich der Dollar weiter abschwächen könnten daher auch höhere Werte drin sein. Die Börse feiert die Zahlen, weil diese zumindest das Wachstum signalisieren, was auch der Markt erwartet hatte. Adobe liegt auf Kurs. Langfristanleger können aktuell zuschlagen. Die Bewertung erscheint fair.

PALLADIUM - Verkaufssignal in Reichweite

Palladium -Tagesausblick für Freitag, 16. Dezember 2022: Schon gestern brach Palladium an die zentrale Unterstützung bei 1.772 USD ein. Unterhalb des Tiefs vom Juni ist sogar ein Abverkauf an das Tief des Jahres 2021 wahrscheinlich.

Palladium Widerstände: 1.900 + 1.948 + 1.997
Palladium Unterstützungen: 1.804 + 1.772 + 1.650

Rückblick: Nachdem der Palladiumpreis zu Wochenbeginn an der Hürde bei 1.997 USD gescheitert und nach Süden gedreht war, kam es mit dem Unterschreiten des Zwischentiefs bei 1.869 USD im gestrigen Handel zu einem kurzfristigen Verkaufssignal. Dabei machten die Verkäufer direkt kurzen Prozess und ließen den Wert direkt bis 1.772 USD fallen. An dieser zentralen mittelfristigen Unterstützung startete eine kleine Erholung, die allerdings nur kurz andauern dürfte.

Charttechnischer Ausblick: Der herbe Einbruch hat gestern die schwache Verfassung von Palladium erneut unterstrichen und dürfte sich nach dem Ende der aktuellen kleinen Erholung direkt bis 1.650 USD fortsetzen. Damit wäre ein größeres Verkaufssignal aktiviert und für die kommenden Wochen sogar mit einer Verkaufswelle bis an das Abwärtsziel bei 1.531 USD zu rechnen.

Sollte der Wert wider Erwarten im Rahmen der Erholung über 1.869 USD steigen, wäre der Abwärtsdruck reduziert. Für eine kurzfristige Trendwende müsste Palladium aber über 1.900 USD ausbrechen.

Was Hochzinsanleihen über den zukünftigen Kursverlauf von Aktien sagen

Hochzinsanleihen sind ein zuverlässiger Indikator für den Aktienmarkt. Aktuell ist das Signal ermunternd. Einen Haken hat die Sache.

Dem Anleihemarkt wird nachgesagt, dass er nicht nur dem Aktienmarkt vorausläuft, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung sehr viel akkurater bestimmt als Aktien. Die Vorhersagekraft des Anleihemarktes zeigt sich z.B. bei der Zinskurve. Teils prognostiziert diese eine Rezession weit im Voraus. Aktien steigen munter weiter, während sich das Desaster für alle sichtbar andeutet. Im kurzfristigen Zeitfenster sind vor allem Hochzinsanleihen Gold wert. Fallen die Kurse von Hochzinsanleihen, während der Aktienmarkt noch steigt, ist dies ein Warnsignal für den Aktienmarkt. Das Hoch zum Jahreswechsel 2021/2022 deuteten Hochzinsanleihen mit Vorlauf an.

Der umgekehrte Fall gilt auch. Beginnen Hochzinsanleihen zu steigen und fallen Aktien gleichzeitig noch, ist das Tief nicht weit. Aktuell laufen Anleihen und Aktien parallel. Damit ist keine eindeutige Signallage zu erkennen. Das einzige, was sich sagen lässt: Hochzinsanleihen sind weit von einem neuen Aufwärtstrend entfernt. Während der Aktienmarkt daran arbeitete, durch ein höheres Hoch den Abwärtstrend zu brechen, zeigten Anleihen keinen derartigen Versuch.

Obwohl Anleihen und Aktien parallel verlaufen und keine Divergenz vorliegt, kann man Hochzinsanleihen als Indikator nutzen. Hochzinsanleihen reagieren sehr sensibel auf konjunkturelle Veränderungen. Unternehmen mit schlechter Bonität sind riskant, vor allem dann, wenn die Wirtschaft wenig wächst oder schrumpft. Es ist in diesem Fall unwahrscheinlicher, dass die Schulden bedient werden können.

Frühindikatoren für das Wirtschaftswachstum zeigen seit Monaten nach unten. Das Wachstum schwächt sich ab. Eine Rezession ist absehbar. Bei dieser Ausgangslage sollten die Kurse von Hochzinsanleihen fallen. Da sie riskanter sind als Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität, sollte die Performance deutlich schlechter sein.

Die Performancedifferenz von Hochzinsanleihen und Anleihen von Unternehmen mit guter Bonität ist jedoch nicht negativ, sondern positiv. Dies würde im Normalfall einen konjunkturellen Aufschwung andeuten und nicht eine Rezession. Da die Frühindikatoren weiterhin rückläufig sind, liegt einer der beiden Indikatoren falsch (Grafik 2).

Die Veränderungsrate beider Indikatoren kann sich deutlich unterscheiden. Die Richtung unterscheidet sich selten. Die derzeitige Divergenz ist markant. Im Zweifelsfall gebe ich den Frühindikatoren mehr Gewicht. Wenn die Performancedifferenz einen Aufschwung anzeigt, während Frühindikatoren auf eine Rezession andeuten, was läuft dann schief?

Die Rally bei Hochzinsanleihen und bei Aktien ist allein auf einen Risk-on-Modus zurückzuführen. Sie basiert nicht auf realen wirtschaftlichen Entwicklungen. Der Risk-on-Modus bis Anfang Dezember war von Zinshoffnungen getrieben. Es war eine Sentimentrally ohne Fundament.

Am Mittwoch versuchte die Fed durch ihren Zinsentscheid und Ausblick Anleger auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Ob ihr das gelungen ist, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Bleiben Anleger optimistisch, werden sie früher oder später von der wirtschaftlichen Realität eingeholt.

Clemens Schmale

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW49

DAX - Tagesausblick: Neue Kursanstiege müssen sich bei 14327 beweisen...

Hier ist die heutige DAX Prognose. Es wurden seit 7:45 Uhr wieder alle DAX Chartparameter der Zeitebenen Tageskerzen und Stundenkerzen sorgfältig ausgewertet und der DAX Future mit einbezogen. Aus den DAX Kursmustern leite ich für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr Folgendes ab...

Basiswert/ aktueller Kurs: XETRA DAX Schlusskurs 14265
DAX Vorbörse: ca. 14320
VDAX NEW: 22,2 %

XETRA DAX Widerstände: 14327 + 14412 + 14585 + 14815
XETRA DAX Unterstützungen: 14264/14250 + 14150 + 14106 + 13800

DAX Prognose:

  • Der DAX hat seine Divergenzen nach unten aufgelöst. Der Index fiel um ca. 400 Punkte von 14585 bis 14197.
  • Die Korrektur erreichte jedoch bisher keine idealtypischen Ziele wie zum Beispiel 14150 oder 13800.
  • Ob neuer Jahresendfortschritt erzielt werden kann, wird heute vom Verhalten bei ~14327 abhängen.
  • Die Vorbörse erhob sich bereits auf 14325. a) Steigt der DAX überzeugend über 14327, so bleiben weitere Konsolidierungstiefs bei 14150 oder 13800 eher aus und der DAX orientiert sich wieder in Richtung der bisherigen Herbsthochs (14585) oder steigt bis zum großen Ziel 14815. b) Bleibt der DAX unter 14327 stecken, so könnten bald noch die unteren Ziele 14150 oder 13800 erreicht werden.
  • Ergänzung: Kulminationspunkte für die zu treffende Richtungsentscheidung sind wahrscheinlich die heutigen US-Makrodaten um 14:30 Uhr und 16:00 Uhr.

Viel Erfolg an einem sicheren Ort! Rocco Gräfe

TESLA - Kommt direkt das nächste Verkaufssignal?

Die Tesla-Aktie droht aktuell unter das bisherige, frische Jahrestief einzubrechen und damit das nächste übergeordnete Verkaufssignal zu generieren. Negative Nachrichten aus Fernost und der immer erratischer agierende bzw. regierende "Technoking" Elon Musk machen die Lage nicht einfacher.

Elon Musk ist nicht Tesla, dennoch hinterlässt schon sein exaltierter Führungsstil bei Twitter verschiedenste Fragezeichen bei den Investoren. Zuletzt gab es Gerüchte bezüglich weiterer Aktienverkäufe, Tesla-Aktien als Sicherheit für persönliche Twitterkredite, hoher Abfindungen für hochrangige Ex-Mitarbeiter und auch die (Noch-)Angestellten erhalten jetzt wohl Betten in den Büros. Aber wenn dann auch die Firma Tesla selbst wie heute gemeldet Produktionsschichten in Schanghai kürzen muss und die Produktion beim Modell Y angeblich um 20 % reduziert werden soll, wird es auch für die Aktie eng. Und dies spiegelt sich auch im Kursverlauf wider: Nachdem zuletzt auch die Chance auf eine bullische Schulter-Kopf-Schulter-Formation vergeben wurde, setzt sich der Einbruch der letzten Tage einfach fort. Dennoch trifft die Aktie in Kürze wieder auf eine wichtige Kursmarke, an der man ihr Verhalten sehr genau beobachten sollte:

Nächstes Entscheidungslevel bei 165,63 USD

In den letzten Wochen hat die Tesla-Aktie mehrfach das Tief des Jahres 2021 bei 179,83 USD gebrochen und droht sich nun übergeordnet darunter zu etablieren. Das bisherige Tief vom 22. November liegt mit 166,18 USD direkt am 61,8 %-Retracements der langfristigen, 2019 begonnenen Rally, welches bei 165,63 USD verläuft. Sollte diese Marke auch weiterhin verteidigt werden, könnte die Aktie eine weitere Erholung starten. Für ein zugehöriges prozyklisches Kaufsignal muss aber die Abwärtstrendlinie auf Höhe von 188,00 USD überschritten werden. Die großen Herausforderungen liegen dann bei 198,92 und dem früheren Zwischentief bei 206, 85 USD. Aktuell sind dies kaum überwindbare Hürden. Daher wäre eine Seitwärtsbewegung zwischen 165,00 und 206,00 USD für die nächsten Wochen bereits ein recht bullisches Szenario.

Sollte die Aktie dagegen unter 165,00 USD fallen, wäre schon wieder ein übergeordnetes Shortsignal aktiviert. Darunter liegt bei 155,00 USD das nächste Produktionsziel im Markt. An dieser Stelle könnte sich also zumindest eine Seitwärtsphase entwickeln. Sollte die Aktie im weiteren Verlauf aber auch unter diesen Support und das nächsttiefere kurzfristige Abwärtsziel bei 149,00 USD zurücksetzen, dürfte der Abverkauf an den mittelfristigen Support bei 134,00 USD führen. Ein Konter auf diesem Niveau könnte dann den langfristigen Einbruch bis zur 106,00-USD-Marke verhindern.

NVIDIA - Ohne Umwege wird es nicht gehen

Mitte November ging der starke Anstieg der Nvidia-Aktie in eine Seitwärtsbewegung über, die nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch jetzt nach unten aufgelöst zu werden droht. Doch selbst eine tiefe Korrektur der Erholungsrally wäre nicht sonderlich problematisch für den weiter bullischen Verlauf.

Mit dem Anstieg über den Widerstand bei 144,65 USD hatte sich die Aktie von Nvidia Anfang November nicht nur über eine steile Abwärtstrendlinie, sondern auch in die Seitwärtsphase der Monate Mai bis August zurück gearbeitet. Diesem Kaufsignal folgte ein Anstieg auf 169,98 USD. Dieses Hoch konnte allerdings zuletzt nur kurzzeitig überwunden werden.

Seit dem 01. Dezember schwächelt die Aktie, setzte an das Zwischentief bei 155,20 USD zurück und brach dabei auch unter die kurzfristige Aufwärtstrendlinie ein. Daher ist vor der Fortsetzung des an sich intakten Aufwärtstrends jetzt mit einem Rückfall auf 155,20 USD und einem Pullback an die zentrale Supportzone um 144,65 USD zu rechnen. Dort sollte die Nvidia-Aktie wieder nach oben abprallen und bei einem späteren Anstieg über 170,00 USD Richtung 179,47 USD klettern und so einen mittelfristigen Anstieg bis 195,00 USD vorbereiten.

Aktuell wäre erst ein nachhaltiger Bruch der 144,65-USD-Marke ein Signal dafür, dass sich der übergeordnete Abwärtstrend doch noch einmal in Richtung 129,00 USD fortsetzen kann.

PALLADIUM - Kaum Spielraum auf der Unterseite

Palladium -Tagesausblick für Freitag, 09. Dezember 2022: In den vergangenen Tagen bildete sich bei Palladium eine leichte Erholung aus, die allerdings die Umrisse einer bärischen Flagge trägt. Diese (Abwärts)Trendfortsetzungsformation unterstreicht den angeschlagenen Zustand des Palladiumcharts.

Palladium Widerstände: 1.948 + 1.997 + 2.088
Palladium Unterstützungen: 1.860 + 1.804 + 1.772

Rückblick: Der Schwächephase im Oktober folgte bei Palladium nach dem Abverkauf an die zentralen mittelfristigen Unterstützungen bei 1.804 und 1.772 USD eine deutliche Erholung. Allerdings reichte es dabei nicht zu einem dauerhaften Anstieg über den Widerstand bei 2.088 USD. Mitte November folgte daraufhin der nächste Angriff der Bären, der den Wert erneut bis 1.804 USD drückte. Doch statt dynamisch nach oben zu springen, tendiert Palladium seither in einer kleinen, bärischen Flaggenformation tendenziell seitwärts.

Charttechnischer Ausblick: Der schwache Erholungsversuch der letzten Wochen könnte bereits der Vorbote für einen Bruch von 1.804 und 1.772 USD werden. Abgaben unter 1.875 USD würden bereits für einen solchen Rücksetzer sprechen. Unter 1.772 USD dürfte Palladium aufgrund des starken Verkaufssignals bis 1.650 USD abverkauft werden. Auf Sicht der kommenden Wochen wäre sogar ein Einbruch bis 1.531 USD möglich.

Um sich aus der Seitwärtsphase zu befreien und das drohende Verkaufssignal zu verhindern, müsste der Kurs dagegen über 1.948 USD und die Oberseite der bärischen Flagge ausbrechen. Erst wenn die Trendfortsetzungsformation nach oben überwunden wurde, könnte auch eine spürbare Erholung über die Abwärtstrendlinie und bis 1.997 und 2.088 USD führen.

Das Armageddon-Szenario: Hebt die Fed den Leitzins bis auf 6,5% an?

Armageddon, Weltuntergang, Apokalypse: Was passiert, wenn die US-Notenbank Fed den Leitzins deutlich stärker anhebt als erwartet?

Aktuell preisen die Finanzmärkte nur noch zwei Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve ein. Beim Zinsentscheid in der kommenden Woche sowie Anfang Februar dürfte der Leitzins nach Einschätzung der Märkte jeweils noch um 50 Basispunkte angehoben werden. Insgesamt würde der Leitzins damit also noch um einen Prozentpunkt steigen und befände sich dann ab Februar 2023 in einer Spanne zwischen 4,75 % und 5,00 %.

Auf dem dann erreichten Niveau dürfte der Leitzins für den größten Teil des Jahres 2023 bleiben, bevor es nach Einschätzung des Marktes ab November 2023 wieder zu Leitzinssenkungen kommen dürfte.

Allerdings stellt sich die Frage, ob ein maximaler Leitzins ("terminal rate") von 4,75 % bis 5,00 % tatsächlich ausreichen wird, um die Inflation in den USA wieder auf das Fed-Ziel von 2 % zu bringen. Zuletzt ist die Inflation zwar bereits deutlich gesunken, doch mit einer Inflationsrate von 7,7 % und einer Kerninflation von 6,3 % lag die Teuerung auch im Oktober noch meilenweit vom Notenbankziel entfernt. Die US-Inflationsdaten für November werden am kommenden Dienstag veröffentlicht, nur einen Tag vor dem Fed-Zinsentscheid.

Wie der folgende Chart zeigt, musste die US-Notenbank in der letzten Hochinflationsphase der 1980er Jahre den Leitzins bis über die Inflationsrate erhöhen, um die Teuerung tatsächlich unter Kontrolle zu bekommen (siehe auch den folgenden Artikel: Inflationsbekämpfung: Warum die Geschichte nichts Gutes verheißt).

Analysten der US-Bank JPMorgan Chase rund Nikolaos Panigirtzoglou haben nun analysiert was passieren würde, falls die US-Notenbank Fed ihre Zinserhöhungen im kommenden Jahr nicht bei 5 % beendet, sondern den Leitzins in der zweiten Jahreshälfte 2023 bis auf 6,5 % anhebt. Im Gespräch mit Kunden wird dieses Szenario laut JPMorgan überwiegend als Armageddon-Szenario bezeichnet, nachdem der Leitzins im Jahr 2000 bis auf dieses Niveau erhöht wurde, worauf heftigste Verluste an den Aktienmärkten folgten.

Für die aktuelle Situation gehen die Analysten allerdings von einem etwas begrenzteren Risiko aus. "Obwohl kaum Zweifel daran bestehen, dass [Fed-Leitzinsen von 6,5 %] für die meisten Anlageklassen, einschließlich Aktien, Anleihen und Kredite, negativ wären, ist unserer Meinung nach die mögliche Abwärtsbewegung wahrscheinlich begrenzter, als ein Armageddon vermuten lässt", werden die JPMorgan-Analysten von MarketWatch zitiert. Ein Grund dafür sei, dass die Nachfrage nach Aktien und Anleihen auch bereits 2022 sehr niedrig gewesen sei, weshalb ein weiteres, sehr schwaches Jahr, deutlich unwahrscheinlicher sei.

Das klingt zwar nur bedingt nach einer Entwarnung, doch Anleger können sich aktuell noch daran trösten, dass JPMorgan derzeit für das Szenario von Zinserhöhungen bis auf 6,5 % nur eine Wahrscheinlichkeit von 28 % sieht, während der Markt in den Zinsfutures für dieses Szenario sogar nur eine Wahrscheinlichkeit von 10 % einpreist.

Ob ein Armageddon-Szenario droht oder nicht, werden die Inflationsdaten der kommenden Monate zeigen. Die US-Notenbank Fed hat keinen Zweifel daran gelassen, dass sie an ihrem Inflationsziel von 2 % festhält. Und auch wenn die Fed jetzt das Tempo ihrer Zinserhöhungen auf 50 Basispunkte pro Meeting verlangsamt, ist keineswegs ausgeschlossen, dass sie den Leitzins insgesamt stärker anheben wird als erwartet und die "terminal rate" nicht bei 4,75 % bis 5,00 %, sondern darüber liegen wird. Das Risiko eines Armageddon-Szenarios ist also durchaus real, wenn auch aus Sicht des Marktes nicht sonderlich wahrscheinlich.

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