Marktinfo

Wöchentliche Marktinfo KW03

DAX - Das ist eine überfällige Korrektur!

Der DAX-Anstieg der vergangenen Wochen war viel zu steil. Der überfällige Pullback begann dann am Mittwoch und dürfte noch nicht beendet sein.

Rückblick:

Der DAX brach über die Sechs-Monats-Range aus und aktivierte dadurch das Kursziel 25900, das Gültigkeit behält, solange der DAX nun nicht mehr unter 24250 fällt, besser nicht mehr unter 24771 bzw. 24480 nachgibt. Der zuletzt in Gang gesetzte DAX-Anstieg war viel zu steil. 

Der überfällige Pullback begann dann am Mittwoch.

Prognose:

Die Korrektur dürfte noch nicht beendet sein und hat aus charttechnischer Sicht das Ziel 24850 bis zum 20. Januar. Als zulässiger Maximal-Pullback ist das Level 24550/24500 zulässig. Spätestens dann muss sich der DAX wieder dem größeren Kursziel 25900 widmen.

Der erste Pullbackabschnitt wurde gestern beendet. Inzwischen befindet sich der Leitindex im zweiten Abschnitt, der zu einer Korrektur auf 25120 und im Idealfall auch zu 24890/24850 Punkten führen könnte.

Sollten die Marktteilnehmer bullischer werden, könnten sie den DAX zwar heute oder am Montag noch bis 25510 und 25550 anheben, doch wäre dann schon wieder Schluss, da der Kanal einen Anstieg über 25550 noch verhindert.

DAX Chart
DAX Chart 5 Jahre

NOVO NORDISK - Konkurrenz für Wegovy-Pille verzögert sich

Novo Nordisk bleibt vorerst alleiniger Anbieter eines Abnehmmittels in Tablettenform in den USA. Die FDA-Zulassung für das Konkurrenzpräparat von Eli Lilly verzögert sich offenbar bis April.

Die geplante Markteinführung von Eli Lillys oralem GLP-1-Medikament Orforglipron rückt in weitere Ferne. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hat die US-Gesundheitsbehörde FDA eine Entscheidung nun erst für den 10. April 2026 angesetzt. Damit verzögert sich die ursprünglich für das erste Quartal erwartete Zulassung um mehrere Wochen.

Novo Nordisk startete hingegen bereits zu Beginn der Vorwoche mit dem Verkauf der Tablettenvariante von Wegovy in den USA, nachdem das Medikament noch im alten Jahr zugelassen worden war. Das Semaglutid-Präparat ist für Selbstzahler in den USA derzeit für 149 USD pro Monat erhältlich.

Der Markt für Abnehmmedikamente in Tablettenform gilt als besonders wachstumsstark. Die Produkte sollen eine komfortablere Alternative zu injizierbaren Therapien darstellen und damit neue Patientengruppen erschließen. Mit der nun bestätigten Verzögerung bei Orforglipron bleibt Novo Nordisk bei oralen GLP-1-Medikamenten zumindest bis ins zweite Quartal 2026 ohne direkte Konkurrenz.

Fazit: Nach dem Versuch einer Bodenbildung im Bereich von 38 EUR hoffen Anleger auf eine Kurserholung bei Novo Nordisk, bisher hält sich die Dynamik nach oben allerdings noch in Grenzen. Für 2026 rechnen Analysten derzeit mit einem Gewinnrückgang, weswegen der Spielraum für weitere Kursgewinne trotz der im Vergleich zu Eli Lilly günstigen Bewertung eher gering sein könnte.

Chart
Chart 5 Jahre

KLÖCKNER & CO - Übernahme amtlich! Aktionäre erhalten 11 EUR je Aktie!

Das angekündigte Übernahmeangebot von Worthington Steel katapultiert die Bewertung der Klöckner-&-Co-Aktie auf ein neues Niveau.

Der Stahlhändler Klöckner & Co steht vor einer Übernahme durch das US-Unternehmen Worthington Steel. Der US-Stahlkonzern bietet 11,00 EUR in bar je Klöckner-&-Co-Aktie. Das entspricht laut Unternehmen einer Prämie von rund 81 % auf den Schlusskurs von 6,07 EUR am 5. Dezember 2025 sowie etwa 98 % auf den unbeeinflussten volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnittskurs bis zu diesem Stichtag. Der implizite Unternehmenswert liegt damit bei rund 2,1 Mrd. EUR beziehungsweise 2,4 Mrd. USD.

Vorstand und Aufsichtsrat des Stahlhändlers Klöckner & Co. begrüßen das Angebot ausdrücklich und wollen den Aktionären nach Prüfung der offiziellen Angebotsunterlage die Annahme empfehlen. Aus Sicht der Gremien spiegelt der Preis den inneren Wert der Klöckner-&-Co-Aktie wider und enthält eine attraktive Kontrollprämie.

Ein wichtiger Punkt: Die SWOCTEM GmbH hat sich unwiderruflich verpflichtet, ihre Beteiligung von etwa 41,53 % in das Angebot einzuliefern. Auch der Vorstand wird seine eigenen Aktien andienen. Damit ist ein großer Teil der Mindestannahmeschwelle faktisch bereits erreicht.

Diese liegt bei 65 % aller ausstehenden Aktien. Neben dieser Hürde müssen noch behördliche Freigaben sowie weitere übliche Vollzugsbedingungen erfüllt werden. Der Vollzug wird aktuell für das zweite Halbjahr 2026 angepeilt.

Fazit: Mit der Übernahme wird perspektivisch auch das Kapitel Klöckner & Co. an der Börse geschlossen werden. Aktionäre werden angesichts des langfristig enttäuschenden Kursverlaufs nicht in Jubelstürme ausbrechen. So stand die Klöckner-Aktie auch schon 2008 oder 2011 bei 11 EUR. Trader sollten die schnellen Gewinne einsacken. Weitere Übernahmen in Deutschland im Jahr 2026 sind sehr wahrscheinlich.

Chart
Chart 5 Jahre

GOLD – Man spannt uns auf die Folter

Die letzten Tage waren von einer schmalen Seitwärtsbewegung im Bereich des neuen Allzeithochs bei 4.642 USD geprägt. Die Spannung steigt, während die Marktteilnehmer weiterhin den nächsten großen Richtungsentscheid ausfechten.

Widerstände: 4.653 + 4.705 + 4.800

Unterstützungen: 4.497 + 4.401 + 4.381

Rückblick: 

Nach dem Ausbruch über das Rekordhoch aus dem Oktober 2025 bei 4.381 USD zog der Goldpreis bis auf 4.549 USD an. Es folgte eine scharfe Korrektur, die allerdings von den Bullen an der Supportmarke bei 4.264 USD gestoppt wurde und seither in eine weitere Ausbruchsbewegung überging. Das neue Allzeithoch bei 4.642 USD liegt in direkter Nachbarschaft zum übergeordneten Projektionsziel der großen Rally bei 4.653 USD. Knapp unter der Hürde tendiert der Goldpreis seit Tagen seitwärts, ohne dass es zu nennenswertem Verkaufsdruck gekommen wäre.

Ausblick: 

Noch immer muss damit gerechnet werden, dass seit Ende Oktober eine um das Tief bei 4.163 USD „gespiegelte“ Aufwärtstrendphase vorliegt, die mit dem Anstieg seit Ende Dezember beendet wird. Eine Korrektur beginnend bei 4.653 USD wäre die logische Konsequenz des Verlaufs und könnte nach Abgaben bis 4.497 USD und darunter ausgehend von der Unterstützung bei 4.381 USD in eine weitere große Kaufwelle münden. Oberhalb von 4.653 USD sind später Zugewinne bis 4.705 USD und das Zielcluster bei 4.800 USD zu erwarten.

Erst ein deutlicher Einbruch unter 4.381 USD würde für die Ausdehnung der Korrektur sorgen und den Goldpreis bis 4.163 USD drücken. An dieser Stelle könnte sich ein weiterer mehrwöchiger Kaufimpuls Richtung Allzeithoch in Bewegung setzen. Darunter wäre allerdings eine bärische Trendwende bestätigt und auch der Supportbereich von 3.879 bis 3.941 USD nicht mehr sicher.

Chart
Chart 5 Jahre

Wieso benötigen die USA Venezuelas Öl?

Die USA sind der größte Ölproduzent der Welt. Mit Preisen im Bereich von 60 USD ist Öl auch alles andere als knapp. Wieso beharrt Trump also darauf, dass es um Öl geht?

Kurzfristig benötigt niemand mehr Öl. Global ist der Markt überversorgt. Venezuelas Ölvorkommen sind zudem keine Vorkommen, die schnell ausgebeutet werden können. Um die Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen, sind Milliardeninvestitionen und mehrere Jahre notwendig. Selbst wenn es gelingt, die Produktion in Venezuela etwas zu erhöhen, es macht für den globalen Markt keinen Unterschied. Es beeinflusst den Preis nicht.

Auf den ersten Blick macht es wenig Sinn, wenn die USA davon sprechen, dass es um Öl geht. Tatsächlich gibt es mehrere Gründe. Auch China spielt eine Rolle. Öl ist aber ein wichtiger Faktor, nur nicht jetzt. Die USA haben ungewöhnliche Weitsicht, wenn es um Öl geht. Die Methoden sind bestenfalls fragwürdig. Inhaltlich macht eine Kontrolle der Ölvorkommen für die USA allerdings Sinn.

Der globale Ölverbrauch geht nicht zurück. Er wird nach den Prognosen der IEA bis 2050 weiter ansteigen. Der Anstieg ist langsamer als in den vergangenen Jahrzehnten. Trotzdem muss die Welt bis 2050 ungefähr 13 Mio. Barrel pro Tag mehr an Öl fördern als heute.

Derzeit wächst das Angebot in einer Handvoll Ländern. Die USA gehören dazu, ebenso wie Kanada, Brasilien und Guyana. Das Wachstum wird bis ungefähr 2030 anhalten. Förderten diese vier Länder vor 15 Jahren noch 10 Mio. Barrel, sind es heute knapp 24 Mio. Barrel. Das Hoch wird bei ca. 27 Mio. Barrel erwartet.

Bis 2035 wird die Fördermenge stagnieren oder leicht zurückgehen. Danach sind schnellere Rückgänge zu erwarten. Global verliert die Welt jedes Jahr 5,5 % der Produktionsmenge. Diese muss durch Investitionen ersetzt werden. Ohne Investitionen sinkt die globale Fördermenge bis 2050 unter 30 Mio. Barrel.

Venezuela allein kann den Rückgang nicht auffangen und es gibt Regionen, in denen Öl wesentlich günstiger gefördert werden kann. Ohne zusätzliches Angebot ist allerdings davon auszugehen, dass Öl in den 30er-Jahren im dreistelligen Bereich notieren muss, um für ausreichend Angebot zu sorgen.

Investitionen in Venezuela benötigen Zeit. Das Öl wird nicht jetzt gebraucht und selbst mit dem stärksten Willen ist es auch nicht verfügbar. Wenn die globale Fördermenge in den 30er-Jahren knapp wird, kann das Öl allerdings zur Verfügung stehen. Die USA denken ausnahmsweise weit voraus. Venezuela kann ab 2035 zum entscheidenden Faktor werden, wenn es um die Ölversorgung und die Preise geht.

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Autor: Stock3

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