Marktinfo

Wöchentliche Marktinfo KW04

DAX - Tagesausblick: Unterstützung hielt stand, erstes Reboundziel erreicht!

Der DAX erzielte gestern sehr schön Kontakt mit dem ersten avisierten Reboundziel 24911/24942! Der DAX stieg gestern von 24561 bis 24937.

DAX - aktueller Vortagesschlusskurs: 24856

DAX-Rückblick:

Der DAX erzielte gestern sehr schön Kontakt mit dem ersten avisierten Reboundziel 24911/24942! Der DAX stieg gestern von 24561 bis 24937.

DAX-Prognose: 

XETRA DAX Schlusskurs: 24856

DAX-Vorbörse: 24850

VDAX NEW: 17,05

DAX intraday Widerstände: 24911/24945 + 25090 + 25200

DAX intraday Unterstützungen: 24657/24650 + 24554 + 24479

Prognose:

•    Der DAX könnte heute schwächeln und nach dem gestrigen Kontakt mit dem ersten avisierten Reboundziel 24911/24942 bis 24650 fallen.

Basis der Annahme ist eine Unsicherheitskerze (Docht, fehlender Kerzenkörper) auf Tageskerzenchartebene und die erreichten US-Indexziele.

•    Ab 24650 bestehen später neuerliche Anstiegschancen, um dann ggf. bis 25090 und ab Montag zu 25200 vorzustoßen.

Auf dem Weg nach oben ist der Widerstand bei 24924/24942 zu beachten. Erst darüber fällt ein heutiger DAX-Rückzug zu 24650 aus und der Weg zu 25090 würde nach Stundenschlusskurs über 24950 geebnet sein.

•    Seitdem der DAX unter 24475 fiel, sanken die Chancen für neue Jahreshochs im Januar. Dass daraus bei mir noch Call Gewinne resultierten war nur der geschickten Stoploss Wahl, abseits der Retailer-Massen, zu verdanken.

•    Der VDAX hat das avisierte Ziel 17,0 erreicht und könnte ab 17,0 wieder steigen, DAX-Warnung.

🔵 BLAUE ROUTE wird favorisiert; hat eine hohe Wahrscheinlichkeit von ca. 60 %

🟢 GRÜN = best case Verlauf

🔴 ROT = worst case Verlauf

DAX Chart
DAX Chart 5 Jahre

LEG IMMOBILIEN - Ist jetzt die Zeit zum Einstieg gekommen?

Deutschlands Mietmarkt liefert den börsennotierten Wohnungsvermietern weiterhin Rückenwind, aber die eigentliche Geschichte spielt sich bei LEG Immobilien zunehmend im Bestand selbst ab.

Im vierten Quartal 2025 stiegen die Angebotsmieten laut GREIX-Index des Kiel Instituts für Weltwirtschaft um 4,5 % zum Vorjahr, gegenüber dem dritten Quartal um 1,0 %. Gleichzeitig schrumpfte die Zahl der Inserate um 7 % zum Vorjahresquartal, seit 2015 liegt das Angebot rund 20 % niedriger. Die Folge ist ein Markt, der weniger über Masse funktioniert und stärker über Knappheit und Konditionen.

Für LEG ist das ein günstiges Umfeld, doch der Konzern setzt seine Akzente nicht allein auf den externen Miettrend. In den kommenden Jahren dürfte ein erheblicher Teil des Ergebnispotenzials aus internen Hebeln kommen, insbesondere aus dem schrittweisen Auslaufen von Sozialbindungen. Bis 2028 fallen nach Angaben des Unternehmens rund 19.000 Wohnungen aus der Bindung. Der Prozess beginnt bereits 2026 und zieht sich bis 2028, ohne dass LEG bislang eine exakte jährliche Staffelung veröffentlicht hat. Der Effekt ist dennoch klar: Wo regulatorische Mietgrenzen wegfallen, steigen die Spielräume bei Neuvermietungen und Mieterhöhungen, was die Cashflows spürbar stützen kann.

Operative Stärke, Cash als Leitplanke

Operativ zeigt LEG bereits 2025 ein robustes Bild. Nach neun Monaten wuchs die Nettokaltmiete um 6,8 % beziehungsweise 44 Mio. EUR, die EBITDA-Marge lag bei 79,2 %. Beim für die Ausschüttung und Steuerung zentralen AFFO legte der Konzern um 19,3 % auf 181,3 Mio. EUR zu. Für das Gesamtjahr 2025 stellt das Management ein AFFO von 215 Mio. bis 225 Mio. EUR in Aussicht und bekräftigt das Ziel eines AFFO-Wachstums von 10 %. Für 2026 werden weitere 5 % Wachstum avisiert, getragen von einer erwarteten Mietsteigerung von 3,8 % bis 4,0 %.

Die like for like Entwicklung nach neun Monaten wirkt mit 3,1 % auf den ersten Blick moderater als die Zielspanne von 3,4 % bis 3,6 % für das Gesamtjahr, doch LEG verweist auf den Timing-Effekt der Mietspiegel und eine stärkere Dynamik im vierten Quartal. Die Leerstandsquote bleibt mit 2,5 % niedrig. Zugleich investiert LEG weiterhin deutlich in den Bestand, mehr als 35 EUR je Quadratmeter, und bleibt damit in einem Bereich, der Mietwachstum und Qualität absichern soll.

Verkäufe als Bilanzinstrument, nicht als Notverkauf

Der zweite Pfeiler ist die Entschuldung über Portfoliotransaktionen. Im vierten Quartal 2025 verkaufte LEG rund 900 Wohnungen für insgesamt 63 Mio. EUR, der Eigentumsübergang ist zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2026 geplant. Seit Beginn des Jahres 2025 hat das Unternehmen damit insgesamt rund 3.100 Wohnungen für etwa 250 Mio. EUR verkauft oder zum Verkauf vereinbart, ergänzt um die Privatisierung von 160 Wohnungen für rund 16 Mio. EUR. LEG betont, nicht unter Buchwert verkauft zu haben, sondern leicht darüber. Das unterstreicht den Anspruch, Verkäufe als Steuerungshebel zu nutzen und nicht als Liquiditätsbeschaffung um jeden Preis.

Akquisitionen sieht der Vorstand allenfalls als kleinere Ergänzung, während die Priorität eindeutig auf dem Zielkorridor beim Verschuldungsgrad liegt.

An der Börse bleibt der entscheidende Gegenspieler die Zinskurve. LEG weist zwar weiterhin eine niedrige durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung von 1,59 % bei einer Restlaufzeit von 5,6 Jahren aus, doch neue Finanzierung ist deutlich teurer. Für ausstehende Finanzierungen von rund 600 Mio. EUR nannte der Finanzvorstand einen Satz um 3,8 %. Das erklärt die strategische Fixierung auf AFFO und die betonte Selbstfinanzierung: In einem Umfeld, in dem das lange Ende der Zinskurve zäh bleibt, wird jede zusätzliche Verschuldung zum Bewertungsrisiko.

Der Loan to Value lag zuletzt bei 48,3 %, Ziel sind rund 45 % in 2026. Analysten bleiben ebenfalls konstruktiv, Deutsche Bank Research etwa hielt zuletzt am "Buy-Rating“ fest und sieht LEG bei den Veräußerungen zum Schuldenabbau auf Kurs.

Für Anleger verdichtet sich die Investmentthese zu einem Dreiklang. Erstens stützt der strukturell enge Wohnungsmarkt die Mieterträge und begrenzt Leerstandsrisiken. Zweitens arbeitet LEG aktiv an der Bilanz über Verkäufe zu Preisen um den Buchwert, was den Weg zum LTV-Ziel ebnet. Drittens kommt ab 2026 ein zusätzlicher Ergebnistreiber hinzu: das Auslaufen von Sozialbindungen bei rund 19.000 Wohnungen bis 2028, das die Miet- und Cashflow-Potenziale im Bestand sukzessive erweitert.

Fazit: LEG Immobilien wird kein Rennauto an der Börse werden. Dazu müssten die Zinsen am langen Ende zunächst deutlich sinken, was derzeit aber nicht zu sehen ist. Rund 4,8 % Dividendenrendite versüßen aber die Wartezeit. Nachdem Edelmetalle zuletzt deutlich zugelegt hatten, könnten Immobilienaktien vielleicht auch wieder in den Fokus von Anlegern geraten, die Substanz und Verlässlichkeit suchen. Der innere Wert pro Aktie lag zuletzt bei 131 Euro. LEG handelt also rund 53 % unterhalb des Verkehrswertes der Immobilien. Ein zu hoher Abschlag wie ich finde. Substanzinvestoren greifen zu. Ich sehe die Aktie in zwei bis drei Jahren deutlich höher notieren.

Chart
Chart 5 Jahre

TELEDYNE - Rüstungsboom und Rekordmargen treiben Aktie auf Allzeithoch

Eine starke Nachfrage im Verteidigungssektor und Erholung im kurzzyklischen Industriegeschäft sorgten bei Umsatz und Profitabilität für neue Rekorde. Für 2026 signalisiert das Management weiteren Optimismus - die Auftragsbücher im Raumfahrt- und Marinesegment sind gut gefüllt.

Teledyne beendete das vierte Quartal 2025 mit den höchsten Werten für Auftragseingang, Umsatz und operative Marge in der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz im Schlussquartal kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 %, der bereinigte Gewinn (Non-GAAP) sogar um 14,1 %. Auch auf Jahressicht zeigt sich ein starkes Bild: Der Gesamtumsatz für 2025 stieg um 7,9 %, begleitet von einem Gewinnwachstum von 11,5 %.

Besonders auffällig ist die Cashflow-Generierung sein. Bereits das zweite Jahr in Folge erwirtschaftete der Konzern einen Free Cash Flow von rund 1,1 Mrd. USD. Dadurch konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr über 850 Mio. USD für Übernahmen aufzuwenden und allein im vierten Quartal eigene Aktien im Wert von 400 Mio. USD zurückzukaufen. Dennoch bleibt die Bilanz mit einem Verschuldungsgrad von lediglich 1,4 x EBITDA solide.

Executive Chairman Robert Mehrabian kommentierte im Analystencall: "Ich glaube, dass unsere Ergebnisse im Jahr 2025 die Ausgewogenheit und die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsportfolios beweisen, was es uns ermöglicht, Kosten zu senken, die Erträge zu verbessern und den freien Cashflow erheblich zu steigern."

Verteidigungstechnik und Weltraum als Wachstumstreiber

Es zeichnet sich eine klare strategische Verschiebung zugunsten komplexer Verteidigungs- und Überwachungstechnologien ab.

Besonders die Sparte Digital Imaging profitierte von der starken Performance der Tochtergesellschaft Teledyne FLIR. Hier verzeichnete das Unternehmen eine gesteigerte Nachfrage nach Infrarot-Imaging-Komponenten, die essenziell für unbemannte Systeme (Drohnen) sind. Die Verkäufe in diesem Bereich legten um über 20 % zu.

Ein strategischer Meilenstein gelang Teledyne im Bereich der sogenannten "Loitering Munitions" – im militärischen Jargon oft als Kamikaze-Drohnen bezeichnet. Im vierten Quartal erhielt das Unternehmen den ersten Vertrag für die Serienproduktion im Rahmen des Programms "Organic Precision Fires-Light" des US Marine Corps.

Auch im Weltraumsektor konnte Teledyne punkten. Am 19. Dezember vergab die US Space Development Agency (SDA) Aufträge für 72 Satelliten der "Tranche 3 Tracking Layer". Teledyne wurde dabei ausgewählt, weltraumgestützte Infrarotdetektoren an drei der vier Hauptauftragnehmer zu liefern.

Parallel dazu boomt das Geschäft unter Wasser. Im Bereich der marinen Instrumentierung verzeichnete der Konzern Rekordumsätze mit autonomen Unterwasserfahrzeugen (AUVs). Diese Systeme werden zunehmend nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Sicherung kritischer Infrastrukturen und die maritime Verteidigung eingesetzt.

Was macht Teledyne Technologies?

Teledyne Technologies ist ein amerikanisches Industriekonglomerat, das sich auf Sensorik, Instrumentierung, digitale Bildgebung sowie Luft- und Raumfahrtelektronik spezialisiert hat.

Das Unternehmen liefert Schlüsseltechnologien für industrielle Märkte, die Umweltüberwachung, die Öl- und Gasexploration sowie für die Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie. Bekannt ist Teledyne vor allem für seine "String of Pearls"-Strategie, bei der kontinuierlich spezialisierte Technologieunternehmen akquiriert und integriert werden, wie etwa der Wärmebildkameraspezialist FLIR Systems.

Der Wettlauf im All und autonome Systeme

In der Branche findet derzeit ein massives Aufrüsten im niedrigen Erdorbit (LEO) statt, um Hyperschallraketen frühzeitig erkennen zu können. Dass Teledyne hier als Zulieferer für drei von vier Prime-Contractors fungiert, zeigt, dass ihre Infrarot-Sensortechnologie (Focal Plane Arrays) faktisch zum Industriestandard für militärische Weltraumanwendungen avanciert ist.

Zudem profitiert das Unternehmen vom Paradigmenwechsel in der modernen Kriegsführung hin zu unbemannten Systemen. Der Markt für "Loitering Munitions" wächst global rasant, getrieben durch die Lehren aus jüngsten Konflikten in Osteuropa und dem Nahen Osten. Teledynes Fähigkeit, sowohl die Trägerplattformen (Drohnen) als auch die entscheidende Sensorik (Wärmebildkameras) zu liefern, verschafft dem Konzern einen signifikanten Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Plattformherstellern.

Ausblick 2026: Optimismus und weitere Zukäufe

Für das Geschäftsjahr 2026 gibt sich das Management zuversichtlich, wie sollt es angesichts dieser Rahmenbedingungen auch anders sein. Die Umsatzprognose liegt bei etwa 6,37 Mrd. USD, während der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP) bei circa 23,65 USD erwartet wird.

Interessant ist hierbei die Einschätzung von Robert Mehrabian bezüglich der zyklischen Geschäftsbereiche: "Anders als in der jüngsten Vergangenheit gehen wir derzeit davon aus, dass keines unserer kurzzyklischen Geschäfte auf Jahresbasis schrumpfen wird." Dies deutet auf eine breite industrielle Erholung hin, die über den Rüstungssektor hinausgeht.

Die M&A-Maschine läuft indes weiter. Erst letzte Woche setzte Teledyne seine Akquisitionsstrategie mit dem Kauf von DD-Scientific fort, einem britischen Hersteller von elektrochemischen Gassensoren. Diese Sensoren bieten attraktive wiederkehrende Umsätze, da es sich um Verbrauchsmaterialien handelt. Mit einer prall gefüllten "Kriegskasse" (in diesem Fall schon fast doppelt passend als Begriff) und einem niedrigen Verschuldungsgrad dürfte Teledyne auch 2026 als aktiver Konsolidierer im Markt auftreten.

Fazit: Teledyne Technologies präsentiert sich zu Beginn des Jahres 2026 in blendender Verfassung. Der Konzern profitiert von den massiven globalen Verteidigungsausgaben, ohne dabei die Erholung in den zivilen Industriemärkten zu verpassen. Das prognostizierte Wachstum ist allerdings nicht explosiv, eher moderat. Die Bewertung ist, der starken Lage entsprechend, nicht überambitioniert, aber auch nicht günstig. Die Rahmenbedingungen dürften noch auf viele Jahre sehr gut bleiben, bei Umsatz und Ertrag sind Überraschungen nach oben denkbar.

Die Teledyne-Aktie hat mit einem starken Gap-Tag das bisherige Hoch überwunden. Rückläufe dürften eher Kaufchancen sein.

Chart
Chart 5 Jahre

GOLD - Auf Tuchfühlung mit der 5.000-USD-Marke

Gold-Tagesausblick für Freitag, 23. Januar 2026: Mit dem steilen Konter im gestrigen Handel wurde eine kurze Korrekturphase beim Goldpreis beendet und direkt das Kursziel bei 4.960 USD erreicht. Hier stehen die Käufer in den Startlöchern für den nächsten Rallyschub.

Charttechnischer Rückblick: Mit dem Anstieg über das vorherige Allzeithoch von Ende Dezember bei 4.549 USD, sowie das Zwischenhoch bei 4.642 USD, beschleunigte sich die Rally des Goldpreises in den letzten Tagen ein weiteres Mal. Dabei überwand der Kurs auch die Oberseite eines kurzfristigen Aufwärtstrendkanals und stieg zunächst bis 4.888 USD. Nach dem Rücklauf an die Oberseite des Kanals setzt sich der Höhenflug des Goldpreises seit gestern mit einem Anstieg über das Projektionsziel bei 4.890 USD an den Kurszielbereich bei 4.960 USD fort. Das neue Allzeithoch liegt aktuell bei 4.967 USD.

Goldpreis Widerstände: 5.040 + 5.170 + 5.230

Goldpreis Unterstützungen: 4.888 + 4.747 + 4.534

Charttechnischer Ausblick: Mit einem Ausbruch über 4.975 USD könnte der Aufwärtsimpuls beim Goldpreis direkt bis 5.040 USD führen. An dieser Stelle wäre erneut mit einer deutlichen Korrektur zu rechnen. Ein Anstieg über 5.040 USD dürfte dagegen eine Rallyausweitung bis 5.150 und 5.170 USD auslösen. Darüber stünde statt einer Gegenbewegung ein Anstieg bis 5.230 USD an.

Stoppt der Aufwärtstrend dagegen auf dem aktuellen Niveau, wäre ein Rücklauf an das alte Rekordhoch bei 4.888 USD die Folge. Hier könnte die Rally fortgeführt werden. Erst Kurse unter 4.830 USD würden die Bären kurzzeitig auf den Plan rufen und Verluste bis 4.747 USD nach sich ziehen. Ausgehend von der Kreuzunterstützung an der Oberseite des früheren Aufwärtstrendkanals dürfte der Goldpreis wieder nach Norden drehen. Darunter käme es allerdings zu einer steilen Korrektur bis 4.534 USD. Unter der Marke wäre der Anstieg seit November gestoppt.

Chart
Chart 5 Jahre

Europa lernt von den USA

America First inspiriert Europa, mehr an sich selbst zu denken. Vor allem für einen Sektor bedeutet dies einen Geldregen. Es geht um 60 Mrd. EUR.

America First bedeutet vieles. Eine eindeutige Definition gibt es nicht und was es bedeutet, scheint sich auch weiterhin zu entwickeln. Ein Teil von America First ist allerdings einfach zu interpretieren. Die USA haben vielen NATO-Staaten erlaubt, jahrelang wenig in die Verteidigung zu investieren. Wieso sollte man auch investieren, wenn man die USA als Sicherheitsgarant hat?

Das hat sich geändert. Wer Sicherheit will, muss jetzt selbst dafür sorgen. Das gilt insbesondere für Europa. Auch wenn der Ukrainekrieg auch für die USA relevant ist, sieht man es vor allem als ein europäisches Thema. Europa soll entsprechend auch die Kosten tragen. Die Kosten sind enorm. Seit Kriegsbeginn wurden über 400 Mrd. EUR an Geldern gesprochen.

Der kleinste Teil entfällt auf humanitäre Hilfe. Hier wurden bisher 29 Mrd. EUR gesprochen. Um den Staat funktionsfähig zu halten, wurden 193 Mrd. ausgegeben und auf militärische Hilfe in Form von Waffen und Munition entfallen 204 Mrd. (Grafik 1)

Die Hälfte der Kosten wird von europäischen Ländern getragen. Seit Kriegsbeginn ist der Betrag auf knapp 200 Mrd. EUR gestiegen. Die USA liegen mit 114 Mrd. EUR an zweiter Stelle. Seit den Wahlen 2024 wird kein neues Geld mehr zugesprochen. Die USA haben sich aus der Finanzierung der Ukraine vollkommen zurückgezogen. (Grafik 2)

Die USA überlassen die finanzielle Last den Europäern. Das entlastet nicht nur die USA. Es sollte auch ein Geschäftsmodell werden. Die Ukraine braucht Nachschub an Waffen und Munition, die die Ukraine mit europäischem Geld in den USA beschaffen sollte. Für 2026 und 2027 hat sich die EU auf Hilfen in der Höhe von 90 Mrd. EUR geeinigt. 60 Mrd. davon entfallen auf Rüstungsgüter. Bisher kommt ein Großteil der Waffen aus den USA. Bei der Flugabwehr sind es zwischen 40 und 80 %, die aus den USA kommen. (Grafik 3)

Das soll sich ändern. Die 60 Mrd. EUR sollen in Europa verbleiben. Die Ukraine soll mit dem Geld europäische Waffen kaufen. Nur, wenn es keine Verfügbarkeit gibt, kann das Geld z.B. in die USA fließen. Das macht absolut Sinn. Wenn man den Krieg finanziert, kann auch die eigene Industrie davon profitieren. Es hilft zudem, die Kapazitäten auszubauen und eine gewisse Planbarkeit herzustellen.

Da die America First Agenda das Gegenteil von Gewissheit für Europa bedeutet, ist die Entscheidung vollkommen richtig, den eigenen Kontinent zu bevorzugen. Ob das die gewünschte Wirkung von America First ist, müssen die USA für sich selbst beurteilen. Aktuell heißt America First, dass jeder seine eigene Variante davon für sich entdeckt. Letztendlich bedeutet es weniger Geschäft für die USA.

Das gilt nicht nur in Bezug auf Rüstung. So wie die USA ihre Alliierten und Freunde behandeln, wird es immer attraktiver, über Alternativen zu den USA nachzudenken. Es wird viele verwundern, was für einen Boom eine Entkoppelung in Europa auslösen kann.

Grafik 1
Grafik 2

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Autor: Stock3

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