Marktinfo

Wöchentliche Marktinfo KW06

Der DAX steht auf der Kippe

Nach einer Bullenfalle am Montag (25020+x) ging es nur noch abwärts, erneut bis zu den indikativen Vorwochentiefs bei 24265. Noch behauptet der DAX aber knapp sein neutrales Chartbild!

DAX - aktueller Vortagesschlusskurs: 24491

DAX - Vorbörse: 24500

VDAX NEW: 20,88

Widerstände: 24540 + 24620 + 24675 + 24720 + 25020 + 25100

Unterstützungen: 24350/24320/24265 + 24020 + 23925

Der DAX baute eine neue Range in den Grenzen von 24325/24265 und 25000/25020 auf.

🔴 Deutlich bärisch wird es heute zum Wochenschluss nach Stundenschluss unter 24265. Dann wären 24020 (SM200/d) und 23925 die Ziele.

🟢 Ein verbessertes Chartbild wäre dem DAX nach Stundenschluss über 24720 zu attestieren. Dann wäre heute noch 25020 und 25100 als Ziel denkbar.

Auf der höchsten Zeitebene sehen wir uns seit Ende Januar einem 1000 Punkte DAX Monatsschluss-Bär-Reversal gegenüber. Diese Signale leiteten in den letzten Jahren jeweils einige Male -20% Korrekturen ein (was zur Jahresprognose 2026/2027 passen würde). Diese Warnung wird nur nach Monatsschlusskurs über 25510 aufgehoben und erhärtet sich insbesondere unter 22940.

DAX Chart
DAX Chart 5 Jahre

AMAZON plant Investitionen von 200 Mrd. USD im Jahr 2026

Der Onlinehändler und Cloudanbieter Amazon hat im vierten Quartal etwas weniger verdient als erwartet. Für 2026 plant Amazon riesige Investitionen in KI, Chips, Robotik und die eigene Satelliten-Konstellation Leo.

Im Schlussquartal stiegen die Nettoerlöse bei Amazon um 14 % auf 213,39 Mrd. USD (Vorjahr: 187,79 Mrd. USD) und lagen damit über der Markterwartung von 211,49 Mrd. USD. Wachstumstreiber war erneut die Cloudsparte AWS, die ihren Umsatz um 24 % auf 35,6 Mrd. USD steigern konnte.

Das operative Ergebnis erhöhte sich auf Konzernebene auf 24,98 Mrd. USD (Vorjahr: 21,20 Mrd. USD), während sich die operative Marge von 11,3 % auf 11,7 % etwas verbesserte. Belastend wirkten im Quartal Sonderposten, darunter 1,1 Mrd. USD im Zusammenhang mit Steuerstreitigkeiten in Italien und einem Vergleich, 730 Mio. USD geschätzte Abfindungskosten sowie 610 Mio. USD Wertminderungen vor allem im Bereich stationärer Läden. Ohne diese Effekte hätte das operative Ergebnis laut Unternehmen 27,4 Mrd. USD betragen.

Unter dem Strich erzielte Amazon einen Nettogewinn von 21,19 Mrd. USD nach 20,00 Mrd. USD im Vorjahr. Der Gewinn je verwässerter Aktie lag bei 1,95 USD und damit knapp unter der Konsensschätzung von 1,96 USD.

Für das erste Quartal 2026 erwartet Amazon.com Nettoerlöse von 173,5 bis 178,5 Mrd. USD, das entspräche 11 % bis 15 % Wachstum. Das operative Ergebnis sieht der Konzern bei 16,5 bis 21,5 Mrd. USD (Vorjahr: 18,4 Mrd. USD).

"Angesichts der starken Nachfrage nach unseren bestehenden Angeboten und bahnbrechender Chancen in Bereichen wie KI, Chips, Robotik und Satelliten im niedrigen Erdorbit planen wir für 2026 Investitionen in Höhe von rund 200 Mrd. USD in Sachanlagen und erwarten eine starke langfristige Kapitalrendite", sagte Amazon-CEO Andy Jassy.

Fazit: Es hat nur einen Tag gedauert, bis die von Alphabet am Vorabend angekündigten Investitionen von einem anderen Big-Tech-Konzern noch in den Schatten gestellt werden. Amazon will im Jahr 2026 sage und schreibe 200 Mrd. USD in das bestehende Geschäft und Zukunftsthemen wie KI, Robotik und die eigene Satelliten-Konstellation Leo investieren. In einer ersten Reaktion verschreckt die gigantische Summe aber die Anleger, ebenso wie die im vierten Quartal verfehlte Konsensschätzung beim Gewinn je Aktie.

Chart
Chart 5 Jahre

ELI LILLY – Der Markt ist begeistert, das frische Allzeithoch ist fällig

Der Konkurrent Novo Nordisk hat den Markt mit seinen Zahlen geschockt, aber Eli Lilly hat die Anleger begeistert. Jetzt fehlt nur noch der Ausbruch über das bisherige Allzeithoch, um den steilen Aufwärtstrend der letzten Monate zu krönen und ihn vor allem dynamisch fortzusetzen.

Es war die erwartete Bärenfalle, die bei der Aktie von Eli Lilly nach dem Allzeithoch bei 1.133,95 USD in den vergangenen Tagen "aufgestellt" worden war, als die Aktie unter eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie in Richtung des Supports bei 972,53 USD zurücksetzte. Gestern schnappte sie zu:

Der Kurssprung nach den Quartalszahlen beendete den Korrekturverlauf schlagartig und sorgten für einen Ausbruch über die kurzfristige Abwärtstrendlinie sowie die Rückeroberung der früheren Aufwärtstrendlinie auf Höhe von 1.085 USD. Damit steht das Pharmaunternehmen, das unter anderem durch die Tirzepatid-Medikamente Mounjaro (Behandlung von Typ-2-Diabetes) und Zepbound (Adipositas-Therapie) große Bekanntheit erlangt hat, kurz vor dem Sprung über das frische Rekordhoch.

Kurzfristig ist davon auszugehen, dass die Aktie aufgrund der hohen Dynamik der gestrigen Handelsstunden bald auch das Allzeithoch bei 1.133,95 USD überwinden kann und damit zunächst an das übergeordnete Kursziel bei 1.195 USD steigen dürfte.

Nach einer kurzen Rücklaufphase an das aktuelle Rekordhoch wäre auch der Anstieg an das große Kursziel bei 1.245 USD wahrscheinlich. Auf diesem Niveau sollte man sich auf eine deutliche Korrektur einstellen. In einem bärischen Szenario könnte an dieser Stelle sogar der Aufwärtstrend der letzten Monate in eine mehrwöchige Korrektur in Richtung 1.000-USD-Marke übergehen.

Solange die Anleger aber derart kauflustig präsentieren wie aktuell, kann es sogar noch zu einer Rallyausdehnung in Richtung 1.295 USD und 1.310 USD kommen, ehe die geschilderte Gegenbewegung erfolgt.

Charttechnisches Fazit: Die Aktie von Eli Lilly befindet sich auf dem Sprung über das bisherige Rekordhoch bei 1.133,95 USD und könnte zügig bis 1.195 USD und darüber hinaus bis 1.245 USD steigen. Auf diesem Niveau wäre der Beginn einer größeren Korrekturphase zu erwarten.

Chart
Chart 5 Jahre

GOLD – Man spannt uns auf die Folter

Die letzten Tage waren von einer schmalen Seitwärtsbewegung im Bereich des neuen Allzeithochs bei 4.642 USD geprägt. Die Spannung steigt, während die Marktteilnehmer weiterhin den nächsten großen Richtungsentscheid ausfechten.

Widerstände: 4.982 + 5.098 + 5.240

Unterstützungen: 4.755 + 4.642 + 4.5951

Charttechnischer Rückblick: Vom Crash seit dem Allzeithoch bei 5.598 USD erholte sich der Goldpreis in den letzten Tagen ausgehend von einem Tief bei 4.399 USD. Der kurz vor dem früheren Rekordhoch bei 4.381 USD begonnene Anstieg scheiterte allerdings bereits an der Hürde bei 5.098 USD und wurde von einer weiteren Abwärtsphase abgelöst. Sie drückte den Kurs des Edelmetalls im gestrigen Handel unter den Support bei 4.873 USD. Nach diesem untergeordneten Verkaufssignal folgte heute Morgen ein Kursrutsch bis an den Support bei 4.642 USD, an dem die zuletzt erwartete starke Erholung einsetzte.

Charttechnischer Ausblick: Der Anstieg seit dem Tief bei 4.649 USD erreicht jetzt wieder die Hürde bei 4.873 USD und das Zwischenhoch der Korrektur bei 4.906 USD. Ein Sprung über die Zone würde für eine direkte Kaufwelle bis 4.982 USD und 5.098 USD sorgen können. Sollte den Bullen ein Ausbruch im zweiten Anlauf gelingen, könnte Gold weiter bis 5.180 und 5.240 USD steigen.

Scheitern die Käufer dagegen an den Barrieren bei 4.906 USD bzw. 4.982 USD, wäre die Erholung bei einem Rückfall unter 4.755 USD bedroht. In der Folge müsste der Support bei 4.642 USD verteidigt werden, um eine Fortsetzung des großen Abverkaufs bis 4.381 USD und darunter bereits bis 4.264 USD zu verhindern.

Charttechnisches Fazit: Die erwartete Verteidigung der Unterstützung bei 4.642 USD kann jetzt eine zweite Erholungsphase in Bewegung setzen, die zunächst Potenzial bis 4.982 und 5.098 USD besitzt. Im Ausdehnungsfall kann Gold bis 5.240 USD steigen. Kurse unter 4.755 USD würden dagegen direkt die Bären auf den Plan rufen und ein Einbruch unter 4.642 USD zu Abgaben bis 4.381 USD und tiefer führen.

Chart
Chart 5 Jahre

US-Technologiesektor: Eine Rally liegt noch drin

Der Technologiesektor hat es derzeit nicht leicht. Einige Schwergewichte wie Microsoft wurden nach den Quartalzahlen abgestraft. Jetzt flüchten Anleger aus vielen Softwareaktien aus Angst vor KI. Dennoch gibt es gute Gründe, weshalb eine Rally noch möglich ist.

Der Technologiesektor ist aus gutem Grund für den gesamten US-Markt sehr wichtig. Ohne den Technologiesektor steht der Markt vor zwei großen Herausforderungen. Es mangelt an Wachstum und Profitabilität. Die Gewinnmargen aller Sektoren exklusive Technologie haben sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum erhöht. Vor der Finanzkrise lag der Beitrag zur operativen Marge des S&P 500 bei 7,2 Prozentpunkten, seither sind 7,7.

Der S&P 500 insgesamt konnte seine Marge deutlich steigern. Lag die Marge vor der Finanzkrise bei 8,2%, sind es in den letzten Jahren ungefähr 11% gewesen. Da der Beitrag der meisten Sektoren lediglich um 0,5 Prozentpunkte gestiegen ist, entfällt ein Großteil der Margenerhöhung auf den Technologiesektor.

Das ist nicht nur in der Theorie so, sondern auch in der Praxis. Trug der Technologiesektor selbst zur Zeit des Internetbooms nur 15% zur Gesamtmarge bei, sind es heute knapp 30%. Der Technologiesektor wächst nicht nur schneller, sondern ist auch profitabler. Das erklärt bis zu einem gewissen Grad eine kontinuierlich höhere Bewertung als in früheren Jahren.

Auch wenn die Quartalszahlen bei Anlegern gemischte Reaktionen hervorrufen, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Wachstum weiterhin hoch ist und die Margen trotz hoher Investitionen sehr solide sind. Die Aktienkurse spiegeln dies nicht wider. Der S&P 500 Technologiesektor oder der Nasdaq 100 kommen seit Monaten nicht mehr vom Fleck. Wachsen die Gewinne gleichzeitig weiter, führt dies zu einer tieferen Bewertung.

Es war immer klar, dass der Technologiesektor früher oder später die Bewertungsdivergenz zum Teil abbauen würde. Der Prozess hat begonnen. Es ist allerdings möglich und wahrscheinlich, dass es nochmals zu einer breiten Rally und Ausweitung der Bewertungsdifferenz kommt. Der Anteil des Tech-Sektors an der Gesamtmarge wird mindestens konstant bleiben oder sogar leicht steigen.

Die Entwicklung des Margenanteils geht der Entwicklung der Bewertung um ein Jahr voraus. Das KGV und das Forward KGV (KGV auf Basis der erwarteten Gewinne) sollten steigen, nicht fallen.

Anstatt zweistellig zurückzugehen, wie es 2025 der Fall war, sollte es in diesem Jahr zweistellig zulegen. Das gelingt nur, wenn ein Großteil des Sektors in einen Rallymodus wechselt. Eine Garantie gibt es nicht. Es wäre allerdings sehr ungewöhnlich, wenn Anleger den Wachstumstrend ignorieren würden. Es wäre das erste Mal in der Geschichte.

Grafik 1
Grafik 2

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Autor: Stock3

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