Wöchentliche Marktinfo KW29

DAX-Tagesausblick: DAX lässt sich alle Wege offen! Ausgeprägte Trendlosigkeit!

Gestern sollte es um 2 DAX Signallinien gehen, den "EMA50" und den "Ichimoku-Kijun" (im Tageskerzenchart. Sehen wir uns gemeinsam nach einen weiteren Tag das Endergebnis an. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15.590/15.600 + 15.790/15.810
DAX Unterstützungen: 15.470/15.430 + 15.310/15.300

Vorwort

Ich habe den Eindruck, dass es diese Woche Heerschaaren von Tradern über die Maßen des Normalen hinaus mit überproportional hohen Verlusten zerrissen hat, weil die Annahme des weiteren DAX Kursrutsches unter 15.300 nicht zutraf. Das geht aus dem Kommentarverkehr hervor, der von viel Frust und Enttäuschung geprägt ist. Die Positionsgröße ist das A und O, und immer daran denken, dass es stets anders kommen kann.

DAX Prognose

  • Gestern sollte es um 2 DAX Signallinien gehen, den "EMA50" und den "Ichimoku-Kijun" (im Tageskerzenchart).
    Sehen wir uns gemeinsam nach einen weiteren Tag das Endergebnis an, so erkennen wir, dass der DAX mit Gap über beiden blauen Linien startete und auch darüber schloss.
    Einzig die weitergehende Folgerally kam gestern nach dem Eröffnungssprung nicht zustande, sondern ein nichtssagender Doji.

DAX Heute

  • Eine Rolle spielt auch heute der am Montag verlassene Aufwärtstrend des Jahres 2021, der gestern von unten getroffen wurde, aber nicht zurückerobert werden konnte. Das Tageshoch war gestern in etwa auf Höhe dieses alten Trends zu sehen gewesen. Die Frage ist hier weiterhin: Läuft es auf einen Rebound hinaus der den Trendbruch bestätigt oder auf eine Zurückeroberung des Trends?
  • Prognose: Die Theorie sieht keine Zurückeroberung vor, was ein Hinweis auf meine Intension der Prognose ist.
    Das eine oder andere Hoch oberhalb des gestrigen Hochs ist freilich möglich, weil die alte Trendlinie sich immer weiter nach oben entfernt.
  • Interessant ist auch der mehrfach übersprungene pinke DAX Kursbereich zwischen 15.471/15.444 (Chart 2), ein sogenanntes "Island Gap", eine Insellücke.
  • Prognose: Diese "Insellücken" blieben über all die Jahre grundsätzlich nicht lange auf.
  • Das DAX Chartbild trübt sich insbesondere unter 15300 klar ein. Dann gäbe es Chancen, den DAX auf 15.050/15000 und 14.845/14.815 zu drücken.
  • Pullbacks zurück bis 15.444 oder 15.310/15.300 heben spätere DAX Anstiegschancen Richtung 15.800 hingegen nicht auf.
  • größeres Chartbild, größere Signallage: Große DAX Kaufsignale treten in dieser ausgeprägten Seitwärtsphase seit Juni nur nach DAX Tagesschluss über 15.800 auf. Dann könnte der DAX bis weit in den mittleren 16.000-er Bereich vorrücken.

Fazit

  • Der DAX hat einen Montagseinbruch unter 15.300, eine bedeutende Signallinie nicht bestätigt, im Gegenteil, es kam zum klaren Konter zurück in die neutrale Zone 15.300/15.800.
  • Der DAX lässt sich alle Wege offen! Der DAX ist sehr neutral. Dies festzustellen kann auch ein Analyseergebnis sein. Es rät an, das Pulver trocken zu halten, genau das. Denn: Vieles ist noch in der Schwebe!
    Zu früh sollte man sich daher nicht festlegen. Konter und Gegenkonter, jede Seite (Bulle oder Bär) hat ihre Chancen. Zudem ist saisonal die Zeit des extremen "Sommertheaters". Erst ab September/November wird in der Regel wieder ernst gemacht.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

 

HELLOFRESH - Was für ein schönes Setup!

Nachdem schon Anfang Juni ein Kurszielcluster erreicht worden war, legte die Hellofresh-Aktie Anfang Juli noch einmal nach und erreichte ein frisches Rekordhoch bei 89,10 EUR. Seither läuft eine Gegenbewegung, die jetzt in eine interessante charttechnische Signallage mündet.

Jenseits aller charttechnischen Feinheiten kann man konstatieren, dass die Hellofresh-Aktie in einem soliden Aufwärtstrend steckt und mit dem Ausbruch über 77,90 EUR im Juni ein weiteres Kaufsignal generiert hatte. Nach einem Rücklauf an den Bereich der Ausbruchsmarke setzte Ende Juni der nächste Aufwärtsimpuls ein, der allerdings nur einen kleinen Teil des Aufwärtspotenzials der Aktie abrufen konnte. Haben die Bullen damit versagt und wie kann man das aktuelle Dilemma effektiv handeln?

Bislang nicht mehr als eine Unterbrechung im Aufwärtstrend

Der mehrfache Fibonacci-Kurszielbereich um 83,00 bis 85,50 EUR wurde durch den Anstieg auf das neue Rekordhoch klar überschritten und damit weiteres mittelfristiges Aufwärtspotenzial gebildet. Diesen Erfolg haben die Käufer also auf der Habenseite. Genauso wie die Tatsache, dass seit dem Allzeithoch lediglich eine harmlose, volatile Korrektur läuft. Von Verkaufsdruck oder starken Abwärtsbewegungen, wie sie aktuell am Markt keine Seltenheit darstellen, ist aber nichts zu sehen.

Zudem bekommt die Korrektur immer mehr die Züge einer bullischen Flagge, die für eine Aufwärtstrendfortsetzung spricht und bei Kursen über 85,50 EUR überwunden wäre. Man kann an dieser Stelle zur Sicherheit noch einen Ausbruch über das Zwischenhoch bei 85,88 EUR abwarten. Aber anschließend sollte der Wert von der nächsten Kaufwelle erfasst werden und den Höhenflug bis 93,00 EUR fortsetzen. Oberhalb des Kursziels bei 94,04 EUR könnte die Rally dann sogar schon bis 100,00 EUR führen.

Bis 75,40 EUR ist der Aufwärtstrend intakt

Abgaben unter 79,70 EUR könnten dagegen bis 77,90 EUR führen. Dort wäre aber schon mit Gegenwehr der Käuferseite zu rechnen. Und erst unterhalb von 75,40 EUR wären die Ausbruchschancen auf der Oberseite so weit zusammengeschmolzen, dass man von einer kurzfristigen Trendwende sprechen und einen Abverkauf bis 69,72 und 62,52 EUR erwarten sollte.

 

 

COVESTRO - Reicht das schon für eine Trendwende?

Die Aktie des Polymerherstellers Covestro konnte zuletzt mehrfach erfolgreich die Unterstützung bei 53,64 EUR verteidigen und als Ausgangspunkt für eine Erholung nutzen. Hat das Pendel damit auf die Seite der Bullen ausgeschlagen?

Der steilen Rally seit August 2020, die knapp über die doppelte Länge des ersten Anstiegs im Frühjahr 2020 erreichte, folgte ausgehend vom Verlaufshoch bei 63,24 EUR eine erste scharfe Korrektur. Schon damals - Mitte März - war die zentrale Unterstützung bei 53,64 EUR im Fokus der Anleger, die nach einer flaggenförmigen Korrektur Anfang Juni wieder erreicht wurde.

Diesmal brach die Aktie aber deutlich unter die Marke ein und generierte damit ein übergeordnet bärisches Signal. Die direkten Folgen des Abverkaufs wurden zwar durch einen Anstieg entlang der Unterseite der Flaggenformation zunächst abgefedert. Doch seit Mitte Juli dominiert eine weitere Abwärtsbewegung, die schon kurz bis 53,64 EUR führte.

Erholung könnte in Kürze verpuffen

Sollte die laufende Erholung jetzt noch vor der Abwärtstrendlinie bei 57,50 EUR und dem Zwischenhoch bei 57,80 EUR abebben und die Covestro-Aktie wieder unter 54,60 EUR fallen, wäre der Anstieg gestoppt und der nächste Angriff auf die 53,64 EUR-Marke die Folge. Darunter dürfte das Verkaufssignal vom Juni reaktiviert werden und ein Einbruch bis 48,18 EUR belasten.

Trendwende erst über 58,00 EUR wahrscheinlich

Sollte die Aktie dagegen über 57,80 EUR klettern, dürfte sich aus der Erholung ein neuer Aufwärtstrend entwickeln, der die Aktie zunächst bis 60,00 EUR, später aber schon bis 63,24 EUR führen kann.

Charttechnisches Fazit: Noch befindet sich die Aktie von Covestro in einer Richtungsentscheidung. Unterhalb von 57,50 EUR haben die Verkäufer aber leichte Vorteile und könnten die Aktie in den nächsten Wochen unter 53,64 und bis 48,18 EUR drücken.

PALLADIUM - Erholungschance mit Händen zu greifen

Tagesausblick für Freitag, 23. Juli 2021: Mit der Verteidigung der Unterstützung bei 2.540 USD setzte sich bei Palladium in dieser Woche eine weitere Erholung in Gang, die jetzt den Widerstand bei 2.735 USD erreicht. Darüber wäre ein kleines Kaufsignal aktiviert.

Palladium Widerstände: 2.735 + 2.800 + 2.875
Palladium Unterstützungen: 2.700 + 2.639 + 2.540

Rückblick: Seit dem neuen Allzeithoch bei 3.017 USD befindet sich der Palladiumpreis in einer übergeordneten, volatilen Korrektur. Diese führte ihn zunächst im Juni durch eine massive Verkaufswelle bis an die Unterstützung bei 2.405 USD, die von den Bullen verteidigt wurde. Einer Erholung bis an den Widerstand bei 2.875 USD folgte in den letzten Tagen die nächste Abwärtsbewegung, die am Support bei 2.540 USD aufgefangen wurde.

Charttechnischer Ausblick: Mit dem Anstieg an die Hürde bei 2.735 USD hat sich die Lage für die Palladium-Bullen wieder entspannt und Verkaufssignale wurden verhindert. Dennoch müssen die Käufer die Chance jetzt auch nutzen und den Wert über 2.735 USD antreiben, um die Erholung bis 2.875 USD fortsetzen zu können. Darüber wäre sogar ein Kaufsignal etabliert und ein Anstieg an das Rekordhoch möglich.

Schon Abgaben unter 2.639 USD würden dagegen die Erholung stoppen und für einen Rückfall auf 2.540 USD sorgen. Darunter käme es zu weiteren Verlusten bis 2.405 USD und damit der Fortsetzung des Abwärtstrends.

Inflation zu hoch: Kaufkrafterhalt mit Geldanlagen nicht mehr möglich

Zinsen gibt es schon lange nicht mehr. Wer seine Kaufkraft erhalten will, muss höhere Risiken eingehen. Bisher ging das, jetzt nicht mehr.

Es wird in der Geldpolitik gerade wieder einmal Geschichte geschrieben. Negativzinsen sind wir bereits gewohnt. Allen ist klar, dass die Kaufkraft durch das Sparbuch nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Wer die Inflation ausgleichen will, muss anders anlegen. Bisher gab es hier mehrere Optionen. Man konnte etwa Anleihen kaufen. Anleihen zahlen für gewöhnlich einen höheren Zinssatz als ein Sparbuch. In der Eurozone liegt der Einlagensatz der EZB bei -0,5 %. Dieser wird von immer mehr Banken an seine Kunden weitergegeben. Anleihen sind in der Eurozone kaum ein Ausweg. Deutsche Anleihen haben Renditen, die teils noch tiefer als -0,5 % liegen. In Ländern wie den USA gibt es bei Staatsanleihen immerhin noch Zinsen. 10-jährige Anleihen werfen immerhin noch 1,3 % ab. Die Inflation gleicht das schon lange nicht mehr aus. Man konnte stattdessen zu Aktien greifen. Aktien sind natürlich volatil. Wer einen langen Anlagehorizont hat, sollte sich daran nicht stören. Hier konnten Anleger nach der Finanzkrise durch Dividenden und Aktienrückkäufe immerhin auf eine Rendite von 4-5 % setzen. Das glich die Inflation aus. Auch das ist seit letztem Jahr keine Option mehr. Die Rendite liegt inzwischen nur noch bei 2 % und damit unterhalb der Inflationsrate.

Anlegern blieb noch eine Option übrig: Ramschanleihen. Anleihen von Unternehmen, die eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit haben, sollten für das Risiko ordentlich Zinsen zahlen. Das tun sie nicht mehr. Zuletzt lag die Rendite entsprechender ETFS bei 4,5 %. Die Inflation liegt bei mehr als 5 % und damit ist die Realrendite auch bei Ramschanleihen nun negativ.

Damit wird wieder einmal Geschichte geschrieben. Für den Normalanleger gibt es praktisch kein zugängliches Investment mehr, das die Inflation ausgleicht. Das müsste vermutlich nicht sein. Die Zinsen könnten theoretisch viel höher stehen. Die Taylor-Regel sagt, wie viel höher der Zins sein könnte. Der Zins wird so berechnet, dass das Inflationsziel erreicht werden sollte. Demnach ist der US-Leitzins derzeit viel zu tief.

Als der Taylor-Zinssatz das letzte Mal so viel höher war als die Fed Funds Rate, der Leitzins also viel zu tief war, befanden sich die USA in den 70er Jahren. Damals hinkte die Fed der Inflation Jahre hinterher. Das könnte nun wieder geschehen. Anleger haben es entsprechend noch schwerer, ihre Kaufkraft zu erhalten, egal wie viel Risiko sie eingehen.

Es bleibt nur, auf niedrigere Inflation zu hoffen. Dass es dazu kommt, glauben selbst einige Notenbanker nicht mehr. Ein klareres Anzeichen dafür, dass die Geldpolitik inzwischen zu locker ist, gibt es nicht.

Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Archiv

Wöchentliche Marktinfo KW28

DAX-Tagesausblick: DAX Tageskerzenfolge nicht konstruktiv, aber.

Die Tageskerze ist bärisch, deutet auf keinerlei Anstiegschancen hin. Auch der Rückfall unter den alten Abwärtstrend (rot) fällt auf, aber… Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15655 + 15700 + 15800 + 15859 (+ 16000 + 16104/16119)
DAX Unterstützungen: 15592 + 15500 + 15423/15421 (+ 15300)

DAX Prognose

  • Der Pullback von 15800 sollte sich nach unten hin fortsetzen.
    In der Tat fiel der DAX von 15789 bis 15592.

DAX Pullbackfortsetzung!

  • Die Tageskerze ist bärisch, deutet auf keinerlei Anstiegschancen hin. Auch der Rückfall unter den alten Abwärtstrend (rot) fällt auf.
    Dennoch gibt es heute DAX Anstiegschancen, paradox. Die Stundenkerzenfolge verrät es.
    Der Stundenkerzenaufbau deutet auf "stille Käufe" hin.
    Der DAX könnte dies mit Kursanstiegen über 15655/15660 bestätigen und eine kleine Rally bis 15700 entfachen.
  • Unter 15592/15588 ginge es noch eine Etage tiefer als gestern.
    Umfangreichere Pullbacks erreichen das DAX Level ~15500, eine altbekannte Jahr 2021 Horizontalen und das 61,8 % Retracement der Aufwärtstrecke seit Donnerstag bzw. das Gap und Pivot Support S3 bei 15423/15421.
  • Edit:
    Oberseitig zielt der DAX über 15803 auf rechnerische DAX Marken bei 15859 (Pivot R3) und 16000 bzw. 16104 und schließlich auf 16119 ab, das große DAX 161 % Extension Ziel der letzten 20-tägigen Flagge.
  • DAX Verkaufssignale nennenswerter Art treten nur unter DAX 15300 auf. Dann wäre 14815 das Ziel.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

VOLKSWAGEN - Pullback nähert sich potenziellem Ende an

Nach einem kurzen, aber starken Aufwärtsschub vom 09. und 12. Juli gibt die Volkswagen Aktie seit einigen Tagen wieder nach. Wie sind diese Abgaben zu werten?

Die Volkswagen-Aktie befindet sich einem Hoch bei 252,20 EUR vom 18. März 2021 in einer Korrekturbewegung. Dabei fiel die Aktie am 13. Mai 2021 auf ein Tief bei 198,88 EUR zurück.

Widerstände: 220,30 + 241,42
Unterstützungen: 206,35 + 205,82 + 198,80

Dieses Tief testete sie am 08. Juli 2021 erfolgreich. Danach kam es zu einem starken Aufwärtsimpuls auf 220,30 EUR und dem Bruch des Abwärtstrends seit 02. Juni. Seit diesem Hoch befindet sich der Wert in einem Pullback an den gebrochenen Abwärtstrend. Dieser Trend verläuft heute bei 205,82 EUR.

Kaufwelle könnte bald starten

Die Volkswagen-Aktie kann kurzfristig noch bis 206,35-205,82 EUR abfallen. Dort könnte sie zu einer neuen Rally ansetzen. Diese könnte zu Gewinnen bis an den Abwärtstrend seit März 2021 führen. Dieser Trend liegt aktuell bei 241,42 EUR. Sollte der Wert allerdings unter 205,82 EUR abfallen, dann könnte es zu einem Rücksetzer bis 205,82 EUR oder sogar bis 192,46-171,68 EUR kommen.

BECHTLE - Pullback der Aktie sieht verführerisch aus

Eine kurzfristige Bodenbildung hat die Bechtle Aktie schon erfolgreich abgeschlossen. Jetzt bietet sich für alle Späteinsteiger die Gelegenheit, bei einem interessanten Setup zuzugreifen.

Zugegeben, die Zeit nach dem Allzeithoch bei 190,70 EUR Ende November 2020 war für Bechtle-Aktionäre alles andere als nervenschonend. Insbesondere sei hier der massive Einbruch im Februar genannt, der zahlreiche Verkaufssignale lieferte und die Korrekturphase einleitete, die jetzt aber mit einem leicht versetzten Doppelboden bei 147,45 EUR beendet wurde.

Kaufsignale bestätigen Bodenbildung

Denn seit Ende Juni zog der Wert gradlinig an das Zwischenhoch bei 159,90 EUR und die mittelfristige Abwärtstrendlinie an und hat beide in der letzten Woche überwunden. Damit wurde ein Kaufsignal generiert und mit dem Anstieg über die Hürde bei 164,00 EUR und in der Spitze auf 165,42 EUR bestätigt.

Aktuell läuft der bullische Pullback an die Trendlinie, von der die Anteile von Bechtle nach oben abprallen und weiter über 164,00 EUR steigen dürften. Damit wäre ein Angriff auf die starke Hürde um 172,30 EUR möglich. Sollte auch dieser Widerstand in den kommenden Wochen überschritten werden, wäre ein mittelfristiges Kaufsignal aktiv und damit eine Rally bis 185,00 EUR denkbar.

Erst ein Rückfall unter 159,90 EUR würde die Ambitionen der Bullen abbremsen und zu einer Korrektur bis 155,00 EUR führen. Dort könnte dennoch der nächste mehrtägige Kaufimpuls starten.

PALLADIUM - Bullen nehmen Anlauf

Tagesausblick für Freitag, 16. Juli 2021: Nach der imposanten Rally der letzten Wochen gönnt sich Palladium aktuell eine korrektive Pause. Diese könnte aber schon an der Unterstützung bei 2.735 USD vom nächsten Anstieg abgelöst werden.

Palladium Widerstände: 2.800 + 2.875 + 3.017
Palladium Unterstützungen: 2.735 + 2.639 + 2.540

Rückblick: Ausgehend von einer mittelfristigen Aufwärtstrendlinie in der Nähe der Unterstützung bei 2.405 USD konnte Palladium den vorherigen Abverkauf Mitte Juni stoppen und einen dynamischen Konter etablieren. Dieser führte den Wert sogar wieder über die Hürde bei 2.735 USD und damit in die Handelsspanne der Vorwochen zurück. Allerdings gelang es den Bullen bislang nicht, auch die Kurshürde bei 2.875 USD zu überwinden. In den letzten Tagen setzte Palladium von dort zurück und wurde gestern schon kurz unter den Support bei 2.735 USD abverkauft.

Charttechnischer Ausblick: Noch kann die aktuelle Gegenbewegung als bullischer Pullback an eine gebrochene Abwärtstrendlinie und die Unterstützung bei 2.735 USD gewertet werden. Sollte also von hier aus ein Angriff auf 2.875 USD starten, könnte dieser auch zum Bruch der Barriere und weiteren Zugewinnen bis 2.950 USD und dem Rekordhoch bei 3.017 USD führen.

Abgaben unter 2.735 USD dürften dagegen bei 2.639 USD wieder auf Käufer treffen, die den Aufwärtstrend von dort aus fortsetzen könnten. Erst ein Bruch dieser Unterstützung hätte ein Ende der Erholungsrally und einen Abverkauf bis 2.540 und ggf. bereits 2.405 USD zur Folge.

So funktioniert Börse!

Börse ist überraschend einfach. Man muss sich nur auf das Wesentliche konzentrieren.

Aktuell sind viele Anleger, aber auch Analysten überrascht, dass die Zinsen sinken. Intuitiv ist die Verwirrung nachvollziehbar. Wie kann es sein, dass die Zinsen in Europa und den USA wieder sinken, wenn die Wirtschaft doch boomt und die Inflation so hoch ist wie seit vielen Jahren nicht mehr? Der Anleihe- und auch Aktienmarkt funktioniert relativ einfach, auch wenn die Funktionsweise nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. Bei Anleihen und damit den Zinsen, muss man zwischen kurzen Laufzeiten (bis 5 Jahre) und längeren Laufzeiten unterscheiden. Die Zinsen von Anleihen mit kurzer Laufzeit orientieren sich am Leitzins, den die Notenbank festlegt. In den USA kleben die Zinsen für Anleihen mit 12 Monaten Laufzeit bei 0 % fest. Anleger erwarten nicht, dass der Leitzins vor Mitte 2022 steigt. Zinsen für 2-jährige Anleihen stiegen zuletzt etwas an. Äußerungen von Notenbankern ließen darauf schließen, dass der Zins Ende 2022 oder Anfang 2023 steigen könnte. Auf Sicht von 5 Jahren erwarten Anleger inzwischen vier Zinsschritte. Die Rendite der Anleihen reflektiert dies.

Ein Teil der Zinsen steigt also. Ein anderer Teil von Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren und mehr steigt nicht, er fällt. Die Rendite 10-jähriger US-Anleihen fällt seit über drei Monaten, dabei wird der Leitzins als nächstes definitiv steigen und nicht fallen. Dahinter steckt also nicht die Erwartung über den Leitzins, sondern etwas anderes. Das ist die Inflation.

Hier zählt, ob die Inflationserwartungen steigen oder fallen. Die Erwartungen wiederum sind eng mit der tatsächlichen Inflation verknüpft. Vereinfacht kann man folgende Regel aufstellen: beschleunigt sich der Preisanstieg, steigt die Rendite langfristiger Anleihen. Nimmt die Dynamik ab, sinken die Zinsen. Genau das war in den letzten Monaten zu beobachten (Grafik 1). Es gilt auch für längere Zeiträume, egal, ob man 10 Jahre oder 50 Jahre betrachtet.

Damit ist der Anleihemarkt erklärt. Der Aktienmarkt funktioniert ähnlich einfach: steigen die Gewinne, steigen die Kurse (Grafik 2). Im Gegensatz zum Anleihemarkt kommt es aber nicht darauf an, ob sich das Wachstum beschleunigt oder verlangsamt. Wichtig ist, ob die Gewinne steigen oder fallen.

Analysten gehen bis Ende 2022 von steigenden Gewinnen aus. Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Fortsetzung eines Aufwärtstrends. Ein solcher Trend ist nicht geradlinig. Korrekturen, aus welchen Gründen auch immer, sind jederzeit denkbar. Die Gewinnentwicklung, wenn sie wie erwartet eintrifft, spricht für weiter steigende Kurse. Das Tempo hängt allerdings durchaus von der Gewinnwachstumsrate ab (Grafik 3).

Der Trend sollte entsprechend abflachen, gespickt mit Korrekturen. Das Beste liegt hinter uns. Das ändert jedoch nichts an der sehr einfachen Regel, von der sich Anleger durch das Tagesgeschehen gerne ablenken lassen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW27

DAX-Tagesausblick: Korrektur erreicht befriedigendes Level 15309!

Das DAX Korrekturpensum ist seit gestern befriedigend fortgeschritten (2. Test von 15309). 15300 ist der erste Punkt des Sommers, der eine Sommerrally auslösen könnte. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15461/15475 + 15500 + 15550/15555 + 15700 + 15800
DAX Unterstützungen: 15309 + 15275 + 15195 (+ 14815 + 14393)

DAX Prognose

  • Den frühen Exzess hatten wie gestern erneut, wie angekündigt. Es wuchs sich dann sogar zur 2. Korrekturwelle zum Aufwärtstrend der letzten 7 Monate aus.
    Der DAX hat das untere Ziel 15309 erreicht und damit ein 2. Mal das Tief vom 21.6. unterboten.
    Dies geschah alles in einer Korrekturformation die schon seit dem 15.6. (dem Allzeithoch 15803) läuft.
    Das DAX Korrekturpensum ist befriedigend fortgeschritten seit gestern. Ein kleines Manko gibt es aber noch, siehe weiter unten.
  • Nach dem absolvierten Abwärtspensum von 500 bzw. 400 Punkten ist nun die Frage, ob es die großen Marktteilnehmer dabei belassen und die Sommerrally ausgehend von ca. 15300 einleiten, zumal dort der 7-monatige Aufwärtstrend und die stützend zum DAX stehende "Ichimoku-Wolke" verlaufen, oder ob "sie" die DAX die Korrektur zum nächsten unteren Ziel 14800 ausdehnen?
  • Der geübte Intraday Blick legt nah, dass nach einer kleinen Zwischenanstiegsphase im DAX Future sogar noch ein Tief fehlt, denn dort wiederum wurde das etwas tiefere ausgebildete Tief vom 21.6. noch kein 2. Mal unterboten.
    Somit beendet der DAX heute in vielen Fällen eine Reboundphase bei 15475/15500 (bzw. 15550/15555) und fällt dann bis 15275, maximal aber heute bis 15195 (FDAX Wochen Pivot S3).
    Neue DAX Tiefs bleiben wahrscheinlich, solange es dem DAX nicht gelingt, über 15710 zu steigen. Zwischen 15555 und 15709 wäre also eine Grauzone zu attestieren.
  • Der VDAX NEW hob von der wichtigen Unterstützung 17,0 % bis 21,5 % nach oben ab (+26,5 %) und bestätigte somit die DAX Schwäche.

Fazit: Das DAX Korrekturpensum ist seit gestern befriedigend fortgeschritten (2. Test von 15309).
DAX ≈15300 ist interessant als Startpunkt größerer Anstiege (Sommerrally). Das eine oder andere Tief im Bereich 15300 könnte aber vorerst noch kommen.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

BIONTECH - Studie zeigt gute Daten! Aktie wieder gefragt!

Neue Sorgen im Kampf in der Corona-Krise belasteten zuletzt die BioNTech Aktie. Neue Nachrichten sorgten gestern jedoch für eine Entspannung.

Sorgen im Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus sorgten in den vergangenen Wochen in Verbindung mit einer sehr gut gelaufenen BioNTech-Aktie für eine Konsolidierung dieser zwischen ca. 200 EUR auf der Oberseite und 164,85 EUR auf der Unterseite. Jüngste „Studien“ legten nahe, dass das Vakzin zwar durchaus eine gute Wirksamkeit auch gegen die Delta-Variante besitzt, jedoch potenziell eine dritte Impfung notwendig wird. Bei einer laufenden Studie zur dritten Impfung seien positive Daten zu beobachten, so BioNTech.

Im gestrigen Handel und auch am heutigen Freitag reagiert die Aktie positiv auf diese Nachrichten. Nachdem der Kurs gestern noch zum Test der Unterstützung bei 164,85 EUR ansetzte, prallte der Kurs dort nach oben ab. Damit verteidigen die Bullen die Range der letzten Wochen. Man könnte diese als eine Art Flaggenformation bezeichnen und einen Ausbruch nach oben favorisieren. In einem solchen Fall könnten die Kurse weiter auf 230-240 EUR durchstarten.

Um diese Ziele abzuarbeiten, müsste jedoch erst einmal die Flagge nach oben verlassen werden und eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht. Darüber hinaus kann der Ausbruch, selbst wenn er denn kommen wird, noch eine ganze Weile auf sich warten lassen, während sich der Kurs in dieser Zeit innerhalb der Flagge bewegt.

Fazit: Die Ausgangsbasis für Aktionäre in der BioNTech-Aktie scheint weiterhin positiv zu sein, sowohl technisch als auch fundamental. Kurzfristig könnte es unterhalb von ca. 164 EUR etwas ungemütlicher werden, oberhalb dessen aber sehe ich die Aktie vorerst weiterhin bullisch.

DEUTSCHE TELEKOM - Fels in der Brandung

Trotz der anhaltenden Schwäche im Gesamtmarkt steht die Deutsche Telekom Aktie seit Tagen stabil unter einer wichtigen Kurshürde. Eine Erholung am Markt könnte bei der Aktie schon zur nächsten, ggf. finalen Kaufwelle führen.

Nach dem Ausbruch über 15,72 EUR gelang der Aktie der Deutschen Telekom im März eine Rally bis an das Zwischenziel bei 17,46 EUR, dem eine scharfe Korrektur an die vorherige Ausbruchsmarke folgte. Doch ausgehend von einem Bereich knapp über dem Support bei 15,72 EUR zog der Wert in einer weiteren Aufwärtsbewegung über das Verlaufshoch und direkt an die Zone zwischen dem Kursziel bei 17,90 EUR und dem Widerstand bei 18,14 EUR an.

Zentraler Widerstand in greifbarer Nähe

In dieser Zone tendiert der Wert aktuell seitwärts und könnte diese bullische Konsolidierung mit einem Anstieg über 18,14 EUR krönen. In der Folge dürfte das 100 %-Projektionsziel der ersten Kaufwelle bei 18,70 EUR angesteuert werden (im Chart violett markiert). Dort ist dann aber mit einer deutlichen Korrektur zu rechnen, ehe die Reise mittelfristig ggf. bis 20,00 EUR fortgesetzt wird.

Abgaben unter 17,51 EUR könnten dagegen schon an den Unterstützungen bei 17,46 und 17,36 EUR aufgefangen werden. Erst darunter würde sich mit dem Bruch der zentralen Aufwärtstrendlinie und Abgaben bis 16,74 EUR das technische Bild eintrüben.

Charttechnisches Fazit: Solange die Range der letzten Tage nicht nach unten verlassen wird, hat die Aktie der Deutschen Telekom einen Ausbruch über 18,14 EUR und einen Anstieg bis 18,70 EUR vor sich

PALLADIUM - Langer Anstieg, kurze Pause

Tagesausblick für Freitag, 09. Juli 2021: Mit einem satten Konter haben die Bullen bei Palladium im Bereich von 2.450 USD Schlimmeres verhindert und direkt die Hürde bei 2.735 USD zurückerobert. Die aktuelle Pause dürfte der Vorbereitung auf den nächsten Anstieg dienen.

Palladium Widerstände: 2.800 + 2.875 + 3.017
Palladium Unterstützungen: 2.735 + 2.639 + 2.540

Rückblick: In den vergangenen Wochen war der Palladiumpreis in einer massiven Abwärtsbewegung unter die Unterstützung bei 2.735 USD eingebrochen und an die mittelfristige Aufwärtstrendlinie gefallen. Dort starteten die Bullen allerdings einen formidablen Konter und katapultierten den Wert direkt wieder über die Hürde, Zuletzt wurde auch die kurzfristige Abwärtstrendlinie überschritten und der Widerstand bei 2.875 USD erreicht. Von der Hürde setzte der Palladiumkurs leicht zurück.

Charttechnischer Ausblick: Die laufende Gegenbewegung könnte jetzt an die Unterstützung bei 2.735 USD zurückführen und dort der nächste Ausbruchsversuch über 2.875 USD starten. Selbst ein Rückfall unter 2.735 USD würde die Chancen der Bullen nicht schmälern und ausgehend von 2.639 USD zu einem neuen Anstieg führen können. Sollte die 2.875 USD-Marke also im weiteren Verlauf überschritten werden, käme es zu einem Angriff auf das Allzeithoch bei 3.017 USD.

Erst ein Bruch der 2.639 Punkte-Marke würde die Kaufwelle nachhaltig abbremsen und für eine Korrektur bis 2.540 USD sorgen. Damit wäre auch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie wieder unterschritten und somit ein bärisches Signal generiert, dem eine Abwärtswelle bis 2.405 USD folgen dürfte.

Wie China die USA wieder ausgetrickst hat

Um den Handelskrieg zwischen den USA und China ist es ruhig geworden. Er geht jedoch unvermindert weiter. China trickst die USA dabei weiterhin aus.

Die Einführung von Zöllen auf chinesische Waren sind ziemlich umfassend. Kaum ein Produkt ist ausgenommen. Nach Volumen gewichtet liegt der Zoll auf chinesische Importe bei 20 %. China hat seinerseits Zölle erhoben. Diese liegen im Durchschnitt bei knapp 20 %. Das hat zunächst dazu geführt, dass China Marktanteile verloren hat. Während die USA weiterhin kräftig importierten, fiel der Anteil Chinas an diesen Importen von 21,5 % auf 17 % (Grafik 1).

Das sieht zunächst wie ein Erfolg für die USA aus. Wenn es um China geht, ist weniges wie es scheint. Auf wundersame Art und Weise stieg der Marktanteil vom chinesischen Nachbarn, Vietnam (Grafik 2). Chinesische Exporteure umgingen die Zölle, indem sie die Waren durch den Vietnam und andere Länder schleusten.

Das war eine Art, die China zu seinem Vorteil nutzte. US-Exporteure taten dies nicht. Ob sie nicht wollten oder konnten, sei dahingestellt. Am Ende führte es dazu, dass US-Exporte dem Zoll unterlagen, die Importe zum Teil jedoch nicht, weil sie aus anderen Ländern kamen.
Für chinesische Importeure wurden viele Güter aus den USA effektiv teurer. Sie suchten nach Alternativen. Gerade bei Rohstoffen fanden sie diese Alternativen. Sojaexporte aus den USA brachen ein, die aus Brasilien stiegen. US-Unternehmen verkaufen also weniger Waren nach China.

China, zusammen mit den umgeleiteten Exporten z.B. durch den Vietnam, konnte das Volumen ungefähr halten. Während der Coronakrise stieg sogar der offizielle Marktanteil wieder. Gerade bei medizinischen Gütern wie Masken waren die USA auf Importe angewiesen.

Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, haben sich auch die Unternehmen beider Länder zu sehr unterschiedlichen Strategien entschieden. US-Importeure gaben einen Großteil der zusätzlichen Kosten nicht weiter. Das erklärt, weshalb es in den USA aufgrund der Zölle keine wesentliche Inflation gab. Importeure übernahmen einen Großteil der Kosten und nahmen kleinere Margen in Kauf.

Das gleiche gilt für US-Exporteure. Sie verkaufen ihre Waren zum gleichen Preis (im Verhältnis zum Preisniveau vor Einführung der Zölle) an China, verzichten also auch hier auf Marge. Die Angst ist zu groß, dass sich China Alternativen sucht.

Chinesische Unternehmen übernehmen die Kosten nicht wie US-Firmen. Zölle sollten der heimischen Industrie helfen. Am Ende haben sie mehr geschadet. Bezeichnend dafür ist die Revision der Daten zur Industrieproduktion in den USA (Grafik 3). Vor der Revision sah die Produktion gesund aus. Nun, da bessere Daten zur Verfügung stehen, zeigt sich eine große Lücke, die mit dem Beginn des Handelskrieges immer größer wurde.

China hat die USA durch geschicktes Manövrieren ausgetrickst. Das bedeutet nicht, dass China überhaupt keinen Schaden genommen hat. Was China wirklich trifft, sind Sanktionslisten auf denen Unternehmen stehen und an die z.B. keine Halbleiter aus den USA mehr verkauft werden dürfen. Das tut weh. Insgesamt hat China die Krise gut überstanden.

Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW26

DAX-Tagesausblick: 2. Abwärtstrecke auf 10 Tage Tiefs steht im Raum!

Der DAX konnte gestern zu Beginn sprunghaft steigen. Mittelzuflüsse am Ersten des Monats waren wahrscheinlich der Grund. Man sieht das häufig. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15675/15710 + 15750/15753 + 15785/15803 + 15941
DAX Unterstützungen: 15556/15502 + 15310/15272/15258 + 15229

Rückblick:
Der DAX konnte gestern zu Beginn sprunghaft steigen. Mittelzuflüsse am Ersten des Monats waren wahrscheinlich der Grund. Man sieht das häufig.
Gegen 10 Uhr (DAX Hoch 15709) war offenbar alles eingepreist und die bärische DAX Tageskerzenkombination der letzten 2 Tage setzte sich ansatzweise durch, ohne aber entscheidenden "Schaden" anzurichten.
Das prozyklische Kaufsignal durch 15709+x wurde nicht aktiviert.
DAX Prognose

  • Für den DAX steht nach wie vor eine 2. (rote) Abwärtstrecke zu 15310 (ggf. 15250) im Raum. Es wäre bei Ansicht aller Indizien die logischste Fortsetzungsvariante. Zyklische Zeit dafür ist bis zum 6. Juli. Aufgehoben wird das Ziel 15310-x nur über 15803.
  • DAX Widerstände stellen heute vor allem 15675/15710 dar und auch 15750.
  • Unterstützend wirkt weiter der Tageschart-Kijun bei 15556.
  • BÄR: Unter 15500 fällt der DAX bis 15456 oder 15310/15275 und maximal bis zur grünen Tageswolke bei 15229). In den meisten Fällen hätte der DAX dann ausgehend von 15309/15229 neue Anstiegschancen bis 15500.
  • BULLE: Über 15710 aktiviert der DAX Anschlusspotenzial bis 15750/15753 und 15803 (Allzeithoch), für mehr reicht es heute auch im bullischsten Fall kaum.
  • Der VDAX oszilliert über der wichtigen Unterstützung 17,0 %.

MEDIOS - Ist das der Befreiungsschlag?

Die Medios-Aktie ist eine der Enttäuschungen im Jahr 2021. Im Juni rissen die Bullen das Ruder noch einmal herum. Nun müssen sie aber auch nachhaltig liefern.

Eine schöne dynamische Kaufwelle im vierten Quartal 2020, aber kein neues Allzeithoch: Seither ist der Wurm drin bei der Aktie von Medios. Mehrere Chancen, die übergeordnete Aufwärtsbewegung wiederaufzunehmen, ließen die Bullen aus. Im April scheiterte der Titel in einer massiven Widerstandszone. Die Kaufwelle im Juni wurde wiederum komplett abverkauft. Neue Tiefs führten aber zumindest zu keinen Anschlussverkäufen.

In dieser Woche attackiert die Aktie erneut die seit Januar maßgebliche Abwärtstrendlinie und ließ im gestrigen Handel auch die beiden EMAs 50 und 200 hinter sich. Wird der Bereich um 34,00 EUR nun als neuer Support bestätigt, könnte die Kaufwelle sich in Richtung 37,20 bis 37,90 EUR fortsetzen. Darüber wäre das Allzeithoch bei 42,00 EUR erreichbar.

Absicherungen bieten sich spätestens unter dem Jahrestief bei 31,50 EUR an. Zwei Versuche, aus der Korrektur heraus neues Aufwärtsmomentum zu entfalten, scheiterten in den vergangenen Monaten. Ich gebe der Aktie hiermit noch eine letzte Chance.

Fazit: Das Beispiel Medios zeigt gut, wie schwierig es sein kann, aus der Korrektur heraus zu handeln. Oftmals sind mehrere Versuche notwendig, ehe eine neue Trendbewegung startet. Analytisch lässt sich zumindest festhalten, dass beide herausgearbeiten Widerstände im April und Juni nicht (per Schlusskurs) überboten werden konnten. Aktuell ist das anders. Solange das Junitief hält, bestehen folglich noch Chancen für die Bullen.

Jahr

2020

2021e*

2022e*

Umsatz in Mrd. EUR

0,63

1,24

1,41

Ergebnis je Aktie in EUR

0,38

0,78

1,19

Gewinnwachstum

105,26 %

52,56 %

KGV

91

44

29

KUV

1,1

0,6

0,5

PEG

0,4

0,6

*e= erwartet

COMMERZBANK - Konsolidierung an potenziellem Endpunkt

Die Commerzbank-Aktie musste zuletzt einige Abgaben hinnehmen. Wie fügen sich diese in das Gesamtbild ein?

Die Commerzbank-Aktie fiel im März 2020 auf ein Tief bei 2,80 EUR zurück. Am 14. Mai 2020 testete der Wert dieses Tief erneut. Seitdem befindet er sich in einer größeren Aufwärtsbewegung.

Anfang Juni kam es zu einem Ausbruchsversuch über den Widerstandsbereich bei 6,75 EUR. Zwar notierte die Aktie im Hoch bei 6,87 EUR, etablierte sich aber nicht über dem Widerstand.

In den letzten Wochen stand die Commerzbank-Aktie deutlich unter Druck und fiel am Mittwoch auf die Unterstützung bei 5,96 EUR zurück. In den letzten beiden Tagen notierte die Aktie intraday jeweils darunter, vermied aber einen Tagesschlusskurs unterhalb.

Kommen jetzt die Bullen zurück?

Die Konsolidierung der letzten Wochen könnte auf dem Unterstützungsbereich um 5,95 EUR zu Ende gehen. Ein Anstieg über dem EMA 50 bei aktuell 6,12 EUR wäre ein Hinweis für das Ende der Konsolidierung. In diesem Fall könnte der Wert in Richtung 6,75 - 6,87 EUR ansteigen.

Sollte die Aktie allerdings stabil unter 5,96 EUR abfallen, könnte es zu einer weiteren Verkaufswelle in Richtung des Aufwärtstrends seit Mai 2020 bei aktuell 5,25 EUR kommen.

PALLADIUM - Starker Konter eröffnet neues Potenzial

Tagesausblick für Freitag, 02. Juli 2021: Nach dem massiven Abverkauf bis weit unter 2.540 USD haben sich die Bullen in den letzten Tagen erfolgreich zurückgemeldet und aus der anfänglichen Erholung einen veritablen Konter gemacht. Dieser könnte sich jetzt fortsetzen.

Palladium Widerstände: 2.800 + 2.875 + 3.017
Palladium Unterstützungen: 2.639 + 2.540 + 2.405

Rückblick: Mit einem neuen Allzeithoch bei 3.017 USD endete der mittelfristige Aufwärtstrend bei Palladium im Mai und der Wert ging zunächst in eine moderate Korrektur über. Mit dem Bruch der Unterstützung bei 2.735 USD brach sich dann aber ein starker Abverkauf Bahn, der Palladium bis an die mittelfristige Aufwärtstrendlinie drückte. Doch ausgehend von einem Tief bei 2.441 USD starteten die Bullen einen erfolgreichen Konter, der jetzt sogar schon wieder über die 2.735 USD-Marke führte.

Charttechnischer Ausblick: Mit dem Wiederanstieg über die 2.735 USD-Marke haben die Käufer dem Kurseinbruch den Zahn gezogen und könnten jetzt zu einem Anstieg bis 2.800 USD ansetzen. Dort wäre mit einer Gegenbewegung zu rechnen. Sollte die Marke überschritten werden, dürfte ein Angriff auf 2.875 USD folgen. Darüber wäre der Weg ans Allzeithoch frei.

Aktuell würde erst ein erneuter Bruch der Unterstützung bei 2.639 USD für ein Ende des Konters sorgen und zu einem Rücksetzer auf 2.540 USD führen. Hier könnte der nächste Anstieg starten. Darunter käme es dagegen zu einem Abverkauf bis 2.405 USD.

Was das Ende von "Peak Fed" für den Aktienmarkt bedeutet

Der Höhepunkt der ultralockeren Geldpolitik liegt bereits hinter uns. Das kennen wir aus dem Jahr 2013. Was bedeutet es also für den Markt?

Einige Investmentbanken haben begonnen, den Höhepunkt der ultralockeren Geldpolitik als "Peak Fed" zu bezeichnen. Dieser Höhepunkt liegt hinter uns, vermutlich sogar schon eine ganze Weile. Als Maßstab kann man die Realzinsen heranziehen. Dabei geht es um die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe minus Inflationserwartungen. Das Tief dieser Zinsen bildete sich zwischen September 2020 und Januar 2021 aus. Im Februar und März folgte ein rasche Zinsanstieg, sowohl bei den Realzinsen als auch bei den Nominalzinsen. Der Realzins stieg von -1,06 % auf -0,62 % und der Nominalzins von 0,52 % auf 1,75 %.

2013 machte der Markt eine ähnliche Entwicklung durch. Als der damalige Notenbankchef Ben Bernanke eine Reduktion von QE in den Raum stellte, stiegen die Zinsen schnell an. Das wurde als "Taper Tantrum" bekannt. Dieses fand statt, als QE 3 noch in vollem Gange war (Grafik 1).

Ob der Zinsanstieg Anfang 2021 schon das Taper Tantrum dieses Zyklus war, bleibt abzuwarten. Persönlich gehe ich davon aus. Ein Taper Tantrum findet dann statt, wenn Anleger Angst vor einem Ende von QE haben und nicht dann, wenn das Ende tatsächlich stattfindet.

Der Zins steigt, bevor die Notenbank überhaupt die Wertpapierkäufe reduziert. Beginnt die Reduktion erst, tendieren Zinsen zu sinken. Die Risikoaversion von Anlegern sinkt. Die Liquiditätsschwemme als Sicherheitsnetz fällt mehr und mehr weg. Das war 2014 zu beobachten und ist nun wieder zu erkennen. Die Zinsen sind seit dem Hoch Ende März deutlich gefallen.

Bei der letzten Abwicklung von QE ging alles etwas langsamer. In diesem Zyklus erscheint alles ein wenig im Zeitraffer zu verlaufen. Dieser Eindruck täuscht nicht, er entspricht den Fakten. Die Erholung nach der Finanzkrise war zäh. Staaten sparten, anstatt die Wirtschaft zu stützen. Das verzögerte eine Gesundung erheblich. Dieses Mal ist das anders. Notenbanken und Regierungen haben viel unterstützt, so viel sogar, dass es eher zu viel als zu wenig ist.

Da sich derzeit alles im Zeitraffer bewegt, sind wir schon in der nächsten Phase. Die Zinskurve flacht inzwischen deutlich ab (Grafik 2).

Als QE nach der Finanzkrise 2014 endgültig vorbei war, ging es mit der Zinskurve eigentlich nur noch bergab. Sofern kein neues QE Programm aufgelegt wird, wird das auch jetzt wieder so sein.

Die Zinsen dürften daher auf absehbare Zeit seitwärts laufen oder sinken. Das war auch von 2014 bis 2018 zu beobachten (Grafik 3). Danach stiegen die Zinsen für ein Jahr lang an. Steuersenkungen in den USA sorgten für eine kurzfristige Beschleunigung des Wachstums. Darauf kann man in den kommenden Jahren nicht zählen. Vielmehr stehen Steuererhöhungen an.

Zinsen und Aktienmarkt kann man nicht voneinander trennen, ebenso nicht von QE. Nach dem Ende von QE 1 und QE 2 korrigierte der S&P 500 merklich (Grafik 4). Nach dem Ende von QE 3 verlangsamten sich die Kursgewinne und der Markt stagnierte fast ein Jahr lang. Als die Fed die Bilanzsumme sogar verkleinerte, war der Markt sehr volatil.

Ohne QE kann der Markt leben. Wird dem Markt aber durch Verkäufe von Wertpapieren durch die Notenbank Liquidität entzogen, wird es kritisch. Das merkte auch die Fed selbst. Sie begann im Herbst 2019 wieder mit Wertpapierkäufen. Der Zweck war ein anderer als nach der Finanzkrise. Effektiv hat sie aber genau das getan, was sie unter QE gemacht hat. Sie hat Wertpapiere gekauft.

Nun ist wieder das Ende von QE absehbar. Die Notenbank ist gespalten wie selten zuvor. Immer mehr Notenbanker drängen auf eine Reduktion der Wertpapierkäufe. Den Fahrplan dazu dürften wir spätestens im September erfahren. Luftsprünge sind vom Aktienmarkt nicht mehr zu erwarten.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW25

DOW JONES - Neue mittelfristige Prognoseskizze Update

Seit mittlerweile 2 Monaten pendelt sich das Kursgeschehen im US-Leitindex aus. Bisher also ein klein wenig ein Sommerloch.

Die mittlerweile rund 2-monatige Pendelbewegung im Bereich der 34.000er Zielprojektion hat die Form einer bullischen Flagge angenommen. Wie gehabt gilt: Steigt der Dow Jones auf Tagesschlusskursbasis überzeugend über 34.840 Punkte an, generiert das ein mittelfristiges Kaufsignal mit Projektionsziel 37.150 Punkte.

Bei diesem IT-Unternehmen rührt sich wieder etwas!

Ein Vorstandswechsel und ein emsiger Großaktionär: Eine der Anfang des Jahres genannten Small-Cap-Ideen könnte nun so langsam zu zünden. Die charttechnische Situation bei der Aktie ist explosiv.

Nach mehreren Jahren des Dahinsiechens stehen die Zeichen bei diesem IT-Unternehmen auf Veränderung. Daran dürfte auch der Großaktionär mitwirken, der zuletzt seine Position noch einmal ausgebaut hat. Fundamental dürfte der Boden so langsam erreicht sein, wenngleich eine Rückkehr zu alter Stärke nicht von heute auf morgen gelingen wird. Der angekündigte Vorstandswechsel ist unter diesem Aspekt sogar zu begrüßen. Denn frischer Wind, auch strategisch, könnte neues Kaufinteresse am Markt auslösen.

Fundamental bin ich auf die Cenit AG Aktie Anfang des Jahres ausführlich eingegangen. Dieser Artikel kann als Fundament gesehen werden. Kurstechnisch hat man bislang auch nicht wirklich etwas verpasst. Zumindest die Aufwärtstendenz seit März 2020 ist aus charttechnischer Sicht intakt. Was hat sich in der Zwischenzeit getan?

Die Ergebnisse des ersten Quartals waren immer noch von der Pandemie geprägt und wiesen ein Minus zum Q1 2020 auf. Der Umsatz fiel von 39,23 auf 36,22 Mio. EUR. Dabei entwickelten sich vor allen Dingen die Erlöse im Bereich Beratung und Services mit einem Rückgang von 22,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum enttäuschend. Das EBIT drehte von 805.000 auf -522.000 EUR. Unterm Strich fiel nach einem Gewinn je Aktie von 0,06 EUR ein Verlust von 0,06 EUR an. Der operative Cashflow war mit 7,68 Mio. EUR aber positiv. Auch die Bilanz sieht weiter in Ordnung aus. Der Bestand von Bankguthaben und liquiden Mitteln betrug Ende März 2021 32,6 Mio. EUR.

Großaktionär stockt auf

Warum also der nochmalige Hinweis auf die Aktie? Zum einen dürften die Ergebnisse in den kommenden Quartalen aufgrund der Coronalockerungen anziehen, das vierte Quartal ist zudem traditionell das stärkste. Zum anderen aber gab es zuletzt zwei Meldungen, die mich weiter optimistisch stimmen.

Erst vor wenigen Tagen hat der Großaktionär Primepulse seine Position von 15,01 auf 21,44 % aufgestockt. Die Nachricht diesbezüglich gab es gestern nach XETRA-Börsenschluss. Zum anderen wird der langjährige CEO Kurt Bengel zum Jahresende sein Amt niederlegen. Nach 33 Jahren im Unternehmen, davon 15 Jahren als Vorstand und CEO, mag das zunächst negativ klingen. Schaut man sich aber die Unternehmensentwicklung in den vergangenen Jahren an, so kann frischer Wind in keinem Fall schaden. Im Gegenteil, ein neuer CEO mit einer neuen Vision könnte am Markt durchaus gut ankommen und Primepulse rund um den Cancom-Gründer Klaus Weinmann wird hier sicherlich ein Wort mitreden.

Fundamental gehe ich davon aus, dass der Boden eingezogen ist. Die Prognose für 2021 lautet auf einen Umsatz von 152 Mio. EUR und ein EBIT von 5 Mio. EUR. Dem gegenüber steht aktuell eine Marktkapitalisierung von gut 122 Mio. EUR. Der Markt wiederum erwartet Erlöse von über 154 Mio. EUR und ein EBIT von 5,07 Mio. EUR, was auf einen Gewinn je Aktie von rund 0,39 EUR hinauslaufen dürfte. 2022 soll der Umsatz leicht und der Gewinn überproportional in Richtung 0,60 EUR je Aktie anziehen.

Aus charttechnischer Sicht hämmert der Wert an den Widerstand bei 14,60 EUR. Darüber wäre die Aufwärtsbewegung seit März 2020 bestätigt. Die weiteren Aufwärtsziele liegen bei 15,85 EUR und darüber im Bereich von 18,00 EUR. Stopps können nun bereits unter das Tief bei 13,00 EUR in den Markt gelegt werden.

Fazit: Nach einem schwachen ersten Quartal dürfte das Geschäft bei Cenit in den kommenden Quartalen wieder anziehen. Den Halbjahresbericht wird das Unternehmen am 3. August vorlegen. Der erneute Beteiligungsausbau des Großaktionärs unterstreicht dessen Vertrauen, ein Vorstandswechsel könnte frischen Wind in die Story bringen. Aus charttechnischer Sicht besteht Aufwärtspotenzial von rund 20 %.

DAX-Aktie nimmt Anlauf für den nächsten Ausbruch

In den vergangenen Wochen hatte die Käuferseite bei dieser DAX-Aktie schon die Chance, eine bullische Flagge nach oben aufzulösen. Diese Gelegenheit verstrich, könnte aber jetzt eine Etage tiefer genutzt werden.

Den Auftakt für dieses bullische Setup bildeten der Bruch einer langfristigen Widerstandsmarke im Frühjahr und der Anstieg auf ein neues Rallyhoch im April. Zugleich wurde damit fast eine übergeordnete Kursbarriere erreicht, ehe die aktuelle Korrektur einsetzte, deren Ende ein Kaufsignal in entsprechender Größenordnung liefern würde. Die erste Ausbruchschance aus einer bullischen Flagge hatte die Käuferseite zwar im Mai vergeben. Doch jetzt nach der Verteidigung einer wichtigen Unterstützung und dem dynamischen Anstieg an eine kurzfristige Abwärtstrendlinie standen die Bullen schon wieder in den Startlöchern und sprinten heute los:

HEIDELBERGCEMENT und der zweite Anlauf

Nach dem Erreichen der Hürde bei 81,70 EUR setzte bei der HeidelbergCement Aktie eine Korrektur ein, die zunächst unter den Support bei 73,51 EUR führte, dort aber den angesprochenen Ausbruchsversuch aus einer bullischen Flagge einleitete. Dabei wurde die obere Begrenzung der Formation zwar überwunden, der Widerstand bei 76,34 EUR aber nicht weit genug überschritten. Es folgte der nächste Kursrücksetzer, der aber an der Unterstützung bei 70,02 EUR aufgefangen wurde.

Seither zieht die Aktie über die Hürde bei 73,51 EUR an eine Abwärtstrendlinie an, die heute Morgen direkt zur Eröffnung überschritten wurde und so ein erstes bullisches Signal liefert.

Oberhalb von 74,80 EUR dürfte dann die Widerstandszone von 76,34 bis 76,68 EUR angelaufen werden. Bricht die Aktie auch über diese Zone aus, wäre auch im großen Bild ein Kaufsignal aktiv und ein Anstieg bis 81,70 EUR die Folge.

Auf der Unterseite ist der Anstieg durch den Support bei 70,02 EUR gut unterstützt. Erst darunter wäre ein größeres Verkaufssignal aktiv und ein mittelfristiger Einbruch bis 61,62 EUR zu erwarten.

PALLADIUM - Erholung wird dynamischer

Tagesausblick für Freitag, 25. Juni 2021: Wer hätte das gedacht? Nach dem massiven Kurseinbruch haben die Bullen ausgehend von der Unterstützung bei 2.450 USD den Spieß umgedreht und attackieren jetzt die Hürde bei 2.639 USD.

Palladium Widerstände: 2.639 + 2.735 + 2.875
Palladium Unterstützungen: 2.540 + 2.405 + 2.275

Rückblick: Mit dem Bruch der Unterstützung bei 2.735 USD setzte in der vergangenen Woche eine massive Verkaufswelle bei Palladium ein, die den Wert binnen eines Tages unter die Haltemarken bei 2.639 und 2.540 USD einbrechen ließ. Erst an der 2.450 Punkte-Marke auf Höhe der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie stoppte der Einbruch und es setzte eine Erholung ein, die aktuell sogar schon wieder bis 2.639 USD führt.

Charttechnischer Ausblick: Die Erholung steht der Verkaufswelle an Dynamik kaum nach und so ist jetzt sogar der Anstieg über 2.639 USD möglich und damit das Erreichen der Unterseite der alten Tradingrange. Dort dürften die Bären erneut zuschlagen und Palladium bei einem Bruch der 2.540 USD-Marke auch wieder bis 2.450 und 2.405 USD abverkaufen. Darunter könnte der Abwärtstrend bis 2.275 USD führen.

Sollte der Käuferseite dagegen das Kunststück gelingen, auch die 2.735 USD-Marke zu überwinden, könnte sich der Konter der Bullen direkt bis 2.875 USD ausdehnen.

Warum konsistenter Gewinn an der Börse so schwierig ist

So einfach Börse in der Theorie ist, in der Praxis machen Anlegern mehrere Umstände einen Strich durch die Rechnung. Der erste dieser Umstände ist das eigene Verhalten, gerne auch als Börsenpsychologie bezeichnet.

Normales menschliches Verhalten ist an der Börse häufig schädlicher als es hilfreich ist. Das führt dazu, dass nicht tief gekauft und hoch verkauft, sondern hoch gekauft und tief verkauft wird. Wer vor dem Crash im März 2020 investiert war, saß zu Pandemiebeginn schnell auf hohen Verlusten. Niemand realisiert Verluste gern. Man wartet ab. Mit jedem weiteren Prozent, das man verliert, wird der Druck größer. Panik bahnt sich an. Irgendwann geben Anleger nach und verkaufen...

Meist steigt der Markt wenig später wieder. Man selbst glaubt der Entwicklung nicht und wartet ab. Intuitiv weiß man, dass der Markt weiter fallen muss. Gemessen an dem Schock, den man selbst durchlebt hat, ist ein Anstieg undenkbar. So schaut man zu wie der Markt steigt und steigt. Man selbst wartet auf einen weiteren Rücksetzer, um einzusteigen. Dieser kommt nicht.

Irgendwann hat man genug zugeschaut und steigt wieder ein. Was ist geschehen? Man hat tief verkauft und hoch gekauft. Das gilt auch im Kleinen. Man reibt sich die Augen wie andere Anleger mit riskanten Spekulationen auf AMC, Gamestop oder Tesla reich werden. Man möchte auch. Angst, etwas zu verpassen, baut sich auf. So steigt man in Einzelwerte ein, kurz bevor sie ihr hoch erreichen.

Psychologie ist das eine, Regeln das andere. Um vom eigenen Verhalten nicht geschädigt zu werden, kann man sich klare Regeln setzen. Damit dieser Ansatz Erfolg hat, reicht Disziplin alleine nicht. Es braucht eine Grundlage für Regeln. Wer tief kaufen will, muss wissen, was tief bedeutet. Wer das nicht weiß, kann auch nicht tief kaufen.

Um Regeln festzulegen, kann man in die Vergangenheit blicken. Man kann feststellen, was historisch als tiefer Kurs galt. Das Problem dabei: Regeln ändern sich. In den letzten Jahrzehnten gab es z.B. einen sehr klaren Zusammenhang zwischen dem Zinsumfeld und dem Aktienmarkt. Stieg die Zinskurve, fiel der Markt.

Bis März 2021 hätte der Markt eigentlich fallen sollen. Stattdessen ist etwas geschehen, was seit Jahrzehnten nicht mehr geschehen ist: die Korrelation änderte sich. Wer sich an die Regel hielt, war bei der Rally nicht dabei.

Fallende Kurse und hohe Volatilität gehen Hand in Hand. Auch hier gibt die Zinskurve Hinweise auf den Verlauf (Grafik 2). Die Volatilität sollte eigentlich weiter hoch und der Markt schwierig sein. Die Zinskurve geht der Volatilität ca. zwei Jahre voraus. Bald sollte eine Phase niedriger Volatilität und steigender Kurse beginnen. Nachdem die Regel in den letzten 16 Monaten nicht funktioniert hat, geschieht nun das Gegenteil oder geht der Bullenmarkt wie von der Zinskurve vorhergesagt noch zwei Jahre munter weiter?

Anleger versuchen diese Problematik mit Dutzenden Indikatoren auszuhebeln. Indikatoren geben nach Regeln Signale und diese Regeln können sich ändern bzw. zeitweise einfach nicht gelten. Hat man gerade eine Regel gelernt, gilt sie möglicherweise nicht mehr. Das macht es schwer konsistent Gewinne zu erzielen.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW24

DOW JONES - Das sieht nicht wirklich gut aus!

Seit Mitte April dieses Jahres oszilliert der Index seitwärts. Das dabei entstehende Kursmuster sieht bisschen toppy aus.

Bei 33.340 Punkten liegt die formationstechnisch relevante Unterstützung. Wenn sie die nicht verteidigen sollten, würde das die echte Möglichkeit einer Abwärtskorrektur bedeuten. Auch wenn das derzeit niemand auf der Karte hat. Ein Bruch der Preismarke von 33.340 Punkten hat aus charttechnischer Sicht das Potential, einen Sell Off in dem Index zu triggern, weil unter besagter Marke Stops taktischer Positionierungen liegen dürften. Aber warten wir es ab, was sie tatsächlich im 33.340er Bereich machen. Ob dieser überhaupt erreicht wird. Dennoch wollte ich darauf hinweisen, dass das Kursmuster seit April aus heutiger Sicht nicht gut aussieht. Speziell der Dow Jones sieht technisch derzeit nicht gut aus. Der S&P500 Index ist kurzfristig relativ viel stärker.

E.ON - Weitere Verkaufswelle möglich

Die E.ON Aktie befindet sich seit einigen Wochen in einer Konsolidierung. Endet diese bald oder geht sie in eine weitere Runde?

Die E.ON Aktie fiel am 04. März 22021 auf ein Tief bei 8,27 EUR zurück und legte danach eine steile Rally. Dabei durchbrach sie ihren Abwärtstrend seit Februar 2020 und kletterte auf ein Hoch bei 10,71 EUR.

Nach Ausbildung eines kleinen Doppeltops kam es zu einem Rücksetzer auf den EMA 50. An diesem EMA läuft die Aktie seit Ende Mai seitwärts. In dieser Woche gab es einen Versuch in den noch offenen Teil des Abwärtsgaps vom 20. Mai 2021 einzudringen. Zwar notierte der Wert kurzzeitig in dem Gap, fiel aber gestern wieder an den EMA zurück. Es ist immer noch ein „Restgap“ zwischen 10,39 EUR und 10,26 EUR offen.

Kaufwelle nicht in Sicht

Das Muster der Seitwärtsbewegung der letzten Tage macht vor allem nach dem gestrigen Rückfall keinen bullischen Eindruck.

Die E.ON Aktie befindet sich weiterhin in einer Konsolidierung. Sie könnte am Beginn einer zweiten Abwärtswelle in dieser Bewegung stehen. Diese könnte zu Kursverlusten in Richtung 9,57 oder sogar 9,25 EUR führen. Erst ein Anstieg über 10,39 EUR würden den Bullen Auftrieb verleihen. Dann wäre eine Aufwärtsbewegung in Richtung 10,71 oder sogar 11,56 EUR möglich.

NEW WORK - Schaffen die Bullen diesen Kraftakt?

Antizykliker hatten bereits ihre Freude bei der Aktie von New Work. Kommt es im Wochenchart nun auch zu einem starken prozyklische Signal?

Mein Kollege Bernd Senkowski hat die New Work Aktie zuletzt im Zuge einer Godmode-PLUS-Analyse besprochen und erneut sein exzellentes Gespür für wichtige Chartmarken unter Beweis gestellt. Der benannte prozyklische Buytrigger wurde überschritten und der Wert hat deutlich angezogen. In dieser Analyse soll es um das übergeordnete Bild der früheren Xing-Aktie im Wochenchart gehen.

Einer ersten dynamischen Aufwärtsbewegung ausgehend vom Coronacrashtief schloss sich bereits im Vorjahr eine zähe Korrektur an, die formal immer noch nicht beendet ist. Eine Reihe absteigender Hochpunkte definiert den Konsolidierungstrend. Nach dem höheren Tief Anfang des Monats könnte mit einem Durchbruch durch diesen Abwärtstrend nun aber ein neuer Aufwärtstrend entstehen. Die maßgebliche Trendlinie notiert derzeit um 283 EUR. Ein dynamischer Ausbruch aus dem Abwärtstrend würde deutliches Potenzial freisetzen. Ein Gap bei 342,50 EUR wäre das erste Ziel. Anhand einer Projektionsmethode lässt sich sogar Potenzial in Richtung 352,13 EUR ableiten, womit sich ein Zielbereich ergibt.

Absicherungen bieten sich unter dem Tief bei 229 EUR an. Eine Warnung: Meine Trefferquote bei der Aktie ist eher gering. Der Titel liegt mir nicht besonders. Dennoch wollte ich ihn aufgrund der interessanten Chartstrukturen vorstellen.

Fazit: Die Aktie von New Work steckt seit fast einem Jahr in einer Korrektur fest. Bricht sie diese auf, besteht mittelfristig Potenzial in den Kursbereich um 350 EUR.

PALLADIUM - Crash zertrümmert Aufwärtstrend

Tagesausblick für Freitag, 18. Juni 2021: Gestern implodierte der Palladiumkurs förmlich und brach über 10% ein. Die heutige Zwischenerholung dürfte nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein sein. Denn dieser Abverkauf hat tiefere Ziele.

Palladium Widerstände: 2.639 + 2.735 + 2.875
Palladium Unterstützungen: 2.405 + 2.275 + 2.185

Rückblick: Im gestrigen Handel wurde Palladium von der schärfsten Verkaufswelle seit über einem Jahr in die Tiefe gerissen, nachdem zuvor eine Bodenbildung an der 2.735 USD-Marke gescheitert war. Dieser Abverkauf drückte den Kurs unter die Haltemarken bei 2.639 und 2.540 USD und machte damit erst nach dem Erreichen der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie Halt. Auf diesem Niveau läuft aktuell ein kleiner Stabilisierungsversuch.

Charttechnischer Ausblick: Dass mit dem gestrigen Abverkauf die Rally seit März beendet und neutralisiert wurde, steht außer Frage. Kurzfristig wird entscheidend sein, ob es den Bullen gelingt, die Aufwärtstrendlinie zu verteidigen. Dann könnte eine Erholung bis 2.639 USD folgen.

Im Hinblick auf die mittelfristige Tendenz dürfte die Trendlinie bei aktuell rund 2.475 USD auch unterschritten und der Einbruch bis 2.405 USD ausgedehnt werden. Darunter liegen die nächsten Abwärtsziele bei 2.275 und letztendlich bei 2.185 USD. Dies wäre die nächstgelegene Unterstützung, die einen Sell-Off dieser Größenordnung aufhalten kann.

Etwas bullischer wäre dagegen ein Anstieg über 2.639 USD, der einen Rücklauf an 2.735 USD auslösen könnte. Aber dies ist aktuell noch ein sehr weiter Weg.

Nervige Konsolidierungen - Bleiben Sie entspannt!

Natürlich können Sie dem Markt nicht diktieren, wohin dieser laufen soll. Aber Sie müssen sich von diesem auch nicht hetzen lassen. Sie entscheiden, wann und was Sie traden wollen!

Ein einfacher Tradingzugang, relativ geringe Kosten, diverse Handelsmöglichkeiten und nicht zuletzt eine mediale Omnipräsenz - wen wundert es angesichts solcher Fakten, dass sich der Dax bei privaten Tradern einer hohen Beliebtheit erfreut. Im CFD-Handel bilden Indices die mit Abstand größte Assetklasse. Wie aber gehen Trader mit Seitwärtsbewegungen um, bspw. im DAX? Eine wie wir wissen, extrem wichtige Frage. Schauen Sie sich nur einmal die Kursmuster unseres Lieblingsindex seit in den vergangenen beiden Monaten an. Trendtrader waren verzweifelt, egal in welchem Timeframe man sich bewegte.

Wie also handelt man Konsolidierungen? Jedem Trader ist klar, dass für den Erfolg entweder ein ausgewogenes Portfolio oder aber eine gewisse Tradingfrequenz notwendig ist. Was aber tun, wenn sich der Markt einfach nicht bewegt oder zumindest nicht weit genug für einen Trend?

Der Tod des Depots: Trendhandel in einem Rangemarkt!

Viele privater Anleger lassen sich in Seitwärtsbewegungen ständig von einer Seite auf die andere zwängen, immer mit der Wunschvorstellung, dass der Markt endlich wieder tendieren wird. Natürlich hat jede Range früher oder später ein Ende und wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass es für einen Trendtrader fatal ist einen solchen Trend zu verpassen, ist es nur logisch hinter jedem Zucken des Kurses einen neuen Trend zu vermuten. Das Problem ist jedoch, dass Seitwärtsbewegungen länger anhalten, als vielen Tradern lieb ist. Selbst wenn der Trend dann irgendwann kommt, reicht der Gewinn eventuell nicht mehr aus, um die vorangegangenen Verluste aus der Range auszugleichen. Wir brauchen uns nur die aktuelle Situation (siehe oben) anschauen oder nehmen Sie die Range vom letzten Jahr:

Damals sahen wir seit Juni 2020 ein für Trendtrader schwieriges Umfeld, welches sich über 4 Monate hinzog. Seitwärtbewegungen gibt es mehr als uns vielleicht lieb ist, im Großen und im Kleinen. Gut zu erkennen sind im obigen Chart auch die vielen Fehlausbrüche innerhalb der Range, die einen Trendtrader in den Wahnsinn oder gar Ruin treiben können.

Die beste Lösung…

… als Trendtrader ist, mit dem Erkennen einer Range abzuwarten und die Seitenlinie einzunehmen. Diese einfache Lösung fällt vielen Tradern jedoch unheimlich schwer. Sie wissen, dass sie mit dem Abwarten Gefahr laufen, eventuell einen lukrativen Trade zu verpassen. Zudem bewegen sich die Kurse auch innerhalb einer Range und bieten so kleine Gewinnchancen und wer weiß, vielleicht ist ja die nächste Zuckung auch der Startschuss für den nächsten großen Trend. Zudem kann am Jahresende nur der Trader Geld verdient haben, der zwischenzeitlich einige Geschäfte abgeschlossen hat. Die aktuelle Marktphase im Dax läuft schon seit Wochen und obwohl wir in den letzten Tagen immer wieder auch neue Allzeithochs erreichten, so richtig in Schwung kam der DAX bisher nicht. Das ist eine lange Wartezeit für Trendtrader, die zudem sehr teuer werden kann, wenn man jeden Ausbruch handelt. Im Folgenden möchte ich Ihnen drei weitere Tradingmöglichkeiten in einer solchen Phase vorstellen.

1. Ausbruch & Pullback

Die erste Möglichkeit auf ein schwieriges Trendumfeld zu reagieren, besteht darin, den Ausbruch aus einer Range und einen anschließenden Pullback abzuwarten, um sich dann zu positionieren. Durch diese Verzögerung gegenüber dem direkten Ausbruchstrade erhalten wir vom Chart zusätzliche Informationen, Informationen, die uns beim Ausbruch selbst nicht zur Verfügung standen. Wir können so beispielsweise erkennen, wie dynamisch der Ausbruch verlief, ob er mit einem erhöhten Volumen einherging und wie schwungvoll die anschließende Gegenbewegung ist. Fällt der Kurs dabei wieder deutlicher in die alte Rangezone zurück, ist dies ein weiteres Puzzleteil, um eventuell Abstand von einem Trade zu nehmen. Im Extremfall warten wir nicht nur den Pullback und das Verhalten am alten Ausbruchsniveau ab, sondern sogar bis der Markt ein neues Hoch/Tief nach dem Ausbruch macht. Die folgende Abbildung zeigt ein paar aktuelle Beispiele, wobei ich bewusst darauf verzichtet habe, perfekte Beispiele zu präsentieren.

2. Antizyklisches Antizipieren innerhalb der Range

Eine zweite Möglichkeit für einen Trendtrader innerhalb eines rangelastigen Marktumfeldes besteht darin, spekulativ innerhalb der Range eine Position einzunehmen. Dabei kann man sich am übergeordneten Trend, sofern vorhanden, orientieren. Bewegt sich der Dax beispielsweise in einem Aufwärtstrend und geht anschließend in eine Konsolidierung über, kann man den unteren Unterstützungsbereich für spekulative Käufe nutzen. Die Erwartungshaltung ist letztlich die, dass die Range in Richtung des ursprünglichen Trends verlassen wird (siehe folgende Abbildung).

Der Vorteil dieser Methodik liegt auf der Hand. Gelingt der Einstieg und es kommt anschließend zur Fortsetzung der vorangegangenen Bewegung, hat man einen guten Einstiegspreis inklusive eines relativ guten Stop-Loss.

3. Alternativen müssen her!

Die letzte Idee, die ich Ihnen zeigen möchte, ist simpel: suchen Sie sich einen anderen Markt! Statt zu versuchen hinter jeder Bewegung innerhalb der Range einen neuen Trend zu vermuten, kann man sich beispielsweise in Guidants einfach Alarme an den Rangegrenzen setzen und in der Zwischenzeit andere Basiswerte handeln. Die Korrelation am Markt mag hoch sein, aber es wird selbst in der rangelastigsten Zeit Basiswerte geben, die tendieren.

Viel Erfolg

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Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW23

DAX-Tagesausblick: Kauflaune hält sich seit 19. April in Grenzen! Stillstand!

Die DAX Horizontale bei 15502 kann weiterhin als Entscheidungshilfe genutzt werden. Diese Unterstützung wirkte auch gestern, wenngleich sich die Kauflaune in Grenzen hielt. Hier ist meine heutige DAX Prognose aus Sicht der Charts.

DAX Widerstände: 15638 + 15732 + 15760/15770 + 15825 (+ 15941)
DAX Unterstützungen: 15505/15502 + 15421 + 15392/15385 + 15350 (+15274)

DAX Prognose

  • Der DAX kommt seit 19. April nicht weiter, der Index baut eine Überhitzung ab.
  • Die DAX Horizontale bei 15502 kann weiterhin als Entscheidungshilfe genutzt werden. Diese Unterstützung wirkte auch gestern, wenngleich sich die Kauflaune in Grenzen hielt. Über 15502 besitzt der DAX Aufwärtschancen. Unter 15502/15477 überwiegen DAX Abwärtsrisiken.
  • Der 2. große Verfallstermin für Derivate gewinnt nun Tag für Tag mehr Einfluss. Dieser Termin steht nächste Woche Freitag, am 18. Juni an.
  • Ein letztes oberes DAX Frühjahrsziel leite ich weiterhin bei 15941 ab. Der DAX muss sich aber beeilen, denn das Frühjahr endet am 20. Juni, für die Börse schon am 18. Juni.
  • DAX Widerstand bietet die Horizontale bei 15638. Über 15638 bekommt der DAX Anstiegschancen bis zu den Zielen 15732 (ATH) und 15760/15770 (DAX/ FDAX R3) und ggf. 15825 (obere Trendkanalbegrenzung des Frühjahres).
  • Eine DAX Unterstützung stellt 15502 dar. Unter 15502/15477 käme es heute zu Verkaufssignalen Richtung 15421 (Gap), 15385/15392 (DAX/ FDAX S3) und einer kleinen DAX Nackenlinie bei 15350.

Fazit: Range 15502 zu 15638. Darüber und darunter Trends.

CUREVAC - Impfplan ohne die Tübinger! Aktie gibt nach!

Die Tübinger verlieren in der Corona-Krise weiter den Anschluss an ihre Mitbewerber und jetzt kommt der nächste Rückschlag. Deutschland plant seine Impfkampagne ohne CureVac.

Für CureVac läuft es derzeit nicht gut. Wie jüngst bekannt wurde, rechne man erst im August damit, dass der eigene Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Das sorgt natürlich schon deshalb für Probleme, weil man den Anschluss an BioNTech und Co verliert. Erschwerend kommt jetzt hinzu, dass Medienberichten zufolge die Bundesregierung ihre Pläne ohne CureVac plant.

Das ist ein weiterer Rückschlag für das Unternehmen und entsprechend verschnupft reagieren die Anleger. Im frühen Freitagshandel wird die Aktie auf Tradegate sehr aktiv gehandelt. Mehr als 4.500 Orders wurden bereits abgewickelt, wobei im Konsens Investoren ihre Anteile abstoßen. Die Aktie wird verkauft und liegt derzeit gut 7 % Minus.

Es gibt bessere Aktien!

Mit Blick auf die weitere Entwicklung bleibt die CureVac-Aktie relativ uninteressant. Wir bewegen uns seit Monaten nur seitwärts (wenn auch volatil) und nähern uns der entscheidenden Unterstützungszone beginnend ab ca. 74,50 EUR an. Kann der Preisbereich, der sich bis gut 60 EUR hinzieht, erneut halten, könnte man die Range der letzten Monate fortsetzen. Sollte es hingegen zu einem bärischen Ausbruch kommen, ist mit Abgaben auf 40-30 EUR zu rechnen.

Sowohl mit Blick auf den fehlenden Trend aber auch die fundamentalen Probleme im Unternehmen drängt sich momentan die Frage auf, ob man die CureVac-Aktie wirklich unbedingt im Depot haben muss. Wie man auch heute sieht, gibt es eine ganze Menge Unsicherheiten und das schlägt sich auch im Kursverlauf nieder.

LANXESS - Langfristig hui, kurzfristig pfui

Bei der Lanxess Aktie dominiert seit Monaten ein zäher Seitwärtsmarkt, dessen Unterseite aktuell erreicht wird. Ein Verkaufssignal könnte dem Wert sogar guttun.

Diese etwas irritierende Aussage rührt daher, dass zum einen endlich eine klare Richtung auf kurze Sicht verfolgt würde und zermürbte Marktteilnehmer sich auf neue, chancenreichere Kauflevel und Einstiegsmarken konzentrieren könnten. Zum anderen hatte die Aktie mit dem Bruch der mittelfristigen Abwärtstrendlinie und dem Anstieg über das Hoch bei 64,58 EUR schon übergeordnete Longsignale generiert, die auch durch eine kurze Gegenbewegung nicht neutralisiert würden.

Verkaufswelle naht

Abgaben unter 59,58 EUR würden jetzt entsprechend eine Verkaufswelle auslösen, die sehr schnell den Support bei rund 57,50 EUR und die darunter verlaufende Abwärtstrendlinie bei ca. 55,00 EUR erreichen sollten. An der Stelle könnte schon die erste Erholung einsetzen. Darunter dürfte sich der Abverkauf kurz bis 52,04 bis 53,00 EUR ausdehnen. An dieser starken Unterstützungszone kann sich dann - nach einer kurzen Bodenbildungsphase - aber der große Aufwärtstrend in Richtung 67,38 EUR und höher fortsetzen.

Sollte die Aktie dagegen auch unter 51,45 EUR einbrechen, wäre tatsächlich ein schwerwiegendes Verkaufssignal aktiv, dem ein Kursrutsch bis 42,56 EUR folgen kann.

Falls sich die Bullen doch noch direkt durchsetzen

Wird die Unterstützung bei 59,58 EUR trotzdem verteidigt, müsste die Lanxess-Aktie über den Widerstand bei 64,58 EUR ausbrechen, um das nächste tragfähige Kaufsignal zu erzeugen. Oberhalb von 67,38 EUR wäre dann schon eine mittelfristige Rally bis zum Rekordhoch bei 74,78 und darüber bis rund 79,00 EUR möglich. Ob mit oder ohne direkte Korrektur: Die Aktie hat weiterhin mittelfristig die Chance, diese beiden Ziele zu erreichen.

Charttechnisches Fazit: Ein kurzzeitiger Bruch der Unterstützung bei 59,58 EUR könnte der Aktie von Lanxess letztlich neuen Schwung verleihen und nach einer Korrektur bis an den 53,00 EUR-Bereich eine weitere übergeordnete Aufwärtsbewegung auslösen.

PALLADIUM - An der Kante

Tagesausblick für Freitag, 11. Juni 2021: Mit dem Rückfall auf die Unterstützung bei 2.735 USD haben sich die an sich starken Bullen bei Palladium etwas unter Druck gesetzt. Eine Verteidigung der Marke könnte jetzt aber schon für den nächsten Kaufimpuls sorgen.

Palladium Widerstände: 2.875 + 3.017 + 3.055
Palladium Unterstützungen: 2.735 + 2.639 + 2.540

Rückblick: Mit dem Ausbruch aus einer Dreiecksformation startete Palladium im März eine Kaufwelle, die bis auf ein neues Allzeithoch bei 3.017 USD führte. Seit Anfang Mai wird dieser Anstieg korrigiert, wobei bisher eine Verteidigung der Unterstützung bei 2.735 USD gelang. Diese Marke wird aktuell nach einer Zwischenerholung, die an der Hürde bei 2.875 USD gescheitert war, erneut angesteuert.

Charttechnischer Ausblick: Bisher verläuft die Korrektur ausgesprochen moderat und dies könnte auch so bleiben, wenn die Unterstützung bei 2.735 USD auch weiterhin nicht nachhaltig unterschritten wird. Schon bei einem Anstieg über 2.800 USD könnte dann ein Angriff auf die 2.875 USD-Marke folgen. Deren Überwinden hätte ein kleines Kaufsignal zur Folge, das zu einem Angriff auf das Rekordhoch führen dürfte.

Setzt der Palladiumkurs dagegen deutlich und vor allem dynamisch unter 2.735 USD zurück, wäre ein Einbruch bis 2.639 USD zu erwarten. Bleibt dort eine Erholung aus, käme es zu weiteren Verlusten bis 2.540 USD.

Inflation und Aktien: Dieser Chart gibt Hoffnung

Aktien reagieren auf bestimmte Umstände sehr empfindlich. Dazu gehört Inflation. Diese muss Aktien aber nicht drücken, wenn sie nur vorübergehend ist. Aber ist sie nur vorübergehend?

Die US-Notenbank hat dazu eine relativ klare Meinung. Genauer gesagt, der Chef der Notenbank hat dazu eine klare Meinung. Inflation ist vorübergehend. Viele andere Notenbanker sind sich der Sache überhaupt nicht sicher und wollen über einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik diskutieren. Notenbanker sind sich in den USA uneinig, ob die hohe Inflation in diesem Jahr ein temporäres Phänomen ist. In anderen Regionen sind Notenbanken weniger uneins. In Kanada, Großbritannien und sogar der Eurozone macht man sich größere Sorgen. Der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik wird vorbereitet oder hat bereits begonnen. Wieso ist die Fed in dieser Sache der Nachzügler?

Im Kern der Sache liegt die Unsicherheit. Notenbanken und Ökonomen können vermuten, was geschehen wird. Es gibt aber kein Modell, das Sicherheit gibt. Es bleibt ein Ratespiel. In den USA sieht die Notenbank vor allem eine Periode als beruhigend an. Dafür muss man fast 80 Jahre in die Vergangenheit blicken.

Ende des Zweiten Weltkrieges stiegen der Verbraucherpreisindex und damit die Inflation stark an (Grafiken 1 und 2). Während des Krieges waren die Lieferketten zum Teil unterbrochen und die Wirtschaft wurde gesteuert. Produktionskapazitäten wurden umgeschichtet. Konsumgüter wurden weniger produziert und rationiert. Die Kapazitäten, inklusive Arbeit, wurden in Kriegsindustrien umgeleitet.

Damit die Knappheit an Konsum- und Gütern des täglichen Bedarfs nicht stark ansteigen, wurden die Preise für einige Kategorien kontrolliert bzw. festgelegt. Während des Krieges war die Inflation daher niedrig. Nach Ende des Krieges geschah allerdings etwas, das mit der heutigen Situation vergleichbar ist.

Viele Güter waren knapp, die Beschäftigung jedoch hoch. Aus Mangel an Konsummöglichkeiten wurde gespart. Wie heute gab es einen Sparüberschuss. Nach langem Verzicht konnte nach Kriegsende wieder konsumiert werden. Die Lieferketten waren darauf noch nicht ausgelegt. Preiskontrollen blieben allerdings nicht bestehen, sodass die Preise rasch anstiegen.

Auch heute sind die Lieferketten nicht auf das ausgelegt, was die Welt durchmacht. Die Ursachen sind verschieden, die Folgen die gleichen. Damals stieg die Inflationsrate über einen Zeitraum von 9 Monaten immer weiter an. Heute sind wir ungefähr im fünften Monat. Der Spuk könnte also bald wieder vorüber sein.

Das damalige Konsumfest hatte ein Ablaufdatum. Der Nachholeffekt ebbt irgendwann ab und der Überschuss an Erspartem ist irgendwann abgebaut. Auch heute kann es wieder so kommen. Statt Boom ist in zwei Jahren sogar eine ziemliche Ernüchterung mit Rezession denkbar.

Kurzfristig wissen wir nicht, ob die Inflation bleibt oder wieder verschwindet. Die Chance, dass die Fed Recht hat und sie nur vorübergehend ist, besteht. Für den Aktienmarkt ist das essentiell.

Clemens Schmale

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW22

DAX-Tagesausblick: Stabiler DAX mit Chancen auf der Oberseite

Der gestrige DAX Tag ist als erfolgreicher Pullback auf die Horizontale 15502 zu verstehen. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15685 + 15703/15725 + 15827 + 15871/15888 (+ 15941)
DAX Unterstützungen: 15605 + 15587/15582 + 15555 + 15500 + 15467 + 15250 + 15125

Rückblick:

  • Der DAX ließ gestern das kleine Hoch bei 15631 vor dem Rutsch bis 15560/15555 und 15500/15485 aus und fiel direkt zu beiden Zielen. Danach (ab 15477) erfolgte ein bullisches Reversal, Tagesschluss 15633.

DAX Prognose:

  • Der DAX befindet sich über 15414 im Aufwärtstrend.
    Der gestrige DAX Tag ist als erfolgreicher Pullback auf die Horizontale 15502 zu verstehen.
    Der VDAX reversalte mit Langdocht bärisch und bestätigt dies.
  • Der DAX weist Unterstützungen bei 15605 sowie 15587/15582 und 15555 sowie 15500 auf.
  • Im Falle von DAX Kursanstiegen mache ich im Chart die DAX Ziele bei 15685 (ATH) und 15725 (obere Kanalbegrenzung) aus.
  • Unter 15414 käme es zu Verkaufssignalen Richtung 15250 (Kijun/ Tag) und 15125 (obere Wolkenkante/ Tag).

Fazit: Stabiler DAX mit mehr Chancen auf der Oberseite, wenngleich das Aufwärtspotenzial nicht sehr üppig ist.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe
Chartanalyst

SAP - Aktie vor Befreiungsschlag?

Im Oktober letzten Jahres wurde bei der SAP Aktie eine tiefe Kurslücke gerissen. Seither hat ein mehrwöchiger Aufwärtstrend diesen Riss fast schon gekittet. Aktuell oszilliert die Aktie in die Spitze eines Kursmusters, das einen Anstieg in diese Gap-Zone vorbereiten könnte.

Ende Oktober letzten Jahres wurde die SAP Aktie nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen regelrecht nach unten geprügelt und brach direkt bis 97,50 EUR und in den folgenden Tagen bis 89,83 EUR ein. Seither dominiert eine Erholung, die nach dem Ausbruch über eine Abwärtstrendlinie und den Widerstand bei 111,68 EUR im April neuen Schwung erhielt und fast an die Oberseite des Gaps führte. Im Mai ebbte die Kaufwelle zwar ab, könnte jetzt aber durch die bullische Entwicklung der letzten Tage und ein entsprechendes Kursmuster reaktiviert werden:

Ausbruch aus Dreieck als bullischer Beschleuniger?

Nach der erneuten Rückeroberung der Unterstützung bei 111,68 EUR bildet die SAP-Aktie aktuell ein bullisches Dreieck unter einer kurzfristigen Abwärtstrendlinieaus. Sollte die Formation mit einem Anstieg über 116,30 EUR durchbrochen werden, könnte das Hoch bei 121,00 EUR attackiert und darüber der Widerstandsbereich von 122,60 bis 124,08 EUR auch noch erreicht werden. Damit wäre auch das Gap geschlossen und zugleich aber die Möglichkeit einer deutlichen Korrektur bis hin zu einer Trendwende stark gestiegen.

Eine bärische Trendwende würde dagegen auch immer wahrscheinlicher, falls die Aktie in den nächsten Tagen nicht über 116,30 EUR steigen kann, sondern vielmehr unter 111,68 EUR zurückfällt. In der Folge wäre ein Abverkauf bis 107,38 EUR und darunter bereits bis 102,00 - 104,00 EUR zu erwarten.

DAIMLER - Das sieht nach Ausbruch aus

Die Daimler Aktie zeigt sich weiterhin in einer starken Verfassung und notiert auf einem Kurniveau, das sie zuletzt im Dezember 2015 gesehen hat.

Die Daimler Aktie befindet sich seit März 2020 nach einem Tief bei 21,01 EUR in einer starken Aufwärtsbewegung. Am 03. Februar 2021 gelang der Ausbruch über den Abwärtstrend seit März 2015. Anschließend kletterte der Wert bis 19. April 2021 auf ein Hoch bei 77,99 EUR.

Nach einem Rücksetzer auf 70,04 EUR kletterte die Aktie zuletzt wieder an das Hoch bei 77,99 EUR. Am 01. Juni gelang erstmals ein Tagesschlusskurs über diesem Hoch. Seitdem setzt sich der Wert weiter nach oben ab. Gestern notierte er im Hoch bei 80,22 EUR und damit auf dem höchsten Stand seit 07. Dezember 2015.

Kaufwelle kann weitergehen

Die Aufwärtsbewegung seit März 2020 ist intakt. Mit dem Ausbruch über 77,99 EUR ergibt sich ein Fortsetzungssignal für diese Bewegung. Diese kann in den nächsten Wochen und Monaten zu weiteren Gewinnen in Richtung 96,07 EUR und damit an das Hoch aus dem Jahr 2015 führen.

Ein Rückfall unter das letzte kleine Konsolidierungstief bei 76,05 EUR vom 31. Mai wäre ein Rückschlag für die Bullen. In diesem Fall wäre mit Abgaben in Richtung 70,04 EUR zu rechnen.

PALLADIUM - Ausbruch weiter möglich

Tagesausblick für Freitag, 04. Juni 2021: Mit dem frischen Allzeithoch bei 3.017 USD endete die Palladiumrally im Mai und wurde von einer Korrektur abgelöst, die aktuell ihrerseits von den Käufern beendet werden könnte. Eine Hürde stellt sich den Bullen noch in den Weg.

Palladiumkurs Widerstände: 2.875 + 3.017 + 3.055
Palladiumkurs Unterstützungen: 2.735 + 2.639 + 2.540

Rückblick: Anfang Mai erreichte der Palladiumpreis ein neues Allzeithoch bei 3.017 USD und beendete dort zunächst die Rally seit Februar. Der Wert ging in der Folge in eine volatile Korrektur über, die ihn unter die alte Höchstmarke bei 2.875 USD an die markante Unterstützung bei 2.735 USD führte. Diese Haltemarke wurde von den Bullen verteidigt und so zum Ausgangspunkt für einen weiteren Anstieg, der aktuell wieder an die Hürde bei 2.875 USD führt.

Charttechnischer Ausblick: Zwar ist der erste Ausbruchsversuch über 2.875 USD zunächst unterbunden worden, dennoch haben die Bullen weiter alle Chancen, Palladium über die Marke und damit an das neue Rekordhoch und das Kursziel bei 3.055 USD zu treiben. Dort wäre mit einer weiteren deutlichen Korrektur zu rechnen. Oberhalb von 3.055 USD könnte der Wert aber sogar bis 3.200 USD steigen.

Aktuell würde erst ein Rücksetzer unter 2.735 USD für die Fortsetzung der Korrekturphase und Abgaben bis 2.639 USD sprechen. Doch schon hier könnte die nächste Kaufwelle einsetzen und die kommenden Wochen bestimmen. Sollte die Marke dennoch unterschritten werden, bestünde ausgehend von 2.540 USD die Chance auf eine nachhaltige Trendwende nach oben.

Die Performance-Wahrheit schmeckt bitter!

Die Kurse sind ständig in Bewegung und regelmäßig gibt es Nachrichten, aber was können Sie am Ende vom Markt erwarten? Wissen Sie es oder träumen Sie noch?

Auf dem Godmode-Trader und in Guidants finden Sie täglich dutzende von Analysen und Tradingideen und als Trader&Redakteur weiß ich, wie schnell man dem Renditewahn verfallen kann. Höher, schneller, weiter ist dann auch beim charttechnischen Ausblick das Motto, denn welcher Leser möchte schon eine Aktie sehen, die gerade einmal ein oder zwei Prozent Potential hat? Irgendwie müssen ja auch die CRVs stimmen, ein Trade soll sich schließlich lohnen, auch noch nach Gebühren.

An diesen Anforderungen und Wünschen ist absolut nichts auszusetzen, aber als Anleger ist es unabdingbar zu wissen, wo die Realität aufhört und die Phantasie beginnt. Überzogene Erwartungen können tödlich sein, sich leider aber auch viel zu schnell entwickeln. Werfen wir also einen sachlichen Blick auf die Performancechancen im Aktienmarkt!

Performancechancen im DAX

Verschaffen wir uns mit der Analyse des Deutschen Aktienindexes einen ersten Überblick. Dazu werfen wir einen Blick auf den Monatschart. Uns interessiert, wie viel Prozent der Dax per Monatssaldo zulegen oder verlieren kann. Dafür schreiben wir ein kleines Programm, in dem jeden Monat zur Eröffnung 100.000 EUR im Dax investiert werden, während der Trade zum Schlusskurs des Monats abgerechnet wird. In Abbildung 1 sehen Sie die dazugehörige Statistik.

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Dadurch, dass wir immer ca. 100.000 EUR investieren, geben uns die durchschnittlichen Gewinne und Verluste einen Überblick darüber, was im Dax in einem Monat möglich ist. Die Trefferquote zeigt uns zunächst, dass es sinnvoller ist, den Index monatlich von der Longseite anzugehen. Wir haben eine 59-prozentige Chance, dass der Dax am Monatsende höher steht, als zu seiner Eröffnung. Dabei gewinnt der Index durchschnittlich 3,98 % bzw. 3.980,47 EUR. Fast genauso groß ist die Standardabweichung für gewinnende Trades (3,43 %).

Machen wir aus diesen Zahlen eine kleine Geschichte, um die Messwerte zu verdeutlichen. Schreiben wir zu Beginn des Monats eine Analyse, können wir durchschnittlich Prognosefeile in einer Länge von ca. 4 % gen Norden zeichnen. In diesem Preisbereich wird der Dax zum Monatsende wahrscheinlich notieren. In knapp 40 von 100 Analysen liegen wir jedoch falsch. Zudem betrachten wir nur den Durchschnitt, um den herum die realen Ergebnisse schwanken werden. Die Standardabweichung gibt uns Aufschluss darüber, wie stark diese Schwankungen sein können. Mit einer 68,27-prozentigen Wahrscheinlichkeit (Normalverteilung unterstellt) liegt der Kurs irgendwo zwischen dem Durchschnitt und dem Band der einfachen Standardabweichung. Bezogen auf unser Zahlenwerk liegt die Performance zum Monatsende mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen 0,55 % (3,98 – 3,43) und 7,41 % (3,98 + 3,43). Bedenken Sie in diesem Zusammenhang, dass eine Outperformance in einem Monat in einem anderen negiert werden muss, um zum mathematischen Durchschnitt zurückzukehren.

Erwarten Sie nicht zu viel!

Die Bäume wachsen also alles andere als in den Himmel. Unterstellen wir in jedem Monat ca. 21 Handelstage, dann können Sie sich selbst ausrechnen, wie weit die Kurse im Durchschnitt je Tag steigen oder fallen werden. Natürlich schwanken die realen Kursbewegungen um den Durchschnitt herum, wobei es in Sondersituationen auch zu starken Abweichungen kommen kann. Ungeachtet dieser Volatilität kehrt man am Ende immer wieder gerne zum Durchschnitt zurück. Die Statistik zeigt, dass Anleger nicht zu viel erwarten sollten. Wer jeden Monat Prognosen und Renditen von zehn oder mehr Prozent erwartet, dürfte es unheimlich schwer haben, seine Träume Realität werden zu lassen.

Welche Aktienrenditen sind möglich?

Jetzt übertragen wir unsere Logik auf die Aktien selbst. Gekauft werden alle 30 aktuellen Dax-Aktien nach obiger Logik. Investiert werden dabei jeweils 10.000 EUR. Abbildung 2 zeigt die dazugehörige Statistik, aus der wir erneut eine reale Erwartungshaltung für das Kursgeschehen im kommenden Monat ableiten können.

Chart erstellt mit Tradesignal-Terminal

Wie sich zeigt, liegt die Wahrscheinlichkeit für einen gewinnenden Monat ebenfalls über 50 %, fällt mit 54,2 % aber etwas kleiner aus, als im Dax. Diese Statistik könnte jedoch durch den Umstand der Dividendenabschläge zum schlechteren verzerrt worden sein. Nahezu alle Dax-Aktien schütten regelmäßig Dividende aus, um die der Chart bereinigt wird. Diesen Effekt konnte unsere Systemlogik nicht berücksichtigen. Da wir im Rahmen unserer Statistik knapp 18 Jahre untersuchten, macht dies immerhin je Aktie 18 Monatsdaten aus. Würden wir unterstellen, dass all diese Monate tatsächlich im negativen Bereich enden und wir korrigieren dies, würde die Statistik besser ausfallen. Natürlich aber springt die Wahrscheinlichkeit auch dann nicht auf 70 % oder mehr. Ich vermute, sie wird ähnlich ausfallen wie im Dax, denn dieser berücksichtigt als Performanceindex die Dividende bereits auf "korrekte" Art und Weise.

Interessant für die Frage, wie weit sich Aktien im Laufe eines Monats bewegen können, sind erneut die durchschnittlichen Gewinne und Verluste. Hier zeigt sich eine monatliche Rendite bei gewinnenden Trades von durchschnittlich 693 EUR bzw. nur 0,693 % auf das eingesetzte Kapital. Die Standardabweichung beträgt 679 EUR bzw. 0,679 %. Für einen Verlustmonat sind die Zahlen übrigens ähnlich, was sich zudem auch im Dax Index zeigte und oben nicht besprochen wurde.

Diese Zahlen in eine Analyse zu übersetzen, hat schon etwas Deprimierendes. Wir würden in der Mehrzahl der Fälle eine korrekte Prognose erstellen, wenn wir beispielsweise in Adidas zum Beginn des Monats einen Prognosepfeil gen Norden (Wahrscheinlichkeit 54,2 %) und diesen lächerliche 0,693 % weit einzeichnen würden. Das ist die durchschnittliche Performance, die wir in einer Dax-Aktie auf Sicht von einem Monat oder ca. 21 Handelstagen erwarten können. Die Schwankungen um diesen Durchschnitt herum halten sich zudem in Grenzen. Wird erneut die Normalverteilung unterstellt, können wir mit einer 68-prozentigen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Monatsschlusskurs eine Performance irgendwo zwischen 0,014 % und 1,372 % liegen wird. Auch das ist alles andere, als eine gigantische Chance.

Das sind doch alles „Zufälle“

Abschließend könnten wir unterstellen, dass all diese Zahlen mehr oder minder Zufall sind. Immerhin haben wir lediglich die letzten 18 Jahre berücksichtigt und in diesen hatten wir teilweise extrem starke Bärenmärkte. Man erinnere sich nur an die Dot.Com-Blase und die Finanzkrise oder jüngst Corona, wobei diese Daten im Test nicht berücksichtigt wurden. Lassen Sie uns deshalb zum Schluss noch einen Blick auf den Dow Jones werfen, für den ich auf eine lange Historie seit 1935 zurückgreifen kann. In diesem Index werden wiederum 100.000 EUR investiert und in Abbildung 3 können Sie sehen, dass wir auch mit Blick auf die letzten fast 100 Jahre ähnliche Ergebnisse erreichen, wie im Dax. Natürlich könnte der absolute Skeptiker immer noch argumentieren, dass die betrachtete Zeitspanne zu kurz und das Ergebnis eher Zufall ist. Für mich hingegen zeigt die Statistik eine durchaus hohe Signifikanz, auch über Ländergrenzen hinweg.

Chart erstellt mit Tradesignal

Wer zu viel erwartet, wird enttäuscht!

Ich hoffe ich konnte mit diesen Beispielen ihre Sinne für das, was an der Börse möglich ist, schärfen, sofern sie sich nicht bereits der Realität gestellt haben. Ohne Zweifel gibt es immer wieder Ausreißer und grandiose Storys, in denen die Kurse scheinbar in den Himmel wachsen. Andere Unternehmen hingegen bekommen jahrelang keinen Fuß in die Tür und die Aktienkurse fallen von einem Tief zum nächsten. Im Durchschnitt aber sind die Renditen, sowohl im positiven wie im negativen Sinne, recht überschaubar und letztlich werden Ausreißer früher oder später auch durch Bewegungen in die andere Richtung wieder kompensiert.

Diese Realität vergisst man nur allzu schnell, wenn man sich täglich mit den Märkten auseinandersetzt. Eine geniale Nachricht in Aktie A hier, eine Übernahme dort, da muss sich der Aktienkurs doch ordentlich bewegen! Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Im Gegenteil, das was wir durchschnittlich erwarten können, ist eher ernüchternd. So gerne wir alle auch mit weiten Prognosepfeilen arbeiten, so nehmen die Wahrscheinlichkeiten für ein Erreichen großer Ziele entweder ab oder aber man muss der Analyse sehr viel Zeit geben. Ein Punkt, den Langfrist-Investoren bereits am eigenen Leib erfahren haben dürften. Als Trader hingegen soll Ihnen diese Statistik helfen, sich eine realistische Erwartungshaltung anzueignen, anstatt irgendwelchen nicht existenten Phantasien oder zufälligen Ausreißern hinterher zu jagen. Das schöne ist jedoch, dass Sie auch mit relativ kleinen Tagesrenditen über die Zeit sehr viel Geld verdienen können! Sie müssen also nicht immer auf den Lucky Punch hoffen! In diesem Sinne

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW21

DAX-Tagesausblick: Kaufprogramme endeten offenbar direkt nach Ostern!

Der DAX konnte gestern die Unterstützung 15395 nutzen ("...Unterstützend wirken insbesondere die DAX Bereiche um 15395..."). Viel passierte daraufhin aber nicht. Es herrscht Flaute im DAX und das schon seit 5 Wochen! Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15502/15535 + 15605/15625/15640 (+ 15941)
DAX Unterstützungen: 15425 + 15402 + 15279 + 15215 + 15192 + 15125 (+ 14845/14815)

DAX Prognose

  • Der DAX ist nach 5 Wochen Seitwärtsphase mittlerweile komplett trendlos und zudem im Chart bei 15500 festgefahren. Arbeitsthese ist, dass der DAX sich nicht mehr dauerhaft über den grünen Frühjahrskanal (heute ≈15625, täglich etwas steigend) erheben kann.
  • Unterstützend wirken heute insbesondere die DAX Bereiche um 15425/15402 (indirekt durch FDAX Kijun/h1/ FDAX PP und FDAX EMA200/h1) und 15279 (DAX EMA200/h1) sowie der Tages-Kijun bei 15192 und die grüne Tageswolke bei ≈15125. Dies sind alles ggf. Abstauberkaufkurse auf kurzfristige Sicht weniger Stunden.
  • Widerstand bieten die DAX Bereiche 15502/15535 sowie 15605/15625/15640. Dies sind Verkaufskurse für eine Zeitdauer von mehreren Stunden.
  • Des Weiteren gilt: Solange der DAX nicht unter 14961 fällt kann der Leitindex seine Zugewinne früher oder später ausbauen, zum Beispiel bis zum theoretisch her leitbaren DAX Ziel 15941 (161 % Extension der letzten 20-tägigen Flagge), erreichbar am 21.6.21. Bedenken Sie aber, dass seit dem 2. Test von 15502 im Abstand von 4 Wochen kein einziges weiteres DAX Hoch im großen Impulszyklus von Ende Januar mehr nötig ist, sondern nur möglich. Eine große DAX "sell in may" Korrektur von durchschnittlich -10 % bis -15 % steht irgendwann bis 31.10.21 an.

DAX Verkaufssignale

DAX Verkaufssignale treten unter 14960 und 14815 auf. Dann wäre 13950/13750 die Zielzone.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe
Chartanalyst

GK SOFTWARE - Hier geht es um Großes!

Starkes Wachstum, starker Chart: Die GK Software Aktie weiß nach einer schwachen Phase 2018 bis 2020 wieder zu überzeugen.

Der Anbieter von Kassensoftwaresystemen für den Einzelhandel, GK Software, hat gestern die Zahlen zum abgelaufenen ersten Quartal präsentiert. Diese sind sehr gut ausgefallen. Nach einem coronabedingt sehr schwachen Vorjahresquartal kletterte der Umsatz um 4,9 % auf 30,45 Mio. EUR. Das EBITDA sprang von 3,26 auf 5,13 Mio. EUR nach oben. Auch das EBIT legte kräftig zu, von 2,13 auf 3,20 Mio. EUR, was gegenüber dem ersten Quartal 2019 sogar einer Verdreifachung entspricht. Die Zahlen sind insofern respektabel, als dass der Einzelhandel durch coronabedingte Schließungen auch im ersten Quartal 2021 in Deutschland immer noch weitestgehend brach lag. Im März führte GK Software eine Kapitalerhöhung durch. 180.000 Aktien wurden zu einem Kurs von 105,75 EUR je Aktie neu ausgegeben und gut 19 Mio. EUR brutto eingenommen. Die neuen finanziellen Mittel will das Management vorrangig für die Entwicklung von GK Sport, einer neuen cloudbasierten Big-Data-Plattform für den Handel, verwenden.

Auf Gesamtjahressicht stellt das Management eine leichte Steigerung des Umsatzes und eine Verbesserung der Profitabilität in Aussicht. Der Markt ist hier deutlich optimistischer und kalkuliert derzeit mit Erlösen von knapp 132 Mio. EUR und einem Ergebnissprung um 39 % von 3,00 auf 4,16 EUR je Aktie. 2022 könnte GK Software bereits 6,00 EUR je Aktie verdienen. Die KUVs liegen um die 2, die KGVs bei 33 und 23.

Wir blicken zunächst auf den Langfristchart. Dieser zeigt eine hochvolatile Phase von 2015 bis zum Coronacrash, die an den Nerven der Investoren gezerrt haben dürfte. Die Kursentwicklung seit März 2020 fällt aber auch hier beeindruckend aus. Im Monatschart ist der Wert drauf und dran, das Allzeithoch bei 135,50 EUR hinter sich zu lassen. Dies würde mittelfristig Potenzial in Richtung 200 EUR freischalten.

Im Tageschart sieht man mehrere Konsolidierungen seit Februar, die jeweils dynamisch zur Oberseite aufgelöst wurden. Eine Impulsauffächerung und damit weitere Beschleunigung der Aufwärtsbewegung ist möglich. Die nächsten Trendziele liegen bei 147,60 und 167,80 EUR. Absicherungen bieten sich unter dem Zwischentief bei 120 EUR an.

Angetan von der Aktie zeigen sich heute auch die Analysten von Warburg Research. Die Experten heben das Kursziel für den Small Cap deutlich von 170 auf 182 EUR an und bestätigen die Einstufung "Buy".

Jahr

2020

2021e*

2022e*

Umsatz in Mio. EUR

117,56

131,65

153,42

Ergebnis je Aktie in EUR

3,00

4,16

6,00

Gewinnwachstum

38,67%

44,23%

KGV

46

33

23

KUV

2,6

2,6

2,0

PEG

0,8

0,5

Dividende je Aktie in EUR

0,00

0,00

0,29

Dividendenrendite

0,00%

0,00%

0,21%

*e=erwartet

SALESFORCE - Kurssprung nach Zahlen?

Die erste Reaktion auf die gestern nachbörslich veröffentlichten Zahlen fällt positiv aus. Fällt damit der Startschuss zu einer neuen Rally?

Die Salesforce Aktie übertrifft im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,21 USD die Analystenschätzungen von 0,88 USD. Der Umsatz liegt mit 5,96 Mrd. USD über den Erwartungen von 5,89 Mrd. USD
Quelle: Guidants News

Diese Zahlen gab salesforce gestern nachbörslich bekannt. Nach einem Schlusskurs bei 225,83 USD wird die Aktie aktuell bei 235,02 USD getaxt.

Die salesforce-Aktie markierte am 02. September 2020 ein Allzeithoch bei 284,50 USD. Seitdem befindet sich die Aktie in einer Abwärtsbewegung innerhalb eines Trendkanals. Dabei fiel sie am 04. März 2021 auf das bisherige Korrekturtief bei 201,51 USD zurück. Seitdem bestimmt eine kurzfristige Aufwärtsbewegung das Kursgeschehen.

Zuletzt näherte sich der Wert wieder seinem Abwärtstrend seit September 2020. Gestern zuckte er etwas unter diesem Trend zurück. Die aktuellen Taxen liegen in der Nähe dieses Abwärtstrends, der heute bei ca. 234,56 USD verläuft.

Neue Rally möglich

Gelingt der salesforce-Aktie ein stabiler Ausbruch über den Abwärtstrend seit September 2020, dann könnte sich die Erholung der letzten knapp drei Monate zu einer größeren Aufwärtsbewegung entwickeln. Diese Bewegung könnte zu einem Anstieg an das Allzeithoch führen. Sollte sich der Abwärtstrend allerdings als zu hohe Hürde herausstellen, wäre mit einem Rücksetzer gen 212 USD, also an den kurzfristigen Aufwärtstrend oder sogar bis ca. 195,72 USd zu rechnen.

PALLADIUM - Eine Hürde noch

Tagesausblick für Freitag, 28. Mai 2021: Die Korrektur seit dem neuen Allzeithoch haben die Käufer bei Palladium aktuell gut überstanden. Jetzt stellt sich ihnen noch ein Widerstand in den Weg, an dem ihr Durchsetzungsvermögen gefragt ist.

Palladiumpreis Widerstände: 2.875 + 3.017 + 3.055
Palladiumpreis Unterstützungen: 2.735 + 2.639 + 2.540

Rückblick: In den Wochen nach dem Ausbruch über den Widerstand bei 2.735 USD stieg Palladium bis auf ein neues Rekordhoch bei 3.017 USD an, um dort in eine zunächst sehr volatile Korrektur einzuschwenken. Mit dem zuletzt deutlichen Bruch der Unterstützung bei 2.875 USD trübte sich das kurzfristige Bild weiter ein und es kam zu Abgaben bis an die Ausbruchsmarke bei 2.735 USD. Auf diesem Niveau gelang eine kleine Bodenbildung, der zuletzt ein dynamischer Anstieg über 2.800 USD folgte.

Charttechnischer Ausblick: Der jüngste Anstieg könnte bereits der Auftakt für eine weitere Kaufwelle werden, falls es den Bullen gelingt, das Momentum aufrechtzuerhalten und auch die kleinere Hürde bei 2.835 USD zu überwinden. Die eigentliche Herausforderung - der Anstieg über 2.875 USD – dürfte dagegen nicht so einfach zu bewerkstelligen sein und dort ein weiterer Rücksetzer einsetzen. Kann sich der Kurs dagegen auch über die Marke wuchten, wäre ein Kaufsignal generiert und eine Aufwärtswelle bis zum Allzeithoch und darüber bis 3.055 USD möglich.

Scheitern die Käufer dagegen schon im Bereich von 2.835 USD, könnte es zu einem erneuten Test der Unterstützung bei 2.735 USD kommen. Unterhalb von 2.700 USD wäre das erste Verkaufssignal aktiviert und ein Einbruch bis 2.639 USD das erste Ziel.

Der heilige Gral im Trading! Es gibt ihn doch!

Sind auch Sie vielleicht schon seit Monaten auf der Suche nach dem heiligen Gral im Trading? Hier verrate ich Ihnen, wie dieser aussieht!

Als Trader sind wir ständig auf der Suche nach einem Vorteil im Markt, den wir ausnutzen können. Am liebsten sind uns dabei solche Vorteile, die reproduzierbar, also wiederholbar sind und das ganze nennen wir dann Strategie. Dabei haben die meisten ganz klare Vorstellungen davon, welchen Erfolg Strategien haben müssen, um gut zu sein und mit diesen Vorstellungen beginnt die Hatz nach dem heiligen Gral. Selbst Einsteigern ist bewusst, dass es wohl nicht ganz ohne Verlusttrades gehen wird, aber wenn schon, dann sollten diese in der Minderheit sein und am Ende sollte die Performancekurve relativ geradlinig wie in der folgenden Abbildung verlaufen.

Quelle: equitycurvesimulator.com

Die Realität sieht anders aus!

In der Realität bleibt eine solche Performancekurve aber ein Wunschtraum und dies hat zwei Gründe. Der erste liegt im Markt, denn es gibt solche grandiosen Vorteile schlichtweg einfach nicht. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob Sie Ihre Anlageentscheidungen fundamental oder charttechnisch treffen. Die Suche nach dem heiligen Gral ist nichts anderes als die Suche nach Sicherheit, aber genau diese ist an der Börse und im Kursverlauf nicht zu finden. Eine Trefferquote von beispielsweise 70 oder 80 % dauerhaft mit einem CRV von zwei oder drei zu kombinieren, wird immer ein Traum bleiben. Es mag Phasen geben, in denen das eigene Trading mit solchen Kennzahlen aufwarten kann, früher oder später wird es jedoch schwierige Phasen geben, so dass die Kennzahlen der Strategie wieder zum Durchschnitt zurückkehren.

Der zweite Grund für real gänzlich anders aussehende Performancekurven liegt am Trader selbst. Spätestens wenn man sich einige Zeit mit der Börse beschäftigt hat, wird man über das Thema Psychologie stolpern. Am Ende kann dies dazu führen, dass man selbst profitable Strategien gegen die Wand fährt, einfach weil man nicht in der Lage ist, diese diszipliniert umzusetzen. Aber dies ist ein Thema für einen anderen Artikel.

Jetzt wird es magisch!

Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen jetzt sage, dass es doch eine Möglichkeit gibt, zum heiligen Gral zu kommen, obwohl die Börsenwelt so ist, wie sie ist? Tatsache ist nämlich, dass wir uns nicht über das Gesetz der Unsicherheit hinwegsetzen müssen und trotzdem eine „perfekte Strategie“ finden können. Wobei, diese Aussage ist nicht ganz korrekt, denn im Kern handelt es sich nicht um eine Strategie, sondern die Kombination vieler. Das Zauberwort heißt strategische Portfoliobildung.

Im Rahmen der strategischen Portfoliobildung kombinieren wir einfach mehrere erfolgreiche, aber nicht überdurchschnittlich sichere Strategien miteinander. Werfen Sie hierzu einen Blick auf die folgende Abbildung:

Die obige Abbildung zeigt zehn unterschiedliche Strategien, die jeweils für sich genommen absolut durchschnittliche Kennzahlen aufweisen. Ich denke keiner von uns wird bei einer Trefferquote von nur 55 % und einem CRV von durchschnittlich 1,2 zu 1 vor Freude an die Decke springen. Wie beispielsweise die lila Performancekurve zeigt, könnte es mit einer solchen Strategie sogar passieren, dass sie nach über 80 Trades gerade mal plus/minus Null traden. Zwischenzeitlich kann es sogar relativ stark abwärts gehen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden 100 Trades machen und 45 von diesen gehen nach hinten los. Dabei gewinnen Sie im Durchschnitt für jeden verlorenen Euro nur 1,20 EUR zurück. Das ist nicht wirklich überzeugend, oder?

Überzeugend wird es aber, wenn Sie viele solcher Strategien kombinieren. Hier geht es nicht darum, zwischen diesen Strategien auszuwählen, sondern all diese parallel zu handeln. Im Einzelfall mögen die Strategien nicht überzeugen, kombiniert aber kreieren sie eine Performancekurve wie aus dem Bilderbuch. Schauen Sie sich nur die schwarze Performancekurve an. Diese ist die Summe der zehn Einzelstrategien und ich denke, wer einen solchen Kontoverlauf hat, wird mehr als zufrieden sein. Der Traum vom heiligen Gral ist Realität geworden!

Zusammenfassung

Mit diesem kleinen Ausflug in die Portfoliotheorie wollte ich Sie für die strategische Portfoliobildung sensibilisieren, denn wie wir gesehen haben, lassen sich damit kleinere Wunder wirken. Für sich allein genommen mag keine Strategie den hohen Ansprüchen vieler Trader (vor allem Tradingeinsteigern) gerecht werden, kombiniert aber schon. Natürlich ist das Finden eines zum eigenen Tradingstil passenden Portfolios nicht ganz einfach, aber Sie werden mit Sicherheit schneller zum Ziel kommen, als wenn Sie ausschließlich nach der einen Superstrategie suchen. Wenn Sie also schon seit Wochen, Monaten oder gar Jahren nach der einen Superstrategie im Trading suchen und dabei von Seminar zu Seminar laufen, hören Sie auf damit. Akzeptieren Sie die Durchschnittlichkeit einzelner Taktiken und kombinieren Sie diese! Hierbei wünsche ich Ihnen viel Erfolg und sollten Sie den Weg nicht alleine gehen wollen, schauen Sie einfach in meinem Coaching vorbei!

Ihr Rene Berteit

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW20

DAX-Tagesausblick: Kleiner Verfallstag! Richtungsentscheidung bei...

Heute ist kleiner Verfallstermin, das kann etwas auf den DAX Einfluss nehmen. Die Grundfrage... Mehr in der heutigen DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15387 + 15500 + 15540/15555 + 15765 + 15941
DAX Unterstützungen: 15203/15177 + 15102 + 14845/14805
DAX Prognose

  • Der DAX hat sich seit dem Wochentief 14961 bis zum Gap 15344 (echter Gapanteil) hochgearbeitet. Auch 15387 waren abends zu sehen, was insgesamt dem letzten und 3. Ziel der gestrigen Prognose entspricht.
  • Heute ist kleiner Verfallstermin, das kann etwas auf den DAX Einfluss nehmen.
  • Die Grundfrage ist, ob der Anstieg von 14961 ein Zwischenanstieg vor weiteren Tiefs bei 14845/14805 ist oder eine Bewegung zu neuen Allzeithochs im Bereich 15555,55?!
    Die Chartanalyse kann diese Frage am Verhalten bei 15318/15344/15387 entscheiden.
    a) Bleibt der DAX unter 15387, so gibt es bald eine Anschlussbewegung zu 14845/14805. Dies würde vor allem unter 15100 signalisiert werden.
    b) Mit jedem Punkt und jeder Stunde mehr über 15387 steigt die Wahrscheinlichkeit für DAX Anstiege auf neue Allzeithochs bei 15555,55.
  • Über 15555,55 steigt der DAX heute kaum. Dafür ist der grüne Kanal zu dominant. Gelingt es dennoch, so wären 1565 und 15941 die Ziele.

Viel Erfolg und ein schönes Pfingstwochenende!

Rocco Gräfe
Chartanalyst

LUFTHANSA - Thiele-Erben haben verkauft, Aktienkurs unter Druck!

Die Erben des Großaktionärs Thiele trennen sich von 33 Mio. Lufthansa Aktien und bringen damit die Aktie unter Druck. Im frühen Freitagshandel gibt der Lufthansa-Kurs über 6% nach.

Die Rückschläge für langjährige Aktionäre in der Lufthansa Aktie reißen einfach nicht ab. Bereits im Vorfeld der Corona-Krise kannte der Kurs zwei Jahre lang nur eine Richtung, die nach unten. Die Corona-Krise war dann nur ein weiterer Schritt zu neuen Tiefs und nun wurde gestern auch noch bekannt, dass sich die Enkel des verstorbenen Großaktionärs Thiele von ihren Anteilen getrennt haben. Es wurden 33 Mio. Aktien zu 9,80 EUR verkauft. Die Erben waren bereit, gegenüber dem gestrigen XETRA-Schlusskurs bei 10,868 EUR einen Abschlag von 10 % zu akzeptieren.

Angesichts solcher Nachrichten ist es kein Wunder, dass die Aktie heute einknickt. Mit 6 % ist der Verlust jedoch etwas kleiner als der Abschlag des Thiele-Deals. Trotzdem sorgt bereits dieser Verlust für einige Probleme. Die Aktie fällt erneut in den großen Unterstützungsbereich beginnend ab ca. 10,365 EUR zurück und steht damit kurz vor einem neuen Zwischentief. Sollte der Support nicht gehalten werden, könnten die Kurse in den nächsten Tagen weiter auf 9,458 EUR oder sogar bis in den Bereich von 8,802 EUR durchgereicht werden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Auf der anderen Seite ist ein Support natürlich auch so lange ein Support, solange dieser nicht gebrochen ist und der Bereich bis hin zu 10,008 EUR wurde in den vergangenen Wochen mehrfach kräftig unter Druck gesetzt. Bis dato hat dieser aber gehalten und so besteht natürlich auch aktuell noch eine gewisse Chance, dass man eine neue Verkaufswelle in der Lufthansa-Aktie verhindern kann. Um dafür ansatzweise eine Bestätigung zu haben, müsste der Kurs jedoch möglichst schnell über 10,00-10,50 EUR ansteigen. Aber selbst dann sind die nächsten Herausforderungen nicht weit entfernt. Dazu zählt auch der EMA 50 im Bereich von 10,90 EUR.

Käufe sind sehr spekulativ!

Fassen wir die aktuelle Situation in der Lufthansa-Aktie zusammen, sind die Käufer zwar nicht gänzlich chancenlos, momentan aber im Nachteil. Selbst wenn man kurzfristig den angesprochenen Support noch verteidigt, liegen immer noch keine prozyklisch bullischen Signale vor. Der kurzfristige Trend ist seit Anfang März abwärtsgerichtet und den müssen die Käufer erst einmal drehen, will man sich neues Aufwärtspotenzial erschließen. Von solchen Signalen ist man momentan jedoch noch weit entfernt, sodass die Risiken zunächst überwiegen.

APPLE - Kleiner Boden deutet sich an

Die Apple Aktie versucht seit einigen Tagen an einer Stabilisierung. Kann diese gelingen und was wäre dann möglich?

Die Apple Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Am 25. Januar 2021 markierte die Aktie ihr aktuelles Allzeithoch bei 145,09 USD.

Seit diesem Hoch konsolidiert der Wert. Dabei fiel er am 12. April auf den Aufwärtstrend seit September 2020 zurück. Dieser Trend liegt heute bei 122,85 USD.

Auf diesem Trend bewegt sich die Aktie seit einigen Tagen seitwärts und deutet einen Doppelboden an. Die Nackenlinie liegt bei 127,89 USD. Gestern näherte sich der Wert dieser Nackenlinie an.

Kaufwelle, wenn ...

Gelingt der Apple-Aktie ein Ausbruch über 127,89 USD, dann wäre ein Anstieg an den kurzfristigen Abwärtstrend bei aktuell 135,46 USD möglich. Ein größere Kaufsignal ergäbe sich erst ein Ausbruch über diesen Trend. Dann wäre ein Anstieg an das Allzeithoch und in den Bereich um 151,50-152,00 USD möglich. Sollte der Wert allerdings unter den Aufwärtstrend abfallen, dann würden Abgaben bis ca. 103,10 USD oder sogar ca. 88 USD drohen.

PALLADIUM - Kaufsignal trotz Korrektur möglich

Tagesausblick für Freitag, 21. Mai 2021: Nach dem neuen Allzeithoch Anfang Mai ist der Palladiumpreis in eine Korrektur eingeschwenkt, die bislang wenig Durchschlagskraft aufweist. Im Gegenteil: Schon ein Anstieg über die frühere Rekordmarke könnte ein frisches Kaufsignal liefern.

Intraday Widerstände: 2.875 + 3.017 + 3.055
Intraday Unterstützungen: 2.780 + 2.735 + 2.639

Rückblick: Palladium konnte nach dem Ausbruch über das bisherige Allzeithoch bei 2.875 USD Ende April kurzzeitig weiter Boden gutmachen und bis auf die neue Höchstmarke bei 3.017 USD steigen. Allerdings drehte sich der Wert an dieser Stelle nach Süden ein und fiel zunächst wieder unter die 2.875 USD-Marke zurück. Einer kurzen Erholung folgte in dieser Woche der nächste Rücksetzer, der Palladium jetzt deutlich unter 2.875 USD und an den Bereich der Unterstützung bei 2.780 USD drückt.

Charttechnischer Ausblick: Noch handelt es sich bei der laufenden Gegenbewegung um eine technische Korrektur auf sehr hohem Niveau, die jederzeit wieder in einen Kaufimpuls münden kann. Genauer gesagt wäre dies aktuell schon bei einem Anstieg über 2.875 USD der Fall und eine Kaufwelle könnte direkt an das Rekordhoch bei 3.017 USD und das Kursziel bei 3.050 USD führen. Sollte Palladium auch über diese Marke steigen, könnte eine Rally bis 3.175 und 3.200 USD folgen.

Allerdings wäre ein Bruch der Unterstützung bei 2.780 USD jetzt eher problematisch, da dies für Abgaben bis 2.735 USD sorgen kann, ehe der Aufwärtstrend fortgesetzt wird. Darunter käme es zu einem Rückfall in den kurzen Seitwärtsmarkt vom März und damit zu Verlusten bis 2.639 USD und darunter auf 2.540 USD.

Antizyklisches Trading - Gewinnen in Zeiten, in denen andere ihr Konto verlieren!

Antizyklisches Trading ist extrem beliebt, aber wehe man ist in einem Trend, wie wir ihn beispielsweise gestern im Markt gesehen haben, auf der falschen Seite unterwegs.

Ich nehme die aktuelle Phase im Deutschen Aktienindex zum Anlass, um gemeinsam mit Ihnen einen kleinen Blick auf das antizyklische Trading zu werfen. Als Coach weiß ich, dass diese Spielart des Tradings sehr beliebt ist. Dahinter stecken typische Denkweisen und Ansichten über den Markt, die dann im praktischen Trading gerne mit emotionalen Aspekten kombiniert werden. Eine typische Denkweise im antizyklischen Trading ist, dass die Kurse ja nicht ewig steigen (fallen) können und je weiter diese im Trend laufen, desto aggressiver wird man. Man kauft ständig im Verlust nach, denn immerhin war der Markt schon zum Zeitpunkt der ersten Tranche eigentlich reif für eine Gegenbewegung.

So oder ähnlich dürften gestern viele Marktteilnehmer auch über den Intraday-Verlauf des Dax gedacht haben. Schauen Sie nur einmal auf den 30-Minutenchart (Sie handeln Aktien im Tageschart? Kein Problem, auch hier werden Sie solche Kursverläufe finden). Es ist wirklich selten, dass der Deutsche Aktienindex so lange, so weit und vor allen Dingen so geradlinig ansteigen kann, ohne dass es eine spürbare Reaktion in die andere Richtung gibt. Selbst heute ging man noch mit einem Aufwärtsgap in den Handel.

Wie kann man solche Phasen meistern?

Ich möchte Ihnen kurz aufzeigen, wie Sie selbst solche schwierigen Tage, die ohne Zweifel nicht die Regel sind, meistern können. Dazu zoomen wir einmal in den Dax-Verlauf von gestern hinein und schauen uns den 1-Minutenchart an. Wir müssen verstehen, worauf wir uns einlassen.

Die obige Grafik zeigt den Dax-Verlauf und die gestrige Anzahl der Aufwärtswellen. Immer wenn der Dax ein neues Hoch erreicht hat und anschließend unter ein Tief der vorangegangenen Kerze zurückgefallen ist, wurde eine Welle beendet. Schließlich hätte diese Gegenbewegung ja auch den Startpunkt einer Korrektur oder gar einer Trendwende darstellen können. Wie man im Chart jedoch sieht, konnte man zwischenzeitlich 15 Aufwärtswellen zählen, ohne dass es wirklich zu einer spürbaren Trendwende gekommen ist und selbst bei dieser Zählung war ich noch großzügig.

Kann man einen solchen Trend überleben, auch wenn man immer nur Short geht?

Stellen wir uns einen Trader vor, der schon in Welle zwei oder drei begonnen hat, den Markt zu Shorten und anschließend mit jedem neuen Hoch nachkaufte, kann man sich ausmalen, dass das Konto eines solchen Trader gestern massiv gelitten hat. Von den Nerven ganz zu schweigen.

Trotzdem ist ein antizyklisches Vorgehen nicht uninteressant. Tatsache ist nämlich, dass der Markt relativ selten solche geradlinigen Trends ausbildet. In normalen Zeiten haben wir also eine relativ gute Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich früher oder später eine entsprechende Gegenbewegung einsetzt. In der Mehrzahl der Fälle und der Tage (oder Wochen und Monate) dürften wir mit einem solchen Vorgehen erfolgreich sein. Das Problem ist nur, dass Trendtage wie gestern zum Ruin führen können und genau das darf nicht passieren. Aber wie kann man dies „gewährleisten“?

Planung und ein Sinn für Realität ist das Wichtigste!

Die Antwort auf die Frage, ob man trotz solcher extremen Trends antizyklisch überleben kann, lautet: ja, man kann! Entscheidend dafür ist aber, dass man sich bewusst ist, dass es Tage geben wird, an denen die Trends geführt unendlich weit gegen einen laufen. Hat man diese Hürde genommen und solche Tage akzeptiert, braucht man eigentlich nur sein gesamtes Trading danach ausrichten. Auch wenn diese Tage relativ selten sind, bilden sie die absolute Grundlage für einen erfolgreichen antizyklischen Handel. Ich muss nämlich sowohl meine Tradingfrequenz, als auch meine Positionsgrößen und alles andere an solchen Tagen ausrichten. Ich muss alle Tradingvariablen so wählen, dass ich an solchen Tagen weder finanziell noch emotional in Schwierigkeiten kommen.

Gleichzeitig muss ich natürlich auch den Spagat schaffen, Positionsgrößen & Co so zu wählen, dass ich meine Tradingziele erreiche. Ich denke jedem wird klar sein, dass man weder finanziell noch emotional in den Ruin getrieben wird, hätte man gestern bei jedem „bärischen Signal“ (Rückfall unter das vorangegangene 1-Minuten-Kerzentief) nur ein Short-Zertifikat gehandelt. Die gesamte Positionsgröße wäre selbst in diesem Trend so gering, dass sie kaum jemanden gejuckt hätte. Dummerweise aber verdient man halt bei solchen Positionsgrößen auch nicht das, weshalb man eigentlich das Trading begonnen hat.

Die Frage, wie ein solcher Spagat aussehen kann, können Sie sich nur selbst beantworten. In meiner Trader-Ausbildung habe ich diesen Tradingstil zuletzt mehrfach vorgestellt und auch mit eigenen Beispielen untermauert. Dazu gehörte auch eine Beschreibung des gestrigen, antizyklischen Handelns und wie ich diesen gemeistert habe. Wichtig ist jedoch, dass Sie selbst ihre Entscheidungen treffen müssen. Nur Sie selbst wissen, wie viele Fehlsignale infolge Sie emotionslos hinnehmen können. Nur Sie selbst wissen, wo Ihre finanzielle und emotionale Grenze liegt. Genau diese dürfen Sie nämlich nie überschreiten!

Also stellen Sie sich der Realität, akzeptieren Sie solche Tage und richten Sie Ihr antiyzklisches Trading nicht an den guten, sondern genau an solchen Tagen wie gestern aus. Planen Sie Ihre grundlegende Positionsgrößen und Ihr Trademanagement so, dass Sie nicht aus Ihrer Komfortzone rauslaufen und voila, fertig ist ein antizyklischer Tradingansatz, mit dem Sie die meiste Zeit sehr viel Spaß haben werden, da er gut funktioniert. Der Preis dafür sind die starken Trendtage und diesen Preis müssen Sie problemlos bezahlen können.

Viel Erfolg
Ihr Tradingcoach Rene Berteit

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW19

DAX-Tagesausblick: 400 Punkte hin und zurück am Feiertag!

Na das war mal ein Feiertagshandel nach Maß. 400 Punkte hin und zurück ging es. Dabei wurde ein unteres Mindestziel der 20-tägigen Korrektur abgearbeitet. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15350 + 15420 + 15500 + 15941
DAX Unterstützungen: 15159 + 15072 + 14845/14805 + 14622
DAX Prognose
DAX Hoffnung auf neues Allzeithoch

  • Das blutarme DAX Tief des gestrigen Tages unter dem Mindestziel der laufenden Abwärtsbewegung bei 14845 (Tief 14816) hinterlässt ein gewisses Zufriedenheitsgefühl und die Ahnung, dass die Korrektur des DAX von 15500 beendet sein könnte.
    Etwas zwiespältig ist der Umsatz der damit einherging, denn der Umsatz war gering, geringer als Mittwoch und Dienstag und die meisten anderen Tage davor (ausgenommen Montage).
    Soll heißen: So ein bedeutendes Ereignis an einem Feiertag zu zelebrieren hinterlässt natürlich Fragen bezüglich der Gültigkeit.
    Im Grund steht der DAX schließlich ungefähr da wo er vor dem Feiertag am Mittwochabend aus dem Handel ging.

DAX STÄRKE

  • Wie auch immer, auf irgendetwas muss sich der Analyst ja festlegen und so heißt es:
    Über DAX 14800 geht es im Zweifel mit dem DAX erstmal wieder aufwärts Richtung 15500.
    Das Chance/ Risiko Verhältnis für Feiertagsrückkehrer ist jetzt schon denkbar schlecht, denn einem realistischen Kurspotenzial von 200 Punkten (Vorbörse 15300) steht ein Risiko von 500 Punkten (gestriges Tief) gegenüber.
  • Als erstes oberes Tagesziel dienen die jüngsten Gaps (pink) bei 15290 (island gap) bzw. 15348 (echter gap-Anteil) und 15400 (Schlusskurs 10.5.).
  • Weitere obere Ziel stellen neben 15500 auch 15420 und im Falle des DAX Ausbruchs über 15500 auch die 161 % Extension der letzten 20 Tage Flagge bei DAX 15941 dar.
  • Unterstützend wirken die DAX Parameter 15159 (Kijun/ Tag) und vor allem 15072 (horizontal).

DAX SCHWÄCHE

  • Unter DAX 14800 würden neue DAX Verkaufssignale auftreten, die den DAX dann bis zum Aufwärtstrend des Frühjahrs bei 14622 drücken, wo auch eine Kurslücke vom 30.3. zu schließen wäre.

DAX Volatilität - VDAX-NEW

  • Der VDAX-NEW schoss hoch auf 28.3 %, reversalte dann aber stark nach unten.
    Auf diese Art traten sehr oft markante VDAX Hochs auf, was den DAX im Umkehrschluss indirekt fortan beflügeln bzw. eine DAX Rally befeuern müsste.
    Der VDAX ist aber nur ein indirekter, sekundärer Signalgeber.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

ENCAVIS - Wo könnte der Abverkauf stoppen?

Im vergangenen Jahr waren grüne Aktien noch die Highflyer, 2021 zählt der Sektor zu den schwächsten. Das Beispiel Encavis zeigt dies gut.

Der Solar- und Windparkbetreiber Encavis hat heute das Zahlenwerk zum abgelaufenen ersten Quartal 2021 vorgelegt. Dieses fiel wenig überzeugend aus. Der Umsatz sank verglichen mit dem Vorjahresquartal um 10 % auf 58,9 Mio. EUR. Vor allen Dingen die schwache Windperformance in den Monaten Januar und Februar sei dafür verantwortlich gewesen, so das Management. Der Gewinn brach sogar deutlich von 50,6 auf 39,3 Mio. EUR ein (EBITDA). Beim EBIT musste Encavis mehr als eine Halbierung des Vorjahreswerts von 28,1 auf 13,0 Mio. EUR verzeichnen. Als Erläuterung heißt es in der Meldung: "Der Ergebnisrückgang basiert auf den wachstumsbedingt erhöhten Kosten für die zusätzlich ans Netz angeschlossenen spanischen Parks und dem Entfall eines Einmaleffekts im Vorjahresquartal bei gleichzeitigem Umsatzrückgang infolge der oben beschriebenen Wettereffekte. Durch den Ausbau des Segments PV hat sich der saisonale Kosteneffekt auf die Ergebnisstruktur noch verstärkt. Dieser wurde noch dadurch intensiviert, dass der sonst kompensierende Umsatz des Windbereichs aufgrund sehr ungünstiger meteorologischer Bedingungen ausblieb. Die Windbedingungen waren nicht nur schlechter als das langfristige 20-jährige Mittel, sondern fielen insbesondere gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ab, das durch besonders gute meteorologische Bedingungen geprägt war."

Man könnte es also auch so zusammenfassen: Schlechter hätte es für Encavis nicht laufen können. Der Blick richtet sich aber nach vorne. Auf Gesamtjahressicht sollen unterm Strich Zuwächse stehen. Geplant ist eine Umsatzsteigerung auf mehr als 320 Mio. EUR, das EBIT soll leicht auf 138 Mio. EUR zulegen und der Gewinn je Aktie auf 0,46 EUR klettern. Analysten erwarten derzeit beim Umsatz etwas, beim Gewinn deutlich mehr.

Charttechnisch betrachtet war die Encavis-Aktie im Vorjahr einer der Highflyer auf dem deutschen Börsenzettel. 2021 sieht es genau andersherum aus. Mit einem Minus von über 30 % trägt Encavis die rote Laterne im MDAX und ist auch das Schlusslicht im HDAX. Der Abwärtstrend ist intakt. Der nächste potenzielle Zielbereich liegt zwischen 13,48 und 13,20 EUR. Darunter wäre mit Abgaben auf 11,24 EUR zu rechnen. Prozyklische Kaufsignale deuten sich nach aktuellem Stand erst über dem Widerstand bei 18,92 EUR an. Bis dahin bietet die Aktie nur Futter für hartgesottene Rebound-Trader.

NEL ASA - Licht am Ende des Tunnels ist in Sicht!

Intraday gibt es in der Nel-Asa-Aktie immer wieder Erholungsansätze. Bisher aber konnten sich die Käufer nicht durchsetzen.

Nach dem gestrigen Feiertagshandel und den beeindruckenden Käufen im Markt startet auch der Freitag freundlich. Das trifft im frühen Handel sogar noch auf die NEL Aktie zu, die auf Tradegate knapp ein Prozent zulegen kann. Damit ist man in der Aktie weiterhin um eine Stabilisierung nach den jüngsten Kursverlusten bemüht. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder weiße Tageskerzen, über mehr aber sind die Käufer bisher nicht hinausgekommen. Bis dato haben sie nach dem bärischen Ausbruch unter den Support bei 2,061 EUR noch keine spürbare Erholungsbewegung starten können.

Wo stehen wir gerade?

Zur besseren Orientierung werfen wir heute einen Blick auf den Wochenchart. Wie stark die Verkäufe in den vergangenen beiden Wochen gewesen sind, wird hier deutlich. Gleichzeitig ist jedoch auch zu erkennen, dass die Verkaufswelle auf einen wichtigen und vor allen Dingen auch starken Unterstützungsbereich aufläuft. Beginnend ab 1,476 EUR wurde die Aktie im letzten Jahr mehrfach gekauft und von diesem Preisniveau aus konnte eine große Aufwärtsbewegung mit einem neuen Allzeithoch gestartet werden. Neben einem horizontalen Support liegt in diesem Preisbereich momentan auch der EMA 200 auf Wochenbasis.

Auf der Oberseite wird der momentane Bewegungsspielraum durch den alten Support bei 2,061 EUR spürbar eingeengt. Dieser Preisbereich ist jetzt erneut ein zentraler Widerstand, unterhalb dessen auch mittelfristig eine bärische Tendenz vorliegt.
Worauf müssen wir uns einstellen?

Mit Blick auf die kommenden Tage bzw. Wochen würde ich zunächst von einer weiterhin bärischen Tendenz in der Aktie ausgehen. Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn wir selbst mit einer vorgeschalteten Erholung weiter nachgebender Notierungen sehen, um den Unterstützungsbereich bei 1,476-1,343 EUR zu testen. Dort wäre mittelfristig jedoch eine Bodenbildung möglich.

Auf der anderen Seite haben wir wie bereits angesprochen den großen Widerstandsbereich um 2,145 EUR, der potentielle Erholungen beenden könnte. Sollte dieser Preisbereich direkt und nachhaltig überschritten werden, nehmen die Risiken für einen Test der Unterstützungszone bis hin zu 1,343 EUR deutlich ab.

PALLADIUM-Tagesausblick: Rücklauf schon beendet?

Palladium konnte sich in den Vormonaten stark entwickeln und schaffte auch einen Anstieg bis zur Marke von 3.000 USD. Davon ausgehend setzte eine Konsolidierung ein, welche Palladium aus dem Aufwärtstrend geführt hat.

Intraday Widerstände: 3.017+3.100
Intraday Unterstützungen: 2.755+2.582+2.486

Rückblick

Palladium konnte sich in den Vormonaten stark entwickeln und schaffte auch einen Anstieg bis zur Marke von 3.000 USD. Davon ausgehend setzte eine Konsolidierung ein, welche Palladium aus dem Aufwärtstrend geführt hat.

Charttechnischer Ausblick

Nach einem ersten Rücklauf wäre bereits ein Anstieg bis 3.017 USD erneut möglich. Es muss jedoch einkalkuliert werden, dass Palladium die Konsolidierung nach einer Gegenbewegung nochmals fortsetzt. Bärischer wird es jedoch erst unterhalb der 2.755 USD, was einen Rückfall bis 2.582 USD nach sich ziehen könnte.

Was die Übernahmeaktivität über den Aktienmarkt verrät

Ultralockere Geldpolitik hat Nebenwirkungen. Eine davon ist ein rasanter Anstieg von Fusionen und Übernahmen, die nicht selten zu konzentrierter Marktmacht führen. Aus der Übernahmeaktivität lassen sich auch Aussagen zur Situation am Aktienmarkt ableiten.
Fusionen und Übernahmen gibt es, seit es Unternehmen gibt. Firmen verfolgen dabei unterschiedliche Ziele. In den letzten 130 Jahren gab es mehrere Übernahmewellen, die sich thematisch unterscheiden lassen. Die jüngste M&A (Mergers & Acquisition) Welle scheint gerade zu beginnen.

Die erste gut untersuchte Welle fand in den USA zwischen 1893 und 1904 statt. Dabei kauften Firmen direkte Konkurrenten im eigenen Land auf. Das Ziel: Monopolstellung erreichen. Dieses Ziel erreichten einige Unternehmen, z.B. Standard Oil. Standard Oil kontrollierte in den USA vor seiner Zerschlagung 90 % des Ölmarktes.

Die Politik erkannte, dass Monopole Nachteile haben und passte die Gesetzgebung an. Monopole wurden zerschlagen. Standard Oil wurde in 34 Unternehmen aufgeteilt. Der Schock saß tief, aber Firmen sind erfinderisch. In den nächsten Welle, die mit der Großen Depression endete, wurde nicht mehr horizontal, sondern vertikal integriert.

Wer Öl förderte, kaufte keine anderen Ölproduzenten, sondern stattdessen Unternehmen, die Maschinen zur Förderung herstellen, Firmen, die den Transport von Öl übernehmen usw. Die Käufe erfolgten entlang der Wertschöpfungskette.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Diversifikation das Gebot der Stunde. Unter Diversifikation wurde alles verstanden, was nicht mit dem Kerngeschäft zu tun hatte. Es entstanden große Mischkonzerne. Das Tabakunternehmen Philip Morris kaufte den Softdrinkhersteller Seven-up und später Kraft Foods.

Die vierte Welle hatte kein so klares Thema wie die ersten drei Wellen. Sie zeichnete sich vor allem durch feindliche Übernahmen und neue Finanzierungsquellen aus. Wurden bisher M&A durch Aktien oder Cash gestemmt, wurden Schulden über Kredite und Ramschanleihen in dieser Welle üblich.

Die fünfte und sechste Welle sind thematisch ähnlich. Man könnte sie auch zusammenfassen. Unternehmen versuchten vor allem internationale Größe zu erzielen. Daimler kaufte Chrysler, Zeneca kaufte Astra, Vodafone erwarb Mannesmann, Mittal übernahm Arcelor, Telefonica griff bei O2 zu oder BHP und Billiton gingen zusammen.

Nach der Finanzkrise kam lange Zeit kein Schwung auf. 2020 gingen Übernahmen zunächst aufgrund der Pandemie zurück. 2021 ist jedoch fulminant gestartet. Nach vier Monaten wurden Deals im Umfang von 1,5 Billionen Dollar angekündigt. Bleibt das Tempo bis Jahresende bestehen, wird es das mit Abstand beste M&A Jahr.

M&A Wellen sind kein Zufall. Alle Wellen fielen mit lockerer Geldpolitik zusammen. Zu billiges Geld macht Übernahmen attraktiv und Unternehmen versprechen sich heute wie vor 100 Jahren durch Größe Vorteile.

Hohe M&A Aktivität, billiges Geld und hohe Aktienkurse gehen Hand in Hand.Billiges Geld sorgt für Überschwang, ob bei Kursen oder Übernahmen. Sie enden daher auch gleichzeitig. Aktuell ist Euphorie erkennbar. Anders kann man ein Jahr, das auf Übernahmen und Fusionen in der Höhe von 4 Billionen zusteuert, nicht bezeichnen. Für den Aktienmarkt ist das eine mittelfristige Warnung. Hochmut kommt vor dem Fall. Hochmut kann allerdings lange anhalten. Ein Timinginstrument sind Übernahmen nicht.

Für Konsumenten ist die Entwicklung ebenfalls bedenklich. In den letzten 10 Jahren haben sich Quasi-Monopole mit Facebook, Apple oder Alphabet gebildet. Billiges Geld macht das nicht besser, sondern beschleunigt den Trend zu immer größeren und mächtigeren Unternehmen. Das ist eine Nebenwirkung der Geldpolitik, die gerne vollkommen vergessen wird.
Clemens Schmale

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW18

DAX-Tagesausblick: Perfekter Pullback! ...und der Folgeanstieg ist auch schon da!

Perfekter Pullback von 15261 zu 15085 und der Folgeanstieg ist auch schon da! Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15267/15281 + 15330(9 Uhr)/ 15350(17Uhr) + 15364 + 15502/15534
DAX Unterstützungen: 15197 + 15085 + 14894 + 14845/14805 + 14759 + 14621
DAX Prognose

  • Der DAX sollte gestern bei Stärke bis 15261 steigen und dann bis 15085 fallen.
    "Bei Stärke stellt heute das DAX Niveau 15261 einen Widerstand dar (Nackenlinie inverser SKS).
    DAX 15261 kann Pullbackstunden bis zu 15085 einleiten."
    Tatsächlich dreht der DAX bei 15261/15267 nach Bildung einer Nackenlinie (inverse SKS) nach unten ab und steuerte 15085 (rechte Schulter inverser SKS) an.
  • Daraus ergibt sich heute logisch konsequent die Anschlussrally bis 15267/15281 (Einstellung des Vorgängerhochs) oder die Chance auf Anstiege bis 15364 (61,8 % der vormaligen blauen Strecke) bzw. 15534 (100 % der vormaligen blauen Strecke) sowie 15814 (161 %).
  • Persönlich traue ich dem DAX nur die Anstiegsziele 15267/15281 und 15364 zu, wobei durch eine sprunghafte Eröffnung (Gap) das Ziel 15267/15281 ohnehin schon vorbörslich abgearbeitet wurde.
  • Übrigens: Das Kursziel aus SKS (egal ob regulär oder invers) beachte ich schon seit 2009 nicht mehr. Nur die davor liegenden Strecken sind interessant, also von der NL zur RS und von der RS zur NL.
  • Der bekannte aufwärts gerichtete grüne Frühjahreskanal blockiert heute über 15330/15350 hinausgehende DAX Anstiege.
  • Unter 15085 (Stundenschluss) gäbe es Verkaufssignale für Ziele bei 14894 und 14845/14805.

Fazit: Perfekter Pullback von 15261/15267 zu 15085! Der Folgeanstieg von 15091/15085 zu 15267/15281 ist auch schon da! Das Mindestpensum für Anstiege ist also für heute früh ab 9 Uhr schon erfüllt.

CUREVAC - Impfstoffdebatte sorgt für Angst bei Anlegern

Mit der Diskussion um ein Aushebeln des Patentrechts im Zuge der Corona-Krise kommt die CureVac Aktie mächtig unter Druck. Chance oder Risiko?

Die Corona-Krise beeinflusst weiterhin unser Leben und hat in den vergangenen Monaten auch an der Börse für einige Veränderungen gesorgt. Dazu gehören auch neue Unternehmen, die es im Zuge der Krise an die Börse gezogen hat, um sich frisches Kapital zu besorgen. Eines davon ist CureVac. Als biopharmazeutisches Unternehmen bietet es einen Impfstoff an, was zunächst natürlich die Fantasien der Anleger beflügelte und unmittelbar nach dem Börsengang zu einer Rally von fast 400 % geführt hat.

Seit ihrem Hoch bei 151,80 USD geht es jedoch extrem volatil zu. Die Aktie befindet sich lediglich in einer sehr großen Range und kommt dabei aktuell unter Druck. Allein gestern verlor die Aktie über 7 %. Verantwortlich dafür sind weltweite Überlegungen, das Patentrecht bei Impfstoffen kurzfristig auszuhebeln, um so der Krise besser entgegenwirken zu können. Ein paar interessante Gedanken dazu können Sie hier nachlesen: BioNtech - Patente auf Impfstoffe möglicherweise Voraussetzung…

Chance versus Risiko!

Konzentrieren wir uns auf das Kursgeschehen, bleibt die Lage angespannt. Einerseits bietet der Handel in der Nähe der großen Unterstützung um 80 USD die Chance, dass sich die Lage wieder beruhigt, ein kurzfristiger Boden ausgebildet wird, um anschließend erneut den Widerstandsbereich bei 133 USD anzulaufen.

Auf der anderen Seite sorgen die oben angesprochenen Probleme natürlich für ein schwieriges Umfeld. Sollte es jetzt auch noch zu einem nachhaltigen Rückfall unter 76,64 USD kommen, könnte eine weitere Verkaufswelle einsetzen und die Kurse in Richtung Erstnotiz um 40 USD einbrechen lassen.

Auf Basis dieser beiden Szenarien und des aktuellen Abwärtsdrucks in der Aktie, muss man wahrscheinlich nichts überstürzen. Ein wenig Geduld könnte sich auszahlen.

VERBIO - Letzte Hoffnung Aufwärtstrend

Die Bewertung der Verbio Aktie ist fundamental inzwischen ausgereizt. Charttechnisch geht es derzeit um die sprichwörtliche Wurst.

Die Warnung vor möglichen Verlusten in der Verbio-Aktie Anfang Februar erwies sich als richtig, griff aber zu kurz. Die Aktie korrigierte nicht nur bis zum EMA50, sondern wurde bis auf 28 EUR durchgereicht. Im Zuge einer Erholungsbewegung pirschte sich der Wert im April wieder an das Hoch bei 43,80 EUR, scheiterte aber deutlich am Widerstand und korrigiert in dieser Woche scharf.

Gestern legte Verbio die Neunmonatszahlen des Geschäftsjahres 2020/21 vor. Diese fielen solide aus. Der Umsatz stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 716,9 Mio. EUR. Das EBITDA kletterte um 16,2 Mio. EUR auf 112,8 Mio. EUR. Das EBIT erhöhte sich von 75,9 auf 90,4 Mio. EUR. Unterm Strich verdiente Verbio 0,98 EUR je Aktie nach 0,79 EUR im Vorjahr. Der Hersteller von Biodiesel und Bioethanol bestätigte zudem die Jahresprognose. Demnach soll das EBITDA 150 Mio. EUR erreichen.

Dennoch, die Bewertung der Aktie ist inzwischen sportlich. Vor einigen Jahren lagen die KGVs nicht bei knapp 30, sondern bei 15. Analysten erwarten zudem im kommenden Jahr so gut wie keine Gewinnsteigerung mehr.

Aus charttechnischer Sicht richtet sich der Blick auf den Aufwärtstrend seit März bei derzeit rund 35,00 EUR und das Tief bei 34,32 EUR. Brechen diese Supports, dürfte sich die Korrektur deutlich ausweiten in Richtung des EMA200 und des Jahrestiefs bei 28,00 EUR. Dort wird der Titel unter Umständen mittelfristig wieder interessant.

Ein prozyklisches Kaufsignal wird indes aktiviert, steigt die Aktie über 43,80 EUR. In diesem Fall sind Kurse von knapp 60 EUR erreichbar.

PALLADIUM - Buy the Dip

Tagesausblick für Freitag, 07. Mai 2021: Gestern setzte bei Palladium eine leichte Korrektur ein, die sofort wieder auf Käufer traf. Die Rally der letzten Wochen könnte sich damit schon in Kürze wieder in Bewegung setzen.

Palladium Widerstände: 2.990 + 3.055 + 3.130
Palladium Unterstützungen: 2.875 + 2.780 + 2.735

Rückblick: Mit dem Ausbruch über den Widerstand bei 2.540 USD überwand Palladium im März eine mehrwöchige Seitwärtsrange und stieg direkt an den langfristigen Widerstand bei 2.735 USD an. Anfang April wurde dieser ebenso mühelos durchbrochen, wie das damalige Allzeithoch bei 2.875 USD. In der Spitze erreichte die enorme Rally bereits das Kursziel bei 2.990 USD und konnte den Höchststand kurzzeitig bis 3.017 USD ausbauen, ehe eine leichte Korrektur einsetzte.

Charttechnischer Ausblick: Der gestrige Rücksetzer unter 2.950 USD wurde direkt vor der Unterstützung bei 2.875 USD aufgefangen. Dies ist ein Zeichen für Stärke auf Käuferseite, die auch weiterhin dazu führen dürfte, dass das neue Rekordhoch direkt wieder attackiert wird. Bei einem Ausbruch über 3.017 USD käme es zu einem Anstieg bis 3.050 USD, ehe dort eine weitere Korrektur starten kann. Darüber wäre dagegen mit einer dynamischen Ausweitung der Kaufwelle bis an die Kursziele bei 3.130 und 3.200 USD zu rechnen.

Sollte der Kurs dagegen im weiteren Verlauf unter die 2.875 USD-Marke zurücksetzen, wäre von einer Fortsetzung der Korrektur bis an den starken Support bei 2.735 USD auszugehen. An dieser Stelle dürfte sich Palladium wieder nach Norden orientieren und den übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen. Erst bei einem Unterschreiten von 2.735 USD wäre die Rally unterbrochen und mit weiteren Verlusten bis 2.639 und 2.540 USD zu rechnen.

Was Trader über den Mai wissen müssen

Wonnemonat Mai? Von wegen! Mit dem Mai beginnt das saisonal schwache Sommerhalbjahr an der Börse. Jedenfalls bei den Standardwerten...

Anleger sollten sich besser anschnallen. Der Mai gehört börsentechnisch bereits zum saisonal schwachen Sommerhalbjahr an den Börsen. Viele Indizes weisen im langjährigen Mittel im Mai bereits eine negative Performance auf. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen. Welche das sind, erläutert dieser Artikel.

Deutschland und Europa: Auf Nebenwerte und Tech-Aktien setzen!

Mit europäischen Standardwerten ist im Mai kein Schnitt mehr zu machen. Die großen Blue-Chip-Indizes DAX, FTSE 100, CAC 40, ATX sowie Euro Stoxx 50 weisen im Mai im langjährigen Mittel bereits eine negative Performance auf. Eine rühmliche Ausnahme ist allerdings der SMI in der Schweiz. Davon abgesehen sollten Anleger aus saisonaler Perspektive im Mai auf deutsche Nebenwerte und Technologieaktien setzen. MDAX, SDAX und TecDAX weisen nämlich alle im Mai noch eine positive Performance auf.

USA: Performance liefert nur der Nasdaq-100

Dow Jones Industrial Average und S&P 500 weisen im langjährigen Mittel im Mai eine negative Performance auf. Dafür brauchen sich Anleger, die auf Technologieaktien setzen, keine großen Sorgen zu machen. Der Nasdaq-100 gehört auch im Mai zu den Indizes mit der im langjährigen Mittel besten Performance.

Asien: Hang Seng hui, Nikkei pfui

Der Hang Seng Index aus Hongkong schießt im Mai den Vogel ab und ist mit einem durchschnittlichen Plus von 1,4 Prozent der am besten performende Index überhaupt. Dafür fällt die durchschnittliche Performance im Nikkei 225 mit minus 0,2 Prozent negativ aus.

Fazit

Wer im Mai noch eine positive Rendite am Aktienmarkt erzielen will, sollte aus saisonaler Perspektive auf Technologie- und Nebenwerte setzen. Für Standardwerte beginnt im Mai bereits das schwache Sommerhalbjahr. Viele Indizes erzielen erst wieder ab Oktober eine positive Rendite im langjährigen Mittel, wobei der Juli allerdings häufig eine Ausnahme bildet.

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW17

DAX-Tagesausblick: Bärische Flagge der letzten Tage löste sich auf!

Der DAX löste gestern seine bärische Flagge der letzten Tage regelkonform nach unten auf. Der DAX fiel auch regelkonform in einen großen Kanal zurück. Etwas Normalität kehrt zurück. Hier ist die heutige DAX Prognose zum Monatsschluss.
DAX Widerstände: 15195/15200 + 15250 + 15350 + 15500/15510
DAX Unterstützungen: 15127 + 15072 + 14962/14930 + 14845/14805
DAX Prognose

  • Der DAX löste gestern seine bärische Flagge der letzten Tage regelkonform nach unten auf, nachdem er zuvor die 1. Abwärtsstrecke um 61,8 % retract hatte, und erreichte dabei fast das untere DAX Mindestziel 15072-1.
  • Ausgehend von 15072 sind schon neue Anstiegsversuche Richtung des Allzeithochs 15502 denkbar.
    Unklar ist indes, ob das gestrige Tief schon als markantes Tief mit Toleranzabweichung von 10 Punkten angesehen werde kann oder ob tatsächlich noch mindestens 15072-1 auftreten.
  • Unter 15355 kann sich die 2. rote Abwärtsstrecke aus methodischer Sicht problemlos weiter ausdehnen und 15072 oder den Bereich des 100 % measurings der 2. Korrekturwelle bei 14930 erreichen, wobei in der Nähe von 14930 zusätzliche auch die aussagekräftige Tageskerzenchart-KIJUN Unterstützung bei 14962 verläuft.
  • Das Abendhoch im Bereich XDAX 15200 dient zunächst als Widerstand. Dort verläuft eindämmend auch der FDAX Tages-Pivotpunkt.
  • Der XETRA DAX hat als Widerstand auch die obere Aufwärtstrendkanalbegrenzung bei 15250 zu bieten. Der DAX war gestern nach 1 Monat der Überhitzung in den mehrfach genannten großen Kanal zurückgefallen.

Viel Erfolg und einen schönen Feiertag am 1. Mai!
Rocco Gräfe

DEUTSCHE BÖRSE - Zeit für ein bullisches Comeback

Nach den jüngsten Korrekturverlusten könnten die Käufer langsam wieder in Aktion treten. Eine Basis dafür wäre der aktuelle Support.

Die Deutsche Börse Aktie haben sich gestern in einem insgesamt relativ schwachen Markt gut geschlagen. Per Schlusskurs konnte die Aktie 0,81 % zulegen, während der Dax fast ein Prozent gegenüber Mittwoch nachgab. Ein Grund für die Stabilität der Deutschen-Börse-Aktie dürfte der Supportbereich um 140 EUR gewesen sein. Dieser Preisbereich bildete bis Ende März eine große Widerstandszone, bevor diese überwunden werden konnte. Anschließend stieg der Aktienkurs bis knapp 150 EUR an.

Kurzfristig steckt die Deutsche-Börse-Aktie in einer Korrektur, die gestern einen wichtigen Unterstützungsbereich erreicht hat. Idealerweise wird die Preiszone bis hin zu ca. 139,55 EUR für eine Stabilisierung und ein bullisches Comeback genutzt. Dann wären Gewinne auf zunächst knapp 150 EUR und später auch darüber hinaus möglich. Ein offenes Kursziel aus der Konsolidierung seit letztem Jahr liegt noch bei knapp 154 EUR. Schwieriger dürfte es für die Käufer hingegen werden, wenn der Unterstützungsbereich bis hin zu 139,55 EUR nachhaltig unterschritten wird. Dann könnte es sogar wieder abwärts auf 135-130 EUR und die dortigen Unterstützungen gehen.

LPKF LASER - Eine ganz schwache Vorstellung

Sowohl die Aktienkursentwicklung als auch die operative Entwicklung im ersten Quartal war bei LPKF Laser schlecht. Das Management klammert sich an Durchhalteparolen. Doch das wird nicht ausreichen.

Bereits bei der Vorstellung der vorläufigen Zahlen von LPKF Laser vor einigen Tagen schrieb ich in unserem Trader-Chat auf Guidants PROmax nur ein Wort: hundsmiserabel. Und gestern gab es dann diesen hundsmiserablen Quartalsbericht auch noch ausführlich schwarz auf weiß.

Im Detail sank der Umsatz verglichen mit dem Vorjahresquartal um knapp 17 % auf 16,3 Mio. EUR. Der operative Verlust schoss von 2,4 auf 4,1 Mio. EUR in die Höhe. Das Management versucht natürlich mit Durchhalteparolen die Anleger bei Laune zu halten. So sei der Auftrasgeingang leicht auf 21,5 Mio. EUR gestiegen, der Auftragsbestand belaufe sich inzwischen auf 43,5 Mio. EUR. Die Prognose für 2021 wurde bestätigt. Demnach möchte LPKF den Umsatz auf 110 bis 120 Mio. EUR steigern, die EBIT-Marge soll zwischen 10 und 13 % liegen.

Darüber hinaus sieht das Unternehmen eine realistische Chance, im laufenden Jahr einen größeren Auftrag für die LIDE-Technologie (Laser Induced Deep Etching) zu erhalten und auszuliefern. Und genau da liegt der fundamentale Knackpunkt für die weitere Kursentwicklung. Kommen die Aufträge für das Zukunftsprojekt LIDE, dürfte sich die Aktie schnell erholen. Werden die Versprechungen nicht eingehalten, drohen Abgaben in Richtung in Richtung 15 EUR, denn die Bewertung ist alles andere als günstig.

Aktuell erwarten Analysten im Schnitt für 2021 einen Umsatz von 142 Mio. EUR und ein EBIT von 21 Mio. EUR. Vergleicht man das mit der obigen Unternehmensprognose, wird klar, dass das ohne LIDE-Aufträge nicht gehen wird. Und selbst mit, liegt das KGV bei 33. Es herrscht also aktuell das Prinzip Hoffnung.

Charttechnisch herrscht bei den Bullen auch insofern das Prinzip Hoffnung, als dass der Wert sich der Unterstützungszone bei 21,90 bis 21,60 EUR und damit dem Jahrestief annähert. Ein Bruch dieser Zone würde ein weiteres Verkaufssignal auslösen, wobei 20,05 und 18,15 EUR die nächsten Ziele darstellen. Ein Extremziel liegt bei 15,28 EUR. Erholungen treffen bei 23,70 EUR auf Widerstand. Zuletzt hat der EMA50 sämtliche Angriffe der Bullen ausgebremst.

PALLADIUM - Rekordjagd setzt sich fort

Tagesausblick für Freitag, 30. April 2021: In dieser Woche hat sich der Palladiumkurs nachhaltig über dem alten Rekordhoch bei 2.875 USD etabliert und strebt weiter nach Norden. Kurse von deutlich über 3.000 USD sind in Kürze möglich.

Palladium Widerstände: 2.950 + 2.990 + 3.055
Palladium Unterstützungen: 2.875 + 2.780 + 2.735

Rückblick: Seit im Februar die wichtige Unterstützung bei 2.185 USD ein weiteres Mal verteidigt werden konnte, befindet sich Palladium in einem massiven Aufwärtstrend, der nach einer kurzen korrektiven Pause am Widerstand bei 2.750 USD sogar schon über das bisherige Allzeithoch bei 2.875 USD führte. In der Folge zog der Wert an das charttechnische Kursziel bei 2.950 USD an und erreichte in der Spitze bereits 2.979 USD.

Charttechnischer Ausblick: Die Bullen scheinen auch nach einem Anstieg von rund 35 % in drei Monaten immer noch nicht müde und nehmen aktuell bereits das Kursziel bei 2.990 USD ins Visier. Ein Anstieg über die Marke hätte eine weitere Kaufwelle bis 3.055 USD zur Folge. Dort könnte allerdings eine deutliche Gegenbewegung in Richtung 2.875 USD für eine erste Korrektur sorgen. Wird die 3.055 USD-Marke dagegen in ähnlicher Weise überwunden, wie bereits das alte Allzeithoch, könnte Palladium sogar weiter bis 3.175 und 3.200 USD anziehen.

Derzeit würde erst ein Bruch des früheren Rekordhochs bei 2.875 USD für eine deutlichere Korrektur sprechen, die bis 2.780 und darunter an den starken Unterstützungsbereich bei 2.735 USD führen kann. Auf diesem Niveau sollten die Bullen allerdings wieder zuschlagen und die Rally fortsetzen. Unter 2.735 USD käme es dagegen zu einer Ausweitung der Gegenbewegung bis 2.639 USD und damit zu einer ersten nennenswerten Eintrübung des Chartbildes.

Wie man mit Saisonalitäten die Performance verdreifacht

Wer einfach langfristig in einen breiten Aktienindex wie den DAX investiert, kann mit Renditen von fünf bis neun Prozent pro Jahr rechnen. Durch das geschickte Ausnutzen von Saisonalitäten lässt sich diese Performance vervielfachen.

Die Entwicklung an den weltweiten Aktienmärkten ist stark saisonal geprägt. Viele Anleger wissen zum Beispiel, dass die Aktienmärkte in der Regel im Winterhalbjahr deutlich besser performen als im Sommerhalbjahr. So erzielt der DAX in allen Monaten von Oktober bis April im historischen Durchschnitt eine positive Rendite, während die Monate von Mai bis September (außer Juli) eine negative Rendite aufweisen. Bei vielen anderen Aktienindizes zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Dennoch gibt es in praktisch jedem Monat des Jahres einen Aktienindex, der sich im historischen Mittel durch eine sehr positive Performance auszeichnet. In diesem Artikel wird eine Saisonalitäts-Strategie vorgestellt, bei dem der Anleger jeden Monat in einem Index investiert ist, der sich aus saisonaler Perspektive durch besonders gute Renditechancen auszeichnet. Wer so im Jahresverlauf von Index zu Index wechselt, kann (ungehebelt und vor Kosten) im Idealfall Renditen von mehr als 25 Prozent pro Jahr einfahren und damit Indizes wie den DAX deutlich outperformen. Wie es genau funktioniert, erklärt dieser Artikel.

Für diesen Artikel wurde die langjährige durchschnittliche monatliche Performance der wichtigsten Aktienindizes aus Deutschland (DAX, TecDAX, MDAX, SDAX), Europa (Euro Stoxx 50, FTSE 100, CAC40, ATX, SMI), den USA (Dow Jones, S&P 500, Nasdaq) und Asien (Nikkei 225, Hang Seng) ausgewertet. Die folgende Grafik zeigt für jeden Monat des Jahres den Index, der im langjährigen Durchschnitt am besten performte.

Wer in den vergangenen Jahrzehnten in jedem Monat einfach in dem Index investiert war, der im langjährigen Durchschnitt jeweils die beste Rendite erzielte, hätte in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten eine durchschnittliche Rendite (CAGR) von 25,8 Prozent pro Jahr erzielt. Allerdings sind dabei Währungseffekte nicht berücksichtigt.

Berücksichtigt man ausschließlich die wichtigen Indizes der DAX-Familie (DAX, TecDAX, MDAX, SDAX) sowie den Euro Stoxx 50, so ergibt sich das folgende Bild.

Wer in den vergangenen Jahrzehnten in jedem Monat einfach in dem Index aus DAX-Familie und EuroStoxx investiert war, der im langjährigen Durchschnitt jeweils die beste Rendite erzielte, hätte in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten eine durchschnittliche Rendite (CAGR) von 17,1 Prozent pro Jahr erzielt.

Die vorgestellte Strategie erfordert allerdings immer noch, dass man zehnmal pro Jahr den Index, in den man investiert ist, wechselt. Um die Transaktionskosten zu minimieren, zeigt die folgende Grafik eine Variante der Strategie, bei der darauf geachtet wurde, dass möglichst selten ein Wechsel zwischen verschiedenen Indizes notwendig wird. Bei dieser Strategie bleibt man beispielsweise von Dezember bis Mai durchgehend im TecDAX investiert (der in all diesen Monaten eine positive Durchschnittsperformance aufweist). Insgesamt sind bei dieser Strategie nur vier Wechsel im Jahr notwendig (im Juni, Juli, Oktober und Dezember).

Nach dieser Strategie wäre man also von Dezember bis einschließlich Mai sowie von Juli bis September im TecDAX und im Oktober und November im Euro Stoxx 50 investiert. Im Juni wäre man hingegen überhaupt nicht investiert. Diese Strategie hätte in den vergangenen Jahren eine Rendite von mehr als 16 Prozent pro Jahr ermöglicht. (Wichtig: Der TecDAX wurde erst 2003 offiziell eingeführt. Die schwache Performance von Technologiewerten nach der Jahrtausendwende ist in der Statistik nicht berücksichtigt!)

Die Auswertung zeigt, dass durch ein geschicktes Ausnutzen von Saisonalitäten die Performance gegenüber einem Buy-and-Hold-Ansatz deutlich gesteigert werden kann. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass die Auswertung gewisse Schwächen hat:

  • Kosten wurden nicht berücksichtigt. Zur Umsetzung der Strategie sind regelmäßige Transaktionen notwendig (zwischen zwölf- und viermal pro Jahr, je nach Variante, siehe oben). Angesichts sehr günstiger Indexprodukte (ETFs) und kostengünstiger Neobroker wird bei konsequenter Kostendisziplin allerdings nur ein eher kleiner Teil der Überperformance von Kosten "aufgefressen".
  • Währungsschwankungen wurden nicht berücksichtigt.
  • Dividenden wurden uneinheitlich (nur bei Performanceindizes wie der DAX-Familie) berücksichtigt.
  • Die Analyse unterliegt einem hindsight bias (Rückschaufehler), weil jeweils erst im Nachhinein bekannt ist, welcher Index im langjährigen Durchschnitt tatsächlich der bestperformende Index war. Allerdings sind die Performanceunterschiede zwischen den Indizes so groß und zumindest teilweise über Jahrzehnte konsistent, dass dennoch auf lange Sicht eine Überperformance wahrscheinlich ist, wenn jeweils in den Index investiert wird, der im langjährigen Durchschnitt der Vergangenheit die beste Performance aufgewiesen hat. Es gibt aber natürlich keine Garantie dafür, dass die vorgestellte Strategie tatsächlich zu einer Überperformance (oder überhaupt zu einer positiven Performance) führt.
  • Sofern die Strategie trotz der genannten Einwände zu einer Überperformance führt, gilt das nur im langjährigen Mittel, aber natürlich nicht für jedes einzelne Jahr oder jeden einzelnen Monat. Wer eine Saisonalitätsstrategie umsetzt, braucht also einen langen Atem, durch den sich kurzfristige Abweichungen von den Saisonalitäten (die immer auftreten) wieder aus der Performance "herausmitteln" können.

Fazit: Im langjährigen Mittel weist die durchschnittliche Performance wichtiger Aktienindizes in einzelnen Monaten große Unterschiede auf. Durch das geschickte Ausnutzen von Saisonalitäten lässt sich die Performance gegenüber einem simplen Buy-and-Hold-Ansatz optimieren, indem man in jedem Monat in dem Index investiert ist, der sich im langjährigen Mittel durch die beste Performance auszeichnet. Allerdings funktioniert das nur im langfristigen Mittel und nur wenn zugleich auf eine strenge Kostendisziplin geachtet wird, da mit diesem Ansatz regelmäßige Käufe und Verkäufe verbunden sind.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW16

DAX-Tagesausblick: Zielzone 15.312/15.338 erreicht! Abendhandel bei 15.212!

Das Ziel 15.312 wurde erreicht, super! Der XDAX Abendhandel kam gestern schlagartig auf 15.212 zurück, doch die frühe Vorbörse will davon erstmal nichts wissen und zeigt sich bei ~15.260. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15.312/15.328/15.338 + 15.502/15.515 + 15.600/15.610
DAX Unterstützungen: 15.210/15.195 + 15.144 + 15.072/15.052 + 14.962 + 14.845/14.804

DAX Prognose

  • Es hieß: "...Die letzte gebildete DAX Tageskerze spricht für die Absicht der BIG BÄNKER, den DAX heute steigen zu lassen, zumindest zeitweise...Als Ziel sticht der Bereich 15.312/15.325/15.338 ins Auge...".
  • Tatsächlich ging stieg der DAX bis 15.328.
  • Der XDAX Abendhandel kam gestern schlagartig auf 15.212 zurück, doch die frühe Vorbörse will davon erstmal nichts wissen und zeigt sich bei ~15.260. Dennoch ist es ein klares "ABWÄRTS" in Bezug auf den gestrigen XETRA Schlusskurs 15.320,52. Nicht selten wird der Abendhandel durch den Haupthandel nachgeholt.
  • Unterstützend wirkt das DAX Niveau um ~15.200. Es wird insbesondere unter 15.250 spruchreif. Bei ca. 15.200 gibt es eine Kurslücke zu schließen und eine Horizontale zu testen.
  • Ausgehend von ~15.200 gibt es vorläufig noch gute Anstiegschancen, erneut bis zu den gestrigen Hochs (~15.328/15.338). Allerdings würde das dem Handelsprozedere des US-Marktes widersprechen, der gestern Abend schon die Tiefs vom 20. und 21.4. sah, was DAX 15.110/15.072 entspräche.
  • Mit jedem Punkt und jeder Stunde mehr oberhalb von 15.338 würden sich die Chancen für den wiederholten Test des Allzeithochs 15.502 verbessern. Auch ein Anstieg zu 15.600/15.610 liegt dann in der Luft.
  • Unter 15.190 trübt sich das Chartbild ein und der DAX fällt dann Richtung 15.072/15.052 (EMA200/h1) oder 14962 (Kijun/ Tag) sowie später ggf. auch bis 14.845/14.817/14.804 (Gap+horizontal).

Fazit: Der DAX bewegt sich heute wahrscheinlich überwiegend zwischen 15.200 und 15.325. Unter 15.200 bzw. über 15.325 entstehen Trendbewegungen.

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

Höhenflug dieser DAX-Aktie stoppt am Kurszielcluster

Wenn ein bärisches Muster nicht ausreicht, um eine Rally zu stoppen, kommen manchmal weitere Faktoren hinzu, die eine Trendumkehr unterstützen. Bei dieser DAX-Aktie stehen die Zeichen seit einer Woche auf Korrektur und heute folgt schon das nächste Verkaufssignal.

An sich hat der besprochene Basiswert seit einem Verlaufstief Anfang März Stärke gezeigt und eine weitere Aufwärtsbewegung auf das Parkett gezaubert, die ihn immerhin fast 20 % nach oben beförderte. Doch am vorherigen Rallyhoch aus dem Januar und damit an einer markanten Kurszielzone schlugen die Bären zu und schickten die Aktie unter die kurzfristige Aufwärtstrendlinie und heute unter das markante Zwischentief der letzten Konsolidierungsphase. Der Einbruch scheint sich sogar noch zu beschleunigen.

MERCK KGaA - Die erwartete Korrektur setzt sich fort
Neben dem markanten Rallyhoch bei 149,95 EUR und dem Kurszielcluster um 148,50 bis 150,00 EUR war in der letzten Analyse auch auf den impulsiven Verlauf des Anstiegs an das besagte Hoch hingewiesen worden. Da ein solcher Impuls auch der Endpunkt einer Aufwärtsbewegung sein kann, wurde davon ausgegangen, dass im Kontext mit den starken Widerstandsmarken eine Korrektur starten kann. Diese kam auch und setzt sich jetzt mit dem Bruch der Unterstützung bei 144,35 EUR nahtlos und mit unverminderter Geschwindigkeit fort.

Das nächste Ziel dieses Einbruchs dürfte damit jetzt bei 137,50 EUR liegen. Eine kurze Erholung ausgehend von 140,00 EUR sollte dabei zwar einkalkuliert werden, dürfte sich aber nur als ein kurzes Strohfeuer entpuppen.

Sollte die Aktie dann auch unter die 137,50 EUR-Marke fallen und die mittelfristige Aufwärtstrendlinie unterschreiten, wäre auch im großen Bild ein Verkaufssignal etabliert und Verluste bis 130,00 EUR sowie später ggf. bis an die langfristige Unterstützung bei 125,95 EUR zu erwarten.

Mit einem Anstieg an das Rallyhoch ist dagegen derzeit erst bei Kursen über 147,00 EUR zu rechnen.

DAIMLER - Aktienkurs hängt fest

Die Daimler-Aktie hat sich in den letzten Monaten sehr stark entwickelt. Kommt da noch mehr oder war es das zunächst?

Daimler hat bereits am 16. April vorläufige Zahlen vorgelegt. Heute folgten die endgültigen.

Daimler erzielt im ersten Quartal einen Umsatz von 41,0 Mrd. EUR (VJ: 37,2 Mrd. EUR), ein bereinigtes EBIT von 5,0 Mrd. EUR (VJ: 0,7 Mrd. EUR) und ein Nettoergebnis von 4,29 Mrd. EUR (VJ: 94 Mio. EUR). Der Autokonzern hebt zudem die Renditeziele an. Der Margenausblick für Mercedes-Benz wird auf 10-12 % (vorher 8-10 %) angehoben, der Ausblick für die EK-Rendite im Bereich Mobility auf 14-15 % (vorher 12-13 %).
Quelle: Guidants News

Vorbörslich reagiert die Aktie leicht positiv auf diese Zahlen. Die Aktie wird gegen 8.40 Uhr auf L&S bei 74,05 EUR und damit 0,27 EUR über dem gestrigen Xetra-Schlusskurs getaxt.

Die Daimler-Aktie befindet sich seit März 2020 in einer starken Aufwärtsbewegung. Diese startete nach einem Tief bei 21,01 EUR. Am 03. Februar 2021 gelang der Ausbruch über den langfristigen Abwärtstrend seit März 2015. Anschließend kletterte der Aktienkurs an die Widerstandszone zwischen 73,23 EUR und 76,48 EUR.

Im Zuge der vorläufigen Zahlen kam es am 16. April zu einem Ausbruchsversuch über diese Widerstandszone. Dieser Versuch gelang allerdings nicht. Aktuell notiert die Aktie wieder in dieser Zone.

Rally oder Korrektur?
Gelingt der Daimler-Aktie ein Ausbruch über die Widerstandszone zwischen 73,23 EUR und 76,48 EUR, dann wäre eine weitere Rally in Richtung des Hochs aus dem Jahr 2015 bei 96,07 EUR möglich. Sollte die Aktie allerdings aus dieser Zone nach unten rausfallen, wäre zunächst mit einem Rücksetzer in Richtung 59,00 EUR zu rechnen. Ein solcher Rücksetzer wäre ein Pullback an den gebrochenen Abwärtstrend ab März 2015.

PALLADIUM - Bald Kurse über 3.000 USD?

Tagesausblick für Freitag, 23. April 2021: Bei Palladium wurde in dieser Woche erneut der Turbo gezündet und im Rahmen der steilen Rally der neue historische Höchstkurs von 2.897 USD markiert. Und ein Ende der Kaufwelle ist nicht in Sicht.

Palladium Widerstände: 2.875 + 2.950 + 2.990
Palladium Unterstützungen: 2.780 + 2.735 + 2.639

Rückblick
Mitte März schlug die Käuferseite bei Palladium zu und durchbrach mit einer massiven Aufwärtsbewegung die Oberseite einer mittelfristigen Seitwärtsphase und sämtliche damaligen Widerstände bis hin zur langfristigen Hürde bei 2.735 USD.

Dort kam es anschließend zu einer dreiecksförmigen Korrektur, die jedoch nach einem Rücklauf auf 2.540 USD nach oben aufgelöst wurde. Diese zweite Kaufwelle erreicht in dieser Woche das Allzeithoch bei 2.875 USD und konnte die Höchstmarke bereits auf den neuen Rekordwert von 2.897 USD steigern.

Charttechnischer Ausblick
Kurzfristig könnte es auf dem aktuellen Niveau zu einer Seitwärtsbewegung mit einem temporären Abtauchen bis 2.750 USD kommen. Aufgrund der Wucht und der übergeordneten Tragweite des Anstiegs dürfte allerdings auch das Rekordhoch durchschritten und die nächsten Ziele bei 2.950 und 2.990 USD angelaufen werden. Sollte letzteres Kursziel auch überwunden werden, dürfte eine Rallyausweitung bis 3.055 USD folgen.

Derzeit würde erst ein Bruch des früheren Widerstands bei 2.735 USD für eine deutlichere Korrektur sprechen, die Palladium bis 2.639 USD drücken kann. Dort wäre ein weiterer Anstieg an das neue Allzeithoch zu erwarten. Unterhalb von 2.639 USD dürfte die Korrekturphase dagegen andauern und bis 2.540 und darunter ggf. bis 2.485 USD führen.

Studie: Einzelne Tage sind entscheidend für die Rendite

Der Anlageerfolg am Aktienmarkt hängt oft nur von wenigen Tagen in einem ganzen Jahrzehnt ab. Das zeigt eine eindrucksvolle Statistik der Bank of America.

Wer Geld am Aktienmarkt in einem relativ marktbreiten Index wie dem S&P 500 anlegt, der kann davon ausgehen, dass er langfristig eine positive Rendite erzielen wird. Schließlich beteiligt man sich mit dem Kauf von Aktien am Produktivkapital der Wirtschaft. Man erwirbt Anteile an Unternehmen und profitiert davon, wenn diese Unternehmen Gewinne erwirtschaften, in Form von Kursgewinnen und Dividenden.

Doch Aktien versprechen in der Regel nicht nur langfristig eine positive Rendite, sondern sie sind auch sehr volatil. Volatilität existiert nicht nur bei Einzelaktien, sondern in geringerem Maße auch bei Indizes wie dem S&P 500. Gute Zeiten und schlechte Zeiten für Aktionäre wechseln sich ab, es gibt gute und schlechte Tage für Anleger und gute und schlechte Jahre.

Wie sehr die Rendite, die Anleger erzielen, von einzelnen Tagen abhängt, hat die Bank of America im Rahmen einer Studie untersucht. Die Ergebnisse sind erstaunlich.

Untersucht wurde die Rendite, wenn Anleger ihr Geld langfristig im S&P 500 Index, der die 500 wichtigsten US-amerikanischen Unternehmen umfasst, investieren. Eine Investition in einen Index war für Privatanleger früher kaum umsetzbar, ist heute aber dank börsengehandelter Indexfonds (ETF) einfach und kostengünstig möglich. ETF-Anteile können wie Aktien direkt an Börsen mit einem gewöhnlichen Wertpapierdepot erworben werden.

Wären Anleger seit dem Jahr 1930 einfach passiv im S&P 500 investiert gewesen, so hätten sie bis heute eine fantastische Rendite von 17.715 Prozent erzielt, wie die Studie der Bank of America ergeben hat.

Doch einzelne Tage haben einen sehr großen Einfluss auf den langfristigen Anlageerfolg. Wären Anleger nur an den 10 besten Tages eines jeden Jahrzehnts nicht im Aktienmarkt investiert gewesen, so wären die 17.715 Prozent Rendite auf nur noch 28 Prozent geschrumpft. Für 91 Jahre praktisch eine Nullrendite.

Anders sieht es aus, wenn Anleger jeweils die 10 schlechtesten Tage eines jeden Jahrzehnts ausgespart hätten: Dann hätte sich die Rendite sogar auf fast 3,8 Millionen Prozent erhöht. Hätten Anleger jeweils die 10 besten und die 10 schlechtesten Tage ausgespart, hätte sich die Rendite auf insgesamt 27.213 Prozent belaufen.

Die Studie krankt natürlich daran, dass im Nachhinein immer bekannt ist, was die besten und schlechtesten Tage waren und diese herausgerechnet werden können (Rückschaufehler, "hindsight bias"). In der Realität ist aber natürlich vorab nicht bekannt, wann die besten und die schlechtesten Tage auftreten werden. Trotzdem lassen sich aus der Studie gewisse Schlussfolgerungen ziehen, insbesondere, dass einige wenige Tage einen sehr großen Einfluss auf die Wertentwicklung haben, während an der Mehrzahl der Tage nicht viel passiert.

In den Finanzmedien werden Studien wie diese häufig zum Anlass genommen, um zu erläutern, dass Market-Timing (also der Versuch, günstige Zeitpunkte für Einstieg und Ausstieg am Aktienmarkt zu finden), sinnlos sei. Das Argument lautet: Schon wenn man die besten 10 Tage pro Dekade verpasst, verschlechtert sich die Performance signifikant. Deshalb ist es besser, einfach immer investiert zu bleiben, statt zu versuchen, günstige Zeitpunkte für den Ein- und Ausstieg zu finden. Schließlich weiß man nicht, wann die besten Tage, die einen überdurchschnittlichen Anteil am Anlagererfolg haben, auftreten werden.

Allerdings ist diese Argumentation nicht ganz schlüssig, denn die gleiche Statistik zeigt eben auch, dass sich die Performance noch einmal signifikant verbessert, wenn man an den 10 schlechtesten Tagen in jedem Jahrzehnt nicht investiert ist. Und sogar wenn man die 10 schlechtesten und die 10 besten Tage pro Jahrzehnt verpasst, hat man eine insgesamt bessere Performance als der Anleger, der einfach immer investiert ist. Das liegt daran, dass die Kursverluste an Crash-Tagen in der Regel betragsmäßig größer ausfallen als die Gewinne an den besten Tagen, weil die Kurse in der Regel schneller fallen als sie steigen.

Ob Market-Timing sinnvoll ist oder nicht, lässt sich mit der Untersuchung nicht wirklich belegen. Entscheidend dafür ist eher die Frage, ob es überhaupt möglich ist, mit einiger Zuverlässigkeit zu bestimmen, wann die besten Tage bzw. wann die schlechtesten Tage auftreten werden. Dass eine solche Vorhersage in der Realität zumindest nicht einfach ist und (wenn überhaupt) nur mit einer gewissen Fehlerquote gelingen kann, dürfte auf der Hand liegen, auch wenn besonders schlechte Tage in Krisenzeiten (siehe Finanzkrise 2008 oder Corona-Crash) oft stark gehäuft auftreten.

Allerdings zeigt die Studie eben auch, dass es einen großen Unterschied macht, ob man an einigen wenigen guten oder schlechten Tagen am Aktienmarkt investiert ist oder nicht. Die Studie könnte also entgegen der Darstellung in manchen Finanzmedien für aktive Anleger sogar ein Anreiz sein, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von besonders guten oder schlechten Tagen im Vorfeld prognostizieren zu wollen und zum Beispiel anzustreben, während eines Crashs nicht am Markt investiert zu sein. Anhaltspunkte dafür kann gerade die Technische Analyse liefern.

Disclaimer

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW15

DAX-Tagesausblick: Neue Allzeithochs nach dem kleinen Verfall?

Der kleine Verfallstermin für DAX Optionen könnte heute bis 13 Uhr noch seine Wirkung entfalten. Rund um den DAX gab es indes schon gestern reihenweise neue Allzeithochs. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: (15282) + 15298 + 15312 + 15326 + 15430(R3)
DAX Unterstützungen: 15171 + 15115/15111 (S3)

DAX Prognose

  • Der DAX arbeitet an einer Konsolidierung. Der Abschluss ist prinzipiell nicht gefunden, wenn man normale Maßstäbe anlegt. Hierfür wäre ein gehandelter XETRA DAX Kurs von 15145 oder 15111 nötig.
  • Dennoch muss man dem DAX auch direkte neue Jahreshochs zutrauen, zumal dies DOW JONES, NASDAQ100, S&P500 sowie Eurostoxx50 und der französische CAC40 gestern vormachten.
  • Der kleine Verfallstermin für DAX Optionen könnte heute bis 13 Uhr noch seine Wirkung entfalten, aber das nur am Rande. Dieser Satz soll nur deutlich machen, dass der DAX erst ab 13 Uhr wieder so richtig "frei" ist.
  • Erste DAX Widerstände des Tages sind für den XETRA DAX ggf. noch 15282 (das hängt davon ab wie sich die Vorbörse zw. 8 und 9 Uhr verändert), wegen der noch stärkeren Vorbörse aber vorbörslich bereits auch schon das DAX Level 13298 und die beiden Allzeithochs bei 15312 (XETRA) und 15326 (auf einen DAX Kurs verrechnetes FDAX Allzeithoch).
  • Der maximale Anstiegskorridor reicht heute aufgrund des FDAX Pivot R3 bis DAX 15430.
  • Unterstützend wirken 15271 (echtes h1 XETRA Gap) sowie 15249 (JFD DAX PP).
  • Unter DAX 15238 fällt der DAX bis 15220 (echtes h1 XETRA Gap).
  • Unter 15191 gibt der DAX bis 15145 und bis 15111 (XETRA Rest-Gap) nach und hat dann neue Anstiegschancen

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

DAIMLER - Ausbruchsversuch nach vorläufigen Zahlen

Die Daimler-Aktie legte seit März 2020 eine starke Rally hin, blieb aber zuletzt an einer Widerstandszone hängen. Gelingt im Zuge der vorläufigen Zahlen ein Ausbruch?

Daimler erzielt im ersten Quartal vorläufig ein EBIT von 5,748 Mrd. EUR (Analystenprognose: 4,964 Mrd. EUR), einen Free Cash Flow von 2,832 Mrd. EUR (Analystenprognose: 1,802 EUR) und eine Nettoliquidität im Industriegeschäft in Höhe von 20,1 Mrd. EUR (Ende 2020: 17,9 Mrd. EUR). Mit diesen Ergebnissen übertrifft Daimler die Markterwartungen.
Quelle: Guidants News

Die Daimler Aktie befindet sich seit dem Tief im März 2020 bei 21,01 EUR in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Am 03. Februar 2021 brach die Aktie über ihren langfristigen Abwärtstrend seit März 2015 aus. Am 08. März erreichte der Wert die wichtigen Widerstandszone zwischen 73,32 und 76,58 EUR. Nach den aktuellen Zahlen eröffnet die Aktie leicht über dieser Widerstandszone.

Kaufwelle kann weitergehen

Etabliert sich die Daimler-Aktie in den nächsten Tagen über 76,58 EUR, dann kann die Rally seit März 2020 direkt fortgesetzt werden. In diesem Fall wäre ein Anstieg an das Hoch aus dem Jahr 2015 bei 96,07 EUR möglich. Sollte die Aktie aber unter 73,32 EUR abfallen, würde sich das Chartbild eintrüben. In diesem Fall könnte es zu einer größeren Korrekturbewegung in Richtung 59,00 EUR kommen. Damit würde die Aktie auf ihren gebrochenen Abwärtstrend ab März 2015 zurücksetzen.

PFEIFFER VACUUM - Kommt diese Aktie nun endlich aus dem Quark?

Nach schwachen Wochen könnten die gestern nach XETRA-Schluss veröffentlichten Quartalszahlen für Entspannung bei der Pfeiffer Vacuum Aktie sorgen.

Der Hersteller von Vakuumpumpen, Vakuumsystemen sowie Mess- und Analysegeräten, Pfeiffer Vacuum, legte gestern nach XETRA-Schluss vorläufige Zahlen zum ersten Quartal 2021 vor. Und diese fielen sehr erfreulich aus. Der Umsatz kletterte verglichen mit der Vorjahresperiode um 25 % auf 191,7 Mio. EUR und markiert damit den höchsten jemals in der Unternehmensgeschichte erzielten Wert. Das EBIT schoss überproportional um 76,4 % auf 22,6 Mio. EUR nach oben. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 8,4 auf 11,8 %. Besonders dynamisch verlief die Entwicklung im Halbleitergeschäft. Einen weiteren Rekord verzeichnete Pfeiffer Vacuum beim Auftragseingang, der mit 233,9 Mio. EUR den Vorjahreswert um 35,3 % übertraf.

Auf Basis dieser exzellenten Ergebnisse sieht sich das Management bereits jetzt in der Lage, die Gesamtjahresprognose anzuheben. So soll der Umsatz um über 10 % zulegen und die EBIT-Marge den Wert von 10 % übertreffen. Legt man die 2020er-Werte zugrunde, würde das bei einer konservativen Kalkulation mit einem Umsatzanstieg von 10 % einem Umsatz von 680,6 Mio. EUR und einem EBIT von gut 68 Mio. EUR entsprechen. Damit bewegt sich Pfeiffer Vacuum umsatztechnisch bereits in eine Region, die Analysten erst für 2022 erwartet hatten (siehe Tabelle unten). Beim EBIT rechneten die Experten für 2021 bislang mit 64,8 Mio. EUR. Es ist also wahrscheinlich, dass es heute bzw. in den kommenden Tagen einige Analystenaufstufungen geben wird.

Aus charttechnischer Sicht war ein so gutes Ergebnis nicht unbedingt zu erwarten, wenn man rein auf die Kursentwicklung geschaut hat. Vielmehr korrigiert der TecDAX-Titel nach einem schnellen Anstieg zu Jahresbeginn seit mehreren Wochen, die Kursgewinne waren zwischenzeitlich komplett ausradiert. Das dürfte sich gemessen an den vorbörslichen Kursen von knapp 169 EUR heute ändern. Potenzial besitzt der Wert zunächst in den Bereich um 180,60 EUR. Darüber dient das Allzeithoch bei 192,80 EUR als Hürde. Auf der Unterseite wird es auch in den kommenden Wochen darauf ankommen, die Unterstützungszone zwischen 152,20 und 149,60 EUR zu halten. Bislang ist die Range der letzten Monate also voll intakt.

PALLADIUM - Nächster Halt Allzeithoch

Tagesausblick für Freitag, 16. April 2021: Die Rally bei Palladium nahm zuletzt wieder Fahrt auf und erreicht aktuell das markante Hoch von Anfang März. Darüber wäre schon der Weg an das Rekordhoch aus dem Vorjahr frei.

Palladiumkurs Widerstände: 2.735 + 2.750 + 2.875
Palladiumkurs Unterstützungen: 2.540 + 2.485 + 2.405

Rückblick: Ausgehend von der Verteidigung der Kreuzunterstützung bei 2.248 USD startete im März bei Palladium eine rasante Aufwärtsbewegung, die schnell den charttechnischen Deckel bei 2.540 USD sprengte.

Nach diesem übergeordneten Kaufsignal folgte eine Kaufwelle bis an die langfristige Barriere bei 2.735 USD. Hier kam es zu einer Korrektur in Form eines Pullbacks an die früheren Hochs, der dort von den Bullen aufgefangen wurde und in eine neuerliche steile Rally mündete. Diese greift jetzt das Hoch bei 2.750 USD an.

Charttechnischer Ausblick: Durch diesen Anstieg steht der Palladiumkurs bereits vor dem nächsten weitreichenden Kaufsignal. Denn bis zum Allzeithoch aus dem Vorjahr bei 2.875 USD befinden sich keine markanten Widerstände im Weg und so könnte das Rekordhoch zügig erreicht werden. Darüber liegen die nächsten Kursziele der Rally bei 2.950 und 2.990 USD.

Die Chance auf einen Ausbruch in Richtung Allzeithoch wäre aktuell erst vergeben, falls Palladium unter 2.639 USD zurücksetzen sollte. In diesem Fall wäre mit einer Fortsetzung der Korrekturphase und Abgaben bis 2.585 und 2.540 USD zu rechnen. Dort könnte allerdings bereits der nächste mittelfristige Anstieg eingeleitet werden.

Von einer Trendwende kann derzeit ohnehin erst bei Kursen unterhalb der zentralen Unterstützung bei 2.485 USD gesprochen werden.

Wasserstoff: So investiert man mit ETFs in die Zukunftsbranche!

Der "grüne Wasserstoff" soll eine Schlüsselrolle beim Umbau der Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit spielen. Jetzt kann man auch per ETF breit diversifiziert in den Megatrend investieren.

Wasserstoff gilt als unverzichtbar für die Energiewende und dürfte einer der wichtigsten Energieträger der kommenden Jahrzehnte werden. Klimafreundlich erzeugte Energie lässt sich nämlich nur schwer speichern oder über weite Strecken transportieren. Genau hier kommt die Wasserstoff-Technologie ins Spiel: Um elektrische Energie zu speichern, wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten.

Wasserstoff kann ohne Probleme gespeichert oder über weite Strecken transportiert werden. Um die gespeicherte Energie zurück zu gewinnen, lässt man den Wasserstoff in einer Brennstoffzelle einfach mit Sauerstoff aus der Atmosphäre reagieren. Dabei entsteht Wasser und elektrische Energie. Existiert irgendwann eine weltweite Wasserstoff-Infrastruktur, dann kann die Energieerzeugung auch dort stattfinden, wo besonders viel Wind, Sonne und Wasser zur klimafreundlichen Energieerzeugung zur Verfügung stehen.

Wasserstoff dürfte überall dort zum Einsatz kommen, wo bisher fossile Energieträger unverzichtbar sind, zum Beispiel bei bestimmten industriellen Prozessen (Stahlerzeugung), als Treibstoff für Flugzeuge oder Schiffe oder zur Speicherung oder dem Transport von Energie über weite Strecken. Dass irgendwann auch Pkw massenhaft mit Wasserstoff angetrieben werden, gilt hingegen als unwahrscheinlich. Fast alle Autobauer und Regierungen setzen inzwischen auf die Elektromobilität als Zukunftstechnologie, auch wenn Wasserstoffantriebe etwa bei Bussen oder Lkw zum Einsatz kommen könnten. Dass eine Wasserstoff-Infrastruktur für andere Bereiche aufgebaut wird, ist hingegen sehr wahrscheinlich, da zahlreiche Regierungen an entsprechenden Plänen arbeiten. So hat etwa die Bundesregierung eine "Nationale Wasserstoffstrategie" ins Leben gerufen.

Wer bisher in den Megatrend Wasserstofftechnologie investieren wollte, konnte dies entweder über den Kauf von Einzelaktien oder über Themenzertifikate tun. Zertifikate ermöglichen wie ETFs die Investition in eine ganze Branche, haben gegenüber ETFs allerdings den Nachteil, dass es sich nur um unbesicherte Schuldverschreibungen mit einem Emittentenrisiko handelt.

Seit diesem Jahr existieren aber in Europa auch zwei börsengehandelte Indexfonds (ETFs), mit denen Anleger bequem in die Zukunftstechnologie Wasserstoff investieren können.

Der L&G Hydrogen Economy UCITS ETF (ISIN: IE00BMYDM794) ist der weitaus größere der beiden ETFs und mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,49 Prozent auch der etwas günstigere. Der thesaurierende ETF bildet den Solactive Hydrogen Economy Index nach, in den Aktien aus fünf Bereichen aufgenommen werden können: Wasserstoff- und Elektrolyseanbieter, Brennstoffzellenhersteller, Unternehmen aus dem Gas-Bereich, Wasserstoff-Lösungen für Schwertransporte wie Busse und LKW sowie Anbieter von Brennstoffzellenkomponenten. Der Index/ETF investiert dabei in alle Werte gleichgewichtet. Halbjährlich kommt es zu einem Rebalancing, wobei Aktien hinzukommen oder entfernt werden können. Eine Neugewichtung der enthaltenen Werte findet statt, wenn einzelne Positionen zwischenzeitlich ein Gewicht von mehr als 15 Prozent im Index erreicht haben.

Aktuell (Stand: 16.04.2021) sind 28 Aktien im ETF enthalten. Die fünf größten Positionen sind der US-Motorenhersteller Cummins (4,4 Prozent), der Katalysatorenhersteller Johnson Matthey (4,2 Prozent), das koreanische Chemie- und Textilunternehmen Kolon Industries sowie die Autobauer Daimler und Toyota. Ebenfalls in den Top Ten enthalten sind der Gasekonzern Linde, der Energieerzeuger Uniper sowie der Technologiekonzern Siemens.

Auffällig ist, dass die meisten dieser Unternehmen bisher nur einen kleinen Bruchteil ihrer Umsätze und Gewinne im Wasserstoff-Sektor erzielen. Man investiert mit dem ETF also nicht in "Pure Plays", die ausschließlich im Wasserstoff-Sektor tätig sind, sondern in Aktien von Großkonzernen, die am Rande auch etwas mit Wasserstoff zu tun haben.

Der zweite Wasserstoff-ETF, der VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF(ISIN: IE00BMDH1538), bildet den MVIS Global Hydrogen Economy Index nach und ist mit einer Gesamtkostenquote (TER) von 0,55 Prozent etwas teurer als das Konkurrenzprodukt von L&G. Der ETF bietet Zugang zu den größten und liquidesten Unternehmen weltweit, die in der Wasserstoff-Industrie tätig sind. Der ETF investiert in fünf Typen von Aktien: Pure-Play-Wasserstoffaktien, Wasserstoffgas-Hersteller, Hersteller von Brennstoffzellen, Anbieter von Wasserstoffspeichern und Hersteller von Elektrolyseuren.

Anders als im ETF von L&G spielen im ETF von VanEck die eher riskanten Pure-Play-Wasserstoffaktien eine größere Rolle. Größte Position (Stand: 12.04.2021) ist etwa der Brennstoffzellenhersteller Ballard Power Systems mit einem Anteil von 10,24 Prozent im ETF-Portfolio. Die Gase-Hersteller Linde und Air Liquide sind mit jeweils mehr als neun Prozent ebenfalls stark im ETF vertreten. Unter den Top Ten der ETF-Positionen finden sich auch die Pure-Play-Aktien Nel Asa, Plug Power, Fuelcell Energy, Bloom Energy und Itm Power.

Insgesamt ist der ETF von VanEck also viel stärker tatsächlich im Wasserstoff-Sektor investiert als das deutlich größere und etwas günstigere Konkurrenzprodukt von L&G, in dem Werte, die nur "nebenbei" im Wasserstoff-Bereich engagiert sind, die Hauptrolle spielen.

Fazit: Mit den beiden vorgestellten ETFs können Anleger bequem in die Zukunftsbranche der Wasserstoff-Technologie investieren. Der ETF von VanEck ist zwar deutlich kleiner und etwas teurer als das Produkt von L&G, ermöglicht dabei aber eine gezieltere Investition in den Wasserstoff-Bereich, da viele Pure-Play-Aktien aus diesem Bereich enthalten sind. Wegen der starken Kursschwankungen dieser riskanten Aktien dürfte der VanEck-ETF allerdings auch das deutlich riskantere Produkt sein. Mit dem L&G-ETF investieren Anleger hingegen vor allem in Aktien von Großkonzernen, die nebenbei auch Wasserstoff-Aktivitäten aufbauen. Je nach Anlegerpräferenzen haben beide Ansätze ihre Berechtigung.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW14

DAX-Tagesausblick: Auf Montag hoffen...

Meine DAX Hauptaussage für heute wird Sie überraschen, denn sie ist klar und deutlich. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 15315/15325 + 15375
DAX Unterstützungen: 15150 + 15111/15107 + 15000 + 14810

Rückblick

  • Der DAX hatte seit 14420/14409 aus meiner Sicht rechnerische Ziele bei 14804, 14875 und 15125 gehabt. Alle 3 Ziele wurden erreicht.
  • Dass der DAX nach Ostern mit einem "Exhausting"-Gap das Ziel 15125 übersprang stellt kein Problem dar.
    Es freute nur die BIG BÄNKER die dann eben nach dem Ostersprung ab ~15300 verkaufen "durften", statt schon bei 15125.
  • Der DAX hat bereits am "Exhausting"-Gap genagt, es aber noch nicht ganz bei 15111 geschlossen.

DAX Prognose

  • Der DAX drehte gestern am ersten benannten Widerstand bei 15265 nach unten ab, wow, was für ein Tages-highlight.
    Der DAX "weiß" nicht so recht wie er die verkürzte Woche nach Ostern überbrücken will, er mutet lustlos und planlos an. Kein Wunder, sind doch noch viele Marktteilnehmer abwesend.
  • Meine Hauptaussage ist also, dass man sich ab kommenden Montag wieder im DAX einfinden sollte. Das wird wohl das Beste sein.
  • Zwischen DAX 15038 und DAX 15375, der theoretischen Maximalhandelsspanne des Tages nach Vola-Prinzipien, ist heute Vieles möglich, im engeren Sinne zwischen 15110 und 15325. Es ist müßig darüber zu orakeln.
  • Widerstände des Tages sind 15207 und 15265 sowie 15325 und 15375.
  • Unterstützungen stellen am Freitag 15150 sowie 15110 und 15038 dar.

Fazit: Die DAX Überhitzung wird bisher nur langsam abgebaut.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

KRONES - Chartbild macht bullischen Eindruck

Die Krones Aktie zeigt sich seit einigen Tagen wieder in einer guten Verfassung. Kann dies noch länger andauern?

Die Krones Aktie markierte im Juni 2018 ihr Allzeithoch bei 122,80 EUR. Anschließend geriet der Wert stark unter Druck und fiel bis März 2020 auf ein Tief bei 41,92 USD.

Seit diesem Tief befindet sich die Aktie wieder in einer Aufwärtsbewegung. Ein erster Run führte den Aktienkurs auf 64,50 EUR, der zweite Run auf 78,35 EUR. Von diesem Hoch aus setzte der Wert auf das Hoch des ersten Runs zurück. Dort drehte die Aktie Mitte März 2021 wieder nach oben.

Kaufwelle läuft bereits

Die Krones-Aktie befindet sich in einer intakten Aufwärtsbewegung. Diese kann noch einige Zeit andauern. Ein Anstieg an bzw. in die Widerstandszone zwischen 96,05 EUR und 100,35 EUR wäre möglich. Sollte die Aktie allerdings per Wochenschlusskurs unter 64,50 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 57,00-56,50 EUR drohen. Damit würde der Aufwärtstrend seit März 2020 getestet werden.

DAX-Aktie vor kurzfristigem Einbruch

Seit Anfang März ist dieser einstige Überflieger aus dem DAX unter Druck und konnte zuletzt die Chance auf eine Wiederaufnahme des vorherigen Aufwärtstrends nicht nutzen. In dieser Woche bricht er zudem auch unter die zentrale Aufwärtstrendlinie ein. Ein Shortsignal mit Folgen.

Mit dem Ausbruch über eine mittelfristige Abwärtstrendlinie und das Hoch vor dem Corona-Crash hatte sich diese Aktie eine zweite Rallyphase erarbeitet, die bis Anfang März andauerte. Allerdings wurde damals nach dem Ausbruch aus einer Seitwärtsrange das frische Verlaufshoch direkt wieder abverkauft und so ein kurzfristig bärisches Signal generiert. In der Folge setzte sich der Abwärtsmove mit zunehmender Intensität fort und erreichte die Unterseite der Konsolidierungsphase der letzten Monate. Ein kurzfristiger Bodenbildungsversuch scheiterte in dieser Woche. Damit steht die Aktie erneut vor einem Verkaufssignal.

Continental - Rückschlag zeichnet sich ab

Die Chance auf eine Bodenbildung am Zwischentief bei 111,20 EUR haben die Bullen bisher nicht genutzt und auch die übergeordnete Aufwärtstrendlinie nicht verteidigen können. Vielmehr ist die Haltemarke durch etliche Brüche bereits perforiert und dürfte den Ansturm der Bären, der nach dem Rückfall unter die alte Hürde bei 126,50 EUR Anfang März begonnen hatte, diesmal nicht aufhalten.

Ein Schlusskurs unter 111,20 EUR würde dabei schon für eine Verkaufswelle bis 104,06 EUR und darunter an den wichtigen Unterstützungsbereich bei 100,95 EUR sorgen können.

Die gute Nachricht ist allerdings, dass diese Korrektur den einjährigen Aufwärtstrend nur unterbrechen, nicht aber beenden dürfte. Ausgehend von dieser Supportzone wäre also mit einer Fortsetzung der Hausse in den kommenden Monaten zu rechnen.

Gegen den drohenden Abverkauf könnte sich die Aktie von Continental nur durch einen steilen Sprung über die Hürde bei 118,10 und den Bereich um 120,00 EUR zur Wehr setzen. In diesem Fall könnte ein Anstieg bis 126,50 EUR für Entspannung sorgen.

PALLADIUM - Korrektur zieht sich in die Länge

Tagesausblick für Freitag, 09. April 2021: Nach der Rally an die langfristige Hürde bei 2.735 USD startete Palladium eine Korrektur, die nach einem kleinen Zwischenspurt Anfang April jetzt wieder einzuschlafen droht. Der Aufwärtstrend bleibt davon jedoch unberührt.

Palladium Widerstände: 2.639 + 2.750 + 2.875
Palladium Unterstützungen: 2.540 + 2.485 + 2.405

Rückblick: Nach Monaten der volatilen Seitwärtsbewegung brach Palladium Ende März mit einer steilen Kaufwelle über die Oberseite der Range bei 2.485 USD und den Widerstand bei 2.540 USD aus und generierte damit ein Kaufsignal. Dieser Ausbruch reichte in der Spitze bis an die Kursbarriere bei 2.735 USD. Nach einem ersten Rücklauf an die Oberseite der früheren Range kam es zuletzt zu einer weiteren Aufwärtsphase, die an den Bereich des Widerstands bei 2.639 USD führte.

Charttechnischer Ausblick: Der Anstieg der letzten Tage legt aktuell eine korrektive Pause ein, könnte aber schon bei einem Ausbruch über 2.680 USD mit neuem Schwung bis 2.735 und das Hoch bei 2.750 USD fortgesetzt werden. Bei einem nachhaltigen Anstieg über diese Hürden wäre direkt mit einer Rally bis an das Rekordhoch bei 2.875 USD zu rechnen.

Wird dagegen das Tief dieser Woche bei 2.585 USD unterschritten, dürfte sich die Korrektur erneut bis 2.540 USD fortsetzen, dort aber ein weiterer mehrtägiger Anstieg starten. Abgaben unter die Unterstützung würden dagegen zu einer Ausdehnung der Gegenbewegung bis 2.485 und 2.450 USD führen.

Wie gut schützen Sachwerte wie Immobilien wirklich vor Inflation?

In der Krise fand ein regelrechter Run auf Sachwerte, vor allem Immobilien, statt. Wie sinnvoll ist so etwas?

Immobilien werden aus unterschiedlichen Gründen gekauft. Ein Grund, der spätestens seit 2008 bei jedem angekommen ist: Sicherheit. Nach 12 Jahren unterdurchschnittlicher hoher Inflation kann man es sich kaum vorstellen, doch direkt nach der Finanzkrise fand ein Run auf Immobilien statt, um sich vor ausufernder Inflation zu schützen. Das Argument war damals ähnlich zu heute. Es wird viel Geld gedruckt. Das muss zu Inflation führen und davor schützt eine Immobilie. Damals kam die Inflation nicht und auch diesmal ist keine Hyperinflation zu befürchten. Die Preise werden kurzfristig überdurchschnittlich schnell steigen. In den USA sind sogar 4 % Inflation im Frühsommer denkbar. Einen solchen Anstieg gab es auch nach 2008. Nachhaltig war dieser nicht und er wird auch diesmal nicht nachhaltig sein. Wer eine Immobilie aus Angst vor Inflation kauft, setzt aufs falsche Pferd. Immobilien laufen langfristig vor allem dann gut, wenn die Inflation stark steigt. Das war zuletzt in den 70er Jahren der Fall.

In den USA waren Immobilien von 1900 bis 1950 eine gute Anlage. Die Werte schwankten relativ wenig. Die Rendite war ähnlich hoch wie die von Aktien, ganz ohne den großen Nervenkitzel der Börse. In den 50er und 60er Jahren war die Inflation vergleichsweise niedrig. Aktien setzten sich von der Hauspreisentwicklung ab (Grafik 1).

Erst mit der hohen Inflation der 70er Jahre holten Immobilien wieder auf. Seit dem Ende der großen Inflation hinken Immobilien dem Aktienmarkt merklich hinterher. Tatsächlich war die Performancelücke noch die so groß wie heute (Grafik 2). Der Grund dafür ist mangelnde Inflation. Die Korrelation zwischen Inflation und Hauspreisen war und ist sehr hoch.

Ohne Inflation haben Immobilien gegenüber Aktien das Nachsehen. Für sich allein genommen sind Immobilien nicht schlecht. Der Wert steigt tendenziell, er steigt nur sehr viel langsamer als der von Aktien.
Steigt die Inflation, haben es Aktien schwer. Theoretisch sollten Unternehmen höhere Preise weitergeben können und Inflation daher keinen Einfluss auf die Kurse haben. Praktisch funktioniert das nicht. Die Margen sinken und zusätzlich werden Aktien mit niedrigerem KGV bewertet.
Immobilien hingegen gleichen die Inflation souverän aus. Das führt zu einer Outperformance von Immobilien. Historisch gesehen sind die ein hervorragender Inflationsschutz. Sie eignen sich als Schutz vor der Teuerung besser als Aktien und Gold. Aktuell gibt es aber eben das Problem, dass die Inflation nicht permanent höher sein wird. Die Rendite von Immobilien wird daher wohl auch in den nächsten Jahren niedriger ausfallen als die von Aktien

Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW12

DAX-Tagesausblick: Pullback vollendet! Neues Allzeithoch im Blick!

Pullback vollendet! Der DAX ist nunmehr in einem neuem Rallyabschnitt zu mindestens...Hier ist die heutige DAX Prognose!

DAX Widerstände: 14730 + 14805 + 14875 + 15125
DAX Unterstützungen: 14620 + 14550 + 14410

DAX Prognose

  • Der FDAX war am 161 % Ziel für die "Welle 3" bei 14785 angekommen.
    Danach war ein Pullback bis zum Flaggentief vom 15. März bei DAX 14409 vorgesehen, typisch, als Rücklauf zum letzten "mini-Flaggentief"!
  • Ausgehend von 14804 wurde in den vergangenen Tagen am Ziel gearbeitet und das untere DAX Ziel im Toleranzbereich (14420) gestern erreicht.

DAX Details - intraday

  • Der DAX ist nunmehr in einem neuem Rallyabschnitt zu mindestens 14805, gern auch zu 14875 und 15125.
  • Der DAX beginnt heute freundlich und reißt ein "bullish island gap", fabriziert also einen doppelt übersprungenen Kursbereich zwischen 14662 und 14621. Dieses Gap dürfte nicht lange offen bleiben, zumal gilt:
    Pullbacks von der vorbörslich abermals bei ca. DAX FUTURE Kursen von 14743 (entspricht DAX 14733) erreichten oberen Trendkanalbegrenzung könnten den DAX bis 14620 (XETRA GAP) oder 14550 (61,8 % Retracement) zurückholen.
  • DAX Verkaufssignale treten unter 14410 auf.

Viele Grüße und schöne Ostertage!
Rocco Gräfe

US-Blue-Chip vor mittelfristigem Ausbruch! Wird diese Aktie wieder sexy?

Seit einem Jahr erlebt dieser Dow Jones-Titel eine reine Seitwärtsbewegung. Diese könnte nun gen Norden aufgelöst werden, sofern die Bullen heute nicht lockerlassen.

Bei dieser Aktie handelt es sich um IBM. Während zahllose US-Aktie im letzten Jahr den Corona-Sell-Off nutzten, um eine Rally zu zünden, kraxelt die IBM Aktie nur so vor sich hin. Und das seit einem Jahr. In den letzten Wochen machen Anleger allerdings wieder Druck. Mit dieser bullischen Stärke könnte sich jetzt das Setup der Analyse vom Februar (IBM - Rückkehr ins bullische Lager?) voll entfalten.

Spannendes Jahr für IBM

Unternehmenswandel, Abspaltung des IT-Geschäfts und Aufteilung in zwei börsennotierte Unternehmen, Integration von Nordcloud, Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen in Europa, Konzentration auf Wachstum. Klingt nach einer Mammutaufgabe? Ist es auch. IBM befindet sich seit langer Zeit in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Nach dem Abwärtstrend in den letzten Jahren hat das Unternehmen einen frischen Neustart bitter nötig. Genau dies versucht IBM in diesem Jahr. Hier liegt eine große neue Chance für den IT-Konzern, jedoch auch das Risiko. Je nachdem wie die Umstrukturierung gelingt, dürfte dementsprechend auch der Aktienkurs reagieren. Aktuell scheinen Anleger hier große Hoffnung zu verspüren.

Entscheidende Kursphase

Die Seitwärtsbewegung in der Aktie verläuft, eingeschlossen Fehlausbrüche auf Ober- und Unterseite, zwischen rund 115 und 132 USD. Durch die Kaufwelle der letzten Wochen wurde im gestrigen Handel bei 133,07 USD geschlossen. Damit versuchen sich bullische Spekulanten an einem Break-Out. Verläuft dies erfolgreich, könnte die planlose Lethargie der letzten Monate endlich verschwinden und wieder Fahrt aufgenommen werden. Unverändert zur vorherigen Analyse lockt mit einem Anstieg über 132 USD ein das Kursziel 153,35 USD, was einem Kurspotenzial von 15 % entspricht. Dafür sollte es im heutigen Handel zu keinen größeren Verkäufen kommen, da ansonsten das Buy-Signal auf Wochenbasis erneut wackelt.

Entsteht per Wochenschlusskurs das Kaufsignal, kann der Einstieg gesucht werden. Auf Tagesbasis zu agieren wäre, wie die Entwicklung der letzten Monate immer wieder gezeigt hat, mit zahllosen Fehlausbrüchen verbunden. Doch was, wenn die erhofften ganz Kursgewinne ausbleiben?

Verluste als herber Rückschlag

Deshalb sollten möglichst ab jetzt größere Verlustserien ausbleiben. Würde es trotz bester Voraussetzung hierzu kommen, wäre ein erneuter Rückfall in die Range die Folge. Möglich wäre eine nochmalige kurze Verschnaufpause, doch spätestens unter 126,85 USD wäre als Konsequenz mit Abgaben bis 117 EUR und 105,92 USD zu rechnen und die laufende Euphorie würde in Trübsal münden.

Fazit

Jetzt gilt es! Mit der Entwicklung der letzten Handelswochen hievt sich die IBM-Aktie auf die Abschussrampe. Dies zeugt von der Hoffnung der Anlegerschaft auf einen positiven Wandlungsverlauf in diesem Jahr. Kommt es heute zu keiner bärischen Überraschung, dürfte die Aktie durch das Kaufsignal seit langer Zeit wieder an Attraktivität gewinnen.

DEUTSCHE WOHNEN - Reaktion auf Zahlen verschärft Abwärtstendenz

Die gestern veröffentlichten Quartalszahlen schicken die Deutschen Wohnen Aktie zu Boden. Schon wieder muss man sagen, denn damit setzt sich der Abwärtstrend seit Oktober fort. Mit möglicherweise fatalen Folgen.

GuidantsNews vom 25.03., 07:29 Uhr: Deutsche Wohnen erzielt 2020 Vertragsmieten von €837,6 Mio (VJ: €837,3 Mio), einen FFO 1 von €544,1 Mio (VJ: €553,1 Mio), ein Ebitda von €1,01 Mrd (VJ: €873,1 Mio, Analystenprognose: €792 Mio) und einen Nettogewinn von €1,54 Mrd (VJ: €1,6 Mrd, Prognose: €1,55 Mrd); Dividendenvorschlag bei €1,03 je Aktie (VJ: €0,90, Prognose: €0,97). Im Ausblick auf 2021 erwartet das Unternehmen einen FFO 1 "in etwa auf Vorjahresniveau" und ein Ebitda (bereinigt) von rund €700 Mio. Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

Wie bereits in einer GodmodePLUS-Analyse Ende Februar herausgearbeitet, befindet sich die Aktie der Deutschen Wohnen in einer komplexen Topbildungsphase in Form eines mehrmonatigen "Rounding Top", gegen dessen Aktivierung sich die Bullen seit Februar verzweifelt zur Wehr setzen. Zuletzt wurde die entscheidende Kursunterstützung bei 39,46 EUR, deren Bruch das Wendemuster aktivieren würde, zwar schon mehrfach unterschritten, aber immer in letzter Sekunde von den Bullen zurückerobert.

Verkaufswelle beendet Erholung

Die jüngste Erholung bis 41,50 EUR wurde allerdings ebenfalls zunichte gemacht - nicht erst durch die gestrige Reaktion auf die Quartalszahlen, sondern auch schon durch die schwache Entwicklung am Vortag. Letztlich wurde die 39,46 EUR-Marke gestern wieder gebrochen und der Weg für einen weiteren Angriff auf das Februartief bei 38,03 EUR freigemacht.

Darunter wäre die Trendwende vollzogen und zunächst ein Abverkauf bis zur Unterstützung bei 36,18 EUR die Folge. Mittelfristig wären weitere Abgaben bis 34,69 EUR zu erwarten, ehe die Aktie dort eine Trendwende nach Norden vollziehen könnte. Das Ziel der Formation selbst fällt dagegen mit dem Support bei 32,26 EUR zusammen.

In der aktuellen Lage und nach dieser schwachen Woche sind die Bären am Zug. Erst bei Kursen über 41,50 EUR wäre die Trendwende zu den Akten zu legen und eine Erholung bis 43,06 und 44,83 EUR wahrscheinlich.

PALLADIUM - Ohne Umwege zum Rekordhoch?

Tagesausblick für Freitag, 26. März 2021: Der massive Ausbruch der letzten Wochen hatte Palladium in die unmittelbare Nähe eines mittelfristigen Widerstands und des Allzeithochs bei 2.875 USD angetrieben. Diese Rally könnte schon jetzt in die nächste Phase eintreten.

Intraday Widerstände: 2.639 + 2.750 + 2.875
Intraday Unterstützungen: 2.540 + 2.485 + 2.405

Rückblick: Ausgehend von der Unterstützungszone um 2.185 USD wurde Palladium seit Anfang Februar zunächst von einer leichten und ab März von einer massiven Kaufwelle erfasst und regelrecht über die Widerstandsmarken bei 2.405 und 2.485 USD geschleudert.
Mit dem Ausbruch über 2.540 USD wurde zudem auch der monatelange Seitwärtsmarkt nach oben verlassen und somit Folgekäufe ausgelöst, die den Wert in der Spitze bis an die Hürde bei 2.735 USD angetrieben. Dort setzte eine erste Korrektur ein, die am Bereich der alten Hürde bei 2.540 USD aber wieder auf Käufer traf.

Charttechnischer Ausblick: Knapp unter der Widerstandsmarke bei 2.639 USD tendiert Palladium aktuell seitwärts und könnte schon mit dem Bruch der Marke wieder bis 2.750 USD steigen. Am bisherigen Rallyhoch wäre wiederum mit einer Korrektur zu rechnen. Darüber dürfte aber das Rekordhoch aus dem Februar 2020 bei 2.875 USD angelaufen werden.

Sollte der Wert dagegen an der 2.639 Punkte-Marke scheitern, käme es zu einem zweiten Rücksetzer auf 2.540 USD. Hier dürfte die Rally in eine neue Runde gehen. Abgaben unter die Unterstützung würden dagegen für eine Korrekturausweitung bis 2.485 USD sorgen, ehe der nächste Anstieg folgen kann.

Wie man Aktien findet, die sich verhundertfachen

Aktien, die um den Faktor 100 im Wert zulegen, die also 10.000 Prozent gewinnen: Das gibt es tatsächlich, und zwar häufiger als man denkt. Aber wie findet man solche Aktien, bevor sie ihren starken Anstieg beginnen?

Wer glaubt, dass es nur sehr wenige Aktien gibt, die sich im Wert verhundertfachen, der irrt sich. Alleine am US-Aktienmarkt gab es in den vergangenen Jahrzehnten mehrere hundert Aktien, denen dieses Kunststück gelungen ist. Genau genommen waren es im Zeitraum von 1962 bis 2015 mindestens 365 Aktien (Quelle: Christopher Mayer, "100 Baggers: Stocks that Return 100-to-1 and How to Find Them"). Darunter waren so bekannte Namen wie Amazon oder Starbucks, aber auch zahllose Aktien, die auch heute nur den wenigsten ein Begriff sein dürften. Gibt es eine systematische Möglichkeit, solche Aktien zu entdecken, bevor sie ihren fantastischen Anstieg beginnen? Mit dieser Frage haben sich bereits mehrere Autoren beschäftigt, und einige der Ergebnisse ihrer Untersuchungen werden in diesem Artikel vorgestellt.

Bereits Jahrzehnte vor Christopher Mayer und seinem Buch ("100 Baggers: Stocks that Return 100-to-1 and How to Find Them") hatte sich Thomas Phelps in einem Buch ("100 to 1 in the Stock Market: A Distinguished Security Analyst Tells How to Make More of Your Investment Opportunities") mit der Frage beschäftigt, wie man Aktien finden kann, die sich verhundertfachen. Auch eine unter einem Pseudonym im Internet veröffentlichte Studie (Tony Analysis, "An Analysis of 100-baggers") beschäftigt sich mit dieser Frage.

Die in diesem Artikel genannten Ergebnisse basieren insbesondere auf der im Internet veröffentlichten Studie und dem Buch von Christopher Mayer.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus den genannten Quellen sind:

  • Unternehmen, deren Aktien sich verhundertfachen, weisen in der Regel über viele Jahre hinweg ein hohes Umsatz- und Gewinnwachstum auf. Sowohl der Umsatz des Unternehmens als auch der Gewinn je Aktie steigen in der Regel für längere Zeit deutlich an. (Manchmal kann der Gewinn je Aktie allerdings auch ein falsches Bild vermitteln. Das war etwa bei Amazon der Fall. Das Unternehmen verzichtete bewusst auf kurzfristige Gewinne zugunsten langfristiger Investitionen. Hier konnte aber anhand von Kennzahlen wie dem Umsatz oder dem operativen Cashflow ebenfalls starkes Wachstum diagnostiziert werden.)
  • Neben dem Gewinnwachstum ist ein weiterer wichtiger Treiber ein Anstieg der Bewertung anhand von Kennzahlen wie dem KGV. Es steigt also nicht nur der Gewinn je Aktie, sondern die Aktien werden wegen des starken Gewinnwachstums auch mit fortschreitender Zeit mit einem immer höheren Vielfachen ihres Gewinns bewertet ("multiple expansion").
  • Häufig fallen die Phasen steigender Bewertungen mit Perioden zusammen, in denen nicht nur ein hohes Gewinnwachstum aufgetreten ist, sondern in denen sich das Gewinnwachstum noch beschleunigt hat. Nicht nur der Gewinn je Aktie stieg also mit der Zeit an, sondern auch die prozentuale Wachstumsrate des Gewinns. Das sich beschleunigende Gewinnwachstum führt dazu, dass der Markt auch für die Zukunft höhere Wachstumsraten einpreist, was sich dann in der oben genannten "multiple expansion" niederschlägt.
  • Einige der besten Chancen traten in unbekannten und kleinen Unternehmen auf, die von den meisten Anlegern ignoriert wurden und bei denen der Markt zuvor überhaupt kein Wachstum oder nicht einmal ein Fortbestehen des Unternehmens eingepreist hatte. Hier führen dann beispielsweise ein neues Geschäftsmodell, eine neue Technologie oder eine neue Führungsmannschaft das Unternehmen völlig unerwartet auf einen starken Wachstumskurs. Diese Unternehmen haben zunächst eine sehr günstige fundamentale Bewertung, weil eben kein Wachstum erwartet wird. Es handelt sich auch nicht selten um eher kleinere Unternehmen.
  • Eine hohe Bewertung anhand von Kennzahlen wie dem KGV alleine ist oft kein guter Grund, eine Aktie mit hohem Gewinnwachstum zu verkaufen, solange sich das starke Gewinnwachstum fortsetzt. Die oben genannte "multiple expansion" führt dazu, dass oftmals die Aktien eine sehr hohe Bewertung nach klassischen Kennzahlen wie dem KGV erreichen, der Kurs aber weiter steigt, weil auch die Gewinne weiter zulegen. Eine günstige Bewertung anhand von Kennzahlen wie dem PEG kann aber positiv sein. Auch ein vorübergehender Rückgang des Gewinnwachstums, der nur wenige Quartale oder ein Jahr betrifft, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Aktie kein Verhundertfacher werden kann.
  • Wer einen potenziellen Verhundertfacher finden will, braucht Glück, muss seinem Investment die nötige Zeit lassen (viele Jahre oder gar Jahrzehnte) und sollte sich auch nicht durch das alltägliche "Nachrichtenrauschen" von seinem Investment abbringen lassen. Bei der Suche nach möglichen Verhundertfachern ist es außerdem sehr wichtig, nicht "alle Eier in einen Korb zu legen", weil die potenziellen Verhundertfacher oft auch riskant sind und grundsätzlich auch immer ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals drohen kann, wenn sich die Erwartungen nicht erfüllen sollten.

Ein Beispiel für einen Verhundertfacher ist der Getränkehersteller Monster Beverage (bis 2012 hieß das Unternehmen Hansen Natural). Die Aktien des Unternehmens stiegen von splitbereinigt unter 0,10 Dollar im Jahr 2003 auf zuletzt über 87 Dollar. Der Aktienkurs hat also nicht nur um den Faktor 100, sondern um den Faktor 870 zugelegt. (Die Aktien kosteten im Jahr 2003 nicht wirklich nur 0,10 Dollar, sondern der Kurs der Vergangenheit wurde um spätere Stock Splits bereinigt. Bei Stock Splits erhöht sich die Anzahl der Aktien, während der Kurs der einzelnen Aktien optisch heruntergesetzt wird.)

Auf der Analyse- und Tradingplattform Guidants sind Fundamentaldaten für das Unternehmen seit dem Jahr 2009 verfügbar. Die folgenden Grafiken zeigen, dass die wichtigsten Schlussfolgerungen für die Identifikation möglicher Verhundertfacher auch auf Monster Beverage zutreffen:

  • Starkes Umsatzwachstum über Jahre hinweg,
  • Starkes Wachstums beim Ergebnis je Aktie über Jahre hinweg.
  • Steigendes KGV ("multiple expansion") von Ende 2009 bis Ende 2015 von einem KGV von ca. 17 (Ende 2009) auf einen Wert von über 52 (Ende 2015). Diese Phase der multiple expansion fiel zusammen mit einem besonders starken Kursanstieg in dieser Zeit.
  • Das hohe KGV Ende 2015 war kein guter Grund, die Aktie zu verkaufen. Das KGV nahm anschließend zwar wieder ab, aber da der Gewinn je Aktie weiter stark kletterte, nahm auch der Aktienkurs weiter zu.
  • Monster Beverage war zu Beginn des Kursanstiegs ein völlig unbekanntes und vom Markt ignoriertes Unternehmen. Der damalige Hersteller von Fruchtsäften war zunächst nur regional im Bundesstaat Kalifornien tätig und entwickelte sich erst im Laufe der Zeit zu einem weltweit operierenden Hersteller von Energy-Drinks.

Wichtig: Natürlich entwickeln sich keineswegs alle Aktien, die die oben genannten Kriterien erfüllen, zu Verhundertfachern. Die oben zitierten Untersuchungen haben auch gewisse methodische Schwächen, denn es wurde in ihrem Rahmen nur untersucht, welche Faktoren Aktien typischerweise gemeinsam haben, die sich anschließend verhundertfacht haben. Es wurde hingegen nicht untersucht, ob vielleicht auch viele andere Aktien genau die gleichen Kriterien erfüllt haben, anschließend aber trotzdem keine so phänomenale Performance gezeigt haben. Deshalb sind die gefunden Kriterien zwar sicher wertvoll, sie sind aber natürlich keine Garantie dafür, dass eine Aktie eine so fantastische Performance zeigt, wenn sie die gefunden Kriterien erfüllt. Für Anleger, die in Aktien von stark wachsenden Unternehmen investieren wollen, könnten sich die obigen Kriterien aber trotzdem als Checkliste eignen, um interessante Investmentchancen zu entdecken.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW11

DAX-Tagesausblick: Sondereffekt-Tag!

Es gibt keine Anzeichen für eine Umkehr und der DAX ist fest im Griff des großen Verfallstermins. Wahr ist; der DAX ist sicherlich etwas überkauft. Hier ist die heutige DAX Prognose.

FDAX Widerstände: 14732 + 14805 + 14875 + 15125
FDAX Unterstützungen: 14600/14595 + 14409

DAX Prognose

  • Der DAX ist seit Überwinden der Horizontale 14132+x verstärkt im Aufwärtstrend.
    Die Kursziele berechnen sich mit 14555 (erreicht), 14735 bzw. 14785 (erreicht) sowie mit 14875, 14951 (offen) und 15125 (offen).
  • Es gibt keine Anzeichen für eine Umkehr und der DAX ist fest im Griff des großen Verfallstermins.
  • Wahr ist; der DAX ist sicherlich etwas überkauft, wenn nicht sogar sehr überkauft. Die Stellung zum Trendkanal verrät dies. Sollten sich also demnächst Konsolidierungstage zeigen, dann nenne ich Ihnen dafür das DAX Ziel 14409, gefolgt von weiteren Jahreshochs bei 15125.
  • Solange der DAX heute nicht unter 14600/14595 nachgibt können problemlos weitere Hochs bei 14800 oder mehr auftauchen.
  • Unter 14595 wäre die Pullbackphase zu 14409 bestätigt angelaufen, gefolgt von einem kräftigen Absprung von 14409 nach oben.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

GEA - Na, heute einen Turbo gefrühstückt?

Mit einem großen Aufwärtsgap springt die Aktie von GEA heute in Richtung des bisherigen Rallyhochs aus dem Juli 2020 an. Die Chancen für einen nachhaltigen Ausbruch und damit ein mittelfristiges Kaufsignal stehen günstig wie lange nicht mehr.

In der Phase nach dem Corona-Crash war die GEA Aktie in einem dynamischen Konter über die langfristige Abwärtstrendlinie und das damalige Jahreshoch bei 30,32 EUR ausgebrochen, hatte jedoch nach einem Hoch bei 33,50 EUR erheblich an Dynamik eingebüßt. dem schloss sich eine nervenzehrende Korrektur an, in deren Verlauf der Wert an den Support bei 27,89 EUR zurückfiel. Diese Korrektur nahm früh die Züge einer bullischen Flagge an, die letztlich aber erst im Dezember nach oben aufgelöst wurde.

Seit Ende Februar sind die Bullen wieder hellwach

Es folgte eine stark volatile Seitwärtsbewegung, die mehrfach ohne größere bullische Folgen über die Hürde bei 30,32 EUR führte. Aber seit Ende Februar dominiert eine massive Kaufwelle, die schon in der Vorwoche kurz an das bisherige Rallyhoch bei 33,70 EUR geführt hatte. Die anschließende Korrektur dürfte durch den heutigen Kurssprung beendet werden.

Kurzfristig dürfte die GEA-Aktie bis 33,51 und 33,70 EUR steigen. Mit dem frischen Schwung im Rücken könnte es auch zum direkten Ausbruch über die Marken kommen. In der Folge wäre die Hürde bei 34,60 EUR - ein Zwischenhoch aus dem Jahr 2018 - als nächstes Ziel zu nennen. Darüber könnte sich die Rally sogar bis 36,00- 36,40 EUR ausdehnen und langfristig bis 38,00 EUR führen.

Korrekturen bis 31,70 EUR zunächst unbedenklich

Der heutige Kurssprung wäre dagegen negiert, falls die Aktie wieder unter 31,70 EUR fallen würde. In diesem Fall könnte es allerdings ausgehend von 30,77 EUR zu einem weiteren starken Kaufimpuls kommen. Erst bei einem Schlusskurs unter der Marke wäre der Anstieg seit Ende Februar gestoppt und damit ein weiterer Einbruch an die Unterstützung bei 27,40 EUR wahrscheinlich.

ACTIVISION - Kaufzone vs. Topformation

Die Activision Aktie musste in den letzten Wochen größere Verluste hinnehmen und notiert nun in einem aus charttechnischer Sicht wichtigen Bereich.

Die Aktie des Gamingkonzerns Activision befindet sich seit Februar 2019 in einer starken Aufwärtsbewegung. Im August 2020 markierte die Aktie ein Allzeithoch bei 87,73 USD. Dieses Hoch überwand der Wert am 16. Dezember 2020 und kletterte anschließend auf das aktuelle Allzeithoch bei 104,53 USD.

Ein Großteil der Bewegung oberhalb des Hochs aus dem August 2020 lässt sich in einer potenziellen SKS Topformation zusammenfassen. Die Aktie fiel gestern auf die Nackenlinie dieser Formation zurück. Sie verläuft heute bei ca. 89,40 USD. Damit liegt sie nur wenig über der wichtigen Unterstützungszone zwischen 87,73 und 84,68 USD.

Das wird jetzt wichtig

Die Aktie von Activision befindet sich in einer entscheidenden Phase. Setzt sich die potenzielle Topformation durch, dann droht ein Rücksetzer in Richtung 76 USD. Sollte sich allerdings der potenzielle Kaufbereich durchsetzen, dann wäre ein Anstieg bis zumindest an das Allzeithoch bei 104,53 USD und im Falle eines Ausbruchs darüber sogar bis ca. 120 USD möglich. Im Entscheidungsbereich kann es zu kleineren Fehlsignalen kommen.

Aktuell lässt sich keines der beiden Szenarien bevorzugen. Vermutlich wird sich die Aktie in die Richtung bewegen, in die sich der Nasdaq in den nächsten Tagen und Wochen bewegen wird. Auch der Nasdaq steht nach dem gestrigen Rückfall vor einer wichtigen Entscheidung.

PALLADIUM - Allzeithoch nur einen Wimpernschlag entfernt

Tagesausblick für Freitag, 19. März 2021: Palladium ist das Metall der Stunde: Wie ein Pfeil schießt der Palladiumpreis seit Tagen nach Norden und überwindet dabei mühelos Widerstandsmarken, an denen er sich zuvor über Monate die Zähne ausgebissen hatte. Jetzt winkt sogar das Allzeithoch des Palladiumkurses.

Intraday Widerstände: 2.750 + 2.875 + 2.946
Intraday Unterstützungen: 2.639 + 2.540 + 2.485

Rückblick: Seit der Verteidigung der Unterstützung bei 2.248 USD und der Rückeroberung der 2.311 USD-Marke am 11. März zeigt sich der Palladiumpreis wie entfesselt und durchbrach schon vier Tage später alle Widerstandsmarken im Bereich des Rallyhochs bei 2.520 USD, sowie die Hürde bei 2.540 USD. Ohne Pausen zog der Wert nach diesen Kaufsignalen steil an das zwischengeschaltete Kursziel bei 2.639 USD, welches nach kurzem Zwischenaufenthalt schon am gestrigen Tag pulverisiert und die Hürde bei 2.750 USD erreicht wurde. Dort findet sich auch die 100 %-Projektion des ersten Anstiegs vom März 2020, die die Bullen am gestrigen Tag noch ein wenig einbremsen konnte.

Charttechnischer Ausblick: Oberhalb von 2.540 USD ist die dynamische Ausbruchsbewegung intakt und jederzeit mit einer Fortsetzung der Rally über die Hürde bei 2.750 USD zu rechnen. Damit würde direkt das Rekordhoch aus dem Februar 2020 bei 2.875 USD in den Fokus rücken. Dort könnte eine deutlichere Korrektur starten. Durch die Wucht des Anstiegs ist Palladium aber jederzeit in der Lage, über die Marke auszubrechen und weiter bis 2.946 USD zu steigen. Auch eine Ausweitung bis 3.050 und 3.108 USD ist möglich.

Sollte der Wert dagegen unter 2.540 USD fallen, käme es zum Pullback an das letzte Hoch bei 2.485 USD. Hier könnte sich der Aufwärtstrend erneut fortsetzen. Unterhalb von 2.450 USD wäre die Dynamik dagegen erheblich reduziert und mit weiteren Abgaben bis 2.405 und 2.311 USD zu rechnen. Ob sich der Aufwärtstrend von dort aus fortsetzen ließe, wäre aufgrund einer solch massiven bärischen Gegenbewegung sehr unwahrscheinlich.

Elektroautos: Jedes zweite Unternehmen ein Betrug?

Der Shortseller Hindenburg Research schlägt wieder zu. Nach Nikola wird nun Lordstown ins Visier genommen. Das Fazit ist vernichtend.

2020 konnte man mit Elektroautos richtig viel Geld verdienen. Fast ein Dutzend Unternehmen ging über Blankoscheckfirmen (SPAC) an die Börse. Da sich der Sektor in einem Hype befindet, konnten Anleger profitieren. Einer der ersten Börsengänge war der von Nikola. Nikola wollte den Markt richtig aufmischen und mit Brennstoffzellen den Lkw-Markt revolutionieren. Der Kurs stieg von 10 auf 80 Dollar. Im September 2020 wurde eine wegweisende Partnerschaft mit General Motors angekündigt. Der Kurs, der zu diesem Zeitpunkt bei 35 Dollar stand, sprang auf 50 Dollar. Dann kam Hindenburg Research. Heute steht der Kurs bei 16 Dollar. Hindenburgs Fazit war damals: Nikola hat die Technologie nicht, Vorbestellungen sind teils fabriziert und überhaupt sei das Unternehmen ein Betrug. Nikola bleibt Anlegern den Beweis des Gegenteils noch schuldig. Das ist auch bei Lordstown so...

Das Fazit geht aber nicht ganz so weit wie bei Nikola. Lordstown dürfte allerdings deutlich weniger weit sein als angekündigt. Im September sollen die ersten Fahrzeuge produziert sein. Die Produktion steht bei weitem nicht und der Prototyp konnte gerade einmal 10 Minuten fahren, bevor es abbrannte.

An Ambition mangelt es Lordstown nicht. Bereits 2024 sollen über 100.000 Fahrzeuge produziert werden. Innerhalb von vier Jahren ein solches Ziel zu erreichen, ist fast unmöglich. Tesla brauchte für diesen Meilenstein deutlich länger. Wenn es einen Maßstab gibt, dann ist es Tesla.
Als Lordstown an die Börse ging, stellte es bis 2024 einen Umsatz von 5,77 Mrd. in Aussicht (siehe Grafik). Was Anleger bereits damals hätte stutzig machen können: die Investitionen (Capex) liegen bei 235 Mio. über fünf Jahre. Lordstown hat eine alte Fabrik von General Motors erworben und dafür sogar 40 Mio. erhalten. Mit 235 Mio. an Investitionen lässt sich trotzdem wenig bewirken und schon gar nicht der Markt revolutionieren.

Lordstown mag früher oder später trotzdem erfolgreich sein. Der bisherige Erfolg wurde jedoch übertrieben. Das größte Problem ist, dass Lordstown praktisch keine Abnehmer hat. Die 100.000 Vorbestellungen sind wohl eine Fantasiezahl.

Die Bestellungen sind zwar eingegangen, doch das will nicht viel heißen. Ein Unternehmen mit 2 Mitarbeitern tätigte eine Vorbestellung von 14.000 Fahrzeugen. Wenn also nicht jeder der zwei Mitarbeiter 7.000 Fahrzeuge gleichzeitig fährt, ist das eine Fantasiezahl.

Vorbestellungen sind ohnehin immer mit Vorsicht zu genießen. Bei Lordstown besteht absolut keine Verbindlichkeit. Jeder kann beliebige Zahlen bestellen ohne irgendeine Verpflichtung zu haben. Wie echt die Bestellungen sind, kann man sich denken, zumal Lordstown dafür gezahlt haben soll, dass Firmen bestellen...

Viele der jungen Unternehmen, die sich bei Anlegern großer Beliebtheit erfreuen, haben vermutlich geschönte Zahlen, Bestellungen und Prognosen vorgelegt. Wie viele sich am Ende tatsächlich als Betrug herausstellen, bleibt abzuwarten. Nach Nikola ist Lordstown das zweite prominente Unternehmen, das nicht das ist, was es vorgibt zu sein. Es wird nicht das letzte sein, über das wir im Zusammenhang mit Betrug hören werden. So verlockend die Aussicht auf hohe Renditen sind: Anleger tun gut daran, Aktien von Unternehmen zu kaufen, die bereits Autos ausliefern.

Clemens Schmale

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW10

Eurostoxx50 im Big Picture - Barriere bei 3.840 Punkten

Hier entscheidet sich die weitere mittelfristige Ausrichtung des Index. Ein größerer Richtungsentscheid steht an. Die lockere Geldpolitik der EZB könnte helfen.

Im Jahr 2000 wurde das Allzeithoch ausgebildet. Seit über 2 Dekaden befindet sich der hochkapitalisierte europäische Aktienmarkt in einem riesigen Bärenmarkt. Seit 2015 läuft der Markt stark volatil unter der Barriere bei 3.840 Punkten seitwärts. Seit heute trifft die Rally seit März 2020 erneut auf die Barriere auf. Und ja, es ist wieder März. In den nächsten Tagen und Wochen wird es spannend. Es wird sich zeigen, ob dem Index eine Ausbruchbewegung nach oben gelingen kann. Eine solche würde dem Index mittelfristig enormes Aufwärtspotential eröffnen.

PLUG POWER - Wasserstoff-Aktie ist wieder gefragt

Nach ein paar schwierigen Wochen steigt die Hoffnung bei Plug-Power-Aktionären. Die Aktie könnte in nächster Zeit ein Comeback erleben.

In den vergangenen Wochen gab es eine ganze Reihe von Sektor-Rotationen. So wurden beispielsweise die einstigen Überflieger der E-Mobilität verkauft und Aktien klassischer Autobauer wie Daimler und VW gekauft. Aber auch der bis in den Januar hinein gepushte Wasserstoff-Sektor war betroffen. Aktien wie Plug Power bildeten kurzfristige Tops aus und gingen in Korrekturen über.

In dieser Woche scheint das Interesse für diese einstigen Highflyer jedoch wieder zugenommen zu haben. Am Montag markierte Plug Power bei 27,91 EUR ein Tief und konnte seitdem schon wieder mehr als 40 % zulegen. Mit dem Erreichen von ca. 40,65 EUR steht jetzt jedoch die erste Entscheidung an. Hier wären kurzfristige Verkäufe möglich. Dabei könnte es auch noch einmal zu einem Test des EMA 200 und des dortigen Unterstützungsbereich kommen.

Mittelfristig aber wird die Abwärtsbewegung seit Januar nur als Korrektur eingeordnet. Mit der Nähe zum Unterstützungsbereich um 25,60 EUR ist dementsprechend jederzeit mit einer Bodenbildung und Wiederaufnahme des übergeordneten Trends zu rechnen. Das erste große Ziel liegt um 60 EUR.

Vorsicht bei Shorts!

Aus trendtechnischer Sicht werden Longpositionen in Plug Power zunehmend wieder interessanter. Die Aktie hat in den nächsten Tagen und Wochen eine gute Chance, die aktuelle Korrektur zu beenden und den Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Dafür aber sollten die Kurse nicht nachhaltig unter ca. 23,50 EUR zurückfallen.

AMD - Aktie mit kurzfristigem Aufwärtspotenzial

Die AMD Aktie stand in den letzten Wochen unter Druck, stabilisiert sich aber auf einer wichtigen Unterstützung wieder.

Die AMD Aktie legte in den letzten Jahren eine sehr steile Rally hin und kletterte am 02. September 2020 auf en Hoch bei 94,28 USD. Seit diesem Hoch befindet sich die Aktie in einer Seitwärtsbewegung. Daran änderte auch der Anstieg auf ein neues Allzeithoch bei 99,23 USD Anfang November nichts. Die untere Begrenzung dieser Seitwärtsbewegung ist die Oberkante des Aufwärtsgaps vom 29. Juli 2020 bei 73,90 USD.

Am 08. März fiel die Aktie auf diese untere Begrenzung zurück. In diesem Bereich verläuft aktuell auch der Aufwärtstrend seit Dezember 2018. Dort drehte die Aktie zuletzt auch leicht nach oben. Gestern kam es zu einem ersten kleinen Kaufsignal.

10 % Anstieg möglich?

Das Chartbild der AMD-Aktie macht auf mittelfristige Sicht einen neutralen Eindruck. Die Seitwärtsbewegung dominiert. Erst ein stabiler Ausbruch über 94,28 USD wäre ein neues Kaufsignal. In diesem Fall könnte es zu einer Rally in Richtung 120 USD kommen. Sollte die Aktie allerdings stabil unter 73,90 USD abfallen, wäre die Bewegung der letzten Monate eine Topbildung. Abgaben in Richtung 57,92 USD wären dann möglich.

Im kurzfristigen Rahmen macht die Aktie einen leicht bullischen Eindruck. Die Aktie könnte in den nächsten Tagen in Richtung 84,66 USD oder sogar knapp 90 USD ansteigen.

PALLADIUM - Droht ein Dreifachtop?

Tagesausblick für Freitag, 12. März 2021: Trotz der Aufwärtstendenz der letzten Tage bleibt Palladium in einer Tradingrange gefangen, die weiter von der Verkäuferseite dominiert wird. Ein sich abzeichnendes Dreifachhoch könnte den Bullen den Rest geben.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Im Rahmen des mittelfristigen Aufwärtstrends schwenkte Palladium in den letzten Monaten in eine Seitwärtsbewegung unterhalb der Widerstandsmarke bei 2.540 USD ein. Zwar konnte auf der Unterseite dieser Tradingrange mehrfach der Support bei 2.185 USD verteidigt werden. Doch die Umrisse eines bärischen Dreifachhochs und die aktuelle Kursschwäche mahnen zur Vorsicht.

Charttechnischer Ausblick: Sollte Palladium jetzt erneut unter die Unterstützung bei 2.311 USD fallen, wären weitere Abgaben bis 2.248 und 2.185 USD zu erwarten. Auf diesem Niveau könnte eine deutliche Erholung starten. Sollte die Marke dagegen unterschritten werden, wäre das bärische Dreifachtop und damit ein mittelfristiges Verkaufssignal aktiviert und mit einem Einbruch bis 1.997 USD in den nächsten Wochen zu rechnen.

Aktuell würde erst ein Ausbruch über 2.405 USD wieder für ein Erstarken der Käuferseite sprechen und zu einem Anstieg bis 2.485 und ggf. 2.540 USD führen. Doch erst über dieser Hürde wäre eine übergeordnete Fortsetzung des Aufwärtstrends die Folge.

Pandemie-Ende: Für die Börse nicht unbedingt positiv

Mit der Normalisierung des Alltags und der Wirtschaft wird sich auch die Börse normalisieren. Für Anleger sind das schlechte Neuigkeiten.

Wer nicht so recht daran glaubt, dass Indizes wie der Dax und S&P 500 an ihren aktuellen Allzeithochs ein Schnäppchen sind, hat vermutlich recht. Bei den Allzeithochs geht es nicht nur mit rechten Dingen zu. Ein ganz bestimmter Faktor treibt den Markt und dieser Faktor fällt mit zunehmender Normalisierung weg. Die Pandemie hat in Europa und den USA zu einer vollkommen neuen Konstellation geführt. Die Arbeitslosigkeit bzw. die Anzahl an Arbeitnehmern in Kurzarbeit ist stark angestiegen. Dank Kurzarbeit oder zusätzlichem Arbeitslosengeld wie in den USA haben die Menschen aber nicht unbedingt eine Einkommenseinbuße zu verkraften wie in einem Abschwung sonst üblich. In den USA sind die persönlichen Einkommen sogar deutlich gestiegen. Als die erste Runde an Schecks an die Bevölkerung verschickt wurden, stiegen die annualisierten Einkommen von 19 Billionen auf 21 Billionen. Aktuell läuft die zweite Runde und der Anstieg betrug ebenfalls wieder fast zwei Billionen Dollar. Die Auszahlung der Schecks fällt mit einem rasanten Anstieg des Handelsvolumens in den USA zusammen (siehe Grafik). Das monatliche, durchschnittliche Handelsvolumen für Optionen auf Einzelaktien lag lange Zeit stabil bei 10 Mio. Dann kam die Pandemie und der Scheck von der Regierung...

Die Anzahl der Trades auf Plattformen wie E-Trade oder Schwab nahm in dieser Zeit ebenfalls massiv zu. Jahrelang lag der Durchschnitt bei einer Mio. Umfragen bestätigen, dass der Zusammenhang nicht zufällig ist.
Zwei Drittel der unter 35-jährigen investierte einen Teil der Direktzahlungen im Aktienmarkt. Das Geld wird nicht nur für den Konsum und zum Sparen verwendet, sondern auch zum Spekulieren an der Börse. Spekuliert wird mit Optionen, damit man einen Hebel hat.

Viele der Trader sind neu an der Börse. Wenn man nicht ausgehen oder arbeiten gehen kann, dann spekuliert man eben an der Börse. Direktzahlungen von der Regierung wird es nicht für immer geben. Eine dritte Runde kommt demnächst. Das dürfte auch der Börse helfen. Danach hört die von der Regierung gesponserte Geldquelle für Börsenneulinge auf.

Mit der zunehmenden Normalisierung des Alltags und des Wirtschaftslebens werden auch wieder andere Aktivitäten in den Vordergrund rücken. Es bleibt weniger Zeit, um 10 Stunden am Tag Apps wie Robinhood zu bedienen und sich von Foren wie Wallstreetbets auf Reddit inspirieren zu lassen.

Der Aktienmarkt hat sich bisher fast jeglichem Korrekturdruck entzogen. Wenn bei jedem noch so kleinen Rücksetzer gleich der nächste Scheck für Spekulation verwendet wird, ist das kein Wunder. Ebenso sollte man sich nicht wundern, wenn dieser Zufluss mit der Normalisierung versiegt und der Aktienmarkt eben mit der Normalisierung korrigiert, anstatt weiter zu steigen.

Clemens Schmale

Disclaimer

Diese Mitteilung gibt lediglich den Meinungsstand des Verfassers des Newsletters wieder, ist eine Marketingmitteilung, keine Finanzanalyse, keine Anlageempfehlung und keine Anlageberatung. Sie enthalten weder ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung, noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages über eine Wertpapierdienstleistung oder eine Nebendienstleistung abzugeben. Diese Mitteilung stellt insbesondere kein öffentliches Angebot im Sinne der kapitalmarktrechtlichen Vorschriften dar. Sofern sich diese Mitteilung auf nach den kapitalmarktrechtlichen Vorschriften prospektpflichtige Produkte bezieht, ersetzen die obigen Informationen keinesfalls den Prospekt welcher über den jeweiligen Emittenten veröffentlich wird.Diese Marketingmitteilung wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt auch nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW09

DAX-Tagesausblick: Neutralität wie bei den Schweizern!

Der FDAX hat das schwarze "Langdocht-Reversal" von Mittwoch nicht sehr umfassend verwertet, ein analog starker Abverkauf wie in den US Indizes trat gestern nicht auf. Der XETRA DAX fiel wiederum so gut wie gar nicht am gestrigen Tag. Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13996/14008 + 14069 + 14123/14185 + 14280 + 14543
DAX Unterstützungen: 13786/13776 + 13650/13600 + 13450

DAX Prognose

  • Der FDAX hat das schwarze "Langdocht-Reversal" von Mittwoch nicht sehr umfassend verwertet.
    Der FDAX fiel nur 2 Mal nachts (gestern 5 Uhr zu 13899, heute 3 Uhr zu 13865), ein analog starker Abverkauf wie in den US Indizes trat gestern nicht auf.
    Der DAX fiel wiederum so gut wie gar nicht am gestrigen Tag.

DAX HEUTE

  • Vorbörse knapp unter 14000!
  • Theoretisch wird kein weiteres Tief benötigt, denn im FDAX wurde "c unter a" gehandelt.
    Etwas abgebende Tendenz könnte sich ggf. nochmal zeitweise zeigen am heutigen Wochenschluss zeigen, zum Beispiel bis zur Schlusskurslücke vom 26.2. bei 13786 oder bis zum Tages-Kijun Parameter bei 13754.
  • Stop-Loss der DAX These weiterer Tiefs ist ein DAX Anstieg über 14100, der zum DAX Trendwechsel führen würde.
    Über 14100 steigt der DAX heute bis 14132, 14190 sowie 14280 (R3).
  • Größerer Verkaufssignale treten nur unter 13665 auf.

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

BMW - Weiterhin im Rallymodus

Die BMW Aktie gehört in dieser turbulenten Woche zu den Gewinnern im DAX. Ist damit die Grundlage für eine weitere Rally geschaffen?

Die BMW Aktie befindet sich seit dem Tief aus dem März 2020 bei 36,59 EUR in einer intakten Aufwärtsbewegung. Diese führte die Aktie über mehrere Zwischenstationen bis 25. November an den Abwärtstrend seit dem Allzeithoch aus dem März 2015.

Dieser Trend erwies sich zunächst als zu hohe Hürde. Die Aktie prallte daran ab und konsolidierte in einer bullischen Flagge bis auf ein Tief bei 68,10 EUR.

Aus dieser Flagge brach der Wert am Dienstag nach oben aus. Am Mittwoch schoss er weiter nach oben und überwand sogar den Abwärtstrend seit März 2015. Gestern behauptete sich der Titel oberhalb dieses Trends, der heute bei 75,28 EUR verläuft.

Kaufwelle hat noch Platz

Das Chartbild der BMW-Aktie macht einen bullischen Eindruck. Allerdings liegen zwischen 77,06 EUR und 79,38 EUR noch mehrere wichtige Horizontalwiderstände. Aktuell stehen die Chancen auf einen baldigen Ausbruch über diese Widerstände gut. Anschließend könnte es zu einer Rally gen 90 EUR kommen. Idealerweise behauptet sich die Aktie nun über dem gebrochenen Abwärtstrend. Aber auch ein Rückfall darunter und ein Rücksetzer bis 73,21 EUR würde die Chancen der Bullen nur unwesentlich schmälern.

VONOVIA - Mit einem Bein im Abwärtstrend

Ende Februar gelang es den Bullen noch, den zentralen Unterstützungsbereich um 53,54 EUR zu verteidigen. Die anschließende Erholung lässt aber die notwendige Durchschlagskraft vermissen. Die Zeit läuft gegen die Käuferseite.

Nachdem die Vonovia Aktie schon im August am Kurszielcluster um 62,00 EUR gescheitert und diese Region damit als übergeordneten Zielbereich auch bestätigt hatte, setzte der Wert bis an die Unterstützung bei 53,54 EUR zurück. Diese Marke ist aktuell nach der Auflösung eines großen bärischen Konsolidierungsdreiecks nach unten Austragungsort für eine heftige Auseinandersetzung der Marktteilnehmer. Schließlich geht es auch um die Kursrichtung der nächsten Monate.

Letzte Bastion der Bullen

Sollte es der Käuferseite jetzt doch noch gelingen, die Abwärtsbewegung an der Unterstützung bei 53,45 EUR aufzuhalten, wäre zunächst eine Erholung bis 56,00 EUR zu erwarten. Allerdings könnten die Bären dort wieder zuschlagen und den nächsten Angriff auf die 53,45 EUR-Marke starten. Erst oberhalb von 56,00 EUR wäre der Wert wieder auf neutralerem Boden und könnte bis 57,50 und 58,24 EUR steigen.

Haltemarken auf der Unterseite in weiter Ferne

Unter 53,54 EUR wäre dagegen zunächst mit einem Einbruch bis 52,34 EUR zu rechnen. Abgaben unter das letzte Zwischentief dürften dann den finalen Punch setzen und den Wert bis an die Unterstützung bei 49,08 EUR drücken. Eine Ausdehnung bis an das Zwischentief bei 47,30 EUR wäre jederzeit denkbar.

Hier müssten die Bullen allerdings zwingend in das Geschehen eingreifen, denn ein Bruch der Marke könnte sogar schon eine Abwärtsbewegung bis 42,00 EUR nach sich ziehen.

PALLADIUM - Unterstützung wird erneut attackiert

Tagesausblick für Freitag, 05. März 2021: Die Seitwärtsrange der letzten Tage wird aktuell bei Palladium einem Belastungstest unterzogen. Darunter könnte die Verkäuferseite für einen weiteren Kursrutsch sorgen.

Palladiumpreis Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Palladiumpreis Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Seit rund einem halben Jahr oszilliert der Palladiumpreis in einer Handelsspanne zwischen der Unterstützung bei 2.185 USD und dem langfristigen Widerstand bei 2.540 USD seitwärts, ohne dass eine der Marktteilnehmerseiten einen nennenswerten Richtungsentscheid vollziehen konnte. Zuletzt war der Wert wieder von der Hürde bei 2.485 USD nach unten eingebrochen und an den Support bei 2.311 USD gefallen.

Charttechnischer Ausblick: Bisher wurde die 2.311 USD-Marke verteidigt, aber die Abverkäufe der letzten Tage weisen darauf hin, dass sie dem Ansturm der Bären nicht mehr lange standhalten dürfte. Ein Rücksetzer auf 2.248 USD wäre die Folge. Sollte die Marke nicht für eine Bodenbildung genutzt werden können, stünden Verluste bis 2.185 USD an.

Gelingt den Bullen dagegen der Anstieg über die Hürde bei 2.405 USD ein weiteres Mal, wäre ein kleines Kaufsignal aktiviert. In diesem Fall könnte Palladium bis 2.485 USD klettern. Aus der Seitwärtsrange wäre der Wert dagegen erst bei Kursen über 2.540 USD ausgebrochen.

Problematischer Wirtschaftsboom?

Ein ehemaliger Bundesbankchef hat eine gute und eine schlechte Nachricht für Anleger. Die gute: der Wirtschaftsboom kommt. Die schlechte: er führt zu Verwerfungen.

Der frühere Bundesbankchef Axel Weber verheimlicht die gute Nachricht in seinen Aussagen. Er spricht lediglich davon, dass die Inflation überraschend stark ansteigen könnte. Ohne einen Wirtschafts- bzw. Nachfrageboom steigt die Inflation aber nicht. Inflation und Nachfrage sind die zwei Seiten der gleichen Medaille. Damit hat Axel Weber eine andere Meinung als Stephen Roach. Darüber berichtete ich bereits. Roach sieht keinen Boom. Bei Axel Weber ist das anders. Die ersten Anzeichen sehen wir bereits. In den USA, aber auch in Europa, ist der Güterkonsum stark angestiegen. In den USA liegt das Wachstum in einigen Bereichen so hoch wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Wenn das kein Boom ist, was dann?

Wie sehr zumindest der Teil der Wirtschaft, der Güter herstellt, boomt, zeigen die Lieferzeiten und die Inflation. Abnehmer geben in Umfragen an, dass die Lieferzeiten lang sind und länger werden. Der entsprechende Index erreichte den höchsten Stand seit mindestens 1968.

Passend dazu steigen auch die Preise. Die Güterpreisinflation liegt bei knapp 4 %. Das gab es seit Mitte der 80er Jahre nicht mehr. Der Durchschnittsbürger bemerkt das beim Einkaufen. Die offiziellen Inflationszahlen zeigen das allerdings nicht. Dort sind auch Dienstleistungen enthalten und diese wurden teils günstiger.

Dienstleistungen können und dürfen zum Teil nicht konsumiert werden. Der Lockdown muss dafür erst enden. Der Warenkorb für Konsumenten, den sie effektiv auch kaufen können, wird so schnell teurer wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Roach befürchtet, dass dieser Boom schnell endet. Irgendwann hat jeder einen neuen Fernseher. Weber befürchtet hingegen anhaltenden Inflationsdruck. Das lässt sich nur erklären, wenn Konsumenten auch weiterhin einkaufen gehen. Gründe dafür gibt es viele. Der wohl eindrücklichste: US-Konsumenten haben währenden der Krise 3 Billionen Dollar zusätzlich auf Bankkonten geparkt.

Das sind zwei Billionen mehr als der Trend vermuten lässt. Ökonomen bezeichnen das als Überschusserspartes. Es ist Geld, das in den Konsum fließen kann. Wenn die Bevölkerung geimpft ist, Lockdowns beendet werden und man auch um seinen Arbeitsplatz nicht mehr fürchten muss, wieso sollte man dann noch überdurchschnittlich viel sparen?
Das ist tatsächlich unwahrscheinlich. Es dürfte zu einem Nachfrageschub kommen. Dieser trifft auf knappe Kapazitäten. Das führt zunächst zu Preisanstiegen und in der Folge zum Kapazitätsausbau. Da so viel Geld zur Verfügung steht und durch Konjunkturprogramme immer mehr kommt, ist ein historischer Boom wahrscheinlicher als ein Ausbleiben eines Booms.

Das ist grundsätzlich erfreulich. Plötzlich gibt es dann aber auch Inflation, wie wir sie seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen haben. Das kann zu Verwerfungen führen. Ein Inflationsschock ist für den Markt genauso schädlich wie jeder andere Schock auch. Kurzfristig müssen Anleger nichts tun. Im Herbst mag das anders sein.

Clemens Schmale

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

Die DADAT erhält Ihre Informationen aus Quellen, welche von der DADAT als vertrauenswürdig eingestuft werden. Trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Zusammenstellung und Auswahl der übermittelten Information, kann eine Gewähr hinsichtlich Qualität, Richtigkeit Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt dieser Informationen jedoch nicht übernommen werden.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW08

DAX-Tagesausblick: Riesige Abwärtslücke! DAX "gegen die Wand" gedrückt!

"Land unter" am Morgen! Der DAX wird vorbörslich regelrecht "gegen die Wand" gedrückt. -200 Punkte "Gap down"! Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13825/13830 + 13870/13879 + 13950
DAX Unterstützungen: (13740) + 13665 + 13639 + 13597 + 13475/13460 + 13310

DAX Prognose:

  • Der DAX ist aktuell sehr unentschlossen. Es geht täglich Hin und Her.
  • Aktuell wurde der DAX FUTURE in der Nacht an der unteren Schlüsselstelle dieser Tage bei 13740 wieder "gegen die Wand" gedrückt. Auch das DAX Wochentief bei 13665 wurde fast schon wieder erreicht.
  • Der XETRA DAX beginnt also 9 Uhr mit einer riesigen Kurslücke (-200 Punkte) zur Unterseite und erreicht die "KIJUN"_Schlüsselstelle 13740 oder sogar sofort das bisherige Wochentief 13665.
  • Als maximale Intraday Erholungsziele sind vorerst 13825 und vor allem der Bereich 13870/13879 anzugeben.
  • Bei weitergehender Schwäche unter das Wochentief 13665 wären 13595 und 13460 nennenswerte Ziele, dann erst wieder 13310.
  • Die bullische Übernahme würde über 14050 angezeigt werden.

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

TUI - Schwäche wird direkt gekauft

Kann sich die TUI Aktie in den nächsten Wochen weiter behaupten, auch wenn der Gesamtmarkt vielleicht schwächelt?

Die heutige Schwäche am Gesamtmarkt bekam in der Eröffnung auch die TUI Aktie zu spüren. Diese gab spürbar nach, was in den ersten Minuten jedoch schon wieder von interessierten Käufern genutzt wurde. Übelnehmen kann man es diesen nicht, denn sowohl aus charttechnischer Sicht, aber auch fundamentaler scheinen die Käufer momentan im Vorteil zu sein.

Die Hoffnung auf bessere Zeiten ist da

Auf fundamentaler Ebene spekuliert man weiterhin darauf, dass sich die Corona-Krise in den nächsten Wochen und Monaten abschwächt und damit die Tourismusbranche wieder anspringt. TUI selbst hatte ja bereits vor einigen Tagen Andeutungen in diese Richtungen gemacht und blickt optimistisch nach vorne. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir auf das Frühjahr und den Sommer zusteuern und schon aus saisonalen Gründen mit einer Abschwächung der Corona-Krise zu rechnen ist. Darüber hinaus darf man zunehmend zweifeln, ob es auf politischer Ebene in den nächsten Wochen und Monaten überhaupt gelingen kann, scharfe Maßnahmen zu beschließen oder aufrecht zu erhalten. Die Stimmung der Bevölkerung scheint langsam zu kippen. All dies sind Entwicklungen, die der Tourismusbranche in die Karten spielen dürften und als einer der Big Player sollte TUI davon profitieren.

Bullische Signale im TUI-Chart

Diese Hoffnungen spiegeln sich auch im Chartbild der TUI-Aktie wider. Hier kommt es seit Mitte Februar zu Käufen und mit ihnen zu einer Rückeroberung des EMA 50 und dem Ausbruch aus der schon seit November laufenden Flaggenformation. An diese gab es heute ein Pullback, der Intraday gekauft wurde. Das sind durchaus gute Ansätze, die dafür sprechen, dass die Kurse in den nächsten Tagen und Wochen weiter in Richtung 7 EUR durchstarten könnten. Dabei hätte man auf kurzfristiger Ebene Konsolidierungsspielraum bis zur Unterstützungszone bei 4,30-3,95 EUR. Darunter sollte der Kurs jedoch nicht mehr nachgeben. Im besten Fall haben wir jetzt sogar schon mit dem heutigen Tagestief das Korrekturtief gesehen.

DEUTSCHE TELEKOM - Aktie stabil nach guten Quartalszahlen

Das im DAX30 gelistete Unternehmen kam am Morgen mit Quartalszahlen, die Aktie zeigte sich in einem schwachen Marktumfeld zum Handelsstart vergleichsweise stabil.

Die Deutsche Telekom kam heute vorbörslich mit ihrem Zahlenwerk, dieses konnte sich durchaus sehen lassen:

Deutsche Telekom erzielt im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von €101 Mrd (VJ: €80,5 Mrd, Prognose: €100,5 Mrd), ein ber. EBITDA von €35 Mrd (VJ: €24,7 Mrd, Prognose: €35) und einen Nettogewinn in Höhe von €4,2 Mrd (VJ: €3,9 Mrd). Im Ausblick wird für 2021 wird ein EBITDA in Höhe von €37 Mrd (Prognose: €36,5) sowie ein Free Cash Flow um €8 Mrd (Prognose: €7,6 Mrd) erwartet.Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

Wie ist die charttechnische Situation der Aktie einzustufen?

Der schnelle impulsive Abverkauf vom vergangenen Oktober wurde zügig wieder korrigiert. seitdem konsolidiert die Aktie in einer vergleichsweise engen Spanne oberhalb des EMA200 im Tageschart.

Gelingt den Käufern ein Tagesschluss oberhalb der Begrenzungslinie der mehrwöchigen Konsolidierungsphase würde weiteres Aufwärtspotenzial Richtung 15,50 bis 17,00 EUR entstehen, ein Rutsch unter den EMA200 per Tagesschluss würde hingegen aller Voraussicht nach Anschlussorders auf der Unterseite in den Bereich 13,80 bis 14,00 EUR nach sich ziehen.

Aktuell wird die bullische Variante leicht präferiert, allerdings sollte hier ein Ausbruch abgewartet werden.

PALLADIUM - Am Kurswiderstand abgeprallt

Tagesausblick für Freitag, 26. Februar 2021: Die Käuferseite vergab bei Palladium zuletzt die Chance, ein mittelfristiges Kaufsignal auszulösen. Das Scheitern an der wichtigen Kurshürde bei 2.485 USD setzt den Wert aktuell unter Druck.

Intraday Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Nachdem der Palladiumpreis an der Widerstandsmarke bei 2.540 USD im Januar gescheitert war, fiel der Kurs unter die Unterstützung bei 2.405 USD und damit unter eine dreiecksförmige Konsolidierungsstruktur. Das kleine Verkaufssignal löste Abgaben bis 2.105 USD aus. Hier starteten die Bullen einen Gegenangriff, der zuletzt wieder über 2.405 USD und an die 2.485 USD-Marke führte. Allerdings wurde der Anstieg bei Palladium dort im gestrigen Handel scharf abgebremst.

Charttechnischer Ausblick: Aktuell notiert der Wert wieder knapp unter 2.405 USD und könnte bei einer Rückeroberung der Marke ein zweites Mal bis 2.485 USD und darüber bereits bis an den zentralen Widerstand bei 2.540 USD klettern. Dort wäre allerdings mit einem Gegenangriff der Bären zu rechnen.

Sollte ein solcher Anstieg ausbleiben, käme es zu einer Korrektur bis 2.311 USD. Hier hätte die Käuferseite erneut die Chance, den kurzfristigen Anstieg nach einer Bodenbildung fortzuführen. Darunter wäre die Erholungschance dagegen vergeben und eine Verkaufswelle in Richtung 2.185 USD zu erwarten.

Die Inflation kommt: Was Anleger jetzt beachten müssen!

Wie wirkt sich die Inflation auf Aktien, Anleihen, den Goldpreis, andere Rohstoffe und den Bitcoin aus? Dieser Artikel gibt Antworten.

Jahrelang war sie nur ein Phantom: Bereits seit der Finanzkrise 2008 wurde immer wieder eine Rückkehr der Inflation prophezeit, doch bewahrheitet hat sich diese Prognose bisher kaum. Zwar befeuerten die Notenbanken bereits seit der Finanzkrise eine Explosion der Preise von Vermögenswerten wie Aktien und Immobilien. Doch die Verbraucherpreise wurden davon bisher kaum beeinflusst. Doch genau das könnte sich jetzt ändern, weil Notenbanken und Regierungen verstärkt dazu übergehen, auch die Realwirtschaft mit viel billigem Geld zu fluten. Welche Auswirkungen ein Anstieg der Vermögenspreise auf unterschiedliche Anlageklassen haben dürfte, wird in diesem Artikel beantwortet.

Bargeld, Kontoguthaben und Anleihen: Der Inflation schutzlos ausgeliefert

Wer Geld auf Konten geparkt hat oder es bar unter dem Kopfkissen bunkert, ist der Inflation schutzlos ausgeliefert. Steigen die Preise etwa um drei Prozent pro Jahr, dann nimmt die Kaufkraft um eben diese drei Prozent pro Jahr ab, obwohl sich das Guthaben oder die gebunkerte Summe nicht ändern.

Langfristig kann schone eine moderat erhöhte Inflation verheerende Folgen auf das eigene Vermögen haben haben, weil Preise nicht linear, sondern exponentiell steigen. Erhöhen sich die Preise etwa jährlich um fünf Prozent, dann hat man bereits nach 15 Jahren mehr als die Hälfte seiner Kaufkraft verloren. Besonders die langfristigen Folgen der Inflation werden oft unterschätzt.

Auch Anleihen sind der Inflation schutzlos ausgeliefert. Einerseits tritt auch hier ein Kaufkraftverlust auf, andererseits führt eine steigende Inflation meist auch zu steigenden Renditen. Da sich bei Anleihen Renditen und Kurse invers entwickeln, ist ein Renditeanstieg gleichbedeutend mit (auch nominal!) sinkenden Kursen.

Einzig sogenannte inflationsindexierte Anleihen, bei denen der Zinskuppon an die Entwicklung der Inflation gekoppelt ist, versprechen einen gewissen Schutz vor der Inflation. Als Beimischung können inflationsindexierte Anleihen durchaus geeignet sein, um eine Phase höherer Inflation unbeschadet zu überstehen. Wegen den aktuellen Niedrigzinsen und der Aussicht auf Zinsen, die stärker als die Inflation steigen, eignen sich aber wohl auch inflationsindexierte Anleihen eher als Beimischung.

Aktien sind bedingt als Inflationsschutz geeignet

Aktien sind nichts anderes als Anteile an börsennotierten Unternehmen. Da sie Eigentumsanteile an Unternehmen verbriefen, kann man Aktien fast schon als Sachwerte verstehen, mit denen man auch eine Phase höherer Inflation gut überstehen sollte. Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn die Inflation kann ganz unterschiedliche Auswirkungen auf Aktienkurse und Unternehmen haben.

Die Geschichte zeigt: Aktien eignen sich als Inflationsschutz, aber nur bedingt. Bei moderater Inflation können sich Aktienkurse oft gut entwickeln und den Wertverlust der jeweiligen Währung zumindest ausgleichen. Bei hoher Inflation steigen die Aktienkurse in der Regel allerdings nicht mehr stark genug, um den Kaufkraftverlust auszugleichen. Aktien sind dann zwar trotzdem besser als Bargeld, Kontoguthaben oder Anleihen, bieten aber keinen vollständigen Inflationsschutz mehr.

Die Wirkung der Inflation auf den Unternehmenserfolg kann sehr komplex sein: Zum einen können Unternehmen häufig natürlich höhere Verkaufspreise für ihre Produkte verlangen, was für sich genommen positiv ist. Andererseits steigen aber auch die Einkaufspreise für Rohstoffe, Vorleistungsgüter und Handelswaren. Kommt es zu einem plötzlichen Anstieg der Inflation, steigen oft erst die Ausgaben der Unternehmen, bevor auch die Verkaufspreise angehoben werden können. Diese zeitliche Verzögerung kann sich negativ auf den Unternehmenserfolg und Aktienkurse auswirken und spielt vor allem dann eine Rolle, wenn die Inflation sprunghaft anzieht.

Nicht alle Unternehmen können außerdem gleichermaßen steigende Einkaufspreise an ihre Kunden weitergeben. Unternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen, die unverzichtbare Produkte herstellen, verfügen über eine viel höhere Preissetzungsmacht als Unternehmen, die mit viel Konkurrenz zu kämpfen haben. Unternehmen mit bleibenden Wettbewerbsvorteilen, die Starinvestor Warren Buffett als "Burggrabenunternehmen" bezeichnet, überstehen eine Phase hoher Inflation sehr viel besser als andere Unternehmen.

Die Wirkung der Inflation auf Unternehmen hängt aber auch davon ab, wie deren Bilanz aussieht. Einerseits kann Inflation nämlich den Wert von Sachwerten in der Bilanz erhöhen, andererseits nimmt der Wert von Forderungen und Verbindlichkeiten des Unternehmens durch die Inflation real ab. Letzteres gilt allerdings nur, solange die Zinsen nicht mindestens so stark anziehen wie die Inflation. Positiv wirkt sich eine Inflation also im Idealfall auf Unternehmen mit vielen Sachwerten in der Bilanz aus, die zudem noch schuldenfinanziert erworben wurden. Hier bleibt der reale Wert der erworbenen Sachwerte gleich, während der reale Wert der Schulden inflationsbedingt abnimmt.

Da die Inflation häufig auch zu einem Anstieg der Zinsen führt, wirkt sich die Inflation oft besonders negativ auf Aktien von Wachstumsunternehmen (Growth-Aktien) aus. Bei diesen Unternehmen basiert ein Großteil des Unternehmenswertes auf Gewinnen bzw. Cashflows, die erst in der ferneren Zukunft erwirtschaftet werden, während sie kaum über Sachwerte in der Bilanz verfügen. Da die für die Zukunft erwarteten Gewinne bei höheren Zinsen im Rahmen der Unternehmensbewertung stärker abgezinst werden müssen, reagieren vor allem Growth-Aktien negativ auf steigende Zinsen, die oft eine Folge steigender Inflation sind. Anders sieht es bei Value-Aktien aus, also Unternehmen, die in Relation zum aktuellen Geschäft günstig bewertet sind. Value-Aktien verzeichnen in Zeiten höherer Inflation oft eine deutlich bessere Performance als Growth-Aktien.

Immobilien: Noch immer ein guter Inflationsschutz?

Immobilien werden traditionell als guter Inflationsschutz angesehen, schließlich handelt es sich um Sachwerte, die nominal im Preis zulegen, wenn die Kaufkraft abnimmt. Das gilt ganz besonders dann, wenn der Kauf schuldenfinanziert erfolgt, wie dies häufig der Fall ist, und die niedrigen Zinsen für längere Zeit festgeschrieben werden. Denn dann profitiert der Immobilienkäufer im Idealfall doppelt: Der Wert der Immobilien nimmt nominal zusammen mit den steigenden Preisen zu, während der reale Wert der Schulden durch die Inflation abnimmt. Das gilt aber natürlich nur bei einer möglichst langen Sollzinsbindung.

Problematisch an Immobilien könnte allerdings sein, dass Regierungen und auch Notenbanken immer stärker versuchen könnten, den Immobilienpreisanstieg und steigende Mieten zu begrenzen. Mietpreisbremsen wie aktuell in Berlin könnten erst der Anfang sein. Zwar ist eine Mietpreisbremse ökonomischer Unsinn, weil sie die Wohnungsnot geradezu zementiert statt sie zu bekämpfen. Populistische Politiker könnten aber gerade in einem inflationären Umfeld, in dem große Teile der Bevölkerung einen Vermögensverlust zu verzeichnen haben, zunehmend zu Instrumenten wie der Mietpreisbremse greifen, um vermeintliche Inflationsgewinner wie Immobilienbesitzer zu bestrafen.

Gold und andere Rohstoffe: Mit Sachwerten gegen die Inflation

Gold gilt als der Inflationsschutz schlechthin. Viele Anleger, die Gold kaufen, tun dies explizit, um sich gegen die Inflation abzusichern. Bei historischer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass der Goldpreis vor allem auf die Entwicklung der Realzinsen reagiert. Die Realzinsen sind nichts anderes als die Zinsen abzüglich der Inflation.

Steigt die Inflation deutlich an und bleiben die Zinsen konstant (=sinkende Realzinsen) ist das in der Regel positiv für den Goldpreis. Sollten allerdings irgendwann die Zinsen stärker anziehen als die Inflationsrate, kann sich der Inflationsschutz von Gold auch in sein Gegenteil umkehren.

Bei steigenden Realzinsen ist mitunter die Stunde anderer Rohstoffe gekommen, die auch stärker in der Realwirtschaft eingesetzt werden, etwa Industriemetalle wie Silber oder Kupfer, seltene Erden, Erdöl und Erdgas oder Agrarrohstoffe. Da die Realzinsen aktuell bereits sehr niedrig sind, könnten in den kommenden Jahren gerade diese Rohstoffe zu den Outperformern gehören. Anleger können über sogenannte Exchange-traded Commodities (ETCs) an der Wertentwicklung von Rohstoffen partizipieren.

Bitcoin: The new game in town?

Die Kryptowährung Bitcoin wird von ihren Anhängern als Inflationsschutz erster Güte angepriesen. Dafür gibt es tatsächlich auch gute Argumente: Während sich Fiat-Währungen wie Euro oder Dollar durch die Notenbanken (und Geschäftsbanken) grenzenlos vermehren lassen, ist das gerade bei Bitcoin nicht der Fall. Bei der Kryptowährung ist die maximale Anzahl für alle Zeiten auf 21 Millionen Bitcoin begrenzt. Derzeit befinden sich davon bereits rund 18,5 Millionen Bitcoin im Umlauf.

Ob die limitierte Anzahl an Bitcoin wirklich ausreicht, um die Kryptowährung zu einem guten Inflationsschutz zu machen, muss sich allerdings erst noch zeigen. Denn der Bitcoin existiert erst seit 2009 und hat damit noch keine Phase höherer Inflation erlebt bzw. überlebt. Zudem wird Bitcoin seinem Ruf als Inflationsschutz wohl nur dann gerecht, wenn es die tonangebende Kryptowährung bleibt und nicht von einem anderen Coin abgelöst wird. Auch eine zunehmende Regulierung bis hin zu einem Verbot könnten dem Bitcoin längerfristig gefährlich werden und damit auch den Inflationsschutz womöglich zunichte machen.

Fazit

Wer sein Vermögen in einer Phase höherer Inflation sichern oder gar vermehren will, sollte auf eine bunte Mischung an Sachwerten setzen, etwa Aktien, Immobilien, Gold und andere Rohstoffe. Bitcoin könnte sich womöglich ebenfalls als Beimischung eignen. Da jede dieser Anlageklassen unterschiedlich auf die Preissteigerung reagiert und keineswegs ausgeschlossen ist, dass eine bestimmte Anlageklasse auch einmal als Inflationsschutz versagt, ist eine diversifizierte Vorgehensweise deutlich vorteilhafter als der Drang, alle Eier in einen Korb zu legen. Die gute Nachricht: Mit Hilfe von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) und Exchange-traded Commodities (ETCs) können heutzutage auch Anleger mit eher kleinem Geldbeutel in Anlageklassen investieren, die zumindest einen gewissen Inflationsschutz versprechen. Gerade das war in historischen Zeiten höherer Inflation oft anders. Hier konnten Immobilienbesitzer und Unternehmer ihren Wohlstand oft über eine Phase hoher Inflation sichern, während breite Bevölkerungsteile verarmten.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW07

DAX-Tagesausblick: Untere Ziele noch nicht abgearbeitet!

Die unteren Ziele sind noch nicht abgearbeitet! Im DAX fehlt für einen korrekten mehrtägigen Konsolidierungsabschluss der Theorie gemäß noch etwas. Was? Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13915 + 13960 + 13983/13992 + 14132
DAX Unterstützungen: 13830 + 13791/13780 + 13740

  • Mit enormen bullischen RSI Divergenzen im Stundenkerzenchart (vor allem FDAX) nähert sich der DAX dem Vorwochentief 13830 an.
    Interessant dabei: Schon seit 2 Tagen gab es reihenweise Versuche (blau gerahmt) von Rallies, die aber stets direkt nach dem Stundenschlusskaufsignal wieder abgewürgt wurden.
  • Der Tageskerzenchart Stochastic behauptet ihr Verkaufssignal und hat noch einige Tage Luft nach unten.
  • Saisonal bestehen zudem oftmals bis ca. "15.3." DAX Abwärtsrisiken, das lehrt eindeutig die Historie.
  • Neben 13832 wäre auch der Tageskerzenchart-KIJUN bei 13740 ein schönes unteres Ziel, ebenso wie der alte Abwärtstrend des Monats Januar, heute bei ca. 13790/13780 verlaufend.

DAX Volatilität

  • Die DAX FUTURE Tagespivots verweisen heute auf die mögliche Tagesspanne zwischen 13722 und 14111.

DAX Widerstände

  • XETRA DAX Anstiege müssen sich heute früh an den Widerständen 13915 (XETRA EMA200/h1) und 13960 sowie 13983 beweisen und das per Stundenschlusskurs. Temporäre Überschüsse sind keine Signale.

Besonderheit des Tages

  • Heute ist kleiner Verfallstermin. Es gibt auf den einzelnen 50er Schritten nur Auffälligkeiten bei 13000 und 15000, was zu weit weg ist, als dass es eine Rolle spielt.
  • Fazit: Die unteren Ziele sind noch nicht abgearbeitet! Im DAX fehlt für einen korrekten mehrtägigen Konsolidierungsabschluss der Theorie gemäß noch ein 2. Tief bei 13830. Auch Tiefs bei 13791 und 13740 wären perfekt als vorläufiger unterer Abschluss. Da es nur eine Theorie ist kann es Überraschungen geben.

Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!
Rocco Gräfe

DAX
Schon seit 2 Tagen gab es reihenweise Versuche (blau gerahmt) von Rallys, die aber stets direkt nach dem Stundenschlusskaufsignal wieder abgewürgt wurden.

DAX 1h
Mit enormen bullischen RSI Divergenzen im Stundenkerzenchart (vor allem FDAX) nähert sich der DAX dem Vorwochentief 13832 an.

DAX Index Future

THE TRADE DESK - Starke Zahlen, wie reagiert die Aktie?

Die The Trade Desk Aktie versucht seit einigen Tagen eine Korrekturbewegung zu beenden. Helfen die aktuellen Zahlen dabei?

The Trade Desk übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 3,71 USD die Analystenschätzungen von 1,88 USD. Der Umsatz mit 319,9 Mio. USD über den Erwartungen von 292,36 Mio. USD.

Quelle: Guidants News

Die Aktie von The Trade Desk befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung und legte dabei eine massive Rally hin. Das Allzeittief stammt aus dem November 2016 und liegt bei 22,00 USD. Im März 2020 fiel der Wert auf ein Korrekturtief bei 136,00 USD. Das Allzeithoch liegt bei 972,80 USD und stammt vom 22. Dezember 2020. Ein Großteil der insgesamt sehr starken Performance in den letzten Jahren stammt also aus der Rally von März bis Dezember 2020.

Diese Rally wird seit dem Allzeithoch auskonsolidiert. Innerhalb dieser Konsolidierung fiel die Aktie auf ein Tief bei 738,33 USD zurück und bildete danach einen Doppelboden aus. Am 03. November kam es zum Ausbruch über die Nackenlinie bei 839,28 USD. Seitdem zeigte sich aber keine Aufwärtsdynamik. In den letzten beiden Tagen fiel die Aktie intraday sogar unter die Nackenlinie zurück, allerdings gab der EMA 50 bei aktuell 816,72 USD bisher genug Halt.

Heute wird die Aktie im frühen Handel bei rund 830 USD getaxt und damit rund 16 USD unter dem gestrigen Schlusskurs.

Chancen für die Bullen?

Solange die Aktie von The Trade Desk per Tagesschlusskurs über 816,72 USD notiert, haben die Bullen auf kurzfristige Sicht die etwas besseren Karten. Ein Anstieg über das gestrige Tageshoch bei 849,90 USD würde das bestätigen. In diesem Fall wäre eine Rally in Richtung des Allzeithochs bei 972,80 USD möglich. Sollte die Aktie allerdings stabil unter den EMA 50 abfallen, wäre mit einer Fortsetzung der Korrektur seit Dezember zu rechnen. Dabei wäre Abgaben in Richtung 738,33 USD oder sogar 675 USD möglich.

RWE - Boden in Sicht oder weitere Korrektur?

Die RWE Aktie zeigte sich zu Beginn des Jahres noch in einer guten Verfassung und kletterte auf ein neues Mehrjahreshoch. Aber seit einigen Wochen korrigiert die Aktie.

Die RWE Aktie befindet sich seit dem September 2015 in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Dabei kletterte die Aktie am 08. Januar 2021 auf ein Mehrjahreshoch bei 38,65 EUR.

Widerstände: 32,89 + 33,80 + 34,64 + 38,65
Unterstützungen: 32,12 + 30,98 + 30,03 + 29,98

Seit diesem Hoch befindet sich der Wert in einer Korrektur. Dabei fiel er in dieser Woche unter den Aufwärtstrend seit 21. September und gestern auch unter den EMA 200 bei aktuell 32,89 EUR. Mit diesen beiden Rückfällen wurde die Abwärtsbewegung bestätigt. Allerdings ist die Aktie kurzfristig überverkauft. Somit besteht die Chance auf eine kleine Gegenbewegung.

Kleine Erholung möglich, aber dann...

Die RWE-Aktie könnte sich zwar kurzfristig an den gebrochenen Abwärtstrend erholen, was Kursgewinne bis ca. 33,80 EUR bedeuten könnte, aber danach müsste mit einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung gerechnet werden. Diese könnte in den nächsten 2-3 Wochen zu Abgaben in Richtung 30,03-29,98 EUR führen. Ein neues Kaufsignal ergäbe sich erst mit einem Ausbruch über den wichtigen Widerstandsbereich um 34,64 EUR. Gelingt ein solcher Ausbruch, dann wären Gewinne gen 38,65 EUR möglich.

PALLADIUM - Erholung trifft auf Widerstand

Tagesausblick für Freitag, 19.Februar 2021: In den letzten Tagen konnte sich der Palladium Preis über eine Abwärtstrendlinie und die Hürde bei 2.311 USD nach oben arbeiten. Jetzt wird der nächste Buytrigger angesteuert. Doch die Bären dürften das Feld nicht widerstandslos räumen.

Palladium Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Palladium Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Seit September des vergangenen Jahres befindet sich Palladium übergeordnet betrachtet in einer Seitwärtsbewegung, die auf der Oberseite durch den Widerstand bei 2.540 USD eingegrenzt wird. Nach dem zweiten Scheitern an der Hürde fiel der Wert aus einer keilförmigen Struktur und setzte bis an den Support bei 2.185 USD zurück. Die Marke wurde zum Ausgangspunkt für eine weitere Erholung, die aktuell auf den Widerstand bei 2.405 USD trifft.

Charttechnischer Ausblick: Wird die Hürde bei 2.405 USD in den nächsten Tagen überschritten, wäre dies kurzfristig bullisch zu werten und könnte für eine Kaufwelle bis 2.450 und 2.485 USD sorgen. An dieser Stelle sollte eine weitere Abwärtsbewegung starten. Wird die Marke dagegen auch überwunden, wäre der Weg bis 2.540 USD frei.

Sollten die Bullen dagegen jetzt an der Hürde bei 2.405 USD scheitern, stünde ein Angriff auf die Unterstützung bei 2.311 USD an. Hier könnte der nächste Aufwärtsimpuls einsetzen. Deren Bruch hätte allerdings ein Ende der Erholung und einen Abverkauf bis 2.248 und 2.185 USD zur Folge.

Die Erfolgsgeheimnisse der Starinvestoren (I): Warren Buffett

Wie lässt sich der phänomenale Anlageerfolg von Warren Buffett, George Soros und Peter Lynch statistisch erklären? Eine wissenschaftliche Untersuchung ist dieser Frage nachgegangen.

Buffett, Soros und Lynch sind Legenden. Alle drei Starinvestoren konnten über Jahrzehnte hinweg Renditen erzielen, die deutlich über der Gesamtmarktrendite lagen. Dass Anleger dann und wann besser abschneiden als der Gesamtmarkt, kann natürlich auch reinem Glück geschuldet sein. Doch bei Anlegern, denen dies über Jahrzehnte hinweg gelingt, lohnt es sich, genauer hinzusehen, um die Erfolgsgeheimnisse zu ergründen. Genau dies haben drei Finanzwissenschaftler beim Quant-Hedgefonds AQR getan. Sie haben den Anlageerfolg der Investmentlegenden statistisch untersucht und kommen zu überraschenden Ergebnissen, die genau zeigen, worauf der Erfolg der Investment-Superstars basiert. In diesem ersten Teil des Artikels wird die Performance von Warren Buffett genau durchleuchtet. Im kommenden zweiten Teil wird die Performance von George Soros und Peter Lynch analysiert.

So gingen die Wissenschaftler vor

Die Studie mit dem Titel "Superstar Investors" von Jordan Brooks, Severin Tsuji und Daniel Villalon erschien in der Februar-2019-Ausgabe der Fachzeitschrift "The Journal of Investing" und kann auf der Seite des Hedgefonds AQR kostenlos heruntergeladen werden.

Die Analyse der Wissenschaftler basiert auf dem sogenannten Faktor-Investing. Dabei werden Risiko- bzw. Renditefaktoren identifiziert, die dafür sorgen, dass einzelne Wertpapiere besser abschneiden als der Gesamtmarkt. Durch eine Korrelationsanalyse der Performance der Starinvestoren mit der Performance der einzelnen Renditefaktoren kann ergründet werden, worauf der Anlageerfolg jeweils basiert.

In der Studie wurde neben Warren Buffett auch George Soros, Peter Lynch und Bill Gross untersucht. Der Performance von Soros und Lynch widmet sich der zweite Teil des Artikels. Bill Gross war nicht auf dem Aktien-, sondern auf dem Anleihemarkt aktiv und spielt deshalb in diesem Artikel keine Rolle.

Warren Buffett: Das Orakel von Omaha

Warren Buffett dürfte den meisten Anlegern ein Begriff sein. Der inzwischen 89-jährige Starinvestor hat zusammen mit Charlie Munger nicht nur sich selbst zu einem der reichsten Menschen der Welt, sondern auch viele seiner Anleger zu Millionären gemacht.

Warren Buffett gilt als Verfechter des Value-Investings, das er von dessen Erfinder, Benjamin Graham, aus erster Hand erlernte. In jungen Jahren hörte Buffett an der Universität Vorlesungen von Graham und war anschließend auch einige Zeit für seine Investment-Partnerschaft tätig.

Tatsächlich hat sich der Anlagestil von Warren Buffett aber im Laufe der Jahre stark gewandelt. War er anfangs als Value-Investor noch ganz darauf fokussiert, Wertpapiere deutlich unter ihrem fundamentalen Wert zu kaufen, achtete Buffett im Laufe der Zeit immer stärker auf die Qualität der Unternehmen, deren Aktien er kaufte. Buffett prägte den Begriff von Burggraben-Unternehmen. Das sind Unternehmen, die durch einen beständigen Wettbewerbsvorteil (den "Burggraben") vor der Konkurrenz geschützt sind und deshalb dauerhaft Kapitalrenditen erwirtschaften können, die deutlich über ihren Kapitalkosten liegen. Ein Paradebeispiel ist der Coca-Cola-Konzern, der seit mehreren Jahrzehnten zu den größten Aktienpositionen von Berkshire Hathaway gehört und sich schon durch den weltweit beliebten Markennamen von der Konkurrenz deutlich absetzen kann.

In der Studie wurde die Performance von Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway im Zeitraum Januar 1977 bis Mai 2016 analysiert. In dieser Zeit glänzte Berkshire Hathaway mit einer Performance von 17,6 Prozent pro Jahr, während es der US-Aktienmarkt insgesamt nur auf eine Performance von 6,9 Prozent brachte.

Wie lässt sich die Performance von Berkshire Hathaway nun erklären? Die Wissenschaftler spalteten die überdurchschnittliche Performance per Regressionsanalyse in die Marktperformance und die einzelnen Renditefaktoren auf.

  • Den größten Einzelanteil an der Performance hatte einfach die Marktperformance, also die Performance des Aktienmarktes insgesamt, die bei Berkshire Hathaway zu einer jährlichen Rendite von 6,8 % führte.
  • Der Qualitätsfaktor, also dass Buffett vor allem in Aktien qualitativ hochwertiger Unternehmen investiert, steuerte eine jährliche Rendite von 3,4 Prozentpunkten zum Anlageerfolg von Berkshire Hathaway bei. Der Qualitätsfaktor ("Quality-Minus-Junk") identifiziert Unternehmen, die hohe Kapitalrenditen erwirtschaften, ihre Gewinne kontinuierlich steigern, wirtschaftlich solide sind (z.B. geringe Verschuldung) und einen angemessenen Teil ihrer Gewinne an die Aktionäre ausschütten.
  • Einen jährlichen Renditebeitrag von 2,6 Prozentpunkten erbrachte der Low-Risk-Faktor, also die Tatsache, dass Buffett vor allem in Aktien von Unternehmen investierte, deren Kurs eine geringe Volatilität zeigte ("Betting-Against-Beta").
  • Der traditionelle Value-Faktor steuerte nur eine jährliche Rendite von 1,2 Prozentpunkten zum Anlageerfolg von Berkshire Hathaway bei. Allerdings basiert der in der wissenschaftlichen Literatur verwendete Value-Faktor ausschließlich auf dem Buchwert. Konkret identifiziert der Value-Faktor Aktien mit niedrigem Kurs-Buchwert-Verhältnis. Buffetts Definition von "Value" hat sich im Laufe der Jahre aber deutlich gewandelt und ist viel breiter. Für Unternehmen, die beständig hohe Kapitalrenditen erwirtschaften, ist Buffett sogar bereit, ein hohes Vielfaches des Buchwerts zu zahlen.
  • Eine jährliche Rendite von 3,6 Prozentpunkten lässt sich keinem der Renditefaktoren zuordnen. Sie ist das von Buffett und Munger erzielte "Alpha", also die Überrendite, die sich nicht durch einen der Renditefaktoren erklären lässt: Diese 3,6 % sind die geheime "secret sauce", das eigentliche Erfolgsgeheimnis von Buffett und Munger. Ein Teil des Erfolgsgeheimnisses lässt wohl durch die Tatsache erklären, dass Berkshire Hathaway durch sein Versicherungsgeschäft über Jahrzehnte hinweg zu niedrigen Zinsen Fremdkapital aufnehmen konnte und so bei seinen Investitionen einen lukrativen Hebeleffekt hatte (siehe Nullzinsen: Das große Geheimnis von Warren Buffett)

Auf den ersten Blick überraschend ist vor allem, dass sich ein großer Teil der Performance von Berkshire Hathaway zum einen aus der Gesamtmarktrendite und zum anderen aus ganz einfachen Prinzipien erklären lässt, die seit Jahrzehnten bekannt sind und nicht nur von Buffett, sondern auch von zahlreichen anderen Anlegern angewandt werden. Allerdings gehörten Buffett und Munger wohl zu der Minderheit, die diesen Prinzipien konsequent treu blieb, auch als diese jahrelang eine Unterperformance gegenüber dem Gesamtmarkt (wie während der Internetblase zu Beginn des Jahrtausends) einbrachten. Durch die jahrzehntelange Anwendung der Prinzipien und die ständige Reinvestition und Aufzinsung der Gewinne ergab sich eine Performance, mit der kaum jemand mithalten konnte.
Es ist wohl ganz so, wie Warren Buffett es im Jahresbericht 1994 von Berkshire Hathaway selbst beschrieben hat: "Ben Graham hat mir vor 45 Jahren beigebracht, dass es beim Investieren nicht notwendig ist, außergewöhnliche Dinge zu tun, um außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen."

Im zweiten Teil des Artikels wird die Performance von George Soros und Peter Lynch analysiert.

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Enthaltene Zahlenangaben oder Kurs- bzw. Performanceentwicklungen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Jede Kapitalveranlagung ist mit einem Risiko verbunden. Unter Umständen kann es bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Da nicht jedes Geschäft für jeden Anleger geeignet ist, sollten Anleger vor Abschluss eigene Berater konsultieren (insbesondere Rechts- und Steuerberater). So wird sichergestellt, dass das geplante Finanzprodukt den Bedürfnissen und Wünschen entspricht und die Risiken vollständig verstanden werden – unabhängig von den angeführten Informationen. Leser, welche auf Grund dieser veröffentlichten Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln in vollem Umfang auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW06

NASDAQ100 - Das gilt es jetzt zu beachten

Anbei meine mittelfristige Prognoseskizze für den Index. Dieser Index ist wesentliches Zugpferd der großen Trendbewegungen am US-Aktienmarkt. Deshalb ist es so wichtig, genau hinzuschauen!

Die Schwergewichte Apple, Amazon, Facebook, Alphabet, Microsoft haben ihre Quartalszahlen gemeldet, die Notenbanken hatten ihr ersten Leitzins-Meetings in diesem Jahr und Corona bestimmt weiterhin die Nachrichtenlage.

Nasdaq100: Der Anstieg über 12.280 Punkte schaltete das mittelfristige Kaufsignal mit Projektionsziel 14.800 Punkte scharf. S. blauer Prognosepfeil. Kurzfristig sind verschiedenste Verlaufsvarianten möglich. Die letzte kurzfristige Variante, die ich mit dem dünnen grauen Pfeil angedeutet hatte, ging nach unten auf die Aufwärtstrendlinie im 13.000 Punktebereich. Von dort konnte der Index erneut ansteigen und neue Hochs ausbilden

BAYER - Aktie unter Druck! Chance oder Risiko?

Seit Wochenbeginn machen die Verkäufer der Bayer Aktie zu schaffen. Auch im frühen Freitagshandel kommt der Aktienkurs weiter unter Druck. Ist die Aktie jetzt wieder attraktiv?

Im frühen Freitagshandel werden die deutschen Standardwerte tendenziell verkauft. Das führte in meiner Trading-Plattform Guidants zum Auslösen gleich mehrerer Kursalarme, darunter einem in Bayer. Zum Zeitpunkt dieser Zeilen verliert die Aktie mehr als ein Prozent und ist damit schwächer unterwegs als der Dax. Nach einem neuen Zwischenhoch nehmen Anleger seit Montag weiter Gewinne mit, was den Aktienkurs unter Druck bringt. Auslöser für die Verkäufe waren wahrscheinlich simple Gewinnmitnahmen kurzfristiger Trader im Bereich der oberen Trendlinie, denn größere News gab es in den vergangenen Tagen zu Bayer nicht. Selbst auf Analystenseite hielt man sich bedeckt. Lediglich Barclays hoben ihr Kursziel am Mittwoch von 50 auf 55 EUR an.

Erste Kaufchance?

Ausgelöst wurde mein Kursalarm aufgrund der fallenden Notierungen, warum aber lag dieser im Bereich von 53,50 EUR? Der Blick auf den Chart gibt die Antwort. Wir haben dort das Aufwärtsgap vom 4. Februar. Hier reagierte der Markt auf neue Nachrichten im Glyphosat-Streit. Dieses Gap fungiert als erste Unterstützung im Falle einer Korrektur. Von hier aus hätten die Käufer eine erste Chance, den aktuellen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Ein potenzielles Ziel läge im Bereich von 58-60 EUR. Wer dieses sehr spekulative Szenario umsetzen möchte, könnte beispielsweise auf das Unlimited-Turbo-Zertifikat JJ514D mit einem Hebel von 22 und einem Basispreis von 51,8356 EUR zurückgreifen.

Kann der aktuelle Unterstützungsbereich noch nicht genutzt werden, dürften sich die Bullen auf die Aufwärtstrendlinie und den Supportbereich bis hin zu ca. 49,50 EUR konzentrieren. Spätestens hier müssten die Käufer zurückkehren, will man den Aufwärtstrend der letzten Monate nicht gefährden.

Mittelfristig wichtige Phase!

Auch mit Blick auf das mittelfristige Chartbild wäre es jetzt wichtig, seitens der Bullen dran zu bleiben. Der Bereich um 57 EUR dürfte eine mittelfristige Schaltstelle sein. Wenn man diesen Bereich nachhaltig zurückerobern kann, eröffnen sich wieder Preisbereich bis hin zu 75/80 EUR. Schafft man diesen Switch nicht, ist Vorsicht geboten. Es könnte nämlich zu weiteren Abgaben auf 46 EUR oder sogar zum Jahrestief bei knapp 40 EUR kommen.

FRESENIUS MEDICAL CARE - Genug gecrasht?

Die Fresenius Medical Care Aktie musste zuletzt starke Verluste hinnehmen, erholt sich aber aktuell wieder. Wie weit kann diese Erholung gehen?

markierte im Januar 2018 das aktuelle Allzeithoch bei 93,84 EUR. Seitdem zeigt die früher so starke Aktie klare relative Schwäche im Vergleich zum Gesamtmarkt. Der DAX markierte erst vor kurzem ein neues Allzeithoch. Davon ist die Aktie meilenwert entfernt.

Bis Dezember 2018 fiel der Wert auf ein Tief bei 55,44 EUR zurück. Dieses Tief dient zusammen mit der Unterstützung bei 54,32 EUR als untere Begrenzungszone einer Seitwärtsbewegung, welche das Kursgeschehen in der Aktie seit über 2 Jahren bestimmt. Innerhalb dieser Bewegung kletterte der Aktienkurs im Hoch auf 81,15 EUR.

In der letzten Woche gab das Unternehmen einen negativen Ausblick auf das laufende Jahr. Mein Kollege Rene Berteit berichtete darüber „FRESENIUS MC - Aktie nach Ausblick im Crashmodus!“

In dieser Woche zeigt sich im Bereich der unteren Begrenzung der Seitwärtsbewegung ein gewisses Kaufinteresse. Bisher bildet die Aktie eine relativ lange weiße Wochenkerze aus und löst sich vom Unterstützungsbereich um 55,44-54,32 EUR. Gestern drang der Aktienkurs leicht in den Bereich des Abwärtsgaps vom 02. Februar zwischen 63,92 EUR und 59,84 EUR ein.

Kann die Erholung weitergehen?

Die Aktie von Fresenius Medical könnte ihre Stabilisierung zunächst weiter fortsetzen. Im Rahmen dieser Bewegung wäre ein Anstieg bis ca. 63,92 EUR möglich. Weitere Kursperspektiven bis in den hohen 70 EUR Bereich würden sich erst mit einem stabilen Anstieg über 63,92 EUR erschließen. Ob es dazu kommt, ist noch völlig ungewiss.

Sollte die Aktie allerdings per Wochenschlusskurs unter 54,32 EUR abfallen, dann würde eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung seit dem Allzeithoch drohen. In diesem Fall würde die Unterstützungszone durch die Hochpunkte aus den Jahren 2007 und 2008 bei 39,30-38,83 EUR in den Blick geraten.

PALLADIUM - Wieder an der wichtigen Kurshürde

Tagesausblick für Freitag, 12. Februar 2021: Mit der Verteidigung der Unterstützung bei 2.185 USD haben die Käufer bei Palladium ein Verkaufssignal abgewehrt. Jetzt müssen sie sich auf der Oberseite beweisen.

Palladium Widerstände: 2.405 + 2.485 + 2.540
Palladium Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Nach dem misslungenen Ausbruchsversuch über den markanten Widerstand bei 2.405 USD setzte Palladium ab Anfang Januar unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie und verließ eine Keilformation nach unten. Erst an der Unterstützung bei 2.185 USD kamen die Bullen wieder in den Wert zurück und sorgten seither für eine Erholung, die jetzt auf den Widerstand bei 2.405 USD trifft.

Charttechnischer Ausblick: Sollte Palladium an der nahen Hürde nach Süden abdrehen, könnte es nach einer Korrektur bis 2.311 USD zu einem weiteren Ausbruchsversuch kommen. Kurzfristig könnte den Bullen auch ein solcher Anstieg gelingen und zu einer Aufwärtswelle bis 2.485 USD führen. Allerdings wäre dort mit dem Ende des Anstiegs zu rechnen.

Abgaben unter 2.311 USD hätten dagegen Verluste bis 2.248 USD und darunter ggf. bereits bis zur entscheidenden Unterstützung bei 2.185 USD zur Folge. Wird sie gebrochen, läge ein weitreichendes Verkaufssignal vor.

Boom bei Erneuerbaren Energien: Es ist gar nicht leicht, davon zu profitieren

Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Soviel ist klar. Doch daran teilzuhaben ist nicht leicht.

Ende 2015 unterzeichneten viele Länder das Pariser Klimaabkommen. Im Kern soll der Temperaturanstieg auf 1,5-2 Grad begrenzt werden. Um das zu erreichen, müssen einige Bedingungen erfüllt werden, allen voran die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Bis 2050 sollte ein Großteil der Länder netto Nullemissionen haben, um das Ziel zu erreichen. Das hätte ein Fest für die Aktien von Solar- und Windunternehmen werden sollen. War es aber nicht. Solaraktien liefen zwischen 2015 und Ende 2019 praktisch seitwärts. Von einem großen Boom konnte nicht die Rede sein, obwohl Billionen in erneuerbare Energien investiert werden muss. Anleger machten da einfach nicht mit. Sie glaubten nicht daran, dass tatsächlich investiert wird. Bis vor kurzem hatten Anleger damit Recht. Dann kam die Klimajugend. Ein Plan nach dem nächsten wurde aus dem Boden gestampft. Auch die Pandemie wird dazu genutzt, um Stimmung zu machen, ganz nach dem Motto: Seht her, was alles geschehen kann, wenn man nicht nachhaltig ist....

So waren 2020 die Aktien von erneuerbaren Energien die großen Gewinner. Ein Index an Solaraktien hat sich seit Anfang 2020 fast vervierfacht und ein Windindex immerhin fast verdoppelt (Grafik 1). Der Gewinner (Solar) steht eindeutig fest. Bevor man nun aber in Windeseile Solaraktien kauft, lohnt ein Blick auf die langfristige Performance.

Langfristig haben Solaraktien das Nachsehen. Erneuerbare Energien erlebten bereits vor der Finanzkrise einen ersten Boom. Wie das häufig so ist, ist der erste Boom nicht nachhaltig. Die Erwartungen sind zu hoch. Merken Anleger, dass die Erwartungen zu hoch sind, brechen die Kurse ein. Danach dauert es viele Jahre, bis es zur Reife des Sektors kommt und es nachhaltige Gewinne gibt.

Trotz der guten Performance der Aktien in den letzten 12 Monaten ist es schwierig von dem Boom langfristig zu profitieren. Bei Solarenergie taucht unregelmäßig eine neue Technologie auf, die andere verdrängt. Die Outperformer von 2007 stehen heute teils noch sehr weit unterhalb der damaligen Hochs.

Zudem sind die meisten Unternehmen nach der Rally des letzten Jahres sehr hoch bewertet. KGVs von 100 und mehr sind an der Tagesordnung. Damit sind die Erwartungen heute nicht niedriger als 2007. Bei so hohen Bewertungen braucht es Jahre, bis die Unternehmen in diese Erwartungen hineinwachsen, wenn sie es denn können. Denn viele Unternehmen, die heute von dem Boom profitieren, werden morgen von neuen Unternehmen mit effizienteren Methoden verdrängt.

2020 habe ich den Sektor mehrfach zum Kauf empfohlen. Aktuell sehe ich ihn skeptisch. Es steckt zu viel Fantasie in den Aktien. Zu diesen Bewertungen kann man nicht profitieren. Größere Rücksetzer hingegen sind interessant. Der Trend zu erneuerbaren Energien wird anhalten.

Anstatt jedoch auf die Hersteller von Solarzellen oder Windturbinen zu setzen, sind integrierte Unternehmen viel interessanter. Das sind Unternehmen, die eine Mischung aus Anlagenbauern, Betreibern und Versorgern sind. Sie produzieren die Energie und vertreiben sie. Es ist das einzige Geschäftsmodell, das langfristig in diesem Bereich Rendite für Anleger erzielt hat. Solche Unternehmen sind etwa NextEra Energy oder Ørsted.

Clemens Schmale

Disclaimer

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW05

NASDAQ 100 - An prominenter Hürde gescheitert

Die Woche begann mit deutlichen Kursgewinnen im Nasdaq 100. Geht sie auch so zu Ende oder zeigen sich die Bären noch einmal?

Der Nasdaq 100 befindet sich in einer langfristigen Rally. Im März 2020 startete ein besonders starker Rallyabschnitt innerhalb dieser langfristigen Bewegung. Dabei kam es zum Ausbruch über die obere Begrenzung der Aufwärtsbewegung seit Sommer 2010. Der Index kletterte zunächst auf ein Hoch bei 12.439 Punkten.

Nach einer rund zweimonatigen Konsolidierung in einem symmetrischen Dreieck setzte der Index ab Mitte November die Rally fort und kletterte inzwischen auf ein Allzeithoch bei 13.563 Punkten. Nach einem kurzen, aber scharfen Rücksetzer auf 12.845 Punkte, schoss der Index in den letzten Tagen wieder nach oben. Er erreichte gestern das Allzeithoch vom 25. Januar 2021, scheiterte aber daran.

Kaufwelle wird eingebremst

Auf mittelfristige Sicht macht das Chartbild des Nasdaq 100 einen bullischen Eindruck. Die Aufwärtstrends sind intakt und Anzeichen für eine Topbildung sind kaum vorhanden. Im kurzfristigen Bereich könnte der Abpraller am Rekordhoch allerdings einen Rücksetzer auslösen.

Die Long-Szenarien: Ein stabiler Ausbruch über 13.563 Punkte könnte die Rally sofort weiter befeuern. In diesem Fall könnte der Index einen weiteren großen Schritt hin zum mittelfristigen Zielbereich zwischen 14.700 und 14.900 Punkte gehen.
Die Short-Szenarien: Sollte der Index aber den gestrigen Abpraller am Allzeithoch bestätigen, könnte es kurzfristig zu Abgaben in Richtung 13.280 Punkte oder sogar 13.113 Punkte kommen.

GAMESTOP - Das "Blutbad" ist nicht zu Ende

Seit ihrem Hoch hat die Gamestop Aktie enorm viel verloren! Da muss doch bald mal Schluss sein, oder?

Der Hype um die Gamestop Aktie scheint zumindest medial vorüber zu sein oder habe nur ich das Thema zu den Akten gelegt? So genau kann ich das gar nicht beurteilen. Fakt ist jedoch, dass die Aktie weiterhin sehr aktiv gehandelt wird. Gestern war diese auf Tradegate erneut die Aktie mit dem größten Orderaufkommen und auch im frühen Freitagshandel hat man erneut den Spitzenplatz inne. Es wird gerade einmal etwas mehr als eine Stunde gehandelt und es wurden schon wieder mehr als 2.000 Orders in Gamestop abgewickelt. Bei der besten Dax-Aktie (Bayer) sind es nicht einmal 650.

Das Drama ist in vollem Gange!

Unterstelle ich, dass die meisten Transaktionen Käufe bzw. Glattstellungen von Longpositionen sind, findet in der Gamestop-Aktie momentan ein Blutbad statt. Die Aktie gab gestern über 40 % nach und im linearen Chart ist das Drama bestens zu erkennen.

Zeit zum Einsteigen?

Aber Vorsicht! In dieser Darstellung sieht es fast so aus, als könnte das Tief in der Aktie bereits wieder erreicht bzw. sehr nahe sein. Man ist schließlich preislich gesehen schon wieder in der Nähe der Kurse, mit denen der Hype begann. Die Darstellung täuscht jedoch. Vor dem Hype notierte die Aktie im Bereich von 15,50 EUR. Ausgehend von aktuellen Notierungen sind dies immer noch Risiken von 75 %. Wer jetzt also 1000 EUR investiert, läuft Gefahr, 750 davon zu verlieren.

Aber selbst auf den alten Preisniveaus muss noch nicht Schluss sein. Bedenken wir, dass der Markt bis in den Januar hinein davon ausging, dass es Gamestop als Unternehmen schwer haben könnte, zu überleben. Das war ja einer der Gründe, warum die Shortquote in der Aktie so hoch gewesen ist. Was, wenn man jetzt nach der Übertreibung auf der Longseite zur anderen Seite übertreibt und in alte Gefilde vom letzten Jahr zurückfällt. Dann sprechen wir über Notierungen im Bereich von 4,40 EUR und nicht von 15,50. Das sind dann Verluste von 90 %. Und das Tief im letzten Jahr wurde sogar bei 2,39 EUR markiert. Zusammenfassend fällt es mir zwar schwer, Prognosefeile in die Aktie einzuzeichnen, aber wenn ich dies tun muss, zeigt der Pfeil nach Süden.

INTEL - Neuer Rallyversuch?

Die Intel Aktie konsolidierte nach den Zahlen deutlich. Allerdings scheint es so, als hätten die Bullen bereits wieder das Ruder übernommen.

Die Intel Aktie befindet sich seit dem Hoch bei 69,29 USD aus dem Januar 2020 in einer Abwärtsbewegung. Im Rahmen dieser Bewegung näherte sich die Aktie zweimal dem wichtigen Unterstützungsbereich um 42,76-42,04 USD an, drehte aber beide Mal knapp darüber nach oben ab.

Widerstände: 59,98 + 63,70 + 63,95
Unterstützungen: 57,19 + 53,79 + 52,68

Die letzte Annäherung erfolgte Ende Oktober 2020. Seitdem zieht der Aktienkurs wieder an. Mitte Januar 2021 erreichte der Wert seinen Abwärtstrend seit Januar 2020. Es kam sogar zu einem kurzen Ausbruch über diesen Trend, der aber wieder an ein kurzfristiges log. 50 % Retracement abverkauft wurde. Dort drehte die Aktie wieder nach oben und schoss gestern über dem Abwärtstrend seit Januar 2020.

Neuer Rallyversuch läuft

Damit hat die Intel-Aktie die Chance auf eine weitere Rally. Diese Rally könnte in den nächsten Tagen zu Gewinnen bis 63,70-63,95 USD und später bis 69,29 USD führen. Sollte ein Ausbruch über dieses Hoch gelingen, dann wäre ein Anstieg in Richtung des Allzeithochs aus dem Jahr 2000 bei 75,81 USD möglich. Sollte der Aktienkurs aber unter das gestrige Tagestief bei 57,19 USD abfallen, dann wäre der Ausbruchsversuch erneut gescheitert. Abgaben in Richtung 53,79 bis 52,68 USD würden kurzfristig drohen.

PALLADIUM - Im Range-Nirwana

Tagesausblick für Freitag, 05. Februar 2021: Der Chart bei Palladium gleicht einer Berg-und Talfahrt im Miniaturmaßstab. Aktuell läuft eine Erholung nachdem die Verkäuferseite zuletzt erfolgreich am Bruch der Unterstützung bei 2.185 USD gehindert wurde. Die übergeordnete Seitwärtsphase bleibt damit erhalten.

Palladiumpreis Widerstände: 2.311 + 2.485 + 2.540
Palladiumpreis Unterstützungen: 2.248 + 2.185 + 2.116

Rückblick: Mit dem erneuten Scheitern an der Hürde bei 2.485 USD begann bei Palladium zum Jahreswechsel eine Abwärtsbewegung, die den Kurs zunächst unter die Unterstützungsmarke bei 2.405 USD an den Support bei 2.305 USD drückte. Doch statt diese Marke als Startpunkt für einen weiteren Ausbruchsversuch zu nutzen, wurde sie ebenfalls unterschritten und damit schneller Einbruch bis 2.185 USD eingeleitet. Hier startete zuletzt eine Erholung.

Charttechnischer Ausblick: Bisher konnte es nicht gelingen, den Kreuzwiderstand bei 2.311 USD zu überwinden und damit die Erholung bis 2.350 und 2.405 USD fortzusetzen. Sollte Palladium wieder unter die 2.248 USD-Marke fallen, wäre die Erholung zunächst beendet. Eine weitere Gegenbewegung könnte dennoch nach einer Korrektur bis 2.185 USD einsetzen. Wird diese Unterstützung dagegen ebenfalls gebrochen, wäre das nächste Verkaufssignal aktiv. In diesem Fall käme es zu Abgaben bis 2.116 USD, die sich darunter bereits bis 1.997 USD ausdehnen könnten.

Erst bei einem Anstieg über 2.405 USD wäre Palladium dem Abwärtstrend entkommen.

Faustformel: So bewerten Sie jede Aktie richtig!

Gibt es eine einfache Faustformel, mit der man beurteilen kann, ob eine Aktie aus fundamentaler Sicht günstig bewertet ist? Benjamin Graham, der Lehrmeister von Warren Buffett, hat eine solche Bewertungsformel erfunden. Sie berücksichtigt sowohl den Substanz- als auch den Ertragswert eines Unternehmens.

Wer Aktien kauft, wird damit zum Miteigentümer eines Unternehmens. Um beurteilen zu können, ob der einzelne Anteilsschein so viel wert ist, wie man an der Börse dafür zahlt, gibt es im Wesentlichen zwei Herangehensweisen. Man kann entweder den Substanzwert des Unternehmens (und der einzelnen Aktie) oder den Ertragswert berechnen.

Der Substanzwert ergibt sich im einfachsten Fall aus dem Wert aller Vermögensgegenstände, die ein Unternehmen besitzt, abzüglich aller Schulden. Man bildet also die Summe beispielsweise aller Vermögenswerte wie Immobilien und Maschinen eines Unternehmens und zieht dann die Verbindlichkeiten (also die Schulden) ab. Der so ausgerechnete Substanzwert entspricht dem in der Bilanz ausgewiesenen "Eigenkapital". Alternativ können für den Substanzwert auch noch andere Formeln angesetzt werden, zum Beispiel gibt es gute Argumente dafür, die immateriellen Vermögenswerte eines Unternehmens nicht zu berücksichtigen. Wir wollen an dieser Stelle aber das Eigenkapital nutzen, da es sich direkt aus der Bilanz ergibt.

Eine andere Herangehensweise besteht darin, den Wert des Unternehmens aus den Gewinnen zu bestimmen, den dieses Unternehmen erwirtschaftet. Dies entspricht dem Ertragswert. Als Faustformel könnte man zum Beispiel sagen, der Wert eines Unternehmens sei ungefähr zwölf Mal so hoch wie der in einem typischen Jahr erzielte Gewinn. Das entspricht einer Faustformel für Immobilien, die früher üblich war. Demnach ist eine Immobilie rund 144 Monatsmieten bzw. 12 Jahresmieten "wert". In der aktuellen Niedrigzinsphase gibt es aber gute Gründe dafür, sowohl bei der Unternehmens- als auch bei der Immobilienbewertung statt 12 ein höheres Vielfaches ("Multiple") des Gewinns zu verwenden, z.B. 15.

Teilt man den oben ermittelten Substanzwert oder den Ertragswert durch die Aktienanzahl des Unternehmens, erhält man den fundamentalen Wert einer einzelnen Aktie. Bei beiden Herangehensweisen können sich aber durchaus unterschiedliche Werte ergeben. Bei "normalen" Unternehmen wird häufig der Ertragswert als Maßstab verwendet, bei Unternehmen, deren Überleben nicht sicher ist, eher der Substanzwert. Allerdings wird hierzu ein modifizierter Substanzwert (gewissermaßen der "Zerschlagungswert") benötigt, bei dem alle unverkäuflichen Vermögenswerte des Unternehmens (dazu gehören zum Beispiel oft auch Maschinen) nicht berücksichtigt werden und die anderen Vermögenswerte nur zu den noch erzielbaren Verkaufspreisen bilanziert werden. Das soll an dieser Stelle aber nicht weiter interessieren, da wir uns hier nur mit Unternehmen beschäftigen wollen, bei denen eine Liquidation nicht absehbar ist.

Die Berechnung des Substanzwertes ist durchaus auch für Unternehmen interessant, bei denen keine Zerschlagung droht. Der Substanzwert gibt nämlich an, welches Nettovermögen ein Unternehmen eigentlich besitzt. Es liegt auf der Hand, diesen Wert als Näherungswert für den Unternehmenswert zu verwenden. Allerdings ist es in der Regel üblich, dass ein gesundes Unternehmen höher bewertet wird, als es dem Substanzwert entspricht. Ein Unternehmen besitzt nämlich häufig Werte, die sich nicht direkt in der Bilanz niederschlagen, zum Beispiel einen großen Kundenstamm, eine eingeführte Marke oder auch das Know-How der Mitarbeiter, das sich oft nicht einfach ersetzen lässt.

Wie kann der Wert eines Unternehmens nun also anhand seiner Netto-Vermögenswerte und der erzielten Gewinne beurteilt werden? Benjamin Graham, der als Erfinder des Value Investings gilt und der Lehrmeister von US-Starinvestor Warren Buffett war, hat dazu eine einfache Faustformel aufgestellt, wie sich aus dem dem Gewinn je Aktie und dem Eigenkapital je Aktie der fundamentale Wert einer Aktie berechnen lässt:

Nach Graham ist dies der Maximalpreis, den ein defensiver Investor für eine Aktie bezahlen sollte. Kostet eine Aktie weniger, als die Formel ergibt, dann ist sie unterbewertet und attraktiv für einen Kauf. Kostet eine Aktie so viel, wie die Formel ergibt oder gar mehr, dann sollten konservative Investoren die Finger von dem Papier lassen! Für Finanzunternehmen (zumindest für Banken) eignet sich Grahams Faustformel nur eingeschränkt.

Implizit ist in der Formel enthalten, dass eine Aktie nicht mehr als das 1,5-fache des Buchwertes (spezieller: des Eigenkapitals) je Aktie oder das 15-fache des Gewinns je Aktie kosten sollte. Die Multiplikation von 1,5 mit 15 ergibt nämlich gerade den Faktor 22,5. Allerdings darf eine Aktie bei einem der beiden Faktoren höher bewertet sein, wenn die Bewertung anhand des anderen Faktors niedriger ausfällt.

Bevor Sie jetzt Ihren Taschenrechner zücken, ein kleiner Hinweis zur korrekten Berechnung des Wertes: Nach den mathematischen Regeln muss zunächst der komplette Term unter der Wurzel ausgerechnet werden und von diesem Wert dann die Wurzel gezogen werden. Wir tippen also bei einem handelsüblichen Taschenrechner 22,5 * Gewinn je Aktie * Eigenkapital je Aktie sowie anschließend das Gleichheitszeichen und ziehen erst dann von diesem Ergebnis die Wurzel (= drücken die Wurzeltaste). Alternativ kann man auch Klammern um den Term unter der Wurzel setzen und damit dem Taschenrechner signalisieren, dass dieses Produkt zuerst ausgerechnet werden muss.

Die Werte für Gewinn je Aktie und Eigenkapital je Aktie können direkt aus den Unternehmensbilanzen ermittelt werden. Für den Gewinn je Aktie sollte aber ein möglichst charakteristischer Wert verwendet werden. Erzielt ein Unternehmen jedes Jahr 1 Euro Gewinn je Aktie und nur in einem einzelnen Jahr 3 Euro, dann ist 1 Euro eher angemessen als 3 Euro. Es sollte also nicht blind der Gewinn je Aktie des letzten Geschäftsjahres oder eine Schätzung für das laufende Geschäftsjahr verwendet werden, sondern ein möglichst charakteristischer und eher konservativer als zu hoher Wert. Schätzungen von Analysten sind zum Beispiel häufig zu optimistisch und sollten deshalb nur mit einem pauschalen Abschlag von zum Beispiel 20 % verwendet werden.

Welche Aktien sind nach der oben genannten Faustformel nun aktuell besonders günstig am deutschen Aktienmarkt? Welche US-Aktien sind nach Grahams Faustformel attraktiv? Der Screener auf der Investment- und Analyseplattform Guidants erhält auch den fairen Aktienwert nach Graham als Kennzahl. Zudem kann der Screener berechnen, wie stark sich der Aktienkurs verändern müsste, damit eine Aktie ihren fairen Wert nach der Faustformel von Graham erreicht.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW04

DAX-Tagesausblick: 140 Punkte Gap down! Vorbörse 13526

Hängen und Würgen, hartes Ringen um jeden Zentimeter bei DAX 13600/13460! Die Frage die ich stelle: Ist das gestern ein DAX Mittelspiel oder das Ende eines DAX Zyklus? Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13510 + 13555 + 13600 + 13717 /13745 + 13835 + 13944 + 14100/14132
DAX Unterstützungen: 13460 + 13384(S3/w) + 13300 + 13000(S3/d) + 12871

DAX Prognose

Intraday:

  • Der FDAX kam nachts hart zurück, zur Unterstützung 13450 und zum 61,8 % Retracement des gestrigen Anstiegs.
  • Die Frage ist: Kann es Realität werden, dass der DAX ab ca. 13460 ein 2. Anstiegsstandbein bis 13717 oder sogar "100 % measuring" zu 13835 zeigt oder lässt sich der INDEX erneut ohne Gegenwehr auf neue Wochentiefs zusammenfalten?
  • In der Regel würde der DAX also nach dem nächtlichen Pullbacks alsbald bis 13717 steigen.
    Auf dem Weg dorthin stellen sich aktuell Widerstände bei 13550 (FDAX PP/d) und 13600 (BIGPIC) in den Weg.
  • In den Fällen geringerer Wahrscheinlichkeit gibt es direkt neue Tiefs bei 13310 oder sogar unter 13300, was dann den steilen Rutsch zu 13000/13278 bzw. zum Tageschart-EMA200 bei 12860 bedeuten könnte.
  • Etwas Beachtung finden sollte auch heute der untere Wochenextrempunkt, der Wochen-Pivot-S3 bei 13384.

VDAX

  • Der VDAX zeigte sich gestern mit ganz klarem Langdochtreversal!
    Das kann ein Hinweis darauf sein, dass kein weiteres DAX Wochentief unter 13310 nötig ist.

DAX

  • Hängen und Würgen, hartes Ringen um jeden Zentimeter bei DAX 13600/13460!
    Die Frage die ich stelle: War das gestern ein DAX Mittelspiel oder das Ende eines DAX Zyklus?
  • DAX Signalmarken als Antwort definiere ich so:
  • BULLISCH: Nach Tagesschluss über 13950 aufwärts bis 14130 und vor allem bis 14875. Ab 14875 wieder abwärts
  • BÄRISCH: Nach Tagesschluss unter 13460 abwärts 13000/12870 und später bis 12600. Ab 13000 oder spätestens 12600 wieder aufwärts. "AUS und VORBEI" nur unter 11450.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

NEMETSCHEK - Ist das ein potenzielles Kaufniveau?

Die Nemetschek Aktie steckt seit Monaten in einer Konsolidierung fest. Geht diese langsam zu Ende oder dauert sie noch länger an?

Die Aktie des Anbieters von Software für Bau und Architektur markierte nach einer langen Rally am 02. Juni 2020 ein Allzeithoch bei 74,35 EUR. Seit diesem Hoch befindet sich die Aktie in einer langgestreckten Konsolidierung. Diese Konsolidierung lässt sich bisher in einem bullischen Keil eingrenzen.

Am 18. Januar 2021 fiel der Wert auf ein Tief bei 54,55 EUR zurück und notierte damit kurzzeitig unter der Unterkante des Keils. Zu einem Tagesschlusskurs darunter kam es aber nicht. Anschließend kam es zu einem Rallyversuch, der immerhin zu einem Hoch bei 61,60 EUR führte. Dieser Rallyversuch wurde aber gestern beinahe komplett abverkauft. Die Aktie fiel wieder auf die Unterkante des Keils bei aktuell 55,07 EUR zurück. Dort kam im gestrigen Handel ein gewisses Kaufinteresse auf. Heute notiert der Wert im frühen Handel als einer der wenigen knapp im Plus.

Neue Kaufwelle möglich

Solange die Nemetschek-Aktie den Unterstützungsbereich um 55,07-55,55 EUR halten kann, besteht die Chance auf einen neuen Rallyversuch. Dieser könnte zu Gewinnen in Richtung 61,66 EUR und an die Oberkante des Keils bei aktuell 66,60 EUR führen. Größere Kaufsignale ergäbe sich erst, falls es zu einem stabilen Ausbruch aus dem Keil nach oben käme.

Sollte der Wert allerdings unter 54,55 EUR abfallen, dann würden Abgaben in Richtung 44,00-43,20 EUR drohen. Eine solche Bewegung könnte mit deutlich höher Dynamik ablaufen als die Konsolidierung der letzten Monate.

VARTA - Aktienkurs explodiert

Die Varta Aktie war gestern mit großem Abstand der größte Gewinner im TecDAX und legte um 14,17% zu.

An den Aktienmärkten gibt es seit einigen Tagen einige sehr seltsame Bewegungen, die ich trotz über 20 Jahren Erfahrung noch nie oder sehr selten gesehen habe. Die Vorgänge um Aktien wie Gamestop sind in aller Munde. Aber auch am deutschen Aktienmarkt gab es zuletzt ähnlich seltsam wirkende Kursbewegungen. Dazu zählt die Evotec-Aktie. Mein Kollege Oliver Baron hat dies am Dienstag in seinem Artikel „EVOTEC - Bei dieser Aktie wird ein Short-Seller gegrillt!“ bereits beleuchtet. Eine andere Aktie scheint die Varta-Aktie zu sein.

Die Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Diese lief lange Zeit stabil, aber durchaus dynamisch ab. Am 04. Dezember 2019 markierte der Wert ein Hoch bei 106,20 EUR. Ende August/Anfang September 2020 kam es zu einem kurzen Anstieg über dieses Hoch. Aber damals etablierte sich die Aktie noch nicht darüber.

Die Aktie konsolidierte daraufhin einige Wochen. Kurz vor Weihnachten gelang der Ausbruch aus der Konsolidierung. Zunächst kam es aber noch zu einem tiefen Pullback und einem Rücksetzer 110,60 EUR. Seitdem befindet sich die Aktie in einer hochdynamischen Rally. Eine solche gab es in der Historie der Aktie noch nicht. Am Dienstag brach der Wert über die steigende Widerstandslinie über die Hochpunkte aus den Jahren 2019 und 2020 aus. Am Mittwoch markierte die Aktie ein neues Allzeithoch bei 168,00 EUR. Gestern eröffnete der Wert bei 145,00 EUR und schoss danach bis auf 181,30 EUR nach oben.

Kaufwelle läuft auf Hochtouren

Die Varta-Aktie könnte aus rein charttechnischer Sicht diese Dynamik noch einige Tage beibehalten und in Richtung 250-260 EUR ansteigen. Dort verläuft eine langfristige obere Trendbegrenzung. Nach dem gestrigen Anstieg haben die Bullen viel Spielraum nach unten. Erst ein Rückfall unter das gestrige Tagestief bei 143,10 EUR würde das bullische Bild gefährden.

Insgesamt sind diese Exzesse für mich ein Anzeichen, dass sich der Aktienmarkt einem langfristigen Top nähert. Ende 1999/Anfang 2000 gab es solche Exzesse in einem etwas kleineren Umfang auch. Damals spielten sich diese vor allem bei Neuemissionen ab. Dieses Top muss nicht heute und nicht morgen markiert werden. Aber es könnte noch im ersten Quartal markiert werden.

PALLADIUM - Der Richtungskampf setzt sich fort

Tagesausblick für Freitag, 29. Januar 2021: Der Palladiumkurs hatte sich in den letzten Tagen aus seinem Aufwärtstrend verabschiedet und eine wichtige Unterstützung angesteuert. Diese wurde bislang verteidigt, doch von einer neuen Aufwärtstrendphase ist der Wert ein gutes Stück entfernt.

Intraday Widerstände: 2.485 + 2.540 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Ein ums andere Mal versuchten die Bullen bei Palladium in den letzten Wochen den markanten Widerstand bei 2.405 USD zu durchbrechen, scheiterten jedoch jeweils nur kurze Zeit später am einsetzenden Abgabedruck. Die sich über die Zeit gebildete Keilformation wurde zudem in dieser Woche nach unten verlassen, nachdem zuvor auch die 2.405 USD-Marke ein weiteres Mal unterschritten wurde. Aktuell wehrt sich der Kurs gegen ein erneutes Verkaufssignal.

Charttechnischer Ausblick: Sollte es jetzt nicht zügig zur Rückeroberung der 2.405 USD-Marke kommen, dürfte das jüngste Verkaufssignal zu einem Einbruch unter 2.311 und 2.248 USD führen. In der Folge käme es zu Abgaben bis 2.185 USD. Diese wichtige Unterstützung könnte eine Bodenbildung und einen weiteren Anstieg ermöglichen. Darunter wäre allerdings ein Einbruch bis 2.116 und 1.997 USD wahrscheinlich.

Für eine nachhaltige Erholung bräuchte es jetzt dagegen eine Kaufwelle über 2.405 USD. Dann hätte Palladium die Chance, wieder bis 2.450 und 2.485 USD zu steigen.

Wie man mit Durchschnittslinien die besten Aktien findet

Gleitende Durchschnitte gehören zum Einmaleins der Technischen Analyse. Wie man mit ihnen die besten Aktien findet und damit Renditen von mehr als 22 Prozent im Jahr einfahren kann, hat eine wissenschaftliche Untersuchung gezeigt.

Stock-Picking allein auf Basis gleitender Durchschnitte? Kann das wirklich einen Mehrwert bringen?

Eine wissenschaftliche Untersuchung beantwortet diese Frage ganz klar mit „ja“. Für die Studie werteten drei Finanzwissenschaftler die Kursentwicklung des US-Aktienmarktes (rund 9.000 Aktien) seit dem Jahr 1977 aus. Die Forscher gingen der Frage nach, ob der Abstand zweier bestimmter gleitender Durchschnitte etwas über die künftige Rendite von Aktien aussagt. Das Ergebnis: Allein auf der Basis gleitender Durchschnitte lassen sich Aktien identifizieren, die in der Zukunft eine deutliche Überrendite zeigen. Zwei von den Forschern entwickelte Strategien hätten im Zeitraum von 1977 bis 2015 eine jährliche Rendite von 22,2 Prozent bzw. 24,5 Prozent ermöglicht.

Die Studie unter dem Titel „Stock Return Predictability: New Evidence from Moving Averages of Prices and Firm Fundamentals“ wurde von den drei Finanzwissenschaftlern Doron Avramov, Guy Kaplanski und Avanidhar Subrahmanyam verfasst. In der Studie wurde neben anderen Fragen auch untersucht, welche Vorhersagekraft das Verhältnis zwischen einem kurzfristigen gleitenden Durchschnitt (Simple Moving Average, SMA) mit einer Periodenlänge von 21 Tagen und einem gleitenden Durchschnitt mit einer längeren Periodendauer von 200 Tagen hat.

Das Verhältnis zwischen dem SMA21 und dem SMA200 bezeichnen die Wissenschaftler als MAD (Moving Average Difference). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der MAD stark mit der künftigen Kursentwicklung der jeweiligen Aktien korreliert. Ist der MAD groß, also befindet sich der SMA21 weit oberhalb vom SMA200, so führt das im statistischen Mittel zu deutlichen Überrenditen der jeweiligen Aktien. Liegt der SMA21 deutlich unter dem SMA200, so bedeutet das im Mittel eine deutlich schlechtere Rendite der jeweiligen Aktien. Der von den Wissenschaftlern entwickelte Handelsansatz hat große Ähnlichkeit mit der sogenannten "Relativen Stärke nach Levy". Diese von Robert A. Levy bereits in den 60er-Jahren entwickelte Kennzahl basiert auf dem Verhältnis des aktuellen Wochenschlusskurses zum Durchschnitt der letzten 26 Wochen.

Obwohl der Fokus der wissenschaftlichen Arbeit auf der statistischen Aussagekraft des MAD für die künftige Kursentwicklung liegt und die Forscher auch noch untersuchen, welche Aussagekraft der MAD bei Fundamentaldaten hat, liefern sie doch in ihrer Arbeit auch mehrere Strategien auf Basis des MAD, die in den vergangenen Jahrzehnten deutliche Überrenditen ermöglicht hätten und die auch von Privatanlegern umgesetzt werden können. Diese Strategien werden im Folgenden genauer erläutert.

Zwei Strategien mit großer Outperformance

In der folgenden Grafik ist die Performance von zwei Stock-Picking-Strategien aus der Studie sowie die Performance des Gesamtmarktes enthalten. Strategie 1 führte im Laufe der 38 Jahre von 1977 bis 2015 zu einer Rendite von 24,5 Prozent pro Jahr und Strategie 2 zu einer Performance von 22,2 Prozent p.a. Hätten Anleger einfach in den Gesamtmarkt investiert, hätten sie sich mit einer Rendite von 11,4 Prozent p.a. zufriedengeben müssen.

Wie funktionieren nun die Strategien im Detail? Basis beider Strategien ist die Kennzahl MAD, die sich errechnet, indem der aktuelle Stand des SMA21 durch den SMA200 dividiert wird.

  • Bei Strategie 1 wird jeden Monat in die Aktien investiert, die einen MAD-Wert von mindestens 1,3 haben. Bei diesen Aktien ist der SMA21 also mindestens 1,3-mal so hoch wie der SMA200. Einmal pro Monat werden die entsprechenden Aktien identifiziert und gekauft. Liegt der MAD einer Aktie zu einem monatlichen Überprüfungstermin unter 1,3, wird die Aktie wieder verkauft.
  • Bei Strategie 2 wird jeweils in die 10 Prozent der Aktien mit dem höchsten MAD-Wert (oberes Dezil) investiert. Auch hier wird das Depot monatlich überprüft und neu zusammengesetzt.

(In der Studie werden beide Strategien auch als Long-Short-Variante betrachtet, bei denen man Aktien mit einem hohen MAD-Wert kauft und gleichzeitig Aktien mit einem niedrigen MAD-Wert leerverkauft).

Aktien, in die man nach dieser Strategie investieren würde, lassen sich auch mit dem Intraday-Screener auf Guidants finden. Zwar ist die Kennzahl MAD bisher nicht in Guidants enthalten, sie lässt sich aber einfach mit dem SSC Editor programmieren (Zugriff auf den SSC-Editor haben sie als Kunden von Guidants PROup bzw. PROmax direkt aus dem Charting heraus).

Konkret lautet der Quellcode für den Indikator MAD in der Sprache SSC folgendermaßen:
# meta data
studyName("MAD (SMA 21/200)")
studySimilarValues(0)
studyPrecision(3)

# calculation
MAD = (sum(close, 21) / 21)/(sum(close,200)/200)

# plotting
plotLine("line", MAD)

Diese Kennzahl lässt im Charting als Indikator verwenden. Im Intraday-Screener kann die Kennzahl genutzt werden, um gemäß der Strategien Aktien mit einem hohen MAD-Wert zu finden.

Tesla: Die Kennzahl MAD in der Praxis

Der folgende Chart zeigt die Kursentwicklung der Tesla-Aktie (oben) zusammen mit dem MAD-Wert (unten). Wäre man Strategie 1 gefolgt, wäre man seit April 2020 in der Tesla-Aktie investiert gewesen, denn seit damals liegt der MAD-Wert über 1,3. Seit dem Einstieg hätte sich der Kurs des Tesla-Anteilsscheins mehr als vervierfacht (Stand: 13. Januar 2020).

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW03

Nasdaq100 - Mondlandung oder Bruchlandung?

Der Nasdaq 100 sprengte in den letzten Handelstagen eine mehrwöchige Deckelung im Chart auf. Können die Bullen dieses Trendbeschleunigungssignal weiterhin bestätigen?

Der Nasdaq 100 übersprang im vorgestrigen Handel per Gap das bisherige Allzeithoch bei 13.113 Punkten. In der Folge kannte der Index kein Halten mehr. Selbst die eindämmende Trendlinie der vergangenen Wochen hebelte der Index auf.
Die Zeichen stehen somit auf Trendverschärfung, solange der Index den Ausbruch über diese Trendlinie bestätigen kann. 13.460 und 13.680 Punkten wären Ziele für die kommenden Tage. Ein Rückfall in den Trendkanal wäre dagegen ein erstes Warnzeichen. Doch erst Kurse unter dem alten Allzeithoch bei 13.113 Punkten würden das kurzfristige Chartbild wieder auf neutral stellen.

ALLIANZ - Jedes Kaufsignal eine Falle

Nach einer etwas holprigen Aufwärtstrendphase im Dezember ist die Allianz Aktie seit Jahresbeginn komplett aus dem Tritt gekommen. Der Aufwärtstrend der letzten Monate droht jetzt zu kippen und von einer mehrwöchigen Korrekturphase abgelöst zu werden.

Mit dem Erreichen einer wichtigen Kurszielzone, die von 196,59 bis 204,80 EUR verläuft, gelang es der Allianz-Aktie noch im November den vorherigen, kurzfristigen Abwärtstrend zu kontern. Nach dem frühzeitigen Ende einer Korrektur und dem Anstieg über das Zwischenhoch bei 201,05 EUR sah es noch zum Jahreswechsel nach einem Ausbruch und damit der Fortsetzung der Rally in Richtung 225,00 EUR aus. Dreimal versuchten die Bullen in dieser Phase, die Widerstandszone zu durchbrechen und an die vorherige Rally anzuknüpfen und zogen doch dreimal den Kürzeren.

In der Folge musste der Wert in den letzten Tagen eine Gegenbewegung verkraften, die den ohnehin schwachen Anstieg seit Mitte Dezember gestoppt hat. Sollte die Aktie der Allianz auch noch unter den Support bei 194,60 EUR fallen, dürfte die Marktstimmung kippen und eine Verkaufswelle bis 187,10 EUR führen. Unterhalb der Marke wäre dann eine Topbildung im Bereich von 205,00 EUR bestätigt und in den kommenden Wochen ein Einbruch bis an die langfristige Aufwärtstrendlinie auf Höhe der Unterstützung bei 177,40 EUR zu erwarten.

Sollte den Bullen dagegen die Verteidigung der 194,60 EUR-Marke gelingen, dürfte die Aufwärtsbewegung der letzten Monate ein weiteres Mal bis 203,58 und 204,80 EUR führen. Ob auch das Verlaufshoch bei 208,35 EUR überschritten werden kann, ist aktuell fraglich.

INTEL - Aktie mit Kurssprung nach Zahlen

Intel hat gestern gute Zahlen präsentiert und liegt auch beim Ausblick über den Erwartungen. Kann die Rally in der Aktie deshalb weitergehen?

  • Intel übertrifft im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 1,52 USD die Analystenschätzungen von 0,42 USD. Der Umsatz liegt mit 20 Mrd. USD über den Erwartungen von 17,5 Mrd. USD.
  • Intel erwartet 2021 einen Umsatz von 75,3 Mrd. USD (Konsens 70,4 Mrd. USD) und ein EPS von 4,90 USD (Konsens 4,53 USD).
  • Intel sieht im ersten Quartal ein EPS von 1,10 USD (Konsens 0,96 USD) und einen Umsatz von 17,50 Mrd. USD (Konsens 16,36 Mrd USD).
  • RBC erhöht Kursziel für Intel von 40 USD auf 47 USD. Underperform.
  • JPMorgan erhöht Kursziel für Intel von 70 USD auf 80 USD. Overweight.

Quelle: Guidants News

Die Intel Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Der Start erfolgte im März 2009 nach einem Test des Tiefs bei 12,06 USD aus dem November 2008. Am 24. Januar 2020 markierte die Aktie ihr bisheriges Rallyhoch bei 69,29 USD. Damit näherte sie sich ihrem Allzeithoch aus dem Jahr 2000 bei 75,81 USD zwar an, verfehlte es aber relativ deutlich.

Anschließend kam es zu zwei Rücksetzern in die Nähe der wichtigen Unterstützungszone zwischen 42,76 und 42,04 USD. Diese Zone gab der Aktie seit 2017 inzwischen 7mal Halt. Beim letzten Test dieser Zone im Oktober 2020 fiel der Wert auch auf seinen langfristigen Aufwärtstrend seit März 2009 zurück.

Seit kurz vor Weihnachten befindet sich der Aktienkurs in einer steilen Rally. Dabei sprang er am 13. Januar an und sogar über den Abwärtstrend seit Januar 2020. Allerdings erwies sich zunächst noch die Hürde bei 59,25 USD als zu hoch.

Die oben beschriebenen Zahlen sollten gestern eigentlich nachbörslich veröffentlicht werden. Sie wurden allerdings bereits kurz vor Handelsschluss bekannt. Daraufhin zog der Aktienkurs massiv an, durchbrach den Widerstand bei 59,25 USD und erreichte sogar die nächste Hürde bei 63,70 USD. Diese war dann allerdings zunächst zu hoch.

Weiter im Rallymodus?

Das Chartbild der Intel-Aktie macht nach dem Ausbruch über den Abwärtstrend seit Januar 2020 einen bullischen Eindruck. In den nächsten Tagen und Wochen könnte es zu einem Anstieg bis 69,29 oder sogar 75,81 USD kommen. Allerdings besteht zunächst noch das Risiko eines Rücksetzers in Richtung 59,25 USD. Kritisch für die Bullen wäre wohl erst ein Rückfall unter 55,95 USD. In diesem Fall müsste wohl mit einem erneuten Test der Unterstützungszone zwischen 42,76 und 42,04 USD gerechnet werden.

PALLADIUM - Kursstabilisierung Fehlanzeige

Tagesausblick für Freitag, 22. Januar 2021: Auch im neuen Jahr dominiert bei Palladium ein bärisches Kursmuster, dessen Unterseite jetzt erneut erreicht wird. Die nächste Schwächephase könnte den Beginn einer mittelfristigen Korrektur einleiten.

Palladiumkurs Widerstände: 2.485 + 2.540 + 2.639
Palladiumkurs Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Einer steilen Aufwärtsbewegung in den Sommermonaten des Vorjahres folgte bei Palladium ein Angriff auf den Widerstand bei 2.405 USD, der seither zum Austragungsort einer volatilen Seitwärtsbewegung wurde. Ganz konnten sich die Bullen bisher nie von dieser Marke lösen und damit den Aufwärtstrend fortsetzen. Zuletzt scheiterte ein Ausbruchsversuch knapp über der Hürde bei 2.485 USD. Seither setzte der Wert in einer dreiecksförmigen Korrektur unter die 2.405 USD-Marke zurück.

Charttechnischer Ausblick: Übergeordnet betrachtet verläuft der Anstieg der letzten Monate in einem keilförmigen Chartmuster, dessen Unterseite jetzt gebrochen werden und damit Abgabedruck generiert werden könnte. Die nächste Auffangstation ist zwar schon bei 2.311 USD zu finden, dürfte aber nur wenig Halt bieten. Abgaben bis 2.248 und 2.185 USD sind nach einem solchen Verkaufssignal realistischer.

Kann sich Palladium dagegen wieder über 2.405 USD zurückkämpfen, dürfte eine Erholungsphase starten, die den Wert bis 2.450 und 2.485 USD führen kann, ehe die Verkäufer wieder zuschlagen.

Wachstumsaktien: Warum die Bewertung (fast) keine Rolle spielt

Aktien von stark wachsenden Unternehmen können oft auch dann steigen, wenn die Unternehmen auf dem Papier bereits sehr hoch bewertet sind. Warum Anleger bei Wachstumsaktien nicht zu sehr auf die Bewertung achten sollten, erklärt dieser Artikel.

Es gibt Aktien, die waren aus fundamentaler Sicht eigentlich schon immer teuer. Als Facebook im Jahr 2012 seinen Börsengang feierte, lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei über 90 und das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei 25. Trotzdem hat sich der Aktienkurs gegenüber dem Ausgabepreis von 38 USD bis heute versiebenfacht. Ein klassischer Value-Investor, der vor allem auf die fundamentale Bewertung von Aktien achtet, hätte Facebook links liegen gelassen und hätte bei dieser Aktie hohe Gewinne verpasst. Obwohl sich der Aktienkurs versiebenfacht hat, ist die Aktie auf fundamentaler Basis im Vergleich zum Börsengang sogar deutlich günstiger geworden, so liegt das KGV aktuell in einer Größenordnung von nur 30. Die Gewinne des Unternehmens sind also noch deutlich stärker gewachsen als der Aktienkurs. Facebook ist aber kein Einzelfall. Aktien von zahlreichen anderen, stark wachsenden Unternehmen haben in den vergangenen Jahren eine ähnliche Entwicklung gezeigt. Das betrifft durchaus nicht nur Giganten wie Amazon oder Tesla, sondern auch kleinere Unternehmen, die starke Wachstumsraten vorweisen.

Warum die fundamentale Bewertung bei Wachstumsaktien oft ein trügerisches Bild abgibt, soll anhand des folgenden fiktiven Beispiels erläutert werden: Nehmen wir an, ein Unternehmen erzielt derzeit einen Gewinn je Aktie von einem Euro pro Jahr und die Aktie kostet 60 Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beträgt in diesem Fall 60. Das ist eine offensichtlich sehr teure und in den allermeisten Fällen auch nicht gerechtfertigte Bewertung. Ein typischer Value-Investor, der nach günstig bewerteten Unternehmen sucht, würde eine solche Aktie vermutlich links liegenlassen.

Allerdings ändert sich das Bild etwas, wenn wir erfahren, dass das Unternehmen eine starke Marktposition in einem stark wachsenden Markt hat und davon auszugehen ist, dass das Unternehmen auf Sicht der kommenden Jahre und vielleicht sogar Jahrzehnte weiter stark wachsen wird.

Nehmen wir an, das Unternehmen kann seinen Gewinn je Aktie organisch jedes Jahr um 20 Prozent steigern und es ist davon auszugehen, dass dieses Wachstum noch mindestens 10 Jahre anhalten wird. Es gibt sicherlich nur wenige Unternehmen, bei denen eine solche Annahme gerechtfertigt ist. In Einzelfällen kann dies aber dennoch eine realistische Annahme sein.

Wächst der Gewinn je Aktie jedes Jahr um 20 Prozent, so erhöht sich der Gewinn je Aktie innerhalb von 10 Jahren nicht etwa um 200 Prozent. Wegen des exponentiellen Wachstums (wie beim Zinseszinseffekt) kann sich der Gewinn innerhalb von 10 Jahren sogar mehr als versechsfachen. Ändert sich der Kurs der Aktie innerhalb von 10 Jahren nicht, so sinkt die Bewertung deutlich. Aus einem KGV von 60 zum aktuellen Zeitpunkt wird ein KGV von unter 10 in 10 Jahren, ohne dass sich der Kurs verändert hätte. Aus der sehr teuren Aktie wird also innerhalb von 10 Jahren eine eher billige Aktie, weil der Gewinn je Aktie kontinuierlich um 20 Prozent pro Jahr gesteigert werden kann. Wächst das Unternehmen danach immer noch weiter, wäre die Aktie mit einem KGV von 10 wohl deutlich zu günstig bewertet. Gäbe es Gewissheit, dass dieses Szenario wirklich eintreten würde, wäre die Aktie mit einem aktuellen KGV von 60 also nur auf den ersten Blick teuer, unter Berücksichtigung des Wachstums aber eher nicht. (Künftige Gewinne oder Cashflows müssen natürlich auf den aktuellen Zeitpunkt "abgezinst" werden, um zu beurteilen, ob eine Aktie günstig oder teuer ist. Um diesen Aspekt soll es in diesem Artikel aber nicht gehen. Ebenso soll der für das Wachstum nötige Kapitaleinsatz unberücksichtigt bleiben).

Das Beispiel zeigt: Bei stark und nachhaltig wachsenden Unternehmen ist die Bewertung anhand aktueller Kennzahlen zu Gewinn, Cashflow oder auch Umsatz ohne große Aussagekraft. Bei diesen Unternehmen ist es nicht sonderlich entscheidend, wie viel im aktuellen oder im kommenden Jahr verdient werden wird, sondern es kommt eher darauf an, wie hoch die Gewinne oder Cashflows in der weiter entfernten Zukunft aussehen werden. Wachstumsaktien werden gekauft, weil Anleger die Hoffnung auf stark steigende Gewinne in der Zukunft haben. Die Bewertung in Bezug auf aktuelle Fundamentaldaten spielt kaum eine Rolle. Das gilt ganz besonders im Niedrigzinsumfeld, weil hier künftige Gewinne oder Cashflows weniger stark abgezinst werden müssen und deshalb bei der Bewertung anteilig eine größere Rolle spielen als in einem Umfeld hoher Zinsen.

Um zu beurteilen, ob eine solche Aktie günstig oder teuer bewertet ist, muss man (zum Beispiel im Rahmen eines Discounted-Cashflow-Modells) genaue Annahmen zur künftigen Entwicklung von Gewinnen oder Cashflows treffen. Allerdings haben solche Modelle einen großen Nachteil: Besonders bei stark wachsenden Unternehmen können bereits kleine Abweichungen bei den Erwartungen zu stark unterschiedlichen Bewertungen führen. Ein Unternehmen kann also bei einer angenommenen Wachstumsrate auf Sicht der kommenden zehn Jahre von 25 Prozent pro Jahr stark unterbewertet und bei einer angenommenen Wachstumsrate von 15 Prozent stark überbewertet sein. Schätzungen mit einer solchen Präzision sind aber über längere Zeiträume kaum unmöglich. Schon die Frage, ob ein Unternehmen überhaupt auf Sicht der kommenden zehn Jahre kontinuierlich weiterwachsen kann, ist oft kaum zu beantworten. In der Praxis sind deshalb DCF-Modelle gerade bei stark wachsenden Unternehmen oft kaum brauchbar, denn die künftige Entwicklung kann einfach nicht präzise genug eingeschätzt werden, um sinnvolle Aussagen zu treffen.

Eine einfachere Kennzahl, die die Wachstumsrate mit zur Bewertung heranzieht, ist die PEG-Ratio, bei der das KGV durch die jährliche Wachstumsrate des Gewinns geteilt wird. Eine Aktie mit einer PEG-Ratio zwischen 0 und 1 (bei niedrigen Zinsen aber sogar eher zwischen 0 und 2 oder gar 3) gilt als günstig. Allerdings hat auch diese Kennzahl ihre Fallstricke: Auch hier hängt es letztlich stark von der erwarteten Wachstumsrate ab, ob eine Aktie jetzt günstig oder teuer ist. Die künftige Wachstumsrate lässt sich zumindest über längere Zeiträume nicht genau schätzen.

Bei stark und nachhaltig wachsenden Unternehmen lässt sich also auch mit einem DCF-Modell oder mit Kennzahlen wie einer PEG-Ratio in den meisten Fällen nicht sicher abschätzen, ob eine Aktie jetzt wirklich teuer oder nicht vielleicht doch attraktiv bewertet ist, wenn man künftiges Wachstum berücksichtigt.

Gerade in den vergangenen Jahren mit einem Umfeld aus sehr niedrigen Zinsen und einem schwachen Wachstum der meisten Volkswirtschaften galt aber noch etwas anderes, was eine hohe Relevanz für die Praxis hat: Solange ein Unternehmen hohe Wachstumsraten bei Umsatz und/oder Gewinn vorweisen kann und absehbar ist, dass dieses hohe Wachstum auch in Zukunft fortgesetzt werden kann, führt dies in der Regel mittel- bis langfristig fast schon automatisch auch zu steigenden Aktienkursen. Das gilt ganz besonders in einem Bullenmarkt, in dem die Kurse auch insgesamt steigen. Die Frage der Bewertung, also ob die Aktien in Bezug auf fundamentale Kennzahlen billig oder teuer sind, hat zumindest in den vergangenen Jahren bei Aktien von stark wachsenden Unternehmen kaum eine Rolle gespielt. Entscheidend ist in solchen Fällen vielmehr, wie stark das Unternehmen wachsen kann und wie sich die Aussichten für künftiges Wachstum entwickeln.

Bei stark wachsenden Unternehmen, bei denen davon auszugehen ist, dass sie noch auf Sicht vieler Jahre oder gar Jahrzehnte weiter wachsen können, sollten Anleger also nicht zu viel Zeit mit der Frage verbringen, ob die Aktien billig oder teuer bewertet sind. Entscheidender für den Anlageerfolg ist die Fähigkeit, Unternehmen zu finden, bei denen noch auf Sicht vieler Jahre oder Jahrzehnte von einem starken Wachstum auszugehen ist. Denn solche Unternehmen werden oft "in ihre Bewertung hineinwachsen", wenn der Zeithorizont nur langfristig genug ist. Je höher die Bewertung, desto länger muss natürlich der Zeitraum hohen Wachstums sein, damit sich diese Erwartung tatsächlich erfüllen kann.

Um als Growth-Investor erfolgreich zu sein, sollte man also vor allem auf Aktien setzen, bei denen man auf längere Sicht von starkem Wachstum ausgeht und bei denen es keine Anzeichen für eine Abschwächung dieses Wachstums gibt. Eine solche Erwartung kann zum Beispiel auch auf der Beobachtung beruhen, dass ein Markt aktuell noch sehr klein ist, in Zukunft aber für lange Zeit stark wachsen dürfte. Die Bewertung auf Basis von Kennzahlen wie dem Cashflow oder dem Gewinn gewinnt häufig erst dann an Bedeutung, wenn sich das Wachstum eines Unternehmens abschwächt.

Fazit: Growth-Investoren sollten nicht zu viel Zeit mit der Frage verbringen, ob Aktien günstig oder teuer bewertet sind. Entscheidender für den Erfolg ist die Fähigkeit, Geschäftsmodelle und Unternehmen zu identifizieren, bei denen noch auf lange Sicht von starkem Wachstum auszugehen ist. Solche Unternehmen werden aus fundamentaler Sicht häufig in ihre hohe Bewertung "hineinwachsen", sofern sich die Erwartungen tatsächlich erfüllen. Fragen der Bewertung sind bei Aktien von stark wachsenden Unternehmen oft sekundär, zumindest solange das Unternehmen weiter kräftig wachsen kann, die Zinsen niedrig sind und das Aktienumfeld insgesamt günstig ist. Die Frage der Bewertung gewinnt dann an Bedeutung, wenn sich das Wachstumstempo eines Unternehmens deutlich verlangsamt oder dies erwartet wird.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW02

DAX-Tagesausblick: 2. Flaggenstandbein läuft an! Untere Ziele bei...

Der DAX hatte bei 14.000 aus zweierlei Gründen eine kritische Marke erreicht und wurde tatsächlich abgewiesen! Hier ist die heutige DAX Prognose.

DAX Widerstände: 13.925 + 13.950 + 14.000/14.030 + 14.135
DAX Unterstützungen: 13.878 + 13.814(S3) + 13.795/13.770 + 13.735 + 13.703(a=c)/13.693(EMA200/h1
DAX Prognose:

  • Der DAX befindet sich nach dem Monatsschlussanstieg über 13.600 in einer neuen mittelfristigen Ausbruchsphase, erstmals seit Januar 2018. Über 13.600 ändert sich daran nichts. Das erste größere DAX Ziel ist berechnet worden mit 14.875.
  • Intraday
  • Gap down 13.915!
  • Der DAX hatte bei 14.000 aus zweierlei Gründen eine kritische Marke erreicht, Zitat:"Einerseits ist es die Position des 61,8 % Widerstands-Retracements, andererseits kann es das Ende einer möglichen Flagge bedeuten, denn das erste Anstiegshoch wurde nun der Mindestbestimmung gemäß ein 2. Mal erreicht und leicht überboten."
  • So verwundert es nicht, dass der FDAX nun den Rückwärtsgang einlegte und sich Richtung 13.805/13.795 aufmacht.
  • Der DAX macht es dem FDAX nach und beginnt 9 Uhr offenbar mit einem "Gap Down", einer abwärts gerichteten Kurslücke (XDAX 13.920 momentan).
  • Auf dem Weg zu ca. 13.800 wirkt abermals der rote FDAX EMA200/h1 bei 13.878 (verrechnet ca. DAX 13.888) stützend. Da der DOW JONES im Nachthandel jedoch weiter fortgeschritten ist auf dem Weg nach unten, ist anzunehmen, dass der FDAX dieses Mal den EMA200/h1 letztlich auch unterbietet, um mindestens DAX/ FDAX 13.805/13.795 zu erreichen. Ein "100 % measuring" DAX Ziel wäre 13703, was in etwa mit der roten XETRA DAX 200 Stunden Linie korrespondiert und bei 13.700 stark stützend wirkt.
  • Widerstände bietet der FDAX bei 13.915(Wolke) und bei 13.942(KIJUN/1h) auf, was im DAX demnach bei 13.925/14.950 zu verorten ist und als Reboundziel, als kleines Zwischenanstiegsziel taugt.
  • Nebenvarianten: Eine nochmalige Flaggenverbreiterung zu 13.998/14.021 vor Erreichen des Tiefs 13.805/13.795 wäre nun seltener, ist aber nicht unmöglich.
  • Das Tief 13.805/13.795 fällt nur oberhalb von 14.125/14.135 aus.
  • Vormerken: Ab DAX 13.805/13.795 bzw. ab DAX 13.700 gibt es neue große Anstiegschancen, spätestens aber ab DAX 13.600/13.565(BIG PIC).

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

BMW - Neuer Rallyschub möglich

Die BMW-Aktie musste zuletzt einige Abgaben hinnehmen, notiert aber aktuell auf einem interessanten Unterstützungsbereich.

Die BMW-Aktie befindet sich seit ihrem Allzeithoch aus dem März 2015 bei 123,75 EUR in einer Abwärtsbewegung und fiel dabei im März 2020 auf ein Tief bei 36,59 EUR zurück.

Widerstände: 70,39 + 74,50 + 77,31
Unterstützungen: 68,90 + 68,63 + 66,44 + 64,75

Dort startete eine starke Rally, welche am 25. November zu einem Hoch bei 77,31 EUR führte. Damit erreichte die Aktie ihren Abwärtstrend seit März 2015. Sie scheiterte zunächst daran und konsolidiert seitdem in einer bullischen Flagge. Seit einigen Tagen bewegt sich der Wert an der Unterkante dieser Flagge und an einer inneren Trendlinie seitwärts. Gestern unternahm die Aktie einen Versuch, sich von diesem Unterstützungsbereich um 68,90-68,63 EUR zu lösen, scheiterte aber intraday am EMA 50 bei aktuell 70,39 EUR.

Das ist eine Chance für die Bullen

Gelingt der Aktie von BMW ein Ausbruch über 70,39 EUR auf Tagesschlusskursbasis, dann käme es zu einem ersten Kaufsignal. Ein Anstieg in Richtung 74,50-74,65 EUR wäre dann möglich. Gelingt anschließend ein Ausbruch aus der bullischen Flagge, dann könnte die Rally zu weiteren Gewinnen in Richtung 93,22 EUR führen. Sollte die Aktie allerdings unter den EMA 200 bei aktuell 64,75 EUR abfallen, würde sich das Chartbild deutlich verschlechtern. Abgaben in Richtung 53,85 EUR würden dann drohen.

FACEBOOK - Jetzt einsteigen oder Finger weg?

Die Facebook-Aktie zeigte sich zuletzt in keiner guten Verfassung. Ändert sich das bald wieder oder dauert die Abwärtsbewegung noch etwas an?

Die Facebook-Aktie legte wie viele Technologieaktien von März 2020 bis September 2020 starke eine starke Rally aufs Parkett. Die Aktie kletterte dabei von 137,10 USD bis 26. August auf das aktuelle Allzeithoch bei 304,67 USD. Wenige Tage später näherte sie sich noch einmal diesem Hoch an, schwenkte anschließend aber in eine Konsolidierung in einem symmetrischen Dreieck ein.

Dieses Dreieck erwies sich als Topformation. Am 21. Dezember kam es erstmals zu einem Tagesschlusskurs unterhalb dieser Formation. Nach einem leicht überschießenden Pullback an das Dreieck geriet der Wert am 29. Dezember wieder unter Druck und fiel gestern unter den EMA 200 bei aktuell 251,07 USD. Damit fiel der Titel auf das Tief innerhalb des Dreiecks bei 244,14 USD zurück und damit auch auf den noch offenen Teil des Aufwärtsgaps vom 31. Juli. Dieser Teil liegt zwischen 244,14 und 234,89 USD. Damit hat die Aktie ein erstes wichtiges Zwischenziel in der Abwärtsbewegung abgearbeitet.

Noch kein Boden in Sicht

Das Chartbild der Facebook-Aktie macht einen bärischen Eindruck. Zwar kann es nach den deutlichen Verlusten der letzten Tage zunächst zu einer kleinen Erholung kommen, aber anschließend könnte die Aktie in Richtung der alten Allzeithochs bei 224,20 bzw. 218,65 USD abfallen. Ein prozyklisches Kaufsignal ist ein gutes Stück vom aktuellen Kurs entfernt. Dafür müsste die Aktie zumindest über 264,63 USD ansteigen. Dann wäre ein Anstieg in Richtung 289-290 USD möglich.

PALLADIUM - In die Mangel genommen

Tagesausblick für Freitag, 15. Januar 2021: Bei Palladium ist in den letzten Wochen ein heftiger und teils hochvolatiler Richtungsstreit entbrannt. Aktuell scheinen sich die Bären wieder in die Führungsposition vorzuarbeiten.

Intraday Widerstände: 2.485 + 2.540 + 2.639
Intraday Unterstützungen: 2.311 + 2.248 + 2.185

Rückblick: Noch befindet sich der Palladiumkurs in einer Aufwärtstrendphase, die mit einer Bodenbildung bei 1.804 USD Ende Juni eingeleitet wurde. Allerdings bildete sich nach einer Reihe von Fehlausbrüchen über die Hürden bei 2.405 und 2.485 USD in den letzten Wochen eine breite Keilformation an der Spitze der Aufwärtsbewegung aus, deren Unterseite bei 2.311 USD in dieser Woche schon attackiert wurde.

Charttechnischer Ausblick: Palladium droht damit bei einem Bruch der Unterseite der Formation sogar das Ende der Aufwärtsphase. Unter 2.311 USD wäre dann zunächst mit einem Einbruch bis 2.248 USD zu rechnen, der sich direkt bis an die Unterstützung bei 2.185 USD ausdehnen kann. Sollte diese Marke nicht für eine starke Erholung genutzt werden, sind weitere Verluste bis 2.116 und 1.997 USD zu erwarten.

Derzeit würde erst ein Ausbruch über 2.485 USD für eine Fortsetzung des Anstiegs sprechen. In diesem Fall dürfte der Wert allerdings zügig bis zur Kurshürde bei 2.639 USD steigen.

Aktien oder Gold? Diese Strategie schlägt den Markt!

Sollte man im Aktienmarkt investiert sein oder eher auf einen steigenden Goldpreis setzen? Mit einer simplen Timing-Strategie auf Basis der Dow to Gold Ratio schlägt man den Markt um ein Vielfaches.

Der Dow Jones Industrial Average hat am Dienstag zum ersten Mal die Marke von 30.000 Punkten überschritten. Weniger als vier Jahre zuvor hatte der Index das erste Mal die Marke von 20.000 Punkten geknackt. Offensichtlich waren die vergangenen Jahre trotz Corona-Crash eine gute Zeit, um im Aktienmarkt investiert zu sein. Doch es gibt auch andere Zeiten, in denen die Unsicherheit hoch ist, Aktienkurse fallen und Gold als "sicherer Hafen" glänzt. In diesem Artikel wird eine simple Timing-Strategie auf Basis der sogenannten Dow to Gold Ratio vorgestellt, mit der Anleger entscheiden können, ob sie eher im Dow Jones Industrial Average oder in Gold investiert sein sollen. Auf lange Sicht ermöglicht diese Strategie eine deutliche Outperformance gegenüber einer ständigen Investition im Aktienmarkt und gegenüber einer ständigen Investition in Gold.

Dow to Gold Ratio: Was die Kennzahl bedeutet

Die Strategie basiert auf der Dow to Gold Ratio. Die Dow to Gold Ratio wird berechnet, indem der aktuelle Stand des Dow Jones Industrial Average durch den aktuellen Goldpreis dividiert wird.

Der folgende Chart zeigt den sehr langfristigen Verlauf der Dow to Gold Ratio (DGR) auf Basis von Monatsschlusskursen. Eine steigende DGR bedeutet, dass der Dow Jones Industrial Average (ohne Dividenden) eine bessere Performance aufweist als der Goldpreis. In Zeiten einer sinkenden DGR hingegen performt Gold besser als der Dow Jones Industrial Average.

Von 1980 bis 1999 etwa zeigte der Dow Jones eine deutliche Outperformance gegenüber dem Goldpreis, was im Chart an der steigenden DGR zu erkennen ist. Von 1999 bis 2011 hingegen entwickelte sich der Goldpreis deutlich besser als der Dow Jones Industrial Average, was sich im Chart als sinkende DGR zeigt.

So funktioniert die Strategie

Natürlich kann man den künftigen Verlauf der DGR nicht mit Sicherheit prognostizieren. Allerdings bilden sich bei der DGR, wie oben gezeigt, immer wieder längerfristige Trends aus, die durchaus auch etliche Jahre lang anhalten können. Diesen Umstand kann man sich zunutze machen, indem man eine klassische Trendfolgestrategie auf die DGR anwendet.

Berechnet man einen gleitenden Durchschnitt auf Basis der vergangenen 12 Monatsschlusskurse, kann man systematisch eine steigende von einer sinkenden DGR unterscheiden und auf dieser Basis Anlageentscheidungen treffen. Konkret funktioniert die Strategie so:

  • Befindet sich die DGR am Monatsende über ihrem gleitenden 12-Monats-Durchschnitt, ist man im folgenden Monat im Dow Jones Industrial Average investiert. (Man schichtet zum aktuellen Monatsende in den Dow Jones um.)
  • Befindet sich die DGR am Monatsende unter ihrem gleitenden 12-Monats-Durchschnitt, ist man im folgenden Monat im Gold investiert. (Man schichtet zum aktuellen Monatsende in Gold um.)

Theoretisch kann also einmal pro Monat (Ende des Monats) eine Umschichtung von Aktien in Gold oder von Gold in Aktien erfolgen. In der Praxis allerdings treten Umschichtungen viel seltener auf. Oftmals dauert es Jahre, bis es zu einem neuen Signal nach der Strategie kommt.

Die folgende Grafik zeigt, welche Performance man mit einer solchen Strategie seit Anfang 1972 erzielt hätte. Das Jahr 1972 wurde ausgewählt, weil Anfang der 70er-Jahre die Kopplung des Dollars an den Goldpreis aufgehoben wurde und Gold seit damals frei handelbar ist.

Die graue Kurve entspricht der dargestellten Strategie. Aus 1.000 Dollar wären mit der dargestellten Strategie seit dem Jahr 1972 ganze 219.000 Dollar geworden. Dividenden sind dabei im Dow Jones nicht berücksichtigt, so dass die reale Performance vor Kosten noch besser ausgefallen wäre. Mit einer reinen Investition in den Dow Jones Industrial Average wären ohne Dividenden aus den 1.000 Dollar nur 33.560 Dollar geworden und bei einer reinen Investition in Gold 41.710 Dollar.

Die oben vorgestellte Timing-Strategie hätte also zu einer deutlichen Outperformance gegenüber einer reinen Investition in den Dow Jones bzw. in Gold geführt. Mit Hilfe von ETFs lässt sich die dargestellte Strategie bequem umsetzen. Allerdings muss beachtet werden, dass im Backtest keine Kosten und Steuern berücksichtigt wurden. Es sollte bei der Umsetzung der Strategie auf möglichst geringe Kosten geachtet werden, da diese einen signifikanten Einfluss auf die Performance des Systems haben können.

Zu beachten ist außerdem, dass für den Backtest die DGR sowie die gleitenden Durchschnitte immer auf Basis der Monatsschlusskurse berechnet wurden. Setzt man die Strategie auf Tagesschlusskursbasis um, werden Trendwechsel zwar tendenziell früher erkannt, allerdings treten dann auch deutlich mehr Fehlsignale auf. Die höhere Anzahl an Fehlsignalen könnte die Profitabilität der Strategie deutlich senken.

Welches Signal liefert die Strategie aktuell (November 2020)?

Der folgende Chart zeigt die DGR auf Basis der Monatsschlusskurse. Ende Oktober stand die DGR noch unter ihrem 12-Monats-Durchschnitt. Der aktuellste Punkt der DGR (16,5) steht über dem gleitenden Durchschnitt, allerdings wird dieser Punkt des Charts als einziger Punkt auf Basis der aktuellen Kurse (und nicht der Monatsschlusskurse) berechnet. Bleiben Dow Jones und Goldpreis bis Ende November (Montagabend) ungefähr auf dem aktuellen Niveau, würde im Rahmen der Strategie also ein Signal ausgelöst werden, nachdem Anleger von Gold in den Dow Jones umschichten würden. Zuvor wären die Anleger seit Anfang 2020 in Gold investiert gewesen.

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Autor: BörseGo

Wöchentliche Marktinfo KW01

DAX-Tagesausblick: Weiteres oberes Wochenziel ist nah! Es ist bei...

DAX 14000 wurden gehandelt. Der DAX baut den Abstand zu seiner Signallinie 13600 somit komfortabel aus. In der Vorbörse waren heute sogar schon 14100 zu sehen. Hier ist die heutige DAX Prognose.
DAX Widerstände: 14095/14128 + 14324 + 14875
DAX Unterstützungen: 14007/14000 + 13900 + 13750 + 13600/13508/13460
DAX Prognose:

INTRA DAY:

  • Der obere DAX Wochenzielbereich 14095/14128 ist nah. 14095/14128 ergibt sich aus Pivots und einer 161 % Extension der letzten Flagge.
  • Das Maximum der Woche ergibt sich insbesondere durch den Pivot R3 (14128) für die Woche.
    Folgerung: Der DAX Wochenzielbereich 14095/14128 eignet sich als Zwischenhoch, gefolgt von einem Pullback bis 14000.
    Ersatzunterstützung ist 13900.
  • Bis 11.1.21 um 10 Uhr gibt es zudem das obere DAX Ziel 14324 vorzumerken, ein 100 % measuring Ziel. Danach verfällt das Ziel, falls es bis 11.1. um 10 Uhr nicht erreicht wurde.
  • DAX Schwäche offenbart sich erst nach Stundenschluss unter 13750.
  • Anmerkung: Ein runder Tausender (hier 14000) wird kaum beim 1. Versuch schon dauerhaft genommen.

BIG PICTURE:

  • Es gab erstmals in der Geschichte des DAX einen Monatsschluss über 13600.
    Das hat mittelfristige Bedeutung, ist aber auch intra day von Interesse.
    DAX 13600 sollten möglichst nicht mehr per Tagesschluss unterboten werden.
  • Oberhalb von 13460 ergibt sich rechnerisch für das BIG PICTURE des DAX ein erstes größeres DAX Ziel bei 14875.
    Man sollte dieses Ziel nur unter 13000 verwerfen.

Viel Erfolg!
Rocco Gräfe

QUANTAFUEL - Grüne Aktie vor großem Rallyschub?

Das norwegische Energieunternehmen Quantafuel möchte mittels chemischen Recyclings dem verschwenderischen Umgang mit den Ressourcen des Planeten entgegentreten. Das Chartbild der Aktie ist äußerst konstruktiv zu werten.

Plastikabfälle sind eines der größten Probleme unserer Zeit. Quantafuel versucht mit seiner Technologie, Kunststoffabfälle in umweltfreundliche Kraftstoffe und Chemikalien umzuwandeln und somit eine technische Lösung für diese Problematik zu schaffen. Die Quatafuel-Aktie wird seit dem 20. Februar an der Börse in Oslo gehandelt und konnte im Sommer direkt eine massive Rally hinlegen. Es folgte eine ausgiebige Korrektur, nach der sich der Wert jetzt wiederaufrichtet. Es zeigen sich hochgradig bullische Kursmuster im kurzfristigen Zeitfenster.

Neues Kaufsignal in Kürze

An der Hürde bei 6,19 EUR pendelt das Papier seit Tagen seitwärts. Kommt es zu einem nachhaltigen Ausbruch über diesen Preisbereich, entstehen neue Kaufsignale. Dann wird eine Rally zum Allzeithoch bei 8,60 EUR und darüber hinaus bis 12 und langfristig 20 - 24 EUR möglich.

Auf der Unterseite findet das Papier bei 5,35 und 4,90 - 5,05 EUR gute Unterstützungen. Erst deren Bruch würde für eine Ausdehnung der Konsolidierung in Richtung 4,00 oder 3,25 EUR sprechen.

TUI Aktie - Die Lage ist extrem angespannt!

Nach Tagen der Entspannung stürzt der Aktienkurs von Tui heute erneut ab, zumindest optisch! Was ist da los und wie steht es um die mögliche Bodenbildung?

Zu heftigen Kursschwankungen kommt es momentan in der TUI-Aktie, die im frühen Freitagshandel im zweistelligen Prozentbereich nachgibt, so steht es zumindest auf dem Kurszettel. Verantwortlich dafür ist die am Montag beschlossene Kapitalerhöhung. Es wird mehr als 500 Mio. neuer Aktien zu einem Bezugspreis von 1,07 EUR geben. Inhaber von 29 alten Aktien haben jetzt das Recht, 25 neue TUI-Aktien zum Preis von 1,07 EUR zu beziehen. Am Markt findet heute die Preisanpassung mit Blick auf das Bezugsrecht statt. Optisch führt dies zu kräftigen Verlusten, die sich jedoch nicht im Depot der Aktionäre niederschlagen.

Der Staat muss(te) eingreifen!

Warum es überhaupt zu solchen Maßnahmen kommen musste, dürfte wohl jedem klar sein. Die Reisebranche hat es in der Corona-Krise voll erwischt. Bereits nach der ersten Lockdown-Phase waren die Auswirkungen der Krise extrem. So verzeichnete beispielsweise die Buchungsplattform Booking.com einen Rückgang der Buchungen bis September 2020 von 47 %. Solche Entwicklungen gehen an einem Konzern wie TUI nicht spurlos vorüber. Die Folge waren diverse staatliche Rettungspakete im vergangenen Jahr. Insgesamt stützt der Staat den Konzern nun mit 4,3 Mrd. EUR, wobei knapp 3 Mrd. EUR Kredite der Förderbank KfW sind.

Die Hoffnung auf ein Ende der Krise ist da!

Diese Rettungsmaßnahmen und eine mögliche Entspannung in der Corona-Krise dank funktionierender Vakzine sorgten in der TUI-Aktie seit Monaten für eine Stabilisierung. Um daraus einen Boden werden zu lassen, müsste der Aktienkurs aber nachhaltig über 7,16-8,00 EUR ausbrechen. Dann läge ein großer Doppelboden mit entsprechenden Potenzialen vor. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg, wie auch die heutigen Kursverluste zeigen. Positiv ist, dass die Bullen zumindest Intraday den Unterstützungsbereich ab ca. 4,30-4,00 EUR halten konnten. Sollten wir wieder unter dieses Kursniveau zurückfallen, könnte es zu einem Test von 3,00-2,42 EUR und damit den bisherigen Bärenmarkttiefs kommen.

PALLADIUM - Korrektur nicht ausgestanden

Tagesausblick für Freitag, 08. Januar 2021: Nach einem weiteren gescheiterten Ausbruchsversuch über den Widerstand bei 2.485 USD setzte der Palladium-Preis in den letzten Tagen an einen kurzfristigen Support zurück. Dieser könnte in Kürze unterschritten werden.
Palladium-Preis Widerstände: 2.485 + 2.540 + 2.639
Palladium-Preis Unterstützungen: 2.405 + 2.311 + 2.248

Rückblick: In den Wochen von Ende September bis Anfang Dezember konnte die Käuferseite beim Palladiumpreis einen Boden im Bereich von 2.185 USD ausbilden und von dort aus zu mehreren Ausbruchsversuchen über die Hürde bei 2.405 USD antreten. Diese Marke wurde zuletzt erneut durchbrochen und auch der Widerstand bei 2.485 USD kurzfristig überschritten. Allerdings kamen direkt wieder Verkäufe auf, die den Wert an die Ausbruchsmarke drückten.

Charttechnischer Ausblick: Sollte Palladium nicht an der 2.405 USD-Marke nach oben abdrehen, dürfte die laufende Korrektur bis 2.311 USD zurückführen. An dieser Stelle könnten sich die Bullen ein Herz fassen und eine weitere Aufwärtswelle bis 2.485 USD starten. Doch erst über der Marke wäre ein echtes Kaufsignal aktiv und eine kurze Rally über 2.540 USD und bis 2.639 USD möglich.

Setzt Palladium jedoch unter 2.311 USD zurück, wäre ein kleines Verkaufssignal mit Zielen bei 2.248 und 2.185 USD aktiviert.

Wie eine legendäre Tradingfirma Millionen verdiente

Commodities Corporation war eine Tradingfirma, in die ein Nobelpreisträger investierte und die schließlich von Goldman Sachs aufgekauft wurde. Interne Dokumente zeigen, wie hochprofitables Rohstoff-Trading funktioniert – und wie nicht.

Commodities Corporation wurde 1969 in der beschaulichen Universitätsstadt Princeton im US-Bundesstaat New Jersey von Helmut Weymar und Amos Hostetter sr. gegründet. Weymar hatte zuvor seine Doktorarbeit über den Kakao-Markt an der Eliteuni Massachusetts Institute of Technology (MIT) abgeschlossen und seine theoretischen Erkenntnisse über die Preisentwicklung von Kakao und anderen Rohstoffen bereits beim Nahrungsmittelhersteller Nabisco in bare Münze verwandelt.

Wegen der akademischen Meriten von Weymar hatte Commodities Corporation mächtige Unterstützer. In die Firma investierte neben Nabisco unter anderem der spätere Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Samuelson, der öffentlichkeitswirksam die Meinung vertrat, dass aktive Spekulation überhaupt nicht erfolgsversprechend sei. So sagte Samuelson vor einer Kongressanhörung: "Die meisten Portfolio-Entscheider sollten ihr Geschäft aufgeben, Klempnerarbeiten aufnehmen, Griechisch unterrichten oder bei der Produktion des jährlichen Bruttosozialprodukts behilflich sein, indem sie als Manager arbeiten." Während er öffentlich bezweifelte, dass aktive Anlageentscheidungen profitabel sein können, investierte er doch 125.000 Dollar in Commodities Corporation. Denn Samuelson vertrat die Auffassung, dass es wohl doch eine Minderheit von Anlageentscheidern geben könnte, die tatsächlich in der Lage waren, den Markt schlagen zu können.

Fast wäre Commodities Corporation so schnell wieder in der Versenkung verschwunden, wie es aufgetaucht war: Weymar hatte zwar komplexe Modelle über Angebot und Nachfrage bei Kakao entwickelt, wertete aktuelle Wetterdaten aus und bezahlte sogar den deutschen Partner Hans Kilian dafür, dass dieser mit einem Jeep durch Westafrika tourte und vor Ort den Zustand der Kakaopflanzen begutachtete. Doch eine Fehlspekulation mit Mais führte dazu, dass das Tradingkapital von Commodities Corporation innerhalb von zwei Jahren von 2,5 Millionen Dollar auf 900.000 Dollar zusammenschrumpfte. Statt der erwarteten Gewinne wurden erst Mal nur Verluste produziert.

Die Wende brachte Amos Hostetter Sr., der die Firma zwar zusammen mit Weymar gegründet hatte, sich aber zunächst im Hintergrund aufhielt. Hostetter war ein erfolgreicher Spekulant an den Rohstoffmärkten. Der spätere Nobelpreisträger Samuelson sagte über Hostetter, dass dieser der erfolgreichste Investor gewesen sei, den er je getroffen hatte.

Hostetter schulte die Trader bei Commodities Corporation mit dem Wissen, das sie nicht hatten: Wie Märkte und wie Trading in der Realität funktionieren, abseits aller wirtschaftswissenschaftlichen Theorie.
Seinen eigenen Ansatz und den Ansatz, den er den Tradern von Commodities Corporation beibrachte, beschrieb er selbst so:

  1. Versuche, alle verfügbaren fundamentalen Informationen zusammenzutragen. Lies viel.
  2. Zeichne dir gleichzeitig Charts aller Rohstoffe und entwickle ein Gefühl für Trends. Folge den fundamentalen Informationen in deinem Trading, aber nur wenn und solange die Charts kein anderslautendes Votum abgeben.

Das Zitat stammt aus einem am Ende dieses Artikels verlinkten internen Dokument, in dem der Trader Morris Markovitz von Commodities Corporation die Tradingphilosophie vom Amos Hostetter sr. zusammentrug, um diese zu bewahren. Hostetter war kurz zuvor bei einem Autounfall verstorben.

Die wichtigste Regel von Hostetter war, nur in Rohstoffe zu investieren, die einen ausgeprägten Trend zeigten. Fundamentale Informationen konnten zusätzlich als Informationsquelle dienen. Fundamentalen Ideen und Erwartungen sollten die Trader von Commodities Corporation aber nur folgen, wenn sich daraus auch ein Trend entwickelte, der im Chart sichtbar war.

Hostetter entwickelte auch eine Checkliste für Trader von Commodities Corporation, die diese ausfüllen mussten, wenn sie einen neuen Trade eingingen. Die Checkliste enthielt insbesondere die folgenden Fragen:

  1. Denken Sie, dass ein großer Trend entweder begonnen hat oder in Kürze beginnen wird beim jeweiligen Rohstoff?
  2. Geht der beabsichtige Trade in die Richtung des Trends?
  3. Denken Sie, dass die Preisbewegung erheblich sein wird (mindestens 10 % des aktuellen Preises) und für eine beträchtliche Zeit (3-9 Monate) anhalten wird?
  4. Haben Sie einen genauen oder ungefähren Stop Loss definiert, an dem Sie bereit wären, einzugestehen, dass Sie sich geirrt haben und den Verlust realisieren würden?
  5. Ist die mögliche Bewegung, die Sie sich vorstellen können, mindestens doppelt so groß wie der Verlust beim Erreichen des Stop Loss?
  6. Beträgt der Verlust, den Sie beim Ausstoppen erleiden würden, weniger als 25 Prozent des Geldes im Trading-Account?"

Alle sechs Fragen mussten mit "ja" beantwortet werden, damit ein Trade zulässig war. Wurde nur eine Frage mit "nein" beantwortet, durfte der Trade nicht umgesetzt werden.

Die meisten der sechs Kriterien können von Tradern auch heute noch als Checkliste verwendet werden. Punkt 6 ist aber unter heutigen Verhältnissen mit Sicherheit zu riskant. Statt 25 Prozent des Tradingkapitals zu riskieren, sollten es heute eher nur ein bis zwei Prozent sein, die bei einem einzigen Trade riskiert werden. Das gilt insbesondere dann, wenn man in einem kurzfristigeren Zeithorizont spekuliert, als dies Hostetter damals voraussetzte. Aber auch bei längerfristigen Wetten dürften 25 Prozent unter Risikogesichtspunkten viel zu viel sein.

Die Trading-Philosophie von Hostetter war so erfolgreich, dass Commodities Corporation zu einer legendären Wall-Street-Firma aufstieg. Viele Trading-Legenden sind mit dem Namen Commodities Corporation verknüpft. So waren im Laufe der Zeit unter anderem Paul Tudor Jones, Bruce Kovner und Ed Seykota für die Firma tätig. Einige noch heute erfolgreiche Hedgefonds wurden von Menschen gegründet, die ihre Karriere bei Commodities Corporation begonnen hatten. Commodities Corporation wurde schließlich im Jahr 1997 von der Investmentbank Goldman Sachs erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen bewahrt, er soll aber bei über 100 Millionen Dollar gelegen haben. Commodities Corporation verwaltete damals 1,8 Milliarden Dollar an Anlagegeldern.

Weitere Hintergründe zu Commodities Corporation sowie zu vielen anderen legendären Hedgefonds enthält das Buch "More Money than God" (deutscher Titel: "Mehr Geld als Gott") von Sebastian Mallaby, dem auch einige Informationen für diesen Artikel entnommen wurden.

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