04.09.2026
Ein breit gestreutes Portfolio folgt in der Regel einer festgelegten Anlagestrategie: Ein Teil des Vermögens kann beispielsweise in Aktien investiert sein, ein weiterer in Anleihen oder andere Anlageklassen. Da sich Märkte unterschiedlich entwickeln, verändern sich mit der Zeit auch die Gewichtungen im Portfolio. Genau hier setzt Rebalancing an.

Was bedeutet Rebalancing?
Beim Rebalancing wird ein Portfolio in regelmäßigen Abständen überprüft und bei Bedarf wieder stärker an die ursprünglich festgelegte Aufteilung angepasst. Steigen beispielsweise Aktien deutlich stärker als andere Anlageklassen, erhöht sich ihr Anteil am Gesamtportfolio. Dadurch kann sich auch das ursprünglich gewünschte Risikoprofil verändern.
Durch den teilweisen Verkauf stärker gestiegener Positionen und den gezielten Zukauf anderer Anlageklassen kann die gewünschte Gewichtung wieder angenähert werden0. Ob und in welchem Umfang Anpassungen sinnvoll sind, hängt jedoch immer von der individuellen Anlagestrategie, der persönlichen Risikobereitschaft sowie den jeweiligen Marktbedingungen ab.
Warum ist Rebalancing wichtig?
Rebalancing kann dabei unterstützen, eine definierte Anlagestrategie langfristig konsequent zu verfolgen. Ohne regelmäßige Überprüfung kann sich ein Portfolio im Zeitverlauf stärker auf einzelne Anlageklassen, Regionen oder Branchen konzentrieren als ursprünglich beabsichtigt.
Zudem kann ein strukturierter Rebalancing-Ansatz helfen, Anlageentscheidungen weniger stark von kurzfristigen Marktbewegungen abhängig zu machen. Nach deutlichen Kursanstiegen können etwa Teile einzelner Positionen reduziert und in bislang geringer gewichtete Bereiche umgeschichtet werden.
Wie häufig sollte ein Portfolio angepasst werden?
Eine allgemeingültige Regel gibt es nicht. Manche Anleger:innen überprüfen ihre Aufteilung beispielsweise einmal jährlich, andere orientieren sich an bestimmten Abweichungen von der ursprünglich festgelegten Gewichtung. Wesentlich ist, dass die Überprüfung regelmäßig erfolgt und mögliche Anpassungen zur persönlichen Anlagestrategie passen.
Auch Sparpläne können im Rahmen eines Rebalancings eine Rolle spielen: Neue Einzahlungen können gezielt in jene Anlageklassen investiert werden, deren Anteil im Portfolio gesunken ist. Dadurch lassen sich je nach Situation zusätzliche Verkäufe reduzieren oder vermeiden.
Fazit
Rebalancing kann ein sinnvoller Bestandteil einer langfristig ausgerichteten Anlagestrategie sein. Wer sein Portfolio regelmäßig überprüft und bei Bedarf anpasst, kann dazu beitragen, die gewünschte Risikostruktur beizubehalten und Anlageentscheidungen strukturierter zu treffen. Mit dem Wertpapierdepot der DADAT Bank lassen sich Aktien, ETFs und Fonds übersichtlich kombinieren und flexibel verwalten. Ergänzend können Sparpläne genutzt werden, um ein Portfolio regelmäßig weiter aufzubauen und einzelne Anlageklassen gezielt stärker zu berücksichtigen.
Bitte beachten Sie: Eine Veranlagung in Finanzinstrumente kann zu erheblichen Verlusten führen.
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