Wöchentliche Marktinfo KW20

DAX - Ab wann dreht das Bias auf bullisch?!

Einerseits mag der DAX den abwertenden Euro und die bisher zurückhaltende EZB hinsichtlich Geldpolitikstraffung. Andererseits schlägt der Korrelationstrend zum US-Aktienmarkt durch, wenn es dort zu starken Verkäufen kommt.

Der deutsche Leitindex ist hin- und hergerissen. Die Nachwehen der Corona-Pandemie werden eingepreist: Inflationsdruck + geldpolitische Inflationsbekämpfung. Steigende Energiepreise, steigende Nahrungsmittelpreise.

Chart1 zeigt den technischen Status quo im DAX: Im DAX setzt sich diese rot gestrichelt dargestellte Abwärtstrendlinie seit Jahresbeginn durch. Das bedeutet tendenziell schwächere Kurse im DAX in Richtung 12.650 Punkte.

Chart2 zeigt, was geschehen muss, damit sich das charttechnische Bild von bisher neutral bis bärisch auf neutral bis bullisch drehen kann. Gelingt es dem Index aber über besagte Abwärtstrendlinie auszubrechen, steigt die Wahrscheinlichkeit für ein Erholungsscenario. Steigt der DAX auf Tagesschlusskursbasis überzeugend dynamisch über 14.340 Punkte an, triggert das ein schwaches Kaufsignal in Richtung 14.800, 15.600 und 16.290 Punkte.

Unsichere Marktphase, viele Trendwechsel, ich arbeite also nach wie vor nur mit dünnen grauen Prognosepfeilen.

APPLE - Geht die Korrektur weiter?

Die Apple-Aktie musste in den letzten Wochen einige Rückschläge hinnehmen. Findet sich langsam einem Boden oder geht die Abwärtsbewegung noch weiter?

Die Apple-Aktie markierte nach einer langen Rally am 04. Januar 2022 ihr aktuelles Allzeithoch bei 182,94 USD. Danach startete eine Korrektur. Lange schien es so, als wäre sie eine kurze Konsolidierung vor einer weiteren Rally. Am 14. März verteidigte der Wert seinen Aufwärtstrend ab September 2020. Die anschließende Rally stoppte aber unter dem Allzeithoch. Und seitdem hat sich die Korrektur deutlich beschleunigt. Am 09. Mai durchbrach der Wert den Aufwärtstrend seit September 2020. Gestern kam es nach einer kurzen Erholung zum Bruch der Unterstützung bei 138,27 USD und zu einem neuen Tief in der Abwärtsbewegung seit Januar 2022.

Verkaufswelle geht wohl weiter

Die Korrektur in der Apple-Aktie dürfte noch einige Zeit anhalten. Ein Rücksetzer in Richtung 116,21 USD ist möglich. Damit würde die Aktie auch in den Bereich des Aufwärtstrends seit März 2020 zurückfallen. Damit sich das Chartbild wieder aufhellt, müsste die Aktie über 150,10 USD ansteigen. Mit einem Ausbruch über diese Marke ergäbe sich das Potenzial zu einem Anstieg in Richtung 158,00 USD und an den Abwärtstrend seit dem Allzeithoch bei aktuell 177,61 USD.

Widerstände: 138,27+150,10+ 158,00
Unterstützungen: 136,60+130,41+116,21

PALO ALTO NETWORKS - Das ist stark! Dritte Prognoseerhöhung in Folge!

Lange Zeit sträubte sich diese Aktie gegen den Abverkauf am Markt, markierte im April noch ein neues Jahreshoch. Operativ läuft es weiter wie am Schnürchen, die Prognose wurde erneut angehoben. Wie ist der nachbörsliche Kurssprung einzuordnen?

Der Cybersicherheitsspezialist Palo Alto Networks ist operativ und somit fundamental eine absolute Bank. Die Qualität des Unternehmens ist so gut, dass Anleger bis in den April warteten, ehe sie auch diesen Titel aus den Depots warfen und die Aktie innerhalb weniger Wochen um 30 % an Wert verlor.

Auch das gestern in der Nachbörse vorgestellte Quartalsergebnis ließ sich wieder einmal sehen. So stieg der Umsatz von 1,07 Mrd. USD im Vorjahresquartal auf 1,39 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn schoss von 1,38 auf 1,79 USD je Aktie nach oben. Analysten hatten nur mit einem Umsatz von 1,36 Mrd. USD und einem Ergebnis je Aktie von 1,68 USD gerechnet.

Auch bei Palo Alto Networks sind Lieferkettenproblematiken ein Thema. Wie das Management mitteilte, habe man die Schwierigkeiten aber gut im Griff. Das Unternehmen versucht höhere Kosten in Form von höheren Preisen weiterzugeben. Die Balance zu finden ist aber eine Herausforderung. Die operativen Kosten steigen bereits seit rund acht Quartalen, die Bruttomargen sind seit rund drei Quartalen rückläufig. Grundsätzlich könnte das Thema auch noch ins nächste Jahr hineinreichen. Auf der Nachfrageseite gibt es dagegen überhaupt keine Probleme, die Auftragslage ist weiterhin sehr robust.

Jahresprognose erneut angehoben

Auf dem Arbeitsmarkt rechnen die Verantwortlichen in sechs bis zwölf Monaten mit einer Entspannung. Start-Ups würde aktuell bereits Anstellungen stoppen, da sie auf ihr Cash achten müssen und nicht planen können, in den nächsten 1 bis 1 1/2 Jahren neue Gelder akquirieren zu können.

Für das vierte Quartal rechnet Palo Alto Networks mit einem Gewinn zwischen 2,26 und 2,29 USD und einem Umsatz zwischen 1,53 und 1,55 Mrd. USD. Analysten waren nur von einem Gewinn je Aktie von 2,22 USD und Erlösen von rund 1,53 Mrd. USD ausgegangen. Für das Gesamtjahr ist das Management erneut positiver gestimmt und hebt die Prognose ein drittes Mal in Folge an. Der Gewinn dürfte nun eine Spanne zwischen 7,43 und 7,46 USD erreichen, der Umsatz zwischen 5,48 und 5,50 Mrd. USD.

Großes Gap im Chart

Aus charttechnischer Sicht ist die Situation bei der Aktie durchaus brenzlig. Zumindest einen wichtigen Kursbereich um 419,40 USD, wo ein großes Gap im Chart beginnt, konnte die Aktie halten. Die sich nachbörslich andeutende Kurserholung könnte die Aktie zurück an eine alte Aufwärtstrendlinie bei rund 583 USD führen. Darüber liegt bei 504,47 USD ein markantes Zwischenhoch im Chart, wiederum darüber verläuft der EMA200. Solange diese Chartelemente nicht zurückerobert werden, ist der Abwärtstrend voll intakt.

Ein Bruch der Unterstützung bei 419,40 USD wäre fatal und könnte weitere deutliche Verluste in Richtung 374,13 USD nach sich ziehen.

Fazit: Die Aktie von Palo Alto Networks hat sich nach der Aufnahme in den Nasdaq 100 im Dezember 2021 lange Zeit gut geschlagen, steckt aber nun auch im Abwärtsstrudel fest. Operativ läuft es weiterhin gut, die Bewertung der Aktie ist allerdings auch ambitioniert. Trader warten daher eine Bodenbildung im Chart für ein Neuengagement ab.

Jahr

2021

2022*

2023*

Umsatz in Mrd. USD

4,26

5,45

6,65

Ergebnis je Aktie in USD

6,14

7,29

9,05

Gewinnwachstum

18,73%

24,14%

KGV

71

60

48

KUV

10,1

7,9

6,5

PEG

3,2

2,0

*=erwartet

PALLADIUM - Endet der Abwärtstrend jetzt?

Tagesausblick für Freitag, 20. Mai 2022: Noch ist es ein Drahtseilakt oberhalb der markanten Unterstützung bei 1.804 USD. Aber die Zeichen für den Beginn einer temporäre und ggf. übergeordneten Erholungsphase mehren sich. Die Bullen haben es bei Palladium jetzt in der Hand.

Widerstände: 1.997 + 2.149 + 2.320
Unterstützungen: 1.804 + 1.696 + 1.531

Rückblick: Nach dem massiven Kursrutsch im März und einer gescheiterten Erholungsphase im April fiel der Palladiumpreis ausgehend von der Kurshürde bei 2.540 USD in den letzten Wochen unter 1.997 USD zurück. Diese Unterstützung wurde allerdings nur kurzzeitig aufgegeben und schon ausgehend von 1.849 USD eine Erholung gestartet. Insgesamt ging der Abwärtsdruck seit Ende April merklich zurück und es bildete sich eine kurzfristige Keilformation aus, die bereits bullische Züge trägt.

Charttechnischer Ausblick: Temporär kann es im Rahmen der Abwärtsbewegung jetzt noch zu einem weiteren Rücksetzer auf 1.849 USD und den zentralen Support bei 1.804 USD kommen. Allerdings hätten die Bullen dort die Chance, eine steile Erholung einzuleiten. Diese dürfte bei einem Anstieg über 2.050 USD auch jetzt schon zu Zugewinnen bis 2.149 USD führen. Darüber wäre der Weg bis 2.325 USD frei. Sollte diese Barriere ebenfalls überwunden werden, könnte Palladium schon bis 2.540 USD steigen.

Unterhalb von 1.804 USD wäre die Erholungsphase dagegen beendet und eine steile Verkaufswelle bis 1.640 und 1.531 USD zu erwarten.

Warum eine Bärenmarktrally so gefährlich ist

Die vergangenen Tage haben es wieder gezeigt: Kräftige Kursanstiege innerhalb kurzer Zeit bedeuten nicht unbedingt, dass der Markt im übergeordneten Zeitfenster tatsächlich den Boden schon erreicht hat.

In diesen Tagen macht das Wort von der Bärenmarktrally wieder die Runde. Als Bärenmarktrally wird eine sehr kräftige Kurserholung ("Rally") innerhalb eines übergeordneten Bärenmarkts bezeichnet.

Ein Bärenmarkt ist eine länger anhaltende und starke Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten, bei denen der Markt um mindestens 20 Prozent im Vergleich zum zuvor erreichten Hoch zurückfällt. Der Rückfall von mindestens 20 Prozent gegenüber dem vorherigen Hoch ist allerdings eine willkürliche Festlegung. Akzeptiert man diese Definition, befinden sich die Nasdaq-Indizes derzeit bereits deutlich im Bärenmarkt, während dies beim S&P 500 bisher knapp noch nicht der Fall ist.

Bärenmarktrallys sind das Kennzeichen aller größeren Bärenmärkte. Bärenmärkte bestehen in der Regel aus Phasen starker Kursverluste, aber auch aus Phasen starker Kursgewinne, eben den Bärenmarktrallys. Während sich Bullenmärkte oft durch eine eher geringe Volatilität und langsam, aber kontinuierlich steigende Kurse auszeichnen, ist die Volatilität (Schwankungsanfälligkeit der Kurse) im Bärenmarkt deutlich erhöht. Es geht episodenweise rasant nach unten, aber zwischendurch auch immer wieder mal kräftig nach oben.

Welche Kraft in einer Bärenmarktrally stecken kann, zeigen Beispiele aus dem DAX. Die beiden Tage mit dem prozentual stärksten Kursplus im DAX überhaupt (seit Beginn der Indexberechnung 1987) traten nicht etwa in Bullenmärkten, sondern während eines Bärenmarktes auf.

So schoss der DAX am 13. Oktober 2008 und am 28. Oktober 2008 jeweils innerhalb eines Tages um mehr als 11 Prozent nach oben. Der DAX befand sich während dieser Zeit in einem der heftigsten Bärenmärkte seiner Geschichte, ausgelöst durch die Finanzkrise. Grund für die starken Kursanstiege waren positive Nachrichten und die Hoffnung auf eine Überwindung der Krise. Das Tief des Bärenmarktes wurde aber erst mehrere Monate später im März 2009 erreicht. In dem folgenden Chart sind die beiden Tage mit einem Pfeil markiert.

Viele Anleger dürften die starken Kursanstiege damals als Zeichen interpretiert haben, dass das Schlimmste vorüber sei und der Markt seinen Boden gefunden habe. Doch das war nicht der Fall, der Bärenmarkt ging weiter und richtig aufatmen konnten die Anleger erst Monate später.

Starke Kursanstiege innerhalb kurzer Zeit sind also keine Garantie dafür, dass der Markt tatsächlich schon den Boden erreicht hat. Der Umkehrschluss gilt aber deshalb trotzdem nicht: Der Kurs kann durchaus auch zu Beginn eines neuen Bullenmarktes kräftig ansteigen. So geschehen etwa im DAX am 24. März 2020. Damals stieg das Börsenbarometer innerhalb eines Tages um fast 11 Prozent an (drittstärkster prozentualer Tagesgewinn in der DAX-Geschichte). Der starke Kursanstieg trat ziemlich genau zu Beginn der Erholung vom vorangegangenen Corona-Crash auf.

Fazit: Starke Kurserholungen innerhalb kurzer Zeit gehören zu jedem Bärenmarkt. Tatsächlich treten die stärksten Kursanstiege innerhalb kurzer Zeit typischerweise während eines übergeordneten Bärenmarktes auf. Anleger und Trader sollten die starke Kurserholung für sich genommen nicht als Zeichen interpretieren, dass der Markt im übergeordneten Zeitfenster bereits einen Boden gefunden hat. Dies kann, muss aber nicht der Fall sein.

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Autor: BörseGo

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW19

Nasdaq 100 - Wann startet eine Erholung?

Der Nasdaq 100 musste gestern erneut Verluste hinnehmen. Wie lange kann der Abverkauf noch andauern oder ist erst sogar schon zu Ende?

Der Nasdaq 100 befindet sich seit seinem Allzeithoch aus dem November 2021 bei 16.764 Punkten in einer starken Abwärtsbewegung. Die erste Phase dieser Korrektur führte den Index am 14. März 2022 auf ein Tief bei 13.020 Punkten. Anschließend erholte sich der Index auf 15.265 Punkte. Diese Erholung wurde zuletzt wieder vollständig abverkauft. Der Index fiel auf neue Tiefs ab. Gestern notierte er im Tagestief bei 11.692 Punkte.

Die Korrektur lässt sich bisher als sauberes a-b-c abzählen. Gestern erreichte und unterbot der Index die Marke bei 11.855 Punkte leicht. Dort waren die Abwärtswellen in der Korrektur a und c auf prozentualer Basis gleich lang. Der kleine Unterschied zum Tagestief ist wenig bedeutend.

Auf Intradaybasis zeigt sich die Möglichkeit zu einem kleinen Doppelboden. Die Nackenlinie liegt bei 12.128 Punkten, dem gestrigen Tageshoch. Aktuell wird der Index bei 12.118 Punkten und damit fast exakt an dieser Nackenlinie getaxt.

Der RSI (14) notiert im Tageschart seit einiger Zeit am überverkauften Bereich, dringt aber nicht in diesen ein. Es zeigt sich vielmehr eine kleine bullische Divergenz. Die Bollinger Bänder sind deutlich aufgeweitet. Die gestrige Tageskerze liegt mit einem kleinen Teil unter dem unteren Band.

Damit hat der Nasdaq 100 die Chance auf eine Erholung. Ein erstes kleines Kaufsignal ergäbe sich mit einem Ausbruch auf Stundenschlusskursbasis über 12.128 Punkte. Gelingt ein solcher Ausbruch ergäbe sich ein rechnerisches Ziel bei 12.580 Punkte. Damit würde der Index über die Zone zwischen 12.208 und 12.439 Punkte zurückkehren. Und eine Rückkehr über diese Zone würde die Möglichkeit zu einer Erholung in Richtung 13.542 und vielleicht sogar 14.342 Punkte eröffnen.

Sollte der Index aber diese Chance nicht nutzen und unter 11.692 Punkte abfallen, dann würde vieles auf einen weiteren Abverkauf hindeuten. Mögliche weitere Auffangstationen wären der EMA 200 (Wochenbasis) bei 11.355 Punkten, das Tief aus dem September 2020 bei 10.678 Punkten oder das Hoch aus dem Februar 2020 bei 9.736 Punkten.

PLUG POWER - Ist der Ausverkauf zu Ende?

Allein in dieser Woche verloren Anleger in Plug Power über 30% ihres investierten Vermögens. Irgendwann muss dieses Drama doch enden, oder?

In der Plug-Power-Aktie herrscht gerade Ausverkaufsstimmung. Bereits seit Anfang April kommt der Kurs unter Druck. Erschwerend kamen in den vergangenen Tagen noch zwei Faktoren hinzu, die den Abwärtstrend weiter beschleunigten. So legte das Unternehmen Anfang der Woche Zahlen vor, die enttäuschten. Weder beim Umsatz noch beim Gewinn konnte man die Erwartungen des Marktes erfüllen. Anleger hatten dies befürchtet und verkauften die Aktie bereits im Vorfeld, womit der wichtige Support bei ca. 18 USD bärisch gebrochen wurde. Zusammen sorgten diese Faktoren in Plug Power in dieser Woche für einen Abverkauf bis zum gestrigen Tief bei 12,70 USD. In einer Woche verlor die Aktie so mehr als 33 % an Wert.

Hat die Aktie Stabilisierungschancen?

Angesichts dieses Ausverkaufs stellt sich natürlich die Frage, wie es um mögliche Stabilisierungschancen in der Plug-Power-Aktie steht. In diesem Zusammenhang muss man einen Blick auf den längerfristigen Chart werfen. Hier ist zu erkennen, dass die Aktie momentan in einer Konsolidierungszone aus dem Jahr 2020 gehandelt wird. Zusammen mit den starken Kursverlusten der letzten Tage und dem anziehenden Volumen könnte eine Erholung gestartet werden.

Am laufenden Abwärtstrend ändert dies jedoch nichts. Darüber hinaus ist der angesprochene Supportbereich nicht gerade auffällig, sodass er wahrscheinlich keine großen Marktteilnehmer ansprechen wird. Ohne vollständige Bodenbildung, bleibt die Aktie angeschlagen und mit oder ohne Erholung sind neue Tiefs in Richtung einstelligen Preisbereich später einzuplanen.

Ein kurzfristiger Timing-Versuch!

Um das Risiko in der Plug-Power-Aktie richtig einzuschätzen, kann man auch einen Blick in den Stundenchart werfen. Die oben angesprochene Stabilisierung/Erholung steht selbst hier noch auf wackeligen Beinen. Dafür müsste der Kurs über 14,13 USD und das gestrige Tageshoch ansteigen. Und selbst dann warten bei ca. 15,25 USD und 16,25 USD die nächsten kurzfristigen Widerstände.

Fazit: Man sollte sich genau überlegen, ob man im aktuellen Ausverkauf der Plug-Power-Aktie wirklich eine Longposition aufbauen möchte. Es gibt zwar temporäre Stabilisierungsanzeichen, mehr aber noch nicht. Zudem wird derzeit maximal von einer Erholung und noch nicht von einer bullischen Trendwende ausgegangen.

ADIDAS - Dividende wird ausgeschüttet

Die adidas Aktie gehört heute am Morgen zu den größeren Verlieren im DAX. Ein Großteil des Abschlags lässt sich aber auf die Dividendenausschüttung zurückführen.

Heute kommt es in der adidas Aktie zum Dividendenabschlag. Diese beträgt 3,30 EUR je Aktie.

Die adidas-Aktie befindet sich seit über zwei Jahrzehnten in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese Bewegung führte die Aktie von einem Tief bei 11,52 EUR im September 2001 bis Januar 2020 auf ein Hoch bei 317,45 EUR. Seitdem befindet sich der Wert trotz eines neuen Allzeithochs im August 2021 bei 336,25 EUR in einer volatilen Seitwärtsbewegung zwischen diesem Hoch und einer Unterstützung bei 162,20 EUR.

Anfang März fiel der Wert auf ein Tief bei 170,08 USD. Die anschließende Erholung wurde fast vollständig wieder abverkauft. In dieser Woche näherte sich die Aktie des Sportartikelherstellers bereits wieder diesem Tief an, kann sich aber bisher darüber behaupten.

Spannung steigt

Der heutige Dividendenabschlag kommt in einer kritischen charttechnischen Situation. Denn die Aktie notiert nur noch wenig über einer zentralen Unterstützungszone zwischen 162,20 EUR und 157,45 EUR. Aber aktuell hat der Wert noch genügend Spielraum, so dass der Dividendenabschlag nicht „automatisch“ zu charttechnischen Verkaufssignalen führt.

Kann die Aktie den Unterstützungsbereich halten, wäre eine mehrwöchige Erholung möglich. Diese könnte zu Gewinnen in Richtung 220,80 EUR führen. Ein größeres Kaufsignal ergäbe sich erst mit einem Ausbruch über diesen Widerstandsbereich.

Sollte der Wert allerdings stabil unter 157,45 EUR abfallen, ergäbe sich ein weiteres großes Verkaufssignal. Ein mögliches Ziel läge dann bei 78,24 EUR.

Fazit: Die Bewegung der nächsten Tage in der adidas-Aktie könnte Auswirkungen für mehrere Wochen und Monate haben. Aktuell haben die Bullen noch die etwas besseren Karten.

PALLADIUM - Nächstes Abwärtsziel in Reichweite

Tagesausblick für Freitag, 13. Mai 2022: Der Abwärtstrend bei Palladium setzte sich gestern mit dem Bruch der wichtigen Unterstützung bei 1.997 USD und steuert jetzt das nächsttiefere Ziel- und Unterstützungsniveau an. Dort könnte den Bullen dann eine Trendwende gelingen.

Palladium Widerstände: 1.997 + 2.149 + 2.320
Palladium Unterstützungen: 1.804 + 1.696 + 1.531

Rückblick: Palladium konnte auch in dieser Woche die Chance auf einen Ausbruch aus einer Keilformation nicht nutzen und fiel nach einem Abprallen an der Widerstandsmarke bei 2.149 USD im gestrigen Handel unter die wichtige Unterstützung bei 1.997 USD. Damit wurde ein bärisches Signal generiert und der Wert direkt unter 1.900 USD abverkauft. Die aktuelle Erholung dürfte sich nicht allzu lange gegen die Übermacht der Bären behaupten können.

Charttechnischer Ausblick: Solange Palladium unter 1.997 und 2.050 USD notiert ist der Abwärtstrend auf allen Zeitebenen intakt und mit einem Absturz unter das gestrige Tief bei 1.849 USD auf die Unterstützung bei 1.804 USD zu rechnen. An dieser Stelle bzw. am Abwärtsziel bei 1.780 USD könnte ein dynamischer Konter starten und den Wert wieder über 2.050 USD antreiben.

Sollte die Zone unterschritten werden, müsste man sich allerdings auf einen Einbruch bis 1.696 und 1.531 USD einstellen.

Bei einer Rückeroberung von 2.050 USD wartet dagegen mit 2.149 USD die erste massive Hürde auf die Bullen. Erst darüber wäre neutrales Gebiet erreicht und eine Erholung bis 2.325 USD möglich.

Das Beste kommt noch am Aktienmarkt: Ein Motivationsbeitrag in depressiven Zeiten

Man kann dem vergangenen Bullenmarkt nachtrauen oder sich auf die Chance einer Generation vorbereiten.

Der Bullenmarkt ist Geschichte. Ob man den Beginn des Bullenmarktes im Jahr 2009 ansetzt oder 2020 spielt kaum eine Rolle. Der Aufwärtstrend ist vorbei. Die inoffizielle Definition eines Bärenmarktes wurde seit 2009 mehrmals erfüllt. Ob US-Aktien oder europäische, sie alle fielen mehrmals um mehr als 20 %. Persönlich setze ich das Anfangsdatum dennoch auf 2009. Die Korrekturen seit der Finanzkrise waren allesamt kurz, dafür aber heftig. Historisch betrachtet ist das eher ungewöhnlich und wohl mit der Unterstützung durch die Geldpolitik zu erklären. Die zeitliche Komponente, um diese kurzen und heftigen Einbrüche zu Bärenmärkten zu erklären, fehlt mir. Aktuell ist das anders. Auf Jahressicht können die meisten Indizes keine positive Performance mehr ausweisen. Die zyklischen Hochs wurden in den meisten Fällen zum Jahreswechsel erreicht. Die Korrektur geht in den fünften Monat und wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach in die Länge ziehen. Aber wie geht es auf lange Sicht weiter?

Sämtliche Bärenmärkte, die von hoher Inflation begleitet wurden, waren lang und zäh, also genau das Gegenteil dessen, was wir aus den vergangenen 13 Jahren kennen (kurz und heftig). Hohe Inflation führt zu viel Unsicherheit, sei es bei der Geldpolitik, der konjunkturellen Entwicklung oder den Gewinnmargen der Unternehmen. Diese ökonomische Unsicherheit wird mit Bärenmärkten quittiert.

Es ist kein Zufall, dass die größten Kursrückschläge zusammen mit hoher Inflation auftreten. Eine Ausnahme gibt es. Das war die Große Depression. Preise fielen über mehrere Jahre und die Wirtschaftsleistung brach in vielen Ländern um mehr als 20 % ein. Es ist kein Wunder, dass Aktien in dieser Zeit kein gutes Investment waren (Grafik 1).

Soweit die schlechten Nachrichten, nun kommen die guten Neuigkeiten. Das Gewinnwachstum der Unternehmen ist mit der Inflation positiv korreliert (Grafik 2). Vereinfacht kann man sagen: Die Kurse korrigieren, die Gewinne wachsen weiter. Unterm Strich sinkt die Bewertung.

Die Korrelation ist nicht ausnahmslos positiv. Wird hohe Inflation von Rezessionen begleitet wie in den 70er Jahren hilft selbst Inflation nicht. Die Kernfrage für Anleger bleibt, ob es auch dieses Mal eine Rezession geben wird oder nicht. Davon hängt ab, ob Aktien noch 5 % korrigieren oder 20 %.

Sobald das wirtschaftliche Tief (ob mit oder ohne Rezession) und das Inflationshoch erreicht ist, ist die Rendite in den Folgejahren hoch. Vor allem langfristig orientierte Anleger können profitieren. Die Rendite über die folgenden 5 oder 10 Jahre sind doppelt so hoch wie im Durchschnitt (Grafik 3).

Die besten Bullenmärkte finden nach Inflationskorrekturen statt. In über 100 Jahren gab es drei langfristige Bullenmärkte: Die goldenen 20er Jahre, die Nachkriegsjahre bis zum Beginn der Großen Inflation in den 60er Jahren und nachdem der Inflationstrend der 70er Jahre gebrochen wurde (Grafik 4).

Das Geheimnis dieser Bullenmärkte ist einfach. Während der Hochinflationsphase wachsen Unternehmensgewinne weiter. Die Inflation selbst sorgt für hohes Wachstum. Dieses Wachstum spiegelt sich nicht in den Kursen wider. Anstatt zu steigen, fallen sie.

Ist die Unsicherheit erst überwunden, stellen Anleger plötzlich fest, dass Unternehmen horrende Gewinne ausweisen und die Kurse im Keller sind. Noch sind die Kurse nicht im Keller. Den Bärenmarkt muss man mit Cash aussitzen. Seit Jahresbeginn lautet mein Mantra „Rallys verkaufen.“ Ohne Cash kann man nicht profitieren, wenn der Trend wieder dreht und der Bullenmarkt einer Generation beginnt.

Clemens Schmale

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW18

NASDAQ100 - US-Notenbank-Geldpolitik drückt die Techs

Der Index läuft in dieser Woche Gefahr eine wichtige Unterstützung zu reißen. Nicht schön. Technologieaktien haben es im bisherigen Marktumfeld 2022 schwer.

Bei 12.980 Punkten liegt eine Unterstützung im Markt. Immerhin: Ende Februar bis Mitte März konnte diese Unterstützung eine Gegenreaktion nach oben initiieren. In dieser Woche gerät die Unterstützung nach mehrwöchigem Abverkauf erneut in Bedrängnis. Der Index ist kurz davor ein neues Verkaufssignal zu triggern. Die nächsttiefer liegenden Unterstützungen warten bei 12.200 und 10.970 Punkten. Im aktuellen Marktumfeld ist der Technologiesektor technischer Underperformer.

ADIDAS - Prognosesenkung bringt Aktie unter Druck

Bereits seit Ende März trat die adidas Aktie wieder den Rückzug an. Heute verschärft sich dieses Abwärtsmomentum aufgrund einer Prognosesenkung nochmals. Droht damit das nächste große Sell-Signal?

Aufgrund der Corona-Lockdowns in China sieht sich adidas gezwungen, seine Jahresziele abzusenken. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften wird nun im Bereich der unteren Spanne von 1,8 - 1,9 Mrd EUR erwartet; die operative Marge soll nur noch bei 9,4 % statt 10,5 - 11 % liegen. Die restlichen Zahlen für das erste Quartal fielen gemischt aus:

adidas erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 5,30 Mrd EUR (VJ: 5,27 Mrd EUR, Analystenprognose: 5,20 Mrd EUR), eine operative Marge von 8,2 % (Analystenprognose: 7,6 %) sowie ein Betriebsergebnis von 437 Mio (VJ: 704 Mio EUR, Analystenprognose: 394 Mio EUR).

Auf diese Meldungen hin kommt es bei der Aktie zu vorbörslichen Verlusten von -2,35 %. Ein weiterer Rückschlag für die bereits gebeutelten Wertpapiere.

Monatschart offenbart die Misere

Wie im Monatschart deutlich wird, steckt die adidas Aktie seit Ende letzten Jahres in einer schweren Korrektur. Nun steuert der Anteilsschein langsam aber sicher auf ein Supportniveau zu, bei welchem sich ein mittel-bis langfristiger Richtungsentscheid abspielen dürfte. Gegenwärtig jedoch scheinen die Käufer nur wenig Interesse an der Aktie zu besitzen.

Anleger im Shortfieber

Durch die Verluste der letzten Wochen konnten sämtliche Short-Ziele der letzten Betrachtung abgearbeitet und das offene Gap bei 187,06 EUR geschlossen werden. Mit den gestrigen Verlusten wird nun auch die Abwärtstrendlinie erneut bestätigt. Verschlimmert wird diese Situation durch den aktuellen negativen Newsflow, was die Verkäufer jedoch bestärken dürfte. Als nächste Ziele auf der Unterseite gelten das Zwischentief bei 170 EUR sowie der bedeutsame Supportbereich bei ≈162-166 EUR. Ob und wie es hier zu einer technischen Gegenreaktion kommen kann bleibt noch offen, doch bis dahin dürften die Käufer kaum zum großen Gegenschlag ansetzen.

Würde dieser Fall dennoch eintreten, wäre mit einem Re-Break des EMA50 wieder kurzfristig Erholungspotenzial bis zum Widerstandsbereich bei 215,50 - 218 EUR gegeben.

Fazit: Die heutige Prognosesenkung bringt die adidas-Aktie weiter unter Druck und bestätigt erneut den Abwärtstrend. Tritt jetzt kein bullischer Überraschungsfall ein, dürfte diese Durststrecke auch in den nächsten Wochen noch anhalten.

DEUTSCHE BANK - Abwärtstrend setzt sich fort

Die Deutsche Bank Aktie schien sich in dieser Woche vom Abverkauf von Ende April erholen und stabilisieren zu können. Dieser Eindruck wurde durch den gestrigen Kursrutsch weggewischt und die Gefahr weiterer starker Verluste wieder akut.

Die dynamische Erholung vom März ist längst Vergangenheit und die Aktie der Deutschen Bank auf dem besten Weg, diese Zugewinne, die immerhin bis an den Widerstand bei 11,92 EUR geführt hatten, komplett wieder abzugeben: Denn seit einer Topbildung im Bereich dieser Marke fiel die Aktie in einer geradlinigen Verkaufswelle unter die Supportmarke bei 9,70 EUR zurück und neutralisierte so die März-Rally. Nach einer kurzen Erholung, die allerdings nicht über die Hürde bei 10,40 EUR reichte, starteten die Verkäufer gestern den nächsten Abwärtsimpuls.

Dieser Rückfall könnte sich jetzt mit dem Bruch des Zwischentiefs bei 9,13 EUR zu einer weiteren mehrtägigen Abwärtsbewegung ausweiten, die den Kurs der Aktie erneut bis 8,16 EUR drücken dürfte. Selbst ein kurzes Abtauchen bis 7,35 EUR wäre dann einzuplanen.

Aus dem Klammergriff der Bären hätte sich die Aktie dagegen erst bei einem Ausbruch über 10,40 EUR befreit. In der Folge könnte sich zumindest eine Erholung bis 10,70 EUR anschließen.

PALLADIUM - In Kürze wieder unter 2.000 USD?

Tagesausblick für Freitag, 06. Mai 2022: Der massive Einbruch vor zwei Wochen hat die Aufwärtsbemühungen der Bullen bei Palladium nachhaltig abgebremst. Aktuell deutet sich sogar schon die nächste größere Verkaufswelle im Rahmen des übergeordneten Abwärtstrends an.

Palladium Widerstände: 2.320 + 2.441 + 2.540
Palladium Unterstützungen: 2.149 + 1.997 + 1.804

Rückblick: Bis an den Widerstand bei 2.540 USD hatte sich Palladium nach dem massiven Einbruch an die 1.997-USD-Marke im April wieder zurückgearbeitet, ehe den Käufern dort in der Vorwoche die Kräfte schwanden. Mit einem Abverkauf im zweistelligen Prozentbereich wurde die Chance auf eine Trendwende gestoppt. Seither tendiert der Kurs unterhalb der 2.320-USD-Marke seitwärts und droht aktuell wieder unter den Support bei 2.149 USD zu fallen.

Charttechnischer Ausblick: Das Ende der übergeordneten Erholung könnte jetzt mit dem Bruch der 2.149-USD-Marke auch in das Ende der kleinen Stabilisierung der letzten Tage münden und Palladium dadurch bis 1.997 USD abverkauft werden. Dort gäbe es die Chance auf die Ausbildung eines Doppelbodens. Wird diese allerdings nicht genutzt, müsste man bereits mit einem Einbruch bis 1.804 USD rechnen.

Sollte sich der Wert dagegen auf dem aktuellen Niveau halten und später über 2.320 USD ansteigen, dürfte eine Erholung bis 2.400 und 2.481 USD folgen. Dort könnten die Verkäufer wieder aktiv werden.

Es bleibt kompliziert an den Märkten

Wolkig mit Aussicht auf Kursrückgänge: Darauf müssen sich Anleger und Trader wohl auch in den kommenden Wochen und Monaten einstellen, trotz der euphorischen Stimmung nach dem Fed-Zinsentscheid.

US-Notenbankchef Jerome Powell hat am Mittwochabend das Kunststück fertiggebracht, den Märkten genau das zu sagen, was sie hören wollten:

  • Die US-Notenbank betrachtet die Inflation als ernsthafte Gefahr für die Wirtschaft und wird dagegen vorgehen.
  • Der Leitzins wird bei den kommenden Zinsentscheiden mit hoher Wahrscheinlichkeit um jeweils 50 Basispunkte angehoben werden.
  • Es wird aber, anders als zuletzt spekuliert worden war, keine Zinserhöhungen um 75 Basispunkte geben.
  • Die Fed will entschieden gegen die hohe Inflation vorgehen, sie will dabei aber auch vermeiden, eine Rezession auszulösen. Ziel ist eine "sanfte Landung" der US-Wirtschaft und die Chancen stehen laut Powell auch ganz gut, dass dies gelingen kann.

Insbesondere die Aussage, dass es keine Zinserhöhungen um 75 Basispunkte geben wird und dass die Fed eine Rezession bzw. eine "harte Landung" der US-Wirtschaft vermeiden will, hat verständlicherweise zu einem kurzfristigen Kaufrausch an der Wall Street geführt.

Powell will das, was die Märkte auch wollen: Die Inflation soll eingedämmt werden, gleichzeitig soll die wirtschaftliche Expansion aber möglichst wenig gebremst werden.

Der US-Notenbankchef hat mit seinen Aussagen gestern Abend für maximale Klarheit gesorgt und genau das gesagt, was der Markt hören wollte. Der Markt weiß jetzt, was ihn in den kommenden Monaten und Quartalen erwartet. Die kurzfristige Unsicherheit wurde beseitigt, und in der Logik des Marktes ist schon allein das eine verminderte Risikoprämie bzw. höhere Kurse wert.

Einziger Wermutstropfen: Weder die Fed noch der Markt können sich aktuell sicher sein, wie stark die Zinsen überhaupt steigen müssen, um die Inflation wirksam zu bekämpfen. Muss die Fed vielleicht wie in den 80er Jahren eine Rezession auslösen, um die hohe Inflation unter Kontrolle zu bekommen?

Der "neutrale" Zinssatz, der die Wirtschaft weder befeuert noch abbremst, ist das Ziel der geldpolitischen Reise, auf die sich die Fed begeben hat. Doch niemand weiß genau, wo dieser Zins tatsächlich liegt. Die Fed verortet den neutralen Zins aktuell wohl irgendwo zwischen 2,5 und 3 Prozent, aber ob das wirklich der Realität entspricht, weiß niemand.

Diese Unsicherheit hat auch Jerome Powell eingestanden und betont, dass die Fed keine chirurgischen Präzisionsinstrumente zur Verfügung habe, einerseits die Inflation zu bekämpfen und andererseits das Wachstum nicht abzuwürgen. Es werde durchaus "schwierig" werden, sagte Powell.

Die Schwierigkeiten der Fed haben auch damit zu tun, dass die hohe Inflation zumindest teilweise von Faktoren ausgelöst wird, die sich der Kontrolle der US-Notenbank entziehen. Die Fed kann zwar die Nachfrage in der Wirtschaft beeinflussen, sie kann aber nicht für ein Ende des Ukraine-Kriegs sorgen oder Lieferengpässe beseitigen, die auf Corona-Lockdowns zum Beispiel in China zurückzuführen sind.

Die maximale Offenheit und Klarheit, die Powell am Mittwochabend gezeigt hat, gefällt dem Markt. Und dem Markt gefällt auch, dass der Mann an der Spitze der US-Notenbank offenbar genauso tickt, wie auch der Markt tickt. Inflationsbekämpfung ja, aber nicht um den Preis einer Rezession. Markt und Powell schwingen derzeit im Gleichklang, fast völlig synchron, das kommt gut an.

Auf emotionaler Ebene kann man die Botschaft des US-Notenbankchefs an den Markt so zusammenfassen: Es wird schwierig werden, es muss schwierig werden, um die Inflation zu bekämpfen, aber wir werden das gemeinsam durchstehen.

Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Inflation vorerst wohl hoch bleibt, die Zinsen steigen werden und die Liquiditätsflut, die Markt und Wirtschaft seit der Finanzkrise 2008 und noch verstärkt nach dem Corona-Crash erleben durften, vorerst zu Ende geht.

Kurzfristig haben die Aussagen von Powell die Unsicherheit am Markt beseitigt und schon allein deshalb für Euphorie gesorgt. Der Markt weiß jetzt zumindest für die kommenden Monate, wohin die geldpolitische Reise ungefähr gehen wird. Ob aber das Kunststück gelingen wird, die hohe Inflation spürbar zu verringern und andererseits keine Rezession auszulösen, steht weiter in den Sternen.

Angesichts der aktuellen Gemengelage ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Gemütsverfassung des Marktes auch in den kommenden Wochen und Monaten zwischen Hoffen und Bangen schwanken wird, die Bären aber vorerst im Vorteil bleiben.

Der sicherste Weg, eine außer Kontrolle geratene Inflation zu bekämpfen, besteht darin, eine Rezession auszulösen. Diesen Weg, den der ehemalige US-Notenbankchef Paul Volcker zur Bekämpfung der hohen Inflation in den 80er Jahren wählte, will Powell aber vorerst nicht gehen. Ob Powell die hohe Inflation auch auf einem anderen Weg beseitigen kann, ist ungewiss.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW17

DAX - Tagesausblick: +600 Punkte seit dem markanten Pullbacktief ~13600!

+600 DAX Punkte seit dem markanten Pullbacktief ~13600 sind im Kasten (13566 zu 14164), nicht schlecht! Hier ist die heutige DAX Prognose. Aus den DAX Kursmusters leite ich für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr Folgendes ab.

DAX Prognose

Rückblick: Das wochenlang verfolgte markante DAX Pullbackziel 13600 wurde Mittwoch früh gehandelt!

  • Der DAX stieg daraufhin bereits wieder ca. 600 Punkte an, von 13566 bis 14164.
  1. Die DAX Vorbörse erhob sich auf 14164, nach einem XETRA DAX Tagesschluss bei 13980.
  2. Sieht man sich die DAX Chartstruktur an, so wird klar: DAX Anstiege über 14176 werden heute schwer zu bewerkstelligen sein. Zudem gilt: DAX 14162 ist eine kritische außerbörsliche Marke (auch nachweisbar im DAX Future) und könnte den DAX zunächst am Vormittag in einen Pullback zwingen zu 14085 oder 13980/13960.
  3. Nach Stundenschluss über 14232 (Xetra Wolkendurchbruch) hätte der DAX heute Anstiegsspielraum bis zum heutigen "Overshooting"-Punkt, dem Pivot R3 bei 14348.
  4. Unterhalb von 13822 gäbe es heute Verkaufssignale für das Ziel 13600/13591.
  5. Der VDAX NEW erreichte bei 32 % einen Widerstand und könnte nun formationstechnisch erstmal einen Pullback zu 27 % vollziehen. Das würde den DAX entlasten. Alles was im VDAX NEW über 32 % hinausgeht würde den DAX hingegen belasten.
  6. Zusatz ) 5 Hauptversammlungen von DAX Unternehmen bestimmen den heutigen letzten Handelstag im April. Und bis 18. Mai wird das kompakt so weitergehen, siehe Link der Termine.

Fazit:

  • Der DAX Bereich 14108/14162 ist etwas kritisch. Nicht überziehen!
  • Der Bullen-run von 13566 zu 14164 war schon sehr ordentlich fürs Erste!

Ihr Rocco Gräfe

APPLE - Wie geht's jetzt weiter?

Mit Spannung erwarteten Anleger die gestrigen Zahlen des Tech-Giganten Apple. Anders als unzählige Male vorher enttäuschen die Ergebnisse aufgrund äußerer Umstände jedoch. Die Aktie rutschte nachbörslich mehrere Prozentpunkte ab.

Über die genauen Ergebnisse berichtete bereits gestern mein Kollege Oliver Baron. Hier können Sie seinen Kommentar nachlesen: Apple verbucht Umsatz- und Gewinnanstieg

Daraufhin kam es in erster Reaktion zu einem nachbörslichen Kurssprung, ehe die Papiere bis zu 4 % ins Minus drehten. Anleger sahen sich aufgrund der Aussagen im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung verschreckt. Apple rechnet damit, dass der Umsatz im laufenden Quartal aufgrund des Corona-Lockdowns in Shanghai um vier bis acht Milliarden USD niedriger ausfallen könnte. Zusätzlich drückt der Ukraine-Krieg den Umsatz. Tim Cook sagte hierzu in einer Analystenkonferenz: "Wir sind nicht immun."

Die Bären bleiben weiter dran

Auch wenn die Apple-Aktie als absoluter Superstar am Aktienhimmel gilt, gilt das Kursgeschehen derzeit als schwierig. Seit Ende letzten Jahres befindet sich die Aktie in einer Konsolidierungsbewegung zwischen ≈152 und 182 USD. Zuletzt konnten sich wie präferiert die Verkäufer durchsetzen und die Papiere setzten erneut auf den Clustersupport bei knapp 157 USD zurück (EMA200 + hor. Unterstützung).

Hier war nun die perfekte Möglichkeit eines Rebounds gegeben, allerdings könnten die Zahlen diese Möglichkeit vermiesen. Fällt die Aktie unter das Wochentief bei 155,38 USD zurück, dürfte damit eine Verkaufswelle weiter ausgeformt werden. 152,57 USD, 150 USD sowie 143,43 - 145,09 USD würden folgend die nächsten Abwärtsziele darstellen.

Kann sich der Anteilsschein dennoch stabilisieren und 169,08 USD können in der nächsten Handelswoche geknackt werden, so würde sich das Kräfteverhältnis wieder mehr zugunsten der Bullen verschieben und ein Gap-Close bei 174,41 wäre das Mindestziel.

Fazit: Die Apple-Aktie macht es Anlegern derzeit nicht leicht. Spielen das Shorties jetzt auch noch das kurzfristig bärische Momentum aus, dürften sich auch die nächsten Wochen schwierig gestalten.

TESLA - Eigentliche eine gute Chance!

Nach den jüngsten Quartalszahlen wollte die Tesla-Aktie "keiner" mehr haben. Die Kurse gaben kräftig nach. Jetzt könnten die Käufer jedoch zurückkehren.

Seit Vorlage der letzten Quartalszahlen von Tesla am 20. April läuft es für die Aktie nicht so gut. Zunächst wurden die Zahlen noch gekauft und der Kurs konnte bis fast 1.100 USD anziehen. Seit diesem Zwischenhoch dominieren jedoch die Verkäufer das Kursgeschehen und in den vergangenen Tagen verlor die Aktie fast 25 % an Wert. Damit bleibt diese ihrer Volatilität der letzten Monate treu, in denen die Kurse ständig 40-60 % schwankten.

Startet jetzt eine neue Kaufwelle?

Nach dem Ausverkauf von Tesla in den vergangenen Tagen wird die Aktie wieder interessant. Bereits zur Wochenmitte wurde der Supportbereich um 881 USD erreicht. Hier konnte sich der Kurs zwar etwas stabilisieren, überzeugen können die Bullen bisher aber noch nicht. Gestern rauschte der Kurs Intraday bis auf ein Tief bei 821,72 EUR ab, die Aktie wurde zum Abend hin jedoch wieder gekauft und so zeigt sich eine potentiell bullische Tageskerze. Diese müsste jedoch mit Notierungen oberhalb von 903 USD bestätigt werden. Sollte dies gelingen, könnte zumindest eine Erholung in Richtung 980 USD starten. Im Idealfall wird sogar ein neuer Aufwärtstrend gestartet, mit dem die Bullen erneut versuchen, den mittelfristig zentralen Widerstandsbereich ab ca. 1.125 USD unter Druck zu setzen.

Alternativ zu diesem bullischen Szenario können sich die Bullen nicht durchsetzen, zumindest nicht im Sinne eines neuen Trends. In diesem Fall könnten die Kurse in den nächsten Tagen weiter in Richtung Jahrestief nachgeben. Letztlich ist jedoch der gesamte Preisbereich bis hin zu ca. 700 EUR eine potentielle Unterstützungszone und eventuell versuchen es die Käufer auf tieferem Niveau noch einmal.

PALLADIUM - Bodenbildung nach dem massiven Einbruch?

Tagesausblick für Freitag, 29. April 2022: Am vergangenen Montag sorgte ein über 10%-iger Abverkauf für das abrupte Ende der bis dahin aussichtsreichen Erholung bei Palladium. Eine Etage tiefer stellt sich jetzt die Frage, ob die seither laufende Aufwärtsbewegung in der Lage ist, an die alte Stärke anzuknüpfen.

Palladium Widerstände: 2.320 + 2.441 + 2.540
Palladium Unterstützungen: 2.149 + 1.997 + 1.804

Rückblick: Über 12 % brach der Palladiumkurs am Montag in der Spitze ein und beendete damit die bullische Konsolidierung der Vorwochen mit einem Handstreich. Damit fiel der Wert nach dem folgenreichen Bruch der Aufwärtstrendlinie auch unter den Support bei 2.149 USD zurück, konnte sich in den folgenden Tagen jedoch wieder über die Marke zurückarbeiten. Aktuell notiert Palladium im Bereich der kleinen Hürde bei 2.250 USD und damit unterhalb zweier Abwärtstrendlinien, die der Erholung den Weg versperren.

Charttechnischer Ausblick: Der Schock der massiven Verkaufswelle dürfte tief sitzen und auch der laufende Anstieg wieder für Verkäufe genutzt werden. Ausgehend vom Kreuzwiderstand bei 2.250 USD könnte Palladium jetzt wieder bis 2.149 USD fallen. Unter der Marke wäre der Anstieg gekontert und mit einem weiteren Einbruch auf 2.066 und 1.997 USD zu rechnen, ehe eine Erholung folgen kann. Darunter wäre allerdings schon ein Einbruch auf 1.804 USD realistisch.

Sollte der Wert dagegen über 2.250 USD steigen, stünde den Bullen bei 2.320 USD die nächste entscheidende Barriere entgegen. Erst deren Bruch würde für ein Ende der Verkaufswellen und eine dynamische Erholung bis 2.488 und 2.540 USD sorgen. Doch damit wäre lediglich die Oberseite der Seitwärtsbewegung der letzten Wochen erreicht. Ein übergeordnetes Kaufsignal käme erst über 2.540 USD zustande.

Wie viel Rezession braucht es, um die Inflation in den Griff zu bekommen?

Um die Inflation zu senken, braucht es eine Rezession. Die Frage ist nur: Wie viel davon braucht es?

Die Inflationsrate wird unabhängig von der Geldpolitik zeitweise auch wieder sinken. Preise steigen nicht ewig mit 8 % pro Jahr. Höhere Preise dämpfen automatisch die Nachfrage und das vollkommen unabhängig vom Zinsniveau. Die derzeitige Inflation ist zudem stark von Rohstoffpreisen getrieben und weder der Preis von Öl noch Erdgas wird sich jedes Jahr bis in alle Ewigkeit verdoppeln.

Egal, was Notenbanken tun, die Inflation wird in diesem Jahr zumindest ein vorläufiges Hoch erreichen und danach zeitweise fallen. Das kann man allerdings nicht unbedingt als Erfolg der Geldpolitik verkaufen. Auch von 1965 bis 1982 stieg und fiel die Inflationsrate mehrmals. Langfristig tendierte sie im gleichen Zeitfenster aufwärts (Grafik 1).

Man muss zwischen kurzfristiger Volatilität in der Inflationsrate und dem langfristigen Trend unterscheiden. Ein temporärer Rückgang in diesem Jahr ist der Volatilität zuzuschreiben. Der begonnene Aufwärtstrend ist damit nicht gebrochen. Um diesen zu brechen, braucht es eine Rezession.

Grafik 1 zeigt neben der Kerninflation auch die Lohnentwicklung. Löhne und Inflation sind eng verknüpft. Will man, dass die Inflation fällt, kommt man an der Lohnentwicklung nicht vorbei. Inflation fällt nicht, wenn die Löhne immer schneller steigen. Sie müssen nicht fallen, aber zumindest deutlich langsamer steigen.

Aktuell ist das Gegenteil der Fall. Vor allem der US-Arbeitsmarkt steht unter Volldampf. Derzeit sind pro arbeitslos Gemeldeten so viele offene Stellen wie nie verfügbar. Theoretisch gibt es 1,8 offene Stellen je Arbeitslosen. Je mehr offene Stellen es pro Arbeitslosen gibt, desto angespannter ist der Arbeitsmarkt. Entsprechend verwundert es nicht, dass die Löhne diesem Trend folgen (Grafik 2).

Ob man die Löhne und offene Stellen oder offene Stellen und die Arbeitslosenrate betrachtet (Grafik 3) ist eigentlich nicht relevant. Der Zusammenhang ist immer der gleiche. Ein angespannter Arbeitsmarkt (für Arbeitgeber) lässt Löhne schnell steigen und je schneller die Löhne steigen, desto unwahrscheinlicher ist ein Inflationsrückgang.

Kurz und knapp formuliert: Das Lohnwachstum muss gebremst werden und das geht nur, wenn sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt. Dies wiederum heißt, dass die Arbeitslosenrate steigen muss. Die Fed fantasiert, dass die Arbeitslosenrate niedrig bleiben kann und gleichzeitig die Inflation fällt. Sie behauptet indirekt, dass das Lohnwachstum bei konstant niedriger Arbeitslosenrate verringert werden kann.
Historisch betrachtet ist das unwahrscheinlich. Die Arbeitslosenrate muss steigen, um das Lohnwachstum zu verlangsamen. Die Arbeitslosenrate wiederum steigt nicht, wenn die Wirtschaft wächst (Grafik 4). An einer Rezession führt kein Weg vorbei, wenn ein langfristiger Aufwärtstrend bei der Inflation gestoppt werden soll.

Das ist die schlechte Nachricht. Eine gute gibt es auch. Es würde aller Voraussicht nach ausreichen, wenn die US-Arbeitslosenrate um zwei Prozentpunkte steigt. Zwei Quartale mit leicht negativem Wachstum haben dafür in der Vergangenheit ausgereicht. Ein Abschwung lässt sich jedoch nicht so exakt steuern. Beginnt ein Abschwung erst, hört er selten früh genug auf, um das Inflationsziel zu erreichen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW15

DAX - Auf ins Osterwochenende! Hoffentlich ohne Überraschungen!

Nicht wenige Marktteilnehmer scheinen bereits im verlängerten Wochenende zu sein. Selbst die EZB konnte gestern nicht für Impulse sorgen.

Aufgrund des verlängerten Osterwochenendes findet hierzulande heute und auch am Montag kein Handel statt. Man darf gespannt sein, wo der DAX am Dienstag eröffnet, zumal in den USA bereits Montag gehandelt wird. Darüber hinaus birgt ein verlängertes Wochenende auch eine erhöhte Gefahr unerwarteter News, auf die der Markt zunächst nicht reagieren kann. Genau solche News haben in den vergangenen Wochen die Kurse aber maßgeblich beeinflusst und bewegt. Planbare Termine wie die heutige EZB-Zinsentscheidung hingegen sorgen schon seit langem nicht mehr für Volatilität bzw. neue Impulse. Auch heute nicht.

Technisch gesehen halte ich weiterhin an meinem Szenario, dem Tauziehen zwischen Bullen und Bären unterhalb von 15.000 Punkten fest. Dafür sollte der DAX in der neuen Handelswoche aber nach Möglichkeit nicht mehr auf ein neues Tief unterhalb von 13.880 Punkten zurückfallen. Mit einem solchen nimmt das Risiko zu, dass sich doch direkt ein Abwärtstrend etablieren kann und mit einem solchen steigt dann auch die Gefahr eines mittelfristigen Bärenmarktes inklusive Notierungen unterhalb von 12.400 Punkten.

Noch aber ist es nicht so weit und das anvisierte Tauziehen im DAX bringt die Möglichkeit mit sich, dass sich der Index in der neuen Handelswoche in Richtung 14.500/600 Punkte erholen könnte. Läuft es richtig gut, wären sogar 14.800/15.000 Punkte möglich, wo man jedoch auf einen starken Widerstandsbereich trifft.

RIVIAN - Eine Chance für die Bullen ist da!

Die Käufer haben sich bei diesem spekulativen Titel eine Long-Chance erarbeitet. Das vorgestellte Szenario ist allerdings stark antizyklisch aufgebaut.

Der US-amerikanische Hersteller von Elektroautos bietet zwei E-Modelle an, einen SUV sowie einen Pick-up. Zudem entwickelte das Unternehmen für Amazon ein elektrisches Lieferfahrzeug. Amazon hat sich vor dem Börsengang an dem Hersteller beteiligt. Der Verlauf nach dem IPO ist jedoch eine mittlere Katastrophe. Doch kurzfristig könnte nun eine weitere Erholungsbewegung starten.

Ziel 55,00 USD

Das Ausverkaufstief liegt bei 33,46 USD. Die anschließende Erholung endete an der 55,00-USD-Marke. In den letzten Tagen kam es erneut zu größeren Verkäufen. Doch bislang wurde nur das Gap bei 37,00 USD vollständig geschlossen und kein weiteres Allzeittief erreicht. An der Gap-Oberkante erfolgte nun ein Boden. Wird dieser in den kommenden Tagen nicht verletzt, müsste die Rivian-Automotive-Aktie in den kommenden Tagen wieder eine deutliche Gegenbewegung bis 55,00 USD einschlagen.

Fazit: Dank dem Rückgang und der Konsolidierung an der Gap-Oberkante ist aktuell mit einem Stopp auf dem letzten Tief bei 33,46 USD ein aussichtsreiches antizyklisches Setup entstanden.

GOLDMAN SACHS - Zahlen besser als erwartet, aber reicht das für die Aktie?

Vorbörslich hat Goldman Sachs die Zahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlicht und die Analystenerwartungen übertroffen. Die Aktie notiert leicht im Plus. Um den Abwärtstrend vorzeitig zu stoppen, bräuchte es jetzt aber etwas mehr Rückenwind.

The Goldman Sachs Group Inc. übertrifft im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $10,76 die Analystenschätzungen von $8,82. Umsatz mit $12,93 Mrd. über den Erwartungen von $11,83 Mrd. Quelle: Guidants News

Obwohl die Markterwartungen übertroffen wurden, hat Goldman Sachs nicht an das Rekordquartal vom vergangenen Jahr anknüpfen können, denn im ersten Quartal 2021 lag der Gewinn noch fast doppelt so hoch. Damit dürfte auch zu erklären sein, warum die vorbörsliche Reaktion bislang eher verhalten ausfällt und die Aktie nur rund 1,3 % im Plus liegt.

Bullischer Keil vs. neuer Abwärtstrend

Aus charttechnischer Sicht sieht es aktuell auch alles andere als rosig für den Wert aus: Nach dem Ende des massiven Aufwärtstrends bei 426,15 USD setzte sich ab November letzten Jahres die Ausbildung eines bärischen Rounding Tops fort, das mit dem Abverkauf unter die Unterstützungen bei 372,82 und 348,12 USD aktiviert und bestätigt wurde.

Seit ein paar Wochen führt der Abwärtstrend in die Spitze eines an sich bullischen Keils, der mit einem Anstieg über 336,00 USD nach oben aufgelöst würde. Die Folge wäre eine Erholung bis 346,76 und 348,12 USD. Ob diese Marken allerdings in Richtung 372,82 und 377,40 USD überschritten werden können, ist aktuell jedoch fraglich.

Umgekehrt würde ein Bruch der Unterseite der Keilformation, die mit der Unterstützung bei 309,41 USD zusammenfällt, ein starkes Verkaufssignal auslösen. In diesem Fall würde der Abwärtstrend mit neuem Schwung bis 295,00 USD und darunter bereits bis an das frühere Allzeithoch bei 275,31 USD fortgesetzt.

GOLD - Die große Oster-Überraschung?

Mit dem Anstieg über 1.959 USD haben die Bullen in dieser Woche beim Goldpreis ein weiteres Kaufsignal generiert und mit dem Anstieg über 1.973 USD bestätigt. Bis zum Allzeithoch sind nur noch zwei charttechnische Hürden zu überwinden.

Widerstände: 2.000 + 2.015 + 2.074
Unterstützungen: 1.949 + 1.920 + 1.890

Rückblick: In den letzten Tagen konnte der Goldpreis nicht nur die Unterstützung bei 1.890 USD verteidigen, sondern auch die Hürde bei 1.920 USD überwinden und aus einer dreiecksförmigen Konsolidierung nach oben ausbrechen. Die Folge war ein erfolgreicher Ausbruch über den Widerstand bei 1.959 USD am Dienstag und das direkte Erreichen der nächsten Kursbarriere bei 1.973 USD. Diese wurde im gestrigen Handel schon klar überschritten und damit das nächste Longsignal generiert.

Charttechnischer Ausblick: Oberhalb von 1.949 USD haben die Bullen jetzt das Kommando übernommen und könnten dank des Ausbruchs über 1.973 USD sogar die Hürden bei 2.000 und 2.015 USD attackieren. An dieser Stelle wäre mit einer weiteren großen Korrektur zu rechnen, die durchaus wieder bis 1.920 USD zurückführen kann. Bricht der Goldpreis allerdings auch über 2.015 USD aus, wäre ein Kaufimpuls bis zum Allzeithoch wahrscheinlich.

Abgaben unter 1.949 USD würden dagegen auf den Beginn einer Korrekturphase hinweisen, innerhalb derer Gold bis 1.920 USD zurücksetzen dürfte. An dieser Stelle könnte die nächste große Aufwärtsbewegung starten. Darunter wäre dagegen ein kleines Verkaufssignal aktiviert und ein Abverkauf bis 1.890 und 1.875 USD die Folge.

Das sind die Energiekosten des Krieges

Kriege sind teuer, auch für jene, die nicht direkt beteiligt sind. Auf die EU kommt eine große Rechnung zu.

Es sieht nach einem langen Krieg aus und keiner weiß, was von der Ukraine am Ende noch übrig sein wird. Das menschliche Leid und die Zerstörung bürden der Ukraine ganz klar die höchsten Kosten auf.

Der Krieg macht an den Grenzen der Ukraine nicht Halt. Die Kosten sind allerdings ganz andere und nicht vergleichbar. Der Westen ist geeint wie selten zuvor. Man ist entschlossen, zu tun, was man kann. Dazu gehört vor allem die Aushöhlung der russischen Wirtschaft.

Einer anderen Wirtschaft zu schaden, kostet. Im Falle von Russland sind diese Kosten besonders hoch. Ein Viertel des Öls, welches die EU importiert, kommt aus Russland. Bei Gas sind es 40 % und bei Kohle sogar fast 50 % (Grafik 1). Obwohl Kohle den höchsten Anteil hat, ist Kohle selbst ein Auslaufmodell. Man kann am leichtesten darauf verzichten.

Die Kohleimporte kosteten in der Vergangenheit ungefähr 4 Mrd. EUR. Da der Kohlepreis stark gestiegen ist, liegt der aktuelle Wert deutlich höher. Kohlepreise sind derzeit sehr dynamisch. Zeitweise lag der Wert der jährlich importierten Kohle bei 12 Mrd. EUR. Aktuell sind es wieder weniger als 10 Mrd. EUR.

Im Vergleich zu den Öl- und Gasimporten ist das ein geringer Betrag. Zudem lässt sich Kohle über den Seeweg relativ einfach aus anderen Ländern beschaffen. Bei Gas, welches vor allem über Pipelines geliefert wird, ist es nicht so einfach. Daher wird die EU russisches Gas auch als letztes sanktionieren, falls es überhaupt dazu kommt.

Öl dürfte als nächstes sanktioniert werden. Die Mengen, die noch aus Russland bezogen werden, sind inzwischen gering. Ganz verzichten kann man auf russisches Öl noch nicht. Sobald dieses Ziel jedoch greifbar ist, sind Sanktionen wahrscheinlich.

Woher auch immer die fossilen Brennstoffe kommen, sie sind teurer als zu Jahresbeginn. Der globale Markt ist unterversorgt. Bereits vor Kriegsbeginn war die Lage kritisch. Jetzt ist alles knapp und teurer. Die Lage entwickelt sich von Tag zu Tag und niemand kann vorhersagen, wie sich die Preise genau entwickeln werden.

Auf Basis der letzten Preise ergibt sich jedoch eine hohe Rechnung. In den vergangenen Jahren machten Ausgaben für fossile Brennstoffe in der EU ungefähr 2 % der Wirtschaftsleistung aus. In diesem Jahr ist mindestens von einer Verdopplung auszugehen. Der Energiepreisschock ist damit deutlich größer als alle anderen seit den 70er-Jahren (Grafik 2).

Die USA sind weniger stark betroffen. Sie können ihren Energiebedarf grundsätzlich aus eigener Produktion decken. Dadurch steigen die Ausgaben für fossile Brennstoffe in Europa erstmals über die in den USA, obwohl die USA einen höheren Pro-Kopf-Verbrauch haben.

Für die EU ist der Preisschock wirklich ein Schock. Bleiben die Preise so, wie sie sind, liegen die Mehrkosten bei ungefähr 400 Mrd. EUR in diesem Jahr. Wird russisches Gas zukünftig durch Flüssiggasimporte ersetzt, entstehen dort permanent höhere Kosten. Am Ende könnte die Rechnung höher ausfallen als für die Bewältigung der Pandemie.

Der Energiepreisschock wäre geringer, wenn die Politik die Energiewende früher mit mehr Entschlossenheit angepackt hätte. Da das nicht der Fall war, kommt es zu einer ungünstigen Ausgangslage. Erneuerbare Energien liefern noch nicht genug, während in den vergangenen Jahren zu wenig in fossile Energien, vor allem deren Förderung, investiert wurde.

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW14

NASDAQ 100 - Gute Chance für die Bullen

Der Nasdaq 100 befindet sich seit Dienstag in einer Abwärtsbewegung. Hat diese Bewegung bereits ihr Tief gefunden oder ist mit einer Fortsetzung rechnen?

Der Nasdaq 100 startete nach dem Tief vom 14. März 2021 bei 13.020 Punkten zu einer steilen Rally. Diese führt am 22. März zum Ausbruch über den Widerstandsbereich um 13.342 Punkte. Damit wurde ein Doppelboden vollendet. Aus diesem ergibt sich ein rechnerisches Ziel bei fast exakt 15.800 Punkten.

In einem ersten Run kletterte der Index auf ein Hoch bei 15.265 Punkten und damit minimal über die Widerstandszone zwischen 15.196 und 15.221 Punkten. Er prallte allerdings daran ab und setzte zu einem Pullback an den Doppelboden an. Dabei fiel der Index gestern auf ein Tief bei 13.316 Punkten. Anschließend erholte sich der Index stark bis fast an das Abwärtsgap vom Mittwoch zwischen 14.782 und 14.639 Punkten. In der letzten Handelsstunde kam es gestern zu leichten Abgaben. Die Bewegung der letzten beiden Tage kann als Bodenbildungsversuch gewertet werden. Dieser würde mit dem Ausbruch über die Gapunterkante vollendet werden. Wenn der Nasdaq die kleine Bodenformation abschließt, kann er zunächst bis ca. 15.196-15.221 Punkte ansteigen. Später sind dann Gewinne bis ca. 15.800 Punkte möglich.

Sollte der Index aber mit der Bodenbildung scheitern, dann käme es zu einem neuen Verkaufssignal. In diesem Fall müsste mit einem Rückfall gen Jahrestief bei 13.020 Punkte gerechnet werden.

VONOVIA - Zwischen Abriss und Neuanfang

Die Vonovia-Aktie ist aktuell nichts für schwache Nerven. Im Bereich einer übergeordneten Unterstützung und an der Unterseite eines Abwärtstrendkanals ringt sie um die erste Erholungschance seit etlichen Wochen. Bleibt es die letzte Erholungschance?

Allein die Tatsache, dass es der Käuferseite im Sommer des letzten Jahres nicht gelungen war, trotz der steilen Rally auf 57,10 EUR, aus diesem Anstieg Kapital zu schlagen und das Rekordhoch bei 58,76 EUR zu erreichen, zeigt die Schwäche der Vonovia-Aktie in den letzten beiden Jahren. Ist die aktuelle Lage nach dem jüngsten Kurseinbruch nun Trendwendechance oder doch der Anfang vom nächsten Einsturz?

VONOVIA an wichtiger Kreuzunterstützung

Bei der Aktie treffen sich die untere Begrenzungslinie eines mehrmonatigen Abwärtstrendkanals und die langfristige, bis an die Tiefs des Jahres 2014 zurückreichende Aufwärtstrendlinie. Zusammen mit dem Support bei 41,18 EUR und einem internen Abwärtsziel bei 40,65 EUR bilden sie einen charttechnischen Kulminationspunkt, an dem eine Richtungsentscheidung fallen dürfte.

Aufgrund der übergeordneten Schwäche und der massiven Abwärtstrendbeschleunigung der letzten Tage ist mit einem Bruch der Marke zu rechnen, der Abgaben bis 39,50 und 39,00 EUR nach sich ziehen dürfte. In diesem Gebiet könnte dann eine Pullbackbewegung an die Unterseite der langfristigen Aufwärtstrendlinie starten, ehe sich der übergeordnete Abwärtstrend bis 37,41 EUR ausdehnen kann. Hier wäre die Chance auf eine vorzeitige Trendwende gegeben. Darunter dürfte allerdings ein Einbruch bis 34,38 EUR folgen.
Sollte es der Aktie dagegen gelingen, den Bereich um 40,50 EUR zu verteidigen, wäre eine Erholung bis 42,43 EUR denkbar, ehe dort der nächste Abverkauf folgen dürfte. Erst über der Hürde wäre eine deutlichere Aufwärtsbewegung bis 43,61 und 45,49 EUR denkbar.

SYMRISE - Was für ein Bulle!

Die Symrise-Aktie bleibt eine der positiven Überraschungen der letzten Wochen und hat zuletzt mit dem Ausbruch über 110,10 EUR das erwartete Kaufsignal gebildet. Jetzt könnte die Rally noch einmal richtig aufdrehen.

Nach dem Abverkauf an das Vorjahrestief aus dem März 2021 bei 95,88 EUR startete bei der Aktie des Duftstoffspezialisten Symrise eine weitere steile Erholung. Diese hätte theoretisch noch der zweite Teil einer tendenziell bärischen ABC-Korrektur sein können, wäre es den Bullen nicht gelungen, die Aktie in den letzten Tagen auch über den Widerstand bei 110,10 EUR und damit zeitlich wie preislich über die Länge der Erholung vom Februar anzutreiben.

Kleinere Hürde bei 115,94 EUR

Sollte jetzt auch das kleine interne Kursziel bei 115,94 EUR überschritten werden, wäre dies ein Signal für eine Kaufwelle bis an die Widerstandszone um 120,05 - 121,05 EUR. Damit wäre auch ein kurzfristiger Aufwärtstrendkanal nach oben überwunden, der sich in den letzten Tagen gebildet hatte. Auf Höhe der Tiefs einer Topbildungsphase aus dem Winter 2021 dürfte eine größere Korrektur einsetzen. Doch bei der aktuellen Stärke ist der Aktie auch der anschließende Ausbruch über diese Zone in Richtung 127,15 EUR zuzutrauen.

Auf der Unterseite ist die Symrise-Aktie zunächst durch den Supportbereich um 110,10 EUR gut abgesichert. Erst darunter müsste man sich über eine Korrektur bis 105,70 und 103,3 EUR Gedanken machen.

PALLADIUM - Die Chance auf ein Ende des Abwärtstrends ist da

Tagesausblick für Freitag, 08. April 2022: Mit dem Erreichen des tieferen Abwärtsziels bei 1.997 USD hat Palladium das übergeordnete Abwärtspotenzial zunächst ausgereizt und diese Einschätzung auch mit einer steilen Erholung untermauert. Jetzt könnte diese Erholung mit neuem Schwung fortgesetzt werden.

Widerstände: 2.320 + 2.441 + 2.540
Unterstützungen: 2.149 + 1.997 + 1.804

Rückblick: Die steile Verkaufswelle bei Palladium setzte sich bis Ende März an die Unterstützung bei 1.997 USD fort und wurde auf diesem Niveau von einer v-förmigen Erholung abgelöst. Dabei stieg der Wert zunächst an die frühere Supportmarke bei 2.320 USD, an der er nach unten abprallte. Doch im gestrigen Handel startete an der Zwischenunterstützung bei 2.149 USD eine weitere Erholung, die zum Wochenausklang für eine Fortsetzung des Anstiegs spricht.

Charttechnischer Ausblick: Im Prinzip hat Palladium mit dem Erreichen der 1.997-USD-Marke das Abwärtspotenzial der Verkaufswelle ausgereizt und könnte jetzt die Erholungsbewegung seit diesem Tief mit einem Anstieg über 2.320 USD bis 2.400 und 2.470 USD fortsetzen. Spätestens bei 2.540 USD dürften sich die Bären noch einmal zurückmelden und eine Korrektur auslösen. Diese dürfte zwar moderat ausfallen und könnte schon bei 2.320 USD enden. Doch aufgrund der Dominanz des steilen Abwärtstrends wäre sogar ein zweiter tiefer Fall und damit ein Doppelboden im Bereich von 1.997 USD denkbar. Oberhalb von 2.540 USD käme es dagegen schon zu einem Anstieg bis 2.735 USD.

Sollte der Wert dagegen unter 2.149 USD fallen, käme es zum direkten Abverkauf auf 1.997 USD und dort zur Chance auf eine Bodenbildung. Wird die Marke dagegen doch noch unterschritten, sind weitere Abgaben bis 1.870 und 1.804 USD einzuplanen.

Inflationsbekämpfung: Ohne Schmerz geht es nicht

Die Inflation in der Eurozone holt die traditionell höhere Teuerungsrate in den USA ein. Dennoch will die EZB zaghaft bleiben.

Im Gegensatz zur US-Notenbank glaubt die EZB immer noch daran, dass sich Inflation ohne wirtschaftliche Kosten eindämmen lässt. Nachdem die Inflationsrate in der Eurozone auf 7,5 % stieg, wurden die Rufe nach einer schnelleren Zinswende lauter.

Bisher konnte man sich in der Eurozone immerhin noch darauf ausruhen, dass die Inflationsrate in den USA deutlich höher war. Dort liegt sie bei 7,9 %. Mit 7,5 % ist die Eurozone nun nicht mehr weit dahinter. Aus einem Abstand von 1,6 Prozentpunkten im Februar wurden im März nur noch 0,4.

Die Inflationsraten werden in der Eurozone und den USA unterschiedlich berechnet. Ein wesentlicher Unterschied ist die Berücksichtigung von Wohnkosten (Mieten). Die EZB berechnet diesen Unterschied. Die Daten werden jedoch mit langer Verzögerung berechnet und veröffentlicht. Der letzte Wert stammt aus dem dritten Quartal 2021.

Würden Mieten im gleichen Umfang wie in den USA berücksichtigt, läge die Inflationsrate höher. Im dritten Quartal 2021 wäre die Inflationsrate in der Eurozone um 0,3 Prozentpunkte höher ausgefallen. Da seither die Immobilienpreise weiter gestiegen sind und Mieten diesem Trend folgen, kann man auch davon ausgehen, dass sich der Aufschlag von 0,3 Prozentpunkten vergrößert hat.

Kurz gesagt: Die Inflationsrate in der Eurozone ist auf vergleichbarer Basis ebenso hoch wie in den USA, möglicherweise sogar höher. Ausruhen kann man sich da nicht. Entsprechend meldete sich der deutsche Bundesbankpräsident zu Wort und mahnte eine raschere Zinswende an. Die EZB wiegelte gleich ab.

Zunächst will man sehen, wie sich der Krieg auf die Wirtschaft auswirkt. In einer Rede stelle EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel am Samstag fest, dass der Staat den Auswirkungen des Krieges gezielt entgegenwirken kann und sollte. Übersetzt heißt dies: Der Staat soll verhindern, dass Unternehmen und Haushalte in Schieflage kommen.

Das ist ehrenwert, löst das Inflationsproblem jedoch nicht. Es verschärft es. Zu viel Nachfrage trifft auf zu wenig Angebot. Man muss kein Ökonom sein, um zu verstehen, dass im aktuellen Umfeld das Inflationsproblem nur über die Nachfrageseite gelöst werden kann. Die Nachfrage muss sinken. Das geschieht, wenn die Wirtschaft stagniert oder schrumpft.

Die Idee, dass sich die Inflation ohne wirtschaftliche Kosten wieder Richtung 2 % senken lässt, ist ein Irrglaube. Das braucht schon Magie und die ist in der Realität kaum vorzufinden. Entsprechend glauben Anleger nicht an die Zurückhaltung der EZB. Der Terminmarkt erwartet eine rasante Zinswende (siehe Grafik).

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW13

DAX - Tagesausblick: DAX bei 14815 klar nach unten abgewiesen! Sondertag!

Hier ist die heutige DAX Prognose. Es wurden seit 7:45 Uhr wieder alle DAX Chartparameter der Zeitebenen Tageskerzen und Stundenkerzen sorgfältig ausgewertet und der DAX Future mit einbezogen. Aus den DAX Kursmusters leite ich für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr Folgendes ab.

DAX Prognose

  • Der DAX hat den Rücklauf zur Nackenlinie der vollendeten Topbildung bei 14815 (KLIPPE) geschafft.
    Der DAX wurde klar bei 14815 nach unten abgewiesen. Das entspricht dem Standardprozedere.

HEUTE
DAX Vorbörse: 14411

  1. Heute ist Quartals- und Monatserster. Das kann einen kleinen Effekt im Sinne steigender Kurse haben, insbesondere am Vormittag.
  2. Die ersten nennenswerten Widerstände warten in Form des XETRA Tages PP 14517 und der Horizontale 14553.
  3. Die Ausgangslage im Tageskerzenchart ist indes grottenbärisch. Der DAX dürfte nach dieser Auswertung der größten Wahrscheinlichkeit folgend bald weiter fallen, zum Beispiel bis 14110/14100, später bis 13682/13600.
  4. Über 14590 würde sich der DAX Verlauf heute weitaus freundlicher gestalten und der DAX könnte bis 14730/14750 (Kreuzwiderstand) steigen.
  5. Im Fokus bleibt auch weiter die BIG PICTURE Horizontale 14815, die nur schwer zu bezwingen ist, wobei die 200 Tage Linien in Höhe von 15060 und 15417 (EMA200/ SMA200) weiter als aussagekräftige Reservewiderstände bereitstehen.
  6. Der VDAX NEW legte zuletzt wieder zu, auf 29,27 %, was über dem normalen Durchschnitt (25 %) liegt.

DEUTSCHE POST - Jetzt sollte die Aktie die Korrektur beenden

Die Deutschen Post Aktie steht nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch über 48,16 EUR und einer einsetzenden Abwärtsbewegung schon wieder mit einem Bein im vorherigen Abwärtstrend. Können die Käufer die Erholung verteidigen?

Die Deutschen Post Aktie hatte nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 09. März eine sprunghafte Erholung begonnen, die sich seither gegen den kurzfristigen Abwärtstrend stemmte, der durch den Bruch eines Konsolidierungsdreiecks und der markanten Unterstützung bei 51,43 EUR im Februar ausgelöst wurde.

Doch der Anstieg vom Tief bei 38,49 EUR gerät seit einem Verlaufshoch bei 47,34 EUR ins Wanken: Denn nach einer ersten langsamen Korrektur an die Unterstützung bei 43,84 EUR wurde die folgende Aufwärtsbewegung nicht für einen Anstieg über 47,34 EUR genutzt, sondern ging rasch in eine weitere Verkaufswelle über, die - mit höherer Geschwindigkeit ausgestattet- gestern schon für den Bruch der 43,84-EUR-Marke sorgte.

Erholung auf dem Prüfstand

Sollte jetzt auch die Unterstützung bei 43,00 EUR unterschritten werden, wäre dies ein Zeichen für eine mögliche Reaktivierung des übergeordneten Abverkaufs und damit der Gefahr eines Einbruchs in das Aufwärtsgap vom 09. März und Verlusten bis 40,72 und 39,80 EUR. Sogar ein weiterer Rückfall auf 38,49 bis 37,71 EUR könnte dann nicht mehr ausgeschlossen werden.

Sollte der Bereich um 43,00 EUR dagegen verteidigt und später die kleinere Hürde bei 45,40 EUR überschritten werden, wäre mit einer zweiten Erholungsstrecke zu rechnen. Diese könnte bis 47,34 und 48,16 EUR reichen und dort ein weiterer Abwärtsimpuls folgen. Darüber wäre dagegen schon ein Anstieg bis 50,00 EUR möglich.

EBAY - Rücksetzer als Chance?

Die eBay Aktie zeigte sich in den letzten Tagen in einer guten Verfassung, musste aber zuletzt Abgaben hinnehmen. Wie fügen sich diese in das Gesamtbild ein?

Die eBay Aktie markierte am 22. Oktober 2021 ihr aktuelles Allzeithoch bei 81,19 EUR. Anschließend geriet die Aktie stark unter Druck und fiel auf 49,53 USD und damit in die Nähe des alten Allzeithochs aus dem Jahr 2018 zurück.

Widerstände: 60,38+62,69+68,28
Unterstützungen: 56,96+56,44+55,90+54,65

Der Wert bildete dort einen kleinen Boden aus, den er am 24. März vollendete. Zwei Handelstage später erfolgte der Ausbruch über den Abwärtstrend seit Oktober 2021. In den letzten beiden Tagen setzte die Aktie auf diesen Trend zurück.

Direkt wieder aufwärts?

Die eBay-Aktie könnte an dieser Stelle wieder direkt nach oben abdrehen und bis zunächst 62,69 USD und später 68,28 USD ansteigen. Fällt die Aktie allerdings per Tagesschlusskurs unter 55,90 USD zurück, wäre der Boden aufgebrochen. In diesem Fall müsste mit einem erneuten Rücksetzer in Richtung 49,53 EUR oder sogar 46,99 EUR gerechnet werden.

PALLADIUM - Erholung trifft auf Widerstand

Tagesausblick für Freitag, 01. April 2022: Palladium war in den letzten Tagen im Rahmen einer Erholung bis an den Widerstand bei 2.320 USD angestiegen. Wird diese starke Hürde jetzt überschritten, könnte der jüngste Anstieg deutlich an Fahrt aufnehmen.

Palladium Widerstände: 2.320 + 2.441 + 2.540
Palladium Unterstützungen: 2.149 + 1.997 + 1.804

Rückblick: Der Palladiumpreis befindet sich direkt seit seinem neuen Allzeithoch bei 3.433 USD in einer Verkaufswelle, die über das Maß einer normalen Korrektur hinausgeht. Der Wert brach dabei in einer ersten Abwärtsstrecke bis 2.320 USD ein, konnte die Marke aber nur kurz für eine Erholung nutzen. Nach einem erfolgreichen Test der Unterstützung bei 1.997 USD kamen die Bullen zuletzt aber in Palladium zurück und versuchen aktuell die 2.320-USD-Marke zurückzuerobern.

Charttechnischer Ausblick: Kurz konnte Palladium die Hürde bei 2.320 USD schon überschreiten und könnte bei einem nachhaltigen Bruch der Marke die laufende Erholung bis 2.400 und 2.441 USD fortsetzen. Dort könnten die Bären aber wieder zuschlagen und den Kurs unter 2.320 auf 2.149 USD drücken. Sollte diese markante Supportmarke im weiteren Verlauf nicht für als Startpunkt einer weitreichenden Erholung genutzt werden, dürfte die Unterstützung bei 1.997 USD wieder angelaufen werden. Darunter käme es schon zu einem Einbruch bis 1.804 USD.

Steigt Palladium dagegen auch über 2.441 USD an, wäre ein kleines Longsignal aktiv und eine Kaufwelle bis 2.540 und 2.600 USD die Folge. Darüber könnte sogar schon die 2.735-USD-Marke erreicht und der Abverkauf nachhaltig gekontert werden.

Wäre ein Ende der Globalisierung schlecht für Aktien?

Gleich mehrere Ereignisse in den letzten Jahren haben das Ende der Globalisierung eingeläutet. Für viele Ökonomen ist klar: Der Wohlstand wird leiden. Aber werden auch Aktien leiden?

Für viele Ökonomen ist klar, dass die Vorteile der Globalisierung die Nachteile deutlich überwiegen. Unabhängig davon, ob man diese Meinung teilt, haben mehrere Ereignisse eine Entglobalisierung eingeleitet. Begonnen hat der Trend mit der Finanzkrise. Dieser globale Schock führte zu einer Neuausrichtung im globalen Finanzsystem. Die starke Vernetzung wurde zurückgefahren.

Einige Jahre später gingen die USA auf Konfrontationskurs mit China. Heute ist der Präsident zwar ein anderer, aber die Zölle gibt es immer noch. Ebenso stehen viele chinesische Unternehmen noch immer auf einer Liste, die es ihnen nicht erlaubt, bestimmte Hochtechnologie aus den USA zu nutzen.

Dann kam die Pandemie. Plötzlich wurde allen klar, wie wichtig funktionierende Lieferketten sind. Wird es ernst, ist am Ende doch jeder auf sich allein gestellt. Essenzielle Medizingüter waren zu Beginn der Pandemie nicht verfügbar, weil Länder Exportstopps verhängten. Weder Knappheit bei Medizingütern noch bei Nahrungsmitteln will man jemals wieder erklären müssen.

Nun gibt es den Ukrainekrieg und Russland ist mehr oder weniger aus dem Handel ausgeschlossen, wenn es nicht um Öl und Gas geht. Der Krieg betrifft nicht nur Russland, sondern fördert auch die Blockbildung. Die Polarisierung nimmt zu. Der Krieg treibt Russland in die Arme Chinas, welches ohnehin schon lange große Ambitionen hat.

All diese Ereignisse führen zu einer gewissen Entflechtung. Versorgungssicherheit gelingt nur, wenn man einigermaßen autark ist. Per Definition bedingt das eine Reduktion der Verflechtung. Die Verflechtung (Globalisierung) lässt sich gut anhand des internationalen Handels ablesen.

Der globale Handel befindet sich aufgrund der genannten Entwicklungen bereits seit der Finanzkrise im Rückwärtsgang (Grafik 1). Es ist nicht das erste Mal, dass es zu einem solchen Rückgang kommt. Den ersten großen Rückgang gab es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Danach folgte ein langanhaltender Boom, wiederum gefolgt von langer Stagnation.

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es eine kurze Renaissance des globalen Handels. Der Erste Weltkrieg, die Große Depression und der Zweite Weltkrieg kehrten den Trend um. Der globale Handel erreichte sogar ein neues Tief. Weniger als 5 % der globalen Wirtschaftsleistung entfiel auf den Handel.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm die Globalisierung tendenziell zu. Nun kommt es zur größten Krise seit über 70 Jahren. Die letzte Rückabwicklung der Globalisierung endete in einer wirtschaftlichen Depression. Kein Wunder, dass viele Ökonomen und Analysten Angst vor einer Wiederholung haben.

Wie dramatisch ein Ende der Globalisierung sein kann, zeigt Grafik 2. In Deutschland machen Exporte über ein Drittel der Wirtschaftsleistung aus. In China und Russland ist der Anteil schon länger rückläufig. Bei China liegt es vor allem an der schieren Größe der Wirtschaft. Bei Russland sind zum Teil niedrigere Rohstoffpreise verantwortlich.

Die zunehmende Konfrontation zwischen den Blöcken gefährdet diesen Handel. Bei einem Anteil an der Wirtschaftsleistung im Bereich von 20-35 % kann man sich vorstellen, dass der Prozess nicht ohne Probleme ablaufen wird. Der Prozess bedeutet jedoch nicht automatisch, dass schwierige Zeiten bevorstehen. Im mehrjährigen Durchschnitt des Wirtschaftswachstums lässt sich kein direkter Zusammenhang zum Welthandel erkennen (Grafik 3).

Die britische und US-Wirtschaft konnten sowohl bei zunehmender als auch bei zurückgehendem Handel wachsen. Wachstum ist eine Sache, Inflation eine andere. Werden Lieferketten vereinfacht und mehr im eigenen Land produziert, steigen die Preise. Werden T-Shirts anstatt in Bangladesch wieder in Deutschland produziert, muss der Preis ja steigen…

Historisch lässt sich auch bei Inflation und Handel kein offensichtlicher Zusammenhang feststellen (Grafik 4). Wenn weder die Wirtschaft einbricht noch Inflation unkontrolliert um sich greift, dann sollte auch der Aktienmarkt wenig beeinträchtigt sein.

Genau das lässt sich feststellen. Ob zunehmende oder abnehmende Globalisierung oder Stagnation, der Aktienmarkt kann in jedem Umfeld steigen (Grafik 5). Was auch immer die Folgen der aktuellen Gemengelage sind, Aktien müssen nicht automatisch fallen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW12

NASDAQ 100 - Bodenformation zeigt Wirkung

Der Nasdaq 100 zeigt sich seit einigen Tagen wieder in einer guten Verfassung. Kann diese noch länger anhalten?

Der Nasdaq 100 zog gestern weiter an und legte um 2,20 % oder 318,15 Punkte zu. Damit überwand der Index den EMA 200. Heute Morgen wird er bei 14.779 Punkten und damit minimal über dem gestrigen Schlusskurs bei 14.765 Punkten getaxt.

Der Index hat am 18. März 2022 mit dem Ausbruch über die Zone zwischen 14.325 und 14.342 Punkten eine Bodenformation vollendet. Der Ausbruch über den EMA 200 ist eine weitere Bestätigung dieses Bodens. Die Ziele auf der Oberseite liegen bei 15.196-15.221 Punkten und bei knapp 15.800 Punkten.

Kritisch wäre weiterhin ein Rückfall unter das Tief vom Montag bei 14.190 Punkten. In diesem Fall würde der Boden aufgebrochen werden. Anschließend könnte es zu einem Rückfall in Richtung 13.020-12.950 Punkte kommen.

PUMA - Wie weit springt die Aktie noch?

Die Erholungsrally der Puma Aktie kam zum richtigen Zeitpunkt und könnte in Kürze ihr volles Potenzial entfalten, wenn ein den Ansturm der Bullen blockierender Kursbereich nachhaltig überschritten wird.

Nach dem Bruch der Unterstützung bei 94,70 EUR kollabierte der Kurs der Puma Aktie förmlich, konnte allerdings an der mittelfristigen Unterstützung bei 63,30 EUR den erwarteten Boden ausbilden und einen steilen Konter starten. Dieser trifft jetzt auf eine markante Hürde. Wie kann man dieses spannende Setup handeln?

Abwärtstrendlinie blockiert den Weg

An der mittelfristig wieder bullischeren Ausrichtung des einstigen Überfliegers hat sich wenig geändert und gerade der erwartete Anstieg über 73,96 EUR hat für neue Stabilität gesorgt. Dennoch erreichte die Aktie von Puma zuletzt eine Widerstands-und Zielzone um 80,00 EUR, an der kurzfristig eine Korrektur zu erwarten ist.

Begnügen sich die Bären mit einem Rücklauf auf 74,00 EUR, könnte es schon in Kürze zum Ausbruch über 80,00 EUR kommen. Ein Anstieg über 78,50 EUR wäre dabei das erste positive Signal. Über 80,00 EUR dürfte die Kaufwelle bis 85,00 und darüber auf 88,00 EUR führen. Dort sollte man über Gewinnmitnahmen nachdenken, denn eine direkte Rally bis 94,70 EUR ohne starke Zwischenkorrektur wäre aufgrund des starken Einbruchs im Februar ungewöhnlich.

Sollte die Aktie dagegen unter 74,00 EUR einbrechen, wird sie für einen kurzzeitigen Shorteinstieg interessant, da eine Korrektur bis 68,88 EUR und darunter an die zentrale Unterstützung bei 63,30 EUR folgen könnte. Aber auch hier wäre ein Bruch der Marke eher nicht zu erwarten und Verluste bis 56,50 und 53,34 EUR wesentlich unwahrscheinlicher als eine nachhaltige Bodenbildung im Bereich von 63,30 EUR.

LPKF LASER - Die nächste Enttäuschung

Nach einem völlig verkorksten Geschäftsjahr 2021 hat LPKF Laser auch mit der Prognose für das Geschäftsjahr 2022 enttäuscht. GodmodeTrader gibt einen fundamentalen wie charttechnischen Überblick.

Über den deutschen Wachstumstitel LPKF Laser berichtete ich im vergangenen Jahr wiederholt. Und ließ dabei kein gutes Haar am Management. Großen Versprechungen folgten meist große Prognosesenkungen. Doch 2021 ist abgehakt und die Hoffnung der Aktionäre richtet sich auf ein erfolgreiches Jahr 2022. Zumindest war das vor einigen Tagen noch so. Die in dieser Woche ausgegebene Prognose liegt aber haushoch unter der Markterwartung.

Das Management des Technologieunternehmens stellt für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 110 und 130 Mio. EUR und eine EBIT-Marge von 2 bis 7 % in Aussicht. Nimmt man die Mittelwerte dieser Spanne, kommt man auf Erlöse von 120 Mio. EUR und ein EBIT von 5,3 Mio. EUR. Zum Vergleich: Der Markt hatte einen Umsatz über 150 Mio. EUR und ein EBIT von über 20 Mio. EUR erwartet. Die in der untenstehenden Tabelle enthaltene Konsensschätzung ist also Schnee von gestern.

Die Experten von Warburg Research haben bereits neu gerechnet. Sie kalkulieren nun mit einem Umsatz von 136,6 Mio. EUR, einem EBIT von 9,8 Mio. EUR und einem Gewinn je Aktie von 0,28 EUR. Daraus errechnet sich ein KGV von rund 46.

Die EPS-Prognose für 2023 senkt Warburg leicht auf 1,03 EUR je Aktie, das KGV würde in diesem Fall auf 13 absinken.

Dass das LPKF-Management wie teils auch die Analysten mit Blick auf 2021 und nun auch auf die enttäuschende Prognose 2022 dennoch an der Mittelfristprognose eines Umsatzes von über 360 Mio. EUR und einer EBIT-Marge von über 25 % für das Jahr 2024 festhalten, überrascht. Natürlich wäre die Aktie in diesem Fall mit einem einstelligen KGV spottbillig. Den Umsatz innerhalb von zwei Jahren zu verdreifachen und das EBIT zu verachtzehnfachen, erscheint doch sehr ambitioniert. Fundamental bleibt eine gehörige Portion Skepsis angebracht, wenngleich LPKFs LIDE-Technologie hochspannend ist.

Geht es noch eine Etage tiefer?

Aus charttechnischer Sicht hängt der Wert einmal mehr am seidenen Faden. Der bisherige Ausverkauf in diesem Jahr führte die Aktie bis auf 12,35 EUR, wo der Titel ein Gap im Tageschart aus dem Jahr 2020 sauber geschlossen hat. Nach einer Erholung droht nun ein weiterer Test dieses Tiefs. Wird es gerissen, könnte sich die Talfahrt in Richtung der mittel- bis langfristigen Ausbruchszone zwischen 10,80 und 10,20 EUR fortsetzen. Dort könnten Antizykliker auf ihre Kosten kommen. Auch wäre in diesem Fall die komplette Rally seit dem Jahr 2020 Geschichte.

Etwas Entspannung ergibt sich derzeit erst bei einer Rückeroberung der Marke von 15,28 EUR. Daneben liegen zwischen 17 und 19 EUR die übergeordneten EMAs 50 und 200 wie auch der Abwärtstrend seit dem Jahr 2021 im Wochenchart als Widerstände. Diese Hürden werden nicht so leicht zu knacken sein.

Fazit: Anspruch und Wirklichkeit lagen bei LPKF Laser im Jahr 2021 weit auseinander, auch die Prognose 2022 enttäuscht. Die Ziele für das Jahr 2024 sind sehr ambitoniert. Anleger sollten die Aktie auf der Watchlist behalten, sie ist auf Basis der 2022er-Prognose aber immer noch sehr teuer. Charttechnisch lassen sich knapp über 10 EUR wichtige Supports herausarbeiten.

Jahr

2021

2022*

2023*

Umsatz in Mio. EUR

96,15

153,65

213,10

Ergebnis je Aktie EUR

0,03

0,71

1,4

Gewinnwachstum

2.266,67%

97,18%

KGV

433

18

9

KUV

3,3

2,1

1,5

PEG

0,1

Dividende je Aktie in EUR

0,07

0,20

0,3

Dividendenrendite

0,54%

1,54%

2,31%

*=erwartet

PALLADIUM - Auf der Startrampe

Tagesausblick für Freitag, 25. März 2022: Bei Palladium bildet sich aktuell unter einem markanten Widerstand ein Kursmuster aus, das eine Fortsetzung der kurzfristigen Erholung nahelegt. Selbst eine bullische Überraschung in Form eines steilen Konters wäre jetzt möglich.

Widerstände: 2.540 + 2.650 + 2.735
Unterstützungen: 2.441 + 2.320 + 2.149

Rückblick: Nach dem Sprung über das bisherige Rekordhoch bei 3.017 USD und dem Erreichen der Zielmarke von 3.434 USD fiel die Rally von Palladium in sich zusammen. Es folgte ein massiver Abverkauf, der binnen weniger Tage unter die Unterstützungen bei 2.875 und 2.735 USD reichte. Zuletzt gelang den Bullen aber eine erste Bodenbildung an der 2.320-USD-Marke, der eine leichte Erholung bis zum Widerstand bei 2.540 USD folgte.

Charttechnischer Ausblick: Aktuell bildet Palladium an der 2.540-USD-Marke ein Konsolidierungsdreieck aus, das bei einem Ausbruch nach oben zu einer Fortsetzung der Erholung in Richtung 2.640 und 2.735 USD führen dürfte. Kann auch diese Hürde durchbrochen werden, wäre bereits mit einer Kaufwelle bis 2.875 USD zu rechnen, ehe sich der Abwärtstrend dort fortsetzen sollte.

Unterhalb von 2.454 USD wäre das Dreieck dagegen nach unten aufgelöst und mit einer Fortsetzung des Abverkaufs in Richtung 2.320 USD zu rechnen. Dort könnte sich ein Doppelboden ausbilden. Wird diese Marke dagegen ebenfalls unterschritten, stünden Verkaufswellen bis 2.149 und 2.080 USD an.

Zinskurve: Ist alles, was wir wussten, falsch?

US-Notenbankchef Powell hat verraten, wieso er sich keine Sorgen um die Wirtschaft macht und Zinserhöhungen kein Problem sind.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Notenbank gefragt wird, wieso sie in Bezug auf das Wirtschaftswachstum so optimistisch ist. Im letzten Zinserhöhungszyklus flachte die Zinskurve (Spread zwischen 10- und 2-jährigen Anleihen) unerbittlich ab und invertierte 2019. Ein negativer Spread (Inversion) geht einer Rezession zuverlässig voraus. Nun ist die Zinskurve wieder sehr flach und steht kurz vor einer Inversion. Trotzdem prognostiziert die Fed hohes Wachstum und macht sich keine Sorgen darüber, dass Zinserhöhungen den Aufschwung abwürgen.

Die Frage, wieso die Notenbank das Warnsignal der Zinskurve ignoriert, wurde bisher nur sehr generell beantwortet. Es hieß: „Wir betrachten eine ganze Reihe an Indikatoren.“ Welche Indikatoren das genau sind, blieb offen. Jetzt wissen wir mehr. Jerome Powell verriet, welchem Indikator er mehr vertraut als der Zinskurve, die alle kennen und der alle folgen.

Zunächst lohnt jedoch ein Blick auf das, was derzeit alle betrachten und mit Sorge verfolgen. Die Zinskurve flacht ab. Ist sie erst invertiert, folgt mit wenigen Quartalen Verzögerung eine Rezession (Grafik 1). Das ist der Grund, weshalb viele Analysten aktuell nervös sind.

Auch Anleger sollten nervös sein. Rezessionen bekommen dem Aktienmarkt schlecht. Bisher löste noch jede Rezession einen Bärenmarkt aus (Grafik 2). Es ist daher nicht verwunderlich, dass Zinskurve und Aktienmarkt tendenziell konträr zueinander verlaufen. Wirklich relevant ist allerdings nicht der vollständige Verlauf. Wichtig ist die Inversion und erfahrungsgemäß fällt der Markt, wenn die Zinskurve nach der Inversion rasch ansteigt.

Mit diesem Wissen kann man nicht gelassen sein. Powell ist es aber, denn der Indikator, den er betrachtet, sagt momentan etwas ganz anderes. Es handelt sich dabei ebenfalls um einen Zinsspread, allerdings um die Differenz zwischen dem dreimonatigen Terminzinssatz, der in 18 Monaten erwartet wird und dem aktuellen dreimonatigen Zinssatz. Das ist in etwa äquivalent zu der Zinsdifferenz zwischen zweijährigen Anleihen und dreimonatigen Schuldverschreibungen. Diese Zinskurve zeigt aktuell steil nach oben (Grafik 3).

Damit sind Anleger nun in der Bredouille. Die eine Zinskurve sagt einen Abschwung voraus, die andere zeigt zunehmende Dynamik an. Die Historie zeigt, dass beide Kurven tendenziell parallel verlaufen. 2002 und 2003 gab es eine Divergenz, bei der der „Powell-Indikator“ fiel, die traditionelle Zinskurve aber stieg. Nun haben wir den umgekehrten Fall und nur wenige Beispiele, an denen sich Anleger orientieren können.
Die Sache wird nicht einfacher, denn die von Powell favorisierte Zinskurve bildet das Wirtschaftswachstum tatsächlich etwas besser ab als die traditionelle Kurve (Grafik 4).Für Anleger ist die Kernfrage jedoch, ob das auch für Aktien gilt.

Die Antwort ist einfach. Es gilt nicht für Aktien (Grafik 5). Die traditionelle Zinskurve spiegelt den Aktienmarkt besser wider. Zudem gab es 1994 eine ähnliche Divergenz zwischen den beiden Kurven wie jetzt. Damals entging die Wirtschaft einer Rezession. Das Wachstum schwächte sich kurzfristig ab, blieb jedoch positiv. Das hinderte den Aktienmarkt nicht daran, sich ein Jahr lang auf tieferem Niveau seitwärts zu schieben.

Für Anleger ist das im aktuellen Umfeld das bestmögliche Szenario: Ein Seitwärtsmarkt bis Jahresende. Andere Faktoren unterscheiden die heutige Situation von 1994. Die Inflationsrate lag 1994 bei 3 % und nicht bei 8 %. Hohe Inflation drückt das reale Wirtschaftswachstum. Diesen Belastungsfaktor gab es damals nicht. Ebenso kam die Wirtschaft nicht aus einem „Zuckerhoch“ an Konjunkturprogrammen, die 2022 unweigerlich für wirtschaftliche Entzugserscheinungen sorgen werden. Trotz der interessanten Erklärung der Fed, weshalb sie optimistisch ist, handelt es sich wohl eher um Zweckoptimismus.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW11

NASDAQ 100 - Bodenbildungsversuch macht Fortschritte

Der Nasdaq 100 legte gestern weiter zu. Er befindet sich in einem Versuch, einen Boden auszubilden. Eine abgeschlossen Bodenbildung ist aber noch nicht gegeben.

Der Nasdaq 100 startete gestern mit leichten Abschlägen in den Handel. Nach einem Tagestief bei 13.827 Punkten drehte der Index aber wieder nach oben und kletterte auf einen Schlusskurs bei 14.118 Punkten. Heute Morgen wird der Index bei 14.024 Punkten und damit 94 Punkte unter dem gestrigen Schlusskurs getaxt.

An der charttechnischen Situation hat sich bisher nichts verändert. Der Nasdaq 100 setzte mit dem Tief vom 24. Februar bei 13.065 Punkten auf einem Bereich auf, in dem er einen Boden ausbilden kann und damit die Korrektur seit November beenden kann. Dieser Bereich ist allerdings sehr breit und reicht bis ca. 12.200 Punkte. In diesem Bereich kann es zu mehreren Bodenbildungsversuchen kommen. Aktuell läuft der erste Versuch.

Dieser Versuch wäre erfolgreich abgeschlossen, wenn es dem Index gelänge, über den Widerstandsbereich zwischen 14.325 und 14.342 Punkte auszubrechen. Mit einem solchen Ausbruch ergäbe sich ein rechnerisches Ziel bei 15.798 Punkten.

Ein Rückfall unter den Unterstützungsbereich zwischen 13.020 und 12.950 Punkte würde auf ein Scheitern dieses ersten Versuches hindeuten. Dann könnte es zu Abgaben in Richtung 12.439-12.208 Punkte kommen. Aber auch dann bestünde noch immer die Chance auf eine Bodenbildung und das Ende der Korrektur seit November 2021.

Erst mit einem stabilen Rückfall unter 12.200 Punkte ergäbe sich ein Signal zur Fortsetzung der Abwärtsbewegung. In diesem Fall müsste mit weiteren Abgaben in Richtung 11.000 und möglicherweise sogar 9.736 Punkte gerechnet werden.

EXPEDIA - Alle Kursziele abgearbeitet, was nun?

Die Expedia Aktie erlebte in den letzten Tagen ein sensationelles bullisches Comeback. Diese Rally konnten die Anleger mit Hilfe der Fahrpläne auch gut mitgestalten.

Ein extrem spekulatives Szenario würde am 8. März vorgestellt. Damals sollte die Expedia Aktie die 150,00-USD-Marke nicht unterschreiten. Mutige Anleger, die auf diesem Kursniveau zugegriffen haben, konnten in der Spitze nach wenigen Handelstagen fast 50 USD pro Anteilschein einnehmen. Die alternative Variante mit der Stopp-Buy-Marke bei 163,50 USD war ebenfalls ein Volltreffer, da das angegebene Kursziel bei 187,50 USD nahezu in einer Bewegung abgearbeitet wurde. Das Hoch in dieser Woche lag sogar bei 196,25 USD. Gestern schlossen die Wertpapiere ebenfalls über der Zielzone. Soll man die Position weiter halten oder spätestens jetzt verkaufen?

Rückläufe sehr wahrscheinlich

In den letzten Tagen konnte man bei diesem Wert kaum etwas falsch machen, außer man hat seine Aktien zu früh verkauft. Aber ein Verlust dürfte sicherlich nicht angefallen sein, falls man sich an das Szenario hielt. Da dieser Fahrplan optimal aufgegangen ist, sollte man mit der Expedia Aktie nicht mehr in den Verlust kommen. Daher würde ein Teilverkauf oder auch ein Komplettverkauf spätestens jetzt in Frage kommen. Zwar hat der Titel noch etwas Luft nach oben, doch spätestens an der 200,00-USD-Marke dürften größere Gewinnmitnahmen auch von anderen Marktteilnehmern erfolgen.

Fazit: Wer sich nicht komplett von den Aktien trennen will, kann auch nur einen Teil jetzt verkaufen und den Stopp auf Einstand nachziehen. Für einen Neu-Einstieg sollte man einen Rücklauf bis ca. 175,00 USD abwarten.

HOME DEPOT - Die Spannung steigt wieder

In dieser Handelswoche präsentierte sich die Aktie der US-Baumarktkette wieder von ihrer bullischen Seite. Jetzt fehlt nur noch ein Katzensprung und eine Kaufwelle könnte losgetreten werden.

Obwohl die Home Depot Aktie auf lange Sicht wahrlich einem Zuckerschlecken aus Investorensicht gleicht, musste auch hier in den letzten Wochen eingesteckt werden. Ausgehend vom Allzeithoch bei 420,61 USD korrigierte die Aktie um knapp 30 %. Angekommen bei knapp 300 USD konnte der dortige Support allerdings für Käufer genutzt werden. Nun steht der Anteilsschein sogar wieder vor einem prozyklischen Kaufsignal.

Kumulative Hürde im Blick

Direkt voraus liegen gleich mehrere Widerstände: hor. Widerstände, EMA50, EMA200 sowie das (noch) offene Gap bei 344,10 USD. Kann dieser Clusterwiderstand bei 338,55 - 345,69 USD nun erfolgreich überwunden werden, würde dies ein Buy-Signal auslösen. Als Folge könnte das laufende Aufwärtsmomentum ausgebaut und das Kursziel 375,15 - 380,90 USD anvisiert werden.

Auf der Unterseite stützend wirken die Kursbereiche bei 314,80 - 316,80 USD, rund 309 USD sowie das 300-USD-Level. Dennoch muss bereits bei Kursen unter 314,80 USD die Shortseite präferiert werden, da in diesem Fall zu viel bullische Dynamik verloren gehen würde.

Fazit: Die Aktie von Home Depot arbeitet sich zu einem Kaufsignal vor. Gelingt der Anstieg über ≈346 USD, steht einem Ausbau der Erholungsbewegung nichts mehr im Weg.

PALLADIUM - Über dieser Hürde setzt sich die Erholung fort

Tagesausblick für Freitag, 18. März 2022: Seit dem neuen Allzeithoch bei 2.433 USD dominiert bei Palladium eine heftige Verkaufswelle, die den Wert in der Spitze gut 30% unter das Hoch drückte. In dieser Woche kontern die Bullen den Einbruch mit einer Erholung, die jetzt weiteres Potenzial hat.

Widerstände: 2.650 + 2.735 + 2.875
Unterstützungen: 2.540 + 2.441 + 2.320

Rückblick: Nachdem Palladium die 131,8 %-Projektion der Kaufwelle bis Ende Februar bei 3.434 USD erreicht hatte, endete der Aufwärtstrend Anfang März auf diesem Rekordniveau. Seither dominiert eine steile Verkaufswelle, die den Wert schnell an den Support bei 2.875 USD und in der letzten Woche bereits darunter einbrechen ließ. Der anschließende Abverkauf führte unter 2.735 USD und bis an die frühere Abwärtstrendlinie auf Höhe von 2.300 USD.

Hier startete am Dienstag eine Erholung, die jetzt wieder über die Hürde 2.540 USD führt. Bei 2.650 USD liegt der nächste Widerstand, über dem die Erholung in eine neue Runde gehen kann.

Charttechnischer Ausblick: Mit der Rückeroberung der 2.540-USD-Marke haben sich die Bullen eine weitere Erholungschance erarbeitet. Ein Anstieg über 2.650 USD bis 2.735 USD wäre jetzt wahrscheinlich. Allerdings könnten die Bären dort schon wieder zuschlagen und für Verluste bis 2.441 USD sorgen. Darunter würde das Tief bei 2.320 USD erneut angesteuert. Wird es unterschritten, stünden Abgaben bis 2.149 und 2.080 USD auf der Agenda.

Sollte Palladium dagegen auch über 2.735 USD ansteigen, wäre der markante Widerstand bei 2.875 USD das nächste Ziel der Erholung. Sollte auch diese Hürde überwunden werden, könnte Palladium sogar wieder bis an das frühere Rekordhoch bei 3.017 USD steigen.

6,2% Zinsen gegen die Inflation

Aktien sind volatil, teils immer noch hoch bewertet, die geopolitische Unsicherheit ist groß und Anleihen bringen kaum Zinsen. Wie soll man sich da vor Inflation schützen?

In der Eurozone liegt die Inflation bei 5,9 %, in Deutschland bei etwas über 5 % und in den USA bei 7,9 %. Aufgrund gestiegener Rohstoffpreise im Zuge des Ukrainekrieges ist es sehr wahrscheinlich, dass die Inflation zumindest kurzfristig weiter ansteigen wird. Die Inflationsrate wird danach sinken, aber deutlich höher bleiben als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Inflation wird für Anleger ein Thema bleiben, welches nicht schnell verschwindet. Die Kaufkraft zu erhalten, ist schwierig. Die Bewertung von Aktien sinkt bei hoher Inflationsrate. Zugleich ist die Dividendenrendite mager. Europäische und US-Anleihen sind ebenfalls kein guter Schutz. Die Renditen liegen deutlich unterhalb der Inflationsrate.

Auch Gold schützt nicht. Der Ukrainekrieg hat den Kurs kurzfristig gestützt und je nach Verlauf des Krieges kann der Kurs auch nochmals ansteigen. Das hat jedoch wenig mit Inflation zu tun. Seit Sommer 2020 hat Gold keine neuen Hochs mehr erreicht. Inflationsbereinigt hat man in den vergangenen 18 Monaten mit Gold über 10 % an Kaufkraft verloren.

Was ist also die Lösung des Problems? Eine mögliche Lösung sind Dollaranleihen von Emerging Markets. Bei Anleihen in Dollar fällt ein Großteil des Währungsrisikos weg und die Rendite ist deutlich höher als in den USA oder Europa. Wegen des Ukrainekrieges haben Dollaranleihen korrigiert und weisen nun eine Rendite von 6,2 % aus. Eine solche Rendite sollte die Inflation in den kommenden Jahren mehr als ausgleichen.

Emerging-Markets-Anleihen haben natürlich ein höheres Risiko, ob in Dollar oder Lokalwährung, als deutsche oder US-Anleihen. ETFs, die eine breite Diversifikation haben, sind in einzelnen Ländern wenig konzentriert. Die Gewichtung einzelner Länder liegt bei maximal 5,8 % und im Durchschnitt bei 1,6 %. Erfolgt ein Zahlungsausfall eines Landes, ist der Verlust begrenzt.

In den vergangenen 25 Jahren haben Emerging Markets viele Krisen erlebt. Der Gesamtertrag lässt sich dennoch sehen (Grafik 1). Die Krisen reichten von der Asienkrise über die Finanzkrise bis hin zur Pandemie und einem Preiskollaps bei Rohstoffen (2014-2016). Dem Gesamtertrag hat es langfristig nicht geschadet.

Durch den Krieg sind die Kurse unter Druck gekommen. Die Korrektur hat fast das Ausmaß der Pandemie erreicht (Grafik 2). Es geht auch schlimmer. Während der Finanzkrise verloren die Kurse der Anleihen 40 %. Da ist es nur ein geringer Trost, dass Aktien 60 % verloren.

Auf Total Return Basis (Zinserträge werden reinvestiert) ist der aktuelle Drawdown ebenfalls einer der größeren. Aber auch hier gilt: Es geht schlimmer (Grafik 3). Ob es schlimmer kommt, kann niemand mit Sicherheit sagen. Die Lage scheint sich etwas zu stabilisieren.

Geopolitik ist das eine, die Zinsentwicklung das andere. Die Zinsen in Emerging Markets sind bereits sehr hoch. Das lokale Zinsniveau ist jedoch nicht unbedingt ein bestimmender Faktor für die Kurse. Grafik 4 zeigt dazu den Kurs von Emerging Markets Anleihen und das Zinsniveau in Mexiko und Brasilien, die meist hoch gewichtet sind. Große Korrekturen fallen nicht unbedingt mit der lokalen Zinsentwicklung zusammen. Globale Treiber wie die Finanzkrise und die Pandemie sind entscheidender.

Auch das Zinsniveau in den USA ist nicht unbedingt entscheidend (Grafik 5). Globale Faktoren wie Krieg und Rohstoffpreise sind relevanter. Sofern es nicht zu einer weiteren Eskalation im Krieg kommt, stehen die Chancen auf eine Kurserholung gut. Man kauft diese Anleihen jedoch nicht wegen des Kurses, sondern wegen der Rendite über die Laufzeit der Anleihen. Die Kurse tendieren über lange Zeiträume unter Schwankungen seitwärts. Als Anleger verdient man über die regelmäßigen Zinszahlungen.

Derzeit liegt die Gesamtrendite von Emerging Market Dollaranleihen bei 6,2 %. Das erscheint im aktuellen Umfeld attraktiv. Persönlich halte ich seit wenigen Tagen den iShares J.P. Morgan Dollar EM Bond ETF (ISIN IE00B2NPKV68). Der Anlagezeitraum beträgt mindestens drei Jahre.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW10

So sehen wahrscheinliche DAX-Pfade aus

Der DAX  hat bereits eine extreme volatile Woche hinter sich gebracht. Innerhalb der letzten vier Handelstage waren sowohl Kurse von 12439 als auch 13848 dabei. Das hat Seltenheitswert.

Widerstände: 13630 + 13690 + 14027(Kijun/d) + 14207/14222(EMA200/h1 + R3) + 14815(Klippe)

Unterstützungen: 14390 + 13200/13150 + 12832/12758(S3) + 12273(Kijun/ Monat)

Der gestrige Pullback endete im Rahmen des Erwartbaren, der DAX schloss im Toleranzbereich der Schlüsselstelle 2022, bei 13490/13600 Punkten. Dass es gestern nach so einem riesigen Anstieg wie am Mittwoch direkt weiter aufwärts gehen würde, war illusorisch.

Im größeren Kontext gilt: Über 13600 ist das Risiko für unmittelbare neue Jahrestiefs nicht mehr so akut. Der DAX wäre dann zwischen 13600/13490 und 14815 neutral zu bewerten. Unter 13490 Punkten würde das Risiko für unmittelbare neue Jahrestiefs bei entweder 12273 oder maximal 11055 wieder akut werden.

Der DAX steigt im Idealfall zunächst bis ca. 13630 oder 13690 und fällt dann zum neuen kleinen Aufwärtstrend, den der DAX bei 13200/13150 treffen könnte. Ab 13200/13150 bestehen neue Anstiegschancen bis mindestens 13850 oder bis ca. 14000/14027(Kijun/d) bzw. bis 14207/14222(R3 + EMA200/h1). Der VDAX handelt weiter sehr hoch, bei 42 %. Das ist Anspannung pur und deutet auf enorme Hedging-Aktivitäten hin.

 

UBER - Interessantes Chartbild für den antizyklischen Trader

Die Uber-Aktie fiel zuletzt auf ein neues Verlaufstief zurück, doch direkt im Anschluss konnten die Bullen die brenzlige Situation meistern und einen kräftigen Konter fahren. Was ist nun zu beachten?

Die Uber-Aktie konnte sich natürlich mit der Konter-Bewegung nicht von ihrem Abwärtstrend lösen, doch die Lage hat sich zumindest für den antizyklischen Anleger deutlich verbessert. Gestern schrammte der Titel sogar an einer prozyklischen und sehr spekulativen Kaufmarke vorbei. Diese Buy-Trigger-Marke liegt bei 32,60 USD und ist laut letzter Analyse nur auf Tagesschlusskursbasis gültig gewesen. Was hat sich nun gegenüber letzter Woche verändert?

Rücksetzer an der 30,00 USD-Marke nun mit engem Stopp kaufbar

Die gestrige Tageskerze ist natürlich unschön, aber bringt die Käufer jetzt nicht um den Verstand. Viel wichtiger war der Konter am Tag davor. Ab sofort sollte jedoch die 30,00 USD-Marke nicht mehr nachhaltig unterschritten werden. Ein erneuter Test dürfte jedoch bevorstehen. Kommt auf diesem Kursniveau eine bullische Umkehrkerze zustande, dann wird die Uber-Aktie vermutlich eine größere Gegenbewegung starten. Die anvisierte Zielzone liegt bei 36,00/37,00 USD.

Fazit: Die Käufer sind nun in der Pflicht, ein weiteres Tief unter 28,27 USD zu unterbinden. Gelingt den Bullen dieses Unterfangen, wäre sogar ein Anstieg bis zum EMA200 bzw. bis zur Trendkanaloberkante denkbar.

PUMA - Reif für eine Trendwende?

Die Puma-Aktie hat sich in den letzten Monaten fast halbiert und mit einem massiven Verkaufsimpuls zuletzt eine mittelfristige Zielregion erreicht und verteidigt. Ist die aktuelle Erholung der Vorbote für eine mittelfristige Bodenbildung?

Wenn man bedenkt, dass sich die Puma-Aktie in den letzten 20 Jahren fast verhundertfacht hat, kommen einem die jüngsten Turbulenzen vielleicht nicht mehr ganz so dramatisch vor. Dennoch ist kurzfristig eine wichtige Zone erreicht worden, die möglichst nicht mehr gebrochen wird. Denn der übergeordnete Abwärtstrend dominiert das Geschehen zwar weiter, doch die Chancen für eine Trendwende an dieser Marke steigen enorm:

PUMA mit Bodenbildungschancen bei 62,00 - 63,30 EUR

Der Blick auf den Langfristchart zeigt, dass die Aktie nach dem Rückfall aus einem steilen Abwärtstrendkanal bereits fast die Hälfte der letzten langfristigen Rallystrecke von 14,09 EUR im Jahr 2015 bis zum Allzeithoch bei 115,40 EUR korrigiert hat. Außerdem wurde im Tief am Montag eine Zielprojektionszone erreicht, bei der ich der Einfachheit halber nur die 361,8 %-Extension der ersten Verkaufswelle vom November 2021 exemplarisch eingetragen habe. Die Chancen, dass der Abverkauf um 62,38 EUR ist also hoch.

Kurzfristig gibt es zwei bullische Szenarien, an denen man sich orientieren kann: Zum einen könnte sich die Erholung direkt fortsetzen und die gestrige Korrektur gekontert werden. Die Folge wäre ein Anstieg über 73,96 EUR in Richtung 80,00 und 83,00, sowie 85,76 EUR.
Die andere Variante würde auf einen Doppelboden im Bereich von 63,00 EUR hinauslaufen und bei einem Rücksetzer unter 66,50 EUR wahrscheinlicher werden. In beiden Fällen wäre mittelfristig sogar eine Erholung bis in den 90,00-EUR-Bereich möglich.

Es sollte allerdings nicht zu Abgaben unter 62,00 EUR kommen, da sich der Abwärtstrend sonst bis 55,00 und die langfristige Aufwärtstrendlinie auf Höhe von 52,00 EUR ausdehnen dürfte.

PALLADIUM - Reicht die Kraft für die Rally bis 3.649 USD?

Am vergangenen Montag übersprang Palladium das bisherige Allzeithoch bei 3.017 USD und stieg bis 3.433 USD an. An der dortigen Kurszielmarke setzte eine Korrektur ein, die die laufende Woche bestimmte und jetzt wieder auf Käufer trifft.

Widerstände: 3.017 + 3.120 + 3.433
Unterstützungen: 2.875 + 2.735 + 2.639

Rückblick: In der vergangenen Woche setzte Palladium seinen enormen Höhenflug fort und überschritt nahezu mühelos den Widerstand bei 2.875 USD, um zum Wochenauftakt sogar das bisherige Rekordhoch bei 3.017 USD weit hinter sich zu lassen. Dabei erreichte der Wert nicht nur die 100 %-Projektion der ersten Rallyphase bei 3.086 USD, sondern zog bis an die 138,2 %-Projektion bei 3.434 USD an. Hier stoppte die Rally und Palladium fiel in einer dreiteiligen Korrektur unter 3.017 USD und an die Unterstützung bei 2.875 USD zurück.

Charttechnischer Ausblick: Sollte die Korrekturphase jetzt schon an der 2.875-USD-Marke enden, wäre mit einem Anstieg bis 3.017 und 3.120 USD zu rechnen, ehe dort eine weitere Abwärtsbewegung einsetzen könnte. Bricht Palladium allerdings auch über 3.120 USD aus, wäre ein Kaufsignal aktiv und mit einem Anstieg über das Korrekturhoch bei 3.293 USD in Richtung 3.434 USD zu rechnen. Darüber könnte die Rally sogar bis an die 161,8 %-Projektion bei 3.649 USD führen.

Fällt der Wert dagegen unter 2.875 USD, kann die Korrektur bis 2.735 und 2.650 USD führen. Dort dürften die Käufer das Ruder aber herumreißen und so einen Abverkauf bis 2.540 und 2.441 USD verhindern.

Diese Lücke muss die Fed erklären

Am 16. März ist für den US-Aktienmarkt wieder Schicksalstag. Ob dieser gut oder schlecht verläuft, hängt davon ab, ob die Fed eine gute Erklärung für eine klaffende Lücke findet.

Seit einigen Monaten haben Notenbanken anerkannt, dass Inflation nicht vorübergehend ist. Was sie aber immer noch nicht anerkennen, ist ihre Verantwortung dafür. Anstatt die Dinge beim Namen zu nennen, werden Lieferengpässe, Ungleichgewichte zwischen Güter- und Dienstleistungskonsum usw. für die Inflation verantwortlich gemacht.

Das alles ist nicht falsch. Ein wichtiger Aspekt fehlt jedoch. Es konnte nur zu dieser extremen Schieflage kommen, weil Notenbanken, allen voran die Fed, den Staat finanziert haben. Das Geld wurde von Regierungen verteilt, doch es ist unwahrscheinlich, dass sie dies ohne die Notenpresse hätten tun können.

Fed-Chef Powell gab dem Staat einen Blankoscheck, indem er in einer Pressekonferenz sagte, dass man sich über Schulden keine Sorgen machen muss. Die Notenbank würde so viel wie nötig dieser Schulden kaufen. Damit wurde klar die rote Linie der Staatsfinanzierung überschritten.

Die Geldpolitik hat über den Umweg des Staates einen großen Anteil am Inflationsdilemma. Nun befinden wir uns in einer Situation, in der die Lücke zwischen dem tatsächlichen Zins und dem Zinssatz, der für die Inflationsbekämpfung benötigt wird, gigantisch ist. Als Gradmesser für die Lücke kann man das Wirtschaftswachstum oder den Einkaufsmanagerindex für den Zustand der Wirtschaft betrachten. Der tatsächliche Zins ist die Differenz des realen Leitzinses und des neutralen Zinssatzes (Grafik 1). Der neutrale Zins ist jener, bei dem die Wirtschaft weder angeschoben noch gebremst wird.

Die Lücke ist historisch groß. Um Inflation zu bekämpfen, müsste der Leitzins bei 8 % liegen. Das ist natürlich unrealistisch und selbst beim Willen zur Inflationsbekämpfung nicht notwendig. Das Wachstum schwächt sich bereits ab. Nimmt man diesen Abschwung vorweg, ist „nur“ noch eine Zinserhöhung im Bereich von 5 % notwendig.

Auch das wird es vorerst nicht geben. Die Notenbank will Schocks vermeiden. Nach einem Schock die Folgen zu beseitigen ist schwieriger und teurer als den Schock selbst zu vermeiden. Sie wird daher so behutsam wie möglich vorgehen.
Mit jedem Monat, in dem die Inflation nicht sinkt, wird die Frage nach der Inflationsbekämpfung akuter. Je länger die Lücke besteht und je größer sie wird, desto wahrscheinlicher kommt es früher oder später zu einer Vollbremsung. Aktuell kann man nur hoffen, dass es nicht soweit kommt. Hoffen kann man immer. Hoffnung allein wird die Inflationsrate kaum senken.

Bereits vor dem Kongress ließ Powell durchschimmern, wie die Fed vorgehen will. Die Zinswende beginnt am 16. März mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte (anstatt 50 Basispunkte wegen des Krieges). Danach steigt der Zins bei jeder Sitzung um 25 Punkte und wenn die Inflation bis Jahresende immer noch nicht deutlich gesunken ist, wird 2023 mit Zinsen aggressiv gegen die Inflation vorgegangen.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW09

DAX - Ukrainekrieg lässt Index dramatisch fallen

Die "DAX AORTA 13600" bzw. die größere Schutzzone 13600/13492, bestehend aus horizontaler "AORTA" und der roten "200 Wochen Linie/ EMA", wurde heute unterschritten!

aktuelle Widerstände: 13674(Kijun/h1,ind) + 13785(PP,ind) + 14335/14426(R3+R3ind) + 14815(sell trigger) + 13600(AORTA) + 13492(EMA200/w) 

aktuelle Unterstützungen: 13171(S3) + 13036(S3-ind)

Kernaussage: Die "DAX AORTA 13600" bzw. die größere Schutzzone 13600/13492, bestehend aus horizontaler "AORTA" und der roten "200 Wochen Linie/ EMA", wurde heute unterschritten!

Die Börsenampel im Tagskerzenchart ist "ROT" und droht nach Wochenschluss unter 13600/13490 auf "DUNKELROT" zu schalten. Ein zügiger Konter, zurück über 13600, würde das Bild aufhellen. Kurzfristige Widerstände stellen nun 13492(EMA200/w), 13600(AORTA), 13674 (Kijun/h1, Indikativ) bzw. 13785 dar. Unterstützungen liegen bei 13171(S3) sowie 13036(S3-ind). Sollte die DAX "BIG PICTURE AORTA" 13600 auch auf Wochenschlusskursbasis aufgegeben werden, wäre ein freier Fall bis 12272 (Kijun/ Monat) bzw. 8250/8150 (alte AORTA des Jahres 2020) möglich. Alle akuten DAX-Abwärtsrisiken, inkl. der Aufgabe der DAX "BIG PICTURE AORTA" schwinden nach Tagesschlusskurs über 15621. Dann könnte der DAX bis zum Allzeithoch 16290 und im weiteren Jahresverlauf bis zum großen Ziel 18500 steigen, das nur unter 13600 (Wochenschluss) erlischt. 

Der VDAX NEW steigt heute auf über 40. Das sind sehr hohe Werte, die uns sagen: Anspannung pur, Aktien-Hedging im extremen Maße durch große Adressen.

VERIZON - Ist das der Durchbruch?

Gestern währten sich die Bullen nicht nur, sondern sorgten auch für erste positive Signale. Finden diese jetzt Anschluss?

Die Verizon-Aktie fiel in den vergangenen Wochen nicht unbedingt durch schöne Trends auf und trotzdem wird diese jetzt wieder interessanter. So war sie gestern eine der wenigen Dow-Aktien, die zulegen konnte. Dabei durchbrach man auch erste Hürden innerhalb der Widerstandszone zwischen 54 USD und 54,83 USD nach oben.

Auf Schlusskursbasis war die Aktie zudem so teuer, wie schon seit September nicht mehr, auch wenn es noch nicht ganz gelang, die Widerstandszone komplett hinter sich zu lassen. Mit Spannung wird man wahrscheinlich auf das heutige Kursgeschehen in der Verizon-Aktie schauen.

Den jüngsten Gewinnen sollten sich möglichst direkt weitere Käufe anschließen, so dass man 54,83 USD hinter sich lassen kann. Wenn dies gelingt, könnten die Kurse weiter in Richtung 56 USD und daraufhin auf ca. 57,50 USD durchstarten. Wie aber bereits erwähnt, steht die mögliche Kaufwelle noch auf wackligen Beinen. Sollten die Bullen versagen und die Range der letzten Wochen hat weiter Bestand, dürften die Kurse wieder zum Supportbereich bei 52,51-51,80 USD nachgeben.

 

DEUTSCHE BANK - Crash erreicht potenzielle Auffangzone

Mit einem Kurseibruch von über 33% in nicht einmal vier Wochen gehört die Aktie der Deutschen Bank zu den großen Underperformern im DAX. Zumindest aus charttechnischer Sicht keimt jetzt aber kurzfristig Hoffnung auf.

Mit einer sehr steilen Rally beeindruckte die Aktie Ende Januar und Anfang Februar die Aktionäre, extrem schwungvoll schoss das Papier auf den höchsten Stand seit Februar 2018 hinaus. Knapp unterhalb des Widerstandsbereichs bei 14,65 - 14,77 EUR erreichte die Aktie ein Jahreshoch und drehte dann steil nach unten. Die anfängliche Abwärtskorrektur entwickelte sich mit der Eskalation in der Ukraine zu einem Crash, der die Aktie unter wichtige Unterstützungen zurückfallen ließ. Jetzt erreicht der Wert bei 9,65 - 9,75 EUR einen markanten Unterstützungsbereich.

Antizyklisch zuschlagen? Riskant...

Am Unterstützungsbereich bei 9,65 - 9,75 EUR könnten sich kurzfristig die Käufer zeigen, eine technische Gegenbewegung auf die Verluste wäre denkbar. Bei 10,70 und 11,00 - 11,20 EUR liegen potenzielle Erholungsziele. Kleine Kaufsignale würden sich bei einer Rückkehr über 11,35 EUR ergeben, größere Signale für die Bullen aber erst oberhalb von 12,90 EUR.

Auf der Unterseite würde ein nachhaltiger Rückfall unter 9,55 EUR weitere Verkaufssignale auslösen. Dann könnte die Abwärtswelle weiter in Richtung 9,20 und 8,40 - 8,45 EUR fortgesetzt werden. Das mittelfristige Chartbild wäre dann stark angeschlagen.

Fazit: Antizyklische Trader könnte es in den Fingern jucken, am Support bei 9,65 - 9,75 EUR einen kurzfristigen Einstieg zu wagen, um auf eine Gegenbewegung nach oben hin zu wetten. Eine solche Aktion wäre aus charttechnischer Sicht durchaus legitim, jedoch auch höchst riskant. Crashbewegungen haben nämlich die unangenehme Eigenschaft, sich immer weiter auszudehnen und charttechnische Marken wie Butter zu durchstoßen. Das Risiko ist bei der Aktie weiterhin sehr hoch.

BRENT ÖL: Rallypause setzt ein

Der Ölpreis Brent bewegte sich am Donnerstag auf ein neues Hoch, konnte die steile Aufwärtstrendenz aber im Handelsverlauf nicht halten. Es setzten deutliche Gewinnmitnahmen zum Handelsende unterhalb der 120,00 USD ein.

Brent Crude Oil Future
Kursstand: 110,40 USD

Intraday Widerstände: 120,00+125,00

Intraday Unterstützungen: 105,75+100,00

Rückblick

Der Ölpreis Brent bewegte sich am Donnerstag auf ein neues Hoch, konnte die steile Aufwärtstrendenz aber im Handelsverlauf nicht halten. Es setzten deutliche Gewinnmitnahmen zum Handelsende unterhalb der 120,00 USD ein.

Charttechnischer Ausblick

Weitere Abgaben sind bei Brent jederzeit möglich, nachdem ein klares bärisches Reversal ausgebildet wurde. Zunächst muss aber einkalkuliert werden, dass nur die letzte Verschärfung des Anstieges abgebaut wird. Bereits ausgehend von 110,40 USD bieten sich neue Chancen für die Bullen. Darunter wäre eine größere Konsolidierung in Richtung 100,00 USD möglich.

Zumindest diese Notenbank spricht Klartext

EZB und Fed vermeiden alles, was Panik auslösen könnte. Andere Notenbanken sind da nicht so zimperlich.

EZB und Fed kommunizieren viel, allerdings ist der Inhalt meist vage. Kleinere Notenbanken sind da direkter und ja, vermutlich auch ehrlicher. So liest sich der geldpolitische Entscheid der neuseeländischen Notenbank ganz anders als jene in Europa oder den USA, die drei Extrarunden im Weichspüler hinter sich haben.

Neuseelands Notenbank (RBNZ – Reserve Bank of New Zealand) stellt fest, dass die Nachteile hoher Inflation überwiegen. Inflationserwartungen drohen sich zu lösen. Es ist das letzte Puzzlestück, welches noch fehlt, damit alle Inflationsdämme brechen. Aus diesem Grund hob die RBNZ den Leitzins auf 1 % an und schraubt ihre Leitzinserwartung deutlich nach oben (Grafik 1).

Die Inflationsrate liegt mit knapp 6 % in etwa so hoch wie in Europa und tiefer als in den USA. Das Inflationsziel ist eine Bandbreite von 1 % bis 3 %. Trotz größerer Flexibilität beim Inflationsziel und einem Leitzins, der sich deutlich von 0 % gelöst hat, soll entschlossen reagiert werden. Bis Jahresende wird ein Leitzins von 2,5 % erwartet.

Im Februar dachten Notenbanker auch an eine Zinsanhebung von 0,5 Prozentpunkten. Am Ende blieb es bei 0,25 Prozentpunkten. Die Entscheidung war jedoch knapp. Die RBNZ will bremsen. Sie hält die tiefe Arbeitslosenrate für zu niedrig und nicht nachhaltig. Der Immobilienmarkt gilt als überhitzt.

Beides lässt sich auch auf die USA und viele Euroländer übertragen. Im Gegensatz zu den großen Notenbanken will die RBNZ das Risiko einer davongaloppierenden Inflation nicht eingehen. Die Wirtschaft läuft über Potenzial. Das ging in der Vergangenheit weder in Neuseeland noch sonst irgendwo auf der Welt gut.

Die Notenbank prognostiziert wegen strafferer Geldpolitik und damit langsameren Wachstums eine steigende Arbeitslosenrate. Bis zu Ende des Prognosehorizonts 2024 soll die Arbeitslosenrate von derzeit 3,2 % auf fast 4,5 % steigen. Das ist eine sehr ehrliche Beurteilung der eigenen Politik und deren Konsequenzen und sie werden in Kauf genommen.

EZB und Fed geben sich der Illusion hin, dass die Inflationsrate auf wundersame Weise doch von alleine wieder das Inflationsziel erreicht. Vermutlich wissen sie, dass dies Wunschdenken ist, vermeiden jedoch die ehrliche Kommunikation. Inflation sinkt, wenn Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht finden. Das Angebot kann die Notenbank kurzfristig nicht beeinflussen, nur die Nachfrage.

Durch straffere Geldpolitik kann die Nachfrage (=höhere Arbeitslosigkeit) gebremst werden. In Neuseeland wird das ausgesprochen, was auch in anderen Ländern gilt, aber mit allen Anstrengungen nicht gesagt wird. Die Illusion, dass es ohne eine grobe Bremsung geht, wird auffliegen. Dann ist es endgültig zu spät.

Man kann nicht ausschließen, dass Fed und EZB früher oder später der Politik der RBNZ folgen. Das ist nicht nur eine schlechte Neuigkeit. Die Abwicklung des Anleihekaufprogramms erfolgt in Neuseeland behutsam. Über einen Zeitraum von fünf Jahren sollen Staatsanleihen abgestoßen werden (Grafik 2). Das ist langsamer als es etwa die Fed vorhat.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW08

DAX - Der Index fällt wie ein Stein, aber ...

Der VDAX bricht seit Tagen über seine mittelfristige Barriere bei 29-30 Punkten nach oben aus. Großanleger sichern ihre Aktienportefeuilles verstärkt mit Index-Puts ab.

Seit Montag dieser Woche bricht der DAX die Unterstützung bei 14.800 Punkten. Nachrichtenbedingt. Die Folge: Ein Sell Off. Bei 13.545 Punkten liegt die nächste charttechnische Unterstützung im Markt. Der VDAX bricht seit Tagen über seine mittelfristige Barriere bei 29-30 Punkten nach oben aus. Großanleger sichern ihre Aktienportefeuilles verstärkt mit Index-Puts ab. Steigender VDAX = fallender DAX. Es wird spannend sein zu beobachten, wo der VDAX sein Hochpunkt anfertigen wird.

Die Kurse werden derzeit von Russland gemacht. Wird noch weiter eskaliert? Man kann es sich kaum vorstellen. Seit heute wissen wir aber, dass alles möglich ist. Allerdings gerät der russische Aktienmarkt seit heute stark in Bedrängnis.

Riesige Devisenreserven und hohe Goldbestände hin oder her, einen völligen Kollaps des russischen Aktienmarkts kann er nicht riskieren. Aus heutiger vorsichtiger Sicht ist eine Kursstabilisierung im DAX im 13.550 Kursbereich möglich.

 

NORDEX - Aktie vor neuem Run?

Die Nordex-Aktie gehörte gestern zu den großen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt und legte zweistellig zu. Kommt da noch etwas nach oder ist der Anstieg eine Eintagsfliege?

Die Nordex-Aktie kletterte nach einer steilen Rally am 06. April 2021 auf ein Hoch bei 27,37 EUR. Damit näherte sich der Wert dem Abwärtstrend über die Hochpunkte aus dem November 2007 und Dezember 2015 an, drehte aber knapp darunter nach unten ab.

Seitdem befindet sich die Aktie in einer Abwärtsbewegung. Dabei fiel sie gestern in der Eröffnung unter das log. 50 % Retracement der Aufwärtsbewegung seit März 2020. Dieses Retracement liegt bei 11,93 EUR. Anschließend kam es zu einem starken Rallyschub. Die Aktie bildete eine sehr lange weiße Kerze aus. Heute kommt es zu Handelsbeginn zu Gewinnmitnahmen. Damit bleibt die Aktie zum fünften Mal in diesem Jahr am EMA 50 (Tagesbasis) hängen. Bei 14,90 EUR liegt ein wichtiger Abwärtstrend.

Rally oder weiterer Abverkauf?

Der gestrige Aufwärtsschub gibt der Nordex-Aktie die Chance auf eine größere Rally. Allerdings muss die Aktie dafür zunächst über den EMA 50 bei aktuell 13,63 EUR und über den Abwärtstrend bei aktuell 14,90 EUR ausbrechen. Gelingen diese Ausbrüche, dann würde sich Potenzial für eine Rally in Richtung 27,37 EUR oder sogar ca. 28,00 EUR ergeben.

Sollte die Aktie allerdings stabil unter 11,93 EUR abfallen, dann würde eine weitere Abwärtsbewegung drohen. Diese könnte im Extremfall sogar die komplette Rally ab März 2020 auslöschen, also zu Kursen um 5,50 EUR führen.

Fazit: Ein erster Schritt hin zu einer größeren Rally ist getan. Aber es müssen noch weitere folgen.

 

DEUTSCHE TELEKOM - Sind die Käufer chancenlos?

Nicht erst seit der negativen Reaktion auf die gestern veröffentlichten Quartalszahlen befindet sich die Aktie der Deutschen Telekom in einer steilen Verkaufswelle. Diese erreicht jetzt eine wichtige Unterstützung, unter der der nächste massive Einbruch folgen könnte.

Mit dem Bruch einer kurzfristigen Aufwärtstrendlinie und dem Unterschreiten der Unterstützung bei 17,22 EUR war im September letzten Jahres das Ende des Aufwärtstrends seit November 2020 bei der Aktie der Deutschen Telekom besiegelt. Daran änderte der Ausbruch aus einer Dreieckskorrektur und eine Rally bis an die Hürde bei 17,26 EUR nichts. Denn seither dominiert eine nahezu senkrechte Verkaufswelle, die jetzt auf eine essentielle Unterstützung trifft.

DEUTSCHE TELEKOM vor tiefem Fall

Schon gestern war die Aktie unter 15,45 EUR gefallen. Das Rallyhoch aus dem Januar 2021 konnte aber noch gehalten und eine leichte Erholung gestartet werden. Allerdings lässt deren Kraft schon wieder nach und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die zentrale Supportmarke bei 15,45 EUR, die schon im Dezember und Januar angelaufen wurde, diesmal unterschritten wird.

In der Folge dürfte die Aktie bis 15,00 EUR und darunter bis an die Unterstützung bei 14,59 EUR fallen. Auf Höhe der Tiefs einer Konsolidierung aus dem Frühjahr 2021 könnte eine Erholung starten. Wird die Marke aber ebenfalls gebrochen, könnte die Aktie kurzfristig bis 14,11 EUR fallen.

Sollte die 15,45-EUR-Marke dagegen weiter nicht final gebrochen werden, könnte eine Erholung bis 16,00 EUR folgen. Darüber würde sich diese bis 16,27 EUR ausdehnen können, ehe die Verkaufswelle in eine neue Runde gehen dürfte.

PALLADIUM - Irre Kursachterbahnfahrt

Tagesausblick für Freitag, 25. Februar 2022: Einer 10%-Rally folgte gestern direkt die Ernüchterung bei Palladium: Denn die enormen Zugewinne des halben Handelstages mussten ab dem Nachmittag wieder abgegeben werden. Aktuell hängt der Wert charttechnisch in der Luft und versucht eine Stabilisierungsphase einzuleiten.

Palladium Widerstände: 2.540 + 2.639 + 2.735
Palladium Unterstützungen: 2.380 + 2.270 + 2.211

Rückblick: Der gestrige Handel kann bei Palladium getrost als „irrwitzig“ bezeichnet werden, denn der Wert brach zunächst aus der Konsolidierung der letzten Wochen aus und überwand direkt die Hürden bei 2.441 und 2.540 USD. Doch damit nicht genug, denn die Kaufwelle schaukelte sich weiter auf und zog senkrecht bis über den Widerstand bei 2.639 USD und erreichte fast die 2.735-USD-Marke. Doch statt dieses Niveaus und somit einen Anstieg um fast 10 % zu halten, brach Palladium am Nachmittag wieder massiv ein und fiel unter alle Marken bis 2.300 USD zurück.

Charttechnischer Ausblick: So dynamisch der Anstieg war, so dramatisch könnte sich der anschließende Abverkauf auswirken. Denn damit sind auf der Oberseite fast alle potenziellen Ziele erreicht worden und das gesamte Aufwärtsmomentum verloren gegangen. Über 2.441 USD kann es jetzt zwar zu einem Anstieg bis 2.540 USD kommen. Dort dürften die Verkäufer aber den nächsten Verkaufsimpuls einleiten und Palladium wieder unter 2.441 USD und in Richtung 2.350 USD und darunter bereits bis 2.270 USD drücken. Kann die Marke nicht halten, wären Abgaben bis 2.211 USD die Folge.

Ein Ausbruch über 2.540 USD ist zwar aktuell wenig wahrscheinlich, könnte aber zu einem erneuten Anstieg bis 2.639 USD führen. Darüber wäre der Abverkauf gekontert und eine Kaufwelle bis 2.735 USD wieder möglich.

Wie der Ukrainekrieg den Markt grundlegend gefährden kann

Politische Börsen haben kurze Beine, heißt es. Das gilt selbst für kriegerische Auseinandersetzungen. Dieser Krieg ist jedoch anders und kann über Umwegen zur großen Belastung für Aktien werden.

Der Umweg heißt Inflation und könnte nach dem ersten Schock für Aktien (Kriegsbeginn) mittelfristig zu einem zweiten Schock führen (Anpassung der Bewertung an höhere Inflation). Die Wirkung von Inflation auf Aktien ist so vielfältig, dass man ein Buch darüberschreiben könnte. Alle Facetten muss man aber nicht verstehen. Es reicht, wenn man die zwei wichtigsten Dinge berücksichtigt. Oft hört man, dass Inflation die Kurse drücken soll. Genauso oft fehlt eine Erklärung dafür.

Zum Teil wird angeführt, dass das Gewinnwachstum leidet. Das ist nur zur Hälfte korrekt. Steigen die Preise, nehmen Unternehmen auch mehr ein. Der Umsatz für alle Unternehmen steigt mit dem Preisniveau. Einige Branchen profitieren sogar davon. Dazu gehören Rohstoffunternehmen. Firmen, die Rohstoffe kaufen müssen und sie weiterverarbeiten, um sie an den Endkonsumenten zu verkaufen, leiden hingegen unter dem Preisanstieg.

Für die gesamte Wirtschaft und breit aufgestellte Indizes sollte jedoch gelten, dass die Umsätze und Gewinne mit der Inflation steigen. Problematisch wird es, wenn das generelle Lohnniveau schnell ansteigt. Das betrifft alle Firmen gleichermaßen. Die Margen schrumpfen. Ansätze davon sind erkennbar.

Der zweite Aspekt ist die Bewertung von Aktien und hat nichts damit zu tun, ob die Gewinne genauso schnell steigen wie die Inflation. Als Faustregel gilt: Je höher die Inflation, desto niedriger die Bewertung (gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis). Jahrzehnte an Daten zeigen eine hohe Korrelation zwischen Bewertung und Inflation.

Gemessen an der heutigen Inflationsrate sollte der S&P 500 eigentlich 30 % tiefer stehen. Am besten erkennt man dies, wenn man das KGV dem Realzins gegenüberstellt (Grafik 1). Es ist zwar nicht sehr intuitiv, doch das KGV fällt, wenn der Realzins fällt. Aktuell ist die Schere zwischen Realzins bzw. Inflation und Bewertung historisch hoch. Wieso aber reagiert die Bewertung nur so verhalten auf die Inflation?

Anleger ignorieren die Inflation derzeit, weil sie eine klare Erwartungshaltung haben. Sie gehen nicht davon aus, dass die Inflation über einen langen Zeitraum hoch bleiben wird. Geht es nach Prognostikern, wird für die kommenden zwölf Monate eine Inflationsrate von 2,9 % erwartet. Über die kommenden 10 Jahre sollen es 2,5 % sein. Das ist nicht wesentlich höher als vor zwei Jahren. Von einer Loslösung der Inflationserwartung kann überhaupt keine Rede sein (Grafik 2).

Auch Konsumenten bleiben gelassen, obwohl sich deren Erwartungen stark an der aktuellen Inflationsrate orientieren. Auf Jahressicht werden 5 % erwartet. Konsumenten haben in diesem Fall vermutlich eher Recht als die Prognostiker. Auf Sicht von 5 Jahren wird eine Rate von 3,1 % erwartet (Grafik 3). Auch hier gilt, dass die Erwartungen gut verankert sind.

Das größte Risiko für Aktien ist, dass die Erwartungen nicht erfüllt werden. Damit der Aktienmarkt nicht rasant korrigiert, muss die Inflation zwingend fallen – und zwar schnell. Stellt sich heraus, dass die Erwartungen falsch waren und die Inflation über viele Jahre hoch bleibt, wird es schlagartig zu einer Anpassung der Bewertung kommen. Es ist das größte Risiko und es lässt sich auch mit -20 % beziffern.

Hier kommt nun der Krieg in der Ukraine ins Spiel. Er treibt den Ölpreis immer höher. Bisher konnte man davon ausgehen, dass der Preisauftrieb in diesem Jahr abnimmt, weil tiefe Vergleichswerte aus dem Vorjahr verschwinden. Da Energiepreise aber einfach nicht aufhören zu steigen, dürfte es dazu nicht kommen.

Das kann endgültig dazu führen, dass Marktteilnehmer ihre Inflationserwartungen anpassen und sich diese loslösen. Das würde den Korrekturbedarf aufgrund der hohen Inflation freisetzen. Für Anleger droht ein doppelter Schlag. Erst läuft eine Korrektur aufgrund von Krieg, dann aufgrund von Inflation.

 

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW07

NASDAQ 100 - Abwärtsbewegung intakt

Der Nasdaq 100 hatte zuletzt einige Chancen auf eine weitere Erholung, nutzte sie aber alle nicht. Drohen jetzt neue Tiefs?

Der Nasdaq100 stand gestern stark unter Druck und verlor 2,96 % oder 431,90 Punkte. Aktuell wird der Index aber wieder etwas höher getaxt. Er notiert aktuell bei 14.256 und damit 85 Punkte über dem gestrigen Schlusskurs.

Der Nasdaq 100 befindet sich seit dem Allzeithoch bei 16.764 Punkten vom 22. November 2021 in einer starken Abwärtsbewegung. Im Tief fiel der Index auf ein Tief bei 13.724 Punkte zurück. Nach einer Erholung an das log. 50 % Retracement der Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch fällt der Nasdaq 100 wieder ab.

Das Muster dieser kurzfristigen Abwärtsbewegung ist weiterhin seltsam und lässt kaum Schlüsse im kurzfristigen Bereich zu. Im mittelfristigen Bereich zeichnet sich bisher kein Boden ab. Daher ist die Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch intakt.

In den nächsten Tagen ist mit einem Test des Unterstützungsbereich zwischen 13.780 und 13.724 Punkten zu rechnen. Sollte der Nasdaq unter diesen Bereich abfallen, wäre mit weiteren Abgaben in Richtung 12.900-12.800 Punkte zu rechnen.

Aktuell lässt sich kaum ausmachen, welche Marke der Index übertreffen würde, damit er wieder bullisch wird. Problem dabei ist, dass es zuletzt zwar immer wieder Rallyversuche gab, die auch Kaufsignale mit sich brachten. Aber all diese Kaufsignale wurden direkt stark abverkauft. Daher sind aktuell eher antizyklische Longtrades sinnvoll. Die möglichen Marken für solche Trades wären 13.780-13.724 Punkte und dann erst 12.900-12.800 Punkte.

 

SIEMENS HEALTHINEERS - Wichtige Unterstützungen durchbrochen

Die Aktie von Siemens Healthineers zeigt sich in keiner guten Verfassung und durchbrach zuletzt wichtige Unterstützungen.

Die Aktie von Siemens Healthineers markierte nach einer langen Rally am 22. November 2021 ein Hoch bei 67,50 EUR und bildete danach ein Tripletop aus. Dieses vollendete die Aktie am 10. Januar 2021 mit dem Fall unter 62,62 EUR. Seitdem steht sie unter Verkaufsdruck. Sie durchbrach den Aufwärtstrend seit März 2020. Am 14. Februar 2022 fiel der Wert unter eine wichtige innere Trendlinie zurück. Diesen Rückfall bestätigte der Wert in den letzten beiden Tagen mit neuen Tiefs in der kurzfristigen Abwärtsbewegung.

Verkaufswelle dürfte noch andauern

Diese Abwärtsbewegung könnte noch einige Tage und Wochen anhalten. Der nächste wichtige Unterstützungsbereich liegt zwischen 49,98 EUR und 48,52 EUR und könnte bald getestet werden. Damit sich das Chartbild wieder leicht verbessert, müsste die Aktie über das Abwärtsgap vom 14. Februar 2022 ausbrechen. Dafür ist ein Anstieg über 56,56 EUR notwendig. Dann wäre eine Erholung bis 59,57 EUR oder 62,62 EUR möglich.

 

SALESFORCE - Anleger haben einfach kein Interesse

Erst kürzlich versuchten sich die Bullen mit aller Kraft an einer Stabilisierung, doch wie sich zeigt, bleiben die Verkäufer der dominante Part im Kursgeschehen. Mit den gestrigen Verlusten muss nun auf die "letzte" Supportzone gehofft werden.

Dass es Tech-Aktien in den letzten Wochen nicht einfach haben, ist kein Geheimnis. Allerdings zählt der Oracle-, SAP-, und Microsoftkonkurrent dabei zusätzlich zu den Underperformern. Die Aktie purzelt und purzelt. Doch ist am Ende trotzdem Rettung in Sicht?

Blick auf den Wochenchart macht Hoffnung

Zumindest muss die Aktie trotz der Verluste nicht komplett aufgegeben werden. Auf charttechnischer Basis liegt bei ≈190 - 200 USD ein wichtiger kumulativer Support vor. Zum einen verläuft hier der EMA200, welcher bereits im Corona-Sell-Off stützte. Zum anderen liegt hier ebenfalls das 61,80 %-Fiboretracement der Kaufwelle der letzten Jahre (115,29 - 311,75 USD). Somit ergibt sich in diesem Bereich potenziell eine interessante Kaufzone.

Stabilisierung für Chartbild wichtig

Wird diese wahrgenommen und es kommt zu einem Rebound, liegt der erste Erholungszielbereich bei 216 - 222,75 USD. Rutschen die Papiere allerdings dennoch ab und auch die 190-USD-Marke wird auf nachhaltige Art und Weise gerissen, so droht der nächste, mittelfristige Korrekturmove. 166,95 USD würde in diesem Fall das Ziel darstellen.

Fazit: Das Chartbild der salesforce-Aktie mutet aktuell nicht im geringsten bullisch an, doch in Kürze könnte es dennoch zu einer Gegenbewegung kommen. Zu Achten ist hierbei auf den Supportbereich von 190-200 USD. Zeigen sich allerdings auch dort keinerlei Erholungs-Avancen, so gilt ein weiterer Genickschlag als gewiss.

PALLADIUM - Auf dem Weg zum Kaufsignal

Tagesausblick für Freitag, 18. Februar 2022: Die Rally der letzten Monate korrigierte Palladium bislang auf hohem Niveau, ohne dass es zu größeren Abgaben gekommen wäre. Die so entstandene stabile Seitwärtszone könnte in Kürze nach oben verlassen werden.

Palladium Widerstände: 2.380 + 2.441 + 2.540
Palladium Unterstützungen: 2.270 + 2.211 + 2.149

Rückblick: Im Anschluss an eine fulminante Rallyphase, die Palladium von der Unterstützung bei 1.804 USD bis über den mittelfristigen Widerstand bei 2.350 USD angetrieben hatte, setzte im Februar eine Konsolidierung ein. Diese wurde auf der Unterseite durch die mehrfache Verteidigung der Unterstützung bei 2.149 USD eingegrenzt. Ausgehend von der Marke starteten die Bullen in der laufenden Woche wieder einen Ausbruchsversuch, der jetzt die Hürde bei 2.350 USD erreicht.

Charttechnischer Ausblick: Mit dem derzeitigen Aufwärtsdruck dürfte es für Palladium nur eine Frage der Zeit sein, bis die kleineren Hürden bei 2.350 und 2.380 USD überschritten werden. Oberhalb von 2.441 USD wäre dann ein weiteres Kaufsignal aktiv und Zugewinne bis 2.540 USD möglich. Darüber könnte sogar die Barriere bei 2.639 USD erreicht werden.

Sollte Palladium dagegen an den nahen Hürden zunächst abdrehen, könnte ausgehend von 2.270 USD der nächste Angriff starten. Darunter stünde ein Test der 2.149-UDS-Marke an. Erst deren Bruch würde die Ausbruchschance zeitlich nach hinten schieben und für eine Korrektur bis 1.997 USD sorgen.

Lösen steigende Zinsen eine Immobilienkrise aus?

Ob in Deutschland, den USA oder Australien, Immobilienpreise sind rasant gestiegen. Niedrige Zinsen haben das ermöglicht. Nun steigen sie. Folgt eine Immobilienkrise?

In manchen Ländern kommen die Zinsen für Immobilienkredite fast wie Wucher vor. Obwohl weder die EZB noch die Fed den Leitzins angehoben haben, steigen die Zinsen für Kredite im Hintergrund bereits kräftig. In den USA war eine Hypothek mit 30 Jahren Laufzeit vor einem Jahr zu 2,6 % zu haben. Heute steuert der Zinssatz auf 4 % zu.

In der Schweiz konnte man zu den besten Zeiten für 10 Jahre einen Zinssatz von knapp 1 % haben. Viele Banken wollen aktuell mehr als 1,5 %. Das kommt einem nach einem Jahrzehnt immer weiter sinkender Zinsen wie Wucher vor, zumal Immobilien selbst sehr teuer geworden sind. Selbst ein halber Prozentpunkt mehr an Zinsen macht eine Immobilie praktisch unerschwinglich.

Deswegen droht nicht unbedingt eine Immobilienkrise aufgrund fallender Hauspreise. Hohe Inflation lässt fallende Immobilienpreise unwahrscheinlich erscheinen. Dafür gibt es ein anderes Problem, welches bereits 2008 zur Finanzkrise führte. Die Rede ist von vielen Krediten mit einem variablen Zinssatz.

In den USA wurden zur Jahrtausendwende vor allem Kredite mit variablem Zinssatz vergeben. Für viele war das attraktiv. Die Zinsen waren niedrig und der Kredit erschien leistbar, vor allem auch wegen steigender Preise. Als die Notenbank dann in den Jahren vor der Finanzkrise die Zinsen innerhalb kurzer Zeit stark erhöhte, waren die Zinszahlungen nicht mehr leistbar. Viele Haushalte mussten in Privatinsolvenz. Banken hatten hohe Ausfälle zu beklagen und plötzlich fielen Hauspreise wie ein Stein.

Auslöser war der Zinsanstieg. Dieser ist dann relevant, wenn sich Haushalte zu variablen Zinsen verschulden. Wer in den letzten Jahren einen Kredit mit Laufzeit von 10 Jahren oder mehr abgeschlossen hat, hat auch in den kommenden Jahren kein Problem.

In vielen Ländern wurde aus der Immobilienkrise vor 15 Jahren gelernt. In Europa ist der Anteil der Immobilienkredite mit variablen Zinsen in vielen Ländern rückläufig (Grafik 1).

Aber nicht alle haben aus der Krise gelernt. Ob in Zypern, Estland oder Polen, variable Zinsen sind nach wie vor beliebt.

Nun steigen die Zinsen nicht nur homöopathisch, sondern dürften erst am Anfang einer radikalen Wende stehen. Die Zinslast wird erdrückend. Einige Haushalte werden sich das nicht mehr leisten können. Jene, die es sich zwar leisten können, müssen aber beim Konsum den Gürtel enger schnallen. Es wird das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen.

Global gibt es mehrere mögliche Krisenherde. Dazu gehören viele osteuropäische Länder, aber auch Finnland, Zypern, Portugal und im Rest der Welt Norwegen und Australien. Selbst in Kanada, wo ein Drittel der Hypotheken variabel sind, können Probleme auftreten.

Niemand hätte es vor zwei Jahren für möglich gehalten, dass ein Leitzins in den USA, Kanada oder Australien innerhalb eines Jahres auf 2 % und mehr steigen könnte. Genau diese Möglichkeit gibt es nun. Das wird für einige Länder richtig schmerzhaft. Immobilienkrisen sollte man nicht ausschließen.

 

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW06

NASDAQ100 - Index hängt am EMA200 fest

Steigender Inflationsdruck in den USA und damit steigende Wahrscheinlichkeit von Leitzinsschritten durch die FED. Der Techsektor tut sich damit noch schwer.

Seit Mitte vergangenen Jahres pendelt sich der Nasdaq100 in einem hochvolatilen Volatilitätsmuster seitwärts. Man kann das Muster als "Achterbahn-Volatilitätsmuster" bezeichnen.

Der Index brach zuletzt die wichtige charttechnische Unterstützung bei 14.482 Punkten, konnte anschließend aber zu einem Rebreak darüber ansetzen. Die Unterstützung konnte zurückerobert werden. An dem darüber verlaufenden roten EMA200 bei derzeit 14.959 Punkten fährt sich der Erholungsversuch seit Tagen fest. Der EMA wirkt als Widerstand, als Barriere. Auch deckelt eine Barriere bei 15.187 Punkten. Bei 15.542 Punkten wartet eine weitere. Auf dem Weg nach oben liegen also einige Kontrollpunkte im Chart, in deren Bereich Sniper ihr Unwesen treiben können. Technischer Status quo: Volatiler Seitwärtskorrekturmodus seit Mitte vergangenen Jahres intakt, das dabei entstehende Kursmuster reift noch.

 

DELIVERY HERO - Crash geht weiter

Der Aktienkurs des Lieferdienstanbieters Delivery Hero ist in dieser Woche nach Quartalszahlen dramatisch eingebrochen. Sind Unterstützungen in Reichweite?

Die Aktie markierte im Januar 2021 ihr aktuelles Allzeithoch bei 145,40 EUR. Anschließend lief der Wert in einem symmetrischen Dreieck seitwärts. Im Dezember 2021 brach der Wert aus dem Dreieck nach unten aus und fiel unter den langfristigen Aufwärtstrend seit Dezember 2018.

Mit dem Einbruch in dieser Woche fällt die Aktie deutlich unter die wichtige Unterstützungszone zwischen 52,40 und 48,79 EUR. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 36,94 EUR und bei 27,48 EUR.

Wann stoppt der Crash?

Die Aktie ist nach dem Einbruch in dieser Woche massiv überverkauft. Daher ist eine Gegenbewegung jederzeit möglich. Ein Anstieg an die durchbrochene Zone zwischen 48,79 und 52,40 EUR wäre nun nicht ungewöhnlich. Aber ein neuer Aufwärtstrend ist nicht in Sicht.

Im Falle eines Rückfalls unter 36,94 EUR würde den Weg für einen weiteren Abverkauf in Richtung 27,48 EUR oder sogar an das Allzeittief bei 25,26 EUR freimachen.

Fazit: Die Aktie ist ein fallendes Messer. Aber auch die fallen irgendwann auf den Boden und hüpfen dann zumindest ein wenig nach oben.

 

ZURICH INSURANCE - Versicherer nach guten Zahlen auf Allzeithoch

Ein auf 5,7 Mrd. USD gestiegener Betriebsgewinn und die Ankündigung der Erhöhung der Dividende um 10% haben die Aktien des Schweizer Versicherers Zurich Insurance auf ein neues Mehrjahreshoch angetrieben.

Schon einmal, im Februar 2020 war die Aktie von Zurich Insurance über das Hoch des Jahres 2002 bei 429,00 CHF angestiegen, konnte sich dort aber nicht lange behaupten. Jetzt ist es nach einem massiven Abverkauf im Corona-Crash und einer anschließenden Aufholjagd Anfang des Jahres gelungen, die Hürde erneut aus dem Weg zu räumen. Und getragen vom guten Quartalsergebnis setzt die Aktie in der laufenden Woche noch einen drauf und überschreitet das 2020er Hoch bei 439,90 CHF.

Trendkanaloberseite als erstes Ziel?

Auf Basis der ersten großen Kaufwelle des Jahres 2020 ergeben sich für die Aktie von Zurich Insurance neben den gestern erreichten 453,00 CHF weitere Ziele im Bereich der Oberseite des dominierenden Aufwärtstrendkanals bei 475,00 bis 480,00 CHF. Langfristig ist sogar ein Anstieg bis 515,00 CHF möglich.

Sollte die Aktie dagegen unter die beiden früheren Hochs bei 439,90 und 429,00 CHF fallen, wäre der Beginn einer größeren Korrektur eingeläutet. Diese dürfte zunächst bis an die Aufwärtstrendlinie auf Höhe von 409,00 - 412,00 CHF zurückführen.

PALLADIUM - Wo startet der nächste Rallyschub?

Von einem Mehrmonatstief bei 1.531 USD schraubte sich Palladium in den letzten Wochen eindrucksvoll bis 2.441 USD nach oben. Diese Rally wird aktuell noch korrigiert, könnte aber in Kürze fortgesetzt werden.

Nach dem Ausbruch aus einer mehrtägigen Dreiecksformation an der mittelfristigen Abwärtstrendlinie zog der Palladiumpreis in einer zweiten, steilen Kaufwelle nach Norden. Dabei überwand er mühelos die Hürden bei 1.997 und 2.211 USD und erreichte in der Spitze den Widerstandsbereich um 2.360 USD. Nach diesem über 50 % reichenden Anstieg vom Dezembertief stoppte die Rally und ging in eine Korrekturphase über, die aktuell andauert und Palladium erneut an den Support bei 2.211 USD drückt.

Ausgehend von den Haltemarken bei 2.149 und 2.211 USD sollte der Wert jetzt seine Korrektur beenden und wieder an das Zwischenhoch bei 2.325 USD steigen. Darüber ist nur noch der Bereich um 2.360 USD als Widerstand auf dem Weg zur 2.441-USD-Marke auszumachen. Kann auch das Rallyhoch durchschritten werden, sind Zugewinne bis 2.540 und 2.639 USD möglich.

Bricht Palladium dagegen unter 2.149 USD ein, würde sich die Gegenbewegung bis 2.050 USD und darunter ggf. bis 1.997 USD fortsetzen, ehe dort der nächste große Anstieg starten sollte. Unter 1.997 USD droht dagegen ein Abverkauf bis 1.865 USD.

Die 5 größten Tradingfehler – und wie man sie vermeidet

Beispiele für irrationales Verhalten gibt es zu Genüge und fast jeder dürfte sich wohl in mindestens einem der folgenden Punkte wiederfinden.

1. Gier

Die Hoffnung auf große Kursgewinne verleitet viele dazu, die Risiken zu unterschätzen. Dabei werden Renditen der Vergangenheit in die Zukunft fortgeschrieben und hochgerechnet. Diese Aussicht auf Gewinne überwiegt bei der Investitionsentscheidung. Die Risiken finden zu wenig Beachtung oder werden gar ganz ausgeblendet.

2. Trends

"The Trend is your friend". Diese Börsenweisheit bekommt man immer wieder zu hören. Dies gilt jedoch in erster Linie für Anleger, die bereits investiert haben. Man sollte deshalb darauf achten, nicht zu spät auf den Zug aufzuspringen. Die "Mode-Industrien", die in allen Börsenblättern zu finden sind, sind oft schon die Trends von gestern. Sie finden meist nur deshalb so viel Beachtung, weil sie bereits gut gelaufen sind. Dies gibt jedoch keine Garantie für die Zukunft. Zudem sind die Bewertungen in den meisten Fällen schon recht ambitioniert.

3. Selbstüberschätzung

Viele Anleger überschätzen ihr eigenes Können. Oft wird dieses Phänomen schon durch wenige Erfolgserlebnisse ausgelöst. Dabei wird allerdings nicht hinterfragt, ob die Kursgewinne vielleicht nur auf die allgemein freundliche Börsenentwicklung zurückzuführen sind und ob die Kaufentscheidung überhaupt aus eigener Überzeugung heraus stattgefunden hat oder aufgrund einer Empfehlung. Anleger neigen gerade nach mehreren erfolgreichen Aktiengeschäften dazu, Fehler zu begehen. Es wird vorschnell und unüberlegt gehandelt und man verliert den Blick für das richtige Timing.

4. Aussitzen

Anleger können sich oft keine Fehlentscheidungen eingestehen. "Die kommen wieder", heißt es dann oft. Die Risiken werden nicht mehr berücksichtigt. Dies führt unweigerlich zu den sogenannten Depotleichen, die sich teils zigfach in den Wertpapierdepots der Anleger finden lassen. Studien bestätigen dies. Der Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman fand heraus, dass der Mensch weniger riskieren will, wenn er sich auf der Gewinnerseite befindet. Hofft er dagegen, einen Verlust wettzumachen, geht er eher Risiken ein. Das ist jedoch genau die falsche Strategie. Denn damit trennen sich Anleger eher von Gewinner- als von Verliereraktien.

5. Falscher Einstiegszeitpunkt

Der Mensch ist ein Herdentier. Dies spiegelt sich kaum irgendwo besser wider als an der Börse. So handeln viele nach dem Prinzip, "was alle gut finden, muss auch gut sein". Wenn jedoch bereits alle investiert haben, fehlen die Anschlusskäufe, die den Kurs noch weiter nach oben treiben können. Die zwangsläufige Folge ist ein Kursrückgang. Die Anleger lassen sich dabei zu sehr von ihren Gefühlen leiten. Die Angst, einen Kursanstieg und damit Gewinne zu verpassen, spielt hier eine große Rolle.
Fehler vermeiden und sich nicht von Gefühlen leiten lassen

Die persönliche Gefühlslage auszutricksen ist nicht einfach. Es macht daher Sinn, sich an konkreten Indikatoren oder Strategien zu orientieren. Hier kommt die technische Analyse ins Spiel. Die Charttechnik gibt Signale, wann sich ein Einstieg lohnen könnte und wann man vielleicht noch abwarten sollte. Persönliche Stimmungen und Gefühle bestimmen dann im Idealfall nicht mehr darüber, wann man kauft oder verkauft. Entscheidend sind vielmehr konkrete Ein- oder Ausstiegssignale, die sich aus dem Kursverlauf ergeben. Der erfolgreiche Trader lässt sich nicht von seinen Gefühlen leiten.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW05

DAX - Tagesausblick - Frage: Wird dem DAX der +100 Punkte Start helfen?

Hier ist die heutige DAX Prognose. Es wurden seit 7:45 Uhr wieder alle DAX Chartparameter der Zeitebenen Tageskerzen und Stundenkerzen sorgfältig ausgewertet und der FDAX mit einbezogen. Darauf deuten die DAX Kursmuster für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr hin.

aktuelle Widerstände: 15510 + 15615/15619 + 15736/15760(R3) // (15868 + 15912)
aktuelle Unterstützungen: 15384 + 15125/15054(S3) + 14950 + 14840/14815
Kernaussage: Freundlicher Start, zum Ende hin wahrscheinlich ein DAX Abwärtstag!

Prognose-Details:
Eine nette Anstiegssequenz, von 14950 kommend, bis 15736 lag hinter dem DAX.
Dabei wurde noch nicht viel gewonnen, sondern nur der aktive rote Abwärtstrend erreicht. Dieser bleib aktiv.
Gestern sollte es von 15614 abwärts gehen. Das traf zu. Beide Abwärtsziele wurden erreicht, das alte Gap bei 15483 und 15384, die 200 Tage Linie als "EMA200".

Für heute sieht es nicht viel besser aus, außer dass die Vorbörse 100 Punkte aufwärts tendiert.
Per XETRA Schlusskursbewertung ist ein weiterer DAX Abwärtstag zu erwarten, vor allem, wenn der DAX unter 15384 (unter der 200 Tage Linie, EMA200) handelt.
Ob der DAX einen Sinneswandel vollzieht, nur weil AMAZON nach Quartalszahlen nachbörslich um 500 Dollar stieg ist fraglich.
Der frühe Anstieg muss allerdings bei spätestens 15615/15619 enden, damit die Abwärtschancen erhalten bleiben.
Der erste Widerstand ist aber schon bei 15510 auszumachen, so dass ggf. schon bei 15500 Schluss ist mit dem frühen Anstieg.

Sollten die DAX Bullen das Ruder übernehmen, trotz der zahlreichen DAX Widerstände und schwachen 5 letzten Tageskerzen, so eröffnet sich ihnen die Bullenbühne oberhalb des Wochenhochs 15736. In diesem Fall könnte der DAX heute bis 15760(R3) und ggf. 15800(horizontal) sowie 15868 (SUPERTREND, bärisch/ROT zum DAX stehend) steigen, ab nächste Woche auch zum Schlusskurs-Gap vom 20.1.22 bei 15912.

DAX Fazit: Freundlicher, sprunghafter DAX Start, zum Ende hin wahrscheinlich ein DAX Abwärtstag mit Kursen unter 15384!

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

 

VOLKSWAGEN - Stehen die Bullen in den Startlöchern?

Die Volkswagen Aktie steht aktuell an einer wichtigen Schaltstelle. Können die Bullen auf diesem Kursniveau eine deutliche Reaktion zeigen?

Die Bullen scheiterten zuletzt am EMA200 im Tageschart. Davor bildete sich ein bärisches Muster an der Abwärtstrendlinie aus. Das sind natürlich keine bullischen Anzeichen. Allerdings könnte trotzdem zeitnah eine neue Aufwärtsbewegung starten, falls dieses Kursniveau auf Tagesschlusskursbasis gebrochen wird. Diese prozyklische Marke spielt somit in den kommenden Tagen eine entscheidende Rolle. Welche Marken/Zonen sind ebenfalls noch wichtig und könnten für einen antizyklischen Einstieg sprechen?

Erfolgt heute eine bullische Tageskerze?

Für die Käufer wäre heute ein massives Reversal nötig, um die negativen Muster der vergangenen Tage zu neutralisieren. Sollte die Zone um 175,00 EUR halten, dürften die Bären ein Problem bekommen. Allerdings wären dann vorerst nur Kurse bis knapp 190,00 EUR zu erwarten. Die entscheidende Hürde läge nämlich dann an der 190,00-EUR-Marke. Sollte diese Marke gebrochen werden, würde sich ein eindeutiges Kaufsignal ergeben. In diesem Fall wird eine dynamische Erholungsbewegung bis ca. 210,00 EUR erwartet. Ein Bonusziel läge bei rund 225,00 EUR.

Fazit: Aktuell haben die Bären noch leichte Vorteile. Prozyklische Anleger müssen sich sowieso noch gedulden. Der antizyklische Anleger trackt den DAX-Wert engmaschig und könnte bei einer Reversal-Kerze zuschlagen. Der Stopp läge dann bei 167,78 EUR.

 

SNAP - Massiver Kurssprung nach den Zahlen!

Die Snapchat Aktie brach vor den Zahlen u.a. wegen den schlechten Zahlen von Facebook/Meta Platforms massiv ein. Die Angst vor diesen Geschäftszahlen war jedoch unbegründet. Die Zahlen haben alle Anleger positiv überrascht.

Die Macher der Foto-App Snapchat haben mit den neuen Geschäftszahlen die Anleger sehr positiv überrascht. Am Tag vor diesen Zahlen brach die Aktie allerdings um mehr als 20 Prozent ein. Doch als das Unternehmen nach US-Börsenschluss die eigenen Zahlen vorlegen konnte, drehte die Stimmung massiv. Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel fast 50 Prozent nach oben. Die Zahl der täglich aktiven Snapchat-Nutzer stieg zuletzt von 306 auf 319 Millionen. Zudem konnte der Umsatz im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 1,3 Mrd. USD (gut 1,1 Mrd. EUR) gesteigert werden. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 22,5 Mio. USD nach roten Zahlen von 113 Mio. USD im Vorjahresquartal. Für das laufende Vierteljahr stellte Snap gut eine Milliarde Dollar Umsatz in Aussicht.

Das Extremziel bei 20,00 USD verfehlt

Gestern wurde noch eine Analyse vor den Zahlen präsentiert. Dabei wurde ein "Extrem-Ziel", falls die Zahlen schlecht ausgefallen wären, bei 20,00 USD benannt. Dieser Bereich wurde allerdings nicht mehr erreicht. Nun stehen die aktuellen Taxen knapp unter der 40,00 USD-Marke. Ob diese extremen Kursgewinne von fast 50 Prozent gehalten werden können, ist fraglich. Die Volatilität dürfte jedoch in den kommenden Tagen weiter sehr hoch bleiben. Bei rund 42,50 USD dürfte vorerst Schluss sein.

Fazit: Einen Einstieg in der Wunschzone bei rund 20,00 USD kann man nun getrost in den Wind schießen. Wer hier mitzocken will, könnte bei rund 35,00/37,00 USD versuchen einige Stücke zu bekommen und diese dann über der 40,00 USD-Marke wieder verkaufen.

PALLADIUM - Hier ist noch Druck auf dem Kessel

Tagesausblick für Freitag, 04. Februar 2022: Seit Mitte Dezember läuft eine extreme Kursrally bei Palladium, die den Wert schon rund 50% nach oben katapultierte. Die aktuelle Korrektur dürfte dabei nur die Vorbereitung auf den nächsten massiven Anstieg sein.

Palladium Widerstände: 2.441 + 2.540 + 2.639
Palladium Unterstützungen: 2.274 + 2.211 + 2.149

Rückblick: Mitte Dezember startete Palladium bei einem Tief von 1.531 USD eine enorme Aufholjagd, die nur durch eine dreiecksförmige Korrektur Anfang Januar unterbrochen wurde. Der Ausbruch aus der Formation sorgte für die zweite massive Kaufwelle, die ohne Unterbrechungen über das Zwischenhoch bei 1.997 USD und den Ausgangspunkt der letzten Abwärtsbewegung bei 2.211 USD führte. In der Spitze stieg Palladium bis an die langfristige Abwärtstrendlinie auf Höhe von 2.441 USD, ehe dort eine marginale Korrektur einsetzte.

Charttechnischer Ausblick: Nach der exorbitanten Rally haben sich die Bullen natürlich eine Pause verdient und diese könnte bei einem Rücksetzer unter 2.274 USD durchaus noch bis 2.211 USD führen. Dort sollten die Käufer aber spätestens wieder zuschlagen und die Hürden bei 2.400 und 2.441 USD aus dem Weg räumen. In der Folge käme es zu einem Anstieg bis 2.540 und darüber ggf. bis 2.639 USD. Dort könnte die Rally in eine größere Korrekturphase übergehen. Aufgrund der massiven Aufwärtsdynamik könnte es aber sogar zu einem Anstieg über 2.639 USD kommen. In diesem Fall könnte Palladium sogar bis an die Hochs vom Juli 2021 bei 2.875 USD steigen.

Sollte Palladium dagegen unter 2.211 USD fallen, käme es zu einem Rücksetzer auf 2.149 USD. Darunter könnte allerdings schon eine Korrektur bis 1.997 USD folgen und die Rally für die kommenden Wochen unterbrechen.

Sprengt Inflation die Eurozone?

Erst gab es zu wenig Inflation, jetzt zu viel. Geldpolitisch ist es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen kann.

Im Gegensatz zu allen anderen Notenbanken, die die gelpolitische Wende bereits eingeleitet haben, hält die EZB an ihrem Mantra fest: Die Inflation ist vorübergehend. Mit ernster Miene kann man das eigentlich nicht mehr behaupten, aber der EZB bleibt nichts anderes übrig.

Erkennt sie an, dass Inflation ein Problem ist, welches bekämpft werden muss, kann sie nicht weiter Staatsanleihen kaufen und die Zinsen tief halten. In den vergangenen zehn Jahren konnte sie mit niedriger Inflation argumentieren und so darlegen, weshalb man italienische Staatsanleihen kaufen muss.

Jetzt fällt das Argument weg und die EZB hat nur ein Mandat, Preisstabilität. Sie ignoriert es derzeit souverän. Das geht für eine gewisse Zeit, aber nicht ewig. Mit jedem Monat, in dem die Inflation bei deutlich über 2 % liegt, wird der Druck größer. Die Zinsen müssen steigen, zumal die Arbeitslosenrate in vielen Kernländern sehr niedrig ist.

Damit ist die EZB mit dem großen Dilemma der Eurozone konfrontiert. Ein Zinssatz für alle passt einfach nicht. Das letzte, das Griechenland braucht, ist ein Leitzins von 2 %. Bleibt die Inflation hoch, muss sich die EZB entscheiden. Entweder sie erfüllt ihr Mandat und sorgt für Preisstabilität oder sie tut es nicht, hält die Zinsen niedrig und subventioniert die hochverschuldeten Länder. Beides gleichzeitig geht nicht.

Das Dilemma ist groß. Eine Notenbank, die ihre Glaubwürdigkeit verliert, ist nicht viel wert. Genau das geschieht jedoch, wenn die Zinswende bei anhaltend hoher Inflation nicht kommt. Die Zinsen mögen für Griechenland zwar sinnvoll sein, dafür werden andere Probleme kreiert, nicht nur Preisunstabilität.

Es ist vollkommen klar, dass einige Länder in diesem Jahr nervös werden und auf eine Zinswende pochen. Geht es nach dem Mandat der EZB ist auch nur dieser Weg vertretbar. Für Italien, Griechenland und andere bedeuten höhere Zinsen den Bankrott bzw. es wird ein Austritt aus der Währungsunion erzwungen. Sprengt die Inflation also die Eurozone?

Nicht unbedingt. Es gibt Auswege. Den besten Ausweg hat die EZB leider zu Beginn der Eurokrise begraben. 2012 kaufte sie Anleihen von Krisenländern, nachdem Draghi versprach, alles zu unternehmen, um den Euro zu retten. Dieses „whatever it takes“ Programm war das Securities Markets Programme (SMP). Anleihen, die unter diesem Programm erworben wurden, liegen zum Teil noch immer auf der Bilanz der EZB (Grafik 1).

Dieses Programm sollte durch ein geregeltes SMP ersetzt werden. Die Idee: Die EZB kauft frei Anleihen auf dem Markt, um dafür zu sorgen, dass die Zinspolitik (niedrige Zinsen) auch in den jeweiligen Ländern ankommt. De facto wäre es ein unbegrenztes QE Programm gewesen. Im Gegensatz zu den aktuellen Programmen gab es jedoch Bedingungen.

Um vom Kaufprogramm zu profitieren muss ein Staat unter den Rettungsschirm, das Land reformieren und wieder in Einklang mit den Regeln der Eurozone bringen. Das wäre für die gesamte Eurozone kein schlechter Deal gewesen. Man unterstützt, bekommt aber auch die Gegenleistung in Form einer Sanierung.

Am Ende wurde aus dieser Idee nichts und QE, wie wir es kennen, wurde eingeführt. Länder bekommen Unterstützung ohne Gegenleistung. Ein schlechter Deal, der sich nun aber einmal durchgesetzt hat. Dank niedriger Inflation läuft und läuft und läuft QE (Grafik 2).

Griechenland sucht man vergeblich, denn ein Staat muss ein Investment-Grade Rating haben, um von QE zu profitieren. Das gilt für das Pandemiekaufprogramm nicht. Die EZB kaufte bisher 10 % aller griechischen Schulden (Grafik 3). Bis März werden fast 1,8 Billionen EUR unter dem Programm gekauft worden sein.

Mehr als die Hälfte davon entfällt auf Länder wie Deutschland oder die Niederlande, die die Käufe nicht unbedingt gebraucht hätten. Die EZB behält sich vor, freiwerdende Mittel aus auslaufende Anleihen aus Ländern wie Deutschland dazu zu nutzen, um z.B. griechische Anleihen zu kaufen.

Die EZB kann ab April ca. eine Billion EUR frei verwenden, um zu intervenieren, wie sie es für richtig hält. So könnte sie den Anleihebestand einiger Länder reduzieren und sogar die Zinsen minimal anheben, da sie gleichzeitig eine Billion Euro hat, mit denen sie die Renditen in der Peripherie niedrig halten kann. Ob das am Ende reicht, um die Eurozone vor der Zerreißprobe Inflation zu retten, sei dahingestellt.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW04

DAX Tagesausblick: Eine Klatsche für die Bären

Der DAX konnte gestern erneut einen gewaltigen beachtlichen Short Squeeze aufs Parkett legen und von den vorbörslichen Tiefstständen in der Spitze um über 540 Punkte zulegen! Dabei wurden die Wochenhochs beinahe wieder erreicht.

DAX: 15.524
XDAX: 15.437
Widerstände: 15.587+15.630+15.710/15.730
Unterstützungen: 15.426+15.335+15.205+15.011

DAX Prognose:

  • Der gestrige Handelsverlauf hat das kurzfristige Chartbild leicht aufgehellt, auch die starken Apple-Zahlen stimmen zunächst positiv. Dennoch bleibt ein bärisches Szenario noch leicht im Vorteil, solange der Index innerhalb der Handelsspanne vom Montag und unterhalb der EMA50 (Tagesbasis) notiert.
  • Rutscht er heute wieder nachhaltig unter 15.410 und 15.335 zurück, könnten Abgaben bis 15.205 und später 14.979 - 15.011 und zu den Tiefs bei 14.800 - 14.818 Punkten folgen.
  • Oberhalb von 15.550 wäre hingegen ein Test des Widerstandsbereichs bei 15.580 - 15.630 möglich. Dessen Überwinden würde weiteres Erholungspotenzial bis 15.710 - 15.730 freisetzen.
 

APPLE - Aktie profitiert von positiver Marktreaktion auf neue Rekordzahlen

Ein neues Rekordquartal mit Höchstwerten bei Umsatz und Gewinn, übertroffene Analystenprognosen und ein nachbörslicher Anstieg um gut 5% - bei Apple und seinen Anlegern dürften gestern die Korken geknallt haben. Doch die Charttechnik gießt Wasser in den Wein und verteilt Tabletten gegen den Kater.

Apple übertrifft im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von $2,10 die Analystenschätzungen von $1,89. Umsatz mit $123,9 Mrd. über den Erwartungen von $118,28 Mrd.

Eine ausführliche Besprechung der Apple-Zahlen können sie im Artikel meines Kollegen Oliver Baron nachlesen: "Apple verbucht Rekordzahlen und übertrifft Erwartungen"

Bullischer Konter nach Börsenschluss

Mit Veröffentlichung der Zahlen sprang die Apple-Aktie gestern von einem Tagestief bei knapp über 159,00 USD bis an den Widerstand bei 167,46 USD und könnte den heutigen Handel auch in diesem Bereich eröffnen. Aber selbst bei einem Anstieg bis 168,00 und 172,00 USD wäre für die Bullen aus technischer Sicht nicht viel gewonnen.

Denn nach wie vor befindet sich der Wert seit dem Rekordhoch und dem erwarteten Bruch der Unterstützung bei 167,46 USD in einer großen Korrektur. Auch das Unterschreiten der Aufwärtstrendlinie seit Oktober und des alten Rekordhochs bei 157,26 USD am vergangenen Montag sind übergeordnet bärisch zu werten.

Unter 172,00 USD bleibt Apple-Aktie angeschlagen

Daher wäre selbst ein Anstieg bis 172,00 USD nicht mehr als eine normale Erholung, ehe sich die Abwärtstendenz der letzten Wochen mit einem Bruch der 160,00 USD-Marke fortsetzen kann. Dabei dürfte insbesondere ein Unterschreiten der Kreuzunterstützung bei 157,26 USD für Abgabedruck und einen Einbruch auf 147,48 und 145,09 USD sorgen. Bleibt dort eine Gegenbewegung aus, stünde ein Test der zentralen Unterstützung bei 137,07 USD an.

Erst ein Schlusskurs über 172,00 USD würde für eine Fortsetzung der Erholung bis 177,18 und ggf. 182,94 USD sprechen.

 

 

MERCK KGaA - Genug konsolidiert?

Die Aktie der Merck KGaA musste in den letzten Wochen einige Verluste hinnehmen. Naht nun ein Boden oder geht die Abwärtsbewegung noch weiter?

Die Merck KGaA Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese führte die Aktie am 30. Dezember 2021 auf das aktuelle Allzeithoch bei 231,50 EUR. Dort setzte eine größere Konsolidierung ein. Im gestrigen Handel fiel der Wert auf ein Tief bei 184,30 EUR zurück. Damit näherte er sich stark einer Unterstützung bei 181,70 EUR und einer alten oberen Pullbacklinie an. Nach diesem Tief erholte sich der Wert etwas. Es kam zu einer bullischen Tageskerze. Allerdings notiert er erstmals seit Juni 2020 unter dem EMA 200.

Kaufwelle möglich?

Die Aktie der Merck KGaA notiert nahe an einem wichtigen Unterstützungsbereich und hat damit die Chance, die Konsolidierung der letzten Wochen zu beenden. Steigt die Aktie über den EMA 200 bei 188,50 EUR an, dann bestünde die Chance auf eine Erholung bis ca. 200,00 EUR oder sogar 207,50 EUR. Bei einem Ausbruch über 207,50 EUR wäre sogar ein Anstieg an das Allzeithoch möglich. Sollte der Wert allerdings stabil unter 181,70 EUR abfallen, dann würden weitere Abgaben in Richtung 171,00 EUR und sogar 150,10 EUR drohen.

Widerstände: 188,50+200,40+202,00+207,50
Unterstützungen: 181,70+171,12+157,00+150,10

PALLADIUM - Wie von der Tarantel gestochen

Tagesausblick für Freitag, 28. Januar 2021: Nachdem ein mehrwöchiges Konsolidierungsdreieck nach oben verlassen worden war, kannte der Kurs von Palladium nur noch eine Richtung und stieg letztlich um fast 30% an. Aktuell erreicht der Kurs eine Widerstandsregion, an der es etwas "holpriger" werden könnte.

Widerstände: 2.400 + 2.540 + 2.639
Unterstützungen: 2.290 + 2.235 + 2.149

Rückblick: In den Tagen nach dem gelungenen Ausbruch über einer mittelfristige Abwärtstrendlinie und aus einem großen Konsolidierungsdreieck war der Palladiumpreis nicht mehr zu bremsen: In einer massiven Kaufwelle, die von keinerlei Korrekturen unterbrochen war, stieg der Wert über die Hürden bei 1.997 und 2.149 USD. Diese Kaufsignale wurden mit dem Anstieg über 2.211 USD bestätigt und in der Spitze schon die anvisierte Zielregion um 2.350 USD erreicht.

Charttechnischer Ausblick: Kurzfristig könnte der Palladiumrally etwas die Geradlinigkeit abhanden kommen und eine volatile Konsolidierungsphase einsetzen. Startschuss wäre aus technischer Sicht eine Korrektur unter 2.290 USD. In der Folge könnten Abgaben bis 2.235 und 2.211 USD führen, ehe sich der Wert dort wieder nach Norden aufmachen und die 2.400-USD-Marke in Richtung 2.540 USD überwinden sollte. Selbst ein Anstieg bis 2.639 USD wäre dann möglich.

Unterhalb von 2.149 USD wäre der Aufwärtstrend dagegen unterbrochen und eine tiefe Korrektur bis 2.050 und 1.997 USD die Folge, ehe sich der Palladiumpreis von dort wieder in Richtung 2.350 USD aufmachen dürfte.

"Greife nie in ein fallendes Messer!"

Wenn die Kurse stark einbrechen, gehen Anleger gerne auf Schnäppchenjagd. Doch oftmals ist man besser beraten, erst eine Bodenbildung abzuwarten, bevor man zugreift.

Sind Aktien stark im Kurs gefallen, dann begeben sich etliche Anleger gerne auf Schnäppchenjagd. Es ist ja auch verlockend, schließlich sind einige Papiere plötzlich viel billiger zu haben als zuvor. Auch Starinvestor Warren Buffett ist als Value-Anleger bekennender Fan der Schnäppchenjagd: "Egal ob Socken oder Aktien: Ich liebe es, Qualitätsware zu kaufen, wenn sie [im Preis] herabgesetzt wurde", sagte Buffett einmal.

Ist es eine gute Idee, eine Aktie zu kaufen, weil sie plötzlich viel billiger zu haben ist? Eine allgemein sinnvolle Antwort auf diese Frage wird es nicht geben. Eine Aktie, die billiger als zuvor ist, kann fundamental immer noch teuer sein. Und auch eine fundamental billige Aktie kann durchaus "noch viel billiger" werden, wenn die Dinge schlecht laufen.

Ein starker Kursrutsch, der eine Aktie plötzlich viel billiger erscheinen lässt, könnte erst der Anfang einer größeren Abwärtsbewegung sein. Denn möglicherweise hat sich ja an der fundamentalen Situation des Unternehmens oder zumindest an der Art und Weise, wie die Kapitalmärkte die Situation des Unternehmens einschätzen, dauerhaft etwas verändert.

Die Börsenweisheit "Greife nie in ein fallendes Messer" ermahnt Anleger und Trader dazu, besonders vorsichtig mit Käufen zu sein, wenn die Kurse aktuell stark einbrechen. Denn oftmals ist es tatsächlich keine gute Idee, gerade dann kaufen zu wollen, wenn der Verkaufsdruck hoch ist. Zum einen können Abwärtstrends durchaus länger anhalten und weiterführen, als sich viele Anleger vorstellen können. In einem Extremszenario kann eine Einzelaktie vollkommen wertlos werden und ein breiter Aktienindex durchaus über 80 oder 90 Prozent einbrechen.

"Greife nie in ein fallendes Messer" bedeutet also, dass Anleger in der Regel nicht dann kaufen sollten, wenn die Kurse gerade dabei sind, stark einzubrechen.

Diese Börsenweisheit ist auch deshalb ein guter Ratschlag, weil starke Abwärtsbewegungen am Aktienmarkt durchaus auch die Tendenz haben können, sich selbst zu verstärken. Verantwortlich dafür sind vor allem Margin Calls und das sogenannte "forced selling". Ein Margin Call erhält ein Anleger, der auf Hebel (also mit Fremdkapital) zum Beispiel mit Futures oder Optionen spekuliert hat und wegen Verlusten in seinem Konto dazu aufgefordert wird, Geld nachzuschießen oder seine Positionen am Markt zu verkleinern. Wer auf Margin spekuliert, der setzt eben nicht nur sein eigenes Geld ein, sondern auch Fremdkapital. Treten dann Verluste auf, verlangt der Broker eine zusätzliche Sicherheitsleistung, weil ein Teil des Kapitals durch Verluste aufgezehrt wurde.

In Krisenzeiten kommt es immer wieder vor, dass auch professionelle Anleger, die mit Hebel spekuliert haben, große Verluste verzeichnen. Diese Anleger sind dann unter Umständen gezwungen, ihre Positionen zumindest teilweise zu verkaufen. Es geht dann gar nicht mehr darum, wie der Anleger die Situation des jeweiligen Marktes einschätzt, sondern er muss einfach verkaufen, komme was wolle.

Wollen Anleger nicht verkaufen, sondern sind wegen der Umstände dazu gezwungen, dann wird das auch als "forced selling" oder "forced liquidation" bezeichnet. Der Investor hat gar keine Wahl: Um seine Haut zu retten, muss er verkaufen. Die Verkäufe selbst führen dann zu stärker sinkenden Kursen, als es eigentlich der Fall sein müsste. Solche "Panikverkäufe" führen auch dazu, dass Kurseinbrüche von einer Aktie auf andere Aktien oder sogar auf ganz andere Anlageklassen übergreifen können. Denn hat sich beispielsweise ein Hedgefonds im großen Stil verspekuliert, so wird er wegen des hohen Hebels nicht nur die Positionen verkaufen, mit denen er daneben gelegen hat, sondern muss unter Umständen sein gesamtes Portfolio liquidieren.

So mussten einige Hedgefonds mit Milliardenverlusten während des Corona-Crashs 2020 auch US-Staatsanleihen und während der Finanzkrise 2008 Gold verkaufen, obwohl beide Vermögenswerte in Krisenzeiten eigentlich gefragt sind und vom Crash eigentlich profitieren sollten. Das führte kurzzeitig auch bei diesen "sicheren Häfen" zu starken Kursverlusten, bevor sie wieder deutlich zulegen konnten.

Fazit: Es muss kein Fehler sein, auf Schnäppchenjagd zu gehen, wenn die Kurse stark eingebrochen sind. Oftmals sind Anleger aber besser beraten, eine Bodenbildung abzuwarten, bevor sie einsteigen. Man steigt dann zwar vielleicht etwas später und zu etwas höheren Kursen ein, verringert damit aber sein Risiko, in eine intakte Abwärtsbewegung hineingezogen zu werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW03

Nasdaq-100 - Weiter massiv unter Abgabedruck

Im Technologiesektor wird fortgesetzt die neue Zinsrealität eingepreist. Die Kurse purzeln. Aktien des Technologiesektors reagieren seit Wochen besonders sensibel auf die sich ändernde US-Geldpolitik.

Der Index rutschte direkt durch den roten EMA200 bei derzeit 19.959 Punkten hindurch. Die kleine graue Ellipse zeigt ein kleines bärisches Trendwendemuster, das sich November 2021 bis Anfang Januar dieses Jahres ausgebildet hatte. Die größere schwarze Ellipse zeigt den Bereich des neuen, dann größeren Kursmusters. Hier könnte ein größeres Trendwendemuster entstehen. Warten wir es ab. Bei 14.455 Punkten wartet nun eine relevante horizontale Unterstützung, direkt darunter der lilafarben eingeblendete EMA300 bei derzeit 14.247 Punkten. In dieser Kurszone zwischen 14.247-14.455 Punkte dürften zumindest temporäre Stabilisierungstendenzen aufblitzen. Eine Gegenbewegung wird in dieser Kurszone möglich.

Auch der EMA20 auf Wochenbasis bei derzeit 15.597 Punkten als wichtige dynamische Unterstützung ist nun signifikant gebrochen. Aktien des Technologiesektors reagieren seit Wochen besonders sensibel auf die sich ändernde US-Geldpolitik.

 

TESLA – Liefert die Aktie ein Verkaufssignal?

Am kommenden Mittwoch wird der E-Auto-Bauer Tesla seine Zahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlichen. Im Vorfeld ist der Kurs der Aktie des Unternehmens unter Druck und droht unter eine wichtige charttechnische Unterstützung einzubrechen.

Nach dem fulminanten Anstieg an das bislang weiterhin gültige Allzeithoch bei 1.243,49 USD startete die Aktie von Tesla eine fast ebenso dynamische Korrekturbewegung, die den Kursverlauf von Anfang November bis Ende Dezember bestimmte. Sie stoppte direkt am früheren Rekordhoch bei 900 USD und ging dort in die nächste Kaufwelle über.

Doch statt den vorherigen Aufwärtstrend zu reaktivieren, reichte der Anstieg nur bis an das Zwischenhoch von Mitte November bei 1201 USD, ehe eine weitere, bislang dreiteilige Abwärtsbewegung wieder unter die Haltemarken bei 1.072 und 1.053 USD zurückführte.

TESLA-Aktie mit erheblicher Fallhöhe
Aktuell notiert die Aktie damit nur knapp über der Unterstützung bei 978 USD. Ein Unterschreiten dieser Zone könnte eine heftige Verkaufswelle auslösen: In diesem Fall wäre ein kurzfristiges Shortsignal aktiviert und der Schluss des Aufwärtsgaps vom 22. Dezember bei rund 940 USD zu erwarten. Darunter könnten die Aktien direkt wieder bis an die zentrale Unterstützung bei 900 USD einbrechen.

Sollte die Marke im zweiten Anlauf unterschritten werden, stünde der gesamte Aufwärtstrend der letzten Jahre auf dem Prüfstand. Im bullischsten Fall würden die Tesla-Aktien schon im Bereich von 850 USD wieder nach Norden drehen und den Aufwärtstrend fortsetzen. Setzen sich dagegen die Bären durch, könnte auch die langfristige Aufwärtstrendlinie bei rund 835 USD unterschritten und der Bereich um 780 USD angelaufen werden.

Aufwärtsmomentum muss neu aufgebaut werden
Für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends von Ende Dezember müsste die Aktie zunächst die 978-USD-Marke verteidigen. Anschließend wäre ein Ausbruch über den Widerstand bei 1.053 USD notwendig, um sich aus der Gefahrenzone wegzubewegen. Kann in der Folge auch die Hürde bei 1.072 USD überwunden werden, stünde eine Erholung bis 1.114 USD an. Dort dürften die Bären allerdings spätestens wieder aktiv werden.

 

 

PLUG POWER - Massiver Preisverfall

Wasserstoff-Aktien bleiben sehr unbeliebt bei den Anlegern und gehen immer weiter in die Knie. Auch die Aktie des US-amerikanischer Herstellers von Brennstoffzellen befindet sich in einem herben Ausverkauf.

Maximal ärgerlich ist der Kursverlauf seit dem Herbst für Anleger bei der Plug-Power-Aktie. Nach der steilen Rally im Oktober und November drehte der Wert abrupt nach unten und wird seitdem nur noch abverkauft. Ohne größere Kurserholung rutscht der Preis immer weiter in die Tiefe, in kürzester Zeit hat sich der Wert halbiert. Der Bruch des flachen Aufwärtstrendkanals, der nun als große bärische Flagge eingestuft werden kann, brachte zuletzt neuen Schwung nach unten. Jetzt wird auch der Support bei 23,16 - 23,91 USD gebrochen und das Verkaufssignal mit dem Rücklauf gestern bestätigt.

Wichtige Auffangzone kommt in Reichweite
Weitere Verluste bis zum zentralen Support bei 18,50 - 19,02 USD wären jetzt möglich. An dieser Preiszone sollte es zumindest zu einer technischen Gegenreaktion nach oben hin kommen, spekulative, antizyklische Trading-Chancen für kurze Erholungen könnten sich dort ergeben.

Rutscht der Wert mit oder ohne Erholungsversuchen letztlich auch nachhaltig unter 18,40 USD zurück, drohen direkt weitere Verluste bis 13,80 - 14,35 USD. Spätestens dort sollten sich die Käufer wieder melden.

Erholungen treffen jetzt bei 23,16 - 23,91 USD auf Widerstand, darüber hinaus liegt bei 27,40 - 30,00 USD die nächste Widerstandszone. Erst wenn Plug Power wieder solide oberhalb von 30,60 USD gehandelt wird, hellt sich die charttechnische Situation deutlich auf, dann könnten steigende Kurse in Richtung 46,50 USD eingeleitet werden.

Fazit: Die aktiven Verkaufssignale sprechen für weiter fallende Notierungen. An zwei markanten Unterstützungszonen bei 18,50 - 19,02 und 13,80 - 14,35 USD könnten jeweils antizyklische Einstiegschancen für zumindest kurze, technische Gegenbewegungen nach oben hin für spekulative Trader interessant werden.

PALLADIUM - Kaufsignal löst steile Rally aus

Der Palladiumpreis ist am Mittwoch nach dem Bruch der Oberseite einer großen Dreiecksformation förmlich explodiert und direkt über die Hürde bei 1.997 USD ausgebrochen. Das Potenzial des Anstiegs ist noch nicht erschöpft.

Mitte Dezember startete bei Palladium eine starke Gegenbewegung zum übergeordneten Abwärtstrend, die zügig bis an den Widerstand bei 1.997 USD führte. Dort stoppte die Kaufwelle und ging in eine dreiecksförmige Konsolidierung über, die am Mittwoch wie erwartet mit einer zweiten steilen Kaufwelle nach oben aufgelöst wurde. Es folgte der Ausbruch über die Hürde bei 1.997 USD und damit das nächste Kaufsignal, ehe der Wert in eine minimale Korrektur überging.

Der starke Kaufimpuls der letzten Tage hat den Palladiumkurs über eine mittelfristige Abwärtstrendlinie katapultiert und damit eine Trendwende eingeleitet. Nach einer kurzen Korrekturphase oberhalb von 1.997 USD sollte der Wert den Schwung für einen Anstieg über 2.075 USD und an den Widerstand bei 2.149 USD nutzen. Hier könnte eine deutlichere Gegenbewegung starten. Sollte die Hürde aber dennoch überwunden werden, könnte Palladium bis 2.350 USD steigen. Damit hätte der zweite Anstieg seit Mittwoch die gleiche Länge wie die Rally vom Dezember erreicht und könnte in eine übergeordnete Korrektur übergehen.

Erst bei Abgaben unter 1.945 USD wäre der Anstieg unterbrochen und diese Ziele auf der Oberseite nicht direkt erreichbar. Es dürfte dann eine Korrektur bis 1.804 USD folgen, ehe der nächste Anstieg einsetzen kann.

 

ZigZag - Wie man den Indikator profitabel nutzt

Als Trader braucht man eine erfolgreiche Strategie und der ZigZag-Indikator kann dabei helfen, eine solche zu entwickeln.

Viele Trader verbinden Indikatoren mit der Generierung von Signalen. Tatsächlich werden die meisten Indikatoren auch in dieser Art und Weise verwendet. Natürlich kann auch der ZigZag zu diesem Zweck eingesetzt werden. Der in meinen Augen größere Nutzen des ZigZag-Indikators liegt jedoch darin, ihn für die Entwicklung von Handelsstrategien einsetzen zu können. Der ZigZag-Indikator ist damit nur Mittel zum Zweck und wir nutzen lediglich seine Funktionsweise aus.

Nehmen wir an, Sie sind Swingtrader/Trendtrader in Aktien. Sie fokussieren sich dabei auf die Longseite und möchten möglichst früh in einem potentiellen Trend einsteigen. Sie selbst haben dabei aber relativ genaue Vorstellungen, welche Größenordnung ein Trend haben sollte, um als solcher bezeichnet zu werden.

Ihre zentrale Frage ist nun, welche Kursmuster sich beispielsweise an solchen Wendepunkten zeigen, infolgedessen es zu den von ihnen erwarteten Bewegungen gekommen ist. Wir sind also bei der berühmten Frage nach dem: wann soll ich kaufen? Ohne weitere Hilfsmittel ist diese Frage aber gar nicht so leicht zu beantworten, da die Wendepunkte, die ihre Bedingungen tendenziell erfüllen, oftmals nicht gut im Chart zu erkennen sind.

Genau dabei kann der ZigZag-Indikator helfen. Mit diesem haben Sie die Möglichkeit, Trends nach ihren Vorstellungen zu definieren und diese im Chart schnell zu visualisieren. Sie könnten beispielsweise sagen, dass eine Korrektur mindestens eine Größe von 5 % groß sein muss, während ein Trend mindestens Kursgewinne von 10 % nach sich ziehen sollte, um als solches bezeichnet zu werden. Stellen wir unseren ZigZag-Indikator auf diese Parameter ein, werden uns sofort die passenden Hochs und Tiefs angezeigt:

Im nächsten Schritt können wir in den Chart hineinzoomen und uns die einzelnen Hochs und Tiefs genauer anschauen. Welche Kursmuster haben sich dort gebildet und wie könnte man diese handeln? Gleichzeitig haben wir mit den vorgenommenen Einstellungen beim ZigZag und der bereits durchgeführten Volatilitätsanalyse eine gute Vorstellung davon, wie schwungvoll es in der Aktie zugehen kann. Anders formuliert, haben wir eine gewisse Vorstellung davon, wie weit Trendbewegungen laufen können, was wahrscheinlich ist und was nicht. Genau die Infos, die erfolgreiche Trader brauchen!

ZigZag – Viel mehr als nur ein Signalgeber!

Fassen wir die bisherigen Erkenntnisse zum ZigZag-Indikator zusammen, wird schnell deutlich, dass dieser mehr ist, als nur ein reiner Signalgeber. Ich schätze den Indikator viel mehr als sehr gutes Werkzeug, um Strukturen im Markt zu erkennen, eine Vorstellung von dessen Volatilität zu bekommen und mit seiner Hilfe interessante Strategien zu finden.

 

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Wöchentliche Marktinfo KW02

DOW JONES und DAX - Seitwärts geparkt und in Wartestellung

Beide Indizes bewegen sich derzeit dynamiklos unterhalb von technischen Barrieren. Der Markt scheint abzuwarten.

In beiden Indizes haben sich seit April vergangenen Jahres formationstechnisch gleiche Seitwärtskorrekturbewegungen etabliert. Es handelt sich um Seitwärtsranges mit steigenden deckelnden Begrenzungslinien. Letztere sind in den Charts rot gestrichelt eingezogen. Seit April liegt statistisch gesehen der Hauptaufenthaltsbereich des Kursgeschehens beider Indizes zwischen den schwarz und rot gestrichelten Begrenzungslinien. Das Preisband reicht im Dow Jones derzeit von 33.550 bis 37.000 Punkte, im DAX von 14.800 bis 16.300 Punkte.

VOLKSWAGEN - Bricht die Aktie aus?

Die Volkswagen-Aktie ist auf ein mehrmonatiges Hoch gestiegen. Kommt da noch mehr oder ist der Anstieg eine Eintagsfliege?

Die Volkswagen-Aktie erreichte am 18. März 2021 ein Hoch bei 252,20 EUR und näherte sich damit dem Allzeithoch bei 262,45 EUR aus dem März 2015 stark an. Zu einem Angriff auf das Allzeithoch kam es nicht. Die Aktie drehte nach unten ab und setzte zu einer mehrmonatigen Abwärtsbewegung an, die erst am 30. November 2021 ein Tief bei 159,72 EUR fand.

Diese Abwärtsbewegung kann auch als großes Pullback an den gebrochenen Abwärtstrend ab dem Allzeithoch gewertet werden. Denn das Novembertief lag nur wenig unter diesem Trend.
Seitdem zieht der Wert wieder an. In den letzten Tagen lief er unterhalb des Abwärtstrends ab 02. Juni 2021 seitwärts. Heute bricht die Aktie in einer starken Eröffnung aus dieser kleinen Seitwärtsbewegung und über diesen Trend aus.

Geht die Erholung weiter?

Bestätigt sich in den nächsten Tagen der Ausbruch über den Abwärtstrend, dann kommt es zu einem Folgekaufsignal in der Erholung seit November. Diese Erholung kann dann zu weiteren Gewinnen in Richtung 202,22 EUR (EMA 200 Tagebasis) und ca. 220 EUR führen. Sollte der Wert aber unter den EMA 50 bei aktuell 183,75 USD abfallen, dann würden Abgaben in Richtung des Tiefs aus dem November 2021 drohen.

Fazit: Es deutet sich an, dass die Erholung in der Volkswagen-Aktie noch einige Zeit weitergeht.

SAP – Kursanstieg nach Zahlen

Quartalszahlen von SAP wurden von Anlegern positiv aufgenommen und haben den Kurs der Aktie an eine wichtige charttechnische Hürde getrieben. Gelingt heute ein Kaufsignal oder kontern die Bären wieder?

Dass die erste Reaktion der Anleger auf die Quartalszahlen positiv ausfällt, sorgt aus charttechnischer Sicht noch nicht für die klare, weitreichende Richtungsentscheidung. Dafür fällt der Anstieg noch zu klein aus. Denn die zentralen Hürden auf der Oberseite liegen bei 124,00 und 125,40 EUR. Marken an denen der Wert im Rahmen seiner Erholung Ende Dezember gescheitert war. Zuvor hatte die SAP-Aktie nach einem Doppeltop und einem steilen Abverkauf gerade noch die Kurve bekommen, indem die Unterstützung bei 112,78 EUR Anfang Dezember verteidigt werden konnte.

Sollte die Aktie jetzt also über 125,40 EUR ausbrechen, wäre der November-Einbruch neutralisiert und ein Anstieg bis 128,50 und 129,60 EUR die Folge. An dieser starken Barriere könnte die Aktie aber schon wieder nach Süden abdrehen. Sollte der Widerstand dagegen in den nächsten Monaten überschritten werden, wäre Platz bis 134,68 EUR.

Unter 121,00 EUR droht Gefahr

Dagegen würde schon ein Unterschreiten der 121,00 EUR-Marke den heutigen Anstieg kontern. Dann könnte nur noch die Unterstützung bei 119,54 EUR einen Abverkauf bis 116,30 und später 112,78 EUR aufhalten. Selbst ein Einbruch bis 107,38 EUR wäre dann möglich. Insbesondere dann, wenn an sich positiv gestimmte Investoren auf einen derartigen Kursrückgang konfrontiert werden. Angesichts der mittelfristigen Schwäche der Aktie ist dies kein unwahrscheinliches Szenario.

PALLADIUM - Warten auf den zweiten Rallyschub

Mit dem Erreichen einer Hürde bei 1.997 USD stoppte der steile bullische Konter bei Palladium Anfang Januar vorerst. Nach der laufenden Korrektur könnte diese Kaufwelle aber ihre Fortsetzung finden.

Palladium Widerstände: 1.914 + 1.997 + 2.149
Palladium Unterstützungen: 1.804 + 1.730 + 1.689

Mit dem steilen Konter, der Mitte Dezember bei Palladium kurz vor der mittelfristigen Unterstützung bei 1.487 USD an der 1.527-USD-Marke startete, setzten die Bullen den bisherigen Schlusspunkt eines übergeordneten Abwärtstrends. Seither zog der Wert dynamisch nach Norden und erreichte die Hürde bei 1.997 USD. Kurz vor dem nächsten Kaufsignal stoppte der Impuls und ging in eine dreiecksförmige Korrektur auf hohem Niveau über.

Die Konsolidierung der letzten Tage trifft auf der Oberseite auf eine Abwärtstrendlinie, deren Bruch bereits die nächste Kaufwelle auslösen kann. Der zentrale Widerstand bleibt für die Bullen aber die Hürde bei 1.997 USD. Darüber wäre ein Kaufsignal aktiv und mit Zugewinnen bis 2.050 und 2.149 USD zu rechnen. Mittelfristig wären auch Kurse um 2.211 und 2.350 USD erreichbar.

Sollte Palladium dagegen unter den Support bei 1.804 USD fallen, wäre die Ausbruchschance zunächst vergeben und eine Korrektur bis 1.730 USD die Folge. Darunter dürfte der Wert aber schon wieder bis 1.650 USD durchgereicht werden.

So handeln Sie Aktien profitabel!

Profis kämpfen nicht nur damit, profitabel zu handeln, sondern müssen auch noch ihren Vergleichsindex schlagen. Wie Sie besser abschneiden als der MDAX-Kursindex zeigt dieser Artikel.

Jeder Aktienhändler ist auf der Jagd nach Performance und im professionellen Bereich müssen sie sich im Minimum an ihrem Vergleichsindex messen lassen. Dabei scheint es gar nicht so einfach zu sein, diesen zu schlagen. Eine Möglichkeit wie Sie dies schaffen und damit selbst Profis hinter sich lassen, soll in diesem Artikel gezeigt werden.

Der Background!

Im Mittelpunkt steht eine kurz- bis mittelfristig orientierte Strategie in den Aktien des MDax. Wir sind auf der Suche nach Aktien, die kurzfristig korrigieren. Die Hoffnung dabei ist, diese relativ günstig einzukaufen um anschließend von wieder anziehenden Kursnotierungen zu profitieren. Dabei nutzen wir auch die langfristig positive Statistik in Aktien auf der Käuferseite, schließlich gehen wir nur Long.

Die Regeln!

Da der Computer grundsätzlich dumm ist, müssen ihm natürlich etwas genauer sagen, was er zu tun hat. Zur Korrekturmessung greifen wir auf die Rate of Change zurück. Da dieser Indikator zu den Standardindikatoren gehört, dürfte er für jeden zugänglich sein. Natürlich gibt es diesen auch in unserem Profitool Guidants. Im Rahmen unseres Tests verwenden wir eine Periodenlänge von zehn Kerzen und definieren eine Korrektur, wenn die Rate of Change kleiner/gleich -5 % ist.

Sofern unser Korrekturfilter auf „Go“ steht, wird eine Longposition zum morgigen Eröffnungskurs eingegangen. Ausgehend von diesem platzieren wir ein Kursziel X Prozent entfernt und da wir keine Position unbesichert im Markt stehen lassen, setzen wir ein Stopploss ebenfalls in einem gewissen prozentualen Abstand. Sowohl die Höhe der Stopploss als auch des Gewinnsziels gestalten wir als Variable, um entsprechende Optimierungsmöglichkeiten zu haben.

Unabhängig davon, welcher Preis (Stopp oder Ziel) als erstes erreicht wird, muss nach einem abgeschlossenen Trade die Rate of Change erst wieder über null ansteigen und dann auf unseren Schwellenwert von -5 zurückfallen, bevor eine neue Position eingegangen werden kann. Dies ist ein wichtiges Kriterium, denn ansonsten wird man in einem Abwärtstrend quasi ausgestoppt und muss am nächsten Tag sofort wieder eine Longposition eingehen. In der Regel steht die ROC in einem Bärenmarkt nämlich relativ oft bei -5 oder tiefer.

Besser als Buy&Hold?

Mit Blick auf die letzten Jahre zeigt sich unser Tradingansatz erstaunlich stabil. Viele Kombinationen von Stopploss und Kursziel enden im Gewinn. Vorstellen möchte ich an dieser Stelle eine eher kurzfristige Kombination. Im Rahmen dieser setzen wir unseren Stopploss 6 % vom Einstiegspreis entfernt und visieren ein Kursziel von 5 % an. Mit dieser Einstellung erzielen wir nicht nur einen Profit, sondern können sogar eine Trefferquote von knapp 60 % über die letzten Jahre erreichen. Diese erkaufen wir uns zum Teil natürlich damit, dass unsere Strategie ein CRV von kleiner eins hat.

Bei über 2.000 Trades dürfte das Ergebnis als relativ stabil bezeichnet werden. Erfreulich ist auch, dass wir mit dieser Einstellung die klassische Buy & Hold (ohne Dividende) hinter uns lassen. Gemessen am maximalen Kontorückgang erzielt unsere Strategie eine Rendite von 285 %. Der MDax-Kursindex (Index ohne Dividende) schafft es im gleichen Zeitraum lediglich auf eine Rendite von 182 %. Gemessen am Risikoprofil schneidet unsere Taktik also besser ab. Die Performancekurve und die Statistik können Sie der folgenden Grafik entnehmen. Zudem sehen Sie oben links oben die Aktien aus dem MDax, in denen aktuell noch eine Longposition gehalten wird.

Fazit

Korrekturen zu kaufen, kann sich lohnen, wie unsere Tradingtaktik eindrucksvoll gezeigt hat. Mit dieser ist nicht nur ein entsprechender Gewinn möglich, sondern wir konnten den MDax-Kursindex als sinnvollen Vergleichsmaßstab risikoadjustiert outperformen (vor Kosten).
Dabei zeigten sich die Ergebnisse in Abhängigkeit von der gewählten Größe der Stopploss und des Kursziels relativ stabil. Viele Einstellungen waren im Testzeitraum von 2008 bis heute profitabel. Ein wesentlicher Grund hierfür dürfte jedoch die Tatsache sein, dass wir in den letzten Jahren einen sehr starken Bullenmarkt hatten. Mit einem mehrjährigen Abwärtstrend dürfte sich das Bild wahrscheinlich etwas verschlechtern. Aber gut, eine Garantie für die Zukunft gibt es bekanntlich nie. Ähnliches gilt auch für eine Betrachtung nach Tradingkosten, die bei mehr als 2.000 Trades in der hier vorgestellten Kombination alles andere als zu vernachlässigen sind. Aus kaufmännischer Sicht ist es deshalb sinnvoll, davon auszugehen, dass das Ergebnis hier zu optimistisch ist.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW01

DAX - Tagesausblick: DAX auf dem Pullback-Pfad zum Ziel

Hier ist die heutige DAX Prognose. Es wurden seit 7:45 Uhr wieder alle DAX Chartparameter der Zeitebenen Tageskerzen und Stundenkerzen sorgfältig ausgewertet und der FDAX mit einbezogen. Darauf deuten die DAX Kursmuster für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr hin.

DAX Widerstände: 16045/16060 + 16137/16162 + 16285(R3/w)/16290(ATH)
DAX Unterstützungen: 16000/15975 + 15885(Gap) + 15806/15803 + 15745

DAX Prognose:

  • Der DAX fiel planmäßig vom mit steiler Rally von 15060 erreichten Allzeithoch 16285/16290 zurück und preiste am gestrigen Tag bereits -200 DAX Punkte zur Eröffnung ein (Start 16070).
    Von diesem "US FED Schock" Gap konnte sich der DAX nicht wirklich überzeugend erholen, der Indexhandel blieb an den zahlreichen Widerständen bei ~16150 stecken (Tageshoch 16153). Zitat gestern: "Ein DAX Reboundziel stellt nach schwachem Start 16150 dar...".
  • Die DAX Ausgangslage für heute ist nicht besonders bullisch.
    Der DAX bleibt auf dem Pullback-Pfad zu 15885 (Gap) und ~15800 (horizontal).
  • Nochmalige DAX Anstiegsversuche dürften heute bei spätestens 16137/16162scheitern.
  • Der FDAX bietet jedoch am frühen Morgen schon einen tiefer liegenden, eng gestaffelten Doppelwiderstand bei 16034/16049 auf, was umgerechnet auf den DAX ca. 16045/16060 entspricht.
    Schon ab 16045/16060 könnte der DAX weiter Richtung 16000/15975 fallen.

DAX Zusätze:

  • Die DAX Pivots für heute geben theoretisch sogar schon das Ziel 15800 frei.
  • Bei 15806/15800 ist der DAX heute extrem stark abgesichert, was bei Erstkontakt einen schönen Bounce zurück zu 15975 ergeben würde.
  • Über 16285/16290 steigt der DAX selbst bei großer Stärke bis zum Wochenschluss kaum. Dafür gibt es hinreichende Chartindizien, nämlich die Selben die schon am Mittwoch für das DAX Top 16285,35 sorgten.
  • Der VDAX kletterte wieder zurück über den Schwellwert 17 %, steht bei 18,0 % und ist im Zweifel seit 17 % plus X wieder auf dem Weg zur Gegenseite bei 25 %. Das würde den DAX belasten (Antikorrelation).

DAX Fazit:

Der DAX bleibt unter 16290 wahrscheinlich auf dem Pullback-Pfad zum Ziel 15800.

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

MORPHOSYS - Die Aktie bleibt ein Trauerspiel

Das Biotech-Unternehmen will den Umsatz mit dem Krebsmedikament Monjuvi im laufenden Jahr deutlich steigern. Operative Gewinne sind be Morphosys in den kommenden Jahren dagegen nicht zu erwarten. Die Aktie markiert weiter ein Tief nach dem anderen.

Die Biotech-Aktie Morphosys hat die Erholungstendenz am ersten Handelstag des neuen Jahres nicht halten können, fällt vielmehr in dieser Woche auf neue Mehrjahrestiefs zurück. Heute meldete das Unternehmen Umsatzzahlen des wichtigsten Produkts Monjuvi für das Jahr 2021 und einen Ausblick auf 2022.

Die vorläufigen Umsatzzahlen des Krebsmedikaments Monjuvi in den USA für das vierte Quartal 2021 belaufen sich auf 23,6 Mio. USD (20,5 Mio. EUR) und für das Gesamtjahr auf 79,1 Mio. USD (66,9 Mio. EUR). Für das Jahr 2022 stellen die Verantwortlichen einen deutlichen Zuwachs auf 110 bis 135 Mio. USD in Aussicht. Nimmt man den Mittelwert von 122,5 Mio. USD, käme Monjuvi 2022 auf eine Wachstumsrate von rund 55 %, was sich sehen lassen kann. Das absolute Niveau ist freilich weiterhin überschaubar.

Auf Gesamtjahressicht erwarten Analysten einen Umsatzanstieg auf knapp 275 Mio. EUR. 2023 könnte der Umsatz sich in Richtung 432 Mio. EUR bewegen. Die KUVs sehen mit 3,7 und 2,4 somit durchaus attraktiv aus. Gewinne erwarten Analysten aber nicht vor dem Jahr 2025. Morphosys selbst sprach kürzlich gar erst vom Jahr 2026. Die Gründe für den Abverkauf der Aktie im Jahr 2021 sehe ich vorrangig im operativen Schwenk des neuen CEOs hin zu deutlich mehr Risiko. Zu erwartende Zahlungsströme wurden für einen Sofortbetrag versilbert, um die Übernahme von Constellation Pharma zu stemmen. Ob die Produkte Pelabresib und CPI-0209 von Constellation die klinische Entwicklung erfolgreich abschließen werden und sich die Milliardenübernahme auszahlen wird, steht aber in den Sternen. Bislang geht der Markt nicht davon aus, bzw. preist das deutlich gestiegene Risiko ein. In den kommenden Jahren wird die Burnrate bei Morphosys weiter hoch bleiben.

Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie die in diesem Video vorgestellte Bodenbildungsmöglichkeit nicht genutzt und weitere Tiefs markiert. Mit Blick auf das Big Picture liegen die nächsten Supports bei 27,53 und vor allen Dingen im Bereich von 22 EUR. Wird der Unterstützungsbereich um 33 EUR auf Monatsschlusskursbasis gerissen, würde er als neue Widerstandszone fungieren.

Fazit: Das neue Jahr beginnt bei Morphosys, wie das alte aufgehört hat: mit Kursverlusten. Die Bullen benötigen im Monat Januar ein sattes Reversal, ansonsten steht der Biotech-Titel wohl bald deutlich unter 30 EUR.

Jahr

2021

2022*

2023*

Umsatz in Mio EUR

176,70

274,86

431,91

Ergebnis je Aktie in EUR

-6,33

-8,01

-2,87

Gewinnwachstum

KGV

KUV

5,8

3,7

2,4

PEG

neg.

1,0

*=erwartet

BIONTECH - Die Lage spitzt sich zu

Chancen für ein neues Allzeithoch gab es in BioNTech in den letzten Wochen genug. Genutzt hat man keine davon und das zieht einige Probleme nach sich!

So langsam aber sicher wird es eng für Aktionäre in der BioNTech Aktie. Im gestrigen Handel fiel der Kurs auf ein neues Korrekturtief zurück. Seit vergangenem August steckt die Aktie charttechnisch in einer Krise und mehrere Anläufe der Bullen, den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen, sind gescheitert. Bisher bot jedoch der Preisbereich um 200 EUR immer wieder ausreichend Halt, um einen weiteren Abverkauf der Aktie zu stoppen. Jetzt droht jedoch ein Versiegen des Kaufinteresses.

Käufer lassen zu viele Chancen ungenutzt!

Mit den Kursverlusten in dieser Woche kommt der Unterstützungsbereich um 200 EUR unter Druck. Kurzfristig besteht die Gefahr, dass wir weitere Abgaben in Richtung 165 EUR sehen. Kommt es für Anleger richtig dick, könnte es sogar weiter abwärts in Richtung 125 bis fast 100 EUR gehen. In diesen beiden Preisbereichen liegen jedenfalls die nächsten mittelfristigen Unterstützungen, die sich einer laufenden Korrektur in den Weg stellen würden.

Angesichts solcher Kursziele dürfte klar sein, wie wichtig es jetzt wäre, den Supportbereich um 200 EUR nachhaltig zurückzuerobern. Kurzfristig gäbe es anschließende Chancen in Richtung 260, mittelfristig bis hin zu 332/400 EUR.

BITCOIN im Big Picture - Was wird 2022 bringen?

Nach einem durchwachsenen Jahr 2021 blicken Bitcoin-Fans mit Spannung auf das neue Jahr. Beleuchten wir den Bitcoin durch die charttechnische Brille auf verschiedenen Zeitebenen.

Mit einem starken Jahresauftakt in 2021 setzte der Bitcoin die massive Rally aus dem Jahr 2020 zunächst weiter fort und kletterte auf ein neues Allzeithoch bei 64.829 USD im April. Dann aber schwenkte er in eine größere Konsolidierungsphase ein, die nach wie vor andauert. Letztlich blieb eine Jahresperformance von 58 % übrige. Diese Zahl mag groß erscheinen, wirkt jedoch enttäuschend, da im Jahreshoch ein Plus von 135 % im Buche stand. Absolut nichtig erscheint diese Performance im Vergleich zu den Werten vieler Altcoins, die dem Platzhirsch die Show stahlen: Der Meme-Coin Dogecoin legte über 2.800 % zu, der Metaverse-Coin Decentraland sogar über 3.700 %. Ganz nach oben schaffte es auch Cardano, mittlerweile Nummer 6 der am höchsten kapitalisierten Kryptowährungen, mit einer Performance von über 650 %. Und sogar die Nummer 2, Ethereum, ließ den Bitcoin mit knapp über 400 % Kursgewinnen alt aussehen. Abschreiben sollte man den Bitcoin aber nicht, das Big Picture spricht eine klare Sprache.

Wochenchart ist klar bullisch

Trotz des Scheiterns am Allzeithoch im November ist das übergeordnete Chartbild klar bullisch. Im Moment stabilisiert sich der Bitcoin im Bereich des EMA50. Dort gelang bereits mit der Stabilisierung von Mai bis Juli eine Bodenbildung. Im bullischen Szenario gelingt dieses Kunststück erneut, von hier aus könnte ein neuer Anlauf auf die Allzeithochs erfolgen.

Gelingt früher oder später ein nachhaltiger Ausbruch auf neue Allzeithochs, könnte die übergeordnete Rally weitergehen in Richtung 190.000 USD und später 270.000 und 390.000 USD.

Vor einem Ausbruch auf neue Hochs könnte es innerhalb der 2021 etablierten Seitwärtsrange aber auch noch zu weiteren Rücksetzern kommen, insbesondere wenn der Support bei 40.000 - 42.000 USD nachhaltig unterschritten wird. Abgaben bis rund 28.500 - 30.000 USD werden dann möglich.

Unterhalb von 28.500 USD wird es dann wirklich "tricky". Ein dann vollendetes Doppeltop als langfristige, obere Umkehrformation würde die Alarmglocken klingeln lassen. Allerdings liegen dann recht nahe der EMA200, die potenzielle Aufwärtstrendlinie sowie das alte Allzeithoch aus 2017 als Auffangzonen. Ein großes Verkaufssignal hätte es also schwer, seine Wirkung voll zu entfalten.

Tageschart mahnt zur Vorsicht

Der Bitcoin verarbeitet nach wie vor den Kurseinbruch vom 4. Dezember. Innerhalb der Handelsspanne dieses Tages pendelt er seitwärts, wobei das jüngste Scheitern an den nahe zusammenliegenden gleitenden Durchschnittslinien EMA50 und EMA200 einen faden Beigeschmack hinterlässt.

Formal betrachtet befindet sich der Coin seit November in einem intakten Abwärtstrend, weshalb es kurzfristig kein präferiertes Verlaufsszenario gibt. Ein Ausbruch aus der Handelsspanne der letzten Wochen würde neue Handelssignale ergeben.

Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 52.000 sowie die Hürden bei 52.888 - 53.555 USD würde neue Kaufsignale liefern. Dann könnte eine neue Aufwärtswelle bis 59.000 - 60.000 und zu den alten und aktuellen Hochs bei 64.895 und 69.000 USD folgen.

Rutscht Bitcoin per Tagesschlusskurs unter 45.400 USD zurück, entstehen kleine Verkaufssignale für Abgaben in Richtung des Supports bei 40.900 - 42.000 USD. Ein nachhaltiger Rückfall unter 40.000 würde tiefe Korrekturen bis 36.600 USD möglich machen.

Fazit: Kurzfristig wirkt das Chartbild des Bitcoin leicht angeschlagen. Am unteren Ende der vierwöchigen Seitwärtsrange sind die Bullen erneut gefragt, kurzfristige Verkaufssignale müssten hier verhindert werden. Das langfristige Chartbild im Monats- und Wochenchart ist weiterhin klar bullisch, eine Bodenbildung oberhalb von 40.000 USD mit anschließendem Rallystart wäre hier durchaus noch möglich.

Im besten Fall wird das Jahr 2022 ein bullisches mit einem Ausbruch auf neue Hochs. Wann dieser Ausbruch jedoch erfolgt, ist offen. Alternativ dreht der Bitcoin noch ein paar Runden innerhalb der Seitwärtsrange zwischen grob 30.000 und 65.000 USD und verschiebt die Wiederaufnahme des langfristigen auf das nächste Jahr.

Im Vergleich zu vielen anderen Kryptowährungen zeigt sich der Bitcoin jedoch als Underperformer. Abseits des fundametalen Hintergrunds der anderen Coins und Token zeigen diese teilweise deutlich bullischer Chartbilder im mittelfristigen Zeitfenster und könnten gute Alternativen oder zumindest sinnvolle Beimischungen in einem diversifizierten Krypto-Portfolio darstellen.

Vorsicht! Diese Blase könnte auch noch platzen!

In den letzten Monaten sind gleich mehrere Blasen geplatzt. Mitbekommen hat das kaum jemand, da sich die größte und wichtigste Blase halten konnte.

Zugegeben, es sind noch nicht alle Blasen ausnahmslos geplatzt. Streng genommen konnten sich zwei Blasen halten. Allerdings ist nur eine davon relevant. Zunächst lohnt aber ein Blick auf all jene Übertreibungen, die 2021 nicht überlebt haben.

Zu nennen sind hier vor allem zwei Übertreibungen: Börsengänge und Pandemiegewinner. In den ersten Monaten des vergangenen Jahres gab es eine wahre Flut an Börsengängen. Es handelte sich vor allem um Blankoscheckunternehmen, leere Hüllen, die Geld von Investoren einsammeln, um private Unternehmen an die Börse zu bringen.

Obwohl Anleger nicht wissen, welches Unternehmen sie am Ende besitzen werden, schnellten einige der Kurse dieser Blankoscheckunternehmen in die Höhe. So manche Fusion war zu Beginn erfolgreich. Man denke an Nikola. Der Kurs des Elektro/Wasserstofffahrzeugherstellers stand einmal bei 70 Dollar. Zuletzt waren es ungefähr 10 USD.

Die Euphorie rund um Blankoscheckunternehmen verschwand so schnell, wie sie gekommen war. Die Kurse vieler so an die Börse gebrachten Aktien stehen zum Teil deutlich unter der Anfangsbewertung. Das gilt auch für viele traditionelle Börsengänge. Die Bewertungen waren einfach zu hoch.

Diese Blase ist geplatzt. Ebenso sind die einstigen Pandemiegewinner und Hoffnungsträger wie Zoom in sich zusammengefallen. Anders kann man Rückgänge von 60-80 % kaum bezeichnen. Im Vergleich zur Gesamtmarktkapitalisierung waren diese Bereiche jedoch unbedeutend. Das gilt auch für Hype-Aktien wie AMC und Gamestop. Sie bewegen den Markt nicht.

Daher ist am Gesamtmarkt auch nicht zu erkennen, dass in vielen Bereichen sehr viel Luft abgelassen wurde. Zu verdanken haben wir es der Stabilität der größten der noch existierenden Blasen. Rund um Technologie-Megacaps hat sich eine Blase aufgebaut. Vor knapp 10 Jahren waren die FAANMG (Facebook, Amazon, Apple, Netflix, Microsoft, Google/Alphabet) niedriger bewertet als der Gesamtmarkt, wenn man das KGV als Maßstab heranzieht (Grafik 1).

Mit der Zeit wurden die FAANMG immer höher bewertet. Das KGV liegt inzwischen bei mehr als 30. Das zieht auch das KGV des Gesamtmarktes in die Höhe. Ohne diese hoch bewerteten Megacaps ist das KGV des S&P 500 (die übrigen 494 Unternehmen) nur leicht über dem Vorkrisenniveau.

Das Hauptproblem ist die höhere Bewertung. Es ist ja nicht so, dass Apple kein gutes Unternehmen wäre. Der Gewinn steigt jedoch nur langsam. Der enorme Kursanstieg ist auf eine Verdreifachung des KGVs zurückzuführen und nicht Gewinnwachstum. Es ist unwahrscheinlich, dass sich diese Neubewertung ewig hält.

Facebook ist das einzige Unternehmen, dessen KGV über die Jahre nicht gestiegen, sondern gefallen ist (Grafik 2). Hier preisen Anleger regulatorische Risiken ebenso ein wie die Unbeliebtheit des Unternehmens. Früher oder später besteht die Gefahr, dass sich Konsumenten von unbeliebten Unternehmen abwenden.

Megacaps sind eine Liga für sich und sie stellen eine Gefahr für den Gesamtmarkt und einzelne Sektoren da. Amazon macht ungefähr ein Drittel des Konsumsektorindex aus. Apple und Microsoft stellen fast die Hälfte des S&P Technologiesektors und Alphabet, Facebook und Netflix machen 45 des Kommunikationssektors aus.

FAANMG sind gute Unternehmen. Einige von ihnen haben solides Wachstum. Die Größe allein macht es jedoch unwahrscheinlich, dass das Wachstum so rasant fortgesetzt werden kann. Auch historisch bleiben die Megacaps nicht ewig an der Spitze. Die Megacaps der 50er Jahre waren andere als jene der 70er oder 90er Jahre. Dass die heutigen noch in zehn oder 20 Jahren an der Spitze stehen, ist unwahrscheinlich.

Eine Neubewertung der Megacaps ist nur eine Frage der Zeit. Den Gesamtmarkt könnte eine Neubewertung um 15 % drücken. In einzelnen Sektoren kann das deutlich mehr sein, weil die Handvoll an Unternehmen einen höheren Anteil als am Gesamtmarkt haben. Noch hält sich die Blase und besteht (noch) kein Handlungsbedarf.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW50

DAX - Tagesausblick: Gestriges Tagesplus trügt, die Details sind komplizierter!

Hier ist die heutige DAX Prognose. Es wurden seit 7:45 Uhr wieder alle DAX Chartparameter der Zeitebenen Tageskerzen und Stundenkerzen sorgfältig ausgewertet und der FDAX mit einbezogen. Darauf deuten die DAX Kursmuster für den heutigen Tag bis 17:30 Uhr hin.

DAX Widerstände: 15650 + 15800 + 15917 + 16030
DAX Unterstützungen: 15500/15495 + 15250 + 14185

DAX Prognose

  • Der DAX konnte vom gestrigen positiven Start nicht profitieren.
  • Das ungeübte Auge sieht am Tagesschluss ein klares Tagesplus und freut sich, der Chart aber sagt, dass direkt ab 9 Uhr nicht mehr gekauft wurde.
  • Der Sprung des DAX kam gestern einzig dadurch zustande, dass geschickte Marktteilnehmer ihre Verkaufslimits nach oben gezogen hatten, damit unerfahrene Marktteilnehmer ihnen teuer die Stücke abkaufen und sofort in der "Falle" sitzen.
  • Die Tageskerzenfolge ist weiter ernüchternd bis warnend. Es gibt auffällig lange Dochtkerzen knapp unter 15800. Der DAX wird bei 15800 klar blockiert.
  • Der deutsche Leitindex schaffte es demnach auch nicht, das nötige dauerhafte Kreuzen von 15800+x herzustellen, um Chancen für einen freundlichen Dezemberausklang zu festigen.
  • Heute ist der 4. von 4 großen Derivateverfallsterminen des Jahres. Der Höhepunkt wird 13 Uhr sein.

Für den DAX gilt nach Auswertung des Charts:

1 ) Über 15800 aufwärts bis 16030, 16300 und 16550.
2 ) Neutral zwischen 15800 und 15495.
3 ) Abwärts unter 15495 bis 15257.
4 ) Verstärkt abwärts unter 15100 bis 14815.

Zusatz: Der VDAX ist mit seinem gestrigen Tiefkurs von 17,72 % schon fast wieder am unteren Ende der mehrwöchigen Normalspanne von 17,0 % (Spanne 17 % zu 25 %) angekommen.

EVOTEC - Was ist denn hier passiert?

Direkt nach der gestrigen, an sich bullischen Eröffnung auf einem neuen Zwei-Monats-Hoch setzte bei der Evotec-Aktie ein Kursrutsch ein, der über 5% Börsenwert des Biotech-Unternehmens kostete. Sind die Tage des Aufwärtstrends gezählt?

Als vor einem Jahr der Hype um Meme-Stocks und stark geshortete Aktien ihren Höhepunkt erreichte, schwappte die Welle auch zu uns und katapultierte auch die damals stark geshortete Evotec-Aktie steil bis 43,00 EUR nach Norden und damit fast an den Fibonacci-Zielbereich bei 44,00 EUR. Nach einer enormen Korrektur setzte sich der Aufwärtstrend allerdings ab März mit unverminderter Dynamik fort und führte schon im September auf neue Rallyhochs. Zuletzt gelang am Mittwoch der Ausbruch aus einer Konsolidierungsphase. Doch der gestrige Abverkauf hinterlässt starke Zweifel, ob der Tragfähigkeit der jüngsten Aufwärtsbewegung.

EVOTEC-Aktie ist jetzt angezählt

Wie mein Kollege Johannes Büttner schon in seiner letzten Analyse schrieb, haben die Gewinnmitnahmen der letzten Monate den Anstieg abgebremst. Der gestrige Einbruch hat dabei den jüngsten Aufwärtsimpuls seit 39,29 EUR schon fast neutralisiert. Dies wäre bei Kursen unter 41,15 EUR der Fall und dürfte direkt zu weiteren Verkaufswellen bis 40,36 und 39,22 EUR führen. An dieser Stelle hätten die Bullen noch einmal die Chance, das Ruder herumzureißen. Darunter käme es zu einem übergeordneten Verkaufssignal und es stünden Abgaben bis 37,38 EUR und letztlich 34,12 EUR an.

Dagegen würde ein Wiederanstieg über das Zwischenhoch bei 43,60 EUR die Situation etwas entschärfen. Kampflos dürften sich die Bullen ohnehin nicht verabschieden. In diesem Fall könnte das gestrige Hoch und das Rallyhoch bei 45,83 EUR wieder attackiert werden. Ob diese Marke aber in Richtung 48,00 EUR überschritten werden kann, ist aktuell doch mehr als fraglich.

DERMAPHARM - Analysten schrauben die Ziele nach oben

Eine aufregende Woche für alle Dermapharm-Aktionäre neigt sich dem Ende. Nach einer Übernahme und einer Prognoseerhöhung legen auch die Analysten mit höheren Kurszielen nach.

Die Dermapharm-Aktie analysierte ich zuletzt im November. Und tatsächlich gelang es den Bullen die Unterstützung bei 77 EUR zu halten. Das Verlaufstief lag bei 77,35 EUR. In dieser Woche hagelt es förmlich Meldungen und der Wert versucht sich nach einer zähen Seitwärtsphase wieder nach oben zu lösen.

Am Mittwoch meldete das Unternehmen, es werde seine Aktivitäten im Cannabis-Markt verstärken und die auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von natürlichen und synthetischen Cannabinoidprodukten spezialisierte C³ Cannabinoid Compound Company GmbH übernehmen. Die C³-Gruppe generierte im Geschäftsjahr 2021 (zum 31. März 2021) einen Umsatz von ca. 40 Mio. EUR. Der Kaufpreis liegt bei 80 Mio. EUR zuzüglich eventueller erfolgsabhängiger limitierter Kaufpreiskomponenten. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende Januar 2022 erwartet.

Gestern hob das Dermapharm-Management die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr ein weiteres Mal nach oben an. Der Vorstand rechnet nun mit einer Verbesserung des bereinigten Konzern EBITDAs um 70 bis 75 % gegenüber 2020. Der Umsatz soll weiterhin zwischen 15 und 20 % zulegen.

Analystenreaktionen auf diese News lassen nicht lange auf sich warten. Berenberg erhöht heute das Ziel für die Aktie von 100 auf 110 EUR und bestätigt die Einstufung "Buy". Pareto hebt das Ziel von 93 auf 97 EUR an. Auch dieses Analystenhaus vergibt das Rating "Buy".
Aus technischer Sicht liefert die Dermapharm-Aktie weiterhin ein solides Bild ab. Solange der Bereich 79,20 bis 77,00 EUR hält, ist der mittelfristige Ausbruch intakt. Das Hoch bei 91,35 EUR dient als erste Hürde. Darüber wären dreistellige Notierungen erreichbar. Absicherungen können unter das jüngste Tief, beispielsweise im Bereich von 76 EUR, in den Markt gelegt werden.

Jahr

2020

2021e*

2022e*

Umsatz in Mrd. EUR

794,00

945,10

1.020,00

Ergebnis je Aktie in EUR

1,59

3,34

3,81

Gewinnwachstum

110,06 %

14,07 %

KGV

54

26

23

KUV

5,8

4,9

4,5

PEG

0,2

1,6

Dividende je Aktie in EUR

0,88

1,66

1,87

Dividendenrendite

1,02 %

1,93 %

2,17 %

*e = erwartet

Fazit: Ein grandioses Jahr für Dermapharm neigt sich dem Ende. Das Wachstum wird 2022 spürbar nachlassen. Inwieweit die Aktie dies verkraften wird, wird man sehen müssen. Oberhalb von 77 EUR bleibt das Chartbild aussichtsreich.

PALLADIUM - Massiver Konter oder nur ein Strohfeuer?

Tagesausblick für Freitag, 17. Dezember 2021: In dieser Woche brach Palladium zuerst auf ein neues Jahrestief ein, ehe der gestrige Handel von einer steilen Kaufwelle geprägt war, die schon weite Teile der vorherigen Verlustserie wieder ausglich. Aber reicht das zur Trendwende?

Palladium Widerstände: 1.833 + 1.914 + 1.997
Palladium Unterstützungen: 1.689 + 1.650 + 1.487

Rückblick: Der Abwärtstrend bei Palladium setzte sich Mitte November nach einer mehrwöchigen Konsolidierungsphase ausgehend von einem bärischen Doppeltop bei 2.210 USD fort und führte zum Bruch der Unterstützung bei 1.997 USD. Es folgte eine steile Verkaufswelle, die erst im Bereich der mittelfristigen Supportmarken bei 1.804 und 1.763 USD kurz stoppte. In dieser Woche brach der Wert allerdings sogar schon bis 1.527 USD ein, ehe eine steile Erholung startete.

Charttechnischer Ausblick: Bislang scheiterte der Konterversuch der Bullen aber schon an der Hürde bei 1.763 USD. Die Marke könnte dennoch in den nächsten Tagen geknackt und der Anstieg bis 1.804 und 1.830 USD fortgesetzt werden. Dort dürfte der Abwärtstrend in eine neue Runde gehen. Sollte die 1.830 USD-Marke aber zurückerobert werden, könnte die Erholung bis 1.914 und 1.997 USD reichen.

Ein erneuter Einbruch unter den Support bei 1.650 USD würde dagegen zu weiteren Abgaben bis 1.487 USD führen. Sollte dort eine Stabilisierung ausbleiben, wäre ein langfristiges Shortsignal aktiviert und ein Einbruch bis 1.380 und 1.263 USD möglich.

Wie viel Zinswende ist überhaupt möglich?

Die Zinswende kommt. Die Coronakrise hat aber auch zu einem enormen Schuldenanstieg geführt. Daher können die Zinsen nicht viel angehoben werden, meinen viele. Aber wie viel ist „nicht viel“?

Mit Ausnahme weniger Länder, deren Staatsverschuldung sehr hoch ist (z.B. Italien, Griechenland), kommen Privathaushalte vor dem Staat in Zahlungsschwierigkeiten. Will man wissen, wie hoch die Zinsen steigen können, muss man wissen, was sich Privathaushalte leisten können.

Bevor also die Staatsverschuldung die Zinsen nach oben begrenzt, ist es die Verschuldung der Privathaushalte. Wenn sich diese überschulden, kommt es zu einer schweren und langen Krise. In den USA war das ab 2007 der Fall. Die Schulden überstiegen die Einkommen deutlich (Grafik 1). Es folgte eine mehrjährige Phase, in der Haushalte ihre Schulden abbauten.

Der Dollarbetrag sank dabei um weniger als 10 %. Da die Einkommen im gleichen Zeitraum aber stiegen, sank die Verschuldung (Grafik 2). Heute liegt die Verschuldung bei knapp 100 % des Einkommens. Seit Beginn der aktuellen Krise steigen die Schulden überraschend schnell, sogar schneller als die Einkommen.

Anfang 2022 dürfte die Verschuldung die Einkommen bereits wieder übersteigen. Das ist ein erstes Warnsignal. Schulden, die das Volkseinkommen übersteigen, sind problematisch. Man kann sie allerdings nicht isoliert betrachten. Sind die Zinsen niedrig, kann man sich einen höheren Schuldenberg leichter leisten.

Die Zinsen für die Schulden folgen mit zeitlicher Verzögerung der Entwicklung der Leit- und Langfristzinsen (Grafik 3). Derzeit müssen Haushalte 4,2 % ihres Einkommens für Zinsen aufwenden. Der gesamte Schuldendienst inklusive Rückzahlung liegt bei knapp 10 %.

Beide Werte sind die niedrigsten seit Jahrzehnten. Seit 1962 war die Zinsbelastung nicht mehr so tief. Einerseits ist das erfreulich. Was man nicht für Zinsen aufwenden muss, kann man in schönere Dinge stecken, etwa den Konsum. Das hilft auch der Wirtschaft.
Andererseits haben die niedrigen Zinsen zu hohem Kreditwachstum geführt. Es liegt derzeit bei 8 % für Privathaushalte und übersteigt damit sogar die hohe Inflationsrate. Konsumenten nehmen vor allem Kredite für Immobilien auf. Diese Kredite machen drei Viertel aller Kredite aus.

Die Laufzeiten dieser Kredite sind oft lang und ein Großteil der Kunden nimmt im Gegensatz zur Zeit vor 2008 Kredite mit festem Zinssatz auf. Das Zinsänderungsrisiko ist geringer als vor der Finanzkrise. Steigen nun aber die Zinsen, weil die Fed den Leitzins anhebt und ihre Wertpapierkäufe beendet, steigen auch die Zinsen für neue Kredite und die Kredite, die in einigen Jahren auslaufen und refinanziert werden müssen.

Das Zinsänderungsrisiko ist nicht verschwunden, es ist nur zeitlich verlagert. Unter der Annahme, dass die Rendite 10-jähriger Anleihen bis 2030 in eine Range von 3-4 % steigen kann, würde die Zinslast von US-Haushalten bis 2030 wieder auf ein Rekordhoch von fast 8 % steigen (Grafik 4).

3 % für 10-jährige Staatsanleihen wirkt vielleicht heute hoch, doch es ist noch nicht lange her, da gab es über 3 % Rendite (2018). Angesichts höherer Inflation sind langfristig Werte von mehr als 3 % nicht völlig weltfremd.

Da die Schulden zuletzt sehr schnell stiegen und die Verschuldung heute bereits hoch ist (fast 100 % des Volkseinkommens), tut jeder Basispunkt an höheren Zinsen weh. Das ist kein Problem, wenn die Inflationsrate überdurchschnittlich hoch bleibt. Marktteilnehmer gehen jedoch langfristig (5 Jahre) von einer ähnlich hohen Inflation wie in den letzten 10 Jahren aus.

Damit die Langfristzinsen Richtung 3 % steigen, braucht es vermutlich einen Leitzins von ungefähr 2 %. Je nach Höhe der Inflation wird der Schuldendienst ab diesem Wert kritisch. Mit einer gewissen Zuversicht kann man davon ausgehen, dass der Leitzins 2 % so schnell nicht übersteigen wird, denn dies würde Haushalte zu stark belasten. Bleibt die Inflation hingegen auch langfristig bei mehr als 3 %, gilt diese Obergrenze nicht.

Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW48

DAX - Tagesausblick: Eckmarken der DAX Charts für heute…

Der DAX ist in der Zange beider 200 Tage Linien bei 15225 und 15410. Die "Vola" bleibt weiterhin sehr hoch, ein Maß dafür ist ein VDAX von 27%. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15397/15419/15413 + 15510/15520 + 15550/15567 + 15650/15653 + 15740
DAX Unterstützungen: 15270/15263 + 15225 + 15125 + 15015/15000 + 14950 + 14815

DAX Prognose

DAX Vorbörsenstand: ~15370
1) Es geht um eine Unterstützung bei 15225 durch den "EMA200" und um eine Widerstandszone 15410/15413, gebildet durch den "SMA200" und die "Ichimoku Wolke".
Zwischen 15225 und 15413 ist der DAX neutral.
2) Kann der DAX über 15450 steigen und somit einen oberen Wolkenausbruch herstellen, am besten per Tagesschluss, um Fehlsignale besser ausschließen zu können, wäre Spielraum für DAX Anstiege bis 15510/15520, sowie 15550/15567 und 15653 (KIJUN), später ggf. auch bis 15740 ("island Gap", besonderer Teil der größeren Kurslücke von Freitag letzter Woche).
3) Fällt der DAX unter 15225 zurück, am besten per Tagesschluss, um Fehlsignale besser ausschließen zu können, so indiziert das eine DAX Abwärtsstrecke zu 15125 und 15015/15000, sowe vor allem bus 14815, einer BIG Picture Horizontale.

 

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

MODERNA - Rücksetzer zu Ende?

Die Aktien der Impfstoffhersteller stehen seit Tagen wieder im Fokus der Anleger und zeigen sich sehr volatil. Wie ist die charttechnische Lage bei der Moderna-Aktie?

Die Moderna-Aktie zeigte sich in den letzten Tagen sehr volatil. Verschiedene Meldungen zur Coronapandemie bzw. zur neuen Omikron-Variante sorgten für starke Kursbewegungen.

Am 05. November 2021 notierte der Wert im Tief bei 210,96 USD. Danach schoss die Aktie auf ein Hoch bei 376,65 USD nach oben und durchbrach dabei auch den steilen Abwärtstrend ab 23. September.

Nach diesem Hoch musste die Aktie aber auch wieder größere Verluste hinnehmen. Sie fiel gestern auf ein Tief bei 291,03 USD. Damit setzte der Wert auf den gebrochenen Abwärtstrend ab September 2021 zurück. Er bildete einen Doji aus. Heute wird die Aktie am Vormittag bei 313,67 USD und damit über 12 USD über dem gestrigen Schlusskurs getaxt.

Greifen die Bullen wieder zu?

Die Moderna-Aktie könnte in den nächsten Tagen zu einer erneuten Rally ansetzen. Ein Anstieg in Richtung 400,00- 413,30 USD erscheint möglich. Sollte der Wert allerdings unter das gestrige Tagestief bei 291,03 USD abfallen, würden Abgaben in Richtung 263,25 USD oder sogar 253,19 USD drohen.

SHOP APOTHEKE - Von Risiken und Nebenwirkungen

In dieser Woche erleben Anleger bei der Aktie von Shop Apotheke ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch über einen zentralen Widerstand kommt die Aktie aktuell wieder zurück - eine Einstiegschance?

Als einer der vielen Corona-Plays stieg die Aktie von Shop Apotheke im Vorjahr über den markanten Widerstandsbereich um 168,00 EUR und erreichte zum Jahreswechsel ein Allzeithoch bei 249,00 EUR. Es folgte eine Korrektur im Rahmen eines steilen Abwärtstrendkanals, die in eine Seitwärtsphase unter der Hürde bei 168,00 EUR mündete. Von dieser Barriere prallte der Wert zuletzt nach unten ab. Lohnt sich ein antizyklischer Trade und wann wird die Aktie wieder zu einem "Investmentcase"?
Große SKS droht

Man muss nicht um den heißen Brei herumreden: Die langfristige charttechnische Lage schreit förmlich: bärische Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Abbildung). Dennoch ist diese Einschätzung bisher nicht von einem Bruch des Supports bei 117,00 EUR bestätigt worden. Ein solcher Abverkauf wäre aber notwendig, um das große Trendwendesignal zu aktivieren und die Aktie zunächst bis 99,80 EUR einbrechen zu lassen. Hier könnte eine starke Erholung starten. Abgaben unter die Unterstützung würden dagegen für weitere Verluste bis 85,00 EUR sprechen.

Aktie aber auch kurzfristig angeschlagen

Im kurzfristigen Bild sieht es aber auch nicht besser aus: Das Scheitern an der Hürde bei 166,40 EUR erfolgte, nachdem die zweite große Aufwärtsbewegung des zweiten Halbjahres genau die Länge der ersten Erholungsrally erreicht hatte (im Chart blau markiert). Ein deutliches Zeichen für eine 1:1- oder ABC- Erholung, die nun abgeschlossen und damit der Abwärtstrend reaktiviert sein dürfte. Die nächste Bestätigung nach dem starken Einbruch der letzten Tage wäre jetzt der Bruch der Unterstützung bei 140,40 EUR und ein Abverkauf unter 138,00 EUR. Damit könnte man eigentlich direkt auf einen Angriff und Bruch der 117,00 EUR-Marke spekulieren.

Für Investments noch zu riskant

Für die Bullen ist der Wert im Bereich dieser Unterstützung wieder interessant für einen riskanten kurzfristigen Kontertrade mit engem Stop.
Prozyklisch oder mittelfristig betrachtet, sollte man bei Shop Apotheke aber in jedem Fall einen dynamischen Ausbruch über 166,40 und 169,80 EUR abwarten. Diese Geduld dürfte sich insofern lohnen, weil damit eine Rally bis zur Hürde bei 207,50 EUR verbunden sein dürfte.

PALLADIUM - Erste Erholungsanzeichen

Tagesausblick für Freitag, 03. Dezember 2021: Nach dem Bruch der Unterstützungszone bei 1.833 USD und dem anschließenden Rückfall auf rund 1.700 USD hat sich Palladium wieder etwas stabilisiert. Wie viel Potenzial steckt in der laufenden Erholung?

Palladium Widerstände: 1.833 + 1.914 + 1.997
Palladium Unterstützungen: 1.700 + 1.650 + 1.487

Rückblick: Die Erholung bei Palladium scheiterte Ende November nach dem zweiten Ausbruchsversuch über 2.149 USD knapp über der Marke und es folgte eine massive Verkaufswelle, die direkt an die Tiefs im Bereich von 1.833 USD führte. Dort hielten sich die Bären aber nur kurz auf und drückten den Wert auch direkt unter die Unterstützung bei 1.763 USD. Knapp darunter bildet Palladium aktuell eine Dreiecksformation aus, die nach oben verlassen werden könnte.

Charttechnischer Ausblick: Aktuell könnte sich eine Erholung Bahn brechen, falls sich Palladium auch weiter über der Oberseite des Dreiecks halten kann. Die Folge wäre ein Anstieg bis 1.833 USD. Doch schon an dieser Stelle, spätestens bei 1.914 USD wäre mit dem nächsten Abverkauf zu rechnen. Dieser könnte bei Kursen unter 1.700 USD direkt bis 1.650 und 1.530 USD reichen. Auch ein Einbruch an das Vorjahrestief bei 1.487 USD ist nicht auszuschließen.

Derzeit würde erst ein Anstieg über 1.914 USD für einen Trendwechsel sprechen und zu einer Erholung bis 1.997 und darüber 2.149 USD führen.

Diese Formel müssen Sie kennen!

Die Realität ist manchmal bitter und wer gerne träumt, sollte diesen Beitrag nicht lesen. Alle anderen können mit dieser Formel herausfinden, ob sie Träumen hinterherjagen oder nicht!

Als Tradingcoach und natürlich auch als Trader weiß ich, wie sehr man nach Sicherheit an der Börse strebt. Im Trading äußert sich dies in der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wohin der Kurs wohl als nächstes laufen mag. Wir suchen die höchste Wahrscheinlichkeit und am besten sollte diese auch noch mit einem guten CRV einhergehen. Am besten ist dieses zwei zu eins oder gar drei zu eins, schließlich liest und hört man diese Anforderung immer wieder! Mit diesem Beitrag möchte ich Sie jedoch dazu auffordern, Ihre Erwartungshaltung zur Börse und zum Trading auf den Prüfstand zu stellen. Der Erwartungswert bricht den Erfolg im Trading auf die beiden Variablen „Wahrscheinlichkeit“ und „CRV“ runter. In seiner einfachsten Form lässt sich dieser praktisch ermitteln, indem Sie die Verluste aller Verlusttrades von den Gewinnen aller Gewinntrades abziehen und die Differenz durch die Anzahl der Trades dividieren.

E = (Gewinne – Verluste) / Tradinganzahl

Was Sie im Durchschnitt verdienen!

Die Kennzahl gibt an, was Sie im Durchschnitt je Trade verdienen. Es ist der Betrag, in Euro oder Punkten gemessen, den Sie im Durchschnitt pro Trade erwarten können.

Natürlich ist die Kennzahl nur eine Durchschnittsbetrachtung und in der Realität werden die einzelnen Gewinne und Verluste deutlich voneinander abweichen. Trotzdem gibt diese Kennzahl Aufschluss darüber, was Sie von ihrem Trading erwarten können. Bevor Sie sich Ihren realisierten Erwartungswert anhand Ihrer eigenen Tradingdaten ausrechnen, horchen Sie aber zunächst in sich hinein! Das könnte nämlich extrem spannend werden. Bevor Sie nachrechnen, stellen Sie sich mal die Frage: Was wünsche ich mir vom Trading?

Was ist gutes Trading? Was wünsche ich mir?

Um herauszufinden, was Sie sich von der Börse "wünschen", greifen wir auf eine erweiterte Formel des Erwartungswertes zurück. In dieser fließen sowohl die Trefferquote als auch das sogenannte Chance-Risiko-Verhältnis mit ein. Überlegen Sie sich einmal, welche Trefferquote Ihr Trading haben soll. Dann überlegen Sie sich ihren durchschnittlich gewünschten Eurobetrag für einen Gewinntrade und das gleiche machen Sie auch für einen Verlusstrade. Ein Beispieltrader könnte sich überlegen, in 60 % der Fälle (Trefferquote = 0,60) gewinnen zu wollen, wobei im Durchschnitt ein Gewinntrade 200 EUR groß sein soll, während ein Verlusttrade im Durchschnitt nur 100 EUR verlieren darf. Bei dieser Konstellation wäre das CRV 200 EUR zu 100 EUR, also 2 zu 1.

Setzen Sie nun Ihre Wunschwerte (Traumwerte) in die folgende Formel ein:

E = ((tq * dG) – ((1-tq) * dV))
Tq = Trefferquote, dG = durchschnittlicher Gewinn aller Gewinntrades, dV = durchschnittlicher Verlust aller Verlusttrades

Der so ermittelte Erwartungswert bezieht sich auf Ihre Erwartung pro Trade. Sie können jetzt bspw. noch Ihre Tradinghäufigkeit abschätzen. Wenn Sie bspw. von ca. 100 Trades im Jahr ausgehen, multiplizieren Sie den eben ermittelten Erwartungswert mit 100 und Sie erhalten in gewünschten Jahresgewinn.

Träumen Sie noch?

Ja, bis hierhin war es vielleicht ein wenig anstrengend, aber es lohnt sich, diese Rechnung zu machen. Überlegen Sie nicht zu lange. Versuchen Sie nicht, im Vorfeld nach richtig oder falsch zu suchen, sondern setzen Sie einfach die Trefferquote und das CRV ein, welches Sie haben wollen. Meist ist die erste, unbewusste Zahl, die einen in den Sinn kommt, nicht verkehrt. Also einsetzen und ausrechnen, es könnte sich lohnen! Warum? Weil Sie jetzt überprüfen können, wie weit Ihr Wunsch Realität werden kann! Und welcher Erwartungswert ergibt sich bei Ihnen?

Im Zweifel bitte hinsetzen!

Soweit zu dem, was Sie sich wünschen. Schauen wir uns nun einmal die Realität an. Zum einen sehen Sie diese in Ihrem Konto. Haben Sie ihr Ziel erreicht? Falls nicht, kein Problem. Eventuell sind Sie ja noch im Lernprozess und arbeiten daran, Ihr Ziel zu erreichen. Die Frage ist nur, ob das realistisch ist?

Um dies herauszufinden, müssen wir noch einen kleinen Rechenschritt machen. Wir müssen unseren Erwartungswert in Relation zum Risiko setzen. Nur so lassen sich verschiedene Erwartungswerte miteinander vergleichen. Unser Beispieltrader oben hat einen Erwartungswert von 0,60 * 200 - 0,40 * 100 = 80 EUR. Das Risiko ist unser durchschnittlicher Verlust von 100 EUR. Dividieren wir beides, erhalten wir 80 : 100 = 0,80. Gemessen an unserem Risiko verdienen wir im Schnitt mit jedem Trade also ca. 0,80 mal so viel, wie wir riskieren.

Kommen wir jetzt zur eigentlichen Frage zurück! Leben wir schon oder träumen wir noch?

Die Antwort wird vielen vielleicht nicht gefallen, aber in den letzten 20 Jahren habe ich unzählige statistische Tests gemacht. Trends, Candlesticks und vieles mehr. Wie profitabel waren diese? Die Antwort ist bitter: nach Kosten funktioniert vieles nicht und wenn, dann lagen die Erwartungswerte kaum höher als 0,25 bis 0,35. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen auch Coachingstars wie van Tharp, die bspw. professionelle und höchst erfolgreiche Trader, Tradingfirmen und Fonds beraten. Von diesen sind Kommentare zu finden, in denen ein Erwartungswert von 0,50 als sehr gut bezeichnet wird.

Ob Sie diese Zahlen nun glauben oder nicht, interessiert die Börse herzlich wenig. Sie sind Realität. Wenn Sie eine Strategie finden, die eine 60 %-ige Trefferquote hat und im Schnitt ein CRV von 2 zu 1 realisiert, also bei nur abgeschlossenen Trades und ganz ohne Tricks wie: ich realisiere einfach keine Verluste bzw. nur sehr sehr kleine und die anderen sitze ich aus, sagen Sie mir bescheid. Ich gebe Ihnen dann mein Vermögen und genieße meine Freizeit, während Sie für mich die Gelddruckerpresse anwerfen! Jetzt dürfen Sie gerne vergleichen!

Träumen Sie noch oder jagen Sie einer Strategie hinterher, die es so nicht gibt? Dann wird es Zeit aufzuwachen und der Realität ins Auge zu schauen, denn eines ist sicher: auch mit dieser Realität können Sie sehr sehr viel Geld verdienen! Sie müssen aber aufhören zu träumen und die Chancen nutzen, die Ihnen der Markt bietet!

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW49

S&P 500 - Kleiner Rücksetzer läuft

Der S&P 500 musste gestern Abgaben hinnehmen. Ist damit die Rally schon wieder vorbei oder gibt es bald neue Chancen für die Bullen?

Der S&P 500 fiel gestern in der Eröffnungsphase leicht zurück. Anschließend stabilisierte er sich zunächst, ehe es im späten Handel zu einem kleinen Verkaufssignal kam.

Dieses Signal könnte eine Konsolidierung auslösen. Diese Konsolidierung kann zu Abgaben in Richtung 4.623 Punkte oder 4.608/4.598 Punkte führen. Anschließend könnte der Index aber zu einer weiteren Rally ansetzen. Diese Rally könnte ihn auf neue Allzeithochs führen. Ein Ausbruch auf ein neues Allzeithoch würde den langfristigen Aufwärtstrend bestätigen. Für diesen Trend sind noch Ziele bei 5.144,02-5.253,92 Punkten und 5653,74 Punkten offen.

Kritisch für die Bullen wird es, wenn es zu einem stabilen Rückfall unter das log. 61,8 % Retracement der Aufwärtsbewegung seit 03. Dezember käme. Dieses Retracement liegt bei 4.574,19 Punkten. In diesem Fall würde eine Abwärtsbewegung bis 4.495 oder sogar 4.450 Punkte drohen.

DAIMLER - Aktienkurs bricht ein, was ist der Grund?

Die Daimler Aktie bricht heute optisch massiv ein. Startet jetzt eine massive Abwärtsbewegung oder ist der Einbruch nur vorübergehend?

Daimler notiert heute optisch massiv im Minus. Grund dafür ist die Abspaltung und der Börsengang von Daimler Truck. Für 2 Daimler-Aktien gibt es eine Aktie von Daimler Truck. Daimler Truck notiert heute im DAX, fliegt aber am Montag wieder raus.

Aktuell wird Daimler auf L&S bei 72,50 EUR und damit unterhalb des EMA 200 gehandelt. Die nächsten wichtigen Unterstützungen liegen bei 67,27 EUR und dann erst wieder im Bereich um 60 EUR.

Aus charttechnischer Sicht gilt es nun abzuwarten, wo sich die Aktie heute einpendelt. Im Moment lassen sich kaum Prognosen auf charttechnischer Basis abgeben.

JENOPTIK - Allzeithoch weiter im Blick

Die Jenoptik Aktie ist einer der Topgewinner in dieser Woche und steht kurz vor dem nächsten Kaufsignal. Auf der Unterseite haben die Bullen zwar wenig Spielraum, dafür aber viele gute News im Rücken.

Seit der Verteidigung der Unterstützung bei 21,80 EUR im Mai setzte sich der starke Aufwärtstrend der Jenoptik-Aktie fort und erreichte Ende November einen vorläufigen Höhepunkt: Zunächst wurde die Nachricht der Veräußerung der Militärspalte Vincorion mit einem steilen Kurssprung an die Hürde bei 36,14 EUR quittert und dann sorgten am 30.11. mittelfristig positive Unternehmensaussichten und die geplante Fokussierung auf den starken Halbleiter- und Elektroniksektor für den Ausbruch über den charttechnischen Widerstand.

In der Spitze überwand der Wert kurzzeitig schon das 2019er Hoch bei 36,80 EUR, ehe eine Korrektur einsetzte, die fast den ganzen Zugewinn zunichte machte und ein bärisches Achtungszeichen setzte. Allerdings konnte sich die Aktie zuletzt wieder behaupten und erneut an die Barriere bei 36,80 EUR steigen.

JENOPTIK - Trotz temporärer Schwäche weiter im Rallymodus

Der Rücksetzer von Anfang Dezember blieb bisher noch ohne bärische Konsequenzen, dennoch sollte die Aktie von Jenoptik jetzt nicht mehr deutlich unter 35,00 EUR zurückfallen, um die derzeitigen Ausbruchschancen nicht zu gefährden. Denn ein Anstieg über das Jahreshoch bei 37,76 EUR ist zum Greifen nah und kann den Wert direkt bis zum Allzeithoch bei 39,54 EUR und darüber bis 40,15 und 42,00 EUR katapultieren.

Sollten die Anteile von Jenoptik dagegen unter 35,00 EUR fallen, käme es zu einer Korrektur bis 33,50 - 33,88 EUR. Hier hätten die Bullen die vorerst letzte Chance, einen Angriff auf das Rekordhoch zu starten, Darunter wäre dagegen ein Abverkauf bis 31,68 und mittelfristig 27,18 EUR die Folge.

PALLADIUM - Zurück auf Los

Tagesausblick für Freitag, 10. Dezember 2021: Der erste Versuch, dem mittelfristigen Abwärtstrend bei Palladium mit einem bullischen Konter zu begegnen ist zuletzt gescheitert. Jetzt muss die Käuferseite schon wieder einen Bruch der Jahrestiefs verhindern.

Palladium Widerstände: 1.833 + 1.914 + 1.997
Palladium Unterstützungen: 1.689 + 1.650 + 1.487

Rückblick: Nach der Verkaufswelle im November konnte sich Palladium knapp unter den Verlaufstiefs des Septembers bei 1.830 USD stabilisieren und einen kleinen Boden über der 1.700 USD-Marke ausbilden. Ein erster Versuch, in die frühere Seitwärtsspanne zwischen 1.830 und 2.149 USD vorzudringen, scheiterte allerdings in dieser Woche an der Zone um 1.883 USD. Im gestrigen Handel wurde der Wert wieder deutlich abverkauft.

Charttechnischer Ausblick: Der Abwärtstrend bei Palladium zeigt weiter seine Wirkung. Selbst die leiseste Erholung wird von den Verkäufern direkt wieder gekontert. Sollte nun auch die Unterstützung bei 1.763 USD unterschritten werden, dürfte das Verlaufstief bei 1.689 USD attackiert werden. Darunter sind Verluste bis 1.650 und 1.530 USD zu erwarten.

Sollte Palladium dagegen doch wieder über 1.883 und 1.914 USD zurückfinden, wäre dies ein Befreiuungsschlag für die Bullen und dürfte einen Anstieg bis 1.997 und später 2.149 USD nach sich ziehen.

Wieso der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik dieses Mal schiefgehen kann

Als die ultralockere Geldpolitik das letzte Mal beendet wurde, kam es nicht zur gefürchteten Katastrophe. Eine Garantie, dass es wieder so sein wird, gibt es absolut nicht.

Die ultralockere Geldpolitik soll vor allem aus einem Grund beendet werden: Inflation. Notenbanken fühlen sich momentan sicher, dass sie den Kampf gegen die Inflation guten Gewissens beginnen können. Der Arbeitsmarkt ist solide, die Wirtschaft wächst. Die Bedingungen für eine straffere Geldpolitik sind dadurch gegeben.

Anleger trauen der Einschätzung der Notenbanker jedoch nicht. Sie erahnen einen geldpolitischen Fehler. Die Zinskurve (Differenz von lang- und kurzfristigen Zinsen) flacht rasant ab. Da bedeutet, dass Anleger in Zukunft deutlich geringeres Wachstum erwarten. Die Notenbank dürfte die Geldpolitik zu stark straffen, so lässt sich die aktuelle Entwicklung interpretieren.

Würden Anleger an ein Inflationsproblem glauben, wäre das Problem weniger stark ausgeprägt. Anleger glauben aber nicht an ein Inflationsproblem. Sie bleiben bei der Meinung, die die Notenbank gerade erst geändert hat (es ist ein vorübergehendes Problem). Für diese Meinung gibt es gute Gründe.

Der Inflationsanstieg ist nach wie vor ein Covid-Problem. Güter und Dienstleistungen, deren Preise von der Pandemie bestimmt werden, steigen stark an. Andere Preise tun dies nicht (Grafik 1). Das gilt für die generelle Inflationsrate ebenso wie für die Kerninflation (Grafik 2).

Der Hauptgrund für die höhere Inflation bleibt ein Ungleichgewicht bei Angebot und Nachfrage. Diese Komponenten lassen sich darstellen. Der Beitrag zur Kerninflation von knappem Angebot und ungewöhnlich hoher Nachfrage liegt bei fast 1,5 Prozentpunkten (Grafik 3). Ohne dieses Ungleichgewicht läge die Kernrate nicht bei mehr als 3 %, sondern unterhalb von 2 %.

Der Hauptgrund für die höhere Inflation bleibt ein Ungleichgewicht bei Angebot und Nachfrage. Diese Komponenten lassen sich darstellen. Der Beitrag zur Kerninflation von knappem Angebot und ungewöhnlich hoher Nachfrage liegt bei fast 1,5 Prozentpunkten (Grafik 3). Ohne dieses Ungleichgewicht läge die Kernrate nicht bei mehr als 3 %, sondern unterhalb von 2 %.

Die Pandemie kann man inzwischen nicht mehr als vorübergehend bezeichnen. Sie feiert ihren zweiten Geburtstag und wird auch noch einen dritten feiern. Anleger erwarten jedoch, dass sich die Probleme des Ungleichwichts mit der Zeit in jedem Fall abschwächen und die Inflation wieder sinkt.

Diese Erwartung wird deutlich, wenn man die Inflationserwartungen betrachtet (Grafik 4). In der Periode, in der die Inflation niedrig war (seit der Finanzkrise), lagen die langfristigen Inflationserwartungen immer über den mittelfristigen. Anleger erwarteten, dass die Notenbank ihr Ziel langfristig erreichen würde.

Derzeit liegt die mittelfristige Erwartung über der langfristigen. Anleger erwarten also, dass die Inflation wieder zurückgeht und sich das Problem in spätestens fünf Jahren aufgelöst hat. Diese Erwartung hatte bereits Gültigkeit, als Notenbanken noch nicht über eine straffere Geldpolitik zur Inflationsbekämpfung nachdachten.

Straffen Notenbanken die Geldpolitik, obwohl es Anleger als Fehler erachten, wird es ungemütlich. Schon einmal erachtete der Markt die rasche Straffung für falsch. Das war Ende 2018. Es folgte beinahe ein Bärenmarkt. Ähnliches wäre auch dieses Mal zu befürchten.

Clemens Schmale

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