DAX - Tagesausblick: Berühmter 200-Tages-Durchschnitt ist zäh!
Der berühmte bzw. stark beachtete 200-Tages-Durchschnitt ist zäh! Vorzeitiges Urteilen ist fatal. Vor allem im Tagesverlauf zu resignieren ist hier der größte Fehler. Selbst 1 bis 5 Tage darunter endend ist kein gültiger Durchbruch, wenn der Kurs nah an den Durschnitten verbleibt. Die Wochenschlussprognose:
DAX - aktueller Vortagesschlusskurs: 24807
DAX Vorbörse: ca. 25000
VDAX: 19,34
Widerstände: ➡️ 25104 + 25143 (R3) /25173
Unterstützungen: ➡️ 24890/24850 + 24750 + 24530 (S3)
DAX Rückblick:
DAX Prognose:
Charts - Pfeillogik:
🔵 BLAUE ROUTE wird favorisiert; hat eine hohe Wahrscheinlichkeit von ca. 60 %
🟢 GRÜN = best case Verlauf
🔴 ROT = worst case Verlauf


Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.
EUR/USD - Doch ein Boden?
EUR/USD-Tagesausblick für Freitag, 09. Oktober 2026: EUR/USD versucht sich an einer Bodenbildung. Aber ob diese gelingt, ist fraglich.
EUR/USD konnte den Abverkauf in dieser Woche nach einem schwachen Wochenauftakt stoppen. Was ist jetzt möglich?
EUR/USD befindet sich seit dem Jahreshoch bei 1,2082 USD im Januar in einer starken Abwärtsbewegung. Am 1. Oktober fiel das Währungspaar unter die wichtige Unterstützungszone um 1,1275 USD. Am Montag markierte es ein Tief bei 1,1161 USD. Nach einer Erholung bis an die Marke von 1,1275 USD testete EUR/USD dieses Tief noch einmal und setzt sich nun wieder nach oben ab.
Damit besteht die Chance auf einen Doppelboden. Um diesen zu vollenden, muss EUR/USD per Tagesschlusskurs über 1,1275 USD ausbrechen. Erst dann ergäbe sich die Chance auf eine Erholung in Richtung 1,1368 und 1,1498 USD. Solange dieser Ausbruch fehlt, ist die Abwärtsbewegung intakt. Ein Rückfall unter 1,1161 USD könnte jederzeit eine neue Verkaufswelle in Richtung 1,0867 USD auslösen.
Fazit: Durch den Anstieg seit gestern ergibt sich eine Chance auf eine Bodenbildung. Diese ist aber noch nicht vollendet.
Widerstände: 1,1275 + 1,1324 + 1,1353 + 1,1368
Unterstützungen: 1,1161 + 1,1065 + 1,0867


Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.
GOLD - Kommen die Bullen jetzt aus der Deckung?
Gold-Tagesausblick für Freitag, 09. Oktober 2026: Eine volatile Seitwärtsphase im Bereich um 4.100 USD prägt den Kursverlauf seit Ende September. Halb in der Fortsetzung des Abwärtstrends und mit einem Bein in einer Erholung versuchen die Anleger die Balance zu halten.
Charttechnischer Rückblick: Seit dem Hoch Ende August bei 4.696 USD fiel der Goldpreis unter die steile Aufwärtstrendlinie der Vorwochen und den Support bei 4.381 USD. Damit wurde ein Korrektursignal gebildet und direkt die Unterstützung bei 4.264 USD angelaufen. Nach einer zähen Seitwärtsphase wurde sie ebenfalls gebrochen, der vorherige Aufwärtstrend neutralisiert und der Weg an die Haltemarke bei 4.094 USD angetreten. Diese Unterstützung wurde mehrfach attackiert und am Mittwoch sogar kurz unterschritten. Dennoch kann dieser Support seither verteidigt werden.
Goldpreis Widerstände: 4.264 + 4.370 + 4.442
Goldpreis Unterstützungen: 4.094 + 4.015 + 3.942
Charttechnischer Ausblick: Mit einer Kursstabilisierung zwischen 4.055 und 4.094 USD könnte jetzt nicht nur der Einbruch an den Start des Aufwärtstrends bei 3.942 USD verhindert werden. Der Goldpreis könnte zudem bei einem Anstieg über die Hürde bei 4.184 USD die zentrale Abwärtstrendlinie überwinden und damit einen Ausbruchsversuch über den Widerstand bei 4.225 USD einleiten. Sollte der Kurs hier nach unten abprallen, dürfte die 4.094-USD-Marke erneut attackiert werden.
Über der Hürde stünde dagegen bereits eine Kaufwelle bis 4.381 und 4.400 USD auf der Agenda. Damit wäre man der Fortsetzung der Erholung seit Juli einen entscheidenden Schritt nähergekommen.
Charttechnisches Fazit: Der Goldpreis hat aktuell die Chance, aus der Stabilisierungsphase nach oben zu entkommen. Die Kurshindernisse bei 4.184 und 4.225 USD müssen für einen kurzfristigen Trendwechsel aber aus dem Weg geräumt werden.


Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.
Sind Anleihen nach dem Sell-off attraktiv?
Europa steuert auf eine neue Staatsschuldenkrise zu. Die Entscheidung ist schnell getroffen. US-Anleihen sind die bessere Wahl, aber ist besser auch gut?
Die Bemühungen reichen nicht. Eine Reduktion des Defizits von 5,4 auf 5 % ist nicht gerade ein Paukenschlag, zumal die zugrundeliegenden Annahmen optimistisch sind, die zu diesem Resultat führen sollen. Anleger flüchten aus französischen Anleihen. Euroländer haften zwar nicht direkt füreinander, aber eine Krise in Frankreich wird für alle teuer. Euroanleihen sind nur bedingt attraktiv.
Auch die USA haben ihre Probleme. Das Haushaltsdefizit ist noch höher als in Frankreich. Anleger befürchten aber keine Schuldenkrise. Der deutlichste Hinweis darauf ist der Dollar. Dieser gewinnt gegenüber dem Euro. Das Risiko einer Krise ist in Europa deutlich höher als in den USA. Andernfalls würde der Euro nicht gegenüber dem Dollar verlieren.
Die Lage ist in den USA weniger schlecht als in der Eurozone. Weniger schlecht ist nicht gut. Dennoch ist das größte Risiko bei US-Anleihen keine Krise, sondern das Risiko, dass die Renditen im Vergleich zur Inflation und zum Wirtschaftswachstum noch nicht hoch genug sind. Steigen Renditen weiter, fallen Kursverluste an. Die Frage in Bezug auf US-Anleihen ist daher, ob Anleihen nach dem Renditeanstieg bereits günstig sind.
Um das herauszufinden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist der Vergleich der Rendite mit dem nominalen Wirtschaftswachstum. Eine Rendite, die tiefer ist, kann man als inflationär bezeichnen. Eine, die darüber liegt, als dämpfend. Derzeit liegt die Rendite unter dem Wachstum. Man kann Zweifel daran haben, dass das Renditeniveau ausreicht, um die Inflationsrate zum Ziel zurückzubewegen.
Die USA sind global nicht isoliert. Sie geben zwar den Takt vor, doch man kann nicht sagen, dass das, was im Rest der Welt geschieht, irrelevant ist. Deutsche und US-Anleiherenditen bewegen sich parallel. Das Renditeniveau unterscheidet sich allerdings. Deutsche Anleihen repräsentieren die globale risikolose Rendite und den globalen Konjunkturzyklus.
Deutsche Renditen repräsentieren die Einflüsse im Rest der Welt, das nominale Wachstum in den USA bildet den dortigen Konjunkturzyklus und die Inflation ab. Zusammen ergeben beide den perfekten Indikator für US-Renditen.
Seit 1991 sind beide Zeitreihen kaum voneinander zu unterscheiden. Ausnahmen während der Finanzkrise und der Pandemie sind gut zu erklären. Auch für diesen Indikator gilt, dass die Rendite die Inflation nur dämpft, wenn sie höher als der Indikator ist. Das ist nicht der Fall. US-Anleihen sind derzeit fair bewertet. Sie sind weder billig noch teuer. Eine große Gelegenheit gibt es noch nicht. Dafür müsste der Sell-off weitergehen.



Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu.
Renditeanstieg ohne Schmerz für den Aktienmarkt?
Der Aktienmarkt scheint vom Renditeanstieg bei Anleihen bisher nicht berührt zu werden. Der Eindruck täuscht. Der Schmerz ist sogar relativ groß.
Der S&P 500 befindet sich immer noch in der Nähe des Allzeithochs. Es liegt keine 1,5 % entfernt. Die "Korrektur", die höhere Renditen bisher hervorgerufen haben, drückte den Index 3 % unter das Allzeithoch. Der Nasdaq 100 erreichte sogar vergangene Woche ein neues Hoch. So sieht Schmerz nicht aus. Selbst der DAX, der aus unterschiedlichen Richtungen Gegenwind erhält, fiel lediglich um 5 %. Das vermittelt den Eindruck, dass der Renditeanstieg am Aktienmarkt vorbeigeht.
Dieser Eindruck täuscht. Man muss nur wissen, wo man hinschauen sollte. Small Caps leiden seit einigen Jahren unter hohen Zinsen. Kleinunternehmen waren einmal weniger verschuldet als Großunternehmen. Heute ist es umgekehrt. Steigen die Zinsen, fallen die Kurse. Die Underperformance im zurückliegenden Quartal war so stark ausgeprägt wie selten.
Sektoren, die vor allem durch hohe Dividenden glänzen, haben es ebenfalls nicht leicht. Die Kurse von Versorgern steigen schneller, wenn Renditen fallen. Steigen Renditen schnell an, fallen die Kurse. Das ist aktuell der Fall. Inzwischen gilt das nicht nur für Versorger, sondern auch Banken.
Banken profitieren im Regelfall von höheren Zinsen. Das ändert sich, wenn höhere Zinsen zu mehr Kreditausfällen oder einer sinkenden Nachfrage führen. Neue Hypotheken werden kaum noch vergeben. Die Zinsen sind zu hoch. Höhere Zinsen sind nicht ausnahmslos gut für Banken. Die Kurse sprechen eine klare Sprache. Bankaktien haben über 10 % verloren.
Schmerz gibt es praktisch überall. Er ist nur nicht an den Kursen der Leitindizes erkennbar. Kaum etwas bringt es so auf den Punkt wie der Vergleich zum gleichgewichteten S&P 500, in dem jede Aktie den gleichen Anteil hat. Der gleichgewichtete Index hat eine seiner längsten Verluststrecken der vergangenen zwei Jahrzehnte hinter sich.
Der gleichgewichtete Index ist um fünf Prozentpunkte mehr gefallen als der S&P 500. Das bedeutet vor allem eines. Mega Caps wie Microsoft und NVIDIA retten die Indizes. Der Großteil des Marktes leidet hingegen. Da die Mega Caps, die den Markt stützen, allesamt mit KI im Zusammenhang stehen, kann man die gute Performance auch als Signal werten. Anleger glauben weiterhin an den KI-Boom und gehen nicht davon aus, dass höhere Zinsen den Boom abwürgen werden.



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