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Wöchentliche Marktinfo KW21

DAX - Tagesausblick: Widerstandslage bei ca. 24800 weiterhin ein Thema!

Der DAX hat am Donnerstag nochmals exakt das Vortageshoch bei 24885 eingestellt, kam dann aber entsprechend des schwierigen Chartumfeldes bei ca. 24765 nicht weiter. Am Freitag geht es über 24800 los. Die Prognose... 

BASISWERT - DAX

DAX - Vorbörse: 24850

VDAX NEW: 21,51

Widerstände: ➡️ (24765 = nur end of day) + 24860/24885 + 25150/25183

Unterstützungen: ➡️ 24610/24600 + 24530

DAX Prognose:

Der DAX hat gestern nochmals exakt das Vortageshoch bei 24885 eingestellt, kam dann aber entsprechend des schwierigen Chartumfeldes bei ca. 24765 nicht weiter. Der DAX bietet sich bei 24765/24800 eher nicht zum Kaufen an. Statistisch würde man dann zu oft alsbald verlieren. Der Grund ist die Chartstruktur bei ca. 24765, die einen Kreuzwiderstand darstellt. Das heißt jedoch nicht, dass in Nebenvarianten ein Durchmarsch nach oben zu 25285 oder 25500/25510 klappen kann. Es geht um die Wahrscheinlichkeit und die ist zu gering. Allein eine dauerhafte Rückeroberung eines verlassenen Aufwärtstrends ist so selten, dass es ausreicht, mental nicht umzukippen.

Da der DAX heute über 24800 beginnen dürfte, wird dein Glaube zur Wirksamkeit der Kreuzwiderstandschartstruktur bei 24765/24800 weiter geschwächt werden. Doch erst ein DAX Tagesschlusskurs über 24765/24800 wird, methodisch korrekt, zu einer Anpassung der Aussagen führen.

DAX Prognose konkret für Freitag:

1) Der DAX dürfte es schwer haben, sich stundenlang über 24800 festzusetzen, selbst wenn er über 24800 beginnt.

2) Kommt der DAX von einem erhöhten Anfangskurs zurück, so zeigt der DAX kleine Unterstützungen bei 24678 und 24607 sowie 24530.

3) 🟢 Etabliert sich der DAX mehrere Stunden über 24765/24800 oder sogar 24890, so steigen die Wahrscheinlichkeiten für einen DAX Anstieg zu 25150/25183. Mehr als 25183 ist heute kaum realistisch (Lage des Pivot R3, XETRA).

4) 🔴 Setzt sich der DAX für mehrere Stunden unter 24530 fest, wäre das negativ. Diese Vorwarnstufe würde sich unter 24445/24425 zu einem kleinen Verkaufssignal ausweiten.

mögliche Anwendung für Trader in der Praxis: Es gilt wie gestern: DAX bei 24800 abbauen!

DAX Chart
DAX Chart 5 Jahre

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

ÖLPREIS (Brent): Aufwärtstrend weiter im Fokus

Ölpreis (Brent) Tagesausblick für Freitag, 22. Mai: Die Korrektur setzte sich auch am Donnerstag bei Brent fort und führte nach einer Zwischenerholung nochmals auf neue Tiefs. Im späten Handelsverlauf konnten die Abgaben jedoch wieder aufgefangen werden.

Brent Crude Oil Future konnte die jüngste Korrektur oberhalb des mittelfristigen Aufwärtstrends zunächst abbremsen und stabilisiert sich nach dem Rücksetzer wieder.

Kursstand: 106,10 USD

Intraday Widerstände: 110,34 + 114,33 + 119,58

Intraday Unterstützungen: 102,00 + 100,23 + 87,28

Rückblick: 

Die Korrektur setzte sich auch am Donnerstag bei Brent fort und führte nach einer Zwischenerholung nochmals auf neue Tiefs. Im späten Handelsverlauf konnten die Abgaben jedoch wieder aufgefangen werden. Der Kursverlauf drehte oberhalb des Aufwärtstrends leicht nach oben ab und stabilisierte sich damit zunächst.

Charttechnischer Ausblick: 

Solange der derzeit bei rund 102,00 USD verlaufende Aufwärtstrend intakt bleibt, ist jederzeit eine Fortsetzung der Rally möglich. Spielraum bietet sich zunächst in Richtung 110,34 USD. Gelingt der Anstieg über diese Hürde hinaus, könnten auch die 114,33 USD wieder erreicht werden. Ein Rückfall unter 102,00 USD und damit ein Bruch des Aufwärtstrends sollte hingegen vermieden werden. In diesem Fall könnten die 100,23 USD schnell in den Fokus rücken. Darunter würden sich auch größere Verkaufssignale ergeben.

Fazit: 

Der Aufwärtstrend bietet Brent weiterhin Unterstützung. Solange dieser verteidigt wird, bleibt die Chance auf eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung erhalten.

Chart
Chart 5 Jahre

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

GOLD - Ein Schritt in die richtige Richtung

Gold-Tagesausblick für Freitag, 22. Mai 2026: Mit der Verteidigung der kurzfristigen Unterstützung bei 4.445 USD hat die Käuferseite beim Goldpreis eine Erholungschance genutzt. Für ein temporäres Kaufsignal müssen jetzt zwei Kurshürden überwunden werden.

Charttechnischer Rückblick: Ab Mitte April und einem Verlaufshoch bei 4.891 USD wurde die vorherige Erholungsrally beim Goldpreis von einer bislang dreiteiligen Korrekturphase abgelöst. In ihrem Verlauf fiel der Kurs zunächst bis an den Support bei 4.500 USD. Hier gelang ein kurzer, steiler Konter, der jedoch am Kurswiderstand bei 4.773 USD scheiterte.

Seit Mitte Mai schließt sich diesem Anstieg ein zweiter Kursrückgang an, der aktuell im Bereich von 4.445 USD gestoppt wurde. Die Erholung der letzten Tage attackiert bereits die Hürde bei 4.535 USD.

Goldpreis Widerstände: 4.535 + 4.602 + 4.661

Goldpreis Unterstützungen: 4.445 + 4.381 + 4.264

Charttechnischer Ausblick: 

Die Käuferseite versucht, die letzte verbliebene Erholungschance zu nutzen und ausgehend von 4.445 USD einen Konter in Richtung der 4.602-USD-Marke zu starten. Der impulsive Anstieg der letzten Tage könnte sich über dieser zentralen Hürde bis 4.730 USD fortsetzen und damit die Korrektur beenden. Oberhalb der Barriere könnte eine Kaufwelle bis 4.840 USD führen.

Erneute Abgaben unter 4.500 USD würden dagegen einen weiteren Test der Haltemarke bei 4.445 USD auslösen. Hier müsste der Kurs nach Norden abprallen, um einen Einbruch bis 4.381 USD zu verhindern. Unterhalb des wichtigen Supports dürfte Gold bereits bis 4.264 USD einbrechen.

Charttechnisches Fazit: 

Die Erholung der letzten Tage muss jetzt über die Hürden bei 4.535 und 4.602 USD führen, damit es zu einem deutlichen Aufwärtsschub bis 4.730 und 4.773 USD kommen kann. Damit wäre auch die Korrekturphase beendet. Andernfalls droht dem Goldpreis ein Abverkauf bis 4.381 USD.

Chart
Chart 5 Jahre

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

China hat noch lange nicht genug Gold

China hat die Korrektur des Goldpreises genutzt, um wieder mehr Gold zu kaufen. Inzwischen hat China bereits die fünftgrößten Goldreserven weltweit. Das ist China noch lange nicht genug.

Global betrachtet haben Staaten so hohe Goldreserven wie seit 1966 nicht mehr. Damals hielten Länder knapp 38.000 Tonnen Gold. Heute sind es 36.600 Tonnen. Während das Goldvolumen ähnlich hoch ist, ist der Wert deutlich höher. Der Goldpreis lag damals bei 35 USD je Unze, heute sind es knapp 4.500 USD.

Ein Ende der Goldnachfrage ist nicht in Sicht. Schon lange vor der Finanzkrise begann China damit, Gold zu kaufen. Es bewies, wie so oft, Weitsicht. Bis 2015 veröffentlichte China nur unregelmäßig Daten zum Bestand. So wurden 2009 Käufe von 454 Tonnen gemeldet. Die Käufe fanden allerdings zwischen 2003 und 2009 statt. Diese Käufe bis 2015 sind in Grafik 2 als konstante monatliche Käufe dargestellt.

Seit 2015 gibt es mehr Transparenz. China kaufte immer wieder für mehrere Quartale Gold und pausierte dann. Eine klare Systematik fehlte bis 2022. Seither wird mehr gekauft, wenn der Goldpreis korrigiert. Steigt der Goldpreis zu schnell, wird pausiert oder zumindest deutlich weniger gekauft. Mit der Korrektur in diesem Jahr schnellten die Käufe wieder in die Höhe.

Die Korrektur wurde zum Teil durch Anleger ausgelöst, zum Teil durch andere Notenbanken. Insbesondere drei Länder verkauften nach Beginn des Irankrieges viel Gold: Türkei, Aserbaidschan und Russland. Ob Gold zukünftig das hält, was es verspricht, wenn der Preis so volatil sein kann, sei dahingestellt. Die Aussicht auf Crashs, wenn Gold tatsächlich benötigt und verkauft wird, hält derzeit noch niemanden von Käufen ab.

So wird auch China weiter kaufen. China ist der Dollar seit Langem ein Dorn im Auge. Dabei geht es nicht um den Dollar an sich, sondern um das, was die USA damit machen. Als dominierende Währung im globalen Handel haben die USA durch direkte und indirekte Sanktionen die Möglichkeit, großen Einfluss auszuüben.

Die USA können anderen ihren Willen aufzwingen. Ist etwa iranisches Öl sanktioniert, wollen aber chinesische Raffinerien dieses Öl kaufen, müssen sie abwägen. Haben diese Raffinerien keine anderen Handelsbeziehungen, stören die direkten Sanktionen nicht. Jedes Unternehmen braucht aber Geld und Kredit. Die meisten Banken sind aus Notwendigkeit international vernetzt. Gelten indirekte Sanktionen, machen Banken mit den Raffinerien keine Geschäfte mehr, um den Zugang zum internationalen Finanzsystem nicht zu verlieren.

Die USA haben dadurch große Macht, die China widerstrebt. Um den USA diese Macht zu nehmen, braucht es nicht nur eine alternative Währung, sondern auch ein entsprechendes System zur Abwicklung von Zahlungen und eine Währung, auf deren Wert man vertrauen kann. Kaum etwas bringt das so zum Ausdruck wie eine Währung, hinter der sehr hohe Goldreserven stehen. China arbeitet daran und wird kaum aufhören Gold zu kaufen, bis die Reserven den USA Konkurrenz machen können.

Chart
Chart 5 Jahre

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

Der KI-Boom wird noch komplizierter

Der KI-Boom führt zu einer Entwicklung, die es Anlegern schwer macht, Unternehmen zu bewerten. Dafür ist vor allem ein Faktor verantwortlich: Investitionen in andere Unternehmen.

Der Geldregen des KI-Booms war zuerst bei Nvidia sichtbar. Noch Anfang 2023 lag der Gewinn der zurückliegenden zwölf Monate bei weniger als 5 Mrd. USD. Zuletzt waren es 120 Mrd. USD. Mit so viel Gewinn, kann man auch viel ausgeben. Nvidia investiert in das eigene Geschäft, kauft eigene Aktien zurück und hat danach noch immer viel Geld übrig.

Was Nvidia mit dem Geld macht, ist kein Geheimnis. Es investiert in andere Unternehmen. Das bisher größte Investment kommt OpenAI zugute. Es sollen 30 Mrd. USD sein. Auch andere Investitionen kann man nicht als Rundungsfehler betrachten. Intel erhielt 5 Mrd., CoreWeave 3 Mrd., Synopsys und Nebius jeweils 2 Mrd. USD. Weitere Investitionen belaufen sich auf mindestens 11 Mrd. Insgesamt sind es über 50 Mrd. USD, die Nvidia mehr oder weniger direkt in andere Unternehmen investiert hat.

Nvidia ist mit diesem Ansatz nicht allein. Microsoft hat nicht nur in OpenAI investiert, sondern auch in Anthropic, G42 und Mistral. Insgesamt liegen die Investitionen bei mehr als 30 Mrd. USD. Meta investiert ebenfalls viel, hat allerdings einen leicht anderen Ansatz. Meta bevorzugt es, Unternehmen gleich ganz zu übernehmen. Der größte Deal im KI-Bereich war die de facto Übernahme von Scale AI mit 14 Mrd. USD.

Alphabet und Amazon haben sehr diversifizierte Investitionen. Alphabet hat in den KI-Bereich investiert, z.B. in Anthropic mit einer maximalen Summe von 40 Mrd. USD. Alphabet hat andere Firmen ganz übernommen, z.B. Wiz und Mandiant. Alphabet hälft ebenfalls einen Anteil an SpaceX und kauft Aktien wie ein Fonds, z.B. von Figma.

Amazon investiert in Teile der gesamten Wertschöpfungskette, die für das Unternehmen relevant sind. Dazu gehört nicht nur KI, sondern auch autonomes Fahren. Die größten Investitionen finden allerdings derzeit im KI-Bereich statt. Im besten Fall erhalten OpenAI und Anthropic über mehrere Jahre 83 Mrd. USD.

Diese Gruppe an Unternehmen investiert in Beteiligungen in anderen Unternehmen. Diese Beteiligungen schwanken im Wert. Jedes Unternehmen weist diese Wertschwankungen anders aus. In den meisten Berichten findet es sich unter "anderes Einkommen". Dieses andere Einkommen lag in Summe in den sechs Jahren bis 2020 bei 30 Mrd. USD Dollar. Auf fünf Unternehmen und sechs Jahre verteilt ist das nicht viel, wenn man bedenkt, wie viel die Unternehmen im Kerngeschäft verdient haben.

Dieses Einkommen stieg im Jahr 2025 bereits auf 54 Mrd. USD und lag allein im ersten Quartal 2026 bei 62 Mrd. USD. Das ist ein signifikanter Betrag und macht ein Drittel des Gesamteinkommens aus.

Es wirkt, als würden die Unternehmen sehr hohe Gewinne erzielen. Ein Teil ist jedoch auf Kursgewinne zurückzuführen, wenn man so will. Das macht Firmen wie Nvidia auch zu einer Art Fondsbeteiligung. Solange der Boom anhält, werden die Unternehmen sehr profitabel erscheinen. Kommt es einmal zu einer Bewertungskorrektur, dürften viele Anleger überrascht sein, wie groß die Verluste sind.

Grafik 1

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.

Bitte beachten Sie: Eine Veranlagung in Finanzinstrumente kann zu erheblichen Verlusten führen.

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