Wöchentliche Marktinfo KW08

DAX-Tagesausblick: Riesige Abwärtslücke! DAX "gegen die Wand" gedrückt!

"Land unter" am Morgen! Der DAX wird vorbörslich regelrecht "gegen die Wand" gedrückt. -200 Punkte "Gap down"! Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13825/13830 + 13870/13879 + 13950
DAX Unterstützungen: (13740) + 13665 + 13639 + 13597 + 13475/13460 + 13310

DAX Prognose:

  • Der DAX ist aktuell sehr unentschlossen. Es geht täglich Hin und Her.
  • Aktuell wurde der DAX FUTURE in der Nacht an der unteren Schlüsselstelle dieser Tage bei 13740 wieder "gegen die Wand" gedrückt. Auch das DAX Wochentief bei 13665 wurde fast schon wieder erreicht.
  • Der XETRA DAX beginnt also 9 Uhr mit einer riesigen Kurslücke (-200 Punkte) zur Unterseite und erreicht die "KIJUN"_Schlüsselstelle 13740 oder sogar sofort das bisherige Wochentief 13665.
  • Als maximale Intraday Erholungsziele sind vorerst 13825 und vor allem der Bereich 13870/13879 anzugeben.
  • Bei weitergehender Schwäche unter das Wochentief 13665 wären 13595 und 13460 nennenswerte Ziele, dann erst wieder 13310.
  • Die bullische Übernahme würde über 14050 angezeigt werden.

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

TUI - Schwäche wird direkt gekauft

Kann sich die TUI Aktie in den nächsten Wochen weiter behaupten, auch wenn der Gesamtmarkt vielleicht schwächelt?

Die heutige Schwäche am Gesamtmarkt bekam in der Eröffnung auch die TUI Aktie zu spüren. Diese gab spürbar nach, was in den ersten Minuten jedoch schon wieder von interessierten Käufern genutzt wurde. Übelnehmen kann man es diesen nicht, denn sowohl aus charttechnischer Sicht, aber auch fundamentaler scheinen die Käufer momentan im Vorteil zu sein.

Die Hoffnung auf bessere Zeiten ist da

Auf fundamentaler Ebene spekuliert man weiterhin darauf, dass sich die Corona-Krise in den nächsten Wochen und Monaten abschwächt und damit die Tourismusbranche wieder anspringt. TUI selbst hatte ja bereits vor einigen Tagen Andeutungen in diese Richtungen gemacht und blickt optimistisch nach vorne. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir auf das Frühjahr und den Sommer zusteuern und schon aus saisonalen Gründen mit einer Abschwächung der Corona-Krise zu rechnen ist. Darüber hinaus darf man zunehmend zweifeln, ob es auf politischer Ebene in den nächsten Wochen und Monaten überhaupt gelingen kann, scharfe Maßnahmen zu beschließen oder aufrecht zu erhalten. Die Stimmung der Bevölkerung scheint langsam zu kippen. All dies sind Entwicklungen, die der Tourismusbranche in die Karten spielen dürften und als einer der Big Player sollte TUI davon profitieren.

Bullische Signale im TUI-Chart

Diese Hoffnungen spiegeln sich auch im Chartbild der TUI-Aktie wider. Hier kommt es seit Mitte Februar zu Käufen und mit ihnen zu einer Rückeroberung des EMA 50 und dem Ausbruch aus der schon seit November laufenden Flaggenformation. An diese gab es heute ein Pullback, der Intraday gekauft wurde. Das sind durchaus gute Ansätze, die dafür sprechen, dass die Kurse in den nächsten Tagen und Wochen weiter in Richtung 7 EUR durchstarten könnten. Dabei hätte man auf kurzfristiger Ebene Konsolidierungsspielraum bis zur Unterstützungszone bei 4,30-3,95 EUR. Darunter sollte der Kurs jedoch nicht mehr nachgeben. Im besten Fall haben wir jetzt sogar schon mit dem heutigen Tagestief das Korrekturtief gesehen.

DEUTSCHE TELEKOM - Aktie stabil nach guten Quartalszahlen

Das im DAX30 gelistete Unternehmen kam am Morgen mit Quartalszahlen, die Aktie zeigte sich in einem schwachen Marktumfeld zum Handelsstart vergleichsweise stabil.

Die Deutsche Telekom kam heute vorbörslich mit ihrem Zahlenwerk, dieses konnte sich durchaus sehen lassen:

Deutsche Telekom erzielt im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von €101 Mrd (VJ: €80,5 Mrd, Prognose: €100,5 Mrd), ein ber. EBITDA von €35 Mrd (VJ: €24,7 Mrd, Prognose: €35) und einen Nettogewinn in Höhe von €4,2 Mrd (VJ: €3,9 Mrd). Im Ausblick wird für 2021 wird ein EBITDA in Höhe von €37 Mrd (Prognose: €36,5) sowie ein Free Cash Flow um €8 Mrd (Prognose: €7,6 Mrd) erwartet.Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

Wie ist die charttechnische Situation der Aktie einzustufen?

Der schnelle impulsive Abverkauf vom vergangenen Oktober wurde zügig wieder korrigiert. seitdem konsolidiert die Aktie in einer vergleichsweise engen Spanne oberhalb des EMA200 im Tageschart.

Gelingt den Käufern ein Tagesschluss oberhalb der Begrenzungslinie der mehrwöchigen Konsolidierungsphase würde weiteres Aufwärtspotenzial Richtung 15,50 bis 17,00 EUR entstehen, ein Rutsch unter den EMA200 per Tagesschluss würde hingegen aller Voraussicht nach Anschlussorders auf der Unterseite in den Bereich 13,80 bis 14,00 EUR nach sich ziehen.

Aktuell wird die bullische Variante leicht präferiert, allerdings sollte hier ein Ausbruch abgewartet werden.

PALLADIUM - Am Kurswiderstand abgeprallt

Tagesausblick für Freitag, 26. Februar 2021: Die Käuferseite vergab bei Palladium zuletzt die Chance, ein mittelfristiges Kaufsignal auszulösen. Das Scheitern an der wichtigen Kurshürde bei 2.485 USD setzt den Wert aktuell unter Druck.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Nachdem der Palladiumpreis an der Widerstandsmarke bei 2.540 USD im Januar gescheitert war, fiel der Kurs unter die Unterstützung bei 2.405 USD und damit unter eine dreiecksförmige Konsolidierungsstruktur. Das kleine Verkaufssignal löste Abgaben bis 2.105 USD aus. Hier starteten die Bullen einen Gegenangriff, der zuletzt wieder über 2.405 USD und an die 2.485 USD-Marke führte. Allerdings wurde der Anstieg bei Palladium dort im gestrigen Handel scharf abgebremst.

Charttechnischer Ausblick: Aktuell notiert der Wert wieder knapp unter 2.405 USD und könnte bei einer Rückeroberung der Marke ein zweites Mal bis 2.485 USD und darüber bereits bis an den zentralen Widerstand bei 2.540 USD klettern. Dort wäre allerdings mit einem Gegenangriff der Bären zu rechnen.

Sollte ein solcher Anstieg ausbleiben, käme es zu einer Korrektur bis 2.311 USD. Hier hätte die Käuferseite erneut die Chance, den kurzfristigen Anstieg nach einer Bodenbildung fortzuführen. Darunter wäre die Erholungschance dagegen vergeben und eine Verkaufswelle in Richtung 2.185 USD zu erwarten.

Die Inflation kommt: Was Anleger jetzt beachten müssen!

Wie wirkt sich die Inflation auf Aktien, Anleihen, den Goldpreis, andere Rohstoffe und den Bitcoin aus? Dieser Artikel gibt Antworten.

Jahrelang war sie nur ein Phantom: Bereits seit der Finanzkrise 2008 wurde immer wieder eine Rückkehr der Inflation prophezeit, doch bewahrheitet hat sich diese Prognose bisher kaum. Zwar befeuerten die Notenbanken bereits seit der Finanzkrise eine Explosion der Preise von Vermögenswerten wie Aktien und Immobilien. Doch die Verbraucherpreise wurden davon bisher kaum beeinflusst. Doch genau das könnte sich jetzt ändern, weil Notenbanken und Regierungen verstärkt dazu übergehen, auch die Realwirtschaft mit viel billigem Geld zu fluten. Welche Auswirkungen ein Anstieg der Vermögenspreise auf unterschiedliche Anlageklassen haben dürfte, wird in diesem Artikel beantwortet.

Bargeld, Kontoguthaben und Anleihen: Der Inflation schutzlos ausgeliefert

Wer Geld auf Konten geparkt hat oder es bar unter dem Kopfkissen bunkert, ist der Inflation schutzlos ausgeliefert. Steigen die Preise etwa um drei Prozent pro Jahr, dann nimmt die Kaufkraft um eben diese drei Prozent pro Jahr ab, obwohl sich das Guthaben oder die gebunkerte Summe nicht ändern.

Langfristig kann schone eine moderat erhöhte Inflation verheerende Folgen auf das eigene Vermögen haben haben, weil Preise nicht linear, sondern exponentiell steigen. Erhöhen sich die Preise etwa jährlich um fünf Prozent, dann hat man bereits nach 15 Jahren mehr als die Hälfte seiner Kaufkraft verloren. Besonders die langfristigen Folgen der Inflation werden oft unterschätzt.

Auch Anleihen sind der Inflation schutzlos ausgeliefert. Einerseits tritt auch hier ein Kaufkraftverlust auf, andererseits führt eine steigende Inflation meist auch zu steigenden Renditen. Da sich bei Anleihen Renditen und Kurse invers entwickeln, ist ein Renditeanstieg gleichbedeutend mit (auch nominal!) sinkenden Kursen.

Einzig sogenannte inflationsindexierte Anleihen, bei denen der Zinskuppon an die Entwicklung der Inflation gekoppelt ist, versprechen einen gewissen Schutz vor der Inflation. Als Beimischung können inflationsindexierte Anleihen durchaus geeignet sein, um eine Phase höherer Inflation unbeschadet zu überstehen. Wegen den aktuellen Niedrigzinsen und der Aussicht auf Zinsen, die stärker als die Inflation steigen, eignen sich aber wohl auch inflationsindexierte Anleihen eher als Beimischung.

Aktien sind bedingt als Inflationsschutz geeignet

Aktien sind nichts anderes als Anteile an börsennotierten Unternehmen. Da sie Eigentumsanteile an Unternehmen verbriefen, kann man Aktien fast schon als Sachwerte verstehen, mit denen man auch eine Phase höherer Inflation gut überstehen sollte. Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn die Inflation kann ganz unterschiedliche Auswirkungen auf Aktienkurse und Unternehmen haben.

Die Geschichte zeigt: Aktien eignen sich als Inflationsschutz, aber nur bedingt. Bei moderater Inflation können sich Aktienkurse oft gut entwickeln und den Wertverlust der jeweiligen Währung zumindest ausgleichen. Bei hoher Inflation steigen die Aktienkurse in der Regel allerdings nicht mehr stark genug, um den Kaufkraftverlust auszugleichen. Aktien sind dann zwar trotzdem besser als Bargeld, Kontoguthaben oder Anleihen, bieten aber keinen vollständigen Inflationsschutz mehr.

Die Wirkung der Inflation auf den Unternehmenserfolg kann sehr komplex sein: Zum einen können Unternehmen häufig natürlich höhere Verkaufspreise für ihre Produkte verlangen, was für sich genommen positiv ist. Andererseits steigen aber auch die Einkaufspreise für Rohstoffe, Vorleistungsgüter und Handelswaren. Kommt es zu einem plötzlichen Anstieg der Inflation, steigen oft erst die Ausgaben der Unternehmen, bevor auch die Verkaufspreise angehoben werden können. Diese zeitliche Verzögerung kann sich negativ auf den Unternehmenserfolg und Aktienkurse auswirken und spielt vor allem dann eine Rolle, wenn die Inflation sprunghaft anzieht.

Nicht alle Unternehmen können außerdem gleichermaßen steigende Einkaufspreise an ihre Kunden weitergeben. Unternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen, die unverzichtbare Produkte herstellen, verfügen über eine viel höhere Preissetzungsmacht als Unternehmen, die mit viel Konkurrenz zu kämpfen haben. Unternehmen mit bleibenden Wettbewerbsvorteilen, die Starinvestor Warren Buffett als "Burggrabenunternehmen" bezeichnet, überstehen eine Phase hoher Inflation sehr viel besser als andere Unternehmen.

Die Wirkung der Inflation auf Unternehmen hängt aber auch davon ab, wie deren Bilanz aussieht. Einerseits kann Inflation nämlich den Wert von Sachwerten in der Bilanz erhöhen, andererseits nimmt der Wert von Forderungen und Verbindlichkeiten des Unternehmens durch die Inflation real ab. Letzteres gilt allerdings nur, solange die Zinsen nicht mindestens so stark anziehen wie die Inflation. Positiv wirkt sich eine Inflation also im Idealfall auf Unternehmen mit vielen Sachwerten in der Bilanz aus, die zudem noch schuldenfinanziert erworben wurden. Hier bleibt der reale Wert der erworbenen Sachwerte gleich, während der reale Wert der Schulden inflationsbedingt abnimmt.

Da die Inflation häufig auch zu einem Anstieg der Zinsen führt, wirkt sich die Inflation oft besonders negativ auf Aktien von Wachstumsunternehmen (Growth-Aktien) aus. Bei diesen Unternehmen basiert ein Großteil des Unternehmenswertes auf Gewinnen bzw. Cashflows, die erst in der ferneren Zukunft erwirtschaftet werden, während sie kaum über Sachwerte in der Bilanz verfügen. Da die für die Zukunft erwarteten Gewinne bei höheren Zinsen im Rahmen der Unternehmensbewertung stärker abgezinst werden müssen, reagieren vor allem Growth-Aktien negativ auf steigende Zinsen, die oft eine Folge steigender Inflation sind. Anders sieht es bei Value-Aktien aus, also Unternehmen, die in Relation zum aktuellen Geschäft günstig bewertet sind. Value-Aktien verzeichnen in Zeiten höherer Inflation oft eine deutlich bessere Performance als Growth-Aktien.

Immobilien: Noch immer ein guter Inflationsschutz?

Immobilien werden traditionell als guter Inflationsschutz angesehen, schließlich handelt es sich um Sachwerte, die nominal im Preis zulegen, wenn die Kaufkraft abnimmt. Das gilt ganz besonders dann, wenn der Kauf schuldenfinanziert erfolgt, wie dies häufig der Fall ist, und die niedrigen Zinsen für längere Zeit festgeschrieben werden. Denn dann profitiert der Immobilienkäufer im Idealfall doppelt: Der Wert der Immobilien nimmt nominal zusammen mit den steigenden Preisen zu, während der reale Wert der Schulden durch die Inflation abnimmt. Das gilt aber natürlich nur bei einer möglichst langen Sollzinsbindung.

Problematisch an Immobilien könnte allerdings sein, dass Regierungen und auch Notenbanken immer stärker versuchen könnten, den Immobilienpreisanstieg und steigende Mieten zu begrenzen. Mietpreisbremsen wie aktuell in Berlin könnten erst der Anfang sein. Zwar ist eine Mietpreisbremse ökonomischer Unsinn, weil sie die Wohnungsnot geradezu zementiert statt sie zu bekämpfen. Populistische Politiker könnten aber gerade in einem inflationären Umfeld, in dem große Teile der Bevölkerung einen Vermögensverlust zu verzeichnen haben, zunehmend zu Instrumenten wie der Mietpreisbremse greifen, um vermeintliche Inflationsgewinner wie Immobilienbesitzer zu bestrafen.

Gold und andere Rohstoffe: Mit Sachwerten gegen die Inflation

Gold gilt als der Inflationsschutz schlechthin. Viele Anleger, die Gold kaufen, tun dies explizit, um sich gegen die Inflation abzusichern. Bei historischer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass der Goldpreis vor allem auf die Entwicklung der Realzinsen reagiert. Die Realzinsen sind nichts anderes als die Zinsen abzüglich der Inflation.

Steigt die Inflation deutlich an und bleiben die Zinsen konstant (=sinkende Realzinsen) ist das in der Regel positiv für den Goldpreis. Sollten allerdings irgendwann die Zinsen stärker anziehen als die Inflationsrate, kann sich der Inflationsschutz von Gold auch in sein Gegenteil umkehren.

Bei steigenden Realzinsen ist mitunter die Stunde anderer Rohstoffe gekommen, die auch stärker in der Realwirtschaft eingesetzt werden, etwa Industriemetalle wie Silber oder Kupfer, seltene Erden, Erdöl und Erdgas oder Agrarrohstoffe. Da die Realzinsen aktuell bereits sehr niedrig sind, könnten in den kommenden Jahren gerade diese Rohstoffe zu den Outperformern gehören. Anleger können über sogenannte Exchange-traded Commodities (ETCs) an der Wertentwicklung von Rohstoffen partizipieren.

Bitcoin: The new game in town?

Die Kryptowährung Bitcoin wird von ihren Anhängern als Inflationsschutz erster Güte angepriesen. Dafür gibt es tatsächlich auch gute Argumente: Während sich Fiat-Währungen wie Euro oder Dollar durch die Notenbanken (und Geschäftsbanken) grenzenlos vermehren lassen, ist das gerade bei Bitcoin nicht der Fall. Bei der Kryptowährung ist die maximale Anzahl für alle Zeiten auf 21 Millionen Bitcoin begrenzt. Derzeit befinden sich davon bereits rund 18,5 Millionen Bitcoin im Umlauf.

Ob die limitierte Anzahl an Bitcoin wirklich ausreicht, um die Kryptowährung zu einem guten Inflationsschutz zu machen, muss sich allerdings erst noch zeigen. Denn der Bitcoin existiert erst seit 2009 und hat damit noch keine Phase höherer Inflation erlebt bzw. überlebt. Zudem wird Bitcoin seinem Ruf als Inflationsschutz wohl nur dann gerecht, wenn es die tonangebende Kryptowährung bleibt und nicht von einem anderen Coin abgelöst wird. Auch eine zunehmende Regulierung bis hin zu einem Verbot könnten dem Bitcoin längerfristig gefährlich werden und damit auch den Inflationsschutz womöglich zunichte machen.

Fazit

Wer sein Vermögen in einer Phase höherer Inflation sichern oder gar vermehren will, sollte auf eine bunte Mischung an Sachwerten setzen, etwa Aktien, Immobilien, Gold und andere Rohstoffe. Bitcoin könnte sich womöglich ebenfalls als Beimischung eignen. Da jede dieser Anlageklassen unterschiedlich auf die Preissteigerung reagiert und keineswegs ausgeschlossen ist, dass eine bestimmte Anlageklasse auch einmal als Inflationsschutz versagt, ist eine diversifizierte Vorgehensweise deutlich vorteilhafter als der Drang, alle Eier in einen Korb zu legen. Die gute Nachricht: Mit Hilfe von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) und Exchange-traded Commodities (ETCs) können heutzutage auch Anleger mit eher kleinem Geldbeutel in Anlageklassen investieren, die zumindest einen gewissen Inflationsschutz versprechen. Gerade das war in historischen Zeiten höherer Inflation oft anders. Hier konnten Immobilienbesitzer und Unternehmer ihren Wohlstand oft über eine Phase hoher Inflation sichern, während breite Bevölkerungsteile verarmten.

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Autor: BörseGo

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW07

DAX-Tagesausblick: Untere Ziele noch nicht abgearbeitet!

Die unteren Ziele sind noch nicht abgearbeitet! Im DAX fehlt für einen korrekten mehrtägigen Konsolidierungsabschluss der Theorie gemäß noch etwas. Was? Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13915 + 13960 + 13983/13992 + 14132
DAX Unterstützungen: 13830 + 13791/13780 + 13740

  • Mit enormen bullischen RSI Divergenzen im Stundenkerzenchart (vor allem FDAX) nähert sich der DAX dem Vorwochentief 13830 an.
    Interessant dabei: Schon seit 2 Tagen gab es reihenweise Versuche (blau gerahmt) von Rallies, die aber stets direkt nach dem Stundenschlusskaufsignal wieder abgewürgt wurden.
  • Der Tageskerzenchart Stochastic behauptet ihr Verkaufssignal und hat noch einige Tage Luft nach unten.
  • Saisonal bestehen zudem oftmals bis ca. "15.3." DAX Abwärtsrisiken, das lehrt eindeutig die Historie.
  • Neben 13832 wäre auch der Tageskerzenchart-KIJUN bei 13740 ein schönes unteres Ziel, ebenso wie der alte Abwärtstrend des Monats Januar, heute bei ca. 13790/13780 verlaufend.

DAX Volatilität

  • Die DAX FUTURE Tagespivots verweisen heute auf die mögliche Tagesspanne zwischen 13722 und 14111.

DAX Widerstände

  • XETRA DAX Anstiege müssen sich heute früh an den Widerständen 13915 (XETRA EMA200/h1) und 13960 sowie 13983 beweisen und das per Stundenschlusskurs. Temporäre Überschüsse sind keine Signale.

Besonderheit des Tages

  • Heute ist kleiner Verfallstermin. Es gibt auf den einzelnen 50er Schritten nur Auffälligkeiten bei 13000 und 15000, was zu weit weg ist, als dass es eine Rolle spielt.
  • Fazit: Die unteren Ziele sind noch nicht abgearbeitet! Im DAX fehlt für einen korrekten mehrtägigen Konsolidierungsabschluss der Theorie gemäß noch ein 2. Tief bei 13830. Auch Tiefs bei 13791 und 13740 wären perfekt als vorläufiger unterer Abschluss. Da es nur eine Theorie ist kann es Überraschungen geben.

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

DAX
Schon seit 2 Tagen gab es reihenweise Versuche (blau gerahmt) von Rallys, die aber stets direkt nach dem Stundenschlusskaufsignal wieder abgewürgt wurden.

DAX 1h
Mit enormen bullischen RSI Divergenzen im Stundenkerzenchart (vor allem FDAX) nähert sich der DAX dem Vorwochentief 13832 an.

DAX Index Future

THE TRADE DESK - Starke Zahlen, wie reagiert die Aktie?

Die The Trade Desk Aktie versucht seit einigen Tagen eine Korrekturbewegung zu beenden. Helfen die aktuellen Zahlen dabei?

The Trade Desk übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 3,71 USD die Analystenschätzungen von 1,88 USD. Der Umsatz mit 319,9 Mio. USD über den Erwartungen von 292,36 Mio. USD.

Quelle: Guidants News

Die Aktie von The Trade Desk befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung und legte dabei eine massive Rally hin. Das Allzeittief stammt aus dem November 2016 und liegt bei 22,00 USD. Im März 2020 fiel der Wert auf ein Korrekturtief bei 136,00 USD. Das Allzeithoch liegt bei 972,80 USD und stammt vom 22. Dezember 2020. Ein Großteil der insgesamt sehr starken Performance in den letzten Jahren stammt also aus der Rally von März bis Dezember 2020.

Diese Rally wird seit dem Allzeithoch auskonsolidiert. Innerhalb dieser Konsolidierung fiel die Aktie auf ein Tief bei 738,33 USD zurück und bildete danach einen Doppelboden aus. Am 03. November kam es zum Ausbruch über die Nackenlinie bei 839,28 USD. Seitdem zeigte sich aber keine Aufwärtsdynamik. In den letzten beiden Tagen fiel die Aktie intraday sogar unter die Nackenlinie zurück, allerdings gab der EMA 50 bei aktuell 816,72 USD bisher genug Halt.

Heute wird die Aktie im frühen Handel bei rund 830 USD getaxt und damit rund 16 USD unter dem gestrigen Schlusskurs.

Chancen für die Bullen?

Solange die Aktie von The Trade Desk per Tagesschlusskurs über 816,72 USD notiert, haben die Bullen auf kurzfristige Sicht die etwas besseren Karten. Ein Anstieg über das gestrige Tageshoch bei 849,90 USD würde das bestätigen. In diesem Fall wäre eine Rally in Richtung des Allzeithochs bei 972,80 USD möglich. Sollte die Aktie allerdings stabil unter den EMA 50 abfallen, wäre mit einer Fortsetzung der Korrektur seit Dezember zu rechnen. Dabei wäre Abgaben in Richtung 738,33 USD oder sogar 675 USD möglich.

RWE - Boden in Sicht oder weitere Korrektur?

Die RWE Aktie zeigte sich zu Beginn des Jahres noch in einer guten Verfassung und kletterte auf ein neues Mehrjahreshoch. Aber seit einigen Wochen korrigiert die Aktie.

Die RWE Aktie befindet sich seit dem September 2015 in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Dabei kletterte die Aktie am 08. Januar 2021 auf ein Mehrjahreshoch bei 38,65 EUR.

Widerstände: 32,89 + 33,80 + 34,64 + 38,65
Unterstützungen: 32,12 + 30,98 + 30,03 + 29,98

Seit diesem Hoch befindet sich der Wert in einer Korrektur. Dabei fiel er in dieser Woche unter den Aufwärtstrend seit 21. September und gestern auch unter den EMA 200 bei aktuell 32,89 EUR. Mit diesen beiden Rückfällen wurde die Abwärtsbewegung bestätigt. Allerdings ist die Aktie kurzfristig überverkauft. Somit besteht die Chance auf eine kleine Gegenbewegung.

Kleine Erholung möglich, aber dann...

Die RWE-Aktie könnte sich zwar kurzfristig an den gebrochenen Abwärtstrend erholen, was Kursgewinne bis ca. 33,80 EUR bedeuten könnte, aber danach müsste mit einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung gerechnet werden. Diese könnte in den nächsten 2-3 Wochen zu Abgaben in Richtung 30,03-29,98 EUR führen. Ein neues Kaufsignal ergäbe sich erst mit einem Ausbruch über den wichtigen Widerstandsbereich um 34,64 EUR. Gelingt ein solcher Ausbruch, dann wären Gewinne gen 38,65 EUR möglich.

PALLADIUM - Erholung trifft auf Widerstand

Tagesausblick für Freitag, 19.Februar 2021: In den letzten Tagen konnte sich der Palladium Preis über eine Abwärtstrendlinie und die Hürde bei 2.311 USD nach oben arbeiten. Jetzt wird der nächste Buytrigger angesteuert. Doch die Bären dürften das Feld nicht widerstandslos räumen.

Palladium Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Palladium Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Seit September des vergangenen Jahres befindet sich Palladium übergeordnet betrachtet in einer Seitwärtsbewegung, die auf der Oberseite durch den Widerstand bei 2.540 USD eingegrenzt wird. Nach dem zweiten Scheitern an der Hürde fiel der Wert aus einer keilförmigen Struktur und setzte bis an den Support bei 2.185 USD zurück. Die Marke wurde zum Ausgangspunkt für eine weitere Erholung, die aktuell auf den Widerstand bei 2.405 USD trifft.

Charttechnischer Ausblick: Wird die Hürde bei 2.405 USD in den nächsten Tagen überschritten, wäre dies kurzfristig bullisch zu werten und könnte für eine Kaufwelle bis 2.450 und 2.485 USD sorgen. An dieser Stelle sollte eine weitere Abwärtsbewegung starten. Wird die Marke dagegen auch überwunden, wäre der Weg bis 2.540 USD frei.

Sollten die Bullen dagegen jetzt an der Hürde bei 2.405 USD scheitern, stünde ein Angriff auf die Unterstützung bei 2.311 USD an. Hier könnte der nächste Aufwärtsimpuls einsetzen. Deren Bruch hätte allerdings ein Ende der Erholung und einen Abverkauf bis 2.248 und 2.185 USD zur Folge.

Die Erfolgsgeheimnisse der Starinvestoren (I): Warren Buffett

Wie lässt sich der phänomenale Anlageerfolg von Warren Buffett, George Soros und Peter Lynch statistisch erklären? Eine wissenschaftliche Untersuchung ist dieser Frage nachgegangen.

Buffett, Soros und Lynch sind Legenden. Alle drei Starinvestoren konnten über Jahrzehnte hinweg Renditen erzielen, die deutlich über der Gesamtmarktrendite lagen. Dass Anleger dann und wann besser abschneiden als der Gesamtmarkt, kann natürlich auch reinem Glück geschuldet sein. Doch bei Anlegern, denen dies über Jahrzehnte hinweg gelingt, lohnt es sich, genauer hinzusehen, um die Erfolgsgeheimnisse zu ergründen. Genau dies haben drei Finanzwissenschaftler beim Quant-Hedgefonds AQR getan. Sie haben den Anlageerfolg der Investmentlegenden statistisch untersucht und kommen zu überraschenden Ergebnissen, die genau zeigen, worauf der Erfolg der Investment-Superstars basiert. In diesem ersten Teil des Artikels wird die Performance von Warren Buffett genau durchleuchtet. Im kommenden zweiten Teil wird die Performance von George Soros und Peter Lynch analysiert.

So gingen die Wissenschaftler vor

Die Studie mit dem Titel "Superstar Investors" von Jordan Brooks, Severin Tsuji und Daniel Villalon erschien in der Februar-2019-Ausgabe der Fachzeitschrift "The Journal of Investing" und kann auf der Seite des Hedgefonds AQR kostenlos heruntergeladen werden.

Die Analyse der Wissenschaftler basiert auf dem sogenannten Faktor-Investing. Dabei werden Risiko- bzw. Renditefaktoren identifiziert, die dafür sorgen, dass einzelne Wertpapiere besser abschneiden als der Gesamtmarkt. Durch eine Korrelationsanalyse der Performance der Starinvestoren mit der Performance der einzelnen Renditefaktoren kann ergründet werden, worauf der Anlageerfolg jeweils basiert.

In der Studie wurde neben Warren Buffett auch George Soros, Peter Lynch und Bill Gross untersucht. Der Performance von Soros und Lynch widmet sich der zweite Teil des Artikels. Bill Gross war nicht auf dem Aktien-, sondern auf dem Anleihemarkt aktiv und spielt deshalb in diesem Artikel keine Rolle.

Warren Buffett: Das Orakel von Omaha

Warren Buffett dürfte den meisten Anlegern ein Begriff sein. Der inzwischen 89-jährige Starinvestor hat zusammen mit Charlie Munger nicht nur sich selbst zu einem der reichsten Menschen der Welt, sondern auch viele seiner Anleger zu Millionären gemacht.

Warren Buffett gilt als Verfechter des Value-Investings, das er von dessen Erfinder, Benjamin Graham, aus erster Hand erlernte. In jungen Jahren hörte Buffett an der Universität Vorlesungen von Graham und war anschließend auch einige Zeit für seine Investment-Partnerschaft tätig.

Tatsächlich hat sich der Anlagestil von Warren Buffett aber im Laufe der Jahre stark gewandelt. War er anfangs als Value-Investor noch ganz darauf fokussiert, Wertpapiere deutlich unter ihrem fundamentalen Wert zu kaufen, achtete Buffett im Laufe der Zeit immer stärker auf die Qualität der Unternehmen, deren Aktien er kaufte. Buffett prägte den Begriff von Burggraben-Unternehmen. Das sind Unternehmen, die durch einen beständigen Wettbewerbsvorteil (den "Burggraben") vor der Konkurrenz geschützt sind und deshalb dauerhaft Kapitalrenditen erwirtschaften können, die deutlich über ihren Kapitalkosten liegen. Ein Paradebeispiel ist der Coca-Cola-Konzern, der seit mehreren Jahrzehnten zu den größten Aktienpositionen von Berkshire Hathaway gehört und sich schon durch den weltweit beliebten Markennamen von der Konkurrenz deutlich absetzen kann.

In der Studie wurde die Performance von Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway im Zeitraum Januar 1977 bis Mai 2016 analysiert. In dieser Zeit glänzte Berkshire Hathaway mit einer Performance von 17,6 Prozent pro Jahr, während es der US-Aktienmarkt insgesamt nur auf eine Performance von 6,9 Prozent brachte.

Wie lässt sich die Performance von Berkshire Hathaway nun erklären? Die Wissenschaftler spalteten die überdurchschnittliche Performance per Regressionsanalyse in die Marktperformance und die einzelnen Renditefaktoren auf.

  • Den größten Einzelanteil an der Performance hatte einfach die Marktperformance, also die Performance des Aktienmarktes insgesamt, die bei Berkshire Hathaway zu einer jährlichen Rendite von 6,8 % führte.
  • Der Qualitätsfaktor, also dass Buffett vor allem in Aktien qualitativ hochwertiger Unternehmen investiert, steuerte eine jährliche Rendite von 3,4 Prozentpunkten zum Anlageerfolg von Berkshire Hathaway bei. Der Qualitätsfaktor ("Quality-Minus-Junk") identifiziert Unternehmen, die hohe Kapitalrenditen erwirtschaften, ihre Gewinne kontinuierlich steigern, wirtschaftlich solide sind (z.B. geringe Verschuldung) und einen angemessenen Teil ihrer Gewinne an die Aktionäre ausschütten.
  • Einen jährlichen Renditebeitrag von 2,6 Prozentpunkten erbrachte der Low-Risk-Faktor, also die Tatsache, dass Buffett vor allem in Aktien von Unternehmen investierte, deren Kurs eine geringe Volatilität zeigte ("Betting-Against-Beta").
  • Der traditionelle Value-Faktor steuerte nur eine jährliche Rendite von 1,2 Prozentpunkten zum Anlageerfolg von Berkshire Hathaway bei. Allerdings basiert der in der wissenschaftlichen Literatur verwendete Value-Faktor ausschließlich auf dem Buchwert. Konkret identifiziert der Value-Faktor Aktien mit niedrigem Kurs-Buchwert-Verhältnis. Buffetts Definition von "Value" hat sich im Laufe der Jahre aber deutlich gewandelt und ist viel breiter. Für Unternehmen, die beständig hohe Kapitalrenditen erwirtschaften, ist Buffett sogar bereit, ein hohes Vielfaches des Buchwerts zu zahlen.
  • Eine jährliche Rendite von 3,6 Prozentpunkten lässt sich keinem der Renditefaktoren zuordnen. Sie ist das von Buffett und Munger erzielte "Alpha", also die Überrendite, die sich nicht durch einen der Renditefaktoren erklären lässt: Diese 3,6 % sind die geheime "secret sauce", das eigentliche Erfolgsgeheimnis von Buffett und Munger. Ein Teil des Erfolgsgeheimnisses lässt wohl durch die Tatsache erklären, dass Berkshire Hathaway durch sein Versicherungsgeschäft über Jahrzehnte hinweg zu niedrigen Zinsen Fremdkapital aufnehmen konnte und so bei seinen Investitionen einen lukrativen Hebeleffekt hatte (siehe Nullzinsen: Das große Geheimnis von Warren Buffett)

Auf den ersten Blick überraschend ist vor allem, dass sich ein großer Teil der Performance von Berkshire Hathaway zum einen aus der Gesamtmarktrendite und zum anderen aus ganz einfachen Prinzipien erklären lässt, die seit Jahrzehnten bekannt sind und nicht nur von Buffett, sondern auch von zahlreichen anderen Anlegern angewandt werden. Allerdings gehörten Buffett und Munger wohl zu der Minderheit, die diesen Prinzipien konsequent treu blieb, auch als diese jahrelang eine Unterperformance gegenüber dem Gesamtmarkt (wie während der Internetblase zu Beginn des Jahrtausends) einbrachten. Durch die jahrzehntelange Anwendung der Prinzipien und die ständige Reinvestition und Aufzinsung der Gewinne ergab sich eine Performance, mit der kaum jemand mithalten konnte.
Es ist wohl ganz so, wie Warren Buffett es im Jahresbericht 1994 von Berkshire Hathaway selbst beschrieben hat: "Ben Graham hat mir vor 45 Jahren beigebracht, dass es beim Investieren nicht notwendig ist, außergewöhnliche Dinge zu tun, um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen."

Im zweiten Teil des Artikels wird die Performance von George Soros und Peter Lynch analysiert.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW06

NASDAQ100 - Das gilt es jetzt zu beachten

Anbei meine mittelfristige Prognoseskizze für den Index. Dieser Index ist wesentliches Zugpferd der großen Trendbewegungen am US-Aktienmarkt. Deshalb ist es so wichtig, genau hinzuschauen!

Die Schwergewichte Apple, Amazon, Facebook, Alphabet, Microsoft haben ihre Quartalszahlen gemeldet, die Notenbanken hatten ihr ersten Leitzins-Meetings in diesem Jahr und Corona bestimmt weiterhin die Nachrichtenlage.

Nasdaq100: Der Anstieg über 12.280 Punkte schaltete das mittelfristige Kaufsignal mit Projektionsziel 14.800 Punkte scharf. S. blauer Prognosepfeil. Kurzfristig sind verschiedenste Verlaufsvarianten möglich. Die letzte kurzfristige Variante, die ich mit dem dünnen grauen Pfeil angedeutet hatte, ging nach unten auf die Aufwärtstrendlinie im 13.000 Punktebereich. Von dort konnte der Index erneut ansteigen und neue Hochs ausbilden

BAYER - Aktie unter Druck! Chance oder Risiko?

Seit Wochenbeginn machen die Verkäufer der Bayer Aktie zu schaffen. Auch im frühen Freitagshandel kommt der Aktienkurs weiter unter Druck. Ist die Aktie jetzt wieder attraktiv?

Im frühen Freitagshandel werden die deutschen Standardwerte tendenziell verkauft. Das führte in meiner Trading-Plattform Guidants zum Auslösen gleich mehrerer Kursalarme, darunter einem in Bayer. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen verliert die Aktie mehr als ein Prozent und ist damit schwächer unterwegs als der Dax. Nach einem neuen Zwischenhoch nehmen Anleger seit Montag weiter Gewinne mit, was den Aktienkurs unter Druck bringt. Auslöser für die Verkäufe waren wahrscheinlich simple Gewinnmitnahmen kurzfristiger Trader im Bereich der oberen Trendlinie, denn größere News gab es in den vergangenen Tagen zu Bayer nicht. Selbst auf Analystenseite hielt man sich bedeckt. Lediglich Barclays hoben ihr Kursziel am Mittwoch von 50 auf 55 EUR an.

Erste Kaufchance?

Ausgelöst wurde mein Kursalarm aufgrund der fallenden Notierungen, warum aber lag dieser im Bereich von 53,50 EUR? Der Blick auf den Chart gibt die Antwort. Wir haben dort das Aufwärtsgap vom 4. Februar. Hier reagierte der Markt auf neue Nachrichten im Glyphosat-Streit. Dieses Gap fungiert als erste Unterstützung im Falle einer Korrektur. Von hier aus hätten die Käufer eine erste Chance, den aktuellen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Ein potenzielles Ziel läge im Bereich von 58-60 EUR. Wer dieses sehr spekulative Szenario umsetzen möchte, könnte beispielsweise auf das Unlimited-Turbo-Zertifikat JJ514D mit einem Hebel von 22 und einem Basispreis von 51,8356 EUR zurückgreifen.

Kann der aktuelle Unterstützungsbereich noch nicht genutzt werden, dürften sich die Bullen auf die Aufwärtstrendlinie und den Supportbereich bis hin zu ca. 49,50 EUR konzentrieren. Spätestens hier müssten die Käufer zurückkehren, will man den Aufwärtstrend der letzten Monate nicht gefährden.

Mittelfristig wichtige Phase!

Auch mit Blick auf das mittelfristige Chartbild wäre es jetzt wichtig, seitens der Bullen dran zu bleiben. Der Bereich um 57 EUR dürfte eine mittelfristige Schaltstelle sein. Wenn man diesen Bereich nachhaltig zurückerobern kann, eröffnen sich wieder Preisbereich bis hin zu 75/80 EUR. Schafft man diesen Switch nicht, ist Vorsicht geboten. Es könnte nämlich zu weiteren Abgaben auf 46 EUR oder sogar zum Jahrestief bei knapp 40 EUR kommen.

FRESENIUS MEDICAL CARE - Genug gecrasht?

Die Fresenius Medical Care Aktie musste zuletzt starke Verluste hinnehmen, erholt sich aber aktuell wieder. Wie weit kann diese Erholung gehen?

markierte im Januar 2018 das aktuelle Allzeithoch bei 93,84 EUR. Seitdem zeigt die früher so starke Aktie klare relative Schwäche im Vergleich zum Gesamtmarkt. Der DAX markierte erst vor kurzem ein neues Allzeithoch. Davon ist die Aktie meilenwert entfernt.

Bis Dezember 2018 fiel der Wert auf ein Tief bei 55,44 EUR zurück. Dieses Tief dient zusammen mit der Unterstützung bei 54,32 EUR als untere Begrenzungszone einer Seitwärtsbewegung, welche das Kursgeschehen in der Aktie seit über 2 Jahren bestimmt. Innerhalb dieser Bewegung kletterte der Aktienkurs im Hoch auf 81,15 EUR.

In der letzten Woche gab das Unternehmen einen negativen Ausblick auf das laufende Jahr. Mein Kollege Rene Berteit berichtete darüber „FRESENIUS MC - Aktie nach Ausblick im Crashmodus!“

In dieser Woche zeigt sich im Bereich der unteren Begrenzung der Seitwärtsbewegung ein gewisses Kaufinteresse. Bisher bildet die Aktie eine relativ lange weiße Wochenkerze aus und löst sich vom Unterstützungsbereich um 55,44-54,32 EUR. Gestern drang der Aktienkurs leicht in den Bereich des Abwärtsgaps vom 02. Februar zwischen 63,92 EUR und 59,84 EUR ein.

Kann die Erholung weitergehen?

Die Aktie von Fresenius Medical könnte ihre Stabilisierung zunächst weiter fortsetzen. Im Rahmen dieser Bewegung wäre ein Anstieg bis ca. 63,92 EUR möglich. Weitere Kursperspektiven bis in den hohen 70 EUR Bereich würden sich erst mit einem stabilen Anstieg über 63,92 EUR erschließen. Ob es dazu kommt, ist noch völlig ungewiss.

Sollte die Aktie allerdings per Wochenschlusskurs unter 54,32 EUR abfallen, dann würde eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch drohen. In diesem Fall würde die Unterstützungszone durch die Hochpunkte aus den Jahren 2007 und 2008 bei 39,30-38,83 EUR in den Blick geraten.

PALLADIUM - Wieder an der wichtigen Kurshürde

Tagesausblick für Freitag, 12. Februar 2021: Mit der Verteidigung der Unterstützung bei 2.185 USD haben die Käufer bei Palladium ein Verkaufssignal abgewehrt. Jetzt müssen sie sich auf der Oberseite beweisen.

Palladium Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Palladium Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Nach dem misslungenen Ausbruchsversuch über den markanten Widerstand bei 2.405 USD setzte Palladium ab Anfang Januar unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie und verließ eine Keilformation nach unten. Erst an der Unterstützung bei 2.185 USD kamen die Bullen wieder in den Wert zurück und sorgten seither für eine Erholung, die jetzt auf den Widerstand bei 2.405 USD trifft.

Charttechnischer Ausblick: Sollte Palladium an der nahen Hürde nach Süden abdrehen, könnte es nach einer Korrektur bis 2.311 USD zu einem weiteren Ausbruchsversuch kommen. Kurzfristig könnte den Bullen auch ein solcher Anstieg gelingen und zu einer Aufwärtswelle bis 2.485 USD führen. Allerdings wäre dort mit dem Ende des Anstiegs zu rechnen.

Abgaben unter 2.311 USD hätten dagegen Verluste bis 2.248 USD und darunter ggf. bereits bis zur entscheidenden Unterstützung bei 2.185 USD zur Folge. Wird sie gebrochen, läge ein weitreichendes Verkaufssignal vor.

Boom bei Erneuerbaren Energien: Es ist gar nicht leicht, davon zu profitieren

Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Soviel ist klar. Doch daran teilzuhaben ist nicht leicht.

Ende 2015 unterzeichneten viele Länder das Pariser Klimaabkommen. Im Kern soll der Temperaturanstieg auf 1,5-2 Grad begrenzt werden. Um das zu erreichen, müssen einige Bedingungen erfüllt werden, allen voran die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Bis 2050 sollte ein Großteil der Länder netto Nullemissionen haben, um das Ziel zu erreichen. Das hätte ein Fest für die Aktien von Solar- und Windunternehmen werden sollen. War es aber nicht. Solaraktien liefen zwischen 2015 und Ende 2019 praktisch seitwärts. Von einem großen Boom konnte nicht die Rede sein, obwohl Billionen in erneuerbare Energien investiert werden muss. Anleger machten da einfach nicht mit. Sie glaubten nicht daran, dass tatsächlich investiert wird. Bis vor kurzem hatten Anleger damit Recht. Dann kam die Klimajugend. Ein Plan nach dem nächsten wurde aus dem Boden gestampft. Auch die Pandemie wird dazu genutzt, um Stimmung zu machen, ganz nach dem Motto: Seht her, was alles geschehen kann, wenn man nicht nachhaltig ist....

So waren 2020 die Aktien von erneuerbaren Energien die großen Gewinner. Ein Index an Solaraktien hat sich seit Anfang 2020 fast vervierfacht und ein Windindex immerhin fast verdoppelt (Grafik 1). Der Gewinner (Solar) steht eindeutig fest. Bevor man nun aber in Windeseile Solaraktien kauft, lohnt ein Blick auf die langfristige Performance.

Langfristig haben Solaraktien das Nachsehen. Erneuerbare Energien erlebten bereits vor der Finanzkrise einen ersten Boom. Wie das häufig so ist, ist der erste Boom nicht nachhaltig. Die Erwartungen sind zu hoch. Merken Anleger, dass die Erwartungen zu hoch sind, brechen die Kurse ein. Danach dauert es viele Jahre, bis es zur Reife des Sektors kommt und es nachhaltige Gewinne gibt.

Trotz der guten Performance der Aktien in den letzten 12 Monaten ist es schwierig von dem Boom langfristig zu profitieren. Bei Solarenergie taucht unregelmäßig eine neue Technologie auf, die andere verdrängt. Die Outperformer von 2007 stehen heute teils noch sehr weit unterhalb der damaligen Hochs.

Zudem sind die meisten Unternehmen nach der Rally des letzten Jahres sehr hoch bewertet. KGVs von 100 und mehr sind an der Tagesordnung. Damit sind die Erwartungen heute nicht niedriger als 2007. Bei so hohen Bewertungen braucht es Jahre, bis die Unternehmen in diese Erwartungen hineinwachsen, wenn sie es denn können. Denn viele Unternehmen, die heute von dem Boom profitieren, werden morgen von neuen Unternehmen mit effizienteren Methoden verdrängt.

2020 habe ich den Sektor mehrfach zum Kauf empfohlen. Aktuell sehe ich ihn skeptisch. Es steckt zu viel Fantasie in den Aktien. Zu diesen Bewertungen kann man nicht profitieren. Größere Rücksetzer hingegen sind interessant. Der Trend zu erneuerbaren Energien wird anhalten.

Anstatt jedoch auf die Hersteller von Solarzellen oder Windturbinen zu setzen, sind integrierte Unternehmen viel interessanter. Das sind Unternehmen, die eine Mischung aus Anlagenbauern, Betreibern und Versorgern sind. Sie produzieren die Energie und vertreiben sie. Es ist das einzige Geschäftsmodell, das langfristig in diesem Bereich Rendite für Anleger erzielt hat. Solche Unternehmen sind etwa NextEra Energy oder Ørsted.

Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW05

NASDAQ 100 - An prominenter Hürde gescheitert

Die Woche begann mit deutlichen Kursgewinnen im Nasdaq 100. Geht sie auch so zu Ende oder zeigen sich die Bären noch einmal?

Der Nasdaq 100 befindet sich in einer langfristigen Rally. Im März 2020 startete ein besonders starker Rallyabschnitt innerhalb dieser langfristigen Bewegung. Dabei kam es zum Ausbruch über die obere Begrenzung der Aufwärtsbewegung seit Sommer 2010. Der Index kletterte zunächst auf ein Hoch bei 12.439 Punkten.

Nach einer rund zweimonatigen Konsolidierung in einem symmetrischen Dreieck setzte der Index ab Mitte November die Rally fort und kletterte inzwischen auf ein Allzeithoch bei 13.563 Punkten. Nach einem kurzen, aber scharfen Rücksetzer auf 12.845 Punkte, schoss der Index in den letzten Tagen wieder nach oben. Er erreichte gestern das Allzeithoch vom 25. Januar 2021, scheiterte aber daran.

Kaufwelle wird eingebremst

Auf mittelfristige Sicht macht das Chartbild des Nasdaq 100 einen bullischen Eindruck. Die Aufwärtstrends sind intakt und Anzeichen für eine Topbildung sind kaum vorhanden. Im kurzfristigen Bereich könnte der Abpraller am Rekordhoch allerdings einen Rücksetzer auslösen.

Die Long-Szenarien: Ein stabiler Ausbruch über 13.563 Punkte könnte die Rally sofort weiter befeuern. In diesem Fall könnte der Index einen weiteren großen Schritt hin zum mittelfristigen Zielbereich zwischen 14.700 und 14.900 Punkte gehen.
Die Short-Szenarien: Sollte der Index aber den gestrigen Abpraller am Allzeithoch bestätigen, könnte es kurzfristig zu Abgaben in Richtung 13.280 Punkte oder sogar 13.113 Punkte kommen.

GAMESTOP - Das "Blutbad" ist nicht zu Ende

Seit ihrem Hoch hat die Gamestop Aktie enorm viel verloren! Da muss doch bald mal Schluss sein, oder?

Der Hype um die Gamestop Aktie scheint zumindest medial vorüber zu sein oder habe nur ich das Thema zu den Akten gelegt? So genau kann ich das gar nicht beurteilen. Fakt ist jedoch, dass die Aktie weiterhin sehr aktiv gehandelt wird. Gestern war diese auf Tradegate erneut die Aktie mit dem größten Orderaufkommen und auch im frühen Freitagshandel hat man erneut den Spitzenplatz inne. Es wird gerade einmal etwas mehr als eine Stunde gehandelt und es wurden schon wieder mehr als 2.000 Orders in Gamestop abgewickelt. Bei der besten Dax-Aktie (Bayer) sind es nicht einmal 650.

Das Drama ist in vollem Gange!

Unterstelle ich, dass die meisten Transaktionen Käufe bzw. Glattstellungen von Longpositionen sind, findet in der Gamestop-Aktie momentan ein Blutbad statt. Die Aktie gab gestern über 40 % nach und im linearen Chart ist das Drama bestens zu erkennen.

Zeit zum Einsteigen?

Aber Vorsicht! In dieser Darstellung sieht es fast so aus, als könnte das Tief in der Aktie bereits wieder erreicht bzw. sehr nahe sein. Man ist schließlich preislich gesehen schon wieder in der Nähe der Kurse, mit denen der Hype begann. Die Darstellung täuscht jedoch. Vor dem Hype notierte die Aktie im Bereich von 15,50 EUR. Ausgehend von aktuellen Notierungen sind dies immer noch Risiken von 75 %. Wer jetzt also 1000 EUR investiert, läuft Gefahr, 750 davon zu verlieren.

Aber selbst auf den alten Preisniveaus muss noch nicht Schluss sein. Bedenken wir, dass der Markt bis in den Januar hinein davon ausging, dass es Gamestop als Unternehmen schwer haben könnte, zu überleben. Das war ja einer der Gründe, warum die Shortquote in der Aktie so hoch gewesen ist. Was, wenn man jetzt nach der Übertreibung auf der Longseite zur anderen Seite übertreibt und in alte Gefilde vom letzten Jahr zurückfällt. Dann sprechen wir über Notierungen im Bereich von 4,40 EUR und nicht von 15,50. Das sind dann Verluste von 90 %. Und das Tief im letzten Jahr wurde sogar bei 2,39 EUR markiert. Zusammenfassend fällt es mir zwar schwer, Prognosefeile in die Aktie einzuzeichnen, aber wenn ich dies tun muss, zeigt der Pfeil nach Süden.

INTEL - Neuer Rallyversuch?

Die Intel Aktie konsolidierte nach den Zahlen deutlich. Allerdings scheint es so, als hätten die Bullen bereits wieder das Ruder übernommen.

Die Intel Aktie befindet sich seit dem Hoch bei 69,29 USD aus dem Januar 2020 in einer Abwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung näherte sich die Aktie zweimal dem wichtigen Unterstützungsbereich um 42,76-42,04 USD an, drehte aber beide Mal knapp darüber nach oben ab.

Widerstände: 59,98 + 63,70 + 63,95
Unterstützungen: 57,19 + 53,79 + 52,68

Die letzte Annäherung erfolgte Ende Oktober 2020. Seitdem zieht der Aktienkurs wieder an. Mitte Januar 2021 erreichte der Wert seinen Abwärtstrend seit Januar 2020. Es kam sogar zu einem kurzen Ausbruch über diesen Trend, der aber wieder an ein kurzfristiges log. 50 % Retracement abverkauft wurde. Dort drehte die Aktie wieder nach oben und schoss gestern über dem Abwärtstrend seit Januar 2020.

Neuer Rallyversuch läuft

Damit hat die Intel-Aktie die Chance auf eine weitere Rally. Diese Rally könnte in den nächsten Tagen zu Gewinnen bis 63,70-63,95 USD und später bis 69,29 USD führen. Sollte ein Ausbruch über dieses Hoch gelingen, dann wäre ein Anstieg in Richtung des Allzeithochs aus dem Jahr 2000 bei 75,81 USD möglich. Sollte der Aktienkurs aber unter das gestrige Tagestief bei 57,19 USD abfallen, dann wäre der Ausbruchsversuch erneut gescheitert. Abgaben in Richtung 53,79 bis 52,68 USD würden kurzfristig drohen.

PALLADIUM - Im Range-Nirwana

Tagesausblick für Freitag, 05. Februar 2021: Der Chart bei Palladium gleicht einer Berg-und Talfahrt im Miniaturmaßstab. Aktuell läuft eine Erholung nachdem die Verkäuferseite zuletzt erfolgreich am Bruch der Unterstützung bei 2.185 USD gehindert wurde. Die übergeordnete Seitwärtsphase bleibt damit erhalten.

Palladiumpreis Widerstände: 2.311 + 2.485 + 2.540
Palladiumpreis Unterstützungen: 2.248 + 2.185 + 2.116

Rückblick: Mit dem erneuten Scheitern an der Hürde bei 2.485 USD begann bei Palladium zum Jahreswechsel eine Abwärtsbewegung, die den Kurs zunächst unter die Unterstützungsmarke bei 2.405 USD an den Support bei 2.305 USD drückte. Doch statt diese Marke als Startpunkt für einen weiteren Ausbruchsversuch zu nutzen, wurde sie ebenfalls unterschritten und damit schneller Einbruch bis 2.185 USD eingeleitet. Hier startete zuletzt eine Erholung.

Charttechnischer Ausblick: Bisher konnte es nicht gelingen, den Kreuzwiderstand bei 2.311 USD zu überwinden und damit die Erholung bis 2.350 und 2.405 USD fortzusetzen. Sollte Palladium wieder unter die 2.248 USD-Marke fallen, wäre die Erholung zunächst beendet. Eine weitere Gegenbewegung könnte dennoch nach einer Korrektur bis 2.185 USD einsetzen. Wird diese Unterstützung dagegen ebenfalls gebrochen, wäre das nächste Verkaufssignal aktiv. In diesem Fall käme es zu Abgaben bis 2.116 USD, die sich darunter bereits bis 1.997 USD ausdehnen könnten.

Erst bei einem Anstieg über 2.405 USD wäre Palladium dem Abwärtstrend entkommen.

Faustformel: So bewerten Sie jede Aktie richtig!

Gibt es eine einfache Faustformel, mit der man beurteilen kann, ob eine Aktie aus fundamentaler Sicht günstig bewertet ist? Benjamin Graham, der Lehrmeister von Warren Buffett, hat eine solche Bewertungsformel erfunden. Sie berücksichtigt sowohl den Substanz- als auch den Ertragswert eines Unternehmens.

Wer Aktien kauft, wird damit zum Miteigentümer eines Unternehmens. Um beurteilen zu können, ob der einzelne Anteilsschein so viel wert ist, wie man an der Börse dafür zahlt, gibt es im Wesentlichen zwei Herangehensweisen. Man kann entweder den Substanzwert des Unternehmens (und der einzelnen Aktie) oder den Ertragswert berechnen.

Der Substanzwert ergibt sich im einfachsten Fall aus dem Wert aller Vermögensgegenstände, die ein Unternehmen besitzt, abzüglich aller Schulden. Man bildet also die Summe beispielsweise aller Vermögenswerte wie Immobilien und Maschinen eines Unternehmens und zieht dann die Verbindlichkeiten (also die Schulden) ab. Der so ausgerechnete Substanzwert entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen "Eigenkapital". Alternativ können für den Substanzwert auch noch andere Formeln angesetzt werden, zum Beispiel gibt es gute Argumente dafür, die immateriellen Vermögenswerte eines Unternehmens nicht zu berücksichtigen. Wir wollen an dieser Stelle aber das Eigenkapital nutzen, da es sich direkt aus der Bilanz ergibt.

Eine andere Herangehensweise besteht darin, den Wert des Unternehmens aus den Gewinnen zu bestimmen, den dieses Unternehmen erwirtschaftet. Dies entspricht dem Ertragswert. Als Faustformel könnte man zum Beispiel sagen, der Wert eines Unternehmens sei ungefähr zwölf Mal so hoch wie der in einem typischen Jahr erzielte Gewinn. Das entspricht einer Faustformel für Immobilien, die früher üblich war. Demnach ist eine Immobilie rund 144 Monatsmieten bzw. 12 Jahresmieten "wert". In der aktuellen Niedrigzinsphase gibt es aber gute Gründe dafür, sowohl bei der Unternehmens- als auch bei der Immobilienbewertung statt 12 ein höheres Vielfaches ("Multiple") des Gewinns zu verwenden, z.B. 15.

Teilt man den oben ermittelten Substanzwert oder den Ertragswert durch die Aktienanzahl des Unternehmens, erhält man den fundamentalen Wert einer einzelnen Aktie. Bei beiden Herangehensweisen können sich aber durchaus unterschiedliche Werte ergeben. Bei "normalen" Unternehmen wird häufig der Ertragswert als Maßstab verwendet, bei Unternehmen, deren Überleben nicht sicher ist, eher der Substanzwert. Allerdings wird hierzu ein modifizierter Substanzwert (gewissermaßen der "Zerschlagungswert") benötigt, bei dem alle unverkäuflichen Vermögenswerte des Unternehmens (dazu gehören zum Beispiel oft auch Maschinen) nicht berücksichtigt werden und die anderen Vermögenswerte nur zu den noch erzielbaren Verkaufspreisen bilanziert werden. Das soll an dieser Stelle aber nicht weiter interessieren, da wir uns hier nur mit Unternehmen beschäftigen wollen, bei denen eine Liquidation nicht absehbar ist.

Die Berechnung des Substanzwertes ist durchaus auch für Unternehmen interessant, bei denen keine Zerschlagung droht. Der Substanzwert gibt nämlich an, welches Nettovermögen ein Unternehmen eigentlich besitzt. Es liegt auf der Hand, diesen Wert als Näherungswert für den Unternehmenswert zu verwenden. Allerdings ist es in der Regel üblich, dass ein gesundes Unternehmen höher bewertet wird, als es dem Substanzwert entspricht. Ein Unternehmen besitzt nämlich häufig Werte, die sich nicht direkt in der Bilanz niederschlagen, zum Beispiel einen großen Kundenstamm, eine eingeführte Marke oder auch das Know-How der Mitarbeiter, das sich oft nicht einfach ersetzen lässt.

Wie kann der Wert eines Unternehmens nun also anhand seiner Netto-Vermögenswerte und der erzielten Gewinne beurteilt werden? Benjamin Graham, der als Erfinder des Value Investings gilt und der Lehrmeister von US-Starinvestor Warren Buffett war, hat dazu eine einfache Faustformel aufgestellt, wie sich aus dem dem Gewinn je Aktie und dem Eigenkapital je Aktie der fundamentale Wert einer Aktie berechnen lässt:

Nach Graham ist dies der Maximalpreis, den ein defensiver Investor für eine Aktie bezahlen sollte. Kostet eine Aktie weniger, als die Formel ergibt, dann ist sie unterbewertet und attraktiv für einen Kauf. Kostet eine Aktie so viel, wie die Formel ergibt oder gar mehr, dann sollten konservative Investoren die Finger von dem Papier lassen! Für Finanzunternehmen (zumindest für Banken) eignet sich Grahams Faustformel nur eingeschränkt.

Implizit ist in der Formel enthalten, dass eine Aktie nicht mehr als das 1,5-fache des Buchwertes (spezieller: des Eigenkapitals) je Aktie oder das 15-fache des Gewinns je Aktie kosten sollte. Die Multiplikation von 1,5 mit 15 ergibt nämlich gerade den Faktor 22,5. Allerdings darf eine Aktie bei einem der beiden Faktoren höher bewertet sein, wenn die Bewertung anhand des anderen Faktors niedriger ausfällt.

Bevor Sie jetzt Ihren Taschenrechner zücken, ein kleiner Hinweis zur korrekten Berechnung des Wertes: Nach den mathematischen Regeln muss zunächst der komplette Term unter der Wurzel ausgerechnet werden und von diesem Wert dann die Wurzel gezogen werden. Wir tippen also bei einem handelsüblichen Taschenrechner 22,5 * Gewinn je Aktie * Eigenkapital je Aktie sowie anschließend das Gleichheitszeichen und ziehen erst dann von diesem Ergebnis die Wurzel (= drücken die Wurzeltaste). Alternativ kann man auch Klammern um den Term unter der Wurzel setzen und damit dem Taschenrechner signalisieren, dass dieses Produkt zuerst ausgerechnet werden muss.

Die Werte für Gewinn je Aktie und Eigenkapital je Aktie können direkt aus den Unternehmensbilanzen ermittelt werden. Für den Gewinn je Aktie sollte aber ein möglichst charakteristischer Wert verwendet werden. Erzielt ein Unternehmen jedes Jahr 1 Euro Gewinn je Aktie und nur in einem einzelnen Jahr 3 Euro, dann ist 1 Euro eher angemessen als 3 Euro. Es sollte also nicht blind der Gewinn je Aktie des letzten Geschäftsjahres oder eine Schätzung für das laufende Geschäftsjahr verwendet werden, sondern ein möglichst charakteristischer und eher konservativer als zu hoher Wert. Schätzungen von Analysten sind zum Beispiel häufig zu optimistisch und sollten deshalb nur mit einem pauschalen Abschlag von zum Beispiel 20 % verwendet werden.

Welche Aktien sind nach der oben genannten Faustformel nun aktuell besonders günstig am deutschen Aktienmarkt? Welche US-Aktien sind nach Grahams Faustformel attraktiv? Der Screener auf der Investment- und Analyseplattform Guidants erhält auch den fairen Aktienwert nach Graham als Kennzahl. Zudem kann der Screener berechnen, wie stark sich der Aktienkurs verändern müsste, damit eine Aktie ihren fairen Wert nach der Faustformel von Graham erreicht.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW04

DAX-Tagesausblick: 140 Punkte Gap down! Vorbörse 13526

Hängen und Würgen, hartes Ringen um jeden Zentimeter bei DAX 13600/13460! Die Frage die ich stelle: Ist das gestern ein DAX Mittelspiel oder das Ende eines DAX Zyklus? Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13510 + 13555 + 13600 + 13717 /13745 + 13835 + 13944 + 14100/14132
DAX Unterstützungen: 13460 + 13384(S3/w) + 13300 + 13000(S3/d) + 12871

DAX Prognose

Intraday:

  • Der FDAX kam nachts hart zurück, zur Unterstützung 13450 und zum 61,8 % Retracement des gestrigen Anstiegs.
  • Die Frage ist: Kann es Realität werden, dass der DAX ab ca. 13460 ein 2. Anstiegsstandbein bis 13717 oder sogar "100 % measuring" zu 13835 zeigt oder lässt sich der INDEX erneut ohne Gegenwehr auf neue Wochentiefs zusammenfalten?
  • In der Regel würde der DAX also nach dem nächtlichen Pullbacks alsbald bis 13717 steigen.
    Auf dem Weg dorthin stellen sich aktuell Widerstände bei 13550 (FDAX PP/d) und 13600 (BIGPIC) in den Weg.
  • In den Fällen geringerer Wahrscheinlichkeit gibt es direkt neue Tiefs bei 13310 oder sogar unter 13300, was dann den steilen Rutsch zu 13000/13278 bzw. zum Tageschart-EMA200 bei 12860 bedeuten könnte.
  • Etwas Beachtung finden sollte auch heute der untere Wochenextrempunkt, der Wochen-Pivot-S3 bei 13384.

VDAX

  • Der VDAX zeigte sich gestern mit ganz klarem Langdochtreversal!
    Das kann ein Hinweis darauf sein, dass kein weiteres DAX Wochentief unter 13310 nötig ist.

DAX

  • Hängen und Würgen, hartes Ringen um jeden Zentimeter bei DAX 13600/13460!
    Die Frage die ich stelle: War das gestern ein DAX Mittelspiel oder das Ende eines DAX Zyklus?
  • DAX Signalmarken als Antwort definiere ich so:
  • BULLISCH: Nach Tagesschluss über 13950 aufwärts bis 14130 und vor allem bis 14875. Ab 14875 wieder abwärts
  • BÄRISCH: Nach Tagesschluss unter 13460 abwärts 13000/12870 und später bis 12600. Ab 13000 oder spätestens 12600 wieder aufwärts. "AUS und VORBEI" nur unter 11450.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

NEMETSCHEK - Ist das ein potenzielles Kaufniveau?

Die Nemetschek Aktie steckt seit Monaten in einer Konsolidierung fest. Geht diese langsam zu Ende oder dauert sie noch länger an?

Die Aktie des Anbieters von Software für Bau und Architektur markierte nach einer langen Rally am 02. Juni 2020 ein Allzeithoch bei 74,35 EUR. Seit diesem Hoch befindet sich die Aktie in einer langgestreckten Konsolidierung. Diese Konsolidierung lässt sich bisher in einem bullischen Keil eingrenzen.

Am 18. Januar 2021 fiel der Wert auf ein Tief bei 54,55 EUR zurück und notierte damit kurzzeitig unter der Unterkante des Keils. Zu einem Tagesschlusskurs darunter kam es aber nicht. Anschließend kam es zu einem Rallyversuch, der immerhin zu einem Hoch bei 61,60 EUR führte. Dieser Rallyversuch wurde aber gestern beinahe komplett abverkauft. Die Aktie fiel wieder auf die Unterkante des Keils bei aktuell 55,07 EUR zurück. Dort kam im gestrigen Handel ein gewisses Kaufinteresse auf. Heute notiert der Wert im frühen Handel als einer der wenigen knapp im Plus.

Neue Kaufwelle möglich

Solange die Nemetschek-Aktie den Unterstützungsbereich um 55,07-55,55 EUR halten kann, besteht die Chance auf einen neuen Rallyversuch. Dieser könnte zu Gewinnen in Richtung 61,66 EUR und an die Oberkante des Keils bei aktuell 66,60 EUR führen. Größere Kaufsignale ergäbe sich erst, falls es zu einem stabilen Ausbruch aus dem Keil nach oben käme.

Sollte der Wert allerdings unter 54,55 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 44,00-43,20 EUR drohen. Eine solche Bewegung könnte mit deutlich höher Dynamik ablaufen als die Konsolidierung der letzten Monate.

VARTA - Aktienkurs explodiert

Die Varta Aktie war gestern mit großem Abstand der größte Gewinner im TecDAX und legte um 14,17% zu.

An den Aktienmärkten gibt es seit einigen Tagen einige sehr seltsame Bewegungen, die ich trotz über 20 Jahren Erfahrung noch nie oder sehr selten gesehen habe. Die Vorgänge um Aktien wie Gamestop sind in aller Munde. Aber auch am deutschen Aktienmarkt gab es zuletzt ähnlich seltsam wirkende Kursbewegungen. Dazu zählt die Evotec-Aktie. Mein Kollege Oliver Baron hat dies am Dienstag in seinem Artikel „EVOTEC - Bei dieser Aktie wird ein Short-Seller gegrillt!“ bereits beleuchtet. Eine andere Aktie scheint die Varta-Aktie zu sein.

Die Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese lief lange Zeit stabil, aber durchaus dynamisch ab. Am 04. Dezember 2019 markierte der Wert ein Hoch bei 106,20 EUR. Ende August/Anfang September 2020 kam es zu einem kurzen Anstieg über dieses Hoch. Aber damals etablierte sich die Aktie noch nicht darüber.

Die Aktie konsolidierte daraufhin einige Wochen. Kurz vor Weihnachten gelang der Ausbruch aus der Konsolidierung. Zunächst kam es aber noch zu einem tiefen Pullback und einem Rücksetzer 110,60 EUR. Seitdem befindet sich die Aktie in einer hochdynamischen Rally. Eine solche gab es in der Historie der Aktie noch nicht. Am Dienstag brach der Wert über die steigende Widerstandslinie über die Hochpunkte aus den Jahren 2019 und 2020 aus. Am Mittwoch markierte die Aktie ein neues Allzeithoch bei 168,00 EUR. Gestern eröffnete der Wert bei 145,00 EUR und schoss danach bis auf 181,30 EUR nach oben.

Kaufwelle läuft auf Hochtouren

Die Varta-Aktie könnte aus rein charttechnischer Sicht diese Dynamik noch einige Tage beibehalten und in Richtung 250-260 EUR ansteigen. Dort verläuft eine langfristige obere Trendbegrenzung. Nach dem gestrigen Anstieg haben die Bullen viel Spielraum nach unten. Erst ein Rückfall unter das gestrige Tagestief bei 143,10 EUR würde das bullische Bild gefährden.

Insgesamt sind diese Exzesse für mich ein Anzeichen, dass sich der Aktienmarkt einem langfristigen Top nähert. Ende 1999/Anfang 2000 gab es solche Exzesse in einem etwas kleineren Umfang auch. Damals spielten sich diese vor allem bei Neuemissionen ab. Dieses Top muss nicht heute und nicht morgen markiert werden. Aber es könnte noch im ersten Quartal markiert werden.

PALLADIUM - Der Richtungskampf setzt sich fort

Tagesausblick für Freitag, 29. Januar 2021: Der Palladiumkurs hatte sich in den letzten Tagen aus seinem Aufwärtstrend verabschiedet und eine wichtige Unterstützung angesteuert. Diese wurde bislang verteidigt, doch von einer neuen Aufwärtstrendphase ist der Wert ein gutes Stück entfernt.

Intraday Widerstände: 2.485 + 2.540 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Ein ums andere Mal versuchten die Bullen bei Palladium in den letzten Wochen den markanten Widerstand bei 2.405 USD zu durchbrechen, scheiterten jedoch jeweils nur kurze Zeit später am einsetzenden Abgabedruck. Die sich über die Zeit gebildete Keilformation wurde zudem in dieser Woche nach unten verlassen, nachdem zuvor auch die 2.405 USD-Marke ein weiteres Mal unterschritten wurde. Aktuell wehrt sich der Kurs gegen ein erneutes Verkaufssignal.

Charttechnischer Ausblick: Sollte es jetzt nicht zügig zur Rückeroberung der 2.405 USD-Marke kommen, dürfte das jüngste Verkaufssignal zu einem Einbruch unter 2.311 und 2.248 USD führen. In der Folge käme es zu Abgaben bis 2.185 USD. Diese wichtige Unterstützung könnte eine Bodenbildung und einen weiteren Anstieg ermöglichen. Darunter wäre allerdings ein Einbruch bis 2.116 und 1.997 USD wahrscheinlich.

Für eine nachhaltige Erholung bräuchte es jetzt dagegen eine Kaufwelle über 2.405 USD. Dann hätte Palladium die Chance, wieder bis 2.450 und 2.485 USD zu steigen.

Wie man mit Durchschnittslinien die besten Aktien findet

Gleitende Durchschnitte gehören zum Einmaleins der Technischen Analyse. Wie man mit ihnen die besten Aktien findet und damit Renditen von mehr als 22 Prozent im Jahr einfahren kann, hat eine wissenschaftliche Untersuchung gezeigt.

Stock-Picking allein auf Basis gleitender Durchschnitte? Kann das wirklich einen Mehrwert bringen?

Eine wissenschaftliche Untersuchung beantwortet diese Frage ganz klar mit „ja“. Für die Studie werteten drei Finanzwissenschaftler die Kursentwicklung des US-Aktienmarktes (rund 9.000 Aktien) seit dem Jahr 1977 aus. Die Forscher gingen der Frage nach, ob der Abstand zweier bestimmter gleitender Durchschnitte etwas über die künftige Rendite von Aktien aussagt. Das Ergebnis: Allein auf der Basis gleitender Durchschnitte lassen sich Aktien identifizieren, die in der Zukunft eine deutliche Überrendite zeigen. Zwei von den Forschern entwickelte Strategien hätten im Zeitraum von 1977 bis 2015 eine jährliche Rendite von 22,2 Prozent bzw. 24,5 Prozent ermöglicht.

Die Studie unter dem Titel „Stock Return Predictability: New Evidence from Moving Averages of Prices and Firm Fundamentals“ wurde von den drei Finanzwissenschaftlern Doron Avramov, Guy Kaplanski und Avanidhar Subrahmanyam verfasst. In der Studie wurde neben anderen Fragen auch untersucht, welche Vorhersagekraft das Verhältnis zwischen einem kurzfristigen gleitenden Durchschnitt (Simple Moving Average, SMA) mit einer Periodenlänge von 21 Tagen und einem gleitenden Durchschnitt mit einer längeren Periodendauer von 200 Tagen hat.

Das Verhältnis zwischen dem SMA21 und dem SMA200 bezeichnen die Wissenschaftler als MAD (Moving Average Difference). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der MAD stark mit der künftigen Kursentwicklung der jeweiligen Aktien korreliert. Ist der MAD groß, also befindet sich der SMA21 weit oberhalb vom SMA200, so führt das im statistischen Mittel zu deutlichen Überrenditen der jeweiligen Aktien. Liegt der SMA21 deutlich unter dem SMA200, so bedeutet das im Mittel eine deutlich schlechtere Rendite der jeweiligen Aktien. Der von den Wissenschaftlern entwickelte Handelsansatz hat große Ähnlichkeit mit der sogenannten "Relativen Stärke nach Levy". Diese von Robert A. Levy bereits in den 60er-Jahren entwickelte Kennzahl basiert auf dem Verhältnis des aktuellen Wochenschlusskurses zum Durchschnitt der letzten 26 Wochen.

Obwohl der Fokus der wissenschaftlichen Arbeit auf der statistischen Aussagekraft des MAD für die künftige Kursentwicklung liegt und die Forscher auch noch untersuchen, welche Aussagekraft der MAD bei Fundamentaldaten hat, liefern sie doch in ihrer Arbeit auch mehrere Strategien auf Basis des MAD, die in den vergangenen Jahrzehnten deutliche Überrenditen ermöglicht hätten und die auch von Privatanlegern umgesetzt werden können. Diese Strategien werden im Folgenden genauer erläutert.

Zwei Strategien mit großer Outperformance

In der folgenden Grafik ist die Performance von zwei Stock-Picking-Strategien aus der Studie sowie die Performance des Gesamtmarktes enthalten. Strategie 1 führte im Laufe der 38 Jahre von 1977 bis 2015 zu einer Rendite von 24,5 Prozent pro Jahr und Strategie 2 zu einer Performance von 22,2 Prozent p.a. Hätten Anleger einfach in den Gesamtmarkt investiert, hätten sie sich mit einer Rendite von 11,4 Prozent p.a. zufriedengeben müssen.

Wie funktionieren nun die Strategien im Detail? Basis beider Strategien ist die Kennzahl MAD, die sich errechnet, indem der aktuelle Stand des SMA21 durch den SMA200 dividiert wird.

  • Bei Strategie 1 wird jeden Monat in die Aktien investiert, die einen MAD-Wert von mindestens 1,3 haben. Bei diesen Aktien ist der SMA21 also mindestens 1,3-mal so hoch wie der SMA200. Einmal pro Monat werden die entsprechenden Aktien identifiziert und gekauft. Liegt der MAD einer Aktie zu einem monatlichen Überprüfungstermin unter 1,3, wird die Aktie wieder verkauft.
  • Bei Strategie 2 wird jeweils in die 10 Prozent der Aktien mit dem höchsten MAD-Wert (oberes Dezil) investiert. Auch hier wird das Depot monatlich überprüft und neu zusammengesetzt.

(In der Studie werden beide Strategien auch als Long-Short-Variante betrachtet, bei denen man Aktien mit einem hohen MAD-Wert kauft und gleichzeitig Aktien mit einem niedrigen MAD-Wert leerverkauft).

Aktien, in die man nach dieser Strategie investieren würde, lassen sich auch mit dem Intraday-Screener auf Guidants finden. Zwar ist die Kennzahl MAD bisher nicht in Guidants enthalten, sie lässt sich aber einfach mit dem SSC Editor programmieren (Zugriff auf den SSC-Editor haben sie als Kunden von Guidants PROup bzw. PROmax direkt aus dem Charting heraus).

Konkret lautet der Quellcode für den Indikator MAD in der Sprache SSC folgendermaßen:
# meta data
studyName("MAD (SMA 21/200)")
studySimilarValues(0)
studyPrecision(3)

# calculation
MAD = (sum(close, 21) / 21)/(sum(close,200)/200)

# plotting
plotLine("line", MAD)

Diese Kennzahl lässt im Charting als Indikator verwenden. Im Intraday-Screener kann die Kennzahl genutzt werden, um gemäß der Strategien Aktien mit einem hohen MAD-Wert zu finden.

Tesla: Die Kennzahl MAD in der Praxis

Der folgende Chart zeigt die Kursentwicklung der Tesla-Aktie (oben) zusammen mit dem MAD-Wert (unten). Wäre man Strategie 1 gefolgt, wäre man seit April 2020 in der Tesla-Aktie investiert gewesen, denn seit damals liegt der MAD-Wert über 1,3. Seit dem Einstieg hätte sich der Kurs des Tesla-Anteilsscheins mehr als vervierfacht (Stand: 13. Januar 2020).

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW03

Nasdaq100 - Mondlandung oder Bruchlandung?

Der Nasdaq 100 sprengte in den letzten Handelstagen eine mehrwöchige Deckelung im Chart auf. Können die Bullen dieses Trendbeschleunigungssignal weiterhin bestätigen?

Der Nasdaq 100 übersprang im vorgestrigen Handel per Gap das bisherige Allzeithoch bei 13.113 Punkten. In der Folge kannte der Index kein Halten mehr. Selbst die eindämmende Trendlinie der vergangenen Wochen hebelte der Index auf.
Die Zeichen stehen somit auf Trendverschärfung, solange der Index den Ausbruch über diese Trendlinie bestätigen kann. 13.460 und 13.680 Punkten wären Ziele für die kommenden Tage. Ein Rückfall in den Trendkanal wäre dagegen ein erstes Warnzeichen. Doch erst Kurse unter dem alten Allzeithoch bei 13.113 Punkten würden das kurzfristige Chartbild wieder auf neutral stellen.

ALLIANZ - Jedes Kaufsignal eine Falle

Nach einer etwas holprigen Aufwärtstrendphase im Dezember ist die Allianz Aktie seit Jahresbeginn komplett aus dem Tritt gekommen. Der Aufwärtstrend der letzten Monate droht jetzt zu kippen und von einer mehrwöchigen Korrekturphase abgelöst zu werden.

Mit dem Erreichen einer wichtigen Kurszielzone, die von 196,59 bis 204,80 EUR verläuft, gelang es der Allianz-Aktie noch im November den vorherigen, kurzfristigen Abwärtstrend zu kontern. Nach dem frühzeitigen Ende einer Korrektur und dem Anstieg über das Zwischenhoch bei 201,05 EUR sah es noch zum Jahreswechsel nach einem Ausbruch und damit der Fortsetzung der Rally in Richtung 225,00 EUR aus. Dreimal versuchten die Bullen in dieser Phase, die Widerstandszone zu durchbrechen und an die vorherige Rally anzuknüpfen und zogen doch dreimal den Kürzeren.

In der Folge musste der Wert in den letzten Tagen eine Gegenbewegung verkraften, die den ohnehin schwachen Anstieg seit Mitte Dezember gestoppt hat. Sollte die Aktie der Allianz auch noch unter den Support bei 194,60 EUR fallen, dürfte die Marktstimmung kippen und eine Verkaufswelle bis 187,10 EUR führen. Unterhalb der Marke wäre dann eine Topbildung im Bereich von 205,00 EUR bestätigt und in den kommenden Wochen ein Einbruch bis an die langfristige Aufwärtstrendlinie auf Höhe der Unterstützung bei 177,40 EUR zu erwarten.

Sollte den Bullen dagegen die Verteidigung der 194,60 EUR-Marke gelingen, dürfte die Aufwärtsbewegung der letzten Monate ein weiteres Mal bis 203,58 und 204,80 EUR führen. Ob auch das Verlaufshoch bei 208,35 EUR überschritten werden kann, ist aktuell fraglich.

INTEL - Aktie mit Kurssprung nach Zahlen

Intel hat gestern gute Zahlen präsentiert und liegt auch beim Ausblick über den Erwartungen. Kann die Rally in der Aktie deshalb weitergehen?

  • Intel übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,52 USD die Analystenschätzungen von 0,42 USD. Der Umsatz liegt mit 20 Mrd. USD über den Erwartungen von 17,5 Mrd. USD.
  • Intel erwartet 2021 einen Umsatz von 75,3 Mrd. USD (Konsens 70,4 Mrd. USD) und ein EPS von 4,90 USD (Konsens 4,53 USD).
  • Intel sieht im ersten Quartal ein EPS von 1,10 USD (Konsens 0,96 USD) und einen Umsatz von 17,50 Mrd. USD (Konsens 16,36 Mrd USD).
  • RBC erhöht Kursziel für Intel von 40 USD auf 47 USD. Underperform.
  • JPMorgan erhöht Kursziel für Intel von 70 USD auf 80 USD. Overweight.

Quelle: Guidants News

Die Intel Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Der Start erfolgte im März 2009 nach einem Test des Tiefs bei 12,06 USD aus dem November 2008. Am 24. Januar 2020 markierte die Aktie ihr bisheriges Rallyhoch bei 69,29 USD. Damit näherte sie sich ihrem Allzeithoch aus dem Jahr 2000 bei 75,81 USD zwar an, verfehlte es aber relativ deutlich.

Anschließend kam es zu zwei Rücksetzern in die Nähe der wichtigen Unterstützungszone zwischen 42,76 und 42,04 USD. Diese Zone gab der Aktie seit 2017 inzwischen 7mal Halt. Beim letzten Test dieser Zone im Oktober 2020 fiel der Wert auch auf seinen langfristigen Aufwärtstrend seit März 2009 zurück.

Seit kurz vor Weihnachten befindet sich der Aktienkurs in einer steilen Rally. Dabei sprang er am 13. Januar an und sogar über den Abwärtstrend seit Januar 2020. Allerdings erwies sich zunächst noch die Hürde bei 59,25 USD als zu hoch.

Die oben beschriebenen Zahlen sollten gestern eigentlich nachbörslich veröffentlicht werden. Sie wurden allerdings bereits kurz vor Handelsschluss bekannt. Daraufhin zog der Aktienkurs massiv an, durchbrach den Widerstand bei 59,25 USD und erreichte sogar die nächste Hürde bei 63,70 USD. Diese war dann allerdings zunächst zu hoch.

Weiter im Rallymodus?

Das Chartbild der Intel-Aktie macht nach dem Ausbruch über den Abwärtstrend seit Januar 2020 einen bullischen Eindruck. In den nächsten Tagen und Wochen könnte es zu einem Anstieg bis 69,29 oder sogar 75,81 USD kommen. Allerdings besteht zunächst noch das Risiko eines Rücksetzers in Richtung 59,25 USD. Kritisch für die Bullen wäre wohl erst ein Rückfall unter 55,95 USD. In diesem Fall müsste wohl mit einem erneuten Test der Unterstützungszone zwischen 42,76 und 42,04 USD gerechnet werden.

PALLADIUM - Kursstabilisierung Fehlanzeige

Tagesausblick für Freitag, 22. Januar 2021: Auch im neuen Jahr dominiert bei Palladium ein bärisches Kursmuster, dessen Unterseite jetzt erneut erreicht wird. Die nächste Schwächephase könnte den Beginn einer mittelfristigen Korrektur einleiten.

Palladiumkurs Widerstände: 2.485 + 2.540 + 2.639
Palladiumkurs Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Einer steilen Aufwärtsbewegung in den Sommermonaten des Vorjahres folgte bei Palladium ein Angriff auf den Widerstand bei 2.405 USD, der seither zum Austragungsort einer volatilen Seitwärtsbewegung wurde. Ganz konnten sich die Bullen bisher nie von dieser Marke lösen und damit den Aufwärtstrend fortsetzen. Zuletzt scheiterte ein Ausbruchsversuch knapp über der Hürde bei 2.485 USD. Seither setzte der Wert in einer dreiecksförmigen Korrektur unter die 2.405 USD-Marke zurück.

Charttechnischer Ausblick: Übergeordnet betrachtet verläuft der Anstieg der letzten Monate in einem keilförmigen Chartmuster, dessen Unterseite jetzt gebrochen werden und damit Abgabedruck generiert werden könnte. Die nächste Auffangstation ist zwar schon bei 2.311 USD zu finden, dürfte aber nur wenig Halt bieten. Abgaben bis 2.248 und 2.185 USD sind nach einem solchen Verkaufssignal realistischer.

Kann sich Palladium dagegen wieder über 2.405 USD zurückkämpfen, dürfte eine Erholungsphase starten, die den Wert bis 2.450 und 2.485 USD führen kann, ehe die Verkäufer wieder zuschlagen.

Wachstumsaktien: Warum die Bewertung (fast) keine Rolle spielt

Aktien von stark wachsenden Unternehmen können oft auch dann steigen, wenn die Unternehmen auf dem Papier bereits sehr hoch bewertet sind. Warum Anleger bei Wachstumsaktien nicht zu sehr auf die Bewertung achten sollten, erklärt dieser Artikel.

Es gibt Aktien, die waren aus fundamentaler Sicht eigentlich schon immer teuer. Als Facebook im Jahr 2012 seinen Börsengang feierte, lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei über 90 und das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 25. Trotzdem hat sich der Aktienkurs gegenüber dem Ausgabepreis von 38 USD bis heute versiebenfacht. Ein klassischer Value-Investor, der vor allem auf die fundamentale Bewertung von Aktien achtet, hätte Facebook links liegen gelassen und hätte bei dieser Aktie hohe Gewinne verpasst. Obwohl sich der Aktienkurs versiebenfacht hat, ist die Aktie auf fundamentaler Basis im Vergleich zum Börsengang sogar deutlich günstiger geworden, so liegt das KGV aktuell in einer Größenordnung von nur 30. Die Gewinne des Unternehmens sind also noch deutlich stärker gewachsen als der Aktienkurs. Facebook ist aber kein Einzelfall. Aktien von zahlreichen anderen, stark wachsenden Unternehmen haben in den vergangenen Jahren eine ähnliche Entwicklung gezeigt. Das betrifft durchaus nicht nur Giganten wie Amazon oder Tesla, sondern auch kleinere Unternehmen, die starke Wachstumsraten vorweisen.

Warum die fundamentale Bewertung bei Wachstumsaktien oft ein trügerisches Bild abgibt, soll anhand des folgenden fiktiven Beispiels erläutert werden: Nehmen wir an, ein Unternehmen erzielt derzeit einen Gewinn je Aktie von einem Euro pro Jahr und die Aktie kostet 60 Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt in diesem Fall 60. Das ist eine offensichtlich sehr teure und in den allermeisten Fällen auch nicht gerechtfertigte Bewertung. Ein typischer Value-Investor, der nach günstig bewerteten Unternehmen sucht, würde eine solche Aktie vermutlich links liegenlassen.

Allerdings ändert sich das Bild etwas, wenn wir erfahren, dass das Unternehmen eine starke Marktposition in einem stark wachsenden Markt hat und davon auszugehen ist, dass das Unternehmen auf Sicht der kommenden Jahre und vielleicht sogar Jahrzehnte weiter stark wachsen wird.

Nehmen wir an, das Unternehmen kann seinen Gewinn je Aktie organisch jedes Jahr um 20 Prozent steigern und es ist davon auszugehen, dass dieses Wachstum noch mindestens 10 Jahre anhalten wird. Es gibt sicherlich nur wenige Unternehmen, bei denen eine solche Annahme gerechtfertigt ist. In Einzelfällen kann dies aber dennoch eine realistische Annahme sein.

Wächst der Gewinn je Aktie jedes Jahr um 20 Prozent, so erhöht sich der Gewinn je Aktie innerhalb von 10 Jahren nicht etwa um 200 Prozent. Wegen des exponentiellen Wachstums (wie beim Zinseszinseffekt) kann sich der Gewinn innerhalb von 10 Jahren sogar mehr als versechsfachen. Ändert sich der Kurs der Aktie innerhalb von 10 Jahren nicht, so sinkt die Bewertung deutlich. Aus einem KGV von 60 zum aktuellen Zeitpunkt wird ein KGV von unter 10 in 10 Jahren, ohne dass sich der Kurs verändert hätte. Aus der sehr teuren Aktie wird also innerhalb von 10 Jahren eine eher billige Aktie, weil der Gewinn je Aktie kontinuierlich um 20 Prozent pro Jahr gesteigert werden kann. Wächst das Unternehmen danach immer noch weiter, wäre die Aktie mit einem KGV von 10 wohl deutlich zu günstig bewertet. Gäbe es Gewissheit, dass dieses Szenario wirklich eintreten würde, wäre die Aktie mit einem aktuellen KGV von 60 also nur auf den ersten Blick teuer, unter Berücksichtigung des Wachstums aber eher nicht. (Künftige Gewinne oder Cashflows müssen natürlich auf den aktuellen Zeitpunkt "abgezinst" werden, um zu beurteilen, ob eine Aktie günstig oder teuer ist. Um diesen Aspekt soll es in diesem Artikel aber nicht gehen. Ebenso soll der für das Wachstum nötige Kapitaleinsatz unberücksichtigt bleiben).

Das Beispiel zeigt: Bei stark und nachhaltig wachsenden Unternehmen ist die Bewertung anhand aktueller Kennzahlen zu Gewinn, Cashflow oder auch Umsatz ohne große Aussagekraft. Bei diesen Unternehmen ist es nicht sonderlich entscheidend, wie viel im aktuellen oder im kommenden Jahr verdient werden wird, sondern es kommt eher darauf an, wie hoch die Gewinne oder Cashflows in der weiter entfernten Zukunft aussehen werden. Wachstumsaktien werden gekauft, weil Anleger die Hoffnung auf stark steigende Gewinne in der Zukunft haben. Die Bewertung in Bezug auf aktuelle Fundamentaldaten spielt kaum eine Rolle. Das gilt ganz besonders im Niedrigzinsumfeld, weil hier künftige Gewinne oder Cashflows weniger stark abgezinst werden müssen und deshalb bei der Bewertung anteilig eine größere Rolle spielen als in einem Umfeld hoher Zinsen.

Um zu beurteilen, ob eine solche Aktie günstig oder teuer bewertet ist, muss man (zum Beispiel im Rahmen eines Discounted-Cashflow-Modells) genaue Annahmen zur künftigen Entwicklung von Gewinnen oder Cashflows treffen. Allerdings haben solche Modelle einen großen Nachteil: Besonders bei stark wachsenden Unternehmen können bereits kleine Abweichungen bei den Erwartungen zu stark unterschiedlichen Bewertungen führen. Ein Unternehmen kann also bei einer angenommenen Wachstumsrate auf Sicht der kommenden zehn Jahre von 25 Prozent pro Jahr stark unterbewertet und bei einer angenommenen Wachstumsrate von 15 Prozent stark überbewertet sein. Schätzungen mit einer solchen Präzision sind aber über längere Zeiträume kaum unmöglich. Schon die Frage, ob ein Unternehmen überhaupt auf Sicht der kommenden zehn Jahre kontinuierlich weiterwachsen kann, ist oft kaum zu beantworten. In der Praxis sind deshalb DCF-Modelle gerade bei stark wachsenden Unternehmen oft kaum brauchbar, denn die künftige Entwicklung kann einfach nicht präzise genug eingeschätzt werden, um sinnvolle Aussagen zu treffen.

Eine einfachere Kennzahl, die die Wachstumsrate mit zur Bewertung heranzieht, ist die PEG-Ratio, bei der das KGV durch die jährliche Wachstumsrate des Gewinns geteilt wird. Eine Aktie mit einer PEG-Ratio zwischen 0 und 1 (bei niedrigen Zinsen aber sogar eher zwischen 0 und 2 oder gar 3) gilt als günstig. Allerdings hat auch diese Kennzahl ihre Fallstricke: Auch hier hängt es letztlich stark von der erwarteten Wachstumsrate ab, ob eine Aktie jetzt günstig oder teuer ist. Die künftige Wachstumsrate lässt sich zumindest über längere Zeiträume nicht genau schätzen.

Bei stark und nachhaltig wachsenden Unternehmen lässt sich also auch mit einem DCF-Modell oder mit Kennzahlen wie einer PEG-Ratio in den meisten Fällen nicht sicher abschätzen, ob eine Aktie jetzt wirklich teuer oder nicht vielleicht doch attraktiv bewertet ist, wenn man künftiges Wachstum berücksichtigt.

Gerade in den vergangenen Jahren mit einem Umfeld aus sehr niedrigen Zinsen und einem schwachen Wachstum der meisten Volkswirtschaften galt aber noch etwas anderes, was eine hohe Relevanz für die Praxis hat: Solange ein Unternehmen hohe Wachstumsraten bei Umsatz und/oder Gewinn vorweisen kann und absehbar ist, dass dieses hohe Wachstum auch in Zukunft fortgesetzt werden kann, führt dies in der Regel mittel- bis langfristig fast schon automatisch auch zu steigenden Aktienkursen. Das gilt ganz besonders in einem Bullenmarkt, in dem die Kurse auch insgesamt steigen. Die Frage der Bewertung, also ob die Aktien in Bezug auf fundamentale Kennzahlen billig oder teuer sind, hat zumindest in den vergangenen Jahren bei Aktien von stark wachsenden Unternehmen kaum eine Rolle gespielt. Entscheidend ist in solchen Fällen vielmehr, wie stark das Unternehmen wachsen kann und wie sich die Aussichten für künftiges Wachstum entwickeln.

Bei stark wachsenden Unternehmen, bei denen davon auszugehen ist, dass sie noch auf Sicht vieler Jahre oder gar Jahrzehnte weiter wachsen können, sollten Anleger also nicht zu viel Zeit mit der Frage verbringen, ob die Aktien billig oder teuer bewertet sind. Entscheidender für den Anlageerfolg ist die Fähigkeit, Unternehmen zu finden, bei denen noch auf Sicht vieler Jahre oder Jahrzehnte von einem starken Wachstum auszugehen ist. Denn solche Unternehmen werden oft "in ihre Bewertung hineinwachsen", wenn der Zeithorizont nur langfristig genug ist. Je höher die Bewertung, desto länger muss natürlich der Zeitraum hohen Wachstums sein, damit sich diese Erwartung tatsächlich erfüllen kann.

Um als Growth-Investor erfolgreich zu sein, sollte man also vor allem auf Aktien setzen, bei denen man auf längere Sicht von starkem Wachstum ausgeht und bei denen es keine Anzeichen für eine Abschwächung dieses Wachstums gibt. Eine solche Erwartung kann zum Beispiel auch auf der Beobachtung beruhen, dass ein Markt aktuell noch sehr klein ist, in Zukunft aber für lange Zeit stark wachsen dürfte. Die Bewertung auf Basis von Kennzahlen wie dem Cashflow oder dem Gewinn gewinnt häufig erst dann an Bedeutung, wenn sich das Wachstum eines Unternehmens abschwächt.

Fazit: Growth-Investoren sollten nicht zu viel Zeit mit der Frage verbringen, ob Aktien günstig oder teuer bewertet sind. Entscheidender für den Erfolg ist die Fähigkeit, Geschäftsmodelle und Unternehmen zu identifizieren, bei denen noch auf lange Sicht von starkem Wachstum auszugehen ist. Solche Unternehmen werden aus fundamentaler Sicht häufig in ihre hohe Bewertung "hineinwachsen", sofern sich die Erwartungen tatsächlich erfüllen. Fragen der Bewertung sind bei Aktien von stark wachsenden Unternehmen oft sekundär, zumindest solange das Unternehmen weiter kräftig wachsen kann, die Zinsen niedrig sind und das Aktienumfeld insgesamt günstig ist. Die Frage der Bewertung gewinnt dann an Bedeutung, wenn sich das Wachstumstempo eines Unternehmens deutlich verlangsamt oder dies erwartet wird.

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW02

DAX-Tagesausblick: 2. Flaggenstandbein läuft an! Untere Ziele bei...

Der DAX hatte bei 14.000 aus zweierlei Gründen eine kritische Marke erreicht und wurde tatsächlich abgewiesen! Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13.925 + 13.950 + 14.000/14.030 + 14.135
DAX Unterstützungen: 13.878 + 13.814(S3) + 13.795/13.770 + 13.735 + 13.703(a=c)/13.693(EMA200/h1
DAX Prognose:

  • Der DAX befindet sich nach dem Monatsschlussanstieg über 13.600 in einer neuen mittelfristigen Ausbruchsphase, erstmals seit Januar 2018. Über 13.600 ändert sich daran nichts. Das erste größere DAX Ziel ist berechnet worden mit 14.875.
  • Intraday
  • Gap down 13.915!
  • Der DAX hatte bei 14.000 aus zweierlei Gründen eine kritische Marke erreicht, Zitat:"Einerseits ist es die Position des 61,8 % Widerstands-Retracements, andererseits kann es das Ende einer möglichen Flagge bedeuten, denn das erste Anstiegshoch wurde nun der Mindestbestimmung gemäß ein 2. Mal erreicht und leicht überboten."
  • So verwundert es nicht, dass der FDAX nun den Rückwärtsgang einlegte und sich Richtung 13.805/13.795 aufmacht.
  • Der DAX macht es dem FDAX nach und beginnt 9 Uhr offenbar mit einem "Gap Down", einer abwärts gerichteten Kurslücke (XDAX 13.920 momentan).
  • Auf dem Weg zu ca. 13.800 wirkt abermals der rote FDAX EMA200/h1 bei 13.878 (verrechnet ca. DAX 13.888) stützend. Da der DOW JONES im Nachthandel jedoch weiter fortgeschritten ist auf dem Weg nach unten, ist anzunehmen, dass der FDAX dieses Mal den EMA200/h1 letztlich auch unterbietet, um mindestens DAX/ FDAX 13.805/13.795 zu erreichen. Ein "100 % measuring" DAX Ziel wäre 13703, was in etwa mit der roten XETRA DAX 200 Stunden Linie korrespondiert und bei 13.700 stark stützend wirkt.
  • Widerstände bietet der FDAX bei 13.915(Wolke) und bei 13.942(KIJUN/1h) auf, was im DAX demnach bei 13.925/14.950 zu verorten ist und als Reboundziel, als kleines Zwischenanstiegsziel taugt.
  • Nebenvarianten: Eine nochmalige Flaggenverbreiterung zu 13.998/14.021 vor Erreichen des Tiefs 13.805/13.795 wäre nun seltener, ist aber nicht unmöglich.
  • Das Tief 13.805/13.795 fällt nur oberhalb von 14.125/14.135 aus.
  • Vormerken: Ab DAX 13.805/13.795 bzw. ab DAX 13.700 gibt es neue große Anstiegschancen, spätestens aber ab DAX 13.600/13.565(BIG PIC).

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

BMW - Neuer Rallyschub möglich

Die BMW-Aktie musste zuletzt einige Abgaben hinnehmen, notiert aber aktuell auf einem interessanten Unterstützungsbereich.

Die BMW-Aktie befindet sich seit ihrem Allzeithoch aus dem März 2015 bei 123,75 EUR in einer Abwärtsbewegung und fiel dabei im März 2020 auf ein Tief bei 36,59 EUR zurück.

Widerstände: 70,39 + 74,50 + 77,31
Unterstützungen: 68,90 + 68,63 + 66,44 + 64,75

Dort startete eine starke Rally, welche am 25. November zu einem Hoch bei 77,31 EUR führte. Damit erreichte die Aktie ihren Abwärtstrend seit März 2015. Sie scheiterte zunächst daran und konsolidiert seitdem in einer bullischen Flagge. Seit einigen Tagen bewegt sich der Wert an der Unterkante dieser Flagge und an einer inneren Trendlinie seitwärts. Gestern unternahm die Aktie einen Versuch, sich von diesem Unterstützungsbereich um 68,90-68,63 EUR zu lösen, scheiterte aber intraday am EMA 50 bei aktuell 70,39 EUR.

Das ist eine Chance für die Bullen

Gelingt der Aktie von BMW ein Ausbruch über 70,39 EUR auf Tagesschlusskursbasis, dann käme es zu einem ersten Kaufsignal. Ein Anstieg in Richtung 74,50-74,65 EUR wäre dann möglich. Gelingt anschließend ein Ausbruch aus der bullischen Flagge, dann könnte die Rally zu weiteren Gewinnen in Richtung 93,22 EUR führen. Sollte die Aktie allerdings unter den EMA 200 bei aktuell 64,75 EUR abfallen, würde sich das Chartbild deutlich verschlechtern. Abgaben in Richtung 53,85 EUR würden dann drohen.

FACEBOOK - Jetzt einsteigen oder Finger weg?

Die Facebook-Aktie zeigte sich zuletzt in keiner guten Verfassung. Ändert sich das bald wieder oder dauert die Abwärtsbewegung noch etwas an?

Die Facebook-Aktie legte wie viele Technologieaktien von März 2020 bis September 2020 starke eine starke Rally aufs Parkett. Die Aktie kletterte dabei von 137,10 USD bis 26. August auf das aktuelle Allzeithoch bei 304,67 USD. Wenige Tage später näherte sie sich noch einmal diesem Hoch an, schwenkte anschließend aber in eine Konsolidierung in einem symmetrischen Dreieck ein.

Dieses Dreieck erwies sich als Topformation. Am 21. Dezember kam es erstmals zu einem Tagesschlusskurs unterhalb dieser Formation. Nach einem leicht überschießenden Pullback an das Dreieck geriet der Wert am 29. Dezember wieder unter Druck und fiel gestern unter den EMA 200 bei aktuell 251,07 USD. Damit fiel der Titel auf das Tief innerhalb des Dreiecks bei 244,14 USD zurück und damit auch auf den noch offenen Teil des Aufwärtsgaps vom 31. Juli. Dieser Teil liegt zwischen 244,14 und 234,89 USD. Damit hat die Aktie ein erstes wichtiges Zwischenziel in der Abwärtsbewegung abgearbeitet.

Noch kein Boden in Sicht

Das Chartbild der Facebook-Aktie macht einen bärischen Eindruck. Zwar kann es nach den deutlichen Verlusten der letzten Tage zunächst zu einer kleinen Erholung kommen, aber anschließend könnte die Aktie in Richtung der alten Allzeithochs bei 224,20 bzw. 218,65 USD abfallen. Ein prozyklisches Kaufsignal ist ein gutes Stück vom aktuellen Kurs entfernt. Dafür müsste die Aktie zumindest über 264,63 USD ansteigen. Dann wäre ein Anstieg in Richtung 289-290 USD möglich.

PALLADIUM - In die Mangel genommen

Tagesausblick für Freitag, 15. Januar 2021: Bei Palladium ist in den letzten Wochen ein heftiger und teils hochvolatiler Richtungsstreit entbrannt. Aktuell scheinen sich die Bären wieder in die Führungsposition vorzuarbeiten.

Intraday Widerstände: 2.485 + 2.540 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Noch befindet sich der Palladiumkurs in einer Aufwärtstrendphase, die mit einer Bodenbildung bei 1.804 USD Ende Juni eingeleitet wurde. Allerdings bildete sich nach einer Reihe von Fehlausbrüchen über die Hürden bei 2.405 und 2.485 USD in den letzten Wochen eine breite Keilformation an der Spitze der Aufwärtsbewegung aus, deren Unterseite bei 2.311 USD in dieser Woche schon attackiert wurde.

Charttechnischer Ausblick: Palladium droht damit bei einem Bruch der Unterseite der Formation sogar das Ende der Aufwärtsphase. Unter 2.311 USD wäre dann zunächst mit einem Einbruch bis 2.248 USD zu rechnen, der sich direkt bis an die Unterstützung bei 2.185 USD ausdehnen kann. Sollte diese Marke nicht für eine starke Erholung genutzt werden, sind weitere Verluste bis 2.116 und 1.997 USD zu erwarten.

Derzeit würde erst ein Ausbruch über 2.485 USD für eine Fortsetzung des Anstiegs sprechen. In diesem Fall dürfte der Wert allerdings zügig bis zur Kurshürde bei 2.639 USD steigen.

Aktien oder Gold? Diese Strategie schlägt den Markt!

Sollte man im Aktienmarkt investiert sein oder eher auf einen steigenden Goldpreis setzen? Mit einer simplen Timing-Strategie auf Basis der Dow to Gold Ratio schlägt man den Markt um ein Vielfaches.

Der Dow Jones Industrial Average hat am Dienstag zum ersten Mal die Marke von 30.000 Punkten überschritten. Weniger als vier Jahre zuvor hatte der Index das erste Mal die Marke von 20.000 Punkten geknackt. Offensichtlich waren die vergangenen Jahre trotz Corona-Crash eine gute Zeit, um im Aktienmarkt investiert zu sein. Doch es gibt auch andere Zeiten, in denen die Unsicherheit hoch ist, Aktienkurse fallen und Gold als "sicherer Hafen" glänzt. In diesem Artikel wird eine simple Timing-Strategie auf Basis der sogenannten Dow to Gold Ratio vorgestellt, mit der Anleger entscheiden können, ob sie eher im Dow Jones Industrial Average oder in Gold investiert sein sollen. Auf lange Sicht ermöglicht diese Strategie eine deutliche Outperformance gegenüber einer ständigen Investition im Aktienmarkt und gegenüber einer ständigen Investition in Gold.

Dow to Gold Ratio: Was die Kennzahl bedeutet

Die Strategie basiert auf der Dow to Gold Ratio. Die Dow to Gold Ratio wird berechnet, indem der aktuelle Stand des Dow Jones Industrial Average durch den aktuellen Goldpreis dividiert wird.

Der folgende Chart zeigt den sehr langfristigen Verlauf der Dow to Gold Ratio (DGR) auf Basis von Monatsschlusskursen. Eine steigende DGR bedeutet, dass der Dow Jones Industrial Average (ohne Dividenden) eine bessere Performance aufweist als der Goldpreis. In Zeiten einer sinkenden DGR hingegen performt Gold besser als der Dow Jones Industrial Average.

Von 1980 bis 1999 etwa zeigte der Dow Jones eine deutliche Outperformance gegenüber dem Goldpreis, was im Chart an der steigenden DGR zu erkennen ist. Von 1999 bis 2011 hingegen entwickelte sich der Goldpreis deutlich besser als der Dow Jones Industrial Average, was sich im Chart als sinkende DGR zeigt.

So funktioniert die Strategie

Natürlich kann man den künftigen Verlauf der DGR nicht mit Sicherheit prognostizieren. Allerdings bilden sich bei der DGR, wie oben gezeigt, immer wieder längerfristige Trends aus, die durchaus auch etliche Jahre lang anhalten können. Diesen Umstand kann man sich zunutze machen, indem man eine klassische Trendfolgestrategie auf die DGR anwendet.

Berechnet man einen gleitenden Durchschnitt auf Basis der vergangenen 12 Monatsschlusskurse, kann man systematisch eine steigende von einer sinkenden DGR unterscheiden und auf dieser Basis Anlageentscheidungen treffen. Konkret funktioniert die Strategie so:

  • Befindet sich die DGR am Monatsende über ihrem gleitenden 12-Monats-Durchschnitt, ist man im folgenden Monat im Dow Jones Industrial Average investiert. (Man schichtet zum aktuellen Monatsende in den Dow Jones um.)
  • Befindet sich die DGR am Monatsende unter ihrem gleitenden 12-Monats-Durchschnitt, ist man im folgenden Monat im Gold investiert. (Man schichtet zum aktuellen Monatsende in Gold um.)

Theoretisch kann also einmal pro Monat (Ende des Monats) eine Umschichtung von Aktien in Gold oder von Gold in Aktien erfolgen. In der Praxis allerdings treten Umschichtungen viel seltener auf. Oftmals dauert es Jahre, bis es zu einem neuen Signal nach der Strategie kommt.

Die folgende Grafik zeigt, welche Performance man mit einer solchen Strategie seit Anfang 1972 erzielt hätte. Das Jahr 1972 wurde ausgewählt, weil Anfang der 70er-Jahre die Kopplung des Dollars an den Goldpreis aufgehoben wurde und Gold seit damals frei handelbar ist.

Die graue Kurve entspricht der dargestellten Strategie. Aus 1.000 Dollar wären mit der dargestellten Strategie seit dem Jahr 1972 ganze 219.000 Dollar geworden. Dividenden sind dabei im Dow Jones nicht berücksichtigt, so dass die reale Performance vor Kosten noch besser ausgefallen wäre. Mit einer reinen Investition in den Dow Jones Industrial Average wären ohne Dividenden aus den 1.000 Dollar nur 33.560 Dollar geworden und bei einer reinen Investition in Gold 41.710 Dollar.

Die oben vorgestellte Timing-Strategie hätte also zu einer deutlichen Outperformance gegenüber einer reinen Investition in den Dow Jones bzw. in Gold geführt. Mit Hilfe von ETFs lässt sich die dargestellte Strategie bequem umsetzen. Allerdings muss beachtet werden, dass im Backtest keine Kosten und Steuern berücksichtigt wurden. Es sollte bei der Umsetzung der Strategie auf möglichst geringe Kosten geachtet werden, da diese einen signifikanten Einfluss auf die Performance des Systems haben können.

Zu beachten ist außerdem, dass für den Backtest die DGR sowie die gleitenden Durchschnitte immer auf Basis der Monatsschlusskurse berechnet wurden. Setzt man die Strategie auf Tagesschlusskursbasis um, werden Trendwechsel zwar tendenziell früher erkannt, allerdings treten dann auch deutlich mehr Fehlsignale auf. Die höhere Anzahl an Fehlsignalen könnte die Profitabilität der Strategie deutlich senken.

Welches Signal liefert die Strategie aktuell (November 2020)?

Der folgende Chart zeigt die DGR auf Basis der Monatsschlusskurse. Ende Oktober stand die DGR noch unter ihrem 12-Monats-Durchschnitt. Der aktuellste Punkt der DGR (16,5) steht über dem gleitenden Durchschnitt, allerdings wird dieser Punkt des Charts als einziger Punkt auf Basis der aktuellen Kurse (und nicht der Monatsschlusskurse) berechnet. Bleiben Dow Jones und Goldpreis bis Ende November (Montagabend) ungefähr auf dem aktuellen Niveau, würde im Rahmen der Strategie also ein Signal ausgelöst werden, nachdem Anleger von Gold in den Dow Jones umschichten würden. Zuvor wären die Anleger seit Anfang 2020 in Gold investiert gewesen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW01

DAX-Tagesausblick: Weiteres oberes Wochenziel ist nah! Es ist bei...

DAX 14000 wurden gehandelt. Der DAX baut den Abstand zu seiner Signallinie 13600 somit komfortabel aus. In der Vorbörse waren heute sogar schon 14100 zu sehen. Hier ist die heutige DAX Prognose.
DAX Widerstände: 14095/14128 + 14324 + 14875
DAX Unterstützungen: 14007/14000 + 13900 + 13750 + 13600/13508/13460
DAX Prognose:

INTRA DAY:

  • Der obere DAX Wochenzielbereich 14095/14128 ist nah. 14095/14128 ergibt sich aus Pivots und einer 161 % Extension der letzten Flagge.
  • Das Maximum der Woche ergibt sich insbesondere durch den Pivot R3 (14128) für die Woche.
    Folgerung: Der DAX Wochenzielbereich 14095/14128 eignet sich als Zwischenhoch, gefolgt von einem Pullback bis 14000.
    Ersatzunterstützung ist 13900.
  • Bis 11.1.21 um 10 Uhr gibt es zudem das obere DAX Ziel 14324 vorzumerken, ein 100 % measuring Ziel. Danach verfällt das Ziel, falls es bis 11.1. um 10 Uhr nicht erreicht wurde.
  • DAX Schwäche offenbart sich erst nach Stundenschluss unter 13750.
  • Anmerkung: Ein runder Tausender (hier 14000) wird kaum beim 1. Versuch schon dauerhaft genommen.

BIG PICTURE:

  • Es gab erstmals in der Geschichte des DAX einen Monatsschluss über 13600.
    Das hat mittelfristige Bedeutung, ist aber auch intra day von Interesse.
    DAX 13600 sollten möglichst nicht mehr per Tagesschluss unterboten werden.
  • Oberhalb von 13460 ergibt sich rechnerisch für das BIG PICTURE des DAX ein erstes größeres DAX Ziel bei 14875.
    Man sollte dieses Ziel nur unter 13000 verwerfen.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

QUANTAFUEL - Grüne Aktie vor großem Rallyschub?

Das norwegische Energieunternehmen Quantafuel möchte mittels chemischen Recyclings dem verschwenderischen Umgang mit den Ressourcen des Planeten entgegentreten. Das Chartbild der Aktie ist äußerst konstruktiv zu werten.

Plastikabfälle sind eines der größten Probleme unserer Zeit. Quantafuel versucht mit seiner Technologie, Kunststoffabfälle in umweltfreundliche Kraftstoffe und Chemikalien umzuwandeln und somit eine technische Lösung für diese Problematik zu schaffen. Die Quatafuel-Aktie wird seit dem 20. Februar an der Börse in Oslo gehandelt und konnte im Sommer direkt eine massive Rally hinlegen. Es folgte eine ausgiebige Korrektur, nach der sich der Wert jetzt wiederaufrichtet. Es zeigen sich hochgradig bullische Kursmuster im kurzfristigen Zeitfenster.

Neues Kaufsignal in Kürze

An der Hürde bei 6,19 EUR pendelt das Papier seit Tagen seitwärts. Kommt es zu einem nachhaltigen Ausbruch über diesen Preisbereich, entstehen neue Kaufsignale. Dann wird eine Rally zum Allzeithoch bei 8,60 EUR und darüber hinaus bis 12 und langfristig 20 - 24 EUR möglich.

Auf der Unterseite findet das Papier bei 5,35 und 4,90 - 5,05 EUR gute Unterstützungen. Erst deren Bruch würde für eine Ausdehnung der Konsolidierung in Richtung 4,00 oder 3,25 EUR sprechen.

TUI Aktie - Die Lage ist extrem angespannt!

Nach Tagen der Entspannung stürzt der Aktienkurs von Tui heute erneut ab, zumindest optisch! Was ist da los und wie steht es um die mögliche Bodenbildung?

Zu heftigen Kursschwankungen kommt es momentan in der TUI-Aktie, die im frühen Freitagshandel im zweistelligen Prozentbereich nachgibt, so steht es zumindest auf dem Kurszettel. Verantwortlich dafür ist die am Montag beschlossene Kapitalerhöhung. Es wird mehr als 500 Mio. neuer Aktien zu einem Bezugspreis von 1,07 EUR geben. Inhaber von 29 alten Aktien haben jetzt das Recht, 25 neue TUI-Aktien zum Preis von 1,07 EUR zu beziehen. Am Markt findet heute die Preisanpassung mit Blick auf das Bezugsrecht statt. Optisch führt dies zu kräftigen Verlusten, die sich jedoch nicht im Depot der Aktionäre niederschlagen.

Der Staat muss(te) eingreifen!

Warum es überhaupt zu solchen Maßnahmen kommen musste, dürfte wohl jedem klar sein. Die Reisebranche hat es in der Corona-Krise voll erwischt. Bereits nach der ersten Lockdown-Phase waren die Auswirkungen der Krise extrem. So verzeichnete beispielsweise die Buchungsplattform Booking.com einen Rückgang der Buchungen bis September 2020 von 47 %. Solche Entwicklungen gehen an einem Konzern wie TUI nicht spurlos vorüber. Die Folge waren diverse staatliche Rettungspakete im vergangenen Jahr. Insgesamt stützt der Staat den Konzern nun mit 4,3 Mrd. EUR, wobei knapp 3 Mrd. EUR Kredite der Förderbank KfW sind.

Die Hoffnung auf ein Ende der Krise ist da!

Diese Rettungsmaßnahmen und eine mögliche Entspannung in der Corona-Krise dank funktionierender Vakzine sorgten in der TUI-Aktie seit Monaten für eine Stabilisierung. Um daraus einen Boden werden zu lassen, müsste der Aktienkurs aber nachhaltig über 7,16-8,00 EUR ausbrechen. Dann läge ein großer Doppelboden mit entsprechenden Potenzialen vor. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, wie auch die heutigen Kursverluste zeigen. Positiv ist, dass die Bullen zumindest Intraday den Unterstützungsbereich ab ca. 4,30-4,00 EUR halten konnten. Sollten wir wieder unter dieses Kursniveau zurückfallen, könnte es zu einem Test von 3,00-2,42 EUR und damit den bisherigen Bärenmarkttiefs kommen.

PALLADIUM - Korrektur nicht ausgestanden

Tagesausblick für Freitag, 08. Januar 2021: Nach einem weiteren gescheiterten Ausbruchsversuch über den Widerstand bei 2.485 USD setzte der Palladium-Preis in den letzten Tagen an einen kurzfristigen Support zurück. Dieser könnte in Kürze unterschritten werden.
Palladium-Preis Widerstände: 2.485 + 2.540 + 2.639
Palladium-Preis Unterstützungen: 2.405 + 2.311 + 2.248

Rückblick: In den Wochen von Ende September bis Anfang Dezember konnte die Käuferseite beim Palladiumpreis einen Boden im Bereich von 2.185 USD ausbilden und von dort aus zu mehreren Ausbruchsversuchen über die Hürde bei 2.405 USD antreten. Diese Marke wurde zuletzt erneut durchbrochen und auch der Widerstand bei 2.485 USD kurzfristig überschritten. Allerdings kamen direkt wieder Verkäufe auf, die den Wert an die Ausbruchsmarke drückten.

Charttechnischer Ausblick: Sollte Palladium nicht an der 2.405 USD-Marke nach oben abdrehen, dürfte die laufende Korrektur bis 2.311 USD zurückführen. An dieser Stelle könnten sich die Bullen ein Herz fassen und eine weitere Aufwärtswelle bis 2.485 USD starten. Doch erst über der Marke wäre ein echtes Kaufsignal aktiv und eine kurze Rally über 2.540 USD und bis 2.639 USD möglich.

Setzt Palladium jedoch unter 2.311 USD zurück, wäre ein kleines Verkaufssignal mit Zielen bei 2.248 und 2.185 USD aktiviert.

Wie eine legendäre Tradingfirma Millionen verdiente

Commodities Corporation war eine Tradingfirma, in die ein Nobelpreisträger investierte und die schließlich von Goldman Sachs aufgekauft wurde. Interne Dokumente zeigen, wie hochprofitables Rohstoff-Trading funktioniert – und wie nicht.

Commodities Corporation wurde 1969 in der beschaulichen Universitätsstadt Princeton im US-Bundesstaat New Jersey von Helmut Weymar und Amos Hostetter sr. gegründet. Weymar hatte zuvor seine Doktorarbeit über den Kakao-Markt an der Eliteuni Massachusetts Institute of Technology (MIT) abgeschlossen und seine theoretischen Erkenntnisse über die Preisentwicklung von Kakao und anderen Rohstoffen bereits beim Nahrungsmittelhersteller Nabisco in bare Münze verwandelt.

Wegen der akademischen Meriten von Weymar hatte Commodities Corporation mächtige Unterstützer. In die Firma investierte neben Nabisco unter anderem der spätere Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson, der öffentlichkeitswirksam die Meinung vertrat, dass aktive Spekulation überhaupt nicht erfolgsversprechend sei. So sagte Samuelson vor einer Kongressanhörung: "Die meisten Portfolio-Entscheider sollten ihr Geschäft aufgeben, Klempnerarbeiten aufnehmen, Griechisch unterrichten oder bei der Produktion des jährlichen Bruttosozialprodukts behilflich sein, indem sie als Manager arbeiten." Während er öffentlich bezweifelte, dass aktive Anlageentscheidungen profitabel sein können, investierte er doch 125.000 Dollar in Commodities Corporation. Denn Samuelson vertrat die Auffassung, dass es wohl doch eine Minderheit von Anlageentscheidern geben könnte, die tatsächlich in der Lage waren, den Markt schlagen zu können.

Fast wäre Commodities Corporation so schnell wieder in der Versenkung verschwunden, wie es aufgetaucht war: Weymar hatte zwar komplexe Modelle über Angebot und Nachfrage bei Kakao entwickelt, wertete aktuelle Wetterdaten aus und bezahlte sogar den deutschen Partner Hans Kilian dafür, dass dieser mit einem Jeep durch Westafrika tourte und vor Ort den Zustand der Kakaopflanzen begutachtete. Doch eine Fehlspekulation mit Mais führte dazu, dass das Tradingkapital von Commodities Corporation innerhalb von zwei Jahren von 2,5 Millionen Dollar auf 900.000 Dollar zusammenschrumpfte. Statt der erwarteten Gewinne wurden erst Mal nur Verluste produziert.

Die Wende brachte Amos Hostetter Sr., der die Firma zwar zusammen mit Weymar gegründet hatte, sich aber zunächst im Hintergrund aufhielt. Hostetter war ein erfolgreicher Spekulant an den Rohstoffmärkten. Der spätere Nobelpreisträger Samuelson sagte über Hostetter, dass dieser der erfolgreichste Investor gewesen sei, den er je getroffen hatte.

Hostetter schulte die Trader bei Commodities Corporation mit dem Wissen, das sie nicht hatten: Wie Märkte und wie Trading in der Realität funktionieren, abseits aller wirtschaftswissenschaftlichen Theorie.
Seinen eigenen Ansatz und den Ansatz, den er den Tradern von Commodities Corporation beibrachte, beschrieb er selbst so:

  1. Versuche, alle verfügbaren fundamentalen Informationen zusammenzutragen. Lies viel.
  2. Zeichne dir gleichzeitig Charts aller Rohstoffe und entwickle ein Gefühl für Trends. Folge den fundamentalen Informationen in deinem Trading, aber nur wenn und solange die Charts kein anderslautendes Votum abgeben.

Das Zitat stammt aus einem am Ende dieses Artikels verlinkten internen Dokument, in dem der Trader Morris Markovitz von Commodities Corporation die Tradingphilosophie vom Amos Hostetter sr. zusammentrug, um diese zu bewahren. Hostetter war kurz zuvor bei einem Autounfall verstorben.

Die wichtigste Regel von Hostetter war, nur in Rohstoffe zu investieren, die einen ausgeprägten Trend zeigten. Fundamentale Informationen konnten zusätzlich als Informationsquelle dienen. Fundamentalen Ideen und Erwartungen sollten die Trader von Commodities Corporation aber nur folgen, wenn sich daraus auch ein Trend entwickelte, der im Chart sichtbar war.

Hostetter entwickelte auch eine Checkliste für Trader von Commodities Corporation, die diese ausfüllen mussten, wenn sie einen neuen Trade eingingen. Die Checkliste enthielt insbesondere die folgenden Fragen:

  1. Denken Sie, dass ein großer Trend entweder begonnen hat oder in Kürze beginnen wird beim jeweiligen Rohstoff?
  2. Geht der beabsichtige Trade in die Richtung des Trends?
  3. Denken Sie, dass die Preisbewegung erheblich sein wird (mindestens 10 % des aktuellen Preises) und für eine beträchtliche Zeit (3-9 Monate) anhalten wird?
  4. Haben Sie einen genauen oder ungefähren Stop Loss definiert, an dem Sie bereit wären, einzugestehen, dass Sie sich geirrt haben und den Verlust realisieren würden?
  5. Ist die mögliche Bewegung, die Sie sich vorstellen können, mindestens doppelt so groß wie der Verlust beim Erreichen des Stop Loss?
  6. Beträgt der Verlust, den Sie beim Ausstoppen erleiden würden, weniger als 25 Prozent des Geldes im Trading-Account?"

Alle sechs Fragen mussten mit "ja" beantwortet werden, damit ein Trade zulässig war. Wurde nur eine Frage mit "nein" beantwortet, durfte der Trade nicht umgesetzt werden.

Die meisten der sechs Kriterien können von Tradern auch heute noch als Checkliste verwendet werden. Punkt 6 ist aber unter heutigen Verhältnissen mit Sicherheit zu riskant. Statt 25 Prozent des Tradingkapitals zu riskieren, sollten es heute eher nur ein bis zwei Prozent sein, die bei einem einzigen Trade riskiert werden. Das gilt insbesondere dann, wenn man in einem kurzfristigeren Zeithorizont spekuliert, als dies Hostetter damals voraussetzte. Aber auch bei längerfristigen Wetten dürften 25 Prozent unter Risikogesichtspunkten viel zu viel sein.

Die Trading-Philosophie von Hostetter war so erfolgreich, dass Commodities Corporation zu einer legendären Wall-Street-Firma aufstieg. Viele Trading-Legenden sind mit dem Namen Commodities Corporation verknüpft. So waren im Laufe der Zeit unter anderem Paul Tudor Jones, Bruce Kovner und Ed Seykota für die Firma tätig. Einige noch heute erfolgreiche Hedgefonds wurden von Menschen gegründet, die ihre Karriere bei Commodities Corporation begonnen hatten. Commodities Corporation wurde schließlich im Jahr 1997 von der Investmentbank Goldman Sachs erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen bewahrt, er soll aber bei über 100 Millionen Dollar gelegen haben. Commodities Corporation verwaltete damals 1,8 Milliarden Dollar an Anlagegeldern.

Weitere Hintergründe zu Commodities Corporation sowie zu vielen anderen legendären Hedgefonds enthält das Buch "More Money than God" (deutscher Titel: "Mehr Geld als Gott") von Sebastian Mallaby, dem auch einige Informationen für diesen Artikel entnommen wurden.

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW51

DAX-Tagesausblick: Konsolidierung nach Zielkontakt bei 13721

Heute ist der letzte offizielle Handelstag der "BIG Bänker" bevor die Weihnachtspause beginnt. Traditionell setzt diese Phase stets nach Abschluss des 4. großen Verfallstermins ein, der heute stattfindet. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13660/13662 + 13800/13822 + 13952 (+ 14000 + 14875)
DAX Unterstützungen: 13600 + 13566 + 13500 + 13450 + 13366 + 13253 + 13009

DAX Prognose:

  • Der DAX hat die Hürde 13450 genommen und das daraus resultierende "161 % Extension" Kursziel 13721 erreicht.
    Bei 13721 setzte fast punktgenau eine mehrstündige Konsolidierung ein, die nachts schon das erste von 2 möglichen Zielen bei 13600 erreicht hat.
  • Heute ist der letzte offizielle Handelstag der "BIG Bänker" bevor die Weihnachtspause beginnt. Traditionell setzt diese Phase stets nach Abschluss des 4. großen Verfallstermins ein, der heute stattfindet.
  • Neben dem 1. Konsolidierungsziel 13600 gibt es das 2. und bessere, weil gängigere Konsolidierungsziel 13450.
    Das Gap bei 13566 kann ggf. auch eine Rolle spielen als Ziel.
  • Beide DAX Marken, 13600 und vor allem ca. 13450, sind gut für den Start mehrstündiger neuer Anstiege.
  • 13660/13662 stellt aktuell eine multiple FDAX Hürde dar.
  • Bei neuen Wochenhochs wären 13800 und 13950 die nächsten Ziele, später vor allem 14963 (Tageskerzenchartziel).
  • Unterhalb von 13400/13366 gäbe es Verkaufssignale.

Viel Erfolg, einen schönen 4. Advent und ein Frohes Fest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021!
Rocco Gräfe

DEUTSCHE BANK - Aufwärtstrend gerät ins Wanken

Die Kursgewinne der letzten Tage stellen derzeit nur ein Strohfeuer in einem neuen kurzfristigen Abwärtstrend dar. Dieser könnte die Aktien der Deutschen Bank auch bis weit in das neue Jahr beschäftigen.

Anfang des Monats erreichte die Deutsche Bank Aktie ein neues Verlaufshoch bei 9,83 EUR und damit zugleich die 61,8 %-Projektion der ersten großen Erholungsrally dieses Jahres von 5,10 bis 9,20 EUR abgetragen an den Startpunkt der aktuellen Kaufwelle bei 6,75 EUR (blaue Projektion im Chart). Die Marke liegt bei 9,68 EUR.

Abgeschlossene Topbildung bei 9,68 EUR möglich

Dies allein wäre noch kein Grund zur Sorge, aber durch den anschließenden Abverkauf, der zuletzt auch unter die Unterstützung bei 9,20 EUR geführt hat, wurde dieser Bereich als potenzielles Top bzw. als vorläufiges Ende des Aufwärtstrends bestätigt. Sollte die Aktie jetzt also nicht mindestens über 9,50 EUR ansteigen, dürfte es in Kürze auch zu Abgaben unter 8,73 EUR in Richtung Aufwärtstrendlinie auf Höhe von 7,80 EUR kommen. Dort wäre eine weitere Erholung möglich. Darunter würden schon die zentralen Supportmarken bei 7,35 und 6,75 EUR attackiert.

Gelingt dagegen ein späterer Ausbruch über 9,68 EUR, wäre mittelfristig mit einem Anstieg bis 10,37 EUR die Folge. Dort treffen sich das markante Hoch aus dem Februar und das 76,4 %-Projektionsziel der ersten Rallyphase.

ADOBE - Neue Kaufwelle am Start?

Die Adobe Aktie konsolidiert seit über zwei Monaten. Diese Bewegung könnte nun aber zu Ende gehen. Was ist dafür notwendig?

Die Adobe Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Im Februar und März 2020 musste diese Aktie wie so viele andere auch einen herben Rückschlag hinnehmen und fiel von 386,74 USD auf 255,13 USD. Dort drehte der Wert wieder nach oben und setzte die langfristige Rally fort. Am 02. September erreichte er sein aktuelles Allzeithoch bei 536,88 USD.

Nach diesem Hoch setzte eine Konsolidierung ein. Im Rahmen dieser Konsolidierung fiel die Aktie auf ein Tief bei 438,94 USD zurück. Seit diesem Tief legt der Aktienkurs wieder zu. Am 07. Dezember kam es zu einem Test des Abwärtstrends seit 02. September. Der Titel prallte an diesem Trend zunächst nach unten ab und setzte auf 468,82 USD zurück. Im gestrigen Handel gab es einen leichten Ausbruch über den Abwärtstrend, der heute bei 492,37 USD verläuft.

Ausbruchsversuch läuft

Bestätigt sich der Ausbruch über diesen Abwärtstrend, dann könnte es zu einer weiteren Rally kommen. Eine Bestätigung wäre z.B. ein Anstieg über 499,92 USD. Erstes Ziel wäre in diesem Fall das Allzeithoch bei 536,88 USD. Später könnte es sogar zu Gewinnen in Richtung 580 USD kommen. Ein Rückfall unter das letzte kleine Konsolidierungstief bei 468,82 USD würde die Chancen auf eine baldige Rally massiv mindern. Denn in diesem Fall wäre zunächst mit einem Rückfall auf das bisherige Tief in der Abwärtsbewegung seit September bei 438,94 USD zu rechnen.

PALLADIUM - Eine harte Nuss

Tagesausblick für Freitag, 18. Dezember 2020: In den vergangenen Tagen scheiterten die Käufer bei Palladium mehrfach an der Hürde bei 2.341 USD und damit an der Unterseite einer übergeordneten Aufwärtstrendlinie. Kann sie nicht zurückerobert werden, droht ein deutlicher Einbruch.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.248 + 2.150 + 2.084

Rückblick: Seit einer knapp über dem Widerstand bei 2.405 USD gescheiterten Kaufwelle befindet sich Palladium in einer Korrektur, die zunächst unter die Unterstützung bei 2.248 USD zurückführte. Diese Gegenbewegung verläuft innerhalb eines Abwärtstrendkanals, an dessen Oberseite der Wert mehrfach nach unten abgeprallt war. Aktuell wird die obere Begrenzung auf Höhe einer gebrochenen, mittelfristigen Aufwärtstrendlinie erreicht.

Charttechnischer Ausblick: Die langen Dochte der Kerzenkörper der letzten Tage weisen auf gestiegenen Verkaufsdruck hin, der in Kürze zu einem weiteren Test der 2.248 USD-Marke führen dürfte. Hier könnte eine weitere Erholung starten. Darunter käme es allerdings zu einem Verkaufssignal und Abgaben bis 2.150 USD.

Bricht der Wert dagegen über das Zwischenhoch bei 2.341 USD aus, wäre ein Anstieg bis 2.405 USD die Folge. Darüber könnte der Palladiumpreis sogar bis 2.485 und 2.540 USD steigen.

Börse ist dynamisch! Sind sie es auch?

Viele Trader stolpern auf der Suche nach Erfolg über Ihre eigenen Beine, nicht zuletzt auch deshalb, weil man mit falschen Vorstellungen zum Trading kommt. Ein einfaches Kinderspiel zeigt, wie die Börse funktioniert.

Seit mehr als 20 Jahren trade ich die Märkte und seit fast 15 Jahren bin ich als Analyst und Tradingcoach tätig. Da kommt man zwangsläufig mit vielen privaten Tradern in Berührung. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass viele mit den falschen Vorstellungen an die Börse kommen. Es wird Zeit, mit diesen Vorstellungen aufzuräumen. Das Thema wird die nächsten Tage wieder brandaktuell sein, denn es beginnt die Zeit der Jahresausblicke!

Erfolg braucht eine solide Basis!

Wenn Sie erfolgreich handeln wollen, sollten Sie Ihr Trading auf eine solide Basis stellen. Dies bedeutet auch, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen. Als Trader sind Sie Manager und kein Wahrsager. Kein Mensch kennt den Aktienkurs von morgen. Daran ändern auch Strategien und Abschätzungen von Wahrscheinlichkeiten wenig. Fragen wie: Steigt die Aktie jetzt? Lohnt sich der Einstieg? Wie weit wird der Kurs laufen? Sehen wir Morgen Käufe? … sind nicht nur schlicht und einfach nicht zu beantworten, in ihnen kommt auch eine "zerstörerische" Grundhaltung zum Ausdruck. Im Grunde versucht man ein dynamisches und unsicheres Umfeld in ein festes Korsett zu pressen und das wird nicht klappen.

Es ist der Drang nach Sicherheit, der zu solchen Fragen führt. Und es ist völlig egal, was Sie sich wünschen, die Börse ist und bleibt unsicher. Deshalb sollten Sie sich als Trader auch dieser Unsicherheit stellen. Das sorgt für ein Umdenken und mit diesem Umdenken sichern Sie sich eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Marktteilnehmern. Sie sehen beispielsweise Verluste als das was sie sind: die eigenen Kosten für das Tradinggeschäft. Wir wissen nun einmal nicht, ob der nächste Trade ein Gewinner oder Verlierer wird, so einfach ist das. Wenn Sie dies akzeptieren, werden Sie nicht mehr nach der Super-Strategie suchen und deshalb ihr Leben lang erfolglos traden. Vielmehr konzentrieren Sie sich auf die Vorteile, die es im Markt gibt und werden diese regelmäßig ausnutzen, auch wenn die weit weg von dem Heiligen Gral sind. Aber was ist denn nun eine gute Basiseinstellung zum Trading?

Ein Kinderspiel als Vorbild!

Das Murmelspiel ist in meinen Augen ein guter und einprägsamer Vergleich darüber, wie Sie als Trader über die Börse denken sollten.

Ihre Strategie (Erfahrung) packt beispielsweise 100 Murmeln in ein Säckchen. Dabei haben die Murmeln eine grüne und rote Farbe, jeweils für einen Gewinner oder Verlierer. Auf den Murmeln stehen höchst unterschiedliche Zahlen drauf, von sehr kleinen bis hin zu sehr großen. Diese Rahmendaten ergeben sich aus Ihrer Strategie. Bei einer Strategie mit einer Trefferquote von beispielsweise 40 % liegen im Säckchen 40 grüne und 60 rote Murmeln. Wenn Sie nun Ihren nächsten Trade machen, ziehen sie quasi blind eine Murmel aus dem Säckchen. Sie werden an dieser Stelle keine Ahnung haben, ob es sich um eine grüne oder rote Murmel handelt. Genauso wenig werden Sie vorher wissen, welche Zahl auf der Murmel stehen wird. Sie müssen einfach ziehen und nachschauen. Das Einzige was Sie ansatzweise abschätzen können, ist die Summe aller im Säckchen liegenden Murmeln.

Trading ist keine einmalige Sache!

In diesem Beispiel kommt auch ein ganz wichtiger Aspekt des Tradings zum Ausdruck. Viele Trader konzentrieren sich ausschließlich auf den nächsten Trade, dabei ist dieser nur einer von vielen. Der nächste Trade spielt für ihren Erfolg überhaupt keine Rolle.

Keiner kennt die Zukunft - Unser Murmelspiel ist brandaktuell!

In den nächsten Tagen und Wochen könnten viele Leser wieder auf eine harte Probe gestellt werden. Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen und es beginnt die Zeit der Jahresausblicke! Ich selbst durfte gestern einen solchen im Webinar zusammen mit der WHS machen. In diesem Webinar ist mir wieder einmal bewusst geworden, wie unpopulär unser Murmelvergleich ist. Dieser hat nämlich eine ganz klare Kernaussage:

Keiner kennt die Zukunft! Die Börse ist unsicher!

Und diese Kernaussage ist unbequem. Wir alle lieben Sicherheit, aber genau diese Sicherheit gibt es nicht! Argumentiert wird dann gerne mit: Aber Trader A doch diese Rally vorhergesagt hat und Analyst B diesen oder jenen Crash.

Das ist absolut korrekt und eine tolle Leistung! Andre Tiedje beispielsweise ist ein Experte für solche Ansagen bei uns und der beste EW-Analyst und -Trader, den ich kenne! Aber selbst die größte Crashansage ist nur ein Szenario von mehreren möglichen. Man mag dieses favorisieren, aber kein Trader/Analyst kann es sich erlauben, nur eingleisig zu fahren. Ein erfolgreicher Trader/Analyst hat immer eine Alternative in der Schublade und ist sich bewusst, dass die eigene Meinung falsch sein kann. In dem Säckchen liegen mehr als die eine Murmel, die präsentiert (favorisiert) wird und auch der Analyst greift quasi blind in das Säckchen. Aufgrund seiner "Erfahrung" hat er jedoch eine Vorstellung davon, wie die Murmeln im Säckchen verteilt sind und er wird solange auf die wahrscheinlichste Variante setzen, solange er keine neuen Informationen hat.

Denken Sie einfach an diese Zeilen und unser Murmelspiel, wenn Sie in den nächsten Tagen oder Wochen etwas über den nächsten großen Crash oder die nächste große Rally lesen. Ansonsten könnte es ein böses Erwachen geben, wenn Sie alles auf eine Karte setzen, nur weil der Analyst beim letzten Mal recht gehabt hat! Die Zukunft ist und bleibt ungewiss!

Viel Erfolg
Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW50

DAX-Tagesausblick: Unter 13460 ist der DAX vorerst blockiert!

Unter 13460 ist der DAX vorerst blockiert! Tief unten stützen 12912 sowie 12600/12450 für den Fall größerer Dezemberschwäche, was ein bullisches Element darstellen würde im BIG PICTURE Kontext, paradox, aber wahr! Die Details.

DAX Widerstände: 13284/13288 + 13325/13326 + 13369/13370 + 13445/13460
DAX Unterstützungen: 13250 + 13210/13200 + 13154 + 13050/13045

Rückblick:
Der DAX stieg gestern passend bis 13350/13368 und fiel dann bis fast 13200.
Arbeitsthese für gestern war: "...Arbeitsthese: Der FDAX steigt heute allenfalls nochmal zeitweise bis 13350/13368 (Kijun/h1 + PP) und fällt dann Richtung 13150...

DAX Prognose:

  • Arbeitsthese:
  • Der DAX hat heute früh die Chance, ausgehend von 13250 bis 13325/13326 zu steigen, das sagt das nächtliche FDAX Flaggenmuster vorher, wobei auf dem Weg dorthin der Bereich 13284/13288 als multiple Widerstandszone wirkt, bedingt durch KIJUN/EMA200/h1 und PP.
  • Letztlich gibt es aktuell unter 13460 Abwärtsrisiken, nämlich seit das Langdocht-Reversal am Mittwoch erschien.
    Unterhalb von 13163/13154 würde sich sogar ein Tageskerzenchart-Doppeltop mit Ziel 12900 vollenden.
  • alternativ:
    Oberhalb von 13370 gäbe es kleine Kaufsignale für das Ziel 13460.
  • Oberhalb von 13460 gäbe es Kaufsignale für das Ziel 13600.
  • Ergänzung: Tief unten stützen 12912 (horizontal+KIJUN/Tag) sowie 12600/12450 (EMA200/ Tag + Wolke) für den Fall größerer Dezemberschwäche (rechte Schulter einer bullischen inversen SKS).

Viel Erfolg und einen schönen 3. Advent!
Rocco Gräfe

ORACLE - Analysten stufen nach Zahlen hoch

Die Oracle Aktie reagiert auf die Zahlen und Aufstufungen im frühen Handel mit einem kleinen Plus. Nach einem Schlusskurs bei 59,48 USD an der NYSE im gestrigen Handel wird die Aktie heute Morgen von der Citi bei 59,72 USD getaxt, also ungefähr 0,5% über dem gestrigen Schlusskurs.

  • Oracle übertrifft im zweiten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,06 USD die Analystenschätzungen von 1,00 USD. Der Umsatz liegt mit 9,8 Mrd. USD über den Erwartungen von 9,79 Mrd. USD.
  • JPMorgan erhöht Kursziel für Oracle von $61 auf $68. Overweight.
  • Credit Suisse erhöht Kursziel für Oracle von $66 auf $67.
  • Barclays erhöht Kursziel für Oracle von $62 auf $66. Equal-Weight.
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel für Oracle von $62 auf $66. Equal-Weight.
  • RBC erhöht Kursziel für Oracle von $68 auf $71. Outperform.

Quelle: Guidants News

Die Oracle Aktie war in den 90er Jahren ein extrem gehypter Wert. Die Aktie bildete im Oktober 1990er ein Tief bei 0,12 USD aus und schoss danach bis 01. September 2000 auf ein Hoch bei 46,47 USD nach oben. Anschließend platze die Dot.com Blase und Oracle fiel auf 7,25 USD zurück. Im Oktober 2002 testete der Wert dieses Tief erfolgreich. Seitdem befindet er sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung.

Im Juli 2019 markierte der Titel ein Allzeithoch bei 60,50 USD. Anschließend kam es zu einer Abwärtsbewegung, die im Februar und März 2020 stark beschleunigt wurde. Dabei fiel der Wert kurzzeitig sogar unter den Aufwärtstrend seit dem Jahr 2002, machte diesen Rückfall allerdings schnell wieder wett. Die anschließende Rally führte die Aktie am 21. September 2020 auf das aktuelle Allzeithoch bei 62,60 USD. Seitdem konsolidiert der Titel. Seit Anfang Dezember versucht er diese Konsolidierung zu beenden, scheiterte dabei aber am kurzfristigen Abwärtstrend bzw. am Widerstand bei 60,50 USD.

Entscheidung steht an

Gelingt der Oracle Aktie ein Ausbruch über 60,50 USD, dann könnte es zu einer weiteren Rally kommen. Erstes Ziel wäre das Allzeithoch bei 62,60 USD. Mittelfristig könnte die Aktie sogar in Richtung 66 USD ansteigen. Sollte der Wert allerdings unter das Tief vom 08. Dezember bei 58,22 USD abfallen, dann wäre mit einer Fortsetzung der Korrektur zu rechnen. Abgaben in Richtung 55,11-54,72 USD wären dann kurzfristig möglich.

DEUTSCHE POST - Lage bleibt kritisch

Die Käufer in der Deutsche Post Aktie haben in den letzten Tagen vergeblich versucht, den Aufwärtstrend der Vormonate wiederzubeleben. In Kürze dürfte hier eine wichtige Unterstützung attackiert und durchbrochen werden.

In den letzten Monaten war die Aktie der Deutschen Post in einem dynamischen Aufwärtstrend über ihr vorheriges Allzeithoch bei 41,36 EUR aus dem Jahr 2017 ausgebrochen und hatte in der Spitze die Marke von 43,50 EUR erreicht. Allerdings kam es direkt im Anschluss zu einem massiven Abverkauf, der den Wert an die Supportzone von 37,27 bis 37,74 EUR drückte.

Unterhalb von 37,74 EUR droht eine Verkaufswelle

Nach einem Rücklauf an die frühere Rekordmarke prallte die Aktie in der Vorwoche von 41,36 EUR nach unten ab und nimmt jetzt wieder den Bereich um 37,74 EUR ins Visier. Sollte es dort nicht zu einem steilen Konter und schließlich auch zu einem Ausbruch über 41,36 EUR kommen, wäre ein Abverkauf bis 35,00 und 33,90 EUR die Folge. Hier dürfte der Aufwärtstrend reaktiviert werden. Abgaben unter die Marke dürften dagegen zu einer Korrekturausweitung bis 32,02 EUR führen.

Wie oben erwähnt wäre erst der Ausbruch über 41,36 EUR als Kaufsignal zu werten. Dann könnte der Wert allerdings auch schon zügig über das Allzeithoch und an das mittelfristige Ziel bei 45,00 EUR steigen.

PALLADIUM - Zentrale Unterstützung im Fokus

Tagesausblick für Freitag, 11. Dezember 2020: Mit dem Bruch der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie haben die Bären bei Palladium den Abwärtsdruck kurzzeitig erhöht. Daran dürfte auch der gestrige Anstieg wenig ändern.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.248 + 2.150 + 2.084

Rückblick: Nach einer steilen Kaufwelle, die Palladium im November kurzzeitig bereits über den Widerstand bei 2.405 USD geführt hatte, ging den Bullen bei 2.485 USD die Kraft aus und der Wert fiel wieder geradlinig unter die Ausbruchsmarke zurück. Es folgte eine dreiteilige Abwärtsbewegung, die Palladium auch unter die mittelfristige Abwärtstrendlinie einbrechen ließ. Aktuell erfolgt ein Rücklauf an die Trendlinie auf Höhe des Widerstands bei 2.311 USD.

Charttechnischer Ausblick: Im Bereich der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie bei 2.350 USD könnte diese Erholung bereits wieder enden und der Wert an den Support bei 2.248 USD fallen. Darunter wäre ein kleines Verkaufssignal aktiviert und mit weiteren Verlusten bis 2.150 USD zu rechnen. An dieser Stelle sollte sich der übergeordnete Aufwärtstrend jedoch fortsetzen. Bliebe dort dagegen eine Erholung aus, käme es bereits zu einem Einbruch bis 2.084 und 1.997 USD.

Oberhalb von 2.350 USD wäre dagegen ein Angriff auf die Hürde bei 2.405 USD zu erwarten. Darüber ist die Korrekturphase beendet und eine Kaufwelle bis 2.485 und 2.540 USD wahrscheinlich.

Aktien steigen langfristig immer? Achten Sie auf diesen wichtigen Trend

Wer nur lang genug Aktien hält, so heißt es, wird auch Geld damit verdienen. Diese Weisheit lässt einen sehr wichtigen Trend unberücksichtigt.
Wer kennt das nicht: man bekommt einen Langfristchart vom Aktienmarkt präsentiert und schon ist klar, langfristig kann es nur nach oben gehen. Ob in den USA oder in Deutschland, Aktien waren langfristig schon immer eine gute Wette. Zwischenzeitlich musste man sich allerdings gedulden. Nach der Spekulation der 1920er Jahre und der darauffolgenden Großen Depression dauerte es 25 Jahre bis die alten Hochs wieder erreicht wurden. Mit Dividenden ging es etwas schneller. Doch auch mit Dividenden (deutsche Aktien inkl. Dividenden dargestellt), kann es manchmal dauern. Von 1960 bis 1980 passierte unterm Strich nicht viel. Auch von 2000 bis 2013 gab es bei hoher Volatilität Stillstand. Die wenigsten Anleger haben die Geduld oder die Zeit auch einmal 20 Jahre zu warten bis man wieder im grünen Bereich ist. Dennoch kann man sagen, dass selbst die schlimmsten Krisen überstanden wurden und es langfristig bergauf ging. Die zurückliegende Börsengeschichte beinhaltet allerdings nicht den größten Trend des 21. Jahrhunderts.

Die rapide Alterung der Gesellschaft.

Demografische Trends sind für die Börse wichtig. Auf den ersten Blick ist der Trend sogar positiv. Jüngere Menschen konsumieren viel. Das lässt die Gewinne der Unternehmen sprudeln. Noch wichtiger ist aber, ob in den Aktienmarkt investiert wird. Das tun vor allem Menschen mittleren Alters. Ist das Verhältnis der Bevölkerung mittleren Alters zur Gruppe jüngerer Menschen ansteigend, steigt auch der Aktienmarkt (Grafik 2).

Bevor man nun alles stehen und liegen lässt und All-in in den Aktienmarkt geht, sollte einen Blick auf Grafik 3 werfen. Das Verhältnis von Personen mittleren Alters (Sparern) zu Rentnern sinkt. Wer pensioniert ist, lebt vom Ersparten. Es wird nicht mehr investiert, sondern es werden Vermögenswerte veräußert. Dazu gehören zuerst liquide Anlagen wie Anleihen und Aktien.

Dank der Baby Boomer Generation befindet sich ein Großteil der Aktien in Besitz der Personen zwischen 55 und 69 Jahren. Auch bereits pensionierte Personen halten einen ungewöhnlich hohen Anteil am Aktienmarkt (Grafik 4). Beide Gruppen werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ihre Investitionsquoten zurückfahren und Aktien netto verkaufen.

Da die Geburtenrate seit langem zurückgeht, gibt es keine ausreichende Menge an Personen mittleren Alters, die kräftig in Aktien investieren und die Verkäufe der Älteren aufwiegen könnten. In den nächsten 20 bis 30 Jahren kommt es so zu einem ungünstigen Trend. Eine immer größere Bevölkerungsgruppe verkauft Aktien und eine immer kleinere Gruppe kauft.

Zusätzlich ist der Aktienmarkt hoch bewertet. Solche Phasen wurden von Perioden mit tieferen Bewertungen abgelöst. Beide Trends zusammen können zum längsten strukturellen Bärenmarkt der Geschichte führen, wenn er erst beginnt. Aktuell tut er es nicht. Man darf sich allerdings nicht darauf verlassen, dass Aktien langfristig immer steigen. Kommen mehrere ungünstige Trends zusammen, gibt es kein Gesetz gegen einen 30 Jahre anhaltenden Bärenmarkt.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Wöchentliche Marktinfo KW49

DAX-Tagesausblick: Die Chartindizien zum Wochenschluss

Verkehrte Welt; während der DOW JONES am Hoch und überkauft ist, hält sich der FDAX am Tief und im überverkauften Zustand (gemeint ist der Stundenkerzenchart) auf.

DAX Widerstände: 13253/13259 + 13297 + 13370 + 13460
DAX Unterstützungen: 13177 + 13050/13018 + 12700 + 12515/12455
Rückblick: Der DAX kam gestern bei 13320 nicht weiter (Kreuzwiderstand) und fiel bis zu den Zielen 13274/13265 und auch 13235.

Prognose:

  • Das Verkaufssignal von Montag ist weiter wirksam (Langdochtreversal bei +13 % anziehendem VDAX.
  • Arbeitsthese: Der Bereich 13253/13259 ist vorerst eine klare Widerstandszone (durch KIJUN+EMA/h1).
    Unterhalb von 13253/13259 geht es weiter abwärts. So lautet die heutige Hauptthese mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 59 %.
  • Unterhalb von 13253/13259 wäre 13177 ein 1. Ziel.
  • Unter 13177 nenne ich erst wieder 13050 als vernünftige tiefe Unterstützung.
  • Oberhalb von 13253/13259 (Stundenschluss) würde sich die Lage des Tages neutraler darstellen. Um einen bullische Note einzubringen müsste dann zusätzlich noch die Stundenchartwolke durchkreuzt werden, also ein Anstieg über 13325 ab Nachmittag erfolgen.
  • Tief unten stützen 12860 sowie 12505/12378 für den Fall größerer Dezemberschwäche (rechte Schulter einer bullischen inversen SKS).

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

HEIDELBERGCEMENT - 15% Aufwärtspotenzial

Die Heidelberg-Cement Aktie befindet sich seit Monaten in einer Aufwärtsbewegung. Kann diese noch lange weitergehen oder naht ein Ende?

Die HeidelbergCement-Aktie markierte im Januar 2018 ein Hoch bei 96,16 EUR. Anschließend geriet der Wert stark unter Druck und fiel bis 19. März 2020 auf ein Tief bei 29,00 EUR.

Von diesem Tief aus startete eine starke Erholung. Am 09. Oktober erreichte der Wert den Widerstand bei 58,12 EUR und scheiterte zunächst daran. Die Aktie setzte auf 47,35 EUR zurück. Ende Oktober übernahmen aber die Bullen wieder das Kommando. Am 24. November gelang sogar der Ausbruch über den Abwärtstrend seit Januar 2018. Dieser Trend verläuft heute bei 59,43 EUR. Seit dem Ausbruch versucht sich der Wert über diesem Trend zu etablieren. Bisher notiert er knapp darüber. Er konnte sich noch nicht nach oben absetzen.

Rally noch nicht ausgereizt

Löst sich die Aktie des Baustoffherstellers und - zulieferers von diesem gebrochen Abwärtstrend, dann könnte sie in den nächsten Tagen und Wochen in Richtung 64,55 EUR und vielleicht sogar 69,84 EUR ansteigen. Sollte der Wert allerdings unter 58,12 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 53,79 EUR, also an den EMA 50 drohen.

COMPUGROUP - Was für ein Konter!

Seit dem Abverkaufstief von Anfang November konnte die Compugroup Aktie rund 20% an Wert gewinnen und bis an ihr Allzeithoch steigen. Nach einer kurzen Korrektur könnte jetzt schon die nächste Kursrakete zünden.

Die Aktie des Softwareanbieters im Medizinsektor wurden Anfang November noch von einer massiven Verkaufswelle vom damaligen Rekordhoch bei 85,40 EUR regelrecht bis an die zentrale Unterstützung bei 71,90 EUR geprügelt. Doch kurz vor einem weiteren Verkaufssignal gelang es der Käuferseite, den Wert zunächst zu stabilisieren und dann mit dem Ausbruch über die Hürde bei 77,10 EUR eine steile Kaufwelle auszulösen.

Sogar Trendbeschleunigung möglich

Dieser Anstieg erreichte zuletzt wieder das Rekordhoch und wird aktuell leicht korrigiert. Schon an der Haltemarke bei 81,45 EUR könnten die Bullen wieder zuschlagen und das Allzeithoch in Richtung der kurzfristigen Kursziele bei 87,00 und 88,50 EUR überwinden. Die dort verlaufende obere Begrenzung eines sich abzeichnenden Aufwärtstrendkanals könnte die Käufer einbremsen. Sollte dagegen auch der Bereich um 88,50 EUR durchbrochen werden, könnte sich die Rally nochmals beschleunigen und bis 95,00 EUR führen.

Aktuell würde erst ein Bruch der Supportmarken bei 78,50 und 77,10 EUR die Ambitionen der Bullen einschränken und einen weiteren Test des Bereichs um 71,90 EUR auslösen.

PALLADIUM - Kurseinbruch belastet

Tagesausblick für Freitag, 04. Dezember 2020: Mit einer steilen Abwärtsbewegung prallte Palladium gestern von der Hürde bei 2.405 USD nach unten ab und setzte damit die Korrektur der letzten Wochen fort. Diese Abwärtsbewegung hat ein wichtiges Ziel vor Augen.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.248 + 2.150 + 2.084

Rückblick: Ausgehend von einem bullischen Doppelboden an der Unterstützung bei 2.150 USD setzte Palladium Ende Oktober den übergeordneten Aufwärtstrend fort und überwand kurzzeitig den markanten Widerstand bei 2.405 USD. Allerdings stoppte die Rally direkt im Anschluss und ging in einen Kursrutsch an die 2.248 USD-Marke über. Nach einer weiteren steilen Erholung kam es im gestrigen Handel zum erwarteten Kursrückgang unter die 2.305 USD-Marke, der die Erholung schlagartig beendete.

Charttechnischer Ausblick: Aktuell versuchen die Bullen die Hürde bei 2.305 USD zurückzuerobern. Sollte dieser Versuch scheitern, könnte die Abwärtswelle unterhalb von 2.248 USD direkt bis an den Keysupport bei 2.150 USD fortgesetzt werden. Hier sollte eine steile Erholung erfolgen. Andernfalls käme es zu Verlusten bis 2.084 und 1.997 USD.

Nach der Verkaufswelle wäre derzeit erst ein Wiederanstieg über 2.405 USD bullisch zu werten. In diesem Fall hätten sich die Käufer erfolgreich aus dem Abwärtstrend befreit und dürften Palladium bis 2.540 USD führen.

Sind Sie im Trading Sklave Ihrer Ungeduld (Emotionen)?

Gerade in Marktphasen wie der aktuellen, in der viele Aktien ein ähnlich schwaches Trendverhalten an den Tag legen, fällt immer wieder auf: Geduld und Timing sind wichtig und nicht jeder Analyse folgt sofort ein Trade.

Der Handel an der Börse ist schon verzwickt und nicht selten enttäuschend. Gemeint sind damit nicht die Performanceseite, sondern vielmehr ganz praktische Dinge. Täglich schaut man auf Aktien & Co, durchkämmt viele Kurslisten und sucht die Aktie, mit der man den nächsten Big Hit landen kann. Aber genau solche „perfekten“ Chancen sprießen nicht wie Pilze aus dem Boden. Egal ob Sie kurz-, mittel- oder langfristig traden, in allen Fällen gibt es ein relativ enges Zeitfenster, in denen ein „optimaler“ Einstieg gegeben ist. Wer es nicht glauben will, muss nur einmal auf die letzten beiden Wochen im DAX schauen. Oder nehmen wir die Rally im gleichen Markt ab Anfang November.

Mir als Analysten fällt dies immer wieder auf, wenn ich auf Godmode unterwegs bin oder Sie mir im Rahmen der DAX-Mittagssendung Ihre Wunschwerte nennen. Wahrscheinlich haben Sie diese ausgewählt, weil Sie sich von der Aktie viel versprechen. Oft aber müssen wir festhalten, dass man zwar ein grundlegendes Szenario präferieren kann, die Frage nach dem sofortigen Einstieg aber selten mit „ja“ beantwortet werden kann.
Ein Beispiel hierfür ist aktuell die BMW-Aktie. Wer hier das Sagen hat, dürfte jedem klar sein. Die Aktie ist in einem hochdynamischen Aufwärtstrend unterwegs und hat dementsprechend weiterhin Chancen, neue Hochs zu erreichen. Dem grundlegenden erfolgreichen Motto „the trend is your friend“ folgend, müssten wir die Aktie eigentlich kaufen, oder?

Ohne Zweifel ist die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten Tagen oder Wochen neue Hochs zu sehen, relativ groß. Das ist nicht das Problem. Zum Problem könnte aber die dynamische Bewegung werden. Die Aktie ist weit gestiegen, sie ist überkauft. Ungünstigerweise hat sie auf ihrem Weg nach oben seit November keinen Halt gemacht. Wir haben jetzt keinen Anhaltspunkt darüber, wie weit potentielle Korrekturen laufen könnten. Wenn man richtig Pech hat, kommt es sogar zu einer V-Umkehr. In der Folge haben wir mit der grundlegenden Richtung weniger ein Problem, aber mit der Stopsetzung. Wohin mit der Risikoabsicherung? Und ist der Trade dann, wenn wir ihm wirklich den notwendigen Spielraum geben, noch profitabel? Ein Stopp bei 56 EUR in der Aktie dürfte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit halten, vor allem, wenn wir ein Ziel von bspw. nur 80 EUR anstreben. Aber 20 EUR Risiko bei 5 EUR potentiellem Gewinn? Da müsste die Trefferquote schon bei 90 % und mehr liegen, um als attraktive Strategie durchzugehen.
Ein anderes Beispiel, das gleiche Problem
Wir können aber auch noch einmal auf den DAX zu sprechen kommen. Auch hier finden wir momentan mit seiner engen Range nach einer bullischen V-Umkehr ein paar Schwierigkeiten.

Mittelfristig ist der Index bullisch unterwegs und könnte sein Allzeithoch angreifen. Aber machen wir das direkt oder testen wir zunächst noch einmal die untere Dreiecksbegrenzung bzw. korrigieren wir vorher sogar etwas deutlicher? Eine gute Frage, auf die der Markt momentan keine Antwort hat. Genau das ist der Grund, warum der Index zwei Wochen seitwärts läuft. Hier ist das Gleichgewicht. Hier stehen sich Pro- und Kontraargumente derart gut gegenüber, dass man in einer Range von nur 300 Punkten verharrt. Oben wird verkauft und unten gekauft. Hier hat der Markt keine weitere Präferenz. Die kurzfristigen Wahrscheinlichkeiten innerhalb der Range sind nicht klar!

Geduld ist eine Tugend!

Die Kurse stehen selten still und Trader bzw. Investoren müssen etwas riskieren, um zu gewinnen. Zwischen sinnvollem Handeln und emotionalem Trading liegen jedoch Welten. Ein wichtiger Punkt für den erfolgreichen Handel ist Geduld. Die Kurse sind ständig in Bewegung und hinter jeder Bewegung steckt ein potentieller Gewinn. Als Trader und Investor sollten Sie sich davon aber nicht blenden lassen. Es gibt Phasen, in denen es sich einfach nicht lohnt, an diesen Bewegungen teilzunehmen. Entweder ist die Wahrscheinlichkeit nicht klar genug zu erkennen oder aber wir haben Probleme bei der Risikobegrenzung. In Summe entstehen keine lukrativen Trades, der so genannte Erwartungswert ist kleiner null oder nicht groß genug, um es wert zu sein, das Risiko einzugehen.

Ich denke jedem von uns ist klar, dass es Situationen gibt, in denen es einfach besser ist, die Füße stillzuhalten und abzuwarten. Interessanter wird es, wenn ich behaupte, dass diese Phasen überwiegen. Wirklich gute Chancen/Erwartungswerte gibt es tatsächlich nur selten. Ich brauche nur auf mein heutiges Dax-Trading schauen. Ich agiere im Minutenchart und habe bereits 64 Kerzen gesehen. Als Scalper trade ich grundlegend sehr kurzfristig und hätte theoretisch 64 Chancen gehabt. Gemacht habe ich bisher aber nur einen Trade. Selbst wenn ich noch ein oder zwei Chancen beispielsweise durch das Schreiben dieses Artikels verpasst habe, an der Tatsache, dass ich die meiste Zeit hätte geduldig warten müssen, ändert dies nichts.

Wenn Sie also zukünftig die Aktienlandschaft nach interessanten Tradingchancen screenen, lassen Sie sich nicht von ihrer Angst, etwas zu verpassen hetzen. Wählen Sie Ihre Trades sorgfältig aus. Wie ist die Wahrscheinlichkeit? Passt das CRV? Liegt wirklich eine gute Tradingchance vor oder lasse ich mich gerade wieder nur von meinen Emotionen (FOMO) hetzen? Das sind wichtige Fragen, die Ihnen helfen werden, ihre Performance zu verbessern.

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW48

DAX-Tagesausblick: Festgefahren seit 9.11.20! Alternativen der Wortwahl gehen langsam aus!

Man traut es sich gar nicht zu sagen, aber es geht weiterhin, und das schon seit 9.11.20, um die Rangebegrenzung 13297. Auch gestern kam der DAX per Tagesschluss nicht darüber hinaus. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13297 + 13316/13333 + 13352 + 13460 + 13507 + 13600
DAX Unterstützungen: 13237/13227 + 13190 + 13173 + 13050/13018 + 12950 + 12901
Prognose:

  • Arbeitsthese: Der DAX steigt heute bis 13316/13333,33 und fällt danach bis 13237 bzw. 13190.
    So lautet die heutige Hauptthese mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 59 %.
    Der DAX würde dabei also weiter an einer Flaggenformation im Stil der wellentechnischen "abc"-Struktur arbeiten.
  • Ausgehend von 13237/13190 bestünden dann Anstiegschancen bis 13297 und 13350/13370.
  • erweitert:
  • Nach Stundenschluss unter 13173 (XETRA DAX Stundenwolke + FDAX EMA200/h1) würde der DAX Richtung 13050/13020 und 12900 abgeben.
  • Große Richtungsentscheidungen stehen erst bei 13460/13600 an. Diese Hürde entscheidet über mittelfristige Ausbrüche in absolutes Neuland.

Fazit: Die DAX Jahresendrally läuft pünktlich seit dem ersten Novembertag, dem Beginn saisonal stabiler Anstiegsphasen, vollzog dabei schon +1900 Punkte, macht aber seit mehr als 10 Tagen eine Pause.
Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

FREENET - Aktie vor Kaufsignal

Dem steilen Anstieg im Sommer folgte im Herbst die kalte Dusche für die Aktionäre von Freenet. Allerdings wendet sich das Blatt seit Monatsanfang zu Gunsten der Käuferseite. Kommt es zu einer Winter-Rally?
Nebem dem starken mittelfristigen Doppelboden bei 13,60 EUR, der zwischen März und Ende Juni ausgebildet wurde, ist die übergeordnete, bis 2018 zurückreichende Abwärtstrendlinie ein zentraler charttechnischer Aspekt bei der Aktie von Freenet. Diese diagonale Begrenzung wurde erstmals im August im Rahmen der "Sommerrally" erreicht und Ende September sogar vorübergehend überschritten, ohne dass es jedoch zu einem deutlichen Ausbruch und damit einem mittelfristigen Kaufsignal gekommen wäre.
Abwärtstrendlinie schon fast überwunden
Nach der Abwärtstrendphase, die Anfang November knapp unter dem 61,8 %-Retracement der vorherigen Rally bei 15,10 EUR endete, zog der Wert allerdings wieder an die Trendlinie an und könnte sie jetzt nachhaltig durchbrechen. Im großen Bild wäre dies ein erstes stark bullisches Signal. Gelingt dann auch der Ausbruch über das Zwischenhoch bei 17,70 EUR, wäre ein Kaufsignal aktiv. Die erste signifikante Hürde liegt dann bei 18,99 EUR. Ein Ausbruch über das Rallyhoch würde Potenzial bis 20,50 und 21,50 EUR freisetzen.
Scheitern die Bullen dagegen erneut an der Trendlinie und dem Widerstand bei 17,70 EUR, könnte nach einer Korrektur bis 16,70 EUR der nächste Angriff starten. Darunter müsste man sich allerdings auf eine tiefe Korrektur bis 16,00 und 15,65 EUR einstellen.

Diesem SMALL CAP wird wieder Leben eingehaucht

Nach mehrmonatigem Siechtum dürfte nun wieder Leben in diesen Small Cap kommen. Denn fundamental wird sich im kommenden Jahr einiges verändern. Der neue Vorstand hat große Pläne.

Das Jahr 2020 hatte auch für die Aktionäre dieses Unternehmens eine regelrechte Achterbahnfahrt vorgesehen. Erst im Juni stieg die Medios Aktie auf ein neues Allzeithoch. Eine deutliche Prognoseanpassung schickte das Papier im August aber auf Talfahrt und sämtliche Jahresgewinne wurden wieder ausradiert. Nun könnte erneut der Schwenk gen Norden gelingen. Denn eine kürzlich bekannt gegebene Unternehmensmeldung hat es in sich. GodmodeTrader über die Einzelheiten.

Medios ist als Großhändler für den Apothekenbetrieb tätig, beliefert aber auch Pharmaunternehmen. Medios versteht sich als Specialty-Pharma-Unternehmen, das sich vor allen Dingen auf Patienten zugeschnittene Arzneimittel fokussiert und diese auch herstellt. Das sind beispielsweise hochpreisige Arzneimittel für chronische und/oder seltene Erkrankungen. Das Unternehmen wuchs zuletzt stark, allerdings bei sehr überschaubaren Margen im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Bis August war die Börsenstory voll in Fahrt, ehe eine deutliche Umsatz- und Gewinnwarnung die Aktie auf Talfahrt schickte. Das Management strich die Jahresprognose zusammen und erwartet aktuell einen Umsatz zwischen 610 und 630 Mio. EUR und ein EBITDA zwischen 14 und 15 Mio. EUR. Im Oktober wurde auch der Vorstand ausgetauscht. Gestern nach XETRA-Börsenschluss veröffentlichte Medios aber eine Meldung, die es in sich hat und die Aktie aus dem Dornröschenschlaf reißen dürfte.

Wie die Verantwortlichen bekannt gaben, wollen sie durch die Ausgabe von 4.180.000 neuen Aktien zu einem Preis von 28,90 EUR den Konkurrenten Cranach Pharma GmbH übernehmen. Damit dürfte sich der Umsatz im kommenden Jahr mehr als verdoppeln und die Umsatzmilliarde geknackt werden. Medios kommt 2020 wahrscheinlich auf ein EBITDA von 14 Mio. EUR, Cranach erzielte 2019 ein EBITDA von 16,3 Mio. EUR. 2020 sollen es etwas mehr werden.

Was ist an dem Deal so interessant? Nun, mit einer Verwässerung der ausstehenden Aktien um rund 26 % dürfte Medios im kommenden Jahr auf 80 % mehr Umsatz und eine EBITDA-Verdopplung kommen. An der Problematik der niedrigen Margen wird sich zunächst freilich nichts ändern. Ich könnte mir aber vorstellen, dass einige Synergien zu heben sein werden, da beide Unternehmen bereits zuvor zusammengearbeitet haben. Genauere Informationen wird man spätestens im ersten Quartal 2021 mit der Vorlage des Geschäftsberichts 2020 und der Prognose für das Jahr 2021 erfahren.

Analysten bewerten die Transaktion in der Erstreaktion sehr positiv. Warburg Research hebt das Kursziel für die Aktie von 38 auf 41 EUR an und bestätigt die Einstufung "Buy". Der Zukauf bringe erhebliches Cross-Selling-Potenzial mit sich, der Preis sei angemessen, so Analyst Michael Heider. Jeffries wiederum belassen die Aktie auf "Buy" mit Kursziel 38 EUR.

Wir blicken zunächst auf den Monatschart, der seit dem IPO im Jahr 2016 einen intakten Aufwärtstrend aufweist. Die Ausbruchsmarke bei 23,60 EUR wurde zuletzt angesteuert und als neue Unterstützung bestätigt.

Im Tageschart sieht man eine dynamische Erholung seit dem Oktoberhoch. Der Small Cap dürfte heute den Kreuzwiderstand bei 32,40 EUR aus letztem Hoch und der maßgeblichen Abwärtstrendlinie seit Mai ansteuern. Dort wird sich der weitere mittelfristige Verlauf entscheiden. Ein Ausbruch über diese Marke generiert deutliches Kurspotenzial zunächst auf 37,20 und anschließend bis zum Hoch bei 42,00 EUR. Unter dem Zwischentief bei 28,30 EUR sind dagegen Umwege denkbar, die bis zu einem zweiten Abverkauf auf den Support bei 23,60 EUR führen könnten.

Jahr

2019

2020e*

2021e*

Umsatz in Mrd. EUR

516,90

618,70

762,15

Ergebnis je Aktie in EUR

0,67

0,47

0,86

KGV

51

73

40

Dividende je Aktie in EUR

0,00

0,00

0,00

Dividendenrendite

0,00%

0,00%

0,00%

e*=erwartet

PALLADIUM - Erholung trifft auf Kursbarriere

Tagesausblick für Freitag, 27. November 2020: Mit dem Abverkauf der letzten Wochen haben die Bullen bei Palladium die Chance auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends zunächst vergeben. Jetzt dürfte die Korrekturphase fortgesetzt werden.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.248 + 2.150 + 2.084

Rückblick: In den vergangenen Wochen setzte Palladium seinen mittelfristigen, volatilen Aufwärtstrend fort und überwand dabei auch kurzzeitig den Widerstand bei 2.405 USD. Nach einem neuen Verlaufshoch bei 2.485 USD brach der Wert allerdings deutlich ein und konnte erst an der Unterstützung bei 2.248 USD abgebremst werden. Kurz vor einem weiteren Verkaufssignal setzte in dieser Woche eine leichte Erholung ein.

Charttechnischer Ausblick: Erst bei einem deutlichen Anstieg über die Hürde bei 2.405 USD wäre die laufende Kaufwelle beendet und mit einem weiteren Angriff auf den Widerstand bei 2.485 USD zu rechnen.

Bis dahin liegt weiterhin ein Abwärtstrend vor, der zunächst wieder bis 2.311 USD führen dürfte. Darunter käme es zu Abgaben bis 2.248 USD. Ein Bruch der wichtigen Unterstützung hätte eine Verkaufswelle bis 2.150 USD zur Folge. Auf diesem Niveau sollte allerdings eine übergeordnete Erholung starten.

Diese Marktteilnehmer bewegen den Kurs!

Die Kurse bewegen sich, weil jemand kauft und verkauft. Aber wer sind die Marktteilnehmer, die mit ihren Orders für das Auf und Ab des Kurses sorgen? Wenn wir wissen, wer diese sind, können wir das Kursverhalten besser verstehen.

Im Basisartikel zum Orderbuch haben wir uns die Frage gestellt, wie es an den Märkten zu Kursbewegungen kommen kann. Entscheidend dafür ist die Lage im Orderbuch. Entscheidend dafür ist das Verhältnis von aktiven Orders (Market-Orders) und passiven Orders (Limit-Orders) und deren aufeinandertreffen.

Mit diesem Wissen können wir einen zweiten Baustein aufgreifen, der für das Auf und Ab des Kurses, wie wir es täglich sehen, verantwortlich ist: der Marktteilnehmer, denn schließlich muss einer die Orders aufgeben. Welche Marktteilnehmer gibt es also? Wie lassen sich diese unterscheiden?

Marktteilnehmer gibt es viele!

Mit den Marktteilnehmern bewegen wir uns in einem Bereich, den man von höchst unterschiedlicher Seite angehen kann. Ich möchte an dieser Stelle eine für mich logische Einteilung der Marktteilnehmern vornehmen. Diese Einteilung ist nicht die einzige Möglichkeit, sie ist aber die, die mir im Konzept des Orderflows am besten gefällt. Im Mittelpunkt steht dabei das Zeitkriterium.

Beginnen wir aber mit einem der vielleicht wichtigsten Punkte: nehmen wir uns selbst nicht so wichtig!!!! Ja, Sie lesen richtig. Ich bin der Meinung, dass wir privaten Trader an der Börse überhaupt keine Rolle spielen, außer natürlich, wir bewegen uns in wirklich sehr kleinen Märkten wie Pennystocks & Co. In den großen/normalen Märkten ist das Handelsvolumen hingegen so groß, dass man davon ausgehen kann, dass der private Trader keine Rolle spielt. Natürlich gibt es von uns viel mehr, als von institutionellen Händlern. Letztere aber bewegen täglich viel mehr Kapital, als all die privaten Trader zusammen. Schauen Sie einfach nur einmal auf die Größe von Fonds oder das Volumen, das täglich im Hochfrequenzhandel gedreht wird. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die meisten privaten Trader gerade hierzulande gerne auf Derivate zurückgreifen, dann dürfte noch deutlicher werden, warum ich von dieser Annahme ausgehe. Beweisen kann ich es natürlich nicht, aber es klingt für mich logisch: die Kurse werden von den Big Boys gemacht, nicht von uns! Ein Grund, warum ich bei Aussagen wie: die Big Boys haben meinen Stop geholt, schmunzeln muss, aber das ist ein anderes Thema.

Das Zeitkriterium

Wer aber sind die Big Boys und wie lassen sich diese einteilen? Wie bereits geschrieben, setze ich hier ein Zeitkriterium zur Unterscheidung an. Gerade mit Blick auf das Orderbuch ist es nämlich wichtig zu wissen, ob der aktuelle Käufer nur kurz in den Markt springt und wir diesen in nächster Zeit als Verkäufer wiedersehen werden oder nicht.

Der Dauergast

Damit sind wir bei der ersten Gruppe der Big Player, den Händlern, die ihre Positionen über einen längeren Zeitraum halten wollen. In diesem Zusammenhang habe ich einmal den Begriff Finalkunde gehört und finde ihn sehr passend. Der Finalkunde steigt in den Markt ein und möchte nach Möglichkeit lange investiert bleiben. Wenn er sich irgendwann dazu entschließt, die Aktie aus dem Portfolio zu nehmen, dann, weil er nicht vorhat in den nächsten Tagen oder Wochen wieder einzusteigen. Die Order dieses Marktteilnehmer sind quasi dauerhaft, sie sind final.

Der kurzfristige Spekulant

Die zweite große Gruppe von Marktteilnehmern sind kurzfristige Spekulanten. Bedenken Sie bitte, dass wir weiterhin von institutionellen und nicht privaten Tradern sprechen. Auch wenn es in den letzten Jahren innerhalb der Finanzbranche zu deutlichen Einschränkungen für den institutionellen Eigenhändler gekommen ist, gibt es weiterhin größere Institutionen, die sich am Markt engagieren. Ihr Ziel ist es, die Märkte für spekulative Zwecke auf kurzfristige Sicht zu nutzen. Sie steigen in eine Position ein, um diese eventuell ein paar Tage oder wenige Wochen später wieder zu schließen. Die von diesen Marktteilnehmern aufgegeben Orders werden wir also in naher Zukunft auf der anderen Seite wiederfinden. Diese Händler bewegen sich in der Mitte zwischen dem Finalkunden und der nächsten Gruppe von Marktteilnehmern, den Intraday-Händlern.

Der Intraday-Händler

Eine weitere große Gruppe von Marktteilnehmern sind die Intraday-Händler. Diese Gruppe von Marktteilnehmern ist extrem aktiv und zeichnet sich dadurch aus, dass man die von ihnen aufgegebenen Orders innerhalb kürzester Zeit auf der anderen Seite wieder finden wird. Jemand, der kurzfristig den Dax-Future kauft, wird diesen innerhalb der nächsten Minuten oder Stunden wieder verkaufen, in der Hoffnung, einen Gewinn erzielt zu haben. Orders von diesen Marktteilnehmern sind also nicht nachhaltig.

Im Grunde gehört zu dieser Gruppe auch der sogenannte Hochfrequenzhandel. Bei diesen Marktteilnehmern dürfte es sich wohl um die aktivste Gruppe handeln und mittlerweile wird in vielen Märkten ein Großteil das Handelsvolumen durch diese Gruppe generiert. Hochfrequenzhändler steigen ein, um nach wenigen Cent oder Punkten wieder auszusteigen.

Sonstige Trader

Über die genannten Marktteilnehmer hinaus gibt es sicherlich noch weitere Teilnehmer, die ich in den sonstigen Tradern zusammenfassen möchte. Dazu zählt beispielsweise der Arbitragehandel, man könnte aber auch den privaten Trader in diese Gruppe einordnen.

Die Marktteilnehmer – Zusammenfassung

Um Kursbewegungen besser nachvollziehen und damit potenziell bessere Entscheidungen treffen zu können, müssen wir uns mit den Marktteilnehmern auseinandersetzen. Diese sind es, die durch ihre Orders den Kurs bewegen oder ausbremsen. Wenn wir wissen, welche Marktteilnehmer es gibt, hilft uns dies, den Markt besser zu verstehen. Es besteht ein Unterschied, ob ein Käufer vorhat, seine Position länger zu halten oder ob wir diesen in den nächsten Minuten als Verkäufer wiedersehen werden, weil er nur auf kurzfristige Bewegungen spekuliert. Mit Blick auf dieses zeitliche Kriterium konnten wir in Finalkunden, kurzfristige Spekulanten, Intraday-Händler und sonstige Trader unterscheiden. Diese Differenzierung ist weder die einzig mögliche, noch die genaueste. Sie reicht aber aus, um im nächsten Artikel der Frage nachzugehen, warum sich der Kurs so bewegt, wie er sich bewegt. Denn jetzt, wo wir wissen was den Kurs bewegt (Orderbuch) und wer Kurs bewegt (Marktteilnehmer), scheint die Börse gar nicht mehr so chaotisch.

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW47

DAX-Tagesausblick: Es fehlt noch ein Tief bei...

Der DAX kann sich aktuell weiterhin nicht entscheiden was er tun soll. Dieser Vorgang der Flaggenbildung dauert schon seit 9.11. an, also 2 Wochen. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13100 + 13144 + 13200 + 13295 + 13450/13460
DAX Unterstützungen: 13015/12980 + 12901 + 12861 + 12787 + 12444/12375

DAX Prognose:

  • Zu beachten ist der kleine Verfallstermin, heute um 13 Uhr.
  • Der DAX kann sich aktuell weiterhin nicht entscheiden was er tun soll.
    Dieser Vorgang der Flaggenbildung dauert schon seit 9.11. an, also 2 Wochen.
  • Ideal wäre aktuell ein Zwischenhoch bei 13100 oder 13145 und dann eine Abwärtsstrecke bis 13015/12980.
  • Ausgehend von 13015/12980 könnten mehrstündige Anstiege starten.
    Alternativ springt der DAX erst von 12901/12861, hier speziell von der oberen Tageswolkenbegrenzung 12901, nach oben ab. Ersatzunterstützung wäre dann noch DAX 12787, die Lage des "EMA200/h1".

erweitert:

  • Unterhalb von 128787 (Stundenschluss) fällt der DAX bis zu großen Tageskerzenchartunterstützungen bei 12444/12375.
  • Oberhalb von 13295 steigt der DAX bis 13450/13460.

Fazit: Es fehlt noch ein Tief bei 13015/12980 oder 12901, um die 2-wöchige Pullbackphase zu komplettieren.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

BAYER - Bieten sich bald neue Chancen?

Nach einer kurzen, aber starken Aufwärtsbewegung kommt es seit einigen Tagen in der Bayer-Aktie zu Gewinnmitnahmen. Sind diese der Beginn einer neuen Verkaufswelle oder ein Rücksetzer in einer Aufwärtsbewegung?

Die Bayer Aktie befindet sich seit über 5 Jahren in einer Abwärtsbewegung und fiel dabei am 30. Oktober auf ein Tief bei 39,91 EUR zurück. Mit diesem Tief notierte der Wert unterhalb der unteren Begrenzung der Abwärtsbewegung seit 2015.

Widerstände: 47,75 + 54,10 + 55,69
Unterstützungen: 44,85 + 41,29 + 39,91

Dieser Rückfall war aber nur temporärer Natur und wurde schnell wieder wettgemacht. Am 09. November durchbrach die Aktie sogar den Widerstand durch das Tief aus dem März 2020 bei 44,85 EUR. Anschließend kletterte der Wert auf ein Hoch bei 49,18 EUR und drang damit in das Gap vom 01. Oktober ein. In den letzten Tagen kam es zu leichten Gewinnmitnahmen.

In Kürze neue Tradingchance?

Diese Gewinnmitnahmen können noch etwas andauern und zu Abgaben in Richtung 44,85 EUR führen. Fängt sich die Aktie dort wieder, dann könnte es zu einer zweiten Erholungswelle kommen. In deren Rahmen könnte die Aktie in Richtung 55,69 EUR ansteigen. Sollte der Wert allerdings unter 44,85 EUR abfallen, dann würden Abgaben bis an das Tief bei 39,91 EUR drohen.

SAP - Endet die Erholung bereits wieder?

Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen rauschte die SAP Aktie Ende Oktober fast 30% in die Tiefe. Die Verkaufswelle wurde zuletzt von einer Aufwärtskorrektur abgelöst, der aktuell jedoch die Dynamik abhandenkommt. Kann sich der Wert noch einmal erholen?

Der massive Kursrutsch am 23.Oktober durchschlug eine ganze Reihe von Unterstützungen und beendete den mittelfristigen Aufwärtstrend der Aktie von SAP natürlich schlagartig. Damit wurden auch die kühnsten Abwärtsziele aus der Mayday-Analyse vom 23. Oktober unterschritten und selbst der Support bei 101,80 EUR durchbrochen.

Starke Hürden im Weg

Diese Marke ist nach dem Abverkauf bis 89,93 EUR und der anschließend begonnenen Erholung einer der ersten Widerstände, die sich der Aktie in den Weg stellen. Bislang ist der Wert an der Marke gescheitert. Sollte es in den nächsten Tagen aber zu einem Ausbruch über 101,80 EUR kommen, wäre die Unterseite des Gaps bei 105,50 EUR das nächste Erholungsziel bzw. die nächste starke Hürde, zumal sie auch mit dem 61,8 %-Retracement der gesamten Rally seit März zusammenfällt. Erst ein Ausbruch über diesen doppelten Widerstand könnte eine nachhaltige Erholung bis 111,68 EUR befeuern. Ob es den Bullen im Anschluss auch gelingen kann, die Marke in Richtung 116,00 EUR zu überwinden, muss aktuell bezweifelt werden.

Erholung auf tönernen Füßen

Doch aktuell ist die Frage einer Fortsetzung der Erholung durch die Rücksetzer der letzten Tage eher wieder in den Hintergrund gerückt. Und unterhalb von 98,00 EUR wäre dagegen mit weiteren Rücksetzern bis 95,00 EUR zu rechnen. Hier könnte die Erholung fortgeführt werden. Darunter wäre allerdings schon ein kleines Verkaufssignal aktiviert. Spätestens mit einem Abverkauf unter 90,18 EUR wäre dann der Abwärtstrend reaktiviert und weitere Verluste bis 86,00 und darunter an die zentrale langfristige Unterstützung bei 92,13 EUR die Folge. Wird sie nicht verteidigt läge das nächste große Abwärtsziel bei 75,00 EUR.

PALLADIUM - Unterstützung wird attackiert

Tagesausblick für Freitag, 20. November 2020: Vom Schwung der letzten Monate ist aktuell bei Palladium wenig zu spüren. Vielmehr belasten ein Fehlausbruch und die anschließende Verkaufswelle. Die laufende Abwärtsbewegung dürfte in Kürze in eine neue Runde gehen.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.248 + 2.150 + 2.084

Rückblick: Nach der Verteidigung der Unterstützung bei 2.150 USD zog Palladium im November kurzzeitig über die Hürde bei 2.405 USD an, ehe die Bullen durch eine steile Verkaufswelle wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden. In einer geradlinigen Abwärtsbewegung setzte der Wert an die 2.248 USD-Marke und versucht seither diesen Support zu verteidigen.

Charttechnischer Ausblick: Die Wucht der Verkaufswelle spricht für weitere Verluste und die Tatsache, dass den Bullen bislang keine spürbare Erholung gelang, ist auch nicht positiv zu werten. Unterhalb von 2.248 USD dürfte der Wert wieder bis 2.150 USD einbrechen. Selbst Verluste bis 2.084 USD wären in der Folge möglich.

Derzeit würde erst ein Anstieg über die kleine Hürde bei 2.350 USD für eine Erholung bis 2.405 USD sprechen. Doch nur ein Ausbruch über diesen starken Widerstand könnte die Korrekturphase aktuell beenden.

Impuls und Korrektur - Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen?

Trader und Analysten sprechen gerne von impulsiven bzw. korrektiven Bewegungen. Zwei Begrifflichkeiten, denen der folgende Artikel einführend auf den Grund gehen möchte. Was steckt dahinter? Wie kann man solche Bewegungen erkennen und welche Schlussfolgerungen ziehen wir daraus?

Börsenkurse fahren in keiner Einbahnstraße, sondern unterliegen einem mehr oder minder stark ausgeprägten Aktions- und Reaktionsmuster.

Eine News, ein Ausbruch aus einer charttechnisch wichtigen Formation und viele weitere Informationen lassen beispielsweise die Kurse einer Aktie kräftig ansteigen. Früher oder später aber ist die News, der Ausbruch oder allgemein, der Impulsgeber verdaut und abgearbeitet. Gewinnmitnahmen könnten einsetzen und sicher wird auch der eine oder andere Shortspekulant mit seinen Aktionen die Kurse drücken. Die Aktie reagiert auf den ursprünglichen Impuls im Idealfall mit einer Korrektur, einer langsameren und weniger ausgedehnten Gegenbewegung. Sobald sich die Verkäufer ausgetobt haben, sollte der ursprüngliche Impuls wieder aufgenommen werden.

Was unterscheidet einen Impuls von der Korrektur?

Als Impuls bezeichnen Analysten und Trader also eine Initialbewegung, eine Aktion, während die Reaktion die Korrektur darstellt. Dabei sollte der Impuls dynamischer, stabiler und preislich ausgedehnter sein, als die Korrektur. Während bei der preislichen Ausdehnung der Impuls die Nase vorne hat, kann sich dies beim zeitlichen Aspekt zu Gunsten der Korrektur verschieben. Diese dürfen durchaus länger dauern, als der Impuls selbst. Zudem finden wir bei Korrekturen oftmals sich überschneidende Bewegungen. Viele Preise innerhalb der Korrektur sehen wir quasi mehrfach wieder, während sich in Impulsen die Kurse schnell von alten Niveaus entfernen und diese auch länger hinter sich lassen. Oftmals wird bei der Unterscheidung zwischen Impuls und Korrektur auch auf das Handelsvolumen geschaut. Das Volumen innerhalb des Impulses sollte zunehmen und relativ hoch sein, während es in der Korrektur abnimmt und insgesamt moderater ausfällt. Bringen wir es salopp auf den Punkt, ist ein Impuls, schwungvoll, kraftvoll und beschert dem Trade in Richtung des Impulses schöne Gewinne, während eine Korrektur "nervig" zu handeln ist. Die Position kommt irgendwie nicht in die Gänge.

Welche Schlussfolgerungen lässt ein Impuls-Korrekturmuster zu?

Sofern eine Impulsbewegung und ein darauffolgendes korrektives Kursmuster ausgemacht werden können, steht die Annahme im Raum, dass nach Abschluss der Korrektur die ursprüngliche Impulsbewegung wieder aufgenommen wird. Parallel dazu sollte die Korrektur nicht die gesamte Bewegungsstrecke des Impulses "auffressen". Gerne werden zur Abschätzung solcher Korrekturniveaus Fibonacci-Retracements eingesetzt. Aber auch alte Ausbruchsniveaus respektive Unterstützungen und Widerstände lassen sich nutzen, um Korrekturniveaus abzuleiten.

Impuls und Korrekturmuster im Chart

Die folgenden Charts zeigen einige Beispiele von Impuls und Korrekturmustern. Wie Sie anhand dieser sehen werden, lässt sich das Wechselspiel von Impuls- und Korrekturmustern überall finden. Optisch jedoch kann dieses Spiel sehr unterschiedlich ablaufen, vor allem im Falle der Korrekturen (Gegenbewegungen). Flaggen, Dreiecke, Seitwärtsbewegungen sind genauso möglich, wie einfach nur „irgendwie“ gegenläufige Bewegungen, die in keines der klassischen Muster passen.

Der praktische Umgang mit Impuls- und Korrekturmustern

Betrachten wir einen historischen Chart, fällt es uns mehr als leicht, die passenden Impuls- und Korrekturmuster zuzuordnen. Das dürften die obigen Beispiele mehr als deutlich machen. Wir wissen im Nachhinein, wohin die große Bewegung ging und können dann untergeordnet nach den Korrekturen suchen. Live am sich entwickelnden Chart sieht dies jedoch oftmals anders aus. „Schuld“ daran ist zum Teil die Vielfalt der korrektiven Muster, aber natürlich auch die Tatsache, dass einem Impuls im hier beschriebenen Sinne nicht zwangsläufig eine Korrektur folgen muss. Stattdessen kann der eine Impuls quasi von einem anderen abgelöst werden, der sich zudem aus einer zunächst korrektiv erscheinenden Bewegung heraus entwickeln kann. Ein Paradebeispiel hierfür haben wir gerade erst vor ein paar Monaten live erleben dürften (müssen). Im Zuge der ersten Corona-Krise crashte der DAX impulsiv, nur um dann genauso impulsiv zu steigen:

Entsprechend wichtig ist es, als Trader zu üben und zu trainieren. Sich viele Charts anzuschauen (rückwirkend als auch live) hilft, die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu schulen. Dabei wird man gewisse Basisregeln wie oben beschrieben aufstellen können. Letztlich aber füllt die eigene Interpretation genauer aus, was man unter dynamisch, stabil und korrektiv versteht. Diese Dinge lassen sich nur bedingt systematisieren und in starre Regeln pressen. Übung macht folglich den Meister!

Management versus Prognose

Ein wichtiger Aspekt beim praktischen Umgang mit diesem Konzept ist auch die Frage, wie man Impuls und Korrektur vorausschauend erkennen kann. Die Antwort ist extrem simpel: gar nicht. Börsenkurse lassen sich nie sicher prognostizieren. Maximal können wir mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten. So haben Aktien beispielsweise eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, langfristig zu steigen. Wir könnten also davon ausgehen, dass wir bei Aktien tendenziell auf der Longseite impulsive Bewegungen sehen, während wir auf der Shortseite eher korrektive Muster erwarten dürften, zumindest im langfristigen Kontext.

Wichtiger als die Prognose ist jedoch das Management von Positionen. Es geht also weniger darum, die berühmte Glaskugel zu bemühen, sondern einfach das zu traden, was man sieht. Glauben Sie mir, wenn Sie live viele impulsive Muster erlebt haben, dann werden Sie ein Gefühl dafür bekommen, ob es sich bei der aktuellen Bewegung um ein solches handelt oder nicht. Genau danach werden und müssen Sie jetzt einfach ihre Positionen managen.

Es hört sich banal an, aber im Grunde ist es das auch. Begrenzen Sie Ihre Verluste und lassen Sie Gewinne laufen. Sie müssen mit ihren Entscheidungen nicht immer richtig liegen. Es wird Trades geben, in denen Sie einen Impuls vermuten, es am Ende aber nur eine Korrektur geworden ist. Bei anderen Bewegungen scheint es so, als handelt es sich bei der aktuellen Bewegung doch nur um eine Korrektur, aber es wird einem Puls. Darüber hinaus werden Sie bei den meisten Bewegungen zu früh oder zu spät aussteigen. Aber darum geht es überhaupt nicht. An der Börse geht es nicht darum perfekt zu sein, sondern sich aus dem was der Markt bietet, seinen Teil herauszuschneiden. Dabei muss man nicht immer richtig liegen.

Elliottwellen – Spezialfall Korrektur und Impulsmuster

Während wir in den bisherigen Ausführungen auf die allgemeine Definition von Impuls- und Korrekturmustern eingegangen sind, muss abschließend noch die Elliottwellentheorie angesprochen werden. Die Basisidee von Impuls- und Korrekturmustern bleibt bestehen, jedoch werden beide Begrifflichkeiten wesentlich genauer definiert. Im Rahmen der EW-Theorie handelt es sich bei einer Impulswelle um eine mindestens fünfwellige Bewegung, denen eine dreiwellige Korrektur folgt. Dabei unterliegen sowohl die Impulswelle als auch die Korrekturwelle strengeren Regeln. Wer sich genauer mit diesem Analysestil beschäftigen möchte, dem seien Andre Tiedjes Buch: „Elliott-Wellen leicht verständlich“ und seine Trading- bzw. Analyseservices bei uns ans Herz gelegt.

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW46

DAX-Tagesausblick: Montags-"RAKETE" wird weiter "abgekühlt"!

Vielversprechender DAX Anstieg seit 11450. Die Frage ist, ob der DAX nach einer kleinen mehrtägigen Konsolidierung auch mehr aufbieten kann. ABER: Oft genug kommt nach solchen "Raketen" wie am Montag gar nichts mehr nach. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13050/13070 + 13150 + 13200 + 13300 + 13450/13460 + 13600
DAX Unterstützungen: 12870/12857 + 12600 + 12400/12350

DAX Prognose:

  • Die Konsolidierung zum FDAX Aufwärtstrend bzw. zum Abschluss der "abc"- Konsolidierungssequenz schreitet voran.
  • Der XETRA DAX hatte gestern bei 13022 schon die Mindestbedingung dafür erfüllt, was mir aber nicht reicht, da der DAX Future 12865 (=DAX 12871) verlangt, um Ähnliches zu vervollkommnen (Dank des abweichenden Nachthandels der Woche).
  • Perfekt wäre demnach ein DAX Tief bei 12870/12857 oder in der Kreuzunterstützung bei 12600, gefolgt von weiteren Herbsthochs bei 13460.
  • DAX Widerstand des Vormittags ist die Zone 13050/13070. Ausgehend von 13050 startet der FDAX gerade vorbörslich neue Abwärtsbewegung Richtung 12865.

erweitert:

  • Oberhalb von 13460/13600 käme es zu großen Kaufsignalen im DAX Tageskerzenchart.
  • Verkaufssignale treten unter 12065/12000 und vor allem unter dem 3 Wochen Tief bei 11450 auf. Dann wären 11025 und 10240 die Ziele.

Fazit

Vielversprechender DAX Anstieg seit 11450. Die Frage ist, ob der DAX nach einer kleinen mehrtägigen Konsolidierung auch mehr aufbieten kann als 13450/13600. Das wäre nämlich der entscheidende Schritt ins "unerforschte Neuland" des DAX!
ABER: Oft genug kommt nach solchen "Raketen" wie am Montag gar nichts mehr nach. Es ist also auf die WENN/ DANN Durchbruchsmarken für Bullen und Bären zu achten, um nicht "böse" überrascht zu werden.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

SYMRISE - Am seidenen Faden

Ein bärisches "Rounding Top" beendete den Höhenflug der Aktie von Symrise im Oktober. Jetzt müssen sich die Anleger gewaltig anstrengen, um eine weitere Verkaufswelle zu verhindern.

Die Symrise Aktie erreichte im Oktober das Kursziel bei 120,00 EUR, konnten anschließend ihre starke Aufwärtstrendphase aber nicht weiter in Richtung 123,00 EUR fortsetzen, sondern bildeten auf diesem Niveau ein bärisches Rounding Top aus. Diese relativ seltene Chartformation sorgte zunächst wie in meinem Guidants-Stream erwartet, für eine Korrektur bis 111,45 EUR.

Allerdings blieb dort ein bullischer Konter aus und der Wert brach direkt weiter an den zentralen Support bei 105,00 EUR ein. Dieser und die dort verlaufende mittelfristige Aufwärtstrendlinie konnten die Aktie zwar kurz stützen und eine steile Erholung auslösen. Allerdings wurde sie am Montag massiv abverkauft und dabei auch die Kreuzunterstützung bei 105,00 EUR unterschritten.

Rückeroberung der Aufwärtstrendlinie notwendig

Zwar hat die Aktie von Symrise aktuell die frühere Unterstützung bei 105,00 EUR zurückerobert, allerdings muss sie, um wieder in neutraleres Gebiet zu steigen, auch die Aufwärtstrendlinie überwinden, die am Montag unterschritten wurde. Diese verläuft aktuell bei 106,50 EUR.

Zudem sollte dann auch ein nachhaltiger Ausbruch über 108,50 EUR gelingen, um den Abverkauf seit Montag zu neutralisieren. Dann könnte es zwar zu einem weiteren korrektiven Rücksetzer bis 105,00 EUR kommen, aber letztlich hätten sich die Bullen damit aus der aktuellen Zwangslage befreit, ein solides Kaufsignal generiert und könnten den Wert mittelfristig wieder bis 112,65 und 115,00 EUR antreiben.

Gelingt die Rückeroberung der Trendlinie und ein Anstieg über 108,50 EUR dagegen nicht, dürfte in Kürze auch das 38,2 %-Retracement der gesamten Rallyphase seit März bei 102,14 EUR unterschritten werden. Diese Marke gibt der Aktie noch einen Rest Halt. Ein Tagesschlusskurs darunter dürfte eine Verkaufswelle bis 96,00 EUR und später an die Unterstützung bei 93,13 EUR auslösen.

DEUTSCHE TELEKOM - Aufwärtsdrang nach Zahlen gebremst

Die Deutsche Telekom Aktie galt nach der Emission in den 1990er als Volksaktie. Wie steht es aktuell um diese Aktie und wie wirken sich die gestrigen Zahlen aus?

Deutsche Telekom erzielt im 3. Quartal einen Umsatz von 26,4 Mrd. EUR (VJ: 20,0 Mrd. EUR, Analystenprognose: 25,9 Mrd. EUR, einen Umsatz in Deutschland von 5,84 Mrd. EUR (VJ: 5,91 Mrd. EUR), einen Umsatz in Europa von 2,88 Mrd. EUR (VJ: 2,93 Mrd. EUR), ein Ebitda AL (bereinigt) von 9,7 Mrd. EUR (VJ: 6,5 Mrd. EUR, Prognose: 9,0 Mrd. EUR) und einen Nettogewinn (bereinigt) von 1,51 Mrd. EUR (VJ: 1,42 Mrd. EUR, Prognose 1,0 Mrd. EUR). Die Planung einer unveränderten Dividende von 0,60 EUR je Aktie wurde bestätigt. Die Zahl der neuen Mobilfunkkunden im 3. Quartal in Deutschland ist um 192.000, die Zahl der Breitbandkunden um 97.000 gestiegen.
Quelle: Guidants News

Die Zahlen veröffentlichte das Unternehmen gestern vor Börsenbeginn. Die Aktie legte gegen einen fallenden Markt um 0,37 % zu.

Übergeordnet befindet sich die Aktie der Deutschen Telekom seit über 18 Jahren in einer sich leicht aufweitenden Seitwärtsbewegung. Die Begrenzungen dieser Seitwärtsbewegung liegen aktuell bei ca. 18,51 EUR und ca. 7,32 EUR.

Zuletzt notierte die Aktie im Mai 2017 an der oberen Begrenzung dieser Bewegung. Nach einem Hoch bei 18,14 EUR drehte der Wert wieder nach unten und fiel bis in den März 2020 hinein auf ein Tief bei 10,41 EUR.

Von dort aus erholte sich der Wert zwar deutlich bis auf 15,72 EUR, geriet im September und Oktober wieder unter Druck und gab einen signifikanten Teil der Gewinne wieder ab. Am 28. Oktober notierte er im Tief bei 12,58 EUR. Seitdem läuft eine steile Rally. Gestern notierte der Wert bereits wieder bei 15,18 EUR.

Wie könnte es weitergehen?

Aus mittel-langfristiger Sicht spricht außer der hohen Dividendenrendite nichts für eine Investition in der Aktie der Deutschen Telekom. Die fast zwei Jahrzehnte andauernde Seitwärtsbewegung ist weiterhin intakt und ein baldiger Ausbruch deutet sich nicht an. Im kurzfristigen Bereich kann es nach der steilen Rally der letzten Tage jederzeit zu einem Rücksetzer kommen. Solange die Aktie dabei nicht unter 14,11 EUR abfällt, ist eine Fortsetzung der Rally der letzten Tage in Richtung 15,57-15,72 EUR möglich. Ein Ausbruch über diesen Widerstandsbereich würde sogar einen Anstieg in Richtung 18,50 EUR als möglich erscheinen lassen. Sollte der Wert allerdings unter 14,11 EUR abfallen, würde eine Verkaufswelle in Richtung 12,92-12,58 EUR drohen.

PALLADIUM - Wieder unter Druck

Tagesausblick für Freitag, 13. November 2020: Tendenziell schiebt sich Palladium seit Monaten schrittweise nach Norden, wird jedoch regelmässig von Verkaufswellen unter zuvor erreichte Niveaus gedrückt. So auch in dieser Woche, in der der Ausbruch über 2.405 USD nur von kurzer Dauer war.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.248 + 2.150 + 2.084

Rückblick: Im Rahmen des übergeordneten, volatilen Aufwärtstrends war Palladium Anfang Oktober nach einem kurzen Anstieg über die Hürde bei 2.405 USD stark eingebrochen und bis an die Unterstützung bei 2.150 USD gefallen. Sie wurde allerdings von den Bullen verteidigt und in einer weiteren Kaufwelle die 2.405 USD-Marke erneut überwunden. Doch auch diesmal schlugen die Bären an der Hürde zu und drückten den Wert an die Unterstützung bei 2.311 USD zurück.

Charttechnischer Ausblick: Noch ist die Aufwärtsbewegung nach dem Doppelboden bei 2.150 USD intakt und könnte ein weiteres Mal bis 2.405 USD führen. Doch erst ein Ausbruch über 2.485 USD würde aktuell für die Fortsetzung des Anstiegs und Zugewinne bis 2.540 und 2.639 USD sprechen.

Setzt Palladium dagegen unter 2.246 USD zurück, wäre eine Erholung ausgehend von 2.150 USD wahrscheinlich. Darunter käme es dagegen zu einem Verkaufssignal mit einem ersten Ziel bei 1.997 USD.

Bollinger Bänder – Der maximale Bewegungsspielraum für die Kurse

Die Palette an technischen Indikatoren ist groß und wer die Wahl hat, hat die Qual. Dabei buhlen Neuentwicklungen mit alteingesessenen Indikatoren um die Gunst der Trader. Die Bollinger Bänder gehören eher letzterer Gruppe an, denn schließlich wurden diese bereits in den 70iger / 80iger Jahren vorgestellt.

Die Bollinger Bänder reihen sich in eine ganze Gruppe von Tradingbändern ein, mit dem Ziel, einen Indikator zu entwickeln, der einerseits dem Preistrend folgt, andererseits aber auch die Schwankungsmöglichkeiten innerhalb dessen erkennen lässt. So wäre mit Hilfe eines solchen Indikators nicht nur die grundlegende Richtung des betrachteten Basiswertes erkennbar, sondern die Bänder würden zudem potentielle Unterstützungs- und Widerstandslinien liefern. Im Groß ging es um die Frage, welcher Trend im Underlying gerade vorherrscht und wann in diesem Trend, der Basiswert günstig bzw. teuer ist.

Die Standardabweichung als Maß für die Volatilität

Ein nobles Unterfangen, dem auch Bollinger nachging. Im Gegensatz zu diversen anderen Versuchen wie den Envelopes wollte Bollinger jedoch keine „willkürlichen“ Bänder konstruieren, sondern diese auf ein „statistisches“ Fundament stellen: die Volatilität. Hierbei experimentierte er mit verschiedenen Konzepten, entschied sich am Ende jedoch für die Standardabweichung. Bei der Standardabweichung handelt es sich um eine Kennzahl, die die Verteilung von Daten um ihren Mittelpunkt herum beschreibt. Schwankt ein Basiswert nur geringfügig um seinen Mittelwert, wird die Standardabweichung relativ klein ausfallen. Unterliegt der Basiswert hingegen größeren Schwankungen, wird auch die Standardabweichung größer ausfallen. Die Standardabweichung finden Sie in Guidants abgekürzt als STDEV unter den sonstigen Indikatoren.

Wie Sie der Abbildung 1 entnehmen können, beträgt die aktuelle Standardabweichung im DAX Tageschart in den letzten 10 Handelstagen durchschnittlich 629 Punkte. Der DAX schwankt folglich 629 Punkte um seinen Durchschnittskurs der letzten 10 Tage. Zu beachten ist, dass es sich dabei sowohl um Schwankungen nach oben als auch unten handeln kann. Die Standardabweichung ist lediglich ein Maß für die Volatilität, nicht aber für die Richtung des Marktes. Zudem werden wir später noch einige besondere Annahmen hinsichtlich der Standardabweichung erläutern, wollen an dieser Stelle aber zunächst die Bollinger Bänder herleiten.

Statistik meets Charttechnik

Mit der Standardabweichung haben wir ein Maß für die Volatilität im Markt. Was Bollinger zur Konstruktion seiner Preisbänder noch brauchte, war ein Maß für den Mittelwert und den Trend im Underlying. Hier lag es nahe, auf einen einfachen gleitenden Durchschnitt zurückzugreifen. Nicht zuletzt deshalb, weil ein solcher bereits für die Ermittlung der Standardabweichung notwendig ist. Schließlich misst diese die Schwankungsbreite um einen Durchschnittswert. Zusammen bilden sich die Bollinger Bänder folglich aus drei Elementen:

  • Dem gleitenden Durchschnitt als Mittellinie
  • Der Standardabweichung als Maß für die Volatilität
  • Der Konstruktion der Preisbänder oberhalb und unterhalb der Mittellinie durch Abtragen der Standardabweichung nach oben und unten an den Durchschnitt

In seiner Standardeinstellung nutzt Guidants einen einfachen 20iger gleitenden Durchschnitt, um die Mittellinie zu konstruieren. Für diese Periode wird nun die Standardabweichung gemessen und der zweifache Wert (Faktor = 2) dieser nach oben und unten an den Mittelwert abgetragen. Wie in Abb. 2 zu sehen, beträgt die derzeitige Standardabweichung 523,81 Punkte. Multipliziert mit dem Faktor 2 ergibt sich eine Schwankungsbreite von ca. 1.047,63 Punkten. Der Mittelwert beträgt 12.431,24 Punkte. Addieren wir zu diesem 1.047,63 Punkte hinzu, erhalten wir das obere Band bei 13.478,87 Punkten. Subtrahieren wir die zweifache Standardabweichung vom Mittelwert, ergibt dies ein unteres Band bei 11.383,61 Punkten.

Wer die Wahl hat, hat...

Bei der Verwendung der Bollinger Bänder hat der Trader folglich zwei grundlegende Einstellungsmöglichkeiten. Zum einen betrifft dies die Länge des gleitenden Durchschnitts und zum anderen den Faktor für die Standardabweichung. Die in Abbildung 2 genutzten Parameter entsprechend dabei den gängigen Werten, jedoch ist der Trader angehalten, diese auf die von ihm betrachteten Basiswerte hin zu optimieren.

Laut Bollinger beginnt dieser Schritt mit der Wahl der Länge des gleitenden Durchschnitts. Als Trendfilter sollte dieser die grundlegende Richtung des Basiswertes aufzeigen und gleichzeitig als Unterstützung dienen. Der gleitende Durchschnitt sollte folglich so gewählt werden, dass er im Rahmen der anvisierten Trendbewegung möglichst selten durchbrochen wird. Exemplarisch betrachten wir hier den DAX zur Corona-Wende im März mit der Standardeinstellung. Gut zu erkennen ist, dass der Anstieg zurück über den Mittelwert zur bullischen Trendwende führt und es im weiteren Verlauf nur selten Kurs unterhalb des Durchschnitts gibt. Wie das Leben auch, ist aber auch dieser Trendindikator nicht perfekt. Man könnte nun versuchen, andere, bessere Einstellungen zu suchen. Diese dürften von Basiswert zu Basiswert und betrachteter Zeitebene zu Zeitebene unterschiedlich sein. Auch dürfte der eigene Tradingstil eine wichtige Rolle spielen. Hier ist der Trader gefragt, entsprechende Erfahrungen mit "seinen Bollinger Bändern" zu machen!

Im zweiten Schritt ist das Vielfache der Standardabweichung festzulegen. Dass sich dabei eine Grundeinstellung bei der zweifachen Standardabweichung eingebürgert hat, ist kein Zufall. Hinter dieser steht eine simple Annahme: Die Renditen im Markt sind normalverteilt. Dies bedeutet, dass eine positive Rendite um den Durchschnittswert in Höhe von X% die gleiche Wahrscheinlichkeit hat, wie eine negative. Die Verteilungsfunktion der Rendite ähnelt einer Glockenkurve. Diese Annahme ist insofern spannend, als dass unter diesen Bedingungen innerhalb der einfachen Standardabweichung ca. 70 % aller Kurse liegen werden und innerhalb der zweifachen bereits ca. 95 %. Sofern diese Annahme zutrifft und wir ein Band in Höhe der zweifachen Standardabweichung um den gleitenden Durchschnitt zeichnen, lägen ca. 95 % aller Kurse innerhalb des Bandes. Oder anders formuliert, es gibt selten Kurse außerhalb des Bandes, womit wir vor allem unserem Wunsch nachkommen, mit den Preisbändern potentielle Unterstützungen und Widerstände zu erhalten. Auch dieser Effekt ist in der obigen Abbildung gut zu erkennen.

Eine mögliche Anwendung der Bollinger Bänder

Im Rahmen der klassischen Trendanalyse können wir den gleitenden Durchschnitt nutzen, um den aktuell vorherrschenden Trend im Basiswert zu bestimmen. Steigt der Durchschnitt an und liegen die Kurse tendenziell oberhalb dessen, herrscht ein Aufwärtstrend. Kursverluste sind in einem solchen zunächst nur als Korrekturen zu werten und sollten idealerweise im Bereich des gleitenden Durchschnitts enden. An dieser Stelle sollten Sie den Durchschnitt nicht als eine Mauer, sondern eher als einen Bereich ansehen, im dem die Korrektur idealerweise beendet wird. Ein Temporäres Unterschreiten dessen ist folglich noch kein größeres Problem. Sofern der Durchschnitt seiner Funktion als Unterstützung nachkommen kann und die Kurse wieder nach oben hin abdrehen, wäre der Bereich des oberen Bollinger Bandes ein potentielles Ziel. In diesem Bereich wäre je nach eingestelltem Vielfachen der Standardabweichung das „Normalmaß“ für die Kaufwelle erschöpft und der Kurs könnte in eine neuerliche Korrektur übergehen. Kurz: in dieser Anwendung traden wir Kursbewegungen innerhalb der Bänder in Richtung des vorherrschenden Trends.

Analog kann man natürlich auch im Falle eines Abwärtstrends handeln. Notiert der Basiswert unter dem gleitenden Durchschnitt, gäbe dies dem Trader einen Anhaltspunkt dafür, dass Shortpositionen zu bevorzugen sind. Das untere Bollinger Band könnte nun als Zielbereich fungieren, wo eine Erholung einsetzen sollte. Da die Kurse nun unterhalb des Durchschnitts liegen, fungiert dieser als Widerstand und sofern der Abwärtstrend „echt“ ist, wäre in diesem Bereich mit neu aufkommendem Verkaufsinteresse zu rechnen, dem ein neues Kurstief folgt.

Wunderwaffe Bollinger Bänder?

Das Prinzip der Bollinger Bänder besticht in seiner klassischen Anwendung durch eine klare Logik. Der gleitende Durchschnitt als Trendfilter kombiniert mit der Standardabweichung, die laut Definition kaum Kurse außerhalb dessen zulässt, klingt wie eine Wunderwaffe. Abbildung 4 zeigt jedoch, dass Börse nicht immer logisch ist. Zu sehen ist die Entwicklung im DAX in den letzten Wochen. In seiner Standardeinstellung und mit den oben angeführten Regeln wird schnell offensichtlich, dass eine klare Trendbeurteilung im DAX auf Basis der BB(20, 2) mehr als schwer fiel.

Fazit

Die Bollinger Bänder gehören zu den klassischen Trendindikatoren, die aufgrund ihrer Konstruktion vielfach eingesetzt werden können. Im Kern sollen diese die Schwankungen des Basiswertes erfassen und schauen wir uns verschiedene Basiswerte inklusive der zugehörigen Bollinger Bänder an, scheint dies insofern gut zu funktionieren, als dass es kaum Kurse außerhalb der Bänder gibt. Wie so oft aber steckt der Teufel auch bei den Bollinger Bändern im Detail. Vor allem wenn es darum geht, anhand der Bollinger Bänder konkrete Handelsregeln abzuleiten, die auch profitabel sind, wird es kompliziert(er). Die einfache Argumentation wie in diesem Artikel vorgestellt, reicht hierfür nicht mehr aus. Wie gut sind die Unterstützungen und Widerstände auf Basis der Bänder wirklich? Wie ist ein Ausbruch aus dem Band zu werten? Liegt dann ein überkaufter/überverkaufter Markt vor oder handelt es sich vielleicht um einen Impuls in Richtung des Ausbruchs? Diesen Fragen bin ich weiteren Artikeln nachgegangen, die Sie im Einsteiger- und Wissensbereich von godmode-trader nachlesen können. Hier ein Beispiel: Bollinger Bänder in der Praxis!

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW45

DAX-Tagesausblick: DAX Vorwochenverluste komplett ausradiert!

Der DAX kennt momentan keine Widerstände. Der Index ist schon bis 12600 vorgedrungen und hat die beiden 200 Tage Linien und den Tages-Kijun zurückerobert. Die DAX Prognose...

DAX Widerstände: 12600 + 12715 + 12850 + 13150 + 13460/13600
DAX Unterstützungen: 12378/12360 + 12300 + 12250 + 12070 + 11888 + 11785

DAX Prognose

  • Der DAX kennt momentan keine Widerstände.
    Der Index ist schon bis 12600 vorgedrungen und hat die beiden 200 Tage Linien und den Tages-Kijun zurückerobert.
    Die zurückeroberten Tageskerzenchart-Parameter wirken fortan wieder stützend bei 12378, 12301 und 12070.
  • Bei 12600 habe ich zudem eine Schaltstelle ausgemacht, deren Überschreiten hinreichend nachweisen würde, dass kein Abwärtszyklus mehr vorliegt.
    Gefühlt ist es freilich jetzt schon so, das kann ja sicher keine bärische Flagge sein diese DAX "Rakete" von 11450?!!
  • Oberhalb von 12600 ist mit Anstiegen bis 13150 zu rechnen.
  • Ein Blick auf den DAX FUTURE: Der FDAX konsolidiert momentan etwas. Da der Rückzug nur sehr flach ausfällt sind baldige neue Hochs 1. Wahl.
  • Der DAX sollte also bei Rückzügen ab 9 Uhr die Unterstützungszone 12378/12360 einhalten. Vielleicht reichen sogar schon 12450/12430 als Tiefs aus.
  • Unter 12300 würde der DAX Chart etwas labiler aussehen. Dann wären 12070 und 11888 die Ziele. Aber auch das wäre nur ein Pullback vor weiteren Hochs bei 12600.
  • Verkaufssignale gäbe es unter 11450 für das Ziel 11025 und 10280/10250.

Fazit: Alle Vorwochenverluste sind ausgeglichen, letzte Woche -1200 Punkte abwärts, diese Woche +1200 aufwärts!
Das nennt man "ein Zeichen"!

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

ALLIANZ - Zahlen über Erwartungen

Die Allianz Aktie erholte sich in den letzten Tagen deutlich, Kann diese Bewegung nach den aktuellen Zahlen weitergehen?

Allianz hat im dritten Quartal einen Umsatz von 31,4 Mrd. EUR (-6,1 % y/y), ein operatives Ergebnis von 2,91 Mrd. EUR (Prognose: 2,65 Mrd. EUR, VJ: 2,98 Mrd. EUR) und ein Nettoergebnis nach Minderheiten von 2,063 Mrd. EUR (Prognose: 1,616 Mrd. EUR, VJ: 1,947 Mrd. EUR) erzielt. Combined Ratio 94,5 % (Prognose: 95,9 %, VJ: 94,3 %). Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der COVID-19- Pandemie hat der Vorstand der Allianz SE entschieden, das bisher ausgesetzte Aktienrückkaufprogramm 2020 einzustellen und den noch ausstehenden Teil des Programms in Höhe von 750 Millionen Euro nicht mehr auszuführen.
Quelle: Guidants News

Die Allianz-Aktie wurde im Coronacrash im Februar und März 2020 von einem Mehrjahreshoch bei 232,60 EUR auf ein Tief bei 117,10 EUR abverkauft. In diesem Abverkauf näherte sich die Aktie ihrem Aufwärtstrend seit November 2008 stark an. Sie drehte aber etwas drüber nach oben ab und erholte sich bis 05. Juni an den Widerstand bei 195,80 EUR.

Anschließend lief sie in einem symmetrischen Dreieck seitwärts. Am 21. September erfolgte der Ausbruch nach unten, was einen Rückfall auf 148,60 EUR und damit auf das noch offene Aufwärtsgap vom 18. Mai 2020 auslöste. In den letzten Tagen erholte sich der Wert stark und kletterte an den EMA 50, der aktuell bei 167,05 EUR verläuft.

Im vorbörslichen Handel reagiert die Aktie zunächst trotz fallender Märkte positiv auf diese Zahlen. Sie notiert um 08.27 Uhr bei L&S 1,05 % über dem gestrigen Schlusskurs auf Xetra.

Geht die Erholung weiter?

Die aktuelle Erholung könnte also noch etwas andauern. Allerdings läuft die Allianz-Aktie langsam in einen wichtigen Widerstandsbereich hinein. Nach dem EMA 50 liegt bei 170,12 EUR eine erste weiter Hürde. Die nächste läge bei ca. 175,50 EUR. Diese wäre deutlich wichtiger. An beiden Hürden können allerdings Gewinnmitnahmen einsetzen, die zu einem Rücksetzer in Richtung 160,00 EUR führen könnten. Erst mit einem stabilen Ausbruch über 175,50 EUR würde sich der Aktie weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung 184 EUR oder sogar 195,80 EUR eröffnen.

DELIVERY HERO - Ausbruch geschafft

Die Delivery Hero Aktie war der große Gewinner in den letzten beiden Handelstagen im DAX. War das der Anfang einer Rally oder droht schon wieder das Ende der Rally?

Die Aktie von Delivery Hero befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung kletterte die Aktie am 06. Juli 2020 ein Allzeithoch bei 106,20 EUR.

Widerstände: 115,30 + 130,00
Unterstützungen: 106,20 + 103,00 + 97,32 + 92,14

Anschließend setzte eine Konsolidierung ein, welche die Aktie auf ein Tief bei 85,24 EUR führte. Mitte Oktober attackierte der Wert erstmals den Abwärtstrend seit Juli, ein stabiler Ausbruch gelang allerdings noch nicht. Dies änderte sich in den letzten beiden Tagen. Mit zwei langen weißen Kerzen brach die Aktie über den Abwärtstrend und auf ein neues Allzeithoch aus.

Wo bieten sich neue Chancen?

Mit diesem Ausbruch hat sich der Wert weiteres Aufwärtspotenzial auf mittelfristige Sicht verschafft. Ein Anstieg über 130 EUR ist durchaus möglich. Ganz kurzfristig könnte es allerdings zu einem Rücksetzer in Richtung 106,20 EUR oder sogar ca. 103 EUR kommen. Sollte die Aktie allerdings in den gebrochenen Abwärtstrend zurückfallen, wofür aktuell ein Tagesschlusskur unter 103,00 EUR notwendig ist, dann würde sich das Chartbild wieder eintrüben. In diesem Fall könnte es zu einem erneuten Rückfall in Richtung 85,24 EUR kommen.

GOLD – Da ist der Ausbruch!

Nach monatelanger Lethargie und leichtem Abwärtstrend kann sich Gold aus dieser Schlinge befreien. Jetzt steht das technische Kaufsignal.
Nach der sagenhaften monatelangen Rally fand der Goldpreis seinen Höhepunkt bei 2.074.98 USD. Seitdem jetzt das Edelmetall zur Korrektur an, was jedoch bereits überfällig war. Bei 1.848,74 USD wurde der bisherige Tiefpunkt dieses Rücklaufs markiert. Schien es noch so als würde nach einer kurzen Erholung der Goldpreis wieder nach unten kippen, wurde in den letzten Handelstagen wieder kräftig zugekauft. Vor allem durch die Unsicherheit der US-Wahl suchen Anleger den sicheren Hafen Gold. Dieser Ausbruch könnte nun Folgen haben.
Kurzfristig bullisch
Durch den dynamischen Ausbruch und die aktuelle Unsicherheit könnte es bei Gold zu weiteren Aufschlägen kommen. Möglich wäre ein kurzer Rücklauf, ehe weitere Ziele auf der Oberseite angelaufen werden. Die nächsten Widerstände befinden sich bei ≈1.972-1.976 USD sowie bei 2000 USD. Ob dann der finale Durchbruch gelingen kann und das Allzeithoch attackiert wird bleibt abzuwarten. Vorerst jedoch sind die genannten Levels im Rahmen einer Kaufwelle die nächsten Kursziele.
Erst wenn Gold unter 1.900 USD zurückfällt, muss der möglichen Rally eine Absage erteilt werden. In diesem Fall geht es mit hoher Wahrscheinlichkeit zurück zum Zwischentief bei 1.848,74 USD.

Erfolgreiches Trading von Small-Caps!

So genannte Small-Caps erfreuen sich bei privaten Tradern einer extrem hohen Beliebtheit, schließlich kann man mit ihnen den großen Wurf landen!

Bei Small-Caps handelt es sich um volumenschwache Aktien. In diesen Aktien wird so selten gehandelt, dass man es schon an den Kerzen sehen kann, dass es sich um einen Small-Cap handelt. Ein gutes Beispiel dafür ist die DFV-Aktie, vor allen Dingen in 2019, aber auch noch in diesem Jahr.

Was macht diese Small-Caps so interessant?

Warum sich diese Aktien einer hohen Beliebtheit erfreuen, dürfte beim Blick auf den Kursverlauf von DFV deutlich werden. Wenn eine solche Aktie mal in Schwung kommt, sind aus dem Stand heraus 100 % und auch noch viel mehr innerhalb kürzester Zeit möglich. Da braucht man noch nicht einmal einen Hebel, um enorme Renditen zu erzielen.

Aber auch langfristig erscheinen solche Werte höchst lukrativ. Wir alle kennen die Storys von Facebook, Amazon, Netflix, Apple und Tesla. Oder wer mit Aktien nichts anfangen kann, darf sich gerne die eine oder andere Kontowährung anschauen. Hier können über Monate und Jahre extreme Renditen erzielt werden und wer träumt nicht davon, an der Börse so richtig abzuräumen?

Die Realität sieht gänzlich anders aus!

An den Chancen, die der Handel von Small-Caps mit sich bringt, ist nicht zu rütteln. Die oben genannten Aktien sind ja der beste Beweis dafür, wie riesig die Gewinne sein können oder hätten sie nicht gern schon seit 1998 ein paar Apple-Aktie im Depot? Splitbereinigt kostete eine Aktie damals nicht einmal 0,15 USD. Wo stehen wir heute?

Von dieser Rendite geblendet, übersehen viele Spekulanten (um das Wort Zocker zu vermeiden) das große Problem von Small-Caps. Zur damaligen Zeit sind viele Apples, Amazons, Netflix & Co. zum Rennen in einem neuen Wachstumsmarkt angetreten. Wie viele davon gibt es heute noch? Wie viele Aktien haben auch nur ansatzweise eine solche Performance hinlegen können? Und vor allen Dingen, ließ sich schon zu Beginn erahnen, wer es am Ende wirklich schaffen wird? Ich habe da so meine Zweifel!

Immer das gleiche Spiel!

Wenn wir uns mit Small Caps beschäftigen, geht es am Ende immer um die Frage, welches der Unternehmen schafft den großen Sprung und kann aus dem Schatten heraustreten und sich wirklich am Markt etablieren. Aber selbst, wenn dies nicht gelingt, sehen wir bei vielen Small-Caps zwischenzeitlich immer wieder große Kurssprünge, auch wenn die meist wieder abverkauft werden.

In der Regel kommt es dann zu solchen Entwicklungen, wenn wieder einmal die nächste „Kuh durchs Dorf getrieben wird“. In Foren und Co. stürzt man sich auf extrem kleine Aktien, pusht diese aufgrund von vermeintlich positiven Nachrichten und kann dann innerhalb kürzester Zeit starke Kursgewinne verzeichnen, vorausgesetzt man ist früh investiert. Anleger verwechseln dabei die starken Kursgewinne mit „fundamentalem Fleisch“. Natürlich sind die News der Auslöser (hoffentlich gibt es eine News und nicht nur Stimmungsmache), dieser rechtfertigt aber selten eine Verdopplung oder Verdreifachung des Marktwertes innerhalb kürzester Zeit. Vielmehr kommen die starken Kursbewegungen deshalb zustande, weil es sich um einen marktengen Wert handelt. Schauen wir einfach nur noch einmal auf die DFV-Aktie.

In DFV wurde vor dem ersten Kurssprung so wenig gehandelt, dass ein Investor mit einer Investitionssumme von nur 10.000 oder 20.000 EUR problemlos selbst eine Mega-Rally auslösen kann. Wenn dann aber solche Aktien in Foren und Co. präsentiert werden, finden sich schnell Summen von 100.000 und mehr Euro, die alle durch ein Nadelöhr in der Aktie investiert werden wollen. Dies und nicht ein fundamentaler Background lässt die Bewertungen so massiv steigen. Wenn dann keiner mehr da ist, der aus Angst den nächsten Hype zu verpassen, kauft, fällt die Aktie Stück für Stück wieder auf das Ausgangsniveau zurück - typisch Small-Cap! Wer es nicht glaubt, schauen Sie sich nur den Hype um Corona und potentielle Impfstoffe an. Immer das gleiche Spiel, seit Jahrzehnten!

Wie sieht professionelles Small-Cap-Trading aus?

Wenn wir uns jetzt anschauen, wie man in diesem Umfeld professionell agieren sollte, muss man sich immer vor Augen halten, dass wir an dem bisher beschriebenen Grundprinzip nichts ändert werden. Ganz im Gegenteil, wir wollen es professionell für uns nutzen (ohne rechtliche Grauzonen auszunutzen oder gar illegal zu agieren).

In meinen Augen heißt das Zauberwort ganz klar Portfoliobildung. Alles beginnt mit einer grundlegenden Recherche im fundamentalen/technischen Bereich, um nach Small-Caps in möglichen Zukunftsmärkten Ausschau zu halten. Bei dieser Suche werden wir wahrscheinlich sehr viele Aktien finden, die grundlegend infrage kommen. Um die Auswahl ein wenig einzugrenzen, sollte man sich die Unternehmen genauer anschauen und das betrifft sowohl das Zahlenwerk, aber auch das Management und Co. Man möchte mit dieser Vorauswahl einfach keine absoluten Luftnummern im Depot haben.

Sofern man eine entsprechende Auswahl eingrenzen konnte, wird man in allen Aktien zu möglichst günstigen Kursen einsteigen. Wir suchen nach Konsolidierungen, Korrekturen. Wir suchen weder nach schon laufenden Hypes noch nach laufenden Crashs.

Mit der so erfolgten Vorauswahl wollen wir vor allem eines: das große Drama vermeiden! Für den angestrebten Gewinn ist etwas anderes relevant. Wir setzen nicht auf eine Aktie, wir handeln ein Portfolio vieler „solider“ Kandidaten! Wir setzen nicht auf den „Lucky Punch“! Wir vertrauen nicht auf unser Glück und wir halten uns auch nicht für die Könige der Welt, die mit der Fähigkeit gesegnet sind, 20 Jahre in die Zukunft zu schauen. Natürlich hilft uns Erfahrung dabei, besser zu werden, womit wir unsere Chancen pushen können. Aber auch dann werden wir unser Kapital breitstreuen denn der Grund ist einfach:

Am Ende wird es nur ein, zwei oder drei neue Amazons geben!

Und was ist mit dem Rest? Nichts! Ein hoffentlich sehr geringer Teil der bei uns im Portfolio liegenden Aktien wird wahrscheinlich starke Verluste einfahren. Der überwiegende Teil der Aktien wird in Summe ein eher ausgeglichenes bis leicht positives Ergebnis bringen. Einige wenige Aktien werden tatsächlich spürbare Gewinner sein! Und die mit Abstand wenigsten Aktien sind die, mit denen wir angeben können. Das sind die Aktien, die nicht 100 oder 200, sondern eher 500 und 1.000 % im Gewinn liegen!

Warum halte ich diese Art des Small-Cap-Tradings für die beste? Ganz einfach! Dieser Ansatz ist problemlos reproduzierbar und das ohne, dass ich mich darauf verlassen muss, in die Zukunft schauen zu können. Das Dumme dabei ist nämlich, dass dies keiner kann! Darüber dürfen auch die ganzen Storys über vermeintlich geniale Anleger nicht hinwegtäuschen, die Trends früh erkannt haben. Ich erinnere mich da an spannende Storys während des Kryptorauschs. Aber waren die Anleger wirklich genial oder hatten sie einfach nur Glück? Denken bzw. rechnen wir mal kurz nach:

Nehmen Sie 1.000 Trader, die ausschließlich Münzen für ihre Einstiege werfen und jedes Mal All in gehen. Verlieren sie, ist alles weg, gewinnen sie, verdoppelt sich ihr Konto. Ich würde diese 1.000 Trader eher Zocker nennen, aber von diesen 1.000 Zockern werden 30!!!! nach 5 glorreichen Zufallsinvestments eine Rendite von 3.200 Prozent ausweisen, denn genau das kommt dabei raus, wenn man Hopp oder Topp spielt. Ja sie lesen richtig! Diese 30 Übertrader hatten einfach nur Glück (Fifty-Fifty-Chance)! Das Dumme ist, wir können Glück weder reproduzieren noch einfordern.

Wenn Sie also das nächste Mal was von Small-Caps und der nächsten großen Sache in Foren lesen oder wieder einmal jemandem begegnen, denken Sie hoffentlich an die obigen Worte, ein wenig mehr Skepsis ist in diesem Umfeld angebracht. Man kann mit diesem Trading- / Investmentstil sehr viel Geld verdienen, aber ich würde das lieber auf eine solide Basis stellen und mich nicht auf mein Glück verlassen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg

Ihr Tradingcoach
Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW44

MDAX - Erholung nur ein Strohfeuer

Nach einem bärischen Doppeltop entlud sich beim MDAX in den vergangenen Tagen eine steile Verkaufswelle, die in dieser Woche ein Verkaufssignal auslöste. Nach rund 10% Einbruch binnen zweier Wochen könnte jetzt eine leichte Erholung folgen. Mehr aber auch nicht.

In der letzten Analyse zum MDAX hatte ich auf die bärische Umkehrformation des Diamanten hingewiesen, die sich beim Nebenwerteindex ab Ende August entwickelte. Sie wurde Ende September auch nach unten aufgelöst, allerdings gelang den Bullen an der Unterstützung bei 26.007 Punkten ein letzter Konter. Dieser scheiterte am Jahreshoch, womit sich bei 26.176 Punkten ein bärisches Doppeltop herausbildete. Der scharfe Einbruch der letzten Tage führte den Index unter die 26.007 Punkte-Marke und aktivierte damit das kurzfristige Trendwendesignal.

Erholung als Vorbereitung auf nächste Verkaufswelle

Auf Basis der Verkaufswelle seit dem 12.Oktober ergeben sich kurzfristige Abwärtsziele bei 25.500 Punkten und darunter bei 25.168 und 25.040 Punkten. Zunächst dürfte es jetzt dennoch zu einem Rücklauf bis 25.875 Punkten und darüber an die frühere Unterstützung bei 26.007 Punkten kommen. Nach einem solchen bärischen Pullback wäre die nächste Abverkaufsbewegung mit den genannten Zielen zu erwarten.

Sollte der Index im weiteren Verlauf deutlich unter 25.000 Punkte fallen, käme es zu einem Test der langfristigen Aufwärtstrendlinie auf Höhe der Unterstützung bei 24.791 Punkten. Dieser Kreuzsupport könnte den Kursrutsch stoppen. Darunter wäre allerdings ein steiler Einbruch bis 24.122 -24.195 Punkte nicht mehr auszuschließen.

Eine Rückeroberung der 26.007 Punkte-Marke wäre dagegen alleine noch nicht ausreichend, um den Abwärtstrend zu beenden. Sie könnte jedoch eine Erholung bis 26.250 und darüber ggf. 26.500 Punkte auslösen, ehe der nächste Abverkauf starten kann.

DRÄGERWERK - Ziehen die Kurse bald wieder an?

Wirklich überzeugen konnten die Käufer in Drägerwerk zuletzt nicht, auch nicht gestern nach den Quartalszahlen.

Die Drägerwerk Aktie war eine der ganz großen Gewinner der Corona-Krise. Die Aktie machte als Hersteller von Beatmungsgeräten den Kurssturz im Februar/März nicht mit und stieg stattdessen bis auf ein Hoch bei 108,50 EUR an. Die Aktie war damit so teuer wie seit Sommer 2017 nicht mehr und konnte sich in kurzer Zeit mehr als verdoppeln. Dabei ging es extrem volatil zu.

Dem Sturm folgte, wie kann es anders sein, die Ruhe. Der Markt sah sich ab April die Rahmendaten noch einmal etwas genauer an und merkte, dass er übertrieben hat. Die Folge war eine ausgedehnte Konsolidierung, wobei sich der Preisbereich ab 65 EUR als wichtige Unterstützung herausgestellt hat. In der Nähe dieser Unterstützungszone wird die Aktie auch momentan wieder gehandelt. Idealerweise kehren hier die Käufer zurück und die Kurse können im Gegenzug auf 80 und vielleicht sogar 90 EUR ansteigen. Dort trifft man auf die jeweils federführenden Widerstände seit April.

Fundamental weiter mit Rückenwind?

Fundamental rollt leider die zweite Corona-Welle auf uns zu und inwieweit dies auch noch einmal bei Drägerwerk zu neuen Aufträgen führen könnte, bleibt abzuwarten. Die Chance dafür wäre natürlich vorhanden, darauf zu setzen ist jedoch spekulativ. Zudem legte das Unternehmen gestern Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Hier die Meldung von Guidants News: "Drägerwerk erzielt im 1.-3. Quartal einen Umsatz von €2,29 Mrd (VJ: €1,89 Mrd), einen Auftragseingang von €3,03 Mrd (VJ: €2,01 Mrd), ein Ebitda von €319,1 Mio (VJ: €87,5 Mio), ein Ebit von €228,3 Mio (VJ: -€2,9 Mio) und ein Ergebnis nach Ertragsteuern von €135,2 Mio (VJ: -€10,9 Mio). Ausblick bestätigt.
Quelle: Guidants News

Vorsicht, wenn…

Problematisch wird es für die Aktie, sollte der Preisbereich bis hin zu ca. 63 EUR bärisch gebrochen werden. Bei einem nachhaltigen Comeback der Bullen könnten die Kurse anschließend wieder bis in den Preisbereich bei 50 EUR und die dortige Unterstützung nachgeben.

E.ON - Abwärtsziel naht und jetzt?

Die E.ON Aktie stand in den letzten Tagen deutlich unter Druck und erreichte gestern ein wichtiges Abwärtsziel. Ist damit die Grundlage für eine Erholung bereits geschaffen oder geht die Abwärtsbewegung weiter?

Die E.ON Aktie startete am 23. März 2020 nach einem Tief bei 7,60 EUR zu einer größeren Erholung und kletterte dabei auf ein Hoch bei 10,81 EUR.

Widerstände: 9,28 + 10,00
Unterstützungen: 8,70 + 8,00

Anschließend bildete die Aktie eine- SKS-Topformation aus. Am 14. September fiel der Wert unter die Nackenlinie dieser Formation ab und vollendete sie damit. Gestern erreichte er das Ziel aus dieser Formation, das mit dem log. 61,8%-Retracement der Aufwärtsbewegung ab März 2020 bei 8,70 EUR beinahe exakt übereinstimmt.

Kaufwelle noch nicht in Sicht

Um diese Unterstützung bei 8,70 EUR dürfte die E.ON-Aktie heute hart kämpfen. Aktuell ist die Gefahr eines Rückfalls darunter ziemlich hoch. Kommt es dazu, dann wären weitere Abgaben in Richtung 8,00 EUR möglich. Ein prozyklisches Kaufsignal ergäbe sich erst mit einem Ausbruch über 9,28 EUR. Dann wäre eine Erholung in Richtung 10,00-10,15 EUR möglich.

PALLADIUM - Bullen bislang ohne Chance

Tagesausblick für Freitag, 30. Oktober 2020: Die enorme Verkaufswelle der letzten Tage erschüttert den Aufwärtstrend bei Palladium, der immerhin schon seit Juli Bestand hat. Ein paar Unterstützungen könnten sich dem Trendwechsel aber noch in den Weg stellen.

Intraday Widerstände: 2.248 + 2.311 + 2.405
Intraday Unterstützungen: 2.150 + 2.084 + 1.997

Rückblick: In den vergangenen Tagen setzte bei Palladium eine massive Verkaufswelle ein, die den Wert regelrecht unter die Unterstützungen bei 2.311 USD und 2.248 USD prügelte. Die vorherige Kaufwelle, die kurzzeitig sogar schon über den Widerstand bei 2.405 USD und damit zu einem bullischen Signal geführt hatte, wurde komplett neutralisiert. Aktuell müssen die Bullen aufpassen, dass sich der Einbruch nicht direkt fortsetzt.

Charttechnischer Ausblick: Im gestrigen Handel erreichte die Verkaufswelle bereits die Unterstützung bei 2.150 USD. Sollte diese jetzt auch dem Ansturm der Bären zum Opfer fallen, käme es zu weiteren ungebremsten Abgaben bis 2.084 USD. An dieser markanten Unterstützung wäre eine Erholung wichtig, um nicht den kompletten Anstieg seit Juli infrage zu stellen. Darunter dürfte es allerdings zu weiteren Verlusten bis 1.997 und ggf. bis 1.900 USD kommen.

Sollte die Käuferseite dagegen jetzt schon erfolgreich einschreiten können, wäre ein Anstieg bis 2.248 USD möglich. Doch erst bei Kursen über dieser Marke wäre die Gefahr eines weiteren massiven Abverkaufs gebannt.

Wenn Trendtrading zum Problem wird!

Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen! Wer kennt ihn nicht, diesen so wahren Satz. Wie schwer es fällt, diese Tradingweisheit umzusetzen, ist bekannt. Aber es gibt noch ein Problem, was kaum einer auf dem Schirm hat.

Wer nicht gerade erst heute mit dem Trading bzw. dem Investieren am Aktienmarkt begonnen hat, dem wird das Sprichwort „Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen“ wahrscheinlich höchst bekannt vorkommen. Der Sinn dahinter ist schnell erklärt: Wer im Rahmen eines Gewinntrades viel verdient, kann sich zwischenzeitlich auch eine ganze Menge an Verlusten leisten und steht am Ende immer noch als Sieger da.

So gut dieses Prinzip in der Theorie auch ist, so schwer fällt es mir als Tradingcoach, dieses auch pauschal jedem zu empfehlen. Im Grunde beschreibt das Prinzip einen klassischen Trendtrader und machen wir uns nichts vor, nicht jeder ist für den Handel von Trends geeignet. Ich selbst beispielsweise habe nicht die Geduld, viele Kerzen abzuwarten, bevor ich aussteigen darf. Das fällt mir selbst im Minutenchart relativ schwer.

Ein kleines und unscheinbares Problem abseits der Tradingnische!

Die Frage, ob man grundlegend für das Trendtrading geeignet ist (ist man in der richtigen Tradingnische?), möchte ich an dieser Stelle aber gar nicht in den Mittelpunkt stellen. Vielmehr möchte ich auf ein großes Problem im Rahmen des Trendtradings aufmerksam machen, welches nicht so offensichtlich ist. Am besten lässt sich dies an einem Beispiel erklären. Betrachten wir zunächst folgenden Chart:

Im abgebildeten Ausschnitt sehen wir den Deutschen Aktienindex auf 15-Minutenbasis. Sie können den Chart durch jeden anderen ersetzen, das Prinzip/Problem ist das gleiche. Nehmen wir einmal an, ihre Strategie kauft kleinere Böden. Dabei möchten Sie sehr früh in einen potentiell neuen Aufwärtstrend einsteigen und haben die Hoffnung, dass die Position im Anschluss relativ weit läuft (Sie wollen Trends handeln).

Wenn Sie den obigen Chart genauer betrachten, werden Sie natürlich sehr schnell auf den schönen Aufwärtstrend aufmerksam werden, der sich in den letzten Tagen etablieren konnte. Ein wirklich schöner Trade, der mit einem typischen 123-Muster eingeleitet wurde.

Bei genauerem Hinsehen aber erkennen wir, dass es fast täglich einen Versuch der Bullen gab, einen Trend zu etablieren. Nur haben diese nicht funktioniert. Genau das macht das Trendtrading aus. Die starken Trends sind eher selten, Versuche in diese Richtung gibt es jedoch viele. In Tradingsprache übersetzt bedeutet dies, dass die Trefferquote eher bescheiden ist.

Wenn Trendtrading teuer wird!

Fassen wir bisher zusammen: Wer Trends handelt, sollte mit diesem Tradingstil „emotional klarkommen“. Das bedeutet auch, mit einer naturgemäß kleineren Trefferquote umgehen zu können und um unter dieser Bedingung profitabel zu sein, muss man zwangsweise Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen.

Das ist für viele Trader schon eine Herausforderung. Aber es gibt noch einen praktischen Stolperstein, den alle übersehen! Sie können es sich als Trendtrader nämlich nicht leisten, den Trend zu verpassen. Aus vielen kleinen Verlusten wird nämlich dann ein extrem unprofitabel ist Trading, wenn Sie die wenigen großen Gewinntrades nicht umsetzen.

Diese Problematik ist in der Realität ein echtes Problem und wird umso relevanter, umso aktiver das Trendtrading ist. Viele handeln nebenberuflich. Dabei richtet sich die Börse nicht nach ihren Arbeitszeiten im Beruf. Können Sie wirklich sicherstellen, dass Sie die Trends auch wirklich erwischen? Kennen Sie Situationen, in denen Sie mit ihrer Meinung richtig lagen, aber zunächst ausgestoppt worden sind, nur um dann bei der abschließenden Bewegung nicht dabei zu sein?

Denken Sie einmal darüber nach! Wenn sie sich dem Trendtrading verschreiben, sollten Sie in der Lage sein, dieses auch mit Blick auf die Signalhäufigkeit konsequent umsetzen zu können. Sie können es sich nicht leisten, die wenigen Gewinntrades zu verpassen!

Mir ist diese Problematik erst in der letzten Woche wieder bewusst geworden, als ich im Dax Intraday versuchte, größere Bewegungen zu handeln. In meiner Haupthandelszeit gab es am Freitag eine ganze Reihe kurzfristiger Long-Signale. Einen wirklichen Trend aber gab es nur einmal und genau diesen habe ich verpasst, weil ich zu dieser Zeit anderweitig beschäftigt gewesen bin (siehe Chart). Für mich war dies wieder einmal eine Bestätigung dafür, beim Scalptrading zu bleiben. Ich kann einfach nicht garantieren, in diesem kurzen Zeitfenster des Minutencharts wirklich jedes Signal umsetzen zu können. Zu groß ist die Gefahr zum „ungünstigsten Zeitpunkt“ abgelenkt zu werden und so das einzig wichtige Signal zu verpassen. Eine Scalpchance hingegen zu verpassen, ist kein Problem. Die nächste könnte schon ein paar Minuten später kommen.

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW43

S&P500 und NASDAQ100 - So geht es jetzt weiter!

Konjunkturpaket kommt vor der Wahl, Konjunkturpaket kommt nicht vor der Wahl, Konjunkturpaket kommt vor der Wahl, Konjunkturpaket kommt nicht vor der Wahl. Das Paket ist Spielball der US Politik geworden.

Verlauf der Earningsseason und der Verhandlungen hinsichtlich des US Konjunkturpakets sind wichtige Themen, die das kurzfristige Kursgeschehen an den US Märkten bestimmen. Konjunkturpaket kommt vor der Wahl, Konjunkturpaket kommt nicht vor der Wahl, Konjunkturpaket kommt vor der Wahl, Konjunkturpaket kommt nicht vor der Wahl. Das Paket ist Spielball der US Politik geworden.

S&P500

Die mehrtägige Korrektur verläuft in einer bullischen Flagge. Innerhalb der Flagge bildet sich ein Range-Bottom aus. Steigt der S&P 500 Index überzeugend über 3.470 Punkte an, aktiviert das ein mehrtägiges bis mehrwöchiges Kaufsignal mit Projektionszielen bei 3.550 und 3.630 Punkten. Ohne das Überschreiten der 3.470 liegt kein Kaufsignal vor. Also: Abwarten und beobachten, bis der Index die 3.470 überwinden kann.

Nasdaq100

Die mehrtägige Korrektur im Nasdaq100 Index verläuft in einem bullischen Keil. Unter dem EMA50 auf H4 Basis, der sich bei 11.781 Punkten durch den Chart schlängelt, bildet sich zudem so etwas wie ein kleiner Tripple Bottom aus. Steigt der Nasdaq100 überzeugend über 11.781 Punkte an, aktiviert das ein kurzfristiges Kaufsignal mit kurzfristiger Zielprojektion 12.200 Punkte. Ohne das Überschreiten der 11.781 liegt kein Kaufsignal vor. Also: Abwarten und beobachten, bis der Index die 11.781 überwinden kann.

DEUTSCHE BÖRSE - Chance für die Bullen

Die Deutsche Börse Aktie zeigte sich in den letzten Wochen in keiner guten Verfassung. Ändert sich das wieder oder dauert die Abwärtsbewegung noch länger an?

Die Deutsche Börse Aktie markierte am 22. Juli 2020 ihr aktuelles Allzeithoch bei 170,15 EUR.

Widerstände: 145,20 + 148,45 + 158,90
Unterstützungen: 136,32 + 136,04 + 133,25

Seit diesem Hoch konsolidiert die Aktie. Dabei fiel sie im gestrigen Handel auf die untere Begrenzung der Konsolidierungsbewegung zurück. Gleichzeitig fiel sie auch noch auf den Unterstützungsbereich zwischen 136,32 EUR und 133,25 EUR zurück. Innerhalb dieses Bereichs liegt auch das log. 38,2 %-Retracement der Aufwärtsbewegung ab dem Tief aus dem März 2020. Die Aktie ist gestern also auf einen sehr wichtigen Unterstützungsbereich zurückgefallen.

Kommen jetzt die Bullen aus der Deckung?

Die Aktie der Deutschen Börse hat nun die Chancen einen Boden auszubilden und nachfolgend in eine neue Rallyphase überzugehen. Ein erstes prozyklisches Kaufsignal entstünde mit einem Ausbruch über den Abwärtstrend seit Juli. Dieser liegt heute bei ca. 148,45 EUR. Ein Ausbruch über diesen Trend würde Platz für eine Rally in Richtung des Allzeithochs schaffen. Sollte der Wert allerdings unter 133,25 EUR abfallen, könnte die Korrektur in Richtung 117,08 EUR weitergehen.

INTEL - Nach Zahlen mit Einbruch auf Jahrestiefs?

Der Chipriese Intel veröffentlichte gestern nachbörslich die Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Insbesondere das Cloudgeschäft enttäuschte die Anleger, die den Wert nachbörslich rund 9% einbrechen ließen. Damit stünde die Aktie fast wieder am Julitief.

Die Meldungen der vergangenen Nacht: Intel Aktie trifft im dritten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $1,10 die Analystenschätzungen. Umsatz mit $18,3 Mrd. über den Erwartungen von $18,22 Mrd. Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

Intel: Cloud-Umsatz steigt zum Vorjahr um 15 Prozent, Enterprise und Government-Umsatz der Data Center Group sinkt Covid19-bedingt um 47 Prozent. PC-Umsatz plus 1 Prozent. Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

Intel wurde im gestrigen nachbörslichen Handel bis unter die 50,00 USD-Marke abverkauft (letzter nachbörslicher Kurs 48,85 USD, -9,37 %, im Chart violett markiert; Quelle: nasdaq.com). Der Umsatzrückgang im Bereich der Rechenzentren, eine nur minimale Steigerung im Kerngeschäft Computerprozessoren und insgesamt ein Gewinnrückgang um rund ein Viertel konnte die Anleger augenscheinlich nicht überzeugen.

Nur zurück zum Julitief oder gleich zum Jahrestief?

Charttechnisch bleibt die Erholung der letzten Wochen damit eine Eintagsfliege im intakten Abwärtstrend. Das Erreichen der 138,2 %-Projektion auf Höhe der Widerstandsmarke bei 55,93 USD war bereits das Höchste der Gefühle.

Der sich abzeichnende Einbruch attackiert auch direkt den Support bei 48,42 USD. Sollte dieser nicht für einen kleinen Konter in Richtung 50,80 und 51,28 USD genutzt werden, könnte es direkt weiter zur 46,97 USD-Marke gehen. Darunter wäre das Jahrestief bei 43,63 USD die nächste Auffangstation für den Abverkauf.

Wird dort der Einbruch allerdings auch nicht gestoppt, könnten nur noch die Tiefs des Jahres 2018 bei 43,36 und 42,04 USD einen Einbruch bis 39,80 und 38,50 USD aufhalten.

Der Abverkauf wäre Stand jetzt erst aufgehalten, wenn die Aktie per Tagesschlusskurs über die Hürde bei 52,68 USD zurückfinden kann. In diesem Fall wäre ein weiterer Angriff auf den Widerstand bei 55,93 USD die Folge. Darüber könnte die Erholung bereits bis 57,90 und 59,59 USD führen.

PALLADIUM - Bullen arbeiten am Ausbruch

Tagesausblick für Freitag, 23. Oktober 2020: Palladium erweist sich in den letzten turbulenten Tagen als kleiner Fels in der Brandung und nähert sich aktuell erneut einer wichtigen Hürde. Sollte der Käuferseite der Ausbruch im zweiten Anlauf gelingen, dürfte dies den Wert weiter nach Norden antreiben.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.540 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.150

Rückblick: Nach dem tiefen Pullback an die obere Begrenzungslinie einer mehrwöchigen Dreiecksformation startete Palladium Ende September eine weitere Aufwärtsbewegung, die zur Fortsetzung des flachen Aufwärtstrends seit Juli führte. Anfang Oktober wurde dabei auch der Widerstand bei 2.405 USD kurzzeitig, aber nicht nachhaltig überschritten. Aktuell nähert sich Palladium der Triggermarke jedoch wieder an.

Charttechnischer Ausblick: Ein weiterer Ausbruch über die Hürde bei 2.405 USD könnte die Bullen jetzt beflügeln und zur Fortsetzung der Kaufwelle seit dem Zwischentief bei 2.150 USD führen. Ein erstes Ausbruchsziel läge bei 2.482 USD. Darüber dürfte der Widerstand bei 2.540 USD angelaufen werden. Sollte dieser nach einer Korrektur ebenfalls gebrochen werden, stünde ein Anstieg bis 2.595 USD an.

Setzt Palladium dagegen zuvor unter 2.311 USD zurück, wäre eine Korrektur bis 2.248 USD zu erwarten, ehe dort der nächste Ausbruchsversuch starten könnte. Darunter wäre dagegen ein bärisches Signal aktiv und Verluste bis 2.150 und 2.084 USD einzuplanen.

Sie brauchen eine Strategie, keine Glaskugel!

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wohin der Kurs wohl als nächstes gehen mag? Dann sollten Sie diesen Artikel lesen!

Wie jeden Mittwoch fand auch gestern Abend wieder unser wöchentliches Webinar innerhalb der Tradingausbildung statt. Im Mittelpunkt dessen standen unter anderem klassische Chartformationen, konkret am Beispiel von Schulter-Kopf-Schulter-Formationen. Wie sieht eine solche Formation aus, was ist der Hintergrund dieser und wie lassen sich mithilfe solcher Formationen Ziele ableiten bzw. Strategien entwickeln. Fragen in diese Richtung beschäftigten die teilnehmenden Trader und gerne gab ich meine Erfahrungen mit diesen Mustern weiter. Dabei fiel mir jedoch wieder einmal ein Punkt auf, der gerade bei Tradingseinsteigern für große Missverständnisse sorgt. Konkret geht es um die Frage: schaut ein professioneller Trader in die Zukunft und prognostiziert?

Nicht so trivial, wie es scheint!

Diese Frage ist gar nicht so trivial, wie sie vielleicht erscheint. Schauen Sie sich auf Guidants oder Godmode-Trader um, und Sie werden viele Analysen und in diesen immer wieder Charts mit Prognosepfeilen finden. Dabei haben wir uns auf einen Standard geeinigt. Blaue Pfeile spiegeln die Variante wider, die der Trader/Analyst favorisiert.

Die Frage, ob ein professioneller Trader in die Zukunft schaut und versucht, den weiteren Kursverlauf zu prognostizieren, dürfte angesichts dieser Erkenntnisse eindeutig ausfallen. Wenn Sie sich dann noch den Text der Analysen durchlesen, verstärkt sich dieser Eindruck weiter. In der Analyse werden nämlich die Rahmenbedingungen beschrieben, mit denen man sich in der Aktie gerade auseinandersetzen muss und welche dafür verantwortlich sind, in welche Richtung der Kurs weiterlaufen könnte.

Die Antwort auf die Frage ist also eindeutig: ja, ein professioneller Trader schaut in die Zukunft, immer und immer wieder.

Prognosen und ihre gravierenden Folgen!

Wer sich also mit dem Thema Börse und Trading beschäftigt, kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass Profis in die Zukunft schauen. Dieser Eindruck sorgt jedoch für große Schwierigkeiten bei neuen Tradern. Problemen, die sich so festigen können, dass man selbst nach 10 Jahren noch nicht erfolgreich ist (wobei dann noch andere Aspekte hinzukommen).

Der wichtigste Punkt ist wohl, dass man ein völlig falsches Bild davon bekommt, wie die Börse bzw. erfolgreiches Trading funktioniert. Es entsteht der Eindruck, als können Profis aus der unendlichen Vielzahl an möglichen Einflussfaktoren auf den Kurs, jederzeit die richtigen auswählen, diese korrekt kombinieren, um dann einen zukünftigen Verlauf zu skizzieren, der hochgradig wahrscheinlich ist. Dieses Bild sorgt dann für die typischen Fragen, die ich als Trader, Analyst und Coach immer wieder gestellt bekomme: Wohin geht der Kurs jetzt? Was sind jetzt die Ziele? Kann die Aktie weiter steigen/fallen? ...

Im Grunde aber gibt es keinen Profi, der sich hinsetzt und jedes Mal die Glaskugel bemüht, um herauszufinden, was als nächstes passiert. Tatsächlich handelt jeder Profi bestimmte Muster und der erste Schritt, ist immer der gleiche: der Trader schaut sich seine Datenbasis (beispielsweise den Chart) an und fragt sich, ob eines der ihm bekannten Muster vorliegt. Falls nicht, lässt er die Aktie einfach links liegen oder formuliert maximal ein paar allgemeingültige Aussagen, wie der Trend ist aufwärts gerichtet oder abwärts gerichtet. Er fängt aber jetzt nicht an, verschiedenste Faktoren, mit denen er noch überhaupt keine Erfahrung hat, irgendwie zu kombinieren, nur um daraus den wahrscheinlichsten Kursverlauf abzuleiten. Das wird so nicht passieren, egal wie viele Argumente sie in einer Analyse hören.

Achten Sie einmal darauf und sie werden feststellen, dass jeder Trader/Analyst im Laufe der Zeit immer wieder die gleichen Muster abspult, auf die gleichen Werkzeuge zurückgreift und in der Regel auch die gleichen Schlussfolgerungen zieht. Das sieht vielleicht nur deshalb etwas kompliziert und nach ständigen Prognosen aus, weil der Trader viele verschiedene Muster kennt und diese nutzt. Wenn er aber ein Muster kennt, dann hält er sich bei diesem natürlich an seine Erfahrung und erstellt damit natürlich eine Art von „Prognose“.

Eine ganz andere Welt

Wer sich einmal die Mühe macht, ganz bewusst auf diese Dinge zu achten, wird nicht nur schnell feststellen, dass dem so ist, sondern auch seine grundlegende Einstellung zum Thema Börse und Trading überdenken. Dieser Schritt ist in meinen Augen absolut notwendig, um erfolgreich zu sein. Kein Mensch weiß, wohin der Kurs morgen laufen wird. Das einzige was wir an der Börse machen können, ist uns an alten Erfahrungen zu orientieren und den aktuellen Kursverlauf mit diesen abzugleichen.

Erfolgreich zu sein bedeutet, eine Strategie zu haben. Eine Strategie zu haben bedeutet nicht, besonders schlau zu sein und viele verschiedene Variablen immer korrekt zu kombinieren, um den morgigen Kurs zu kennen. Eine Strategie zu haben bedeutet, auf bestimmte Erfahrungen mit bestimmten Mustern zurückzugreifen. Ist ein bekanntes Muster zu sehen, kann man eine Aussage machen, falls nicht, schaut man sich die nächste Aktie an. So einfach ist das.

Praktisch gibt es im Rahmen von Analysen aber noch einen Punkt, den man als Leser bedenken sollte. Manchmal ist ein Analyst beispielsweise aus Aktualitätsgründen dazu „gezwungen“, eine Analyse zu schreiben, obwohl eigentlich für ihn kein wirklich markantes Muster vorliegt. Mir beispielsweise geht es mit Aktien, die Quartalszahlen vorgelegt haben, so. Bezüglich solcher Aktien besteht am Tag der Quartalszahlen immer ein hohes mediales Interesse, aber nur wirklich selten sind solche Aktien direkt handelbar, zumindest ich mag dieses „Muster“ nicht.

Besser traden!

Ich hoffe, mit diesen Informationen können Sie Analysen auf Guidants oder Godmode-Trader nicht nur besser verstehen, sondern auch selbst bessere Analysen bzw. Trades entwickeln und damit erfolgreicher werden. Versuchen Sie weniger in die Zukunft zu schauen und entwickeln Sie stattdessen vernünftige Strategien. Ich hoffe, Ihnen helfen diese Zeilen auf Ihrem Weg zum Erfolg!

Gutes Gelingen,
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW42

DAX-Tagesausblick: Verschlechterung des Chartbildes!

Mit dem gestrigen Handelstag ging eine Verschlechterung des Chartbildes einher. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 12777/12780 + 12840 + 12922 + 13069
DAX Unterstützungen: 12673 + 12600 + 12400 + 12350

Rückblick:

  • Der DAX entschied sich gestern, unter 12927 zu handeln. Damit war die Abwärtsroute vorprogrammiert.

DAX Prognose

  • Der DAX steht nach dem gestrigen Tag nunmehr bärisch zur Tages-"Wolke" und zum Tages-"KIJUN" Parameter, also unter 12840.
  • Der DAX hat es heute bei 12777/12780 mit ersten, nennenswerten Widerständen zu tun (PP + KIJUN).
    Schon bei 12777/12780 könne neuerlich der Rückwärtsgang eingelegt werden, z.B. bis 12673.
  • Oberhalb von 12780 (Stundenschluss) wäre hingegen Anstiegsspielraum bis 12840 (Tages-KIJUN) und 12922 (EMA200/h1).
  • Unterhalb von 12777/12780 wären 12673 und später vor allem 12600 und 12400 (EMA200/ Tag) die Tagesziele.

Viel Erfolg am heutigen Tag!
Rocco Gräfe

BASF - Das löchrige Auffangnetz

In den letzten Tagen wurden die Anteile von BASF nach dem gescheiterten Ausbruchsversuch über die Hürde bei 54,24 EUR von einer Verkaufswelle erfasst. Diese trifft jetzt auf einen wichtigen Unterstützungsbereich. Wenige Tage vor den Quartalszahlen steht der Aufwärtstrend zur Disposition.

Nach der Verteidigung der Unterstützung bei 46,90 EUR konnte die BASF-Aktie Anfang August den vorherigen Abwärtstrend stoppen und zunächst über die Hürde bei 54,24 EUR klettern. Hier setzte eine massive Verkaufswelle ein, die allerdings von der Käuferseite noch vor weiteren Verkaufssignalen an der 50,46 EUR-Marke gestoppt wurde. Die anschließende dynamische Kaufwelle führte zwar über die Hürden bei 54,24 und 55,84 EUR, scheiterte jedoch am bisherigen Erholungshoch bei 58,40 EUR und fiel wieder unter 54,24 EUR zurück.

Der nächste Angriff läuft

Der Einbruch der letzten Tage lastet schwer und könnte mit Kursen unterhalb von 50,46 EUR auch das Ende der Erholung seit Mitte Juli nach sich ziehen. Dies könnte eine Kettenreaktion an Verkäufen auslösen, die zu einem Einbruch bis 45,90 EUR führen dürften. Hier müssten die Bullen zwingend einschreiten und die Marke verteidigen, um ein großes Verkaufssignal und einen Abverkauf bis 41,14 EUR zu verhindern.

Aus der misslichen Lage hätte sich der Wert erst bei Kursen über 54,24 EUR befreit. Von einer Fortsetzung des Aufwärtstrends und einem weiteren Angriff auf die Hürden bei 58,40 und 58,82 EUR kann man dagegen erst bei Kursen über 55,84 EUR ausgehen.

DAIMLER - Nach Zahlen Rally?

In den letzten Tagen kam es in der Daimler-Aktie zu Gewinnmitnahmen. Enden diese mit den aktuellen Zahlen oder gehen sie weiter?

Daimler erzielte ein Konzern-Ebit bei 3,07 Mrd. EUR (Konsens 1,95 Mrd. EUR). Das bereinigte Ebit liegt bei 3,48 Mrd. EUR (Konsens 2,5 Mrd. EUR). Das Ebit für Mercedes-Benz liegt bei 2,12 Mrd. EUR (Konsens 1,32 Mrd. EUR). Das bereinigtes Ebit liegt bei 2,42 Mrd (Konsens 1,78 Mrd. EUR).

Truck & Buses erzielte ein Ebit von 514 Mio. EUR (Konsens 350 Mio. EUR) und ein bereinigtes Ebit von 603 Mio. EUR (Konsens 400 Mio. EUR).

Das Ebit von Mobility liegt bei 590 Mio. EUR (Konsens 381 Mio. EUR) und das bereinigtes Ebit bei 602 Mio. EUR (Konsens 406 Mio. EUR).

Das Unternehmen erwartet angesichts der Entwicklung im dritten Quartal für den Rest des Jahres unter Berücksichtigung der Saisonalität einen positiven Effekt. Voraussetzung ist dabei, dass es zu keinen weiteren Lockdowns kommt.

Die Nettoliquidität im Industriegeschäft liegt bei 13,1 Mrd. EUR (zweites Quartal 9,5 Mrd. EUR). Der Free Cashflow im Industriegeschäft liegt bei 5,14 Mrd. (Konsens 2,97 Mrd. EUR).
Quelle: Guidants News

Diese Zahlen veröffentliche Daimler gestern am späten Abend. Die Aktie notiert zu Beginn des vorbörslichen Handels knapp 2 % über dem gestrigen Schlusskurs. Sie befindet sich seit dem Tief aus dem März 2020 bei 21,01 EUR in einer Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung durchbrach der Wert am 09. September erstmals den Abwärtstrend seit Januar 2018. Zwar fiel der Aktienkurs am 21. September noch einmal für einige Tage in diesen Trend zurück, aber seit 28. September notiert er konstant darüber. In der Spitze kletterte die Daimler-Aktie auf 49,48 EUR. Zuletzt gab es einige Gewinnmitnahmen.

Neuer Rallyschub?
Die Daimler-Aktie sollte heute mit einem deutlichen Gewinn in den Tag starten. Wenn sie diesen über den Tag halten kann, dann bestünde die Möglichkeit zu einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung seit März 2020. Dabei könnte der Wert in Richtung 54,50 EUR und vielleicht sogar 59,10 EUR ansteigen. Sollte die Aktie allerdings unter dem EMA 50 bei aktuell 44,75 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 41,49 EUR drohen.

PALLADIUM - Kein Durchkommen auf der Oberseite

Tagesausblick für Freitag, 16. Oktober 2020: Palladium drehte zuletzt gleich nach dem an sich bullischen Ausbruch über die Hürde bei 2.405 USD wieder nach Süden ab. Diese vertane Chance dürfte sich negativ auf den Kursverlauf der kommenden Tage auswirken.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.540 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.150

Rückblick: Ende August brach Palladium aus einem Dreiecksmuster nach oben aus und überwand auch die Hürde bei 2.311 USD. Nach einer tiefen Korrektur setzte sich diese Aufwärtstendenz ausgehend von 2.150 USD zwar fort, scheiterte zuletzt jedoch an der Hürde bei 2.405 USD: Direkt nach dem Anstieg über die Marke wurde der Wert von einer Verkaufswelle erfasst, die jetzt wieder an die 2.311 USD-Marke führt.

Charttechnischer Ausblick: Solange die Unterstützung bei 2.248 USD nicht gebrochen wurde, haben die Bullen bei Palladium eine letzte Chance, den Anstieg in Richtung 2.405 USD fortzusetzen. Sollte die Hürde überschritten und anschließend auch das Zwischenhoch bei 2.438 USD überwunden werden, käme es zu einer Kaufwelle bis 2.540 USD.

Unterhalb von 2.248 USD wäre der Anstieg dagegen neutralisiert und ein Einbruch bis 2.150 USD die Folge. Darunter würden sich die Anzeichen für eine neue große Abwärtsbewegung verdichten und Abgaben bis 2.084 USD einsetzen.

Gute Aktien finden mit dem Fünf-Faktoren-Modell

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen genau die Aktien finden, die die höchste Rendite versprechen: Das Fünf-Faktoren-Modell macht es möglich.

Es gibt viele Methoden zur Suche nach "guten" Aktien, aber nur wenige, die akademischen Standards entsprechen und auch in der Wissenschaft anerkannt sind. Das hat vor allem damit zu tun, dass die etablierte Finanzwissenschaft lange Zeit davon ausging, dass sich die Performance von Aktien gar nicht systematisch vorhersagen lässt - weder mit Methoden der Technischen Analyse, noch mit Hilfe von Fundamentalanalyse. Basis der akademischen Auseinandersetzung mit den Finanzmärkten war lange Zeit das sogenannte Capital Asset Pricing Model (CAPM) und die sogenannte Markteffizienzhypothese. Nach dem CAPM hängt die mit einer Wertpapierinvestition erzielbare Rendite ausschließlich von der (nicht vorhersagbaren) Gesamtmarktrendite und einem wertpapierspezifischen Risikofaktor (Beta) ab. Je höher das Risiko eines Wertpapiers, desto höher auch die erzielbare Rendite, je geringer das Risiko, desto geringer die Rendite. Die Markteffizienzhypothese besagt, dass sämtliche relevanten Informationen sofort in den Kurs eines Wertpapiers eingepreist werden und sich deshalb keine systematischen Überrenditen erzielen lassen, ohne auch ein größeres Risiko einzugehen.

Doch auch in der akademischen Literatur setzte sich mit der Zeit die Erkenntnis durch, dass das CAPM wohl nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Denn bereits vor mehreren Jahrzehnten wurde festgestellt, dass Aktien mit bestimmten Kriterien auf lange Sicht eine Überrendite gegenüber dem Gesamtmarkt zeigen. Die Markteffizienzhypothese wurde zwar nicht aufgegeben, sie wurde aber an einer wichtigen Stelle modifiziert.

Drei-Faktoren-Modell: "Klein" und "billig" ermöglichen Überrenditen

Statt des einzelnen Beta-Faktors aus der CAPM, der das Risiko (und damit auch die Rendite) eines bestimmten Typs von Wertpapieren angibt, identifizierten die Wissenschaftler in den folgenden Jahrzehnten weitere "Renditefaktoren", die auf eine systematisch höhere Rendite hindeuteten. Die höhere Rendite wurde dabei (ganz im Sinne des CAPM) meist als Folge eines höheren Risikos gedeutet, auch wenn bei einigen Kennzahlen fraglich ist, ob die Überrendite tatsächlich aus einem höheren Risiko resultiert.

Standard in der wissenschaftlichen Diskussion war lange Zeit das Drei-Faktoren-Modell von Eugene Fama und Kenneth French. Eugene Fama gilt als Vater der Markteffizienzhypothese und wurde für seine Arbeiten im Jahr 2013 sogar mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. In ihrem Drei-Faktoren-Modell erweiterten Fama und French das CAPM um zwei weitere Faktoren, die empirisch nachweisbar eine Überrendite gegenüber dem Gesamtmarkt ermöglichen:

  • Size: Aktien kleiner Unternehmen (geringe Marktkapitalisierung) zeigen im langfristigen Vergleich eine Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt und gegenüber Aktien mit hoher Marktkapitalisierung (Large Caps). Die höhere Rendite wird dabei von der Finanzwissenschaft als Kompensation für das systematisch höhere Risiko angesehen, das Aktien kleiner Unternehmen haben. Dass Aktien aus der zweiten Reihe langfristig eine bessere Performance liefern als Werte der ersten Börsenliga, kann man sehr eindrucksvoll auch an der deutlichen Outperformance des MDAX gegenüber dem DAX erkennen.
  • Value: Aktien mit günstiger Bewertung zeigen im langfristigen Vergleich eine Outperformance gegenüber Aktien mit hoher Bewertung und gegenüber dem Gesamtmarkt. Die Finanzwissenschaft nutzt zur Identifikation von Value-Aktien meist einfach das Book-to-Market-Verhältnis (B/M ratio). Das Book-to-Market-Verhältnis ist dabei nichts anderes als der Kehrwert vom in der Praxis verbreiteten Kurs-Buchwert-Verhältnis. Value-Aktien sind nach der Definition von Fama und French einfach Aktien von Unternehmen mit hohem Book-to-Market (B/M) bzw. niedrigem Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV).

Es blieb natürlich nicht beim Drei-Faktoren-Modell. In den folgenden Jahrzehnten wurden mehr und mehr "Renditefaktoren" identifiziert, die eine Überrendite gegenüber dem Gesamtmarkt ermöglichen sollten. Die Zahl der inzwischen in der wissenschaftlichen Literatur identifizierten Renditefaktoren liegt bei mehreren hundert, aber fast alle davon sind nicht allgemein anerkannt und zeigen sich nur in bestimmten Märkten oder zu bestimmten Zeiten.

Fama und French sahen lange Zeit keine Veranlassung, ihr Modell zu überarbeiten. Das hat sich allerdings in den vergangenen Jahren geändert, denn es tauchten zwei weitere Faktoren auf, die relativ großes Aufsehen erregten und die für Fama und French Anlass genug waren, ihr Modell zu überarbeiten. Im Jahr 2014 stellten sie schließlich ihr Fünf-Faktoren-Modell vor, das gegenüber dem Drei-Faktoren-Modell zwei zusätzliche Risiko- und Renditefaktoren enthält:

  • Profitabilität: Wie verschiedene Studien gezeigt haben, zeigen Aktien von Unternehmen mit einer hohen Profitabilität auf lange Sicht eine Überrendite gegenüber dem Gesamtmarkt und gegenüber Aktien mit niedriger Profitabilität. Die Profitabilität wird dabei von der Wissenschaft wieder etwas ungewöhnlich definiert, und zwar als Verhältnis aus Bruttogewinn zu Bilanzaktiva (und nicht etwa als Verhältnis aus Bruttogewinn und Umsatz).
  • Investitionstätigkeit: Dieser Faktor erscheint auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich. Aber Studien haben gezeigt, dass Aktien von Unternehmen, die viel investieren, auf lange Sicht und im Mittel eine schlechtere Performance zeigen als der Gesamtmarkt und als Aktien von Unternehmen, die wenig investieren. Ein Grund dafür könnte sein: Unternehmen, die große Investitionen stemmen, neigen in der Regel auch zu Fehlinvestitionen. Nur die wenigsten großen Investitionen zahlen sich aber wirklich langfristig aus. Besser sind Unternehmen, die nur sehr selektiv investieren, da diese Unternehmen mit ihren Investitionen auf lange Sicht eine deutlich bessere Rendite erzielen als Unternehmen, die in alles Mögliche Geld stecken.

Als Faustformel lässt sich festhalten: Aktien, die nach dem Fünf-Faktoren-Modell die stärkste Überrendite versprechen, haben eine geringe Marktkapitalisierung, ein niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis, eine hohe Profitabilität und eine geringe Investitionstätigkeit.

Eine interessante Erkenntnis aus dem Fünf-Faktor-Modell ist außerdem noch, dass der Value-Faktor offenbar unnötig wird, wenn man zum Drei-Faktoren-Modell noch Profitabilität und Investments als weitere Faktoren hinzufügt. Denn dann liefert der Value-Faktor keine zusätzlichen Informationen mehr, wie Fama und French mit Blick auf US-Aktien festgestellt haben. Ob dies allerdings allgemein gilt oder nur für US-Aktien im analysierten Zeitraum, ist bisher nicht geklärt, weswegen Fama und French auch nicht auf den Value-Faktor verzichten.

Diese Kriterien ermöglichen eine Überrendite von 21,4 Prozent pro Jahr

Welchen praktischen Nutzen haben die Erkenntnisse nun für Trader und Anleger? Die theoretische Erklärung von Aktienrenditen ist etwas anderes als das Profitieren von Überrenditen. Die fünf Faktoren ergeben sich bei Fama und French einfach dadurch, dass hier die beobachteten Renditen am besten zu den theoretisch erwarteten passen, wie man durch Regressionsanalysen feststellen kann. Die Fragestellung des Anlegers ist eine andere, er will die Aktien identifizieren, die die höchste Rendite versprechen. Aber auch hier hilft die Veröffentlichung von Fama und French zum Fünf-Faktoren-Modell weiter.

Denn bevor sie ihr Modelle erstellten, werteten Fama und French die reale Performance unterschiedlicher Aktien im Zusammenhang mit den verschiedenen Faktoren aus. Basis waren alle an amerikanischen Börsen notierten Aktien im Zeitraum von Juli 1963 bis Dezember 2013. Fama und French teilten die Aktien je nach Faktorausprägung in unterschiedliche Klassen ein. Nach Size (Marktkapitalisierung) wurden zwei Klassen (Small und Big, unter bzw. über dem Median der Marktkapitalisierung) und nach Value, Profitabilität und Investment jeweils vier Klassen (Quartile) gebildet. Dann wurden für den betrachteten Zeitraum insgesamt 96 unterschiedliche, jeweils nach Marktkapitalisierung gewichtete Portfolios gebildet, die für jedes Jahr im Untersuchungszeitraum Ende Juni auf Basis der Daten des Vorjahres nach den genannten Faktoren neu zusammengesetzt wurden. Für jedes Portfolio wurde schließlich analysiert, welche monatliche Überrendite sich gegenüber dem risikofreien Zins ergeben. Als risikofreier Zins wurde von Fama und French jeweils die Rendite von US-Staatsanleihen mit Restlaufzeit von einem Monat verwendet.

Was ergeben nun die Analysen von French und Fama? Die höchste monatliche Überrenditen aus allen 96 gebildeten Portfolios hat das Portfolio, das die Aktien mit niedriger Marktkapitalisierung, hohem Book-to-Market-Verhältnis (entspricht niedrigem KBV) und hoher Profitabilität enthält. Die genannten Aktien kommen auf eine durchschnittliche monatliche Überrendite von 1,63 Prozent, was höher ist als bei allen anderen 95 von Fama und French nach den genannten Kriterien gebildeten Portfolios.

Eine Überrendite von 1,63 Prozent im Monat hört sich nach nicht viel an, entspricht aber tatsächlich einer jährlichen Überrendite von immerhin 21,4 Prozent (unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts)!

Umsetzung des Fünf-Faktoren-Modells mit dem Screener auf Guidants

Wie können Anleger nun die Erkenntnisse von Fama und French zur Aktienauswahl in der Realität nutzen? Um die Erkenntnisse nutzen zu können, müssen zunächst sämtliche Aktien nach Marktkapitalisierung, Kurs-Buchwert-Verhältnis und Profitabilität in unterschiedliche Klassen eingeteilt werden. Dies soll anhand des deutschen Aktienmarktes in einem Beispiel gezeigt werden.

Bei der Marktkapitalisierung werden zwei Klassen gebildet, wobei die Grenze so gezogen wird, dass beide Klassen ungefähr die gleiche Anzahl an Aktien enthalten. Konkret wird also der sogenannte Medianwert der Marktkapitalisierung gesucht. Mit dem Screener auf der Investment- und Analyseplattform Guidants und dem CDAX als Basis kann ermittelt werden, dass eine Marktkapitalisierung von 310 Mio. Euro ungefähr alle im CDAX enthaltenen Aktien in zwei ungefähr gleich große Gruppen (Small und Big) unterteilt. Die gleiche Vorgehensweise wird auch für das Kurs-Buchwert-Verhältnis und die Profitabilität angewandt, wobei hier jeweils vier Klassen gebildet werden. Gesucht wird das nach KBV günstigste Viertel aller Aktien und sowie das profitabelste Viertel aller Aktien. In einer leichten Abwandlung des Modells von French/Fama wird Profitabilität hier mit der Kennzahl Return on Assets abgebildet, bei der das Nettoergebnis (statt des Bruttogewinns, wie bei Fama/French) durch die Bilanzaktiva dividiert wird.

Bezogen auf alle CDAX-Werte ergeben sich die folgenden Bedingungen für die Aktien mit der langfristig besten Performance:

  • Die Marktkapitalisierung muss unterhalb von 310 Mio. Euro liegen.
  • Das Kurs-Buchwert-Verhältnis muss unterhalb von 1,25 liegen.
  • Die Kennzahl Return on Assets (ROA) muss oberhalb von 8 % liegen.

Der folgende mit dem Guidants-Screener erstellte Screenshot zeigt, welche Aktien aus dem CDAX diese Kriterien zum ursprünglichen Erstellungszeitpunkt dieses Artikels (16. Juni 2017) erfüllt haben und damit in dem profitabelsten der 96 Fama-French-Portfolien enthalten gewesen wären. Nach dem oben gezeigten Backtest werden die Aktien dabei nach Marktkapitalisierung gewichtet, je höher die Marktkapitalisierung, desto höher also auch das Gewicht im Portfolio.

In dem Portfolio sind viele Aktien mit sehr geringer Marktkapitalisierung enthalten. Der Mittelwert der Marktkapitalisierung aller im Portfolio enthaltenen Aktien beträgt nur 37,8 Mio. Euro. Es gibt viele gute Gründe, die dagegensprechen, in Aktien mit so geringer Marktkapitalisierung zu investieren, so insbesondere die erhöhten Risiken und die geringere Liquidität, die auch zu höheren Spreads führt. Auf jeden Fall sollten Anleger nicht nur in einzelne Aktien mit derartig geringen Risiken investieren, sondern in viele oder alle, die die jeweiligen Kriterien erfüllen, um das Risiko möglichst breit zu streuen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW41

DAX-Tagesausblick: Das "100% measuring" Ziel 13065 ist da!

Jeden Morgen um 8:15 Uhr veröffentliche ich seit 2001 meinen DAX Tagesausblick, die DAX Tagesprognose! Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13.116 + 13.141 + 13.254(R3) + 13.314 + 13.396
DAX Unterstützungen: 13.000 + 12.950 + 12.875 + 12.821(S3)

DAX Prognose

  • Das "100 % measuring" DAX Ziel 13.065 ist da! Ich verweise dazu auf die Prognose von Montag:
    DAX-Tagesausblick: Spezielles Kursmuster könnte durchschlagen!
    darin: "...Ausgehend von 12.545 ist weiterhin die Möglichkeit eines "measuring move" gegeben, also eines Wiederholungsanstieges grün bis 12.875 (Mindestziel) oder bis 13.065 (100 %)...
  • Der aktuelle DAX Aufwärtstrend von 12.540 ist alt! Fast alle DAX Ziele, außer 13.116, wurden erreicht. Die DAX Ziele waren bzw. sind 12.873, 12.946, 13.069 und 13.116 (Gap).
  • Gestern wurde also auch noch das wichtige "100 % measuring" Ziel 13.069 erreicht.
  • Nachts wurde das DAX Ziel 13116 gehandelt. Das könnte der XETRA DAX heute nach 9 Uhr noch nachholen, obwohl die Vorbörse nach dem Test der Marke 13.116 gerade schwächelt.
  • Der DAX Zyklus von 12.540 könnte also bald enden. Bewiesen wird das aber erst unterhalb von 12.837.
  • Unterstützend wirken zunächst 13.033 (PP) und 13000 (alter Abwärtstrend).
  • Oberhalb von 13116 wären die nächsten DAX Ziele 13.141 (verstecktes 100 % measuring wegen FDAX) sowie 13.314 und 13.396.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

MERCK KGaA - In neuen Sphären angekommen

Die Aktie der Merck KGaA zeigt sich in einer sehr starken Verfassung und markierte in den letzten beiden Tagen jeweils ein neues Allzeithoch.

Die Aktie der Merck KGaA befindet sich seit einem Tief bei 76,22 EUR vom 19. März 2020 in einer Aufwärtsbewegung. Dabei kletterte die Aktie im September 2020 an ihr Allzeithoch aus dem Februar 2020 bei 125,95 USD. Am 21. September markierte der Wert ein neues Rekordhoch bei 128,65 USD, konnte sich aber nicht sofort über dem alten etablieren.

Die Aktie setzte noch einmal leicht zurück und fiel dabei auf 121,90 EUR. Am Mittwoch kam es zu einem Tagesschlusskurs über 128,65 USD. Gestern legte der Wert weiter zu. Damit ist die Aufwärtsbewegung auf allen Zeitebenen intakt und frisch bestätigt. Der Ausbruch über 125,98 EUR kann jetzt als stabil eingeordnet werden.

Kann die Rally weitergehen?

Die Aktie der Merck KGaA könnte in den kommenden Tagen noch weiter zulegen. Ein Anstieg in Richtung 140,63 EUR ist relativ kurzfristig möglich. Sollte die Aktie aber unter 128,65 EUR zurückfallen, müsste mit einem erneuten Rücksetzer in Richtung 121,90 EUR gerechnet werden.

SAP - Das ist wichtig

Die SAP-Aktie testete zuletzt eine wichtige Unterstützung erfolgreich. Ist dies nachhaltig oder droht doch noch ein Bruch dieser Marke?

Die SAP-Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Am 20. Februar 2020 markierte die Aktie ein Allzeithoch bei 129,58 EUR.

Widerstände: 134,86 + 143,20 + 158,00
Unterstützungen: 129,58 + 124,32 + 114,86

Anschließend kam es zu einem massiven Abverkauf auf 82,13 EUR. Mit diesem Tief testete der Wert seinen langfristigen Aufwärtstrend seit dem Oktober 2002. Am 06. Juli 2020 gelang erstmals ein Ausbruch über das Hoch aus dem Februar 2020. Anschließend kletterte der Aktienkurs auf das aktuelle Rekordhoch bei 143,20 EUR. Seitdem konsolidiert der Wert. Dabei fiel er am Mittwoch zum zweiten Mal auf die Unterstützung durch das alte Allzeithoch bei 129,58 EUR zurück. Gestern löste sich die Aktie mit einer weißen Kerze von dieser Marke.

Kaufwelle könnte starten

Damit ergibt sich in der SAP-Aktie erneut die Chance auf eine Rally. Diese könnte zu Gewinnen in Richtung 143,20 EUR führen. Im Falle eines Ausbruchs darüber, wäre sogar ein Anstieg in Richtung 158,00-158,50 EUR möglich. Sollte der Wert allerdings per Tagesschlusskurs unter 129,58 EUR abfallen, würde eine Fortsetzung der Konsolidierung seit 21. Juli drohen. Dabei könnte die Aktie in Richtung 114,86 EUR abfallen.

PALLADIUM - Die Zeit ist reif

Tagesausblick für Freitag, 09. Oktober 2020: In den letzten Tagen arbeitete sich der Palladiumpreis erneut an den Widerstand bei 2.405 USD heran. Diesmal stehen die Zeichen für einen nachhaltigen Ausbruch günstig.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.540 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.150

Rückblick: Nach dem Ausbruch aus einer Dreiecksformation setzte Palladium seine Erholung im September zunächst dynamisch fort und erreichte den Widerstand bei 2.405 USD. An dieser Stelle scheiterte ein Ausbruchsversuch allerdings und der Wert fiel an die Oberseite des Dreiecks zurück. Bei 2.150 USD starteten die Bullen den nächsten Aufwärtsimpuls, der jetzt bereits wieder bis 2.405 USD und damit an eine mittelfristig entscheidende Marke führt.

Charttechnischer Ausblick: Aufgrund der Dynamik des Anstiegs ist jetzt mit einem Bruch der Hürde und einer Kaufwelle bis 2.460 USD und darüber bereits bis 2.540 USD zu rechnen. Gleichzeitig wäre damit der Abwärtstrend seit März neutralisiert und - nach einer kurzen Korrektur an der 2.540 USD-Marke- mittelfristig steigende Kurse bis an den Widerstand bei 2.639 Punkten möglich. Sollte Palladium auch über diese starke Barriere ausbrechen können, dürfte vorübergehend sogar der Bereich um 2.720 USD angesteuert werden.

Ein Rückfall unter die Unterstützung bei 2.311 USD würde die Chancen der Bullen dagegen nicht schmälern. Schon vor dem Support bei 2.248 USD könnte die nächste Kaufwelle einsetzen und über 2.405 USD führen.
Unter 2.248 USD sollte Palladium dagegen nicht mehr fallen, da sonst ein Einbruch bis 2.150 und 2.084 USD droht. Gleichzeitig wäre damit auch der Anstieg seit Ende September neutralisiert und die Käuferseite müsste im Bereich zwischen 2.084 und 2.150 USD erst wieder neues Aufwärtsmomentum aufbauen.

Nervige Konsolidierungen - Bleiben Sie entspannt!

Natürlich können Sie dem Markt nicht diktieren, wohin dieser laufen soll. Aber Sie müssen sich von diesem auch nicht hetzen lassen. Sie entscheiden, wann und was Sie traden wollen!

Ein einfacher Tradingzugang, relativ geringe Kosten, diverse Handelsmöglichkeiten und nicht zuletzt eine mediale Omnipräsenz - wen wundert es angesichts solcher Fakten, dass sich der Dax bei privaten Tradern einer hohen Beliebtheit erfreut. Im CFD-Handel bilden Indices die mit Abstand größte Assetklasse. Wie aber gehen Trader mit Seitwärtsbewegungen im DAX um? Eine wie wir aktuell wissen, extrem wichtige Frage. Schauen Sie sich nur einmal die Kursmuster unseres Lieblingsindex seit Juni an. Trendtrader sind verzweifelt, egal in welchem Timeframe man sich bewegt.

Wie also handelt man Konsolidierungen? Diese Frage ist nicht nur höchst aktuell, sondern äußerst wichtig. Jedem Trader ist klar, dass für den Erfolg entweder ein ausgewogenes Portfolio oder aber eine gewisse Tradingfrequenz notwendig ist. Was aber tun, wenn sich der Markt einfach nicht bewegt oder zumindest nicht weit genug für einen Trend bewegt?

Der Tod des Depots: Trendhandel in einem Rangemarkt!

Viele privater Anleger lassen sich in Seitwärtsbewegungen ständig von einer Seite auf die andere zwängen, immer mit der Wunschvorstellung, dass der Markt endlich wieder tendieren wird. Natürlich hat jede Range früher oder später ein Ende und wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass die meisten Trader größere Trends handeln (wollen) und ihrerseits wissen, dass es relativ teuer ist (Opportunitätskosten), einen solchen zu verpassen, ist es nur logisch hinter jedem Zucken des Kurses einen neuen Trend zu vermuten. Das Problem ist jedoch, dass Seitwärtsbewegungen länger anhalten, als vielen Tradern lieb ist. Selbst wenn der Trend dann irgendwann kommt, reicht der Gewinn eventuell nicht mehr aus, um die vorangegangenen Verluste aus der Range auszugleichen. Aktuell sehen wir schon seit Juni 2020 ein für Trendtrader schwieriges Umfeld. Das sind mittlerweile mehr als 4 Monate und das ist keine Seltenheit. Seitwärtsbewegungen gibt es mehr als uns vielleicht lieb ist, im Großen und im Kleinen, wie auch der folgende, alte DAX-Stundenchart zeigt. Gut zu erkennen sind in diesem auch die vielen Fehlausbrüche innerhalb der Range, die einen Trendtrader in den Wahnsinn oder gar Ruin treiben können.

Die beste Lösung…

… als Trendtrader ist, mit dem Erkennen einer Range abzuwarten und die Seitenlinie einzunehmen. Diese einfache Lösung fällt vielen Tradern jedoch unheimlich schwer. Sie wissen, dass sie mit dem Abwarten Gefahr laufen, eventuell einen lukrativen Trade zu verpassen. Zudem bewegen sich die Kurse auch innerhalb einer Range und bieten so kleine Gewinnchancen und wer weiß, vielleicht ist ja die nächste Zuckung auch der Startschuss für den nächsten großen Trend. Zudem kann am Jahresende nur der Trader verdient haben, der zwischenzeitlich einige Geschäfte abgeschlossen hat. Die aktuelle Marktphase im Dax läuft schon seit Wochen. Eine lange Zeit, in der Trendtrader einen Verlusttrade nach dem anderen hinnehmen müssen, wenn man jeden Ausbruchsversuch nutzt. Im Folgenden möchte ich Ihnen drei weitere Tradingmöglichkeiten in einer solchen Phase vorstellen.

1. Ausbruch & Pullback

Die erste Möglichkeit auf ein schwieriges Trendumfeld zu reagieren, besteht darin, den Ausbruch aus einer Range und einen anschließenden Pullback abzuwarten, um sich dann zu positionieren. Durch diese Verzögerung gegenüber dem direkten Ausbruchstrade erhalten wir vom Chart zusätzliche Informationen, Informationen, die uns beim Ausbruch selbst nicht zur Verfügung standen. Wir können so beispielsweise erkennen, wie dynamisch der Ausbruch verlief, ob er mit einem erhöhten Volumen einherging und wie schwungvoll die anschließende Gegenbewegung ist. Fällt der Kurs dabei wieder deutlicher unter das Ausbruchsniveau zurück, ist dies ein weiteres Puzzleteil, um eventuell Abstand von einem Trade zu nehmen. Im Extremfall warten wir nicht nur den Pullback und das Verhalten am alten Ausbruchsniveau ab, sondern sogar bis der Markt ein neues Hoch/Tief nach dem Ausbruch macht. Die folgende Abbildung zeigt ein paar aktuelle Beispiele, wobei ich bewusst darauf verzichtet habe, perfekte Beispiele zu präsentieren.

2. Antizyklisches Antizipieren innerhalb der Range

Eine zweite Möglichkeit für einen Trendtrader innerhalb eines rangelastigen Marktumfeldes besteht darin, spekulativ innerhalb der Range eine Position einzunehmen. Dabei kann man sich am übergeordneten Trend, sofern vorhanden, orientieren. Bewegt sich der Dax beispielsweise in einem Aufwärtstrend und geht anschließend in eine Konsolidierung über, kann man den unteren Unterstützungsbereich für spekulative Käufe nutzen. Die Erwartungshaltung ist letztlich die, dass die Range in Richtung des ursprünglichen Trends verlassen wird (siehe folgende Abbildung). Der Vorteil dieser Methodik liegt auf der Hand. Gelingt der Einstieg und es kommt anschließend zur Fortsetzung der vorangegangenen Bewegung, hat man einen guten Einstiegspreis inklusive eines relativ guten Stop-Loss.

3. Alternativen müssen her!

Die letzte Idee, die ich Ihnen zeigen möchte, ist simpel: suchen Sie sich einen anderen Markt! Statt zu versuchen hinter jeder Bewegung innerhalb der Range einen neuen Trend zu vermuten, kann man sich beispielsweise in Guidants einfach Alarme an den Rangegrenzen setzen und in der Zwischenzeit andere Basiswerte handeln. Die Korrelation am Markt mag hoch sein, aber es wird selbst in der rangelastigsten Zeit Basiswerte geben, die tendieren.

Viel Erfolg Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW40

DAX-Tagesausblick: "TRUMP Corona DAX Gap Down" seit 7 Uhr!

Bis 7 Uhr war alles noch ruhig, doch dann kamen Meldungen! Der XDAX war schon bei 12550! Die DAX Prognose...

DAX Widerstände: 12685/12698 + 12774 + 12875/12900 + 12945 + 13115.
DAX Unterstützungen: 12545 + 12505 + 12340/12175

DAX Prognose

  • Es geht heute tiefer los.
  • Der DAX hat eine größere Unterstützung bei 12545 (61,8 % - Retracement).
    Der DAX weist eine kleine Unterstützung bei 12505 (horizontal) auf, ebenso bei 12340 (EMA200/ Tag/ ROT).
  • Der DAX bietet Widerstände bei 12700 auf, ebenso wie bei 12774 (EMA200/h1/rot).
  • Unter 12340/12175 bricht der DAX in größerem Umfang ein (Grund: Aufgabe beider 200 Tage Linien).
  • Über 12800 gäbe es Anstiegschancen bis 12875/12900 sowie bis 12945 und 13115 (GAP).

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

ALLIANZ - Erholung seit März in Gefahr

Die Allianz-Aktie befindet sich seit drei Wochen in einem immer steiler werdenden Abverkauf und verlor so im September über 10% an Börsenwert. Jetzt erreicht sie eine wichtige Unterstützung, die sich dem Einbruch bislang in den Weg stellt.

Mitte September löste die Aktie der Allianz eine im Juni begonnene Dreieckskonsolidierung nach unten auf und generierte damit ein mittelfristiges Verkaufssignal. Zudem setzte der Wert wieder unter die zuvor stabilisierenden Tiefs des Jahres 2018 bei 170,29 EUR zurück und durchbrach zugleich auch die langfristige Aufwärtstrendlinie.
Nächste Verkaufswelle kündigt sich an

Nach dieser Fülle an bärischen Signalen fiel die Aktie bis 160,10 EUR, eine Marke, die nach einer kurzen Erholungsphase jetzt wieder angesteuert wird. Sie dürfte in Kürze gebrochen und anschließend auch die Unterstützung bei 157,74 EUR attackiert werden. Abgaben unter die Marken würden für eine mehrtägige Verkaufswelle bis 150 EUR und später bis an den Unterstützungsbereich um 139,00 EUR sorgen. Damit wäre auch die Erholungsphase seit dem Märztief beendet.

Sollte die Unterstützung bei 157,74 EUR dagegen verteidigt werden, könnte eine Erholung bis 170,92 EUR und darüber ggf. bis an die langfristige Aufwärtstrendlinie führen. Allerdings könnte man erst bei Kursen über 177,40 EUR von einer bullischen Trendwende sprechen.

NETFLIX - Geben die Bullen wieder Gas?

Die Netflix-Aktie zeigte sich zuletzt wieder in einer starken Verfassung und versucht die Konsolidierung der letzten Wochen zu beenden.

Die Netflix-Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung kletterte die Aktie am 13. Juli 2020 auf ein Allzeithoch bei 575,37 USD.

Widerstände: 529,55 + 546,99 + 575,37 + 730,00
Unterstützungen: 491,80 + 477,15 + 467,46 + 458,97

Seit diesem Hoch konsolidiert der Wert in einer bullischen Flagge und fiel dabei am 18. September 2020 auf ein Tief bei 458,60 USD zurück. Anschließend bildete er ein kleines aufsteigende Dreieck aus. Aus diesem brach er vorgestern nach oben aus. Gestern war die Aktie der größte Gewinner im Nasdaq 100 und legte 5,50 % zu. Die Oberkante der Flagge ist aber noch ein Stück entfernt, sie verläuft heute bei 546,99 USD.

Wo bieten sich neue Chancen?

Ganz kurzfristig kann es zu einem kleinen Rücksetzer kommen. Dabei wäre ein Rückfall bis ca. 491,80 USD möglich. Von dort aus könnte der Wert ein Angriff auf die Oberkante der Flagge starten. Gelingt der Ausbruch, dann wäre Platz für eine weitere Rally bis ca. 575,37 USD und später sogar ca. 730 USD. Ein Rückfall unter 491,80 USD wäre ein Rückschlag für die Bullen und würde auf Abgaben bis ca. 458,97 USD oder sogar ca. 445 USD hindeuten.

PALLADIUM - Bereit zum Sprung

Tagesausblick für Freitag, 02. Oktober 2020: Zuletzt gelang den Bullen nach einem Pullback an die vorherige Dreieckskonsolidierung eine steile Rally, die Palladium jetzt an eine markante Hürde führt. Ein Kaufsignal ist in Reichweite.

Intraday Widerstände: 2.311 + 2.405 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.248 + 2.150 + 2.084

Rückblick: Ende August brach Palladium aus einem großen Konsolidierungsdreieck aus und steuerte anschließend auf den Widerstand bei 2.405 USD zu. Hier stoppte die Kaufwelle und wurde von einer Korrektur abgelöst, die zu einem tiefen Pullback an das Dreieck führte. Ausgehend von der kleineren Unterstützung bei 2.150 USD zog der Wert zuletzt aber wieder deutlich an und verteidigte damit den Ausbruch aus der Formation und das zugehörige bullische Signal.

Charttechnischer Ausblick: Aktuell steht Palladium dem Widerstand bei 2.311 USD gegenüber, der in Kürze überschritten werden dürfte. In der Folge käme es zu einem zweiten Anstieg bis 2.405 USD. Sollte die Hürde ebenfalls gebrochen werden, könnte die Aufwärtsbewegung der letzten Monate bereits bis 2.540 USD führen. Wird die Marke in den kommenden Wochen ebenfalls aus dem Weg geräumt, könnte Palladium sogar wieder bis 2.639 USD steigen.

Eine vorherige Korrektur bis 2.248 USD wäre unbedenklich. Hier könnte die nächste Kaufwelle starten. Spätestens bei 2.200 USD sollten die Bullen aber wieder eingreifen und den Aufwärtstrend fortsetzen. Darunter wäre der jüngste Anstieg nämlich neutralisiert und mit Abgaben bis 2.150 und 2.084 USD zu rechnen.

Sparpläne - Schlägt diese Taktik den klass. Sparplan?

Jeden Monat im Aktienmarkt kaufen und so nach Jahren ein Vermögen aufbauen! Aber geht das nicht besser? Was, wenn wir in Krisen stärker zuschlagen?

Auch als Trader darf und sollte man sich mit der langfristigen Kapitalanlage auseinandersetzen. In dem aktuellen Zinsumfeld und angesichts der sich immer weiter zuspitzenden Rentensituation sind wir gezwungen, zusätzlich vorzusorgen. Da bietet sich der Aktienmarkt natürlich an und glücklicherweise gibt es heutzutage viele interessante Produkte, mit denen sich Sparpläne relativ einfach umsetzen lassen. Kombiniert mit der langfristigen Durchschnittsrendite in Dax & Co. lassen sich so kleine und große Vermögen aufbauen, je nachdem, wie man seinen Sparplan gestaltet.
Verstärkt Kaufen, wenn alle ängstlich sind!

Damit sind wir auch schon beim Thema. Wie lässt sich ein Sparplan gestalten bzw. gibt es eine bessere Alternative, als einfach zum Monatsbeginn immer den gleichen Betrag zu investieren? Angeregt durch ein Gespräch mit unseren Lesern in Promax möchte ich heute einen Ansatz unter die Lupe nehmen, der auf den ersten Blick interessant klingt. Dabei geht es darum, den klassischen Sparplan auszudehnen, wenn die Börsen in einer Krise sind. Dann soll die Positionsgröße erhöht werden.

Krisen messen!

Eine Krise sorgt am Aktienmarkt für mehr oder minder schnell und nachhaltig fallende Kurse. Auch im institutionellen bzw. professionellen Handel schauen viele dabei auf den langfristigen EMA bzw. SMA 200. Notiert der Aktienmarkt darüber, liegt ein Bullenmarkt vor, notiert er darunter, stecken wir in einer Krise. Je weiter wir uns vom EMA 200 entfernen, desto größer ist die Krise. Was also passiert mit einem klassischen Sparplan, in dem wir jeden ersten Handelstag in einem neuen Monat den Dax kaufen, die Positionsgröße aber verdoppeln, sofern der Dax mindestens 5 % unter seinem EMA 200 gehandelt wird. Statt einem ETF kaufen wir dann zwei.

So sieht unser Vermögensverlauf aus!

In der folgenden Abbildung sehen Sie unseren „realtime“ Kontostand, wie er sich über die letzten 20 Jahre entwickelt hätte. Stand 08. September 2020 hätten wir ein Vermögen von 1,564 Mio. EUR aufgebaut, wenn wir einen Daxpunkt mit einem Euro Gegenwert veranschlagen.

Dieses Vermögen hört sich nicht schlecht an, ist aber letztlich kein wirklicher Maßstab für den Erfolg oder Misserfolg unseres Sparplans. Interessanter ist in meinen Augen der Verlauf der Performancekurve und hier geht es heftig zur Sache. Da wir im Laufe der Zeit immer mehr Positionen ansammeln, führen Krisen natürlich auch zu echt großen Schwankungen im Konto. Die jüngste Corona-Krise lässt das Kapital von fast 1,8 Mio. EUR auf unter 400.000 EUR zusammenschmelzen. Das ist ein Verlust von fast 80 % unseres angesammelten Vermögens, obwohl der DAX von seinem Hoch „nur“ ca. 40 % gefallen ist.

Das ist schon ein gewaltiger Unterschied und hört sich an, als wäre das Direktinvestment vom Chance-Risiko-Profil die definitiv bessere Wahl. Das ist jedoch nicht korrekt, wie ein Blick auf die Statistik zeigt. Auch der Einmalinvestor erlitt in den letzten 20 Jahren deutliche Kurseinbrüche. Setzen wir den maximalen Kontorückgang in Relation zum Gesamtgewinn, sehen beide Taktiken recht ähnlich aus. Das Einmalinvestment verdiente 113 % des maximalen zwischenzeitlichen Drawdowns, unser Sparplan kommt auf 104 %. Das ist zwar leicht weniger, aber bei weitem nicht so dramatisch, wie es die -80 % versus -40 % von oben befürchten ließen.

Der große Nachteil des einmaligen Vollinvestments ist jedoch, dass dem Investor bereits zum Beginn seines Plans das gesamte Kapital zur Verfügung stehen muss. Das ist bei den meisten privaten Tradern nicht der Fall, genau dafür wurden Sparpläne ja konstruiert. Der zweite große Nachteil ist, dass ein Einmalinvestment auch mit Blick auf das Timing ein etwas höheres Risiko darstellt. Wenn man wirklich zum ungünstigsten Zeitpunkt kauft, wird man unter Umständen länger warten müssen, bis man im Gewinn ist, als wenn man einen monatlichen Sparplan verfolgt. Dieser zieht in Krisen den durchschnittlichen Einkaufspreis nach unten, sodass man im Gegenzug bei Erholungen natürlich auch schneller auf Breakeven ist.

Ein kleiner Schock!

Unsere Auswertung zeigt, dass Sparpläne durchaus lukrativ sind. Ich bin jedoch ehrlich gesagt ein wenig erschrocken darüber, wie volatil es tatsächlich zugehen kann. Ohne Zweifel ist die Rendite am Ende relativ groß, zwischenzeitlich aber geht es teils heftig zur Sache und die Einschläge werden immer größer, je länger der Sparplan schon läuft. Ich denke schon alleine deswegen hat sich der kleine Test gelohnt, denn man sollte immer wissen, worauf man sich einlässt. Ansonsten kommt es zu bösen Überraschungen und an der Börse führen diese meist zu emotionalen und damit nicht gerade förderlichen Entscheidungen. Ein Aktiensparplan lebt davon, ihn längerfristig diszipliniert durchzuführen.

Spielt der EMA eine Rolle?

Abschließend möchte ich noch kurz einen Blick auf die Rolle des EMA werfen. Führen verschiedene gleitende Durchschnitte zu unterschiedlichen Ergebnissen?
Die folgende Abbildung zeigt, dass dies nur ansatzweise der Fall ist. Es ist eine gewisse Tendenz zu erkennen, dass längere gleitende Durchschnitte besser funktionieren, als kurzfristige. Die Kurve steigt an, wobei auf der X-Achse die Länge des gleitenden Durchschnitts und auf der Y-Achse der Gesamtgewinn abgetragen sind.

Die gleiche Tendenz zeigt sich am Ende auch beim Verhältnis von Gesamtgewinn zum zwischenzeitlich maximalen Drawdown, wie die nächste Abbildung zeigt. In Abhängigkeit von der Länge des gleitenden Durchschnitts (X-Achse) verbessert sich das CRV (Y-Achse).

Zusammenfassend zeigen die beiden Grafiken aber auch, dass die Unterschiede nur marginal sind. Es scheint nicht wirklich entscheidend zu sein, ob wir einen kurzfristigeren oder längerfristigeren Durchschnitt für unseren Plan nutzen.

(M)Ein Fazit

Mit Sparplänen können im Laufe der Zeit schöne Vermögen aufgebaut werden. Im hier vorliegenden Test haben wir eine interessante Idee geprüft. Was passiert, wenn wir im Rahmen eines klassischen Sparplans aggressiver werden, wenn wir in einer Krise unterwegs sind.
Die Idee hinter diesem Plan ist simpel. Der Aktienkurs sollte langfristig steigen und wenn wir dann am aggressivsten Einkaufen, wenn der Markt vermeintlich günstig ist, sollte dies doch zu einer besseren Performance führen, oder?

Die hier gefundenen Ergebnisse zeigen jedoch, dass dies so nicht der Fall ist. Natürlich bauen wir insgesamt deutlich mehr Kapital auf, wenn wir in Krisenzeiten die Positionsgröße verdoppeln, schließlich investieren wir ja auch mehr. Allein auf die Performance zu schauen und hier den klassischen Sparplan mit unserer Idee zu vergleichen, macht deshalb absolut keinen Sinn. Es ist mathematisch gar nicht anders, mehr zu gewinnen, wenn wir doppelt so viele Positionen kaufen.

Um einen Vergleich machen zu können, müssen wir das Risiko berücksichtigen. Der Test zeigte, dass sich die Risikoprofile kaum unterscheiden. Beim Verdoppeln der Positionsgröße in einer Krise verdienen wir zwar mehr, aber die Schwankungen in unserem Konto nehmen im gleichen Rahmen zu. Das klingt auf den ersten Blick unlogisch, aber letztlich darf man nicht vergessen, dass man mit einem Sparplan einfach nur den Markt kopiert. Wie will man diesen Outperformern, wenn man immer im Markt ist. Das wäre irgendwie so, als wolle man beim Radfahren schneller als sein eigenes Fahrrad sein.

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW39

DAX-Tagesausblick: Die Entscheidungsmarken für den Tag...

Die Flagge führte im Anschluss planmäßig zu neuen DAX Wochentiefs bei 12505-x. Und nun? Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 12685 + 12830/12869 + 12969/13000 + 13035 + 13115
DAX Unterstützungen: 12606 + 12505 + 12345/12322 + 12250 + 12187

DAX Prognose

  • Die Flagge vom Montagstief wurde regelkonform ausgebildet und endete im Bereich des roten Bereichs des 38,2 % und des 50,0 % Retracements, also im Bereich 12793/12882.
    Danach gab es planmäßig neue DAX Wochentiefs bei 12505-x. Das wurde vorbörslich locker und börslich knapp erreicht.
    Da der Abwärtstrendkanal ausgereizt war, "...würden neue Anstiegsversuche nach den neuen Tiefs nicht überraschen...".
  • So war es auch, der DAX behauptete 12505 und schob sich dann langsam hoch, allerdings bisher nicht sehr überzeugend.
  • HEUTE:
  • Das Risiko neuer Wochentiefs wird erst über 12830/ 12869 hinreichend gebannt sein.
  • Vorerst dürfte der DAX bis 12685 (gestriges Nachmittagshoch) steigen.
  • Bricht der DAX indes am roten Abwärtstrendkanal, mithin bei 12500 nach unten durch, wäre das größere Tageskerzenchart Ziel in Form der beiden 200 Tage Linien (rot/ pink) bei 12322/12187 ein Thema.
  • Der Bereich 12322/12187 gilt vorläufig als sehr gut abgesichert.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

NEW WORK - Mit dem Rücken zur Wand

Noch stemmen sich die Käufer gegen einen weiteren Kursrutsch in der New-Work-Aktie, aber können sie das Ruder auch wieder komplett an sich reißen?

Wer momentan als Bulle in der New-Work-Aktie unterwegs ist, den dürfte zunehmende Unruhe plagen. Nachdem die Käufer Anfang August am zentralen Widerstandsbereich um 300 EUR scheiterten, etablierte sich ein kurzfristiger Abwärtstrend. Im Rahmen dessen fiel man bis auf eine Kreuzunterstützung um 230 EUR zurück. Dort konnte sich die Aktie in den vergangenen Tagen zwar stabilisieren, aber nicht überzeugen. Dafür war das Kaufinteresse zu gering und böse Zungen könnten hier sogar eine kurzfristig bärische Flagge unterstellen.

Die Angst der Bullen!

Zusammen mit dem vorangegangenen kurzfristigen Abwärtstrend ist dies alles andere als beruhigend. Sollte das Kursmuster nämlich bärisch aufgelöst werden, würde auch ein wichtiger Support brechen und dies wiederum könnte weitere Verkäufe nach sich ziehen. Anschließend könnten die Kurse bis auf 190 EUR und sogar wieder bis zum Jahrestief bei 162 EUR nachgeben.

Soweit ist es jedoch noch nicht!

Auf der anderen Seite ist die Unterstützung um 230 EUR relativ stark. So konnte der Preisbereich beispielsweise in 2018 und zum Jahreswechsel 2018/19 große bärische Attacken beenden und im Gegenzug für kräftige Kursgewinne sorgen. Einen Versuch in diese Richtung gab es in der Aktie auch diese Woche schon. Am Mittwoch machten die Bullen Druck, scheiterten aber am internen Widerstandsbereich um 265/66 EUR. Dieser Versuch zeigt, dass die Bullen nicht gänzlich chancenlos sind und sollten Sie sich durchsetzen, wäre dieser Preisbereich das erste Kursziel. Oberhalb von 265/66 EUR könnten die Kurse dann weiter in Richtung großem Widerstand bei 300 EUR ansteigen.

CARL ZEISS MEDITEC - Richtig stark

Die Aktie von Carl Zeiss Meditec zeigt sich aktuell in einer sehr starken Verfassung. Kann dies noch länger anhalten?

Die Aktie von Carl Zeiss Meditec kletterte im Januar 2020 auf ein Allzeithoch bei 122,10 EUR. Anschließend geriet sie stark unter Druck und fiel auf den EMA 200 (Wochenbasis) zurück. Dort drehte die Aktie nach einem Tief bei 67,70 EUR Mitte März wieder nach oben.

Im April markierte der Wert ein Hoch bei 98,00 EUR und scheiterte damit am EMA 50 (Wochenbasis). Anschließend schwenkte er in eine Seitwärtsbewegung innerhalb eines symmetrischen Dreiecks ein. Anfang September kam es zu einem ersten Ausbruchsversuch, der aber noch misslang. In der letzten Woche schloss die Aktie nach einer langen weißen Kerze deutlich oberhalb des Dreiecks. In dieser Woche legt sie weiter zu. Dieser Ausbruch erfolgt gegen einen konsolidierenden Markt.

Bullen im Vorteil

Die nächste wichtige Hürde liegt bei ca. 110,90 EUR. Dort könnte es zu Gewinnmitnahmen und einem Rücksetzer an das Dreieck kommen. Anschließend besteht allerdings die Chance auf einen Anstieg an das Allzeithoch bei 122,10 EUR. Sollte die Aktie allerdings unter 96,21 EUR und damit in das Dreieck zurückfallen, dann würde sich das Chartbild wieder deutlich eintrüben.

PALLADIUM - Unterstützung in Gefahr

Tagesausblick für Freitag, 25. September 2020: In den letzten Tagen geriet der Palladiumpreis deutlich unter Druck und setzte an die Oberseite einer früheren Korrekturformation zurück. Hier hätten die Bullen jetzt die Chance, eine Erholung zu starten. Diese Chance muss allerdings auch genutzt werden.

Intraday Widerstände: 2.248 + 2.311 + 2.405
Intraday Unterstützungen: 2.175 + 2.084 + 1.997

Rückblick: Im Anschluss an eine kurze Rallyphase im Juli, korrigierte Palladium diesen Anstieg ausgehend von einem Hoch bei 2.311 USD in einer bullischen Dreiecksformation. Diese wurde Anfang September nach oben aufgelöst und der Widerstandsbereich bei 2.405 USD angesteuert. Kurz vor der Hürde setzte eine Korrektur ein, die an die Oberseite des Dreiecks zurückführt. Aktuell versuchen die Bullen die Unterstützungen bei 2.150 und 2.175 USD zu verteidigen.

Charttechnischer Ausblick: Die Aufwärtsdynamik der vergangenen Wochen ist längst Geschichte und Palladium kämpft aktuell gegen die Etablierung eines neuen Abwärtstrends an. Dennoch könnte es ausgehend vom aktuellen Niveau zu einer Erholung bis 2.248 USD kommen. Doch erst über der Hürde bei 2.311 USD wäre die Abwärtswelle neutralisiert und ein weiterer Angriff auf das Hoch bei 2.388 USD denkbar.

Sollte der Wert dagegen auch unter 2.150 USD fallen, dürfte der Support bei 2.084 USD angegriffen werden. Darunter droht ein Einbruch bis 1.997 USD.

Awareness & Mindfulness - Traden Sie achtsam und bewusst!

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie zur Hölle das passieren konnte? Wie nur konnten Sie einen solchen Blödsinn machen? Dieser Artikel wird Ihnen helfen, solche Situationen zukünftig zu vermeiden!

Erfolgreiches Trading besteht aus vielen einzelnen Bausteinen, die zusammenpassen müssen. Versuchen wir diese Bausteine zu katalogisieren, können wir u.a. zwei Seiten erfolgreichen Tradings erkennen. Auf der einen Seite finden wir das, womit sich die meisten Tradingeinsteiger extrem lange beschäftigen. Auf dieser Seite geht es um all die technischen Aspekte im Trading, wozu auch Tradingsstrategien & Co gehören. Auf der anderen Seite finden wir uns selbst wieder. Hier geht es um den psychologischen Aspekt im Trading, um den es im Folgenden gehen soll. Ich möchte Ihnen ein paar grundlegende Zusammenhänge erklären und Tipps mit auf den Weg geben, wie Sie disziplinierter Handeln können.

Warum stolpern wir über unsere eigenen Beine?

Die psychologische Seite im Trading ist extrem facettenreich. Im Grunde geht es darum, dass es der Trader einfach nicht schafft, sich an bestimmte, wichtige, weil erfolgsrelevante Regeln zu halten. Stattdessen verfällt man immer wieder in die gleichen, zum Teil zerstörerischen Muster. Die Ursache für dieses Verhalten ist höchst unterschiedlich und individuell, zumindest im Detail. Dabei muss die Ursache noch nicht einmal etwas mit dem Trading direkt zu tun haben.

Sie können sich jedoch sicher sein, dass alles was Sie an der Börse tun, für Sie einen positiven Nutzen erzeugt, denn sonst würden Sie es nicht machen. Entweder bekommen Sie durch ihr Handeln etwas Positives „geschenkt“ oder aber Sie vermeiden etwas Negatives, was letztlich auch wieder positiv für Sie ist. Dabei ist es Ihnen durchaus egal, dass mit diesem Verhalten auch größere Verluste entstehen können, bis hin zur Kontopleite.

Verrückt, oder? Eigentlich tradet man doch, um Geld zu verdienen, aber es scheint etwas zu geben, was Ihnen wichtiger ist! Ich stelle mir dieses Spiel als eine Wippe vor. Natürlich tun Verluste weh, solange der damit verbundene Schmerz aber kleiner ist als der positive Nutzen, den Sie beispielsweise durch undiszipliniertes Handeln erhalten, werden Sie lieber die Verluste in Kauf nehmen, als vernünftig zu traden. Sie entscheiden sich quasi für das kleinere Übel. Denken Sie einmal darüber nach! Es wird sich lohnen.

Awareness & Mindfulness

Zu wissen, warum man etwas tut, ist aber nur der erste Schritt zur Verbesserung. Wenn wir wissen, warum wir beispielsweise immer wieder den gleichen Fehler machen und ständig im Verlust nachkaufen, obwohl es besser wäre, einfach die Reißleine zu ziehen und den Verlust zu realisieren, können wir Lösungen erarbeiten. Letztlich müssen diese Lösungen aber umgesetzt werden und hier kommt ein weiterer, sehr wichtiger Punkt auf Sie zu. Sie müssen sich Ihrer Aktionen nämlich bewusst sein.

Tatsächlich ist es so, dass viele Aktionen an der Börse „aus dem Bauch heraus“ gemacht werden. Unser Unterbewusstsein übernimmt für kurze Zeit die Kontrolle und Sie drücken die Maustaste, ohne es wirklich bewusst wahrzunehmen. Man fühlt sich ein wenig wie ferngesteuert, was man letztlich in einem gewissen Sinne auch ist. Das sind dann die Momente, wo man sich mit etwas Abstand fragt, warum man nur so … sein konnte und einen solchen Blödsinn gemacht hat.

Deshalb reicht es nicht nur aus zu wissen, wo die Ursache für emotionales Trading ist, sondern man sollte gleichzeitig auch an seiner Achtsamkeit arbeiten. Trainieren Sie es sich an, jede Aktion bewusst wahrzunehmen und vorher einer „internen Kontrolle“ zu unterziehen. Drücken Sie die Maustaste gerade wieder nur aus emotionalem Aktionismus oder handelt es sich wirklich um die Umsetzung Ihrer Strategie. Im Trading steht für gewöhnlich keiner neben Ihnen, der Ihnen rechtzeitig auf die Finger klopft, wenn Sie gerade wieder einmal Blödsinn machen. Diese Aufgabe müssen Sie selbst übernehmen und das bedeutet, immer wieder auch einen äußeren Standpunkt einzunehmen und sich selbst zu beobachten, am besten vor jeder Aktion. Das ist gar nicht so schwer, wie es sich vielleicht anhört. Es bedarf einfach nur ein wenig Übung. Zudem hilft uns auch die Zeit. Bauen Sie bspw. bewusst eine zeitliche Distanz ein, die zwischen Gedanken und Orderaufgabe überbrückt werden muss. Das gibt Ihnen die Chance „nachzudenken“.

Ein Ziel, so viele Fallen!

Auf den ersten Blick dürfte es klar sein, warum Sie Trader werden wollten. Sie wollten Geld verdienen. Die Realität zeigt jedoch, dass es zum Teil noch gänzlich andere Ziele gibt, die Sie verfolgen und die am Ende dazu führen, dass Sie im Trading Geld verlieren. Dann bewegen wir uns im Bereich der Psychologie. Erfolgreiches Trading ist am Ende immer auch erfolgreiches Selbstmanagement, bei dem ich Ihnen gerne helfe. Innerhalb der von mir betreuten Traderausbildung können wir intensiv über Ihre eigenen Herausforderungen sprechen, falls Ihnen die obigen allg. Tipps noch nicht ausreichend helfen, erfolgreicher zu werden. Dabei wünsche ich Ihnen

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW38

DAX-Tagesausblick: Hexensabbat, Derivateverfall und die DAX Ziele...

Großer Verfallstermin für DAX Derivate, der 3. von 4 Terminen des Jahres 2020. 13 Uhr ist ein erster Höhepunkt. Hier ist dazu die passende DAX Analyse.

DAX Widerstände: 13.339 + 13.460 + 13.500 + 13.600
DAX Unterstützungen: 13.160 + 13.110 + 13.043/13.035 + 12.870 + 12.745

Rückblick

  • Der DAX sollte gestern schwach beginnen, dann aber von 13.043 bis 13.156 steigen.Nach einem Tief bei 13.036 ging es aufwärts bis 13.246.

Prognose

  • Großer Verfallstermin für Derivate, der 3. von 4 Terminen des Jahres 2020. 13 Uhr ist ein erster Höhepunkt.
  • Der DAX zieht weiter trendlos seitwärts. Das gilt sowohl für die Zeit seit 3. September als auch für den Zeitraum seit 5. Juni.
  • Intraday geht es heute oberhalb von 13110 per Marktief-/ Markthochlogik weiter aufwärts. DAX Ziel 13.339.
  • Oberhalb von 13.339 wäre 13.460 das Ziel, darüber wiederum 13.500 (Piv R3) und die mittelfristige Horizontale 13.600.
  • Unter 13.110 (Vorgängertief) bzw. unterhalb von 13.087 (roter EMA200/h1) fällt der DAX bis 13043/13036.
  • Unter 13.035 begibt sich der DAX auf steile Talfahrt zu 12.870 (S3) und 12.750.

NETFLIX - Die Spannung steigt

Die Netflix-Aktie befindet sich in einer wichtigen Phase. In den nächsten Tagen könnte sich die Bewegungsrichtung für mehrere Monate entscheiden.

Die Aktie des Streaminganbieters Netflix befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung und kletterte dabei am 13. Juli im Umfeld der letzten Zahlenbekanntgabe auf das aktuelle Allzeithoch bei 575,37 USD.

Widerstände: 504,66 + 517,58 + 550,75
Unterstützungen: 467,45 + 458,97 + 451,24 + 429,20

Seit diesem Hoch konsolidiert die Aktie. Dabei fiel sie am 24. Juli auf ein Tief bei 467,45 USD zurück und näherte sich damit der Unterstützung bei 458,97 USD stark an. Dieses Tief vom 24. Juli testete die Aktie am 11. August und gestern. Die Konsolidierungsbewegung der letzten Wochen macht bisher einen eher bullischen Eindruck und könnte als bullische Flagge angesehen werden.

Chance für die Bullen naht

Die Konsolidierung der Netflix-Aktie geht in eine entscheidende Phase. Die Aktie notiert auf einem wichtigen Unterstützungsbereich um 467,45 bis 458,97 USD. Ein kurzes Abtauchen darunter wäre noch möglich, aber spätestens dann sollte eine Rally in Richtung der Oberkante der Flagge bei heute 550,75 USD starten. Im Falle eines Ausbruchs aus der Flagge könnte der Wert seine langfristige Rally fortsetzen. Ein großes Ziel läge dann bei ca. 700 USD. Sollte es allerdings zu einem stabilen Rückfall unter diese Unterstützungszone kommen, dann wäre die Konsolidierung keine bullische Flagge, sondern ein absteigendes Dreieck. In diesem Fall müsste mit Abgaben in Richtung 423,21 USD und 386,80 USD gerechnet werden.

ALLIANZ - Explosive Ausgangslage

Seit Juni befindet sich die Aktie der Allianz eingekeilt zwischen dem Widerstand bei 193,64 EUR und der Unterstützung bei 170,12 EUR. Dabei oszilliert sie in die Spitze eines symmetrischen Dreiecks, das eine baldige massive Kursbewegung ankündigt.

Nachdem im Juni die Kurshürde bei 193.64 EUR erreicht worden war, setzte die Allianz-Aktie zu einer Korrektur an, die bislang andauert und auf hohem Niveau deutlich oberhalb des Supports bei 170,12 EUR verläuft. Dabei nähert sich den steigenden Tiefpunkten dieser Dreiecksformation von der Unterseite auch noch die langfristige, bis 2011 zurückreichende Aufwärtstrendlinie, die aktuell im Bereich von 173,00 EUR verläuft und so die Unterseite der Dreiecksformation bildet.

Stabil und dennoch unter Druck

Zuletzt wurde im August eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie unterschritten, doch eine bärische Kursreaktion blieb bislang aus. Dennoch sollte man auf der Hut sein, da symmetrische Dreiecke per se richtungsoffen sind und sich zudem in zahlreichen Fällen als Trendwendeformationen entpuppt haben. Auch die Umrisse einer Miniatur-SKS-Formation geben zu denken.

Solange der Wert aber nicht unter 177,40 EUR gefallen ist, haben die Bullen die besseren Karten und könnten zum Angriff auf die Hürde bei 184,98 EUR ansetzen. Darüber wäre ein kleines Kaufsignal aktiv und ein Anstieg bis 193,64 EUR möglich. Dort könnte es immer noch zur Ausbildung eines bärischen Doppeltops kommen. Darüber wäre allerdings ein Kurssprung bis 206,00 und 212,00 EUR die Folge.

Abgaben unter 177,40 EUR würden dagegen die SKS aktivieren und könnten eine Kaskade von Verkaufsorders auslösen, die zum Einbruch bis 172,00 EUR führen dürften. Wird die dort verlaufende Aufwärtstrendlinie verteidigt, könnte eine Erholung folgen. Darunter wäre allerdings ein Verkaufssignal aktiv und ein Abverkauf auf 157,74 EUR wahrscheinlich.

PALLADIUM - Pullback an Dreiecksformation läuft an

Tagesausblick für Freitag, 18. September 2020: Bei Palladium kam es zuletzt zum Ausbruch aus einer Korrekturformation und einem bullischen Anstieg über wichtige Hürden. Doch diese Entwicklung stünde aktuell wieder auf dem Prüfstand, falls die Käufer nicht eingreifen.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.540 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.175 + 2.084 + 1.997

Rückblick: Im Juli zog der Palladiumkurs von der Unterstützung bei 1.763 USD über eine kurzfristige Abwärtstrendlinie an und überwand den Widerstand bei 2.084 USD. Nach einer dreiecksförmigen Korrektur ausgehend von einem neuen Verlaufshoch bei 2.311 USD starteten die Bullen im September ausgehend von 2.084 USD erneut durch und erreichten zuletzt die Hürde bei 2.405 USD. Dort kam es zu einer scharfen Korrektur.

Charttechnischer Ausblick: Der jüngste Ausbruch über die Hürde bei 2.311 USD wurde zuletzt zwar wieder abverkauft, der Anstieg aus dem Konsolidierungsdreieck ist jedoch weiter gültig. Diese bullische Entwicklung sollten die Käufer jetzt durch einen Verbleib über der 2.248 USD-Marke konservieren und zum Angriff auf die 2.405 USD-Marke nutzen. Darüber wären Zugewinne bis 2.540 und 2.639 USD möglich. Abgaben unter 2.248 USD dürften Palladium dagegen unter Druck setzen und zu Verlusten bis 2.175 USD führen. Sollte der Wert dort nicht nach Norden drehen, käme es zu einem Einbruch bis 2.084 und 1.997 USD.

Trefferquote und CRV - Dieses Gesetz sollten Sie kennen!

An der Börse gibt es nicht viele Gesetzmäßigkeiten. Eine ist jedoch der Zusammenhang zwischen Trefferquote und CRV, da dieser viele Implikationen für das eigene Trading besitzt.

In der heutigen Dax-Mittagssendung wurde ich auf die Xiaomi-Aktie aufmerksam gemacht, die in den vergangenen Tagen förmlich explodierte. Ich hatte mir diese Ende August zu Notierungen um zwei Euro angeschaut und damals die Bullenseite favorisiert, auf dem Weg nach oben jedoch zwei Szenarien angeboten. In der dynamischen Variante durften die Kurse direkt weiter durchstarten, während in der ruhigeren Variante eine Konsolidierung einsetzen könnte. Diese Szenarien und den tatsächlichen Kursverlauf sehen Sie in der folgenden Abbildung.

Fakt ist, dass die Bullen in der Xiaomi-Aktie ein Feuerwerk abgefackelt haben, in dem auch sämtliche Kursziele deutlich überschritten wurden. Wer die Aktie kaufte, freut sich natürlich enorm. Andere hingegen, die sich zurückhielten und beispielsweise auf die Korrektur warteten, haben momentan das Nachsehen. Gerade bei diesen Tradern könnte der Frust mit jedem Tag, an dem die Aktie ein neues Hoch gemacht hat, steigen. Man war long eingestellt, findet aber einfach keinen Einstieg, weil die Kurse laufen und laufen und laufen. Die einzige Möglichkeit wäre gewesen, einfach blind einzusteigen und da keiner sagt, dass in der Aktie jetzt Schluss sein muss, besteht diese Möglichkeit immer noch. Aber wie sinnvoll ist ein solcher Sprung ins kalte Wasser?

So sieht die Realität aus!

Ich möchte das Beispiel der Xiaomi-Aktie nutzen, um einen zentralen Zusammenhang an der Börse aufzuzeigen. Es gibt nicht viele Gesetzmäßigkeiten, denen sich die Kurse beugen müssen. Einer besteht jedoch in dem Zusammenhang zwischen Chance-Risiko-Verhältnis und Trefferquote: je größer das CRV, desto kleiner ist bei Konstanz aller anderen Faktoren die Trefferquote!

Prägen Sie sich diesem Zusammenhang genau ein, denn aus diesem heraus lassen sich ganz viele interessante Tradingregeln ableiten. Darunter beispielsweise die Tatsache, dass man bei einem schon weitgelaufenen Trend zunehmend vorsichtig sein sollte. Es muss zwar nicht zu einer bärischen Trendwende kommen, je fortgeschrittener die aktuelle Bewegung jedoch ist, desto größer wird das Risiko für eine Konsolidierung/Korrektur. Aus diesem Zusammenhang geht auch direkt hervor, dass kleinere Bewegungen wahrscheinlicher sind als große. Es lässt sich auch direkt ableiten, dass eine Vergrößerung der Kursziele zu einer kleineren Trefferquote führt, während aggressivere Stopps den gleichen Effekt haben. Wer hingegen seinen Stopp größer gestaltet, dürfte mit einer höheren Trefferquote belohnt. Das Erreichen großer Stopps ist nun einmal unwahrscheinlicher, als das Erreichen kleiner. Ohne ins Detail gehen zu wollen, gilt dieser Zusammenhang immer und überall, vorausgesetzt, man ändert nur eine Variable, also den Stopp oder das Ziel. Sobald man andere Variablen oder mehrere gleichzeitig ändert, handelt man defacto eine neue Strategie und dort kann es natürlich durchaus dazu kommen, dass sich sowohl das CRV und die Trefferquote gleichzeitig verbessern. Sofern man in dieser „neuen Strategie“ aber wiederum alle Variablen konstant lässt und lediglich am Kursziel oder dem Stopp schraubt, wird erneut der gleiche Effekt einsetzen. Ein weit entferntes Kursziel wird seltener erreicht, genauso wie ein weit entfernteres Stopploss.

Eine exemplarische Analyse in der Adidas-Aktie

Wer über die oben genannten Worte nachdenkt, wird schon aus rein mathematischen Überlegungen heraus den gemachten Schlussfolgerungen zustimmen. Es ist einfach nicht möglich, dass eine Aktie 100 % zulegen kann, ohne vorher beispielsweise 10 % gewonnen zu haben. Wir sind hier im Bereich der Mengenlehre und das eine ist nicht ohne das andere möglich. Andersherum ist es hingegen gängige Realität, dass eine Aktie zwar 10 % gewinnt, die 100 %-Marke aber nicht erreicht, ohne vorher ins Stopp zu fallen. Ich möchte diesen Zusammenhang zwischen Trefferquote und Kursziel aber auch praktisch anhand der Adidas-Aktie untermauern. Dafür habe ich mir ein einfaches Set-up ausgesucht, in dem ich das Überschreiten des EMA 50 für einen Einstieg nutze. Den Stopploss lasse ich fix bei 5 %, spiele aber im Anschluss exemplarisch mit den Kurszielen. Hierbei setze ich Kursziele von 5 % bis hin zu 30 % an. Dabei gehe ich jede Kombination in 0,25-Prozentschritten durch. Uns interessiert an dieser Stelle nicht die Performance der Strategie, sondern die Entwicklung der Trefferquote in Abhängigkeit vom Kursziel. Dieser Zusammenhang ist in der folgenden Abbildung dargestellt. Auf der x-Achse finden wir das Kursziel und auf der y-Achse die Trefferquote, die im höchsten Fall bei knapp 61 % liegt:

Wer bisher noch nicht von meinen Überlegungen überzeugt gewesen ist, sollte seine Meinung spätestens jetzt überdenken. Eindeutiger kann der Zusammenhang nicht sein. Die Chance, nach dem Überschreiten des EMA 50 einen Gewinn von 30 % zu sehen, ohne dass der Kurs vorher 5 % nachgibt, liegt bei nur 21,21 %. Wer hingegen nur ein Kursziel von 5 % anstrebt, kann mit einer Trefferquote von fast 61 % rechnen.

Von der Theorie zur Praxis!

Ohne Zweifel kennen wir alle die Bewegungen, die anscheinend laufen und laufen und laufen, ohne dass es zu größeren Gegenbewegungen kommt. Diese Bewegungen stellen aber, wie wir soeben festgestellt haben, den rechten Rand der Renditeverteilung dar. Ohne Zweifel sind es genau die Bewegungen, mit denen die echten Trendtrader den größten Teil ihres Vermögens machen. Genau dies sind die Investments, mit denen man Geschichte schreibt und in Büchern und Co. verewigt wird. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass diese Bewegungen sehr selten sind. Wer solche Bewegungen systematisch ausnutzen möchte, wird viele Versuche brauchen. Nur wenige Trades werden es am Ende ins Ziel schaffen, diese machen dafür aber umso mehr Spaß. Und Hand aufs Herz, von den anderen redet dann auch in den Büchern, im Internet und Co. niemand mehr.

Wer also wirklich große Trends handeln möchte, sollte eine dazu passende Persönlichkeit haben. Man muss in der Lage sein, ein relativ großes Portfolio aufbauen zu können, da man ja nicht weiß, welche Aktie am Ende tatsächlich zu den absoluten Überfliegern gehören wird. Gleichzeitig muss man in der Lage sein, mit einer kleineren Trefferquote umzugehen. Wer dieses Spiel auf die Spitze treibt, wird im Jahr vielleicht nur einen oder zwei Trades haben, mit denen er den größten Teil seiner Jahresrendite erzielt, während viele andere mit kleinen Verlusten oder kleinen Gewinnen ausgestoppt werden.

Natürlich stellt dieser Zusammenhang auch gewisse Anforderungen an die Geduld und Disziplin eines solchen Traders. Sie dürfen den Faden gerne aufgreifen und selbst überlegen, welche weiteren Voraussetzungen ein solcher Trader noch mitbringen muss, um eine solche Strategie wirklich erfolgreich ins Ziel zu bringen. Meine Spielart ist dies definitiv nicht, aber ich ziehe den Hut vor jedem, der sich in einem solchen Trading zu Hause fühlt. Glücklicherweise aber bietet die Börse nicht nur diese eine Möglichkeit, um erfolgreich zu sein.

Nachdem wir den Zusammenhang zwischen Trefferquote und CRV kennen, können wir uns auch leicht andere Fragen beantworten. Als Coach bekomme ich beispielsweise oft die Frage, wie man die Trefferquote verbessern kann. Hintergrund einer solchen Frage ist meist, dass der Trader eine höhere Trefferquote benötigt, um diszipliniert handeln und seinen Regeln folgen zu können. Ahnen Sie, welche grundlegende Antwort ich diesem Trader geben kann, ohne auch nur einen Blick auf seine Tradingstrategie geworfen zu haben? Ich denke schon.

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW37

NASDAQ100 - Das Ding ist noch nicht vom Tisch

Buy the dip, don't buy the dip, buy the dip, don't buy the dip, buy the dip, ... tja. War es das erstmal mit den Techs?

Es ist September, die Märkte bewegen sich unruhig. Das bisherige Zugpferd der Erholung weltweit, der US Technologiesektor, ist innerhalb weniger Handelstage stark unter Abgabedruck geraten. Was machen?

Der Kursverlauf im Nasdaq100 seit 19. August kann als bärisches SKS Pattern interpretiert werden. Es besteht die Gefahr eines Kursrutschs in Richtung 10.318 Punkte. Die Gefahr ist noch nicht gebannt. Aber auch wenn der Index weiter wegrutscht, wäre das nach der gewaltigen Rally der letzten Monate aus charttechnischer Sicht "gesund". Märkte müssen ein- und ausatmen. Wenn sie nur einatmen, platzen sie. Gelingt dem Index auf Tagesschlusskursbasis ein überzeugender Anstieg über 11.600 Punkte, entspannt sich die Lage!

PUMA - Die Bullen machen Druck

Seit Wochen macht der Widerstand bei 72,32 EUR den Käufern in Puma zu schaffen. Mit erneuten Notierungen am Widerstand wird es jetzt spannend.

Für einen Momentum-Player könnte momentan die Puma-Aktie äußerst interessant sein. In dieser zeigt sich seit Juni unterhalb von 72,32 EUR eine Konsolidierung. Mehrfach scheiterten die Käufer am oberen Widerstand. Zuletzt aber hielt sich das Verkaufsinteresse an diesem in Grenzen und es etablierte sich bereits bei 67,96 EUR die kurzfristig entscheidende Unterstützung. Auf dieser prallte der Aktienkurs in der aktuellen Woche nach oben ab und setzt jetzt den zentralen Widerstand unter Druck.

Es fehlt nicht mehr viel bis zum neuen Kaufsignal in der Puma-Aktie. Gelingt den Käufern der nachhaltige Ausbruch über 72,32 EUR könnte eine neue Kaufwelle angelaufen sein. Im Rahmen dieser wären in den nächsten Tagen bzw. Wochen Gewinne bis in den Preisbereich von knapp 80 EUR möglich. Dort wartet der nächste Widerstand auf die Bullen. Scheitern die Käufer hingegen erneut um 72,32 EUR, wäre ein weiterer Test der Unterstützung bei knapp 68 EUR möglich. Sofern es dort ebenfalls zu einem Ausbruch nach unten kommt, nehmen die Risiken zu. Der Aktienkurs könnte dann auf die nächsten Unterstützungen bei 65,40 bzw. 63,30 EUR zurückfallen.

Widerstände: 72,32+74,00+79,45
Unterstützungen: 67,96+65,40+63,30

SYMRISE - Rallyfortsetzung in Arbeit

Nach der steilen Kaufwelle an den Kurszielbereich um 118,00 EUR setzte die Aktie von Symrise zu einer Konsolidierung an. Entlang einer kurzfristigen Aufwärtstrendlinie konnte sich der Wert zuletzt wieder an das Rekordhoch zurückarbeiten. Folgt die nächste Rally?

Die Aktie von Symrise erreichte Anfang September ein neues Allzeithoch bei 118,35 EUR, ehe eine Gegenbewegung einsetzte. Der übergeordnete Aufwärtstrend, der seit März über 60 % Performance einbrachte, ist auch durch die Konsolidierung der letzten Tage nicht gefährdet. Denn im Grunde zeigen sich mit der dreieckigen Form und den höheren Tiefpunkten innerhalb der Korrektur jetzt schon Parallelen zur bullischen Seitwärtsphase im Juni, der bekanntermaßen eine starke Kaufwelle folgte.

Hürden bei 118,35 und 120,00 EUR

Sollte der Wert jetzt also über das Rekordhoch ausbrechen, wären Zugewinne bis zunächst 120,00 EUR die Folge. Wird dieses Kursziel überschritten, könnte die Rally direkt bis 123,00 EUR führen. Hier wäre mit einer weiteren Korrektur zu rechnen. Ein Anstieg über dieses Ziel würde dagegen weiteres mittelfristiges Aufwärtspotenzial bis 127,70 bis 130,00 EUR generieren.

Scheitern die Bullen dagegen an den nahen Hürden bei 118,35 und 120,00 EUR, wäre von einem weiteren Abtauchen unter die Aufwärtstrendlinie und einem Test der Unterstützung bei 111,45 EUR auszugehen. Erst darunter wäre eine stärkere Verkaufswelle bis 105,00 EUR zu erwarten, die auch das vorübergehende Ende der Rekordjagd einleiten dürfte.

PALLADIUM - Die Bullen zögern noch

Tagesausblick für Freitag, 11. September 2020: In den Tagen nach dem dynamischen Ausbruch aus einem großen Konsolidierungsdreieck hat Palladium etwas der Schwung verlassen. Die bullischen Vorgaben des Ausbruchs bleiben dennoch aktiv.

Intraday Widerstände: 2.311 + 2.405 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.175 + 2.084 + 1.997

Rückblick: Nach einer monatelangen zähen Seitwärtsphase stieg der Kurs von Palladium ab Juli in einer Aufwärtsbewegung an den Widerstand bei 2.311 USD, von dem er nach unten abprallte. Eine weitere mehrwöchige Dreieckskonsolidierung und einen Ausbruch aus der Formation später, steht Palladium jetzt wieder direkt im Bereich dieser Marke. Dieser Anstieg wird aktuell zur Seite hin korrigiert, wobei bullischer Druckaufbau zu erkennen ist.

Charttechnischer Ausblick: Ein Ausbruch über 2.311 USD bahnt sich an und dürfte Palladium direkt an die Hürde bei 2.405 USD und das Märzhoch bei 2.450 USD schieben. Da auch die letzten Kaufwellen nicht ohne Zwischenkorrekturen abliefen, ist auch dort mit einer Gegenbewegung zu rechnen. Anschließend könnte aber eine Aufwärtswelle über die Hürde und bis 2.540 und 2.639 USD führen.

Sollte ausgehend von 2.311 USD dagegen eine Korrektur einsetzen, müsste diese oberhalb von 2.175 USD enden, um den Ausbruch nicht zu gefährden. Darunter käme es bereits zu Verlusten bis 2.084 USD. Damit wäre der Aufwärtstrend seit Juli zwar nicht beendet, aber empfindlich eingebremst und dort erst neuer Schwung aufzubauen. Sollte die Unterstützung dagegen nicht für einen weiteren mittelfristigen Anstieg genutzt werden, stünde bereits eine Korrekturausweitung bis 1.997 USD und darunter ein Abverkauf bis 1.804 USD an.

Der perfekte Markt für Einsteiger!

Wenig zu lernen und recht schnell bzw. einfach erfolgreich, so stellen wir uns den perfekten Einsteigermarkt vor. Aber was hat unsere Vorstellung mit der Realität zu tun?

Immer wieder wird mir die Frage gestellt, welcher Markt Einsteigern zu empfehlen ist? Dahinter steht die Hoffnung, dass es einen Markt gibt, der einfacher ist. Genauer gesagt, in dem es leichter ist, Geld zu verdienen.

So naheliegend eine solche Frage aus Sicht eines Einsteigers auch ist, ich muss Sie leider enttäuschen. Wenn man sich die Sache ein wenig genauer überlegt, wird sehr schnell klar, warum. Gäbe es einen Markt, in dem sich einfacher Geld verdienen ließe, der also für Einsteiger in diesem Sinne besser geeignet wäre, wie … muss dann ein Profi sein, wenn er einen anderen, einen schwereren Markt handelt? Das macht doch keinen Sinn! Gäbe es leichte Märkte, würden diese mit Liquidität überflutet werden, weil früher oder später jeder Trader, ob nun privat oder institutionell in diesem Markt landen würde. Alle anderen Märkte würden austrocken und am Ende wahrscheinlich verschwinden. Da es aber auch heute noch viele Märkte gibt, scheint es den perfekten Einsteigermarkt mit den besseren Gewinnchancen nicht zu geben.

Und es folgt der nächste Irrtum!

Nach unserer ersten Feststellung liegt nichts näher, als davon auszugehen, dass alle Märkte gleich sind. Ungünstigerweise unterliegen Sie hier dem nächsten Irrtum. Natürlich hat jeder Markt seine Eigenheiten und ist letztlich nicht für jeden geeignet. So würde ich den Deutschen Aktienindex, den viele private Trader lieben, ob nun im CFD- oder Zertifikatehandel, als "zickig" bezeichnen, vor allem Intraday. Die gleichen Tradingansätze in einem anderen Markt, bspw. einer Aktie direkt sind oft erfolgversprechender. Letztlich aber können Sie auch im DAX Intraday-Trading viel Geld verdienen.

Nicht der eigene Erfahrungsstand ist entscheidend!

Die Frage, ob ein Markt geeignet ist oder nicht, hat weniger etwas mit dem aktuellen Erfahrungsstand des Traders zu tun. Vielmehr spielen Sie als Person die entscheidende Rolle. Egal welchen Markt Sie handeln, diesen müssen Sie kennen wie ihre Westentasche. Diesen Lernprozess wird Ihnen keiner abnehmen und natürlich gibt es bei dem einen Markt ein wenig mehr oder etwas anderes zu lernen, als in einem anderen Markt. Entscheidend für die Frage, in welchem Markt Sie Zeit investieren sollten, den Lernprozess in Gang zu setzen, hängt vielmehr von Ihren Voraussetzungen ab. Vielleicht ist es vergleichbar mit einer Ehe. Sie gehen eine Beziehung ein und der Partner sollte passen. Sie sollten ihn mögen, sein Verhalten, seine kleinen und großen Macken. Aber was Sie mögen und was nicht, ist Geschmackssache. Mit Blick auf die Märkte zeigt sich dies am Beispiel der Volatilität. Der eine kommt besser damit klar, wenn sich der Markt ruhiger oder gar behäbig bewegt. Ein anderer hingegen besitzt nicht die Geduld und braucht möglichst viel Bewegung.

Der beste Praxistipp…

… den ich Ihnen als Tradingcoach geben kann, ist simpel: testen Sie sich aus. Heutzutage gibt es unzählige Möglichkeiten, sich an den Märkten zu engagieren, ohne gleich volles Risiko gehen zu müssen. Das fängt damit an, in Excel ein kleines Depot zu führen. Oder Sie nutzen eines unserer Demo-Konten in Guidants, um den Handel zu simulieren.

Viele werden an dieser Stelle vielleicht kritisieren, dass es sich dabei ja nicht um echtes Trading handelt. Dies ist deshalb von Nachteil, so eine weit verbreitete Meinung, weil man im Demo-Trading die Emotionen nicht merkt, denn schließlich ist kein echtes Geld im Spiel.

Es stimmt zwar, dass die Wirkung des Geldes im engeren Sinne fehlt, aber letztlich ist es lediglich eine Frage danach, wie ernst Sie das Demo-Trading nehmen. Wenn Sie wirklich reales Trading in diesem simulieren und realisieren, dass es sich bei dem Kontostand, der dort angezeigt wird, um das handelt, was Sie auch real bekommen würden, sieht die Sache schon etwas anders aus. Versuchen Sie es einmal selbst! Setzen Sie sich klare Regeln im Demo-Trading und traden Sie diese einen Monat oder länger. Na, wie oft haben Sie sich nicht an die Regeln gehalten? Wie oft war ihnen langweilig? Wie oft haben Sie aus Frust und entgegen Ihrer Tradingregeln im Verlust nachgekauft oder den Stopp versetzt? Und wem dies noch nicht reicht, der veröffentlicht jeden Tag seine Trades beispielsweise in Guidants. Spätestens hier werden Sie sehen, wie schnell Demo-Trading Emotionen hervorruft, die absolut vergleichbar mit dem realen Trading sind.

Wer hingegen einfach mal rumspielt und keine Regeln hat, gegen die er verstoßen kann, wird im Demotrading tatsächlich keine Emotionen spüren. Sie machen hier jedoch Dinge, die Sie real gar nicht umsetzen können. Real können Sie bspw. nicht einfach ein neues Demo-Konto aufmachen, wenn das Ergebnis des anderen Ihnen nicht gefällt. Es liegt also nicht am Demokonto, dass es Sie emotional nicht tangiert, es liegt an Ihnen und Ihrem Vorgehen, Ihrer Einstellung & Co.

Viele verzichten aber aus einem noch anderen Grund auf das Demo-Trading, denn dieses kostet Zeit und in dieser Zeit verdienen Sie kein echtes Geld. Es ist die Angst, etwas zu verpassen, die viele dazu verleitet, sehr schnell mit dem realen Trading zu beginnen. Ein großer Fehler, wie die offiziellen Statistiken von CFD-Brokern zeigen. 75 % aller Trader verlieren dort im Betrachtungszeitraum Geld und es ist nicht gesagt, dass die 25 % Gewinner in der nächsten Periode erneut zu den Siegern zählen. Das einzige was Sie also in meinen Augen tatsächlich verpassen, sind wahrscheinlich Verluste!

Fassen wir zusammen!

Sich als Einsteiger an der Börse zu fragen, was der perfekte Markt ist, ist absolut nachvollziehbar. Auf diese gibt es sogar eine Antwort, die jedoch nichts mit dem aktuellen Stand Ihrer Stufe auf der Karriereleiter zu tun hat. Vielmehr sollten Sie den Markt traden, der Ihnen am meisten liegt. Nutzen Sie Demo-Konten, um herauszufinden wo Sie sich wohl fühlen und das nicht nur beim Markt. Sie können in diesem Zusammenhang auch unterschiedliche Tradingsstile und andere Dinge ausprobieren. Hierbei wünsche ich Ihnen

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW36

DAX-Tagesausblick: Die Wasserstände zum Wochenschluss...

Der DAX war gestern fleißig. Erst stieg er von 13243 bis 13460, dann fiel er von 13460 bis zum Nachbörsentief 12930. Diese wilde Fahrt hinterlässt Spuren. Die DAX Prognose...

DAX Widerstände: 13080/13100 + 13134 + 13195 + 13222/13263 + 13500 + 13600
DAX Unterstützungen: 13000/12975 + 12900 + 12857/12850 + 12200/12150

Rückblick:

  • Es hieß gestern - "DAX: BLAUES Zeitfenster für Anstiege zu 13477 läuft heute, am 3.9. um 16 Uhr aus!"
    Der DAX beeilte sich und erreichte ausgehend von 13243 zumindest 13460, fiel dann aber bis 12900 zurück.
    Der FDAX schloss parallel dazu seine Februarlücke.

DAX Prognose:

  • DAX Widerstände des Tages sind zunächst 13080/13100, sowie 13134 und 13195 sowie schließlich 13222/13263.
  • Unterseitig könnten 12975 (Gap) sowie 12857/12850 (horizontal + KIJUN/Tag) erreicht werden.
  • Unterhalb von 12850 wird der Weg freigemacht für das Ziel 12200.
  • Oberhalb von 13222/13263 wären 13500 und 13600 die Ziele.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

SAP - Wird das bärische Mehrfachhoch verhindert?

Im gestrigen Handel stieg die Aktie von SAP zuerst noch auf ein neues Rekordhoch, ehe es am Nachmittag zu einem heftigen Einbruch kam, der die Bullen jetzt vor eine schwere Aufgabe stellt.

Die SAP Aktie konsolidierte den Kurssprung vom Juli, der in der Spitze auf ein neues Rekordhoch bei 143,20 EUR geführt hatte, zunächst in Form eines absteigenden Dreiecks, das Ende August nach oben aufgelöst wurde.

In der Folge steuerte der Wert das junge Rekordhoch zwei weitere Male an, zuletzt gestern. Doch kurz vor dem Erreichen der Kurszielzone um 145,00 EUR stoppte die Kaufwelle bei 143,32 EUR und der Wert brach bis unter das Wochentief bei 137,48 EUR und damit erneut unter die federführende Aufwärtstrendlinie ein.

Unter 135,00 EUR wird es eng für die Bullen

Auf der Unterseite befindet sich bei 134,70 EUR eine kleine Supportzone, die in den nächsten Tagen angesteuert und für eine Erholung genutzt werden kann. Bricht die SAP-Aktie allerdings auch darunter ein, müsste man sich nicht nur auf einen Rücklauf an das frühere Rekordhoch bei 129,58 EUR und den Support bei 127,78 EUR einstellen. In diesem Fall wäre auch ein bärisches Mehrfachhoch bei 143,32 EUR aktiviert. Dies könnte mittelfristig eine Trendwende einleiten und unter 127,74 EUR zu Abgaben bis 118,12 EUR führen.

Sollte den Bullen dagegen das Kunststück gelingen, den Wert über 141,00 EUR anzutreiben, wäre die gestrige Verkaufswelle gestoppt. Damit könnte man sich wieder der Oberseite und dem Kursziel bei 145,00 EUR zuwenden, dessen Bruch weiteres Potenzial bis 151,69 und 154,00 EUR generieren würde.

NVIDIA - Heftiger Einschlag

Die Highflyer der letzten Wochen und Monate an der Nasdaq mussten gestern einen starken Rückschlag hinnehmen. Dazu zählt auch die Nvidia-Aktie.

Die Nvidia Aktie gehörte in den letzten Wochen und Monaten zu den ganz starken Werten. Bereits am 11. Mai gelang der Ausbruch über das Hoch aus dem Februar 2020, also über das Hoch vor dem Coronacrash. Danach zog legte der Aktienkurs weiter massiv zu.

Diese Aufwärtsbewegung lässt sich seit 03. April 2020 in einem Trendkanal eingrenzen. Am Mittwoch eröffnete die Aktie an der Oberkante dieses Trendkanals und markierte das aktuelle Allzeithoch bei 589,07 USD. Dort prallte der Wert bereits am Mittwoch nach unten ab. Gestern folgte eine lange schwarze Kerze. Die Aktie gab um 9,28 % nach und war damit der zweitgrößte Verlierer im Nasdaq 100.

Wo liegen wichtige Unterstützungen?

Damit befindet sich die Aktie in einer Konsolidierung. Wichtige Auffangstationen für diese Konsolidierung sind der Aufwärtstrend seit 03. April bei 475,91 USD bzw. das Aufwärtsgap vom 17. August zwischen 468,16 USD und 472,69 USD. Dort könnte die Aktie wieder nach oben drehen und einen Rallyversuch in Richtung Allzeithoch starten.

Sollte dieser Unterstützungsbereich aber nicht halten und der Aktienkurs stabil unter 468,16 USD abfallen, dann würden weitere Abgaben in Richtung 347,22 USD drohen.

PALLADIUM - Hier spielt die Musik

Tagesausblick für Freitag, 04. September 2020: In dieser Woche brach der Palladiumpreis aus einer mehrwöchigen bullischen Konsolidierungsphase nach oben aus und generierte ein Kaufsignal. Aktuell nimmt der Wert schon wieder Fahrt auf.

Intraday Widerstände: 2.311 + 2.405 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.175 + 2.084 + 1.997

Rückblick: Palladium konnte sich im Juli aus einer dreiecksförmigen Konsolidierung nach oben arbeiten und mit einer ersten starken Kaufwelle den Zwischenwiderstand bei 2.084 USD überwinden. Es folgte ein Anstieg an die wichtigen Hürden bei 2.248 und 2.311 USD und der Start einer weiteren dreiecksförmigen Seitwärtsphase. Diese wurde zuletzt ebenfalls nach oben aufgelöst und mit dem kurzzeitigen Ausbruch über 2.311 USD ein weiteres bullisches Signal generiert.

Charttechnischer Ausblick: Nach einem Pullback an die obere Begrenzung der Dreiecksformation dürfte sich der Aufwärtstrend der letzten Wochen mit einem klaren Ausbruch über 2.311 USD fortsetzen. Anschließend wäre zunächst ein Anstieg bis 2.405 USD zu erwarten. Wird die Marke überschritten, könnte der Aufwärtstrend bis 2.540 USD und darüber bereits an den übergeordneten Widerstand bei 2.639 USD führen.

Aktuell wären die Ausbruchschancen erst bei einem Rückfall unter 2.175 USD unterbunden und damit eine weitere Korrektur bis 2.084 USD die Folge. Hier könnte der nächste Aufwärtstrend starten. Darunter käme es allerdings zu einem Einbruch bis 1.997 USD

Bottomfishing – Die Strategie der Helden!

Beim Bottomfishing dreht sich alles um den günstigen Einstieg! Interessieren Sie sich für diesen Investmentstil, sollten Sie sich einige Fragen stellen, um erfolgreich zu sein!

Eine alte Börsenweisheit sagt, dass man günstig kaufen und teurer verkaufen muss, um an der Börse erfolgreich zu sein. Was in der Theorie so einfach klingt, beschäftigt täglich Tausende von Trader und Anleger. Für Schlagzeilen sorgen dabei immer die Geschäfte, bei denen es tatsächlich gelingt, nahe eines langfristigen Tiefs zu kaufen und sich die Position anschließend verdoppelt oder verdreifacht oder meinetwegen auch vertausendfacht hat. Und mal ganz ehrlich, wer hätte solche Trades nicht gerne regelmäßig im Depot.

Wir werden uns dem Thema „Bottomfishing“ in diesem Basisartikel grundlegend nähern. Dabei geht es mir vor allen Dingen darum, das Prinzip dieses Trading-/Investmentansatzes zu verdeutlichen und darauf aufbauend die Vor- und Nachteile aufzuzeigen. Eines muss Ihnen nämlich von vornherein klar sein: wo Licht ist, ist immer auch Schatten! Nur wer beides kennt, sollte sich auf die Suche nach Details machen!

Was ist Bottomfishing?

Unter Bottomfishing verstehen wir den Versuch, Aktien oder andere Basiswerte günstig zu kaufen. Im engeren Sinne geht diesen günstigen Bewertungen eine größere Abwärtsbewegung voraus. Auch wenn die Namensgebung sich hauptsächlich auf den Einstieg in ein Investment bezieht, wird mit dem Bottomfishing meist auch die Hoffnung eines anschließenden langanhaltenden Aufwärtstrends verbunden. Das entscheidende Merkmal bleibt jedoch der extrem günstige Einstieg nahe am absoluten Tief.

Was macht Bottomfishing so interessant?

Der Wunsch, am absoluten Tief kaufen zu wollen, ist mehr als verständlich. Ein solcher Einstieg hätte gleich mehrere Vorteile. Zum ersten kann das Risiko relativ klein gehalten werden. Risiko ist in diesem Fall als Schwankungsbreite nach unten bzw. Stopploss zu verstehen. Im besten Fall steigt man ein und die Kurse laufen sofort in die gewünschte Richtung.

Dieser Vorteil ist jedoch kein Alleinstellungsmerkmal des Bottomfishing. Schließlich könnte man auch mitten in einen laufenden Trend einsteigen und die Tradingidee mit einem engen Stopploss absichern. Läuft die Position ebenfalls direkt in die gewünschte Richtung, wäre auch bei einem solch prozyklischen Einstieg das Risiko überschaubar. Der Unterschied zum Bottomfishing besteht jedoch im möglichen Potenzial, den das Investment besitzt. Es ist völlig egal, wie weit der Trend am Ende laufen wird. Wer nahe am Tief einsteigt, wird mehr verdienen als jemand der erst in den fortgeschrittenen/laufenden Trend investiert.

Bringen wir den Einstieg und den Ausstieg bzw. das Potenzial zusammen, entstehen beim Bottomfishing Tradingideen mit extrem hohen Chance-Risiko-Verhältnissen. Man stelle sich nur einmal vor, Sie hätten den Deutschen Aktienindex nahe des März-Crashtiefs (Corona) gekauft (bspw. bei 8.700 Punkten) und diesen Trade kurz unter dem Tief bei bspw. 8.200 Punkten abgesichert. Aktuell lägen Sie über 4.000 Punkte im Gewinn, was dem 8-fachen Risiko entspricht und wer weiß, wie weit der Trend noch läuft.

Das Bottomfishing baut also auf Trades mit großem CRV auf. Diese sind das Ziel des Traders/Investors. Ein weiterer, aber sehr gefährlicher Gedanke beim Bottomfishing ist nun, dass eine große Wahrscheinlichkeit für einen Gewinntrade unterstellt wird. Wenn eine DAX-Aktie bereits über Monate oder noch länger gefallen ist, denkt man oft, dass es doch eigentlich gar nicht tiefer gehen kann! Wie gefährlich und falsch eine solche Denkweise ist, dürften einige Trader im jüngsten Corona-Crash erfahren haben. Oder denke Sie an die letzten großen Krisen (Finanzkrise und Platzen der Dot-Com-Blase).

Was ist günstig?

Angesichts der oben beschriebenen Logik, ein hohes CRV mit einer vermeintlich hohen Wahrscheinlichkeit kombinieren zu können, ist es verständlich, warum sich viele Trader/Investoren dem Bottomfishing zuwenden. Die entscheidende Frage hierbei ist jedoch, was am Ende günstig ist. So verlockend die Vorteile des Bottomfishing auch sind, so problematisch ist seine praktische Umsetzung. Schließlich fallen die Kurse zunächst meist wie ein Stein und das über einen durchaus längeren Zeitraum, bevor es zur Bodenbildung kommt. Steigt man zu früh ein, wird man ständig ausgestoppt. Das ist nicht nur emotional eine nervige Angelegenheit, sondern reduziert am Ende auch den möglichen Gewinn.

Was also ist günstig? Wann ist die richtige Zeit für Bottomfishing gekommen? Grundlegend kann man sich diesen Fragen aus zwei Richtungen nähern. Auf der einen Seite können wir fundamental argumentieren. Die klassische Bilanzanalyse und das Ermitteln fundamentaler Kennzahlen wie KGVs & Co. ist eine Möglichkeit, günstige Aktien ausfindig zu machen. Wenn diese dann noch in einem Abwärtstrend gehandelt werden, umso besser. Grundlegend bietet sich in diesem Umfeld auch an, einen Branchenvergleich vorzunehmen bzw. sich die Wachstumsaussichten des Unternehmens anzuschauen.

Neben der fundamentalen Analyse bietet sich auch die Charttechnik an. Mithilfe von Indikatoren, Preisvergleichen und anderen technischen Hilfsmitteln lässt sich zumindest sehr leicht bestimmen, ob der Basiswert in einem Abwärtstrend gehandelt wird und inwieweit dieser schon fortgeschritten ist. Durch Vergleiche der vorliegenden Muster mit historischen Rahmendaten lässt sich eventuell abschätzen, wie groß die Chance für ein Boden ist. Dabei darf man mit unterschiedlichen Zeitebenen arbeiten. Liegt im historischen Vergleich eine überdurchschnittliche Abwärtsbewegung vor, warum dann nicht in einer kleineren Zeitebene nach einer kleinen Bodenformation Ausschau halten? Dies sorgt einerseits dafür, nicht in ein fallendes Messer zu greifen und parallel dazu können wir auch sinnvolle Stopps setzen.

Aber warum sollen Charttechnik und Fundamentalanalyse zwei konträre Methoden sein? Warum "entweder - oder"? Dafür gibt es keinen Grund. Im Gegenteil. Es spricht einiges dafür, beides gerade beim Bottomfishing miteinander zu kombinieren. Eine fundamental unterbewertete Aktie bei Ausbildung eines kleinen Bodens in einer untergeordneten Zeitebene zu kaufen, klingt nicht nur vielversprechend, sondern ist es auch. Natürlich müssen Sie auch jetzt noch mit einigen Fehlversuchen rechnen, um dann den tatsächlichen Boden zu erwischen, aber dafür haben wir ja das hohe CRV.

Portfoliobildung als weiterer Erfolgsfaktor im Bottomfishing

Wenn wir unsere Chance auf einen Boden über die Fundamentalanalyse und/oder die Charttechnik erhöht haben, steigen wir ein und dann heißt es Daumen drücken! Ein Profi verlässt sich aber nicht nur auf sein Glück. Zum einen wird er, wie bereits erwähnt, von vornherein mehrere Versuche einplanen und seine Strategie mental als auch aus Sicht des Risikomanagements darauf ausrichten. Zum anderen wird er nicht nur auf ein Pferd setzen. Das Bottomfishing ist eine Strategie und nicht der Versuch, Glücksritter zu spielen. Jeder Profi wird sein Kapital auf mehrere Versuche in einem Basiswert und auf viele Basiswerte aufteilen.

Portfoliobildung ist das ganz große Stichwort, um am Ende erfolgreich zu sein. Ich erinnere mich sehr gut an diverse Headlines im Zuge des Hypes um Kryptowährungen. Was wurden Investoren als geniale Denker/Vorreiter gefeiert, die relativ früh Coins besaßen und mehrfache Millionäre geworden sind. Ich muss bei solchen Schlagzeilen immer wieder schmunzeln, denn die Recherche zeigt immer wieder, dass diese Leute entweder einfach nur Glück hatten oder aber tatsächlich pfiffige Investoren sind und auf viele Pferde gesetzt haben. Was wir dann aber nicht zu lesen bekommen, ist die Anzahl gescheiterter Versuche, die sogar in der Mehrzahl sind.

Zusammenfassung

Bottomfishing ist eine beliebte Spielart im Trading/Investment, die interessante Vorteile bietet. In diesem Artikel haben wir das Bottomfishing definiert und den Reiz dessen beleuchtet. Die Aussicht auf ein hohes CRV macht das Bottomfishing so interessant. Wer diesen Vorteil für sich nutzen möchte, sollte sich jedoch ganz klar vor Augen halten, dass das Bottomfishing ein Ansatz mit moderater Trefferquote ist. Nur sehr wenige Trades werden zu ganz großen Gewinnern. Viele Ideen enden im Verlust oder mit einem kleinen Gewinn. Sofern Sie als Trader mit dieser Tatsache leben können, werden Sie versuchen, Ihr Timing zu verbessern. Sie werden sich fragen, was günstig ist und auf der Suche nach einer Antwort können Sie die fundamentale Analyse als auch die Charttechnik einsetzen. Trotz dieser Möglichkeiten bleibt eine spürbare Irrtumswahrscheinlichkeit bestehen, so dass man mehrere Versuche einplanen sollte. Möchte man das Bottomfishing zum Erfolg führen, muss man sich also Gedanken über das Moneymanagement und Portfoliobildung machen.

Erst aus dem Zusammenspiel all dieser Faktoren kann und wird eine erfolgreiche Tradingstrategie entstehen. Jetzt, wo wir die grundlegenden Vor- und Nachteile beleuchtet haben, können Sie sich als Trader fragen, ob diese Spielart für Sie überhaupt in Frage kommt.

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW35

DAX - Index prallt an der Hürde bei 13.236 nach unten ab

Der DAX Index macht seit Juni dieses Jahres Sommerferien, nachdem er ab Mitte März dieses Jahres einen erheblichen Teil des Corona Sell Offs nach oben aufarbeiten konnte.

Technischer Status quo: Volatile, wenig dynamische Seitwärtskorrekturphase seit 08. Juni. Kurse schaukeln volatil seitwärts. Bei 13.236 Punkten liegt ein Widerstand, eine Hürde im Markt, an der der Index seit gestern nach unten abprallt. Der Widerstand definiert sich über die Unterkante des Gap-Downs, das am 24. Februar zustande kam und den Corona Sell Off initiierte. Der Index macht seit Juni dieses Jahres Sommerferien, nachdem er ab Mitte März dieses Jahres einen erheblichen Teil des Corona Sell Offs nach oben aufarbeiten konnte. Das Kursmuster seit Juni hat bislang keine bärische, instabile Struktur.

DEUTSCHE POST - Heute mit Dividendenabschlag

Die Deutsche Post Aktie startet schwach in den Handel und ist zu Beginn der größter Verlierer im DAX. Allerdings sind diese Verluste durch den heutigen Dividendenabschlag bedingt und daher nur optischer Natur.

Deutsche Post wird heute ex-Dividende gehandelt. Der Dividendenabschlag beträgt 1,15 EUR je Aktie.
Quelle: Guidants News

Die Deutsche Post befindet sich seit einem Tief aus dem März 2020 bei 19,10 EUR in einer starken Aufwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung durchbrach die Aktie am 06. Juli 2020 ihren Abwärtstrend seit dem Allzeithoch aus dem Dezember 2017 bei 41,36 EUR. Anschließend kletterte der Wert an die Widerstandszone zwischen 38,15 und 38,39 EUR. Nach einer kleinen Seitwärtsbewegung unterhalb dieser Zone kam es am Montag zu einem Ausbruch darüber. Gestern notierte der Wert im Hoch bei 40,12 EUR. Danach setzten Gewinnmitnahmen ein.

Der heutige Dividendenabschlag wird die Aktie zu Handelsbeginn wieder in die Nähe der durchbrochenen Widerstandszone zwischen 38,15 und 38,39 EUR führen. Diese sollte nun Unterstützung bieten.

Chance für die Bullen naht

Im Bereich um 38,39-38,15 EUR könnte die Aktie der Deutschen Post also wieder nach oben drehen. Ein Anstieg an das Allzeithoch bei 41,36 EUR ist durchaus möglich. Sollte es aber zu einem stabilen Rückfall unter 38,19 EUR kommen, müsste mit Abgaben in Richtung 38,89 EUR oder sogar bis knapp unter 33 EUR gerechnet werden.

AMERICAN EXPRESS - Wichtige Hürde direkt voraus

Die American Express Aktie hat sich in den letzten Wochen im Vergleich zum Dow Jones nicht besonders gut geschlagen. Holt sie diesen Rückstand bald auf?

Am 24. Januar 2020 markierte die Aktie von American Express ihr aktuelles Allzeithoch bei 138,13 USD. Danach bildete sie ein kleines Doppeltop aus. Im Coronacrash wurde die Aktie auf ein Tief bei 67,00 USD abverkauft.
Nach diesem Tief vom 18. März bewegte sie sich zunächst in einem symmetrischen Dreieck seitwärts. Am 26. Mai 2020 kam es zum Ausbruch aus diesem Dreieck, was zu einer Rally auf 115,93 USD führte. Diese Rally wurde bis zum log. 61,8 % bei 89,30 USD auskonsolidiert. Dort drehte die Aktie wieder nach oben. Nach einem Hoch bei 105,70 USD vom 11. August gab es aber noch einmal einen mehrtägigen Rückschlag. In den letzten Tagen zeigten sich aber die Bullen wieder und führten die Aktie fast an den EMA 200 bzw. den Abwärtstrend seit 05. Juni. Dieser Widerstandsbereich liegt aktuell zwischen 102,36 und 103,07 USD.
Kaufsignal in Kürze?

Gelingt der Aktie von American Express ein Ausbruch über den Widerstandsbereich um 102,36-103,07 USD, dann könnte es zu einem weiteren Aufwärtsschub kommen. Erstes Ziel wäre dann das bisherige Erholungshoch in der Aufwärtsbewegung seit März 2020 bei 115,93 USD. Später könnte die Aktie vielleicht sogar in Richtung 128,87 USD ansteigen. Sollte es allerdings zu einem Rückfall unter das Tief vom 20. August bei 95,68 USD kommen, würden Abgaben in Richtung 89,30 USD und vielleicht sogar 76,00 USD drohen.

PALLADIUM - Explosive Ausgangslage

Tagesausblick für Freitag, 28. August 2020: Bei Palladium ist Geduld gefragt: Tendiert der Wert doch seit Wochen seitwärts und läuft dabei in die Spitze eines großen Konsolidierungsdreiecks hinein. Aber die Geduld wird mit einem schönen Setup belohnt, das in Kürze aktiviert werden könnte.

Intraday Widerstände: 2.190 + 2.248 + 2.311
Intraday Unterstützungen: 2.084 + 1.997 + 1.804

Rückblick: Nach dem massiven Abverkauf im März gelang den Bullen bei Palladium eine Trendwende bei 1.491 USD, die nach einer steilen Erholung in eine Seitwärtsbewegung oberhalb von 1.763 USD überging. Diese wurde zwar zuletzt im Juli nach oben verlassen, doch steckt der Wert aktuell bereits in der nächsten dreiecksförmigen Korrektur zwischen 1.997 und 2.311 USD fest. Zuletzt konnte sich Palladium aber gegen etliche Angriffe auf die kurzfristig wichtige Unterstützung bei 2.084 USD erfolgreich zur Wehr setzen und damit die Voraussetzung für einen Ausbruch aus dem Dreieck nach oben schaffen.

Charttechnischer Ausblick: Wird die Unterstützung bei 2.084 USD weiterhin verteidigt, könnte es zu einem Ausbruch auf der Oberseite und damit zu einer Erholung bis 2.311 USD kommen. Der erste Schritt auf diesem Weg wäre der Anstieg über die obere Begrenzungslinie des Dreiecks im Bereich von 2.210 USD.

Doch erst bei Kursen über 2.311 USD wäre ein klares mittelfristiges Kaufsignal aktiv und mit Zugewinnen bis 2.405 USD und darüber bereits bis 2.600 USD zu rechnen.

Wird der Support bei 2.084 USD dagegen unterschritten, sind weitere Abgaben bis 1.997 USD die Folge. Hier würde sich der weitere Verlauf entscheiden, da ein Unterschreiten der Marke für eine Verkaufswelle bis 1.900 und 1.804 USD sorgen dürfte. Eine Verteidigung der Unterstützung dürfte dagegen für eine Bodenbildung und einen weiteren Aufwärtsimpuls in Richtung 2.248 USD sorgen.

Der beste Indikator und die richtige Trendlinie!

Wer kennt sie nicht, die quälende Frage, ob es besser ist, den EMA oder den SMA zu nehmen. Und wie war das noch einmal mit dem richtigen Anlegen von Trendlinien? So sehe ich die Sache!

Das Feld der (chart)technischen Analyse ist extrem groß und mit den heutigen Technologien kann wirklich jeder ein breites Spektrum an Tools nutzen, um sich an der Börse einen Vorteil zu erarbeiten. Kein Wunder, dass sich viele Trader anhand der großen Auswahlmöglichkeiten verlaufen. Die Frage nach dem besten Indikator, dem besten gleitenden Durchschnitt oder wie man eine Trendlinie richtig einzeichnet, ist angesichts solcher Rahmenbedingungen nicht verwunderlich. Diese und weitere Fragen erreichen mich im Rahmen des Coachings regelmäßig. Heute möchte ich Ihnen ein kleines Geheimnis verraten!

Streichen Sie diese Worte aus ihrem Gedächtnis!

Kommen wir gleich zum Punkt! Im praktischen Trading gibt es das vermeintlich Beste oder einzig Richtige m.M.n. tatsächlich nicht. Dies steht in keinem Widerspruch zu dem, was viele von Ihnen wahrscheinlich schon erfahren haben. Natürlich gibt es Strategien, in denen mehr verdient wird als in anderen. Aber gerade was die Werkzeuge angeht, die in unterschiedlichen Strategien genutzt werden, bin ich nach 20 Jahren aktiven Tradings überzeugt, dass vieles relativ ist und es das Beste bzw. einzig Richtige nicht gibt. Lassen Sie mich dies an einem simplen Beispiel erklären, wobei wir auf die ewige Diskussion zu gleitenden Durchschnitten zurückgreifen. Was ist besser, der EMA oder der SMA?

EMA oder SMA?

Historisch gab es den einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) zuerst. Die folgende Abbildung zeigt den Adidas-Chart mit einem 50-Tage Durchschnitt.

Bei der Nutzung dieses Durchschnitts als Trendindikator haben sich viele Trader „darüber beschwert“, dass der Indikator relativ träge reagiert. Ein Trendwechsel wird relativ spät angezeigt. Diese und weitere Überlegungen haben dann zur Entwicklung des EMA geführt, der, wie die folgende Abbildung zeigt, definitiv schneller ist. Er dreht einfach etwas früher ab, was daran liegt, dass die jüngsten Kurse in diesem Durchschnittstyp stärker gewichtet werden.

Aber wissen Sie was! Diese absolut korrekte Erkenntnis ist eigentlich irrelevant. Ohne Zweifel ist ein EMA 50 schneller als ein SMA 50, aber wer sagt denn, dass ich eine 50-Tagperiode wählen muss? Wenn mir der 50-Tage Durchschnitt zu langsam ist, dann kann ich doch einfach auch einen 40-Tage Durchschnitt oder einen 30er nehmen. Machen wir dies einfach einmal.

Wie in der vorangegangenen Abbildung unschwer zu erkennen ist, ist jetzt auf einmal der SMA, also der vermeintlich langsamere Indikator schneller als der EMA und zeigt damit Trendwechsel viel früher und aggressiver an. Eine Aussage, der EMA ist der bessere gleitende Durchschnitt, weil er schneller und früher reagiert, ist mathematisch zwar korrekt, inhaltlich aber völliger Nonsens. Ein besser oder schlechter gibt es nicht, denn was im vorangegangenen Chart ebenfalls gut zu sehen ist: beide Indikatoren funktionieren in guten Trends super und haben ihre Schwierigkeiten in Seitwärtsbewegungen.

Und wie sieht es mit der richtigen Trendlinie aus?

Greifen wir unsere letzte Erkenntnis auf und spinnen den Faden weiter. Ist dann vielleicht die richtige Trendlinie das bessere Werkzeug, um einen Trend zu erkennen?

Die Antwort darauf können Sie sich denken. Falls nicht, probieren Sie es einfach aus. Legen Sie sich verschiedene gleitenden Durchschnitte in den Chart und beginnen Sie anschließend Trendlinien zu zeichnen. Natürlich werden Sie nicht hundertprozentig die gleichen Ergebnisse erzielen. In einer bestimmten Periode X hat mal der eine und mal der andere Indikator bzw. Trendlinie einen Vorteil. Wenn es aber zu wirklich guten und stabilen Trends kommt, werden Sie mit all diesen Tools zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen. Genau das macht doch einen guten Trend aus. Er ist so gut und stark, dass im Grunde alle Trendindikatoren das gleiche Bild anzeigen bzw. sich durch Veränderungen der Periodeneinstellungen ineinander überführen lassen.

Ist es denn wichtig, bei einer Trendlinie Schlusskurse oder Hochs/Tiefs zu nehmen?

Wo wir schon einmal bei diesem, wie ich finde spannenden Thema sind, greife ich gleich auch noch ein anderes Problem vieler Trader auf. Wir nutzen hierfür das Beispiel der Trendlinie, wo sich jeder von uns die Frage stellt, ob es besser ist, solche Linien in einem Candlestick-Chart auf die Hochs und Tiefs der Kerzen oder auf die Schlusskurse zu legen.

Die Antwort auf diese Frage ist die gleiche, wie die bisher gefundene in Sachen EMA und SMA. Es spielt eigentlich überhaupt keine Rolle. Lediglich die Handelslogik wird je nach Wahl unterschiedlich ausfallen müssen. Passen wir die Handelslogik an, können wir mit beiden Methoden ähnliche Erfolge erzielen. Am Ende ist es ausschließlich eine Frage der Übung und Erfahrung, ob man mit einer Trendlinie Erfolg hat oder nicht.

Jetzt ist es Zeit für ein kleines Wortspiel, denn tatsächlich ist eine Trendlinie lediglich eine Linie im Sand, anhand der wir uns orientieren und Erfahrungen sammeln können. Wenn wir dann hunderte Male gesehen haben, wie Reaktionen an unserer Trendlinie (egal für welche wir uns entschieden haben, Hauptsache wir bleiben bei diesem Typ) aussehen, können wir darauf aufbauend auch erfolgreich handeln. Dass ist selbst dann der Fall, wenn Sie Ihre Trendlinien ständig mitten durch die Kurse ziehen.

Denken Sie einmal über die soeben getroffenen Aussagen nach. Wenn der Groschen fällt, kann Sie dies im Trading sehr weit nach vorne bringen, weil Sie sich letztlich auf die wirklich wichtigen Fragen konzentrieren werden und Indikatoren bzw. sämtliche Tools nur als Mittel zum Zweck nutzen.

Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW34

DAX Tagesausblick: Konter der Käufer zum Wochenschluss?

Nach einer volatilen trendlosen Woche zeigte sich der DAX gestern kämpferisch. Können Anleger diese Vorlage heute nutzen, dürfte der DAX einen freundlichen Wochenschluss erleben. Kommt es allerdings im Tagesverlauf zu stärkeren Verkäufen, so stehen die Vorzeichen für nächste Woche unter keinem guten Stern.

Widerstände: 12.935 + 13.101 + 13.217 + 13.236

Unterstützungen: 12.812 + 12.762 + 12.730 + 12.649 + 12.519

DAX Prognose

  • Der DAX konnte rückblickend auf diese Woche nicht an die vorherige anknüpfen. Gestern konnte der DAX den entscheidenden Support bei 12.762 - 12.812 verteidigen. Ein wichtiges Statement aus Käufersicht. Vorbörslich wird an der 12.900 Punkte-Marke notiert.
  • Können Anleger diese Vorlage heute nutzen und die Unterstützung weiter halten, so könnte zum Wochenschluss ein bullischer Konter eingeleitet und die 12.935 Punkte angelaufen werden. Bei einem starken bullischen Auftritt wären darüber hinaus 13.101 Punkte möglich. Alternativ wären Verluste bis maximal 12.730 Punkte im Sinne einer Bärenfalle hinnehmbar.
  • Fällt der DAX jedoch unter 12.762 und auch unter 12.730 Punkte, so gilt der Support als endgültig gebrochen. Bärische Setups mit Zielen bei 12.649 und 12.519 Punkten müssen in diesem Fall präferiert werden.

NETFLIX - Kleiner Boden vor Vollendung

Die Netflix-Aktie legte in den letzten Monaten eine starke Performance aufs Parkett. Seit rund einem Monat konsolidiert sie allerdings.

Die Netflix-Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese Rally führte die Aktie am 13. Juli im Umfeld der letzten Quartalszahlen auf das aktuelle Allzeithoch bei 575,37 USD.

Widerstände: 510,82 + 575,37 + 600,00

Unterstützungen: 467,54 + 458,37 + 423,31 + 386,80

Seit diesem Hoch konsolidiert der Wert. Er fiel dabei beinahe auf die Unterstützung bei 458,97 USD zurück. Knapp darüber versucht er seit 24. Juli einen Boden in Form eines Doppelbodens auszubilden. Die Nackenlinie liegt bei 510,82 USD.

Kann die Rally weitergehen?

Gelingt der Netflix-Aktie ein Ausbruch über 510,82 USD, dann könnte die Rally der letzten Wochen und Monate fortgesetzt werden. Der erste Zielbereich läge zwischen 575,37 und 600 USD. Mittelfristig könnte die Aktie sogar in Richtung 700 USD ansteigen. Ein Rückfall unter 458,97 USD wäre aber kurzfristige ein negatives Zeichen. In diesem Fall müsste mit einer Fortsetzung der Konsolidierung seit 13. Juli gerechnet werden. Ziele wären dann 423,31 USD und 386,80 USD.

SOCIÉTÉ GÉNÉRALE - Hier muss sie drüber!

Die zuletzt favorisierte Erholung endete an einem wichtigen gleitenden Durchschnitt. Wie sieht das Chartbild aus?

Nach der jüngsten Betrachtung von Anfang August ("SOCIÉTÉ GÉNÉRALE - Vermeldet überraschend Milliardenverlust") bewegten sich die Anteilsscheine der französischen Großbank erwartungsgemäß in Richtung des blauen Prognosepfeils des präferierten Szenarios gen Norden. Wie ist die aktuelle Chartsituation einzustufen?

EMA50 als entscheidende Hürde auf der Oberseite

Der EMA50 im Tageschart war bislang die erwartet hohe Hürde für die Käufer, exakt an diesem viel beachteten gleitenden Durchschnitt drehte die Aktie der Investmentbank zuletzt wieder gen Süden hin ab. Der EMA50 ist daher das kurzfristige Make or Break-Level für die Käufer. Gelingt den Käufern hier in den kommenden Tagen ein Tagesschlusskurs oberhalb von 14,40 EUR, würde weiteres Aufwärtspotenzial Richtung 18 bis 19 EUR entstehen. Bis dahin kann ein erneutes Abdriften in Richtung der Jahrestiefs nicht ausgeschlossen werden, ja sogar neue Jahrestiefs sind weiterhin denkbar - im Vergleich zum Sektor zeigt die SG-Aktie weiterhin relative Schwäche.

GOLD – Technisch schwierige Kiste

Nachdem Gold am 11.08 einen regelrechten Sell-Off erlebte ist bisher unklar, wohin das Edelmetall möchte. Werden die Bullen hier noch einmal einen Angriff wagen oder kommt jetzt doch eine größere Korrektur?

Der Lauf von Gold suchte in den letzten Monaten seinesgleichen. Nach der Rangeauflösung Ende Juni entwickelte sich eine dynamische Rally, welche in einem Rekordhoch bei 2.074,98 USD endete. Seither wird korrigiert, doch die Käufer sind übergeordnet weiterhin tendenziell im Vorteil. Wenn auch nicht ganz überzeugend.

Dieser Support ist entscheidend

Ein Support welcher über die weitere Richtung entscheidend ist 1.897 – 1.920 USD (ATH 2011). Solange dieser Unterstützungsbereich hält, könnte es erneut Richtung Norden gehen. Das erste Ziel liegt bei 2.015,43 USD. Wird dieser Widerstand beiseite geräumt, so dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit das ATH angelaufen werden.

Fällt jedoch diese Unterstützung und der Goldpreis rutscht unter 1.897 USD, so muss mit einer längeren Korrekturphase gerechnet werden. Die nächste Unterstützung liegt in diesem Fall bei 1.817,77 USD und danach bei 1.790,49 USD.

Die zwei wichtigsten Dinge für erfolgreiches Trading!

Wer erfolgreich sein will, muss viel wissen. Aber lassen sich all die Details auf wenige Punkte zusammenfassen?

Die Börse ist unheimlich faszinierend und wer einmal Börsenluft geschnuppert hat, kommt so schnell nicht mehr von dieser los und das, obwohl es für viele private Trader in der Regel gar nicht so gut läuft. Geahnt hat man es schon immer, aber seitdem CFD-Broker verpflichtet sind, bei öffentlichen „Veranstaltungen“ den Zuschauern/Hörern mitzuteilen, wie viele ihrer Kunden verlieren, herrscht Gewissheit. Warum aber verlieren in der Regel weit über 70 % aller Trader Geld und noch viel wichtiger, was ist notwendig, um erfolgreich zu sein?

Unendliche Weiten!

Mit einer Antwort auf diese Frage könnten nicht nur dutzende Bücher gefüllt werden, sondern sie wurden es tatsächlich auch. Zu Recht, wie ich meine, denn gerade im Detail können die Gründe für das schlechte Abschneiden privater Trader höchst unterschiedlich sein. Aus Sicht eines Traders ist diese Tatsache höchst unbefriedigend, denn um selbst in die Erfolgsspur zu kommen, müsste man sich zunächst das gesamte Wissen aneignen, um dann herauszufinden, welches Detail auf einen selbst tatsächlich zutrifft. Alternativ dazu besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich coachen zu lassen. Wer diesen Weg gehen möchte, kommt in der Regel schneller an sein Ziel, weil er mit Hilfe des Coaches geradlinig auf dieses zulaufen kann. Wenn Sie auch zu denen gehören, die Vollgas geben wollen, können Sie gerne in der von mir betreuten Traderausbildung vorbeischauen.

Eine Frage, zwei Antworten!

Wie aber lautet meine Antwort auf die Frage nach den Erfolgsbausteinen, wenn ich gezwungen bin, mich so kurz wie möglich zu fassen? Lassen sich all die Details, um die man sich im Rahmen seiner Ausbildung kümmern muss, irgendwie zusammenfassen?

Glücklicherweise ja! Punkt Nummer eins ist in meinen Augen die Tatsache, dass es unabdingbar ist, dass Sie sich als Trader und Mensch selbst kennen und aufbauend auf diesem Wissen aus all den Möglichkeiten, die uns die Börse bietet, sich Ihren „Platz“ aussuchen müssen. Ich nenne diesen Bereich „die Tradingnische“. Dort setzen Sie Ihre Stärken und auch Schwächen ideal ein. Es wäre doch höchst dämlich, wenn Sie sich als aktiver Mensch, der ständig in Bewegung sein und etwas tun muss, im Trendtrading versuchen. Dafür sind Sie einfach nicht geschaffen.

Auf der zweiten Ebene kommt etwas ins Spiel, was viele wahrscheinlich nicht gerne hören. Es geht um die Grundhaltung bzw. die Mentalität im Trading. Der Mensch ist ständig darum bemüht, Sicherheiten zu schaffen. Diese Sicherheiten gibt es an der Börse jedoch nicht. Natürlich können wir mit bestimmten Methoden unserer Ausgangsbasis etwas verbessern, am Ende aber sind wir in Bezug auf die Kurse in der nächsten Sekunde, Minute, Stunde, Tag Woche oder Monat immer noch weit weg von Sicherheit. Wer das akzeptieren und damit umgehen kann, ist an der Börse im Vorteil. Muss ich also all die Details für ein erfolgreiches Trading auf eine zweite kurze Aussage reduzieren, dann auf die: Denken und Handeln Sie wie ein professioneller Spieler!

Dieser Punkt mag Ihnen komisch oder befremdlich vorkommen, aber denken Sie einmal daran, was alles an einer solchen Einstellung dranhängt. Als professioneller Spieler gehen sie beispielsweise extrem entspannt mit Verlusten um. Wer das kann, ist an der Börse einen riesengroßen Schritt weiter. Eine solche Denkweise spiegelt sich auch im Risiko- und Moneymanagement wider, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Wo stehen Sie?

Sofern Sie mit ihren Tradingsergebnissen momentan nicht zufrieden sind, nehmen Sie sich die Zeit, und überlegen Sie sich, wo Sie mit Blick auf die von mir gegebenen Antworten geradestehen. Ich bin mir sicher, es wird sich lohnen. Bleiben Sie dabei selbstkritisch, ohne sich bei Fehlern Vorwürfe zu machen. Wie die Statistik zeigt, sind die wenigsten Menschen für das Trading geboren. Aber man kann es lernen und zum Lernprozess gehören Fehler nun einmal dazu. Versuchen Sie es beim nächsten Mal einfach ein kleines bisschen besser zu machen!

Viel Erfolg
Rene Berteit

Disclaimer

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Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

Alle Informationen auf den Webseiten der DADAT sind ausschließlich für private Nutzung bestimmt. Die DADAT übernimmt keine Gewähr bezüglich der Nutzung, Eignung oder Verwendbarkeit an anderen Orten/Ländern (außerhalb Österreichs) von bereit gestellten Informationen. Weiters kann die DADAT keine Zusicherung oder Gewähr übernehmen, dass sich die Inhalte und Informationen dieser Mitteilung in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Vorschriften dieser Orte/Länder befinden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW33

DAX Tagesausblick: Übernehmen zum Wochenschluss noch einmal die Verkäufer?

Nach den gestrigen Verkäufen sind wenig Erholungstendenzen im deutschen Leitindex sichtbar. Kurzfristig dürften also die Verkäufer weiter das Ruder übernehmen. Doch in unmittelbarer Nähe befindet sich eine starke Unterstützung, welche Bereits die Bullen nutzen dürften, um die Kaufwelle weiter fortzusetzen.

DAX: 12.933,71
XDAX: 12.997
Widerstände: 13.101 + 13.217 + 13.236 + 13.314
Unterstützungen: 12.905/908 + 12.812 + 12.762 + 12.730 + 12.640

DAX Prognose

  • Ingesamt hat der DAX eine bullische Woche hinter sich. Nach impulsiven Kursgewinnen setzte der DAX gestern seinen Rücklauf von 13.101 Punkten fort. Die Bullen versuchten die 13.000er-Marke per Tagesschlusskurs zu halten, doch der DAX schloss darunter.
  • Die gestrigen Verkäufe könnten sich im Sinne einer kurzfristigen Korrektur zunächst weiter fortsetzen, ehe bei 12.905 Punkten und dem dort vorliegenden Clustersupport die Chance auf die Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung besteht. Bis 12.812 Punkten wären Verkäufe hinnehmbar.
  • Fällt der DAX jedoch darunter und unter 12.762 Punkte, so müssten bärische Szenarien wieder bevorzugt werden.

VARTA - Starke Zahlen

Die Varta-Aktie ist in den letzten Wochen sehr stark gelaufen. Geht diese Rally mit den aktuellen Zahlen zu Ende oder befeuern die Zahlen die Rally weiter?

Varta hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 390,7 Mio. EUR (VJ: 151,5 Mio. EUR), ein bereinigtes EBITDA von 102,2 Mio. EUR (VJ: 37,2 Mio. EUR) und ein Nettoergebnis von 39,9 Mio. EUR (VJ: €19,5 Mio) verbucht. Ohne Zukauf von Varta Consumer beträgt das Plus beim Umsatz 66,5 % und beim bereinigten EBITDA 124,8 %.
Quelle: Guidants News

Die Varta-Aktie markierte nach einer starken Rally am 04. Dezember 2019 ein Allzeithoch bei 128,00 EUR. Anschließend kam es zu einer Korrektur. Der Coronacrash trug seinen Teil dazu bei. Die Aktie fiel am 16. März 2020 auf die Unterstützung bei 51,90 EUR.

Dort drehte der Wert nach oben. Am 30. Juni gelang der Ausbruch über den Abwärtstrend seit Dezember 2020. Allerdings dauerte es etwas, bis die Aktie von diesem Trendbruch profitierte. Denn es kam zunächst noch zu einem Test der Unterstützung bei 89,75 EUR. Seit Ende Juli drücken die Bullen wieder aufs Gaspedal. Gestern kam es sogar zu einem neuen Allzeithoch bei 129,10 EUR. Dieser Ausbruch ist aber bisher sehr knapp und daher noch nicht signifikant.

Auf die aktuellen Zahlen reagiert der Wert vorbörslich (gegen 8.45 Uhr) mit einem leichten Abschlag von rund 1,3 %.

Wo bieten sich neue Chancen?

Anleger könnten die aktuellen Zahlen nach dem Run der letzten Wochen nutzen, um Gewinne mitzunehmen. Ein Rücksetzer in Richtung 109,80 EUR wäre keine große Überraschung. Von dort aus könnte die Aktie zu einer Rally in Richtung 160 EUR ansetzen. Gelingt sofort ein signifikanter Ausbruch über 128,00 EUR, könnte die Aktie einen ersten Schritt hin zu diesem Ziel gehen.

EBAY - Ausbruchsversuch

Nach einer mehrwöchigen Konsolidierung hat sich die eBay-Aktie zuletzt wieder stabilisiert. Ist damit bereits eine ausreichende Grundlage für eine neue Rally geschaffen oder geht die Abwärtsbewegung weiter?

Die eBay-Aktie fiel im März 2020 auf die Unterstützung bei 26,36 USD zurück. Anschließend drehte der Wert nach oben.

Widerstände: 57,38 + 61,06 + 67,79
Unterstützungen: 55,50 + 51,88 + 46,99

Am 08. Mai 2020 durchbrach er die Nackenlinie eines Doppelbodens bei 42,00 USD. Anschließend kletterte er am 04. Juni 2020 erstmals auf ein neues Allzeithoch. Inzwischen liegt das Rekordhoch bei 61,06 USD. Nach diesem Hoch vom 13. Juli konsolidierte die Aktie und näherte sich dabei dem letzten Zwischenhoch an. Im gestrigen Handel kam es zu Ausbruch über den kurzfristigen Abwärtstrend und damit auf der Konsolidierungsbewegung. Dieser Trend liegt heute bei ca. 55,50 USD.

Neuer Rallyschub?

Der gestrige Ausbruch könnte eine weitere Rally in der eBay-Aktie einleiten. Ein Anstieg in Richtung 61,06 USD und später sogar 67,79 USD erscheint möglich. Sollte es aber zu einem Rückfall unter 55,50 EUR kommen, müsste mit einer Fortsetzung der Konsolidierung seit Mitte Juni gerechnet werden. Ein Rückfall auf ca. 51,88 USD wäre dann möglich.

PALLADIUM-Tagesausblick: Richtungssignal steht noch aus

Palladium bewegte sich in den Vorwochen moderat nach oben. Die Widerstandsmarke bei 2.099 USD wurde dabei zeitweise überwunden, was aber keinen Kaufdruck nach sich zog. Die Notierungen halten sich aktuell leicht über dieser Hürde.

Intraday Widerstände: 2.450+2.582
Intraday Unterstützungen: 2.040+1.764+1.487

Rückblick

Palladium bewegte sich in den Vorwochen moderat nach oben. Die Widerstandsmarke bei 2.099 USD wurde dabei zeitweise überwunden, was aber keinen Kaufdruck nach sich zog. Die Notierungen halten sich aktuell leicht über dieser Hürde.

Charttechnischer Ausblick

Ein weiterer Anstieg ist nach dem Überwinden der 2.0999 USD jederzeit möglich. Spielraum bietet sich bis in den Bereich der 2.451 USD. Wird dieses Niveau erreicht, kann wieder mit einem Rücklauf gerechnet werden. Bereits Abgaben unter 2.040 USD müssten kurzfristig bärischer bewertet werden, da dies einen Rückfall in Richtung 1.764 USD einleiten könnte.

Der heilige Gral im Trading! Es gibt ihn doch!

Sind auch Sie vielleicht schon seit Monaten auf der Suche nach dem heiligen Gral im Trading? Hier verrate ich Ihnen, wie dieser aussieht!

Als Trader sind wir ständig auf der Suche nach einem Vorteil im Markt, den wir ausnutzen können. Am liebsten sind uns dabei solche Vorteile, die reproduzierbar, also wiederholbar sind und das ganze nennen wir dann Strategie. Dabei haben die meisten ganz klare Vorstellungen davon, welchen Erfolg Strategien haben müssen, um gut zu sein und mit diesen Vorstellungen beginnt die Hatz nach dem heiligen Gral. Selbst Einsteigern ist bewusst, dass es wohl nicht ganz ohne Verlusttrades gehen wird, aber wenn schon, dann sollten diese in der Minderheit sein und am Ende sollte die Performancekurve relativ geradlinig wie in der folgenden Abbildung verlaufen.

Quelle: equitycurvesimulator.com

Die Realität sieht anders aus!

In der Realität bleibt eine solche Performancekurve aber ein Wunschtraum und dies hat zwei Gründe. Der erste liegt im Markt, denn es gibt solche grandiosen Vorteile schlichtweg einfach nicht. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Sie Ihre Anlageentscheidungen fundamental oder charttechnisch treffen. Die Suche nach dem heiligen Gral ist nichts anderes als die Suche nach Sicherheit, aber genau diese ist an der Börse und im Kursverlauf nicht zu finden. Eine Trefferquote von beispielsweise 70 oder 80 % dauerhaft mit einem CRV von zwei oder drei zu kombinieren, wird immer ein Traum bleiben. Es mag Phasen geben, in denen das eigene Trading mit solchen Kennzahlen aufwarten kann, früher oder später wird es jedoch schwierige Phasen geben, so dass die Kennzahlen der Strategie wieder zum Durchschnitt zurückkehren.

Der zweite Grund für real gänzlich anders aussehende Performancekurven liegt am Trader selbst. Spätestens wenn man sich einige Zeit mit der Börse beschäftigt hat, wird man über das Thema Psychologie stolpern. Am Ende kann dies dazu führen, dass man selbst profitable Strategien gegen die Wand fährt, einfach weil man nicht in der Lage ist, diese diszipliniert umzusetzen. Aber dies ist ein Thema für einen anderen Artikel.
Jetzt wird es magisch!

Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen jetzt sage, dass es doch eine Möglichkeit gibt, zum heiligen Gral zu kommen, obwohl die Börsenwelt so ist, wie sie ist? Tatsache ist nämlich, dass wir uns nicht über das Gesetz der Unsicherheit hinwegsetzen müssen und trotzdem eine „perfekte Strategie“ finden können. Wobei, diese Aussage ist nicht ganz korrekt, denn im Kern handelt es sich nicht um eine Strategie, sondern die Kombination vieler. Das Zauberwort heißt strategische Portfoliobildung.

Im Rahmen der strategischen Portfoliobildung kombinieren wir einfach mehrere erfolgreiche, aber nicht überdurchschnittlich sichere Strategien miteinander. Werfen Sie hierzu einen Blick auf die folgende Abbildung:

Die obige Abbildung zeigt zehn unterschiedliche Strategien, die jeweils für sich genommen absolut durchschnittliche Kennzahlen aufweisen. Ich denke keiner von uns wird bei einer Trefferquote von nur 55 % und einem CRV von durchschnittlich 1,2 zu 1 vor Freude an die Decke springen. Wie beispielsweise die lila Performancekurve zeigt, könnte es mit einer solchen Strategie sogar passieren, dass sie nach über 80 Trades gerade mal plus/minus Null traden. Zwischenzeitlich kann es sogar relativ stark abwärts gehen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden 100 Trades machen und 45 von diesen gehen nach hinten los. Dabei gewinnen Sie im Durchschnitt für jeden verlorenen Euro nur 1,20 EUR zurück. Das ist nicht wirklich überzeugend, oder?

Überzeugend wird es aber, wenn Sie viele solcher Strategien kombinieren. Hier geht es nicht darum, zwischen diesen Strategien auszuwählen, sondern all diese parallel zu handeln. Im Einzelfall mögen die Strategien nicht überzeugen, kombiniert aber kreieren sie eine Performancekurve wie aus dem Bilderbuch. Schauen Sie sich nur die schwarze Performancekurve an. Diese ist die Summe der zehn Einzelstrategien und ich denke, wer einen solchen Kontoverlauf hat, wird mehr als zufrieden sein. Der Traum vom heiligen Gral ist Realität geworden!

Zusammenfassung

Mit diesem kleinen Ausflug in die Portfoliotheorie wollte ich Sie für die strategische Portfoliobildung sensibilisieren, denn wie wir gesehen haben, lassen sich damit kleinere Wunder wirken. Für sich allein genommen mag keine Strategie den hohen Ansprüchen vieler Trader (vor allem Tradingeinsteigern) gerecht werden, kombiniert aber schon. Natürlich ist das Finden eines zum eigenen Tradingstil passenden Portfolios nicht ganz einfach, aber Sie werden mit Sicherheit schneller zum Ziel kommen, als wenn Sie ausschließlich nach der einen Superstrategie suchen. Wenn Sie also schon seit Wochen, Monaten oder gar Jahren nach der einen Superstrategie im Trading suchen und dabei von Seminar zu Seminar laufen, hören Sie auf damit. Akzeptieren Sie die Durchschnittlichkeit einzelner Taktiken und kombinieren Sie diese!

Ihr Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW32

DAX-Tagesausblick: DAX Schwäche unverkennbar, während US haussiert!

Der DAX ist aktuell weiterhin sehr schwach im Verhältnis zum S&P500, DOW JONES und NASDAQ100. Nachts war der FDAX bereits wieder ca. am Tagestief von gestern zu sehen. Die DAX Prognose zum Wochenschluss.

Widerstände: 12660/12671 + 12784/12800/12822 + 13000 + 13033/13067
Unterstützungen: 12525/12515 + 12415 + 12207/12195

Guten Morgen!

  • Der DAX erreichte das untere Ziel 12528/12525, ohne zuvor über 12812 zu steigen (Tageshoch 12799).

DAX Prognose:

  • Der DAX ist aktuell weiterhin sehr schwach im Verhältnis zum S&P500, DOW JONES und NASDAQ100. Nachts war der FDAX bereits wieder ca. am Tagestief von gestern zu sehen.
  • Das DAX Niveau 12525 wirkt stützend.
  • Der DAX Bereich 12660/12671 wirkt als FDAX/XDAX "PP"- und "EMA200/h1" Widerstand.
  • Zwischen 12525 und 12671 ist der DAX komplett neutral.
  • Über 12671 wäre ca. 12784/12800/12822 das Ziel, wo es, wie schon gestern, schwer sein dürfte, oberseitig durchzudringen.
  • Die "gelbe", also neutrale Tagesampel reicht von 12525 bis 12812.
  • Erweitert:
  • Unterhalb von 12500 erweitert sich das Abwärtspotenzial heute auf 12420 (61,8 % RT) und 12207/12195 (SMA200/ Tag und Pivot S3).
  • Oberhalb von 12825 setzt der DAX Anstiegspotenzial bis 13000 und 13033 (R3) sowie 13067 (pinker gap fill) frei.

DAX SOMMER:

  • Aktuell ist generell auszusagen, dass der DAX Tageskerzenchart den Eindruck macht, als wäre der DAX unter 12800/12950 nur mit eingeschränkten Anstiegsmöglichkeiten unterwegs. Der DAX ist unter zahlreichen Widerständen, die in einem Widerstandskreuz zusammenlaufen, blockiert.
  • Unterseitig stützen die 200 Tage Linien bei 12207 und 12046.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

BASF - Käufer sind jetzt gefordert

Die Aktie von BASF hat nach einer kurzen Erholungsphase zuletzt wieder deutlich Federn lassen müssen. In einem sich abzeichnenden Abwärtstrendkanal steuert sie erneut auf eine zentrale Unterstützung zu, deren Bruch eine starke Verkaufswelle auslösen dürfte.

Nach dem Scheitern an der 61,8 %-Retracementmarke des übergeordneten Abwärtstrends bei 58,82 EUR fiel die Aktie von BASF in einer steilen Verkaufswelle an den Support bei 46,20 EUR, der Ende Juni bereits deutlich unterschritten wurde, ehe eine Erholung einsetzte. Doch das bärische Signal hallte nach und sorgte in den letzten Tagen für den zweiten Teil bzw. die Wiederaufnahme der Verkaufswelle vom Juni. Bereich um 46,90 EUR muss verteidigt werden

Dieser Kursrutsch traf zuletzt auf die Unterstützung bei 46,90 EUR, die verteidigt und für eine leichte Erholung genutzt wurde. Kann dieser Anstieg jetzt aber nicht zügig über 51,00 EUR führen, dürfte sich der Abverkauf mit dem Bruch der 46,90 EUR-Marke fortsetzen und damit auch unter die zentrale Aufwärtstrendlinie führen. Das nächste Ziel nach diesem Verkaufssignal läge im Bereich des Zwischentiefs bei 44,49 EUR. Darunter muss man sich schon auf einen Einbruch bis 41,14 EUR gefasst machen.

Sollte die Aktie von BASF in den nächsten Tagen dagegen dynamisch über 51,00 EUR ausbrechen, wäre zumindest die größte Abwärtsdynamik aus dem laufenden Kursrutsch entwichen und ein Anstieg bis 54,24 EUR wahrscheinlich.

LEG IMMOBILIEN - Neues Allzeithoch nach den Zahlen

Die bullische Reise der LEG-Immobilien-Aktie geht auch nach Bekanntgabe der Quartalszahlen weiter. Widerstände stellen sich den Bullen nicht mehr entgegen.

Nachdem die Quartalssaison bei uns am Mittwoch und gestern zur Hochform auflief, geht es heute etwas ruhiger zu. Ganz ohne Quartalszahlen kommt aber auch der heutige Freitagshandel nicht daher. Ein Unternehmen, welches Rechenschaft über das abgelaufene Quartal ablegte, war LEG Immobilien. Das Unternehmen konnte die Nettokaltmiete im zweiten Quartal um 6 % auf 155 Mio. EUR steigen. Das bereinigte Ebitda verbesserte sich sogar um 9 % auf 142 Mio. EUR. Mit 532 Mio. EUR wuchs auch das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter spürbar (+4 %).

Der Markt nahm diese Zahlen verhalten positiv auf. Im frühen Freitagshandel steigt der Aktienkurs um weitere 0,59 % und erreicht so im laufenden Aufwärtstrend ein neues Allzeithoch. Erst im Juni und Juli fand in der Aktie die letzte Konsolidierung statt. Diese wurde vor einigen Tagen nach oben durchbrochen, womit nun der Weg auf neue Hochs frei wäre. Kurzfristig könnte die Aktie jedoch einen kleinen Umweg über einen korrektiven Pullback zurück an das Ausbruchsniveau um 121,50 EUR machen. Letztlich aber bleibt der Aufwärtstrend bis zu einer vollständigen Topbildung oder aber nachhaltigen Kursen unterhalb des EMA 50 intakt und so könnten die Kurse in den nächsten Wochen weiter in Richtung 130 EUR und darüber hinaus durchstarten.

PALLADIUM - Zurückgekämpft, aber noch nicht über den Berg

Tagesausblick für Freitag, 07. August 2020: Palladium konnte die Aufwärtsdynamik von Ende Juli nur kurz aufrechterhalten und fiel zuletzt vom Widerstand bei 2.311 USD wieder unter den Support bei 2.084 USD zurück. Dort starteten die Bullen zuletzt jedoch einen weiteren Versuch.

Intraday Widerstände: 2.190 + 2.248 + 2.311
Intraday Unterstützungen: 2.084 + 1.997 + 1.804

Rückblick: Seit Anfang Juli starten die Bullen bei Palladium wieder einen Versuch, den fulminanten Aufwärtstrend der letzten Jahre zu reaktivieren und brachen dabei aus einem Korrekturdreieck und über die Hürde bei 2.084 USD aus. In der Spitze erreichte der Wert schon die Hürde bei 2.311 USD, ehe eine scharfe Korrektur zum Abverkauf bis 1.997 USD führte. Doch dort kamen die Käufer zurück.

Charttechnischer Ausblick: In letzter Sekunde haben die Bullen zuletzt ein Verkaufssignal verhindert und mit der Rückeroberung der 2.084 USD-Marke und dem gestrigen Anstieg über 2.150 USD den vorherigen Abverkauf neutralisiert. Sollte sich die Erholung fortsetzen, könnte Palladium zunächst bis 2.248 und 2.311 USD steigen. Darüber wäre ein kurzer Anstieg bis 2.405 USD möglich.

Ein erneuter Bruch der Unterstützung bei 2.084 USD hätte dagegen ein Verkaufssignal zur Folge und durfte zu einem Einbruch unter die 1.997 USD-Marke und weiteren Abgaben bis 1.804 USD führen.

Hebel, Risiko & Überhebeln - Wir räumen auf!

Der Hebel ist eine feine Sache und hat, richtig angewendet, nichts mit dem Risiko an sich zu tun. Das sollten Sie wissen, wenn Sie gehebelt handeln!

Mit der neuen Steuerregelung ändert sich für aktive Trader im kommenden Jahr relativ viel. So sind nur noch bestimmte Tradingprodukte wie Hebelzertifikate sinnvoll, zumindest wenn es bei der aktuellen Steuerregelung bleibt und nur noch 10.000 EUR Verluste von Optionsscheinen und CFDs geltend gemacht werden können. Der Einsatz von Hebelprodukten sorgt bei vielen privaten Tradern aber immer wieder auch für Verwirrung und Ängste. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam einen Blick auf genau diesen Hebel werfen, denn am Ende werden Sie feststellen, dass dieser eigentlich relativ unwichtig ist.

Achten Sie auf Ihren Hebel!

Immer wieder hört und liest man Empfehlungen, auf den eingesetzten Hebel zu achten. Diese lauten meist in etwa so: Als Anfänger sollten Sie nie größere Hebel als 5 wählen, während risikofreudigere Trader und Fortgeschrittene gerne auch zu größeren Hebeln greifen können! Dies suggeriert, dass der Hebel ein entscheidendes Maß für das Risiko ist, aber ist dem wirklich so?

Ja und nein! Wer den Hebel nicht versteht, dem kann eine solche Empfehlung tatsächlich das Traderleben retten. Wer sich hingegen genauer mit dem Hebel auseinandersetzt, wird erkennen, dass dieser nichts mit dem Risiko zu tun hat.

Risiko versus Investition

Angenommen wir interessieren uns für Aktie X, die aktuell zu 96 EUR zu haben ist. Um uns von diesen 100 Aktien ins Depot zu legen, bräuchten wir 9.600 EUR. Unsere Investitionssumme beträgt 9.600 EUR, was in der Regel nicht unser Risiko darstellt, denn kaum jemand wird die Aktie so lange halten wollen, bis diese insolvent ist und kurstechnisch bei Null steht. Das Risiko bezeichnet lediglich den Anteil, den wir bereit sind zu verlieren, falls sich der Trade nicht so entwickelt, wie erwartet. Nehmen wir an, wir haben ein Stop-Loss bei 90 EUR, dann beträgt unser Risiko 6 EUR je Aktie bzw. für den gesamten Trade 600 EUR. Wie Sie sehen, ist die Investitionssumme von 9.600 EUR zwar der Betrag, den wir aufwenden müssen, um das Geschäft durchzuführen, das Risiko ist mit 600 EUR jedoch wesentlich kleiner.

Hebel und Risiko

Kommen wir nun zu unseren Zertifikaten zurück. Anstatt die Aktie direkt zu kaufen, möchten wir einen Hebel einsetzen. Die folgende Abbildung zeigt eine Auswahl an Zertifikaten auf die Infineon-Aktie. Einige davon haben ein Bezugsverhältnis von 1, andere von 0,1. Bei einem Bezugsverhältnis von 1 ersetzt ein Zertifikat auch eine Aktie. Ein Bezugsverhältnis von 0,1 bedeutet dementsprechend, dass ein Zertifikat lediglich den Anteil von 0,1er Aktie abbildet. Man müsste sich also zehn Zertifikate ins Depot legen, um eine Aktie abzubilden.

Bleiben wir der Einfachheit halber bei einem Bezugsverhältnis von 1. Steigt die Aktie um einen Cent, so steigt auch das Zertifikat um den gleichen Betrag.

Merken Sie etwas? Entscheidend dafür, um wieviel Euro sich das Zertifikat bewegt, ist das Bezugsverhältnis und nicht der Hebel. Zertifikate mit gleichem Bezugsverhältnis gewinnen oder verlieren auch den gleichen Betrag in Euro, völlig unabhängig davon, wie groß der Hebel ist.

Greifen wir aus unserer Liste an Infineon-Zertifikaten zwei heraus. KB41X8 hat einen Hebel von 20,76, während KB4EVK einen Hebel von nur 14,03 aufweist. Beide haben jedoch ein Bezugsverhältnis von 1. Damit bewegen sich beide Zertifikate in Euro gemessen gleich viel, wenn sich die Aktie beispielsweise um 0,50 EUR bewegt. Beide Zertifikate werden ca. 0,50 EUR weniger/mehr kosten als jetzt. Kaufen wir von diesen Zertifikaten jeweils 1000 Stück und die Aktie fällt um 0,50 EUR, verlieren wir in Summe 500 EUR und das bei beiden Zertifikaten.

Überhebeln Sie sich nicht!

Obwohl der Hebel extrem unterschiedlich ist, bleibt das Risiko bei gleicher Positionsgröße identisch. Worauf der Hebel aber direkt und immer einen Einfluss hat, ist die Investitionssumme. Kaufen wir das höher gehebelte Zertifikat, müssen wir nur 1.030 EUR investieren. Beim zweiten Zertifikat hingegen sind es 1.550 EUR für 1.000 Zertifikate.

Der Einsatz eines höheren Hebels sorgt bei gleicher Positionsgröße also lediglich dafür, dass wir mehr freie liquide Mittel haben und genau hier liegt die große Gefahr. Anstatt vernünftiges Risiko- und Moneymanagement zu betreiben und die Positionsgröße korrekt zu ermitteln, merken viele Trader auf einmal, dass sie bei höherem Hebel ja noch mehr Zertifikate kaufen könnten. Vielleicht ist man es auch aus dem klassischen Investmentbereich gewohnt, wo man oftmals feste Geldsummen investiert. Wer 1.000 EUR investiert, wird sich von dem höher gehebelten Zertifikat mehr Stück ins Depot legen können. Damit wird natürlich auch sein Risiko größer. Statt 1.000 Zertifikaten kann er jetzt vielleicht 1500 Zertifikate kaufen, was am Ende zu einem Überhebeln des Kontos führt. So kann man beispielsweise, obwohl man nur 10.000 EUR auf dem Konto hat, problemlos auch Positionen mit einem Gesamtvolumen von über 100.000 EUR bewegen.

Angesichts solcher Verhältnisse dürfte klar sein, dass dies ein gefährliches Spiel ist. Die Vorgehensweise des Traders ist hier jedoch schuld und nicht der Hebel an sich. Als Trader sollten Sie sich immer auf ihr Risiko konzentrieren, also den Betrag, den Sie verlieren, falls der Trade nach hinten losgeht. Wenn Sie dann bei der Umsetzung des Trades ein Zertifikat mit hohem Hebel auswählen, die Positiongröße aber korrekt berechnet haben, können Sie kapitalschonend investieren. Sie binden weniger Kapital in diesem Trade und können das freie Kapital für andere Chancen nutzen. Wer so vorgeht, muss auch keine Angst vor dem Hebel haben. Im Gegenteil.

Fassen wir zusammen

Beim Einsatz von Hebelprodukten können sich Trader mehr leisten, als bei ungehebelten Engagements und dies auch zu tun, ist die eigentliche Gefahr von Hebelprodukten. Der Hebel allein ist jedoch kein Maß für das Risiko, sondern wird es immer erst in Verbindung mit den gehandelten Stückzahlen. Während Tradingeinsteiger diesen Effekt gerne ausnutzen und ihr Tradingkonto über gebühr strapazieren, achten professionelle Trader ausschließlich auf das Risiko und stimmen die Positionsgröße so ab, dass ein von ihnen gewählter Betrag nicht überschritten wird. So eingesetzt, sind Hebelprodukte eine feine Sache, gerade für kleinere Tradingkonten.

Viel Erfolg

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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