Wöchentliche Marktinfo KW40

DOW JONES - Erholung intakt

Der Dow Jones befindet sich trotz des gestrigen Rückschlags in einer kurzfristigen Erholung. Wie weit kann diese noch gehen?

Der Dow Jones musste gestern im Rahmen der Erholung seit Montag einen Rückschlag hinnehmen. Der Index behauptete sich dabei aber über dem Aufwärtsgap vom 04. Oktober zwischen 29.647-29.826 Punkten.

Damit ist die Erholung trotz des Rückschlags noch intakt. Im Idealfall steigt der Index dabei in Richtung 30.726 Punkte und damit an das log. 38,2 % Retracement der Abwärtsbewegung ab Mitte August. Perfekt wäre es, wenn der Index heute diese Marke erreichen würde. Denn heute verläuft auch der Abwärtstrend seit August 2022 dort.

Nach dem Ende dieser Erholung dürfte es noch zu einer weiteren Verkaufswelle in Richtung des Jahrestiefs bei 28.715 bzw. bis 28.201 Punkte kommen. Später wäre sogar eine Abwärtsbewegung gen 24.011-23.865 Punkte möglich.

Ein Ausbruch über den Widerstandsbereich um 30.726 Punkte würde die Ausdehnung der Erholung in Richtung 32.038 Punkte ermöglichen. Diese Erholung wäre aber nur ein Pullback an den gebrochenen Aufwärtstrend ab Juni 2022 und ein Anstieg an das log. 61,8 % Retracement der Abwärtsbewegung ab Mitte August 2022.

GLOBAL FASHION – Das Russland-Geschäft wird verkauft!

Der weltweit in Emerging Markets tätige Online-Modehändler Global Fashion verkauft sein Russland-Geschäft.

Der Meldung nach bekommt Global Fashion für seine in Russland, Kasachstan und Weißrussland tätige Tochtergesellschaft 100 Mio. EUR, zusätzlich zum Barbestand, welches das Unternehmen hält. Einerseits dürfte das die Aktionäre von Global Fashion freuen, denn immerhin ist die Zukunft des Russland-Geschäftes mehr als fraglich. Andererseits gibt es auch ein weinendes Auge!

Der Haken an der Sache

Das Geschäft in Russland ist im Global-Fashion-Konzern die Ertragsperle schlechthin. Im ersten Halbjahr erzielte Global Fashion Umsatzerlöse von 855 Mio. EUR. Das Geschäft von Lamoda steuerte 337,5 Mio. EUR bei. Das adjustierte EBITDA belief sich auf 40,3 Mio. EUR im Konzern. Der große Haken: Alleine Lamoda erzielte 61,2 Mio. EUR EBITDA. Das heißt nichts anderes, als dass Global Fashion mehr oder weniger den einzigen profitablen Geschäftsbereich für rund 1 x EBITDA „verschenkt“. Zurück bleibt ein unprofitabler Modekonzern mit vollem Bankkonto, aber hohem Barmittelverbrauch.

Global Fashion hatte hier die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder das nehmen, was man bekommt, oder eine ungewisse Zukunft riskieren. Da erscheinen aus Aktionärssicht die 100 Mio. EUR immerhin als Spatz in der Hand. Andererseits sind die Perspektiven für das restliche Geschäft deutlich angespannter.

Global Fashion dürfte zum Jahresende dann über 250 bis 300 Mio. EUR Nettokasse verfügen. Das Unternehmen wiegt an der Börse bei einem Kurs von 1,40 EUR aber auch gerade mal 310 Mio. EUR.

Fazit: Es dürfte sich zunächst Erleichterung breit machen. Allerdings ist der Restkonzern furchtbar unprofitabel und ein Geldverbrenner. Für kurzfristige Zocker ergeben sich Möglichkeiten, doch Global Fashion muss jetzt erst einmal die künftigen Perspektiven aufzeigen.

DEUTSCHE BÖRSE - Der Ausbruch wäre zum Greifen nah

Die Aktie der Deutschen Börse tendiert seit Wochen knapp unter dem neuen Allzeithoch bei 175,90 EUR seitwärts und bereitet den Anstieg über die Hürde vor. Im gestrigen Handel wurde sie fast erreicht, ehe eine Korrektur einsetzte. Jetzt sollte die Chance auf ein Kaufsignal aber genutzt werden.

Oberhalb von 166,00 EUR hat die Aktie der Deutschen Börse jetzt die Chance, im Rahmen des Anstiegs seit dem Zwischentief bei 163,25 EUR das neue Allzeithoch bei 175,90 EUR zu überwinden und damit ein Kaufsignal zu generieren.

Oberhalb der Marke würde insbesondere der Aufwärtstrend seit Anfang Juni in eine neue Runde gehen und sein erstes Ziel bei 184,22 EUR angesteuert werden können. An dieser Stelle dürfte es zu einem Rücklauf an das jetzige Rallyhoch kommen, ehe der Anstieg mittelfristig in Richtung 190,00 EUR führen könnte. Die volatile, von starken Korrekturen durchzogene Grundstruktur des Aufwärtstrends dürfte den Anlegern also erhalten bleiben.

Die Chance auf den direkten Ausbruch in den kommenden Stunden und Tagen wäre dagegen bei einem Bruch der 166,00-EUR-Marke vergeben und eine Korrektur bis 158,00 EUR zu erwarten.

PALLADIUM - Doppeltop verhindert und Aufwärtspotenzial ausgebaut

Tagesausblick für Freitag, 07. Oktober 2022: Mit dem jüngsten Anstieg über die Hochs bei 2.268 und 2.290 USD wurde bei Palladium eine bärische Trendwendeformation in Gestalt eines Doppelhochs verhindert und damit der Weg für weitere mittelfristige Zugewinne bereitet.

Palladium Widerstände: 2.290 + 2.318 + 2.400

Palladium Unterstützungen: 2.218 + 2.149 + 2.060

Rückblick: Palladium konnte sich zuletzt nicht nur über der Unterstützung bei 1.900 USD stabilisieren, sondern sogar wieder eine Aufwärtsbewegung starten, die den Anstieg seit Mitte Juli fortsetzte. In zwei bisher gleichlangen Aufwärtsstrecken zog der Kurs über die Hürden bei 2.218 USD und zuletzt auch über die Oberseite des bisherigen Verlaufshochs bei 2.290 USD an. Damit wurde auch ein sich abzeichnendes bärisches Doppelhoch abgewendet und ein starkes Kaufsignal generiert. Ausgehend vom neuen Verlaufshoch bei 2.343 USD setzt der Wert aktuell leicht zurück.

Charttechnischer Ausblick: Die entscheidende Information neben dem Überwinden der Oberseite des potenziellen Doppelhochs ist die Tatsache, dass die Aufwärtsstrecken bisher die gleiche Länge aufweisen. Damit ist der Anstieg jetzt entweder vorzeitig unterbrochen, oder es folgt die preisliche Ausdehnung der zweiten Aufwärtsstrecke. In diesem Fall hätten sich die Bullen durchgesetzt und könnten Palladium weiter bis 2.420 USD und darüber bereits bis an den Widerstand bei 2.488 USD antreiben.

Im Falle einer Unterbrechung des Anstiegs würde es zunächst zu einer Korrektur bis 2.149 USD kommen, ehe die 2.420-USD-Marke angesteuert werden kann. Darunter wäre die Chance auf weitere Zugewinne aber vergeben und ein Einbruch bis 1.997 USD wahrscheinlich.

War das Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten ein Fehlalarm?

Wer sich aufgrund der starken Performance zu Wochenbeginn zu Käufen hinreißen lassen will, sollte abwarten.

Vor einer Woche berichtete ich darüber, wie stark der Markt überverkauft ist. Einen Rebound hielt ich daher für möglich. Bis Mittwochabend vergangener Woche versuchte sich der Markt an einem Rebound, scheiterte aber. Statt Rebound kam es fast zur Panik. Nur noch 2,8 % aller S&P 500 Aktien notierten oberhalb ihrer 50-Tagelinie. Der Anteil an Aktien oberhalb der 200-Tage-Linie war höher, fiel aber von 13,5 % auf 11 %. Das sind Werte, die man beinahe als Kapitulation bezeichnen kann. Nun fragt sich jeder, ob der Markt wieder nachhaltig steigen kann. Impulsive Rebounds, wie er eine Woche zu spät am Montag und Dienstag stattgefunden hat, stellen Anleger vor schwierige Entscheidungen. Im Vorfeld weiß man nie, ob aus einem Rebound ein neuer Trend wird. Persönlich interpretiere ich den Rebound als genau das, einen Rebound. Der Markt war stark überverkauft und kam neben der tiefen Marktbreite auch aus einer ungewöhnlichen Verlustserie. In den vergangenen 40 Jahren gab es nur neun Verlustserien, die gleichlang oder länger andauerten.

Lange Verlustserien sind selten, vor allem in den vergangenen Jahrzehnten. Auch sie bringen zum Ausdruck, wie überverkauft der Markt war. Je extremer die Positionierung und je größer der Verkaufsdruck war, desto wahrscheinlicher wird ein Rebound. Gemessen am Anteil negativer Handelstage in diesem Jahr ist 2022 außergewöhnlich. Es ist das zweitschlechteste Jahr in über einem Jahrhundert (Grafik 2).

Von Kapitulation kann trotz dieser Extreme noch nicht die Rede sein. Die Positionierung aktiver Investmentmanager in den USA ist immer noch positiv. Crashs und Bärenmärkte enden für gewöhnlich bei tieferen Werten (Grafik 3). Leichte Panik kam auf, doch Kapitulation ist noch nicht festzustellen.

Aufgrund der Datenlage könnte die Kapitulation allerdings in großen Schritten näherkommen. 2022 ähnelt in vielen Bereichen dem Jahr 2008. Ob Kursverlauf des S&P 500 oder die Parallelen bei der Marktbreite oder Volatilität, sie alle sind erschreckend. Auch die Stimmung unter Anlegern weist Parallelen auf.

Mehrfach konnte bei US-Privatanlegern in diesem Jahr von extrem bärischen Sentiment gesprochen werden. Normalerweise sind dies Kaufsignale. Extreme treten in der Nähe von Tiefs auf. Eine Ausnahme bildete 2008. Dreimal scheiterte ein Sentiment-Extrem daran, den Markt zu drehen, bevor es zum großen Crash nach der Lehman-Pleite kam (Grafik 4).

Für einen Trendwechsel fehlt die Kapitulation. Ein Rebound als natürliche Gegenreaktion zu einem überverkauften Markt ist kein Trendwechsel. Damit es tatsächlich zur Kapitulation kommt, braucht es einen Auslöser, wie es 2008 die Lehman-Pleite war. Dieses Mal dürften es die Dollarstärke sein. Das Setup für eine Marktverwerfung stimmt. Das ist immer noch keine Garantie, doch die Gefahr, dass der bisher ordentliche Bärenmarkt noch chaotisch wird, ist rasant gestiegen. Anleger sollten sich mental darauf einstellen und gleichzeitig daran denken, dass Panik die besten Chancen bietet.

Clemens Schmale

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Autor: Stock3

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW39

DAX - Tagesausblick: Wie gewonnen so zerronnen, zack, alle Zugewinne wieder weg

Wie gewonnen so zerronnen, zack, waren alle DAX Zugewinne wieder weg. Der DAX Anstieg zu 12180 (bzw. Nachbörse 12322) von Mittwoch war ein großer Fake. Der Index ist weiterhin sehr labil. Meine DAX Prognose zum Monatsschluss.

aktuelle DAX Widerstände: 11997(PP)/12012 (12050) + 12180/12198 + 12407(R3)/12415 + 12440
aktuelle DAX Unterstützungen: 11863 + 11566(S3) + 11517/11513

DAX Prognose
Wie gewonnen so zerronnen, zack, waren alle Zugewinne wieder weg.
Der DAX Anstieg zu 12180 (bzw. Nachbörse 12322) von Mittwoch war ein großer Fake, eine Eintagsfliege.
Der XETRA DAX blieb gestern ganztägig unter der Horizontale 12180 und konnte froh sein, nicht schon direkt neue Jahrestiefs unter 11863 ausgebildet zu haben. Tagesschlusskurs 11976.

Seit dem letzten Freitag liegt ein neues mittelfristiges DAX Verkaufssignal vor, durch den Durchbruch an der Jahrestiefhorizontale 12440. Das war das Märztief bzw. Sommertief.
Der Rückweg über 12440 bleibt in allen möglichen Szenarien für den Rest der Woche eine schwere Aufgabe.

Der DAX ist zugleich im Tageskerzenchart in eine bärische Überhitzungsphase eingetreten, durch den Ausbruch unter den roten Trendkanal.
Die Überhitzung außerhalb des Kanals könnte den DAX nach gängiger Berechnungsmethode noch zu 11513 führen (161 % measuring einer früheren Referenzstrecke, blaues Rechteck).
Die Überhitzung könnte seit 12257 (100 % measuring) aber auch spontan enden und den DAX in den Kanal zurückführen und bis zu dessen Abwärtstrend. Wie weit Übertreibungen reichen kann nicht bestimmt werden.

DAX HEUTE, klare Abgrenzungen wie folgt:
1) DAX Zwischenanstiege haben es heute schwer, über 12180/12200 hinauszukommen. Wenn es dennoch klappt, dann wäre maximal 12406/12415 das obere Tagesziel. Beide Zonen eignen sich für eine scharfe Richtungsumkehr nach unten.
2) Schon bei DAX 11997(PP)/12012 (ggf. 12050 wegen des heutigen Nachthochs) kann das DAX Tageshoch auftreten.
3) Nach Stundenschlusskurs unterhalb von 11863 eskaliert der DAX noch heute bis ca. 11566 (XETRA DAX Pivot S3) und 11517/11513 (größeres Zwischenziel, doppelt herleitbar).

Ergänzung: Der herbstliche DAX Abwärtstrend endet nur über 13565 (kein Tippfehler).

Viel Erfolg und ein schönes verlängertes Wochenende an einem sicheren Ort!
Rocco Gräfe

ZALANDO - Bald am Allzeittief?

Die Zalando-Aktie muss seit über einem Jahr starke Kursverluste hinnehmen. Naht nun langsam ein Boden oder geht die Abwärtsbewegung noch weiter?

Die Zalando-Aktie befindet sich seit ihrem Allzeithoch bei 105,90 EUR vom 07. Juli 2021 in einer starken Abwärtsbewegung. Diese führte die Aktie des Onlinehändlers am 24. Juni 2022 auf ein Tief bei 20,94 EUR. Am 22. September fiel die Aktie per Tagesschlusskurs unter diese Marke. Nach einem Tief bei 19,22 EUR erholte sich der Wert noch einmal an das Junitief, prallte aber gestern daran nach unten ab. Zu einem neuen Tief kam es aber noch nicht.

Die Zalando-Aktie könnte in den nächsten Tagen weiter unter Druck geraten. Ein Rückfall auf das Allzeittief bei 17,01 EUR ist möglich. Falls dieses Allzeittief nicht halten sollte, ergäbe sich sogar Abwärtspotenzial in Richtung 12,07 EUR. Ein Ausbruch über 20,94 EUR könnte eine kleine Erholung in Richtung der Widerstandszone zwischen 24,39 und 25,20 EUR ermöglichen.

Widerstände: 20,94+24,39+25,20

Unterstützungen: 19,22+17,70+17,01+12,07

SYMRISE - Ein tieferes Tief fehlt noch

Der Abwärtstrend der Symrise-Aktie erreicht aktuell erneut die zentrale Supportzone und hat dort die Chance, eine Trendwende einzuleiten. Vorher müssen die Bullen aber noch zittern, denn ein weiteres Tief wäre perfekt, um das Setup zu aktivieren.

Seit März befindet sich die Aktie des Duftstoffspezialisten Symrise in einer breiten Konsolidierung, innerhalb derer der Kurs Ende August an der Hürde bei 115,65 EUR nach unten abprallte. Die seither laufende Abwärtsbewegung ist zwar ähnlich dynamisch wie der Einbruch im April und Mai. Aber wie damals zeichnet sie sich durch eine Vielzahl von Wellenüberschneidungen aufgrund starker Zwischenerholungen aus. Mit anderen Worten: Die Käuferseite lässt nicht zu, dass die Aktie unisono mit dem Gesamtmarkt nach unten rauscht.

Die Ziele der Teilstrecken dieser verschachtelten Abwärtsbewegung liegen bei 92,50 bis 94,90 EUR. Daher ist es durchaus realistisch, zunächst von einem finalen Einbruch auf ein neues Jahrestief auszugehen, ehe sich die Bullen durchsetzen und eine starke Gegenbewegung einleiten dürften.

Trendwende oberhalb von 103,55 EUR bestätigt

Um der Gefahr weiterer Abgaben bis 87,00 - 90,00 EUR aus dem Weg zu gehen, bietet es sich aber gerade im aktuellen Umfeld an, prozyklisch zu agieren. Das erste bullische Signal wäre aktuell bei einem Anstieg über die kleine Abwärtstrendlinie auf Höhe von 101,00 EUR generiert. Bestätigt wäre eine Trendumkehr mit dem anschließenden Ausbruch über 102,50 und 103,55 EUR. Damit wäre zunächst eine Erholung bis 108,65 EUR zu erwarten.

Charttechnisches Fazit: Die Aktie von Symrise könnte sich aufgrund der Struktur der letzten Abwärtsstrecken in der Endphase ihres Kursrückgangs befinden. Idealerweise wird noch ein Tief unterhalb von 96,66 EUR gebildet, ehe eine Erholung in Richtung 103,55 und 108,65 EUR erfolgt.

PALLADIUM - Der Countdown läuft

Tagesausblick für Freitag, 30. September 2022: Bei Palladium liegt seit Wochen ein zäher Seitwärtsmarkt vor. Doch nach einer kurzen Schwächephase arbeitet sich der Kurs aktuell an die Oberseite dieser Range und könnte in Kürze über die Hochs der Vormonate ausbrechen.

Palladium Widerstände: 2.218 + 2.290 + 2.318

Palladium Unterstützungen: 2.149 + 2.060 + 1.997

Rückblick: Nach einer gelungenen Verteidigung der Unterstützung bei 1.997 USD zog der Palladiumpreis in den letzten Tagen wie erwartet in einer steilen Kaufwelle nach Norden und ließ damit die Gefahrenzone um 1.950 bis 1.997 USD ein weiteres Mal deutlich hinter sich. Seither steuert der Kurs den Hochs der letzten Monate bei 2.290 und 2.268 USD entgegen und könnte bei einem Anstieg über diese Zone ein potenzielles Doppelhoch verhindern und damit der Mitte Juli begonnenen, zähen Erholung neuen Schwung geben.

Charttechnischer Ausblick: Nach einer leichten Korrektur an die frühere Hürde bei 2.149 USD sollte sich der Anstieg bei Palladium in Richtung 2.290 USD fortsetzen. Für einen erfolgreichen Ausbruch, der nicht auf halber Strecke „verhungert“, benötigen die Bullen aber nicht nur den Sprung über diese Hürde, sondern auch einen Anstieg über den nächsthöheren Widerstand bei 2.318 USD. Damit wäre ein starkes Kaufsignal aktiv und sogar schon eine Rally bis 2.488 USD möglich.

Sollte der Wert dagegen schon vor der 2.290-USD-Marke nach unten abdrehen und unter 2.060 USD fallen, wäre der Anstieg gestoppt und ein weiterer Rückfall auf 1.997 USD kaum zu vermeiden. Damit würde auch das gesamte Chartbild ins Bärische kippen.

US-Dollar: Diese Stärke provoziert eine globale Krise

Die Aufwertung des Dollars in den vergangenen Wochen ist kritisch. Eine Fortsetzung der Aufwertung könnte globale Verwerfungen mit sich bringen.

Der Dollar bleibt mit Abstand die wichtigste globale Währung. 60 % aller Devisenreserven werden in Dollar gehalten. Ein Großteil des internationalen Handels wird in Dollar abgewickelt und viele Länder, vor allem Emerging Markets, begeben Dollaranleihen. Investoren bevorzugen harte Währungen, sodass vielen Emerging Markets der internationale Kapitalmarkt nur offensteht, wenn sie Dollaranleihen begeben. Wertet der Dollar auf, während die Zinsen in den USA steigen, hat dies weitreichende Folgen. Die Einnahmen von Staaten sind in lokaler Währung. Die Zinszahlungen ebenso die Rückzahlung für Dollaranleihen erfolgen in Dollar. Ein starker Dollar erhöht die Kosten der Schulden erheblich. Länder wie Deutschland haben dieses Problem nicht. Anleihen werden in lokaler Währung (Euro) begeben. Dafür werden viele Waren und vor allem Rohstoffe importiert, deren Handel in Dollar abgewickelt wird. Dies führte zuletzt in Europa dazu, dass aus einem Handelsbilanzüberschuss ein Defizit wird.

Ein solches Defizit schwächt die Lokalwährung. Es kommt zu einem Teufelskreis. Die Währung wertet weiter ab und führt über den Handel zu weiteren Abwertungsdruck. Gerät die Dollarstärke außer Kontrolle, sehen sich immer mehr Länder mit Währungskrisen konfrontiert.

Um einen Kollaps der Lokalwährung zu verhindern, bleibt vielen Staaten nichts anderes übrig, als die Zinsen zu erhöhen, um die Währung attraktiver zu machen. Das würgt die Wirtschaft ab. Rezessionen sorgen für rückläufige Staatseinnahmen, was den Schuldendienst erschwert. Höhere Zinsen sind daher nicht notwendigerweise immer ein Heilmittel.

Die Welt steht vor einer ähnlichen Krise wie in den 80er Jahren. Der Dollar wertete gegenüber vielen Währungen um 50 % auf. Es folgte eine Emerging Markets Krise mit mehreren Staatsbankrotten und Währungskollapsen. Die Misere wurde durch den Plaza Accord beendet. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan und die USA einigten sich auf eine Abwertung des Dollars.

In diesem Fall verkauften diese Länder Dollar. Dafür müssen zunächst die Währungsreserven vorhanden sein, um intervenieren zu können. Vergleicht man die Reservesituation von damals mit der von heute, zeigt sich, dass die Reserven heute höher sind als damals. Vor allem Japan baute Reserven aus (Grafik 1).

Die Dollaraufwertung selbst hängt davon ab, ob die USA oder andere Länder mehr Reserven aufbauen. Während der Aufwertung von 1979 bis 1985 bauten die USA mehr Reserven auf. Während der folgenden Abwertung war es umgekehrt (Grafik 2).

Aufgrund dieser Dynamik lässt sich bezweifeln, dass Interventionen den Wechselkurs nachhaltig beeinflussen können. Deutschland verkaufte von 1980 bis 1985 Dollar im Wert von fast 100 Mrd. D-Mark. Die Dollaraufwertung hat es nicht gestoppt (Grafik 3). Die Aufwertung wurde wohl vielmehr gestoppt, weil sich mehrere Länder einigten. Die Botschaft bewirkte mehr als die tatsächlichen Interventionen.

Heute müssten sich andere Länder einigen. Ohne China ist ein koordinierte Dollarabwertung nicht denkbar. Solange die Yuanabwertung nicht bedrohlich wird, ist dies unwahrscheinlich. Zudem sprach sich Finanzministerin Yellen gegen Interventionen aus. So ist nicht auszuschließen, dass die Welt sehenden Auges in eine ähnliche Krise wie in den 80er Jahren stürzt.

Einen Vorgeschmack gibt das Chaos in Großbritannien. Die dortige Notenbank intervenierte zwar, um den Anleihemarkt zu stabilisieren und konnte bei Anlegern zunächst eine positive Reaktion hervorrufen, doch schon am Donnerstagmorgen scheint sich der Trend umzukehren. Wir stecken bereits mitten im Beginn der Krise. Eine Garantie für eine schnelle Eskalation der Krise gibt es nicht. Gerät ein Stein jedoch erst ins Rollen, kann es schnell gehen.
Clemens Schmale

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW38

DAX - Tagesausblick: Nur Zocker unterwegs, Investoren Mangelware

Der DAX Jahrestieftest bei 12440/12390 ist über kurz oder lang 1. Wahl und dann kommt es erst zum eigentlichen großen Herbst-Showdown, denn 12440 ist eine klar ersichtliche neue "Klippe", ähnlich wie die im Frühjahr bei DAX 14815.

aktuelle Widerstände: 12588/12604 + 12782 + 12935/12955(R3) + 13002
aktuelle Unterstützungen: 12521 + 12440/12390 + 12257 + 12190(S3)

DAX Prognose

  • Der DAX strebt zu den bisherigen Jahrestiefs bei ~12440/12390. Kleinere Zwischenanstiege ändern daran nichts, solange sie nicht 12782, 12861 bzw. 13565 überwinden.
  • Es läuft auch eine "100 % Wiederholungstrecke" (BLAU) von 13565 zu 12257. Dafür Zeit ist noch bis 29./30.9.22.
  • Der DAX weicht die Unterstützung 12604 immer mehr auf, so dass diese an Bedeutung verliert. Die Kamikaze Gap-Rallies von gestern und vorgestern änderten nicht viel am Gesamtbild. Es mutete je wie eine Verzweiflungstat des "PPT-Germany" an, bzw. war es nur intra day-Zocker-Action und keine gesittete Investoren-Action (schnelles Hochpeitschen ab 9 Uhr ist bärisch, der Investor geht langsamer vor, da er sich sonst die Kurse kaputtmachen würde). Da steckte also keine längerfristige Absicht dahinter, ist hier oft genug die korrekte Einstufung (rein > > raus, kaufen > > verkaufen). Und ja, danach wurde jeweils wieder abverkauft, so auch gestern. Nach "gap fill" bei 12767 ging es wieder abwärts bis 12532 (Xetra DAX Schlusskurs).

DAX Intraday - Fr, 23.9.22:
1) Der DAX Bereich 12588/12604 stellt einen neuen kleinen Widerstand dar. Darunter fällt der DAX bis 12521.
2) Unterhalb von 12521 (bisheriges XETRA Wochentiefs) würde sich der DAX Richtung 12446/12439 (Jahrestief 12391) orientieren. Das 100 % measuring Ziel für den laufenden Zyklus bei 12257 sei hier nochmals wiederholt genannt.
3) Tiefer als 12190 fällt der DAX heute selten (Pivot S3).
4) Oberhalb des kleinen Widerstands 12605 könnte der DAX bis 12782 (gestriges Tageshoch) steigen.
5) Oberhalb von 12782 würde der Abwärtstrend vorübergehend unterbrochen werden. Dann könnte der DAX heute den Kreuzwiderstand 12935/12955 erreichen. Höher als 12955 geht es heute kaum, allenfalls noch zu 13002 (Wochen-Pivotpunkt).

FAZIT:
Der DAX Jahrestieftest bei 12440/12390 ist über kurz oder lang 1. Wahl und dann kommt es erst zum eigentlichen großen Herbst-Showdown,
denn 12440 ist eine klar ersichtliche neue "Klippe", ähnlich wie die im Frühjahr bei DAX 14815.

ADIDAS - Es droht der finale, große Kursrutsch

Die Aktie von Adidas brach zuletzt auf ein neues Mehrjahrestief bei 132,32 EUR ein. Damit wurden wichtige Unterstützungen gebrochen und eine eklatante Schwäche offenbart. Schon gestern näherte sich der Wert erneut dem Tief und könnte jetzt einen finalen Selloff starten.

Anfang März war die Aktie von Adidas erstmals fast an den Unterstützungsbereich bei 162,20 EUR, das Coronacrash-Tief vom März 2020, eingebrochen, der schließlich nach einer gescheiterten Erholung Mitte Juni erreicht wurde. Die damalige Chance auf eine Trendwende haben die Bullen Mitte August kläglich vergeben und mit dem Abverkauf unter das Jahrestief bei 153,52 EUR ein weiteres Verkaufssignal generiert.

Zuletzt erreichte die Aktie zwar exakt das kurzfristige Abwärtsziel bei 138,46 EUR. Die dort begonnene Gegenbewegung entpuppte sich allerdings nur als bärischer Rückläufer an den Bereich um 150,00 EUR.

Unter 129,60 EUR folgt der nächste Abverkauf

Dort startete die nächste Verkaufswelle, die den Support bei 138,46 EUR wie erwartet unterschritt und in der laufenden Woche fast schon den Support bei 129,60 EUR erreicht. Kurzfristig könnte es auf diesem Niveau zu einer Erholung kommen, doch die genaue Erreichung des 138,46-EUR-Ziels zeigt, dass sich dieser Verkaufsimpuls mit einem weiteren Ziel bei 115,17 EUR fortsetzen dürfte. Der Bruch der 129,60-EUR-Marke wäre dabei das entsprechende Signal. Im Bereich von 115,00 EUR treffen sich dann wieder einige Kursziele, an den entsprechend mit einer steilen Erholung zu rechnen ist. Gleichzeitig würde damit ein Abverkauf in Richtung 95,00 EUR verhindert.

Bullisch wäre in der aktuellen Situation dagegen erst die Rückeroberung der beiden Hürden bei 138,46 und 142,60 EUR. In diesem Fall könnte eine Erholungsphase starten, die die Aktie des Sportartikelherstellers wieder an den mittelfristig signifikanten Widerstand bei 162,20 EUR führt.

HYPOPORT – Das ist eine Gewinnwarnung aus der Immobilienhölle

Am 8. August hat Hypoport seine Halbjahreszahlen vorgelegt. In der dortigen Meldung hieß es, das Umfeld sei zwar schwieriger geworden, Hypoport gewinne aber Marktanteile und habe einen großen Teil der Jahresziele bereits im ersten Halbjahr erreicht.

Das Wachstum werde sich im restlichen Jahr fortsetzen. Gestern Abend dann die Vollbremsung. Die Aussetzung der Jahresprognose, zusammen mit der Meldung eines Umsatzrückgangs, sowie (nur) einem ausgeglichenen EBIT im dritten Quartal. Die Aktie von Hypoport stürzt nachbörslich um mehr als 20 Prozent ab.

Immobilienmarkt mit Vollbremsung

In meinem letzten Fazit zur Aktie habe ich von einer bevorstehenden Abschwächung des Immobilienmarktes bereits berichtet. Dass es allerdings zu einer kompletten Vollbremsung kommt, damit habe ich vor etwa einem Monat auch noch nicht gerechnet. Dabei sind es gar nicht mal die Preise für Immobilien, die aktuell ins bodenlose fallen, Nein.

Die Situation scheint sich ähnlich wie vor einigen Jahren in London oder auf Mallorca vor rund 10 Jahren dazustellen. Der Markt friert einfach ein. Verkäufer wollen nicht mehr verkaufen, bzw. bekommen nicht mehr die Preise, die sie eigentlich haben wollten. Käufer sind erschrocken und suchen Schnäppchen. Diese gibt es aber kaum, also machen sie lieber gar nichts. Die (Re)Finanzierungen scheinen im ersten Halbjahr bereits bei den meisten Menschen unter Dach und Fach gebracht worden zu sein.

Damit passiert das, was selbst der führenden Plattform im Finanzierungsbereich zum Verhängnis wird. Es gibt keine Transaktionen mehr. Selbst bei 100 Prozent Marktanteil kann dann nichts mehr hängen bleiben. Wie lange die Situation so bleibt? Das kann mit Gewissheit niemand sagen. Es kann durchaus einige Quartale im Transaktionsmarkt ruhig hergehen. Bei den Finanzierungen wird automatisch mit Zinsabläufen wieder Bewegung hineinkommen. Aber auch das kann noch etwas dauern.

Fazit: Bei Kursen unterhalb von 200 EUR fand ich die Aktie zuletzt attraktiv. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis war auf ein humanes Niveau von unter 2 gesunken. Für ein Unternehmen, was perspektivisch 15 bis 20 Prozent EBIT-Rendite im Plattformgeschäft erreichen kann, wäre das sehr günstig. Die Lage hat sich jetzt verändert. Das Wachstum bricht ein und Kosteneinsparungen stehen im Vordergrund. Nicht investierte Anleger beobachten die Situation erst einmal aus der Ferne. Wer unter 200 EUR eine kleine Einstiegsposition gekauft hat, kann m. E. erstmal abwarten. Für Nach- oder Zukäufe ist aktuell noch nicht der Zeitpunkt gekommen.

PALLADIUM - Wird der Deckel gesprengt?

Tagesausblick für Freitag, 23. September 2022: Ausgehend von der Unterstützungszone um 1.997 USD hat sich der Palladiumpreis in den letzten Tagen an die Oberseite der Tradingrange der letzten Wochen gearbeitet. Für einen Ausbruch braucht es jetzt aber mehr, als die ruhige Aufwärtsbewegung der letzten Tage.

Widerstände: 2.149 + 2.218 + 2.290
Unterstützungen: 1.997 + 1.948 + 1.804

Rückblick: In den letzten Tagen oszillierte der Kurs von Palladium in die Spitze einer Dreiecksformation, die sich nach dem Anstieg von Anfang September unterhalb der Kurshürde bei 2.290 USD ausgebildet hatte. Bisher konnte die Oberseite der Formation nicht überschritten werden, womit es weiterhin zu einer Ausbildung eines bärischen Doppelhochs bei 2.290 USD kommen kann. Kurzfristig konnte sich der Wert jetzt aber erneut vom Support bei 2.050 USD und sich damit aus der Gefahrenzone entfernen.

Charttechnischer Ausblick: Die Chance auf einen Ausbruch über 2.149 und 2.218 USD ist weiter da und könnte zu einer Kaufwelle bis 2.290 USD führen. Kann die Marke überwunden werden, wäre auch das Doppeltop auf diesem Niveau vom Tisch und ein Anstieg bis 2.400 USD zu erwarten.

Bricht Palladium dagegen unter die Unterseite des Dreiecks bei 2.050 USD ein, wäre zunächst eine Korrektur bis 1.997 und 1.950 USD zu erwarten, ehe die Bullen wieder aktiv werden sollten. Denn Abgaben unter 1.950 USD würden das Doppeltop aktivieren und einen Einbruch bis 1.804 USD nach sich ziehen.

Droht Europa eine schwere Währungskrise?

Der Euro ist nach dem Fed-Zinsentscheid auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gegenüber dem Dollar gefallen. Steigende Rohstoffpreise und schwache Währung könnten sich im schlimmsten Fall gegenseitig befeuern und eine Währungskrise auslösen.

Im Tief sank der Euro in der Nacht bis auf 0,9807 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2002. Kurzfristiger Auslöser der erneuten Euro-Schwäche ist die Erwartung schneller steigender Zinsen in den USA, was tendenziell gut für den Dollar und schlecht für den Euro ist. In den vergangenen Monaten wurde die europäische Gemeinschaftswährung auch von der Energiekrise belastet. Anders als inzwischen die USA ist Europa bei Energierohstoffen nicht autark, sondern auf Importe angewiesen.

Wegen der ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland und stark gestiegener Energiepreise dürfte Europa im kommenden Winter ohnehin vor einer schweren Wirtschaftskrise stehen. Der schwächelnde Euro könnte die Krise allerdings noch deutlich verschärfen, da Rohstoffe in der Regel in US-Dollar gehandelt werden und sich durch einen schwächeren Euro deshalb Energieimporte automatisch verteuern, was die Energiekrise noch vertiefen könnte.

Der schwache Euro sorgt dafür, dass sich Energiepreise in Euro gerechnet noch stärker verteuern als in Dollar. Andererseits begünstigen die hohen Energiepreise aber auch die Euro-Abwertung. Da Europa einen Großteil seiner Energie importieren muss, verschlechtern höhere Energiekosten die sogenannten "terms of trade" (das reale Güter-Austauschverhältnis) im Außenhandel. Die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise haben bereits dazu geführt, dass sich der traditionelle Handelsbilanzüberschuss der Eurozone in ein Defizit gewandelt hat.

Im schlimmsten Fall droht ein Teufelskreis, bei dem sich steigende Energiepreise, schwächelnder Euro und eine Wirtschaftskrise gegenseitig befeuern: Zunächst lähmen die hohen Energiepreise die europäische Wirtschaft, was zu einem schwächeren Euro führt und damit die Energie- und Rohstoffimporte weiter verteuert, was wiederum die Wirtschaft und die Währung weiter belastet und damit die Rohstoffimporte weiter verteuert.

Für eine Volkswirtschaft mit Exportüberschüssen ist eine schwache Währung häufig positiv, weil sie die Exporte auf dem Weltmarkt verbilligt und wettbewerbsfähiger macht. Das war auch lange in Europa der Fall. Das Bild kehrt sich allerdings in sein Gegenteil um, wenn eine Volkswirtschaft deutlich mehr importiert, als sie exportiert, wie das inzwischen für die Eurozone der Fall ist. Hier bedeutet eine schwache Währung vor allem, dass sich die überlebenswichtigen (Rohstoff-)importe weiter verteuern und damit die Wirtschaft weiter belasten.

Fazit: Die Energiekrise könnte sich perspektivisch zu einer Währungskrise ausweiten, bei der sich steigende Energiepreise, schwächelnder Euro und eine Wirtschaftskrise gegenseitig verstärken. Andererseits könnte der Euro auch einiges an Erholungspotenzial haben, sollte die Energiekrise im kommenden Winter doch nicht so schlimm wie befürchtet werden.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW37

DOW JONES - Neu: Mittelfristige Prognoseskizze - Reminder

Bitte heute beachten: Großerverfallstermin! Stark erhöhte Vola heute intraday einkalkulieren!

Man muss derzeit etwas aufpassen, dass man nicht alle paar Tage seine Markteinschätzung und seine Positionen dreht. Peak Inflation ja, Peak Inflation nein, Peak Inflation?

Reminder! Wichtig ist, den vorherrschen Haupttrend derzeit zu identifizieren. Anbei meine mittelfristige Prognoseskizze:

  • Klar begrenzter Abwärtstrendkanal seit Jahresbeginn. Vor allem die obere deckelnde (rot gestrichelte) Abwärtstrendlinie bei 33.580 Punkten ist wichtig.
  • Das Kursmuster der zurückliegenden Wochen ist NICHT bullisch. Es liegt kein Bodenmuster vor. Man sieht aber, dass der Weg nach unten keine Einbahnstraße ist. Seit Mitte Juni extreme Volatilität.
  • Kurzfristig kann der Index noch stark volatil in Richtung der Abwärtstrendlinie bei 33.580 ansteigen. Hier verläuft übrigens auch der rote SMA200 (SMA, nicht EMA), der den Bereich clustert.
  • Mittelfristig bleibe ich bei meiner Einschätzung einer Fortsetzung des Abwärtstrendkanals. Korrekturziele liegen bei 29.565 und 28.435 Punkten. Und eventuell noch tiefer.

ADOBE – So handle ich die Aktie jetzt!

Adobe gehört bei den amerikanischen Softwareaktien sicherlich zur ersten Liga. Das stark wachsende Unternehmen hat die SaaS-Umstellung gut überstanden und profitiert ähnlich wie Microsoft mit seiner Office-Familie von starken Produkten, die kaum von der Konkurrenz ersetzt werden können.

Adobe hat, wie man so schön sagt, einen tiefen Burggraben. Dass man bereit ist diesen Burggraben um jeden Preis zu verteidigen, zeigt die Übernahme von Figma, am gestrigen Tage. Wie handle ich die Adobe-Aktie jetzt?

20 Mrd. USD wofür?

Was zur Hölle stimmt mit dem Management von Adobe bitte nicht, könnte sich der Anleger jetzt fragen? Die zahlen 20 Mrd. USD für eine Bude, die gerade mal 350 bis 400 Mio. USD Jahresumsatz macht. Das ist ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 50!

Es gibt jetzt zwei Varianten: Figma bietet entweder tatsächlich eine Software an, die Adobe irgendwann hätte gefährlich werden können, wenn sie in die Hände eines Konkurrenten gerät. Die zweite Möglichkeit ist viel simpler. Das Management kümmert sich nicht um die Werte der Aktionäre oder ist größenwahnsinnig geworden. Der Kurs scheint erstmal Letzteres zu spielen. Die Aktie verlor gestern 16 Prozent!

Die 20 Mrd. USD sollen durch eine Barkomponente und eine Aktienausgabe fließen. Adobe verfügt aktuell aber nur über 2 bis 3 Mrd. USD Cash. Gleichzeitig sollen die Aktienrückkäufe gedrosselt werden, aber nicht unter das Niveau, welches durch Aktienoptionen gleichzeitig verwässert wird. Das heißt, die Aktienanzahl sollte die kommenden 2 Jahre wohl eher konstant gehalten werden. In diesem Jahr erwartet Adobe rund 7 Mrd. USD freien Cashflow. 2023 soll dieser über 8 Mrd. USD steigen. Die Übernahme sollte finanztechnisch also bis Ende 2023 verarbeitet sein.

Adobe ist mit einem KGV von etwa über 20 jetzt nicht mehr extrem teuer. Auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis nimmt, angesichts der Margen, vertretbare Regionen an. Das Unternehmen bleibt auch nach der Übernahme ein Cashflow starkes Unternehmen mit tiefem Burggraben.

Fazit: Ich eröffne einen Aktiensparplan auf Adobe. Dieser Sparplan läuft erstmal 6 Monate. Jeden Monat spare ich 1/6 der angedachten Summe künftig in die Aktie. Der Sparplan läuft aber sofort. Ich hoffe, in den kommenden Monaten fällt der Kurs noch etwas weiter und ich erreiche einen attraktiven Mischkurs.

Jahr

2021

2022e*

2023e*

2024e*

Umsatz in Mrd. USD

15,78

17,59

20,07

22,83

Ergebnis je Aktie in USD

12,48

13,62

15,85

18,56

Gewinnwachstum

9,13%

16,37%

17,10%

Dividende je Aktie in EUR

0,00

0,00

0

0

Dividendenrendite

0,00 %

0,00 %

0,00 %

0,00 %

KGV

25

23

19

17

KUV

9,2

8,2

7,2

6,4

PEG

2,5

1,2

1,0

*e = erwartet, Berechnungen basieren bei US-Unternehmen auf Non-GAAP-Daten

SARTORIUS - Das bullische Dreieck sollte genutzt werden

Eine Handvoll DAX-Aktien notiert trotz der Abwärtstendenz des Gesamtmarktes noch in der Nähe ihrer Sommerhochs. Die Aktie des Pharmaunternehmens Sartorius ist eine von ihnen und steht kurz vor einer Richtungsentscheidung.

Ausgehend von der Unterstützung bei 300,60 EUR überwand die Aktie von Sartorius in einer dynamischen Aufwärtsbewegung eine Reihe charttechnischer Widerstandsmarken und stoppte damit den im November 2021 begonnenen Abwärtstrend. Kurz nach dem Anstieg über die Hürde bei 425,50 EUR und dem Erreichen des Kursziels bei 457,80 EUR ebbte der Anstieg ab und ging in eine sich dreieckig zuspitzende Korrektur über.

Auf der Unterseite stützen die Supportmarken bei 397,00 und 409,80 EUR. Für einen Ausbruch aus der an sich den Aufwärtstrend bestätigenden Formation müsste zunächst die 445,00-EUR-Marke überwunden werden. Dies wäre das erste Signal für eine Fortsetzung des Anstiegs und mit einem Ausbruch über 452,00 EUR bestätigt. Darüber wäre das Dreieck nach Norden verlassen und eine Kaufwelle über das Augusthoch bis 483,30 - 489,50 EUR zu erwarten. Darüber könnte der Aufwärtstrend mittelfristig bereits bis 528,00 EUR führen.

Sollte die Aktie dagegen deutlich unter 397,00 EUR fallen, wäre die Konsolidierung der letzten Wochen wohl eher als bärische SKS-Formation zu interpretieren und damit der Weg für eine Korrektur bis 357,90 EUR geebnet. Dort könnte eine deutliche Erholung folgen.

PALLADIUM - Die Sommerhochs im Blick

Tagesausblick für Freitag, 16. September 2022: Knapp unter einer kurzfristigen Hürde bei 2.149 USD versuchen die Bullen bei Palladium, den Anstieg der letzten Wochen mit frischen Kaufsignalen zu krönen.

Palladium Widerstände: 2.149 + 2.218 + 2.290

Palladium Unterstützungen: 1.997 + 1.948 + 1.804

Rückblick: Im Rahmen der an der Unterstützung bei 1.804 USD im Juli begonnenen Erholung überwand Palladium eine mittelfristige Abwärtstrendlinie und erreichte Anfang August fast schon den Widerstand bei 2.318 USD. Es folgte eine dreiteilige, tiefe Korrektur, die jeweils erst knapp unter der Unterstützung bei 1.997 USD auf Käufer traf. Doch ausgehend von 1.948 USD versuchen die Bullen auch derzeit wieder, die Hürde bei 2.149 USD zu überwinden, um so die Oberseite der Erholungsphase bei 2.290 USD zu erreichen.

Charttechnischer Ausblick: Noch bietet sich den Käufern die Gelegenheit, mit einem Anstieg über 2.149 USD die Korrektur der letzten Tage zu kontern und damit den nächsten Aufwärtsimpuls über 2.218 USD und in Richtung 2.290 und 2.318 USD zu starten. Doch erst über diesen Kursbarrieren wäre ein nachhaltiges Kaufsignal gelungen und ein Anstieg bis 2.488 USD möglich.

Sollte der Wert zuvor an den genannten Marken nach Süden abdrehen und unter 2.050 USD fallen, wäre die Erholung beendet und mit einem Einbruch auf 1.997 und 1.948 USD zu rechnen.

Deutscher Aktienmarkt mit traurigem Negativrekord

Zehn Kriterien dürften nach Einschätzung der Bank of America anzeigen, wann der US-Aktienmarkt seinen Boden erreicht hat. Aktuell verheißen die Indikatoren allerdings nichts Gutes.

Wie schnell eine Kurserholung zu Ende gehen kann, hat diese Woche gezeigt: Die US-Inflationsdaten für August beendeten am Montag jäh den jüngsten Erholungsversuch an der Wall Street. Der S&P 500 brach um mehr als vier Prozent ein und die großen Indizes an der Nasdaq verloren sogar mehr als fünf Prozent. Die Frage, wann der Aktienmarkt seinen Boden erreicht hat, bleibt hochbrisant. Die Bank of America (BoA) hat ein System aus 10 Kriterien entwickelt, die zeigen sollen, ob der Aktienmarkt den Boden bereits erreicht hat oder noch nicht. Bei den letzten sieben Markttiefs haben dabei jeweils mindestens 8 der 10 Indikatoren ein Kaufsignal geliefert, wie die Auswertung der US-Bank gezeigt hat.

Aktuell ist der Aktienmarkt diesem System zufolge noch weit von einem Boden entfernt, denn bisher signalisieren nur 4 der 10 Indikatoren wieder steigende Kurse.

Konkret verweist die BoA auf die folgenden 10 Kriterien:

  • Die US-Notenbank Fed senkt die Zinsen wieder: Wenn es in den vergangenen 12 Monaten mindestens eine Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed gab, spricht dies laut BoA dafür, dass der Aktienmarkt seinem Boden nahe ist. Aktuell ist dieses Kriterium nicht erfüllt und es sieht auch nicht so aus, dass es bald dazu kommen dürfte. Beim Zinsentscheid in der kommenden Woche dürfte die US-Notenbank Fed im Kampf gegen die hohe Inflation den Leitzins wieder kräftig anheben. Im Gespräch ist eine Zinserhöhung um 75 Basispunkte oder gar um 100 Basispunkte. Letzteres wäre der größte Zinsschritt aller Zeiten. Aktuell rechnet der Markt damit, dass die Fed im ersten Halbjahr 2023 die Zinsen wieder senken könnte. Ob es wirklich dazu kommt, bleibt allerdings abzuwarten.
  • Die US-Arbeitslosenquote muss über dem Tief der vergangenen 12 Monate liegen: Dieses Kriterium ist aktuell erfüllt, so lag die Arbeitslosenquote im August bei 3,7 Prozent, während das 12-Monats-Tief ein Monat zuvor mit 3,5 Prozent erreicht wurde.
  • Die Anleger müssen pessimistisch gestimmt sein: Für dieses Kriterium verwendet die BoA den Sentimentindikator der American Association of Individual Investors (AAII), der mehr Bären als Bullen anzeigen muss. Aktuell ist das Kriterium erfüllt. Nach der jüngsten Umfrage, die gestern veröffentlicht wurde, sind 46 Prozent der Anleger bärisch, 27,9 Prozent neutral und 26,1 Prozent bullisch gestimmt.
  • Die Aktienrisikoprämie muss mindestens 75 Basispunkte über dem Tief der vergangenen 12 Monate liegen: Die Aktienrisikoprämie berechnet sich aus der Gewinnrendite des S&P 500 (Kehrwert des KGV multipliziert mit 100, um eine Prozentzahl zu erhalten) minus der realen Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen. Aktuell ist dieses Kriterium, dass die erwartete Überrendite des S&P 500 gegenüber zehnjährigen Staatsanleihen anzeigt, nicht erfüllt.
  • Sinkende Anleihenrendite bei zweijährigen US-Staatsanleihen: Konkret soll die Rendite mindestens 0,5 Prozentpunkte unter dem Hoch der vergangenen zwölf Monate liegen. Da die Rendite zuletzt kontinuierlich gestiegen ist, ist dies aktuell nicht der Fall.
  • Ansteigender Verlauf der Zinsstrukturkurve: Die Zinsstrukturkurve bildet die Renditen von Staatsanleihen in Abhängigkeit von ihrer Laufzeit ab. Konkret setzt die BoA voraus, dass die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe höher ist als die Rendite der zweijährigen Anleihe, was einen normalen Verlauf (länger Laufzeit, höhere Renditen) der Zinsstrukturkurve darstellt. Dies ist aktuell nicht erfüllt: Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe steht bei 3,84 Prozent, die der zehnjährigen bei 3,44 Prozent. Die Zinsstrukturkurve ist damit invertiert, was Rezessionsrisiken andeutet, und das Kriterium ist nicht erfüllt.
  • Rally im S&P 500: Dass der Index in den vergangenen drei Monaten mindestens einmal um mindestens fünf Prozent gestiegen ist, ist ein weiteres Kriterium der BoA. Wegen der starken Erholung zwischen Mitte Juni und Mitte August ist dieses Kriterium aktuell locker erfüllt.
  • Inflationsangemessene Bewertung im S&P 500: Laut BoA sollte die Summe aus dem KGV des S&P 500 und der aktuellen Inflationsrate bei unter 20 liegen, damit ein Boden angezeigt wird. Dies ist aktuell ganz eindeutig nicht der Fall. So lag die US-Inflationsrate im August bei 8,3 Prozent und das KGV des S&P 500 zuletzt bei 20, was eine Summe von 28,3 ergibt. Unter Berücksichtigung der Inflation ist die Bewertung aktuell also noch viel zu hoch, als dass Anleger mit einem Boden rechnen sollten.
  • Bodenbildung beim ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe: Die Veränderungsrate des vielbeachteten ISM-Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie gegenüber dem Vorjahr muss über dem Tief der vergangenen 12 Monate stehen. Dieses Kriterium ist aktuell erfüllt, da der ISM-Einkaufsmanagerindex zuletzt 7,1 Prozent tiefer stand als vor einem Jahr, sich das Abwärtstempo gegenüber dem Vorjahr damit aber bereits verlangsamt hat gegenüber dem Juli, als das Minus noch 7,6 Prozent betrug.
  • Der letzte Indikator ist ein proprietärer Indikator der Bank of America, der die Stimmung von Sell-Side-Analysten abbildet: Sell-Side-Analysten sind die Analysten, die Empfehlungen für Bankkunden und die Öffentlichkeit aussprechen, im Gegensatz zu Buy-Side-Analysten, die bankinterne Analysen erstellen. Das Kriterium der BoA sieht vor, dass die Sell-Side-Analysten pessimistisch gestimmt sind. Aktuell ist das knapp nicht der Fall.

Zusammengefasst sind aktuell nur vier von zehn Kriterien erfüllt. Mindestens vier weitere Kriterien müssten also eine mögliche Bodenbildung signalisieren, damit der Indikator dies auch insgesamt andeutet. Dass es in nächste Zeit dazu kommen wird, dürfte sehr unwahrscheinlich sein. So dürfte etwa die US-Notenbank Fed noch für einige Zeit ihren Zinserhöhungskurs fortsetzen, während sich die hohe Bewertung des Aktienmarktes auch nicht über Nacht korrigieren wird. Auch bei einigen der anderen Kriterien erscheint die Trendwende derzeit eher unwahrscheinlich. Insgesamt bleiben die Aussichten für eine Bodenbildung an der Wall Street damit bescheiden.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW36

DAX - Tagesausblick: Keine DAX Signalveränderungen nach EZB Tag

Hier ist die heutige DAX Prognose. Es wurden seit 7:45 Uhr wieder alle DAX Chartparameter der Zeitebenen Tageskerzen und Stundenkerzen sorgfältig ausgewertet und der DAX Future mit einbezogen. Aus den DAX Kursmustern leite ich für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr Folgendes ab.

aktuelle DAX Widerstände: 12947/12950 + 13050 + 13100 + 13276 + 13366(R3)/13375
aktuelle DAX Unterstützungen: 12867(PP) + 12787 + 12703/12688 + 12604 + 12440/12406(S3)/12390

DAX Prognose

Der DAX ist seit 4 Tagen in einer kleinen neuen Anstiegsphase, der alte rote Abwärtstrend wurde verlassen und dieser Vorgang im gestrigen Tief mit einem Pullbacktief bei 12688 bestätigt, von wo aus es wieder bis 12948 aufwärts ging.
So richtig Kaufdruck kann der DAX bei Anstiegen nach oben bisher nicht aufbauen.
Das DAX Ziel 13050 wurde zudem verfehlt, nur die DAX Vorbörse sah gestern vor 9 Uhr 13040 im Hoch.

Vorbörse: ~12895
Der DAX steigt fällt heute zunächst von 12904 bis 12867 oder bis 12787, um dann bis 12947/12950 oder 13050/13100 zu steigen.

Über 12950 interpretiere ich Anstiegsspielraum bis 13050(Gap) oder 13100(EMA200(h1).
Nach Stundenschluss über 13100 wäre 13275 (Kijun des Tageskerzencharts) ein nennenswertes Ziel.

Unterhalb von 12787 wächst das Risiko für eine weitergehende Abwärtsphase bis zum gestrigen Nachmittagstief 12688.
Bei 12688 wäre die letzte Chance, um nochmal Kurs Richtung 13050 aufzunehmen.
Jeder weitere gehandelte Punkt unter 12688 wäre ein Hinweis auf eine DAX "Talfahrt" zu 12600 und 12440/12390. Tiefer als 12390 fällt der DAX heute kaum.

Fazit: Keine DAX Signalveränderungen nach EZB Tag. Mühsames "Hochzittern" seit 12600. Range 12600/13050 unterstellbar.
Viel Erfolg an einem sicheren Ort! Rocco Gräfe

WACKER CHEMIE - Rallyversuch gestartet?

Die Wacker Chemie Aktie konnte gestern ihre Range nach oben verlassen. Ist damit der Startschuss für eine neue Kaufwelle gefallen oder muss man sich auf ein bullisches Fehlsignal einstellen?

Über gut zwei Wochen konsolidierte die Wacker Chemie Aktie in einer Range zwischen ca. 144,15 EUR und 135,00 EUR seitwärts, bevor diese gestern nach oben verlassen werden konnte. Dabei startete die Aktie gestern schon mit einem Aufwärtsgap in den Tag und baute die Gewinne anschließend weiter aus. Erst am Widerstand um 148,70 EUR kam die Intraday-Kaufwelle dann zum Stehen. Per Tagessaldo ging die Aktie aber immer noch mit einem guten Plus von 2,72 % aus dem Handel.

Dank der gestrigen Gewinne in der Wacker-Chemie-Aktie könnte es in dieser zu einem neuen Aufwärtstrend kommen. Setzen sich die Bullen weiter durch, sollten Gewinne auf 156,55 EUR und potentiell sogar darüber hinaus folgen. Einfach wird es aber nicht, da sich den Bullen einige Widerstände entgegenstellen (siehe oben). Auch der Gesamtmarkt könnte die Aktie belasten. Sollten diese Faktoren zu nachgebenden Notierungen unterhalb von 135 EUR führen, wäre eine Verkaufswelle zum Jahrestief möglich. Ein weiterer Support ist zudem im Bereich von ca. 120 EUR zu finden.

Widerstände: 148,70+156,55+177
Unterstützungen: 144,15+135

MÜNCHENER RÜCK - Weitere Rallychance direkt am Kursziel

Eine der Gewinnerbranchen am Aktienmarkt waren in den letzten Wochen Versicherer und Rückversicherer. Unter ihnen glänzte vor allem die Münchener Rück Aktie. Sie steht jetzt sogar direkt vor einem weiteren starken Kaufsignal.

Nach einem steilen Anstieg im März war die Aktie der Münchener Rück in den Monaten Mai bis Mitte Juli in eine Seitwärtsbewegung unterhalb der Hürde bei 232,55 EUR eingeschwenkt. Anfang Juli hatten die Käufer die Chance auf einen Ausbruch über die Hürde und damit auf eine übergeordnete Trendwende noch vergeben. Doch schon einen Monat später gelang der erwartete Sprung über die Hürde, der nach einem Zwischenstopp bei 242,10 EUR und einem bullischen Rücklauf schon Anfang September an den anvisierten Widerstand bei 249,20 EUR führte. Diese Marke wurde am Mittwoch überschritten und damit das nächste Kaufsignal ausgebildet, das im gestrigen Handel zu einem Anstieg an das Kurszielcluster von 256,75 bis 258,40 EUR führte.

Sogar der sofortige Ausbruch über 258,40 EUR ist möglich

Dieser Bereich ist insofern wichtig, da dort nicht nur das 100 %-Projektionsziel der Märzrally erreicht wird, sondern auch das 100 %-Projektionsziel des Anstiegs seit Ende Juli. Ein kurzfristiges Abbremsen an diesem Bereich und eine leichte Korrektur in Richtung 249,20 EUR wären daher nicht verwunderlich. Ausgehend von dieser Marke dürfte sich der Aufwärtstrend allerdings in Richtung des Widerstands bei 269, 30 EUR und darüber gegebenenfalls bis 273,00 EUR ausdehnen. Gelingt den Bullen dagegen der direkte Ausbruch über 258,40 EUR, sollten genannte Marken ohne weitere Korrekturen zügig erreicht werden.

Der Aufwärtstrend und mit ihm verbundene Rallychancen ist solange intakt, als die Unterstützung bei 246,35 EUR nicht unterschritten wird. Erst bei einem Bruch käme es zu Abgaben unter 242,10 in Richtung 232,55 EUR.

PALLADIUM - Wird es ein bullischer Herbst?

Tagesausblick für Freitag, 09. September 2022: Palladium musste sich lange gegen teils massiver Verkaufswellen zur Wehr setzen, ehe die Unterstützungszone um 1.997 USD in dieser Woche erneut nach oben verlassen wurde. Damit besteht jetzt die Chance auf einen Ausbruch über die bisherigen Verlaufshochs.

Palladium Widerstände: 2.149 + 2.218 + 2.290
Palladium Unterstützungen: 1.997 + 1.948 + 1.804

Rückblick: Bei Palladium findet nach dem Bruch der mittelfristigen Abwärtstrendlinie Anfang August und dem darauffolgenden Anstieg bis 2.290 USD ein Richtungsstreit statt. Denn ohne Gegenwehr wollten sich die Bären auch nicht aus der aktuellen Entwicklung verabschieden und versuchten zweimal die Unterstützungszone um 1.997 USD zu durchbrechen. Nachdem auch der zweite Anlauf bei 1.948 USD gescheitert war, kam es in dieser Woche zu einem steilen Anstieg, der jetzt die Hürde bei 2.149 USD erreicht.

Charttechnischer Ausblick: Solange Palladium nicht unter 1.948 USD gefallen ist, haben die Bullen dank des Anstiegs jetzt die besseren Karten und dürften in Kürze auch die Hürde bei 2.149 USD überwinden. Die Folge wären Zugewinne bis 2.218 USD und darüber bereits 2.290-2.318 USD. An dieser Zone könnte eine deutlichere Gegenbewegung einsetzen. Doch über 2.318 USD wäre der Seitwärtsmarkt endgültig verlassen und eine Kaufwelle bis 2.488 USD zu erwarten.

Dreht der Wert dagegen unter 2.040 USD ab, wäre die Kaufwelle unterbrochen und ein Rückfall auf 1.997 und 1.948 USD zu erwarten. Sollte dort eine Erholung ausbleiben, wäre ein Abverkauf bis 1.804 USD wahrscheinlich, der das Ende der Bodenbildungsphase einleiten könnte.

Deutscher Aktienmarkt mit traurigem Negativrekord

Ob Autoindustrie, Maschinenbau oder Exportweltmeister, Deutschland hat in einigen Bereichen eine globale Sonderstellung. Am Aktienmarkt sucht man nach dieser Sonderstellung vergeblich.

Deutschland erlebt derzeit eine Wachstumsschwäche, die viele Gründe hat, nicht nur die Energiekrise. Die Industrie ist auf viele Vorleistungsgüter aus dem Ausland angewiesen und die Lieferketten funktionieren nach wie vor nicht einwandfrei. Autohersteller können die Nachfrage nicht bedienen. Es fehlt an bestimmten Bauteilen. Die Wachstumsschwäche darf daher nicht überinterpretiert werden, auch wenn manche Ökonomen schon das Ende des deutschen Wirtschaftsmodells ausgerufen haben. Während sich die deutsche Wirtschaft und ihr Modell nicht unbedingt in einer Krise befindet, der Aktienmarkt ist genau dort, in einer Krise. Im Verhältnis zur globalen Aktienmarktkapitalisierung fällt der deutsche Markt immer weiter zurück. Die gesamte deutsche Marktkapitalisierung im Verhältnis zur globalen lag zuletzt noch bei 1,85 %. Im Gegensatz dazu hat die deutsche Wirtschaft einen Anteil am globalen BIP in der Höhe von 3,3 %.

Wenn einige Länder einen deutlich unterproportionalen Anteil an der globalen Marktkapitalisierung haben, gibt es auch einige, die einen überproportionalen Anteil haben. An allererster Stelle sind die USA zu nennen. Die USA machen fast 50 % des globalen Aktienmarktes aus (Grafik 1). Die Wirtschaftsleistung hingegen hat einen Anteil von 24 % am globalen BIP.

Die USA sind seit Jahrzehnten die Nummer 1. Japan gelang es kurzfristig Ende der 80er Jahre, den USA den Rang abzulaufen (Grafik 2). Die Bewertung des japanischen Aktienmarktes war damals übertrieben. Vom Platzen dieser Blase hat sich der Markt nie wieder erholt. Auf neue Hochs warten Anleger auch 30 Jahre später noch.

Immerhin liegt Japans Anteil nicht historisch tief. Genau das ist das Problem in Deutschland. Seit Beginn der Datenreihe lag der Anteil noch nie so niedrig (Grafik 3). Das ist fast ein Alleinstellungsmerkmal. Andere Länder können ebenfalls keinen Boden gutmachen, erreichen aber immerhin keine neuen Tiefs. Eine Ausnahme ist Kanada.

Der Anteil einzelner Aktienmärkte ist relevant, wenn man den globalen Aktienmarkt schlagen will. Dies gelingt nicht, wenn man in einem Markt investiert ist, der im Verhältnis zum globalen Markt immer weiter zurückfällt. Nur wenigen Ländern gelingt es, Anteile zu gewinnen. Zu diesen Ländern gehören China und Indien (Grafik 4). Saudi-Arabien machte wegen des Börsengangs von Saudi Aramco einen Sprung nach oben.

Darin liegt zum Teil das Problem von Märkten. Kommen viele neue Unternehmen an die Börse, steigt die Marktkapitalisierung, selbst wenn die Kurse insgesamt stagnieren. Das ist etwa in Indien und zum Teil in China zu beobachten. Man gewinnt im globalen Markt nicht, wenn man einfach auf Indien und China setzt.

Hoffnungsträger haben enttäuscht. Vielen Emerging Markets wie der Türkei, Brasilien oder Mexiko wurde viel zugetraut. Die Erwartungen wurden enttäuscht (Grafik 5). Die USA sind und bleiben der einzige konsistente Performancegarant über die Jahrzehnte.
Clemens Schmale

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW35

DAX - Tagesausblick: Chance auf vorzeitiges Ende der Abwärtsspirale

Hier ist die heutige DAX Prognose. Es wurden seit 7:45 Uhr wieder alle DAX Chartparameter der Zeitebenen Tageskerzen und Stundenkerzen sorgfältig ausgewertet und der DAX Future mit einbezogen. Aus den DAX Kursmustern leite ich für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr Folgendes ab.

aktuelle Widerstände: 12758 + 12835(Gap) + 12854(R3)
aktuelle Unterstützungen: 12703/12700 + 12659 + 12630(Gap) + 12550/12548 + 12439/12435(S3)

DAX Prognose

  • Der DAX ist im laufenden Abwärtszyklus weit gekommen, das Ziel 12548 war schon nah.
  • Der DAX fiel dabei seit Freitagnachmittag letzter Woche viel weniger als die US Indizes.
  • Der DAX muss sich heute nach freundlichem Start über 12700 sogleich bei 12703 beweisen, zumindest aber 12659(PP) verteidigen, wenn der Index neue Wochentiefs vermeiden will.
  • Wenn sich der DAX heute über die XETRA Horizontale 12758 erhebt, gibt es eine Chance gegen das Gap 12835, das gestern offen zurückgelassen wurde und zum Pivot R3 des Tages bei 12854 zu laufen.
  • Kann der DAX bei Schwäche auch bei 12659/12630 nicht gestoppt werden, so erscheint noch das größere untere Zyklusziel 12548. Aus ausgehend von 12835 könnte der DAX nochmals Richtung 12548 nachgeben.
  • Unteres Erweiterungsziel ist heute das Märztief 12439, wo auch der Tagesextrempunkt, der Pivot S3 liegt.
  • Erst oberhalb von 13154 wird die Abwärtsspirale durchbrochen. Dann werden weitere Tiefs unwahrscheinlicher.

Viel Erfolg an einem sicheren Ort!
Rocco Gräfe

NETFLIX - Jetzt oder nie!

Anleger in Netflix haben die Hoffnung, dass sich die jüngste Erholung in dieser weiter fortsetzt und damit vielleicht sogar ein mittelfristiger Turnaround gelingt. Zu Recht?

Mit Argusaugen dürften Trader und Anleger momentan das Kursgeschehen in der Netflix-Aktie verfolgen. Nachdem sich die Aktie im Juli und August bis an den Widerstandsbereich bei knapp 250 USD erholen konnte, setzte eine Korrektur ein. Damit wurde der Gapbereich vom April als Widerstand bestätigt, leider. Anleger hatten natürlich darauf gehofft, dass diese Hürde überwunden und damit eine Kaufwelle in Richtung 350 USD gestartet werden kann.

Die Hoffnungen in diese Richtung muss man aktuell aber noch nicht begraben. Die aktuelle Korrektur birgt zwar einige Risiken, bietet aber auch die Chance, noch einmal einen direkten Anlauf nach oben zu wagen. Sollte der Widerstandsbereich dann überwunden werden, könnte der mittelfristige, bullische Turnaround mit den bereits genannten Zielen um 350 USD gelungen sein.

Alternativ zu diesem bullischen Szenario bleibt die Aktie leider in ihrer Range seit April. Mit dem Scheitern im oberen Widerstandsbereich wäre dann im Gegenzug mit einem Test der unteren Unterstützungszone beginnend ab ca. 170 USD zu rechnen.

Fazit: Die nächsten Tage sollte die Netflix-Aktie engmaschig verfolgt werden. Wollen sich die Bullen den Weg nach oben nicht verbauen, sollte der Kurs einerseits nicht nachhaltig unter 210 USD zurückfallen, während man auf der anderen Seite zügig in Richtung 250 USD durchstartet und den dortigen Widerstandsbereich auch überwindet.

SHOP APOTHEKE - Im freien Fall

In der vergangenen Woche war die Aktie von Shop Apotheke wie erwartet unter die bisherigen Jahres- und Crashtiefs eingebrochen. Der enorme Abwärtstrend der letzten Monate erreicht aktuell bereits die nächste zentrale Unterstützung.

Von Anfang März bis Anfang August war die Aktie von Shop Apotheke in einem breiten Kurskorridor unterhalb der 105,25-EUR-Marke seitwärts gelaufen, ehe das Scheitern am Widerstand bei 99,80 EUR und der darauffolgende Einbruch unter 85,86 EUR Mitte August die nächste dramatische Verkaufswelle auslösten, die unter das Jahrestief bei 65,40 EUR reichte. Wie tief kann der Abverkauf noch führen?

Kurzfristig erreicht die Aktie das Unterstützungslevel bei 48,60 EUR. Hierbei handelt es sich um ein markantes Verlaufstief aus dem März 2020. Für diese Stelle wurde zuletzt angenommen, dass dort eine Erholung starten könnte. Aufgrund der massiven Abwärtsdynamik der aktuellen Kursimplosion wäre allerdings damit zu rechnen, dass auch diese Marke unterschritten wird und sich der Kurseinbruch darunter direkt bis 40,00 und 36,90 EUR fortsetzt. Damit wäre der Startpunkt der letzten großen Rallyphase aus dem März 2020 erreicht. Darunter liegt bei 33,20 EUR noch die 100 %-Projektion der ersten großen Verkaufswelle nach dem Allzeithoch aus dem vergangenen Jahr. In diesem Bereich wäre mit einer deutlichen Erholung in Richtung 48,60 EUR zu rechnen.

Kann die Aktie von Shop Apotheke dagegen wider Erwarten schon an der 48,60-EUR-Marke mit einer Erholung starten, wäre deren erstes Ziel bei 58,00 EUR. Darüber könnte es zu am Pullback bis 65,00 EUR kommen. Von einer Trendwende wäre die Aktie allerdings dennoch weit entfernt: Erst bei Kursen über 70,00 EUR könnte man sich darüber wieder Gedanken machen.

 

PALLADIUM - Die letzten Tage der Erholung?

Tagesausblick für Freitag, 02. September 2022: Bei Palladium dominiert aktuell eine volatile Korrektur, die auf die Unterstützung bei 1.997 USD zusteuert. Ein weiteres Mal müssen die Bullen also den Anstieg seit Mitte Juni gegen ein drohendes Verkaufssignal verteidigen.

Palladium Widerstände: 2.149 + 2.218 + 2.290

Palladium Unterstützungen: 1.997 + 1.900 + 1.804

Rückblick: Nach einem leicht versetzten Doppelboden an der Unterstützung bei 1.804 USD startete bei Palladium im Juli eine kleine Aufholjagd, die den Kurs bis an das frühere Zwischenhoch bei 2.318 USD führte. Dort begann die seither andauernde Korrektur dieser Kaufwelle, die bereits Ende August an die Unterstützung bei 1.997 USD reichte. Und auch in den letzten Tagen wurde die Marke nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch über die Hürde bei 2.218 USD wieder angelaufen.

Charttechnischer Ausblick: Mit dem Rücksetzer an die 1.997-USD-Marke steht Palladium wieder vor der gleichen Aufgabe wie schon Ende August: Die Verteidigung der Unterstützung ist zentrales Kriterium für eine mögliche Fortsetzung der Erholung in Richtung 2.149 USD. Ein erstes Signal für einen weiteren Anstieg wären Kurse über 2.100 USD. Gelingt dies, könnte über der Hürde bereits ein Kaufimpuls bis 2.290 und 2.318 USD starten.

Wird die akute Gefahrenzone und auch der kleinere Support bei 1.950 USD unterschritten, hätten die Bullen die Chance auf steigende Kurse für die nächsten Wochen vergeben. Ein weiterer Einsturz bis 1.804 USD wäre dann kaum mehr zu verhindern.

Was Trader über den September wissen müssen

Sowohl am US-Aktienmarkt als auch am deutschen Aktienmarkt ist der September der mit Abstand schwächste Börsenmonat überhaupt.

Anleger und Trader sollten im neunten Monat des Jahres besser vorsichtig agieren, wie ein saisonaler Vergleich der Performance der wichtigsten Börsenindizes zeigt.

Im langfristigen Mittel ist der September in vielen Indizes der schwächste Monat überhaupt. Das gilt auch für den deutschen und europäischen Aktienmarkt. So verzeichnete der DAX inklusive seiner Vorläufer-Indizes seit dem Jahr 1959 im September im Durchschnitt einen Verlust von 1,7 Prozent, wie eine langfristige Auswertung der Performancedaten zeigt. Kein anderer Monat schnitt im langfristigen Mittel so negativ ab. Auch MDAX (minus 1,3 Prozent), SDAX (minus 2,0 Prozent) und Euro Stoxx 50 (minus 1,4 Prozent) schnitten im langjährigen Mittel im September negativ ab.

Am US-Aktienmarkt verlor der Dow Jones Industrial Average im September im langjährigen Durchschnitt 1,2 Prozent. Der einzige andere Monat mit einer negativen durchschnittlichen Monatsperformance ist der Mai. Der S&P 500 büßte durchschnittlich 1,0 Prozent ein und der Nasdaq-100 0,3 Prozent. Im Nasdaq-100 ist der September sogar der einzige Monat des Jahres mit einer negativen Performance im langjährigen Durchschnitt überhaupt.

Die die folgende Grafik zeigt, kann der TecDAX als einziger der untersuchten Indizes im September im langjährigen Mittel eine positive Performance vorweisen. Weitere Indizes mit einer ebenfalls relativ guten Performance im langjährigen Mittel sind Nikkei 225 und Nasdaq-100. Mit Verlusten von rund zwei Prozent im Schnitt schneiden der Nebenwerteindex SDAX sowie der österreichische Leitindex ATX im September besonders schwach ab.

Wer im Hinterkopf behält, dass der September der schwächste Börsenmonat überhaupt ist und deshalb seine Chancen vor allem auf der Short-Seite sucht, dürfte alleine dadurch seine Erfolgswahrscheinlichkeit wahrscheinlich ein wenig zu seinen Gunsten verändern. Das gilt natürlich nicht in jedem Jahr, aber eben doch im langfristigen Durchschnitt.

Clemens Schmale

Disclaimer

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW34

DAX - Tagesausblick: Etwas Zwischenanstieg ist noch machbar, die Ziele

Hier ist die heutige DAX Prognose. Es wurden seit 7:45 Uhr wieder alle DAX Chartparameter der Zeitebenen Tageskerzen und Stundenkerzen sorgfältig ausgewertet und der DAX Future mit einbezogen. Aus den DAX Kursmustern leite ich für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr Folgendes ab.

aktuelle Widerstände: 13365 + 13455 + 13508/13525 (R3+Gap) + 13618(61,8 %RT)
aktuelle Unterstützungen: 13210 + 13160 + 13085/13080 + 13047(S3) + 12986(61,8 %RT)

DAX Prognose

  • DAX Vorbörse: 13320
  • Nach dem DAX Kursrutsch von 13948 zu 13085 dürfte der DAX seinen Rebound, also seinen Zwischenanstieg noch etwas fortsetzen.
  • Zwischenrallyziele nach dem absolvierten 850 Punkte DAX Kursrutsch stellen nochmals 13365 und vor allem ca. 13450 und maximal 13618, das 61,8 % Retracement der letzten Abwärtsstrecke dar.
  • Dabei ist es unerheblich, ob der DAX heute zuvor zeitweise bis ca. 13210 oder 13160 fällt.
  • Ab 13365 oder 13450 bzw. spätestens ab 13618(61,8 %RT) gäbe es dann wieder neue Abwärtsrisiken für DAX Ziele unterhalb von 13085, zum Beispiel bei 13000/12985, aber auch bei 12775 oder 12620, je nachdem ob das DAX Zwischenhoch bei ca. 13450 oder ca. 13618 erscheint. Stoploss für die unteren Folgeziele wäre übrigens so oder so nur der DAX Anstieg über das Vorwochenhoch 13950.
  • Begibt sich der DAX Handel heute unter 13080, entfällt die bevorzugte Aufwärtsstrecke zu 13365, 13450 sowie 13618 und der DAX zieht sofort zum Ziel 12986 oder tiefer.

Viel Erfolg an einem sicheren Ort!
Rocco Gräfe

SPLUNK - Verkaufswelle nach Zahlen

Die Splunk Aktie stand gestern nach Zahlen massiv unter Druck. Setzt sich diese Abwärtsbewegung fort oder können die Bullen kontern?

Die Splunk Aktie reagierte gestern sehr schwach auf die am Mittwoch nachbörslich veröffentlichten Zahlen und verlor 12,00 %. Damit war die Aktie des Datenspezialisten der schwächste Wert im Nasdaq 100. Die Aktie befindet sich seit ihrem Allzeithoch bei 225,89 USD aus dem September 2021 in einer starken Abwärtsbewegung und fiel dabei auf ein Tief bei 84,63 USD und damit in die Nähe der Unterstützung bei 83,69 USD. Von dort aus erholte sich die Aktie an den EMA 200. Dort prallte sie vor einigen Tagen leicht nach unten ab. Mit der gestrigen Reaktion auf die Quartalszahlen beschleunigte sich dieser Abpraller.

Splunk verfehlt im zweiten Quartal mit einem Ergebnis je Aktie von -$1,30 die Analystenschätzungen von -$0,36. Umsatz mit $799 Mio. über den Erwartungen von $748,97 Mio. Quelle: Guidants News

Die Splunk Aktie könnte in den nächsten Tagen und Wochen weiter abfallen. Ein erneuter Rückfall in den Unterstützungsbereich um 84,63-83,69 USD ist möglich. Sollte dieser Unterstützungsbereich fallen, dann würden weitere Abgaben in Richtung 67,50 USD möglich. Damit sich das Chartbild leicht aufhellt, müsste die Aktie das gestrige Tageshoch bei 103,66 USD überwinden, aber erst ein Ausbruch über 116,84 USD wäre ein größeres Kaufsignal. Dieses Signal könnte zu einer Rally in Richtung 140 USD und damit an den Abwärtstrend seit Oktober 2021 führen.

Widerstände: 103,66+108,66+116,64
Unterstützungen: 95,06+84,63+83,69

IBM - Boden gefunden?

Die Aktie von IBM, einem IT- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Armonk im Bundesstaat New York, könnte die Abwärtsbewegung der Vortage im Bereich von 133 USD beendet haben und vor einem erneuten Hochlauf stehen. Gelingt ein Durchbruch über 135 USD, wäre ein weiterer Anstieg bis 140 USD möglich.

Die IBM Aktie befindet sich seit dem Verlaufstief bei 125,13 USD vom 21. Juli in einem Aufwärtstrend und konnte im bisherigen Verlaufshoch bei 139,34 USD vom 19. August den Widerstandsbereich um 140 USD erreichen. Hier prallte das Papier wieder nach unten ab und erreichte im weiteren Kursverlauf die Unterstützung um 133 USD. Am Vortag bildete sich an dieser Unterstützungszone eine bullische kleine Tageskerze, die auf einen möglichen Abprall nach oben an dieser Unterstützung hindeutet. Es könnte nun eine neue Aufwärtsbewegung starten.

Neue Aufwärtsbewegung bis 140 USD?

Die IBM-Aktie könnte die bullische Vortageskerze bestätigen und an der Unterstützungszone um 133 USD nach oben abprallen. Gelingt dabei auch ein Durchbruch über den EMA50 und EMA10 im Bereich von 135 USD, würde ein weiteres Stärkesignal generiert werden.

Über dem Bereich von 135 USD wäre mit einem weiteren Hochlauf der IBM-Aktie bis zum Widerstandsbereich um 140 USD zu rechnen. Dabei sollte das Verlaufshoch bei 139,34 USD vom 19. August dem Aufwärtstrend folgend überschritten und die Widerstandszone um 140 USD nach oben durchbrochen werden. Die nächste Anlaufmarke wäre dann der Widerstand im Bereich von 142 USD.

Rutscht die Aktie hingegen unter die Unterstützungszone bei 133 USD nach unten ab, würde ein weiteres bärisches Signal generiert werden. In diesem Fall wäre mit einem weiteren Kursrückgang bis zur Unterstützungszone bei 128 USD zu rechnen.

Fazit: Die IBM-Aktie könnte nun an der Unterstützung im Bereich von 133 USD nach oben abprallen und eine neue Aufwärtsbewegung einleiten. Gelingt ein Durchbruch über 135 USD, wäre ein weiterer Hochlauf bis 140 USD zu erwarten. Kommt es zu einem Kursrutsch unter 133 USD, würde sich die Lage deutlich eintrüben und ein weiterer Kursrutsch bis 128 USD möglich werden.

PALLADIUM - Erholung kann sich kurzzeitig fortsetzen

Tagesausblick für Freitag, 26. August 2022: Der Palladium Preis konnte sich zuletzt vom temporären Einbruch unter 1.997 USD erholen und attackiert derzeit den Widerstand bei 2.149 USD. Darüber könnte die laufende Erholung neuen Schwung erhalten.

Palladium Widerstände: 2.149 + 2.218 + 2.290
Palladium Unterstützungen: 2.060 + 1.997 + 1.900

Rückblick: Ausgehend von einer mehrwöchigen Bodenbildung an der Unterstützung bei 1.804 USD zog der Palladiumpreis Mitte Juli deutlich an und überwand die mittelfristige Abwärtstrendlinie auf Höhe der Kurshürde bei 2.140 USD. Nach einer Zwischenkorrektur auf 1.997 USD setzte sich der Anstieg bis 2.290 USD fort. An dieser Stelle ebbte die Kaufwelle im August ab und wich einer Korrektur, die kurz schon unter 1.997 USD geführt hatte, ehe ein weiterer Anstieg folgte.

Charttechnischer Ausblick: Der steile Aufwärtsimpuls der letzten Tage hat die Verteidigung der 1.997-USD-Marke bestätigt und dürfte jetzt mit einem Ausbruch über 2.149 USD fortgesetzt werden. Darüber könnte Palladium schon bis 2.218 und 2.290 USD steigen. Ob diese Barriere allerdings nach der tiefen Korrektur der letzten Tage auch in Richtung 2.400 USD überwunden werden kann, ist aktuell mehr als fraglich.

Sollte der Wert dagegen an 2.149 USD scheitern und unter 2.060 USD fallen, wäre die Erholung gestoppt und der nächste Einbruch bis 1.997 USD die Folge. Darunter wäre ein Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 1.900 USD aktiviert.

Unternehmen und Anleger müssen den Gürtel enger schnallen

Gewinnrückgänge sind bei US-Unternehmen seit zwei Quartalen eine Tatsache. Der Trend dürfte sich fortsetzen und hat nichts mit einer Rezession zu tun.

Eine Rezession hilft Unternehmensgewinnen nicht. Das ist klar. Es gibt allerdings noch einen anderen Grund, weshalb die Gewinne bereits unter Druck gekommen sind. Der Grund hat mit der Pandemie zu tun. Die Pandemie ist in den Hintergrund gerückt. Die Kurse werden schon lange nicht mehr von Covid-Meldungen bestimmt. Indirekt hat die Pandemie immer noch einen großen Einfluss. Dieses Mal ist es jedoch keine neue Infektionswelle, die die Kurse beeinflusst, sondern vielmehr die Normalisierung der Wirtschaft.

Der Prozess der Normalisierung ist immer noch im vollen Gange. Mit der Öffnung der Wirtschaft in den meisten Ländern kehren Konsumenten wieder zu den typischen Konsummustern zurück. Das bedeutet, dass weniger Güter und mehr Dienstleistungen konsumiert werden.

Vor allem zu Beginn der Pandemie war es umgekehrt. Der Güterkonsum stieg sprunghaft an. Teils stieg der Güterkonsum aus Mangel an Alternativen, teils, weil Verbraucher ihr Homeoffice einrichten mussten oder bei der vielen Zeit, die sie zu Hause verbrachten, die Wohnung neu einrichteten.

Die Pandemie brach einen langfristigen Trend. Dienstleistungskonsum war viel robuster als der Güterkonsum und wuchs schneller. Mit der Pandemie holte der Güterkonsum plötzlich wieder auf. Die Lücke wurde geschlossen (Grafik 1).

Jetzt, da wieder normal konsumiert werden kann, wird der Güterkonsum aller Voraussicht nach den bisherigen Trend fortsetzen und einen immer geringeren Teil der Wirtschaftsleistung ausmachen. Fiel der Anteil des Güterkonsums in der Vergangenheit, kamen auch die Gewinnmargen unter Druck (Grafik 2).

Es lässt sich noch expliziter darstellen (Grafik 3). Steigt der Dienstleistungsanteil an der Wirtschaftsleistung, kam es häufig zu einem Abwärtstrend bei den Gewinnmargen. Das hat zum Teil damit zu tun, dass in einer Rezession vor allem bei Gütern gespart wird und nicht bei Dienstleistungen. Das macht den Dienstleistungskonsum robuster.

Es gibt noch einen zweiten Aspekt. Die Margen in der Güterproduktion sind hoch. Obwohl der Güterkonsum weniger als ein Drittel der Wirtschaftsleistung ausmacht, kommt mehr als die Hälfte der Unternehmensgewinne aus dem Güterkonsum. Dies ist vor allem bei den Leitindizes sichtbar. Mehr als die Hälfte der Gewinne der S&P 500 Unternehmen stammt aus der Produktion und dem Verkauf von Gütern.

Das überrascht auf den ersten Blick vielleicht. Man darf aber nicht vergessen, dass z.B. Apple den Großteil seines Gewinns mit dem Verkauf von iPhones und anderer Hardware macht. Gleiches gilt für Tesla, Exxon, Chevron, die vielen Pharmaunternehmen, Hersteller des täglichen Bedarfs wie Procter & Gamble oder Coca-Cola.

Eine Normalisierung des Konsumverhaltens hin zu mehr Dienstleistungskonsum und weg vom Güterkonsum setzt Margen und die Gesamtgewinne unter Druck. Die rekordhohen Margen der letzten Quartale gehören der Vergangenheit an. Unternehmen und damit auch Anleger müssen den Gürtel enger schnallen.

Clemens Schmale

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

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Autor: Stock3

Wöchentliche Marktinfo KW33

DAX - Tagesausblick: Verschoben ist nicht aufgehoben! Tagesziele bei...

Verschoben ist nicht aufgehoben! Es geht um ein bestimmtes DAX Ziel. Hier ist die heutige DAX Prognose. Aus den DAX Kursmustern leite ich für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr Folgendes ab.

aktuelle Widerstände: 13704(PP)/13710 + 13795 + 13907(R3)
aktuelle Unterstützungen: 13610 + 13550 + 13533 + 13494(S3) + 13455

DAX Prognose

  • DAX gestern: Die DAX Tageskerze von gestern sprach dafür, "...dass der DAX heute irgendwann zwischen 9 und 17:30 Uhr zumindest für 1 Sekunde tiefer handelt" als 13610.
  • Der DAX tat den Gefallen nicht und hielt sich den ganzen Tag oberhalb von 13610 auf und war mit einer Reboundphase zu 13710 bzw. zu 13784/13795 befasst.

DAX HEUTE:

  • Die Marktteilnehmer haben auch heute die Gelegenheit, den DAX bis 13550 zu drücken, zur roten Tageskerzenchartwolkenoberkante.
  • Zudem gilt, dass sich der DAX unter 13704/13710, erweitert unterhalb von 13795 in einem Rebound- und Abwärtsumfeld befindet, das vor dem Erreichen von 13550 ggf. nochmals ausgeschöpft werden könnte.
  • Ab 13550 bestehen die Chancen auf einen Abprall nach oben, zum Beispiel zurück bis 13795, der Pre-Pandemiehoch Horizontale, der aktuellen DAX Schicksalslinie im BIG PICTURE.
  • Sollte der DAX tiefer fallen als 13550, also in die rote "Ichimoku"-Wolke des Tageskerzencharts eindringen, wären die nächsten größeren unteren Ziele mit 13455(Trendwendemarke Sommertrend) und später mit 13191 ("Ichimoku-Kijun") zu beziffern. Heute steht diesen 2 Zielen die 200 Stunden Linie bei 13533 (stündlich etwas steigend) und der Pivot S3 bei 13494 im Weg, so dass man wohl doch eher mit einem DAX Tagestief zwischen 13550/13533 rechnen sollte.
  • Oberhalb von 13795 würde der DAX wieder neutral werden. Das Neutralfeld reicht bis 13950/13965.
  • Oberhalb von 13965 gäbe es ein klares Signal für einen DAX Anstieg zu 14140 (EMA200/Tag), was aber heute wegen des Pivot R3 bei 13906 keine realistische Option darstellt.

Viel Erfolg an einem sicheren Ort!

Rocco Gräfe

INFINEON - Bodenbildungsversuch läuft

Die Infineon-Aktie hat sich in der Rally der letzten Wochen stark erholt, musste inzwischen aber einen bedeutenden Teil der Gewinne abgeben. Wie fügt sich diese Bewegung in das Gesamtbild ein?

Die Infineon-Aktie musste nach dem Hoch bei 43,84 EUR aus dem November 2021 starke Verluste hinnehmen und fiel auf den langfristigen Aufwärtstrend seit dem Allzeittief aus dem Jahr 2009 zurück. Nach einem Tief bei 20,67 EUR drehte die Aktie nach oben. Sie versucht seitdem eine Bodenformation in Form einer inversen SKS auszubilden. Dabei befindet sich die Aktie gerade in der rechten Schulter. Es ist also noch ein weiter Weg zur Vollendung dieser Formation.

Kurzfristig kann die Infineon-Aktie in Richtung des EMA 200 bei 29,27 EUR und damit auch an die Nackenlinie der inversen SKS ansteigen. Aber erst mit einem Ausbruch über diese ergäbe sich ein größeres Kaufsignal in Richtung 33,26 EUR, 37 EUR und 42 EUR. Sollte die Aktie aber unter den Unterstützungsbereich zwischen 25,76 EUR und 25,44 EUR abfallen, dann würden die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss des Bodenbildungsversuchs deutlich sinken. In diesem Fall könnte es zu einem erneuten Rückfall gen 20,67 EUR kommen.

Widerstände: 27,71+29,27+30,88

Unterstützungen: 25,76+25,44+23,31+20,67

BED BATH & BEYOND - Ryan Cohen hat verkauft! MEME-AKTIE crasht um 45%!

Großinvestoren können ihr Glück im Zuge des Hypes bei der Meme-Aktie nicht fassen und streichen die Gewinne ein. Derweilen bleibt die finanzielle Situation bei Bed Bath & Beyond angespannt.

Die Börse schreibt mit die verrücktesten Geschichten. Über die wilden Kursausschläge der Aktie des eigentlich mit einem Bein in der Insolvenz stehenden Einzelhändlers Bed Bath & Beyond berichtete ich zuletzt am Mittwoch. Und wie nun nach und nach bekannt wird, haben die großen Adressen ihre Schäfchen bereits ins Trockene gebracht.

Große Adressen steigen aus

Bereits gestern veröffentlichte die Financial Times eine Story über einen bis dato unbekannten 20-Jährigen, Jake Freeman, der sage und schreibe über "Familie und Freunde" rund 25 Mio. USD eingesammelt hatte, um vor einigen Wochen Aktien von Bed Bath & Beyond für unter 5,50 USD zu kaufen. Zwischenzeitlich hielt Freeman über 6 % aller Aktien des Einzelhändlers. Als die Meme-Aktie kürzlich in Richtung 30 USD explodierte, tätigte er einen Verkauf. Der schnelle Gewinn: 110 Mio. USD!

Viel bedeutender für die Reddit-Gemeinde ist allerdings ein Verkauf, der die Tage bereits angekündigt worden war. Erst gestern nach Börsenschluss wurde aber auch dessen Vollzug gemeldet. Ryan Cohen, seines Zeichens Chairman von Gamestop und aktivistischer Investor, hatte im März eine Position von rund 10 % bei Bed Bath & Beyond aufgebaut und sich damit zunächst heftigst verspekuliert. Wie nun aus einem SEC-Filing hervorgeht, nutzte Cohen am Dienstag und Mittwoch die Mondkurse am Markt, um zunächst seine Aktienposition und schlussendlich auch seine weit aus dem Geld liegenden Call-Optionen abzustoßen. Sein durchschnittlicher Kaufpreis lag bei 15,34 USD je Aktie.

Bis zuletzt hatte die Reddit-Gemeinde daran geglaubt, dass Cohen trotz der Ankündigung des Verkaufs diesen nicht sofort umsetzen werde. So hatte Cohen das Board von Bed Bath & Beyond mit einigen seiner Leute besetzt, auch einen Vorstandswechsel Ende Juni bewirkt. Die Hoffnungen waren also groß. Nach dem Ausstieg Cohens brechen im Aktienkurs von Bed Bath & Beyond sämtliche Dämme. Nachbörslich crasht der Wert um 45 % auf gut 10 USD. Vor dem Squeeze und nach Bekanntgaben katastrophaler Quartalszahlen hatte der Wert teils unter 5 USD notiert.

Am grundsätzlichen Problem von Bed Bath & Beyond hat sich nichts geändert. Da das Management die hohen Kurse nicht für eine Kapitalmaßnahme genutzt hat, bleibt die finanzielle Situation höchst kritisch. Es müssen neue Gelder her, aber schnell.

Fazit: Das Beispiel Bed Bath & Beyond zeigt Pump & Dump in Reinkultur. Die SEC dürfte sich den Fall Cohen anschauen, die Reddit-Gemeinde ist um eine (schmerzhafte?) Erfahrung reicher.

PALLADIUM – Alles in bester Ordnung?

Nach dem jüngsten Lauf und der Ankunft am Widerstandslevel bei 2.289 USD kam es in den letzten Tagen wieder zu Verkäufen. Angekommen an einem wichtigen Support sind nun die Bullen gefragt.

In den letzten Wochen konnten sich bei Palladium durch den Bruch der Abwärtstrendlinie sowie der Überwindung von ≈2.200 USD zeitweilig die Käufer durchsetzen. Durch die aktuellen Verluste wird dabei der nun als Clustersupport fungierende Kursbereich bei 2.118 – 2.165 USD angelaufen. Neben einer Horizontalunterstützung verläuft hier der EMA200. Um die aktuelle Kaufbewegung nun auf direktem Wege aufrechtzuerhalten, sollte es daher zu erneuten Aufschlägen kommen. Als Kursziele würden folgend 2.201, 2.289 sowie 2.325 – 2.347 USD fungieren.

Gelingt dies jedoch nicht und auch 2.095 USD werden gebrochen, so gilt ein Rücksetzer auf den EMA50 sowie 2.019 USD als wahrscheinlich. Weitere Verluste würden folgend das Chartbild wieder zugunsten der Bären verkehren.

EZB: Die große Umverteilung hat begonnen - es geht um eine Billion Euro!

Auch ohne das neue Transmission Protection Instrument kann die EZB eine Billion Euro in der Eurozone umverteilen. Der Prozess hat begonnen.

Bevor das neue Transmission Protection Instrument (TPI) eingesetzt wird, sollen die Anleihen, die im Pandemiekaufprogramm PEPP erworben wurden, als erste Verteidigungslinie dienen. Diese erste Linie wurde bereits benötigt. Der Markt wurde mit dem nahenden Ende des Quantitative Easing Programms nervös. Die Renditen für italienische und andere Anleihen stiegen stark an.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die EZB TPI noch nicht. Das hielt sie von Interventionen nicht ab. Das Pandemiekaufprogramm wurde genutzt, um Anleihen von den ehemaligen Krisenländern Italien, Portugal, Griechenland und Spanien zu kaufen. Woher das Geld kam, wird sofort ersichtlich. Im Juni und Juli verkaufte die EZB Anleihen von Deutschland, den Niederlanden und Frankreich (Grafik 1).

Die große Umschichtung begann im Juni und Juli. In diesem Zweimonatsfenster wurden für knapp 10 Mrd. Euro italienische Anleihen gekauft. Auch Spanien profitierte mit knapp 6 Mrd., Griechenland mit 1 Mrd. und Portugal mit 500 Mio. (Grafik 2). Damit wird fleißig umgeschichtet.

Ursprünglich sollte die Flexibilität unter dem PEPP Programm für Verwerfungen bestimmt sein, die mit der Pandemie in Zusammenhang standen. Dieser Grundsatz wurde nicht durchgehalten. Der Renditeanstieg im Juni konnte kaum auf die Pandemie zurückgeführt werden.

Unter dem PEPP Programm wurden insgesamt 1,66 Billionen Euro an Anleihen erworben. Länder mit hoher Bonität, deren Anleihen verkauft werden können, um andere Anleihen zu erwerben, machen in etwa eine Billion Euro aus. Ob man Frankreich mittelfristig zu den Ländern zählen kann, die keine Probleme bekommen werden, sei dahingestellt.

Kurzfristig jedoch kann die EZB viele Anleihen verkaufen, um andere zu stützen. Zumindest in naher Zukunft sollte dies ausreichend sein. Während der jüngsten Turbulenzen wurden 18 Mrd. umgeschichtet. Es gibt also noch viel Luft und früher oder später wird der Spielraum benötigt werden.

In Italien haben mögliche Wahlgewinner der vorgezogenen Neuwahlen zwar angekündigt, dass sie sich an die Haushaltsdisziplin halten wollen, doch es wäre nicht das erste Mal, dass im Wahlkampf das eine gesagt und in der Regierung das andere gemacht wird. Wenn die vergangenen Jahre eines gelehrt haben, dann sicherlich, dass politische und damit Finanzmarktkrisen regelmäßig vorkommen.

Die Umverteilung in der EZB Bilanz hat begonnen und wird vermutlich auch nicht mehr enden. Ob das langfristig tragbar ist oder der Widerstand aus Ländern wie Deutschland und den Niederlanden zu groß wird, muss man abwarten. Die Umverteilung ist eine Art Solidarität. Hier geht es um Geld.

Deutschland könnte in den kommenden Monaten auf eine andere Art der Solidarität angewiesen sein: Erdgas. In jedem Krisenfall heißt Solidarität, dass einige gewinnen, andere verlieren. Solidarität löst die Grundprobleme nicht, macht im Einzelfall aber Sinn. Zu Spannungen führt es dennoch und von diesen dürften wir in den kommenden Monaten ausreichende haben.

Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW32

So könnte es im DAX weitergehen

Durch das Kreuzen der Trendwechselmarke 13676+1 hat sich der DAX die Chance auf den Re-Test des Vorwochenhochs bei 13793 erarbeitet.

aktuelle Widerstände: 13793 + 13795 + 13824 + 13854(R3) / + 14005 + 14160 + 14230
aktuelle Unterstützungen: 13661 + 13609/13600 + 13550 + 13547(S3) / +13455

Im DAX Tageskerzenchart liegt oberhalb von 13335 weiterhin ein Aufwärtstrend vor. Auf der anderen Seite wirkt das Pre-Pandemie-Hoch von Feburar 2020 bei 13795 als Widerstand, das ja letzte Woche bis auf 3 Punkte bereits schon fast erreicht worden war. Im Tageskerzenchart ist die neue "Ichimoku"-Wolkenkonstellation auffällig. Die Wolke stützt den DAX im Falle von Schwäche vorerst gut bei 13550 ab. Im DAX Stundenkerzenchart kann mit dem 2. Heranlaufen an das gestrige Vormittagstief 13661 eine Konsolidierungsphase zu Ende gehen, so dass ab 13661 die Chance besteht, erneut gegen die Hürde bei 13795 zu ziehen.

Oberhalb von 13795 bestünde eine DAX Anstiegschance bis 13823 bzw. 13854(R3), was nicht mehr viel wäre, eher nach einer Falle "riecht" (Fehlausbruch), vor allem heute. Nächste Woche könnte das schon anders aussehen. Grundsätzlich sind nämlich oberhalb von 13793/13795 Kursziele bei 14005 und 14230 zu verkünden.

Jeder DAX Intraday-Handel unter 13661 führt heute zur Chartbildeintrübung der Stundenkerzenchartzeitebene.

Unterhalb von 13564 fiele der DAX aus der Stunden-Wolke heraus, was aber im Zusammenhang mit der Tageswolke erst unter 13550 zu Abwärtsrisiken bis 13455 führt.

Der Rückfall unter 13550 kann aber heute kaum passieren, weil der XETRA DAX Tages-Pivot S3 bei 13547 verläuft.

Der VDAX NEW hat inzwischen das alte Juni-Gap bei 22,72 % geschlossen und taktet unter 25 % in der "Normalzone".

Erst über 25 % sendet der VDAX NEW wieder Warnsignale für den DAX.

META PLATFORMS - Das wird doch wohl kein Boden werden?

Die Aktie der Facebook-Muttergesellschaft Meta ist eine der am meisten abgestraften Major-Techaktien in den USA. Rund 60% unter ihrem Allzeithoch gelang jedoch die mehrfache Verteidigung einer wichtigen Chartmarke. In dieser Woche arbeiten die Bullen sogar an einem Kaufsignal.

Mit dem Bruch einer steilen Kaufwelle und der Unterstützung 351,00 USD endete der imposante Höhenflug der Meta-Aktie im September des vergangenen Jahres. In den folgenden Monaten brach die Aktie in einer Verkaufswelle ein, die sogar den Rallyanstieg von März 2020 bis zum Allzeithoch bei 384,33 USD in den Schatten stellte.

Doch am 61,8 %-Retracement der gesamten Hausse seit dem Jahr 2012 bei 157,66USD gelang es den Käufern den Abwärtstrend dank einer vierfachen Verteidigung der 154,00-USD-Marke abzubremsen.

Trendwendeformation kurz vor Aktivierung

Aktuell steigt die Aktie wieder über die mittelfristige Unterstützung bei 175,49 USD und zieht damit an das Zwischenhoch von Ende Juli bei 183,85 USD an. Sollte die Marke mit einem Anstieg über 185,00 USD nachhaltig gebrochen werden, wäre eine bullische W-Umkehr abgeschlossen. Diesem Kaufsignal dürfte ein Anstieg an das Zwischenhoch bei 200,03 USD folgen. Sollte anschließend auch die 205,46-USD-Marke überschritten werden, könnte sich dieser Anstieg sogar schon an die Abwärtstrendlinie auf Höhe von 220,00 USD ausdehnen.

Scheitern die Bullen dagegen an der Zone zwischen 183,00 und 185,00 USD, wäre ein Rücksetzer Richtung 175,00 und darunter gegebenenfalls 169,00 USD zu erwarten. Spätestens dort sollte sich dann ein neuer Aufwärtsimpuls entwickeln und später zum Ausbruch über 183,85 USD führen. Unser 166,60 USD wäre der Anstieg dagegen gestoppt und ein Abverkauf gen 154,25 USD wahrscheinlich.

Charttechnisches Fazit: Mit einem Anstieg über 183,85 - 185,00 USD könnte die Aktie von Meta eine w-förmige Trendwendeformation abschließen und in den kommenden Tagen weiter bis 202,03 und 2o5,46 USD steigen.

ITM POWER - Aktie steht direkt vor einem weiteren Kaufsignal

Die ITM-Power-Aktie hat sich weiter so entwickelt, wie es in den Fahrplänen "vorgeschrieben" wurde. Nun kommen vermutlich auch endlich die prozyklischen Anleger auf ihre Kosten.

Die ITM-Power-Aktie konnte nach einem Rücksetzer bis 2,35 EUR, das ideale Einstiegslevel bei 2,25 EUR wurde aber verpasst, wie erwartet dieses Mal das alte Kursziel bei 2,75 EUR deutlich übertreffen und touchierte die 3-EUR-Marke. Somit sollten alle Leser, die sich für diesen Titel in den letzten Wochen, interessiert haben, deutlich im Gewinn stehen oder mit kräftigen Gewinnen verkauft haben. Diese Anleger können sich also in Ruhe zurücklehnen. Der prozyklische Anleger jedoch steht vor einer neuen Entscheidung.

Tagesschlusskurs über 3,05 EUR abwarten

Um ein neues Kaufsignal zu generieren, müsste die ITM-Power-Aktie in den nächsten Tagen auf Tagesschlusskursbasis über 3,05 EUR ansteigen. Erst dann würde sich ein neues prozyklisches Kaufsignal ergeben. Die dominante Abwärtstrendlinie wurde bereits überboten, doch das alleine reicht in meinen Augen noch nicht aus, um ein frisches Handelssignal zu generieren.

Fazit: Der prozyklische Anleger wartet also noch geduldig auf ein neues Kaufsignal. Der antizyklische Anleger, der noch Long-Positionen besitzt, kann sich entspannt zurücklehnen und gegebenenfalls nochmals bei einem Rücklauf bei ca. 2,60 EUR kaufen. Ein Rückfall unter das letzte Tief bei 2,35 EUR sollte allerdings nicht mehr erfolgen.

GOLD - Die 1.820-USD-Marke fest im Blick

Die Bullen haben den Goldpreis erfolgreich aus der Gefahrenzone um 1.670 USD geführt und eine deutliche Erholung gestartet. Für eine Fortsetzung der potenziellen Trendwende muss jetzt auch die Hürde bei 1.820 USD gebrochen werden.

Goldpreis Widerstände: 1.794 + 1.820 + 1.848
Goldpreis Unterstützungen: 1.755 + 1.740 + 1.720

Rückblick: Nachdem der übergeordnete Abwärtstrend Ende Juli bei knapp 1.670 USD erfolgreich abgebremst wurde, startete Gold eine Aufholjagd, die zunächst über die Unterstützung bei 1.720 USD und den Kreuzwiderstand bei 1.755 USD zurückführte. Nach diesen kurzfristigen Kaufsignalen überwand der Goldpreis auch die Kurshürde bei 1.780 USD und konnte bereits kurz über 1.800 USD ausbrechen, ehe eine scharfe Gegenbewegung einsetzte.

Charttechnischer Ausblick: Oberhalb von 1.775 USD ist jederzeit mit der Wiederaufnahme der kleinen Rally und einem Anstieg über 1.795 USD zu rechnen. Die Folge wäre eine direkte Kaufwelle an den zentralen Widerstand bei 1.820 USD. Sollte dieser überwunden werden, stünde eine Ausdehnung des Anstiegs bis 1.848 USD an.

Vorherige Korrekturen unter 1.775 USD wäre auch noch nicht problematisch und dürften bei 1.755 USD gestoppt werden. Sollte dort allerdings ein bullischer Konter ausbleiben, dürfte Gold unterhalb von 1.755 USD weiter bis 1.720 USD zurückfallen und damit bereits weite Teile des Anstiegs wieder korrigieren.

Aktienmarkt: Es hat eine neue Ära begonnen

Der Aktienmarkt verhält sich so, als ob es keine grundlegenden Veränderungen gegeben hätte. Damit diese Erwartung aufgeht, muss sehr vieles gutgehen. Das ist unwahrscheinlich.

Wenn Anleger eine neue Zeitrechnung ausrufen, ist es meist an der Zeit, an Leerverkäufe zu denken. Regelmäßig lassen sich Anleger von der Euphorie über neue Technologie mitreißen. Bewertungen erreichen bizarre Ausmaße. Die Pandemie brachte viele Übertreibungen. Ob Telemedizin, Zoom, Blankoscheckunternehmen oder Elektromobilität, viele Kurse stehen heute 80-90 % unter ihren Hochs.

Sind Anleger euphorisch, glaubt man an Wachstumsprognosen, die nüchtern betrachtet keinen Sinn machen. Man kann noch so viel warnen und vorrechnen, es kommt immer wieder zu diesen Übertreibungen. Werden neue Zeitrechnungen verkündet, kann man sich sicher sein, dass sich eine Blase bildet.

Es gibt auch den gegenteiligen Fall. Anleger bemerken nicht, dass eine neue Zeitrechnung begonnen hat. Dies hat nichts mit Technologie oder der Bewertung einzelner Sektoren zu tun, sondern mit wirtschaftlichen Umständen. Anleger sind niedrige Zinsen, stabiles Wachstum und allmächtige Notenbanken gewöhnt. Es liegt jenseits der Vorstellung, dass die kommenden Jahre ganz anders werden als die vergangenen Jahre seit der Finanzkrise.

Dies hat mehrere Gründe, die der Ökonom Anatole Kaletsky auf den Punkt brachte. Ob Anleger oder allgemein als Mensch, man kann sich Dinge, die man selbst nicht erlebt hat, nur schwer vorstellen. Dazu gehört auch eine Zeit, in der Inflation systematisch höher und volatiler ist. Der Großteil der Bevölkerung hat die Inflation der 70er Jahre nicht erlebt.

Selbst wer sie erlebt hat, wurde als Anleger auf die Allmacht der Notenbanken konditioniert. Jeder kennt die Börsenweisheit „Don’t fight the Fed.“ Man stellt sich nicht gegen die Notenbank. Die Notenbank will Inflation wieder auf 2 % senken. Alle glauben, dass es tatsächlich gelingen wird. Zweifel gibt es nicht. Das zeigen Inflationserwartungen und der Anleihemarkt.

Angesichts der aktuell hohen Inflationsrate, der Dauer des Inflationsanstiegs und der realistischerweise zu erwartenden Entwicklung sollten Anleiherenditen ganz woanders stehen. Dass sie es nicht tun, zeugt davon, was Anleger denken. Sie vertrauen Notenbanken blind, dass das Inflationsziel bald wieder erreicht wird.

Ein Fehlschluss ist die Annahme, dass die Richtung entscheidender ist als das Niveau, sei es bei der Inflation oder den Zinsen. Steigen die Zinsen, geht es in die richtige Richtung, egal, ob es von 0 % oder 5 % ausgeht. Die Richtung entscheidet. Ebenso verhält es sich bei der Inflation. Sinkt diese von 9,1 % auf 8,5 % wie im Juli, ist alles in Ordnung, so die Annahme. Die Richtung stimmt ja. Die Annahme ist natürlich falsch. Die Richtung ist wichtig. Ebenso relevant ist das Niveau. Eine Inflationsrate von 8,5 % in den USA ist immer noch sehr weit vom Inflationsziel von 2 % entfernt.

Zu guter Letzt wird die Geopolitik unterschätzt. Mit dem Ende der Sowjetunion wurde „das Ende der Geschichte“ ausgerufen. Die Annahme war, dass nur noch das westliche Wirtschafts- und politische Modell die Welt bestimmen würde. Spätestens jetzt müsste klar sein, dass dies eine Fehleinschätzung war. Erst in fünf oder zehn Jahren wird man verwundert feststellen, wie stark sich die Welt verändert hat und wieder in Blöcke eingeteilt ist.

Gerade hat eine neue Ära begonnen. Der Aktienmarkt hat es bisher nicht bemerkt. Ein Jahrzehnt an Konditionierung hat gewirkt. Historisch betrachtet sind neue Regime keine Seltenheit, sei es bei Zinsen, Inflation oder Geopolitik. Die Zinsentwicklung in England gibt einen Hinweis darauf, wie viel Volatilität möglich ist (Grafik 1). Grafik 2 zeigt dazu die Inflation und Anleiherenditen. Auch hier ist klar, Volatilität ist die Norm, nicht die Ausnahme.

Solange der Markt nicht reagiert, besteht kein Handlungsbedarf. Die Erkenntnis wird auch nicht plötzlich kommen, sondern über Jahre in die Kurse eingearbeitet werden.

Die nächsten Jahre werden schwierige Jahre für Anleger, denn ist unwahrscheinlich, dass sich alle grundlegenden Veränderungen plötzlich in Luft auflösen. Genau das braucht es aber, damit sich das aktuelle Börsengeschehen als korrekt herausstellt.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW31

NASDAQ 100 - Entscheidung steht an

Der Nasdaq 100 befindet sich seit einigen Wochen in einer starken Aufwärtsbewegung. Wie lange kann diese noch andauern?

Der Nasdaq 100 legte gestern weiter zu. Er kletterte um 0,44 % oder 57,78 Punkte. Heute Morgen kommt es zu einem weiteren Anstieg. Der Index wird bei 13.341 Punkten und damit 30 Punkte über dem gestrigen Schlusskurs getaxt.

Der Nasdaq 100 notiert damit knapp an einer zentralen Widerstandszone. Diese beginnt bei ca. 13.350 Punkten und geht bis 13.542 Punkte. An dieser Stelle kann sich die mittelfristige Entwicklung entscheiden.

Dreht der Index an dieser Stelle nach unten, dann könnte er in den nächsten Wochen stark unter Druck geraten. Aus einer SKS-Topformation ist noch ein rechnerisches Ziel bei 9.992,39 Punkten offen. Bei 9.736,57 Punkten liegt das alte Allzeithoch aus dem Februar 2020.

Durchbricht der Nasdaq 100 allerdings diesen Widerstandsbereich zwischen 13.350 und 13.542 Punkten stabil, dann ergäbe sich ein klares Fortsetzungssignal für die Aufwärtsbewegung seit dem Jahrestief bei 11.037 Punkten. In diesem Fall wäre eine mittelfristige Rally bis zunächst 14.342 und 15.196 Punkte und später sogar an das Allzeithoch bei 16.764 Punkte möglich.

RHEINMETALL - Abschlag nach Quartalszahlen

Die Rheinmetall-Aktie steht nach aktuellen Zahlen, die gemischt ausgefallen sind, unter Druck und ist aktuell größter Verlierer im MDAX.

Die Rheinmetall-Aktie muss heute einen Rückschlag hinnehmen. Sie verliert gegen 10:15 Uhr über 5 %. Dieser Rückschlag ist eine Reaktion auf die aktuellen Zahlen. Der Umsatz lag mit 2,67 Mrd. EUR minimal unter der durchschnittlichen Schätzung der Analysten, die bei 2,68 Mrd. EUR lag. Das operative Ergebnis lag bei 206,0 Mio. EUR und damit 0,5 Mio. EUR über den Erwartungen. Beim Nettogewinn legte der Konzern 103 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr zu und verdiente 134 Mio. EUR.

Die Rheinmetall-Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Am 22. April markierte der Wert ein Hoch bei 225,00 EUR. Seitdem befindet sich die Aktie in einer Seitwärtsbewegung zwischen diesem Hoch und einer Unterstützung bei 175,25 EUR. Daran änderten auch kurze Anstiege über 225,00 EUR und kurze Rückfälle unter 175,25 EUR nichts, zumal diese nur auf Intradaybasis erfolgten. Heute fällt die Aktie wieder auf die untere Begrenzung dieser Seitwärtsbewegung zurück und scheint sich dort in der ersten Handelsstunde zu fangen.

Ist der Rückschlag eine Einstiegschance?

Verteidigt die Rheinmetall-Aktie heute die Unterstützung bei 175,25 EUR erfolgreich, dann kann es kurzfristig zu einer Rally in Richtung 225,00 USD kommen. Die Aktie könnte also die Spanne der Seitwärtsbewegung voll ausnutzen.

Sollte der Wert aber stabil unter 175,25 EUR abfallen, könnte es in den nächsten Tagen und Wochen zu einer Abwärtsbewegung in Richtung 131,02 EUR kommen.

In beiden Fällen wäre das langfristige Chartbild weiterhin bullisch. Ein Anstieg gen 300 EUR ist möglich. Allerdings fehlt aktuell ein Startsignal für eine Bewegung in diese Richtung.

Fazit: Für aktive Trader bietet sich nach dem Rückschlag nach den Zahlen die Gelegenheit zu einem CRV-Trade. Langfristig orientierte Trader könnten eine erste Position aufbauen.

ZALANDO - Was ist der Ausbruch wert?

Die Aktie von Zalando sprang im gestrigen Handel nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen zweistellig nach Norden. Dabei überwand sie eine charttechnische Hürde. Doch die nächsten Tage müssen zeigen, ob es jetzt für eine Trendwende reicht.

Die Aktie des Online-Händlers Zalando gehört zu den schwächsten deutschen Werten des vergangenen Jahres und brach in der Spitze um rund 80 % von ihrem Allzeithoch ein. Dabei wurde zuletzt auch das markante Tief aus dem März 2020 bei 27,33 EUR unterschritten. Erst am 2018er- Support bei 20,99 EUR gelang eine Erholung, die sich mit dem gestrigen Anstieg deutlich beschleunigt. Ist der Weg für die Bullen jetzt frei?

Der Ausbruch über 29,91 EUR hat ein kurzfristiges Kaufsignal generiert und damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Bodenbildung getan. Gleichzeitig ist die Aktie heute über eine mittelfristige Abwärtstrendlinie und die Oberseite eines sich abzeichnenden Aufwärtstrendkanals gesprungen. Auch die Widerstandszone um 32,26 EUR wurde bislang überschritten und damit der Weg für eine Ausdehnung der Rally bis 36,00 und 39,27 EUR geebnet worden. Darüber wäre mittelfristig auch der Widerstand bei 42,77 EUR erreichbar.

Sollte es dagegen doch noch zu einer Korrektur kommen, könnte diese im Bereich von 29,91 EUR aufgefangen und dort der nächste Kaufimpuls gestartet werden. Damit wäre dieser Bereich ein guter Einstiegspunkt für ein antizyklischen Longtrade. Unter der Marke müsste man dagegen eine Abwärtsbewegung bis 27,33 EUR einkalkulieren.

PALLADIUM - Gefangen im Niemandsland

Tagesausblick für Freitag, 05. August 2022: Mit dem steilen Einbruch am Dienstag wurde bei Palladium die Fortsetzung der Erholung und ein weiteres Kaufsignal verhindert. Seither bemühen sich die Bullen um eine Stabilisierung bei 1.997 USD, die bislang erfolgreich verläuft.

Palladium Widerstände: 2.100 + 2.149 + 2.325

Palladium Unterstützungen: 1.997 + 1.930 + 1.804

Rückblick: Die Verteidigung der Unterstützung bei 1.804 USD sorgte im Juni für das vorläufige Ende der Baisse bei Palladium und führte zu einem direkten Anstieg an den Widerstand bei 2.149 USD. Dieser konnte zunächst nicht überwunden werden und Palladium setzte wieder an 1.804 USD zurück. Dort startete Mitte Juli ein weiterer Ausbruchsversuch, der zwar diesmal über 2.149 USD reichte, zuletzt aber wieder abverkauft wurde. Aktuell versuchen die Bullen eine Stabilisierung bei 1.997 USD erfolgreich abzuschließen.

Charttechnischer Ausblick: An sich war der letzte Ausbruch über 2.149 USD bullisch zu werten, doch der steile Abverkauf bis 1.997 USD gibt zu denken. Sollte die Marke weiter verteidigt werden, könnte von dort ein weiterer Anstieg bis 2.149 USD folgen. Doch erst über 2.218 USD hätte man Gewissheit, dass der Ausbruch auch gelungen ist. In der Folge käme es zu einer Erholungsrally bis 2.400 und 2.488 USD.

Sollte die Unterstützung bei 1.997 USD dagegen gebrochen werden, wäre der letzte Abverkauf wahrscheinlich auch Teil des übergeordneten Abwärtstrends und könnte Palladium wieder bis 1.804 USD einbrechen lassen. Darunter käme es zu Verlusten bis 1.730 USD.

Kann der Euro im Ernstfall überhaupt gerettet werden?

Die Liste an Instrumenten, die der EZB zur Verfügung stehen, um den Euro zu retten, ist lang. Dadurch entsteht falsche Sicherheit.

Kurzfristig hat die EZB die Lage beruhigen können. Die Renditen von italienischen Anleihen sind gegenüber den Renditen von deutschen Anleihen nicht mehr überproportional gestiegen. Allein die Ankündigung eines Instruments, welches Renditedifferenzen begrenzen kann, erfüllte den Zweck. Nun hat die EZB ein neues Instrument (TPI: Transmission Protection Instrument), mit dem sie mehr oder weniger frei am Markt intervenieren kann. Die Idee ist nicht neu und wurde in der Vergangenheit bereits umgesetzt. Erstmals kaufte die EZB ab 2010 Anleihen von Krisenstaaten unter dem SMP (Securities Markets Programme). Zeitweise hielt die EZB unter diesem Programm mehr als 200 Mrd. an Anleihen. Das SMP wurde 2012 durch das OMT (Outright Monetary Transactions) Programm abgelöst. Die Namen sind unterschiedlich, doch der Zweck war der gleiche. Unter den Programmen können Staatsanleihen gekauft werden, um am Ende einen Zusammenbruch eines Landes zu verhindern.

Das ist auch beim TPI nicht anders. Im Gegensatz zum OMT, welches nach wie vor existiert und genutzt werden kann, sind die Bedingungen unter dem TPI für Regierungen interessanter. Unter dem OMT-Programm konnte die EZB nur Anleihen von Staaten kaufen, die sich unter den Eurorettungsschirm begaben. Der Rettungsschirm wiederum legte Regierungen harte Bedingungen auf.

Auch Käufe unter dem TPI sind an Bedingungen geknüpft. Die Bedingungen sind allerdings so schwammig formuliert, dass das TPI mehr einem Bankomaten für hochverschuldete Staaten gleicht. Dennoch war genau das notwendig: Ein Programm, welches flexibel eingesetzt werden kann.

Ist die Notenbank nicht in der Lage, sofort auf Marktverwerfungen zu reagieren, kann es schnell zu einer Eskalation kommen. Anleiherenditen können innerhalb von Tagen rasant steigen. Man kann nicht monatelang abwarten und darauf hoffen, dass ein Staat unter den Eurorettungsschirm schlüpft. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist ohnehin gering, da sich keine Regierung Reformen aufzwingen lassen möchte.

Ob unbegrenzte Anleihekäufe zukünftige Probleme beseitigen, sei dahingestellt. Selbst unter laufenden Quantitative Easing Programmen stieg der Spread italienischer Anleihen immer wieder stark an (Grafik 2). Herrscht Panik, sind die benötigten Summen schnell sehr groß.

Genau hierin besteht das Kernproblem von Kaufprogrammen. Sie werden notwendig, wenn der Markt das Vertrauen verliert. Zu wissen, dass es letztendlich immer einen Käufer geben wird, soll Sicherheit vermitteln. Im Notfall kann man Anleihen immer noch an die EZB verkaufen.

Muss die EZB den Markt leerkaufen, überschwemmt sie den Markt mit neu geschaffenem Geld. Unter dem TPI will sie zwar bei Käufen die Bilanzsumme mittelfristig nicht steigen lassen, doch ob das gelingt, ist fraglich. Muss sie 300 Mrd. an italienischen Anleihen kaufen, müssten mittelfristig 300 Mrd. an anderen Anleihen verkauft werden. Das kann an anderer Stelle zu Verwerfungen führen.

Es ist anzuzweifeln, dass die Geldmenge nicht massiv steigt, wenn TPI eingesetzt werden muss. Das mag zwar Renditedifferenzen begrenzen, in Zeiten hoher Inflation aber den Wechselkurs des Euro massiv drücken. Tritt der Ernstfall wirklich ein, kann das Instrument, welches den Euro retten soll, am Ende zum Gegenteil führen, weil zu viel Geld gedruckt werden muss.

Nicht jedes Problem lässt sich mit Gelddrucken beheben. Zu diesen Problemen, bei denen Gelddrucken nicht hilft, gehört ein stabiler Wechselkurs. Was helfen tiefe Spreads, wenn der Eurokurs zum Dollar bei 0,6 steht?

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW30

NASDAQ 100 - Erholungsrally läuft, wo liegen mögliche Ziele?

Der Nasdaq 100 legte gestern weiter zu. Aktuell wird er zudem deutlich über dem Schlusskurs von gestern getaxt. Wie weit kann die aktuelle Rally gehen?

Der Nasdaq 100 startete gestern schwach in den Tag und fiel zunächst beinahe auf ein kurzfristige log. 38,2 % Retracement bei 12.424 Punkten zurück. Knapp darüber drehte der Index nach oben. Er brach über den Widerstandsbereich um 12.662 Punkte aus und kletterte auf ein Tageshoch bei 12.741 Punkten. Aktuell wird der Index bei 12.889 Punkten und damit 173 Punkte über dem gestrigen Schlusskurs getaxt.

Der Nasdaq 100 bildete nach dem Tief bei 11.037 Punkten ein aufsteigendes Dreieck aus. Diese kleine Bodenformation vollendete er am 19. Juli. Nach einem Hoch bei 12.662 Punkten kam es zu einem Pullback, das leicht überschoss. Seit Mittwoch zieht der Index wieder stark an. Dabei erreicht er heute im vorbörslichen Handel ein wichtiges Zwischenziel bei 12.897 Punkten.

Sollte der Index auf dem aktuellen Niveau eröffnen, dürfte er bereits wieder überkauft sein. Daher könnte eine direkte Rallyfortsetzung schwierig werden. Der Index könnte also nach einer starken Eröffnung zunächst konsolidieren und dabei in den Bereich um 12.660 Punkte zurückfallen. Anschließend könnte die Rally aber in Richtung 13.430-13.452 Punkte fortgesetzt werden.

Ein stabiler Rückfall unter 12.662 Punkte wäre ein erster Warnschuss für die Bullen. Der Index könnte dann in Richtung 12.178 Punkte abfallen.

AMAZON - Umsatz hui, Aktie +14%

Der gestern nach US-Börsenschluss vorgelegte Quartalsbericht des E-Commerce-Giganten kommt am Markt gut an. Die Aktie legt nachbörslich um 14% zu.

Es scheint, als seien die Befürchtungen des Marktes bezüglich eines schwachen Quartalsberichts von Amazon wieder einmal unangebracht gewesen. Oder anders ausgedrückt: Man muss gewisse Prioritäten setzen. Denn dass Amazon unterm Strich einen Verlust ausgewiesen hat, interessiert nicht. Der Markt feiert den Umsatz.

Umsatz hui, Ergebnis pfui

Im Detail erzielte der E-Commere-Riese im zweiten Quartal einen Umsatz von 121,23 Mrd. USD, 7 % mehr als noch im Vorjahresquartal. Analysten hatten nur mit 119,09 Mrd. USD gerechnet. In der Cloudsparte AWS beliefen sich die Umsätze auf 19,7 Mrd. USD (+33 %), im Werbegeschäft auf 8,76 Mrd. USD (+18 %). Beide Werte lagen ebenfalls über der Markterwartung. Vor allen Dingen der Umsatzausblick auf das dritte Quartal fällt positiv aus. Das Management rechnet mit einem Erlösanstieg auf 125 bis 130 Mrd. USD, wohingegen Analysten nur mit 126,3 Mrd. USD und gerechnet hatten. Die ausgegebene Spanne würde einen Umsatzanstieg zwischen 13 und 17 % gegenüber dem dritten Quartal 2021 bedeuten.

Wenig berauschend sah einmal mehr das Ergebnis aus. Amazon musste auf die Rivian-Beteiligung erneut 3,9 Mrd. USD abschreiben. Insgesamt kam es damit bereits zu Abschreibungen von 11,5 Mrd. USD in diesem Jahr. Der operative Gewinn brach von 7,7 auf 3,3 Mrd. USD ein. Alleine AWS steht hierbei für einen operativen Gewinn von 5,7 Mrd. USD, machte also mehr als den gesamten Gewinn in Q2 aus. Unterm Strich verbuchte der Konzern einen Verlust von 2,0 Mrd. USD. Extrem sehen die Daten beim Cashflow aus. Der operative Cashflow brach um 40 % auf 35,6 Mrd. USD ein (TTM-Betrachtung), der Free Cashflow drehte von 12,1 Mrd. USD auf -23,5 Mrd. USD.

Der Markt konzentriert sich vorrangig aber wohl auf die Umsatzdaten. Anders ist der Kurssprung von knapp 14 % nachbörslich kaum zu erklären. Charttechnisch warten nun eine ganze Reihe an Widerständen. Gemessen an den vorbörslichen Kursen wären vorbörslich ein Gap bei 140,30 USD und eine wichtige Horizontale bei 144,40 USD zu nennen.

Fazit: Die Kursreaktion bei Amazon zeigt, wie groß die Angst vor schwachen Zahlen war. Der Quartalsbericht fiel, wie oben gezeigt, mehr als gemischt aus, scheint aber zu reichen. Anleger sollten dem fahrenden Zug nicht mehr hinterspringen.

MICROSOFT - Geht die Rally weiter?

Die Microsoft Aktie hat auf die letzten Quartalszahlen sehr positiv reagiert. Kommt da noch mehr oder ist die Party schon wieder vorbei?

Die Microsoft Aktie befindet sich seit ihrem Allzeithoch vom 22. November 2021 in einer Abwärtsbewegung. Diese führte die Aktie auf ein Tief bei 241,51 USD. Anschließend bildete die Aktie einen kleinen Boden aus. Diese vollendete sie nach den letzten Quartalszahlen in dieser Woche. Gestern wurde der Ausbruch über 268,30 USD und damit die Vollendung des Bodens mit einer langen weißen Kerze bestätigt. Die Aktie kletterte an den Widerstand bei 277,69 USD.

Das Chartbild der Microsoft-Aktie macht nach dem Anstieg in den letzten beiden Tagen einen bullischen Eindruck. Die Aktie könnte ihre Rally noch etwas fortsetzen. Ein Anstieg gen 298,06 USD und vielleicht sogar bis 318,03 USD ist möglich. Sollte die Aktie allerdings unter 268,30 USD abfallen, dann ergäbe sich ein neues Verkaufssignal. In diesem Fall müsste ein erneuter Rückfall in Richtung 241,51 USD einkalkuliert werden.

Widerstände: 277,69+279,76+283,37
Unterstützungen: 268,30+264,00+249,57

PALLADIUM - Der Anstieg steht vor seiner Bewährungsprobe

Tagesausblick für Freitag, 28. 07. 2022: Palladium hat sich mit Macht zurückgemeldet und strebt einem deutlichen Kaufsignal entgegen. Allerdings müssen dafür gleich zwei Hürden überwunden werden.

Palladium Widerstände: 2.100 + 2.149 + 2.325
Palladium Unterstützungen: 1.997 + 1.930 + 1.804

Rückblick: Seit Anfang März dominiert bei Palladium ein steiler Abwärtstrend, der mit dem Bruch der Unterstützung bei 1.997 USD im Mai ein weiteres übergeordnetes Verkaufssignal ausbildete. In der Folge fiel der Wert an den Support bei 1.804 USD, der sowohl Mitte Juni, als auch in der vorletzten Woche verteidigt wurde. Dabei gelang den Bullen jeweils ein scharfer Konter, der am vergangenen Freitag wieder über die 1.997-USD-Marke und zuletzt auch in die Nähe der mittelfristigen Abwärtstrendlinie führte.

Charttechnischer Ausblick: Die Bullen arbeiten damit weiter an einer Bodenbildung, die mit einem Ausbruch über die Trendlinie auf Höhe von 2.100 USD neuen Schwung erhalten dürfte. Die Folge wäre ein Anstieg an den zentralen Widerstand bei 2.149 USD und das letzte Erholungshoch bei 2.180 USD. Darüber könnte der Palladiumkurs direkt weiter bis 2.250 und 2.325 USD steigen und so den ersten großen Schritt für eine Trendwende tun.

Scheitern die Bullen dagegen an den beiden nahen Hürden, wäre zunächst ein Rücksetzer auf 1.997 USD zu erwarten, ehe dort der nächste Ausbruchsversuch starten kann. Unter 1.997 USD wäre dagegen mit einer Korrektur bis 1.930 USD zu rechnen. Diese Marke sollte allerdings nicht unterschritten werden, da sonst ein Einbruch bis 1.804 USD folgen könnte.

Ist Inflation ein Problem für Unternehmensgewinne oder nicht?

Die einen sind der Meinung, dass Inflation ein großes Problem ist, die anderen behaupten das Gegenteil. Wer hat Recht?

Inflation kommt bei Verbrauchern an, wenn Preise angehoben werden. Preisanhebungen werden von Unternehmen bestimmt. Inflation an sich senkt also nicht die Gewinne. Es sind ja gerade die Unternehmen, die höhere Preise verlangen. Daher sind einige der Meinung, dass Inflation die Gewinne nicht senkt bzw. senken kann.

Die Logik ist korrekt, aber unvollständig. Inflation sorgt für eine Umverteilung der Gewinne. Das war sowohl in den 70er Jahren als auch jetzt zu beobachten. Rohstoffunternehmen können sich vor Gewinnen kaum noch retten. Einzelhändler ächzen jedoch unter der Inflation. Sie können Preissteigerungen am Anfang der Wertschöpfungskette nicht sofort und vollständig weitergeben. Zeitgleich drückt Inflation die Konsumlaune. Umsätze und Gewinne stagnieren oder sind rückläufig, obwohl die Preise steigen.

Bei hoher Inflation kommt es zu einer Umverteilung von Gewinn. Aber wie sieht es für die Gesamtwirtschaft aus? Bleibt der Gewinn konstant oder steigt er sogar?

Die Antwort ist nicht ganz eindeutig. Tendenziell ist eine hohe Inflationsrate keine gute Voraussetzung für höhere Gewinne. Bei Inflationsraten von mehr als 7 % steigt der Gewinn nominal in einigen Fällen, in anderen sinkt er. Während der 70er Jahre stieg der nominale Gewinn eher. Dafür fielen die Gewinne nach Abzug der Inflation (Grafik 1).

Börsenkurse sind nominal. Daher sollte höhere Inflation eigentlich nicht stören. Das Problem ist auch nicht die Gewinnentwicklung an sich, sondern die Reaktion der Geldpolitik und Politik auf hohe Inflation. Notenbanken wollen Inflation begrenzen und bremsen die Wirtschaft. Ohne diese Bremswirkung könnten die Gewinne weiter steigen.

Wenn Kurse wie jetzt fallen, liegt es nicht daran, dass Anleger Angst vor einem Gewinnrückgang aufgrund der Inflation haben, sondern Angst vor eine Rezession, bedingt durch die Reaktion der Geldpolitik auf die Inflation. Da man mit hoher Sicherheit von restriktiver Geldpolitik im Hochinflationsumfeld ausgehen kann, fallen Kurse reflexartig. Hohe Inflation bedingt über den Umweg der Geldpolitik eine Rezession.

Der Umkehrschluss (Deflation bedingt lockerere Geldpolitik und steigende Kurse) ist nicht zulässig. Noch schlimmer als hohe Inflation ist Deflation (Grafik 2). Wenn die Preise dauerhaft sinken, hat die Wirtschaft gravierende Probleme. Diese Probleme überwiegen.

Blickt man weiter in die Vergangenheit zurück, wird das Problem der Deflation noch offensichtlicher (Grafik 3). Daten vor 1913 lassen sich jedoch nur bedingt mit der jüngeren Geschichte vergleichen. Die Federal Reserve wurde 1913 gegründet. Da heute Geldpolitik und Inflation Hand in Hand gehen, die Geldpolitik vor 1913 jedoch eine ganz andere war, kann man die Gewinnentwicklung im Inflations- oder Deflationsumfeld nicht mit der heutigen Dynamik vergleichen.

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